• Selon Serge Lemoine (conseiller chez Artcurial et ancien directeur du musée d’Orsay), ce n’est pas Balthus qui est pédophile et lui un connard de première, mais nous qui serions des crétins bornés et minoritaires.

    Peut-on encore aimer Balthus ? - Le Point
    https://www.lepoint.fr/culture/peut-on-encore-aimer-balthus-08-12-2020-2404755_3.php

    Serge Lemoine : On parle ici d’art, de peinture et non de la vie quotidienne aujourd’hui : la première question à se poser est la suivante : s’agit-il de création artistique et Balthus est-il un grand peintre ? Je réponds oui. Sa vision artistique, son inspiration, sa manière de composer, ses œuvres qui ont marqué son époque ne laissent aucun doute : Balthus occupe une place majeure dans l’histoire de l’art. Picasso lui-même avait un tableau de Balthus… Balthus crée dans un cadre artistique parfaitement classique, c’est un peintre figuratif, qui travaille d’après le modèle dans son atelier, qui prépare chaque détail, ses compositions sont mises au point, calculées. Si certaines scènes sont choquantes pour certains, c’est délibéré ! Chez lui, tout est réfléchi, y compris la provocation. Mais les minorités agissantes qui font pression, au nom de leur conception de la morale , sur les institutions muséales notamment, n’ont aucune culture historique ou artistique, aucune des références qui permettent d’éviter les contresens…

  • Minderheitenpolitik in China - Einheit in der Viielfalt
    https://www.jungewelt.de/artikel/391936.minderheitenpolitik-in-china-einheit-in-der-vielfalt.html

    Die Volksrepublik China ist ein Vielvölkerstaat. Diversität und Dynamik von Chinas Bevölkerung sind entscheidende Elemente seiner Entwicklung

    5.12.2020 von Hannes A. Fellner

    Zu den immer wiederkehrenden Vorurteilen gegenüber China gehören seine angebliche Abgeschlossenheit nach außen und vermeintliche Gleichförmigkeit im Inneren. Die imperialistischen Staaten des Westens benutzen in ihrer durchschaubaren Propaganda Klischees von der »Großen Mauer«, wenn ihrem Einfluss Grenzen gesetzt werden, und beschwören – wenn es etwa im Zuge einer nicht in den Griff zu bekommenden Pandemie nützlich ist, vom eigenen Versagen abzulenken und die Erfolge Chinas zu vertuschen – in neokolonial-rassistischer Manier eine monolithische »asiatische« Kollektivität oder gar »gelbe Gefahr«.

    Differenzierung gegenüber der Volksrepublik ist für den Westen nur dann plötzlich doch wieder möglich, wenn sie einen erhofften Beitrag zu Spaltung und Schwächung leisten kann. In diesem Zusammenhang spielt die Thematisierung der Minderheitenproblematik seit jeher eine Rolle, in letzter Zeit jedoch wieder eine immer ernster werdende. Wenn in den medialen Kampagnen der imperialistischen Metropolen Begriffe wie »Konzentrationslager« und »Genozid« aus dem propagandistischen Repertoire geholt werden, sollte angesichts historischer Erfahrung und aktueller Entwicklungen eigentlich klar sein, was hier vor sich geht.

    An dieser verbalen Mobilmachung gegen die Volksrepublik, speziell in »Menschenrechts-« und Minderheitenfragen, sind aber leider auch immer wieder sich als links verstehende Menschen und Gruppen beteiligt. Grund dafür sind sehr oft gängige Vorurteile und ein Mangel an geschichtlichem Verständnis. So ersetzt dann Empörung Erkenntnismöglichkeit, bloßer Reflex die Analyse, und Unverständnis eine vertiefende Reflexion. Dabei lohnt es sich, die geschichtlichen Grundlagen und aktuell wirkenden Widersprüche im Vielvölkerstaat China zu betrachten.
    Lange Tradition der Vielfalt

    Kein historischer Vorläufer der heutigen Volksrepublik China war in ethnischer oder kultureller Hinsicht je homogen. Schon die erste historisch greifbare Epoche der Shang-Zeit (17.–11. Jahrhundert vor unserer Zeit), in deren späte Phase (13. Jh. v. u. Z.) die Anfänge der chinesischen Schrift zurückreichen, gedieh als Zusammenfluss unterschiedlicher Vorgängerkulturen, die über die Zeit unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt waren. So erfolgte die Adaption des Streitwagens etwa im Austausch mit nomadischen Kulturen des eurasischen Steppengürtels. Die folgende Zhou-Zeit (11. Jh.–256 v. u. Z.) ist trotz Kontinuitäten wie dem Schriftgebrauch und Kontakt mit der Steppe dann wieder kulturell deutlich von der Shang-Zeit unterschieden.

    Die Zeit der Streitenden Reiche (475–221 v. u. Z.), aus welcher die klassische chinesische Philosophie stammt, von deren »wetteifernden hundert Schulen« einige – wie Konfuzianismus und Daoismus – auch heute noch eine Rolle spielen, stand unter nomineller Oberherrschaft der Zhou. Die »Reiche« um das Tal des Gelben Flusses waren damals schon als zhōngguó, »Mittlere Lande« (der heutige Name für China) bekannt, deren Eliten sich als Träger der huáxià-Zivilisation (»große Blüte«) verstanden. Zwar teilten die »Mittleren Staaten« gewisse als huáxià empfundene Charakteristika wie Landwirtschaft, Schriftgebrauch und Rituale und waren bemüht, sich gegenüber der »barbarischen« Peripherie, die das nicht auszeichnete, abzugrenzen, doch waren die Streitenden Reiche insgesamt kulturell und sprachlich bisweilen merklich voneinander verschieden. Die sehr beweglichen Grenzen zwischen »zivilisiertem« Zentrum und »nicht-zivilisierter« Peripherie, aber selbst zwischen huáxià-Staaten wurden nicht selten mit stark befestigten Wällen markiert, welche die Vorläufer der »Großen Mauern« sind.

    Ausgerechnet der eher als »barbarisch« geltende Staat Qin (von dem unsere Bezeichnung China stammt) einte die Streitenden Reiche 221 v. u. Z. im Sinne des tiānxià »(alles) unter dem Himmel« und errichtete ein zentralverwaltetes Imperium. Einerseits entwickelte sich auf dieser Grundlage das Einheitsdenken einer kulturellen Ökumene, das trotz Diskontinuitäten bis heute von Bedeutung ist. Andererseits war die forcierte Zentralisierung der Verwaltung und die nicht zimperliche Vereinheitlichung der vielen unterschiedlichen Gebiete »unter dem Himmel«, zu der die Standardisierung und die Verbreitung der chinesischen Schrift (und Sprache) gehörten, der Beginn der Ethnogenese der Han. Diese haben ihren Namen von der auf Qin folgenden Dynastie.

    In der Han-Zeit (206 v. u. Z.–220 n. u. Z.) wurde »alles unter dem Himmel« weiter zentralisiert. Das Imperium erfuhr auch eine bedeutende Ausdehnung Richtung Süden und Westen, in dessen Zuge unzählige weitere Ethnien integriert wurden. Die Aktivitäten des heute als Nationalheld verehrten Diplomaten Zhang Qian (um 164–113 v. u. Z.) in den »westlichen Regionen« in und um das heutige Xinjiang markieren den Beginn der kontinentalen Alten Seidenstraße, die schließlich Ostasien, Zentralasien, den indischen Subkontinent, den Nahen Osten und den mediterranen Raum systematisch miteinander verband und mehr als tausend Jahre in der einen oder anderen Form Bestand haben sollte. Der kulturell prägendste Import dieser Zeit war der Buddhismus, der über die Seidenstraße nach Ostasien gelangte.

    Auf die Han-Zeit folgten Perioden von Zerfall und Einheit, zu denen kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Zentrum und Peripherie ebenso gehörten wie friedliche Kontakte zu Regionen außerhalb der jeweiligen Dynastien, deren Träger nicht ausschließlich Han waren. Während der Tang-Dynastie (618–907), die in der historischen Forschung als ein Höhepunkt der chinesischen Geschichte und in China selbst als Goldenes Zeitalter gilt, gab es wieder einen einheitlichen Staat, der für und für den die Seidenstraße eine prägende Rolle spielte. Speziell die Hauptstadt der Tang, Chang’an (das heutige Xian) war in ihrer Blütezeit eine kosmopolitische Weltstadt, in der Menschen aus ganz Eurasien lebten und Träger des interkulturellen Austausches wurden. Zu diesem gehörten die Weiterverbreitung unterschiedlicher Religionen, insbesondere des Buddhismus, die Ausbreitung von zentralasiatischen Musikinstrumenten und musikalischen Formen sowie die Vermittlung von chinesischen Errungenschaften wie Papier, Blockdruck und Schießpulver Richtung Westen.

    Nach der Tang-Zeit zerfiel das Reich erneut, verschiedene Dynastien unterschiedlicher ethnischer Herkunft konkurrierten um dessen territoriales Erbe. Die meisten dieser Dynastien verfolgten den Einheitsgedanken, waren auf eine Zentralisierung des Staatswesens aus und verwendeten in der einen oder anderen Form die Gepflogenheiten der vorangegangenen Imperien, insbesondere bei der Verwaltung und dem damit einhergehenden Gebrauch der chinesischen Sprache und Schrift. Eine größere Einigung gelang in der ersten Hälfte der Song-Zeit (960–1279), deren Träger Han waren. Im Zuge von Auseinandersetzungen mit nördlichen Dynastien, die von den mongolischen Kitan getragene Liao-Dynastie (916–1125) und die von den tungusischen Jurchen getragene Jin-Dynastie (1125–1234) im Norden, verlagerte sich der Schwerpunkt der Song weg von dem Gebiet der ehemaligen »mittleren Staaten« nach Süden. Dies führte zu stärkerer Migration von Han in Gebiete unterhalb des Yangtse-Fluss, was zu einem größeren Austausch mit den dortigen Bevölkerungen beitrug. Ein weiteres Resultat dieser Südorientierung war der umfassende Aufbau einer Marine und der Ausbau maritimer Fernhandelsbeziehungen.

    Unter der Yuan-Dynastie (1260–1368), die von Dschingis Khans Enkel Kublai Khan proklamiert worden war, gab es erneut einen einheitlichen Staat, der nun auch die Gebiete Tibets umfasste. Aufgrund der mongolischen Konföderations- und Eroberungspolitik war auch der Yuan-Staat vielsprachig und multikulturell. Dies traf auch auf die Verwaltung zu, die aber freilich in weiten Bereichen von vorhergehenden Dynastien geprägt war.

    Während der Ming-Zeit (1368–1644) waren wieder die Han die entscheidende Gruppe. Zuerst lag der Schwerpunkt der Ming im Süden, die Hauptstadt wurde dann aber aufgrund von Problemen an der nördlichen Peripherie, vor allem mit mongolischen Konföderationen, von Nanjing nach Beijing verlegt. In die Ming-Zeit fallen die Tribut- und Erkundungsfahrten der chinesischen Flotte. Unter der Führung des muslimischen Eunuchen Zheng He (1371–1433/5), dessen Vorfahren aus Zentralasien stammten, unternahm die chinesische Marine Expeditionen bis nach Ostafrika. Die Auseinandersetzungen im Norden zusammen mit dem Ausbau der heute bekannten »Großen Mauer« waren ein wichtiger Grund für die letztendliche Einstellung der staatlich finanzierten Flotte. In der Ming-Zeit kam dem Konzept von nationalen Minderheiten das erste Mal größere Bedeutung zu. Bei der Eingliederung der südlichen Provinzen Guizhou und Yunnan wurden die ethnischen Grenzen in den Chroniken der damaligen Zeit vermerkt und zwischen xià (chinesisch), mín (zum Imperium gehörig), und yí (nicht-chinesisch) unterschieden.

    In der Qing-Zeit (1636–1912) schließlich wurde die Unterscheidung zwischen huáxià und yí aufgrund der tungusischen Herkunft der Qing neubewertet. Es herrschte die Devise zhōngwài yījiā, etwa »Zentrum und Peripherie sind eine Familie«, und damit eine Betonung des multiethnischen Charakters des Imperiums, zhōngguó »Mittlere Lande«, in dem alle Untertanen zhōngguórén »Menschen der Mittleren Lande« bzw. zhōnghuárén »Menschen der blühenden Mitte« waren. Dennoch hatte die herrschende Minderheit der Manchu, die freilich stark von traditioneller chinesischer Verwaltung und Kultur geprägt waren, natürlich eine privilegierte Stellung inne – es begannen ethnische Auseinandersetzungen, insbesondere mit der Han-Mehrheitsbevölkerung. In die Zeit der Qing fallen bekanntlich auch die ersten schweren Auseinandersetzungen mit den europäischen imperialistischen Staaten, die es auch schon damals verstanden, unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zu ihrem Vorteil gegeneinander auszuspielen.
    Zwei Positionen in Minderheitenfrage

    Im Laufe des 19. Jahrhunderts begann die systematische Konstruktion ethnischer Identität mit ihren ideologischen Rechtfertigungsstrategien. Begriffe wie huáxià und zhōngguó wurden neu definiert, und es trat nun systematisch das Konzept mínzú »Nation(alität)« hinzu. Ausgehend vom erwachenden Nationalbewusstsein in China bekamen diese Begriffe wie unter den Han je nach politischem Spektrum unterschiedliche Interpretationen, denen jedoch ein gegen den westlichen Imperialismus (und bisweilen auch die Manchu) gerichtete Tendenz gemein ist. Andere bedeutende Minderheiten im Qing-Reich wurden je nach ideologischer Ausrichtung als Bestand- oder Fremdteil der eigenen Gruppe gesehen, was zuweilen gewisse Nicht-Han ein-, jedoch andere Han-Gruppen vor allem im Süden wieder ausschloss.

    In der Zeit der Republik (1912–1949) gab es zwei Haupttendenzen in der Minderheitenfrage, die eine vertreten von der Kuomintang, die andere von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). Die Kuomintang war der Ansicht, dass Han zusammen mit Hui (chinesischsprachige muslimische Bevölkerungsgruppen), Manchu, Mongolen und Tibetern eine »Nation«, zhōnghuá mínzú, in einer »Republik der fünf Nationalitäten«, wǔzú gònghé, bildeten, wobei das Konzept der Nation biologistisch-rassisch gedeutet wurde.

    Die KPCh durchlief verschiedene Etappen in der Bewertung der Minderheitenfrage, die auf den jeweiligen Umständen ihrer Ausrichtung beruhten. Von ihrer Gründung 1921 bis in die frühen 1930er orientierte die KPCh auf den gemeinsamen Kampf der Han mit allen Minderheiten gegen die Unterdrücker im In- und Ausland für eine sozialistische Föderation. Nach dem Bruch mit der Kuomintang 1927 wurde zu Beginn der 1930er das Selbstbestimmungs- und damit auch das Sezessionsrecht aller Minderheitennationen (wobei es hier noch keine klare Definition gab) gefordert. Diese Selbstbestimmungslinie dominierte bis in die Mitte der 1930er Jahre, wurde dann aber durch eine Orientierung auf Selbstverwaltung ersetzt. Ein Grund hierfür war ohne Zweifel auch, dass die KPCh im Zuge ihrer Orientierung auf die ländliche Bevölkerung sowie des »Langen Marsches«, der durch die Gebiete sprachlicher und ethnischer Minderheiten führte, sich der ungeheuren Vielfalt der Bevölkerung bewusster wurde.

    Zur Zeit des Bündnisses mit der Kuomintang gegen die japanische Aggression (1937–1945) stand die chinesische Nation, zhōnghuá mínzú, im Mittelpunkt, zu welcher alle Minderheiten auf chinesischem Territorium gleichberechtigt gehörten. Nach der Gründung der Volksrepublik 1949 wurde zhōnghuá mínzú, als territorial-nationaler Überbegriff für alle in der Volksrepublik lebenden »Nationalitäten«, das heißt Han plus Minderheiten verwendet.
    Alle Menschen Chinas

    Zu Beginn der 1950er wurde zu erheben versucht, wie viele »Nationalitäten« es innerhalb der Volksrepublik gab, um ihnen ein Selbstverwaltungsrecht und politische Repräsentation im Volkskongress einzuräumen. Von Anfang an stand im Mittelpunkt der Politik der KPCh, dass das erste Mal in der Geschichte allen Völkern Chinas garantierte gleiche Rechte zukommen sollten. Ein 1953 abgehaltener Zensus, welcher der Einschätzung der eigenen Zugehörigkeit zu einer »Nationalität« sehr große Freiheit gab – ein für diese Zeit sehr fortschrittlicher Zugang –, kam zu dem Ergebnis, dass es 400 verschiedene Minderheitengruppen auf dem Territorium der Volksrepublik gab. Daraufhin wurden großangelegte interdisziplinäre Expeditionen entsandt, um diese 400 Minderheitengruppen zu untersuchen und ihre Zahl aus praktisch-politischen Gründen durch neue Kategorisierungen zu reduzieren, wobei ethno-linguistische Überlegungen eine gewichtige Rolle spielten, aber nicht das Hauptkriterium bildeten.

    Im Zuge dieser Untersuchungen wurden 1954 durch einen weiteren Zensus 39 shăoshù mínzú, »kleinere Nationalitäten«, ermittelt. Bis 1964 wurden es 54, und ab 1979 waren es schließlich 55 – die noch heutig gültige Zahl. Die chinesische Nation, zhōnghuá mínzú, besteht also aus 56 mínzú. Alle Angehörigen dieser Nationalitäten sind zhōngguórén »Menschen Chinas«. Die Bevölkerungsmehrheit ist hànzúrén »Menschen der Han-Nationalität«. In gewisser Weise ist die Identität der Han aber ähnlich konstruiert wie die der anderen Nationalitäten, da es große kulturelle Unterschiede zwischen den Han-Gruppen aus verschiedenen Regionen Chinas gibt. Innerhalb der Han-Nationalität sind um die zehn verschiedene sinitische Sprachen – oft fälschlicherweise als Dialekte bezeichnet – gebräuchlich, deren Sprecher sich untereinander nicht verstehen (darum wurden viele Reden, die der aus Südchina stammende Mao Zedong hielt, in anderen Regionen nicht verstanden, solange sie nicht gedruckt vorlagen). Selbst in der dominanten Nordgruppe, aus der das Standardchinesische stammt, gibt es Zweige, für welche die Kommunikation nur mittels der chinesischen Zeichen möglich ist. Deswegen wird im landesweiten chinesischen Fernsehen immer untertitelt. Insgesamt werden in der Volksrepublik mehr als 300 Sprachen aus zehn verschiedenen Sprachfamilien gesprochen.

    Die offiziellen 55 ethnischen Minderheiten machen in etwa 8,5 Prozent der Gesamtbevölkerung der Volksrepublik aus, was in etwa 112 Millionen Menschen entspricht. Zum Vergleich: In der Sowjetunion gab es zirka 30 Prozent nicht-slawische ethnische Minderheiten; in der heutigen Russischen Föderation gibt es zirka 20 Prozent nicht-slawische ethnische Minderheiten.

    Die 55 mínzú, wie sie von der KPCh klassifiziert wurden, sind zum Teil freilich Klammerbegriffe und bestehen wiederum teilweise aus weiteren sehr unterschiedlichen ethnischen Gruppen, z. B. werden innerhalb der Miao-Minderheit Sprachen aus vier verschiedenen Sprachfamilien gesprochen, werden die Utsul auf Hainan zu den Hui gerechnet, obgleich sie mit ihnen nichts gemeinsam haben, außer dass sie ebenfalls Muslime sind. Es gibt verschiedene Gruppen außerhalb der bisherigen Einteilung, die sich um Anerkennung bemühen.
    Minderheitenförderung

    Autonome Verwaltungseinheiten existieren in der Volksrepublik China auf drei Ebenen: der Provinzebene mit fünf Autonomen Regionen, der Bezirksebene mit 30 Autonomen Bezirken, der Kreisebene mit 117 Autonomen Kreisen und in der Inneren Mongolei drei Autonome sogenannte Banner. Die selbstverwalteten Einheiten der Minderheiten machen 60 Prozent der Gesamtfläche der Volksrepublik aus und sind teilweise kompliziert ineinander verschachtelt. Die Usbekische Gemeinde Danangou beispielsweise liegt im Kasachischen Autonomen Kreis Mori, der im Autonomen Bezirk Changji der Hui-Nationalität im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang liegt.

    In der Verfassung ist verankert, dass die jeweils obersten Repräsentanten autonomer Gliederungen Angehörige aus der jeweiligen Minderheit sein müssen, was trotz laufender demographischer Veränderungen weiter umgesetzt wird. Zu den Minderheitenrechten gehören freilich auch die Selbstverwaltung in kulturellen und vor allem sprachlichen Angelegenheiten. Für viele Minderheiten wurden – ähnlich wie in der Sowjetunion – sprachliche und schriftliche Standards im Zuge ihrer Erfassung überhaupt erst entwickelt. Alle Medien in Minderheitengebieten verwenden die jeweiligen Sprachen. Dass Standardchinesisch in Minderheitenschulen neben den jeweiligen Sprachen systematisch auch zu einem Teil des Unterrichtskanons gehört, ist eine relativ neue Entwicklung, aber nach wie vor nicht dominant. Darüber hinaus gibt es »affirmative action«, also eine Reihe von Fördermaßnahmen gegenüber Minderheiten, die zuweilen auch Unmut in der Mehrheitsbevölkerung auslösten. Dazu zählen unter anderem, dass die Minderheiten nicht an die Ein-Kind-Politik gebunden waren, Steuern aus selbstverwalteten Gliedern nicht an die Zentralregierung abgegeben werden müssen, zinsfreie Darlehen für Unternehmen von und mit Angehörigen von Minderheiten sowie eine bevorzugte Behandlung bei den Eintrittsexamina für höhere Schulen.

    Dass es historisch gesehen immer wieder auch zu Ungerechtigkeiten gegenüber einzelnen Minderheiten kam, ist eine Tatsache. Die Kampagnen unter Mao waren für die Minderheiten ebenso widersprüchlich wie für den Rest der Bevölkerung. Die Minderheiten sahen darin aber mitnichten eine Assimilierungsoffensive, die sie trotz Verschickung von Jugendlichen aus den überwiegend von Han bewohnten Metropolen in entlegene Gebiete und die Zerstörung von als reaktionär eingeschätzten Kulturgütern (auch der Han) in der Tat auch nicht war. Die Kampagnen erschienen als ein Problem der Mehrheitsbevölkerung, in das zumindest ein Teil der Minderheiten gewaltsam hineingezogen wurde. Dies zusammen mit dem Vorgehen gegen KPCh-Kader aus den Minderheiten, was eher politische als ethnische Gründe hatte, führten aber zu einer stärkeren Entfremdung zwischen der KPCh und einem Teil der Minderheiten.
    Gegenwärtige Situation

    Heute sind Angehörige von Minderheiten im Volkskongress etwas über-, in Parteistrukturen etwas unterrepräsentiert. Ein Problem, das von der KPCh ebenso reflektiert und angegangen wird wie der Han-Chauvinismus, den es zumindest gegenüber bestimmten Minderheiten gibt. Aktuelle Widerspruchskonstellationen resultieren aus der Ungleichheit der ökonomischen Entwicklung der unterschiedlichen Regionen, wobei gerade nicht gilt, dass Minderheitengebiete prinzipiell weniger entwickelt sind. Die relative Freiheit, ihre eigene Lebens- und Wirtschaftsweise zu verfolgen, hat in einigen Gegenden wie der Autonomen Region Xinjiang oder Tibet sicher zur Benachteiligung gewisser Bevölkerungsschichten beigetragen, wie der Umstand, die für ökonomisches Fortkommen so wichtige Mehrheitssprache gut beherrschen zu müssen.

    Gerade die Regionen Xinjiang und Tibet, neuerdings auch die Innere Mongolei, spielen in der westlichen Propaganda eine Rolle. Als periphere Regionen mit Minderheiten kommt ihnen eine wichtige geopolitische Bedeutung zu. Dass der Westen gerade hier jeden möglichen Widerspruch in der chinesischen Bevölkerung ausnutzen wird, versteht sich von selbst. Fest steht aber, es gibt kein westliches Land, in dem nationale Minderheiten – bei aller notwendigen Kritik – ähnliche Freiheiten genießen wie in China. Dies erklärt sich vor dem Hintergrund der Vorgeschichte der Volksrepublik, die sowohl von Akkulturation wie Assimilation, Phasen von Offenheit und Geschlossenheit, Einheit und Zerfall eines Zentralstaates, aber immer vielsprachig und multikulturell von vielen verschiedenen Ethnien geprägt war.

    Die Entwicklung der Volksrepublik als Vielvölkerstaat von einem armen abhängigen Land zur Industrienation und zum Global Player markiert das Ende der »kolumbianischen Epoche«, die für ökonomische, technologische, politische, ideologische Dominanz des Westens über die Länder des Trikonts sowie Minderheiten weltweit steht. Im Gesamtzusammenhang gesehen ist dies ein welthistorischer Fortschritt im System der globalen Arbeitsteilung und des internationalen Klassenkampfes für die Arbeiterklasse – unabhängig davon, wie man die aktuellen widersprüchlichen politischen, ökonomischen und sozialen Verhältnisse Chinas einschätzen mag.

    #Chine #histoire #politique #minorités

  • Porte-voix de la diversité. Des étudiantes en études littéraires créent la #maison_d’édition #Diverses_syllabes.

    Cinq étudiantes du baccalauréat, de la maîtrise et du doctorat en études littéraires viennent de fonder, avec une collègue doctorante en histoire à l’Université de Montréal, Diverses syllabes, une maison d’édition féministe intersectionnelle et queer qui s’est donné pour mission de donner la parole aux personnes racisées et appartenant aux minorités de genre.

    « Ce projet, je le portais en moi depuis un moment déjà, explique Madioula Kébé-Kamara, finissante du bac en études littéraires et directrice générale de Diverses syllabes. Il n’est pas non plus étranger aux réflexions et discussions sur le racisme systémique, déclenchées par la résurgence ces derniers mois du mouvement Black Lives Matter après le meurtre de George Floyd aux États-Unis, et à celles sur les dénonciations d’inconduites sexuelles dans le milieu artistique québécois. »

    Sans aller jusqu’à taxer le milieu littéraire québécois de raciste, l’étudiante s’interroge sur la sous-représentation dans le monde de l’édition d’ouvrages dont les autrices et auteurs appartiennent aux minorités racisées. « Sur les 10 livres dont on a le plus parlé l’an dernier, combien ont été écrits par des femmes racisées, ou par des personnes racisées issues des minorités de genre ? Diverses syllabes leur servira de porte-voix. »

    Créer une nouvelle maison d’édition exige du temps, de l’énergie et, surtout, des moyens financiers. Afin d’assurer son indépendance pour les deux prochaines années, Diverses syllabes a lancé une campagne de sociofinancement. « Nous sommes un organisme sans but lucratif et notre objectif est de recueillir 60 000 dollars, précise Madioula Kébé-Kamara. Cela devrait nous permettre de publier trois titres par année, sachant que Québec accorde des subventions aux maisons d’édition à partir du cinquième livre paru. »

    Les personnes intéressées à souscrire à la campagne de sociofinancement peuvent le faire ici. D’autres liens se retrouvent sur les pages Instagram et Facebook de Diverses syllabes. Un site web sera aussi bientôt créé.
    Un choix éditorial

    Diverses syllabes entend mettre en valeur et faire résonner d’autres voix en publiant essentiellement des ouvrages écrits par des personnes provenant des minorités racisées et de genre. Un choix éditorial, voire politique ? « Éditorial, répond sa directrice. Ces écrivaines ont des expériences et des regards différents. En tant que personnes marginalisées, il leur est souvent difficile de se faire entendre parmi l’ensemble des auteurs et autrices, comme c’est le cas lors des concours littéraires. »

    La nouvelle maison d’édition prévoit publier principalement des œuvres de fiction – romans, poésie –, mais aussi des essais, des bandes dessinées, des livres d’art et des livres jeunesse.

    Madioula Kébé-Kamara ne souhaite pas que Diverses syllabes devienne ce qu’elle appelle une « niche à doléances ». « Plusieurs stéréotypes entourent les ouvrages produits par les autrices et auteurs des minorités racisées, observe-t-elle, comme s’il fallait que leurs œuvres soient sensationnalistes, ou trash, qu’elles racontent des histoires tragiques : j’ai fait de la prostitution, j’ai dû traverser la Méditerranée à la nage, etc. Certes, ces types de récits ont leur raison d’être, mais nous voulons éviter le misérabilisme, mettre en lumière la richesse et la diversité des imaginaires… offrir de la bonne littérature, quoi ! »
    Un espace bienveillant

    Diverses syllabes sera une maison d’édition dite bienveillante, souligne l’étudiante. « Cela signifie que nous voulons offrir un espace d’édition solidaire et sécuritaire, misant sur la transparence, le respect, l’équité et la reconnaissance du travail des autrices et auteurs, lesquels connaissent souvent des conditions précaires. »

    Alors que le revenu annuel moyen des écrivains est de 9 169 dollars, selon des données de l’Union des écrivains et écrivaines du Québec (UNEQ), Dives syllabes s’engage à allouer aux autrices une rémunération de base de 1000 dollars dès la signature d’un contrat et à doubler le pourcentage de droits d’auteurs habituellement accordé.

    Enfin, la maison d’édition envisage de former une équipe composée essentiellement de #femmes, issues notamment des #minorités_de_genre. « C’est important quand on sait que les femmes qui occupent des postes de cadre ou de direction dans le milieu du livre constituent encore une minorité, tient à rappeler Madioula Kébé-Kamara. Nous voulons offrir des possibilités d’#emploi au sein de notre équipe, que ce soit à titre d’éditrice, de correctrice ou de communicatrice. Le plafond de verre pour les femmes existe dans tous les milieux. Mais ce plafond est encore plus difficile à briser pour celles qui sont minorisées. Diverses syllabes existe pour bâtir du nouveau. »

    https://www.actualites.uqam.ca/2020/diverses-syllabes-porte-voix-diversite
    #féminisme #intersectionnalité #livres #édition #minorités

  • In Turkey, life for Syrian refugees and Kurds is becoming increasingly violent - The conversation

    A spate of attacks in Turkey on Syrian refugees and Kurdish internal migrants and displaced people in recent months have put both communities on edge. In July, a Syrian teenager working as a market seller in Bursa, northwestern Turkey, died after he was attacked by a group of men.
    Since the beginning of the 20th century, nationalist identity politics have played a critical role in systematic violence against minorities in Turkey, particularly Armenians, Assyrians, Greeks and Kurds. This violent, assimilationist approach is borne out of Turkification policies which promote a Sunni-Turkish identity while denying minority rights.

    https://theconversation.com/in-turkey-life-for-syrian-refugees-and-kurds-is-becoming-increasing

    #Covid-19#Turquie#Sociétécivile#Répréssion#Liberté#minorités#kurdes#Syriens#migrant#migration

  • La #surmortalité aux États-Unis dépasse les 300.000 décès durant la #pandémie - World Socialist Web Site
    https://www.wsws.org/fr/articles/2020/10/23/euem-o23.html
    https://www.wsws.org/asset/901e321f-8dfa-442a-877d-dfef06377d31?rendition=image1280

    La conclusion la plus importante du CDC, outre le nombre plus important de décès, était la répartition par #âge. Alors que le plus grand nombre de décès est survenu chez les personnes âgées, le pourcentage le plus élevé d’augmentation des décès par rapport aux niveaux attendus, 26,5 pour cent, a été constaté chez les adultes âgés de 25 à 44 ans, ceux qui sont dans la force de l’âge pour l’emploi .

    Alors que toutes les autres catégories d’âge ont connu une réduction significative des taux de mortalité après le pic initial du printemps, le nombre de décès dans la tranche d’âge 25-44 ans est resté soutenu de mars à juin, puis a recommencé à augmenter en juillet en réponse à la campagne de réouverture de l’économie. Les personnes de ce groupe d’âge étaient les plus susceptibles d’être classées comme « travailleurs essentiels », c’est-à-dire tenus de rester au #travail, quelles que soient les conditions de travail.

    Le CDC a noté que les #minorités étaient représentées de manière disproportionnée dans le nombre de décès. La population hispanique a été la plus touchée, avec 53 pour cent de décès de plus que prévu. Le taux de mortalité des Américains d’origine asiatique a augmenté de 37 pour cent. Enfin, celui des Afro-Américains était de 36 pour cent. Le CDC n’a pas présenté de rapport sur le statut socio-économique des personnes décédées. Il dissimule ainsi le véritable impact de la pandémie sur la classe ouvrière, bien que la collecte et la communication de ces données soient tout à fait dans les capacités de l’agence.

  • Léonora Miano, au nom de l’Afropea - YouTube

    https://www.youtube.com/watch?v=nhL1fLe09dw

    Comment construire son identité entre deux espaces, entre deux filiations et faire un pas de côté face à l’héritage douloureux, subi de l’esclavagisme et du colonialisme ? C’est à cet horizon que se frotte la romancière et essayiste Léonora Miano dans son essai « Afropea : utopie post-occidentale et post-raciste » (Grasset, septembre 2020).

    L’#Afropea de #Léonora_Miano propose à ceux qui s’ancrent dans deux géographies, l’Afrique subsaharienne et l’Europe, de se réinventer, de forger une identité sociale et culturelle choisie et non subie. Ni manifeste ni utopie, son projet est une invitation à prendre la parole pour inventer une représentation de soi.

    #afrique

  • Xinjiang’s System of Militarized Vocational Training Comes to #Tibet

    Introduction and Summary

    In 2019 and 2020, the Tibet Autonomous Region (TAR) introduced new policies to promote the systematic, centralized, and large-scale training and transfer of “rural surplus laborers” to other parts of the TAR, as well as to other provinces of the People’s Republic of China (PRC). In the first 7 months of 2020, the region had trained over half a million rural surplus laborers through this policy. This scheme encompasses Tibetans of all ages, covers the entire region, and is distinct from the coercive vocational training of secondary students and young adults reported by exile Tibetans (RFA, October 29, 2019).

    The labor transfer policy mandates that pastoralists and farmers are to be subjected to centralized “military-style” (军旅式, junlüshi) vocational training, which aims to reform “backward thinking” and includes training in “work discipline,” law, and the Chinese language. Examples from the TAR’s Chamdo region indicate that the militarized training regimen is supervised by People’s Armed Police drill sergeants, and training photos published by state media show Tibetan trainees dressed in military fatigues (see accompanying images).

    Poverty alleviation reports bluntly say that the state must “stop raising up lazy people.” Documents state that the “strict military-style management” of the vocational training process “strengthens [the Tibetans’] weak work discipline” and reforms their “backward thinking.” Tibetans are to be transformed from “[being] unwilling to move” to becoming willing to participate, a process that requires “diluting the negative influence of religion.” This is aided by a worrisome new scheme that “encourages” Tibetans to hand over their land and herds to government-run cooperatives, turning them into wage laborers.

    An order-oriented, batch-style matching and training mechanism trains laborers based on company needs. Training, matching and delivery of workers to their work destination takes place in a centralized fashion. Recruitments rely, among other things, on village-based work teams, an intrusive social control mechanism pioneered in the TAR by Chen Quanguo (陈全国), and later used in Xinjiang to identify Uyghurs who should be sent to internment camps (China Brief, September 21, 2017). Key policy documents state that cadres who fail to achieve the mandated quotas are subject to “strict rewards and punishments” (严格奖惩措施, yange jiangcheng cuoshi). The goal of the scheme is to achieve Xi Jinping’s signature goal of eradicating absolute poverty by increasing rural disposable incomes. This means that Tibetan nomads and farmers must change their livelihoods so that they earn a measurable cash income, and can therefore be declared “poverty-free.”

    This draconian scheme shows a disturbing number of close similarities to the system of coercive vocational training and labor transfer established in Xinjiang. The fact that Tibet and Xinjiang share many of the same social control and securitization mechanisms—in each case introduced under administrations directed by Chen Quanguo—renders the adaptation of one region’s scheme to the other particularly straightforward.

    Historical Context

    As early as 2005, the TAR had a small-scale rural surplus labor training and employment initiative for pastoralists and farmers in Lhasa (Sina, May 13, 2005). The 11th Five-Year Plan (2006-2010) then specified that this type of training and labor transfer was to be conducted throughout the TAR (PRC Government, February 8, 2006). From 2012, the Chamdo region initiated a “military-style training for surplus labor force transfer for pastoral and agricultural regions” (农牧区富余劳动力转移就业军旅式培训, nongmuqu fuyu laodongli zhuanyi jiuye junlüshi peixun) (Tibet’s Chamdo, October 8, 2014). Chamdo’s scheme was formally established in the region’s 13th Five-Year Plan (2016-2020), with the goal of training 65,000 laborers (including urban unemployed persons) during that time (Chamdo Government, December 29, 2015).

    By 2016, Chamdo had established 45 related vocational training bases (TAR Government, November 17, 2016). Starting in 2016, the TAR’s Shannan region likewise implemented vocational training with “semi-military-style management” (半军事化管理, ban junshihua guanli) (Tibet Shannan Net, April 5, 2017). Several different sources indicate that Chamdo’s military-style training management was conducted by People’s Armed Police drill sergeants.[1]

    Policies of the 2019-2020 Militarized Vocational Training and Labor Transfer Action Plan

    In March 2019, the TAR issued the 2019-2020 Farmer and Pastoralist Training and Labor Transfer Action Plan (西藏自治区2019-2020年农牧民培训和转移就业行动方案, Xizang Zizhiqu 2019-2020 Nian Nongmumin Peixun he Zhuanyi Jiuye Xingdong Fang’an) which mandates the “vigorous promotion of military-style…[vocational] training,” adopting the model pioneered in Chamdo and mandating it throughout the region. [2] The vocational training process must include “work discipline, Chinese language and work ethics,” aiming to “enhance laborers’ sense of discipline to comply with national laws and regulations and work unit rules and regulations.”

    Surplus labor training is to follow the “order-oriented” (订单定向式, dingdan dingxiangshi) or “need-driven” (以需定培, yi xu dingpei) method, [3] whereby the job is arranged first, and the training is based on the pre-arranged job placement. In 2020, at least 40 percent of job placements were to follow this method, with this share mandated to exceed 60 percent by the year 2024 (see [2], also below). Companies that employ a minimum number of laborers can obtain financial rewards of up to 500,000 renminbi ($73,900 U.S. dollars). Local labor brokers receive 300 ($44) or 500 ($74) renminbi per arranged labor transfer, depending whether it is within the TAR or without. [4] Detailed quotas not only mandate how many surplus laborers each county must train, but also how many are to be trained in each vocational specialty (Ngari Government, July 31, 2019).

    The similarities to Xinjiang’s coercive training scheme are abundant: both schemes have the same target group (“rural surplus laborers”—农牧区富余劳动者, nongmuqu fuyu laodongzhe); a high-powered focus on mobilizing a “reticent” minority group to change their traditional livelihood mode; employ military drill and military-style training management to produce discipline and obedience; emphasize the need to “transform” laborers’ thinking and identity, and to reform their “backwardness;” teach law and Chinese; aim to weaken the perceived negative influence of religion; prescribe detailed quotas; and put great pressure on officials to achieve program goals. [5]

    Labor Transfers to Other Provinces in 2020

    In 2020, the TAR introduced a related region-wide labor transfer policy that established mechanisms and target quotas for the transfer of trained rural surplus laborers both within (55,000) and without (5,000) the TAR (TAR Human Resources Department, July 17). The terminology is akin to that used in relation to Xinjiang’s labor transfers, employing phrases such as: “supra-regional employment transfer” (跨区域转移就业, kuaquyu zhuanyi jiuye) and “labor export” (劳务输出, laowu shuchu). Both the 2019-2020 Training and Labor Transfer Action Plan and the TAR’s 13th Five-Year Plan (2016-2020) only mention transfers outside the TAR in passing, without outlining a detailed related policy or the use of terminology akin to that found in related documents from Xinjiang. [6]

    In the first 7 months of 2020, the TAR trained 543,000 rural surplus laborers, accomplishing 90.5% of its annual goal by July. Of these, 49,900 were transferred to other parts of the TAR, and 3,109 to other parts of China (TAR Government, August 12). Each region is assigned a transfer quota. By the end of 2020, this transfer scheme must cover the entire TAR.

    Specific examples of such labor transfers identified by the author to other regions within the TAR include job placements in road construction, cleaning, mining, cooking and driving. [7] Transfers to labor placements outside the TAR include employment at the COFCO Group, China’s largest state-owned food-processing company (Hebei News, September 18, 2020).

    The central terminology employed for the labor transfer process is identical with language used in Xinjiang: “unified matching, unified organizing, unified management, unified sending off” (统一对接、统一组织、统一管理、统一输送 / tongyi duijie, tongyi zuzhi, tongyi guanli, tongyi shusong). [8] Workers are transferred to their destination in a centralized, “group-style” (组团式, zutuanshi), “point-to-point” (点对点, dianduidian) fashion. The policy document sets group sizes at 30 persons, divided into subgroups of 10, both to be headed by (sub-)group leaders (TAR Human Resources Department, July 17). In one instance, this transport method was described as “nanny-style point-to-point service” (“点对点”“保姆式”服务 / “dianduidian” “baomu shi” fuwu) (Chinatibet.net, June 21). As in Xinjiang, these labor transfers to other provinces are arranged and supported through the Mutual Pairing Assistance [or “assist Tibet” (援藏, Yuan Zang)] mechanism, albeit not exclusively. [9] The transferred laborers’ “left-behind” children, wives and elderly family members are to receive the state’s “loving care.” [10]

    Again, the similarities to Xinjiang’s inter-provincial transfer scheme are significant: unified processing, batch-style transfers, strong government involvement, financial incentives for middlemen and for participating companies, and state-mandated quotas. However, for the TAR’s labor transfer scheme, there is so far no evidence of accompanying cadres or security personnel, of cadres stationed in factories, or of workers being kept in closed, securitized environments at their final work destination. It is possible that the transfer of Tibetan laborers is not as securitized as that of Uyghur workers. There is also currently no evidence of TAR labor training and transfer schemes being linked to extrajudicial internment. The full range of TAR vocational training and job assignment mechanisms can take various forms and has a range of focus groups; not all of them involve centralized transfers or the military-style training and transfer of nomads and farmers.

    The Coercive Nature of the Labor Training and Transfer System

    Even so, there are clear elements of coercion during recruitment, training and job matching, as well as a centralized and strongly state-administered and supervised transfer process. While some documents assert that the scheme is predicated on voluntary participation, the overall evidence indicates the systemic presence of numerous coercive elements.

    As in Xinjiang, TAR government documents make it clear that poverty alleviation is a “battlefield,” with such work to be organized under a military-like “command” structure (脱贫攻坚指挥部, tuopin gongjian zhihuibu) (TAR Government, October 29, 2019; Xinhua, October 7, 2018). In mid-2019, the battle against poverty in the TAR was said to have “entered the decisive phase,” given the goal to eradicate absolute poverty by the end of 2020 (Tibet.cn, June 11, 2019). Since poverty is measured by income levels, and labor transfer is the primary means to increase incomes—and hence to “lift” people out of poverty—the pressure for local governments to round up poor populations and feed them into the scheme is extremely high.

    The Training and Labor Transfer Action Plan cited above establishes strict administrative procedures, and mandates the establishment of dedicated work groups as well as the involvement of top leadership cadres, to “ensure that the target tasks are completed on schedule” (see [2]). Each administrative level is to pass on the “pressure [to achieve the targets] to the next [lower] level.” Local government units are to “establish a task progress list [and] those who lag behind their work schedule… are to be reported and to be held accountable according to regulations.” The version adopted by the region governed under Shannan City is even more draconian: training and labor transfer achievements are directly weighed in cadres’ annual assessment scores, complemented by a system of “strict rewards and punishments.” [11] Specific threats of “strict rewards and punishments” in relation to achieving labor training and transfer targets are also found elsewhere, such as in official reports from the region governed under Ngari City, which mandate “weekly, monthly and quarterly” reporting mechanisms (TAR Government, December 18, 2018).

    As with the Uyghurs in Xinjiang, overcoming Tibetans’ resistance to labor transfer is an integral part of the entire mechanism. Documents state that the “strict military-style management” of the vocational training process causes the “masses to comply with discipline,” “continuously strengthens their patriotic awareness,” and reforms their “backward thinking.” [12] This may also involve the presence of local cadres to “make the training discipline stricter.” [13]

    Because the military-style vocational training process produces discipline and transforms “backward employment views,” it is said to “promote labor transfer.” [14] Rural laborers are to be transformed from “[being] unwilling to move” to becoming willing to participate, a process that requires “diluting the negative influence of religion,” which is said to induce passivity (TAR Commerce Department, June 10). The poverty alleviation and training process is therefore coupled with an all-out propaganda effort that aims to use “thought education” to “educate and guide the unemployed to change their closed, conservative and traditional employment mindset” (Tibet’s Chamdo, July 8, 2016). [15] One document notes that the poverty alleviation and labor transfer process is part of an effort to “stop raising up lazy people” (TAR Government, December 18, 2018).

    A 2018 account from Chamdo of post-training follow-up shows the tight procedures employed by the authorities:

    Strictly follow up and ask for effectiveness. Before the end of each training course, trainees are required to fill in the “Employment Willingness Questionnaire.” Establish a database…to grasp the employment…status of trainees after the training. For those who cannot be employed in time after training, follow up and visit regularly, and actively recommend employment…. [16]

    These “strict” follow-up procedures are increasingly unnecessary, because the mandated “order-oriented” process means that locals are matched with future jobs prior to the training.

    “Grid Management” and the “Double-Linked Household” System

    Coercive elements play an important role during the recruitment process. Village-based work teams, an intrusive social control mechanism pioneered by Chen Quanguo, go from door to door to “help transform the thinking and views of poor households.” [17] The descriptions of these processes, and the extensive government resources invested to ensure their operation, overlap to a high degree with those that are commonly practiced in Xinjiang (The China Quarterly, July 12, 2019). As is the case in Xinjiang, poverty-alleviation work in the TAR is tightly linked to social control mechanisms and key aspects of the security apparatus. To quote one government document, “By combining grid management and the ‘double-linked household’ management model, [we must] organize, educate, and guide the people to participate and to support the fine-grained poverty alleviation … work.” [18]

    Grid management (网格化管理, wanggehua guanli) is a highly intrusive social control mechanism, through which neighborhoods and communities are subdivided into smaller units of surveillance and control. Besides dedicated administrative and security staff, this turns substantial numbers of locals into “volunteers,” enhancing the surveillance powers of the state. [19] Grid management later became the backbone of social control and surveillance in Xinjiang. For poverty alleviation, it involves detailed databases that list every single person “in poverty,” along with indicators and countermeasures, and may include a “combat visualization” (图表化作战, tubiaohua zuozhan) feature whereby progress in the “war on poverty” is visualized through maps and charts (TAR Government, November 10, 2016). Purang County in Ngari spent 1.58 million renminbi ($233,588 dollars) on a “Smart Poverty Alleviation Big Data Management Platform,” which can display poverty alleviation progress on a large screen in real time (TAR Government, February 20, 2019).

    Similarly, the “double-linked household” (双联户, shuang lian hu) system corrals regular citizens into the state’s extensive surveillance apparatus by making sets of 10 “double-linked” households report on each other. Between 2012 and 2016, the TAR established 81,140 double-linked household entities, covering over three million residents, and therefore virtually the region’s entire population (South China Morning Post, December 12, 2016). An August 2020 article on poverty alleviation in Ngari notes that it was the head of a “double-linked” household unit who led his “entire village” to hand over their grassland and herds to a local husbandry cooperative (Hunan Government, August 20).

    Converting Property to Shares Through Government Cooperatives

    A particularly troubling aspect of the Training and Labor Transfer Action Plan is the directive to promote a “poverty alleviation industry” (扶贫产业, fupin chanye) scheme by which local nomads and farmers are asked to hand over their land and herds to large-scale, state-run cooperatives (农牧民专业合作社, nongmumin zhuanye hezuoshe). [20] In that way, “nomads become shareholders” as they convert their usage rights into shares. This scheme, which harks back to the forced collectivization era of the 1950s, increases the disposable incomes of nomads and farmers through share dividends and by turning them into wage laborers. They are then either employed by these cooperatives or are now “free” to participate in the wider labor transfer scheme. [21] In Nagqu, this is referred to as the “one township one cooperative, one village one cooperative ” (“一乡一社”“一村一合” / “yixiang yishe” “yicun yihe”) scheme, indicating its universal coverage. [22] One account describes the land transfer as prodding Tibetans to “put down the whip, walk out of the pasture, and enter the [labor] market” (People.cn, July 27, 2020).

    Clearly, such a radical transformation of traditional livelihoods is not achieved without overcoming local resistance. A government report from Shuanghu County (Nagqu) in July 2020 notes that:

    In the early stages, … most herders were not enthusiastic about participating. [Then], the county government…organized…county-level cadres to deeply penetrate township and village households, convening village meetings to mobilize people, insisted on transforming the [prevailing attitude of] “I am wanted to get rid of poverty” to “I want to get rid of poverty” as the starting point for the formation of a cooperative… [and] comprehensively promoted the policy… Presently… the participation rate of registered poor herders is at 100 percent, [that] of other herders at 97 percent. [23]

    Importantly, the phrase “transforming [attitudes of] ‘I am wanted to get rid of poverty’ to ‘I want to get rid of poverty’” is found in this exact form in accounts of poverty alleviation through labor transfer in Xinjiang. [24]

    Given that this scheme severs the long-standing connection between Tibetans and their traditional livelihood bases, its explicit inclusion in the militarized vocational training and labor transfer policy context is of great concern.

    Militarized Vocational Training: Examining a Training Base in Chamdo

    The Chamdo Golden Sunshine Vocational Training School (昌都市金色阳光职业培训学校, Changdushi Jinse Yangguang Zhiye Peixun Xuexiao) operates a vocational training base within Chamdo’s Vocational and Technical School, located in Eluo Town, Karuo District. The facility conducts “military-style training” (军旅式培训, junlüshi peixun) of rural surplus laborers for the purpose of achieving labor transfer; photos of the complex show a rudimentary facility with rural Tibetan trainees of various ages, mostly dressed in military fatigues. [25]

    Satellite imagery (see accompanying images) shows that after a smaller initial setup in 2016, [26] the facility was expanded in the year 2018 to its current state. [27] The compound is fully enclosed, surrounded by a tall perimeter wall and fence, and bisected by a tall internal wire mesh fence that separates the three main northern buildings from the three main southern ones (building numbers 4 and 5 and parts of the surrounding wall are shown in the accompanying Figure 4). The internal fence might be used to separate dormitories from teaching and administrative buildings. Independent experts in satellite analysis contacted by the author estimated the height of the internal fence at approximately 3 meters. The neighboring vocational school does not feature any such security measures.

    Conclusions

    In both Xinjiang and Tibet, state-mandated poverty alleviation consists of a top-down scheme that extends the government’s social control deep into family units. The state’s preferred method to increase the disposable incomes of rural surplus laborers in these restive minority regions is through vocational training and labor transfer. Both regions have by now implemented a comprehensive scheme that relies heavily on centralized administrative mechanisms; quota fulfilment; job matching prior to training; and a militarized training process that involves thought transformation, patriotic and legal education, and Chinese language teaching.

    Important differences remain between Beijing’s approaches in Xinjiang and Tibet. Presently, there is no evidence that the TAR’s scheme is linked to extrajudicial internment, and aspects of its labor transfer mechanisms are potentially less coercive. However, in a system where the transition between securitization and poverty alleviation is seamless, there is no telling where coercion stops and where genuinely voluntary local agency begins. While some Tibetans may voluntarily participate in some or all aspects of the scheme, and while their incomes may indeed increase as a result, the systemic presence of clear indicators of coercion and indoctrination, coupled with profound and potentially permanent change in modes of livelihood, is highly problematic. In the context of Beijing’s increasingly assimilatory ethnic minority policy, it is likely that these policies will promote a long-term loss of linguistic, cultural and spiritual heritage.

    Adrian Zenz is a Senior Fellow in China Studies at the Victims of Communism Memorial Foundation, Washington, D.C. (non-resident), and supervises PhD students at the European School of Culture and Theology, Korntal, Germany. His research focus is on China’s ethnic policy, public recruitment in Tibet and Xinjiang, Beijing’s internment campaign in Xinjiang, and China’s domestic security budgets. Dr. Zenz is the author of Tibetanness under Threat and co-editor of Mapping Amdo: Dynamics of Change. He has played a leading role in the analysis of leaked Chinese government documents, to include the “China Cables” and the “Karakax List.” Dr. Zenz is an advisor to the Inter-Parliamentary Alliance on China, and a frequent contributor to the international media.

    Notes

    [1] See for example https://archive.is/wip/4ItV6 or http://archive.is/RVJRK. State media articles from September 2020 indicate that this type of training is ongoing https://archive.is/e1XqL.

    [2] Chinese: 大力推广军旅式…培训 (dali tuiguang junlüshi…peixun). See https://bit.ly/3mmiQk7 (pp.12-17). See local implementation documents of this directive from Shannan City (https://bit.ly/32uVlO5, pp.15-24), Xigatse (https://archive.is/7oJ7p) and Ngari (https://archive.is/wip/R3Mpw).

    [3] See also https://archive.is/wip/eQMGa.

    [4] Provided that the person was employed for at least 6 months in a given year. Source: https://archive.is/KE1Vd.

    [5] See the author’s main work on this in section 6 of: “Beyond the Camps: Beijing’s Long-Term Scheme of Coercive Labor, Poverty Alleviation and Social Control in Xinjiang,” Journal of Political Risk (Vol. 7, No. 12), December 2019. https://www.jpolrisk.com/beyond-the-camps-beijings-long-term-scheme-of-coercive-labor-poverty-allev.

    [6] See https://archive.is/wip/Dyapm.

    [7] See https://archive.is/wip/XiZfl, https://archive.is/RdnvS, https://archive.is/w1kfx, https://archive.is/wip/NehA6, https://archive.is/wip/KMaUo, https://archive.is/wip/XiZfl, https://archive.is/RdnvS, https://archive.is/w1kfx.

    [8] See https://archive.is/KE1Vd and https://archive.is/wip/8afPF.

    [9] See https://archive.is/KE1Vd and https://archive.is/wip/8afPF.

    [10] See https://archive.is/KE1Vd.

    [11] See https://bit.ly/32uVlO5, p.24.

    [12] See https://archive.is/wip/fN9hz and https://archive.is/NYMwi, compare https://archive.is/wip/iiF7h and http://archive.is/Nh7tT.

    [13] See https://archive.is/wip/kQVnX. A state media account of Tibetan waiters at a tourism-oriented restaurant in Xiexong Township (Chamdo) notes that these are all from “poverty-alleviation households,” and have all gone through “centralized, military-style training.” Consequently, per this account, they have developed a “service attitude of being willing to suffer [or: work hard]”, as is evident from their “vigorous pace and their [constant] shuttling back and forth” as they serve their customers. https://archive.is/wip/Nfxnx (account from 2016); compare https://archive.is/wip/dTLku.

    [14] See https://archive.is/wip/faIeL and https://archive.is/wip/18CXh.

    [15] See https://archive.is/iiF7h.

    [16] See https://archive.is/wip/ETmNe

    [17] See https://archive.is/wip/iEV7P, see also e.g. https://archive.is/wip/1p6lV.

    [18] See https://archive.is/e45fJ.

    [19] See https://www.cambridge.org/core/journals/china-quarterly/article/securitizing-xinjiang-police-recruitment-informal-policing-and-ethnic-minority-cooptation/FEEC613414AA33A0353949F9B791E733 and https://www.hrw.org/news/2013/03/20/china-alarming-new-surveillance-security-tibet.

    [20] E.g. https://archive.is/R3Mpw. This scheme was also mentioned in the TAR’s 13th 5-Year-Plan (2016-2020) (https://archive.is/wip/S3buo). See also similar accounts, e.g. https://archive.is/IJUyl.

    [21] Note e.g. the sequence of the description of these cooperatives followed by an account of labor transfer (https://archive.is/gIw3f).

    [22] See https://archive.is/wip/gIw3f or https://archive.is/wip/z5Tor or https://archive.is/wip/PR7lh.

    [23] See https://archive.is/wip/85zXB.

    [24] See the author’s related work on this in section 2.2 of: “Beyond the Camps: Beijing’s Long-Term Scheme of Coercive Labor, Poverty Alleviation and Social Control in Xinjiang,” Journal of Political Risk (Vol. 7, No. 12), December 2019. https://www.jpolrisk.com/beyond-the-camps-beijings-long-term-scheme-of-coercive-labor-poverty-allev.

    [25] Located as part of the 昌都市卡若区俄洛镇昌都市职业技术学校 campus. See https://bit.ly/2Rr6Ekc; compare https://archive.is/wip/uUTCp and https://archive.is/wip/lKnbe.

    [26] See https://archive.is/wip/WZsvQ.

    [27] Coordinates: 31.187035, 97.091817. Website: https://bit.ly/2Rr6Ekc. The timeframe for construction is indicated by historical satellite imagery and by the year 2018 featured on a red banner on the bottom-most photo of the website.

    https://jamestown.org/program/jamestown-early-warning-brief-xinjiangs-system-of-militarized-vocational-

    #Chine #transfert_de_population #déplacement #rural_surplus_laborers #formaation_professionnelle #armée #travail #agriculture #discipline #discipline_de_travail #Chamdo #préjugés #terres #salariés #travailleurs_salariés #Chen_Quanguo #Xinjiang #Oïghours #camps #pauvreté #contrôle_social #pastoralisme #Farmer_and_Pastoralist_Training_and_Labor_Transfer_Action_Plan #minorités #obédience #discipline #identité #langue #religion #COFCO_Group #mots #terminologie #vocabulaire #Mutual_Pairing_Assistance #pauvreté #Shannan_City #Ngari_City #surveillance #poverty_alleviation #coopératives #salaire #Nagqu #Chamdo_Golden_Sunshine_Vocational_Training_School #Eluo_Town

  • Un an de « siège numérique » au Cachemire
    https://www.cetri.be/Un-an-de-siege-numerique-au

    Il y a un peu plus d’un an, le 5 août 2019, l’Inde révoquait l’autonomie qui régissait le statut du Cachemire depuis 1947. Cette escalade sans précédent contre le droit à l’autodétermination des Cachemiris s’est accompagnée d’un « siège d’internet » aux conséquences dramatiques, comme le révèle un rapport fouillé de la « Jammu Kashmir Coalition of Civil Society » (JKCCS) . Le document fait 125 pages. Le dernier tiers reconstitue méticuleusement les 300 premiers jours de « siège d’internet » qui ont accompagné le (...) #Le_regard_du_CETRI

    / #Pakistan, #Minorités_ethniques, #Enjeux_numériques, #Inde, #Le_Sud_en_mouvement, #Analyses, Le regard du (...)

    #Le_regard_du_CETRI

  • Résultats pas très probants, mais au moins là bas on peut faire le calcul :

    Quelle diversité chez les nouveaux professeurs d’université ?
    Mélissa Guillemette, Québec Science, le 23 juillet 2020
    https://www.quebecscience.qc.ca/societe/diversite-professeurs-universite

    Québec Science s’est penché particulièrement sur le sort des minorités visibles (c’est-à-dire les personnes, autres que les Autochtones, qui n’ont pas la peau blanche) et des Autochtones. En 2019, les universités avaient parmi leurs employés 6% de minorités visibles, alors que l’objectif moyen était de 12,5%, et elles comptaient 0,3% d’employés autochtones, plutôt que le 0,5% visé en moyenne, selon le dernier rapport triennal de la CDPDJ. Ces statistiques comprennent tous les types d’emplois.

    Alors que les universités parlent de diversité, « moi, je parle plutôt de décolonisation », dit Catherine Richardson, de Concordia. À l’hiver dernier, tous les cours de la majeure et de la mineure en études des peuples autochtones étaient donnés par des enseignants autochtones (incluant des chargés de cours), « une victoire ».

    #Universités #Québec #Racisme #Discriminations #Autochtones #minorités_visibles

  • Laure Murat : « La “cancel culture”, c’est d’abord un immense ras-le-bol d’une justice à deux vitesses »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2020/08/01/la-cancel-culture-c-est-d-abord-un-immense-ras-le-bol-d-une-justice-a-deux-v

    Tribune. C’est une guerre culturelle. Elle est à la fois plus ancienne qu’on le croit et plus inédite qu’on le pense. Dans la cacophonie des passions et des controverses qu’elle suscite et dont la presse se fait désormais quotidiennement l’écho, elle vaut surtout pour les questions qu’elle pose. De quoi s’agit-il ? De la « cancel culture », soit littéralement la culture de l’annulation, qui consiste à pointer du doigt une personnalité ou une entreprise dont un propos, ou une action, a été considéré comme répréhensible ou « offensant » et à lui retirer son soutien via les réseaux sociaux.
    Article réservé à nos abonnés Lire aussi La « cancel culture » en accusation aux Etats-Unis

    Cette définition, assez large pour faire consensus, désigne avant tout un mode d’expression composé de discours – de la critique à l’insulte – et d’actions – du sit-in au déboulonnage de statues. Elle recouvre une multitude de pratiques, du boycott – droit politique – au cyberharcèlement – délit moderne.
    Article réservé à nos abonnés Lire aussi Thomas Chatterton Williams : « Un espace public corseté par la “cancel culture” ne sert pas les intérêts des minorités »

    Autant dire d’emblée que la « cancel culture », dont le terme remonterait à 2015, fait du neuf avec du vieux. Elle est l’outil le plus récent d’une contestation politique de plus en plus intense, issue des minorités et de la gauche radicale américaine, s’inscrivant dans le combat des droits civiques et du féminisme, excédées par l’impunité du pouvoir et la passivité des institutions face au racisme, à l’injustice sociale, au sexisme, à l’homophobie, à la transphobie, entre autres.

    Black Lives Matter et #metoo sont parmi les mouvements qui empruntent à la « cancel culture » pour dénoncer des situations iniques, exiger des institutions qu’elles prennent leurs responsabilités en cessant d’honorer des personnalités accusées d’agressions sexuelles ou d’œuvres racistes.
    « Tyrannie des minorités »

    C’est ainsi qu’on a vu nombre de journalistes harceleurs quitter leur poste, ou le Parlement américain accepter, sous la pression, de retirer du Capitole les statues des confédérés. La mort de George Floyd a imprimé une impulsion nouvelle à cette vague qui gagne l’Europe, où l’on a vu à Bristol [Royaume-Uni] la statue d’un marchand d’esclaves être jetée à l’eau par la foule, ou [l’ancien roi des Belges] Léopold II être emporté par une grue à Anvers. L’activité sur Twitter a explosé, les exigences se sont démultipliées. La machine s’emballe.
    Lire aussi Qui est Bari Weiss, la journaliste qui vient de démissionner du « New York Times » ?

    Dernier recours d’une population exaspérée, marginalisée et sans autre voix ni pouvoir que l’Internet, la « cancel culture » est devenue l’arme à double tranchant de « clicktivistes » sans frein qui, à force d’oukases et de menaces tous azimuts, s’attirent aujourd’hui de plus en plus de critiques. « Tyrannie des minorités », « appel à la censure », « intolérance et ostracisme », la « cancel culture » annoncerait la fin de la liberté d’expression, selon une tribune publiée dans Harper’s Magazine et dans Le Monde, et signée par 150 personnalités, plutôt classées à gauche.

    Ce délire de pureté, de transparence et d’une cohérence forcenée fait craindre,
    en France, et au prix d’un anachronisme classique, l’avènement d’une nouvelle Terreur

    Un récent sondage (Politico, 17-19 juillet) montre que 44 % de l’électorat américain désapprouvent ces pratiques, 32 % y sont favorables et 24 % se déclarent sans opinion, cependant que 55 % des 18-34 ans reconnaissent y avoir déjà pris part. Plus important, une majorité des sondés (53 %) estiment que ceux qui tiennent des propos offensants en public doivent s’attendre à des conséquences sociales. Si bien que l’on parle plus volontiers aujourd’hui d’« accountability culture » ou culture de la responsabilité. En clair : assumez vos actes et vos propos.
    Dérives inquiétantes

    Ce principe qui n’a rien d’exorbitant s’accompagne néanmoins de dérives inquiétantes et d’amalgames qui laissent perplexes. Le patron d’une chaîne alimentaire dans le Minnesota a manqué de fermer son entreprise à cause d’un tweet raciste de son adolescente de fille, qui a déchaîné une campagne sans précédent sur les réseaux sociaux.

    Sur Twitter, l’effet de concaténation des offenses confine au vertige. Si j’« annule » X et que Y le soutient, Y sera « annulé » à son tour, et s’il s’enferre, tous ses « followers » avec lui. Certains se voient reprocher des propos tenus il y a vingt ans ou des amitiés anciennes avec untel qui aurait fait une blague sexiste. Des vies sont détruites, au terme de campagnes d’exclusion dignes des plus cruels bizutages.

    Ni prescription ni seconde chance ne sont au programme dans ces mises au pilori et ces excommunications. Les êtres seraient des blocs, sommés de justifier tout acte et toute parole. Ce délire de pureté, de transparence et d’une cohérence forcenée fait craindre, en France, et au prix d’un anachronisme classique, l’avènement d’une nouvelle Terreur et d’un conformisme moral proprement frénétique.
    Nouvelle dictature de l’opinion ?

    La « cancel culture », nouvelle dictature de l’opinion ? Ce raccourci, Donald Trump, son ennemi juré, est le premier à le faire. Le 3 juillet, n’accusait-il pas ce « fascisme d’extrême gauche » d’être la « définition même du totalitarisme » ? Etrange saillie venant d’un homme qui passe son temps à humilier publiquement jusqu’à ses plus proches collaborateurs, ne supporte aucune contradiction, appelle au renvoi de certaines personnalités (notamment des journalistes) et a gagné en célébrité par une émission de télé-réalité, The Apprentice, consistant à éliminer (à « annuler » ?) les candidats à coups de : « You are fired ! » (« Vous êtes viré ! »). Etrange image en miroir aussi que ce face-à-face entre une foule en colère et un président écumant toujours de rage, dans un monde de plus en plus polarisé, clivé, qui a perdu le sens du dialogue – sans même parler de celui de la dialectique.
    La querelle de la « cancel culture » oppose de nombreux intellectuels aux Etats-Unis

    Aux Etats-Unis, la nouvelle gauche, née des mouvements #metoo et Black Lives Matter, serait à l’origine d’un phénomène qui inquiète de nombreux intellectuels américains, la « cancel culture », autrement dit une tendance à vouloir faire taire des voix jugées dissonantes, dangereuses ou haineuses. Né sur les réseaux sociaux, ce phénomène se traduit par des mobilisations qui ont fini par provoquer des démissions, renvois, annulations de conférence, etc. Cinq des auteurs de la tribune que nous publions (Mark Lilla, Thomas Chatterton Williams, George Packer, David Greenberg et Robert Worth) sont des intellectuels engagés dans la défense de la liberté d’expression. Avec les 150 personnalités qui se sont jointes à leur appel, ils estiment qu’une frange de la gauche radicale américaine pratiquerait ainsi une forme de censure. Publié sur le site du mensuel américain Harper’s, ce texte devrait l’être également en Allemagne, en Espagne et au Japon.

    Plusieurs événements récents témoignent de ces nouvelles tensions. Début juin, le directeur des pages « Opinion » du New York Times, James Bennet, a été licencié après la parution d’une tribune signée par un sénateur républicain appelant à l’envoi de l’armée contre les manifestations violentes. Tant au sein de la rédaction du quotidien new-yorkais que sur les réseaux sociaux, ce texte a suscité une vive émotion, certains estimant qu’il pouvait porter atteinte à la sécurité des personnes noires. Sans soutenir le contenu de cet article, d’autres personnalités ont estimé que James Bennet avait été limogé avec un empressement douteux, comme s’il fallait au plus vite donner satisfaction aux internautes en colère. Parmi les signataires de la présente tribune se trouvent d’ailleurs plusieurs grandes signatures du New York Times.

    Autre renvoi ayant suscité l’indignation, celui de David Shor, un analyste de données qui a été licencié début juin par son employeur, Civis Analytics, une société de conseil politique proche des démocrates. Il était reproché à M. Shor d’avoir retweeté l’étude d’un chercheur, de l’université de Princeton (New Jersey), qui tendait à démontrer que les manifestations violentes, comme il a pu y en avoir récemment aux Etats-Unis pour dénoncer les violences policières, ont un impact positif sur le vote républicain. Cette attention portée aux conséquences néfastes des manifestations violentes avait été considérée, par certains militants, comme une manière de faire taire la colère des populations noires aux Etats-Unis.

    D’autres intellectuels ne partagent pas cette vision du débat sur la « cancel culture ». Ils estiment au contraire qu’il va permettre de donner davantage la parole aux minorités généralement moins ou peu entendues. D’autres encore jugent que les dénonciateurs de la « cancel culture » font fausse route : selon eux, les menaces sur la liberté d’expression viendraient bien davantage de l’extrême droite que de la gauche radicale. Ils ajoutent que le recours à l’intimidation et à la violence pour faire taire ses opposants serait d’abord et avant tout, aux Etats-Unis, le fait des suprémacistes blancs. Ils rappellent également que Donald Trump a, lui aussi, durement attaqué la « cancel culture » le 4 juillet.

    Posons cette hypothèse. Et si la « cancel culture » n’était que l’avatar logique, inévitable, d’une démocratie à bout de souffle, dite désormais « illibérale », et de l’ère de la post-vérité ? L’enfant illégitime de la pensée occidentale et du capitalisme débridé, dans une société supposément universaliste, aveugle à ses impensés et incapable de reconnaître les crimes et les conséquences sans nombre de l’esclavage et de la colonisation ?

    Enfant illégitime, c’est-à-dire hors institution, qu’une de ces drôleries pas si paradoxales de la langue française appelle aussi : enfant naturel. N’allez pas chercher la violence de la « cancel culture » ailleurs que dans la brutalité du pouvoir. Là se loge le danger, et là l’impasse. Car, comme le rappelle la poétesse Audre Lorde, « The master’s tools will never dismantle the master’s house » (« Les outils du maître ne démantèleront jamais la maison du maître »).
    Article réservé à nos abonnés Lire aussi « Juger les créateurs du passé avec notre morale d’aujourd’hui invite à censurer Hitchcock, Michael Jackson ou Céline »

    Le problème de la « cancel culture » est celui de la riposte, d’une réponse politique adéquate à l’impunité. Car qui annule qui ? Du jour où le footballeur Colin Kaepernick s’est agenouillé en 2016 pendant l’hymne américain pour protester contre les violences policières envers les minorités, il n’a plus été admis à jouer dans aucune équipe de la NFL (National Football League). Et que dire de ces femmes innombrables, violées, harcelées ou qui ont été renvoyées pour avoir refusé une faveur sexuelle à leur employeur ? Annulées, elles aussi, en silence, sans autre pouvoir que de dire, un jour, sur les réseaux sociaux : Moi aussi… Celles qui sont mortes sous les coups de leur compagnon n’auront pas eu cette opportunité.
    Le racisme et le sexisme honorés

    Pendant ce temps-là, alors qu’on reproche aux féministes leur « maccarthysme », Roman Polanski est honoré par toute une profession qui se pique de distinguer l’homme de l’artiste et Gérald Darmanin, sous le coup d’une accusation de viol, décroche le portefeuille de l’intérieur dans un gouvernement qui a juré de faire de l’égalité homme-femme une priorité. Cet exquis sens de la nuance et du paradoxe qui caractérise le patriarcat finit par lasser.

    Car la « cancel culture », c’est aussi et peut-être d’abord cela : un immense ras-le-bol d’une justice à deux vitesses, une immense fatigue de voir le racisme et le sexisme honorés quand les Noirs se font tuer par la police et les statistiques de viols et de féminicides ne cessent d’augmenter. Le lien établi entre l’actualité et l’histoire, les drames du quotidien et les grands récits officiels a souvent fait polémique.

    « On ne réécrit pas l’Histoire », dit-on. Or rien n’est plus faux : on passe son temps à réviser nos jugements, à découvrir de nouveaux éléments, à fournir des interprétations inédites. La « cancel culture », à qui il est reproché de sortir les choses de leur contexte et d’imposer un regard manichéen sur le passé, braque le projecteur sur des aspects le plus souvent liés à l’histoire coloniale, dans le but de rééquilibrer un récit jugé mythique, partial, incomplet, pour mieux s’en émanciper.

    Churchill a régulièrement fait des déclarations sur l’inégalité des races, Victor Schœlcher n’a, certes, pas été le seul à abolir l’esclavage. Fallait-il pour autant tagger d’un « racist » la statue du premier à Londres et renverser celle du second en Martinique, au motif qu’il faudrait honorer en lieu et place l’esclave Romain, dont l’arrestation en 1848 pour avoir joué du tambour avait déclenché le soulèvement libérateur ? Non.

    Il est urgent en revanche d’entendre un cri d’alarme qui partout se répand et d’en comprendre les vrais enjeux, afin que la catharsis, la punition et les exactions en tout genre ne deviennent le seul mode de (non) communication entre le pouvoir et le peuple, dans un monde verrouillé par une spéculaire et mortifère logique de flics.

    Laure Murat est historienne et essayiste, professeure de littérature à l’Université de Californie, à Los Angeles.

    #Cancel_culture #Minorités #Liberté_expression #Histoire

  • Palestinien fais-toi naturaliser ouïghour !
    https://www.legrandsoir.info/palestinien-fais-toi-naturaliser-ouighour.html

    La campagne actuellement conduite par les Etats-Unis, et ses idiots utiles, pour nous inquiéter sur le sort des Ouïghours est détestable car elle nous oblige à rejoindre le coin, celui des méchants. Ne pas accepter sans preuves les propos tenus par les chargés de propagande de Trump devient une complicité de crime. Pourtant, pour avoir été le témoin de tant de faux drames, inventés pour le seul maintien du monopole colonialiste étasunien sur le monde, que je me sens obligé de faire part de mon expérience du mensonge.

    Surprenante cette campagne « en soutien au peuple Ouïghour » le jour où, avec l’approbation de Falstaff-Dupond, l’aigle qui couve le nid de la Justice depuis la colonne Vendôme, l’Assemblée vient de voter une sorte d’annulation à vie des droits de tout condamné pour terrorisme. Libéré, peine purgée, l’abruti de vingt ans qui a cru libérer la Syrie en rejoignant Daech, restera à jamais un homme sans liberté. Mais remarquons que les députés qui viennent de voter ce texte, réhabilitant la « relègue » et la double peine, sont par ailleurs des amis de la liberté. Liberté pour la minorité ouïghoure essentiellement de culture musulmane chinoise, mais pas de liberté possible en France pour celui que la justice qualifie de « terroriste ». Si Pékin a la fasciste audace de demander des comptes aux très nombreux Ouïghours qui ont rejoint, eux aussi, Daech et al Nosra en Syrie, puis sont rentrés à la maison : c’est un crime contre l’humanité. En revanche, quand Dupond-Moretti et ses amis sécuritaires applaudissent à leur loi toute neuve et honteuse, c’est l’expression « d’une avancée du droit ». Bon : le Chinois est jaune et très méchant, le Français est blanc et très gentil. D’ailleurs ce n’est pas lui qui crèverait des yeux à coup de LBD.


    Longtemps la désignation officielle, par les EU ou l’OTAN, d’une minorité opprimée m’a bien énervé. J’étais surpris que des citoyens généreux et intelligents, ne soient pas étonnés que des humanistes du calibre de Nixon, Reagan, les deux Bush, puis Trump et Netanyahou leur désignent un ennemi à combattre, un oppresseur de minorités. Dans ma vie prolongée, il m’est assez facile, pour l’avoir constaté, de compter ce genre d’utilisation de la misère et de l’oppression comme un outil de guerre de l’impérialisme.

    La dernière mouture remonte à la supercherie des « Printemps Arabes ». C’est dans un entretien avec le New York Times , qu’un haut diplomate EU en a livré le secret : « Plutôt que de dépenser des milliards en cadeaux et en armement, il suffit d’investir 500 millions auprès d’internautes d’un pays dont on veut changer le régime pour que monte en force une révolte, souvent légitime. C’est une grosse économie en dollars et en sang versé. » La recette ? Former des jeunes (arabes par exemple), ou des « ONG », à toutes les subtilités de l’Internet et à celles aussi des réseaux sociaux. Actuellement la pendule étasunienne est donc calée à l’heure de Pékin. Très bien. Mais retrouvons la mémoire pour nous rappeler que l’opposant maximo à la Chine, avant les JO de 2008, n’était autre que Robert Ménard et sa déshonorante association Reporters Sans Frontières. Une engeance recevant des fonds de la NED, instrument de propagande de Washington.

    Repartons plus loin dans le temps. Qui se souvient des petits Biafrais atrocement maigres, montrés (déjà) aux journaux par Kouchner qui, aidé d’intellectuels espions du SDECE, mettait au point une idéologie qui allait conduire à la fin des guerres de libérations, non oblitérées par l’Occident : « Le droit d’Ingérence ». Ah les Biafrais ! Cette ethnie englobée dans l’odieux Nigéria ! S’ériger en république autonome était tout à fait légitime. Pourtant le nerf de la révolte n’était pas la liberté mais le pétrole, le sous-sol biafrais est d’un noir d’huile. Faute de derricks à Colombey, De Gaulle ne s’est pas honoré en activant là-bas une sécession conduite par des généraux corrompus. Et nous avons pleuré ces enfants mourant pour « la liberté de leur peuple ». Alors qu’on les faisait crever pour obtenir de terribles photos qui, au bout de l’horreur entraîneraient la baisse du prix du litre de « super ». De 1962 à 1975, Johnson et Nixon ont soutenu la liberté des Méos et de leurs combattants, armés (par eux). Coincés entre Chine, Vietnam et Laos, ces royalistes étaient très utiles pour lutter contre le communisme. Le Vietnam tombé, cette cause naguère essentielle, celle des Méos a disparu des programmes. En Afghanistan viendra, plus tard, la déification de l’islamiste puis le soutien apporté à un incontestable combattant de la démocratie : Ben Laden.

    La recette reste bonne, activer une ethnie comme on met une bûche au feu. Cette pratique marche d’autant mieux qu’entre-temps le droit-de-l’hommisme, concept néo-libéral, a été forgé sous le marteau de Kouchner. Avec une telle arme le scrupule de détruire un État disparaît. Au nom du droit, le leur, les démolisseurs peuvent bombarder sans mauvaise conscience, comme ils le firent en Serbie. L’épisode historique des valeureux « rebelles tchétchènes », dont on nous a longuement loué mérites et qualités dans les journaux, au tournant de 1990, a finalement érigé la charia en 1999. Ce qui indique un amour sans murailles pour la démocratie et la liberté. Des journalistes ont alors crapahuté dans les montagnes, de concert avec ces fous de Dieu, mais en oubliant de prévenir les lecteurs de leur véritable but : le califat. Nous avons donc pleuré là aussi. Constater la nature mortifère de ces rebelles justifie-t-il les crimes de guerre commis contre eux ou contre la population ? Atrocités commises par des Russes ou par le dictateur Bassaïev ? Non. Mais que l’on vienne alors nous expliquer pourquoi la France est en guerre pour préserver l’Afrique de l’ouest des mains de Daech... Alors que Poutine, lui, était prié de faire bon ménage avec la charia, dans un état de la Fédération de Russie ?

    Mon métier a voulu que, pour un temps plus ou moins long, mais toujours « sur le terrain », j’ai vu l’Occident dénoncer les crimes des autres sans jamais regarder les siens. Deux exemples de massacres, utilisés comme arme de propagande, ont été pour moi l’objet de reportages éclairants sur la puissance du mensonge. Le premier se déroule en février 1991 dans le Kurdistan irakien. Sous l’effroyable feu de « la coalition internationale », Saddam Hussein se retire du Koweït. Dans le nord de l’Irak les peshmergas, combattants kurdes, prennent en main la population et parviennent aisément à convaincre les familles que l’heure du crime est de retour : Saddam va se venger sur leur peuple. En liaison avec Washington, avec James Baker, mais aussi l’immanquable Kouchner et la naïve Danielle Mitterrand, les peshmergas poussent la population vers les montagnes. Puis la confinent là-haut dans des conditions de survie difficiles. Ainsi créé, l’abcès de fixation qui est un « drame humanitaire » justifie une zone d’interdiction de vol pour les avions du raïs et un opprobre international. Heureusement « le génocide » annoncé n’a jamais eu lieu et, selon de dignes témoins, jamais envisagé par Saddam. Les Kurdes, une fois de plus dans leur interminable errance, ont été utilisés comme un argument cynique de géopolitique. Le fond n’étant pas de leur donner un meilleur avenir. C’est depuis Bagdad, Erbil, Kirkouk, Souleymanieh que j’ai vécu, les yeux ouverts, ce moment où l’on faisande l’histoire.

    Un ultime exemple avec l’escroquerie médatico-politique, celle du Kosovo. En 1999, le « monde libre » nous annonce que le Kosovo, province serbe majoritairement peuplée d’Albanais, est un lieu de martyre. Avec tueries de masse, camps de concentration et toutes horreurs de la barbarie. Edwy Plenel, alors directeur du quotidien Le Monde , nous annonce « 700 000 fantômes » au Kosovo. Pour parler sans métaphore, 700 000 morts. Selon le porte-parole de l’Otan le stade de Pristina, la capitale de la province, a été transformé en camp comme Santiago sous Pinochet. La propagande se nourrit de clichés.

    Arrivant par miracle jusqu’à ce Stadium, j’ai la surprise de le voir éclairé par des phares de voitures, avec des joueurs de foot à l’entrainement. Pendant des jours, du matin au soir, j’ai cherché les 700 000 morts de Plenel. Pas de trace. L’essentiel des victimes étaient mortes sous les bombes et missiles de l’Otan, tirés par des avions de chasse confondant des files de tracteurs avec des colonnes de chars serbes. Qui n’existaient d’ailleurs pas.

    En dehors de leur mortelle incursion au sein de Daech en Syrie, je ne connais rien des Ouïghours, je n’en dirai donc rien. Au contraire de ceux qui parlent mais ne savent rien. Je rappelle seulement la litanie de quelques mensonges, forgés à Washington au nom de l’America First. Un maître du monde soucieux de ne rien perdre de sa force coloniale bétonnée par le mensonge démocratique. Pour conclure, comment peut-on croire en une rumeur mondialisée, celle des Ouïghours martyrisés alors que les Palestiniens, niés, volés, bafoués, emprisonnés, torturés, continuent de l’être dans l’indifférence de ceux qui attaquent aujourd’hui Pékin. Nous laissant croire que démocratie et liberté ne sont pas leur objectif premier. Souvenez-vous enfin d’une autre offensive, avec BHL, Clooney et toute la troupe d’Hollywood sur le « drame du Darfour », l’objectif étant de détourner la douleur de l’opinion de la Palestine vers un morceau du Soudan. Que les amis droit-de-l’hommistes se souviennent, s’ils sont en panne de noble cause : en 1982 l’ONU a déclaré que le massacre de Sabra et Chatila était un "acte de génocide"... et rien n’est c’est passé après ce crime imprescriptible. Si j’étais un citoyen de Gaza je demanderais ma naturalisation ouïghoure, et mon sort intéresserait enfin le monde. Celui qui compte.

    
Tant qu’elle reste sélective l’indignation n’est rien.

    Jacques-Marie BOURGET

    #minorité #minorité_opprimée #oppression #ouïghours #ouïghour #minorités #Palestine #Palestiniens #Gaza #Daech e#al_nosra #Printemps_Arabes #internautes #ong #robert ménard #RSF #NED #Biafra #bernard_kouchner #Vietnam #Afghanistan #ben_laden #droit-de-l’hommisme #Serbie #daech #Irak #danielle_mitterrand #Kosovo #edwy_plenel #bhl #Darfour #propagande #enfumage #manipulation #histoire #médias

  • Comment les microagressions instillent en #France un #racisme #inconscient, mais ravageur
    https://www.lemonde.fr/societe/article/2020/07/20/comment-les-micro-agressions-instillent-en-france-un-racisme-inconscient-mai

    Relancé dans le sillage de la mort de George Floyd, aux Etats-Unis, et de l’affaire Adama Traoré, le débat français sur le racisme met en lumière la diversité des registres dans lesquels se manifestent les préjugés. A côté d’un noyau dur (violence, injure, incitation à la haine), réprimé par la loi, existe toute une gamme d’expressions plus diffuses, moins explicites et donc plus difficiles à cerner et à combattre, mais largement plus courantes. Les microagressions en question sont une manifestation de ce racisme implicite, voilé, souvent inconscient mais ravageur.

    Cette réalité n’est pas neuve. Décrite dès la fin des années 1960 aux Etats-Unis, elle a ensuite été largement documentée et analysée. Dénommée « racisme #systémique, #structurel ou #institutionnel, [elle] repose sur des modalités de discrimination qui n’ont pas besoin d’être portées par des individus explicitement racistes », rappelle le sociologue Michel Wieviorka, spécialiste du racisme et directeur d’études à l’Ecole des hautes études en sciences sociales, dans Pour une démocratie de combat.

    • « Vous venez de quel pays ? » « Tu dois aimer quand il fait chaud ! », « Comme vous parlez bien français ! » Ces petites #remarques_anodines se veulent souvent bienveillantes. En réalité, elles pétrifient les français d’origine africaine. Signe d’#ethnocentrisme_blanc, ignorance ou #racisme_euphémisé, ces expressions assénées « sans penser à mal » mais ressenties douloureusement sont partie intégrante d’une #expérience_de_vie que seules connaissent les personnes appartenant aux #minorités_visibles, mais qu’il n’est pas interdit aux autres de chercher à comprendre, voire à combattre.
      « Ce sont des microagressions, si petites que les auteurs ne les perçoivent jamais, mais qui blessent »
      « C’est comme le supplice de la goutte d’eau. Une fois, cela n’a rien de grave, mais un million de fois, c’est insupportable »
      #Paternalisme, #héritage_colonial, #assignation_à_identité… Les explications possibles dépassent le cadre d’un attrait pour la différence ou du simple quiproquo : elles relèvent d’une #essentialisation de la couleur de la peau, du soupçon d’#extranéité. « Etre français, c’est encore être blanc ; être non-blanc, c’est être d’ailleurs », analyse Pap Ndiaye. Ainsi, les microagressions révéleraient notre difficulté à « penser le fait d’être français indépendamment de la #couleur_de_la_peau ».
      Le débat français sur le racisme met en lumière la diversité des registres dans lesquels se manifestent les #préjugés. A côté d’un noyau dur (violence, injure, incitation à la haine), réprimé par la loi, existe toute une gamme d’expressions plus diffuses, moins explicites et donc plus difficiles à cerner et à combattre, mais largement plus courantes. Les microagressions en question sont une manifestation de ce #racisme_implicite, voilé, souvent inconscient mais ravageur.
      (...)
      Les critiques de cette prolifération de microagressions « à l’américaine » pointent non seulement l’aseptisation des rapports sociaux mais aussi la tendance à figer les individus dans des #identités, sans considération pour les multiples strates des personnalités. Est aussi mis en lumière l’imposition d’un schéma opposant des dominants involontaires à d’éternelles victimes. (...)
      La norme sociale rejette le racisme, constate Pap Ndiaye, en référence au sondage annuel de la Commission nationale consultative des droits de l’homme qui reflète un rejet massif des Français à l’égard des manifestations explicites d’hostilité ou de haine raciale. Il reste à sensibiliser l’opinion à l’imperceptible, au latéral, et aussi à l’éduquer : on ne demande pas d’emblée aux gens de quel pays ils viennent. » Mais ce travail de #sensibilisation a un préalable : reconnaître la réalité de #blessures_invisibles."

      #microagressions #racisme_ordinaire #racisme_inconscient

      #racisme_systémique #racisme_structurel #racisme_institutionnel #bienveillance

      ping @isskein @karine4

    • Et le résultat : #minority_fatigue.

      Le coût mental du racisme – Binge Audio
      https://www.binge.audio/le-cout-mental-du-racisme

      Stress, anxiété, dépression… Les propos et actes racistes éprouvés au quotidien ont des conséquences sur la qualité de vie et la santé mentale. En quoi le racisme peut-il être un facteur aggravant des problèmes psychologiques ? Quelles sont les barrières culturelles et de classe qui limitent l’accès aux divans pour les personnes racisé·e·s ? En quoi un stéréotype, même s’il est positif, est toujours violent ?

      Grace Ly et Rokhaya Diallo reçoivent Racky Ka, psychologue et docteure en psychologie sociale, qui a pour patientèle des femmes noires entre 20 et 50 ans, majoritairement en situation de burn-out lié à du racisme sur leur lieu de travail.

  • Floyd Death, Coronavirus Pandemic Create Dangerous Moment for Black Health | Healthiest Communities | US News
    https://www.usnews.com/news/healthiest-communities/articles/2020-06-03/floyd-death-coronavirus-pandemic-create-dangerous-moment-for-black-health

    It’s a perilous moment for African American health, says Dr. Lisa Cooper, a physician and professor at Johns Hopkins University’s Bloomberg School of Public Health. On whether the videotaped homicides of Floyd and Arbery have placed extraordinary stress on the black community, Cooper says it’s a “yes and no” answer. “Yes, because of the confluence of these events with a pandemic and divisive rhetoric of some of our national leaders,” including President Donald Trump, Cooper says. “No, because although these events are dramatic and were captured on videotape and circulated via social media, in reality, violence against African Americans – sanctioned by our policies and social norms – has gone unchecked for centuries.”
    Indeed, history shows the nation has been here before – just without Twitter or cellphone videos. Cooper notes that African Americans also endured the 1918 influenza pandemic, while “the largest numbers of lynchings of African Americans took place between the period of Reconstruction until the end of World War II.” And while witnessing extreme violence can have a negative health impact, “it is really the daily stresses and the chronic exposure to micro-aggressions, (a) lack of control over one’s destiny and lack of ability to protect oneself or one’s loved ones from negative effects of poverty, powerlessness and lack of opportunity that impact health most profoundly,” Cooper says. “These negative social environment exposures can change behaviors, but also genetic and biological processes and be transmitted from one generation to the next.”

    #Covid-19#migrant#migration#diaspora#minorités#santé#EtatsUnis#Africains-américains#pauvreté#discrimination#violence#santé-mentame

  • Local officials lost precious time to protect black residents from coronavirus - Washington Post
    https://www.washingtonpost.com/graphics/2020/politics/coronavirus-race-african-americans

    Shreveport Mayor Adrian Perkins had a hunch. He had used data compiled for emergency responders in late March to create a computerized map showing cases of the novel coronavirus by address. A cluster of red pins curved around downtown and extended into black neighborhoods toward the city’s western edge. At the time, policymakers and public health experts studying the still mysterious disease had been focusing on risk factors such as international travel, age and chronic health conditions including diabetes and heart disease — not race. Most states — including Louisiana — weren’t even publicly tracking race-related data about the virus’s impact. But Perkins’s map was showing him that ignoring race could be a catastrophic mistake.“People in these areas need to know their neighborhoods are being affected disproportionately,” he said.It was a rare, early action aimed at halting the spread of the coronavirus among African Americans, who bore the brunt of the disease across the country as attention and resources flowed elsewhere.
    Interviews with nearly 60 public health experts, lawmakers and community leaders show that many of the first coronavirus testing sites went up in areas that happened to be whiter and more affluent, despite the requests of black leaders. Local governments — sometimes ignoring the pleas of community activists — targeted few of their education campaigns about prevention and social distancing specifically to African Americans, even as conspiracy theories spread that black people were immune to the disease. Poor reporting of data, which initially masked the fact that the disease was disproportionately affecting black communities, remains a problem even as states move to reopen their economie

    #Covid-19#migration#migrant#diaspora#minorités#santé#surmortalité#statistiques-ethniques#santé-publique

  • How coronavirus tore through Britain’s ethnic minorities - BBC News
    https://www.bbc.com/news/uk-52894225

    The PHE report reveals that people living in the most deprived areas of the country are twice as likely as those living in the least deprived areas to be diagnosed with and to die of Covid-19. People of Black, Asian and mixed ethnicities are all significantly more likely to live in the most deprived 10% of neighbourhoods, according to government statistics.
    Overcrowded households are linked to this deprivation, too. Overcrowding is significantly more prevalent in lower-income households than in wealthier ones - according to one study, it affects 7% of the poorest fifth of households, as opposed to 0.5% of those in the richest fifth. This poses additional challenges for Ursala Khan, who provides counselling specifically to Bame youths through her work at The What Centre in Dudley. Since the coronavirus outbreak began, privacy has become a huge issue, she says. Many of the teens she works with live with large families in small spaces, meaning they don’t have enough privacy to talk on the phone or video-call about mental health.
    “Although we do offer alternatives like online counselling or phone counselling, there are still concerns for people trying to access those,” Ursala says. "If someone lives in an over-crowded house, it’s quite difficult for them to know if they’ll have the privacy to speak to us about their mental health. According to the English Housing Survey, carried out between 2014 and 2017, 30% of Bangladeshi households, 16% of Pakistani households and 12% of Black households experienced overcrowding. This was compared with just 2% of white British households.South Asian families in the UK are also more likely than white families to live in multi-generational households, with up to three generations of the same family living together.t

    #Covid-19#migrant#migration#GrandeBretagne#Minorités#BAME#surmortalité#santé#santé-mentale#logement#revenu#surpopulation

  • After coronavirus, black and brown people must be at the heart of Britain’s story | Afua Hirsch | Opinion | The Guardian
    https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/may/07/coronavirus-black-brown-people-britain-ethnic-minorities
    https://i.guim.co.uk/img/media/ae89105fc48c9be5a5ed542078d3e1fdb9b40535/0_66_4039_2424/master/4039.jpg?width=1200&height=630&quality=85&auto=format&fit=crop&overlay-ali

    But there was one fundamental problem. The millions of Africans, Asians and other people who came to be regarded as “ethnic minorities” (though they weren’t a minority in the empire) – and who made both this wartime victory, and the new welfare state institutions possible – were not part of the story. And what followed shows that when you exclude people from the narrative, they become excluded in real life. The idea of being entitled to a share in Britishness, and its national wealth, erased the contribution of black, Asian and ethnic minority people. And, over the decades that followed, the breakdown of the social contract – as the state remorselessly cut back its spending and stopped fulfilling its side of the bargain – was blamed on the presence of those visible, allegedly unentitled “outsiders”.
    It’s beyond ironic that black and Asian people in Britain underpinned the creation of the institutions that so often define Britishness, not least the NHS. Yet that same postwar era also laid the foundations for the inadequate access to healthcare, housing and secure labour that must be part of the reason why minorities are so disproportionately affected by today’s coronavirus crisis.

    #Covid-19#migrant#migration#diaspora#minorités#GrandeBretagne#NHS#invisibles#santé-nationale#crise-sanitaire

  • Syriacs mark Easter in Turkey amid safety fears - Al Monitor
    The indictment of a monk on terrorism charges and the mysterious death of an elderly woman has shaken one of the world’s oldest Christian communities as it celebrates Easter during the coronavirus pandemic.
    #Covid-19#Turquie#Minorités#Religion#Pâques#Syriaques#Politique#migrant#migration
    https://www.al-monitor.com/pulse/originals/2020/04/turkey-syriacs-mark-easter-in-turkey-amid-safety-fears.html

  • Covid-19 : Hitting Iran’s minorities harder

    Iran’s provinces with ethnic minorities are also Iran’s border provinces, and groups residing in most of Iran’s border areas share ethnic ties, and many family and tribal ties. Reopening Iran’s borders will likely facilitate Covid-19 dissemination regionally.
    This week, Iran began returning its work force to activity, despite the current levels of Covid-19 waging in the country. Tehran is also hoping to expand the traffic at its border crossings. This creates new policy dilemmas for bordering states in the Caucasus and Central Asia.

    https://www.mei.edu/publications/covid-19-hitting-irans-minorities-harder
    #Covid-19#Moyen-Orient#Iran#Conflits#Minorités#Frontières#Économie#migrant#migration

  • « C’était le système qui nous rendait malades ». Politique et pratiques de santé radicale chez les Young Lords | Claire Richard
    https://pantherepremiere.org/texte/cetait-le-systeme-qui-nous-rendait-malade

    Dans les années 1970 aux États-Unis, le mouvement révolutionnaire des Young Lords investit le champ de la santé, révélateur par excellence des inégalités sociales et raciales. De dépistage sauvage en occupations de services hospitaliers, cet équivalent latino des Black Panthers développe une conception communautaire du soin tout en faisant fléchir les politiques publiques. Source : Panthère Première

  • Romani People: We’ll Starve to Death if We Don’t Die from Coronavirus- English Bianet

    Cem Pekbalıkçı, the chairperson of the İzmir Romanis Education, Youth and Culture Association, also says that Romanis were not able to continue working in daily labor jobs where they would make 40 to 50 lira (1 US dollar=6.70 lira) after the epidemic began.

    “They faced the violence of poverty and realized that the virus was the cause of it,” he says, adding that Romanis wouldn’t have sufficient nutrition in even normal times due to poverty and their immune systems are weak.

    #Covid-19#Turquie#Minorités#Roms#Pauvreté#Liberté#Réfugiés#migrant#migration

    https://bianet.org/english/society/222619-romani-people-we-ll-starve-to-death-if-we-don-t-die-from-coronavirus