• New Documentary “Coded Bias” Explores How Tech Can Be Racist And Sexist : Code Switch : NPR
    https://www.npr.org/sections/codeswitch/2020/02/08/770174171/when-bias-is-coded-into-our-technology

    Facial recognition systems from large tech companies often incorrectly classify black women as male — including the likes of Michelle Obama, Serena Williams and Sojourner Truth. That’s according to Joy Buolamwini, whose research caught wide attention in 2018 with “AI, Ain’t I a Woman ?” a spoken-word piece based on her findings at MIT Media Lab. The video, along with the accompanying research paper written with Timnit Gebru of Microsoft Research, prompted many tech companies to reassess their (...)

    #Microsoft #MIT #algorithme #biométrie #racisme #facial #reconnaissance #sexisme (...)

    ##discrimination

  • „Dr. Seltsams Frühschoppen“ im Kulturhaus Mitte: Vorkäuer und Widerlacher (neues-deutschland.de)
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/348331.vorkaeuer-und-widerlacher.html

    06.03.1992 - Gerade habe ich mich hindurchgezwängt, durch die Herden der intellektuellen Jünglinge und Jungfrauen, ihren Mamis und Papis, schon fühle ich den Tritt in den Kniekehlen. Ich sacke zusammen, ohne einen Blick auf die Bühne erhascht zu haben. Schmerzgeplagt höre ich noch: „Müssen ’se eher kommen, wenn ’se wat sehn wollen. So jet did jedenfalls nich. Ick seh ja nischt.“ Was der tretende Papi in der überfüllten guten Stube des Cafe „Paz“ sehen wollte, weiß ich nicht, oder doch, denn „Dr. Seltsams Frühschoppen“ verkündigte sich wohl mit: „Hier sitzen ’se in der ersten Reihe“, oder so ähnlich. Egal, zu sehen war nichts, wollte man das ausgestellte Publikum nicht sehen.

    Immerhin erreichten mich noch ein paar hinfällig bekannte Kabarettwortungen und -Satzungen. Diese und jene stadtbekannte Medienstimme nahm man sich zum Vorbild, um den verdruckten Schwachsinn soweit zu steigern, bis auch die letzten Reihen begriffen, welcher aufgetürmte Mist da und dort geschrieben steht und... befreit lachen durfte. Mit sehr, sehr schönen Lebens- oder Sterbehilfen und ähnlich einfallsreich Wort-Schmunzelabteilungen versuchten die denkenden und textenden Vorleser die Sarkasmen des Alltags - zeitgeistgetreu - zu überbieten, ä la: „Mama, wie weit ist es noch bis Amerika? Halts Maul, und schwimm weiter.“ Hihihiii, hahahaaa, Klatschen, Beglückung vereinigten das Publikum - ob solcher Enthüllungen und Angriffe auf moralische Normative - zu einer solidarischen Masse, zu selbstbewußten Opfern des alltäglichen Schwachsinns, endlich die Freiheit des geneh-

    migten und erwünschten Lachens genießend. Vorkäuer und Widerlacher.

    In der Lächerlichkeit beruhigt Dr. Seltsam natürlich auch die solchermaßen strapazierten Geister. Wie in bekanntem Film nur ein Verrückter das atomare Inferno auszulösen vermag, kann nur ein Irrer den herrschenden Sarkasmus und die passenden Medienlandschaften kreieren. Unsere Vorstellungskraft ist dem buchstäblichen Schwachsinn, dem politisierten Schwachsinn nicht mehr gewachsen, wie die Realität auch nicht mehr. Insofern ist die kollektive Lächerlichkeit seltsamer Frühschoppen Therapieangebot, denn schließlich sind wir rein, wollen rein bleiben oder werden. Wir sind nicht die Irren, die anderen sind es.

    Wer es also über sich bringt aufzustehen, um Dr. Seltsams medialen Supermarkt zu ertragen, wer nicht schon in melancholisches Lachen ausbricht oder hysterisch wird, wenn er nur das Wort Medien ohne genauere (oder mit) Verlagsbezeichnung vernimmt, wer an Freiheit in politisierter und -sierender Lächerlichkeit glaubt, dem sei der Frühschoppen im Cafe Paz heiß empfohlen. MARIO STUMPFE

    „Dr. Seltsams Frühschoppen“ sonntäglich ab 13 Uhr, Cafe „Paz“ ab 12 Uhr geöffnet (im Kulturhaus #Mitte, #Rosenthaler_Straße 51). Übrigens: Der Namensgeber des Unternehmens, Dr. Seltsam, wird demnächst 40. Aus diesem Anlaß kommt es am Sonntag, dem 15. März, im Variete Chamäleon, Rosenthaler Str. 40-41, Mitte, um 13 Uhr zu Festlichkeiten. Der Doktor erwartet keine Geschenke, sondern daß man sein Buch „Das Ende der DDR in fabelhafter Beleuchtung“ erwirbt.

    #Berlin #cabaret #Doktor_Seltsam

  • Auftrittsverbot für „Dr.Seltsams Frühschoppen“ im Cafe Subversiv:: Aktion „Sauberes Wohnzimmer“ (neues-deutschland.de)
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/311262.aktion-bsauberes-wohnzimmerl.html

    14.06.1991 „Dr. Seltsams Frühschoppen“ - Wort-Variete, Leseshow und 3D-Feuilleton - sei eine jeden-Sonntag-Nachmittag-um-Eins-Einrichtung, die aus dem Cafe Subversiv in der #Brunnenstraße 7 im Bezirk #Mitte möglicherweise nicht mehr wegzudenken sei, schrieb ich vor einer Woche. Nun ist es soweit: Eine Gruppe von Frauen aus dem besetzten Haus Brunnenstr.7 erteilte den „Frühschopp-Boys“ am letzten Sonntag eine halbe Stunde vor der Vorstellung Auftrittsverbot. Begründung: fortgesetzter Sexismus.

    Ganz aus heiterem Himmel kam dieser Schritt allerdings nicht: schon seit einigen Wochen hatte der „Frühschoppen“ das Gefühl, nicht mehr willkommen zu sein, in einem Fall wurde die Vorstellung durch lärmende Hausbewohnerinnen gestört. Zu einer Klärung ist es trotz verschiedener Angebote des „Frühschoppens“ nicht gekommen, der Vorwurf wurde nicht weiter konkretisiert. Das sei auch nicht nötig, erklärte ein Hausbewohne...

    #Berlin #cabaret #Doktor_Seltsam #paywall

  • Time for the Human Screenome Project
    https://www.nature.com/articles/d41586-020-00032-5

    To understand how people use digital media, researchers need to move beyond screen time and capture everything we do and see on our screens. There has never been more anxiety about the effects of our love of screens — which now bombard us with social-media updates, news (real and fake), advertising and blue-spectrum light that could disrupt our sleep. Concerns are growing about impacts on mental and physical health, education, relationships, even on politics and democracy. Just last year, (...)

    #MIT #smartphone #data #écoutes #profiling #santé #métadonnées

    ##santé

  • Le « Human screenome » souhaite capturer l’intégralité de nos vies sur smartphone | korii.
    https://korii.slate.fr/et-caetera/sociologie-human-screenome-capturer-analyser-integralite-vies-ecrans-sma

    Le but : aider la science à comprendre leur influence sur nos activités, nos centres d’intérêt et nos engagements sociaux. Le concept de temps d’écran pourrait bientôt disparaître pour être remplacé celui de « screenome », c’est à dire une analyse fine de notre vie numérique qui ne se limite pas aux heures passées sur nos appareils. C’est ce que Byron Reeves, docteur en sciences de la communication et professeur à l’université Stanford, propose de mettre en oeuvre avec le projet Human screenome. Le (...)

    #algorithme #smartphone #métadonnées #data #écoutes #profiling #santé #MIT

    ##santé

  • The Human Screenome Project – In the Screenomics Lab at Stanford University
    http://screenomics.stanford.edu

    In the Screenomics Lab at Stanford University Media are critically important in areas of wellbeing, democracy, poverty, violence, education, climate action and more. But in spite of big data promises, no one really knows what people actually see and do on their screens in an increasingly complex digital world. Consequently, research and policy is often incomplete, irrelevant or wrong. Our project launches a data collection and computational framework that includes precise recording and (...)

    #MIT #smartphone #métadonnées #data #écoutes #profiling #santé

    ##santé

  • The Human Screenome Project will capture everything we do on our phones - MIT Technology Review
    https://www.technologyreview.com/s/615057/the-human-screenome-project-will-capture-everything-we-do-on-our-p

    It proposes taking screenshots of your smartphone activity every five seconds to better understand our digital lives. Is it worth it ? Screen time is certainly due for a reckoning. The metric has long been used to measure how much children and teens interact with their digital devices. Because kids have only recently had widespread access to technology, research has been slow—and confounding. Screen time has been associated with negative outcomes like depression and lower literacy skills in (...)

    #MIT #smartphone #data #métadonnées #écoutes #profiling

  • Comment les géants de la tech manipulent la recherche sur l’éthique des IA | korii.
    https://korii.slate.fr/tech/intelligence-artificille-ethique-gafam-recherche-lobbying-conflit-intere

    Après le greenwashing, l’ethicalwashing ? Un ancien chercheur du MIT Media Lab témoigne. Dès 2018, il est devenu difficile de suivre les nombreux scandales liés à l’IA sur fond de contrats controversés : entre Facebook et Cambridge Analytica ; entre Google et le Pentagone sur les drones ; entre Amazon, IBM et la police sur la reconnaissance faciale ; entre Microsoft et les services de l’immigration sur le contrôle des frontières... Derrière plusieurs hashtags (#TechWontBuildIt, #NoTechForICE, (...)

    #Accenture #Altran #Bouygues #CambridgeAnalytica #DeepMind #Google #Microsoft #Orange #SNCF #Air_France #USDepartmentofDefense-DoD #IBM #MIT #Amazon #Facebook #algorithme #drone #activisme #biométrie #éthique #migration #police #racisme #facial (...)

    ##législation ##reconnaissance ##discrimination ##vidéo-surveillance ##frontières ##lobbying ##surveillance ##greenwashing ##bug

  • Airport and Payment Facial Recognition Systems Fooled by Masks and Photos, Raising Security Concerns
    https://fortune.com/2019/12/12/airport-bank-facial-recognition-systems-fooled

    Masks and simple photographs are enough to fool some facial recognition technology, highlighting a major shortcoming in what is billed as a more effective security tool. The test, by artificial intelligence company Kneron, involved visiting public locations and tricking facial recognition terminals into allowing payment or access. For example, in stores in Asia—where facial recognition technology is deployed widely—the Kneron team used high quality 3-D masks to deceive AliPay and WeChat (...)

    #Apple #Google #Qualcomm #MIT #CCTV #iPhone #smartphone #biométrie #facial #fraude #reconnaissance #vidéo-surveillance #banque #empreintes #erreur #surveillance (...)

    ##_

  • Les faux-débats de la reconnaissance faciale
    http://imagesociale.fr/7958

    Un article récent du New York Times illustre la dérive du journalisme technologique, devenu instigateur de paniques morales. Intitulé « Comment les photos de vos enfants servent la société de surveillance », il se présente comme une fable de la faillite des utopies libertaires du web 2.0, confrontées à la froide rationalité du capitalisme de prédation et des derniers développements de l’intelligence artificielle. Qu’en en juge. L’histoire s’ouvre avec une mère de famille découvrant les photos de ses (...)

    #Google #Mitsubishi #SenseTime #Tencent #Amazon #Flickr #algorithme #biométrie #facial #législation #reconnaissance (...)

    ##oubli

  • Fototechnik auf dem Berliner Fernsehturm | Mediathek des Stasi-Unterlagen-Archivs
    https://www.stasi-mediathek.de/medien/fototechnik-auf-dem-berliner-fernsehturm/blatt/19
    Ce site explique comment photographier et cartographier comme les vrais espions. Malheuresement la technologie employée est definitely eighties . Actuellement nous sommes confrontés à des objectifes et sensors beaucoup plus sensibes couplés aux caméras de surveillance omniprésents, les smartphones et bientôt les objets IoT personnels. A vous de juger si l’aisance avec laquelle on pouvait se soustraire à la surveillance par les agents #Stasi rendait la vie plus facile qu’aujourd’hui dans des états de plus en plus autoritaires et alliés aux société d’espionnage privées.

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    [Es handelt sich bei dieser Abbildung um den Ausschnitt eines Stadtplans Berlins rund um das Areal am Berliner Fernsehturm und Alexanderplatz. Der Ausschnitt reicht vom Brandenburger Tor im Westen, über die Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg im Norden, bis zum Volkspark Friedrichshain im Osten sowie zu den U-Bahnhöfen Spittelmarkt und Märkisches Museum im Süden. Herum um das Symbol für den Fernsehturm befinden sich mehrere Umkreisungen in unterschiedlichen Abständen mit Entfernungsangaben in 250 m-Schritten ab 500 m bis 1.500 m.]

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    Tabelle zur Einschätzung fotografischer Technik bei verschiedenen Witterungsbedingungen

    [Diese Grafik ist eine fünfspaltige Tabelle zur Einschätzung der Möglichkeiten erfolgsversprechender Benutzung fotografischer Technik bei verschiedenen Witterungsbedingungen. In der linken Spalte sind Sichtbedingungen bei Sonne, Wolken und Regen ausdifferenziert (klare Sicht, leichter Dunst und starker Dunst). Die nächste Spalte listest Brennweiten von Objektiven auf. Die dritte Spalte von links benennt 7 unterschiedliche Modelle an fotografischem Filmmaterial. Die beiden rechten Spalten unterscheiden die Erkennbarkeit von Personen und Kfz-Kennzeichen in unterschiedlichem Abstand. Ob eine Kombination aus Wetterbedingung, verwendetes Objektiv und Filmaufnahmematerial zu einem befriedigenden Ergebnis für die Aufnahme von Personen oder Kfz-Kennzeichen in den unterschiedlichen Abständen führt, ist jeweils mittels eines Kreises für „möglich“ oder - im negativen Fall - durch einen Bindestrich ("nicht möglich") dargestellt.]

    Cette table nous apprend que les compétennces en matière de potographie des agents Stasi ne dépassaient pas le niveau d’un amateur rôdé. Ils ont omi les diverses méthodes qui permettent d’obtenir de meilleurs résultats par temps de brume simplement en utilisant des filtres polarisants. C’est typique pour l’approche du genre « bricolage » qui marquait leurs activités. Aujourd’hui on présente la Stasi comme le service de surveillance le plus effroyable du monde, mais en réalité les départements compétents pour le territoire de la #RDA étaient des monstres bureaucratiques peu efficaces.

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    [handschriftliche Ergänzung: Kamera: EE 3; 50mm Brennweite; Film NC 19
    22.06.1983]

    [Die Aufnahme, die vermutlich vom Berlin Fernsehturm herab gemacht wurde, zeigt den Verlauf einer mehrspurigen Straße mit Straßenkreuzungen, Plätzen und angrenzenden Hochhäusern. Neben dem Bild gibt es Bezifferungen von 1 bis 4, die auf das Foto bzw. auf Objekte im Foto zeigen: Nummer 1 verweist auf eine große Straßenkreuzung im hinteren Verlauf der Straße, Nummer 2 und 3 auf ein Hotel-Hochhaus im Vordergrund und Nummer 4 auf einen Eingang, vermutlich zur einer Unterführung oder U-Bahn-Station, neben dem Hotel-Hochhaus.]

    Brennweite: 1.000 mm, Blende 5.6, Belichtung 1/250 sec, Entfernung: 1,2 km
    8Dieses Bild ist eine Detailaufnahme einer Straßenkreuzung, fotografiert aus 1,2 km Entfernung herab vom Berliner Fernsehturm. Das Bild zeigt in herangezoomter Ansicht mehrere Autos, die um eine Verkehrsinsel herum fahren. Die Aufnahme ist neben dem rechten Bildrand mit einer umkreisten 1 versehen.]

    Là on constate que le service fédéral qui gère le patrimoine stasi n’a rien à envier à son sujet principal quant à son incompétence. Les décriptions des images ne donnent aucune information supplémentaire et n’identifient pas les rues et squares pourtant faciles à reconnaître quand on compare les photos au plan de ville. Ici ne sont pas mentinnés les rues #Karl-Liebknecht-Straße, #Wilhelm-Pieck-Straße (aujourd’hui #Torstraße), #Mollstraße. #Premzlauer_Allee, #Hirtenstraße, #Wadzeckstraße et surtout #Memhardstraße plus longue au moment de la prise de vue qu’aujourd’hui.

    Stadtplan Berlin - Hauptstadt der DDR - 1:25.000 VEB Landkartenverlag Berlin (1969) - Landkartenarchiv.de
    https://www.landkartenarchiv.de/ddr_stadtplaene.php?q=stadtplan_berlin_hauptstadt_der_ddr_1969
    Falk-Plan Berlin - 51. Auflage (1989) - Letzter Falkplan vor der Wende - Mit Aktualitäts-Siegel - Landkartenarchiv.de
    https://landkartenarchiv.de/falkplan.php?q=falk_berlin_51_1_1989
    Berliner Straßenverzeichnis (Matt-Mert)
    http://www.alt-berlin.info/seiten/str_m_2.htm
    Openstreetmal - Memhardstraße
    https://www.openstreetmap.org/way/523630409#map=19/52.52395/13.41161

    La deuxième photo montre un convoi de Volvos 264 TE qui conduit des membres du gouvernement ou des visiteurs officiels en direction de la Wilhelm-Pieck-Straße. Cet élément n’a pas pu échapper à la personne qui a écrit le déscriptif. Son omission nous parle du niveau de qualité du travail de la « Stasibehörde ».

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    Aufnahmekamera: Praktica [handschriftliche Ergänzung: MTL 3] / [manuell durchgestrichen: Pentacon six TL]
    Filmmaterial: [handschriftliche Ergänzung: NC 19/Ilford XP 1]
    Datum: [handschriftliche Ergänzung: 06.09.83]
    Uhrzeit: [handschriftliche Ergänzung: 14:00]
    Wetterangabe: [handschriftliche Ergänzung: klare Sicht, einzelne Wolken]
    [handschriftliche Ergänzung: Entfernung: 1.200 m]

    [Farbige Aufnahme einer Straßenkreuzung aus 1.200 m Entfernung, fotografiert herab vom Berliner Fernsehturm. Die Aufnahme zeigt mehrere Kfz in Frontalansicht in 4 Fahrspuren an einer Ampel stehend sowie eine Straßenbahn, eine Litfaßsäule und Passanten, die die Kreuzung überqueren.]

    [Umkreisung: 1]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 1000 mm]
    Belichtungszeit: [handschriftliche Ergänzung: 1/125]
    Blende: [handschriftliche Ergänzung: 5,6]
    [handschriftliche Ergänzung: Entfernung: 1.200 m]

    [Frontalaufnahme in schwarzweiß von Pkws in 4 Fahrspuren an einer Ampel stehend. Aufgenommen aus höherer Position vom Berliner Fernsehturm aus in 1.200 m Entfernung wären die Kennzeichen erkennbar und sind zum Ausdruck dessen nur teilweise anonymisiert.]

    [Umkreisung: 1]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 500 + 3 fach Konv. Tokina-Obj.]
    Belichtungszeit: [handschriftliche Ergänzung: 1/125]
    Blende: [Auslassung]

    [Stempel: VVS MfS o220 B67/84]

    Aufnahmekamera: Praktica [handschriftliche Ergänzung: EE 3] / [manuell durchgestrichen: Pentacon six TL]
    Filmmaterial: [handschriftliche Ergänzung: NC 19]
    Datum: [handschriftliche Ergänzung: 22.06.83]
    Uhrzeit: [handschriftliche Ergänzung: 12:30]
    Wetterangabe: [handschriftliche Ergänzung: klare Sicht; Entfernung: 650 m]

    [Man sieht den Eingang einer U-Bahnstation, beschildert mit „Karl-Marx-Allee, Hans-Beimler-Str.“ sowie das darum befestigte Pflaster. Auf dem Platz befinden sich mehrere Passanten in Bewegung. An dem Schutzgitter um die Treppen herum sind zwei Mülleimer postiert.]

    [Umkreisung: 8]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 1.000 mm]
    Belichtungszeit: [[handschriftliche Ergänzung: 1/250]
    Blende: [handschriftliche Ergänzung: 5,6]

    [Aufnahme einer Straßenecke mit vielen Passanten in Bewegung, fotografiert aus einer höheren, schrägen Position. Die Kleidungsstücke der Passanten sind deutlich erkennbar. Von einigen von ihnen wären es auch die Gesichtszüge, weshalb sie anonymisiert wurden. Das Bild besitzt an der rechten Seite die handschriftliche und vertikal ausgerichtete Notiz „Ecke Spandauer - K. Liebknecht-Str.“]

    [vertikal, handschriftliche Ergänzung: Ecke Spandauer - K. Liebknecht-Str.]

    Brennweite: [handschriftliche Ergänzung: 1.000 mm]
    Belichtungszeit: [handschriftliche Ergänzung: 1/250]
    Blende: [handschriftlich: 5,6]
    [handschriftliche Ergänzung: Entfernung: 500m]

    #Allemagne #Berlin #DDR #Fernsehturm #photographie #cartographie #Mitte #Karl-Marx-Allee #Hans-Beimler-Straße #Spandauer_Straße

  • Leichenverbrennungen in KZs : Schöneberger Firma baute Krematoriumsöfen - Berlin - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/leichenverbrennungen-in-kzs-schoeneberger-firma-baute-krematoriumsoefen/25055378.html


    ZOOMARCHITEKTEN, Dennewitzstraße 36-38, Berlin, Visualisierung Stefan Amann
    L’emplacement exact des ateliers de Heinrich Kori GmbH correspond à la partie du parc à gauche des immeubles.

    https://www.openstreetmap.org/node/3830162448
    L’immeuble Kurfüstenstraße 1 se trouve en face de l’ancienne adresse Dennewitzstraße 35

    On connaissait le fabricant de fours crématoires nazis à Erfurt, mais on ignorait tout de l’entreprise artisanale de Berlin qui lui fit concurrence. Aujourd’hui on fait pousser des logements de luxe a l’endroit où oeuvraient les complices de la purification raciale de l’Europe. Le capital a compris que le sociocide est davantage perenne que le génocide entâché à travers sa sale mise en oeuvre par des extrémistes de droite au siècle dernier. Alertons les enfants des nouveaux habitants afin qu’il ne s’aventurent pas sur le pet semetary nazi juste derrière l’immeuble de leurs parents.

    Nous ne sommes pas dupes.

    „So was hätt einmal fast die Welt regiert!
    Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
    Dass keiner uns zu früh da triumphiert -
    Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!

    Bert Brecht, La Résistible Ascension d’Arturo Ui
    https://fr.wikipedia.org/wiki/La_R%C3%A9sistible_Ascension_d%27Arturo_Ui

    Voici l’article dans le très conservateur journal Tagesspiegel

    27.09.2019, von Sigrid Kneist - Zwei Historikerinnen haben die Rolle eines Berliner Ofenherstellers in der NS-Zeit aufgearbeitet. Sie hat den NS-Massenmord mit ihrer Arbeit unterstützt.

    Die Helfer des industriellen NS-Massenmordes arbeiteten mitten in Schöneberg. Dort, in der Dennewitzstraße 35, war die Firma H. Kori ansässig; sie baute die Öfen für die Verbrennung der Leichen in den Konzentrationslagern. So wie auch die Firma Topf & Söhne in Erfurt.

    Während in Berlin derzeit noch nichts auf die Verstrickungen des Unternehmens hinweist, wurde in Erfurt der Erinnerungsort „Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“ geschaffen. Dessen Leiterin ist die Historikerin Annegret Schüle, die jetzt gemeinsam mit Susanne Zielinski – ebenfalls eine Historikerin – auch über das Berliner Unternehmen geforscht hat.

    Die Firma wurde in Berlin Ende des 19. Jahrhunderts von Heinrich Kori gegründet, der sie Anfang der 1920er Jahre in eine GmbH verwandelte und vor allem Familienmitglieder als Gesellschafter einbezog. Zunächst entwickelte die Firma Heizungsanlagen; schon bald baute sie Verbrennungsöfen für alle möglichen Abfälle.

    Das Unternehmen installierte 1892 den „ersten Verbrennungsofen zum Vernichten von Tierleichen und Konfiskaten“ auf dem Schlachthof der Stadt Nürnberg. Ab den 1920er Jahren baute Kori auch Öfen für städtische Krematorien. Laut Schüle und Zielinski war die Firma auf dem Gebiet aber nicht so erfolgreich wie der Erfurter Konkurrent Topf & Söhne.

    Zahlreiche Konzentrationslager im In- und Ausland beliefert

    Wie es genau zur Zusammenarbeit zwischen der SS und der Firma Kori kam, ist nach Angaben der Forscherinnen nicht bekannt. Ein Neffe des Firmengründers und bis 1937 Gesellschafter und Geschäftsführer der Heinrich Kori GmbH, könnte als SS-Mitglied den Kontakt befördert haben.

    Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs waren die Häftlingszahlen in den Konzentrationslagern gestiegen. Verfolgung und Terror durch die SS nahmen zu. In den KZs stieg die Todesrate. Waren vorher die Toten in den städtischen Krematorien verbrannt worden, geschah das nun in den Lagern selber.

    Kori baute Öfen für die #Konzentrationslager #Vught, #Neuengamme, #Ravensbrück, #Stutthof, #Bergen-Belsen, #Sachsenhausen, #Mittelbau-Dora, #Groß-Rosen, #Majdanek, #Flossenbürg, #Hersbruck, #Natzweiler-Struthof, #Dachau, #Mauthausen, #Melk, #Ebensee, #Blechhammer und #Trzebinia.

    Für die Installation fuhren Mitarbeiter in die Lager. Die Arbeiten wurden dort von Häftlingen erledigt. Die Firma rüstete auch vier der sechs Tötungsanstalten – Bernburg, Hadamar, Sonnenstein/Pirna und Hartheim – aus, in denen die sogenannte Aktion T4 der Nazis umgesetzt wurde: Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und geistigen Behinderungen wurden mit Kohlenmonoxid vergiftet. Ihre Leichen wurden direkt in den Anstalten verbrannt.
    Bezirk will Opfern des NS-Massenmordes gedenken

    Die Aufträge zur Unterstützung des Massenmords sind nach Auffassung der Wissenschaftlerinnen ein wichtiges Geschäftsfeld des Unternehmens mit 30 bis 40 Mitarbeitern während dieser Zeit gewesen. Maßgeblich im Unternehmen dafür zuständig war ihren Recherchen zufolge Hugo Heßler, der Leiter der Abteilung Feuerungsbau. Er arbeitete seit Beginn des Jahrhunderts bei Kori und übernahm nach dem Tod des Firmengründers 1938 die Geschäftsführung der GmbH. Kein Firmenverantwortlicher wurde nach dem Ende der Nazizeit zur Rechenschaft gezogen.

    Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist inzwischen das Bewusstsein dafür gewachsen, dass man der Opfer gedenken, aber ebenso daran erinnern muss, wer zu den Tätern, zu den Wegbereitern des NS-Massenmordes gehörte.

    Die BVV beschloss auf Initiative der Grünen im Februar, dass an der Dennewitzstraße eine Mahntafel angebracht werden soll, um an die Rolle des Unternehmens in der Nazizeit zu erinnern. Die Hausnummer 35 gibt es nicht mehr. Derzeit wird in der Straße rege gebaut; das an den Gleisdreieckpark angrenzende Wohnquartier wächst weiter. Bis 1976 war die Firma noch dort ansässig, bis 2012 war sie im Handelsregister eingetragen. Nach 1945 sei das Unternehmen unbehelligt geblieben, sagt der Grünen-Bezirksverordnete Bertram von Boxberg. Die Firma habe dann vor allem mit Spendengeldern finanzierte Öfen für Kirchengebäude geliefert, sagte Boxberg.

    Um die Umsetzung des BVV-Beschlusses soll sich jetzt die neu gegründete bezirkliche Gedenktafelkommission kümmern. Das Gremium, dem unter anderem Vertreter des Bezirksamtes und der Fraktionen angehören, wird am 21. Oktober zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Ob an diesem Tag schon die Kori-Mahntafel Thema sein wird, steht noch nicht fest.

    https://www.flickr.com/photos/zoomarchitekten

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    Entre 1945 et l’a 2000 les terrains le long des anciens chemins de fer à Berlin constituaient une ressource abordable pour les petites entreprises, artistes et projets culturels. En 1989 des jeunes récupéraient un ancien garage auto pour y monter un nightclub qui marquait la vie nocturne pendant quinze ans. Il se trouvait au tournant de la Kurfürstenstraße et la Dennewitzstraße, alors dans un esprit peu cérémonieux on le nommait 90° Neunzig Grad .


    Entrée du club 90° . L’immeuble au fond à droite se trouve dans la partie pietonnière de la Dennewitzstraße au numéro 33.
    https://www.openstreetmap.org/node/2993663887


    Vu de la Kurfürstenstraße, le Club 90° se trouvait à l’emplacement de l’aile droite de l’immeuble, les ateliers du fabricant de fournaux crématoires Heinrich Kori GmbH se situaient dans le prolongement de la Kurfürstenstraße vers la droite à l’endroit du parc actuel.

    90 Grad Club Berlin | Gästeliste030
    https://www.gaesteliste030.de/locations/90-grad-berlin-QFaziWFSnEWKWOq74QfVSw

    Dennewitzstraße 37, 10785 Berlin
    Geschlossen: 14.05.2004


    Les ateliers du fabricant de fournaux crématoires Heinrich Kori GmbH se situaient dans le prolongement de la Kurfürstenstraße hors image entre la Dennewitzstraße et la ligne de chemin de fer entre Berlin gare Potsdamer Platz et la ville de Potsdam.

    Kori (Unternehmen) – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kori_(Unternehmen)#Nach_dem_Zweiten_Weltkrieg


    Les traces de la Kori G.m.b.H. se perdent. Sa dernière adresse n’existe plus. A l’endroit de Rudower Straße 122 à Berlin-Neukölln (12351) se trouve actuellement un garage auto entre les numéros 116 et 124a.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Kori seine Unternehmenstätigkeit fort.

    Um 1975 zählten zu den Geschäftsfeldern Kirchen- und Großraumheizungen, Zentralheizungs- und Lüftungsanlagen, Verbrennungsöfen für Abfälle aller Art, Müllschluckanlagen und Feuerungsanlagen. Da das Betriebsgelände saniert werden sollte, zog das Unternehmen 1976 nach Berlin-Neukölln, Rudower Straße 122, wo es noch bis ca. 2003 produzierte.

    https://www.openstreetmap.org/node/2865805612

    Mahntafel für die Firma KORI am Eingang Kurfürstenstraße in den Gleisdreieckpark – gleisdreieck-blog.de
    https://gleisdreieck-blog.de/2019/09/07/mahntafel-fuer-die-firma-kori-am-eingang-kurfuerstenstrasse-in-den


    Le numéro 35 à Dennewirtstraße a officiellement disparu de la carte de Berlin. Aujourd’hui c’est une entrée du Gleisdreickpark entre les numéros 34 et 36 à l’endroit des nouveaux immeubles mentionnés plus haut.

    #Berlin #Dennewitzstraße #nazis #histoire #génocide #architecture #gentrification

  • Culture numérique pour milliardaires dégénérés, par Evgeny Morozov (Les blogs du Diplo, 13 septembre 2019)
    https://blog.mondediplo.net/culture-numerique-pour-milliardaires-degeneres

    Pourtant les choses auraient pu se passer différemment. En 1991, John Brockman, l’agent littéraire le plus en vue dans le domaine du numérique, et dont j’étais le client jusqu’à peu, annonçait l’émergence d’une « tierce culture » qui substituerait enfin aux intellectuels littéraires technophobes des intellectuels issus du monde de la science et de la technologie. « L’émergence d’une “tierce-culture” introduit de nouveaux modes de discours intellectuel et réaffirme la prééminence des États-Unis dans le monde des idées », écrivait-il dans un essai controversé.

    Les « nouveaux modes de discours intellectuel » chers à M. Brockman résultaient en fait principalement d’une mutation commerciale, les entreprises technologiques passant de contrats militaires sans âme pendant la guerre froide au monde branché de l’informatique personnelle. L’entreprise Apple, portée par un Steve Jobs considéré comme un apôtre de la contre-culture, avait besoin de la mystique consumériste de la « tierce culture », contrairement à IBM et Hewlett-Packard, bloqués dans la mentalité des années 1950. De même, la « prééminence des États-Unis dans le monde des idées » n’était que le résultat de sa domination économique et militaire, qui empêchait d’autres pays de créer des alternatives dynamiques à Hollywood ou à la Silicon Valley.

    Si la « tierce-culture » est aussi avancée que la culture classique, comment se fait-il que la plupart de ses membres officiels, des scientifiques connus devenus des noms de marque grâce à l’empire Brockman, soient impliqués dans l’affaire Epstein ? Il n’est pas rare que les intellectuels servent d’idiots utiles aux puissants de ce monde, mais dans le cadre de la tierce-culture, c’est presque dans leur fiche de poste.
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    Lire aussi Ingrid Carlander, « Le Media Lab aux avant-postes du cybermonde », Le Monde diplomatique, août 1996. "

    Cette culture qui implique la prostitution de l’activité intellectuelle lors de « dîners de milliardaires » en vaut-elle la peine ? Peut-on faire confiance à ce que les intellectuels de la « tierce-culture » ont à dire, compte tenu de ce qu’ils ont à vendre ?

    Les réponses à ces questions vont de soi. Néanmoins, s’il est aisé de s’en prendre aux brebis galeuses comme Joi Ito ou Nicholas Negroponte, une transformation radicale passera par des mesures de plus grande envergure : fermer le Media Lab du MIT, mettre un terme aux conférences TED, refuser l’argent des milliardaires de la technologie et boycotter les agents comme John Brockman. Sans ces changements drastiques, le puissant complexe industrialo-de-mes-deux qu’est la « tierce-culture » restera intact et pourra servir de couverture au prochain Epstein.

    Evgeny Morozov

    #Culture_numérique #Silicon_Valley #MIT #TED #John_Brockman

  • The Problem With Sugar-Daddy Science - The Atlantic
    https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2019/09/problem-sugar-daddy-science/598231

    The MIT Media Lab has an integrity problem. It’s not just that the lab took donations from Jeffrey Epstein and tried to conceal their source. As that news was breaking, Business Insider reported that the lab’s much-hyped “food computer” didn’t work and that staff had tried to mislead funders into thinking it did. These stories are two sides of the same problem: sugar-daddy science—the distortion of the research process by the pursuit of money from ultra-wealthy donors, no matter how shady.

    The problem is, blank checks never come without strings. Something’s always exchanged: access, status, image. That’s where sugar-daddy science comes in. (Hat tip to Heidi N. Moore, who inspired the term with her Twitter critiques of what she calls sugar-daddy journalism.) Research labs cultivate plutocrats and corporate givers who want to be associated with flashy projects. Science stops being a tool to achieve things people need—clean water, shelter, food, transit, communication—and becomes a fashion accessory. If the labs are sleek, the demos look cool, and they both reflect the image the donor wants, then mission accomplished. Nothing needs to actually work.

    The Media Lab took sugar-daddy science to a new level. Epstein’s interests in science, like a desire to “seed the human race” by impregnating dozens of women and to have his head and penis frozen after his death, were more literally sexual than most. But he didn’t invent the hustle. It’s an old philanthropy problem: Donor gratification takes precedence over results.

    The MIT Media Lab already had a reputation for this before Epstein. Its One Laptop per Child project was a notorious failure. Like the food computer, it was based on a faulty premise (laptops aren’t known to actually make a difference in a child’s education), wildly oversold (the laptops were supposed to be powered by hand crank, but a working hand crank was never actually developed, and all models were powered by electrical cord), and built to fulfill donor dreams rather than a demonstrated real-world need.

    A project for futuristic, bio-inspired design took $125,000 from Epstein and made him a light-up orb as a gift—over objections from students working in the project lab. This lab’s work includes, among truly visionary work like biomanufactured chitin structures, showpiece clothing demos. One set was purported to show how biodesign could help wearers survive harsh conditions on other planets. The clothes are, however, entirely nonfunctional, and were photographed on skinny, half-naked women.

    How do we stop sugar-daddy science? The only long-term solution is to bring back federal funding so researchers can stop relying on donations from the beneficiaries of widening inequality. America’s competitiveness on the world stage depends on research and development. If we can’t make science that actually works, our nation is toast. Writers such as Anand Giridharadas have written relentlessly about reviving public research and other social services. This, however, has to be fixed through the democratic process, which will take time.

    So what can research institutions do to ensure the integrity of their work? There are obvious solutions, such as: Don’t take money from people who are on your banned-donor list for being convicted pedophiles. Basic oversight, like financial audits, can go a long way.

    #Philanthropie #Médialab #MIT #Sugar_Daddy_Science

  • Richard Stallman and the Fall of the Clueless Nerd | WIRED
    https://www.wired.com/story/richard-stallman-and-the-fall-of-the-clueless-nerd

    Par Steven Levy (auteur de “The Hackers”, 1984).

    If the question was When does obliviousness become inexcusable? Selam Jie Gano had an answer. Now. Especially when it goes hand in hand with a culture where, for decades, casual sexism has not been called out. Last week MIT graduate danah boyd, accepting a well-deserved award from the Electronic Frontier Foundation, unloaded on her alma mater, citing years of sexual harassment, including an inappropriate comment from Minsky. The outrage is real and justified. This is the moment for amends.

    And it’s certainly a terrible moment for Richard Stallman to dismiss the pain of sexual abuse by way of a semantic argument.

    Stallman keeps a running log of “political notes”—things that catch his interest, where he’ll post a link and often a comment. (That was the source of his earlier remarks on pedophilia.) On Monday, between entries on the Sacklers’ financial dealings and climate change, he slipped in a personal comment that ended an era, in many ways: “I am resigning effective immediately from my position in CSAIL at MIT. I am doing this due to pressure on MIT and me over a series of misunderstandings and mischaracterizations.” Later, the Free Software Foundation announced that its founder and president had resigned from that as well.

    There are tragic threads to this Stallman story. His inability to understand the hurt that comes from insensitivity led to his expulsion from the world he knew and loved. I worry what will happen next for him. But the greater tragedy is how long it took for such behavior to become disqualifying. While Stallman is uniquely Stallman, he was also a representative of a culture that failed to welcome the women who could have led hacking, and computing, to even greater heights. Stallman is now more alone than I found him 35 years ago. But do not call him the last of his kind. More will fall as the reckoning continues.

    #hackers #Richard_Stallman #MIT

  • The Problem With Sugar-Daddy Science - The Atlantic
    https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2019/09/problem-sugar-daddy-science/598231

    research and philanthropy should recognize that improving people’s lives usually involves a series of adjustments to complex systems, not a single revolutionary invention. The Boston-based nonprofit Partners in Health is a model here. It tackles problems that eluded medical charities for decades, such as drug-resistant tuberculosis, by taking on underlying issues—like the malnutrition that makes people vulnerable to TB in the first place—instead of just prescribing drugs. Instead of attempting to build a food computer, a lab could identify a more immediate need, such as cheap, easy-to-clean food-handling equipment, and invent that. No one should fear losing prestige by fixing real problems.

    #MIT #recherche #priorités #santé #philanthrocapitalisme

  • L’affaire Epstein pousse Richard Stallman à démissionner du MIT et de la FSF
    https://www.numerama.com/politique/548702-laffaire-epstein-pousse-richard-stallman-a-demissionner-du-mit-et-d

    Richard Stallman, figure du mouvement du logiciel libre a démissionné de ses fonctions au MIT et à la FSF. Sa prise de position sur l’affaire Epstein a fait polémique. L’affaire Epstein, qui secoue les États-Unis depuis plusieurs semaines, mais aussi la France avec une enquête visant à déterminer l’étendue des ramifications du trafic de mineurs auquel le milliardaire américain — mort en cellule à la suite d’un suicide — était accusé de se livrer, provoque d’importants remous outre-Atlantique. Plusieurs (...)

    #MIT #procès #FreeSoftware #viol #FSF

    //c0.lestechnophiles.com/www.numerama.com/content/uploads/2019/09/richard-stallman.jpg

  • Famed Computer Scientist Richard Stallman Described Epstein Victims As ’Entirely Willing’
    https://www.vice.com/en_us/article/9ke3ke/famed-computer-scientist-richard-stallman-described-epstein-victims-as-entirel

    Stallman, a pioneer of the free software movement, argued about the definition of “sexual assault” on an MIT email listserv about the university’s connections to Jeffrey Epstein. Richard Stallman, the computer scientist best known for his role in the free software movement, has joined the list of MIT men going out of their way to defend the university’s relationships with convicted sex offender Jeffrey Epstein. Selam Jie Gano, an MIT alum, posted on Medium about an email thread in which (...)

    #MIT #procès #FreeSoftware #viol #FSF

  • On Joi and MIT - Lessig - Medium
    https://medium.com/@lessig/on-joi-and-mit-3cb422fe5ae7

    Par Larry Lessig

    Un texte très intéressant. Au fond, c’est tout le système de financement des universités par les « donateurs » et ce que ceux-ci recherche dans leur « philanthropie » qui est en jeu. Il pousse forcément à ne pas se poser la question de l’origine de l’argent...

    A couple of weeks ago, I signed a petition (the site has since been taken down, but you can see it at archive.org) expressing my support for Joi Ito. Not unexpectedly, that signing produced anger and outrage among many, and among some of my friends. I had wanted, in the spirit of the Net, to respond and explain then. I was asked by Joi’s friends not to. Yesterday’s events terminate that injunction. What follows is an explanation and an account, with as little emotion as I can muster.

    I had known of Joi’s contact with Epstein since about the beginning. He had reached out to me to discuss it. We are friends (Joi and I), and he knew I would be upset by his working with a pedophile. He knew that because he knew that I had been extensively abused as a kid, and that I am ferocious in my anger at people and institutions that protect abusers. (Defenders of the Catholic Church just love me for this.) Indeed, as I have come to understand myself, I see this anger as the whole reason for the work I do. Institutional corruption is just a fancy way to frame the dynamic of the weak enabling evil to do wrong.

    Our conversations then were about his diligence to determine whether Epstein remained an abuser. I am constitutionally skeptical about claims that pedophiles reform. Pedophilia is alcoholism; it is never gone (without chemical castration), it is only suppressed. Or so I can’t help but believe — I am not a scientist, and I have studied the facts not so deeply. But it is how I feel the wrong that evil is. It is how Joi knew I felt it. And so we had what would not have been an easy conversation about whether this criminal continued his soul-sucking crimes.

    Joi believed that he did not. He believed Epstein was terrified after the prosecution in 2011. He believed he had come to recognize that he would lose everything. He believed that whatever else he was, he was brilliant enough to understand the devastation to him of losing everything. He believed that he was a criminal who had stopped his crime. And nothing in his experience with Epstein contradicted this belief.

    It was not my fight. I didn’t have the stomach or the ability then to do my own investigation. I wish now I had just screamed “don’t” to Joi. But I didn’t—and I wouldn’t have. Indeed, though I don’t remember this precisely, I probably told him that if he was convinced, then it was ok. Because the truth is that—as I thought about it then—if Joi believed as he did after real diligence, I didn’t believe he was wrong to take Epstein’s money anonymously.

    That belief — of mine—was a mistake, for reasons that I’ll return to below. But we should start with why that belief is even conceivable before I return to why it is wrong.

    #MIT #Joi_Ito #Epstein #Philanthropie

  • MIT’s “disqualified” donors aren’t necessarily banned from donating, says Media Lab whistleblower - MIT Technology Review
    https://www.technologyreview.com/s/614299/mit-media-lab-jeffrey-epstein-joichi-ito-signe-swenson-disqualifie

    Last week, the director of MIT’s famed Media Lab, Joichi Ito, resigned after reports about his relationship with the disgraced financier Jeffrey Epstein. The New Yorker reported that Ito had taken donations from Epstein—at the time already convicted of soliciting a minor for prostitution—and tried to conceal them, even though MIT listed Epstein as a “disqualified” donor.

    Signe Swenson, a former fund-raiser at the Media Lab, leaked the emails that brought Ito down with the help of Whistleblower Aid. We talked to her in an attempt to better understand how fund-raising worked and what the rules were around accepting donations.

    Much of what Swenson told us has already been reported elsewhere. The main new clarification is that she says the “disqualified donors” list didn’t usually mean a donor’s money was off limits under MIT’s rules, but just that the person was considered unlikely to donate. She also reiterated claims, buttressed by the emails, that at least one MIT officer outside the Media Lab knew of the Epstein donations. (In a community-wide email sent out today, MIT president Rafael Reif acknowledged that senior administration were aware of Epstein’s donations to the Media Lab and agreed they should be accepted anonymously.) This interview has been lightly edited for clarity.

    #MIT #Philanthropie

  • The World the Gulf Has Built | Public Books
    https://www.publicbooks.org/the-world-the-gulf-has-built

    One of the most notable instances of the GCC’s innovative urban policy is the establishment of Abu Dhabi’s Masdar City. Masdar is a planned city, launched in 2006, with a slated cost of $22 billion. It was intended to be a “zero-carbon” district, where cars were prohibited in favor of an automated personal rapid transport network. It also included a graduate research center, the Masdar Institute, established in collaboration with #MIT and focused on renewable energy.

    But Masdar City was short-lived. Soon after the financial crisis of 2008, the master plan was reformulated. Since then, it has been slowly transformed from an “eco-city” to a special economic zone for renewable energy and clean technology companies. (…)

    In Spaceship in the Desert, Gökçe Günel zeroes in on Masdar City. Günel is determined to take Masdar and its inhabitants seriously: she wants to understand how cosmopolitan actors such as “Jack,” who has a PhD in engineering science and is an American faculty member at the Masdar Institute, “set about the task of building a renewable energy and clean technology sector.” People like Jack and institutions like MIT will be central to any resolution of our current state of climate emergency, and it’s necessary to study their process. Jack’s training in the GCC model of green development is especially consequential, because renewable energy and clean technology—the Masdar way—also relied on cheap labor and the speed, capital, and efficiency that authoritarian rule lent to the project. These political dynamics, Günel shows, were not only left unaddressed at Masdar; they were actively buried.

    Avoiding pressing social and political injustices is not something that is specific to the founders of Masdar or the UAE, as Günel is also keen to stress. Western companies like Siemens and General Electric were equally adept at sidestepping difficult social and ethical issues. These companies created fantastical images of the future at Masdar where, as Günel writes, “renewable energy and clean technology companies embodied a messianic promise, seeking to liberate humanity from its guilt-ridden consciousness of the twentieth century.” The global climate crisis is serious, but Günel shows that our attempts to tackle it are less so.

    #climat #golfe #livre

  • Jeffrey Epstein’s Donations Create a Schism at M.I.T.’s Revered Media Lab - The New York Times
    https://www.nytimes.com/2019/09/05/business/media/mit-media-lab-jeffrey-epstein-joichi-ito.html

    Joichi Ito gave himself some advice in 2008: “Reminder to self,” he wrote on Twitter. “Don’t invest with or take money from creeps,” although he used an earthier term.

    Then, over the next decade, he accepted about $1.7 million from Jeffrey Epstein.

    That money from Mr. Epstein, the disgraced financier who killed himself in jail last month while facing federal sex-trafficking charges, was split between Mr. Ito’s own investment funds and the prestigious center he leads at M.I.T., the Media Lab. His apology last month prompted two academics to announce plans to leave and led to calls for Mr. Ito to step down from the lab, an institution that is proudly indifferent to scholarly credentials and seeks a future marrying technology and social conscience.

    On Wednesday, at a meeting billed in an email as the start of “a process of dialogue and recovery” that two attendees said had begun with a group breathing exercise, the rift was unexpectedly pulled open just as it appeared to be closing.

    Roughly 200 people gathered to address the lingering anger at Mr. Ito — a tech evangelist whose networking skills landed him in the White House to discuss artificial intelligence with President Barack Obama and prompted the psychedelic proselytizer Timothy Leary to call him his godson. Mr. Ito, who has helped the lab raise at least $50 million, revealed that he had taken $525,000 from Mr. Epstein for the lab and $1.2 million for his own investment funds.

    Nicholas Negroponte, a prominent architect who helped found the lab in 1985, told the crowd that he had met Mr. Epstein at least once since Mr. Epstein’s 2008 guilty plea in Florida for soliciting a minor for prostitution, and had advised Mr. Ito about the donations.

    “I told Joi to take the money,” he said, “and I would do it again.”

    The words stunned the crowd, just before the meeting adjourned. Mr. Ito saw the comments as so damaging to his conciliatory efforts that he fired off a message to Mr. Negroponte just after midnight. “After I spent 1.5 hours apologizing and asking permission to make amends, you completely undermined me,” Mr. Ito wrote in the email, which was reviewed by The New York Times.

    #MIT #Medialab #Jeffrey_Epstein #Nicholas_Negroponte #Joi_Ito #Philanthropie

  • How an Élite University Research Center Concealed Its Relationship with Jeffrey Epstein | The New Yorker
    https://www.newyorker.com/news/news-desk/how-an-elite-university-research-center-concealed-its-relationship-with-j

    The M.I.T. Media Lab, which has been embroiled in a scandal over accepting donations from the financier and convicted sex offender Jeffrey Epstein, had a deeper fund-raising relationship with Epstein than it has previously acknowledged, and it attempted to conceal the extent of its contacts with him. Dozens of pages of e-mails and other documents obtained by The New Yorker reveal that, although Epstein was listed as “disqualified” in M.I.T.’s official donor database, the Media Lab continued to accept gifts from him, consulted him about the use of the funds, and, by marking his contributions as anonymous, avoided disclosing their full extent, both publicly and within the university. Perhaps most notably, Epstein appeared to serve as an intermediary between the lab and other wealthy donors, soliciting millions of dollars in donations from individuals and organizations, including the technologist and philanthropist Bill Gates and the investor Leon Black. According to the records obtained by The New Yorker and accounts from current and former faculty and staff of the media lab, Epstein was credited with securing at least $7.5 million in donations for the lab, including two million dollars from Gates and $5.5 million from Black, gifts the e-mails describe as “directed” by Epstein or made at his behest. The effort to conceal the lab’s contact with Epstein was so widely known that some staff in the office of the lab’s director, Joi Ito, referred to Epstein as Voldemort or “he who must not be named.”

    In a statement last month, M.I.T.’s president, L. Rafael Reif, wrote, “with hindsight, we recognize with shame and distress that we allowed MIT to contribute to the elevation of his reputation, which in turn served to distract from his horrifying acts. No apology can undo that.” Reif pledged to donate the funds to a charity to help victims of sexual abuse

    Epstein’s apparent role in directing outside contributions was also elided. In October, 2014, the Media Lab received a two-million-dollar donation from Bill Gates; Ito wrote in an internal e-mail, “This is a $2M gift from Bill Gates directed by Jeffrey Epstein.” Cohen replied, “For gift recording purposes, we will not be mentioning Jeffrey’s name as the impetus for this gift.” A mandatory record of the gift filed within the university stated only that “Gates is making this gift at the recommendation of a friend of his who wishes to remain anonymous.” Knowledge of Epstein’s alleged role was usually kept within a tight circle. In response to the university filing, Cohen wrote to colleagues, “I did not realize that this would be sent to dozens of people,” adding that Epstein “is not named but questions could be asked” and that “I feel uncomfortable that this was distributed so widely.” He wrote that future filings related to Epstein should be submitted only “if there is a way to do it quietly.” An agent for Gates wrote to the leadership of the Media Lab, stating that Gates also wished to keep his name out of any public discussion of the donation.

    Epstein, who socialized with a range of high-profile and influential people, had for years been followed by claims that he sexually abused underage girls. Police investigated the reports several times. In 2008, after a Florida grand jury charged Epstein with soliciting prostitution, he received a controversial plea deal, which shielded him from federal prosecution and allowed him to serve less than thirteen months, and much of it on a “work release,” permitting him to spend much of his time out of jail. Alexander Acosta, the prosecutor responsible for that plea deal, went on to become President Trump’s Secretary of Labor, but resigned from that post in July, amid widespread criticism related to the Epstein case. That same month, Esptein was arrested in New York, on federal sex-trafficking charges. He died from suicide, in a jail cell in Manhattan, last month.

    In the summer of 2015, as the Media Lab determined how to spend the funds it had received with Epstein’s help, Cohen informed lab staff that Epstein would be coming for a visit. The financier would meet with faculty members, apparently to allow him to give input on projects and to entice him to contribute further. Swenson, the former development associate and alumni coördinator, recalled saying, referring to Epstein, “I don’t think he should be on campus.” She told me, “At that point it hit me: this pedophile is going to be in our office.” According to Swenson, Cohen agreed that Epstein was “unsavory” but said “we’re planning to do it anyway—this was Joi’s project.” Staffers entered the meeting into Ito’s calendar without including Epstein’s name. They also tried to keep his name out of e-mail communication. “There was definitely an explicit conversation about keeping it off the books, because Joi’s calendar is visible to everyone,” Swenson said. “It was just marked as a V.I.P. visit.”

    Zuckerman began providing counsel to other colleagues who also objected. He directed Swenson to seek representation from the legal nonprofit Whistleblower Aid, and she began the process of going public. “Jeffrey Epstein shows that—with enough money—a convicted sex offender can open doors at the highest level of philanthropy,” John Tye, Swenson’s attorney at Whistleblower Aid, told me. “Joi Ito and his development chief went out of their way to keep Epstein’s role under wraps. When institutions try to hide the truth, it often takes a brave whistle-blower to step forward. But it can be dangerous, and whistle-blowers need support.”

    Questions about when to accept money from wealthy figures accused of misconduct have always been fraught. Before his conviction, Epstein donated to numerous philanthropic, academic, and political institutions, which responded in a variety of ways to the claims of abuse. When news of the allegations first broke, in 2006, a Harvard spokesperson said that the university, which had received a 6.5-million-dollar donation from him three years earlier, would not be returning the money. Following Epstein’s second arrest, in 2019, the university reiterated its stance. Many institutions attempted to distance themselves from Epstein after 2006, but others, including the M.I.T. Media Lab, continued to accept his money. When such donations come to light, institutions face difficult decisions about how to respond. The funds have often already been spent, and the tax deductions already taken by donors. But the revelations about Epstein’s widespread sexual misconduct, most notably reported by Julie K. Brown in the Miami Herald, have made clear that Epstein used the status and prestige afforded him by his relationships with élite institutions to shield himself from accountability and continue his alleged

    #MIT #Philanthropie #Joi_Ito #Jeffrey_Epstein

  • ak 650 : Da hilft nur Enteignung
    https://www.akweb.de/ak_s/ak650/25.htm

    Das Management des Berliner Wombat’s Hostels will lieber das profitable Haus schließen, als Mitarbeitervertretung und Tarifvertrag zu akzeptieren

    Von Elmar Wigand

    Hostels sind privatkapitalistische Jugendherbergen, cool designt und auf alternativ gestylt. Sie lösen seit einiger Zeit die verstaubten, bürokratisch erstarrten Jugendherbergen und Naturfreundehäuser der Arbeiterbewegung und Wandervögel ab, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet hatten.

    Die ersten Backpacker-Hostels entstanden mit der Hippie-Bewegung der 1960er Jahre in Indien und Südostasien. In Europa breiteten sich Hostels seit Anfang der 1990er Jahre im Kontext der Ballermannisierung früherer Szenestadtteile aus. Ihr Aufstieg ist untrennbar verbunden mit der Liberalisierung des EU-Flugverkehrs ab 1997, die einen Markt für Billigairlines nach US-amerikanischem Vorbild schuf, sowie der Durchsetzung des »besten Niedriglohnsektors Europas« (Gerhard Schröder) durch die Hartz-Gesetze der rot-grünen Bundesregierung ab 2003. Die wachsende Masse sowohl an Tourist*innen als auch Niedriglöhner*innen bereiteten den Boden für Profite, die smarte Jung-Unternehmer und Investoren auf den Plan riefen.

    Das Wombat’s City Hostel in Berlin-Mitte schreibt seit vier Jahren Geschichte. Es ist das erste Hostel in Deutschland, dessen Belegschaft im Jahr 2015 einen Betriebsrat gründen und 2018 mit mehreren fantasievollen Streikaktionen einen Tarifvertrag der Gewerkschaft NGG erkämpfen konnte. Die Inhaber inszenierten und eskalierten dagegen einen kostspieligen, nervenaufreibenden Kleinkrieg in Gerichtssälen, Hotelfluren und auf der Straße. Das Management setzte spezialisierte Fertigmacher ein, zuletzt den Rechtsanwalt Tobias Grambow von der Hamburger Kanzlei Buse Heberer Fromm, um diese Organisierung zu brechen. Zu den Methoden gehörten die Anfechtung der Betriebsratswahl, Kündigungsversuche gegen Gewerkschafter*innen und Betriebsratsmitglieder, Austausch der Belegschaft durch Nichtverlängerung sachgrundlos befristeter Verträge, Auslagerung des Putzteams, Drohungen gegen Streikende und sexuelle Belästigungen.

    Anfang März 2019 sprühten Personalverantwortliche - vermutlich zugedröhnt nach einer eskalierten Party im Hostel - obszöne Penis-Bilder und Anti-Betriebsratsparolen auf die Straße vor dem Wombat’s. Bild Berlin berichtete darüber und blamierte damit öffentlich das Management. Widerstand, Geschlossenheit und Beliebtheit der Wombat’s-Gewerkschafter*innen wuchsen in den vergangenen Monaten beständig. So versammeln sich bei Protesten regelmäßig Beschäftigte aus verschiedenen Berliner Betrieben, die gegen Lohndumping und Auslagerungen sowie für die Wiedereingliederung ihrer Arbeitsplätze kämpfen, etwa von der Charité, dem Botanischen Garten, den Berliner Verkehrsbetrieben, den Taxi-Fahrer*innen gegen Uber und Co. oder dem Anne-Frank-Zentrum.
    Verfassungsrechtliche Dimension

    Der Fall ragt zudem inzwischen weit über Berlin hinaus und hat verfassungsrechtliche Dimensionen. Als letztes Mittel will das Management nämlich das wirtschaftlich kerngesunde Hostel zum 31. August 2019 schließen. Seit dieser Entscheidung ist das Wombat’s Berlin zu einem Präzedenzfall geworden. Hier verstoßen skrupellose Unternehmer ganz unverhohlen gegen das in Artikel 14 des Grundgesetzes festgeschriebene Gebot »Eigentum verpflichtet«. Die Aktion gegen Arbeitsunrecht, in der mehrere Wombats-Aktivist*innen organisiert sind, fordert daher ein Gesetz, das die Sozialisierung von Unternehmen regelt, die von ihren Besitzern wider betriebswirtschaftliche Vernunft mutwillig zerstört werden sollen, um demokratische Grundrechte und Tarifverträge zu schleifen. Die Initiative fordert auch ein Vorkaufsrecht für Belegschaften, denen ihr Betrieb unter dem Hintern weg verkauft werden soll.

    Dieses Modell eines Workers Buy-out (WBO) existiert seit 1985 beispielsweise in Italien mit dem Macorca-Gesetz: Dort können Belegschaften, die durch aggressive Verkaufsmanöver oder herbeigeführte Pleiten von Arbeitslosigkeit bedroht sind, ihren Betrieb mit vergünstigten staatlichen Krediten kaufen und als Kooperative betreiben. Die Idee des Workers Buy-out erfreut sich derzeit auch in den USA wachsender Beliebtheit. Zu prüfen wären darüber hinaus Steuervergünstigungen für Genossenschaften und sozialverträgliche, tarifgebundene Unternehmen.
    Übernahme in Eigenregie

    Wer glaubt, es handele sich bei Wombat’s um einen krassen Einzelfall, der irrt. Die Liste der Firmen, die sich ähnlicher Methoden bedienen, ist lang: Burger King, OBI, die Reha-Kette Median, XxxLutz, Zara, der Betonteile-Hersteller KMB aus Marsberg oder der Düsseldorfer Bauunternehmer Otto Bach, der zur Kliemt Gruppe gehört. Sie alle haben Unternehmensteile zwecks Union Busting geschlossen oder komplette Belegschaften entlassen. Die Dunkelziffer ist in der zersplitterten Auslagerungs- und Subunternehmer-Ökonomie, in der Pleiten zum Alltag gehören und leicht herbeigeführt werden können, vermutlich riesig.

    Es wird Zeit, dass wir Strategien entwickeln, um sozialschädliche, kriminelle Unternehmer effektiv in die Schranken zu weisen. Dazu gehört sicher die konkrete Utopie der Übernahme in Eigenregie, wie sie nun auch unter den Kolleg*innen von Wombat’s diskutiert wird.

    Elmar Wigand ist Publizist und lebt in Köln. Er ist Pressesprecher der aktion ./. arbeitsunrecht.

    #Berlin #Solidarität #Tourismus #Mitte #Alte_Schönhauser_Straße #Arbeitskampf

  • Letter regarding Jeffrey Epstein and MIT | MIT News
    http://news.mit.edu/2019/letter-regarding-jeffrey-epstein-and-mit-0822

    Et bien, si toutes les institutions pratiquaient ainsi (notamment celles qui ont reçu des don de la famille sackler) on avancerait sur le pouvoir extraordinaire donné aux riches d’influencer la recherche et la culture.

    Last and most importantly, to Jeffrey Epstein’s victims, on behalf of the MIT administration, I offer a profound and humble apology. With hindsight, we recognize with shame and distress that we allowed MIT to contribute to the elevation of his reputation, which in turn served to distract from his horrifying acts. No apology can undo that. In response, we will commit an amount equal to the funds MIT received from any Epstein foundation to an appropriate charity that benefits his victims or other victims of sexual abuse.

    #Epstein #MIT #Philanthropie