»Warmes Licht und kühles Bier« - Berliner Zentrum Industriekultur
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Harte Arbeit macht durstig! Die Fahrradroute »Warmes Licht und kühles Bier« führt zu beeindruckenden Schauplätzen und Orten der Elektroindustrie und den überraschend vielen Brauereien auf dem Prenzlauer Berg. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
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Werner von Siemens gründet 1847 in einer Hinterhofwerkstatt seine erste Firma. Siemens elektrotechnische Erfindungen befeuern die aufstrebende Elektroindustrie. Berlin wird zur Elektropolis. Größter Konkurrent ist die AEG, die am Humboldthain ab 1894 eine imposante Fabrikstadt errichtet. Die eindrucksvollen Bauten der Elektroindustrie verändern das Gesicht der Stadt, anfangs im Baustil des kaiserlichen Historismus, später im Stil der Neuen Sachlichkeit.
In die pulsierende Metropole strömen Arbeiter:innen aus Pommern und Schlesien. Auch der Durst der ständig wachsenden Bevölkerung steigt. Innovative Braumeister wittern ihre Chance und brauen Bier mit neuen industriellen Methoden. Die Hanglage des Prenzlauer „Bergs“ begünstigt den Bau von Kellergewölben für die Lagerung. Mehr als ein Dutzend Brauereien entstehen alleine in diesem Stadtteil und machen die Elektropolis Berlin auch zur Brauereimetropole.
Die Fahrradroute „Warmes Licht und kühles Bier“ ist seit Anfang 2026 beschildert. Unser Logo mit weißem Blitz auf rotem Grund weist Ihnen den Weg quer durch die Stadt.
Stadt.
Wegebeschaffenheit
Wegebeschaffenheit der Radroute" class="route-info-image
AEG-Apparatefabrik
Ausgangspunkt der Elektroindustrie
AEG-Apparatefabrik, roter Backsteinbau
Fensterfront der AEG-Apparatefabrik
Die AEG-Apparatefabrik an der Ecke Feldstraße/Ackerstraße in Berlin-Wedding. | © Berliner Unterwelten e.V., Foto: Holger Happel
Emil Rathenau gründet 1883 die spätere „Allgemeine Elektricitäts Gesellschaft (AEG)“. In den folgenden Jahrzehnten steigt die AEG zu einem Weltkonzern der Elektrotechnik auf. Ab 1888 produziert das Unternehmen in der neuen AEG-Apparatefabrik zukunftsweisende Haushaltsgeräte und elektrotechnisches Material. Die Fassade des damaligen Neubaus an der Ackerstraße gestaltet Franz Schwechten, „Hofarchitekt“ von Kaiser Wilhelm II. Florale Verzierungen schmücken die Außenseite des Gebäudes. Eine aufgehende Sonne steht dabei symbolhaft für die aufstrebende Elektroenergie.
Die Produktionsfläche reicht jedoch bald nicht mehr aus. Bereits 1894 kauft die AEG deswegen einen Teil des benachbarten Schlachthofgeländes. Hier am Humboldthain entsteht in den folgenden Jahren eine regelrechte Fabrikstadt der AEG. Ein Tunnel verbindet beide Standorte.
Im Gebäude der AEG-Apparatefabrik in der Ackerstraße befindet sich inzwischen das Institut für Lebensmitteltechnologie der TU Berlin.
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Adresse
Ackerstraße 76
13355 Berlin-Gesundbrunnen
Industriekultur erleben
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
Führungen der Berliner Unterwelten e.V im AEG-Tunnel
Die AEG-Apparatefabrik in der Denkmaldatenbank
AEG-Humboldthain
Imposante Fabrikstadt
AEG-Humboldthain, Backsteingebäude mit Kran
AEG-Humboldthain, Fassadenansicht von der Straße
AEG-Humboldthain, Montagehalle
AEG-Humboldthain: das weitläufige Gelände mit Gewerbe und Forschung hat seinen industriellen Charme erhalten. | © GSG Berlin
Motoren, Maschinen, Eisenbahnmaterial und elektrische Geräte: die AEG-Humboldthain produziert von 1894 bis in die 1980er Jahre.
1894 muss das schnelle wachsende Unternehmen AEG neue Flächen für die Produktion schaffen. Unweit der AEG-Apparatefabrik in der Ackerstraße entsteht daher nach und nach eine imposante Fabrikstadt am Humboldthain. Die Architektur der beiden Standorte unterscheidet sich jedoch deutlich. Die Fassade der Apparatefabrik schmücken florale Elemente und aufwendige Verzierungen. Am neuen Standort Humboldthain setzen Architekten wie Peter Behrens hingegen auf eine neue Architektursprache. Besonders beeindruckend ist die monumentale Montagehalle für Großmaschinen im Stil der Neuen Sachlichkeit. Ohne Ornamente, stattdessen mit strengen und klaren Formen, repräsentiert die Architektur der Montagehalle die industrielle Produktion im Inneren.
1984 schließt der Standort AEG-Humboldthain und etliche Gebäude werden abgerissen. Das „Beamtentor“, gestaltet von Franz Schwechten, ist der ehemalige Eingang zum Gelände. Heute etwas verloren zwischen Neubauten in der Brunnenstraße 107 a, ziert das Denkmal ein Zahnrad als Symbol der Industrie. In den verbliebenen denkmalgeschützten Fabrikgebäuden sind u.a. ein Gründerzentrum, Medienunternehmen und die TU Berlin untergebracht. Noch immer verbindet ein Tunnel die Standorte Apparatefabrik und Humboldthain miteinander. Touren durch den AEG-Tunnel bietet inzwischen der Berliner Unterwelten e.V. an.
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Adresse
Brunnenstraße, Gustav-Meyer-Allee, Voltastraße, Hussitenstraße
13355 Berlin-Gesundbrunnen
Kontakt
rent@amplifier.berlin
Tel.: 030 84853855
www.amplifier.berlin/
Industriekultur erleben
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
„AEG-Humboldthain“ in der Denkmaldatenbank
„AEG-Humboldthain“ bei VisitBerlin
Best of
Produktion damals und heute
AEG-Tunnel
Deutschlands ältester U-Bahntunnel
Spärlich beleuchteter runder Tunnel mit Backsteinwänden
Produktion von Munition im AEG-Tunnel
Gebäude und Kran auf AEG Hof Humboldthain
AEG-Tunnel mit Schienen und Treppen
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Schon 1894 entstand der AEG-Tunnel zu Versuchszwecken. | © Berliner Unterwelten e.V., Foto: Holger Happel
Der AEG-Tunnel gilt als Vorläufer der Berliner U-Bahn. Ende des 19. Jahrhunderts werden die Straßen immer voller. Deshalb entbrennt in Berlin ein Wettstreit um neue Verkehrsmittel. Die AEG baut 1894 einen Tunnel nach dem Vorbild der Londoner U-Bahn, der ersten U-Bahn der Welt. Die 295 m lange Versuchsstrecke verbindet die Fabrikstandorte der AEG in der Ackerstraße und am Humboldthain. Arbeiterinnen und Arbeiter fahren mit elektrischen Zügen von A nach B und auch schwere Güter werden so transportiert. Dieser Versuchstunnel gilt heute als erster U-Bahn-Tunnel Deutschlands.
Den Zuschlag für den U-Bahnbau erhält allerdings Siemens mit dem preiswerteren Konzept einer Hochbahn. Ab 1902 rollen in Berlin die ersten Züge. Der AEG-Tunnel ist betriebsintern und zu Testzwecken weiterhin in Betrieb. Im Ersten Weltkrieg nutzt die AEG den Tunnel als Produktionsstandort für Munition, im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzraum für die Werksangehörigen. Anfang der 1980er-Jahre werden die AEG-Fabriken am Humboldthain nach und nach geschlossen. 1984 ist endgültig Schluss, in der Folgezeit werden Teile der ehemaligen Fabrikstadt abgerissen. Der Tunnel steht zeitweilig unter Wasser.
Die verbliebenen Gebäude sind heute denkmalgeschützt. Neues Leben ist eingezogen, beispielsweise ein Gründerzentrum, Gewerbebetriebe und Medienunternehmen. Dem Berliner Unterwelten e. V. gelingt es ab 2016, den Tunnel instand zu setzen und das historische Gleisbett freizulegen. Seitdem steigen Besucherinnen und Besucher bei geführten Touren hinab in den „ersten U-Bahntunnel Deutschlands“.
Ein Meilenstein der Berliner Industriegeschichte widmet sich der Entstehung des Berliner Nahverkehrs.
Adresse
Voltastraße 5-6
(Hof neben Treppe 12.1)
13355 Berlin-Gesundbrunnen
Kontakt
Tel.: 030/49 91 05-17
info@berliner-unterwelten.de
www.berliner-unterwelten.de
Anfahrt
U-Bahn: U8 (Haltestelle Voltastraße)
Öffnungszeiten
Nur im Rahmen einer Führung zugänglich.
Eintritt
17,00 €
Termine und Tickets im Online-Shop erhältlich, kein Ticketverkauf vor Ort.
tickets.berliner-unterwelten.de
Führungen
Öffentliche Führungen nur für Personen ab 14 Jahren.
Festes Schuhwerk ist notwendig, warme Kleidung wird empfohlen.
www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/der-aeg-tunnel
Barrierefreiheit
Nicht barrierefrei zugänglich
Industriekultur erleben
Schauplätze
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Mitmachangebot: Erwachsene
Wissenswertes
AEG am Humboldthain in der Denkmaldatenbank
Best of
Krieg und FriedenTransport und Verkehr
Brauerei Groterjan
Malzbier und Jugendstil
Außenansicht der Brauerei Groterjan in Prenzlauer Berg
Villa der Brauerei Groterjan, Fassadenansicht
Heute wird die ehemalige Brauerei Groterjan gewerblich genutzt. | © bzi, Foto: Anja Liebau
Malzbierspezialitäten sind Ende des 19. Jahrhunderts das Kerngeschäft der kleinen Brauerei Groterjan in Berlin-Prenzlauer Berg. Der Braumeister Christoph Groterjan lässt sich 1894 das Rezept dafür patentieren. Malzbier gehört zu den obergärigen Bieren, wie auch die Berliner Weiße. Diese Biere lassen sich damals nicht lange lagern, weil sie schnell verderben. Anders als die untergärigen Biere, die Bairischen Biere. Sie lassen sich gut lagern und industriell herstellen, wie beispielsweise in der Pfefferberg-Brauerei.
Zum Brauereibetrieb bei Groterjan gehört ab 1897 ein typischer Berliner Festsaal mit Kegelbahn sowie ein Biergarten. Dort, auf dem Gelände einer ehemaligen Eisengießerei nah an der Schönhauser Allee, ist Platz für 1.500 Gäste. Der Schank- und Gaststättenbetrieb soll den Bierkonsum in der Brauerei Groterjan ankurbeln und für Umsatz sorgen.
In unmittelbarer Nachbarschaft, in der Milastraße 1, errichtet der Braumeister 1907 seine architektonisch ambitionierte Villa als Wohn- und Verwaltungsgebäude. Bereits ein Jahr später geht der Gaststättenbetrieb in Konkurs. 1927 ziehen die „Mila-Lichtspiele“ dort ein, von 1966 bis 1990 probt dann die „Volksbühne“ am Rosa-Luxemburg-Platz in dem freien Saalbau.
Die Groterjan Brauerei fusioniert 1914 mit der Weißbierbrauerei Gebhardt AG und zieht im selben Jahr an deren Standort in Wedding um – denn dieses Grundstück lässt sich noch erweitern. In den alten Brauereigebäuden in Prenzlauer Berg produziert zuerst eine Schokoladen-, dann eine Brotfabrik. 1961 geht die Brauerei Groterjan in der Schultheiss-Gruppe auf, 1978 wird letztmalig Groterjan abgefüllt.
Nach einer umfassenden Sanierung in den 1990er-Jahren gibt es auf dem alten Brauereigelände in der Milastraße unter anderem ein Möbelgeschäft. In der ehemaligen Villa Groterjan empfängt heute ein Restaurant seine Gäste.
Adresse
Milastraße 1–4
10437 Berlin-Prenzlauer Berg
Industriekultur erleben
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
Die Brauerei Groterjan bei Zeitreisen
Die Brauerei Groterjan in der Denkmaldatenbank
Best of
Bier und Brot
Deutsches Technikmuseum
Mensch und Technik
Beleuchtete Buchstaben vor Technik Museum
Oldtimer in Ausstellung Mensch in Fahrt
Backsteingebäude im Park des Technikmuseums
Mädchen beim Papierschöpfen im Technikmuseum Berlin
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Der große Schriftzug „Technik Museum“ weist den Weg in die Ladestraße. | © SDTB, Foto: Henning Hattendorf
Wie entsteht Papier? Was ist eine Setzmaschine? Und warum braucht man Unterseekabel für ein funktionierendes Internet? Ein Besuch im Deutschen Technikmuseum ist eine Entdeckungsreise durch die Kulturgeschichte der Technik. Schauvorführungen, Mitmach-Angebote und die Experimentierstationen im Science Center Spectrum machen den Museumstag zum Erlebnis. Wer dann eine Pause braucht, stärkt sich in einem der Museumscafés in historischem Ambiente.
Darüber hinaus ist der Museumspark des Deutschen Technikmuseums zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Überwachsene Gleisanlagen, zwei Ringlokschuppen mit Drehscheiben und ein weithin sichtbarer Wasserturm erinnern an das ehemalige Bahnbetriebswerk Anhalter Bahnhof. Laut, betriebsam und der Himmel voller Dampf – so sieht das Gelände um 1900 aus. Das Areal gehört damals zu einem der größten Verkehrsknotenpunkte Berlins. Als „Landschaft aus Eisen und Stahl“ beschreibt der Schriftsteller Joseph Roth 1924 das Gebiet um den U-Bahnhof Gleisdreieck. Im Zweiten Weltkrieg werden jedoch viele Gebäude und Anlagen zerstört. Nach dem Krieg folgt die Teilung der Stadt und der in West-Berlin gelegene Anhalter Bahnhof versinkt schließlich in einen Dornröschenschlaf.
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Adresse
Trebbiner Str. 9
10963 Berlin
Kontakt
Tel.: 030/43 97 34-0
Mail an: info@technikmuseum.berlin
www.technikmuseum.berlin
Anfahrt
U-Bahn: U1, U3, U7 (Haltestelle Möckernbrücke), U1, U2, U3 (Haltestelle Gleisdreieck)
S-Bahn: S1, S2, S25, S26 (Haltestelle Anhalter Bahnhof)
Öffnungszeiten
Di. bis Fr.: 9.00 bis 17.30 Uhr
Sa., So. und Feiertage: 10.00 bis 18.00 Uhr
Montag geschlossen
Eintritt
Online-Ticket:
15 € | ermäßigt 9 €
Ticket vor Ort:
17 € | ermäßigt 11 €
Bis 18 Jahre kostenfrei und
jeden Freitag ab 13 Uhr frei für alle.
Führungen
Sa., So. und mit Anmeldung
Täglich Vorführungen
Barrierefreiheit
Eingeschränkt
www.technikmuseum.berlin/besuch/barrierefreiheit
ERIH-Mitglied
Deutsches Technikmuseum bei ERIH
Industriekultur erleben
Schauplätze
Fahrradroute: Eisenbahn und Landebahn
Fahrradroute: Innovation und Eleganz
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Mitmachangebot: Erwachsene
Mitmachangebot: Kinder und Familien
Mitmachangebot: Schulen
Wissenswertes
Bahnbetriebswerk Anhalter Bahnhof in der Denkmaldatenbank
Best of
Produktion damals und heuteTransport und Verkehr
E-WERK Berlin
Umspannwerk und Techno-Club
Schaltwarte im Hof des E-Werk aus rotem Backstein
Halle im E-Werk
Der heute als E-Werk bekannte Gebäudekomplex hat schon einige Nutzungs- und Umbauphasen erlebt. | © Foto: Andreas Muhs
Das heute als E-WERK bekannte Gebäude hat in seiner über 100-jährigen Geschichte einige Nutzungs- und Umbauphasen erlebt. Bereits kurz nach dem Bau platzt das Kraftwerk aus allen Nähten. 1885 an der Mauerstraße in Mitte erbaut ist es das Zweite seiner Art in Berlin. Das erste Kraftwerk entsteht nur ein Jahr zuvor am Gendarmenmarkt.
Berlin ist Ende des 19. Jahrhunderts eine wachsende Stadt. Der stetig steigende Stromverbrauch erfordert neue Lösungen. Um Strom speichern zu können, kommt 1898 ein fünfgeschossiges Speichergebäude dazu. Erst die neue Drehstromtechnik erlaubt es, Strom am Stadtrand zu erzeugen und fast verlustfrei in die Stadt zu leiten. Das Kraftwerk in der Mauerstraße wird um ein Umspannwerk ergänzt. Dieses spannt den hochgespannten Strom aus den Fernleitungen auf niedrigere Voltzahlen um. Der Architekt Hans Heinrich Müller verbindet beim Umbau des Werkes zwischen 1924 und 1928 Funktionalität und Ästhetik. Die neue zentrale Schaltwarte im Hof ist stilprägend. Sie ist rund und in der Höhe gestaffelt.
Das Mitte der 1980er-Jahre stillgelegte Gelände erlebt nach der Wende seine Wiederentdeckung. Der Ort ist damals unter dem Namen „E-Werk“ als Techno-Club weit über Berlins Grenzen bekannt. Nach jahrelanger Sanierung öffnet das Gelände 2006 wieder. Bis 2024 dient das ewerk als Eventlocation, Wohn- und Arbeitsstätte. Seit 2025 ist das E-WERK ein exklusiver Bürostandort. Eine kleine Gleichrichterstation übernimmt auch heute noch teilweise die Stromversorgung der U-Bahn.
Seit Anfang 2026 nutzt die „Stiftung Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen“ das E-Werk als temporäres Zwischenquartier. Mit »Screentime« verwandelt die Kinemathek die historische Halle in einen großflächig inszenierten Medienraum. Gezeigt werden dort experimentelle Ausstellungen, kuratierte Filmreihen, Produktionen aus dem Fernseharchiv sowie das Festival Film Restored.
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Adresse
Mauerstr. 78-80
10117 Berlin-Mitte
Kontakt
www.e-werk.berlin/
Industriekultur erleben
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
Umspannwerk Buchhändlerhof in der Denkmaldatenbank
E-WERK Berlin bei Wikipedia
Programm „Screentime"“ der Deutschen Kinemathek
Best of
Strom und Energie
Gasometer Fichtestraße (Fichtebunker)
Der letzte seiner Art
Eingang zum runden Fichtebunker und Gasometer Fichtestraße
Türen mit Schatten im Fichtebunker Fichtestraße
Treppe und Registratur im Fichtebunker Fichtestraße
Nummern an der Wand im Fichtebunker Fichtestraße
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Die Fassade des ehemaligen Gasometers Fichtestraße hat sich im letzten Jahrhundert kaum verändert. | © bzi, Foto: Florian Rizek
Der Gasometer Fichtestraße ist der älteste Gasbehälter, der in Berlin erhalten ist. Eine Erkundung durch das Innere des runden Backsteinbaus führt Neugierige in die Zeit der Industrialisierung Berlins und auf eine Reise durch 200 Jahre Stadtgeschichte.
1826 erhellen die ersten Gaslaternen das nächtliche Berlin. In den folgenden 20 Jahren baut ein Londoner Unternehmen die Straßenbeleuchtung stetig aus. Mitte des 19. Jahrhunderts übernimmt die Stadt die öffentliche Beleuchtung. Gas findet zunehmend auch in Privathaushalten Verwendung, deshalb steigt die Zahl der Gasanschlüsse auch mit der wachsenden Bevölkerung. Die städtischen Gaswerke Berlins entwickeln sich zum größten Gasversorger Europas. Die Gasanstalten produzieren kontinuierlich Gas, die Abnahme durch die Verbraucher aber schwankt. Deshalb müssen ausreichend Speicherbehälter zur Verfügung stehen. Auf freiem Feld entstehen in der Nähe der Hasenheide dazu ab 1874 vier nahezu baugleiche Gasbehälter aus Backstein. Der erhaltene Gasometer in der Fichtestraße entsteht 1883/84. Gleichzeitig beginnt die Elektrifizierung Berlins, deshalb verliert der Gasspeicher schon in den 1930er-Jahren seine Funktion.
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Adresse
Fichtestraße 6
10967 Berlin-Kreuzberg
Kontakt
Tel.: 030/49 91 05-17
info@berliner-unterwelten.de
www.berliner-unterwelten.de
Anfahrt
U-Bahn: U7 (Haltestelle Südstern)
Bus: M41 (Haltestelle Körtestraße)
Öffnungszeiten
Nur im Rahmen einer Führung zugänglich.
Eintritt
17 €, ermäßigt 13 €.
Termine und Tickets im Online-Shop erhältlich, kein Ticketverkauf vor Ort.
tickets.berliner-unterwelten.de
Führungen
Die öffentlichen Führungen sind nicht für Kinder unter 7 Jahren geeignet.
Festes Schuhwerk ist notwendig, warme Kleidung wird empfohlen.
www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/oeffentliche-fuehrungen/fichtebunker-kreuzberg
Barrierefreiheit
nicht barrierefrei zugänglich
ERIH-Mitglied
Gasometer Fichtestraße bei ERIH
Industriekultur erleben
Schauplätze
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Mitmachangebot: Erwachsene
Mitmachangebot: Schulen
Wissenswertes
Der Gasometer Fichtestraße in der Denkmaldatenbank
Der Gasometer Fichtestraße bei Wikipedia
Best of
Krieg und FriedenStrom und Energie
Historischer Hafen Berlin
Berlin ist aus dem Kahn gebaut
Historischer Hafen Berlin-Brandenburg
Ausstellung im Schiff Historischer Hafen Fischerinsel
Dampfschiff im Historischen Hafen Fischerinsel mit Fernsehturm
Dampfschiff Restaurant im Historischen Hafen Fischerinsel
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Im Historischen Hafen ist anfassen erlaubt, aber es könnte ölige Finger geben. | © Berlin-Brandenburgische Schifffahrts-gesellschaft e.V. Historischer Hafen
Während eines Spaziergangs entlang der Fischerinsel in Berlin-Mitte stoßen Flaneure auf ein maritimes Kleinod. Zwischen der Mühlendammschleuse und dem Märkischen Museum befindet sich der Historische Hafen Berlin. Alte Dampfschlepper, historische Maßkähne und typische Fahrgastschiffe des 20. Jahrhunderts liegen hier vor Anker.
Bereits im Mittelalter gibt es im historischen Zentrum Berlins erste Anlegestellen für den Warenverkehr. 1298 beurkundet der brandenburgische Landesherr Markgraf Otto V. schließlich die Erhebung eines Berliner Zolls, den Schifffahrtsverkehr und den Hafenbetrieb. Auch in den darauf folgenden Jahrhunderten bleiben die Wasserstraßen die wichtigsten Verkehrswege für den Waren- und Gütertransport. Mit Dampfschleppern und Maßkähnen kommen Anfang des 20. Jahrhunderts auch die so dringend benötigten Ziegel für den Wohnungsbau aus Brandenburg nach Berlin. Kohle aus der Lausitz und aus Schlesien sorgt für Wärme und Strom.
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Adresse
Märkisches Ufer
10179 Berlin-Mitte
Kontakt
hafenmeister@historischer-hafen-berlin.de
www.historischer-hafen-berlin.de
Anfahrt
U-Bahn: U2 (Haltestelle Märkisches Museum)
S-Bahn: S3, S5, S7, S9 (Haltestelle Jannowitzbrücke)
Eintritt
Eintritt frei, Spenden willkommen
Führungen
Nach Vereinbarung
Barrierefreiheit
Nein
ERIH-Mitglied
ja
Industriekultur erleben
Geheimtipps
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
Der historische Hafen bei Wikipedia
Best of
Transport und Verkehr
Hochbahnanlage Schönhauser Allee
Vom Magistratsschirm zum Viadukt
Hochbahn der U-Bahnlinie U2, Schönhauser Allee
Hochbahn mit U-Bahn an der Schönhauser Allee
Die U-Bahnstation Eberswalder Straße an der Linie U2. | © tic, Foto: Friedel Kantaut etc.
Kurios: An der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg fährt die U-Bahn als oberirdische Hochbahn auf einem Viadukt. Um technische Probleme beim Bau von Tunneln unter der Spree und Häuserzeilen zu vermeiden, entscheidet sich der Magistrat von Berlin 1913 nicht für eine Untergrundbahn, sondern für die preiswertere Hochbahn. Diese Hochbahn auf Stelzen verläuft parallel zur Straße und schafft eine weitere Verkehrsebene.
Das technisch elegante Werk des U-Bahn-Architekten Alfred Grenander trägt damals den Spitznamen „Magistratsschirm“. Die Hochbahn über der Schönhauser Allee ist wie ein aufgespannter Schirm, unter dem die Berlinerinnen und Berliner wettergeschützt flanieren können. Proteste wegen Erschütterungen in den Häusern, Geschäftsschädigung, Lärmbelästigung und Fahrpreiserhöhungen sorgen anfangs für Unmut. Inzwischen steht die Berliner Hochbahn unter Denkmalschutz und ist aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.
Adresse
von U-Bhf. Schönhauser Allee bis U-Bhf. Eberswalder Straße
Industriekultur erleben
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
Die Hochbahnanlage in der Denkmaldatenbank
Die U-Bahnlinie U2 bei Wikipedia
Best of
Transport und Verkehr
Höfe am Südstern
Kreuzberger Mischung
Höfe am Südstern mit Fassadengestaltung
Die asymmetrische, malerische Fassade fügt sich gut in den stark begrünten Straßenzug an der Hasenheide ein. | © bzi, Foto: Anja Liebau, 2021
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts strömen Menschen aus dem gesamten Deutschen Reich in die Hauptstadt Berlin, auf der Suche nach Arbeit. Die Stadt muss schnell neuen Wohnraum schaffen und stampft blockweise Häuser aus dem Boden. Eine Bauweise um 1900 ist die „Kreuzberger Mischung “, d. h. im Haus wird gewohnt und gearbeitet. Ein Beispiel für diese Mischnutzung sind die Höfe am Südstern.
Das Gebäude hat zur Straßenseite hin eine prunkvolle Fassade, weil im Vorderhaus die Mittelklasse wohnt. Die repräsentativen Wohnungen haben oftmals eine winzige Mädchenkammer und einen Dienstbotenaufgang. Im Hinterhaus wiederum siedelt sich Gewerbe an. Es ist keine Seltenheit, dass in den Hinterhöfen auch Pferde- und Kuhställe untergebracht sind. Die Kühe versorgen die Bewohnerinnen und Bewohner der Höfe mit frischer Milch. Ein Kühlsystem gibt es zu der damaligen Zeit nicht.
In den „Höfen am Südstern“ ist in einem der Seitenflügel der alte Pferdestall noch erhalten. Heute sind die Gewerbehöfe eine renommierte Adresse für Firmen aller Art.
Adresse
Hasenheide 54
10967 Berlin-Kreuzberg
Industriekultur erleben
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
Höfe am Südstern in der Denkmaldatenbank
Best of
Produktion damals und heute
Kraftwerk Berlin und Heizkraftwerk Mitte
Energieversorgung im Wohngebiet
Kraftwerk Mitte an der Spree
Große Halle, Party im Kraftwerk Berlin
Der Gebäudekomplex des Kraftwerks Mitte liegt direkt an der Spree. | © bzi, Foto: Florian Rizek
Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 benötigt die Hauptstadt der DDR eine eigene, gesicherte Energieversorgung. Das Heizkraftwerk Berlin-Mitte geht noch im gleichen Jahr in Betrieb und ist lange Zeit das wichtigste Kraftwerk Ostberlins. Neben den umliegenden Wohnungen erhalten auch der Alexanderplatz, die Charité und das Staatsratsgebäude der DDR Wärme und Elektrizität. 1996 löst ein benachbarter Neubau das alte Kraftwerk ab. Anschließend steht es einige Jahre lang leer. 2006 zieht im südlichen Trakt der legendäre Techno-Club „Tresor“ ein. Der Club befand sich zuvor im Tresorraum des ehemaligen Kaufhauses Wertheim am Leipziger Platz.
Der riesige Komplex mit zahlreichen Erweiterungsbauten dient heute noch zum Teil der Energieerzeugung. Seit 2010 bietet das „Kraftwerk Berlin“ mit seiner 100 Meter langen Turbinenhalle Raum für Ausstellungen und Veranstaltungen. Mit ihrer mächtigen Erscheinung prägen das alte und neue Kraftwerk Mitte noch heute die umgebende Stadtlandschaft an der Spree.
Adresse
Köpenicker Straße 70
10179 Berlin-Mitte
Kontakt
www.kraftwerkberlin.de
contact@kraftwerkberlin.de
Tel.: 030 2300 5100
Industriekultur erleben
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
Website der Eventlocation Kraftwerk Berlin
Das Heizkraftwerk Mitte bei Wikipedia
Das Kraftwerk Berlin bei Wikipedia
Best of
Strom und Energie
KulturBrauerei
Kühles Bier aus tiefen Kellern
Hof der KulturBrauerei mit Museum
Turm der Kulturbrauerei an Straßenecke
Infos auf Smartphone bei der KulturBrauerei
Gang im Keller der KulturBrauerei
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Die Schrift an den Gebäuden verrät, wo einst Garage, Ställe und Umkleidekabinen untergebracht waren. | © bzi, Foto: Katharina Hornscheidt
Von der U-Bahnstation Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg strömen Nachtschwärmer in die KulturBrauerei. Schon von weitem tönen tiefe Bässe aus den verschiedenen Clubs auf dem 25.000 m² Areal. In der Nacht und auch am Tag ist die KulturBrauerei ein Ort zum Essen, Trinken und Tanzen. Das Museum zum Alltag in der DDR, ein Kino und ein Fahrradverleih runden das kulturelle Angebot ab.
1853 übernimmt Jobst Schultheiss eine bayrische Bierbrauerei und den dazugehörigen Lagerkeller in der Schönhauser Allee. Er gibt dem Unternehmen seinen Namen und wird schließlich zu einem der erfolgreichsten Bierbrauer in Berlin. Als Richard Roesicke die Brauerei 1864 übernimmt, behält er nicht nur den Braumeister, sondern auch den eingeführten Namen der Brauerei bei. Durch den Zusammenschluss mit weiteren Unternehmen entwickelt sich die Schultheiss-Brauerei schließlich zur größten Brauerei Deutschlands.
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Adresse
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin-Prenzlauer Berg
Kontakt
Tel.: 030/44 35 21 70
info@tic-berlin.de
www.kulturbrauerei.de
Anfahrt
U-Bahn: U2 (Haltestelle Eberswalder Straße o. Senefelderplatz)
Tram: M1, M10, M12 (Haltestelle Eberswalder Straße)
Nachtbus: N52 (Haltestelle Eberswalder Straße)
Öffnungszeiten
Gelände rund um die Uhr zugänglich
Touristeninfo (Sudhaus, Haus 2):
Di. bis So. 12:00 bis 17:30 Uhr (Öffnungszeiten können saisonal abweichen)
Eintritt
Gelände frei zugänglich
Kultureinrichtungen siehe Website
Führungen
Kostenloses Guidesystem für mobile Endgeräte
Führungen auf Anfrage, kostenpflichtig
berlinonbike.de/alle-touren/kulturbrauerei-fuhrung/
Barrierefreiheit
Eingeschränkt
ERIH-Mitglied
KulturBrauerei bei ERIH
Industriekultur erleben
Schauplätze
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Mitmachangebot: Erwachsene
Mitmachangebot: Schulen
Wissenswertes
Schultheiß-Brauerei in der Denkmaldatenbank
KulturBrauerei bei Wikipedia
Best of
Bier und Brot
Museum für Kommunikation Berlin
Von Rauchzeichen, Rohrpost und Robotern
Ausstellung im Museum für Kommunikation mit Kindern und Tablet
Museum für Kommunikation bei Nacht
Roboter im Museum für Kommunikation
Schwarz-weiß Foto, Lichthof im Reichspostmuseum um 1912
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Im Museum finden verschiedene Workshops u.a. für Kinder und Familien statt. | © Museum für Kommunikation Berlin, Foto: Michael Ehrhart
Die Begrüßung im Museum für Kommunikation Berlin fällt überraschend aus: In der imposanten Eingangshalle heißen freundliche Roboter die Besucherinnen und Besucher willkommen. Dieses Museum ist ein Ort, an dem sich Menschen (und Roboter) begegnen, austauschen und unterhalten. Der Name des Museums ist dabei Programm. Schließlich geht es um bedeutende Fragen unserer Zeit:
Wie hat sich der Umgang mit Zeichen, Codes und Medien im Laufe der Zeit verändert?
Wie prägen neue Formen der Kommunikation unser privates und öffentliches Leben?
Welche Zukunftsperspektiven gibt es für unsere Informationsgesellschaft?
Kommunikation prägt schließlich schon immer das Leben der Menschen. Beginnend beim Rauchzeichen bis hin zum heutigen Smartphone – die umfangreiche Sammlung des Museums spiegelt unsere vielfältigen Formen von Kommunikation wieder. 1872 eröffnet das Museum als erstes Postmuseum der Welt. In der Schatzkammer befinden sich besondere Raritäten und kostbarste Exponate. Dazu gehören das erste „Telephon“ von Johann Philipp Reis und die wohl berühmtesten Briefmarken: die Blaue und die Rote Mauritius.
Interaktion ist im Museum für Kommunikation Berlin ausdrücklich erwünscht. So laden beispielsweise eine funktionsfähige Rohrpostanlage und ein Green-Screen-Studio zum Ausprobieren ein.
Der Rundfunkgeschichte ist ein Meilenstein der Berliner Industriekultur gewidmet.
Adresse
Leipziger Straße 16
10117 Berlin-Mitte
Kontakt
Tel.: 030-20 29 40
mfk-berlin@mspt.de
www.mfk-berlin.de
Anfahrt
U-Bahn: U2 (Haltestelle Anton-Wilhelm-Amo-Straße o. Stadtmitte), U6 (Haltestelle Stadtmitte)
Bus: M48, 265 (Haltestelle U Stadtmitte/Leipziger Straße), 200 (Haltestelle Anton-Wilhelm-Amo-Straße)
Öffnungszeiten
Di. bis Fr.: 9:00 bis 17:00 Uhr
Sa./So./Feiertag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Jeder 3. Mi. im Monat: 9:00 bis 20:00 Uhr
Geschl. am 01.01., Ostermontag, Pfingstmontag, 24., 25. u. 31.12.
Eintritt
Erwachsene 8,00 €, ermäßigt 4,00 €,
Eintritt frei unter 18 Jahren.
Führungen
Führungen mit verschiedenen Schwerpunkten siehe Website, Anmeldung meist direkt vor Ort.
Barrierefreiheit
eingeschränkt
ERIH-Mitglied
Das Museum für Kommunikation Berlin bei ERIH
Industriekultur erleben
Schauplätze
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Mitmachangebot: Kinder und Familien
Mitmachangebot: Schulen
Wissenswertes
Das Reichspostamt in der Denkmaldatenbank
Das Museum für Kommunikation bei Wikipedia
Best of
Kommunikation und Medien
Pfefferberg-Brauerei
Braukunst vor den Toren der Stadt
Moderne Gebäude neben alten Backstein-Bauten am Pfefferberg
Eingang der Brauerei Pfefferberg an der Schönhauser Allee
Rotes Backsteingebäude am Pfefferberg, Eingang von AEDES
Bäume auf der Terrasse am Pfefferberg
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Die Christinenstraße bietet den besten Blick auf die moderne Architektur neben historischen Brauereigebäuden. | © bzi, Foto: Anja Liebau
An der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg liegt der Pfefferberg. Das Plateau mit Biergarten und Terrassencafé unter Bäumen überrascht viele Besucherinnen und Besucher. Niedrige Grundstückspreise und die erhöhte Lage im Norden der Stadt bieten Mitte des 19. Jahrhunderts beste Voraussetzungen für den Bau von Brauereien mit großen Kühlkellern. So beginnt auch die industrielle Karriere des Pfefferbergs.
Namensgeber für das Areal an der Schönhauser Allee ist Joseph Pfeffer. Der bayerische Braumeister ist einer der ersten, der die untergärige Brauart nach Berlin bringt und ab 1841 an dem damals noch vor den Stadtgrenzen gelegenen Ort eine eigene Brauerei errichtet. Das so gebraute Bier ist länger lagerfähig und eignet sich deshalb besonders gut für die industrielle Produktion. Bis 1921 bestimmen deshalb Hopfen, Malz und Hefe das Geschehen der Pfefferberg-Brauerei.
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Adresse
Schönhauser Allee 176
Christinenstr. 18/19
10119 Berlin-Prenzlauer Berg
Kontakt
info@stiftung-pfefferwerk.org
Tel.: 030/44383 376
www.stiftung-pfefferwerk.org
www.pfefferberg.de
Anfahrt
U-Bahn: U2 (Haltestelle Senefelderplatz)
Öffnungszeiten
Areal frei zugänglich | Anlieger siehe Website
Führungen
Auf Anfrage
Barrierefreiheit
Barrierefrei bis auf den Projektraum Meinblau
ERIH-Mitglied
Pfefferberg bei ERIH
Industriekultur erleben
Schauplätze
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Mitmachangebot: Erwachsene
Mitmachangebot: Schulen
Wissenswertes
Zum Pfefferberg bei der Stiftung Pfefferwerk
Die Brauerei Pfefferberg in der Denkmaldatenbank
Der Pfefferberg bei Wikipedia
Best of
Bier und BrotProduktion damals und heute
Portikus Anhalter Bahnhof
Tor zum Süden
Ruine des Portikus, Anhalter Bahnhofs
Anhalter Bahnhof mit Vorplatz 1927
Der Portikus ist der sichtbare Rest des Anhalter Bahnhofs. | © bzi, Foto: Nico Kupfer
Am Askanischen Platz ragt eine beeindruckende Wand mit Rundbögen aus Backsteinen in die Höhe. Bis vor 70 Jahren gelangten Reisende durch diesen Portikus hindurch in eine gigantische Bahnhofshalle. Er ist der letzte Überrest der 34 Meter hohen und 170 Meter langen Halle des Anhalter Bahnhofs, fertiggestellt 1880. Ein Hallendach aus Glas überspannt frei und ohne jede Stütze die Gleise. Schnaufende Dampflokomotiven fahren ein und hüllen dadurch den Bahnsteig in beißenden Rauch. Ende des 19. Jahrhunderts herrscht geschäftiges Treiben vor und im Anhalter Bahnhof. Reisende kommen entweder mit Kutschen oder zu Fuß, um ihre Fahrt mit der Eisenbahn anzutreten. Die ersten Züge fahren nach Leipzig, Frankfurt und München. Der „Anhalter“ wird zum Tor des Südens. Vom Berliner Kopfbahnhof fahren Eisenbahnen nach Nizza, Athen und Neapel. Südlich vom Personenbahnhof erstreckt sich das große Gelände des Anhalter Güterbahnhofs. In der ehemaligen Ladestraße sitzt heute unter anderem das Deutsche Technikmuseum.
Der Ausbau des Schienennetzes erfordert jedoch auch die Übermittlung von Informationen über Zugfahrten und Störungen. Die im Bahndamm verlegte Telegrafenlinie ist einer der ersten Aufträge der „Telegraphenbauanstalt Siemens & Halske“, die ihren Gründungsort in Sichtweite des Bahnhofs hat.
Im Regime der Nationalsozialisten wandelt sich der Anhalter Bahnhof von einem Sehnsuchts- zu einem Schreckensort. Wie einige andere Bahnhöfe ist auch der Anhalter ab 1942 Startpunkt für Deportationen in Konzentrations- und Vernichtungslager. Die Sonderwaggons mit Deportierten werden an fahrplanmäßige Züge nach Dresden oder Prag angehängt. Von dort aus fahren die Züge weiter, zum Beispiel in das Konzentrationslager Theresienstadt. Seit 2021 befindet sich gegenüber der Ruine des Anhalter Bahnhofs am Askanischen Platz das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung.
Das monumentale Bahnhofs-Gebäude von Architekt Franz Schwechten übersteht den Zweiten Weltkrieg nur mit erheblichen Schäden. Der Zugverkehr ist nur noch eingeschränkt möglich. Die Teilung Berlins führt 1952 schließlich zur Einstellung des Personenverkehrs. Aufgrund von Einsturzgefahr beschließt der Senat die Sprengung. Das Gebäude erweist sich jedoch als widerstandsfähig. Drei Jahre lang versuchen sich Abrissfirmen am Bahnhof. Schließlich bleibt allein der Portikus als Überrest des Tors zum Süden erhalten
Das Areal rund um Anhalter Bahnhof und Gleisdreieck ist Thema eines Forschungsprojektes des Berliner Zentrum Industriekultur (bzi). Gleisdreieck Online verknüpft Geodaten und historisches Material zu einer umfangreichen Karte: Eine Spurensuche durch zwei Jahrhunderte Eisenbahngeschichte.
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Adresse
Askanischer Platz 6-7
10963 Berlin-Kreuzberg
Industriekultur erleben
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
Die Eisenbahn-Ausstellung im Deutschen Technikmuseum
Der Portikus des Anhalter Bahnhofs in der Denkmaldatenbank
Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Best of
Transport und Verkehr
Siemens Gründungsort
Erfindergeist im Hinterhof
Siemens Gründungsort ist heute die Hotelkette Mövenpick
Siemens Gründungsort Siemenshaus
Siemens Gründungsort
Siemens Gründungsort Verwaltung
In der Siemens-Repräsentanz von 1915 residiert heute die Hotelkette Mövenpick. | © bzi, Foto: Nico Kupfer
Was für Steve Jobs und Apple eine Garage ist, ist für Siemens eine kleine Hinterhaus-Werkstatt. Die „Telegraphenbauanstalt Siemens & Halske“ begründet 1847 die über 100-jährige Entwicklung von SIEMENS zu einem weltweit agierenden Industriekonzern. Im Hinterhaus der Schöneberger Straße 33 baut die Firma ihre ersten Telegrafen. Die Verwaltung befindet sich ab 1901 neben dem Anhalter Bahnhof, am Askanischen Platz, unweit des Gründungsorts. Zwei Jahrzehnte zuvor hatte Siemens & Halske die Signaltechnik für den Bahnhof gestellt. Heute sitzt an der gleichen Adresse die Zeitung „Der Tagesspiegel“.
Ende des 19. Jahrhunderts zieht die Hauptverwaltung schließlich in die neu gegründete Siemensstadt in Berlin-Spandau. Die repräsentative Adresse in der Nähe des Regierungsviertels möchte das Unternehmen allerdings behalten. Daher entsteht an diesem Standort 1915 die neue Siemens-Repräsentanz, in der heute die Hotelkette Mövenpick residiert.
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Adresse
Siemens Gründungsort
Schöneberger Str. 33
Siemenshauptverwaltung
Askanischer Platz 3
Siemenshaus
Schöneberger Str. 3
alle 10963 Berlin-Kreuzberg
Industriekultur erleben
Fahrradroute: Warmes Licht und kühles Bier
Wissenswertes
Die Anfänge von Siemens auf der Unternehmenswebsite
Siemens bei Wikipedia
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Forschung und Innovation
Umspannwerk Humboldt
Eine Marienburg für Berlin
Umspannwerk Humboldt, Torbogen
Vogelperspektive auf das Umspannwerk Humboldt, Gebäude aus rotem Backstein
Das Eingangsportal des Umspannwerks Humboldt in Berlin-Prenzlauer Berg. | © tic, Foto: Friedel Kantaut etc.
1925 begeistert sich der Hausarchitekt der „Bewag“, Hans Heinrich Müller für die Marienburg, den größten gotischen Backsteinbau Europas in der inzwischen polnischen Stadt Malbork. Müller greift architektonische Stilmittel dieser mittelalterlichen Burg im Umspannwerk Humboldt auf. Das Eingangsportal des Umspannwerks in Berlin-Prenzlauer Berg zieren Spitzbögen. Zwei Brücken verbinden die mittig im Innenhof liegende Warte mit den Werkshallen. Ein Türmchen befindet sich im Innenhof des Umspannwerks.
Viele Bauten von Müller, die ebenfalls in den 1920er-Jahren entstanden sind, greifen diese Detailverliebtheit auf. Inzwischen sind die großflächigen Räume des ehemaligen Umspannwerks in gewerblicher Nutzung.
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Adresse
Kopenhagener Straße 58 – 63
10437 Berlin-Prenzlauer Berg
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Wissenswertes
Das Umspannwerk Humboldt in der Denkmaldatenbank
Das Umspannwerk Humboldt bei Wikipedia
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Strom und Energie
Umspannwerk Scharnhorst
Beobachtungsposten für Straßenbeleuchtung
Umspannwerk Scharnhorst, Backsteinbau mit Fenstern
Umspannwerk Scharnhorst
Das Umspannwerk Scharnhorst, heute bekannt als „Vattenfall-Haus”. | © Foto: Stefan Joseph Müller
Dieses Umspannwerk hat eine Besonderheit: Seit 1927 lässt sich in 25 Metern Höhe von der verglasten Lichtwarte aus die Straßenbeleuchtung überwachen. Allabendlich entscheidet bis in die 1940er-Jahre ein Mitarbeiter über den richtigen Zeitpunkt zum Einschalten der Straßenlaternen. Mit einem Knopfdruck schaltet sich das Licht in den umliegenden Bezirken ein.
Der Hausarchitekt des ehemaligen Berliner Stromversorgers „Bewag“, Hans Heinrich Müller, entwickelt die moderne Architektur des Umspannwerks. Seine Gebäude verehren die Elektrizität fast wie ein Heiligtum. Seine „Kathedralen der Elektrizität“ repräsentieren dadurch die Bedeutung der Umspannwerke für die rasante Stadt- und Industrieentwicklung Berlins. Inzwischen ist das Umspannwerk nach seinem derzeitigen Nutzer benannt: „Vattenfall-Haus”. Es beherbergt Verwaltung und Kundenservice des Stromkonzerns.
Adresse
Sellerstraße 16–26
13353 Berlin-Wedding
Industriekultur erleben
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Wissenswertes
Das Umspannwerk Scharnhorst in der Denkmaldatenbank
Das Umspannwerk Scharnhorst bei Wikipedia
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Strom und Energie
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