• Une exposition sur Gengis Khan au Musée d’histoire de Nantes censurée par la Chine
    https://www.lemonde.fr/culture/article/2020/10/13/gengis-khan-censure-par-la-chine-au-musee-d-histoire-de-nantes_6055866_3246.

    Réalisée en partenariat avec le Musée de Mongolie intérieure à Hohhot, en Chine, qui dispose d’un riche fonds archéologique, artistique et cartographique sur ce sujet, elle avait pour ambition de mettre en lumière l’un des plus grands conquérants de l’histoire, né vers 1160 et mort en 1227, fondateur de l’Empire portant son nom. Deux cent vingt-cinq pièces, dont des sceaux impériaux et des objets en or des XIIIe et XIVe siècles jamais vus en France, devaient faire le voyage à Nantes.

    China insists Genghis Khan exhibit not use words ’Genghis Khan’ | China | The Guardian

    http://www.theguardian.com/world/2020/oct/14/china-insists-genghis-khan-exhibit-not-use-words-genghis-khan

    A French museum has postponed an exhibit about the Mongol emperor Genghis Khan citing interference by the Chinese government, which it accuses of trying to rewrite history.

    The Château des ducs de Bretagne history museum in the western city of Nantes said it was putting the show about the fearsome 13th century leader on hold for over three years.

    The museum’s director, Bertrand Guillet, said: “We made the decision to stop this production in the name of the human, scientific and ethical values that we defend.”

    #chine #Mongolie #roman_national #nationalisme #manipulation #histoire

  • As China’s international schools reopen, teachers and students are still stranded overseas | South China Morning Post
    https://www.scmp.com/news/china/society/article/3100245/chinas-international-schools-reopen-teachers-and-students-are

    Schools across the world are grappling with disruptions, but the situation for international schools in China is particularly challenging as swathes of staff and students left the country for Lunar New Year holidays just as the coronavirus spread and many are still stranded overseas due to travel restrictions. As many as 40 per cent of teachers and students due to start the term this month remain abroad, according to the Association of China and Mongolia International Schools which represents 58 schools catering to mostly foreign nationals. A survey of its member schools in China in early July found just over 3,000 teachers and their dependents were unable to enter China, and it estimated another 700 people from schools which did not respond could be in the same position. “This is probably the biggest issue that we have faced as an organisation since Sars in 2003,” said Tom Ulmet, executive director at the association, adding that schools were trying to cope with the lack of teachers by increasing class sizes and moving lessons online

    #Covid-19#migrant#migration#chine#mongolie#sante#eleve#enseignant#circulation

  • Mongolen in Beijing
    https://userpage.fu-berlin.de/~corff/im/Texte/renne.html

    mit weiterführenden Links zu Tibet und Buddhismus

    4 May 1998, 11:29:51 CEST von Mark Renné
    Momentaufnahme und Bruch in der Zeit

    Ankunft in Beijing im Frühjahr 1987. Unverhältnismäßig groß und leer wirkt auch in diesem Jahr das neue Flughafengebäude, kalt und monumental seine großen, grau-melierten Steinplatten. Auf der Fahrt über das neue Autobahnkreuz und vorbei an den in den letzten Jahren als joint ventures aus dem Boden gestampften Hotelkomplexen denke ich, daß Beijing auch 1987 keine schöne Stadt ist. Zu viele Baustellen gibt es hier, aus denen dieselben charakterlosen Neubauten emporwachsen werden, die schon jetzt einen viel zu großen Teil des Stadtbildes bestimmen. Wieviel schöner, wenn auch schmutziger, muß es hier noch vor dreißig Jahren ausgesehen haben, als noch nicht so viele Tempel und Palastbauten abgerissen waren und die hohen Stadtmauern noch nicht durch die die Stadt jetzt so unnatürlich durchschneidenden breiten Umgehungsstraßen ersetzt waren.

    Wir fahren in ein altes Stadtviertel in der Nähe des ehemaligen Reismarktes, wo noch die traditionellen, durch Holztüren aus engen Gassen zugänglichen Häuser mit Innenhof stehen, über die sich ein grau geziegeltes Walmdach deckt.

    In einem kleinen Hotel erwartet uns Dorje, ein mongolischer Prinz, der noch in eben jenem alten Beijing gelebt hat, das jetzt, aus der Notwendigkeit der schnellen Schaffung von Wohnraum für die ständig wachsende Bevölkerung heraus, systematisch in Schutt und Asche gelegt wird. Der Prinz ist nicht groß, die Schnürsenkel seiner traditionellen Stoffschuhe aus schwarzem Cord hängen offen, unter der weiten Hose aus grauem Sommerleinen gucken die Reißverschlüsse der wattierten Unterhosen hervor. Als Oberkleid trägt er über einem verwaschenen Rollkragenpulli aus blaß-violetter Baumwolle eine graue Strickweste sowie eine gefütterte braune Seidenjacke, die noch einmal von einer Überjacke aus blauem Tuch vor neugierigen Blicken und Verschmutzung geschützt wird. Die blaue Umhängetasche, in der er sein Manuskript trägt, entspricht den derzeit gängigen Vorstellungen über eine moderne, gutaussehende Reisetasche.

    Die Hände des Prinzen sind lang und schmal, Gesichts- und Augenfarbe auffallend hell. Später erzählt er uns, daß seine Familie früher einmal an der Wolga gelebt habe und wohl mindestens vier weißrussische Frauen sein äußeres Erscheinungsbild mitbestimmt hätten.

    Während wir ein erstes Gespräch führen, versuche ich, den Mongolen in ihm zu finden. Ich denke an meine Reise zu den Touristenjurten bei Huhhot, heute Provinzhauptstadt der Autonomen Region Innere Mongolei — an die braungebrannten, breiten Gesichter mit den schmalen Augen, die kräftigen, von der körperlichen Arbeit geprägten, oft fröhlich singenden Frauen mit den zwei- oder dreimal um den Kopf gewickelten Zöpfen, an die Kamelritte und an die von viel Wein und Gesang begleiteten Hammelessen.
    Mongolische Spuren

    In den gleichen Mongolenkitteln, wie ich sie in Huhhot gesehen habe, jenen quergeknöpften Gewändern, die im Gegensatz zu den traditionellen, weitfallenden chinesischen Gewändern von einer bunt bestickten Schärpe zusammengehalten werden, kamen sie schon Anfang dieses Jahrhunderts nach Beijing, als Kinder der Steppe, um auf dem alten Mongolenmarkt bei der ehemaligen britischen Gesandtschaft, der heutigen Dongjiaomin-Gasse südöstlich des Kaiserpalastes, Felle und Türkise einzutauschen gegen die feinen Gegenstände der westlichen Zivilisation. Und so trifft man sie auch heute noch, vor den Schaufenstern der großen Warenhäuser in Beijings Haupteinkaufsstraße Wangfujing, damals wie heute verlacht und bespöttelt vom hauptstädtischen Überlegenheitsgefühl der alteingesessenen Beijinger.

    Doch nicht nur als tumpelhafte Einkäufer, auch als Eroberer kamen die Mongolen nach Beijing. Nachdem sie unter Dschingghis Khan bis nach Europa vorgedrungen waren, richteten sie unter seinen Nachfolgern ihr Augenmerk wieder mehr auf den asiatischen Raum. 1279, nach siebzig Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen, hatten sie die Song-Kaiser endgültig besiegt und ganz China unter ihre Kontrolle gebracht. Bereits 1266 hatte Dschingghis Khans Enkel Kubilai Khan beschlossen, die Hauptstadt des mongolischen Weltreiches, des größten zusammenhängenden Landreiches, das bis dahin existiert hatte, von Karakorum, westlich des heutigen Ulan Bator, nach Beijing zu verlegen. Rund um den Beihai-Park entstand hier innerhalb von vier Jahren die von Marco Polo so farbenprächtig beschriebene „Stadt des großen Khan“. Auf türkisch hieß sie Khanbaliq, auf chinesisch Dadu, die „große Hauptstadt“ der von Kubilai Khan gegründeten Yuan-Dynastie (1271-1368). Um einen Flecken Steppengras, das der Khan als Andenken an das einstige Nomadenleben mitgebracht hatte, entstanden die aus weißem Marmor gebauten und mit kunstvollen Steinmetzarbeiten verzierten Paläste, bekam die Stadt ihre bis heute erhaltene Grundeinteilung. Nicht nur die großen, von Norden nach Süden verlaufenden bis heute erhaltenen Verkehrsadern wie die Dongdan-, die Xisi- oder die Dongzhimen-Straße gehen auf die Mongolen zurück, auch der Trommelturm und die Alte Sternwarte haben bereits in Dadu die nördliche beziehungsweise südöstliche Stadtgrenze markiert. Heute sind die meisten dieser alten Bauten aus der Yuan-Dynastie nur noch in den Annalen der Beijinger Stadtgeschichte wiederzufinden. Durch Kriege, Feuersbrünste oder auch einfach Alterschwäche zerstört, wurden sie in den folgenden Dynastien wieder aufgebaut; auf die Mongolen geht meist nur noch die Festlegung ihres Standortes und ihrer Funktion zurück. Und so sind es inzwischen Legenden, in denen sich die Bedeutung ausdrückt, die den Mongolen bei der Gestaltung des Beijinger Stadtbildes zugekommen ist: So gäbe es zum Beispiel die die Silhouette des Beihai-Parkes nordwestlich des Kaiserpalastes so markant abrundende Weiße Pagode nicht, wenn nicht im 8. Jahrhundert ein Prinz der Tang-Dynastie von einem wundersamen Berg in der Mongolei gehört hätte, von dem sagte, daß er seinen Besitzer in den Genuß ungeahnter Kräfte bringen würde. Doch wie sollte der Prinz den Berg von der fernen Mongolei bis nach Beijing transportieren. Nach Gebeten zum schwarzgesichtigen Gott der Hindernisse und Bedrängnisse entschloß er sich, den Berg mit Essig zu begießen und um ihn herum ein Feuer anzuzünden, woraufhin der wunderbare Berg sich auflöste und zu jenem Hügel wurde, auf dem sich heute die Weiße Pagode erhebt. Wohl als Ergebnis der Reisen der Mönches Changchun, des Erbauers der Pagode, der von Dschingghis Khan als Berater angefordert und ihn auf ausgedehnten Reisen durch die Mongolei bis nach Indien begleitete, wurde die Pagode in der Form eines mongolischen Reliquienschreins erbaut: Ihre fünf Abschnitte Basis, Baukörper, Turmspitze, Ornamentik und vergoldete Abschlußkugel symbolisieren die fünf Elemente Wasser Erde, Feuer, Luft und Äther.

    Mongolische Spuren auch aus der mandschurischen Qing-Zeit, als Beijing zum zweitenmal Hauptstadt einer nicht han-chinesischen Dynastie war. 1500 hauptsächlich aus der Mongolei stammende Lamas wohnten damals in dem weiträumigen, von ochsenblutroten Mauern mehrmals unterteilten Lamatempel Yonghegong im Nordosten der Stadt. Einst hatte der Tempel einem Mandschu-Prinzen als Palast gedient, später soll er Sitz eines Lebenden Buddha geworden sein. Damit dieser, nach dem lamaistischen Glauben fleischgewordene Buddha, seinen Einfluß auf seine mongolischen Glaubensbrüder dahingehend verwendete, daß sie die Herrschaft der Qing-Kaiser durch ihre Überfälle nicht weiter bedrohten, ließen die Qing-Kaiser dem Lamatempel reiche Geschenke zukommen. Über die so verwöhnten Mönche heißt es, daß sie es nicht für nötig gehalten hätten, Chinesisch zu lernen, daß sie schlechte Manieren gehabt und faul, geizig und unwissend gewesen seien. Nach kärglichen Zeiten, als unter der Republik neben den kaiserlichen Zuwendungen auch die Spenden des in Beijing stationierten mongolischen Banners des einstigen Qing-Heeres nicht mehr in die Tempelkasse flossen, wurde der Tempel unter der Volksrepublik ganz geschlossen, dann aber Anfang der achtziger Jahre wieder geöffnet. Und wieder sind es bis auf zwei Tibeter mongolische Lamas, die dort ihren täglichen Dienst verrichten. Denn bis jetzt ist das Leben im Tempel nur den Mitgliedern der nationalen Minderheiten erlaubt. Und so sieht man dort jetzt wieder die mongolischen Knaben und Männer mit den kahlgeschorenen Schädeln in den braunen, je nach Ranghöhe von einem roten oder gelben Gürtel zusammengehaltenen Kutten die Perlen ihrer Gebetsketten weiterschieben oder die klassischen Sutren studieren.

    Von der Bedrohung, die die Mongolen für die Beherrscher von Beijing bedeutet haben müssen,spürt man noch in Überlieferungen wie der über den der Song-Dynastie loyalen Beamten Xie Fangde, der den mongolischen Yuan-Kaiser nicht anerkennen wollte und sich im Fayence-Tempel verbarrikadierte. Er starb dort den Hungertod. Eine andere Legende erzählt von der weisen Nonne Lü aus dem heute nicht mehr erhaltenen, einst aber außerordentlich einflußreichen Xianying-Kloster. Immer wieder versuchte sie den Ming-Kaiser Yingzong von der geplanten Strafexpedition gegen die aufrührerischen Mongolen abzubringen, konnte sie doch vorhersehen, daß der Kaiser gefangen genommen und erst sieben Jahre später wieder in seine Hauptstadt zurückkehren würde.
    Ratlosigkeit und Zufälligkeiten

    Und wo sind sie heute, die Mongolen in Beijing, die einst von hieraus ein Weltreich regierten? Fragt man Han-Chinesen, herrscht Ratlosigkeit. Zwar haben sie alle schon einmal einen Ausflug zur Großen Mauer gemacht und dort auch die mongolischen Schriftzeichen an der Wolkenterrasse am Juyong-Paß nordwestlich von Beijing gesehen. Und wahrscheinlich wissen sie auch, daß die die Yuan-Herrschaft ablösenden Kaiser der Ming-Dynastie diese Mauer erbauen ließen, da sie die Mongolen nie ganz bezwingen, die nördlichen Steppen nie ganz unter ihre Kontrolle bringen konnten. Und natürlich kennen alle Beijinger den besonders im Winter beliebten mongolischen Feuertopf, in dem man Lamm- oder Hammelfleisch mit verschiedenen Gemüsen kocht. Daß sie auch ihre Vorliebe für Süßigkeiten den Mongolen verdanken, wissen sie nicht unbedingt, wenn sie ihren Kindern am Straßenrand die auf ein Bambusholz gesteckten kandierten Granatäpfel kaufen, die die Mongolen einst an einer Schnur um den Hals trugen, um dann beim Reiten ab und zu davon abzubeißen.

    Angesichts des achselzuckenden Unwissens, das auch Geschichtslehrer und Angehörige anderer nationaler Minderheiten mir entgegenbringen, sobald ich das Gespräch auf die Mongolen in Beijing bringe, überlege ich, ob ich nicht einer Fiktion aufgesessen bin und aus der Bekanntschaft mit einem im Beijing lebenden mongolischen Prinzen heraus nach weiteren Mongolen suche, die es hier in Wirklichkeit gar nicht gibt. Ich denke an die bekannte und beliebte mongolische Schaupielerin Siqin Gaowa, die vor einigen Jahren Aufsehen erregt hatte, als sie in dem im Beijing der zwanziger Jahre spielenden Film „Der Rikschakuli“ eine Verführungsszene echter als bisher üblich mimte. Wenige Jahre später war Siqin Gaowa noch einmal in aller Munde. Sie ließ sich von ihrem chinesischen Ehemann scheiden, um einen Schweizer zu heiraten und mit ihm nach Westeuropa zu ziehen. Siqin Gaowa ist gegangen, doch die Filmstudios der Inneren Mongolei arbeiten weiter und über das staatliche Filmbüro gelangen ihre Produktionen auch in die Beijinger Lichtspielhäuser. Am Nachmittag sehe ich einen Film aus der Inneren Mongolei, in dem es um eine Beijinger Schülerin geht, die während der Kulturrevolution aufs Land verschickt wird, wo sie sich in einen mongolischen Nomaden verliebt. Lange zögert sie, als ein Brief ihr das Studium in Beijing ermöglicht, gibt aber schließlich dem Druck der Freundinnen nach und zieht zurück in die Hauptstadt, um dort Philosophie zu studieren. Später bereut sie diesen Entschluß; sie vereinsamt, sieht um sich herum nur unglückliche Liebesbeziehungen. Der Film endet mir ihrem Entschluß, in die Steppe zurückzukehren, um dort bei dem nur ihr allein gehörenden Mongolen Schutz und Geborgenheit zu finden.

    Ich blättere in Zeitschriften und entdecke in der letzten Ausgabe von „Chinese Women“ einen Artikel über eine mongolische Schriftstellerin, die als Bettlerin in einem Bergdorf in der Inneren Mongolei aufwuchs. Da man ihr die Teilnahme am Unterricht in der Schule verbot, lernte sie bei einem Geschichtenerzähler Lesen und Schreiben. Gegen den Widerstand der Dorfbewohner eignete sie sich Bildung an wurde zur „Gedichte schreibenden Tante“, die an die „Chinesischen Bauernnachrichten“ Verse wie zum Beispiel den „Traum von einem Besuch in Beijing“ schickte: „...diese Leere, die mich von meinen Hergen vertrieb, zu einer anderen Welt in Beijing...“
    Ein mongolischer Kader erzählt

    So wie sie hat es einst viele wissensdurstige Mongolen nach Beijing gezogen. Ein mongolischer Kader, der in einer Beijinger Wirtschaftsbehörde arbeitet, bringt Systematik in mein Mongolenbild:

    Er selbst sei in einem Dorf in der Inneren Mongolei geboren. In den fünfziger Jahren sei er zum Studium nach Beijing gekommen, wo ihm eine Arbeit zugeteilt worden sei, so daß er heute immer noch hier wohne. Er rechnet sich zur dritten Gruppe von Mongolen in Beijing, denen, die es zufällig, aus beruflichen Gründen hierher verschlagen habe und die hier, entsprechend der von der Regierung ausgegebenen Richtlinie, daß die nationalen Minderheiten in allen staatlichen Institutionen vertreten sein sollten, zusammen mit Chinesen leben und arbeiten. Daneben gäbe es die Gruppe jener Mongolen, die nach der Gründung der Volksrepublik von der neuen Regierung aus der Inneren Mongolei nach Beijing gerufen worden seien. Denn während es den nationalen Minderheiten unter der Guomindang schlecht gegangen sei, hätte die kommunistische Partei ihnen Respekt und Anerkennung entgegengebracht. Ein Institut, ein Verlag und Tanzensemble für nationale Minderheiten seien in Beijing gegründet worden; es gäbe Übersetzer, die die klassischen mongolischen Dramen ins Chinesische übertrügen oder für Radio Beijing die mongolischen Versionen der für die Ausstrahlung in die Innere und Äußere Mongolei bestimmten Nachrichtensendungen erstellten. Bei diesen Mongolen seien die nationalen Traditionen am deutlichsten erhalten; sie besäßen mongolische Festtagskleidung, beherrschten Volkslieder und traditionelle Musikinstrumente, wie zum Beispiel die Pferdekopfgeige und wüßten über die mongolischen Sportarten Bescheid, die einmal im Jahr beim Naadam-Fest im Institut für nationale Minderheiten einer interessierten Beijinger Öffentlichkeit vorgeführt würden.

    Daneben gäbe es dann noch die Gruppe der alteingessenen Mongolen, die schon vor der Befreiung 1949 in Beijing gelebt hätten. So wie die Beijinger Moslems rund um die Moschee in der Ochsenstraße lebten, hätten die Wohngebiete dieser Mongolen eine relativ große Fläche rund um dem Lamatempel eingenommen. Die ärmeren Mongolen hätten in den traditionellen chinesischen Wohnhäusern mit Innenhof gewohnt; Adlige und Prinzen hätten vornehmere, aber ebenfalls im chinesischen Stil gebaute Anwesen besessen. Heute seien viele Mongolen vom Lamatempel weggezogen, in die Wohnheime bei den Arbeitsstätten, die ihnen von der neuen Regierung zugewiesen worden seien.

    Insgesamt lebten heute in der chinesischen Hauptstadt zwischen zwanzig- und dreißigtausend Mongolen. Zwar hätten sie sich dem Beijinger Alltag fast vollständig angepaßt, ihrer nationalen Eigenständigkeit seien sie sich aber immer noch deutlich bewußt. Und mit den Mongolen der Äußeren Mongolei fühlten sie sich auf das Engste verbunden. Innerhalb der 56 nationalen Minderheiten, die zusammen fünf Prozent der Gesamtbevölkerung der Volksrepublik China ausmachten, hätten die Mongolen eine starke Position, hieße die traditionelle Rangordnung für die fünf wichtigsten Völker doch Han-Chinesen — Manzhou — Mongolen — Moslems — Tibeter. Dieses hohe Ansehen hinge mit der Rolle zusammen, die die Mongolen in der chinesischen Geschichte gespielt hätten. So sei es zum Beispiel ein mongolischer General gewesen, der die Truppen der Qing-Regierung gegen die aufständischen Boxer befehligt habe. Und auch in dem Erfolgsfilm „Die Verbrennung des Alten Sommerpalastes“ sei es ein kräftig gebauter Mongole gewesen, der in einer, mit heftigem Applaus bedachten Szene den vorwitzigen Vertreter der Beijing bedrohenden ausländischen Mächte kurzerhand unter den Arm klemmte und in den nahegelegenen Graben warf. Die nationale Identität hätte sich heute vermutlich am deutlichsten in den Eßgewohnheiten erhalten. Zwar hätten sich die Mongolen weitgehend auf die chinesische Küche eingestellt, aber sie äßen doch mehr Lamm- und Hammelfleisch als die anderen Hauptstadtbewohner. Und zum Frühstück gäbe es bei ihnen nicht Reissuppe, sondern den aus zerriebenen Teeziegeln mit Salz aufgekochten schwarzen Tee, in den sie Kuhmilch, Gerste und eventuell getrockneten Käse gäben. Auch trinkfester als die Chinesen seien sie. Gegen Ende eines gemeinsamen Abends würden sie gerne gemeinsam singen, sie liebten die mongolischen Ringkämpfe, und wenn sie es nicht schon als sechs- bis siebenjährige Kinder gelernt hätten, dann hätten sie spätestens dann Reiten gelernt, wenn sie ihre Verwandten in der Inneren Mongolei besuchten.

    Was das Heiraten angehe, so hofften wohl alle mongolischen Eltern, auch die, die für sich selbst einen han-chinesischen Ehepartner ausgewählt hätten, daß ihre Kinder sich in einen Mongolen oder eine Mongolin verliebten. So wäre es einfacher, wenn schon nicht die mongolische Sprache, so doch wenigstens einige letzte Traditionen und etwas zusätzliches Wissen über die eigene Geschichte und Kultur an die Nachfahren weiterzugeben. Falls eine innermongolische Ehe, wie in fünfzig Prozent der Fälle, nicht zustande käme, fühlten sich die Mongolen besonders zu den in Nordchina lebenden Han-Chinesen, Mandschus und Koreanern hingezogen; die anderen in China lebenden Nationalitäten seien ihnen relativ fremd geblieben.
    Die Mongolenforschung an der Beijing-Universität

    Das Telefon klingelt; es scheint sich gelohnt zu haben, daß ich überall von meiner Mongolensuche erzählt habe. Auf Umwegen höre ich von einem polnischen Forscher für mongolische Sprache an der Beijing-Universität, der sich bereit erklärt, dort zwei Mongolen in meiner Sache zu interviewen und mir am nächsten Tag Folgendes mitteilt: Seit mindestens dreißig Jahren gibt es innerhalb des Instituts für Orientalische Sprachen der Beijing-Universität eine Abteilung für Mongolistik. Während die sieben Studenten dort ausschließlich Han-Chinesen sind, kommen zwei der ebenfalls sieben Lehrkörper aus der Inneren Mongolei; die Äußere Mongolei hat für ein Jahr einen Gastprofessor entsandt. Der Unterricht findet in chinesischer Sprache statt, es wird aber auch Mongolisch gelernt. Die Bibliothek umfasse viele Publikationen aus der Äußeren Mongolei, aber auch auf Mongolisch geschriebene Bücher aus der Inneren Mongolei, sowie chinesische und ausländische Werke. Mit der diplomatischen Vertretung der Mongolischen Volksrepublik stünde man offensichtlich in gutem Kontakt, kämen deren Mitglieder doch des öfteren auf einen Schwatz an die Beijing-Universität und sei der Abteilungsleiter gerade von einem längeren Forschungsaufenthalt aus Ulan Bator zurückgekehrt. Auf die Frage, was den Mitarbeitern der Abteilung zu den Mongolen in Beijing einfalle, kommt nur eine kurze Antwort. Etwa 7000 Mongolen lebten derzeit in Beijing. Sie hätten keinen inneren Zusammenhang mehr und seien in der ganzen Stadt verstreut. Die meisten von ihnen sprächen kein Mongolisch, niemand habe sich in irgendeiner Weise hervorgetan oder gar Berühmtheit erlangt. Aus anderer Quelle höre ich später, daß um den Kohlehügel, in der Nähe der Qinghua-Universität und in den Duftenden Bergen noch relativ viele Mongolen leben sollen. Und man erzählt mir auch von dem berühmten mongolischen Philosophen Ai Siqi, dem Geologen Li Siguang, dem Schriftsteller Li Zhun.
    Der Buchladen und das Alte Mongolenviertel rund um den Lamatempel

    Auf der Suche nach schriftlichem Material mache ich mich auf zum großen Buchladen in Wangfujing-Straße. Zwar ist es inzwischen leichter geworden, an ausländische Publikationen heranzukommen, aber über die Mongolen, geschweige denn die Mongolen in Beijing, finde ich nicht ein einziges Buch. Lediglich in der nach Verlagen geordneten Abteilung stehen einige chinesische Bücher, die der Verlag der Inneren Mongolei aufgelegt hat: eine Einführung in Fragen der Volkswirtschaft, der vom Mongolischen über das Französische ins Chinesische übersetzte Roman „Das ausländische Banner“ sowie ein 1984 erschienener Band mit prämiierten Kurzgeschichten. Etwa jede vierte Erzählung stammt von einem mongolischen Autor, die Themen umfassen die Verletzung der Nomadengesetze bei der Hirschjagd, aber auch das Scheitern einer Liebesbeziehung, als die Frau mehr Wissen erwirbt, als im Dorf üblich ist oder den Konkurrenzkampf zwischen dem Fahrer eines Eselkarrens und dem eines LKWs. Nebenan gibt es einen Buchladen für nationale Minderheiten. Dort finde ich drei Regale mit Bücher in mongolischer Sprache, neben Werken in Tibetisch, Uigurisch, Koreanisch und Kasachisch. Auf dem Ladentisch liegen verstaubte Hefte der Zeitschrift „Minderheiten, vereinigt Euch!“ sowie mongolische, tibetische und koreanische Versionen von „China im Bild“ und der Mao-Bibel. Aus Mangel an Büchern suche ich nach Musikkassetten, aber auch hier ergeht es mir nicht viel besser. In vier Schallplattenläden gibt es nur eine einzige Kassette mit mongolischen Volksliedern, gesungen von zwei alternden han-chinesischen Popstars.

    Also entschließe ich mich zu einem Spaziergang in das Alte Mongolenviertel rings um den Lamatempel. Bis auf den Kahlschlag an der nördlichen Andingmen-Straße ist hier noch ein Stück altes Beijing erhalten geblieben: Rostige Ofenrohre ragen über den Bürgersteig und blasen den Ruß der Kohleöfen ins Freie, ein Singvogel zwitschert aus seinem an der verwitterten Holztür aufgehängten Bambuskäfig, unter weißen und hellblauen Papierblumen klebt ein mit einer Plastikfolie vor Regen geschütztes rotes Plakat, auf das in ordentlichen schwarzen Schriftzeichen die Namen und Adressen der in diesem Monat ausgezeichneten Bewohner des Viertels gepinselt sind. Ich lese die Familiennamen, sie scheinen mir alle chinesische Namen zu sein. In der Dritten Gasse zur Neuen Nördlichen Brücke gibt es keine Geschäfte, nur graue Mauern, aus denen leicht geöffnete Türen den Blick in die alten Innenhöfe freigeben. Ein alter Mann, dem die Fausthandschuhe an einer Schnur um den Hals baumeln, trägt in einem Einkaufsnetz aus Nylon eine Flasche Essig nach Hause. Ein anderer hat einen Behälter mit dem Propangas für die Zubereitung der nächsten Mahlzeiten an der Seite seines schwarzen Fahrrades festgebunden. Vor einem roten Haustürschild bleibe ich stehen und frage den Alten, der gerade mit einer Schüssel schmutzigen Wassers herauskommt, ob die Schriftzeichen an seiner Tür Uigurisch seien. Er bejaht und erzählt mir, daß er Moslem sei. Wenn ich Mongolen suchte, sollte ich zum Lamatempel gehen. Hier in seiner Gasse gäbe es keine Mongolen mehr, Eine junge Chinesin kommt hinzu. Auch sie weiß nichts von Mongolen hier. An der nächsten Straßenecke rede ich mit einem sicher achtzigjährigen Chinesen, der gerade die Zeitung geholt hat. Ich frage mich, ob er schon lange hier wohnt. Er lacht und sagt ja. Ob es noch Mongolen hier gäbe? Nein, nur die Lamas nebenan im Tempel. In der Tat habe ich den ganzen Viertel kein einziges Feuertopf-Restaurant gesehen; in anderen Stadtteilen reiht sich inzwischen oft eins an das andere. Nur in der baumstandenen Allee, die einst zur kaiserlichen Akademie führte, steht vielleicht als einzige mongolische Spur, eine inzwischen stark verschmutzte Marmorstele, auf der auch auf Mongolisch geschrieben steht, daß die Beamten hier vom Pferd absteigen müßten.
    Money changers und Schriftstellerverband

    Ich besuche eine Freundin vom chinesischen Schriftstellerverband, selbst Angehörige einer nationalen Minderheit, die mir noch einige zusätzliche Informationen beschaffen will. Auf dem Wege zu ihr werde ich aufgrund meiner westlichen Kleidung von einem modisch herausgeputzten Schwarzmarkthändler angesprochen. Er erzählt mir, daß es unter seinen Freunden viele Mongolen gäbe. Wie er seien sie money changer. Jede Woche kämen sie für ein oder zwei Tage aus der Inneren Mongolei nach Beijing, um an den Straßenecken rund um den Kaiserpalast lokale Währung gegen Devisen einzutauschen, mit denen sie dann die begehrten Fernseher, Stereoanlagen und Zigaretten aus dem Westen für ihre fern des Warenangebots der Hauptstadt lebenden Landsleute einkauften.

    Meine Freundin ist erfolglos geblieben. Der mongolische Schriftsteller, den sie mir vorstellen wollte, läßt ausrichten, daß es über die Mongolen in Beijing nichts zu berichten gäbe.
    Alte und neue Prinzen

    Unser Besuch in Beijing ist zuende. Da ich immer noch unsicher bin, was ein Mongole in Beijing nun eigentlich ist, frage ich Dorje zum Abschied, ob es für sein Leben eine wichtige Rolle gespielt habe, daß er Mongole sei. Er antwortet, daß er die Chinesen nie richtig verstehen konnte. Die Beijing-Oper sei ihm fremd geblieben,und er habe nie begreifen können, wie Chinesen sich bei der Wahl eines Ehepartners ganz wesentlich am Erreichen der Standardgröße von 1.65 beziehungsweise 1.75 Metern orientieren könnten. Und dann beginnt er, wie alle meine anderen Gesprächspartner auch, über die mongolische Geschichte und Tradition zu reden. Er erzählt von alten Hochzeitsbräuchen, nach denen das Brautpaar einen zwischen zwei Hada-Tüchern gespannten Hammelknochen halte und dabei „den Ofen anbete“, daß Mongolen sich gerne zur Begrüßung Schnupftabak überreichen und daß „Mongolenarzt“ in der Beijinger Umgangssprache ein Schimpfwort sei, eigentlich aber Mediziner bezeichne, die auch von Han-Chinesen gerne aufgesucht würden, da sie einen Mittelweg zwischen der westlichen und der chinesischen Medizin gefunden hätten.

    Etwas weiter im Westen von Beijing lebt ein anderer Mongolenprinz. Seinen mongolischen Namen hat er sinisieren lassen, so daß die ursprünglische Bedeutung „roter Sohn“ heute nicht mehr erkennbar ist. Seine in Beijing aufgewachsenen und dann in der Sowjetunion in den Vereinigten Staaten ausgebildeten Söhne, von denen zumindest einer mit einer Han-Chinesin verheiratet ist, bekleiden hohe politische Ämter in der Autonomen Region Innere Mongolei. Er selbst wurde 1925 Mitglied einer Revolutionären Volkspartei, deren Ziel die Schaffung einer autonomen Regierung für die Innere Mongolei bildete. 1939 schloß er sich in Yan’an der Kommunistischen Partei Chinas an, die ihn nach der Gründung der Volksrepublik zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Nationalitätenkommission ernannte. Von 1947-1967 stand er als Vorsitzender der Volksregierung der Inneren Mongolei vor und seit 1983 ist er der Stellvertretende Staatspräsident der Volksrepublik China. Die Rede ist von Wulanfu, der bei den Mongolen, mit denen ich in Beijing gesprochen habe, hohes Ansehen genießt, da er sich immer wieder für die mongolischen Anliegen eingesetzt habe. Doch darf man, wenn man über die Zukunftsaussichten des mongolischen Adels im heutigen Beijing nachdenkt, nicht vergessen, daß Wulanfu der einzige Mongole ist, dem es gelungen ist, bis in die zentralen Führungsgremien der kommunistischen Partei aufzusteigen.

    Dorje hätte sich eine solche Karriere sicher nie gewünscht. Wenn er am Nachmittag auf einen Plausch oder ein Glas Portwein vorbeikam, hat er uns oft erzählt, daß er im Grunde ein ganz unpolitischer Mensch sei.

    Völker Chinas
    https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lker_Chinas

    Tibet
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Tibet#XXe_si%C3%A8cle

    Tibet sous le contrôle administratif de la dynastie Yuan
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Tibet_sous_le_contr%C3%B4le_administratif_de_la_dynastie_Yuan

    Dynastie Yuan
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Dynastie_Yuan

    Tibet - Britische Okkupation
    https://de.wikipedia.org/wiki/Tibet#Britische_Okkupation
    %C3%A9clin_de_l’empire

    Innere Mongolei - Geschichte
    https://de.wikipedia.org/wiki/Innere_Mongolei#Geschichte

    Bouddhisme tibétain
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Lama%C3%AFsme

    #Chine #Mongolie #Tibet #culture #politique #religion #lamaïsme #bouddhisme

  • Mongolia’s Small-Country Strategy for Containing COVID-19 – The Diplomat
    https://thediplomat.com/2020/03/mongolias-small-country-strategy-for-containing-covid-19

    In East Asia, then, Mongolia so far has the lowest number of infected people with just 11 cases.

    The government of Mongolia’s containment strategy is so far working for the country of 3.2 million people.

    As early as mid-February, when the new coronavirus was beginning to spread within Chinese borders, the Mongolian government’s strategy was to adopt decisive preventative measures. By canceling the national holiday Tsagaan Sar, the Mongolian lunar new year, the country was able to slow travel between Ulaanbaatar and provinces outside the capital. Additionally, Mongolia closed its borders with China and Russia, stopping the inflow and outflow of people, and banned international flights from hotspots like South Korea. These steps have helped immensely to prevent the spread of COVID-19.

    It is imperative for Mongolia to take COVID-19 seriously because of its vulnerability. The scope and the rate of infection of COVID-19 pose a great threat to Mongolia medically, economically, and socially. On the other hand, the Mongolian government was able to quickly mobilize a COVID-19 task force of 832 individuals monitoring 336 checkpoints around the country as early as February 23, 2020.

    Mongolia’s small population potentially made it easier to track, locate, and contain the spread of the virus. The government was also able to bring its citizens home from countries like South Korea, Japan, Turkey, and Russia.

    Mongolian task force :
    http://www.cabinet.gov.mn/news.php?n=917
    #Mongolie #Covid cc @simplicissimus ?

    • merci !

      j’avais suivi pendant les deux premiers mois de la pandémie, après j’ai décroché.

      Oulan-Bator, sa densité et son hyper-pollution hivernale pose un problème spécifique dont, apparemment, le pays s’est bien sorti. La densité du reste du pays relativise nettement les risques de transmission, les rassemblements importants à l’occasion des divers naadams ayant toujours lieu en extérieur.

      Enfin, Tsagaan Sar était effectivement LE truc à faire : la tradition impose de rendre visite aux anciens et de les honorer particulièrement. Avec un très beau geste rituel (qui paraît-il serait en train de disparaître) où le jeune place ses avant-bras tendus, paume vers le haut sous les avant-bras de l’ancien - sans contact - en un geste de soutien symbolique. Avec une autre coutume à faire ce qui ressemble à un baiser (action parfaitement inconnue là-bas) : se renifler mutuellement - toujours sans contact - derrière l’oreille la première fois que l’on se rencontre de l’année (lunaire) donc à Tsagaan Sar ou après.

    • je ne trouve pas de photo de ce geste
      ici, on voit le reniflement…

      How to celebrate the Lunar New Year in Mongolia? - Tsagaan Sar 2020
      https://www.discovermongolia.mn/blogs/tsagaan-sar-a-national-holiday-of-mongolia

      On the first day of the Tsagaan Sar, people have to wake up before the sunrise and put on their new or clean clothes. Then men climb to the nearest hill or mountain to watch the first sunrise of the New Year while women make milk tea at home and offer it to earth and god wishing the best to their family. Thereafter they visit their parents, grandparents or elder relatives. Mongolians perform a special greeting called ’’Zolgolt” during the holiday. When greeting someone, the younger person stretches both arms with palms facing upwards to the older person. The older person puts their arm on the top while the younger one`s arm goes underneath supporting the elbow of the older one. Then the younger should say “Amar baina uu?” first meaning “How are you?”. In turn, the elder responds and kiss or sniff both cheeks of the younger one. Each visit must start with “zolgolt” to the eldest one in the house and in order of age.

    • Visites politiques protocolaires, mais les gestes rituels sont bien présents…
      Төрийн гурван өндөрлөг золголт хийлээ
      http://www.mminfo.mn/politics/news/9098

      l’autre hyper classique, l’échange de tabatières (Messieurs, pensez à toujours avoir une tabatière dans son étui ad hoc pour pouvoir répondre honorablement à cet échange et, bien sûr, pratiquer naturellement l’ensemble du rituel…)


      (photo plus caractéristique que celle avec le moine, dans le même reportage, où il n’y a pas échange stricto sensu… l’échange se fait en un seul geste)

      #золголт

  • Mongolia’s COVID-19 cases reach 135, all imported from abroad
    Ulaanbaatar /MONTSAME/. At today’s COVID-19 press briefing by the Ministry of Health, D.Nyamkhuu, Director of the National Center for Communicable Diseases announced (NCCD) that another 37 new COVID-19 cases were confirmed, all returnees from Russia, and the total number of cases in Mongolia is now at 135.

    On May 15, Friday, 205 Mongolians returning from Russia were allowed an entry to their home country across the Altanbulag border checkpoint and were directly taken to mandatory isolation. In the past day, the NCCD carried out tests on 193 of them and detected COVID-19 in 37 of them.

    They are now being brought to the NCCD in Ulaanbaatar from Selenge aimag for treatment, where they were staying under isolation. All remaining 78 coronavirus patients in Mongolia are being treated at the NCCD.

    That being so, the number of COVID-19 cases in Mongolia has surged by 93 this week, including the returning 55 Mongolian military students from Russia and a passenger arrived on a charter flight from Frankfurt, who were tested positive for the virus upon arrival.

    As of today, 20 patients have already recovered and there is no reported community transmission in Mongolia. All new coronavirus cases are under control thanks to the 21-day hospital isolation and 14-day home isolation imposed on all people returning from abroad.
    #Covid-19#migrant#migration#Mongolie#casimporté#retour#diaspora#Russie#étudiant
    https://www.montsame.mn/en/read/225420

  • Chine. Reflux des cas de coronavirus après un bref rebond
    Une seule personne contaminée en provenance de l’étranger a été enregistrée en Mongolie-intérieure (nord) et aucun décès supplémentaire lié à l’épidémie n’avait été recensé, lundi, a indiqué le ministère de la Santé.
    #Covid-19#migrant#migration#Chine#Mongolie_interieure#casimporté#etranger#quarantaine#Shulan
    Le bilan total des contaminations s’inscrit ainsi à 82 919 cas confirmés et 4 633 décès dans le pays où la maladie a fait son apparition fin 2019.

    Les journées de dimanche et lundi avaient donné lieu à un rebond surprise des contaminations, notamment à Wuhan (centre), berceau de l’épidémie, où six nouveaux cas avaient été signalés alors que le compteur y était tombé à zéro depuis début avril. Il s’agit de personnes âgées habitant la même résidence dans la ville de 11 millions d’habitants.
    Seize autres cas ont été signalés dimanche et lundi dans le nord-est du pays, notamment à Shulan, une ville de près de 700 000 habitants qui a été placée en quarantaine.
    https://www.ouest-france.fr/sante/virus/coronavirus/chine-reflux-des-cas-de-coronavirus-apres-un-bref-rebond-6832019

  • Mongolia – Flow Monitoring in Ulaanbaatar (COVID-19 Preparedness) – Situation Report 59 (27 April 2020) - Mongolia | ReliefWeb
    #Covid-19#migrant#migration#Mongolie#confinement

    https://reliefweb.int/report/mongolia/mongolia-flow-monitoring-ulaanbaatar-covid-19-preparedness-situation-repo

    The Mongolian Government has taken early and very active measures to prevent and stop an eventual spread of the COVID-19. Besides closing all the educational institutions starting with January 27th and imposing international travel restrictions that are expanding along with the growing number of countries affected by COVID-19 globally, on 13 February 2020 the government also declared state of high alert. To prevent a possible spread of COVID during the Mongolian Lunar New Year (February 24-26, 2020), the Emergency Commission restricted all travel between aimags (provinces), as well as incoming and outgoing flows in the capital city. Ulaanbaatar is by far the biggest urban settlement in Mongolia concentrating almost half of the country’s population. It is a major destination, transition point and origin for population movements and as such may represent a powerful source for spreading COVID-19 to the entire country. To increase its preparedness and also an eventual response to COVID-19, the Governor’s Office of the Capital City has requested the assistance of International Organization for Migration, Mission to Mongolia (IOM) to take evidence of all the incoming and outgoing flows of people by implementing its Displacement Tracking Matrix (DTM) methodology. Based on a joint agreement to implement DTM between IOM and the Governor’s Office of the Capital City, a total of over 400 health and education system personnel have been trained as data enumerators and technical assistance was provided to set up the overall data collection and analysis framework. The pilot phase of the DTM flow monitoring in Ulaanbaatar was started on February 27th, 08:00 hrs while the roads were still closed for general free movement. The active implementation phase commenced when roads were opened for free circulation at 06:00 hrs on March 3rd and is scheduled to last until May 1st, 2020. Enumerators placed at 6 major checkpoints around the city (Emeelt, Baruunturuun, Gunt, Ulziit, Morin and Nalaikh) are collecting non-personal data on type of vehicle, passengers’ profile, place as well as length of stay at origin and destination on a 24/7 time-schedule. Although it is the first time it is used in a capital city, since 2004 DTM has been implemented in over 80 countries and over 40 million individuals have been tracked globally in 2018 alone. Most recently DTM was used to track population movements in regions affected by Ebola. In Mongolia National Emergency Management Agency (NEMA) and IOM used DTM since 2018 to track the mobility of people in all administrative subdivision outside Ulaanbaatar improving preparedness for natural disasters, especially dzud.

  • #liste de contributeur·trices seenthis qui traitent spécifiquement de la question #covid-19 et #migrations :

    – un Fil CEPED-MIGRINTER-IC MIGRATIONS #Monde :
    @thomas_lacroix
    – un Fil CEPED-MIGRINTER-IC MIGRATIONS #Afrique :
    @ceped_migrinter_afrique
    – un Fil CEPED-MIGRINTER-IC MIGRATIONS #Moyen-Orient :
    @tony_rublon
    – un Fil CEPED-MIGRINTER-IC MIGRATIONS #Balkans :
    @luciebacon
    – un fil CEPED - MIGRINTER - IC MIGRATIONS - #Asie_de_l’Est (#Chine, #Japon, #Corée_du_Nord et #Corée_du_Sud, #Mongolie) :
    @zhipeng_li
    – un fil CEPED - MIGRINTER - IC MIGRATIONS - #santé :
    @veronique_petit

    – Groupe pluridisciplinaire de recherche sur les #Mineurs_Non_Accompagnés (#MNA) - Institut Convergences Migration :
    @mina_93

    Plus sur les fils de discussion de l’#Institut_convergences_migrations :
    http://icmigrations.fr/2020/03/30/covid-19-et-migrations

    #coronavirus #asile #réfugiés

    ping @isskein @_kg_

  • COVID-19 : la Chine renforce ses mesures de surveillance aux frontières - CGTN
    #Covid-19#Chine#migrant#migration#frontière#casimporte#Heilongjiang#Suifenhe#Mongolieintérieure#Guangxi#Yunnan
    a Chine renforce ses inspections du COVID-19 à ses frontières, alors que les autorités ont rapporté un nombre grandissant de personnes infectées entrant dans le pays. La partie continentale de la Chine a rapporté 46 nouveaux cas vendredi, dont 42 cas importés. Dans le district de Mengla, dans la province du Yunnan, dans le sud-ouest, les douanes ont tenté de classifier les gens avant leur approche des postes-frontières. Les autorités de la Mongolie Intérieure ont aussi mis en place des mesures d’inspection des trains de fret venant d’Europe. Les douanes de la province méridionale du Guangxi demandent aux gens de pratiquer la distanciation physique pendant qu’ils attendent pour une prise de leur température corporelle. Et à Suifenhe, dans le Heilongjiang, province du nord-est de la Chine, les autorités re-testent les conducteurs et les chauffeurs de cars qui viennent de Russie.
    https://francais.cgtn.com/n/BfJAA-BAA-CcA/BeEeAA/index.html

  • 7 Mongolians test positive for COVID-19 abroad
    #Covid-19#Mongolie#migrant#migration#diaspora#étudiant#retour#quarantaine

    Mr. Badral informed that seven Mongolian nationals living in foreign countries are reported to have tested positive for COVID-19, including two students in Moscow, Russia.
    More than 6,000 Mongolian people in 43 countries have contacted diplomatic missions of Mongolia abroad to return home as commercial flights to Mongolia are stopped and Mongolia has sealed its borders to all passengers at this moment.
    Since around 270 Mongolian students currently staying in Russia, the northern neighbor of Mongolia, have expressed their requests to return to Mongolia as soon as possible, the government is taking all necessary measures to bring them back from Moscow, Ulan-Ude and Irkutsk cities to Mongolia through Altanbulag vehicle crossing checkpoint, while ensuring there is no close contact between the students throughout their travel to Mongolia.

    It was also reported that another charter flight will be arranged on April 17, Friday, to Seoul, South Korea. However, due to limited number of seats on the plane, preference will be given to those with reasonable excuses, such as health concerns and returning from the USA and Australia via South Korea.
    ...
    Mr. Badral then mentioned that talks are underway to operate another charter flights to Turkey and European countries in the future. To avoid any risk of coronavirus transmission at mandatory isolation facilities in Ulaanbaatar, charter flights are organized every 7 to 21 days.
    https://montsame.mn/en/read/221778

  • Charter plane brings another 267 people from Seoul
    There were 44 elders or people requiring caregivers, 43 people with health concerns, 5 pregnant women, 18 students and 49 people with small kids and 50 people with other reasonable excuses among them. The plane also brought medical supplies from World Health Organization and pharmaceutical products of the Monos Group and Asia Pharma pharmaceutical companies to Mongolia.

    The State Emergency Commission reported that 55 Mongolian nationals, who were detained for up to two months in South Korea for illegally staying in the country, brought to Mongolia on this flight as demanded by the Ministry of Justice of the Republic of Korea.

    The plane departed to Seoul on the morning of April 8, carrying 261 passengers, including 249 Mongolian nationals, 3 Korean, 1 Russian, 5 French and 3 Australian citizens.

    All of the passengers, cabin crew and medical professionals aboard were taken to 21-day mandatory isolation immediately upon landing.

    The government of Mongolia has arranged a total of eight charter flights to bring back Mongolian nationals abroad, who wish to return home, and nearly 1800 people have arrived in Mongolia until today, including 31 citizens from Wuhan, China soon after the coronavirus began to circulate.
    #Covid-19#Mongolie#migrant#migration#frontière#retour#diaspora#rapatriement
    https://montsame.mn/en/read/221497

  • Coronavirus : les Français, persona non grata
    #Covid-19#migrant#migration#mongolie#français#quarantaine#casimporte
    https://www.lepoint.fr/societe/coronavirus-les-francais-persona-non-grata-12-03-2020-2366942_23.php
    Coronavirus. Un Français contaminé en Mongolie, premier cas confirmé dans le pays
    https://www.ouest-france.fr/sante/virus/coronavirus/coronavirus-un-ressortissant-francais-contamine-en-mongolie-premier-cas
    Le ressortissant français, au lieu de rester confiné dans son hôtel, se serait rendu sur un site minier d’extraction d’uranium dans la province de Dornogobi (sud-est), toujours selon la ministre de la Santé.

  • #Mongolie, Oyu Tolgoï, plus grosse mine du pays et dont le développement fournit un feuilleton depuis de nombreuses années : après un an de vacance du poste, un nouveau directeur vient d’être nommé.
    Ses fonctions antérieures, chargé des relations avec les gouvernements locaux (Papouasie-Nouvelle-Guinée, Kazakhstan, Turkmenistan, Azerbaïdjan) laissent augurer une nouvelle saison riche en épisodes…

    Rio Tinto appoints new country manager for Mongolia
    https://theubposts.com

    Anglo-Australian mining giant Rio Tinto has hired Daniel Worrall, a British oil executive with extensive experience in the developing world, to lead its mission in Mongolia.

    The former ExxonMobil, Shell and Total executive will serve as chief executive and country director for Mongolia where the mining company’s most important growth asset – Oyu Tolgoi copper, gold and silver mine – lies. Through its 51-percent-owned Turquoise Hill Resources, Rio currently holds 66 percent stake in Oyu Tolgoi, one of the world’s largest known copper and gold deposits, located in the Gobi region of Mongolia.

    The position had been vacant for almost a year since former Chief Executive and Country Director for Mongolia D.Munkhtushig stepped down.

    Worrall has spent the past decade with Exxon, and between 2014 and 2017 was part of the oil giant’s government relations team in Papua New Guinea, overseeing the start of the massive PNG LNG gas project. Prior to that, he was responsible for government and stakeholder relations across Kazakhstan, Turkmenistan and Azerbaijan for Royal Dutch Shell and Total.

    Along with the new appointment, Rio announced that Oyu Tolgoi LLC’s 2010-2019 in-country spending exceeded 10 billion USD with procurement from Mongolian companies accounting for 76 percent, taxes and social insurance premium accounting for 18 percent, and wages making up six percent of the spending.

  • Stunning Photos Capture the Traditional Lives of Mongolian Eagle Hunters
    https://mymodernmet.com/mongolian-eagle-hunters

    German photographer Leo Thomas recently visited Western Mongolia’s Altai region to capture this fascinating culture.

    There are approximately 300 remaining eagle keepers today, and the vast majority of them are male. However, while on his trip visiting the remote Altai region, Thomas had the opportunity to meet Zamanbol, 1 of just 10 eagle huntresses in Mongolia. She’s part of a Kazakh nomad family, and spends most of her days going to school in the city. On the weekend, she trains with her trusted eagle alongside her brother, Barzabai. Thomas’ images capture Zamanbol on horseback and dressed in handmade fur clothing, emitting her free-spirited strength and unbreakable bond with her eagle.

    #Mongolie #chasse #femmes cc @simplicissimus