• Germany just deleted Facebook / Boing Boing
    https://boingboing.net/2019/02/07/zuckerbackpfeifengesicht.html

    Germany’s Federal Cartel Office (Bundeskartellamt, the country’s antitrust regulator) has ruled that Facebook can’t combine user data aggregated from different sources (Facebook usage data, data from pages with Facebook Like buttons, data purchased from third parties, etc), because users can’t reasonably anticipate the way these different datastreams might be combined, nor the kinds of inferences that could be gleaned thereby.

    Facebook’s practice of using clickthrough agreements to perform a kind of parody of consent was ruled invalid by the FCO, which pointed to Facebook’s market dominance as the basis for subjecting it to stricter scrutiny and controls.

    Facebook has said it will appeal.

    The FCO singled out the lack of competitiveness in Facebook’s market as the factor that swayed its judgment, arguing that Facebook has inserted itself into the social lives of Germans in such a way that failing to use it amounts to opting out of large slices of civic life, and thus the take-it-or-leave-it privacy waiver Facebook imposes on its users can’t be characterized as an “agreement” of any kind — rather, it is a form of coerced consent, which is to say, not consent at all.

    The regulator invoked the GDPR, stating that Facebook had no credible purpose for blending data from multiple sources: users don’t benefit from this mixing, and Facebook could operate just as well (if not as profitably) without this mixing.

    #Allemagne #droit #facebook #monopoles



  • Palantir-Chef Alexander Karp - Das industrielle Kraftpaket Deutschland ist in Gefahr
    https://www.bz-berlin.de


    Cet interview d’Alexander Karp par Mathias Döpfner ne fait pas partie de l’édition en ligne de B.Z. Il montre comment les tzars de la presse allemande se sont liés au capital de la Silicon Valley pour organiser la passage de leur fortune et pouvoir dans l’ère digitale. Les éditions Axel Springer detenaient un quasi-monopole de la presse à Berlin-Ouest. Cette grand entreprise s’est séparée il y a déjà longtemps de la plupart de se journaux et gagne de l’argent avec des activités dans l’internet.

    Für einen Unternehmens-Podcast interviewte Axel—Springer—Chef Mathias Döpfner Palantir-Chef Alexander Karp.

    Berlin — Er istSonn deutscner Hippie“-Eltern und einer der Megastars im Silicon Valley:Allex Karp, Vorstandsvorsitzender und mit 10 Prozent Anteilseigner von Palantir.
    Einem Unternenmen, das Gerüchnten zufolge 40 Milliarden US-Dollar wert ist — und zu den geheimnisvollsten Firmen der Welt zählt. lm Grunde ist nur bekannt, dass Palantir einen Weg gefunden hat, verscniedene Daten sinnvoll aufzubereiten. Mit Mthias Döpfner sprach Karp unter anderem über ...

    ... Wohlstand als Freiheit

    Karp: Das Wichtigste an diesier Freiheit ist: Als ich ein armer Student in Deutschland war, musste ich mich entscneiden, was ich tagsüber essen würde, und jetzt muss ich mir daruber kene Gedanken machen. Wohlstand bedeutet: Genug Geld zu haben, sodass man sich nicht entscheiden muss — du kannst ausgehen und eine Pizza essen oder chinesisch.“

    ...was Palantir eigentlich genau macht
    Natürlich kann ich nur etwas zu Sachen sagen, die veröffentlicht wurden. Die Polizei nutzt unser Produkt und erhält Daten. Sie behaupten, wenn die Daten für sie unverständlich geblieben wären, hätte es in Deutschland einen großen Terrorangriff gegeben. Ich erfahre etwa ein mal die Woche, dass in Europa ein Anschlag verlhindert wurde. Icn glaube, wenn diese Anschläge stattgefunden hätten, sähe die politiscne Realität heute ganz anders aus, und das motiviert enorm.

    ... Datenschutz
    Ich verstehe, warum sicn Menschen vor dem Missbraucn von Sotware durch Unternehmen und Regierungen fürchten, und das ist eine legitime Furcht. Ich versuche ihnen zu sagen, dass ein Großteil unseres Erlolges darauf zurüzuführen ist, dass wir auf diese Details achten.“

    ... die digitale Zukunft Deutschlands
    Das in Deutchhland vorhandene Talent gehört zu den besten auf der Welt, aber aus irgendwelchen Gründen ist die Tecn-Community nicht
    Nummer zwei hinter Amerika. Das ist etwas, das Deutschland ändern muss. Das industrielle Kraftpaket Deutschland ist in Gefahr, wenn es keine Software-Komponente gibt, und das wird zu enormer politischer Instabilität führen. Deutschland und Europa müssen investieren. Und das ist nicht mal eine Frage von Euros. Es ist eine Frage des Verständnisses wie der Aufbau einer Tech-Community aussehen müsste.“

    –—

    Das US-Tech-Genie Alexander Karp (51, geschätztes Vermögen: 1.9 Millarden Euro) hat deutscbe Wurzeln und promovierte in Franklurt.

    Alexander Karp ist Aufsichtsrat bei Axel Springer SE, wo BILD erscheint. Mathias Döpfner ist Axel-Springer-Chef.

    article paru aussi dans #Bild

    #médias #monopoles #presse #impérialisme #idéologie #Palantir


  • Vorwurf an Google: Microsoft Edge mit unfairen Mitteln verdrängt | heise online
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorwurf-an-Google-Microsoft-Edge-mit-unfairen-Mitteln-verdraengt-4255990.html
    Browser war reloaded - Edge is dead leaving all it’s victims to be devoured by Chrome.

    Ständige Änderungen am Quelltext

    „Google macht ständig Änderungen an ihren Websites, die auf anderen Browsern nicht funktionieren, und wir konnten nicht hinterherkommen“, heißt es in dem Beitrag. Zum Beispiel habe YouTube durch Hinzufügen eines anscheinend sinnlosen <div>-Elements die stromsparende Hardware-Beschleunigung von Edge ausmanövriert, mit der dieser an Chrome vorbeigezogen sei.
    Anzeige

    Weitere Beispiele nennt Bakita allerdings nicht, und es ist umstritten, ob der Vorwurf stichhaltig ist. Chrome und YouTube gehören zwar beide zum Google-Mutterkonzern Alphabet, sind aber Produkte unterschiedlicher Unternehmen – da ist es fraglich, ob das Chrome-Team so etwas für einen kurzfristigen Vorteil gegen einen kleinen Konkurrenten durchsetzen könnte.
    Zu kleines Team

    Dass Edge bei den Änderungen nicht hinterherkam, hat auch mit der Kopplung der Browser-Updates an die monatlichen Windows-Patchdays zu tun. Nach Beobachtungen des bekannten Webentwicklers Peter-Paul Koch, der über viele Jahre mit den IE- und Edge-Entwicklern zusammengearbeitet hat, war das Edge-Team zu klein für den scharfen Wettbewerb.

    Andererseits kennt sich Microsoft mit unfairen Praktiken im Browser-Wettbewerb ziemlich gut aus. Nicht nur zu Zeiten seiner Dominanz mit dem Internet Explorer benutzte der Konzern seine Windows-Marktmacht für umstrittene und teilweise illegale Vorteilsnahmen. Erst vor drei Monaten zeigte Windows kurzzeitig Werbung für Edge, wenn der Nutzer einen anderen Browser installieren wollte.
    Anzeige

    Anders als Microsoft früher besitzt Google jedoch nicht nur den dominierenden Browser, sondern betreibt auch Webangebote, an denen kaum ein Nutzer vorbeikommt. Dadurch verschieben sich die Grenzen zwischen Google-Techniken und offenen Standards.

    #WWW #internet #monopoles #business


  • Wie Microsoft Europa kolonialisiert – netzpolitik.org
    https://netzpolitik.org/2018/wie-microsoft-europa-kolonialisiert

    Die Forderung nach Windows bricht Europarecht

    Während die großen Internetunternehmen wie Facebook, Amazon und Google verstärkt auf Open-Source-Software setzten, liefern sich die Staaten Europas immer wieder dem Microsoft-Monopol aus. Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz zu den Konditionen der Verträge zwischen Bund und Microsoft werden „wegen Konzerngeheimnissen“ nur geschwärzt herausgegeben. Microsoft ist also in der Lage, den Staat daran zu hindern, seine Bürger zu informieren, beispielsweise über die genauen Kosten der Software. Das US-Unternehmen diktiert den Ländern Europas die Vertragsbedingungen.

    Public Money? Public Code! - FSFE
    https://fsfe.org/campaigns/publiccode/publiccode.en.html

    Why is software created using taxpayers’ money not released as Free Software? We want legislation requiring that publicly financed software developed for the public sector be made publicly available under a Free and Open Source Software licence. If it is public money, it should be public code as well. Code paid by the people should be available to the people!

    The Public Money? Public Code! campaign aims to set Free Software as the standard for publicly financed software. Public administrations following this principle can benefit from collaboration with other public bodies, independence from single vendors, potential tax savings, increased innovation, and a better basis for IT security.

    The Free Software Foundation Europe together with over 100 civil society organisations and more than 15.000 individuals signed the Open Letter. We will use the signatures to contact decision makers and political representatives all over Europe and convince them to make public code the standard. You are invited to add your signature to make a bigger impact!

    Freie Software: Wenn der Staat finanziert, dann Open Source - ComputerBase
    https://www.computerbase.de/2017-09/freie-software-staat-open-source

    Wenn Behörden die Entwicklung von Software in Auftrag geben, soll der Quellcode immer unter einer Freie-Software- und Open-Source-Lizenz veröffentlicht werden. Das fordern 31 Verbände und Vereine in einem offenen Brief.

    Die Aktion läuft unter dem Motto „Public Money? Public Code!“. Politisch ist das mit der Forderung verbunden, künftig gesetzlich zu regeln, dass von öffentlichen Einrichtungen in Auftrag gegebene Software unter einer Freie-Software-oder Open-Source-Lizenz laufen muss. Denn bis dato würden Verwaltungen jedes Jahr Millionen Euro für steuerfinanzierte Software ausgeben, entwickelt wird die aber von privaten Firmen, die in der Regel eine proprietären Lizenz verwenden. Somit ist der Quellcode nicht einsehbar.

    Public Money Public Code: 31 Organisationen fordern freie Software in der Verwaltung - Golem.de
    https://www.golem.de/news/public-money-public-code-31-organisationen-fordern-freie-software-in-der-verwa

    Mehr freie Software in der Verwaltung: Das wollen 31 Organisationen und fordern Nutzer auf, bei den Kommunen, Städten oder Landkreisen anzufragen. Durch das Begehren sollen Sicherheitslücken vermieden, die Zusammenarbeit verbessert und Steuergelder gespart werden.

    Public Code: Aktivisten fordern Freie Software vom Staat - SPIEGEL ONLINE
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/public-code-aktivisten-fordern-freie-software-vom-staat-a-1167416.html

    Kampagne Public Code: Software für die Verwaltung soll frei sein | heise online
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kampagne-Public-Code-Software-fuer-die-Verwaltung-soll-frei-sein-3830705.html

    Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hat sich als Präsident der Freedom of the Press Foundation bereits zusammen mit mehreren hundert Einzelpersonen hinter die Aktion gestellt. „Weil der Quellcode von unfreier Software oft ein Geschäftsgeheimnis ist, erschwert dies das Finden sowohl versehentlich als auch absichtlich eingebauter Sicherheitslücken enorm“, begründet er seinen Schritt. „Reverse Engineering“ sei in vielen Ländern illegal, was Angriffen wie per WannaCry zugute komme und kritische Infrastrukturen wie Kliniken oder Autofabriken gefährde. Sicherheitslücken lägen dabei oft in proprietärer Software verborgen.

    Snowden hält „nicht auditierbaren Code“ daher für ein Risiko, „das Staaten nicht länger durch spezielle Sonderrechte subventionieren können, ohne dass dadurch Kosten in Form von Menschenleben entstehen“.

    Das Microsoft-Dilemma - Reportage & Dokumentation - ARD | Das Erste
    http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/das-microsoft-dilemma-100.html

    „Wanna Cry“ war ein Weckruf: Die Cyber-Attacke mit dem Erpressungstrojaner traf im Mai 2017 hunderttausende Rechner in mehr als 100 Ländern. Aber wie kann nur ein Schadprogramm gleichzeitig Unternehmen, Krankenhäuser und sogar Geheimdienste in der ganzen Welt lahmlegen? Die Antwort hat einen Namen: Microsoft.

    Auch staatliche und öffentliche Verwaltungen von Helsinki bis Lissabon operieren mit der Software des US-Konzerns. Sie macht angreifbar für Hacker und Spione, verstößt gegen das europäische Vergaberecht, blockiert den technischen Fortschritt und kommt Europa teuer zu stehen. Darüber hat der Journalist Harald Schumann mit seinem Recherche-Team InvestigateEurope mit Insidern und Verantwortlichen in ganz Europa gesprochen.

    Eine gefährliche Abhängigkeit

    Martin Schallbruch, der frühere IT-Chef der Bundesregierung, berichtet, wie die Staaten immer tiefer in die Abhängigkeit von Microsoft geraten. Ein Top-Jurist aus den Niederlanden beschreibt, wie die EU-Kommission und die Regierungen dafür das europäische Ausschreibungsrecht brechen. In Frankreich hat das Verteidigungsministerium beim Abschluss von geheimen Verträgen mit Microsoft das Parlament umgangen, darum will die Senatorin Joelie Garriaud-Maylam nun einen Untersuchungsausschuss einsetzen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar warnt, die Microsoft-Systeme setzen die privaten Daten der Bürger der Ausforschung durch die US-Geheimdienste aus. Interne Dokumente belegen, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik dieses Misstrauen teilt.

    Gibt es Alternativen?

    Sowohl das Europaparlament als auch der Bundestag haben darum mehrfach gefordert, dass die staatlichen IT-Systeme auf quelloffene „Open Source“- Software umgestellt wird, die von Europas eigenen Sicherheitsbehörden geprüft werden können. Italiens Armee hat mit diesem Umstieg auch begonnen, erzählt der italienische General Camillo Sileo. Genauso halten es Polizeibehörden in Frankreich und Litauen oder die Städte Rom und Barcelona. Warum aber stemmen sich die meisten Regierungen gegen die Alternativen, oder kehren wie im Fall München sogar zurück in die Arme von Microsoft? Andrup Ansip, EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt und weitere Akteure stellen sich den Fragen.

    Ein Film von Harald Schumann und Árpád Bondy

    http://tv-download.dw.com/dwtv_video/flv/imf/imf20180510_HDmicrosoft9897_sd_sor.mp4

    #sécruté #FLOSS #open_source #Microsoft #politique #lock-in #monopoles


  • All Your Data Are Belong to Us - Shelly Palmer
    https://www.shellypalmer.com/2018/04/data-belong-us
    Dans le contexte du capitalisme moderne la protection des données personnelles est un contresens. C’est un de ses défenseurs les plus intelligents qui le dit. Il y voit un problème et appelle ses lecteurs à proposer une solution. En principe cette solution se prononce dans un seul mot : socialisme !
    Malheureusement ce problème ne se resoud pas par des dicussions entre programmeurs solidaires, mais elle se débat entre les grandes puissances mondiales à coups de canons et de rockets.

    Apple is a hardware company. It sells the most expensive computers and consumer electronics hardware you can buy. Because of its extreme pricing, Apple enjoys extreme profit margins. This is how it has amassed over $235 billion of cash on its balance sheet. Apple uses data to its benefit, and it has absolutely no need to make its data available to anyone for any reason. Apple makes more than enough money selling hardware. Apple also sells software and content. Both are profitable businesses. Apple doesn’t need to share any of that data with anyone either.

    On the other hand, Facebook does not sell hardware or software or content. It sells you. In order to do this, it provides you with all kinds of services you find valuable. When you agree to use Facebook, you are exchanging data that describes how you use Facebook’s platform and the related services (sometimes provided by third parties) for the right to use the services. Facebook has privacy policies. You may or may not like them, but they are articulated in the privacy section of Facebook’s interface and you can set them as you see fit.
    ...
    What Would Change?

    Everything! If the government regulates Facebook, the regulations will apply to every data-collecting entity that does business in the United States. With over 2 billion registered users, Facebook would own the largest data set reflecting user aspiration. Aspiration is a valuable currency that can be transformed into cash. Advertisers want to know what you aspire to, and you give that information to Facebook with every item (bit of data) you post, what you click on, read and consume on the platform.

    Google would own the largest data set reflecting user intention. You don’t intend to go to Google; you go to Google and tell it what you intend to do. Google has transformed the currency of intention into over $100 billion of annual revenue.

    To round out FANG (Facebook, Amazon, Netflix, and Google), Netflix would own the largest data set reflecting user passions, and Amazon would own the largest data set reflecting user consumption.

    Tight regulation restricting the sharing of data outside these companies would create government-granted data monopolies on the four biggest data-driven currencies: aspiration, intention, passion, and consumption. Advertisers, sponsors, and content providers would have zero bargaining power against these data sets. Regulation would kick traditional media while it is down and would empower giant tech companies to rule the world.
    It Gets Worse

    Without the ability to leverage the data collected by large platforms, start-ups would need funding to purchase access. Maybe that’s a good thing. There’s lots of capital sitting on the sidelines, and perhaps the venture capitalists would enjoy a U-turn back to the days when start-ups actually needed money to start up.

    No matter how you look at this, the consequence of overzealous regulation will be the creation of a handful of de facto dataopolies.

    #vie_privée #monopoles #capitalisme #platform_capitalism #socialisme


  • Rapport #Oxfam : un monde toujours plus inégalitaire
    https://www.mediapart.fr/journal/international/220118/rapport-oxfam-un-monde-toujours-plus-inegalitaire

    © Oxfam Les #inégalités ont atteint un niveau sans équivalent, selon le dernier rapport d’Oxfam : 82 % des richesses créées l’an dernier dans le monde ont été captées par 1 % des plus riches. Loin d’être des créateurs, ces milliardaires sont d’abord des héritiers, ou des personnes en situation de captation des rentes monopolitisques à leur profit. Avec la complicité des États.

    #International #Economie #Etat #grandes_fortunes #héritage #monopoles #pauvreté #politiques_publiques #rente #services_publics


  • Amazon und Google: So will ein breites Bündnis die Übermacht der Konzerne stoppen | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/amazon-und-google-so-will-ein-breites-buendnis-die-uebermacht-der-k

    In Deutschland tritt ein breites Bündnis von Umwelt-, Landwirtschafts- und Entwicklungsorganisationen gegen die zunehmende Macht von Megaunternehmen an. Die neu geformte Initiative „Konzernmacht beschränken“ ruft in einem am Dienstag vorgestellten Papier die nächste Bundesregierung auf, den Trend zu einer immer höheren Marktkonzentration zu stoppen.

    Die schwache Fusionskontrolle schütze kleine Firmen, Bauern, Arbeitnehmer und Verbraucher nicht ausreichend, heißt es in dem Gründungsdokument. Daher fordern die Verbände die Politik auf, den Wettbewerbsbehörden die Entflechtung von Konzernen mit übergroßer Dominanz zu erleichtern. „Je größer die Konzerne, desto mehr Macht und finanzielle Mittel haben sie, die Politik und Märkte in ihrem Sinne zu beeinflussen“, kritisiert Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Die ökonomische Kontrolle durch wenige Anbieter untergrabe am Ende auch die Demokratie.
    „Amerika hat ein Monopolproblem"

    Die Gefährdung der Marktwirtschaft durch Monopole oder durch Oligopole – also wenige Anbieter – ist seit langem ein Thema. Im 19. Jahrhundert etwa schalteten große Eisenbahnkonzerne und Ölmultis den Konkurrenzkampf in den USA weitgehend aus, bis die Politik nach einigem Zögern mit der Zerschlagung der bedrohlichsten Gesellschaften reagierte. Nach Ansicht vieler Experten stehen heutzutage durch die Digitalisierung ähnliche Herausforderungen an. „Amerika hat ein Monopolproblem – und zwar ein riesiges“, m eint etwa Nobelpreisträger Joe Stiglitz.

    Die neuen Technologien begünstigen die Branchenführer, die auf das Sammeln und die hochkomplexe Auswertung von Daten setzen. Jeder neue Kunde beschert Amazon, Google oder Facebook mehr Informationen über das Verbraucherverhalten, ohne dass größere Kosten durch die zusätzliche Nachfrage entstünden. Entsprechend bauen diese Giganten ihre Stellung gegenüber kleineren Rivalen immer weiter aus.
    An Google kommt kaum jemand vorbei

    So beherrscht Google nach Angaben der Initiative Konzernmacht 90 Prozent des Suchmaschinenmarktes und Facebook 75 Prozent der mobilen Kommunikationsdienste.

    Amazon kontrolliere nicht nur 65 Prozent des Online-Buchhandels, sondern führe auch ein digitales Tagelöhnertum mit elektronischer Komplettüberwachung ein. Mit ihren riesigen Profiten dringen die Stars der neuen Weltwirtschaft – zu denen auch Apple und Microsoft gehören – zudem in andere Branchen ein - vom Autogeschäft über den Gesundheitssektor bis hin zu Finanzdienstleistungen.

    Wirklich gehindert hat sie bislang niemand, jedenfalls nicht in ihrer Heimat in den Vereinigten Staaten. In einem harten langen Kampf zwang die US-Regierung Anfang des Jahrtausends den Softwareanbieter Microsoft, seine wettbewerbsschädlichen Praktiken beim Zugang ins Internet aufzugeben. Fachleute sehen darin eine entscheidende Voraussetzung, um neuen Anbietern wie eben Google oder Facebook den Aufstieg zu ermöglichen. Längst aber sind die US-Behörden auf einen ausgesprochen zurückhaltenden Kurs umgeschwenkt. Nach der heutigen Philosophie könnte nur nachweislich zu hohe Preise zu Lasten der Verbraucher ein Einschreiten rechtfertigen.

    Megakonzerne machen es Nutzern leicht

    Die Konsumenten zählen aber bislang überwiegend zu den Nutznießern der Digitalwirtschaft. Google verlangt bis heute von seinen Kunden keinen Cent für seine wesentliche Dienstleistung. Amazon macht mit Billigangeboten dem Einzelhandel das Leben schwer. Daher haben die Giganten von den US-Behörden wenig zu befürchten – und zwar auch schon vor der Amtsübernahme von Präsident Donald Trump.

    In Europa sind die Instrumente der Aufsicht weniger scharf. Dennoch verhängte die EU-Kommission im vergangenen Jahr gegen Google die höchste Kartellstrafe in der Geschichte der Europäischen Union. 2,4 Milliarden Euro soll der Multi zahlen, weil er seine Marktmacht bei der Online-Shopping-Suche missbraucht habe. Allerdings hat das US-Unternehmen Klage gegen die Entscheidung eingereicht.

    Das verlangt das neue deutsche Bündnis

    Das deutsche Bündnis gegen die Macht der Konzerne fordert eine neue Strategie für die Wettbewerbspolitik. So sollten die Hürden für die Kartellbehörden sinken, um als letztes Mittel bei übermächtigen Konzernen Teile oder ganze Geschäftsfelder abzukoppeln. Bisher muss die EU-Kommission dafür den Missbrauch der Marktmacht nachweisen. Das fällt schwer, wenn durch Amazon und Co. die Preise nicht steigen, sondern (erst einmal) sinken.

    Auch sollten Fusionen über Sektoren hinweg – etwa im Pestizid-und Saatgutgeschäft – einfacher untersagt werden können. Die Initiatoren beklagten, dass auch in vielen traditionellen Branchen wie dem Einzelhandel oder der Autoindustrie wenige Anbieter zu viel Macht erlangt hätten. Die Ministererlaubnis für die (teilweise) Übernahme von Kaisers durch Edeka sowie der Dieselskandal zeigten, welchen Einfluss die Konzerne auf die Politik ausübten.

    #monopoles #internet #économie


  • Can Washington Stop Big Tech Companies ? Don’t Bet on It - The New York Times
    https://www.nytimes.com/2017/10/25/technology/regulating-tech-companies.html

    The tech giants are too big. They’re getting bigger. We can stop them. But in all likelihood, we won’t.

    The history of American business is one of repeated cycles of unfettered, sometimes catastrophic growth followed by periods of reflection and regulation. In previous eras of suffocating corporate dominance over our lives — when industrialists gained an economic stranglehold through railroads and vast oil and steel concerns, or when rampant financial speculation sent the nation into economic paroxysms — Americans turned to their government for a fix.

    In the last half-century, lawmakers and regulators set up a regime to improve the safety of automobiles and other manufactured goods, to break up a telephone monopoly that controlled much of the nation’s communications and to loosen the fatal grip that tobacco companies held over American society.

    We are now at another great turning point in the global economy. A handful of technology companies, the Frightful Five — Apple, Google, Microsoft, Facebook and Amazon, the largest American corporations by stock-market value — control the technological platforms that will dominate life for the foreseeable future.

    Yet despite their growth and obvious impact on the economy and society, technology has long been given a special pass. For nearly two decades, under Republican and Democratic presidents, most tech giants have been spared from much legislation, regulation and indeed much government scrutiny of any kind.

    J’avais parlé de ce phénomène en 2007 sous le vocable de #Vectorialisme pour désigner la nouvelle forme de monopole qui émergeait du numérique. Devant le scepticisme de mes collègues, j’avais laissé cette approche de côté. J’ai eu tort (de l’abandonner) car j’avais une belle intuition.

    Part of what has hampered governmental action against the Five is the unusual nature of their power. Much of what they do now, and will soon have the power to do, exceeds what we’ve ever expected from corporations. In different ways, they each collect, analyze and mediate our most important public and personal information, including news, political data and our relationships. They’re being called upon to police free speech, terrorism and sex trafficking, and to defend nations and individuals against existential digital attack.

    But in other ways, the Five do not cleanly fit traditional notions of what constitutes dangerous corporate power. Only a couple of them enjoy monopolies or duopolies in their markets — Google and Facebook in digital ads, for example.

    Then there is our own complicated relationship with the tech giants. We do not think of them in the same way we think of, say, the faceless megacorps of Wall Street. The Five’s power comes cloaked in friendliness, utility and irresistible convenience at unbelievable prices. We hooked our lives into them willingly, and then we became addicted to them. For many Americans, life without all but one or two of them might feel just about unlivable.

    #Economie_numérique #Monopoles #Plateformes


  • Monopoly Men | Boston Review
    http://bostonreview.net/science-nature/k-sabeel-rahman-monopoly-men

    Amazon. Google. Facebook. Twitter. These are the most powerful and influential tech platforms of the modern economy, and the headlines over the last few weeks underscore the degree to which these firms have accumulated an outsized influence on our economic, political, and social life. To many, including acting FTC Chair Maureen Ohlhausen, the status quo is great: the benefits to consumers—from cheap prices to easy access to information to rapid delivery of goods and services—outweigh greater regulation, lest policymakers undermine Silicon Valley innovation.

    But the recent controversies suggest a very different perspective—that private power is increasingly concentrated among a handful of tech platforms, representing a major challenge to the survival of our democracy and the potential for a more dynamic and inclusive economic order. A growing clamor from both the left and right has created a sense of “blood in the water,” and suggests that Silicon Valley’s long honeymoon may finally be over.

    The danger of the “platform power” accumulated by Amazon, Google, Facebook, and Twitter arises from their ability to control the foundational infrastructure of our economic, informational, and political life. Even if they didn’t spend a dime on lobbying or influencing elected officials, this power would still pose a grave threat to democracy and economic opportunity. The fact that these companies provide enormously popular and useful goods and services is indisputable—but also beside the point. The central issue here is not simply the value for the consumer. Instead it is vast, unaccountable private power over the foundations of contemporary society and politics. In a word, the central issue is democracy.

    It was this deeper problem of power—not merely the impacts on prices or the consumer experience—that motivated reformers such as Brandeis to develop whole new institutions and legal regimes: antitrust laws to break up monopolies, public utility regulation to assure fair prices and nondiscrimination on “common carriers” such as railroads, the creation of the FTC itself, and much of President Franklin Roosevelt’s early New Deal push to establish governmental regulatory agencies charged with overseeing finance, market competition, and labor.

    But the late twentieth century saw a widespread shift away from the New Deal ethos. Starting in the 1970s, intellectual critiques of economic regulation highlighted the likelihood of corruption, capture, and inefficiency, while scholars in economics espoused the virtues of self-regulation, growth-optimization, and efficient markets. In these intellectual constructs big business and the conservative right found support for their attacks on the New Deal edifice, and in the 1980s and 1990s, we saw the bipartisan adoption of a deregulatory ethic—including in market competition policy.

    These cultural currents—the skepticism of government as corrupt at worst and inefficient at best, the belief in private enterprise and the virtues of “free markets,” and a commitment to delivering for consumers above the broader social and political repercussions—suffuses our current political economic discourse. The Brandeis-ian critique of private power has been wholly absent in recent decades and nowhere is this absence more pronounced than in the worldview of Silicon Valley.

    In our current moment, it is as if technological innovation has been divorced from the corporations that profit from it. Through these rose-colored glasses, technology is seen as a good in itself, promising efficiency, delivering new wonders to consumers, running laps around otherwise stale and plodding government institutions. Amazon, Google, Facebook, and Twitter have been able to resist corporate criticism (until recently, that is) by emphasizing their cultural and ideational commitment to the consumer and to innovation. They have casted themselves as the vanguards of social progress, the future’s cavalry who should not be constrained by government regulation because they offer a better mode of social order than the government itself.

    But as the anxieties of the last few months indicate, this image does not capture reality. Indeed, these technology platforms are not just “innovators,” nor are they ordinary corporations anymore. They are better seen and understood as privately controlled infrastructure, the underlying backbone for much of our economic, social, and political life. Such control and influence brings with it the ability to skew, rig, or otherwise manage these systems—all outside the kinds of checks and balances we would expect to accompany such power.

    This kind of infrastructural power also explains the myriad concerns about how platforms might taint, skew, or undermine our political system itself—concerns that extend well beyond the ability of these firms to lobby inside the Beltway. Even before the 2016 election, a number of studies and scholars raised the concern that Facebook and Google could swing elections if they wanted to by manipulating their search and feed algorithms. Through subtle and unnoticeable tweaks, these companies could place search results for some political candidates or viewpoints above others, impacting the flow of information enough to influence voters.

    Given our reality, it would be helpful to think of Amazon, Google, Facebook, and Twitter as the new “utilities” of the modern era. Today the idea of “public utility” conjures images of rate regulation and electric utility bureaucracies. But for Progressive Era reformers, public utility was a broad concept that, at its heart, was about creating regulations to ensure adequate checks and balances on private actors who had come to control the basic necessities of life, from telecommunications to transit to water. This historical tradition helps us identify what kinds of private power are especially troubling. The problem, ultimately, is not just raw “bigness,” or market capitalization. Rather, the central concern is about private control over infrastructure.

    At a minimum Equifax’s data breach suggests a need for regulatory oversight imposing public obligations of data security, safety, and consumer protection on these firms. Some commentators have suggested an antitrust-style breaking up of credit reporting agencies while others have called for replacing the oligopoly altogether with public databases.

    #Plateformes #Monopoles #Vectorialisme


  • Que faire ? (1/4)

    Chacun le sent avec plus ou moins de clairvoyance : l’heure est venue de sortir de la passivité, de rompre avec le vide de sens et le conformisme ambiants. Nous ouvrons en conséquence une série de quatre billets — conclusion de nos cinq ans d’existence et de réflexion — autour de cette unique question sur l’#Université et la #recherche [1]…

    Que faire ?

    Que faire qui n’ait été cent fois tenté ?

    Que faire qui n’ait cent fois échoué ?

    Et surtout : pour quoi faire ?

    http://www.groupejeanpierrevernant.info/#QueFaire1

    #néolibéralisme #idéologie #définition #marché #échange #Etat #Etat-nation #concurrence #rationalité_économique #coopération #efficience #profit #inégalités #communs #commun #monopoles

    via @SarahMekdjian


  • Why the Soda Industry Is the Big Tobacco of Our Times | Alternet
    https://www.alternet.org/books/why-soda-industry-big-tobacco-our-times

    Even this brief description demonstrates that the soda business involves many companies with a vested interest in its success. The stakeholders in the soda business include the soda companies themselves, of course, but also those that supply sugar and other raw ingredients, make syrup, produce carbon dioxide, fabricate the cans and bottles, can and bottle the products, make dispensers and vending machines, deliver ingredients, and supply and service the factories, dispensers, and vending machines. Sodas help support the restaurants, convenience stores, grocery stores, sports facilities, and movie theaters that sell drinks to customers, as well as the advertising agencies employed to market the products and the media venues in which advertisements appear. A seemingly infinite number of individuals, nonprofit organizations, educational institutions, health and environmental groups, and business associations benefit from soda company philanthropy, partnerships, and marketing. Because all of these entities depend on sodas for their livelihoods or function, they constitute an unusually wide-ranging support system for Big Soda. Indeed, one of Coca-Cola’s guiding rules is to ensure that everyone who touches its products along the way to the consumer should make money doing so. This is a business strategy guaranteed to ensure deep and lasting devotion.

    In the United States, many of the companies engaged in beverage manufacturing belong to the industry trade group, the American Beverage Association (ABA). This association’s role, among others, is to promote the value of its member companies to the U.S. economy. The soda industry, it says, “has a direct economic impact of $141.22 billion, provides more than 233,000 jobs, and helps to support hundreds of thousands more that depend, in part, on beverage sales for their livelihoods.” Moreover, says the ABA, the companies and their employees pay more than $14 billion in state taxes and nearly $23 billion in federal business and income taxes, and contribute hundreds of millions of dollars to charitable causes. Although the ABA does not say so directly, its point is that any public health campaign to reduce soda intake will cost jobs and harm the economy. You may recall that cigarette companies set the standard for use of such arguments. But in promoting the value of their industries to the economy, neither considers the economic or personal costs of the diseases their products may cause.

    #Soda #Tabac #Monopoles #Lobbyisme


  • Une histoire de « conquête » en #Turquie : De l’espoir de la #démocratie à la dérive autoritaire

    La venue au pouvoir de l’#AKP s’est appuyée sur la contestation des #monopoles économiques d’Etat et de la bureaucratie en charge de ces monopoles. L’AKP s’est ainsi fait la voix des populations marginalisées par cette organisation économico-sociale, initiant un bouleversement de la structure sociale turque.


    http://mouvements.info/une-histoire-de-conquete-en-turquie-de-lespoir-de-la-democratie-a-la-de
    #autoritarisme #histoire #dictature #économie
    via @isskein


  • Review: Move Fast and Break Things: How Facebook, Google, and Amazon Cornered Culture
    https://www.forbes.com/sites/bradauerbach/2017/04/18/move-fast-and-break-things-how-facebook-google-and-amazon-cornered-culture-book-review/#b855e4c422f0

    In essence, Taplin points out that Google and Facebook achieve their massive net profit margins because they dominate the means by which content is distributed on the net, while creating very little of it themselves. He points out that You Tube (owned by Google) has in excess of 55% of the streaming audio business but only contributes 11% of the revenue distributed to the creators. Whereas Spotify has been striking deals with record companies that drive more revenue back to the creators of content, the collapse of the fixed format (compact disc) sector of the music business has been catastrophic for many artists. Facebook refuses to negotiate agreements for the distribution of music and video on its platform.

    Taplin also touches on the psychological aspects of Facebook’s designs. He notes that studies by B.F. Skinner in the 1960s reveal a quirk fundamental to Facebook’s model. When Skiner’s mice hit a lever and were given the same reward, they soon hit the lever far less vigorously than the mice who were given variable rewards. Ponder your behavior when it comes to reacting to the ping of a new text or a Facebook update.

    #GAFA #Vectorialisme #monopoles


  • Move Fast and Break Things by Jonathan Taplin review – the damage done by Silicon Valley | Books | The Guardian
    https://www.theguardian.com/books/2017/apr/26/move-fast-and-break-things-jonathan-taplin-review-damage-silicon-valley

    Critique (négative) du livre de Jonathan Taplin sur les GAFA

    In the end, Taplin is reduced to hoping that the dominant players of the digital world will come to their senses and realise the damage they are doing. Of Zuckerberg, he writes: “I hope that the young CEO of Facebook will be willing to pause and think about where his company is taking the media business.” So that’s what we’ve been reduced to: wishing for a “good emperor” to hear his people’s distress. It’s a sign of how slavish the world built by Silicon Valley has become. Taplin’s own experience with Ohanian should show us just how dangerous it is to be dependent on the goodwill of spoiled brats.

    #GAFA #monopoles #vectorialisme


  • Is It Time to Break Up Google ? - The New York Times
    https://www.nytimes.com/2017/04/22/opinion/sunday/is-it-time-to-break-up-google.html

    In just 10 years, the world’s five largest companies by market capitalization have all changed, save for one: Microsoft. Exxon Mobil, General Electric, Citigroup and Shell Oil are out and Apple, Alphabet (the parent company of Google), Amazon and Facebook have taken their place.

    They’re all tech companies, and each dominates its corner of the industry: Google has an 88 percent market share in search advertising, Facebook (and its subsidiaries Instagram, WhatsApp and Messenger) owns 77 percent of mobile social traffic and Amazon has a 74 percent share in the e-book market. In classic economic terms, all three are monopolies.

    While Brandeis generally opposed regulation — which, he worried, inevitably led to the corruption of the regulator — and instead advocated breaking up “bigness,” he made an exception for “natural” monopolies, like telephone, water and power companies and railroads, where it made sense to have one or a few companies in control of an industry.

    Could it be that these companies — and Google in particular — have become natural monopolies by supplying an entire market’s demand for a service, at a price lower than what would be offered by two competing firms? And if so, is it time to regulate them like public utilities?

    We are going to have to decide fairly soon whether Google, Facebook and Amazon are the kinds of natural monopolies that need to be regulated, or whether we allow the status quo to continue, pretending that unfettered monoliths don’t inflict damage on our privacy and democracy.

    It’s not just newspapers that are hurting. In 2015 two Obama economic advisers, Peter Orszag and Jason Furman, published a paper arguing that the rise in “supernormal returns on capital” at firms with limited competition is leading to a rise in economic inequality. The M.I.T. economists Scott Stern and Jorge Guzman explained that in the presence of these giant firms, “it has become increasingly advantageous to be an incumbent, and less advantageous to be a new entrant.”

    There are a few obvious regulations to start with. Monopoly is made by acquisition — Google buying AdMob and DoubleClick, Facebook buying Instagram and WhatsApp, Amazon buying, to name just a few, Audible, Twitch, Zappos and Alexa. At a minimum, these companies should not be allowed to acquire other major firms, like Spotify or Snapchat.

    The second alternative is to regulate a company like Google as a public utility, requiring it to license out patents, for a nominal fee, for its search algorithms, advertising exchanges and other key innovations.

    The third alternative is to remove the “safe harbor” clause in the 1998 Digital Millennium Copyright Act, which allows companies like Facebook and Google’s YouTube to free ride on the content produced by others. The reason there are 40,000 Islamic State videos on YouTube, many with ads that yield revenue for those who posted them, is that YouTube does not have to take responsibility for the content on its network. Facebook, Google and Twitter claim that policing their networks would be too onerous. But that’s preposterous: They already police their networks for pornography, and quite well.

    #GAFA #Monopoles #vectorialisme #régulation


  • IT in der öffentlichen Verwaltung : Europas fatale Abhängigkeit von Microsoft - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/it-in-der-oeffentlichen-verwaltung-europas-fatale-abhaengigkeit-von-microsoft/19628246-all.html


    Dans l’univers des adminsitrations on commence à se rendre compte de la dépendance du géant Microsoft. Le très conservateurs Tagesspiegel publie un article de fond qu’on n’aurait pas cru possible sur ses pages il y a quelques mois.

    Alle europäischen Staaten nutzen Software von Microsoft für ihre Verwaltungen – und geraten immer tiefer in die Abhängigkeit des US-Konzerns. Warum das technisch und politisch höchst riskant ist. von Harald Schumann und Elisa Simantke

    #monopoles #Microsoft #Europe #politique


  • The data that turned the world Upside Down

    http://motherboard.vice.com/read/big-data-cambridge-analytica-brexit-trump

    Psychologist Michal Kosinski developed a method to analyze people in minute detail based on their Facebook activity. Did a similar tool help propel Donald Trump to victory? Two reporters from Zurich-based Das Magazin (where an earlier version of this story appeared in December in German) went data-gathering.

    On the same day, a then little-known British company based in London sent out a press release: “We are thrilled that our revolutionary approach to data-driven communication has played such an integral part in President-elect Trump’s extraordinary win,” Alexander James Ashburner Nix was quoted as saying. Nix is British, 41 years old, and CEO of #Cambridge_Analytica

    His company wasn’t just integral to Trump’s online campaign, but to the UK’s Brexit campaign as well.

    What Kosinski did not know at the time: SCL is the parent of a group of companies. Who exactly owns SCL and its diverse branches is unclear, thanks to a convoluted corporate structure, the type seen in the UK Companies House, the Panama Papers, and the Delaware company registry. Some of the SCL offshoots have been involved in elections from Ukraine to Nigeria, helped the Nepalese monarch against the rebels, whereas others have developed methods to influence Eastern European and Afghan citizens for NATO. And, in 2013, SCL spun off a new company to participate in US elections: Cambridge Analytica.

    “Pretty much every message that Trump put out was data-driven,” Alexander Nix remembers.

    Our smartphone, Kosinski concluded, is a vast psychological questionnaire that we are constantly filling out, both consciously and unconsciously.

    Macron tenterait-il le même genre d’approche ? Qui d’autre encore ?

    #Trump #big_data #Psychometrics #psychologie #manipulation #Strategic_Communication_Laboratories

    • Pour Macron :
      http://tempsreel.nouvelobs.com/rue89/rue89-politique/20161116.RUE3756/comment-emmanuel-macron-a-fait-son-diagnostic.html

      La démarche a l’air plus proche de celle de l’équipe Obama. La boite derrière :
      https://www.liegeymullerpons.fr (Liegey Muller Pons est la première startup de stratégie électorale en Europe — WTF ?)

      Voir aussi https://seenthis.net/messages/120960 (2013)

      Je ne sais pas bien quoi penser de tout ça. Je trouve les présupposés « théoriques » de Kosinski assez « faibles » (https://fr.wikipedia.org/wiki/Mod%C3%A8le_des_Big_Five_(psychologie) ), mais ça doit être suffisant pour être opératoire — vu les volumes de données brassées : une étude de pyscho classique, c’est péniblement une centaine de sujets... là ce sont des millions...

      On dirait un mélange entre la société du spectacle et le projet CyberSyn...

    • To him, (Kosinski, ce chercheur tout à fait neutre, sans préjugé) the internet had always seemed like a gift from heaven. What he really wanted was to give something back, to share. Data can be copied, so why shouldn’t everyone benefit from it?

      « Aleksandr Kogan (qui, pour le compte d’une boîte visant à influencer les votes lors d’élection divers, SCL Compagny, a profité de l’idiotie spectaculaire de Kosinski) then moved to Singapore, married, and changed his name to Dr. Spectre. »
      Non mais, sérieux ! C’est quoi cette histoire !

      Nix finishes his lecture at the Concordia Summit by stating that traditional blanket advertising is dead. “My children will certainly never, ever understand this concept of mass communication.”

      But to what extent did psychometric methods influence the outcome of the election? When asked, Cambridge Analytica was unwilling to provide any proof of the effectiveness of its campaign. And it is quite possible that the question is impossible to answer.

      Another big winner is Cambridge Analytica. Its board member Steve Bannon, former executive chair of the right-wing online newspaper Breitbart News, has been appointed as Donald Trump’s senior counselor and chief strategist.

      The world has been turned upside down. Great Britain is leaving the EU, Donald Trump is president of the United States of America. And in Stanford, Kosinski, who wanted to warn against the danger of using psychological targeting in a political setting, is once again receiving accusatory emails. “No,” says Kosinski, quietly and shaking his head. “This is not my fault. I did not build the bomb. I only showed that it exists.”

      Quel grand esprit !

      Cette histoire me ramène à un docu de David Curtis, de la BBC qui rappelait l’usage intensif d’une méthode de classification de psychologie cognitive lors de l’élection de Reagan. Il s’agit du quatrième épisode de la série « The century of the Self » (autour de l’influence de Freud sur Bernays et, plus généralement sur l’usage de la psychologie par les politiques dans la seconde moitié du XXè s.), intitulé « Eight People Sipping Wine in Kettering »
      http://www.dailymotion.com/video/x17b3nc_the-century-of-the-self-eight-people-sipping-wine-in-kettering-

      (je précise que l’étrange David Curtis se définit comme un libertarien)

    • Un commentaire de la chercheuse qui a collaboré avec Kosinski à l’élaboration de la méthode :

      The need to control psychological targeting - Das Magazin
      https://www.dasmagazin.ch/2016/12/22/need-control-psychological-targeting

      Texte intégral de l’original. La version anglaise est complémentée par un paragraphe écrit par Cambridge Analytica qui dément toute manipulation des électeurs démocrates. A mourir de rire.

      Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt - Das Magazin
      https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt

      Von Hannes Grassegger und Mikael Krogerus

      Das Magazin N°48 – 3. Dezember 2016

      Am 9. November gegen 8.30 Uhr erwacht Michal Kosinski in Zürich im Hotel Sunnehus. Der 34-jährige Forscher ist für einen Vortrag am Risikocenter der ETH angereist, zu einer Tagung über die Gefahren von Big Data und des sogenannten digitalen Umsturzes. Solche Vorträge hält Kosinski ständig, überall auf der Welt. Er ist ein führender Experte für Psychometrik, einen datengetriebenen Nebenzweig der Psychologie. Als er an diesem Morgen den Fernseher einschaltet, sieht er, dass die Bombe geplatzt ist: Entgegen den Hochrechnungen aller führenden Statistiker ist Donald J. Trump gewählt worden.

      Lange betrachtet Kosinski Trumps Jubelfeier und die Wahlergebnisse der einzelnen Bundesstaaten. Er ahnt, dass das Ergebnis etwas mit seiner Forschung zu tun haben könnte. Dann atmet er tief durch und schaltet den Fernseher aus.

      Am gleichen Tag versendet eine bis dahin kaum bekannte britische Firma mit Sitz in London eine Pressemitteilung: «Wir sind begeistert, dass unser revolutionärer Ansatz der datengetriebenen Kommunikation einen derart grundlegenden Beitrag zum Sieg für Donald Trump leistet», wird ein Alexander James Ashburner Nix zitiert. Nix ist Brite, 41 Jahre alt und CEO von Cambridge Analytica. Er tritt stets im Massanzug und mit Designerbrille auf, die leicht gewellten blonden Haare nach hinten gekämmt.

      Der nachdenkliche Kosinski, der gestriegelte Nix, der breit grinsende Trump – einer hat den digitalen Umsturz ermöglicht, einer hat ihn vollführt, einer davon profitiert.

      Wie gefährlich ist Big Data?

      Jeder, der nicht die letzten fünf Jahre auf dem Mond gelebt hat, kennt den Begriff «Big Data». Big Data bedeutet auch, dass alles, was wir treiben, ob im Netz oder ausserhalb, digitale Spuren hinterlässt. Jeder Einkauf mit der Karte, jede Google-Anfrage, jede Bewegung mit dem Handy in der Tasche, jeder Like wird gespeichert. Besonders jeder Like. Lange war nicht ganz klar, wozu diese Daten gut sein sollen – ausser dass in unserem Facebook-Feed Blutdrucksenker beworben werden, weil wir grad «Blutdruck senken» gegoogelt haben. Unklar war auch, ob Big Data eine grosse Gefahr oder ein grosser Gewinn für die Menschheit ist. Seit dem 9. November kennen wir die Antwort. Denn hinter Trumps Onlinewahlkampf und auch hinter der Brexit-Kampagne steckt ein und dieselbe Big-Data-Firma: Cambridge Analytica mit ihrem CEO Alexander Nix. Wer den Ausgang der Wahl verstehen will – und was auf Europa in den nächsten Monaten zukommen könnte –, muss mit einem merkwürdigen Vorfall an der britischen Universität Cambridge im Jahr 2014 beginnen. Und zwar an Kosinskis Department für Psychometrik.

      Psychometrie, manchmal auch Psychografie genannt, ist der wissenschaftliche Versuch, die Persönlichkeit eines Menschen zu vermessen. In der modernen Psychologie ist dafür die sogenannte Ocean-Methode zum Standard geworden. Zwei Psychologen war in den 1980ern der Nachweis gelungen, dass jeder Charakterzug eines Menschen sich anhand von fünf Persönlichkeitsdimensionen messen lässt, den Big Five: Offenheit (Wie aufgeschlossen sind Sie gegenüber Neuem?), Gewissenhaftigkeit (Wie perfektionistisch sind Sie?), Extraversion (Wie gesellig sind Sie?), Verträglichkeit (Wie rücksichtsvoll und kooperativ sind Sie?) und Neurotizismus (Sind Sie leicht verletzlich?). Anhand dieser Dimensionen kann man relativ genau sagen, mit was für einem Menschen wir es zu tun haben, also welche Bedürfnisse und Ängste er hat, und aber auch, wie er sich tendenziell verhalten wird. Das Problem aber war lange Zeit die Datenbeschaffung, denn zur Bestimmung musste man einen komplizierten, sehr persönlichen Fragebogen ausfüllen. Dann kam das Internet. Und Facebook. Und Kosinski.

      Für den Warschauer Studenten Michal Kosinski begann ein neues Leben, als er 2008 an der ehrwürdigen Cambridge University in England aufgenommen wurde: am Zentrum für Psychometrie, im Cavendish Laboratory, dem ersten Psychometrie-Labor überhaupt. Mit einem Studienkollegen stellte Kosinski eine kleine App ins damals noch überschaubare Facebook: Auf MyPersonality, so hiess die Applikation, konnte man eine Handvoll psychologischer Fragen aus dem Ocean-Fragebogen ausfüllen («Lassen Sie sich bei Stress leicht aus der Ruhe bringen?» – «Neigen Sie dazu, andere zu kritisieren?»). Als Auswertung erhielt man sein «Persönlichkeitsprofil» – eigene Ocean-Werte –, und die Forscher bekamen die wertvollen persönlichen Daten. Statt, wie erwartet, ein paar Dutzend Studienfreunde hatten schnell Hunderte, Tausende, bald Millionen ihre innersten Überzeugungen verraten. Plötzlich verfügten die beiden Doktoranden über den grössten jemals erhobenen psychologischen Datensatz.

      Das Verfahren, das Kosinski mit seinen Kollegen über die nächsten Jahre entwickelt, ist eigentlich recht einfach. Zuerst legt man Testpersonen einen Fragebogen vor. Das ist das Onlinequiz. Aus ihren Antworten kalkulieren die Psychologen die persönlichen Ocean-Werte der Befragten. Damit gleicht Kosinskis Team dann alle möglichen anderen Onlinedaten der Testpersonen ab: was sie auf Facebook gelikt, geshared oder gepostet haben, welches Geschlecht, Alter, welchen Wohnort sie angegeben haben. So bekommen die Forscher Zusammenhänge. Aus einfachen Onlineaktionen lassen sich verblüffend zuverlässige Schlüsse ziehen. Zum Beispiel sind Männer, die die Kosmetikmarke MAC liken, mit hoher Wahrscheinlichkeit schwul. Einer der besten Indikatoren für Heterosexualität ist das Liken von Wu-Tang Clan, einer New Yorker Hip-Hop-Gruppe. Lady-Gaga-Follower wiederum sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit extrovertiert. Wer Philosophie likt, ist eher introvertiert.

      Kosinski und sein Team verfeinern die Modelle unablässig. 2012 erbringt Kosinski den Nachweis, dass man aus durchschnittlich 68 Facebook-Likes eines Users vorhersagen kann, welche Hautfarbe er hat (95-prozentige Treffsicherheit), ob er homosexuell ist (88-prozentige Wahrscheinlichkeit), ob Demokrat oder Republikaner (85 Prozent). Aber es geht noch weiter: Intelligenz, Religionszugehörigkeit, Alkohol-, Zigaretten- und Drogenkonsum lassen sich berechnen. Sogar, ob die Eltern einer Person bis zu deren 21. Lebensjahr zusammengeblieben sind oder nicht, lässt sich anhand der Daten ablesen. Wie gut ein Modell ist, zeigt sich daran, wie gut es vorhersagen kann, wie eine Testperson bestimmte Fragen beantworten wird. Kosinski geht wie im Rausch immer weiter: Bald kann sein Modell anhand von zehn Facebooks-Likes eine Person besser einschätzen als ein durchschnittlicher Arbeitskollege. 70 Likes reichen, um die Menschenkenntnis eines Freundes zu überbieten, 150 um die der Eltern, mit 300 Likes kann die Maschine das Verhalten einer Person eindeutiger vorhersagen als deren Partner. Und mit noch mehr Likes lässt sich sogar übertreffen, was Menschen von sich selber zu wissen glauben. Am Tag, als Kosinski diese Erkenntnisse publiziert, erhält er zwei Anrufe. Eine Klageandrohung und ein Stellenangebot. Beide von Facebook.

      Nur für Freunde sichtbar

      Facebook hat inzwischen die Unterscheidung zwischen öffentlichem und privatem Posten eingeführt. Im «privaten» Modus können nur die eigenen Freunde sehen, was man likt. Aber das bleibt kein Hindernis für Datensammler: Während Kosinski stets das Einverständnis der Facebook-User erfragt, verlangen viele Onlinequiz heute den Zugang zu privaten Daten als Vorbedingung für Persönlichkeitstests. (Wer keine grosse Sorge um die eigenen Daten hat und sich selbst anhand seiner Likes auf Facebook einschätzen lassen will, kann das auf Kosinskis Seite applymagicsauce.com machen und anschliessend seine Ergebnisse mit denen eines «klassischen» Ocean-Fragebogens vergleichen: discovermyprofile.com/personality.html.)

      Aber es geht nicht nur um die Likes auf Facebook: Kosinski und sein Team können inzwischen Menschen allein anhand des Porträtfotos den Ocean-Kriterien zuordnen. Oder anhand der Anzahl unserer Social-Media-Kontakte (ein guter Indikator für Extraversion). Aber wir verraten auch etwas über uns, wenn wir offline sind. Der Bewegungssensor zeigt zum Beispiel, wie schnell wir das Telefon bewegen oder wie weit wir reisen (korreliert mit emotionaler Instabilität). Das Smartphone, stellt Kosinski fest, ist ein gewaltiger psychologischer Fragebogen, den wir konstant bewusst und unbewusst ausfüllen. Vor allem aber, und das ist wichtig zu verstehen, funktioniert es auch umgekehrt: Man kann nicht nur aus Daten psychologische Profile erstellen, man kann auch umgekehrt nach bestimmten Profilen suchen – etwa: alle besorgten Familienväter, alle wütenden Introvertierten. Oder auch: alle unentschlossenen Demokraten. Was Kosinski genau genommen erfunden hat, ist eine Menschensuchmaschine.

      Immer deutlicher erkennt Kosinski das Potenzial – aber auch die Gefahr seiner Arbeit.

      Das Netz erschien ihm immer wie ein Geschenk des Himmels. Er will ja eigentlich zurückgeben, teilen, sharen. Daten sind kopierbar, sollen doch alle etwas davon haben. Es ist der Geist einer ganzen Generation, der Beginn eines neuen Zeitalters ohne die Grenzen der physischen Welt. Aber was passiert, fragt sich Kosinski, wenn jemand seine Menschensuchmaschine missbraucht, um Menschen zu manipulieren? Er beginnt, alle seine wissenschaftlichen Arbeiten mit Warnungen zu versehen. Mit seinen Methoden könnten «das Wohlergehen, die Freiheit oder sogar das Leben von Menschen bedroht» werden. Aber niemand scheint zu verstehen, was er meint.

      In dieser Zeit, Anfang 2014, tritt ein junger Assistenzprofessor namens Aleksandr Kogan an Kosinski heran. Er habe eine Anfrage eines Unternehmen, das sich für Kosinskis Methode interessiere. Die Facebook-Profile von zehn Millionen US-Nutzern sollen psychometrisch vermessen werden. Zu welchem Zweck, das könne er nicht sagen, es gebe strenge Geheimhaltungsauflagen. Kosinski will erst zusagen, es geht um sehr viel Geld für sein Institut, zögert dann aber. Schliesslich rückt Kogan mit dem Namen der Firma heraus: SCL – Strategic Communications Laboratories. Kosinski googelt die Firma: «Wir sind eine weltweit agierende Wahl-Management-Agentur», liest er auf der Unternehmenswebsite. SCL bieten Marketing auf Basis eines psycho-logischen Modells. Schwerpunkt: Wahlbeeinflussung. Wahlbeeinflussung? Verstört klickt sich Kosinski durch die Seiten. Was ist das für eine Firma? Und was haben diese Leute in den USA vor?

      Was Kosinski zu diesem Zeitpunkt nicht weiss: Hinter SCL verbirgt sich ein kompliziertes Firmenkonstrukt mit Ablegern in Steuerparadiesen – wie die Panama Papers und Wikileaks-Enthüllungen zeigen. Manche haben bei Umstürzen in Entwicklungsländern mitgewirkt, andere entwickelten für die Nato Methoden zur psychologischen Manipulation der Bevölkerung in Afghanistan. Und mittlerweile sind SCL auch die Mutterfirma von Cambridge Analytica, jener ominösen Big-Data-Bude, die für Trump und Brexit den Onlinewahlkampf organisierte.

      Kosinski weiss davon nichts, aber er ahnt Ungutes. «Die Sache begann zu stinken», erinnert er sich. Bei seinen Nachforschungen entdeckt er, dass Aleksandr Kogan heimlich eine Firma registriert hat, die mit SCL Geschäfte macht. Aus einem Dokument, das dem «Magazin» vorliegt, geht hervor, dass SCL Kosinskis Methode durch Kogan kennenlernte. Plötzlich dämmert Kosinski, dass Kogan sein Ocean-Modell kopiert oder nachgebaut haben könnte, um es der Wahlbeeinflussungsfirma zu verkaufen. Sofort bricht er den Kontakt zu ihm ab und informiert den Institutsleiter. Innerhalb der Universität entfacht sich ein komplizierter Konflikt. Das Institut sorgt sich um seinen Ruf. Aleksandr Kogan zieht erst einmal nach Singapur, heiratet und nennt sich fortan Dr. Spectre. Michal Kosinski wechselt an die Stanford University in den USA.

      Ein Jahr lang ist es ziemlich ruhig, dann, im November 2015, verkündet die radikalere der beiden Brexit-Kampagnen, «leave.eu», getragen von Nigel Farage, sie habe eine Big-Data-Firma beauftragt, ihren Wahlkampf online zu unterstützen: Cambridge Analytica. Kernkompetenz der Firma: neuartiges Politmarketing, sogenanntes Mikrotargeting – auf Basis des psychologischen Ocean-Modells. 

      Kosinski bekommt Mails, was er damit zu tun habe – bei den Stichworten Cambridge, Ocean und Analytics denken viele zuerst an ihn. Zum ersten Mal hört er von der Firma. Entsetzt schaut er auf die Website. Sein Albtraum ist wahr geworden: Seine Methodik wird im grossen Stil für politische Zwecke eingesetzt.

      Nach dem Brexit im Juli prasseln Beschimpfungen auf ihn ein: Schau nur, was du getan hast, schreiben Freunde und Bekannte. Überall muss Kosinski erklären, dass er mit dieser Firma nichts zu tun hat.

      Erst Brexit, dann Trump

      Zehn Monate später. Es ist der 19. September 2016, die US-Wahl rückt näher. Gitarrenriffs erfüllen den dunkelblauen Saal des New Yorker Grand Hyatt Hotels, Creedence Clearwater Revival: «Bad Moon Rising». Der Concordia Summit ist eine Art Weltwirtschaftsforum in Klein. Entscheidungsträger aus aller Welt sind eingeladen, unter den Gästen befindet sich auch Bundesrat Schneider-Ammann. «Bitte heissen Sie Alexander Nix, Chief Executive Officer von Cambridge Analytica, willkommen», verkündet eine sanfte Frauenstimme aus dem Off. Ein schlanker Mann im dunklen Anzug betritt die Bühnenmitte. Es herrscht gebannte Stille. Viele hier wissen: Das ist Trumps neuer Digital-Mann. «Bald werden Sie mich Mr. Brexit nennen», hatte Trump einige Wochen zuvor etwas kryptisch getwittert. Politikbeobachter hatten zwar auf die inhaltliche Ähnlichkeit zwischen Trumps Agenda und jener des rechten Brexit-Lagers verwiesen. Die wenigsten aber hatten den Zusammenhang mit Trumps kürzlichem Engagement einer weithin unbekannten Marketingfirma bemerkt: Cambridge Analytica.

      Trumps Digitalkampagne hatte davor mehr oder minder aus einer Person bestanden: Brad Parscale, einem Marketingunternehmer und gescheiterten Start-up-Gründer, der Trump für 1500 Dollar eine rudimentäre Website aufgebaut hatte. Der 70-jährige Trump ist kein Digitaltyp, auf seinem Arbeitstisch steht nicht einmal ein Computer. So etwas wie eine E-Mail von Trump gibt es nicht, hat seine persönliche Assistentin einmal verraten. Sie selber habe ihn zum Smartphone überredet – von dem aus er seither unkontrolliert twittert.

      Hillary Clinton hingegen verliess sich auf das Erbe des ersten Social-Media-Präsidenten, Barack Obama. Sie hatte die Adresslisten der Demokratischen Partei, sammelte Millionen über das Netz, bekam Unterstützung von Google und Dreamworks. Als im Juni 2016 bekannt wurde, dass Trump Cambridge Analytica angeheuert hatte, rümpfte man in Washington die Nase. Ausländische Gecken in Massanzügen, die Land und Leute nicht verstehen? Seriously?

      «Es ist mein Privileg, vor Ihnen, verehrte Zuhörer, über die Macht von Big Data und der Psychografie im Wahlkampf zu sprechen.» Hinter Alexander Nix erscheint das Logo von Cambridge Analytica – ein Gehirn, zusammengesetzt aus ein paar Netzwerkknoten, wie eine Landkarte. «Vor ein paar Monaten war Cruz noch einer der weniger beliebten Kandidaten», sagt der blonde Mann mit diesem britischen Zungenschlag, der Amerikanern dasselbe Gefühl einjagt wie vielen Schweizern Hochdeutsch, «nur 40 Prozent der Wähler kannten seinen Namen.» Alle im Saal haben den Blitzaufstieg des konservativen Senators Cruz mitbekommen. Es war einer der seltsamsten Momente des Wahlkampfes. Der letzte grosse innerparteiliche Gegner Trumps, der aus dem Nichts gekommen war. «Wie also hat er das geschafft?», fährt Nix fort. Ende 2014 war Cambridge Analytica in den US-Wahlkampf eingestiegen, zunächst als Berater des Republikaners Ted Cruz, finanziert vom verschwiegenen US-Softwaremilliardär Robert Mercer. Bisher, so Nix, seien Wahlkampagnen nach demografischen Konzepten geführt worden, «eine lächerliche Idee, wenn Sie drüber nachdenken: Alle Frauen erhalten die gleiche Nachricht, bloss weil sie das gleiche Geschlecht haben – oder alle Afroamerikaner, wegen ihrer Rasse?» So dilettantisch arbeitet das Kampagnenteam von Hillary Clinton, das braucht Nix hier gar nicht zu erwähnen, es unterteilt die Bevölkerung in vermeintlich homogene Gruppen – genauso wie all die Meinungsforschungsinstitute es taten, die Clinton bis zuletzt als Gewinnerin sahen.

      Stattdessen klickt Nix weiter zur nächsten Folie: fünf verschiedene Gesichter, jedes Gesicht entspricht einem Persönlichkeitsprofil. Es ist das Ocean-Modell. «Wir bei Cambridge Analytica», sagt Nix, «haben ein Modell entwickelt, das die Persönlichkeit jedes Erwachsenen in den USA berechnen kann.» Jetzt ist es absolut still im Saal. Der Erfolg des Marketings von Cambridge Analytica beruhe auf der Kombination dreier Elemente: psychologische Verhaltensanalyse nach dem Ocean-Modell, Big-Data-Auswertung und Ad-Targeting. Ad-Targeting, das ist personalisierte Werbung, also Werbung, die sich möglichst genau an den Charakter eines einzelnen Konsumenten anpasst.

      Nix erklärt freimütig, wie seine Firma das macht (der Vortrag ist auf Youtube frei einsehbar). Aus allen möglichen Quellen kauft Cambridge Analytica persönliche Daten: Grundbucheinträge, Bonuskarten, Wählerverzeichnisse, Clubmitgliedschaften, Zeitschriftenabonnements, medizinische Daten. Nix zeigt die Logos global tätiger Datenhändler wie Acxiom und Experian – in den USA sind quasi alle persönlichen Daten käuflich zu erwerben. Wenn man wissen will, wo zum Beispiel jüdische Frauen wohnen, kann man diese Informationen einfach kaufen. Inklusive Telefonnummern. Nun kreuzt Cambridge Analytica diese Zahlenpakete mit Wählerlisten der Republikanischen Partei und Onlinedaten wie Facebook-Likes – dann errechnet man das Ocean-Persönlichkeitsprofil: Aus digitalen Fussabdrücken werden plötzlich reale Menschen mit Ängsten, Bedürfnissen, Interessen – und mit einer Wohnadresse.

      Das Vorgehen ist identisch mit den Modellen, die Michal Kosinski entwickelt hatte. Auch Cambridge Analytica verwendet IQ-Quiz und andere kleine Ocean-Test-Apps, um an die aussagekräftigen Facebook-Likes von Usern zu gelangen. Und Cambridge Analytica macht genau das, wovor Kosinski gewarnt hatte: «Wir haben Psychogramme von allen erwachsenen US Bürgern – 220 Millionen Menschen», Nix öffnet den Screenshot, «so sehen unsere Kontrollzentren aus. Lassen Sie mich zeigen, was wir damit tun.» Ein digitales Cockpit erscheint. Links Diagramme, rechts eine Karte von Iowa, wo Cruz überraschend viele Stimmen im Vorwahlkampf gesammelt hatte. Darauf Hunderttausende kleiner Punkte, rot und blau. Nix grenzt die Kriterien ein: Republikaner – die blauen Punkte verschwinden; «noch nicht überzeugt» – wieder verschwinden Punkte; «männlich» und so weiter. Am Schluss erscheint ein einzelner Name, darunter Alter, Adresse, Interessen, politische Neigung. Wie bearbeitet Cambridge Analytica nun eine solche Person mit politischen Botschaften?

      In einer anderen Präsentation zeigt Nix am Beispiel des Waffengesetzes zwei Versionen, wie man psychografisch durchleuchtete Wähler ansprechen kann: «Für einen ängstlichen Menschen mit hohen Neurotizismus-Werten verkaufen wir die Waffe als Versicherung. Sehen Sie links das Bild dazu: die Hand eines Einbrechers, die eine Scheibe einschlägt.» Die rechte Seite zeigt einen Mann und ein Kind im Sonnenuntergang, beide mit Flinten in einem Feld, offensichtlich bei der Entenjagd: «Das ist für konservative Typen mit hoher Extraversion.»

      Wie man Clinton-Wähler von der Urne fernhält

      Trumps auffällige Widersprüche, seine oft kritisierte Haltungslosigkeit und die daraus resultierende ungeheure Menge an unterschiedlichen Botschaften entpuppen sich plötzlich als sein grosser Vorteil: Jedem Wähler seine Botschaft. «Trump agiert wie ein perfekt opportunistischer Algorithmus, der sich nur nach Publikumsreaktionen richtet», notiert bereits im August die Mathematikerin Cathy O’Neil. Am Tag der dritten Präsidentschaftsdebatte zwischen Trump und Clinton versendet Trumps Team 175 000 verschiedene Variationen seiner Argumente, vor allem via Facebook. Die Botschaften unterscheiden sich meist nur in mikroskopischen Details, um den Empfängern psychologisch optimal zu entsprechen: verschiedene Titel, Farben, Untertitel, mit Foto oder mit Video. Die Feinkörnigkeit der Anpassung geht hinunter bis zu Kleinstgruppen, erklärt Nix im Gespräch mit «Das Magazin». «Wir können Dörfer oder Häuserblocks gezielt erreichen. Sogar Einzelpersonen.» In Miamis Stadtteil Little Haiti versorgte Cambridge Analytica Einwohner mit Nachrichten über das Versagen der Clinton-Stiftung nach dem Erdbeben in Haiti – um sie davon abzuhalten, Clinton zu wählen. Das ist eines der Ziele: potenzielle Clinton-Wähler – hierzu gehören zweifelnde Linke, Afroamerikaner, junge Frauen – von der Urne fernzuhalten, ihre Wahl zu «unterdrücken», wie ein Trump-Mitarbeiter erzählt. In sogenannten dark posts, das sind gekaufte Facebook-Inserate in der Timeline, die nur User mit passendem Profil sehen können, werden zum Beispiel Afroamerikanern Videos zugespielt, in denen Hillary Clinton schwarze Männer als Raubtiere bezeichnet.

      «Meine Kinder», beendet Nix seinen Vortrag am Concordia Summit, «werden sich so etwas wie ein Werbeplakat mit der gleichen Nachricht für alle, ja das ganze Konzept eines Massenmediums, nicht mehr erklären können. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und kann Ihnen sagen, dass wir mittlerweile für einen der beiden verbliebenen Kandidaten arbeiten.» Dann verlässt er die Bühne.

      Wie gezielt die amerikanische Bevölkerung bereits in diesem Moment von Trumps digitalen Truppen massiert wird, ist nicht erkennbar – weil sie selten breit im Mainstream-TV attackieren, sondern meist personalisiert auf Social Media oder im Digitalfernsehen. Und während sich das Clinton-Team auf Basis demografischer Hochrechnungen in Sicherheit wiegt, entsteht in San Antonio im Sitz der Trump-Digitalkampagne ein «zweites Hauptquartier», wie Bloomberg-Journalist Sasha Issenberg nach einem Besuch überrascht notiert. Das Cambridge-Analytica-Team, angeblich nur ein Dutzend Leute, hatte im Juli von Trump etwa 100 000 Dollar erhalten, im August bereits 250 000 Dollar, fünf Millionen im September. Insgesamt, so sagt Nix, habe man etwa 15 Millionen Dollar eingenommen.

      Und die Massnahmen der Firma sind radikal: Ab Juli 2016 wird für Trump-Wahlhelfer eine App bereitgestellt, mit der sie erkennen können, welche politische Einstellung und welchen Persönlichkeitstyp die Bewohner eines Hauses haben. Wenn Trumps Leute an der Tür klingeln, dann nur bei jenen, die die App als empfänglich für seine Botschaften einstuft. Die Wahlhelfer haben auf den Persönlichkeitstyp des Bewohners angepasste Gesprächsleitfaden bereit. Die Reaktion wiederum geben die Wahlhelfer in die App ein – und die neuen Daten fliessen zurück in den Kontrollraum von Cambridge Analytica.

      Die Firma unterteilt die US-Bevölkerung in 32 Persönlichkeitstypen, man konzentriert sich nur auf 17 Staaten. Und wie Kosinski festgestellt hatte, dass Männer, die MAC Cosmetic liken, sehr wahrscheinlich schwul sind, fand Cambridge Analytica heraus, dass eine Vorliebe für US-gefertigte Autos das beste Anzeichen für mögliche Trump-Wähler ist. Unter anderem solche Erkenntnisse zeigen nun Trump, welche Botschaften ziehen und wo genau am besten. Die Entscheidung, dass er sich in den letzten Wochen auf Michigan und Wisconsin konzentriert, geschieht auf Basis einer Datenauswertung. Der Kandidat wird zum Umsetzungsinstrument eines Modells.

      Was macht Cambridge Analytica in Europa?

      Aber wie gross war der Einfluss der psychometrischen Methoden auf den Ausgang der Wahl? Cambridge Analytica will auf Anfrage keine Belege für die Wirksamkeit der Kampagne liefern. Und es ist gut möglich, dass die Frage nicht zu beantworten ist. Und doch gibt es Anhaltspunkte: Da ist die Tatsache, dass Ted Cruz dank der Hilfe von Cambridge Analytica aus dem Nichts zum schärfsten Konkurrenten Trumps in den Primaries aufstieg. Da ist die Zunahme der ländlichen Wählerschaft. Da ist der Rückgang der Stimmenabgabe durch Afroamerikaner. Auch der Umstand, dass Trump so wenig Geld ausgab, könnte sich mit der Effektivität persönlichkeitsbasierter Werbung erklären. Und auch, dass er drei Viertel seines Marketingbudgets in den Digitalbereich steckte. Facebook erwies sich als die ultimative Waffe und der beste Wahlhelfer, wie ein Trump-Mitarbeiter twitterte. Das dürfte beispielsweise in Deutschland der AfD gefallen, die mehr Facebook-Freunde hat als CDU und SPD zusammen.

      Es ist also keineswegs so, wie oft behauptet wird, dass die Statistiker diese Wahl verloren haben, weil sie mit ihren Polls so danebenlagen. Das Gegenteil ist richtig: Die Statistiker haben die Wahl gewonnen. Aber nur jene mit der neuen Methode. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass Trump oft über die Wissenschaft schimpfte, aber wohl dank ihr die Wahl gewonnen hat.

      Ein anderer grosser Gewinner heisst Cambridge Analytica. Ihr Vorstandsmitglied Steve Bannon, Herausgeber der ultrarechten Onlinezeitung «Breitbart News», ist gerade zu Donald Trumps Chefstrategen ernannt worden. Marion Maréchal-Le Pen, aufstrebende Front-National-Aktivistin und Nichte der Präsidentschaftskandidatin*, twitterte bereits, dass sie seine Einladung zur Zusammenarbeit annehme, und auf einem internen Firmenvideo steht über dem Mitschnitt einer Besprechung «Italy». Alexander Nix bestätigt, dass er auf Kundenakquise sei, weltweit. Es gebe Anfragen aus der Schweiz und Deutschland.

      All das hat Kosinski von seinem Büro in Stanford aus beobachtet. Nach der US-Wahl steht die Universität kopf. Kosinski antwortet auf die Entwicklungen mit der schärfsten Waffe, die einem Forscher zur Verfügung steht: mit einer wissenschaftlichen Analyse. Zusammen mit seiner Forscherkollegin Sandra Matz hat er eine Reihe von Tests durchgeführt, die bald veröffentlicht werden. Erste Ergebnisse, die dem «Magazin» vorliegen, sind beunruhigend: Psychologisches Targeting, wie Cambridge Analytica es verwendete, steigert die Clickraten von Facebook-Anzeigen um über 60Prozent. Die sogenannte Conversion-Rate, also wie stark Leute – nachdem sie die persönlich zugeschnittene Werbung gesehen haben – auch danach handeln, also einen Kauf tätigen oder eben wählen gehen, steigerte sich um unfassbare 1400 Prozent**.

      Die Welt hat sich gedreht. Die Briten verlassen die EU, in Amerika regiert Donald Trump. Begonnen hat alles mit einem Mann, der eigentlich vor der Gefahr warnen wollte. Bei dem jetzt wieder diese Mails eintreffen, die ihn anklagen. «Nein», sagt Kosinski leise und schüttelt den Kopf, «das hier ist nicht meine Schuld. Ich habe die Bombe nicht gebaut. Ich habe nur gezeigt, dass es sie gibt.» 

      Mitarbeit: Paul-Olivier Dehaye; www.personaldata.io
      Die Fotografin Lauren Bamford lebt in Melbourne und Sydney

      *Am Samstag den 3. Dezember wurde nach einem Leserhinweis diese Stelle verdeutlicht, damit es nicht zu einer Verwechslung mit Marine Le Pen kommt.

      **Die genannte Studie bezieht sich auf eine Vergleichsreihe: Ein Konsum-Produkt wurde online beworben. Verglichen wurde die Reaktion auf zwei unterschiedliche Ansprachen: Eine genau auf den Charakter des Konsumenten angepasste Werbung mit einer dem Charakter widersprechenden Werbung. Die Steigerung der Conversionrate liegt bei genau angepasster Werbung bei 1’400 Prozent gegenüber dem Charakter widersprechender Werbung.

      #surveillance #monopoles #1984

    • Même si oui, il y a sûrement (forcément) eu des manipulations (et pas que du côté républicains, probablement), pourquoi est-ce qu’on s’échinerait à trouver une explication « technique » de ce genre alors que dès les résultats on a vu que la quantité de votes républicains était sensiblement similaire aux précédentes élections ?

      Après, les manipulations peuvent aussi avoir fait baisser les votes démocrates sans avoir fait augmenter les votes républicains… mais bon… l’incroyable impopularité d’Hillary a quand même dû pas mal jouer. Et il n’empêche qu’au final il n’y a pas spécialement plus de votes républicains qu’avant.

    • @rastapopoulos On pourrait prèsque appeler anecdotique le côté manipulation.

      Je trouve beaucoup plus intéressante la déscription de du changement de paradigme en ce qui concerne les voies de communication et la révélation des méthodes big data qui d’habitude restent opaques et incompréhensbibles pour le commun des mortels.

      Si je comprends bien l’article les fausses estimations du résultat des élections par les grandes agences sont duês en partie à la négligeance complète des voies et méthodes de communication choisies par l’équipe Trump. On abandonne la réflexion sur un type aux humeurs et opinions aléatoires pour découvrir un pro de la com qui est complètement data driven .

    • cette histoire est fortement contestée

      The Truth About The Trump Data Team That People Are Freaking Out About - BuzzFeed News
      https://www.buzzfeed.com/kendalltaggart/the-truth-about-the-trump-data-team-that-people-are-freaking

      interviews with 13 former employees, campaign staffers, and executives at other Republican consulting firms who have seen Cambridge Analytica’s work suggest that its psychological approach was not actually used by the Trump campaign and, furthermore, the company has never provided evidence that it even works. Rather than a sinister breakthrough in political technology, the Cambridge Analytica story appears to be part of the traditional contest among consultants on a winning political campaign to get their share of credit — and win future clients.

    • #merci @fil #snake_oil

      ... pourtant c’est inquiétant ..

      A Data Team Tied To Trump’s Campaign Has A Pretty Unusual Past - BuzzFeed News
      https://www.buzzfeed.com/kendalltaggart/company-tied-to-trump-campaign-once-pushed-voter-suppression

      Among SCL Group’s other projects:

      It worked to dissuade some Nigerians from voting during the 2007 election by organizing “anti-poll rallies,” according to SCL Group’s website.

      Oakes, the CEO, was hired as an image consultant for the former president of Indonesia as he faced accusations of financial misconduct. In defending President Abdurrahman Wahid, Oakes was accused of covertly using government funds to stage a conference for journalists — ostensibly about journalistic independence but participants were unaware of the government’s involvement. Oakes told the Wall Street Journal at the time that he didn’t do anything unethical.

      The prime minister of St. Vincent and the Grenadines accused SCL Group of funneling foreign money into his opponents’ campaigns. The prime minister said the goal of this effort was to get laws passed allowing investors to buy citizenship. The leader of the opposition party denied receiving foreign funds from SCL Group, according to a local media report, but said that it did receive other forms of assistance from the company.


  • La concentration continue sur le marché des bus longue distance
    http://mobil.berliner-zeitung.de/wirtschaft/expansion-fernbus-marktfuehrer-flixbus-uebernimmt-konkurrent-


    La société Flixbus contrôle désormais plus de 80% du marché allemand. On n’entend pas un mot de la part du Kartellamt , l’administration chargée de garantir l’existence d’une concurrence digne de ce nom. Depuis l’introduction des premiers bus longue distance en 2013 les usagers profitent de prix extrêmement bas pendant la bataille pour les parts de marché. Avec la concentrantion de plus en plus avancée on s’attend à d’importantes augmentations des tarifs.

    Flixbus übernimmt Konkurrent Postbus

    Zum Kaufpreis wollte der Flixbus-Gründer keine Angaben machen. Der Deal werde aber zusätzliche Einnahmen von 15 bis 20 Millionen Euro jährlich bringen. Die Übernahme ist am Montag in Kraft getreten.

    Der Postbus war im November 2013 als Kooperation mit dem ADAC an den Start gegangen. Der Autoclub stieg im November 2014 aus dem Projekt aber wieder aus, die Post betrieb das Geschäft alleine weiter.

    „Wir wollen zum Beispiel die Küste häufiger anfahren und den grenzüberschreitenden Verkehr ausbauen, vor allem aber die Regionen stärken.“ Profitieren würden Kleinstädte, die bisher noch nicht an das Fernbus-Netz angeschlossen sind.

    Darüber hinaus wollen Flixbus und Post in der Logistik zusammenarbeiten. Derzeit testet das Bonner Unternehmen einen Express-Kurierservice zwischen Hamburg und Berlin, bei dem DHL-Pakete taggleich mit dem Fernbus versendet werden. „Wir prüfen, wie wir diesen Service gemeinsam mit FlixBus ausweiten“, sagte der Geschäftsführer von Deutsche Post Mobility, Joachim Wessels.

    Ende Juni hatte Flixbus bereits den britischen Konkurrenten Megabus übernommen und damit seine europaweite Expansion vorangetrieben. Anfang des Jahres besaß das im Februar 2013 gegründete Unternehmen nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Iges in Deutschland einen Marktanteil von 71 Prozent - vor Postbus mit 10 Prozent.

    Derzeit fährt Flixbus 900 Ziele an, rund 450 davon im deutschsprachigen Raum. Postbus bietet Verbindungen zu 112 Zielen an, etwa 85 davon in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

    Le développement de sociétés privés de transport avec autobus se situe dans le cadre de la politique visant à détruire pour toujours les anciens monopoles des sociétés d’état. La Deutsche Bahn étant privatisée suit cette ligne. Elle ferme les dernières lignes de train régionales peu profitables et participe ainsi à l’étranglement des usagers par des prix dits du marché.

    Bref, on assiste encore une fois à l’expropriation de tous au profit d’investisseurs se cachant derrière des sociétés anonymes.

    Über Dein Fernbus Unternehmen → FlixBus
    https://www.flixbus.de/unternehmen/ueber-flixbus

    Vom deutschen Startup zu Europas Nummer 1

    FlixBus wurde von drei jungen Unternehmern in München gegründet, um nachhaltiges Reisen bequem und gleichzeitig bezahlbar zu machen. Zeitgleich startete „MeinFernbus“ aus Berlin mit grünen Bussen durch Deutschland.

    Nach dem Fall des Bahnmonopols in 2013 rollten die beiden Startups als führende Anbieter den Fernbus-Markt auf und setzten sich gegen internationale Großkonzerne durch. Seit dem Zusammenschluss der Teams in München und Berlin sind wir klarer Marktführer in Deutschland.

    Seit 2015 startet FlixBus auch international durch: Fernbusnetze in Frankreich, Italien, Österreich und den Niederlanden sowie grenzüberschreitenden Linienverkehr bis nach Skandinavien, Spanien, England oder Osteuropa. Reisende profitieren heute von Europas größtem Fernbusangebot.

    Hinter dem grünen Fernbusanbieter steht mittlerweile ein internationales Team aus knapp 1.000 Mitarbeitern an Standorten in München, Berlin, Paris, Mailand und Zagreb sowie mehrere tausend Fahrer unserer Partner aus ganz Europa. Jeder Einzelne trägt dazu bei, FlixBus und grüne Mobilität jeden Tag noch besser zu machen. Du hast Persönlichkeit und gleichzeitig den Teamgeist, um gemeinsam mit uns den Fernbusmarkt Europas zu erobern? Dann bewirb Dich bei uns, wir haben den passenden Job für Dich.

    #Allemagne #transport #monopoles

    • Déjà fait… les flixbus mis en place, les trains de nuit ont été supprimés et les prix sur certains trajets sont déjà plus chers que le train.
      #stratégie_libérale voir aussi #ford, le premier a avoir racheté toutes les lignes de bus avant de les couler pour vendre ses voitures en se créant un #monopole. (mais je ne trouve pas de ref valable, on dirait que cette info n’existe plus)

    • C’est assez classique : détruire des « monopoles » d’État sous prétexte que le privé, c’est plus efficace et moins cher (comment cela serait possible puisque les sociétés privées doivent — en plus du « service » — rémunérer le capital et faire de la publicité ?), parce que la concurrence, c’est bon pour notre poil.

      Après une première phase d’expansion où de petits opérateurs s’imaginent ramasser une part du gâteau et mettent en place le côté capillaire du réseau (celui qui coûte cher à développer), les gros font pression sur les prix (dumping, vente à perte), jusqu’à ce que les petits, qui n’ont pas la trésorerie pour faire face, lâchent l’affaire et revendent aux gros (pour les plus malins et rapides) ou se font essorer et reprendre pour des clous symboliques (pour ceux qui ont été assez bêtes pour croire qu’ils jouaient dans la même arène et qu’en persévérant, on finit par gagner).

      La guerre des prix (qui donne l’illusion aux consommateurs qu’ils sont gagnants) se poursuit sur le dos de « la masse salariale », des « liaisons déficitaires », ou des investissements (sécurité, infrastructures, matériel).

      Quand tout est bien nettoyé jusqu’à l’os, on a remplacé un monopole d’État avec prix régulés et comptes rendus à la population par un cartel privé qui a besoin de se refaire sur la bête : augmentation des tarifs à des niveaux jamais atteints auparavant (on vous a bien expliqué qu’il fallait rémunérer le capital en plus de tout le reste, et après la période de consolidation où le capital a claqué du bec, le capital a faim, il a même très très faim !), dégradation du service, des salaires, des conditions de travail, des outils, de la sécurité… jusqu’à ce que ça parte en couilles et que le vilain État doive remettre la main à la poche pour pallier aux dépenses de fonctionnement et d’investissement qui n’ont pas été réalisées correctement.

      Comme ça, client ou pas, tout le ponde paye pour un service moins bien et nettement plus cher !

    • Les transports donnent l’impression de se développer en force de frappe de la #disruption. Avec la privatisation disparaît la possibilité de vérifier les comptes et de tirer des conclusions précises, le travail de vérification étant mis entre les mains d’administrations en manque de fomctionnaires qualifiés.

      Depuis longtems la définition des tâches et stratégies des entreprises publiques en fonction des besoins de la société a fait place à la quête sans limites de la rentabilité. En Allemagne même l’administration publique est obligée à facturer ses « services » au prix coûtant.

      Les abus et fraudes sont omniprésents avec des branches professionnelles entièrement reprises par le crime organisé. On transforme en charnière entre l’économie officielle et les activités illicites les secteurs économiques où le paiement en espèces est coutume, rapprochant ainsi blanchiment d’argent et trafic de stupéfiants des activités économmiques légales.

      Nous observons l’empoisonnement par le non-droit d’un nombre grandissant de secteurs économiques, une situation déjà bien connue des bénéficiares des allocation SGB II / Hartz IV. Les dernières bastions du droit du travail et de l’état de providence demeurent les grandes entreprises et l’administration publique.

      Il est connu qu’à Berlin la majorité des restaurants (pas exclusivement) « italiens » et « chinois » sont victimes de rackets et constituent la facade pour le blanchiment d’argent, les autres restaurateur fraudent quand c’est possible.

      Les taxis fraudeurs
      http://www.berliner-zeitung.de/berlin/verkehr/steuerhinterziehung-die-meisten-taxibetriebe-in-berlin-arbeiten-ill

      Une étude récente, dont le résultat est basé sur des chiffres précis relevés auprès de la quasi totalité des entreprises taxi, vient de trouver que trois quarts des taxis de la capitale ne sont pas rentables. C’est est une preuve irréfutable de fraude fiscale et de non-paiement de primes d’assurance santé, de chômage et de retraite (il n’y a pas de sécurité sociale nationale comme en France, il s’agit d’assurances privées et semi-privées).

      Les résultats de l’étude taxi n’ont eu aucune conséquence. Les administrations compétentes et le gouvernement municipal ont explicitement exclu des mesures efficaces en utilisant comme prétexte la protection constitutionnelle de la libre entreprise.

      On ne parle pas des facteurs essentiels dans les médias francais

      Pourquoi la guerre VTC/taxis n’a pas eu lieu en Allemagne
      http://geopolis.francetvinfo.fr/bureau-berlin/2015/06/25/pourquoi-la-guerre-vtctaxis-na-pas-eu-lieu-en-allemagne.html
      Cet article nous explique que ne nombre et la qualité des taxis allemands (au fait l’auteure ne parle que de Berlin) est tellement bonne qu’Uber ne trouve pas de clients. C’est une idée superficielle qu’on risque de prendre pour plausible quand on ne connaît rien du métier.
      Malheureuement la raison pricipale pour le succès limité d’Uber dans les villes allemandes est tout aussi simple : Les taxis gagnent si peu que même les pratiques les plus brutales d’Uber ne permettent pas d’imposer des frais de main d’oeuvre en dessous des ce qui se pratique chez les taxis. Un chauffeur moyen gagne actuellement € 6,50 par heure , deux euros en dessous du SMIC allemand.
      L’article dit vrai quand il évoque le grand nombre d taxis. Depuis sa publication il y un an le nombre de taxis berlinois a augmenté de 7600 à 8200. Les 600 licenses supplémentaires ont surtout été délivrés aux fraudeurs qui n’en ont pas obtenu dans les autres grandes villes d’Allemagne.

      On ne peut que constater que les gouvernements de beaucoup de pays européens encouragent et organisent le démantèlement de toute structure protégeant les simples citoyens au profit des grandes entreprises faussement appellées nationales. Dans le cas de Berlin le gouvernment municipal donne l’impression d’être paralysé par les hypnotiseurs de l’économie startup ultra-libérale.

      Industrie 4.0
      https://en.wikipedia.org/wiki/Industry_4.0

      Quand on regarde du côté du gouvernement fédéral (appelé Bund ou Bundesregierung ) on tombe sur la campagne pour une industrie 4.0 . Il s’agit de transformer la production dans les usines dans des chaînes de production flexibles et fiables. Chacun y travaillerait partout et toujours quand la production l’exige.
      D’après l’avis de spécialistes de l’organisation industrielle il s’agit de l’énième tentative depuis les années 1960 d’introduire les mêmes procédés voués à l’échec. Pourtant il faut craindre que ce projet soit poursuivi avec plus d’envergure que dans la passé. Après l’introduction de l’informatique et de l’internet dans le sectuer primaire et tertiaire et les vagues de licenciement qui l’ont suivi on s’attaque au secteur de la production industrielle.

      Outre l’avènement des nouvelles technologies nous sommes aujourd’hui confronté à un ennemi plus expérimenté et décidé qui a réussi le démantèlement des PTT allemands Bundespost et des autres grandes entreprises d’état. L’expérience gagnée par l’incorporation de la RDA dans l’état allemand capitaliste joue aussi en sa faveur.

      Il faudra créer de nouvelles alliances interntionales et dépasser les revendications et structures syndicales du passé afin d’agir avec succès pour les intérêts du commun des mortels.

      #taxi #Berlin #capitalisme

    • Il y a eu orchestration de ce soit-disant retard politique pour éviter aux administrations d’Etat de prendre conscience des bouleversements technologiques qui aurait pu faire avancer la société. Depuis 78, à part créer illégalement puis légaliser des fichiers sur les us et coutumes de chacun avec comme but caché l’interconnexion des données, la surveillance globale et le démantèlement de la CNIL … rien (par exemple) n’a été mis en place pour créer un réseau public de covoiturage, pourtant l’Etat est parfaitement capable de prélever la TVA sur chaque produit que nous achetons. Ca a donc été une façon d’empêcher toutes innovations démocratiques, donc publiques, qui passaient par les échanges numériques (les interdictions ou restrictions sur le P2P, le Logiciel Libre, l’ouverture des savoirs, mais aussi l’inertie flagrante sur la co-économie covoiturage, colocation … etc) et ce n’est pas faute en France d’avoir eu des personnes qui ont tiré la sonnette ou s’y sont intéressés. Je dirais que cette #incapacité_politique d’anticipation créative est verrouillée de façon systémique, mais pas que. Oui, l’élitisme français n’est par essence pas novateur, le relais est toujours effectué par ceux qui ne veulent pas perdre leurs privilèges de caste avec leur conformisme de rigueur, mais il y a eu une stratégie pour empêcher cette innovation et pour laisser la place au privé et au libéralisme. C’est ainsi que je comprends ce que tu dis @klaus quand tu parles de corruption. Bref, énorme déception de ce que le numérique aurait put apporter non pas à quelques nantis mais à l’ensemble de la société.

    • @touti Les governements nationaux (je suppose surtout de d’Allemagne et du Royaume Uni) ont fait inscrire dans le droit européen la priorité des entreprises privées. L’état n’a plus le droit d’exercer une activité économique qu’après avoir apporté la preuve que les entreprises privées n’en sont pas capables. (qu’un spécialiste des directives européennes m’éclaircisse sur les coordonnées du texte précis s.v.p. ;-) ).

      Ce que tu décris est ni plus ni moins que le résultat voulu de la politique de nos gouvernements.

      Nous sommes arrivés à un point où tout ce qu’on nous a enseigné à l’école sur la relation entre l’état et la société n’est plus valable ou n’existe plus que sous forme de phrase vidée de son sens et transformée en mensonge.

      C’est pourqoui le pouvoir fait un bruit énorme autour des sujets peux couteux comme l’égalité des sexes alors qu’il est complètement égal si c’est Madame Merkel ou Monsieur Schöder qui nous gouverne. Je ne peux pas non plus dire que je préfère Madame Lagarde à Monsieur Strauss-Kahn tous aussi néfastes pour le monde les uns que les autres. Suivons la trace du fric et nous irons droit vers les sources des inégalités.

      P.S. L’engagement pour l’égalité des sexes est important mais il ne faut pas regarder le sujet sans son contexte.

    • @simplicissimus Même si la TVA est gérée par les entreprises, qui en ont l’obligation, cela permet bien à l’Etat comme tu le soulignes d’en tirer la moitié de ses ressources. Ou le discours du « Quand on veut, on peut » du libéralisme non appliqué à lui-même mais à l’individu. La comparaison vaut en ce que L’Etat a des moyens d’action étendus quand il le veut.

      @klaus je ne suis pas d’accord avec toi. Je constate qu’à chaque fois que le mot guerre (guerre sociale, au terrorisme etc) est employé, la préoccupation politique de la place des femmes recule, la guerre c’est du sérieux pour les couillus …

    • Les guerres se font toutes sur le dos des femmes : elles restent à la production, elles maintiennent cohésion sociale et tissu économique, elles produisent (de grès et souvent de force) les effectifs guerriers de remplacement, elles sont collectivisées dans l’effort de guerre, elles sont les premières victimes directes et elles se cognent l’effort de reconstruction avant d’être renvoyées à leurs cuisines.

    • Bref, énorme déception de ce que le numérique aurait put apporter non pas à quelques nantis mais à l’ensemble de la société.

      Tout ce qui se développe en contexte capitaliste bénéficie à terme au capital, parce que le mouvement de ce dernier n’est pas fondé sur un contenu particulier. Il faut d’abord sortir du capitalisme, et après on pourra juger ce qui est souhaitable ou pas de faire avec les techniques numériques (et le reste).

    • @touti : je pense que Klaus voulait souligner que l’égalité des sexes est une thématique utilisée pour détourner des enjeux moins avouables (moins avouables, pas moins importants, évidemment). Cf. par exemple en ce moment même aux US où le sexisme, le racisme, l’homophobie sont utilisés pour valoriser Clinton face à Trump, tout en oubliant les actes des démocrates, des élites, et de Clinton en personne quand elle était au pouvoir. Dans ce contexte, le moins avouable, c’est la perpétuation de l’ordre des choses actuel (soutien sans faille à Wall Street, soutien sans faille au chaos au Moyen Orient et en Europe de l’Est, et en Asie, soutien sans faille à la dérégulation généralisée et au démantèlement des états au profit des transnationales (TIPP...)...).

    • @touti La corruption étant le principe de base du système capitaliste elle est supportable tant qu’elle respecte les règles imposées par le système politique (on parle d’un état de droit) et tant qu’on se situe du côté des gagnants.

      En Allemagne le gouvernement rouge-vert (social-démocrates et verts après les purges de la gauche fondatrice du parti) a introduit une sorte de tiers-monde au sein de l’Allemagne même avec son Agenda 2010 .

      Depuis l’état de droit se trouve en érosion constante les victimes de l’introdution d’un secteur de bas revenus étant les premiers exposés à la nouvelle situation de non-droit.

      L’absence de la possibilité de recours juridique contre les puissants et les administrations est un facteur essentiel pour les pratiques de corruption, l’autre partie de la définition étant l’appropriation illégale de biens par l’exercice abusif du pouvoir dont on dispose.

      Avec la pauvreté de plus en plus généralisée et le dématèlement des droits envers l’état et les entreprises privée (par ex. du secteur de l’immobilier) on est de plus en plus exposé à la corruption et paie un prix de plus en plus élevé pour tout dont on a besoin.
      Le rapprochement des secteurs économiques officiels et illicites n’est qu’un aspect de ce phénomène.

      Qui sont les corrompus et leurs commanditaires ?
      Il y a les élites diverses qui participent à la transformation de l’état et de la société qui se font payer cher pour leur activités. Il y a les politiciens qui touchent des salaires plus élevés que nécessaires et profitent souvent d’occasions supplémentaires pour s’enrichir. Il y les spéculateurs, les industriels, les lobbyistes etc.

      Au fond rien n’a changé depuis le début de l’ère capitaliste.

      Reste à discuter si on peut appeller de la corrution légale les exemple d’avidité abusive qui ne constituent pas d’infractions évidentes au lois ou si on n’a le droit d’appeller de la corruption que les comportements définis dans le code pénal bourgeois. J’ai beaucoup de sympathie pour la première définition.

      #corruption

    • En matière de transports, l’État est bien le seul, parce qu’il ne cherche pas le profit, à pouvoir entretenir des lignes peu rentables.

      L’État n’a pas d’autonomie vis à vis du capital. Pour entretenir les lignes peu rentables, il doit d’abord prélever des moyens sur l’activité des entreprises (à moins de rétablir le travail forcé), ce qui n’est possible que si celles-ci réussissent d’abord et avant tout le processus de valorisation de la valeur pour lequel elles sont fondées (autrement, elles disparaissent, tout simplement, concurrence entre capitalistes oblige).

      Cette capacité à prendre en charge les lignes avec un moindre intérêt économique est donc directement corrélée à une accumulation réussie de capital (et toutes les nuisances que ça représente). Si la valeur d’usage (ici le transport) ne peut plus être soutenue par l’État, c’est bien que le capital est en panne depuis plus de 40 ans. Tant mieux en un sens, mais on voit bien que sa décomposition ne conduit pas mécaniquement à son abolition : il faudra s’y coller en dénonçant les derniers forçats qui défendent « les aspects positifs de la colonisation... euh de la marchandisation (y compris étatique) »

    • @aude_v le nom de famille des gosses ce n’est pas seulement symbolique, c’est une loi où l’Etat civil fait perdurer le patriarcat comme principe d’héritage, base forte du capitalisme.
      Au final, dans une société ou prime l’individualisme, on enferme les mômes dans les crèches, les écoles, puis quand on réduit les effectifs et qu’on ferme tout ça, il ne reste plus que la télévision pour se charger de leur éducation. Donner le droit à une femme de s’occuper de ses enfants le dimanche, c’est entériner aussi que nous est retiré le droit de nous occuper collectivement de nos enfants.


  • Rich Data, Poor Data: What the Data Rich Do - That the Data Poor and the Data Middle Class Do Not! - Shelly Palmer
    http://www.shellypalmer.com/2016/05/rich-data-poor-data-data-rich-data-poor-data-middle-class-not

    Generally speaking, there are two kinds of companies in the world: data rich and data poor. The richest of the data rich are easy to name: Google, Facebook, Amazon, Apple. But you don’t need to be at the top of this list to use data to create value. You need to have the tools in place to turn information (data) into action. That’s what the data rich do that the data poor and the data middle class do not.

    – The Data Rich Treat Data Like Cash
    – Data Is More Powerful in the Presence of Other Data
    – The data rich have data councils that meet regularly to evaluate and modify corporate data governance policies.
    – Data rich companies have data science departments that are tasked with turning information (data) into action. These departments are built on three foundational skills: computer science, math and domain expertise.
    – The data rich make their data actionable by using very sophisticated machine learning and AI algorithms.
    – Data-driven thinking is the key to acting data rich.

    #open_data #propriété_intellectuelle #monopoles #data


  • How to reboot the FTC
    http://www.politico.com/agenda/story/2016/04/ftc-antitrust-economy-monopolies-000090

    Industries across the American economy are dominated by monopolistic and oligopolistic firms. Yet at this key moment, the FTC [Federal Trade Commission] is an agency adrift, squandering resources on trivial cases while failing to address the structural lack of competition that afflicts our economy.

    [...]

    The stakes are high. Thanks to a combination of permissive regulatory policy and a swiftly changing business environment, the FTC has overseen an era of intense industry consolidation and the emergence of new threats to competition. If it doesn’t reform soon, the agency risks becoming irrelevant at the very moment the country needs it most.

    #acheter_les_lois #économie #monopoles #Etats-Unis


  • Aufregung um schnelles Internet: Showdown um Vectoring-Pläne der Telekom | Wirtschaft - Berliner Zeitung
    http://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft/aufregung-um-schnelles-internet-showdown-um-vectoring-plaene-der-te

    Selten war die Aufregung in der Telekommunikationsbranche so groß. Am Montag wird es eine Art Showdown geben: Politiker stellen die Weichen für den weiteren Ausbau der schnellen Internetverbindungen. Die Telekom will sich dabei verpflichten, flächendeckend für hohe Bandbreiten zu sorgen. Dafür soll ihr der exklusive Zugriff auf die Netztechnik gewährt werden. Die Konkurrenten laufen dagegen Sturm. Auch von Wirtschaftsverbänden gibt es massiven Protest.

    „Wichtigste Entscheidung in unserer Branche“

    „Seit der Privatisierung der Telekom vor 18 Jahren stehen wir vor der wichtigsten Entscheidung über Wettbewerb in unserer Branche“, sagt Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbandes VATM, in dem sich T-Konkurrenten organisiert haben.

    Würden die Pläne des Bonner Konzerns genehmigt, entstehe „ein neues Teilmonopol, das auf absehbare Zeit nicht mehr zu knacken ist“.

    Nach Einschätzung von Insidern steht eine Mehrheit im Beirat auf der Seite der Telekom. „Die Politiker haben sich von der vermeintlichen Ausbaugarantie blenden lassen“, sagt Grützner. Dabei könne die Zusicherung ohne große Probleme zurückgenommen werden. Es gebe viele Hintertürchen.

    #monopoles #Allemagne #télécommunication #réseaux