• Als Kind an der Sektorengrenze : Wir spielten mit Soldaten und klauten Birnen – dann kam die Mauer
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/ein-kind-erlebt-den-mauerbau-in-berlin-als-die-birnenallee-hinter-stach

    Le journal Tagesspiegel vient d’identifier les perdants de la construction du mur den Berlin il y a 65 ans. Il s’agit des enfants vivant à proximité de la frontière entre les arrondissements est et ouest en périphérie. D’un jour à l’autre ils ont perdu leurs amis, les gardes-frontière et la moitié des rues et forêts qui leur servaient de terrain de jeu avant le 13 août 1961.

    C’est une découverte intéressante car elle représente la perspektive typique des berlinois apart les excités et fanatiques anticommunistes. Pour la grande majorité le nouveau mur était d’abord désagréable sans changer grand chose à leur vie. Plus tard on a appris à voir le pour et le contre de cette construction assez particulière.

    13.8.2026 von Rolf Lehmann - Mit acht Jahren sah er in Lübars, wie Stacheldraht Ost und West trennte. Später fielen die Birnenbäume. Ein Tagesspiegel-Leser erinnert sich an den Mauerbau vor 65 Jahren.

    Meteorologisch war Sonntag, der 13. August 1961, ein traumhafter Hochsommertag. Die Sonne stand voll am wolkenlosen Himmel und tauchte die Gegend in goldgelbes Licht, dass es eine Freude war. Den Kindergottesdienst hatte ich hinter mir und ließ mich nun gut gelaunt auf dem Fahrrad eines Freundes mitnehmen, froh darüber, die lange, ansteigende Blankenfelder Chaussee nicht hinauflaufen zu müssen, die sich vom Dorf Lübars bis zur Sektorengrenze erstreckte, beidseitig flankiert von hügeligem Ackerland.

    Ich war acht Jahre alt, sehr lebendig und immer dankbar dafür, wenn draußen auf dem Land vor der Stadt etwas Besonderes passierte. Sei es, dass Autos bei Regenwetter im Matsch der unbefestigten Koloniewege steckenblieben oder bei Schröders mal wieder der Dachstuhl brannte.

    Passierte nichts dergleichen, dann träumte ich mich in aufregende Geschichten, stieg in den großen Kirschbaum unseres Gartens und segelte über Meere. An diesem heißen Augusttag aber fand ich mich unversehens selbst als Teil der Geschichte wieder, wie sie der Kalte Krieg unbarmherzig schrieb.

    Als wir den Scheitel der Chaussee erreicht hatten, von wo aus die Grenze zur DDR einsehbar war, ließ mich das Getümmel einer aufgebrachten Menschenmenge aufhorchen. So viele Leute an diesem wenig benutzten Grenzübergang, das war sehr ungewöhnlich! Es war etwas passiert, endlich war wieder etwas los, und das versetzte mich in helle Aufregung.

    Tagesspiegel-Leser Rolf Lehmann, der mit acht Jahren in Lübars den Mauerbau erlebte
    Tagesspiegel-Leser Rolf Lehmann erlebte mit acht Jahren in Lübars den Mauerbau.

    © privat

    Frauen in Kittelschürzen schrien und schimpften, einige weinten. Männer machten sorgenvolle Mienen, die Halbstarken grölten und ballten die Fäuste. Die wenigen diensthabenden Polizisten und Zöllner diesseits der Grenze bemühten sich nach Kräften um Ordnung und Ruhe, denn auch ihnen stand der Schrecken in den Gesichtern.

    Von Neugier getrieben pirschte ich mich vor, bis ich den Grund der allgemeinen Aufregung quer über der Straße in der gleißenden Sonne blitzen sah: Meterhohe Stacheldrahtrollen trennten plötzlich Ost von West, Pankow von Reinickendorf, Blankenfelde von Lübars, den russischen Sektor vom französischen.

    Ohne zu verstehen, warum, begriff ich doch, dass mir urplötzlich etwas Wichtiges genommen wurde: das Herumstreunen auf Ostberliner Terrain, die Besuche bei Friseur Bergholtz – der mir immer etwas Süßes zusteckte –, das Spielen mit den mir gegenüber freundlichen DDR-Grenzstreifen und die Erreichbarkeit der Birnen, die jenseits der Grenze auf mächtigen alten Bäumen wuchsen und verlockend rotgelb leuchteten, umsummt von Wespen.

    Da gingen wir sommers immer hin mit unseren tiefen Taschen, lasen die Früchte aus dem Gras, in das sie weich gefallen waren, denn die Äste hingen zu hoch, um sich heraufzuhangeln. Niemandem schienen diese Obstbäume zu gehören. Dennoch nahmen wir die Früchte in dem Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Die Birnbäume bildeten eine malerische natürliche Grenze.
    Die Grenzsoldaten waren Freunde

    Nur 200 Meter von Ost-Berlin entfernt wuchs ich auf in einer kleinen Laube mit Vater, Mutter, meinen Schwestern und zahlreichen Hühnern. Wir kannten das Grenzpersonal: die Zöllner im Westen, die Grenzpolizisten im Osten, und mit einigen, die hier draußen regelmäßig Dienst taten, waren wir gut befreundet. Spielerisch pendelten wir zwischen den politischen Welten, ohne Schimmer von ideologischen Ausrichtungen, ohne Sinn für die hoheitlichen Aufgaben so vieler Uniformierter, die meist nur herumstanden und, wenn sie gerade nicht gelangweilt durchs Fernglas stierten, Löcher in die hier draußen besonders gute Berliner Luft guckten.

    Sie waren dankbar für jede Abwechslung, wozu wir Kinder lebhaft beitrugen. Wir bewunderten die blitzenden Knöpfe ihrer Uniformen, probierten Mützen auf, ließen uns Funkgerät und Stahlrute erklären, spielten mit ihnen Ball oder pflückten an den Chausseeböschungen Schnittlauch und Sauerampfer, den wir lachend aßen mit diesen Beamten – meist junge, heitere Burschen in öden, langweiligen Berufen.

    Bei den Grenzpolizisten auf östlicher Seite faszinierten uns die Kalaschnikows, die wir manchmal sogar anfassen durften, schwer beeindruckt vom Gewicht dieser Waffen. Dabei lagen die zumeist jugendlichen Soldaten im Gras, kauten Halme oder rauchten filterlose Zigaretten und amüsierten sich über unsere staunenden Blicke. Kam die Wachablösung in dunkelgrünen Lkws, dann durften wir schon mal mit in den Mannschaftswagen steigen und neben den Grenzsoldaten sitzen, wobei wir uns groß und stark fühlten.

    Tagesspiegel-Leser Rolf Lehmann, der mit acht Jahren in Lübars den Mauerbau erlebte
    Tagesspiegel-Leser Rolf Lehmann erlebte mit acht Jahren in Lübars den Mauerbau.

    © privat

    Bereits wenige Tage nach dem 13. August begann Ulbrichts Regime damit, den sogenannten antifaschistischen Schutzwall auszubauen. Unsere Chaussee wurde einfach zugemauert. Um jeden Zentimeter wurde gerungen. Die Westpolizisten drängten gegen die mächtigen Steinplatten, die vom Haken eines Kranwagens herabgelassen wurden, damit sie auch nicht über der mit Kreide gezogenen Linie aufgestellt werden konnten.

    Unbegreiflich, warum wir nicht mehr zur Birnenallee durften, die plötzlich feindliches Gebiet sein sollte, obwohl sie aussah wie immer.

    Rolf Lehmann, Tagesspiegel-Leser, war acht Jahre alt, als der SED-Staat die Grenze dichtmachte.

    Die Bewohner aus den umliegenden Laubenkolonien, aber auch Schaulustige aus der Stadt in bunten Ausgehröcken mit dunklen Sonnenbrillen und wedelnden Fotoapparaten, die aus ihren Käfern und Isettas sprangen, wohnten dem Schauspiel bei, das unaufhaltsam zu einer Tragödie geriet. Amtsträger beider Seiten brüllten sich an und drohten. Ich starrte gebannt auf das, was sich ungeheuerlicher Weise zutrug, und mir war bang.

    Unbegreiflich, warum wir nicht mehr zur Birnenallee durften, die plötzlich feindliches Gebiet sein sollte, obwohl sie aussah wie immer und die Früchte wieder satt und schwer an den Ästen zogen. Die Grenze wurde von Tag zu Tag undurchdringlicher. Neben der Mauer begann man, einen ersten Zaun zu ziehen, und jetzt war es nicht mehr nur verboten, sondern unmöglich, zur Birnenallee zu gelangen.

    Zwei der Grenzpolizisten, die wir besonders mochten, blickten durch den Zaun zu uns in den Westen, wo ich ratlos, bedrückt und verlegen zu ihnen herüberwinkte. Uns verband eine ungleiche, aber sommerleichte Freundschaft, die nicht mehr lebbar war. Ich sah sie nie wieder. Denn die DDR begann, ihre Truppen auszutauschen, um die Fluchtgefahr zu minimieren. Beziehungen zu verunmöglichen war Programm, eine weitere Variante deutscher Gründlichkeit. Die Berliner wurden nach Thüringen versetzt, Sachsen kamen nach Berlin.
    Dann fielen die Birnenbäume

    Die Wut der Westler über Mauer und Zaun drückte sich lange in lautstarken und handfesten Protesten aus, insbesondere seitens der Jugendlichen und Halbwüchsigen, die die Absperrungen beschädigten und die Tränengasbomben kurzerhand zurückwarfen, die die Volksarmisten einsetzten, um die Rowdys zu vertreiben, die meine volle Sympathie gewannen.

    Der SED-Staat steigerte sich in der Verschlimmerung der Situation. Eines Morgens wurden wir Grenzanrainer von sehr lauter Musik geweckt. Der Osten beschallte den Westen und die eigenen Trupps von Pionieren und Bausoldaten mit Kampfliedern. Man begann hinter den Absperrungen alles mit Stumpf und Stiel auszurotten, was Knöchelhöhe übertraf.

    Zwischen den Agitprop-Liedern peitschten Parolen die Massen von schuftenden Leibern an, die mit nackten Oberkörpern Schaufeln schwangen und Motorsägen bedienten, mit denen sie unfassbarer Weise die komplette Birnenallee fällten, um freies Sicht- und Schussfeld zu gewinnen. Fassungslos mussten wir mit ansehen, wie die stattlichen Bäume zu Boden krachten und die ungepflückten Birnen am Boden zerplatzten.

    Schließlich zogen kleine, hässliche Panzerfahrzeuge mit klirrenden Ketten die Stümpfe aus der Erde, wobei sie sich aufbäumten wie wütende Echsen. Da rannte ich nach Hause, berichtete was geschehen war, und heulte in den Armen meiner Mutter, die, sprachlos vor Entsetzen, leise in mein Weinen einstimmte.

    Einige Jahre später, die DDR hatte ihre Sperranlagen vervollkommnet, schätzten wir Teenager, die wir anfingen, Diskotheken zu besuchen, dass wir nicht länger im Stockfinsteren die Chaussee langlaufen mussten, weil die an der Grenze entlang installierten Lampen ironischerweise so viel Licht gen Westen warfen, dass wir uns nicht mehr in der Finsternis fürchten mussten. Dazu trugen auch abgefeuerte Leuchtkugeln bei und das Gebell der Wachhunde im Todesstreifen, wie auch das gelegentliche Aufheulen der Zweitaktmotoren.

    Wir hatten uns an die Mauer gewöhnt, von der wir annahmen, dass sie für immer bleiben würde. Als sie dann wundersamerweise fiel, war ich selbst längst Vater geworden. Da war mein ältester Sohn – der Äpfel bevorzugte – so jung wie ich, als die Birnbäume gefällt wurden.

    #Berlin #histoire #mur #enfants

  • The blues guitarist who invented the phrase “woke”
    https://faroutmagazine.co.uk/blues-guitarist-invented-the-phrase-woke

    Leadbelly - Lead Belly - 1942 - Accordion, Credit: Far Out / Charles L. Todd / Robert Sonkin / Library of Congress

    https://www.youtube.com/watch?v=VrXfkPViFIE

    18.3.2024 by Tim Coffman - No four-letter word has divided the world at large in the past decade more than “woke”. For a term that’s supposed to mean being tolerant and open to every type of culture around you, a lot of people would gladly call the whole thing a case of the new generation taking away the things that made everything cool back in the day. If you look back on the first uses of the word, though, the entire concept of “woke” comes all the way back to the first bluesmen like Lead Belly.

    When blues first started, the entire mindset was about singing what was in your heart. Trying to find the words to sing but can’t sing? That didn’t matter. What mattered was being able to talk about everything that was bringing you down and being able to share that with the rest of the world by bending the life out of your guitar.

    This is where we find a young blues troubadour, Huddie Ledbetter, known to most as Lead Belly. While many 1990s kids know him for Nirvana reinterpreting his work for their song ‘Where Did You Sleep Last Night’, Lead Belly was known for singing any kind of tune that suited his style, whether it was talking about the lonesome of losing his lover or going after someone who did him wrong.

    For all of the different archives that have survived through the years, one of the more interesting songs he ever put to tape was a protest song titled ‘Scottsboro Boys’. Borrowing from the tune ‘Sawmill Moan’ by fellow blues artist Willard ‘Ramblin’’ Thomas, which explores the familiar theme of lost love, Lead Belly’s piece is rippling with rage directed at the widespread racial injustice he saw around him.

    The original lyrics go, “If I don’t go crazy, I’m sure gonna lose my mind/’Cause I can’t sleep for dreamin’, sure can’t stay woke for cryin’”, which Lead Belly repurposed as “best stay woke”. This version of the word may have been meant as an approximation of how Southern people spoke at the time, but it’s easy to see the line as a precursor to what the world would mean later.

    Many blues songs have been about laying a burden down after a long time, but the phrase practically sums up the problem that people have with the word today. Since many people have tried using different ways to get opposing sides to get along, the drama around someone’s “wokeness” shows that no one has truly been paying attention to what Lead Belly meant.

    ‘Scottsboro Boys’ was penned to commemorate the infamous 1931 case in Alabama where nine Black teenagers were charged with raping two white women, setting a precedent for racial inequality not just in American society but also in the country’s judicial system. While addressing people from his community, Lead Belly warned them about going to Alabama, “So I advise everybody, be a little careful when they go along through there—best stay woke, keep their eyes open.”

    If you really think about it, what should the term “woke” mean in the greater context? Checking good ol’ Webster’s Dictionary, the term as it applies to today means “aware of and actively attentive to important societal facts and issues (especially issues of racial and social justice)”. Lead Belly used it in a similar context, referencing a sense of awareness of contemporary society’s inherent brutality.

    That kind of prejudice has only continued in different forms through to today. Things may not be as harsh as they were back in the days of the blues, but the major divides as it pertains to law enforcement in the US, as well as political lines, have drawn a clear line between ordinary people who don’t want to be on the wrong side of history.

    So the next time you look at the word “woke”, don’t look at it as the kind of word that some committee put together to make people more aware of their surroundings. Think of it as the word descended from generations of artists that came before, still striving for that change that they don’t know is ever going to come.

    #USA #musique #blues #discrimination_raciale #histoire #wokisme

  • Des enregistrements en 2024 (8)

    Des disques et des musiques récentes. Prendre le temps de s’arrêter, d’écouter des albums. Fouiner à la recherche de nouvelles structures ou d’autres dynamiques. S’éloigner des critères privilégiés par des commerçants rarement disquaires, ou des productions des majors, refuser que des algorithmes tracent des chemins sans imagination ni surprises.
    De multiples éditeurs nous permettent d’écouter des musiques et non de la programmation « profitable ». Quelques disques enregistrés, ici en 2024 au hasard des écoutes.

    chronique de ç cd

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/08/12/des-enregistrements-en-2024-8/#more-106006

    #musique #jazz

  • 65 Jahre Mauerbau : Berlin erinnert sich – das Programm zum Jahrestag
    https://www.berliner-zeitung.de/article/65-jahre-mauerbau-berlin-erinnert-sich-das-programm-zum-jahrestag-1

    Jeudi le 13 août 2026 l’horrible mur de Berlin fête ses 65 ans. Soyons clairs, il ne reste pas grand chose du monument anticommuniste qui puisse fêter l’anniversaire du plus célèbre objet d’anti-publicité de l’histoire humaine. Son plus grand succès : la disparition en un tour de magie de 27 à 30 millions de victimes des nazis en URSS. Depuis 1961 l’occident capitaliste ne compte plus que par unité de cinq victimes annuels au mur de Berlin. En vingt huit ans le mur de la honte a anéanti une foule d’hommes (sur les 140 morts il n’y a eu que deux femmes) qui correspond à peu près au nombre de victimes d’un seul massacre moyen de la Wehrmacht et de la SS en URSS. Pourtant il y a une différence essentielle : les soldats allemands ont assassiné surtout des femmes, enfants et vieillards.


    Voilà un aperçu des statistiques. Passons à autre chose.

    Regardons le contexte historique. En 1949 les occupants occidentaux décident d’une réforme monétaire qui coupe l’Allemagne en deux car elle ne s’applique que dans les zones d’occupation états-unienne, anglaise et française. Peu après on pérennise la séparation de l’Allemagne dans une partie occidentale riche aux industries à peine endommagées et une partie pauvre victime des pires destructions par les raids aériens et du démontage visant à réparer quelques dégâts de l’invasion nazie en URSS.

    L’occupant soviétique essaye de négocier une Allemagne unie et neutre, mais les gouvernements impérialistes préfèrent transformer leur part du gâteau allemand en forteresse contre l’adversaire communiste avec une constitution aux éléments à la fois démocratiques et antidémocratiques car garantissant la propriété privée de la plus grande part des moyens de production.

    L’état socialiste appelé RDA (République démocratique d’Allemagne) est alors fondé en réaction à la création de l’état capitaliste successeur du Reich et héritier des richesses et traditions impériales et nazies. Souffrant du refus de collaboration économique de l’Ouest et dépourvu des riches subventions américaines qui arrosent le paysage économique ouest-allemand en RDA, le niveau de vie s’améliore au rythme ralenti par rapport au boom du « miracle économique » capitaliste.

    Les gens en RDA étant pragmatiques comme toujours et partout dans le monde, le nombre de « réfugiés » qui quittent la RDA augmente tous les mois jusqu’au point où l’état est-allemand est au point de s’écrouler. Le gouvernement socialiste décide alors de préserver son existence et de prévenir des révoltes par la construction d’un mur à travers la ville de Berlin et la fermeture de cette partie incontrôlable de sa frontière.

    28 ans plus tard le gouvernement de la RDA ayant été abandonné par ses alliés de Moscou et sous pression du peuple décide de terminer le maintien d’une frontière fermée. C’est une démission organisée sans effusion de sang. On connaît la suite.

    Nous, les habitants de Berlin, nous avons pu jouir pendant 28 ans de la paix et de la prospérité des deux côtés du mur. Ce monument érigé par les penseurs d’un temps révolu transformé en triomphe des publicitaires modernes nous a permis de nouer des relations amicales avec le monde entier car toutes et tous les habitants de la terre ont pu se faire une idée des conséquence le la « Realpolitik » en nous regardant, nous les habitants des jardins zoologiques impérialistes et communistes des deux côtés du mur de Berlin.

    Enfin, malgré ses épisodes bizarres et ses histoires d’espionnage juteuses l’histoire du mur de Berlin n’est pas drôle. La brutalité du régime du mur n’ayant jamais frôlé l’ampleur tragique et le nombre ahurissant des victimes aux frontières de l’Europe de Schengen , le bilan de notre monument kafkaesque reste un échec pour les socialistes du monde entier. On aura encore besoin de l’ère entière à venir pour nous libérer des conséquences de la propagande anticommuniste autour du mur qui pendant vingt huit ans a nous a protégé contre le fascisme et l’impérialisme.

    10.8.2026 von Anne-Kattrin Palmer - 65 Jahre nach der Nacht, die Berlin zerschnitt: Ab Donnerstag verwandeln Installation, Gedenkfeier und Konzerte die Stadt in einen Erinnerungsort – vom Brandenburger Tor bis zur Bernauer Straße.

    Ein Sonntagmorgen, die Stadt schläft noch aus. Genau darauf hatte die SED-Führung gesetzt, als sie in der Nacht zum 13. August 1961 die Sektorengrenze abriegeln ließ.

    65 Jahre später fällt der Jahrestag auf einen Donnerstag im Hochsommer – und wieder wird Berlin innehalten. Von diesem Mittwoch an verwandeln Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer die Stadt für mehrere Tage in einen Erinnerungsort: mit einer Pressekonferenz am Brandenburger Tor, einer zentralen Gedenkfeier an der Bernauer Straße und einem stadtweiten Programm aus Ausstellungen, Konzerten und Führungen. Diese Veranstaltungen sind ab Mittwoch konkret geplant.

    Das geschieht am Jahrestag

    Donnerstag, 13. August – der eigentliche Jahrestag: Um 10 Uhr beginnt in der Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Straße die zentrale Gedenkveranstaltung von Bund und Land. Sie ist geladenen Gästen vorbehalten, wird aber per Livestream auf den Vorplatz übertragen.

    Sprechen werden Jörg und Franz Hildebrandt – Sohn und Urenkel des Pfarrers Helmut Hildebrandt, der 1961 den letzten Gottesdienst in der alten Versöhnungskirche hielt, bevor die Mauer sie unerreichbar machte und sie später gesprengt wurde.

    Am selben Tag öffnet am Brandenburger Tor die 30 Meter lange Installation „vi|ew“ von Hubertus Hamm: eine Mauer, die diesmal nicht trennt, sondern Durchblicke schafft. Direkt daneben zeigt „Mauerblicke. Berlin 1961–1990“ historische Fotografien der fortschreitenden Grenzabriegelung. Die Open-Air-Ausstellung zeigt anhand historischer Fotografien den Bau der Berliner Mauer und seine Folgen für die Menschen in der geteilten Stadt.

    Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Perspektiven auf das Grenzbauwerk: die der Bevölkerung, von Touristen und Journalisten sowie der DDR-Staatsmacht und westlicher Einsatzkräfte. Bild- und Textmodule, Mitmachangebote, Führungen, Zeitzeugengespräche und künstlerische Beiträge ergänzen das kostenfreie Programm.

    Unter der Aufsicht von bewaffneten Volkspolizisten errichtet eine Ost-Berliner Maurerkolonne an der sowjetisch-amerikanischen Sektorengenze am Potsdamer Platz eine Mauer. (zu dpa: „Geteilte Geschichte: Wie der Mauerbau bis heute nachwirkt“) © UPI/dpa

    Sonderführungen und Konzerte

    Vom 13. bis 17. August ziehen sich Veranstaltungen durch die ganze Stadt. In der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße gibt es Sonderführungen, Workshops und eine Sonderausstellung zur Flucht aus der DDR über die Ostsee. Das Stasi-Museum, die Berliner Unterwelten und die Landeszentrale für politische Bildung beteiligen sich mit eigenen Formaten, die immer wieder auf die Biografien der mindestens 140 Menschen zurückkommen, die an der Berliner Mauer starben.

    Zum Kulturprogramm zählen Konzerte von hackedepicciotto und Masha Qrella, das Asisi-Panorama, ein geführter Rundgang durch einen historischen Fluchttunnel der Berliner Unterwelten sowie die Lesung „Mauerpogo“ über Punk, Queerness und Widerstand in der DDR. Wegen einer angemeldeten Demonstration bleiben Installation und Ausstellung am Brandenburger Tor am 15. August ausnahmsweise geschlossen, dafür sind sie zum Ausgleich bis zum 17. August verlängert zu sehen.

    Ein leiseres, aber sinnfälliges Element des Programms verbindet die beiden zentralen Orte: Entlang der S-Bahn-Strecke vom Brandenburger Tor über den Grenzbahnhof Friedrichstraße bis zum Nordbahnhof erinnern großformatige Plakate und Ausstellungstafeln an die einstigen Grenz- und Geisterbahnhöfe. Wer diese Strecke fährt, bewegt sich unversehens durch eine Zeitschicht der Teilung – vorbei an Bahnhöfen, die 28 Jahre lang für Ost-Berliner gesperrt waren.

    Wer sich in den kommenden Tagen selbst ein Bild machen will, findet das vollständige Programm mit allen Terminen unter https://mauerbau65.berlin .

    Die Nacht, die Berlin zerschnitt

    Um zu verstehen, was diese Tage im August bedeuten, lohnt der Blick zurück in jenen Sommer 1961. Die DDR verlor damals täglich rund tausend Menschen an den Westen – meist junge, gut ausgebildete Menschen, die über die noch offene Grenze zwischen Ost- und West-Berlin flohen. Am 15. Juni hatte Walter Ulbricht auf einer Pressekonferenz noch behauptet, niemand habe die Absicht, eine Mauer zu errichten. Es war, wie sich zeigen sollte, eine Lüge, die ihresgleichen sucht.

    In der Nacht zum Sonntag, dem 13. August 1961, gab Ulbricht den Befehl zur Abriegelung. Die Wahl des Wochenendes war kein Zufall: Man hoffte, die Berliner seien abgelenkt und würden erst spät reagieren. Kurz nach Mitternacht rückten mehr als zehntausend Volks- und Grenzpolizisten aus, unterstützt von Kampfgruppen der Arbeiterklasse, gesichert von Nationaler Volksarmee und sowjetischen Einheiten.

    „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, sagte Walter Ulbricht, Vorsitzender des Staatsrats der DDR, noch am 15. Juni 1961 im Rahmen einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin. Doch kaum zwei Monate später begann die SED, West-Berlin mit Stacheldraht und Barrikaden abzuriegeln. © Sovfoto\UIG via www.imago-images

    Unter dem Decknamen „Operation Rose“ rissen sie mitten in der Stadt das Straßenpflaster auf, schichteten Pflastersteine zu Barrikaden, rammten Betonpfähle in den Asphalt und zogen kilometerweise Stacheldraht. Bis auf 13 Kontrollpunkte wurden sämtliche Sektorenübergänge dichtgemacht, der Verkehr von U- und S-Bahn zwischen den Stadthälften unterbrochen, dreizehn Bahnhöfe für Ost-Berliner geschlossen.

    Als die Stadt am Morgen erwachte, war sie eine andere. Straßen endeten plötzlich an Stacheldraht, Nachbarn standen sich über eine neue Grenze hinweg gegenüber, Familien waren von einer Stunde auf die andere getrennt.

    Häuser direkt an der Sektorengrenze wurden zugemauert, Fenster und Türen in Richtung Westen verschlossen. Was zunächst nur Draht und Barrikaden waren, wurde in den folgenden Tagen zur Mauer: In der Nacht vom 17. auf den 18. August ersetzten Bautrupps am Potsdamer Platz den Stacheldraht durch eine Mauer aus Hohlblocksteinen. Die Grenzsoldaten hatten Schießbefehl – und machten davon Gebrauch. Mindestens 140 Menschen starben in den 28 Jahren der Teilung an der Berliner Mauer, bei Fluchtversuchen erschossen, ertrunken oder tödlich verunglückt.

    #Allemagne #Berlin #histoire #mur #anniversaire

  • ABCDaire nécessairement partiel (65)

    Essayer de faire partager des émotions ressenties lors des (ré)écoutes. En ABCDaire nécessairement partiel et incomplet.
    Déambulations dans quelques œuvres et interprétations, en profane…
    Une invitation à écouter et partager ces versions ou d’autres que vous ne manquerez pas de signaler…

    Chronique de 9 cd

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/08/09/abcdaire-necessairement-partiel-65/#more-105283

    #musique

  • Grâce à Boy George, on a droit à un très beau combo pinkwashing d’apologie du génocide de Gaza, IA slop et imputation automatique d’antisémitisme.

    Boy George accuse Bandcamp de « céder aux antisémites » après le retrait de sa chanson controversée
    https://www.20minutes.fr/arts-stars/people/4238266-20260809-boy-george-accuse-bandcamp-ceder-antisemites-apres-retrai

    Boy George continue à alimenter la polémique autour de sa chanson pro-Israël. Il y a deux semaines, le chanteur de Culture Club dévoilait We Will Dance Again, un titre soutenant les actions du gouvernement israélien à Gaza et, qui plus est, créé avec l’aide de l’intelligence artificielle.

    Après avoir campé sur sa position avec véhémence sur les réseaux face aux nombreuses critiques, l’artiste s’en prend maintenant à Bandcamp. Il accuse le site d’avoir « cédé aux pressions des antisémites » en supprimant sa chanson.

    Pour la plateforme musicale, ce ne sont pas les paroles de sa chanson qui lui ont valu ce retrait, mais la façon dont elle a été créée. Bandcamp interdit en effet les morceaux générés en grande partie par IA, ce qui est le cas de We Will Dance Again.

    Après, je vois des amis de la Palestine défendre la décision de Bandcamp en mettant en avant cette histoire d’IA. Ça me semble une erreur, et à nouveau se faire imposer les termes par les génocidaires. Parce qu’on peut tout à fait défendre le principe qu’une plateforme comme Bandcamp interdise les propos négationnistes, pro-génocide, pro-crimes de guerre et pro-crimes contre l’humanité. Propos qui, pourquoi pas, pourraient être poursuivis devant les tribunaux (en tout cas dans les pays où la liberté d’expression ce n’est pas que pour les génocidaires pro-israéliens).

  • Sofiane Saidi, Camelia Jordana & Théo Ceccaldi - Jazz à Porquerolles 2026 - Regarder le programme complet | ARTE Concert
    https://www.arte.tv/fr/videos/133223-001-A/sofiane-saidi-camelia-jordana-theo-ceccaldi
    https://www.youtube.com/watch?v=VAzTfljSvUU

    Sofiane Saidi et Camélia Jordana unissent leurs talents pour une création unique entre raï et jazz. Accompagnés par les frères Ceccaldi, les deux artistes jettent un pont musical magistral entre les deux rives de la Méditerranée.

    Pionnier du raï contemporain, Sofiane Saidi insuffle ses machines électroniques au cœur des chants traditionnels oranais et de l’héritage des medahates - chants féminins traditionnels de célébration et de transmission.

    À ses côtés à Jazz à Porquerolles, la voix lumineuse de Camélia Jordana apporte une intensité rare à cette célébration métissée, qui redéfinit la place des femmes dans cette histoire sonore. Portée par la rythmique percutante de Tao Ehrlich et sublimée par le violon de Théo et le violoncelle de Valentin Ceccaldi, la performance célèbre une mémoire vivante, libre et en perpétuel renouvellement.

    #Camelia_Jordana #chanson #concert #Jazz_à_Porquerolles #live #musique #raï #Sodiane_Saidi #Theo_Ceccaldi #Valentin_Ceccaldi #violon #violoncelle

  • Ein Gespräch mit Inga Rumpf zum 80.: „Ich höre überhaupt keine Musik mehr, nicht mal im Auto“
    https://taz.de/Ein-Gespraech-mit-Inga-Rumpf-zum-80/!6196844


    Alte Heimat: Inga Rumpf an der Elbe in Hamburg, Foto: Daniel Chatard

    https://www.youtube.com/watch?v=jvA62El_I9M

    1.8.2026 Dagmar Leischow - Seit den Sechzigern ist Inga Rumpf im Musikgeschäft unterwegs. Mit Bands wie Frumpy oder Atlantis hat sie es auch zu internationaler Berühmtheit gebracht.

    taz: Frau Rumpf, Sie werden am 2. August 80. Ist Ihr Geburtstag ein guter Grund für Sie, mal ein bisschen Rückschau zu halten?

    Inga Rumpf: In meinem Alter schaut man eher zurück als nach vorne. Seit ein paar Jahren bin ich dabei, mein Archiv zu ordnen und zu digitalisieren. Im Moment sortiere ich aus: Was kann weg? Was nicht? Daraus entstehen auch wieder neue Sachen. Insofern wechsele ich zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her.

    taz: Denken Sie jetzt intensiver über die Endlichkeit des Lebens als früher nach?

    Rumpf: Natürlich. Wenn man jung ist, glaubt man, man würde ewig leben. Du hältst dich für unsterblich. Mit der Zeit habe ich aber viele Menschen um mich herum gehen sehen und auf ihrem letzten Weg begleitet. Dadurch ist das Sterben für mich zur Normalität geworden. Ich habe mein Testament schon gemacht. Denn mir ist bewusst: Auch ich werde eines Tages gehen.

    taz: Eine traurige Erkenntnis?

    Rumpf: Eigentlich nicht. Ich finde es ganz in Ordnung, irgendwann der nachwachsenden Generation Platz zu machen.

    taz: Selbst für die Rolling Stones wird über kurz oder lang der letzte Vorhang fallen. 1988 haben Sie mit Keith Richards und Ronnie Wood in London in einem Studio gejammt. Wie kam es dazu?

    Rumpf: Genau wie in Hamburg gab es in London eine Musik-Community. Die Musiker:innen haben sich getroffen und sich gegenseitig etwas vorgespielt. Wahrscheinlich ist Keith Richards über Robert Palmer, der ursprünglich mein Album produzieren sollte, auf meine Songs gestoßen. Auf jeden Fall sagte er: „When this lady is in town, please call me.“ Und dann kam er mit Ronnie Wood aus Frankreich für eine Session nach London. Die beiden hatten für sich je zwei Flaschen Whisky dabei, mir brachten sie einen Kasten bayerisches Bier mit.

    taz: Ein aufregender Moment?

    Rumpf: Meine Aufregung hat sich verloren, sobald wir zusammen gejammt haben. Letzten Endes sind wir ja alle Kolleg:innen. Aber klar: Keith Richards ist mein Held. Ich mochte die Beatles ebenfalls, doch die Stones fand ich besser. An ihnen habe ich immer bewundert, wie viel man aus so wenig machen kann. Obwohl Keith Richards eigentlich kein Virtuose ist, hat er so geniale Riffs erfunden. Darauf bauen die ganzen Stones-Nummern auf, dazu Mick Jaggers Texte und seine Frechheit beim Singen. Das ist einfach genial!

    taz: Haben Sie Mick Jagger bei Ihrer Jam-Session vermisst?
    Illustration einer Ausgabe der wochentaz mit dem Titel „Egal war gestern“

    wochentaz

    Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!

    In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

    Rumpf: Nein. Wir sind beide Sternzeichen Löwe, das hätte schwierig werden können.

    taz: Haben Sie trotzdem das neue Stones-Album „Foreign Tongues“ sofort erstanden?

    Rumpf: Ich habe ein paar Songs gehört.

    taz: Klingt nicht gerade begeistert.

    Rumpf: Ich bin ein totaler Fan der ersten Stones-Platten. Die neuen Lieder sind okay, irgendwie auch interessant, eben typisch Stones. Aber ich würde mir ihre Alben nicht mehr kaufen. Inzwischen gibt es eh so viel Musik, dass man gar keine Lust mehr hat, alles zu hören.

    taz: Hat Musik durch dieses Überangebot irgendwie ihren Reiz verloren?

    Rumpf: Zumindest hat man sich früher intensiver mit Musik auseinandergesetzt. Damals habe mir alle sechs Monate für 16,95 D-Mark eine LP gekauft und die dann wirklich bis zum Abwinken gehört. Ich konnte jede Zeile mitsingen, jeden Ton auf der Gitarre spielen. Alle Texte habe ich analysiert. Das mache ich nun nicht mehr.

    taz: Heute sind Streaming-Dienste extrem populär. Nutzen Sie sie, um jüngere Musiker:innen zu entdecken?

    Rumpf: Nein. Ich höre überhaupt keine Musik mehr, nicht mal im Auto.

    taz: Warum nicht?

    Rumpf: Ich finde Stille schön. Im Laufe meines Lebens war ich so viel unterwegs und habe so viel Musik gehört, dass meinen Ohren Stille richtig guttut. Ich wohne ja auf dem Land, dort ist es total ruhig.

    taz: Wie sieht denn Ihr Alltag in der Wesermarsch aus?

    Rumpf: Ich stehe um neun auf, manchmal sogar früher. Auf dem Land geht es sehr viel beschaulicher zu als in der Stadt, ich habe eine bäuerliche Nachbarschaft. Für mich ist es einfach schön, in der Natur zu sein. Ich habe einen großen Garten, der mich in Anspruch nimmt. Es erdet mich, in der Erde zu buddeln. Im Haus steht mein Spielzeug: Klavier, Gitarre und der ganze Computerkram. Wenn mir danach ist, mache ich neue Musik.

    taz: Also sind Sie so richtig auf dem Land angekommen?

    Rumpf: Nach mittlerweile 25 Jahren schon. Durch das ständige Reisen hatte ich so ein Gefühl von Getriebenheit in mir. Auf dem Land habe ich mir ein Stück weit diese Normalität zurückerobert, die ich eigentlich nur als Kind in meiner Familie gehabt habe. Trotzdem fühle ich mich meiner Heimatstadt Hamburg nach wie vor total verbunden. Ich bin durch und durch Hamburgerin und freue mich immer, wenn ich nach Hamburg zurückkomme.

    taz: Wir sitzen hier in einem Konferenzraum Ihrer Plattenfirma – mit Blick auf die Elbe und den Hamburger Hafen. Stimmt Sie das ein wenig nostalgisch?

    Rumpf: Ich fühle mich tatsächlich an meine Kindheit erinnert. Als junges Mädchen habe ich regelmäßig im Abendblatt geschaut, wann welche Schiffe in Hamburg ankommen. Dann bin ich zum Hafen gelaufen, um die Ankunft der Schiffe mitzuverfolgen. Mein Vater war ja Seemann, wahrscheinlich habe ich das deshalb in den Genen.

    taz: Sie sind in St. Georg aufgewachsen. Was für ein Stadtteil war das in jenen Tagen?

    Rumpf: Ein völlig anderer als heute, ein Rotlichtviertel. Weil das ein heißes Pflaster war, haben unsere Eltern meine Schwester und mich immer gewarnt: „Lasst euch nicht mitschnacken!“ Also überreden, irgendwohin mitzugehen.

    taz: Wie haben Sie dort den Zugang zur Musik gefunden?

    Rumpf: Wir haben in einem Mehrparteienhaus gewohnt. Als Kind habe ich bei den Nachbar:innen geklingelt und gefragt: „Darf ich etwas vorsingen?“ Fürs Singen habe ich dann fünf Pfennig oder einen Groschen gekriegt. Auf diese Weise habe ich begriffen, dass man mit Musik Geld verdienen konnte. Schließlich habe ich in einer Teestube in Hamburg den Engländer John O’Brien-Docker kennengelernt, der gerade eine Band gründete: die City Preachers. Ich stieg als Sängerin ein, so wurde Musik mein Beruf, meine Berufung.

    taz: Was haben Ihre Eltern davon gehalten?

    Rumpf: Mein Vater war damals bereits ausgezogen, er hat eine andere Familie gegründet. Für meine Mutter war meine Leidenschaft für Musik in Ordnung, sie hatte nämlich in ihrer ostpreußischen Heimat selber im Chor gesungen. Zwar hat sie die englischen Texte nicht verstanden und konnte mit dieser Art von Musik, die wir gemacht haben, nicht unbedingt etwas anfangen. Dennoch war meine Mutter stolz auf mich. Später ist sie auch in meine Konzerte gegangen. In der Fabrik oder im Michel.

    taz: Die Musikszene hatte damals nicht den besten Ruf. Hat sich Ihre Mutter gar nicht daran gestört?

    Ich war fleißig, diszipliniert und kreativ, das hat mir Respekt verschafft

    Rumpf: Selbstverständlich hatte sie Angst, dass ich unter die Räder kommen könnte. Wenn ich mal sehr spät nach Hause kam, hat sie geschimpft. Meiner Mutter zur Liebe habe ich zunächst eine dreijährige Ausbildung zur Schaufensterdekorateurin gemacht. Als ich dann meinen Kaufmannsgehilfenbrief hatte, war ich endlich frei. Ich konnte das tun, was ich wollte.

    taz: Ob bei City Preachers, Frumpy oder Atlantis: Sie waren hauptsächlich mit Männern in Bands. Wie schwierig war es für Sie, sich als Frau zu behaupten?

    Rumpf: Ich war fleißig, diszipliniert und kreativ, das hat mir Respekt verschafft. Weil ich nicht nur Sängerin war, sondern auch ein Instrument spielen und Songs schreiben konnte, wurde ich akzeptiert. Insofern habe ich nie Probleme mit meinen Kollegen gehabt. Klar waren sie manchmal machomäßig drauf, das habe ich halt in Kauf genommen. Wenn wir im Bus unterwegs waren, haben die Männer Pornos geguckt.

    taz: Hat Sie das wirklich nie gestört?

    Rumpf: Ich habe mich gar nicht darum gekümmert. Damals war das ja noch eine ganz andere Zeit.

    taz: Waren Sie jemals mit Sexismus in der Musikbranche konfrontiert?

    Rumpf: Nein, zumindest nicht bewusst. Sicher wurde ich mal angemacht, das habe ich eher als Kompliment empfunden. Ich war sowieso ein androgyner Typ, ich sah aus wie die männlichen Musiker: lange Haare, Unterhemd, Jeans. Manchmal hat mich das Publikum gar nicht oder erst auf den zweiten Blick als Frau wahrgenommen.

    taz: Hat die Plattenfirma nie versucht, Sie fremdzusteuern? Etwa Ihr Äußeres zu verändern?

    Rumpf: Doch. Nachdem die City Preachers angefangen hatten, auf Deutsch zu singen, schlug die Plattenfirma mir einen Schlager vor. Weil ich immer gerne in verschiedene Szenen eingetaucht bin, war ich einverstanden. 1968 trat ich mit dem Lied „Schade um die Tränen“ beim Deutschen Schlager-Wettbewerb auf. Dafür hatte ich mir extra einen braunen Samtanzug genäht. Mit diesem Outfit war die Plattenfirma allerdings nicht einverstanden, ich sollte ein türkisfarbenes Minikleid tragen. Zuerst war ich stinksauer, dann habe ich es doch angezogen.

    taz: Trotz dieses kurzen Ausflugs zum Schlager galten Sie als deutsche Janis Joplin. Hat Ihnen das geschmeichelt?

    Rumpf: Ich habe gedacht: In solche Schubladen stecken einen bloß Journalist:innen. In Wahrheit singe ich gar nicht wie Janis Joplin, ich habe einen völlig anderen Stil entwickelt.

    taz: Janis Joplin hat sich im Drogensumpf verloren. Wie exzessiv haben Sie Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll gelebt?

    Rumpf: Ich habe alles ein bisschen ausprobiert. Sobald ich dann aber gemerkt habe, dass etwas meinem Körper und meiner Stimme geschadet hat, habe ich wieder die Finger davongelassen. Deswegen habe ich diese Phase insgesamt doch relativ gut überstanden.

    taz: Ihre außergewöhnliche Stimme hat nicht nur die Deutschen beeindruckt. Woran ist eine Weltkarriere letztlich gescheitert?

    Rumpf: Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Von meiner Plattenfirma kamen viele Angebote, mit einem amerikanischen Produzenten zu arbeiten. Zwei Produktionen habe ich auch gemacht. Dabei merkte ich schnell, dass man in einem Land, in dem man Erfolg haben will, leben, auftreten und ständig verfügbar sein muss. Zudem wurde mir bewusst, wie unglaublich groß die Konkurrenz in den USA war. Diesem Druck fühlte ich mich nicht gewachsen. Hinzu kam: Meine Mutter wohnte in Hamburg, sie brauchte mich.

    taz: Also sind Sie in Ihrer Heimatstadt geblieben. Wie würden Sie die damalige Hamburger Musikszene beschreiben?

    Rumpf: Wie so ein Biotop. Es gab ganz unterschiedliche Stilrichtungen, die aufeinandertrafen. Aus einigen Konstellationen haben sich Rockgruppen entwickelt. Zugleich entstanden deutsche Lieder wie „Hamburger Deern“ von der Rentnerband. Alles schien möglich zu sein. Wir fühlten uns wie die Erober:innen unserer Zeit. Einer neuen Zeit.

    taz: 1970 wurde das legendäre Onkel Pö eröffnet. Ist es Ihr zweites Wohnzimmer geworden?

    Rumpf: Kann man so sagen. Ich war sehr oft dort, wenn es Konzerte gab. Zum Beispiel habe ich Al Jarreau und Mitch Ryder live gesehen. Nach den Auftritten haben wir noch Sessions gemacht, wir haben gesabbelt und getrunken.

    taz: Tina Turner ist zwar nie im Onkel Pö aufgetreten, hat aber Ihren Song „I wrote a Letter“ gecovert. Warum?

    Rumpf: Wir hatten denselben Verlag. Als Tina Turner ihr Comeback startete, hat ihr Produzent meine LP „Reality“ gehört. Weil ihr „I wrote a Letter“ gefallen hat, coverte sie diese Nummer – als B-Seite ihrer Single „Let’s stay together“. Ich war sehr stolz darauf, dass meine große Soul-Schwester meinen Song gesungen hat. Leider habe ich Tina Turner nie kennengelernt.

    taz: Hat ihre Coverversion Sie angespornt, sich selber noch mal in „I wrote a Letter“ zu vertiefen?

    Rumpf: Ich wollte aus diesem Stück eine Ballade machen, sie ist dann zu meinem 75. Geburtstag auf meinem Doppelalbum „Universe of Dreams & Hidden Tracks“ erschienen.

    taz: Arbeiten Sie jetzt an einem weiteren Album?

    Rumpf: Am 13. September feiere ich mit meinen Fans aus ganz Deutschland in der Elbphilharmonie meinen 80. Geburtstag. Ich werde an diesem Abend mit musikalischen Langzeitfreund:innen aus 60 Jahren musizieren. Von diesem Konzert wird es einen Live-Mitschnitt geben.

    taz: Und danach? Ist Ihr nächstes Etappenziel die Aufnahme in den Club der Hundertjährigen?

    Rumpf: Dort bin ich schon Mitglied – mit dem Präsidenten Udo Lindenberg.

    taz: Dann könnten Sie ja die nächsten 20 Jahre nutzen, um weitere Platten herauszubringen, oder?

    Rumpf: Dafür müsste sich erst mal mein Live-Album gut verkaufen. Seitdem es Spotify gibt, ist es so, dass Künstler:innen für viel Geld etwas produzieren und das gar nicht mehr über Verkäufe refinanzieren können. Spotify mag zwar für die Konsument:innen gut sein, für uns Musiker:innen ist es jedoch ein Desaster. Deswegen stellt sich die Frage: Warum soll man überhaupt noch ein Album aufnehmen, wenn dabei nichts herumkommt? Live-Auftritte sind das Einzige, wo für Künstler:innen noch ein bisschen mehr Geld fließt.

    taz: Vielleicht müsste mal ein Superstar wie Beyoncé einen Ihrer Songs covern?

    Rumpf: Beyoncé? Oh Gott, sie ist so weit weg von dem, was ich mache. Aber man soll niemals nie sagen, in diesem Business kann alles passieren. Dank KI könnte man sogar jetzt schon einen meiner Songs nehmen und Beyoncés Stimme darüberlegen.

    taz: Haben Sie je überlegt, die KI beim Songschreiben einzubeziehen?

    Rumpf: Nein, das wäre gegen meine Künstlerin-Ehre.

    –---

    Im Interview: Inga Rumpf

    Der Mensch

    Inga Rumpf, Jahrgang 1946, ist in Hamburg aufgewachsen, heute lebt sie in der Wesermarsch. Die Tochter eines Seemanns und einer Schneiderin zeichnet ihr Leben in ihrer 2022 erschienenen Autobiografie „Darf ich was vorsingen?“ nach.

    Die Musik

    Inga Rumpf wurde als Sängerin der Bands Die City Preachers, Frumpy und Atlantis bekannt. Später nahm sie auch Soloalben auf. Sie bekam Auszeichnungen wie den German Blues Award. Am 13. September tritt sie um 20 Uhr in der Hamburger Elbphilharmonie auf.

    #Allemagne #musique #rock #Krautrock

  • Concerts (44)

    Certains concerts ont laissé des traces, dans l’imaginaire et sur des disques.
    Heureusement, car la présence du public, la nature des salles et d’autres éléments, quelques fois plus contingents, font qu’il se passe quelque chose de plus, un peu au delà… Au hasard de ré-écoutes récentes.

    chronique de 11 cd

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/08/05/concerts-44/#more-105736

    #musique #jazz

  • Ancora in corso i #lavori alla #Stazione_Bayard
    https://informareonline.com/ancora-in-corso-i-lavori-alla-stazione-bayard

    La conclusione dei lavori alla stazione Bayard si fa ancora attendere. La prima stazione d’Italia, di altissimo valore storico, testimonia un primato del Sud del paese, da sempre etichettato come tardivo, lento a progredire, eppure capace di dimostrarsi all’avanguardia. Valorizzare questi beni significa anche ricordare e riconoscere i meriti e le capacità del territorio, troppo […] L’articolo Ancora in corso i lavori alla stazione Bayard proviene da Informareonline, scritto da Ilaria Morlando

    #Approfondimenti #Attualità #museo_pietrarsa #prima_ferrovia

  • [Info « Splann ! »] #Pollutions d’Imerys #Glomel : la #préfecture oblige l’industriel à revoir sa gestion des eaux minières
    https://splann.org/imerys-glomel-prefecture-gestion-eaux

    Après plusieurs déversements d’eaux contaminées hors de la #mine d’andalousite de Glomel (22), l’État somme #Imerys de revoir son système de gestion des eaux. Les associations jugent la décision insuffisante. L’article [Info « Splann ! »] Pollutions d’Imerys Glomel : la préfecture oblige l’industriel à revoir sa gestion des eaux minières est apparu en premier sur Splann ! | Premier média d’enquête indépendant en Bretagne.

    #Artificialisation_des_terres #acide_sulfurique #Andalousite #centre-bretagne #Côtes_d'Armor #crazius #Douar_Bev #dreal #eau #eau_et_rivières_de_bretagne #écologie #effluents_acides #ellé #environnement #hydrologie #icpe #industrie #jean-yves_jégo #minerais #mines #multinationale #Nicolas_Forray #parquet_de_saint-brieuc #pollution #risques_industriels #rivière

  • Duo piano saxo/clarinette/trombone (18)

    Parmi les duos possibles, je garde un attachement pour la formule piano saxophone, clarinette ou trombone. Particulièrement ouverte aux dialogues, aux décalages, aux inventions, ces alliances sonores réservent de multiples surprises. Au hasard de ré-écoutes récentes.

    chronique de 9 cd

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/08/02/duo-piano-saxo-clarinette-trombone-18

    #musique #jazz

  • Lecture d’un extrait du livre « Cumul I » de Kev Lambert, publié aux éditions Grasset / Centre Pompidou, collection (un seul art), 2026.

    https://liminaire.fr/creation/radio-marelle/article/cumul-i-de-kev-lambert

    Alice, femme trans, est professeure d’histoire de l’art à Montréal. L’un de ses étudiants désire qu’elle dirige sa thèse sur Cumul I une œuvre de Louise Bourgeois qui donne son titre au livre. Elle se rend à Paris pour voir cette sculpture au Centre Pompidou avant de prendre sa décision. Prisonnière d’un sentiment de culpabilité diffus, elle interroge obsessionnellement son identité, ses actes, les rapports de pouvoir, le regard des autres et la menace permanente d’une faute passée, présente ou à venir. L’œuvre de Louise Bourgeois, aux formes organiques et ambiguës, déclenche en elle un flot de pensées. Ce court récit explore l’anxiété, la culpabilité et ce qui « perce à travers rêves et cauchemars pour s’échouer sur les rives du langage ».

    (...)
    #Radio_Marelle, #Écriture, #Livre, #Lecture, #En_lisant_en_écrivant, #Podcast, #Littérature, #Langage, #Corps, #Art, #Identité, #Sculpture, #LouiseBourgeois, #Musée (...)

    https://liminaire.fr/IMG/mp4/en_lisant_cumul_i_kev_lambert.mp4

    https://www.grasset.fr/livre/cumul-1-9782246843016

  • Danger Dan - Keine Angst
    https://songtextes.de/songtexte/danger-dan-keine-angst
    Le rap antifa qui ne doit pas avoir lieu à la télé publique.

    https://www.youtube.com/watch?v=Gg-SCpXba64

    [Part 1]
    Es gibt jetzt zwei Optionen, beide machen Stress
    Eine ab morgen schon, die andere ab jetzt
    Wir können darauf warten, dass sie in den Parlamenten
    Und auf der Strasse erstarken, bevor wir sie bekämpfen
    Und wir warten, warten, warten, das ist erstmal bequemer
    Es geht uns trotzdem an den Kragen, nur halt etwas später
    Die andere Möglichkeit bedeutete schon heute
    Stress mit der Polizei und den ganz besonders deutschen
    Dafür `ne kleine Chance, das Blatt nochmal zu wenden
    Oder vielleicht das Schlimmste noch verhindern zu können
    Du weisst nicht was du tun kannst, du weisst nicht wie das geht
    Hör mir zu, ich hab´ vielleicht eine passende Idee

    [Refrain]
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst

    [Part 2]
    Ruf’ erst mal ein, zwei Leute an, denen du vertraust
    Auf die man sich verlassen kann und macht ein Treffen aus
    Ihr gründet eine Gruppe, die keinen Namen hat
    Kein Gründungsdatum und auch kein Verein oder so’n Quatsch
    Redet mit Bars und Kneipen, fragt ob die für ’nen Abend
    Räumlichkeiten für ’ne Party gegen Nazis haben
    Ladet eure Freunde ein, ein kleines Festival
    DIY, Eintritt frei, sammelt auf Spendenbasis Geld
    Mit dem Geld das ihr verdient, kauft ihr Dosen um zu sprüh’n
    Kauft ihr Aufkleber und Marker, sorgt dafür dass jeder sieht
    Ihr habt keinen Bock auf Faschos und das hier ist eure Stadt
    Lasst euch nicht erwischen, schaut nach Überwachungskameras
    Nie ohne Handschuh, nie ’nen Fingerabdruck hinterlassen
    Und erst recht nie filmen und niemals ein Foto davon machen
    Von Aktionen nur denen, die selbst dabei waren, erzähl’n

    Es geht um linke Straßenpolitik und nicht um Fame
    Ihr braucht Regeln für die Kommunikation
    Nicht nur Nazis und Konsorten, die in eurer Gegend woh’n
    Auch die Sicherheitsbehörden werden sich schnell interessier’n
    Ihr dürft von Anfang an alles nur geheim kommunizier’n
    Das bedeutet: keine DMs, keine Messenger und Mails
    Alles was verboten sein könnte immer Face to Face
    Lasst das Handy zuhaus wegen Bewegungsprofil’n
    Und wenn sie euch erwischen: Redet nicht mit ihn’
    [Refrain]
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst

    [Part 3]
    Man wird sich wundern, wenn man weiss dass in den Kern’
    Dieser Gruppen meistens nur ein paar wenige gehör’n
    Eine handvoll Leute reichen meistens aus
    Eigene lokale Antifastrukturen aufzubau’n
    Als nächstes müsst ihr die rechten Strukturen recherchier’n
    Heimlich ihre Treffen und Demonstrationen fotografier’n
    Findet raus wer Sie sind, was Sie tun, wo Sie leben, wo Sie arbeiten
    Und findet raus mit wem Sie sich umgeben
    Baut Fake-Accounts bei TikTok und bei Telegram
    Dokumentiert alles was Sie schreiben, alles was Sie sagen
    Holt den Papiermüll ab, lauft Ihnen nach
    Zu Ihren Häusern, ihren Wohnungen, den Treffpunkten und Bars
    Meldet euch bei jeder Singlebörse an
    Irgendwie und irgendwann, kommt man an jeden Nazi ran
    Werdet dreist, delinquent, akkribisch und kreativ
    Stück für Stück füttert ihr so euer Antifaarchiv
    Faschos leben abgeschottet, sie leben im Wahn
    Mit Argumenten kommt man meistens nicht mehr an sie ran
    Die Erfahrung zeigt, dass aber trotzdem doch etwas passiert
    Wenn man ihr gesamtes Umfeld kontaktiert
    Früher nannte man soetwas „Outingaktion“
    Es hing’n Flyer und Plakate in den Vierteln wo sie woh’n
    Mit Fotos und Funktionen, mit Namen und Adressen
    Niemand wird ein Nazischwein als seinen Nachbarn möchten
    Das frankierte man mit ein paar Telefonaten
    Um ihre Schulen, Unis, Arbeitgeber zu beraten
    Man wünschte einen guten Tag und fragte dann wie
    Passt soetwas in eure Firmenphilosophie
    Helft euren Lokalzeitungen mit Information’
    Wenn sie nicht schon von selbst dahinter komm’
    Dass es Probleme gibt mit Nazis in der Stadt
    Vielleicht wird dann sogar die Staatsanwaltschaft wach
    Mit etwas Glück kriegen sie Post oder gehen in den Knast
    Doch hier wärt blöd wenn ihr euch auf den deutschen Staat verlasst
    Die Erfahrung zeigt genau das Gegenteil:
    Es gibt so viele Faschos bei der Polizei
    [Refrain]
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst

    [Part 4]
    Man möchte mein’ dass die Sicherheitsbehörden
    Rechte Strukturn’ nicht bekämpfen sondern fördern
    So mancher Polizist steht für die AfD zur Wahl
    Uniter hat die Munition vom KSK
    Das bedeutet: Parallel zum recherchiern’
    Müsst ihr eure Sicherheit selbst organisier´n
    Nazis machen ihre Politik immer mit Angst
    Mit Hass, mit Terror und roher Militanz
    Man kann ihnen vieles vorwerfen
    Aber jedoch nicht, dass man das was sie mit uns vorhaben, nicht wüsst’ [?]
    Und die Geschichte hat uns schonmal gezeigt
    Es wird noch schlimmer wenn man gar nichts tut und schweigt
    Keine Angst, nehmt es selber in die Hand
    Die seh’n gefährlich aus aber wir legen sie lang
    Koordiniert euch, fangt an zu trainier’n
    Wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionier’n
    Schon am ersten Tag, wenn ihr die Party macht
    Besteht die Möglichkeit dass es vor der Türe kracht
    Also plant immer mit der Konfrontation
    Habt Überraschungen dabei wenn sie komm’
    Juristisch ist mal wieder die Grauzone geschrappt
    Ich lasse ihn jetzt einfach mal im Raum den Elefant
    Ist eh klar was zu tun ist, ich sag nichts mehr dazu
    Liebe Grüsse an Lina, Gucci, Maja und Nanuk
    [Refrain]
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst

    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst

    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst
    Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst

    Danger Dan - Keine Angst Songtext
    zu Keine Angst von Danger Dan - Keine Angst Lyrics Danger Dan - Keine Angst Text Keine Angst Danger Dan Keine Angst

    #musique #antifascisme

  • Come il #fritz_festival ha riacceso l’entroterra salernitano
    https://informareonline.com/come-il-fritz-festival-ha-riacceso-lentroterra-salernitano

    Senza biglietto, senza plastica e contro lo stereotipo della provincia: così nasce storia del festival musicale che da otto anni trasforma il #vallo_di_diano in un crocevia di #Cultura e resistenza giovanile. Inizia tutto nel Vallo di Diano, un territorio da anni vittima di spopolamento e disinteresse sociale. Eppure, proprio qui, nel cuore di […] L’articolo Come il Fritz Festival ha riacceso l’entroterra salernitano proviene da Informareonline, scritto da Carmen Diana

    #Approfondimenti #musica_indipendente #peppe_luisi

  • Pour la série... les murs ne servent à rien...

    Schätzungsweise 49.000 Migranten erreichen spanische Exklave Ceuta

    In Nordafrika sind laut spanischer Regierung innerhalb von 24 Stunden schätzungsweise 49.000 Migranten von Marokko aus in der Exklave Ceuta angekommen. Mehrere Menschen kamen beim Versuch ums Leben, das EU-Gebiet zu erreichen.

    In der spanischen Exklave Ceuta ist die Lage weiter angespannt. Mit etwa 49.000 Migranten ist die Zahl der Angekommenen deutlich höher als zunächst angenommen. Aus Polizeikreisen hieß es zudem, es sei unmöglich, genaue Zahlen zu nennen. Auch zum Zeitraum gab es zuletzt unterschiedliche Angaben. Der Regionalpräsident von Ceuta, Vivas, sprach von einem humanitären und sozialen Notstand. Nach Angaben des Innenministeriums in Madrid sind mindestens 18 Menschen beim Versuch ums Leben gekommen, in das Gebiet zu gelangen.
    Der Großteil schwamm von marokkanischem Gebiet aus. Auslöser war offenbar eine Entscheidung des spanischen Obersten Gerichts, dass über das Meer eintreffende Migranten nicht ohne ordnungsgemäßes Verfahren zurückgeschickt werden dürfen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Guardia Civil erklärte, seit dem Urteil Anfang Juli habe es einen stetigen Zustrom gegeben, gestern sei es jedoch zu einem sprunghaften Anstieg gekommen. Das spanische Innenministerium warf Schlepperbanden vor, das Urteil auszunutzen.
    Auch in der Exklave Melilla hätten inzwischen etwa 400 Menschen die Grenze auf dem Landweg oder über einen Damm überwunden, teilte der Präsident der autonomen Stadt, Imbroda, mit. Die Sicherheitskräfte hätten die Situation wieder unter Kontrolle.
    Nach der Ankunft der Migranten hat die spanische Regierung Soldaten nach Ceuta entsandt. Derweil machen sich weiter viele Menschen auf den Weg in die spanische Exklave.
    EU-Kommission bietet Hilfe an
    Der Grenzschutz der Exklave brach aufgrund des hohen Andrangs zusammen. Die spanische Regierung hatte einen Einsatz des Militärs angekündigt. Unter anderem sollen Dutzende Soldaten und ein Militärschiff nach Ceuta verlegt werden. Regierungschef Sánchez und Innenminister Grande-Marlaska sollen heute nach Ceuta reisen.
    Die EU-Kommission bot Spanien Hilfe an. Der für Migration zuständige Kommissar Brunner erklärte, man könne etwa die Europäische Grenzschutzagentur Frontex einsetzen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Außerdem stehe man mit marokkanischen Behörden in Kontakt.
    Italien fordert Ausschluss Spaniens aus Schengen-Raum
    Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, forderte Italiens rechtsgerichtete Regierung angesichts der Bilder aus Ceuta, Spanien aus dem Schengen-Raum auszuschließen. Spanien bestellte daraufhin den italienischen Botschafter ein.
    Die Exklaven Ceuta und Melilla sind offiziell EU-Gebiet, gehören aber nicht zum Schengen-Raum.

    https://www.deutschlandfunk.de/schaetzungsweise-49-000-migranten-erreichen-spanische-exklave-ceuta-
    #Ceuta #Espagne #Maroc #frontières #murs #barrières_frontalières #migrations #réfugiés #les_murs_ne_servent_à_rien

    • Spain sending troops as thousands enter enclave of Ceuta from Morocco

      Spain is sending troops to bolster security in its North African enclave of Ceuta after thousands of migrants swam from Morocco into the territory on Thursday.

      At least 18 people drowned while trying to reach Ceuta. Local officials had appealed to Madrid for help after a recent rise in attempted crossings, but there were chaotic scenes on Thursday as border controls apparently broke down.

      Spain’s Supreme Court ruled this month that migrants stopped at sea while trying to reach Ceuta or Melilla, another Spanish enclave, cannot be summarily returned to Morocco.

      Spain’s interior ministry accused human trafficking networks of exploiting that to “encourage the flow of undocumented migrants”.

      “The armed forces will reinforce the Civil Guard in the exercise of its powers and any others that may be necessary to maintain security in the city of Ceuta,” the ministry said.

      In a later statement, the ministry said it was working together with Morocco to ensure the return of all people who crossed into its territory “as soon as possible”.

      Ceuta, on Morocco’s northern coast, is separated from mainland Spain by the Strait of Gibraltar and has long been a focal point for migrants attempting to reach Europe.

      Along with its larger sister city Melilla, Ceuta has long been a flashpoint in diplomatic relations between Morocco and Spain. Madrid asserts that both territories are integral parts of Spain and have the same status as the semi-autonomous regions on its mainland.

      Local authorities reported crossings continued overnight into Friday, with some clashes between police and migrants.

      Pictures and videos shared online appeared to show rocks being thrown across border gates and thousands of young migrants sleeping on the streets.

      Some 300 to 400 people also crossed into Melilla, Spain’s second autonomous city in northern Africa, from Morocco, according to local officials.

      The breach prompted Italy’s government to say it was considering “extraordinary measures” including closing the open border Schengen agreement with Spain.

      Italy and Spain do not share a land border, so Italy would likely need to get other European countries on board to be able to enforce this.

      The number of migrants attempting to reach the Spanish enclave of Ceuta had been rising for several days.

      Then on Thursday, thousands of people slid down concrete embankments into the sea in order to swim around the jetty that marks the border.

      On the Spanish side, the beaches were soon covered in rubber rings and flippers. While some migrants were celebrating their arrival, more than a dozen drowned trying.

      It’s not yet clear what prompted this surge in illegal crossings from Morocco, or how hard the authorities there tried to prevent it. At one point, a Spanish official said the border was in total collapse.

      Spain’s Prime Minister, Pedro Sánchez, is due in the territory on Friday and has pledged to return things to normal immediately.

      Migrant reception centres are overwhelmed, and the local authorities have accused Madrid of being too slow to react.

      Juan Jesús Vivas, the leader of Ceuta, said the influx was overwhelming resources and urged the Spanish government to intervene.

      The breach has also prompted a political spat with Italy, where Prime Minister Giorgia Meloni says she’s considering suspending the open border Schengen agreement with Spain.

      In a post on X, she said the images from Ceuta were “striking”, and show that “uncontrolled illegal immigration poses a concrete threat to the security of Europe’s borders”.

      Her comments echoed similar remarks made earlier in the day by Foreign Minister Antonio Tajani.

      However, it is a threat that seems impossible to enforce.

      Spanish Foreign Minister José Manuel Albares accused Tajani of weaponising immigration for political ends.

      He said such remarks were “improper” for “a partner and friendly country from which we expect European solidarity and not partisan demagoguery”.

      He also summoned the Italian ambassador to Madrid on Friday.

      The Schengen Area is a system of open borders spanning 29 European countries that have officially abolished controls at their common borders.

      It was unclear how many exactly had crossed the border. Spanish media estimated between 2,000 and 3,000 people entered Ceuta on Thursday, according to Reuters, but said that the Guardia Civil had not confirmed the figure.

      As tensions rose, there were unconfirmed reports of clashes late on Thursday.

      In Fnideq, a Moroccan town near the Ceuta border, Moroccan authorities fired water cannons at migrants in an attempt to deter them from crossing, witnesses told Reuters.

      In Melilla, footage from local media and human rights organisations appeared to show clashes at the Beni Ansar border point.

      The surge has prompted comparisons with May 2021, when around 8,000 people entered Ceuta over a matter of days, exacerbating diplomatic tensions with Morocco.

      Ceuta and Melilla represent the European Union’s only land border with Africa.

      Spanish authorities have increased security around the enclaves in recent years through increased surveillance, barrier reinforcement, and improved bilateral relations with Morocco, but people continue to attempt to cross.

      https://www.bbc.com/news/articles/cg4drwzkrkxo

      #militarisation_des_frontières

  • #Adriano_Gaito, addio al fondatore del #MUSAP di Napoli
    https://informareonline.com/adriano-gaito-addio-al-fondatore-del-musap-di-napoli

    ADRIANO GAITO, UNA VITA PER LA CULTURA E PER LA CITTA’ DI NAPOLII funerali del Presidente della Fondazione #Circolo_Artistico_Politecnico ETS Sabato 1 agosto alle 11 a Napoli nella Basilica di Santa Lucia a Mare in via Santa Lucia, 3 Napoli, 30 luglio 2026 “ Con Adriano Gaito, Presidente della Fondazione Circolo Artistico Politecnico […] L’articolo Adriano Gaito, addio al fondatore del MUSAP di Napoli proviene da Informareonline, scritto da Redazione Informare

    #Comunicati_Stampa

  • Autres dialogues (26)

    J’ai séparé arbitrairement les disques où les instruments sont doublement présents (Jazz en dialogues) de ceux où les musicien·nes utilisent des instruments différents. Sans oublier trois autres rubriques plus centrées sur la présence du piano, actuellement : duo piano/saxophone ou clarinette ou trombone, duo piano/trompette et duo piano/cordes. Quoiqu’il en soit, ces errances hors des sentiers trop souvent parcourus, offrent des panoramas sonores souvent réjouissants. Échanges et constructions. Promenades dans des musiques qui ne s’épuisent pas dès une première écoute. Au hasard de ré-écoutes récentes.

    chronique de 10 cd

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/07/26/autres-dialogues-26/#more-105549

    #musique #jazz

  • YEARNALISM by Baby Rose| FIP
    https://www.radiofrance.fr/fip/albums/yearnalism-2026


    https://secretlycanadian.com/record/yearnalism

    Fraîchement récompensée par son premier GRAMMY Award, l’inimitable chanteuse à la voix de contralto revient avec YEARNALISM, une Sélection Fip du mois de juillet.

    https://babyrose.bandcamp.com
    https://youtu.be/AGtjLikJWZ4


    Let Me Go | Baby Rose
    https://youtu.be/4sgcyHkEdrQ

    Dressed In Metal | Baby Rose

    #musique #soul

  • Je t’emmène dans la plus grande free-party de France - YouTube
    https://www.youtube.com/watch?v=tiMrTDdCOEw

    Les free-parties sont de plus en plus réprimées en France. Alors j’ai voulu rencontrer des organisateurs et des teufeurs pour mieux comprendre leur mouvement.

    Je suis allé filmer le Teknival 2026, la plus grande free-party de France. Près de 30 000 personnes étaient présentes.

    L’événement a fait l’actualité tout le week-end du 1er mai après l’installation de la fête sur un terrain militaire jugé « très dangereux » par le ministère de l’Intérieur.

    Pendant deux jours, j’ai partagé le quotidien de teufeurs et d’organisateurs pour tenter de comprendre ce qui les pousse à revenir, année après année, malgré les risques et la répression.

    J’y ai découvert un univers unique et des personnes en quête de liberté.
    Une liberté à laquelle ils s’accrochent, quel qu’en soit le prix à payer.

    #free-party

  • Trio : sans piano (33)

    Si le trio batterie/contrebasse/piano est souvent considéré comme le trio par excellence, les combinaisons de trois instruments sont aujourd’hui très variées.
    Une diversité surprenante, des inventions et des (dés)équilibres toujours renouvelés, des surprises encore et pas seulement par le choix de l’instrument « soliste ». Au hasard de ré-écoutes récentes.

    chronique de 9 cd
    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/07/22/trio-sans-piano-33

    #musique #jazz