• États-Unis : l’hécatombe des Amérindiennes sort progressivement du silence médiatique - RFI
    https://www.rfi.fr/fr/am%C3%A9riques/20260817-%C3%A9tats-unis-l-h%C3%A9catombe-des-am%C3%A9rindiennes-sort-progressiv

    Une précarité qui favorise les disparitions

    Les femmes amérindiennes vivent, pour beaucoup, dans des conditions de grande précarité, qui les rendent particulièrement vulnérables. Les réserves sont souvent situées dans des zones rurales reculées. L’accès aux soins est limité. Les services sociaux sont sous-dotés.

    « Les Amérindiens sont les plus touchés sur tout », constate Sabrina Van Tassel : suicide, diabète, meurtre, viol. À cette fragilité matérielle s’ajoute une fragilité psychique. Le traumatisme se transmet de génération en génération. Dans son documentaire, l’histoire de Marie Ellen Johnson-Davis, une jeune femme disparue, révèle l’ampleur des blessures : « Dans sa famille, j’ai pu établir que chaque femme sur au moins trois générations avait été violée », explique-t-elle.

    Cette répétition des violences, de mère en fille, installe l’idée d’une fatalité. Les prédateurs, eux, savent repérer ces vulnérabilités : « Un prédateur ne va pas agresser la personne la plus forte du troupeau. Il va agresser la plus faible », résume la documentariste.

    Les addictions – alcool, drogues – sont à la fois une conséquence du traumatisme et un facteur aggravant. Elles s’enracinent dans les politiques coloniales : changement brutal d’alimentation, destruction des repères culturels, violences dans les pensionnats, absence de prise en charge. « Ils n’ont pas eu le système nécessaire pour pouvoir se soigner, et donc ils ont reproduit le traumatisme », note Sabrina Van Tassel.

    #féminicides #violences_coloniales #apartheid #nations_amérindiennes #États-Unis

  • Nuclear power push ramps up uranium mill — and tribal health concerns : NPR
    https://www.npr.org/2026/08/12/nx-s1-5927298/nuclear-power-uranium-health-concerns

    Old Fears Amid a New Uranium Boom

    A U.S. push to ramp up domestic uranium production is bringing new activity to Utah’s White Mesa Mill—and reviving fears among nearby tribes that radioactive waste could contaminate the region’s air and water.

    Driving the boom: Federal policy is accelerating more domestic uranium production amid a ban on Russian uranium imports and the Trump administration’s push to increase nuclear energy capacity.

    The mill plans to more than double production of uranium concentrate, known as yellowcake, this year, and expand waste storage near the White Mesa Ute Community.

    Concerning track record: Tribal members point to the long history of uranium production-related contamination across the Colorado Plateau and a Clean Air Act violation as recent as 2021 as examples of what could transpire amid ramped-up production.

    #Intelligence_artificielle #Uranium #Energie_nucléaire #Nucléaire #Environnement #Nations_autochtones

  • Il #mudd#Museo Diocesano Diffuso racconta un nuovo modo di vivere il patrimonio culturale
    https://informareonline.com/il-mudd-museo-diocesano-diffuso-racconta-un-nuovo-modo-di-vivere-il

    C’ è un patrimonio che si conserva restaurando pietre, affreschi e opere d’arte. E ce n’è un altro, meno visibile ma altrettanto prezioso, che si custodisce restituendo quei luoghi alle persone. È da questa idea che nasce il MUDD – Museo Diocesano Diffuso di #Napoli, un progetto avviato nel 2022 che invita a ripensare il […] L’articolo Il MUDD – Museo Diocesano Diffuso racconta un nuovo modo di vivere il patrimonio culturale proviene da Informareonline, scritto da Camilla Esposito Alaia

    #Approfondimenti #Cultura #Magazine_Agosto_2026

  • Neubaupläne vs. NS-Erbe : Reichenbunker statt NS-Bunker
    https://taz.de/Neubauplaene-vs-NS-Erbe/!6203480

    Wo bis vor kurzem Gras über das tausendjährige Reich wuchs, erwächst nun eine Diskussion Foto : Sven Kaeuler/dpa

    Est-ce que vous achteriez une baraque hantée pas des fantômes nazis ? Bientôt vous pourrez acquérir des appartements construits sur les soldides fondation du bunker ou murut le « Führer ». C’est en plein centre de Berlin et ne sera pas pour tout le monde.

    Nos états d’âme de pauvres n’y comptent pour rien. Monument historique ? Des logements peu chers ? Les touristes anglais fascinés par le lieu historique ? La gentrification ? La laideur architecturale par quête du fric ? Passons. Il y a du profit dans l’air !

    Les social-démocrates responsables pour la privatisation du terrain historique s’en fichent royalement. Ils se sont abaissé il y a longtemps déjà au niveau de chiens de Pavlov libéraux qui salivent à chaque promesse d’investissement.

    11.8.2026 von Erik Peter - Der Große Bunker unter Hitlers Neuer Reichskanzlei soll einem Neubau weichen, so will es auch Senator Gaebler. Der Verein Berliner Unterwelten will das verhindern.
    Blick auf ein abgezäuntes Gelände in Berlin Mitte, unter dem sich eine Bunkeranlage befindet.

    Zwischen einem der letzten DDR-Plattenbauviertel an der Wilhelmstraße in Mitte und den Landesvertretungen von Hessen und Brandenburg befindet sich eine der letzten innerstädtischen Brachflächen. Neben einem Parkplatz an der Voßstraße wuchert Grün auf dem abgezäunten Gelände. Auch ein kleiner Hügel aus Trümmerschutt ist zu sehen. Unspektakulär ist das Bild nur auf den ersten Blick. Einst befand sich auf dem gesamten Gelände Hitlers Neue Reichskanzlei, der betonierte Machtanspruch der Nationalsozialist:innen, in dem auch Hitler selbst ein monumentales Arbeitszimmer hatte.

    Unter dem gesamten Gelände befanden sich gleich mehrere Bunker, darunter der überwiegend abgetragene und zugeschüttete Führerbunker. Noch zur Hälfte erhalten und zu einem Großteil just unter jener Freifläche befindlich, ist der Große Bunker, mit einem Ausmaß von etwa 60 mal 30 Metern. In Kriegszeiten, zwischen 1940 und 1944 fanden hier sowohl Mit­ar­bei­te­r:in­nen der Reichskanzlei, aber auch Hunderte Frauen und Kinder Schutz vor den Bomben. Ein berühmtes, allerdings nachgestelltes Foto vom 2. Mai 1945 zeigt, wie der letzte Stadtkommandant Berlins, Helmuth Weidling, den Bunker verlässt, um sich den sowjetischen Truppen zu ergeben.

    Geht es nach einem Hamburger Spekulanten, der sich das Gelände in den letzten zehn Jahren zusammengekauft hat und Bausenator Christian Gaebler (SPD), soll dieses Stück Geschichte schon bald weichen. Entstehen sollen stattdessen ein siebengeschossiger Neubau mit 66 Wohnungen und ein Bürogebäude. Vermutlich um Platz für eine Tiefgarage zu schaffen, sollen dafür die etwa zwei Meter dicken unterirdischen Bunkerwände abgetragen werden. Der Senator hatte zuletzt gegenüber der Bild-Zeitung verlauten lassen: „Wir stehen dem Neubau von Wohnungen nicht im Wege, um einen Bunker zu erhalten, der dann womöglich noch zum Wallfahrtsort wird.“

    Lauten Widerspruch dagegen hat am Dienstag der Verein Berliner Unterwelten formuliert, der die Geschichte der Stadt an authentischen Orten vermittelt. Auf einer auch von internationalen Jour­na­lis­t:in­nen gut besuchten Pressekonferenz in den Vereinsräumlichkeiten am Zeughaus, einer ehemaligen unterirdischen Toilettenanlage, appellierte der Vorsitzende Dietmar Arnold an die Investoren, sich mit der NS-Vergangenheit auseinanderzusetzen. „Das ist ein historischer Ort, der nicht kaputtgehen darf“, so Arnold.

    Der Bunker trägt den Neubau

    Der Stadtplaner Arnold schlägt stattdessen vor, den Neubau auf den Bunkeranlagen zu errichten. Dies sei „ohne Probleme“ machbar, schließlich hätten die auch schon die Neue Reichskanzlei getragen. Notwendig dafür sei lediglich die Anpassung des „inzwischen völlig veralteten“ Bebauungsplans von 2006. Den Wohnungsbau wolle man „nicht verhindern“, auch wenn dort keine Wohnungen für den „Otto-Normal-Verbraucher“ entstünden, so Arnold. Den Bunker selbst möchte der Verein zu einem Erinnerungsort an das NS-Regime, der Geschichte der Neuen Reichskanzlei und dem Kriegsende umgestalten. Die Kosten für Um- und Ausbau würde man selbst übernehmen.

    Das Landesdenkmalamt sieht einen möglichen Abbruch der baulichen Reste des Großen Bunkers unter der Neuen Reichskanzlei kritisch

    Kein gutes Haar ließ Arnold am Vorgehen und der Positionierung von Senator Gaebler und von Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD). So habe der Verein seit März vergangenen Jahres immer wieder Anfragen an die Senatsverwaltung und den Bezirk zu den Ergebnissen der Tagung des Landesdenkmalamtes gestellt und nach einem Kontakt zu dem Eigentümer gebeten. Antworten erhielten sie nicht. „Eine Transparenz zum Bauvorhaben war nicht vorhanden, die Öffentlichkeit faktisch ausgeschlossen“, so Arnold.

    Erst Mitte Juni dieses Jahres gelang es Arnold, Kontakt zu den Bauherrn aufzunehmen. Am selben Tag hätten sich Gaebler und Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt an die Bild gewandt. Kahlfeldt sagte dieser: „Die Denkmalschützer sehen nicht die Notwendigkeit, das zu erhalten – aber die Notwendigkeit der Dokumentation.“ Arnold widersprach und verwies auf eine Empfehlung des Denkmalamtes aus dem März 2025. Damals hieß es: „Das Landesdenkmalamt sieht einen möglichen Abbruch der baulichen Reste des Großen Bunkers unter der Neuen Reichskanzlei kritisch.“ Dieser befinde sich trotz Grundwassereinfluss in einem „guten Zustand“.

    Aus der Senatsverwaltung von Gaebler hieß es auf Anfrage der taz, das Grundstück sei „seit 2007 in privatem Eigentum“, zudem sei der Bebauungsplan 2006 „unter Betrachtung denkmalschutzrechtlicher Aspekte“ beschlossen worden. Für Gaebler habe der „Wohnungsbau an dieser Stelle Priorität“. Der Eigentümer sei „verpflichtet, vor Abriss des Bunkers diesen entsprechend zu dokumentieren“. Zu dem Kompromissvorschlag vom Verein Berliner Unterwelten äußerte sich die Verwaltung nicht.

    Arnold dagegen sieht die Gefahr, dass Berlin womöglich den aufwändigen und teuren Abriss des Bunkers auch noch aus eigener Tasche bezahlen müsste. Gaeblers Warnung vor einem „Wallfahrtsort“ bezeichnete er als „Totschlagargument“, das schon vor 30 Jahren vorgebracht wurde, sich aber nirgends in Berlin je erfüllt hätte.

    Auch das Beispiel der Topographie des Terrors zeigt, dass dieses Argument wenig überzeugend ist. Die Topographie des Terrors ist einer der meistbesuchten Erinnerungsorte in Berlin und entstand vor allem durch zivilgesellschaftliches Engagement. Damals, so Arnold, hätte er den Abriss vielleicht noch verstehen können, heute aber habe man ein ganz anderes Geschichtsverständnis. Der Senat aber habe sich anscheinend einfach nur „gefreut, dass da ein Investor kommt und diesem den Weg freigeräumt“.

    #Berlin #Mitte #Gertfud-Kolmar-Straße #Führerbunker #histoire #nazis #urbanismre

  • Perchè nelle strade di #Napoli gli #artisti_di_strada non cantano più?
    https://informareonline.com/perche-nelle-strade-di-napoli-gli-artisti-di-strada-non-cantano-piu

    L’Ordinanza Sindacale n. 479 del 24 aprile 2026 impone che, dalle ore 22, sono vietati strumenti di amplificazione e musicali. «La strada è il palco più antico del mondo». Sono queste le parole che un giovane artista napoletano utilizza per sintetizzare una delle forme artistiche più vivaci e controverse mai esistite: l’arte di strada. Eppure, […] L’articolo Perchè nelle strade di Napoli gli artisti di strada non cantano più? proviene da Informareonline, scritto da Redazione Informare

    #Approfondimenti #Cultura #EVIDENZA #Magazine_Agosto_2026 #Gianmario_Sanzari #morena_chiara

  • La nuit des longs couteaux | Documentaire
    https://www.youtube.com/watch?v=S1X3VCwsMvA

    En archives et éclairages d’historiens, un décryptage de cette « Nuit » de trois jours qui vit les nazis commettre une vague d’assassinats politiques à l’été 1934, aspirant l’Allemagne dans la barbarie.

    (pas encore regardé mais je le ferais pour mieux me souvenir que la denrée exotique aujourd’hui, c’est le parti de masse, et son épuration, dont on vit d’’autres manifestations en URSS)

    #Histoire #nazisme #parti_de_masse #SA #Nuit_des_longs_couteaux

  • Évolution récente et projection future de la ressource mondiale en eau souterraine, Maya Costantini ; Bertrand Decharme ; Jeanne Colin - La Météorologie, 129, 39-45, 2025 (publication : May 01, 2025)
    https://lameteorologie.fr/issues/2025/129/meteo_2025_129_39

    Résumé
    Cet article analyse l’évolution des ressources en eau souterraine à l’échelle mondiale, en se basant sur des simulations de modèles climatiques. Une méthode simple est proposée pour estimer les prélèvements non renouvelables d’eau souterraine utilisée pour l’irrigation. Les résultats montrent que dans des régions clés comme l’Inde, la Chine et les États-Unis, une grande partie de l’eau utilisée est non renouvelable, aggravant la dette hydrique mondiale. Cette étude souligne que la combinaison de la diminution de la recharge sous l’effet du changement climatique et de l’augmentation des prélèvements anthropiques menace la durabilité de la ressource en eau souterraine dans les aquifères de plusieurs régions du monde.

    [...]

    L’eau, source de vie, est omniprésente sur notre planète et recouvre environ 71 % de sa surface. Toutefois, cette ressource précieuse est loin d’être équitablement répartie : 97 % de l’eau terrestre est concentrée dans les océans et seulement 3 % sous forme d’eau douce sur les continents. L’eau douce continentale est donc rare sur Terre. La plus grosse partie de cette eau douce continentale, environ 70 %, n’est pas exploitable directement, car elle est stockée sous forme de glace dans les glaciers continentaux et les calottes polaires groenlandaises et antarctiques. Près de 29 % sont difficilement accessibles car localisés en profondeur dans les aquifères. Finalement, seule une infime partie de l’eau douce continentale, environ 1 %, est facilement accessible : elle se trouve dans les lacs naturels ou artificiels, les rivières, les marais et les couches superficielles du sol, tous ces réservoirs constituant les eaux de surface.

    (...) On estime que 70 % de l’eau douce prélevée est dédiée à l’agriculture, majoritairement pour l’irrigation, ensuite pour l’élevage. L’industrie utilise 20 % de cette eau et les 10 % restants servent à notre usage domestique.

    [...]

    Depuis le début du XXIe siècle, la demande en eau par secteur (agriculture, industrie, usage domestique) augmente dans toutes les régions du monde, si bien que la consommation d’eau présente une croissance 1,7 fois plus forte que la croissance démographique. Une grosse partie de cette augmentation est due au secteur agricole avec l’irrigation des cultures.

    #eau #eau_douce #climat #changement_climatique #eaux_souterraines #nappes_phréatiques #nappes_fossiles #réservoirs_continentaux #agriculture #irrigation #élevage #stress_hydrique #hydrologie #écologie

  • Rione Sanità: la #Chiesa_Blu_ai_Cristallini è il simbolo del riscatto di un quartiere
    https://informareonline.com/rione-sanita-la-chiesa-blu-ai-cristallini-e-il-simbolo-del-riscatto

    Il #progetto_LUCE e la rinascita del Rione Sanità Fino a qualche anno fa il Rione Sanità rappresentava, insieme a molti altri quartieri popolari, uno di quei lati della città di cui vergognarsi e da nascondere. Complici anche le guerre di camorra che hanno tormentato il quartiere fino ai primi anni 2000, la Sanità era […] L’articolo Rione Sanità: la Chiesa Blu ai Cristallini è il simbolo del riscatto di un quartiere proviene da Informareonline, scritto da Alessandro Scotti

    #Approfondimenti #Attualità #EVIDENZA #Magazine_Agosto_2026 #Sociale #Napoli #Rione_Sanità

  • Face aux tensions dans le Golfe, la Chine inaugure sa « #route_de_la_soie_arctique » vers l’Europe

    Les bateaux passent au compte-gouttes dans le #détroit_d’Ormuz, mais rien ne semble pouvoir limiter l’inexorable #expansion_commerciale chinoise, notamment vers l’#Europe. Le made in China est pénalisé par l’administration américaine. Avec sa « route de la soie » glacée, Pékin mise donc sur l’Arctique, une voie #alternative aux détroits du #Golfe_persique.

    À partir de mercredi 12 août, la compagnie chinoise #Sea_Legend inaugure la première ligne régulière de #fret_maritime qui relie les #ports chinois et européens par l’Arctique. La nouvelle #route_polaire doit permettre un gain à la fois de temps et de sécurité, et donc un gain financier : une vingtaine de jours de voyage contre 40 en passant par le #canal_de_Suez ou 50 en contournant l’Afrique par le #cap_de_Bonne-Espérance.

    Le projet date des années 2000 avec les premières expéditions scientifiques envoyées par Pékin. Et depuis 2013, la Chine est observateur permanent au #Conseil_de_l'Arctique, même si elle n’a pas de rive sur ces eaux glacées.

    Un partenariat vital avec Moscou

    Dans ce projet, la #Russie a investi massivement pour organiser cette #navigation. « Les Russes ont créé une commission mixte russo-chinoise pour cette navigation arctique et c’est les Chinois qui sont les premiers clients. Les Chinois sont intervenus à de multiples reprises depuis 2014 pour sauver certains projets russes, en particulier des projets de #gaz_liquéfié », précise Jean Radvanyi, géographe, géopolitologue et auteur de L’Arctique russe, un nouveau front stratégique.

    Conséquences sur l’#environnement : parce qu’elle est plus courte, cette voie commerciale arctique réduit, certes, les émissions de carbone d’environ 30% par rapport à la route par le canal de Suez, mais la #pollution causée par les navires va largement perturber les écosystèmes et les populations du cercle polaire.

    https://www.rfi.fr/fr/asie-pacifique/20260812-face-aux-tensions-dans-le-golfe-la-chine-inaugure-sa-route-de-la-soie-a
    #route_de_la_soie #arctique #Chine

  • « On a rayé des cartes les petits #cours_d’eau, et la sécheresse s’est répandue »

    En rayant des cartes tous les petits cours d’eau, la France a ainsi alimenté la terrible sécheresse que nous connaissons, écrivent les auteurs de cette tribune. Ceux-ci sont pourtant essentiels pour nourrir les vallées et les #nappes_phréatiques.

    La France a longtemps été un pays de rivières mais aussi de « #petits_chevelus » qui irriguaient merveilleusement les paysages, rechargeaient les nappes phréatiques, nourrissaient les #zones_humides et les grandes vallées. Aujourd’hui, ce réseau fin de milliers de petits #ruisseaux — rus, béals, filets d’eau de tête de bassin versant — se défait silencieusement, et alimente la terrible sécheresse que nous connaissons, tout autant que le déficit de #pluie.

    Cette affirmation n’est pas du catastrophisme. Elle découle de constats d’observation réalisés sur les petits cours d’eau, de bulletins hydrologiques, de mesures des nappes phréatiques, de cartes de sols dégradés réalisés dans toute la France sous le contrôle d’Eau France par Ades, la banque d’accès aux données de quantité et de qualité des #eaux_souterraines.

    Ces relevés racontent la même histoire : la géographie de notre pays bascule vers des changements de #paysages considérables, défavorables aussi bien à l’agriculture qu’aux humains — sans même parler des non-humains, de plus en plus vulnérables avec la prolongation des sécheresses.

    Victimes de l’#agriculture productiviste et de l’#urbanisation aveugle

    Pour comprendre cette disparition des petits cours d’eau, remontons un peu le temps. Le 30 décembre 2006, une #loi_sur_l’eau_et_les_milieux_aquatiques (#Lema) était adoptée en France, qui transposait dans le droit une directive européenne visant à restaurer l’état écologique des masses d’eau douce d’Europe d’ici à 2015.

    Certains syndicats agricoles n’ont pas vu cette ambition d’un bon œil, notamment la #FNSEA, représentant majoritaire de l’#agriculture_productiviste, désormais contrainte d’interdire les rejets de #nitrates dans les cours d’eau. L’Union européenne condamnera d’ailleurs plusieurs fois l’État français pour son laxisme vis-à-vis de ces pratiques (https://www.actu-environnement.com/ae/news/nitrates-cjue-condamnation-france-z).

    Mais grâce au gouvernement socialiste de l’époque (Reporterre l’a raconté en 2017 : https://reporterre.net/La-nouvelle-cartographie-des-cours-d-eau-menace-l-interet-general), un tour de passe-passe résolut le dilemme : de cours d’eau, les petits ruisseaux devinrent des « fossés », « canaux » ou « ravines », privés de la protection instaurée par la loi de 2006. Résultat : plus de bandes-tampons obligatoires pour les préserver des constructions et autres barrages hydrauliques, plus d’encadrement des #épandages de #pesticides. Sortis du droit, ils furent aussi effacés des #cartes administratives hydrologiques que l’on commençait alors à réaliser. Dans certains départements, la moitié d’entre eux ont tout simplement été rayés des cartes.

    Invisibilisés, ces petits cours d’eau ont pu être maltraités sans égards par des #pollutions diverses, malmenés par des sécheresses prolongées, ou tout simplement comblés par des propriétaires, et ainsi à jamais perdus. Leur #ruissellement ne s’effectuant plus, ou plus correctement, ils ne jouent plus leur rôle de capillaires du territoire. Des milliers de vallons se retrouvent ainsi privés d’eau pendant des semaines, voire des mois.

    Leur #disparition n’est pas seule en cause dans l’assèchement des sols, il faudrait aussi parler par exemple de l’abandon des #réseaux_gravitaires et autres #canaux_d’irrigation. Mais elle est essentielle pour comprendre la sécheresse des #sols et l’épuisement des nappes phréatiques, qui a ouvert la voie à des transformations profondes de nos terres et de nos habitats.

    Une véritable fuite en avant

    Chacun peut le constater, la sécheresse transforme les #paysages. Les images prises depuis le ciel sont saisissantes : rivières réduites à des rubans de cailloux, lacs contractés, champs grillés, forêts jaunies au cœur de l’été. Le manque d’eau dans les sols stoppe la croissance des arbres, bloque la photosynthèse (faisant dépérir certaines essences), et réduit leur possibilité de stockage de carbone. Le risque d’incendie et de ravageurs augmente en proportion.

    Les habitats humains en subissent aussi les conséquences. La rétractation des argiles l’été, puis leur gonflement au retour des pluies, fissure les murs, déstabilise les fondations. En France, plus de 60 % des maisons individuelles se situeraient désormais dans des zones d’exposition moyenne ou forte à ce phénomène, ce qui provoque de silencieuses migrations, du fait du coût élevé des réparations.

    Pour tenter de compenser la sécheresse provoquée par la disparition progressive de ces petits cours d’eau, l’agriculture développe l’#irrigation_sous_pression (#aspersion, #goutte-à-goutte), accaparant l’été une part très importante de l’eau, au prix de #conflits_d’usage croissants avec les milieux aquatiques, la production d’énergie, les usages domestiques.

    Des projets fantasmagoriques refont surface, comme les « #autoroutes_de_l’eau » qui détourneraient les eaux du Rhône ou d’autres fleuves vers des territoires en tension. Comme si l’on pouvait corriger la géographie par quelques tuyaux géants, alors que les grands cours d’eau eux-mêmes voient leurs débits diminuer. Une véritable fuite en avant !

    Instaurer une #démocratie_de_l’eau

    Si la sécheresse est bien amplifiée par le réchauffement global, la vulnérabilité de la France face à ce choc est donc largement le produit de ses choix. Elle a trop traité l’eau comme un stock à répartir, et non comme une trame à préserver, préférant contester les contraintes juridiques et écologiques plutôt que de réorganiser ses pratiques agricoles.

    Il faut désormais le reconnaître : nous avançons, année après année, vers un nouveau paysage, une nouvelle géographie. Nous ne retrouverons plus un état antérieur. Pour éviter la déshydratation continue du pays, il faut renouer avec la #géographie_de_l’eau en :

    – cessant de rayer des cartes tous les petits cours d’eau, et en les restaurant pour redessiner une trame vitale du territoire ;
    - en réorganisant l’agriculture autour de la #sobriété_hydrique, avec l’#agroécologie ;
    - en mettant l’eau au centre des politiques d’#aménagement_des_territoires, de l’extension des villes notamment. Plus rien ne devrait être construit sans tenir compte des sources disponibles.

    Il est temps de faire de la protection et de l’accès égalitaire à la ressource en eau un axe central de la #planification_écologique. Il est temps de simplifier et de rendre transparente pour tous les citoyens la #gestion_de_l’eau et de sortir d’une complexité administrative sans issue. Sans eau, il n’y aura ni territoire, ni économie, ni démocratie viables.

    https://reporterre.net/On-a-gomme-les-petits-cours-d-eau-des-cartes-et-la-secheresse-s-est-repa

    #eau #rivière #France #sécheresse #hydrologie #invisibilisation

    signalé aussi par @colporteur :
    https://seenthis.net/messages/1186226

    voir aussi :
    Une #cartographie inédite des cours d’eau officiels pointe les incohérences de la #réglementation
    https://theconversation.com/une-cartographie-inedite-des-cours-deau-officiels-pointe-les-incohe
    https://seenthis.net/sites/7282461336008050837
    via @sombre

    • Quand le gouvernement et la FNSEA redessinent la carte des cours d’eau
      (publié en 2017)

      La loi sur l’eau de 2006 vise à retrouver un « bon état » écologique des masses d’eau douce. Mais discrètement, pour complaire à la FNSEA, le gouvernement a entrepris de soustraire une partie des cours d’eau à l’application de la loi. Premier volet de la grande enquête de Reporterre

      C’est l’histoire d’un incroyable coup de force. Dans le secret de quelques bureaux, une coalition de politiques et de lobbyistes de la FNSEA (Fédération nationale des syndicats d’exploitants agricoles) a décidé de changer la carte géographique et physique de la France. En voici le déroulé, tel que reconstitué par Reporterre.

      Quand François Hollande a été élu président de la République en 2012, la FNSEA n’en éprouve aucune crainte. Ce « syndicat » paysan règne sur la politique agricole depuis plus de soixante ans. La Quatrième République, puis le régime gaulliste après 1958, ont en effet accepté de cogérer avec ses dirigeants les dossiers agricoles essentiels. Un nouveau virage a été pris quand Jacques Chirac, ministre de l’Agriculture dans les années 1970, a instauré la cogestion des politiques publiques agricoles avec la FNSEA, le syndicat ultramajoritaire dans la profession.

      L’industrialisation des campagnes, les élevages concentrationnaires, l’irruption des pesticides, la destruction des haies et des talus boisés, le remembrement, le recalibrage des rus, ruisseaux et rivières, sont une œuvre partagée. Essentiellement entre le ministère de l’Agriculture, les directions départementales de l’Agriculture (DDA), où règnent les Igref — ingénieurs polytechniciens chargés des « eaux et forêts » —, et la FNSEA, qui contrôle les puissantes chambres d’agriculture.

      Le désastre qui s’ensuit est donc le leur, qu’ils présentent pourtant comme un triomphe de la modernité. En 2007, quand Sarkozy lance son Grenelle de l’environnement, promettant une « révolution écologique » qui n’aura jamais lieu, les chefs de la FNSEA s’inquiètent. À tort. Après avoir copieusement brassé le vent, Sarkozy lance en novembre 2011 sa fameuse phrase : « Je voudrais dire un mot de toutes ces questions d’environnement, parce que là aussi, ça commence à bien faire. »
      L’élection de Hollande n’est pas une mauvaise nouvelle

      La FNSEA aurait sans problème fait affaire avec un Sarkozy réélu président, mais la gauche gouvernementale ne lui a jamais fait défaut. Faut-il rappeler qu’un Henri Nallet, jadis ministre de l’Agriculture de Mitterrand — 1985-1986, puis 1988-1990 —, a commencé sa carrière comme chargé de mission de la FNSEA ? Qu’Edgard Pisani, devenu socialiste sur le tard et vice-président de la Commission européenne en 1984, a été le ministre de l’Agriculture de De Gaulle entre 1961 et 1966, lançant réforme sur réforme en compagnie de Michel Debatisse, futur président de la FNSEA ?

      En bref, l’élection de Hollande n’est pas une mauvaise nouvelle. Et d’autant que la présidence se révèle d’une grande faiblesse politique, donc bien plus impressionnable. La FNSEA de Xavier Beulin — il est devenu son président en 2010 — sent rapidement qu’elle peut espérer beaucoup de la gauche, peut-être davantage que d’une droite sarkozyste. Beulin devient en quelques mois un interlocuteur privilégié de Hollande, ce qui permet de mieux comprendre la suite.

      Les productivistes agricoles n’ont en fait jamais digéré la loi sur l’eau et les milieux aquatiques (Lema) du 30 décembre 2006. Celle-ci transpose dans le droit français une directive européenne sur l’eau adoptée en octobre 2000. Or cette loi a pour objectif — entre autres — de parvenir à un « bon état » écologique des masses d’eau douce d’Europe d’ici 2015. La FNSEA, qui sait à quoi s’en tenir, y voit une menace directe : l’agriculture industrielle dissémine massivement des pesticides et pollue les rivières et les rivages avec ses nitrates. En 2014, l’Europe a d’ailleurs condamné une nouvelle fois la France pour sa politique trop laxiste contre l’épandage des nitrates.
      Nul n’est censé ignorer la loi, sauf les paysans

      Comment en sortir ? La création en 2006 de l’Office national de l’eau et des milieux aquatiques (Onema), chargée de la police de l’eau, annonce-t-elle la fin de l’impunité pour les pollueurs ? Possible. En 2010, une circulaire du ministère, alors de l’Écologie, durcit le ton : « Il est impératif de consolider la pratique des contrôles et de mieux coordonner l’intervention des services et établissements chargés des polices de l’eau et de la nature. » Une guérilla invisible commence. Quelques contrôles de terrain de l’Onema aboutissent à des procès-verbaux pour épandage de lisier ou comblement de ruisseaux, qui viennent heurter de plein fouet les habitudes agricoles. Fin 2013 commence un cycle de manifestations musclées de la FNSEA, avec déversement de fumier, devant les sièges décentralisés de l’Onema. On y refuse le principe même des contrôles.

      C’est alors que tout dérape au sommet de l’État. Manuel Valls, devenu Premier ministre, décide de se soumettre au lobby agricole, et commande en novembre 2014 un rapport sur « la mise en œuvre des contrôles » de terrain à la députée socialiste de l’Ariège Frédérique Massat. Le texte, publié fin mai 2015, ne peut que combler la FNSEA, car il prend parti, jusqu’à la caricature. On y lit par exemple cette phrase d’anthologie, qui ridiculise toute inspection de terrain : « La mission recommande qu’aucun constat de non-conformité ne soit dressé pour des points de contrôle dont les règles n’auraient pas été portées à la connaissance des agriculteurs en temps utile ».

      En somme, nul n’est censé ignorer la loi, sauf les paysans. Au-delà, le rapport ouvre une porte à des enjeux plus lourds encore, en réclamant la réalisation de cartes des cours d’eau, département par département. Pour la FNSEA, c’est décisif, car si un ru ou un ruisseau ne sont plus considérés comme des cours d’eau, ils ne relèvent évidemment plus de la loi qui les protège. Tout est alors en place pour une vaste comédie, qui se révélera être un drame.

      https://reporterre.net/Quand-le-gouvernement-et-la-FNSEA-redessinent-la-carte-des-cours-d-eau

  • « Yetnahaw Ga3 » du Hirak, l’auteur Sofiane piégé par Rashad et arrêté en 2026 ?
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4984

    Sept ans après avoir incarné la colère populaire du Hirak avec « Yetnahaw Ga3 », Sofiane est incarcéré. Son affaire révèle les tensions entre militantisme, justice et récupération politique. De cri de ralliement historique du Hirak à la prison : comment Mohamed Bekir Turki, dit Sofiane, est tombé dans le piège tendu par Rachad via un membre surnommé « Bob ». L’affaire qui révèle la stratégie de manipulation du mouvement classé terroriste. #nationale,_fait_politique,_une_et_première_page,_médias,_actualité,_pays,_france,_afrique,_maghreb

    / fait divers, société, fléau, délinquance, religion , #edito, Afrique, Monde Arabe, islam, Maghreb, Proche-Orient,, Maghreb, Algérie, Tunisie, Maroc, Libye, Africa, population, société , censure, presse, journaux, dictature, expressions, liberté, (…)

    #fait_divers,société,_fléau,_délinquance,_religion #Afrique,Monde_Arabe,_islam,_Maghreb,_Proche-Orient, #Maghreb,_Algérie,_Tunisie,_Maroc,_Libye,_Africa,_population,_société #censure,presse,_journaux,_dictature,_expressions,_liberté #Terrorisme_,_islamisme,Al-Qaeda,politique,_

  • Gutes Leben und langsamer Tod
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201630.debatte-frankfurter-bahnhofsviertel-gutes-leben-und-langsamer-tod

    Bars und Clubs verstecken sich hinter Absperrungen : Rein darf nur, wer zahlt. Foto : B. Surmann

    A #Francfort la chasse aux #mendiants et #malades s’intensifie. Le racisme ambiant est à son apogée. La distance au programmes d’ #euthanasie n’est plus grande.

    4.8.2026 von Daniel Loick - In alten Westernfilmen ist oft zu sehen, wie ein Fort von »Eingeborenen« angegriffen wird. Diese Darstellung, so schreiben Stefano Harney und Fred Moten in »The Undercommons«, verwechselt Angreifer*innen mit Angegriffenen: In Wirklichkeit ist es das Fort, das in die Umgebung einfällt. Ein ähnliches Bild lässt sich jedes Wochenende im Frankfurter Bahnhofsviertel beobachten. Zahlreiche Bars und Clubs umzäunen öffentliche Gehwege mit Gitterabsperrungen, hinter denen sich nur aufhalten darf, wer zahlt. Ein erfolgreiches Geschäftsmodell: Hipster wie Yuppies genießen es, hier so lange, so laut und so ungezügelt feiern zu können, wie sie es in ihren eigenen Vierteln kaum dürften.

    Ein ganz anderes Bild sieht man, wenn man sich tagsüber im Bahnhofsviertel bewegt. Wer vom Hauptbahnhof in die Innenstadt läuft, stellt sich schnell die Frage, ob er versehentlich in einem Kriegsgebiet gelandet ist. Auf den engen Gehwegen liegen regungslose Körper, fast wie auf einem verlassenen Schlachtfeld. Weil sich hier nicht nur Sexarbeit und Wohnungslosigkeit, sondern auch offener Drogenkonsum konzentrieren, gilt das Frankfurter Bahnhofsviertel seit Jahrzehnten als »Problemviertel«. Durch eine baustellenbedingte Absperrung des Karlsplatzes, der normalerweise ein zentraler Aufenthaltsort für Drogennutzende ist, hat sich die Lage seit April noch einmal drastisch verschärft: Vertrieben von Polizei und privaten Sicherheitsdiensten haben die Drogen-User*innen kaum noch Orte, an denen sie sich ungestört aufhalten können. Der Effekt ist die Produktion dessen, was der Soziologe Zygmunt Bauman als »verworfenes Leben« bezeichnet hat: Menschliches Leben wird wie Müll behandelt. Beides – das exzessive Clubleben der einen und die Dehumanisierung der anderen – hängen zusammen. Wie die Siedlung im Wilden Westen, so sind auch die Clubs im Bahnhofsviertel auf eine Entwertung ihrer Umgebung angewiesen.

    Frankfurter Bahnhofsviertel

    Das Frankfurter Bahnhofsviertel gilt unter anderem wegen der großen Zahl an Drogenkranken bundesweit als Problemviertel, dem nur mit – immer mehr – Polizei beizukommen sei. Der Philosoph Daniel Loick, der zu den Auswirkungen staatlicher Gewalt forscht und selbst im Bahnhofsviertel wohnt, blickt radikal anders auf die Lage. Für ihn ist es die gezielte Vernachlässigung von Nachbarschaften und Menschen, die thematisiert werden muss.

    Zum Teil funktioniert diese Entwertung über die skandalisierenden medialen Darstellungen, deren Gegenstand das Bahnhofsviertel regelmäßig wird. Dazu zählen zum einen die Kampagnen der Boulevardpresse – am extremsten vielleicht der Bericht 2024 der englischen Zeitung »The Sun«, die zur EM anreisende Fußballfans vor dem »Zombieland« Bahnhofsviertel warnte, aber auch regelmäßige Aufmacher in »Bild« und »Welt« sowie Realityformate von RTL und Sat1, die die Einzelschicksale von Drogenkonsument*innen dramatisch in Szene setzen. Zum anderen verwenden rechte Medien wie die »Junge Freiheit« oder der Travel-Blogger Kurt Caz immer häufiger Social Media, um das Bahnhofsviertel als Drogen- und Gewaltmoloch darzustellen. Frankfurt wird hier zum Symbol für alles, was falsch läuft in Deutschland: voll mit Junkies, Ausländern und Kriminellen. Unerwünschte Bevölkerungsgruppen werden so als Störfaktoren konstruiert, gegen die sich »normale Bürger« verteidigen müssen – ein beliebtes Motiv autoritärer und faschistischer Agitation.

    Die Stadt ist nicht nur eine Infrastruktur, zu der jede*r Zugang haben sollte, sondern auch ein todbringender Prozess, den es zu unterbrechen gilt.

    Auch Gewerbetreibende des Bahnhofsviertels versuchen mittlerweile verstärkt, in die Debatte einzugreifen und bedienen sich dabei dehumanisierender Rhetoriken. Besonders häufig werden dabei Menschen symbolisch in die Nähe von Müll und Unordnung gestellt. So veröffentlichte die so genannte »Eigentümerinitiative Bahnhofsviertel«, ein Zusammenschluss verschiedener Frankfurter Unternehmen, auf ihrer Webseite eine Liste von 13 Forderungen zum Bahnhofsviertel, von denen so gut wie alle die Themenbereiche »Sicherheit und Sauberkeit« betreffen: Gefordert wird der massive Ausbau der Polizeipräsenz, Kameraüberwachung und effizientere Müllabfuhr. Noch deutlicher wird die mit viel Presse-Echo neu gegründete Initiative »S.O.S. Bahnhofsviertel«, die unter anderem vom Club- und Pizzeriabetreiber Rusbeh Toussi, dem Ex-Moderator Achim Winter (»Tichys Einblick«) sowie dem wegen Anlagebetrugs verurteilten PR-Berater Jürgen Aha unterstützt wird. Die Bildersprache auf der Webseite der Initiative erinnert an die eugenischen Phantasien der 1930er Jahre. Auf einer Grafik (»Vom Wohngebiet zur Zombie-Area«) etwa ist eine Waage zu sehen, bei der auf der einen Seite eine ganz in Schwarz gezeichnete grimmige Personengruppe mit Messern, Reagenzgläsern und Totenköpfen steht (»Junkies und Dealer«), auf der anderen Seite freundliche Geschäftsleute mit Aktenkoffern und Kindern vor der Frankfurter Skyline (»Betroffene Bürger«). Die Message: »Ein Viertel als Geisel«. Der »Zehn-Punkte-Plan« der Initiative fordert unter anderem die Einhegung der Drogennutzenden in eine »Toleranzzone«, den Einsatz von »Suchtmittelspürhunde[n]« sowie: »wirksame Drohnenbefliegungen (...)! Was sich in der Ukraine längst bewährt hat, fehlt bei uns. Gemeinsam mit Militärs aus unserer Partnerstadt Lviv sollten leistungsstarke Überwachungsdrohnen über den Straßen des Bahnhofsviertels fliegen, und zwar möglichst ganztägig«.

    Während die Vorstellung militärischer Drohnenüberwachung selbst ordnungsliebenden Frankfurter*innen noch übertrieben anmuten mag, findet der Ruf nach mehr Repression durchaus Gehör. Die Stadt Frankfurt und das Land Hessen haben mit der Umsetzung eines »Sofortprogramms« begonnen, das die Eröffnung einer neuen mobilen Polizeiwache, die Einrichtung von Waffenverbotszonen und KI-gestützte Videoüberwachung umfasst. Die Polizeipräsenz auf den Straßen ist massiv: Es ist kaum möglich, einen viertelstündigen Spaziergang durch das Viertel zu machen, ohne Betroffene*r oder Zeugin einer verdachtsunabhängigen Personenkontrolle zu werden. Am Elend im Viertel ändern all diese Maßnahmen natürlich nichts: Weder Drogenabhängigkeit noch Arbeits- und Wohnungslosigkeit lassen sich durch Repression bekämpfen. Im Gegenteil: Für diejenigen, deren Existenz ohnehin durch ständige Vertreibung und Entmenschlichung geprägt ist, bringt die Polizei mehr Stress und im Zweifelsfall einen riskanteren Konsum.
    Soziale Infrastrukturen statt Polizei

    Eigentlich braucht es nicht viel Fantasie, um sich Maßnahmen auszumalen, die den Menschen im Bahnhofsviertel wirklich helfen würden. Zum einen sind dies Maßnahmen, die etwas an ihrer Lebenssituation ändern würden, das heißt vor allem Wohnungen, Gesundheitsversorgung und eine gute Drogenarbeit, für die mit dem akzeptierenden »Frankfurter Weg« bereits eine Grundlage geschaffen wurde. Aber auch eine Hygiene-Infrastruktur mit Toiletten und Duschen, Trinkwasserspender, schattenspendende Bäume sowie Sitz- und Liegegelegenheiten würden der Verelendung entgegenwirken. Allein eine Umverteilung vorhandener Haushaltsmittel von repressiven Maßnahmen in den Ausbau von Möglichkeiten der sozialen Teilhabe würde die Situation entschärfen. Dies wirft die Frage auf, warum Gewerbetreibende, Medien und Politik so eisern an der Fantasie einer Befriedung durch Vertreibung und Repression festhalten – Strategien, die ihre Wirkungslosigkeit seit Jahrzehnten bewiesen haben?

    Gentrifizierung wird häufig als Aufwertung eines Viertels beschrieben: Cocktailbars, Galerien und Bio-Supermärkte machen eine Nachbarschaft attraktiver, verursachen höhere Mieten und zwingen so die bisherigen Mieter*innen zum Umziehen. Dieser Prozess erscheint als unintendiert und »soft«: Verdrängung ist der Kollateralschaden von Hipster-Cafés und Künstlerkneipen. Im Frankfurter Bahnhofsviertel lässt sich aber beobachten, dass Gentrifizierung auch als Abwertung eines Viertels ablaufen kann. Gerade das verruchte und »gefährliche« Image des Viertels macht es für einen Teil der Gewerbetreibenden bezahlbar und bietet den Gästen eine kulturell aufregende Hintergrundszenerie. Viele der Wochenend-Tourist*innen kommen gerade deshalb ins Bahnhofsviertel, weil ihnen hier Verhaltensweisen offenstehen, die im Westend, Nordend oder Kronberg sanktioniert würden – und die auch den regulären Bahnhofsviertel-Nutzer*innen untersagt sind: Sie sind laut, blockieren Gehwege, urinieren an die Wände. Besonders ironisch ist dabei, dass sie auch auf die gleichen Formen der Selbstmedikalisierung zurückgreifen: Alkohol, Nikotin, Kokain. Nur ist der Gebrauch dieser Substanzen in entgegengesetzte soziale Welten eingebunden: Der Gebrauch für die einen wird durchgesetzt durch die Kriminalisierung und die organisierte Vernachlässigung der anderen. Das gute Leben der einen geht mit dem langsamen Tod der anderen einher. Gentrifizierung erscheint so anders als im konventionellen Bild: Die Degradierung des Viertels zur Kulisse für Party-Tourismus wird bewusst vorangetrieben und bedient sich Mitteln der offenen staatlichen Gewalt.

    Die regulären Drogennutzenden des Bahnhofsviertels selbst kommen in der öffentlichen Debatte nur als Kranke oder als Gefahr vor. Sie haben keine oder nur strafrechtlich relevante Handlungsmacht: Sie sind Objekte, über die von anderen bestimmt werden muss. An dieser Objektifizierung wirken nicht nur die Medien und die Politik, sondern auch die privilegierten Bevölkerungsgruppen mit – Gewerbetreibende, gut situierte Nachbar*innen, Party-Tourist*innen. Zum einen müssen sie sich gegenüber dem allgegenwärtigen Leid kalt und indifferent machen und können die Menschen, die sich ansonsten noch auf der Straße aufhalten, nicht als echte Gegenüber wahrnehmen. Zum anderen können sie auch eine Macht über das verworfene Leben genießen – sie wissen, dass sie jederzeit die Polizei rufen können, um souverän über andere Menschen im öffentlichen Raum verfügen zu können. Eine ähnliche Macht üben im Bahnhofsviertel auch viele männliche Freier über Sexarbeiter*innen aus, insbesondere wenn diese schutzlos sind, etwa weil sie Drogen nehmen oder einen unsicheren Aufenthaltsstatus haben. Alles ist käuflich, alles ist wegwerfbar, auch das Leben der Anderen. Das Verhältnis zwischen den Reichen und den Armen, den Yuppies und den Junkies ist also nicht nur ungleich, sondern differenziell: Die einen haben nicht nur mehr Macht als die anderen, sondern auch Macht über sie.

    Im Bahnhofsviertel – eine kleine Nachbarschaft, die nicht mehr als 0,5 Quadratkilometer umfasst – konzentrieren sich wie kaum anderswo in Deutschland die globalen Krisen. Der zentrale gesellschaftliche Gegensatz ist hier unmittelbar sichtbar: Rund um den Karlsplatz Armut und Leid, im Hintergrund Soll und Haben, die glitzernden Zwillings-Wolkenkratzer der Deutschen Bank, die im letzten Jahr einen Umsatz von 32 Milliarden Euro erwirtschaftet hat. Aus dem Zusammenspiel von Gentrifizierung und Staatsgewalt, das sich hier wie unter einer Lupe beobachten lässt, kann man zweierlei lernen. Erstens darf man sich die Produktion von »verworfenem Leben« nicht als etwas vorstellen, das nur an den Grenzen der Gesellschaft geschieht. Diese Prozesse finden in ihren Zentren statt, inmitten der Innenstädte, und zwar zwischen Gemeinschaften, die sich in enger räumlicher Nähe zueinander befinden. Und zweitens wird jeder Versuch, das Elend im Bahnhofsviertel und anderswo zu mildern, humanitäre Geste bleiben, solange nicht die gesellschaftlichen Strukturen verändert werden, die menschliches Leben als entbehrlich definieren. Die Stadt ist nicht nur eine Infrastruktur, zu der jede*r Zugang haben sollte (wie es die »Recht auf Stadt«-Bewegungen fordern) und ein Reichtum, den wir uns aneignen können (wie es in den Vergesellschaftungs-Debatten diskutiert wird), sondern auch ein todbringender Prozess, den es zu unterbrechen gilt.

    #gentrification #extermination #nazis #petitite_bourgeoisie

  • Im engsten Faschisten­kreis
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201701.extreme-rechte-in-deutschland-im-engsten-faschistenskreis.html

    Wer hat denn da von Opas Tellerchen gegessen ? Foto : imago/Steinach

    Ceci est un texte en faveur de franchise : apellons désormais tous les nazis comme tels, qu’ils soient des membres de famille ou non.

    10.8.2026 von Thomas Blum - Was für eine Sorte Leute es war, die früher, vor 20, 30 oder 40 Jahren, die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« lasen, konnte man immer auch an den Traueranzeigen sehen. Wenn man diese überflog, erfuhr man hin und wieder, dieser oder jener verstorbene »treue Kamerad«, der »das schwere Schicksal seiner Generation teilte« bzw. »seine Pflicht für das Vaterland bis zum Letzten erfüllte«, sei »seinen Idealen bis zum Ende treu« geblieben. Nun sei er in die Ewigkeit abberufen worden.

    Es war keine Seltenheit, dass die Anzeige mit einem Eisernen Kreuz versehen war, einer visuellen Chiffre, die darauf hindeuten sollte, dass es sich bei dem Heimgegangenen um einen stolzen Wehrmachtsoffizier handelte. Die Hinterbliebenen konnten ja schlecht ein Hakenkreuz abdrucken lassen, das hätte wohl selbst in der »FAZ«-Redaktion milde Beunruhigung ausgelöst. Es war jedenfalls offensichtlich, dass die Familienangehörigen einen gewissen Stolz darauf nicht verhehlen konnten, dass der Verblichene am deutschen Vernichtungskrieg teilgenommen hatte.

    Und weil es über die Jahre etliche Inserate waren, die sich in Form und Aufmachung ähnelten, konnte es schon mal passieren, dass man sich verlas: »Die Beisetzung findet im engsten Faschistenkreis statt«, stand da etwa. Auch wenn der Satz so zu stimmen schien, bemerkte man schließlich beim zweiten Lesen, dass er geringfügig anders lautete. Es waren Traueranzeigen, die etwas über die Bundesrepublik verrieten – und darüber, wie weit die sogenannte Aufarbeitung der deutschen Geschichte tatsächlich fortgeschritten war.

    Um es kurz zu machen: Sie war, 40 bis 60 Jahre nach dem Ende des Holocaust, nicht sehr fortgeschritten. Wenn weder die Redaktion der auflagenstärksten und angesehensten »konservativen« Tageszeitung noch deren Leserschaft etwas dabei fand, dass frisch verstorbenen Nazis bittere Tränen nachgeweint wurden, wie durfte man sich dann jenen Teil des Blattes vorstellen, der nicht aus bezahlten Inseraten bestand?

    So wie in den Todesanzeigen niemals ein Hakenkreuz zu sehen war, fiel auch das Wort Nazi nie. Unter den Deutschen fand man kaum jemals einen, der früher einer gewesen war. Und dennoch wurden wundersamerweise hierzulande stets die Nazis betrauert, nicht deren Opfer. Auch noch in der BRD der 80er und im sogenannten wiedervereinten Deutschland. Das zeigte sich nicht nur an Todesanzeigen, sondern auch auf deutschen Friedhöfen, deutschen Kirchenportalen und deutschen Denkmälern in der Provinz.

    Bis heute findet man dort Gedenktafeln mit Hunderten von eingravierten Namen. Mayer, Müller, Schneider, Becker, Wagner, Hoffmann, Schulze, Schmidt. Nicht ein Einziger von ihnen war ein Herrenmensch oder gar ein Nazi. »Den tapferen Gefallenen« steht da geschrieben. Oder eine Spur vollmundiger: »Den gefallenen Helden«, »Sie starben, damit Deutschland lebe«.

    Wen oder wie viele Menschen die tapferen Helden auf dem Gewissen haben oder wo, wie genau und mit wie viel Hingabe sie im Osten im Auftrag des geliebten Vaterlands ihre Pflicht erfüllten, um Deutschland zum Leben zu verhelfen, steht dort nicht. Niemals findet man auch die Jahreszahl »1933« eingraviert, kein einziges Mal. Die Zahlen, die man stattdessen findet, lauten immer gleich: »1914–1918«, »1939–1945«. Denn die Zeit des Leidens ist immer die Zeit, in der man selbst gelitten hat. Die Jahre von 1933 bis 1939 waren offenbar glückliche.

    Als im Jahr 1985 der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl gemeinsam mit dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan auf dem Soldatenfriedhof von Bitburg an den Gräbern von ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS stand, geriet ihm jene Geste, die offiziell als eine der »Versöhnung« mit den alliierten Kriegsgegnern von einst gedacht war, zu einer geschichtsrevisionistischen, mit der etwas ganz und gar anderes vollzogen wurde: die Versöhnung der Deutschen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Kohl und Reagan »griffen zu der bereits in den 50er Jahren beliebten Methode, die deutsche Bevölkerung von jeder Schuld freizusprechen. Die angebliche Jugend der in Bitburg Bestatteten nutzte Kohl dafür, diese Männer zu schuldlosen Opfern zu erklären, die zum Kriegsdienst eingezogen worden und dann gefallen seien« (»Jüdische Allgemeine«).

    Als Nazis galten in der deutschen Bevölkerung schon seinerzeit weder die Nazis, die stolz auf den Seiten der »FAZ« betrauert wurden, noch jene Wehrmachtsangehörigen, deren Namen bis heute auf Gedenktafeln im ganzen Land verewigt sind und die für die Heimat in den Heldentod gingen, noch der Nazi-Opa oder -Onkel aus der eigenen Familie, der einst ab und zu – nicht ohne das kleine Fotoalbum aus seiner verschlossenen Schublade mitzunehmen – am Wochenende aufbrach zum Kameradschaftstreffen, um der »guten alten Zeit« zu gedenken.

    Als Nazis galten, wenn überhaupt, nur vier historische Personen: Hitler, Goebbels, Göring und Himmler. Der mit dem Bart, der mit dem Fuß, der Dicke und der mit der Brille. Alle anderen Deutschen waren wahlweise Opfer, Ahnungslose, Verwirrte, Verführte, Betrogene, Gutgläubige, Vertrauensselige, Wohlmeinende, Minderjährige, Unterworfene, Unbeteiligte, Unpolitische, Uninformierte, schuldlos ins Unrecht Verstrickte oder Widerstandskämpfer.

    Ich bin mir nicht sicher, ob in einer besseren Zukunft nicht vernünftigerweise Nazis als Nazis bezeichnet werden sollten. Sicher ist jedenfalls: Auch heutzutage gibt es selbstverständlich hierzulande keine Nazis. Es gibt nur »Rechtskonservative«, »Freiheitliche«, »Patrioten« und »Alternative«

    –---

    Thomas Blum ist grundsätzlich nicht einverstanden mit der herrschenden sogenannten Realität. Vorerst wird er sie nicht ändern können, aber er kann sie zurechtweisen, sie ermahnen oder ihr, wenn es nötig wird, auch mal eins überziehen. Damit das Schlechte den Rückzug antritt. Wir sind mit seinem Kampf gegen die Realität solidarisch. Daher erscheint fortan montags an dieser Stelle »Die gute Kolumne«. Nur die beste Qualität für die besten Leser*innen! Die gesammelten Texte sind zu finden unter: dasnd.de/diegute

    #Allemagne #nazis

  • DZ Mafia en Algérie : la carte diplomatique d’Alger avec Paris
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4982

    A ce stade de la procédure judiciaire survenue dans le brouhaha des relations France-Algérie, Alger n’a pas déclaré qu’elle livrerait les deux cadres présumés, du cartel marseillais, à la justice française. Et avec une autre main, elle rouvre le robinet des OQTF, avec de modiques rapatriements. Deux arrestations coup sur coup en Algérie et une reprise des laissez-passer consulaires : décryptage d’un rapprochement franco-algérien à double lecture, entre lutte contre le narcotrafic et pression migratoire. A quoi ça correspond, telle est la ligne de notre analyse. #nationale,_fait_politique,_une_et_première_page,_médias,_actualité,_pays,_france,_afrique,_maghreb

    / #Immigration_-_émigrants_-_réfugiés_-_déplacés, Afrique, Monde Arabe, islam, Maghreb, Proche-Orient,, Maghreb, Algérie, (…)

    #Afrique,Monde_Arabe,_islam,_Maghreb,_Proche-Orient, #Maghreb,_Algérie,_Tunisie,_Maroc,_Libye,_Africa,_population,_société #France_justice_politique_scandale_PS_PCF #immigration,_High-Tech,_recrutement,_Web,_Internet

  • #Napoli, torna il corso di riconoscimento dei #licheni: tre giornate per conoscere e tutelare la biodiversità
    https://informareonline.com/napoli-torna-il-corso-di-riconoscimento-dei-licheni-tre-giornate-pe

    Conoscere, osservare, tutelare. Sono queste le parole chiave del 2° Corso di riconoscimento dei licheni, promosso dalla Sezione Micologica e Lichenologica della Società dei Naturalisti in Napoli. L’iniziativa nasce con l’obiettivo di accompagnare partecipanti, appassionati e curiosi alla scoperta dei licheni, organismi spesso poco conosciuti ma fondamentali per comprendere la straordinaria biodiversità che vive intorno […] L’articolo Napoli, torna il corso di riconoscimento dei licheni: tre giornate per conoscere e tutelare la biodiversità proviene da Informareonline, scritto da Redazione Informare

    #Approfondimenti #Attualità

  • Zum Tod von Reinhard Strecker : Der unbequeme Aufdecker
    https://taz.de/Zum-Tod-von-Reinhard-Strecker/!6203548

    Reinhard Strecker als Student der FU Berlin 1959  Foto : Privatarchiv Strecker

    Il y a quatre catégories d’Allemands et leur descendants. Les criminels nazis, la vaste majorité qui a collaboré, ceux qui n’ont pas accepté de participer aux crimes nazis et quelques résistants. Ce grand antifasciste vient de nous quitter.

    11.8.2026 von Peter Nowak - Als Student jagte Reinhard Strecker ehemaligen NS-Richtern hinterher – und stieß damit auf heftigen Widerstand. Nun ist er mit 95 Jahren gestorben.
    Reinhard Strecker

    In den vergangenen Jahren wurde es stiller um Reinhard Strecker. Dabei verfolgte er bis ins hohe Alter mit Sorge den Aufschwung neuer rechter Bewegungen. Als „Pionier der NS-Aufarbeitung“ kämpfte er jahrzehntelang gegen die alten Nazis in westdeutschen Institutionen.

    Als Jugendlicher verließ Strecker Deutschland mit dem festen Vorsatz, nie in das Nachkriegsdeutschland der Adenauer-Ära zurückzukehren, das die NS-Verbrechen totschwieg. Auf Drängen seiner Eltern kehrte er in den 1950er-Jahren doch in die BRD zurück. Bald erkannte er, dass er selbst handeln musste. „Wenn ich in Deutschland bleiben sollte, musste sich das Land ändern. Dass man mit den alten Verbrechern die Demokratie aufbauen konnte, hielt ich für idiotisch“, sagt Strecker im Gespräch mit der Deutschen Welle im Jahr 2019.

    An der Freien Universität Berlin, wo er Sprachwissenschaften studierte, fand Strecker Gleichgesinnte. Gemeinsam untersuchten sie die personellen Kontinuitäten ehemaliger Nazijuristen in der westdeutschen Justiz. Ihre Recherchen mündeten in die Ausstellung „Ungesühnte Nazijustiz“, die Anfang der 1960er-Jahre für großes Aufsehen und heftige Anfeindungen sorgte. Strecker und seine Mitstreiter wurden als Handlanger Ostberlins diffamiert, weil sie auch Dokumente aus DDR-Archiven nutzten.

    Die SPD, deren Mitglied Strecker war, distanzierte sich von der Ausstellung. In München verbot die Polizei die öffentliche Werbung dafür. In Westberlin versuchte der Senat vergeblich, die Galerie Springer am Kurfürstendamm unter Druck zu setzen, die Ausstellung abzusagen. Diese Repressionen trugen dazu bei, dass die Ausstellung und ihr Inhalt auch international bekannt wurden.
    Die FU Berlin änderte ihre Sichtweise später

    Strecker und seine Mit­strei­te­r*in­nen erreichten ihr Ziel: Die ungesühnten NS-Verbrechen wurden öffentlich diskutiert. Mit Unterstützung des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS) erstatteten sie mit Verweis auf die von ihnen gesammelten Dokumente Anzeigen gegen NS-Täter und ermutigten Opfer, ebenfalls juristisch gegen ihre Peiniger vorzugehen.

    Erst später erhielt Strecker in Deutschland Anerkennung für seine Arbeit. So erhielt er 2015 das Bundesverdienstkreuz. Zu seinem 85. Geburtstag organisierten die Landeszentrale für politische Bildung Berlin, der Verein Forum Justizgeschichte und das Zentrum der TU Berlin eine gemeinsame Veranstaltung. Der Historiker Michael Kohlstruck schrieb im Begleittext, Strecker habe mit der Ausstellung „Ungesühnte Nazijustiz“ erstmals die personellen Kontinuitäten zwischen NS-Regime und Bundesrepublik offengelegt und damit einen wichtigen Beitrag zum historischen Lernen geleistet. Vor wenigen Wochen verlieh ihm die Freie Universität Berlin die goldene Ehrennadel und korrigierte damit ihre Entscheidung von 1960, der Ausstellung keine Räume zur Verfügung zu stellen.

    Am 2. August starb Reinhard Strecker im Alter von 95 Jahren in Berlin.

    #Allemagne #nazis #antifascistes

  • „Was können wir konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten ?“
    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/was-k%C3%B6nnen-wir-konkret-tun-um-ihnen-zu-helfen-mehr-russen-zu-t%C3%B6ten/ar-AA29MtkL
    und
    https://www.berliner-zeitung.de/article/was-koennen-wir-konkret-tun-um-ihnen-zu-helfen-mehr-russen-zu-toete

    Le journaliste qui a demandé au président ukrainien, comment "nous pouvons aider l’Ukraine à tuer plus de Russes" représente l’élite des médias allemands. Son grand père représentait l’élite aussi, il a été juge militaire et nazi proche d’Adolf Hitler.

    Pas grave, on ne lui en veut pas, car ce journaliste est aussi russophobe que les descendants des simples soldats qui on tué du Russe avant 1945. Nous sommes un peuple d’assassins racistes et russophobes. Et alors ? Vos bougnoules sont nos Iwans. On s’en fout. Patron, encore un schnaps pour tous et ensuite un cognac s.v.p, !

    Il est grand temps de regarder encore une fois Ascenseur pour l’échafaud pour mieux comprendre l’amitié franco-allemande.

    10.8.2026 von Thomas Fasbender

    „Was können wir konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten?“

    Wie kann es sein, dass ein deutscher Journalist und langjähriger Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dem ukrainischen Präsidenten in aller Öffentlichkeit die Frage stellt: „Was können wir Europäer konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten?“?

    Hat es damit zu tun, dass sein Großvater, Militärrichter und Offizier im Wehrmachtsführungsstab, mehrfach an Adolf Hitlers Mittagstisch saß? Eine unverdaute Familiengeschichte, würgende Erbschuld, die endlich und unverhofft Gelegenheit erhält, sich in selbstgerechter Empörung über den russischen Angriffskrieg zu entladen?

    Dass der Journalist unmittelbar nach seiner Frage hinzufügt, er meine „nur“ russische Soldaten, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil. Da ist etwas herausgerutscht, etwas tief, sehr tief Verborgenes, das nicht hätte herausrutschen sollen.

    Die Rede ist von dem FAZ-Auslandskorrespondenten Michael Martens, der seit 2019 von Wien aus über den europäischen Südosten berichtet. Sein Großvater war der 1904 geborene Hans-Hermann Martens, Jurist, SA- und NSDAP-Mitglied, 1936 mit Hitlers eigener Unterschrift zum Staatsanwalt ernannt. Der Enkel hat ihm 2024 einen ebenfalls in der FAZ erschienenen, sehr berührenden Text gewidmet.

    Martens’ Frage an Wolodymyr Selenskyj, geäußert anlässlich einer Pressekonferenz mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic in Belgrad, lässt sich anders als psychologisierend nicht beantworten. Die Verhaltensbiologie weiß, dass nicht nur Tiere eine natürliche Hemmung besitzen, Artgenossen zu töten. Die Militärpsychologie weiß es noch viel besser. Seit der Antike werden Soldaten durch sture Konditionierung darauf trainiert, ihresgleichen umzubringen.Distanzwaffen erleichtern den Akt. Eine Kanone abzufeuern, erfordert weniger Überwindung, als ein Bajonett in den Leib des Gegners zu stechen. Noch niedriger ist die Hemmschwelle, wenn ein anderer sticht, am besten ein unbekannter, fremder Soldat. Ein Ukrainer.

    Wenn nicht mehr auf dem Spiel steht als der fromme Wunsch, der Ukrainer möge beim Töten möglichst erfolgreich sein.

    „Was können wir Europäer konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten?“ Logisch, dass Martens nicht „wir Deutsche“ sagt. Da wirkt das Tabu noch. Die Vergangenheitsbewältigung. Für uns Deutsche gilt „Nie wieder“. Als Europäer sieht das schon anders aus. Da darf man wünschen.Und dem Wünschen sind keine Grenzen gesetzt. Wer in die anonymen Abgründe des Internets taucht, stößt auf Todeswünsche und Russenhass jenseits aller Rationalität. Exemplarisch ist die Zehntausende Konten umfassende Fraktion der „Nafo-Fellas“ – an deren Hass gemessen spiegelt Martens’ Frage den Geist von Klosterfrauen.

    Wahrscheinlich ist er kein Russenhasser; ich würde ihm das keineswegs unterstellen. Es geht um ganz anderes. Der 1973 geborene Enkel weiß: Ähnlich Tausenden anderen wurde der Großvater viel zu milde bestraft, nämlich gar nicht. In der Bundesrepublik wurde er Senatspräsident. „Wie viele Todesurteile gegen ergriffene Deserteure mein Großvater gefällt hat, weiß ich nicht“, schrieb der Enkel vor zwei Jahren. Sein Blick in die Vergangenheit ist mit dem Gefühl von ungerechter Milde assoziiert – das darf sich nicht wiederholen.

    Der Ruf nach Strafe für Russland und die Russen befriedigt dieses ungestillte Bedürfnis nach Sühne für die eigene, kollektive und in Martens’ Fall familiäre Schuld. Der Gerechtigkeitsfrust aus der eigenen, deutschen Geschichte wird auf eine andere, die russische Geschichte projiziert.

    Martens ist kein Einzelfall. Unsere moralische Katastrophe ist präsent, egal wie verdrängt oder relativiert (Fliegenschiss). Ein Gegengift ist die selbstermächtigende, aktivierende moralische Überlegenheit, sind Wut und Empörung angesichts der Verfehlungen Dritter. Sie reißen uns aus dem Teufelskreis der eigenen Scham, der unterdrückten Schuld. Mit seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, Goliath gegen David, brachial und rücksichtslos, bietet Russland die Steilvorlage. Putins Krieg verspricht Entlastung durch Empörung.

    Indem Russland in solchem Maß zum Täter wird, schreit es nach der Bestrafung, die unseren Vorfahren erspart blieb. Wenn Deutsche im Netz „Putin nach Den Haag“ rufen, Reparationen und jahrzehntelange Ächtung fordern, folgen sie (auch) diesem Reflex. Erst recht, wenn sie sich viele tote Russen wünschen – und seien es „nur“ russische Soldaten.Russland soll büßen, die eigene Schuld und unsere ungesühnte gleich mit. Vielleicht in anderer Diktion, aber nicht minder scharf fordern das auch die „Falken“ unter den Journalisten und Politikern. Einmal auf der richtigen Seite der Geschichte stehen; das hebt die Stimmung. Nach mehr als acht Jahrzehnten rehabilitiert Putin die moralische Symmetrie. Nicht dass jemand auf die Idee kommt, wir könnten ihm für seinen Krieg dankbar sein.

    Ascenseur pour l’échafaud
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Ascenseur_pour_l%27%C3%A9chafaud

    #Allemagne #nazis #Russie #guerre #russophobie #spychologie

  • #Napoli ha bisogno di sangue : appello dell’Asl 1
    https://informareonline.com/napoli-ha-bisogno-di-sangue-appello-dellasl-1

    Napoli ha bisogno di sangue. Le scorte non sono sufficienti per coprire tutti gli ospedali e i presidi ospedalieri del territorio dell’Asl 1 di Napoli. Rischi per il normale svolgimento assistenziale degli ospedali Gli ospedali maggiormente in difficoltà sono il San Paolo di Fuorigrotta e l’AORN #cardarelli. Sono noti gli appelli di quest’ultimo al fine […] L’articolo Napoli ha bisogno di sangue: appello dell’Asl 1 proviene da Informareonline, scritto da Mariafrancesca Cafarelli

    #Approfondimenti #Attualità #ospedale_san_paolo

  • Le edicole fantasma di #Napoli
    https://informareonline.com/le-edicole-fantasma-di-napoli

    Napoli è una città che vive di forti contraddizioni, che non cessano mai di lasciare stupiti migliaia di cittadini e turisti. E il perché è molto semplice: non è infatti raro imbattersi in un chiosco vuoto oppure in un’edicola abbandonata, che sembrano proliferare ormai come funghi agli angoli delle strade della città. Ma perché il […] L’articolo Le edicole fantasma di Napoli proviene da Informareonline, scritto da Alessandro Giuseppe Terracciano

    #Approfondimenti #Attualità #Magazine_Agosto_2026 #edicole_vuote #liberi_edizioni

  • Anglais en 3e année primaire en Algérie : la réforme qui attise la guerre des langues
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4981

    Entre mémoire coloniale, place du français, promotion de l’arabe et reconnaissance de tamazight : la refonte des langues à l’école primaire algérienne cristallise toutes les tensions du pays. Derrière les slogans, une question centrale : quelle école et quelle identité linguistique pour l’Algérie ? Débat explosif sur Facebook principalement qui échappe au contrôle des autoritaires et incompétents censeurs mais dégageant la vraie dialectique opposant l’ancien et le nouveau, confrontant pseudoe tradition importée d’Arabie aux valeurs universelles et civilisées puis démontrant les bricolages dogmatiques sans monidre pédégogie. #nationale,_fait_politique,_une_et_première_page,_médias,_actualité,_pays,_france,_afrique,_maghreb

    / fait divers, société, fléau, délinquance, religion , (…)

    #fait_divers,société,_fléau,_délinquance,_religion #Afrique,Monde_Arabe,_islam,_Maghreb,_Proche-Orient, #Maghreb,_Algérie,_Tunisie,_Maroc,_Libye,_Africa,_population,_société #Sciences_&_Savoir #Terrorisme_,islamisme,Al-Qaeda,politique,_

  • I mestieri della #Napoli_antica : #A_’Mpagliasegge
    https://informareonline.com/i-mestieri-della-napoli-antica-a-mpagliasegge

    L’arte è nelle sue mani. La maestria, la delicatezza, i movimenti controllati e consapevoli. Fili di paglia e spruoccoli sono gli arnesi del mestiere. Basta poco alla ’mpagliasegge per intrecciare, creare ed aggiustare una seduta. Il seggiolaro napoletano era un’antica professione, svolta sia in bottega che per le strade del capoluogo partenopeo. Prevalentemente era un’arte da donna: […] L’articolo I mestieri della Napoli Antica: A ’Mpagliasegge proviene da Informareonline, scritto da Silvia De Martino

    #Approfondimenti #Cultura #Magazine_Agosto_2026 #mestieri_napoli_antica

  • Etats-Unis : Donald Trump prend un décret censé empêcher le « tourisme des naissances » et contester le droit du sol
    https://www.lemonde.fr/international/article/2026/08/06/etats-unis-donald-trump-prend-un-decret-cense-empecher-le-tourisme-des-naiss

    Etats-Unis : Donald Trump prend un décret censé empêcher le « tourisme des naissances » et contester le droit du sol
    Le Monde avec AFP
    Donald Trump a signé, jeudi 6 août, un décret censé empêcher le « tourisme des naissances », consistant pour des étrangères à accoucher aux Etats-Unis afin que leur enfant soit américain, dans une nouvelle tentative pour remettre en question le droit du sol.
    Le président américain a dit vouloir procéder à des « ajustements » après une décision qu’il a qualifiée de « très malheureuse » de la Cour suprême, laquelle avait annulé il y a un peu plus d’un mois un décret supprimant le droit du sol pour les enfants d’immigrés en situation irrégulière.
    Les enfants nés aux Etats-Unis de parents « présents illégalement ou temporairement » sont « citoyens par la naissance en vertu du 14e amendement » de la Constitution, avait conclu la Cour en annulant le décret pris par M. Trump dès son retour au pouvoir. Il s’agissait d’une mesure emblématique pour le dirigeant républicain, qui a mis en œuvre une politique d’immigration très restrictive, même si de nombreux experts avaient prédit dès le départ qu’elle serait rejetée par la Cour suprême.
    Le président américain, dans un échange avec la presse dans le bureau Ovale, a dit penser que sa nouvelle offensive pour limiter le droit du sol, à la marge cette fois, serait, elle, jugée conforme à la Constitution. Son proche conseiller Stephen Miller, l’un des principaux inspirateurs de la politique anti-immigration de Donald Trump, a décrit le « tourisme des naissances » comme « un des abus les plus graves et flagrants » du droit américain.Les spécialistes soulignent toutefois que ce phénomène reste marginal, par rapport aux plus de 250 000 naissances annuelles d’enfants d’immigrés en situation irrégulière ou de résidents temporaires aux Etats-Unis.
    Stephen Miller a assuré, par ailleurs, que le gouvernement américain « étendait » les catégories de personnes auxquelles le droit du sol ne s’applique pas, pour inclure par exemple les « membres d’organisations terroristes » ou des personnes « agissant pour le compte de gouvernements étrangers ». Le nombre de personnes potentiellement concernées et l’impact de ces nouvelles mesures, alors que des restrictions au droit du sol existent déjà, ne sont toutefois pas clairs.

    #Covid-19#migrant#migration#etatsunis#politiquemigratoire#natalite#droitdusol#immigration#sante#droit

  • Empreintes landaises - Les Landes : la forêt ou les hommes ?
    https://fresques.ina.fr/landes/fiche-media/Landes00105/les-landes-la-foret-ou-les-hommes.html

    Excellente émission de 1982 ! Avec en plus un article de contexte dessus.
    (La conclusion de Bernard Manciet à la toute fin, pour le journaliste. 😅)

    Dans les Landes, l’implantation massive de pins résultant de la loi du 19 juin 1857, encouragée par Napoléon III, engendre de profondes mutations dans la société et le mode de vie des Landais. En un demi siècle, l’ancien système agro-pastoral est supplanté par un système sylvicole entièrement tourné vers l’exploitation de la résine et basé sur la privatisation des espaces communautaires.

    https://mp4studio.ina.fr/lire/2SoFZbKt1ut_KiDCkhSzVjKZJpcGfUkYfNNe4zFXB5_82Bs4O4i7mJXUOYHHcMcwsRROLy

    À lire pour la suite, que faire maintenant pour changer ça :

    La forêt des Landes va-t-elle disparaitre ?
    https://www.youtube.com/watch?v=MpLZ3L50s-s

    En 2022 et désormais en 2026, la forêt des Landes est dévastée par des mégafeux. Des incendies incontrôlables, très rapides, et qui exposent de plus en plus les populations. La faute au changement climatique et à une plantation de pin, extrêmement inflammable. D’où cette question, le modèle de la forêt des Landes a-t-il vécu ? Faut-il replanter différemment la forêt ? Faut-il ne pas la replanter du tout ?

    Pour en parler, nous discutions avons Arthur Guérin-Turcq, géographe, géographe de l’environnement, spécialisé dans les conflits en forêt, enseignant à la Sorbonne et qui coordonne un projet de recherche : « Habiter les cendres : la forêt girondine après l’incendie »

    #histoire #télévision #INA #Landes #forêt #colonisation #Napoléon #sylviculture #industrialisation

  • UN official leaked confidential files to ’Israel’ : DSN report | Al Mayadeen English
    https://english.almayadeen.net/news/politics/un-official-leaked-confidential-files-to--israel---dsn-repor

    Quelle surprise !

    A UN official who now leads UNICEF’s Washington office spent years secretly feeding confidential United Nations documents and internal deliberations to Israeli diplomats, according to a new investigation published by Drop Site News on Wednesday. 

    The outlet reviewed a hacked archive of emails belonging to Ron Prosor, the Israeli regime’s former permanent representative to the UN.

    The correspondence, spanning 2014 and 2015, shows Yahav Lichner, then an official at the UN Population Fund, repeatedly sharing classified reports, pre-release material, and private accounts of meetings involving senior UN officials, including then-Secretary-General Ban Ki-moon.

    How the archive surfaced
    Drop Site News reported that the emails were obtained by the Iranian hacking group Handala, and later published online by the whistleblower platform Distributed Denial of Secrets.