• Chinesischer Techmilliardär soll mehr als 100 Kinder gezeugt haben
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/xu-bo-chinesischer-techmilliardaer-soll-mehr-als-100-kinder-gezeugt-haben-a-

    Quand tu permets aux gens d’acquérir des fortunes faramineuses ils développent des idées particulières parfois dangereuses, souvent antisociales ou simplement farfelues. C’est toujours nuisible pour le bien commun. Que dit le comité central ?

    17.12.2025 - Der Geschäftsmann Xu Bo soll Vater von Dutzenden Kindern sein, die von Leihmüttern ausgetragen wurden. Sein angeblicher Wunsch: Eine der Töchter soll Tesla-Chef Elon Musk heiraten.

    In China arbeitet ein Geschäftsmann offenbar daran, möglichst viele Kinder zu zeugen, um seine Gene zu verbreiten. Das legen Recherchen der »Zeit« und des »Wall Street Journals« nahe. Laut einer ehemaligen Partnerin des Techmilliardärs Xu Bo soll er mehr als 300 Kinder haben, die überwiegend von Leihmüttern ausgetragen wurden. Xu selbst behauptete der »Zeit« zufolge in einem Video, es seien »unter 200«. Unabhängig bestätigt wurde bislang keine der Zahlen.

    Das »Wall Street Journal« berichtet von einem Fall aus Los Angeles, in dem einer Richterin bei Anträgen zu Leihmutterschaften immer wieder derselbe Name aufgefallen sei: Xu habe demnach versucht, das Sorgerecht für vier ungeborene Kinder zu erhalten. Mindestens acht weitere hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits gezeugt oder war dabei, dies zu tun – ebenfalls durch Leihmutterschaft.

    Bei einer Anhörung per Video habe er erklärt, er wolle »etwa 20 in den USA geborene Kinder bekommen«, die »eines Tages sein Unternehmen übernehmen sollen«. Er ist Gründer von Duoyi, einem chinesischen Videospielkonzern.
    Fast alle Kinder sind männlich

    Jungen bezeichnete Xu demnach als überlegen gegenüber Mädchen. Wie die »Zeit« berichtet, lehnt er Bildung für Frauen ab, seine wenigen Töchter bereite er darauf vor, ihrerseits möglichst viele Kinder zu bekommen. Eine solle seiner Vorstellung nach Tesla-Chef Elon Musk heiraten.

    In der Vergangenheit verbreitete Xu mehrfach antisemitische und rassistische Verschwörungsmythen. Seine Ex-Partnerin warf ihm den Berichten zufolge zudem vor, die Kinder würden körperlich misshandelt und dürften nicht zur Schule gehen. Der Milliardär stritt dies laut »Zeit« ab. Kinder, die im Ausland durch Leihmütter geboren wurden, seien in China oft unzureichend abgesichert, heißt es weiter. Teils hätten sie keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung oder zu Sozialversicherungen.

    Laut »Wall Street Journal« hat das Verhalten System: Männer aus der chinesischen Elite würden im Ausland heimlich Kinder zur Welt bringen lassen, häufig in den USA. Dort sind Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Leihmutterschaft nicht öffentlich. Teils zahlten die Eltern Gebühren in Millionenhöhe, heißt es.

    #Chine #USA #meres_porteuses #nantis

  • Verärgerung über Strafe für X: Musk fordert Abschaffung der EU – Medwedew stimmt zu
    https://www.tagesspiegel.de/internationales/verargerung-uber-strafe-fur-x-musk-fordert-abschaffung-der-eu--medwedew

    Les opinions de milliardaires et de leurs sbires ... à propos de décisions des sbires d’autres milliardaires ...

    7.12.2025 - X muss in Europa 120 Millionen Euro Strafe zahlen. Elon Musk wettert daraufhin gegen die EU und bekommt Zuspruch aus Russland.

    Der Besitzer des Kurznachrichtendienstes X, Elon Musk, hat aus Verärgerung über EU-Strafen die Zerschlagung der Europäischen Union gefordert. „Die EU sollte abgeschafft und die Souveränität an die einzelnen Länder zurückgegeben werden, damit die Regierungen ihre Bevölkerung besser vertreten können“, schrieb der US-Milliardär und Tesla-Chef am Samstag auf X.

    Unter den Reaktionen findet sich auch eine von Dmitri Medwedew, dem propagandistischen Scharfmacher aus dem Gefolge des russischen Präsidenten. „Genau“, antwortete Medwedew auf Musks Beitrag.

    EU verhängte 120-Millionen-Euro-Strafe

    Die EU hatte zuvor wegen Verstößen gegen Transparenzvorschriften eine Strafe von 120 Millionen Euro gegen das Unternehmen verhängt, das früher Twitter hieß. Mit der Entscheidung kommt erstmals der Digital Services Act (DSA) zum Einsatz, der unter anderem die Einhaltung von Transparenzanforderungen sicherstellen soll und Maßnahmen zur Bekämpfung rechtswidriger Online-Inhalte vorsieht. Musk, der Kontakte zu der in Teilen als rechtsextrem eingestuften AfD pflegt, muss sich seit Jahren gegen Vorwürfe rechtfertigen, dass er Hass-Tweets auf seiner Plattform zulässt.

    Grüne erinnern Musk an das Gesetz

    Die Grünen in Deutschland stellten sich hinter die Entscheidung der EU. „Alle sind gleich vor dem Gesetz. Auch Sie, lieber Elon Musk und Ihr “X”“, schrieb die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner auf X. „Für Sie mag das totally “Crazy” sein. Für mich ist Ihre Reaktion aber der beste Beweis, warum das der richtige Weg ist.“

    Die Entscheidung der EU war zuvor auch von der US-Regierung scharf kritisiert worden. US-Außenminister Marco Rubio hatte die Strafe als „Angriff ausländischer Regierungen auf alle amerikanischen Technologieplattformen und das amerikanische Volk“ bezeichnet. Die EU-Strafe bezieht sich allerdings nur auf die Arbeit von X in der Europäischen Union. Die AfD-Chefin Alice Weidel unterstützte auf X die Kritik von Rubio und warf der EU-Kommission „Zensur und Chat-Kontrolle“ vor.

    Die US-Regierung unterstützt offen rechtsradikale Parteien in Europa und hat in ihrer gerade aktualisierten Nationalen Sicherheitsstrategie geschrieben, dass sie auf nationalistische Parteien in den EU-Ländern setzt, um den Kurs Europas zu ändern. Sie hatte zudem wiederholt davor gewarnt, dass die EU gegen US-Techkonzerne vorgeht, die US-Präsident Donald Trump auch finanziell unterstützt hatten.

    Die Untersuchung der EU-Kommission gegen X lief zwei Jahre. Den EU-Aufsehern stieß unter anderem der blaue Haken auf, der bei X verifizierte Nutzerkonten signalisieren sollte, inzwischen aber gekauft werden kann. Zudem ging es um mangelnde Transparenz bei Werbung sowie den Datenzugang für Wissenschaftler. Die Untersuchungen wegen Verbreitung von verbotenen Inhalten und Maßnahmen gegen Falschinformationen liefen weiter, hieß es. (Reuters/Tsp)

    #USA #Russie #nantis #nonopoles #fascistes

  • « Tuer des civils sans défense ’pour le plaisir’ » : ce que l’on sait de l’enquête sur des « safaris humains » à Sarajevo lors de la guerre de Bosnie
    https://www.franceinfo.fr/societe/justice/tuer-des-civils-sans-defense-pour-le-plaisir-ce-que-l-on-sait-de-l-enquet

    « Hostel » à Sarajevo, la réalité n’a rien à envier au film d’horreur. Voici encore un élément pour soutenir l’hypothèse que les riches sont des êtres inhumains.

    16.11.2025 par Linh-Lan Dao - De nombreux étrangers sont soupçonnés d’avoir payé pour tirer sur des civils assiégés à Sarajevo, en Bosnie, dans les années 1990. La justice italienne a ouvert une enquête.

    Un loisir macabre. L’ex-maire de Sarajevo Benjamina Karic a annoncé vendredi 14 novembre, sur Instagram,(Nouvelle fenêtre) avoir adressé une demande d’information au parquet de Bosnie-Herzégovine, concernant sa plainte déposée trois ans plus tôt au sujet de « safaris humains » menés par de riches touristes étrangers lors du siège de la capitale bosnienne, entre 1992 et 1995. Cette affaire « fait l’objet d’une enquête internationale et [est] présente dans les médias mondiaux », se félicitait la femme politique bosnienne vendredi, évoquant une information judiciaire ouverte par le parquet de Milan.

    Trente ans après la fin de la guerre des Balkans(Nouvelle fenêtre), la justice italienne soupçonne plusieurs ressortissants étrangers d’avoir payé des membres de l’armée serbe pour tirer sur des habitants de Sarajevo, dont des enfants. Ces « touristes de guerre » fortunés pouvaient débourser jusqu’à 100 000 euros par jour(Nouvelle fenêtre), selon une plainte adressée au parquet de Milan par le journaliste et écrivain italien Ezio Gavanezzi. Voici ce que l’on sait de ces sinistres excursions, survenues lors d’un siège qui a fait 11 500 victimes civiles.
    Plusieurs enquêtes ouvertes

    Le procureur milanais Alessandro Gobbis, spécialisé dans la lutte antiterroriste, a ouvert une enquête contre X pour « homicide volontaire aggravé par la cruauté et des motifs abjects ». Les enquêteurs cherchent à identifier les ressortissants italiens ayant « payé ’pour jouer à la guerre’ et ’tuer des civils sans défense ’pour le plaisir’ » à Sarajevo et dans d’autres villes assiégées pendant le conflit, rapportait lundi La Repubblica(Nouvelle fenêtre). Sollicité par franceinfo, le parquet italien n’a pas donné suite.

    L’enquête a été ouverte après une plainte déposée par Ezio Gavanezzi, datée du 28 janvier. Dans une interview à ce quotidien italien(Nouvelle fenêtre), le journaliste explique avoir mené ses propres investigations pendant un an et demi, accumulant preuves et témoignages, avant de remettre un rapport de dix-sept pages à la justice transalpine. Dans cet exposé des faits, réalisé avec l’aide de son avocat Nicola Brigida et de l’ex-magistrat Guido Salvini, le journaliste dresse le portrait et le mode opératoire de ces « tireurs d’élite du week-end », qu’il estime à « au moins une centaine ».

    La plainte cite notamment un rapport pénal de l’ancienne maire de Sarajevo Benjamina Karic. L’édile bosnienne avait porté plainte auprès du parquet local en 2022, dans le sillage du documentaire slovène Sarajevo Safari(Nouvelle fenêtre). « A ma connaissance, le procureur n’a pas encore pris de décision quant à la suite de la procédure », a déclaré Benjamina Karic dans sa demande d’information, adressée jeudi au parquet de Bosnie-Herzégovine. Outre-Atlantique, la représentante et militaire pro-Trump Anna Paulina Luna a déclaré le même jour sur X(Nouvelle fenêtre) avoir ouvert une enquête afin de rechercher d’éventuels participants américains.
    Des excursions organisées par une agence serbe

    Le rapport d’Ezio Gavanezzi, dont le quotidien Il Giornale(Nouvelle fenêtre) a pris connaissance, s’appuie sur l’interrogatoire d’un prisonnier serbe, ayant officié comme accompagnateur sur une excursion meurtrière. Ce témoignage est rapporté au journaliste italien par un certain Edin Subasic, ancien agent du renseignement bosnien. Parmi les cinq « chasseurs » accompagnés par le volontaire serbe de Belgrade à Sarajevo, trois Italiens sont identifiés : un homme originaire de Milan, un autre de Turin et le troisième, propriétaire d’une clinique privée spécialisée en chirurgie esthétique à Trieste.

    Les trajets s’effectuaient « en avion depuis Trieste [nord de l’Italie], puis en hélicoptère et en véhicule depuis la Serbie, à travers la zone de guerre, jusqu’à Sarajevo ». Vêtus de tenues de camouflage, les « chasseurs » réalisaient des allers-retours en fourgonnette en moins de 72 heures, sous couvert de « mission humanitaire ». Ainsi, ils franchissaient sans encombre les points de contrôle en Croatie et Bosnie jusqu’à Pale, en banlieue de Sarajevo, « où résidaient les officiers de l’armée serbe ».

    Des propos qui font écho à ceux du pompier américain volontaire John Jordan, entendu en 2007 lors du procès de l’ancien général serbe Dragomir Milosevic devant le tribunal pénal international pour l’ex-Yougoslavie (TPIY). Selon une transcription(Nouvelle fenêtre) de sa prise de parole, publiée sur un site d’actualité croate(Nouvelle fenêtre), John Jordan avait repéré « des étrangers (...) conduits vers des positions de tireurs d’élite par des locaux » dans plusieurs quartiers de Sarajevo contrôlés par l’armée serbe et à Mostar, dans le Sud-Ouest bosnien. Vêtus d’un « mélange de vêtements civils et militaires », les visiteurs se distinguaient par leur façon de se déplacer et leurs armes, différentes de celles portées par les locaux. « Quand un type arrivait avec un fusil comme ça, on aurait dit qu’il allait chasser l’ours dans la Forêt-Noire, pas se battre dans les rues des Balkans », avait relaté John Jordan.

    Selon le rapport d’Ezio Gavanezzi, cité par Il Giornale, les excursions étaient organisées par une sorte d’agence de voyages, reposant sur « l’infrastructure de l’ancienne compagnie aérienne serbe de vols charters et touristiques Aviogenex [fermée depuis 2015], qui possédait une succursale à Trieste ». Cette agence fixait une grille de prix selon les victimes, allant des femmes et des vieillards, qui pouvaient être tués gratuitement, jusqu’aux enfants, cibles les plus chères. Les victimes n’étaient pas tuées sur le coup, mais grièvement blessées en attendant que les secours arrivent, pour être à leur tour touchés.
    Des tireurs riches, en quête « d’adrénaline »

    Quel est le profil des tireurs ? « On ne parle pas seulement de quelques psychopathes, il s’agit de beaucoup, beaucoup de personnes de différentes nationalités qui payaient l’équivalent du prix actuel d’un appartement trois pièces à Milan pour participer à ces ’safaris’. Des gens riches et puissants, bien insérés dans la société, avec d’immenses ressources à disposition », décrit Ezio Gavanezzi dans un entretien à La Libre Belgique(Nouvelle fenêtre). Auprès de La Repubblica(Nouvelle fenêtre), le journaliste italien évoque des participants liés aux milieux d’extrême droite.

    Toutefois, « je pense qu’il n’y avait aucune motivation [politique], juste l’envie de ressentir l’adrénaline de tirer sur des humains », avance-t-il auprès de La Libre Belgique, après avoir analysé les profils des tireurs avec une criminologue. « C’était du pur amusement », tranche Ezio Gavanezzi, décrivant « un tourisme systématique » avec des safaris organisés « chaque week-end » durant les trois années de siège. Le journaliste évoque des difficultés au moment de recueillir la parole de ses sources : « La peur les empêchait de s’exprimer parce que les ’clients’ de ces ’safaris humains’ sont vraiment nombreux et sont encore pour la plupart vivants. »

    La grande majorité des participants venait d’Italie du Nord, et ils seraient aujourd’hui âgés de 65 à 82 ans, précise le journaliste auprès de Ouest-France(Nouvelle fenêtre). Ces hommes, qui « voulaient tuer des gens et rentrer chez eux impunis », avaient pour point commun une passion pour les armes et pour la chasse. Outre l’Italie, ces « chasseurs » venaient de France, d’Allemagne, du Royaume-Uni, voire du Canada et des Etats-Unis, selon l’auteur.
    Des services de renseignement informés dès 1993

    L’ancien agent du renseignement bosnien Edin Subasic, une des sources du journaliste italien, assure avoir alerté, fin 1993, « les responsables du Sismi [ancien service de renseignement militaire italien] à Sarajevo, car il y avait des indices laissant penser que des groupes de touristes, composés de tireurs d’élite et de chasseurs, partaient de Trieste », selon un extrait de l’échange, cité par Le Parisien(Nouvelle fenêtre).

    Quelques mois plus tard, les renseignements transalpins confirment que Trieste est bien la ville de départ. Pour autant, ceux-ci ne livrent « aucune information supplémentaire concernant la répétition de ce safari à Sarajevo », ni ne communiquent « les noms des chasseurs » ou des « organisateurs ». « Nous ignorons si des arrestations ont eu lieu », soutient Edin Subasic.

    Selon l’ex-espion, les services secrets bosniens avaient eu vent de ces safaris fin 1993. « Les Bosniaques disaient que des gens, du camp d’en face, payaient des emplacements de chasse. Ils prenaient un plaisir sadique à tirer sur tout ce qui bouge, y compris enfants et animaux. Je supposais que c’était plutôt de riches Serbes. C’était un bruit qui courait, mais on n’avait pas de preuves. » L’ex-officier Michel Goya a également entendu parler de ces emplacements de chasse en 1993, alors qu’il opérait à Sarajevo comme Casque bleu au sein de la force de maintien de la paix des Nations unies, témoigne-t-il auprès du Point(Nouvelle fenêtre).

    #assassins #nantis #sélection #extrême_droite

  • Trump, Epstein und die Demokraten : Eine kriminelle herrschende Klasse
    https://www.wsws.org/de/articles/2025/11/14/pers-n14.html

    Ein Protestplakat an einer Bushaltestelle in der Nähe der US-Botschaft in London zeigt US-Präsident Donald Trump mit Jeffrey Epstein, 17. Juli 2025 [AP Photo/Thomas Krych]

    Comme toujours chez nos camatades trotzkystes la description du statut quo est correcte quoique incomplète et leurs revendicatioms sont trop romantiques pour nous rapprocher même d’un millimètre de la lutte finale évoquée dans niore chanson préférée. Il est vrai que sousTrump l’impérialisme a laissé tomber son masque civilisé et nous entraîne dans l’abîme de sa chute sans cacher ses intentions.

    Français : https://www.wsws.org/fr/articles/2025/11/15/pers-n15.html
    Anglais : https://www.wsws.org/en/articles/2025/11/14/mzkc-n14.html

    14.11.2025 von Patrick Martin - Die Veröffentlichung von mehr als 20.000 E-Mails aus dem Nachlass von Jeffrey Epstein wirft ein neues Licht auf den verdorbenen und kriminellen Charakter der amerikanischen herrschenden Klasse. Was die Dokumente offenbaren, sind nicht nur die privaten Perversionen eines Individuums, sondern der Charakter der gesamten kapitalistischen Elite – ihre miteinander verflochtenen Netzwerke aus Finanzwelt, Geheimdiensten, Medien und Politik – und das Ausmaß ihres moralischen und sozialen Verfalls.

    Epstein agierte jahrzehntelang als gut vernetzter Mittelsmann für die Reichen und Mächtigen. Er vermittelte minderjährige Mädchen an eine Klientel, zu der Milliardäre, Politiker, Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter gehörten. Er war überall dort präsent, wo Einfluss gesucht, gehandelt und in Geld umgesetzt werden konnte – in enorme Geldsummen.

    Epstein hatte Verbindungen nicht nur zu Wall-Street-Größen und führenden US-Politikern, von Bill Clinton bis Donald Trump, sondern auch zu Personen aus dem Ausland, darunter der ehemalige Prinz Andrew, jetzt Andrew Mountbatten Windsor, Bruder von König Charles III. Epsteins enge persönliche Beziehungen zum ehemaligen israelischen Premierminister Ehud Barak und anderen hochrangigen Beamten deuten auf langjährige Verbindungen zum israelischen Geheimdienst hin.

    Die neu veröffentlichten E-Mails enthüllen das Ausmaß von Epsteins Integration in elitäre Kreise, einschließlich regelmäßiger Kontakte zu hochrangigen Politikern, Medienvertretern, Akademikern und außenpolitischen Strategen. Sie bestätigen auch, dass diese gesamte Gesellschaftsschicht sich seiner Verbrechen sehr wohl bewusst war – und aktiv daran arbeitete, sie zu vertuschen.

    Nirgendwo wird dies deutlicher als in der Verbindung zwischen Epstein und Donald Trump. In einer E-Mail aus dem Jahr 2011 erinnert Epstein Ghislaine Maxwell daran, dass ein Opfer von Menschenhandel, das später als Virginia Roberts Giuffre identifiziert wurde, „Stunden” mit Trump in Epsteins Haus verbracht hatte, dass dies jedoch ein „Hund, der nicht gebellt hat”, war – die Episode war nie öffentlich bekannt geworden.

    Eine weitere Reihe von E-Mails aus dem Jahr 2015 zeigt, wie Epstein sich mit dem Schriftsteller Michael Wolff, Autor einer feindseligen Biografie über Trump, darüber abstimmt, wie man Informationen als politisches Druckmittel einsetzen kann, zu einem Zeitpunnkt, an dem Trump Kandidat für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner war. Epstein prahlte damit, Fotos von Trump zu haben, die diesen mit Mädchen in Bikinis in seiner Küche zeigen. In einer E-Mail schrieb er, dass Trump „alles über die Mädchen wusste.”

    Die nun veröffentlichten 20.000 E-Mails liefern zahlreiche Details zu Epsteins Verbrechen, doch er selbst wurde im August 2019 in seiner Zelle erhängt aufgefunden – unter Umständen, die stark darauf hindeuten, dass auf höchster Ebene beschlossen wurde, nach dem Motto „Tote erzählen keine Geschichten“ zu handeln.

    Die Demokratische Partei hatte während der gesamten Amtszeit der Biden-Regierung reichlich Gelegenheit, sich mit der Verbindung zwischen Trump und Epstein zu befassen. Stattdessen tat sie nichts, denn der Skandal betraf auch prominente Demokraten.

    Der Fall Epstein ist schon für sich genommen eindeutig von Bedeutung. Die Entscheidung der Demokraten, nun einige der belastendsten E-Mails zu veröffentlichen, in denen Trump namentlich erwähnt wird, und die massive Berichterstattung in den Mainstream-Medien deuten jedoch darauf hin, dass der Fall als Waffe in den undurchsichtigen Konflikten innerhalb der Finanzaristokratie wiederbelebt wird. Diese betreffen in erster Linie den Krieg gegen Russland in der Ukraine und Trumps rücksichtsloses und unberechenbares außenpolitisches Verhalten im Allgemeinen, einschließlich der Einführung von Zöllen, die den Welthandel stören.

    Die gesamte Finanzaristokratie unterstützt die Ziele der Trump-Regierung, doch es wächst die Befürchtung, dass Trump zu verhasst und zu unberechenbar ist oder die Gefahren zu sehr außer Acht lässt, um sein Programm des Klassenkampfs erfolgreich umzusetzen. Die scheinbar unaufhaltsame Ausweitung der Staatsverschuldung, die Schwankungen an den Finanzmärkten und der Anstieg sowohl der Entlassungen als auch der Inflation sind allesamt Symptome einer herannahenden Wirtschaftskrise von globalem Ausmaß.

    In diesem Zusammenhang ist es aufschlussreich, dass die Demokraten beschlossen haben, sich Trump in Bezug auf den Regierungsstillstand zu fügen, ihn aber im Epstein-Skandal zu bekämpfen. Nach den „No Kings“-Protesten und dem Debakel der Republikaner bei den Wahlen am 4. November haben die Demokraten als Schlachtfeld nicht die Verteidigung von Arbeitsplätzen und Sozialprogrammen gewählt, sondern die schmutzigen Beziehungen zwischen Trump und dem verurteilten Sexhändler.

    Trump sieht sich auch mit zunehmenden Abwanderungen innerhalb der Republikanischen Partei konfrontiert. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, kündigte nach wochenlangen Verzögerungen am Donnerstag überraschend an, dass das Repräsentantenhaus nächste Woche über einen Beschluss abstimmen werde, der das Justizministerium dazu zwingen würde, alle Epstein-Dokumente zu veröffentlichen. Johnsons Kehrtwende erfolgte, nachdem klar geworden war, dass die Unterstützung für die Maßnahme eine kritische Masse erreicht hatte.

    Die Maßnahme wird wahrscheinlich vom Senat blockiert oder von Trump mit einem Veto belegt werden. Doch die Konzentration auf Epstein wird dazu dienen, die parteiübergreifenden Verhandlungen über Kürzungen der Bundesausgaben, die Aggression der USA gegen Venezuela und die verstärkten Angriffe auf Migranten und Geflüchtete zu verschleiern.

    Was Trump betrifft, so sind die Maßnahmen zur massiven Eskalation der Kriegsvorbereitungen gegen Venezuela nicht zuletzt auf die sich verschärfende Krise der Regierung zurückzuführen. Am Donnerstagnachmittag gab Kriegsminister Pete Hegseth bekannt, dass das Pentagon die „Operation Southern Spear“ starten werde, nachdem bei zwanzig Angriffen vor der Küste Venezuelas und Kolumbiens mindestens 76 unbewaffnete Zivilisten getötet worden waren.

    Es wäre nicht das erste Mal, dass eine amerikanische Regierung versucht, innenpolitische Probleme zu lösen und den Rahmen für einen massiven Angriff auf demokratische Rechte zu schaffen, indem sie außenpolitisch zu militärischer Gewalt greift.

    Die Arbeiterklasse darf sich in diesem Kampf innerhalb der herrschenden Klasse hinter keine der beiden Fraktionen stellen. Der Fall Epstein ist nicht nur eine Anklage gegen Trump – er ist eine Anklage gegen die gesamte Bourgeoisie. Er legt die korrupte Physiognomie einer herrschenden Klasse offen, die längst jede Verbindung zu demokratischen Prinzipien oder sozialem Fortschritt aufgegeben hat. Sie hat die Macht an Gangster, Betrüger und Räuber abgegeben.

    Die Arbeiterklasse muss auf der Grundlage ihrer eigenen Interessen und mit ihrem eigenen Programm in die sich zuspitzende politische Krise eingreifen. Die Verbrechen von Epstein sind Ausdruck eines Gesellschaftssystems, das Privateigentum, Klassenprivilegien und das politische Monopol einer korrupten Elite verteidigt. Dasselbe System, das Epstein gedeckt hat, führt jetzt Krieg im Ausland, streicht Millionen Menschen die Lebensmittelmarken und setzt Polizei und Geheimdienste ein, um die Opposition im Inland zu unterdrücken.

    Im Fall Epstein geht es nicht nur um die Vergangenheit. Es geht um die Gegenwart und die Zukunft. Die herrschende Elite ist moralisch und politisch bankrott. Sie kann nicht reformiert oder durch die bestehenden Institutionen „zur Rechenschaft gezogen“ werden. Sie muss gestürzt werden. Was erforderlich ist, ist eine Bewegung der Arbeiterklasse – bewaffnet mit einem revolutionären sozialistischen Programm –, um die Herrschaft der Oligarchen zu beenden und eine Gesellschaft aufzubauen, die auf Gleichheit, Wahrheit und Menschenwürde basiert.

    puis ...

    14.11.2025 par Jacob Crosse - Des e-mails confirment qu’Epstein offrait ses services de trafic sexuel à Trump et à toute la classe dirigeante américaine,
    https://www.wsws.org/fr/articles/2025/11/14/cozh-n14.html

    #USA #impérialisme #capitalisme #nantis #élites #culture_du_viol

  • Multimillionär Merz, Kriegskanzler der Geldaristokratie
    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/multimillionaer-merz-kriegskanzler-der-geldaristokratie


    Quelle : Dieses Bild wurde mittels Grok entwickelt.

    Il faut le rappelker de temps en temps : le régime de Berlin est anticonstitutionnel. On essaye pourtant d’adapter la constitution à la réalité.

    31.10.2025 von Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer - Geschätzte Leserinnen und Leser, bitte aufgemerkt: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat“. Doch doch, das steht immer noch im Grundgesetz. Sogar zweimal. Der Fachbegriff dazu: „Sozialstaatsklausel.“

    Sie verpflichtet den Staat, seinen Bürgern eine sichere Lebensgrundlage zu bieten. Haben wir das drauf? Schön, und jetzt die Musik dazu: Den reichsten 5 Prozent der Deutschen, 256 (Multi-)Milliardären und knapp 3 Millionen (Multi-)Millionären, gehören 48 Prozent des gesamten Volksvermögens. Andererseits fristen im Land der Dichter und Denker 13 Millionen Menschen ihr Dasein unterhalb der Armutsgrenze. 15,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Wir haben dreimal mehr arme Schlucker als reiche Schnösel. Was fällt uns dazu ein? Ach ja: Das Privatvermögen unseres Kanzlers wird vorsichtig auf 12 Millionen Euro geschätzt. Nix Genaues weiß man nicht. Eine Offenlegungspflicht für Regierungspolitiker gibt es sogar in den USA, aber nicht in Deutschland.

    Bei seinem Amtsantritt legte der Bundeskanzler den im Grundgesetz vorformulierten Eid ab:

    „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

    Bedauerlicherweise ist „Amtsmeineid“ nicht strafbar. Dass Merz, anstatt dem Wohle des deutschen Volks zu dienen, eher dessen wirtschaftlichen und sozialen Niedergang organisiert und nur den Nutzen von Seinesgleichen mehrt, bleibt für ihn juristisch folgenlos. Gewählt ist gewählt; warum sollten deutsche Formaldemokratie-Opfer klüger sein als US-amerikanische, die sich einen Milliardär Trump an die Backe holten?

    Für Unsereinen muss es Ehrensache sein, ein gegebenes Versprechen zu halten. Für Politiker und deren Wahlversprechen gilt das nur sehr bedingt. Für Merz und seine Regierungskumpanei gar nicht. Er verstößt mit seinem krankhaften aber zugkräftigen Russenhass („Putinklatsche“) und blinden Philo-Zionismus gegen die grundgesetzliche Pflicht, dem Frieden und der Völkerverständigung zu dienen. Für ihn gilt offenkundig: „Krieg ist kein Fehler. Er ist ein Geschäftsmodell.“ Drum können er und seine mitregierende Sippschaft auch Milliarden Euro Steuergelder dafür ausgeben, dass ukrainische und russische Städte in Schutt und Asche bombardiert werden, während seine Leute hierzulande dabei versagen, die kaputten Schulklos reparieren zu lassen. Dass sie fähig und willens wären, die Kinder- und Altersarmut in Deutschland zu beseitigen, wagt man eh nicht mal zu träumen.

    Schauen wir uns das an: Kaum im Amt, sicherte Merz dem autoritären und korrupten Regime der Ukraine fünf weitere Milliarden Euro für Militärhilfe zu. Zugleich kassierte er sein Wahlversprechen, die hohe Stromsteuer für Privathaushalte zu senken. Die ebenfalls versprochene Erhöhung der Mütterrente schob er auf die lange Bank. Er nahm lieber den Kampf gegen die Armen auf statt gegen die Armut. Erwartungsgemäß unter dem Beifall der Systemmedien.
    Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

    „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Theoretisch, laut Grundgesetz. In der Praxis führt das Berliner Regime nicht etwa eine Vermögensabgabe ein, sondern tauft lieber das Bürgergeld in „Grundsicherung“ um und stellt die Bedürftigen unter Kuratel: Mitleidlos wird sanktioniert, Kleinstersparnisse werden abgepresst und Mindestansprüche an menschengerechtes Wohnen abgesenkt. Statt einer Anpassung an die inflationäre Preissteigerung bei den Lebenshaltungskosten gibt es in der Grundsicherung eine Nullrunde. Die SPD-Koalitionsminister Bärbel Bas und Lars Klingbeil tarnen diese asoziale Politik unter Selbstgerechtigkeitsschleim:

    „Wir helfen auf dem Weg in Arbeit, aber dafür muss man mitmachen. Alles andere ist unfair gegenüber denjenigen, die jeden Morgen aufstehen.“

    Hoch mit euch, ihr faulen Säcke! Madame Bas weiß schließlich, womit man hierzulande Karrierepunkte macht. Sie steht ja auch jeden Morgen auf und bezieht jährlich 265 000 Euro, aus Steuermitteln. Ob auskömmliche Arbeitsangebote überhaupt verfügbar sind, muss sie keinen Jobcenter-Bürokraten mehr fragen. Anders als die von ihr so verächtlich kujonierten Bedürftigen. Die nämlich dürfen zuschauen, wo sie angesichts des seit drei Jahren abnehmenden Brutto-Inlandprodukts (zuletzt minus 0,3 und 0,5 Prozent) sowie zunehmender Arbeitslosigkeit (offiziell zugegebene Quote 6,3 Prozent) bleiben.

    Den Zusammenhang zwischen kostspielig kriegstüchtiger Außenpolitik, russenfeindlicher, uns selbst schädigender Sanktionspolitik und den angeblich unvermeidlichen sozialen Kürzungen berücksichtigt Madame Bas sowieso nicht. Sie behauptet lieber frech, die Sanktionierung der Bedürftigen sei ein erprobtes Mittel, Menschen in Arbeit zu bringen. Blödsinn: Im Jahr 2011 gab es 1,99 Millionen erwerbsfähige arbeitslose Hartz-IV-Empfänger, 3 Prozent davon wurden sanktioniert. Im vorigen Jahr hatten wir 1,8 Millionen Bürgergeldbezieher, davon 0,8 Prozent unter Sanktionen. Strafmaßnahmen gegen Betroffene senken die Arbeitslosigkeit um keinen Deut. Jeder halbwegs Nachdenkliche kann das begreifen.

    Die Politiker-Lügen über Notwendigkeit und Sinn der Zwangsmaßnahmen gegen Arbeitslose dienen vielmehr dem Systemerhalt und blocken die Frage ab, wie es nur dazu kommen konnte, dass das reichste 1 Prozent der Deutschen – 8 400 Personen – über 35 Prozent des privaten Geldvermögens verfügt, über 3,1 Billionen (3 100 000 000 000!) Euro. Diese Zahl basiert auf dem jüngsten Bundesbankbericht über das private Geldvermögen: 9,001 Billionen Euro (ohne Immobilien, Anlagen und Pretiosen).
    Kriechtiere und Regenwürmer

    Zumindest im Groben müssten diese Fakten im Bewusstsein der Bundesbürger verankert sein. Sind sie natürlich nicht. Dafür sorgen die regierungsfrommen und ansonsten meist belanglosen „Informationsangebote“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, voran die der Tagesschau. Immerhin aber mal eine gute Nachricht: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verliert an Vertrauen. Jetzt die schlechte: Den dortigen Kriechtier-Journalismus hält auch das nicht auf.

    Sanktionen und der Ruf nach ihnen, beide sind Herrschaftsmittel. Die Prügel und die Drohung mit dem Prügel. Sie bedienen das widerliche Bedürfnis, die Unterprivilegierten auszugrenzen, zu diskriminieren und zu den Sündenböcken der Nation zu machen. Das zeigt sich an Umfragen, wonach Restriktionen gegen „die da unten“ von 85 Prozent der Befragten begrüßt werden. Für die tatsächlichen Umstände und Motive der „Arbeitsverweigerer“ interessiert sich kein Schwein.

    Ungerührt wird andererseits hingenommen, dass mittels „Staatsknete“ ein flächendeckendes Lohndumping stattfindet und aus Steuermitteln finanziert wird: 800 000 Arbeitnehmer bekommen so geringe Löhne, dass sie mit Bürgergeld unterstützt werden müssen. Das kostet 7 Milliarden Euro, Tendenz steigend, mit denen der Staat anstelle der Arbeitgeber die Löhne aufstockt. Eine deutliche Mindestlohnerhöhung ist für das Merz-Regime kein Thema. Es würde die Produktionsmittelbesitzer und die arbeitgebernahen Thinktanks verärgern.

    Vergleichende Werbung ist in Deutschland verboten. Der Vergleich von Persönlichkeiten anhand ihrer politischen Aussagen hingegen nicht. Stellen wir also gegenüber: Die Ansicht des Sympathieträgers und TV-„Kommissars“ Walter Sittler, vorgebracht auf dem „Roten Sofa“ des NDR,

    „Wir haben nicht zu hohe [Sozial-]Ausgaben, sondern zu niedrige Einnahmen. Bei [Bundeskanzler] Kohl betrug der Spitzensatz der Einkommensteuer noch 56 Prozent, und niemand hat gejammert. Heute haben wir 44 Prozent“. []

    Und die Behauptung eines Bundeskanzlers, dessen politischer Instinkt und soziales Bewusstsein dem der meisten Regenwürmer in nichts nachstehen:

    „Wir können uns dieses System, das wir heute so haben, einfach nicht mehr leisten.“

    Er meinte natürlich nicht unser kapitalistisches Wirtschafts- und Finanzsystem, sondern unsere Sozialversicherung.

    Dass Merz nach diesem Satz, gesprochen auf dem Landesparteitag der CDU Nordrhein-Westfalen, dort nicht ausgelacht wurde und keine faulen Eier auf ihn flogen, ist noch begreiflich. Dass ihn die Tagesschau wörtlich zitierte, ohne seine Behauptung als unverschämt verlogen kenntlich zu machen, darf uns aber auch nicht mehr überraschen. Auf einen Schlag fast eine Billion Euro neue Staatsschulden machen, vorzugsweise zugunsten der Rüstungsindustrie, privatim ein Flugzeug, zwei Villen (in Brilon und am Tegernsee) sowie etliche Millionen Euronen gebunkert haben und dann behaupten, für den rest of the world sei nix mehr übrig: Das erklärt, warum des Kanzlers Sympathiewerte mit der Anziehungskraft eines acht Tage alten Pfannkuchens konkurrieren. Und es erklärt, warum Exkanzlerin Merkel sich den Typen stets vom Leibe hielt.

    Alle Statistiken widerlegen den Bundeskanzler: Es gibt keine Explosion der Sozialausgaben. Sie trotzdem zu behaupten, ist propagandistisches Gelaber des Geldadels und seiner Auftragnehmer in Politik und Medien. Die Sozialleistungsquote, das Verhältnis von Sozialausgaben zur Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt, BIP) ist, abgesehen von krisenbedingten Schwankungen, nur geringfügig gestiegen. Deutschland liegt mit 30 Prozent im Mittelfeld der 18 reichsten OECD-Länder.

    Die Ausgaben für Arbeitslosengeld und Grundsicherung von Erwerbslosen (Bürgergeld) sind sogar, gemessen am BIP, in den letzten 20 Jahren von 2,8 Prozent auf 1,7 Prozent gesunken. Die Ausgaben für die Renten bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau wie in den letzten Jahren. So sieht die Wirklichkeit aus! Aber es gilt: „Wer Panzer finanziert, braucht Sündenböcke.“ Was scheren einen Kanzler der Millionäre schon die sozialen Fakten.

    Der Wirtschaftswissenschaftler Adam Smith hat vor 250 Jahren ein bis heute gültiges Gerechtigkeitsprinzip für die Staatsfinanzierung entwickelt. Es sieht vor allem eine (prozentual) gleiche Besteuerung und Abgabenbelastung nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit vor.
    Portion Sozialneid gefällig?

    Herbert Diess, abgehalfterter VW-Spitzenmanager, bezog zuletzt ein Jahresgehalt von 11,2 Millionen Euro. Das durchschnittliche Jahreseinkommen in Deutschland liegt bei rund 50 000 Euro. Na klar, an dieser Summe haben auch unsere angestellten Einkommensmillionäre mitgewirkt. Jetzt aber kommt es: Allein die durchschnittlichen Sozialabgaben betragen für Arbeitnehmer 19,7 Prozent ihres Einkommens. Otto Normalverdiener legt dafür also schlappe 10 200 Euro hin. Herbert Diess müsste demnach 2,2 Millionen Euro zahlen – wenn, ja wenn unsere Besser- und Bestverdiener nicht mit schicken Beitragsbemessungs-Obergrenzen geschützt würden, auf dass diese Reichen immer reicher werden können. Herbert Diess hatte füglich nicht mal 11 000 Euro Sozialabgaben zu zahlen. 0,5 Prozent seines Bruttogehalts als Sozialabgabe. Das macht andächtig, gelle?

    Übrigens: Kanzler Merz, Vizekanzler Klingbeil, Arbeitsministerin Bas und das restliche regierende Funktionspersonal müssen weder Renten- noch Arbeitslosenversicherungsbeiträge bezahlen. Bundesminister haben schon nach einer Amtszeit von vier Jahren einen Pensionsanspruch von 4990 Euro. Nur für Kranken- und Pflegeversicherung müssen sie bis zur Beitragsobergrenze abdrücken. Ein Klacks für die Damen und Herren. Und diese Leute stellen sich hin und verordnen dem Volk Entbehrungen. Solche Charakterlosigkeit besang Heinrich Heine schon vor 180 Jahren:

    „Ich kenne die Weise, ich kenne den Text / ich kenn‘ auch die Herren Verfasser / Ich weiß, sie tranken heimlich Wein / und predigten öffentlich Wasser.“

    Zu den Sozialversicherungsbeiträgen kommen fürs gemeine Volk saftige Steuern. Sie treiben die Abgaben-Gesamtlast bei einem tatsächlich durchschnittlichen Arbeitslohn von monatlich brutto 4100 Euro auf circa 42,3 Prozent. Vom verbleibenden Netto muss der Arbeitnehmer dann Mehrwertsteuer entrichten auf Waren und Dienstleistungen, die er zur Sicherung seines Lebensunterhalts braucht, schätzungsweise einen weiteren Anteil von 10 Prozent seines Einkommens.

    Obendrauf kommen Verluste durch die Inflation. Seit 2021 sind beispielsweise die Lebensmittelpreise um rund 30 Prozent gestiegen. Hauptsächlicher Preistreiber war und ist der hysterische Russenhass der europäischen Eliten. Deren saudumme Sanktionspolitik schadet zwar Russland kaum, dem deutschen Arbeitnehmer dafür aber umso mehr.
    Reich und privilegiert

    Wie bei den Sozialabgaben werden die Reichen auch bei der Einkommensteuer privilegiert: Von ihren Millionengehältern aufgrund der Beschäftigungsverhältnisse (Beispiel VW-Diess) zahlen sie natürlich Einkommensteuer, allerdings nur bis zu einem Spitzensatz von 45 Prozent (ab 277 000 Euro Jahreseinkommen). Ihre Einkommen aus Vermögen, Dividenden und Zinsen werden nur mit 25 Prozent besteuert. Die Vermögen selbst bleiben gänzlich steuerfrei. Die Vermögenssteuer wurde 1997 abgeschafft.

    Laut einer Oxfam-Studie zahlen Multimillionäre in Deutschland effektiv bloß etwa 28 Prozent Einkommensteuer, Milliardäre 26 Prozent. Es stimmt schon: „Der Staat hat kein Ausgabenproblem, sondern ein Gerechtigkeitsproblem.“ Die Tagesschau berichtet:

    „Allerdings spricht sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) strikt gegen Steuererhöhungen aus und verweist auf den Koalitionsvertrag, der derartige Maßnahmen ausschließe.“

    Dass Merz soziale Anwandlungen habe, kann man ihm wahrlich nicht nachsagen.

    Ein historisches, vorbildliches Gegenstück zu unserem stinkreichen Ellenbogen-Kanzler: US-Präsident Franklin D. Roosevelt. In einer Zeit „schwerer nationaler Gefahr“, erklärte er im April 1942 vor dem Kongress, „sollte kein amerikanischer Bürger nach Abzug der Steuern ein Nettoeinkommen von mehr als 25.000 Dollar pro Jahr haben.“ (Heute wären das ungefähr 350.000 Dollar, immer noch ein Haufen Geld). Es dauerte, bis Roosevelt sich durchsetzte. Aber zum Ende des Zweiten Weltkrieges hin mussten Amerikas Reiche auf alle Einkommen über 200.000 Dollar sage und schreibe 94 Prozent Steuern zahlen. Durch die Bank, alle, ausnahmslos.

    Für den vormaligen Chef des Aufsichtsrats der BlackRock Asset Management Deutschland AG, Kanzler Friedrich Merz, ein Ding der Unmöglichkeit. Der weigert sich nicht nur, dem Allgemeinwohl zu dienen, indem er den immens Reichen ein paar zusätzliche Euro abknöpft. Er beantwortet die Probleme im Inland lieber mit Bomben fürs Ausland. Seine Regierung will insgesamt 377 Milliarden Euro für Rüstungsgüter verschleudern. Ein wahrer „Master of War“ (Meister des Krieges), wie Bob Dylan diese abstoßende Sorte Mensch in einem seiner Songs beschrieb:

    „Ihr befestigt die Abzugshähne / Die andere drücken sollen / Dann lehnt ihr euch zurück und seht zu / wie die Gefallenenliste länger wird / Ihr versteckt euch in euren Villen / Während das Blut der jungen Leute / Aus ihren Leibern fließt / Und im Dreck versickert.“

    „Russland muss diesen Krieg verlieren.“ Merz hat es häufig genug verkündet. Kein Täuschungsmittel, keine perfide Erfindung ist ihm zu primitiv, um der Öffentlichkeit Angst vor einer „russischen“ Bedrohung einzureden. Mit massiver Agitation versucht er, den Krieg in der Ukraine als im Interesse Deutschlands, seiner Demokratie und Freiheit liegend zu verklären. Der Sauerländer reizt zu einer gedanklichen Anleihe beim Satiriker Georg Schramm: Wenn Deutschlands Demokratie von der Ukraine verteidigt wird, dann muss das Sauerland auch die Freiheit der Ukraine verteidigen. Logo.

    Die deutschen Militärausgaben stiegen von 2014 bis 2024 nach NATO-Kriterien von jährlichen 34,7 Milliarden auf 86.6 Milliarden Euro. 2029 (spätestens dann greift ja angeblich der Russe an) sollen es schließlich 152 Milliarden sein.

    Friedrich Merz zeigt mit seiner polarisierenden Rhetorik, wie sehr er den Interessen der herrschenden Militaristen- und Millionärsclique verbunden ist. Er spaltet unsere Gesellschaft. Seine Angriffe auf Bürgergeldempfänger sind mitleidlos. Seine Sozialstaatskritik ist stockreaktionär. Zur Abrundung dieses Kanzler-Bildes: Der Mann verprasste schon in den ersten drei Monaten seiner Amtszeit 12 501,30 Euro aus der Staatskasse für seinen Friseur und für Kosmetik.

    Ein wahrer Diener des Volkes.

    Die Tagesschau verweigert auftragswidrig umfassende Informationen über das asoziale Sein und Treiben unserer politischen Vorturner. Warum? Auch darauf findet sich in Heines Lyrik eine schlüssige Antwort:

    „Und die Moral? Der Journalist / Verschweigt sie heute mit klugem Zagen / Denn mächtig verbündet in unseren Tagen / Das reiche Ungeziefer ist. / Es sitzt mit dem Geldsack unter dem Arsch / Und trommelt siegreich den Dessauer Marsch.“

    (Anm.: In Heinrich Heines Lied „Es saß ein brauner Wanzerich“ wird zwar kein „Journalist“ besungen, sondern der „Fabulist“. Aber das kommt bei der Tagesschau ja aufs Gleiche raus).

    Anmerkung der Autoren

    Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die „mediale Massenverblödung“ (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden vom Verein „Ständige Publikumskonferenz öffentlich-rechtlicher Medien e.V.“ dokumentiert: https://publikumskonferenz.de/blog

    [] Aus privater Mitschrift zitiert. In der NDR-Mediathek ist nur eine um ca. 12 Minuten gekürzte Fassung der Sendung (s. Link) zu sehen, die fragliche Passage mit Sittlers Bemerkung fehlt.

    Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer

    Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer
    Friedhelm Klinkhammer studierte Rechts- und Politikwissenschaften in Hamburg. Nach kurzer Tätigkeit als Rechtsanwalt war er fast dreieinhalb Jahrzehnte beim NDR angestellt. Unter anderem arbeitete er in der Direktion und Fernsehredaktion des Landesfunkhauses Niedersachsen und war Vorsitzender des NDR-Gesamtpersonalrats. Seit 2008 befindet er sich im Ruhestand.

    Volker Bräutigam war zunächst als Redakteur für Tageszeitungen und danach 20 Jahre im öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig, unter anderem als Dienstleiter in der Tagesschau-Zentrale in Hamburg. Von 1996 an hatte er einen Lehr- und Forschungsauftrag an der Fu Jen University, Taipei. Seit 2001 ist er freier Autor.

    #Allemagne #constitution #nantis #politique #capitalisme

  • Finanzelite zwischen Glanz und Verantwortungslosigkeit : „Mein Sohn wird das alles bezahlen“
    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/grosser-treff-der-finanzelite-in-frankfurt-mein-sohn-wird-das-alles

    Ils sont blancs, vieux, de droite et pas très intelligents, mais ils aiment les blagues du fou du roi Roland Berger. Voilà un portrait de la section "finance" des élites allemandes.

    Le Berliner Zeitung nous livre un rapport accablant d’une rencontre organisée par l’entreprise du ministre pas si cultivé de culture allemand.

    24.10.2025 von Lukas Kuite - Deutschlands Schulden steigen rasant – die Antworten der Finanzelite wirken erstaunlich einfach. Exklusive Einblicke vom Frankfurt Finance & Future Summit.

    Es ist Donnerstagabend im Frankfurter Gibson Club, als Deutschlands bekanntester Unternehmensberater Roland Berger, Gründer der gleichnamigen Strategieberatung, unter Bühnenscheinwerfern steht, die mehr blenden als erhellen. 88 Jahre alt, graues Haar, fester Blick, das Glas Sekt in der Hand. Als er den Preis für die „stärkste Marke“ entgegennimmt, ist der Saal stiller, als man es von einer Galanacht erwarten würde.

    „Politik ist eine schwierige Aufgabe, gerade in dieser Zeit, in der niemand sich Sorgen darüber macht, über das man sich eigentlich Sorgen machen müsste“, sagt Berger. Der Applaus kommt spät, verhalten. Zwischen Rosé und Mousse au Chocolat schauen manche der Anzugträger verlegen auf die Teller. Fühlen sie sich ebenfalls angesprochen?

    Berger, der seit den 1960er Jahren auch Berater von Bundeskanzlern war, fügt hinzu: Er wollte seine Firma damals nach sich selbst benennen, um die Verantwortung zu tragen – „für meine Mitarbeiter, meine Kunden und die Gesellschaft.“

    Es klingt wie ein Gebet aus einer anderen Zeit. Und es wird der Satz sein, an dem sich alles spiegelt, was an den zwei Konferenztagen des Frankfurt Finance & Future Summits 2025 zuvor geschehen ist. Deutschlands Finanzelite ist eine Antwort auf die drängendste Frage schuldig geblieben: Wer finanziert den Wohlstand der zukünftigen Generationen?

    Tag eins des Frankfurter Finanzgipfels: Kapitalmarktunion – das politische Placebo

    Am Mittvormittag liegt ein grauer Schleier über Frankfurt am Main. Der Himmel bedeckt, die Luft kühl, aber still, während schwarze Limousinen vorfuhren. Drinnen, im Kap Europa, ging es um Zukunft – um die Zukunft des Finanzstandorts Deutschland, Europas, vielleicht sogar des europäischen Wohlstands.

    EZB-Chefin Christine Lagarde sprach über „Integration“ und „Vertrauen“. KfW-Chef Stefan Wintels über „Resilienz“. Der nicht anwesende Kanzler Friedrich Merz im Vorfeld der Konferenz über „Mut zum Wachstum“. Große Worte, die wie Reklameschilder wirkten. Nur was sie bedeuteten, blieb unklar.

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    Deutsche Bank-CEO Christian Sewing während der Eröffnung des Frankfurt Finance & Future Summits.Marc Conzelmann/WEIMER

    Die Lösung für alle Probleme trug hier einen Namen: Kapitalmarktunion. Die Integration aller 27 Anleihenmärkte in einen europäischen. Auch: Europäische Superbörse oder „Wall Street“ genannt. Ein Begriff, den sowohl Hessens Ministerpräsident Boris Rhein, EZB-Chefin Lagarde, als auch Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sowie KfW-CEO Stefan Wintels in den Mund nahmen.

    Kapitalmarktunion: Ein Begriff, der klang, als könne er Schulden tilgen, Wohlstand verteilen und Zukunft bauen – eine Art Wunderformel in politischem Goldpapier. Das Wunderheilmittel? Doch in jedem Satz schwang ein unausgesprochener Gedanke mit: Dass jene, die da sprachen, ihre eigene Verantwortung längst weitergegeben hatten: An die nachkommenden Generationen.

    Europas Schulden – der blinde Fleck in Frankfurt am Main

    Über Staatsverschuldung wurde in den Panels kaum gesprochen. Am Rande der Konferenz schon. Ein anonymer Finanzchef einer internationalen Beratungsfirma sagte leise zur Berliner Zeitung: „Ich mache mir weniger Sorgen um Deutschland, die Schuldenquote ist stabil. Aber die USA – die laufen Richtung Krise. Und niemand hier wagte, das Thema anzusprechen.“

    Ein Kollege aus einer deutschen Großbank wurde direkter: „Alles wird unter ‚Infrastruktur’ abgeheftet. Aber viele Projekte bringen keine Rendite. Wir bauen Beton, wo wir eigentlich Bildung bräuchten.“ Soll hier auf den Bühnen in Frankfurt keine schlechte Stimmung verbreitet werden?

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    Im Kap Europa wurde über zwei Tage der Frankfurt Finance & Future Summit abgehalten.Steffen Boettcher/WEIMER

    Auf den Leinwänden wirkte alles solide. Doch die Frage hinter vorgehaltener Hand lautete: Wie lange trägt ein Sozialstaat bei null Prozent Wachstum? Ein CFO sagt zur Berliner Zeitung: „Wir schieben Kosten als Infrastruktur – viele Projekte erwirtschaften nichts.“ Ein KI-Berater brachte es im Hintergrund auf den Punkt: „Wir sind zu langsam. Um meinen Sohn mache ich mir Sorgen, der für das bezahlen wird, was wir gerade verschleppen könnten.“

    Schon am ersten Konferenztag war klar: Die Kapitalmarktunion war das Mantra, das alles übertönte. Lagarde nannte sie „den Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit Europas“. Merz sprach von „Wachstum durch Integration“. Wintels gar von „Resilienz durch Beteiligung“. Doch wo Vision sein sollte, blieb Marketing.

    Lediglich bei der IPO Night am Mittwochabend im Städel Museum wurden tapfere Unternehmen mit Weitsicht gekürt. Pfisterer, eines der weltweit größten Unternehmen für das Verbinden, Kontaktieren und Isolieren elektrischer Leiter in Stromnetzen, erhielt die Auszeichnung zum herausragendsten Börsengang des Jahres. Den spektakulären Börsengang von TKMS (Thyssen Krupp Marine Systems) Anfang der Woche hatten die Veranstalter so kurzfristig wohl nicht mehr auf dem Schirm haben können.

    Am Donnerstag schlägt das Wetter um. Regen treibt über das Frankfurter Messegelände, glänzende Schuhspitzen spritzen durch Pfützen. Plötzlich steigen Windgeschwindigkeiten an, bis Schirme in den Händen der Gäste umklappen. Starke Böen jagen durch die Glasfronten des Kap Europa. Ähnlich schlägt der Ton um.

    Ein Chefanalyst einer der weltweit fünf größten Beratungsfirmen gestand anonym auf Anfrage der Berliner Zeitung: „Die Kapitalmarktunion ist kein neues Wunderheilmittel. Wir reden seit 2014 darüber. Jetzt wird sie als Antwort auf Schulden, Demografie und Stagnation verkauft – aber sie löst nichts, sie verschiebt nur Verantwortlichkeit.“

    „Wir brauchen 5000 Milliarden Euro bis 2045“, rief Wintels von der Bühne. „Und wir müssen über längere Arbeitszeiten sprechen.“ Das Publikum nickte, einige tippten auf ihre Smartphones. Draußen flackerte das Licht des Sturms in die Scheiben. Sieht hier keiner die Verantwortungslosigkeit?

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    KfW-Chef Stefan Wintels sprach rund 15 Minuten über den wirtschaftlichen Abstand von Deutschland und Europa zu den USA.Steffen Boettcher/Weimer Media Group

    Was KfW-Chef Wintels euphemistisch „Beteiligung“ nannte, hieß in Wahrheit: Die junge Generation sollte investieren, während die alte weiter verwaltete. Neue Märkte sollten die Lücken stopfen, die Politik hinterließ. Schon jetzt investiere die junge Generation enorm, betonte Wintels auf der Bühne. Seine Bank steckt das Steuergeld bekanntlich in Klimaprojekte, die mal mehr und mal weniger sinnvoll sind.

    Ein JP-Morgan-Berater brachte es nüchtern: „Wir brauchen mehr Risikokapital, klar. Aber das Mindset stimmt nicht. Der Deutsche hält sein Geld lieber in Beton als in Ideen.“ Ein Krypto-Broker widersprach fast trotzig: „Die Jungen holen das schon auf. Vertrauen in klassische Systeme sinkt. Krypto wird zur Flucht aus der Verantwortung der Alten.“

    Damit war der Generationenkonflikt zum ersten Mal am Donnerstagnachmittag richtig spürbar: Die, die vom Kapital lebten, redeten von Vertrauen. Vor allem Wintels, der im Sommer wegen seines 1,2 Millionen Euro Jahresgehalts zum Teil auf Kosten der Steuerzahler in die Kritik geraten war. Die, die es erwirtschaften sollten, lebten längst im Misstrauen – und waren gar nicht anwesend. Die meisten Anwesenden, die unter 30 Jahre alt waren, trugen Tabletts oder Garderoben-Kleiderbügel herum, anstatt Aktentaschen oder Mikrofone.

    Zwischen Panels über Compliance und Nachhaltigkeit verlor sich die Debatte am Donnerstag in Fachsprache und Standortfragen. Ein Kapitalmarktchef einer deutschen Bank sagte: „Alle reden über die europäische Börse, ob sie in Paris oder Frankfurt stehen soll. Aber keiner weiß, wo sie gebaut werden soll – wo ist die Baugenehmigung?“ Auch die Klagen über Bürokratie blieben nicht aus. Eine Bankberaterin sagte: „Wir prüfen jeden Kunden auf einer Milliarde Datenpunkte – Digitalisierung? Fehlanzeige.“

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    Gitta Connemann (5.v.r.), Katherina Reiches Staatssekretärin, vergab auf dem Finanzgipfel Preise an den Mittelstand.Steffen Boettcher/WEIMER

    Derweil startet die Aftershowparty des Events im Frankfurter Gibson Club. Was denkt die Elite vom neuen Wunderheilmittel, der Kapitalmarktunion, wenn sie bereits Alkohol getrunken hat? Ein Sicherheitsberater: „Wir brauchen keine weitere Schuldenunion unter neuem Namen. Wir brauchen eine Verteidigungsunion, da liegt das echte Einsparpotenzial.“ Statt Börsenwände einzureißen, sollte die EU ihre „Frontlinien hochziehen“. Man hatte in der ganzen Euphorie ja fast vergessen: In Europa herrscht Krieg.

    Kapitalmarktunion – die Ausrede einer Politik, die lieber über Formulare sprach als über Verantwortung? Repräsentativ war dieser Finanzgipfel sicher nicht.
    Die Abwesenden der Finanzelite: Berlin, Ostdeutschland und Diversität

    Kaum ein Speaker während des Finanzgipfels stammte aus Berlin, dem eigentlichen Fintech-Mekka der EU. Die Frankfurter Finanzwelt blieb westdeutsch, wohlhabend, homogen. Diversität tauchte nur im Programmheft auf.

    Und als Georg Kofler, Investor aus der VOX-Show „Höhle der Löwen“, am Donnerstag sagte, Merz habe recht mit seiner Stadtbilddebatte – die „Parallelgesellschaften“ in Berlin würden ihn stören – wurde der stille Riss sichtbarer, der sich durch dieses Land zieht. Später im Gibson Club äußerte er sich auf Nachfrage deutlicher: „Mich stören vor allem die Kopftücher.“ Deswegen sei er aus Berlin weggezogen.

    Ein Satz, der die Luft im Saal spaltet – und den bis auf die anwesenden Journalisten der veranstaltenden Weimer Media Group dennoch niemand öffentlich verurteilte. Kofler wird angelächelt, die Finanzelite macht sogar mit ihm Scherze. Der Wohlstand blieb unter seinesgleichen.

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    Die Marken Gala der Weimer Media Group im Gibson Club sollte den Finanzgipfel in Frankfurt feierlich abrunden.WEIMER MEDIA GROUP/Marc Conzelmann

    Im Saal des Nachtclubs während der Markengala servierten junge Kellner Fingerfood. Sie waren größtenteils zwischen 20 und 30, viele mit Migrationshintergrund. Einer sagte halblaut: „Vielleicht reden die ja irgendwann auch über uns.“ Taten sie nicht.

    Roland Berger mit Appell an die deutschen Finanz-Machthaber

    Am Ende dieser zwei Tage stand Roland Berger. Seine Worte vom Donnerstagabend wirkten im Nachhall der Veranstaltungen wie ein Gegenentwurf zu all den PowerPoint-Schlachten: Verantwortung als persönlicher Akt. Kein Fonds, keine Union, kein Index – sondern Haltung. Jeder spürte es.

    „Wenn man vom Weg abkommt, braucht man jemanden, der ihn weitergeht“, sagte er in Richtung der Veranstalterin Christiane Götz-Weimer, deren Mann als Berater nun im Kanzleramt arbeitet. Ein Satz, halb Mahnung, halb Spiegel? Ist Politik in seinen Augen wirkungslos?

    Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) gab er noch einen Auftrag mit: „Sagen Sie Friedrich Merz, dass die Reformen noch in diesem Jahr kommen müssen. Dann geht es 2026 auch hoffentlich wieder bergauf.“ In Humor verpackt, aber dennoch klar und voller Wahrheit.

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    Beratermogul und Nachkriegslegende Roland Berger gab Dorothee Bär einen Wunsch für Friedrich Merz mit. Reformen sollen noch in diesem Jahr kommen.WEIMER MEDIA GROUP/Marc Conzelmann

    Als die Beats durch den Club wummern, spiegelt sich vor der Tür das Regenlicht. Drinnen wurden Zukunftsbegriffe verhandelt – draußen blieb die Frage unbeantwortet: Wer übernimmt Verantwortung, und wer zahlt? Frankfurt 2025 zeigte vor allem eines: Die Debatte über Geld ist laut, die über Verantwortung leise – und sie beginnt genau dort, wo Roland Berger am Donnerstagabend aufgehört hatte.

    #Allemagne #société #nantis #élites

  • Wealth tax would be deadly for French economy, says Europe’s richest man
    https://www.theguardian.com/business/2025/sep/21/wealth-tax-would-be-deadly-for-french-economy-says-europe-richest-man-b
    https://i.guim.co.uk/img/media/6d7f4a57cbcf881b0c445b816aaccc9cb448f990/1143_36_6059_4851/master/6059.jpg?width=480&dpr=1&s=none&crop=none

    #ROFL

    21.9.2025 by Jasper Jolly - LVMH owner Bernard Arnault, who could take €1bn hit, says proposed 2% levy ‘aims to destroy liberal economy’

    Europe’s richest man, the luxury goods magnate Bernard Arnault, has said that a wealth tax that could cost him more than €1bn (£817m) would be deadly for France’s economy.

    The French founder of LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton said in a statement to the Sunday Times that calls for a 2% wealth tax on all assets “aims to destroy the liberal economy, the only one that works for the good of all”.

    The idea of a wealth tax has steadily gained ground in France because of a political crisis, with the government trying to push through unpopular budget cuts. The idea of a 2% wealth tax on fortunes worth more than €100m has been proposed by Gabriel Zucman, an economics professor who has become a household name in France.

    The economist argues that the tax – named the Zucman tax by others – could help France with its squeezed budget. The French president, Emmanuel Macron, this month appointed a new prime minister, Sébastien Lecornu, after the centrist François Bayrou failed to win support for an austerity budget.

    Arnault – previously the world’s richest man – claimed that a 2% wealth tax would be an “offensive, which is deadly for our economy”. He also said he was “certainly the largest individual taxpayer and one of the largest professional taxpayers through the companies I run” in France.

    Arnault’s net worth stood at $169bn (£125bn) on Friday, mainly because of his 48% stake in LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton, according to Bloomberg. After joining his family company and turning it from construction to property, Arnault grew his fortune by buying up brands ranging from the jewellers Bulgari and Tiffany & Co, the fashion houses Christian Dior and Celine, to perfumes and whiskey brand Glenmorangie.

    Arnault, who lives in Paris, sparked a French national debate over tax in 2012 when he sought Belgian citizenship. However, in April 2013, he withdrew his application as “a gesture of my attachment to France and my faith in its future”, according to Bloomberg.

    Zucman is a professor of economics at the Paris School of Economics and the École normale supérieure, and last year wrote a prominent study on the wealth tax for the G20. In June, Zucman wrote in the Guardian: “Unprecedented wealth concentration – and the unbridled power that comes with such wealth – has distorted our democracy and is driving societal and economic tensions.”

    The wealth tax could raise as much as €20bn, according to Zucman. However, other economists have argued that it would raise only €5bn if the ultra-wealthy leave France.

    “This is clearly not a technical or economic debate, but rather a clearly stated desire to destroy the French economy,” Arnault’s statement said. “I cannot believe that the French political forces that govern or have governed the country in the past could lend any credibility to this offensive, which is deadly for our economy.”

    #France #nantis #wtf

  • Crime et fortune dans Le Pèrer Goriot (1835)
    https://en.m.wikiquote.org/wiki/Honor%C3%A9_de_Balzac

    On aime citer Balzac comme bien il nous semble.

    Part I

    Notre cœur est un trésor, videz-le d’un coup, vous êtes ruinés. Nous ne pardonnons pas plus à un sentiment de s’être montré tout entier qu’à un homme de ne pas avoir un sou à lui.
    ...
    Part I

    « Je réussirai ! » Le mot du joueur, du grand capitaine, mot fataliste qui perd plus d’hommes qu’il n’en sauve.
    ...
    Part I

    L’homme est imparfait. Il est parfois plus ou moins hypocrite, et les niais disent alors qu’il a ou n’a pas de mœurs.

    Voilá la préférée de tous

    Le secret des grandes fortunes sans cause apparente est un crime oublié, parce qu’il a été proprement fait.

    On la trouve en mille variations, pourtant si on nomme Balzac comme auteur qu’une seule est authentique (à ma connaissnce).

    Part II

    A variant, “Behind every great fortune there is a great crime,” has appeared as a quotation of Balzac; but it may have originated in a paraphrase in The Oil Barons:

    Men of Greed and Grandeur (1971) by Richard O’Connor, p. 47: "Balzac maintained that behind every great fortune there is a great crime.

    It also appears at the beginning of the novel “The Godfather,” published two years earlier.

    #citations #nantis #crime

  • You Aren’t Allowed in These Billionaire Towns
    https://jacobin.com/2025/09/starbase-musk-spacex-bezos-company-towns

    Like Starbase and Indian Creek, Forest City, Malaysia, is highly securitized — policed by guards with the authority to kick people out at will and surrounded by electric fencing to guard its perimeter from undesirables. (Aparna Nori / Bloomberg via Getty Images)

    Pas grave, c’est plus beau chez nous et on ne fera rien pour eux après le prochain ouragan. Ils n’en ont pas besoin. ;-)

    Et la Villa Montmorency alors ?
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Villa_Montmorency

    14.9.2025 by Guthrie Scrimgeour - Welcome to the fully privatized city, where the ultrarich can do as they please — no whining from the rabble permitted.

    At one of the first public meetings in the new city of Starbase, Texas, the first order of business was keeping the public out.

    The city, near Brownsville on the Gulf of Mexico, voted to incorporate this May, forming a bizarre modern-day company town under the thrall of part-time resident Elon Musk. It’s made up of about five hundred people, spread across a few blocks of airstream trailers and ranch homes, almost all of whom are SpaceX workers or their families. The city serves as the launch site for the SpaceX Starship, and has been a passion project for Musk, especially since his dramatic falling out with the Trump administration this June.
    A row of recently constructed homes in the newly incorporated town of Starbase, Texas (Mark Felix / Bloomberg via Getty Images)

    Since incorporation, Starbase has operated as a uniquely undemocratic form of democracy. Most voting residents, including the mayor and two out of three members of the Board of Commissioners, work for Elon at-will and could easily be fired for going against his wishes. Many also reside in company-owned housing, where a firing leads to an eviction. This puts the entire town under intense coercive pressure to govern themselves in the interests of the company rather than the general public.

    At the public meeting in late June, the Starbase government considered a proposal to build a set of gates around most of the town. These gates were a security measure, officials explained, and they would be used to bar anyone unaffiliated with Starbase from entering the town center. Some in the audience voiced opposition, but it didn’t matter. In the antidemocratic spirit of the town, the gates had been paid for and installed.

    This is a striking move, effectively making a public municipality accessible only to those in good graces of Elon and SpaceX. Critical journalists, protesters, labor organizers, political canvassers, or anybody that Elon personally dislikes could all be excluded. Never mind that these streets had been maintained by state and county tax dollars for years — they have now been functionally privatized and annexed into Elon’s personal domain.

    The incorporation and subsequent walling off of Starbase shows the increasingly ridiculous lengths billionaires are willing to go to in order to insulate themselves from the general public and local democracy. Elites have always used their private wealth and power to avoid interacting with the rabble, spending millions each year on personal security, or constructing elaborate gated compounds and bunkers. But more and more, billionaires are beginning to co-opt and use public power to defend their own security and privacy. It’s a brazen development for the billionaire class, who are seizing control of the levers of local government and using them to keep the public out.
    Billionaire Bunker

    A blueprint for the private, securitized billionaire town was drawn up in the 1930s, on a man-made island on the Biscayne Bay, just outside of Miami.

    Indian Creek Village, nicknamed the “billionaire bunker,” is a part-time home to uber-wealthy elites like Amazon CEO Jeff Bezos, Jared Kushner and Ivanka Trump, Tom Brady, and billionaires Carl Icahn and Eddie Lampert. It stands out from other elite enclaves in that, since its incorporation in 1939, it has also been governed by this same group of billionaire homeowners, who draft its laws and shape its budget.
    An aerial view of Indian Creek Village, Florida, including waterfront mansions and its private golf club (Jeffrey Greenberg / Education Images / Universal Images Group via Getty Images)

    As in Starbase, a main function of public power here is excluding the public. The uber-wealthy community is separated from the only regular-wealthy city of Surfside by a heavily defended bridge. Nobody is allowed to cross this bridge unless they have the permission of one of the eighty or so residents, or a $500,000 membership to the island’s private golf club.

    Security has always been a top priority for the Indian Creek billionaires, but in recent years, as the island has gotten even wealthier, it’s become an obsession. The town charters its own heavily funded police force who patrol the island in speedboats 24/7, basically acting as private security for the island’s residents. Their police spending increases every year, so much so that it now makes up 75 percent of their annual budget. In 2022, they installed an elaborate Israeli radar detection system around the island’s perimeter, and have begun aggressively ticketing boats that pass too close to their shores.

    Indian Creek exists in a strange quasi-public space, where it can still cash in on the perks of being an incorporated town while behaving like a gated community. Though they are able to hoard most of their own property tax dollars for personal use, they draw on government grants and municipal bonds to repair their roads. Though most Florida taxpayers are not allowed to step foot on the bridge leading to the island, they have been asked to spend millions of dollars restoring it. Even Indian Creek’s radar detection system benefits from public funding.

    In the billionaire town, guys like Jeff Bezos are able to have their cake and eat it too — they get the benefits of their status as an incorporated town while avoiding traditional obligations to the broader public.
    Privatizing Cities

    Among the tech elite, establishing your own city is becoming the hot new trend. Musk has his project in Starbase, and another city in the works outside of Austin. The concept of the “Network State” — described by originator and tech venture capitalist Balaji Srinivasan as “a highly aligned online community with a capacity for collective action that crowdfunds territory around the world and eventually gains diplomatic recognition from pre-existing states” — has been gaining prominence in tech circles. The movement has led to the creation of Prospera, a libertarian mecca in Honduras sponsored by venture capitalists like Sam Altman, Marc Andreessen, and Peter Thiel, where corporations can regulate themselves and citizenship can be purchased for $1,300 a year.

    Donald Trump has promoted the idea of “freedom cities,” a vague structure that would allow new cities to operate with less regulation. The goal is to circumvent traditional democratic structures that they view as too cumbersome for the dynamic innovation and prosperity they are sure to deliver.

    A slew of new semiprivate cities have been popping up, mainly in developing nations. These places tend to be built by the rich for the rich, melding public and private into highly secured gated communities, with little room for public space or local democracy. While these projects can promise sweeping visions of interplanetary travel, lifesaving medicine and sustainable development — in practice they tend to be much less grand.

    In a 2023 article, researchers Sarah Moser and Nufar Avni examined the development of one such city, a recently established Malaysian private municipality called Forest City. While developers claim that it is an “eco-city” and a model for sustainability, it has been entirely designed for car infrastructure and threatens the seagrass ecosystem it sits on top of. Like Starbase and Indian Creek, the city is highly securitized — policed by guards with the authority to kick people out at will and surrounded by electric fencing to guard its perimeter from undesirables.

    “Thus far, the limited scholarship on new private cities seems to suggest that they fail on every justice front,” write Moser and Avni. “Democracy, participation, inclusion, social and environmental sustainability, and diversity are simply absent from their planning and execution.”

    With the wealth and influence of billionaires continuing to rise, these semiprivate cities seem poised to proliferate in the coming years. Looking at how the elites govern these public–private enclaves reveals what their priorities truly are: maintaining a clear dividing line between themselves and the working class, defended by high walls, radar detection systems, and a well-funded, heavily armed police force.

    Immobilier : voici les 20 quartiers de Paris où vivent les ultra-riches
    https://www.capital.fr/votre-argent/la-carte-des-20-quartiers-de-paris-ou-vivent-les-ultra-riches-1497946

    Beaux quartiers : où vivent les riches les plus riches ?
    https://www.inegalites.fr/Beaux-quartiers-ou-vivent-les-riches-les-plus-riches

    Les 10 % les plus riches du quartier du Gros Caillou 7 dans le 7e arrondissement de Paris gagnent au moins 22 000 euros par mois. Ils arrivent en tête de notre classement des quartiers où vivent les plus riches, qui passe par Neuilly-sur-Seine, mais aussi par Lyon, Marseille ou Strasbourg.

    #urbanisme #millardaires #nantis #exclusion #inceste #gated_community

  • Palim Palim ! So märchenhaft lebt Didi Hallervorden auf seiner Privatinsel im Atlantik
    https://www.berliner-zeitung.de/panorama/palim-palim-so-maerchenhaft-lebt-didi-hallervorden-auf-seiner-priva

    Berlin-Steglitz : Sur la gauche le « château » du général Wrangel, à droite la tour « Steglitzer Kreisel » et son parking, aujourd’hui une ruine témoin de la crise immobilière .

    Pour ses 90 ans notre comédien national préféré vend son îlôt privé avec château devant Ploumanach.

    L’Île de Costaérès se trouve en Bretagne où les hivers sont froids et humides, alors son prix est abordable en comparaison avec un rocher du même type en Méditerranée.


    https://www.openstreetmap.org/way/30410931#map=18/48.835575/-3.492702

    Hallervorden a gagné la première tranche de sa fortune avec des comédies grand public et de nombreuses productions de télévision. Ce féru du théâtre a investi son argent pour ranimer une légendaire salle berlinoise abandonnée par les théâtres municipaux après de nombreux échecs. C’est l’ancienne écurie du général Wrangel (celui qui a écrasé dans le sang la révolte de 1848 à Berlin ) qui porte le nom presomptueux Schloßparktheater alors qu’il il y a ni château ni parc à vue d’œil. ( voire photo plus haut )

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dieter_Hallervorden

    Hallervorden s’en moque, son théâtre est une réussite.


    https://www.openstreetmap.org/way/35265862#map=18/52.454782/13.317967

    Coup de publicité : Hallervorden a réussi à faire changer l’adresse postale du théâtre de Wrangelstraße en Schloßstraße (rue du château). C’est mensonger car le théâtre n’a pas bougé d’un millimètre. Le comédien s’est servi de ses bonnes relations avec la mairie pour faire autoriser pour son théâtre l’utilisation de l’adresse d’un terrain vague à proximité.

    Vous vous demandez peut-être comment un simple farceur allemand peut accumuler une fortune qui le place dans la catégorie des stars qui achètent dex îles avec château et se déplacent en avion privé. Nous sommes en Allemagne ou les vedettes de cinéma ne gagnent jamais les cachets faramineux de leurs confrères hollywoodiens.

    Dieter Hallervorden est un libéral de gauche comme il n’en reste plus beaucoup et un homme d’affaire engagé qui a su user de ses relations pour créer des affaires partout tout au long de sa carrière de soixante ans.

    Le Schloßparktheater (rebâtisé selon la dernière réforme de l’orthographe allemand en Schlosspark Theater ) est son hobby politique. Il a réussi comme entreprenuer de théâtre où les troupes du théâtre municipal subventionné ont produit des échecs pendant des décennies avant d’abandonner complètement la salle légendaire.

    Hilfegard Knef, Der geschenkte Gaul, Kapitel 9 : Barlog im Schlossparktheater, vorgetragen von Heike Makatsch
    https://www.youtube.com/watch?v=jzgHdNwGljg

    Hallervorden a bâti son fond de commerce actuel en faisant évacuer sa troupe de comédie satirique Die Wühlmäuse de son minuscule domicile dans un building commercial anodin démoli et remplacé par un grand hôtel touristique dans une salle prestigieuse du Westend berlinois.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Summit_House

    Après le départ des troupes alliés de la deuxième guerre mondiale l’état libéral allemand bradait son coûteux patrimoine. Berlin vivait une époque de gold rush pour ceux qui savaient profiter du bouleversement historique. Hallervorden a pu acheter à un prix intéressant l’ancien centre commercial des forces d’occupation britanniques NAAFI avec cinéma.

    Les revenus de l’affaire immobilière et de nombreuses productions de télévision dans sa grande salle du Westend garantissent la pérennité des projets de l’entrepreneur de théàtre Hallervorden.

    Pour ses 90 ans il s’offre un rôle sur la scène de de son théâtre de prédilection Schlosspark Theater dans la province berlinoise.

    3.8.2025 von Enno Kramer - Immer wieder polarisiert Didi Hallervorden mit seinen Äußerungen. Nun gibt eine Dokumentation exklusive Einblicke in das Privatleben des Kabarettisten.

    Kaum jemand sorgt in Deutschland so verlässlich für Schlagzeilen wie Dieter „Didi“ Hallervorden. Mal fordert der 89-jährige Kabarettist und Schauspieler vehement, dass Bundeskanzler Friedrich Merz sich wegen seiner „Drecksarbeit“-Aussage vor Gericht verantworten müsse – und zeigt ihn daraufhin an. Mal verwendet er das N-Wort oder sorgt mit Auftritten bei umstrittenen Demonstrationen für Aufsehen.

    Doch wie lebt jemand, der sich immer wieder freiwillig ins mediale Kreuzfeuer begibt? Eine neue ARD-Dokumentation hat den „Palim Palim“-Darsteller begleitet.
    Hallervordens Rückzugsort liegt mitten in der Bretagne

    Anlässlich des am Freitag anstehenden 90. Geburtstags des Komikers zeigte Das Erste den Dokumentarfilm „Hallervorden – Didi gegen den Rest der Welt“. Darin ist unter anderem zu sehen, wie Hallervorden sich gelegentlich zwischen all den Provokationen und Skandalen auf seine Privatinsel in der französischen Bretagne zurückzieht. Dort besitzt er ein bilderbuchartiges, fast schon märchenhaftes Schloss.

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    Der Blick auf Hallervordens Refugium: Die Privatinsel erstreckt sich über knapp einen Hektar Land.Imago

    Bereits vor mehr als 40 Jahren soll der Kabarettist das ein Hektar große Anwesen mit der vierstöckigen Immobilie namens Château de Costaérès erworben haben. Das Schloss im neugotischen Stil wurde 1896 vom litauisch-polnischen Ingenieur Bruno Abdank-Abakanowicz erbaut und 1980 renoviert. Knapp acht Jahre später ging es in Hallervordens Besitz über.

    In der Dokumentation heißt es, der Komiker könne sich dort „wie ein König“ fühlen. Sein Sohn Johannes, der seinen Vater zuletzt für die Verwendung des N-Worts kritisiert hatte, spricht von einem „Refugium“ für ihn. Wie T-Online berichtet, habe Hallervorden den Ort „nach unendlich langer Suche“ gefunden. „Die Insel bietet mir Raum, in meinem französischen Exil die Batterien aufzuladen und über neue Projekte nachzudenken.“

    Warum möchte Hallervorden sein Schloss verkaufen?

    Doch so schwer ihm die Suche nach dem passenden Refugium auch gefallen sein mag – mittlerweile scheint Hallervorden nicht mehr allzu sehr an der Immobilie zu hängen. Seit rund acht Monaten wird das Schloss offenbar zum Verkauf angeboten, wie die Nachrichtenseite berichtet. Demnach ist auf einem Immobilienportal ein Inserat zu finden, in dem es für 9,5 Millionen Euro angeboten wird. Es verfügt über zehn Zimmer und knapp 300 Quadratmeter Wohnfläche.

    Sowohl der Rittersaal als auch der Empfangs- und Bankettsaal sind bis heute erhalten geblieben. Neben einem Fernsehzimmer, mehreren Terrassen und fünf Schlafzimmern verfügt das Schloss über eine Sauna, einen Fitnessraum und einen Pool. Zum Verkauf des Schlosses hat sich der Schauspieler, der die meiste Zeit in Berlin lebt, bislang noch nicht geäußert.

    #Berlin #Steglitz #Wrangelstraße #Schloßstraße #Bretagne #Ploumanach #théâtre #cinéma #nantis #logement #immobilier #people

  • Bundesregierung zahlt über 630 Millionen Euro an Gates-Stiftung
    https://www.berliner-zeitung.de/news/bundesregierung-zahlt-ueber-630-millionen-euro-an-gates-stiftung-li

    En Allemagne „aide au développement“ signifie „donner aux riches“.

    Oliver Weinhold - Die Bundesregierung zahlt bis 2027 über 630 Millionen Euro an die Gates-Stiftung. Das Geld fließt in Projekte zu Ernährung, Digitalisierung und Gesundheit.

    Zwischen 2021 und 2027 will die Bundesregierung rund 630 Millionen Euro Steuergeld an die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung überweisen. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier, Diana Zimmer und Jan Wenzel Schmidt hervor.

    Der größte Einzelposten beläuft sich auf etwa 290 Millionen Euro für das Projekt „Globalvorhaben Ernährungssicherung und Resilienzstärkung“. Nach Angaben der von der Bundesregierung beauftragten Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) soll es Regierungen dabei helfen, Ernährungssicherheit und Widerstandsfähigkeit zu verbessern. Kritiker sehen darin jedoch auch einen gezielten politischen Einfluss in Ländern wie Äthiopien, Malawi oder Madagaskar, unter dem Deckmantel der Nahrungsmittelhilfe.

    Rund 220 Millionen Euro sind für das „Globalvorhaben digitale Transformation“ vorgesehen. Laut GIZ soll die weltweite Digitalisierung so ausgerichtet werden, dass sie die politischen Ziele der Bundesregierung unterstützt, etwa beim Klimaschutz oder im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Damit fördert ein demokratischer Staat indirekt einen privaten Tech-Milliardär, um technologische Projekte mit politischer Wirkung umzusetzen.

    Weitere 270 Millionen Euro fließen in ein Gesundheitsprogramm für Äthiopien, das Heimatland von Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ghebreyesus war in seiner Zeit als äthiopischer Gesundheitsminister in der Kritik, Journalisten am Berichten über Cholera-Ausbrüche gehindert zu haben.

    #Allemagne #nantis

  • Wie die Eigentümerin der Villa Adlon zur Genetikerin der Neuen Rechten wurde : Was will Mathilda Huss ?
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/mathilda-huss-zu-besuch-bei-der-genetikerin-der-neuen-rechten-li.23

    Un peu de sociologie des riches : à Potsdam la propriétaire de l’ancienne villa de la famille Adlon a marre des égomanes de droite, surtout après les dommages que les stars de la nouvelle droite lui ont causé.

    Mathilda Huss a obtenu un doctorat en biologie qu’elle a su monnayer à travers des brevets. Elle défend des positions politiques ségrégationnistes et eugénistes qui la rendent compatible avec l’extrême droite. Pourtant elle ne se considêre pas comme d’extrême droite sans doute à cause de questions de culture et du mauvais comportement des hommes de droite.

    8.8.2025 von Niklas Liebetrau, Wiebke Hollersen - In ihrem Potsdamer Landhaus fand das Treffen statt, das Correctiv aufdeckte. Jetzt fühlt sich Huss von Verbündeten verraten, vor allem von ihrem Ex – Maximilian Krah. Ein Besuch.

    Mathilda Huss betritt das Landhaus Adlon durch die Hintertür. Auf Plateaupumps läuft sie durch enge Flure und Säle, von denen der Blick über den Garten zum Lehnitzsee reicht. Ihre Schritte hallen durch das leere Haus. Es ist ein kühler Junitag, im Innenhof sitzen zwei Männer im Bademantel. Hotelgäste, die einzigen weit und breit.

    Huss erzählt von großen Hochzeiten, die früher hier gefeiert wurden. Von Sängern und Models, die für ein Wochenende kamen, gut zahlende Gäste. Sie lacht bitter. „Solche Hochzeiten gibt es zurzeit weniger.“ Wer will schon an einem Ort heiraten, von dem Politiker bis heute behaupten, hier seien Deportationen geplant worden?

    Sie wirkt jünger als Mitte fünfzig, um den Hals trägt sie ein kleines blaues Kreuz. Das Landhaus gehört ihr und dem Vater ihrer Söhne, dem Potsdamer CDU-Politiker Wilhelm Wilderink. Sie sind seit zehn Jahren getrennt, leben aber noch zusammen in einer Villa gleich nebenan. Als sie das Anwesen vor vierzehn Jahren kauften, begleitete sie der RBB für eine TV-Serie bei der Sanierung: „Mein Traumhaus mit Geschichte“. Die Villa wurde in den Zwanzigern von der Hoteliersfamilie Adlon gebaut.

    Medien schrieben, sie vertrete eine gefährliche Rassenideologie

    Vor anderthalb Jahren war das Landhaus wieder in den Medien. Diesmal bundesweit, im Zentrum eines Skandals, der bis heute nachwirkt. Die Rechercheplattform Correctiv hatte über ein Treffen der rechten Szene in der Villa berichtet – das „Potsdamer Geheimtreffen“. Der identitäre Aktivist Martin Sellner habe dort einen „Masterplan zur Remigration“ vorgestellt, schrieben die Journalisten, zur Vertreibung von Migranten aus Deutschland, auch Menschen mit deutschem Pass.

    Der Aufschrei war groß. Nancy Faeser, damals Innenministerin, sprach von einer neuen Wannseekonferenz, als sei im Landhaus Adlon ein zweiter Holocaust geplant worden. Millionen gingen auf die Straße, sogar Olaf Scholz, der Kanzler. Eine neue Debatte über die AfD entbrannte.

    Auch Mathilda Huss geriet in den Fokus. Medien schrieben, Huss, die promovierte Biologin, vertrete „eine gefährliche Rassenideologie“. Schon vor dem Correctiv-Artikel hatte Die Zeit berichtet, Huss sei von der „Überlegenheit der weißen Rasse“ überzeugt und glaube, dass sich in westlichen Gesellschaften schädliche Gene durchgesetzt hätten. Huss wies das zurück und drohte mit juristischen Konsequenzen. Im sächsischen Reinsberg, wo sie ein Schloss gekauft hat, fragten Reporter nach der „ominösen“ Investorin.

    Sie steht jetzt in dem Saal mit Seeblick, in dem an jenem Novembertag die Teilnehmer beim Frühstück standen. Sie habe das Hotel schon damals nicht selbst geführt, habe nicht zu dem Treffen eingeladen und auch die Liste der Gäste nicht gekannt, sagt Huss. Sie sei eingeladen gewesen, wollte erst gar nicht teilnehmen.

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    Das Landhaus Adlon, in dem im November 2023 das Potsdamer Treffen stattfand.Maurice Weiss/Ostkreuz

    Der weltweite Stimmungswandel nach rechts

    Doch sie hat teilgenommen. Und jetzt will sie reden. Über das Treffen, über den Correctiv-Artikel, der den Ruf ihres Hauses beschädigte, und nach dessen Erscheinen ihre Familie bedroht wurde. Aber es geht ihr auch um Größeres. Um ihre eigenen politischen Ideen, die, wie sie sagt, auf Erkenntnissen der Genetik gründeten. Sie will ein Buch schreiben. Und sie fürchtet, dass ihr jemand zuvorkommt. Ein Mann, auf den sie lange gesetzt hat und dem sie damals, vor anderthalb Jahren, sehr nahe stand: Maximilian Krah, einer der umstrittensten Politiker der AfD.

    Krah sorgte zuletzt für Schlagzeilen, weil er den Kurs seiner Partei verändern will. Mathilda Huss hat das alarmiert, denn sie ist der Ansicht, dass Krah ihre Ideen verkaufe. Deshalb will sie selbst in die Öffentlichkeit. Sie befindet sich in einer Art Wettrennen mit Krah, so klingt es. Und damit das überhaupt jemand mitbekommt, spricht sie jetzt mit Journalisten.

    Sie gewährt damit Einblicke in eine Welt, die in Deutschland noch weit vom Mainstream entfernt scheint, aber global rasant an Einfluss gewinnt. Es ist eine kulturelle Verschiebung nach rechts, die in den USA sogar schon einen Namen hat: Vibe shift, Stimmungswandel. In diesem neuen Vibe stampfen Konzerne Diversitätsprogramme ein. Und eine Jeansmarke wirbt mit der blonden, blauäugigen Schauspielerin Sydney Sweeney und spielt dabei mit den im Englischen gleich klingenden Worten Jeans und Genes. Ein Gag, eine Provokation. Aber der Glaube an die allumfassende Macht der Gene scheint zurück.

    Mathilda Huss redet schnell, springt oft von einem Thema zum nächsten. Vom Treffen im Landhaus Adlon über genetische Studien zu ihren Schwierigkeiten, ein Buch auf Deutsch zu schreiben, weil sie so lange in England gelebt hat. Sie lacht, wirkt freundlich und offen. In Deutschland ist sie eine Vordenkerin des Stimmungswandels nach rechts. Eine Frau mit Ambitionen. Und ihre Verbindungen reichen weit ins konservative bis liberale Lager. Hans-Georg Maaßen, den ehemaligen Verfassungsschutzchef, nennt sie einen Freund. Sie habe schon bei vielen Parteien Vorträge gehalten, sagt sie.

    Mit der Neuen Rechten aber hat sie seit dem Treffen in ihrem Hotel gebrochen. „Ich habe jeden Respekt vor denen verloren!“

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    Blick von Huss Villa auf den Lehnitzsee in Potsdam.Maurice Weiss/Ostkreuz
    „Geheimtreffen, was für ein Quatsch“

    Sie läuft durch den Garten hinter dem Landhaus, vorbei an blühenden Hortensien, betritt über eine Terrasse die Küche ihrer privaten Villa. Wieder kommt sie auf den Correctiv-Artikel zu sprechen. „Geheimtreffen, was für ein Quatsch“, sagt sie. Sie sei damals geblieben, weil ihr ein Hotelgast auffiel, der in den Räumen herumschlich, aber nicht zu den geladenen Teilnehmern gehörte. Er habe unaufrichtig gewirkt, sein Gang, seine Körperhaltung. „Das war eine Zecke“, sagt sie. Später erkannte sie ihn auf Bildern: Jean Peters, Aktionskünstler und Journalist bei Correctiv.

    Mehrfach habe sie ihn weggeschickt, sagt sie. Von dem, was bei dem Treffen besprochen wurde, habe er kaum etwas mitbekommen. Allenfalls den Vortrag von Martin Sellner über Remigration, die Fragen danach. Aber das sei nicht „Sinn und Anlass der Veranstaltung“ gewesen, sagt sie. „Es ging um die Finanzierung alternativer Medienprojekte, man wollte Sponsoren dafür finden.“

    Auch Wilhelm Wilderink, ihr früherer Partner, ärgert sich über die Berichterstattung, wirft Correctiv die Skandalisierung einer Veranstaltung vor, die „verfassungskonform“ gewesen sei. Niemand habe über Deportationen gesprochen, wie manche Politiker das öffentlich behaupteten, geschweige denn solche geplant. Weder Staatsanwaltschaft noch Verfassungsschutz hätten je Vorwürfe oder Anklage erhoben. „Das allein widerlegt Correctiv.“ Wilderink kämpft bis heute gegen den Versuch der CDU Potsdam, ihn wegen des Treffens auszuschließen.

    Correctiv hat inzwischen selbst über einen Anwalt eingeräumt: Ein „planvolles Vorgehen“ sei allenfalls bei Sellner und dem Veranstalter, dem Zahnarzt Gernot Mörig, erkennbar gewesen. Die übrigen Teilnehmer hätten bloß zugehört. Der Journalist Jean Peters sagte der Zeit Anfang des Jahres, das Wort „Vertreibung“ sei im Landhaus Adlon nie gefallen. Aber natürlich sei es so gemeint gewesen. Es ist diese Interpretation, die öffentlich hängen blieb.

    Maximilian Krah und ein Gerücht in der rechten Szene

    Mathilda Huss sagt, sie finde noch etwas anderes an dem Bericht seltsam: Dass Maximilian Krah nicht erwähnt wurde, obwohl er an jenem Wochenende ebenfalls vor Ort gewesen sei. Krah war schon damals nicht irgendwer, sondern AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl.

    Huss lernte ihn im Sommer 2022 näher kennen. Sie habe bei einer Veranstaltung einen Vortrag gehalten, er sei danach auf sie zugekommen. Und sehr interessiert an ihrem Thema gewesen, den genetischen Unterschieden zwischen Gruppen von Menschen. Krah und Huss kamen sich näher. Sie zeigt Chats und Selfies, die er ihr aus dem EU-Parlament schickte. Oft sei er noch spät abends zu ihr gefahren, sagt sie. Teilweise hunderte Kilometer. Wie auch an jenem Wochenende.

    In der rechten Szene kursiert schon seit längerem ein Gerücht. Es besagt, dass Krah absichtlich in dem Artikel von Correctiv nicht erwähnt wurde. Und das, obwohl es Bilder einer Überwachungskamera gibt, die ihn am Sonntagmorgen nach dem Treffen vor dem Landhaus Adlon zusammen mit Teilnehmern zeigen. Direkt vor dem Fenster des Journalisten Jean Peters hätten sie gestanden, sagt Huss. Zwischen zwei Kameras, die Greenpeace in Autos versteckt hatte. „Ich verstehe nicht, wie sie Krah übersehen konnten.“ Wurde Krah von Correctiv aus dem Skandal herausgehalten? Oder versucht Huss, ihn jetzt hineinzuziehen?

    Krah hat längst eingeräumt, dass er an jenem Morgen vor Ort war. Die Gründe seien „Privatsache“, sagt er. Er sei kein Teilnehmer des Treffens gewesen, habe auch nicht im Landhaus Adlon übernachtet. Correctiv erklärt: „Unser Reporter hat Maximilian Krah in Potsdam nicht gesehen.“ Auch auf dem eigenen Foto- und Videomaterial sei er nicht zu erkennen gewesen. Nachdem entsprechende Bilder öffentlich wurden, habe man darüber berichtet.

    Wenn Huss über Krah spricht, klingt sie enttäuscht. Nicht nur über das Ende ihrer Affäre, sondern auch über eine entgangene Chance. „Ich dachte, wir könnten echt etwas bewegen“, sagt sie. Er, der wortgewandte Politiker. Sie, die Biologin mit provokanten Thesen.

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    Mathilda Huss in ihrer privaten Villa, die neben dem Landhaus Adlon am Lehnitzsee liegt.Maurice Weiss/Ostkreuz

    „Ein Mann, ein Wort, habe ich zu ihm gesagt“

    Man muss Mathilda Huss nicht fragen, wo sie politisch steht. Sie sagt von selbst: „Natürlich bin ich rechts.“ Wenn sie aus ihrem Leben erzählt, klingt es, als habe alles auf diesen Satz hingeführt. Das erste Buch, das sie gelesen habe, sei „Quo vadis“ gewesen, ausgerechnet, ein Roman über die Christenverfolgung im Alten Rom. Zuvor, sagt sie, habe sie nie Lust gehabt zu lesen.

    Sie erzählt von ihrem Vater, einem konservativen Öko, der ständig vor dem Klimawandel warnte und sich mit Solarenergie befasste. Und davon, wie sie sich schon als Schülerin im Bergischen Land mit Feministinnen stritt, weil die „männliche Eigenschaften entwickeln“ wollten. Männer und Frauen seien verschieden, sagt sie, mit unterschiedlichen Aufgaben und Bedürfnissen. Die Gleichmacherei lehne sie ab. Später war sie in der Kölner Kunstszene unterwegs. Ihr damaliger Freund, ein Schriftsteller, habe sie immer als „meine rechte Freundin“ vorgestellt. Das mochte sie nicht: „Ich spreche lieber für mich selbst.“

    Sie studierte Mathematik und Biologie in England, promovierte, forschte zu Hirnphysiologie, verdiente viel Geld mit Patenten, arbeitete am Institut für experimentelle Psychologie einer Elite-Universität. Sie habe die Wissenschaftsfreiheit und geistige Offenheit dort geliebt, sagt sie. Den interdisziplinären Austausch. Die Freiheit, Fragen zu stellen. An den Klimawandel, vor dem ihr Vater warnte, glaubt sie nicht mehr. In England begann sie auch, sich mit Genetik zu befassen.

    Lange suchte sie nach einer Partei, die ihre Ziele teilte. Zunächst fand sie die Piraten, erst in England, dann in Deutschland, wohin sie zurückgekehrt war, um eine Familie zu gründen. Die Piraten kämpften für Anliegen, die auch ihr wichtig sind: radikale Transparenz, die Offenlegung von Daten, Schutz vor staatlichem Zugriff. Sie half beim Aufbau der Open Knowledge Foundation mit, die die Plattform „Frag den Staat“ betreibt. Doch bald, sagt sie, seien die Piraten nach links abgedriftet. „Da hatte ich nichts verloren.“ Die CDU erschien ihr zu starr, zu konservativ. 2018 entdeckte sie die AfD. Dort, so dachte sie, sei man basisdemokratisch, wolle mit alten Strukturen brechen. Das gefiel ihr.

    Mitglied wurde sie nicht, aber sie näherte sich der Partei, deren Umfeld. Sie hielt Vorträge, trat in rechten Podcasts auf. Als sie Maximilian Krah kennenlernte, schien sich alles zu fügen. Er habe ihr versprochen, ihr mit dem Buch zu helfen, an dem sie seit langem arbeitet. Nur deshalb habe sie ihm Argumente für seine Reden geliefert. „Wir hatten einen Vertrag per Handschlag. Ein Mann ein Wort, habe ich zu ihm gesagt.“ Den Deal habe Krah gebrochen.

    Krah bestreitet das. Es sei zwar richtig: „Ich habe Mathilda Huss angeboten, bei ihrem Buch zu helfen, weil sie allein damit nicht fertig wurde.“ Aber einen Deal habe es nicht gegeben. Im Januar 2024 beendete Huss die Verbindung. In diesem Jahr hörte sie dann von seinen neuen Ideen.

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    AfD-Politiker Maximilian Krah. Huss und Krah standen sich nah und haben sich inzwischen überworfen.Thomas Meyer/Ostkreuz

    Krah’s neue Idee für die AfD

    Krah will, dass die AfD sich vom Konzept der Remigration, so wie es Sellner propagiert, verabschiedet. Also von der Idee, auch deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund zur Ausreise zu drängen. Das sei verfassungsfeindlich und führe zu einem Parteiverbot, so Krah. Seinen Sinneswandel erklärte er zum ersten Mal ausgerechnet bei Correctiv. Einem Medium, das seit dem Bericht über das Treffen im Landhaus Adlon in der AfD und ihrem Umfeld verhasst ist.

    Seiner Partei hat er folgendes neues Konzept vorgeschlagen: Die Menschen in Deutschland sollten künftig in nach Herkunft getrennten Welten leben. Nebeneinander, nicht miteinander. Deutsche ohne Migrationshintergrund, Deutsche mit türkischen Wurzeln, syrische oder ukrainische Einwanderer – jede Gruppe solle unter sich bleiben. Der Staat solle sich heraushalten. Keine Quoten, keine Förderprogramme, keine staatlich gesteuerte Integration. Assimilation lehnt Krah ab. Das seien die Ideen, die von ihr stammen, sagt Mathilda Huss.

    Ein paar Wochen später, bei einem zweiten Besuch im Juli, ist sie noch aufgebrachter. Sie hat von einem Vortrag erfahren, den Krah im Bundestag vor der AfD-Fraktion gehalten hat, darin „ganz viel von meinem Zeug“, sagt sie. Dass Krah damit nun Schlagzeilen macht, während sie weiter mit ihrem Manuskript kämpft, empfindet sie als Verrat. Er liegt im Wettrennen vorn.

    Es ist früh am Morgen. Huss steht im schwarzen Kleid auf der Terrasse ihrer Villa. Sie müsse gleich los, nach Norddeutschland, einer Tante beim Umzug helfen. Auf einem Teller liegt eine Scheibe Vollkornbrot, daneben stehen zwei Becher mit kaltem Fertigkaffee. Sie hat nicht gefrühstückt und wird es in der nächsten Stunde auch nicht tun.

    Sie wirkt fahrig, wie unter Strom. Wegen Krahs zweitem Buch, das er immer wieder ankündigt. Ob es überhaupt erscheint, ist unklar. Krah hat sich mit Götz Kubitschek überworfen, seinem Verleger aus Schnellroda. Auch Huss hatte darauf vertraut, dass Kubitschek ihr Buch verlegt. Er habe sie jahrelang dazu gedrängt, sagt sie. Doch nun gehört auch er zu den Männern, von denen sie sich verraten fühlt. Man kommt kaum hinterher bei dem Tempo, in dem sich die rechte Szene zu zerstreiten scheint.

    Krah sagt zum Vorwurf, er klaue Mathilda Huss’ Ideen, sie habe ihm „in einigen genetischen Fragen die Augen geöffnet”. Doch was er daraus mache, stamme allein von ihm. Sein künftiges Buch werde viele Themen behandeln, Genetik sei keines davon.

    Der neue, alte Glaube an die Macht der Gene

    Ihr eigenes Manuskript sei inzwischen auf 1200 Seiten angewachsen, sagt Huss. Veröffentlichen wolle sie aber nur 200. In ihrem Kopf scheint alles längst fertig. Einer ihrer Kernsätze lautet: „Wir machen Politik auf Basis eines völlig falschen Menschenbilds.“

    Der Satz lässt schon erahnen, wie radikal Huss denkt, wie dringend sie mit der liberalen Gegenwart brechen möchte. Sie holt einen Stapel Papier, eine Übersicht ihrer Thesen, „vertraulich zu behandeln“. Dann wirft sie Begriffe in den Morgen am See, „Blank-Slate-ism“, „genetische Bedingtheit“, „erweiterter Phänotyp“.

    Der erste Begriff spielt auf eine Vorstellung an, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet war. Er besagt, dass Kinder als blank slates, unbeschriebene Blätter, zur Welt kommen. Allein Bildung, Erziehung und andere äußere Einflüsse formten den Menschen, so die Annahme. Heute gilt das als überholt. Man weiß, dass Gene eine große Rolle spielen, nicht nur für das Aussehen und die Krankheitsrisiken eines Menschen, sondern auch für Verhalten und Intelligenz. Je älter ein Mensch wird, desto stärker zeigt sich der Einfluss der Erbanlagen. Aber Menschen werden auch durch ihre Lebensumstände geprägt.

    Es sei vorteilhaft, so Huss, wenn jemand sein Leben so gestalten könne, wie es zu seinen angeborenen Neigungen passe. Doch genau das werde politisch nicht mitgedacht. Die Idee vom unbeschriebenen Blatt halte sich hartnäckig. Das sehe man an all den Förderprogrammen, die es gebe. Sie verweist auf Studien, die zeigen, dass Kinder aus einkommensschwachen Familien durch Förderung zwar kurzfristig in IQ-Tests oder beim Lesen besser werden, die Effekte dann aber wieder nachlassen. Leselust brauche eine genetische Komponente, um erweckt zu werden, sagt Huss. Man könne so etwas nicht erzwingen.

    Und sie geht noch einen Schritt weiter. Vom einzelnen Menschen zur Gruppe. Was für Individuen gelte, gelte auch für sogenannte Erbgemeinschaften, für „Populationen“, sagt sie. Auch zwischen ihnen gebe es bedeutsame genetische Unterschiede. Manchmal redet sie auch von „Stämmen“, selbst wenn es um Menschen in Deutschland geht.

    Dem wissenschaftlichen Konsens entspricht das nicht. Huss sagt dazu, Erkenntnisse zur „Wirkmächtigkeit der Gene“ würden zensiert. Fragt man sie nach den Grundlagen für ihre Ideen, verweist sie auf anerkannte Evolutionsbiologen, deren Thesen sie „einfach konsequent weitergedacht“ habe. Auf Richard Dawkins etwa. Der Brite prägte das Konzept des „erweiterten Phänotyps“, das er am liebsten mit Bibern erklärt. In Bibern wirken Gene, die bestimmen, wie der Biberbau aussieht, so Dawkins. Und wie der Biber baue auch der Mensch seine Umwelt seiner Veranlagung gemäß, sagt Huss, „wenn man ihn nur lässt“. Ganze Kulturen, so klingt es bei ihr, seien im Prinzip Ausdruck eines gemeinsamen Genpools, auch Architektur, Moral, politisches Denken.

    Sie tausche sich mit anderen Wissenschaftlern aus, zu diesen und anderen umstrittenen Themen. Sie wolle niemanden in die Medien zerren, sagt sie. Ein paar Namen nennt sie schließlich doch. Die Amerikaner William Happer und Richard Lindzen, die bestreiten, dass der Mensch den Klimawandel verursache. Und den Dänen Emil Kirkegaard, der oft bei ihr in Potsdam sei, seit er mit ihrem Au-pair zusammen sei. Der 31-Jährige beschäftigt sich auf seinem Blog unter anderem mit Rassentheorien oder der Frage, ob Linke zu psychischen Krankheiten neigen. Huss nennt ihn schlau, seine politischen Positionen aber seien ihr undurchsichtig. Seine Sicht auf die Welt habe wenig mit ihrer gemein.

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    Detail aus der privaten Villa von Huss, in der sie mit ihrem früheren Partner und den gemeinsamen Söhnen lebt.Maurice Weiss/Ostkreuz

    Deutschland sei noch geprägt von der „Stammesstruktur“

    Bleibt die Frage, wohin ihre eigene Weltsicht politisch führen soll? Mathilda Huss beantwortet sie am Telefon. Es ist Ende Juli, sie ist mit ihren Kindern erst nach China gereist, wo sie die Überwachung und den eingeschränkten Zugang zum Internet fürchterlich fand, und dann nach Japan, obwohl sie eigentlich an ihrem Buch arbeiten wollte. Sie habe schon wieder einen Podcast gehört, in dem Krah ihre Thesen vertrete, sagt sie.

    Die Konsequenzen dieser Thesen seien klar, sagt sie. Es gebe keine Assimilation. Menschen aus verschiedenen Kulturen könnten und sollten sich einander nicht anpassen. Stattdessen sollten sie in selbstverwalteten Einheiten leben, in Communitys. Sie nennt diese Idee „Subsidarität“. Deutschland, sagt Huss, sei immer noch geprägt von „der Vergangenheit der Stammesstruktur“. Und so soll es aus ihrer Sicht womöglich auch wieder sein.

    Das klingt tatsächlich sehr nach dem, was Krah nun vorschlägt. Und was einige Beobachter als gemäßigte Position innerhalb der AfD verstehen. Als eine Abkehr vom völkischen Denken, weniger menschenfeindlich als Martin Sellners Konzept der Remigration. Aber stimmt das?

    Auch Huss ist für „Rückführungen“ von Migranten aus Deutschland, für strengste Grenzschließungen, genauso wie Krah. Sie sagt: „Ich halte Deutschland für deutlich überfremdet.“ Menschen verschiedener Herkunft, so klingt es, sollen nur auf einem Staatsgebiet leben, wenn es gar nicht anders geht. Im schlimmsten Fall. Und der scheint für Huss jetzt eingetreten.

    Im Kern verfolgen sie alle dasselbe Ziel, Huss, Krah, Sellner, die Neue Rechte weltweit: Sie wollen die Menschheit wieder in Gruppen, Populationen oder Ethnien aufteilen, voneinander getrennt halten, sich für die eigene Gruppe einsetzen. Krah formuliert jetzt für die AfD, was politisch und juristisch anschlussfähig klingt. Huss liefert den wissenschaftlich wirkenden Unterboden.

    Welcher Gruppe gehört sie selbst eigentlich an? Mit wem würde sie in ihrer erträumten Welt leben wollen? Das sei schwierig, sagt Mathilda Huss. In ihr fänden sich verschiedenste Einflüsse, norddeutsche und süddeutsche, sie sei „ein Mix“. Sie selbst also gehört, genetisch betrachtet, zu gar keiner Gruppe.

    #Allemagne #Potsdam #nantis #hôtel #luxe #doite #extrême_droite #eugénisme #biologie #féminisme

  • Königshaus stellt Betrieb seines Zuges ein
    https://www.spiegel.de/panorama/britisches-koenigshaus-stellt-betrieb-seines-zuges-ein-a-f208a649-3504-4d6c-

    Les déplacements de la famille royale d’Angleterre en train sont plus couteux que les voyages en hélicoptère, alors on opte pour la modernité et chamge de moyen de transport. Au fond je les soupçonne d’avoir envie de rattrapper leurs copains ultra-riches qui prennent systématiquement les véhicules aériens les plus rapides et modernes pour se rendre aux rendez-vous entre gens sélects.

    L’article est intéressant parce qu’on y apprend quelques chiffres budgétaires des représentants de l’impérialisme d’outre-manche.

    1.7.2025 - Auch die Royals müssen sparen: Mehr als 150 Jahre lang gehörte ein Zug zum Fuhrpark der königlichen Familie. Jetzt wird er ausgemustert, aber es gibt Ersatz.

    Von Gloucestershire im Südwesten Englands ins rund 115 Kilometer entfernte Staffordshire und dann nach London: Das war laut der BBC die Route für Mitglieder des britischen Königshauses, die ihre Reise im vergangenen Februar mit dem königlichen Zug zurückgelegt haben. Kostenpunkt: 44.000 Pfund (rund 51.260 Euro). Es ist nur ein Beispiel, aber es zeigt, wie teuer der Zug für das Königshaus ist.

    Jetzt stellt die Monarchie in Großbritannien wegen Sparmaßnahmen den Betrieb des königlichen Zuges ein. Im Rahmen der am Montagabend veröffentlichten Jahresbilanz des Königshauses teilte der Schatzmeister von König Charles III., James Chalmers, mit, dass er das berühmte Transportmittel aufgrund der hohen Kosten außer Dienst gestellt habe. Stattdessen habe er den Einsatz von zwei Hubschraubern für die Beförderung der Königsfamilie genehmigt.

    Der königliche Zug sei »seit vielen Jahrzehnten ein Teil des nationalen Lebens, der von allen Beteiligten geliebt und gepflegt wird« sagte Chalmers. Im Rahmen von Charles’ Bemühungen zur Modernisierung des Königshauses sowie zur Senkung seiner Aufwendungen sei jedoch »auch die Zeit gekommen« sich von dem Zug zu verabschieden, sagte Chalmers. Er verwies auf die Bemühungen des Königshauses, »bei der Vergabe von Mitteln diszipliniert und zukunftsorientiert vorzugehen«.

    Der Zug wird von den Mitgliedern der Königsfamilie seit Mitte des 19. Jahrhunderts benutzt. Im Laufe der Zeit ist seine Wartung aber zunehmend aufwendig und kostspielig geworden. Der König habe nun dem Zug, zu dem auch ein in den Achtzigerjahren eigens für ihn angefertigter Waggon gehört, »aufs Herzlichste Lebewohl« gesagt.

    Laut dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht zum sogenannten Sovereign Grant, mit dem die offiziellen Aufgaben und die Paläste des britischen Königshauses finanziert werden, beliefen sich die Ausgaben für 2024/25 das vierte Jahr in Folge auf 86,3 Millionen Pfund (rund 100,6 Millionen Euro). Im nächsten Jahr soll der Zuschuss auf 132 Millionen Pfund steigen.
    Erste Waggons wurden während der Regentschaft von Königin Victoria eingesetzt

    Der königliche Zug hat eine lange Geschichte: Die ersten Waggons wurden Mitte des 19. Jahrhunderts während der Regentschaft von Königin Victoria eingesetzt. 2020 reisten Prinz William und seine Frau Kate mit dem Zug auf einer Strecke von 2000 Kilometern durchs Land, um Menschen in systemrelevanten Berufen für ihren Einsatz während der Coronapandemie zu danken.

    2022 sollte der Zug den Sarg der verstorbenen Königin Elizabeth II. von Schottland nach London bringen – allerdings wurde damals wegen Sicherheitsbedenken davon abgesehen.

    Freunde des royalen Zuges müssen sich keine zu großen Sorgen machen: Er wird durch das Vereinigte Königreich fahren, ehe er aus dem Verkehr gezogen wird. Im Anschluss wird er möglicherweise öffentlich ausgestellt.

    #Rioaume_Uni #monarchie #chemins_de_fer #transport_ferroviaire #anachronisme #luxe #nantis #impérialisme

  • Kräftiger Anstieg : Trotz Krieg gibt es in der Ukraine mehr Einkommens-Millionäre
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/anstieg-um-fast-40-prozent-trotz-krieg-gibt-es-in-der-ukraine-mehr-

    En Ukraine c’est comme partout, les pauvres et quelques fanatiques pas forcément pauvres se font tuer pour les profits des riches. Le nombre de millionaires y a augmenté de 11.000 à 17.000 en un ans.

    20.5.2025 von Nicolas Butylin - Die Zahl der Reichen stieg auf mehr als 17.000 Personen. Doch die Daten zeigen wohl nur einen Teil des Vermögens – inmitten von Krieg und Korruption.

    Die Zahl der Millionäre in der Ukraine ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie die Staatliche Steuerbehörde mitteilte, haben im Rahmen der Deklarationskampagne im vergangenen Jahr mehr als 17.000 Bürger Einkommen von über einer Million Hrywnja (etwa 23.000 Euro) angegeben. Dies entspricht einem Zuwachs von 6600 Personen im Vergleich zum Vorjahr.

    Insgesamt wurden über 170.000 Steuererklärungen eingereicht, in denen Einkommen von insgesamt 326 Milliarden Hrywnja deklariert wurden – ein Anstieg um 107 Milliarden Hrywnja (49 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Die Deklarationen führten zu Steuerzahlungen in Höhe von 8,1 Milliarden Hrywnja (Einkommensteuer) und mehr als 1,5 Milliarden Hrywnja (Militärabgabe), wie der Chef der Steuerbehörde Ruslan Kravtschenko bekanntgab. Das durchschnittliche monatliche Gehalt in der Ukraine liegt bei etwa 24.900 Hrywnja. Dies entspricht in etwa 600 Euro.
    Ukraine im Korruptionsranking auf Platz 105

    Die höchsten deklarierten Einkommen verzeichneten Einwohner in der Hauptstadt Kiew (156 Milliarden Hrywnja), gefolgt von Bewohnern in der Region Dnipropetrowsk (30 Milliarden Hrywnja), Lwiw (18,2 Milliarden Hrywnja) und der Kiewer Oblast (17,5 Milliarden Hrywnja).

    Die Rekordzahlung kommt nach Angaben der ukrainischen Behörden aus der Hauptstadt. Ein Kiewer Steuerpflichtiger erzielte demnach mit Abstand die höchste Einzelzahlung – über 4,6 Milliarden Hrywnja an Einkommensteuer und Militärabgabe. Gleichzeitig nutzten mehr als 53.000 Bürger Steuererleichterungen und erhalten insgesamt 330 Millionen Hrywnja vom Staat zurück.

    Der Anstieg der deklarierten Vermögen könnte auf eine verstärkte Transparenz sowie wirtschaftliche Erholung in einigen Sektoren hindeuten. Die ukrainische Steuerbehörde betont zudem, dass die Deklarationspflicht dazu beitrage, Steuerehrlichkeit zu fördern und Mittel für staatliche Aufgaben zu generieren – insbesondere in Zeiten hoher Kriegsausgaben.

    Kritiker im kriegsgebeutelten Land verweisen jedoch darauf, dass die Daten nur einen Teil des tatsächlichen Reichtums abbilden, da nicht alle Einkommen vollständig offengelegt werden. Korruption zählt auch während des andauernden Krieges mit Russland zu den drängendsten Problemen in dem osteuropäischen Land. Im Korruptionsranking von Transparency International belegt die Ukraine weltweit den 105. Platz – in Europa belegen lediglich die Nachbarländer Belarus und Russland noch schlechtere Plätze.

    #Ukraine #guerre #nantis #corruption #exploitation

  • James Jackson sur X : https://x.com/derJamesJackson/status/1897601285995606321

    OK, it’s official. The Berlin police considers “foreigners out!” chant de facto legal, but “from the river to the sea” illegal.

    ’Ausländer Raus’-Gesänge im Tennisclub straflos?
    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/auslaender-raus-rassistische-gesaenge-in-berliner-tennisverein

  • Chef-Concierge im Hotel de Rome in Mitte: „Keanu Reeves ist ein wunderbarer Gast“
    https://www.berliner-zeitung.de/panorama/chef-concierge-im-hotel-de-rome-in-mitte-keanu-reeves-ist-ein-wunde

    Rundgang mit Julien Gentle, dem Head Concierge des Hotel de Rome am Bebelplatz. Ina Schoenenburg/Ostkreuz

    A comparer avec le témoignage de George Orwell dans Down and Out in Paris and London .
    http://gutenberg.net.au/ebooks01/0100171.txt

    1.3.2024 von Marcus Weingärtner - Von der Limousine bis zum Hubschrauber, vom Zoo-Besuch bis zur privaten Museumstour: Für Julien Gentle alles eine Frage der Kontakte. Er ist der Head Concierge im Hotel de Rome.

    Julien Gentle, 34, geboren in Zehlendorf, hat Politikwissenschaften in Madrid studiert und im Anschluss ein paar Jahre in den Vereinigten Staaten gelebt, bevor er 2013 zurück nach Berlin kam und eine klassische Ausbildung zum Hotelfachmann absolvierte, mit allem, was dazugehört.

    In dieser Zeit hat er sich in den Concierge-Beruf verliebt und ist heute der Chef-Concierge und Leiter eines dreiköpfigen Teams – eine sehr große Loge in Relation zu den 145 Zimmern im Hotel de Rome am Bebelplatz. Im Interview erzählt er von den exklusiven Wünschen seiner Gäste und der Frage nach der Diskretion, die er natürlich wahrt. Wir haben Julien Gentle an seinem Arbeitsplatz im Hotel de Rome getroffen.

    Herr Gentle, wir fallen mit der Tür ins Haus: Wer war der schlimmste Gast, den Sie jemals betreut haben?

    Da darf ich natürlich – Sie ahnen es – leider keinen Namen nennen, das verbietet mein Berufsethos. Aber auch ich betreue gelegentlich Gäste, die eine besondere Herausforderung darstellen.

    Der Bebelplatz: rechts das Hotel de Rome, links die St. Hedwigs-Kathedrale

    Der Bebelplatz: rechts das Hotel de Rome, links die St. Hedwigs-KathedraleIna Schoenenburg/Ostkreuz

    Diplomatisch ausgedrückt, aber was genau bedeutet das?

    Es sind Gäste mit hohen Erwartungen und wenig Geduld. Es gibt auch sehr besondere, unrealistische Wünsche, die wir natürlich trotzdem versuchen zu erfüllen.

    Steigt die Ungeduld mit der Höhe des Vermögens?

    Ja, in der Regel ist das so. Aber das gilt sicherlich nicht für jeden vermögenden Gast. Ich durfte sehr wohlhabende Menschen betreuen, die angenehm und nicht ungeduldig waren und eine sehr warmherzige Art hatten. Aber man muss bedenken, dass Zeit Geld ist, und somit verstehe ich diese Ungeduld ein Stück weit. Auch diesen Gästen gegenüber zeigen wir Empathie.

    Man braucht also auch ein bisschen Servilität, um diesen Beruf zu mögen?

    Unbedingt. Und man muss Erfahrung sammeln, den Gast „lesen“. Oft habe ich nicht länger als eine halbe Minute Zeit, um mein Gegenüber einzuschätzen.

    Worauf achten Sie in diesen 30 Sekunden?

    Auf den Augenkontakt, das Lächeln und die generelle Körpersprache. Aber auch auf das Äußere: Die Kleidung, den Anzug, die Schuhe, Haare und Schmuck. Man kann viel herauslesen aus dem Erscheinungsbild. Dafür muss man nicht Teil dieser Einkommensklasse sein. Sicherlich ist es von Vorteil, selbst eine Leidenschaft für Mode zu haben.

    Anhand welcher Details machen Sie den Wert eines Anzugs aus?

    Meistens ist es die Qualität des Stoffs. Aber es sind oft auch die Details, die einen Anzug als hochwertig ausweisen. So beispielsweise, ob der erste Knopf am Ärmel zu öffnen ist, das ist bei den meisten Maßanzügen der Fall und hat den Sinn, dass man den Ärmel öffnen kann, um ihn ein wenig hochzuschieben. So wird er beim Händewaschen nicht nass. Bei einem Anzug von der Stange sind die Knöpfe meist zugenäht. Ein wunderbares Detail ist auch ein Mailänder Knopfloch am Revers, das einen hochwertigen Anzug veredelt.

    Leute mit einem hohen Einkommen sind also automatisch gut angezogen?

    Nicht unbedingt. Sehr, sehr reiche Menschen sind oft leger angezogen, aber dann tragen sie eben ein T-Shirt für 700 Euro.

    Sie sagten anfangs, dass Sie sich regelrecht in die Conciergerie verliebt hätten. Was genau hat da Ihr Herz geöffnet, was ist das Besondere an Ihrem Beruf?

    Zuerst habe ich mich ganz einfach in das Team der Conciergerie hier im Haus verguckt: Das waren so herzliche und so stilvolle Kolleginnen und Kollegen, dass mir sehr schnell klar wurde, dass ich da dazugehören möchte. Ich wurde auch sehr warmherzig aufgenommen; das war eine Zeit, an die ich mich bis heute gerne erinnere. Zudem hat mich der enge Kontakt zu den verschiedensten Gästen angesprochen und die Möglichkeit, ihnen mein Berlin zeigen zu dürfen.

    Ich habe meine Ausbildung klassisch als Porter begonnen, habe Koffer getragen, und das Concierge-Team wurde auf mich aufmerksam, weil ich als Halb-Amerikaner fließend Englisch spreche, was für einen Concierge natürlich Bedingung ist. So bin ich da reingekommen, denn die Conciergerie ist kein herkömmlicher Ausbildungsberuf, sondern in der Regel hat ein Concierge das Hotelfach von der Pike auf gelernt. Seit 2023 bin ich nun der Chef-Concierge im Hotel de Rome.

    Ich höre heraus, dass das kein klassischer 9-to-5-Job ist.

    Sicherlich nicht, ich liebe meinen Job mit all seinen Herausforderungen. Ich verstehe ihn eben als eine Berufung.

    Wie sieht Ihr Alltag aus?

    Ich kann meinen Tag glücklicherweise selbst einteilen. Ich begrüße mein Team, das gehört für mich unbedingt zum guten Ton. Meist stehe ich dann ein wenig in der Lobby bei der Rezeption und begrüße die eintreffenden Gäste. Man kann dann dabei sehr gut die Stimmung aufnehmen, die Atmosphäre einschätzen. Wie hektisch der Tag ist, wie die Stimmung der Gäste ist, dabei lernt man viel über den Alltag in einem solchen Hotel. In meinem Büro sichte ich alle Mails, Memoranden, die Gästewünsche, die Termine des Hotels. Als Head Concierge hat man eine oft eher begleitende Position, dazu gehört sowohl die Organisation der Arbeitsabläufe als auch die Administration.

    Die Gäste wenden sich nicht persönlich an Sie?

    Doch natürlich, es gibt Gäste, die möchten nur mit dem Head Concierge sprechen, was mir nie ganz einleuchtet, denn meine drei reizenden Kolleginnen und Kollegen haben dieselbe Expertise wie ich. Aber manche Gäste bestehen darauf, und dann muss das natürlich auch so gemacht werden.

    Das klingt prätentiös.

    Ich würde das nicht unbedingt als prätentiös bezeichnen. Das ist eben ein gewisser Anspruch. Es geht allein um das Prestige. Diese Gäste sind aber nicht zwangsläufig „anstrengende“ Menschen.

    Und die Anstrengenden? Was wollen die?

    Anstrengend ist hier nicht das richtige Wort, herausfordernd ist passender. Es gibt Gäste, die wollen alles sofort, die Limousine muss prompt da sein. Oft fragen sie aber auch nach ganz simplen Informationen.

    Zum Beispiel?

    Zum Beispiel die Entfernung zum Brandenburger Tor, aber das gehört eben auch dazu. Ich habe Gäste, die mich aus der Limousine anrufen, um zu fragen, wie weit sie vom Zielort entfernt sind. Das weiß unter Umständen auch der Chauffeur (lacht).

    Das kann man aber alles bewältigen.

    Sicher, aber am Freitagabend ad hoc einen Tisch für zehn Personen in einem angesagten Restaurant zu bekommen, dafür braucht man schon den richtigen Ansprechpartner. Ich muss dann sehr schnell etwas in Bewegung bringen. Ein „Nein“ gehört nicht in unser Vokabular.

    Passiert das oft?

    Natürlich. Deshalb pflegen wir unsere Beziehungen auch so sehr, die Kontakte sind das Allerwichtigste in meinem Beruf.

    Und wie lautet der Plan B in solchen Fällen?

    Es gibt zwei verschiedene Situationen: Gäste, für die es keinen Plan B gibt, deren Wünsche sind alternativlos, und das sage ich meinen Kontakten am Telefon dann auch und das hilft in der Regel. Die Menschen wissen ja, dass ich nicht zum Zeitvertreib anrufe, und sie können sich sicher sein, dass es ein dringlicher Fall ist, wenn ich das sage. Bei anderen Gästen versuche ich immer die Alternative anzubieten, eine andere Uhrzeit zum Beispiel. Aber grundsätzlich gilt es, den Gast zufriedenzustellen.

    Das sind aber alles noch recht gediegene Wünsche. Ich dachte immer, ein Concierge in einem Luxushotel muss nachts um drei einen singenden Elefanten besorgen.

    Es gibt ausgefallene Wünsche, das macht meinen Beruf spannend. Ich hatte einen großen Tech-Entrepreneur aus Kalifornien zu Gast, der eigentlich sehr beschäftigt war, aber plötzlich in den Berliner Zoo wollte. Und zwar privat. An einem Sonntag. Ich habe mich also den ganzen Sonntag lang bemüht, eine private Tour durch den Berliner Zoo zu ermöglichen. Am Ende war alles bereit und der Gast hat den Zoo-Besuch fünf Minuten vorher abgesagt, weil er einen anderen Termin wahrnehmen musste.

    Wie ärgerlich.

    Überhaupt nicht, das zeigt mir ja, dass es möglich ist. Natürlich ist das eine Herausforderung, aber das trainiert die Reflexe. Und das macht mir Spaß. Es gibt natürlich auch Fälle, die sehr dringlich sind. Ich musste über Nacht mal ein bestimmtes Medikament besorgen, das es in Berlin nicht gab; ich konnte Kontakte in Frankfurt am Main damit beauftragen, einen Taxi-Fahrer, der das Medikament in einer Apotheke abholen und zum Flughafenhotel bringen musste, denn der Gast hatte unser Haus bereits verlassen und wartete in Frankfurt auf seinen Flug. Das war schon eine größere Herausforderung, die deutsche Bürokratie erschwert das zusätzlich, aber es hat funktioniert.

    Hilft es in solchen Momenten, den Namen des Gastes zu erwähnen?

    Manchmal kann es hilfreich sein, in einer gewissen Situation den Namen zu erwähnen. Wir hatten mal einen sehr prominenten Gast, der unbedingt einen Hubschrauber-Transfer nach Nürnberg haben wollte. Und zwar nicht mit irgendeinem Helikopter, sondern mit einem ganz bestimmten Modell aus einem bestimmten Jahr, mit einer bestimmten Farbe und dazu noch mit einer bestimmten Konstellation der Sitze. Das hat mir sehr viel abverlangt, aber wir haben den Hubschrauber bekommen, nur die Sitze waren ein klein wenig anders.

    Das klingt etwas albern.

    Nun, der Mann hatte eben bestimmte Vorstellungen, und seine Leidenschaft galt den Hubschraubern. Wir haben uns gefreut, diesen Wunsch möglich zu machen.

    Was kostet ein Wunsch dieser Art?

    Ich glaube, in diesem Fall waren es rund 20.000 Euro, das kommt natürlich nicht auf die Hotelrechnung, das zahlt der Gast separat. Aber spontane Wünsche sind eine größere Herausforderung. Wir hatten mal ein Mitglied einer arabischen Königsfamilie, das ad hoc eine Privatführung durch sämtliche bedeutende Museen der Stadt wünschte. Dafür mussten wir schon sehr viele Hebel in Bewegung setzen. Das Wichtigste ist, dass der Gast sich ernst genommen fühlt.

    Sind Männer anstrengender als Frauen?

    Das lässt sich pauschal nicht sagen, aber Männer sind oft fordernder in der Artikulation ihrer Wünsche. Das Internet hat da auch viel mit zu tun, Gäste googeln meine Empfehlungen und sind dann durchaus bereit, das Ergebnis mit mir zu diskutieren, was ihr gutes Recht ist.

    Wie entschärfen Sie solche Situationen?

    Indem ich meine eigene, persönliche Erfahrung mit den Gästen teile und ihnen zeige, warum ich denke, dass diese Empfehlung zu ihnen passen würde.

    Eine Frage, die immer im Raum steht bei zwei Premium-Häusern auf so engem Raum: Gibt es eine Konkurrenz zum Hotel Adlon?

    Nein, das ist ein Klischee. Im Gegenteil: Ich kenne die Concierges aus dem Adlon und wir helfen uns durchaus untereinander bei Herausforderungen. Wir sind eine Loge, und nur so funktioniert unsere Arbeit. Da sind falsche Eitelkeiten fehl am Platz. Es gibt also keine Concierge-Faustkämpfe Unter den Linden, Sie können beruhigt sein (lacht).

    Sind Sie eingeschüchtert von Prominenz, starstrucked, wie man im Englischen sagen würde?

    Nein, das legt man ab mit der Zeit. Das wäre auch nicht hilfreich.

    Nun aber raus mit der Sprache: Wer wäre Ihr Traumgast?

    Keanu Reeves ist ein wunderbarer Gast, man liest so viel darüber, wie unglaublich freundlich und angenehm er ist und jedes Wort davon stimmt, keine Übertreibung. Und ich bin ein großer Fan von Henry Cavill, den mal als Gast empfangen zu dürfen, wäre schon ein großes Ereignis für mich.

    #hôtel #travail #nantis #serviabilité

  • US Economic Decline Has Been Greatly Exaggerated - An interview with Sean Starrs
    https://jacobin.com/2025/02/us-economic-decline-corporations-china

    La structuration de l’impérialisme en 2025 n"a plus grand chose en commun avec celle de l"ère quand il fut décrit par Rosa Luxemburg et Lénine. Voilà quelques infomations essentielles à propos de la véritable repartition des richesses du monde et du pouvoir politico-militaire qui l’accompagne.

    21.2.2024 Interview by William Holbrook and Joe McLaren - People often say — either hopefully or despairingly — that the United States is in decline. But in your work, you’ve argued that in the age of globalization, American economic power “globalized” rather than diminishing in relation to other economies. Can you tell us what you mean by this, and why, in measuring economic power, you focus on the role of large corporations rather than on measures of national economies such as GDP?

    Sean Starrs

    Many people conceptualize national economic power in terms of national accounts, most of all GDP but also other measures like balance of payments and exports. The idea is that national accounts measure a nation-state’s command over resources, including the capacity to convert these resources into military power. Hence as Chinese GDP rises, so must Chinese power.

    I argue that this view is wrong. While I agree that the richer, more productive, and more technologically advanced a nation is, the more economically powerful it is, national accounts do not adequately account for this in the age of globalization. The global nature of US-led capitalism since 1945, and especially since the 1990s, means that some states can extract vast resources from others.

    The United States, for example, not only commands resources within its national territory (as measured by GDP) but also abroad via its transnational corporations (TNCs). On the flip side, in countries that have been the recipients of globalized American finance and production, especially China, their citizens and/or states do not have ownership over this foreign-driven activity, even if it contributes to their GDP.

    Perhaps the clearest example is the iPhone. China is the world’s largest assembler and exporter of iPhones. This contributes to Chinese GDP. Yet the iPhone is not owned by any Chinese firm — it’s owned by Apple. It is Apple that profits by far the most, and these profits flow back predominantly to the United States. GDP tells us where the world’s production of goods and services is geographically concentrated, but in the age of globalization, it does not tell us who owns and therefore profits from it.

    This contrasts sharply with the era before the 1990s. Japanese GDP was rising from the 1950s to the 1980s. It was safe to assume that so, too, was Japanese economic power, because Japanese corporations owned the vast majority of what they produced in Japan. This led to increasing Japanese profits that could be ploughed back into advancing Japanese technology and so on.

    As production and finance globalized, however, we can no longer make this assumption. GDP could theoretically rise along with foreign ownership of that GDP, which is precisely what happened in China. Figure one shows us China’s Customs Statistics Yearbook data on what it calls “process with imported materials exports.” These are goods that are assembled in China with advanced components imported from other countries, such as iPhones and virtually all advanced technology exported from China (worth $809 billion in 2022).

    Foreign firms (including their joint ventures) already accounted for over half of these Chinese exports by 1995. This then surged to over 80 percent where it has remained for the past fifteen years. At the same time, exports by Chinese state-owned enterprises have collapsed, while Chinese private firms have only recently increased their share to 20 percent. The nature of China’s integration into global capitalism as “foreign-owned workshop of the world” is thus very different from previous eras, when for example nearly 100 percent of Japanese exports were owned by Japanese TNCs in the 1970s.

    Therefore, I argue that global profit share is a more appropriate measure of national economic power, as it encompasses the global profits stemming from production and finance owned abroad, not just within the home territory. In other words, we have to investigate the profit shares of the transnational corporations themselves in order to encompass their transnational operations.

    This is what I have been doing for over ten years, focusing on the world’s top two thousand TNCs as ranked by the Forbes Global 2000. I aggregate twenty-five broad sectors, and in 2024 US-domiciled TNCs dominate in thirteen of them and lead in nineteen. Figure two reveals the degree of US dominance in these thirteen sectors, from more than double the share of its nearest competitor (Taiwan) in electronics to more than thirteen times larger than second-ranked China in computer hardware and software — in spite of the fact that China has been the world’s largest domestic market and exporter of computers for most of this century.

    This represents extraordinary US corporate power at the pinnacle of global capitalism, and the picture has not changed much since my data starts two decades ago in 2005 (the United States also dominated in thirteen sectors then). China currently leads in four sectors (banking; construction; forestry, metals, and mining; telecommunications) while Japan leads in the remaining two (auto, truck, and parts; trading companies).

    The fact that Western Europe and Japan have both relatively declined while China has surged to second place constitutes a sea change in twenty-first century global capitalism. The persistence of US economic power, however, indicates once again (as was the case in the 1980s when it came to Japan) that talk of “American decline” is wishful thinking.

    William Holbrook and Joe McLaren

    How does the power of US corporations abroad conflict with or reinforce the power of the US state, especially its military power?

    Sean Starrs

    There are various ways that the world dominance of American TNCs boosts American state power. The global dominance of Wall Street (financial services in figure two), for example, helps to ensure that the US dollar remains the de facto world currency.

    The dominance of American tech firms helps to ensure the continued supremacy of the US military, while the dominance of American media helps to ensure that the US state can shape the ideological narrative (including support for US capitalism and imperialism). In general, the dominance of American TNCs ensures that the US state can leverage them in various ways as both carrot and stick against other capitalist powers.

    The best recent example of how this dominance enhances US state power is the US tech war against China that began in 2019 under Donald Trump and really ramped up under Joe Biden. American firms have virtual monopolies in various crucial technologies, from smartphone operating systems to semiconductor design software, and the US state can pressure its allies whose TNCs also have crucial monopolies (like ASML from the Netherlands). This means the US state can severely constrict China’s continued global tech competitiveness in advanced semiconductors, artificial intelligence, supercomputing, etc.

    Notably, Huawei was China’s most technologically advanced global competitor in the 2010s. Its smartphones were briefly world number one in the second quarter of 2020. After the US Department of Commerce placed Huawei on its “Entity List” in May 2019, embargoing US TNCs from doing business with them, they could no longer update their Google Android operating system nor access the most advanced semiconductors.

    Huawei’s global market share in smartphones went from 20 percent in Q2 2020 to zero outside of China from 2021 to the present. Within China itself, Huawei’s smartphone market share peaked at 45 percent in Q2 2020 then collapsed to zero by Q1 2021 to Q2 2023, crawling back to fourth in China by Q3 2023 (Apple being number one). The United States can destroy the global prospects of one of China’s most competitive tech companies without China being able to do anything about it, demonstrating extraordinary American power.

    Even more startling is what the Biden administration was doing from October 2022 onward. They banned American TNCs (and even US citizens and green card holders) from doing business or research in the advanced semiconductor industry in China. If the United States can successfully cut China off from the most advanced semiconductors, then this will have immense ripple effects for further advancement across all technology sectors in China.

    While the example of DeepSeek has shown us that China can still be extraordinarily adaptable within these constraints, essentially developing a more efficient copy of ChatGPT using much less resources (and third-tier Nvidia chips), this is not the same as actually innovating in the field of artificial intelligence (AI). Moreover, scaling DeepSeek will still require huge computers powered by Nvidia chips that will likely face further US-imposed restrictions. Alphabet, Amazon, Meta, and Microsoft have an enormous structural advantage in this regard (with unrestricted access to the world’s most advanced chips). They announced more than $300 billion of AI investment for 2025 alone weeks after DeepSeek’s R1 release.

    In this way, the US state can leverage the global dominance of US TNCs to contain the further technological rise of the country with the second-largest GDP in the world. This represents extraordinary power that the US state did not possess in its attempt to contain Soviet technological advancement from the 1950s onward, as the Soviets outcompeted the United States in various technologies (intercontinental ballistic missiles, rockets, satellites) for a couple of decades.

    There are some, however, who will sidestep these issues because of what my late supervisor Leo Panitch described as “impoverished state theory.” Particularly since the explosion of globalization discourse during the 1990s, there has been a tendency for many people to think that the world’s top TNCs have been able to “escape” the nation-states in which they were historically domiciled, even becoming more powerful than states. This leads some to think that the very idea of national economic power is anachronistic in the age of globalization, and that global TNCs such as Apple, Toyota, or Volkswagen are not really “American,” “Japanese,” or “German” in any meaningful sense.

    This conceptualization of globalization and TNCs is wrong. States always have more power than individual TNCs, even if many states choose to not use this power. A coalition of more than six hundred US companies and trade associations urged Trump not to impose tariffs on China, the big Wall Street players were very unhappy about the tariffs, and thousands of firms filed lawsuits against the Trump administration, including the likes of Ford and Coca-Cola. But even the most powerful corporations in the world must ultimately follow the diktats of the US government. If the nationality of TNCs no longer matters in the age of globalization, then companies that wanted to evade the restrictions on trade with China would just move their operations out of US territory — but they can’t.

    In my research, I have mapped out the national ownership structures of the Forbes Global 2000. Globalization theorists assume that the world’s top TNCs have owners dispersed around the world, representing a “transnational capitalist class.” This is wrong. What we have actually seen is the globalization of American ownership of the world’s top corporations.

    Not only do American capitalists still own a predominant share of US TNCs (on average 81 percent, based on ownership data from 2021), but they increasingly own more and more of TNCs based around the world. On average, American capitalists own 46 percent of the total outstanding shares of the world’s top five hundred TNCs (see figure three), even though only 35 percent of those TNCs are domiciled in the United States. The second-biggest national owner of the world’s top five hundred are Japanese capitalists with 6.6 percent ownership, even if Japanese firms account for 8.6 percent of the 500.

    This increasing globalization of American ownership is true even of Chinese state-owned enterprises, with Americans owning 9.7 percent of the top fifty. Hence American capitalists own more of China’s top state-owned enterprises than the biggest foreign owner owns of the top fifty US TNCs (British ownership with 5.6 percent). Moreover, American capitalists also own 21 percent of the top fifty Japanese TNCs and astonishingly 34 percent of the top fifty European TNCs, more than triple the share of any single European nation.

    In this way, the United States has structured global capitalism so that American capitalists still profit whether or not Apple (84 percent US-owned) can outcompete its archnemesis Samsung Electronics (29 percent US-owned vs 42 percent South Korean). This partly explains why 22 million of the world’s 58 million millionaires are American in 2023 (38 percent, significantly higher than the US share of world GDP at 26 percent), according to the 2024 Credit Suisse World Wealth Report — roughly similar to the US share of capitalist wealth in the 1950s.

    William Holbrook and Joe McLaren

    It is often thought that the rise of China represents a challenge to the kind of global American economic hegemony you’ve outlined. How does your research complicate that view?

    Sean Starrs

    I think it’s useful to distinguish between relational and structural power. When people see the flurry of news, like China brokering a deal between Iran and Saudi Arabia to diplomatically recognize each other again, or President Luiz Inácio Lula da Silva of Brazil saying that he wants to move away from the US dollar and trade with China in RMB, we are looking at the realm of relational power — of diplomatic relations and influence.

    Things can fluctuate dramatically in this field over the short term. For example, President Rodrigo Duterte of the Philippines was more adversarial toward the United States and more open to China, while his successor, Bongbong Marcos, oversaw the largest joint military operations with the US in more than thirty years, just south of Taiwan. Argentina’s former president Alberto Fernández applied to join BRICS and talked about trading more in RMB, while the current Argentine leader, Javier Milei, canceled the BRICS application and promised greater dollarization.

    Structural power, on the other hand, has deeper roots and takes longer to change. But it is also more abstract and therefore often overlooked. It is the power to shape the structures in which others exist and interact. My research involves trying to understand the ways in which the United States has structured global capitalism in such a way that benefits its ruling class and strengthens American hegemony.

    From the point when Henry Luce published his manifesto The American Century in 1941, it took another forty years before his vision of American capitalism could become truly global, with the collapse of the Soviet Union and the capitalist integration of China. In fact, I would argue that the capitalist rise of China, along with other “emerging markets” in the twenty-first century, has actually boosted American structural power in certain key respects.

    I have already mentioned the capacity of the US state to cut China off from advanced technology in a way that the US was not able to do to the Soviet Union during the Cold War, because of China’s dependent integration with the United States. Let me give another example: as long as countries are integrated into this form of global capitalism and want to drive their economic growth via exports (whether China, Japan, Germany, Saudi Arabia, and so on), then they are structurally bound to give the US free money.

    That is because the US has ensured that its currency remains the de facto world transactions currency. As central banks around the world accumulate US dollars from their nation’s exporters, these central banks must park their cash in the world’s safe-haven asset, the US Treasury Bill, thereby continuously pumping free dollars into the United States.

    Countries such as France in the 1960s and Brazil and China during the 2008–09 global financial crisis have complained about this US “exorbitant privilege.” Yet after more than half a century of such complaints, they still have no alternative if they wish to participate in global capitalism. fifteen years after the great crash, the Chinese RMB still barely competes with the Canadian dollar for international currency reserves.

    The United States doesn’t need to tell China to buy T-bills. China simply has no choice because of the way the United States has structured the global financial system — for example, through the sale of Middle East oil in US dollars, backed by US military power in the region — and the continued dominance of Wall Street, which has a 63 percent profit share in the 2024 Forbes Global 2000, compared to just 4.2 percent for Chinese financial services. To put it another way: so long as China wants to integrate into global capitalism, which remains US-centered, then the Chinese state has no choice but to help fund US imperialism against China itself.

    William Holbrook and Joe McLaren

    Will there be any significant changes in US-China economic relations under the new administration, or can we trace a broad line of continuity from the first Trump presidency via Biden to Trump 2.0, with various forms of pressure being applied?

    Sean Starrs

    In terms of the US trade and tech war on China, Biden doubled down on Trump’s previous course, and Trump will now double down on Biden’s. The main difference is that Biden toned down the rhetoric and protectionist policies against allies, while Trump is promising to expand the trade war against allies again (as he did in his first term). Trump is also likely to be more adversarial toward NATO, without being serious about leaving the alliance altogether — he just wants its other members to buy more US weapons systems.

    Whether or not Trump’s more aggressive tactics against US allies discourages them from aligning with the US “small yard, high fence” tech blockade against China, I think these allies are pretty locked in to treating China as a systemic rival. For many European elites, China is now associated with Russia, and there doesn’t seem to be any reconciliation on the cards in the foreseeable future.

    For much of East Asia, tensions with China over the East and South China Seas, and of course across the Taiwan Straits, will likely continue to simmer and occasionally flare up. In such a scenario of heightened tension, capitalist elites throughout Eurasia will still prefer US hegemony to defend their global interests rather than the Communist Party of China. This holds true no matter how much Trump rails against “globalism” — his administration is still stacked with neocons who basically believe in a more muscular liberal internationalism.

    #impérialisme #USA #Chine #Japon #Europe#guerre_économique #neocons #libéralisme #colonialisme #nantis

  • Krankenversicherung: Kassenverband fordert Ende der Bevorzugung von Privatversicherten
    https://www.zeit.de/gesundheit/2024-12/spitzenverband-gesetzliche-krankenversicherung-privatpatienten

    26..12.2024 - Privatpatienten kommen meist schneller an Termine als gesetzlich Versicherte. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen fordert ein Ende dieser „Diskriminierung“.

    Krankenversicherung: Gesetzlich Versicherte warten oft Wochen auf einen Termin, während Privatpatienten schneller drankommen. Der Kassen-Spitzenverband will, dass sich das ändert.
    Gesetzlich Versicherte warten oft Wochen auf einen Termin, während Privatpatienten schneller drankommen. Der Kassen-Spitzenverband will, dass sich das ändert.

    Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat die nächste Bundesregierung dazu aufgefordert, die Bevorzugung von Privatpatienten bei der Vergabe von Arztterminen gesetzlich zu beenden. Laut der stellvertretenden Verbandschefin Stefanie Stoff-Ahnis erhalten Privatversicherte häufig schneller Termine als gesetzlich Versicherte, was zu einer Benachteiligung der Mehrheit der Versicherten führe. „Wer echte Gleichbehandlung will, sollte dafür sorgen, dass bei der Terminvergabe nicht mehr danach gefragt werden darf, ob jemand gesetzlich oder privat versichert ist“, sagte Stoff-Ahnis gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

    Stoff-Ahnis kritisierte insbesondere, dass auf Buchungsportalen gesetzlich Versicherte oft wochenlang auf einen Facharzttermin warten müssten, während Privatpatienten häufig bereits am nächsten Tag einen Termin erhalten. Diese ungleiche Behandlung von Patienten sei nicht akzeptabel, betonte Stoff-Ahnis, und sprach von einer „Diskriminierung der gesetzlich Versicherten“. Sie forderte, dass die Terminvergabe künftig ausschließlich auf Basis der medizinischen Notwendigkeit erfolgen müsse, unabhängig vom Versicherungsstatus.

    Zusätzlich schlug der Verband vor, alle Arztpraxen gesetzlich dazu zu verpflichten, ihre freien Termine tagesaktuell auf einem Onlineportal zu veröffentlichen. Über dieses Portal, auf das Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen zugreifen können, könnten Termine direkt vermittelt werden. Dies würde, so Stoff-Ahnis, einen diskriminierungsfreien Zugang zu Arztpraxen ermöglichen und sicherstellen, dass die Versorgung aller Versicherten transparenter und gerechter werde.

    #Allemagne #politique #social #assurence-maladie #exclusion #privilèges #nantis

  • Immobilienkrise in Brandenburg : Eigentümer bleiben auf Villen sitzen
    https://www.berliner-zeitung.de/news/nach-afd-erfolg-in-brandenburg-fliehen-landhausbesitzer-jetzt-nach-


    Zu verkaufen : Villa am Zeuthener See, Preis auf Anfrage hpm-ug.de

    Voici un article dans la série #KYE (know your enemy).

    Ton image du monde change en fonction de l’état de ton poertefeuille. Si pour toi le terme signifie l’objet dont tu te sers pour payer tes courses tu aura du mal à comprendre la perception des gens pour qui le portefeuille est une partie de leur fortune quils font gérer par des spécialistes qu’ils emploient.

    Dans les environs de la capitale allemande cette classe est confronté au problème que ses membres se comportent comme des lemmings poussés par la même force invisible. Quand ils paniquent ils courent dans une seule direction jusqu’à ce qu’ils périssent en se jetant dans le même ravin. Actuellement la peur de la guerre et du déclin de l’Allemagne les poussent à vouloir vendre les beaux villas sur les lacs de la région dont ils se sont emparés après 1989. Et parce qu’ils font tous la même chose les prix tombent et on ne vend pas. C’est la crise immobilière.

    A ces nantis vivre sous la dictature islamiste à Dubaï donne davantage l’impression d’être en sécurité que de continuer à payer des impôts dans un pays en guerre avec son plus grand voisin. Rappellons-nous qu’à partir de Berlin Moscou est à peine plus loin que Paris.

    Il ne faut pas croire que nous avec nos salaires de misère seraient en situation de pouvoir nous mettre à plusieurs pour acheter un de ces petits châteaux avec embarcadère individuel. Le prix de chacune de ces maisons représente toujours plusieurs fois la somme que peut gagner un ouvrier qualifié dans sa vie.

    Il faudra attendre qu’une nouvelle armée rouge prenne Berlin et distribue au peuple les richesses volés par ses exploiteurs nazis. Vu l’état du gouvernement à Moscou ce moment est encore loin. Il faudra qu’on fasse bouger les choses par nos propres moyens.

    28.9.2024 von Anja Reich -Lange nicht mehr wurden so viele Villen und Wassergrundstücke im Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald angeboten. Eine Maklerin sagt: Politische Gründe spielen eine Rolle.

    Im Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald bleiben Eigentümer auf ihren Luxusimmobilien sitzen. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, seien „auf den gängigen Immobilien-Seiten so viele Gründerzeit-, Architekten- oder Fachwerkvillen im Angebot wie vielleicht noch nie“.

    Die Immobilienkrise hatte die Region bereits 2022 erreicht, rund 20 Prozent weniger Baugrundstücke und Häuser waren im Vergleich zum Vorjahr verkauft worden. Der Markt sei auf einem Niveau angekommen, wie es der Landkreis seit Beginn der 2000er-Jahre nicht mehr gesehen habe, hieß es. Der Grund: der Krieg in der Ukraine, Zinserhöhungen, steigende Baupreise, Inflation, Heizungswechsel.

    Maklerin: „Viele Eigentümer wollen Deutschland verlassen“

    Zunächst waren vor allem Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen von der Immobilienkrise betroffen. Und nun also auch Luxusimmobilien: Landhausvillen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Wassergrundstücke mit Gartenhaus, offenem Kamin und Blick auf den See, berichtet die MAZ.

    Makler erklären den Trend mit einem Generationenwechsel: Eigentümer, die sich nach der Wende im Umland Berlins Villen gekauft hätten, wollten sich jetzt verkleinern. Aber auch politische Gründe spielen offenbar eine Rolle: „Viele Eigentümer aus diesem Segment wollen Deutschland verlassen. Sie ziehen nach Mallorca, Griechenland oder Dubai“, erklärte eine Maklerin, die selbst gerade einen Käufer für ihr Haus sucht.

    Bei den Landtagswahlen in Brandenburg am vergangenen Wochenende hatte die SPD mit 30,9 Prozent knapp vor der AfD (29,2 Prozent) gewonnen. Der Landkreis Dahme-Spreewald liegt im Südosten Berlins. Hier holte sich AfD-Spitzenkandidat Hans-Christoph Berndt das Direktmandat im Wahlkreis 28. 40,4 Prozent der Wähler stimmten für ihn.

    #Allemagne #Brandebourg #immobilier #logement #nantis #crise_immobilière #luxe

  • Nokia Phone Sounds : Classic Ringtones, Alerts, and Nostalgic Audio
    https://sounddino.com/en/effects/nokia

    https://www.youtube.com/watch?v=Vk4KK-gh0FM

    Quand je pense qu’il y en a qui ont bâti un empire en faisant les poches des gamins en échange de fichiers de son de sonnerie ...

    Samwer-Brüder
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Samwer-Br%C3%BCder

    Jamba

    Im August 2000 gründeten die Samwer-Brüder zusammen mit Max Finger und Ole Brandenburg sowie den großen Firmenpartnern Debitel, ElectronicPartner und den Metro-Töchtern Media Markt und Saturn die Jamba GmbH. .... Unter der Führung von Oliver und Marc Samwer entwickelte sich Jamba zum größten europäischen Anbieter von Klingeltönen und Mobiltelefonanwendungen. Das Unternehmen geriet zeitweise stark in die Kritik, die von Telekommunikationsunternehmen neu geschaffenen Abonnements für Mobilfunkdienste aggressiv zu vermarkten. Das Unternehmen reagierte auf die Anmerkungen; Unternehmenssprecher Tilo Bonow versicherte, dass Jamba die Einwände berücksichtige und stets um Verbesserung bemüht sei. 2004 übernahm der US-amerikanische Konzern VeriSign für 273 Millionen Dollar Jamba, in der Oliver und Marc Samwer bis zum 19. Dezember 2005 die Geschäftsführung innehatten.

    #nantis #enfants

  • SwissLeaks — Wikipédia
    https://fr.wikipedia.org/wiki/SwissLeaks

    Vous avez envie de connaître vos véritable ennemis ? Voici un point d’entrée pour les identifier.

    SwissLeaks ou Swiss Leaks est le nom donné à la révélation par plusieurs médias dans le monde, en février 2015, d’un système international de fraude fiscale et de blanchiment d’argent qui aurait été mis en place par la banque britannique HSBC à partir de la Suisse. Le terme a été forgé sur le modèle de WikiLeaks, puis de Luxleaks.

    Elle étend l’affaire des évadés fiscaux, révélée dès 2008 par l’informaticien Hervé Falciani, pour laquelle il est poursuivi par les autorités suisses pour vol de données1. En février 2014, le journal Le Monde reçoit une clé USB contenant les archives numérisées de la banque entre novembre 2006 et mars 2007, et engage une enquête d’un an, qui mobilise 154 journalistes de 47 pays et d’une soixantaine de médias internationaux, coordonnés par l’ICIJ, consortium de journalistes d’investigation2,3.

    Il semble que les Allemands figurent parmi les fraudeurs relativement pauvres. J’en doute. Je pense que nos compatriotes super-riches se servent simplement d’autres réseaux pour cacher leur patrimoine.

    Wikipedia DE
    https://de.wikipedia.org/wiki/Swiss-Leaks

    Mit Bezug zu Deutschland soll es 2106 Konten geben und fast 1000 Bürgern ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung drohen. Mehr als 200 von ihnen nutzten Tarnfirmen. Für Deutschland geht es insgesamt um ein verstecktes Vermögen von 3,3 Milliarden, durchschnittlich über 1,5 Millionen Euro.[6]

    Christoph Giesen: Swiss-Leaks: 1000 Deutschen drohen Strafverfahren. In: sueddeutsche.de. 9. Februar 2015, abgerufen am 11. Februar 2015.
    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/swiss-leaks-1000-deutschen-drohen-strafverfahren-1.2343236?isSubscriber

    #nantis #fraude #banques

  • Die große Migration der Millionäre
    https://www.telepolis.de/features/Die-grosse-Migration-der-Millionaere-9774932.html


    Die Reichtumsuhr für Deutschland am 29.09.2012. Foto : Bernd Schwabe in Hannover, CC BY-SA 3.0

    La migration des millionaires et milliardaires est une aubaine pour les pays d’acceuil et une petite catastrophe pour leurs pays d’origine. Cet article explique les gains et pertes des pays comcernées en première ligne. Ni l’Allemagne ni la France y sont mentionnés. Autrement les chiffres sont impressionnantes si on est ni banquier ni économiste ni riche.

    24.6.2024 von Uwe Kerkow - Viele Millionäre verlassen ihre Heimat, obwohl sie dort reich geworden sind. Wo kommen sie her, was sind ihre Motive und wo gehen sie hin? Und hat das Konsequenzen für Herkunfts- und Aufnahmeländer?

    Viele Millionäre verlassen ihre Heimat, obwohl sie dort reich geworden sind. Wo kommen sie her, was sind ihre Motive und wo gehen sie hin? Und hat das Konsequenzen für Herkunfts- und Aufnahmeländer?

    Kapitalflucht ist ein altbekanntes Problem der Weltwirtschaft. Weniger bekannt ist dagegen, dass auch viele Kapitaleigner, vulgo Millionäre, ihre Heimat verlassen, obwohl sie dort ihr Glück gemacht haben.

    Der Henley Private Wealth Migration Report 2024 zeigt, dass in diesem Jahr voraussichtlich weltweit 128.000 Millionäre ihr Heimatland verlassen werden. Damit wird der bisherige Rekord aus dem letzten Jahr von 120.000 Reichen deutlich übertroffen.

    Diese wachsende Migration von vermögenden Privatpersonen (high-net-worth individuals, HNWI) spiegelt einen Trend der breiteren Wohlstandsmigration, die durch geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheit und soziale Umwälzungen angetrieben wird.
    128.000 Reiche auf der Suche nach grüneren Gefilden

    Die auffällige Millionärsmigration hat weitreichende Folgen sowohl für die Länder, die sie verlassen, als auch für die, in die sie ziehen. Jedes Land sieht sich mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert, die sich auf die Migrationsmuster der Millionäre auswirken.

    Die zehn Länder, aus denen 2024 voraussichtlich die meisten Millionäre abwandern werden:
    1. China -15.200
    2. UK -9.500
    3. Indien -4.300
    4. Südkorea -1.200
    5. Russland -1.000
    6. Brasilien -800
    7. Südafrika -600
    8. Taiwan -400
    9. Nigeria -300
    10. Vietnam -300

    Die Abwanderung von Millionären ist auf eine Kombination von mehreren Faktoren zurückzuführen, darunter die Suche nach einem besseren Lebensstil, einer sichereren Umgebung und dem Zugang zu erstklassigen Gesundheits- und Bildungsdiensten. Wirtschaftliche und politische Stabilität sind entscheidend dafür, um vermögende Einzelpersonen im Land zu halten.
    Wirtschaftliche und politische Stabilität entscheiden

    Davonziehende Reiche sind eine wichtige Quelle für Deviseneinnahmen, da sie verständlicherweise dazu neigen, ihr Geld mitzunehmen, wenn sie in ein Land ziehen. Außerdem sind etwa 20 Prozent von ihnen Unternehmer und Firmengründer, die im Zielland möglicherweise neue Unternehmen gründen und damit Arbeitsplätze schaffen. Der Prozentsatz der Unternehmer und ihnen steigt bei den Centi-Millionären und Milliardären auf über 60 Prozent.

    Die zehn Länder, in die 2024 voraussichtlich die meisten Millionäre zuwandern werden:
    1. VAE +6.700
    2. USA +3.800
    3. Singapur +3.500
    4. Kanada +3.200
    5. Australien +2.500
    6. Italien +2.200
    7. Schweiz +1.500
    8. Griechenland +1.200
    9. Portugal +800
    10. Japan +400

    Diese Länder verzeichnen teilweise beträchtliche Nettozuflüsse von vermögenden Personen und profitieren von den wirtschaftlichen Beiträgen und der Schaffung von Arbeitsplätzen, die reiche Einzelpersonen zusätzlich einbringen. Daher betreiben eine ganze Reihe von Ländern aktive Politiken, die Millionäre und Milliardäre anlocken sollen.

    Beispiellos ist in dieser Hinsicht sicher die Vermögenspolitik der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). In weniger als fünf Jahren hat das Scheichtum einen regulatorischen Rahmen geschaffen, der Vermögenden eine Reihe von maßgeschneiderten Lösungen bietet, um ihr Geld zu schützen, zu erhalten und zu mehren. Dazu gehört vor allem der Einkommenssteuersatz von null Prozent und die entsprechenden Visa Programme. Doch auch der im Land gebotene Luxus und die verkehrstechnisch günstige Lage sind attraktiv.

    „Außergewöhnliche Beiträge zur Volkswirtschaft“

    Auch andere Länder werben um die Reichen, darunter viele südeuropäische Staaten. So hat etwa Portugal Golden Residence Permit Program aufgelegt und Griechenland ein Golden Visa-Program.

    Laut Berliner Zeitung hat Griechenland aufgrund dieses Programms allein 2023 etwa 2,5 Mrd. Euro Direktinvestitionen erhalten. In der Folge haben die immobilienpreise in Griechenland stark angezogen und die Regelung musste deutlich verschärft werden.

    Spanien verfügt über ein Residence by Investment Program und Malta bietet ein spezielles Einbürgerungsverfahren mit ständiger EU-Staatsbürgerschaft für „außergewöhnliche Leistungen und Beiträge zur Volkswirtschaft“.

    Südeuropa und Steueroasen dick im Geschäft

    Selbstverständlich bieten auch traditionelle Steueroasen, etwa in der Karibik, ähnliche Programme an. Da sind unter anderem die Citizenship by Investment Programme von Antigua und Barbuda und von Grenada, die die Reichen und ihre Familien locken sollen.

    Dass ein Land wie Indien dieses Jahr voraussichtlich einen Nettoverlust von 4.300 Millionären hinnehmen muss, ist jedoch wohl kaum auf Faktoren wie geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheit zurückzuführen. Hier dürften vor allem Fragen der Lebensqualität und auch des Umweltschutzes im Vordergrund stehen.

    „Indiens Position in der globalen Vermögensmigrationslandschaft unterstreicht die Notwendigkeit für eine Politik, die wirtschaftliche Stabilität und Wachstum begünstigt“, schreibt die indische Economic Times, und spart damit die sozialen, politischen und ökologischen Ursachen für die Migration von Millionären aus.
    Mahnendes Beispiel Großbritannien

    Aber wenn schon die Armen keine Stimme haben, ist vielleicht wenigstens der Rückzug der Reichen ein Menetekel für die betroffenen Länder, damit deren Politiker die eingeschlagenen Entwicklungspfade überdenken. Großbritannien ist das mahnende Beispiel.

    Die Abwanderung von voraussichtlich mehr als doppelt so vielen Millionären von der Insel wie aus ganz Indien muss als Alarmzeichen gelten und ist wohl vornehmlich dem Verfall der öffentlichen Institutionen im Vereinigten Königreich geschuldet.

    #mondialisation #libéralisme #nantis #migration #impôts

  • Das dunkle Familien-Geheimnis des reichsten Deutschen
    https://www.youtube.com/watch?v=aw16fj1pJds

    On ne l’aurait jamais deviné mais la fortune de l’Allemand le plus riche du moment a ses origines dans l’empire nazi. Les lockdowns COVID ont fait exploser la valeur de ses entreprises. La bataille du rail fut organisée du côté allemand par Kühne & Nagel. C’est avec des cargos et camions de l’entreprise que les meubles et tablaux de vos arrière-grand-parents furent transportés chez les « acheteurs » allemands. Cerise sur la gâteau, le papa de Herr Kühne fit partir sans dédommagement l’actionnaire majoritaire juif de l’entreprise afin s’en emparer à cent pour cent. Adolf Maass et sa femme firent assassinés à Auschwitz.

    Après la guerre les frères Kühne ont simplement changé de client essentiel et se sont mués de collabos de la Gestapo en service provider de la CIA.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/K%C3%BChne_%2B_Nagel

    Zeit des Nationalsozialismus

    Im April 1933, kurz nach dem Tode August Kühnes, wurde Adolf Maass – mit 45 Prozent der größte Anteilseigner von Kühne + Nagel – von den Söhnen Alfred Kühne (1895–1981) und Werner Kühne (* 1898, erwähnt 1951) aus dem Unternehmen gedrängt. Er wurde 1945 im KZ Auschwitz ermordet.

    Kühne + Nagel kam eine Schlüsselrolle bei der „M-Aktion“ des NS-Regimes zu. Insgesamt hatte die verantwortliche NS-Dienststelle bis August 1944 in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Luxemburg die Einrichtungen von rund 65.000 Wohnungen abtransportieren lassen. 500 Frachtkähne und 674 Züge waren dafür nötig. Bei der Umsetzung half Kühne + Nagel. Das Unternehmen war direkt und mit Hilfe von Subunternehmen in allen besetzten westlichen Ländern aktiv. Die Transporte aus den Niederlanden sind am ausführlichsten recherchiert. K + N charterte beispielsweise einen eigenen Dampfer, um jüdisches Raubgut in das Deutsche Reich zu transportieren. Das erste Frachtschiff aus Amsterdam traf im Dezember 1942 in Bremen ein. Die Stückliste weist 220 Armsessel, 105 Betten, 363 Tische, 598 Stühle, 126 Schränke, 35 Sofas, 307 Kisten mit Glasgeschirr, 110 Spiegel, 158 Lampen, 32 Uhren, ein Grammophon und zwei Kinderwagen aus. Dabei handelte es sich um das Eigentum niederländischer Juden, die im Sommer 1941 in Konzentrationslager deportiert worden waren.

    Für den Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg führte Kühne + Nagel laut dem Historiker Wolfgang Dreßen „allein aus Paris […] zwischen 1941 und 1944 29 Kunsttransporte“ durch.[17] In Südfrankreich suchte auch ein Mitarbeiter von Kühne + Nagel aktiv nach Möbeln. Laut Dreßen gab es eine äußerst enge Zusammenarbeit mit Behördenmitarbeitern und der deutschen Besatzung. Es existierte eine eigene DIN-Norm, nach der geraubtes Gut verteilt wurde.

    „Die Firma ist somit mitverantwortlich für den Tod von Leuten, sie haben damit Geld verdient“, ordnet Dreßen die Verantwortung von Kühne + Nagel ein. Auch der Historiker Frank Bajohr vom Münchner Zentrum für Holocauststudien im Institut für Zeitgeschichte (IfZ) sieht in den Geschäften von Kühne + Nagel „eine relative Nähe zum Massenmord“. Bei der Verschickung des geraubten Mobiliars der deportierten Juden habe die verantwortliche NS-Dienststelle Westen eng mit der Spedition Kühne + Nagel zusammengearbeitet, sagt der Historiker Johannes Beermann, der zu den M-Transporten forschte. Kühne + Nagel übernahm schließlich selbst die Organisation der Transporte aus den besetzten Westgebieten ins Reich.
    ...
    In den Entnazifizierungsakten findet sich die Intervention der CIA, die „top secret“ klassifiziert war. Das Schreiben ist die Anordnung, dass Alfred Kühne zu entnazifizieren sei. Nach Informationen des Geheimdienst-Wissenschaftlers Erich Schmidt-Eenboom gehörte Kühne + Nagel zu den wichtigsten Tarnunternehmen der neu aufgebauten Organisation Gehlen. Er beurteilt die Bedeutung von Kühne + Nagel wie folgt: „Die CIA hat 1955 eine Aufstellung sämtlicher Tarnfirmen des Gehlen-Apparates gemacht, und da rangiert Kühne + Nagel sehr weit oben. Zum einen die Bremer Zentrale, zum zweiten die Münchner Niederlassung, und zum dritten war das Bonner Büro von Kühne + Nagel der Sitz von Gehlens Verbindungsmann zur Bundesregierung.“

    #Allemagne #nantis #milliardaires #nazis #économie #transport

  • SAP-Gründer Hasso Plattner über Berlin : „Ganze Stadtteile von Arabern übernommen“
    https://www.berliner-zeitung.de/news/hasso-plattner-ueber-berlin-ganze-stadtteile-von-arabern-uebernomme

    Le Bill Gates allemand est un (peu) raciste et simplement de droite. Il partage son opinion sur Berlin avec la majorité des autres habitants de villas luxueuses à Potsdam. Ces gens ne se rendent jamais dans les "quartiers arabes" de Berlin. Quand on leur pose la question ils ne savent même pas de quels quartiers ils parlent.

    29.1.2024 - Der Unternehmer Hasso Plattner fühlt sich in Berlin offenbar nicht mehr wohl. In einem Interview zeichnet er ein düsteres Bild von der aktuellen Lage in Deutschland.

    Der Unternehmer Hasso Plattner hat sich in einem Interview kritisch über verschiedene Entwicklungen in Deutschland geäußert. So habe er etwa seiner Heimatstadt Berlin inzwischen den Rücken zugekehrt. Im Gespräch mit der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) sagte der SAP-Gründer: „Ich bin Berliner, aber ich fahre nicht mehr nach Berlin, ich bleibe in meinem Potsdam.“ Als Grund dafür nennt er die seiner Ansicht nach problematische Lage in einigen Berliner Stadtteilen.

    Gegenüber dem Schweizer Blatt mutmaßt er: „Dass ganze Stadtteile scheinbar übernommen wurden von Arabern, dass dort deren Ethik und Verständnis für Gesetze gelebt wird, ist nicht gut.“ Hinter vorgehaltener Hand sage Plattner zufolge jeder, „dass da etwas schiefgegangen“ sei. Auf die Rückfrage hin, was genau seiner Ansicht nach fehlgeschlagen ist, führt er „die Integration“ an. Auch „die Erziehung“ und „die Schulpolitik“ seien gescheitert. Über die Probleme wird ihm zufolge jedoch nicht offen genug gesprochen: „Keiner geht hin und sagt: Ja, das ist schiefgegangen, jetzt müssen wir es ändern. Weil das auch wieder unpopulär ist.“

    Welche Stadtteile in Berlin er genau meinte, sagte Plattner nicht. Auch blieb offen, anhand welcher Faktoren er seine These, ganze Stadtteile seien „von Arabern übernommen“, begründet.

    Gleichzeitig besorge den 80-Jährigen der derzeitige Aufstieg der AfD. „Nehmen wir mal an, in Amerika kippt die Demokratie. Dann hat die westliche Welt ein großes Problem.“, so Plattner. „Auf einmal müssten wir es selbst richten. Und das mit einem Drittel von Menschen in Deutschland, die ähnlich denken wie Trump, und die ganz schnell vielleicht 50 Prozent sein könnten.“ Nach aktuellen Umfragen kommt die AfD bundesweit auf etwa 21 Prozent - in Sachsen, Thüringen und Brandenburg hingegen sind es knapp oder über 30 Prozent. In diesen Bundesländern finden im September Landtagswahlen statt.

    Gegenüber der NZZ lehnte der Unternehmer ein Verbot der AfD ab. „Das würde sie nur noch stärker machen, denn es gibt eine starke Gruppe in der Bevölkerung, die dem Gedankengut der AfD sehr nahesteht.“ Weit verbreitet in Deutschland ist laut Plattner das Gefühl, anderen überlegen zu sein.

    Weitere Herausforderungen sieht Plattner bei der Bekämpfung des Klimawandels und in der gesamtwirtschaftlich schlechten Stimmung im Land. Die Regierungsarbeit der SPD bezeichnet der SAP-Gründer derweil als „Trauerspiel“, zeigt jedoch auch Verständnis: „Wenn Bundeskanzler Scholz mich jetzt fragen würde, was er denn machen solle, wüsste ich auch keinen Rat.“ Die Ampel sei „nicht auf natürliche Art stabil“.

    Der gebürtige Berliner Hasso Plattner arbeitete zunächst bei IBM und gründete in den 70er Jahren mit vier ehemaligen Kollegen den Unternehmenssoftware-Konzern SAP. Im Jahr 1999 gründete er das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI). Das Museum Barberini – dessen Gründer und Mäzen er ist – öffnete im Jahr 2017, das von ihm umgebaute Kunsthaus Minsk 2022.

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  • Canada : Des organismes spécialisés en environnement versent des salaires étonnants Pierre Saint-Arnaud - La Presse canadienne

    Un minuscule groupe de dirigeants d’organismes oeuvrant dans les secteurs de l’environnement, de la conservation et de la protection des animaux empoche une rémunération équivalente et dans certains cas beaucoup plus élevée que celle de l’ensemble des premiers ministres provinciaux.

    Une analyse exhaustive de quelque 1477 déclarations T3010 remises à l’Agence du revenu du Canada (ARC) pour les années 2022 et 2023 réalisée entre juin 2022 et décembre 2023 par La Presse canadienne montre que les dirigeants de 17 des organismes vérifiés ont reçu une rémunération dans la fourchette de 200 000 $ à 250 000 $ et parfois beaucoup plus (1).
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    Au premier rang de ce recensement, on retrouve Canards illimités Canada, basé au Manitoba. Sa déclaration 2023 indique que deux personnes y gagnent « plus de 350 000 $ », trois autres empochent de 250 000 $ à 300 000 $ et quatre reçoivent une rémunération de 200 000 $ à 250 000 $. L’organisme embauche 565 employés à temps plein et partiel. Les gouvernements ont versé un peu plus de 27 millions $ à Canards illimités en 2022-23 et le quart de ses revenus de 140 millions $ provient de dons.

    Sa porte-parole, Janine Massey, explique que « Canards Illimités Canada est la plus grande organisation de conservation de la nature au Canada […]
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    La suite : https://www.ledevoir.com/environnement/804746/organismes-specialises-environnement-conservation-versent-salaires-etonnan

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