• „Ich habe Angst vor der Polizei“ - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/politik/wer-steckt-hinter-den-drohmails-von-nsu-2-0-ich-habe-angst-vor-der-polizei/26008090.html


    Les policiers nazis d’Allemagne fournissent les adresse d’antifascistes aux terroristes de droite.

    Die bedrohte Kabarettistin Baydar hat wegen des Falls „NSU 2.0“ das Vertrauen in die Polizei verloren. Jetzt wurde auch ein Anwalt von NSU-Opfern bedroht.

    Idil Baydar ist wütend. Schon länger wird die Berliner Kabarettistin von Rechtsextremisten bedroht. „Man will mich abknallen, meine Mutter umbringen“, erzählt sie am Telefon. Acht Mal habe sie die Drohungen angezeigt, doch die Verfahren seien eingestellt worden. Von der Polizei fühlt sich Baydar nicht geschützt. Diese Woche kam heraus, dass Baydars persönliche Daten unbefugt von einem hessischen Polizeirechner abgerufen wurden. Baydar sagt dem Tagesspiegel: „Ich habe Angst vor der Polizei.“

    https://www.youtube.com/watch?v=vEcTjr_MzmI

    #Allemagne #police #fascistes #nazis #terrorisme

  • « Clowns », « Khmers verts »... Manuel de décryptage du discours #anti-écolo
    http://www.socialter.fr/fr/module/99999672/924/_clowns___khmers_verts__manuel_de_dcryptage_du_discours_anti_colo

    Grattez le vert et vous aurez donc du brun… ou du rouge. Car l’argument fonctionne aussi avec le #communisme. Ici, ce n’est pas tant la politique de l’URSS en la matière qui est convoquée qu’une resucée du combat très années 1970 des « nouveaux philosophes », emmenés par Bernard-Henri Lévy et André Glucksmann, contre le #totalitarisme rouge – soviétique ou chinois. Dans Le Nouvel Ordre écologique, Luc Ferry affirme que l’« #écologie profonde » d’Arne Næss « plonge certaines de ses racines dans le #nazisme et pousse ses branches jusque dans les sphères les plus extrêmes du gauchisme culturel ». Vingt-sept ans plus tard, l’ancien ministre n’en démord pas. Dans Le Figaro, où il tient un billet hebdomadaire, Luc Ferry s’est déchaîné tout l’été contre les écologistes. En juillet : « Après la chute du communisme, la haine du #libéralisme devait absolument trouver un nouveau cheval. […] Il fallait d’urgence trouver autre chose pour continuer le combat. Miracle ! L’écologisme fit rapidement figure de candidat idéal. » Puis, en août, à propos des théoriciens de l’effondrement : « C’est désormais l’écologisme radical qui, sous les couleurs de “l’effondrisme” (quel mot ridicule !), prend le relais de leur anticapitalisme, c’est lui qui poursuit l’idéal antilibéral du gauchisme et du tiers-mondisme défunts. » C’est ce qu’on appelle être fidèle à ses idées.

    • Mais vous l’aurez compris, avant même de parler de nazisme ou de haine des hommes, le discours anti-écologie se nourrit d’abord d’un inépuisable carburant : la mauvaise foi.

      Et la diffamation aussi, peut-être ...

      On peut ne pas toujours être d’accord avec le discours de Greta Thunberg, les attaques ad personam de Michel Onfray à son encontre sont abjectes. De plus, cette petite crapule autoproclamée philosophe évite bien sûr d’aborder la problématique de fond.

  • La politique nazie et l’islam
    https://laviedesidees.fr/La-politique-nazie-et-l-islam.html

    À propos de : David Motadel, Les musulmans et la machine de guerre nazie, La Découverte. Quelles furent les relations entre l’Allemagne nazie et le monde musulman ? Comment concilier la politique d’alliance et la doctrine raciale ? David Motadel comble un manque important dans l’historiographie, à la conquête des retournements pragmatiques du troisième Reich.

    #islam #Histoire #guerre_mondiale #nazisme
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20200706_nazis_musulmans.pdf
    https://laviedesidees.fr/IMG/docx/20200706_nazis_musulmans.docx

  • Schuld ohne Sühne: „Auf Wiedersehen im Himmel“ | DW | 25.06.2020
    https://diasp.eu/p/11264614

    Schuld ohne Sühne: „Auf Wiedersehen im Himmel“ | DW | 25.06.2020

    Ein deutscher Dramaturg will den Tod seines Urgroßvaters rekonstruieren. Die Spur führt zu einer psychiatrischen Anstalt in Polen - und in eine Zeit, als dort ein Deutscher Verwaltungsdirektor war. Schuld ohne Sühne: „Auf Wiedersehen im Himmel“ | DW | 25.06.2020 #Polen #Deutschland #Generalgouvernement #Psychiatrie #Euthanasie #Nazis #Konzentrationslager #Auschwitz

  • Albert Speer nous parle
    http://www.piecesetmaindoeuvre.com/spip.php?page=resume&id_article=1312

    Dans le second volume du Mythe de la machine, Lewis Mumford cite Albert Speer, architecte et technocrate en chef de Hitler, lors de son procès devant le tribunal de Nuremberg : « Mon espoir était en un certain sens comblé ; la faute se trouvait, dans une grande mesure, reportée sur nous, les accusés [et non, comme il le craignait, sur le peuple allemand qui aurait alors dû faire l’objet de représailles]. Mais en cette malheureuse époque, en dehors de l’infamie des hommes, un facteur, pour la première fois, avait fait son entrée dans l’histoire, différenciant cette dictature de tous ses modèles historiques et devant sans doute, dans l’avenir, encore gagner en importance. En tant que principal représentant d’une technocratie qui venait, sans s’embarrasser de scrupules, d’engager tous ses moyens (...)

    #Documents

  • Barbares, ou modernes ?
    https://laviedesidees.fr/Barbares-ou-modernes.html

    À propos de : Johann Chapoutot, Libre d’obéir : Le #management, du #nazisme à aujourd’hui, NRF Essais Gallimard. La barbarie nazie peut-elle ressurgir au sein de notre modernité ? Oui, selon Johann Chapoutot, sous la forme amène du management, dont le père fondateur fut d’abord un technocrate du nazisme.

    #Histoire
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20200615_chapoutot.pdf
    https://laviedesidees.fr/IMG/docx/20200615_chapoutot.docx

  • Die Neonazis haben Guben nie verlassen „Sie können sich da frei bewegen. Sie sind doch weiß, oder ?“
    https://m.tagesspiegel.de/die-neonazis-haben-guben-nie-verlassen-sie-koennen-sich-da-frei-bewegen-sie-sind-doch-weiss-oder/25895082.html

    Ce reportage décrit l’humus provincial qui nourrit l’extrême droite violente. On découvre une région à éviter sous peine de nez fracassé si on n’est pas souchien allemand. Pour le maire chrétien-démocrate sa ville est la victime des médias et des extrémistes à la fois. Il ne sera vraisemblablement pas élu une autre fois s’il agit sérieusement contre l’extrême droite.

    08.06.2020, von Sebastian Leber - 1999 verblutete in Guben ein Asylbewerber auf der Flucht vor Rechten, heute verprügeln sie dort wieder Geflüchtete. Der Bürgermeister zeigt sich überrascht.

    Der Mann, der sagt, man könne ihn John nennen, hockt auf dem Parkplatz in der Nähe des Flüchtlingsheims auf einer kniehohen Mauer und berichtet von Begegnungen mit Gubenern. Er wolle sie nicht alle verurteilen, sagt John. Aber ja, er werde auf der Straße zuweilen beschimpft. Ein Mann habe gedroht, seinen Hund auf ihn zu hetzen.

    John sagt, er fühle sich nicht sicher in der Stadt. Und dass er gern an einem anderen Ort leben würde.

    Ein zweiter Heimbewohner, der nebenan auf der Wiese Fußball spielt, erzählt von Gruppen Jugendlicher, die manchmal kämen, um sie zu beleidigen und ihnen zuzurufen, sie sollten doch zurück nach Afrika gehen. „Ich versuche dann so zu tun, als ob ich das nicht höre“, sagt er. „Was bleibt mir anderes übrig?“

    Er kennt auch einen der Asylbewerber, die neulich krankenhausreif geprügelt wurden. Der wolle aber nicht darüber reden. Zu viel Angst.

    Die Attacke, die den 17.000-Einwohner-Ort im Osten Brandenburgs zurück in den Fokus der Öffentlichkeit brachte, fand an einem Samstagabend Mitte Mai im Stadtpark hinterm Heim statt. Bis zu 20 Jugendliche umzingelten vier von dessen Bewohnern, schlugen und traten, verletzten zwei ihrer Opfer.

    Eine knappe Woche später folgte der nächste Angriff: Ein polizeibekannter Rechtsradikaler drängte drei Geflüchtete, die auf Fahrrädern durch Guben fuhren, mit seinem Auto von der Straße.
    Die aggressive Neonaziszene wird kleingeredet

    Der Bürgermeister der Stadt zeigt sich von den Gewalttaten überrascht. Andere sagen, sie seien die logische Konsequenz des Kleinredens einer aggressiven Neonaziszene. Der einzige Grüne in der Stadtverordnetenversammlung möchte am Telefon lieber nicht sagen, wie viele andere aktive Grüne es in der Stadt gebe.

    In Guben bleibe man mit einer solchen Parteizugehörigkeit lieber unterm Radar, ansonsten drohten Probleme mit dem Arbeitgeber. Und einer, der hier aufwuchs und vor Jahren aus Guben wegzog, behauptet: „Jetzt zeigt sich, dass die Stadt in den vergangenen 20 Jahren nichts dazugelernt hat.“
    Verblutet nach einer Hetzjagd

    Guben liegt in der Niederlausitz an der Neiße und damit an der Grenze zu Polen. 1999 hetzte hier eine Gruppe Neonazis nachts Flüchtlinge durch die Stadt. Einer wurde bewusstlos geschlagen, die Täter ließen von ihm ab, weil sie dachten, er sei tot. Ein anderer, der Algerier Farid Guendoul, trat die Glastür eines Wohnblocks ein, um sich in Sicherheit zu bringen. Dabei schlitzte er sich die Hauptschlagader auf und verblutete im Treppenhaus.

    Das Gericht verurteilte die acht Hauptangeklagten wegen fahrlässiger Tötung, später wurden die Schuldsprüche korrigiert, versuchte Körperverletzung mit Todesfolge. Unter Rechtsradikalen gilt die Tat bis heute als „Unfall“. Damals geriet die Stadt in die Kritik, weil sie die Tat und die örtlichen Neonazistrukturen verharmlost habe. Ob sie es diesmal besser macht?

    Als Beleg für die positiven Entwicklungen in der Stadt gilt das örtliche „Netzwerk Flucht und Migration“, in dem sich Vereine, Bildungseinrichtungen und Einzelpersonen engagieren. Die Sprecherin ist gleichzeitig Integrationsbeauftragte der Stadt. Die Frau sagt am Telefon, sie stünde für ein Interview bereit, sofern die Pressestelle der Stadtverwaltung keine Einwände habe. Die Pressestelle hat Einwände.

    Weder ein Interview noch ein rein informatives Gespräch, aus dem keine Zitate an die Öffentlichkeit gelangen sollen, sind erwünscht. Man könne Fragen schriftlich einreichen, die dann allerdings von der Pressestelle beantwortet würden.
    Sprecherin lobt Toleranz und Nächstenliebe der Gubener

    Die Antworten lesen sich wie ein unbeholfener Versuch, Probleme kleinzureden und die Gelegenheit für Stadtmarketing zu nutzen. Zum Beispiel: „Guben ist ein aktives Mittelzentrum. Menschen ziehen zu, ziehen weg oder sind seit vielen Jahren in der Stadt heimisch.“

    Zusammen mit dem polnischen Gubin am gegenüberliegenden Neiße-Ufer bilde man eine „funktionierende und aufstrebende Gemeinschaft, die den europäischen Gedanken mit Leben erfüllt“. Die Pressesprecherin lobt die „Offenheit, Toleranz, Neugier und Nächstenliebe“ der Gubener.

    Vor der Wende war der VEB Chemiefaserwerk Guben größter Arbeitgeber, heute lässt Gunther von Hagens hier seine Leichen plastinieren. Die Stelle, an der 1999 Farid Guendoul verblutete – der Wohnblock, in den er durch die Glastür gelangte, ist längst abgerissen worden –, liegt im Westen von Guben jenseits des Stadtparks auf einer Anhöhe im Stadtteil Obersprucke.

    In dessen Mitte steht, umringt von pastellfarben angestrichenen Wohnkomplexen, ein Hochhaus, das von Anwohnern nur „das Hochhaus“ genannt wird. Es ist seit Jahren unbewohnt, die Parterrefenster sind mit Spanplatten verriegelt, drumherum ein Bauzaun, in den oberen Stockwerken nisten Tauben auf den Balkonen. Das Hochhaus ist inoffizielles Wahrzeichen des Viertels.

    „Sie können sich in Obersprucke frei bewegen, da passiert Ihnen nichts“, hatte eine ehemalige Bewohnerin Tage zuvor am Telefon gesagt. Gefolgt von der Nachfrage: „Sie sind doch weiß, oder?“
    „Freiheit für alle Nationalisten“

    Was in Obersprucke außer dem Hochhaus noch auffällt, sind die zahllosen Aufkleber an den Masten der Straßenlaternen: „Unsere Stadt hat Asylanten satt“ steht darauf und „Guben wehrt sich“. Auf anderen liest man „Refugees not welcome” oder „Freiheit für alle Nationalisten“.

    Ein Mann an der Bushaltestelle sagt, die Aufkleber störten ihn nicht. Er selbst sei mit Sicherheit kein Radikaler, aber wenn man ehrlich sei, hätten die Rechten ja doch in manchem recht. Sie seien zum Beispiel gegen Kinderschänder. Und gegen Ausländer.

    Etwas weiter nördlich befindet sich ein weiteres Parkareal. Ein Schild klärt auf, dass auch hier früher Neubaublocks standen, der Bevölkerungsrückgang nach der Wiedervereinigung habe jedoch einen „großflächigen Rückbau leer stehender Wohnungen“ erfordert. Am Rand des Parks liegt der Gedenkstein für Farid Guendoul, ein schlichter mit zerkratzter, leicht zerbeulter Plakette.

    In den ersten Jahren wurde er mehrfach beschädigt, mit Hakenkreuzen beschmiert. Der damalige Bürgermeister kündigte an, eingreifen zu wollen – und den Stein kurzerhand an einen anderen Ort, weit entfernt von Obersprucke, zu verlegen. So biete man den Rechten weniger Gelegenheit, das Ansehen der Stadt zu beschmutzen.
    Gedenkstein soll „Götzendienst“ sein

    Der örtliche Kirchenvertreter argumentierte: Die Menschen, die partout am bisherigen Standort festhalten wollten, stellten „den Stein anstelle eines Menschen“. Das sei theologisch gesehen ein „Götzendienst“.

    Am Ende blieb der Stein. Die ursprüngliche Plakette wurde durch eine neue ersetzt. Die Information, dass Farid Guendoul Opfer einer rassistischen Hetzjagd wurde, fehlt nun.

    Als eine „Mischung aus Gewöhnung und Vergessen“ beschreibt die Architekturtheoretikerin Alexandra Klei den Umgang der Gubener mit dem Denkmal. Sie hat nach der Tat als Mitarbeiterin der Anlaufstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt in Südbrandenburg Angehörige und Freunde des Toten begleitet.

    Am Telefon sagt sie: Die Stadt habe sich damals als das eigentliche Opfer der Tat begriffen. Als diejenige, der Gewalt zugefügt wurde – einerseits von den Neonazis, andererseits von den Medien, die Guben einen Stempel aufgedrückt hätten.

    In so einer Erzählung käme alles Böse von außen. Deshalb habe man sich den Tod Farid Guendouls nicht als das Ergebnis einer Hetzjagd durch rechtsradikale Gubener Jugendliche – Bewohner der Stadt, hier Verwurzelte – eingestehen können. Eine solche Sichtweise wirke nach, bis in die Gegenwart.
    Notorisches Kleinreden der rechten Szene

    Ein Mann, der vor Jahren aus Guben wegzog und anonym bleiben möchte, sagt: Das Verschweigen, bestenfalls Kleinreden der rechten Szene ist das Hauptproblem Gubens. Das sei wie mit einer Alkoholkrankheit: „Du musst sie dir erst eingestehen, bevor du an dir arbeiten kannst.“ Er kenne viele in der Stadt, die rechtes Gedankengut verabscheuten, und zwar nicht, weil es dem Image oder dem Wirtschaftsstandort schade, sondern weil es menschenverachtend ist. „Die Stadtoberen müssten genau diese Menschen viel offener unterstützen.“

    Er selbst litt jahrelang unter rechtsradikalen Gewaltattacken, er war Punk. Einmal seien seine Freunde und er von 50 Nazis auf dem Gubener Stadtfest angegriffen worden. Die Täter hätten seinen Kopf mehrfach gegen eine Wand geschlagen, brachen ihm die Nase, traten weiter auf ihn ein, als er längst am Boden lag. Freunden wurden die Zähne ausgeschlagen, es gab Gehirnerschütterungen.

    Ein anderes Mal wurde ihm der Kiefer gebrochen. Einem Bekannten schossen sie mit der Schreckschusspistole ins Gesicht. „Die haben eine Exekution nachgespielt“, sagt er.

    Fred Mahro, der Bürgermeister von der CDU, hat sich von den jüngsten Übergriffen überrascht gezeigt. Zwar werde in Guben – wie ja auch in anderen Städten – hin und wieder eine rechte Parole an eine Hauswand geschmiert, „aber dass das jetzt in Gewalt ausartet, dafür gab es keine Anzeichen“.

    Tatsächlich gab es auch in den vergangenen Jahren bereits eine Vielzahl rassistischer Übergriffe. Messerstiche, Flaschenwürfe, Versuche, das Heim am Rand des Stadtparks zu stürmen.

    Einer der Männer, die Farid Guendoul vor 20 Jahren in den Tod hetzten, heißt Alexander B. Er blieb auch danach in der lokalen Neonaziszene aktiv, es heißt, er habe durch seinen Gefängnisaufenthalt und die dort erlangten überregionalen Kontakte zu anderen Rädelsführern zusätzliches Ansehen erlangt. Menschen, die das Treiben von Alexander B. seit Jahren beobachten, bezeichnen ihn als „sehr aggressiv und unberechenbar“.
    Rechtsextremer gab sich als Security aus

    Vor zwei Jahren schlich sich Alexander B. nachts in das Flüchtlingsheim, gab sich als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes aus und riss Bewohner aus dem Schlaf. Zwei schlug er mit der Faust. Für die jungen Neonazis von heute, heißt es, ist er eine lebende Legende.

    Rassistische Gewalt gab es in Guben schon zu DDR-Zeiten, etwa gegen „Vertragsarbeiter“ – die „Gastarbeiter“ der DDR – des Chemiefaserwerks aus Kuba, Vietnam und Mosambik. In den 1990ern initiierte die Stadt einen „Runden Tisch der Jugend“, an dem sich Anhänger der Neonaziszene mit Stadtvertretern und anderen Jugendlichen austauschen sollten. Auch Alexander B. war dabei. Die Rechten nutzten die Gelegenheit und setzten die Einrichtung eines „nationalen Jugendclubs“ durch.

    Ein Sozialarbeiter aus der Region sagt, die Mitglieder der rechten Szene Gubens seien ideologisch weitgehend unbedarft, entstammten einem „kaputten sozialen Milieu, in dem Gewalterfahrungen in der Kindheit normal“ seien wie die Einstellung, rechts zu sein.

    Einer, der vom Leben in dieser Normalität berichten kann, ist Robert Schulze. Der 29-Jährige ist in Guben aufgewachsen, arbeitet heute als Physiotherapeut. In seiner Jugend verkehrte er in rechtsextremen Kreisen. Feierte in Wohnungen, in denen Hakenkreuze und Reichskriegsflaggen an den Wänden hingen. Traf sich mit Gleichgesinnten bei den Handballspielen des SV Chemie Guben.

    Die Rechtsradikalen waren dort so dominant, dass in der Halbzeitpause Musik der Neonazi-Bands Landser und Kategorie C aus den Hallenlautsprechern dröhnte. Schulze sagt: „Ich habe mir nicht viel dabei gedacht, ich kannte ja nichts anderes.“ Sein Umdenken begann, als Polen Ende 2007 dem Schengenraum beitrat und er selbst von da an regelmäßig Gubin auf der anderen Seite der Neiße besuchte, und sei es, um dort billigen Alkohol zu kaufen: „Das hat etwas ausgelöst in mir.“
    Kampfsporttraining auf stillgelegtem Bahngelände

    Er las sich in die Verbrechen der NS-Zeit ein, lernte, dass Hitler nicht bloß für die deutsche Wirtschaft gut war und Arbeitsplätze geschaffen hatte, wie sein Umfeld es ihm hatte weismachen wollen. Je mehr er sich bildete, desto mehr widerte ihn an, wenn seine Bekannten auf Facebook NS-Devotionalien herzeigten oder Waffen zusammenschraubten. Schulze berichtet von einem Gebäude auf einem stillgelegten Bahngelände, in dem Rechte in Kampfsportarten ausgebildet wurden.

    Er selbst hat sich aus der Szene gelöst, doch er sagt: Das Problem hat in Guben eher zugenommen. Denn die junge Generation Rechtsextremer habe keine Scham mehr, ihre Gesinnung offen zu zeigen. „Das muss sie auch nicht, denn sie merkt, dass ihr in Guben, quer durch alle Altersklassen, Zuspruch gewiss ist.“ Wer behaupte, in dieser Stadt gebe es keine Naziszene, müsse blind sein oder verlogen.

    Der weggezogene Punk, dem einst auf dem Stadtfest die Nase gebrochen wurde, sagt, mit dem Wegschauen in der Stadt verhalte es sich wie mit Corona: „Wo keine Tests durchgeführt werden, wird man auch keine Infizierten feststellen.“
    Der Bürgermeister bleibt sich treu

    Fred Mahro, der Bürgermeister, erklärte gegenüber dem „Spiegel“, wie er das Problem nun angehen wolle: „Wir müssen wieder mehr miteinander reden“. Auf Facebook werde er sich in einem Live-Chat an alle Bürger wenden.

    Mahro hat diesen Chat tatsächlich absolviert. Eine Dreiviertelstunde sprach er über Umbauten in einer Turnhalle, anstehende Straßensanierungen, schlechte Busverbindungen und Fördermittel des Bundes.

    Gegen Ende ging er doch noch ganz kurz auf die – in seinen Worten – „Vorfälle im Stadtpark" ein, sprach jedoch weder von Rassismus noch Rechtsextremen, benannte weder die Täter noch die Opfer, sondern erklärte nur vage, es könne ja nicht sein, „dass man hier aufeinander losgeht". Als hätten sich zwei Gruppen in beiderseitigem Einverständnis zur Schlägerei verabredet gehabt.

    Abschließend machte der Bürgermeister noch deutlich, wem in dieser Angelegenheit erneut übel mitgespielt wurde, wer Mitleid verdient, die Stadt Guben nämlich: „Ich habe in den letzten Tagen wieder viel zu viel Zeit damit verbringen müssen, um mich gegenüber Dritten dafür rechtfertigen zu müssen, was hier passiert ist."

    ...
    Das „Netzwerk Flucht und Migration Guben“ hat zu den jüngsten Übergriffen bislang komplett geschwiegen. Auf die Frage, ob noch eine Reaktion zu erwarten sei, antwortet die Pressestelle der Stadt, man bereite eine Stellungnahme vor. Für Ende Juni sei ursprünglich eine Zusammenkunft des Netzwerks geplant gewesen. Wegen Corona müsse diese nun aber verschoben werden.

    #Allemagne #Brandebourg #Guben #province#racisme #nazis #réfugiés #politique

  • Didier Fassin : la vie à tout prix
    La Grande table idées Par Olivia Gesbert
    https://www.franceculture.fr/emissions/la-grande-table-idees/didier-fassin-la-vie-a-tout-prix

    Didier Fassin est sociologue, anthropologue et médecin. Il est notamment professeur à l’Institute for Advanced Study de Princeton aux Etats-Unis, directeur d’études à l’EHESS, et titulaire d’une chaire annuelle de santé publique au Collège de France.

    Didier Fassin a publié le 12 mars dernier Mort d’un voyageur, Une contre-enquête, aux éditions du Seuil. Dans cet ouvrage, il revient sur un drame qui s’est déroulé en 2017 : alors qu’il est interpellé par des membres du GIGN au domicile de ses parents, Angelo, 37 ans, appartenant à la communauté des gens du voyage est abattu par les forces de l’ordre. La version de la police met en avant la légitime défense, tandis que la famille pointe une bavure. Didier Fassin cherche dans cet ouvrage, grâce aux éléments et aux témoignages de l’enquête, à faire émaner une autre version des faits, qui rendrait justice à la vérité et à la mémoire du défunt.

    #violences_policières #Angelo

    • Code de la sécurité intérieure - Article L435-1
      https://www.legifrance.gouv.fr/affichCodeArticle.do?idArticle=LEGIARTI000034107970&cidTexte=LEGITEX

      Le texte de l’article ressemble trop à celui du décret sur la « Postenpflicht » qui constituait le cadre légal de l’usage des armes par les gardes SS dans les camps nazis. Pour le moment je ne crois pas qu’une loi identique au texte français soit possible en Allemagne.

      France, 2 mars 2017

      ... peuvent, outre les cas mentionnés à l’article L. 211-9, faire usage de leurs armes en cas d’absolue nécessité et de manière strictement proportionnée :
      ...
      3° Lorsque, immédiatement après deux sommations adressées à haute voix, ils ne peuvent contraindre à s’arrêter, autrement que par l’usage des armes, des personnes qui cherchent à échapper à leur garde ou à leurs investigations et qui sont susceptibles de perpétrer, dans leur fuite, des atteintes à leur vie ou à leur intégrité physique ou à celles d’autrui ;

      4° Lorsqu’ils ne peuvent immobiliser, autrement que par l’usage des armes, des véhicules, embarcations ou autres moyens de transport, dont les conducteurs n’obtempèrent pas à l’ordre d’arrêt et dont les occupants sont susceptibles de perpétrer, dans leur fuite, des atteintes à leur vie ou à leur intégrité physique ou à celles d’autrui ;

      Allemagne 1er octobre 1933

      Dienstvorschrift für die Begleitpersonen und Gefangenenbewachung
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Postenpflicht

      „Versucht ein Gefangener zu entfliehen, dann ist ohne Aufruf auf ihn zu schießen. Der Posten, der in Ausübung seiner Pflicht einen fliehenden Gefangenen erschossen hat, geht straffrei aus.“

      Als Sanktionen für das KZ-Personal legte er fristlose Kündigung bzw. Gefangennahme fest:

      „Wird ein Posten von einem Gefangenen tätlich angegriffen, dann ist der Angriff nicht mit körperlicher Gewalt, sondern unter Anwendung der Schusswaffe zu brechen. Ein Posten, der diese Vorschrift nicht beachtet, hat seine fristlose Entlassung zu gewärtigen.“

      Il faut cependant noter trois différences majeures entre les textes :
      – Le texte nazi impose l’usage des armes alors que le texte français l’autorise.
      – Les gardiens des camps devaient ouvrir le feu sans sommation préalable alors que les gendarmes sont tenus d’avertir les les personnes qu’ils ont l’intention d’arrêter.
      – La raison d’être du texte de loi allemand est de définir les circonstances de la mise à mort exceptionnelle de personnes destinées à mourir de toute manière. Le texte français décrit une situation où la vie des gendarmes ou d’autrui serait en danger si un suspect échappait aux forces de l’ordre.

      La similitude des textes devient visible quand on regarde leur résultat commun : Des membres des forces de l’état malintentionnés tuent sans hésiter en toute légalité. Un texte de loi dans un pays démocratique devrait rendre impossible ce résultat.

      Une nouvelle loi du Land Berlin contre les discriminations veut élargir les droits des citoyens face à la police et provoque le mécontentement des flics : Cette nouvelle loi ne prévoit pas de sanctions contre des policiers individuels et ne changera rien dans les structures administratives. La Antidiskriminierungsgesetz permettra pourtant aux citoyens de mettre plus facilement en question des actes de l’autorité publique. Les protestations du syndica policier de droite en disent long sur l’état d’esprit des fonctionnaires.

      Polizeigewerkschaft warnt Berliner Abgeordnete
      https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/polizeigewerkschaft-warnt-berliner-abgeordnete-li.85020

      #droit #racisme #police #nazis #Antidiskriminierungsgesetz

  • „Hitlers Alligator“ 84-jährig in Moskau gestorben
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/hitlers-alligator-84-jaehrig-in-moskau-gestorben-li.84244


    La Mort der l’alligator d’Hitler , quel merveilleux gros titre accrocheur ! Mais bon, AH n’avait pas d’alligator personnel.Vous imaginez le sort du pauvre Blondie, son berger allemand bien aimé ...

    Il est quandt même inquiétant de s’imaginer comment und fois échappé du zoo der Berlin la bête a survécu entre ’43 et ’46 aux bombardements et hivers les plus froids du siècle. Sans doute sa présence en rajoutait à l’intensité des sensations dans les caves pendant les raids alliés.

    23.5.2020 -Der Alligator konnte im Zweiten Weltkrieg in einer Bombennacht 1943 aus dem Berliner Zoo ausbrechen. Dann lebte er drei Jahre unentdeckt in Berlin.

    Der Moskauer Zoo trauert um seinen Alligator Saturn, der im Zweiten Weltkrieg aus dem Berliner Zoo ausgebrochen und danach nach Russland gebracht worden war. Das Tier sei etwa 84 Jahre alt geworden und an Altersschwäche gestorben, teilte der russische Zoo laut dpa am Samstag mit. „Das ist ein äußerst beachtliches Alter.“ In freier Wildbahn betrage die Lebenserwartung nur zwischen 30 und 50 Jahren. „Saturn hatte ein langes und abwechslungsreiches Leben“, hieß es.

    Das 3,50 Meter lange Tier wurde den Angaben zufolge um 1936 in den USA geboren und kam danach nach Berlin. Der Alligator habe in der Bombennacht vom 23. November 1943 aus dem Zoo ausbrechen können. Er sei erst drei Jahre später zufällig von britischen Soldaten entdeckt worden. Wie er diese Zeit verbracht habe, sei ein Rätsel.

    Im Juli 1946 wurde er nach Moskau transportiert. Danach sei der Mythos geboren, dass der Alligator Adolf Hitler gehört haben könnte, schrieb der Zoo weiter. Darüber wurde auch vielfach in Deutschland spekuliert. Dokumente, die das belegen könnten, gebe es aber nicht. Der Moskauer Zoo sagte dazu: „Auch wenn er rein theoretisch jemandem gehörte - Tiere sind nicht in Krieg und Politik verwickelt.“ Es sei eine Ehre gewesen, Saturn 74 Jahre lang zu halten.

    #nazis #animaux #wtf #urban_legend

  • KZ Columbia – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Columbia

    https://www.openstreetmap.org/node/1588678695

    Das Konzentrationslager Columbia (kurz: KZ Columbia oder K.L. Columbia, auch bekannt als KZ Columbia-Haus oder nur Columbia-Haus, eine seltenere Schreibweise war KZ Columbiahaus) war ein nationalsozialistisches Konzentrationslager am nördlichen Rand des Tempelhofer Feldes im Berliner Ortsteil Kreuzberg.

    Das Gebäude wurde um 1900 als Militärstrafanstalt an der damaligen Prinz-August-von-Württemberg-Straße (seit 1927: Columbiadamm) errichtet und ab 1933 zunächst als Gestapo-Gefängnis benutzt. Das eigentliche Konzentrationslager wurde am 27. Dezember 1934 eröffnet und bestand offiziell bis zum 5. November 1936. Durch seine Lage nahe der Berliner Innenstadt waren viele prominente Persönlichkeiten des politischen Lebens im Columbia-Haus inhaftiert. Anlässlich des seinerzeitigen Neubaus des Flughafens Tempelhof wurde das Columbia-Haus 1938 abgerissen. An die Geschichte des Ortes erinnert seit 1994 ein Mahnmal (von Georg Seibert).

    Auflösung des KZ

    Mit dem geplanten Großprojekt des Flughafens Tempelhof wurde die Auflösung des KZ Columbia beschlossen. Die Columbia-Häftlinge sollten in ein neues zentrales Konzentrationslager bei Berlin verlegt werden – das KZ Sachsenhausen. Die Baupläne für Sachsenhausen wurden zunächst im frühen Lager Oranienburg, dann im K.L.Columbia ausgearbeitet. Zusammen mit Häftlingen des KZ Esterwegen errichteten die Insassen des Columbia das KZ Sachsenhausen. Das Gelände des Columbia ging am 1. Oktober 1936 an das Reichsluftfahrtministerium. Am 5. November 1936 wurde das KZ Columbia schließlich auch offiziell aufgelöst. Fotos von der Baustelle des Tempelhofer Flughafens zeigen, dass die Gebäude des KZ noch mindestens bis zum März 1938 existierten.

    Stolperstein Franz Klühs, Kleineweg 77, 12101 Berlin-Tempelhof
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2e/Stolperstein_Kleineweg_77_%28Templ%29_Franz_Kl%25C3%25BChs.jpg


    https://www.openstreetmap.org/way/186405159

    Othmar Toifl - Wikimedia Commons

    The intelligence agent and guard in Columbia Haus Concentration Camp in Berlin Othmar Toifl (1898-1934) who was shot on 1 July 1934 during the purge by the National Socialist government known as Night of the Long Knives.
    Date 1934
    Source Berlin Document Centre
    Author KZ Columbia – Wikipedia
    Kurt Daluege (+ 1946)
    Permission
    (Reusing this file) PD-old

    Usage on de.wikipedia.org
    Liste der im Zuge des sogenannten Röhm-Putsches getöteten Personen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_im_Zuge_des_sogenannten_R%C3%B6hm-Putsches_get%C3%B6teten_Pe

    KZ Oranienburg – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Oranienburg

    Nach der Entmachtung der SA wurde die SS am 20. Juli selbstständig. Das allein von der SS kontrollierte, systematisch organisierte System der Konzentrationslager entstand. Die meisten der frühen, improvisierten Lager im Reichsgebiet wurden geschlossen. Lediglich eine SS-Einheit, die das KZ Columbia-Haus in Berlin bewachte, blieb im Schloss Oranienburg stationiert.

    Heinrich Deubel - Wikimedia Commons

    Kommandant at Dachau (1934-1936) and Columbia Haus (1936-1937.) He left the SS in 1937 and played no active role in the war. German authorities decline to prosecute him after the war. Deubel died on October 2, 1962 in Dingolfing, Germany.

    Source
    http://thefifthfield.com/camp-men/heinrich-deubel
    https://antirrevisionismo.wordpress.com/2014/09/30/heinrich-deubel-el-mas-extrano-de-los-comandantes-de-da

    File:Stolperstein Richterstr 48, 12105 Berlin-Mariendorf) Günther Keil
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/64/Stolperstein_Richterstr_48_%28Mard%29_G%25C3%25BCnther_Keil.jpg

    Category:KZ Columbia - Wikimedia Commons
    https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:KZ_Columbia

    #Berlin #Tempelhof #Nazis #Columbiadamm #Flughafen

  • Frank Zappa - The Idiot Bastard Son
    https://www.azlyrics.com/lyrics/frankzappa/theidiotbastardson.html

    [The idiot bastard son:]
    (THE FATHER’S A NAZI IN CONGRESS TODAY...
    THE MOTHER’S A HOOKER SOMEWHERE IN L.A.)

    [The idiot bastard son:]
    (ABANDONED TO PERISH IN BACK OF A CAR...
    KENNY WILL STASH HIM AWAY IN A JAR)
    THE IDIOT BOY!

    [Motorhead:]
    I never wanted to because I was too small to start with, I used to drink really some bad stuff... Wine, all kinds of wine! Mixed, seven different varieties... Thunderbird wine... I don’t know but I chugged a fifth of White Port once and passed out one day (heh heh)... and I drank a quart of beer just before that... and we were out riding around in the desert...

    ...very strange! Anyway...

    Try and imagine
    The window all covered in green
    All the time he would spend
    At the church he’d attend...
    Warming his pew

    Kenny will feed him & Ronnie will watch
    THE CHILD WILL THRIVE & GROW
    And enter the world
    Of liars & cheaters & people like you
    Who smile & think you know
    What this is about

    (YOU THINK YOU KNOW EVERYTHING... maybe so)
    The song we sing: DO YOU KNOW?
    We’re listening...
    THE IDIOT BOY!

    Try and imagine
    The window all covered in green
    All the time he would spend
    All the colors he’d blend...
    Where are they now?

    [Gary Kellgren:]
    Right now I have two hit records on the charts, but it has not made me any money. It has only brought me fame and glory, and a lot of work. Which I do, really not care to tell...

    #musique #parodie #satire #Frank_Zappa #politique #nazis #USA

  • L’histoire dans l’Histoire
    http://www.laviedesidees.fr/Christopher-Clark-Time-Power-Visions-History-German-Politics.html

    À propos de : Christopher Clark, Time and Power. Visions of History in German Politics, from the Thirty Year’s War to the Third Reich, Princeton et Oxford. De la guerre de trente ans à la période nazie en passant par Frédéric II et Bismarck, Christopher Clark étudie la conception que se faisaient de l’histoire les hommes politiques allemands. Une étape importante dans les recherches sur la temporalité et l’histoire des idées politiques.

    #Histoire #Allemagne #nazisme #idéologie
    https://laviedesidees.fr/IMG/docx/20200513_clark_creygthon.docx
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20200513_clark_creygthon.pdf

  • Épisode 1 : Une pouponnière nazie en France
    https://www.franceculture.fr/emissions/une-histoire-particuliere-un-recit-documentaire-en-deux-parties/le-manoir-de-bois-larris-12-une-pouponniere-nazie-en-france-0

    Le projet d’ouvrir une maternité SS en France avait germé dans l’esprit des nazis au printemps de 1942. Jusqu’alors, ils considéraient les Français comme un peuple abâtardi, issu de sang mélangé et donc « racialement » sans intérêt, raconte l’historien Fabrice Virgili.

    Heinrich Himmler se rend régulièrement à Westwald et veut tout connaître de la vie quotidienne dans les Lebensborn. Il s’enquiert de la qualité de la nourriture, de la variété des menus qui y sont servis, de la taille du poids des nouveaux nés, de la forme de leur nez.

    Le Reischfürher de la SS nourrit une obsession maladive : redonner à la « race » allemande sa supposée pureté originelle en sélectionnant des géniteurs grands, blonds, aux yeux bleus. Les hommes sont alors encouragés à procréer en dehors du mariage. Et c’est aux femmes qui portent un enfant illégitime que les « Fontaines de vie » vont s’intéresser en priorité.

    #racisme #nazisme #Lamorlaye #Deuxième_guerre_mondiale

  • Tag der Befreiung : Wann stellt Berlin ein Denkmal für Nikolai Bersarin auf ?
    https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/wann-stellt-berlin-ein-denkmal-fuer-nikolai-bersarin-auf-li.82701

    Pour la première fois ce 8 mai 2020 est un jour férié à Berlin, mais il ne le sera pas dans l’avenir. Malheureusement on lui a préféré le 8 mars quand le parlement der la ville a décidé sur l’introdution d’un jour libre supplémentaire. Quels radins, ce députés !

    8.5.2020 von Ingeborg Ruthe - Zum 75. Jahrestag der Befreiung kann die Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach mit Skulpturen-Entwürfen zur Erinnerung an den legendären Stadtkommandanten beitragen.

    Vor 17 Jahren bekam Generaloberst Nikolai Erastowitsch Bersarin (1905–1945) postum seine Würde zurück, als Mensch, als Russe, als Offizier einer Befreiungsarmee. Berlin sprach ihm, nach heftigen Debatten, den 1975 vom Ostberliner Magistrat verliehenen Ehrenbürger-Titel wieder zu. Den hatte die Berliner CDU-Regierung 1992 – noch ganz in Kalter-Krieg-Manier – dem legendären ersten Stadtkommandanten Berlins, der vom 28. April bis zum 16. Juni 1945 im Amt war, abgesprochen. Erfundene Anschuldigungen, ein hoher Offizier dieses Namens sei 1940 für Deportationen von Balten in Lettland verantwortlich gewesen, wurden 1999 von der Forschung widerlegt: Nikolai Bersarin war nachweislich zu besagter Zeit im fernen Sibirien stationiert.

    Seit 18 Jahren steht im Pankower Atelier der Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach ein Denkmalsentwurf, inspiriert durch den kühnen Plan einer Bersarin-Initiative um Götz Aly, Historiker und Autor der Berliner Zeitung. Die Künstlerin ist bekannt für gern aus der strengen preußischen Denkmalstradition fallende Eisenguss- und Bronzegestalten. Sie kommen ohne Pathos und Monumentalanspruch daher, dafür mit lebhaft oxidierenden Oberflächen und ambivalentem Ausdruck für Lebendigkeit und zugleich Schmerz. Anna Franziska Schwarzbach formte, um an Bersarin zu erinnern, ein Motorrad.

    Der von Marschall Schukow zum Berliner Stadtkommandanten beförderte Offizier der 5. Stoßarmee organisierte die Lebensmittelvergabe, brachte „Trinkwasser und Brot statt Rache“. Hart griff er durch gegen Soldaten, die vergewaltigten und plünderten. Er ließ Theater und Orchester spielen, und auch den Rundfunk wieder senden. Er ordnete Schulöffnungen an, gab Religionsunterricht und Gottesdienste frei, ließ Kulturschaffenden und Intellektuellen die Lebensmittelkarte 1 aushändigen.

    Dann, am 16. Juni 1945, geschah das Unglück: Bersarin prallte mit einem Motorrad an der Ecke Am Tierpark/Alfred-Kowalke-Straße in Friedrichsfelde gegen einen sowjetischen Militärkonvoi. Der 41-Jährige war sofort tot, die Unfallursache blieb ungeklärt: Übermüdung? Übermut? Die Zündapp mit Seitenwagen aus Wehrmachtsbestand hatte Bersarin am Tag zuvor von Offizieren übergeben bekommen. Er war als leidenschaftlicher Motorradfahrer bekannt. Doch das Modell Zündapp lenkte er zum ersten Mal. Der Verlust des charismatischen Kommandanten war ein Schlag für die Versorgung und das wiedererwachte Geistesleben der Stadt.

    Ein Krad, das sich wie ein wildes Pferd aufbäumt, sollte, so der freche Plan der Bildhauerin und der Initiatoren, als eine Metall-Skulptur Unter den Linden, Fahrtrichtung West, aufgestellt werden. Die Idee sorgte für Interesse in den hiesigen Medien und für viel Zuspruch bei geschichtsbewussten Berlinern. Dann aber hatte der Senat veritable Haushaltssorgen. Das damalige Modell für das Bersarin-Denkmal steht seither als Zeichen einer unerfüllten zeithistorischen Aufgabe in einer Ecke des Schwarzbach-Ateliers in Pankow.

    Nun, zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus und zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wo mit 15 000 Rosen Nikolai Bersarins und mit noch viel mehr Blumen der in der Schlacht um Berlin gefallenen Rotarmisten gedacht werden soll, meldet sich die Pankower Bildhauerin abermals mit einem Entwurf. Sie hat sich der historischen Figur Bersarins in Sandstein, in Ton und in Bronze genähert. In einer Form, die gut an einer Berliner Magistrale Platz finden könnte, wenn der Senat es für diesen Ehrenbürger nur wollte. Initiator Götz Aly denkt sogar an einen Platz vor dem Schloss, dem Humboldt-Forum.

    Und weil die Bildhauerin bei ihren Entwürfen immer erst mit Formen spielt, hat sie einen Bersarin-Kopf aus Reinhardsdorfer Sandstein gehauen, taufte ihn humorig „Locke im Wind“ . Dies sei, sagt sie, für sie nur Formenspiel gewesen. Danach knetete sie aus Gips und Ton „Budjonny“ – als Vorarbeit für einen Bronzeguss, nach einem Kinderfoto von Bersarin. „Letztes Jahr“, erzählt die 70-Jährige, „fand ich die alte Aufnahme von Bersarin. Als Knabe trug er eine Budjonnymütze. Und weil meine Enkel auch mit solchen fotogenen Mützen rumrennen, hab ich den Generaloberst Bersarin als Junge, als Budjonnymützen-Porträt modelliert.“

    Der Bronzeguss steht nun in einer Böhmischen Gießerei und ist wegen der Corona-Sperre aus Tschechien momentan nicht herzutransportieren. Es werde wohl noch so manch weiteren Entwurf, ganz ohne Auftrag, geben, sagt Schwarzbach.

    Bersarin lässt diese Bildhauerin nicht los. Inzwischen ist ihre „Bersarin-Birke“, eine russische Hängebirke, die sie mit Freunden zum 60. Jahrestag der Befreiung am Ort von Bersarins Unfall an der Ecke Am Tierpark/Ecke Kowalkestraße gepflanzt hat, ein lebendes Denkmal. Aus dem Bäumchen, das stets sorgsam gegossen wird, ist ein stattlicher Baum geworden.


    Entwurf für ein Besarin-Denkmal von 2002 : Wie ein wildes Pferd bäumt sich das Motorrad auf, mit dem der Stadtkommandant am 16. Juni 1945 tödlich verunglückte.

    #antifascime #guerre #paix #armée_rouge #nazis #Berlin Allemagne #URSS

  • Archiv zur NS-Verfolgung | Arolsen Archives
    https://arolsen-archives.org/suchen-erkunden


    Les

    Sie suchen Informationen über in der NS-Zeit verfolgte Angehörige? Sie forschen über nationalsozialistische Verfolgung oder planen ein Bildungsprojekt dazu? Die Arolsen Archives haben die größte Sammlung zu NS-Opfern, mit Schwerpunkten auf Dokumenten zu Konzentrationslagern, Zwangsarbeit und Displaced Persons. Drei Wege führen zu diesem Archiv: Die Suche im Online-Archiv, eine Anfrage oder ein Besuch vor Ort.

    Arolsen Archives

    International Center
    on Nazi Persecution

    Große Allee 5-9
    34454 Bad Arolsen
    Deutschland

    T +49 5691 629-0
    F +49 5691 629-501
    info@arolsen-archives.org

    #histoire #holocaust #shoa #persécution #archives #nazis #Allemagne

  • I am a 92 year old German born Jew who grew up in the Hitler youth and was forced to fight in WW2 in the German anti-tank division...
    https://www.reddit.com/r/IAmA/comments/ej5wwp/i_am_a_92_year_old_german_born_jew_who_grew_up_in

    J’ai lu quelque part qu’il y avait à peu près 150.000 juifs et demi-juifs (d’après le définition nazie) dans les armées allemandes pendant la deuxième guerre mondiale.

    Just recently, I published a memoir of my life.
    ...
    I was born in 1927 in Herne, Germany. To quote from my memoir, “I am a survivor of Nazi Germany during WW2. During my childhood I had to live 2 lives: a false public one as a loyal Nazi and my true one at home as a Jewish child in an anti-fascist family.” Though both of my legal parents were German citizens, by biological father was Jewish. My family was always very open and accepting of others, and did not support fascism (but did what they needed to to survive). During WW2, we kept my heritage a secret. As a result, I was raised in the Hitler youth and trained as an anti-aircraft soldier. I was quite tall and desirable to the SS, but I had no interest in becoming one of them, so I volunteered to be in the anti-tank division once I was old enough to enlist.

    Though I fought as a German, I never believed in the war and waited for an opportunity to desert. When I was 17 a group of like-minded soldiers and I deserted and became POW in a British camp for 7 months.
    ...
    Hello Reddit, I am Roberts grand-daughter. I will be helping him with this post, by asking him your questions and writing his responses. He would like to add that this post makes it sound like his life was a lot more smooth and pre-planned than it was. His life was a lot more ’by the seat of his pants’ than this suggests.

    #histoire #Allemagne #Nazis #juifs #biographies

  • Nazi-Straßenname wird geändert: Das BKA will keine braune Adresse - taz.de
    https://taz.de/Nazi-Strassenname-wird-geaendert/!5090972

    20. 6. 2012
    ...
    Jahrelang führte in Meckenheim bei Bonn die Paul-Dickopf-Straße zur dortigen Zweigstelle des Bundeskriminalamts. Nun wird der Straßenname getilgt. Der Grund ist die NS-Vergangenheit von Dickopf, der nach dem Krieg zu einem der Architekten des neu gegründeten BKA wurde und von 1965 bis 1971 sogar dessen Präsident war.

    Beim Stadtrat angeregt hatte die Umbenennung der heutige BKA-Präsident Jörg Ziercke. Eine „Identifikation des BKA mit Paul Dickopf als Namensgeber“ der Straße sei „nicht mehr vorhanden“, ließ er am Mittwoch mitteilen. Vorausgegangen war eine über mehrere Jahre andauernde Auseinandersetzung des BKA mit seinen braunen Wurzeln. Unter anderem wurde ein Wissenschaftlerteam der Uni Halle-Wittenberg damit beauftragt, die Anfangszeit des BKA und die Kontinuität von Personal und Konzepten aus der NS-Zeit zu erforschen. Und die war beträchtlich. Noch 1958 waren von 47 Führungsstellen im BKA 33 mit einstigen SS-Mitgliedern besetzt.

    Maßgeblich verantwortlich für die Rekrutierung von NS-Personal in den ersten Jahren war laut den Forschern der spätere Amtschef Dickopf – der einst selbst SS-Untersturmführer war. „Charlottenburger“ hießen die „Altkriminalisten“ um Dickopf im BKA. Die Führerschule der Sicherheitspolizei, an der er und seine Männer in der NS-Zeit ausgebildet wurden, war in Berlin-Charlottenburg.

    #Meckenheim #Nazis #Bundeskriminalamt #Straßenumbenennung

  • Neuer Hashtag : Neue und und Nazistraßen in Berlin
    Dies ist eine editorische und archivarische Anmerkung

    Neue Straßen aus der Nachkriegszeit

    Das Schlagwort #neue_Straßen bezeichnet vor allem Artikel in denen Straßen vorkommen, die nach 1945 angelegt wurden und nicht dem historischen Layout folgen. „Alte“ Straßen sind die, welche aus den vormaligen Dorfstrukturen entstanden sind oder z.B. Teil des Hobrechtplans sind. Sie werden mit dem explizit gekennzeichnet, weil sie eine Änderung des geographischen Kontext und der damit zusammenhängenden Lebenswirklichkeit zur Folge hatten.

    Beispiel: #Penzberger_Straße
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Penzberger-Strasse-10779-Berlin
    https://www.openstreetmap.org/way/25042583

    Straßen als echte Nazierbschaft

    Die heute noch existierenden Straßen, die in der Nazizeit neu und vor allem als Teil der Vorarbeiten für die Errichtung der Welthauptstadt Germania angelegt wurden, werden als #Nazistraßen gekennzeichnet. Das gilt auch, wenn sie heute anders heißen. Dann erhalten sie außerden das Schlagwort #Straßenumbenennung

    Beispiel: #Olympischer_Platz
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Olympischer-Platz-14053-Berlin
    Beispiel: Hanns-Braun-Straße
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Hanns-Braun-Strasse-14053-Berlin

    Straßen als Naziopfer

    Durch die Kombination der Hashtags #Nazis und #Straßenumbenennung werden Straße gekennzeichnet, deren Name in der Nazizeit geändert wurden, und die vorher schon existierten und vielleicht nach 1945 einen anderen Namen trugen. Das Schlagwort #Nazistraßen ist für diese Straßen nicht gedacht.

    Beispiel: #Reichskanzlerplatz -> #Adolf-Hitler-Platz -> #namenloser_Platz -> #Reichskanzlerplatz -> #Theodor-Heuss-Platz
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Theodor-Heuss-Platz-14052-Berlin

    Nazis heute

    Die Kombination der Hashtags #Nazis und #Straßenumbenennung wird auch für Straßen verwendet, die heute noch ihren von den Nazis gewidmeten Namen tragen, es sei denn, es handelt sich um #Nazistraßen.

    Mit den Begriffen #immernoch oder #toujours wird die Nichterfüllung der Aufforderung #nie_wieder bezeichnet. Sie kennzeichnen von Nazis gewidmete Straßen und andere Überbleibsel der Nazizeit. Das können Begriff aus dem Wörterbuch des Unmenschen ebenso sein wie immer noch gültige Gesetze und Verwaltungsvorschriften und vieles mehr.

    Beispiel: #Zobeltitzstraße
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Zobeltitzstrasse-13403-Berlin
    https://www.openstreetmap.org/way/241859198
    #Wacholderstraße -> #Zobeltitzstraße
    Beispiel: #Rumeyplan
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Rumeyplan-12101-Berlin
    https://www.openstreetmap.org/way/711137875
    #Preußenring -> #Rumeyplan

    #Verschlagwortung #Berlingeschichte

  • Hans Meinshausen – Quand Wikipedia défend les criminels nazis
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Meinshausen


    Hans Meinshausen (sur la gauche) avec Goebbels, Speer et des responsables nazis locaux de Berlin

    Cet article est un excellent exemple pour le type de révisionisme historique officiel suite à l’ascension à des postes de responsabilité dans les musées et institutions de recherche par des fanatiques anticommunistes qui se considèrent comme des victimes de la Stasi.

    Là on disculpe un haut fonctionnaire nazi dont seulement l’inaptitude à maintenir sa position parmi les plus hauts criminels de l’époque a empêché de commettre des crimes plus horribles que la gestion d’un état inhumain dont le patrimoine hante encore aujourd’hui nos enfants. Avant d’occuper le poste de maire de la ville de Görlitz ce malfaiteur a géré la mis en place la discrimination systématique des enseignants juifs et socialistes de Berlin-Charlottenburg en appliquant les règles de la loi sur la restauration de la fonction publique .

    Sa peine de mort fut prononcée par un tribunal antfasciste en 1948 dans une phase historique marquée par de sérieux efforts pour consolider le pouvoir antifasciste dans la perspla situation était inverseective d’entrer en négotiations avec l’Ouest pour un traité de la paix entre Allemagne et les vainqueurs de la guerre.

    L’article reprend élément par élément les arguments de la droite cryptofasciste de l’époque qui a su arrêter une fois pour toutes en 1949 par la réfome monétaire et la fondation de l’état de la RFA les négotiations proposées par l’Union Soviétique. La fondation de la RDA et le maintien du pouvoir staliniste furent les conséquences de ce refus par l’Ouest d’une solution politique pour l’Allemagne entière.

    C’est le contexte historique que l’auteur de cet article Wikipedia favorable aux nazis ne mentionne pas afin de disculper son sujet. Il s’agit d’un dur nazi qui a rejoint la parti avant 1933, un proche des Goebbels et des autres personnes de premier rang qui n’a pas su profiter au même degré qu’eux des crimes commis par eux et dans leur nom.

    Par malchance il n’a pas été jugé par les tribunaux dans les zones dans l’Ouest de l’Allemagne occupée où on était plutôt clément avec anciens nazis. En 1947 les vainquers échangaient encore des informations et les proonniers étaient encore inculpés et jugès là où ils avaient commis des crimes. A l’Est on pensait qu’il fallait systématiquement punir les nazis d’une certaine eimportance on y jugea Hans Meinshausen dans l’esprit antifasciste.

    Apparemment pour l’auteur de l’article Wikpedia les nazis du type Hans Meinshausen étaient des gens que leurs convictions politiques ont porté vers des postes politiques importants mais qu’ils étaient autrement irréprochables. La justice antfasciste de l’époque ne partageait pas cet avis.

    Hans Meinshausen (* 23. Februar 1889 in Eschwege; † 19. Oktober 1948 in Dresden) war ein deutscher Politiker (NSDAP).
    Inhaltsverzeichnis

    Ausbildung

    Meinshausen wurde als Sohn eines Rechtsanwalts geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und des Gymnasiums in Eschwege wechselte er zum Gymnasium Philippinum in Marburg (unter Gottfried Friedrich Aly) und nach einem Consilium abeundi nach Neuhaldensleben. Er studierte von 1908 bis 1914 Geschichte, Deutsch, Philosophie und Staatswissenschaft in Marburg, Berlin und Greifswald. Während seines Studiums gehörte Meinshausen einer schlagenden Studentenverbindung an. Die Mensurnarben, die er von seinen Kämpfen davontrug, waren noch in späteren Jahren deutlich zu sehen. 1914 legte Meinshausen das erste Staatsexamen für das höhere Lehramt ab.

    Ab 1914 nahm Meinshausen als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil, in dem er unter anderem in Flandern, Mazedonien, Russland, Italien und Frankreich kämpfte. Im Krieg wurde er zweimal verwundet und mit dem Eisernen Kreuz beider Klassen ausgezeichnet.

    Nach der Rückkehr aus dem Krieg – im Rang eines Leutnants der Reserve im Reservejägerbataillon Nr. 1 – promovierte Meinshausen 1919 in Greifswald zum Dr. phil. 1920 wurde er Schriftleiter der Rheinisch Westfälischen Zeitung. Danach arbeitete er als Studienassessor an Schulen in Homburg vor der Höhe, in Bad Ems und in Marburg (wiederum Phillipinum), wo er als Schüler des Hauses verwiesen worden war. Solcherart „Rückkehr durch die Vordertür“ blieb kein Einzelfall in seinem Leben. 1923 wurde er von den Franzosen aus dem besetzten Ruhrgebiet ausgewiesen. 1924 heiratete Meinshausen. Aus der Ehe gingen zwei Töchter und zwei Söhne hervor. Nach seinem Wechsel nach Berlin arbeitete er als Fachfunktionär für die Belange der Studienassessoren im höheren Schulwesen.

    1926 wurde Meinshausen Studienrat in Berlin-Charlottenburg.
    Mitgliedschaft und Arbeit in der NSDAP

    1929 trat Meinshausen in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) ein. Ein Jahr später wurde er wegen seiner Betätigung für die NSDAP aus dem Schuldienst suspendiert und im anschließenden Disziplinarverfahren entlassen. Das Urteil wurde später im September 1932 aufgehoben. Von 1930 bis 1933 amtierte Meinshausen als Stellvertreter des Gauleiters von Berlin Joseph Goebbels. Meinshausens Sekretärin während dieser Zeit war Magda Quandt, die spätere Ehefrau von Goebbels. Seit 1931 war er Reichsredner der NSDAP.

    Im April 1932 wurde Meinshausen Mitglied des Preußischen Landtages. Bei der Reichstagswahl vom Juli desselben Jahres wurde er erstmals in den Reichstag gewählt, in dem er zunächst den Wahlkreis 3 (Potsdam II) vertrat, und dem er fortan ohne Unterbrechung bis zum November des Jahres 1933 angehörte. Sein Mandat für den Preußischen Landtag legte er im August 1932 wegen seiner Wahl in den Reichstag nieder. Bei der Reichstagswahl vom März 1933 wechselte er seinen Wahlkreis und war fortan Abgeordneter für den Wahlkreis 2 (Berlin). Das wichtigste parlamentarische Ereignis, an dem Meinshausen während seiner Abgeordnetenzeit beteiligt war, war die Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes im März 1933, das unter anderem auch mit seiner Stimme beschlossen wurde.[1]

    Am 13. März 1933 wurde Meinshausen „Staatskommissar zur Wahrnehmung der Geschäfte des Stadtschulrats“. In dieser Funktion war Meinshausen zuständig für die „Äußere Schulaufsicht“ (Schulbaupläne, Pflichtstundenregelung, Lehrerfortbildung, Lehrmittelwesen etc.). Die „Innere Schulaufsicht“ lag beim Oberpräsidenten von Brandenburg und Berlin. Gleichzeitig wirkte er bei den Eingriffen im Rahmen des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 mit: Umsetzung, Beurlaubung, Herabstufung, Entlassung von Sozialisten, Juden und solchen, „die nicht rückhaltlos“ für das Reich der Nationalsozialisten eintraten. Konkrete Verfolgung gegenüber Gruppen und Einzelpersonen ist nicht bekannt.

    Trotz einer biografischen Studie von 1934, die ihn als „Mann des Führers“ beschrieb,[2] zerfiel sein Verhältnis zu Joseph Goebbels, dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Eine weitergehende Karriere entwickelte sich nicht. Nach der Verfestigung der Nazi-Macht wurden seine Spuren dünner. 1940 bis 1943 diente Meinshausen in der Wehrmacht, zuletzt als Hauptmann in einem Nachschubbataillon an der Ostfront bei Smolensk.

    Nach seiner Rückkehr nach Berlin gelang ihm eine erneute Annäherung an das Wirkungsfeld von Goebbels nicht. Vielmehr wurde er auf dessen Wunsch aus Berlin entfernt und zum kommissarischen Oberbürgermeister von Görlitz (an der Neiße) berufen. Die Zeit des Kriegsendes begleitete er dort mit den üblichen Forderungen nach Endsieg, Durchhalten und Treue. Verbrecherische Entscheidungen gegenüber Soldaten und Bürgern sind ebenso wenig bekannt wie gegenüber den Insassen des Lagers Biesnitzer Grund, einem Außenlager des KZ Groß-Rosen. Er versorgte die Flüchtlingsströme vor der herannahenden 1. Ukrainischen Front von Iwan Konew und sorgte für die Evakuierung der Görlitzer Bevölkerung, was ihm später als „Zwangsevakuierung“ und Verbrechen gegenüber der Bevölkerung zum Vorwurf gemacht wurde. Am 10. Mai 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft.
    Internierung und Prozess

    Im Internierungslager Darmstadt (Hessen) sah Meinshausen 1947 seiner Entlassung entgegen, als die Justizbehörden in Sachsen mit Unterstützung der Sowjetischen Militäradministration SMAD seine Auslieferung verlangten „wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ in der Görlitzer Zeit: Erschießungen, Sprengungen, Zwangsevakuierung und Tyrannisierung der Bevölkerung. Im gleichen Sinne verfuhr man gegenüber Bruno Malitz, dem ehemaligen Kreisleiter der NSDAP in Görlitz, der in Bremen interniert war, nachdem er dort auf Grund falscher Fragebogenaussagen bereits das Amt eines Abteilungsleiters in der Verwaltung bekleidet hatte. Nach einigem Zögern stimmte die amerikanische Besatzungsverwaltung unter General Lucius D. Clay zu und Malitz und Meinshausen wurden im Dezember 1947 ausgeliefert, um in Görlitz vor Gericht gestellt zu werden.

    Im April 1948 kam es zu einem mehr als zweiwöchigen Schauprozess vor zeitweise 2300 Teilnehmern in der dortigen Stadthalle. Im Prozess war ihm Carl-Albert Brüll als Verteidiger zugewiesen; die Abteilung K 5 der Kriminalpolizei – zuständig für die Entnazifizierungsmaßnahmen – übernahm die Lenkung von Staatsanwalt und Gerichtsvorsitz sowie der Ausgestaltung des äußeren Rahmens in einem justiziellen Bühnenstück. Namentlich Karl Mellmann von der K 5 steuerte die Vorgänge, setzte zusammen mit dem Generalstaatsanwalt Rolf Helm die Personen am Richtertisch unter Druck, sorgte für selektives Beweismaterial und Zeugenaussagen und die Schaffung einer passenden Stimmungslage: „Die Unterdrücker der Menschheit strafen ist Gnade, ihnen verzeihen ist Barbarei“ (Büchners Danton).

    Dieser Prozess an der Schnittstelle zweier Diktaturen erprobte die Durchsetzung der Parteiinteressen gegenüber der Justiz und unterstützte den Stalinisierungsprozess in der sowjetischen Besatzungszone und ab Sommer 1949 in der frühen DDR. Die parteikonformen Medien, namentlich das Neue Deutschland, sorgten für die notwendige Kampagne. Noch 1983 wiederholte eine Publikation in Berlin (West) die Falschaussagen des Neuen Deutschland vom April 1948.[3] Nichts hatte die offenkundigen Absichten der Als-Ob-Justiz einer neuartigen „Demokratie“ stoppen können. Die SED wollte ein „Nürnberg der Zone“. Am vorletzten Prozesstag trat noch Walter Ulbricht als Zeuge gegen Meinshausen auf und stellte einen Bezug her zu der Saalschlacht von 1932 in Berlin-Friedrichshain.

    Das Todesurteil vom 22. April und die Hinrichtung am 19. Oktober 1948 (zusammen mit Bruno Malitz) am Münchner Platz in Dresden erfolgte nicht (mehr) wegen „schwerster Verbrechen gegen die Bevölkerung“ (mit Ausnahme der „Zwangsevakuierung“ vor der heranrückenden Front), sondern wegen der allgemeinen Mitschuld am NS-System und „vorsorglich“ zum Schutz vor einem versierten Propagandisten.

    „What’s the story behind this?“ So hatte jemand von der US Army zwischendurch schon einmal gefragt. Es ging um ein „Pilotprojekt“ der politischen Polizei in Abstimmung mit Walter Ulbricht und Erich Mielke zur Machtdurchsetzung gegenüber der Justiz und der Bevölkerung – auf dem Weg in die bald zu gründende DDR und zum künftigen Ministerium für Staatssicherheit.[4]

    Schriften

    Die Befugnisse des Kaisers in der Deutschen Reichsverfassung von 1871 (...). Greifswald 1919 (Dissertation).
    Erziehung zum dritten Reich. Reden und Aufsätze,. Berlin 1934.
    Vorwort des Herausgebers. In: Erzieher Groß-Berlins. Verzeichnis der Lehrkräfte, Lehranstalten, Schulbehörden und Parteidienststellen. Berlin 1935.
    Der nationalpolitische Unterricht. Ein Handbuch für den Lehrer. 8 Bde., Frankfurt am Main 1934 (Hrsg.).
    Deutsches Lesebuch für Jungen. 5 Bde., Frankfurt am Main 1939 (Hrsg.).
    Beiträge in Deutsches Philologen-Blatt.

    Literatur

    Helmuth Fechner: Dr. Meinshausen, Stadtschulrat von Berlin. Berlin: Verlag Nationalsozialistische Erziehung, 1934.
    Rolf Hensel: Stufen zum Schafott. Der Berliner Stadtschulrat und Oberbürgermeister von Görlitz: Hans Meinshausen. Berlin 2012 (=Zeitgeschichtliche Forschungen 44). ISBN 978-3-428-13690-2.
    Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4, S. 410–411.
    Eine Täter-Karriere. Dr. Hans Meinshausen (1889-1948). In: Arbeitsgruppe Pädagogisches Museum (Hrsg.): Heil Hitler, Herr Lehrer. Volksschule 1933-1945. Das Beispiel Berlin. Reinbek bei Hamburg 1983, S. 47.

    Weblinks

    Literatur von und über Hans Meinshausen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
    Hans Meinshausen in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
    Personalbogen von Hans Meinshausen in der Personalkartei der Gutachterstelle des BIL in der Archivdatenbank der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF)

    Einzelnachweise
    Joachim Lilla, Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945, Düsseldorf 2004, S. 410 f.
    Helmuth Fechner, Dr. Meinshausen. Stadtschulrat von Berlin, Berlin: Vlg. Nationalsozialistische Erziehung 1934.
    Eine Täter-Karriere. Dr. Hans Meinshausen (1889–1948), in: Arbeitsgruppe Pädagogisches Museum (Hrsg.), Heil Hitler, Herr Lehrer. Volksschule 1933–1945. Das Beispiel Berlin, Berlin: 1983, S. 47.
    Rolf Hensel: Stufen zum Schafott. Der Berliner Stadtschulrat und Oberbürgermeister von Görlitz: Hans Meinshausen. Berlin 2012.

    https://fr.wikipedia.org/wiki/Loi_allemande_sur_la_restauration_de_la_fonction_publique_du_7_avril_1

    #Allemagne #nazis #histoire #éducation #Charlottenbur #Berlin

  • Das Buch Der Deutschen Kolonien
    https://archive.org/stream/SC038DasBuchDerDeutschenKolonien/SC+038%20Das%20Buch_der_deutschen_Kolonien_djvu.txt

    Wirtschaft und Kolonien - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland
    Reichsbankpräsident Dr. Hjalmar Schacht, Wilhelm Goldmann Verlag Leipzig © 1937
    ...
    Vor dem Kriege besaß Deutschland außerhalb seiner eigenen Kolonien werbende ausländische Anlagen in Höhe von annähernd 30 Milliarden Goldmark. Es besaß einen blühenden Außenhandel mit allen Nebenerwerbszweigen wie Schiffahrt, Versicherung, Kreditwesen usw. Die Märkte der Welt waren offen und zum größten Teil durch Handelsverträge langfristig gesichert. Der Auswanderung waren nirgends Schranken gesetzt. Aus allen diesen Gründen konnte Deutschland seine Rohstoffe auf dem Weltmärkte einkaufen und hatte keinen Anreiz, seine eigenen kolonialen Bezugsgebiete forciert zu entwickeln oder nur nach ihnen auszuwandern. Alles das ist heute anders. Würden Deutschland seine Kolonien heute nicht noch vorenthalten, so würde es mit deutscher Arbeit und mit Einsatz von Kapital und Kredit in deutscher Währung die Entwicklung der kolonialen Rohstofferzeugung mit größtem Nachdruck in die Hand nehmen und unendlich viel mehr Nahrungsmittel und Rohstoffe schaffen, als dies heute trotz inzwischen eingetretener Entwicklung unter der Mandatsherrschaft der Fall ist. In welchem Umfange die koloniale Investition der Industrie des Mutterlandes Beschäftigung bringen kann, dafür mag als gutes Beispiel Frankreich dienen, dessen Ausfuhr nach seinen Kolonien sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat. Von der französischen Baumwollindustrie gehen rund 30 v. H. des Gesamtabsatzes in die eigenen Kolonien. Von der englischen Ausfuhr wird nahezu die Hälfte von dem britischen Imperium außerhalb Großbritanniens und Irlands aufgenommen. Gerade in den Krisenjahren hat sich die naturgegebene Vorzugsstellung des Mutterlandes gegenüber den Kolonien für die englische, wie für die französische Industrie segensreich ausgewirkt.

    Selbstverständlich wird die Entwicklung der Kolonien eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Aber auch hier wird man sagen müssen, daß mit den modernen technischen Hilfsmitteln die Entwicklung viel schneller vorgenommen werden kann, als dies in früheren Jahrzehnten der Fall war. Schon in den zwei Jahrzehnten, während derer Deutschland seine Kolonien besaß, ist in diesen Gebieten mehr geleistet worden, als in anderen Kolonien durch zwei Jahrhunderte. Es würde deshalb selbst bei dem heutigen Zustande schon eine sofortige Erleichterung der deutschen Rohstofflage durch die Kolonien eintreten, die sich dann im Laufe der Jahre sehr rasch wird steigern lassen. Schon die jetzige Ausfuhr der deutschen Kolonien an pflanzlichen Ölen und Fetten wird etwa ein Viertel unseres Jahresbedarfes an solchen Fetten und Ölen decken. Und in dem Bezüge von Holz dürfte die Möglichkeit einer erheblichen Erleichterung ebenfalls sofort gegeben sein. Es ist also nicht Zukunftsmusik, die hier gespielt wird, sondern Wirklichkeit.

    Ich fasse zusammen: Deutschland hat einen zu geringen Lebensraum für seine Bevölkerung. Es hat alle Anstrengungen und ganz gewiß viel größere Anstrengungen als irgendein anderes Volk gemacht, aus seinem vorhandenen geringen Raum herauszuholen, was für seine Lebenssicherung notwendig ist. Trotz aller dieser Anstrengungen aber reicht der Raum nicht aus. Die Mangellage an industriellen Rohstoffen ist noch größer als die auf dem Nahrungsmittelgebiet. Durch handelspolitische Abmachungen irgendwelcher Art kann eine Sicherung der Daseinserhaltung des deutschen Volkes nicht erfolgen. Die Zuteilung kolonialen Raumes ist die gegebene Lösung der bestehenden Schwierigkeiten.

    #Allemagne #histoire #colonialisme #nazis

  • Bauern, Bonzen und Bomben, Kurt Tucholsky, 1931
    http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Werke/1931/Bauern,+Bonzen+und+Bomben

    Wer, um sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, einen andern durch Gewalt oder Drohung zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt . . .

    § 253 StGB

    Ein politisches Lehrbuch der Fauna Germanica, wie man es sich nicht besser wünschen kann:

    ›Bauern, Bonzen und Bomben‹ von Hans Fallada (erschienen bei Ernst Rowohlt in Berlin). Bevor wir ins Thema steigen: das Buch hat ein gotteslästerlich schlechtes Satzbild. Wie sieht denn nur die Seite aus? Ich habe immer gelernt, der weiße Rand müsse sich nach der Innenseite des Buches hin verbreitern – dies Satzbild ist aber gar nicht schön. Rowohlt, Sie sind doch sonst nicht so? Jetzt gehts los.

    Falladas Buch ist die beste Schilderung der deutschen Kleinstadt, die mir in den letzten Jahren bekannt geworden ist. Der Verfasser hat einen Bauernroman schreiben wollen – wohl anknüpfend an die Vorgänge in Neumünster in Holstein, wo Bauernführer im Sinne Klaus Heims und, unabhängig von ihm, die Nationalsozialisten die vorhandene Unzufriedenheit der Bauern benutzten, um gegen das, was sie die Republik nennen, vorzugehen. »Die Gestalten des Romans«, steht im Vorwort, »sind keine Fotografien, sie sind Versuche, Menschengesichter unter Verzicht auf billige Ähnlichkeit sichtbar zu machen. Bei der Wiedergabe der Atmosphäre, des Parteihaders, des Kampfes aller gegen alle ist höchste Naturtreue erstrebt. Meine kleine Stadt steht für tausend andere und für jede große auch.«

    Die Bauern nun sind in diesem Roman eine dunkle, anonyme Masse – die paar Typen, die herausgegriffen werden, sind viel blasser als die Bewohner der kleinen Stadt Altholm; und von den wirtschaftlichen Gründen bäurischer Notlage wird so gut wie nichts gesagt. Einmal ist das heikle Thema, daß die Bauern vielleicht intensiver wirtschaften sollten, um sich gegen die ausländische Konkurrenz anders als mit Schutzzöllen zu behaupten, leise angeschlagen; kein Wort davon, daß die Verdienste, die der Bauernschaft durch die Inflation in den Schoß gefallen sind, sie damals für lange Zeit hätten schuldenfrei[168] machen können, es war jene Zeit, wo die Ledersessel und die Klaviere in die Bauernhäuser transportiert wurden. Und wo stehn die Bauern heute . . . also davon ist in dem Buch wenig zu spüren. Den Bauern gehts eben schlecht – und nun revoltieren sie.

    Das tun sie auf eine recht merkwürdige Weise.

    Die dem Altdeutschen entlehnten romantischen Formen des armen Konrad wirken wie aufgeklebt. »Bauern Pommerns, habt ihr darüber hinaus schuldig gefunden die ganze Stadt Altholm mit allem, was darin lebt, so sprecht: sie ist schuldig! – Ankläger, welche Strafe beantragst du gegen die Stadt Altholm?« Das ist tragische Oper, Film und neuruppiner Bilderbogen. Sicherlich wird auf diesen Things so gesprochen; es ist die gehobene Sprache von Ackerbürgern, die das Feierliche solcher Handlungen durch einen Stil bekunden, der leise Erinnerungen an die Bibel und an alte verschollene Zeiten aufweist, da der Bauer einmal wirklich revolutionär gewesen ist. Aber warum, warum das alles so ist – davon bekommen wir in diesem Buch wenig zu hören. Gut gesehn und gut geschildert ist das Dumpfe am Bauern, seine Schlauheit, seine ungeheure Aktivität im passiven Erdulden, woran sich jeder Gegner mit der Zeit totläuft . . . aber der Bauer: der ist nicht in diesem Buch. Das hat kein Bauer geschrieben. Dieser Autor hat die Bauernbewegung schildern wollen, und unter der Hand ist ganz etwas andres herausgekommen: ein wundervoller Kleinstadtroman.

    George Grosz, der du das Titelbild hättest zeichnen sollen, das lies du! Es ist dein Buch.

    Die Technik ist simpel; es ist der brave, gute, alte Naturalismus, das Dichterische ist schwach, aber der Verfasser prätendiert auch gar nicht, ein großes Dichtwerk gegeben zu haben. Ein paar Stellen sind darin, an denen schlägt ein Herz. Nein, ein großes Kunstwerk ist das nicht. Aber es ist echt . . . es ist so unheimlich echt, daß es einem graut.

    Gezeigt wird das politische Leben einer kleinen Provinzstadt; ihre Intrigen und ihre Interessenten; ihre Stammtische und ihre Weiberkneipen; ihr Rathaus und ihre Polizeiwache . . . es ist schmerzhaft echt. Das hat einer geschrieben, der diese Umwelt wie seine Tasche kennt, einer, der sich aber doch so viel Distanz dazu bewahrt hat, sie schildern zu können. Er hat genau die richtige Entfernung, deren ein Schriftsteller bedarf: nah, aber nicht zu nah. Es scheint mir ungemein bezeichnend, daß wir keinen solchen Arztroman haben; keinen solchen Börsianerroman; keinen solchen Großstadtroman: es ist, als hätten die Angehörigen dieser gehobenen Bürgerschichten keine Augen im Kopf, um das zu sehen, was rings um sie vorgeht. Es ist ihnen wohl zu selbstverständlich. Fallada hat gesehn.

    Es ist eine Atmosphäre der ungewaschenen Füße. Es ist der Mief der Kleinstadt, jener Brodem aus Klatsch, Geldgier, Ehrgeiz und politischen Interessen; es ist jene Luft, wo die kleine Glocke an der Tür des Posamentierwarenladens[169] scheppert und eine alte Jungfer nach vorn gestolpert kommt . . . Augen tauchen hinter Fensterladen auf und sehen in den ›Spion‹ . . . und wenn das nun noch ein Dichter geschrieben hätte, der nicht nur theoretisch im Vorwort sagt, daß dieses Altholm für tausend andre Städte stehe, sondern wenn er uns das nun auch noch im Buch selbst gezeigt hätte –: dann wäre dies ein Meisterwerk.

    So ist es nur ein politisch hochinteressanter Roman geworden. Ich kann mir nicht denken, daß ich dieses Buch zu Ende gelesen hätte, wenn es etwa eine bretonische Kleinstadt schilderte; das kann für den Fremden nur ein Künstler wie Maupassant schmackhaft machen. Dieses Werk hier habe ich in zwei Nächten gefressen, weil es uns politisch angeht, nur deswegen. Beinah nur deswegen.

    Im Gegensatz zu diesen dummen Büchern gegen die ›Bonzen‹, wo der Sozialdemokrat nichts als dick, dumm und gefräßig ist und die andern rein und herrlich; wo die Arbeiter abwechselnd als verhetzt und unschuldig oder als blöde Masse geschildert werden, und wo sich die ganze Wut nicht zu Worte gekommener Zahlabendmitglieder entlädt – im Gegensatz dazu sind hier Menschen gezeichnet, wie sie wirklich sind: nicht besonders bösartig, aber doch ziemlich übel, mutig aus Feigheit, klein, geduckt alle zusammen – und niemand ist in diesem Betrieb eigentlich recht glücklich.

    Die Bauern demonstrieren in der Stadt mit der schwarzen Fahne gegen die zu hohen Steuern. Der Bürgermeister verbietet die Demonstration nicht, der Regierungspräsident will sie verboten haben; beides sind Sozialdemokraten. Der Regierungspräsident entsendet an die Grenze des städtischen Machtbereichs Schupo; sowie einen ›Vertrauensmann‹. Der Vertrauensmann bringt die städtische Polizei und die Bauern ein bißchen aufeinander; hier ist ausgezeichnet geschildert, wie so etwas verläuft: wie guter böser Wille, Tücke, Schlauheit und Gerissenheit des Beamten ineinander übergehn – Amtsmißbrauch? Das weisen Sie mal nach! Und wie sich dann vor allem die Ereignisse selbständig machen; wie es eben nicht mehr in der Macht der Menschen liegt, ihnen zu gebieten – das ›es‹ ist stärker als sie. Die Herren Führer stehen nachher als Opfer da – wie ist das gewesen? Ein Telefonanruf, die Ungeschicklichkeit eines Polizeiinspektors . . . du lieber Gott, es sind lauter Kleinigkeiten, und zum Schluß ist es ernste Politik. Fallada hat das gut aufgebröselt; er begnügt sich an keiner Stelle mit diesen schrecklichen Rednerphrasen, wie wir sie sonst in jedem politischen Roman finden: er trennt das Gewebe auf und zeigt uns das Futter. Riecht nicht gut, diese Einlage.

    Hießen alle diese Leute: Kowalski, Pruniczlawski, Krczynakowski und spielte dieser Roman in Polen –: die deutsche Rechtspresse würde ihn mit Freudengeheul begrüßen. Was? Diese Tücke! diese Falschheit – denn ein Grundzug geht durch das ganze Buch, und der ist wahr:

    Fast alles, was hier geschieht, beruht auf Nötigung oder Erpressung.

    Der Bürgermeister drückt auf die Zeitungsleute; die Zeitungsleute drücken auf das Rathaus; die Bauern auf die Kaufleute; jeder weiß etwas über wen, und jeder nutzt diese Kenntnis auf das raffinierteste aus. Nun wollen wir uns nicht vormachen, es käme solches nur in deutschen Kleinstädten vor; diese Leute sind immer noch Waisenknaben gegen die Franzosen, die aus Personalkenntnissen gradezu meisterhaft Kapital zu schlagen verstehn – die gute Hälfte ihrer Politik besteht aus solchen Dingen, und es ist sehr lustig, daß der Name ihrer einschlägigen Institution in wörtlicher Übersetzung »allgemeine Sicherheit« bedeutet. Also das ist überall so. Gestaltet ist es in diesem Buche meisterhaft.

    Was vor allem auffällt, ist die Echtheit des Jargons. Das kann man nicht erfinden, das ist gehört. Und bis auf das letzte Komma richtig wiedergegeben: es gibt eine Echtheit, die sich sofort überträgt: man fühlt, daß die Leute so gesprochen haben und nicht anders.

    Diese Aktschlüsse, wenn sie auseinandergehn, mit »Na, denn . . . « und »Also nicht wahr, Herr Bürgermeister . . . «; der schönste Gesprächsschluß ist auf der Seite 517 . . . die grammophongetreue Wiedergabe dessen, was so in einer Konferenz gesprochen wird: wie da die Bürger aller Schattierungen eine Nummer reden, halb Stammtisch und halb Volksversammlung; wie sie unter Freunden sprechen und wie sie sprechen, wenn jemand dabei ist, gegen den sie etwas haben; wie sie schweinigeln . . .

    Ja, da lesen wir nun so viel über die Sittenverderbnis am Kurfürstendamm. Aber auf keinem berliner Kostümfest der Inflationsjahre kann es böser zugegangen sein als es heute noch in jeder Kleinstadt in gewissen Ecken zuzugehen pflegt, wenn die Ehemänner, fern von Muttern, in das Reich der Aktfotografien und der Weiberkneipen hinuntertauchen. Jeder hat was auf dem Kerbholz. »Ich sage bloß: Stettin . . . « sagt einer zum Bürgermeister. Ich sage bloß: Altholm – und hierin steht dieses erfundene Altholm, das gar nicht erfunden sein kann, für jede Stadt. Dieses Laster ist unsagbar unappetitlich.

    Wenn sie aber festgestellt haben, daß Betty, die Sau, heute keine Hosen trägt, dann reißen sie sich am nächsten Vormittag zusammen und werden ›dienstlich‹. Und das ist nun allerdings ganz und gar deutsch. »Ich komme dienstlich«, sagt einer zu einem Duzfreund. Und dann spielen sie sich eine Komödie vor: jeder weiß, daß der andre weiß, daß er weiß – sie grinsen aber nicht, sondern sie wechseln vorschriftsmäßig Rede und Gegenrede, damit sie nachher in den Bericht setzen und beschwören können: »Herr Stuff sagte mir, daß er von dem Verbleib des Inseratenzettels nichts wüßte. So wahr mir Gott helfe.«

    O welsche Tücke, o polnische Niedertracht, o deutsche Dienstlichkeit.

    Und eine Gerichtsverhandlung: wie da die unbequemen Zeugen zu Angeklagten werden; wie es gedreht wird; wie dieses ganze Theater gar nichts mehr mit Rechtspflege, dagegen alles mit Politik zu tun hat –: das ist ein Meisterstück forensischer Schilderung. Nur zu lang.

    Und wenn man das alles gelesen hat, voller Spannung, Bewegung und ununterbrochen einander widerstreitender Gefühle: dann sieht man die immense Schuld jener Republik, die wir einmal gehabt haben und die heute zerbrochen ist an der Schlappheit, an der maßlosen Feigheit, an der Instinktlosigkeit ihres mittlern Bürgertums, zu dem in erster Linie die Panzerkreuzer bewilligenden Führer der Sozialdemokratie zu rechnen sind. Der Lebenswille der andern war stärker; und wer stärker ist, hat das Anrecht auf einen Sieg. Beklagt euch nicht.

    Hier, in diese kleinen Städte, ist der demokratische, der republikanische Gedanke niemals eingezogen. Man hat – großer Sieg! – auf manchen Regierungsgebäuden Schwarz-Rot-Gold geflaggt; die Denkungsart der breiten Masse hat die Republik nie erfaßt. Nicht nur, weil sie maßlos ungeschickt, ewig zögernd und energielos zu Werke gegangen ist; nicht nur, weil sie 1918 und nach dem Kapp-Putsch, nach den feigen Mordtaten gegen Erzberger und Rathenau alles, aber auch alles versäumt hat – nein, weil der wirkliche Gehalt dieses Volkes, seine anonyme Energie, seine Liebe und sein Herz nicht auf solcher Seite sein können. Die Sozialdemokratie ist geistig nie auf ihre Aufgabe vorbereitet gewesen; diese hochmütigen Marxisten-Spießer hatten es alles schriftlich, ihre Theorien hatten sich selbständig gemacht, und in der Praxis war es gar nichts. Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig. Daß nun dieses richtige Grundgefühl heute von den Schreihälsen der Nazis mißbraucht wird, ist eine andre Sache.

    Hier ist eine Blutschuld der nicht mehr bestehenden Republik. Aus keinem Buch wird das deutlicher als aus diesem, der Verfasser hat es uns vielleicht gar nicht zeigen wollen – die These springt aber dem Leser in die Augen. Was war hier zu machen –! Und was hat man alles nicht gemacht –! Zu spät, zu spät.

    Ich empfehle diesen Roman jedem, der über Deutschland Bescheid wissen will. Wie weit ist das von dem Rapprochement-Geschwätz der braven Leute aus den großen Städten entfernt. Hier ist Deutschland – hier ist es.

    Es wäre anzumerken, daß der Künstler in Fallada nur an einigen wenigen Stellen triumphiert. Manchmal sagt er kluge Sachen; wie sich zwei bei einer Unterredung vorsichtig abtasten: »Ein Anfang ist gemacht, ein günstiger Anfang. Die beiden Herren haben sich in ihren Antipathien getroffen, was meistens wichtiger ist, als daß die Sympathien übereinstimmen.« Und einmal steht da einer dieser Sätze, an denen das frühere Werk Gerhart Hauptmanns so reich ist. Einem[172] Bauern geht alles, aber auch alles schief. »Welche sind, die haben kein Glück, sagt Banz und meint sich.«

    Ja, das ist ein Buch! So ist die Stadt; so ist das Land, vor allem das niederdeutsche, und so ist die Politik. Man sieht hier einmal deutlich, wie eben diese Politik nicht allein in wirtschaftliche Erklärungen aufzulösen ist; wie sich diese Menschen umeinanderdrehen, sich bekämpfen und sich verbünden, sich anziehen und abstoßen, sich befehden und verbrüdern . . . als seien sie von blinden und anonymen Leidenschaften getrieben, denen sie erst nachher, wenn alles vorbei ist, ein rationalistisches Etikett aufkleben; das Etikett zeigt den Flascheninhalt nicht richtig an. Sie drücken aufeinander und »lassen den andern hochgehn«; sie spielen einander die Komödie des Dienstlichen vor – und es sind arme Luder, alle miteinander. Und man bekommt einen kleinen Begriff davon, wie es wohl einem zumute sein mag, der in diesen mittlern und kleinen Städten auf republikanischem Posten steht. Fällt er wegen seiner Gesinnung? Natürlich. Fällt er durch seine Gesinnung? Nie. Sie »machen ihn kaputt«, wie der schöne Fachausdruck heißt, aber so: »Herr Schulrat P. hat gegen den § 18 der Bestimmung verstoßen, nach der er . . . « Immer ist da so ein § 18, und immer funktioniert dieser Paragraph prompt, wenn sie ihn grade brauchen. Und niemals hilft die Republik ihren Leuten; sie wird so gehaßt und hat dabei gar nich veel tau seggn. Sie sieht sich das alles mit an . . . sie läßt diese unsäglichen Richter machen, die die Hauptschuld an den blutigen Opfern der letzten Zeit tragen. Rechtsschutz gibt es nicht. Gleichheit vor dem Strafgesetz gibt es nicht. Kommunist sein bedeutet: Angeklagter sein, und wenn die Nazis ganze Kleinstädte terrorisieren, so bleibt der Landgerichtsrat milde und hackt auf den Belastungszeugen herum. Und wenn es gar nicht anders geht, wenn sonst nichts da ist, einen verhaßten Republikaner tot zu machen, dann hilft irgend ein § 18. Noch niemals aber ist ein Mitglied der herrschenden Rechtskaste über solch einen Paragraphen gestolpert, falls er sich nicht bei seiner Klasse mißliebig gemacht hat. Da gilt dann der Paragraph nicht. Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.

    So einen Arztroman möchten wir lesen. So einen Journalistenroman. So einen berliner Roman. Dazu wäre allerdings der besondere Glücksfall nötig, daß ein schriftstellerisch begabter Mann in diesem Milieu lebt und es so genau kennt, wie Fallada das seinige.

    Er hat es kaschiert. Seine Helden heißen nicht Knut, sondern Tunk. Wird diese Tarnkappe genügen? Begeistert wird die kleine Stadt von seiner Schilderung grade nicht sein – nicht davon, wie er sie entblößt; wie er aufzeigt, daß weit und breit keine Juden da sind, die man für alles verantwortlich machen könnte; weit und breit keine Kommunisten,[ die etwas bewirken. Fallada, sieh dich vor. Es gibt ein altes Grimmsches Märchen von der Gänsemagd, die eine Prinzessin war und die nun als Magd dienen muß. Den Kopf ihres treuen Rosses haben sie ans Stadttor genagelt, und jeden Morgen, wenn sie ihre Gänse da vorübertreiben muß, sieht sie es an und spricht:

    »O Fallada – daß du hangest!«

    Wenn sie dich kriegen, Hans Fallada, wenn sie dich kriegen: sieh dich vor, daß du nicht hangest! Es kann aber auch sein, daß sie in ihrer Dummheit glauben, du habest mit dem Buch den Sozis ordentlich eins auswischen wollen, und dann bekommst du einen Redakteurposten bei einem jener verängstigten Druckereibesitzer, die in Wahrheit die deutsche Presse repräsentieren.

    Obgleich und weil du den besten deutschen Kleinstadtroman geschrieben hast.

    · Ignaz Wrobel
    Die Weltbühne, 07.03.1931, Nr. 14, S. 496.

    #Allemagne #histoire #nazis #SPD #politique #province #fascisme

  • Geschichte : Hugenberg: Einheits-Presse als Geschäftsmodell
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/gift-fuer-die-presse-li.76516

    Beim Gedanken an den ehemaligen Kriegsgegner Frankreich fühlt sich Stein an das Tierreich erinnert – mit deutlichen Vorteilen für die Tiere: „Das Tier ist die Übergangsstufe vom Franzosen zum Menschen.“

    Adolf Stein
    https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Stein

    Redaktionsleitung des Materndienstes Deutscher Pressedienst
    ...
    Teilweise wurden von den verschiedenen Hugenberg-Zeitungen regelrechte Kampagnen gegen die Reichsregierung inszeniert, in denen sie sich gegenseitig zitierten und verstärkten. Beispielsweise wurde in den zum Hugenberg-Konzern gehörenden bzw. von ihm beeinflussten Regionalzeitungen München-Augsburger Abendzeitung, „Mitteldeutsche Presse“ und anderen durch Stein der Abdruck eines Offenen Briefes des Münchner Nationalisten und Hitler-Finanziers Emil Gansser ermöglicht, der Reichspräsident Ebert vorwarf, die Kriegsniederlage durch sein Verhalten vor und nach Kriegsende mitverschuldet zu haben. Der Vorwurf Ganssers war zunächst im Völkischen Beobachter erschienen, worauf dieser verboten worden war.
    ...
    Stein pflegte in seinen Formulierungen zwar keinen „Radau-Antisemitismus“, brachte seine antisemitische Einstellung aber nachhaltig, auch in aller Schärfe, zum Ausdruck, beispielsweise gegenüber dem USPD-Abgeordneten Oskar Cohn. Stein trennte Juden in wirklich patriotische(r) … nützliche Mitbürger, die unsere Volkswirtschaft nicht entbehren kann und Schädlinge, Schnorrer und Verschwörer. Die sollen und dürfen uns nicht knechten. Wir sind es satt. Bescheidener sollen sie sein.

    Rumpelstilzchen - Artikel in der Tante Voss
    http://www.karlheinz-everts.de/Voss-Artikel.htm

    „Rumpelstilzchen” also schreibt jede Woche, die der Herrgott werden läßt, einen „Berliner Brief”, der in 25 bis 30 Provinzzeitungen erscheint. Nicht genug damit, gibt er ab und zu die Ernte von einigen Monaten noch als Buch heraus, wie jetzt eben wieder eines erschienen ist. Es führt den neckischen mit dem Inhalt in keiner Weise zusammenhängenden Titel „Nu wenn schon” und ist, wie wir mit leisem Frösteln lesen, „der Reihe zwölfter Band”.

    #histoire #Allemagne #francophobie #nationalisme #nazis