• Hégémonie psychiatrique : une théorie marxiste de la maladie mentale - ★ ZINZIN ZINE ★
    http://www.zinzinzine.net/hegemonie-psychiatrique-theorie-marxiste-de-la-maladie-mentale.html

    Dans Hégémonie psychiatrique : Une théorie marxiste de la maladie mentale*, Bruce Cohen ouvre de nouvelles perspectives. Il explique le pouvoir et l’influence croissante de la #psychiatrie par son utilité pour le système capitaliste – plus elle est utile, plus elle reçoit de pouvoir, et plus son pouvoir est grand, plus elle devient utile. Plus précisément, il effectue une analyse du DSM-1 jusqu’au DSM-5 afin de montrer comment la psychiatrie a contribué à la transition néolibérale du #capitalisme, obtenant davantage de pouvoir et de prestige par la même occasion. Annotations :

    Cohen conteste la théorie selon laquelle la soif de profit de l’industrie pharmaceutique serait le moteur principal de l’autorité ou de l’« hégémonie » croissante de (...)

    #controle_social #sexisme #_.livres #_Bruce_Cohen #jeunes #discipline #travail #oppression

  • Mörder von Fritz von Weizsäcker zu zwölf Jahren Haft verurteilt | rbb24
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/07/plaedoyers-urteil-prozess-fritz-weizsaecker-messerattacke.html

    A Berlin un assassin vient d’être condamné à un séjour en hôpital psychiatrique. L’auteur de l’expertise qui justifie l’incarcération psychiatrique n’a pas vu le condamné. L’homme vient d’être déclaré comme fou suivant une procédure de « bon sens ».

    Le cas est exceptionnel car l’assassin revendique une cause politique et humaine pour justifier l’attentat contre un médecin peu connu. Il a poignardé en public un fils de l’ancien président de la RFA Richard von Weizsäcker à qui on reproche d’avoir tiré profit de la production de l’herbicide agent orange utilisé comme arme par les ètats Unis pendant la guerre du Vietnam. Les von Weizsäcker sont connus pour leur grande fidèlité à chaque régime historique allemand sauf pendant l’intermède socialiste à Berlin Est.

    08.07.20- Vor knapp acht Monaten tötete ein 57-Jähriger den Berliner Arzt Fritz von Weizsäcker. Nun ist er vom Berliner Landgericht zu einer Haftstrafe sowie der Unterbringung in einer Psychiatrie verurteilt worden. Dabei wurde eine verminderte Schuldfähigkeit berücksichtigt.

    Der Mann, der den Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker erstochen hat, ist wegen Mordes verurteilt worden. Das Berliner Landgericht verhängte am Mittwoch eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und ordnete eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Bei dem Urteil berücksichtigte die Schwurgerichtskammer eine verminderte Schuldfähigkeit des 57 Jahre alten Angeklagten, sonst wäre bei Mord eine lebenslange Freiheitsstrafe zwingend.

    Der Mann hatte Mitte November den Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in der Schloßparkklinik in Berlin-Charlottenburg erstochen. Heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen habe der Angeklagte gegen Ende eines Vortrags dem Arzt ein Messer in den Hals gerammt, begründeten die Richter ihre Entscheidung.

    Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Innerhalb einer Woche kann Revision beantragt werden.

    „Sinnlose Tat eines psychisch nicht unerheblich gestörten Mannes“

    Der 57-jährige Angeklagte aus Andernach in Rheinland-Pfalz wurde außerdem wegen versuchten Mordes an einem Polizisten verurteilt. Der Polizist, der privat bei dem Vortrag war, bei dem Weizsäcker erstochen wurde, wollte den Angreifer stoppen und war von diesem mit mehreren Stichen schwer verletzt worden. In dem Prozess trat der Polizist als Nebenkläger auf.

    Mit dem Urteil entsprach das Gericht weitgehend der Forderung der Anklage. Die Staatsanwältin hatte 14 Jahre Haft und die Unterbringung in der Psychiatrie gefordert. Sie sprach von einer sinnlosen Tat „eines psychisch nicht unerheblich gestörten Mannes“. Tatsächlich sei es ihm darum gegangen, sich selbst durch die Tat „aus dem Sumpf seines Alltags zu ziehen“.

    Als Mordmotiv sah die Staatsanwaltschaft Hass auf die Familie des Getöteten, insbesondere auf den früheren Bundespräsidenten. Er habe als „Kollektivschuld“ Tote im Vietnam-Krieg rächen wollen. Dabei habe er sich auf eine frühere Tätigkeit von Richard von Weizsäcker in den 1960er Jahren für ein Pharmaunternehmen bezogen.

    Gutachter stellt Zwangsstörung fest

    Ein Sachverständiger hatte vergangene Woche im Prozess ausgesagt, dass der Angeklagte unter einer Zwangsstörung und einer kombinierten Persönlichkeitsstörung leide. Diese Störung existiere sehr lange und sei bei dem Angeklagten „sehr eingefressen“. Die Prognose sei „nicht sehr günstig“. Von ihm könnte demnach weiterhin Gefahr ausgehen, so der Gutachter; zudem sträube sich der Angeklagte gegen eine erforderliche Therapie.

    Auch wenn in die Gefühlswelt des Angeklagten nach der Tat Ruhe eingekehrt sei, bleibe die Struktur seiner Erkrankung erhalten, erklärte der Experte. Er gehe davon aus, dass seine Steuerungsfähigkeit bei der Tat erheblich vermindert gewesen sei. Die Schuldfähigkeit hatte in dem Prozess eine zentrale Rolle gespielt.

    „Tat nicht aus Wahn begangen“: Geständnis ohne Reue

    Der Angeklagte hat die Attacke gestanden, dabei aber keine Reue gezeigt. In einer von mehreren Erklärungen zu den Vorwürfen hieß es: „Ich habe meine Tat nie bereut.“ Er habe sich im Recht gefühlt. Zugleich beklagte er sich, er werde „vergleichsweise für Pillepalle an den Pranger gestellt“. Nachdem der forensische Psychiater sein Gutachten vorgetragen hatte, erklärte der Angeklagte: „Ich habe die Tat aus politischer Überzeugung und nicht aus Wahn heraus begangen.“ Weil er nicht an den früheren Bundespräsidenten kam, habe er die Familie ins Visier genommen. Ein Anschlag auf die Familie sei seit 30 Jahren sein „Lebensziel“ gewesen.

    Immer wieder störte der Angeklagte durch Zwischenrufe die Plädoyers - wie er zuvor häufig die Befragung von Zeugen gestört hatte. Er selbst hatte sich in seinem Geständnis als Zwangsneurotiker, Ex-Nazi und verkrachte Existenz beschrieben. Von dem psychiatrischen Gutachter fühlte er sich „falsch interpretiert“. Er sei nicht krank, so der Angeklagte.

    Mehrere Zeugen hatten im Prozess das Bild eines Mannes mit vielen Widersprüchen gezeichnet. Eine Ex-Nachbarin beschrieb den Angeklagten als Einzelgänger und Neurotiker mit Händewasch-Zwang. Er sei entweder laut und aggressiv oder in sich gekehrt gewesen. Frühere Kollegen berichteten, der Angeklagte habe Klinken nur mit einem Taschentuch angefasst oder in seiner Wohnung Lichtschalter mit einem Fuß betätigt. Als Packer in einem Logistikzentrum sei er aber auch hilfsbereit und freundlich gewesen.

    Abendschau, 08.07.2020, 19:30 Uhr

    #Allemagne #Berlin #justice #Vietnam #imprérialisme #crime #folie #iatrocratie #politique #opportunisme #attentat

    • #Torino, prima città rifugio in Italia di chi difende i diritti umani

      Decolla il progetto del Comune con #Amnesty_International. Anche un polo per formare sull’accoglienza.

      Trovano casa a Torino gli attivisti di Amnesty International, ma anche tutti quelli che ogni giorno sono minacciati per la loro battaglia per i diritti umani. L’assessore ai Giovani, Marco Giusta, ha siglato un accordo che la trasforma nella prima “#shelter_city” d’Italia, cioè luogo di rifugio e accoglienza per chi si batte per i diritti umani e per questo è minacciato nel proprio Paese. Il progetto prevede un periodo di ospitalità che va da tre mesi a un anno, a seconda delle necessità: “Si tratta della messa a punto di un lavoro di tre anni e mezzo – racconta Giusta - Torino è davvero diventata la Capitale dei Diritti. Le conoscenze sono fuori dal Palazzo, costruire ponti e collaborazioni con chi lavora ogni giorno sul tema è stato fondamentale. Servivano spazi di codecisione amministrativi e li abbiamo creati al fine di lanciare programmazioni concrete e permanenti per la Città”.
      Il patto prevede da un lato la creazione di una rete d’accoglienza, ma anche il rafforzamento di progetti come #Open_011, la Casa della mobilità giovanile di corso Venezia. Una realtà nato nel 2006 durante le Olimpiadi Invernali e che oggi punta a diventare un Training Centre di livello internazionale. Sarà qui infatti la sede operativa di #JHREP, il Programma di Educazione ai Diritti Umani che Amnesty International Italia, Cifa Onlus e la rete internazionale #Hreyn intendono sviluppare per promuovere l’organizzazione di momenti formativi, training e study session nazionali e internazionali sul territorio torinese. “Torino sui diritti non deve essere arroccata, deve passare all’attacco – chiarisce l’assessore - Attacco non violento, ma strategico: serve una strategia per aggredire il fenomeno di violenza di genere, l’antisemitismo, il razzismo, il fascismo. La nostra strategia è sempre la stessa: serve diffondere valori e temi nella cittadinanza. Una città dei diritti, per me, è una città in cui le persone scelgono di venire a vivere e in cui scelgono di rimanere. In cui i e le giovani mettono alla prova i propri talenti e ambizioni. In cui ogni persona ha la possibilità di lavorare e il diritto di sentirsi a casa. In cui tutti i quartieri beneficiano di nuove opportunità e si sviluppano”.
      Già da luglio è attiva la nuova convenzione ventennale per la gestione dello spazio che prevede un ulteriore innalzamento degli standard qualitativi e l’introduzione di tariffe calmierate riservate a progetti sostenuti dalla Città o finanziati dal programma “#Erasmus_plus” e dal Consiglio d’Europa.

      https://torino.repubblica.it/cronaca/2019/12/10/news/torino_prima_citta_rifugio_in_italia_di_chi_difende_i_diritti_uman
      #Turin #citoyenneté

    • Padova sarà presto la seconda città-rifugio per i difensori dei diritti umani

      L’Italia diventa sempre più sensibile al tema della protezione degli human rights defenders, i difensori dei diritti umani. Tanto che, dopo Trento, anche Padova sarà presto una pioniera delle città-rifugio.

      Grazie ad una campagna lanciata un anno e mezzo fa dalla rete In difesa di formata da oltre 40 associazioni italiane, anche il nostro Paese avrà le sue shelter-cities, luoghi protetti per avvocati, blogger, attivisti in pericolo. La provincia autonoma di Trento ha già approvato una mozione a riguardo, e presto seguirà la provincia di Padova.

      «Ma entro fine anno contiamo di arrivare a cinque enti locali trasformati in shelter cities italiane», anticipa a b-hop Francesco Martone, portavoce della rete «#In_difesa_di…» (www.indifesadi.org)

      Ma cosa sono esattamente le città-rifugio? Luoghi sicuri e protetti nei quali i perseguitati in patria per via del loro essere schierati per professione a difesa dei diritti dei più vulnerabili (pensiamo a chi protegge i popoli indigeni in America Latina o agli avvocati e blogger in Cina, o ancora agli attivisti per diritti degli omosessuali in Africa), potranno vivere tranquilli ma in attività per un periodo circoscritto della loro vita.

      E continuare a lavorare anche a distanza, per portare a compimento la loro missione.

      «Sono due le città italiane che iniziano a muoversi in questa direzione per esser accreditate come shelter city: una è Trento, che ha annunciato di recente il suo coinvolgimento in questo meccanismo – assicura Martone – e l’altra è Padova, che ancora non ha formalizzato l’impegno, ma presto lo farà».

      «Stiamo lavorando anche su Prato e poi con la Regione Lazio e il comune di Milano», dice.

      Ma come si fa a candidarsi per essere una città che protegge chi nel proprio Paese ha dei problemi a proseguire con il lavoro di attivista? Ricordiamo che solo nel 2017 sono morte 312 persone, assassinate perché combattevano per i diritti umani. Parliamo spesso di regimi, altre volte di democrazie a rischio, Stati come la Colombia, la Mauritania, l’Iraq, l’Eritrea.

      Intanto, per accogliere, bisogna avere una “vocazione” già avviata, spiega Martone. Ad esempio, una società civile che abbia già preso a cuore una causa specifica.

      Poi ci si deve collegare ad un protocollo d’intesa che nel frattempo va avanti a livello nazionale. Bisogna cioè manifestare l’interesse ad ospitare un “perseguitato” e prendersi anche dei rischi o la responsabilità di tutelare la sua identità. Certo, l’Italia rispetto ad altri Paesi è indietro ma comincia a muovere passi importanti.

      «Il tema human rights defenders in Italia è relativamente nuovo – spiega Martone– In Germania o Olanda, invece, già esistono gli shelter e funzionano bene. Per i nostri enti locali questo è un uovo di colombo, adesso ci dicono: “finalmente per la prima volta quando parliamo di diritti umani sappiamo esattamente cosa possiamo fare per tutelare le persone“».

      Si tratta di attivare anzitutto un sistema di relazioni diplomatiche abbastanza solido e multi-livello.

      «Necessariamente il nostro lavoro nella Campagna italiana coinvolge le ambasciate e il ministero degli esteri. Noi siamo da due anni in dialogo con la Farnesina su questo», spiega ancora l’attivista.

      E i risultati si vedono: nonostante l’incertezza politica l’Italia è ormai ingaggiata.

      «La Farnesina ha risposto per ora organizzando un mega convegno a Roma sulle buone pratiche.

      Il 18 giugno prossimo saranno presenti alla Farnesina, attivisti dall’area euro-mediterranea, l’Ong Frontline defenders, e Justice & Peace, una Ong olandese che gestisce il programma locale di protezione e molti altri.

      «Questa roba qui in Italia non è stata mai fatta. Intanto creiamo le premesse perché si possa iniziare a capire come fare: incontriamo soggetti che già fanno opera di protezione».

      In effetti ad Amsterdam, Groningen, l’Aja, Maastricht, Middelburg, in Olanda, esistono convenzioni e strutture dove le persone perseguitate possono riprendere fiato, cercare alleanze, ricaricare le energie. Lavorare da avvocati, giornalisti, blogger, attivisti.

      Un esempio? Amsterdam. Dove «puoi essere ciò che sei, amare chi vuoi e pensare e credere in ciò che desideri. Libertà e tolleranza sono parte integrante della città. Ed è questo che rende Amsterdam una shelter city per eccellenza». Così si legge sul sito olandese.

      Lookkaté, ad esempio, è un’attivista che viene dalla Thailandia dove promuove i diritti civili e politici del popolo Thai. Ora si trova in Olanda dove ha trovato momentanemente un po’ di pace. E di alleati.

      «L’altra grande sfida è in effetti quella di trovare terreno fertile: una società civile locale che non solo accolga ma che collabori con lo human rights defender», spiega ancora Martone.

      «Quando un attivista minacciato tende a lasciare il paese d’origine prima ci sono dei protocolli da seguire, dei visti da ottenere, uno status di protezione internazionale temporanea per esempio», spiega infine Martone.

      https://www.b-hop.it/primo-piano/anche-padova-le-citta-rifugio-difensori-dei-diritti-umani
      #Padoue

    • Il Comune di Montegrotto Terme diventa Città Rifugio per i difensori dei diritti umani

      Il Consiglio Comunale di #Montegrotto_Terme ha approvato una mozione per aderire al progetto “Città Rifugio”.

      Si tratta di un progetto pilota di accoglienza temporanea e supporto per difensori dei diritti umani minacciati, in grado di raccogliere le diverse disponibilità territoriali per la relocation degli Human Rights Defenders, da attivare di concerto con la rete "In Difesa Di - per i diritti umani e chi li difende”, con gli altri Enti locali italiani interessati, le organizzazioni della società civile presenti ed attive sul territorio, e il Centro di Ateneo per i Diritti Umani “Antonio Papisca” dell’Università di Padova.

      Il Comune di Montegrotto Terme va ad aggiungersi ai Comuni di #Trento, Padova, #Cadoneghe, #Ponte_San_Nicolò, #Rubano, #Noventa_Padovana, #Asiago, Torino e alla Provincia Autonoma di Trento che hanno già aderito all’iniziativa.

      Con l’approvazione della mozione il Comune di Montegrotto Terme si impegna inoltre a:

      promuovere occasioni di studio, formazione e scambio di esperienze tra amministrazioni territoriali, organizzazioni della società civile e università sul ruolo degli enti locali nella protezione dei difensori dei diritti umani e le Città-Rifugio;
      promuovere nelle scuole di ogni ordine e grado iniziative di sensibilizzazione sui difensori dei diritti umani intese come educazione all’assunzione di responsabilità per lo svolgimento di ruoli di cittadinanza attiva e democratica;
      sollecitare il Governo nazionale affinché attivi programmi di protezione per i difensori dei diritti umani, rafforzando l’iniziativa del corpo diplomatico italiano nell’attuazione delle linee-guida UE ed OSCE, ed aderendo alla Temporary Relocation Platform dell’Unione Europea;
      prevedere attraverso gli strumenti della cooperazione decentrata iniziative di supporto a programmi e progetti di sostegno e protezione dei difensori dei diritti umani in paesi terzi, centrale per il perseguimento degli Obiettivi di Sviluppo Sostenibile;
      inviare la rispettiva mozione all’ANCI ed alla Conferenza Stato-Regioni al fine di diffonderla presso altri Enti locali sollecitandone l’impegno per la protezione dei difensori dei diritti umani e la creazione di opportunità di rifugio temporaneo per attivisti a rischio e di programmi di cooperazione decentrata nei paesi terzi.

      L’iniziativa intende dare attuazione alla Dichiarazione “sul diritto e la responsabilità degli individui, dei gruppi e degli organi della società di promuovere e proteggere le libertà fondamentali e i diritti umani universalmente riconosciuti” (Dichiarazione sui Difensori dei diritti umani), adottata dall’Assemblea generale delle Nazioni Unite il 9 dicembre 1998; alle Linee Guida sui Difensori dei diritti umani, adottate dal Consiglio dell’Unione Europea nel 2004 e aggiornate nel 2008, volte ad orientare il lavoro delle rappresentanze diplomatiche dell’Unione e degli Stati Membri e la “Piattaforma UE di coordinamento per l’asilo temporaneo dei difensori dei diritti umani”; nonché alle Linee Guida sulla protezione dei Difensori dei diritti umani, adottate dall’Organizzazione per la Sicurezza e la Cooperazione in Europa (OSCE) nel 2014.

      L’art. 1 della Dichiarazione sui Difensori dei diritti umani stabilisce che “tutti hanno il diritto, individualmente ed in associazione con altri, di promuovere e lottare per la protezione e la realizzazione dei diritti umani e delle libertà fondamentali a livello nazionale ed internazionale”.

      L’Unione Europea nell’ambito della “Piattaforma di coordinamento per l’asilo temporaneo dei difensori dei diritti umani” (European Union Human Rights Defenders RE location Platform, EUTRP), ha implementato dei programmi di training in modo da garantire la necessaria sicurezza del Difensore; l’obiettivo è dunque un approccio di sviluppo e potenziamento delle capacità (capacity building), affinché i difensori dei diritti umani acquisiscano gli strumenti per mitigare i rischi che corrono e che risultano determinanti affinché possano elevare il loro livello di sicurezza e la qualità del loro lavoro.

      Nel Rapporto presentato quest’anno dal Relatore Speciale delle Nazioni Unite sui difensori dei diritti umani è stata riaffermata la centralità degli Enti locali in un sistema integrato di protezione e sostegno ai difensori dei diritti umani che preveda anche un maggior impegno da parte della diplomazia, attraverso le ambasciate in paesi terzi e nei consessi internazionali quali il Consiglio Diritti Umani delle Nazioni Unite.
      Nel medesimo Rapporto sono indicati i principi che devono informare le iniziative a sostegno dei programmi di ricollocamento temporaneo dei difensori dei diritti umani: che siano fondate sui diritti umani, che includano difensori e difensore di differenti background, integrino la dimensione di genere, siano fondate su un approccio olistico alla sicurezza, siano orientate alla protezione di individui e collettivi, prevedano la partecipazione dei difensori e difensore nella scelta delle misure di protezione e siano flessibili al fine di soddisfare i bisogni specifici dei difensori e delle difensore.

      L’iniziativa “Città Rifugio-Shelter City” fu lanciata per la prima volta nel 2012 dai Paesi Bassi. Essa prevede che, quando i difensori dei diritti umani sono seriamente minacciati a causa del loro operato da attivisti, possono richiedere un alloggio temporaneo alle città olandesi di: Amsterdam, Groningen, L’Aja, Maastricht, Middelburg, Nijmegen, Tilburg, Utrecht. Il periodo di permanenza di un difensore dei diritti umani è ridotto (dai 3 ai 6 mesi), questo perché la ratio è di fornirgli un periodo di “rest and respite” (riposo e tregua) al di fuori del suo paese, per poi poter affrontare nuovamente la lotta nonviolenta per i diritti umani quando le minacce saranno cessate.
      L’iniziativa olandese è stata in grado di amplificare un forte segnale al governo dei paesi di origine, all’opinione pubblica e agli eventuali responsabili delle minacce al difensore dei diritti umani: sostenendo pubblicamente il difensore, l’iniziativa dimostra che le violazioni sui diritti umani denunciate dall’attivista minacciato, sono prese seriamente in considerazione da parte della comunità internazionale. A tal riguardo, particolarmente vulnerabili, risultano essere le cosiddette Women Human rights Defenders, donne attiviste minacciate, e le loro famiglie.

      In Italia, sotto impulso della rete “In Difesa Di - per i diritti umani e chi li difende” alcuni Enti locali italiani stanno lavorando alla creazione di programmi di accoglienza temporanea e rifugio per difensori e difensore dei diritti umani a rischio.

      La mozione approvata dal Comune di Montegrotto Terme è disponibile al link sottostante.

      https://unipd-centrodirittiumani.it/it/news/Il-Comune-di-Montegrotto-Terme-diventa-Citta-Rifugio-per-i-difensori-dei-diritti-umani/4969

  • Création de l’association des maires « #ma_commune_sans_migrants »

    Communiqué de presse de #Steeve_Briois, Maire d’#Hénin_Beaumont et Président de l’#association des maires « ma commune sans migrants »

    Steeve Briois, maire d’Hénin Beaumont, annonce la création d’une association de maires refusant l’#accueil des migrants. Cette association, intitulée « ma ville sans migrants », fait suite à l’annonce par le ministre de l’intérieur Bernard Cazeneuve, d’un plan de dissémination de 12 000 migrants dans les villages et villes de France à la suite du démantèlement de la jungle de calais. Cette politique folle aurait pour conséquence de multiplier les #mini_Calais sur l’ensemble du territoire national, sans consulter préalablement les populations et les élus locaux. Ce passage en force du gouvernement socialiste est tout simplement inacceptable car il menace gravement l’#ordre_public et la #sécurité de nos administrés.

    C’est pourquoi les maires membres de cette association s’engagent à faire voter par le conseil municipal, une #charte intitulée « ma commune sans migrants ». Cette charte énonce huit points attestant devant les Français, que tous les moyens légaux en la possession des maires, seront mis en œuvre pour s’opposer à l’accueil des migrants.

    Cette association s’adresse aux 36 0000 maires de France sans préjuger de leur appartenance politique. L’opposition à l’#invasion migratoire dans nos communes doit devenir une cause nationale de #salut_public qui dépasse les clivages partisans.

    https://rassemblementnational.fr/communiques/creation-de-lassociation-des-maires-ma-commune-sans-migrants
    #réseau #France #anti-migrants #anti-réfugiés #RN #Rassemblement_national #non-accueil #opposition

    Ajouté en contre-exemple à la métaliste sur les #villes-refuge :
    https://seenthis.net/messages/759145

    ping @isskein @karine4 @thomas_lacroix

  • (Cyber) guerre des plateforme de #réseaux_sociaux. L’axe du « Mal » passerait-il par TikTok ?

    Les jeunes Américains sont-ils devenus TikTok ?
    https://theconversation.com/les-jeunes-americains-sont-ils-devenus-tiktok-141804

    TikTok est une application de médias sociaux, propriété de l’entreprise chinoise ByteDance. Née en septembre 2016 sous le nom de Douyin, elle a été adaptée aux marchés occidentaux en 2017 tout en conservant des réseaux indépendants afin de se conformer aux restrictions et exigences de la censure chinoise. L’application semble d’apparence on ne peut plus inoffensive ; pourtant, selon le gouvernement américain, elle pose un problème de sécurité nationale.

    Le principe de TikTok repose sur le partage de courtes vidéos. Elle définit sa mission de façon très sympathique :

    « TikTok est la destination incontournable pour les vidéos mobiles au format court. Nous avons pour mission de développer la créativité et d’apporter de la gaieté. »

    #désinformation #propagande #cyberguerre #manipulation #opinion

  • Open Bad-Jeu | L’aventure d’enseigner
    http://fcahen.neowordpress.fr/2020/06/27/open-bad-jeu

    Il y a aussi une sorte de croyance infantilisante qui pense à notre place que les enseignants ont besoin de motivations extrinsèques pour progresser ou se motiver… Changerai-je mes pratiques pour un badge ? Est-ce que vraiment je vais me mettre à faire la course aux badges ? Est-ce que cela serait même bon signe pour l’éducation nationale que cela devienne ma motivation ? Je crois même que les gens qui vont partir à la course aux badges seront ceux qui cherchent plus l’affichage que ceux qui voudront vraiment vivre des expériences pédagogiques fortes et authentiques avec leurs élèves.

    #openbadge

  • #Hong_Kong : la #loi controversée sur la #sécurité_nationale a été adoptée, selon des médias locaux

    Le parlement chinois a adopté mardi la loi controversée sur la sécurité nationale à Hong Kong, ont annoncé des médias du territoire semi-autonome, faisant craindre une #répression de toute #opposition_politique dans l’ex-colonie britannique.

    Le parlement national à Pékin a voté ce texte à l’unanimité, ont affirmé mardi matin Now TV, RTHK et le South China Morning Post.

    Cette loi, qui entend réprimer le « #séparatisme », le « #terrorisme », la « #subversion » et la « collusion avec des forces extérieures et étrangères », vise à ramener la #stabilité dans l’ex-colonie britannique secouée l’an passé par des #manifestations monstres contre le pouvoir central.

    Les opposants redoutent qu’elle serve à museler toute dissidence et à enterrer la semi-autonomie et les libertés dont jouissent les habitants de Hong Kong.

    Ce texte, élaboré en seulement six semaines et dont le contenu n’est pas connu des près de 7,5 millions de Hongkongais, contourne le conseil législatif local.

    Lors de sa conférence de presse hebdomadaire du mardi matin, la cheffe de l’exécutif local, Carrie Lam, a refusé de dire si ce texte a été effectivement adopté.

    « Je pense qu’en ce moment, il ne me revient pas de commenter les questions relatives à la loi sur la sécurité nationale », a déclaré Mme Lam.

    Pour l’opposition pro-démocratie de Hong Kong et pour plusieurs pays occidentaux dont les Etats-Unis, le G7 ou encore l’Union européenne (UE), cette loi est au contraire une attaque contre l’#autonomie et les #libertés du territoire.

    https://www.courrierinternational.com/depeche/hong-kong-la-loi-controversee-sur-la-securite-nationale-ete-a

  • E-Scooter: DVR und DEKRA veröffentlichen 11 Vorschläge zur Erhöhung der Sicherheit
    https://www.dvr.de/presse/presseinformationen/e-scooter-11-vorschlaege-zur-erhoehung-der-sicherheit

    350 Unfälle in einem Jahr, ein Toter und 38 Schwerverletzte, alles nur in Berlin, das ist die Bilanz nach einem Jahr Freigabe von E-Scootern im Straßenverkehr. Dieses Ergebnis war vorhersehbar. Es hätte noch schlimmer kommen können. Wie steht es um die Verantwortung für die durch eine politische Entscheidung verursachten Schäden? Kann man sie gegen einen Nutzen aufrechnen, besonders wenn es Tote und Schwerverletzte gibt?

    Die Haltung des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastuktur Andreas Scheuer ist menschenverachtend. Ob die unverletzt gebliebenen Rollerfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer irgend einen Nutzen aus der neuen Rechtslage gezogen haben, dürfte irrelevant sein. Beabsichtigt bei neuen Regelungen aus dem Hause Scheuer ist immer „Modernisierung“, „Flexibilisierung“ oder irgend ein anderes Schlagwort, hinter dem sich eine Chance für Geschäftemacher verbirgt.

    Bezahlen dafür muss immer die Allgemeinheit, für die kein nachweisbarer Nutzen entsteht. Im konkreten Fall wird auch von Einzelnen oder ganzen Gruppen mit Leib und Leben bezahlt.

    Lassen sich fragwürdige Entscheidungen rund um Mautideen vielleicht noch als „politisch“ verkaufen, ist bei vorhersehbar tödlichen Folgen politischer Entscheidungen eine strafrechtliche Bewertung geboten. Schauen wir mal, was Sache ist.

    1. Der Minister läßt vom Parlament ein Gesetz verabschieden.
    2. Dieses Gesetz wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Tote und Schwerverletze zur Folge haben.
    3. Der Öffentlichkeit wird vom Minister erklärt, das Gesetz würde zu einem großen Nutzen für die Gemeinschaft führen, obwohl er weiß, daß das nicht stimmt.
    4. Im parlamentarischen Prozeß werden die absehbaren Folgen behandelt, aber bei der Beschlußfassung nicht berücksichtigt. Das Gesetz tritt in seiner todbringenden Fassung in Kraft.

    Wer ist nun für die Verluste an Leben und körperlicher Unversehrtheit verantwortlich und wer kann für sie zur Rechenschaft gezogen werden? Im Grunde müßten alle Minister, Abgeordneten und Lobbyisten, welche das Gesetz geschrieben, durchgesetzt und verabschiedet haben, kollektiv für seine Folgen büßen, jede und jeder Einzelne mit der vollen Härte des Gesetz bestraft werden.

    Als Tatvorwürfe kommen Betrug, Körperverletzung und alle Tötungsdelikte in Frage.

    Betrug: Wäre die Wahrheit über die vorhersehbaren Toten und Verletzten Gegenstand der ministeriellen Aufklärungsarbeit gewesen, gäbe es das Gesetz jetzt nicht. Die Öffentlichkeit wurde jedoch über Inhalt und Folgen des Gesetz getäuscht, um seine Verabschiedung und anschließend profitable Geschäfte zu ermöglichen.

    Diese Profite fließen nicht direkt an Minister und Abgeordnete, sondern kommen in Form von Geld und gesellschaftlichem Einfluß ihren Unterstützern in deutschen und internationalen Konzernen zugute. Die bedanken sich auf vielfältige Weise bei den politischen Akteuren. Die ausführenden Politiker sind also Teil einer Verschwörung zum Zweck der Bereicherung ihrer Mitglieder auf Kosten anderer.

    Körperverletzung mit Todesfolge: Für diese Straftat hätten sich die Beteiligten zu verantworten, wenn sie in gutem Willen gehandelt hätten. Da die Folgen ihres Tuns jedoch vorhersehbar und allgemein bekannt waren, haben sie eine gravierendere Straftat begangen.

    Totschlag: Der Wille, Schaden bei Vielen zum Nutzen der eigenen Leute in Kauf zu nehmen war bei den Verantwortlichen gegeben. Auch Tote wurden in Kauf genommen. Eine Anklage und Verurteilung wegen Totschlag wäre deshalb möglich.

    Mord: Nach der BGH-Entscheidung im Raserprozeß wissen wir, dass es darauf ankommt, zur aktiven Tatbeteiligung eine Motivation und niedrige Beweggründe nachzuweisen, wenn auf Mord erkannt werden soll.

    Dazu gehören Arglist , die im politischen Geschäft der Täuschung immer vorliegt, Arglosigkeit des Opfers, die hier ganz sicher gegeben ist, und weitere niedrige Beweggründe . Wenn aus Gier oder sexuellen Neigungen getötet wird, handelt es sicher um niedrige Beweggründe im Sinne des Strafgesetzbuchs.

    Die Beteiligten am Zustandekommen des Gesetzes sind nicht arm und vertreten profitoriente Einzelinteressen. Man darf deshalb ohne Zögern von Gier als Beweggrund ihres Handelns ausgehen.

    Die arglosen Opfer des Scheuer-Gesetz über die Erlaubnis der E-Roller wurden folglich nicht einfach totgeschlagen sondern mittels hinterhältiger Planung verletzt und ermordet.

    Da jedoch der Minister und die Abgeordneten selber bei der einzelnen Tat, die Folge ihrer Handlungen ist, weder zugegen sind noch selber Hand anlegen, sind sie etwas Ähnliches wie Auftraggeber eines Mordes oder Hehler des durch den Mord erlangten Gewinns, vielleicht auch Generäle und Offiziere im Krieg der Konzerne gegen die Gesellschaft.

    Kann in solchen Fällen eine Anklage und Verurteilung stattfinden, ist sie im Rahmen der geltenden Rechtsnormen möglich? Die Verantwortung von Schreibtischtätern wurde in den Nürberger Prozessen etabliert und sogar für rückwirkend legal erklärt. Seitdem tut sich die westdeutsche Justiz zwar schwer mit der Verurteilung von organisatorisch und politisch Verantwortlichen, möglich sind Anklagen und Verurteilungen jedoch.

    Natürlich sind Scheuer und Spießgesellen keine Nazis und Kriegsverbrecher in sensu stricto , aber Gesetze gelten nicht nur für Naziverbrecher. Demokratische Kriminelle sollten genauso vor Gericht gestellt werden.

    Wenn ein Politiker dieses Zuschnitts sich heute der Ergebnisse seiner Findungskommission zur Modernisierung der Personenbeförderung rühmt, sollte die Antwort in einer realistischen Schätzung der Opferzahlen der angestrtebten ÖPNV-Novelle bestehen. Vielleicht gelingt es der Gesellschaft endlich, sich gegen die mörderische Verkehrspolitik zu wehren.

    24. Juni 2020 - Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) und DEKRA haben gemeinsam elf Vorschläge entwickelt, wie das Fahren mit E-Scootern sicherer werden kann. Allein in Berlin ereigneten sich seit der Zulassung der Kraftfahrzeuge am 15. Juni 2019 bis 31.März 2020 über 350 Unfälle. Dabei wurde ein Mensch getötet, 38 schwer verletzt.

    Die Empfehlungen der beiden Organisationen richten sich an die Politik, die Verwaltung und auch an die Sharing-Anbieter. „Wir wollen, dass der Straßenverkehr auch mit E-Scootern sicher ist. Dazu ist notwendig, dass alle Beteiligten ihren Beitrag leisten“, sagt DVR-Präsident Prof. Dr. Walter Eichendorf.

    Clemens Klinke, Mitglied des Vorstands bei DEKRA und Vizepräsident des DVR betont: „Das Zusammentreffen unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auf engem Verkehrsraum birgt Risiken. Deshalb muss jeder, der sich im Straßenverkehr bewegt, die Regeln kennen. Mit unseren Vorschlägen wollen einen Beitrag für mehr Sicherheit im Umgang mit E-Scootern leisten.“

    Die Vorschläge im Überblick:

    Verpflichtende Ausstattung mit Fahrtrichtungsanzeigern („Blinker“)
    Erhöhte Sichtbarkeit durch retroreflektierende Folien
    Wegenutzung an den Radverkehr angleichen
    Schaffung ausgewiesener Parkzonen für das Entleihen und Abstellen
    Anpassung des Mindestalters zur Nutzung von E-Scootern auf 15 Jahre und Einführung einer Prüfbescheinigung
    Perspektivwechsel stärker in Fahrausbildung verankern
    Anpassung der Bußgelder beim Befahren von Fußwegen
    Regelmäßiges und geordnetes Aufstellen und Einsammeln von E-Scootern
    Automatisierte Geschwindigkeitsbegrenzungen für Einsteigerinnen und Einsteiger, bei bestimmten Wetterlagen, in den späten Abendstunden, an Wochenenden sowie anlässlich größerer Events
    Miettarife nach Entfernung statt nach Zeit berechnen
    Eindeutige Ansprechperson für Behörden und die Polizei

    BMVI - Wir haben einen breiten Konsens zur Modernisierung der Personenbeförderung erreicht
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/findungskommission-eckpunkte-modernisierung-personenbefoerderung.html

    #Verkehr #Sicherheit #Politik #Taxi #E-Mobilität #ÖPNV

  • PBefG-Novelle: Höhen und Tiefen für Taxis - Personenbeförderungsrecht (auch PBefG), Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. | News | taxi heute - das unabhängige und bundesweite Taxi-Magazin - das unabhängige, bundesweite Taxi-Magazin
    https://www.taxi-heute.de/de/node/20696

    Die Findungskommission zur Novelle des Personenbeförderungsgesetzes hat sich auf einige Dinge geeinigt, die im Taxigewerbe ankommen, aber auch auf ein paar „Kröten“, die es schlucken müsste.

    Die vom Taxigewerbe und auch dem Chauffeurs-Verband VLD gewünschte Kennzeichnungspflicht für Mietwagen kommt doch – allerdings nur in Kommunen über 50.000 Einwohner. Darauf haben sich am 19. Juni 2020 die Vertreter von Bund und Ländern in der gemeinsamen Findungskommission für die Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) geeinigt. Damit können die Behörden einfacher kontrollieren, ob die Rückkehrpflicht eingehalten wird. Ein Wermutstropfen ist, dass Mietwagen nicht mehr zwingend zum Betriebssitz zurückkehren müssen, sondern die Behörden in flächenmäßig ausgedehnten Kommunen auch andere „Abstellorte“ zulassen dürfen. Union und SPD hatten in ihrem Kompromisspapier noch alternative Betriebssitze verlangt. Festgelegt werden soll außerdem, dass diese „Abstellorte“ nicht außerhalb des Genehmigungsbereichs liegen. Damit wird dem Phänomen, dass jeden Morgen Mietwagen aus dem Umland in die Großstädte fluten, ein Riegel vorgeschoben.

    Um das Taxiangebot speziell im ländlichen Raum zu sichern, wird den ÖPNV-Aufgabenträgern per Gesetz ermöglicht, Taxiverkehre aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren. Auf den ländlichen Raum gemünzt ist auch die Möglichkeit, in Kommunen mit weniger als 50.000 Einwohnern ein und dasselbe Kraftfahrzeug sowohl als Taxi wie auch als Pooling-Auto oder Mietwagen genehmigen zu lassen – deswegen gibt es dort auch keine Kennzeichnungspflicht. Dem Fahrgast muss beim Einsteigen allerdings unzweifelhaft klar sein, auf welche Verkehrsart er sich einlässt. Für vorbestellte Taxis soll die Tarifpflicht fallen. Außerdem dürfen Unternehmer für häufig nachgefragte Relationen Festpreise anbieten, zum Beispiel von der Innenstadt zu Flughäfen oder zu Messegeländen.

    Der Zugang zum Taxigewerbe wird erleichtert. Unter anderem soll die Ortskundeprüfung zugunsten von Navi-Lösungen entfallen. Dafür wird im Fahrerlaubnisrecht ein „Kleiner Sachkundenachweis“ eingeführt. Zur Fahrpreisermittlung dürfen neben dem klassischen Fiskaltaxameter künftig auch zugelassene App-basierte Systeme genutzt werden. Damit dürfte der oft kostspielige nachträgliche Einbau der Wegstreckenzähler-Schnittstelle wegfallen, der lange Zeit dem Einsatz von Tesla-Taxis im Wege stand.

    Wie aus dem Eckpunktepapier, das Taxi heute vorliegt, weiter hervorgeht, will die Politik Pooling-Dienste unter dem Dach des ÖPNV klar bevorzugen. Eine Bedingung dafür ist unter anderem die Integration in den ÖPNV-Tarif, gegebenenfalls mit Komfortzuschlag. Pooling-Dienste außerhalb des ÖPNV sind grundsätzlich möglich, allerdings erhalten die Kommunen mächtige Steuerungsinstrumente: Unter anderem dürfen sie Mindestpreise vorschreiben sowie zeitliche und räumliche Beschränkungen erlassen. Eine Horrorvorstellung war dem Vernehmen nach Staus von Pooling-Autos bei Fußballspielen und anderen Großveranstaltungen.

    Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen, Michael Oppermann, zeigte sich vom Ergebnis enttäuscht. „Die Rückkehrpflicht für Mietwagen wird nur dem Namen nach erhalten. Eine Frist zur Vorbestellung von Mietwagen hätte für beide Seiten Klarheit geschaffen.“ So aber werde die Rückkehrpflicht sogar noch ausgehöhlt und geschwächt. „Die Hintertür für Uber & Co ist so weit offen wie nie zuvor - zu Lasten der ehrlichen Unternehmen, die hierzulande Steuern und Sozialabgaben zahlen.“ Ebenfalls kritisierte er den Wegfall der Tarifpflicht für vorbestellte Fahrten. „In Ländern wie Finnland oder den Niederlanden wurde dieser Fehler auch gemacht, außerhalb größerer Städte gibt es damit faktisch keine Taxiunternehmen mehr. Das muss Deutschland nicht wiederholen.“ Wenn am Entwurf keine substanziellen Veränderungen vorgenommen werden, sei mit dem massiven Widerstand des Taxigewerbes zu rechnen. „Das Jahr 2019 mit seinen Protesten hat gezeigt, wie stark das Gewerbe ist.“

    Nach den Vorstellungen der Koalition soll bis zum Jahresende ein Textentwurf für die Gesetzesnovelle vorliegen. (roe)

    #Taxi #Politik #disruption #ÖPNV

  • Pressemitteilung des BZP zum Findungskommission-Kompromiss
    https://www.bzp.org/Content/INFORMATION/Pressemitteilungen/_Findungskommission-Kompromiss_Pressemitteilung_2020-06-22.php

    2020.06.22 - Zum Kompromiss der Findungskommission zur Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) erklärt Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi- und Mietwagen:

    Die Ergebnisse der Findungskommission sind enttäuschend.

    Eine neue und faire Mobilitätsordnung hat die Findungskommission leider nicht auf den Weg gebracht. Die Chance auf eine gute und breit getragene Vision für die Mobilität wird so vertan. Das Taxi-Gewerbe mit seiner über 120jährigen Erfahrung steht weiterhin bereit, denn die Antworten zur Mobilität in Stadt und Land von morgen sind leider weiter offen.

    Das Papier setzt auf Formelkompromisse statt auf Realitätssinn.
    Die Rückkehrpflicht für Mietwagen wird nur dem Namen nach erhalten. Eine Frist zur Vorbestellung von Mietwagen hätte für beide Seiten Klarheit geschaffen. Aber die Rückkehrpflicht wird mit diesen Plänen sogar noch ausgehöhlt und geschwächt. Die Hintertür für Uber & Co ist so weit offen wie nie zuvor - zu Lasten der ehrlichen Unternehmen, die hierzulande Steuern und Sozialabgaben zahlen.

    Gleichzeitig wirft die Findungskommission den Taxitarif über Bord.

    Hier geht es nicht um eine behutsame Tariföffnung, sondern um den völligen Wegfall des Tarifs, wenn das Taxi über eine Taxizentrale oder eine App gerufen wird. Das Taxi als Teil der Daseinsvorsorge und Mobilitätsangebot für jedermann würde damit faktisch abgeschafft. In Ländern wie Finnland oder den Niederlanden wurde dieser Fehler auch gemacht, außerhalb größerer Städte gibt es damit faktisch keine Taxi-Unternehmen mehr. Das muss Deutschland nicht wiederholen.

    Die vorliegenden Eckpunkte sind teilweise noch sehr abstrakt.

    Wir haben aber wenig Vertrauen, dass der Referentenentwurf aus dem Verkehrsministerium unter Andreas Scheuer besser ausfallen wird. Wenn am Entwurf keine substanziellen Veränderungen vorgenommen werden, ist mit dem massiven Widerstand des Taxigewerbes zu rechnen. Das Jahr 2019 mit seinen Protesten hat gezeigt, wie stark das Gewerbe ist. Wir opfern 250.000 Arbeitsplätze nicht einfach den Profitinteressen der sogenannten Plattformanbieter. Diese haben mit dem Gemeinwohl nichts im Sinn. Die politischen Entscheider sollten mittlerweile aus dem immensen Schaden klug geworden sein!

    Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:

    Michael Oppermann,
    Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi- und Mietwagenverbandes e.V.

    Dorotheenstraße 37, 10117 Berlin
    Tel.: 030 - 21 22 23 53 5
    E-Mail: michael.oppermann@bundesverband.taxi

    (Meldung vom 22.06.2020)

    #Taxi #Politik #disruption #ÖPNV

  • 06.06.2020: Dumping durch Uber und Co. (Tageszeitung junge Welt)
    https://www.jungewelt.de/artikel/379657.verkehrspolitik-in-der-brd-dumping-durch-uber-und-co.html

    Von Oliver Rast - Traditionelles Taxigewerbe durch »Tarifkorridor« und »Tarif ohne Zeitfaktor« weiter gefährdet

    Die eine Fraktion vermeldet Vollzug, die andere dementiert. So ist das hierzulande bei der großen Koalition. Es geht um die Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBeFG), also um den Taxi- und Mietwagenverkehr. SPD-Fraktionsvize Sören Bartol sagte am Freitag dpa, dass sich die Koalitionsfraktionen »über Grundzüge für den weiteren politischen Prozess« verständigt hätten, mehr indes nicht. Zuvor hatte Unionsfraktionsvize Ulrich Lange (CSU) gegenüber dem Magazin Focus von einer Koalitionseinigung und einem ausgewogenen Kompromiss für »moderne Mobilitätsangebote« gesprochen.

    Eine von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eingesetzte »Findungskommission« zur »Reform« des PBeFG soll am 19. Juni tagen. Laut Eckpunktepapier will die Koalition den Einstieg neuer Anbieter in den Taxi- und Fahrdienstmarkt erleichtern. Sogenannte Pooling-Angebote von Fahrdiensten, bei denen sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, sollen nun erlaubt werden. Bislang sind viele neue Anbieter wie Uber oder der VW-Ableger Moia nur mit befristeten Ausnahmeregelungen unterwegs.

    Ingrid Remmers, verkehrspolitische Sprecherin der Linke-Bundestagsfraktion, lehnte den Novellenentwurf am Freitag gegenüber jW ab: »Die Kriterien zur Genehmigung von Mietwagenverkehren sind völlig unzureichend.« Der Geschäftsführer des Bundesverbands Taxi und Mietwagen, Michael Oppermann, sagte am Freitag jW, dass ein »unregulierter Dumping-Verkehr von Uber und Co.« in den Städten verhindert werden müsse.

    Union und SPD schweben des weiteren »flexible Taxitarife« (»Tarifkorridor«, »Tarif ohne Zeitfaktor«) vor. Remmers zufolge haben Taxis im Gegensatz zu »neuen Mobilitätsdienstleistern« eine Beförderungspflicht, weshalb stabile Tarife erforderlich seien.

    Die »Rückkehrpflicht« für taxiähnliche Mietwagen hingegen soll erhalten bleiben. Danach müssen Fahrzeuge nach jeder Fahrt an den Betriebssitz zurückkehren und dürfen – anders als Taxis – nicht auf der Straße auf Kunden warten. Oppermann fehlen aber »Instrumente der Kontrolle«, um das Taxi »dauerhaft als Teil der Daseinsvorsorge zu erhalten«.

    #Taxi #Politik #disruption #ÖPNV

  • BMVI - Wir haben einen breiten Konsens zur Modernisierung der Personenbeförderung erreicht
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/findungskommission-eckpunkte-modernisierung-personenbefoerderung.html

    Die von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eingerichtete Findungskommission zur Modernisierung der Personenbeförderung hat mehrheitlich eine Einigung erzielt.

    Scheuer:

    Wir haben heute einen breiten Konsens zur Modernisierung der Personenbeförderung erreicht. Gemeinsam wollen wir neue digitale Mobilitätsangebote wie Poolingmodelle ermöglichen und voranbringen, wollen die Menschen in der Stadt und auf dem Land mobiler machen. Dabei sind uns fairer Wettbewerb und Standards wichtig. Alle Anbieter und Nutzer sollen einen Mehrwert haben. Die Kommunen sollen Instrumente an die Hand bekommen, mit denen sie dies vor Ort wirksam steuern können. Wir werden nun zügig einen Gesetzentwurf ausarbeiten. Das ist der Auftrag. Danke für das intensive und konstruktive Arbeiten. CDU/CSU, SPD und Grüne konnten sich auf die Grundsätze verständigen. Die FDP-Bundestagsfraktion war dazu nicht bereit.

    Folgendes wurde beschlossen:
    Plattformbasierte, digital vermittelte Mobilitätsangebote in einem rechtssicheren Rahmen ermöglichen.
    Beförderungsangebote im ländlichen Raum flexibilisieren.
    Nachhaltig geteilte Mobilität für urbane Ballungsräume ermöglichen
    On-Demand-Dienste, z.B. innovative Poolingmodelle, stärken und Regelungshindernisse beseitigen.
    Fairen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Beförderungsformen wahren, z.B. durch grundsätzliche Beibehaltung der Rückkehrpflicht für Mietwagen.
    Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit des ÖPNV erhalten.
    Steuerungsmöglichkeiten für Kommunen schaffen.
    Auf Basis der Einigung soll nun zügig ein Gesetzesvorschlag auf den Weg gebracht werden.

    Zur Findungskommission:
    Bundesminister Scheuer hatte zur Novelle des Personenbeförderungsgesetz eine Findungskommission einberufen, die aus Vertreter des BMVI, des Bundestages und der Länder besteht, um einen breiten Konsens herzustellen. Das erste Treffen fand im Mai 2019 statt. Dabei waren sich die Vertreter über den notwendigen Neuregelungsbedarf einig. Es folgte ein konstruktiver Arbeitsprozess, um Lösungen für eine gute sowie moderne Personenbeförderung zu erzielen.

    #Taxi #Politik #disruption #ÖPNV

  • Findungskommission-Kompromiss Pressemitteilung 2020-06-22
    https://www.bzp.org/Content/INFORMATION/Pressemitteilungen/_Findungskommission-Kompromiss_Pressemitteilung_2020-06-22.php

    Zum Kompromiss der Findungskommission zur Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) erklärt Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi- und Mietwagen:

    Die Ergebnisse der Findungskommission sind enttäuschend.
    Eine neue und faire Mobilitätsordnung hat die Findungskommission leider nicht auf den Weg gebracht. Die Chance auf eine gute und breit getragene Vision für die Mobilität wird so vertan. Das Taxi-Gewerbe mit seiner über 120jährigen Erfahrung steht weiterhin bereit, denn die Antworten zur Mobilität in Stadt und Land von morgen sind leider weiter offen.

    Das Papier setzt auf Formelkompromisse statt auf Realitätssinn.
    Die Rückkehrpflicht für Mietwagen wird nur dem Namen nach erhalten. Eine Frist zur Vorbestellung von Mietwagen hätte für beide Seiten Klarheit geschaffen. Aber die Rückkehrpflicht wird mit diesen Plänen sogar noch ausgehöhlt und geschwächt. Die Hintertür für Uber & Co ist so weit offen wie nie zuvor - zu Lasten der ehrlichen Unternehmen, die hierzulande Steuern und Sozialabgaben zahlen.

    Gleichzeitig wirft die Findungskommission den Taxitarif über Bord.
    Hier geht es nicht um eine behutsame Tariföffnung, sondern um den völligen Wegfall des Tarifs, wenn das Taxi über eine Taxizentrale oder eine App gerufen wird. Das Taxi als Teil der Daseinsvorsorge und Mobilitätsangebot für jedermann würde damit faktisch abgeschafft. In Ländern wie Finnland oder den Niederlanden wurde dieser Fehler auch gemacht, außerhalb größerer Städte gibt es damit faktisch keine Taxi-Unternehmen mehr. Das muss Deutschland nicht wiederholen.

    Die vorliegenden Eckpunkte sind teilweise noch sehr abstrakt. Wir haben aber wenig Vertrauen, dass der Referentenentwurf aus dem Verkehrsministerium unter Andreas Scheuer besser ausfallen wird. Wenn am Entwurf keine substanziellen Veränderungen vorgenommen werden, ist mit dem massiven Widerstand des Taxigewerbes zu rechnen. Das Jahr 2019 mit seinen Protesten hat gezeigt, wie stark das Gewerbe ist. Wir opfern 250.000 Arbeitsplätze nicht einfach den Profitinteressen der sogenannten Plattformanbieter. Diese haben mit dem Gemeinwohl nichts im Sinn. Die politischen Entscheider sollten mittlerweile aus dem immensen Schaden klug geworden sein!

    Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:

    Michael Oppermann,
    Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi- und Mietwagenverbandes e.V.

    Dorotheenstraße 37, 10117 Berlin
    Tel.: 030 - 21 22 23 53 5
    E-Mail: michael.oppermann@bundesverband.taxi

    (Meldung vom 22.06.2020)

    #Taxi #Politik #disruption #ÖPNV

  • La carte de la #mémoire statuaire par Christian Grataloup - Sciences et Avenir

    https://www.sciencesetavenir.fr/archeo-paleo/la-carte-de-la-memoire-statuaire-par-christian-grataloup_145329

    Les pratiques mémorielles collectives les plus courantes ne coutent pas bien cher. Il suffit de nommer. Plutôt que de numéroter les rues ou les établissements (scolaires, hospitaliers, militaires, etc.), on leur donne un nom, le plus souvent celui d’une personne, décédée de préférence. La dépense se limite à quelques plaques. On retrouve aussi ces dénominations sur les papiers à en-tête ou les cartes de visites, dans la mesure où subsistent encore ces pratiques prénumériques. Quel effet cela a-t-il pour le souvenir du (rarement de la) disparu(e) ? Très certainement peu de choses. Beaucoup de résidents ignorent qui était l’illustre dont leur adresse porte le patronyme et avouent souvent ne pas même s’être posé la question. Habiter avenue des tilleuls ou rue Gambetta ne change rien à la vie quotidienne ou aux représentations qu’on se fait de sa propre géographie. Littéralement, le plan de la ville n’est pas une carte-mémoire.

    #traces #statues #déboulonage

    • Les #pratiques_mémorielles collectives les plus courantes ne coutent pas bien cher. Il suffit de nommer. Plutôt que de numéroter les rues ou les établissements (scolaires, hospitaliers, militaires, etc.), on leur donne un #nom, le plus souvent celui d’une personne, décédée de préférence. La dépense se limite à quelques #plaques. On retrouve aussi ces #dénominations sur les papiers à en-tête ou les cartes de visites, dans la mesure où subsistent encore ces pratiques prénumériques. Quel effet cela a-t-il pour le souvenir du (rarement de la) disparu(e) ? Très certainement peu de choses. Beaucoup de résidents ignorent qui était l’illustre dont leur adresse porte le #patronyme et avouent souvent ne pas même s’être posé la question. Habiter avenue des tilleuls ou rue Gambetta ne change rien à la vie quotidienne ou aux représentations qu’on se fait de sa propre #géographie. Littéralement, le plan de la ville n’est pas une carte-mémoire.

      "Ah, s’il avait pu ne pas exister, celui-là !"

      Je me souviens avoir, il y a plus de quarante ans, enseigné dans un collège (un CES alors) de ce qui était la banlieue rouge. La municipalité communiste lui avait donné le nom de #Marcel_Cachin. Lorsque la vie politique française du XXe siècle figurait dans les programmes, je me faisais un devoir de citer l’homme politique communiste, longtemps directeur de L’Humanité. Je n’ai jamais rencontré un élève qui en avait au préalable une vague connaissance. Pourtant, cela faisait moins de vingt ans qu’il était décédé et l’environnement politique local aurait pu favoriser ce culte du héros. L’ignorance était aussi profonde dans l’établissement voisin baptisé (si j’ose dire) Eugénie Cotton. Chose amusante, il est plusieurs fois arrivé que des élèves s’écrient : "ah, s’il avait pu ne pas exister, celui-là !". On pourrait imaginer une dystopie où il serait possible d’effacer le passé, ce qui ferait disparaître tous les lieux portant le nom évanoui. L’abolition historique générant l’abolition géographique. L’amnésie gommant la carte.

      En supprimant une statue, ne serait-on pas quelque peu dans un processus de même nature, mais inversé ? Effacer la #matérialisation d’une mémoire, ce n’est plus, bien sûr, la glorifier, mais ce n’est pas non plus montrer quelles nuisances, quelles souffrances elle avait occultées. Passé le bref moment de satisfaction qu’apporte le sentiment d’avoir infligé une juste punition, comment pourra-t-on rappeler au quotidien ces nuisances et ces souffrances ? En érigeant d’autres statues, jusqu’à ce que plus tard d’autres mécontentements finissent par les prendre pour cibles, soit par regret des #célébrations antérieures, soit, plus probablement, parce que les personnages ou les actes célébrés apparaissent trop tièdes, trop ambigus. Ce sont les actuelles mésaventures de #Victor_Schœlcher, dont les représentations n’ont d’autres buts que de rappeler l’abolition de l’#esclavage (sinon, qui se souviendrait de cet assez modeste personnage politique du XIXe siècle ?), raison qui lui a valu d’être, avec #Félix_Eboué, panthéonisé en 1949 (et sa tombe fleurie par Mitterrand en 1981).

      Contextualiser et non effacer

      La colère qui aboutit au renversement d’une statue est d’aujourd’hui. Ce ne sont pas les comptes du passé qui sont réglés, mais des souffrances bien contemporaines qui s’expriment. S’attaquer à la mémoire des traites négrières et de leurs acteurs hurle la blessure constamment rouverte du racisme subi au quotidien. Mais en tentant de changer la mise en scène du passé – qui ne passe pas, selon la formule consacrée -, c’est la mémoire qui risque de disparaître, pas le racisme présent qui n’a nul besoin de profondeur historique.

      De fait, tous les historiens et autres spécialistes de sciences sociales ne cessent de dire qu’il faut avant tout contextualiser et non effacer. Bien sûr, je ne peux y manquer. Mais je contenterai d’un seul critère de mise en situation : éviter de réduire une personne et sa statue à une symbolique marginale dans ce qu’elles peuvent représenter. En 2005, la célébration du bicentaire de la victoire d’Austerlitz a avorté. Cela pouvait se comprendre par refus d’une exaltation militariste et impérialiste. Mais le grand reproche fait alors à Napoléon a été d’avoir rétabli l’esclavage aux colonies trois ans avant la bataille. Ce retour en arrière sur un acquis majeur de la Révolution, même s’il n’avait guère eu d’effet concret, est évidemment un acte honteux. Mais ce n’est vraiment pas pour cela qu’on a érigé des statues de l’empereur. La situation est la même pour la figure du roman national la plus honnie aujourd’hui : Jean-Baptiste Colbert. On peut le détester pour les mêmes raisons qui ont fait réinventer son personnage par la 3ème République : le fait qu’il soit un maillon essentiel dans la chaîne des bâtisseurs de l’Etat central. Le roman national en faisait un modèle à suivre pour les petits écoliers, en vantant sa capacité de travail : l’imagerie le montrait entrant dans son bureau très tôt le matin et se frottant les mains pour exprimer son plaisir de voir d’énormes piles de dossiers à travailler. Le colbertisme n’a que marginalement à voir avec le Code noir dont la haine dont il est l’objet témoigne d’abord d’une totale décontextualisation. Certes, il vaut mieux prendre des symboles qui tiennent la route et Christiane Taubira a très justement tranché sur la mémoire de Colbert en insistant sur les raisons toutes autres de sa célébration. Sacrifier la statue qui trône devant l’Assemblée nationale (d’ailleurs une copie) n’aurait pas grand sens et n’aboutirait qu’à provoquer d’inutiles divisions.

      Les oubliées, les opprimées, les minoritaires

      L’ancien contrôleur général des finances de Louis XIV connaît ainsi un bref moment de « popularité » qui n’a pas grand rapport avec la patrimonialisation généralisée dans laquelle nous baignons depuis au moins trois décennies. Dans un monde où toute ancienne usine, toute petite zone humide, toute vieille ferme est célébrée comme un lieu de mémoire si sa destruction est envisageable, ne resterait-il que les statues qu’il faudrait effacer ? Alors que, dans l’ensemble, on ne leur prête généralement aucun intérêt et que même ceux qui passent régulièrement devant elles ne s’y intéressent pas le moins du monde. Une solution est aujourd’hui souvent prônée : ériger nouvelles statues célébrant les oubliées, les opprimées, les minoritaires. Vu que l’immense majorité de la statuaire publique (et encore, compte non tenu des monuments aux morts militaires) représente des hommes blancs, souvent vieux, la tâche est impressionnante, digne d’une relance économique hyper-keynésienne. Mais les sommes monumentales (désolé, le jeu de mot est tentant) nécessaires ne seraient-elles pas mieux employées à remettre à flots les hôpitaux publics ? Il est vrai que ce serait sans doute un facteur de réindustrialisation, les bronziers ayant largement disparu du territoire national.

      Lorsque le président sénégalais #Abdoulaye_Wade a voulu ériger sur les #collines_des_Mamelles, près de #Dakar et face à l’Atlantique, l’énorme groupe statuaire qu’est le monument de la #Renaissance_africaine (52 mètres de haut, en bronze et cuivre), un seul pays s’est montré capable de relever le défi technique : la Corée du Nord. Statufier les mémoires est chose difficile. Deux passés particulièrement douloureux, la Shoah et les traites négrières se livrent à ce qu’il est convenu d’appeler une concurrence mémorielle. Des lieux ont pu être ainsi fabriqués, ainsi la maison des esclaves de Gorée où sans doute peu d’esclaves sont passés, mais peu importe. D’autres subsistent, comme la cité de la Muette à Drancy qui fut l’antichambre d’Auschwitz. Neuf juifs sur dix déportés de France passèrent par le camp de Drancy. En 2006 une sorte de jumelage mémoriel fut mis en place entre les municipalités de Gorée et de Drancy avec l’érection de deux groupes statuaires, un dans chaque lieu, réalisés par deux artistes guadeloupéens, Jean et Christian Moisa. Mais les deux célèbrent la fin de l’esclavage, pas la libération des camps.

      Finalement, la statue la plus durable serait celle qui n’a pas de corps. Grace aux déboulonnages opérés durant l’occupation pour fournir des métaux rares aux Allemands, ont longtemps subsisté sur bien des places de France, des socles vides, pourvu néanmoins d’une plaque. La solution a été adoptée pour un des très récents ensembles de statues érigées à Paris : le monument aux 549 soldats français morts en #Opex inauguré le 11 novembre 2019 par le président Macron. Le cercueil porté par les 6 soldats de bronze est non seulement vide, mais il n’existe pas. La statue idéale.

      #statues #Christian_Grataloup #toponymie_politique #effacement #contextualisation

      ping @albertocampiphoto @isskein

  • Portrait d’une héroïne qui ne sait pas qu’elle l’est !
    https://www.legrandsoir.info/portrait-d-une-heroine-qui-ne-sait-pas-qu-elle-l-est.html

    Depuis novembre 2018, pour mater la rue, pour éborgner, amputer, défigurer, briser les os, les policiers disposent de LBD, matraques, Tasers, « gazeuses », lanceurs de grenades Cougar, grenades lacrymogènes à main ou tirées (CM6, PLMP, MP7), grenades GLI F4, grenades de désencerclement, pistolets automatiques, et fusils.

    François Sureau, ami de Macron et corédacteur en 2016 des statuts de La République En Marche , est aujourd’hui horrifié par ce qu’il a vu aux mains des « forces de l’ordre »  : des fusils d’assaut capables de tirer « 750 coups minutes par rafale » .

    En face, Farida, une infirmière (50 ans, 1 mètre 55), lança des cailloux à ces Robocops, barbares géants caparaçonnés et sur-armés.

    Les hommes de Neandertal l’ont traînée par les cheveux. Du genou, ils lui ont écrasé le visage sur le gravier pour qu’elle saigne.


    En vérité, je vous le dis, pour ce qu’elle a fait et pour ce qu’elle a subi, Farida mérite d’entrer dans l’Histoire des luttes des opprimés contre les oppresseurs.

    Ah, que vienne le temps des T-shirts avec la photo qui illustre cet article ! 
Ah, que viennent les pancartes noires aux lettres blanches : « Je suis Farida » !

    Théophraste R. Admirateur du tag soixante-huitard « Sous les pavés, la plage » .
    PS. En 2019, les manifestants ont essuyé 10.785 tirs de LBD et 3.244 de grenades (source #IGPN ).

    #LBD #matraques #tasers #gazeuses #grenades #grenades_lacrymogènes à main ou tirées ( #CM6, #PLMP, #MP7) #GLI_F4 #pistolets #fusils #robocops
    #François_Sureau #luttes #opprimés #oppresseurs #Je_suis_Farida #france #violences_policières #police #femmes #travail #médecine #hôpital #Solidarité

  • Lille : invasion de verts à Saint-Sauveur
    http://www.piecesetmaindoeuvre.com/spip.php?page=resume&id_article=1317

    Voici la dernière intervention de Renart à propos des municipales lilloises (https://chez.renart.info) Strasbourg, Lyon, Bordeaux, Toulouse, et bien sûr Lille... Sans compter Grenoble déjà aux mains d’une coalition menée par les verts, plusieurs grandes villes de France sont sur le point de faire leur bascule écolo. À une semaine du second tour des municipales, nous refusons l’invitation du secrétaire national d’EELV Julien Bayou. S’il voulait nous rencontrer sur la friche Saint-Sauveur pour bavasser, il fallait le faire avant. Nous ne sommes pas le marche-pied électoral des Verts. Et encore moins leur bouée de secours après que Martine Aubry les ait jetés par dessus bord. Pour lire le texte intégral, ouvrir le document ci-dessous. Lire aussi : Lille : la société vivante fête la friche A Lille, (...)

    #Faits_divers
    http://www.piecesetmaindoeuvre.com/IMG/pdf/invasion_de_verts_a_saint-sauveur.pdf

    • Le Diversibipalium multilineatum est un ver plat à tête de pioche et sans autre anus que sa bouche, d’où son surnom de « ver intestinal ». Venu du Japon par cargo, il envahit depuis quelques années les potagers d’Europe. Nocturne, il échappe à la vigilance des meilleurs jardiniers malgré sa taille remarquable de 40 cm. Ce ver est agressif et menace les écosystèmes. Il s’enroule autour de sa proie, un lombric par exemple, puis le paralyse en sécrétant de la tétrodotoxine. Si l’on n’y prenait garde, il ravagerait les espèces locales, celles qui enrichissent la terre et aèrent les esprits par leur travail de longue haleine.

      Une espèce de la même famille est apparue à Saint-Sauveur. Nous en avions remarqué quelques spécimens à l’occasion – pas trop invasifs du reste. Mais depuis la fin du confinement et l’annonce d’un second tour des municipales prévu pour le 28 juin, le Vert est repéré presque chaque jour, accompagné d’un autre invasif, reconnaissable à ses caméras et appareils photo.

      Ce vert n’est pas inconnu de la friche. Distant il fut, invasif il est devenu. Mais c’est surtout son comportement qui a changé. Nous pouvons d’ailleurs dater ce changement au 28 mai au soir, quand la tête de liste des Verts #Stéphane_Baly vit ses espoirs d’alliance avec #Martine_Aubry fracassés par cette dernière. Un peu d’histoire pour saisir les manœuvres électorales qui se jouent sur la friche.

      Depuis quand les Verts sont opposés à la densification urbaine ?
      Les Verts lillois participent à la majorité municipale socialiste depuis 1977, sauf pendant leur parenthèse gauchiste entre 1983 et 1989. Pendant les négociations d’entre deux tours de 1977, #Pierre_Mauroy déclarait qu’il ne « pourrait comprendre un langage écologique qui puisse se satisfaire du système capitaliste. » La liste verte, intitulée « #Autogestion et #écologie », assurait quant à elle ne donner aucun « chèque en blanc à des #notables pour qu’ils fassent de Lille ce qu’ils veulent pendant six ans.1 » Le ralliement des Verts à #Mauroy se fit moyennant la création de l’actuelle Maison Régionale de l’Environnement et des Solidarités (toujours en 1977). Pour les candidats écolos de 1983, cette Maison de l’environnement était devenue un symbole de « récupération et d’étouffement », d’une écologie désormais « municipalisée ». Après le premier tour, ils se déclaraient « irrécupérables »2.

      Trente-sept ans plus tard, les Verts et les socialistes font de nouveau liste à part, à la différence qu’aujourd’hui les Verts ont leur chance de rafler le beffroi. Repoussés par Martine Aubry, ils ont besoin des voix que peut rapporter la contestation de la ZAC Saint-Sauveur. D’où leur invasion de la friche depuis le 28 mai.

      Les Verts lillois barbotaient pourtant dans la majorité municipale lors de l’élaboration du projet Saint-Sauveur. Leur cheftaine de file Lise Daleux, élue aux espaces verts, se prononçait le 1er mai 2015 contre un « Central Park lillois » et « pour la ville dense et intense ». Au mieux fallait-il livrer un immeuble au logement étudiant plutôt qu’à la promotion. Ce n’est qu’avec l’ajout impromptu, fin 2016, d’une piscine olympique, que les écolos font valoir leur liberté d’expression au sein de la majorité. Ils réclament le 10 février 2017, avec la force de la modération, « une autre localisation [de la piscine] sur le site Saint-Sauveur. » C’est à la même époque que naît un mouvement d’opposition à l’ensemble du projet ; logements, bureaux et piscines inclus. Les Verts quant à eux se contentent de réclamer un « moratoire » sur Saint-Sauveur afin de « réinterroger le projet en profondeur » en le livrant à une « conférence de citoyens. » Quand on veut noyer le poisson, on propose une conférence de citoyens. C’est ce qu’ils proposent le 18 mai 2018.

      Au fur et à mesure de la campagne municipale, le langage des écolos se fait aussi tortueux qu’un ver à tête de pioche. La revendication d’une « conférence citoyenne » a la double utilité de faire mine de consulter « les Lillois », et ainsi d’acculer Martine Aubry, de plus en plus acariâtre, à un accord. Cette simple mise en doute du projet Saint-Sauveur est noyée dans le programme des Verts entre les îlots de verdure, les cantines bio et la stérilisation des chats de gouttière.

      Soyons clairs : c’est Martine Aubry qui a envoyé paître les Verts au lieu de se rendre à la réunion de négociations. A tel point que le secrétaire national des Verts Julien Bayou, le même qui tente aujourd’hui de squatter la friche, dut appeler son homologue socialiste #Olivier_Faure pour sauver un accord #PS-EELV à Lille. Pour Julien Bayou et Stéphane Baly, les vrais réfractaires au projet de Saint-Sauveur sont un marche-pied de dernière minute et de moindre importance afin de monter au beffroi. En s’incrustant à Saint-Sauveur, Bayou et ses vers en arriveraient presque à se faire passer auprès des électeurs toulousains, strasbourgeois, bordelais et lyonnais, pour ce qu’ils ne sont pas : les défenseurs résolus de la nature en ville. En venant s’encanailler sur une friche que nous occupons illégalement, ce que la mairie de Lille nous rappelle constamment, Baly-Bayou entendent se faire tresser sans frais des lauriers de radicalité par les médias. Ça pourrait faire de la belle image mais nous refusons de partager la photo avec eux.

      Pas d’imposteurs dans le #compost
      Les Verts rabâchent depuis leur création en 1984 qu’ils ne sont plus ce qu’ils n’ont jamais été : des idéalistes à moitié libertaires fumant la moitié du temps, et fumeux le reste. Bref, qu’ils ont la maturité de leurs amis allemands. Quand l’ingénieur Baly renvoie les opposants de Saint-Sauveur à leur « idéalisme », sinon à notre jusqu’au-boutisme3, c’est pour faire valoir ses compétences, son art du compromis, sa capacité à diriger la quatrième ville de France. C’était il y a à peine cinq mois. Qu’il vienne faire de la retape médiatique tous les quatre matins en haut du Belvédère de la friche Saint-Sauveur est révoltant (même si cela vérifie sa compétence politicarde).

      Les Verts sont issus du compost des luttes antinucléaires et antimilitaristes des années 1970. Ils ont obtenu des postes à l’ADEME et dans les Commissions locales d’information des centrales atomiques ; ils siègent aux réunions des Plans locaux d’urbanisme ; ils ont grimpé des conseils municipaux jusqu’au gouvernement à la fin des années 1990. Les Verts sont un parti de pouvoir qui a besoin d’une base militante, même factice, à chaque échéance électorale. #Notre-Dame-des-Landes, Bure, Lyon-Turin, sont autant de décors sur lesquels faire ressurgir le temps de quelques mises en scène médiatiques une fiction aussi vite répudiée. Aujourd’hui à Lille c’est Saint-Sauveur.

      Voilà pourquoi Julien Bayou est le malvenu sur la friche Saint-Sauveur ce dimanche 21 juin, à une semaine des municipales. Il y en a pour qui l’écologie rapporte. Et d’autres à qui ça coûte. Si les #vers plats à tête de pioche ressemblent à des #lombrics, ils n’en sont pas. Ils ne survivent qu’à condition de les étouffer. Nous ne serons donc pas leurs lombrics.
      Tomjo, auteur de L’Enfer vert,
      le 18 juin 2020.

      https://chez.renart.info/?Avis-a-la-population-invasion-de-verts-a-Saint-Sauveur

      1La Voix du Nord, 10 mars 1977.
      2Cf. L’enfer vert, Tomjo, L’échappée, 2013.
      3Médiacités, 22 janvier 2020.

      #Lille #EELV #Saint-Sauveur #élections_municipales #PS #immobilier #politicard #pouvoir #Ville #Mise_en_Scène #opportunisme #opportunistes #magouille

  • Les forces de l’ordre tuent. Badia Benjelloun
    http://www.librairie-tropiques.fr/2020/06/l-ordre-et-ses-forces.html

    Les statistiques officielles de l’Etat fédéral étasunien donnent le chiffre d’environ mille morts par an de civils tués par la police. Ce chiffre est largement sous-estimé car les prouesses des polices locales ne sont pas toujours recensées dans les registres. Les Départements de police n’ont pas l’obligation de fournir leurs données. Après l’assassinat de #Michael_Brown, un jeune afro-américain de 18 ans à #Ferguson dans le Missouri qui avait suscité d’énormes manifestations, le Washington Post avait entrepris un décompte https://www.msn.com/fr-fr/actualite/monde/huit-chiffres-accablants-qui-montrent-lampleur-du-racisme-aux-etats-unis/ar-BB14Vtih#https://www.msn.com/fr-fr/actualite/monde/huit-chiffres-accablants-qui-montrent-lampleur-du-racisme-aux-etats-unis/ar-BB en puisant dans la presse locale et nationale et les réseaux sociaux en particulier. Le chiffre des décès dus à une intervention policière s’élèverait selon le Washington Post à 5000 décès entre 2015 et 2017, soit deux fois plus que les statistiques officielles, et, pour la seule année de 2019, à celui de 1 033.
     

    Un consortium de journalistes a entrepris en 2012 le projet de consigner https://fatalencounters.org/#https://fatalencounters.org les morts par #violences_policières depuis 2000. La base de données est collaborative et les quelques défauts des enregistrements sont connus et signalés par les responsables du site. Depuis 2000 jusqu’à la date du 27 mai 2020, fatalenconters.org a alors enregistré 28 139 décès des mains de la police dont 26% sont imputables à des raisons raciales. Le diagramme qui présente le nombre de morts annuelles montre clairement une augmentation progressive avec deux pics pour 2013 et 2018. Les Etats où la #police tue le plus sont la #Californie et le #Texas et c’est là aussi qu’il y a le plus de morts #Afro-Américains. Moins de la moitié des victimes étaient armées. Une sur quatre souffrait de troubles psychiatriques. Le nombre des 7 612 Afro-américains tués en une vingtaine d’années par la police manifeste leur surreprésentation car ils ne forment que 13% de la population totale selon le recensement de 2005, soit une proportion deux fois plus importante qu’elle ne devrait l’être. En 2016, un conducteur arrêté pour un phare cassé a été abattu par la police alors qu’il cherchait ses papiers. La scène de l’agonie du jeune de 32 ans employé d’une cantine scolaire a été filmée par sa compagne qui était à ses côtés, elle a été vue des millions de fois. A cette occasion déjà, le gouverneur du Minnesota déclarait que la réaction de la police était « démesurée » et qu’il s’agissait bien d’un crime raciste https://www.tvanouvelles.ca/2016/07/07/le-gouverneur-du-minnesota-reclame-une-enquete-federale#https://www.tvanouvelles.ca/2016/07/07/le-gouverneur-du-minnesota-reclame-une-enquete-federale .
     
    Depuis quelques années, les meurtres par la police d’Afro-Américains donnent lieu à des protestations de la part de la communauté noire. L’une des plus récentes a eu lieu après celui de Michael Brown en août 2015 sans passé judiciaire alors qu’il s’apprêtait à poursuivre des études supérieures. Il fut abattu de 6 balles à Ferguson dans le Missouri. Plusieurs jours https://fr.wikipedia.org/wiki/Affaire_Michael_Brown#https://fr.wikipedia.org/wiki/Affaire_Michael_Brown de manifestations et d’émeutes avaient conduit le gouverneur à déclarer l’état d’urgence, à imposer le couvre-feu et demander l’aide de la Garde nationale.

    C’est donc loin d’être la première fois qu’un Etat s’embrase, que des manifestations de protestation contre le #meurtre d’un Afro-américain par la police soient suivies d’émeutes, de scènes de pillages et d’incendies.
     
    Sur ordre du capital.
    La police étasunienne tue chaque jour en moyenne près de quatre civils sans qu’un fichier centralisé ne prenne soin d’enregistrer ces meurtres. La guerre en Afghanistan occasionne près du double de morts civiles par an ces dernières années. Le rapprochement de ces chiffres macabres autorise la question de la nature de la répression policière qui s’apparente à une forme de #guerre larvée contre une fraction de la population.
     
    Sans aucun doute si l’on considère que la police est dotée d’armements militaires, chars chenillés, fusils d’assaut, lunettes de vision nocturne et autres bibeloteries fabriquées par le complexe militaro-industriel qui trouvent là matière à être recyclées.

    Le matériel fourni aux forces de maintien de l’ordre est parfois plus sophistiqué https://www.europe1.fr/international/Ferguson-les-Americains-decouvrent-leur-police-militaire-671226#https://www.europe1.fr/international/Ferguson-les-Americains-decouvrent-leur-police-militaire-671226 que celui octroyé aux soldats en zone de guerre comme l’ont souligné les vétérans de la guerre en Bosnie au vu des images de la répression lors des émeutes de Ferguson à l’occasion de la mort de Michael Brown.
     
    Le programme 1033, initié sous #Clinton avec l’affirmation de la suprématie des Usa lors de la destruction de la Yougoslavie et de la première guerre contre l’Irak et une dérégulation des activités bancaires, autorise les polices urbaines à puiser dans les surplus de l’armée. Un peu plus tard, après l’effondrement des trois tours à Manhattan en septembre 2001, la confusion entre combattre le terrorisme et le trafic de drogue a été facilitée sous Bush le deuxième. La corrélation entre consommation de drogue et accroissement du chômage, de la précarisation et des inégalités sociales est très étroite.
     
    La valeur du surplus militaire distribué depuis 1996, date de l’adoption par le Congrès du National Defense Authorization Act  et sa section 1033, aux huit mille forces de police locales et fédérale atteignait en 2014 5 milliards de dollars.

    La police du campus de l’ #Université_Monroe de Louisiane a par exemple reçu 12 fusils d’assaut #M16 pour protéger ses 8000 étudiants. Les polices universitaires sur les campus américains sont privées. Dans certaines localités, comme à Chicago, les prérogatives de cette police universitaire supplantent https://www.cairn.info/revue-deviance-et-societe-2017-1-page-29.htm#https://www.cairn.info/revue-deviance-et-societe-2017-1-page-29.htm celles des municipales.

    L’affectation aux polices locales de tenues de camouflage, de chars et de fusils d’assaut, de lance-grenades n’est pas innocente, il s’agit bien d’une #militarisation de la police destinée à combattre l’ennemi interne. Par celui-ci, il faut entendre les #classes_dangereuses que les régimes en mal de légitimité savaient reléguer opportunément outre-mer au temps des colonies et tentent d’enrôler dans des armées de conquête déguisées en intervention humanitaire ou de maintien de l’ordre.

     Dotée d’un arsenal fait pour tuer, la police fait ce pourquoi elle est dressée, elle tue.

    L’analogie peut être élargie aux forces de l’ordre en France. Outillées d’ #armes_sub-létales, elles infligent des mutilations équivalentes à des blessures de #guerre.

    Le nombre élevé de mutilations graves infligées aux #gilets_jaunes lors de manifestations ne présentant aucun danger pour la police a généré une indignation https://www.leji.fr/france/191-les-armes-sub-letales-sont-des-armes-de-guerre-qui-n-ont-rien-a-faire-dans-des-manifestations.html#https://www.leji.fr/france/191-les-armes-sub-letales-sont-des-armes-de-guerre-qui-n-ont-rien-a-faire-dans- auprès des médecins qui ont eu à les soigner.

    La police en réalité dévoile à l’occasion de protestations contre l’ordre inégalitaire sa véritable fonction camouflée en temps de paix sociale relative, celle d’être une #milice au service du #capital.

    Les vies qui importent.
    Le mouvement #Black_Lives_Matter était né dans le sillage du meurtre de #Trayvon_Martin (17 ans) en février, non armé, qui déambulait dans la résidence où il habitait, par un policier acquitté en juillet de la même année. #BLM, mouvement en principe acéphale quoique initié et piloté par trois femmes, a pris de l’ampleur après l’assassinat en 2014 de Michael Brown dans le Missouri et d’Eric Gardner, vendeur de cigarettes à la sauvette et père de six enfants, à New York sans que les policiers responsables des décès ne soient poursuivis par la justice.

    BLM est financé https://www.wsws.org/fr/articles/2016/10/pers-o12.html#https://www.wsws.org/fr/articles/2016/10/pers-o12.html en particulier par la #Fondation_Ford qui lui a octroyé directement dès 2016 100 millions de dollars mais aussi par le biais du Fonds des mouvements dirigés par des Noirs ( #Black-Led Movement Fund , #BLMF). Il ne peut plus être ignoré depuis le livre de Frances Stonor Saunders* que les fondations #Rockfeller et Ford prennent une part active auprès de la CIA dans l’élaboration d’une culture en faveur de l’impérialisme étasunien. De même le soutien de la Fondation #Open_Society à BLM (don en octobre 2015 de 650 000 dollars) témoigne clairement du fait que BLM est bien un instrument de Wall Street et du capitalisme américain. Loin de défendre un idéal démocratique authentique pour de vrais progrès sociaux, BLM se dévoue à proclamer que le monde est divisé selon des critères raciaux et non selon des classes sociales antagonistes, celle qui possède les moyens de production opposée à celle des exploités. A cet égard, BLM et avec elle la myriade d’organisations noires réclamant l’égalité raciale sont une caricature grimaçante, une contrefaçon frelatée comme savent en produire les ingénieurs sociaux au service du capitalisme, du mouvement révolutionnaire des #Black_Panthers.
     
    La question raciale telle qu’elle est abordée par les nouveaux mouvements de défense des ‘gens de couleur’ aux Usa a intéressé l’hexagone car la France connaît le déploiement de quelques structures de défense des descendants d’immigrés. Le quotidien français Libération avait publié un reportage https://www.liberation.fr/apps/2016/05/black-lives-matter/#https://www.liberation.fr/apps/2016/05/black-lives-matter de Rokhaya Diallo sur le ‘nouveau souffle’ du mouvement BLM en mai 2016. Il consiste en un tableau succinct des carrières de quelques figures du courant. A aucun moment n’est citée la source de financements de leurs activités. Elle est même savamment camouflée car est cité en fin d’article #Rashad_Robinson, fondateur de #Color_of_Change, qui a déclaré refuser l’argent des grandes entreprises et du gouvernement et s’opposer en cela à nombre des plus anciennes institutions des droits civiques comme la #NAACP (National Association for the Advancement of Colored People) qui les acceptent. #Rashad_Robinson, rendu sympathique par l’affichage de son homosexualité assumée, sert de métonymie. Sa prétendue indépendance financière par rapport aux institutions et entreprises s’étend subrepticement aux autres personnages précédemment décrits dans la galerie. 
     
    Le reportage n’est en aucun cas une enquête fouillée car il faut une sacrée dose d’aveuglement pour ignorer qu’ #Opal_Tometi, l’une des fondatrices de BLM présentée en tête d’article, est membre comme les deux autres de #BOLD ( #Black_Organizing_for_Leadership_and_Dignity ). Celle-ci reçoit des dotations du fonds des mouvements dirigés par des Noirs largement arrosé par des fondations créées par des milliardaires ‘blancs’.

    Pendant qu’est occultée l’origine des dollars est en revanche mis en avant le caractère #Queer des trois ‘fondatrices’.

    Une telle empathie de la journaliste française a été récompensée https://www.liberation.fr/france/2017/12/28/eviction-de-rokhaya-diallo-le-new-york-times-et-le-guardian-epinglent-la-france_1619320#https://www.liberation.fr/france/2017/12/28/eviction-de-rokhaya-diallo-le-new-york-times-et-le-guardian-epinglent- . Son exclusion du Conseil national du numérique en décembre 2017 a été désapprouvée par le New York Times et The Guardian qui ont morigéné le Président français. Ces quotidiens sont les porte-paroles officieux d’une #gauche_sociétale, préoccupée d’orienter la pensée politique hors du seul champ qui vaille, l’impérialisme à l’origine des migrations, source de main d’œuvre sans documents chichement payée et de profits, et du brassage culturel honni par l’extrême droite et valorisé par la gauche dégénérée.
     



     
    La révolte.
    Une flambée de #manifestations très sévèrement réprimées (plus de 4000 arrestations au premier juin) a parcouru une centaine de villes aux Usa suite à l’assassinat par étouffement de #George_Floyd, filmé et relayé dans le monde entier, ce qui a produit des échos dans nombre de villes occidentales dans le monde. A Berlin, Londres, Paris, Auckland, Sydney, Vancouver, Copenhague, Dublin, Stockholm et Rotterdam ont été organisées des protestations et a été exprimée une grande colère contre ce meurtre, vécu comme un abus policier insupportable. La jeunesse mobilisée s’identifie à la victime comme tout humain normal témoin d’un crime contre son semblable le fait spontanément sous une impulsion irrépressible d’empathie.
     
    Cependant, pour qu’elle brave les interdictions liées à l’état d’urgence sanitaire proclamée un peu partout, il a fallu un ressort supplémentaire. Les jeunes chômeurs et les étudiants endettés sans réelle perspective d’emploi, outre leurs difficultés habituelles d’insertion dans le monde du travail, savent que celles-ci seront décuplées par l’aggravation de la #crise_économique endémique par le #COVID-19.
     
    Aux Usa, ce sont plus de 30 millions de nouveaux chômeurs inscrits fin avril , les termes nouveaux et inscrits sont à souligner, en effet le chiffre de la population active sans travail régulier est bien plus important, depuis que la pandémie les a gagnés. En moins d’un mois, 22 millions d’emplois furent détruits, le taux de chômage atteignait 17% à la mi-avril, bien plus que les 10% de la Grande Dépression. Le Département du Travail a livré ses dernières données, annonçant une amélioration du taux de chômage à 13,5% alors même que la plupart des entreprises étaient encore fermées ou reprenaient avec peine leur activité. Le Bureau des statistiques du Travail enjolive comme à l’habitude les chiffres et vient à la rescousse d’un candidat Trump qui avait tout misé sur l’amélioration de l’emploi pour sa réélection.
     
    Les vies qui importent moins.
    Les dépenses liées au fonctionnement de la police ne cessent de s’élever depuis des années, atteignant selon les villes entre 25 et 40% des budgets municipaux. Au total, les Usa accordent 100 milliards pour les services de police et 80 milliards pour les #prisons, traitant les problèmes sociaux par la force de répression alors que les #écoles manquent de papier et les hôpitaux de savon. Aujourd’hui noyer le sous-financement des services publics par la distribution des #opiacés ne garantit plus l’abrutissement de millions d’Etasuniens, ces #anti-douleurs ont tué environ de 700 000 personnes sur ordonnance en 24 ans, soit près de 20 fois plus de morts annuelles silencieuses (29 100) que celles exécutées directement par la police (1400). Aussi scandaleux qu’il soit, le nombre de tués https://renverse.co/infos-d-ailleurs/France-2000-2014-126-personnes-tuees-par-la-police-francaise-786#https://renverse.co/infos-d-ailleurs/France-2000-2014-126-personnes-tuees-par-la-police-francaise-786 par la police française, une quinzaine par an est à mettre en rapport avec le nombre de morts surtout indirectes induites par le chômage estimées entre 10 000 à 14 000 https://www.francetvinfo.fr/sante/soigner/le-chomage-serait-responsable-de-10-000-a-14-000-deces-par-an_2949371.html#https://www.francetvinfo.fr/sante/soigner/le-chomage-serait-responsable-de-10-000-a-14-000-deces-par-an_2949371.h par an.
     
    On imagine bien #Macron mettre un genou à terre pour une empathie factice avec Georges Floyd et Adama Traore sans accorder le moindre regard sur le non célèbre Georges, celui-ci du nom d’ #Abdallah, communiste libanais dans les prisons françaises depuis 36 ans. Il tentera ainsi vainement de réduire les tensions sociales générées par l’austérité, contre-réformes des retraites, du chômage, réduction des budgets hospitaliers, casse de la Sécu et du Droit du travail. En dépit de la sidération due au confinement, la colère des hospitaliers, des postiers, des enseignants, des enseignants-chercheurs, des ouvriers de Renault, Peugeot, des agents de la RATP et de la SNCF et de l’énergie n’est pas réductible. D’autant que l’été sera propice pour l’équipe au gouvernement de multiplier les lois et les décrets qui réduisent encore davantage les budgets sociaux.
     
    Toujours en embuscade, les stipendiés de la #National_Endowment_for_Democracy #NED, de l’Open Society, de la Fondation Rockefeller et de la Fondation Ford, très favorables à la formulation des conflits sociaux en conflits raciaux, feront passer en première page des journaux cette version d’une actualité grosse d’un #capitalisme sénescent en Occident mais toujours vif et alerte en ‘narratives’ fabriquées pour désamorcer le renversement souhaitable de la société des 0,1% qui tend à être celle des 0,01%. Plus que jamais, la solution de l’alternative Républicains-Démocrates aux Usa n’en est plus une, #Sanders https://www.wsws.org/fr/articles/2020/06/15/sorf-j15.html#https://www.wsws.org/fr/articles/2020/06/15/sorf-j15.html a jeté le masque en ne réclamant pas que soit allégé l’effort budgétaire affecté à la police en faveur d’autres priorités comme l’école mais au contraire en demandant une augmentation de la rémunération des policiers pour les ‘humaniser’. #Mélenchon, Mirabeau de pacotille, prétend de son côté que la police française est simplement haineuse https://www.msn.com/fr-fr/actualite/france/violences-polici%C3%A8res-jean-luc-m%C3%A9lenchon-r%C3%A9clame-que-la-police-change-ses-comportements/ar-BB15qEMf#https://www.msn.com/fr-fr/actualite/france/violences-polici%25C3%25A8res-jean-luc-m%25C3%25 , au lieu de pointer son rôle explicite du maintien de l’ordre du capital. La gauche dégénérée a depuis longtemps changé ses analyses sociales et structurelles pour des explications psychologisantes sans aucune portée de transformation sociale réelle.
     


    L’autoritarisme sous-jacent.
     Les forces répressives ne sont pas sui generis porteuses d’un gène haineux quoique certains choix professionnels se réalisent parfois selon des penchants profonds inconscients (pédophilie et métiers de l’enfance par exemple). Elles sont destinées à stabiliser une forme sociale d’ #exploitation y compris en accomplissant la tâche d’un #terrorisme_d’Etat modulé en multipliant des #contrôles au facies ou en faisant des #interpellations musclées qui se terminent parfois par un décès alors même que ces opérations de police ne sont pas nécessaires. La preuve en est que les vrais trafiquants sont rarement ennuyés dans leur travail de distribution de stupéfiants abêtissants ou mortifères. Ils assurent une paix sociale là où le chômage de masse sévit et ses effets désastreux sont contrebalancés par un commerce illicite.
     
    Ces dites opérations doivent intimider et dissuader et si quelques morts survenaient par inadvertance au cours de leur déroulement, c’est une sorte de valeur ajoutée au terrorisme qu’elles doivent dispenser. Les mutilations spectaculaires effectuées lors des manifestations des Gilets Jaunes ne les avaient pas découragées. L’application systématique d’amendes d’un montant de 135 euros a fini par émousser le courage des plus ardents et c’est cette pénalité financière plus que le #gazage, la technique de la #nasse, les #gardes_à_vue, l’ #emprisonnement qui a eu raison du mouvement (momentanément).

    Cependant, l’expérience accumulée par les #GJ perdure sous la cendre et certains noyaux de militants qui se sont formés en dix-huit mois existent toujours. 
     
    Le système capitaliste a choisi depuis longtemps au terme de nombreux essais, alternance de #républiques et de #monarchies plus ou moins impériales, un type de gouvernement, celui de la #démocratie_représentative, qui reproduit les #élites en charge de le perpétuer. Au fil du temps, cette démocratie représentative au départ relativement pluraliste a basculé vers une forme présidentielle et bipartisane, une sorte de nouvelle monarchie sans pouvoir héréditaire bien plus aisée à adapter par les #classes_dirigeantes aux circonstances et aux besoins changeants de l’air du temps. Un consensus est obtenu sur la sélection des candidats en lice pour occuper les postes fort bien rémunérés de dirigeants de son administration et de sa gestion parasites. Dès que la légitimité de la représentation est contestée de quelque manière que ce soit, la contrainte sous-jacente apparaît sous sa forme autoritaire et donc policière. Beaucoup de techniques de persuasion ont été développées au cours du temps pour éviter que ne vienne au jour la face hideuse de cette démocratie. Ce sont celles de l’ #ingénierie_sociale qui incluent la dérivation des #antagonismes_économiques vers des #épiphénomènes_sociétaux périphériques. Plus d’une année du mandat de François Hollande a été consacrée au mariage des homosexuels. Une autre a été remplie par la lutte contre le terrorisme à l’occasion de crimes commis par des délinquants trafiquants de drogue résidents en Belgique armés avec la complicité d’agents du renseignement français. L’économie française tournée vers le tourisme avait alors beaucoup souffert de l’ampleur médiatique nationale et internationale donnée à cet événement. La focalisation sur le danger islamiste fut si contre-productif que le remplaçant de Hollande a désamorcé totalement l’alimentation de la presse sur ce motif. L’interface solide de la chasse à l’ #islamisme_radical une fois ôtée, les actes de l’exécutif tous dirigés vers plus d’exploitation et moins de droits ( #retraites, #chômage, #droit_du_travail) sont apparus dans leur nudité la plus crue. C’est l’un des facteurs qui a favorisé en plus de l’exacerbation de la #précarité et de l’augmentation des #impôts indirects qui frappent surtout les faibles revenus le mouvement des Gilets Jaunes.
     
    L’énormité de l’endettement des Etats occidentaux en faveur des entreprises transnationales aux dépens des travailleurs est en train de rencontrer ses limites. L’une des forces majeures qui alimentait la machine, l’achat des bons du Trésor des Usa par les Etats qui fournissent leur marchandise bon marché au consommateur américain, est épuisée. La chute du dollar est attendue par certains et espérée par beaucoup.

    L’actuel mouvement protéiforme qui a pris une allure internationale en réponse aux crises capitalistes mondialisées pourra-t-il déboucher sur fond d’affaiblissement de l’impérialisme étasunien sur une transformation réelle de la société ?
     
    #Badia_Benjelloun 17 juin 2020
     
    Notes :
     
    * https://rsliterature.org/fellow/frances-stonor-saunders
    https://www.msn.com/fr-fr/actualite/monde/huit-chiffres-accablants-qui-montrent-lampleur-du-racisme-aux-etats-unis/ar-BB14Vtih#image=1
    https://fatalencounters.org
    https://www.tvanouvelles.ca/2016/07/07/le-gouverneur-du-minnesota-reclame-une-enquete-federale
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Affaire_Michael_Brown
    https://www.france24.com/fr/20190224-afghanistan-onu-record-victimes-civiles-2018-taliban
    https://www.europe1.fr/international/Ferguson-les-Americains-decouvrent-leur-police-militaire-671226
    https://www.newsweek.com/how-americas-police-became-army-1033-program-264537
    https://www.cairn.info/revue-deviance-et-societe-2017-1-page-29.htm
    https://www.leji.fr/france/191-les-armes-sub-letales-sont-des-armes-de-guerre-qui-n-ont-rien-a-faire-dans-
    https://www.wsws.org/fr/articles/2016/10/pers-o12.html
    https://www.liberation.fr/apps/2016/05/black-lives-matter
    https://www.liberation.fr/france/2017/12/28/eviction-de-rokhaya-diallo-le-new-york-times-et-le-guardian-epinglent-la-
    https://leadernewsci.com/usa-manifestations-le-president-trump-mise-en-securite-dans-le-bunker
    https://www.laprovence.com/actu/en-direct/5976165/coronavirus-38-millions-de-nouveaux-inscrits-au-chomage-en-une-semaine-a
    https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-04-16/u-s-jobless-claims-total-5-25-million-in-week-four-of-lockdown?srnd=marke
    https://labornotes.org/2020/06/its-way-past-time-redistribute-obscene-police-budgets-schools-hospitals-
    https://www.dedefensa.org/article/700-000-morts-sur-ordonnance
    https://renverse.co/infos-d-ailleurs/France-2000-2014-126-personnes-tuees-par-la-police-francaise-786
    https://www.francetvinfo.fr/sante/soigner/le-chomage-serait-responsable-de-10-000-a-14-000-deces-par-an_2949371.h
    https://fr.wikipedia.org/wiki/National_Endowment_for_Democracy
    https://www.wsws.org/fr/articles/2020/06/15/sorf-j15.html
    http://www.librairie-tropiques.fr/2019/01/melenchon-un-mirabeau-tres-delave.html
    https://www.msn.com/fr-fr/actualite/france/violences-polici%C3%A8res-jean-luc-m%C3%A9lenchon-r%C3%A9clame-que-la-police-change-ses-comportements/ar-BB15qEMf
    Tag(s) : #badia benjelloun, #politique, #géopolitique

  • Opération Papyrus | Réponse aux allégations publiées par la RTS
    https://asile.ch/2020/06/18/operation-papyrus-reponse-aux-allegations-publiees-par-la-rts

    Le Centre social protestant (CSP), le Collectif de soutien aux sans-papiers de Genève, le Centre de Contact Suisses-Immigrés (CCSI) et le Syndicat interprofessionnel des travailleuses et des travailleurs (SIT), ont été partenaires de l’Opération Papyrus. Cette action a permis de régulariser la situation de 2390 résident.e.s du canton de Genève. Les quatre partenaires réagissent ici […]

  • Events and demonstrations banned in İstanbul for 15 days - English Bianet
    The Governor’s Office has announced that the events and demonstrations to be held in İstanbul have been banned till the end of June. The novel coronavirus outbreak has been cited as the reason for the ban.

    #Covid-19#Turquie#Journaliste#Répréssion#Liberté#Oppositionpolitique#HDP#migrant#migration

    http://bianet.org/english/politics/225755-events-and-demonstrations-banned-in-istanbul-for-15-days

  • Le site #Internet_Archive mis en danger par des poids lourds de l’édition

    Sous la pression d’une #plainte déposée devant un tribunal new-yorkais par quatre poids lourds de l’édition aux États-Unis, le site Internet Archive a décidé d’avancer de 15 jours la fermeture de sa #bibliothèque_d’urgence, créée en réponse à l’#épidémie de #coronavirus.

    Une infraction « massive et délibérée » au #droit_de_reproduction. C’est ce que quatre éditeurs, dont la filiale américaine du groupe #Hachette, reprochent au site Internet Archive, connu notamment pour son archivage du web mondial, la #Wayback_Machine, dans laquelle on peut retrouver des pages web disparues.

    Mais l’Internet Archive, c’est aussi une immense #médiathèque, riche de millions de #livres, #films, #images, jeux vidéo et documents sonores. Côté bibliothèque, son « but ultime » est de « mettre tous les travaux publiés de l’humanité à la disposition de tous dans le monde ». Chacun·e, à condition d’être inscrit·e, peut emprunter jusqu’à dix livres à la fois, pour une durée de quinze jours. Les livres sont prêtés sous la forme de fichiers pdf. Selon Internet Archive, 17 500 livres sont empruntés chaque jour.

    Comme dans une bibliothèque classique, un livre doit être disponible pour pouvoir être emprunté – une règle que le site a « concoctée de toutes pièces », lui reprochent les plaignants. Ce concept du « #prêt_numérique_contrôlé » autorise un prêt à la fois pour un livre numérisé donné. Soutenu par le Conseil des directeurs des bibliothèques d’État des États-Unis, il n’avait encore jamais été mis en cause devant les tribunaux.

    Ce qui a décidé les #maisons_d’édition à risquer un #procès pas gagné d’avance, c’est la #Bibliothèque_nationale_d’urgence mise en place à la fin du mois de mars par Internet Archive, pour répondre à la fermeture des écoles, bibliothèques et universités en raison du coronavirus, et donc à l’impossibilité d’aller y chercher des livres. Installé aux États-Unis, le site avait simplement décidé de « suspendre les listes d’attente […] pendant toute la durée de l’urgence nationale américaine » : c’est-à-dire qu’il n’y avait plus besoin qu’un livre (numérique) revienne pour être emprunté à nouveau. Plusieurs lecteurs pouvaient ainsi en bénéficier en même temps.

    Mercredi 10 juin, son fondateur, #Brewster_Kahle, a publié sur son blog un billet (https://blog.archive.org/2020/06/10/temporary-national-emergency-library-to-close-2-weeks-early-returning-) pour annoncer la fin prochaine du dispositif, avancée au 16 juin, espérant trouver avec les détenteurs de droits « un système qui marche ».

    Son initiative a été soutenue publiquement par des dizaines de bibliothèques et d’universités, ces institutions se revendiquant du principe du « #fair_use », qui autorise des dérogations aux droits de reproduction, particulièrement quand il s’agit d’enseignement, et selon les circonstances. C’est le cas, estime Brewster Kahle, de l’épidémie due au coronavirus.

    Au contraire, cette ouverture des portes numériques est intervenue, selon les éditeurs, au pire moment, celui-là « même où de nombreux auteurs, éditeurs et librairies indépendantes, sans parler des bibliothèques, luttent pour survivre ». Le risque pour Internet Archive est vital, la loi sur le #droit_d’auteur (#Copyright_Act) autorisant des #dommages_et_intérêts pouvant atteindre 150 000 dollars par œuvre en cas de violation délibérée. Si le site propose au prêt 1,3 million de livres, certains sont toutefois dans le #domaine_public.

    « La #gratuité est un concurrent indépassable », estiment les éditeurs dans leur plainte, rappelant l’argument le plus éculé de l’industrie musicale. Internet Archive « ne fait qu’exploiter les investissements que les éditeurs ont faits dans leurs livres », accusent-ils, et « au moyen d’un modèle économique conçu pour profiter librement du travail des autres ». La plainte s’acharne à démontrer que l’Internet Archive serait une entreprise commerciale vivant de la #numérisation des livres, un travail qu’elle effectue contre rémunération pour les bibliothèques. Urgence ou pas, elle demande la destruction de toutes les copies illégales.

    Avec les livres prêtés par l’Internet Archive, on est pourtant loin du mp3 recopié ou downloadé en clic. Brewster Kahle rappelle dans une lettre adressée le 10 avril à Thom Tillis, un sénateur républicain président de la Commission sur la #propriété_intellectuelle, réservé sur la légalité du procédé, que son organisation, sans but lucratif, est régulièrement reconnue comme bibliothèque par la Californie. Cela fait bientôt dix ans, dit-il, que les livres sont prêtés selon la règle « #un_lecteur_à_la_fois ». De plus, se défend le fondateur de la bibliothèque, « nos livres numériques sont protégés par les mêmes protections techniques que celles utilisées par les éditeurs pour garantir que les lecteurs n’ont accès à un livre que pendant les deux semaines de son prêt, et que des copies supplémentaires ne peuvent être faites ».

    Toujours à destination de l’élu républicain, il explique : « Vos électeurs ont payé pour des millions de livres auxquels ils n’ont pas accès actuellement » – 15 millions de livres bloqués derrière les portes fermées de 323 bibliothèques, rien qu’en Caroline du Nord, l’État du sénateur, a compté Brewster Kahle.

    Aux éditeurs, il fait remarquer que la bibliothèque d’urgence ne comporte aucun livre publié il y a moins de cinq ans ; 90 % des livres empruntés ont plus de dix ans, et deux tiers datent du XXe siècle. Quant aux auteurs qui ne voudraient pas que leurs livres soient ainsi prêtés, il leur suffit de le demander par mail, poursuit Kahle. Certains ont au contraire, affirme-t-il, demandé à figurer dans la bibliothèque numérique.

    Dès le 31 mars, la Guilde des auteurs avait mobilisé ses membres contre la bibliothèque d’urgence, parlant de « piratage pur et simple », et proposé un modèle de réclamation. Ce groupement d’auteurs avait déjà fait connaître son désaccord avec le prêt de livres numérisés selon le principe « un livre papier, une copie numérique » en janvier 2019. Le #Syndicat_national_des_auteurs (#National_Writers_Unions) a de son côté préféré entamer des discussions amiables avec Internet Archive et les défenseurs du prêt numérique contrôlé.

    L’Internet Archive est en effet, aux États-Unis, loin d’être la seule bibliothèque à pratiquer de la sorte. La pratique du prêt numérisé contrôlé est théorisée, défendue et pratiquée par de nombreux juristes et des bibliothèques universitaires ou locales, comme celles des villes de Los Angeles, San Francisco et Boston. Un livre imprimé peut être prêté : c’est le principe des bibliothèques. Il doit en être de même pour sa déclinaison à l’identique au format numérique, un exemplaire numérique prêté à une personne à la fois.

    En attendant la décision du tribunal new-yorkais, des internautes se posent à travers le monde la question d’archiver l’Internet Archive et ses téraoctets de documents.

    https://www.mediapart.fr/journal/culture-idees/110620/le-site-internet-archive-mis-en-danger-par-des-poids-lourds-de-l-edition
    #open_access #confinement #édition_scientifique #recherche #justice