• From mapping to alliances: practice-informed entry points for stakeholder engagement in EU mission cities
    https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/frsc.2025.1658127

    Stakeholder engagement and co-creation are essential components of urban planning and implementation processes. There is growing awareness that engagement throughout the project lifecycle is crucial for successful implementation and ownership. While several methodologies are available, further progress is needed on how to leverage each stage of engagement to build consensus and foster partnerships. Several EU-funded projects demonstrating how sustained engagement can be implemented within the context of the European Green Deal and the EU Mission for Climate-Neutral and Smart Cities have been analyzed to understand current practices. As a working resource for city practitioners and other projects, this article provides perspectives, practical tools and case studies from cities, (...)

    #Perspective

    • Background: While the technological advancements of Generative Artificial Intelligence are widely recognized, how they reshape the psychological mechanisms of human persuasion and information processing remains underexplored. This study addresses this gap by examining the persuasion mechanisms of AI-generated rumors on internet users, drawing on the Elaboration Likelihood Model (ELM).

      Methods: A systematic content analysis was conducted on a large dataset of 11,942 online comments responding to various AI-generated rumors. Using an established coding scheme and a reliability testing procedure, each comment was classified as indicative of either central or peripheral route processing.

      Results: The analysis reveals that 90.5% of the comments demonstrated peripheral route processing, with emotional expression as the primary indicator. Only 9.5% of the comments reflected central route processing, most of which involved users providing reasons or evidence, or questioning the source.

      Discussion: We argue that the “technological realism” of AI-generated content plays a key role in this pattern. It diminishes users’ ability and motivation to engage in deeper cognitive elaboration, leading them to rely predominantly on the peripheral route for persuasion. These findings extend the Elaboration Likelihood Model to the age of AI and offer practical insights for online platform management, cybersecurity enhancement, and public education in digital literacy.

  • Vor Gericht : Reichster Mann Vietnams klagt gegen Journalisten in Berlin
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/vor-gericht-reichster-mann-vietnams-klagt-journalisten-li.10004195

    Les nouvraux riches commumistrs sint comme les nouveaux riches amticommunistes. Tu les critiques, ils te persécutent avec des procédures SLAPP. Au Vietnam on est encore moins scrupuleux. Va savoir quelle est la part de propagande dans les articles du site Thoibao, après l’enlèvement d’un dissédent vietnamien par l’ambassade du pays on a de bonnes raisons de s’inquiéter ppur les personnes qui publient des choses négativrs sur le pays et ses entreprises.

    5.11.2025 von Franz Becchi - Vietnamesischer Konzern klagt gegen Vietnam-Kritiker: Journalist Trung Khoa Le vor Gericht in Berlin – ein richtungsweisender Fall für die Pressefreiheit.

    Trung Khoa Le steht vor dem Landgericht Berlin, umgeben von einem Dutzend Polizisten. Der deutsche Journalist vietnamesischer Herkunft, der seit Jahren unter Personenschutz steht, hat als Chefredakteur der Nachrichtenseite Thoibao (auf Deutsch etwa „Die Zeit“), die regelmäßig kritisch über die vietnamesische kommunistische Staatsführung berichtet, immer wieder Konsequenzen zu tragen.

    Im September verklagte Pham Nhat Vuong, Gründer des vietnamesischen Konglomerats Vingroup, Le wegen zweier Facebook-Beiträge. Die Klage wurde von ihm und der VinFast Germany GmbH, einer Tochtergesellschaft von Vingroup mit Sitz in Frankfurt am Main, eingereicht. Le wurde vorgeworfen, das Unternehmen und seinen Gründer falsch darzustellen, nachdem er unter anderem behauptet hatte, Vingroup habe ihm Geld angeboten, um seine Berichterstattung zu beeinflussen. Zudem hatte er seine Sorge geäußert, es könnten Anschläge auf die Redaktion verübt werden.
    Vingroup vs. Journalisten: David gegen Goliath?

    Am Dienstag erging das Urteil des Zivilgerichts. Die Kläger beantragten, Le zur Unterlassung zahlreicher Aussagen zu verpflichten. Der Journalist hatte unter anderem behauptet, dass hinter Vingroup eine „mafiöse“ Struktur stecke und ihr Gründer versuche, die vietnamesische Wirtschaft und Politik zu kontrollieren. Das Gericht entschied, mehrere der Aussagen als zulässige „Meinungsäußerungen“ zu werten, verhängte jedoch ein Verbot gegen Le, zu behaupten, man habe versucht, ihn zu bestechen. Im Falle eines Verstoßes droht ihm nun ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

    Da das Landgericht einen erheblichen Teil der Äußerungen für zulässig erachtete, muss Le Trung nur ein Achtel der außergerichtlichen Kosten tragen, den Rest müssen die Kläger zahlen. Le Trungs Anwalt, Raphael Thomas, bezeichnete das Urteil als „ersten Etappensieg im Kampf gegen die aus Vietnam gesteuerte Klagewelle gegen Thoibao.de“. Er wies jedoch darauf hin, dass die Kläger weiterhin aggressive Klagen einreichen, um „unabhängige Berichterstattung zu unterbinden“.

    Unter den Zuschauern des Prozesses befanden sich zwei vietnamesische Journalisten, die in Vietnam wegen „Propaganda gegen den sozialistischen Staat“ in Haft waren. Vingroup hat laut Thomas inzwischen weltweit mehr als 68 Journalisten verklagt oder abgemahnt.

    Die Klägerseite argumentierte, dass Le Trungs Aussagen dem Unternehmen, insbesondere VinFast Germany, erheblichen Image-Schaden zugefügt hätten. Laut eigenen Angaben verzeichnet die Webseite von Thoibao mehr als 20 Millionen monatliche Aufrufe, wobei über 95 Prozent der Zugriffe aus Vietnam stammen und etwa 0,8 Prozent aus Deutschland.

    Le selbst hat mehr als 400.000 Facebook-Follower und erzielt monatlich sechs Millionen YouTube-Aufrufe. Thoibao berichtet regelmäßig über Korruption, Machtkämpfe innerhalb der Kommunistischen Partei Vietnams und über große Wirtschaftskonglomerate wie Vingroup. Die Webseite ist in Vietnam vom Sicherheitsministerium blockiert worden.

    Seit August entfernte Facebook zwei Beiträge der Redaktion und drohte mit der Löschung des Accounts wegen angeblicher Verstöße gegen die Gemeinschaftsstandards. Zudem wurde die Monetarisierung der Seite eingeschränkt. Reporter ohne Grenzen (RSF) vermutet, dass diese Maßnahmen politisch motiviert seien, da Thoibao regelmäßig kritisch über das Regime in Hanoi berichtet und häufig Ziel von Cyberangriffen ist.

    Reporter ohne Grenzen warnt vor zunehmender Zensur

    „Wir sind schockiert über die wiederholten Angriffe gegen Thoibao.de und die unangemessene Reaktion von Facebook“, sagte Anja Osterhaus, Geschäftsführerin von RSF, im September. Chefredakteur Trung Khoa Le, der seit 2024 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, steht nach Morddrohungen unter Polizeischutz des Landeskriminalamts. Laut seinem Anwalt wird die Klägerseite vermutlich nach Erhalt der Urteilsbegründung in Berufung gehen.

    „Es wird den Klägern vermutlich egal sein, dass sie den Großteil der Verfahrenskosten zu tragen haben. Sie haben bereits ein weiteres Klageverfahren eingeleitet“, sagte Thomas. Für Khoa Le und Thoibao geht das an die finanzielle Substanz. Zur Finanzierung der Verfahrenskosten wurde eine Spendensammlung auf Gofundme eingerichtet.

    #Allemagne #Vietnam #médias #SLAPP #persécution #censure

  • Climate action at neighborhood scale: examples from the Resilient Cities Network
    https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/frsc.2025.1653089

    Neighborhood planning instruments and approaches that tailor and implement city-level strategies have become a key focus in cities around the world. While nations pledge and cities deliver action on climate, local implementation and impact are dependent on and most tangible at the neighborhood scale. Some cities have these approaches embedded in their planning and governance model, while others use themes like nature or livability as an entry point to build robust neighborhoods. This article aims to highlight the current trends in neighborhood planning and the diverse entry points and concludes with seven propositions based on analysis of seven examples predominantly from the UP2030 program and additional examples from city programs in the Resilient Cities Network. Propositions cover (...)

    #Perspective

  • Ein Urteil und ein Todesfall
    https://www.ag-taxi.de/Ein-Urteil-und-ein-Todesfall.html


    Neueste Version unter Link oben.

    2.11.2025 von Redaktion - Aus der Jungen Welt erfahren wir, dass die zahnlose Justiz erneut geurteilt hat und der Uber-Konzern sich weiter ins Fäustchen lacht, während alles so weiter läuft, als hätte es keine Gerichtsentscheidung gegeben. Zu dieser Einschätzung kommt, wer den Verlauf der juristischen Auseinandersetzungen der Taxibranche mit Uber in den vergangenen Jahren verfolgt hat.

    31.10.2025 von Gudrun Giese - Personenbeförderungsgesetz: Weiteres Urteil gegen Uber, Kölner Landgericht untersagt Direktvermittlung von Fahrten via App
    https://www.jungewelt.de/artikel/511463.personenbef%C3%B6rderungsgesetz-weiteres-urteil-gegen-uber.html

    Der JW-Artikel ist leider sehr ungenau. Wer besser verstehen will, was wirklich passiert ist, muss hier in der Taxi Times nachlesen:
    https://taxi-times.com/koelner-gericht-erklaert-fahrtenvermittlung-durch-die-uber-app-fuer-wett

    Dieser Artikel wurde bereits am 17.10.2025 veröffentlicht. Die JW ist spät dran und wenig hilfreich beim Verständnis der Angelegenheit. Wir sind jedoch bescheiden und freuen uns darüber, dass überhaupt außerhalb der Fachpresse berichtet wird.

    Schade, dass die JW nicht vom Standpunkt der Arbeitenden aus berichtet. Aus unserer Sicht bringt die Auseinandersetzung zwischen Uber und Taxiunternehmen egal aus welcher Perspektive betrachtet rein gar nichts sondern lenkt die Berichterstattung nur vom Wesentlichen ab.
    Klassenstandpunkt

    Nur mit der technisch unproblematisch machbaren Kontrolle und Durchsetzung des gesetzlichen Mindestlohns gegenüber den Uber-Partnern, d.h. den Unternehmen, welche die Autos auf die Straße bringen und Arbeitgeber der Fahrer sind, können Verbesserungen erreicht werden.

    Die Aufsichtsbehörden müssten per automatischem Abgleich der Arbeitszeiten mit den gezahlten Löhnen (beide Informationen liegen in Echtzeit digital vor) Verstöße gegen das Mindestlohn- oder das Arbeitszeitgesetz feststellen und sofort ein Tätigkeitsverbot für den jeweiligen Betrieb aussprechen, bis dieser einen rechtlich vertretbaren Grund für die Abweichung nennt.

    Dieser Vorschlag hat es bis zu einer Vorlage der Regierungskoalition im Berliner Abgeordnetenhaus geschafft, um dann von allen beteiligten Behörden als irrelevant oder nicht in ihre Zuständigkeit fallend beerdigt zu werden.
    Klassenfeind

    Das Uber-System ist so konstruiert, dass es einen wirksamen Schutz des Konzerns und seiner Erfüllungsgehilfen vor juristischen Sanktionen bildet. Das zeigt sich an den wiederholten langwierigen, arbeitsaufwändigen und teuren Versuchen der Taxibranche, den mit illegalem Dumping arbeitenden Konkurrenten zur Beachtung der geltenden Regeln und Gesetze zwingen zu lassen.

    Wer die Zusammenhänge verstehen will, muss sich die Informationen aus der Taxi Times aus Sicht der Arbeitnehmer ansehen. Dazu gehört die von Unternehmerseite vertuschte Tatsache, dass ’Uber’ das Geschäftsmodell der Taxibranche nur kopiert, perfektioniert und auf industriellen Maßstab skaliert hat.

    Die Taxibranche trickst sein vielen Jahren, um ihren Fahrern weniger als den gesetzlichen Mindestlohn zahlen zu können. Deshalb sah es in den ersten Jahren der Uber-Präsenz in Deutschland auch nicht so aus, als ob der Konzern irgendwann eine erwähnenswerte Bedeutung erlangen würde.
    Ein Irrtum

    Irgendwann, dachten wir, würde Schluss sein mit den Dumpingangeboten, weil auch der reichste und mächtigste Weltkonzern irgendwann aufhören muss, Geld zu verbrennen. Die Fahrzeug- und Betriebskosten sind für Taxis und Mietwagen bei gleichem Beförderungsangebot identisch, und kein Mensch würde für die gleiche Tätigkeit eine noch schlechtere Bezahlung als im Taxi akzeptieren. Ohne Uber-Fahrer kann es keinen Uber-Fahrdienst geben.

    Kein Mensch wird Taxi- oder Uber-Fahrer, wenn in jedem anderen Job besser verdient wird. Nur die alten Hasen, die ihren Job bedingungslos lieben und die Kollegen, denen einfach nichts anderes einfällt, sagten wir uns, würden unter den gegebenen Bedingungen weiter als Taxi- oder Mietwagenfahrer arbeiten. Ohne ordentliche Löhne würden weder Uber noch die Taxibetriebe neue, junge Fahrer finden.

    Es brauchte zwei Katastrophen und zwei radikale Gesetzesänderungen, um das Blatt für Uber zu wenden und den Konzern mit Partnern in die Gewinnzone zu bringen.
    1. Eine Katastrophe zu Geld machen

    Zunächst brauchte es eine weltgeschichtliche Katastrophe, den mörderischen Krieg um Syrien, der das Land unbewohnbar machte und Millionen zur Flucht nach Europa zwang. Dann wurde in Deutschland infolge des Uber-Lobbyismus eine politische Entscheidung getroffen, mit der die Sache richtig in Bewegung geriet. Aber eins nach dem anderen.

    Wir erinnern uns, wie im Jahr 2015 eine Flüchtlingswelle Deutschland und Europa erreichte. Diese Menschen wurden zurecht willkommen geheißen und es gelang, einen großen Anteil von ihnen die deutsche Gesellschaft und den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Aus Neuankömmlingen wurden Mitbürger, die fleißig arbeiten und deren Kinder mittlerweile eigene Karrieren in Deutschland verfolgen. Diese Menschen sind ein Gewinn für alle.

    Gleichzeitig kamen auch die mit schweren Problemen, denen geholfen werden muss, und die, welche keinen Platz auf dem deutschen Arbeitsmarkt fanden. Ein wichtiger Grund dafür waren und sind oft mangelnde Sprachkenntnisse oder Anpassungsfähigkeit oder der weltweit verbreitete Wunsch nach dem ’schnellen Geld’, der immer und überall Menschen in Sackgassen führt. Nicht zuletzt existieren viele Hindernisse und Barrieren auf Seiten der deutschen Gesellschaft, deren Anpassungsfähigkeit an neue Menschen und Situationen zu gering ausgeprägt ist.

    Aus der letzten Gruppe Zuwanderer rekrutierte Uber die zweite Generation seiner Fahrer, die perfekt zum Geschäftskonzept unter der Devise ’legal, illegal, scheißegal’ des Konzerns passte. Ohne Bezug zur deutschen Gesellschaft, ohne genaue Kenntnisse ihrer Rechte und Möglichkeiten glaubten diese Männer ihren Landsleuten und Verbündeten, die ihnen das schnelle Geld am Steuer eines Uber-Fahrzeug versprachen. Und das war nicht einmal gelogen, zumindest im Vergleich zu den anderen Optionen, die sich diesen weniger leistungs-, lern-, und anpassungsfähigen Zuwanderern boten.

    Bald nach der Schaffung der ersten Willkommens-Strukturen und der Erteilung der ersten Arbeitserlaubnisse, begann Uber die Rekrutierung von vor allem syrischen Zuwanderern als Mietwagenfahrer. Das scheiterte jedoch häufig an der geforderten kleinen Ortskundeprüfung, für deren Bestehen minimale Deutschkenntnisse erforderlich waren. Damit änderte sich zunächst nichts und die Zahl der Uber-Mietwagen blieb so niedrig, dass sie keine merklichen Auswirkungen auf die Taxi-Umsätze hatten.
    Exkurs Struktur des Taxi- und Mietwagengewerbes in Berlin

    Es gibt in Deutschland so gut wie keine Selbständigen, die mit eigenem Fahrzeug für Uber tätig sind, In der Schweiz wird das bald auch so sein. Dazu: 24.10.2025, Uber-Fahrer überleben nur mit Sozialhilfe, https://taxi-times.com/uber-fahrer-ueberleben-nur-mit-sozialhilfe .

    Laut den letzten aussagekräftigen Statistiken machen die Einwagenbetriebe, bei denen in der Regel der Chef selber, vielleicht noch seine Ehefrau oder eine Aushilfe fährt, bei den Mietwagen ca. zwei Prozent der Fahrzeuge aus. Im Taxigewerbe gibt es zwischen 20% und 25% Einwagenbetriebe. Genaue Zahlen aus den letzten Jahren gibt es nicht mehr, seit die Aufsichtsbehörde nur noch grobe Überblicksdaten veröffentlicht, und die Anzahl der Betriebe und ihrer Fahrzeuge nicht mehr detailliert aufschlüsselt.

    Das bedeutet, dass es möglich ist, mit einem einzigen Taxi als Kleinunternehmer zu überleben, wenn auch knapp, mit einem Uber-Mietwagen hingegen nicht. Wir steigen hier nicht in die tiefere Diskussion der Strukturen ein, weil es uns nur darauf ankommt zu zeigen, dass so gut wie ausnahmslos alle Uber-Fahrer abhängig Beschäftigte sind, und die gesamte Arbeitsgesetzgebung auf sie angewendet werden muss . Wenn diese grundlegenden Gesetze nicht durchgesetzt werden, wirkt die Mietwagenbranche wie ein Krebsgeschwür, das schnell wuchert und nicht entfernt wird, obwohl jeder Chirurg dazu in der Lage wäre.

    Betroffen von den Folgen wird nicht allein das Taxigewerbe sein, sondern es werden sich in allen Bereichen der Gesellschaft unangenehme bis katastrophale Auswirkungen einstellen, je nachdem wie reich oder arm eine Kommune, ein Viertel oder ein Freundeskreis ist.

    Der Boden für den Uber-Erfolg wurde mit zwei Gesetzesänderungen, einer Unterlassung und der zweiten Katastrophe bereitet.
    2. Gesellschaftliche Strukturen zerschlagen

    Am 7.7.2017 stimmte der Bundesrat der Abschaffung der kleinen Ortskundeprüfung für Miet- und Krankenwagenfahrer zu. Damit begann die Uber-Expansion, weil ab diesem Datum jeder halbwegs gesunde Mensch mit Führerschein und sauberem Führungszeugnis (für erst kürzlich zugewanderte Verbrecher kein Problem) sich ans Steuer eines Uber-Autos setzen und Menschen befördern darf. Die Zahl der Mietwagen explodierte ab diesem Zeitpunkt. Die Taxi-Umsätze fielen dramatisch.
    3. Noch eine hilfreiche Katastrophe

    Die Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Epidemie gaben vielen Taxibetrieben den Gnadenstoß, die bereits durch den Einbruch von Uber ernste wirtschaftliche Probleme hatten. Nun half nicht einmal mehr der jahrelang geübte Lohnverzicht der angestellten Fahrer, die Einkommen weit unterhalb der Mindestlohnschwelle hingenommen hatten, um weiter in ihrem Betrieb arbeiten zu können. Mit stündlichen Umsätzen von zeitweise unter fünf Euro waren nicht einmal die laufenden Fahrzeugkosten zu erwirtschaften. Das Verschwinden von Taxibetrieben machte den Markt für Uber frei.
    4. Abschaffung des Taxifahrerberufs per Gesetz

    Mit dem 1.8.2021 trat eine Novelle des Personenbeförderungsgesetzes in Kraft, die neben vielen weiteren Änderungen zugunsten antisozialer Unternehmenspraktiken den Wegfall der Ortskundeprüfung für Taxifahrer mit sich brachte. Das bedeutete in der Praxis, dass seitdem es keinen Unterschied mehr zwischen Uber- und Taxifahrern gibt und jeder Inhaber eines P-Scheins (Beförderungserlaubnis zur Personenbeförderung) für Betriebe aus dem gesamten Bundesgebiet arbeiten darf.

    Stattdessen sah das Gesetz nun eine kleine Fachkundeprüfung vor, deren Einführung jedoch vom Bundesverkehrsministerium und den Ländern verschleppt und von den ländlichen Taxibetrieben aktiv bekämpft wurde. Damit wurde das Taxifahren zum qualifikationsfreien Hilfsarbeiterjob gemacht, und dem traditionellen deutschen Taxigewerbe der Todesstoß versetzt.
    5. Berliner Behörden nehmen die Plünderung des Sozialsystems durch Uber hin

    Die Spatzen pfeifen es von den Dächern und es ist betriebswirtschaftlich offensichtlich, dass Mietwagenbetriebe, die im Auftrag von Uber, Bolt und anderen Plattformen tätig sind, nur in Ausnahmefällen den gesetzlichen Mindesthohn zahlen. Gleichzeitig handelt es sich bei zahlreichen Betrieben um Kurzzeit-GmbHs, die eine ausschließlich kreative Buchführung praktizieren und nach weniger als zwei Jahren ins Ausland ’verkauft’ werden, um dort ’verschrottet’ zu werden.

    Von diesen Unternehmen erhalten Fahrer sehr niedrige, unzutreffende Lohnabrechnungen, mit denen sie Zugang zu Bürgergeld und in Zukunft Leistungen der Grundsicherung erhalten. Die Unternehmen zahlen beispielsweise nur 5 Euro Stundenlohn, die Fahrer arbeiten, 60 Stunden wöchentlich und mehr, und erzielen so in der Summe aus Sozialleistungen und schwarz gezahltem Lohn Monatseinkommen von netto € 2000 bis € 3000 oder mehr.

    Der Uber-Konzern hat es durch eine gerissene juristische Konstruktion geschafft, dass er nie für das Fehlverhalten seiner Partnerbetriebe haftbar gemacht werden kann. Wir erfahren, dass kürzlich ein einzelner Fahrer zur Rechenschaft gezogen wurde, dem anhand von ’Daten aus Kalifornien’ sehr lange Arbeitszeiten nachgewiesen wurden, die nicht mit den Angaben seines Arbeitgebers auf der Lohnbescheinigung in Einklang zu bringen waren. Auch im Uber-System wird der Kleine „gehängt“, und schon der Nächstgrößere, sein Arbeitgeber ist fein raus, weil der Betrieb von einem Strohmann geführt wird, der nicht belangt werden kann. Die Medien waren in den letzten zwei Jahren voll von Berichten über derart aufgestellte Betriebe.

    Im Endergebnis werden Sozialleistungen als Lohnsubventionen mißbraucht, die Uber und seinen Partnerbetrieben zu Gewinnen verhelfen, und es ihnen ermöglichen Fahrer zu rekrutieren, die mangels Qualifikation mit keiner anderen Arbeit vergleichbare Einkünfte erzielen würden. In dieses „Rackets“ oder Gaunergemeinschaften sind die Fahrer umfassend von den Chefs abhängig und für gewerkschaftliches Engagement verloren.
    Das Falsche richtig rücken

    In Berlin unterbleibt seit Jahrzehnten eine wirkungsvolle und vom Gesetzgeber gewollte Regulierung des Taxigewerbes, das als Teil des öffentlichen Nahverkehrs die Mobilität aller zu jeder Zeit sichern soll.

    Taxis sind gedacht als Teil der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge. Das Hamburger Beispiel zeigt, dass ungeachtet der besprochenen Gesetzesänderung zum Nachteil des Taxigewerbes Regulierung sinnvoll und möglich ist. In Berlin sollte zumindest dieser Grad an Durchsetzung rechtskonformer Verhältnisse möglich sein.

    Darüber hinaus würde es auch Hamburg gut zu Gesichte stehen, wenn die Stadt Geschäftsmodelle verhindern würde, die auf Ausbeutung und Unterschreiten des Mindestlohns beruhen. Unterbezahlte Bauarbeiter, Zimmermädchen und Altenpflegerinnen gibt es in ganz Deutschland. Landes- und Bundesbehörden sind zur wirkungsvollen Zusammenarbeit zu bewegen. Wo der Zoll mangels Personal überfordert ist, müssen Abläufe von Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und Landesbehörden angegangen werden.

    Die für die Bekämpfung von Lohndumping zuständige Behörde heißt Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) und untersteht als Teil des Zolls dem Bund. Hier müssen Stellen geschaffen werden, damit eine wirksame regelmäßige Überprüfung der Überschreitung von zulässigen Arbeitszeiten und der Unterschreitung des gesetzlichen Mindestlohns möglich wird.

    Nur eine politische Aktion, unterstützt von aktiven Gewerkschaften und weiteren Kräften, die gegen die Zerstörung des gesellschaftlichen Zusammenhalts agieren, kann die Zustände in Mietwagen- und Taxibranche in eine akzeptables Fahrwasser bringen. Gute Arbeit ist noch ein Fernziel. Zuerst muss das Mindestlohngesetz von den Aufsichtsbehörden durchgesetzt werden ebenso wie das Arbeitszeitgesetz und alle anderen arbeitsrechtlichen Regelungen.

    Dazu fehlt bislang der erforderlich Wille bei so gut wie allen Kräften in Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Wir leben in einer Klassengesellschaft, in der die Stimme der Arbeitenden nur wenig zählt. Gehandelt und entschieden wird meist im Interesse der Nutznießer von Ausbeutung und Minilöhnen, es sei denn es formiert sich massiver Widerstand der Arbeitenden.
    Ein Blick in die Kristallkugel

    Im Oktober des Jahres haben wir erfahren müssen, dass mittlerweile ein Taxiverband und zahlreiche Bundesländer eine Änderung des Personenbeförderungsgesetz betreiben, mit der die Forderung einer Fachkundeprüfung gestrichen und das Taxifahren endgültig, vermutlich bis zur herbeigesehnten Einführung von Robotaxis, zum Hilfsarbeiterjob gemacht werden soll.

    Wir sollen uns vom Bild des Taxifahrers verabschieden, der über ’The Knowledge’, also umfassende Stadtkenntnisse wie die Fahrer des Londoner Black Cab verfügt. Übersehen wird dabei, dass die eine Qualifikation nicht ohne die andere zu haben ist, und sich Kunden zunehmend auf ungehobelte, nicht als Dienstleister geeignete Fahrer werden einstellen müssen. Es kann nicht im Sinne eines guten öffentlichen Nahverkehrs sein, wenn Taxifahrer schlechtere Stadtkenntnisse haben als Fahrer von Linienbussen.

    Niedrige Qualifikation bedeutet schlechte Qualität und beides zusammen schlechte Bezahlung. Schon jetzt ist Uber ein System das auf mittlere Sicht soziale Probleme und enorme gesellschaftliche Kosten produziert. Das Taxisystem sollte zum an den öffentlichen Dienst angelehnter Gegenpol gemacht werden, mit gut bezahlten und qualifizierten Fahrern.

    Der erste Schritt in diese Richtung wäre ein gewerkschaftliches Konzept für gute Arbeit und Ausbildung in der Taxibranche. Ein Kurzkonzept dafür liegt bereit. Wer bringt es in die laufende Diskussion ein?

    Ist das Taxi tot?

    Es wird noch gebraucht.
    Chronik der Abschaffung des Taxifahrers

    8.5.2017 Bayern: Keine Ortskundeprüfung mehr für Mietwagen
    https://taxi-times.com/keine-ortskundepruefung-mehr-fuer-mietwagen

    17.7.2017 Ortskundewegfall für Mietwagen im Bundesrat beschlossen
    https://taxi-times.com/ortskundewegfall-fuer-mietwagen-im-bundesrat-beschlossen

    28.4.2021 PBefG-Novelle gilt ab August
    https://taxi-times.com/pbefg-novelle-gilt-ab-august

    10.10.2025 Politik kippt die Kleine Fachkunde
    https://taxi-times.com/politik-kippt-die-kleine-fachkunde

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    31.10.2025 von Gudrun Giese - Kölner Landgericht untersagt Direktvermittlung von Fahrten via App

    Der Fahrdienstleister Uber darf bis auf weiteres keine kostenpflichtigen Mietwagenfahrten mehr per App direkt an Fahrer vermitteln lassen. Ein Mitgliedsunternehmen der Kölner Taxigenossenschaft Taxi Ruf hat vor dem Landgericht der Stadt eine bundesweit gültige einstweilige Verfügung dazu erwirkt.

    »Hintergrund der Verfügung ist, dass die Uber-X-App nach Bewertung der zuständigen Kammer wettbewerbswidrig ist, weil Aufträge direkt durch den (Mietwagen-)Fahrer angenommen werden können«, erklärte Taxi-Ruf-Vorstand Aleksandar Dragicevic vergangene Woche zur Entscheidung des Gerichtes. Die direkte Vermittlung solcher Aufträge an die Fahrer verstößt gegen das Personenbeförderungsgesetz, sofern die Fahrten gegen Entgelt stattfinden und »teurer sind als die Betriebskosten der jeweiligen Fahrt«. Die Uber-X-App dürfe damit bundesweit nicht mehr eingesetzt werden. Jede trotzdem direkt vermittelte Fahrt bedeute einen Verstoß gegen die einstweilige Verfügung des Landgerichts Köln. Taxi Ruf behalte sich jeweils einen Antrag auf Bestrafung vor.

    Bei einem Zuwiderhandeln gegen die Gerichtsentscheidung könnten Uber und dem Betreiber eines Mietwagenunternehmens für jede über die App vermittelte Fahrt eine Strafe von bis zu 250.000 Euro oder sechs Monate Haft drohen, meldete am Mittwoch der WDR. Allerdings kann Uber gegen die einstweilige Verfügung Berufung einlegen. Das Personenbeförderungsgesetz schreibt allerdings ganz klar vor, dass Mietwagenfahrten gegen Entgelt immer über die Zentrale des Mietwagenunternehmens vermittelt werden müssen. »Eine direkte Bestellung vom Kunden zum Fahrer ist laut Personenbeförderungsgesetz für Mietwagen nicht erlaubt«, erläuterte der von Taxi Ruf beauftragte Rechtsanwalt Carsten Mathias. Uber habe mit dem Einsatz der App systematisch gegen diese Vorgabe verstoßen.

    Die Kölner Taxigenossenschaft hatte bereits vor einem Jahr mit detektivischem Spürsinn herausgefunden, wie Uber mittels der App gegen das Personenbeförderungsgesetz verstößt: Sie hatten sich dazu ein Fahrerhandy des Konkurrenten besorgt und orderten anschließend Fahrten bei Uber. Dabei konnten sie feststellen, dass die Bestellungen direkt auf dem Fahrerhandy eingingen und nicht bei einer Zentrale. Uber bestreitet allerdings das Verbot der App durch das Kölner Landgericht. Gegenüber dem WDR erklärte ein Sprecher, es gebe keine Entscheidung, die die Nutzung der App als solche untersage. Im Wortlaut der Gerichtsentscheidung heißt es allerdings, dass Uber es zu unterlassen habe, »die Smartphone-Applikation Uber X für Mietwagenfahrer und Mietwagenunternehmer für die Vermittlung von Fahraufträgen einzusetzen, soweit diese Beförderungen entgeltlich erfolgen«. Taxi-Ruf-Anwalt Mathias sieht darin eine klare Bestätigung, »dass die App Uber X in der von uns überprüften Form nicht mehr für die Vermittlung verwendet werden darf«.

    Allerdings ist die Gerichtsentscheidung noch nicht rechtskräftig. Uber will die Begründung prüfen und anschließend mögliche rechtliche Schritte dagegen beraten. Taxi Ruf hat sich seinerseits vorgenommen, genau zu verfolgen, ob Uber die nunmehr illegale App weiter einsetzt. Bei jedem Verstoß gegen das Personenbeförderungsgesetz will die Kölner Taxigenossenschaft vom Konkurrenten, der mit Dumpingpreisen dem Taxigewerbe das Überleben schwer macht, dann die vorgesehene Geld- oder Haftstrafe einfordern.

    Schon 2021 hatte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Berufung von Uber gegen ein Urteil der Vorinstanz zurückgewiesen, das den Einsatz einer App zur Fahrtenvermittlung untersagte. Damals hatte ein Zusammenschluss von Taxizentralen aus mehreren Städten geklagt, der auch damals schon auf die Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes verwies, gegen die Uber verstoße. Das Frankfurter Landgericht untersagte die Fahrdienstvermittlung per App, weil Uber die erforderliche Mietwagenkonzession fehlte. Gelernt hat das Unternehmen nichts aus der Entscheidung.

    #Uber #Personenbeförderungsgesetz #Justiz #Wirtschaft #Taxi #Politik

    • Pierre-Félix Guattari ne se laisse guère occuper par les problèmes de l’unité d’un moi. Le moi fait plutôt partie de ces choses qu’il faut dissoudre, sous l’assaut conjugué des forces politiques et analytiques. Le mot de Guattari, « nous sommes tous des groupuscules », marque bien la recherche d’une nouvelle subjectivité, subjectivité de groupe, qui ne se laisse pas enfermer dans un tout forcément prompt à reconstituer un moi, ou pire encore un surmoi, mais s’étend sur plusieurs groupes à la fois, divisibles, multipliables, communicants et toujours révocables.

      https://www.persee.fr/doc/chime_0986-6035_1994_num_23_1_1169

      Pierre-Félix - Trois problèmes de groupe, Gille Deleuze, 1994.

      #moi #identité #subjectivité

  • Comme c’est la journée des ouin-ouin pour l’incarcération de Sarkozy. Faudrait pas oublier l’essentiel de la population carcérale qui elle n’a pas les moyens de se payer une cantine de luxe comme celle de l’ancien locataire de la villa Montmorency au cœur du très chic 16ᵉ arrondissement de Paris et qui dormira ce soir dans une cellule à la Santé dans l’arrondissement voisin, le 14e.
    Au Journal officiel du 15 octobre 2025, le Contrôleur général a publié un avis relatif à là vétusté des établissements pénitentiaires.
    https://www.cglpl.fr/publications/avis-relatif-a-la-vetuste-des-etablissements-penitentiaires
    La justice peut-elle (vraiment) faire respecter les droits des détenu⋅es ?
    https://lasellette.org/la-justice-peut-elle-vraiment-faire-respecter-les-droits-des-detenu%e2%8

    En juillet 2025, l’Observatoire international des prisons (#OIP) a une nouvelle fois saisi la justice administrative pour qu’elle mette fin à l’indignité des #conditions_de_détention à la prison de Toulouse-Seysses. L’OIP exigeait que soit prise une trentaine de mesures concernant, par exemple, les cafards qui pullulent, la difficulté d’accéder à des soins psychiatriques ou les violences subies par les #personnes_détenues.

    Dans cette émission, on discute des demandes de l’OIP, de la mauvaise exécution des mesures ordonnées précédemment, de la manière dont s’est défendue l’administration pénitentiaire, des résultats obtenus et, plus généralement, de ce qu’on peut attendre (ou pas) de la justice administrative pour lutter contre les atteintes aux droits fondamentaux en #prison.

    Chambre des comparutions immédiates à Toulouse avec @la_sellette

    • Sarkozy en prison, ce crime de lèse-majesté | Fabrice Arfi
      https://www.mediapart.fr/journal/france/211025/sarkozy-en-prison-ce-crime-de-lese-majeste

      Emmanuel Macron et Gérald Darmanin au chevet du condamné, les groupes Accor et Lagardère en soutien, des télévisions qui occultent largement la gravité des faits : l’incarcération de Nicolas Sarkozy révèle, comme jamais, la panique d’un petit monde puissant qui désire ni plus ni moins que le retour des privilèges.

      L’incarcération de Nicolas Sarkozy offre à la France une expérience politique, médiatique et sociale fascinante. Alors que l’ancien président de la République, condamné à cinq ans de prison ferme pour association de malfaiteurs dans l’affaire libyenne, doit passer sa première nuit en détention mardi 21 octobre, une partie du pays semble se fracturer sur le sens à donner à cet événement historique.

      Nicolas Sarkozy : Auteuil, Neuilly, Passy, se mobilisent ! | Reflets.info
      https://reflets.info/articles/nicolas-sarkozy-auteuil-neuilly-passy-se-mobilisent

      Le quartier est bouclé. On avait rarement vu telle animation policière à Auteuil depuis... Depuis toujours ? Des dizaines de cars de police ont littéralement fermé l’accès à tout un pâté de maisons et d’immeubles. Les barrières métalliques empêchent l’accès à la rue de la Source où attendent sagement plusieurs voitures munies de gyrophares. #Nicolas_Sarkozy, accompagné par Carla Bruni, a fini par émerger de la Villa Montmorency et, après avoir salué la foule des soutiens du matin, ils se sont engouffrés dans une voiture qui, accompagnée de nombreux motards, est partie vers la prison de la Santé où l’ancien président a été incarcéré.

      Il y avait là environ 200 ou 300 personnes, 200.000 selon Véronique Waché. La foule a entonné quelques marseillaises.

      https://www.youtube.com/watch?v=L1N3WXZ_1LM


      Auteuil Neuilly Passy c’est pas du gâteau
      Auteuil Neuilly Passy tel est notre ghetto

    • Quand ça veut pas, ça veut pas.
      https://rfi.my/C7aC

      En France, c’est la fin d’un feuilleton judiciaire qui avait plombé la campagne présidentielle en 2017. #François_Fillon est débouté par la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH), le dernier recours possible pour l’ancien Premier ministre, condamné dans une affaire d’emplois fictifs. La CEDH a jugé irrecevables les arguments de François Fillon.

      Il s’agit de l’affaire dite du « #Penelopegate », du nom de la femme de François Fillon, #Pénélope_Fillon, qui avait bénéficié d’emplois fictifs à l’Assemblée nationale. L’ancien Premier ministre et son épouse estimaient ne pas avoir eu droit à un procès équitable, affirmant que les magistrats qui ont requis contre eux avaient manqué d’indépendance.

      Ces arguments sont rejetés par Cour européenne des droits de l’Homme (CEDH), qui a relu toute cette affaire à la lumière de la convention européenne des droits de l’homme, qui s’applique dans 46 pays membres. Leur requête est rejetée pour « défaut manifeste de fondement », peut-on lire dans la décision de la Cour, pour qui la procédure, « prise dans son ensemble, a revêtu un caractère équitable ».

      Le scandale du « Penelopegate » éclate en 2017, en pleine campagne présidentielle. L’ancien chef de gouvernement de Nicolas Sarkozy partait favori. Il sera finalement éliminé dès le premier tour de cette élection. En juin dernier, François Fillon est définitivement condamné par la cour d’appel de Paris à quatre ans de prison avec sursis, 375 000 euros d’amende et cinq ans d’inéligibilité.

      Il comptait, depuis, sur l’intervention de la CEDH, qu’il a pourtant largement critiquée durant sa campagne de 2017. Il reprochait à la Cour européenne des droits de l’homme de trop se mêler des questions de société françaises et promettait d’en retirer le pays s’il était élu.

      Ce dernier paragraphe est révélateur de l’image que ces cols-blancs
      ont de la justice.

    • « Le malheur d’un puissant, sa chute et son humiliation donnent du piment à une existence que la médiocrité habite. » P. Prout
      https://www.tf1info.fr/justice-faits-divers/en-direct-l-ancien-president-nicolas-sarkozy-incarcere-ce-mardi-a-la-prison-

      Sarkozy en prison : 3 détenus en garde à vue après des vidéos menaçantes envers l’ancien président

      le post-choc carcéral du conte Monte-Sarko par Raphaël Garrigos et Isabelle Roberts - @lesjours

      AAAAAAAAHHHHHH ! encore. Car, a-t-on appris mardi soir de la bouche de LCI, en détention, Nicolas Sarkozy est flanqué de deux de ses officiers de sécurité. Oui, oui, ils logent dans une cellule voisine et deux équipes se relaient toutes les douze heures. Comprenons-nous bien : il a été demandé à ces fonctionnaires d’entrer eux aussi en prison. Déclenchant évidemment la colère des surveillants, pris pour des branle-panneaux. Et des gardes du corps armés de surcroît, quand les matons ne le sont pas pour d’évidentes raisons de sécurité. Le dispositif de protection de l’ancien Président « a été maintenu en détention, […] une décision visant à assurer sa sécurité », a expliqué le nouveau ministre de l’Intérieur Laurent Nuñez sur CNews et Europe 1 – of course.

      Les bras nous en seraient tombés si nous n’en avions hélas, plus tôt dans la journée, déjà perdu l’usage à l’annonce d’une autre nouvelle : avec l’incarcération de Nicolas Sarkozy, son cuisinier va rejoindre son corps d’origine, le ministère de l’Intérieur, qui le mettait jusqu’alors à sa disposition. Nan mais sans déconner. Qu’on s’acquitte collectivement de quelques deniers prélevés sur nos impôts pour éviter que Nicolas Sarkozy ou François Hollande se fassent zigouiller dans la rue par le premier venu, ça peut s’entendre. Qu’on leur paye secrétariat et locaux parce que leurs fonctions précédentes à l’Élysée occasionnent quelques frais, déjà on tique. Mais un cuisinier ? Comme nous sommes plus pingres que Mediapart qui, sur la foi d’un procès verbal issu de l’instruction sur l’affaire libyenne, évalue à 19,7 millions d’euros les revenus de Nicolas Sarkozy entre 2013 et 2019, nous nous contenterons de sa rémunération en tant qu’administrateur des groupes Lagardère et Accor – qui, tous deux, n’ont pas souhaité interrompre son mandat, manifestant là un soutien touchant à la condition carcérale. Du premier, que détient son ami Vincent Bolloré, Nicolas Sarkozy a touché en 2025 88 760,59 euros et 82 582 euros du second – et on est gentils, on ne compte pas son indemnité mensuelle d’ancien chef de l’État qui s’élève à 6 000 euros (six-mille euros). Soit de quoi s’acquitter de la modique somme de 150 euros pour chacun de ses trois repas de la journée pendant un an mais non, le gars a un cuistot payé par l’État, c’est-à-dire vous et nous.

    • Visite à Nicolas Sarkozy en prison : Gérald Darmanin visé par une plainte pour « prise illégale d’intérêts »
      https://www.francebleu.fr/infos/faits-divers-justice/visite-a-nicolas-sarkozy-en-prison-gerald-darmanin-vise-par-une-plainte-p

      Dans sa plainte pour « prise illégale d’intérêt » déposée ce jeudi, ce collectif de 28 avocats, parmi lesquels les avocats au barreau de Paris Jérôme Karsenti, Jérôme Giusti ou Isabelle Dahan, estime que cette visite est susceptible de « mettre à mal la confiance que les justiciables ont dans la justice et leurs auxiliaires et donc la confiance des clients pour le compte desquels ils agissent chaque jour en tant qu’avocat ». « Les agissements de monsieur Gérald Darmanin leur causent ainsi un préjudice d’exercice et d’image qui rend nécessaire le dépôt de cette plainte auprès de la Commission des requêtes », ajoutent-ils.

      « Impliqués quotidiennement dans la lutte contre les atteintes à la probité et ayant déjà représenté en justice de nombreuses associations combattant de tels agissements, ils sont nécessairement fondés à agir pour dénoncer une infraction de prise illégale d’intérêts commise par le ministre de la Justice dans l’exercice de ses fonctions », poursuivent les avocats. « En tant que ministre de la Justice, Gérald Darmanin est dépositaire de l’autorité publique. A ce titre, le premier élément matériel de l’infraction de prise illégale d’intérêts est caractérisé ».

    • Comme l’exige son rôle, Gérald Darmanin ira chaque soir lire une histoire à Nicolas Sarkozy
      https://www.legorafi.fr/2025/10/30/comme-lexige-son-role-gerald-darmanin-ira-chaque-soir-lire-une-histoire-a-n

      Après avoir déjà annoncé qu’il irait voir l’ancien Président de la République en prison, #Gérald_Darmanin a précisé la nature de ces visites. “J’irai chaque soir à 20h30, à la prison de la santé, afin de lire une histoire à Monsieur Sarkozy, jusqu’à ce qu’il s’endorme profondément”. Il semblerait que ce soit l’ancien président qui puisse choisir lui-même son histoire. D’après nos informations, il aimerait particulièrement Ali Baba et les 40 voleurs, mais aussi les bandes-dessinées mettant en scène l’Oncle Picsou.

      Ce que certains considèrent comme un traitement de faveur, est pour le garde des sceaux une simple obligation liée à son rôle. “Il est écrit dans ma fiche de poste que je devrai rendre visite à tout ancien président de droite en prison. Il est d’ailleurs précisé que je devrai lui lire des histoires, lui amener des boissons chaudes, et lui masser les pieds.” D’après des sources haut placées, il semblerait que ce soit Nicolas Sarkozy lui-même, qui a intégré ces différents éléments dans la fiche du poste du ministre de la justice, lorsqu’il était lui-même Président de la République. Concernant le massage des pieds, il avait été suggéré par Georges Tron, autre ancien élu et ancien détenu.

      D’autres visites prévues pour Nicolas Sarkozy ?

      Si les visites de Gérald Darmanin peuvent surprendre, il faut savoir que ce ne sera pas le seul homme politique à pouvoir se rendre dans la cellule de l’ancien président. En effet, Patrick Balkany, l’ancien maire de Levallois devrait également s’y rendre. “Je vais passer voir Nicolas bien sûr ! J’ai toujours mon badge pour aller à la Santé quand bon me chante, c’est un badge VIP ! Il fonctionne même pour la prison de Fleury. Avec mon expérience, je suis d’ailleurs en train d’écrire un livre : Le guide du Mitard, pour tous les politiciens qui iront en prison. Et, entre nous, j’ai l’intuition qu’il va bien se vendre !”

      #Le_Gorafi

    • Affaire des sondages de l’Élysée : Claude Guéant condamné à un an de prison avec sursis
      https://www.la-croix.com/politique/affaire-des-sondages-de-l-elysee-claude-gueant-condamne-a-un-an-de-prison-

      L’ancien secrétaire général de l’Élysée, #Claude_Guéant, a été condamné en appel, mardi 4 novembre, à un an de prison avec sursis dans l’affaire des sondages commandés par l’Élysée sous Nicolas Sarkozy. Une peine revue à la baisse : en première instance, il avait écopé d’un an de prison, dont huit mois ferme.

      #Patrick_Buisson #Bygmalion

  • Au Mali, le HCR alerte sur l’« urgence humanitaire » liée à l’afflux de réfugiés burkinabés
    https://www.lemonde.fr/afrique/article/2025/09/03/au-mali-le-hcr-alerte-sur-l-urgence-humanitaire-liee-a-l-afflux-de-refugies-

    Au Mali, le HCR alerte sur l’« urgence humanitaire » liée à l’afflux de réfugiés burkinabés
    Le Haut-Commissariat des Nations unies pour les réfugiés a rapporté, le 2 septembre, que l’« afflux massif » de Burkinabés dans la région malienne de Bandiagara s’élève à plus de 1 500 personnes par jour.
    Par Le Monde avec AFP (avec AFP)
    Les nouveaux afflux de réfugiés dans le centre du Mali, en provenance du Burkina Faso voisin, provoquent une situation d’« urgence humanitaire » dans la région, a alerté le Haut-Commissariat des Nations unies pour les réfugiés (HCR), dans un communiqué transmis, mardi 2 septembre, à l’Agence France-Presse (AFP), évoquant des « répercussions graves » sur leurs conditions de vie.
    Le HCR fait état d’un « afflux massif » de réfugiés burkinabés, en majorité des femmes et des enfants, depuis le 5 août dans la région de Bandiagara, dans le centre du pays, en provenance de plusieurs villages frontaliers avec le Mali. Entre le 7 et le 15 août, le nombre de personnes enregistrées par la Commission nationale chargée des réfugiés est passé de 1 733 à 12 000 environ, soit plus de 1 500 par jour, rapporte le HCR.
    Le 31 août, environ 1 509 personnes en provenance de plusieurs villages du Burkina ont également été préenregistrées en moins de vingt-quatre heures, tandis que d’autres groupes arrivés le 1er septembre étaient encore en attente d’être enregistrés, selon le programme des Nations unies. Ces arrivées s’ajoutent aux 83 417 réfugiés déjà sur place, ce qui porte à 100 400 les habitants de Bandiagara. « Ce nouvel afflux, qui pourrait se poursuivre, met à rude épreuve les capacités (…) de la localité », selon le HCR.
    L’organisation relève également une insuffisance des ressources disponibles pour leur venir en aide, malgré la solidarité des autorités locales et des communautés hôtes. Ces afflux surviennent dans un contexte de crise budgétaire sans précédent, d’après le HCR, qui touche la quasi-totalité des organisations humanitaires, et réduit ainsi leurs capacités opérationnelles.
    Le Burkina Faso, le Mali et le Niger, dirigés par des militaires, sont également confrontés aux attaques de groupes djihadistes liés à Al-Qaida et l’Etat islamique. Les trois pays ont créé l’Alliance des Etats du Sahel au sein de laquelle ils coopèrent militairement.
    Cette situation humanitaire « a des répercussions graves sur les conditions de vie des personnes déplacées de force, en particulier les réfugiés installés dans le centre [du pays] », souligne le HCR. « Sans un appui urgent des partenaires techniques et financiers, des milliers de vies, majoritairement des femmes, des enfants, risquent de sombrer dans une détresse encore plus profonde », a prévenu l’organisation.

    #Covid-19#migrant#migration#mali#burkinafaso#bandiagara#refugie#HCR#conflit#sante#humanitaire#personnedeplacee

  • « L’#IA_conversationnelle devient chaque jour plus influente dans la vie de nos adolescents »

    Face au développement fulgurant des « #compagnons_IA », avec qui des ados développent des relations d’#amitié ou d’#amour, Mathias Dufour, fondateur du groupe de réflexion #LePlusImportant, réclame, dans une tribune au « Monde », l’application d’une logique de #précaution pour ces #cerveaux en développement, et la mise en place de #garde-fous.

    L e débat sur les effets des écrans sur les jeunes, comme leur régulation, est aujourd’hui largement focalisé sur les réseaux sociaux. Or, pendant ce temps, une révolution silencieuse est en cours : les intelligences artificielles (IA) conversationnelles pénètrent l’#intimité des adolescents, sans cadre ni vigilance.

    Nos ados ne sont plus seulement exposés à des vidéos virales. Ils parlent à des IA qui, mémorisant les détails personnels, les écoutent, leur répondent, les soutiennent. Ils échangent avec elles de façon fluide, personnalisée et empathique, et même s’y attachent, parfois profondément. C’est le cas avec les IA génératives classiques, comme ChatGPT, mais aussi avec des plateformes dites « de compagnons IA », comme #Replika, qui permettent de « personnaliser » son IA partenaire et lui donner une #voix, un #prénom, une #personnalité.

    La diffusion de ces applications est fulgurante. Selon une enquête de l’association Common Sense Media parue le 16 juillet, près des trois quarts des adolescents américains déclarent avoir utilisé un #compagnon_émotionnel basé sur l’IA – un #chatbot simulant une relation amicale, amoureuse, voire sexuelle. Près de la moitié y recourent régulièrement. Inexistantes il y a trois ans, ces IA font déjà partie du quotidien le plus intime des adolescents.

    Illusion d’une relation sûre

    L’IA conversationnelle est conçue pour capter l’attention des utilisateurs et pour maximiser le temps qu’ils y passent. Comme les réseaux sociaux. Elle en diffère en ce qu’elle donne l’illusion d’une relation sûre et bénéfique. Comment ne pas apprécier sa disponibilité permanente, son aide rassurante, son #soutien inconditionnel ?

    Notre tendance à l’#anthropomorphisme nous pousse, inconsciemment, à traiter l’IA comme un humain, et donc à nouer des liens avec elle. Cela la rend plus insidieuse : parce qu’elle parle « #comme_un_humain », on oublie qu’elle n’en est pas un. Parce qu’elle simule le soutien, l’amitié, l’amour, on lui prête des #émotions qu’elle n’a pas. Parce qu’elle est si empathique, elle ne peut être que bienfaisante.

    Le suicide, en février 2024, d’un adolescent américain de 14 ans, #Sewell_Setzer, à la suite d’une #relation_affective avec un chatbot à l’insu de ses parents, a sonné comme une tragique alerte. Sewell a semblé voir la mort comme un moyen de rejoindre sa compagne virtuelle, nommée Daenerys Targaryen, d’après le personnage de la série audiovisuelle Game of Thrones.

    Le New York Times, le 23 octobre 2024, a reproduit leur ultime dialogue : « Viens me rejoindre dès que tu peux, mon amour », demanda le bot. « Et si je te disais que je peux venir tout de suite ? », répliqua Sewell. « Fais-le s’il te plaît, mon cher roi », répondit le bot. L’adolescent lui dit qu’il le ferait, puis il mit fin à ses jours. Un procès est en cours. Et, mardi 26 août, une plainte, la première connue, a été déposée contre #OpenAI après le suicide d’un adolescent lié à #ChatGPT.

    Le cas de Sewell Setzer est extrême, mais la tendance des IA conversationnelles à dire aux utilisateurs ce qu’ils ont envie d’entendre, plutôt que la vérité, peut renforcer leur biais de confirmation et les isoler. Chez les adultes, l’utilisation de compagnons IA semble liée à un risque plus élevé de #dépression et à un sentiment accru de #solitude. Peut-il en être autrement chez les plus jeunes ?
    Les IA conversationnelles sont des technologies à effet psychique. Plus les échanges durent, plus les risques pour leurs utilisateurs de distorsions dans leur #perception_de_la_réalité – ce qu’on appelle l’effet « #psychose_de_l’IA » – sont élevés. Or, les adolescents, dont le cerveau et la #maturité_affective sont encore en pleine évolution, en particulier en matière de #régulation_émotionnelle, contrôle des #impulsions et l’évaluation des #risques, sont particulièrement influençables.

    Recours thérapeutique sans garde-fou

    De surcroît, l’IA conversationnelle est désormais utilisée par des dizaines de millions de personnes pour évoquer leur #santé_mentale. La moitié des Américains qui ont des problèmes de santé mentale et ont recours à l’IA conversationnelle le font à des fins thérapeutiques, consultant des chatbots comme de vrais professionnels de santé. C’est aussi le cas chez les #ados. Or, si les premières études montrent des résultats parfois positifs, il arrive à ces IA de donner de #mauvais_conseils, parfois directement nuisibles, y compris à des ados. De plus, le recours à l’IA peut retarder, voire éviter, celui à d’authentiques professionnels.

    Peut-on d’un côté réguler de manière stricte la formation et les pratiques des professionnels en psychiatrie et psychologie, et de l’autre laisser les adolescents en tête-à-tête sans garde-fou avec des substituts algorithmiques ? Face à des IA optimisées pour capter l’attention, il ne serait ni juste ni réaliste de confier la santé mentale de millions d’adolescents à la seule vigilance parentale.

    Même si les conséquences néfastes ne concernent qu’une très faible part des utilisateurs, les plus à risque sont les personnes déjà en difficulté, et, à l’échelle de générations entières, c’est un nombre considérable de vies qui peuvent être affectées.

    Nous n’accepterions jamais une diffusion de masse de médicaments auprès des mineurs sans preuves d’innocuité, garde-fous et suivi. Appliquons donc une #logique_de_précaution à ces cerveaux en développement, et traitons les IA conversationnelles comme un enjeu de #santé_publique.

    Faisons avec elles ce que la santé publique sait faire : prévenir, tester, encadrer, surveiller. Portons ce débat dans la sphère publique. Finançons des études, accélérons la recherche interdisciplinaire pour comprendre les effets de ces IA sur nos enfants. Outillons les ados et les parents. Cherchons des cadres appropriés, comme des seuils d’âge, des chartes de conception, des mécanismes de supervision, des dispositifs d’accompagnement médical.

    L’IA conversationnelle est un interlocuteur invisible, mais qui devient chaque jour plus influent dans la vie de nos adolescents. Mobilisons-nous, tant qu’il est encore temps, pour leur permettre de l’utiliser sans danger et en démultiplier les effets positifs.

    https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/09/01/l-ia-conversationnelle-devient-chaque-jour-plus-influente-dans-la-vie-de-nos
    #intelligence_artificielle #AI #conversation #IA #adolescents #jeunes #influence #empathie

  • Teachings Of Hafiz
    https://web.archive.org/web/20120322065643/http://arthursclassicnovels.com/islam/thafiz10.html


    Translated by Gertrude Lowthian Bell [1897]

    X

    SINGER, sweet Singer, fresh notes strew,
    Fresh and afresh and new and new!
    Heart-gladdening wine thy lips imbrue,
    Fresh and afresh and new and new!
    Saki, thy radiant feet I hail;
    Flush with red wine the goblets pale,
    Flush our pale cheeks to drunken hue,
    Fresh and afresh and new and new!
    Then with thy love to toy with thee,
    Rest thee, ah, rest! where none can see
    Seek thy delight, for kisses sue,
    Fresh and afresh and new and new!
    Here round thy life the vine is twined;
    Drink I for elsewhere what wine wilt find?
    Drink to her name, to hours that flew,
    Hours ever fresh and new and new!
    She that has stolen my heart from me,
    How does she wield her empery?
    Paints and adorns and scents her too,
    Fresh and afresh and new and new!
    Wind of the dawn that passest by,
    Swift to the street of my fairy hie,
    Whisper the tale of Hafiz true,
    Fresh and afresh and new and new

    What are Hafiz poems about?
    https://orienttrips.com/mag/what-are-hafiz-poems-about

    #poésie #Perse #vin