Mein Freund Mirko : Der Mann, der von Gerwald Claus-Brunner ermordet wurde
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Il y a quinze ans le déclin du parti pirste berlinois crée une situation qui pousse son membre Claus-Brunners, un ancien militaiire, avant de se suicider à tuer le jeune home qui a refusé ses avances. Cet article dessine un portait de la victime et de sa famille. Il complète l’image du parti pirate qui a répété le processus de déchéance de trente ans du parti vert en trois ans.
12.9.2026 von Johann Stephanowitz - Vor zehn Jahren tötete ein Berliner Piraten-Politiker den 29-jährigen Mirko, weil er seine Zuneigung nicht erwidert hatte. Wer war Gerwald Claus-Brunners Opfer? Unser Autor erzählt seine Geschichte.
Einmal haben Mirko und ich über den Tod gesprochen. Ich weiß nicht mehr, wie wir draufgekommen waren. Ich weiß nur, wo wir saßen: an einem Tisch im Brettspiele-Café „Spielwiese“, unserem Lieblingsort. „Wenn ich sterbe, dann möchte ich nicht, dass die Leute trauern, sondern dass sie fröhlich sind“, sagte er. „Dass sie mein Leben feiern.“
Nur wenige Jahre später standen wir an seinem Grab. Und wir alle versuchten, zu feiern – und weinten doch.
Am 15. September 2016 wurde Mirko von dem damaligen Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner brutal ermordet und vier Tage später tot in dessen Wohnung gefunden, genauso wie Claus-Brunner selbst. Er war 29 Jahre alt. Sein Leben war gerade in geordnete Bahnen gelaufen, seit ein paar Wochen hatte er mit Anne zum ersten Mal eine Freundin. Ich habe sie erst auf seiner Beerdigung kennengelernt.
Jahrelang gestalkt
In den vergangenen Jahren ist viel über Gerwald Claus-Brunner geschrieben worden, ein ehemaliges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, der sich in Mirko verliebte, ihn jahrelang stalkte und schließlich nach seiner Abwahl als Parlamentarier ermordete, bevor er selbst Suizid beging. Doch über Mirko wurde kaum geschrieben. In den wenigen Artikeln, die über ihn veröffentlicht wurden, wurde er als arbeitsloser Versager dargestellt, der nur in den Tag hineinlebte. Ich habe mich entschieden, diesem Bild zehn Jahre nach seinem gewaltsamen Tod etwas entgegenzusetzen – und meine Geschichte mit Mirko zu erzählen.
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Der Abgeordnete der Piratenpartei, Gerwald Claus-Brunner, spricht am 12.09.2013 während der Sitzung des Abgeordnetenhauses von Berlin. Hinter dem Sprecher sitzt der Präsident des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland © picture alliance / dpa/Soeren Stache
Um über Mirko zu schreiben, bin ich nach 13 Jahren an den Ort zurückgekehrt, an dem wir die meiste Zeit zusammen verbracht hatten. Wir teilten die Leidenschaft für Brettspiele. Mein Herz klopft genau wie damals, als ich die „Spielwiese“ in der Simon-Dach-Straße in Berlin-Friedrichshain betrete. Es hat sich fast nichts geändert. Bis an die Decke stapeln sich bunte Spielekartons in den Wandregalen. An diesem warmen Montagabend Anfang Juni ist traditioneller Spieleautorentreff und ich hoffe, einen alten Bekannten zu treffen. Doch heute sind nur junge Spieleautoren da.
Viele unserer gemeinsamen Freunde von damals leben nicht mehr in Berlin. Auch zu seiner Freundin gibt es keinen Kontakt mehr. Dafür bin ich im Austausch mit seiner Mutter, die auch eine Freundin meiner Familie ist und die mir viel über Mirkos Leben erzählt hat.
Ja, es stimmt: Mirko hatte die Schule abgebrochen. Und das, obwohl er ein exzellenter Schüler war und sogar die achte Klasse übersprungen hatte. Wahrscheinlich sah er keinen Sinn in den Dingen, die dort unterrichtet wurden. Dabei hatte er hohes Potenzial: Schon als Schüler hing er mit Studierenden ab, redete mit ihnen über Philosophie und Politik – und spielte Brettspiele mit ihnen. Das liebte er schon seit seiner Jugendzeit.
Als ich ihn einmal in seiner winzigen Wohnung im Wedding besuchte, stand da ein komplettes Wandregal mit hunderten Brettspielen vollgepfropft. Mirko kannte sie alle und konnte sagen, warum sie gut sind. Wenn man seinen Namen googelt, findet man bis heute in Internetforen Brettspielrezensionen von ihm, wo er sich ausführlich zu damaligen Neuerscheinungen auslässt.
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Das Brettspiele-Café „Spielwiese“ war der Lieblingsort von Mirko und dem Autor dieses Textes. © IMAGO/Berlinfoto (Archivbild)
Einmal versuchte er, mit dieser Expertise Geld zu verdienen. Mit 19 arbeitete er in der Vorweihnachtszeit einige Wochen als Fachverkäufer für Brettspiele im KaDeWe. Doch auch wenn ihm die Arbeit Spaß machte, belastete sie ihn: Sechs Wochen jeden Tag zu arbeiten, packte er im Jahr darauf nicht mehr. Weil er nicht regelmäßig arbeitete, kam er mit dem frühen Aufstehen nicht zurecht. Er lebte im betreuten Wohnen und erhielt Sozialhilfe.
Auch ich war mit 14 ein begeisterter Brettspieler. Ich liebte es, zwischen Holzfiguren, Pappchips und Spielkarten in ferne, oft historische Welten abzutauchen. Nur die Mitspieler fehlten mir häufig. An meiner Schule zockten fast alle anderen am Handy oder Computer.
Doch eines Tages kam mein Vater, der Lehrer an einem Gymnasium war, zu mir und sagte: „Du solltest den Sohn meiner Kollegin kennenlernen. Der spielt genauso gerne Brettspiele wie du.“ Ich schrieb ihm, und ein paar Tage später trafen wir uns. Auch wenn er über zehn Jahre älter als ich war, war ich sofort begeistert von Mirko. Endlich hatte ich jemanden, der meine damalige Leidenschaft teilte – der Altersunterschied spielte keine Rolle, auch weil ich damals kaum Freunde in meinem Alter hatte. Wir trafen uns ab da fast jedes Wochenende und zockten in kleiner oder auch größerer Runde Brettspiele. Auch welche, die ich entwickelt hatte.
Als Mirko mir erzählte, dass er für den Piratenparlamentarier arbeitet, beeindruckte mich das. Johann Stephanowitz
Vielleicht verstanden Mirko und ich uns auch so gut, weil wir uns auch abgesehen von der Leidenschaft für Spiele für die gleichen Themen interessierten. Das war vor allem Politik. Mirko war ein Idealist, der von einer gerechten Gesellschaft träumte. Ohne Kapitalismus, ohne Umweltzerstörung, ohne Rassismus und Diskriminierung.
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Die Piraten am 19.9.2011 im Berliner Abgeordnetenhaus. © imago/Christian Thiel
Damals gab es eine neue, aufstrebende Kraft, die ihn mit ihrem basisdemokratischen Konzept begeisterte: die Piratenpartei. 2011 zogen 15 Piraten ins Berliner Parlament ein. Einer von ihnen war Gerwald Claus-Brunner. Mit seiner orangefarbenen Latzhose, dem Palästinensertuch auf dem Kopf und dem Davidstern um den Hals wohl der schillerndste der Neupolitiker. Als Mirko mir erzählte, dass er für den Piratenparlamentarier arbeitet und mit ihm auch befreundet ist, beeindruckte mich das.
Einmal begegnete ich Claus-Brunner auch, oder wie ihn alle nannten: Faxe. Bei einem schwulen Spieletreff in Kreuzberg. Mirko hatte mich vorgewarnt, dass da nur schwule Männer seien. Mir war das egal. Ich erinnere mich aber nur flüchtig an Claus‑Brunner. Ich schüttelte kurz seine Hand. Sie fühlte sich feucht und schlaff an. Er war freundlich.
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Gerwald Claus-Brunner, genannt Faxe, war wohl der schillerndste Politiker der Piraten. © IMAGO/Eventpress
Es war ein netter Abend, doch als meine Mutter später erfuhr, wo ich war, rief sie wütend bei Mirkos Mutter an. „Sag deinem Sohn, dass er Johann nicht mehr zu schwulen Veranstaltungen mitnimmt“, befahl sie ihr. Nach Mirkos Tod fühlte sie sich bestätigt: „Na, da siehste mal, wie die Schwulen ticken.“ Sie hatte offenbar Angst um mich.
Es waren Äußerungen meiner Mutter nach Mirkos Ermordung, die dazu führten, dass ich meine Homosexualität jahrelang unterdrückte. Johann Stephanowitz
Ich war inzwischen 18 und hatte längst festgestellt, dass auch ich schwul bin. Doch es waren genau solche Äußerungen meiner Mutter nach Mirkos Ermordung, die dazu führten, dass ich meine Homosexualität jahrelang unterdrückte und erst mit Mitte 20 mein Coming-out hatte. War ich auch mal in Mirko verknallt? Nein – er war mein Brettspielkumpel.
Als Mirko ermordet wurde, hatten wir uns ziemlich auseinandergelebt. Ich hatte das Brettspielen inzwischen aufgegeben. Stattdessen hatte ich jetzt an der Schule Freunde, mit denen ich auf Partys ging und meine ersten Erfahrungen mit Alkohol und Drogen machte. Eine Welt, die Mirko nie interessierte. Er trank keinen Alkohol und Drogen nahm er schon gar nicht. Ich sah Mirko nur noch selten, etwa bei den Geburtstagen seiner Mutter in ihrem Garten in Zehlendorf.
Polizisten stehen am 19.09.2016 in Berlin vor dem Wohnhaus des Piratenpolitikers Gerwald Claus-Brunner. Der Berliner Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner ist tot. In einer Steglitzer Wohnung sind nach Polizeiangaben zwei Leichen gefunden worden. Bei dem zweiten Toten soll es sich ebenfalls um einen Mann handeln. Eine Mordkommission ermittelt. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpaUnd dann kam der Morgen nach der Abgeordnetenhauswahl 2016. Die inzwischen heillos zerstrittenen Piraten flogen mit 1,7 Prozent aus dem Parlament. Doch neben den politischen News, gab es an jenem Tag noch eine weitere Nachricht: Der abgewählte Gerwald Claus-Brunner war tot aufgefunden worden. Neben ihm wurde ein weiterer Toter gefunden.
Ich wusste sofort, dass es Mirko war. Am Abend wurde bekannt gegeben, dass der Tote als Mirko identifiziert worden war. Meine Eltern und ich weinten. Mein Vater rief Mirkos Mutter Yvonne an, mit der er eng befreundet war und sie fragte mich: „Was hast du mit Mirko noch mal zum Thema Beerdigungen besprochen?“ Offenbar hatte Mirko von dem Gespräch erzählt, was wir vor Jahren geführt hatten.
Ein paar Tage später versammelten wir uns auf einem Zehlendorfer Friedhof. Nach Mirkos Wunsch sollten wir kein Schwarz tragen. Mein Vater trug trotzdem eine schwarze Krawatte – „weil sich das so gehört“. Ich trug den dunkelblauen Anzug, den ich ein paar Monate zuvor auf meinem Abiball getragen hatte. Am Grab spielte jemand Harmonium und wir sangen indische Mantras.
Berichte über den Mord
Die Berichterstattung in den Wochen und Monaten nach Mirkos Tod ekelte mich teilweise an. Auch wenn Gerwald Claus-Brunner eine öffentliche Figur war und deshalb über den Mord an meinem Freund berichtet wurde, war es schmerzhaft zu lesen, wie aus gruseligen Details Profit geschlagen wurde: In seinem 2017 erschienenen Buch Die Zeichen des Todes beschreibt der Gerichtsmediziner Michael Tsokos auf zweieinhalb Seiten in allen Details, wie sein Kollege Mirkos Körper in Claus-Brunners Wohnung fand. So etwas sollten Freunde eines brutal ermordeten Menschen nicht lesen müssen. Seit Mirkos Tod hasse ich True Crime.
Eine Mitarbeiterin der Spurensicherung läuft am 19.09.2016 in das Wohnhaus des Piratenpolitikers Gerwald Claus-Brunner in Berlin. Der Berliner Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner ist tot. In einer Steglitzer Wohnung sind nach Polizeiangaben zwei Leichen gefunden worden. Bei dem zweiten Toten soll es sich ebenfalls um einen Mann handeln. Eine Mordkommission ermittelt.
Freunde eines ermordeten Menschen sollten keine Details des Verbrechens lesen müssen, sagt Johann Stephanowitz. © picture alliance/dpa/Bernd von JutrczenkaIm Nachhinein machte ich mir Vorwürfe, dass ich mit Mirko nicht mehr so eng war: Hätte ich seinen Tod verhindern können? Ich wusste zwar, dass er für Claus-Brunner arbeitet, aber nicht, dass er von ihm gestalkt wurde. Dass Claus-Brunner in Mirko verliebt war und sich einbildete, dass dieser seine Gefühle erwidert.
Das letzte Mal traf ich ihn ein gutes Jahr vor seinem Tod beim Geburtstag seiner Mutter. Damals arbeitete er schon nicht mehr für den Politiker. Er hatte ihm erklärt, dass er nicht schwul ist und seine Gefühle nicht erwidert. Doch Claus-Brunner wollte das nicht akzeptieren. Er begann ihn zu belästigen.
Als ich nach seinem Tod las, wie Claus-Brunner heimlich in Mirkos Wohnung eingedrungen war, eine Kamera in seiner Dusche installiert und Fake-Profile von ihm auf Social Media erstellt hatte, bekam ich Angst: Hatte Claus-Brunner vielleicht auch mir nachgestellt? Die Sorge war völlig unbegründet, aber damals, als ich erfuhr, dass Claus-Brunner auch Mirkos Umfeld ausspioniert hat, erschien mir der Gedanke naheliegend. Vor allem aber fragte ich mich, warum Mirko gegen diese Grenzüberschreitungen nicht stärker vorgegangen ist. Doch niemand konnte damals ahnen, dass Claus-Brunner völlig die Fassung verlieren würde.
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Eines der letzten Fotos von Mirko, es steht bei Mirkos Mutter im Wohnzimmer. Aufgenommen wurde es von seinem späteren Mörder. © privat
An einem warmen Junitag erzählt mir Mirkos Mutter Yvonne drei Stunden lang aus Mirkos Leben und wie es ihr seit seinem Tod geht. Wir sitzen bei Kaffee und Apfelcrumble auf der Terrasse ihrer Zehlendorfer Wohnung. Das letzte Mal war ich hier vor etwa fünf Jahren. In einem Regal im Wohnzimmer stehen noch viele Brettspiele von Mirko. Auf einem Tisch steht neben Bildern von Yvonnes verstorbenen Eltern ein Foto von ihm. Sein hageres Gesicht und seine schulterlangen Haare haben fast etwas Sakrales. Aufgenommen hat es sein späterer Mörder.
„Wir hätten Mirkos Tod nicht verhindern können. Dass Faxe ihn ermordet, war in ihrer beider Lebensweg vorbestimmt“, sagt Yvonne. Dass sie das so sieht, überrascht mich nicht. Yvonne ist sehr spirituell und glaubt an einen vorbestimmten Lebensweg, den man nicht verändern kann. Was mich irritiert, ist, dass sie den Mörder ihres Sohnes bis heute bei seinem Spitznamen nennt. Aber: Yvonne kannte Faxe. Als Freund von Mirko war der Politiker häufiger zu Besuch.
„Ich habe Faxe vergeben – sehr schnell“, fährt Yvonne fort. „Faxe hat sich das nicht ausgesucht.“
Als sie das sagt, muss ich schlucken. Dass sie so über den Mörder ihres eigenen Sohnes spricht. Auch wenn sie sehr spirituell ist, so wie es auch Mirko war.
Er hatte selbst kaum Geld und hat trotzdem eine afghanische Familie unterstützt. Yvonne, Mirkos Mutter
Bis heute habe sie Kontakt mit Mirko, erzählt Yvonne weiter. Ich versuche mir vorzustellen, wie er mit uns am Tisch auf der Terrasse sitzt und all das schildert, was Yvonne gerade beschrieben hat. Dass er als Kind nicht einfach war. Dass er bis auf die kurze Zeit als Mitarbeiter von Gerwald Claus-Brunner kein eigenes Geld verdient hat. Obwohl er viele Talente gehabt habe, „hat er sie nicht nach gesellschaftlichen Maßstäben eingesetzt.“
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Mirko bei einer Müllsammelaktion. Als niemand kam, sammelte er allein den Müll ein. © privat
Wer Mirko nur flüchtig gekannt hat, hat ihn vielleicht tatsächlich für einen arbeitslosen Versager gehalten. Dabei hatte er eine menschenfreundliche Seite, die heute vielen Menschen fehlt. „Er hatte selbst kaum Geld und hat trotzdem mit einer Sozialpädagogin eine afghanische Familie unterstützt“, erzählt Yvonne. Schließlich habe er dafür sogar einen Arbeitsvertrag bekommen und sei bezahlt worden. Ein anderes Mal organisierte er eine Aufräumaktion entlang der Panke. Als niemand kam, sammelte er allein den Müll auf. Yvonne zeigt mir nun ein Foto, auf dem Mirko vor unzähligen Tüten Müll kniet.
Kurz vor seinem Tod, als er mit Anne zusammen war, überlegte er, doch eine Ausbildung zu machen und Geld zu verdienen. Ihm war klar, dass er das brauchte, um eine Familie gründen zu können. Auch seine Spielesammlung begann er damals zu verkaufen.
Nach seinem Tod habe ich mich häufiger gefragt, was aus Mirko geworden wäre. Hätte er Kinder? Und wie würde er über die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen denken? Zum Beispiel, als ich 2019 wie viele andere aus meiner Generation auf die Fridays-for-Future-Proteste ging. Ich weiß, dass es ihm gefallen hätte, mit uns zu demonstrieren. Und als 2022 Russland die Ukraine überfiel, wusste ich: Mirko hätte wohl sofort eine geflohene ukrainische Familie aufgenommen. Über Waffenlieferungen für die Ukraine hätten wir uns wahrscheinlich gestritten. Wie gerne hätte ich mit dir gestritten, lieber Mirko.







