• „Es gibt nicht viele Orte wie diesen“: Berliner See-Kneipe rutscht durch Tod des Betreibers in die Not
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/mitte/beliebte-berliner-see-kneipe-rutscht-durch-tod-des-betreibers-in-die-no

    Im Bezirksamt Mitte sitzten 12 Affen. Glaubt ihnen kein Wort.

    15.4.2026 von Julia Weiss - Nach dem Tod des Inhabers droht dem Bootsverleih am Plötzensee das Aus. Jetzt gibt es einen Plan, den beliebten Kiosk zu retten. Doch das Bezirksamt Mitte steht dem Vorhaben skeptisch gegenüber.

    In den ersten Frühlingstagen öffnet seit vielen Jahren die Fischerpinte am Plötzensee. Vor dem alten Bootshaus werden Stühle und Tische aufgestellt, Ruderboote liegen am Steg. Es gibt Würstchen und Brezeln, kühle Getränke und Kuchen. Meistens läuft leise Schlagermusik. Doch dieses Jahr bleibt das Gelände verschlossen. Der Betreiber Wolfgang Düring ist im Februar verstorben – nun droht dem Bootsverleih und dem beliebten Kiosk am Wasser das Aus.
    Bedrohte See-Kneipe: Betriebserlaubnis hat nur der verstorbene Besitzer

    Denn die Erlaubnis für den Betrieb hatte nur der verstorbene Besitzer. Die Fischerpinte liegt im Landschaftsschutzgebiet. Vom Wildbaden erodieren die Ufer des Plötzensees stark, immer wieder bleibt Müll liegen. Deswegen möchte das Umweltamt Mitte die Menschen aus der Natur heraushalten. In Wolfgang Dürings Mietvertrag stand, dass er Stege und Bootshaus nach Aufgabe des Betriebs abbauen müsse – auf eigene Kosten. Diese Verpflichtung würde nun an seine Nachkommen gehen, die das Erbe jedoch bereits abgelehnt haben.

    An der Fischerpinte treffen sich alte und junge Menschen, Schulklassen und Rentner.

    Andaras Hahn, engagiert für die Erhaltung der Fischerpinte

    Doch Stammgäste aus dem Wedding wollen die Fischerpinte retten. Andaras Hahn setzt sich schon länger für deren Erhaltung ein. Gemeinsam mit anderen will er einen Verein gründen und den Kiosk und Bootsverleih weiterführen. Dazu hat er bereits ein 13-seitiges Konzept an den Bezirk geschickt. „Es gibt nicht viele Orte wie diesen, wo man zwanglos in der Natur zusammensitzen kann“, sagt er. „An der Fischerpinte treffen sich alte und junge Menschen, Schulklassen und Rentner.“

    Andaras Hahn will die Fischerpinte gemeinsam mit anderen Stammgästen übernehmen.

    © Leonie Colditz

    Das Interesse an seiner Initiative ist groß, wie zahlreiche Kommentare auf Instagram unter seinem Beitrag für den lokalen Blog „Weddingweiser“ zeigen. „Die Fischerpinte muss bleiben“, heißt es da. Oder: „Was kann man tun? So ein schöner Ort!“
    Für das Bezirksamt sind Fischerpinte und Umweltschutz ein Widerspruch

    Wäre das Bezirksamt Mitte offen für den Erhalt der Fischerpinte? „Den Konflikt zwischen Umweltschutz und gewerblicher Nutzung gab es immer“, sagte Umweltstadtrat Christopher Schriner (Grüne) dem Tagesspiegel. Daher wolle man in Zukunft keine gewerbliche Nutzung und keinen Bootsverleih mehr. Der Bezirk sei aber grundsätzlich offen dafür, die kiezige Identität zu erhalten.

    Im alten Bootshaus hängt ein Schultheiss-Schild. Das gehört hier zum Inventar wie die Plastikstühle und die grünen Ruderboote.

    © Andaras Hahn

    Doch über das Wie herrscht bereits Streit. Zudem droht ein langer Stillstand. Es ist unwahrscheinlich, dass die Fischerpinte diesen Sommer öffnen kann. Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt. Das Grundstück gehört dem Bezirk, das Bootshaus und die Stege gehörten Wolfgang Düring. Nachdem sein Erbe abgelehnt hat, muss nun das Amtsgericht klären, was damit geschieht.
    Vor vier Jahren erste Debatte über Zukunft der Fischerpinte

    Außerdem sperrte sich das Umweltamt Mitte in der Vergangenheit gegen den Weiterbetrieb der Fischerpinte und pochte auf den Abriss. Vor vier Jahren gab es bereits eine Debatte darüber. Auf Antrag der Linken hatte die Bezirksverordnetenversammlung schließlich für den Erhalt gestimmt. Die damalige Umweltstadträtin Almut Neumann (Grüne) hatte daraufhin einen Kompromiss mit allen Beteiligten erarbeitet. Geplant war eine Naturpinte. Neben Kiosk und Aufenthaltsbereich am Ufer sollte es Umweltbildung für Schulklassen und alle Interessierten geben.

    Die Zukunft des Bootsverleihs ist ungewiss: Das Umweltamt sieht das im Landschaftsschutzgebiet kritisch.

    © Andaras Hahn

    Doch dafür fehle Schriner zufolge aktuell das Geld. „Ich sehe nicht, dass wir aktuell die Mittel für ein Umweltbildungszentrum haben“, sagte er.

    Außerdem hatte sich der Betreiber Wolfgang Düring zu Lebzeiten dagegen gesperrt, seinen Bootsverleih und Kiosk an einen Nachfolger zu überschreiben. Darum hatten sich sowohl Neumann als auch Hahn bemüht, um die Fischerpinte für die Zukunft zu sichern.

    Für Stammgast Andaras Hahn sind Fischerpinte und Umweltschutz kein Widerspruch. „Das Problem sind doch vor allem die Menschen, die sich am Ufer aufhalten und Müll liegenlassen“, sagt er. Die Mitarbeiter der Fischerpinte hätten immer darauf geachtet, dass sich alle korrekt verhalten. „Das war auch eine Kontrollinstanz“, sagt er. Wenn die Fischerpinte nun sich selbst überlassen werde, könnten dort erst recht Probleme mit Müll und Lärm entstehen.

    #Berlin #Wedding #Plötzensee #Kneipe #Freizeit #Natur

  • Plötzliches Ende einer Ära: Zukunft der Fischerpinte am Plötzensee ungewiss
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/nach-tod-des-wirts-der-traditionsreichen-fischerpinte-droht-das-end

    Das grüne Bezirksamt Mitte agiert mal wieder als Stadtzerstörer. Am Ende wird weder für die arbeitrnde Bevölkerung noch für die Zwischenklasse der Funktionselite eine wirlkch lebenswerte Umgebung entstehen. Die Rede von den ideologisch vernagreten Grünen ist leider mehr als rechte Propaganda.

    14.4.2026 von Oliver Weinlein - Fast ein Jahrhundert war die Freizeitanlage ein beliebter Treffpunkt im Wedding. Nun droht wegen Umweltauflagen des Bezirksamts das endgültige Aus für den Bootsverleih.

    Seit fast einem Jahrhundert ist die Fischerpinte ein Ankerpunkt der Erholung in Wedding. Doch nach dem Tod des langjährigen Pächters vor wenigen Tagen ist die Zukunft der traditionsreichen Anlage am Plötzensee nun völlig ungewiss. Das Bezirksamt Mitte pocht auf den Naturschutz – sehr zum Unmut der Anwohner und der Lokalpolitik, die den unwiederbringlichen Verlust einer kostengünstigen Freizeitmöglichkeit befürchten.

    Nach dem Tod des langjährigen Betreibers Wolfgang Düring, der über drei Jahrzehnte das Gesicht der Pinte war, ist die Zukunft der Fischerpinte akut gefährdet. Das Bezirksamt Mitte betont, eine Neuverpachtung sei aus Umweltschutzgründen schon bislang nicht vorgesehen gewesen. Der zuständige Stadtrat prüft nach dem Erbfall nun die vertraglichen Optionen. Kritiker werfen der Verwaltung vor, politische Erhaltungsbeschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) über Jahre nicht konsequent genug verfolgt zu haben.

    Foto
    Wolfgang Düring

    Die Suche nach dem stadtpolitischen Kompromiss

    Für das Bezirksamt Mitte hat der Schutz des Sees oberste Priorität. Das Umwelt- und Naturschutzamt verweist auf den Status des Plötzensees als Teil des Landschaftsschutzgebietes (LSG-06) Volkspark Rehberge. Die zugehörige alte Schutzverordnung aus dem Jahr 1953 setzt dort enge Grenzen und verbietet ausdrücklich Veränderungen, die Natur oder Landschaft beeinträchtigen, darunter auch „Bauwerke aller Art“ und „feste Verkaufsstände“. Erschwerend kommt für die Behörde der Nutzungsdruck hinzu: Das Bezirksamt dokumentiert massive ökologische Schäden am See durch übermäßige Badenutzung, Ufererosion und den Verlust der letzten Röhrichtreste. Auch hinsichtlich der Boote gibt es Verdachtsmomente: Es gibt laut Amt Berichte, dass Boote der Fischerpinte genutzt worden seien, um geschützte Uferbereiche von der Wasserseite aus zu erreichen.

    Der politische Konflikt um das Areal ist gut belegt. Im Jahr 2022 gab es den BVV-Antrag „Bootsverleih Düring am Plötzensee erhalten!“, in dem das Bezirksamt einstimmig ersucht wurde, den Ort „mit allen möglichen Mitteln“ zu bewahren und den damals bereits diskutierten Abriss zu verwerfen. Daraufhin wurde in den Jahren 2022 und 2023 öffentlich ein Kompromissmodell diskutiert: Die damalige Bezirksstadträtin schlug vor, die Fischerpinte als Naturschutz- beziehungsweise Naturstation weiterzuführen. Die Idee sah vor, Umweltbildung mit dem traditionellen Feierabendbier zu verbinden, den Tretbootverleih zum Schutz der Ufer aber einzustellen.

    Doch dieses Modell wird gegenwärtig offenbar nicht proaktiv weiterverfolgt. Das Bezirksamt ließ kürzlich gegenüber dem Lokalportal Weddingweiser mitteilen, es habe keinen Sinneswandel gegeben. Der Kontakt zu Herrn Düring bezüglich eines Nutzungsübergabekonzepts sei damals erfolglos geblieben, weshalb eine weitere Planung nicht möglich gewesen sei.

    Mit der Fischerpinte verliert der Bezirk womöglich nicht nur ein Stück Nostalgie, sondern auch einen essenziellen Teil des Kiezlebens. Die soziale Bedeutung zeigt sich besonders im Kontrast zum offiziellen Strandbad Plötzensee: Das Bad ist verpachtet, und Senat sowie Bezirk haben laut der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage keinen Einfluss auf die Tarifgestaltung. Nachdem dort 2024 auf den vollen Eintritt von 9 Euro verwiesen wurde, wird die Fischerpinte in der Nachbarschaft umso mehr als wichtiges, günstiges und niedrigschwelliges Naherholungsangebot wahrgenommen. Für viele Familien und Studierende, so die Kritik aus der Lokalpolitik und von Anwohnern, sei das Strandbad schlichtweg zu teuer. Ob die laufenden vertraglichen Prüfungen des Bezirks letztlich in einem Abriss enden oder doch noch ein Weg zum Erhalt gefunden wird, bleibt abzuwarten.

    #Berlin #Wedding #Dohnagestell #Plötzensee #Rehberge #Freizeit #Natur #Gastronomie

  • 𝕋o𝕄y 𝕃e 𝕄a𝕘n𝕚f𝕚q𝕦e on X : La semaine dernière, des avions américano-israéliens ont bombardé des entrepôts de pistaches en Iran. ...

    via https://diaspora.psyco.fr/p/12398664

    https://xcancel.com/MagnifiqueTomy/status/2042843829909205240

    ... Pas des bases militaires. Pas des sites nucléaires. Des pistaches.

    Derrière cette frappe, une affaire sordide : la famille Resnick, milliardaires de Beverly Hills, propriétaires de la plus grande réserve d’eau privée de la planète, est aussi le plus grand producteur mondial de pistaches. Éliminer la concurrence iranienne, faire monter les prix, asseoir leur domination. La guerre comme outil marketing. Les bombes comme levier économique.

    Des morts, des destructions, des milliers d’emplois détruits en Iran, pour que des milliardaires californiens s’enrichissent encore plus. Voilà l’ignominie. Voilà la guerre “humanitaire”. Des milliards de dollars en bombes, des milliers de morts, et au bout, des actionnaires qui dansent sur les décombres. En mangeant des pistaches. Forcément.

    Les réseaux financiers répugnants de la guerre. Ceux qu’on ne voit pas. Ceux qui tirent les ficelles. Ceux qui financent les lobbys, achètent les politiciens, et regardent les pistaches brûler en se frottant les mains.

    https://video.twimg.com/amplify_video/2042842970865676288/vid/avc1/1500x1080/c3nQrDIerNvG4zNP.mp4

    #géopolitique #ploutocratie #guerre

  • Les enseignements des #municipales en Bretagne sous la loupe de « Splann ! »
    https://splann.org/muncipales-bretagne-enseignements

    Dans un contexte national de raidissement sécuritaire, les questions de santé et d’environnement sont passées à l’arrière-plan d’un scrutin municipal fortement marqué par l’abstention. En Bretagne comme ailleurs, la droite tire son épingle du jeu, même si son électorat se montre de plus en plus poreux au discours du RN. L’article Les enseignements des municipales en Bretagne sous la loupe de « Splann ! » est apparu en premier sur Splann ! | ONG d’enquêtes journalistiques en Bretagne.

    #Démocratie_locale #auray #blanche_le_goffic #brest #Damien_Girard #donges #écologiste #élections #élections_municipales #extrême_droite #Fougères #françois_cuillandre #hervé_guihard #Jean-Yves_Le_Drian #Johanna_Rolland #la_france_insoumise #lamballe #landunvez #lannion #les_écologistes #les_républicains #lobby_porcin #Lorient #Marcel_Sérandour #nantes #nazim_yenier #parti_socialiste #Plouvorn #pordic #Rassemblement_national #Rennes #saint_brieuc #saint-mars-du-coutais #sainte-pazanne #Stéphane_de_Sallier-Dupin #tréveneuc #Virginie_d'Orsanne

  • [Reportage vidéo] #micheline_gambaretti, la #détective_privée qui traque les pollueurs dans le #finistère
    https://splann.org/reportage-video-micheline-gambaretti-detective-environnement

    Ancienne enquêtrice de gendarmerie, Micheline Gambaretti est devenue en 2022 détective privée spécialisée dans les atteintes à l’environnement. Une profession qu’elle pourrait être la seule à exercer en France. Nous l’avons suivie entre les #monts_d'arrée et la commune de #Plouvorn, dans le Finistère Nord. L’article [Reportage vidéo] Micheline Gambaretti, la détective privée qui traque les pollueurs dans le Finistère est apparu en premier sur Splann ! | ONG d’enquêtes journalistiques en Bretagne.

    #Pollutions #Santé_publique #agroindustrie #commana #eau #écologie #élevage_intensif #environnement #méthanisation #méthaniseur #penzé #pollution #porcherie #sa_kerjean

  • “It Was Normal”: Environmental Contamination in the Collective Memory of the Inhabitants of #Szopienice

    This paper presents the findings of research aimed at verifying Peter H. Kahn Jr.’s thesis on environmental generational amnesia. It was conducted in 2022 in a local community affected by environmental contamination. The settlement in Szopienice contained a non-ferrous metals plant, which operated for several decades and had negative impacts on the surrounding area. The consequences were particularly severe for local children, who suffered from lead poisoning. To verify Kahn’s thesis, the researchers conducted 17 in-depth interviews with the inhabitants of Szopienice. During analysis of the interviews, the authors were mainly interested in the strategies the interviewees used to reduce the cognitive dissonance between the state of environmental contamination in Szopienice, as they remember it, and today’s knowledge of the magnitude of environmental contamination. The theoretical framework for this analysis was the study of collective memory, with particular emphasis on exploring the concept of normality and with reference to the concepts of #Alfred_Schütz.

    https://polish-sociological-review.eu/-It-Was-Normal-nEnvironmental-Contamination-in-the-Collec

    #Pologne #pollution #mines #mémoire #contamination #mémoire_collective #amnésie #plomb #dissonance_cognitive #normalité
    ping @reka

  • #Vaisselle_ancienne : une mode dangereuse pour votre santé (et celle de vos convives)

    Assiettes et plats vintage décorent nos tables. Mais ils peuvent contenir des #métaux_lourds. Doit-on arrêter de les utiliser ? Ce qu’il faut savoir.


    C’est une tendance forte. Les assiettes, #plats et saucières de nos grands-mères font leur grand retour sur nos tables, y compris de fêtes. Problème : ils peuvent contenir des niveaux de métaux lourds dangereux pour la santé. « Une centaine d’échantillons de vaisselle nous sont envoyés chaque année pour analyse, expliquent Éric Swanet, ingénieur chimiste et spécialiste en émaux alimentaires, et sa femme Joëlle Swanet, professeure de technologie céramique, spécialisée en santé et sécurité. Nous ne prétendons pas que toutes les pièces anciennes sont problématiques, mais une bonne partie le sont. »

    La vaisselle concernée est celle qui date du début du XXe siècle jusqu’en 1950 environ, époque à laquelle la cuisson à basse température de la #faïence nécessitait l’emploi de métaux lourds dans l’#émail.

    Des #intoxications sévères au #plomb signalées

    Du #cadmium, cancérogène, toxique pour la reproduction, est présent dans certains #coloris d’émail, rouge-orangé. Du plomb a, quant à lui, été massivement utilisé pour obtenir de belles #couleurs à basse température. « Contrairement à d’autres métaux, le plomb ne s’épuise pas : tant que l’émail est présent, il peut migrer dans les aliments. L’état de la vaisselle (ébréchée, fêlée ou non) ne change rien au phénomène », rappellent les spécialistes, qui ont suivi plusieurs cas d’intoxications sévères au plomb du fait de l’utilisation de #céramique ancienne.

    Côté marques, les experts citent #Bosch, marque belge bien connue des brocanteurs et dont « nous sommes effarés par les cahiers de laboratoire ».

    Alors que faire ? Ne pas utiliser cette vaisselle au quotidien, d’autant que tous les aliments acides favorisent la migration des métaux lourds. « Vous pouvez à la rigueur utiliser votre belle assiette comme compotier, mais uniquement pour y déposer des fruits que vous allez éplucher », précise le duo d’experts.

    On trouve dans le commerce des tests à réaliser soi-même : « Il en existe deux types, précise Éric Swanet. Les premiers renseignent sur la présence de plomb dans l’émail sans évaluer le potentiel de migration, ils ont donc peu d’intérêt. les seconds évaluent le taux de métaux ayant migré, mais nécessitent un équipement adapté pour obtenir une précision suffisante. » Ces tests sont un premier indice, à confirmer en laboratoire si vous tenez à votre vaisselle. Comptez une centaine d’euros environ.

    https://www.60millions-mag.com/2025/12/31/vaisselle-ancienne-une-mode-dangereuse-pour-votre-sante-et-celle-de-
    #vaisselle #danger #santé #vintage #assiettes #verres #toxicité

  • Cameroun : Paul Biya réélu président, annonce le Conseil constitutionnel
    https://www.rfi.fr/fr/afrique/20251027-cameroun-paul-biya-r%C3%A9%C3%A9lu-pr%C3%A9sident-annonce-le-conseil-co

    Selon le Conseil constitutionnel et les chiffres officiels annoncés ce lundi 27 octobre, le chef de l’État sortant, du Rassemblement démocratique du peuple camerounais (RDPC) est réélu pour sept ans, en remportant 53,66 % des suffrages, avec plus de 2,470 millions de voix. À la tête du Cameroun depuis 43 ans, Paul Biya, 92 ans, entame donc son huitième mandat.

    Le Cameroun est devenu un « État-Ehpad »
    https://afriquexxi.info/Le-Cameroun-est-devenu-un-Etat-Ehpad

    Au cours d’un dîner informel à Genève en 2025, le politologue Jean-François Bayart, avec la lucidité ironique qui lui est coutumière, proposait une formule saisissante pour caractériser la scène politique camerounaise : un « État-Ehpad ». Par cette expression, empruntée au lexique de la gérontologie institutionnelle – les Établissements d’hébergement pour personnes âgées dépendantes (Ehpad) –, il ne s’agissait nullement de pointer l’existence d’une politique sociale tournée vers les aînés, quasi inexistante au #Cameroun, mais bien de désigner une forme particulière de gouvernementalité, dans laquelle la vieillesse, loin de marquer le retrait, est le cœur même du pouvoir. Cette métaphore révèle un fait saillant : l’architecture de l’État camerounais repose sur une #gérontocratie_institutionnalisée, où les plus hauts sommets des pouvoirs civil et militaire sont occupés par des figures âgées, souvent octogénaires ou nonagénaires, et dont la longévité dans les fonctions d’autorité dépasse l’entendement.

    Le président #Paul_Biya, qui aura 93 ans en février 2026, en incarne l’illustration la plus éloquente. À la tête du pays depuis 1982, il vient d’annoncer sa candidature – pour un huitième mandat – à l’élection présidentielle du 12 octobre. Il gouverne entouré d’un cercle restreint d’hommes et de femmes dont plusieurs occupent depuis des décennies des postes stratégiques de la République. Dans la sphère civile, cette #gérontocratie se manifeste par la longévité exceptionnelle d’acteurs tels que Marcel Niat Njifendji, réélu à la présidence du Sénat à 91 ans, Cavaye Yeguie Djibril, 85 ans, président de l’Assemblée nationale depuis 1992, ou encore Adolphe Moudiki, 86 ans, directeur général de la Société nationale des hydrocarbures depuis 1992.

    Les institutions judiciaire, diplomatique, et d’autres postes parlementaires et ministériels ne sont pas en reste, avec Laurent Esso (82 ans), Clément Atangana (84 ans), Laurentine Koa Mfegue (88 ans), ou encore Madeleine Tchuente (76 ans), tous encore en fonction malgré le poids de l’âge. Nombre de leurs homologues aujourd’hui décédés ont, jusqu’à leur dernier souffle, continué à siéger, comme Delphine Zanga Tsogo ou Delphine Medjo. Dans les rangs de l’armée, le tableau est tout aussi évocateur. Les nominations militaires de juillet ont conforté cette logique de la reconduction d’un personnel militaire sénescent : Martin Mbarga Nguelé, 93 ans ; René Claude Méka, 89 ans ; Emmanuel Amougou, 73 ans…

    Ces papis qui gouvernent le Cameroun
    https://www.youtube.com/watch?v=-44CZCQIgJM

    Ils ont pour certains 56 ans de fonction, mais dirigent un pays où 65 % de la population a moins de 35 ans. Voici pour vous, le top 10 des papis qui gouvernent le Cameroun, depuis bientôt une soixantaine d’années...

    On ne fait que concentrer le pouvoir au Palais [présidentiel] entre les mains de quelqu’un qui est de plus en plus vieux et de plus en plus incapable, du point de vue physiologique. Regardez dans nos campagnes : quand on dit déjà que quelqu’un a 80 ans, la majorité traîne avec 90 ans ! Même en URSS, qui était un gouvernement de vieillards, on n’a pas connu ça. À 89 ans, quelle que soit la santé, quelle que soit la force, vous n’êtes plus à l’optimum, vous n’êtes même plus à 25 % de vos capacités. C’est physiologique.

    #ploutocratie

  • #Cancer : une étude alarmante révèle pourquoi la #France est le pays le plus touché (environ 400 cas pour 100 000 habitants)

    Une récente publication du Lancet place la France en tête des pays les plus touchés par le cancer, avec près de 390 cas pour 100 000 habitants. Ce constat alarmant soulève de nombreuses questions sur les facteurs spécifiques qui exposent davantage les Français à cette maladie.

    La France affronte aujourd’hui un paradoxe sanitaire préoccupant. Notre système de santé démontre une efficacité remarquable dans le traitement du cancer, avec un taux de mortalité parmi les plus bas d’Europe. Les chiffres parlent d’eux-mêmes : 136,8 décès pour 100 000 habitants en 2023 contre 184,7 en 1990. Cette diminution témoigne des avancées médicales considérables réalisées ces dernières décennies. Les traitements innovants, les protocoles perfectionnés et l’expertise des professionnels français sauvent de nombreuses vies. Pourtant, cette réussite thérapeutique masque une réalité bien plus sombre : l’explosion du nombre de nouveaux cas de cancer diagnostiqués chaque année sur notre territoire.

    L’étude publiée en septembre dans la revue The Lancet a provoqué une onde de choc dans la communauté médicale. Elle place la France au premier rang mondial pour l’incidence du cancer, avec 389,4 cas pour 100 000 habitants. Cette position alarmante suscite d’autant plus d’inquiétude qu’elle demeure largement inexpliquée. D’autres études nuancent ce classement, notamment celle d’une agence de l’Organisation mondiale de la santé (OMS) basée à Lyon. Elle classe l’Hexagone au neuvième rang mondial. Ces divergences s’expliquent par des différences méthodologiques. Néanmoins, même avec ces nuances, la position défavorable de la France reste préoccupante et nécessite des investigations approfondies.
    Des facteurs de risque du cancer en France bien identifiés mais insuffisamment maîtrisés

    Plusieurs éléments expliquent cette surexposition française au cancer, selon Le Monde. Le tabagisme figure en tête des facteurs de risque, particulièrement chez les femmes françaises. Leur taux de tabagisme (23 %) représente le plus élevé d’Europe. Cette statistique alarmante explique en grande partie l’augmentation des cancers féminins observée ces dernières années. La consommation d’alcool constitue également un facteur déterminant. Les Français consomment davantage d’alcool que la moyenne européenne, malgré les campagnes de sensibilisation régulières. Cette habitude culturelle ancrée dans notre société augmente la prévalence des cancers du foie, de la bouche, de la gorge et du système digestif.

    La sédentarité représente un autre facteur préoccupant. Le manque d’activité physique, particulièrement en milieu urbain, favorise le développement de certains cancers. L’exposition aux hormones, notamment via la pilule contraceptive, pourrait constituer une spécificité française méritant des études plus approfondies. Le système de collecte de données français présente également des lacunes significatives. Il s’appuie sur des registres locaux partiels et exclut étrangement les zones urbaines denses et les sites Seveso. Ces zones pourraient pourtant présenter des taux d’incidence particuliers. Une loi promulguée en juin prévoit la création d’un registre national, mais l’instabilité gouvernementale retarde son application

    L’exposition environnementale en France, une piste de cancer insuffisamment explorée

    L’exposition aux polluants environnementaux constitue une explication majeure qui mérite davantage d’investigation. Les Français présentent une imprégnation particulière au cadmium, substance cancérogène présente dans de nombreux engrais agricoles. Cette contamination spécifique pourrait jouer un rôle significatif dans la surexposition nationale au cancer. La France figure également parmi les plus grands utilisateurs mondiaux de pesticides, dont certains provoquent des effets cancérogènes. Le lien direct entre cette utilisation massive et l’incidence élevée du cancer reste à établir formellement. Cependant, les corrélations observées justifient des recherches approfondies.

    L’alimentation française, malgré sa réputation d’excellence, pourrait également contribuer à cette situation préoccupante. La consommation importante de viandes transformées, de produits riches en nitrites et d’aliments ultra-transformés mérite une analyse épidémiologique approfondie. Face à ce constat alarmant, nous devons mobiliser toutes nos ressources. Comme le souligne l’éditorial du Monde, « toutes les instances scientifiques concernées, notamment l’Institut national du cancer, doivent être mobilisées pour une vaste étude épidémiologique englobant l’intégralité des facteurs susceptibles d’être reliés à cette maladie ». Cette première place française, même contestable, doit servir de signal d’alarme et conduire à une prise de conscience collective. Le cancer demeure la première cause de mortalité en France et préoccupe l’ensemble de la population.

    https://www.aufeminin.com/societe/sante-femme-societe/cancer-6/cancer-france-pays-plus-touche-etude-lancet-2666038.html
    #statistiques #chiffres
    #santé #incidence #traitements #facteurs_de_risque #tabagisme #alcool #activité_physique #hormones #contraception #Seveso #données #registre_national #cadmium #engrais #industrie_agricole #polluants_environnementaux #contamination #pesticides #alimentation #viande #nitrites #produits_ultra-transformées #industrie_agro-alimentaire #épidémiologie #mortalité

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    voir aussi cet article publié dans Le Monde, signalé par @touti :
    https://seenthis.net/messages/1139908

    • L’étude:
      The global, regional, and national burden of cancer, 1990–2023, with forecasts to 2050: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2023

      Cancer is a leading cause of death globally. Accurate cancer burden information is crucial for policy planning, but many countries do not have up-to-date cancer surveillance data. To inform global cancer-control efforts, we used the Global Burden of Diseases, Injuries, and Risk Factors Study (GBD) 2023 framework to generate and analyse estimates of cancer burden for 47 cancer types or groupings by age, sex, and 204 countries and territories from 1990 to 2023, cancer burden attributable to selected risk factors from 1990 to 2023, and forecasted cancer burden up to 2050.

      https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(25)01635-6/abstract

    • « Le travail est un facteur de risque avéré du cancer »
      https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/11/03/le-travail-est-un-facteur-de-risque-avere-du-cancer_6651318_3232.html

      Dans une tribune au « Monde », un collectif d’associations regroupant des victimes de #cancers_professionnels alerte sur la corrélation, encore trop peu médiatisée, entre travail et cancer, notamment par l’exposition prolongée à des substances toxiques.

      Une récente publication du Lancet place la France en tête des pays les plus touchés par le cancer, avec plus de 433 000 personnes malades chaque année, un nombre qui a doublé en vingt ans. Cette situation très inquiétante est le plus souvent rapportée aux seuls comportements individuels à risque – tabac, alcool, activité physique –, mais est-ce la bonne approche ?

      Cette jeune fleuriste, dont l’enfant est morte à 11 ans d’un cancer du sang après sept ans de lourds traitements, avait-elle « choisi » d’être contaminée par les pesticides dont étaient imprégnées ses fleurs, #pesticides cancérogènes non seulement pour elle-même mais aussi pour l’enfant à naître ? Les ouvrières du laboratoire Tetra Medical ont-elles « choisi » le procédé de stérilisation à l’#oxyde_d’éthylène, cancérogène, mutagène, toxique pour la reproduction qui les a empoisonnés durablement, elles et leurs enfants ? Les ouvriers des usines chimiques ont-ils « choisi » les PFAS, au redoutable pouvoir toxique ? Sans parler des employées du nettoyage, contaminées par les cancérogènes des produits d’entretien.

      Les risques du travail, facteurs de dangers avérés du cancer, n’apparaissent pas dans l’article du Lancet, qui reprend le discours dominant et culpabilisant qui fait reposer la responsabilité de la survenue des cancers sur les victimes elles-mêmes.
      Le #travail_de_nuit ou posté, par exemple, est l’une des causes du #cancer_du_sein, reconnue officiellement comme telle en 2007 par le Centre international de recherche sur le cancer. Chez les femmes, ce type d’organisation temporelle du travail a néanmoins augmenté de 150 % entre 1982 et 2015, en progression dans de multiples secteurs où il n’est nullement indispensable – industrie, commerce, nettoyage.

      Scandales sanitaires

      Nous, signataires de cette tribune, nous voulons rappeler le travail inlassable et les mobilisations de tous ceux et celles – militants associatifs et syndicalistes, chercheurs, médecins, avocats – qui, depuis plus de quarante ans, alertent sur ces risques évitables que sont les multiples situations de #mise_en_danger_de_la_vie_d’autrui dans le travail exposé aux cancérogènes.

      Les enquêtes « Conditions de travail » et « Surveillance médicale des risques » du ministère du travail alertent, depuis les années 1970, sur les graves expositions aux risques chimiques, aux poussières, aux rayonnements. Pourtant, ces avertissements n’entraînent pas de mesures de prévention visant à réduire ces expositions.

      Durant les années 1970 puis au cours de la décennie 1990-2000, de fortes mobilisations sociales ont fait éclater le scandale sanitaire des dizaines de milliers de travailleuses et travailleurs exposés sans protection aux fibres d’amiante. Dans l’intervalle, les industriels avaient pu imposer le mythe mensonger de « l’usage contrôlé de l’amiante ».

      Il a fallu la mobilisation de multiples collectifs, la démonstration faite en 1994 par Henri Pézerat – spécialiste de la cancérogenèse de l’amiante – de l’extrême dangerosité de cette fibre mortelle, pour qu’enfin l’amiante soit interdit en France en 1997. Mais des 80 kilos d’amiante par habitant présents partout en France, bien peu ont été enlevés, et cela, souvent, dans des conditions de mise en danger des personnes exposées, tant dans le travail que l’environnement. Au mépris des règles du code du travail.

      D’autres produits toxiques, toujours en usage, sont régulièrement au cœur de scandales sanitaires : les pesticides, les PFAS, l’oxyde d’éthylène, l’arsenic et bien d’autres. Au rang des affaires polémiques, Notre-Dame de Paris : non seulement l’incendie de la cathédrale a pollué durablement au #plomb les abords du monument, mais la reconstruction « à l’identique » sur injonction gouvernementale – avec 400 tonnes de plomb posées sur la toiture et la flèche – a contaminé durablement les ouvriers exposés, ainsi que les riverains et riveraines, par cette substance neurotoxique.

      Maladie de classe

      Le recours à la #sous-traitance et à l’#intérim par les grandes entreprises invisibilise le #travail dangereux et ses conséquences. Cancérogène connu, la radioactivité est omniprésente dans une industrie autoproclamée propre et sans danger, l’industrie #nucléaire. L’exposition professionnelle aux rayonnements ionisants y est supportée à 90 % par les travailleurs et travailleuses dits « extérieurs », intervenant en sous-traitance et intérim dans la maintenance et le démantèlement des installations. Ils circulent de site en site, ne bénéficient pas du statut protecteur d’EDF ou du CEA, puis disparaissent sans laisser de trace. Les atteintes cancéreuses de la radioactivité sont dissoutes dans cet immense continent des victimes de cancer dont l’activité professionnelle n’est jamais examinée.

      La sous-déclaration et la sous-reconnaissance des cancers professionnels ne sont plus à démontrer. Cours d’appel et Cour de cassation, saisies par de trop rares victimes, reconnaissent l’impact certain de la multi-exposition professionnelle aux cancérogènes dans la survenue de ces cancers et soulignent le fait que les comités régionaux de reconnaissance en #maladie_professionnelle opposent aux victimes des refus de prise en charge, injustifiés au regard des connaissances scientifiques.

      En dépit de celles-ci et des mobilisations sociales, il n’est tenu aucun compte, ni dans la production des chiffres du cancer, ni dans les décisions de politiques publiques, de ce rôle avéré des risques professionnels dans l’épidémie de cancer. Pourtant, qui peut nier que les cancers trouvent le plus souvent leur origine dans la production industrielle, et donc le travail ? Ceux qui en sont victimes sont d’abord les ouvriers et les ouvrières. Maladie de classe, trop souvent. Le dire, l’écrire, c’est aider à la prévention. Le taire, c’est faire le contraire.

      Serge Allègre, secrétaire général de la CGT-Fédération nationale des industries chimiques ; Fleur Breteau, porte-parole du collectif Cancer Colère ; Julie Ferrua, déléguée générale de l’Union syndicale Solidaires ; Cathy Guironnet, porte-parole du Collectif des ex-salariés Tetra médical – Annonay ; Laurent Indrusiak, secrétaire général de l’union départementale CGT de l’Allier ; Benoît Martin, secrétaire général de l’union départementale CGT de Paris ; Christian Micaud, président de l’Association des malades de la chimie ; Franck Refouvelet, président de l’association Entraide et défense des acteurs des télécoms exposés aux toxiques ; Josette Roudaire, présidente du Comité Amiante Prévenir et Réparer (Auvergne) ; Francis Talec, porte-parole du collectif des Irradiés des armes nucléaires de l’Ile-Longue, à Brest ; Annie Thébaud-Mony, présidente de l’Association Henri-Pézerat, Santé, Travail, Environnement ; Marie Thibaud, fondatrice du collectif Stop aux cancers de nos enfants.

  • La Cour des comptes porte un œil critique sur la gratuité des transports publics dans les grandes villes
    https://www.lemonde.fr/economie/article/2025/09/15/la-cour-des-comptes-porte-un-il-critique-sur-la-gratuite-des-transports-publ

    [...]

    Dans un rapport consacré à la part payée par les usagers dans les transports publics urbains, publié lundi 15 septembre, la Cour des comptes alerte sur le fait qu’elle n’a cessé de décroître ces dernières années pour atteindre 41 % des coûts de fonctionnement des réseaux. Si l’on ajoute à l’équation les investissements supportés par les autorités organisatrices de la mobilité, la contribution des passagers descend à 26 % du coût réel.

    [...]

    La Cour des comptes s’est également penchée sur la gratuité totale mise en place dans 46 réseaux, bénéficiant à 2,8 millions de personnes. Une telle politique, note-t-elle, s’est développée depuis le début du siècle, mais s’est accélérée depuis 2017 avec le basculement d’agglomérations de plus de 100 000 habitants vers la gratuité, telles que celles de Niort, Dunkerque, Calais, Douai, Bourges et, la plus grande d’entre elles, Montpellier, où vivent quelque 500 000 personnes. Les auteurs du rapport ont un jugement différencié selon la taille du réseau. S’ils sont modestes ou intermédiaires, la gratuité « permet d’accroître sensiblement la fréquentation, pour un coût limité par rapport à la situation initiale », estiment-ils, puisque les recettes étaient réduites à leur portion congrue.

    [...]

    Dans le cas de Montpellier, où les transports sont gratuits depuis 2023 pour les administrés de la métropole, une enquête a été menée en juin 2024 par la Cour des comptes auprès de 11 000 habitants. La hausse de la fréquentation est incontestable, mais elle s’accompagne d’une baisse de la satisfaction des usagers. Surtout, les nouveaux usagers se déplaçaient auparavant davantage à pied ou à vélo (39 %) qu’en voiture (33 %), ce qui fait dire aux auteurs que cette politique coûteuse a en partie manqué sa cible en matière de report modal.

    Cette analyse fait bondir le maire de Montpellier, Michaël Delafosse (PS), qui déplore le « biais idéologique » de la Cour des comptes. « La gratuité, c’est un choix politique pour allier transition écologique et pouvoir d’achat. On ne s’interroge pas de la même manière sur le coût des routes pour les finances publiques ! », regrette-t-il. Selon lui, la Cour aurait dû attendre les résultats de l’enquête approfondie commandée par la métropole, prévus pour octobre, avant de jauger cette « expérience toute jeune ».

    [...]

    Le versement mobilité, prélevé sur la masse salariale des entreprises, finançait 46 % des transports urbains en 2019. Il est désormais à son « plafond légal dans les grandes AOM ».

    • Pour le coup, le maire de Montpellier n’a pas tord : la cour des compte s’aligne sur les arguments des droitards anti-gratuité.

      – D’abord la gratuité à Montpellier accompagne d’énormes perturbations et restrictions à la circulation automobile (qui continuent à se mettre en place) : mise en place de la ZFE (mais ça, on n’a plus aucune idée d’où ça en est : c’est en pause, c’est annulé, c’est quoi ?), zone 30 sur toute la ville, suppression massive de places de parking en centre-ville, accès (au pluriel) aux centre-ville extrêmement compliqués, voies doubles passées à une seule voie (avec une voie réservée aux bus et aux vélos), et partout des travaux pour réduire la place de voitures et développer les trams, les bus, les bus-trams avec des voies vélos à chaque fois.

      La gratuité est l’énorme argument qui permet de faire passer ça. (Parce que t’imagines bien que ça gueule, parce que se balader en voiture n’a jamais été aussi pénible.) Sans ça, tu peux être certain qu’à la prochaine élection municipale, on se tapera un connard de droite élu sur le thème de l’« écologie punitive » et se fera un devoir d’arrêter tous ces changements qui entravent le bonheur du conducteur automobile. (Encore une fois : le déploiement de la ZFE avait déjà été mis en pause à cause des pressions locales ; maintenant au niveau nationale ; et on n’a plus aucune idée d’où ça en est.)

      – Évidemment quelque chose qui ne plaira pas aux droitards : il me semble bien que ça fait passer le financement sur des impôt plus ou moins progressifs plutôt que sur la vente des billets (qui pèsent beaucoup plus lourd dans le budget des familles pauvres que des familles riches, sachant les transports sont une dépense contrainte). Déjà quand je vois ce que nous, avec une famille de 5, on économise sur les 5 abonnements qu’on devrait prendre sinon, j’imagine que pour une famille aux revenus plus modestes, ça représente quelque chose d’absolument énorme (même si, comme on le sait, il y a des économies qui sont faites ailleurs).

      – Les sondages pour noter une « baisse de satisfaction », alors qu’il y a justement des travaux énormes pour changer tout le plan de circulation de la ville depuis 2020, ce n’est pas sérieux, et c’est loin d’être terminé. Bien sûr que c’est le bordel, il y a des travaux partout, et principalement dans le but de développer le réseau et de restreindre la circulation automobile. D’autant qu’évidemment, une partie des nouveaux usagers, ça va être ces gens qui, auparavant, se complaisaient à polluer le centre-ville matin et soir pour faire en voiture l’aller-retour depuis leur lotissement à l’extérieur de la ville où tout le monde vote facho, et que maintenant ça les fait chier des devoir prendre les transports en commun avec les noirs et les arabes.

    • L’avis du président de la métropole lyonnaise :

      Bruno Bernard ✓- Mastodon
      https://piaille.fr/@BrunoBernard/115124209658048741

      31/08/2025

      🟢🎫 Dès demain les enfants jusqu’à 10 ans pourront se déplacer gratuitement sur notre réseau TCL !

      Pourquoi ne pas rendre les TCL gratuits pour tout le monde ?

      Parce qu’une telle mesure coûterait chaque mandat l’équivalent de 3 ou 4 nouvelles lignes de tramway, ou toute la modernisation de nos 4 lignes de métro. Autrement dit : ce serait renoncer à améliorer concrètement l’offre.

      Si on veut que plus de monde prennent les TCL, il faut améliorer ce service !

      Mais cela ne veut pas dire ne rien faire. Bien au contraire. Nous croyons à une approche plus juste et plus utile : la tarification sociale.

      Elle permet d’aider d’abord celles et ceux qui en ont le plus besoin.

      C’est pourquoi nous avons :
      – baissé l’abonnement des jeunes,
      – rendu les TCL gratuits pour les personnes en situation de grande précarité,
      – et à la rentrée, la gratuité s’étendra aux enfants de moins de 10 ans.

      Et contrairement à une idée reçue, les usagers qui payent l’abonnement maximum sans reste à charge représentent moins de 3% de nos abonnés totaux. 97% des abonnés profitent d’un abonnement à moins de 37€ en reste à charge !

      Ce choix d’une solidarité couplé à un doublement des investissements est le plus juste, le plus social et le plus écologique.

      Un choix fort, pour que les transports en commun soient une vraie alternative à la voiture pour toutes les familles et un levier concret de pouvoir d’achat.

    • Quelle que soit la ville française, le ticket ou l’abonnement payé par les voyageurs pour prendre un bus, un tram ou un métro ne couvre qu’une partie du coût du service.

      Ça commence mal cet article du Monde : là, on te fait bien comprendre que malgré tout, les « collectivités » te font un gros cadeau. Alors, la ramène pas trop non plus sinon tu vas payer le « vrai » prix de ce que ça nous coûte, à nous, les gestionnaires des « délégations de services (plus vraiment) publics » ...

    • De fait, de nombreuses tarifications sociales régionales ont été mises en place. Contrairement à ce que dit la cour des comptes (d’après Le Monde), si ces tarifs peuvent être liés au « statut », comme en IDF
      https://www.solidaritetransport.fr/first-request/online/rights
      il arrive aussi qu’ils dépendent plutôt du quotient familial tel qu’évalué par la CAF, comme en PACA
      https://zou.maregionsud.fr/commander-une-carte-zou-solidaire

      Et là, l’argument selon lequel ce serait des trajets piétons et vélo qui se reportent sur l’offre publique ne doit guère tenir. Qui marche ou pédale du Val d’Oise à l’Essone, ou de Marseille à Manosque ?

      Nos dirigeants se rêvent en jet society (et d’ailleurs : qui prend l’avion ?), sont des utilisateurs intensifs de TGV hors de prix. Pour eux la mobilité doit rester un privilège (paye ton flixbus !).

      #tarification_sociale

    • Je n’ai jamais vu évaluer par exemple le coup du passage dans les rues de la caravane des 35 tonnes chargés à bloc pour le tour de france. A griller les feux et à passer à fond sur les petits ponts du canal de Brienne. Combien ça coûte à entretenir ? et justement à ne pas devoir entretenir pour des énormes SUV.

      Et si tu calcules, rajoute aussi les gains vu par le lobbying pro pétrole, versus le lobbying pro nucléaire, versus le lobbying du macadam et celui des bagnoles, rachida en tête. Tu penses vraiment qu’ils vont lâcher la poule aux œufs d’or comme ça ?

      Du coup, ils augmentent de façon tellement honteuse le prix du billet, comme à paris, que c’est sûr que dans ces conditions ce n’est plus à égalité avec le coût du système technologique de contrôle des transports. Entre les machines à composter, barrière de protection, billetteries, vidéosurveillance, contrôle et contrôleurs ça fait du monde pour pousser le portillon sécuritaire et jusque là on considérait que les bénéfices y étaient totalement absorbés.

      Y’a un chomsky dans la salle pour analyser quel pourcentage d’articles de ce journal sont devenus fascisants ? ça augmente au fur et à mesure des mois. Ça se complait à alimenter la peur d’un autre monde et à démontrer envers et contre tout que ce ne serait surtout pas possible.

    • Je n’arrive pas à retrouver la vidéo mais ça me fait penser à cet élu (canadien ?) qui était interpellé par un quidam qui demandait à ce que les cyclistes payent un droit d’usage de la route et qui semblait tout perdu quand on lui a dit que les cyclistes payaient les mêmes impôts que lui... Les fachos (ou proto-fachos) ont toujours le même mode de pensée : ils s’approprient l’espace d’une façon et rejettent tout élément qui ne l’utilise pas de la même façon (marche avec les chasseurs, les agriculteurs réacs etc.).

    • Comme la gosse partait de la gare, on avait pris un hôtel plein centre ville et on a passé plus d’une heure à tenter de l’atteindre. Après 6 heures de route, on a modérément apprécié l’absence de panneaux indicateurs pour se diriger et effectivement, le fait qu’aucun GPS n’est fonctionnel intra-muros, entre les chevauchement de voies et le fait qu’aucun n’arrive à suivre le rythme du changement de plan circulation.

      Donc au lieu de mettre 10 min pour foutre la voiture au parking et faire le reste à pied comme prévu, on a pollué une heure et y a pas eu de reste.

      On a bien compris le concept et on est ok sur le principe  : rendre la ville à ses habitants. Clairement, dans la plupart des cas, les gens peuvent circuler sans craindre les bagnoles, mais laisser ceux qui doivent arriver tourner en rond pendant des plombes, c’est pas terrible non plus.

      Par ailleurs, comme déjà observé dans d’autres métropoles régionales, rendre la ville à ses habitants sonne aussi pas mal comme « en exclure les autres, les étrangers et les ploucs sans transports en commun  ».

    • Figure-toi qu’à Lyon, les parkings sont pléthoriques, rarement saturés, et plutôt bien placés. Aussi, à chaque fois que je dois prendre la voiture, je vérifie le parking la plus proche, et je n’hésite pas, j’y pose la voiture sans chercher une place dans une rue.

      En voyage en voiture de location cet été dans un grand pays du nord, on a fait exactement pareil. Arrivé dans la capitale administrative, on repère le parking public, on pose la voiture, et on la laisse pendant tout le séjour. On traverse le pays, on arrive dans la grosse ville sur la côté, apparemment la capitale économique, et là aussi, on repère, et on pose le véhicule dans l’immense parking souterrain - on a eu un petit peu plus de mal pour trouver le bon parking, mais une fois trouvé, on découvre qu’il a des accès qui rayonnent dans tout l’hyper-centre, c’est juste qu’on n’était pas assez attentif.

      Et donc, on n’a eu à tourner des heures. Ouf. Je me sens chanceux.

      A vrai dire, je crois que les seules villes où il est compliqué de circuler en voiture, ce sont les villes où ils n’ont pas encore fait le nécessaire pour réduire la place de la bagnole, pour de vrai.

      J’en parlais l’autre fois, dans un autre fil où je déblatérais sur les débats consternants sur la circulation en bagnole à Lyon. Les gens ne se souviennent pas de ce que c’était de circuler il y a 10 ou 20 ans, quand tout était saturé, alors même qu’il y avait des doubles ou quadruples voies sur la plupart des grands axes intra-muros (avec les murs gris et poussiéreux qui vont bien sur les alentours).

    • @biggrizzly : comme le disait @arno, ils sont en plein dans les travaux.

      On visait le gros parking sous-terrain du centre-ville, sachant que l’hôtel forfaitise le prix du stationnement pour 24h.
      C’est juste qu’il n’est pas accessible. Le GPS se paume, il y a des épingles à cheveux dans un dédale de voies souterraines, pas de panneaux, en gros, il n’y a que si tu connais que tu peux y arriver et par définition, les visiteurs ne connaissent pas.

      Logiquement, tu flèches les visiteurs vers les parkings pour qu’ils posent leur engin de mort et n’y touchent plus jusqu’au départ.

    • Une étude prône de réduire drastiquement la place accordée à la voiture pour promouvoir un « système alternatif de mobilité »
      https://www.lemonde.fr/economie/article/2025/09/16/une-etude-prone-de-reduire-drastiquement-la-place-accordee-a-la-voiture-pour

      Avec 1 million de kilomètres de routes, la #voiture est à son aise sur le territoire français. Le Forum vies mobiles suggère d’en rendre 23 % aux transports en commun, et d’en réserver 20 % aux #mobilités douces.

      https://justpaste.it/a4qhb

      #transports

    • les pecnos sont les nouveaux ?????

      Les « péquenots » (non propriétaires du foncier agricole ou du foncier bâti) ont toujours fait partie du « Lumpen-proletariat ».
      #gueusaille #domesticité #servage

      Par ailleurs, comme déjà observé dans d’autres métropoles régionales, rendre la ville à ses habitants sonne aussi pas mal comme « en exclure les autres, les étrangers et les ploucs sans transports en commun  ».

      #ploucs #mobilités (j’aurais aimé ajouter des guillemets à ce tag)

    • J’ai vécu à Nantes il y a plus de quinze ans, les transports étaient gratuits pour les chômeurs (c’était mon cas) pendant 3 mois, j’ai l’impression que ça n’existe plus mais effectivement la grille tarifaire actuelle témoigne d’une inventivité administrative pas piquée des hannetons. Par ailleurs j’y ai passé quelques jours cet été, y faire du vélo est devenu vraiment plus agréable, par contre la gentrification tapageuse du centre-ville est assez incroyable...

    • @monolecte Je pense que je vois de quoi tu parles : même moi au bout de 8 ans j’ai du mal. Mais figure-toi que ça n’est pas lié aux travaux récents : cette espèce de spaghetti de voies qui passent au-dessus, en-dessous, qui se superposent, te font faire un quasi demi-tour sur place… j’ai toujours connu. Ça doit remonter à Georges Frêche (piétonnisation du centre-ville et/ou construction du Polygone).

      @sombre on a aussi à Montpellier ces parkings-relais. Il y en a 9, et si tu bénéficie du passe gratuité (c’est-à-dire résident de la Métropole), ces parkings sont gratuits. Et sinon, un peu plus loin (mais toujours proches des trams, il y a encore 6 parkings « de proximité » totalement gratuits.

  • Palim Palim ! So märchenhaft lebt Didi Hallervorden auf seiner Privatinsel im Atlantik
    https://www.berliner-zeitung.de/panorama/palim-palim-so-maerchenhaft-lebt-didi-hallervorden-auf-seiner-priva

    Berlin-Steglitz : Sur la gauche le « château » du général Wrangel, à droite la tour « Steglitzer Kreisel » et son parking, aujourd’hui une ruine témoin de la crise immobilière .

    Pour ses 90 ans notre comédien national préféré vend son îlôt privé avec château devant Ploumanach.

    L’Île de Costaérès se trouve en Bretagne où les hivers sont froids et humides, alors son prix est abordable en comparaison avec un rocher du même type en Méditerranée.


    https://www.openstreetmap.org/way/30410931#map=18/48.835575/-3.492702

    Hallervorden a gagné la première tranche de sa fortune avec des comédies grand public et de nombreuses productions de télévision. Ce féru du théâtre a investi son argent pour ranimer une légendaire salle berlinoise abandonnée par les théâtres municipaux après de nombreux échecs. C’est l’ancienne écurie du général Wrangel (celui qui a écrasé dans le sang la révolte de 1848 à Berlin ) qui porte le nom presomptueux Schloßparktheater alors qu’il il y a ni château ni parc à vue d’œil. ( voire photo plus haut )

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dieter_Hallervorden

    Hallervorden s’en moque, son théâtre est une réussite.


    https://www.openstreetmap.org/way/35265862#map=18/52.454782/13.317967

    Coup de publicité : Hallervorden a réussi à faire changer l’adresse postale du théâtre de Wrangelstraße en Schloßstraße (rue du château). C’est mensonger car le théâtre n’a pas bougé d’un millimètre. Le comédien s’est servi de ses bonnes relations avec la mairie pour faire autoriser pour son théâtre l’utilisation de l’adresse d’un terrain vague à proximité.

    Vous vous demandez peut-être comment un simple farceur allemand peut accumuler une fortune qui le place dans la catégorie des stars qui achètent dex îles avec château et se déplacent en avion privé. Nous sommes en Allemagne ou les vedettes de cinéma ne gagnent jamais les cachets faramineux de leurs confrères hollywoodiens.

    Dieter Hallervorden est un libéral de gauche comme il n’en reste plus beaucoup et un homme d’affaire engagé qui a su user de ses relations pour créer des affaires partout tout au long de sa carrière de soixante ans.

    Le Schloßparktheater (rebâtisé selon la dernière réforme de l’orthographe allemand en Schlosspark Theater ) est son hobby politique. Il a réussi comme entreprenuer de théâtre où les troupes du théâtre municipal subventionné ont produit des échecs pendant des décennies avant d’abandonner complètement la salle légendaire.

    Hilfegard Knef, Der geschenkte Gaul, Kapitel 9 : Barlog im Schlossparktheater, vorgetragen von Heike Makatsch
    https://www.youtube.com/watch?v=jzgHdNwGljg

    Hallervorden a bâti son fond de commerce actuel en faisant évacuer sa troupe de comédie satirique Die Wühlmäuse de son minuscule domicile dans un building commercial anodin démoli et remplacé par un grand hôtel touristique dans une salle prestigieuse du Westend berlinois.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Summit_House

    Après le départ des troupes alliés de la deuxième guerre mondiale l’état libéral allemand bradait son coûteux patrimoine. Berlin vivait une époque de gold rush pour ceux qui savaient profiter du bouleversement historique. Hallervorden a pu acheter à un prix intéressant l’ancien centre commercial des forces d’occupation britanniques NAAFI avec cinéma.

    Les revenus de l’affaire immobilière et de nombreuses productions de télévision dans sa grande salle du Westend garantissent la pérennité des projets de l’entrepreneur de théàtre Hallervorden.

    Pour ses 90 ans il s’offre un rôle sur la scène de de son théâtre de prédilection Schlosspark Theater dans la province berlinoise.

    3.8.2025 von Enno Kramer - Immer wieder polarisiert Didi Hallervorden mit seinen Äußerungen. Nun gibt eine Dokumentation exklusive Einblicke in das Privatleben des Kabarettisten.

    Kaum jemand sorgt in Deutschland so verlässlich für Schlagzeilen wie Dieter „Didi“ Hallervorden. Mal fordert der 89-jährige Kabarettist und Schauspieler vehement, dass Bundeskanzler Friedrich Merz sich wegen seiner „Drecksarbeit“-Aussage vor Gericht verantworten müsse – und zeigt ihn daraufhin an. Mal verwendet er das N-Wort oder sorgt mit Auftritten bei umstrittenen Demonstrationen für Aufsehen.

    Doch wie lebt jemand, der sich immer wieder freiwillig ins mediale Kreuzfeuer begibt? Eine neue ARD-Dokumentation hat den „Palim Palim“-Darsteller begleitet.
    Hallervordens Rückzugsort liegt mitten in der Bretagne

    Anlässlich des am Freitag anstehenden 90. Geburtstags des Komikers zeigte Das Erste den Dokumentarfilm „Hallervorden – Didi gegen den Rest der Welt“. Darin ist unter anderem zu sehen, wie Hallervorden sich gelegentlich zwischen all den Provokationen und Skandalen auf seine Privatinsel in der französischen Bretagne zurückzieht. Dort besitzt er ein bilderbuchartiges, fast schon märchenhaftes Schloss.

    Foto
    Der Blick auf Hallervordens Refugium: Die Privatinsel erstreckt sich über knapp einen Hektar Land.Imago

    Bereits vor mehr als 40 Jahren soll der Kabarettist das ein Hektar große Anwesen mit der vierstöckigen Immobilie namens Château de Costaérès erworben haben. Das Schloss im neugotischen Stil wurde 1896 vom litauisch-polnischen Ingenieur Bruno Abdank-Abakanowicz erbaut und 1980 renoviert. Knapp acht Jahre später ging es in Hallervordens Besitz über.

    In der Dokumentation heißt es, der Komiker könne sich dort „wie ein König“ fühlen. Sein Sohn Johannes, der seinen Vater zuletzt für die Verwendung des N-Worts kritisiert hatte, spricht von einem „Refugium“ für ihn. Wie T-Online berichtet, habe Hallervorden den Ort „nach unendlich langer Suche“ gefunden. „Die Insel bietet mir Raum, in meinem französischen Exil die Batterien aufzuladen und über neue Projekte nachzudenken.“

    Warum möchte Hallervorden sein Schloss verkaufen?

    Doch so schwer ihm die Suche nach dem passenden Refugium auch gefallen sein mag – mittlerweile scheint Hallervorden nicht mehr allzu sehr an der Immobilie zu hängen. Seit rund acht Monaten wird das Schloss offenbar zum Verkauf angeboten, wie die Nachrichtenseite berichtet. Demnach ist auf einem Immobilienportal ein Inserat zu finden, in dem es für 9,5 Millionen Euro angeboten wird. Es verfügt über zehn Zimmer und knapp 300 Quadratmeter Wohnfläche.

    Sowohl der Rittersaal als auch der Empfangs- und Bankettsaal sind bis heute erhalten geblieben. Neben einem Fernsehzimmer, mehreren Terrassen und fünf Schlafzimmern verfügt das Schloss über eine Sauna, einen Fitnessraum und einen Pool. Zum Verkauf des Schlosses hat sich der Schauspieler, der die meiste Zeit in Berlin lebt, bislang noch nicht geäußert.

    #Berlin #Steglitz #Wrangelstraße #Schloßstraße #Bretagne #Ploumanach #théâtre #cinéma #nantis #logement #immobilier #people

  • Gouvernement Bayrou : plus de la moitié des ministres sont millionnaires, selon leur déclaration de patrimoine
    https://www.lemonde.fr/les-decodeurs/article/2025/06/12/gouvernement-bayrou-plus-de-la-moitie-des-ministres-sont-millionnaires-selon

    La tendance ne fait que s’accentuer depuis 2017 : sous la présidence d’Emmanuel Macron, les ministres sont de plus en plus riches. Le gouvernement actuel compte 22 millionnaires sur 36 membres, d’après leurs déclarations d’intérêts et de patrimoine, rendues publiques, mardi 10 juin, par la Haute Autorité pour la transparence de la vie publique (HATVP). Par comparaison, en 2022, 19 millionnaires figuraient dans le gouvernement d’Elisabeth Borne, qui comptait quatre membres supplémentaires.

    Les ministres de François Bayrou se placent quasiment tous parmi les 5 % des Français avec les revenus les plus importants, selon les données de la World Inequality Database.

    https://archive.ph/wiFfm

    Pour et par les #riches.
    #propriétaires de l’entreprise France.

  • CDC denies help for lead poisoning in Milwaukee schools due to layoffs
    https://www.cbsnews.com/news/milwaukee-schools-lead-poisoning-cdc-denies-help

    Officials in Milwaukee and Wisconsin’s state health department had formally requested the CDC’s help on March 26, after many of the city’s schools were found to have “significant lead hazards” exposing children. Federal experts were asked to help develop a strategy to test and triage Milwaukee public school students for lead poisoning, as well as help with outreach to the community. 

    [...]

    CDC’s lead poisoning team was among several branches in the agency’s National Center for Environmental Health that were eliminated by Kennedy on April 1, as part of sweeping Department of Health and Human Services layoffs. The environmental health center had also handled a variety of other issues like cruise ship outbreak investigations, which are now reeling from significant layoffs.

    Beyond lead poisoning, now-eliminated teams had also housed the federal government’s public health experts for helping local and state health departments respond to a range of other environmental emergencies, said CDC officials, who spoke on the condition of anonymity.

    All expertise related to radiological and nuclear threats is eliminated. All capacity for natural disasters response has been eliminated,” agency officials said in a memo after the layoffs.

    Health experts tasked with investigating cancer clusters, overseeing chemical weapons demolition and responding to toxic substance spills, like the 2023 East Palestine train derailment, were also cut, multiple officials said.

    #santé #plomb #école #rfkjr #cdc

  • #Rostrenen : comme un poison dans l’eau
    https://nantes.indymedia.org/posts/143769/rostrenen-comme-un-poison-dans-leau

    grouperenelochu.noblogs.org Rostrenen : comme un poison dans l’eau Splann ! et Médiapart nous ont révélé dernièrement que le captage de #Coadernault, qui alimente en #Eau potable les villes de #Plouguernevel et Rostrenen, avait été contaminé, à haute dose, aux #PFAS (substances perfluoroalkylées et polyfluoroalkylées autrement appelées #polluants éternels). On…

    #cancer #Ecologie #Pollution #Santé #Vie #Blavet #Bretagne #Côtes-d'Armor #Kerne_Uhel #Kreiz_Breizh_Argoat #Local

  • Opinion | Now Will We Believe What Is Happening Right Before Our Eyes ? - The New York Times
    https://www.nytimes.com/2025/02/07/opinion/trump-musk-christian-nationalism.html

    Un superbe papier, bien écrit, straight to the point... et qui au final fait froid dans le dos, tellement cela ressemble aux méthode de la prise de pouvoir d’Hitler après qu’il ait été élu...

    By Katherine Stewart

    Ms. Stewart has reported on the religious right for more than 15 years. Her most recent book is “Money, Lies, and God: Inside the Movement to Destroy American Democracy.”

    They told us they would smash the institutions that safeguard our democracy. And that is exactly what they are doing.

    Many Americans chose not to believe what they were saying. Will we now believe what we are seeing?

    To be clear, “they” are not just Donald Trump and his billionaire co-pilot. Over the past half-century, an anti-democratic movement has coalesced in the United States. It draws on super-wealthy funders, ideologues of the new right, purveyors of disinformation and Christian nationalist activists. Though it pretends to revere the founders and the Constitution, it fundamentally rejects the idea of America as a modern pluralistic democracy.

    The natural tendency in a functioning democracy is to look for ways to “work across the aisle” and “agree to disagree.” But appeasement now would be a mistake. This anti-democratic movement has no interest in compromise. Any concessions will help consolidate the powers of a lawless presidency and entrench a new, kleptocratic, authoritarian form of government in the United States.

    #Democratie #Etats-Unis #Trump

    • Nous devons considérer que les USA sont le galop d’essai de la #ploutocratie mondiale et nos tyrans respectifs sont en train de prendre des notes :

      In its first two and a half weeks, the Trump administration has delivered on that promise. The stream of transparently lawless executive orders — to make it easier to fire federal officials, to freeze spending that the president cannot freeze, to take away a right to citizenship that is written into the Constitution, to name just three — tell us in no uncertain terms that this administration has no intention of respecting the law or the Constitution. (And if you are comforting yourself with the idea that the administration will respect injunctions from judges, which it has in the past, I invite you to consider Mr. Trump’s recent behavior in court.)

    • Un des plus simples
      https://github.com/daattali/beautiful-jekyll
      tu forkes juste le projet ( qui est donc hébergé sur github )
      et tu postes des .md (markdown)

      En 2004, il n’y avait pas de CMS sans BDD, tout était compliqué et SPIP déjà une usine à gaz.

      J’avais des potes qui vivaient en campagne au fin fond de la Sarthe et n’accédaient pas facilement à internet avec leur modem RTC. Cette boite servait à se connecter à internet via une ligne téléphonique et bruissait de rebondissements incroyables, on aurait dit que les paquets reçus émettait chacun un son de trampoline). La connexion chez eux était plus qu’hyper lente, c’était impossible d’afficher une page et il fallait attendre plusieurs minutes. Je pensais aussi à d’autres pays et lieux ou il était difficile de capter internet. Il fallait quelque chose de léger à installer et qui servirait rapidement les pages.

      Je faisais déjà des sites avec SPIP mais j’étais de plus en plus frustrée de la ligne technologique qui était prise, toujours plus de codes et de complexité et l’impression de devoir courir après les infos pour pouvoir comprendre le développement. Comme je ne voulais pas renoncer au web et à mes idées, quelles soient politiques (le web c’était alors l’impression de pouvoir démolir la pyramide hiérarchique tout ça tout ça) ou sur les libertés, notamment celle de fournir des outils pour s’emparer des nouvelles possibilités d’expression, mais aussi pour œuvrer dans la nécessité d’un web léger en terme écologique. J’ai donc voulu faire un CMS ultra léger et simple, facile à approvisionner et à maintenir et pour de petits sites.

      Au niveau ergonomique, reprendre le principe de SPIP et séparer le BO et le FO (le site public de son administration) mais je voulais que ce qu’on modifie ressemble à ce qui était retourné (what you see is what you get).

      Techniquement, il fallait me débarrasser de ce qui pesait le plus : les accès machines, les calculs et le transfert. Donc il absolument simplifier le process et commencer par supprimer les allers/retours sur la base de données. Si on pouvait afficher un simple fichier .txt - et on peut toujours le faire - sur un navigateur, il suffisait de jouer du mkdir/fopen/write/delete. Des principes REST et ce qui existait déjà sur symfony dont j’ai repris ensuite des morceaux.

      A cette époque ma fille avait 5 ans, j’étais seule à l’élever, je sortais d’une dépression et j’étais au RMI. L’assistante sociale qui faisait le contrôle de la CAF me disait d’arrêter de surfer sur internet et de revenir sur terre pour travailler sérieusement. Quand il pleuvait, l’eau coulait du plafond dans des bassines et les champignons se formaient au plafond de ma chambre-salon-salle à manger-bureau-atelier. Je travaillais la nuit sur mes projets internet. J’avais bien un chéri millionnaire, qui avait monté gandi mais il n’a jamais pensé à m’aider, trop préoccupé de lui-même. Je courrais après cet amour qui à la fois me motivait et a détruit beaucoup de mes capacités de survie. Il m’a fallut des années pour m’en rendre compte et fuir.

      Bref, de SPIP j’ai aussi gardé le principe de cache, les modules greffables et les fichiers de lang qui pouvaient être ajoutés plus le fait que le logiciel se développait une fois déposé en FTP sur le serveur. C’était déjà génial comme base et ce que je trouvais le plus intéressant de SPIP. Et la création des répertoires nécessaires ou des images se faisaient aussi une fois le dossier installé, par exemple le logo SVG de plook était fabriqué via du php. J’ai ensuite ajouté des bouts de symfony que je trouvais pertinents. Au final, Plook pesait 60ko, j’avais réussi mon pari, c’était compact et léger.

      En 2004/2005 la première version de plook est sorti, certes j’avais codé avec les pieds et avant que 3 américains me piquent le projet quelques semaines après et se l’approprient en l’appelant plook CMS, sacré déception, vraiment pas cool.

      Plook a été sur l’annuaire framasoft quelques temps, c’était le premier CMS sans base de données. La démo était en accès libre et le site a été saturé de plein d’images sexistes puis a été attaqué et tombait régulièrement. Mais surtout, je n’ai jamais réussi à constituer une bande de potes codeuses ou codeurs pour créer une communauté ou poursuivre le logiciel. Je ne suis pas douée pour cet aspect.

      #ma_vie_de_merde_de_developpeuse

    • merci @fonkisifou j’ai fini par m’autoriser le droit d’avoir un peu de confort et à me détacher du chemin d’ascète que je m’imposais et voyais comme politique. Entre cette vie de pauvreté et les principes d’anonymat et de destruction de l’égo, je n’ai même pas gagné mes galons d’humilité puisque je peux m’en vanter ici, par contre j’ai eu nombre de déconvenues.
      Spoiler : cette route mène à la solitude et ne rend pas plus intelligent·e :)

  • Thomas Midgley, le chimiste qui voulait “aider l’humanité” est à l’origine de deux des pires pollutions du XXᵉ siècle
    https://www.nouvelobs.com/histoire/20241230.OBS98434/thomas-midgley-le-chimiste-qui-voulait-aider-l-humanite-est-a-l-origine-d

    Entre hubris et lobbying : comment les inventions malsaines sont finalement commercialisées et détruisent la planète.

    Série Ce chimiste développa l’essence au plomb et le fréon. Le premier engendra une pollution de cinquante ans. Le second un trou dans la couche d’ozone.

    Pour aller plus loin
    Marie Mallon, David Blair, Thomas Midgley, Philip Zimbardo, William McGonagall, Herostratus.

    Dossier « Les boulets de l’histoire », notre série sur ces gaffeurs, honnêtes ou pas, dont les actions bouleversèrent le monde

    En accès libre

    « Son intention était d’aider l’humanité – mais deux de ses plus grandes inventions menacèrent la vie sur Terre. Finalement, il fut lui-même tué par sa dernière trouvaille. » Peu d’humains sur cette planète peuvent se vanter d’une telle élégie (prononcée en 2015, par l’un de ses collègues mi-admiratif mi-amusé). Le chimiste Thomas Midgley n’est pas très connu du grand public. Il a pourtant eu une importance énorme dans l’histoire industrielle du XXᵉ siècle, par le biais de deux inventions qu’il développa coup sur coup : l’essence au plomb et le fréon. La première servit à améliorer la combustion dans les moteurs et à augmenter la puissance des voitures. La seconde fut essentielle pour la réfrigération et la propulsion des aérosols dans les sprays. Les deux furent des polluants majeurs, qu’il fallut des années pour éliminer.

    Né en 1889 en Pennsylvanie, Thomas Midgley sort de l’université de Cornell en 1911 avec un diplôme en ingénierie mécanique. Esprit brillant, inventeur compulsif, il se distingua par exemple par l’installation de protocoles domotiques : une alarme en cas de vent trop violent, un système de déclenchement à distance pour arroser sa pelouse, etc. Au cours de sa carrière, il aurait déposé plus d’une centaine de brevets. En 1916, il commence à travailler pour General Motors. L’entreprise cherche alors une manière de régler le problème des « cliquetis » dans ses moteurs, un phénomène extrêmement désagréable pour les automobilistes, et même dangereux puisque de trop violentes secousses pouvaient vous faire dévier de votre trajectoire.

    Publicité

    En 1921, après s’être aperçu grâce à une mini-caméra que ces tremblements venaient d’une mauvaise combustion, après avoir testé des milliers de composés et s’être formé sur le tas à la chimie, le jeune ingénieur propose une solution : l’ajout de plomb tétraéthyle dans les carburants. Deux ans plus tard, ce mélange est commercialisé sous un nom plus vendeur : « l’Ethyl ». L’année suivante, General Motors, Dupont et Standard Oil fondent ensemble The Ethyl Corporation, avec Midgley et son collègue Charles Kettering à sa tête. Pendant les cinquante années qui vont suivre, des milliers de milliards de litres de ces essences vont être brûlés dans les voitures du monde entier. Ce n’est qu’en 1970 que les autorités commenceront à limiter cet additif dont les effets s’avèrent désastreux sur la santé.
    Publicité de 1933 pour le carburant Ethyl, qui fait « durer votre vieille voiture plus longtemps ». Sur l’affiche : « Mon Dieu, papa, ils te dépassent tous ».

    Publicité de 1933 pour le carburant Ethyl, qui fait « durer votre vieille voiture plus longtemps ». Sur l’affiche : « Mon Dieu, papa, ils te dépassent tous ». MARY EVANS/SIPA
    Pompe à essence distribuant de l’Ethyl, carburant à base de plomb.

    Pompe à essence distribuant de l’Ethyl, carburant à base de plomb. SUPERSTOCK/SIPA

    Toujours dans les années 1920, toujours à General Motors, Midgley est mis devant un autre défi : trouver de nouveaux fluides frigorigènes pour la section « Frigidaire » de l’entreprise (propriétaire de la marque à l’époque). Les gaz réfrigérants sont alors instables et dangereux, à tel point que des explosions mortelles émaillent l’actualité. Avec des collègues, Midgley parvient à synthétiser ce que l’on appellera le « fréon », que les chimistes connaissent sous le nom de chlorofluorocarbures (CFC). Ce gaz est adopté avec gourmandise par l’industrie, en particulier par la multinationale DuPont, alors liée financièrement à General Motors. En 1930, devant ses collègues, Midgley joue au magicien : il inhale du gaz et souffle sur une bougie, ce qui prouve théoriquement l’innocuité de son invention. Il fallut attendre les années 1970 pour qu’on commence à comprendre que les CFC étaient destructeurs pour la couche d’ozone, qui nous protège des ultraviolets du Soleil. Ce n’est qu’en 1987 que le protocole de Montréal prévoira la fin de son exploitation industrielle.
    Publicité française de 1931 pour la marque Frigidaire, alors propriété de General Motors et utilisant le gaz chlorofluorocarbures, nocif pour la couche d’ozone.

    Publicité française de 1931 pour la marque Frigidaire, alors propriété de General Motors et utilisant le gaz chlorofluorocarbures, nocif pour la couche d’ozone. PHOTO12 VIA AFP
    https://www.nouvelobs.com/histoire/20241230.OBS98434/thomas-midgley-le-chimiste-qui-voulait-aider-l-humanite-est-a-l-origine-d

    Deux inventions, deux pollutions. On pourrait penser qu’il n’y a là qu’un triste exemple de créations qui échappent à leurs créateurs. Hélas, l’histoire est plus triste, plus croquignolesque aussi. La toxicité du plomb était déjà connue dans les années 1920. Dès l’Antiquité, on avait remarqué que l’eau transportée par des conduits faits de ce métal empoisonnait ceux qui la buvaient. Quand le plomb tétraéthyle (PTE) est découvert par un chimiste allemand, en 1854, il n’est pas mis sur le marché du fait de sa « nature mortelle avérée ». Tout cela n’a pas empêché General Motors de s’entêter dans cette direction, malgré l’existence d’autres additifs possibles, comme l’éthanol.
    Les « fanatiques de la santé »

    Dans les usines qui commencent à produire ces carburants, des ouvriers ont des hallucinations, voient des papillons, voire décèdent après être descendus dans une spirale de folie autodestructrice. Tout cela ne trouble guère l’inventeur qui estime qu’une contamination du grand public est « pratiquement impossible, car personne ne se couvrira les mains à plusieurs reprises d’essence contenant du plomb tétraéthyle – cela pique et brûle… Les gaz d’échappement ne contiennent pas suffisamment de plomb pour que l’on s’en préoccupe ».
    Dr. Thomas Midgley Jr.

    Dr. Thomas Midgley Jr. FARM SECURITY ADMINISTRATION/LIBRARY OF CONGRESS

    S’il y a des régulations, elles viendront, soupire-t-il, des concurrents jaloux ou de « fanatiques de la santé ». Midgley lui-même dut se mettre en retrait quelques mois après un empoisonnement au plomb. Il prend avec légèreté les symptômes qu’il ressent : « Le remède à ce mal n’est pas seulement extrêmement simple, il est aussi très délectable. Il s’agit de faire ses valises, de monter dans un train et de chercher un terrain de golf approprié dans l’Etat de Floride. » Sincère ou de mauvaise foi ? Saura-t-on jamais ? En 1924, lors d’une conférence de presse, il se lave les mains avec un jerrycan de plomb tétraéthyle. Pendant des années, General Motors utilisa tous les leviers à sa disposition pour empêcher que l’évidence – ces essences étaient toxiques – ne se transforme en interdiction.

    Pour ce qui est des CFC, si la fluorine était connue pour sa dangerosité, sa re-combinaison la stabilisait et il fallut des années pour s’apercevoir de ses effets sur l’ozone. Des historiens ont même tenté de contraster ces deux polluants, d’en faire des modèles des grandes menaces qui pèsent sur l’humanité au XXIᵉ siècle : la première provoque un mal connu que le lobbying tente de minimiser, le second génère une chaîne d’événements invisibles qui s’avèrent catastrophiques. Midgley lui-même n’aura jamais l’occasion de comprendre qu’il a déchaîné des forces prométhéennes. Atteint par la polio en 1940, il finit en chaise roulante. Sa furie d’inventions se poursuit : il imagine un système de poulies et de câbles pour se coucher dans son lit. C’est là qu’on le retrouvera mort, en 1944, étranglé dans les câbles. Accident ou suicide ? Quoi qu’il en soit, Thomas Midgley est mort tué par une de ses inventions.

    #Plomb #Essence #Pollution #CFC #Couche_ozone #Savants_fous

  • Un dossier fiscal classifié « secret-défense » : la folle demande visant à protéger Bernard Arnault, Fabrice Arfi, Yann Philippin, Antton Rouget et Ellen Salvi
    https://www.mediapart.fr/journal/france/111224/un-dossier-fiscal-classifie-secret-defense-la-folle-demande-visant-protege

    À l’été 2022, Bernard Arnault panique à l’idée qu’un député LFI arrive à la tête de la commission des finances de l’Assemblée nationale. Des représentants du patron de LVMH demandent alors à faire classifier son dossier fiscal personnel. L’administration a résisté à cette demande extraordinaire.

    La défiscalisation classé secret fiscal, en voilà une idée qu’elle est bonne.

    #ploutocratie

    • Traditionnellement dévolue à l’opposition, la présidence de la commission des finances dispose en effet, parmi ses prérogatives prévues par la Constitution, de la possibilité d’effectuer un contrôle sur pièces, à Bercy, des dossiers fiscaux des contribuables, afin de s’assurer de la bonne gestion des finances publiques.

      [...]

      À quelques jours du vote des membres de la commission des finances, l’ancien ministre du budget de Nicolas Sarkozy, Éric Woerth, avait par exemple alerté dans Le Figaro sur une présidence de gauche qui « s’intéresserait aux dossiers des uns et des autres, les individus et les ménages, comme les entreprises », faisant alors valoir sa préférence pour la désignation d’un candidat issu des rangs du Rassemblement national (#RN), pourtant arrivé en troisième position.

      « La crainte qu’on peut avoir, comme LFI fait de la politique en permanence et a un contenu idéologique extrêmement fort, c’est que ça peut être tentant d’organiser des fuites », avait renchéri l’ex-député Les Républicains (LR) Gilles Carrez, président de la commission des finances entre 2012 et 2017, en alertant sur le risque que soient « jet[és] en pâture les dossiers fiscaux de particuliers voire d’entreprises ». « C’est le début du totalitarisme », avait-il déclaré.

      Cette offensive avait également été relayée dans le premier quotidien économique de France, Les Échos, propriété de... #LVMH. « En pratique, il sera difficile de refuser [à la coalition de gauche] ce poste donnant accès aux informations, fiscales notamment, les plus sensibles de Bercy », regrettait ainsi l’éditorialiste Jean-Francis Pécresse, en appelant au « sursaut » et au « réveil ». Le journal insistait encore à la veille du vote : « Si la commission des finances entérine le choix d’Éric Coquerel comme président [...], elle tournera le dos à la tradition non écrite d’y nommer un modéré », écrivait-il, en rappelant que le dernier député de gauche ayant occupé le poste – un certain Jérôme Cahuzac, sous la présidence Sarkozy – remplissait cette « condition ».

      Ces cris d’orfraie sur la place publique se sont accompagnés, en coulisses, de grandes manœuvres pour tenter d’annihiler les pouvoirs d’une présidence de gauche, face à laquelle Bernard Arnault se montrait très fébrile auprès de plusieurs personnes de son entourage. « C’est très, très grave », avait-il déclaré à l’une d’entre elles, qui témoigne auprès de Mediapart sous la condition de l’anonymat, étant donné la sensibilité du sujet. Lors du dernier procès des barbouzeries de LVMH contre le journaliste François Ruffin, devenu depuis député LFI, le milliardaire a d’ailleurs redit la terreur que lui inspire « l’idéologie socialo-marxiste et trotskiste » du parti de gauche.

      Le luxe, domaine stratégique

      À l’été 2022, des représentants de Bernard Arnault ont donc demandé que son dossier individuel ne soit plus accessible en cas d’éventuel contrôle lancé par Éric Coquerel. Leur idée : obtenir la classification « secret-défense » de ces documents, que seuls des fonctionnaires habilités – ils sont une poignée à Bercy – ont le droit de consulter.

      Dans un premier temps réticent, le cabinet du ministre de l’économie et des finances, Bruno Le Maire, alors dirigé par le haut fonctionnaire Bertrand Dumont – actuel directeur général du Trésor –, a travaillé sur cette hypothèse, selon nos informations. Des échanges ont notamment eu lieu sur les justifications qui pourraient être apportées pour motiver une telle décision. Les conseillers du patron de LVMH ont argué du fait que l’industrie du #luxe représenterait un domaine stratégique pour la souveraineté économique de la France. « Ils savent se montrer inventifs », persifle un témoin des discussions.

      Interrogé par Mediapart, Bruno Le Maire a indiqué ne pas « avoir connaissance de ces éléments », sans plus de précisions. Son ancien directeur de cabinet, Bertrand Dumont, n’a pas donné suite. Également questionnés sur de possibles interventions de leur part dans ce dossier, ni l’Élysée ni Gabriel Attal, alors ministre délégué chargé des comptes publics, n’ont retourné nos sollicitations.
      De son côté, Bernard Arnault « dément formellement avoir engagé une quelconque démarche en ce sens ».

      Malgré ces échanges, la procédure a ensuite été bloquée au niveau de la Direction générale des finances publiques (#DGFIP), alors pilotée par Jérôme Fournel, l’actuel directeur de cabinet du premier ministre, Michel Barnier. Sollicitée par la voie hiérarchique, la DGFIP a en effet rappelé que les demandes de classification ne peuvent pas concerner des personnes physiques. Même pour Bernard Arnault.

      Informé par Mediapart, le président de la commission des finances de l’Assemblée, Éric Coquerel, réagit : « Cela montre que M. Arnault a peut-être quelque chose à cacher et cela renseigne sur la façon dont quelqu’un comme lui se pense au-dessus des lois. Les années changent mais pas les ultra-riches. En 1981, ils craignaient les chars sur les Champs-Élysées. Et là, il ne s’agissait que d’un président de la commission des finances. Cela renvoie sur la pression supposée que M. Arnault aurait mis sur Macron pour ne pas nommer le #NFP_ [Nouveau Front populaire – ndlr] _au gouvernement. »

      Pour quelles raisons le patron de LVMH – dont le groupe a été visé en 2019 par une enquête pour #fraude_fiscale en Belgique, avant que celle-ci ne soit interrompue en raison d’un problème de procédure – craignait-il autant une consultation de son dossier fiscal personnel ?

      Après s’être exilé aux États-Unis avec sa famille en 1981 dans la foulée de l’élection de François Mitterrand (il reviendra en 1984), Bernard Arnault avait menacé de partir en Belgique en 2012 à la suite du retour du Parti socialiste (PS) au pouvoir. Comme l’a récemment révélé Le Nouvel Obs, le plus riche des patrons français, qui dispose d’un accès privilégié à l’Élysée, où il sponsorise notamment Brigitte Macron pour son réseau d’écoles de la seconde chance, a utilisé tout son pouvoir et ses réseaux pour tenter d’éviter au pays un gouvernement de gauche.

      #fiscalité

  • Du plomb en quantité dans les écoles parisiennes, mais un suivi de la mairie défaillant
    https://www.mediapart.fr/journal/france/021224/du-plomb-en-quantite-dans-les-ecoles-parisiennes-mais-un-suivi-de-la-mairi

    Alors que Notre-Dame de Paris s’apprête à renaître de ses cendres, certaines des questions sanitaires soulevées par l’incendie restent d’actualité. Cinq ans après que Mediapart a révélé des taux de concentration au plomb dix fois supérieurs au seuil d’alerte dans des écoles proches de l’édifice, la mairie de Paris a certes pris en compte la problématique. Mais les réponses, très disparates, qu’elle apporte à des cas pourtant alarmants ne cessent d’interroger.

    Depuis 2021, des contrôles sont faits dans les crèches, les maternelles et les écoles élémentaires. L’analyse des prélèvements effectués dans 131 bâtiments a révélé qu’au regard des forts taux de pollution, de leur emplacement et de l’âge des enfants, des mesures de plombémie auraient dû être préconisées dans quarante établissements selon les recommandations du Haut Conseil de la santé publique (HCSP). 

    Or, pour douze d’entre eux, dont certains avaient des taux de plomb parfois plus de douze fois supérieurs au seuil d’alerte, la mairie de Paris a décidé de « ne pas recommander » de contrôle médical. Il se trouve que ces crèches et écoles se situent, pour la plupart, dans des quartiers plus populaires. Certaines sont classées en réseau d’éducation prioritaire (REP). 

    Questionnée sur cette différence de traitement, la mairie minimise les dangers encourus par les enfants. « Sans être en mesure de donner un chiffre avec certitude », elle admet néanmoins, auprès de Mediapart, qu’au moins « deux ou trois cas » de saturnisme ont été déclarés au cours des dépistages dans ces établissements et, sans en avoir des éléments de preuve, elle soutient qu’« en général, d’autres sources de pollution étaient présentes dans l’environnement de l’enfant ».

    « L’incendie de Notre-Dame a eu au moins un point positif, il a permis de faire prendre conscience aux politiques et à l’opinion publique que le saturnisme infantile est un enjeu de santé environnementale », explique à Mediapart le docteur Jérôme Langrand, directeur du centre antipoison et de toxicovigilance de Paris, qui avait été chargé des tests de plombémie des enfants habitant et scolarisés près de la cathédrale.

    « Certes, poursuit-il, les plus vulnérables sont les enfants qui habitent des logements insalubres, mais ce serait caricatural de réduire les dangers du plomb à ces situations. Même à faible dose, le plomb a des effets nocifs pour les enfants. Il faut prendre en compte tous les lieux où ils passent du temps, et les écoles sont une source d’exposition à ne pas négliger. »

    Depuis l’incendie de Notre-Dame, en avril 2019, les autorités, mises en cause pour avoir dissimulé la pollution au plomb qui en a découlé, sont sorties de leur déni. Saisi en mars 2020, par la direction générale de la santé (DGS), le HCSP a d’ailleurs recommandé de revoir à la baisse les seuils d’alerte de pollution au plomb. La mairie de Paris a dans la foulée lancé un plan d’action.

    Mais étonnamment, elle n’est pas en mesure de savoir précisément combien d’enfants atteints de saturnisme l’ont été à cause de leur exposition dans les établissements. « Compte tenu du cloisonnement, pour des raisons de secret médical, entre la démarche du “plan plomb” et les enquêtes environnementales réalisées à la demande de l’ARS [agence régionale de santé – ndlr], nous ne pouvons pas croiser les informations. Concrètement, nous ne pouvons pas croiser la liste des noms des enfants à qui les médecins de PMI/santé scolaire ont établi une ordonnance d’un côté [dans le cadre des contrôles de pollution dans les établissements scolaires – ndlr] et le nom des enfants pour lesquels une enquête environnementale a été réalisée à la demande de l’ARS, de l’autre. »

    En somme, aucun suivi médical n’est organisé pour mesurer l’impact, sur la santé des enfants, des pollutions au plomb retrouvées dans les crèches, les maternelles ou les écoles élémentaires. Ni la mairie de Paris ni l’ARS ne se donnent les moyens de le connaître ou ne le souhaitent. La mairie insiste : les cas de saturnisme « ne signifi[ent] pas que la source de leur plombémie élevée était la source identifiée dans l’école ou la crèche ». Le problème est qu’ils ne signifient pas non plus l’inverse.

    Pourtant, lorsqu’un cas de saturnisme est détecté, c’est-à-dire lorsqu’un enfant a un taux de plomb dans le sang supérieur à 50 microgrammes par litre (μg/l), une déclaration est faite auprès de l’ARS et une enquête environnementale est déclenchée pour déterminer les origines de l’intoxication. L’ARS confirme auprès de Mediapart « ne pas participer au suivi médical individuel des enfants » mais se trouve « informée si une plombémie supérieure à 50 µg/l est détectée chez un enfant ». Elle nous précise qu’« une dizaine de cas de saturnisme infantile sont déclarés chaque année à Paris », avant de nous renvoyer « vers la direction de la santé publique de la ville de Paris, en charge de ce dossier ».

    Actuellement, une enquête est en cours au sujet d’un enfant scolarisé dans une maternelle du XVIIe arrondissement, selon les précisions de la mairie. Le cas n’a rien d’anodin : l’intoxication au plomb peut provoquer des lésions neurologiques irréversibles et d’autres troubles de la santé (atteintes digestives, cardiovasculaires, cancéreuses, troubles de la reproduction). C’est pourquoi la vigilance est accrue pour les femmes enceintes et les enfants.

    Selon une directive de la direction générale de la santé, si des poussières sont retrouvées à l’intérieur d’un logement ou d’une classe « au-dessus du seuil de 70 μg/m2 (microgramme par mètre carré), il y a un risque d’intoxication au plomb pour les enfants exposés ». 

    Le pédiatre Rémi Laporte, spécialiste des risques liés aux contaminations au plomb et membre du HCSP, rappelle que « 50 μg/l [de sang – ndlr] représentent un seuil d’intervention, défini pour conduire des politiques de santé publique. Mais à 25 μg/l, on sait déjà qu’il faut agir car dès qu’il y a du plomb, même à très faible dose, il y a danger. Une plombémie de 12 μg/l est associée à la perte de 1 point de QI, et 6 à 7 points de QI peuvent être perdus pour une contamination comprise entre 1 et 100 μg/l », assure-t-il. 

    Or, sur les 131 établissements contrôlés par la mairie de Paris, 92 présentent des pollutions au plomb. Sous forme de poussières retrouvées sur le sol des salles de classes, dans des peintures écaillées de murs, de plinthes ou dans les cours de récréation.

    Une part importante de cette pollution est liée à l’ancienneté des bâtis construits avant 1949 et avant que la céruse de plomb ne soit interdite dans les peintures. Mais contrairement à l’amiante, aucune loi n’exige que des diagnostics soient faits sur la recherche du plomb dans les établissements scolaires (alors même qu’ils sont obligatoires pour les logements construits avant 1949). 

    Qu’a fait la mairie dans ces conditions ? À l’issue des diagnostics et dans les cas de pollution, elle a demandé au personnel chargé de l’entretien des écoles et des crèches de procéder au nettoyage. Une « formation » leur a été délivrée en ce sens. Les terres extérieures polluées ont été retirées ou rendues inaccessibles, et des travaux de peinture ont été planifiés, parfois un an plus tard. En attendant, du scotch a été mis sur les peintures écaillées, ainsi que nous avons pu le constater dans deux des établissements pollués. 

    Le problème est que le suivi médical n’a pas été systématiquement recommandé par la ville, alors même que, dans près de quarante établissements, les enfants et le personnel ont été exposés à de fortes concentrations de plomb. La mairie de Paris a précisé, auprès de Mediapart, que la décision de prescrire un test de plombémie aux enfants est prise pour les crèches, « par le médecin de PMI [protection maternelle et infantile – ndlr] » et, pour les écoles maternelles et élémentaires, « par le médecin de santé scolaire », dépendants, dans les deux cas, de la ville.

    Un dépistage est préconisé en fonction notamment « du niveau de concentration du plomb, de l’accessibilité de la source d’exposition aux enfants (poussières au sol ou cachées derrière un radiateur, jardinière ornementale accessible ou non, etc.), de l’âge des enfants, […] du temps passé dans la pièce concernée, activités menées, etc. ». 

    Mais alors pour quelles raisons, dans douze établissements dont les taux de pollution nécessitaient la recommandation d’une plombémie, la mairie s’en est-elle dispensée ? Pourquoi n’a-t-on pas procédé aux analyses sanguines qui semblaient nécessaires ?

    Dans une crèche du nord de Paris, dans le quartier de la Goutte-d’Or, sur le tapis de motricité de la salle dite « des explorateurs », dédiée aux enfants âgés de 10 à 18 mois, le taux s’élève à 165 μg/m2, deux fois plus élevé que le seuil d’alerte. Interrogée, la mairie justifie l’absence de suivi médical par le fait que le plomb était « uniquement sur le tapis de motricité » et qu’il « n’avait pas été utilisé récemment par les enfants […] en d’autres termes, à supposer que des enfants aient effectivement ingéré des poussières présentes sur ce tapis lors d’une activité passée, il n’y en aurait plus eu trace dans leur organisme à la date de sa découverte ».

    Pour les autres établissements sur lesquels nous avons questionné la mairie de Paris, elle ne nous a pas apporté d’explication, tout en assurant qu’elle nous « transmettr[ait] les éléments ultérieurement ». Dans le dortoir d’une école maternelle du XXe arrondissement, la pollution est de 338 μg/m2, bien au-dessus des 70 μg/m2. Mais là encore, aucun dépistage n’a été préconisé. 

    Dans une école maternelle de l’Est parisien, dans le XIe arrondissement, le taux de concentration au plomb atteint 293 μg/m2, plus de quatre fois supérieur au seuil d’alerte, et cela dans la salle de motricité, fréquentée quotidiennement par des enfants âgés de 3 à 6 ans. Dans le réfectoire, la pollution est de 166 μg/m2, trois fois le seuil d’alerte. 

    Interrogé, Laurent*, père d’un garçon scolarisé dans la maternelle, précise avoir « été informé comme les autres parents et en toute transparence par le directeur de l’ensemble des résultats ainsi que par un courrier de la mairie ». Dans cette lettre figure une série de taux de pollution, mais en conclusion , les services de la santé et de l’éducation de la ville écrivent que la mairie « ne recommande pas de dépistage ». Avis que Laurent regrette aujourd’hui d’avoir suivi. 

    C’est en lisant le contenu du rapport des prélèvements qu’Anne-Sophie, mère de trois enfants dont deux qui ont été scolarisés dans cette maternelle, s’inquiète : « La mairie ne nous avait pas envoyé le rapport ni le lien pour le consulter. On a eu une information très minimaliste et imprécise de la part de la mairie. Dans notre école, les travaux annoncés n’ont pas été réalisés comme prévu, et on ne sait pas quand ils seront effectivement exécutés. »

    Dans une classe de CM1 de l’école Reuilly, dans le XIIe arrondissement, le taux de pollution s’élève à 870 μg/m2, soit plus de douze fois le seuil d’alerte. Certes, les enfants de 9 ans se mettent moins les doigts dans la bouche, mais, ainsi que le rappelle la direction générale de la santé (DGS), auprès de Mediapart, au-dessus du seuil d’alerte de 70 μg/m2, « des plombémies sont recommandées visant plus spécifiquement les enfants de moins de 7 ans » et « selon l’évaluation du risque, il n’y a pas d’obstacle à procéder à un dépistage au-delà de cet âge ».

    Plus incompréhensible encore, pour des taux similaires relevés dans des établissements, les recommandations diffèrent. Exemple avec la rue Boileau, dans le très chic XVIe arrondissement de Paris, où un dépistage a été recommandé. À la différence d’une école classée en REP dans le XIe.

    Plusieurs directeurs d’école que nous avons interrogés s’inquiètent. Comme Alain*, qui a bien vu que des scotchs ont été mis sur les peintures de plomb dégradées. « Lorsque j’échange avec la mairie, on me fait comprendre que je devrais déjà m’estimer heureux que des diagnostics soient faits et que des travaux soient prévus. Ils vont l’être plus d’un an après qu’on aura eu les prélèvements », soupire-t-il. 

    Ce directeur regrette que la mairie de Paris axe davantage ses efforts financiers sur « ce qui est visible ». « Elle est très active pour refaire les cours de récréation qui n’en ont pas forcément besoin et faire des cours dites “oasis” avec plus de végétation. Mais refaire des peintures pour enlever le plomb, ce n’est pas cela la priorité. » 

    Or, parfois ce sont les nouvelles terres de ces nouvelles cours dites « oasis » qui se révèlent polluées. Ainsi, dans une école maternelle du XIVe, les responsables des prélèvements préconisent dans leur conclusion que soient rapidement changées les terres de la cour destinées au potager. « Les enfants ne doivent surtout pas consommer les plantes comestibles présentes », compte tenu de taux de concentration en plomb près de quatre fois supérieurs au seuil de gestion. Interrogée sur ces nouvelles terres contaminées, la mairie de Paris confirme cette pollution. 

    Pour Annie Thébaud-Mony, chercheuse honoraire à l’Institut national de la santé et de la recherche médicale (Inserm) et porte-parole de l’association Henri-Pézerat, qui a porté plainte à la suite de l’incendie pour mise en danger de la vie d’autrui, « le résultat est profondément préoccupant : alors que la majeure partie des écoles sont polluées, la mairie ne décide d’aucune mesure généralisée de repérage et de travaux, ni de suivi médical pour les enfants et le personnel intervenant dans les établissements », déplore la scientifique. 

    La ville de Paris avoue d’ailleurs manquer d’informations sur le suivi même des tests de plombémie : « On ne connaît pas avec certitude la proportion d’enfants qui ont réalisé la prise de sang. Car, comme pour tout examen médical, le secret médical et le consentement sont de rigueur : aucun examen ne peut être obligatoire. »

    Une inconnue de plus au regard de ce que les meilleurs experts considèrent comme une politique sanitaire à trous. Et décidément pas à la hauteur des enjeux.

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    Certaines personnes, dont des chefs d’établissement, ont souhaité que leur anonymat soit préservé. 
    Nous avons analysé les 131 diagnostics mis en ligne par la mairie de Paris. Suivant les instructions du Haut Conseil de la santé publique (HCSP), en fonction de l’ensemble des prélèvements réalisés par salle, de l’activité des enfants dans ces lieux et de leur âge, il ressort que douze établissements auraient dû bénéficier de recommandations médicales. Nous avons soumis certains cas à des médecins spécialistes du plomb. Dans les douze établissements, nous avons vérifié, dans le cas des crèches en particulier, qu’elles étaient ouvertes et accueillaient des enfants au moment des prélèvements. Nous avons par exemple exclu de cette liste l’une des crèches fortement polluée mais fermée depuis plusieurs mois lorsque les prélèvements ont eu lieu. 
    Nous avons eu des premiers éléments de réponse de la mairie de Paris le 25 novembre, et des compléments à nos questions le 30 novembre. La mairie doit encore, au moment de la publication, nous apporter des précisions sur plusieurs établissements pour lesquels des plombémies n’ont pas été recommandées. 
    L’Académie de Paris n’a pas répondu à nos questions. 

    #école #Paris #pollution #plomb

  • #Extrêmorama. « #Pop_fascisme » en France et aux États-Unis | Mediapart
    https://www.mediapart.fr/journal/politique/261124/extremorama-pop-fascisme-en-france-et-aux-etats-unis

    L’émission mensuelle « Extrêmorama », animée par David Dufresne sur sa chaîne Twitch « Au poste », débarque sur Mediapart. Ce mois-ci, l’émission décrypte l’intense combat mené par la fachosphère sur Internet et revient sur l’élection de Donald Trump. 
    #dav_duf
    #au_poste
    #marine_turchi
    #libé #plottu_&_macé
    #Mediapart

    David Dufresne, Nicolas Lebourg et La rédaction de Mediapart

  • Peter Turchin, anthropologue : « Aux Etats-Unis, le mécontentement des classes populaires s’accumule depuis trente ans »


    L’anthropologue Peter Turchin, à Chaplin (Connecticut), en 2023. OLGA TURCHIN/EDITIS

    Cela s’est accompagné, expliquez-vous, d’une « surproduction d’élites ». De quoi s’agit-il ?
    Le nombre d’individus aspirant à intégrer l’élite financière ou académique – et accumulant les diplômes pour y parvenir – a considérablement augmenté sur la période. Problème : en face, le nombre de postes de pouvoir auxquels ils peuvent prétendre n’a, lui, pas augmenté. Cela génère une grande frustration et des fractures au sommet de l’échelle sociale, avec l’émergence d’une contre-élite antisystème – celle qu’incarnent Donald Trump ou Elon Musk.

    Cette surproduction d’élites est une source de tensions politiques fréquemment observée avant les crises. La contre-élite joue un rôle-clé, car c’est elle qui est susceptible de cristalliser les mécontentements et d’organiser la révolte. Dans l’histoire, cela a notablement été le cas d’avocats en colère : Robespierre, Lénine, Castro…

    https://www.lemonde.fr/economie/article/2024/11/25/peter-turchin-anthropologue-aux-etats-unis-le-mecontentement-des-classes-pop

    https://justpaste.it/fxh8w

    #ploutocratie #É-U