• Straßen nach im Dienst getöteten Polizisten benannt: Unbekannte überkleben Straßenschilder mit Namen von Anschlagsopfern - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/strassen-nach-im-dienst-getoeteten-polizisten-benannt-unbekannte-ueberkleben-strassenschilder-mit-namen-von-anschlagsopfern-/26743274.html

    Da waren ein paar Anwohner nicht mit dem Heldengedenken für Polizisten einverstanden. Manche im Kiez kennen die Polizei nicht als „Freund und Helfer“ sondern als Feind und Unterdrücker. Die Heldensträßchen wurden ihnen genau vor die Nase gesetzt und erinnern sie jeden Tag daran, wo der Feind steht. Straßenschnipsel laden ein, auf die zu speien, die keine Gnade verdienten. Deeskalation sieht anders aus.

    Wäre es den Straßenumbenennern ausschließlich um eine angemessene Würdigung der im Dienst verstorbenen Beamten gegangen, hätten ihre Namen einen Platz auf einer Gedenktafel in einem Polizeigebäude gefunden. Hier wurde statt dessen einem Kiez der Krieg erklärt.

    22.12.2020 von Madlen Haarbach - Erst im Februar wurden zwei Straßen in Neukölln nach im Dienst getöteten Polizisten umbenannt. Nun haben Unbekannte die Namen überklebt – mit jenen der Anschlagsopfer aus Halle.

    Am Montagmittag überklebten Unbekannte Straßenschilder in Berlin-Neukölln, die die Namen von zwei im Bezirk im Dienst getöteten Polizisten tragen. 

    Sowohl die Schilder der Roland-Krüger-Straße als auch der Uwe-Lieschied-Straße wurden beidseitig mit einem neuen Namen überdeckt. Alarmierte Einsatzkräfte entfernten die Überklebungen.

    Die Schilder seien mit den Namen der beiden bei dem Anschlag in Halle getöteten Menschen verdeckt worden, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Auf zwei Schildern wurde außerdem eine Seite mit dem Schriftzug „say their names“ (Deutsch: Sagt ihre Namen) versehen.

    Bei dem Anschlag in Halle am 9. Oktober 2019 wurden Jana L. und Kevin S. getötet, nachdem ein Terrorist versucht hatte, in die Synagoge in Halle einzudringen und dort die Gläubigen umzubringen.

    Das Oberlandesgericht Naumburg verurteilte den rechtsextremen Attentäter am Montag zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung.

    Die überklebten Straßenschilder stehen vermutlich in Zusammenhang mit dem Prozess. Zu den genauen Hintergründen machte die Polizei zunächst keine Angaben.

    Die Straßen wurden erst im Februar nach den beiden Polizisten benannt, die 2003 und 2006 im Dienst getötet wurden. In der Vergangenheit waren ihre Gräber und auch Gedenktafeln wiederholt Ziel von Farbanschlägen und Vandalismus.

    Im April wurden die beiden Gräber verwüstet, Grabsteine umgeschmissen und mit Hakenkreuzen beschmiert.

    Lasst die Toten ruhen, heisst es. Das funktioniert nicht nicht mit Helden, auch nicht mit verbeamteten.

    OSM Roland-Krüger-Straße: https://www.openstreetmap.org/way/32133489

    OSM Uwe-Lieschied-Straße / Uwe-Liedschied-Straße: https://www.openstreetmap.org/way/32118083

    Roland-Krüger-Straße in Berlin - KAUPERTS
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Roland-Krueger-Strasse-Berlin

    Ehemaliger Bezirk Neukölln
    Vorheriger Name Kopfstraße (zwischen Morusstraße und Lessinghöhe)
    Name seit 27.02.2020
    Der Kommissar Roland Krüger stürmte 2003 an der Spitze eines Spezialeinsatzkommandos eine Wohnung in Neukölln, um einen gesuchten Täter festzunehmen. Der gesuchte Mann schoss mehrfach auf die Polizisten. Roland Krüger wurde am Kopf getroffen und starb wenige Tage später.

    Uwe-Liedschied-Straße in Berlin - KAUPERTS
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Uwe-Liedschied-Strasse-12053-Berlin

    Ehemaliger Bezirk Neukölln
    Vorheriger Name Morusstraße (zwischen Rollbergstraße und Werbellinstraße)
    Name seit 27.02.2020
    Uwe Lieschied wurde im März 2006 erschossen, als er auf Zivilstreife am Volkspark Hasenheide unterwegs war. Als er zwei Handtaschenräuber festnehmen wollte, schoss einer der beiden Männer um sich und traf die linke Schläfe des Polizisten. Er verstarb vier Tage später.

    Der Autor dieser Zeilen fühlt sich nicht so getroffen von den Polizeistraßenumbenennungen wie manche in Neukölln. Ihn stört die Zerstückelung über Jahrhunderte gewachsener städtischer Zusammenhänge, die sich als Straßennamen äußern und täglich in das Unterbewusstsein der Städter einbrennen.

    Die Morusstraße teilweise umzubenennen zerstört, was vom städtischen Kontext nach Krieg, brutaler Kiez-Modernisierung und scheibchenweiser Umnutzung der ehemaligen Schultheiss-Brauerei noch übrig ist. Eine alte Lessingstraße 1950 in Morusstraße umzubenennen wäre besser in Tiergarten erfolgt, wo bereits zuvor viele andere christliche Rebellen mit Straßennamen geeehrt wurden. Immerhin blieb die Neuköllner Lessing- und nunmehr Morusstraße ein Ganzes mit einheitlichem Namen. Das 2020 umbenannte Zipfelchen zwischen Rollber- und Werbellinstraße überschreibt den historischen Straßenverlauf und bedeutet einen weiteren Identitätsverlust für Berlin und seine Bewohner.

    Das gilt auch für die ebenso halbherzig teilweise umbenannte Kopfstraße.

    Im Zeitalter der Mini-Bildschirme von Navigationsgeräten ist dieser Umgang mit Straßen und ihren Namen zugleich Folge und Verstärker der grassierenden Unfähigkeit, Zusammenhänge wahrzunehmen. Sogar der patentgefaltete Falk-Plan vermittelte immer einen größeren Zusammenhang. Im Digitalzeitalter gibt es für Menschen nur noch winzige Kartenausschnitte, zusammengesetzt aus unendlich kleinen Punkten im Raum, symbolisiert und lokalisiert von ausschließlich durch EDV-Systeme verarbeitbare Koordinaten.

    Dank der Nachlässigkeit des Kaupert-Verlags erstreckt sich die Morusstraße zumindest in ihrem Datenbankeintrag weiter bis zur Rollbergstraße.

    Morusstraße 1-32 in Berlin - KAUPERTS
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Morusstrasse-12053-Berlin

    Straßenverlauf von Rollbergstraße bis Mittelweg
    Falk‑Stadtplan Planquadrat P 19
    Geschichte von Morusstraße
    Ehemaliger Bezirk Neukölln
    Alte Namen Lessingstraße (vor 1882-1950)
    Name seit 14.2.1950
    More (Morus, Moore), Thomas, * 7.2.1478? London, + 6.7.1535 London, englischer Politiker, Philosoph.

    Auch die Kopfstraße ist und bleibt wahrscheinlich unangetastet im nach und nach verlotternden Kaupert.

    Kopfstraße 14-65 in Berlin - KAUPERTS
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Kopfstrasse-12053-Berlin

    Straßenverlauf von Hermannstraße über Morusstraße rechts Nr 14-26, links 38-65
    Falk‑Stadtplan Planquadrat P 18-19
    Geschichte von Kopfstraße
    Ehemaliger Bezirk Neukölln
    Name seit vor 1877
    Sie soll nach den Kopfschmerzen, die die Suche nach einem Straßennamen verursacht haben, benannt sein.

    Wie schön, wenn es ein wenig menschelt. Das läßt auf Zusammenhänge hoffen.

    #Berlin #Neukölln #Straßenumbenennung #Roland-Krüger-Straße #Uwe-Lieschied-Straße #Uwe-Liedschied-Straße #Morusstraße #Kopfstraße #Lessingstraße #Polizei #Widerstand #Vandalismus #Revierkämpfe #Heldenverehrung #ACAB

  • Wie weit sind #Rechtsextremismus und Rassismus in der deutschen #Po...
    https://diasp.eu/p/12740228

    Wie weit sind #Rechtsextremismus und Rassismus in der deutschen #Polizei verbreitet? Wissenschaftliche Untersuchungen gibt es dazu bislang kaum. Ein an diesem Montag erscheinendes Buch geht dieser Frage nach – und zeigt strukturelle Probleme in den Behörden auf. https://www.rnd.de/politik/probleme-mit-struktur-rechtsextremismus-in-der-polizei-I5WZOCJ6IJG33D7GCBIFK6NGM

  • Pankows berüchtigtste, illegale Rennstrecke
    https://leute.tagesspiegel.de

    Aus dem Tagesspiegel Newsletter - hier wird’s gefährlich

    Openstreetmap: 13125 Am Luchgraben, maxspeed: 50, smoothness: excellent, surface: asphalt
    https://www.openstreetmap.org/way/279127599

    Im Kaupert
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Am-Luchgraben-13129-Berlin

    Stadtrandsiedlung Malchow, Name seit: 1.3.2002

    Der Straße durch die Parklandschaft Neue Wiesen überquert Fließgraben und Laake. Der Straße überquert in ihrem Verlauf durch die Parklandschaft Neue Wiesen Fließgraben und Laake, was ihr zu ihrem Namen verhalf.

    ...

    Pankows berüchtigtste, illegale Rennstrecke hat einen idyllischen Namen: Am Luchgraben. Die Straße liegt ja auch idyllisch: Ganz im Norden des Bezirks an der Stadtgrenze, eingebettet zwischen Feldern. Die Sackgasse endet an einem kleinen Teich im „Stadtrandpark Neue Wiesen“ in Karow. Doch tatsächlich wird’s hier gefährlich. Nach Angaben der Polizei ist der Luchgraben ein Hotspot für die Raserszene. Wie berichtet fanden demnach nach Polizeiangaben drei illegale Rennen seit Oktober 2017 statt, das wäre nach der A 114 und der Prenzlauer Promenade (je 4) Rang drei in Pankow.

    Drei Rennen? Anwohner und Beobachter können darüber nur verwundert die Köpfe schütteln. Sie berichten anonym, dass in den vergangenen Jahren tatsächlich hunderte illegale Profilierungsfahrten und Rennen dort stattgefunden hätten und auch weiter stattfinden. „Die Dunkelziffer dürfte dort im gleichen Zeitraum im vierstelligen Bereich liegen, da die Szene sich seit Jahren dort fast täglich traf“, berichtet eine Anwohnerin.

    Anderen Beobachtern zufolge kommt es vor allem an den Wochenenden bei halbwegs akzeptablem Wetter regelmäßig zu größeren Treffen der Motorradszene. Es gebe teilweise einen regelrechten „Massenandrang“ von bis zu 15 Motorrädern in den Nachmittags- und Abendstunden. Die würden teilweise sogar klassische „Rennen“ mit Massenstart fahren.

    Häufiger seien jedoch „Profilierungsfahrten“ einzelner Raser mit hohem Tempo und sogenannte Wheelies, bei denen das Vorderrad vom Boden abhebt (siehe Foto), die von den anderen gefilmt würden. Auch Profilierungsfahrten und Rennen von Autos fänden auf der hügeligen Strecke regelmäßig statt. Seit 2019 habe das Renngeschehen etwas abgenommen, doch seit diesem September werde wieder öfter gerast, berichten Beobachter.

    Und wie schätzt die Berliner Polizei die Raserei am Luchgraben ein? Sie teilt mit, dass erst im Oktober zwei weitere „Fahrzeugführende“ bei einem weiteren illegalen Autorennen erwischt wurden. Generell könne man die hohe Dunkelziffer jedoch nicht bestätigen. In der Vergangenheit habe es zwar wiederholt Beschwerden von Anwohnenden gegeben, „in denen hauptsächlich das ordnungswidrige Verhalten von Motorradfahrenden im Fokus stand“. Allerdings könne die Polizei weder „regelmäßige Treffen von Kradfahrenden oder anderen Personenkreisen“ bestätigen noch sei eine echte „Motorrad-Szene“ dort registriert worden. Die Polizei verweist dabei darauf, dass der Abschnitt 14 die Straße regelmäßig per Streifenwagen kontrolliert.

    Laut Einschätzung von Beobachtern ist genau das das Problem. Die Polizeiautos seien aus der Ferne so gut zu sehen und würden teilweise sogar mit Blaulicht fahren, dass die vorgewarnten Moto-Racer in der Regel über die Felder nach Blankenburg, Karow oder Buch flüchten würden. Anwohner berichten zudem, die Raser würden dabei teils rücksichtslos über Bürgersteige, Radwege und nicht einsehbare Kurven brettern.

    Die Polizei räumt das ein, gibt sich aber machtlos im Karower Hase-und-Igel-Spiel: „Es gab weitere Beschwerden über Motorradfahrende, welche die angrenzenden Feld- und Grünflächen ordnungswidrig befuhren. Jedoch sind Kennzeichen zu den Krädern selten bekannt geworden.“

    #Pankow #Am_Luchgraben #Verkehr #Polizei

  • Raser in Tempelhof-Schöneberg geblitzt: Mit Tempo 118 über die Busspur
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/raser-in-tempelhof-schoeneberg-geblitzt-mit-tempo-118-ueber-die-busspur/25590110.html


    Polizeihumor. Treuepunkte für alle !

    Es sei „nicht für alle ein Segen“ gewesen, dass die Busspur nicht zugeparkt war, schrieben die Beamten per Twitter in launigem Ton. Der Raser bekomme nun ein „Erinnerungsfoto“ des Verkehrsdienstes zu Kosten von rund 960 Euro. Der Fahrer erhalte „zusätzlich zwei Treuepunkte in Flensburg“ und könne für drei Monate „den ökologischen Fußabdruck“ verbessern, twitterte die Polizei.

    #Berlin #Tempelhof #Tempelhofer_Damm #Verkehr #Polizei

  • Düsseldorf kontrolliert neben Taxis auch Uber-Fahrzeuge
    https://www.taxi-times.com/duesseldorf-kontrolliert-neben-taxis-auch-uber-fahrzeuge

    27. Januar 2020 von Hayrettin Şimşek - Die Kontrollbehörden in #Düsseldorf haben im Zuge einer großangelegten Kontrolle von Freitag um 23 Uhr bis Samstagmorgen um etwa 3 Uhr gezielt Taxi- und Uber-Fahrer überprüft.

    Ziel der Kontrollen, wie sie ähnlich bereits im August stattgefunden hatten und die es laut einem Sprecher des Hauptzollamtes „hin und wieder“ gebe, sei es gewesen, Gesetzesverstöße von Mitarbeitern von Personenbeförderungsunternehmen festzustellen. Bei solchen Prüfungen geht es für gewöhnlich um Sachverhalte wie Scheinselbstständigkeit und nicht angemeldete Fahrer. Außerdem wurden diesmal speziell Uber-Fahrer kontrolliert, die trotz des Urteils vom Landgericht Frankfurt am Main taxiähnliche Dienste weiter anbieten.

    Die aufgenommenen Daten der 60 überprüften Personen werden derzeit ausgewertet, was bis zum Abschluss der Auswertung noch dauern kann. Acht Fahrer sollen trotz des Bezugs von Sozialleistungen tätig gewesen sein, 24 hätten unter Mindestlohn gearbeitet. In diversen Facebook-Gruppen begrüßten die Taxikolleginnen und -kollegen die Kontrollen in Düsseldorf von Zoll, Polizei und Straßenverkehrsamt. Sie hoffen, dass auch in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart unter anderem gegen die massiven und systematischen Verstöße gegen die Rückkehrpflicht vorgegangen wird.

    #Polizei #Taxi #Uber #Kontrollen

  • Es geht um Sozialbetrug: Staatsanwalt ermittelt gegen Taxi-Unternehmen - Hannover - Bild.de
    https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/es-geht-um-sozialbetrug-steuerhinterziehung-fahrzeug-manipulation-staatsanwalt-


    Den Fahrern zahlt man nicht einmal den Mindestlohn und stapelt dafür lieber die Scheine zu Hause. So lieben wir unsere Taxiunternehmer. Das ist nicht schlimmer als die Steuervermeidung und Job-Zuhälterei von Uber, nur unmittelbarer. Uber macht dich mit seinen Anwälten fertig, bei der Taxi-Mafia fließt Blut. Hauptsache der Profit stimmt.

    In der Privatwohnung eines Unternehmers entdeckten die Beamten 150 000 Euro in bar, beschlagnahmten das mutmaßliche Schwarzgeld.

    #Taxi #Hannover #Polizei #Schwarzarbeit

  • KOLLEKTIV TURMSTRASSE - Sorry I Am Late (Official Video)
    https://www.youtube.com/watch?v=wwZbonjAlPc

    Kollektiv Turmstrasse – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kollektiv_Turmstrasse

    Kollektiv Turmstrasse ist ein Musiker-Duo bestehend aus den Musikproduzenten Nico Plagemann und Christian Hilscher, die in Wismar an der Ostsee aufgewachsen sind und nun in Hamburg wohnen. Ihr Sound lässt sich in den Bereich des melodischen Minimal #Techno einordnen.

    Kollektiv Turmstrasse | Free Listening on SoundCloud
    https://soundcloud.com/kollektivturmstrasse

    There are few artists operating in the house/techno milieu who offer much beyond functionality in their music. Those who bring more than this to the table always stand out from the crowd. Hamburg/Berlin duo Kollektiv Turmstrasse (Christian Hilscher and Nico Plagemann) are one of those rare acts whose music caters for both body and soul.

    #Hamburg #Berlin #Kottbusser_Tor #Kreuzberg #Polizei #Musik #Hip_Hop

  • Hinter den Kulissen des Berliner Großbordells: Die Akte Artemis - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/hinter-den-kulissen-des-berliner-grossbordells-die-akte-artemis/23671460.html
    Bei dem großem Auftritt von Staatsanwaltschaft, Polizei und Zoll kam nichts zutage, was große Maßnahmen gegen das Großbordell rechtfertigen würde. An der Halenseestraße wird weiter hart gearbeitet, schlimmer als im Taxigewerbe geht es dort aber nicht zu, eher werden Regeln eingehalten. Es sieht so aus, als ob die Anti-Prostitutions-Fraktion in Politik und Behörden eine Denunziation zum Anlaß genommen hat, ohne richtige Ermittlungen zuzuschlagen, um nach Monaten das verfahren einstellen zu müssen.

    24.11.2018 - Sebastian Leber

    Zuhälterei? Menschenhandel? Eine Razzia und ein gescheitertes Verfahren ermöglichen tiefe Einblicke in eine Branche unter Verdacht.

    Er sagt, sie hätten geahnt, dass irgendetwas nicht stimmt. Sie fragten sich: „Warum gibt es seit Monaten keine Kontrollen mehr?“ Wo bleiben die Beamten vom Landeskriminalamt, vom Zoll und vom Finanzamt, die doch regelmäßig vorbeikamen, jetzt aber schon ein ganzes Jahr nicht mehr? Er rief beim LKA an und fragte, ob es ein Problem gebe. Nein, nein, habe der Mann geantwortet, alles in bester Ordnung. Es gebe bloß interne Umstrukturierungen, da habe man gerade keine Zeit für Besuche.

    Als sie dann das nächste Mal kamen, waren es gleich mehrere hundert. Am 13. April 2016 stürmten Polizisten abends über den Parkplatz Richtung Eingang, einer hatte einen Rammbock dabei, um die Tür aufzubrechen. War aber nicht nötig, denn sie stand offen. Ein Freier, der gerade selbst erst eingetroffen war, stellte sich freundlicherweise neben den Eingang und hielt die Glastür auf, sodass die Einsätzkräfte im Gänsemarsch durch konnten.

    530 Ermittler durchsuchten an diesem Mittwoch das Artemis, weitere 400 diverse Wohnungen in der Stadt, es sollte ein spektakulärer Schlag gegen das organisierte Verbrechen werden. Ein Schlag gegen einen brutalen Betrieb, der Frauen systematisch ausbeutet und zur Prostitution zwingt. Und in dem Frauen, so formulierte es ein Staatsanwalt, wie „Sklaven auf Baumwollfeldern“ behandelt würden.
    In Berlin gilt das Artemis als Ausnahme

    Zweieinhalb Jahre später steht Hakki Simsek auf der breiten Wendeltreppe, die runter zur Dampfsauna und zum Schwimmbad führt, und sagt: „Wir rätseln bis heute, warum sie uns das alles angetan haben.“ Simsek, 56, angegrautes Haar, gemütliche Strickjacke, die Lesebrille in den Kragen gesteckt, sieht eher nach Gesamtschullehrer aus als nach Bordellbetreiber. Er sagt: „Die vergangenen Jahre haben mein Vertrauen in den Rechtsstaat schwer beschädigt.“ Er spricht mit breitem fränkischen Akzent, Simsek ist in Bamberg aufgewachsen.

    Die Razzia und die spätere Anklage haben den Blick der Öffentlichkeit auf eine Branche gelenkt, die seit jeher umkämpft ist und unter Verdacht steht. In Berlin gilt das Großbordell Artemis als Ausnahme – mit 100.000 Gästen pro Jahr und zweistelligen Millionenumsätzen. Der Großteil der Prostitution in Berlin findet aber in den geschätzt 600 sogenannten Wohnungsbordellen oder auf den Straßenstrichen an der Oranienburger Straße sowie der Kurfürstenstraße statt, beide werden von rivalisierenden Zuhältergruppen dominiert. Stadtweit sollen mehr als 8000 Prostituierte arbeiten, erst ein Viertel davon hat sich gemäß dem Prostituiertenschutzgesetz als Sexarbeiterinnen registrieren lassen. Immer wieder gehen Ermittler Fällen von Zwangsprostitution nach: Rocker und Clans lassen Frauen für sich anschaffen, ihre Namen werden den Frauen auf die Haut tätowiert, davor die Wörter „Property of“, zu Deutsch: „Eigentum von“. Trotzdem gelingt es der Justiz selten, Banden zu verurteilen, die Opfer schweigen aus Angst, oft werden sie mit Filmaufnahmen erpresst. Umso sensationeller wäre der Schlag gegen das Artemis gewesen. Wäre er denn erfolgreich gewesen.

    Die blauen Wände neben der Wendeltreppe sind mit opulenten Jugendstilverzierungen bemalt. Ältere Männer laufen in Bademänteln und Gummischlappen herum, die Frauen sind nackt und heißen Alison, Lilly, Cindy oder Cora, jedenfalls während der Arbeit. Simsek schwenkt mit dem Zeigefinger umher: „Da ist überall Nichtraucherbereich.“ Beim Rundgang merkt man ihm an, dass er stolz ist auf seinen Laden, der seine Idee war und der einst, also vor der Razzia, nicht nur als Berlins größtes Bordell, sondern auch als Positivbeispiel galt, falls es so etwas in dieser Branche gibt. In vielen Ecken stehen Statuen nackter griechischer Göttinnen herum, vielleicht sind es auch bloß Statuen gewöhnlicher Nackter, man weiß es nicht. Simsek deutet auf den kleinen Kasten an der Wand neben dem Pool. Das Display zeigt abwechselnd Wassertemperatur, PH-Wert und Chlorgehalt an. Am Eingang der Sauna ein Schild: „Kein Schweiß auf Holz“.

    Sex soll nur oben auf den Zimmern stattfinden, die heißen offiziell Verrichtungszimmer. Hakki Simsek erklärt, jedes sei ein bisschen anders eingerichtet. Sie tragen Namen wie „Akropolis“, „Maharadja“, „Fata Morgana“, „Palast“. Hier ist der Spiegel größer, da die Beleuchtung dunkler, dort sind die Plüschkissen zebragestreift. In jedem liegt zur Begrüßung eine Rolle Zewa auf dem Bett.
    70 Polizisten holten ihn ab, beim Abendessen

    Am Tag nach der Razzia lud die Staatsanwaltschaft zur Pressekonferenz, um ihren vermeintlichen Erfolg zu verkünden. Die Rede war von „Menschenhandel“ und „Zuhälterei“, im Artemis seien Frauen in „Abhängigkeit gehalten und ausgebeutet“ worden. Ein Ankläger sagte, der Erfolg der Ermittler erinnere an das Vorgehen gegen Al Capone. Hakki Simsek und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Kenan, der ebenfalls Betreiber ist, saßen zu diesem Zeitpunkt schon in Haft. Am Abend der Razzia hatten 70 Polizisten Hakki Simsek in seiner Wohnung abgeholt, er war gerade beim Abendessen, Schnitzel mit Kartoffelbrei. Ein Ermittler fragte: Warum hat Ihr Kind denn so viele Spielzeuge? Simsek antwortete: „Soll ich mich jetzt wirklich für das Spielzeug meines zweieinhalbjährigen Sohnes rechtfertigen?“

    Er sagt, die U-Haft habe ihn fertig gemacht. „Nur einmal die Woche duschen, das ist doch Irrsinn.“ Sein Bruder und er kamen erst nach vier Monaten frei, als das Kammergericht die Arbeit der Ermittler rügte und einen dringenden Tatverdacht verneinte. Die Staatsanwaltschaft arbeitete weiter an ihrer Anklage. Hakki Simsek sagt: „Da war unser Ruf bereits ruiniert. Freunde und Geschäftspartner hatten sich abgewendet, Banken hatten uns die Konten gekündigt, die Zahl der Kunden war eingebrochen.“

    Ihr Büro liegt im ersten Stock. Durch die eine Fensterfront sehen sie raus auf den Parkplatz, direkt dahinter die Stadtautobahn, durch die andere nach Nordwesten rüber zum ICC. Die Messen sind eine entscheidende Einnahmequelle, sagt Simsek, nur mit Berlinern würde sich der Betrieb nicht rentieren. Am meisten sei jeden Februar los, da ist immer „Fruit Logistica“, die internationale Obst- und Gemüsemesse. Wohlhabende Großhändler kommen dann ins Artemis. An der Bürowand neben dem Fotokopierer haben die Simseks Zeitungsartikel eingerahmt, die im Laufe der Jahre über sie erschienen sind. Sie tragen Überschriften wie „Die ersten Damen ziehen ins neue Sex-Sterne-Hotel“ oder „Sex ist auch nur eine Arbeit“.

    Das Geschäftsmodell der Simseks ist in Berlin einzigartig und funktioniert folgendermaßen: Sowohl die Freier als auch die Prostituierten zahlen 80 Euro Eintritt, können dafür alle Räume nutzen und sich am Büfett bedienen, Frühstück von 11 bis 15 Uhr, Warmes ab 18 Uhr. Die Freier bezahlen die Prostituierten für den Sex direkt, die Betreiber kriegen davon nichts ab. Die Staatsanwaltschaft sagt, das Geld floss trotzdem reichlich: Allein Hakki Simsek habe innerhalb von zehn Jahren fast zwei Millionen Euro Geschäftsführergehalt ausgezahlt bekommen, dazu 5,8 Millionen Euro Gewinn als Gesellschafter aus der Artemis GmbH.
    Gute Arbeitsbedingungen - und bloß keinen Behördenärger

    „Wir haben von Anfang an mit allen Behörden kooperiert“, sagt Hakki Simsek. Die Beamten konnten sich im Haus frei bewegen, jede Prostituierte befragen – und zwar alleine, die Betreiber waren nie anwesend. „Nach jeder Kontrolle haben wir von uns aus die Prüfer gefragt, ob wir irgendwas verändern sollten.“ Ob etwas rechtlich nicht in Ordnung sei. „Nein“, hätten die jeweils geantwortet, „behalten Sie Ihre Standards genau so bei.“

    Man muss sich die Simseks nicht als Philanthropen vorstellen. „Wir sind Unternehmer.“ Sie wollen, dass ihr Geschäft reibungslos läuft. Gute Arbeitsbedingungen für die Prostituierten, damit die besten in ihrem Haus arbeiten wollen, und bloß keinen Behördenärger. Ihre Strategie erklärt Simsek so: „Um auf der sicheren Seite zu sein, haben wir immer versucht, die gesetzlichen Anforderungen im Zweifel überzuerfüllen.“

    Ihr Vater stammt aus einem Dorf in der Türkei, kam in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Bayern, war bei einer Textilfirma angestellt. Kenan begann eine Ausbildung zum Kaufmann, Hakki in Hotel- und Gastronomie. Später eröffneten sie mehrere Spielhallen in Süddeutschland, das brachte viel Geld ein. Dass sie zur Prostitution kamen, verdanken sie Rot-Grün. Um die soziale Situation von Prostituierten zu verbessern, beschloss die Schröder-Regierung 2001 das sogenannte „Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten“ – kurz „ProstG“. Seitdem ist Prostitution nicht mehr sittenwidrig. Außerdem war ab sofort die „Schaffung eines angemessenen Arbeitsumfeldes“ nicht mehr strafbar, sofern keine Ausbeutung von Prostituierten stattfindet.
    Die Alternative: ein Hotel aufmachen

    Als Hakki Simsek davon erfuhr, dachte er: Da will ich mitmischen, aber richtig groß. Sein Bruder und er reisten wochenlang durch Deutschland und besuchten unterschiedliche Bordelle. „Wir haben uns überall bedient und die besten Ideen gemerkt“, sagt Hakki Simsek. Kenan hat mehrfach Prostituierte gebucht, bezahlt, aber dann nur interviewt. Um zu verstehen, auf was es ankommt. Am Ende so eines Gesprächs hat die Prostituierte gefragt: „Also wenn du jetzt wirklich kein Zivilbulle bist: Warum willst du das alles wissen?“ Meist reisten sie in Begleitung eines Architekten und eines Künstlers, der für die Innengestaltung verantwortlich sein würde. Beim Bau achtete er darauf, dass sich das Haus auch anders nutzen ließe. „Wäre das Bordell nicht gelaufen, hätte ich stattdessen ein Hotel aufgemacht.“

    Sie haben dann bundesweit Annoncen in der „Bild“ und immer wieder in der Frauenzeitschrift „Heim und Welt“ aufgegeben: Prostituierte für neues Etablissement in Berlin gesucht. Das habe sich als effektiv erwiesen. Zwei Tage vor Eröffnung hätten sie alle interessierten Prostituierten zu einer Versammlung geladen und diese dann abstimmen lassen, welche Konditionen sie wollten. Damals einigten sich die Frauen untereinander auf einen Einheitspreis: 30 Minuten inklusive Oral- und Geschlechtsverkehr kosten 60 Euro. Extras variieren. Auf dem Straßenstrich am Kurfürstenkiez verdienen die Frauen etwa die Hälfte.

    Die Versammlungen finden seitdem in unregelmäßigen Abständen statt, immer in Anwesenheit eines Anwalts, der Protokoll führt. In seinem Büro kramt Simsek die Aufzeichnung der ersten Sitzung nach seiner Entlassung aus der U-Haft hervor. Die Frauen votierten einstimmig dafür, alle bisherigen Regeln beizubehalten, auch das Preissystem. Im Protokoll ist zudem nachzulesen, dass die Mehrheit das Hausverbot für die Kollegin mit dem Künstlernamen Arminia aufrechterhalten möchte. Arminia hatte Preisdumping betrieben.

    Den Gang entlang links neben dem Eingang liegt die Umkleide. Ein riesiger Raum mit mehreren Reihen verspiegelter Schminktische davor, es sieht aus wie die Maske im Theater. Auf den Ablagen stapeln sich strassverzierte High Heels und Parfumflakons. Die Frauen hier sind Deutsche oder aus dem ehemaligen Ostblock, es gibt auch Spanierinnen und Kubanerinnen. Alle sprechen Deutsch, das ist Bedingung, um im Artemis zu arbeiten. Die Frauen geben offen Auskunft über die Hausregeln und das Preissystem. Nova, 33, lange blonde Haare, sagt: „Für uns Frauen war die ganze Zeit klar, dass die Vorwürfe realitätsfern sind. Wer diesen Laden halbwegs kennt, und das taten ja nun viele staatliche Stellen, musste das ebenfalls wissen.“ Nova arbeitet mit Unterbrechungen seit neun Jahren hier. Damals bei der Razzia hatte sie gerade eine längere Pause eingelegt. Sie sagt, die Frauen würden sich wohlfühlen, vor allem auch sicher. „In jedem Verrichtungszimmer gibt es einen Notruf-Knopf. Wenn wir den drücken, ist sofort Security da.“ Der Unterschied zu Wohnungsbordellen oder gar zur Straße sei so groß, dass es oft eine Warteliste mit Interessentinnen gebe. Die Betreiber achten auf das Verhältnis zwischen Freiern und Prostituierten. Denn die Frauen haben ein unternehmerisches Risiko: Holen sie den gezahlten Eintrittspreis plus die pauschale Steuerabgabe in Höhe von 30 Euro pro Arbeitstag nicht wieder rein, machen sie Verlust.
    Bitte nicht vom Beckenrand springen!

    Die Geschäftsanbahnung findet meist im Erdgeschoss statt. Wenn die Männer geduscht und ihre Wertsachen im Spint weggeschlossen haben, betreten sie eine große Lounge mit Bar in der Mitte. Die Couches haben helle Lederbezüge, an den Wänden Gemälde, der Raum ist leicht abgedunkelt. Simsek sagt: „Auch alles Nichtraucherbereich.“ Er führt durch den Essensraum mit dem Frühstücksbüfett rüber zur Außenanlage. Ein weiterer Pool mit Hinweisschild: Bitte nicht vom Beckenrand springen! Nebenan eine kleine Gasse, die an einer Reihe von Hütten mit orientalisch anmutenden Fassaden vorbeiführt, das sind weitere Verrichtungszimmer. Dieses Minidorf hat Hakki Simsek „Marrakesch“ getauft. Er war nie dort, aber so stellt er es sich vor.

    In den ersten Monaten haben die Simseks keinen Alkohol ausgeschenkt. Sie hofften, so könnten sie sich Stress mit pöbelnden Kunden ersparen, einen reibungslosen Ablauf ihrer Geschäfte garantieren. „Dieser Ansatz hat überhaupt nicht funktioniert“, sagt Hakki Simsek. Die Freier hätten ihre Schnapsfläschchen im Bademantel ins Gebäude geschmuggelt und heimlich zugelangt: „Die brauchten das, um sich Mut anzutrinken.“

    Von jeder Frau, die im Artemis arbeiten wollte, wurde der Pass eingescannt und ans LKA geschickt. Außerdem unterzeichnete jede Prostituierte eine 13-teilige Erklärung. Darin wird ihr etwa mitgeteilt, dass ungeschützter Geschlechtsverkehr zu lebenslangem Hausverbot führt. Auch Drogenkonsum ist verboten. Diese Liste hat Simsek dem LKA ebenfalls vorgelegt mit der Bitte um Änderungsvorschläge. Der Beamte fand die Liste gut.

    Zunächst lief das Geschäft mies. Oft kamen über den ganzen Tag verteilt nur 30 Freier. Simsek rechnete, wie lange er durchhalten könnte, ihm kam wieder sein Notfallplan Hotelbetrieb in den Sinn. Doch dann begann 2006 die Fußball-WM in Deutschland und brachte haufenweise neue Gäste. Die beiden Sexkinos im Haus wurden zur Public-Viewing-Zone umfunktioniert. Ab da wurde es voll.

    Hakki Simsek sagt, sie haben immer versucht, sich klar vom Rotlicht-Milieu abzugrenzen. „Natürlich gab es Versuche, sich an uns zu bereichern, ja sich uns einzuverleiben.“ Verschiedene Berliner Clans und auch Rockergruppen hätten versucht, einen Fuß ins Artemis zu bekommen. Es gab Schlägereien auf dem Parkplatz, Drohungen. Simsek sagt, die Polizei hätte sie damals nicht ausreichend geschützt, sie hätten trotzdem an ihrer Linie festgehalten und sich geweigert, Schutzgeld zu zahlen, an wen auch immer. „Es ist nämlich so: Wenn du einmal Schutzgeld zahlst, wirst du es immer tun.“ Die Simseks haben Securitys. Und eine Menge Überwachungskameras, drinnen auf den Fluren sowie draußen. In einem Raum im Erdgeschoss sitzt ein Mitarbeiter ständig vor dutzenden Bildschirmen.
    Das Hauptverfahren wird gar nicht erst eröffnet

    Im Februar 2018, fast zwei Jahre nach der Razzia, reichte die Staatsanwaltschaft schließlich die Anklageschrift ein. Von den ursprünglichen Vorwürfen Menschenhandel und Zuhälterei war nichts mehr zu lesen. Stattdessen konzentrierte sie sich auf den Vorwurf, die Prostituierten seien jahrelang scheinselbstständig gewesen, dem Staat seien dadurch Millionensummen an Steuereinnahmen entgangen. Außerdem hätten die Simseks die Behörden getäuscht und ihr Regelwerk verheimlicht, damit die Scheinselbstständigkeit nicht auffliegt. Beobachter vermuteten schon damals, die Anklage sei ein Versuch, wenigstens irgendeine Verurteilung zu erreichen, um nach der Riesenrazzia am Ende nicht völlig blamiert dazustehen.

    Genau dies ist nun, neun weitere Monate später, umso mehr eingetreten: Am Freitag voriger Woche beschloss das Berliner Landgericht, die Anklage abzulehnen. Das Hauptverfahren wird erst gar nicht eröffnet, zu unplausibel erscheinen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, zu ungenau und missverständlich sind ihre Ausführungen zum Sachverhalt. Es kommt sehr selten vor, dass eine Anklageschrift vom Gericht als derart schwach eingestuft wird, dass es nicht mal den Prozess eröffnet.
    Gab es Druck aus der Politik?

    Was also ist schiefgelaufen? Hatten die Ermittler falsche Informationen? Versprach sich einer den schnellen Karrieresprung durch einen Coup dieser Größenordnung? Gab es Druck aus der Politik? Wollte sich jemand mit einem Schlag gegen die vermeintliche organisierte Kriminalität profilieren – so kurz vor dem Berliner Wahlkampf?

    Die Staatsanwaltschaft will sich nicht äußern. Auch nicht sagen, ob sie innerhalb von zehn Arbeitstagen Beschwerde gegen den Beschluss einlegen wird, dann käme der Fall erneut vor das Kammergericht. Das hatte den Anklägern schon im Sommer 2016 schlechte Arbeit bescheinigt, als es die Simseks aus der U-Haft entließ.

    Zurück im Foyer.

    „Herr Simsek, wären Sie auch so behandelt worden, wenn Sie Klaus oder Jürgen heißen würden und nicht Hakki?“

    Simsek windet sich, dann formuliert er es diplomatisch. „Ich glaube, dass die große Mehrheit der Bevölkerung in dieser Frage keinen Unterschied zwischen Menschen macht. Aber eventuell gab es Ermittler, die nicht zu dieser Mehrheit gehören.“

    In seinen ersten Tagen in Haft seien ihm alle wichtigen Dokumente auf Türkisch vorgelegt worden. „Was soll das?“, habe er gefragt, er könne doch kaum Türkisch lesen. „Wir sind hier aufgewachsen und deutsche Staatsbürger, wir sind durch und durch Deutsche.“ In der Öffentlichkeit seien sie stets als Türken oder Deutsch-Türken oder Kurden hingestellt worden. „Das passte natürlich besser ins Bild.“ Lasse sich leichter irgendwie mit Clankriminalität in Verbindung bringen.

    Eine ungewöhnliche Unterstützerin haben die Simseks in der Berliner Frauenrechtlerin und Anwältin Seyran Ates gefunden. Sie kennt das Artemis gut. Für ein Buch über Prostitution hat sie mehrfach vor Ort recherchiert, mit Frauen gesprochen. Ates sagt: „Diese Razzia war nie zum Schutz der Prostituierten gedacht. Sonst hätten sie die Aktion über die ganze Stadt verteilen und vor allem die Frauen befreien können, die tatsächlich in Berlin in Wohnungen eingesperrt und zur Prostitution gezwungen werden.“
    Sie planen einen Erweiterungsbau mit acht Etagen

    Die Tatsache, dass das „Artemis in Berlin im ganzen Rotlicht-Milieu noch die beste Einrichtung für die Prostituierten ist, macht die Prostitution an sich für mich zwar nicht sehr viel besser.“ Aber sie beklage „die Heuchelei all derer, die Prostitution als ,Sexarbeit‘ beschreiben und einen Ort, an dem dies bestmöglich geschieht, unter Aufsicht der Behörden auseinandernehmen, aber dort wegschauen, wo es den Frauen wirklich um Stufen elender geht.“ Sie sagt, die Politik müsse sich endlich ernsthaft mit den Frauen, die diesem Geschäft nachgehen, und deren Anliegen beschäftigen. „Dazu sollten sie einfach mal, wie ich es getan habe, mit sehr vielen Prostituierten sprechen und sich die Einrichtungen von Innen anschauen.“

    Wie geht es jetzt weiter? Die Simseks hoffen, dass alte Geschäftspartner und Freunde, die sich zurückgezogen hatten, zurückkehren. Außerdem planen sie seit längerem einen Erweiterungsbau: ein achtstöckiges sogenanntes „Laufhaus“. Das Bezirksamt hat bei einer Bau-Voranfrage die Geschosszahl abgelehnt, der Neubau würde sich nicht in die Umgebung einpassen. Nun muss das Bauamt entscheiden.
    „Wir sind ja keine Idioten“

    Gleichzeitig bekommen die Simseks seit Längerem Angebote, ihr Gelände zu verkaufen. Fünf Millionen hat es damals gekostet, inzwischen ist es ein Vielfaches wert. Denn direkt hinter dem Artemis liegt eine riesige bewaldete Brachfläche. Sie ist zu mehreren Seiten von Bahntrassen beziehungsweise der Stadtautobahn begrenzt. Die ideale Zufahrt, um das Gebiet erschließen und bebauen zu können, führt geradewegs über das Artemis-Grundstück. „Aber wir sind ja keine Idioten“, sagt Simsek. „Wir verkaufen das Areal nicht, der Wert wird weiter steigen.“ Simsek hofft, dass die schlimmen Zeiten jetzt vorbei sind.

    Am Ende des Gesprächs wird er fröhlich. Ja, doch, einen Missstand haben sie bei der Razzia schon aufgedeckt, sagt er, einen ziemlichen Skandal. Die Beamten stießen im Vorratsraum im Keller auf mehrere Kisten Orangennektar – und fanden heraus: Dieser wird oben in der Lounge zwar kostenlos, aber laut Getränkekarte als „Orangensaft“ angeboten. Es ist allerdings so, dass Saft laut Gesetz 100 Prozent Fruchtgehalt haben muss, Nektar lediglich 50. Die Ermittler haben für das Vergehen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren angestrengt.

    Es wurde ebenfalls eingestellt.

    #Berlin #Halensee #Halenseestraße #Polizei #Prostitution

  • Bild/Foto

    Ihr ...
    https://diasp.eu/p/7994330

    Ihr erinnert euch an den Panzerwagen der Polizei bei #b0310? Der Senat hat nun @SeeroiberJenny, @nikschrader & @HakanTasBerlin u.a. geantwortet, dass das Sturmgewehr auf dem Panzerwagen geladen & voll einsatzbereit war: pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/c… (Collage: @SoerenKohlhuber)

    Die weitere #Militarisierung der #Polizei wäre auch ein Konsequenz des neuen #Polizeigesetz|es für #Sachsen dagegen machen wir mobil #noPolG und organisieren Protest. Ein aktuelle Übersicht zur Aktionswoche von @NoPolizeigesetz findet ihr hier: https://www.sachsens-demokratie.net/aktionswoche-10-11-bis-18-11-2018 sachsens-demokratie.net/aktionswoche-1… (...)

  • Berlin-Gesundbrunnen: Streit zwischen zwei Frauen löst Massenschlägerei von 50 Leuten aus
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/berlin-gesundbrunnen-streit-zwischen-zwei-frauen-loest-massenschlaegerei-von-50-leuten-aus/22880538.html

    04.08.2018 - Streit zwischen zwei Frauen löst Massenschlägerei von 50 Leuten aus. Erst gingen zwei Frauen aufeinander los, plötzlich prügelten sich Dutzende. 30 Polizisten rücken an, um die die Schlägerei auf offener Straße zu beenden.

    In Gesundbrunnen kam es am Freitagabend zu einer Massenschlägerei. Etwa 50 Personen aus zwei Gruppen sollen gegen 19.30 Uhr in der Wiesen- Ecke Hochstraße aneinandergeraten sein, wie die Polizei mitteilte. Ungefähr dreißig Polizisten mit neun Einsatzwagen und eine Diensthundestreife waren im Einsatz, um die Schlägerei zu beenden.

    Ein Polizeibeamter, der versuchte, die Gruppen zu trennen, wurde leicht verletzt. Etwa zehn Personen sollen ihn umringt und durch „Drücken und Schubsen am Oberkörper“ verletzt haben. Er wehrte sich und konnte weitere Angriffe verhindern.

    Nach Polizeiangaben war der Grund der Schlägerei offenbar ein Streit zwischen zwei 22 und 25 Jahre alten Frauen ganz in der Nähe. Genaueres zu den Hintergründen ihrer Auseinandersetzung ist unklar. Beide sollen sich gegenseitig gekratzt und an den Haaren gezogen haben und mussten unter anderem mit Kratzern und Prellungen im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

    Die Wiesenstraße, Hochstraße und Gerichtstraße waren wegen des Einsatzes vorübergehend für den Verkehr gesperrt. Acht Strafanzeigen wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden aufgenommen. Von vier Frauen und vier Männern wurden die Identitäten festgestellt, sie konnten anschließend wieder gehen.

    #Berlin #Gesundbrunnen #Hochstraße #Wiesenstraße #Hitze #Polizei

  • Polizeiliche Kriminalstatistik : Zahl der Straftaten um fast zehn P...
    https://diasp.eu/p/7053143

    Polizeiliche Kriminalstatistik : Zahl der Straftaten um fast zehn Prozent gesunken

    Es ist der stärkste Rückgang seit mehr als 20 Jahren: Nach einem Medienbericht erfasste die Polizei vergangenes Jahr 9,6 Prozent weniger Straftaten in Deutschland.

    #straftaten #prozent #zeitgeschehen #polizeiliche #kriminalstatistik #zahl #rückgang #medienbericht #polizei #jahr #deutschland #news #bot #rss

  • Wo es in Berlin nachts am gefährlichsten ist – B.Z. Berlin
    https://www.bz-berlin.de/berlin/wo-es-in-berlin-nachts-am-gefaehrlichsten-ist


    Hier isset dunkel, hier hat och de Polizei Angst. Liest man. Is aber Kwatsch.

    Aktuell stuft die Polizei neun Orte als kriminalitätsbelastet ein: Alexanderplatz, Leopoldplatz, Schöneberg-Nord (im Bereich Nollendorfplatz und Teile des Regenbogenkiezes), Görlitzer Park, Warschauer Brücke, Kottbusser Tor (siehe unten), Teile der Hermannstraße, Hermannplatz sowie ein kleiner Bereich der Rigaer Straße.

    Natürlich, die B.Z. muss mal wieda mit die Sicherheitströte tuten. Tut tut sie immer schon besonders schön. Warum ooch nich, klappern jehört zum Handwerk. Aber wennickma uff die valassen würde, wennick nachts arbeete, dann würdick vahungern. Allet so jefääährlich hier!

    Jetzt ma im Ernst, wat heisst den schon kriminalitätsbelastet ? Machen wa dit mal konkret.

    #Alexanderplatz
    Tagsüber Hütchenspieler und Taschendiebe, nachts Klopperei. Ja nun, Großstadtdisko eben. Kann man sich eijentlich janz normal bewejen, aussa man fängt falsche Diskussionen falsch an, so mit „Heij Du Arsch“ oder so. Dann jibbet schonmal uffe Fresse.

    #Leopoldplatz
    Äh, is doch eijentlich janz nett jeworden jetzt, mit der Bezirkssäufer-Bank jejenüba vonne Sparkasse. Drogen jips reichlich, aba juckt mich dit?

    #Schöneberg-Nord (im Bereich #Nollendorfplatz und Teile des Regenbogenkiezes)
    Is schon seit Jahren ’ne komische Nachbarschaft mit den Jastarbeetakindan, wo de Familien nach Jahrzehnten inne Stadt noch imma keen richtijet Deutsch quatschen und wo der Imam Sozialarbeit machen muss. Wenn die mies druff sind, und denen abands een schwuler Eijentumswohnungsbesitza mit Stuckornamente im Schritt bejejnet, dann jibs eben Klassenkampf uff islamisch. Nich schön abba wahr. Sollte uffhörn. Für alle andern jilt, wer zum Bezahlweibe oder zu sowat wie Heiko Maas in Jung jeht, wird schon mal abjezogen. Wer süße Araberjungs im Tierjarten vögelt weeß ooch watta tut. Dafür jibt’s die Notuffnahme.
    Also macht nich son Jewese, Nolli kriminalitätsbelastet, dassick nich lache.

    #Görlitzer_Park
    Ein Glück is der Tunnel dicht. Der war übel. Nachts im Park Drogen koofen? Dafür jibts nen schönen Ausdruck: Musste für mittem Klammabeutel jepudert sein. Och hier sind einfach ville Leute. Passt nich imma allet zusamm, und dann wird sich jekloppt. Ansonsten nette Jejend. Viel zu reich jeworden.

    #Warschauer_Brücke
    Touristen sind einfach Opfa. Kommen ausm Dorf und bilden sich ein, se können hier ihren Kram einfach rumliejen lassen, und ein paar Stunden späta issa nochh da. Ick sachs euch mal janz deutlich: Jeklaut wird allet, wat nich anjeschaubt is. Manchmal willet eena janz besonders dringend ham euern Kram, dann jebt ihm det Zeug einfach, wenna nich jrade selba ne Kreuzung aus Chuck Norris und Jackie Chan seid. Benehmt euch, dann passiert euch nix.

    #Kottbusser_Tor
    Wie #Warschauer_Brücke. Watt wollt ihr denn eijentlich alle da?

    Teile der #Hermannstraße
    Ja. Verkehrskriminelle. Jibts hier reichlich. Unter Nachbarn wird sich ehrlich beharkt. Manchmal jeht dit bis zum Ehrenmord. Alle andern läßt man eher in Ruhe. Ich kannte aba ooch nen armen reichen Jungen aus Lichterfelden, der den Besuch im Rollbergkino nicht überlebt hat. Der wusste einfach nich, wie et hier läuft. Deeskalation is anjesacht. Siehe auch #Warschauer_Brücke.

    #Hermannplatz
    Wie #Hermannstraße

    ein kleiner Bereich der #Rigaer_Straße
    Tja, dit is wohl’n Witz. In Friedrichshain ist einfach viel los, und wo viel los is wird viel getrunken, und da passiert dann auch was. Ansonsten leben hier alle friedlich zusammen. Die Ordnungsliebhaber in der Politik aus Zehlendorf und Köpenick, die sind sind der Meinung, dass die letzten Reste der Hausbesetzerbewegung aus den Neunzigerjahren endlich weg müssen. Dann stellt man dem kleinen bunten Völkchen provokativ ne Wanne vor die Nase, dit heisst Liebig Ecke Rigaer uffn Dorfplatz , damit man anschliessen schön laut über gewalttätige Chaoten jammern kann. Watnscheiss.

    So, dit war der aktuele Bericht zur Sicherheitslage, viel Spass am Wochenende, und fallt ma nich im Vollsuff vonne Warschauer Brücke. Letztet Jahr jab dit mehr Tote als die paar Messerstechereien inne jejend.

    Warum ich dit so sehe? Na janz einfach, bei Bolle war dit ooch schon so. Schönholzer Heite. Ewijet Berlin, sozusajen.

    https://www.youtube.com/watch?v=qvCGuuRPzSY

    #Berlin #Friedrichshain #Polizei #Kriminalität #Gewalt

  • Super Taktik: Die #Polizei Göttingen gibt zu, illegal Linke ausspio...
    https://diasp.eu/p/7005395

    Super Taktik: Die #Polizei Göttingen gibt zu, illegal Linke ausspioniert zu haben – damit sie das Ausmaß nicht offenlegen muss. Es ist gruselig, wie einfach linkspolitisch Aktive ins Visier des Göttinger Staatschutzes geraten sind. #Überwachung http://www.taz.de/Kommentar-Datensammlung-der-Polizei/!5495425 … #taz #tazgezwitscher #tageszeitung

  • Brasilien: Lula wendet sich an die Vereinten Nationen (http://www.z...
    https://diasp.eu/p/6976688

    Brasilien: Lula wendet sich an die Vereinten Nationen

    Ein brasilianisches Gericht hat Ex-Präsident Lula aufgefordert, sich bis zum Abend bei der Polizei zu melden. Nun wandte sich Lula an den Menschenrechtsausschuss der UN.

    #lula #ausland #brasilien #vereinten #nationen #gericht #ex-präsident #präsident #expräsident #abend #polizei #news #bot #rss

  • Der neue Bundesinnenminister will auf Bundesebene das Polizeirecht ...
    https://diasp.eu/p/6902050

    Der neue Bundesinnenminister will auf Bundesebene das Polizeirecht verschärfen, nach dem Vorbild Bayerns. Dort wird gerade das Polizeiaufgabengesetz reformiert, womit die bayerische Polizei bislang ungekannte Befugnisse erhalten soll. Experten kritisieren massiv geplante bayerische Polizeirechtsreform #Bayern #Geheimdienst #Innenpolitik #Polizei #Polizeirecht #Überwachung

  • Macht hier ein Berliner Polizist das Zeichen der Grauen Wölfe? – B.Z. Berlin
    http://www.bz-berlin.de/berlin/macht-hier-ein-berliner-polizist-das-zeichen-der-grauen-woelfe


    Polizisten standen tendenziell immer schon ein wenig weiter rechts, Also warum nicht ab und zu einen Faschisten einstellen? Und in Zeiten der kulturellen Öffnung, so wie sie die CDU versteht, nimmt man gern mal einen türkischen.

    30. April 2016
    Ein Foto auf Facebook zeigt offenbar einen Berliner Polizisten, der mit seinen Fingern das Erkennungszeichen der rechtsextremen türkischen Gruppierung „Graue Wölfe“ macht.

    Auf Facebook sorgt gerade ein Foto für aufgeregte Diskussionen: Es zeigt offenbar einen Berliner Polizisten in Dienstmontur, der das Erkennungszeichen der rechtsextremen türkisch-nationalistischen Gruppierung der „Grauen Wölfe“ macht.

    Das Gesicht des Mannes in Dienstkleidung der Berliner Polizei ist dabei nicht zu erkennen. Die Person trägt Schutzweste und Waffe. Ist das Bild echt – oder handelt es sich um eine Fälschung, um die Berliner Polizei in ein schlechtes Licht zu rücken?

    Berliner Polizei nimmt Vorfall „sehr ernst“
    Auf Anfrage bestätigte der Berliner Polizeisprecher Stefan Redlich der B.Z., man nehme den Vorfall „sehr ernst“ und habe die Sache an den Staatsschutz weitergeleitet. Man versuche, die Person auf dem Foto ausfindig zu machen.

    Das Logo der Berliner Polizei ist zu sehen: Doch Normalerweise tragen Polizisten dieses Abzeichen auf dem Arm – und nicht auf der Brust. (Foto: )
    Kein Polizist habe das Recht sich innerhalb der Dienstpflichten politisch zu positionieren oder politische Statements abzugeben, sagt der Sprecher und verweist auf das Neutralitätsgebot der Berliner Polizisten.

    „Es wird auch geprüft, ob die auf dem Bild gezeigte Uniform authentisch ist,“ so Redlich. Normalerweise tragen Polizisten dieses Abzeichen auf dem Arm – und nicht auf der Brust. Dennoch sei eine komplette Einsatzmontur zu sehen. Die Polizei könne daher nicht ausschließen, dass es sich um einen echten Polizisten der Berliner Polizei mit Einsatzmontur handelt.

    Auch auf Facebook wird das Foto kontrovers diskutiert. Es wurde am Samstagnachmittag innerhalb von unter 20 Stunden bereits über 1.200 Mal geteilt.

    Aber das Probem ist ja jetzt gelöst, die „Ruhlebener Probleme“ im Jahr 2017 haben nichts mit Grauen Wölfen zu tun, die haben Disziplin, oder?

    Übrigens, das Foto zeigt keinen Mann. Silberne Armreife und kitschige Ringe tragen Frauen. Oder es zeigt einen schwulen türkischen Nazipolizisten. Hat ja auch was.

    #Berlin #Polizei #Politik #Nazis

  • Anti-Graffiti-Einsatz: 14-jähriger Sprayer per Hubschrauber gesucht - Berlin - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/anti-graffiti-einsatz-14-jaehriger-sprayer-per-hubschrauber-gesucht/20402274.html

    Spannung, Action, Fusspilz ! möchte man schreien. Da werren tausende von Euro für Hubschauberflugstunden ausgegeben, um die Farbgestaltung von Häusergiebeln vor den geschmacklichen Ideen eines Kindes zu schützen. Demnächst schicht die Polizei noch im Vermieteraftrag Überwachungsdrohnen ins Kinderzimmer. Filius könnte ja die Tapete bemalen.

    Hauptsache, die Aktion hat Spass gemacht, wem auch immer. Für Gespräche auf dem Schulhof ist auch gesorgt. Was für eine Verschwendung.

    Mithilfe des Polizeihubschraubers konnte am Samstagabend ein tatverdächtiger Sprayer in Wilmersdorf festgenommen werden. Gegen 19.30 Uhr beobachtete ein Anwohner der Bundesallee auf dem Dach eines Wohnhauses einen Jugendlichen und alarmierte die Polizei. Beamte konnten dann aus der Wohnung des Anrufers beobachten, wie der Jugendliche mit einer Sprühdose Schriftzüge auf mehrere Wände sprühte und diese fotografierte. Zur Unterstützung der Festnahme und zur Dokumentation wurde der Polizeihubschrauber angefordert.

    Nachdem der Schmierer seine Taten beendet hatte, kletterte er vom Dach herunter auf eine Dachterrasse und wollte durch die zugehörige fremde Wohnung weiter. Die Bewohner dieser Wohnung riefen über den Notruf ebenfalls Polizeibeamte, welche den 14-Jährigen stellten und festnahmen. Wie der Junge auf das Dach kam, ist unklar. „Er wurde seinen Eltern übergeben und muss sich nun wegen der Taten verantworten“, teilte das Präsidium mit. Dem Vernehmen nach wohnt er ein paar Straßen weiter und ist bislang nicht polizeilich aufgefallen.

    #Berlin #Polizei #Wilmersdorf

  • Indien: Einflussreicher Guru muss für zehn Jahre in Haft (http://ww...
    https://diasp.eu/p/5966298

    Indien: Einflussreicher Guru muss für zehn Jahre in Haft

    Gurmeet Ram Rahim Singh wurde schuldig gesprochen, zwei Anhängerinnen vergewaltigt zu haben. Die Polizei versuchte mit großen Aufwand, neue Ausschreitungen zu verhindern.

    #zeitgeschehen #indien #einflussreicher #guru #haft #gurmeet #ram #rahim #singh #anhängerinnen #polizei #aufwand #ausschreitungen #news #bot #rss

  • Linksautonome „Köpi“ in Mitte: 130 Polizeibeamte stoppen Punkkonzert | Berliner Zeitung
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/linksautonome--koepi--130-polizeibeamte-stoppen-punkkonzert-2823481


    So geht das. Nette Linksautonome. Fast wie in Zehlendorf.

    Die Konzertveranstalter wurden per Lautsprecher-Durchsagen auf die Ruhestörung hingewiesen. Sie schalteten die Musik daraufhin gegen 1 Uhr ab. Danach blieb alles friedlich.

    #Berlin #Köpenicker_Straße #Hausbesetzer #Punk #Polizei

  • Wir klagen gegen die #Staatstrojaner#Verfassungsbeschwerde unter...
    https://diasp.eu/p/5800020

    Wir klagen gegen die #Staatstrojaner#Verfassungsbeschwerde unterstützen!

    Noch in diesem Jahr will das #Bundeskriminalamt laut einem geleakten Dokument eine mächtigere Generation von #Spionage-Software einsetzen. Nach neuer #Strafprozessordnung vom Juni 2017 soll nun aber auch die #Polizei die sogenannten Staatstrojaner zur #Überwachung von #Kommunikation massenweise einsetzen dürfen – gegen Verdächtige nach 74 Paragraphen und im Zweifel auch gegen Unverdächtige. Für unsere Verfassungsbeschwerde gegen die Staatstrojaner brauchen wir jede Menge Unterstützung! #digitalcourage

    https://digitalcourage.de/blog/2017/wir-klagen-gegen-die-staatstrojaner-verfassungsbeschwerde-unterstuetz

  • Schneller Dienst am Fahrgast - Das Taxi fuhr 182

    http://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.478246.php


    Einhundertzweiundzwanzig Kilometer pro Stunde mehr als die Polizei erlaubt und sich dann auch noch erwischen lassen, sowas geht garnicht. Scherz beiseite, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, die Zivilstreife rechtzeitig zu erkennen, dann fahre ich zu schnell. Und das ist dann gefährlich, nicht nur für meine Pappe. Spaß muß sein, aber das, genau das, läßt man besser.

    Polizeimeldung vom 14.05.2016
    Treptow-Köpenick/Neukölln
    Nr. 1239
    Zivilfahnder der Autobahnpolizei haben in der vergangenen Nacht in Neukölln ein rasantes Taxi gestoppt. Der Mercedes Vito fuhr kurz vor 2 Uhr mit hoher Geschwindigkeit an der Zivilstreife an der Anschlussstelle Adlershof auf der BAB 113 vorbei, woraufhin die Polizeikräfte ihm folgten. Kurz darauf beschleunigte der Taxifahrer seinen Wagen mit Fahrgästen bei erlaubten 60 km/h kurzzeitig auf 182 km/h. In Höhe von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei, die dort in der Nacht die Fahrbahn reinigten, bremste der Taxifahrer sein Fahrzeug etwas ab und fuhr an den Arbeitern mit 165 km/h vorbei. An der Anschlussstelle Grenzallee konnten die Polizisten den Wagen stoppen. Der 47-jährige Taxifahrer hatte zu viel Gas gegeben und die Höchstgeschwindigkeit um 171 Prozent überschritten. Er muss mit einem Bußgeld von 1.360 Euro rechnen und in der Folge dann das Chauffieren von Fahrgästen für drei Monate seinen Kollegen überlassen.

    https://www.flickr.com/photos/53471906@N07/15216145378/in/photolist-pbAHU7-nNA4Pe-odJZxK-a3D6aV-eVvv3y-bAagwY-a3FZ59-5bgtS2-a3FZPj-byn

    Flickr

    Ich wußte garnicht, daß der Lastwagen über 180 schnell ist. Eigentlich ist sowas gar kein Taxi. Und, wenn Sie mich fragen, bei 182 km/h geht es auch um die charakterliche Eignung für den Job. Falls die Aufsichtsbehörde das auch so sehen sollte, müßte der Kollege runter vom Bock. Wäre das ein Verlust für Berlin ? Keine Ahnung, das entscheiden andere.

    #Berlin #Taxi #Verkehr #Polizei #Geschwindigkeit

  • Ostkreuz: Verdächtiger Koffer war an Bauzaun festgebunden | Berliner Zeitung
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/ostkreuz--verdaechtiger-koffer-war-an-bauzaun-festgebunden-23814136

    Freitag war klasse. Die Polizei sperrt das Ostkreuz weiträumig ab, Stau in zwei Kilometer Umkreis und ich brauche über eine Stunde anstelle von 30 Minuten zum Flughafen Schönefeld.

    Die Polizei wollte am Vormittag drei Männer am Bahnhof Ostkreuz kontrollieren. Einer von ihnen hatte einen schwarzen Lederkoffer dabei.

    Während seine zwei Begleiter festgehalten wurden, verließ der Dritte den Bahnhof mit dem Koffer und band diesen mit Kabelbinder an einem Bauzaun vor dem Bahnhof fest. Die Polizei untersuchte das Gepäckstück und fand nur Kleidung und Kosmetikartikel.

    Der geflohene Mann wurde von der Polizei festgenommen und zusammen mit seinen Begleitern befragt. Bei den Männern handelt es sich um Flüchtlinge aus dem Irak.

    Seit Brüssel wird gerne überreagiert. Selbst wenn das Köfferchen voller Sprenstoff gewesen und dann noch explodiert wäre, hätte man ein paar hundert Meter weiter nur den Knall gehört. Dass halb Friedrichshain gesperrt wurde, war dann doch etwas viel.

    Machen die das in Israel auch so ? Dann läuft da ja überhaupt nichts mehr. Nicht dass wir Zustände wie dort bräuchten, aber vom unaufgeregten Umgang mit unklaren Situationen kann sich das hiesige Ordnungspersonal eine Scheibe abschneiden.

    #Polizei #Terrorismus #Berlin #Flüchtlinge #Verkehr