#prenzlauer_berg

  • Kinos neu starten und das Colosseum retten – M – Menschen Machen Medien (ver.di)
    https://mmm.verdi.de/medienwirtschaft/kinos-neu-starten-und-das-colosseum-retten-67281

    3. JULI 2020 VON HELMA NEHRLICH - Der Neustart der Kinos unter Hygienevorgaben löst in der ersten Juliwoche vielerorts Freude aus – beim entwöhnten Publikum, bei Filmschaffenden, die endlich ihre neuen Streifen zeigen wollen, bei Verleihern und nicht zuletzt den Beschäftigten der Filmtheater. Am Berliner Traditionshaus UCI Kinowelt „Colosseum“ blieb die Wiedereröffnung wegen Insolvenz leider aus – nach fast 100 Jahren Betrieb. Stattdessen wurde diskutiert und demonstriert.

    Noch stehen Serviceinformationen auf der Webseite des „Colosseum“. Und an Corona als Totengräber glauben die 43 Beschäftigten nicht. Sie kamen am 2. Juli vor ihr geschlossenes Haus, verschenkten nachmittags symbolisch Kinokarten und echtes Popcorn, suchten das Gespräch mit Publikum, Bezirkspolitikern und Anwohnern im Prenzlauer Berg, wo das 1924 eröffnete Kino seit Generationen eine Institution ist. Filmlegende Artur Brauner kaufte es Anfang der 1990er Jahre, modernisierte und baute es aus. Das große Kino 1 mit 525 Sitzen und das Foyer stehen unter Denkmalschutz. Seit 1997 wurde das „Colosseum“ als Multiplex mit zehn Sälen und 2650 Plätzen unter der Geschäftsführung von Brauner-Sohn Sammy betrieben. 350 000 Besucher kamen 2019 ins Haus Schönhauser Allee/ Ecke Gleimstraße. Nicht nur zur Berlinale war es Festspielort, hier gab es auch Spatzen-Kino für Kita-Kinder, eine Türkische Filmwoche und Veranstaltungen wie Jugendweihen oder Firmenevents. Tempi passati?

    Hilfen nicht beansprucht

    „Wir wollen lieber heute als morgen wieder öffnen“, sagt Betriebsratsvorsitzender Martin Rathke. Doch so schnell wird das wohl nicht gehen. Als die Interessenvertretung mit dem Chef der Betreiberfirma Sammy Brauner zum Shutdown eine Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit unterzeichnete, wies noch nichts auf ein nahes Ende hin. Das deutete sich erst an, als Ende Mai ein vorläufiger Insolvenzverwalter von Zahlungsunfähigkeit schrieb. Seither hat die Belegschaft kein Geld mehr gesehen. Sammy Brauner stellte die Beschäftigten ab 10. Juni frei, sprach aber erst am 25. Juni mit dem Betriebsrat. Das Kino sei wegen sinkender Besucherzahlen und unter Corona-Bedingungen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Die Erbengemeinschaft des im Vorjahr 100-jährig verstorbenen Filmmoguls Atze Brauner sehe die Lage aussichtslos, erklärte Brauner jr. mittlerweile auch der Presse. „Nichts davon wurde mit Zahlen unterfüttert“, kritisiert der Kino-Betriebsratsvorsitzende. Die Beschäftigten bemängeln auch, dass Corona-Soforthilfen für das „Colosseum“ gar nicht in Anspruch genommen wurden. „Wir haben rechtzeitig alle Möglichkeiten aufgelistet. Als es vom Land Berlin einen speziellen Kulturfonds mit Hilfen für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter gab, wurde nochmals nachgestoßen – nichts“, beklagt Rathke.

    Baupläne von unbekannt

    Dafür, dass die Pandemie als Grund nur vorgeschoben wird, spreche auch anderes. Hat sich doch herausgestellt, dass ein Hamburger Immobilienkonsortium bereits im Herbst 2019 einen Bauvorbeschied für einen Campus mit modernen Büroflächen auf dem Grundstück beantragt hat. Die Genehmigung unter Beachtung denkmalgerechter Ausführung wurde Ende November vom Stadtentwicklungsamt des Bezirks Pankow in Aussicht gestellt. Doch damit, so Sammy Brauner, habe er gar nichts zu tun. Die Erbengemeinschaft verfolge mit der Immobilie, wo zusätzlich auch Gewerbe angesiedelt ist, keine Pläne.

    läne schmiedet nun dagegen die Belegschaft. Und sie sucht Verbündete, um das Aus für den 1924 eröffneten Kinostandort zu verhindern und Arbeitsplätze zu erhalten. ver.di ist im Boot. „Das Colosseum gehört zum kulturellen Erbe der Hauptstadt, es braucht unbedingt eine Chance“, sagt ver.di-Gewerkschaftssekretär Jörg Reichel und setzt darauf, dass die zuständigen Bezirkspolitiker jetzt doch wach werden und die Brauner-Erben einlenken.

    Suche nach stimmigem Konzept

    „Wir sind bereit, das Kino zu übernehmen – ob als Genossenschaft oder kommunales Kino“, erklären die Beschäftigten. Dazu brauchen sie freilich ein stimmiges Konzept. Der Standort sei allein mit dem Kino sicher nicht zu halten. Eine breitere künstlerische Nutzung im Zusammenspiel mit Gewerbe scheint dagegen eine gangbare Lösung. Zusätzliche Büroflächen brauche hier jedenfalls niemand. Die Interessenvertretung führt derzeit Gespräche, lotet Möglichkeiten aus. „Das geht nur gemeinsam mit Anwohnern und Publikum, dazu brauchen wir politische Unterstützung und das wird nicht gegen die Eigentümer gelingen“, ist der Betriebsratschef überzeugt.

    Dem Ruf „Das Colosseum muss bleiben!“ und der Einladung zu einer gemeinsamen Demo durch den Kiez sind am ausgefallenen Kinoabend jedenfalls hunderte Sympathisanten gefolgt – „mehr als wir in unseren kühnsten Träumen erhofft hatten“, freut sich der Betriebsratsvorsitzende. Es gab Gespräche und Ansprachen von Kiezvertretern aus dem Gleimviertel-Verein, die Mut machten. Bundestagsabgeordnete von SPD und Linken sagten Unterstützung zu, Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) wiederholte seine Vorstellung von einem „Haus der Kultur- und Kreativwirtschaft“ auf dem Areal, wozu unbedingt auch ein Kino gehören müsse. Die kampfesmutigen „Collosseum“-Beschäftigten zeigten sich angesichts der breiten Solidarität schlicht überwältigt. Das Eigentliche liegt freilich noch vor ihnen…

    Die Wiederaufnahmen des Kinobetriebes nach fast vier Monaten wurde auch andernorts skeptisch gesehen, etwa bei den hauptstädtischen Programmkinos. Abstandsregeln, ausgebaute Sitze, mangelnde Auslastung werden vielen Betreibern arg zu schaffen machen. Doch es gibt auch Lichtblicke und Ideen jenseits von Autokino. Die Deutsche Bahn startet am Berliner S-Bahnhof Charlottenburg ein Sommerkino für internationale Streifen im Original mit Untertiteln. Und das „Klick“ in der nahen Windtscheidstraße ist auch zurück! Zur Wiedereröffnung des ambitionierten Kiezkinos gibt es ein ganzes Wochenende der Offenen Tür. Mit Lars Eidinger als Filmpaten des Monats.

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Schönhauser_Allee #Arbeit #Kino #covid-19 #Insolvenz #Gewerkschaft

  • Kinobelegschaft fordert Gespräche | labournet.tv
    https://de.labournet.tv/kinobelegschaft-fordert-gespraeche
    https://kanalb.net/media/labournet/colosseum_1_2.mp4

    Drei Mitarbeiter_innen des wegen Insolvenz geschlossenen Kinos Colosseum in Berlin sprechen über ihre Situation. Sie haben ihren Job verloren, - ohne ordentliche betriebsbedingte Kündigung und ohne Aussicht auf Abfindungen.

    Sie bezweifeln, dass das Kino tatsächlich unrentabel ist und berichten von einen positiv entschiedenen Bauvorbescheid, einem Immobilienwert von 40-50 Millionen Euro und einem Baustadtrat Kuhn, dem die Akte Colosseum einfach so „durchgerutscht“ sei.

    Die Belegschaft möchte das Kino übernehmen und in Eigenregie weiterführen.

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Schönhauser_Allee #travail #cinéma #covid-19 #faillite

  • „Kein Handlungsspielraum mehr“: Warum Atze Brauners Erben das Colosseum sterben lassen
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/kein-handlungsspielraum-mehr-warum-atze-brauners-erben-das-colosseum-sterben-lassen/25960352.html


    Kino Colosseum (UCI Kinowelt) Schönhauser Allee 123, 10437 Berlin-Prenzlauer Berg, Telefon +49 30 440180, https://www.uci-kinowelt.de/Berlin_Colosseum
    https://www.openstreetmap.org/way/28642449#map=19/52.54776/13.41290

    30.06.2020 Ein Interview von Alexander Fröhlich - Das Berliner Traditionskino Colosseum in Prenzlauer Berg soll schließen – es sei nicht mehr wirtschaftlich, sagt Betreiber Sammy Brauner.

    Herr Brauner, die Nachricht von der Schließung des Traditionskinos Colosseum sorgt für Entsetzen in Berlin. Warum haben Sie sich dazu entschieden?
    Dem Kino ging es schon vor Corona nicht gut. Mit Eintritt der Corona-Maßnahmen war absehbar, dass der Betrieb bald zahlungsunfähig wird. Das kam aber nicht infrage. Ich wollte nicht sehenden Auges in die Insolvenzverschleppung rutschen.

    Die Rede war immer davon, dass das Colosseum für Ihren Vater die Krönung seines Lebenswerks gewesen sei. Stimmt das?
    Nein, und offen gestanden finde ich es skandalös, dass diese vollkommen falsche Aussage seit Wochen kolportiert wird, ohne, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, sie zu belegen.

    Mein Vater hat einmal in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ im März 2010 von der „Krönung meines Filmschaffens“ gesprochen, aber in einem völlig anderen Zusammenhang. Dieses Zitat bezog sich auf die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, der er eine Mediathek gestiftet hat, die seinen Namen trägt. Dort laufen alle jemals von ihm produzierten Holocaust-Gedenkfilme als ewiges Mahnmal für alle Besucher der Gedenkstätte.

    Das ist ein Werk, das man mit Fug und Recht als Krönung bezeichnen darf. Glaubt irgendjemand im Ernst, dass ein Mann mit so einem Vermächtnis ein Multiplex-Kino als „Krönung seines Lebenswerks“ bezeichnen würde?

    Dennoch hat Ihr vor einem Jahr verstorbener Vater mit dem Kino ein Erbe hinterlassen. Verpflichtet das nicht zu besonderer Verantwortung?
    Das hat er. Unser Vater war aber Unternehmer durch und durch, und er wäre der Letzte gewesen, der tatenlos einer verlustreichen Geschäftstätigkeit zugeschaut hätte. Er hätte wahrscheinlich sogar schon früher die Reißleine gezogen.

    Sicher ist, dass er von uns Kindern nie verlangt hätte, unter Einsatz von persönlichen Ersparnissen den nachweisbar vollkommen unrentablen Betrieb eines Kinos fortzuführen.

    Inwieweit haben Sie Möglichkeiten ausgelotet, den Kinobetrieb doch fortzusetzen?
    Hier gibt es keinerlei Handlungsspielraum mehr. Ich habe für den Kinobetrieb Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit anmelden müssen. Daraufhin hat ein gerichtlich bestellter vorläufiger Insolvenzverwalter dessen wirtschaftliche Situation geprüft. Und seine Beurteilung ist eindeutig.

    Sie selbst sind Teil der Erbengemeinschaft als Eigentümer der Immobilie, die will den Pachtvertrag aufheben. Was haben Sie mit der Immobilie vor?
    Wir haben als Erbengemeinschaft keine konkreten Pläne mit der Immobilie. Die Insolvenz ist ja auch gerade erst eingetreten und das Verfahren noch nicht einmal eröffnet worden. Die Immobilie besteht außerdem ja nicht nur aus dem Kino: Darin gibt es noch Büros, Gastronomie und andere gewerbliche Nutzung.

    Im vergangenen Jahr hat nach unserer Kenntnis eine Immobilieninvestment- und Entwicklungsgesellschaft aus Hamburg für Geschäftshäuser und Einzelhandelsimmobilien einen Bauvorbescheid beantragt und erhalten. Die Überbauung der Immobilie mit Büros ist demnach zulässig. Was wissen Sie vom Bauvorbescheid, der Investmentfirma und von den Plänen für die Immobilie?
    Weder ich noch jemand aus der Erbengemeinschaft hat einen Bauvorbescheid beantragt.

    Der Vorbescheid wurde im vergangenen Jahr beantragt und erteilt. Von außen wirkt es so, als hätte es die Überlegungen zur Schließung des Kinos schon gegeben und die Coronakrise war der Anlass für die Umsetzung. Was entgegnen Sie dem?
    Zu unterstellen, wir hätten nur auf Corona gewartet, um die Immobilie zu versilbern, ist zynisch. Ich habe mir die wirtschaftlichen Schwierigkeiten doch nicht ausgedacht.

    Der vom Amtsgericht eingesetzte Insolvenzverwalter ist nach Prüfung aller vorliegenden Unterlagen eindeutig zu dem Schluss gekommen, dass eine Fortführung des Kinobetriebs unter den vorgegebenen Bedingungen wirtschaftlich nicht machbar ist. Das ist traurig, aber dem müssen wir ins Auge sehen.

    Wollen Sie die Immobilien veräußern oder selbst entwickeln lassen? Warum?
    Was mit der Immobilie passiert, die neben dem Colosseum noch eine Reihe anderer Mieter hat, kann nur die Erbengemeinschaft gemeinsam entscheiden.

    Die Mitarbeiter sind enttäuscht. Was sagen Sie ihnen?
    Das kann ich natürlich verstehen. Sie haben schließlich mit viel Einsatz das Kino in schwierigen Zeiten am Laufen gehalten. Aber auch ihnen muss klar sein, dass die wirtschaftliche Situation aussichtslos ist.

    Ich habe den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dies bei der gestrigen Betriebsratsversammlung über eineinhalb Stunden lang geschildert. Bei den jetzigen – und seit Jahren kontinuierlich sinkenden – Besucherzahlen und zusätzlich unter Corona-Bedingungen ist eine Fortführung und überhaupt der Betrieb eines Multiplex-Kinos für einen Einzelbetreiber – das Kino Colosseum gehört keiner Kinokette an – nicht mehr darstellbar. Nicht an diesem schwierigen Standort mit der Konkurrenz und dem hohen Investitionsbedarf.

    Eines muss ich allerdings auch sagen: Bei allem Verständnis für die nachvollziehbare Frustration der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – dass sich dies bei einigen in offener und heftiger Aggressivität gegen meine Person äußert, fand ich erschreckend.

    Sie wissen um die Bedeutung des Kinos für Berlin, für die Berlinale, für den Kiez. Inwiefern haben Sie das bei Ihrer Entscheidung berücksichtigt?
    Noch einmal: Die Entscheidung war zwingend, weil ein Kino an diesem Standort und unter diesen Bedingungen nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Dass viele jetzt, wo es zu spät ist, plötzlich die Bedeutung des Colosseums hervorheben, finde ich ehrlich gesagt bedauerlich. Die Probleme sind ja nicht neu.

    Nehmen Sie das Thema Stadtentwicklung: Die Kulturbrauerei mit einem Kino mit 1 500 Plätzen in nur 1,5 Kilometer Entfernung hat uns seit deren Eröffnung im März 2000 pro Jahr circa 350.000 Besucher gekostet. Schon dieser jährliche Verlust hat das Colosseum an den Rand des Ruins gebracht.

    Unser Vater hat damals übrigens zum Bundestagsabgeordneten Wolfgang Thierse, der das Projekt unterstützte, gesagt: „Sie haben aus einer gesunden Kuh zwei kranke Kühe gemacht.“ Rings um uns sind in den letzten Jahren reihenweise die Kinos eingegangen, das Cinestar am Potsdamer Platz, das war das Premierenkino Berlins, sowie das Imax.

    Die Entwicklung war absehbar, und sie dauert an. Und wir haben unter immer schwierigeren Bedingungen jahrelang die Fahne hochgehalten.

    Eigentum verpflichtet. In diesem Fall nicht mehr?
    Das ist ein plakativer Satz und leicht gesagt. Damit ist aber nicht gemeint, dass ein defizitärer Betrieb aufrechterhalten werden muss.

    Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn schlägt eine Zwischennutzung der Immobilie als Kreativ- und Kulturzentrum vor, bis es zum Umbau kommt. Was halten Sie davon?
    Ich halte diese Idee für nicht sehr realistisch. Für jede Nutzung müsste die gesamte Erbengemeinschaft zustimmen.

    Benn schlägt ferner vor, dass die Immobilie zweifach genutzt werden könnte, für die angedachten Büros, aber auch durch Teile des Kinos. Eine Mischnutzung. Für Sie verhandel- und vorstellbar?
    Ich kann nur noch mal wiederholen: Es gibt von Seiten der Erbengemeinschaft aktuell keine Pläne für das Gebäude. Davon abgesehen bestand eine Mischnutzung des Gebäudes von Anfang an.

    Im Erdgeschoss befanden sich bis vor Kurzem noch mehrere Gastronomieeinheiten. Seit 2016 ist dort Bio Company mit einem Supermarkt präsent. Das gesamte vierte und fünfte Obergeschoss besteht aus Büros.

    Eins ist aber auch klar: Der große alte Kinosaal steht unter Denkmalschutz und darf nicht baulich verändert werden. Es ist also wahrscheinlich, dass er auch künftig in irgendeiner Form für Kulturzwecke genutzt wird, zum Beispiel als Theater- oder Kinosaal. Eine andere Nutzung ist gar nicht möglich.

    Sammy Brauner, Sohn des berühmten Filmproduzenten Artur Brauner, hat bislang die Betreiberfirma des Colosseums geführt. Er ist auch Teil der Erbengemeinschaft, der das Kino gehört.

    photo de Stefan Kellner https://www.flickr.com/photos/skellner

    Flickr

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Schönhauser_Allee #Gleimstraße #travail #cinéma #covid-19 #faillite

  • Déportation de Hugo Ruschin - Transportliste du 06.03.1943
    https://collections.arolsen-archives.org/archive/127212780/?p=2&s=Ruschin&doc_id=127212780

    Je viens de retrouver le document précis qui prouve la déportation à Auschwitz de Hugo Ruschin. Cet article dans Telepolis nous informe sur la publication en ligne des archives Arolsen où il est conservé : https://www.heise.de/tp/features/Memory-of-the-World-4711847.html

    Ce document confirme que Hugo Ruschin fut déporté et assassiné à 64 ans avec sa femme Ernestine (née Neumann, 65 ans) et Ida Pfeil (née Neumann, 63 ans), vraisemblablement la soeur de celle-ci et dont dernier lieu de résidence officiel à #Berlin se trouve à N 113, #Ibsenstraße 53 dans l’arrondissement #Prenzlauer_Berg. Ida Pfeil était une tante de Felicitas Kleinmann qui a déposé en 1982 à Yad Vashem les informations sur l’assassinat de son père mentionmné ici : https://seenthis.net/messages/755583

    1 Inhaftierungsdokumente / 1.2 Verschiedenes / 1.2.1 Deportationen und Transporte /
    Welle 50 - 35. Osttransport in das KL Auschwitz, 06.03.1943
    Signatur: 15510043
    Entstehungszeitraum: 1943-03-06 - 1943-03-22
    Anzahl Dokumente: 36

    Form und Inhalt

    Enthält:
    I) Korrespondenz der Stapoleitstelle Berlin mit dem Oberfinanzpräsidenten betreffend die Einziehung von Vermögenswerten der deportierten Jüdinnen und Juden.
    II) Transportliste: 35. Osttransport in das KL Auschwitz (662 Namen), 06.03.1943.

    Sprache: Deutsch
    Physische Beschaffenheit: Originale
    Kategorie des Dokuments: Transportliste
    Sach-Thematischer Index: „Fabrik-Aktion 1943“

    16 jours après la déportation la Gestapo envoie son rapport au président de la Vermögensverwertungsstelle Berlin-Brandenburg afin de régulariser l’utilisation du patrimoine réquisitionné des juifs assassinés.

    Geheime Staatspolizei, #Staatspolizeileitstelle, #Berlin C2 #Grunerstraße 12, Ecke #Dircksenstraße

    A chaque fois que je me penche sur la question c’est une horreur. D’abord parce qu’il s’agit de voisins et relation de mon père puis ces listes évoquent le sort de familles entières et dessinent des histoires individuelles tragiques. Sur la feuille précise on lit après les noms de Hugo Ruschin et des membres de sa famille les noms de quatres enfants de #Auguststraße 46 déportés sans leurs parents dont le destin m’est inconnu. Ce sont des drames sans égal à cause du charactère technique et administratif de leur production. De véritables tragédies de l’age industriel moderne.

    Là nous vivons une époque qui voit de nouveau le triage médical. A Auschwits le médecin SS triait la majorité destinée immédiatement aux chambres à gaz de ceux qui semblaient assez solides pour être exploités jusqu’à ce que mort s’en suive.
    Là les médecins trient ceux qu’on laisse mourir dans les hôpitaux sous-équipés des heureux qu’on essaie de sauver alors que personne n’a encore compris cette maladie qui fait des ravages.

    Sachant que l’apparition de l’épidémie actuelle était prévue et qu’en même temps les fonctionnaires des associations de médecins et de l’industrie phamaceutique tout comme leur représentants dans les parlements européens faisaient leur possible pour réduire le nombre de lits et faciliter la délocalisation de la production de médicaments, une question s’impose. Est-ce qu’actuellement on vit dans une ère meilleure qu’en 39-45 ?
    Sans doute la réponse dépend du point de vue de la personne interrogée.

    Rogasen / Rogoźno
    https://www.openstreetmap.org/relation/2698549#map=11/52.7571/17.0041

    #Shoa #Holocaust #archives #Hugo_Ruschin #projekt_stolperstein #Gestapo #Vermögenverwertungsstelle

  • Stolpersteine in Berlin | Orte & Biografien der Stolpersteine in Berlin
    https://www.stolpersteine-berlin.de/biografie/8744


    Réponse à https://seenthis.net/messages/779205

    Eva Salinger
    VERLEGEORT Torstrasse 83
    BEZIRK/ORTSTEIL – Mitte
    VERLEGEDATUM 21.02.2019

    GEBOREN 21.08.1899 in Laskownica
    ZWANGSARBEIT Fabrikarbeiterin bei Pertrix Batteriefabrik
    DEPORTATION am 29.10.1941 von Berlin nach Lodz / Litzmannstadt
    WEITERE DEPORTATION am 04.05.1942 nach Chelmno / Kulmhof
    ERMORDET 04.05.1942 in Chelmno / Kulmhof

    Suite aux changements de nom consécutifs l’adresse Lothringer Straße 31est aujourd’hui situé à Torstraße 83 : Schönhauser Communication (ca. 1770-1832), Wollankstraße (1832-1873) , Lothringer Straße (1873-1951), Wilhelm-Pieck-Straße (1951-1994) , Torstraße (à partir de 1994)

    En l’exploitant dans son usine d’accumulateurs Pertrix la famille Quandt forcait Eva Salinger et plein d’autres a contribuer à son patrimoine. Avec ceci les Quandt sont denvenus la plus riche famille allemande d’aujourd’hui. La famille Quandt est surtout connue pour sa marque BMW . Pendant la guerre les batteries Pertrix se trouvaient dans chaque appareil militaire allemand. Pour le moment il n’y a pas de document qui explique pourquoi les bombardiers alliés évitaient systématiquement les usines Pertrix lors des bombardements des villes avoisinantes.On ne sait pas si les usines Pertrix ont été épagnées par hasard ou parce que les alliés avaient prévu de se servir de cette industrie moderne. On sait par contre que des négotiations sur le moment et l’endroit d’actions militaires alliés ont eu lieu en Suisse entre des émissaires du ministère de l’aviation allemand et des officiers alliés. S’il y a des traces écrites de ces entrevues dans les archives ils sera encore longtemps difficile dy accéder.

    Il se trouve qu’après la guerre les Quandt n’ont jamais été inquiétés. Ils ont vite commencé à vendre des batteries à l’armée britannique. Malgré les demandes officielles américaines l’adminstration britannique n’a jamais envoyéau tribunal de Nuremberg les documents requis sur les Quandt . Blanchis de tout soupçon Günther Quandt et ses fils ont pu garder leur patrimoine entier dont 80 millions de Dollars en 1946. Sans perdre du temps dans la case prison les Quandt ot pu repartier dans la corse au profit avec plusieurs longueurs d’avance sur les autres crminels de guerre principaux, à savoir les Flick, Krupp et managers de IG Farben.

    La mère du premier fils de Günther Quandt était Magda Goebbels. Le mariage de son ex avec le ministre de la propagande facilitait le dévelopIlpement des relations d’affaires des Quandt avec l’état nazi. On peut dire sans réserve que la fortune des Quand est le fruit direct des l’expolitation et de l’assassinat de dizanes de milliers de travailleurs esclaves.

    Das Schweigen der Quandts
    https://www.youtube.com/watch?v=l9hNjmJxc0U

    Quandt (Familie)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Quandt_(Familie)

    Quandt ist der Name einer deutschen Industriellenfamilie. Ihr Vermögen wurde 2007 auf 20 Milliarden Euro geschätzt. Die als öffentlichkeitsscheu geltenden Quandts nehmen aktuell (2014) mit 31 Mrd. € den Spitzenplatz auf der Liste der 500 reichsten Deutschen ein.

    Nürnberger Prozesse – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Prozesse#Die_zw%C3%B6lf_Nachfolgeprozesse

    Binnen drei Jahren fanden in der amerikanischen Besatzungszone und vor amerikanischen Militärgerichten zwölf weitere große Prozesse gegen NS-Kriegsverbrecher statt. ...

    Angeklagt waren insgesamt 185 Personen:

    39 Ärzte und Juristen (Fall I und III)
    56 Mitglieder von SS und Polizei (Fall IV, VIII und IX)
    42 Industrielle und Manager (Fall V, VI und X)
    26 militärische Führer (Fall VII und XII)
    22 Minister und hohe Regierungsvertreter (Fall II und XI)

    Subsequent Nuremberg trials - Wikipedia
    https://en.wikipedia.org/wiki/Subsequent_Nuremberg_trials

    Flick Trial
    https://en.wikipedia.org/wiki/Flick_Trial

    IG Farben Trial
    https://en.wikipedia.org/wiki/IG_Farben_Trial

    Krupp Trial
    https://en.wikipedia.org/wiki/Krupp_Trial

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Torstraße #Lothringer_Straße #histoire #nazis #BMW #Stolperstein

  • Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada - Erster Teil. Die Quangels
    https://gutenberg.spiegel.de/buch/jeder-stirbt-fur-sich-allein-10057/3

    1. Die Post bringt eine schlimme Nachricht

    Die Briefträgerin Eva Kluge steigt langsam die Stufen im Treppenhaus Jablonskistraße 55 hoch. Sie ist nicht nur deshalb so langsam, weil ihr Bestellgang sie ermüdet hat, auch weil einer jener Briefe in ihrer Tasche steckt, die abzugeben sie haßt, und jetzt gleich, zwei Treppen höher, muß sie ihn bei Quangels abgeben.
    ...
    Sie klingelt bei Persickes, sagt »Heil Hitler!« und gibt dem alten Saufkopp seinen Schulungsbrief. Er hat auf dem Rockaufschlag das Partei- und das Hoheitszeichen sitzen und fragt: »Wat jibt’s denn Neues?«

    Sie antwortet: »Haben Sie denn die Sondermeldung nicht gehört? Frankreich hat kapituliert.«
    ...
    Während Herr Persicke, von seiner Familie umstanden, sich in immer aufgeregteren Ausführungen ergeht und die ersten Schnäpse schon hinter die Binde zu gießen beginnt, ist die Briefträgerin in die Etage darüber hinaufgestiegen und hat bei den Quangels geklingelt. Sie hält den Brief schon in der Hand, ist bereit, sofort weiterzulaufen. Aber sie hat Glück, nicht die Frau, die meist ein paar freundliche Worte mit ihr wechselt, sondern der Mann mit dem scharfen, vogelähnlichen Gesicht, dem dünnlippigen Mund und den kalten Augen öffnet ihr. Er nimmt wortlos den Brief aus ihrer Hand und zieht ihr die Tür vor der Nase zu, als sei sie eine Diebin, vor der man sich vorzusehen hat.

    Eva Kluge zuckt nur die Achseln und geht wieder die Treppen hinunter. Manche Menschen sind eben so; solange sie die Post in der Jablonskistraße austrägt, hat der Mann noch nie ein einziges Wort zu ihr gesagt. Nun, laß ihn, sie kann ihn nicht ändern, hat sie doch nicht einmal den eigenen Mann ändern können, der mit Kneipensitzen und mit Rennwetten sein Geld vertut, und der zu Haus nur dann auftaucht, wenn er ganz abgebrannt ist.
    ...
    Damit ist sie in das nächste Haus gekommen und setzt dort ihren Bestellgang fort.

    Der Werkmeister Otto Quangel ist unterdes mit dem Feldpostbrief in die Stube gekommen und hat ihn auf die Nähmaschine gelegt. »Da!« sagt er nur. Er läßt seiner Frau stets das Vorrecht, diese Briefe zu öffnen, weiß er doch, wie sehr sie an ihrem einzigen Sohne Otto hängt. Nun steht er ihr gegenüber; er hat die dünne Unterlippe zwischen die Zähne gezogen und wartet auf das freudige Erglänzen ihres Gesichtes. Er liebt in seiner wortkargen, stillen, ganz unzärtlichen Art diese Frau sehr.

    Sie hat den Brief aufgerissen, einen Augenblick leuchtete ihr Gesicht wirklich; dann erlosch das, als sie die Schreibmaschinenschrift sah. Ihre Miene wurde ängstlich, sie las langsamer und langsamer, als scheute sie sich vor jedem kommenden Wort. Der Mann hat sich vorgebeugt und die Hände aus den Taschen genommen. Die Zähne sitzen jetzt fest auf der Unterlippe, er ahnt Unheil. Es ist ganz still in der Stube. Nun fängt der Atem der Frau an, keuchend zu werden.

    Plötzlich stößt sie einen leisen Schrei aus, einen Laut, wie ihn ihr Mann noch nie gehört hat. Ihr Kopf fällt vornüber, schlägt erst gegen die Garnrollen auf der Maschine und sinkt zwischen die Falten der Näharbeit, den verhängnisvollen Brief verdeckend.

    Quangel ist mit zwei Schritten hinter ihr. Mit einer bei ihm ganz ungewohnten Hast legt er seine große, verarbeitete Hand auf ihren Rücken. Er fühlt, daß seine Frau am ganzen Leibe zittert. »Anna!« sagt er. »Anna, bitte!« Er wartet einen Augenblick, dann wagt er es: »Ist was mit Otto? Verwundet, wie? Schwer?«

    Das Zittern geht fort durch den Leib der Frau, aber kein Laut kommt von ihren Lippen. Sie macht keine Anstalten, den Kopf zu heben und ihn anzusehen.

    Er blickt auf ihren Scheitel hinunter, er ist so dünn geworden in den Jahren, seit sie verheiratet sind. Nun sind sie alte Leute; wenn Otto wirklich was zugestoßen ist, wird sie niemanden haben und bekommen, den sie liebhaben kann, nur ihn, und er fühlt immer, an ihm ist nicht viel zum Liebhaben. Er kann ihr nie und mit keinem Wort sagen, wie sehr er an ihr hängt. Selbst jetzt kann er sie nicht streicheln, ein bißchen zärtlich zu ihr sein, sie trösten. Er legt nur seine schwere Hand auf ihren dünnen Scheitel, er zwingt sanft ihren Kopf hoch, seinem Gesicht entgegen, er sagt halblaut: »Was die uns schreiben, wirst du mir doch sagen, Anna?«

    Aber obwohl jetzt ihre Augen ganz nahe den seinen sind, sieht sie ihn nicht an, sondern hält sie fest geschlossen. Ihr Gesicht ist gelblichblaß, ihre sonst frischen Farben sind geschwunden. Auch das Fleisch über den Knochen scheint fast aufgezehrt, es ist, als sähe er einen Totenkopf an. Nur die Wangen und der Mund zittern, wie der ganze Körper zittert, von einem geheimnisvollen inneren Beben erfaßt.

    Wie Quangel in dies vertraute, jetzt so fremde Gesicht schaut, wie er sein Herz stark und stärker schlagen fühlt, wie er seine völlige Unfähigkeit spürt, ihr ein bißchen Trost zu spenden, packt ihn eine tiefe Angst. Eigentlich eine lächerliche Angst diesem tiefen Schmerz seiner Frau gegenüber, nämlich die Angst, sie könne zu schreien anfangen, noch viel lauter und wilder, als sie eben schrie. Er ist immer für Stille gewesen, niemand sollte etwas von Quangels im Haus merken. Und gar Gefühle laut werden lassen: nein! Aber auch in dieser Angst kann der Mann nicht mehr sagen, als er vorhin schon gesagt hat: »Was haben sie denn geschrieben? Sag doch, Anna!«

    Wohl liegt der Brief jetzt offen da, aber er wagt nicht, nach ihm zu fassen. Er müßte dabei den Kopf der Frau loslassen, und er weiß, dieser Kopf, dessen Stirne schon jetzt zwei blutige Flecke aufweist, fiele dann wieder gegen die Maschine.

    Er überwindet sich, noch einmal fragt er: »Was ist denn mit Ottochen?«

    Es ist, als habe dieser vom Manne fast nie benutzte Kosename die Frau aus der Welt ihres Schmerzes in dieses Leben zurückgerufen. Sie schluckt ein paarmal, sie öffnet sogar die Augen, die sonst sehr blau sind und jetzt wie ausgeblaßt aussehen. »Mit Ottochen?« flüstert sie fast. »Was soll denn mit ihm sein? Nichts ist mit ihm, es gibt kein Ottochen mehr, das ist es!«

    Der Mann sagt nur ein »Oh!«, ein tiefes »Oh!« aus dem Innersten seines Herzens heraus. Ohne es zu wissen, hat er den Kopf seiner Frau losgelassen und greift nach dem Brief. Seine Augen starren auf die Zeilen, ohne sie noch lesen zu können.

    Da reißt ihm die Frau den Brief aus der Hand. Ihre Stimmung ist umgeschlagen, zornig reißt sie das Briefblatt in Fetzen, in Fetzchen, in Schnitzelchen, und dabei spricht sie ihm überstürzt ins Gesicht: »Was willst du den Dreck auch noch lesen, diese gemeinen Lügen, die sie allen schreiben? Daß er den Heldentod gestorben ist für seinen Führer und für sein Volk? Daß er ein Muster von ’nem Soldaten und Kameraden abgab? Das willst du dir von denen erzählen lassen, wo wir doch beide wissen, daß Ottochen am liebsten an seinen Radios rumgebastelt hat, und weinen tat er, als er zu den Soldaten mußte! Wie oft hat er mir in seiner Rekrutenzeit gesagt, daß er lieber seine ganze rechte Hand hergäbe, bloß um von denen loszukommen! Und jetzt ein Muster von Soldat und Heldentod! Lügen, alles Lügen! Aber das habt ihr angerichtet mit eurem elenden Krieg, du und dein Führer!«

    Jetzt steht sie vor ihm, die Frau, kleiner als er, aber ihre Augen sprühen Blitze vor Zorn.

    »Ich und mein Führer?« murmelt er, ganz überwältigt von diesem Angriff. »Wieso ist er denn plötzlich mein Führer? Ich bin doch gar nicht in der Partei, bloß in der Arbeitsfront, und da müssen alle rein. Und gewählt haben wir ihn ein einziges Mal, alle beide.«

    Er sagt das in seiner umständlichen, langsamen Art, nicht so sehr, um sich zu verteidigen, als um die Tatsachen klarzustellen. Er versteht noch nicht, wie die Frau plötzlich zu diesem Angriff gegen ihn kommt. Sie waren doch immer eines Sinnes gewesen ...

    Aber sie sagt hitzig: »Wozu bist du denn der Mann im Haus und bestimmst alles, und alles muß nach deinem Kopf gehen, und wenn ich nur einen Verschlag für die Winterkartoffeln im Keller haben will: er muß sein, wie du willst, nicht wie ich will. Und in einer so wichtigen Sache hast du falsch bestimmt! Aber du bist ein Leisetreter, nur deine Ruhe willst du haben und bloß nicht auffallen. Du hast getan, was sie alle taten, und wenn sie geschrien haben: ›Führer befiehl, wir folgen!‹, so bist du wie ein Hammel hinterhergerannt. Und wir haben wieder hinter dir herlaufen müssen! Aber nun ist mein Ottochen tot, und kein Führer der Welt und auch du nicht bringen ihn mir wieder!«

    Er hörte sich das alles ohne ein Widerwort an. Er war nie der Mann gewesen, sich zu streiten, und er fühlte es zucken, daß nur der Schmerz aus ihr sprach. Er war beinahe froh darüber, daß sie ihm zürnte, daß sie ihrer Trauer noch keinen freien Lauf ließ. Er sagte nur zur Antwort auf diese Anklagen: »Einer wird’s der Trudel sagen müssen.«

    Die Trudel war Ottochens Mädchen gewesen, fast schon seine Verlobte; zu seinen Eltern hatte die Trudel Muttchen und Vater gesagt. Sie kam abends oft zu ihnen, auch jetzt, da Ottochen fort war, und schwatzte mit ihnen. Am Tage arbeitete sie in einer Uniformfabrik.

    Die Erwähnung der Trudel brachte Anna Quangel sofort auf andere Gedanken. Sie warf einen Blick auf den blitzenden Regulator an der Wand und fragte: »Wirst du’s noch bis zu deiner Schicht schaffen?«

    »Ich habe heute die Schicht von eins bis elf«, antwortete er. »Ich werd’s schaffen.«

    »Gut«, sagte sie. »Dann geh, aber bestell sie nur hierher und sag ihr noch nichts von Ottochen. Ich will’s ihr selber sagen. Dein Essen ist um zwölfe fertig.«

    »Dann geh ich und sag ihr, sie soll heute abend vorbeikommen«, sagte er, ging aber noch nicht, sondern sah ihr ins gelblichweiße, kranke Gesicht. Sie sah ihn wieder an, und eine Weile betrachteten sie sich so schweigend, die beiden Menschen, die an die dreißig Jahre miteinander verbracht hatten, immer einträchtig, er schweigsam und still, sie ein bißchen Leben in die Wohnung bringend.

    Aber so sehr sie sich jetzt auch anschauten, sie hatten einander kein Wort zu sagen. So nickte er und ging.

    Way: ‪Jablonskistraße‬ (‪4615029‬) | OpenStreetMap
    https://www.openstreetmap.org/way/4615029

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Jablonskistraße #Literatur #Nazis

  • Finnischer Nazi: Der SS-Wirt von Prenzlauer Berg | Berliner-Kurier.de
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/waffen--helm--hakenkreuz-der-ss-wirt-von-prenzlauer-berg-32267708

    Ungenauigkeiten und Geschichtsklitterung überall. Der Kneipenwirt Pekka Kääriäinen (der Einfachheit halber PK genannt) und sein Verein Veljesapu-Perinneyhdistysry (Abkürzung VP, nicht zu verwechseln mit der Volkspolizei, die es nicht mehr gibt.) finden Nazisein schick, weil das antikommunistisch ist, und die Kommunisten, besonders die aus Russland, irgendwie gegen die Finnen waren, und der Berlinspezialist vom Berliner Kurier macht aus der finnischen Nazikneipe in der Göhrener Straße eine „Kneipe am Helmholtzplatz“.

    Vielleicht ist das gut gemeint, damit keiner das Naziloch findet und da Geld ausgibt. Das wars dann aber mit dem Antifaschismus von Hauptstatdtzeitung Nummer 5, und der ist dann auch noch genauso ungefähr wie die Ortsangabe zur Kneipe.

    Nazis raus? Aber nein, wir sind doch keine Ausländerfeinde. Passt irgendwie zu Berlin, der antikommunistischsten Hauptstadt westlich von Warschau.

    24.03.19 - Berlin - Er betreibt eine Kneipe am Helmholtzplatz und war bis vor Kurzem Chef eines SS-Traditionsvereins. Ist Pekka Kääriäinen ein Nazi-Fan?

    So ein Fall im vornehmen Prenzlauer Berg! Hunderte Protest-Flyer wurden in der Nachbarschaft verteilt, es gab am Freitag eine Info-Veranstaltung für Anwohner.

    Dem finnischen Verein „Veljesapu-Perinneyhdistysry“ (Bruderhilfe) wird vorgeworfen, die SS zu verharmlosen. Er erinnert an 1400 Finnen, die im Zweiten Weltkrieg an der Seite der Nazis kämpften.

    Letzteres bestätigt Pekka Kääriäinen sogar selbst dem KURIER. Der Finne betreibt die schicke Brauereikneipe „Bryggeri Helsinki“ in der Göhrener Straße, direkt am Helmi. Und war bis vor wenigen Tagen erster Vorsitzende des Vereins. Er musste zurücktreten, weil der Sturm der Entrüstung über ihn hereingebrochen war.

    Runen und SS-Zeichen

    Auf der Homepage des finnischen Vereins fand das „Bündnis gegen Rechts“ Runen und SS-Zeichen, die inzwischen gelöscht wurden. Die Menüpunkte auf der Seite sind immer noch kleine Eiserne Kreuze.

    Auf Fotos im Netz zeigt sich Kääriäinen mit Waffen, veröffentlicht selbst Bilder von einem Flugzeug mit Hakenkreuz. Außerdem existieren Aufnahmen, auf denen der Wirt einen SS-Helm in der Hand hat. Die Fotos sind noch im Netz verfügbar. „Das ist der Helm von meinem Vater, auch er war in der SS“, sagt der 62-jährige Wirt.

    In der Kneipe ist nichts von irgendwelchen Nazi-Symbolen zu sehen. Alles macht einen gutbürgerlichen und bierseligen Eindruck. Am heutigen Sonntag gibt es Pancakes. Einer der Vorpächter ist der Schauspieler Daniel Brühl (40).

    So eine bürgerliche Doppelstruktur gibt es unter Rechten häufiger. David Kiefer vom „Bündnis gegen Rechts sagt: „Auch wenn in der Kneipe selbst nichts auf eine Verherrlichung des Nationalsozialismus hinweist, ist es für uns in keiner Form hinnehmbar, dass jemand, der in einem SS-Traditionsverein ist, ein Geschäft in Berlin betreibt.“

    Pekka Kääriäinen entschuldigt sich: „Die Runen und SS-Zeichen auf der Homepage tun mir leid. Ich bin kein Nazi und kein Nazi-Sympathisant. Das ist ein Veteranen-Verein.“ Das Hakenkreuz auf dem Flugzeug sei ein finnisches. Zu den Fotos mit den Waffen sagte er: „Ich bin Jäger, hobbymäßig.“

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Göhrener_Straße #Gaststaätte #Nazis #Finnland

  • Berliner Sechstagerennen – Berlin.de
    https://www.berlin.de/events/2097425-2229501-berliner-sechstagerennen.html


    Nix mehr Sportpalast, nix mehr mit roochen, fast keene Steha mehr, Gangsta erst recht nich, dafür Familientag, kann ja nix werden. Im Velodrom, #Paul-Heyse-Straße 26, 10407 Berlin.

    24. bis 29. Januar 2019

    Beim 108. Sechstagerennen können sich alle Radsport-Begeisterten auch in diesem Jahr wieder darauf freuen, Radsportler in den Sixdays-Wettbewerben sowie in den Sprint- und Steher-Turnieren zu erleben und spannende Rennen zu sehen.

    Die letzte große Steher-Bühne bröckelt - Sport - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/sport/article216315981/Die-letzte-grosse-Steher-Buehne-broeckelt.html

    Zwei Abende, zwei Auftritte nur noch, mehr ist nicht geblieben von dieser Sixdays-Tradition. „Das ist für den Stehersport in Deutschland schade“, sagt Franz Schiewer. Der Cottbuser ist einer der sechs Athleten im Feld, Europameister in dieser Disziplin. „Berlin war immer ein Highlight für jeden Steher, wenn wir da an einem Sonnabend vor 10.000 Leuten gefahren sind. Das haben wir sonst nicht“, erzählt Schiewer. Steher sind kleines Publikum gewohnt. Berlin war die große Ausnahme, hier wurden sie für gut eine Woche aus ihrer Nische geholt.

    Steherrennen – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Steherrennen

    Steher (veraltet Dauerfahrer) werden Radrennfahrer genannt, die in einem dauerhaft hochgehaltenen Tempo über längere Distanzen (50 oder 100 Kilometer) auf einer Radrennbahn fahren.

    Heutzutage sind Steherrennen Bahnrennen, bei denen der Radrennfahrer (der Steher) hinter einem Motorrad im Windschatten fährt. Dazu werden speziell für diesen Zweck ausgerüstete Schrittmacher-Maschinen benutzt, die dem Radrennfahrer vorausfahren und ihm Windschatten geben. Der Fahrer des Motorrades, Schrittmacher genannt, steht auf Fußrasten der Maschine (davon leitet sich aber nicht der Name der Disziplin ab, siehe unten), damit dieser einen möglichst großen Windschatten erzeugt. Anstelle der Sitzbank sind die Motorräder mit einer höher gelegten Stütze und verlängerten Lenkerenden ausgestattet. Bei Steherrennen werden Geschwindigkeiten von teilweise über 100 km/h erzielt und auch über längere Abschnitte gehalten.

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Sport #Schöneberg #Sportpalast #Potsdamer_Straße

  • Lectures géographiques d’un journaliste français à Berlin

    http://journals.openedition.org/echogeo/16427

    Je suis très curieux de savoir ce que @klaus pense de cet entretien... C’est un journaliste du Monde (personne n’est parfait) qui raconte son expérince urbaine alors qu’il est correspondant du journal.

    Après des études à l’École Normale Supérieure de la rue d’Ulm et à Sciences Po Paris, titulaire d’une agrégation d’histoire puis d’une thèse en histoire contemporaine, Thomas Wieder devient journaliste au Monde dans le service politique, puis son correspondant en Allemagne à partir de 2016. Son témoignage montre quelle place a la géographie dans son métier et éclaire sur une géographie citadine qui mobilise au quotidien représentations héritées de la ville, analyses statistiques, espaces repères, comparaisons avec Paris, rapport singulier aux distances.

    #berlin #urban_matter

    • L’excès de voiturisme à Berlin ...

      7 -
      ... c’est une ville où la circulation automobile demeure encore aujourd’hui beaucoup plus fluide qu’à Paris, de sorte qu’on peut envisager de la traverser pratiquement d’un bout à l’autre en mettant le temps qu’il faut aujourd’hui à Paris pour se rendre dans un arrondissement voisin.

      ... m’a fait échanger la voiture contre la moto. La description idyllique est datée, là c’est le bouchon permanent á cause d’une politique de transition chaotique de la ville automobile à la ville-où-on-ne-sait-pas-comment-se-déplacer.

      Mais il est vrai qu’à Paris c’est le vélo qui s’impose si on veut se déplacer vite et sans les inconvéniants du métro. Berlin par contre est trop grand pour les adeptes du cyclisme moins fanatiques. J’ai une connaissance qui y fait chaque jour deux fois 15 km á travers la circulation dense. Elle est bien en forme, mais elle dévéloppe un côté agressiv pas très agréable.

      Je n’ai pas encore tout lu.

    • euh ...

      Certes, les loyers restent encore bien moins chers qu’à Paris

      ... c’est encore vrai pour les quartiers en dehors du centre dont la surface correspond à celle de Paris intra muros .
      cf. https://seenthis.net/messages/747182


      Le problème : tout est déjà pris. À l’exception de ceux qui disposent d’un patrimoine assez comfortable pour être en position de pouvoir choisir entre l’achat et la location d’un appartement, les berlinois ne déménagent plus. Seule execption pour les indigènes : passer à côté de la file d’attente parce qu’on a des relations.

      Pour les nouveaux arrivants il y a deux types de solution pour se loger :

      1. Tu es plus ou moins pauvre

      a) Tu dors dans la rue. C’est le cas des européens de l’Est peu qualifiés qui prèrent vivre à la rue Berlin à la mort dans le froid de leur ville d’origine. C’est également le cas des victimes du système Dublin privés de statut officiel.

      b) Tu deviens coloc dans un appartement trop cher pour son locataire. Pour la majorité des étudiants et jeunes employés étrangers c’est la première étape pour se faire une vie à Berlin.

      c) Tu t’inscris sur les listes d’attente de bailleurs municipaux et associatons de copropriété peu chers. Tu aura un appartement quelques années plu tard.

      2. Tu es détenteur d’un patrimone

      a) Tu loues plus cher que tes revenus actuels te le permettent et tu consommes tes épargnes en espérant trouver un travail mieux payé.

      b) Tu achètes ou tu loues prèsque au prix parisien. Là c’est pour tout de suite ou prèsque.

      c) Tu es très riche. Pour toi Berlin est un bain de jouvence qui va rajeunir et toi et tes investissements.

    • C’est vrais ...

      6 -
      7 - Depuis longtemps Berlin se revendique comme ville de « mixité sociale ».

      ... mais la Berliner Mischung date d’une époque quand le propriétaire vivait au premier étage derrière la belle facade de son immeuble qui s’étandait sur parfois sur 10 cours intérieures de plus en plus insalubres où s’entassaient les prolétaires qui travaillaient dans les petites usines et manufactures du bloc.

      Cette forme de cohabiation sociale n’a plus de raison d’être économique. Elle a continué à exister à Berlin après la guerre et a survécu les années 1970 quand cette forme de vie a disparu. C’était dû au côté château de la belle au bois dormante qu’avait la ville pendant la séparation entre Est et Ouest.

      La mixité sociale d’aujourd’hui est alors un projet politique qui veut améliorer la sécurité et la qualité de vie pour les habitants mais plutôt que de s’imposer il faut un grand effort de la gauche pour la défendre et lui donner une nouvelle raison d’être.

      cf. https://de.wikipedia.org/wiki/Meyers_Hof

    • 5 - (TW). Je suis arrivé à Berlin à l’été 2016.

      Quand Thomas Wieder arrive à Berlin la ville est en pleine crise migratoire. La situation dans le centre d’acceuil pour réfugiés sur les lieux de l’ancien hôpital de Moabit resssemble à un camps au milieu du désert. La réaction des institutions municipales face aux événements est aussi confuse que celle des administrations à Berlin-Est à partir du mois de novembre 1989. D’abord on essaie de tout régler comme prévu alors qu’il n’y a plus rien de prévisible, ensuite on abandonne son poste ou essaie de trouver des solutions improvisées.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCchtlingskrise_ab_2015_in_Deutschland

      Dans les deux années après son installation la ville change radicalement parce que les conséquences de la spéculation immobière commencent à se sentir de plus en plus et l’arrivé de nouveaux habitants du monde entier sur le marché du travail a des répercussions sur toute structure en place.

      La modification des quartiers accélère encore. Au fur et à mesure la gentrification s’étend à tous les endroits épargnés jusqu’à cette période.

    • La chute des murs de Jéricho
      http://www.interbible.org/interBible/caravane/voyage/2007/voy_070126.html
      C’est une belle histoire ...

      (Jos 6,2-5) : Josué et ses hommes devaient faire le tour de Jéricho une fois par jour pendant six jours, accompagnés de sept prêtes portant l’Arche d’alliance et sept trompettes en corne de bélier, puis effectuer sept tours de la ville le septième jour, après quoi les prêtres devaient sonner de leurs trompettes, le peuple pousser un grand cri, et alors les murs de Jéricho s’effondreraient.

      ... qui a été entièrement inventée.

      D’ailleurs si les Israélites avaient décidé de prendre la ville, ils n’auraient pas eu besoin d’en faire sept fois le tour pour s’apercevoir que Jéricho avait déjà été détruite depuis longtemps... En effet, l’archéologie montre qu’à l’époque présumée de l’épisode, Jéricho était déjà en ruines et n’était plus habitée depuis environ trois siècles.

      Ce qui est vrai en ce qui concerne Jericho l’est encore davantage pour Berlin. Il n’y a jamais eu de chute du Mur . Après des protestations le gouvernement de la RDA arrête de refuser à ses citoyens de quitter le pays comme il bien leur semble. Pendant ce processus politique assez mal géré - pour éviter des victimes - les gardes frontière acceptent le soir du 9 novembre 1989 de laisser passer tout le monde.

      L’expression chute du Mur est un terme de la guerre froide inspiré par un mythe biblique. Elle suggère l’intervention d’une force providentielle à l’origine d’événements sociaux, politiques et économiques. Cette vision idéologique des événements sert à cacher les véritables forces et mobiles afin de nous empêcher d’utiliser les leçons historiques pour « faire tomber » des régimes en place actuellement.

      9 - ... les ex-quartiers de Berlin-Est sont ceux qui ont le plus évolué en trente ans. Délaissés à la chute du Mur, certains ont rattrapé voire dépassé certains quartiers de l’Ouest en termes de gentrification, comme Prenzlauer Berg et Mitte qui ont perdu tout le caractère « alternatif » qu’ils avaient dans les années 1990 et encore au début des années 2000. Aujourd’hui, ce processus de gentrification s’étend à d’autres quartiers de l’ex Berlin-Est plus périphériques, comme Pankow (au Nord) ou Friedrichshain (à l’Est).

      Les lieux dits alternatifs à Berlin sontun peu cachés. Ce sont des îlots qui témoigent d’une époque passé. Ce constat concerne la ville entière.

      La meilleure source pour se rendre compte de quoi on parle quand on évoque le mouvement alternatif à Berlin, c’est une carte du mouvement des squats entre 1070 et aujourd’hui.
      https://seenthis.net/messages/739643

      Sous les coups des gentrificateurs il est d’autant plus important de conserver et propager les leçons apprises par l’avènement et la disparition de structures autonomes libertaires à Berlin-Ouest. Ceci est aussi important que la conservation des expériences et leçons appris à travers la tentative de réaliser un socialisme autoritare à l’Est.

      #socialisme #mouvement_alternatif

    • Là encore le journaliste raconte l’histoire de Berlin, l’ex-ville-du-mur . Cette approche est erronnée car elle met l’accent sur un bref interlude historique qui n’est aujourd’hui qu’une USP (unique selling proposition) de la part de l’office du tourisme municipal. Berlin est l’ancienne et l’actuelle capitale de la plus grande puissence politique et ećonomique en Europe centrale et continue son développement suivant ce paradigme.

      - 10 Près de trente ans après la chute du Mur, l’Est et l’Ouest continuent néanmoins de charrier des clichés qui leur sont propres. Ainsi, l’Ouest a toujours la réputation d’être plus bourgeois et résidentiel à cause de certains quartiers comme Charlottenburg ou Grünewald, mais cela ne doit pas faire oublier le fait que certains des quartiers les plus pauvres et cosmopolites du Berlin d’aujourd’hui, comme Neukölln, au sud, ou Wedding, étaient jadis à l’Ouest du Mur…

      Les deux facteurs principaux pour le développment des villes européennes sont d’ordre géographique y compris de climat et sociologique avec les facteurs économiques comme moteur de propulsion.

      Initialement Berlin est constitué de quelques maisons autour d’une île . Cette configuration structurelle ne change pas pendant des siècles jusqu’au début de l’industralisation.

      Depuis les vents de l’ouest courants et la pollution des cheminées industrielles et d’habitation font fuir la bonne société vers l’ouest. C’est ainsi qu’à Berlin et à Londres prospèrent les beaux quartiers appellées Westend . A l’est de la ville se développe une ceinture d’habitations ouvrières et d’usines exposée aux nuages noirs polluantes. Cette situation reste inchangeée jusqu’à la disparition des industries berlinoises après 1989 et le remplacement de la quasi totalité des chauffages « prussiennes » au charbon dans les années 1990. Encore au début de cette décennie on sentait l’arrivée de l’hiver par son odeur de charbon brulé et de soufre.

      Voici la raison principale pour la popularité de #Moabit, #Wedding, #Gesundbrunnen, #Prenzlauer_Berg, #Friedrichshain, #Kreuzberg et #Neukölln : Depuis l’an 2000 on peut y respirer librement pour la première fois depuis 150 ans.

      En réalité, certains quartiers qui se trouvaient de part et d’autre du Mur se sont rapprochés avec le temps. Ainsi de Kreuzberg (Ouest) et Friedrichshain (Est), qui constituent aujourd’hui un seul et même arrondissement et présentent une assez grande homogénéité sociale, culturelle et politique : aux élections régionales de 2016, les Verts y ont ainsi obtenu environ 30 % des voix, bien plus que partout ailleurs à Berlin.

      Thomas Wieder parle ici de l’arrondissement Friedrichshain-Kreuzberg, ces quartiers pas seulement séparés par le mur mais par la rivière de la Spree. J’ai de fortes doutes s’il sont vraiment aussi homogènes comme il dit. Quand on regarde de près la carte des résultats électoraux on y identifie des disparité remarquables. Je commence à douter encore plus de sa description quand je regarde aussi l’autre arrondissements unique d’aujourd’hui dont les quartiers font partie des deux Berlin jusqu’en 1989.

      On risque de se tromper sur Fredrichshain et Kreuzberg, mais à Berlin Mitte on constate une situation complètement disparate. C’est une combinaison de Gesundbrunnen (ouest), Wedding (ouest), Moabit (ouest), Tiergarten (ouest) et Mitte (est). Gesundbrunnen , Wedding et Moabit sont des quartiers ouvriers « rouges », Tiergarten est un quartier chic et bourgeois à toutes les époques, Mitte est traditionellement l’endroit avec le plus de disparités sociales imaginables. Le Kaiser y vit à quelques centaines de mètres des juifs de l’Est les plus pauves d’Allemagne. Cette disparité sociale continue à marquer le centre de Berlin au sein des quartiers comme au niveau de sa structure générale.

    • Il a parfaitement raison quand il décrit l’implémentation des quartiers #Potsdamer_Platz et #Regienrungsviertel.

      - 12
      – 13 ... c’est un espace quasi autonome, où l’on n’a aucune raison de se rendre au quotidien. Une sorte d’espace à part, beaucoup moins intégré à la vie quotidienne que ne le sont les lieux du pouvoir politique à Paris.

      Chacun des quartier est le fruit de quelques réunions au plus haut niveau du pouvoir sans la moinde concertation ou participation des berlinois.

      C’est surtout le chancelier Helmut Kohl qui y impose sa vision de la capitale allemandes. La nation, c’est à dire tout le monde y compris les gens simples, ne compte pas. Dans les momente historiques décisifs c’est ou la révolution ou la dictature. Les joyaux de la « Berliner Republik » expriment la volonté des détenteurs du pouvoir de prendre des décisions rapidement afin de ne pas être incommodé par cet animal capricieux qu’est le peuple.

    • On parle, ...

      - 18 (TW). La part des étrangers est très variable selon les quartiers de Berlin. Cela a toujours été le cas, certains quartiers comme Kreuzberg ayant accueilli de très longue date un nombre important d’immigrés, turcs en particuliers. On estime à environ 80 000 le nombre de demandeurs d’asile arrivés à Berlin entre 2015 et 2017. Même si certains quartiers en ont accueilli plus que d’autres (Neukölln, au sud-est de la ville, par exemple), leur arrivée n’a pas fondamentalement changé l’image de la ville.

      Il faudrait préciser et paler des raisons pour la présence massive des turcs et squatteurs `Kreuzberg etc.

      Mixité sociale, immigration ... au fond il ne dit rien du tout mais recrache des bribes d’infos dont on pourrait faire une critiques, mais #bof ...

  • Straßenverzeichnis von Prenzlauer Berg
    http://www.jurkun.de/strasse.htm

    Wie viele sicher wissen, waren auf meiner Seiten neben vielen Fotos auch detaillierte Hintergrundinformationen zu jedem einzelnen Straßennamen in Prenzlauer Berg zu finden.
    Bisher war mir vom Luisenstädtischen Bildungsverein e.V. freundlicherweise gestattet worden, diese Informationen ohne Einschränkung zu verwenden. Nun wurde das gesamte Datenmaterial des Vereins von der kaupert media GmbH übernommen und mir ist im Zuge dessen die uneingeschränkte Nutzung dieser Texte verboten worden. Als Kompromiss wurde mir angeboten, meine Seite mit dem kommerziellen Portal von kaupert zu verlinken; dies widerspricht jedoch dem nicht-kommerziellen Gedanken meiner Seite. Bitte holt euch die Infos zu den Straßennamen bei wikipedia (alle Links wurden schon gesetzt). Wieder einmal hat der Kommerz gegen den Idealismus gesiegt.
    Gruß, Mike

    Vergessene Straßennamen mit a
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-a.htm
    Vergessene Straßennamen mit b
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-b.htm
    Vergessene Straßennamen mit c
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-c.htm
    Vergessene Straßennamen mit d
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-d.htm
    Vergessene Straßennamen mit e
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-e.htm
    Vergessene Straßennamen mit f
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-f.htm
    Vergessene Straßennamen mit g
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-g.htm
    Vergessene Straßennamen mit h
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-h.htm
    Vergessene Straßennamen mit j
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-j.htm
    Vergessene Straßennamen mit k
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-k.htm
    Vergessene Straßennamen mit l
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-l.htm
    Vergessene Straßennamen mit m
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-m.htm
    Vergessene Straßennamen mit n
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-n.htm
    Vergessene Straßennamen mit o
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-o.htm
    Vergessene Straßennamen mit p
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-p.htm
    Vergessene Straßennamen mit r
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-r.htm
    Vergessene Straßennamen mit s
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-s.htm
    Vergessene Straßennamen mit t
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-t.htm
    Vergessene Straßennamen mit v
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-v.htm
    Vergessene Straßennamen mit w
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-w.htm
    Vergessene Straßennamen mit y
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-y.htm
    Vergessene Straßennamen mit z
    http://www.jurkun.de/strassen/vergess-z.htm

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Straßenumbenennung

  • Berlin-Prenzlauer Berg: Der Pappelpark spaltet eine Gemeinde - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-prenzlauer-berg-der-pappelpark-spaltet-eine-gemeinde/20875010.html
    Sankt Florian in Berlin

    Der Streit beginnt schon mit den Begriffen. „Pappelpark sagen nur die, die uns schaden wollen“, sagt Anne-Kathrin Pauk, die zweite Vorsitzende der Freireligiösen Gemeinde in Prenzlauer Berg. „Richtig heißt es Friedhofspark an der Pappelallee.“

    Der ehemalige Friedhof ist der ganze Stolz der Freireligiösen Gemeinde, eines humanistischen Vereins, der sich im 19. Jahrhundert gegründet hat. Die Gemeinde will den Friedhofspark unbedingt erhalten – und überlegt gerade deshalb einen Teil des Areals zu bebauen.

    Denn der Gemeinde fehlt das Geld, um den wichtigsten Gedenkort der deutschen humanistischen Bewegung instand zu halten. Gegen die Bebauung eines schmalen Streifens entlang der Lychener Straße regt sich aber nun Widerstand in der Nachbarschaft. Die Anwohner haben den alten Friedhof längst als Erholungsort liebgewonnen.

    Der Gründer der Bürgerinitiative war früher selbst in der Gemeinde
    Eine Bürgerinitiative wehrt sich deshalb gegen die Bebauung und will den „Pappelpark“ in Gänze erhalten. Was die Freireligiösen besonders erzürnt: Der Gründer der Pappelpark-Initiative ist ausgerechnet eine ehemaliges Gemeindemitglied.

    Ein knappes halbes Jahr hat Thomas Reimer am Gemeindeleben teilgenommen, die Debatte über die Bebauung beobachtet und Fotos von Plänen gemacht. Im Gründungsaufruf seiner Initiative wirft er der Gemeinde vor, mehr an einem lukrativen Geschäft als an dem Gartendenkmal Friedhofspark interessiert zu sein.

    Das Bauprojekt nennt er „kläglich“, weil damit der Park zu einer Seite hin abgeriegelt werde, nur um auf möglichst viele Jahre Erbpacht zu kassieren.

    Reimer verdrehe die Tatsachen, heißt es dazu aus der Gemeinde. „Herr Reimer tut so, als würden wir morgen anfangen zu bauen, dabei ist das noch ein ungelegtes Ei.“ Noch sei gar nicht sicher, ob die Gemeinde überhaupt bauen wolle, sagt Anne-Kathrin Pauk. Und die Bebauungspläne, die Reimer bei der Gründung seiner Initiative präsentiert hätte, seien längst obsolet.

    Die Gemeinde fühlt sich ausspioniert
    Von Thomas Reimer, der in der Gemeinde als Röderich Reimer bekannt ist, fühlt sich Pauk auch persönlich hintergangen. „Herr Reimer hat so getan, als würde er sich für unsere Arbeit interessieren, nur um uns auszuspionieren, und überzieht uns nun mit falschen Vorwürfen.“

    So habe Reimer behauptet, dass die meisten der gut 30 Gemeindemitglieder im Westen leben würden und vor allem an Profit orientiert seien. Und das nur, weil die Gemeinde von ihrer Mannheimer Partnergemeinde etwas unterstützt werde.

    Pauk wirft Reimer vor, seinerseits persönliche Interessen zu verfolgen. „Er wohnt gegenüber dem Friedhofspark. Ihm geht es nur darum, dass seine Aussicht nicht verbaut wird.“ Das könne sie zwar verstehen, es sei aber kein Grund, Gerüchte zu verbreiten.

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Pappelallee #Stadtentwicklung

  • Gentrifizierung in Prenzlauer Berg: Was geschieht, wenn die Mittelschicht verdrängt wird? | Berliner Zeitung
    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/monopoly-in-prenzlauer-berg-was-geschieht--wenn-die-mittelschicht-v

    15.10.17
    In Prenzlauer Berg, dem Sehnsuchtsort gut situierter Öko-Großstädter, beschleunigen sich die Umwälzungen: Wie in einem Versuchslabor lässt sich dort beobachten, was passiert, wenn sich die Wucht des Immobilienbooms, internationales Finanzkapital und der Hype um den Szene-Kiez gegenseitig verstärken.

    „Man kann in Prenzlauer Berg keine großen Sprünge mehr machen, indem man die Miete im Bestand erhöht – da liegen die meisten schon am oberen Ende“, sagt Andrej Holm, Stadtsoziologe an der Humboldt-Universität, „also bleiben nur Neuvermietung oder die Umwandlung in Eigentumswohnungen.“

    Schon heute lägen die Mieten in den angesagten Gegenden bei Preisen um neun Euro, sagt Holm – bei Neuvermietungen würden schon mal bis zu 16 Euro pro Quadratmeter verlangt. „Super-Gentrifizierung“ ist der Begriff, den Stadtforscher geprägt haben, er wurde bisher vor allem auf die Zustände in London angewendet.

    Inzwischen gibt es auch in Berlin Viertel, in denen die Verdrängung Gutverdienende trifft – Menschen mit kleinerem Einkommen gibt es in Prenzlauer Berg ohnehin kaum noch. In den sanierten Kiezen am Kollwitz- und Helmholtzplatz soll die Akademiker-Quote inzwischen bei 75 Prozent liegen.

    „Wir sind schutzlos“

    Der Marktdruck macht sich zunehmend auch in den Teilen des Bezirks bemerkbar, wo sich eine gemischte Bewohnerschaft halten konnte. In der Varnhagenstraße zum Beispiel leben noch Rentner, Geringverdiener, Alleinerziehende, doch auch dort ändert sich das Bild; bisher weckten die eher bescheidenen Wohnungen nicht viel Interesse, jetzt zieht die Straße Makler und Investoren an.

    Der Immobilienriese Vonovia hat dort kürzlich 68 Wohnungen übernommen, und eine Sprecherin lässt keinen Zweifel daran, dass der Konzern sie weiterverkaufen wird. Der Rest ist bereits in Privathand.

    In der Varnhagenstraße zeigt sich nun auch, wie wenig Sicherheit der Mieterschutz bietet: Die DeGeWo hat die Anlage Ende der 90er-Jahre per Teilungserklärung in Eigentumswohnungen umgewandelt und verkauft – die zehnjährige Sperrfrist für Eigenbedarfs-Kündigungen ist damit längst abgelaufen. „Wir sind schutzlos“, sagt ein Mieter.

    In Berlin fehlen, je nachdem, wen man fragt, zwischen 120.000 und 200.000 Wohnungen. In Prenzlauer Berg spitzt sich der Kampf um bezahlbaren Wohnraum besonders stark zu. Die zunehmende Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnung folge der Nachfrage, sagt Harald Simons, Vorstandsmitglied beim Forschungsinstitut Empirica – viele Mieter in Prenzlauer Berg sind um die 40, haben Vermögen und wollen in ihrem Bezirk kaufen. Der Milieuschutz könne dagegen wenig ausrichten: „Juristische Wälle halten auf Dauer nicht, wenn Käufer und Verkäufer sich einig sind – da finden sich Wege.“

    In Prenzlauer Berg wird sich der Markt vorerst nicht entspannen

    Zu den Verlierern dieser Entwicklungen zählen auch Menschen, die in den 90ern kamen und das Gesicht des Bezirks mit seinen schicken Lokalen, Craft-Beer-Brauereien, veganen Pizzerien und Designboutiquen geprägt haben. „In Kreuzkölln verdrängt die Journalistin den Migranten mit geringem Einkommen, in Prenzlauer Berg wird die Journalistin vom Start-up-Unternehmer verdrängt“, sagt Simons, „die Karawane zieht weiter.“

    Der Volkswissenschaftler rechnet nicht mit einem weiteren Anstieg der Mieten, da die Preise inzwischen die Zuwanderung ausbremsten. In Prenzlauer Berg aber wird sich der Markt vorerst nicht entspannen, auch, weil Finanzanalysten in der deutschen Hauptstadt lukrative Anlagemöglichkeiten erkennen. „Wir sehen jetzt mehr institutionelle Käufer in Berlin, also Fonds, Investmentgesellschaften, aus Deutschland, aber auch aus Skandinavien oder China“, sagt Michael Voigtländer, Immobilienexperte am IW in Köln.

    Aber was geschieht mit Vierteln, wo selbst die Mittelschicht nicht mehr mithalten kann?

    In Teilen von Mitte und Prenzlauer Berg kriegt man eine Vorahnung, Straßenzüge, die vorwiegend aus Ferienwohnungen zu bestehen scheinen, pastellfarben getünchte Airbnb-Wüsteneien. Nicht nur die Mieter, auch Gewerbetreibende sind bedroht. So ist zu beobachten, dass so manche originelle Boutique, so manches hippe Café kapituliert, und damit erodiert das, was den Charme von Prenzlauer Berg ausmacht.

    Was dann kommt, sind große Ketten mit Fast Food oder Konzernmode, weil sonst niemand die hohen Mieten bezahlen kann. Das ist dann die letzte Stufe – wenn alles aufgewertet ist, kommerzialisiert und verödet.

    #Prenzlauer_Berg #Wohnen #Immobilien #Gentrifizierung

  • Die Entwicklung des Berliner Flaschenbiergeschäfts
    http://digital.bib-bvb.de/view/bvbsingle/single.jsp?dvs=1509185238556~865&locale=en_US&VIEWER_URL=/view/bvbsingle/single.jsp?&DELIVERY_RULE_ID=39&bfe=view/action/singleViewer.do?dvs=&frameId=1&usePid1=true&usePid2=true


    Bild (CC BY-SA): https://www.flickr.com/photos/30845644@N04
    Flickr

    Dissertation von Gustav Stresemann, 1900
    http://digital.bib-bvb.de///exlibris/dtl/d3_1/apache_media/L2V4bGlicmlzL2R0bC9kM18xL2FwYWNoZV9tZWRpYS80MzU3MTMx.pdf

    Die Entwicklung des Berliner Flaschenbiergeschaefts
    Verfasser: Stresemann, Gustav
    Impressum: 1900
    Umfang: VII, 93 S.
    Bemerkung: Leipzig, Univ., Diss., 1900
    Link zum Zitieren: urn:nbn:de:bvb:824-dtl-0000067566

    Gustav Stresemann, deutscher Außenminister 1923-1929
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Stresemann

    Als einziges von acht Kindern des Berliner Bierhändlers und Kneipiers Ernst August Stresemann und dessen Frau Mathilde Stresemann geb. Juhre konnte Gustav Stresemann das Gymnasium besuchen. Am Andreas-Realgymnasium in Berlin-Friedrichshain interessierte er sich besonders für das Fach Geschichte und die Biografien von Persönlichkeiten wie Napoléon oder Goethe. Als Berufswunsch gab er in seinem Abiturlebenslauf Journalist oder Privatdozent an. Tatsächlich veröffentlichte er noch als Primaner in der freisinnigen Dresdner Volkszeitung eine Reihe von Beiträgen unter dem Titel „Berliner Briefe“ und einige weitere. Dabei verschwieg er gegenüber der Zeitung sein wahres Alter und gab sich als langjähriges Mitglied der Freisinnigen Volkspartei aus. Im damals noch linksliberalen Sinn kritisierte er verschiedene politische Zeiterscheinungen wie die Flottenrüstung, die er später selbst befürwortete.

    Wegen gesundheitlicher Probleme war er vom Militärdienst befreit. Nach bestandenem Abitur 1897 studierte Stresemann von 1898 bis 1901 zunächst in Berlin und dann in Leipzig anfangs Literatur und Geschichte und wechselte dann in das Fach Nationalökonomie.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Stresemann#cite_ref-33

    Am 1. Oktober 1924 schrieb Kurt Tucholsky: Der Mitbegründer der Paneuropa-Union Édouard Herriot und Stresemann hätten „sich gleich beim ersten Händedruck erkannt. Herr Gustav Stresemann ist in diesem Jahre Freimaurer geworden, und das ist in Frankreich nicht unbekannt geblieben.

    Nein, es ist nicht Gustav Stresemann, der von Rechtsextremisten ermordet wurde sondern sein Vorgänger Emil Rathenau. Stresemann starb im Bett, zwar nicht an der Säuferleber aber dennoch an einer Reihe von Stoffwechselkrankheiten, die man damals nicht als Armer hatte.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Stresemann#cite_ref-66

    Seit 1928 war Gustav Stresemann aufgrund der hektischen Regierungsgeschäfte gesundheitlich stark angeschlagen. Am 3. Oktober 1929 starb er an den Folgen eines Schlaganfalls.

    Bierverlag
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bierverlag


    Die Berliner Kulturbrauerei, ehemals Schultheiss-Brauerei an der Prenzlauer_Allee Bild (CC BY-SA ): https://www.flickr.com/photos/l-i-n-k
    Flickr

    Als Partner der Gastronomie vertreiben Bierverleger neben Bier oft auch andere Getränke, die in der Gastronomie benötigt werden, außerdem stellen sie zum Teil Schankanlagen, Mobiliar, Gläser usw. zur Verfügung. Einige Bierverlage verfügen auch über Bierzelte und Schankwagen, die bei Veranstaltungen eingesetzt werden können. Ähnlich wie Brauereien schließen auch einige Bierverlage Lieferverträge mit Gastwirten (Kommissionsware); Vorfinanzierungen und das Bereitstellen von Teilen der Geschäftsausstattung können Existenzgründungen erleichtern.

    Bötzow-Brauerei
    https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6tzow-Brauerei

    Julius Bötzow erkannte, dass der Vertrieb seines Bieres besonders wichtig war. Neben dem riesigen Biergarten auf dem Windmühlenberg gab es 10 weitere Spezial-Ausschanklokale der Bötzow-Brauerei, so zum Beispiel der „Königshof“ in der Bülowstraße und ein Ausschank im „Architekten-Haus“ in der Wilhelmstraße, später ein prachtvoll eingerichtetes Lokal im „Monopol-Hotel“ in der Friedrichstraße und das „Bötzow-Stüb’l“ am Kurfürstendamm.

    #Berlin #Prenzlauer_Allee #Prenzlauer_Berg #Wirtschaft #Geschichte #Bier #Alkohol #Politik #Bierverlag

  • Elias-Kuppelsaal: ekpn.de - Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord
    https://www.ekpn.de/kirchen/elias-kuppelsaal

    Am 3. Juli 1910 wurde die Elias-Kirche, erbaut von Gustav Werner, ein roter Klinkerverblendbau in der Senefelderstr. 5, feierlich eingeweiht. Ihren Namen erhielt sie nach dem Propheten des Alten Testamentes (1. Könige, Kap, 17 folgende) aus der frühen israelitischen Zeit. In den Jahren 1960/61 fand eine konsequente Umgestaltung des Kirchenschiffes statt, in deren Verlauf der in neogotischem Stil gestaltete Holzaltar, die Taufe und die Kanzel einer nüchternen Sachlichkeit weichen mussten.

    Nach mehr als 90 Jahren wurde dann die Kirche 2001 an das »Kinder- und Jugendmuseum« für 75 Jahre verpachtet, da die Kosten für eine notwendige umfangreiche Sanierung weder von der Gemeinde noch der Landeskirche aufgebracht werden konnten. Aus der Kirche wurde der originale Taufstein gerettet und restauriert und schmückt nun den Innenraum des Kuppelsaales. Außerdem läuten die Glocken nach wie vor jeden Tag um 12 und 18 Uhr und zu allen Gottesdiensten, die nun im Gemeindehaus Göhrener Straße 11 stattfinden, wo auch das gesamte Gemeindeleben seinen Ort hat.

    Erbaut wurde das Gemeindehaus in den Jahren 1927/28 von Otto Werner (1885- 1954), der ein Gemeindezentrum in spätexpressionistischem Stil entwarf und baute. In Anlehnung an die Fassade der Kirche gestaltete er die Aussenfassade des Hauses mit rotbraunen Klinkern, und am Eingang des Hauses und der Durchfahrt schuf er spitzbogige Portale, um die Zusammengehörigkeit beider Gebäude zu betonen.

    In den Brüstungen der Erker befinden sich drei vergoldete Medaillons mit den Portraits des Propheten Elias mit dem Raben (unten), der Heiligen Barbara (Mitte) und dem Erzvater Abraham (1. Mose Kapitel 12 folgende). Der Bildhauer Alfred Ehlers hat diese Figuren geschaffen. Am Gebäude im Hof befinden sich vier Terrakotta-Plastiken von demselben Künstler, die beide ein Buch oder besser eine Schriftrolle in den Händen halten. Sie werden als Repräsentanten des Alten und Neuen Testamentes gedeutet. Die Durchfahrt zum Hof ist mit einem Kreuzgratgewölbe überspannt und das Eingangs- und das Hofportal sind mit großflächigen Glastüren versehen. Die Treppe, die zum Treppenhaus führt, zeigt in ihrem Scheitelpunkt einen Christuskopf.

    Das Haus erlebte eine wechselvolle Geschichte, die die kirchliche und gesellschaftliche Situation dieser Zeit widerspigelt. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges befanden sich im Vorderhaus vier Pfarrwohnungen mit dazugehörigen Konfirmandensälen, die Küsterei und im Seitenflügel der Kindergarten und die Diakonissenstation. Der »Große« Saal – heute Kuppelsaal – wurde als Theater- und Kinosaal geplant und genutzt. Nach Kriegsende wurde das Gebäude von der sowjetischen Militäradministration requiriert. Die Redaktion der »Täglichen Rundschau« zog im Mai 1945 ein und blieb bis zum Sommer 1946. Danach wurde das Haus zum »Grand Hotel« umfunktioniert. Bis dahin durfte die Gemeinde im »Großen Saal« Gottesdienste abhalten, denn die Kirche war durch Kriegsschäden nicht benutzbar. Vom 7. bis 10. Oktober 1946 fand dort die erste Provinzialsynode statt, auf der Otto Dibelius zum Bischof der Evang. Kirche von Berlin-Brandenburg gewählt wurde. 1947 wurde das Gemeindehaus zusammen mit anliegenden Häusern der Göhrener Straße durch sowjetische Dienststellen beschlagnahmt und erst im Januar 1952 der Gemeinde zurückgegeben.

    Heute befinden sich hier Mietwohnungen, Gemeindesäle, Büroräume und der Ev. Kindergarten. Das Zentrum des Gemeindelebens ist der mit Kupfer gedeckte Kuppelsaal, ein Rundbau mit Bühne und zur Hofseite hin mit bleiverglasten, gelblich getönten Fenstern. Den oberen Abschluss der Kuppelschale bildet das Oberlicht, das aus Glassegmentscheiben zusammengesetzt ist und den Raum in ein warmes Licht taucht.

    Die erste umfassende Renovierung erfolgte in den Jahren 1973/74 und eine erneute grundlegende Sanierung mit der Wiederherstellung des Saals in den Originalfarben wurde in den Jahren 2003/2004 möglich. Nun erstrahlt der Saal wieder in seiner ursprünglichen Gestalt und auch das in den Kriegswirren verloren gegangene goldene Kreuz mit der Weltkugel schmückt wieder den Dacherker vorn an der Kuppel. Das Gemeindehaus mit seinem wunderschönen Kuppelsaal wird das ganze Jahr über in vielfältiger Weise genutzt. Alle Gottesdienste, Taufen und Trauungen, Konzerte und viele festliche Veranstaltungen finden im Kuppelsaal statt und in den Gemeinderäumen herrscht reges Treiben. Die Kinderarbeit hat hier ihr Zuhause, verschiedene Gemeindekreise, der Elias-Chor und viele andere Aktivitäten finden in den Räumen statt. Die Großzügigkeit und Zweck-mäßigkeit des Gebäudekomplexes ermöglichen ein buntes und vielgestaltiges Gemeindeleben ganz unterschiedlicher Menschen, Gruppen und Generationen und bieten vielen Gästen Raum.

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Eliaskirche #Senefelder_Straße #Göhrener_Straße

  • „Restauration 1900“ am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg: Das letzte DDR-Lokal muss schließen | Berliner-Kurier.de
    http://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/kollwitzplatz-das-letzte-ddr-lokal-ist-dicht-27036428


    Schade, schade, Schwaben gehen nicht in die Kneipe. Ende mit dem 1900. War nett da, aber vorbei is vorbei.

    Der Wirt hat aufgegeben. Nach etwa 30 Jahren bleibt das Ost-Berliner Traditionslokal „Restauration 1900“ am Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg geschlossen. „Das 1900 ist Geschichte“, sagt Thomas Jähnke. „Ich hätte gern weitergemacht“, sagt der 51-jährige Gastronom. „Aber es kommen zu wenig Gäste und die Kosten sind zu hoch.“ Unter diesen Bedingungen überlebt kein Betrieb.

    Die Husemannstraße ist keine Vorzeigestraße mehr

    Das Ecklokal an der Husemannstraße eröffnete Ende der 80er Jahre, als die Gründerzeithäuser der Husemannstraße zur 750-Jahr-Feier Berlins aufwendig saniert worden waren. Nach der Wende kamen viele Touristen in den berühmten Prenzlauer-Berg-Kiez. Sie besuchten den Kollwitzplatz, spazierten durch die Husemannstraße und speisten im „1900“, das sich auf Altberliner Küche spezialisiert hatte: Eisbein, Blutwurst, Königsberger Klopse. Die Wirte verdienten damals gut in der Nachwendezeit.

    „Doch die Husemannstraße ist längst keine Vorzeigestraße mehr“, sagt Jähnke. Im Viertel dominieren heute Cafés und Imbisse sowie indische und asiatische Restaurants.

    Bis jetzt möchte niemand das Lokal übernehmen

    Im „1900“ fehlten vor allem abends die Gäste. „Es gab gute Tage, aber leider auch zu viele schlechte“, sagt der Wirt. Dabei besuchten auch internationale und prominente Gästen das Restaurant. Der Linken-Politiker Gregor Gysi war dort zu Gast und Thomas Gottschalk kam zum Eisbein-Essen.

    Einige Gastronomen haben sich das „1900“ schon angeschaut, doch niemand wollte das Lokal übernehmen. Es ist 250 Quadratmeter groß, doch der 70 Quadratmeter große Gastraum hat nur 40 Plätze.

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Kollwitzplatz #DDR #Geschichte #Gastronomie

  • In welcher Höhle haben die germanischen Ureinwohner gelebt? | Telepolis
    https://www.heise.de/tp/features/Wir-Migranten-aus-dem-Nahen-Osten-3733606.html

    Auch jenseits germanischer Mythen gibt es keine Hinweise auf die Existenz einer deutschen Ethnie. In einer aktuellen Studie hat der Humangenetiker David Reich von der Harvard University versucht, den Gencode der Deutschen und anderer europäischer Völker entschlüsseln. Dazu hat Reich DNA und Isotope Jahrtausende alter Zahn- und Knochenfunde ausgewertet. Sein Ergebnis: Nahezu alle heutigen Europäer sind Produkt dreier Migrationswellen.

    Die ersten unserer Ahnen kamen vor rund 19.000 bis 14.000 Jahren aus dem Nahen Osten. Eine zweite Einwanderungswelle brachte vor rund 9.000 Jahren Menschen aus Anatolien nach Mitteleuropa. Zuletzt ergänzten vor rund 5.000 Jahren Migranten aus den Steppen nördlich des Schwarzen Meeres den europäischen Genpool.

    „Das ganze Konzept eines ethnischen Deutschen ist lächerlich“, sagt auch der israelische Archäologe Aren Maeir. Eine Überfremdung eines „biodeutschen“ Volkes, wie es AfD-Politiker Ralph Weber beschwört, kann es schon allein deshalb nicht geben, weil es eine deutsche Ethnie - nennt man sie nun „arische Rasse“ oder „Biodeutsche“ nie gab. Nicht vor der Flüchtlingskrise. Nicht vor den „Gastarbeitern“. Nicht einmal im Teutoburger Wald.

    Deutsche, die dennoch nicht darauf verzichten können, sich über Abstammungslinien und Gencode zu definieren, können sich aussuchen, ob sie sich auf ihre russischen, nahöstlichen oder anatolischen Migrationshintergrund berufen wollen. Oder sie wählen die einzige rassische Kategorie, die uns wirklich trennscharf von unseren Artgenossen abgrenzt: Mensch.

    #Allemagne #histoire #racisme

  • Vom Szene-Kiez zum Reichenviertel: So fühlt sich #Gentrifizierung an – B.Z. Berlin
    http://www.bz-berlin.de/berlin/tempelhof-schoeneberg/vom-szene-kiez-zum-reichenviertel-so-fuehlt-sich-gentrifizierung-an
    Man kommt aus dem Staunen nicht heraus : Die BZ schreibt so links wie das Neue Deutschland über Gentrifizierung in #Crellekiez und #Bötzowviertel, was dagegen zu tun wäre erfährt man weder aus der einen noch der anderen Zeitung.

    „Die Gen­tri­fi­zie­rung hat den Kiez zwar nach außen hin schö­ner aber lei­der die Mie­ten auch viel teu­rer ge­macht. Das hat in den letz­ten fünf Jah­ren viel alte Be­woh­ner aus ihren Woh­nun­gen und aus dem gan­zen Kiez ver­trie­ben“, sagt der Mu­si­ker Man­fred Zi­cker (67).
    Eingesessene Berliner werden vertrieben

    Zicker wohnt seit 16 Jah­ren im vier­ten Stock eines Alt­baus di­rekt am Crel­le­platz und be­dau­ert, dass es im Vier­tel kaum noch echte Ber­li­ner gibt. Er selbst sei nur noch hier, weil er viel Glück ge­habt hat, sagt er. Der Ei­gen­tü­mer sei­ner Woh­nung hat die Miete in 16 Jah­ren kein ein­zi­ges Mal er­höht. Der Ei­gen­tü­mer ist ein alter Mann aus Schwa­ben, er ist zu­frie­den mit der Miete, die Zi­cker zahlt: „Er weiß, dass ich mich gut um die Woh­nung küm­me­re. Für meine 94 Qua­drat­me­ter zah­len ich immer noch nur 450 Euro.“
    Gerry Mizerea (63) betreibt das Geschäft Jukeland in der Crellestraße: (Foto: Jürgen Damsch)
    Auch Gerry Mizerea (63), Betreiber des „Jukeland“-Ladens in der Crelletraße , hatte Glück mit dem Vermieter (Foto: Jürgen Damsch)

    Vor zwei Jah­ren muss­ten Freun­de von Zi­cker am un­te­ren Teil der Crel­le­stra­ße aus ihren Woh­nun­gen raus, weil das Haus ver­kauft wurde. Im Bie­ter­ver­fah­ren um die neuen Ei­gen­tums­woh­nun­gen hat­ten Zi­ckers Freun­de keine Chan­ce. „Sie woll­ten ihre Wohn­gen kau­fen, hat­ten dafür sogar ein Vor­kaufs­recht. Ge­nutzt hat es ihnen nicht. Zu­ge­zo­gen Neu­ber­li­ner boten dem Ei­gen­tü­mer ein­fach mal 100.000 Euro mehr“, er­zählt Zi­cker.

    #Berlin #Schöneberg #Crellestraße #Prenzlauer_Berg #Wohnen #Spekulation

  • Mecklenburger AfD-Mann Leif-Erik Holm : War er zu oft in Berlin? | Berliner-Kurier.de
    http://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/mecklenburger-afd-mann-war-er-zu-oft-in-berlin--24836316

    Im coolen Prenzl’berg lebt es sich schöner als in Meck-Pomm. Das scheint auch Leif-Erik Holm (46), AfD-Fraktionschef im Schweriner Landtag, zu wissen.

    Ihm wird vorgeworfen, als Spitzen- und Direktkandidat im Norden angetreten zu sein, ohne mindestens drei Monate vor der Wahl seinen Lebensmittelpunkt dort zu haben. Der Verdacht kochte hoch, weil seine Frau und das gemeinsame Kind mit Erstwohnsitz Berlin gemeldet sind.

    Er sei „seit Kindheitstagen Mecklenburger“

    Kurzum: Ist die Wahl von Leif-Erik Holm ungültig? Laut „Spiegel Online“ wird sich ein Landtagsausschuss mit der Frage befassen müssen.

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Politik #AfD #Honk

  • Herbst in Peking - Movie Stops Tomorrow | 1990 Berlin Prenzlauer Berg -
    https://www.youtube.com/watch?v=gbVZjXHTg24

    Aus dem DEFA-Dokufilm „Berlin Prenzlauer Berg - Begegnungen zwischen dem 1.Mai und dem 1. Juli 1990“ von Petra Tschörtner († 2012).

    http://vimeo.com/47753945


    http://www.defa-spektrum.de/?Verleih/1022301

    Berlin - Prenzlauer Berg - Begegnungen zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juli 1990
    https://www.amazon.de/Berlin-Prenzlauer-Berg-Begegnungen-zwischen/dp/B007V99FJ0

    WBB Willner-Brauerei-Berlin | Open Air-Film “Berlin-Prenzlauer Berg – Begegnungen zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juli 1990″
    http://www.wbb-pankow.de/open-air-film-berlin-prenzlauer-berg

    DEFA - Stiftung - Filme
    http://www.defa.de/DesktopDefault.aspx?TabID=412&PersonID=Q6UJ9A002CHW

    Berlin-Prenzlauer Berg: Begegnungen zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juli 1990 · architekturvideo.de
    http://architekturvideo.de/berlin-prenzlauer-berg-begegnungen-zwischen-dem-1-mai-und-dem-1-jul

    Bevor die Westmark kam – Prenzlauer Berg Nachrichten
    http://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/kultur/_/bevor-die-westmark-kam-17850.html

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #histoire #film #musique

  • Ausbeuter unter sich - Mieterhöhung für Kosmetiksalon in Berlin-Prenzlauer Berg
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/mieterhoehung-fuer-kosmetiksalon-in-berlin-prenzlauer-berg-berliner-gruene-sauer-ueber-verhalten-von-oezcan-mutlu/13420778.html


    Marxismus und Kretscherismus trennen nur 30 Jahre. Der Grüne Mittelstand hat in der Partei auf voller Linie gesiegt.

    Der grüne Bundestagsabgeordneten Özcan Mutlu bekommt wohl Ärger mit seinen Berliner Parteifreunden. Denn das Ehepaar Mutlu hat im Jahr 2015 eine Gewerbeimmobilie in Prenzlauer Berg gekauft und dem Mieter, einem Kosmetikstudio, nun die Miete verdoppelt.

    Es heißt seit alters her pecunia non olet , Penunzen stinken nicht, wie wir Lateiner wissen. Mit diesen Worten hat der olle Römerkaiser Vespasian die Kritik an seiner neuen Scheißhausteuer abgebügelt. Der Anspruch auf Nutzungsentgelte ist inzwischen, auch das nichts Neues, von den Adligen auf die Bürger übergegangen. Und bürgerlich sind die Grünen spätestens, seit sie sich gegen das Vok gestellt und die Hartz-4-Gesetze eingeführt haben.

    Jetzt hören wir mal die Gegenseite :

    Die Inhaberin des Kosmetikstudios, Gyöngyi Blank, widerspricht der Darstellung Mutlus teilweise. Sie habe das Gewerbe nicht aufgeben wollen, das sei „völliger Quatsch“. Der Verdoppelung der Mietzahlung habe sie inzwischen zugestimmt, im Gegenzug aber eine Verlängerung des Mietvertrages gefordert. Blank spricht von einem „skrupellosen“ Vorgehen der Mutlus über Makler und Anwälte, das sie von einem grünen Bundestagsabgeordneten nicht erwartet hätte. „Das hätte man auch anders regeln können.“ Jetzt sucht sie für das Studio und ihre acht Angestellten eine neue Bleibe in der Umgebung. Bis zum Spätsommer muss sie fündig werden - oder ihren Angestellten kündigen und das Geschäft aufgeben.

    Arme Frau. Wenn Mutlu Kasse macht, kann sie keine Kosmetikerinnen mehr ausbeuten. Kriegen die Mindestlohn? Eigentlich ist das nicht branchenüblich. Vielleicht muß Frau B. dann ihren SUV wieder abgeben oder womöglich selber zu Salbe und Pinzette greifen.

    Es sei ihr gegönnt. Ebenso wie Herrn und Frau Mutlu die Knete aus der teuren Immobilie. Es lebe der #Kretscherismus.

    #Berlin #Prenzlauer_Berg #Danziger_Straße #Stargarder_Straße #Wirtschaft #Immmobilien #Mindestlohn #Kosmetik

    Was man so braucht ...
    #Gesichtspflege
    #Microdermabrasion
    #Ultraschall
    #Sauerstoffbehandlung
    #Lippenpflege
    #Anti-Age_Powerbehandlung
    #Make-up
    #Nagelmodellage
    #Nagelpflege
    #Maniküre
    #Pediküre
    #Wellness
    #Haarentfernung
    #Permanent_Make-up

  • • Prenzlauer Berg: Als Ostberliner Hinterhöfe noch poetisch waren | Wissen | Manfred Paul
    http://www.zeit.de/wissen/geschichte/2013-02/fs-manfred-paul

    Heute ist der Prenzlauer Berg ein Austragungsort der Gentrifizierungsdebatte. In dem Ostberliner Stadtteil wurden viele alte Häuser herausgeputzt. Ihre einstigen, oft ärmeren Bewohner sind verschwunden. Zugezogene haben sie verdrängt, die höhere Mieten zahlen können. Vor mehr als 30 Jahren, ein Jahrzehnt vor dem Mauerfall, sah es im Bezirk ganz anders aus. Manfred Paul hat Stille und Schlichtheit der Hinterhöfe und Straßenzüge damals festgehalten. Seine Fotos sind im Buch Berlin Nordost erschienen und bis Mai 2013 in der Collection Regard ausgestellt.

    http://www.collectionregard.com/buecher.html
    http://www.collectionregard.com/images/photos/buecher_manfred_paul_00.jpg

    http://www.youtube.com/watch?v=Fj5qAvmwehE


     
    #photographie #berlin #prenzlauer_berg