• Pour rétablir la sécurité et la dignité

    Présentation du modèle nordique par Masako Gunji, traduite du japonais. Ce texte a été mis en ligne sur « X » par le groupe Sex Industry Research.

    Un article récent de Kana Mitarashi dépeint avec minutie les réalités complexes du trafic sexuel sous l’angle de la psychologie clinique. Je suis profondément touchée par son approche qui consiste à écouter la voix de celles et ceux qui vivent cette situation au quotidien, ainsi que par sa description des traumatismes, des reviviscences, du cycle de la pauvreté et de la violence. J’ai moi-même récemment apporté mon soutien à des personnes confrontées à la question cruciale de leur survie. C’est pourquoi je partage pleinement le message central de cet article : « La sécurité avant tout ». Cependant, la conclusion qu’en tire Madame Mitarashi me laisse perplexe.

    L’idée que le trafic sexuel devrait être toléré si l’on respecte « l’autodétermination » des personnes peut sembler bienveillante, mais elle est en réalité très dangereuse.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/10/14/pour-retablir-la-securite-et-la-dignite

    #feminisme #prostitution #japon

  • Menschenhandel: Der Zuhälter trägt eine Visitenkarte
    ▻https://www.telepolis.de/article/Menschenhandel-Der-Zuhaelter-traegt-eine-Visitenkarte-11474977.html

    Filmbild: Movistarplus

    Das Uber-System zeigt beunruhigende Parallelen zur Zwangsprostitution.

    3.10.2026 von Rüdiger Suchsland - „El Castillo“ in San Sebastián: Menschenhandel wird zum internationalen Geschäft – und kriminelle Ausbeutung Teil bürgerlicher Normalität.

    Es beginnt mit einem Geschäft. Die sechsteilige spanische Serie „El castillo“, die jetzt beim Filmfestival von San Sebastián Weltpremiere hatte, erzählt vom Wirtschaftsleben, vom Kapitalismus, allerdings einer sehr speziellen Spielart: Sie taucht in die Unterwelt der Zwangsprostitution und des Menschenhandels ein.

    Denn ihr Gegenstand ist die Verwandlung des alten, traditionellen Prostitutionsmilieus in ein transnationales Geschäftsmodell. Frauen werden aus anderen Ländern angeworben, nach Europa gebracht, ihrer Freiheit beraubt, kontrolliert und in Bordellen und Nachtclubs als Ware gehandelt.

    Aber die Serie interessiert sich weniger für die spektakulären, grellen und filmisch-verführerischen Ausnahmen dieses Systems, oder seine gewalttätigen Konsequenzen, als für seine erstaunliche Fähigkeit, mit der Normalität zu verschmelzen: Die Zuhälter sind Unternehmer.

    Die Kunden sind gewöhnliche Männer. Die Clubs sind Betriebe. In den Bordellen stehen Geldautomaten. Und die Institutionen, die dieses Geschäft eigentlich kontrollieren und seine kriminellen Ausläufer bekämpfen müssten, Polizei und Justiz, sind zumindest teilweise in seine komplette Infrastruktur integriert.
    Wie Verbrechen gesellschaftsfähig wird

    Damit ist „El castillo“, geschrieben von den renommierten Autoren Isabel Peña und Eduardo Villanueva, inszeniert von Elena Martín Gimeno und Sandra Romero, weder ein klassischer harter Gangsterstoff noch ein softes Sozialdrama über bedauernswerte Opfer.

    Die Serie unternimmt etwas Unbequemeres: Sie zeigt, wie Verbrechen – nicht Prostitution, sondern Menschenhandel – gesellschaftsfähig wird, wenn genügend Menschen daran verdienen, wenn es genügend Menschen konsumieren und genügend Institutionen gelernt haben, mit ihm zu leben. Das Verbrechen ist hier nicht die Ausnahme der Gesellschaft. Es ist ein Teil ihrer Geschäftsordnung.

    Die Serie hatte jetzt außer Konkurrenz beim Festival von San Sebastián Premiere und startet jetzt bei Movistar Plus am 8. Oktober, bevor sie bald auch bei anderen Streamingportalen zu sehen sein wird.

    Transnationale Prostitutionsökonomie

    Der historische Hintergrund ist zentral. Die Serie zeichnet über sechs Episoden einen Weg nach, der ein knappes Jahrzehnt umfasst – von den späten Neunzigern über die Einführung des Euro bis Mitte der Nullerjahre. Sie setzt damit in jener Phase an, in der Spanien wirtschaftlich expandiert, die außereuropäische Migration stark zunimmt und sich auch die Prostitutionsökonomie radikal verändert.

    Aus dem klassischen Modell eines Zuhälters, der zwei oder drei oder auch mal zehn Frauen kontrolliert, wird ein industrieller, fordistisch funktionierender Massenbetrieb: Frauen aus armen Ländern werden in großer Zahl importiert und zwischen Clubs und Städten verschoben.

    Spanien wurde in dieser Zeit zum Einfallstor und Transitland eines transnationalen Marktes. Die Serie erzählt also nicht einfach eine Kriminalgeschichte. Sie erzählt die Geschichte einer Ökonomie, deren juristische Erfassung ihr hinterherläuft.

    Die nüchternen Sachverhalte, die geschildert werden, passt zur glaubwürdigen Hässlichkeit und Banalität, die die Orte und das in ihnen hausende Lumpenproletariat aus Prostituierten, Zuhältern, Barleuten und Kontrolleuren durchziehen – ein Milieu, das in Kino und Literatur meist nur von seiner schöneren Seite gezeigt und oft verklärt wird.
    Legalität, Käuflichkeit – und Begehren

    Prostitution ist legal. Das ist wichtig, hier am Anfang zu betonen, denn die Serie vermischt die Grenzen zwischen Erlaubtem und Verbotenen sehr bewusst: Sie will Prostitution als solche delegitimieren und ignoriert dabei bewusst das Faktum, dass die Stundenhotels an den Stadträndern nur die sichtbare Spitze eines Phänomens sind, das die ganze bürgerliche Gesellschaft durchzieht: menschliche Handlungen, auch die Bereitschaft zum Sex können Dienstleistungen sein. Menschen sind käuflich, sei es durch ein Haus mit Pool und einen Pelzmantel, sei es für 50 oder sogar 20 Euro.

    Es ist diese Sichtbarkeit, nicht die Tatsache selbst, die der bürgerlichen Gesellschaft peinlich ist.

    Die Serie streift damit nur diese sichtbare Seite, nicht das Phänomen der Käuflichkeit als solcher. Denn die Grenzen bleiben gewahrt: Wir sehen keine käuflichen Juristen oder Ermittler – nirgendwo sind diese Berufe so edel wie im Fernsehen. Wir werden auch nicht als Zuschauer verführt, indem wir selbst auf unser aller Begehren nach einem „Menschen als Objekt“ gestoßen werden.

    Die Serie arbeitet lieber mit der Verführung durch die sardonische Mischung aus Unverfrorenheit und Gewalt, die Suizo, die Figur des Zuhälters (s.u.) ausstrahlt. Ansonsten arbeitet sie mit Abstoßung und Ekel.

    Aber diese Abstoßung geht wiederum nie so weit, dass der grindige Bodensatz des Prostitutionsgeschäfts gezeigt wird: der Drogenstrich. Auch „El Castillo“ ist eine Gefangene des mittleren Realismus, der das Fernsehen beherrscht.
    1990er: Europa entdeckte ein Verbrechen

    Die Verdienste der Serie liegen woanders: Sie macht darauf aufmerksam, dass Spanien eines der Zentren europäischer Prostitution ist und eines der Einfallstore für Menschenhandel.

    Die Zahlen illegaler Prostituierter wuchsen dort zwischen 1997 (3.000-4.300) und 2002 (7.500 und 15.000) auf das Dreifache. Bei Kontrollen der Guardia Civil wurden 2006 in 1.357 Clubs 19.415 Frauen angetroffen.

    Die späten 1990er-Jahre sind ein guter Zeitpunkt, um die Geschichte des modernen Menschenhandels in Europa beginnen zu lassen. Nicht weil es dies damals plötzlich und vorher nicht gegeben hätte – sondern weil sich in diesem Jahr der Blick darauf zu verändern begann.

    In Brüssel und Straßburg wurde der Handel mit Frauen zunehmend als ein eigenständiges europäisches Problem wahrgenommen, als grenzüberschreitendes Geschäft, das mit Migration, organisierter Kriminalität und Ausbeutung verbunden war.

    Im November 1996 legte die Europäische Kommission eine erste größere Initiative gegen den Handel mit Frauen zum Zweck der Ausbeutung vor. Ein Jahr später warnte auch der Europarat vor einer dramatischen Zunahme von Frauenhandel und Zwangsprostitution.

    Europa entdeckte damit ein Verbrechen, das längst existierte, aber in vielen Fällen unter anderen Begriffen behandelt worden war: als illegale Einwanderung, Zuhälterei, Prostitution oder Schleusung. Die entscheidende Veränderung bestand darin, die Frau nicht mehr ausschließlich als illegale Migrantin oder Prostituierte zu betrachten, sondern als mögliche Geschädigte eines eigenständigen Verbrechens.

    Diese Betrachtungsweise übernimmt der Film.

    Drei Perspektiven

    Die Handlung verfolgt konsequent drei Perspektiven: Da ist zunächst Claudia (Valentina Vidal), eine junge Kolumbianerin, die nach Spanien kommt, um als Prostituierte zu arbeiten – eine Tätigkeit, mit der sie Geld nach Hause schicken und die Medikamente bezahlen kann, die ihr kranker Sohn benötigt.

    Claudia weiß also, dass sie in Spanien in der Prostitution arbeiten soll. Die Autoren wollen ausdrücklich nicht die bequemere Geschichte erzählen, nach der jede Frau durch Täuschung in die Prostitution gelockt wird.

    Dann Suizo (Raúl Arévalo), als Chef-Zuhälter eine Art Großhändler der Prostitution, der sich auf seinen Visitenkarten als „Unternehmer des Nachtlebens“, „empresario“ bezeichnet. Suizo ist verschlagen und schlau, gewalttätig, wenn die Situation es verlangt, ein Kapitalist und Spießbürger des Verbrechens, der durchaus nach Prinzipien und persönlichen Ehrbegriffen handelt, aber diese sofort verletzt, wenn es Vorteile bringt, mit der Polizei zusammenzuarbeiten, um den Markt von der Konkurrenz aus dem Osten zu säubern.

    Suizo ist vielleicht gerade deshalb so beunruhigend, weil er sich selbst gar nicht als Verbrecher versteht. Er ist Geschäftsmann. Er spricht die Sprache des Unternehmers, kennt seine Margen, seine Konkurrenten und seine Kontakte.

    Schließlich Gerardo Llesa (Omar Ayuso), ein junger Inspektor, der gerade zur UCRIF – der „Zentralen Einheit für Netzwerke illegaler Einwanderung und Dokumentenfälschung“ in Spanien – versetzt worden ist. Er steckt mitten in einer Untersuchung, die eine Veränderung des Geschäftsmodells der Prostitution untersucht, und fungiert bald als Verbindungsglied zwischen Polizei und Suizo.

    Ein Beamter, der einem in einer nebulösen, schwer einzugrenzenden Realität versunkenen Umfeld immer wieder seinen Einfallsreichtum entgegensetzt, dann aber von diesem auch wieder überfordert ist.
    Unbequeme, „nicht mehr sagbare“ Wahrheiten

    Zusammengenommen ist dies ein fast schon romantisches, jedenfalls deutlich idealisiertes und stellenweise verkitschtes Szenario: Die recht gutaussehende, gebildete und beinahe feinsinnige Latina-Prostituierte, die die ganze Arbeit nur macht, weil ihr kleiner süßer vaterloser Sohn Medikamente braucht.

    Der junge idealistische Polizist, der immer wieder aufbraust, weil er die Bürokratie und die vermeintliche Teilnahmslosigkeit seiner Kollegen nicht verkraften kann und der ein Problem mit seinen Emotionen hat.

    Und der Zuhälter, der nicht einfach nur ein Zuhälter und Gangster ist, sondern hier auch als Repräsentant des „alten Spanien“ herhalten muss, eines Spaniens, das den Machern offensichtlich nicht viel bedeutet und das sie abschaffen und durch eine politisch-korrektere Lebens-Agenda ersetzen wollen: In seiner Sprache, in seiner Kleidung ist Suizio altmodisch, in der Tatsache, dass er immer Fleisch isst, vor allem Jamón serrano (Serrano-Schinken), und sich dann mit einem Zahnstocher zwischendurch die Zähne reinigt.

    Und dass er unbequeme, „nicht mehr sagbare“ Wahrheiten ausspricht, wie die, dass das Bordell mehr weiße Frauen braucht, denn „es gibt viele Spanier, die wollen nicht mit einer Dunklen Sex machen.“

    Schonungsloser Realismus

    Suizos neues Geschäftsmodell besteht allerdings aus dem Gegenteil: dem Ersetzen der lokalen Prostituierten durch Frauen, die aus anderen Ländern hergebracht werden – mittels einer Misch-Strategie aus Verführung (ungehaltene Versprechen), Erpressung (einbehaltene Pässe) und versteckte Kosten, die sie in einer Schuldenfalle gefangen halten, die sie zwingt, ihren Körper weiterhin zu verkaufen.

    Die Macher geben sich Mühe, zumindest die gröbsten Klischees zu vermeiden. Sie zeichnen unvollkommene Opfer, von den Umständen überforderte Polizisten und Zuhälter mit CEO-Ambitionen, die intelligenter und weniger stumpfsinnig sind, als man sie uns immer wieder gern verkauft.

    Es dominiert der Blick der Chronisten, getragen von einem schonungslosen Realismus, der die Bilder mit einer schmierigen Schicht überzieht, den man nicht mit ästhetizistischem Schmutz und Abweichung zur Hässlichkeit verwechseln sollte.

    Zuspitzung des Kapitalismus ins Offensichtliche

    Jede Episode wird von Texttafeln abgeschlossen, die Sachinformationen enthalten und die Szenen mühsamer, oft erfolgloser Ermittlungsprozesse oder die Beschreibung der Interna der polizeilichen und juristischen Institutionen, aber auch des kriminellen Ökosystems bündeln. Sie fügen sich schließlich zu einer systemischen Kritik zusammen.

    Der Kapitalismus von „El castillo“ ist kein anderer Kapitalismus, sondern seine Zuspitzung ins Offensichtliche: Menschen sind ein „Produkt“, Schulden sind ein Steuerungsinstrument, Konkurrenz wird ausgeschaltet, Risiken werden verteilt, Gewinne privatisiert. Das Verbrechen muss sich nicht verstecken, wenn es die richtige Sprache findet. Es muss nur aussehen wie ein Unternehmen.

    #Wirtsvhaft #Glibalisierung #Prostitution #Uberisierung

  • Vanessa : « Avec le peu que j’ai, je suis tellement fière et heureuse »

    Vanessa : « Avec le peu que j’ai, je suis tellement fière et heureuse »

    Vanessa est accompagnée par une équipe du Mouvement du Nid depuis deux ans. Deux ans pendant lesquels elle a trouvé un emploi stable, un logement stable, tout en s’occupant de ses deux petites filles. Au Mouvement du Nid, elle a trouvé l’écoute dont elle avait besoin pour pouvoir s’extraire de la honte et parler de son parcours de pauvreté et de prostitution, au Cameroun et en France.

    J’ai beaucoup amassé d’expériences dans ma vie, j’ai beaucoup pris sur moi et à un moment donné ça pesait trop.

    Je m’appelle Vanessa, j’ai 35 ans, je suis originaire du Cameroun. Mon enfance était compliquée. On a perdu notre papa quand j’avais une quinzaire d’années. Ma maman était femme au foyer, puis elle est devenue vendeuse ambulante. Nous étions huit frères et sœurs, les trois plus âgées -j’étais la troisième- devaient nourrir les plus petits. On devait faire des petits commerces, des petits travaux aussi pour avoir de l’argent pour l’école. Je me suis battue, j’ai eu mon bac et j’ai pu entrer à l’université.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/05/22/ambre-abolissons-partout-la-porno-prostitution-autre-texte/#comment-75766

    #prostitution

  • Mafia sexuelle à Saraya : comment un policier nigérian facilitait le passage des jeunes filles | Seneweb
    ▻https://www.seneweb.com/fr/news/Societe/mafia-sexuelle-a-saraya-comment-un-policier-nigerian-facilitait-le-passage-

    Mafia sexuelle à Saraya : comment un policier nigérian facilitait le passage des jeunes filles
    Auteur : Senewebnews-RP
    L’antenne de la Division nationale de lutte contre la traite de personnes et les pratiques assimilées (DNLT de Kédougou a démantelé un réseau transfrontalier de proxénétisme et de traite de personnes basé à Banikoto, dans le département de Saraya.
    La principale suspecte, J. Moses, alias « Lizzy », une ressortissante nigériane, a été déférée le 11 septembre dernier au parquet de Kédougou pour association de malfaiteurs, proxénétisme et traite de personnes. L’affaire a éclaté le 9 septembre, à la suite d’un signalement concernant la présence de quatre jeunes filles nigérianes, D. F. Iwatt, F. Godwin, G. Sunday et C. Godwin, « séquestrées et livrées à la prostitution » dans une habitation de fortune, rapporte Libération.
    L’enquête a révélé un mode opératoire bien rodé. La mise en cause bénéficiait de la complicité de « ses acolytes établis au Nigeria, dont un agent de la police aux frontières », qui facilitait le passage vers le Bénin et fournissait de « fausses cartes nationales d’identité nigériane ». Les victimes étaient ensuite acheminées par bus jusqu’au Mali, avant d’être « exfiltrées » vers le Sénégal à bord de moto-taxis, précise le journal.
    Contraintes à la prostitution, enchaîne la même source, les jeunes femmes devaient reverser « l’intégralité de leurs revenus » à « Lizzy », pour des sommes allant de 304 000 à 1,5 million de francs CFA. La suspecte a reconnu avoir « blanchi » et investi ces fonds dans la construction de deux restaurants, à Banikoto et au Mali, ainsi que dans des tontines au Nigeria. À l’issue de l’enquête, « Lizzy », a été placée sous mandat de dépôt, tandis que les quatre victimes ont été confiées au centre d’accueil de l’ONG « La Lumière » à Kédougou, conclut Libération.

    #Covid-19#migration#migrant#senegal#mali#nigeria#benin#kedougou#saraya#trafic#traite#prostitution#sante

  • Un débat biaisé sur la prostitution

    Bonjour !

    Samedi 19 septembre, à 17h30, est projeté au Forum des images le film La Dérobade, de Daniel Duval, suivi d’un débat sur « la représentation des travailleuses du sexe au cinéma ».

    Quelle hypocrisie, cette expression « travailleuses du sexe », qui normalise la prostitution !

    Ceux qui ont choisi ces mots ont-ils vu ce film de 1979, l’un des plus marquants dans la dénonciation du système prostitueur ? Un film qui montre la réalité de ce que subit l’héroïne, jouée par Miou-Miou, c’est-à-dire un esclavage.

    Le film est adapté du livre tout aussi important de Jeanne Cordelier, préfacé par Benoîte Groult et publié en 1976 : ce texte documente les violences subies par l’autrice pendant les quatre années et demie qu’elle a passées sous la domination d’un proxénète particulièrement brutal. « J’ai eu besoin de faire éclater le silence, a-t-elle expliqué. Tout est sorti ; comme un abcès qu’on crève. Il fallait que je crie. J’aurais été capable de tuer pour que la vérité sorte. »

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2024/05/25/florence-montreynaud-la-prostitution-est-pour-moi-la-pire-des-violences-contre-les-femmes/#comment-75721

    #prostitution

  • Procès de Proxénétisme BDSM à Paris : la reconnaissance d’une forme de prostitution

    Le Mouvement du Nid se félicite du que tous les mis en cause du procès de proxénétisme BDSM qui s’est déroulé cette semaine à Paris et dans lequel l’association était partie civile aient été condamnés. « Nous espérons que la visibilité de ce procès permettra à d’autres victimes de ces pratiques de prostitution BDSM de se signaler. En effet, le système prostitueur a de multiples visages », souligne Claire Quidet, porte-parole de l’association, qui rappelle que, « l’existence d’un contrat ne peut en aucun cas valoir consentement sexuel ». Celui-ci doit rester libre, et révocable à tout moment.

    Le principal proxénète mis en cause a été condamné à 6 ans de prison, son frère à 3 ans, et un troisième homme poursuivi pour proxénétisme immobilier à 10 mois avec sursis, avec des interdictions de contacts avec les victimes. Ils sont par ailleurs condamnés à l’obligation d’indemniser les victimes.

    Le tribunal a ainsi reconnu que, contrairement à ce qu’une complaisance sexiste laisse entendre, trop souvent le BDSM n’est pas simplement une pratique entre adultes consentants mais bien un lieu d’exercice de violences sexuelles prostitutionnelles majeures.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2025/09/08/la-france-a-nouveau-condamnee-par-la-cour-europeenne-des-droits-de-lhomme-cedh-dans-une-affaire-de-viol-sous-couvert-de-bdsm/#comment-75691

    #prostitution #bdsm

  • Berliner Rapperin Niemka über ihre Zeit im Artemis: „Es waren auch Politiker dabei“
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/berliner-rapperin-niemka-ueber-ihre-zeit-im-artemis-es-waren-auch-p

    19.8.2026 von Enno Kramer - Niemka arbeitete jahrelang in Berliner Bordellen. Heute will die Rapperin an die Spitze des Deutschraps – und nutzt dafür auch Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit.

    Die Wege in die Welt des Deutschraps sind unergründlich. Während einigen Musikern der berühmte Sprung vom Bordstein bis zur Skyline gelingt, sie sich aus prekären Verhältnissen bis an die Spitze der Charts kämpfen, kommen andere aus gut situierten Elternhäusern, studieren oder gehen zunächst ganz andere berufliche Wege.

    Das Bild vom klassischen Straßenrapper, der sich mit harten Texten, großer Klappe und Battle-Rap aus schwierigen Verhältnissen nach oben arbeitet, ist längst nicht mehr das einzige. Die deutsche Rapszene ist vielfältiger geworden – und mit ihr auch die Geschichten ihrer Protagonisten.

    Vom Bordell in die Welt des Deutschraps

    Ein Paradebeispiel für diese Vielfalt im deutschen Rap ist Niemka. Auch wenn ihr Name bislang nur echten HipHop-Nerds geläufig sein dürfte, lohnt sich vor allem ein Blick auf die Vita der Berliner Rapperin. Niemka, deren Name aus dem Slawischen stammt und übersetzt „Deutsche“ bedeutet, kommt aus dem Rotlichtmilieu und hat jahrelang in Berliner Bordellen gearbeitet – unter anderem im Artemis in Halensee im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.

    In einem Interview mit der Plattform BestFans, das dieser Zeitung vorliegt, spricht Niemka über das, was hinter den Kulissen passiert, erklärt aber auch, wie es überhaupt zu dieser Berufswahl kam: „Ich habe vor allem aus Geldnot in Berliner Bordellen gearbeitet. Aber auch schlechte Familienverhältnisse und die falschen Freunde haben mich dahingeführt“, so die Musikerin, die weniger durch ihre Songs auf verschiedenen Streamingplattformen bekannt geworden ist als durch ihre TikTok- und YouTube-Videos.

    In ihrer Familie habe sich damals niemand dafür interessiert, wie sie ihren Lebensunterhalt verdient: „Ich bin nicht in Berlin geboren, und die meisten meiner Freunde, die ich hier kennengelernt habe, kamen selbst aus dem Milieu.“

    Ihre Kundschaft habe überwiegend aus Männergruppen und Touristen bestanden. Auch einige erfolgreiche Leute gehörten dazu. Manche Gäste hätten allerdings einfach nur feiern und auf ihrem Zimmer Drogen konsumieren wollen, andere hätten ausschließlich Dirty Talk gebucht; auch „dominanten Service“ wie Auspeitschen habe sie angeboten. Doch so unterschiedlich ihre Kundschaft auch gewesen sei: „Ich habe schnell gemerkt: Millionäre gehen dort nicht hin, weil sie nicht gesehen werden wollen.“

    Und dennoch seien ihr einige Kunden bekannt vorgekommen: „Ich hatte viele Gäste, die man irgendwo aus den Medien kennt, und es waren auch Politiker dabei.“ Ohne Namen oder Parteien zu nennen, erklärt Niemka auf Nachfrage, dass sie einige Promis erst später im Fernsehen wiedererkannt habe. „Alle Politiker, mit denen ich zu tun hatte, waren supernett und überraschend interessant. Im Fernsehen machen sie auf mich nicht diesen Eindruck.“

    Niemka: „Von Frauen wird deutlich mehr verlangt“

    Heute sei die Musikerin – die nach eigener Aussage an die „Spitze des Deutschraps“ wolle – nicht mehr im Rotlichtmilieu unterwegs, sondern habe irgendwann „Leute kennengelernt, die auch viel Geld verdienen, sich dafür aber nicht verkaufen müssen“. Womöglich habe sie genau das motiviert, etwas zu ändern und ihre wahren Träume zu verfolgen.

    Ihre Erfahrungen und Fähigkeiten aus früherer Zeit möchte sie nun aber für ihre neue berufliche Ausrichtung nutzen: „Ich habe damals den Dirty Talk für mich entdeckt und so weit ausgearbeitet, dass ich dafür ziemlich populär war.“ Nun soll dieser in ihrer Musik verarbeitet werden. Außerdem wende sie „gewisse Methoden von früher“ an – etwa beim Schreiben ihrer Texte oder bei der Art, wie sie Wörter ausspreche. Genauer wird sie nicht.

    Dass ihr Weg an die Spitze des Deutschraps ein steiniger sein wird, ist Niemka klar: „Nach meinen ersten Erfahrungen und nach vielem, was man in den Medien sieht, wird schnell klar: Von Frauen wird in dieser Branche deutlich mehr verlangt“, so die Rapperin.

    Bei einem Mann werde nicht infrage gestellt, warum er so ist, wie er ist. Sie ist überzeugt: „Eine Frau wird mit einem Mann verglichen und muss noch mehr leisten als er, um das Publikum zu überzeugen. Männer mobilisieren sich gern gegen Frauen, wenn die ihnen zu mächtig werden. Ich vermute: aus Angst.“

    #Berlin #prostitution #Halensee #Halenseestraße #borfel #témoignage

  • Espagne : un réseau d’exploitation sexuelle de mineures non accompagnées subsahariennes démantelé - InfoMigrants
    ▻https://www.infomigrants.net/fr/post/73042/espagne--un-reseau-dexploitation-sexuelle-de-mineures-non-accompagnees

    Espagne : un réseau d’exploitation sexuelle de mineures non accompagnées subsahariennes démantelé
    Par La rédaction Publié le : 12/08/2026
    La police espagnole a annoncé mardi 11 août avoir démantelé un réseau de traite de jeunes migrantes subsahariennes à des fins d’exploitation sexuelle. Cinq membres du réseau, qui opéraient depuis les îles Canaries, ont été arrêtés. La Guardia Civil a annoncé mardi 11 août le démantèlement d’une organisation criminelle implantée à Gran Canaria, dans les îles Canaries. Elle est accusée d’avoir recruté des mineures non accompagnées hébergées dans des centres d’accueil afin de les transférer vers l’Espagne continentale et la France où elles ont été exploitées sexuellement.
    L’opération baptisée Jabany a conduit à l’arrestation de cinq personnes, dont un mineur. Grâce au déroulement de cette opération, la Guardia civil a aussi pu libérer deux victimes et empêcher la fuite de quatre autres mineures, « les empêchant de quitter les îles selon la même procédure que dans les cas précédents ».
    L’enquête a débuté après le retour en Espagne d’une jeune migrante qui avait quitté un centre de protection de Gran Canaria et avait été transférée en France. Selon son témoignage, elle avait été attirée par la promesse d’un emploi avant de finalement réussir à revenir en Espagne. Elle a alors raconté sa situation aux autorités. C’est à la suite de ce témoignage que les enquêteurs se sont intéressés à d’autres cas de disparitions de mineures hébergées dans des centres de protection de l’île. Après plusieurs mois d’enquête, ils ont alors constaté un schéma similaire dans plusieurs cas : des mineures quittaient leur centre d’accueil sans leurs documents personnels et apparaissaient quelques heures plus tard sur des vols à destination de différentes villes de la péninsule espagnole.Selon les enquêteurs, le réseau profitait de la vulnérabilité particulière des jeunes filles, souvent sans liens familiaux en Espagne, désireuses de trouver du travail et confrontées à la barrière de la langue.
    Pour la Guardia Civil, la répétition de ces départs et la présence de documents d’identité utilisés pour les voyages ont permis d’établir qu’il ne s’agissait pas de fugues isolées, mais d’une « organisation structurée ». Chaque membre avait des rôles bien définis : « certains membres étaient chargés de contacter les mineurs ou de faciliter les contacts depuis les centres ; d’autres géraient les formalités administratives, la distribution des effets personnels ou l’achat des billets », expliquent les autorités. Dans certains cas, les suspects accompagnaient même les victimes à l’aéroport pour s’assurer qu’elles puissent accéder à la zone d’embarquement et être ensuite transférées vers leur destination finale. Des investigations supplémentaires sont toujours en cours afin de déterminer si d’autres jeunes filles ayant quitté des centres de protection de Gran Canaria au cours des dernières années ont pu être victimes du même réseau. Et si oui, de retrouver leurs traces.Cette annonce intervient alors que la problématique de la prise en charge des mineurs non accompagnés (MNA) en Espagne fait couler beaucoup d’encre. À la suite de l’afflux de plus de 80 000 migrants dans l’enclave de Ceuta fin juillet, il reste des milliers de MNA dans le petit territoire espagnol en terre marocaine et les autorités sont confrontées à leur délicate prise en charge. Parmi eux se trouvent de nombreuses jeunes filles, particulièrement vulnérables aux risques de violences sexuelles et d’exploitation. Quelques adolescents ont trouvé un hébergement provisoire chez des habitants mais de très nombreux jeunes sont toujours contraints de dormir à la rue. Cette situation les expose à de graves risques d’exploitation et de traite d’êtres humains, met en garde l’Unicef. « Certains d’entre eux sont très jeunes, il y a aussi des filles, et c’est un véritable traumatisme de se retrouver seuls, sans projet migratoire », a souligné le directeur général de l’Unicef Espagne, José María Vera, interrogé par le média Cadena Ser.

    #Covid-19#migration#migrant#espagne#MNA#subsaharien#sante#droit#trafic#canaries#prostitution

  • Traite de personnes à Kédougou : deux jeunes Nigérianes auraient été « achetées » 300 000 et 500 000 FCFA avant d’être exploitées
    ▻https://www.dakaractu.com/Traite-de-personnes-a-Kedougou-deux-jeunes-Nigerianes-auraient-ete-achete

    Traite de personnes à Kédougou : deux jeunes Nigérianes auraient été « achetées » 300 000 et 500 000 FCFA avant d’être exploitées
    L’antenne régionale de la Division nationale de lutte contre le trafic de migrants et pratiques assimilées de Kédougou a intercepté deux jeunes Nigérianes convoyées jusqu’au village de Sambrabougou, dans le département de Saraya. Selon Libération, une femme dénommée Eunice Attah, alias Mirabel, est soupçonnée d’avoir organisé leur venue au Sénégal et de les avoir destinées à la prostitution.
    Une enquête ouverte à Kédougou a mis au jour une affaire présumée de traite de personnes impliquant deux jeunes femmes nigérianes. Selon Libération, l’opération a été menée le 4 août par l’antenne régionale spécialisée dans la lutte contre le trafic de migrants. Les enquêteurs avaient été informés de l’arrivée au village de Sambrabougou, dans le département de Saraya, de deux jeunes femmes parties du Nigeria et convoyées jusqu’au Sénégal. Les deux victimes présumées auraient été acheminées par une femme dénommée Eunice Attah, également connue sous l’alias Mirabel, qui les aurait destinées à la prostitution. Interpellées en même temps que la mise en cause, les deux jeunes Nigérianes ont été entendues par les enquêteurs. Elles auraient confirmé avoir quitté leur pays avant d’être conduites au Sénégal.
    Selon Libération, elles auraient d’abord été hébergées à Douta avant d’être transférées à Sambrabougou. Une fois sur place, Eunice Attah aurait exigé qu’elles se prostituent afin de lui rembourser chacune une somme de 1,5 million de francs CFA, présentée comme correspondant aux frais engagés pour leur voyage. Interrogée sur les conditions dans lesquelles elle avait fait venir les deux jeunes femmes au Sénégal, Eunice Attah aurait reconnu les avoir « achetées ». Libération rapporte qu’elle aurait déclaré avoir acquis F. Innocent pour 500 000 FCFA et Annie Yusuf pour 300 000 FCFA auprès de compatriotes nigérians. Deux personnes vivant respectivement à Cotonou et dans l’État de Benue, au Nigeria, sont citées par le quotidien comme ayant participé à l’organisation du voyage vers le Sénégal. Au terme des investigations, Eunice Attah a été déférée au parquet de Kédougou le 4 août, indique Libération. Les deux jeunes femmes ont quant à elles été remises à l’ONG « La Lumière » afin de bénéficier d’une prise en charge.

    #Covid-19#migrant#migration#traite#senegal#nigeria#kedougou#saraya#prostitution#sante#droit#trafic

  • OnlyFans, Deepfakes und Doxing : Wie die Digitalisierung die Sexarbeit verändert
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/onlyfans-deepfakes-doxing-wie-digitalisierung-sexarbeit-veraendert-

    Sans doute les auteurs de Seenthis sont toutes et tous d’accord que la prostitution est mauvaise et qu’il faut en finir avec les conditions qui encouragent ou imposent l’exercice du travail du sexe. Puisque, je suppose, nous somes seulement dee observateurs superficiels, nos idées et propositions de solutions sont forcément imprécises ou erronnées.

    C’est problématique car les convictions infondées sont á la racine de bien des souffrances et impasses.

    Cet article ajoute plusieurs couches économiques, sociales et technologoques au problème qui risquent de rendre caduques toute approche et position connue. Attention, les secteurs éconiomques illicites ou peu encadrés se révèlent souvent comme précurseurs de changements qui toucheront d’autres domaines après un certain délai. Vu sous cet angle le cas de la prostitution est particulièrement inquiétant.

    31.7.2026 von Markus Keimel - Algorithmen, Social Media und KI verändern Branche und Beruf schneller, als Politik und Recht reagieren können. Die Gründerin einer Escort-Agentur berichtet.

    Dies ist ein Open-Source-Beitrag. Die Berliner Zeitung und die Ostdeutsche Allgemeine geben allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten.

    „Corona hat die Branche über Nacht gezwungen, sich zu digitalisieren. Wer nicht mitmachte, hatte kein Einkommen. Das war brutal und hat etwas verändert, das nicht mehr rückgängig zu machen ist“, erklärt Leila Sue-Ann Vogler. Die Lüneburgerin ist Gründerin und Betreiberin einer Escort-Agentur. Mit der Digitalisierung von Sexarbeit und den daraus resultierenden Veränderungen ist sie tagtäglich konfrontiert.

    „Die Branche hat in den letzten Jahren einen starken Wandel erlebt, da sich der Marktplatz stark in die digitale Welt verlagert hat. Wer früher auf den richtigen Bordellstandort oder die richtige Straße angewiesen war, braucht heute vor allem ein gutes Profil“, so Vogler. Einschlägige Plattformen haben die klassische Kontaktanbahnung wie etwa im Bordell oder auf dem Straßenstrich weitgehend ersetzt. „Bewertungen, Rankings und Profilbilder entscheiden heute darüber, wer gebucht wird und wer nicht. Wer hier nicht auf die richtige Kombination oder Marketingstrategie setzt, hat schon verloren, bevor es überhaupt zur ersten Kontaktaufnahme kommt“, so Vogler.

    Zwar bringt die Digitalisierung etwas mehr Autonomie für Sexarbeiterinnen mit sich: vor allem bei der Auswahl von Kunden, Arbeitszeiten, Preisen und angebotenen Services. Gleichzeitig aber verschiebt sich eine Form der Abhängigkeit. „Nicht mehr zwingend vom Bordellbetreiber, sondern von Plattformbedingungen, Algorithmen und der permanenten Bedrohung durch Account-Sperrungen. Hinzu kommen neue Risiken wie Stalking und digitale Gewalt – bei gleichzeitig höherer Mobilität und schlechterer Erreichbarkeit für Schutz- und Beratungsangebote“, so die Agenturbetreiberin. Gerade Berlin stehe dabei exemplarisch für diese Hybridisierung: klassische Straßen- und Bordellarbeit mit langer Geschichte trifft auf vollständig digitalisierte Geschäftsmodelle.
    Strukturelles Ausbeutungspotenzial

    Wer heute digital als Sexarbeitender tätig ist, arbeitet in einem System, das eine einzelne Plattform zum Dreh- und Angelpunkt einer gesamten Existenz machen kann. „Die Abhängigkeit von Plattformen ist hoch. Selbst OnlyFans bietet kaum Möglichkeiten, Reichweite aufzubauen. Viele Sexarbeiterinnen sind daher darauf angewiesen, ihre Sichtbarkeit über externe Plattformen wie Instagram oder TikTok zu generieren“, erklärt Benjamin Abt von der Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung.

    Daraus resultiert für Sexarbeitende aber das nächste Problem: Denn Konten, die explizite Inhalte bewerben oder Links zu entsprechenden Inhalten, riskieren dauerhafte Sperren. „Der Verlust eines Instagram-Accounts und die verdeckte Einschränkung der Sichtbarkeit kann somit gleichbedeutend mit dem Verlust der Existenzgrundlage sein“, so Abt.

    Dazu komme ein strukturelles Ausbeutungspotenzial: hohe Provisionen, einseitig durchgesetzte Regeln, keine Mitbestimmung. „Plattformen agieren als Gatekeeper. Das heißt, die Plattformen entscheiden, wer sichtbar ist, wer gesperrt wird, welche Regeln gelten und dies ohne, dass die Sexarbeiterinnen irgendeinen Einfluss darauf haben“, so Vogler.
    Digitale Gewalt gehört inzwischen zum Berufsalltag

    Viele Sexarbeitende betreiben sogenanntes „Camming“, bei der sie Live-Videos über das Internet streamen – meist gegen Bezahlung. Camming erfordert zwar keine physische Begegnung mit Kunden und kann anonym von zuhause aus betrieben werden, ist jedoch mit digitalen und rechtlichen Risiken verbunden.

    Eines davon heißt Doxing und bedeutet das gezielte Sammeln und Veröffentlichen privater Informationen über eine Person ohne deren Einwilligung. Dazu gehören Klarname, Adresse, Fotos, Arbeitgeber oder Familienangehörige. „Im Kontext der Sexarbeit ist dies ein besonders gefährliches Phänomen, da die Verknüpfung von Arbeits- und Privatidentität existenzielle berufliche, familiäre und sicherheitstechnische Konsequenzen haben kann“, sagt Vogler.

    Auch Datenklau und Leaks stellen in der Sex-Cam-Arbeit eine Gefahr dar. Die unerlaubte Veröffentlichung privater oder bezahlpflichtiger Inhalte – oft durch Kunden, die gekauften Content weitergeben, oder durch Hackerangriffe, können für Sexarbeiterinnen massive finanzielle und persönliche Konsequenzen haben.

    Immer häufiger werden auch Deepfakes als Instrument digitaler Gewalt gegen Sexarbeiterinnen eingesetzt. Dabei handelt es sich um KI-generierte Bild- oder Videoinhalte, bei denen das Gesicht einer Person ohne deren Einwilligung in fremde Inhalte eingefügt wird.

    Die Herbertstraße auf St. Pauli ist die bekannteste Bordellgasse Deutschlands.

    Die Herbertstraße auf St. Pauli ist die bekannteste Bordellgasse Deutschlands.

    © Breuel-Bild/Imago
    Permanent online sein – permanent unter Druck sein

    Digitale Sexarbeit wird häufig als eine sicherere oder leichtere Variante wahrgenommen, da es keinen physischen Kontakt gibt oder flexibel von zuhause gearbeitet werden kann. Was dabei übersehen wird: Die psychische Belastung ist erheblich, und sie ist strukturell an das Geschäftsmodell geknüpft. „Wer digital arbeitet, ist permanent sichtbar und permanent erreichbar. Sichtbarkeit ist Kapital und Unerreichbarkeit kostet Ranking“, erklärt Vogler.

    Das Ranking wird durch Faktoren wie Aktivität, Bewertungen, Werbung und Reaktionszeit beeinflusst und wirkt sich direkt auf Sichtbarkeit und Buchungserfolg aus. Das erzeugt einen Dauerstress, der sich kaum abschalten lässt. Hinzu kommt die emotionale Arbeit: Denn digitale Sexarbeit lebt von gespielter Intimität und vom Aufbau scheinbar persönlicher Beziehungen zu fremden Kunden. „Das ist enorm fordernd und es verwischt die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben. Burnout ist in der Sexarbeit daher kein Randphänomen, sondern gelebter Alltag“, erzählt die Agenturbetreiberin.
    Das Recht kommt der Digitalisierung nicht hinterher

    Das deutsche Recht denkt Sexarbeit noch weitgehend in physischen Kategorien: also Bordellen, festen Arbeitsorten und dem Prostituiertenschutzgesetz. Doch die digitale Realität hat diesen Rahmen längst überholt. „Online-Plattformen sind rechtlich schwer einzuordnen. Sind sie Werbeportale? Vermittler? Arbeitgeber? Diese Frage ist bis heute nicht eindeutig geklärt, und genau das schafft eine rechtliche Grauzone, in der sich viele Beteiligte bewegen“, so Vogler.

    Internationale Plattformen mit Sitz außerhalb Deutschlands entziehen sich der deutschen Regulierung weitgehend, was zur Folge hat, dass deutsche Gesetze nicht mehr greifen. Gleichzeitig strukturieren diese Plattformen aber den Markt durch Rankings, Bewertungen und Kontaktfilter aktiv mit, schränken die Selbstständigkeit der Sexarbeitenden durch Gebühren und algorithmische Sichtbarkeitssteuerung ein, ohne dafür rechtlich zur Verantwortung gezogen zu werden. „Auch Bereiche wie Cam-Arbeit, der Verkauf von Bildern und Videos oder Sugardating sind ökonomisch längst Teil der Sexarbeit, rechtlich aber kaum definiert“, sagt Vogler.

    Die Sexarbeiterinnen würden sich dadurch in einem rechtlichen Schwebezustand befinden: Was ist erlaubt, was nicht? Wer trägt eigentlich die Verantwortung? Ist es die Plattform oder die Person? „Es gibt kaum institutionellen Schutz und kaum Klarheit. Wer sichtbar ist, um Kunden zu gewinnen, riskiert gleichzeitig aufzufallen, wenn die Registrierungspflicht nicht erfüllt wurde. Mehr Eigenkontrolle bedeutet hier auch ein erhöhtes Eigenrisiko“, klagt die Agenturbetreiberin.

    OnlyFans-Fashion-Show in New York

    OnlyFans-Fashion-Show in New York

    © John Marshall Mantel/Imago
    Künstliche Intelligenz bedroht ganze Branche

    KI-generierte Sexarbeiterinnen – also vollständig synthetisch erzeugte Profile und Inhalte – sind bereits Realität. Vollständig synthetische Profile mit künstlich erstellten Gesichtern, Stimmen und Inhalten konkurrieren auf denselben Plattformen wie echte Menschen. Und sie schlafen nicht, fordern keine Pausen und beschweren sich auch nicht über Arbeitsbedingungen.

    „Das verdrängt echte Sexarbeitende und wirft zudem massive ethische und rechtliche Fragen auf. Wer haftet und wer verdient?“, sagt Vogler. Für reale Sexarbeiterinnen bedeutet dies einen gänzlich neuen und fundamental härteren Konkurrenzdruck. „Während ein Mensch Grenzen hat, also zeitlich, emotional, körperlich, hat eine KI eben keine. Das drückt Preise, erhöht Erwartungen und verändert auch, was Kunden als normal empfinden“, so die Agenturbetreiberin.

    Vor allem rechtliche Fragen beschäftigen die Branche. Wer haftet, wenn ein KI-Profil das Gesicht einer echten Person ohne deren Einwilligung verwendet? Wer verdient an den Inhalten? Sind es die Plattform, der Entwickler oder niemand? „Rechtlich ist das weitgehend ungeklärt“, klagt Vogler. Gleichzeitig wirft KI auch im Bereich der Sexarbeit tiefere ethische Fragen auf: Wenn Intimität vollständig simuliert werden kann, was bedeutet das folglich für menschliche Sexarbeit und menschlichen Intimitätsaustausch? Die Technologie entwickelt sich nahezu schneller als jede gesellschaftliche oder rechtliche Antwort darauf.

    „Was heute noch nach Science-Fiction klingt, ist morgen Marktstandard. Und während Politik und Gesellschaft noch diskutieren, arbeiten echte Sexarbeiterinnen bereits in einer Branche, in der sie zunehmend mit Algorithmen konkurrieren, ohne dass irgendjemand sie gefragt hätte, ob sie das wollen“, so Vogler.
    Wer an der Digitalisierung wirklich verdient

    Die Digitalisierung der Sexarbeit ist kein großer Gleichmacher. „Am meisten profitieren Plattformen und Zahlungsdienstleister. OnlyFans etwa erzielte 2023 einen Bruttoumsatz von über 6,6 Milliarden US-Dollar und behält dabei 20 Prozent aller Einnahmen“, so Abt. Ein erheblicher Teil der Gewinne fließt an Plattformbetreiber. Verlierer sind besonders Sexarbeiterinnen mit mangelnden digitalen Kompetenzen, Sprachbarrieren oder fehlenden finanziellen Reserven: Also genau jene Gruppen, die am stärksten auf Schutz und Unterstützung angewiesen wären. „Wer früher von der Infrastruktur eines Bordells profitierte – etwa durch Planbarkeit, soziale Einbettung, klare Strukturen und Laufkundschaft durch eine etablierte Adresse – steht heute vor einer großen Unsicherheit“, so Vogler.

    Am schlimmsten trifft es Menschen in Zwangs- und Ausbeutungssituationen, da die Digitalisierung diese Situationen noch unsichtbarer macht, und hinter Profilen und Plattformen verschleiert. Zudem verlieren Beratungsstellen und Regulierungssysteme zunehmend den Zugang zu ihren Zielgruppen, da weniger sichtbare Arbeitsorte und weniger Anknüpfungspunkte vorhanden sind.

    Markus Keimel ist freier Journalist, Künstler und Autor aus Österreich.

    #prostitution #mondiialisation #internet #numérisation #ia #intelligence_artoficielle #mafia #disruption

  • L’État a failli à ses obligations envers les personnes prostituées et toutes celles rendues vulnérables par le système patriarcal de la prostitution

    Chaque année, le 21 mars, l’Afrique du Sud commémore la Journée nationale des droits de la personne, un rappel poignant du passé tumultueux du pays et de son engagement à défendre les droits de tous et toutes ses citoyen-nes. Cependant, au milieu des célébrations et des réflexions, un groupe crucial demeure exclu et oublié : les personnes prostituées.

    Une histoire de lutte
    La Journée nationale des droits de la personne commémore le massacre de Sharpeville de 1960, au cours duquel 69 manifestant-es non armé-es ont été abattues par la police de l’apartheid alors qu’elles manifestaient contre les lois racistes sur les laissez-passer. Cet événement tragique a marqué un tournant dans la lutte de l’Afrique du Sud pour la démocratie et les droits de la personne.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/08/04/letat-a-failli-a-ses-obligations-envers-les-pe

    #feminisme #prostitution #afriquedusud

  • Dans la lutte contre la prostitution des mineures, l’Etat encore à la traîne

    Cinq ans après le premier plan de lutte contre la prostitution des mineures, les autorités affirment progresser sur le repérage et le signalement. Des efforts réels mais très insuffisants face à l’ampleur du phénomène, souligne un rapport européen.

    ▻https://www.streetpress.com/1785145921-lutte-contre-prostitution-mineures-etat-encore-a-traine-expl

    #prostitution

  • Les dix ans du Modèle Nordique en France

    J’ai eu l’occasion de rédiger un article invité pour le journal allemand Tagespost sur les dix ans du modèle nordique en France. Voici ce texte, en version française :

    Des centaines de personnes manifestent actuellement à Paris pour l’abolition totale de la prostitution – et regardent avec incrédulité une Allemagne qui semble vouée à demeurer le bordel de l’Europe.

    La prostitution rend les gens malades ! C’est un crime en France depuis dix ans : le 13 avril 2016, la loi abolitionniste a été adoptée, criminalisant les clients des prostituées, sur la base du modèle nordique. Dix ans plus tard, 500 personnes ont manifesté à Paris – pour l’abolition totale de la prostitution dans le pays. Tous les acteurs et actrices qui ont rendu cette loi possible ont pris la parole. Ce combat n’a pas été facile. Elle a été menée au-delà des clivages partisans, les socialistes y jouant un rôle de premier plan.

    La loi a été adoptée à l’époque grâce aux témoignages poignants d’anciennes travailleuses du sexe qui ont eu le courage de dénoncer la violence, le sexisme et le racisme dont elles avaient été victimes.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/07/18/les-dix-ans-du-modele-nordique-en-france

    #feminisme #prostitution

  • Drogen, Strich, Einbrüche: An der Kurfürstenstraße eskaliert der Streit um den Kiez
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/drogen-strich-einbrueche-an-der-kurfuerstenstrasse-eskaliert-der-st

    ÜberJahrzehnte war das Prostitutions- und Drogengewerbe um den Block Kurfürsten-, Potsdamer, Bülow und Frobenstraße genau so problematisch wie der Umgang der Beteiligten miteinander.

    Seit den Zeiten von Christiane F. haben Sozialarbeit, fortschrittlichere Gesetze und Gewöhnung die Lage entspannt. Am schlimmsten waren die neunziger und der Beginn der zweitausender Jahre, als das Elend Osteuropas auf die Sparpolitik des SPD-Senators Sarrazin traf. Alle im Kiez kamen trotzdem irgendwie miteinander klar, und sogar die elfjährigen Schülerinnen des Französischen Gymnasiums durchquerten problemlos die Kurfürstenstraße auf dem Weg zu ihrer Eliteschule.

    Als ein protziger Neubau auf das bislang grün verwilderte Ruinengrundstück Else-Lasker-Schüler-Straße, bis 1998 Mackensenstraße, Ecke Kurfürstenstraße gesetzt wurde, war der Ärger vorprogrammiert. Auch auf dem zugebauten Möbel-Hübner-Parkplatz schräg gegenüber entwickelte sich ein wenn auch bescheideneres Spießerbiotop, dessen Bewohner sich mehr kleinstädtische Beschaulichkeit und ein Ende des sichtbaren Aufeinandertreffens von Wohlstand und Elend vor ihrer Haustür wünschen.

    Am Ende leiden die Ärmsten unter den Begehrlichkeiten der kleinbürgerlichen Gentrifizierungsgewinner. Die verlangen nach Aufwertung ihres Investments und führen Krieg gegen die störenden Unterklassen. Das ist alles so durchschaubar wie es abscheulich ist.

    Die Nutten und Zuhälter fuhren Taxi und sparten nicht am Trinkgeld. Die Spießer beuten gewissenlos Uber-Fahrer aus und haben kein Problem damit, dass ihr Wohlstand auf den Gebeinen der Gefallenen im Klassenkampf von oben errichtet wird.

    So it goes. Das Schlachthaus bietet keinen Schutz mehr. Die Wohlstandskrieger haben es 1989 übernommen.

    27.6.2026 von Oliver Weinlein - An der Kurfürstenstraße in Schöneberg gingen die Anwohner auf die Straße. Es geht um Drogen, offenen Strich und ein mögliches Sperrgebiet. Und um die Frage, wem der Kiez gehört.

    Erst protestieren die Anwohner, eine Straßenecke weiter formiert sich der Gegenprotest. Am Donnerstag haben Nachbarn vor der Zwölf-Apostel-Kirche für mehr Sicherheit im Kurfürstenkiez demonstriert – unter dem Motto „Unser Kiez, unser Zuhause“.

    Sie fordern ein Sperrgebiet gegen Straßenprostitution nahe Kitas, Schulen und Seniorenheimen, dazu ein hartes Vorgehen gegen den offenen Drogenhandel. „Keine Zuhälterei, keine Ausbeutung von Frauen“, heißt es im Aufruf.

    Wie aufgeladen das Thema ist, zeigt schon dieser eine Tag.

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    Anwohner vernetzen sich um gemeinsam für einen sicheren Kiez zu Kämpfen. © Markus Wächter/Berliner Zeitung
    Schlaflose Nächte und ein Mord im Treppenhaus

    Igor lebt seit über einem Vierteljahrhundert im Viertel. Was sich hinter der benachbarten Kirche abspielt, setzt dem Familienvater zu.

    „Jede zweite, dritte Nacht Schlägereien“, berichtet er. Abends sammeln sich die Gruppen an den Zäunen. Nachts um drei steht Igor oft im Hof und vertreibt bis zu ein Dutzend Personen.

    Ruft er die Polizei, bekommt er mitunter nur den Rat, Anzeige zu erstatten. „Welche Anzeige, wollen Sie mich auf den Arm nehmen?“, fragt er. Der Ausnahmezustand laufe nun „das siebte Jahr ganz genau“.

    Die Folgen treffen die ganze Hausgemeinschaft. „Alte Leute, die haben Angst rauszukommen“, erzählt Igor. Seine Tochter mache eine Ausbildung und müsse morgens um fünf Uhr los.

    „Die traut sich gar nicht, sie als 17-jähriges Mädchen, bis zum Auto zu kommen. Papa muss sie jeden Morgen bis zum Auto bringen.“ Er selbst sei Dachdeckermeister, habe sein Leben lang schwer gearbeitet – und warte seit Jahren auf eine durchgeschlafene Nacht.

    Auch die Kriminalität trifft ihn hart. Igor dokumentiert gestohlenes Werkzeug und Bettzeug aus den Kellern. Den Schaden für sich allein beziffert er auf „über 30.000 Euro in den letzten vier Jahren“. Wie die Täter ins Haus kommen, macht ihn fassungslos: „Wie kann es sein, dass Dealer und Idioten sich einen Generalschlüssel geholt haben?“

    Wie greifbar die Gewalt sei, habe sich vor fünf Jahren gezeigt. „Da ist jemand umgebracht worden, direkt auf der Treppe, Messerattacken“, erinnert sich Igor. Wer sich bei der Hausverwaltung beschwere, ernte oft nur ein Schulterzucken. „Und dann sagen sie: Probieren Sie, andere Wohnung zu finden. Welche andere Wohnung?“, fragt er. Seine Forderung ist simpel: „Wenn das die Politiker juckt, in fünf Minuten ist das alles erledigt.“

    Der Protest im Slum

    Die Gegend rund um die Kurfürstenstraße, viele Nachbarn fühlen sich seit Jahren im Stich gelassen. „Mittlerweile sieht die Frobenstraße aus wie in einem Slum“, schreibt ein Anwohner in einer Nachricht an die Redaktion. Der Alltag bestehe aus Beschaffungskriminalität und Verwahrlosung. Auf der Anwohnerversammlung entlädt sich an diesem Abend dann die aufgestaute Wut offen. Eltern beklagen, dass Kinder nicht mehr auf der Straße spielen könnten. Fremde campierten in Treppenhäusern, Garagen würden zweckentfremdet.

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    Schluss mit dem Wegschauen: An der Zwölf-Apostel-Kirche versammeln sich Anwohner und fordern mehr Sicherheit im Kiez. © Markus Wächter/Berliner Zeitung

    Der politische Streit um ein Sperrgebiet

    Das Thema ist längst Wahlkampf. Die Berliner CDU will die Straßenprostitution verbieten und zunächst im Kurfürstenkiez ein Sperrgebiet durchsetzen.

    SPD, Grüne und Linke halten dagegen. Ihr Argument: Ein Verbot vertreibe die Frauen nur in Nebenstraßen und ins Verborgene – weg von jeder Hilfe. Erlassen könnte ein Sperrgebiet die Innenverwaltung per Rechtsverordnung. Bisher aber zögert der Senat.

    Auch deshalb gingen am Donnerstag Sexarbeiter und Unterstützer auf die Straße. Ihre Sorge gilt vor allem dem Frauentreff Café Olga, einer niedrigschwelligen Anlaufstelle für drogenkranke Sexarbeiterinnen. Deren Mietvertrag ist gekündigt.
    Forderung nach dem nordischen Modell

    Einen anderen Ausweg sieht Gisela Widerschein. Sie hat lange im Kiez gearbeitet und beobachtet eine dramatische Verschlechterung. Ihre Organisation wirbt für das „nordische Modell“.

    „Wir fordern Ausstiegshilfen für die Frauen“, sagt Widerschein. Nicht die Prostituierten gehörten bestraft, sondern Freier und Zuhälter. Dazu brauche es Aufklärung, die die Nachfrage senkt. Drogensucht und Sexkauf seien im Schöneberger Norden eng verknüpft.

    Gelöst ist an der Kurfürstenstraße damit nichts. Nur die Fronten sind klarer denn je.

    #Berlin #Tiergarten #Schöneberg #Kurfürstensträße #Potsdamer_Straße #Bülowstraße #Frobenstraße #Else-Lasker-Schüler-Straße, #Mackensenstraße #An_der_Apostelkirche #Stadtentwicklung #Prostitution #Kleinbürgertum #Gentrifizierung #CDU

  • 3 QUESTIONS à Rosen et Frédéric pour « Maintenant vous savez », un livre mettant à nu les excuses des « clients »

    En février 2026, la fondation Scelles avec Rosen HICHER, ont mené un très grand nombre de stages de sensibilisation à la lutte contre l’achat d’actes sexuels ensemble. En ce sens, la Fondation a publié « Maintenant vous savez », livre mettant à nu les excuses des « clients », avec une préface de la Sénatrice et ex-Ministre Laurence ROSSIGNOL.

    Rosen et Frédéric ont accepté de répondre à nos questions :

    A propos de Rosen :
    Survivante de la prostitution, Rosen est une militante engagée sur tous les fronts de l’abolitionnisme depuis 2011 : livres, plateaux télé, documentaire, conférences. Elle témoigne invariablement de son parcours et s’adresse aussi aux « clients » prostitueurs à travers les stages de lutte contre l’achat d’actes sexuels dans lesquels elle intervient depuis 2017. Co-fondatrice du mouvement des Survivantes et initiatrice de la Marche des Survivantes en 2014, Rosen a fortement contribué à l’adoption de la loi Olivier-Coutelle de 2016.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2025/12/07/le-regard-des-francais-sur-la-prostitution/#comment-74873

    #prostitution

  • Which Country is the Big Loser from the Ramadan War ?
    ▻https://sonar21.com/which-country-is-the-big-loser-from-the-ramadan-war

    Larry Johnson brosse un portrait assez sarcastique des Emirats. C’est assez drôle !...

    Considérez Dubaï comme le parc à thème pour adultes le plus cher au monde et sans sortie de secours. Pendant des décennies, Dubaï s’est vendu au monde en pensant à ce qui se passerait si Las Vegas et Disney World avaient un enfant ensemble, l’élevaient grâce à leur fonds souverain et l’envoyaient terminer ses études à Monaco. Le résultat a été une ville d’une audace véritablement stupéfiante : une piste de ski couverte dans le désert, un hôtel en forme de voile qui s’attribue sept étoiles parce que cinq n’était tout simplement pas suffisant, des îles en forme de palmiers visibles de l’espace qui s’enfoncent lentement dans la mer d’où elles ont été si chèrement extraites. C’était, à tous points de vue, le plus grand parc à thème jamais construit pour les personnes qui trouvaient les parcs à thème déjà existant pas assez clinquants et trop puritains.

    Think of Dubai as the World’s most expensive adult theme park that has no emergency exit. For decades, Dubai sold itself to the world as what would happen if Las Vegas and Disney World had a child together, raised it on sovereign wealth, and sent it to finishing school in Monaco. The result was a city of genuinely staggering audacity — an indoor ski slope in the desert, a hotel shaped like a sail that awards itself seven stars because five simply wasn’t enough, palm-shaped islands visible from space that are slowly sinking back into the sea from which they were so expensively extracted. It was, by any measure, the greatest theme park ever built for people who found actual theme parks insufficiently gilded and too puritanical.

    The supposed genius of the Dubai proposition was always its geographical logic: i.e., it sits at the crossroads of global trade, pumps enough oil to build the infrastructure, and then gradually replace the oil revenue with everything else — tourism, finance, real estate, the inscrutable business of being a place where very wealthy people park very large amounts of money while asking no inconvenient questions. Oh, did I mention money laundering and hookers?

    The Burj Khalifa, the world’s tallest building, named after the ruler of Abu Dhabi because Dubai ran out of money halfway through construction and needed a bailout, stands as perhaps the most honest monument in human history: a gleaming advertisement for ambition funded by someone else. The formula worked brilliantly as long as one variable held constant: the Strait of Hormuz remained open. The US and Israeli attack on Iran turned this assumption inside out.

    Disney World works because it controls its environment entirely. Inside the berm, reality is suspended. Outside the berm, Florida continues to be Florida, which, as I can testify, is its own form of unreality but in a less curated direction. Dubai’s version of the berm was always the strait — twenty-one miles of water that kept the global economy flowing through the neighborhood and made Dubai’s position as the region’s entrepôt, logistics hub, financial center, and luxury destination not merely plausible but geometrically inevitable.

    When Iran mined the strait in March 2026, Dubai discovered that its berm had a gap in it roughly twenty-one miles wide.

    The cruise ships left first — or rather, they tried to. Six of them were trapped inside the Gulf like very large, very expensive rubber ducks in a bathtub whose drain had been plugged by a theocracy. Fifteen thousand passengers discovered that the all-inclusive package they had purchased did not, in the fine print, include Iranian mine-clearance operations as an amenity. The ships eventually got out during a brief window in April when Iran and the US simultaneously claimed the strait was open, which gave the ships a brief opening to make a run to safety. The passengers disembarked elsewhere and appear to have decided that the Arabian Gulf cruise experience had delivered sufficient excitement for one lifetime.

    Las Vegas, Dubai’s other spiritual progenitor, is built on the foundational promise that geography is irrelevant — that a city in the middle of a desert can become the center of the world through sheer force of neon and human appetite. Dubai took this lesson and applied it at sovereign scale. If Las Vegas could conjure a city from nothing in Nevada, Dubai could conjure a global financial center from nothing in a desert on the edge of a historically significant but economically peripheral body of water.

    The difference is that Las Vegas sits in the middle of a continent. Its supply chains are inconvenienced by traffic on I-15, not Iranian frigates. When something goes wrong in Nevada, the problem is human-scale. When something goes wrong in the Strait of Hormuz, the problem is civilizational-scale, which is a somewhat different category of operational risk.

    Dubai’s ports — Jebel Ali, the largest in the Middle East — discovered that being the region’s premier logistics hub is an extraordinary competitive advantage right up until the moment the region becomes inaccessible. The container ships stopped coming. The tankers that hadn’t already been stranded inside the Gulf diverted around Africa, adding two weeks to their journeys and entirely bypassing the hub that had been so carefully constructed to serve them. The cargo kept moving; it simply moved around Dubai rather than through it, in the manner of a river that encounters a spectacular dam and quietly reroutes rather than admiring the engineering.

    What Dubai is experiencing is the particular agony of a city built for maximum throughput discovering that throughput has somewhere else to be. The restaurants remain excellent. The hotel pools remain temperature-controlled to a degree that can only be described as a philosophical statement about the relationship between mankind and climate. The brunches — Dubai’s most characteristically Dubai institution, a Friday afternoon event that begins at noon, ends somewhere around consciousness, and costs roughly what a semester of community college costs in Ohio — continue to be held, though with fewer attendees from the European finance sector, which is dealing with its own energy crisis and has temporarily reduced its appetite for unlimited wagyu and proximity to other people’s wealth.

    The real estate market, which has spent twenty years as a reliable indicator of how much money the world needs to quietly relocate, is experiencing what agents describe as a period of recalibration and what everyone else describes as a crash. Property values in Dubai are denominated in confidence as much as dirhams, and confidence requires that the fundamental premise of Dubai — the crossroads theory, the inevitability of the location — remains legible. A crossroads from which one of the roads has been temporarily mined is a different proposition.

    But the Hormuz crisis has stripped away, at least temporarily, the comfortable fiction that Dubai’s position was natural rather than constructed, inevitable rather than contingent. Las Vegas exists because Americans wanted somewhere to gamble without legal consequence. Disney World exists because Walt Disney wanted to control the parking. Dubai exists because the global economy needed a node at a specific geographic location, and someone had the audacity and the capital to build one there.

    All three are, at their core, exercises in the proposition that if you build it extravagantly enough, they will come. Two of them don’t have to worry about what happens if someone mines the entrance.

    But there also is a dark side to the UAE in general and Dubai in particular — it is a center for money laundering and foreign intelligence activities. A friend, who is a business/energy consultant in the Persian Gulf summarizes the situation as follows:

    The UAE now operates as a Zionist/Israeli-linked Gulf security platform with annex-like and fledgling-colony characteristics. Zionist/Israeli and Israel-linked security, cyber, surveillance, defense, and intelligence-adjacent systems have permeated core state capability to the point of effective strategic control over key security and technology layers.
    That penetration creates strategic exposure across the UAE military establishment, internal-security architecture, technology stack, logistics system, financial channels, and monetary confidence base.

    The money-flow thesis has also changed. Dubai and the broader UAE have long served as high-liquidity routing environments for offshore capital, sanctions-sensitive money, criminal syndicate proceeds, and illicit flows connected to Africa, gold, real estate, trade, luxury assets, and corporate structuring. The war-risk and security-integration shock has
    damaged that flow. Capital that depends on opacity, stability, and uninterrupted confidence becomes unstable when the host jurisdiction is visibly embedded in a conflict architecture.

    The state is assessed as structurally aligned with the US-Israel security architecture and operationally dependent on Israel-linked security and technology capabilities. The exposure is not merely diplomatic. The UAE security apparatus, technology apparatus, military establishment, cyber-defense layer, and monetary confidence system are assessed as deeply permeated by Zionist/Israeli and Israel-linked systems, vendors, intelligence-adjacent relationships, and defense cooperation. Money flows that used the UAE for opacity, liquidity, asset conversion, gold, corporate layering, luxury consumption, trade routing, and real-estate placement are now exposed to war-risk repricing, sanctions scrutiny, intelligence attention, and capital-flight pressure.

    So guess whose uncle is a weekly visitor to the UAE carrying bags of cash? If you guessed Volodimir Zelensky you are correct. Zelensky’s uncle, according to my source, deposits the money in local banks. The money is then used to purchase property that it then subsequently sold. The proceeds from that sale are then sent to banks in Israel… All cleaned up. From there, some of the money makes its way back to members of the US Congress as a way of thanking them for their support of Ukraine.

    Will the UAE return to its previous garish glory? Perhaps. One immediate consequence of the US/Israeli attack on Iran is that much of the big money stored in the UAE banks decided that Singapore was more secure, which produced a significant capital flight from Dubai. The de facto expulsion of the US from the Persian Gulf, coupled with Chinese and Russian initiatives to create a new security architecture in the Gulf, is causing the Emiratis to reassess their past relationships. It is not clear what path they will choose to follow going forward, but the UAE emirs did send a delegation to Tehran on June 9. Is Dubai considering a future without wealthy foreigners with an appetite for alcohol and prostitutes? Maybe.

  • Dire “travailleuse du sexe” serait plus respectueux ?

    « Travailleuse du sexe ». Vous avez remarqué ? Journalistes et les influenceurs et influenceuses sur les réseaux sociaux, emploient désormais très -trop- souvent le terme « travailleuse du sexe » (quand ce n’est pas « travailleur·euse »).

    Selon une opinion qui semble majoritaire (au moins en ligne), il s’agirait de ne pas stigmatiser des personnes en les traitant de « prostituée ». Voilà qui est heureux. En revanche, est-ce vraiment plus respectueux ?

    Quels pièges se cachent derrière cette appellation ?

    Depuis quelques siècles, le mot de « prostituée » a souvent été utilisé pour désigner des femmes cantonnées à servir « d’égout séminal » aux hommes, avec une identité particulière, celle de la « mauvaise femme ». Les scientifiques du 19e siècle n’hésitaient pas à dire, qu’elles étaient criminelles, allant jusqu’à affirmer que leur cerveau était différent et un peu moins humain que celui des autres… comme Parent-Du-Chatelet, le premier à avoir fait une étude sur les femmes en situation de prostitution et à avoir véhiculé ces idées déshumanisantes.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2020/11/25/travail-du-sexe-zeromacho-denonce-une-imposture/#comment-74798

    #prostitution

  • Prostitution und Drogen in der Kurfürstenstraße: Protest will auf Verwahrlosung aufmerksam machen
    ▻https://www.tagesspiegel.de/berlin/prostitution-und-drogen-in-der-kurfurstenstrasse-protest-will-auf-verwa -

    Äh, was ist jetzt los? So ruhig wie heute war es früher nicht in der Kurfürstenstraße. Prostitution wurde weitgehend weggentrifiziert und die Anbshnung läift übers Internet genauso wie der Koksverkauf. Keine dutzende ausgemergelten Hühnchen mehr tagsüber am Straßenrand und die aufgebrezeltdn Damen aus ser Profiabteilung sind auch weg.

    Die Leute können einfach nichts mehr ab und beschweren sich, weil meckern muss sein.

    Wir sind in der Provinz angekommen, jetzt wird nur noch im Keller ausgebeutet und gefoltert nicht mehr auf offener Straße. Macht das etwas besser? Nein, aber ihr habt es so gewollt.

    P6.6.2026 - Angesichts der seit vielen Jahren anhaltenden Kriminalität und Verwahrlosung rund um die Kurfürstenstraße in Berlin-Schöneberg sind die Anwohner zum wiederholten Mal erbost.

    Prostitution tagsüber auf der Straße, offener Drogenhandel, Gewalt und Verwahrlosung prägen einen Teil der Kurfürstenstraße in Mitte und Schöneberg. Die Nachbarn leiden seit Jahren unter den Zuständen und wollen nun öffentlich protestieren. „Unser Kiez, unser Zuhause“, heißt eine für den 25. Juni geplante Demonstration auf dem Zwölf-Apostel-Kirchplatz.

    Die Anwohner fordern ein Sperrgebiet gegen Straßenprostitution in der Nähe von Kitas, Schulen und Seniorenheimen sowie Maßnahmen gegen den Drogenhandel und -konsum in der Öffentlichkeit. „Keine Zuhälterei, keine Ausbeutung von Frauen“, heißt es weiter.

    CDU für Verbot von Straßenprostitution in ganz Berlin

    Auch die Berliner CDU macht sich für ein Verbot von Straßenprostitution stark, und zwar in der ganzen Stadt. Damit stößt sie auf Widerspruch bei der Opposition, aber auch beim Koalitionspartner SPD. Ihr Wahlprogramm will die CDU am Dienstag beschließen. Darin steht: „Wir wollen das Ende der Straßenprostitution in ganz Berlin und werden sie in einem ersten Schritt im Kurfürstenkiez und rund um den Nollendorfplatz verbieten.“

    Es dürfe nicht länger hingenommen werden, dass ein Berliner Kiezunter Kriminalität, Verwahrlosung und massiven Belastungen fürAnwohnerinnen und Anwohner leide. „Die staatliche Finanzierung von Verrichtungsboxen oder anderer Infrastruktur für das Geschäft von Zuhältern lehnen wir ab.“

    Stettner (CDU): Kinder mit Ausbeutung, Sex, Drogen, Gewalt konfrontiert

    CDU-Fraktionschef Dirk Stettner war mit dem Thema Ende Mai an die Öffentlichkeit gegangen: „Die Frauen werden unter unfassbaren hygienischen Bedingungen ausgebeutet, Kinder und Jugendliche direkt mit gekauftem Sex, Drogen, Gewalt konfrontiert“, sagte er der „B.Z.“. „Die CDU will das nicht.“ Sein Fazit: „Wir müssen Straßenstriche in ganz Berlin verbieten.“
    SPD: Verbot führt zu Verdrängung

    Den Koalitionspartner von der SPD überzeugt das nicht. „Die CDU macht es sich mit dieser Forderung zu einfach. Wer glaubt, Straßenprostitution lasse sich durch ein Verbot lösen, verwechselt Symbolpolitik mit wirksamem Gewaltschutz“, kritisierte die frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Mirjam Golm.

    „Die Realität verschwindet dadurch nicht – sie wird lediglich aus dem öffentlichen Raum verdrängt und für Hilfsangebote schwerer erreichbar.“ Viele Frauen seien nicht freiwillig in der Prostitution tätig und häufig von Armut, Gewalt oder Menschenhandel betroffen, betonte Golm. „Gerade deshalb ist Verdrängung der falsche Weg.“ Notwendig seien starke Hilfsangebote und echte Ausstiegsperspektiven.

    Linke: Räume für Sexarbeit bereitstellen

    Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Anne Helm, erklärte, soziale Probleme bekämpfe man nicht mit dem Polizei- oder Strafrecht. „Neben der verschärften Repression gegenüber den Frauen führt das nur zur Verdrängung in anliegende Straßen oder Grünanlagen.“ Helm forderte Unterstützungsangebote wie „Räume, in denen die Frauen ihrem Gewerbe nachgehen könnten“.

    Grüne: Situation verbessern

    Für die Grünen teilte die Sprecherin für Gleichstellung, Bahar Haghanipour, auf dpa-Anfrage mit: „Sexarbeit ist gesellschaftliche Realität. Daher ist ein Verbot von Sexarbeit keine Lösung.“ Die Forderung nach einem Sperrbezirk führe nur zur Verlagerung an andere, oftmals unkontrollierte Orte. Die Aufgabe müsse sein, die Situation vor Ort zu verbessern – für Nachbarinnen und Nachbarn, Sexarbeitende und alle Menschen im Kiez.

    Die Situation im Kurfürstenkiez sei geprägt von Obdachlosigkeit, psychischen Erkrankungen und Drogenkonsum. Die Forderung nach einem Sperrbezirk sei falsch. „Der Senat darf die Bezirke Mitte und Tempelhof-Schöneberg nicht länger alleine lassen.“

    CDU: Innensenatorin kann handeln

    CDU-Fraktionschef Stettner kündigte laut dem „Tagesspiegel“-Newsletter „Checkpoint“ an, das Verbot solle schnellstmöglich umgesetzt werden, Innensenatorin Iris Spranger (SPD) könne das per Rechtsordnung erlassen. Die Senatsinnenverwaltung erklärte daraufhin, dazu sei eine Abstimmung mit den Senatsverwaltungen für Gesundheit, Bildung und Soziales nötig.

    Auch die Innenverwaltung argumentierte, ein Verbot würde Straßenprostitution nicht beseitigen, sondern lediglich verlagern, oft in das Verborgene, mit entsprechenden Risiken für die Prostituierten. Ein Sprecher von Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) ergänzte: „Es geht nicht darum, Sexarbeit zu verbieten, sondern sie so zu gestalten, dass es keine Ausbeutung, keine Diskriminierung und keine Gewalt dabei gibt.“ (dpa)

    #Berlin #Tiergarten #Kurfürstenstraße #Straßenstrich #Prostitution #Verelendung

  • Quand des hommes plaident en faveur de légaliser la prostitution, on les entend défendre et vouloir s’assurer du droit d’acheter la soumission. On peut les entendre dire quel genre de monde ils veulent pour leur bite

    On les entend aussi dire qu’ils se fichent du consentement – et encore plus du désir – et qu’ils CROIENT que le consentement peut s’acheter. Ils plaident en faveur d’un monde où ils sont déchargés de toute responsabilité et où une « catégorie » de femmes vulnérables est reléguée à cette fonction dans la société : celle de les satisfaire.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2019/11/13/la-prostitution-nest-pas-la-consequence-du-choix-des-femmes/#comment-74607

    #prostitution

  • Voici comment la gauche fait fausse route dans le dossier de la prostitution

    Au début de l’automne 2015, des délégué-es de différentes sections d’Amnesty International se sont réuni-es à Dublin pour définir leur position officielle sur la prostitution. Dans la résolution qui en a résulté, cette ONG de défense des droits a fait part de son intention d’« élaborer une politique en faveur de la dépénalisation totale de tous les aspects du travail du sexe consensuel » [1]. En outre, cette politique « [appelle] les États à garantir aux travailleurs et travailleuses du sexe une protection juridique complète et égale contre l’exploitation, la traite et la violence » [2].

    Cette décision d’approuver la dépénalisation a été largement soutenue par l’ensemble des mouvements de gauche, libéraux et progressistes américains, bien que de nombreuses féministes y aient fortement exprimé leur opposition. Dans les semaines qui ont précédé la réunion des délégué-es d’AI, plus de quatre cents groupes de femmes et militantes individuelles ont signé une lettre ouverte condamnant Amnesty pour sa position et encourageant l’adoption de ce que les féministes appellent le « modèle nordique » ou égalitaire [3].

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/06/01/voici-comment-la-gauche-fait-fausse-route-dans

    #prostitution

  • French Bukkake : les accusés renvoyés aux assises

    French Bukkake : les 16 accusés dans l’affaire de la plateforme de prostitution filmée qui diffusait des vidéos pornographiques d’une extrême violence, seront finalement jugés par une cour d’assises. C’est ce qu’a décidé la chambre de l’instruction hier. C’est une victoire féministe.

    Nous nous félicitons du renvoi aux assises. La dimension raciste et sexiste des viols n’est pas du tout anecdotique, elle montre que la haine est au cœur du modus operandi de l’industrie pornographique et permet de comprendre le contexte dans lequel ces crimes ont été commis. Lorraine Questiaux, avocate des parties civiles et du Mouvement du Nid
    16 hommes ont donc été mis en examen suite aux plaintes de nombreuses femmes. Parmi eux, le dirigeant du site, “Pascal OP”, un “rabatteur” et plusieurs acteurs qui ont commis les viols. Un procès aura donc lieu pour viol et traite d’êtres humains, à une date encore inconnue.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2025/04/28/laffaire-french-bukkake-communique-unitaire/#comment-74548

    #pornographie #prostitution

  • Quatre femmes adressent une lettre ouverte aux masculinistes responsables d’un spectacle sur la prostitution

    Un spectacle actuellement programmé à Québec propose de mettre en débat l’achat d’actes sexuels, en particulier à partir de la question du handicap.

    Présenté comme un sujet tabou qu’il faudrait « enfin » oser aborder, ce cadrage nous semble profondément contestable car il cherche à remettre en question une limite fondamentale : refuser l’achat du corps d’autrui.

    La prostitution s’inscrit dans un système fondé sur la demande masculine, où le désir est très majoritairement absent du côté des personnes prostituées. En conséquence, présenter cette réalité à travers un scénario qui ne ressemble en rien à la réalité prostitutionnelle, qui en efface les dimensions structurelles et sexistes, vise à invisibiliser une violence systémique et à dépolitiser les analyses solides déjà existantes sur le sujet de l’exploitation sexuelle.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/05/25/quatre-femmes-adressent-une-lettre-ouverte-aux

    #feminisme #prostitution

  • Ambre : « Abolissons partout la porno-prostitution » (+ autre texte)

    Abolissons partout la porno-prostitution et redonnons à chaque victime sa flamme d’humanité. Par Ambre, survivante de La Vie en Rouge, artiste et philosophe. Discours prononcé à l’Assemblée nationale le 13 avril lors du colloque organisé par CAP international.

    « Je voulais d’abord commencer par dire que la force que j’ai de me tenir devant vous ici aujourd’hui, je la dois à mes amies survivantes, celles que je connais, celle que je ne connais pas. Je leur dis un immense merci parce que c’est grâce à elles que j’arrive aujourd’hui à me tenir devant vous. Merci aux survivantes.

    Je vais vous expliquer ce que l’abolitionnisme est pour moi en tant que survivante et militante.

    Pour moi l’abolitionnisme, c’est une posture politique mais aussi philosophique qui est exigeante, courageuse et féministe, qui s’élève contre un pessimisme qui rend service aux prostitueurs et s’ancre dans un temps d’une longueur infinie.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/05/22/ambre-abolissons-partout-la-porno-prostitution

    #feminisme #pornographie #prostitution

  • Vivastreet : la justice se réveille

    Vivastreet avait obtenu un non-lieu en septembre 2025, pour les faits de proxénétismeaggravé. Le site était accusé d’héberger des annonces de prostitution. La réouverture de l’instruction est une excellente nouvelle pour le Mouvement du Nid qui avait saisi la Cour d’Appel.

    L’ordonnance de non lieu rendue en septembre 2025 nous avait laissé·es sans voix. Le Mouvement du Nid avait déposé plainte fin 2016 (il y a près de 10 ans !) contre Vivastreet, son site abritant des milliers de petites annonces dont il ne fallait pas être bien malin pour voir qu’il s’agissait d’annonces de prostitution ; le site, avec sa rubrique Erotica, étant alors notoirement proxénète. Notre association avait d’ailleurs fait procéder à un constat d’huissier qui avait confirmé l’évidence, un simple coup de fil permettant d’en avoir le coeur net.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2023/06/21/florence-montreynaud-des-salons-de-massage-non-des-bordels-ayant-pignon-sur-rue/#comment-74252

    #prostitution

  • Mobilisation abolitionniste historique pour les 10 ans de la loi de 2016

    Mobilisation abolitionniste historique à Paris pour les 10 ans de la loi de 2016 : pendant 3 jours, les 12, 13 et 14 avril, des survivantes, des activistes et des personnalités politiques se sont mobilisées pour réaffirmer la nécessité de généraliser le modèle abolitionniste partout. En France, en appliquant mieux et plus la loi, et dans le monde, en adoptant ce modèle qui est le seul à dépénaliser les victimes du système prostitutionnel.Une marche abolitionniste derrière les survivantes de la violence prostitutionnelle

    Dimanche 12 avril, plus de 500 personnes ont marché du Panthéon aux Invalides en soutien aux survivantes et à toutes les victimes du système prostitutionnel. Des slogans : « Féministe et abolitionniste », « client : violeur », « solidarité avec les survivantes du monde entier », et des pancartes : « Client », homme normal comme Pelicot, « Elle a besoin d’argent, pas de ta b*** », « Ecoutons les survivantes », « Ce sont les hommes proxénètes prostitueurs qui tuent violent et agressent pas la loi », « Stop exploitation, abolition », « Ninguna Mujer nace para puta », « Buyin me = Raping me », et tant d’autres ont émaillé cette belle marche historique, derrière plus de 4O survivantes, françaises de La Vie en Rouge mais aussi Etats-uniennes, Canadienne, Espagnoles, Coréennes, Colombiennes, belges, suisses », elles étaient venues du monde entier.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2025/12/07/le-regard-des-francais-sur-la-prostitution/#comment-73652

    #feminisme #prostitution