• Lachgeschichten: Pfarrerin radikalisiert sich und Opfer wird die NPD | Colorful Germany
    https://colorful-germany.de/lachgeschichten-pfarrerin-radikalisiert-sich-und-opfer-wird-die-npd

    Der Skandal ist, dass die neofaschistische NPD direkt vor dem Gemeindehaus der evangelischen Kirche Storkower Land ein Wahlplakat aufhängte, dass den Reformator Martin Luther zeigt und dazu die ihm untergeschobene Behauptung: »Ich würde NPD wählen. Ich könnte nicht anders.«

    Das wurde in Storkow nicht einfach stehengelassen. Jemand hat groß auf das Plakat geschrieben: »Garantiert nicht. Buuuh«. Daraus nun versucht die NPD ihrerseits, einen Skandal zu machen. Klaus Beier, NPD-Kreistagsabgeordneter in Oder-Spree, glaubt zu wissen, wer dahintersteckt. Bereits am 28. April soll Pfarrerin Judith Kierschke auf eine Leiter gestiegen sein und das getan haben. Bekannt geworden sei dies, weil sich Kierschke von Passanten fotografieren ließ, die die Bilder verbreiteten. Die Fotos, die den Vorwurf beweisen sollen, zeigen eine blonde Frau, die an dem Laternenmast mit dem NPD-Plakat auf einer Leiter steht. Ob sie etwas auf das Plakat malt, ist dabei allerdings nicht zu sehen.

    Die NPD sei gewöhnt, »dass junge, von Anti-Rechts-Initiativen aufgewiegelte Menschen unsere Wahlwerbeträger beschädigen«, poltert Beier am Montag. »Dass jedoch Geistliche selbst Hand anlegen, ist eine neue Qualität und zeigt die Verrohung der politischen Auseinandersetzung in Deutschland.« Beier hat bei der Polizei Strafanzeige gegen Kierschke erstattet. Die Pfarrerin bestätigt, dass eine Anzeige gegen sie vorliegt. Zum Vorwurf selbst will sie sich nicht äußern. Sie bekennt jedoch freimütig, dass sie sich sehr geärgert hat über solche Plakate ausgerechnet noch vor dem Gemeindehaus und vor der gegenüberliegenden Kirche. »Es ist unverschämt, dass so etwas aufgehängt wird.«

    Im Schaukasten der Kirchengemeinde, das gibt Kierschke zu, hat sie auf die Plakate reagiert, indem auch sie Martin Luther etwas in den Mund legte – eine Klarstellung: »Es gibt 95 Thesen, warum ich nicht NPD wählen würde.«

    • D’après de fiable sources M.L. fut autant antisemite que la majorité du clergé de son époque. Il a amplifé la portée de l’antisemitisme à travers ses propres textes et ses traductions des texte bibliques grèques . Vouloir sauver Luther du reproche de l’antisemitisme constitue à mon avis une grave erreur.

      Il la mérite bien, sa place parmi les héros culturels de l’extrême droite allemande, peu importe si on regarde ses propres affirmations ou l’image surdimensionné qu’on lui a octroyé au royaume de Prusse et dans le deuxième Reich allemand. Après 1933 les « Deutsche Christen » obtinrent cause des quelques pacifistes et personnes humaines au sein du protestantisme jusqu’à ce que les troupes soviétiques obligent ces forces obscures à se cacher pendant quelques années.

      Depuis sa fondation le clergé et les représentants laïques de l’église protestante se comportaient dans leur vaste majorité d’une manière aussi antisemite et inhumaine que leurs confrères catholiques. Pour le démontrer je n’ai même pas besoin de rentrer dans les détails de leur liaison intime avec le régime nazi, il suffit que je me souvienne des méthodes pédagogiques destructrices pratiquées dans mon école primaire protestante. On y travaillait d’après le principe que pour ne pas se laisser submerger par la foule d’enfants il en falaitt sélectionner certains contre qui on dressait la majorité afin d’en faire des collaborateurs de l’instituteur présent. Depuis je cultive un mépris raisonnable contre ces énergumènes issus d’un système d’oppression typique pour toute religion d’état.

      Puisque je me ne trouve ni à Jérusalem ni à La Mecque mais à une centaine de kilomètres seulement de Wittenberg ce sont les méfaits de la religion protestante et de ses adeptes qui m’intriguent.

      L’Allemagne n’est pas un état laïque. Il conserve des références bibliques dans sa constitution, ce qui fait de chaque athé un potentiel ennemi d’état. Ce constat confirme l’existence de la trinité constituée par le capitalisme, l’état bourgeois et sa religion. Voilà pourquoi les socialistes religieux sont des gens bien gentils qui ne verront jamais le pays de leur utopie.

      Lutherstadt Wittenberg
      https://www.openstreetmap.org/relation/1060610

      Lutherstadt Wittenberg – Wikipedia
      https://de.wikipedia.org/wiki/Lutherstadt_Wittenberg

      Wittenberg, seit 1938 amtlich Lutherstadt Wittenberg, ist eine Stadt im östlichen Teil des Landes Sachsen-Anhalt und Sitz des Landkreises Wittenberg. Sie liegt an der Elbe ..., knapp 100 Kilometer südwestlich von der Bundeshauptstadt Berlin
      ...
      Herausragende Bedeutung erlangte Wittenberg als eines der wichtigsten deutschen Zentren politischer, kulturgeschichtlicher und künstlerischer Bestrebungen im 16. Jahrhundert: Die Stadtkirche St. Marien, die Schlosskirche, das Lutherhaus und das Melanchthonhaus gehören seit 1996 zum UNESCO-Welterbe.

      Martin Luther und die Juden
      https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther_und_die_Juden

      #Allemagne #religion #protestantisme #fascisme #antisemitisme

  • Kirchenrecht – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchenrecht#Bedeutung_f%C3%BCr_die_evangelischen_Kirchen

    L’église protestante est fondé sur le principe de l’égalité de ses membres, les croyants. Pourtant il y a de petits et grands chefs dont les compétences et obligations sont décrites dans des lois propres aux églises. L’expérience du nazisme allemand a motivé les églises à insister sur le droit de se donner ses propres lois indépendantes de celles de l’état souverain.

    Cet argument est essentiel dans la lutte contre l’idée d’un état laïque en Allemagne. La dialectique n’étant pas une chasse gardée des marxistes les églises allemandes luttent contre la séparation de l’état et l’église. Ce n’est pas étonnant vu que le status quo fait des églises allemandes les plus riches du monde.

    Dem Kirchenrecht kommt neben diesem inhaltlich bestimmten Kirchenbegriff (Bibel – Beisammensein – Brotbrechen – Beten) eine der katholischen Kirche vergleichbare Bedeutung daher nicht zu: „(…) es ist nicht zur wahren Einheit der christlichen Kirche nötig, dass überall die gleichen, von den Menschen eingesetzten Zeremonien eingehalten werden“ (Art. 7 CA).

    Damit stellt sich für die evangelische Kirche aber die Frage des Verhältnisses der rechtlich existierenden Kirche zur „geistigen“ Kirche. Abhängig vom jeweiligen Kirchenverständnis wurde in der evangelischen Kirche die Existenz von Kirchenrecht sogar vollkommen geleugnet (Rudolph Sohm: „Das Kirchenrecht steht mit dem Wesen der Kirche im Widerspruch.“ (1892)). Dem liegt die Vorstellung zu Grunde, Recht könne überhaupt nur vom Staat gesetzt werden. Diese Ansicht gab die kirchlichen Strukturen freilich völlig dem staatlichen Zugriff preis. Gleichwohl hat 1649 Benedikt Carpzov der Jüngere ein kodifiziertes Kirchenrecht geschaffen, das erste einer protestantischen Kirche überhaupt.[4]

    Diese Ansicht wurde dann auch in der Erfahrung des Kirchenkampfes des Dritten Reiches dahingehend überwunden, dass die Notwendigkeit vom Staat unabhängiger Kirchenordnungen erkannt wurde (Barmer Theologische Erklärung) – der Kirche als Gemeinschaft konnte es eben doch nicht egal sein, wer ihre rechtlichen Strukturen lenkte (Nr. 3: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt (…) ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugung überlassen.“; Nr. 4: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und dürfe sich die Kirche abseits von diesem Dienst besondere, mit Herrschaftsbefugnissen ausgestattete Führer geben und geben lassen.“). Eine kirchenlegitimierende Bedeutung hat das Kirchenrecht in der evangelischen Kirche aber dadurch nicht erlangt.

    Kirchenordnung (KO) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
    https://www.kirchenrecht-ekir.de/document/3060#s10000159

    Dritter Abschnitt
    Die Superintendentin, der Superintendent
    Artikel 120107
    ( 1 ) Die Superintendentin oder der Superintendent

    trägt Verantwortung für die Leitung des Kirchenkreises;
    führt den Vorsitz der Kreissynode und des Kreissynodalvorstandes;
    vertritt den Kirchenkreis in der Öffentlichkeit;
    berichtet jährlich auf einer Tagung der Kreissynode über ihre oder seine Tätigkeit sowie alle wichtigen Ereignisse des kirchlichen Lebens im Kirchenkreis;
    sorgt für die Ausführung der Beschlüsse der Kreissynode und des Kreissynodalvorstandes;
    ist verantwortlich für die Arbeit der kreiskirchlichen Einrichtungen und Dienste und sorgt dafür, dass sie im Geiste des Evangeliums geführt werden und zweckmäßig organisiert sind;
    führt Aufsicht über die Kirchengemeinden und Presbyterien, die Verbände und ihre Organe;
    sorgt für die Ausführung der Anordnungen der Kirchenleitung im Kirchenkreis und berichtet der Kirchenleitung über wichtige Vorgänge im Kirchenkreis;
    führt die Dienst- und Fachaufsicht über die Verwaltungsleitung der gemeinsamen Verwaltung.

    ( 2 ) Der gesamte Schriftverkehr zwischen den Kirchengemeinden, den Verbänden, den Mitarbeitenden im Kirchenkreis und der Kirchenleitung geht über die Superintendentin oder den Superintendenten.
    ( 3 ) Sie oder er kann sich jederzeit über Angelegenheiten von Kirchengemeinden und Verbänden unterrichten lassen.
    ( 4 ) Zur Erledigung der Verwaltungsaufgaben steht der Superintendentin oder dem Superintendenten die gemeinsame Verwaltung zur Verfügung. Das Nähere regelt ein Kirchengesetz108.
    Artikel 121109
    ( 1 ) Die Superintendentin oder der Superintendent hat unbeschadet der Aufgaben und Rechte anderer den Auftrag, über die lautere Verkündigung des Evangeliums und über die darauf beruhende Ausrichtung des Dienstes der Mitarbeitenden im Kirchenkreis zu wachen. Sie oder er achtet auf das gesamte kirchliche Leben innerhalb des Kirchenkreises und die Einhaltung der kirchlichen Ordnung.
    ( 2 ) Ihr oder ihm obliegt die Seelsorge und Beratung der Ordinierten und sowie der Vikarinnen und Vikare im Kirchenkreis. Sie oder er soll ihnen helfen, ihr persönliches Leben und ihren Dienst gewissenhaft unter das Wort Gottes zu stellen und an ihrer Fortbildung ständig weiterzuarbeiten. Sie oder er berät und fördert die Studentinnen und Studenten der Theologie im Kirchenkreis.
    ( 3 ) Die Superintendentin oder der Superintendent führt die Aufsicht unbeschadet der Aufgaben und Rechte anderer über alle Mitarbeitenden im Kirchenkreis. Werden bei den Mitarbeitenden in ihrem Dienst Mängel, Nachlässigkeiten oder Konflikte bekannt oder gibt es sonst begründete Beschwerden, so soll sie oder er zur Abstellung der Mängel mahnen und für Abhilfe sorgen. Wenn diese Möglichkeiten erschöpft sind und der Tatbestand einer ernsten dienstlichen Verfehlung angenommen werden kann, berichtet sie oder er der Kirchenleitung und ordnet gebotene vorläufige Maßnahmen an.
    ( 4 ) Sofern ein Verband kirchenkreisübergreifend gebildet wird, muss durch Satzung festgelegt werden, welche Superintendentin oder welcher Superintendent die Aufgaben und Rechte gemäß Absätze 1 bis 3 wahrnimmt.
    Artikel 122
    Zu den weiteren Aufgaben der Superintendentin oder des Superintendenten gehören

    die Durchführung der Ordination, die Leitung der Pfarrwahl, die Einführung der Pfarrerinnen und Pfarrer,
    die Leitung der Kirchenvisitation in den Kirchengemeinden,
    die Regelung der Vertretung bei einer Vakanz.

    Artikel 123
    ( 1 ) Die Superintendentin oder der Superintendent versammelt regelmäßig die im Bereich des Kirchenkreises tätigen Pfarrerinnen und Pfarrer, Pastorinnen und Pastoren, Gemeindemissionarinnen und Gemeindemissionare sowie die Vikarinnen und Vikare zum Pfarrkonvent.
    ( 2 ) Die Superintendentin oder der Superintendent sorgt dafür, dass die anderen Mitarbeitenden in ihrem Amt unterstützt und begleitet werden.
    Artikel 124110
    ( 1 ) Die Superintendentin oder der Superintendent nimmt das Amt im Nebenamt wahr und bleibt Inhaberin ihrer oder Inhaber seiner Pfarrstelle. Sie oder er ist in den pfarramtlichen Pflichten zu entlasten.
    ( 2 ) Die Kirchenleitung kann auf Antrag der Kreissynode beschließen, dass eine kreiskirchliche Pfarrstelle zur Wahrnehmung des Amtes der Superintendentin oder des Superintendenten im Hauptamt errichtet wird. Das Nähere regelt ein Kirchengesetz111.
    Artikel 125
    Das weitere Verfahren für die Organe des Kirchenkreises wird durch Kirchengesetz112 geregelt.

    #religion #église #protestantisme #droit

  • En Allemagne, deux gynécologues face à la justice pour « publicité pour l’IVG »
    https://www.liberation.fr/planete/2019/06/14/en-allemagne-deux-gynecologues-face-a-la-justice-pour-publicite-pour-l-iv

    « Une IVG médicamenteuse et sans drogues anesthésiantes est également pratiquée par la Dr Gaber. » Ces mots ont mené Bettina Gaber devant la justice. Ce vendredi, cette gynécologue berlinoise comparaît devant le tribunal de première instance du Tiergarten, à Berlin, pour « publicité pour l’IVG ». Elle est accusée, ainsi que sa collègue Verena Weyer avec qui elle partage son cabinet, d’avoir détaillé sur son site internet les méthodes avec lesquelles elle pratique l’avortement. Or, en Allemagne, c’est interdit. Elle tombe sous le coup du paragraphe 219a du Code pénal allemand, qui réprime toute « publicité pour l’IVG », et risque une forte amende.

    Ce n’est pas la première fois qu’une gynécologue est poursuivie pour un tel motif ; mais c’est la première fois depuis que la loi a été légèrement assouplie, en février. Jusqu’ici, le paragraphe 219a du code pénal – relique de l’ère nazie datant de 1933 afin de criminaliser les médecins juifs et communistes – interdisait toute mention de l’IVG sur un site professionnel. Les médecins étaient susceptibles d’être poursuivis pour l’avoir simplement écrit sur leur site. C’est ce qui est arrivé à Kristina Hänel, de Gießen (Hesse), condamnée à 6 000 euros d’amende en 2017. Son cas, très médiatisé, a fini par entraîner un large débat en Allemagne. Des voix en faveur d’un assouplissement de la loi – voire de sa suppression – se sont fait entendre.

    À lire aussi En Allemagne, l’IVG est un chemin de croix

    C’est ainsi qu’une légère refonte du texte, votée par la grande coalition au pouvoir (CDU-SPD) a été décidée en février. Les professionnels de santé sont désormais autorisés à annoncer qu’ils pratiquent des IVG. Mais pas à en détailler les méthodes, que les patientes peuvent découvrir sur une liste établie par l’Ordre fédéral des médecins – qui n’est toujours pas disponible, quatre mois après le vote du texte. « De toute manière, explique la gynécologue berlinoise Jutta Pliefke, membre de Pro Familia, le Planning familial allemand, il semble peu réaliste d’avoir recours à ce genre de listes. De nombreux docteurs ne souhaitent pas y figurer, de peur de devenir la cible de militants anti-IVG. Et puis, comment la tenir à jour correctement ? »
    Les Verts, Die Linke et le FDP demandent la suppression de l’article 219a

    « Je ne connais pas un seul collègue qui écrive maintenant sur son site qu’il pratique des IVG, a expliqué Bettina Gaber à Die Zeit. Je ne crois pas non plus que beaucoup de collègues voudront être sur la liste de l’Ordre des médecins. Parce qu’ils se sentent toujours criminalisés. » La réforme reste contestée par les Verts, Die Linke et les Libéraux du FDP, qui demandent la suppression pure et simple du texte. « Le cas de Bettina Gaber montre bien que même après la réforme de la loi, les gynécologues continuent d’être poursuivis », dit Kate Cahoon, du Collectif pour l’autodétermination sexuelle (Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung), représentant plusieurs associations prochoix.

    De manière générale en Allemagne, pays conservateur et sous forte influence de l’Eglise, l’IVG est difficile d’accès. Dans son livre témoignage intitulé le Politique est privé, Journal d’une médecine avorteuse (1), Kristina Hänel évoque les nombreuses lettres qu’elle a reçues. Notamment celle d’une jeune femme tombée enceinte sous stérilet. « J’habite dans le sud de la Bavière, explique la jeune femme, et la doctoresse de l’hôpital qui a confirmé la grossesse n’a pas voulu entendre que j’envisageais un avortement. La seule information qu’elle m’a donnée est qu’une telle intervention ne serait effectuée ni dans cet hôpital, ni ailleurs dans la région, et que je devrais me rendre "à Salzbourg ou quelque chose dans le genre". Le prix de l’avortement est d’environ 800 euros et bien entendu, cet acte n’est couvert par aucune compagnie d’assurance maladie allemande. »

    En Allemagne, l’acte est dépénalisé, mais toujours criminalisé – en vertu du paragraphe 218, que les prochoix veulent également voir disparaître. « L’IVG n’a rien à faire dans le code pénal aux côtés du meurtre et de l’infanticide », dit la gynécologue Jutta Pliefke.
    Des gynécologues traqués par des militants anti-IVG

    L’IVG ne se pratique que sous certaines conditions : après un délai légal de réflexion et après avoir demandé conseil dans un centre spécialisé agréé (ou l’entretien se doit, selon la loi, de « servir la protection de la vie non (encore) née ») ; en cas de menace pour la vie de la mère ; à la suite d’un viol. L’acte n’est remboursé que dans très peu de cas. Et cela ne risque pas de changer avec Jens Spahn (CDU) – qui ne cache pas sa profonde hostilité à l’avortement – à la tête du ministère fédéral de la Santé, et qui a annoncé ces derniers temps financer une étude sur « les conséquences psychologiques de l’IVG ».

    Dans ce contexte, de moins en moins de médecins osent pratiquer cet acte. « Les pressions à leur égard ont augmenté », dit Jutta Pliefke. Ils sont traqués par les militants antiavortement. Deux d’entre eux, Yannic Hendricks et Klaus Günter Annen, se sont fait une spécialité d’éplucher leurs sites internet afin de les épingler en vertu du fameux paragraphe 219a. C’est ce qui est arrivé à Bettina Gaber et à Kristina Hänel.

    Les noms des médecins avorteurs sont listés sur un site appelé « Babycaust », contraction de « Baby » et « Holocauste ». Les deux hommes noient les gynécologues sous les fax insultants, les traitent de tueurs d’enfants. Mais leur arme la plus efficace est sans doute ce paragraphe 219a. Car elle touche au portefeuille et épuise les médecins, forcés de se lancer dans une longue et fastidieuse procédure judiciaire. D’autant qu’en Allemagne, contrairement à la France, le délit d’entrave à l’IVG n’existe pas.

    Ainsi, pour de plus en plus de médecins, pratiquer l’IVG devient un acte militant. « Bien des gynécologues ont fini par se politiser depuis l’affaire Hänel », commente Kate Cahoon. C’est ainsi que le procureur a proposé à Bettina Gaber d’abandonner les poursuites si elle enlevait de son site la phrase concernant sa pratique de l’IVG. Elle a refusé, expliquant à Die Zeit : « Je me suis rendue compte que c’était aussi une bataille féministe. »

    (1) Das Politische ist persönlich. Tagebuch einer Abtreibungsärztin (« Le politique est privé, Journal d’une médecine avorteuse), Argument Verlag, 2019, non traduit en français.
    Johanna Luyssen correspondante à Berlin

    Pas le droit d’informer sur l’IVG, harcelement judiciaire des médecin·es et restrictions de l’IVG, dans ce pays où les mères sont traitées de corbeau si elles ont un emploi et où chaque homme est un putier en puissance qui peu aller défoncer des femmes et filles pauvres au forfait et sans capote si l’envie lui prend.

    #ivg #contraception #contrôle_des_femmes #hétérosexualité #nazisme #grossesses_forcées #viol_géstatif #domination_masculine #catholicisme #protestantisme #religion #natalisme #féminicide #proxenetisme #prostitution #culture_du_viol #hommerie #sexisme #misogynie #guerre_aux_pauvres #guerre_aux_femmes #femmes

    • La loi sur le pantalon a été abrogée sous Hollande @sandburg et par rapport à l’IVG en Allemagne l’article ci-dessus dit que l’IVG reste criminalisé, que les medecin·es sont harcelés judiciairement et que l’IVG n’est pas remboursé sauf en cas de viol reconnu par les tribunaux, autant dire jamais (quel délais pour un procès pour viol par rapport à une grossesse et le délais d’IVG ? ). Il me semble que ca indique que c’est pas pareil que la loi sur le pantalon. Si tu as d’autres sources qui indiquent autre chose je les veux bien mais pour le moment ce qu’indique cet article est particulièrement grave pour les femmes. La comparaison entre des grossesses forcées et le porte du pantalon c’est pas pertinant. Enfin si ces lois sur le pantalon sont tombées aujourd’hui en désuétude, c’etait des lois qui ont été appliquées par le passé et les femmes se sont battues pour ce droit au port du pantalon. Elles se battent encore car les entreprises leur imposent souvent des tenues de travail sexuées et invalidantes type talons haut, jupe, maquillage... sans parler du dress code des milliers de bordel allemands qui doit pas autorisé beaucoup de pantalons aux femmes. N’oublions pas non plus les hommes dans l’espace publique qui imposent aussi toujours de lourdes restrictions sur le code vestimentaire des femmes et des filles par leur harcelement massif, pareil à l’école, pareil à la maison où pères, frères et maris font la loi du dress code féminin. Oui on l’applique la loi sur le pantalon, c’est une loi sans tribunaux, sans avocats, les hommes étant toujours considéré comme les maîtres des femmes, ils sont autorisés à juger et à exécuter leur sentence en toute tranquillité. La police et les juges demandent toujours aux victimes féminines de violences sexuelles comment elles étaient habillées. C’est bien la manifestation qu’il y a toujours de lourdes restrictions sur les vetements autorisés aux femmes.

    • Même si c’etait reconnu, combien de temps pour obtenir une sentence de viol et quel délais autorisé pour une IVG ? Si c’est comme en France, l’IVG pour les femmes ayant subit un viol (par surprise ou autre technique), serait autorisé au mieux 3 ou 4 ans après la naissance...

  • Collège Cévenol du Chambon-Sur-Lignon, la catharsis (1/2) : Des affinités très électives
    https://www.franceculture.fr/emissions/une-histoire-particuliere-un-recit-documentaire-en-deux-parties/college-cevenol-du-chambon-sur-lignon-la-catharsis-12-puits-de-memoire

    http://media.radiofrance-podcast.net/podcast09/16408-19.01.2019-ITEMA_21955851-0.mp3?track=false

    1er épisode : Un puits de mémoire

    Avec 10 000 m2 de bâtiments, l’établissement - premier internat mixte de France - a accueilli jusqu’à 600 élèves. Les profs ? De toutes les « couleurs », confessions et origines. Certaines années, on a compté jusqu’à 45 nationalités différentes.
    A l’évocation de ce lieu, c’est l’unanimité chez tous ceux qui ont vécu l’expérience : « on y apprit, bâti les fondements de nos personnalités, ri, grandi et su qui nous étions ici… Nos plus belles années. » Tous saluent la noblesse du projet porté par cet établissement, la belle utopie qu’il avait mise en œuvre. Génération après génération, le mythe a fini par se confondre avec la réalité.

    #protestantisme #Haute_Loire #CollègeCévenol #ChambonSurLignon #FranceCulture #audio #radio #documentaire

  • Clitoris : pourquoi avoir attendu 2017 pour le représenter dans les manuels scolaires ?
    https://www.franceculture.fr/societe/clitoris-pourquoi-avoir-attendu-2017-pour-le-representer-dans-les-manu

    Pour la première fois, le #clitoris a été correctement dessiné dans le nouveau livre de SVT des éditions Magnard, destiné à entrer dans le cartable des collégiens à la rentrée prochaine. Avec sa double arche interne de 10 cm de long. Cette représentation vient briser un tabou anatomique de longue date. Pourtant, les premières représentations anatomiques correctes du clitoris remontent à 1600... Retour sur l’histoire et les raisons de cette longue #omerta.

    #femmes #anatomie #sexualité #sexologie #plaisir #masturbation_réciproque #orgasme #Freud #protestantisme

    • Grâce à seenthis, j’ai appris qu’il manque un bout dans cette histoire, discutée aussi ici :
      https://seenthis.net/messages/542035

      C’est certes Freud qui a popularisé ce mépris du clitoris vs. le vagin, mais il avait piqué cette idée à un marin français du XIXème siècle, médecin amateur, Pierre Garnier :

      #Sylvie_Chaperon, « « Le trône des plaisirs et des voluptés » : anatomie politique du clitoris, de l’Antiquité à la fin du xixe siècle », Cahiers d’histoire. Revue d’histoire critique, 118:41-60 (2012).
      https://seenthis.net/messages/389255

      Contrairement à ce qu’affirme Thomas Laqueur, Freud n’est pas le premier à s’opposer radicalement à la tradition triséculaire du clitoris comme siège du plaisir. Il ne fait que reprendre à son compte des conceptions formulées dans les années 1880.

      En France, Pierre Garnier est le premier médecin à se livrer à une sape consciencieuse de ce qu’il nomme la « doctrine de la toute puissance du clitoris ». Ce dernier a tellement été oublié de l’historiographie qu’il a été systématiquement confondu avec le médecin homonyme plus connu, Paul Garnier.

      Pierre Garnier n’est pas un anatomiste, il n’a jamais réalisé une seule dissection. Après une carrière dans la marine marchande, il devient sur le tard un spécialiste des troubles de la sexualité qui s’appuie, du moins le prétend-il, sur des centaines d’observations personnelles. C’est aussi un vulgarisateur prolixe : il publie près de dix opus aux titres aguicheurs qui se répètent mutuellement et se vendent très bien.

      De livre en livre, il réhabilite le vagin comme organe sensoriel et tend à diviser les femmes en deux catégories. C’est dans le vagin que « s’élabore toute la sensation progressivement accrue et de là aussi, [que] s’élance l’irradiation terminale du spasme vénérien sans que le clitoris paraisse y prendre aucune part ». Inversement, « faire de cet organe minuscule, véritable bouton insensible, le plus souvent tant qu’il n’a pas été touché, ébranlé artificiellement, le foyer érogène le plus actif, c’est accuser implicitement toutes les filles d’onanisme antérieur ou de libertinage plus tard ». Les tenants de cette thèse auraient « surtout vécu avec des femmes galantes, qui connaissent et emploient de préférence ce rudiment de l’amour » (1889).

      Cette dualité orgasmique sera reprise ensuite par bien des auteurs, avec ou sans les jugements moraux afférents. À la fin du XIX e siècle, l’opinion médicale dominante est que la majorité des femmes se désintéressent du coït. « La frigidité est tellement fréquente chez la femme, qu’elle peut à peine être considérée comme un état morbide », résume par exemple Auguste Lutaud, médecin adjoint à Saint-Lazare puis à Lourcine.

      #historicisation #histoire #femmes #Odile_Buisson #Pierre_Garnier #plaisir #vaginal #clitoridien

  • L’Église face aux régimes politiques de l’entre-deux-guerres l’academie.tv - Anne MORELLI - 24 Novembre 2016

    Les régimes honnis et les régimes soutenus (2/2) _

    https://soundcloud.com/beacademy/les-regimes-honnis-et-les-regimes-soutenus

    On pense souvent que l’Église catholique est politiquement neutre. C’est absolument faux pour différentes périodes de l’histoire. Dans ce cours-conférence, nous nous attacherons à montrer que, pendant l’entre-deux-guerres, l’Eglise a eu une attitude absolument différente envers les deux régimes qu’il est convenu aujourd’hui d’appeler « totalitaires » : le communisme et le( s ) fascisme( s ). L’Église a généralement adopté une opposition radicale face au premier mais une attitude bienveillante face au second. Cette position, généralisée dans toute l’Europe, a eu des conséquences qu’il faut évaluer jusqu’à la Seconde Guerre mondiale et ses suites.

    #Histoire #religion #catholicisme #protestantisme #fascisme #luther #hitler #pape #pie_XI #pie_XII #audio #vidéo #Théquie #audio #vidéo #Anne_Morelli #Autriche #église #salazar #Portugal #secret_de_fatima #Autriche #dolfuss #Espagne #franco #corporation #corporatisme #Syndicats #Tchécoslovaquie

  • Friedrich Nietzsche et la cruauté de la relation créanciers débiteurs dans la généalogie de la morale
    http://www.lesauterhin.eu/friedrich-nietzsche-et-la-cruaute-de-la-relation-creanciers-debiteurs-da

    L’accord européen sur la Grèce est un tel défi au bon sens qu’il fait vaciller la raison. Vite un bouc émissaire ! Tiens un casque à pointe qui passe ! Il tombe bien celui-là… Brouillage de l’esprit. Source : Le SauteRhin

    • C’est vrai que l’explication religieuse a ses limites, mais... y a pas un livre qui s’appelle « l’éthique protestante et l’esprit du capitalisme » ? Et si Nietzsche prend les Juifs comme point de départ du renversement des valeurs ("les derniers seront les premiers"), la fameuse victoire des esclaves sur les seigneurs, j’ai toujours eu l’impression que cette vision « chronologique » (généalogique en fait) avait des limites. Que les Juifs, comme premiers monothéistes, soient responsables « généalogiquement » de la prise de pouvoir de cette saloperie de morale monothéiste, franchement, je sais pas trop (et à vrai dire, on s’en fout de qui a commencé)... L’impression que le père Nietzche visait plutôt à détruire son propre protestantisme de fils de pasteur en s’attaquant à ça... Sans oublier le contexte anti-sémite du moment...

      Et puis, franchement, à part le délire religieux, je ne vois comment on peut encore croire à un tel programme :

      Efficient governments that can pay their bills are an essential precondition for economic growth. Only then can thy (sic) provide a good regulatory framework for businesses and ensure that their citizens enjoy essentials like a good education.

      http://seenthis.net/messages/392338

      #religion #monothéisme #protestantisme #morale #valeurs

    • Hum ! Vous récusez l’explication par l’éthique du protestantisme, mais vous convoquez Nietzsche – dont l’analyse est certes éclairante – et les mânes des anciens germains pour expliquer la politique du capitalisme allemand aujourd’hui. Faut-il rappeler qu’en Grèce antique, comme à Rome, une dette non remboursée conduisait à l’esclavage ? La démocratie athénienne a été fondée sur l’annulation de cette règle et les succès politiques de César ne s’explique pas seulement par ses talents militaires, mais aussi parce que l’annulation des dettes figurait à son programme. Plus prés de nous, la compagnie des Indes anglaises, puis les banques françaises et hollandaises ont utilisé l’arme de la dette pour constituer leur empire colonial. Ex : la Tunisie, l’Egypte, Bali… Ce qui est plus difficile à admettre, mais qui n’aurait certainement pas étonné Nietzsche, c’est que l’impérialisme allemand soit en train de se construire aujourd’hui un empire colonial au sein de l’Europe, réalisant par la dette ce qu’il n’a pas réussi par les armes. Chocking, isn’t ?

      http://www.lesauterhin.eu/friedrich-nietzsche-et-la-cruaute-de-la-relation-creanciers-debiteurs-dans-la-genealogie-de-la-morale/#comment-660

    • En y repensant, pour moi, l’étymologie, c’est comme l’astrologie et en fait, c’est un article d’astrologue ce truc.

      La focalisation exclusive sur la dette ne fait que renforcer son pouvoir sur les esprits.

      hahaha... Nan mais oh ? Comme si on avait choisit d’apprendre ce que sont des swaps à la vanille ? Comme si on était jouasse de se taper Nietzsche et Lazarato pour comprendre cette merde de rapport de dette ? On focalise pas mon gars, simplement tes « oikos » et tes « nomos » bidons, qui voudraient nous rappeler à une saine économie bien familiale, ça nous fait une belle jambe...

      la focalisation sur l’Allemagne seule responsable de …à peu près tout, ne fait que renforcer son pouvoir sans même qu’elle ait à chercher l’hégémonie,

      mouahaha, c’est vrai ça tiens, en fait, c’est tout de notre faute #intériorisation...

      Moi je soupçonne ce saute-rhin de #protestantisme_radical, voilà c’est dit.

      #'nimportequoicetrucenfait

  • Greece : Why Piketty is wrong - Wirtschaft - Süddeutsche.de
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/greece-why-piketty-is-wrong-1.2577830

    Efficient governments that can pay their bills are an essential precondition for economic growth. Only then can thy (sic) provide a good regulatory framework for businesses and ensure that their citizens enjoy essentials like a good education.

    #protestantisme_radical... Que dire, à #Ludger_Schuknechtce, le chef économiste si bienveillant de #Schaüble... Va mourir ? (et la conclusion philhellène à vomir...)

  • L’implantation progressive des #églises #évangélistes dans le monde #musulman - Les clés du #Moyen-Orient
    http://www.lesclesdumoyenorient.com/L-implantation-progressive-des.html

    Depuis plus d’une vingtaine d’années, on constate l’essor des églises évangélistes dans le monde musulman. Les mouvements baptistes, méthodistes, pentecôtistes qui se sont développés aux Etats-Unis connaissent un succès croissant en terre musulmane, tout comme partout dans le monde. Ces mouvements, connus pour leurs campagnes d’#évangélisation proches du #prosélytisme, demeurent très minoritaires dans la région, mais inquiètent nombre de gouvernants.

    Les évangélistes visent tout particulièrement les communautés musulmanes et non-arabes. En usant d’un dialogue #anti-arabe, les évangélistes parviennent à convaincre et à convertir. Ainsi, on recense un grand nombre de conversions au christianisme évangélique dans les régions berbères et kabyles au Maghreb, mais aussi chez les communautés kurdes (au Maroc, en Algérie, au Liban, en Irak, en Syrie ou en Iran).

    Les missionnaires évangélistes, envoyés par des églises évangélistes du monde entier sont très actifs. Ils peuvent s’appuyer sur les médias internet ou télévisés en arabe, comme la radio El Mahabba, la chaîne télévisée Al Hayat ou Miracle Channel qui diffusent largement la pensée évangéliste au Maghreb et au Moyen-Orient.

    Les évangélistes ne cherchent pas à convertir les musulmans en particulier, les chrétiens de la région sont donc eux aussi visés. Les communautés chrétiennes traditionnelles implantées en Syrie, au Liban, en Irak ou en Iran depuis des siècles rapportent de nombreuses conversions récentes de leurs fidèles vers le #protestantisme évangéliste, considéré comme plus moderne et dynamique par les fidèles.

    L’#évangélisme est mal compris dans des pays où l’islam est très souvent la religion d’Etat. Le prosélytisme actif mené par les églises évangélistes à l’attention des musulmans a surpris et inquiété les pouvoirs publics de la région, qui ont tendance à interdire et sanctionner l’action de ces nouveaux missionnaires.

    Via Karim Bittar

  • Intéressant article du Monde sur les relations entre les #Églises / #religions monothéistes par rapport à la #finance :

    La crise économique de 2008 a obligé les grandes religions monothéistes à préciser leur position par rapport à la finance, un point de vue pas toujours cohérent avec la façon dont elles gèrent leurs propres affaires.

    http://www.lemonde.fr/les-decodeurs/article/2014/07/25/comment-les-religions-font-le-menage-dans-leurs-finances_4454671_4355770.htm

    #Vatican #Consistoire #juif #catholicisme #protestantisme #islam #oir #banque

  • Le rêve américain : créateur d’inégalités | L’Actu du pouvoir
    http://www.actudupouvoir.fr/le-reve-americain-createur-dinegalites

    Les inégalités sont devenues tellement fortes aux Etats-Unis que Barack Obama, après les préoccupations déjà exprimées à Davos par les grands de ce monde économique, a décidé de prendre à bras le corps la question. Pourra-t-il inverser la courbe des inégalités ou le rêve va-t-il se transformer en cauchemar ?
    L’égalité des chances malmenée


    Carol Graham, professeur à l’université du Maryland, soulignait dans un article paru en septembre dernier la question de la justice sociale au sein de la problématique du rêve américain : « lorsque les inégalités sont uniquement perçues comme un juste retour des choses compte tenu des efforts individuels fournis, elles peuvent constituer un signal constructif en direction d’opportunités futures ». Plus récemment, suite au discours sur l’état de l’Union, une républicaine déclarait : « Le président parle beaucoup des inégalités de revenus. Mais le vrai écart auquel nous sommes confrontés aujourd’hui est celui des opportunités ».

    Les inégalités sont supportées outre-Atlantique tant que l’égalité des chances subsiste. En cela, on ne peut pas dire qu’il y ait une différence quelconque entre la vision américaine et la vision française des inégalités. Mais quelle chance y a-t-il pour qu’un enfant d’ouvrier ou d’employé de bureau gravisse l’échelle sociale ? Et en quoi cela représente-t-il une opportunité ?

    La réponse à la première question demande de prendre en compte deux facteurs : le premier, psychologique, est relatif au lien de l’enfant avec ses parents ainsi que de l’ambition de ces derniers pour leur progéniture. Le second, matériel, concerne le budget de la scolarité supérieure. Aujourd’hui, que ce soit aux Etats-Unis ou en France, avoir accès à un bac+5 sans lequel aucun poste à responsabilités ne peut s’envisager à court-terme demande des ressources importantes aux parents. Si jamais les parents ne se sacrifient pas, alors l’échelle sociale ne sera pas gravie par le chérubin. Qui aujourd’hui peut sans diplôme créer son entreprise et la développer suffisamment pour devenir riche ?

    La seconde question pointe du doigt un élément portant à controverse : réussite = argent. Les Etats-Unis divergent profondément d’avec l’Europe concernant l’attachement à la religion. L’esprit des lumières n’a pas imprimé les consciences comme il le fit sur le vieux continent. Les explications de Max Weber dans L’éthique protestante et l’esprit du capitalisme s’appliquent donc particulièrement à ce peuple : la récompense financière dans une optique calviniste permet de s’assurer du salut d’une part, d’agir à la gloire de Dieu d’autre part. Mais l’accumulation s’effectue de manière ascétique, pas dans un but de profiter de cet argent sur terre.....

    #Société
    #États-Unis
    #inégalité
    #protestantisme

  • L’avortement n’est pas une affaire privée | Fédération des Églises protestantes de Suisse FEPS
    http://www.kirchenbund.ch/fr/communiques-fr/2014/l-avortement-n-est-pas-une-affaire-priv-e

    Pour la Fédération des Eglises protestantes de Suisse (FEPS), l’avortement n’est pas une affaire privée, c’est une affaire de société. La FEPS rejette donc l’initiative populaire « Financer l’avortement est une affaire privée », en votation le 9 février 2014, qui demande de supprimer la prise en charge par l’assurance maladie des coûts d’une interruption de grossesse.

    #ivg #foi #protestantisme

  • Les protestants évangéliques au Liban | Les carnets de l’Ifpo
    http://ifpo.hypotheses.org/2879
    en écho au billet de @nidal http://seenthis.net/messages/144988, une présentation du travail de Fatiha Kaoues

    Le protestantisme au Liban trouve ses origines dans l’activité évangélique entreprise, au xixe siècle, par des missionnaires réformés venus d’Amérique du Nord et d’Angleterre[2]. Ils furent en 1848 à Beyrouth à l’origine de la première congrégation protestante arabophone au Moyen-Orient : l’Église évangélique libanaise. Aujourd’hui, cette dernière est supplantée par une famille du protestantisme, que l’on dit évangélique et particulièrement pentecôtiste et qui multiplie à Beyrouth, notamment dans les quartiers populaires de Sinn el-Fil, Nabaa et Bourj Hammoud, les implantations d’églises.

    #protestantisme
    #évangélisme
    #Liban

  • Goodbye Hollande !
    http://www.marianne.net/Goodbye-Hollande _a228622.html

    L’Allemagne, nation suicidaire...J’ai souvenir que Heiner Müller tenait des propos semblables dans ses derniers entretiens.

    Nos socialistes veulent croire que le retour des sociaux-démocrates allemands au pouvoir ferait une grosse différence. Karine Berger m’avait déjà fait le coup avant la présidentielle, durant un débat devant une section socialiste. Mais les réformes les plus dures en Allemagne ont été faites par Schröder ! La social-démocratie allemande, historiquement et géographiquement, est dans la continuité du protestantisme, donc du nationalisme. Avec eux, ce serait pire. Donc évidemment, l’Allemagne est le problème. Les politiques français, si durs avec leur population et leurs PME,en sont au stade Bisounours sur l’amitié franco-allemande.

    Mais l’Allemagne, qui a déjà foutu en l’air deux fois le continent, est l’un des hauts lieux de l’irrationalité humaine. Ses performances économiques « exceptionnelles » sont la preuve de ce qu’elle est toujours exceptionnelle. L’Allemagne, c’est une culture immense, mais terrible parce que déséquilibrée, perdant de vue la complexité de l’existence humaine. Son obstination à imposer l’austérité, qui fait de l’Europe le trou noir de l’économie mondiale, nous impose une question : l’Europe ne serait-elle pas, depuis le début du XXe siècle, ce continent qui se suicide à intervalles réguliers sous direction allemande.

    #Allemagne #protestantisme #François_Hollande #PS #SPD #banques #dette #Europe