• Bauern, Bonzen und Bomben, Kurt Tucholsky, 1931
    http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Werke/1931/Bauern,+Bonzen+und+Bomben

    Wer, um sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, einen andern durch Gewalt oder Drohung zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt . . .

    § 253 StGB

    Ein politisches Lehrbuch der Fauna Germanica, wie man es sich nicht besser wünschen kann:

    ›Bauern, Bonzen und Bomben‹ von Hans Fallada (erschienen bei Ernst Rowohlt in Berlin). Bevor wir ins Thema steigen: das Buch hat ein gotteslästerlich schlechtes Satzbild. Wie sieht denn nur die Seite aus? Ich habe immer gelernt, der weiße Rand müsse sich nach der Innenseite des Buches hin verbreitern – dies Satzbild ist aber gar nicht schön. Rowohlt, Sie sind doch sonst nicht so? Jetzt gehts los.

    Falladas Buch ist die beste Schilderung der deutschen Kleinstadt, die mir in den letzten Jahren bekannt geworden ist. Der Verfasser hat einen Bauernroman schreiben wollen – wohl anknüpfend an die Vorgänge in Neumünster in Holstein, wo Bauernführer im Sinne Klaus Heims und, unabhängig von ihm, die Nationalsozialisten die vorhandene Unzufriedenheit der Bauern benutzten, um gegen das, was sie die Republik nennen, vorzugehen. »Die Gestalten des Romans«, steht im Vorwort, »sind keine Fotografien, sie sind Versuche, Menschengesichter unter Verzicht auf billige Ähnlichkeit sichtbar zu machen. Bei der Wiedergabe der Atmosphäre, des Parteihaders, des Kampfes aller gegen alle ist höchste Naturtreue erstrebt. Meine kleine Stadt steht für tausend andere und für jede große auch.«

    Die Bauern nun sind in diesem Roman eine dunkle, anonyme Masse – die paar Typen, die herausgegriffen werden, sind viel blasser als die Bewohner der kleinen Stadt Altholm; und von den wirtschaftlichen Gründen bäurischer Notlage wird so gut wie nichts gesagt. Einmal ist das heikle Thema, daß die Bauern vielleicht intensiver wirtschaften sollten, um sich gegen die ausländische Konkurrenz anders als mit Schutzzöllen zu behaupten, leise angeschlagen; kein Wort davon, daß die Verdienste, die der Bauernschaft durch die Inflation in den Schoß gefallen sind, sie damals für lange Zeit hätten schuldenfrei[168] machen können, es war jene Zeit, wo die Ledersessel und die Klaviere in die Bauernhäuser transportiert wurden. Und wo stehn die Bauern heute . . . also davon ist in dem Buch wenig zu spüren. Den Bauern gehts eben schlecht – und nun revoltieren sie.

    Das tun sie auf eine recht merkwürdige Weise.

    Die dem Altdeutschen entlehnten romantischen Formen des armen Konrad wirken wie aufgeklebt. »Bauern Pommerns, habt ihr darüber hinaus schuldig gefunden die ganze Stadt Altholm mit allem, was darin lebt, so sprecht: sie ist schuldig! – Ankläger, welche Strafe beantragst du gegen die Stadt Altholm?« Das ist tragische Oper, Film und neuruppiner Bilderbogen. Sicherlich wird auf diesen Things so gesprochen; es ist die gehobene Sprache von Ackerbürgern, die das Feierliche solcher Handlungen durch einen Stil bekunden, der leise Erinnerungen an die Bibel und an alte verschollene Zeiten aufweist, da der Bauer einmal wirklich revolutionär gewesen ist. Aber warum, warum das alles so ist – davon bekommen wir in diesem Buch wenig zu hören. Gut gesehn und gut geschildert ist das Dumpfe am Bauern, seine Schlauheit, seine ungeheure Aktivität im passiven Erdulden, woran sich jeder Gegner mit der Zeit totläuft . . . aber der Bauer: der ist nicht in diesem Buch. Das hat kein Bauer geschrieben. Dieser Autor hat die Bauernbewegung schildern wollen, und unter der Hand ist ganz etwas andres herausgekommen: ein wundervoller Kleinstadtroman.

    George Grosz, der du das Titelbild hättest zeichnen sollen, das lies du! Es ist dein Buch.

    Die Technik ist simpel; es ist der brave, gute, alte Naturalismus, das Dichterische ist schwach, aber der Verfasser prätendiert auch gar nicht, ein großes Dichtwerk gegeben zu haben. Ein paar Stellen sind darin, an denen schlägt ein Herz. Nein, ein großes Kunstwerk ist das nicht. Aber es ist echt . . . es ist so unheimlich echt, daß es einem graut.

    Gezeigt wird das politische Leben einer kleinen Provinzstadt; ihre Intrigen und ihre Interessenten; ihre Stammtische und ihre Weiberkneipen; ihr Rathaus und ihre Polizeiwache . . . es ist schmerzhaft echt. Das hat einer geschrieben, der diese Umwelt wie seine Tasche kennt, einer, der sich aber doch so viel Distanz dazu bewahrt hat, sie schildern zu können. Er hat genau die richtige Entfernung, deren ein Schriftsteller bedarf: nah, aber nicht zu nah. Es scheint mir ungemein bezeichnend, daß wir keinen solchen Arztroman haben; keinen solchen Börsianerroman; keinen solchen Großstadtroman: es ist, als hätten die Angehörigen dieser gehobenen Bürgerschichten keine Augen im Kopf, um das zu sehen, was rings um sie vorgeht. Es ist ihnen wohl zu selbstverständlich. Fallada hat gesehn.

    Es ist eine Atmosphäre der ungewaschenen Füße. Es ist der Mief der Kleinstadt, jener Brodem aus Klatsch, Geldgier, Ehrgeiz und politischen Interessen; es ist jene Luft, wo die kleine Glocke an der Tür des Posamentierwarenladens[169] scheppert und eine alte Jungfer nach vorn gestolpert kommt . . . Augen tauchen hinter Fensterladen auf und sehen in den ›Spion‹ . . . und wenn das nun noch ein Dichter geschrieben hätte, der nicht nur theoretisch im Vorwort sagt, daß dieses Altholm für tausend andre Städte stehe, sondern wenn er uns das nun auch noch im Buch selbst gezeigt hätte –: dann wäre dies ein Meisterwerk.

    So ist es nur ein politisch hochinteressanter Roman geworden. Ich kann mir nicht denken, daß ich dieses Buch zu Ende gelesen hätte, wenn es etwa eine bretonische Kleinstadt schilderte; das kann für den Fremden nur ein Künstler wie Maupassant schmackhaft machen. Dieses Werk hier habe ich in zwei Nächten gefressen, weil es uns politisch angeht, nur deswegen. Beinah nur deswegen.

    Im Gegensatz zu diesen dummen Büchern gegen die ›Bonzen‹, wo der Sozialdemokrat nichts als dick, dumm und gefräßig ist und die andern rein und herrlich; wo die Arbeiter abwechselnd als verhetzt und unschuldig oder als blöde Masse geschildert werden, und wo sich die ganze Wut nicht zu Worte gekommener Zahlabendmitglieder entlädt – im Gegensatz dazu sind hier Menschen gezeichnet, wie sie wirklich sind: nicht besonders bösartig, aber doch ziemlich übel, mutig aus Feigheit, klein, geduckt alle zusammen – und niemand ist in diesem Betrieb eigentlich recht glücklich.

    Die Bauern demonstrieren in der Stadt mit der schwarzen Fahne gegen die zu hohen Steuern. Der Bürgermeister verbietet die Demonstration nicht, der Regierungspräsident will sie verboten haben; beides sind Sozialdemokraten. Der Regierungspräsident entsendet an die Grenze des städtischen Machtbereichs Schupo; sowie einen ›Vertrauensmann‹. Der Vertrauensmann bringt die städtische Polizei und die Bauern ein bißchen aufeinander; hier ist ausgezeichnet geschildert, wie so etwas verläuft: wie guter böser Wille, Tücke, Schlauheit und Gerissenheit des Beamten ineinander übergehn – Amtsmißbrauch? Das weisen Sie mal nach! Und wie sich dann vor allem die Ereignisse selbständig machen; wie es eben nicht mehr in der Macht der Menschen liegt, ihnen zu gebieten – das ›es‹ ist stärker als sie. Die Herren Führer stehen nachher als Opfer da – wie ist das gewesen? Ein Telefonanruf, die Ungeschicklichkeit eines Polizeiinspektors . . . du lieber Gott, es sind lauter Kleinigkeiten, und zum Schluß ist es ernste Politik. Fallada hat das gut aufgebröselt; er begnügt sich an keiner Stelle mit diesen schrecklichen Rednerphrasen, wie wir sie sonst in jedem politischen Roman finden: er trennt das Gewebe auf und zeigt uns das Futter. Riecht nicht gut, diese Einlage.

    Hießen alle diese Leute: Kowalski, Pruniczlawski, Krczynakowski und spielte dieser Roman in Polen –: die deutsche Rechtspresse würde ihn mit Freudengeheul begrüßen. Was? Diese Tücke! diese Falschheit – denn ein Grundzug geht durch das ganze Buch, und der ist wahr:

    Fast alles, was hier geschieht, beruht auf Nötigung oder Erpressung.

    Der Bürgermeister drückt auf die Zeitungsleute; die Zeitungsleute drücken auf das Rathaus; die Bauern auf die Kaufleute; jeder weiß etwas über wen, und jeder nutzt diese Kenntnis auf das raffinierteste aus. Nun wollen wir uns nicht vormachen, es käme solches nur in deutschen Kleinstädten vor; diese Leute sind immer noch Waisenknaben gegen die Franzosen, die aus Personalkenntnissen gradezu meisterhaft Kapital zu schlagen verstehn – die gute Hälfte ihrer Politik besteht aus solchen Dingen, und es ist sehr lustig, daß der Name ihrer einschlägigen Institution in wörtlicher Übersetzung »allgemeine Sicherheit« bedeutet. Also das ist überall so. Gestaltet ist es in diesem Buche meisterhaft.

    Was vor allem auffällt, ist die Echtheit des Jargons. Das kann man nicht erfinden, das ist gehört. Und bis auf das letzte Komma richtig wiedergegeben: es gibt eine Echtheit, die sich sofort überträgt: man fühlt, daß die Leute so gesprochen haben und nicht anders.

    Diese Aktschlüsse, wenn sie auseinandergehn, mit »Na, denn . . . « und »Also nicht wahr, Herr Bürgermeister . . . «; der schönste Gesprächsschluß ist auf der Seite 517 . . . die grammophongetreue Wiedergabe dessen, was so in einer Konferenz gesprochen wird: wie da die Bürger aller Schattierungen eine Nummer reden, halb Stammtisch und halb Volksversammlung; wie sie unter Freunden sprechen und wie sie sprechen, wenn jemand dabei ist, gegen den sie etwas haben; wie sie schweinigeln . . .

    Ja, da lesen wir nun so viel über die Sittenverderbnis am Kurfürstendamm. Aber auf keinem berliner Kostümfest der Inflationsjahre kann es böser zugegangen sein als es heute noch in jeder Kleinstadt in gewissen Ecken zuzugehen pflegt, wenn die Ehemänner, fern von Muttern, in das Reich der Aktfotografien und der Weiberkneipen hinuntertauchen. Jeder hat was auf dem Kerbholz. »Ich sage bloß: Stettin . . . « sagt einer zum Bürgermeister. Ich sage bloß: Altholm – und hierin steht dieses erfundene Altholm, das gar nicht erfunden sein kann, für jede Stadt. Dieses Laster ist unsagbar unappetitlich.

    Wenn sie aber festgestellt haben, daß Betty, die Sau, heute keine Hosen trägt, dann reißen sie sich am nächsten Vormittag zusammen und werden ›dienstlich‹. Und das ist nun allerdings ganz und gar deutsch. »Ich komme dienstlich«, sagt einer zu einem Duzfreund. Und dann spielen sie sich eine Komödie vor: jeder weiß, daß der andre weiß, daß er weiß – sie grinsen aber nicht, sondern sie wechseln vorschriftsmäßig Rede und Gegenrede, damit sie nachher in den Bericht setzen und beschwören können: »Herr Stuff sagte mir, daß er von dem Verbleib des Inseratenzettels nichts wüßte. So wahr mir Gott helfe.«

    O welsche Tücke, o polnische Niedertracht, o deutsche Dienstlichkeit.

    Und eine Gerichtsverhandlung: wie da die unbequemen Zeugen zu Angeklagten werden; wie es gedreht wird; wie dieses ganze Theater gar nichts mehr mit Rechtspflege, dagegen alles mit Politik zu tun hat –: das ist ein Meisterstück forensischer Schilderung. Nur zu lang.

    Und wenn man das alles gelesen hat, voller Spannung, Bewegung und ununterbrochen einander widerstreitender Gefühle: dann sieht man die immense Schuld jener Republik, die wir einmal gehabt haben und die heute zerbrochen ist an der Schlappheit, an der maßlosen Feigheit, an der Instinktlosigkeit ihres mittlern Bürgertums, zu dem in erster Linie die Panzerkreuzer bewilligenden Führer der Sozialdemokratie zu rechnen sind. Der Lebenswille der andern war stärker; und wer stärker ist, hat das Anrecht auf einen Sieg. Beklagt euch nicht.

    Hier, in diese kleinen Städte, ist der demokratische, der republikanische Gedanke niemals eingezogen. Man hat – großer Sieg! – auf manchen Regierungsgebäuden Schwarz-Rot-Gold geflaggt; die Denkungsart der breiten Masse hat die Republik nie erfaßt. Nicht nur, weil sie maßlos ungeschickt, ewig zögernd und energielos zu Werke gegangen ist; nicht nur, weil sie 1918 und nach dem Kapp-Putsch, nach den feigen Mordtaten gegen Erzberger und Rathenau alles, aber auch alles versäumt hat – nein, weil der wirkliche Gehalt dieses Volkes, seine anonyme Energie, seine Liebe und sein Herz nicht auf solcher Seite sein können. Die Sozialdemokratie ist geistig nie auf ihre Aufgabe vorbereitet gewesen; diese hochmütigen Marxisten-Spießer hatten es alles schriftlich, ihre Theorien hatten sich selbständig gemacht, und in der Praxis war es gar nichts. Das Volk versteht das meiste falsch; aber es fühlt das meiste richtig. Daß nun dieses richtige Grundgefühl heute von den Schreihälsen der Nazis mißbraucht wird, ist eine andre Sache.

    Hier ist eine Blutschuld der nicht mehr bestehenden Republik. Aus keinem Buch wird das deutlicher als aus diesem, der Verfasser hat es uns vielleicht gar nicht zeigen wollen – die These springt aber dem Leser in die Augen. Was war hier zu machen –! Und was hat man alles nicht gemacht –! Zu spät, zu spät.

    Ich empfehle diesen Roman jedem, der über Deutschland Bescheid wissen will. Wie weit ist das von dem Rapprochement-Geschwätz der braven Leute aus den großen Städten entfernt. Hier ist Deutschland – hier ist es.

    Es wäre anzumerken, daß der Künstler in Fallada nur an einigen wenigen Stellen triumphiert. Manchmal sagt er kluge Sachen; wie sich zwei bei einer Unterredung vorsichtig abtasten: »Ein Anfang ist gemacht, ein günstiger Anfang. Die beiden Herren haben sich in ihren Antipathien getroffen, was meistens wichtiger ist, als daß die Sympathien übereinstimmen.« Und einmal steht da einer dieser Sätze, an denen das frühere Werk Gerhart Hauptmanns so reich ist. Einem[172] Bauern geht alles, aber auch alles schief. »Welche sind, die haben kein Glück, sagt Banz und meint sich.«

    Ja, das ist ein Buch! So ist die Stadt; so ist das Land, vor allem das niederdeutsche, und so ist die Politik. Man sieht hier einmal deutlich, wie eben diese Politik nicht allein in wirtschaftliche Erklärungen aufzulösen ist; wie sich diese Menschen umeinanderdrehen, sich bekämpfen und sich verbünden, sich anziehen und abstoßen, sich befehden und verbrüdern . . . als seien sie von blinden und anonymen Leidenschaften getrieben, denen sie erst nachher, wenn alles vorbei ist, ein rationalistisches Etikett aufkleben; das Etikett zeigt den Flascheninhalt nicht richtig an. Sie drücken aufeinander und »lassen den andern hochgehn«; sie spielen einander die Komödie des Dienstlichen vor – und es sind arme Luder, alle miteinander. Und man bekommt einen kleinen Begriff davon, wie es wohl einem zumute sein mag, der in diesen mittlern und kleinen Städten auf republikanischem Posten steht. Fällt er wegen seiner Gesinnung? Natürlich. Fällt er durch seine Gesinnung? Nie. Sie »machen ihn kaputt«, wie der schöne Fachausdruck heißt, aber so: »Herr Schulrat P. hat gegen den § 18 der Bestimmung verstoßen, nach der er . . . « Immer ist da so ein § 18, und immer funktioniert dieser Paragraph prompt, wenn sie ihn grade brauchen. Und niemals hilft die Republik ihren Leuten; sie wird so gehaßt und hat dabei gar nich veel tau seggn. Sie sieht sich das alles mit an . . . sie läßt diese unsäglichen Richter machen, die die Hauptschuld an den blutigen Opfern der letzten Zeit tragen. Rechtsschutz gibt es nicht. Gleichheit vor dem Strafgesetz gibt es nicht. Kommunist sein bedeutet: Angeklagter sein, und wenn die Nazis ganze Kleinstädte terrorisieren, so bleibt der Landgerichtsrat milde und hackt auf den Belastungszeugen herum. Und wenn es gar nicht anders geht, wenn sonst nichts da ist, einen verhaßten Republikaner tot zu machen, dann hilft irgend ein § 18. Noch niemals aber ist ein Mitglied der herrschenden Rechtskaste über solch einen Paragraphen gestolpert, falls er sich nicht bei seiner Klasse mißliebig gemacht hat. Da gilt dann der Paragraph nicht. Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.

    So einen Arztroman möchten wir lesen. So einen Journalistenroman. So einen berliner Roman. Dazu wäre allerdings der besondere Glücksfall nötig, daß ein schriftstellerisch begabter Mann in diesem Milieu lebt und es so genau kennt, wie Fallada das seinige.

    Er hat es kaschiert. Seine Helden heißen nicht Knut, sondern Tunk. Wird diese Tarnkappe genügen? Begeistert wird die kleine Stadt von seiner Schilderung grade nicht sein – nicht davon, wie er sie entblößt; wie er aufzeigt, daß weit und breit keine Juden da sind, die man für alles verantwortlich machen könnte; weit und breit keine Kommunisten,[ die etwas bewirken. Fallada, sieh dich vor. Es gibt ein altes Grimmsches Märchen von der Gänsemagd, die eine Prinzessin war und die nun als Magd dienen muß. Den Kopf ihres treuen Rosses haben sie ans Stadttor genagelt, und jeden Morgen, wenn sie ihre Gänse da vorübertreiben muß, sieht sie es an und spricht:

    »O Fallada – daß du hangest!«

    Wenn sie dich kriegen, Hans Fallada, wenn sie dich kriegen: sieh dich vor, daß du nicht hangest! Es kann aber auch sein, daß sie in ihrer Dummheit glauben, du habest mit dem Buch den Sozis ordentlich eins auswischen wollen, und dann bekommst du einen Redakteurposten bei einem jener verängstigten Druckereibesitzer, die in Wahrheit die deutsche Presse repräsentieren.

    Obgleich und weil du den besten deutschen Kleinstadtroman geschrieben hast.

    · Ignaz Wrobel
    Die Weltbühne, 07.03.1931, Nr. 14, S. 496.

    #Allemagne #histoire #nazis #SPD #politique #province #fascisme

  • #Piazza_della_Vittoria, Bolzano
    En me promenant à #Bolzano en mai 2019, voici ce que je vois :

    Piazza della vittoria, già Piazza della Pace
    (Place de la #victoire, déjà Place de la #paix)

    Je suis évidemment intriguée... pourquoi passer de la paix à la victoire ? Victoire de qui ? Paix pour qui ?

    Le #monument sur ladite place est aussi très imposant et impressionnant... et par son #architecture on comprend vite quand il a été érigé...

    Petit tour sur wikipedia, qui nous dit que le monument a été construit entre 1926 et 1928.
    #Monumento_alla_Vittoria :
    https://it.wikipedia.org/wiki/Monumento_alla_Vittoria_(Bolzano)
    #Siegesdenkmal

    Vous pouvez découvrir l’histoire du monument sur la page wikipedia.

    Je voulais aussi signaler un passage autour de ce monument dans le #livre de #Alessandro_Leogrande, « #La_frontiera » :

    «A Bolzano li chiamano ancora ’relitti fascisti’. Sono tutti quei musolei, palazzi, cimeli che ricordano il ventennio mussoliniano. Il relitto fascista per eccellenza è il monumento realizzato da #Marcello_Piacentini nel 1928 per celebrare la vittoria italiana nella Grande guerra e per rimarcare, com’è scritto in latino a caratteri cubitali sulla facciata, che ’hic patriae fines siste signa, hinc ceteros excluimus lingua legibus artibus’. E, cioè, che non solo qui sono fissati i confini della patria, ma che proprio ’da qui’ educammo ’gli altri’ con la lingua, le leggi, le arti.
    Per decenni ’gli altri’, cioè la comunità germanofona cui il fascismo aveva impedito di usare la propria lingua, hanno visto nel monumento il simbolo più eclatante dell’usurpazione e dell’occupazione. Ed eclatante il monumento di Piacentini lo è davvero. Non solo perché, con grande dispendio di marmo bianco, s’alza in stile littorio fino a dominare un’ampia porzione d’abitato, proprio nel punto in cui era stata avviata la costruzione di un altro monumento, prontamente demolito, in memoria dei caduti del reggimento austriaco #Kaiserjäger. Non so perché appare del tutto fuori luogo rispetto al territorio circostante, al paesaggio, all’architettura tradizionale, con lse sue quattordici colonne a forma di fascio che reggono un’imponente architrave. Ma anche perché è stato il cardine della mutazione urbanistica della città. Una mutazione imposta dal fascismo, che culmina, al termine di una serie di strade che ricordano i ’trionfi’ nazionali, nella piazza del Tribunale.
    Il Monumento è stato sempre percepito come la punta dell’iceberg di una frattura più ampia. D’altro canto, la destra italiana l’ha sempre difeso come un ’proprio’ simbolo, anche in età repubblicana. Così, benché a un certo punto la Südtiroler Volkspartei, il partito che rappresenta le minoranze tedesche e ladina e ha governato il processo di crescente autonomia della provincia, lo volesse buttare giù, è rimasto al suo posto. Ogni volta che gli attriti sono riemersi, ogni volta che il cammino verso l’autodeterminazione della provincia speciale è parso arrestarsi, ogni volta che le bombe hanno ripreso a esplodere, e sono state molte le bombe a esplodere in queste vallate tra gli anni sessanta e ottanta del Novecento, quelle funebri colonne littorie sono tornate al centro del buco nero delle reciproche incomprensioni.
    Nel 1979 fu #Alexander_Langer, leader della nuova sinistra, da sempre sostenitore della necessità di creare gruppi interetnici, tanto da aver fondato dieci anni prima una rivista che si chiamava ’#Die_Brücke', ciò ’Il ponte’, a presentare in Consiglio provinciale una mozione in cui si chiedeva che il monumento diventasse un luogo di ’memoria autocritica’. Ma la mozione non passò, perché gli opposti nazionalismi vedevano entrambi come fumo negli occhi la possibilità di trasformare quelle colonne in un monito permanente. Per gli uni andavano soltanto abbattute, per gli altri dovevano rimanere tali e quali al loro posto. Dopo una serie di attentati, il Monumento venne addirittura recintato, tanto da accrescere il senso di separazione.
    La trasformazione auspicata da Langer si è realizzata solo ora con la creazione di un percorso espositivo permanente intitolato BZ ’18-’45. Un monumento, una città, due dittature , che si snoda nei locali sottostanti l’opera di Piacentini. (...)
    L’esposizione allestita nall cripta e nei corridoi sotterranei mi ha sorpreso. Pannello dopo pannello, video dopo video, sono ripercorsi i momenti della sua costruzione e la storia della città tra le due guerre mondiali, quando fu pesantemente condizionata dai due totalitarismi, quello fascista e quello nazista. Tuttavia il maggior intervento sul monumento non è tanto costituito dal percorso espositivo, quanto da un anello a led che cinge una delle colonne centrali. Sullo schermo nero circolare, spesso almeno mezzo metro, scorre rosso il titolo della mostra (BZ ’18-’45...), tradotto in tre lingue: italiano, tedesco e inglese.
    L’opera di Piacentini non è stata rimossa, ma questa sorta di vistoso ’anello al naso’ ha il potere di desacralizzarla, trasformandola in altro da sé. Tra la retorica del Monumento e gli occhi di chi lo guarda si insinua subito un terzo elemento che ne ribalta il senso profondo».

    (pp.218-220)

    #fascisme #WWI #première_guerre_mondiale #toponymie #Italie #langue #alterité #patriotisme #architecture_fasciste #urbanisme_fasciste #géographie_urbaine #Südtirol #Province_autonome_de_Bolzano #nationalisme #exposition

    ping @simplicissimus @reka

  • Que fait le maire ? (2/4) : Tournus, putsch citoyen à la mairie

    https://www.franceculture.fr/emissions/lsd-la-serie-documentaire/que-fait-le-maire-24-tournus-putsch-citoyen-a-la-mairie

    De nombreuses petites villes vivent une dévitalisation de leur centre-bourg, parfois à la suite de décisions municipales inappropriées. Récit à Tournus d’un mouvement citoyen opposé à la construction d’un 5ème centre commercial en périphérie qui a abouti à faire tomber le maire.

    #france #ville #politique_de_la_ville #province #cetres-villes

  • Gilets jaunes : ne croyez pas la télé !
    André Gunthert 2 décembre 2018 - 9 h 06 min

    Les préoccupations de décompte du nombre de manifestants sont totalement obsolètes. Car l’occupation spatiale des gilets n’a rien à voir avec le regroupement en bataillon d’une foule sur une avenue. Si la métaphore guerrière pouvait venir à l’esprit, c’était plutôt dans sa dimension tactique. Malgré ou plutôt à cause des blocages policiers, la signature visuelle des gilets jaunes se déplaçait sans cesse, en petits groupes mobiles, inscrivant sa souveraineté sur le territoire parisien, franchissant la Seine sans souci des itinéraires balisés, et venant interrompre la circulation à la vitesse de l’éclair, malaisément suivie par le cordon policier.

    Qu’on était loin de l’obéissance syndicale, incarnée par le respect du tracé préfectoral Bastille-Répu, et par la pression des rangées de CRS venues intimider les manifestants. Grâce à cette mobilité tactique, hier, ce qui sautait aux yeux, c’est que les gilets jaunes avaient pris Paris.

    #giletsjaunes #médias #police #tactiques #répression #syndicats #gilets_jaunes #harcèlement #cortègedetête #province #campagne #nasse #techniques_policières #répression #précariat #salariat

    http://imagesociale.fr/6807?subscribe=error#blog_subscription-3

    • Comme mes amis photographes sur Facebook, aimantés par le pittoresque des situations d’affrontement et par la rassurante identification d’une figure connue – l’apocalypse sur fond d’incendie –, l’information privilégiait le schéma des violences émeutières, aplatissant l’intelligence et la nouveauté du mouvement par l’imposition du filtre de la casse. Pas étonnant qu’une mobilisation qui refuse toute médiation soit si mal traitée par les médiateurs professionnels, qui sont en réalité aussi dépassés que la police par les caractères inédits de l’action.

  • QUAND ON VIENDRA DE NOS CAMPAGNES POUR DESCENDRE SUR LA CAPITALE...
    Un rapide point de vue (libertaire) de province pour répondre à l’appel à témoignage pour saisir le mouvement des gilets jaunes

    Pour ce qui est du comportement des flics, nous avons fait un point à chaud après la manifestation avec des militants libertaires parisiens que nous avons rejoint. C’était drôle et à la fois agaçant d’entendre les réactions aigries et incrédules de beaucoup vis-à-vis du mouvement des gilets jaunes et surtout de la manif parisienne sur les Champs.
    Après les pleurnichages sur le fait que les gilets jaunes n’étaient pas là quand il fallait descendre dans la rue pour la Loi travail, les retraites, les services publics,... nous avons eu le droit au « de toute façon, les flics ont laissé faire ».

    C’est sur que les flics ne pouvaient pas charcuter au corps à corps monsieur tout le monde comme dans les manifs gauchistes, le risque de radicalisation de cette foule lambda est trop grand. Mais, surtout, c’est encore moins possible quand ce n’est pas un cortège de tête classique, collé à l’avant de manifestations qui sont désormais d’immenses nasses dès le point de départ et qui suivent un itinéraire convenu et sécurisé à l’avance.
    Là on ne marchait pas dans les clous et beaucoup de forces policières étaient immobilisées pour défendre les périmètres de sécurité autour des lieux de pouvoir. Le reste des troupes était insuffisant pour couvrir les grandes zones où des manifestants occupaient les rues et faisaient preuve de beaucoup de mobilité et d’audace. Je pense que les effectifs policiers dans ces zones ont été complètement débordés, dépassés et même parfois nassés.
    Le matériel lourd était de sortie pourtant, trois camions à eau, hélicoptère, énormément de lacrymogène et beaucoup de grenades diverses et flashball. Mais les manifestants n’étaient pas dans un cortège couloir/cul-de-sac où les flics n’ont qu’à rentrer brutalement dans une masse tassée et bloquée. Les gens résistaient et répliquaient jusqu’à la dernière extrémité mais se dérobaient au maximum face aux charges et préféraient, au moment du contact physique, partir vers d’autres rues et contourner sans cesse les flics pour arriver dans leur dos ou sur leur flancs. Cette technique de harcèlement a été payante, c’est bien plus efficace, on use réellement les policiers qui courent partout pour rien et on laisse beaucoup moins de monde sur le carreau.

    https://paris-luttes.info/quand-on-viendra-de-nos-campagnes-11153

    #giletsjaunes #gilets_jaunes #harcèlement #cortègedetête #province #campagne #nasse #techniques_policières #répression #précariat #salariat

  • Fritzbox hinter dem Speedport Hybrid
    https://lubensky.de/hybrid

    Imaginez que c’est Noël et yous voulez essayer le dernier cadeau gadget avec connexion internet. Si vous habitez en Allemagne, ce n’est pas une affaire gagnée d’avance.

    Voici des solutions qui cherchent à resoudre un probème très allemand : les accès internet hors des métropoles sont d’une lenteur effoyable. La Deutsche Telekom y vend des accès internet « hybrides » cad. une combinaison de ligne fixe avec un accès LTE. Ce n’est pas mal, mais si on veut faire fonctionner des systèmes de téléphone traditionnels avec ce type d’accès internet, on se trouve devant un tas de problèmes que Deutsche Telekom refuse de resoudre.

    FRITZ !Box am Hybrid-Anschluss der Telekom einsetzen | FRITZ !Box 7490 | AVM Deutschland
    https://avm.de/service/fritzbox/fritzbox-7490/wissensdatenbank/publication/show/1612_FRITZ-Box-am-Hybrid-Anschluss-der-Telekom-einsetzen

    Tipps bei Geschwindigkeitsschwankungen am Hybrid-Anschluss
    https://telekomhilft.telekom.de/t5/Telefonie-Internet/Tipps-bei-Geschwindigkeitsschwankungen-am-Hybrid-Anschluss/td-p/1435241

    FRITZ !Box hinter Speedport Hybrid – Telefonieren mit easybell Trunking und Telekom VoIP | internetagentur spiersch.com Blog
    https://www.spiersch.com/blog/2016/03/02/fritzbox-hinter-speedport-hybrid-telefonieren-mit-easybell-trunking-und-te

    #Allemagne #internet #province

  • #Syrie : une #attaque_chimique fait des dizaines de morts dans la #province_d'Idlib
    https://www.mediapart.fr/journal/international/040417/syrie-une-attaque-chimique-fait-des-dizaines-de-morts-dans-la-province-did

    Une enfant victime de l’attaque du 4 avril est transportée par un secouriste. © Ammar Abdullah/Reuters Cent personnes auraient été tuées et environ quatre cents seraient gravement intoxiquées par une attaque chimique menée dans la localité de Khan Cheikhoun, une ville du nord-ouest du pays tenue par les rebelles. L’Union européenne, le président turc et l’opposition syrienne accusent le régime de Bachar al-Assad d’avoir procédé aux bombardements meurtriers.

    #International #armes_chimiques

  • Abattoirs : « La #protection_animale doit devenir aussi importante que l’hygiène »

    LE MONDE | 31.03.2016 à 14h57
    http://www.lemonde.fr/planete/article/2016/03/31/abattoirs-le-controle-du-respect-de-la-protection-animale-peut-etre-une-vari

    Laurent Lasne, président du Syndicat national des inspecteurs en santé publique vétérinaire (SNISPV), reconnaît une « faille » des services.

    Comment expliquer cette défaillance des services d’inspection ?

    Il y a eu une faille des services d’inspection, mais le problème se trouve d’abord du côté de l’entreprise d’abattage, qui n’a pas appliqué les bonnes pratiques [selon la réglementation, l’animal ne doit être mis à mort qu’après étourdissement]. Pourquoi ne l’a-t-elle pas fait ? Sans doute en raison d’impératifs de rentabilité économique. Quand on augmente la cadence, on travaille moins bien. Cet établissement a probablement été débordé par un afflux de commandes conjoncturel avant Pâques.

    Il y a aussi un aspect sociologique, lié à la formation des ouvriers d’abattoirs. Ils ont longtemps été recrutés sur leurs capacités physiques à porter des charges lourdes, à supporter le froid, des conditions difficiles… Leur sensibilité à la protection animale n’est pas le premier critère de recrutement. L’été, avec le pic de commandes lié aux barbecues, les entreprises recrutent des intérimaires, dont des étrangers qui parfois ne maîtrisent pas très bien le français . La première préoccupation de l’employeur, c’est de les former pour qu’ils soient productifs, pas de les former à la protection animale.

    Est-ce que cette situation évolue ?

    Oui, mais lentement. En vingt ou trente ans, on a constaté une véritable révolution culturelle au niveau de l’hygiène. Les #abattoirs en ont fait une priorité, ils ont compris que c’était un impératif pour vendre leurs produits. Cette révolution n’est pas totalement accomplie concernant le #bien-être_animal , même si la médiatisation de cette question, grâce au travail des associations, peut permettre une prise de conscience des acteurs du secteur.

    Aujourd’hui, il faut que la protection animale devienne pour les abattoirs un enjeu aussi important que les conditions sanitaires, mais aussi que les conditions de travail de l’ouvrier. On ne peut pas demander à un ouvrier de dépasser la durée légale du travail, de travailler douze heures d’affilée pour faire face à un afflux de commandes, et exiger qu’il respecte les règles de protection animale.

    La seconde, que nous défendons, est la mise en œuvre de comités d’éthique dans les abattoirs. Jusqu’à présent, ces entreprises étaient un peu des boîtes noires. Elles ne sont pas glamour, se trouvent en province, dans les périphéries des sous-préfectures… Les seuls qui y vont, ce sont les services vétérinaires. On pourrait imaginer des comités incluant des représentants des éleveurs, des bouchers, d’ associations de défense des animaux , des mairies, de la société civile…

    #carnisme
    #l'offre_et_la_demande
    #schizophrénie
    avec au passage une petite touche de #xénophobie et de mépris pour la #province dans ce pavé de #déni où la #pensée_magique (ah, l’#éthique_de_la_mise_à_mort de la #viande_sur_pied !) se mêle au #réel_mis_cul_par_dessus_tête...

  • Une révélation inquiétante - Initiatives pour le Désarmement #Nucléaire
    http://www.idn-france.org/2016/03/une-revelation-inquietante

    en cas de #guerre et d’empêchement du Président de la République, l’ordre de tir #nucléaire serait dévolu à un #individu désigné secrètement par le Président et “sans doute situé en #province. Ceci sans tenir compte des procédures de dévolution prévues par la #Constitution.
     Ainsi, un individu, homme ou femme, pourrait se voir attribuer du jour au lendemain le #pouvoir de donner la mort à des millions de personnes sans aucune légitimité constitutionnelle !

    tout s’éclaire :

  • Schwarzer Pfarrer in Bayern gibt auf | Aktuell Deutschland | DW.COM | 06.03.2016
    http://www.dw.com/de/schwarzer-pfarrer-in-bayern-gibt-auf/a-19097888


    C’était une mauvaise idée. Pendant quelques années on croyait que c’était était une bonne idée de confier une peitite ville bavaroise à un prêtre d’origine africaine. L’église affichait son esprit d’ouverture et de tolérance. On vient d’apprendre que l’expérience fut un échec. Le curé officiel payé avec l’argent de l’état a quitté la petite ville de Zorneding aprés de multiples menaces de mort.

    Nach mehreren Morddrohungen gegen ihn tritt der katholische Pfarrer der oberbayerischen Gemeinde Zorneding (Landkreis Ebersberg), Olivier Ndjimbi-Tshiende, zurück. Am 1. April werde der Geistliche eine neue Stelle im Bistum antreten, sagte der Sprecher des Erzbistums München und Freising, Bernhard Kellner, am Sonntag. Er bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

    Fünf Morddrohungen

    Der 66 Jahre alte gebürtige Kongolese Ndjimbi-Tshiende hatte in den vergangenen Monaten fünf Morddrohungen erhalten, da er sich klar gegen fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen der ehemaligen CSU-Ortsvorsitzenden Sylvia Boher positioniert hatte. Das Erzbistum nahm das Rücktrittsgesuch des Pfarrers an, wie Kellner sagte. „Wir bedauern das sehr und stehen an seiner Seite.“ Am Sonntag informierte der Pfarrer die Gemeindemitglieder im Gottesdienst über seinen Weggang. Er hatte die Pfarrei Sankt Martin 2012 übernommen.

    Paukenschlag in Zorneding: Der Rücktritt des Pfarrers und seine Vorgeschichte | Oberbayern | Nachrichten | BR.de
    http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/zorneding-pfarrer-morddrohungen-100.html

    Protest gegen Rassismus in CSU: Pfarrer tritt nach Morddrohungen zurück - n-tv.de
    http://www.n-tv.de/politik/Pfarrer-tritt-nach-Morddrohungen-zurueck-article17155171.html

    Rassismus: Pfarrer gibt nach Morddrohungen auf - München - Süddeutsche.de
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/rassismus-pfarrer-gibt-nach-morddrohungen-auf-1.2894313

    Rassismus-Skandal in Bayern: Nach „Neger“-Entgleisung: Zornedinger CSU-Vorsitzende und Vize treten zurück - FOCUS Online
    http://www.focus.de/regional/bayern/zorneding-in-oberbayern-nach-rechtspopulistischen-aeusserungen-csu-funktionaer

    Mit rassistischen Äußerungen haben Mitglieder der Zornedinger CSU für Aufregung gesorgt. Jetzt sind die Zornedinger CSU-Vorsitzende sowie ihr Stellvertreter zurückgetreten. Den Schritt begründeten sie damit, weitere Schäden vermeiden zu wollen.

    Pfarrer als „Neger“ beschimpft: CSU-Politiker treten nach rassistischen Äußerungen zurück - Flüchtlingskrise - FAZ
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/pfarrer-als-neger-beschimpft-csu-politiker-treten-nach-rassistischen-aeusserung

    Affäre um rassistische Äußerungen: Zwei Rücktritte bei CSU in Zorneding | Oberbayern | Nachrichten | BR.de
    http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/zorneding-csu-pfarrer-aerger-100.html

    Oberbayern : CSU-Politiker soll Pfarrer aus dem Kongo als „Neger“ bezeichnet haben - Nachrichten Bayern - Augsburger Allgemeine
    http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/CSU-Politiker-soll-Pfarrer-aus-dem-Kongo-als-Neger-bezeichnet-

    Rassismus im CSU-Ortsverein - Bayern-Nachrichten - Mittelbayerische
    http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/rassismus-im-csu-ortsverein-21705-art1301998.html

    Gegenkundgebung am 14.02.2016 in Nürnberg – Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus
    http://www.buendnis-fuerth.de/gegenkundgebung-am-14-02-2016-in-nuernberg

    Am 14. Februar rufen erneut Menschen aus Russland, die in Deutschland leben, von der Presse als „Russlanddeutsche“ bezeichnet, zu einer Kundgebung in Nürnberg auf unter dem Motto „Sichere Heimat“. Bereits bei der letzten Kundgebung waren eine Reihe stadtbekannter Neonazis und Rassisten anwesend.

    Zu befürchten ist, dass sich hier eine unheilvolle Allianz entwickelt, die durch Neonazis, Pegida-Anführer und durch die AfD geschickt für Nazi- und rassistische Propaganda genutzt wird. Denn den Rattenfängern der rassistischen und der rechten Szene geht es nicht darum, sich um die Probleme von Menschen, die selbst Gefahr laufen , in dieser Gesellschaft „durchgereicht“ zu werden, zu kümmern. Nein! Den rechten Anführern geht es einzig und allein darum, diese Menschen gegen Flüchtlinge aufzuhetzen. Jede Lüge ist recht, wenn es darum geht, Menschen gegen Menschen zu hetzen, Arme gegen noch Ärmere, „Russlanddeutsche“ gegen Flüchtlinge.

    Dagegen ist Widerstand geboten!

    Pfarrgemeinde St. Martin Zorneding – Startseite
    http://www.st-martin-zorneding.de
    Die Mitteilung ist weg

    Pfarrer – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrer

    Pfarrer ist ein in christlichen, aber auch in freireligiösen Gemeinden verwendeter Begriff für eine Person, die mit der Leitung von Gottesdiensten, der seelsorglichen Betreuung und in der Regel auch mit der Leitung einer Kirchengemeinde betraut ist. In der katholischen Kirche kann nur ein Priester Pfarrer einer Gemeinde sein.

    #Allemagne #Bavière #racisme #religion #province

  • KZ-Tattoo im Spaßbad erfüllt wohl Straftatbestand
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/neonazi-in-oranienburg-kz-tattoo-im-spassbad-erfuellt-wohl-straftatbestand/12646988.html


    Imaginez qu’un fier néonazi montre son dernier tatouage à la piscine locale. C’est une image de l’entrée du camps d’extermination Auschwitz accompagnée de la devise « à chacun ce qu’il mérite ». Quelques jolis croix gammées dessinées sur d’autres parties de son corps font savoir que l’image ne sert pas à commémorer les victimes et les horreurs des camps. Que fait la police ? La réponse est simple : elle fait rien. Normal, en province c’est la coutume. Pas de chance pour le nazillon, sa photo est publiée dans la presse et le procureur se saisit de l’affaire. Ouf, tout va bien maintenant, pas vrai ?

    Nacktes Grauen. Das Tattoo ist jetzt ein Fall für den Staatsanwalt.

    Der Fall eines mutmaßlichen Neonazis, der am vergangenen Samstag in der Turm-Erlebniscity, das Spaßbad der Stadt Oranienburg (Oberhavel), sein KZ-Tattoo in aller Öffentlichkeit präsentierte, hat in der Polizei interne Untersuchungen ausgelöst. Der Grund: Entgegen der Einschätzung des Staatsschutzes der Polizeidirektion Nord und der Staatsanwaltschaft Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) erfüllt das Tattoo entgegen erster Einschätzungen der Polizei in Oranienburg doch einen Straftatbestand. Nach PNN-Recherchen gab es offenbar Versäumnisse bei der Polizei.

    #Allemagne #province

  • Florence Aubenas : « Paris est la périphérie de la France » - paris-normandie.fr
    http://www.paris-normandie.fr/detail_article/articles/1888554/actualites+societe/florence-aubenas--paris-est-la-peripherie-de-la-france

    « Oui. C’est bête comme toute généralité, mais je pense qu’il y a une partie de vraie. Quand on prend les journalistes comme une entité sociologique et corporatiste, c’est une profession qui ne marche pas bien, qui ne fait pas son travail. Je pense qu’elle tourne en vase clos. Tout le monde s’intéresse à la même chose au même moment. On peut tout dire, mais sur la même chose. On a longtemps parlé de pensée unique, je pense plutôt qu’il s’agit de sujet unique. Les journalistes sont beaucoup trop conformistes. »

    #journalisme #sociologie #politique #médias #province

  • Tiens, en flânant un peu dans les allées de la BU d’Harvard (merci @CdB_77) , je tombe sur cette carte de Bowery avec indication des régions (italiennes) d’origine, en 1921, qui devrait intéresser @Reka

    Issue de Old world traits transplanted, Robert E. Park & Herbert A. Miller, Harper, New York and London, 1921
    http://pds.lib.harvard.edu/pds/view/3210041?n=10&imagesize=1200&jp2Res=.5&printThumbnails=true

  • Le millefeuille territorial, un gâteau difficile à couper en Europe
    http://fr.myeurop.info/2014/06/06/millefeuille-territorial-gateau-difficile-couper-en-europe-13979

    Delphine Nerbollier Elise Gazengel Ludovic Clerima Renaud de Chazournes

    La #France devrait passer de 22 à 14 régions à l’horizon 2020. Pour nos voisins européens le millefeuille territorial est, lui aussi, lourd à digérer mais ils commencent eux aussi à l’alléger.

    « Réformer les territoires pour réformer la France ». lire la (...)

    #EUROFOCUS #Institutions #Politique #Allemagne #Espagne #Italie #département #Francois_Hollande #intercommunalités #länder #Mariano_Rajoy #Matteo_Renzi #président #province #réforme #réforme_administrative #reforme_territoriale #régions_découpage #territoire

  • En Chine, la double peine des « poumons noirs » du Henan

    Dans la #province #rurale du #Henan (centre-est), riche en #charbon, les hommes en âge de travailler n’ont guère le choix. Les options sont limitées pour la main-d’œuvre peu qualifiée. Il leur faut descendre à la mine. Ils le paieront de leurs #poumons.

    Les conséquences de l’exploitation acharnée du charbon : pollution et grave impact sur la santé direct des mineurs, prenant tous les risques (poches de gaz, #silicose...) pour nourrir leurs familles.

    http://www.lemonde.fr/planete/article/2014/03/04/dans-le-henan-la-double-peine-des-poumons-noirs_4377217_3244.html

    Revue de Presse Hebdomadaire sur la Chine du 03/03/2014

  • J’aime la province où la police appelle l’hélico pour attrapper des voleurs de pots de fleurs.

    Polizei sucht mit Hubschrauber nach Blumentopf-Dieb / Meine Stadt / Hannover - NP - Neue Presse
    http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine-Stadt/Polizei-sucht-mit-Hubschrauber-nach-Blumentopf-Dieb

    Hannover. Ein aufmerksamer Nachbar hatte den Mann beobachtet und die Polizei alarmiert. Anschließend verfolgte der Nachbar den Dieb und dessen Begleiterin bis in eine nahe Kleingartensiedlung. Dort suchten die Polizisten den Mann mit einem Hubschrauber und Polizeihunden. Schließlich konnte er festgenommen werden.

    Ein Polizeisprecher betonte, es werde immer ernsthaft nach flüchtigen Verdächtigen gesucht, selbst wenn sie nur zwei Blumentöpfe gestohlen hätten.

    #allemagne #province #police