• [Reportage vidéo] « Je suis traitée pour #dépression et anxiété » : Cécile Weyer, maraîchère, poursuit #maël_de_calan après la perte de son #rsa
    https://splann.org/reportage-video-cecile-maraichere-rsa-finistere

    La date du 15 juin est cochée depuis plus de deux mois dans l’agenda de Cécile Weyer. La maraîchère bio de Guengat, dans le Sud-Finistère, a rendez-vous ce lundi au tribunal judiciaire de Brest. Radiée du RSA, elle s’est portée partie civile contre Maël de Calan dans la procédure pour « harcèlement moral institutionnel » engagée par la #cgt. L’article [Reportage vidéo] « Je suis traitée pour dépression et anxiété » : Cécile Weyer, maraîchère, poursuit Maël de Calan après la perte de son RSA est apparu en premier sur Splann ! | Premier média d’enquête indépendant en Bretagne.

    #Libertés_et_droits_humains #agricultrice #agriculture #agriculture_biologique #bimbamjob #burn_out #cécile_rigard #charlie_renaud #confédération_paysanne #ferme #finistère #ludovic_morin #maraîchage #minima_sociaux #nathan_martin #pauvreté #paysanne #précarité #psychologie #souffrance #travail

  • À force de chercher un sens à votre vie, vous avez oublié de la vivre ! avec Albert Moukheiber - YouTube
    https://www.youtube.com/watch?v=hgiqiVnYXjc

    On fait semblant de croire que tout est une question de volonté, comme si on maîtrisait tout. Mais c’est un mensonge ! La méritocratie, le “si tu veux tu peux”, la force de la volonté, la loi de l’attraction, l’univers qui va nous répondre… Tout cela c’est de la sur-responsabilisation de l’individu.”

    💫 Notre invité de la semaine : ALBERT MOUKHEIBER
    Neuroscientifique et thérapeute, Albert Moukheiber nous invite cette semaine à penser contre nous-même. Avec lui, on remet sur la table la question du sens de notre vie, de la quête de soi et de l’existence de Dieu. Et si tout cela reposait sur une illusion ? Et si la vie n’avait de sens que celui qu’on lui donnait ? Le neuroscientifique n’en fait pas pour autant un motif de désespoir mais plutôt un encouragement à nous mettre en action. Avec lui, on essaie de mettre sur pause notre introspection pour nous concentrer sur ce qui est : le moment présent, le réel et ce qu’on peut créer à partir de là.

    #psychologie #bonheur #émotions

    j’ai bien aimé cet entretien, qui laisse du temps à Albert Moukeiber pour aborder des sujets intéressants notamment sur les limites du développement personnel et la recherche du bonheur...

  • Die Funktionslogik von Macht - Rainer Mausfeld

    via https://diaspora.psyco.fr/p/12453743

    https://overton-magazin.de/buchempfehlungen/die-funktionslogik-von-macht

    7. Mai 2026

    Macht ist parasitär

    [...]

    Als Formen der Selbstsucht zielen diese Begierden darauf ab, sich selbst über andere stellen zu wollen und über alle Mittel zu verfügen, sich selbst ›größer‹ als die anderen erscheinen zu lassen. Machtgier zielt darauf ab, kontrollieren zu können, wie andere sich verhalten. Sie zielt darauf ab, kontrollieren zu können, wer Anerkennung, Lob oder Tadel erhält. Machtgier zielt sogar darauf ab, bestimmen zu können, was als Tatsache gilt und was als wahr zu gelten hat. Die mit Machtgier verbundenen Bestrebungen beinhalten stets, den Anderen zu einem Werkzeug der Befriedigung eigener Begierden zu machen und ihn damit zu verdinglichen und zu instrumentalisieren. Seit Beginn der Zivilisationsgeschichte wurden die Machtgier und ein parasitäres Mehrhabenwollen als Kräfte erkannt, die den Zusammenhalt und die Stabilität einer Gesellschaft bedrohen. Auch bei den römischen Geschichtsschreibern und Politikern Sallust (86–35 v.u.Z.) und Tacitus (58–120) wurde die »Begierde, andere zu beherrschen« (»Libido dominandi«), als eine der destruktivsten Kräfte in einer Gesellschaft angesehen. Sallust sah in dieser Begierde »die Ursache des Krieges«, und Tacitus betrachtete sie als »abscheulichste aller menschlichen Begierden«.

    Das Wesen der Macht liegt in der Befähigung des Menschen, andere Menschen dem eigenen Willen unterwerfen zu können. Im 19. Jahrhunderte gab der Historiker, Ökonom und Philosoph James Mill (1773–1836), einer der Hauptvertreter des Utilitarismus, dem zufolge die Menschen vorrangig von ihrem Eigeninteresse geleitet würden, seiner Überzeugung Ausdruck, dass »das Verlangen nach der Macht, die notwendig ist, um Personen und deren Eigentum unseren Wünschen dienstbar zu machen, ein großes die menschliche Natur beherrschendes Gesetz [ist]. […] Das große Instrument zur Erreichung dessen, was ein Mensch will, sind die Handlungen anderer Menschen. Macht, in ihrer angemessensten Bedeutung, bedeutet daher Sicherheit für die Übereinstimmung zwischen dem Willen eines Menschen und den Handlungen anderer Menschen. Wir gehen davon aus, dass diese Behauptung nicht bestritten werden kann.«

    [...]

    #pouvoir #sociologie #psychologie #philosophie #sciences_politiques #révue

  • Warum Linke bereit sind, Noam Chomsky in die Epstein-Hölle zu verbannen
    https://www.telepolis.de/article/Warum-Linke-bereit-sind-Noam-Chomsky-in-die-Epstein-Hoelle-zu-verbannen-11

    Noam Chomsky 2010 in Istanbul. Bild : 4.murat / Shutterstock.com

    Noam Chomsky partage le le destin de Bruno Bettelheim. Après avoir quitté l’espace publique les envieux de moindre acabit se jettent sur des hustoires déformées et les utilisent pour détruire la réputation de l’oeuvre de l’himme qui a marqué l’histoire. On hurle avec les loups pour défendre son rang dans la meute. C’est dommage car on rend plus difficile l’accès à l’appréciation pesée et complète de la contribution que les grands on légué à l’humanité.

    2.5.2026 von David Goeßmann - Engste Weggefährten lassen den 97-jährigen Chomsky fallen – dabei hält die Empörung über seine Epstein-Kontakte einer Faktenprüfung kaum stand.

    Die Veröffentlichung privater E-Mails und Fotos Noam Chomskys aus den Epstein-Files hat Empörung bei Linken und Progressiven ausgelöst. Der Unrast-Verlag, der eine Reihe von Chomskys Büchern in deutscher Übersetzung verlegt, hat sie aufgrund von dessen privatem Kontakt zu Epstein aus dem Programm genommen:

    „Als linker Verlag … ist Chomsky für uns als Autor nicht mehr tragbar. … Wir wollen Täter und ihre Unterstützer:innen weder schützen, noch ihnen eine Plattform oder ein Einkommen bieten.“

    Videointerviews mit Chomsky sind im Netz gelöscht worden. Enge Freunde, Kollegen und Co-Autoren wie der ehemalige New York Times-Journalist Chris Hedges, der Historiker und Aktivist Vijay Prashad oder Jeffrey St. Clair von Counterpunch zeigen sich schockiert, äußern Abscheu und haben sich von Chomsky in öffentlichen Statements distanziert, während sie erklären, dass die Aufdeckungen sein intellektuelles Erbe schwer beschädigt haben.

    Wie konnte es soweit kommen?

    Es geht um persönliche Mails von Noam Chomsky und seiner Frau Valéria an Jeffrey Epstein, gemeinsame Abendessen, Epsteins Hilfe bei der Klärung eines Finanzdisputs mit Chomskys Kindern und zwei Fotos, die Chomsky mit Jeffrey Epstein in seinem Privatflugzeug und mit Trump-Stratege Steve Bannon zeigen.

    In einer Antwort auf eine Anfrage Epsteins schätzte Chomsky ihn für ein Opfer der Cancel Culture ein und riet ihm, nur auf direkte Anfragen zu reagieren. Das war im Februar 2019, also einige Monate vor der Verhaftung Epsteins im Juli.

    Leitmedien in den USA und Europa haben die „Chomsky-Epstein-Freundschaft“ seit der Publikation einiger ausgewählter Epstein-Dokumenten im Dezember letzten Jahres in den Fokus genommen. Sie benutzten die privaten E-Mails, um daraus den Sturz des „wohl bedeutendsten lebenden Intellektuellen der Gegenwart“, wie es die New York Times einmal formulierte, des Vordenkers progressiver Bewegungen und unermüdlichen Aktivisten in die Epstein-Hölle zu inszenieren.
    Mediale Diskreditierung: Vom Vordenker zur „Epstein-Klasse“

    Der Guardian, der seit vielen Jahren versucht, Chomsky zu diskreditieren, ordnete ihn umgehend der „Epstein-Klasse“ ein. Unter dem Titel „Banalität des Bösen“ schilderte die britische Tageszeitung, wie „Epsteins mächtige Freunde ihn normalisierten“, darunter Noam Chomsky.

    Normalisieren kann man jedoch nur, wenn man vom Bösen weiß. Und vom Normalisieren profitiert das Böse in der Öffentlichkeit, nicht in privater Korrespondenz. Dass beide Voraussetzungen im Fall Chomskys zutreffen, wird unterstellt.

    Die Diskreditierung Chomskys in den Mainstreammedien war zu erwarten. Seine seit Jahrzehnten vorgetragene Kritik an der Art, wie die Mächtigen insbesondere im US-geführten Westen mit Hilfe der intellektuellen Klasse eine Katastrophenpolitik gegen die Menschheit betreiben, die Entlarvung von Machtkontrolle in über hundert Büchern sowie unzähligen Artikeln und Interviews, stellt einen unangenehmen Spiegel dar, in den die, die an der Katastrophenpolitik teilnehmen und davon profitieren, nicht hineinschauen wollen.

    Die gezielte Veröffentlichung von einigen Epstein-Dokumenten durch das von Trump kontrollierte US-Justizministeriums ist insofern ein Geschenk für das Establishment gewesen. Man musste nur das Foto, das Chomsky und Epstein im Privatjet zeigt, abdrucken, eine skandalträchtige Überschrift darüber setzen und einige E-Mail-Aussagen aus dem Zusammenhang reißen – im Handumdrehen erschien Chomsky als Hofintellektueller eines verbrecherischen Pädophilen.
    Wenn Weggefährten zu Anklägern werden

    All das war wie gesagt absehbar. Überraschend, unverständlich und in seiner Wirkung verheerend sind jedoch die Reaktionen in progressiv-linken Kreisen. Vijay Prashad, der zwei Bücher mit ihm, darunter eines seiner letzten über Kuba, veröffentlicht hat, und ihn als seinen Mentor bezeichnet, verfasste ein Statement auf Counterpunch:

    „Es gibt nichts, was für ihn spricht. Als die Fotos und E-Mails auftauchten, war ich sofort angewidert von Epsteins Pädophilie und damit auch von Noams Freundschaft zu ihm. Meiner Ansicht nach gibt es dafür keine Rechtfertigung, keinen Kontext, der dieses skandalöse Verhalten erklären könnte. […] Warum verkehrt man so ungezwungen mit einer Person dieser Gesinnung? Warum spendet man einem Pädophilen Trost und Rat für seine Verbrechen? Ich für meinen Teil bin entsetzt und schockiert.“

    Der Guardian nahm die Empörung des Chomsky-Freunds dankend auf und berichtete ausführlich über den Widerruf von Prashad.

    Chris Hedges, langjähriger Kollege und intellektueller Freund Chomskys, ging noch weiter. Er diskreditierte die Erklärung von Chomskys Frau Valéria als Vertuschungstaktik – Chomsky erlitt 2023 im Alter von 94 Jahren einen schweren Schlaganfall und kann sich seitdem nicht mehr äußern.

    Valéria betonte in dem Statement, dass Chomskys offenherzige Art sowie Epsteins manipulative Methoden zu Fehleinschätzungen geführt hätten, die beide bedauern. Man habe aber nichts von den Taten gewusst, auch nie etwas Unangemessenes von Epstein oder anderen bemerkt, versichert Valéria. Hedges wischte die Erklärung in seinem Kommentar beiseite und stellte fest:

    „Ich kann Ihnen versichern, dass er keineswegs so passiv oder leichtgläubig ist, wie seine Frau behauptet. Er wusste von Epsteins Kindesmissbrauch. Sie alle wussten davon. Und wie andere in Epsteins Umfeld war es ihm egal.“

    Es bleibt Hedges Geheimnis, wie er zu seiner Schlussfolgerung kommt. Niemand, einschließlich des US-Justizministeriums, behauptet, dass Chomsky von dem Kindesmissbrauch gewusst hat. Ganz abgesehen davon, dass es eine Unterstellung ist, die abwegig ist angesichts von Chomskys Persönlichkeit und Dekaden umspannendem, von Wahrheit und Humanität geprägtem Lebenswerk.

    Auf dem linken multimedialen Kanal Zeteo von Mehdi Hasan, der ein großes Publikum erreicht, unterhielten sich die kanadische Bestsellerautorin und progressive Stimme Naomi Klein und der ehemalige MSNBC-Moderator und Guardian-Kolumnist Hasan über Chomskys Freundschaft mit Epstein.

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    Hasan verurteilte Chomskys Umgang mit Epstein, der ihn deprimiere. Leute wie Chomsky hätten gewusst oder wissen müssen von den Missbräuchen Epsteins. Chomsky sei korrumpiert worden von Macht und Reichtum. „Ich glaube, das wird Chomskys Vermächtnis extrem negativ beeinflussen, ganz gleich, was man von ihm hält.“

    Naomi Klein zeigt sich ebenfalls enttäuscht und empört, auch wenn sie darauf verwies, dass Chomsky mit jedem spreche, was an sich legitim sei, so Klein. Aber das sei zu unterscheiden von der Entscheidung, sich zu Abendessen oder einem Flug im Privatflugzeug einladen zu lassen. Dafür gebe es keine Rechtfertigung.

    Außerdem sei bekannt gewesen, dass Epstein wegen eines sexuellen Delikts in der Vergangenheit verurteilt und mit Gefängnis bestraft worden sei. Wenn man sexuellen Missbrauch als Thema ernst nehme, dann treffe man sich nicht mit solchen Leuten.
    Der deutschsprachige Raum: Vom „Idol“ zum Abtrünnigen

    Man könnte ein Reihe von intellektuellen Weggefährten und Linken in den USA und Europa auflisten, die Chomsky wie eine heiße Kartoffel fallen ließen. Meinungsbildende kritische Medien und alternative Plattformen wiederholten dabei, was in den Mainstreammedien oder von linken Meinungsführer:innen über den „Epstein-Chomsky-Skandal“ berichtet wurde und folgten der Vorverurteilung.

    In Großbritannien sendete z.B. die linke Medienplattform Novara Media ein Gespräch mit den beiden Frontmännern Michael Walker und Aaron Bastani mit der Überschrift: „Was hat sich Chomsky dabei gedacht?“

    Der Tenor des Gesprächs ist von Unverständnis, scharfer Kritik und Unterstellungen geprägt. Für Bastani steht fest: Die E-Mails zeigten, dass Chomsky mit den Eliten auf Kuschelkurs gewesen sei, während er gleichzeitig ihre Machenschaften in der Öffentlichkeit kritisiere.

    „Ich denke, er wurde vom Glamour verführt, das ist nichts Neues. Es gibt eine treffende Aussage von Yanis Varoufakis dazu: ’Sobald man Businessklasse fliegt, glaubt man, es stehe einem zu’. […] Es ist beunruhigend, dass ein intelligenter Mann, der sich so für linke und progressive Anliegen eingesetzt hat, mit jemandem wie Epstein verkehrte. Das trägt dazu bei, die Linke insgesamt in Misskredit zu bringen. Wenn dieser Mann keine Prinzipien hat, wer von uns hat sie dann noch?“

    Auch Glenn Greenwald – bekannt geworden durch die Snowden-Enthüllung, während er viele Auftritte mit Chomsky teilte, bis er politisch andere Wege ging – verbreitete über seinen Kanal System Update die Ansicht, dass Chomsky Epsteins Einfluss, prachtvollen Inszenierungen und Dinner-Einladungen erlegen sei.

    Im deutschsprachigen Raum ein ähnliches Bild. Der Journalist Emran Feroz, der 2018 ein Interviewbuch mit Noam Chomsky verfasste (das 2021 neu aufgelegt wurde) verabschiedete sich in einem Artikel im Freitag von seinem „Idol“ Chomsky. Darin machte der im Exil lebende Afghane deutlich, dass er schon immer von einigen politischen Ansichten Chomskys abgestoßen gewesen sei.

    Nun, durch die Lektüre der Epstein-Dokumente (vermutlich aber wohl durch die weltweite Kritik) scheint er zu dem Schluss gekommen zu sein, dass es an der Zeit sei, seine wahren Ansichten zu teilen:

    „Doch je intensiver man sich mit dem Fall Epstein beschäftigt, desto klarer wird, dass sein problematischer Charakter und seine düsteren Machenschaften deutlich früher erkennbar waren, als manche heute behaupten. Dasselbe ist leider auch bei Chomsky und seinen eigenen politischen Positionen der Fall.

    Viele einstige Bewunderer:innen, etwa der britische Journalist George Monbiot, brachen mit dem ’Professor’ schon vor Jahren, etwa als ihnen dessen Genozidleugnung im Fall von Srebrenica bewusst wurde. Ähnlich fatal positionierte sich Chomsky auch im Fall von Kambodscha, wo er die massenmordende Rote Khmer toll fand, oder in Ruanda.“

    Eine Aneinanderreihung von faktenfreien Diffamierungen – ohne Belege, weil es keine dafür gibt. Wo leugnet Chomsky Genozide – selbst Monbiot behauptet das so nicht? Wo findet der „Professor“ (warum die Anführungsstriche?) Massenmord toll?

    Was erstaunlich ist, dass Feroz ein Interview-Buch mit Chomsky verfasste, aber mit keinem Wort dessen angebliche Genozidleugnung und Anhängerschaft für die massenmordenden Roten Khmer erwähnte. Was sagt das über die journalistische Professionalität von Feroz und seinen jetzigen Widerruf?

    Die mediale Hysterie, in der Epstein zum Urbösen erhoben worden ist, hat einen Sog erzeugt, in dem die Unschuldsvermutung nichts mehr gilt. Allein der Name Epstein versetzt in Schockstarre. Wer mit dem Bösen in Berührung kommt, wird ebenfalls schuldig, egal, was die Umstände hergeben.
    Was die E-Mails wirklich zeigen: Kontext statt Skandal

    Einige haben sich die Mühe gemacht, durch die E-Mails zu gehen, Kontexte zu liefern und zu erklären, was hinter der mutmaßlichen „Freundschaft“ steckt, darunter der Yale-Professor Greg Grandin, der Kapitalismuskritiker Michael Albert, der Direktor von Films For Action, Tim Hjersted, und die langjährige Assistentin von Chomsky, Bev Stohl.

    Epstein suchte danach 2015 den Kontakt zum damals 87-jährigen Linguisten und Theoretiker, was sich aus akademischen Interessen ergab. Er förderte das Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo Chomsky arbeitete, und versammelte Harvard-Wissenschaftler auf von ihm gesponserten Konferenzen. Dutzende von Forschern, hunderte von Personen in akademischen Zirkeln standen mit Epstein in Kontakt, akzeptierten seine Finanzierung, während die Harvard Universität ihm ein eigenes Büro einrichtete.

    Zudem bot Epstein Chomsky und Valéria an, bei einem Familiendisput über finanzielle Angelegenheiten organisatorisch zu helfen, was den z.T. freundschaftlichen Ton erklärt.

    Chomsky wusste von der Verurteilung Epsteins und seiner 13-monatigen Haftstrafe wegen eines Sexualstrafdelikts. Epstein hatte sich 2008 vor einem Gericht in Florida für schuldig bekannt, eine Minderjährige zur Prostitution angeworben und vermittelt zu haben. Alles andere – dass es sich um einen „Sweetheart Deal“ einer korrumpierten Staatsanwaltschaft handelte und Epstein eine Missbrauchspyramide errichtete – war der Öffentlichkeit nicht bekannt.

    Fakt ist: Epstein war zu der Zeit, als es zu sporadischen Kontakten mit Chomsky kam, nicht der gesellschaftlich Aussätzige, der er heute ist. Für Chomsky wie viele Wissenschaftler war die Haftstrafe von 2008 auch kein Grund, ihn zu meiden. Chomsky hält es auch für falsch, jemanden zu ächten, der seine Schuld durch Strafe an die Gesellschaft bezahlt hat.

    Chomsky vertritt die, von Bewegungen erkämpfte Rehabilitationshaltung des modernen Strafsystems (im Gegensatz zum religiösen Sündenbegriff): Jeder Mensch verdient eine zweite Chance. Das Ziel ist die Reintegration in die Gemeinschaft. Chomsky hat auch nie behauptet, dass Intellektuelle nicht mit Mächtigen und Entscheidern sprechen oder einen Cordon Sanitaire um jeden errichten sollten, der Verbrechen begangen hat.

    Der Vorwurf, Chomsky hätte aber von Epsteins Missbrauchsverbrechen wissen müssen, ist ebenso abwegig. Wussten etwa die Kritiker Chomskys, die Medien, das Establishment und die linken Kommentatoren schon vor Ende 2018, als der Miami Herald seine Aufdeckungen veröffentlichte, von dem System Epstein – und haben sie die Missbräuche angeprangert und Empörung gerufen?

    Nein. Die Mainstreammedien, die New York Times (Chomskys zentrale Informationsquelle), die Washington Post usw., folgten dem Informationsstand des Gerichts bei Epsteins Verhaftung 2008 und berichteten ansonsten praktisch nicht über ihn. Und was ist mit den linken, progressiven, Medien? Vor 2019 gab es so gut wie keine Berichterstattung über Epstein.

    Das hatte seinen Grund. Epstein verstand es, mit viel Geld und Einflussmacht das dysfunktionale US-Justizsystem zu korrumpieren (insbesondere den Staatsanwalt Alexander Acosta in Florida, der später Arbeitsminister unter Trump werden sollte). Die Folge war, dass die Aussagen von Opfern, die auf massenhaften Missbrauch hindeuteten (heute geht man von potenziell hunderten Opfern aus), in der Öffentlichkeit unter den Teppich gekehrt wurden.

    Zudem war der Hochstapler und Betrüger Epstein ein ausgezeichneter Manipulator (der gestandenen CEOs der Wall-Street-Finanzindustrie und US-Industriemagnaten auf diese Weise viel Geld entwendete) und konnte mit Hilfe von Hackern das Internet von Verdächtigungen rund um seine Person reinigen.

    Was vom Chomsky-Skandal bei Prüfung übrig bleibt ist eine Mail-Antwort Chomskys auf eine Frage Epsteins Ende Februar 2019. Der wollte wissen, was er ihm raten würde angesichts der Anschuldigungen, die in dem Artikel des Miami Herald Ende 2018 erhoben wurden. Chomsky riet ihm, den Mediensturm vorbeiziehen zu lassen und nur auf direkte Anfragen zu antworten. Dabei berichtete er von seinen eigenen Erfahrungen mit Kampagnen, auf die er nicht reagiere:

    „Eine Google-Suche liefert unzählige hysterische Anschuldigungen aller Art, darunter sogar Gruppen, die sich darauf spezialisiert haben, mich zu diffamieren […] scharfe Angriffe, viele davon von Wichtigtuern aller Art.“
    Chomskys Haltung zu MeToo und Cancel Culture

    Anschließend verwies er auf die MeToo-Bewegung und „die Hysterie, die sich rund um den Missbrauch von Frauen entwickelt hat und mittlerweile so weit gegangen ist, dass schon das bloße Hinterfragen einer Anschuldigung ein Verbrechen schlimmer als Mord ist.“

    Diese Mail wird von der Kritiker aus dem Mainstream bis zum linken Lager als Beleg angeführt, dass Chomsky wohl wissend um die Missbrauchsanschuldigungen Epstein verteidigte. Zudem habe er die MeToo-Bewegung als hysterisch abgewertet, was eine frauenfeindliche Haltung offenbare.

    Doch Chomsky kritisierte in der Mail keineswegs die MeToo-Bewegung, sondern die Cancel Culture, die Beschuldigte ohne Belege vorverurteile (wobei der Assange-Fall oder die Kölner Silvesternacht zeigen, dass mächtige Institutionen Missbrauchsvorwürfe ebenfalls als Diffamierungsinstrumente einzusetzen).

    Chomskys Haltung zu sexualisierter Gewalt und MeToo ist dabei eindeutig, worauf Tim Hjersted hinweist. Auf die Frage eines Interviewers, wie die Bedingungen im Pornografie-Geschäft verbessert werden sollten, antwortete er z.B.:

    „Genau wie bei Kindesmissbrauch geht es nicht darum, den Missbrauch zu ’verbessern’, sondern ihn zu beenden. Angenommen, es gibt ein hungerndes Kind in den Slums, und man sagt: ’Na gut, ich gebe dir zu essen, wenn du dich von mir missbrauchen lässt’ […] ist das ein Argument? Die Antwort darauf lautet: Man muss die Umstände beseitigen, unter denen das Kind hungert, und dasselbe gilt auch hier. Beseitige die Umstände, unter denen Frauen keine anständigen Jobs bekommen können, und dulde kein missbräuchliches und destruktives Verhalten.“

    Zur MeToo-Bewegung erklärte Chomsky, dass sie „aus einem realen, schwerwiegenden und tiefgreifenden Problem der sozialen Pathologie hervorgeht“, und die Bewegung „dieses Problem aufgedeckt und ins Bewusstsein gerückt hat“, wobei er davor warnte, „Vorwürfe als bewiesene Taten zu behandeln“. Um von Chomskys Kritik an der Cancel Culture und seine Haltung zu MeToo zu erfahren, braucht man also nicht die Epstein-Files.

    Heute wissen wir, dass Chomskys Annahme bis zur Verhaftung, dass Epstein ein Opfer der Cancel Culture geworden sei, falsch war. Aber diese Fehleinschätzung ist nicht Ausdruck von Frauenfeindlichkeit und Ignoranz von Missbrauch.

    Sie ist das Resultat manipulativer Beeinflussung von Epstein, der Chomsky mit Informationen und Argumenten gefüttert hatte, die ihn als Opfer erscheinen ließen – so dass Chomsky die Vorwürfe schließlich durch seine eigene Erfahrungsbrille als Kampagne betrachtete. Zudem war Chomsky im zwischenmenschlichen Austausch bereit, Epstein zu glauben, da er ihm vertraute. Von dieser Offenheit haben Zehntausende profitiert, mit denen er unvoreingenommen über alle möglichen Themen kommunizierte.

    Letztlich ist es ähnlich absurd, zu behaupten, dass Chomsky den Massenmissbrauch von Minderjährigen akzeptierte, weil er Epstein und der Elitenclique erlegen war, wie zu meinen, dass Karl Marx ein Schössling des Kapitals gewesen sei, weil er sich von dem Kapitalisten und Betreiber einer Textilfabrik in Manchester, Friedrich Engels, finanzieren ließ.

    Sicherlich kann man kritisieren, dass Chomsky den Bericht des Miami Herald Ende 2018 nicht ernst nahm und Epsteins Version folgte, wobei Chomsky eines von vielen Opfern von Epsteins Manipulationskunst geworden ist (zu den Manipulationskünsten siehe u.a. die Dokumentarfilmserie „Jeffrey Epstein: Filthy Rich“).

    Auch hätte Chomsky Epsteins Verbrechen später ausdrücklich kritisieren können, als er vom Wall Street Journal (WSJ) im Jahr 2023 befragt wurde. Aber das ist Optik, die nie Chomskys Stärke war, da er dieser Art von moralischer Signalgebung kritisch gegenüberstand. Er lehnte es auch ab, Menschen statt Taten zu verurteilen.

    Aber dass er die Taten verurteilte, sobald er davon erfuhr, kann nicht bezweifelt werden. In einem Austausch nach der WSJ-Artikel antwortete er auf die Frage, ob er Epstein verurteile:

    „Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine Erklärung abgegeben zu haben, in der ich jemanden verurteilt habe, nicht einmal den schlimmsten Mörder. Wenn die Frage aufkommt, verurteile ich die Verbrechen – obwohl ich normalerweise nur ungern auf einen fahrenden Zug aufspringe und mich der Masse anschließe. Nixon war ein Monster, aber als es in Mode kam, ihn zu verurteilen, habe ich mich dem nicht angeschlossen.

    In den Jahren 2015–2016 wurde er [Epstein] aus guten Gründen nicht gemieden. Er hatte Verbrechen begangen, seine Strafe verbüßt und kehrte vorurteilslos wieder in die normale Gesellschaft zurück. Das ist die vorherrschende Norm, insbesondere auf der Linken, die schon immer auf Resozialisierung gesetzt hat.

    Aber auch weit darüber hinaus. Er nahm regelmäßig an Treffen teil, beteiligte sich usw., ohne dass dies besonders beachtet wurde. Nach seiner Inhaftierung gab es eine riesige Flut sehr schwerwiegender Anschuldigungen. Das ist eine andere Sache.“

    Eine Fehleinschätzung – aber kein Skandal

    Am Ende bleibt nichts Skandalöses im Fall Chomsky-Epstein übrig, vielleicht einige Fehleinschätzungen aus Leichtgläubigkeit. Für die Linken und Progressiven ist der Chomsky-Skandal jedoch ein Desaster. Heldenhaft Empörung zu äußern, anstatt durch die faktische und moralische Komplexität zu navigieren, ist kein gutes Zeichen für den Versuch, eine starke Opposition gegen die Agenda der Mächtigen aufzubauen.

    Es ist nur schwer verständlich, warum derart viele, die für eine bessere Welt kämpfen, auf die von den Mainstreammedien geschaffene Erzählung von „Gut gegen Böse“ hereingefallen sind – in der allein schon der Kontakt schuldig macht. Chomsky wurde von heute auf morgen in den moralischen Abgrund gestoßen. Es erinnert an die Bibelstelle vom Jünger Petrus, der Jesus in der Nacht seiner Verhaftung dreimal verleugnete.

    Was können mögliche Gründe für das Verhalten sein? Einige von denen, die Chomsky kennen bzw. nahestehen, wollten scheinbar durch Distanzierung ihr moralisches Image schützen.

    Anderen ging es darum, Schäden von der Linken durch Chomskys „Prinzipienlosigkeit“ und Epstein-Nähe abzuwenden. Und dann sind da diejenigen, die die Gelegenheit nutzten, mit Chomsky abzurechnen, den sie wegen seiner undogmatischen Kritik nie für links hielten. Wieder andere wissen schlicht nicht, wer Chomsky ist und was er geleistet hat – und heulen mit den Empörungswölfen.

    All das ist sehr einfach, da Chomsky, 97, darauf nicht mehr antworten kann. Es darf bezweifelt werden, ob all die scharfen Kritiker ihn derart verurteilt hätten, wenn er sich selbst hätte verteidigen können.
    Strategisches Versagen der Linken

    Die Art, wie man auf den Chomsky-Epstein-Skandal reagierte, offenbart auch strategische Fehler. Man sprang auf den Hysterie-Zug auf, weil man meinte, in Epstein die kapitalistische Eliten-Verruchtheit zu erkennen.

    Tatsächlich lief man nur einem Medienskandal hinterher, dem es nicht um Missbrauch oder politische Veränderung geht, sondern der von Sex-and-Crime-Skandalisierung sowie Promi-Sensationslust angetrieben wird und wenig bis gar nichts über die drängenden politischen und gesellschaftlichen Krisen aussagt, sondern diese vielmehr aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt. Nur zum Vergleich: „Jeffrey Epstein“ erzielt über 57 Millionen Treffer bei der Google-Suche, während „Climate Crisis“ knapp 16 Millionen Treffer erbringt.

    Auch wurde man Opfer der eklatanten Schlagseite der Epstein-Veröffentlichungen. Die Art, wie Schwärzungen vorgenommen wurden, während bei der selektiven Freigabe der Dokumente auf die liberalen und linken Eliten (Demokraten, Elite-Universitäten, Wissenschaft usw.) fokussiert wurde, zeigt, dass die Trump-Regierung und das US-Justizministerium die Publikation bewusst als Diffamierungsinstrument einsetzten.

    Doch statt das zum Thema zu machen und sich dagegen zu wehren, erfüllte man die kühnsten Träume der rechten Stimmungsmacher, in dem Linke und Progressive sich schwächten – durch eine moralische Hexenjagd auf ein „Idol“, das angeblich mit dem pädophilen Elitennetzwerker kuschelte.
    Privatsphäre als verratenes Prinzip

    Dabei wurden Prinzipien über Bord geworfen. Denn die Verurteilung von Chomsky wegen seines Epstein-Kontakts ist nur möglich geworden durch den flagranten Bruch seiner Privatsphäre durch den Staat. Die Privatsphäre ist ein hoher Wert, der als Grundlage individueller Freiheit geschützt werden muss, was nicht zuletzt die Snowden-Enthüllungen gezeigt haben.

    Die Kritiker von Chomskys privaten E-Mails teilen diese Grundhaltung auch, scheinen sie nun aber vergessen zu haben. Siehe zum Beispiel Vijay Prashad, der zusammen mit vielen Intellektuellen, darunter Chomsky, den schwedischen Datenschutzaktivisten Ola Bini verteidigte, der einmal sagte:

    „Ich glaube fest an das Recht auf Privatsphäre. Ohne Privatsphäre können wir keine Handlungsfähigkeit haben, und ohne Handlungsfähigkeit sind wir Sklaven. Deshalb habe ich mein Leben diesem Kampf gewidmet. Überwachung ist eine Bedrohung für uns alle, wir müssen sie stoppen.“

    Oder nehmen wir Glenn Greenwald. Vor dem Hintergrund des NSA-Skandals erklärte er in einem TED-Talk, dass er jedem, der sich keine Sorgen um Eingriffe in die Privatsphäre mache, weil er nichts zu verbergen habe, sage, dass die Person ihm alle Passworte seiner Mailaccounts geben solle. Er werde dann selektiv Inhalte daraus veröffentlichen. Bisher habe sich niemand bei ihm gemeldet, so Greenwald lakonisch.

    Nun durchforsten Linke und Progressive ohne Skrupel Chomskys private E-Mails, reißen sie aus dem Zusammenhang, urteilen harsch, was ihnen missfällt, als wären es öffentliche, offizielle Erklärungen, die sein politisches und intellektuelles Vermächtnis jahrzehntelanger Arbeit und Aktivismus definieren. Kein Wort über das Freiheit garantierende Recht der Privatsphäre.

    Dabei lässt sich die Verletzung der Privatsphäre Chomskys und auch vieler anderer im Epstein-Fall nicht rechtfertigen. Denn es geht dabei nicht um die strafrechtliche Aufklärung von Verbrechen. Warum hat man also Chomskys Privatsphäre nicht geschützt, zumindest seinen Namen geschwärzt? Soweit ich sehe, ist diese Sichtweise in Bezug auf die Epstein-Akten so gut wie nicht vorhanden. Im Gegenteil, die wahllose Veröffentlichung wird als Sieg der Wahrheit über den Sumpf der Korruption unter den Eliten gefeiert.
    Ein Schaden, der über Chomsky hinausreicht

    Ich befürchte, dass die „Epstein-Chomsky-Affäre“ weitaus größeren Schaden anrichten könnte als die anderen Chomsky-Skandale, einschließlich den um den französischen Literaturwissenschaftler Robert Faurisson – als man Chomsky mit einer Schmutzkampagne zum Holocaust-Leugner machte, weil er es wagte, das Recht auf Meinungsfreiheit auch für Ansichten zu unterstützen, die man für falsch oder verwerflich hält.

    Im Unterschied zum Epstein-Skandal war Chomsky aber dabei nicht persönlich involviert, auch nicht bei den Roten Khmer um Pol Pot, den serbischen Kriegsverbrechern, der Pandemie oder der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, die Chomsky im Vergleich zu Donald Trump als kleineres Wahlübel ansah.

    Die Verdächtigung, dass Chomsky mit den Eliten unter einer Decke steckt, vielleicht den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen akzeptierte oder gar selbst daran beteiligt war, geht jedoch tiefer als die absurden Anschuldigungen, er sei antisemitisch, ein Leugner des Holocausts und von Völkermord, ein Clinton-Fan oder ein Covid-Faschist.

    Die Linke hat insgesamt versagt und Chomsky in der Schmutzkampagne allein gelassen, ja verraten. Wobei nicht bekannt ist, wie diejenigen jenseits der medialen Kommentierungen und Social-Media-Kanäle denken, die Chomsky kennen, seine Bücher gelesen und von ihm profitiert haben.

    Sicherlich würde Chomsky sagen, dass sein Ruf keine besondere Rolle spielt, sondern es darum geht, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das ist sicherlich richtig. Aber es wäre traurig, denjenigen, die von Chomsky zu kritischem Denken inspiriert wurden, oder zukünftigen Generationen, die an politischer Analyse und Aktivismus interessiert sind, das Gefühl zu geben, dass sie mit ihrer Ansicht, Chomsky sei durch den Skandal nicht diskreditiert, allein dastehen und sie aufgrund dieser Isolation besser Abstand zu seinem Werk halten sollten.

    #propagande #politique #psychologie #cancel_culture

  • Il y a colère et colère | Le Ligueur
    https://leligueur.be/article/il-y-a-colere-et-colere

    "La colère est un levier puissant pour combattre les injustices et les inégalités dans la société et dans le monde. « Quand ses conditions de vie sont insupportables, par exemple, on a le droit de descendre dans la rue en hurlant sa colère. C’est une colère saine, pour la dignité, pour la restauration de l’estime de soi. Cela ne signifie pas que si on croise quelqu’un qui pense différemment de soi, on va lui casser la figure. Il a le droit de donner son point de vue. On va discuter avec lui. Ce n’est pas pour autant qu’on va taire sa colère ». Mais une colère légitime peut aussi être l’objet de manipulations, dénonce le psychiatre. Et nourrir la haine de l’autre. C’est ce que font les partis populistes. « Ils disent aux gens : ‘On va vous expliquer pourquoi vous vous sentez (…)

    #livre #psychologie #société

  • Réseaux sociaux : faut-il bannir TikTok et Instagram aux moins de 15 ans ? | Parents.fr
    https://www.parents.fr/ado/addiction/faut-il-interdire-les-reseaux-sociaux-aux-moins-de-15-ans-1145905

    Le projet de loi du gouvernement est loin de faire l’unanimité. Interdire les réseaux sociaux aux moins de 15 ans est-il vraiment la solution pour les protéger ? Emmanuelle Piquet, thérapeute et maître de conférences, nous livre son éclairage et donne ses conseils aux parents
    L’essentiel

    Résumé par l’IA, validé par la Rédaction.

    Interdire les réseaux sociaux aux moins de 15 ans est une mauvaise idée, selon la thérapeute Emmanuelle Piquet : cela ne protège pas les jeunes, mais risque au contraire de les isoler et de les pousser à contourner les règles.
    Mieux vaut accompagner les adolescents, leur faire confiance, poser un cadre et dialoguer avec eux pour les aider à comprendre et réguler leur usage des réseaux sociaux.
    La priorité devrait être de réguler les plateformes elles-mêmes et leurs algorithmes, plutôt que de punir les jeunes utilisateurs.

    Le 31 décembre dernier, le gouvernement a annoncé vouloir interdire les réseaux sociaux aux moins de 15 ans dès septembre prochain. Une manière de protéger les mineurs de l’exposition à des contenus inappropriés, du cyberharcèlement et des altérations du sommeil, selon les mots de l’exécutif. Emmanuelle Piquet, thérapeute et maître de conférences, a participé à la Commission d’enquête sur les effets de TikTok sur la santé mentale des mineurs. Elle nous apporte son éclairage sur ce projet de loi controversé.
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    Faut-il interdire les réseaux sociaux aux moins de 15 ans ?

    « Ils sont plus doués et plus prudents que nous »

    Emmanuelle Piquet le confie sans ambages, elle estime que ce projet de loi est “hors sol, en dehors de ce qui se passe sur le terrain pour les enfants et les adolescents”. “Je m’appuie à la fois sur ce que je constate de façon empirique en clinique et aussi sur des recherches comme celles de Grégoire Borst ou Anne Cordier. Interdire les réseaux sociaux aux moins de 15 ans est une très mauvaise idée”, explique-t-elle.

    La thérapeute rappelle que les adolescents de 2026 sont nés avec les écrans, ont grandi avec eux. “Ils sont plus doués, mieux avertis et souvent plus prudents que nous”, observe-t-elle. “Mais ils sont traités avec mépris par les adultes, qui aiment adopter une position de surplomb par rapport à eux”, poursuit-elle. “Il y a des adolescents vulnérables qui sont très en danger devant certains réseaux sociaux, notamment TikTok, mais je ne crois pas qu’on va les protéger en leur interdisant d’y accéder. Si on ne leur apprend pas à réguler leur usage, ils iront simplement chercher les infos ailleurs”.
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    6 idées reçues sur les dangers des écrans (et on démêle le vrai du faux)

    « Être à côté des enfants plutôt qu’entre eux et le monde »

    Emmanuelle Piquet souligne qu’il est naturel pour les parents de vouloir protéger leurs enfants, mais “on est plus utile, efficace et sécurisant en étant à côté d’eux qu’entre eux et le monde”, insiste-t-elle. Le risque est d’aggraver leur vulnérabilité et de les fragiliser. “La population adulte aurait intérêt à s’asseoir à côté des ados pour comprendre ce qu’ils vont chercher sur les réseaux et ce qui se passe vraiment sur TikTok”.

    Pour la thérapeute, il faut impérativement imposer une régulation à ces géants des réseaux sociaux pour qu’ils cessent de piéger et manipuler leurs utilisateurs avec des algorithmes nocifs. “Il faut être très ferme, aller plus loin et plus fort. On ne doit pas laisser aux géants la possibilité de gagner de l’argent sur la souffrance des ados. C’est à ce niveau-là qu’il faut agir, pas en disant aux ados qu’ils sont idiots et que la seule option est de leur interdire l’accès à TikTok ou Instagram”.

    “La population adulte aurait intérêt à s’asseoir à côté des ados pour comprendre ce qu’ils vont chercher sur les réseaux, et ce qui se passe vraiment sur TikTok”

    Emmanuelle Piquet, thérapeute
    Réseaux sociaux : ce qu’Emmanuelle Piquet conseille aux parents

    Les parents ont le choix entre “être autoritaire” et “faire autorité”, qui sont deux choses très différentes. Être autoritaire c’est interdire sans discernement. “Cela ne peut fonctionner que dans l’espace, très réduit en réalité, sur lequel on a un contrôle. En gros, on dit à l’ado qu’il n’est pas digne de confiance et ça génère de la dissimulation. Le risque est alors que l’ado ne parle pas à ses parents s’il lui arrive quelque chose sur les réseaux sociaux. La bonne conscience d’avoir tout fait pour protéger son enfant ne suffit pas”’, explique Emmanuelle Piquet.

    L’experte recommande plutôt d’accorder sa confiance à l’ado, tout en posant un cadre, singulier et adapté à chaque enfant et chaque situation. “Il faut lui dire : je te fais confiance, je veux juste te demander de m’en parler s’il t’arrive quelque chose de troublant, d’angoissant, de générateur de souffrance. Ça ne veut pas dire que j’interdirai, mais on va faire en sorte que tu te sentes moins mal’, conseille-t-elle. “Il faut aussi s’intéresser à ce qui se passe sur les réseaux sociaux, les regarder avec eux, leur poser des questions. Il faut vraiment faire l’effort de se mettre à côté d’eux”, conclut-elle.

    #Médias_sociaux #Adolescents #Psychologie

  • Intelligence artificielle et santé mentale : ChatGPT est-il un psy comme un autre ?
    https://www.telerama.fr/debats-reportages/intelligence-artificielle-et-sante-mentale-chatgpt-est-il-un-psy-comme-un-a

    Sentiment général de solitude, système de soins en crise... De plus en plus d’internautes confient leurs soucis aux IA. Avec tous les problèmes que l’on peut imaginer. Psych(analyse) d’une tendance.

    Illustration Maria Medem pour Télérama
    Par Olivier Tesquet
    Publié le 09 octobre 2025 à 06h30

    « Au début, c’était juste un outil pour mes révisions, confie Léo (le prénom a été modifié), 23 ans. Puis j’ai commencé à lui confier mes angoisses. À chaque fois, il me rassurait, prenait le temps de me répondre. Un jour, il a commencé à me proposer des exercices de respiration. Ça me faisait du bien, j’avais l’impression de dialoguer avec mon journal intime. Mais au bout d’un moment, c’est devenu vertigineux. Je me suis rendu compte que je ressentais un manque quand je ne recevais plus ses messages. Honnêtement, j’y passais des heures, jusque tard dans la nuit, à tel point que mes amis ont commencé à s’inquiéter. »

    Comme beaucoup de jeunes de son âge, Léo est un étudiant anxieux, pas franchement rassuré par l’avenir. L’encombrant alter ego dont il parle s’appelle ChatGPT, qu’il surnomme « Chat ». Près de trois ans après son lancement auprès du grand public, l’agent conversationnel d’OpenAI — 700 millions d’utilisateurs actifs dans le monde — ne sert plus uniquement à effectuer des recherches ou générer des visuels, mais devient un véritable confident, disponible vingt-quatre heures sur vingt-quatre, sept jours sur sept. Selon une étude publiée cet été par l’ONG Common Sense, 72 % des ados américains de 13 à 17 ans utiliseraient l’IA à des fins intimes. Plusieurs fois par semaine, ils lui demandent conseil pour résoudre des conflits amicaux, lui susurrent des secrets qu’ils ne disent pas à leurs parents, réclament de l’aide pour prendre des décisions importantes. Un compagnonnage qui interroge : derrière l’illusion de l’écoute et de l’empathie humaine, ces doudous numériques n’ont pas de compréhension du langage. Ce sont des programmes informatiques conçus pour recracher des séquences de mots de manière statistique. Et si ChatGPT ou son concurrent Claude ne sont pas explicitement présentés comme des substituts affectifs, d’autres applications en ont fait leur modèle économique, comme Replika ou Character.ai, en installant leurs avatars attachants dans le quotidien de millions d’individus. Il leur arrive même de devenir des partenaires amoureux.

    « Ce phénomène émergent était un impensé jusqu’à l’année dernière », explique Giada Pistilli, docteure en philosophie et éthicienne chez Hugging Face, une start-up franco-américaine devenue en quelques années la plateforme de référence pour l’intelligence artificielle « open source », gratuite et modifiable. Elle nous montre une image qui circule sur les réseaux sociaux. On y voit un iceberg. Dans la partie émergée, « ce que je dis à mes parents ». Sous la surface de l’eau, « ce que je dis à mes amis ». On descend encore, « ce que je dis à mon psy ». Et tout au fond, « ce que je dis à ChatGPT ». La difficulté, insiste la chercheuse, « c’est qu’il n’existe aucun outil pour mesurer ce compagnonnage. Il y a bien eu des études sur l’informatique affective dans les années 1990, mais elles n’ont jamais pris en compte les questionnements éthiques ».

    Les enjeux sont pourtant immenses. Dans le monde post-Covid, marqué par une vive dégradation de la santé mentale, les solutions miracles peuvent vite se transformer en mirages technologiques. Selon Santé publique France, 30 % des Français âgés de 18 à 24 ans souffrent de symptômes dépressifs modérés à sévères. Au mois d’avril, un adolescent californien de 16 ans, Adam Raine, s’est suicidé au terme d’une longue conversation avec ChatGPT. Le chatbot est allé jusqu’à lui expliquer comment réaliser un nœud coulant et a même proposé de lui rédiger un brouillon de lettre d’adieu. Les parents du jeune homme ont porté plainte contre OpenAI…

    Péché originel

    Dans les années 1960, Eliza, l’ancêtre des modèles de langage actuels, simulait déjà une interaction entre un utilisateur-patient et un psychologue, qui créait une forme d’attachement par la simple reformulation de confessions sous la forme interrogative. Mais à l’époque, il s’agissait d’une simple expérience de laboratoire. Alex Hanna, une chercheuse américaine qui a claqué la porte de Google pour participer à la création du Dair, un laboratoire indépendant très critique des biais de l’IA, y voit une sorte de péché originel : « Soixante ans plus tard, les chatbots sont toujours aussi inadaptés pour la santé mentale. Mais cela n’empêche pas les partisans de l’IA de cultiver les mêmes fantasmes. Ilya Sutskever, le cofondateur d’OpenAI [qu’il a quitté depuis, ndlr], s’enthousiasme ainsi pour l’opportunité d’une thérapie très efficace et très bon marché. »

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    Pour Hanna, qui vient de coécrire un essai percutant sur la mystification néolibérale de l’intelligence artificielle (1), ces promesses commerciales sont une diversion, qui consiste à « remplacer des services de qualité par des fac-similés artificiels. Au lieu de se tourner vers le solutionnisme technologique, il vaudrait mieux se demander pour quelles raisons matérielles, liées à l’accès aux soins, autant de personnes se tournent vers ces outils. » Dans le secteur de la santé comme ailleurs, la logique est la même : l’algorithmie est synonyme de coupes budgétaires, de gains de productivité et d’effritement du lien social.

    Illustration Maria Medem pour Télérama
    Comme le formulait la sociologue américaine Sherry Turkle, pionnière de l’intimité artificielle, dans son livre Seuls ensemble (2011), « nous attendons plus de la technologie et moins les uns des autres ». Une mise en garde ancienne, mais qui trouve une acuité nouvelle à l’heure des interfaces en langage naturel. Ce qui change, observe l’anthropologue Fanny Parise, « c’est que tout le monde peut y avoir accès, sans apprentissage préalable ». Pour illustrer ce spectaculaire changement d’échelle, elle parle d’un « animisme industriel », en proposant une théorie contre-intuitive : si nous nous lions autant avec les IA génératives, c’est précisément parce qu’elles sont les technologies les moins incarnées. « Sans physicalité, nous projetons toutes nos croyances dans un mode d’interaction qui mime le comportement humain », explique-t-elle encore. C’est le scénario de Her, le film de 2013 de Spike Jonze, qui imagine une relation entre un écrivain et une IA douée de conscience. À bien y réfléchir, le personnage interprété par Joaquin Phoenix s’attacherait-il autant à la voix de Scarlett Johansson si celle-ci était emprisonnée dans un aspirateur intelligent ?

    Mais l’anthropologue met aussitôt en garde : « Dans un coup de moins bien, parler à son double peut aider à prendre de la distance, comme un miroir amplificateur. En revanche, lorsqu’on est dans une situation de fragilité psychologique, cela peut isoler davantage, réduire le jugement critique, voire aggraver des pathologies. » Comme d’autres experts, elle estime que l’essor du compagnonnage illustre « une crise de la solitude » et « une érosion des normes de soin ». Le philosophe Byung-Chul Han, qui s’intéresse depuis longtemps à la solitude de l’humain dans un monde cerné par les outils numériques, dirait que cet envoûtement révèle la disparition des rituels collectifs : à défaut de gestes partagés chargés de sens, chacun se réfugie dans des routines privées avec une machine, substitut précaire au lien social — que la machine menace d’abîmer encore.

    Prendre un agent IA pour un compagnon, c’est une psychose.
    Guillaume Dumas est professeur en psychiatrie computationnelle
    À l’université de Montréal, Guillaume Dumas est professeur en psychiatrie computationnelle, une discipline qui utilise des modèles mathématiques pour mieux comprendre, prédire et traiter les troubles mentaux. Il souligne que ces conversations simulées peuvent aider les personnes sur le spectre autistique ou neurodivergent à communiquer… mais pointe les dangers pour les individus atteints de troubles paranoïaques ou narcissiques. « Prendre un agent IA pour un compagnon, c’est une psychose », postule-t-il, en avançant que l’utilisation « peut révéler des pathologies latentes ». Plus inquiétant encore : certaines IA seraient elles-mêmes psychotiques, « parce qu’elles hallucinent beaucoup » — c’est ainsi qu’on nomme leur propension à inventer. Son laboratoire, spécialisé en interprétabilité mécanistique, une science qui cherche à ouvrir la « boîte noire » des réseaux de neurones pour comprendre, sur le principe d’une IRM, comment ils se comportent, tente quotidiennement de soulever le capot des modèles de langage grand public afin de les ausculter de plus près. Mais ils sont trop souvent fermés à double tour. « Les entreprises mènent les mêmes tests que nous, ajoute-t-il, mais elles cherchent à capitaliser sur les traits toxiques de leurs produits quand nous voulons les mitiger. »

    Personne ne doute plus de leur potentiel d’addiction. Dans leur plainte, les parents d’Adam Raine accusent d’ailleurs OpenAI d’avoir déployé un modèle « dont les caractéristiques sont intentionnellement conçues pour favoriser la dépendance psychologique ». Giada Pistilli y voit un problème industriel. « ChatGPT, comme d’autres modèles de langage grand public, priorise l’engagement dans son arbre de décisions », explique l’éthicienne, en rappelant que le ton systématiquement flatteur et chaleureux des outils conversationnels vise à maintenir l’utilisateur captif. Augmentant d’autant le risque que la relation dégénère, particulièrement chez les personnes les plus fragiles.

    Qui porte alors la responsabilité ? Après le suicide d’Adam Raine, OpenAI a promis de déployer un contrôle parental. « C’est un moyen d’échapper à une véritable régulation, comme ont pu le faire Facebook ou Instagram après des scandales », s’agace Alex Hanna, qui n’y voit rien d’autre qu’un bricolage inopérant. Même son de cloche du côté de Fanny Parise : « C’est un principe d’hyper-responsabilisation de l’individu au détriment de la responsabilité collective, au nom d’enjeux capitalistes de production. »

    Et les investissements colossaux dans l’IA ne risquent pas de ralentir la cadence. Mi-août, Sam Altman, le très influent patron d’OpenAI, se réjouissait de voir GPT-5, son dernier modèle, devenir « plus chaleureux et amical », vantant dans le même temps l’avènement d’assistants toujours plus personnalisés, conçus pour épouser la singularité de chaque utilisateur — donc pour susciter des attachements plus forts encore. Chez son rival Meta, Mark Zuckerberg, désormais aligné sur Trump, pousse ses équipes à se libérer des contraintes éthiques. Un document interne, révélé par l’agence Reuters, montre ainsi que l’entreprise envisage de laisser ses chatbots tenir des propos racistes, délivrer de fausses informations médicales, voire engager des discussions à l’intimité dérangeante avec des mineurs. Accélérer tout en installant quelques ralentisseurs sur l’autoroute, voilà désormais la promesse des industriels de l’IA. Attention à ne pas finir dans le décor.

    (1) Alex Hanna et Emily Bender, The AI Con : How to Fight Big Tech’s Hype and Create the Future We Want, éd. Harper, 288 p. (2025, non traduit).

    #IA #Santé_mentale #Psychologie

  • Bericht über „White Tiger“-Komplex : Online-Sadisten sollen mindestens sechs Menschen in den Tod getrieben haben
    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/bericht-uber-white-tiger-komplex-online-sadisten-sollen-mindestens-sech

    Est-ce qu’il y un type de personnalité fasciste ? Suivant Klaus Mann (Der Untertan) et Wilhelm Reich (Massenpsychologie des Faschismus) c’est évident. Pour les spéciment de l’espèce qui n’ont pas l’occasion d’exercer leur penchant cimme tortionnaite dans un camps il y a les forums imternet qui leurs permettent d’harceler les victimes faciles du monde entier.

    28.11.2025 - Es geht um das pädokriminelle Netzwerk „Com“ und die dazugehörige Gruppierung „764“. Einem Bericht zufolge sind deren Mitglieder für mehr Opfer verantwortlich als bekannt.

    Der „White Tiger“-Fall hat erschüttert: Nun wird publik, dass es durch die dadurch bekannt gewordene Szene von Online-Sadisten mehr Fälle von in den Tod getriebenen Menschen gegeben haben soll als bisher bekannt.

    Wie der „Spiegel“ am Donnerstag berichtete, gab es neben dem durch Hamburger Ermittlungen öffentlich gewordenen Fall in den vergangenen Jahren mindestens sechs weitere Todesfälle.

    Verantwortlich seien das pädokriminelle Onlinenetzwerk „Com“ und die dazugehörige Gruppierung „764“. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein, schreibt das Blatt.

    Dem Bericht zufolge begingen die meisten Opfer Suizid im Livestream, wie etwa im Fall des 25-jährigen Samuel H. In einem Fall in Leipzig würden die Behörden dem Verdacht nachgehen, dass ein „764“-Mitglied eine 13-Jährige durch verstörende Messenger-Nachrichten dazu gebracht habe, ihre jüngere Schwester zu töten.

    In einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Kleinzschocher soll das Mädchen im Oktober 2024 die Siebenjährige erstochen haben, als die Eltern nicht zu Hause waren.
    Anklage im „White Tiger“-Komplex gegen 21-Jährigen

    Wie das Blatt schreibt, fand die Polizei auf einem Gerät der 13-Jährigen verstörende Messenger-Nachrichten. Die Botschaft fassen Ermittler demnach so zusammen: „Wir wissen, wo deine Familie wohnt, und wir kennen all deine Familienmitglieder. Wenn du nicht tust, was wir sagen, bringen wir euch alle um.“

    Im „White Tiger“-Komplex hatte die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg im Oktober Anklage gegen einen 21-Jährigen wegen Mordes und fünffachen versuchten Mordes erhoben. Er soll psychisch labile Jugendliche über das Internet zu Gewalttaten gegen sich selbst gedrängt haben, ein 13-Jähriger soll in den USA Suizid begangen haben.

    Die Eltern des US-Schülers sagten dem „Spiegel“, sie wollten andere Familien warnen. Die Welt müsse wissen, wie gefährlich die Onlinegruppierung „764“ sei, sagte die Mutter des Jungen. Die Familie habe alles für den Jungen getan: „Wir hatten die besten Voraussetzungen, und trotzdem konnten wir ihn nicht retten.“

    Das Magazin recherchiert nach eigenen Angaben seit mehr als zwei Jahren zur sogenannten „Com“-Szene, zu der auch die Gruppe „764“ gehört, und hat demnach Millionen Chatbeiträge aus dem Inneren der Gruppierungen ausgewertet.

    Die Szene ist nach diesen Recherchen weiterhin aktiv. Einer der aktuell größten „Com“-Chats soll mehr als 1600 Mitglieder haben. Mitunter würden in einzelnen Gruppen der Szene rund 5000 Nachrichten pro Tag gepostet.

    Es seien mehr als 80 Fälle in 22 Ländern recherchiert worden, in denen Mitglieder der Szene für Erpressungen und Gewalttaten verantwortlich sein sollen. (lem)

    764 (organization)
    https://en.wikipedia.org/wiki/764_(organization)

    Although 764 has been described as a “Satanic neo-Nazi cult” by multiple sources,[3][4] investigations suggest that its members’ misanthropic worldview and sadistic tendencies are more significant drivers, with group dynamics playing a key role in further radicalization. Members of 764 frequently adopt the corresponding symbolism but are primarily described as being motivated by sadism.[5][6]

    764 is classified as a terror network by the United States Department of Justice (DOJ), and is considered a terrorist “tier one” investigative matter by the Federal Bureau of Investigation (FBI). The Royal Canadian Mounted Police (RCMP) similarly classifies 764 as an “ideological violent extremist network”.

     »White Tiger« : Mutmaßlicher Sexualstraftäter in Hamburg wegen Mordes angeklagt

    16.10.2025 von esw/AFP/dpa- Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Cyberkriminellen erhoben. Der als »White Tiger« bekannte 21-Jährige soll mehr als 200 Straftaten begangen haben. Ein Opfer beging Suizid.

    Gegen den als »White Tiger« im Internet auftretenden mutmaßlichen Cyberkriminellen ist Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft Hamburg legt dem heute 21-Jährigen unter anderem Mord und versuchten Mord zur Last. Das teilte die Behörde in der Hansestadt mit.

    Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, soll der Mann 204 Straftaten begangen haben, jeweils verübt in mittelbarer Täterschaft. Vorgeworfen wird ihm unter anderem der Mord an einem US-amerikanischen Jungen sowie versuchter Mord in fünf Fällen.
    Festnahme im Juni

    »White Tiger« war Mitte Juni in der Wohnung seiner Eltern in Hamburg festgenommen worden. Er soll Kopf einer Gruppe von Cyberkriminellen sein, die aus sexueller Motivation heraus mehr als 30 Kinder im Internet zu Gewalt gegen sich selbst gezwungen haben.

    Die Kinder stammen den Angaben der Ermittlungsbehörden zufolge aus Deutschland, England, Kanada, den USA, zwei aus Hamburg und eines aus Niedersachsen. Ein 13-jähriger US-Amerikaner wurde demnach in den Suizid getrieben. Eine 14-jährige Kanadierin habe versucht, sich umzubringen.

    Der junge Mann, der zeitweise an einer privaten Uni Medizin studiert hatte, streitet alle Vorwürfe ab. Er sitzt derzeit im Jugendgefängnis auf der Elbinsel Hahnöfersand bei Jork in Niedersachsen.

    Die Hamburger Polizei hatte bereits im Jahr 2021 gegen den Mann ermittelt. Damals ging es laut früheren Angaben der Staatsanwaltschaft um den Verdacht des Besitzes jugendpornografischer Aufnahmen. Er wurde vernommen, die Ermittlungen anschließend aber wegen Geringfügigkeit eingestellt.

    Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war das Alter von »White Tiger« in einem Fall falsch angegeben. Zudem war die Rede von acht Opfern, tatsächlich sind es mittlerweile über 30. Wir haben die Stellen korrigiert.

    Police arrest man accused of pressuring US teen to kill himself online
    https://www.independent.co.uk/news/world/europe/764-online-fbi-hamburg-arrest-b2772966.html

    19.6.2025 Stefanie Dazio - The man is suspected of committing 120 crimes against eight victims, ages 11 to 15

    German authorities have arrested a 20-year-old man suspected of a disturbing online campaign of child abuse, which included allegedly coercing a 13-year-old American boy to kill himself on livestream.

    The German-Iranian national was taken into custody on Tuesday at his parents’ apartment in Hamburg. He faces suspicion of engaging in an online campaign of cybergrooming and virtual sexual abuse of children. His name has not been released in line with German privacy regulations.

    Prosecutors have yet to decide whether to bring formal charges. He denied wrongdoing in a closed-doors appearance before a judge, authorities said.

    “The acts exceed human imagination,” Hamburg Attorney General Jörg Fröhlich said at a news conference Wednesday, German news agency dpa reported.

    The man is accused of perpetrating a complex international cybergrooming operation as a member of “764,” which the FBI describes as a violent online network that exploits minors virtually to coerce them into acts of self-harm and sexual abuse.

    From left, Chief Public Prosecutor Joerg Froehlich, Chief of Police Falk Schnabel, and Head of the State Office of Criminal Investigation Jan Hieber, give a press conference by the police and Chief Public Prosecutor at police headquarters after a 20-year-old was arrested on suspicion of murdering a child, in Hamburg, Germany, Wednesday, June 18, 2025. (Georg Wendt/dpa via AP)
    From left, Chief Public Prosecutor Joerg Froehlich, Chief of Police Falk Schnabel, and Head of the State Office of Criminal Investigation Jan Hieber, give a press conference by the police and Chief Public Prosecutor at police headquarters after a 20-year-old was arrested on suspicion of murdering a child, in Hamburg, Germany, Wednesday, June 18, 2025. (Georg Wendt/dpa via AP) (DPA)

    The man is suspected of committing 120 crimes against eight victims, ages 11 to 15, who were from Germany, England, Canada and the U.S. Another of the victims, a 14-year-old Canadian girl, attempted to take her own life. Authorities have not released the names of any of the alleged victims.

    In the case of the 13-year-old American boy, German police and prosecutors said the suspect used another underaged victim to pressure the teen.

    The violations occurred over the internet between 2021, when the suspect was 16 years old, and 2023, police said.

    Through his online pseudonym, “White Tiger," he preyed on desperate children in online forums, including those discussing suicide, dpa reported. Investigators believe he exploited their vulnerabilities, forcing them to create pornographic and violent recordings.

    “These are depths that are difficult to bear,” Hamburg police chief Falk Schnabel said during the news conference.

    The man made recordings of the acts to keep as trophies, investigators said, and used them as leverage against the victims by threatening to publish them unless the children committed even more self-harm on camera.

    Police said Wednesday they want publicity about the case to help prevent future online abuse.

    “We hope that word of the arrest will spread within the community and that this will act as an internal deterrent,” Fröhlich said.

    If you are experiencing feelings of distress, or are struggling to cope, you can speak to the Samaritans, in confidence, on 116 123 (UK and ROI), email jo@samaritans.org, or visit the Samaritans website to find details of your nearest branch.If you are based in the USA, and you or someone you know needs mental health assistance right now, call or text 988, or visit 988lifeline.org to access online chat from the 988 Suicide and Crisis Lifeline. This is a free, confidential crisis hotline that is available to everyone 24 hours a day, seven days a week.If you are in another country, you can go to www.befrienders.org to find a helpline near you

    #crime #psychologie #sadisme #politique #fascisme

  • « #Reconnaissance » – #Abécédaire_de_l’Écologie_Sociale
    https://ecologiesocialeetcommunalisme.org/2025/11/23/reconnaissance-abecedaire-de-lecologie-sociale

    Encore un problème qui ne peut trouver son élucidation que par l’Écologie Sociale. La reconnaissance dont nous voulons parler ici est ce besoin tout naturel qu’éprouve toute individualité de trouver sa place dans le milieu social qui l’environne et donc d’y être reconnue en son être particulier. Or dans la société du spectacle produite par […] L’article « RECONNAISSANCE » – Abécédaire de l’Écologie Sociale est apparu en premier sur Atelier d’Écologie Sociale et Communalisme.

    #Ego #Psychologie #Société

  • 🧠 En 2025, la santé mentale est proclamée « grande cause nationale ».

    Mais derrière les discours, les inégalités persistent.

    Le dispositif Mon soutien psy promettait un accès élargi aux soins psychologiques. Il reste pourtant limité, sous-financé et inadapté à la diversité des besoins.

    Dans un pays où un Français sur cinq connaîtra un trouble psychique au cours de sa vie, se soigner psychologiquement ne devrait pas dépendre de ses revenus, ni de son code postal.

    ➡️ Lire l’analyse complète sur LNP : https://lenouveauparadigme.fr/lacces-aux-soins-psychologiques-reste-une-affaire-de-moyens-finan

    #SantéMentale #GrandeCauseNationale #Psychologie #Inégalités #MonSoutienPsy #SISM2025 #LNP

  • Le racialisme biologique revient aux Etats-Unis, mais aussi en France
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/09/23/le-racialisme-biologique-revient-aux-etats-unis-mais-aussi-en-france_6642591


    Campagne de la marque de vêtements American Eagle à New York, le 18 août 2025. SAMI MARSHAK / REUTERS

    En France, le retour de ces idées se fait avec moins de tapage. Mais, de manière bien plus inquiétante, elles reviennent sous le masque du simple constat scientifique. En mai, le Conseil scientifique de l’éducation nationale (CSEN), instance créée en 2018 par Jean-Michel Blanquer, publiait une proposition de « référentiel de compétences des enseignants » dans lequel ces derniers sont invités à « connaître la diversité des élèves », celle-ci étant le fait de « facteurs génétiques, [de] facteurs familiaux et sociaux, [de] facteurs environnementaux, [de] facteurs culturels et linguistiques, [d’]histoire de vie. »

    Citer des « facteurs génétiques » dans cette énumération, de surcroît en première position, trahit en réalité un agenda idéologique qui s’avance. D’abord parce qu’on voit mal l’usage qui pourrait être fait, par les enseignants, de ces considérations sur des différences génétiques de leurs élèves. Ensuite, et surtout, parce que faire de la génétique un élément déterminant des capacités d’apprentissage – ou de traits complexes – est inexact, comme le rappelle l’ASHG.

    En 2018, en réaction à des propos semblables, une vingtaine de chercheurs chevronnés en génétique humaine, en neurobiologie, ainsi qu’en histoire et sociologie de ces disciplines, rappelaient, dans une tribune, que, « hormis les effets délétères de certaines anomalies génétiques, la recherche n’a pas pu à ce jour identifier chez l’humain de variantes génétiques ayant indubitablement pour effet de créer, via une chaîne de causalité strictement biologique, des différences cérébrales se traduisant par des différences cognitives ou comportementales ». L’affirmation du contraire relève, écrivaient-ils, d’un « manquement à l’éthique scientifique ».

    Au nom de la raison

    Un « manquement » qui se retrouve, quelques années plus tard, endossé par le CSEN – où ne siège aucun généticien. Ce qui relève outre-Atlantique des outrances de l’extrême droite est donc publié en France comme avis d’experts, sous une forme policée et sur papier à en-tête de la République. Plus de 350 enseignants et chercheurs s’en sont émus dans un texte publié en mai https://seenthis.net/messages/1116501 : il fut accueilli dans une indifférence générale.

    https://justpaste.it/a7cor

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