• Terrorist, sagt Erdoğan

    Ein in Deutschland aufgewachsener Kurde wird in die Türkei abgeschoben und flüchtet zurück nach Deutschland. Nun lebt er in einem #Ankerzentrum.

    #Murat_Akgül sitzt in einem Café in der Nürnberger Südstadt und legt einen Finger auf seine Stirn. Dort, wo die Haut noch leicht gerötet ist, ist der Anflug einer Beule zu sehen. Die Narbe ist seine Erinnerung an Bosnien und die Balkanroute. Akgül lebt seit 30 Jahren in Nürnberg, er ist hier aufgewachsen, hat hier die Schule besucht, eine Lehre gemacht, eine Familie gegründet, Eigentumswohnung, vier Kinder. Ende Mai erhielt der Kurde aus dem Südosten der Türkei einen Ausweisungsbescheid.

    Man hat ihn abgeschoben und Akgül ist zurückgeflüchtet. Das ist die Geschichte. Jetzt sitzt er hier, unweit seiner Wohnung, und darf nicht die Nacht dort verbringen. Er muss zurück ins Ankerzentrum Donauwörth. Er scheint noch nicht einmal wütend, nur müde. „Manchmal denke ich“, sagt Murat Akgül, „sie sollen mich einfach nur in Ruhe lassen.“

    Als Akgül Ende Mai der Brief mit dem Ausweisungsbescheid erreicht, hat er eine Niederlassungserlaubnis. Dass er jetzt, als politisch aktiver Kurde in die Türkei abgeschoben werden soll, kann er zuerst nicht glauben. Als Begründung listet der Verfassungsschutz auf 35 Seiten „sicherheitsrechtliche Erkenntnisse“ auf.

    Das heißt: Akgül hat an zahlreichen Demonstrationen, Versammlungen, Kundgebungen und Festen des kurdischen Vereins Medya Volkshaus teilgenommen, das zuweilen auch Funktionäre der #PKK empfängt. Von Teilnehmern dieser Veranstaltungen seien verbotene Parolen gerufen und verbotene Symbole gezeigt worden. Gleichzeitig ist das Medya Volkshaus ein Treffpunkt für Kurdinnen und Kurden in Nürnberg und erhält regelmäßig städtische Kulturförderung.

    Akgül bespricht sich mit seinem Anwalt Peter Holzschuher, klagt gegen den Bescheid und erhebt einen Eilantrag, die Abschiebung bis zur Entscheidung über die Klage auszusetzen. Dass er als Vater deutscher Kinder tatsächlich abgeschoben werden würde, glauben beide nicht. Der Eilantrag wird abgewiesen und Akgül reicht Beschwerde ein. Noch während die Beschwerde bearbeitet wird, seien nicht weniger als acht Polizisten zu ihm nach Hause gekommen: Sie holen ihn aus dem Bett, verfrachten ihn in einen Transporter.

    Am selben Nachmittag landet Akgül in Istanbul. Wenn die türkischen Behörden erfahren, dass er sich auf Demos in Deutschland für die kurdische Sache starkgemacht hat, gilt er hier als Terrorist. Akgül erfindet einen Grund. Zwar hätten die Beamten, im Flughafen wie auf der Station in Istanbul, ihm nicht geglaubt, dass er wegen einer Schlägerei abgeschoben worden sei, doch: Noch liegen den Türken keine Akten zu ihm vor, man lässt ihn gehen.
    Bei 30 Grad sitzen 35 Flüchtende im Lkw

    Akgül kann abtauchen, er schläft bei Bekannten, nirgends bleibt er länger als drei Tage. Dann zurück nach Istanbul. „Zuletzt habe ich die Schlepper gefunden“, sagt er, als spräche er von einer Muschel am Strand. Wie, gefunden? „Die findest du.“ 6.500 Euro soll Akgül bezahlen, damit er zurück nach Deutschland geschleust wird. Er werde mit dem Auto heimgefahren. „Nichts, was sie gesagt haben, hat gestimmt.“ Auf den vier Wochen auf der Balkanroute, sagt er, habe er die Hölle erlebt, den Tod überstanden.

    Die Schlepper hätten eine Gruppe von etwa 30 Menschen übers Telefon gelenkt, Wegmarken genannt, die sie ansteuern sollen. Zwischen Bosnien und Kroatien seien sie durch Urwälder gelaufen. Mit Akgül laufen Mütter und Kinder. Sie durchqueren Flüsse und kriechen durch Schlamm. Ihm schwellen die Füße an, ein Ast knallt ihm gegen die Stirn. Zwei Stunden, hatte es geheißen, am Ende seien sie 15 Stunden unterwegs gewesen. Von dem Wald träumt er heute noch.

    In Kroatien aber wartet ein Lkw, der sie nach Slowenien bringen soll. Bei 30 Grad Außentemperatur quetschen sich 35 Flüchtende auf die Ladefläche. Der Laderaum ist nicht belüftet. Die Menschen hämmern gegen die Wände, bis der Fahrer anhält. Akgül kennt diese Nachrichten aus der Zeitung. Er weiß, wie es sich anfühlt, darüber zu lesen, sagt er: 15 Sekunden Mitleid, dann hat man es vergessen. Jetzt ist er selbst einer von denen. Was ist mit seinem Leben passiert? Ein Stock, in die Verkleidung des Lkws geklemmt, sorgt schließlich dafür, dass etwas Luft ins Innere gelangt.

    In Slowenien wird Akgül von der Polizei aufgegriffen und registriert. Um nicht direkt wieder abgeschoben zu werden, habe er Asyl beantragen müssen. Dann lassen die Behörden ihn weiterziehen, schließlich sind seine Kinder in Deutschland. Ende Juli ist Akgül wieder in Franken. Deutlich ärmer, eine Beule auf der Stirn, aber sonst könnte alles wieder sein, wie es vorher war. Sein Arbeitgeber, eine Reinigungsfirma, hat seine Stelle freigehalten. Er will das hinter sich lassen wie einen bösen Traum.

    Noch in der Aufnahmeeinrichtung in Zirndorf ist er wieder in Handschellen. Bei seiner Abschiebung wurde ein zehn Jahre andauerndes Einreiseverbot verhängt. Er soll sofort wieder abgeschoben werden, zurück in die Türkei, in der ihm eine langjährige Haftstrafe droht. „Ich dachte, die machen Spaß. Die wollen mich erschrecken.“ Über Rechtsanwalt Yunus Ziyal beantragt Akgül nun erneut Asyl. Er frühstückt noch mit seiner Familie, danach muss er nach Donauwörth, Ankerzentrum. Ab sofort soll er sich dreimal wöchentlich bei der Polizei melden.
    Stundenlange „Sicherheitsgespräche“

    Es ist nicht leicht, den Anwalt Ziyal zu erreichen. Zwei Wochen vergehen, Akgül wartet in Donauwörth auf seine Anerkennung als Flüchtling, scheinbar. Ziyal ist am Telefon: „Es hat sich etwas Neues ergeben.“ Der Asylantrag ist laut Dublin-Bescheid unzulässig, Akgül soll nach Slowenien ausreisen. Am Freitag, dem 20. 9., erhebt Ziyal Klage und stellt einen Eilantrag gegen den Bescheid, der nun dem Verwaltungsgericht Augsburg vorliegt.

    Die Klage gegen die erste Ausweisung ist noch immer anhängig. ­Ziyal: „Das ist absurd – er hat Familie, sogar deutsche Kinder hier. Das Dublin-Verfahren stellt die Familieneinheit an erste Stelle.“ Er hält den Bescheid daher für rechtswidrig.

    Ziyal beobachtet generell, dass politisch aktive Kurden in Bayern momentan heftiger verfolgt würden als noch vor einigen Jahren. Die KurdInnen im Umfeld des Medya Volkshauses müssten sich immer wieder stundenlangen „Sicherheitsgesprächen“ unterziehen. Das bayerische Innenministerium bestätigt gegenüber den Nürnberger Nachrichten 29 Ausweisungen in drei Jahren. Die Aktivitäten, die von der Ausländerbehörde als ursächlich für die Abschiebung genannt würden, seien aber allesamt komplett legal: eine Demonstration gegen den IS, Kundgebungen für eine friedliche Lösung der Kurdenfrage, das Neujahrsfest …

    Murat Akgül ist längst kein Einzelfall mehr, aber einer, der heraussticht: nicht nur wegen der Kinder und der Wohnung, sondern auch wegen der Unerbittlichkeit im Vorgehen der deutschen Behörden, die sich die Terrorismusdefinition von Präsident Erdoğan zu eigen zu machen scheinen. Eine Antwort auf die Bitte der taz um Stellungnahme sowohl an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als auch an das Bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen steht aus.

    Auf einer Demonstration in Nürnberg habe Akgül eine Fahne der kurdischen Miliz YPG getragen, so der Verfassungsschutz. Die gilt einerseits als bewaffneter Arm der PKK, wurde vom Westen, sprich: USA, Frankreich, andererseits im Krieg gegen den IS unterstützt. Akgül bestreitet, eine solche Fahne zu besitzen, sagt aber auch: „Zehntausende kurdische Soldaten sind im Krieg gegen den IS gefallen.“ Das Ermittlungsverfahren in dieser Sache – das einzige gegen seine Person – wurde eingestellt.

    Warum jetzt, ist die Frage, die unweigerlich am Ende dieser Geschichte steht. Warum geht der deutsche Staatsschutz so gezielt gegen Kurdinnen und Kurden vor, nachdem jahrelang Ruhe herrschte. „Ich kann da nur spekulieren“, schickt Ziyal vorweg. „Aber: Ich weiß, dass der EU-Türkei-Flüchtlingsdeal in diese Zeit fällt, und ich weiß, dass Erdoğan Deutschland vorgeworfen hat, Terroristen zu unterstützen.“ Die Bundesrepublik pflege viele enge Wirtschaftsbeziehungen zur Türkei und rege sei auch die polizeilich-justizielle Zusammenarbeit.

    Akgül kann jeden Tag eine neue gute oder schlechte Nachricht erreichen, ein neuer Bescheid, die Abweisung seiner Klage. Auch sein Anwalt wagt nur noch Hoffnungen zu formulieren.

    Egal wo, sein Leben wird nie wieder so sein wie vor seiner Abschiebung. Er hat die Balkanroute durchlebt und weiß jetzt, wie sich ein Ankerzentrum anfühlt. Er erzählt von miesen hygienischen Bedingungen, Ratten in „Herden“ und der lähmenden Langeweile, die die Bewohner in den Drogenkonsum treibe. Am lautesten klagt er nicht darüber, sondern über die deutsche Bürokratie, über die Behörden, die einander widersprechen, und Polizisten, die nicht zuhören.

    Nach dem gescheiterten Putschversuch 2016 ist Murat Akgül nicht mehr freiwillig in die Türkei gereist. Gerade jetzt, im Krieg, ist die Situation für einen politisch aktiven Kurden in der Türkei umso dramatischer. „Aber hier, denke ich, ich lebe in einem freien, demokratischen Land. Jeder hat doch das Recht zu demonstrieren. Ich habe mich immer gegen Unterdrückung eingesetzt.“ Natürlich will er hier bleiben, natürlich auch in Zukunft zu Demonstrationen gehen. Aber: „Früher hatte ich nur in der Türkei Angst. Jetzt auch hier.“

    https://taz.de/Abschiebung-in-die-Tuerkei/!5632814
    #Turquie #purge #renvois #expulsions #Allemagne #Kurdes #migrations #réfugiés #réfugiés_kurdes #réfugiés_turcs

    ping @_kg_

  • « 7 giorni con i curdi » : il mio diario dal campo profughi di #Makhmour

    Una settimana nell’Iraq settentrionale per toccare con mano un modello di democrazia partecipata messo in piedi da 13mila profughi. Che sperano in un futuro diverso.

    Questi non sono appunti di viaggio, ma di un’esperienza in un campo profughi che in questi mesi è diventato un campo di prigionia. Il campo di Makhmour è sorto nel 1998, su un terreno arido assegnato dall’Iraq all’ONU per ospitare i profughi di un viaggio infinito attraverso sette esodi, dopo l’incendio dei villaggi curdi sulle alture del Botan nel 1994 da parte della Turchia.

    Niente di nuovo sotto il sole, con Erdogan.

    Quei profughi hanno trasformato quel fazzoletto di terra senza un filo d’erba in un’esperienza di vita comune che è diventata un modello di democrazia partecipata del confederalismo democratico, l’idea di un nuovo socialismo elaborata da Apo Ocalan nelle prigioni turche, attorno al pensiero del giovane Marx e di Murray Bookchin.

    Il campo di Makhmour non è un laboratorio, è una storia intensa di vita.

    Da vent’anni questi tredicimila profughi stanno provando a realizzare un sogno, dopo aver pagato un prezzo molto, troppo elevato, in termini di vite umane. Nel campo vi sono tremilacinquecento bambini e il 70% della popolazione ha meno di 32 anni. La loro determinazione a vivere una vita migliore e condivisa ha superato finora tutti gli ostacoli. Anche l’assalto da parte dell’ISIS, respinto in pochi giorni con la riconquista del campo. Il loro campo.

    Da alcuni mesi sono sottoposti a un’altra dura prova. Il governo regionale del Kurdistan iracheno ha imposto, su istigazione del regime turco, un embargo sempre più restrittivo nei loro confronti. Nessuno può più uscire, né per lavoro né per altri motivi.

    Siamo stati con loro alcuni giorni, in un gruppo di compagni e compagne dell’Associazione Verso il Kurdistan, condividendo la loro situazione: dalla scarsità di cibo, che si basa ormai solo sull’autoproduzione, alla difficoltà di muoversi al di fuori del perimetro delimitato e dimenticato anche dall’ONU, sotto la cui tutela il campo dovrebbe ancora trovarsi.

    Le scritte dell’UNHCR sono sempre più sbiadite. In compenso, le scritte e gli stampi sui muri del volto e dello sguardo di Apo Ocalan sono diffusi ovunque.

    Anche nella Casa del Popolo in cui siamo stati ospiti, dormendo per terra e condividendo lo scarso cibo preparato con cura dagli uomini e dalle donne che ci ospitavano.

    Ma per noi ovviamente questo non è nulla, vista la breve temporaneità della nostra presenza. Per loro è tutto.

    In questi anni hanno provato a trasformare il campo nella loro scelta di vita, passando dalle tende alla costruzione di piccole unità in mattoni grigi, quasi tutte con un piccolo orto strappato al deserto. E, in ogni quartiere, con l’orto e il frutteto comune.

    Ci sono le scuole fino alle superiori, con un un indirizzo tecnico e uno umanistico, suddivise in due turni per l’alto numero degli alunni. Fino a tre mesi fa, terminate le superiori, potevano andare all’università a Erbil, il capoluogo del Kurdistan iracheno.

    Al mattino li vedi andare a scuola, a partire dalle elementari, con la camicia bianca sempre pulita e i pantaloni neri. E uno zaino, quando c’è, con pochi libri essenziali. Ragazzi e ragazze insieme: non è per niente scontato, in Medio Oriente.

    Durante le lezioni non si sente volare una mosca: non per disciplina, ma per attenzione. Non vanno a scuola, per decisione dell’assemblea del popolo, per più di quattro ore al giorno, proprio per evitare che il livello di attenzione scenda fino a sparire. Dovrebbe essere una cosa logica ovunque, ma sappiamo bene che non è così, dove si pensa che l’unico obiettivo sia accumulare nozioni. Le altre ore della giornata sono impegnate in diverse attività di gruppo: dalla cultura al teatro, dalla musica allo sport, autoorganizzate o seguite, in base all’età, da giovani adulti che hanno studiato e che non possono vedere riconosciuto il loro titolo. Perché sono persone senza alcun documento, da quando sono state cacciate dalla loro terra.

    Tenacemente, soprattutto le donne svolgono queste attività, lavorando alla formazione continua per ogni età, dai bambini agli anziani.

    Difficile è capire, se non si tocca con mano, il livello di protagonismo delle donne nell’Accademia, nella Fondazione, nell’Assemblea del popolo, nella municipalità e nelle altre associazioni.

    Si sono liberate dai matrimoni combinati e hanno eliminato il fenomeno delle spose bambine: non ci si può sposare prima dei 18 anni.

    Tutto viene deciso assemblearmente, tutto viene diviso equamente.

    Uno slancio di vitalità comune, in un dramma che dura da vent’anni e in un sogno di futuro che richiede anche di essere difeso, quando necessario, con le armi.

    I giovani armati vegliano sul campo dalle montagne.

    Questo esperimento di democrazia partecipata negli ultimi anni è stato adottato in Rojava, la parte di Siria abitata prevalentemente dal popolo curdo e liberata con il contributo determinante delle donne: un’esperienza da seguire e da aiutare a rimanere in vita, soprattutto in questo momento in cui la Turchia vuole distruggerla.

    Lì abitano tre milioni di persone, le etnie e le religioni sono diverse. Eppure il modello del confederalismo democratico sta funzionando: per questo rappresenta un esempio pericoloso di lotta al capitalismo per i regimi autoritari ma anche per le cosiddette democrazie senza contenuto.

    Nel caos e nel cuore del Medio Oriente è fiorito di nuovo un sogno di socialismo. Attuale, praticato e condiviso.

    Dobbiamo aiutarlo tutti non solo a sopravvivere e a resistere all’invasione da parte della Turchia, ma a radicarsi come forma di partecipazione attiva ai beni comuni dell’uguaglianza e dell’ecologia sociale e ambientale.

    L’obiettivo della missione era l’acquisto a Erbil e la consegna di un’ambulanza per il campo. Non è stato facile, vista la situazione di prigionia in cui vivono gli abitanti, ma alla fine ce l’abbiamo fatta. Il giorno dopo la nostra partenza è stato impedito dal governo regionale l’ingresso a un gruppo di tedeschi, con alcuni parlamentari, che doveva sostituirci.

    Di seguito trovate gli appunti sugli incontri, dal mio punto di vista, più significativi.

    Mercoledì 2 ottobre: il protagonismo delle donne

    Al mattino partecipiamo all’incontro delle madri al Sacrario dei caduti. Sala piena, chiamata a convalidare i risultati dell’assemblea di sabato scorso. Interviene Feliz, una giovane donna copresidente dell’assemblea del popolo, che ci sta accompagnando negli incontri in questi giorni. Il suo è un intervento forte, da leader politico. Questa ragazza è sempre in movimento, instancabile. Attorno, sulle pareti, spiccano le fotografie di almeno millecinquecento uomini e donne, spesso giovani, morti nelle varie lotte di difesa del campo. Millecinquecento su dodicimila abitanti: praticamente non esiste una famiglia che non sia stata coinvolta nella difesa drammatica dei valori comuni. Anche da qui si capisce l’identità forte dei sentimenti condivisi di una comunità.

    Le donne elette per rappresentare l’Associazione si impegnano a rispettarne i principi, tra cui difendere i valori della memoria e non portare avanti interessi personali o familiari.

    Sempre in mattinata, andiamo alla sede della Fondazione delle donne. Gestiscono cinque asili, una sartoria e l’atelier di pittura. La loro sede è stata rimessa a nuovo dopo la distruzione avvenuta nei giorni di occupazione dell’ISIS. Sulla parte bianca, spicca una frase di Apo Ocalan: “Con le nostre speranze e il nostro impegno, coltiviamo i nostri sogni”. L’impegno principale della Fondazione è per il lavoro e la dignità di donne e bambini. Nei loro laboratori sono impegnate sessanta persone. Seguono poi duecento giovani, bambini e ragazzi, dai sei ai diciassette anni, al di fuori dell’orario scolastico, che si autoorganizzano autonomamente: decidono insieme giochi, regole, organizzano teatri e feste.

    La Fondazione è gestita collettivamente, da un coordinamento, che si trova una volta alla settimana; una volta all’anno l’assemblea generale fa il punto sui risultati, i problemi, le prospettive.

    Vengono seguite anche le famiglie con problemi e si affrontano anche le situazioni di violenza domestica, ricomponibili anche con il loro intervento. Per le situazioni più drammatiche e complesse si porta il problema all’assemblea delle donne, che decide in merito. Ma il loro lavoro sul riconoscimento, il rispetto e il protagonismo delle donne avviene con tutti, anche con gli uomini, e si svolge ovunque, anche con l’educativa di strada.

    La promotrice della Fondazione, Sentin Garzan, è morta combattendo in Rojava. A mezzogiorno siamo ospiti di un pranzo preparato da chi lavora al presidio ospedaliero.

    Nel tardo pomeriggio, in un clima dolce e ventilato con vista sulla pianura e la cittadina di Makhmour, incontriamo l’Accademia delle donne. Tutto, o quasi, al campo di Makhmour, parla al femminile. Bambini e bambine giocano insieme. Le ragazze e le donne giovani non portano nessun velo, se non, a volte, durante le ore più calde della giornata. Ma è un fatto di clima, non di costume o di storia o di costrizione. Le donne più anziane portano semplici foulards.

    All’Accademia le ragazze molto giovani, in particolare psicologhe, sociologhe, insegnanti. Ma soprattutto militanti.

    Per comprendere una storia così intensa, bisogna partire dalle origini del campo, costituito, dopo sette peregrinazioni imposte a partire dal 1995, nel 1998 da rifugiati politici della stessa regione montuosa del Kurdistan in Turchia, il Botan.

    Dopo, si sono aggiunti altri rifugiati. La loro è la storia intensa dell’esodo, con i suoi passaggi drammatici. Ma anche con l’orgoglio dell’autoorganizzazione.

    Le donne dell’Accademia ci parlano del lungo e faticoso percorso svolto dall’inizio dell’esodo fino a oggi. Una delle figure di riferimento più importanti rimane Yiyan Sîvas, una ragazza volontaria uccisa nel 1995 nel campo di Atrux, uno dei passaggi verso Makhmour.

    Era molto attiva nella lotta per i diritti civili e sociali. Soprattutto delle donne. E nella difesa della natura: anticipava i tempi.

    Yiyan Sîvas è stata uccisa, colpita al cuore in una manifestazione contro un embargo simile a quello attuale. Il vestito che indossava, con il buco del proiettile e la macchia di sangue rappreso, è custodito gelosamente nella sede dell’Accademia, aperta nel 2003.

    All’Accademia si occupano di formazione: dall’alfabetizzazione delle persone anziane che non sanno leggere e scrivere, all’aiuto nei confronti di chi incontra difficoltà a scuola, lavorando direttamente nei quartieri.

    Ma il loro scopo principale è la formazione attraverso i corsi di gineologia (jin in curdo significa donna), sulla storia e i diritti di genere; e sulla geografia, che parla da sola delle loro origini. Si confrontano con le differenze, per far scaturire il cambiamento. Che consiste in decisioni concrete, prese dall’assemblea del popolo, come l’abolizione dei matrimoni combinati, il rifiuto del pagamento per gli stessi, il divieto del matrimonio prima dei diciotto anni.

    Per una vita libera, l’autodifesa delle donne è dal maschio, ma anche dallo Stato. Sono passaggi epocali nel cuore del Medio Oriente.

    «Se c’è il problema della fame», dice una di loro, «cerchi il pane. Il pane, per le donne in Medio Oriente, si chiama educazione, protagonismo, formazione. Che è politica, culturale, ideologica. Con tutti, donne e uomini».

    L’Accademia forma, l’Assemblea decide: è un organismo politico. Che si muove secondo i principi del confederalismo democratico, il modello di partecipazione ideato da Apo Ocalan, con riferimento al giovane Marx da una parte e a Murray Bookchin, da “L’Ecologia della Libertà”, a “Democrazia diretta” e a “Per una società ecologica. Tesi sul municipalismo libertario”.

    Ma il confederalismo democratico conosce una storia millenaria. Appartiene alla tradizione presumerica, che si caratterizzava come società aperta: con la costruzione sociale sumerica è iniziata invece la struttura piramidale, con la relativa suddivisione in caste.

    Si parla di Mesopotamia, non di momenti raggrinziti in tempi senza storia.
    Giovedì 3 ottobre: il confederalismo democratico

    Questa mattina incontriamo i rappresentanti dell’Assemblea del popolo. Ci sono la copresidente, Feliz, e alcuni consiglieri. Verso la fine della riunione arriva anche l’altro copresidente, reduce dal suo lavoro di pastore. Di capre e, adesso, anche di popolo.

    Feliz spiega i nove punti cardine del confederalismo democratico:

    La cultura. Si può dire che nel campo di Makhmour da mattina fino a notte si respira cultura in tutte le sue espressioni e a tutte le età;
    La stampa, per diffondere le idee, i progetti e le iniziative che il campo esprime;
    La salute: da qui l’importanza del presidio ospedaliero e dell’attività di informazione e prevenzione;
    La formazione, considerata fondamentale per condividere principi, valori e stili di vita comuni;
    La sicurezza della popolazione: la sicurezza collettiva garantisce quella individuale, non viceversa;
    I comitati sociali ed economici per un’economia comune e anticapitalista;
    La giustizia sociale;
    La municipalità, quindi il Comune, con sindaca, cosindaco o viceversa, con il compito di rendere esecutivi i progetti decisi dall’Assemblea; e, insieme, alla municipalità, l’ecologia sociale, considerata come un carattere essenziale della municipalità.
    L’ecologia sociale va oltre l’ecologia ambientale: è condizione essenziale per il benessere collettivo;
    La politica.

    Ognuno di questi punti viene declinato nelle cinque zone del campo, ognuna composta da quattro quartieri. Il confederalismo democratico parte da lì, dai comitati di quartiere, che si riuniscono una volta alla settimana e ogni due mesi scrivono un rapporto su problemi e proposte, scegliendo alcune persone come portavoce per l’Assemblea del popolo.

    L’Assemblea del popolo è composta dalla presidente, dal copresidente e da 131 consiglieri. Presidente e copresidente sono presenti tutti i giorni, a tempo pieno.

    Le cariche durano due anni, rinnovabili per un mandato. La municipalità viene eletta dal popolo. Non sempre è facile arrivare alle decisioni, perché tutto deve essere condiviso.

    L’incontro non è formale: si discute infatti di come utilizzare il luogo individuato per l’ospedale, a partire dall’ampliamento del poliambulatorio. Si tratta di coprire la struttura e, allo stesso tempo, di decidere come utilizzare gli spazi, visto che sono troppo grandi per un ospedale di comunità. Viene esclusa l’ipotesi della scuola per la dimensione dei locali; vengono prese in considerazione altre ipotesi, come la nuova sede per le attività dell’Associazione che si prende cura dei bambini down, che ha elaborato un proprio progetto, e il laboratorio di fisioterapia. Ma il primo passo, concreto, è l’avvio dei lavori per la copertura della struttura.

    Il confederalismo democratico ritiene che le comunità, per poter coinvolgere tutti, debbano avere una dimensione ottimale di diecimila persone. Il campo è abitato da tredicimila persone e il modello, con le sue fatiche, funziona.

    Il modello in questi anni è stato adottato in Rojava, dove vi sono oltre tre milioni di persone di etnie diverse e lì il banco di prova è decisivo. Se la Turchia non riuscirà a distruggerlo.

    Ma chi lo ha proposto e lo vive non solo ci crede, lo pratica con la grande convinzione che sia il modo per cambiare dalla base la struttura sociale del Medio Oriente.

    Venerdì 4 ottobre: Incontro con “M”

    Incontriamo una rappresentante che ci parla delle donne che hanno combattuto a Kobane. Nel suo racconto, nell’analisi della situazione e nella valutazione delle prospettive, alterna passaggi piani a momenti di forte impatto emotivo.

    Si parla del protagonismo delle donne nella liberazione del Rojava. «La guerra non è mai una bella cosa», racconta, «ma la nostra è stata, è una guerra per l’umanità. Per la difesa della dignità umana. Le donne sono partite in poche: quattro o cinque di nazionalità diverse, ma unite dall’idea che fosse necessario armarsi, addestrarsi e combattere l’oppressione e il fondamentalismo per affermare la possibilità di una vita migliore. Per le donne, ma anche per gli uomini». Per tutti.

    «A Kobane la popolazione aveva bisogno di essere difesa dall’attacco dell’ISIS: da un problema di sicurezza è scaturita una rivoluzione vera. Una rivoluzione che non è solo curda, o araba, ma è una rivoluzione popolare, che sta costruendo un nuovo modello di democrazia partecipata».

    In Medio Oriente, cuore della Terza Guerra Mondiale scatenata dai conflitti interni e orchestrata dalle potenze mondiali.

    «Quando ci si crede, si può arrivare a risultati impensabili. Non importava essere in poche. All’inizio non è stato facile, nel rapporto con le altre donne: per la prima volta si trovavano davanti alla scelta della lotta armata in prima persona, dal punto di vista femminile. Poi hanno compreso, quando hanno visto le loro figlie venire con noi, crescere nella consapevolezza e nella determinazione per organizzare la resistenza popolare. L’organizzazione popolare è diventata determinante, non solo a Kobane, ma in tutto il Rojava.

    Le donne, quando vogliono raggiungere un obiettivo, sono molto determinate. E sono molto più creative degli uomini.

    Così hanno trasformato una guerra di difesa in una possibilità di cambiamento rivoluzionario, in cui tutti possono partecipare alla costruzione di un destino comune, provando a superare anche le divisioni imposte nei secoli dalle diverse religioni». Nel caos del Medio Oriente, dove in questo momento l’Iraq è di nuovo in fiamme.

    «Oggi il nemico per noi rimane l’ISIS: l’YPG (la nostra formazione guerrigliera maschile) e l’YPJ (la nostra formazione guerrigliera femminile) lo hanno sconfitto, ma rimangono sacche sparse dell’ISIS e cellule dormienti all’interno dei territori liberati. Il nemico però è soprattutto la Turchia, la cui strategia sullo scacchiere del Medio Oriente, dove tutte le potenze mondiali vogliono dare scacco al re, è l’occupazione della striscia di terra che corre sotto il confine con la Siria e che collega storicamente l’Occidente e l’Oriente.

    Questo territorio è il Rojava: per questo il regime di Erdogan vuole distruggerci. Sostiene, come ad Afrin, di volersi presentare con il ramoscello d’ulivo: in realtà, ad Afrin ha portato forme di repressione sempre più aspre, nuove forme di violenza etnica, una nuova diffusione dei sequestri di persona. Per arrivare al suo obiettivo, la Turchia sta costruendo un altro ISIS, come ha fatto con l’originale. Solo una parte delle tre milioni di persone presenti in Turchia è costituita da profughi: sono quelli che il regime vuole cacciare e spinge a viaggi disperati e rischiosi verso l’Europa. Gli altri sono integralisti, diretti o potenziali, che il regime di Erdogan intende tenere, avviandoli a scuole di formazione religiosa e militare, fino a quando li manderà di nuovo in giro a seminare il terrore.

    La Turchia utilizza i miliardi di dollari forniti dall’Europa per ricostituire un nuovo ISIS da utilizzare nello scenario della Terza Guerra mondiale». La vecchia strategia di destabilizzare per stabilizzare con il terrore.

    «La Turchia utilizza la Russia, la Russia la Turchia, la Turchia gli Europei. L’Europa, aiutando la Turchia, sta diffondendo dei nuovi veicoli di infezione.

    La vittima designata è il popolo curdo, ma il popolo curdo ha la testa dura.

    La minaccia principale incombe sul territorio libero del Rojava, dove è in corso un esperimento concreto di confederalismo democratico, con la partecipazione di tutte le etnie. Lo stiamo facendo con un forte impegno e una grande fatica, ma questa è la via per portare una vita migliore in una regione devastata dai conflitti etnici e religiosi, interni e scatenati dall’esterno».

    Particolarmente importante, in questa situazione, è la condizione della donna. «Quando le condizioni della donna migliorano, migliora la situazione per tutti, perché vincono i principi e l’ideologia della vita contro i nazionalismi e le strumentalizzazioni del capitalismo internazionale.

    Prima tutti dicevano di volerci dare una mano. Ma la memoria di molti è troppo corta. Le organizzazioni umanitarie ufficiali si schierano sempre con gli Stati, non con i movimenti di liberazione.

    Il nostro obiettivo è mantenere il Rojava libero di fronte alla minaccia dell’occupazione. Dobbiamo sensibilizzare l’opinione pubblica mondiale attorno a questa nuova speranza per il Medio Oriente e costruire un ponte tra il Kurdistan e l’Europa.

    Il potere della società è come un fiume che, scorrendo, cresce in maniera sempre più ampia. Noi vogliamo resistere per creare una vita migliore.

    Voi, delle associazioni non legate al potere degli Stati, potete aiutarci contribuendo a diffondere le nostre idee, la nostra esperienza, la nostra storia».

    Sabato 5 ottobre: incontro con i giovani che difendono il campo

    Nel tardo pomeriggio incontriamo la Guardia Armata del Campo. Ci raccontano che dopo il bombardamento con i droni dell’aprile scorso, non ci sono state altre incursioni da parte dei turchi. La tensione però rimane alta anche perché nelle vicinanze ci sono ancora gruppi sparsi dell’Isis. Facciamo qualche domanda a proposito della loro vita. Ci dicono che chi si dedica alla causa curda può arruolarsi dai 18 anni in poi, anche per sempre. Se si vuol lasciare un impegno così pieno si può farlo senza problemi, anche se i casi sono rari.

    Li vediamo al tramonto. Appartengono alla formazione che ha liberato Makhmour e soprattutto Kirkuk, dove i peshmerga, l’organizzazione armata del governo regionale del Kurdistan iracheno, si trovavano in difficoltà e stavano per essere sopraffatti dall’avanzata dell’ISIS.

    A Makhmour hanno liberato sia il campo che la città, sede del più grande deposito di grano dell’Iraq. Poi sono tornati sulle montagne.

    Con noi parla con grande convinzione uno dei ragazzi, il portavoce: gli altri condividono con gesti misurati le sue parole. Nessuno di loro ha più di venticinque anni, ma tutti e tre ne dimostrano meno.

    Il ragazzo dice che la loro scelta è stata spontanea, e che li guida l’idea della difesa del popolo dall’oppressione degli Stati: non solo quelli che incombono sul popolo curdo (Turchia, Siria, Iraq, Iran), ma sul popolo in generale. In questi giorni stanno dalla parte delle proteste popolari contro il governo che sono in atto a Bagdad: la loro lotta è contro il capitalismo e durerà fino all’affermazione del socialismo che, nella loro visione, oggi si esprime attraverso il confederalismo democratico.

    L’atmosfera è coinvolgente. Sotto, nella pianura, le prime luci si diffondono sul campo. Sopra, sulla montagna, loro proteggono e tutelano la serenità di bambini, donne e uomini.

    I bambini del campo sono tanti e cantano insieme con un’allegria contagiosa, a ripetere giochi antichi e sempre attuali: insieme, bambini e bambine.

    Loro si alzano alle quattro, poi dedicano il mattino alla formazione politica e all’addestramento fisico per chiudere la giornata con l’addestramento militare. Militanti a tempo pieno.

    Sono convinti che o il futuro del mondo è il socialismo come forma di democrazia diretta e partecipata, o sarà solo morte e distruzione, come da troppi anni è in Medio Oriente, in mano alle oligarchie di potere manovrate dagli interessi del capitalismo internazionale.

    Alla domanda se non li ferisce il fatto che la propaganda turca e di altri Paesi occidentali li chiama terroristi, la loro risposta è: «A noi interessa quello che pensa il popolo, non quello che dicono questi signori».

    Nella quotidianità questi ragazzi non conoscono giorni di riposo o di vacanza, hanno sporadici rapporti con le famiglie per motivi di sicurezza, non sono sposati.

    Proprio adesso, nel momento dell’incontro, dalla pianura salgono le musiche popolari di un matrimonio, alla cui festa vanno tutti quelli che vogliono partecipare, con le danze tradizionali e i costumi rivisitati in chiave attuale.

    Ieri, a un altro matrimonio, ci siamo stati anche noi. Si respirava un’aria autentica, come erano queste feste anche in Occidente prima di diventare un’espressione inautentica di lusso ostentato e volgare.

    I giovani guerriglieri intendono continuare fino a quando momenti come questo, di partecipazione popolare, saranno la regola di pace e non l’eccezione in un clima di guerra.

    Nelle parole e nei gesti sono sobri e austeri, quasi oltre la loro età.

    Dopo un’ora si alzano dalle rocce su cui ci siamo trovati e, dopo averci salutato con un abbraccio intenso, si avviano verso la montagna, veloci e leggeri.

    Non esibiscono le armi; appartengono loro come uno strumento di difesa e di protezione. Come il bastone del pastore, che vigila sul suo gregge.

    Non sono ombre, ma appaiono solari nel tramonto che scende lentamente verso la Siria.
    Domenica 6 ottobre: l’uscita dal campo

    Oggi tocchiamo con mano che cosa vuol dire l’embargo per il campo di Makhmour imposto dal governo regionale del Kurdistan iracheno, in accordo con la Turchia. Il popolo del campo da tre mesi non può uscire, né per lavoro, né per altri motivi. Il rappresentante delle relazioni esterne ha chiesto il permesso per poterci accompagnare fino a Erbil, ma il permesso è stato negato. Potranno accompagnarci solo fino al primo check point, dove ci aspettano dei tassisti della città di Makhmour. Da lì in avanti è una sequenza di controlli: sbrigativi quelli ai due posti di controllo iracheni, sempre più lunghi e insistenti ai tre posti di controllo del governo regionale.

    Tra il campo e l’esterno è stata posta una serie di barriere a ostacoli.

    Ci vogliono oltre due ore per arrivare ad Erbil, dove arriviamo in un normale albergo dopo dieci notti sul pavimento della casa del popolo. Non mi piace per nulla questo passaggio: ho già nostalgia di quei giorni, con il poco cibo curato con grande attenzione, e di quelle notti in sette per stanza, su dei tappeti stesi a terra.

    Lucia e altri compagni del gruppo vanno a chiudere la pratica di acquisto dell’autoambulanza. Finalmente, dopo giorni estenuanti per la difficoltà di comunicare con l’esterno dal campo. La pratica viene risolta subito e inaspettatamente, anche con l’aiuto di alcuni compagni dell’HDP, il partito di sinistra nel Kurdistan iracheno. L’ambulanza, nuovissima, viene portata dallo stesso concessionario, una persona sensibile alla questione curda, al campo (lui, essendo un cittadino di Erbil, può muoversi), dove un video registra l’ingresso al presidio ospedaliero. Missione compiuta.

    Con gli altri del gruppo andiamo a fare un giro in città, verso la cittadella. Ma Erbil mi ricorda troppo il nostro mondo, tra l’inquinamento dei pozzi petroliferi alla periferia, le centinaia di autocisterne in fila per il rifornimento, un traffico caotico. Unica differenza con le città occidentali, il suk mischiato alle firme della moda che hanno infettato le città di tutti i continenti. Torno in albergo e guardo lo scorrere delle code dalle vetrate: ho bisogno ancora di una barriera per affrontare questo mondo. Se è ancora un mondo.
    Lunedì 7 ottobre: la differenza

    Saliamo in gruppo alla cittadella di Erbil, patrimonio mondiale dell’Unesco. La più antica cittadella fortificata del mondo, costruita su undici strati successivi. Incontriamo il direttore del sito, che ci accoglie come dei vecchi amici e ci porta a visitare i luoghi ancora chiusi al pubblico per i lavori di scavo.

    Parla fluentemente tedesco e inglese, ha abitato in Germania; poi, in piena guerra, nel 2002 è stato chiamato a ricoprire il ruolo di sindaco della città.

    Lo ha fatto fino al 2016. Erbil ha più di un milione di abitanti, il Kurdistan iracheno non supera i quattro milioni di abitanti. Eppure negli anni scorsi sono stati accolti oltre due milioni di profughi fuggiti di fronte all’avanzata dell’ISIS. E loro li hanno ospitati senza alcun problema. E chi ha voluto rimanere, è rimasto. Mi viene in mente che da noi, noi?, si parla indecentemente di invasione di fronte a poche migliaia di migranti che rischiano la vita attraversando il mare. C’è chi guarda avanti, e forse ha un futuro; e c’ è chi non sa guardare da nessuna parte, e non ha passato, presente e futuro.

    Nella notte tra il 7 e l’8 ottobre si parte. Verso la notte dell’Occidente.

    https://valori.it/curdi-diario-viaggio-campo-profughi
    #camp_de_réfugiés #camps_de_réfugiés #Kurdes #Irak #réfugiés_kurdes #asile #migrations #réfugiés #Öcalan #Apo_Ocalan #Ocalan #Confédéralisme_démocratique #utopie #rêve #jardins_partagés #agriculture #éducation #écoles #jardins_potagers #formation_continue #femmes #démocratie_participative #égalité #écologie_sociale #Assemblée_du_peuple #Rojava #Kurdistan_irakien

  • « C’est fou à quel point ces #murs et ces #grilles sont hautes. On côtoie ces murs en permanence.
    Ils limitent notre quotidien. Ils sont l’affirmation de la négation de l’autre.
    Mais on les a intégrés, leur #violence a été assimilée. On accepte sans le percevoir le #pouvoir de contrainte, la #dépossession de l’#espace qu’ils représentent »

    #géographie_urbaine #villes #urban_matter #barrières

    Source : une #BD de #Margot_Gustaedt dont le titre est "Les renards sans pelage" , qui n’a pas été publiée. C’est son travail de diplôme.

    La BD porte sur les #violences_policières et sur l’affaire du #lycée_Arago

    D’autres travaux de Margot, que j’ai rencontrée en Grèce lors d’une summer school à Athènes sur les villes-refuge, car elle travaillait à une nouvelle BD avec une étudiante qui suivait la summer school :
    https://margotgustaedt.tumblr.com

    ping @reka @davduf @isskein

  • No Friend but the Mountains. The True Story of an Illegally Imprisoned Refugee

    In 2013, Kurdish journalist #Behrouz_Boochani sought asylum in Australia but was instead illegally imprisoned in the country’s most notorious detention centre on Manus Island. He has been there ever since. This book is the result.

    Behrouz Boochani spent nearly five years typing passages of this book one text at a time from a secret mobile phone in prison. Compiled and translated from Farsi, they form an incredible story of how escaping political persecution in Iran, he ended up trapped as a stateless person. This vivid, gripping portrait of his years of incarceration and exile shines devastating light on the fates of so many people as borders close around the world.

    No Friend but the Mountains is both a brave act of witness and a moving testament to the humanity of all people, in the most extreme of circumstances.


    https://blackwells.co.uk/bookshop/product/9781529028485?gC=5a105e8b&gclid=EAIaIQobChMIncGnxfz84QIVFOd3Ch3PVAXdEA
    #réfugiés #asile #migrations #Nauru #Australie #réfugiés_kurdes #Kurdistan #livre #témoignage

    Une chose m’intrigue... pourquoi la #montagne dans le titre?

    • Australia’s Shame

      Let us suppose that I am the heir of an enormous estate. Stories about my generosity abound. And let us suppose that you are a young man, ambitious but in trouble with the authorities in your native land. You make a momentous decision: you will set out on a voyage across the ocean that will bring you to my doorstep, where you will say, I am here—feed me, give me a home, let me make a new life!

      Unbeknown to you, however, I have grown tired of strangers arriving on my doorstep saying I am here, take me in—so tired, so exasperated that I say to myself: Enough! No longer will I allow my generosity to be exploited! Therefore, instead of welcoming you and taking you in, I consign you to a desert island and broadcast a message to the world: Behold the fate of those who presume upon my generosity by arriving on my doorstep unannounced!

      This is, more or less, what happened to Behrouz Boochani. Targeted by the Iranian regime for his advocacy of Kurdish independence, Boochani fled the country in 2013, found his way to Indonesia, and was rescued at the last minute from the unseaworthy boat in which he was trying to reach Australia. Instead of being given a home, he was flown to one of the prisons in the remote Pacific run by the Commonwealth of Australia, where he remains to this day.

      Boochani is not alone. Thousands of asylum-seekers have suffered a similar fate at the hands of the Australians. The point of the fable of the rich man and the supplicant is the following: Is it worse to treat thousands of people with exemplary inhumanity than to treat a single man in such a way? If it is indeed worse, how much worse is it? Thousands of times? Or does the calculus of numbers falter when it comes to matters of good and evil?

      Whatever the answer, the argument against Australia’s treatment of asylum-seekers can be made as trenchantly on the basis of a single case as on that of a thousand, and Boochani has provided exactly that case. Under atrocious conditions he has managed to write and publish a record of his experiences (experiences yet to be concluded), a record that will certainly leave his jailers gnashing their teeth.

      Given the fact that the foundational event of the Commonwealth of Australia was the arrival on the island continent’s east coast of a fleet of uninvited vessels captained by James Cook; given further that since the end of World War II Australia has taken in hundreds of thousands of refugees, most of them from Europe but many from Asia and Africa too, it is hard to comprehend the dogged hostility of the Australian public to the latest wave of refugees fleeing strife in the Middle East, Afghanistan, the Indian subcontinent, and northeast Africa. To call their hostility racist or xenophobic explains little. Its roots lie further back in time, suggests the historian Jane Haggis:

      The sense of victimhood, of being exiled—unwelcome at home, by virtue of being a convict, an ill-paid worker or an economically precarious tenant farmer…and of having struggled too hard to earn the land…meant Australia never totally embraced the discourse of humanitarianism and of human rights that came to define one sense of the Western self during the twentieth century…. The sense of exile, of expulsion from Europe to the bottom of the world, of being victims rather than members of God’s elect, [shapes] Australia and Australians’ historic sense of themselves as a national community [and] feeds a hyper-vigilance to maintain…“First World privilege.”

      Hostility to refugees is clearly to be seen in the positions taken by both main political parties, which respond to protests against the way they treat refugees with the mantra “We will put the people smugglers out of business, we will end the drownings at sea,” refusing bluntly to address what is unique about their common policy: that people are to be punished for seeking asylum, and that the punishment will be and is meant to be as harsh as possible, visible for all the world to see.

      Poll after poll attests that a majority of Australians back stringent border controls. Fed by the right-wing media, the public has swallowed the argument that there is an orderly immigration queue that boat people could have joined but chose not to; further, that most boat people are not genuine refugees but “economic migrants”—as if fleeing persecution and seeking a better life elsewhere were mutually exclusive motives.

      Under the uniquely complex, quota-based system that Australia follows for dealing with humanitarian cases, there is indeed an orderly queue for applicants waiting to be processed in camps overseas supervised by the United Nations High Commissioner for Refugees; and the system for processing these humanitarian cases does indeed function smoothly if somewhat slowly, though when we bear in mind that, by the latest count, there are 70 million persons displaced from their homes worldwide, Australia’s quota of about 12,500 humanitarian acceptances per year is modest, well short of Canada’s (28,000). As for the argument that boat people are trying to jump the queue, the fact is that—until the policy changed so that arriving by boat effectively nullified any future application for asylum—the actions of asylum-seekers who arrived on Australian shores without papers and were subsequently found to be “genuine” had no effect on the quota for acceptances from the camps. Simply stated, boat people have never been part of any queue.

      Most of those who head for Australia’s back door do so via Indonesia, where they spend as little time as they can: Indonesia routinely arrests sans-papiers and sends them back to their country of origin. At the height of the boat traffic to Australia in 2009–2011, some five thousand people a year were setting sail from ports in southern Indonesia, in leaky boats provided by smugglers. No official figures are available for deaths at sea, but Monash University’s Australian Border Deaths database estimates a total of some two thousand since the year 2000, with a spike of over four hundred in 2012.

      The preventive measures undertaken by the Australian navy to head off asylum-seekers are shrouded in secrecy; therefore we do not know how many of them have persisted in embarking for Australia since a harsh new policy of interning and processing them offshore was put into practice in 2013, but there is every reason to believe that the number has fallen drastically. It would appear that when the navy intercepts a refugee vessel, it immediately transfers the occupants to a disposable boat with a minimum of fuel, tows it back into Indonesian waters, and casts it off.

      Australia’s treatment of refugees is constrained by a number of treaties. First among these is the 1951 Convention Relating to the Status of Refugees, ratified in 1954 though with a number of reservations. This convention confirms the right (already enunciated in the United Nations’ Universal Declaration on Human Rights of 1948) of any victim of persecution to seek and enjoy asylum. It also binds signatories not to return asylum-seekers to the countries from which they have fled, a requirement known as non-refoulement.

      While adhering to non-refoulement, Australia has over the years exploited two lacunae in the convention, namely that it does not confer on an asylum-seeker the legal right to enter the country where asylum is sought, and that it does not oblige the country where asylum is sought to grant asylum. Successive Australian administrations have therefore taken the position—validated by Australian courts—that a person who enters Australian territorial waters without the requisite papers is in Australia illegally, whether or not that person has come to seek asylum.

      The question of asylum was repeatedly debated in the United Nations in the 1960s and 1970s. Australia voted alongside its allies the United States and the United Kingdom in favor of the right of asylum, while consistently reserving its position on the actual admission of asylum-seekers. In 1977 it spelled out that position: Australia “will wish to retain its discretion to determine ultimately who can enter Australian territory and under what conditions they remain.”

      Christmas Island, a sparsely populated island south of Java, was incorporated into Australia in 1958 despite being some nine hundred miles from the Australian mainland. It is to Christmas Island that most boat people seeking Australian asylum steer. To forestall them, the Australian parliament legislated in 2001 that for the purposes of the Refugee Convention, Christmas Island will be deemed to be not part of Australia. Once a refugee vessel has entered the waters of Christmas Island, its occupants are thus both illegally in Australia and also not yet in Australia. The Australian navy is empowered to detain such “illegal non-citizens” and remove them to a location outside Australia, where they may be held indefinitely, without recourse to judicial review.

      Because Australia does not have a bill of rights, challenges to its refugee policies on the basis of international law have tended to fail in the nation’s courts. They have succeeded only when it has been proved that provisions of the country’s Migration Act have not been met. However, such court rulings have typically been followed by appropriate adjustments to the Migration Act.

      As if this were not enough, the government legislated in 2014 to strike from the Migration Act almost all references to the 1951 Refugee Convention. The revised act states that “it is irrelevant whether Australia has any non-refoulement obligations in respect of an unlawful non-citizen,” i.e., an asylum-seeker. The legality of Australia’s asylum policy is thus, in the eyes of the government and, it would appear, of the courts as well, ironclad.

      Australia is a vast, sparsely populated continent. Since it became an independent nation in 1901, it has had to manage two contending forces: a need to increase its population and a fear that its way of life might be undermined or swamped or corroded (the metaphors are legion) if too many strangers are allowed in.

      In the early years, the latter fear expressed itself in frankly racial terms. The Immigration Restriction Act of 1901, the cornerstone of the policy commonly known as White Australia, was aimed in the first place at blocking immigration from Asia. A generation later the focus shifted to European Jews. When he came to power in 1933, Hitler declared that the only future for Germany’s Jews lay in emigration. But like other Western countries, Australia refused mass Jewish immigration. At an international conference held in Évian in 1938 to discuss the fate of Europe’s Jews, the leader of the Australian delegation made his country’s position clear: “As we have no real racial problem, we are not desirous of importing one by encouraging any scheme of large-scale foreign migration.”

      The truth is that Australia did have a racial problem, and had had one ever since British colonists established themselves on the continent. The problem was that the colonists held themselves to be intrinsically (in the language of the day, racially) superior to Aboriginal Australians, and did not regard this conviction as a problem. Their unproblematic racism—a problem that was not a problem—easily extended itself to Jews, who might be white but were not the right shade of white.

      The Évian conference confirmed that the traditional countries of settlement—the US, Canada, Australia, Argentina—would continue to the end to resist large-scale Jewish immigration. By the time the doors out of Europe closed in 1939, Australia had accepted some 10,000 Jewish refugees, a respectable quota by comparison with other Western countries, but minuscule in the larger picture.

      World War II, the redrawing of boundaries that followed it, and the flight of populations left millions of Europeans displaced. The 1948 United Nations Declaration on Human Rights and the Refugee Convention of 1951 were intended to address the problem of these displaced persons (DPs). Between 1947 and 1952 Australia took in some 170,000 European refugees. At first the government gave priority to candidates who fit the physical stereotype of the white Australian, for instance people from the Baltic lands. But as the DP camps emptied, and as public opinion softened, migrants began to be accepted from Greece, Italy, Croatia, and other Southern European countries. Refugees from Communist regimes were looked on favorably: Czech dissidents fleeing the Russians in 1968; Vietnamese boat people after the fall of Saigon in 1975; Chinese students after the massacre on Tiananmen Square in 1989. Gradually a nation began to emerge that was no longer quite so Anglo-Celtic in its ethnicity.

      Since the 1990s, however, refugee policy has again hardened, and has been complicated by the rise of Islamist terrorism. On August 26, 2001, shortly before the attack on the Twin Towers, a Norwegian vessel, the Tampa, picked up 438 passengers (mostly Afghan Hazaras) from a foundering boat and anchored near Christmas Island. The Tampa was soon boarded by Australian commandos, while the Australian prime minister announced that backdoor asylum-seekers would from then on be processed not on the mainland but in offshore facilities run by Australia in yet-to-be-decided third countries. After September 11, the refugees on the Tampa suddenly became Muslim boat people, and as Muslims became suspected terrorists. From then on, in the politics of the right, asylum-seekers have been tarred with the brush of terrorism. From that date too, broad support for the doctrine of human rights began to wane, not only in Australia but in Western democracies in general—witness Guantánamo.

      The practice of offshore processing announced in 2001 was maintained until the number of boat arrivals had dwindled to such an extent that the camps could be closed. However, soon after this was done, in 2004, boats began to arrive again. Why? Because refugees had simply been biding their time, waiting for Australia to relax its guard? Or because as the civil war in Sri Lanka intensified, thousands of Tamils were fleeing for their lives? Which was the determining factor: the pull of Australia or the push of world events?

      As the number of boat arrivals grew, the authorities became more and more nervous. Australia had to be made a less attractive destination. A panel of experts recommended what it called a “circuit breaker”: the resumption of offshore processing together with an end to compassionate border control.

      Agreements were concluded in 2013 with Papua New Guinea (PNG) and the tiny island state of Nauru. The old camps would be reopened. These two countries would process the protection claims of people arriving in Australia by boat and would resettle them either on their own territory or in a third country. Australia could then argue that it was not responsible for the ultimate fate of the asylum-seekers, even though the camps would be financed and run by the Australian government through private contractors.

      Manus Island belongs to an archipelago that forms part of PNG. It lies 650 miles north of the Australian mainland; the entire archipelago has a population of about 60,000. Between 2013 and 2016, when the PNG Supreme Court ruled that imprisoning asylum-seekers had been illegal from the start, several thousand people passed through the camps on Manus. However, when in 2017 the PNG police tried to close the camps, most of the occupants—some six hundred men—refused to leave, claiming to fear for their safety. Water and electricity were cut off, and a siege commenced that is vividly described in Boochani’s book. After a month, resistance crumbled, and the detainees were moved into compounds elsewhere on the island, where they have freedom of movement though, without papers, they cannot leave PNG.

      Nauru, nearly two thousand miles from Australia, is one of the world’s smallest nation-states, with a mere 11,000 inhabitants. Since its deposits of rock phosphate gave out a decade or two ago, its economic viability has depended on money-laundering and on the largesse of foreign patrons. On Nauru, prisoners have been held in what are called “open facilities.” However, since the island is tiny (eight square miles), the advantage is slight.

      The UNHCR has been extremely critical of Australia’s offshore policies. In 2017 it concluded that PNG and Nauru were intrinsically unsuitable as resettlement homes, given “the impossibility of local integration.” In other words, Papuans and Nauruans do not want refugees living among them, and refugees do not want to live in PNG or Nauru. New Zealand has offered to take 150 of the inmates, but Australia has vetoed this offer on the grounds that former detainees might make their way from New Zealand to Australia, thereby weakening the deterrent power of Australian policy.

      The operation of the camps was shrouded from the beginning under a blanket of secrecy. Inmates were to be known not by name but by number; circulating photographs of them was forbidden. For information on life in the camps, we have to rely on prisoners like Boochani and on those Australian doctors and social workers who have defied legislation that made it a criminal offense to report what they had witnessed.

      On the basis of such evidence, it is hard to avoid the conclusion that Manus and Nauru are not just processing centers but punishment camps where detainees—“clients” in the jargon of the bureaucracy—serve indeterminate or even indefinite sentences for the offense of trying to enter Australia without papers. The attitude of the Australian guards (“client service officers”), many of them veterans of Afghanistan and Iraq, seems to be unremitting hostility, fueled by suspicions that among their clientele are Islamic terrorists masquerading as refugees. The local populations, Nauruan or Papuan, also seem to regard the refugees with an unfriendly eye. In 2014 the Manus camp was invaded by Papuan police and civilians who assaulted the inmates, killing one of them.

      In the first year and a half after the agreement with Nauru and PNG, over three thousand people, including hundreds of children, were consigned to offshore detention. A pediatrician visiting the island camps reported a range of troubled behavior among children there: bed-wetting, nightmares, defiant behavior, separation anxiety, withdrawal, regression in speech, mutism, stuttering. Australia’s human rights commissioner concluded that the camps were too violent and unsafe to house children. The entire practice of putting children behind razor wire was damned by a UN special rapporteur. In the face of public disquiet, the Australian authorities began to remove children and their parents to the mainland. By February 2019 the last of them had either been resettled in the US or brought to Australia on an explicitly temporary basis.

      Refugee policy was not an issue in the recent elections for the Australian federal parliament, which were won and lost on arcane issues in the tax code. News that Australian voters had returned to power the same set of jailers responsible for their misery provoked a spate of self-harm and suicide attempts among the remaining detainees. An Indian who tried to set himself alight was treated for burns, then charged with attempting suicide. Boochani reports that most of the refugees left on Manus have fallen into a state of despair and no longer leave their rooms. To date, fourteen prisoners, most of them in their twenties, have died on Nauru and Manus, some by their own hand. They died because the camps were unhealthy, dangerous, and destructive not only of their psychic stability but of their very humanity.

      For years there has been a drumbeat of protest from within Australia against the demonization of asylum-seekers. One appeal came from Tim Winton, among Australia’s most widely read writers:

      Prime Minister, turn us back from this path to brutality. Restore us to our best selves. Turn back from piling trauma upon the traumatised. It grinds innocent people to despair and self-harm and suicide. It ruins the lives of children. It shames us. And it poisons the future. Give these people back their faces, their humanity. Do not avert your gaze and don’t hide them from us.

      Not everyone shares Winton’s sentiments. After being shown a poster targeting aspiring asylum-seekers that showed a boat in rough waters with the caption “NO WAY. YOU WILL NOT MAKE AUSTRALIA HOME,” President Trump tweeted, “Much can be learned!” Australia’s practices of imprisoning refugees and turning back boats have been applauded by the European right and in some quarters mimicked.

      At the peak of the influx of boat people, Manus housed 1,353 prisoners and Nauru 1,233. For Nauru, the camp business has been particularly lucrative. For each detainee it houses on behalf of Australia, Nauru earns about US$1,400 a year in visa fees. Holding a prisoner offshore costs Australia about US$38,000 per year. If the same prisoner were brought to the Australian mainland while his or her claim was being processed, the cost would fall to US$7,000. Persisting with the offshore camps has clearly been a point of honor with the Australians, no matter what the expense.

      In the last days of the Obama administration, it was announced that the United States would accept up to 1,250 refugees from Manus and Nauru. When President Trump took office in January 2017, the then Australian prime minister, Malcolm Turnbull, called to pay his respects and apprise the new incumbent of the agreement. President Trump was understandably baffled. Why could Australia not house the refugees itself? Turnbull replied:

      The only reason we cannot let them into Australia is because of our commitment to not allow people to come by boat. Otherwise we would have let them in. If they had arrived by airplane and with a tourist visa then they would be here.

      As Turnbull artlessly reveals, there is something arbitrary in welcoming people who have papers while treating people without papers not only badly but with spectacular heartlessness. Commentators have pointed to the contrived quality of the distinction and hinted at a motive behind it: that the sans-papiers are being offered up to the xenophobes and nativists to vent their rage on, while government and business are left free to run an orderly system of importing skilled migrants.

      With evident reluctance, President Trump has honored the deal made by the Obama administration. As of April 2019, over five hundred refugees had been resettled in the US, with further departures expected, while 265 applications had been rejected on character grounds. According to Boochani’s recent count, there are still 370 asylum-seekers on Manus, seventy of whom had been accepted by the US and are ready to leave. Sixty men on Nauru have been accepted, leaving about two hundred on the island. The prisoners rejected by the US provide Australia with a legal headache. It cannot send them back to their countries of origin without violating its non-refoulement obligations, yet if no third country will accept them, they will find themselves in indefinite detention, in violation of international human rights law.

      As a youngster, Behrouz Boochani tells us, he wanted to join the Kurdish guerrillas in their war of liberation but was not brave enough to take the final step: “To this very day I don’t know if I have a peace-loving spirit or if I was just frightened.” Instead he turned to a career in writing.

      About the journalism that got him into trouble with the authorities and his subsequent flight from Iran he has little to say. At Tehran airport he masquerades as a casual tourist, carrying nothing but a few changes of clothes and a book of poetry. In Indonesia he spends a miserable forty days hiding from the police, waiting for a place on a boat. The boat that he boards is barely seaworthy: he and his fellow fugitives spend most of their time bailing out water. They are picked up by an Indonesian fishing vessel, transferred to a British freighter, then finally arrested by the Australian navy and flown to Manus Island.

      Boochani understands at once that he and his companions have become hostages, to be used “to strike fear into others, to scare people so they won’t come to Australia.” His first impression of his new home is that it is “beautiful…nothing like the island hell that [the Australians] tried to scare us with.” Then, as he steps off the plane, he is hit by the suffocating humidity and stifling heat. Mosquitoes buzz everywhere.

      No Friend But the Mountains provides a wholly engrossing account of the first four years that Boochani spent on Manus, up to the time when the prison camp was closed and the prisoners resettled elsewhere on the island. Just as absorbing is his analysis of the system that reigns in the camp, a system imposed by the Australian authorities but autonomous in the sense that it holds the jailers as well as the prisoners in its grip.

      The aim of the system is to break the will of the prisoners and make them accept refoulement. It works by fostering animosities among them, eroding solidarity and leaving them feeling isolated. The simplest of means are used to create paranoia. The electricity running the fans that provide relief from the insufferable heat is switched on and off for no reason. There is drinking water, but it is always lukewarm. Occasionally chilled fruit juice appears, but according to no detectable schedule. With nothing else to do, prisoners become obsessed with finding patterns in these random events: “A twisted system governs the prison, a deranged logic that confines the mind of the prisoner, an extremely oppressive form of governance that the prisoner internalises.”

      New rules and regulations are introduced from week to week, for which no one will accept responsibility: “No person who is a part of the system can ever provide an answer—neither the officers nor the other employees…. All they can say is, ‘I’m sorry, I’m just following orders.’” The daily routine includes four body-checks. The eyes of the Australian guards who carry out the searches are “cold, barbaric, hateful.”

      Boochani’s fellow prisoners come from all over the world: Afghanistan, Sri Lanka, Sudan, Lebanon, Iran, Somalia, Pakistan, Myanmar, Iraq, Kurdistan. Having to live in close proximity with strangers becomes a torment. He withdraws further and further into himself.

      Moral standards deteriorate on all sides. Now and then the mango trees that surround the camp drop their fruit within the perimeter. Even Kurds, normally renowned for their hospitality, pounce on the fruit and devour it without sharing.

      The toilets become a place of refuge where a prisoner can be by himself and scream his lungs out. But they also become a place of self-harm and suicide. Boochani records a terrifying episode as the prisoners witness guards removing the body of a man who had slit his wrists with a razor. Among the onlookers he detects a pulsating excitement: “Their responses reveal an attraction to the thrills of a night of blood…. The scene is like a festival: a festival of blood, a festival of the dead.” For some prisoners, self-harm becomes “a kind of cultural practice,” a way of gaining respect. “The faces of those who have self-harmed show peace, a profound peace akin to ecstasy, akin to euphoria.”

      Boochani’s narrative reaches a climax when in October 2017 the PNG authorities try to close down the prison camp. Two weeks of nonviolent protest culminate in bloody warfare. Boochani is thrilled by the militancy of his comrades: “For the first time the prisoners did not feel oppressed by the fences. For the first time the rules and regulations meant nothing…. A bond of brotherhood emerged among the prisoners in this fierce movement, performed in the theatre of war for all to see.”

      A prefatory note to the book informs us that strict measures have been taken to conceal the identities of detainees. The characters “are not individuals who are disguised…. Their identities are entirely manufactured. They are composite characters.” Boochani’s wish to protect his fellow detainees from reprisal is understandable, but it is nonetheless a pity that we are given no reliable facts about them. Was Boochani an exception, for example, in having a university education? And what led these people to undertake the perilous voyage to Australia, of all places?

      Boochani is clearly a loner. Oppressed by the meaningless clamor of prison life, he longs “to isolate [himself] and create that which is poetic and visionary.” He flirts with the idea of himself as a poet-prophet, but it is not clear what he might be prophesying. By his own confession, he is not a brave man, yet it is clear that in those desperate days at sea he behaved with great courage. His motive for seeking asylum in Australia remains unexplored. As autobiography, No Friend is not the summing up of a life but a work in progress, the absorbing record of a life-transforming episode whose effects on his inner self the writer is still trying to plumb.

      It is significant that the medium Boochani chooses for his story is a mixed one: analytic prose on the one hand, traditional Kurdish folk-ballad on the other. He writes:

      The amazement and horror felt during the nights on Manus has the power to thrust everyone back into their long distant pasts. These nights uncover many years of tears deep in our hearts and open old wounds…they draw out the bitter truth; they force the prisoners to self-prosecute. Prisoners are driven to crying tears of bitter sorrow.

      Getting No Friend But the Mountains off the island and into the hands of readers in Australia was an achievement in itself. The text was typed in Farsi on a cell phone that Boochani kept hidden in his mattress, and then surreptitiously dispatched, one text message at a time, to a collaborator in the outside world.

      Boochani’s translator, Omid Tofighian, provides an afterword containing useful information about the genesis of the book and Boochani’s place in the Iranian and Kurdish literary traditions. It is as though, to save himself from the madness of the camp, Boochani had to draw upon not only his innate creativity, not only his immersion in Kafka and Beckett, but also submerged memories of “the cold mountains of Kurdistan” and the songs of resistance sung there. (Here the title of the book becomes relevant.)

      If we approach No Friend as if it were a conventional refugee narrative or refugee memoir, Tofighian tells us, we misread it profoundly:

      In contrast to the thriving “refugee industry” that promotes stories to provide exposure and information and attempts to create empathy…Behrouz recounts stories in order to produce new knowledge and to construct a philosophy that unpacks and exposes systematic torture and the border-industrial complex. His intention has always been to hold a mirror up to the system, dismantle it, and produce a historical record to honour those who have been killed and everyone who is still suffering.

      As for Tofighian’s own contribution, “translation [is] for me…a duty to history and a strategy for positioning the issue of indefinite detention of refugees deep within Australia’s collective memory.”

      Tofighian contrasts the greater island of Australia with the lesser island of Manus:

      One island kills vision, creativity and knowledge—it imprisons thought. The other island fosters vision, creativity and knowledge—it is a land where the mind is free. The first island is the settler-colonial state called Australia, and the prisoners are the settlers. The second island contains Manus Prison, and knowledge resides there with the incarcerated refugees.

      This is a bold and persuasive claim: that through their experience on the island the prisoners have absorbed an understanding of how power works in the world, whereas their jailers remain locked in complacent ignorance. The claim rests on an extended conception of what knowledge can consist in: knowledge can be absorbed directly into the suffering body and thence transfigure the self. The prisoners know more than the jailers do, even if they do not have words for what they know. As Boochani puts it, the prisoners

      have modified their perception and understanding of life, transformed their interpretation of existence…. They have changed so much—they have transfigured into different beings…. This has occurred for everyone…. They have become distinctly creative humans, they have unprecedented creative capacities…. This is incredible, it is phenomenal to witness.

      Tofighian’s afterword upends the image of the translator as the humble, invisible helpmeet of the author. Not only does he present himself, along with two other Iranian colleagues, as a full collaborator in the project, but he also—somewhat hectoringly—gives instructions on how to approach the book: not as an affecting record of suffering and tribulation but as a “decolonial intervention,” “a decolonial text, representing a decolonial way of thinking and doing,” written to spur us “to resist the colonial mindset that is driving Australia’s detention regime.” Boochani supports this mode of reading when he identifies himself less as a writer than as a political scientist who has chosen to employ the language of literature.

      The question is, how novel and how valuable is Boochani’s analysis of what he calls the “intersecting social systems of domination and oppression” that reinforce each other in the prison? That people who run prisons try to break down the solidarity of prison populations by encouraging mistrust of all by all and diverting the inmates’ attention to trivia is hardly news. What has not been done before, claims Tofighian, is to connect the warped psychic regime of the prison with “Australian colonial history and fundamental factors plaguing contemporary Australian society, culture and politics.”

      This is, to my mind, an empty claim. The book contains no analysis at all of contemporary Australia, a country that Boochani—and who can blame him?—wishes never to set foot in. No doubt the Australian guards at the camp detested the prisoners and wished them ill; but that is true of many prison guards vis-à-vis many prisoners. What is more of a mystery is why so many Australians wish refugees ill. To answer this question one needs to know a great deal more about Australian history, the tensions within Australian society, and the maneuverings of Australia’s political parties than Boochani, isolated on his island, has been able to inquire into.

      In May 1994, during the first session of the parliament of the newly liberated South Africa, Nelson Mandela read into the record a poem written in 1960 by the Afrikaans writer Ingrid Jonker (1933–1965). The poem mourns the death of a child shot by police during a protest meeting and foretells his resurrection. Mandela read the poem as a gesture of reconciliation with white Afrikaners, who were dubious about how welcome they would be in the new South Africa. “She was both an Afrikaner and an African,” Mandela said of Jonker.

      There is an aspect of Jonker’s poem that few of the parliamentarians listening to Mandela, or indeed Mandela himself, chose to take seriously. The poem ends with the lines: “The child, become a man, treks through the whole of Africa. The child, become a giant, travels across the entire world, without a pass.” The pass to which Jonker refers is the hated internal passport that black Africans were required to carry, without which apartheid as an administrative system would have collapsed. The meeting at which the child was killed was held to protest against having to carry passes; now, in 1994, the reborn child strides unstoppably across the world, disdaining a pass. Not only does Jonker’s poem look forward to the defeat of apartheid; it also looks forward to a day when the borders of the nation-state will crumble before the march of a free people.

      The new government headed by Mandela never for a minute considered abolishing or even questioning the nation’s borders, as defined years earlier by the erstwhile colonial power, Britain. Liberated or not, any child who treks through Africa without a pass will be stopped when he arrives at the South African frontier.

      Despite its teetering economy, South Africa remains attractive to migrants. Of the 58 million people residing within its borders, some three million are immigrants of various degrees of legality, half of them from Zimbabwe. To obtain a visa that entitles him or her to work in South Africa, a Zimbabwean needs a passport, a letter from an employer, an address in South Africa, and proof of funds. Most find these requirements impossible to meet. As for getting accepted as a refugee, this is complicated by the reluctance of the South African government to concede that political repression exists in Zimbabwe. Thus, papers or no papers, Zimbabweans have for years been crossing South Africa’s inadequately monitored northern border unannounced, at a rate of some seven hundred a day.

      Immigration is a burning issue in South Africa. Politicians blame foreign migrants for high crime rates, for overrunning the cities, for exploiting the social welfare system, for taking jobs from the locals. In 2008 there were outbursts of mass violence against foreigners that left scores dead. The South African authorities have responded to the challenge of undocumented migration with sporadic roundups and mass deportations. The exercise has been largely futile. Most of those expelled promptly turn around and come back.

      I mention the case of South Africa, not untypical in the postcolonial world, to illustrate what can happen when—unlike Australia—a country lacks the will and/or the means to close its borders to less affluent neighbors. Zimbabweans and other African migrants who find their way to South Africa reside there only precariously. They are at the receiving end of resentment and sometimes of violence from the locals. They are ill advised to appeal to the police for protection. On the other hand, they have yet to find themselves dispatched to a godforsaken island as punishment for entering the country through the back door.

      Cross-border migration is a fact of life in today’s world, and numbers will only increase as the earth heats up, former pastures turn to desert, and islands are swallowed by the sea. There are messy but humane—or at least human—ways of reacting to this world-historical phenomenon, just as there are neat but inhuman ways.

      https://www.nybooks.com/articles/2019/09/26/australias-shame
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      Et un peu plus sur le lien avec la montagne...

      It is as though, to save himself from the madness of the camp, Boochani had to draw upon not only his innate creativity, not only his immersion in Kafka and Beckett, but also submerged memories of “the cold mountains of Kurdistan” and the songs of resistance sung there. (Here the title of the book becomes relevant.)

    • Behrouz Boochani. La nostra resistenza pacifica è più forte della vostra violenza di Stato

      Behrouz Boochani è tornato in libertà nel corso di questa intervista. Lo scrittore curdo è stato tenuto prigioniero per sei anni in Papua Nuova Guinea dal governo australiano.

      La sua resistenza pacifica ha vinto. Dopo oltre sei anni di prigionia, traumi e torture, lo scrittore curdo Behrouz Boochani è libero. La splendida notizia è arrivata mentre questa intervista era in corso di svolgimento. Fino al 12 novembre, infatti, l’autore era confinato in uno dei luoghi più remoti al mondo, la Papua Nuova Guinea, dove l’Australia ha imprigionato migliaia di richiedenti asilo per quasi vent’anni. Ora Boochani si trova in Nuova Zelanda e a breve, probabilmente, partirà per il Nordamerica. “Lo scorso settembre è stato liberato il centro di detenzione di Manus Island e siamo stati trasferiti in alcuni appartamenti della capitale di Papua, Port Moresby. Entro fine novembre altri di noi dovrebbero essere liberati, ma 46 persone restano in carcere in condizioni durissime. Siamo molto preoccupati”, aveva affermato pochi giorni prima della liberazione.

      Questi sei anni di prigionia Behrouz Boochani li ha raccontati in un libro che è diventato un caso letterario internazionale. Nessun amico se non le montagne, uscito nel 2018 in inglese e pubblicato quest’anno in Italia da add editore, si è diffuso nel mondo come un grido inaspettato. Ha rivelato il dolore dei profughi lungo la rotta asiatica verso l’Australia. Ha scavato nelle storie di chi con lui si è nascosto nella foresta indonesiana e ha sfidato l’oceano sulle barche dei trafficanti, finendo in carceri finanziate dal governo di Canberra. Ha evocato la disperazione della sua gente, ovvero i perseguitati curdi in Iran. Ha ricordato come nel 2013 lui, giornalista e regista di 30 anni, sia stato costretto a scappare dal suo Paese, dopo che le Guardie della rivoluzione islamica (i pasdaran) avevano fatto irruzione nella sede di “Werya”, la rivista curda che aveva fondato. Quel giorno undici suoi colleghi furono arrestati.
      “Se i governi non rispettano i migranti, mettono a rischio le democrazie”

      Con la sua opera letteraria pluripremiata, inviata di nascosto al letterato di Sidney Omid Tofighian che l’ha tradotta dalla lingua farsi, Behrouz Boochani ha tolto ogni alibi agli indifferenti. Per quasi vent’anni la comunità internazionale si è mostrata inerte davanti a ciò che stava accadendo al largo delle coste australiane. Dal 2001 un modello migratorio, basato sul respingimento in mare e sulla detenzione in centri offshore, ha fatto deportare, incarcerare, affamare e torturare migliaia di innocenti. Bambini, donne e uomini scappavano da miseria, abusi e guerre. Provenivano da Afghanistan, Iraq, Iran, Siria, Sri Lanka, Myanmar Somalia, Sudan, Bangladesh, Pakistan, India, Nepal. I lager della vergogna – che ricordano quelli dove sono rinchiusi i migranti in Libia – sono stati creati su tre isole dell’oceano Pacifico: l’australiana Christmas Island, Manus nella Papua Nuova Guinea e Nauru, una piccola repubblica sulla linea dell’equatore. La maggior parte di essi è stata chiusa grazie alle proteste della società civile australiana. L’anno scorso tutti i bambini sono stati trasferiti con i loro famigliari sulla “terraferma”. Però, non è chiaro che cosa accadrà ai nuovi boat people in arrivo e alle 400 persone rimaste a Nauru e Port Moresby.

      In 18 anni non sono stati sufficienti i servizi giornalistici che parlavano dei suicidi fra i detenuti, delle labbra cucite come atto di protesta e dei minori che per la “sindrome da rassegnazione” si spegnevano, smettendo di mangiare e bere. Serviva qualcosa in più. Come un Silvio Pellico degli anni Duemila, Boochani è riuscito a scatenare un domino virtuoso.

      Quell’urlo di oltre 400 pagine, che supera i confini di genere e si legge col fiato corto, è una mano tesa a noi lettori. Anche gli abitanti dei Paesi più liberi e ricchi hanno bisogno d’aiuto. Come spiega a LifeGate l’intellettuale curdo, “le politiche disumane contro i migranti sono un esercizio di dittatura. I governi che non rispettano i diritti dei migranti, potrebbero scagliarsi contro tutti noi. Le nostre democrazie sono in pericolo”. Quest’intervista è stata raccolta nell’arco di diverse settimane per mezzo di Whatsapp, lo strumento con cui Boochani ha scritto il suo libro e ha comunicato con il docente di origine iraniana Omid Tofighian. Nelle risposte che seguono, l’autore si sofferma su quanto sta accadendo ai curdi in Siria e spiega perché ha scelto la resistenza pacifica. Sulla gestione del suo personale trauma, dice di non avere una risposta. Però, un obiettivo gli è chiaro: “Nelle mie nuove opere affronterò argomenti diversi. Non posso ridurmi a questa terribile esperienza”. Nessuno dovrebbe. Questa l’intervista completa.

      Che cosa pensa della recente offensiva militare turca contro i curdi in Siria?
      Ciò che sta accadendo nel nord della Siria non è soltanto un attacco contro i curdi, ma alla democrazia e ai suoi valori. I curdi hanno stabilito il sistema democratico più avanzato nella storia del Medio Oriente; un sistema che si basa sull’uguaglianza. Ora siamo difronte a un esercito fascista che assieme a gruppi terroristici colpisce i curdi che credono nella democrazia. Penso che la più grande minaccia globale sia il terrorismo di Stato e il fatto che i governi si accordino per supportarsi a vicenda nel violare i diritti umani. Oggigiorno li vediamo nascondersi dietro a concetti belli, quali pace, umanità e morale. Ecco perché quello turco (guidato dal presidente Erdogan, ndr.) ha nominato le sue operazioni di genocidio dei curdi ‘Primavera di pace’, una beffa. Ed è esattamente quello che sta facendo anche l’Australia: i suoi politici dicono che stanno salvando vite nell’oceano, ma in realtà stanno facendo torturare persone innocenti in prigioni remote, nascondendo loro stessi dietro una falsa morale.

      Era solo un bambino quando la sua famiglia cercò di scappare dalla guerra fra Iran e Iraq (1980-’88). Che cosa ricorda di quel periodo?
      Sono nato nel 1983 nella provincia di Ilam, che è una zona curda nell’ovest dell’Iran. La guerra arrivò anche lì, come racconto nel mio libro che però è simbolico. Non ho voluto scrivere un’autobiografia con dettagli veri sui miei famigliari e gli abitanti di Ilam, ma ho rappresentato molte storie tragiche accadute in quella regione. I curdi furono sfollati e persero tutto. Ho cercato di descrivere come la guerra distrugga ogni cosa e sia orribile.

      Che cosa significa essere curdo per lei?
      Essere curdo e vivere da curdo per me è la cosa più dura di questo mondo perché sei continuamente testimone della sofferenza della tua gente. Superpotenze e governi non democratici stanno cercando di privarci della nostra identità e dei nostri diritti. Come artista, ho il dovere di lottare per l’identità curda non solo perché appartengo a questa popolazione, ma in quanto essere umano che comprende profondamente tale ingiustizia o colonialismo. Per questo motivo potete ritrovare elementi culturali curdi in tutti i miei film e nel mio libro.

      I rifugiati nei centri di detenzione hanno sofferto per abusi fisici e psicologici, tra cui la “sindrome da rassegnazione” che porta gli ammalati, tra i quali anche bambini, a spegnersi fino alla morte. Al momento i prigionieri ricevono qualche assistenza medica?
      Finora 8 persone sono morte a Manus Island e 5 a Nauru. La maggior parte di loro per negligenza sanitaria e i restanti a causa delle violenze inflitte dalle guardie. Tutti questi decessi provano che questo sistema utilizza la malattia come un mezzo per torturare gli individui. Vorrei, inoltre, ricordare le tante persone danneggiate fisicamente e mentalmente. Abbiamo vissuto nell’assenza di cure e mezzi. Gli ammalati stanno ancora lottando contro questa mancanza. Fortunatamente, otto mesi fa il parlamento australiano ha approvato la “legge Medevac”, che ci sta aiutando molto. In base a essa, chiunque non riceva un trattamento medico in Papua Nuova Guinea e a Nauru deve essere trasferito in Australia. Finora 217 persone sono state portate sulla terraferma e altre dovrebbero partire entro il mese di novembre. Speriamo.

      Lei come sta? Come sta elaborando il dolore provato in questi ultimi 6 anni di migrazione, naufragi e prigionia?
      Il mio corpo è danneggiato. Io, come tutti gli altri rifugiati, sono stato testimone di cose terribili. Ho visto amici morire, altre persone ferirsi e tentare il suicidio. Molte sono state separate dai famigliari e dai loro bambini. Ho assistito a così tanta umiliazione e a così tanti traumi…Di certo tutte queste immagini sono dentro di me. Questa dura esperienza è diventata una parte di me. E’ difficile portarne il peso e al tempo stesso rimanere forte e positivo. Non sono sicuro di essere capace di elaborare tutto quanto. Ho combattuto per restare vivo e anche per far conoscere questo sistema. Ma non so se ho una vera risposta alla sua domanda.

      Adesso in quali condizioni vivono i rifugiati?
      Due mesi fa hanno chiuso il centro di detenzione di Manus Island e hanno trasferito ogni prigioniero – me compreso – a Port Moresby, capitale della Papua Nuova Guinea. Due anni fa a Manus c’erano 800 rifugiati, ora in questa pericolosa città circa 250. Non è sicura per chi viene da fuori. Almeno 46 individui sono stati incarcerati e si trovano in condizioni durissime. Sono preoccupato per loro perché il governo australiano non li ritiene dei rifugiati.

      La destra e l’estrema destra italiana, il cui leader più popolare è Matteo Salvini, vuole emulare il modello migratorio australiano nel mare Mediterraneo. Vorrebbe dire qualcosa ai nostri politici?
      Solo una cosa. Non guardate l’Australia come un modello. Non lasciate che il vostro governo la imiti. E non dico questo solo per i rifugiati, ma per la vostra gente e la vostra democrazia. Camberra ha compiuto tutti questi crimini per anni. Gli australiani glielo hanno permesso e adesso la loro società sta fronteggiando una sorta di dittatura. La democrazia australiana è a pezzi. Dopo aver sperimentato la dittatura a Manus, i governanti trattano gli australiani come i rifugiati. L’Australia al momento ha perso i suoi valori.

      Crede ancora nella “resistenza pacifica”? Anche per i curdi?
      Sì, sempre, anche per i curdi. Ciò, però, non significa che quando un governo fascista – come quello della Turchia – attacca la tua terra e la tua popolazione, tu non reagisci. Quella curda è sempre stata una resistenza pacifica per creare un sistema democratico in Medio Oriente. La nostra resistenza non violenta a Manus, per esempio, ha fatto vergognare l’Australia e ora ognuno condanna i suoi governi, chi li ha sostenuti, non noi. Abbiamo sfidato l’Australia in così tanti modi che alla fine l’abbiamo educata.

      Quali sono le sue speranze e i suoi obiettivi per il futuro?
      Dopo aver scritto per tanti anni in prigionia a Manus, sono arrivato a condividere le mie composizioni in un contesto internazionale. Di certo, però, d’ora in poi racconterò storie diverse e anche i miei prossimi lavori artistici tratteranno altri argomenti. Non riduco me stesso soltanto a questa esperienza.

      https://www.lifegate.it/persone/news/behrouz-boochani-intervista-scrittore-curdo

  • Zurich • L’asile remis en question dans les faits

    Nous publions un appel au secours émanant de 13 personnes demandeuses d’asile détenues actuellement à #Zurich et menacées d’expulsion.

    A la presse, A l’opinion publique,

    Nous, les personnes sur la liste ci-dessus, étant en danger de mort dans notre pays, avons demandé l’asile en Suisse, à l’Aéroport de Kloten, à Zurich. Mais les autorités Suisse à ce jour ont refusé de considérer la demande et ont pris la décision de nous expulser vers l’Afrique du Sud.
    Nous sommes 13 personnes, dont 6 enfants et 12 kurdes. On nous fait attendre à l’aéroport de Zurich dans des conditions de détention. Les familles KORKMAZ et KIYAT sont elles dans ces conditions depuis 40 jours.

    Les autorités suisses n’ont pas examiné nos demandes sur le fond, elles n’ont pas regardé le contenu de nos dossiers, pour la raison que nous avions transité par l’Afrique du Sud et que ce pays était considéré comme « Pays Sûr ». Cette décision a été prise par un tribunal qui, auparavant, avait pourtant conclu que personne ne serait renvoyé vers ce pays.

    Nous tenons à rappeler qu’en Afrique du Sud, environ un million de demandes d’asile n’ont pas encore été traitées et que, à la suite de plusieurs agressions commises contre des demandeurs d’asile ou réfugiés, des dizaines de réfugiés ont perdus la vie. Dans le cas où nous serions renvoyés vers ce pays, nos vies seraient donc mises en péril.

    Voici la liste des personnes qui se trouvaient détenues à l’Aéroport de Kloten au moment où cette information nous est parvenue. Nous la publions à leur demande.
    Famille 1 :
    Edibe DOGAN née le 13 janvier 1977 à Mardin/ Turquie
    Pelin KORKMAZ née le 1er mars 2005, à Irak, la fille de Edibe Dogan.
    Famille 2 :
    Nasrettin KIYAT, né le 13 août 1975 à Van/Turquie
    Kudrat KAKAEVA, née le 5 mars1986 à Kirghizstan, citoyenne Russe, épouse de Nasrettin
    Dicle KIYAT, née le 7 avril 2005 à Irak, fille de Kudrat et Nasrettin.
    Famille 3 : La famille qui vient de Makhmour
    Gazi APAYDIN, né en 1978 à Sirnak/ Turquie, ouvrier
    Keser APAYDIN, née en 1987 à Sirnak/Turquie, mère de famille
    Zilan APAYDIN, née le 1er mai 2006 à Irak
    Dilan APAYDIN, née le 1er mai 2006 à Irak
    Ruken APAYDIN, née le 1er novembre 2010 à Irak
    Delila APAYDIN, née le 20 juillet 2013 à Irak,
    Pour la famille de Apaydin aucune décision n’avait encore été prise malgré leur détention.
    Personnes seules :
    Osman ERDAL, né en 1956 à Halfeti/Sanliurfa/Turquie, politicien
    Mustafa MAMAY, né le 9 septembre 1987 à Kars/Turquie, journaliste
    Ces deux personnes seules sont dans le viseur direct des autorités turques.

    Ces familles ont choisi de faire connaître leur sort et difficultés publiquement, car c’est la seule solution qui leur reste à ce moment présent.

    Elles ne sont pas les seules dans ce cas, nous le savons. Et lorsque même les autorités suisses dérogent opportunément au droit d’asile, pour lequel ce Pays s’est toujours battu, nous ne pouvons que souligner l’urgence de combattre cette vague politique de refus de l’accueil des migrants, initiée de longue date par l’extrême droite européenne, et qui gagne de fait aujourd’hui de larges secteurs de la population fragilisée. Les magistrats et autorités chargées du droit se trouvent soumis à ces pressions politiques fortes et la veulerie l’emporte sur l’humanité qui devrait guider les décisions, au détriment du droit. C’est ainsi que se sont forgés les accords scélérats et financiers sur les migrants entre l’Union Européenne et la Turquie par exemple.

    Les aidants en mer se voient accusés d’être des “passeurs” et on leur refuse ce droit d’exercer leur devoir d’humanité sous toutes formes.

    Dans toute l’Europe, dans le même temps, l’accueil et l’aide sont criminalisées et les procédures pour condamner les aidants sont plus rapides que l’examen des demandes d’asile. Et lorsque même dans les rangs de celles et ceux qui hier combattaient les idées xénophobes avec véhémence se profile le refrain du “on ne peut accueillir la misère du monde“, “les ouvriers européens d’abord“, on a toutes les raisons de craindre le pire à venir.

    http://www.kedistan.net/2018/10/19/zurich-asile-remis-en-question/
    #renvois #expulsions #asile #migrations #réfugiés #Kurdes #réfugiés_kurdes

    Expulsion prévue en... #Afrique_du_Sud (alors ça, c’est du jamais vu pour moi !). Raison : le groupe a transité par l’Afrique du Sud, considéré #pays_sûr par la #Suisse...

    • SCANDALE A DENONCER EN TOUTE URGENCE

      Nous tirons l’alarme et transmettons ce que nous savons pour l’heure à propos de cette situation inacceptable dans laquelle les autorités fédérales mettent en danger l’intégrité d’une vingtaine de personnes kurdes détenues à l’aéroport de Zurich et ceci, en toute impunité, en s’appuyant sur des éléments qui ne respectent pas les droits des personnes et qui détournent la loi. A partir de ces premières informations, nous vous invitons à mettre la lumière rapidement sur cette scandaleuse action des autorités :

      20 personnes kurdes sont détenues actuellement à l’aéroport de Zürich en toute illégalité, en vue d’une expulsion vers l’Afrique du Sud, décision prise en toute impunité par le Secrétariat d’Etat Aux migrations à l’appui d’arguments totalement abusifs justifiant de ne pas examiner les demandes d’asile de ces personnes ! Parmi elles, 4 familles, 8 enfants et notamment, un politicien kurde, Osman Erdal, et le journaliste, Mustafa Mamay, pour lequel la « European Federation of journalists » et Reporters sans frontières se sont mobilisés (voir joint).

      Les personnes concernées :

      Ces personnes sont kurdes, d’origine turques et syriennes pour les adultes. Les enfants, pour la plupart, sont apatrides, et nés en Irak.

      Ils vivaient en Irak, en Syrie, en Turquie et sont tous exilés en liens avec leur origines kurdes ou activités politiques et journalistiques.
      Tous ont transité par l’Afrique du Sud et se sont rendus en Suisse afin de pouvoir trouver une protection aux persécutions subies.
      Ils ont tous demandés l’asile. La plupart ont déjà reçu une décision de renvoi, certains attendent une décision suite à leur recours et certains ont déjà reçu une décision négative du tribunal administratif fédéral.

      Pour tous, les autorités ont refusé d’examiner les motifs d’asile sur le fond, comme s’il s’agissait des cas pouvant être traités dans le cadre du Règlement Dublin III appliqué par les pays européens … sauf que là, il s’agit d’un transit en Afrique du Sud !
      En plus des démarches sur le plan juridique une manifestation de soutien a eu lieu vendredi le 19 octobre à Zurich.

      Conditions de détention illégales :

      Les enfants ont 3, 5, 6, 8, 13 ans et la plus jeune est âgée de 2 ans !

      Ces familles avec enfants, comme tous les autres, sont isolées dans des conditions de détention administrative dans la zone de transit de l’aéroport de Zurich depuis des semaines et depuis plus de 40 jours pour certaines (familles Korkmaz et Kiyat). Ceci, en tout impunité et illégalité, comme l’a rappelée récemment le conseil Fédéral lui-même (Lors de sa séance du 28 septembre 2018, le Conseil fédéral a pris position de la manière suivante : « Le Conseil fédéral précise que l’application de mesures de contrainte aux familles et aux mineurs relève de l’exception. (…) La détention administrative relevant du droit des étrangers est exclue pour les mineurs de moins de 15 ans »)...

      Les conditions de détention sont insupportables surtout pour les enfants. Tout lien avec l’extérieur est coupé et plusieurs personnes sont entassées dans un endroit fermé. Les enfants n’arrivent pas à manger les repas proposés et il n’y pas d’espace qui leur est dédié.

      Décision scandaleuse

      Références légales floues et argumentation malhonnête

      Nous avons eu accès à une des décisions du SEM, qui semble confirmer que les autorités naviguent dans des zones grises et d’illégalité pour décréter que ces personnes doivent être refoulées, si besoin de force, en Afrique du Sud. Il s’agit de celle qui concerne le journaliste Mustafa Mamay, qui a donc bien demandé l’asile à la Suisse.

      Tout d’abord, le SEM se réfère au fait que l’intéressé peut retourner en Afrique du Sud du moment que c’est un État tiers sûr et qu’il y a « séjourné » (art. 31 al.b point c Lasi), tout en admettant dans les faits qu’il n’y a passé que 3-4 jours !

      Par ailleurs, sans base légale, le SEM prétend que les personnes peuvent revenir au pays de départ de leur voyage si l’entrée dans le pays leur est refusée, et cela « indépendamment des papiers avec lesquels ils voyagent ». (Il faut savoir que M. Marmay, pour pouvoir permettre son exil, a voyagé au moyen d’un faux passeport qui a été saisi par les autorités suisses.)

      Risque de déportation en cascade et non-respect du principe de non-refoulement

      En plus de renvoyer la responsabilité de l’examen de la demande d’asile l’Afrique du Sud sur des bases complètement arbitraires, le SEM nie tout risque de refoulement et de non-respect des droits des personnes. Ce faisant, il prétend que le fait que l’Afrique du Sud est signataire des conventions internationales en matière de réfugié et que le système juridique est opérationnel est suffisant pour refouler les personnes concernées dans ce pays.

      Par ailleurs, le SEM admet que les personnes qui ne peuvent montrer leur identité ou dont la nationalité ne peut être déterminée sont placées en détention en Afrique du Sud mais conclut que, de toute manière, il y a dans ce pays des organisations et qu’un accès à une défense juridique est garanti et que ces détentions ne sont que temporaires… !

      Pourtant, les juristes des familles viennent d’obtenir des documents d’organisation de défense des droits humains en Afrique du Sud allant clairement à l’encontre des vagues recherches du SEM visant à montrer qu’il n’y a pas de risques de refoulement pour les personnes concernées. En effet, selon "Lawyers fo Human Rights", une association d’avocats active en Afrique du Sud, la situation des requérant-e-s d’asile dans ce pays est catastrophique et 96% des demandes d’asile sont rejetées sans raisons valables. De plus l’avocate précise que les personnes concernées risquent un refoulement vers la Turquie encore accentué par le fait que ces dernières ne possèdent pas de passeport (2 En effet, le Department of Home Affairs’ officials at the Desmond Tutu Refugee Reception Office (correspond au département des affaires intérieures, secteur asile) a introduit en 2017 l’exigence que les requérant-e-s d’asile en Afrique du Sud soient en possession d’un passeport valide ou d’un visa de transit "issued at South Africa port of entry" pour pouvoir déposer une demande d’asile dans le pays...).

      On sait par ailleurs qu’en Afrique du Sud, environs un million de demande d’asile n’ont pas encore été traitées et des dizaines de réfugiés ont perdus la vie à la suite de plusieurs agressions commises contre les demandeurs d’asile ou réfugiés.

      En plus des refoulements réguliers décrits par les avocats, la Turquie et l’Afrique du Sud ont signé un Accord en 2003, notamment concernant les infractions terroristes et la coopération policière qui met clairement en danger les opposants identifiés. Le procès de M. Mamay, journaliste dans plusieurs médias kurdes et d’opposition, constitue aux yeux du gouvernement justement un délit terroriste et c’est une raison de plus pour affirmer que le risque de refoulement et d’emprisonnement est objectif.

      Urgence :

      Certaines personnes et familles peuvent être déportées sous peu. L’ensemble des décisions à leur encontre et des conditions dans lesquelles elles se trouvent sont totalement inacceptables. Ces décisions et les conditions de détentions qu’elles subissent doivent être connues d’un maximum de personnes et d’organisations et nécessitent d’être rapidement dénoncées !

      Nous appelons les personnes solidaires et les organisations à se mobiliser !

      Nous appelons les médias à ne pas maintenir dans l’ombre ces pratiques totalement immondes dont nous avons eu échos grâce à quelques réseaux de soutien !

      Toutes les personnes concernées doivent être libérées immédiatement et leur demande d’asile doit être examinée en Suisse !

      Nous devons refuser que les administrations piétinent en toute impunité, le droit de personnes et d’enfants à s’exiler en Suisse.

      Le collectif R

      Personnes concernées :

      Famille Kiyat
      • Nasrettin Kiyat, 1976, Van/Çatak (Turquie)
      • Roza Kakaeva,1986, Kirghizistan
      • Dicle Kiyat, 2005, Irak (apatride)

      Famille Doğan
      • Edibe Doğan, 1977, Mardin (Turquie)
      • Pelin Korkmaz, 2005, Irak (apatride)

      Famille Abdu
      • Süleyman Abdu, 1981, Kamışlo - Syrie
      • Ibtisam Farhan 1985, Kamışlo - Syrie
      • Serhad Abdu 2014, Kamışlo - Syrie
      • Selin Abdu 2017 (Turquie)

      Famille Apaydın
      • Gazi Apaydın, 1978, Şırnak (Turquie)
      • Keser Apaydın, 1987, Şırnak (Turquie)
      • Zilan Apaydın, 2006, Irak (apatride)
      • Dilan Apaydın ,2006, Irak (apatride)
      • Ruken Apaydın, 2010, Irak (apatride)
      • Dalila Apaydın, 2013, Irak (apatride)

      Personnes individuelles

      • Doğan YILDIRIM, 1991, Şırnak/Silopi (Turquie)

      • Ramazan Turan, 1994, Diyarbakır (Turquie)
      • Osman Erdal 1956, Urfa (apatride)
      • Mustafa Mamay, 1987, Kars (Turquie)
      • Izzet Ablak, 1992, Mardin (Turquie)

      –-> document reçu via le collectif_R, par email, le 26.10.2018

  • Kurdish Asylum Seekers In Japan Live In Legal Limbo

    “Japan bans us from working, but everyone knows that without foreigners this country’s in trouble. There aren’t enough workers and young Japanese can’t do these jobs.”

    https://o.twimg.com/2/proxy.jpg?t=HBgqaHR0cDovL3RodW1icy5jYXJib25hdGVkLnR2LzIwMzU1MV9wb2QuanBnFOQ
    http://www.carbonated.tv/news/kudish-asylum-seekers-live-limbo-in-japan-warabi-video
    #réfugiés #asile #migrations #Japon #intégration #travail #réfugiés_kurdes

  • "#Le_temps_perdu", un #film de Pierre Schoeller

    Cela faisait à peine quelques semaines que le camp de #Kawergosk était installé lorsque Pierre Schoeller s’est retrouvé debout au milieu de ses allées pleines de boue, battues par les vents. Le réalisateur n’était pas là pour tourner une fiction mais un #documentaire – son premier - sur le #quotidien des #réfugiés_kurdes qui ont fui la #Syrie. Il a choisi la voie du réel en confiant des caméras à quelques réfugiés, qui ont filmé de façon brute leurs jours et leurs nuits.

    http://info.arte.tv/fr/le-temps-perdu-par-pierre-schoeller
    #asile #migration #camp_de_réfugiés
    cc @reka

    Extrait, un homme vivant dans le camp témoigne :

    « Quand tu quittes ton pays et que tu laisses ta famille et tout ce que tu possèdes derrière toi, cela veut dire ’fuir la mort’. Nous n’avons pas l’habitude de l’étranger. C’est la première fois que je quitte la Syrie pendant si longtemps. Au Liban, j’y allais comme si j’étais touriste. J’y allais pour travailler et je rentrais après. Maintenant, je ne sais pas quand nous rentrerons. En fin de compte, je reste un réfugié. Voilà »