• Corbusierhaus in Westend: Dieses Berliner Paar lebt wie in den 50ern
    https://www.berliner-zeitung.de/stil-individualitaet/corbusierhaus-in-westend-dieses-berliner-paar-lebt-wie-in-den-50ern


    Fotos Ekaterina Zershchikova
    Ein Glücksgriff: Das Bett von Alfred Roth wurde auf dem Schwarzen Brett im Haus angeboten.

    Nur ein Apartment in Corbusiers „Wohnmaschine“ entspricht wirklich den Plänen des Architekten: Es wurde entsprechend umgebaut. Besuch einer legendären Wohnung.

    15.5.2022 von Manuel Almeida Vergara - Ein kleines Wägelchen für die Plattensammlung, ein neuer, größerer Kühlschrank, geerbtes Besteck, geerbtes Geschirr – viel mehr war es nicht, was Henrik und Natalia Svedlund vor rund vier Jahren mitbringen konnten. Schließlich sind die beiden damals in ein möbliertes Apartment eingezogen. Mit der obligatorischen Ikea-Küchenzeile und der moccafarbenen Sofalandschaft von Poco Domäne hatte das allerdings rein gar nichts zu tun.

    Henrik und Natalia Svedlund wohnen im Corbusierhaus in Westend. Allerdings nicht in irgendeiner der 530 Wohnungen, die sich im kastigen Komplex aufeinandertürmen – das Apartment Nummer 258 ist das einzige im ganzen Haus, das tatsächlich den Plänen des legendären Architekten entspricht. „Wir haben eigentlich eine Wohnung in Friedrichshain oder Prenzlauer Berg gesucht“, sagt Henrik Svedlund nun – „aber als wir diese Wohnung gesehen haben, waren wir sofort verliebt und haben die Lage außerhalb der Stadt in Kauf genommen.“


    Eine Kolumbianerin und ein Schwede in Berlin: Natalia und Henrik Svedlund an ihrem Esstisch.

    Von den Wandfarben bis zum Treppendesign von Jean Prouvé, von der originalen Küchenzeile aus den 50ern bis zu der Einbauküche Charlotte Perriands, die Deckenhöhe, der Schnitt – beinahe alles in der Maisonette-Wohnung des Paares entspricht den Vorstellungen und Grundsätzen, dem Gusto Le Corbusiers, einem der prägendsten Architekten der Moderne. Und das, Jahrzehnte nachdem es um seinen Berliner Wohnkomplex zu einem handfesten Eklat gekommen war.


    Von außen unscheinbar: die Wohnungstür zum 50er-Jahre-Traum.

    Zwischen 1956 und 1958 wurde das Corbusierhaus, das ob seiner setzkastenartigen Gleichförmigkeit und der kompromisslosen Praktikabilität auch „Wohnmaschine“ genannt wird, in Sichtweite des Teufelsbergs gebaut. Eigentlich hätte der Komplex als Teil der 1957 in Berlin ausgerichteten Internationalen Bauausstellung im Hansaviertel stehen sollen – doch seine Dimensionen waren zu ausufernd, das Haus schlichtweg zu groß, also wurde es kurzerhand ans westliche Ende der Stadt verlegt.


    Brachiale Gleichförmigkeit, kompromisslose Praktikabilität: Das Haus wird auch „Wohnmaschine“ genannt.

    Entgegen dem Willen Le Corbusiers nahmen die Berliner Bauherren außerdem zahlreiche Änderungen an seinem Meisterplan vor, bauten statt Dreizimmer-Apartments solche mit einem oder zwei Zimmern, ließen Metall- statt Holzfenster einsetzen, die Räume wurden 2,50 Meter hoch, obgleich der Architekt mit 2,26 Meter geplant hatte. „Im Grunde entsprach nur noch die Fassade den Vorstellungen Corbusiers“, erzählt Natalia Svedlund. „Daraufhin hat er sich aus dem Projekt zurückgezogen und die Baustelle nur ein einziges Mal besucht.“

    Corbusiers Unité d’Habitation in Marseille gilt als Vorbild
    Natalia Svedlund weiß ziemlich genau, wie das Corbusier-Original hätte aussehen sollen. „Sie ist der Architekturfan von uns beiden“, sagt Henrik Svedlund und nickt in Richtung seiner Frau. Vor Jahren schon hatte sie Corbusiers Unité d’Habitation in Marseille besucht, das als Vorbild für die Berliner Version gilt – und in Gänze so erbaut wurde, wie es der 1965 verstorbene Architekt erdacht hatte. Dass in Berlin nun immerhin eine Wohnung so aussieht, wie er es sich gewünscht hatte, ist einem weiteren Architekten zu verdanken.


    Show-Shower: Ans Schlafzimmer grenzt die offen gestaltete Dusche an.

    „Die Wohnung hat vor uns Philipp Mohr gehört, der sie für sich selbst entkernt und umgebaut hat“, so Natalia Svedlund. Im Grunde hat der Architekt, der mittlerweile in Barcelona lebt und arbeitet, das Apartment sozusagen zurückgebaut – zurück in einen Zustand allerdings, den es in der Realität so nie gegeben hat, zurück auf den Stand der architektonischen Zeichnungen Le Corbusiers. Mit der Architektur der Moderne hatte sich Mohr schon seit den 1980ern auseinandergesetzt, wie Natalia Svedlund kannte auch er das Unité d’Habitation in Marseille.


    Hebt sich in Farbe und Form spannend von der Wand ab: Le Corbusiers „Lampe de Marseille“.

    Mohr, der selbst einige Jahre im Apartment 258 gewohnt hatte, muss glücklich gewesen sein, als Henrik und Natalia Svedlund als neue Käufer der Wohnung gefunden waren. Schließlich ist das Paar bereit, die 50er-Jahre-Maisonette als Gesamtkunstwerk anzunehmen – und sie gelegentlich auch anderen Architektur-Fans zu präsentieren. „Wir bieten manchmal Führungen durch die Wohnung an, relativ oft haben wir kleine Touristengruppen aus Japan da“, sagt Natalia Svedlund, die genau wie ihr Mann beruflich nichts mit Architektur zu schaffen hat.

    Unter dem Pseudonym Chimneyheart macht der Hausherr Musik
    Die gebürtige Kolumbianerin ist Diplomingenieurin im Brauwesen, arbeitet aktuell an ihrer Dissertation im Bereich der Gärungstechnologie; Henrik Svedlund kam aus Schweden nach Berlin, ist Musiker und Künstler, Indiepop- und Rock-Tracks sowie Illustrationen präsentiert er unter dem Pseudonym Chimneyheart. Auch in der Wohnung des Paares hängen einige seiner farbintensiven Zeichnungen im naiven, oft humoristischen Stil. Sie passen überraschend gut zum sachlichen Stil der Mid-Century-Möbel überall umher.


    Ganz der legendäre Architekt: Gerade Linien, sachliche Farben überall.

    Ins Auge sticht gleich die Küche mit ihren farbig lackierten Schiebetüren. „Von der waren wir gleich begeistert, als wir das erste Mal in die Wohnung gekommen sind“, sagt Henrik Svedlund. Allein sind sie damit nicht: Ein Teil der Küche steht im Moma in New York; das Museum hat sich Le Corbusiers Originaldesign von verschiedenen Stellen komplett zusammengekauft. Das fehlende Element der Küche im Apartment 258 wiederum hatte Philipp Mohr mit einem Stück einer Küche aus dem Unité d’Habitation in Marseille ausgeglichen – ein weiteres fehlendes Teil hat dann Natalia Svedlund im Internet gefunden und gekauft, nachdem sie mit ihrem Mann eingezogen war.


    Museumsreif: Ein Teil der Küche des Paares steht im New Yorker Museum of Modern Art.

    Es ist nicht der einzige Glücksgriff, den die beiden in den vergangenen Jahren machen konnten. „Unser Bett aus Stahlrohren, ein Original von Alfred Roth, haben wir sogar hier im Haus gefunden“, so Henrik Svedlund. „Jemand hatte es auf dem Schwarzen Brett unten in der Lobby angeboten.“ Ansonsten, so erzählt das Paar, halte sich der Kontakt zu den Nachbarinnen und Nachbarn im Corbusierhaus in Grenzen.


    Nach einem Design von Jean Prouvé: die Treppe der Maisonette-Wohnung.

    „Hier fehlt einfach ein Platz, an dem man sich treffen könnte, ein Café vielleicht“, sagt Henrik Svedlund. „Das wäre ja auch für die Touristen schön, die kommen, um sich den Komplex anzuschauen.“ Er hofft, dass so etwas irgendwann in den Erdgeschossräumen des Gebäudes entsteht; die ersten Wohnungen des Komplexes kommen schließlich erst im zweiten Stock. Vielleicht stoße die Idee ja bald beim Beirat der Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer des Hauses auf Gegenliebe; in Marseille gebe es so einen Begegnungsraum bereits: „Gemeinschaftsräume waren eben fester Bestandteil der Konzepte von Le Corbusier.“

    Insofern kann das Paar nur schwer nachvollziehen, dass der Architekt oft in der Kritik steht – weil er gleichförmige Wohnkomplexe entwarf, gestalterische Grundsätze vor individuelle Wohnbedürfnisse stellte, eben „Wohnmaschinen“ bauen ließ. Keine Erdgeschosswohnungen, sämtliche Apartments haben dieselbe Größe, denselben Schnitt: „Im Grunde ist das doch ein demokratischer Ansatz“, findet Natalia Svedlund, „die gleichen Voraussetzungen für alle.“

    Auf Instagram hat die Wohnung den eigenen Account @apartment258 – Henrik Svedlund ist unter @chmnhrt zu finden, seine Musik gibt es auch auf Spotify und https://soundcloud.com/chimneyheart

    .

    Wikipedia: Corbusierhaus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Corbusierhaus

    OSM: Corbusierhaus
    https://www.openstreetmap.org/way/8080757

    Kauperts: Flatowallee
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Flatowallee-14055-Berlin

    Club Bel Ami Reichssportfeldstraße 14
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bel_Ami_(Berlin)

    #Berlin #Charlottenburg #Westend #Flatowallee #Reichssportfeldstraße #Wohnen #Architektur

  • De quel feu brûlait l’incendiaire du Reichstag ? à lire in extenso dans la revue Jef Klak (n°7). - 3 février 2021 « Pense-bête
    http://www.archyves.net/html/Blog/?p=8186

    En 2003, nous avions rassemblé, annoté et présenté, en amicale complicité avec Charles Reeve, des carnet de voyage, des articles dans un journal de chômeurs et le procès-verbal d’interrogatoire de Marinus Van der Lubbe dans un livre Carnets de route de l’incendiaire du Reichstag (Verticales). Les fake news concernant l’incendiaire du Reichstag ayant la vie dure depuis 1933, surtout en France, j’ai pensé qu’il était utile de refaire le point.

    « Le soir du 27 février 1933, vers 21h30, un certain Marinus van der Lubbe, chômeur néerlandais de 24 ans, est arrêté à l’intérieur du Reichstag en flammes. Ancien membre du parti communiste hollandais, il revendique aussitôt cet acte de « protestation », perpétré en solitaire, contre un édifice « symbolique ». Soixante-dix sept ans après les faits, la consultation de quelques manuels d’histoire en ligne donne le ton : « Hitler fait incendier le Reichstag en février 1933 par un garçon manipulé par les Nazis. Celui-ci se déclare communiste, ce dont Hitler prend prétexte pour interdire le Parti communiste et arrêter ses dirigeants et ses 4 000 permanents. » (Maxicours.com) ou « Les nazis prennent prétexte de l’incendie du Reichstag, attribué abusivement à un déséquilibré, membre du parti communiste, pour interdire ce dernier et abolir les libertés civiles. » (Lelivrescolaire.fr). Ainsi le jeune incendiaire du parlement berlinois passe-t-il encore, en France surtout, pour un « manipulé », un « déséquilibré », voire un « exalté un peu simple d’esprit, très probablement à l’instigation des nazis » ( Le Petit Robert des noms propres ), comme si, selon de mauvaises habitudes policières, il suffisait de se demander à qui profite le crime pour éclaircir le cours de l’Histoire.

    #Marinus_Van_der_Lubbe #Reichstag #histoire #propagande

    • De très longue date, le #complotisme a été une arme de guerre psychologique pour la conquête et la pérennisation du pouvoir, un théâtre d’ombres agitant duperies et impostures pour mieux masquer des rivalités entre frères ennemis despotiques. D’où la méfiance qu’on doit garder envers son resurgissement actuel, sous la forme d’une antidote miracle face à l’intox des médias et aux camouflages stratégiques des managers privés ou publics. Sous prétexte d’offrir un ersatz de lucidité suspicieuse à l’égard des agissements des occultes des puissants, la recherche d’une explication simpliste – à qui profite le crime ? – et l’illumination censée en éclairer la cause – une machination mondialisée, sans contradictions internes ni origines multifactorielles – fait passer l’esprit critique du côté d’une aveuglante pulsion paranoïaque, loin des chemins de traverse de toute subversion.

  • Berlin-Westend - Reichstraße - Rue des Riches
    https://www.daybyday.press/article7094.html


    Cette photo a été prise hier. Elle montre la queue devant le traiteur Lindner dans le beau quartier de Westend à Berlin.

    Les prix sont surprenant, surtout parce que le magasin ne se contente pas de charger des prix élevés mais par des détails de sa facturation.
    Voici la facture pour un simple petit pain blanc contenant une boulette de viande grillée.

    Bötchenservice": DAS Abzocke-Sonntags-Foto - DaybyDay ISSN 1860-2967


    Quittung der Filiale 142 der »Esskultur«- Firma Lindner in der Wilmersdorfer Str. 146/147

    € 0,95 - un petit pain
    € 2,20 - une boulette de viande
    € 0,90 - service pain
    € 4,05 - somme

    On y paie pour le « service pain » qui consiste dans le fait remarquable que l’employé au service prend un couteau pour couper le pain.

    Bravo ! C’est comme ca qu’il faut traiter les nantis. On ne fait cadeau de rien !

    #Berlin Westend #Charlottenburg #Reichstraße #Wilmersdorfer_Straße

  • Bau des Nord-Ostsee-Kanals wird zum politischen Machtkampf Ausgerec...
    https://diasp.eu/p/11188908

    Bau des Nord-Ostsee-Kanals wird zum politischen Machtkampf

    Ausgerechnet in Generalfeldmarschall von Moltke hat von Bismarck seinen größten Gegner beim Plan des Nord-Ostsee-Kanals. Doch mit einer Finte kann sich der Reichskanzler schließlich durchsetzen. Nord-Ostsee-Kanal: Machtkampf zwischen Bismarck und Moltke #Nord-Ostsee-Kanal #NOK #Nordostseekanal #OttovonBismarck #Reichskanzler #HelmuthvonMoltke #KaiserWilhelmI #Generalfeldmarschall #Militär #Flottengründungsplan

  • Neuer Hashtag : Neue und und Nazistraßen in Berlin
    Dies ist eine editorische und archivarische Anmerkung

    Neue Straßen aus der Nachkriegszeit

    Das Schlagwort #neue_Straßen bezeichnet vor allem Artikel in denen Straßen vorkommen, die nach 1945 angelegt wurden und nicht dem historischen Layout folgen. „Alte“ Straßen sind die, welche aus den vormaligen Dorfstrukturen entstanden sind oder z.B. Teil des Hobrechtplans sind. Sie werden mit dem explizit gekennzeichnet, weil sie eine Änderung des geographischen Kontext und der damit zusammenhängenden Lebenswirklichkeit zur Folge hatten.

    Beispiel: #Penzberger_Straße
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Penzberger-Strasse-10779-Berlin
    https://www.openstreetmap.org/way/25042583

    Straßen als echte Nazierbschaft

    Die heute noch existierenden Straßen, die in der Nazizeit neu und vor allem als Teil der Vorarbeiten für die Errichtung der Welthauptstadt Germania angelegt wurden, werden als #Nazistraßen gekennzeichnet. Das gilt auch, wenn sie heute anders heißen. Dann erhalten sie außerden das Schlagwort #Straßenumbenennung

    Beispiel: #Olympischer_Platz
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Olympischer-Platz-14053-Berlin
    Beispiel: Hanns-Braun-Straße
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Hanns-Braun-Strasse-14053-Berlin

    Straßen als Naziopfer

    Durch die Kombination der Hashtags #Nazis und #Straßenumbenennung werden Straße gekennzeichnet, deren Name in der Nazizeit geändert wurden, und die vorher schon existierten und vielleicht nach 1945 einen anderen Namen trugen. Das Schlagwort #Nazistraßen ist für diese Straßen nicht gedacht.

    Beispiel: #Reichskanzlerplatz -> #Adolf-Hitler-Platz -> #namenloser_Platz -> #Reichskanzlerplatz -> #Theodor-Heuss-Platz
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Theodor-Heuss-Platz-14052-Berlin

    Nazis heute

    Die Kombination der Hashtags #Nazis und #Straßenumbenennung wird auch für Straßen verwendet, die heute noch ihren von den Nazis gewidmeten Namen tragen, es sei denn, es handelt sich um #Nazistraßen.

    Mit den Begriffen #immernoch oder #toujours wird die Nichterfüllung der Aufforderung #nie_wieder bezeichnet. Sie kennzeichnen von Nazis gewidmete Straßen und andere Überbleibsel der Nazizeit. Das können Begriff aus dem Wörterbuch des Unmenschen ebenso sein wie immer noch gültige Gesetze und Verwaltungsvorschriften und vieles mehr.

    Beispiel: #Zobeltitzstraße
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Zobeltitzstrasse-13403-Berlin
    https://www.openstreetmap.org/way/241859198
    #Wacholderstraße -> #Zobeltitzstraße
    Beispiel: #Rumeyplan
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Rumeyplan-12101-Berlin
    https://www.openstreetmap.org/way/711137875
    #Preußenring -> #Rumeyplan

    #Verschlagwortung #Berlingeschichte

  • Corona-Radwege in Berlin: Aktivisten schwärmen von der „Neuaufteilung des Straßenlandes“ - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/corona-radwege-in-berlin-aktivisten-schwaermen-von-der-neuaufteilung-des-strassenlandes/25750282.html

    18.4.2020 von JÖRN HASSELMANN - Die Corona-Krise treibt die Verkehrswende in Berlin voran: Friedrichshain-Kreuzberg baut immer mehr Pop-up-Radwege, andere planen sie. Wirklich nur „temporär“?

    Friedrichshain-Kreuzberg ist bei Radwegen jetzt schneller als alle anderen Bezirke zusammen. Der Bezirk hat in den vergangenen vier Wochen 8,2 Kilometer „temporäre Radverkehrsanlagen“ geschaffen, die mittlerweile überall Corona-Radwege heißen.

    Angefangen hatte die südamerikanische Stadt Bogota, dann New York. Europaweit ist Berlin jetzt Vorreiter bei dieser pandemiebedingten Verkehrswende. Fahrradaktivisten und ADFC bejubelten das Tempo – und forderten die anderen Bezirke auf, nachzuziehen. „Da werden gerade ordentlich Kilometer gemacht. Es geht also, wenn der Wille da ist!“, sagte Ragnhild Sørensen vom Verein „Changing Cities“, der aus dem Radentscheid hervorging.

    Der ADFC twitterte: „Die neuen Radwege haben den Beinamen ’temporär’. Tatsächlich vollziehen Senat und Bezirke während der Coronakrise in kürzester Zeit die Neuaufteilung des Straßenlandes.“ Bekanntlich sind die Corona-Radwege nur provisorisch angelegt, mit Klebefolien auf dem Asphalt und Warnbaken. Doch der ADFC ist optimistisch: „Ein Zustand, hinter den es kaum zurückgehen wird."

    Ab kommenden Montag geht es weiter, Das Bezirksamt teilte mit, dass an drei Straßenzügen weitere 4,5 Kilometer entstehen sollen. Und zwar in der ##Möckernstraße, dem Kottbusser Damm / #Kottbusser_Straße und am Tempelhofer Ufer. In diesen Straßen sei schon vor einiger Zeit gemäß Mobilitätsgesetz mit der Planung begonnen worden, sie werden jetzt zeitlich vorgezogen.

    Seit Jahren wird über sichere Radwege am #Kottbusser_Damm / Straße diskutiert, dort soll nun „ein geschützter Radstreifen in Kombination mit einem Streifen für Lieferverkehr“ realisiert werden. Da Parkplätze wegfallen, will der Bezirk den Anwohnern Plätze im Parkhaus am Herrmannplatz vergünstigt anbieten. Dieses Parkhaus steht dauerhaft zu zwei Dritteln leer, teilte der Bezirk mit.

    Radaktivist: Viele Parkhäuser schon lange leer

    Der Erfinder des Volksentscheid Fahrrad, Heinrich Strößenreuther, hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass zahlreiche Parkhäuser leer stehen und gleichzeitig illegal auf Rad- und Gehwegen geparkt wird. Bislang scheiterten solche Radwege an Protesten von Anwohnern oder am fehlenden Mut in den Bezirksämtern.

    #Friedrichshain-Kreuzberg veröffentlichte jetzt auch eine Art juristischen Ratgeber für die anderen Bezirke. Darin wird so begründet: „Die Notwendigkeit für die schnelle Anordnung von Radfahrstreifen ergibt sich aus der Pandemiesituation als einer Gefahrenlage auch abseits des Verkehrsrechts: Da die existente Radverkehrsinfrastruktur nicht umfassend geeignet ist, die Abstands-Vorschriften zu befolgen, liegt eine Gefährdung des höheren Rechtsgutes der körperlichen Unversehrtheit vor.“ Zuvor hatte die Verkehrsverwaltung einen Leitfaden für provisorische Radwege veröffentlicht, der weite Beachtung fand.

    Immer mehr Bezirke präsentieren jetzt Vorschläge, umgesetzt wurde davon aber noch nichts. Schöneberg hatte drei Straßen genannt, nämlich Innsbrucker Platz, die Schöneberger Straße in Tempelhof und ein kurzer Abschnitt am Sachsendamm.

    Die SPD des Bezirks #Mitte schlug am Freitag neben der bereits geplanten Müllerstraße diese Straßen vor:

    #Alt-Moabit
    #Invalidenstraße
    #Stromstraße / #Fennstraße
    #Reinickendorfer_Straße und #Pankstraße bis #Pankow
    #Friedrichstraße,# Chausseestraße und #Müllerstraße
    #Schulstraße / #Badstraße / #Brunnenstraße
    #Leipziger_Straße und #Potsdamer_Straße
    #Lützowufer / #Schöneberger_Ufer / #Reichpietschufer (Fortsetzung des bestehenden temporären Radweges Hallesches Ufer)

    Durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens hat der Verkehr in Großstädten in Deutschland und weltweit drastisch abgenommen.

    Sehen Sie hier eine interaktive Analyse des Tagesspiegel Innovation Lab.
    https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/sars-cov-2-der-verkehr-in-den-grossstaedten-nimmt-drastisch-

    #Berlin #Verkehr #Radfahren

  • Infotipp
    https://diasp.eu/p/10330165

    Infotipp

    „Die Banken handeln in Milisekunden, die Steuerbehörden brauchen Jahrzehnte“

    Cum-Ex: US-Bank plünderte deutsche Staatskassen

    Ein Beitrag von #Panorama über die Historie von #CumEx. Besonders brisant: Die illegalen Geschäfte wurden in den #USA bereits 2008 verboten - und die #Banker zogen einfach nach Europa weiter, insbesondere nach #Deutschland. Keine Kooperation der #Finanzbehörden, keine Warnung.

    Den informativen Beitrag findet ihr hier: https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2020/Cum-Ex-US-Bank-pluenderte-deutsche-Staatskassen,cumex198.html

    Mehr Infos zu den CumEx-Recherchen gibt es hier: https://www.otto-brenner-preis.de/dokumentation/2019/preistraeger/1-preis

    #Steuern #Banken #Finanzmärkte #Finanzen #Geld #Ungleichheit #Reichtum #Armut #Ungerechtigkeit #Raub #Diebstahl (...)

  • Frank Hensel, président de International Federation of Film Archives un espion nazi
    https://framadrop.org/r/ceKTxKWyBT#oDY+aLyVMGvDTLU7vGXF8YcNp62IIen3ly2Lrq6BxDk=


    Des documents nouvellement retrouvés dans les archives de la Stasi témoignent du rôle important de ce fonctionnaire nazi dans le combat contre la résistance française. D’après un rapport envoyé au #Reichssicherheitshauptamt dans la #Prinz-Albrecht-Straße cet homme à l’apparence anodine aurait démantelé le réseau de soutien aux pilotes alliés et réfugiés dans la toute la France et au Portugal.

    Voici un extrait de l’article dans le journal Berliner Zeitung du 19.10.2019

    In den nun aufgetauchten Berichten gibt ihm Hensel detaillierte Informationen über französische Résistance-Gruppen preis, die er sich offenbar zuvor bei Vertrauten aus Frankreich erschlichen hatte. „Meine Beziehungen sind heute so weit vorgedrungen, dass wir voraussichtlich ... die gesamte De
    Gaulle-Organisation vernichten können“, schrieb Hensel mit kaum verhohlener Begeisterung am 29. September 1942 an Schellenberg.
    ...
    Von der SS-Karriere wussten seine ausländischen Partner nichts, mit denen er am17. Juni 1938 die FIAF gründete. Ein erster Kongress, auf dem Hensel zum Präsidenten der FIAF gewählt wurde, fand im Juli 1939 in New York statt. Der Nachfolgekongress ein Jahr später in Berlin fiel zwar wegen des von Hitler-Deutschland eröffneten Angriffskrieges aus – Hensel aber blieb FIAF-Präsident.

    Der NS-Staat fand für den SS-Mann nun eine neue Verwendung. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Paris im Juni 1940
    bezog Hensel, getarnt als vermeintlicher Direktor der französischen Niederlassung des Mitteleuropäischen Reisebüros, ein Büro in der Avenue de l’Opéra. Von dort aus war sein – wie er es selbst nannte – „Sonderkommando Hensel“ gleich in doppelter Funktion in den besetzten Gebieten unterwegs. Einerseits sollte er für die mit Filmproduktionen
    befasste Abteilung F des Propagandaministeriums „Filme und ähnliches Propagandamaterial (sicherstellen) und die sofortige
    Auswertung dieser Gegenstände“ ermöglichen, wie es in seiner Personalakte heißt.

    Zum anderen lieferte er sowohl dem militärischen Geheimdienst der Wehrmacht – der von Admiral Canaris geleiteten Abwehr – als auch dem SD Informationen, die er über sein Zuträgernetz sammelte.
    ...
    am 29. September 1942, übermittelte Hensel deutlich wichtigere Informationen an Schellenberg – und zwar eine detaillierte Aufstellung der geheimen Anlaufstellen der Résistance im unbesetzten Teil Frankreichs sowie in Lissabon.

    Die Übersicht enthält sowohl die Anschriften der „De-Gaulle-Organisation“ in Montpellier, Marseille, Toulouse und Nizza wie auch die Namen der Verbindungsleute vor Ort und die Losungsworte, über die man mit ihnen in
    Kontakt treten kann. „Bei ihnen melden sich sämtliche englische Fallschirmjäger und Sprengstoffattentäter und werden von dort aus unterstützt und weitergebracht“, schrieb Hensel an Schellenberg.

    In einer weiteren Aufstellung benannte er zudem Adressen, an
    denen sich Flüchtlinge aus dem besetzten Belgien und dem annektierten Teil Frankreichs melden können, um von dort aus mit gefälschten Papieren via Lissabon zu den gegen Deutschland kämpfenden Exilarmeen nach Nord- und Zentralafrika zu gelangen.

    „Es dürfte z. Zt. für mich möglich sein, jede Frage beantworten zu können, die die De-Gaulle-Organisation in Frankreich, Portugal, England und Kongo betrifft“, lobte sich Hensel selbst in seinem Bericht an Schellenberg. „Es wäre am allerbesten, wenn Sie in Anbetracht der Wichtigkeit all dieser
    Meldungen einen Sonderkurier für mich einsetzen würden, da jetzt täglich Nachrichten von bedeutendem Kriegsinteresse einlaufen
    können, wo es auf jede Stunde ankommt.“

    International Federation of Film Archives
    https://www.fiafnet.org/pages/History/Origins-of-FIAF.html

    Of the future four members of FIAF, Nazi Germany’s Reichsfilmarchiv was the first to be established, on 29 January 1934, even though it would only be officially inaugurated (by Hitler himself) in February 1935, by which time it already contained over 1200 films of “artistic or cultural importance”. Joseph Goebbels, a cinema enthusiast who fully understood the cultural and political value of film, seemed to have played a crucial role in its constitution. In 1935 the Reichsfilmarchiv already had a new director – Frank Hensel, who had been involved in the making of propaganda films for the National Socialist Party (which he had joined in 1928).[4] Having travelled a lot in his youth, he spoke very good English, which would be helpful in establishing international contacts with foreign archives.

    In April that year, the Third Reich convened an International Film Congress in Berlin, attended by 1000 delegates of 24 national film industries. The remit of its 9th Special Committee was to discuss the question of film archives. The outcome of its deliberations was to recommend “the setting-up of a film repository in each country for the collection of films of cultural, educational, and scientific value or showing the development of film art. The producers in each country should be required to deliver a free copy of each of their films to the Repository. Each Repository would compile a catalogue of educational films and the various repositories would have contact with one another. As far as possible, a copy of all films produced in the respective countries, educational and otherwise, should be kept.”[5] Later Hensel was to give himself credit “for having successfully prompted other countries to create their own film archives based on the German archive” at this congress,[6] but the evidence does not bear this out. Many countries had boycotted the event for political reasons. The MoMA Film Library and the BFI’s National Film Library were already about to be launched, and it is unlikely that Langlois’ Cinémathèque project owed much to the recommendations of the Berlin congress. In November 1938 he would even declare to John Abbott that one of the real strengths of the FIAF project came from the fact that unlike most other international film organizations of the 1930s, FIAF had not been initiated by the German-Italian axis.
    ...
    Between 1936 and 1938, if the Cinémathèque française, the BFI, and the MoMA Film Library had developed a friendly and, to a degree, productive relationship, there seems to be little evidence of a similar sustained partnership between these three and the Reichsfilmachiv in that period, following the initial encounter between the Abbotts and their German counterparts in Berlin in the summer of 1936. In the fast-deteriorating international climate of that period, this is hardly surprising. What is more surprising is how the Reichsfilmarchiv would suddenly reappear on the international stage and take an important part in the foundation of the International Federation of Film Archives in 1938, via its representative Frank Hensel.
    ...
    The “Trois siècles d’Art aux États-Unis” exhibition opened with a private view on 24 May 1938. Later accounts confirmed that the event, hosted by the Abbotts, was attended by Vaughan, Langlois, and Frank Hensel, and therefore provided the first opportunity for these personalities to discuss the FIAF project.[31] From then on Hensel was invited to take part in all the discussions. It is not clear how the German – who by then was no longer the head of the Reichsfilmarchiv, but still represented it abroad – managed to be included in the negotiations, especially at a time when international tension was at its highest (it was less than three months after the Anschluss). The other three partners certainly saw an opportunity to bring international legitimacy to the future organization and, after all, the Reischsfilmarchiv was a major archive with a much larger collection than the Cinémathèque or the National Film Library.
    ...
    In a letter to Langlois on 1 June, Abbott confirmed in writing the initial agreement about “the creation of an International Federation of Film Archives” which they, Olwen Vaughan, and Hensel had drafted during their preliminary conversations in the last week of May.
    ...
    The representatives of the four archives agreed to meet again, this time in a more official manner, to put the finishing touches to FIAF’s founding document. They reconvened in the Abbotts’ hotel in his Paris on 9 June, and then again on 15 June. The minutes of these first two official FIAF meetings, taken by Olwen Vaughan, were duly signed by the participants – Abbott, Hensel, Vaughan, Langlois, and Franju. During the first meeting they approved the international agreement for the proposed Federation. They also decided that the first annual congress would be held in New York in the summer of 1939, and (on Hensel’s insistence, for political balance) the second in Berlin in 1940. Until the New York congress, the Board of Directors would consist of Abbott (President), Hensel (Vice-President and Secretary), Vaughan (Treasurer), and Langlois, while Franju was given the post of Executive Secretary, in charge of the FIAF office (another victory for Langlois).
    ...
    From the moment the Abbotts sailed back to New York on 22 June, Olwen Vaughan started playing a key role in ensuring that the unfinished business would be dealt with, especially as “minor frictions” seemed to have appeared between Langlois and Hensel, as reported in correspondence between Abbott and Vaughan at the end of June.[35] She played the unofficial role of spokesperson in Europe for the Abbotts, and kept a close eye on Langlois and Hensel, whose widely different temperaments (and ideological mindset) could put the common project at risk. She regularly reported to MoMA her growing frustration at Hensel’s lack of communication, and Langlois’ vagueness and messiness.
    ...
    If Hensel and Vaughan had the copies of the Agreement countersigned by their higher authorities within a few weeks, the delay in announcing the formation of FIAF eventually came from New York, where Abbott faced his own difficulties. One of them was that the US Government was in the process of setting up a film department within the National Archives, which seemed to unsettle the MoMA Film Library’s status as the country’s semi-official film archive. Abbott initially assumed this new institution would have to co-sign the FIAF Agreement with MoMA, so he made a number of enquiries. On another front, a tough interview of Abbott by Will H. Hays’ public relations man on 25 October also showed that the powerful Motion Picture Producers and Distributors of America was rather concerned about the new Federation, and by the fact that MoMA would be exchanging films with Nazi Germany on a systematic basis. The serious war scare caused by the Czechoslovakia Sudetenland crisis in late September came very close to putting an end to the FIAF Project before it was even launched. In a very anxious letter to Abbott, Vaughan recounted her presence in Paris that week, “whilst everything was at its worst. You never saw such a dreary town – all Air Raid precautions – no lights – and everyone far gloomier than in London.” She reported that both Langlois’ and Hensel’s morale was very low, and she begged Abbott to have the FIAF Agreement signed as quickly as possible to ease the tension.
    ...
    Rolf Aurich, “Cinéaste, Collector, National Socialist: Frank Hensel and the Reichsfilmarchiv”, Journal of Film Preservation, #64, April 2002.
    ...
    [33] Langlois was curiously left without a formal position in this early set-up (which was confirmed in the official Agreement signed on 17 June). This can be explained by the fact that the Cinémathèque had already obtained the post of Executive Secretary of FIAF, and the location of the Secretariat in Paris. Hensel probably also insisted on the Reichsfilmarchiv obtaining as prestigious a position as that of its American counterpart, for obvious political reasons.

    First Tango in Paris : The Birth of FIAF, 1936-1938Christophe Dupin
    https://www.fiafnet.org/images/tinyUpload/History/FIAF-History/Birth%20of%20FIAF%20Article_Dupin_JFP88.pdf

    #histoire #cinéma #France #Allemagne #espionnage #guerre

  • Vom Frauenknast zum Wasserturm: Tag des offenen Denkmals bietet Einblicke in sonst unzugängliche Gebäude - Steglitz
    https://www.berliner-woche.de/steglitz/c-bildung/tag-des-offenen-denkmals-bietet-einblicke-in-sonst-unzugaengliche-geb

    Im Altbezirk #Steglitz öffnen am Sonnabend und Sonntag, 7. und 8. September, sechs Einrichtungen ihre Türen und bieten Einblicke in die spannende Geschichte der denkmalgeschützten Häuser.

    In diesem Jahr zum zweiten Mal mit dabei ist das Kunsthaus der Achim Freyer Stiftung im #Kadettenweg 53. Der international renommierte Theatermacher, Maler, Sammler und Stifter Achim Freyer lädt in seine Villa ein, die 1893-1894 von Georg Böhme als Fachwerkbau errichtet wurde. Die Besucher erwartet hier unter anderem eine außergewöhnliche Sammlung internationaler Kunst des 20. bis 21. Jahrhunderts sowie der Naiven Kunst und der Art Brut. Insgesamt über 2000 Werke hängen an den Wänden der Villa. Das Haus ist nur am Sonntag, 8. September, von 11 bis 17 Uhr, geöffnet. Es gibt Filmvorführungen zum künstlerischen Schaffen des Künstlers, der selbst anwesend sein wird. Von 12 bis 16 Uhr werden stündliche Führungen durch die Sammlung angeboten

    (Teilnahme nur nach Anmeldung unter Telefon 833 93 14 oder per E-Mail an team@achimfreyer.com). In der Galerie kann die aktuelle Ausstellung „Achim Freyer – Das Bild-neueste Werke“ besucht werden.

    Ebenfalls zum zweiten Mal dabei ist das #Gutshaus_Steglitz in der #Schloßstraße 48, auch bekannt als #Wrangelschlösschen. Das Haus ist zwar ganzjährig geöffnet, aber am Sonnabend, um 12.15 und um 13.15 Uhr bietet der Heimatforscher Wolfgang Holtz Besichtigungen an und wird dabei die eine oder andere Anekdote über Steglitz und das Gutshaus zum Besten geben. Am Sonntag, 12.15 und 14.15 Uhr, erfahren die Besucher auf Führungen von Jörg Rütter, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde, historische Besonderheiten des Gebäudes.

    Anmeldungen zu den Führungen sind unter Telefon 902 99 33 08 oder per E-Mail an christine.urban@ba-sz.berlin.de erforderlich. Wer auf eigene Faust das Haus erforschen möchte, kann das an beiden Tagen von 12 bis 18 Uhr tun.

    Kunst hinter Gefängnismauern gibt es im ehemaligen Frauenknast #Lichterfelde, #Söhtstraße 7. Das imposante Gebäude, das 1902 bis 1906 von Rudolf Mönnich, Walter Sarkur und Paul Thoemer als Amtsgericht und #Frauengefängnis erbaut wurde und 2010 geschlossen wurde ist seit 2016 Kulturort. Hier finden Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen und Diskussionen einen Raum. Auch Filme und Serien wurden im Gefängnisgebäude gedreht.

    Das Gebäude öffnet an beiden Tagen von 12 bis 18 Uhr. Von 11 bis 17 Uhr stehen stündlich Führungen auf dem Programm, Treffpunkt ist der Gefängnishof. Im Lichthof wird eine Ausstellung gezeigt. Am Sonntag, 18 Uhr, gibt es im Kuppelsaal ein Konzert von Klang Art Berlin. Karten zu zwölf Euro sind an der Abendkasse erhältlich.

    Am Sonntag, 11.30 bis 14 Uhr, öffnen sich auch die Türen des Wasserturms auf dem Friedhof Bergstraße. Seit 2000 hat die A.T.I. Arzneimittelinformation Berlin in dem 1919 fertiggestellten Gebäude ihren Sitz. Der über 40 Meter hohe Turm wurde seitdem mehrfach umgebaut. Gemeinsam mit dem Bezirk restaurierte der Verlag den Turm Ende der 1990er-Jahre aufwendig. Besichtigt werden kann das Basisgeschoss, zu jeder halben Stunde gibt es ein Kurzreferat.

    Einen Einblick in ein Stück unrühmliche Geschichte gibt das Landesdenkmalamt auf dem Gelände des ehemaligen #Kriegsgefangenenlager #Lichterfelde-Süd. An der #Osdorfer_Straße wurde 1939 von der #Reichsbahn ein Arbeitergemeinschaftslager errichtet mit einer Belegungskapazität von 1500 Personen. Ab Sommer 1940 diente es der Unterbringung von Kriegsgefangenen, die in Berlin #Zwangsarbeit leisten mussten. Einige der Baracken überdauerten bis heute. Die überlieferten baulichen Reste werden vorgestellt und die Lebensbedingungen der Gefangenen beleuchtet. Die Rundgänge beginnen an beiden Tagen um 10 und 14 Uhr an der Osdorfer Straße, Ecke #Landweg. Festes Schuhwerk und Taschenlampe sind erforderlich.

    Eine interessante Geschichte hat auch die Villa Folke Bernadotte, #Jungfernstieg 19 zu bieten. In dem 1885-1886 von Richard Reihnhold Hintz errichteten Gebäude lebte von 1928-1945 der deutsche Wissenschaftler Manfred von Ardenne. Teile seiner Forschungslaboratorien sind noch im Haus erkennbar. Etwa in dem acht Meter hohem Kellerraum, in dem er an der Erfindung der Fernsehröhre arbeitete. Heute ist dort ein Kletterlabor eines Familienzentrums untergebracht. An beiden Tagen gibt es um 14.30, 15.15, 16 und 16.45 Führungen, Treffpunkt ist im Foyer. Außerdem ist im Seminarraum die Ausstellung „Baron von Ardenne“ zu sehen.

    Das komplette Programm für den Tag des offenen Denkmals in Berlin auf https://bwurl.de/14ie

    #Ausstellung #Kultur

  • Bernd Rosemeyer Unfall bei 430 km/h
    https://www.youtube.com/watch?v=XhdMn47KFzg


    Les voitures de grande vitesse sont des objet du culte de la mort. En 1938 les nazis béatéfient le jeune pilote automobile Bend Rosemeyer après sa mort. Il décède à une vitesse comparable à celle des avions « Stuka » symbole de la guerre Blitzkrieg . Rosemeyer devient ainsi un symbole du triomphe de la technologie meurtrière au service du fascisme allemand. Les fanatiques du sport automobile n’ont toujours pas pris conscience du fait qu’ils perpétuent le culte de la mort nazi.

    Erinnerung an den Rennfahrer Bernd Rosemeyer 2013 Zum Gedenken am 75. Todestag von Bernd Rosemeyer Bernd Rosemeyer (* 14. Oktober 1909 - 28.1.1938

    #nazis #Reichsautobahn

  • Schwanenwerder | Suchergebnisse | Berlin ab 50…
    https://berlinab50.com/?s=Schwanenwerder

    Entdeckungen auf Schwanenwerder | Berlin ab 50…
    https://berlinab50.com/2017/07/04/entdeckungen-auf-schwanenwerder

    Unser Spaziergang folgt dem Verlauf der Inselstraße. Zu historisch besonders interessanten Grundstücken, zu Häusern und ihren ehemaligen Bewohnern möchte ich Ihnen einige Details erzählen. Dabei orientiert sich der Blick auf die rechte Seite des Weges. In der Abbildung habe ich die Grundstücksnummern eingezeichnet, so dass der Wanderer sich rasch orientieren kann.

    Inselstr. Nr. 6

    Gleich beim Betreten der Insel steht rechts das Wohnhaus des „Inselältesten“ (Nr. 2). Die Familie des früheren Polizeipräsidenten von Berlin (1987 bis 1992) Georg Schertz ist hier seit 1935 ansässig. Als Chronist der Insel stammen viele Artikel aus seiner Feder, einiges davon ist auch in meinen Spaziergang eingeflossen.

    Das Grundstück Nr. 2a/4 gehörte den Inhabern des internationalen „Seidenwarenhauses August Michels“ und wurde „arisiert“ , nach dem Krieg rückübertragen und verkauft. Dem Gründer der „Eduard Winter Gruppe“ gehörte die Nr. 6.

    Nun sind wir schon – nach einem kleinem Aufstieg – am Fragment einer Säule des Palais des Tuileries, das 1871 beim Aufstand der Pariser Kommune abbrannte und später abgerissen wurde. Der Insel-Bauherr Wessel kaufte 1884 ein Fragment für Schwanenwerder, um die Insel zu verschönen. An der Säule steht die einzige Bank der Insel und daneben die Inschrift: „Dieser Stein vom Seine Strand her gepflanzt in deutsches Land/ruft dir Wanderer mahnend zu/Glück, wie wandelbar bist Du“. Wie wahr der Spruch ist, sollte die Geschichte bald zeigen.

    Das nächste Grundstück rechts ist die Nr. 8/10. Es gehörte bis 1936 dem Bankier Dr. Oscar Schlitter, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Bank. Mit seinem Inselnachbarn von Nr. 28, dem Bankier Eduard Mosler von der Disconto-Gesellschaft verabredete man beim 5-Uhr-Tee (so ist es überliefert) 1929 die Fusion von Deutscher Bank und Disconto-Gesellschaft. Der Bankier verkaufte 1936 das Anwesen an den Propagandaminister Josef Goebbels, der mit seiner Familie hier bis 1943 lebte und dann in sein Anwesen nach Bogensee bei Lanke zog. In den Jahren als Inselbewohner breitet er sich krakenartig aus. Auf der gegenüberliegenden Nr. 7 ließ er einen Luftschutzbunker bauen. Das benachbarte Grundstück Nr. 12/14 , ab 1930 im Besitz des Bankhauses Goldschmidt-Rothschild wurde im Zuge der Arisierung 1938 von Goebbels für wenig Geld ( 117.000 RM) erworben und die Villa als Dienstwohnung mit Kinosaal genutzt.

    Doch zurück zu Nr. 8/10. Goebbels lebte hier mit viel Personal und sehr luxuriös. Um Neugierige zu verschrecken, wurde das Inselgelände als privat bezeichnet und das Betreten untersagt. In diese Zeit fällt auch die erwähnte Geschichte mit der ersten deutschen Fernsehfandung. Ein Taxifahrer, der Personal zur Villa gebracht hatte, wurde auf der Rückfahrt ermordet. Der Regenmantel des Täters blieb liegen. Dieses Beweisstück wurde im November 1938 in dem seit 1935 existierenden Berliner Fernsehen (Fernsehsender Paul Nipkow) gezeigt und viele Neugierige schauten in den 27 öffentlichen Berliner Fernsehstuben (mit 18x 22cm Bildschirmen) zu. Es gab einen Zeugen, der den Mantel erkannte und der Täter wurde verhaftet und später hingerichtet.

    Am Kriegsende wurde die Villa geplündert und später abgerissen. 1958 erfolgte eine Teilung des Grundstücks, Nr. 8 wurde zur Wasserschutzpolizei, Nr. 10 erwarb 1973 das Land Berlin. Dort entstand auf den Fundamenten der Goebbels Villa das „Aspen-Institut Berlin“. Erster Leiter war Shepard Stone (1908-1990), der Wissenschaft und Kunst in West- Berlin außerordentlich gefördert hat und an den eine Gedenktafel erinnert. Heute ist der Sitz des Berliner Aspen Instituts in der Friedrichstrasse in Mitte.

    Hier beginnt die Schleife der ringförmigen Inselstrasse. Eine kleine, aber sehr gelungene Ausstellung informiert über die Insel und ihre Bewohner, über Arisierungsgewinner und die Nachkriegszeit, in der auf der Insel in den verlassenen Villen der Häuserkampf von den Amerikanern geübt wurde.

    Zu Nr. 12/14 ist ein Skandal aus der Zwischenkriegszeit bekannt, also in der Zeit, bevor das Bankhaus Goldschmidt-Rothschild Eigentümer wurde. Am Beginn des Jahres 1924 hatte der Spekulant Julius Barmat die Villa aus den Gewinnen eines in der Inflation zusammengekauften Firmenimperiums gekauft. Doch schon am Ende des Jahres ging er in Konkurs unter vorheriger Inanspruchnahme umfangreicher, vom Staat gewährter Millionenkredite. Die Kredite wurden durch Politiker gegen „Vorteilsnahme“ gewährt, der dafür verantwortliche Postminister Höfle musste zurücktreten. Ende 1925 wurde das Anwesen verkauft, die Berliner sollen wegen der großen Feste und Gelage bei Barmat die Insel „Barmatwerder“ genannt haben.

    Das nächste Anwesen wurde schon einmal hier im Blog vorgestellt. In Nr. 15-18 wohnte die Familie des Generaldirektors der Schultheiss-Patzenhofer Brauerei, Walter Sobernheim. (https://berlinab50.com/2015/04/12/die-sobernheims-von-schwanenwerder) .

    Zu den Häusern in der Mitte der Insel ist – bis auf die Nr. 37/11/13, dem Schwanenhof – nichts zu berichten, da sie alle erst nach dem Krieg erbaut wurden. Früher waren hier die Häuser für das Personal und die Küchengärten.

    Weiter auf der Inselstrasse … | Berlin ab 50…
    https://berlinab50.com/2017/07/10/weiter-auf-der-inselstrasse

    Industrielle, Banker, Weltrevolutionäre und NS-Bonzen

    Inselstr. 16

    Bei der Fortsetzung unseres Spaziergang auf Schwanenwerder stehen wir nun vor einem modern bebauten Grundstück Nr. 15-18. Heute befindet sich hier eine Residenz der deutschen Würth AG, dem weltweit führenden Handelskonzern für Befestigungs- und Montagematerial. Bis 1971 stand hier ein schlossähnliches Sommerhaus mit 32 Zimmern, das Walter Sobernheim 1914 durch Bruno Paul bauen ließ und „Haus Waltrud“ nannte. Sobernheim war einer der bekanntesten Industriellen seiner Zeit. Wenn Sie mehr über sein Wirken als Generaldirektor der Schultheiß-Patzenhofer-Brauerei wissen wollen, werden sie hier fündig: https://berlinab50.com/2016/04/26/schultheiss-brauerei-in-der-schoenhauser-alle.

    „Haus Waltrud“, Kupferdruck O.Felsing

    1927 wurde durch Bruno Paul (1874-1968) auf Nr. 18 ein zweiter, kleinerer Neubau für Sobernheims Tochter errichtet. Weitere bekannte Bauwerke von Paul sind Schloss Börnicke, das frühere Asiatische Museum in Dahlem (Arnimallee, heute Museum Europäischer Kulturen) und der Zollernhof Unter den Linden. Nach dem Ersten Weltkrieg wollte Sobernheim aus wirtschaftlichen Gründen das Haus verkaufen. Es erwies sich als schwierig. 1920 mietete sich der aus Kriegsgeschäften (Balkankriege) sehr reich gewordene Lenin-/Trotzki-Berater mit Wohnsitz in Zürich, der Millionär Dr. Alexander Helphand, genannt Parvus (1867-1924) in das Haus ein – mit Vorkaufsrecht. Helphand war seit 1906 auch in Deutschland geschäftlich tätig. Er gilt als Urheber und Finanzier der Aktion, mit der Lenin und seine Freunde 1917 mit Wissen und aktiver Mitwirkung des deutschen Staates aus Genf nach Finnland im plombierten Wagon gebracht wurden und dann von Petrograd (dem heutigen Petersburg) die Sowjetrevolution begann. Die deutschen Stellen unterstützten den Umsturz, um einen Waffenstillstand mit Russland zu schließen, der mit dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk am 3. März 1918 Realität wurde. Helphand empfing in der Villa bis zu seinem Tode 1924 viele SPD-Politiker. Er gilt als Erfinder des Konzepts der „permanenten Revolution“. Vielleicht haben Jakob Augstein („S.P.O.N. – Im Zweifel links“) und Heribert Prantl (SZ; Namenschilder an Nr. 6) deshalb hier Wohnsitz genommen? Ob sie wohl bei einer Flasche guten Rotwein eine Revolution planen?

    Bereits 1933 verließ die jüdische Familie Sobernheim Deutschland. Der Verkaufspreis der Villa war zwar noch marktgerecht, musste aber auf ein „Auswanderersperrkonto“ überwiesen werden. Die Nr. 18 kaufte 1936 der Schauspieler Gustav Fröhlich (1902-1987), der mit der Schauspielerin Lída Baarová liiert war. Sie gab Gustav Fröhlich schließlich „den Korb“, weil sie eine Affäre mit Propagandaminister Joseph Goebbels hatte, der ja nebenan Nr. 8-10 wohnte. Auch Speer wohnte als Mieter einmal in der Nr.18 und erwarb dabei gleich die Nr. 7. Das „Haus Waltrud“ kaufte 1938 der Chemie-Industrielle Max Baginski, der Erfinder, Hersteller und geniale Vermarkter der „Spalt-Tablette“.

    Im Juli 1945 übernahm die amerikanische Besatzungsmacht die Verwaltung von Schwanenwerder. Im unzerstörten Haus der Sobernheims bereiteten hohe US-amerikanische Militärs die Potsdamer Konferenz vor. Später zog General Lucius D. Clay, Organisator der Berliner Luftbrücke, dort ein. In der Nachkriegszeit gab es von den Erben Anträge auf Entschädigung und Rückerstattung des Anwesens. Das Verfahren endete mit einem Vergleich, der das Gebäude bei Max Baginski beließ und der an die Erben 12.000 Mark und 2.000 Mark für außergerichtliche Kosten zu zahlen hatte. 1971 wurde das prächtige Haus, das zuletzt als Privathospital genutzt wurde, im Zuge von Immobilienspekulationen abgerissen.

    Nun kommen wir zu einem Gebäude auf Nr. 19-22, der Villa des Bankiers Arthur Salomonsohn, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Disconto-Gesellschaft, eine der größten deutschen Bankgesellschaften. Er starb 1930, die Erben mussten unter Zwang („Arisierung“) 1939 an die Reichskanzlei verkaufen, denn Hitlers Wohnsitz war hier geplant, allerdings nie gebaut. Das Geld wurde sofort beschlagnahmt. 1954 erfolgte Rückübertragung an die Erben, dann Kauf durch den Bezirk Berlin-Tempelhof. Seitdem ist hier ein Jugenderholungsheim.

    Inselstr. 20 – 22

    Nr. 23-26 ist von beträchtlicher Größe und gehörte dem Sohn des Bankiers von Nummer 19-22, Georg Solmssen (1900 getauft, davor Salomonsohn). Als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsch-Amerikanischen Telegraphengesellschaft trug er nach dem 1. Weltkrieg maßgeblich zum Wiederanschluss Deutschlands an das internationale Telegraphennetz bei. Solmssen erkannte schon 1933, dass die Nationalsozialisten eine – zuerst – wirtschaftliche Vernichtung der Juden planten. 1937 emigrierte er in die Schweiz. Das Anwesen erwarb Hitlers Leibarzt Theodor Morell (1886-1946), der damit gleich neben der geplanten Hitler-Residenz gewohnt hätte. Das Geld von Georg Solmssen wurde nicht beschlagnahmt, da seine Ehefrau nicht unter die Rassegesetze fiel. Nach Morells Tod stand der Besitz unter Kontrolle der Treuhand für NS-Vermögen. Nach dem Krieg erfolgte ein Vergleich zwischen den Erben. 1961 kaufte der Hamburger Verleger Axel Springer das Anwesen und lies einen modernen Bungalow errichten. Friede Springer verkaufte es 1999 an Privat. Der Garten ist so dicht, dass nichts zu sehen ist.

    Banker, Helden, Reichsbräute | Berlin ab 50…
    https://berlinab50.com/2017/07/12/9515

    Wir stehen auf Schwanenwerder vor dem Grundstück Inselstr. 27/28, das der Bankier Eduard Mosler (1873-1939) 1912 kaufte. Die bereits vorhandene Villa wurde umgebaut. Mosler war bis 1910 Mit-Geschäftsinhaber der Bank „Berliner Handelsgesellschaft“ und ab 1911 mit seinem Nachbarn Dr. Solmssen von Nummer 24/26 gemeinsam Inhaber der Disconto-Gesellschaft, mit der seine „Handelsgesellschaft“ fusionierte. Doch die Bankenfusion ging weiter: Ab 1929 war Mosler Vorstand der Deutschen Bank, die wiederum mit der Disconto -Gesellschaft im selben Jahr fusionierte. War also alles schon mal da, einschließlich der damit verbundenen Probleme. Die Fusion hatte er mit Oscar Schlitter (Inselstr. 8/10) von der Deutschen Bank beim Tee ausgehandelt (Folge „Entdeckungen auf Schwanenwerder“, 04.07.2017). Gut funktionierende Netzwerke waren immer schon nützlich! In den 20iger Jahren erfolgte die Anlage des Gartenparks durch Ludwig Lesser ((1869-1957), der auch die Gartenstadt Frohnau, den Ludolfinger und Zeltlinger Platz und viele Privatgärten in Dahlem anlegte. Moslers Witwe veräußerte das Anwesen 1947 für 200.000 DM an den Provinzial Ausschuss der Inneren Mission Brandenburg. Seither befindet sich hier die beliebte und gern für Konferenzen und Seminare gebuchte „Evangelische Bildungsstätte“.

    Eingang „Inselhof“

    Die folgenden Grundstücke Nr. 19/31 (der sogenannte „Inselhof“) und Nr. 32/32a Villa Schwanenburg (nicht zu verwechsel mit dem Schwanenhof) haben oft den Besitzer gewechselt. Nr. 32/32a gehörte einmal einem Schmuckflakonfabrikanten, der mit diesen kleinen Fläschchen sehr viel Geld verdiente, so ähnlich wie man heute in Berlin mit Handy-Klingeltönen Millionär werden kann.

    Viel zu erzählen aber gibt es zur Nr. 34/35 (Haus Monbijou und Haus Bellevue): Besitzer von 1912-1935 war Berthold Israel, Inhaber des Kaufhauses Nathan Israel, das sich gegenüber dem Roten Rathaus in Mitte befand. Sein Sohn Wilfried Israel arbeitete seit 1933 in mehreren Organisationen, die sich ausschließlich um die Belange der deutschen jüdischen Emigranten kümmerten. Die bekanntesten darunter waren der „Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau und die Kinder- und Jugend-Alijah“. Diese „ Alija“ („Rückkehr in das gelobte Land“) wurde 1933 von Recha Freier aus Berlin gegründet, um jüdische Kinder und Jugendliche aus Nazideutschland zu retten. Der Hilfsverein der deutschen Juden berief Israel 1937 in seine Direktion. Wilfried Israel emigrierte nach London und fungierte dort als Verbindungsmann zwischen Regierungsstellen und jüdischen Flüchtlingsorganisationen. 1943 organisierte er die Ausreise jüdischer Flüchtlinge aus Spanien und Portugal nach Palästina.

    Inselstr. 34/35

    Die letzte noch von Wilfried Israel organisierte Fahrt mit 750 Flüchtlingen an Bord endete am 1. Februar 1944 im Hafen von Haifa. Auf dem Rückflug von Lissabon nach London wurde Israel von der deutschen Luftwaffe über dem Golf von Biskaya abgeschossen. Christopher Isherwood verewigte Wilfried Israel in seinem Buch „Goodbye Berlin“ in der Person W. Landauers. In der Verfilmung „Cabaret“ heiratet die Tochter Natalia Landauer /gespielt von Marisa Berenson Fritz Wendel /Fritz Wepper – erinnern Sie sich? Für Wilfried Israel gibt es einen Stolperstein in der Spandauer Str. 17. Die „Arisierung“ des Grundstücks Nr.34/35 erfolgte 1935. 1951 wurde das Grundstück rückübertragen und dann verkauft. Heute befindet sich die große Villa eines Berliner Unternehmers dort. Das Brad Pitt und Angelina Jolie hier wohnen sollten, entsprang einer verkaufsfördernden „Ente“ in einer bunten, großen Zeitung.

    „Schwanenhof“

    Der nächste wichtige Zeitzeuge ist der „Schwanenhof“, diesmal auf der linken Seite, der 1901 von der Insel-Gründerfamilie Wessel erbaut wurde. Die eingetragene „Dienstbarkeit“ für Nr. 34, ein schmaler Weg, ermöglichte dem Eigentümer den Zugang zum Wasser. Eigentümer seit 1950 ist die GSW (Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft, heute Deutsche Wohnen), man kann dort zur Miete wohnen!

    36/38 „Amselhof“/40/42 gehörten seit 1929 Rudolph Karstadt (1856-1944), dem Kaufhauskönig. 1933 dann im Zuge der „Arisierung“ Zwangsverwaltung und 1937 Zwangsversteigerung unter Teilung des Besitzes. Die Reichsfrauenführerin Gertrud-Scholtz- Klink zog in den „Amselhof“ ein. Hier wurde die „Reichsbräuteschule“, in der die NS-Frauenschaft bis Kriegsende Lehrgänge für Verlobte von NS-Größen veranstaltete, gegründet. Nach der Restitution 1945 kaufte das Land Berlin die Nr. 38 und ließ das Gebäude abreißen. Heute ist das Grundstück ungenutzt.

    Der weitere Weg, bis sich die Insel-Einbahnstraße teilt, ist links von dichtem Grün bedeckt (Nr. 7). Hier befand sich einmal der Park von Schwanenwerder. In den 20iger Jahren wurde er aufgegeben und 1930 an die Baronin Goldschmidt-Rothschild verkauft. Ihre Bauabsichten konnten nicht mehr verwirklicht werden. Nach der „Arisierung“ wird Albert Speer von 1938 bis 1943 Eigentümer. Er – der die absehbare Niederlage ahnte – verkauft das Grundstück noch gewinnbringend. Auf dem Gelände ist der Luftschutzbunker für Göring aus dem Jahr 1936 erhalten. Nach der Rückübertragung 1958 kaufte der Bezirk Berlin-Steglitz-Zehlendorf das Grundstück. Seit 1962 wurden Sommer- Jugendfreizeitlager durchgeführt, bis es im Jahr 2002 zu einem schweren Unwetter kam und durch einen Blitzeinschlag zwei Kindern getötet wurde. Seitdem wird es nicht mehr genutzt.

    Inselstr. 5

    Das nächste bebaute Grundstück und der Schluss unseres Rundgangs ist die Nr. 5. 1924 wurde hier durch Heinrich Schacker ein zweigeschossiges Landhaus für Familie Monheim aus Aachen (Schokoladenfabrikanten) gebaut. Da Aachen nach dem 1.Weltkrieg durch die Alliierten besetzt war, wurde die Schokoladenproduktion für die rechtsrheinischen Gebiete in Berlin –Weißensee aufgenommen (Trumpf Schokoladenwerke). Die Fabrik wurde 1945 in der Sowjetzone enteignet (VEB Elfe-Schokolade). Heute gehört ein Teil von Trumpf zu Suchard, ein Teil gehört zur Krüger-Gruppe: Mauxion, Regent, Aero, Edle Tropfen in Nuss)

    #Deutschland #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Nikolassee #Inselstraße #Schwanenwerder #Immobilien #Reiche #Geschichte #Juden #Nazis

  • Ewige Flamme auf dem Theo defekt - Westend
    https://www.berliner-woche.de/westend/c-bauen/ewige-flamme-auf-dem-theo-defekt_a223495

    Bei der Ewigen Flamme des Mahnmals auf dem Theodor-Heuss-Platz wurden durch den Energieversorger Gasag Mängel festgestellt. Daher wurde die Flamme zunächst „gelöscht“, um Reparaturarbeiten durchführen zu können. Bis zur Kranzniederlegung des traditionellen Tags der Heimat am 31. August werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Mahnmal mit der Ewigen Flamme wurde 1955 von den „Landsmannschaften der deutschen Heimatvertriebenen“ auf dem damaligen Reichskanzlerplatz – seit 1963 Theodor-Heuss-Platz – aufgestellt und von Theodor Heuss eingeweiht. Diese, in einen Kunststeinquader mit einer eisernen Opferschale brennende Flamme sollte bis zur Wiedervereinigung brennen. Danach wurde sie nicht entfernt, sondern als Denkmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung erhalten.

    http://www.bilderbuch-berlin.net/bilder/berlin_reichskanzlerplatz_historisch_67c1390199_978x1304xin.jpeg

    #Berlin #Westend #Theodor-Heuss-Platz #Adolf-Hitler-Platz #Reichskanzlerplatz

  • 27.05.2019 : Tunceli soll wieder Dersim heißen (Tageszeitung junge Welt)
    https://www.jungewelt.de/artikel/355564.t%C3%BCrkei-tunceli-soll-wieder-dersim-hei%C3%9Fen.html


    Fatih Mehmet Macoglu am 15. April vor dem Rathaus von Tunceli, das künftig wieder Dersim heißen soll

    Der Namensstreit ist ein Politikum, denn 1935 hatte die Regierung in Ankara im Zuge ihrer Assimilationspolitik gegen die nichttürkischen Bevölkerungsgruppen den Namen der alevitisch-kurdisch geprägten Provinz per Gesetz in den türkischen Namen Tunceli (Bronzefaust) geändert. Unter dem Vorwand, einen Aufstand niederschlagen zu müssen, wurden in den folgenden Jahren Zehntausende alevitische Kurden von der Armee getötet oder in andere Landesteile deportiert. Dabei wurde auch Giftgas eingesetzt, das Staatspräsident Mustafa Kemal Atatürk persönlich aus Nazideutschland hatte liefern lassen, wie die Tageszeitung Dersim Gazetesi vor einigen Tagen unter Berufung auf Dokumente aus dem Staatsarchiv berichtet hatte. Aus Deutschland stammten auch die beim Abwurf der Gasbomben eingesetzten Heinkel-Kampfflugzeuge.

    Neben der Umbenennung der Stadt hat der Bürgermeister angeordnet, dass kommunale Dienstleistungen in Dersim künftig nicht mehr nur auf Türkisch, sondern auch in den kurdischen Sprachen Kurmanci und Zazaki angeboten werden. Mit diesem Beschluss tritt Macoglu, der bei der Kommunalwahl im März zum ersten kommunistischen Bürgermeister einer Provinzhauptstadt gewählt wurde, in die Fußstapfen seiner Vorgänger von der prokurdischen Linkspartei HDP. Deren Bürgermeister waren 2016 per Regierungsdekret abgesetzt und unter Terrorismus- und Separatismusvorwürfen in Untersuchungshaft genommen wurden. Ein an ihrer Stelle eingesetzter Zwangsverwalter hatte gemäß der türkischen Verfassung alle Sprachen außer dem Türkischen aus der Stadtverwaltung verbannen lassen.

    Détail personnel intéressant : d’après le récit de mon père toute la petite famille a déménagé à Ankara plus ou moins au moment des événements décrits dans l’article. Pour l’époque c’était un long voyage plein d’aventures avec l’Orient Express jusqu’à Ankara. La famille rentrait à Berlin après un séjour plus court qu’intialement prévu. Mon père racontait que ma grand-mère n’appréciait pas l’éloignement de Berlin. Sachant que le bureau de mon grand-père se trouvait dans le nouveau ministère de l’aviation à Wilhelmstraße et qu’il allait partir en Espagne en 1936/37 on devine la raison due séjour en Turquie dont il n’avait mis au courant personne. Cette nouvelle information sera utile pour mes recherches dans les archives allemandes.

    Orient-Express, 1.4 L’âge d’or de l’entre-deux-guerres (1919-1939)
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Orient-Express#L'%C3%A2ge_d'or_de_l'entre-deux-guerres_(1919-1939)

    Dans les années 1930, l’Orient-Express consiste en une famille de trains de luxe reliant l’Europe de l’Ouest à l’Europe de l’Est et du Sud. Il y a trois trajets reliant Paris et Calais (France) à Istanbul (Turquie), Athènes (Grèce) et Bucarest (Roumanie) : l’Orient-Express, le Simplon-Orient-Express et l’Arlberg-Orient-Express ; auxquels s’ajoutent des liaisons vers Amsterdam (Pays-Bas) et Bruxelles (Belgique) avec l’Ostende-Vienne-Orient-Express, vers Berlin (Allemagne) et Prague (République tchèque) avec le Berlin-Budapest-Orient-Express

    La version anglaise de Wikipedia mentionne la coopération entre les armées de l’air de l’Allemange et de Turqui à une époque quand l’arme se trouvait au début de son développement. Il n’y a jamais eu en Turquie une intevention allemande comme en Espagne, mais on entretenait les bonne relations nouées pendant la première guerre mondiale.

    Turkish Air Force - Wikipedia
    https://en.wikipedia.org/wiki/Turkish_Air_Force

    The fleet size reached its apex in December 1916, when the Ottoman aviation had 90 active combat aircraft. Some early help for the Ottoman Air Force came from the Imperial German Fliegertruppe (known by that name before October 1916), with future Central Powers 13-victory flying ace Hans-Joachim Buddecke flying with the Turks early in World War I as just one example.

    Luftwaffe (Wehrmacht) – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Luftwaffe_(Wehrmacht)

    Erlass des Führers und Reichskanzlers über die Reichsluftwaffe. 2, 1935, in: Bundesarchiv R43 II/127a.

    #Allemagne #Turquie #Kurdistan #histoire #aviation #Reichsluftwaffe

  • About | Medical Review Auschwitz
    https://www.mp.pl/auschwitz/auschwitz/172694,about


    L’actualité d’Auschwitz n’a rien à faire avec les problèmes de l’état hébreux. Au contraire les pentecôtistes et autres chrétiens étatuniens pensent que les juifs occupent une place importante dans l’expansion de l’apocalypse qui d’après eux serait en train de se propager à partir de la Palestine. Pour eux les êtres humains à purger sont tous les infidèles et ceux que dieu aime moins que ses fidèles dont le signe de sa bénédiction est leur succès économique. Voici la véritable raison pourquoi les Bush, Trump et Bolsonaro ne s’intéressent pas à la catastrophe climatique imminente et accélèrent plutôt les pas vers le grand collapsus tout en tirant le maximum de profit de leurs « Ètats SS ».

    Medical Review – Auschwitz (Przegląd Lekarski – Oświęcim) was an academic journal of the Kraków Medical Society (Towarzystwo Lekarskie Krakowskie) published in Polish between 1961 and 1991. It investigated the medical, psychological and social consequences of Nazi persecution in concentration camps. Medical Review – Auschwitz is a unique publication worldwide. Spanning over 10,000 pages, or over 1000 articles, the documentation is based on detailed examinations of a few thousands of former concentration camp prisoners. Medical Review – Auschwitz is a collective work of 477 authors, which to this day remains one of the most significant sources of knowledge on the pathology of war and concentration camps.

    Medical Review – Auschwitz was started thanks to the efforts of two physicians and former concentration camp prisoners: Antoni Kępiński (1918–1972, prisoner of the concentration camp at Miranda de Ebro in Spain) and Stanisław Kłodziński (1918–1990, prisoner of Auschwitz-Birkenau).
    ...
    The project has been developed with the aim of sharing all 31 volumes of Medical Review – Auschwitz with the international community by making the articles available free of charge online. Apart from the original volumes of Medical Review – Auschwitz, the website also hosts a selection of articles translated into English, a German anthology Die Auschwitz-Hefte and the 1962 volume in 3 language versions (German, French and Russian).

    « Anus mundi » | Medical Review Auschwitz
    https://www.mp.pl/auschwitz/translations/english/192366,anus-mundi


    Prinz-Albrecht-Palais, Berlin, Wilhelmstraße,1837

    Les Georgia Guidestones révèlent leur véritable caractère à travers les observations suivantes.

    On y retrouve l’idée de la nécessite de purger le monde des être en surnombre et de profiter de l’occasion pour en sélectionner les meilleurs. A la différence des nazis les instigateurs étatsuniens ont l’intention prévoient de laisser les guerres et catastrophes naturelles faire leur travail et d’organiser la sélection en amont par la concurrence capitaliste. Voici un élément qui renforce mon opinion que les efforts des innovateurs de la #silicon_valley sont pour une bonne part les héritiers des enthousiastes technophiles au #Reichssicherheitshauptamt.

    In a conversation with the SS physician J. P. Kremer, his colleague Dr Heinz Thilo, a member of the SS staff of Auschwitz, called Auschwitz the anus mundi (the world’s anus – quotation after Sehn). We may infer that this trenchant epithet was an expression on the one hand of the revulsion and horror this concentration camp evoked in anyone who saw it, and on the other hand justified its existence by the need to purge the world. Catharsis, the motif of cleansing, so important in the life of every human individual, appears to play a salient role in the life of whole societies.

    On comprend que les élites sont en train de transformer la terre entière an #anus_mundi .

    #Pologne #médecine #Auschwitz #sélection #holocauste #shoa #shoah #nazis

  • Erik Jan Hanussen
    https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_Jan_Hanussen


    Heute nehmen wir Wikipedia als Einstieg in eine Untersuchung des #Mythos Hanussen , der gut und gerne als Vorläufer zu den Irrungen und Wirrungen um den Tod der Gefangenen von #Stammheim gelten kann. ab ’33 wurde es immer verrückter. Vom #Reichstagsbrand über das #Kenndy-Attentat bis zu #911, Manipulation und Vertuschung überall. Unser Mann wohnte im Jahr 1933 #Kudamm_16 , nachzulesen auf Seite_17 unseres Kudammbuchs. (https://seenthis.net/messages/745723)
    Andere Quellen sprechen von einer Adresse in der #Lietzenburger_Straße, wo er zum Zeitpunkt seiner Ermordunge gewohnt hätte.

    Erik Jan Hanussen, eigentlich Hermann Chajm Steinschneider, (* 2. Juni 1889[1] in Wien-Ottakring; † in der Nacht vom 24. auf den 25. März 1933[2] in Berlin) war ein unter anderem als „Hellseher“ bekannter österreichischer Trickkünstler. Trotz jüdischer Herkunft agierte er als Sympathisant der Nationalsozialisten.

    So geht das immer los mit den #Veschwörungstheorien. Angeblich weiß man nüscht , weil einem keiner was verrät. Meistens steckt aber bloß Faulheit dahinter. Ist ja auch viel bequemer, einfach zu behaupten, dass keena von nüchscht nix wissen kann , als sich aufzumachen ins Archiv oder wenigstens die zweite Seite der Google-Suchergebnisse zu lesen. Wir vertrauen jedenfalls auf das archivarische Gespür und die hochnotpeinliche Genauigkeit von Birgit Jochens und Sonja Miltenberger: Hanussen wohnte Kudamm 16.

    Hitlers Monsters A Supernatural History of the Third Reich - PDF Free Download
    https://mxdoc.com/hitlers-monsters-a-supernatural-history-of-the-third-reich.html

    At a seance on the night of 26 February 1933 the clairvoyant Erik Hanussen – a close friend of Nazi stormtroopers – ‘predicted’ next day’s Reichstag fire, which helped justify the Nazi imposition of martial law.

    Erik Jan Hanussen: Hellseher der Nazis - Politik - Süddeutsche.de
    https://www.sueddeutsche.de/politik/mordfall-erik-jan-hanussen-der-hellseher-und-die-nazis-1.3994752

    Er unterstützte die NSDAP bei ihrem Aufstieg bis zu ihrer Machtergreifung im Januar 1933, über die er in der Hanussen-Zeitung laut jubelte.

    Ein paar Wochen später eröffnete Hanussen an der Lietzenburger Straße in Berlin seinen Palast des Okkultismus. Das Prunkstück war die astrologische Bar mit einem kreisrundem Tisch aus Glas und Hanussen als eine Art mystischer Barkeeper in der Mitte.

    Doch bei der Eröffnungsfeier ging er zu weit. Die Schauspielerin Maria Paudler ließ er in Trance „Feuer, Flammen, Verbrecher am Werk!“ verkünden. Schon am nächsten Tag bewies der Reichstagsbrand, was gemeint gewesen war, das Fanal, mit dessen propagandistischer Ausschlachtung die Nazis ihre Macht schließlich festigten. Seither gilt die Vorankündigung dieses historischen Ereignisses als eines der Motive für den bald folgenden Mord an dem umstrittenen Varieté-Künstler.

    Na also, ein akuter Fall von Faulheit. Die Adresse in der Lietzenburger war keien Wohnung sondern das magische Thaeter des Illusionisten Hanussen.

    Laut Tagesspiegel befand sich der Palast des Okkultismus in der Hausnummer 16. Das bleibt zu prüfen, denn die idnetische Hausnummer mit der Wohnandresse am Kurfürstendann kann wieder eine der beliebten Verwechslungen oder Zuschreibungen aus Nachlässigkeit sein. Leider bestand der Palast des Okkultismus nur so kurze Zeit, dass er kaum EIngang in die historischen Adreßbücher gefunden haben dürfte.

    Erik Jan Hanussen - Wikiwand
    http://www.wikiwand.com/en/Erik_Jan_Hanussen

    In 1931 Hanussen purchased a Breslau printing firm and began publishing an occult journal, Hanussen Magazin and Bunte Wochenschau, a popular biweekly Berlin tabloid which included astrological columns.[6] He used the proceeds from his publishing ventures and stage shows to purchase a mansion which became known as “The Palace of the Occult”, which he renovated and turned into a luxurious interactive theatre for fortune telling games. Guests would sit around a large circular table and place their palms on glass with symbols lit from beneath; the room lights would be lowered in a séance-like fashion; and various gimmicks would highlight Hanussen’s dramatic verbal presentation of prophecies to the guests. He predicted events in the lives of the individuals present, but controversy arose when he predicted the future of Germany. He became successful, was always in demand in various venues, and had a full-time valet.

    Alfred Neubauer, a famous motor racing team manager, refers to Hanussen in his autobiography, Speed Was My Life (first published in English in 1960). In the chapter ’A Prophecy Comes True’, he describes a prediction made by Hanussen before the race at AVUS in Germany in May 1932. While at the Roxy Bar with other drivers, Neubauer challenged Hanussen to predict the winner of the following day’s race. After some ’leg pulling’, Hanussen wrote two names on a piece of paper, which he folded, and put in an envelope. This was placed in the custody of the barman. He had strict instructions that it be left unopened until after the race. Hanussen announced, ’One of us at this table will win tomorrow, another will die. The two names are in this envelope.’ During the race, driver Prince Lobkowicz was killed, and Brauchitsch won. After the race, Neubauer states he opened the envelope and found those names inside. Several days later, a Berlin newspaper reported that Hanussen had urged the German Automobile Club to persuade Prince Lobkowicz not to take part in the race, but Club officials had taken no action.

    Erik Jan Hanussen : le médium juif d’Hitler | Terre Promise
    http://www.terrepromise.fr/2016/11/07/erik-jan-hanussen-le-medium-juif-dhitler

    Quelques jours avant la course, Hanussen avait prédit que Lobkiwicz aurait un accident. Après quelques minutes de course, sa Mercedes fut percutée, tuant le jeune homme sur le coup. Une enquête montra que la tragédie résultait d’une panne mécanique bizarre.

    Même les sceptiques les plus acharnés d’Hanussen furent bien en peine d’expliquer comment il avait pu trafiquer le véhicule. Ses ennemis ne se privèrent pas de suggérer que le médium était de connivence dans le sabotage de la voiture de Lobkowicz, de mèche avec des parieurs. Le jeune tchèque avait aussi fait des avances à une femme qu’Hanussen désirait, la jalousie était donc un mobile possible. Pour la plupart des gens, l’accident était une vraie preuve des dons de voyance du danois. Arthur Magida se demande si grâce à des années de discipline mentale, Hanussen n’aurait pas vraiment développé des pouvoirs psychiques.

    Une rencontre avec Hitler suivit peu après et Hanussen assura un Adolf angoissé qu’il n’avait pas à s’inquiéter pour les élections à venir. Sans surprise, les nazis enregistrèrent un immense succès au scrutin de juillet, doublant leurs sièges pour devenir le plus grand parti du Reichstag. Le jour de l’An 1933, Hanussen distribua un horoscope et déclara qu’Hitler serait chancelier avant la fin du mois. C’est ce qui se passa [élections du 30 janvier].
    Le Palais de l’Occulte et l’incendie du Reichstag

    Hanussen semblait au sommet de son pouvoir. Il n’était pas associé aux nazis, il en était un.

    Même son fidèle secrétaire, Ismet Dzino, appartenait au parti et à la SA.

    En plus d’être le devin favori du nouveau régime, il était sur le point d’ouvrir son opulent Palais de l’Occulte. L’élite de la capitale réclamait à cor et à cris des invitations. Mais les ennuis couvaient. Son parti pris pour les nazis valurent à Hanussen l’hostilité de la presse communiste qui avait publié des preuves de son ascendance juive. Hanussen fit de son mieux pour noyer le poisson et certains de ses copains nazis, tel Helldorf, firent preuve de loyauté envers lui jusqu’à la fin.

    Le Palais de l’Occulte ouvrit ses portes le soir du 26 février.

    Lors d’une séance semi-privée, l’une des médiums d’Hanussen, l’ancienne actrice Maria Paudler, eut une vision fatidique. En transe, elle déclara voir un « grand bâtiment » en feu. La presse attribua la prédiction à Hanussen lui-même. Moins de 24 heures plus tard, le Reichstag était en flammes. Les nazis mirent l’incendie sur le compte d’un complot communiste et prirent des mesures extraordinaires qui donnèrent à Hitler un contrôle dictatorial.

    La police de Berlin arrêta Marinus van der Lubbe, un hollandais au passé d’incendiaire en lien avec les communistes. On suppose classiquement que les nazis étaient derrière l’incendie et qu’ils se servirent de van der Lubbe comme bouc émissaire. Kugel suggère qu’Hanussen avait manipulé le hollandais par hypnose. Gerson et Mariel suggèrent une autre possibilité : le médium aurait été l’instigateur de l’incendie sur ordre de quelqu’un voulant discréditer Hitler. Si c’est bien le cas, le complot échoua lamentablement.

    À la mi-mars, la plupart des amis nazis d’Hanussen, dont Helldorf, se retrouvèrent congédiés ou réaffectés ailleurs. Le 24 mars, deux membres de la SA traînèrent le médium au quartier général de la Gestapo pour l’interroger. Ils le relâchèrent, mais le soir suivant trois hommes s’emparèrent de lui dans la rue et on ne le revit jamais vivant.

    Erik Jan Hanussen: Hellseher der Nazis - Politik - Süddeutsche.de
    https://www.sueddeutsche.de/politik/mordfall-erik-jan-hanussen-der-hellseher-und-die-nazis-1.3994752

    Er unterstützte die NSDAP bei ihrem Aufstieg bis zu ihrer Machtergreifung im Januar 1933, über die er in der Hanussen-Zeitung laut jubelte.

    Ein paar Wochen später eröffnete Hanussen an der Lietzenburger Straße in Berlin seinen Palast des Okkultismus. Das Prunkstück war die astrologische Bar mit einem kreisrundem Tisch aus Glas und Hanussen als eine Art mystischer Barkeeper in der Mitte.

    Doch bei der Eröffnungsfeier ging er zu weit. Die Schauspielerin Maria Paudler ließ er in Trance „Feuer, Flammen, Verbrecher am Werk!“ verkünden. Schon am nächsten Tag bewies der Reichstagsbrand, was gemeint gewesen war, das Fanal, mit dessen propagandistischer Ausschlachtung die Nazis ihre Macht schließlich festigten. Seither gilt die Vorankündigung dieses historischen Ereignisses als eines der Motive für den bald folgenden Mord an dem umstrittenen Varieté-Künstler.

    (PDF) Hatten die Nazis etwas gegen Hypnose?
    https://www.researchgate.net/publication/317339412_Hatten_die_Nazis_etwas_gegen_Hypnose

    Erik Jan Hanussen, l’hypnotiseur du 3ème Reich - Hypnose
    https://www.peyrega-hypnose-paris.fr/blog/erik-jan-hanussen-hypnotiseur-hitler.html

    Quel type d’hypnose pratiquait Jan Hanussen ?

    Malheureusement, il n’y a aucun récit ou écrit expliquant précisément les techniques d’hypnose que pouvait utiliser Jan Hanussen ( c’est malheureusement valable pour toutes les anciennes techniques d’hypnose de scène ) , mais lorsque l’on sait que ce dernier faisait construire avant sa mort un “ palais de l’occultisme “ il ne faut pas se leurrer sur sa vision de l’hypnose….

    Cependant pour replacer la place de l’hypnose à cette époque dans un contexte historique, nous pouvons rappeler qu’aujourd’hui encore, de grandes stars de l’hypnose comme Messmer prétendent encore user de pouvoir psychique ou de magnétisme dans leurs spectacles, cela fait sans doute partie du jeu pour le l’hypnose de spectacle qui n’a d’autre but que de divertir le public, et c’était encore plus vrai à cette époque.

    N’oublions pas qu’à peine quelques dizaines d’années avant la mort de Jan Hanussen, d’éminents représentants de l’hypnose comme Jean-Martin Charcot utilisaient encore de grandes plaques aimantées “ pour “ déclencher “ des transes hypnotiques.

    Hitlers Monsters A Supernatural History of the Third Reich - PDF Free Download
    https://mxdoc.com/hitlers-monsters-a-supernatural-history-of-the-third-reich.html

    At a seance on the night of 26 February 1933 the clairvoyant Erik Hanussen – a close friend of Nazi stormtroopers – ‘predicted’ next day’s Reichstag fire, which helped justify the Nazi imposition of martial law.

    Herrmann Steinschneider (1889 - 1933) - Genealogy
    https://www.geni.com/people/Erik-Jan-Hanussen/6000000045424935868

    lso Known As: „Hermann Steinschneider“
    Birthdate: June 02, 1889
    Birthplace: Ottakring, Wien, Wien, Austria
    Death: März 24, 1933 (43)
    Berlin, Berlin, Germany (ermordet)
    Bestattungsort: Berlin, Germany
    Angehörige:

    Sohn von Siegfried Steinschneider und Antonie Julie Steinschneider
    Ehemann von Theresia Steinschneider
    Vater von Gerhard Belgardt und Private
    Occupation: Hellseher
    Managed by: Alex Christopher Bickle
    Last Updated: 2. August 2018

    The Hanussen Proof by Bob Cassidy : Lybrary.com
    https://www.lybrary.com/the-hanussen-proof-p-605.html

    Hanussen asked his inquisitors to concentrate on an event in their lives, and then to tell him the location and place where the event took place. It was the same test the mentalist performed the night he was arrested, except on that occasion Hanussen obtained the details of the events via secret signals from an assistant posing as a member of the audience.

    This time, however, neither his assistant nor associates were present. They had been removed from the courtroom, and placed under police guard. But despite these precautions, Hanussen provided detailed descriptions of the mentally selected events.

    The charges against him were dismissed.

    The sensational publicity that followed his acquittal, his subsequent rise to fame as “The Prophet of the Third Reich”, and his execution by the Gestapo in 1933, is described in Mel Gordon’s fascinating biography, Erik Jan Hanussen, Hitler’s Jewish Clairvoyant. The author’s primary sources were news reports, court records, historical materials, Hanussen’s own writings, and the published recollections of his contemporaries and critics. But nowhere in any of the voluminous materials written by and about the German seer is there a clue to the method he used at the trial. How was it possible for him to reveal events that occurred in people’s lives merely by knowing the dates and places?

    Medienarten und Ausgaben von Meine Lebenslinie [WorldCat.org]
    https://www.worldcat.org/title/meine-lebenslinie/oclc/32372383/editions?referer=di&editionsView=true

    Mythos Hanussen 2001-2011, Eine Sammelrezension, Wilfried Kugel
    https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2013_12_196_essay-review_kugel.pdf


    parteische aber interessante Bewertung zahlreicher Quellen zu Hanussen
    u.a. Werner Herzog

    Neuauflage: Erik Jan Hanussen - Meine Lebenslinie - Schreibkurse für Ihre Lebensgeschichte/n
    https://www.meine-biographie.com/neuauflage-erik-jan-hanussen-meine-lebenslinie

    Erik Jan Hanussen – Zauber-Lexikon
    http://www.zauber-pedia.de/index.php?title=Erik_Jan_Hanussen

    Hanussens Grabstätte befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf im Block Charlottenburg, Gartenblock III, Gartenstelle 50.

    Erik Jan Hanussen - Hokus-Pokus-Tausendsassa | Telepolis
    https://www.heise.de/tp/features/Erik-Jausendsassa-3417887.html?seite=all

    24. März 2008 Markus Kompa (unter Mitwirkung von Wilfried Kugel)
    Vor 75 Jahren ermordeten die Nazis ihren Propheten

    FILM: Gläubige Masse - DER SPIEGEL 42/1988
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13531431.html

    Auferstehung eines „Hellsehers": Istvan Szabo verfilmte das Leben des Hitler-Propheten Hanussen - sein wahres war dramatischer.

    Internet Archive Search: Hanussen
    https://archive.org/search.php?query=Hanussen&and[]=mediatype%3A%22texts%22

    Hitlers Hellseher - Der Tagesspiegel - Andreas Conrad - 1.1.2006
    https://web.archive.org/web/20071108233135/http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonderthemen%3Bart893,2287039

    die Eröffnung des „Palasts des Okkultismus“ in der Lietzenburger Straße 16, einer ultramodern eingerichteten, mit astrologischen Symbolen geschmückten Residenz, in der sich der Magier selbst inszenierte. Dort fand am 26. Februar 1933 die Séance statt, bei der Hanussen den Brand des Reichstages einen Tag später vorausgesagt haben soll.

    Der Klausener Platz Blog kennt eine Geschichte, welche die Information über Hanussens Wohnung in der Lietzenburger Straße 16 stützt.
    https://seenthis.net/messages/745779

    #Geschichte #Nazis #Okkultismus #Lietzenburger_Straße

  • Kreuzberg 1978

    Die Wohnhäuser des dreieckigen Blocks zwischen Kottbusser Straße, Kottbusser Tor, Reichenberger Straße, Mariannenstraße und Paul-Linke-Ufer/Kottbusser Brücke sind abgerissen. Man sieht die Kellerwände der westlichen Häuserzeile der Mariannenstraße. Bald werden hier geförderte Sozialwohnungen und ein grüner Innenhof entstehen.

    https://www.openstreetmap.org/node/1246211616

    Quelle : https://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/ost-oder-west---haetten-sie--es-gewusst----berlins-grosses-memory-qu

    #Berlin #Kreuzberg #Kottbusser_Straße #Kottbusser Tor #Reichenberger Straße #Mariannenstraße #Paul-Linke-Ufer #Kottbusser_Brücke #Stadtentwicklung #Sanierung #1978

  • Buch und Website über amerikanisch-deutsche Geschichte in Steglitz-Zehlendorf präsentiert: Panzer auf der Clayallee - Bezirke - Berlin - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/steglitz-zehlendorf/buch-und-website-ueber-amerikanisch-deutsche-geschichte-in-steglitz-zehlendorf-praesentiert-panzer-auf-der-clayallee/20067518.html

    Das Zehlendorfer AlliiertenMuseum stellt in einem neu erschienenen Buch 23 Orte amerikanischer Präsenz im Südwesten vor. Ergänzt wird es durch eine Website mit interaktiver Karte.

    Karte der Tour - Amerikaner im Berliner Südwesten
    http://www.amerikaner-in-berlin.de/Karte-Tour.html

    Liste, Karte, Datenbank / Luftgaukommando III (später US-Headquarters Command)
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/liste_karte_datenbank/de/denkmaldatenbank/daobj.php?obj_dok_nr=09075385

    Lexikon der Wehrmacht - Luftgaue
    http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Luftgaue/Luftgau3.htm

    Denkmale der Alliierten in Berlin / Dreipfuhl Housing Area
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmale_in_berlin/de/alliierte/usa/dreipfuhl.shtml

    Umzug in die Dreipfuhlsiedlung - AnneLiWest|Berlin
    http://anneliwest.de/artikel/umzug-in-die-dreipfuhlsiedlung-berlin-dahlem

    Deutscher und amerikanischer Heimatstil
    http://www.flanieren-in-berlin.de/bezirke/steglitzzehlendorf/deutscher-und-amerikanischer-heimatstil.html

    Dreipfuhlsiedlung
    http://www.yesterdayyousaidtomorrow.de/2015/01/dreipfuhlsiedlung-berlin-dahlem.html

    Angelehnt an die Avantgarde der 20er Jahre erstreckt sich das etwa sieben Hektar große Siedlungsareal „Am Dreipfuhl“ über drei Straßenzüge am Rande Berlin Dahlems.

    Amazon-Serie „You Are Wanted“: Wilde Tage im Klischee | heise online
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazon-Serie-You-Are-Wanted-Wilde-Tage-im-Klischee-3656939.html

    Dass Berlin in filmischen Erzählungen längst zum eigenen Klischee erstarrt ist, daran ändert auch „You Are Wanted“ nichts. Mit einer Ausnahme: Die prototypische Prenzlauer-Berg-Familie Franke lebt in Dahlem. Die Dreipfuhlsiedlung wurde in den 1950er Jahren für die Familien von US-Besatzungsoffizieren gebaut und sieht aus wie eine amerikanische Vorstadt. Drinnen herrscht dann wieder das Prenzlberg-Klischee: Vintage Designermöbel und Kunstbände.

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Dahlem #Clayallee #Saargemünder_Straße #Lützelsteiner_Weg #Reichshofer_Straße #Geschichte #Luftwaffe #Alliierte #USA #Architektur

  • Film und Geschichte - Die Grunewald-Rampe – Ein deutscher Bahnhof (D, 1990)
    http://www.geschichte-projekte-hannover.de/filmundgeschichte/holocaust_im_film/dokumentarfilme-dokumentationen/grunewald-rampe.html

    Pim Richters Dokumentation „Die Grunewald-Rampe – Ein deutscher Bahnhof“ beschreibt den Bahnhof Berlin-Grunewald als Ausgangspunkt der Deportation der jüdischen Gemeinde Berlins in den Tod. Dabei kommen Zeitzeugen und Überlebende zu Wort. Der Fokus liegt auf der Zeit von Oktober 1941 mit Beginn der Deportation der Berliner Juden bis Juni 1943 mit der Auflösung der jüdischen Gemeinde. Beschrieben werden die Szenen bei der Abfahrt der Züge, die Zustände in den Waggons, die Enteignungsvorgänge und die Verstrickung der Deutschen Reichsbahn in die NS-Verbrechen.

    Filmographische Angaben:

    Die Grunewald-Rampe – Ein deutscher Bahnhof (Deutschland 1990)
    Eine Produktion der MedienOperative Berlin
    Regie: Pim Richter
    Kamera: Burkhard Voiges, Eckart Lottmann, Alexander Ris und Gert Rahn
    Schnitt: Friederike Anders
    Ton: Arndt Schäfer und Peter Stricker
    Laufzeit: 30 Minuten

    01. 0.00 – 8.42
    Ein jüdischer Geistlicher trägt Gesänge vor, zwischengeschnittene Aufnahmen aus einem fahrenden Personenzug, Einfahrt in den Bahnhof Berlin-Grunewald.
    Der Überlebende Heinz Galinski stellt die Rampe in Grunewald als Ausgangspunkt der Rampe am Zielort in Auschwitz gegenüber. Titeleinblendung.
    Der Kommentator schildert die erste Transportwelle im Oktober 1941 und die vorhergegangenen Repressionen.
    Frau Heinemann berichtet von der Verbringung der Menschen in Viehwaggons und Szenen auf dem Bahnsteig.

    02. 8.42 – 15.04
    Der Kommentator führt aus, dass die jüdische Gemeinde Berlin von der Gestapo zur Mitorganisation der „Umsiedlungen“ gezwungen wurde, der Bericht einer Vorsitzenden wird verlesen. Einrichtung einer Sammelstelle in einer Berliner Synagoge. Filmausschnitte von einem Sammellager in Stuttgart. Der Kommentator beschreibt die zweite Deportationswelle vom Dezember 1941 und Januar 1942. Ein Überlebender berichtet von seiner Deportation nach Riga.
    Das Berliner Landesarchiv: Der Kommentator veranschaulicht durch Aktenauszüge die Enteignung der Berliner Juden.

    03. 15.04 – 20.30
    Erwähnung der Wannsee-Konferenz: Die Villa am Berliner Wannsee ist zu sehen. Eine Karte veranschaulicht die geographische Lage der Vernichtungslager. Bericht einer Zeugin, dass die Juden zum Marsch durch die Stadt gezwungen wurden.
    Waggons mit Stacheldrahtverschlägen. Bericht von Hildegard Henschel von den Deportationen im Winter 1942 wird verlesen. Dann dazu der Überlebende Heinz Galinski. Kamerafahrt auf das Tor von Auschwitz zu, Einblendung von S/W-Fotos: Transportankunft an der Rampe in Auschwitz.

    04. 20.30 – 26.55
    Der Staatsanwalt Dr. Alfred Spieß (vom Auschwitz-Prozess) schildert die Transportumstände. Bericht eines Transportführers über Fluchtversuche wird verlesen. Der Kommentator berichtet von der Auflösung der jüdischen Gemeinde Berlin im Juni 1943 und die Organisation der Transporte durch die Abteilung 4b4 des Reichssicherheitshauptamtes unter Adolf Eichmann. Dr. Spieß über die Rolle der Reichsbahn bei der Realisierung der Judenvernichtung.

    05. 26.55 – 29.45
    Ein Zugführer von Personenzügen aus Berlin-Grunewald wird nach seinem Wissen um die Deportationszüge befragt.
    Der Kommentator berichtet von der Übernahme zahlreicher leitender Beamter der Reichsbahn in die deutsche Bundesbahn: „Auch deswegen ist Grunewald ein ganz normaler deutscher Bahnhof.“
    Abspann.

    #Berlin #histoire #shoa #holocaust #Reichsbahn #Auschwitz #film

  • La Neue Marx-Lektüre : critique de l’économie et de la société
    http://revueperiode.net/la-neue-marx-lekture-critique-de-leconomie-et-de-la-societe

    À partir du milieu des années 1960, une nouvelle interprétation de la critique de l’économie politique marxienne a vu le jour en RFA sous le nom de Neue Marx-Lektüre (« nouvelle lecture de Marx »). À l’écart du marxisme traditionnel et influencée par #Adorno, une nouvelle génération de théoriciens, parmi lesquels Hans Georg #Backhaus, Helmut #Reichelt et Alfred Schmidt, ont entrepris de relire Le Capital et ses manuscrits préparatoires avec pour ambition d’en réactiver la dimension authentiquement critique. Dans cet article, Riccardo Bellofiore et Tommaso Redolfi Riva s’attachent à revenir sur le moment d’élaboration d’un tel paradigme et en exposent le motif central : celui de l’abstraction et de la #forme-valeur comme domination (...)

    #Uncategorized #critique_de_l'économie_politique #Neue_Marx_Lektüre #travail_abstrait #valeur

  • Fight Club à Berlin - après leur grand succès à Cologne les hooligans de droite veulent mobiliser 10.000 participants le 9 novembre devant le Reichstag

    Ils s’appellent hooligans contra salafistes (HoGeSa) et sont issus de la secte politique Reichsbürger . Désormais ils attirent les loosers de droite a qui ìls fournissent une nouveau raison pour se défouler dans la rue. Il s’agit bien du prétendu danger salafiste.


    Hooligans, Neonazis, Salafisten : Die wichtigsten Fragen nach der rechtsradikalen Randale von Köln - Politik - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/politik/hooligans-neonazis-salafisten-die-wichtigsten-fragen-nach-der-rechtsradikalen-randale-von-koeln/10897978.html

    In Berlin sind nach Angaben der Senatsinnenverwaltung insgesamt 1554 Hooligans in der „Arbeitsdatei Sportgewalt“ des Landeskriminalamtes registriert. Sie werden als „überwiegend unpolitisch“ eingestuft. Ausnahmen bilden Gruppierungen wie die „Buckower Szene“ bei Hertha BSC oder „Crimark“ beim 1. FC Union, bei denen laut Senat „rechte Tendenzen nicht auszuschließen sind.“ 86 der insgesamt 1554 Hooligans werden als Mitglieder der rechten Szene eingestuft.

    Après l’annulation d’une manifestation comparable à Hambourg on ne verra vraisemblablement pas 10.000 hools fachos en révolte devant le symbole de la démocratie à l’allemande.

    D’après le chef du syndicat de policiers en Rhénanie-du-Nord-Westphalie les criminels de droite évitent les jeux de première division trop surveillés et se montrent ouvertement lors de rencontres de le deuxième ou troisième ligue des footballers allemands. Cette tactique rend peu probable une manifestation ouverte de cette ampleur. Par contre, si les extrémistes cartés arrivent à mobiliser tant de malfaiteurs n’appartenant à aucune organisation politique ce serait le symbole d’un renouveau d’un véritable mouvement qui donnerait à cette manifestation une signification dépassant largement tout ce qu’on a vu pendant les dernières vingt-cinq années.

    Die wichtigsten Fragen nach der rechtsradikalen Randale von Köln
    http://www.tagesspiegel.de/politik/hooligans-neonazis-salafisten-die-wichtigsten-fragen-nach-der-rechtsradikalen-randale-von-koeln/10897978.html

    Plickert beobachtet seit einiger Zeit, dass die rechtslastigen Fußball-Hooligans neue Aktionsformen wählen: „Die gehen erstens nicht mehr zu den Spielen der ersten Mannschaft, sondern treffen sich bei den zweiten Mannschaften in den unteren Ligen, außerdem dringen immer mehr Rechte dazu und zeigen sich offen.“ In der zurückliegenden Woche hat es rings um den Fußball reihenweise gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben, bei denen viele Beamte verletzt worden seien. „Allein in der vergangenen Woche wurden insgesamt 56 Kolleginnen und Kollegen verletzt“, sagte Plickert.

    Reichsbürger
    http://wiki.sonnenstaatland.com/wiki/Reichsb%C3%BCrger

    Reichsbürger wird als Bezeichnung für Personen verwendet, die behaupten, dass das deutsche Reich in den Grenzen von 1937 (manchmal auch andere Jahresangaben) weiterexistiere und die Bundesrepublik Deutschland kein souveräner oder gar kein Staat sei. Weiter wird behauptet, dass Deutschland eine BRD GmbH sei oder ein Besatzungskonstrukt und alle Gesetze ungültig seien.
    Es besteht ein ausführlicher Artikel in Wikipedia

    #football #hooligans #salafistes #droite #allemagne #reichsbuerger

  • Sébastian Haffner - De Bismarck à Hitler, une histoire du reich allemand - La lettre volée, politique, lectures, Europe et humeurs diverses
    http://www.lalettrevolee.net/article-sebastian-haffner-de-bismarck-a-hitler-une-histoire-du-reich-

    L’Allemagne c’est ce voisin battu en 1945 non sans nous avoir battus en 1940, et qui depuis est tout à la fois un modèle et un repoussoir, le symbole d’un échec français. Avec tout ça, c’est - en tout cas pour moi - un pays méconnu.
    Haffner a passé sa vie dans l’Allemagne des années 30. D’abord parce qu’en 1933, il fait le choix de quitter l’Allemagne, ce qu’il a raconté dans son grand livre, Histoire d’un allemand. Ensuite parce qu’il est devenu essayiste et conférencier en Angleterre, écrivant sur l’histoire et la guerre, avant de revenir en 1954.
    Il a un talent rare pour montrer de façon claire la succession d’enchaînements et faire émerger des points saillants, les moments où l’on change de période.
    Ici, c’est une histoire de l’Allemagne de 1848 en réalité, puisqu’il commence avant Bismarck, à 1945, qu’il écrit.
    Le lecteur français y (re)découvrira que l’Allemagne est un pays jeune et un concept nouveau au XIXème ; concept parfois rejeté par les partisans d’une simple cohabitation entre états partageant la même langue.
    L’expression même de reich allemand est ambivalente : pour l’aspect reich, elle renvoie au Saint empire romain germanique et à une volonté expansionniste qui sera incarnée par Hitler. L’aspect allemand est plus modeste et renvoie au caractère germanique d’états unis autour de la Prusse et influencée par elle - Bismarck est plutôt dans ce camp.
    L’Allemagne incarnée par Bismarck se sait limitée, se satisfait fort bien de ne pas inclure l’Autriche par exemple. L’un des enseignements que l’on peut retirer du livre est d’ailleurs une réévaluation de Bismarck. Pour un français c’est l’homme qui nous a battus en 1871, mais, au regard de l’histoire, Haffner le décrit comme un chef d’état prudent et mesuré. Ce n’est pas, du tout, un nationaliste allemand.
    Haffner sépare donc nettement la Prusse bismarckienne ou pas, qui n’est pas un état particulièrement dominateur, et un mouvement nationaliste allemand, qui peut remonter à la réaction contre Napoléon (Sloterdijk faisait un lien d’ailleurs assez direct, imputant les fautes de Hitler à Napoléon) mais aussi à la nostalgie du Saint Empire.
    Le départ de Bismarck en 1890 est le démarrage d’une vision plus expansionniste de la politique allemande. Le reich allemand veut sa « place au soleil ».

    #Sébastian-Haffner - De #Bismarck à #Hitler, une #histoire du #reich #allemand