• Zurück in die Diktatur

    Seit Jahren ist Eritrea das wichtigste Herkunftsland von Asylsuchenden in der Schweiz. Weil die Behörden die Asylpraxis schrittweise verschärft haben, müssten immer mehr Eritreerinnen und Eritreer in ihre Heimat zurückkehren. Freiwillig aber geht fast niemand und unfreiwillige Rückkehrer akzeptiert das eritreische Regime nicht. Deshalb werden die politischen Forderungen immer lauter, die sogenannte «freiwillige Rückkehr» zu fördern und mehr abgewiesene Asylsuchende zur Ausreise zu bewegen. Doch was erwartet die Menschen, die zurückkehren müssen? Weshalb kehrt überhaupt jemand in eine Diktatur zurück? Und wie schlimm ist die Menschenrechtslage in Eritrea wirklich?

    «Eritreer, die eine Wegweisung erhalten haben, können jederzeit freiwillig zurückkehren», sagte 2019 Mario Gattiker, der Chef des Schweizer Staatssekretariats für Migration (SEM). Jedes Asylgesuch werde sorgfältig und einzeln geprüft, ergänzt ein SEM-Sprecher auf Anfrage. Wegweisungen würden nur ausgesprochen, wenn aus Sicht des SEM keine konkrete Bedrohung bestehe.

    Unsere Recherche zeigt aber, dass die Schweizer Behörden nicht wissen, was mit Rückkehrern in Eritrea passiert. Im aktuellsten Eritrea-Bericht des SEM steht: «Eine Überwachung zurückgekehrter ehemaliger Asylbewerber ist nicht möglich. Dies bedeutet, dass es an wesentlichen Informationsquellen (…) fehlt.» Und: «Eine Quelle besagt, dass Gerüchten zufolge einige inhaftiert sind und andere nicht. In den meisten Fällen gibt es jedoch keinerlei Informationen.» Das SEM kann keinen einzigen dokumentierten Fall eines illegal ausgereisten Eritreers vorlegen, der nach seiner Rückkehr unbehelligt geblieben ist.

    Jetzt hat REFLEKT in Zusammenarbeit mit dem Online-Magazin Republik erstmals fünf Geschichten von Rückkehrerinnen und Rückkehrern rekonstruiert. Ihre Reisen sind auf der folgenden Karte dargestellt.

    Zwei der Rückkehrer, Tesfay und Yonas (beide Namen geändert), erhielten in der Schweiz kein Asyl, kehrten nach Eritrea zurück und flohen dann ein zweites Mal aus ihrer Heimat. Tesfay sagt, dass er nach der Rückkehr ein offizielles Aufgebot erhalten habe und aufgrund von Erfahrungsberichten davon ausgehen musste, inhaftiert, gefoltert oder anderswie bestraft zu werden. Yonas sagt, dass er am Flughafen von Mitarbeitern des Geheimdienstes abgeholt wurde, die ihn mit dem Auto in eine circa zwanzig Fahrtminuten entfernte Wohnung brachten. Dort sei er in einer Einzelzelle festgehalten, mehrmals verhört sowie gefoltert worden.

    Solche Fälle dürfte es eigentlich nicht geben. Die Schweizer Behörden gehen davon aus, dass weggewiesene Eritreerinnen und Eritreer zurückkehren können, ohne in ihrer Heimat eine unverhältnismässige Strafe fürchten zu müssen. Die Erzählungen der Rückkehrer widersprechen dieser Annahme. Sie zeigen, dass eine Rückkehr nach Eritrea problematisch sein kann. Und: Wenn Yonas tatsächlich gefoltert wurde, hätte die Schweiz mit seiner Wegweisung wohl das Folterverbot nach Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt. Doch ob sein Fall jemals juristisch aufgearbeitet wird, ist unklar. Weil das Staatssekretariat für Migration seinen Fall für abgeschlossen hält, müsste er auf illegalem Weg in die Schweiz einreisen, um von den Behörden angehört zu werden.

    Unsere Recherche wirft dringliche Fragen auf:

    Wissen die Schweizer Behörden genug über die Lage in Eritrea, um einschätzen zu können, wie gefährlich eine Rückkehr ist?
    Wie will die Schweiz abgewiesene Asylsuchende dazu bringen, zurückzukehren, wenn sie keinen einzigen Fall einer problemlosen Rückkehr vorlegen kann?
    Ist es unter diesen Umständen vertretbar, die selbstständige Rückkehr zu fördern?
    Und weshalb weiss die Schweiz so wenig über ihre Rückkehrer, wenn es doch möglich ist, sie aufzuspüren?

    Nothilfe

    Immer mehr eritreische Asylsuchende erhalten einen negativen Entscheid und müssen mit Nothilfe über die Runden kommen. Sie dürfen keinen offiziellen Sprachkurs besuchen und dürfen nicht arbeiten. Sie sollen sich nicht integrieren und nicht integriert werden, denn aufgrund ihres negativen Asylentscheids sind sie in der Schweiz unerwünscht. In einigen Kantonen wird praktisch kein Geld an die BezügerInnen ausbezahlt, stattdessen erhalten sie Essen, Kleidung sowie Unterkunft und können medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. In anderen Kantonen gibt es 6 bis 12 Franken pro Person und Tag.

    Im Kanton Bern gibt es 8 Franken. Die folgenden Bilder zeigen, was sich damit kaufen lässt:

    Trotz schwierigster Bedingungen harren viele abgewiesene Asylsuchenden aus Eritrea in der Schweiz aus oder reisen in andere europäische Länder weiter – nur ganz wenige kehren in ihre Heimat zurück.

    Rund 150 Eritreerinnen und Eritreern sind laut Staatssekretariat für Migration in den letzten drei Jahren selbstständig zurückgekehrt. Das SEM verweist auf diese Zahlen und sagt, dass eine freiwillige Rückkehr für abgewiesene Asylsuchende möglich ist. Die Statistik zeigt aber, dass nur wenige dieser Ausgereisten einen negativen Bescheid hatten und von der Nothilfe lebten. Die Rückkehrer sind nicht in erster Linie Personen, die gehen müssen, sondern solche, die bleiben könnten – ältere Personen zum Beispiel oder regimetreue Eritreerinnen und Eritreer aus der früheren Fluchtgeneration.

    Keiner der fünf Rückkehrer, deren Geschichten wir rekonstruieren konnten, ist wirklich freiwillig zurückgekehrt. Die meisten standen unter starkem psychischem Druck, einer hatte einen Suizidversuch hinter sich, zwei weitere hatten laut Beschreibungen von Augenzeugen schwere psychische Probleme.

    Von all den Personen mit Nothilfe, mit denen wir in der Schweiz gesprochen haben, konnte sich keine einzige eine Rückkehr in die Heimat vorstellen. Niemand weiss genau, was ihn oder sie bei einer Rückkehr erwarten würde, doch alle befürchten das Schlimmste. So auch Merhawit (Name geändert), die mit Nothilfe im Kanton Bern lebt:

    https://www.youtube.com/watch?v=-0AkqYYW8Iw&feature=emb_logo

    Die Vorstellung, dass abgewiesene Asylsuchende nach Eritrea zurückkehren, wenn man sie nur schlecht genug behandelt, scheint falsch zu sein. Die Zermürbungsstrategie der Schweiz funktioniert in diesem Fall nicht.

    Allein in den letzten drei Jahren sind rund 1500 Eritreerinnen und Eritreer unkontrolliert aus der Schweiz abgereist oder untergetaucht – zehn Mal mehr als selbständig nach Eritrea zurückgekehrt sind. Viele von ihnen sind etwa in Belgien gelandet, von wo aus sie versuchen, nach England weiterzureisen. Für die Schweiz geht die Rechnung auf: Seit 2017 haben die Abgänge eritreischer Asylsuchender deutlich zugenommen und die Ankünfte nahmen ab. Die Last der Schweizer Asylpolitik tragen andere Staaten – und all die Eritreerinnen und Eritreer, die nun durch Europa irren.

    Diktatur

    Seit Jahren diskutiert die Schweiz darüber, wie schlimm die Menschenrechtslage in Eritrea wirklich ist. Wer ins Land reist, kann weder Gefängnisse besuchen noch offen mit Betroffenen sprechen. Äussern sich Asylsuchende in Europa, heisst es, die müssten ja übertreiben, damit sie einen positiven Entscheid erhalten. Dieser Mangel an Quellen ohne Eigeninteresse hat zu einem Misstrauen gegenüber Informationen zu Eritrea geführt.

    Deshalb sind wir ins Nachbarland Äthiopien gereist, um mit Eritreern zu sprechen, die das Land vor Kurzem verlassen haben, die nicht nach Europa reisen wollen und die unabhängig vom Druck einer Asylbehörde oder einer Regierung erzählen können. Zehn Personen, die zwischen 2016 und 2019 geflohen sind, haben mit uns über ihr ehemaliges Leben, ihren Alltag, über Folter, Gefängnisse und den eritreischen Nationaldienst gesprochen.

    Die Hälfte unserer Interview-Partner ist nach dem Friedensabkommen zwischen Eritrea und Äthiopien ausgereist. Neun mussten während ihrer Zeit in Eritrea Gefängnisstrafen absitzen, die meisten sogar mehrere. Einige verschwanden während Jahren in einer Zelle – fast alle wurden Opfer körperlicher Gewalt. Kein einziger wurde von einem Gericht verurteilt. Keinem wurde gesagt, weshalb er ins Gefängnis muss und für wie lange.

    Die folgende Karte zeigt eine Auswahl von Gefängnissen in Eritrea und was unsere Interview-Partner dort erlebt haben:

    Anhand von Zeugenaussagen und Satellitenbildern konnten wir den exakten Standort eines der wichtigsten Gefängnisse in Eritrea ermitteln. Die folgenden Bilder zeigen hunderte Häftlinge im Innenhof von #Adi_Abeito, wenige Klilometer nördlich der Hauptstadt Asmara.

    Entgegen aller Hoffnungen hat sich die Lage in Eritrea auch nach dem Friedensabkommen mit Äthiopien im September 2018 nicht verbessert. Alle zehn Gesprächspartner sind sich einig, dass die systematischen Menschenrechtsverletzungen weitergehen. «Nach dem Friedensabkommen habe ich wie alle anderen darauf gewartet, dass sich etwas verändert», sagt Abraham (Name geändert), der 2019 geflohen ist. «Aber nichts ist passiert. Es war dasselbe wie zuvor: unlimitierter Nationaldienst, keine Verbesserungen. Also verlor ich die Hoffnung und verliess das Land.»

    Acht unserer zehn Gesprächspartner haben im obligatorischen Nationaldienst gedient, zwei sind vor der Rekrutierung geflohen. Alle acht waren dem militärischen Arm des Nationaldienstes zugeteilt, wobei nur vier tatsächlich in militärischen Funktionen eingesetzt wurden. Die anderen mussten Schiffe entladen oder Gebäude, Strassen und sonstige Infrastruktur bauen. Ihr monatlicher Lohn: zwischen 75 und 950 Nakfa – nach offiziellem Umrechnungskurs 5 bis 60 Franken.

    Der eritreische Nationaldienst werde als Mittel zur Arbeitskraftbeschaffung für das ganze Wirtschaftssystem eingesetzt, schreibt das Schweizer Bundesverwaltungsgericht in seinem Referenzurteil vom 10. Juli 2018. Seine Dauer sei willkürlich festgelegt sowie unabsehbar. Zudem komme es zu Misshandlungen und die Dienstverweigerung werde «rigoros bestraft».
    Das Fazit: Schickt die Schweiz Menschen nach Eritrea zurück, erwartet diese Zwangsarbeit.

    Das britische Upper Tribunal, auf welches sich das Schweizer Urteil in wichtigen Punkten stützt, hält fest, dass die Gefahr, dass jemand bei der Rückkehr in den Nationaldienst einbezogen wird, wohl nicht nur gegen das Zwangsarbeitsverbot, sondern auch gegen das Verbot unmenschlicher Behandlung nach Artikel 3 der EMRK verstösst. Damit wäre der Nationaldienst ein Wegweisungshindernis.

    Dennoch kommt das Schweizer Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass in bestimmten Fällen eine Wegweisung von eritreischen Asylsuchenden möglich ist – weil es sich in Eritrea nicht um eine «krasse Verletzung» des Zwangsarbeitsverbots handle. Darüber, ob der Entscheid des Schweizer Gerichts rechtlich haltbar ist, müssten nun der Europäische Gerichtshof für Meschenrechte und der UNO-Ausschuss gegen Folter entscheiden. Vor beiden Institutionen sind Fälle weggewiesener eritreischer Asylsuchender hängig.

    https://reflekt.ch/eritrea
    #Erythrée #COI #asile #migrations #réfugiés #dictature #aide_d'urgence #déboutés #Suisse #retour_au_pays #renvois #expulsions #droits_humains #prisons #prisons_secrètes

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    Traduit aussi en tigrinya :
    https://reflekt.ch/wp-content/uploads/2020/02/Teil-1-Tigrinya_Lay.pdf

  • Ciblés par les #rafles, les #Syriens d’#Istanbul vivent dans la peur des #expulsions

    Depuis la victoire de l’opposition sociale-démocrate à Istanbul, lors des municipales du 23 juin, la police turque multiplie les rafles contre les réfugiés syriens et les migrants clandestins, désignés comme les responsables de la défaite du parti présidentiel. Menacés d’un renvoi forcé vers une autre ville turque, voire vers la Syrie, les Syriens de la métropole vivent désormais dans la peur des expulsions.

    https://www.mediapart.fr/journal/international/221219/cibles-par-les-rafles-les-syriens-d-istanbul-vivent-dans-la-peur-des-expul
    #renvois #réfugiés_syriens #Turquie #retour_au_pays #réfugiés #migrations #refoulement #refoulements #asile

    –-> ça date de décembre 2019...

  • Rohingya, la mécanique du crime

    Des centaines de villages brûlés, des viols, des massacres et 700 000 Rohingyas qui quittent la Birmanie pour prendre le chemin de l’exil. Rapidement, l’ONU alerte la communauté internationale et dénonce un « nettoyage ethnique ». Ces événements tragiques vécus par les Rohingyas ne sont que l’achèvement d’une politique de discrimination déjà ancienne. Ce nettoyage ethnique a été prémédité et préparé il y a des années par les militaires birmans. Ce film raconte cette mécanique infernale.

    http://www.film-documentaire.fr/4DACTION/w_fiche_film/57765_1
    https://www.youtube.com/watch?v=g2OjbDcBfPk


    #film #documentaire #film_documentaire #opération_nettoyage #armée_birmane #feu #incendie #réfugiés #2017 #Bangladesh #répression #Arakan #nettoyage_ethnique #génocide #préméditation #planification #moines #islamophobie #xénophobie #racisme #crime_contre_l'humanité #camp_de_réfugiés #camps_de_réfugiés #violence #crime #viol #Tula_Toli #massacre #Maungdaw #milices #crimes_de_guerre #colonisation #Ashin_Wirathu #immigrants_illégaux #2012 #camps_de_concentration #Koe_Tan_Kauk #ARSA (#armée_du_salut_des_Rohingya) #métèques #déni #Inn_Dinn #roman_national #haine #terres #justice #Aung_San_Suu_Kyi #retour_au_pays #encampement
    #terminologie #mots #stigmatisation
    –-> « La #haine passe du #discours aux actes »

    #ressources_naturelles #uranium #extractivisme #nickel —> « Pour exploiter ces ressources, vous ne pouvez pas avoir des gens qui vivent là »
    (#géographie_du_vide)

    #Carte_de_vérification_nationale —> donnée à ceux qui acceptent de retourner en #Birmanie. En recevant cette carte, ils renient leur #nationalité birmane.

    #NaTaLa —> nom utilisé par les #musulmans pour distinguer les #bouddhistes qui ont été #déplacés du reste de la Birmanie vers la région de l’Arkana. C’est les musulmans qui ont été obligés de construire, avec leur main-d’oeuvre et leur argent, les maisons pour les colons bouddhistes : « Ils nous ont enlevé le pain de la bouche et au final ils nous ont tués ». Ces colons ont participé au #massacre du village de Inn Dinn.

    A partir de la minute 36’00 —> #effacement des #traces dans le #paysage, maisons rohingya détruites et remplacées par un camp militaire —> photos satellites pour le prouver

    A partir de la minute 45’35 : la colonisation sur les #terres arrachées aux Rohingya (le gouvernement subventionne la construction de nouveaux villages par des nouveaux colons)

    ping @karine4 @reka

  • Coronavirus : l’#exode_mondial avant le #confinement

    Près de 4,5 milliards de personnes sont soumises à un confinement dans 110 pays. Cette situation inédite a été précédée d’une autre étape, aussi exceptionnelle.

    Les frontières ont fermé les unes après les autres, les avions sont restés cloués au sol. Du début février à mi-avril, quelque 4,5 milliards de personnes – soit plus de la moitié de l’humanité – ont été soumises à un confinement total dans 110 pays, et le monde s’est figé. Cette situation inédite a été précédée d’une autre étape, tout aussi exceptionnelle, lorsque des millions d’êtres humains à travers la planète ont cherché à regagner leur pays, par leurs propres moyens ou bien par le biais d’opérations de rapatriement.

    A l’intérieur des Etats, des millions de citadins, à New York, Paris, Milan, Madrid ou Istanbul, ont décidé de fuir les grandes métropoles dans l’espoir d’échapper à la contagion du Covid-19 et à la complexité du confinement. Des travailleurs saisonniers ou transfrontaliers, bloqués ou contraints de rebrousser chemin, n’ont pas eu ce choix. Des migrants ont été chassés.

    En Inde, dès l’annonce du confinement immédiat du pays, le 25 mars, des millions de travailleurs pauvres, privés de leurs revenus journaliers, sont partis à pied rejoindre leurs villages. Ces scènes dantesques ont rappelé à l’écrivaine indienne Arundhati Roy celles de la partition, en 1947, des Indes britanniques, qui a abouti à la naissance du Pakistan.

    A l’exception de l’Afrique subsaharienne, où peu de grands mouvements ont été constatés jusqu’à présent, la pandémie de Covid-19 a partout provoqué un exode massif que nul n’avait anticipé. Il existe des projections sur des déplacements de population liés aux conditions climatiques ; des bilans ont été dressés à la suite de catastrophes naturelles ; des cérémonies religieuses ou des fêtes traditionnelles sont l’occasion, en Chine, en Inde ou en Arabie saoudite, de migrations spectaculaires. Cependant, des mouvements simultanés d’une telle ampleur n’avaient jamais été encore observés. « C’est un moment historique » , remarque Catherine Wihtol de Wenden, directrice de recherche au CERI-Sciences Po et spécialiste des migrations internationales, qui se dit particulièrement inquiète quant au sort des migrants, « ceux qui fuient déjà une crise » .

    « Des Européens, interdits d’entrée dans des pays, ont expérimenté ce que c’est de ne pas être les bienvenus. Cela change les perspectives » (François Gemenne, spécialiste des migrations)

    « Il s’agit d’un mouvement mondial totalement inédit , abonde François Gemenne, spécialiste des migrations, professeur à Sciences Po Paris et à l’université de Liège, en Belgique. Autre élément nouveau, les flux habituels de migration ont été bouleversés. L’exode des ruraux a été remplacé par l’exode des citadins, celui des pays en voie de développement par celui des pays industrialisés. La Tunisie et la Mauritanie ont expulsé des Italiens ; des Européens, interdits d’entrée dans des pays, ont expérimenté ce que c’est de ne pas être les bienvenus. Cela change les perspectives. »

    Il est encore trop tôt pour se faire une idée exhaustive de ces mouvements et de leurs répercussions. Mais pour se forger une idée du phénomène, Le Monde a sollicité le réseau de ses correspondants à l’étranger. Sur la base d’éléments collectés entre le début février et le 8 avril (date du déconfinement progressif de la ville chinoise de Wuhan, point de départ de la pandémie), c’est un exode d’avant-confinement hors norme qui se dégage.

    Retour par ses propres moyens

    La crainte de l’isolement, le besoin de se rapprocher de la famille, ou la perte brutale de revenus ont poussé nombre de ressortissants basés à l’étranger à rentrer dans leur pays, le plus souvent par leurs propres moyens. Entre le 15 mars et le 7 avril, 143 000 Ukrainiens ont ainsi quitté la Pologne, selon les gardes-frontières polonais qui ont évoqué un « véritable exode, à une échelle encore jamais vue » . Ils étaient alors encore 11 000 à espérer un retour, selon l’ambassade ukrainienne à Varsovie.

    L’annonce, le 26 mars, de la fermeture des frontières par le président ukrainien, Volodymyr Zelensky, a précipité le mouvement. Sur une population estimée à plus de 1,2 million d’Ukrainiens résidant en Pologne avant la crise sanitaire, 12 % ont quitté le pays. Pour la plupart, il s’agit de travailleurs en situation légale : 90 % ont fui les difficultés économiques du secteur de l’hôtellerie et de la restauration après leur mise à l’arrêt.

    Plus de 200 000 Roumains ont eux aussi rejoint leur pays depuis le début de la pandémie, selon la police des frontières. Au point que les autorités de Bucarest ont appelé la diaspora à ne pas rentrer avant la fin de l’état d’urgence, prolongé jusqu’au 16 mai, par crainte d’un effet supplémentaire de contagion.

    Les effectifs des Danois et des Norvégiens enregistrés sur les listes consulaires à l’étranger ont fondu de moitié. Selon le ministère des affaires danois, ils n’étaient plus que 38 000 le 27 mars, contre 74 000 quelques jours auparavant. Des touristes, surtout, rentrés par leurs propres moyens, à l’instar des 234 000 Norvégiens encore à l’étranger le 12 mars, selon les données des opérateurs Telia et Telenor, qui n’étaient plus que 105 000 le 26 mars. De même, 25 000 à 35 000 Russes, bloqués par la fermeture des frontières, attendaient encore, le 3 avril, de pouvoir rentrer chez eux, en provenance notamment de Thaïlande.

    L’Australie pourrait faire face au plus grand déclin démographique de sa population depuis… 1788.

    Même phénomène en Australie, où plus de 280 000 citoyens et résidents permanents ont regagné l’île-continent depuis le 13 mars, sur 1 million vivant à l’étranger, soit 20 % d’entre eux, selon le ministère des affaires étrangères. Ces arrivées ne compensent pas les départs : 260 000 travailleurs temporaires, étudiants et touristes ont quitté le pays depuis le 1er février et 50 000 autres durant les deux premières semaines d’avril.

    A ce rythme, selon des projections sur l’année qui font état de 300 000 départs supplémentaires, l’Australie pourrait faire face au plus grand déclin démographique de sa population depuis… 1788, selon un expert cité par The Australian . Le 1er février, le premier ministre Scott Morrison avait prévenu que l’entrée du pays serait dorénavant refusée aux non-Australiens ayant voyagé en Chine. L’interdiction s’est ensuite étendue aux Iraniens, aux Sud-Coréens, aux Italiens, puis à l’ensemble de la planète à partir du 20 mars.

    Le gouvernement chilien a annoncé, le 2 avril, le retour de 30 000 de ses ressortissants depuis le 18 mars. En Chine, dans la semaine qui a précédé la quasi-fermeture du ciel chinois, le 29 mars, on comptait 25 000 arrivées quotidiennes. Un chiffre ramené à 3 000 la semaine suivante. En outre, 200 000 étudiants sur 1,6 million résidant à l’étranger sont revenus, selon le ministère de l’éducation (41 000 en provenance des Etats-Unis, 28 000 d’Australie, 22 000 du Royaume-Uni, 11 000 d’Allemagne et de France). Tous ont dû payer leur billet.

    Ces retours sont difficiles à quantifier au Venezuela, plongé dans une grave crise politique et économique depuis 2015 et qui a vu 4,3 millions de ses citoyens s’exiler. Mais des Vénézuéliens vivant dans une grande précarité au Pérou, en Equateur et en Colombie sont revenus – 2 153 recensés les 4 et 5 avril. Nicolas Maduro, président contesté, a ensuite annoncé l’arrivée de 5 800 réfugiés en provenance de Colombie.

    Plus de 20 000 expatriés Libanais reviennent au compte-gouttes, entravés par la situation de leur pays au bord de la faillite. La situation des Palestiniens est particulière. Depuis mi-mars, la quasi-fermeture des passages entre la bande de Gaza et Israël interdit la sortie de 5 000 travailleurs et commerçants palestiniens. Tandis que 70 000 autres, travailleurs légaux et illégaux de Cisjordanie, sont aujourd’hui bloqués en Israël s’ils veulent conserver leur emploi.

    Opérations de rapatriements

    Agnès Thierry, une Française installée depuis quatre ans au Vietnam après plusieurs années passées à Hongkong, songeait déjà, avant la pandémie, à rentrer au pays. Elle a brusqué sa décision. « Là-bas, au Vietnam, les écoles sont fermées depuis janvier, les autorités ont bloqué très tôt les frontières, puis elles ont refusé l’entrée des étrangers, la situation est devenue de plus en plus dure » , raconte-t-elle.

    La difficulté de renouveler son visa tous les trois mois, comme elle le faisait jusqu’à présent, a convaincu cette designer spécialisée dans la céramique de monter, le 27 mars, à bord d’un avion Air France, spécialement affrété – à charge pour les passagers de régler des billets négociés. « Il y a eu deux avions la même semaine, ils étaient pleins à craquer » , témoigne Agnès Thierry. Comme elle, près de 150 000 Français – en majorité des touristes – ont ainsi bénéficié de vols spéciaux depuis le 17 mars.

    En Pologne, le gouvernement a organisé l’opération « Vol à la maison », présentée comme le plus grand plan de rapatriement depuis la seconde guerre mondiale

    Partout, des opérations de rapatriement d’ampleur ont été mises sur pied : 200 000 Allemands coincés à l’étranger ont pu regagner leur pays en l’espace de trois semaines jusqu’au 6 avril, selon le ministère des affaires étrangères (il en restait encore 40 000 en Nouvelle-Zélande, au Pérou et en Afrique) ; 60 000 Italiens ont été évacués par des vols spéciaux ; 9 303 Algériens, selon le ministère de l’intérieur ; 12 000 Brésiliens au 6 avril ; 7 965 Tunisiens à la même date ; 8 432 Mexicains entre le 23 mars et le 3 avril ; 15 000 Turcs, entre mi-mars et début avril ; 14 950 Argentins, entre le 18 et le 30 mars ; 2 400 Norvégiens au 1er avril… La liste est longue. Le 17 avril, la Commission européenne a, pour sa part, évalué à 500 000 le nombre d’Européens rapatriés avec son concours ; tandis que 98 900 autres restent encore bloqués à l’étranger.

    En Pologne, après la fermeture des frontières, le gouvernement a organisé, avec la compagnie aérienne nationale LOT, l’opération « Vol à la maison », présentée comme la plus grande opération de rapatriement depuis la seconde guerre mondiale. Entre le 15 mars et le 5 avril, 360 vols et 44 avions mobilisés ont permis de ramener 54 000 Polonais, principalement de Londres (21 000 personnes), de Chicago (3 100), de Bangkok (2 200) ou encore d’Edimbourg (2 000).

    Fin mars, 300 000 Britanniques attendaient de pouvoir être rapatriés, ce qui a valu pas mal de critiques au gouvernement de Boris Johnson pour sa lenteur. Le 6 avril, seuls 1 450 Britanniques étaient parvenus à quitter la Tunisie, l’Algérie ou le Pérou, selon des chiffres du Foreign Office. Au 10 avril, environ 5 000 autres étaient censés, à leur tour, avoir réussi à quitter l’Inde. De leur côté, 16 812 Marocains n’ont pas encore trouvé de solution pour rentrer chez eux.

    Dans ce paysage chamboulé, seule l’Argentine semble se distinguer. A rebours du mouvement général, 30 000 Argentins ont quitté le pays, le 13 mars, au lendemain d’une allocution du président annonçant le confinement et la fermeture des frontières le 16. Pour quelles destinations ? La question demeure.

    Le retour contraint des migrants

    La question des migrants est celle qui préoccupe le plus les experts. En Iran, qui figure parmi les premiers foyers de contamination, la situation du million de travailleurs afghans présents dans le pays s’est dégradée. Alors que la République islamique s’est enfoncée dans la crise sanitaire, nombre de ces migrants, qui constituent une main-d’œuvre peu qualifiée souvent victime de discriminations, sont rentrés chez eux. Leur nombre exact n’est pas connu, mais mi-mars l’Organisation internationale pour les migrations (OIM) faisait état du retour de 140 000 Afghans en provenance d’Iran. Cet afflux, parmi le plus important mouvement transfrontalier causé par la pandémie, laisse craindre le pire dans un pays ravagé par près de vingt ans de guerre et de corruption.

    30 000 migrants éthiopiens qui tentaient de rejoindre l’Arabie saoudite se sont retrouvés piégés au Yémen

    L’Arabie saoudite, où les travailleurs étrangers constituent un tiers de la population (80 % dans le secteur privé), a renvoyé chez eux des milliers d’Ethiopiens, y compris certains suspectés d’être contaminés par le Covid-19, en affrétant jusqu’à deux vols quotidiens pour Addis-Abeba. Dans les dix premiers jours d’avril, 2 968 travailleurs éthiopiens ont ainsi été ramenés dans leur pays, selon le Financial Times . Des retours « coordonnés », affirment les officiels saoudiens, alors que l’Ethiopie a demandé l’arrêt de ces déportations durant la pandémie. Dans la même période, 30 000 migrants éthiopiens qui tentaient de rejoindre l’Arabie saoudite se sont retrouvés piégés au Yémen.

    Pour sa part, Ankara a mis un frein à sa politique délibérée de déplacements de migrants vers la frontière grecque, le 13 mars, où plus de 10 000 personnes campaient selon les estimations. Selon le ministère turc de l’intérieur, 5 800 d’entre eux, pour la plupart des Afghans et quelques Syriens, ont quitté cette zone en bus à destination de centres de confinements dans neuf provinces de Turquie.

    Le Mexique a reconduit aux frontières 8 528 Guatémaltèques entre fin janvier et mars, selon l’Institut guatémaltèque de la migration, et expulsé 15 101 Honduriens, d’après le bilan fourni au 8 mars par le ministère des affaires étrangères hondurien. Côté américain, Washington autorise, depuis le 20 mars, les expulsions express – en moins de deux heures – à la frontière mexicaine pour protéger du Covid-19 ses agents. Selon la presse mexicaine, près de 7 000 clandestins mexicains et centraméricains ont ainsi été renvoyés en deux semaines. Au 25 mars, en Thaïlande, ce sont près de 60 000 migrants originaires du Cambodge, du Laos ou de Myanmar, qui ont quitté le pays après la fermeture des commerces.

    La fuite hors des villes

    C’est un phénomène connu depuis le Moyen Age : les plus aisés, du moins ceux qui en ont les moyens, fuient les villes menacées et confinées lors des grandes pandémies. « Le phénomène “résidence secondaire” – ceux qui partent vite, loin, et qui reviennent tard – a été observé notamment lors de la grande peste de Marseille de 1720 » , rappelle Isabelle Seguy, de l’Institut national des études démographiques (Ined). Un véritable mur sanitaire avait alors été constitué du Vaucluse aux Alpes, avec guérites et soldats. « Il fallait des autorisations pour passer » , souligne la spécialiste.

    Trois cents ans plus tard, les réflexes perdurent. Une scène, en particulier, est restée dans la mémoire des Italiens, celle des trains de nuit pris d’assaut en gare de Milan dans la soirée du 7 mars. Un brouillon du premier décret de confinement de la Lombardie venait de circuler, provoquant le départ massif, en quelques heures, de jeunes travailleurs pressés de rentrer chez eux, dans le Sud. On estime à 100 000 leur nombre ce soir-là.

    En Turquie, bien avant le 3 avril, jour de l’annonce des restrictions d’entrée et de sortie dans les 30 plus grosses villes du pays, près de 3 millions de citadins sont partis pour leur village d’origine ou leur résidence secondaire. Plus de 1 million de Stambouliotes ont rejoint leur lieu de villégiature sur la côte égéenne. Entre la mi-mars et le début avril, 125 000 Turcs ont par exemple gagné la ville touristique de Bodrum.

    En France, le confinement décrété le 17 mars a engendré de vastes mouvements. Selon l’Institut national de la statistique et des études économiques (Insee), entre 1,6 et 1,7 million de personnes ont rejoint leur département de résidence. A contrario, Paris intra-muros a perdu 11 % de sa population. Sur la base de ses propres statistiques, l’opérateur Orange estime qu’entre le 13 et le 30 mars, 1,2 million de Franciliens ont quitté la région, soit 17 % de la population du Grand Paris, tandis que celle de l’île de Ré a augmenté de 30 %.

    A New York, ce fut aussi la ruée hors de la ville. Début mars, « Big Apple » s’est vidée de nombreux habitants, partis se réfugier dans leur villégiature des Hamptons, à l’extrémité chic de Long Island, à l’est de Manhattan, dans la vallée de l’Hudson, au nord, ou sur les rivages du Maine. Aucun chiffre n’a été rendu public, mais des indicateurs confirment la tendance : les quartiers résidentiels de Manhattan sont moins touchés que d’autres par l’épidémie. La collecte d’ordures y a baissé de 5 %, alors que celle des quartiers pauvres (Queens, Staten Island) a au contraire progressé de 10 %. Cet exode des plus favorisés a été suffisamment important pour que la Maison Blanche s’inquiète d’une propagation du virus à Long Island, moins bien dotée médicalement que New York.

    Autre indicateur, à Moscou cette fois. Le vendredi 27 mars au soir, avant le début du confinement annoncé pour le lundi suivant, 750 000 voitures ont quitté la capitale russe, soit une augmentation de 15 % par rapport à la normale.

    Le départ de dizaines de milliers de Madrilènes, le 13 mars, a suscité un flot de réactions dans la presse. Des villes et villages ont érigé des barrières pour empêcher leur arrivée

    En Espagne aussi. Le départ de dizaines de milliers de Madrilènes hors de la capitale, le 13 mars, à la veille du confinement du pays, a suscité un flot de réactions dans la presse sous des titres tels que « ¡ Que vienen los Madrilenos ! » (« Les Madrilènes arrivent ! »), photos d’embouteillages à l’appui. Cette situation a poussé des villes et villages à ériger des barrières pour empêcher leur arrivée. Dans la station balnéaire de Calafell (25 000 habitants), au sud de Barcelone, des blocs de béton ont été installés et des contrôles de police instaurés à l’approche des fêtes de Pâques.

    En Australie, des mesures similaires ont été prises pour limiter les déplacements des citoyens d’un Etat à l’autre. La Tasmanie, le Territoire du Nord, le Queensland, l’Australie-Méridionale et l’Australie-Occidentale ont, durant la seconde moitié de mars, mis en place des mesures de contrôles à leurs « frontières ».

    Que dire enfin des 5 millions d’habitants de Wuhan, partis juste avant la fermeture de leur ville, le 23 janvier ? Etait-ce pour éviter l’enfermement ou pour tenter, malgré tout, de faire un voyage qu’ils avaient projeté à l’occasion du Nouvel An lunaire ? C’est ici que tout a commencé et que le balancier des déplacements repartira en sens inverse. Ou pas.

    https://www.lemonde.fr/international/article/2020/04/17/covid-19-l-exode-mondial-avant-le-confinement_6036919_3210.html
    #exode #émigration #retour_au_pays #mobilité #coronavirus #covid-19 #cartographie #visualisation #chiffres #monde #migrations

  • En #Libye, les oubliés

    #Michaël_Neuman a passé une dizaine de jours en Libye, auprès des équipes de Médecins Sans Frontières qui travaillent notamment dans des #centres_de_détention pour migrants. De son séjour, il ramène les impressions suivantes qui illustrent le caractère lugubre de la situation des personnes qui y sont retenues, pour des mois, des années, et celle plus difficile encore de toutes celles sujets aux #enlèvements et aux #tortures.

    La saison est aux départs. Les embarcations de fortune prennent la mer à un rythme soutenu transportant à leur bord hommes, femmes et enfants. Depuis le début de l’année, 2300 personnes sont parvenues en Europe, plus de 2000 ont été interceptées et ramenées en Libye, par les garde-côtes, formés et financés par les Européens. Les uns avaient dès leur départ le projet de rejoindre l’Europe, les autres ont fait ce choix après avoir échoué dans les réseaux de trafic d’êtres humains, soumis aux tortures et privations. Les trajectoires se mêlent, les raisons des départs des pays d’origine ne sont souvent pas univoques. En ce mois de février 2020, ils sont nombreux à tenter leur chance. Ils partent de Tripoli, de Khoms, de Sabrata… villes où se mêlent conflits, intérêts d’affaires, tribaux, semblants d’Etat faisant mine de fonctionner, corruption. Les Libyens ne sont pas épargnés par le désordre ou les épisodes de guerre. Pourtant, ce sont les apparences de vie normale qui frappent le visiteur. Les marchés de fruits et légumes, comme les bouchons qui encombrent les rues de Tripoli en témoignent  : la ville a gonflé au rythme des arrivées de déplacés originaires des quartiers touchés par la guerre d’attrition dont le pays est le théâtre entre le gouvernement intérimaire libyen qui règne encore sur Tripoli et une partie du littoral ouest et le LNA, du Maréchal Haftar, qui contrôle une grande partie du pays. Puissances internationales – Italie, France, Russie, Turquie, Emirats Arabes Unis – sont rentrées progressivement dans le jeu, transformant la Libye en poudrière dont chaque coup de semonce de l’un des belligérants semble annoncer une prochaine déflagration d’ampleur. Erdogan et Poutine se faisant face, le pouls du conflit se prend aujourd’hui autant à Idlib en Syrie qu’à Tripoli.

    C’est dans ce pays en guerre que l’Union européenne déploie sa politique de soutien aux interceptions et aux retours des ‘migrants’. Tout y passe  : financement et formation des gardes côtes-libyens, délégation du sauvetage aux navires commerciaux, intimidation des bateaux de sauvetage des ONG, suspension de l’Opération Sophia. Mais rien n’y fait  : ni les bombardements sur le port et l’aéroport de Tripoli, ni les tirs de roquettes sur des centres de détention situés à proximité d’installation militaire, pas davantage que les témoignages produits sur les exécrables conditions de vie qui prévalent dans les centres de détention, les détournements de financements internationaux, ou sur la précarité extrême des migrants résidant en ville n’ébranlent les certitudes européennes. L’hypocrisie règne  : l’Union européenne affirme être contre la détention tout en la nourrissant par l’entretien du dispositif libyen d’interception  ; le Haut-Commissariat des Nations unies pour les Réfugiés condamne les interceptions sans jamais évoquer la responsabilité des Européens.

    Onze centres de détention sont placés sous la responsabilité de la Direction chargée de l’immigration irrégulière libyenne (la DCIM). La liste évolue régulièrement sans que l’on sache toujours pourquoi, ni si la disparition d’un centre signifie véritablement qu’il a été vidé de ses détenus, ou qu’ils y résident encore sous un régime informel et sans doute plus violent encore. Une fois dans ces centres, les détenus ne savent jamais quand ils pourront en sortir  : certains s’en échappent, d’autres parviennent à acheter leur sortie, beaucoup y pourrissent des mois voire des années. L’attente y est physiquement et psychologiquement dévastatrice. C’est ainsi le lot des détenus de Dar El Jebel, près de Zintan, au cœur des montagnes Nafusa, loin et oubliés de tous : la plupart, des Erythréens, y sont depuis deux ans, parfois plus.

    La nourriture est insuffisante, les cellules, d’où les migrants ne sortent parfois que très peu, sont sombres et très froides ou très chaudes. Les journées sont parfois rythmées par les cliquetis des serrures et des barreaux. Dans la nuit du samedi 29 février au dimanche 1er mars 2020, une dizaine de jours après mon retour, un incendie sans doute accidentel à l’intérieur du centre de détention de Dar El Jebel a coûté la vie à un jeune homme érythréen.

    Nous pouvons certes témoigner que le travail entamé dans ces centres, l’attention portée à l’amélioration des conditions de vie, les consultations médicales, l’apport de compléments alimentaires, mais aussi et peut-être surtout la présence physique, visible, régulière ont contribué à les humaniser, voire à y limiter la violence qui s’y déploie. Pour autant, nous savons que tout gain est précaire, susceptible d’être mis à mal par un changement d’équilibre local, la rotation des gardes, la confiance qui se gagne et se perd, les services que nous rendons. Il n’est pas rare que les directeurs de centre expliquent que femmes et enfants n’ont rien à faire dans ces endroits, pas rare non plus qu’ils infligent des punitions sévères à ceux qui auraient tenté de s’échapper  ; certains affament leurs détenus, d’autres les libèrent lorsque la compagnie chargée de fournir les repas interrompt ses services faute de voir ses factures réglées. Il est probable que si les portes de certains centres de détention venaient à s’ouvrir, nombreux sont des détenus qui décideraient d’y rester, préférant à l’incertitude de l’extérieur leur précarité connue. Cela, beaucoup le disent à nos équipes. Dans ce pays fragmenté, les dynamiques et enjeux politiques locaux l’emportent. Ce qu’on apprend vite, en Libye, c’est l’impossibilité de généraliser les situations.

    Nous savons aussi que nous n’avons aucune vocation à devenir le service de santé d’un système de détention arbitraire  : il faut que ces gens sortent. Des hommes le plus souvent, mais aussi des femmes et des enfants, parfois tout petits, parfois nés en détention, parfois nés de viols. L’exposition à la violence, la perméabilité aux milices, aux trafiquants, la possibilité pour les détenus de travailler et de gagner un peu d’argent varient considérablement d’un centre à l’autre. Il en est aussi de leur accès pour les organisations humanitaires.

    Mais nous savons surtout que les centres de détention officiels n’abritent que 2000, 3000 des migrants en danger présents en Libye. Et les autres alors  ? Beaucoup travaillent, et assument une précarité qui est le lot, bien sûr à des degrés divers, de nombreux immigrés dans le monde, de Dubaï à Paris, de Khartoum à Bogota. Mais quelques dizaines de milliers d’autres, soit par malchance, soit parce qu’ils n’ont aucun projet de vie en Libye et recourent massivement aux services peu fiables de trafiquants risquent gros  : les enlèvements bien sûr, kidnappings contre rançons qui s’accompagnent de tortures et de sévices. Certains de ces «  migrants  », entre 45 000 et 50 000, sont reconnus «  réfugiés ou des demandeurs d’asiles  » par le Haut-Commissariat pour les réfugiés : ils sont Erythréens, Soudanais, Somaliens pour la plupart. De très nombreux autres, migrants économiques dit-on, sont Nigérians, Maliens, Marocains, Guinéens, Bangladeshis, etc. Ils sont plus seuls encore.

    Pour les premiers, un maigre espoir de relocalisation subsiste  : l’année dernière, le HCR fut en mesure d’organiser le départ de 2400 personnes vers le Niger et le Rwanda, où elles ont été placées encore quelques mois en situation d’attente avant qu’un pays, le plus souvent européen, les accepte. A ce rythme donc, il faudrait 20 ans pour les évacuer en totalité – et c’est sans compter les arrivées nouvelles. D’autant plus que le programme de ‘réinstallation’ cible en priorité les personnes identifiées comme vulnérables, à savoir femmes, enfants, malades. Les hommes adultes, seuls – la grande majorité des Erythréens par exemple – ont peu de chance de faire partie des rares personnes sélectionnées. Or très lourdement endettés et craignant légitimement pour leur sécurité dans leur pays d’origine, ils ne rentreront en aucun cas ; ayant perdu l’espoir que le Haut-Commissariat pour les réfugiés les fassent sortir de là, leur seule perspective réside dans une dangereuse et improbable traversée de la Méditerranée.

    Faute de lieux protégés, lorsqu’ils sont extraits des centres de détention par le HCR, ils sont envoyés en ville, à Tripoli surtout, devenant des ‘réfugiés urbains’ bénéficiant d’un paquet d’aide minimal, délivré en une fois et dont on peine à voir la protection qu’il garantit à qui que ce soit. Dans ces lieux, les migrants restent à la merci des trafiquants et des violences, comme ce fut le cas pour deux Erythréens en janvier dernier. Ceux-là avaient pourtant et pour un temps, été placés sous la protection du HCR au sein du Gathering and Departure Facility. Fin 2018, le HCR avait obtenu l’ouverture à Tripoli de ce centre cogéré avec les autorités libyennes et initialement destiné à faciliter l’évacuation des demandeurs d’asiles vers des pays tiers. Prévu à l’origine pour accueillir 1000 personnes, il n’aura pas résisté plus d’un an au conflit qui a embrasé la capitale en avril 2019 et à la proximité de milices combattantes.

    D’ailleurs, certains d’entre eux préfèrent la certitude de la précarité des centres de détention à l’incertitude plus inquiétante encore de la résidence en milieu ouvert  : c’est ainsi qu’à intervalles réguliers, nous sommes témoins de ces retours. En janvier, quatre femmes somalies, sommées de libérer le GDF en janvier, ont fait le choix de rejoindre en taxi leurs maris détenus à Dar El Jebel, dont elles avaient été séparées par le HCR qui ne reconnaissaient pas la légalité des couples. Les promesses d’évacuation étant virtuelles, elles sont en plus confrontées à une absurdité supplémentaire  : une personne enregistrée par le HCR ne pourra bénéficier du système de rapatriement volontaire de l’Organisation Internationale des Migrations quand bien même elle le souhaiterait.

    Pour les seconds, non protégés par le HCR, l’horizon n’est pas plus lumineux : d’accès à l’Europe, il ne peut en être question qu’au prix, là encore, d’une dangereuse traversée. L’alternative est le retour au pays, promue et organisée par l’Organisation internationale des Migrations et vécue comme une défaite souvent indépassable. De tels retours, l’OIM en a organisé plus de 40 000 depuis 2016. En 2020, ils seront probablement environ 10 000 à saisir l’occasion d’un «  départ volontaire  », dont on mesure à chaque instant l’absurdité de la qualification. Au moins, ceux-là auront-ils mis leur expérience libyenne derrière eux.

    La situation des migrants en Libye est à la fois banale et exceptionnelle. Exceptionnelle en raison de l’intense violence à laquelle ils sont souvent confrontés, du moins pour un grand nombre d’entre eux - la violence des trafiquants et des ravisseurs, la violence du risque de mourir en mer, la violence de la guerre. Mais elle est aussi banale, de manière terrifiante : la différence entre un Érythréen vivant parmi des rats sous le périphérique parisien ou dans un centre de détention à Khoms n’est pas si grande. Leur expérience de la migration est incroyablement violente, leur situation précaire et dangereuse. La situation du Darfouri à Agadez n’est pas bien meilleure, ni celle d’un Afghan de Samos, en Grèce. Il est difficile de ne pas voir cette population, incapable de bouger dans le monde de la mobilité, comme la plus indésirable parmi les indésirables. Ce sont les oubliés.

    https://www.msf-crash.org/index.php/fr/blog/camps-refugies-deplaces/en-libye-les-oublies
    #rapport_d'observation #torture #détention #gardes-côtes_libyens #hypocrisie #UE #EU #Union_européenne #responsabilité #Direction_chargée_de_l’immigration_irrégulière_libyenne (#DCIM) #Dar_El_Jebel #Zintan #montagne #Nafusa (#montagnes_Nafusa) #attente #violence #relocalisation #Niger #Rwanda #réinstallation #vulnérabilité #urban_refugees #Tripoli #réfugiés_urbains #HCR #GDF #OIM #IOM #rapatriement_volontaire #retour_au_pays #retour_volontaire

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  • D’Alger à Yaoundé, le retour au pays de Rodrigue

    Parti pour l’Europe, le jeune Camerounais n’a jamais réussi à traverser la Méditerranée. Après des années passées au Maroc et en Algérie, il a décidé de rentrer dans son pays.

    Bien sûr, ce n’est pas le retour dont il avait rêvé, mais au moins est-il toujours en vie. Tant d’autres ont péri pendant le voyage, engloutis par la Méditerranée. A 35 ans, dont huit en exil pour tenter d’atteindre l’Europe, Rodrigue rentre dans son pays, le Cameroun, riche d’une aventure qu’il ne regrettera jamais, explique-t-il depuis Yaoundé, où il a retrouvé sa famille.

    Il y a neuf ans, à l’été 2011, il était parti, comme tant d’autres, avec en tête la vague idée d’un eldorado européen – France, Italie ou Espagne – où il pourrait travailler et envoyer de l’argent à sa famille. Aujourd’hui, il reconnaît qu’il « ne [savait] rien de la traversée ».

    Bloqué en Algérie et au Maroc

    Du Cameroun, il a pris la route vers le Maroc, où il a passé quatre ans. La première année, il essaie de traverser la Méditerranée tous les mois. Mais chaque fois, il est arrêté par les autorités, parfois en pleine mer. Au fil du temps, il ralentit le rythme des tentatives, faute de moyens et d’énergie. Il vivote de petits boulots dans l’informel. Quand les ennuis avec la police le rattrapent, il doit alors quitter le Maroc pour l’Algérie voisine.

    Là, quatre nouvelles années s’écoulent. Comme de nombreux Subsahariens, il travaille sur les chantiers de construction, souvent des cités-dortoirs qui sortent de terre un peu partout dans ce pays en pleine crise du logement. Rodrigue vit à « Derwisha », une maison de deux étages en périphérie d’Alger qui accueille une trentaine de migrants. Là, il retrouve un peu de convivialité, la musique et les saveurs du pays aussi. Mais la vie reste dure, loin de sa famille, dans une société repliée sur elle-même.

    La décision du retour

    Fin 2018, il prend la décision de rentrer, épuisé par ce voyage sans fin, l’éloignement, toutes ces nuits passées sur les chantiers, cette vie sous les radars avec les autres migrants. Mais pour que son souhait devienne réalité, il lui faut d’abord attendre que son patron lui paye son dernier chantier. C’est chose faite en mars. Rodrigue reprend la route en sens inverse avec ses économies de huit années : 2 500 euros. Jusqu’à Tamanrasset, dans le sud algérien d’abord, puis vers le Niger, le Nigeria et enfin le Cameroun. Une semaine de voyage sans grande difficulté, explique-t-il.

    Il débarque à Douala, chez sa sœur Béatrice, avant Yaoundé, où il retrouve enfin ses parents, sa femme et ses enfants. L’accueil est émouvant : « Tout le monde m’attendait. Les cris, les pleurs. Ils étaient trop contents. Surtout, je suis revenu en bonne forme. Ils avaient vu tout ce qui s’est passé en Libye. » Ils l’avaient imploré de revenir.

    Se construire une nouvelle vie

    Durant ses huit années d’absence, la vie au Cameroun n’a pas tellement changé. Les portraits de Paul Biya, président depuis trente-huit ans, couvrent toujours les murs du pays. Pour Rodrigue, aîné de la famille, la pression est forte : c’est sur lui que reposent toutes les attentes. « Chez nous, le premier fils, c’est comme la tête du train. Comme la locomotive qui dirige les autres. Ça implique trop de choses, trop de responsabilités », reconnaît-il. Avec les économies qu’il a réunies pendant son exil au Maghreb, il décide de se lancer dans un projet avicole. Pour cela, il a acheté plus de 300 poussins, qu’il a installés dans la ferme de sa voisine.

    La #débrouille au quotidien

    Une grande partie des Camerounais se heurtent au même casse-tête : gagner suffisamment d’argent pour vivre, ou survivre. Pour y parvenir, on se livre au « #jonglage », le cumul de plusieurs #petits_jobs. Le frère de Rodrigue, Olivier, est chauffeur de taxi depuis un an « en attendant de trouver un bon travail ». La semaine, il roule pour le propriétaire de la voiture, le samedi, c’est pour lui. « Mais c’est pas avec mes 100 000 francs CFA en fin de mois [152 euros] que je peux faire un projet », avoue-t-il.

    Du côté de Rodrigue, le projet des poussins a tourné court. Entre la chaleur, les problèmes d’eau et de nourriture, il a perdu les trois quarts de ses volailles. Alors il a décidé de retourner dans son village cultiver la terre pour gagner un peu d’argent. Il aimerait ensuite faire du commerce entre l’Algérie et le Cameroun. Faire venir du shampoing, des parfums, du thé, très prisés ici. Mais pour cela, il faut une mise de départ.

    Passer le témoin

    Rodrigue aimerait aussi raconter, convaincre les plus jeunes de rester. Eux qui n’ont qu’une seule idée en tête : rejoindre l’Europe. Mais partager le vécu de la migration n’est pas chose facile. Les cadavres abandonnés dans le désert, la peur, la solitude, les camarades disparus en mer sont des souvenirs tenaces. « Les jeunes veulent vivre mieux, quelque chose de nouveau. Mais c’est juste une question de moyens, en fait. S’ils trouvaient du travail ici, ils resteraient », pense-t-il. Lui aussi pourrait tenter de repartir en Europe un jour, mais légalement. « Comme un clandestin », plus jamais. Face à tous ces fantasmes sur la migration, face aux attentes des proches, aux difficultés du quotidien, « il faut être courageux pour rentrer », tient-il à ajouter.

    https://www.lemonde.fr/afrique/article/2020/02/19/photo-d-alger-a-yaounde-le-nouveau-depart-de-rodrigue_6030096_3212.html
    #errance #migrerrance #parcours_migratoire #itinéraire_migratoire #Cameroun #migrations #Maroc #Algérie #retour_au_pays #travail #Derwisha

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  • Return : voluntary, safe, dignified and durable ?

    Voluntary return in safety and with dignity has long been a core tenet of the international refugee regime. In the 23 articles on ‘Return’ in this issue of FMR, authors explore various obstacles to achieving sustainable return, discuss the need to guard against premature or forced return, and debate the assumptions and perceptions that influence policy and practice. This issue also includes a mini-feature on ‘Towards understanding and addressing the root causes of displacement’.


    https://www.fmreview.org/return

    #revue #retours_volontaires #dignité #retour #retour_au_pays
    #Soudan_du_Sud #réfugiés_sud-soudanais #réfugiés_Rohingya #Rohingya #Inde #Sri_Lanka #réfugiés_sri-lankais #réfugiés_syriens #Syrie #Allemagne #Erythrée #Liban #Turquie #Jordanie #Kenya #réfugiés_Somaliens #Somalie #Dadaab #Myanmar #Birmanie #Darfour #réintégration_économique #réintégration

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  • La Turquie au centre des questions migratoires

    Le plan de la Turquie est de créer dans le nord de la Syrie une vaste zone sécurisée pour renvoyer les réfugiés. Mais au-delà des obstacles politiques et militaires, un tel projet coûterait des milliards d’euros. Ankara fait donc pression sur les Européens pour qu’ils mettent la main au porte-monnaie.

    https://www.infomigrants.net/fr/post/19897/la-turquie-au-centre-des-questions-migratoires?ref=tw_i

    #safe_zones #zones_sures #réfugiés #réfugiés_syriens #Turquie #Syrie #renvois #expulsions #retour_au_pays #safe_zone #zone_sure

    ping @isskein

    • La Turquie veut-elle rapatrier deux millions de réfugiés au Nord de la Syrie ?

      À plusieurs reprises, le président turc Recep Tayyip Erdogan a fait part de son souhait d’établir une zone de sûreté dans le Nord-Est du pays pour y réinstaller entre un et trois million de réfugiés syriens.

      Bonjour,

      Lors de son discours à la tribune des Nations Unies, le 24 septembre 2019, le président turc Recep Tayyip Erdogan a évoqué son plan pour l’établissement d’« un corridor de paix d’une profondeur de 30 kilomètres et d’une longueur de 480 kilomètres » dans le Nord-Est de la Syrie, où il souhaite « permettre l’installation de 2 millions de Syriens avec l’appui de la communauté internationale ». L’idée d’une zone de sûreté n’est pas neuve puisqu’elle est discutée entre la Turquie et les Etats-Unis depuis le mois de janvier 2019. Les 13 et 14 janvier, le président Donald Trump avait déjà twitté qu’il souhaitait créer une « safe zone de 20 miles », soit un peu plus de 30 kilomètres. Début août, les médias turcs et américains, comme le Washington Post, rapportaient deux pays ont convenu de coopérer à la création d’une « zone sûre » dans le nord de la Syrie.
      Erdogan souhaite rapatrier entre 1 et 3 millions de réfugiés syriens dans une « zone de sûreté » au Nord-Est de la Syrie

      Lors de son intervention à l’ONU (à partir de 15 minutes et 33 secondes dans la vidéo suivante, en anglais), ainsi que quelques jours plus tôt en Turquie, le président Erdogan a accentué sa volonté de mettre en place une telle zone de sécurité, en avançant qu’elle pourrait permettre la relocalisation d’un à trois millions de réfugiés syriens, selon la taille de la zone. Ainsi à New York, le chef d’État turc a exposé une carte, où l’on distingue la zone de sûreté planifiée, tout en détaillant : « Si cette zone de sûreté peut être déclarée, nous pouvons réinstaller en toute confiance entre 1 et 2 millions de réfugiés […] Les réfugiés peuvent être réinstallés en les sauvant de camps de tentes ou de camps de conteneurs. Nous pouvons prendre ensemble [avec les États-Unis, les forces de la coalition, la Russie et l’Iran] les mesures qui s’imposent pour aller de l’avant. Ce n’est pas un fardeau que nous pouvons supporter exclusivement en tant que République de Turquie. Nous devons prendre les mesures nécessaires dès que possible. Si nous pouvions étendre la profondeur de cette région jusqu’à la ligne Deir Ez-Zor, Raqqa, nous pourrions augmenter le nombre de Syriens jusqu’à 3 millions qui reviendront de Turquie, d’Europe et d’autres parties du monde vers leur patrie. Nous sommes très résolus dans la réalisation de ce programme et nous sommes impliqués dans les préparatifs nécessaires ».
      https://www.youtube.com/watch?v=Bve1yt0SEb4

      Selon les données du Haut-commissariat aux réfugiés des nations unies, plus de 3,6 millions de réfugiés syriens vivent actuellement en Turquie. Selon une étude préliminaire pour l’installation 1 million de réfugiés dans la zone tampon, qui a été partagée par Ankara avec d’autres pays lors du sommet de l’ONU en septembre et que le site américain Bloomberg a pu consulter, la Turquie souhaite construire des villages et des villes pour les réfugiés pour un coût estimé d’environ 26 milliards de dollars, qui seraient réglés par la communauté internationale.

      Cependant, la zone de sûreté souhaitée par Ankara et convenue avec Washington tarde à se concrétiser rapidement, puisqu’une telle aire nécessiterait de repousser vers le Sud les forces kurdes de l’YPG, alliées des Américains. Mercredi 2 octobre, d’Hulusi Akar, le ministre de la défense turque, faisant part de l’impatience d’Ankara, a déclaré que le « but ultime [de la Turquie] est de mettre fin à la présence terroriste du PKK, du PYD de l’YPG dans le nord de la Syrie, d’établir un corridor de paix et de faire en sorte que nos frères et sœurs syriens dans notre pays rentrent chez eux. »
      La position du Quai d’Orsay

      Contactée par CheckNews pour connaître la position de la France sur cette « zone de sûreté » souhaitée par la Turquie, une source diplomatique française au Quai d’Orsay répond que « des discussions sont en cours entre les États-Unis et la Turquie pour établir un mécanisme de sécurité frontalière. Nous souhaitons que ces discussions permettent d’apaiser les tensions sur la frontière syro-turque et d’éviter toute action unilatérale. Le retour des réfugiés syriens doit être sûr, digne et volontaire, conformément au droit international. Comme exprimé dans la déclaration conjointe des ministres des affaires étrangères du Small Group sur la Syrie du 26 septembre dernier, nous saluons les efforts remarquables des voisins de la Syrie qui accueillent sur leurs territoires la grande majorité des réfugiés syriens. Nous encourageons la communauté internationale à apporter une assistance humanitaire ainsi qu’un soutien financier à ces pays afin d’apporter une réponse collective à la crise des réfugiés syriens, jusqu’à ce que ces derniers puissent revenir volontairement dans leurs régions d’origine, dans la dignité et en sécurité. La France continuera d’œuvrer pour une solution politique crédible en Syrie, conforme à la résolution 2254 du Conseil de sécurité des Nations unies, pour que les conditions d’un tel retour soient réunies. »

      https://www.liberation.fr/checknews/2019/10/06/la-turquie-veut-elle-rapatrier-deux-millions-de-refugies-au-nord-de-la-sy

    • Turquie : Expulsion de Syriens vers leur pays en dépit des dangers

      Les autorités ont menacé, détenu et parfois battu des réfugiés syriens avant de les contraindre à retourner dans leur pays.

      Les autorités turques à Istanbul et à Antakya ont arbitrairement expulsé des dizaines de réfugiés syriens ou plus vers le nord de la Syrie entre janvier et septembre 2019, en dépit des combats qui se poursuivent dans ce pays, a déclaré Human Rights Watch aujourd’hui. Les Syriens expulsés ont déclaré que les autorités turques les avaient forcés à signer des formulaires qu’ils n’étaient pas autorisés à lire, et dans certains cas les ont parfois battus ou menacés, avant de les expulser vers la Syrie.

      Fin juillet, le ministre turc de l’Intérieur, Süleyman Soylu, avait nié que la Turquie ait « déporté » des Syriens, mais avait ajouté que toute personne qui le souhaitait pouvait « volontairement » rentrer en Syrie en bénéficiant de procédures lui permettant de retourner dans des « zones de sécurité » non spécifiées. Toutefois, les recherches de Human Rights Watch indiquent que la Turquie a illégalement expulsé des Syriens vers le gouvernorat d’Idlib, l’une des régions les plus dangereuses de Syrie. Les attaques de l’alliance militaire syro-russe ont tué au moins 1 089 civils dans cette région depuis le mois d’avril, selon l’ONU, y compris au moins 20 personnes lors d’une frappe aérienne menée le 16 août.

      « Les responsables turcs affirment que tous les Syriens qui rentrent dans leur pays sont heureux de le faire, mais ceci ne correspond pas à la réalité sur le terrain », a déclaré Gerry Simpson, directeur adjoint de la division Crises et Conflits à Human Rights Watch. « La Turquie a accueilli un nombre quatre fois plus élevé de Syriens que l’Union européenne, mais ne devrait toutefois pas les renvoyer vers une zone de guerre. »

      La Turquie est un État partie au Pacte international relatif aux droits civils et politiques et à la Convention européenne des droits de l’homme, qui interdisent les arrestations ou détentions arbitraires.

      La Turquie est également tenue de respecter le droit coutumier international du non-refoulement, qui interdit l’expulsion de personnes vers un pays où elles seraient exposées au risque de persécution, de torture ou d’autres mauvais traitements, ou de menace à leur vie.

      Communiqué complet en anglais :

      www.hrw.org/news/2019/10/25/turkey-syrians-being-deported-danger

      https://www.hrw.org/fr/news/2019/10/25/turquie-expulsion-de-syriens-vers-leur-pays-en-depit-des-dangers

    • Unbearable to hear Erdogan talking about « resettlement » syrians in zones they « cleared » in Syria and plea to all to help TK in this task. This has nothing to do with resettlement. It is returns to unsafe country in an area invaded by turkey where killings of Kurds occurred.

      source :
      https://twitter.com/AmandineBach/status/1206885923402780672

      –-> déclarations de Erdogan lors du Global Refugee Forum à Genève, décembre 2019 : https://www.unhcr.org/global-refugee-forum.html

    • Réfugiés syriens : non, il n’est pas encore temps de rentrer

      Les récents combats dans la province d’Idlib ont remis un coup de projecteur sur le calvaire des civils syriens. Neuf ans après le début de la guerre, on estime à plus de 6,6 millions le nombre de personnes déplacées à l’intérieur de la Syrie et à 5,6 millions celui des réfugiés syriens dans le monde. Autant d’exilés que d’aucuns aimeraient voir retourner dans leur foyer… L’activiste syro-britannique Leila al-Shami alerte ici sur le danger de la politique du retour dans un pays où la répression et la brutalité du régime n’ont jamais cessé.

      « Personne ne quitte son domicile volontairement, à moins que sa maison soit la bouche d’un requin. »
      (Warsan Shire, poétesse britannico-somalienne)

      *

      La traversée de Méditerranée est périlleuse. Rien qu’en 2018, 2 277 personnes sont ainsi mortes en tentant de rejoindre l’Europe [2].

      Ceux qui ont survécu au voyage ont dû faire face à un accueil mitigé. D’une part, l’afflux de réfugiés et de migrants en Europe (ainsi que dans d’autres pays du monde) offre des boucs émissaires parfaits aux classes dirigeantes incapables de régler leurs problèmes internes, tout en alimentant un climat de xénophobie et des sentiments nationalistes croissants. D’autre part, il existe des élans de solidarité, qui vont de l’organisation d’un accueil effectif aux manifestations scandant « Refugees welcome ». Ces efforts vitaux méritent d’être poursuivis. Mais la solidarité qui ne commence qu’aux frontières de l’Europe a ceci de problématique qu’elle ne se penche pas sur les raisons principales qui poussent les demandeurs d’asile à fuir leur pays.
      La moitié de la population syrienne chassée de chez elle

      Depuis 2011, date à laquelle l’État syrien a commencé sa guerre contre un soulèvement pro-démocratique, plus de la moitié de la population a été chassée de chez elle. Même si d’autres acteurs du conflit, parasites djihadistes ou forces d’opposition, ont eux aussi provoqué des déplacements, la responsabilité principale revient à la violence de l’État et de ses bailleurs de fonds étrangers [Russie, Iran, Hezbollah libanais [3] ]. Le régime a eu recours à d’incessants bombardements aériens des villes et à des arrestations massives d’opposants. De nombreux observateurs évoquent le chiffre d’un demi-million de morts [4] (selon un bilan qui date de plus de deux ans). Avec 27 % des logements et deux tiers des établissements scolaires et médicaux endommagés ou détruits, le pays est un champ de ruines. L’effondrement des services publics et de l’économie, qui ont plongé près de 80 % de la population dans la pauvreté, sont d’autres causes évidentes de déplacement.

      En dépit d’un consensus mondial croissant sur le fait que la guerre semble toucher à sa fin, les Syriens continuent de s’exiler pour sauver leur vie. Depuis décembre 2019, près d’un million de personnes [80 % sont des femmes et des enfants] ont fui la province d’Idlib face aux assauts incessants du régime et de la Russie pour reprendre l’enclave rebelle. Peu de possibilités de secours leur étaient offertes, car la frontière syro-turque est fermée. Ces réfugiés s’entassent donc dans des camps insalubres ou dorment en plein air. Avec l’inexistence des soins, une éventuelle propagation du coronavirus parmi les populations déplacées pourrait avoir des conséquences dévastatrices.
      Entre « crise » et arme migratoire

      Bien qu’en Europe, on évoque sans cesse la « crise migratoire », seuls 11,6 % des déplacés syriens se sont réfugiés sur le Vieux Continent. La plupart demeurent dans la région, accueillis en premier lieu dans les pays limitrophes, où ils sont de plus en plus considérés comme un problème. En Turquie, qui accueille plus de 3,6 millions de Syriens sur son sol (plus que tout autre pays), l’incitation au renvoi des immigrés a constitué un argument-clé lors des élections municipales de 2019. Sur les médias sociaux, des campagnes de désinformation ont répandu la haine et la division, provoquant rassemblements anti-syriens et attaques contre leurs commerces. En juillet dernier, des milliers de réfugiés syriens, légaux ou illégaux, dont des enfants, ont été arrêtés dans tout le pays – à Istanbul en particulier, la rafle a été massive. Ces exilés ont été contraints de signer des formulaires de rapatriement « volontaire » puis ont été expulsés vers le nord de la Syrie.

      Ces derniers mois, la Turquie a utilisé les réfugiés comme une arme, arguant du fait que l’Union européenne (UE) n’avait pas versé l’intégralité des paiements convenus pour les maintenir sur son territoire. Les autorités ont incité des milliers de personnes [majoritairement des Afghans, mais aussi des Irakiens, des Syriens, des Somaliens, etc.] à traverser sa frontière avec la Grèce, les plaçant dans une situation d’extrême précarité puisque la frontière était bouclée du côté grec. Amassés le long des barbelés, des réfugiés ont été maltraités par les gardes-frontières grecs, aspergés par des canons à eau et des gaz lacrymogènes [5]. L’UE a multiplié les réunions d’urgence pour faire face à cette « crise » et envisager de répondre aux demandes de la Turquie. C’est la menace de voir s’échouer sur les côtes européennes des milliers de cadavres basanés qui l’a poussée à « agir » – ce que les images quotidiennes d’enfants syriens pris au piège sous les décombres de leurs maisons détruites et les cris angoissés de leurs parents n’ont jamais réussi à faire.

      Parallèlement, l’hostilité grandit envers les réfugiés au Liban, où ils constituent aujourd’hui un tiers de la population, la plupart d’entre eux se trouvant dans une situation précaire sans résidence légale. Un décret gouvernemental a donné la priorité à l’emploi aux travailleurs libanais, ce qui a conduit au licenciement de nombreux Syriens. Les incitations au racisme se sont multipliées de la part de politiciens de premier plan qui décrivent les réfugiés comme une menace existentielle pour la stabilité et la prospérité du Liban et appellent à leur retour en Syrie, arguant que le pays est désormais « sûr ». Les camps de réfugiés ont fait l’objet de rafles. Manière de pousser les Syriens à rentrer chez eux… Selon Human Rights Watch, au Liban aussi des formulaires de rapatriement « volontaire » ont été utilisés pour mener des expulsions expéditives.
      Le mensonge d’un pays sûr et stable

      L’idée que la guerre touche à sa fin et que la Syrie est désormais un endroit « sûr » est une petite musique qui monte en puissance à mesure que l’empathie pour les souffrances des Syriens s’amenuise. L’un des principaux promoteurs de ce récit est le régime lui-même. En septembre 2018, le vice-premier ministre Walid Al-Mouallem a déclaré devant l’Assemblée générale des Nations unies que la « guerre contre le terrorisme » était « presque terminée », que la Syrie était « devenue plus sûre et plus stable » et que « les portes étaient ouvertes à tous les réfugiés syriens pour qu’ils rentrent volontairement et en toute sécurité ».

      Le régime utilise la question du retour comme un levier par lequel il espère obtenir des fonds pour la reconstruction du pays. Mais cet argent sera détourné par le régime pour « financer ses atrocités, œuvrer pour son propre intérêt, réprimer ceux qui sont perçus comme des opposants et profiter à ceux qui lui sont fidèles », s’alarme Human Rights Watch. En Europe, des groupes d’extrême droite ont également relayé le récit du retour post-guerre en toute sécurité. Après leurs visites à Damas, des politiciens allemands de l’AfD et des militants de la mouvance identitaire ont appelé au rapatriement des réfugiés syriens.
      Résister aux appels au retour

      Il faut résister à ces appels au retour. D’ores et déjà, des exilés sont contraints de rentrer en raison de la précarité et de l’hostilité qu’ils rencontrent dans les pays d’accueil ; dès leur arrivée en Syrie, certains sont enlevés de force par les services de sécurité. Le Réseau syrien des droits de l’homme (SNHR) rapporte qu’entre début 2014 et août 2019, 1 916 réfugiés, dont 219 enfants, ont été arrêtés à leur retour au pays. Parmi eux, on compte 638 disparus et 15 morts sous la torture.

      Par ailleurs, la guerre fait toujours rage dans certaines parties du pays et même celles qui ne subissent plus de bombardements quotidiens sont loin d’être « sûres et stables ».

      Une autre ONG, la Syrian Association for Citizens Dignity, a examiné la situation dans les zones anciennement tenues par l’opposition, mais repassées sous le contrôle du régime après des bombardements aveugles et une guerre de siège. Des « accords de réconciliation » avaient été conclus dans la plupart des cas sous les auspices de la Russie : les personnes affiliées à l’opposition se voyaient garantir la protection de leurs droits, pendant au moins six mois, y compris contre la persécution, et étaient exemptées d’enrôlement au sein des forces du régime.

      Ces garanties n’ont pas été respectées. De nombreux jeunes ont été incorporés de force dans les milices pro-Bachar et envoyés comme chair à canon sur les lignes de front, où ils ont été amenés à se battre contre d’anciens camarades. Les réfractaires ont été arrêtés, ont disparu ou ont été tués par les services de sécurité. Dans le viseur du régime : les membres de l’opposition armée et politique et leurs familles, les media activists et les travailleurs humanitaires [6].
      S’attaquer aux causes profondes

      Si l’UE considère toujours officiellement que la Syrie reste un pays peu sûr pour le retour des réfugiés, le climat européen se fait de plus en plus délétère pour ces derniers, comme pour les autres migrants. Les pays de l’Union ont mis en place des contrôles frontaliers plus stricts et des systèmes de quotas. Ils ont mis fin à leurs opérations de sauvetage en mer et tendent à criminaliser la solidarité. Les groupes d’extrême droite gagnent en puissance, cherchant à diaboliser les migrants comme une menace existentielle pour les Européens (blancs). Il est vital de continuer à résister à ces phénomènes afin que ceux qui fuient la guerre, la persécution et la pauvreté bénéficient d’un refuge et d’un soutien pour reconstruire leur vie dès leur arrivée en Europe.

      Alors que leur nombre reste relativement faible aujourd’hui, les réfugiés servent déjà de prétexte pour restreindre la liberté d’aller et venir, construire des murs et des frontières impénétrables, accroître les dispositifs sécuritaires de l’État et exploiter des divisions fondées sur la race, la religion ou l’origine nationale. Que se passera-t-il demain lorsque les effets du changement climatique et de l’effondrement écologique provoqueront de vastes mouvements de population à travers le monde ?

      La solidarité doit aussi s’attaquer aux causes profondes. Une pression accrue doit être exercée sur le régime syrien pour qu’il mette fin aux violations systématiques des droits humains, notamment les détentions arbitraires et le bombardement permanent des populations et des infrastructures civiles. Tous ceux qui ont commis des crimes de guerre doivent être mis face à leurs responsabilités. Il faut s’opposer aux appels au rapatriement des réfugiés, à moins qu’ils ne soient vraiment volontaires, sûrs et dignes – et contrôlés par des acteurs indépendants.

      Un moyen concret de solidarité est de soutenir les organisations de la société civile syrienne, qui tentent collectivement de mettre en lumière les souffrances de ceux qui ont été déplacés de force de leurs maisons. C’est l’objectif de la campagne intitulée #HalfofSyria [7], qui documente l’expérience du déplacement et les raisons pour lesquelles les Syriens craignent toujours de rentrer chez eux. Car au bout du compte, l’équation est simple : tant que les gens ne seront pas protégés des massacres dans leur propre pays, ils continueront à chercher la sécurité à l’étranger.

      http://cqfd-journal.org/Refugies-syriens-non-il-n-est-pas

      via @cqfd

  • Nigerian migrants struggle to reintegrate after Libya ordeal

    Emerging from her ordeal, Gloria considers herself “privileged”. Last year, the 26-year-old left Nigeria with four other women, dreaming of a better life in Europe.

    On a tortuous journey, three of the five friends died before reaching Libya, where the two survivors were stranded for almost a year. Now only Gloria is back home in Nigeria.

    She dreamed of being a fashion designer but now sews synthetic tracksuits in a shabby workshop in Benin City, southern Nigeria, for 15,000 naira a month ($41.50, 38 euros).

    “After transport, the money is almost finished”, she says.

    Still, she adds quickly, she “thanks God for having a job”.

    Her employment is part of a training programme, set up by southern Edo State, the departure point for most Nigerian migrants.

    Gloria is one of nearly 14,000 young Nigerians to have returned from Libya since 2017 under a United Nations voluntary repatriation programme.

    She and the other returnees quoted in this story asked not to be identified by their real names.

    She is “not asking for too much”, just a roof over her head and to be able to eat, Gloria tells AFP.

    But she blames herself for daring to dream that life could be better elsewhere and believing the smugglers’ promises that they would reach Europe within two weeks.

    – Broke and broken -

    In Libya, prospects of crossing the Mediterranean vanished, after a tightening of European Union immigration policies.

    Many spend months, even years stranded in Libya, sold as slaves by their smugglers.

    But once back home in Nigeria, life is even more difficult than before: saddled with debt, struggling to find work, broken by their treatment at the hands of the traffickers and by their failed dreams.

    Human Rights Watch highlighted the “continuing anguish” that returnees face.

    Many suffer long-term mental and physical health problems as well as social stigma on returning to Nigeria, the report released last month said.

    Government-run centres tasked with looking after them are poorly funded and “unable to meet survivors’ multiple needs for long-term comprehensive assistance”, it added.

    Edo State has set up a support programme which is rare in Nigeria.

    The state hosts some 4,800 of the nearly 14,000 returnees — most aged 17 to 35 and with no diploma or formal qualifications.

    Under the scheme, they can travel for free to Benin City, Edo’s capital, stay two nights in a hotel, receive an hour of psychological support and an about 1,000-euro allowance.

    It barely moves the needle for those starting again but is enough to stoke envy in a country where state aid is scarce and 83 million people live in extreme poverty.

    – Stigma -

    Showing potential students around, Ukinebo Dare, of the Edo Innovates vocational training programme, says many youngsters grumble that returnees get “preferential treatment”.

    In modern classrooms in Benin City, a few hundred students learn to “code”, do photography, start a small business and learn marketing in courses open to all.

    “Classes are both for the youth and returnees, (be)cause we don’t want the stigma to affect them,” Dare said.

    “It’s a priority for us to give youth, who are potential migrants, opportunities in jobs they can be interested in.”

    According to Nigeria’s National Bureau of Statistics, 55 percent of the under-35s were unemployed at the end of last year.

    Tike had a low paying job before leaving Nigeria in February 2017 but since returning from Libya says his life is “more, more, more harder than before”.

    Although he returned “physically” in December 2017 he says his “mindset was fully corrupted”.

    “I got paranoid. I couldn’t think straight. I couldn’t sleep, always looking out if there is any danger,” he said, at the tiny flat he shares with his girlfriend, also back from Libya, and their four-month-old daughter.

    – Crime -

    A few months after returning, and with no psychological support, Tike decided to train to be a butcher.

    But, more than a year since he registered for help with reintegration programmes, including one run by the International Organization for Migration, he has not found a job and has no money to start his own business.

    “We, the youth, we have no job. What we have is cultism (occult gangs),” Tike says.

    “People see it as a way of getting money, an excuse for getting into crime.”

    Since last year, when Nigeria was still in its longest economic recession in decades, crime has increased in the state of Edo, according to official data.

    “Returnees are seen as people who are coming to cause problems in the community,” laments Lilian Garuba, of the Special Force against Illegal Migration.

    “They see them as failure, and not for what they are: victims.”

    – Debt spiral -

    Peter, 24, was arrested a few days after his return.

    His mother had borrowed money from a neighbourhood lender to raise the 1,000 euros needed to pay his smuggler.

    “As soon as he heard I was back, he came to see her. She couldn’t pay (the debt), so I was arrested by the police,” he told AFP, still shaking.

    Financially crippled, his mother had to borrow more money from another lender to pay off her debts.

    Peter’s last trip was already his second attempt.

    “When I first came back from Libya, I thought I was going to try another country. I tried, but in Morocco it was even worse and thank God I was able to return to Nigeria,” he said, three weeks after getting back.

    “Now I have nothing, nothing,” he said, his voice breaking.

    “All I think about is ’kill yourself’, but what would I gain from it? I can’t do that to my mother.”

    https://www.dailymail.co.uk/wires/afp/article-7471729/Nigerian-migrants-struggle-reintegrate-Libya-ordeal.html
    #réintégration #Nigeria #asile #Libye #retour_volontaire #retour_au_pays #renvois #expulsions #migrations #réfugiés #Assisted_Return_and_Reintegration_Programmes
    ping @isskein @_kg_

    • Au Nigeria, la difficile réintégration des migrants rapatriés au lendemain du cauchemar libyen

      Après avoir été la proie des passeurs dans l’espoir d’une traversée pour l’Europe, 14 000 Nigérians sont revenus au pays, où ils sont souvent stigmatisés et rejetés.

      Gloria se considère comme une « privilégiée ». Elle est partie avec quatre autres filles vers l’Europe, mais, après avoir vécu l’enfer pendant près d’un an bloquée en Libye, elle est la seule à avoir été rapatriée au Nigeria. Trois de ses amies sont mortes pendant le voyage.

      La jeune femme de 26 ans a même trouvé un petit boulot de retour à Benin City, grâce à un programme de formation mis en place par l’Etat d’Edo, une région du sud du Nigeria d’où partent encore la majorité des candidats nigérians à l’exil.

      Gloria rêvait de devenir styliste. A la place, elle coud des survêtements synthétiques à la chaîne dans un atelier miteux pour 15 000 nairas par mois (40 euros), mais « remercie Dieu d’avoir un travail ».

      « Après avoir payé le transport pour rentrer à la maison, il ne reste presque rien, assure Gloria, dans un joli tee-shirt jaune. Mais je ne me plains pas. Je ne veux pas en demander trop. J’ai juste besoin d’un toit et de quoi manger », confie-t-elle.
      « Ne pas en demander trop »

      Comme beaucoup parmi les 14 000 jeunes Nigérians rentrés de Libye depuis 2017, Gloria « ne “veut” pas en demander trop ». Elle s’en veut encore d’avoir un jour osé rêver que la vie pouvait être meilleure ailleurs, et d’avoir cru naïvement des passeurs promettant de rejoindre l’Europe en moins de deux semaines.

      La plupart des Nigérians rapatriés via le programme de retour volontaire des Nations unies ont entre 17 et 35 ans et sont sans diplôme. Pendant des mois, et pour certains des années, ils sont restés bloqués en Libye, vendus, maltraités, extorqués par leurs passeurs, et incapables de traverser la Méditerranée avec le durcissement des politiques d’immigration de l’Union européenne.

      De retour dans leur pays d’origine, ils se retrouvent souvent confrontés à une vie encore plus difficile que lorsqu’ils sont partis : criblés de dettes, sans emploi, brisés par les tortures de leurs trafiquants et par leurs rêves échoués.

      Un rapport de Human Rights Watch publié le 27 août dénonce l’état terrible des « survivants de la traite » à leur retour. Beaucoup souffrent notamment de « troubles psychologiques graves », de « problèmes de santé et sont stigmatisés ». Les quelques centres ou associations qui existent pour s’occuper d’eux disposent de très peu d’aide financière et « sont incapables de répondre aux besoins des survivants sur le long terme ».

      L’Etat d’Edo, qui a dû accueillir à lui seul 4 800 des 14 000 rapatriés nigérians depuis 2017, a mis en place un rare programme de soutien pour ces populations extrêmement vulnérables : un transport gratuit à leur descente de l’avion de l’aéroport de Lagos jusqu’à Benin City, deux nuits d’hôtel, une heure de soutien psychologique et une allocation d’une centaine d’euros environ. C’est une goutte d’eau pour affronter une nouvelle vie, mais assez pour alimenter les jalousies dans un pays où les aides d’Etat sont quasiment inexistantes et où 83 millions de personnes vivent sous le seuil de l’extrême pauvreté (1,90 dollar par jour et par personne).
      « Retrouver la vie »

      La société les montre du doigt et les surnomme avec dédain les « retournés » ou les « déportés ». « Les gens disent que les “retournés” ont des traitements préférentiels », explique Ukinebo Dare, responsable du programme Edo Innovates de formation professionnelle ouvert à tous à Benin City. Il en fait la visite guidée : des salles de classe ultra modernes où des étudiants apprennent à « coder », à faire de la photographie, à monter une petite entreprise ou le B.A. ba du marketing.

      « Nous veillons à les mélanger avec d’autres jeunes. Nous ne voulons pas qu’ils soient stigmatisés, explique la jeune femme. C’est une priorité d’offrir des formations pour tous les jeunes, car ce sont autant de potentiels migrants. »

      Selon le Bureau national des statistiques, 55 % des moins de 35 ans n’avaient pas d’emploi au Nigeria fin 2018. Des chiffres particulièrement inquiétants dans ce pays qui a l’une des croissances démographiques les plus élevées au monde.

      Tike, lui, avait un petit boulot avant de tenter de gagner l’Europe en février 2017. « Quand je pense au passé, j’ai envie de pleurer », lâche-t-il dans son minuscule appartement où il vit avec sa petite amie, elle aussi de retour de Libye, et leur fille de 4 mois. Tike est rentré « physiquement » en décembre 2017. Son esprit, lui, était encore « là-haut », paralysé dans la « paranoïa » et les « traumas », confie-t-il.

      Mais quelques mois plus tard, sans aucun soutien psychologique, il a « retrouvé la vie », comme il dit, et a décidé de suivre une formation en boucherie. Cela fait plus d’un an qu’il a monté des dossiers auprès de diverses organisations d’aide à la réintégration, dont l’Organisation internationale pour les migrations (OIM), mais il n’a pas trouvé d’emploi et n’a aucun argent pour démarrer sa propre société. « Beaucoup de jeunes se tournent vers les “cultes”, les gangs locaux, reconnaît Tike. Ils sont facilement recrutés par les mafias qui leur promettent un peu d’argent. »
      Spirale de pauvreté

      Depuis l’année 2018, une période très difficile économiquement pour le pays, la criminalité a augmenté dans l’Etat d’Edo, selon les données officielles. « Les “retournés” sont tenus pour responsables, regrette Lilian Garuba, de la Force spéciale contre la migration illégale, une antenne contre le trafic des êtres humains mise en place par l’Etat d’Edo. La société les perçoit comme des problèmes et non pour ce qu’ils sont : des victimes. »

      Peter, 24 ans, a été arrêté quelques jours après son retour. Sa mère avait emprunté de l’argent à un créancier du quartier pour réunir le millier d’euros nécessaire afin de payer les passeurs. « Dès qu’il a entendu dire que j’étais revenu, il a menacé ma famille. La police est venue m’arrêter », raconte-t-il à l’AFP, encore tremblant.

      Sa mère a dû réemprunter de l’argent à un autre créancier pour éponger ses dettes. Une spirale de pauvreté dont Peter ne sait comment s’extraire, sauf peut-être en rêvant, encore et toujours de l’Europe. Il en est déjà à deux tentatives infructueuses.
      « Quand je suis rentré la première fois de Libye, je me suis dit que j’allais essayer en passant par un autre pays. Mais au Maroc, c’était encore pire et, grâce à Dieu j’ai pu rentrer au Nigeria. » C’était il y a quelques semaines. « Depuis je n’ai plus rien, rien, lâche-t-il la gorge nouée. Une voix à l’intérieur de moi me dit “Tue-toi, finis-en !” Mais bon… Ça servirait à quoi ? Je ne peux pas faire ça à ma mère. »

      https://www.lemonde.fr/afrique/article/2019/09/20/au-nigeria-la-reintegration-difficile-des-migrants-rapatries-au-lendemain-du

      #pauvreté #OIM #IOM

  • Le Niger, #nouvelle frontière de l’Europe et #laboratoire de l’asile

    Les politiques migratoires européennes, toujours plus restrictives, se tournent vers le Sahel, et notamment vers le Niger – espace de transit entre le nord et le sud du Sahara. Devenu « frontière » de l’Europe, environné par des pays en conflit, le Niger accueille un nombre important de réfugiés sur son sol et renvoie ceux qui n’ont pas le droit à cette protection. Il ne le fait pas seul. La présence de l’Union européenne et des organisations internationales est visible dans le pays ; des opérations militaires y sont menées par des armées étrangères, notamment pour lutter contre la pression terroriste à ses frontières... au risque de brouiller les cartes entre enjeux sécuritaires et enjeux humanitaires.

    On confond souvent son nom avec celui de son voisin anglophone, le Nigéria, et peu de gens savent le placer sur une carte. Pourtant, le Niger est un des grands pays du Sahel, cette bande désertique qui court de l’Atlantique à la mer Rouge, et l’un des rares pays stables d’Afrique de l’Ouest qui offrent encore une possibilité de transit vers la Libye et la Méditerranée. Environné par des pays en conflit ou touchés par le terrorisme de Boko Haram et d’autres groupes, le Niger accueille les populations qui fuient le Mali et la région du lac Tchad et celles évacuées de Libye.

    « Dans ce contexte d’instabilité régionale et de contrôle accru des déplacements, la distinction entre l’approche sécuritaire et l’approche humanitaire s’est brouillée », explique la chercheuse Florence Boyer, fellow de l’Institut Convergences Migrations, actuellement accueillie au Niger à l’Université Abdou Moumouni de Niamey. Géographe et anthropologue (affiliée à l’Urmis au sein de l’IRD, l’Institut de recherche pour le Développement), elle connaît bien le Niger, où elle se rend régulièrement depuis vingt ans pour étudier les migrations internes et externes des Nigériens vers l’Algérie ou la Libye voisines, au nord, et les pays du Golfe de Guinée, au sud et à l’ouest. Sa recherche porte actuellement sur le rôle que le Niger a accepté d’endosser dans la gestion des migrations depuis 2014, à la demande de plusieurs membres de l’Union européenne (UE) pris dans la crise de l’accueil des migrants.
    De la libre circulation au contrôle des frontières

    « Jusqu’à 2015, le Niger est resté cet espace traversé par des milliers d’Africains de l’Ouest et de Nigériens remontant vers la Libye sans qu’il y ait aucune entrave à la circulation ou presque », raconte la chercheuse. La plupart venaient y travailler. Peu tentaient la traversée vers l’Europe, mais dès le début des années 2000, l’UE, Italie en tête, cherche à freiner ce mouvement en négociant avec Kadhafi, déplaçant ainsi la frontière de l’Europe de l’autre côté de la Méditerranée. La chute du dictateur libyen, dans le contexte des révolutions arabes de 2011, bouleverse la donne. Déchirée par une guerre civile, la Libye peine à retenir les migrants qui cherchent une issue vers l’Europe. Par sa position géographique et sa relative stabilité, le Niger s’impose progressivement comme un partenaire de la politique migratoire de l’UE.

    « Le Niger est la nouvelle frontière de l’Italie. »

    Marco Prencipe, ambassadeur d’Italie à Niamey

    Le rôle croissant du Niger dans la gestion des flux migratoires de l’Afrique vers l’Europe a modifié les parcours des migrants, notamment pour ceux qui passent par Agadez, dernière ville du nord avant la traversée du Sahara. Membre du Groupe d’études et de recherches Migrations internationales, Espaces, Sociétés (Germes) à Niamey, Florence Boyer observe ces mouvements et constate la présence grandissante dans la capitale nigérienne du Haut-Commissariat des Nations-Unies pour les réfugiés (HCR) et de l’Organisation internationale des migrations (OIM) chargée, entre autres missions, d’assister les retours de migrants dans leur pays.

    https://www.youtube.com/watch?v=dlIwqYKrw7c

    « L’île de Lampedusa se trouve aussi loin du Nord de l’Italie que de la frontière nigérienne, note Marco Prencipe, l’ambassadeur d’Italie à Niamey, le Niger est la nouvelle frontière de l’Italie. » Une affirmation reprise par plusieurs fonctionnaires de la délégation de l’UE au Niger rencontrés par Florence Boyer et Pascaline Chappart. La chercheuse, sur le terrain à Niamey, effectue une étude comparée sur des mécanismes d’externalisation de la frontière au Niger et au Mexique. « Depuis plusieurs années, la politique extérieure des migrations de l’UE vise à délocaliser les contrôles et à les placer de plus en plus au sud du territoire européen, explique la postdoctorante à l’IRD, le mécanisme est complexe : les enjeux pour l’Europe sont à la fois communautaires et nationaux, chaque État membre ayant sa propre politique ».

    En novembre 2015, lors du sommet euro-africain de La Valette sur la migration, les autorités européennes lancent le Fonds fiduciaire d’urgence pour l’Afrique « en faveur de la stabilité et de la lutte contre les causes profondes de la migration irrégulière et du phénomène des personnes déplacées en Afrique ». Doté à ce jour de 4,2 milliards d’euros, le FFUA finance plusieurs types de projets, associant le développement à la sécurité, la gestion des migrations à la protection humanitaire.

    Le président nigérien considère que son pays, un des plus pauvres de la planète, occupe une position privilégiée pour contrôler les migrations dans la région. Le Niger est désormais le premier bénéficiaire du Fonds fiduciaire, devant des pays de départ comme la Somalie, le Nigéria et surtout l’Érythrée d’où vient le plus grand nombre de demandeurs d’asile en Europe.

    « Le Niger s’y retrouve dans ce mélange des genres entre lutte contre le terrorisme et lutte contre l’immigration “irrégulière”. »

    Florence Boyer, géographe et anthropologue

    Pour l’anthropologue Julien Brachet, « le Niger est peu à peu devenu un pays cobaye des politiques anti-migrations de l’Union européenne, (...) les moyens financiers et matériels pour lutter contre l’immigration irrégulière étant décuplés ». Ainsi, la mission européenne EUCAP Sahel Niger a ouvert une antenne permanente à Agadez en 2016 dans le but d’« assister les autorités nigériennes locales et nationales, ainsi que les forces de sécurité, dans le développement de politiques, de techniques et de procédures permettant d’améliorer le contrôle et la lutte contre les migrations irrégulières ».

    « Tout cela ne serait pas possible sans l’aval du Niger, qui est aussi à la table des négociations, rappelle Florence Boyer. Il ne faut pas oublier qu’il doit faire face à la pression de Boko Haram et d’autres groupes terroristes à ses frontières. Il a donc intérêt à se doter d’instruments et de personnels mieux formés. Le Niger s’y retrouve dans ce mélange des genres entre la lutte contre le terrorisme et la lutte contre l’immigration "irrégulière". »

    Peu avant le sommet de La Valette en 2015, le Niger promulgue la loi n°2015-36 sur « le trafic illicite de migrants ». Elle pénalise l’hébergement et le transport des migrants ayant l’intention de franchir illégalement la frontière. Ceux que l’on qualifiait jusque-là de « chauffeurs » ou de « transporteurs » au volant de « voitures taliban » (des 4x4 pick-up transportant entre 20 et 30 personnes) deviennent des « passeurs ». Une centaine d’arrestations et de saisies de véhicules mettent fin à ce qui était de longue date une source légale de revenus au nord du Niger. « Le but reste de bloquer la route qui mène vers la Libye, explique Pascaline Chappart. L’appui qu’apportent l’UE et certains pays européens en coopérant avec la police, les douanes et la justice nigérienne, particulièrement en les formant et les équipant, a pour but de rendre l’État présent sur l’ensemble de son territoire. »

    Des voix s’élèvent contre ces contrôles installés aux frontières du Niger sous la pression de l’Europe. Pour Hamidou Nabara de l’ONG nigérienne JMED (Jeunesse-Enfance-Migration-Développement), qui lutte contre la pauvreté pour retenir les jeunes désireux de quitter le pays, ces dispositifs violent le principe de la liberté de circulation adopté par les pays d’Afrique de l’Ouest dans le cadre de la Cedeao. « La situation des migrants s’est détériorée, dénonce-t-il, car si la migration s’est tarie, elle continue sous des voies différentes et plus dangereuses ». La traversée du Sahara est plus périlleuse que jamais, confirme Florence Boyer : « Le nombre de routes s’est multiplié loin des contrôles, mais aussi des points d’eau et des secours. À ce jour, nous ne disposons pas d’estimations solides sur le nombre de morts dans le désert, contrairement à ce qui se passe en Méditerranée ».

    Partenaire de la politique migratoire de l’Union européenne, le Niger a également développé une politique de l’asile. Il accepte de recevoir des populations en fuite, expulsées ou évacuées des pays voisins : les expulsés d’Algérie recueillis à la frontière, les rapatriés nigériens dont l’État prend en charge le retour de Libye, les réfugiés en lien avec les conflits de la zone, notamment au Mali et dans la région du lac Tchad, et enfin les personnes évacuées de Libye par le HCR. Le Niger octroie le statut de réfugié à ceux installés sur son sol qui y ont droit. Certains, particulièrement vulnérables selon le HCR, pourront être réinstallés en Europe ou en Amérique du Nord dans des pays volontaires.
    Une plateforme pour la « réinstallation »
    en Europe et en Amérique

    Cette procédure de réinstallation à partir du Niger n’a rien d’exceptionnel. Les Syriens réfugiés au Liban, par exemple, bénéficient aussi de l’action du HCR qui les sélectionne pour déposer une demande d’asile dans un pays dit « sûr ». La particularité du Niger est de servir de plateforme pour la réinstallation de personnes évacuées de Libye. « Le Niger est devenu une sorte de laboratoire de l’asile, raconte Florence Boyer, notamment par la mise en place de l’Emergency Transit Mechanism (ETM). »

    L’ETM, proposé par le HCR, est lancé en août 2017 à Paris par l’Allemagne, l’Espagne, la France et l’Italie — côté UE — et le Niger, le Tchad et la Libye — côté africain. Ils publient une déclaration conjointe sur les « missions de protection en vue de la réinstallation de réfugiés en Europe ». Ce dispositif se présente comme le pendant humanitaire de la politique de lutte contre « les réseaux d’immigration économique irrégulière » et les « retours volontaires » des migrants irréguliers dans leur pays effectués par l’OIM. Le processus s’accélère en novembre de la même année, suite à un reportage de CNN sur des cas d’esclavagisme de migrants en Libye. Fin 2017, 3 800 places sont promises par les pays occidentaux qui participent, à des degrés divers, à ce programme d’urgence. Le HCR annonce 6 606 places aujourd’hui, proposées par 14 pays européens et américains1.

    Trois catégories de personnes peuvent bénéficier de la réinstallation grâce à ce programme : évacués d’urgence depuis la Libye, demandeurs d’asile au sein d’un flux dit « mixte » mêlant migrants et réfugiés et personnes fuyant les conflits du Mali ou du Nigéria. Seule une minorité aura la possibilité d’être réinstallée depuis le Niger vers un pays occidental. Le profiling (selon le vocabulaire du HCR) de ceux qui pourront bénéficier de cette protection s’effectue dès les camps de détention libyens. Il consiste à repérer les plus vulnérables qui pourront prétendre au statut de réfugié et à la réinstallation.

    Une fois évacuées de Libye, ces personnes bénéficient d’une procédure accélérée pour l’obtention du statut de réfugié au Niger. Elles ne posent pas de problème au HCR, qui juge leur récit limpide. La Commission nationale d’éligibilité au statut des réfugiés (CNE), qui est l’administration de l’asile au Niger, accepte de valider la sélection de l’organisation onusienne. Les réfugiés sont pris en charge dans le camp du HCR à Hamdallaye, construit récemment à une vingtaine de kilomètres de la capitale nigérienne, le temps que le HCR prépare la demande de réinstallation dans un pays occidental, multipliant les entretiens avec les réfugiés concernés. Certains pays, comme le Canada ou la Suède, ne mandatent pas leurs services sur place, déléguant au HCR la sélection. D’autres, comme la France, envoient leurs agents pour un nouvel entretien (voir ce reportage sur la visite de l’Ofpra à Niamey fin 2018).

    Parmi les évacués de Libye, moins des deux tiers sont éligibles à une réinstallation dans un pays dit « sûr ».

    Depuis deux ans, près de 4 000 personnes ont été évacuées de Libye dans le but d’être réinstallées, selon le HCR (5 300 autres ont été prises en charge par l’OIM et « retournées » dans leur pays). Un millier ont été évacuées directement vers l’Europe et le Canada et près de 3 000 vers le Niger. C’est peu par rapport aux 50 800 réfugiés et demandeurs d’asile enregistrés auprès de l’organisation onusienne en Libye au 12 août 2019. Et très peu sur l’ensemble des 663 400 migrants qui s’y trouvent selon l’OIM. La guerre civile qui déchire le pays rend la situation encore plus urgente.

    Parmi les personnes évacuées de Libye vers le Niger, moins des deux tiers sont éligibles à une réinstallation dans un pays volontaire, selon le HCR. À ce jour, moins de la moitié ont été effectivement réinstallés, notamment en France (voir notre article sur l’accueil de réfugiés dans les communes rurales françaises).

    Malgré la publicité faite autour du programme de réinstallation, le HCR déplore la lenteur du processus pour répondre à cette situation d’urgence. « Le problème est que les pays de réinstallation n’offrent pas de places assez vite, regrette Fatou Ndiaye, en charge du programme ETM au Niger, alors que notre pays hôte a négocié un maximum de 1 500 évacués sur son sol au même moment. » Le programme coordonné du Niger ne fait pas exception : le HCR rappelait en février 2019 que, sur les 19,9 millions de réfugiés relevant de sa compétence à travers le monde, moins d’1 % sont réinstallés dans un pays sûr.

    Le dispositif ETM, que le HCR du Niger qualifie de « couloir de l’espoir », concerne seulement ceux qui se trouvent dans un camp accessible par l’organisation en Libye (l’un d’eux a été bombardé en juillet dernier) et uniquement sept nationalités considérées par les autorités libyennes (qui n’ont pas signé la convention de Genève) comme pouvant relever du droit d’asile (Éthiopiens Oromo, Érythréens, Iraquiens, Somaliens, Syriens, Palestiniens et Soudanais du Darfour).

    « Si les portes étaient ouvertes dès les pays d’origine, les gens ne paieraient pas des sommes astronomiques pour traverser des routes dangereuses. »

    Pascaline Chappart, socio-anthropologue

    En décembre 2018, des Soudanais manifestaient devant les bureaux d’ETM à Niamey pour dénoncer « un traitement discriminatoire (...) par rapport aux Éthiopiens et Somaliens » favorisés, selon eux, par le programme. La représentante du HCR au Niger a répondu à une radio locale que « la plupart de ces Soudanais [venaient] du Tchad où ils ont déjà été reconnus comme réfugiés et que, techniquement, c’est le Tchad qui les protège et fait la réinstallation ». C’est effectivement la règle en matière de droit humanitaire mais, remarque Florence Boyer, « comment demander à des réfugiés qui ont quitté les camps tchadiens, pour beaucoup en raison de l’insécurité, d’y retourner sans avoir aucune garantie ? ».

    La position de la France

    La question du respect des règles en matière de droit d’asile se pose pour les personnes qui bénéficient du programme d’urgence. En France, par exemple, pas de recours possible auprès de l’Ofpra en cas de refus du statut de réfugié. Pour Pascaline Chappart, qui achève deux ans d’enquêtes au Niger et au Mexique, il y a là une part d’hypocrisie : « Si les portes étaient ouvertes dès les pays d’origine, les gens ne paieraient pas des sommes astronomiques pour traverser des routes dangereuses par la mer ou le désert ». « Il est quasiment impossible dans le pays de départ de se présenter aux consulats des pays “sûrs” pour une demande d’asile », renchérit Florence Boyer. Elle donne l’exemple de Centre-Africains qui ont échappé aux combats dans leur pays, puis à la traite et aux violences au Nigéria, en Algérie puis en Libye, avant de redescendre au Niger : « Ils auraient dû avoir la possibilité de déposer une demande d’asile dès Bangui ! Le cadre législatif les y autorise. »

    En ce matin brûlant d’avril, dans le camp du HCR à Hamdallaye, Mebratu2, un jeune Érythréen de 26 ans, affiche un large sourire. À l’ombre de la tente qu’il partage et a décorée avec d’autres jeunes de son pays, il annonce qu’il s’envolera le 9 mai pour Paris. Comme tant d’autres, il a fui le service militaire à vie imposé par la dictature du président Issayas Afeworki. Mebratu était convaincu que l’Europe lui offrirait la liberté, mais il a dû croupir deux ans dans les prisons libyennes. S’il ne connaît pas sa destination finale en France, il sait d’où il vient : « Je ne pensais pas que je serais vivant aujourd’hui. En Libye, on pouvait mourir pour une plaisanterie. Merci la France. »

    Mebratu a pris un vol pour Paris en mai dernier, financé par l’Union européenne et opéré par l’#OIM. En France, la Délégation interministérielle à l’hébergement et à l’accès au logement (Dihal) confie la prise en charge de ces réinstallés à 24 opérateurs, associations nationales ou locales, pendant un an. Plusieurs départements et localités françaises ont accepté d’accueillir ces réfugiés particulièrement vulnérables après des années d’errance et de violences.

    Pour le deuxième article de notre numéro spécial de rentrée, nous nous rendons en Dordogne dans des communes rurales qui accueillent ces « réinstallés » arrivés via le Niger.

    http://icmigrations.fr/2019/08/30/defacto-10
    #externalisation #asile #migrations #réfugiés #frontières #Europe #UE #EU #sécuritaire #humanitaire #approche_sécuritaire #approche_humanitaire #libre_circulation #fermeture_des_frontières #printemps_arabe #Kadhafi #Libye #Agadez #parcours_migratoires #routes_migratoires #HCR #OIM #IOM #retour_au_pays #renvois #expulsions #Fonds_fiduciaire #Fonds_fiduciaire_d'urgence_pour_l'Afrique #FFUA #développement #sécurité #EUCAP_Sahel_Niger #La_Valette #passeurs #politique_d'asile #réinstallation #hub #Emergency_Transit_Mechanism (#ETM) #retours_volontaires #profiling #tri #sélection #vulnérabilité #évacuation #procédure_accélérée #Hamdallaye #camps_de_réfugiés #ofpra #couloir_de_l’espoir

    co-écrit par @pascaline

    ping @karine4 @_kg_ @isskein

    Ajouté à la métaliste sur l’externalisation des frontières :
    https://seenthis.net/messages/731749#message765325

  • After peace deal, a bittersweet homecoming for CAR refugees

    ‘If we want to facilitate repatriations, we need to reinforce schools, water points, health centres.’
    More than six months after rebel groups in the Central African Republic signed a peace deal with the government, a trickle of refugees is returning back to the shattered country, but one in four Central Africans remain either internally displaced or living in neighbouring states.

    https://www.thenewhumanitarian.org/photo-feature/2019/09/04/Central-African-Republic-refugees-peace-deal
    #asile #migrations #réfugiés #retour_au_pays #République_centrafricaine #Centrafrique #Mongoumba #centres_de_transit

  • Quando tornai al mio paese del Sud

    Quando tornai al mio paese nel Sud,
    dove ogni cosa, ogni attimo del passato
    somiglia a quei terribili polsi di morti
    che ogni volta rispuntano dalle zolle
    e stancano le pale eternamente implacati,
    compresi allora perché ti dovevo perdere:
    qui s’era fatto il mio volto, lontano da te,
    e il tuo, in altri paesi a cui non posso pensare.

    Quando tornai al mio paese del Sud,
    io mi sentivo morire.

    In: Tutte le poesie (Controluce, 2015)

    https://internopoesia.com/tag/quando-tornai-al-mio-paese-del-sud

    #retour #poésie #migrations #Italie #Italie_du_Sud #Sud #retour_au_pays

    ping @wizo @albertocampiphoto

  • Why Most Syrian Refugees Want to Stay in Germany

    Islamic State has been conquered and the war has ended in large parts of Syria, but most Syrian refugees living in Germany want to stay. Many fear persecution if they go back while others have already established themselves in their new home.

    https://www.spiegel.de/international/germany/most-syrian-refugees-want-to-stay-in-germany-a-1275389.html#ref=rss
    #Allemagne #réfugiés #asile #migrations #réfugiés_syriens #retour_au_pays #droit_de_rester

  • Tension grows in Lebanon over refugees in #Beqaa

    Tension remains high on Monday in Lebanon’s Beqaa Valley, following the forced displacement of hundreds of Syrian refugees at the weekend.

    Local media reported the possibility that about 400 refugees, including many women and children, may be forcibly transferred to Syria, which is where they originally fled from the armed conflict that is still underway.

    The epicentre of the refugee tension in Lebanon is in #Deir al-Ahmar in the northern Beqaa Valley.

    Since the start of the civil war in Syria in 2011, over a million Syrians have taken refuge in Lebanon, a country whose own population is less than four million.

    Lebanese authorities have recently intensified the dismantling of refugee camps and increased pressure on the refugee community.

    Lebanon did not sign the 1951 Geneva Refugee Convention, and since 2011 the country has considered the presence of “foreign guests” in its territory as a temporary situation.

    http://www.ansamed.info/ansamed/en/news/sections/generalnews/2019/06/10/tension-grows-in-lebanon-over-refugees-in-beqaa_132742bf-f2d4-48a3-ad21-4b
    #réfugiés #réfugiés_syriens #Liban #asile #migrations #expulsions #renvois #retour_au_pays #camps_de_réfugiés #démantèlement

    • Thousands of Syrian refugees could be sent back, says Lebanese minister

      Gebran Bassil claims many refugees are not living in political fear, but stay for economic reasons.

      As many as three quarters of Syrian refugees in Lebanon could return to Syria because they face no fear of political persecution or threat to their security, Lebanon’s controversial foreign minister has said.

      Gebran Bassil also urged the UK to rethink how it was spending aid money on keeping 1.5 million refugees in Lebanon, where he said they were taking the jobs from the Lebanese, and undercutting wages.

      The UK has supplied as much as £500m to help house, feed and educate Syrian refugees in Lebanon since the start of the ciivl war in 2011.

      Bassil is the son in law of the president, Michel Aoun, and the leader of the Lebanese Free Patriotic Movement, the largest political party in the country’s parliament. Last week he faced allegations of racism that he denies after it was alleged he had implied that some refugees might be corrupt.

      In an interview with the Guardian, he said: “Most of the Syrians – much more than 75% – are no more in security and political fear, but are staying for economic reasons. We know more than 500,000 Syrians working in Lebanon. They are working every where in breach of our labour laws, and yet even though they break the law they are not being repatriated.

      “They are working in Lebanon, taking jobs from the Lebanese because they paid at cheaper rate because they have no taxes to pay and they are being assisted on top of the wages they are paid.”

      Aid agencies working with refugees have cited concerns over loss of property and conscription into the Syrian army and fear of reprisals as major reasons why they did not want to return home. The agencies have resisted Lebanese government efforts to tear down any semi-permanent structure put up by refugees.

      Bassil insisted it was not his government’s policy to try to force Syrians to return to their homeland.

      He added: “The British taxpayers are paying money for an unlimited period of time that is not being spent in the right direction. They should be paid to return to their country. As President Trump said, money spent on a refugee to go back to his country is much much less than to keep him out of his country.”

      He defended his country’s record of welcoming Syrian refugees. He said: “No one country did what Lebanon did. No one country is able to host 200 refugees per square kilometre, more than 40% of its population. Imagine here in Britain you are receiving 50 million people. That is the comparison.

      “Despite all that we have endured we never thought of forcing anyone to return. We are talking of a dignified and safe gradual return for people who are willing. That now applies to the majority of Syrians in Lebanon because now most of Syria is safe and most of those in Lebanon do not face any political or security obstacles for their return. They are staying because they are assisted to stay in the Lebanon, and if they go back to Syria they will lose that assistance. This is the main reason.”

      Bassil added: “They are receiving aid for every aspect of their lives they are receiving free education, shelter and healthcare. They are better covered on health than the Lebanese. They are afraid that once they leave, they will lose the assistance”.

      He said the number of movements across the border is 700,000 to 800,000 a month, and people who hold refugee cards go regularly to Syria and come back to Lebanon.

      “The tension is mounting internally. Our economy is really collapsing. How can you put your own economy on your feet when you carry this burden.”

      Bassil also denied that any of his remarks could be construed as racist, arguing every country puts its citizens first.

      https://www.theguardian.com/world/2019/jun/15/thousands-of-syrian-refugees-could-be-sent-back-says-lebanese-minister

  • #Mauritanie : 60000 #réfugiés_maliens vivent dans le #camp de #Mbera

    Ils sont #peuls, #touaregs ou #arabes et viennent tous du Mali. Certains fuyant les violences des groupes jihadistes, d’autres celles de l’armée malienne. Depuis 2012, ce sont près de 60 000 réfugiés qui ont élu domicile dans le camp de Mbera, en Mauritanie. Et qui ne sont pas prêts à refranchir la frontière.

    « Nous allons relever sept données biométriques, ce qui nous garantit demain que quiconque ne peut plus se présenter sous cette identité. » Ici, nous sommes au #centre_d’enregistrement du #HCR, le Haut-Commissariat aux réfugiés des Nations unies. Passage obligé pour tout demandeur d’asile.

    Ses #empreintes_digitales, Hamady Ba, 40 ans, les a données il y a quatre ans déjà. Il a fui les persécutions contre les peuls au Mali. « J’ai vu des exactions de la part de l’armée, raconte-t-il. Ils rentraient dans notre village, prenaient des gens, les attachaient, et les frappaient. C’est pour ça que j’ai fui. »

    Zeïna, elle, est arrivée il y a quatre mois à peine. À dos de mulet, pour fuir les jihadistes. Et il n’est pas question de repartir. « On a vraiment essayé de supporter cette situation, mais c’était trop. J’ai décidé de prendre mes enfants pour arrêter d’entendre le bruit des armes, confie-t-elle. J’ai été obligé de fuir, mais je ne supportais vraiment plus cette situation. »

    Sous sa tente bien tenue, mais rudimentaire, Sidi Mohamed est un habitué du camp. En 1991 déjà, il avait trouvé refuge ici. À 70 ans, il a encore de l’espoir. « Chaque prière que je fais, je prie Dieu pour que la paix revienne au Mali et dans le monde. En dehors de tout ça, on veut juste vivre avec dignité », dit-il.

    Le mois dernier, environ 300 réfugiés ont décidé de retourner tenter leur chance au Mali. Contre l’avis du HCR, qui estime que la situation n’est pas prête à se stabiliser.

    http://www.rfi.fr/afrique/20190603-reportage-mauritanie-60000-refugies-maliens-vivent-le-camp-mbera
    #réfugiés #asile #migrations #camps_de_réfugiés #retour_au_pays

    Notez que le titre du sujet parle de #camps , alors que le HCR parle de #centre_d’enregistrement ...
    #cpa_camps #terminologie #vocabulaire #mots

  • CASE LAW ON RETURN OF ASYLUM SEEKERS TO AFGHANISTAN, 2017-2018

    This document compiles information from selected European countries, specifically, Austria, Belgium, Finland, France, Germany, The Netherlands, Norway, Sweden, Switzerland and United Kingdom. It covers cases from 2017 and 2018 that relate to the return of Afghan nationals, assessed in light of their personal circumstances and the security situation in the country. Whilst every effort has been put into finding relevant case law, the cases cited are, by no means, exhaustive. Where court decisions were not available in English ECRE has supplied a translation.

    #Afghanistan #retour_au_pays #expulsions #renvois #asile #migrations #réfugiés #réfugiés_afghans #Autriche #Belgique #Finlande #France #Allemagne #Pays-Bas #Norvège #Suède #Suisse #UK #Angleterre

    ping @karine4

  • The trouble with plans to send 116,000 Burundian refugees home

    Under pressure to go home, Burundian refugees in Tanzania face two bad options: return to face social and economic hardship and possible rights violations; or remain in chronically under-resourced camps that restrict their opportunities.

    With both governments confirming plans to return 116,000 Burundians by the end of 2019, it’s crunch time for the international community if it wants to ensure returns are truly voluntary and offer returnees the level of support they will need to reintegrate properly back in Burundi.

    More than 400,000 people fled Burundi, most into neighbouring Tanzania, following violent unrest and repression that accompanied 2015 elections, which saw former rebel leader Pierre Nkurunziza returned to power for a controversial third presidential term.

    Limited repatriations began in 2017, but funding shortages mean the process has so far been little more than an offer of free transport back across the border, with a return package of food, non-food items, and cash that doesn’t even last the three months it’s expected to cover.

    https://www.thenewhumanitarian.org/opinion/2019/03/05/Burundian-refugees-Tanzania-plans-send-home
    #retour_au_pays #asile #migrations #réfugiés #Tanzanie #réfugiés_burundais

    Pour les #retours_volontaires initiés en 2017, voir le doc publié par @reka:
    https://seenthis.net/messages/636524
    #retour_volontaire

    • Tanzania wants Burundian refugees sent home. But they face big challenges

      Tanzania says it has reached an agreement with Burundi to begin sending back all Burundian refugees from October. The repatriation effort will take place in collaboration with the United Nations. Moina Spooner, from The Conversation Africa, asked Amelia Kuch to give some insights into the decision.

      How many Burundian refugees are there in Tanzania and why did they migrate there?

      Tanzania has long been held up as a safe haven for refugees in the region. There’s a long history of refugees from Burundi, the Democratic Republic of the Congo (DRC) and Mozambique seeking refuge and safety there. Burundians have been seeking refuge in Tanzania since 1960, with major waves of displacement happening in 1972, 1988, 1993, and 2015. This was due to several civil wars and genocidal violence.

      The current displacement crisis started in 2015 when President Pierre Nkurunziza sought a third term in office and eventually won. Street protests led to violent clashes. The growing fear and uncertainty pushed over 400 000 Burundians to seek refuge in neighbouring countries. About 60% of them went to Tanzania.

      Interviews with Burundian refugees revealed that if they were not a member of the leading party they faced violent persecution. They shared personal accounts of torture and rape by the Imbonerakure, the youth wing of the ruling party, and of disappearances and executions of family members.

      There’s now a total of about 342 867 Burundian refugees and asylum seekers in Tanzania that are mostly settled in three refugee camps: Nyarugusu, Nduta and Mtendeli.

      Tanzania had previously granted some Burundian refugees citizenship. Why do you think they’re choosing repatriation now?

      Tanzania offered citizenship, through naturalisation, to 160 000 Burundian refugees. But this only benefited individuals and families who fled to Tanzania in 1972 and were settled in the three rural settlements –- Mishamo, Urambo and Katumba. It didn’t include more recent arrivals.

      As much as the announcement of forced repatriation is troubling, it is not surprising. Over the past 15 years Tanzania has been making moves away from acting as a host country.

      The 2005 election manifesto of Tanzania’s ruling party, Chama Cha Mapinduzi, included a pledge to make Tanzania “refugee-free” by 2010. Their justification was that there wasn’t enough international aid to support the camps and that the camps were having a negative impact on neighbouring host communities and Tanzania’s security situation.

      This has already led to repatriations. In 2012 residents of Mtabila refugee camp, most of whom fled to Tanzania in the 1990s, were returned to Burundi against their will and the camp was closed.

      In 2018, Tanzania pulled out of the UN’s Comprehensive Refugee Response Framework – a declaration by countries to commit to respect the human rights of refugees and migrants and to support the countries that welcome them – citing a lack of international funding. The Burundian refugee situation is the lowest funded in the world. In 2018, UNHCR and its partners received just 33% of the required US$391 million requested to support Burundian refugees.

      How should the repatriation process happen?

      First and foremost Burundian refugees need to be able to make an informed decision if they wish to repatriate or remain in Tanzania. It must be a voluntary decision. At the moment it seems like refugees won’t be given a choice and will be forced to repatriate. Tanzanian Interior Minister Kangi Lugola announced that Tanzania will return Burundian refugees at the rate of 2 000 people a week.

      Ideally, people should be allowed to travel back to Burundi to assess the situation for themselves and decide, after that initial first-hand experience, if they wish to repatriate voluntarily.

      If they decide to repatriate, they should be given access to land and the ability to re-establish their livelihoods in Burundi. The support might come in the form of a financial grant, basic household items, food items, as well as financial support so they can access shelter and rent land.

      Following repatriation, it’s essential that the safety of refugees is monitored. Repatriation is a political process and it will be necessary to ensure that returnees are protected and can access the same rights as other citizens.

      Monitoring the reintegration of returnees is a UNHCR commitment under the Tripartite Agreement from 2017 and it is critical that journalists and researchers are safe to report on the reintegration process.

      What do the prospects look like for the refugees once they’re back in Burundi?

      Through current and previous research I’ve done on Burundian refugees who repatriated and then returned to Tanzania, I’ve seen a complex matrix of challenges that they face. These include hunger, the inability to access land and shelter, and a shortage of medicine.

      There are also safety concerns. Today the Burundian government controls the political space and refuses to engage in dialogue with opposition parties. While there is less open violence, refugees still fear going back and for some, that’s with good reason.

      With the closing migratory space in Tanzania, those who won’t be able to safely stay in Burundi will have to seek other destinations of refuge.

      What are Tanzania’s international obligations in terms of protection of refugees?

      The 1951 Refugee Convention – whose core principle asserts that a refugee should not be returned to a country where they face serious threats to their life or freedom – has been ratified by 145 states, including Tanzania.

      The Tanzanian government’s decision to repatriate Burundian refugees, despite evidence that their life and freedom might be threatened in Burundi, breaches the core principle of non-refoulement.

      This, however, must be seen in the global context. The decision of the Tanzanian government to expel refugees is not happening in a political void. Rather, it emulates the policies implemented by some Western countries, including the US, Australia, France, Hungary and Italy.

      These countries are also breaching the Convention; by obstructing refugees from coming, putting their lives in danger and even penalising those who try to assist refugees.

      Rather than an exception, the recent decision by the Tanzanian government to forcefully repatriate Burundian refugees is a reflection of a growing, global hostility towards refugees and other migrants.

      https://theconversation.com/tanzania-wants-burundian-refugees-sent-home-but-they-face-big-chall

    • Tanzania to send back all Burundian refugees from October

      Tanzanian and Burundian officials announce deal but UNHCR says Burundi conditions are not conducive to promote returns.

      Tanzania says it has reached an agreement with neighbouring Burundi to begin sending back all Burundian refugees from October, adding that the repatriation will take place in collaboration with the United Nations.

      However, the UN refugee agency (UNHCR) said in a statement on Tuesday that the conditions in Burundi, which was plunged into a political crisis four years ago, are not “conducive to promote returns” and noted that it is assisting refugees who indicate they have made a voluntary choice to return home.

      Hundreds of people were killed and more than 400,000 fled to neighbouring countries due to violence the UN says was mostly carried out by state security forces following President Pierre Nkurunziza’s decision in April 2015 to run for a third, disputed, term in office.

      Nkurunziza won re-election and, the following year, Burundi suspended all cooperation with the UN human rights office in the country after a UN-commissioned report accused the Bujumbura government and its supporters of being responsible for crimes against humanity.

      Currently, some 200,000 Burundians are in Tanzania, according to government figures.

      Speaking to the AFP news agency, Tanzanian Interior Minister Kangi Lugola said: “In agreement with the Burundian government and in collaboration with the High Commissioner for Refugees, we will start the repatriation of all Burundian refugees on October 1.”

      “Under this agreement, it will be 2,000 refugees who will be repatriated every week until there are no more Burundian refugees in Tanzania,” he said.
      ’Returns should be voluntary’

      Lugola said that Burundi is currently at peace, adding that he had “information whereby people, international organisations, are deceiving people, telling them there is no peace in Burundi”.

      He was speaking after he and Burundian Interior Minister Pascal Barandagiye on Sunday visited a camp where they annouced the return to the refugees themselves.

      In an emailed statement to Al Jazeera, Dana Hughes, the UNHCR spokesperson for East Horn and Great Lakes, said around 75,000 Burundians had returned home in the past two years. She added, however, that hundreds still flee Burundi each month and urged governments in the region to maintain open borders and access to asylum for those who need it.

      UNHCR also called upon the governments of Tanzania and Burundi “to uphold international obligations and ensure that any returns are voluntary in line with the tripartite agreement signed in March of 2018”, referring to a deal covering refugees who wish to return on a voluntary basis.

      “The UNHCR urges states to ensure that no refugee is returned to Burundi against their will, and that measures are taken to make conditions in Burundi more conducive for refugees returns, including confidence-building efforts and incentives for those who have chosen to go home,” Hughes said.

      One Burundian refugee, a man in his 40s who crossed over with his family and now lives in Tanzania’s Nduta camp, said he would not be returning home.

      “We heard that the governments agreed on forced repatriation ... There is no way we can go to Burundi, there is no security there at all,” the man, who declined to be named, told Reuters news agency on Tuesday.

      Human Rights Watch says Burundi’s government does not tolerate criticism, and security services carry out summary executions, rapes, abductions and intimidation of suspected political opponents.

      Burundi’s ruling party denies it carries out systematic human rights violations.

      https://www.aljazeera.com/news/2019/08/tanzania-send-burundian-refugees-october-190827180318193.html

    • Tanzania begins repatriating Burundian refugees

      Tanzania and Burundi agree to facilitate voluntary repatriation of refugees by the end of 2019.

      Tanzania on Thursday began repatriating 1000 Burundians, who had taken refuge in 2015, following political violence and instability in their country.

      “Today [Thursday] we are repatriating 1000 refugees with all their belongings. All international organizations are aware of this operation,” Director of Information Services and Government Spokesperson, Hassan Abbasi told reporters.

      In April 2015 protests broke out in the landlocked East African country Burundi, when President Pierre Nkurunziza decided to seek a third term in office. A coup attempt failed to dislodge him, leading to a clamp down and arrests. Over 300,000 people left the country, causing a humanitarian crisis.

      In August, Tanzania and Burundi agreed to repatriate all the refugees peacefully to their homes, by the end of 2019. The mass repatriation was supposed to commence from Oct.1.

      Reports said that the first batch of 1000 refugees were transported by buses to Gisuru transit center in eastern Burundi, where they stayed overnight.

      According to officials, they will be transported to their home districts along with rations, that will sustain them for three months.

      Abbasi said the Tanzanian government and the international agencies will ensure the refugees are at peace in their country.

      The UN High Commission for Refugees has asked Tanzania’s government to avoid forceful repatriation of refugees.

      “While an overall security has improved, UNHCR is of the opinion that conditions in Burundi are not currently conducive to promote returns,” the UN agency responsible for the welfare for refugees said in a statement in August.

      However, Abbasi emphasized that repatriation is voluntary. “All those refugees, leaving camps were eager to go home,” he said.

      He stressed that Tanzania respects international agreements on refugees and would ensure the repatriation process takes place well within international humanitarian laws.

      Nestor Bimenyimana, the director general of repatriation and rehabilitation department in Burundi’s Home Ministry told local media that the UNHCR is involved in the identification and registration of Burundian refugees, willing to be repatriated from Tanzania.

      “We don’t force anyone to register,” he said.

      According to the UN agency, as many as 343,000 refugees, were living in the neighboring countries of Tanzania, Rwanda, DR Congo and Uganda as of August 2019.

      Over past two years, refugee agency has facilitated repatriation of 74,600 refugees to their homes in Burundi.

      https://www.aa.com.tr/en/africa/tanzania-begins-repatriating-burundian-refugees/1602122

    • Tanzania: Burundians Pressured into Leaving

      Mounting Intimidation for 163,000 Burundian Refugees and Asylum Seekers.

      The fear of violence, arrest, and deportation is driving many of the 163,000 Burundian refugees and asylum seekers in Tanzania out of the country. Tanzanian authorities have also made it very difficult for the United Nations refugee agency to properly check whether hundreds of refugees’ recent decision to return to Burundi was voluntary.

      In October and November 2019, Tanzanian officials specifically targeted parts of the Burundian refugee population whose insecure legal status and lack of access to aid make them particularly vulnerable to coerced return to Burundi. The actions come after the Tanzanian president, John Magufuli, said on October 11 that Burundian refugees should “go home.”

      “Refugees say police abuses, insecurity in Tanzania’s refugee camps, and deportation threats drove them out of the country,” said Bill Frelick, refugee rights director at Human Rights Watch. “Tanzania should reverse course before it ends up unlawfully coercing thousands more to leave.”

      In mid-November, Human Rights Watch interviewed 20 Burundian refugees in Uganda who described the pressure that caused them to leave Tanzania between August 2018 and October 2019. Seven returned to Burundi but said they then fled to Uganda to escape members of the Burundian ruling party’s youth league, the Imbonerakure, who threatened, intimidated, or arbitrarily arrested them. Thirteen went directly to Uganda.

      Refugees said their reasons for leaving Tanzania include fear of getting caught up in a spate of arrests, and alleged disappearances and killings in or near refugee camps and fear of suspected members of the Imbonerakure and of abusive Burundian refugees working with Tanzanian police on camp security. They also cited the government’s threats to deport Burundian refugees, the closing and destruction of markets, restrictions on commercial activities, and lack of access to services in the camps and freedom of movement.

      On December 3, Tanzanian Home Affairs Minister Kangi Lugola denied that the government is “expelling” refugees, and said the Tanzanian and Burundian authorities “merely mobilize, to encourage those who are ready to return on their own accord, to go back.”

      A refugee who returned from Tanzania to Burundi in August said: “I returned to Burundi because the Tanzanian authorities said those staying would be forced back… The police became increasingly violent and insecurity was the main reason I decided to return.” In late August, Imbonerakure members targeted him: “They arrested me, tied my arms behind my back and said, ‘you said you fled [Burundi] because of the Imbonerakure, but we are still here.’” He said his wife paid a bribe for his release and he fled to Uganda.

      A December 6 Human Rights Watch report documented widespread abuses by members of the youth league, often working with local Burundian administrators. The UN High Commissioner for Refugees (UNHCR) said in August that conditions in Burundi were not safe or stable enough for it to encourage refugees to return, and that it would only facilitate voluntary returns.

      The 1951 Refugee Convention and the 1969 African Refugee Convention prohibit refoulement, the return of refugees in any manner whatsoever to places where their lives or freedom would be threatened. UNHCR says that refoulement occurs not only when a government directly rejects or expels a refugee, but also when indirect pressure is so intense that it leads people to believe they have no option but to return to a country where they face a serious risk of harm.

      Between September 2017 and end of October 2019, 78,380 Burundians – about 725 a week – left Tanzania under an agreement between Burundi, Tanzania, and the UNHCR, which tasks UNHCR with conducting detailed interviews with refugees to ensure they are leaving Tanzania voluntarily. The number is well below the target of 2,000 a week Tanzania and Burundi agreed on in March 2018. An August 24, 2019 agreement between Tanzania and Burundi says all the refugees “are to return to their country of origin whether voluntarily or not” by December 31.

      On November 9, UNHCR said that some Burundians signing up for voluntary return with UNHCR had “cited insecurity in refugee camps, fear of enforced return …, deteriorating living conditions …, prohibition of small commercial activities and closure of camp markets as the main reasons for their return.” The agency previously told Human Rights Watch that “push factors play a significant role” in refugees’ return decision, but that UNHCR considers their return to be voluntary because they have “made an informed decision” and “many other refugees” have decided to stay.

      A government’s duty to protect refugee rights should not be assessed based on statistics but on a case-by-case basis, Human Rights Watch said. The fact that some or many refugees can stay in a host country is not evidence that those who leave do so voluntarily or that they did not leave due to coercion.

      Seven of the refugees Human Rights Watch interviewed said they returned to Burundi between March 2018 and June 2019. One refugee who left Tanzania’s Nduta camp for Uganda in August said he had helped many families register for return to Burundi: “Before August 2018, UNHCR asked people who registered many questions about their decision to return and gave them time to change their minds,” he said. “But now they don’t give time to think or ask questions. They immediately process people for return.”

      UNHCR’s mandate requires it to ask refugees signing up for voluntary return about the reasons behind the decision to ensure the decision is truly voluntary.

      A well-informed source said that after a recent “validation exercise” to verify the number of registered and unregistered Burundians living in camps in Tanzania, about 3,300 people were registered but not given “active status,” which means they have no clear legal status or access to assistance, and are particularly vulnerable to government intimidation and coerced return to Burundi.

      In October, the Tanzanian authorities summoned these people and registered “hundreds” who said they wanted to return to Burundi. The authorities told them to report to a departure center, leaving UNHCR, which usually speaks to people leaving a few days beforehand to make sure they are leaving voluntarily, to conduct some interviews at the departure center “in less than ideal circumstances,” it said.

      Human Rights Watch previously reported on the coerced return of hundreds of Burundian asylum seekers on October 15, after camp authorities said that if they did not register to return, they would be in the camps without legal status and aid.

      In late October, UNHCR said Tanzania was increasing “pressure on Burundian refugees and asylum-seekers to return home.” In the second week of November, Tanzanian authorities banned 10 UNHCR staff involved in managing the refugee registration database from the camp.

      Tanzanian authorities should ensure that UNHCR staff are able to properly verify the voluntary nature of refugees’ decision to return to Burundi, Human Rights Watch said. The African Commission on Human and Peoples’ Rights and the African Union should send a team to visit the refugee camps and urge Tanzania not to directly or indirectly forcibly return asylum seekers or refugees.

      “The African Union should publicly press the Tanzanian authorities to stop trying to bully refugees and the UN into submission,” Frelick said. “Tanzania claims it isn’t doing anything wrong, but Burundian refugees are telling us in clear terms that they are being driven out of the country.”

      Factors Driving Burundian Refugees out of Tanzania

      Twenty Burundian refugees formerly living in three camps – Nduta, Nyarugusu, and Mtendeli – in Tanzania’s northwestern Kigoma region spoke with Human Rights Watch in Uganda in November.

      Tanzanian Deadline; Memories of 2012 Forced Return

      All 20 said they left due to Tanzanian officials’ statements that Burundian refugees should go home. Some said that the combination of Burundian and Tanzanian officials telling refugees to go home, and refugees’ memories of Tanzanian forced refugee return in 2012 had created a climate in which they felt they had no choice but to leave Tanzania.

      Thirteen who went directly to Uganda said they feared for their lives if forced to return to Burundi. Many said they knew other refugees who had returned to Burundi only to flee again to Tanzania to escape ongoing insecurity in Burundi.

      Ten left the camps between August and October, with most citing increased pressure at that time. On August 24, Burundi and Tanzania signed an agreement to ensure that all Burundian refugees would leave Tanzania by the end of 2019. Both countries’ interior ministers jointly visited the camps the following day and said returns would start on October 1.

      A 40-year-old woman said: “I decided to leave the camp when the authorities said they would start sending people back on October 1 and that they didn’t want any more refugees in Tanzania. During the meeting, [the authorities] said they had agreed with the Burundian government to repatriate us. That’s why I left.” She left for Uganda on foot with her young child on September 10. She spent a night in a local family’s compound but became frightened that Tanzanian authorities would catch her and ran away, leaving all her belongings behind.

      Many refugees said they feared Tanzanian officials’ threatening language would turn into forced return. Several cited camp authorities’ phrases such as, “The last cow of the herd is always beaten” or “the cows that go to the trough first drink clean water, those that go last get the dirty water,” which they interpreted as saying that those who do not leave the camp now may be beaten or left without a return support package.

      A refugee who left Mtendeli camp in October said: “Tanzanian authorities intimidated people to make them sign up for repatriation. They said otherwise they would use force and we wouldn’t even have time to collect our belongings or get any assistance. People were afraid, so they registered [to return].”

      Tanzania has hosted hundreds of thousands of refugees over the past few decades and offered citizenship to tens of thousands who had been in the country since 1972. But the country also has a troubling history of forced return. After the forced return of hundreds of thousands of Rwandans in 1996, Tanzania began in 2006 to reduce the number of what it termed “illegal immigrants” by violently expelling thousands of registered Rwandan and Burundian refugees.

      In June 2009, Tanzanian authorities announced the closure of a camp sheltering more than 37,000 Burundian refugees, at Mtabila. Pressure mounted until the camp was closed in December 2012. Some refugees in Uganda said that they had been in Mtabila camp in late 2012 when Tanzanian authorities forced people into returning to Burundi and that they were afraid the Tanzanian authorities would use similar tactics again.

      A refugee leader from Nduta camp said he was summoned to a meeting with Tanzanian authorities on March 14, where refugees were asked: “Do you remember what happened in Mtabila? Our guns still work, you know. Burundi and Tanzania are one country.” A 25-year-old woman who left Tanzania for Uganda in August said: “I left because of what happened in Mtabila. I didn’t want to be forced back while there is insecurity in Burundi.”

      Fear of Insecurity in and Around Refugee Camps

      Most of the refugees said growing insecurity in the camps contributed to their decision to leave Tanzania.

      All said they feared the Tanzanian police, who they believe work closely with the Burundian authorities to encourage refugees to return. Fourteen also said they were afraid of Burundian refugees in charge of refugee camp security, called “Sungu Sungu,” a term used to describe neighborhood militias in Tanzania. Refugees, including a former Sungu Sungu member, and an independent well-informed source in the camps said that Tanzanian police approve the appointment of the most senior Sungu Sungu representatives in the camps, some of whom refugees believed to be Imbonerakure.

      Refugees said Sungu Sungu members had arrested refugees and helped Tanzanian authorities carry out what some called “mobilization efforts” to encourage their return.

      One interviewee said: “In the camps, they [Sungu Sungu members] targeted the [political] opposition, arrested people at night, confiscated phones and demanded bribes. They organized meetings to tell people to return, and said if we don’t return voluntarily, we will be forced back.”

      Some refugees said that Sungu Sungu members came to the houses of those who had registered for return, but had failed to show up on the day of the return convoy, and told people to leave Tanzania, but Human Rights Watch was not able to independently verify these allegations.

      One refugee said he knew four Sungu Sungu members in Nyarugusu camp who were also Imbonerakure members in his home commune in Burundi. He said: “If a normal refugee comes home after 8 p.m., it’s fine, but if an opposition member goes home after 8 p.m., he’s beaten and made to pay a fine of up to 10.000 Shillings (US$4.3).”

      Human Rights Watch independently verified the identity of the four men, as well as that of three other Imbonerakure members in Nduta camp, with a well-informed source in Burundi, who confirmed that at least five of the seven men were Imbonerakure members who either had ties with Tanzania or who had left their home communes in Cankuzo, Ruyigi, Karuzi, and Makamba provinces in Burundi.

      Thirteen interviewees said they had heard of killings, disappearances, and arrests of Burundians in and around Tanzania’s refugee camps since 2018, including when refugees left the camps to look for firewood. The resulting climate of fear and suspicion triggered their decision to leave.

      A 44-year-old man said: “After the August agreement … arrests increased. There were new ones every day. The camp authorities said they wanted to close the camps and that we had to register to go back.” A well-informed source confirmed that reports of disappearances and arrests by Tanzanian police have increased since August. Refugees also said that they believe Tanzanian authorities arrested people suspected of opposing their refugee-return “mobilization efforts.”

      Market Closures; Other Restrictions

      Most refugees said that restrictions that led to market closures, a ban on motorbikes and bicycles, and restrictions on access to services and commercial activities in the camps convinced them that Tanzanian authorities were planning to close the camps. Several also said that police and Sungu Sungu members prevented refugees from moving around the camps at night and prohibited refugees from listening to radio broadcasts by Burundian exiles.

      One refugee who was repatriated to Burundi in August 2018 said: “I didn’t want to leave but they put us in an untenable situation… [The Sungu Sungu] forbade us from listening to the radio and beat us if they found us out after 7 p.m. They worked with the Tanzania police, which collaborates with the Burundian police.”

      “In August, camp authorities closed Nduta camp market,” a 25-year-old woman who left Tanzania in August said. “This meant we had to survive on food rations, as we couldn’t buy vegetables and other small things in the camps anymore.”

      A 35-year-old carpenter, who left Tanzania for Uganda with his wife and four children on September 24 said: “Something changed after August 2019. Assistance for building houses or education programs were suspended. Aid for refugees definitely diminished.”

      Although these restrictions were added incrementally, refugees said that in August they became more severe. One refugee said: “After August, things changed. Markets inside and outside the camps were closed. The camp authorities said it would continue this way until all infrastructure is closed down.”

      Increasing Pressure on Certain Groups

      Human Rights Watch research indicates that as of October 31, there were about 151,000 registered refugees living in Tanzania’s camps together with 12,000 registered asylum seekers who were waiting for the Tanzanian authorities to decide on their individual asylum applications. In their August agreement, the Tanzanian and Burundian authorities erroneously referred to the 12,000 as “illegal migrants.”

      The source said that a recent “validation exercise” in the camps also identified about 2,800 Burundians who arrived in the camps after January 2018, when the Tanzanian authorities stopped registering asylum seekers. The authorities registered their presence in October, but refused to give them “active status,” leaving them without clear legal status and assistance.

      The source said that the exercise also identified and registered the presence of another 500 people whose refugee or asylum seeker status had been deactivated by UNHCR after they failed to show up for three consecutive food distributions, indicating they had left, but who had subsequently returned to the camps. As of early December, hundreds of them remain in the camp without “active status” or assistance.

      In October, sources in the camps said Tanzanian authorities posted lists in the camps of people without active legal status and access to assistance, saying they should report to Home Affairs Ministry officials in the camps. Hundreds did and signed up to return to Burundi. Tanzanian authorities did not follow standard procedure, requiring them to report to UNHCR to verify the Burundians were leaving Tanzania voluntarily. Instead, the authorities told them to report to Nduta camp’s departure center, where returning refugees go with all their belongings ahead of their scheduled return to Burundi. UNHCR said they had to conduct some voluntariness interviews at the departure center “in less than ideal circumstances.”

      UNHCR’s Handbook on Voluntary Repatriation says that “registration for repatriation should not be viewed as a merely clerical task” and that staff should “interview…the potential repatriates to obtain … relevant information, counselling them on issues of concern, answering questions on repatriation related issues [and] assessing vulnerability.”

      The source said that between September 2017 and mid-November 2019, about 10,500 refugees signed up for voluntary return to Burundi but then decided to stay in Tanzania. They informed UNHCR, which took them off the agency’s “pending departure” list.

      Nonetheless, in early October, the Tanzanian authorities posted a list of names in the camps of about 4,000 refugees who had signed up for return but had not shown up on the departure date and summoned them to Home Affairs Ministry representatives in the camps. A few hundred responded and said they wanted to return to Burundi and left in October and November. The rest remain in the camps.

      Returning Refugees Fleeing Burundi Again

      In its September report, the UN Human Rights Council’s Commission of Inquiry on Burundi said that “serious human rights violations – including crimes against humanity – have continued…across the country” and that the targets were real and suspected opposition supporters, including Burundians who had returned from abroad.

      Seven refugees said they had returned to Burundi between March 2018 and August 2019 under the voluntary repatriation program. Four said that members of the Imbonerakure had stolen the money and goods they had received from UNHCR, which include 70,000 Burundian Francs ($37), perishable goods, and cooking and other utensils. All said they left Burundi for Uganda to escape insecurity in Burundi.

      A man who returned to Burundi on September 27, 2018 and left again for Uganda one year later, described the challenges returning refugees face in Burundi:

      The Imbonerakure said we were ibipinga [a pejorative Kirundi expression to designate those who are against the party] and that we would pay for it in [the] 2020 [elections]. When they saw us at the market, they made us pay more. In July, August, and September [2019], CNDD-FDD [ruling party] members forced us to pay contributions for the elections and the ruling party. The Imbonerakure monitored our houses, especially if they suspected people might try and flee, and said they were going to kill us. The [local] authorities made me sign up to become a member of the ruling party... I thought I would be killed.

      Several interviewees said Imbonerakure members accused them of joining rebel groups abroad and threatened to arrest them. One person said that Imbonerakure members beat people trying to get goods at distributions by aid agencies and prevented people from getting food. He said he was forced to give up much of the repatriation-assistance money he had received from UNHCR:

      Of the 70,000 Francs I received [from UNHCR], I had to give 10,000 ($5.3) to the communal counsellor, 5,000 ($2.6) to the hill-level authorities, and 3,000 ($1.6) to the local Imbonerakure chief. Then, whenever an Imbonerakure came to my house, I had to give them 1,000 Francs ($0.5) …The Imbonerakure said they were going to kill me because I didn’t tell them how rebel groups were planning on attacking Burundi. They said they would cut my head off. I was afraid and decided to leave without any belongings – if the Imbonerakure suspected I was fleeing; they would have prevented me from crossing the border.

      An interviewee who returned to Burundi in August said Imbonerakure members arrested and accused him of denouncing Imbonerakure abuses while he was abroad. He said his wife had to sell all the goods they had received from UNHCR in Tanzania to pay for his release, and they both fled the country later the same month.

      https://www.hrw.org/news/2019/12/12/tanzania-burundians-pressured-leaving

  • Lebanon looks to hardline eastern Europe approach for Syrian refugees

    Lebanon said on Wednesday it wanted to follow the example of eastern EU states that have largely rejected refugees as a way of resolving its own refugee crisis.
    Foreign Minister Gebran Bassil sympathized with the Czech Republic, Hungary, Poland and Slovakia’s refusal to accept refugee distribution quotas proposed by the EU after the 2015-16 migrant crisis, when more than a million people streamed into Europe, mostly from Syria.
    Populist eastern EU leaders including Hungarian Prime Minister Viktor Orban, Poland’s powerbroker Jaroslaw Kaczynski and Czech President Milos Zeman, among others, blasted German Chancellor Angela Merkel’s “open door” policy on accepting migrants during that period.
    These countries “were acting in their national interest and decided that the redistribution of refugees among European countries is not in their national interest, although they faced EU sanctions for that,” Bassil told reporters in Prague.
    “I would like this attitude to be an inspiration for Lebanon, because every state must make national interests its top priority and at this moment Lebanon’s key national interest is the return of Syrian refugees to their homeland,” he added.
    Lebanon says it is hosting 1.5 million Syrians — around a quarter of its own population. Less than one million of them are registered with UN refugee agency the UNHCR.
    Most of the Syrian refugees in Lebanon live in insecurity and depend on international aid.
    The International Monetary Fund has said their presence has led to increased unemployment and a rise in poverty due to greater competition for jobs.
    The influx has also put strain on Lebanese water and electrical infrastructure.
    Lebanese government officials and politicians have ramped up calls for Syrians to return home, but the United Nations has consistently warned that conditions in the war-ravaged country are not suitable for such returns.
    “I would like Prague or Beirut to host a meeting, an initiative of countries seeking to plan and ensure the return of Syrian refugees to their country,” said Bassil.
    “This would be immensely useful for both Lebanon and Syria and in general it would be the best solution to the human, humanitarian and political crisis we have right now and which could get worse in the future,” he said.


    http://www.arabnews.com/node/1473496/middle-east
    #Liban #it_has_begun #modèle_hongrois #asile #migrations #réfugiés #réfugiés_syriens #intérêt_national #populisme #modèle_Visegrad #retour_au_pays

  • Land Confiscation Is Latest Barrier to Return for Myanmar’s Displaced

    An amendment to Myanmar’s land-ownership laws will make it nearly impossible for #Rohingya refugees and Myanmar’s internally displaced to return to land they’ve tilled for generations.


    https://www.newsdeeply.com/refugees/articles/2019/03/15/land-confiscation-is-latest-barrier-to-return-for-myanmars-displaced
    #terres #confiscation_des_terres #Myanmar #Birmanie #retour_au_pays #IDPs #déplacés_internes #réfugiés #asile #migrations #loi #terre #foncier #réfugiés_rohingya #cartographie #visualisation

  • IOM : Over 40.000 migrants voluntarily returned home from Libya since 2015

    After an operation for voluntary returns last week, the UN agency for migration International Organization for Migration (IOM) said that the total number of migrants that had voluntarily returned from Libya to their country of origin since 2015 had risen to 40,000.

    Over 160 Nigerian migrants stuck in southern Libya returned to Nigeria voluntarily on February 21 on a charter flight offered by the International Organization for Migration (IOM) as part of its program for Voluntary Humanitarian Returns (VHR).

    The February operation brought the total number of voluntary repatriations from Libya to 40,000 since 2015, IOM has explained.

    https://www.libyanexpress.com/iom-over-40-000-migrants-voluntarily-returned-home-from-libya-since-2
    #retours_volontaires (sic) #retour_volontaire #retour_au_pays #Libye #asile #migrations #réfugiés #OIM #IOM #organisation_contre_la_migration #statistiques #chiffres #machine_à_rapatriement #rapatriement #nouvelair

    j’ajoute à cette métaliste :
    https://seenthis.net/messages/731749

  • In cooperation with @IOM_Libya 8 stranded Eritrean #migrants returned safely home today via #Mitiga Int. Airport
    #Libya 17.02.19


    https://twitter.com/rgowans/status/1097176169978515456

    L’#OIM n’arrêtera jamais de me surprendre... Mais alors là... L’OIM mérite vraiment qu’on lui change son nom... Organisation Internationale CONTRE la migration !

    8 ressortissants érythréens retournés EN SECURITE au pays... soit donc en Erythrée !

    Et petit détail important...
    Dans ce tweet on parle de #migrants_érythréens... si il s’agit de migrants et non pas de réfugiés... leur retour VOLONTAIRE n’est pas considéré comme un #refoulement (#push-back)
    #mots #terminologie #vocabulaire

    #retour_au_pays #IOM #Erythrée #réfugiés_érythréens #Organisation_Internationale_contre_la_migration #asile #migrations #réfugiés #Libye #retour_volontaire #à_vomir

    @_kg_ : il y a aussi utilisation de ce terme dans le tweet, #stranded_migrants...

  • « Je suis devenu fou, je veux retourner au bled » : les migrants qui optent pour un #retour_volontaire

    L’aide au retour volontaire a concerné en 2018 plus de 10 000 personnes, dont beaucoup d’Afghans.

    Il a les yeux rouge vif. A plusieurs reprises, il demande s’il pourra aller aux toilettes après l’enregistrement. Dans un hall de l’aéroport Roissy-Charles-de-Gaulle, Noorislam Oriakhail vit ses derniers moments en France, fébrile. Il prend l’avion pour la première fois de sa vie. Au bout du voyage : l’Afghanistan. Comme 1 055 Afghans en 2018, des hommes majoritairement, Noorislam a choisi de rentrer. Ils étaient déjà 970 à avoir opté pour un « retour volontaire » depuis la France en 2017. Volet peu connu de la politique d’éloignement des étrangers en situation irrégulière, l’aide au retour volontaire a concerné cette année plus de 10 000 personnes au total, un chiffre en hausse de 58 % sur un an.

    Après les Albanais et devant les Moldaves, les Afghans sont les plus concernés par ce dispositif mis en œuvre par l’Office français de l’immigration et de l’intégration (OFII). Une situation qui s’explique : ils sont les premiers demandeurs d’asile en 2018. En outre, précise Didier Leschi, le directeur général de l’OFII, « lorsqu’ils arrivent en France, ils ont déjà déposé en moyenne près de deux demandes d’asile en Europe, principalement en Allemagne et en Suède, où elle a été rejetée ». Ils entrent donc dans la catégorie dite des « Dublinés », ne peuvent pas demander l’asile en France avant un délai de six à dix-huit mois. Dans l’intervalle, ils sont en situation irrégulière.

    L’OFII assume une politique volontariste à leur endroit : « Nous les démarchons pour leur proposer l’aide au retour, d’autant que les retours forcés sont très difficiles », reconnaît Didier Leschi. Au premier semestre, avec 23 éloignements, le taux d’exécution des obligations de quitter le territoire français prononcées à l’encontre des Afghans atteignait 4 %. En plus d’être moins onéreux qu’un éloignement forcé, les retours volontaires ont beaucoup plus de succès.

    « Trop de pression »

    Noorislam est « fatigué » de ne pas parvenir à s’extirper d’une situation précaire. D’un voyage entamé en 2006 et financé par son père et un oncle, il est arrivé « jeune et fort » sur le continent, avec l’Angleterre en ligne de mire. « C’était un rêve, reconnaît-il. J’ai essayé cinq ou six fois avant de réussir à monter dans un camion. » Outre-Manche, il est pris en charge en tant que mineur. Mais, à sa majorité, sa demande d’asile est rejetée et il devient « illégal ».

    Dans la ville de Loughborough (centre de l’Angleterre), Noorislam s’enfonce, affaibli par des soucis de santé. Le petit sac à dos qui lui fait office d’unique bagage après plus d’une décennie en Europe est « rempli de médicaments ». Le jeune homme souffre d’une dystrophie de la rétine – une maladie génétique caractérisée par un déficit visuel très important – et, depuis un an et demi, il explique avoir des problèmes d’incontinence. « Les médecins disent que c’est dans ma tête, assure-t-il, en montrant sa boîte d’antidépresseurs. Si je n’avais pas été malade, j’aurais pu m’en sortir mais, vu ma situation, je lutte pour tout. »

    « Si je n’avais pas été malade, j’aurais pu m’en sortir mais, vu ma situation, je lutte pour tout », témoigne Noorislam Oriakhail avant de monter dans l’avion

    Avec le sentiment d’avoir « perdu [son] temps », Noorislam s’est glissé dans un camion en janvier pour faire le chemin inverse de celui réussi il y a dix ans. Arrivé à Calais, après une nuit dans « le froid et la pluie », il croise des agents de l’OFII. Il est hébergé et on l’informe sur l’asile et le retour volontaire. « J’avais deux semaines pour choisir ou je devais quitter le centre », se souvient-il. Après des atermoiements, Noorislam s’oriente vers l’asile. Mais il est « dubliné », ce qui signifie qu’il risque d’être transféré vers l’Angleterre ou, à défaut, d’errer plusieurs mois avant de pouvoir déposer une demande en France. Il jette l’éponge. « C’est trop de pression », confie-t-il. Le jeune homme rentre en Afghanistan mais, en réalité, il ne doit pas s’y attarder. Sa famille s’est installée au Pakistan alors qu’il était enfant. « Mon père m’a dit qu’il m’aiderait à passer la frontière. »

    Le jour où Noorislam a embarqué, un autre Afghan devait prendre l’avion, mais il ne s’est jamais présenté. En 2018, quelque 1 500 personnes se sont ainsi désistées après avoir demandé une aide au retour. « Ce sont des gens qui peuvent être instables psychologiquement, justifie Didier Leschi. Il y a quelques semaines, un Pakistanais a fait une crise d’angoisse et a dû être débarqué avant le décollage. Depuis, il veut repartir. »

    Qu’est-ce qui motive un retour au pays ? « On ne connaît pas le parcours de ces gens », reconnaît Nadira Khemliche, adjointe au chef du service voyagiste de l’OFII, qui accompagne les candidats au départ à Roissy ou à Orly, jusqu’à leur embarquement sur des vols commerciaux. Nadira Khemliche ne distingue que des profils, les Arméniens qui voyagent en famille, les Chinois qui ont des vols tous les jours, les Ethiopiens qu’elle ne croise que deux ou trois fois l’an… « Parfois, on se demande pourquoi ils veulent rentrer en sachant qu’il y a des bombes chez eux, confie-t-elle. Mais bon, ici, ils n’ont rien. » « Quel est le choix réel de ces gens ?, s’interroge Clémence Richard, en charge des questions « expulsions » à la Cimade. Ils sont à la rue, épuisés socialement, précarisés administrativement. »

    Candidatures marginales

    Pour promouvoir le retour volontaire, l’OFII se déplace sur des campements, dans des centres d’hébergement du 115 ou des centres de demandeurs d’asile dans lesquels s’éternisent des déboutés. L’office tient même des stands dans des salons « diasporiques ». Le retour volontaire donne droit à un billet d’avion et à un « pécule » dont le montant varie. Les Afghans ont actuellement droit à 1 650 euros. Un programme européen permet aussi de financer un projet de réinsertion à hauteur de 3 500 euros.

    Sur un pan de mur de son bureau, à Calais, Laura Defachel, agent du retour volontaire et de la réinsertion de l’OFII, a accroché des photos d’hommes devant des troupeaux de bêtes, dans les montagnes afghanes. « Beaucoup ont saisi l’opportunité pour se lancer dans l’élevage, ouvrir une épicerie ou un magasin de pièces détachées, devenir taxi, assure-t-elle. C’est déterminant pour ceux qui sont partis de leur pays avec la promesse de faire mieux. » Depuis deux mois, toutefois, ce programme a été suspendu, dans l’attente d’un renouvellement. En 2016, l’année du démantèlement de la « jungle », le bureau de Calais a monté plus de 500 dossiers de départs volontaires, les trois quarts en direction de l’Afghanistan et du Pakistan.

    Les candidats au départ restent toutefois marginaux. « Ce sont surtout les personnes épuisées qui ne souhaitent pas demander l’asile en France ou des personnes qui rentrent pour des raisons familiales », analyse Laura Defachel. Elle se souvient de cet homme qui a souhaité partir après la mort de son frère, qui avait fait le voyage avec lui. Il était monté à bord d’un camion et, réalisant qu’il ne prenait pas la direction de l’Angleterre, est descendu en marche. Il s’est tué sur l’autoroute.

    Warseem Mohamad Kareem rentre dans la première catégorie. « C’est Londres ou l’Afghanistan », résume-t-il. Alors qu’il s’apprête à embarquer pour un vol retour, le jeune homme de 27 ans dit avoir dépensé 11 000 dollars (9 645 euros) pour rejoindre l’Europe. Arrivé en France il y a trois mois, il s’est retrouvé dans un cul-de-sac, à Calais et à Grande-Synthe, dans des tentes ou sous un pont. Avec des passeurs afghans ou kurdes, il a tenté vingt ou trente fois de monter dans des camions pour l’Angleterre. A chaque fois, il a été attrapé par la police.

    Le froid, la pluie, la police qui le chasse tous les matins, l’échec ont finalement eu raison de sa détermination. Lors du dernier démantèlement de Grande-Synthe, il a croisé les maraudeurs de l’OFII. « Nous avons faim de paix, pas d’argent », dit-il à l’agent qui lui remet, dans la salle d’embarquement, une enveloppe de billets. Warseem ne s’interdit pas de revenir, un jour. Il semble ignorer qu’il fait l’objet d’une obligation de quitter le territoire et d’une interdiction de retour pendant un an. Une pratique que toutes les préfectures ne mettent pas en œuvre, mais que l’OFII souhaite développer pour éviter les désistements et les retours. Des méthodes « déloyales », dénonce Clémence Richard : « Cela supprime de fait le droit au désistement. En outre, ces personnes ne rentrent pas dans les catégories de la loi susceptibles de se voir prononcer une interdiction de retour, c’est illégal et ça a aussi des conséquences graves, car cela rend quasi impossible toute demande de visa ultérieure. »

    A court d’argent et d’aide

    En matière de départ volontaire, la contrainte affleure. A partir du 1er janvier 2019, dans le cadre de la loi asile et immigration votée en 2018, les agents de l’OFII iront promouvoir l’aide au retour dans les centres de rétention administrative. Partir de gré, pour ne pas risquer de partir de force. C’est peut-être le dilemme qui aurait fini par se poser à Noorullah Nori. Débouté de l’asile en Allemagne, puis en France, à court d’argent et d’aide, il a signé pour un retour en Afghanistan, après quatre ans en Europe.

    « Moi aussi l’OFII m’a proposé le retour, mais jamais je ne rentrerai », jure Karimi, un Afghan qui a accompagné Noorullah à l’aéroport, après l’avoir recueilli tandis qu’il dormait à la rue. Passé par les errances d’un « Dubliné », Karimi est désormais réfugié en France. A voix basse, il dit à propos de son compatriote : « Il a des problèmes psychologiques. Il est resté longtemps sans parler à personne, avec des pensées négatives. » Il n’est pas le seul, dans le hall de Roissy, à sembler accuser le coup. Un autre Afghan a été déposé à l’aéroport par des infirmiers hospitaliers, prenant de court les agents de l’OFII qui n’avaient pas été informés et ont dû se procurer un fauteuil roulant tandis que l’homme, apathique, laissait son regard se perdre dans le vide, immobile.

    Un Soudanais s’apprête aussi à embarquer. Son air triste intrigue deux Afghans qui veulent savoir ce qui l’accable. Salah Mohamed Yaya a 19 ans. Il dit que depuis des mois il n’a plus de traitement contre le VIH. Cela fait deux ans qu’il est en France, passé par Toulouse, Paris, Nantes, les foyers pour mineurs, la rue, l’hôpital. « Je suis devenu fou, dit-il. Je veux retourner au bled. » Salah n’a pas fait de demande d’asile, sans que l’on sache s’il a vraiment été informé qu’il pouvait le faire. La veille de son départ, il a dormi porte de Villette. Il sent encore le feu de bois.

    https://www.lemonde.fr/societe/article/2018/12/31/je-suis-devenu-fou-je-veux-retourner-au-bled_5403872_3224.html

    #retour_au_pays #réfugiés_afghans #France #Afghanistan #asile #migrations #réfugiés

  • Proportion of migrants who return to country of birth significantly higher than first thought, study suggests

    Mexico-to-US route sees largest flow in past five years, but also biggest rate of return as study suggests 45 per cent of immigrants eventually return home.

    The new method, published in the journal Proceedings of the National Academy of Sciences, found that the higher level of migration can be explained by increases in return migration – back to a person’s country of birth – which was much higher than previously thought.

    Approximately 45 per cent of migrants returned to their home country in the studied period from 1990 to 2015. This appears to be particularly relevant for those displaced by conflict.

    “We estimate a rate of return migration that is significantly higher than other methods, but it is also supported by history,” Professor Raftery said.

    “For example, during the Rwandan genocide in 1994, more than a million migrants left the country, but most returned within three years after the conflict ended.”

    Mass migration is still mainly being driven by major world conflicts and events, the study suggests. The civil war in Syria accounted for two of the top three emigration drivers between 2010 and 2015 in the study with flows from Syria to Turkey and from Syria to Lebanon accounting for 1.5 million people and 1.2 million people respectively.

    https://www.independent.co.uk/news/world/politics/migration-refugee-syria-conflict-europe-mexico-conflict-study-a869845
    #statistiques #chiffres #retour_au_pays #solde_migratoire #migrations #émigration #immigration

    Sur la situation entre #Mexique et #Etats-Unis:

    It suggests that emigration from Mexico to the United States was the biggest flow between 2010 and 2015, accounting for 2.1 million people. However the US to Mexico also had the highest rate of return migration, accounting for 1.3 million people – four times the rate of return from the United Arab Emirates to India.

    #USA

    ping @simplicissimus @reka

    • L’article scientifique cité dans l’article de l’Independent :

      Estimation of emigration, return migration, and transit migration between all pairs of countries

      Despite the importance of international migration, estimates of between-country migration flows are still imprecise. Reliable record keeping of migration events is typically available only in the developed world, and the best existing methods to produce global migration flow estimates are burdened by strong assumptions. We produce estimates of migration flows between all pairs of countries at 5-year intervals, revealing patterns obscured by previous estimation methods. In particular, our estimates reveal large bidirectional movements in all global regions, with roughly one-quarter of migration events consisting of returns to an individual’s country of birth.

      https://www.pnas.org/content/early/2018/12/18/1722334116

  • #ILO Global Estimates on International Migrant Workers – Results and Methodology

    If the right policies are in place, labour migration can help countries respond to shifts in labour supply and demand, stimulate innovation and sustainable development, and transfer and update skills. However, a lack of international standards regarding concepts, definitions and methodologies for measuring labour migration data still needs to be addressed.

    This report gives global and regional estimates, broken down by income group, gender and age. It also describes the data, sources and methodology used, as well as the corresponding limitations.

    The report seeks to contribute to the 2018 Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration and to achieving SDG targets 8.8 and 10.7.


    https://www.ilo.org/global/publications/books/WCMS_652001/lang--en/index.htm

    Le résumé:


    https://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/---dgreports/---dcomm/---publ/documents/publication/wcms_652029.pdf

    #OIT #statistiques #chiffres #monde #genre #âge #2017 #migrations #travailleurs_migrants #travail #femmes

    • Global migrant numbers up 20 percent

      Migrants of working age make up 4.2 percent of the global population, and the number is growing. A UN report notes how poorer countries are increasingly supplying labor to richer ones to their own detriment.

      There are 277 million international migrants, 234 million migrants of working age (15 and older) and 164 million migrant workers worldwide, according to a UN report.

      Figures for 2017 from the United Nations’ Department of Economic and Social Affairs (UN/DESA) published on Wednesday show that migrants of working age make up 4.2 percent of the global population aged 15 and older, while migrant workers constitute 4.7 percent of all workers.

      The numbers rose by almost 20 percent between 2013 and 2017 for international migrants, 13 percent for migrants of working age and 9 percent for migrant workers.

      Distribution

      Of the 164 million migrant workers worldwide, 111.2 million (67.9 percent) are employed in high-income countries, 30.5 million (18.6 percent) in upper middle-income countries, 16.6 million (10.1 percent) in lower middle- income countries and 5.6 million (3.4 percent) in low-income countries.

      From 2013 to 2017, the concentration of migrant workers in high-income countries fell from 74.7 to 67.9 percent, while their share in upper middle-income countries increased, suggesting a shift in the number of migrant workers from high-income to lower-income countries.

      The report noted that this growing number could be attributed to the economic development of some lower-income nations, particularly if these countries are in close proximity to migrant origin countries with close social networks.

      The share of migrant workers in the labor force of destination countries has increased in all income groups except for lower middle-income countries.

      In high-income countries, falling numbers of migrant workers were observed simultaneously with a higher share in the labor force as a result of the sharp fall in the labor force participation of non-migrants, due to a variety of factors such as changes in demographics, technology and immigration policies.

      “Stricter migration policies in high-income countries and stronger economic growth among upper middle-income countries may also contribute to the trends observed,” the report noted.

      Geography

      Some 60.8 percent of all migrant workers are found in three subregions: Northern America (23.0 percent), Northern, Southern and Western Europe (23.9 percent) and Arab States (13.9 percent). The lowest number of migrant workers is hosted by Northern Africa (less than 1 percent).

      The subregion with the largest share of migrant workers as a proportion of all workers is Arab States (40.8 percent), followed by Northern America (20.6 percent) and Northern, Southern and Western Europe (17.8 percent).

      In nine out of 11 subregions, the labor force participation rate of migrants is higher than that of non-migrants. The largest difference is in the Arab States, where the labor force participation rate of migrants (75.4 percent) is substantially higher than that of non-migrants (42.2 percent).

      Gender

      Among migrant workers, 96 million are men and 68 million are women. In 2017, the stock of male migrant workers was estimated to be 95.7 million, while the corresponding estimate for female migrant workers was 68.1 million.

      “The higher proportion of men among migrant workers may also be explained by...the higher likelihood of women to migrate for reasons other than employment (for instance, for family reunification), as well as by possible discrimination against women that reduces their employment opportunities in destination countries,” the report noted.

      It added that societal stigmatization, the discriminatory impacts of policies and legislation and violence and harassment undermine women’s access to decent work and can result in low pay, the absence of equal pay and the undervaluation of female-dominated sectors.

      Age

      Prime-age adults (ages 25-64) constitute nearly 87 percent of migrant workers. Youth workers (aged 15-24) and older workers (aged 65 plus) constitute 8.3 percent and 5.2 percent, respectively, of migrant workers. This age composition holds for male and female migrant workers alike.

      “The fact that the overwhelming majority of migrant workers consist of prime-age adults suggests that some countries of origin are losing the most productive part of their workforce, which could have a negative impact on their economic growth,” the report noted, but it added that emigration of prime-age individuals may also provide a source of remittances for countries of origin.

      Destination countries, meanwhile, benefit from receiving prime-age workers as they are increasingly faced with demographic pressures.

      Labor shortage in Germany

      Germany’s BDI industry association said skilled labor from abroad was key to Germany’s future economic success. “The integration of skilled workers from other countries contributes significantly to growth and jobs,” BDI President Dieter Kempf said.

      The country’s VDE association of electrical, electronic and IT engineering was the latest group in Germany to point to the growing need for foreign experts. Emphasizing that Germany itself was training too few engineers, VDE said there would be a shortage of 100,000 electrical engineers over the next 10 years.

      “We will strive to increase the number of engineers by means of migration,” VDE President Gunther Kegel noted.

      https://www.dw.com/en/global-migrant-numbers-up-20-percent/a-46596757

    • Al menos uno de cada cuatro movimientos migratorios son retornos a los países de origen

      Un estudio estima que entre el 26% y el 31% de los flujos de migración mundiales consisten en regresos a los lugares de partida. En los últimos 25 años apenas ha habido cambios en la proporción de población migrante mundial

      https://ctxt.es/es/20181226/Firmas/23708/ctxt-Observatorio-Social-La-Caixa-migracion.htm
      #retour_au_pays
      source: https://www.pnas.org/content/116/1/116

    • GLOBAL MIGRATION INDICATORS

      Préparé par le Centre mondial d’analyse des données sur la migration (CMADM) de l’OIM, le rapport 2018 sur les indicateurs de la migration dans le monde résume les principales tendances mondiales en fonction des dernières statistiques, présentant 21 indicateurs dans 17 domaines relatifs à la migration.

      Le rapport s’appuie sur des statistiques provenant de sources diverses facilement accessibles sur le Global Migration Data Portal.

      Le rapport regroupe les statistiques les plus récentes dans des domaines comme la migration de main-d’œuvre, les réfugiés, les étudiants internationaux, les envois de fonds, le trafic illicite de migrants, la gouvernance des migrations et bien d’autres, permettant aux responsables politiques et au grand public d’avoir un aperçu de l’ampleur et des dynamiques de la migration à travers le monde.

      Par ailleurs, le rapport est le premier à faire le lien entre le programme mondial de gouvernance des migrations et les débats sur les données migratoires. Les thèmes choisis sont particulièrement pertinents pour le Pacte mondial pour des migrations sûres, ordonnées et régulières et pour les Objectifs de développement durable (ODD). Le rapport fait un état des lieux des données sur chaque thème et propose des solutions pour les améliorer.

      « Bien que le Pacte mondial sur la migration et les ODD soient des cadres importants pour améliorer la façon dont nous gérons les migrations, des données plus précises et fiables sur les sujets relatifs à la migration sont nécessaires pour tirer parti de cette opportunité. Ce rapport donne un aperçu global de ce que nous savons et ne savons pas sur les tendances de la migration dans le monde », a déclaré Frank Laczko, Directeur du CMADM. 

      « La communauté internationale prend des mesures pour renforcer la collecte et la gestion des données sur la migration mais il reste beaucoup à faire. Une base de données solide est essentielle pour éclairer les politiques nationales sur la migration et seront plus que jamais nécessaires à la lumière du Pacte mondial pour des migrations sûres, ordonnées et régulières », a déclaré Antonio Vitorino, le nouveau Directeur général de l’Organisation internationale pour les migrations.

      https://www.iom.int/fr/news/loim-publie-un-rapport-sur-les-indicateurs-de-la-migration-dans-le-monde-2018

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      Pour télécharger le rapport :

      https://publications.iom.int/system/files/pdf/global_migration_indicators_2018.pdf

      Quelques éléments-clé :


      #indicateurs #femmes #travailleurs_étrangers #étudiants #réfugiés #migrations_forcées #étudiants_étrangers #remittances #trafic_d'êtres_humains #mourir_aux_frontières #esclavage_moderne #exploitation #smuggling #smugglers #passeurs #retours_volontaires #retour_volontaire #renvois #expulsions #IOM #OIM #économie #PIB #femmes #migrations_environnementales #réfugiés_environnementaux #catastrophes_naturelles #attitude #attitude_envers_les_migrants #opinion_publique #environnement