• Henry Rollins and The Lost Cramps Album | Bandcamp Daily
    https://daily.bandcamp.com/features/the-cramps-gravest-gravy-feature

    Rollins says. “The tracks were fully mixed by Ivy and Chilton. There are like five mixes of each song. The last mix of each song is obviously the keeper for the record, except for one track. You’re like ‘Yes!’ They checked all the boxes and moved on. Ian agreed with my assessment, and if Ian likes it, it is the way to go.”

    The Cramps’s first album, long believed lost, has finally been unearthed. Recorded during the band’s first sessions with Big Star’s Alex Chilton in 1977, three years before their “debut” Songs the Lord Taught Us, Gravest Gravy isn’t some hackneyed, stapled-together demo collection, but a fully formed release, assembled down to the very cover by Cramps co-founder/bassist Poison Ivy and Lux Interior before his death in 2009.

  • #Rock_in_Opposition

    Rock in Opposition è un programma di Contatto Radio – Popolare Network condotto da Alessandro Volpi e curato da Federico Bogazzi. Racconta i tanti legami che uniscono la musica alla storia politica italiana ed internazionale, partendo dall’idea che proprio il linguaggio musicale è stato centrale nel definire molte delle vicende della discussione, e ancor più della narrazione pubblica degli ultimi cinquant’anni. Quest’estate lo potete ascoltare anche su Radio Popolare in una selezione di cinque puntate. Tutti gli altri episodi li trovate a questa pagina

    https://www.radiopopolare.it/trasmissioni/rock-in-opposition

    #podcast #radio #musique #résistance #politique #musique_et_politique #Radio_Popolare

  • Ein Gespräch mit Inga Rumpf zum 80.: „Ich höre überhaupt keine Musik mehr, nicht mal im Auto“
    https://taz.de/Ein-Gespraech-mit-Inga-Rumpf-zum-80/!6196844


    Alte Heimat: Inga Rumpf an der Elbe in Hamburg, Foto: Daniel Chatard

    https://www.youtube.com/watch?v=jvA62El_I9M

    1.8.2026 Dagmar Leischow - Seit den Sechzigern ist Inga Rumpf im Musikgeschäft unterwegs. Mit Bands wie Frumpy oder Atlantis hat sie es auch zu internationaler Berühmtheit gebracht.

    taz: Frau Rumpf, Sie werden am 2. August 80. Ist Ihr Geburtstag ein guter Grund für Sie, mal ein bisschen Rückschau zu halten?

    Inga Rumpf: In meinem Alter schaut man eher zurück als nach vorne. Seit ein paar Jahren bin ich dabei, mein Archiv zu ordnen und zu digitalisieren. Im Moment sortiere ich aus: Was kann weg? Was nicht? Daraus entstehen auch wieder neue Sachen. Insofern wechsele ich zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her.

    taz: Denken Sie jetzt intensiver über die Endlichkeit des Lebens als früher nach?

    Rumpf: Natürlich. Wenn man jung ist, glaubt man, man würde ewig leben. Du hältst dich für unsterblich. Mit der Zeit habe ich aber viele Menschen um mich herum gehen sehen und auf ihrem letzten Weg begleitet. Dadurch ist das Sterben für mich zur Normalität geworden. Ich habe mein Testament schon gemacht. Denn mir ist bewusst: Auch ich werde eines Tages gehen.

    taz: Eine traurige Erkenntnis?

    Rumpf: Eigentlich nicht. Ich finde es ganz in Ordnung, irgendwann der nachwachsenden Generation Platz zu machen.

    taz: Selbst für die Rolling Stones wird über kurz oder lang der letzte Vorhang fallen. 1988 haben Sie mit Keith Richards und Ronnie Wood in London in einem Studio gejammt. Wie kam es dazu?

    Rumpf: Genau wie in Hamburg gab es in London eine Musik-Community. Die Musiker:innen haben sich getroffen und sich gegenseitig etwas vorgespielt. Wahrscheinlich ist Keith Richards über Robert Palmer, der ursprünglich mein Album produzieren sollte, auf meine Songs gestoßen. Auf jeden Fall sagte er: „When this lady is in town, please call me.“ Und dann kam er mit Ronnie Wood aus Frankreich für eine Session nach London. Die beiden hatten für sich je zwei Flaschen Whisky dabei, mir brachten sie einen Kasten bayerisches Bier mit.

    taz: Ein aufregender Moment?

    Rumpf: Meine Aufregung hat sich verloren, sobald wir zusammen gejammt haben. Letzten Endes sind wir ja alle Kolleg:innen. Aber klar: Keith Richards ist mein Held. Ich mochte die Beatles ebenfalls, doch die Stones fand ich besser. An ihnen habe ich immer bewundert, wie viel man aus so wenig machen kann. Obwohl Keith Richards eigentlich kein Virtuose ist, hat er so geniale Riffs erfunden. Darauf bauen die ganzen Stones-Nummern auf, dazu Mick Jaggers Texte und seine Frechheit beim Singen. Das ist einfach genial!

    taz: Haben Sie Mick Jagger bei Ihrer Jam-Session vermisst?
    Illustration einer Ausgabe der wochentaz mit dem Titel „Egal war gestern“

    wochentaz

    Dieser Text erschien zuerst in der wochentaz, unserer Wochenzeitung von links!

    In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

    Rumpf: Nein. Wir sind beide Sternzeichen Löwe, das hätte schwierig werden können.

    taz: Haben Sie trotzdem das neue Stones-Album „Foreign Tongues“ sofort erstanden?

    Rumpf: Ich habe ein paar Songs gehört.

    taz: Klingt nicht gerade begeistert.

    Rumpf: Ich bin ein totaler Fan der ersten Stones-Platten. Die neuen Lieder sind okay, irgendwie auch interessant, eben typisch Stones. Aber ich würde mir ihre Alben nicht mehr kaufen. Inzwischen gibt es eh so viel Musik, dass man gar keine Lust mehr hat, alles zu hören.

    taz: Hat Musik durch dieses Überangebot irgendwie ihren Reiz verloren?

    Rumpf: Zumindest hat man sich früher intensiver mit Musik auseinandergesetzt. Damals habe mir alle sechs Monate für 16,95 D-Mark eine LP gekauft und die dann wirklich bis zum Abwinken gehört. Ich konnte jede Zeile mitsingen, jeden Ton auf der Gitarre spielen. Alle Texte habe ich analysiert. Das mache ich nun nicht mehr.

    taz: Heute sind Streaming-Dienste extrem populär. Nutzen Sie sie, um jüngere Musiker:innen zu entdecken?

    Rumpf: Nein. Ich höre überhaupt keine Musik mehr, nicht mal im Auto.

    taz: Warum nicht?

    Rumpf: Ich finde Stille schön. Im Laufe meines Lebens war ich so viel unterwegs und habe so viel Musik gehört, dass meinen Ohren Stille richtig guttut. Ich wohne ja auf dem Land, dort ist es total ruhig.

    taz: Wie sieht denn Ihr Alltag in der Wesermarsch aus?

    Rumpf: Ich stehe um neun auf, manchmal sogar früher. Auf dem Land geht es sehr viel beschaulicher zu als in der Stadt, ich habe eine bäuerliche Nachbarschaft. Für mich ist es einfach schön, in der Natur zu sein. Ich habe einen großen Garten, der mich in Anspruch nimmt. Es erdet mich, in der Erde zu buddeln. Im Haus steht mein Spielzeug: Klavier, Gitarre und der ganze Computerkram. Wenn mir danach ist, mache ich neue Musik.

    taz: Also sind Sie so richtig auf dem Land angekommen?

    Rumpf: Nach mittlerweile 25 Jahren schon. Durch das ständige Reisen hatte ich so ein Gefühl von Getriebenheit in mir. Auf dem Land habe ich mir ein Stück weit diese Normalität zurückerobert, die ich eigentlich nur als Kind in meiner Familie gehabt habe. Trotzdem fühle ich mich meiner Heimatstadt Hamburg nach wie vor total verbunden. Ich bin durch und durch Hamburgerin und freue mich immer, wenn ich nach Hamburg zurückkomme.

    taz: Wir sitzen hier in einem Konferenzraum Ihrer Plattenfirma – mit Blick auf die Elbe und den Hamburger Hafen. Stimmt Sie das ein wenig nostalgisch?

    Rumpf: Ich fühle mich tatsächlich an meine Kindheit erinnert. Als junges Mädchen habe ich regelmäßig im Abendblatt geschaut, wann welche Schiffe in Hamburg ankommen. Dann bin ich zum Hafen gelaufen, um die Ankunft der Schiffe mitzuverfolgen. Mein Vater war ja Seemann, wahrscheinlich habe ich das deshalb in den Genen.

    taz: Sie sind in St. Georg aufgewachsen. Was für ein Stadtteil war das in jenen Tagen?

    Rumpf: Ein völlig anderer als heute, ein Rotlichtviertel. Weil das ein heißes Pflaster war, haben unsere Eltern meine Schwester und mich immer gewarnt: „Lasst euch nicht mitschnacken!“ Also überreden, irgendwohin mitzugehen.

    taz: Wie haben Sie dort den Zugang zur Musik gefunden?

    Rumpf: Wir haben in einem Mehrparteienhaus gewohnt. Als Kind habe ich bei den Nachbar:innen geklingelt und gefragt: „Darf ich etwas vorsingen?“ Fürs Singen habe ich dann fünf Pfennig oder einen Groschen gekriegt. Auf diese Weise habe ich begriffen, dass man mit Musik Geld verdienen konnte. Schließlich habe ich in einer Teestube in Hamburg den Engländer John O’Brien-Docker kennengelernt, der gerade eine Band gründete: die City Preachers. Ich stieg als Sängerin ein, so wurde Musik mein Beruf, meine Berufung.

    taz: Was haben Ihre Eltern davon gehalten?

    Rumpf: Mein Vater war damals bereits ausgezogen, er hat eine andere Familie gegründet. Für meine Mutter war meine Leidenschaft für Musik in Ordnung, sie hatte nämlich in ihrer ostpreußischen Heimat selber im Chor gesungen. Zwar hat sie die englischen Texte nicht verstanden und konnte mit dieser Art von Musik, die wir gemacht haben, nicht unbedingt etwas anfangen. Dennoch war meine Mutter stolz auf mich. Später ist sie auch in meine Konzerte gegangen. In der Fabrik oder im Michel.

    taz: Die Musikszene hatte damals nicht den besten Ruf. Hat sich Ihre Mutter gar nicht daran gestört?

    Ich war fleißig, diszipliniert und kreativ, das hat mir Respekt verschafft

    Rumpf: Selbstverständlich hatte sie Angst, dass ich unter die Räder kommen könnte. Wenn ich mal sehr spät nach Hause kam, hat sie geschimpft. Meiner Mutter zur Liebe habe ich zunächst eine dreijährige Ausbildung zur Schaufensterdekorateurin gemacht. Als ich dann meinen Kaufmannsgehilfenbrief hatte, war ich endlich frei. Ich konnte das tun, was ich wollte.

    taz: Ob bei City Preachers, Frumpy oder Atlantis: Sie waren hauptsächlich mit Männern in Bands. Wie schwierig war es für Sie, sich als Frau zu behaupten?

    Rumpf: Ich war fleißig, diszipliniert und kreativ, das hat mir Respekt verschafft. Weil ich nicht nur Sängerin war, sondern auch ein Instrument spielen und Songs schreiben konnte, wurde ich akzeptiert. Insofern habe ich nie Probleme mit meinen Kollegen gehabt. Klar waren sie manchmal machomäßig drauf, das habe ich halt in Kauf genommen. Wenn wir im Bus unterwegs waren, haben die Männer Pornos geguckt.

    taz: Hat Sie das wirklich nie gestört?

    Rumpf: Ich habe mich gar nicht darum gekümmert. Damals war das ja noch eine ganz andere Zeit.

    taz: Waren Sie jemals mit Sexismus in der Musikbranche konfrontiert?

    Rumpf: Nein, zumindest nicht bewusst. Sicher wurde ich mal angemacht, das habe ich eher als Kompliment empfunden. Ich war sowieso ein androgyner Typ, ich sah aus wie die männlichen Musiker: lange Haare, Unterhemd, Jeans. Manchmal hat mich das Publikum gar nicht oder erst auf den zweiten Blick als Frau wahrgenommen.

    taz: Hat die Plattenfirma nie versucht, Sie fremdzusteuern? Etwa Ihr Äußeres zu verändern?

    Rumpf: Doch. Nachdem die City Preachers angefangen hatten, auf Deutsch zu singen, schlug die Plattenfirma mir einen Schlager vor. Weil ich immer gerne in verschiedene Szenen eingetaucht bin, war ich einverstanden. 1968 trat ich mit dem Lied „Schade um die Tränen“ beim Deutschen Schlager-Wettbewerb auf. Dafür hatte ich mir extra einen braunen Samtanzug genäht. Mit diesem Outfit war die Plattenfirma allerdings nicht einverstanden, ich sollte ein türkisfarbenes Minikleid tragen. Zuerst war ich stinksauer, dann habe ich es doch angezogen.

    taz: Trotz dieses kurzen Ausflugs zum Schlager galten Sie als deutsche Janis Joplin. Hat Ihnen das geschmeichelt?

    Rumpf: Ich habe gedacht: In solche Schubladen stecken einen bloß Journalist:innen. In Wahrheit singe ich gar nicht wie Janis Joplin, ich habe einen völlig anderen Stil entwickelt.

    taz: Janis Joplin hat sich im Drogensumpf verloren. Wie exzessiv haben Sie Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll gelebt?

    Rumpf: Ich habe alles ein bisschen ausprobiert. Sobald ich dann aber gemerkt habe, dass etwas meinem Körper und meiner Stimme geschadet hat, habe ich wieder die Finger davongelassen. Deswegen habe ich diese Phase insgesamt doch relativ gut überstanden.

    taz: Ihre außergewöhnliche Stimme hat nicht nur die Deutschen beeindruckt. Woran ist eine Weltkarriere letztlich gescheitert?

    Rumpf: Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Von meiner Plattenfirma kamen viele Angebote, mit einem amerikanischen Produzenten zu arbeiten. Zwei Produktionen habe ich auch gemacht. Dabei merkte ich schnell, dass man in einem Land, in dem man Erfolg haben will, leben, auftreten und ständig verfügbar sein muss. Zudem wurde mir bewusst, wie unglaublich groß die Konkurrenz in den USA war. Diesem Druck fühlte ich mich nicht gewachsen. Hinzu kam: Meine Mutter wohnte in Hamburg, sie brauchte mich.

    taz: Also sind Sie in Ihrer Heimatstadt geblieben. Wie würden Sie die damalige Hamburger Musikszene beschreiben?

    Rumpf: Wie so ein Biotop. Es gab ganz unterschiedliche Stilrichtungen, die aufeinandertrafen. Aus einigen Konstellationen haben sich Rockgruppen entwickelt. Zugleich entstanden deutsche Lieder wie „Hamburger Deern“ von der Rentnerband. Alles schien möglich zu sein. Wir fühlten uns wie die Erober:innen unserer Zeit. Einer neuen Zeit.

    taz: 1970 wurde das legendäre Onkel Pö eröffnet. Ist es Ihr zweites Wohnzimmer geworden?

    Rumpf: Kann man so sagen. Ich war sehr oft dort, wenn es Konzerte gab. Zum Beispiel habe ich Al Jarreau und Mitch Ryder live gesehen. Nach den Auftritten haben wir noch Sessions gemacht, wir haben gesabbelt und getrunken.

    taz: Tina Turner ist zwar nie im Onkel Pö aufgetreten, hat aber Ihren Song „I wrote a Letter“ gecovert. Warum?

    Rumpf: Wir hatten denselben Verlag. Als Tina Turner ihr Comeback startete, hat ihr Produzent meine LP „Reality“ gehört. Weil ihr „I wrote a Letter“ gefallen hat, coverte sie diese Nummer – als B-Seite ihrer Single „Let’s stay together“. Ich war sehr stolz darauf, dass meine große Soul-Schwester meinen Song gesungen hat. Leider habe ich Tina Turner nie kennengelernt.

    taz: Hat ihre Coverversion Sie angespornt, sich selber noch mal in „I wrote a Letter“ zu vertiefen?

    Rumpf: Ich wollte aus diesem Stück eine Ballade machen, sie ist dann zu meinem 75. Geburtstag auf meinem Doppelalbum „Universe of Dreams & Hidden Tracks“ erschienen.

    taz: Arbeiten Sie jetzt an einem weiteren Album?

    Rumpf: Am 13. September feiere ich mit meinen Fans aus ganz Deutschland in der Elbphilharmonie meinen 80. Geburtstag. Ich werde an diesem Abend mit musikalischen Langzeitfreund:innen aus 60 Jahren musizieren. Von diesem Konzert wird es einen Live-Mitschnitt geben.

    taz: Und danach? Ist Ihr nächstes Etappenziel die Aufnahme in den Club der Hundertjährigen?

    Rumpf: Dort bin ich schon Mitglied – mit dem Präsidenten Udo Lindenberg.

    taz: Dann könnten Sie ja die nächsten 20 Jahre nutzen, um weitere Platten herauszubringen, oder?

    Rumpf: Dafür müsste sich erst mal mein Live-Album gut verkaufen. Seitdem es Spotify gibt, ist es so, dass Künstler:innen für viel Geld etwas produzieren und das gar nicht mehr über Verkäufe refinanzieren können. Spotify mag zwar für die Konsument:innen gut sein, für uns Musiker:innen ist es jedoch ein Desaster. Deswegen stellt sich die Frage: Warum soll man überhaupt noch ein Album aufnehmen, wenn dabei nichts herumkommt? Live-Auftritte sind das Einzige, wo für Künstler:innen noch ein bisschen mehr Geld fließt.

    taz: Vielleicht müsste mal ein Superstar wie Beyoncé einen Ihrer Songs covern?

    Rumpf: Beyoncé? Oh Gott, sie ist so weit weg von dem, was ich mache. Aber man soll niemals nie sagen, in diesem Business kann alles passieren. Dank KI könnte man sogar jetzt schon einen meiner Songs nehmen und Beyoncés Stimme darüberlegen.

    taz: Haben Sie je überlegt, die KI beim Songschreiben einzubeziehen?

    Rumpf: Nein, das wäre gegen meine Künstlerin-Ehre.

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    Im Interview: Inga Rumpf

    Der Mensch

    Inga Rumpf, Jahrgang 1946, ist in Hamburg aufgewachsen, heute lebt sie in der Wesermarsch. Die Tochter eines Seemanns und einer Schneiderin zeichnet ihr Leben in ihrer 2022 erschienenen Autobiografie „Darf ich was vorsingen?“ nach.

    Die Musik

    Inga Rumpf wurde als Sängerin der Bands Die City Preachers, Frumpy und Atlantis bekannt. Später nahm sie auch Soloalben auf. Sie bekam Auszeichnungen wie den German Blues Award. Am 13. September tritt sie um 20 Uhr in der Hamburger Elbphilharmonie auf.

    #Allemagne #musique #rock #Krautrock

  • Rock ’n’ Roll High School
    https://en.wikipedia.org/wiki/Rock_'n'_Roll_High_School

    https://floodmagazine.com/162203/allan-arkush-roger-corman-rock-n-roll-high-school-feature

    Relativement peu rebelle Rock ’n’ Roll High School a vielli en toute dignité - si on ne prend la comédie que pour ce qu’elle devait être.

    Not long after Corman produced Summer School Teachers in 1975 (directed and written by Barbara Peeters, one of many women in the producer’s employ), New World was looking to do yet another high school–themed film. At first, Corman considered doing a movie called “Girls Gym,” with women doing naked gymnastics and little more. Arkush in the meantime had been writing a treatment for “Heavy Metal Kids” about, well, just that. While cooler heads prevailed in regard to exploitative nude gymnastics, an idea for real high school rebellion came up—a rebel yell so savage that its students would blow up their classrooms by film’s end. “I didn’t think that was funny, and besides, we were supposed to be making a comedy,” says Arkush about this literally explosive finale.

    Corman was dissuaded from his idea of naked gymnastics but, as it was 1977, the producer’s idea of what was popular leaned toward the mainstream of Thank God It’s Friday and Saturday Night Fever. Corman’s next school film was nearly called “Disco High,” but who blows anything up with a 4/4 beat? Arkush’s lightbulb moment came with his work in (and love of) rock and roll. “What is rock and roll if not the thing that your parents think will make you become evil? That’s the movie: kids taking over the school with the rebellious spirit of rock and roll.”

    Voila le film complet en HD.
    https://www.youtube.com/watch?v=qYUzYGRHEo4

    ‘Rock ‘n’ Roll High’ at 40 : How the Ramones and a Rebellious Female Lead Invaded Theaters
    https://variety.com/2019/music/news/rock-n-roll-high-school-40th-anniversary-1203292375

    School’s Out
    https://en.wikipedia.org/wiki/School%27s_Out_(song)
    Alice Cooper avait pris un coup de vieux, alors Corman choisit du fun style Ramones plutôt que le sordide Alice.

    https://www.youtube.com/watch?v=DdfLv4bgUK8

    En fin de compte il n’y a aucune musique rebelle qui a échappé au Leviathan de la commercialisation. Avec Rock ’n’ Roll High School Corman nous a donné le parfait exemple du procédé, pourtant ridicule comme le Jabberwocky d’Alice Carrol qui n’est qu’une poarodie du personnage biblique.

    One, two! One, two! And through and through
    The vorpal blade went snicker-snack!
    He left it dead, and with its head
    He went galumphing back.

    “And hast thou slain the Jabberwock?
    Come to my arms, my beamish boy!
    O frabjousday! Callooh! Callay!”
    He chortled in his joy.

    Rock ’n’ Roll High School (1979) – Film Review. Anarchy in the USA.
    https://www.on-magazine.co.uk/arts/film-reviews/rock-n-roll-high-school

    P.S. Même sujet, approche différente :

    Hurra, die Schule brennt ! – Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hurra,_die_Schule_brennt !

    Hurra, die Schule brennt! (mit Untertitel Die Lümmel von der ersten Bank, 4. Teil) ist eine deutsche Filmkomödie, die 1969 unter der Regie von Werner Jacobs in Baden-Baden, Nürtingen und München gedreht wurde. Die Hauptrollen sind mit Peter Alexander, Heintje, Theo Lingen, Gerlinde Locker und Hansi Kraus besetzt. Der Film ist der vierte Teil der Filmreihe Die Lümmel von der ersten Bank.

    https://www.youtube.com/watch?v=WIkdpQ00D8E

    C’est un sujet éternel.
    Extrabreit - Hurra Hurra die Schule brennt (1982)
    https://www.youtube.com/watch?v=WiyXt4PjTCI

    #USA #jeunesse #révolte #musique #punk #rock_n_roll #commerce

  • Mauerkonzerte: Wummerbässe für den Osten
    https://www.spiegel.de/geschichte/mauerkonzerte-wummerbaesse-fuer-den-osten-a-948586.html

    Wie lustig, der Spiegel behauptet, die Konzerte vor dem Reichstag wären „keine Propaganda“ gewesen, dabei waren sie wie das berühmte Bruce-Springsteen-Konzert in der Hauptstsadt der DDR Manöver für die Maueröffnung am 9.11.1989. Vielleicht war das nicht so gemeint, aber so funktionierte die Sache. Der Artikel liefert einige Indizien für die Tatsache.

    Die meisten Konzerte waren Star-Pop-Massenveranstaltungen. Allle wollten einmal an der berühmt-berüchtigten Berliner Mauer gespielt haben. Herausragen war das Konzert von Ideal am 30. August 1980 als Vorgruppe von Barcly James Harvest , denn es kann als Geburtststunde der NDW gelten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ideal_(Band)

    5.11.2009 von Hans Michael Kloth - Wenn Bono und U2 am 5. November vor dem Brandenburger Tor aufspielen, sind sie in Wahrheit ganz schön spät dran. In den achtziger Jahren traten Weltstars wie Genesis, Michael Jackson und Pink Floyd gern direkt an der Mauer auf - hinter der es deswegen regelmäßig zu Krawallen kam.

    Kennt noch jemand Barclay James Harvest? Die inzwischen ziemlich vergessenen Softrocker aus Großbritannien waren in den achtziger Jahren mit Hits wie „Life is for Living“ unbestrittene Weltstars, deren Schmusesongs auf keiner Kellerfete fehlen durften. Dabei haben die Mannen um Sänger und Keyboarder Les Holroyd ein besonderes, allerdings wenig bekanntes historisches Verdienst: „BJH“, wie die Gruppe unter Fans heißt, sind sozusagen die Erfinder der Mauerkonzerte.

    Am 30. August 1980 schaufelten insgesamt 250 Busse der Berliner Verkehrsbetriebe im Ein-Minuten-Takt Popfans vor das Berliner Reichstagsgebäude, wo Barclay James Harvest ein Gratiskonzert angekündigt hatten. Weitere 130 Fernreisebusse hatten überdies Fans aus Westdeutschland durch die DDR nach Berlin gebracht. Anlass für das größte Konzert, das die Band im Verlauf ihrer Karriere gab: der Wunsch der Musiker, sich bei ihren Fans für deren jahrlange Treue zu bedanken.

    Dieses Dankeschön hätten damals auch mehrere hundert ostdeutsche Musikfreunde gerne gehört - doch Stasi und Volkspolizei riegelten sämtliche Ost-Berliner Straßen zwischen Brandenburger Tor und Reichstag ab, einschließlich des Boulevards Unter den Linden. Rund 40 Jugendliche, die die Sperren trotzdem überwanden, um in den Genuss der Live-Musik aus dem Westen zu kommen, wurden verhaftet und weggekarrt - zur Empörung der westlichen Öffentlichkeit.

    Wenn die Stones für Ossis spielen

    Richtig schöne kostenlose PR, die die spaßfeindliche DDR-Obrigkeit den Konzertveranstaltern da bescherte. Und vielleicht ein Grund, warum Rock- und Popkonzerte in Mauernähe, am liebsten auf der Riesenwiese vor dem Reichstagsgebäude am Spreeufer, in den achtziger Jahren zu dem großen Ding für internationale Weltstars wurden: Pink Floyd, Michael Jackson, Genesis - alle spielten sie im Schatten der Mauer und in Hörweite für Ost-Berliner.

    Die DDR-Oberen vermuteten dahinter natürlich ein abgefeimtes System. Die harmlosen Musikveranstaltungen hielten sie in ihrer Paranoia für eine vom kapitalistischen System gezielt eingesetzte Waffe im internationalen Klassenkampf. Das rührt vermutlich schon von einem skurrilen Vorfall aus dem Jahr 1969. Damals hatte der West-Berliner Radiosender RIAS gemeldet, zum 20. Geburtstag der DDR am 7. Oktober würden die Rolling Stones auf dem Dach des Axel-Springer-Hauses, direkt am Mauerstreifen in Kreuzberg gelegen, ein Konzert speziell für DDR-Bürger geben.

    Das war zwar Kokolores, wie die Stasi schnell herausfand. Doch die sensationelle Nachricht verbreitete sich unter ostdeutschen Stones-Fans wie ein Lauffeuer und war nicht mehr einzudämmen. Und so versuchten Tausende ostdeutsche Jugendliche, an diesem Tag nach Ost-Berlin zu gelangen. Schon parallel zur offiziellen DDR-Geburtstagsparade am Alexanderplatz kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Freunden der Beatmusik. Volkspolizisten mit Gummiknüppeln jagten die Jugendlichen durch die Straßen. 383 wurden verhaftet, 621 „erkennungsdienstlich behandelt“, viele von ihnen anschließend abgeurteilt oder sonst wie bestraft.

    Tod durch Wummerbässe?

    Seither waren die Mauerkonzerte den SED-Genossen ein Dorn im Auge gewesen - es kam nämlich fast regelmäßig zu Krawallen. So auch Pfingsten 1987, als David Bowie, Genesis und die Eurythmics vor dem Reichstagsgebäude aufspielten. Vielleicht tausend Ost-Berliner wollten sich das nicht entgehen lassen und versuchten, in die Nähe der Ostseite der Mauer zu gelangen. Doch sie trafen auf Polizeiketten, die ihnen den Durchgang verwehrten, und bald eskalierte die Situation. Die gellenden Pfiffe, mit denen die Ost-Fans die Vopos bedachten, waren noch auf der Westseite der Mauer zu hören. Ab 22 Uhr, so berichteten später Augenzeugen, seien Flaschen und Dosen geflogen. Und es wurde ein DDR-Tabu gebrochen: An irgendeinem Punkt begann die Menge, einen unerhörte Parole zu skandieren: „Die Mauer muss weg!“

    Als 1988 Pink Floyd erstmals an der Mauer auftraten, versuchte die Ost-Berliner Führung, Druck auf den Senat von West-Berlin auszuüben, um Popkonzerte an der Mauer generell zu unterbinden. Das scheinheilige Argument: Im nahe gelegenen Krankenhaus Charité könnten Schwerkranke durch die Vibrationen der wummernden Bässe zu Tode kommen. Da schon 30.000 Karten abgesetzt waren, blieb es bei dem Ort, aber Veranstalter Peter Schwenkow musste die Band vergattern, leise zu spielen und nur den Westen zu beschallen. Die britischen Rocker rächten sich auf ihre Weise - beim Soundcheck ließen sie ihre Boxen gen Osten ausrichten und donnerten „The Wall“ in Richtung Mauer.

    Zwei Jahre später war die Mauer gefallen, und Pink Floyd kehrten noch einmal nach Berlin zurück. Sozusagen am Originalschauplatz, auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, ließ Pink-Floyd-Mastermind Roger Waters noch einmal die riesigen Marionetten tanzen und „The Wall“ symbolisch zusammenkrachen.

    Jetzt treten Bono und U2 noch einmal am Brandenburger Tor auf, das einst die Trennlinie zwischen Ost und West markierte - auch in musikalischer Hinsicht. Weltpolitik mit dem Lautsprecher lässt sich dort nicht mehr so machen wie früher. Aber immerhin daran erinnern, dass es einmal möglich war, mit Gitarren Mauern zum Zittern zu bringen.

    #Berlin #Reichstag #Musik #Konzert #Pop #Rock #Propaganda

  • De Cuba à la Calabre : les #missions_médicales en temps de crise

    Des médecins cubains contribuent à pallier la grave pénurie de personnel soignant en Calabre, en Italie, où les hôpitaux souffrent d’un manque criant de personnel et d’années de sous-investissement.

    Cependant, les missions médicales internationales de Cuba sont la cible d’une campagne de plus en plus virulente menée par des politiciens américains. Le gouvernement américain accuse les brigades médicales cubaines de « travail forcé », tandis que Cuba affirme que ses médecins participent bénévolement à des missions à l’étranger et fournissent des soins de santé essentiels aux populations défavorisées du monde entier.

    Depuis les années 1960, des professionnels de santé cubains ont œuvré dans plus de 150 pays. Aujourd’hui, des centaines de médecins cubains travaillent en Calabre, en Italie, où les autorités locales reconnaissent leur rôle déterminant dans la prévention des fermetures d’hôpitaux et l’amélioration de l’accès aux soins.

    Afin de comprendre les enjeux de ce débat politique, une équipe de Belly of the Beast s’est rendue dans le sud de l’Italie pour s’entretenir directement avec des médecins cubains, des patients italiens, des professionnels de santé et des représentants du gouvernement.

    https://www.youtube.com/watch?v=OWuf2I6Xhok


    #Cuba #Calabre #médecins #santé #vidéo #Polistena #Lamezia_Terme #Roberto_Occhiuto #hôpitaux #système_de_santé #main-d'oeuvre #mafia #ndrangheta #infiltration_mafieuse #urgences #Locri #Serre_San_Bruno #missions #missions_à_l'étranger #Roccella_Jonica #Italie #Italie_du_sud

  • Dr. Serge Zaka (Dr. Zarge) / X - Pour la 1ère fois, meteofrance déclenche une vigilance orange #canicule en mai.
    https://x.com/SergeZaka/status/2058911594159960387

    Depuis 5 jours (date du tweet cité), tous les scientifiques du climat sont traités de « menteurs », de « vendus », de « catastrophistes », d’exagérer ou d’employer des termes inadéquates.

    Pour la 1ère fois, meteofrance déclenche une vigilance orange #canicule en mai. On vient defranchir un nouveau cap, mais cette fois-ci avec une anomalie statistique inédite.

  • La papesse rock Kim Gordon débarque au Trianon pour y libérer toute l’énergie de son album Play Me , publié en 2026. Une performance ardente, où s’entrechoquent musique racée, critique sociale et humour noir
    https://www.arte.tv/fr/videos/132694-000-A/kim-gordon

    1981, New York : #Kim_Gordon cofonde #Sonic_Youth, groupe emblématique du #rock alternatif américain. Quelques décennies plus tard, cette véritable icône est une artiste complète et engagée aux multiples facettes : autrice, chanteuse, guitariste et bassiste, Kim Gordon a monté plusieurs groupes, à l’instar de Free Kitten et Body/Head. Ardente féministe, elle s’engage aux côtés des artistes Lydia Lunch, Chuck D de Public Enemy et Kathleen Hanna de Bikini Kill. On la connaît aussi commissaire d’art contemporain, plasticienne, performeuse…

    Au vu de cet impressionnant CV, une question s’impose : mais que n’a pas fait Kim Gordon ? Et bien pendant longtemps, sortir un projet musical solo ! Ce qu’elle réalise en 2019 avec No Home Record , un album très rock mâtiné d’arrangements sourds où la chanteuse pose son timbre austère et profond, parfois teinté d’électro et de hip-hop. Comme pour rattraper le temps perdu, Kim Gordon enchaîne ensuite les albums, jusqu’à sortir Play Me en 2026. Un album électrique et mordant à découvrir sur la scène mythique du Trianon.

    Play Me | Not Today
    https://kimgordon.bandcamp.com/track/not-today


    Disponible à partir du 22/05/2026 sur Arte #Concert

  • « Splann ! » accompagne la tournée finistérienne du #concert-enquête « #silence_dans_les_champs » du groupe #fourches
    https://splann.org/fourches-silence-dans-les-champs-finistere

    Après « Algues vertes, l’histoire interdite », les musiciens #françois_joncour et #Arnaud_Kermarrec-Totorici adaptent une nouvelle enquête sous forme de concert avec « Silence dans les champs », de #nicolas_legendre. Splann ! est fier d’accompagner leur tournée dans le #finistère, 15 mai au 28 juin 2026. L’article « Splann ! » accompagne la tournée finistérienne du concert-enquête « Silence dans les champs » du groupe Fourches est apparu en premier sur Splann ! | Premier média d’enquête indépendant en Bretagne.

    #La_vie_de_« Splann !_ » #agriculteurs #agriculture #Antoine_Messager_Pasqualini #brest #Châteaulin #crozon #ferme_de_trévarn #kristen_falc'hon #mac_orlan #morlaix #Paul_Le_Galle #paysans #productivisme #rock_noise #Run_ar_Puñs #saint-urbain #sew #Ty_Skol

  • Faire barrage aux travaux du Drac

    Youpi youpla, cette année toutes les institutions fêtent le centenaire de « l’exposition internationale de la #houille_blanche », qui a eu lieu à Grenoble en 1925. L’occasion de célébrer encore et encore cette fameuse « houille blanche », surnom donné à l’#hydroélectricité, qu’on présente encore aujourd’hui comme de « l’#énergie_verte ».
    Bien entendu, les hourras de la communication ne s’intéressent jamais aux #dégâts considérables créés sur les #rivières par cette hydroélectricité. Pourtant les exemples ne manquent pas. Ainsi, dans la métropole grenobloise, le Drac s’apprête à subir cinq années de travaux afin de « réduire les #risques_d’inondation », entraînant notamment la #destruction de quantité d’#espaces_naturels sauvages tout le long de la rivière. C’est en tout cas ce que prévoit l’avant-projet, qui programme 86 millions d’euros de travaux à partir de 2027. Il reste un an et demi pour empêcher ce désastre.

    Connaissez-vous le #Drakistan ? C’est le nom – non officiel – donné à toutes ces bandes de terre, presqu’îles ou îlots le long du Drac, du côté de #Fontaine et #Seyssinet-Pariset. Des endroits situés dans le lit de la rivière et donc susceptibles d’être submergés en cas de #montée_des_eaux, par exemple suite à un lâcher d’un des nombreux barrages présents en amont.

    Ces lieux ont le charme des endroits non aménagés. Juste au-dessus, il y a la #digue, avec sa bande d’#asphalte bien droite, lieu de passage ou de promenade fonctionnel mais dénué d’enchantement. La digue est dédiée aux « modes doux » mais trace tout droit comme l’autoroute, on ne s’y perd pas, on reste bien sagement sur le chemin. Il faut emprunter une des nombreuses sentes pour descendre quelques mètres afin d’arriver au Drakistan. Ici aucun urbaniste ou paysagiste n’a planifié quoi que ce soit. Ici, la seule créatrice, c’est la rivière, qui façonne ces espaces au fil de ses #crues et de ses #retraits. Et a priori, elle se débrouille plutôt pas mal. En tous cas, malgré l’interdiction, ces lieux attirent – et pas seulement des animaux sauvages (voir Le Postillon n°75). Des chiens et leurs maîtres, des familles et leur barbecue, des solitaires, des en-couples ou des en‑groupes. Il y a l’impressionnante « Platane cabane » pour les enfants et puis des restes d’habitations utilisées par des sans-toits. Le Drakistan de Fontaine n’est pas loin du local du Postillon, on y vient souvent manger un sandwich ou faire une pause, regarder dévaler l’eau pour se laver le cerveau des heures passées devant l’ordinateur.

    En fonction des jours et même des heures, ces lieux ne sont jamais vraiment identiques. Un passage à sec peut se retrouver sous un demi-mètre d’eau une heure plus tard, des rives aperçues un jour peuvent avoir été « mangées » par la rivière la semaine d’après, un nouvel espace pour se poser peut émerger en quelques mois. Mais ce qui est sûr, c’est que globalement, les bandes de terre, presqu’îles ou îles grossissent d’année en année, à cause de tous ces cailloux que la rivière charrie et qui sont empêchés d’aller plus bas par le barrage de #Saint-Égrève. Comme on le racontait dans Le Postillon n°73, quand le #barrage a été construit à la fin des années 1980, les cailloux du Drac étaient « dragués », sortis de la rivière pour alimenter les besoins nombreux en construction. Mais dans les années 1990, différentes lois sur l’eau interdisent d’exploiter les rivières dans leur « #lit_mineur » – pour d’évidentes raisons écologiques et sécuritaires (plus la rivière se creuse, plus ça peut fragiliser des ponts). Alors depuis une trentaine d’années, les cailloux du Drac s’accumulent dans les kilomètres avant le barrage de Saint-Égrève, et font grossir peu à peu le Drakistan.

    Pour nous, simples flâneurs inconscients, c’est plutôt charmant, mais pour les autorités c’est un sacré problème. Pas tant parce que de plus en plus de monde fréquente ces zones, mais parce qu’en toute logique, ça augmente considérablement le #risque_d’inondation : vu qu’il y a plus de matériaux solides dans le lit de la rivière, l’eau a moins de place pour circuler et en cas de crue exceptionnelle (on redoute surtout la « crue bicentennale »), risque de passer par‑dessus les digues et d’inonder les milliers d’habitations présentes de part et d’autre, voire de faire céder une digue (« 31 000 habitants et 25 000 emplois concernés » en cas de rupture de digue).

    Alors ça fait un moment que ça turbine sévère afin de préparer les « travaux de protection contre les #inondations du Drac » aussi connus sous le nom de « #programmes_d’actions_de_préventions_des_inondations » (#Papi du Drac), portés par le #Symbhi (#Syndicat_mixte_des_bassins_hydrauliques_de_l’Isère). La déclaration d’intention de juin 2025, disponible sur le site de la préfecture, nous apprend par exemple que depuis 2018, ce ne sont pas moins de 181 réunions qui se sont tenues entre les différents « acteurs » du projet (Métropole, différents services de l’État, #EDF, acteurs environnementaux, etc.). On vous passe les détails de la « gouvernance » (comités techniques restreints et élargis, comité de pilotage, comité consultatif, etc.) et de la « stratégie de concertation et de communication ambitieuse » mise en place les sept dernières années. Tous ces comités, ces réunions publiques, ces « balades pédagogiques » ont donc abouti à la #planification de #travaux_d’aménagements prévus sur cinq années, entre 2027 et 2031, validés notamment par le vote en faveur de l’avant-projet par la #Métropole en avril dernier.

    Pour saisir leur importance, un chiffre suffit : 86 millions d’euros d’argent public sont pour l’instant budgétés (selon le site du Symbhi). Concrètement, ça veut dire que pendant cinq ans, un paquet de machines, de moteurs, de camions vont venir triturer le lit du Drac. Et anéantir – ou radicalement bouleverser – les charmants espaces du Drakistan.

    Dans le langage technocratique, on parle de « rajeunissement des bancs et îlots sur le linéaire de la traversée urbaine du Drac ». « #Rajeunissement » (détaillé en « enlèvement de la végétation et abaissement du banc ou îlot »), c’est un joli mot pour désigner la #dévastation de beaucoup de ces bancs ou îlots. Concrètement, la #déclaration_d’intention nous apprend que si certains #bancs, très minoritaires, restent « sans modification à l’étude », la plupart vont être « arasés » (soit « mis à ras, aplanis ») de façon plus ou moins importante : certains pour être en « immersion 80 % du temps », d’autres « 50 % du temps » (sachant que pour l’instant la plupart de ces bancs ne sont presque jamais immergés).

    Il n’y a pas que dans sa « traversée urbaine » que le Drac va subir les assauts des pelleteuses et des pompes de dragage. Les travaux envisagés concernent la vingtaine de kilomètres entre le barrage de #Notre-Dame-de-Commiers et la confluence avec l’Isère, les machines devant autant s’activer au niveau de #Comboire ou des champs captants de #Rochefort pour extraire des cailloux et aménager des « espaces de bon fonctionnement » de cette rivière autrefois sauvage et aujourd’hui corsetée et maltraitée tout du long.

    Mais qu’est-ce qu’on va faire de tous les matériaux enlevés ? Un peu plus haut, la réserve naturelle des #Isles_du_Drac (voir dernier numéro) est « déficitaire en sédiments grossiers du fait de la présence de la chaîne hydroélectrique en amont ». En clair : comme les quatre grands barrages du Drac empêchent les #cailloux de passer (la majorité des sédiments arrivant en ville proviennent en fait de la Romanche, affluent du Drac), il n’y a pas assez de sédiments dans cette zone, ce qui fait que « tous les milieux et espèces associés sont menacés sans action de réinjection de sédiments ».

    Alors le Symbhi prévoit des « #recharges_sédimentaires » dans cette zone, c’est-à-dire de transporter en camion des cailloux qui étaient auparavant transportés par la rivière. Et forcément, ça signifie pas mal de va-et-vient. Il est question d’une première recharge de « 37 000 m3 », suivie d’apports de « 4 000 m3 par an ». Sachant qu’un camion-benne peut transporter « environ 10 à 16 m3 », la première recharge nécessitera environ 2 800 aller-retours en camion. Merci « l’énergie verte » !
    Face aux grands dégâts annoncés, pas de panique ! Le Symbhi prétend bien entendu faire au moins pire. Toujours selon sa novlangue, si le « processus de rajeunissement » va entraîner un « éclaircissement de la végétation », il est quand même prévu de « replanter des arbres une fois les travaux terminés », ceci « afin de limiter l’impact sur le #paysage, la #végétation d’ambiance et le maintien d’#îlots_de_fraîcheur dans l’agglomération ». Par contre, il n’est pas précisé comment compenser la perte des « boisements développés dans l’espace intra-digues » qui « représentent également un enjeu écologique non négligeable », notamment parce qu’ils « hébergent une #biodiversité remarquable : de nombreux #oiseaux, le Castor d’Europe, l’Inule de Suisse, ainsi que des milieux variés tels que pelouses sableuses, bras secondaires ou zones humides phréatiques ». Ça va prendre un paquet d’années « une fois les travaux terminés » pour que toutes ces espèces repointent le bout de leur nez… On pourra toujours se consoler en posant des questions à ChatGPT et en se disant que les supercalculateurs nécessaires au développement de l’IA, comme celui en construction à Eybens, sont peut-être alimentés par « l’énergie verte » des barrages.

    Pour ne pas nommer « #désastre_environnemental » ce qui est un désastre environnemental, le Symbhi agite quelques mesurettes : « Afin de limiter les émissions de CO2 et de micro-particules liées au transport », le syndicat promet de « favoriser les circuits courts », « d’utiliser des véhicules à faibles émissions », d’arroser les pistes au niveau des zones de chargement/déchargement pour « limiter les émissions de poussière » et même – ultime audace – de « former les conducteurs à l’écoconduite ». C’est quelle part du budget sur les 86 millions d’euros ?

    Pour une telle somme d’#argent_public, il est quand même prévu quelques travaux pour le bien-être des simples habitants. Ainsi entre Champagnier et Fontaine, une vingtaine de « haltes paysagères » devraient être aménagées, notamment afin de « renforcer les îlots de fraîcheur le long de la rivière »… Pour être plus précis, il s’agit d’abord de raser la plupart des « îlots de fraicheur » et ensuite de les « renforcer ».

    La seule bonne nouvelle dans cette affaire, c’est que ce programme n’est pour l’instant qu’un « avant-projet ». Même s’il a déjà été voté par la Métropole, il reste encore un an et demi avant le début annoncé des travaux, autant de temps pour essayer de mettre la pression sur le Symbhi pour qu’il revoie à la baisse ses projets destructeurs ou qu’il les abandonne. À ce propos, une réunion publique sur les travaux est annoncée le 8 octobre à 18h30 à la mairie de Fontaine.

    Comment croire qu’il n’y ait pas d’autre solution, face au risque d’inondation, que l’ « #arasement » de ce qui constitue aujourd’hui les seuls endroits encore sauvages dans notre cuvette en béton ? Allons-nous vraiment supporter la vue, pendant cinq ans, des bulldozers du Symbhi écrasant à l’ancienne les îles du Drac, ses forêts, ses bras morts, et toutes les bestioles qui y font leur vie ?
    Si la raison principale du projet est la protection de l’agglo face au risque de « #crue_bicentennale », n’y a-t-il vraiment pas d’autre option à envisager que ce désastre écologique à 86 millions d’euros ?

    Le débit du Drac, faut-il le rappeler, est entièrement asservi par EDF et ses quatre grands lacs de barrages en amont de Grenoble : le #Sautet (1 077 millions de m3), #Saint-Pierre-Cognet (28 millions de m3), #Monteynard (275 millions de m3) et #Notre-Dame-de-Commiers (34 millions de m3). Sur les affluents du Drac, il y a aussi les grands lacs de barrage présents sur la #Romanche (le #Chambon) ou l’#Eau_d’Olle (#Grand’Maison). Serait-il délirant d’imaginer fermer les bonnes vannes au bon moment (en cas d’épisode hydro­logique faisant redouter une « crue bicentennale »), pour faire monter de quelques mètres le niveau des retenues afin de « lisser » la crue, comme ils disent ? Et si cela implique, une fois par siècle, une production d’#électricité dégradée pendant quelques jours, des pertes d’argent sur le « marché de l’énergie », voire des coupures d’électricité ciblées, on pourrait arriver à s’en remettre, non ?

    Dans la « déclaration d’intention », on apprend qu’un autre scénario « reposait sur une intervention minimale visant à préserver l’état actuel du lit du Drac, notamment en conservant les bancs végétalisés. Il comprenait le confortement et la sécurisation des ouvrages de protection contre les inondations ainsi que des solutions de gestion des excédents sédimentaires. » Si ce scénario n’a pas été retenu, c’est parce qu’il ne « permettait pas l’abaissement des lignes d’eau en crue de contribuer au déficit sédimentaire au sein de la réserve naturelle des Isles du Drac et il n’apportait qu’une faible contribution à la biodiversité, impliquant des compensations hors site ». Ce charabia difficilement compréhensible affirme néanmoins que pour le risque d’inondation, on peut ne pas raser le Drakistan même si les technocrates écrivent que laisser ces espaces naturels n’apporterait « qu’une faible contribution à la biodiversité » (!). Si ce scénario n’a pas été choisi, c’est uniquement pour résoudre les problèmes de « déficit sédimentaire » causés par les barrages. Encore et toujours, la rivière est considérée pour les seuls intérêts de la « houille blanche ».

    Ce nouvel épisode à venir du saccage du Drac devrait donc d’abord inciter à réfléchir sur le véritable bilan de la « houille blanche » et d’un siècle d’électrification [1]. Avec le centenaire de « l’exposition internationale de la houille blanche », la mairie de Grenoble, comme toutes les institutions locales, préfère célébrer sans retenue cette pseudo « énergie verte » qui a en réalité contribué à saccager l’environnement.

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    Le « #collectif_des_gens_qui_ont_chaud » prié d’aller se rhabiller (pour l’instant)

    86 millions d’euros de travaux, mais rien de prévu pour permettre la #baignade dans ces millions de mètres cubes d’eau dévalant depuis les montagnes. Cet été, le « collectif des gens qui ont chaud » a organisé deux #baignades_sauvages dans le Drac (voir photo page 28) afin de « montrer que la baignade dans les lieux naturels est possible et mettre le débat sur la place publique ». Une initiative qui a entraîné des arrêtés municipaux de la part des maires de Fontaine et Seyssinet-Pariset pour « interdire la baignade » et même un tweet de la préfète de l’Isère afin d’inciter à « privilégier les zones réglementées pour vous baigner en toute sécurité » et de déconseiller la baignade « dans ce cours d’eau particulièrement instable dont la variation de débit peut fluctuer très vite ». Pour les autorités, même après plusieurs étés caniculaires, il n’est toujours pas envisageable que les 400 000 habitants de la cuvette puissent profiter de la fraîcheur des cours d’eau qui la traversent... Si 181 réunions et 86 millions d’euros ne prévoient rien pour la baignade, c’est que sur cette rivière comme sur les autres, c’est la fameuse « houille blanche » qui dicte sa loi. On reviendra sur la baignade dans un prochain numéro.

    https://lepostillon.org/Faire-barrage-aux-travaux-du-Drac.html

    #rivière #Drac #Grenoble #Isère #castors #budget #coût

  • #Murales e #antimafia. Quando la #Street_Art vive di cliché : eroi, santi e icone pop

    L’infinita saga dei personaggi celebri e dei messaggi facili, di cui si ciba la Street Art, trova un modello esemplare nel racconto dell’antimafia. Tra opere buone o scadenti. Ma anche nei casi migliori la domanda resta: cosa fare di tutti questi luoghi comuni? Dove sta andando un’arte che sembra arenata nel populismo più stanco? Dagli eroi l’antimafia ai volti dello showbiz, il meccanismo non cambia

    Torna a misurarsi con i temi dell’antimafia e i linguaggi della Street Art l’artista palermitano Andrea Buglisi, che in occasione del 33° anniversario della strage di via D’Amelio consegna alla sua città un nuovo muro commemorativo per Paolo Borsellino. Siamo in Via Autonomia Siciliana, a pochi metri dalla strada in cui morì il giudice, travolto da un’esplosione di tritolo insieme agli agenti della scorta Agostino Catalano, Vincenzo Li Muli, Walter Eddie Cosina, Claudio Traina ed Emanuela Loi: era il 1992 e Cosa Nostra si macchiava dell’ennesima atrocità, appena due mesi dopo l’attentato a Giovanni Falcone. Un doppio strappo che avrebbe per sempre segnato le coscienze dei siciliani e cambiato il corso della storia.

    I murales di Andrea Buglisi per Falcone e Borsellino

    Il lungo murale ha la consueta cifra pop dell’artista palermitano: tinte piatte e un segno deciso, elementi grafici astratti in dialogo con le figure, ombre nette come ritagli geometrici tra silhouette restituite con sintesi realistica. In un carosello di simboli e ricordi, la figura di Borsellino torma più volte nel disegno, in giacca e cravatta con lo sguardo assorto, sorridente in versione balneare tra le palme, e poi bambino con l’agenda rossa fra le mani, mentre entrano in scena una miniatura dell’amico e collega Giovanni Falcone, la Fiat 126 bianca imbottita di esplosivo, i palazzoni di Via d’Amelio e uno stormo di corvi, rappresentazione del male, che si trasformano in candidi gabbiani.
    L’opera è realizzata in collaborazione con “Vivi Sano”, realtà già responsabile a Palermo del Parco della Salute al Foro Italico e della Casa delle Ninfee al Parco Piersanti Mattarella, impegnata qui nella realizzazione di un centro sportivo, “condiviso sin dalla progettazione con i figli di Paolo Borsellino, con il seminario diocesano italo albanese e con gli enti partner di Piana degli Albanesi“, ha spiegato Daniele Giliberti, presidente dell’associazione. Il nuovo muro di Buglisi funziona dunque da promessa e da premessa, nell’attesa che sorga questo luogo di aggregazione intitolato al magistrato ucciso il 19 luglio del ’92.
    Nel luglio del 2021 Buglisi aveva già omaggiato le figure di Falcone e Borsellino con due enormi dipinti svettanti, ben incastrati in successione tra le palazzine di via Sampolo e via Duca della Verdura, non lontano dal Carcere Ucciardone, lì dove si spalancò l’Aula Bunker, teatro del Maxiprocesso. La Porta dei Giganti – questo il titolo dell’imponente dittico dalle tinte fluide e tenui, risolto con due intensi primi piani meditativi – nasceva dietro commissione della Fondazione Giovanni Falcone, nell’ambito di un più ampio progetto d’arte pubblica, a cura di Alessandro De Lisi.

    Falcone e Borsellino, la street art antimafia di Rosk e Loste

    Ma il legame tra Street Art e racconto dell’antimafia è ormai, in tutta la Sicilia, un fatto di costume, una pragmatica dello spazio pubblico alimentata dall’attivismo di associazioni indipendenti e comitati di quartiere, oltre che dagli investimenti di amministrazioni e fondazioni pubbliche. L’intervento del 2017 firmato a Palermo dagli street artist siciliani Rosk e Loste e curato da INWARD, fu uno dei primi e resta uno dei più popolari. Si tratta di una copia esatta dell’iconico scatto del reporter Tony Gentile in cui Falcone e Borsellino conversano complici e sorridenti. L’enorme effigie dalle morbide tinte seppiate è affidata a un onesto fotorealismo, senza ulteriori orpelli o velleità, a occupare una facciata strategica nel cuore della Cala, il più antico porto cittadino che ha radici fenicie, romane, arabe. Un tributo semplice, sicuramente d’impatto ma in equilibrio col contesto, che si schiude all’improvviso tra i palazzi a favore dei tanti automobilisti in transito lungo il viale del Foro Italico. L’immagine già racchiuderebbe tutto il senso di una certa narrazione popolare, in cui sfumano e si confondono lo slancio autentico e l’indugio retorico: da sola esauriva già un discorso destinato a espandersi e ripetersi. Successivamente, muro dopo muro, l’inarrestabile corsa al “santino” dell’eroe civile avrebbe precipitato il gesto verso la “maniera” definitiva. Manierismo dell’antimafia, e non solo.

    Rocco Chinnici e Boris Giuliano: street art a Piazza Armerina

    Spostandoci fuori dai confini del capoluogo, appena un mese fa compariva a Piazza Armerina un omaggio a Rocco Chinnici, il magistrato che nel 1980 ebbe un’intuizione decisiva: l’isolamento degli uomini di Stato impegnati nella lotta alla criminalità organizzata era un fattore di debolezza, una punto di fragilità a cui contrapporre la solidità di un sistema coeso, così che informazioni segrete e dati sensibili diventassero materia condivisa e non appannaggio di un singolo soggetto vulnerabile. Nasceva su queste basi il pool antimafia, con Falcone e Borsellino al suo fianco. Tutti eroi caduti uno dopo l’altro, come erano caduti prima di loro altri magistrati, procuratori, militari, poliziotti, politici, commissari, giornalisti, carabinieri.
    Il ritratto di Chinnici, ucciso il 29 luglio del 1983 con un carico di tritolo nascosto nella sua Fiat 126, è parte dell’iniziativa Le Strade da Seguire, promossa dalla Fondazione Federico II, organo culturale dell’Assemblea regionale siciliana: una serie di murales installati tra diverse province, per coltivare memoria, identità, partecipazione collettiva, celebrando i protagonisti dell’antimafia.
    Realizzata a cento anni dalla nascita del magistrato, dallo scorso giugno l’opera giganteggia sulla facciata cieca di un edificio in via Torquato Tasso, a pochi passi dal gran Priorato di Sant’Andrea. Gli autori sono tre creativi locali, Giuseppe Liguori, Corrado Militello e Concetto Arancio, gli stessi che, a dicembre 2024, sulla palazzina accanto avevano riprodotto il volto di Boris Giuliano, il grande commissario della Polizia di Stato, entrato nella Squadra mobile di Palermo nel ’63, dove divenne presto dirigente, assicurando alla giustizia centinaia di boss mafiosi, mentre si occupava di molteplici casi delicati, su tutti quello relativo alla scomparsa di Mauro De Mauro. Nato proprio a Piazza Armerina nel 1930, Giuliano perse la vita a Palermo il 21 luglio del 1979, freddato in pieno giorno dal boss Leoluca Bagarella. La sua immagine e quella di Chinnici, simmetriche, campeggiano adesso in quest’angolo di periferia, uno di tanti luoghi per cui l’amministrazione comunale avrebbe previsto da anni adeguati investimenti, nell’urgenza costantemente ribadita (e disattesa) di aree verdi e di parchi giochi da riqualificare o edificare, in tutta la città.
    Presente per l’inaugurazione del 3 giugno Caterina Chinnici, figlia del magistrato e magistrata lei stessa, oggi europarlamentare: “Mio padre ha creduto fino in fondo nella giustizia, e sapere che il suo volto oggi parla ai giovani, alle scuole, alla comunità, è per me motivo di profonda gratitudine e rinnovato impegno”.

    Gli altri murales antimafia della Fondazione Federico II

    Ma se è del tutto naturale che i familiari delle vittime esprimano la loro riconoscenza dinanzi a operazioni di questa natura, intitolate al bisogno di esempi morali imperituri, bisognerebbe chiedersi dove stiano davvero il senso, l’utilità e la qualità di questa pletora di decorazioni murarie che ovunque, in tutta Italia – e su qualunque tema – prolificano come cliché depotenziati e sempre meno interessanti. Mediocri, per lo più, se non propriamente brutte. E mentre le opere di Buglisi su Falcone e Borsellino, pur nella convenzionalità simbolica, nell’ingenuità compilativa e nella semplificazione visiva proprie del linguaggio della Street Art, hanno potuto contare sull’abilità e l’esperienza di un artista che ha consapevolezza del mezzo grafico e pittorico, i due murales di Piazza Armerina segnano una superflua pagina di dilettantismo creativo. Due opere ben accolte, come sempre, da passanti e commentatori social, colpiti dalle innegabili buone intenzioni e dal tentativo di misurarsi con un realismo figurativo oversize. Ma l’arte è un’altra cosa, tocca ribadirlo, e qui c’è giusto una volenterosa, stentata pratica artigianale a dimensione urbana. Che è poi la cifra di tutta l’operazione Le Strade da Seguire.

    Con una partenza a novembre 2024, i primi tre murales venivano inaugurati nel Comune di Paternò: è dipinto dallo street artist catanese Ligama il volto dell’ex Presidente della Regione siciliana Piersanti Mattarella, crivellato nel gennaio del 1980 dai colpi di una Calibro 38 impugnata da un sicario di Cosa Nostra, qui raffigurato con un ramoscello d’ulivo, banale simbolo di pace per una ennesima cartolina dalla fattura rigida e stentata. Affonda poi il coltello nella retorica il titolo dell’opera di Chiara Abramo, Quale futuro lasciamo ai nostri figli, che spinge il tema della legalità verso il piano dell’allegoria fantasy, collocando tra le mani di un ragazzino un cuore anatomico di terra, da cui sbocciano germogli di fico d’india. È invece dipinto in trasparenza, a confondersi con la texture della facciata, l’opera di Alberto Ruce, classica dea bendata che raffigura la giustizia, guidata lungo il cammino da un sapiente falco.
    Murales e antimafia. Quando la Street Art vive di cliché: eroi, santi e icone pop

    Va peggio ad Aci Castello, dove a marzo 2025 il catanese Antonio “ANC” Barbagallo dedica a Don Pino Puglisi, ucciso dalla mafia nel ’93, una scadente, ingenua composizione pittorica sul muro perimetrale dell’oratorio di San mauro Abate, in cui il martire e beato compare in mezzo ai pargoli, simboli di “amicizia, cultura, sport, fratellanza, unione”; un secondo muro dell’artista, sulle pareti esterne di un centro sociale nella frazione di Cannizzaro, ritrae i volti di Paolo Borsellino, Giovanni Falcone e del maresciallo Alfredo Agosta, come nuovi idoli di un gruppo di bambini travestiti da supereroi, a evocare l’iconografia della Justice League dei fumetti di DC Comics. Anche in questo caso un pastiche disarmante.
    Nel frattempo Mirko Loste, a Maletto, un paese alle pendici dell’Etna, riproponeva la faccia di Falcone, virata in un blu ciano e inutilmente doppiata nella stessa placida espressione. Volti e ancora volti, solite icone tra valanghe di luoghi comuni e nessuna ricerca formale, nessun tratto di stile significativo, nessun guizzo. In fondo, quel che la committenza chiede è la riproposizione del cliché: a contare sono il soggetto, il messaggio, il personaggio, l’immagine che rassicura indicando la via morale e accreditando l’impegno dell’istituzione. Non il modo, non il taglio, non l’intelligenza del segno e del senso. Neanche la buona illustrazione, a dirla tutta, si muove su queste basi e con simili criteri.

    Murales ed eroi dell’antimafia, una collezione di facili icone

    Ora, al di là dei risultati modesti di quest’ultimo progetto siciliano promosso dalla Federico II, e al di là di quei muri invece più riusciti ed azzeccati, è proprio in questa mai appagata fame di volti popolari e di idoli civili, di personaggi storici, religiosi, mediatici, persino di protagonisti di piccole storie di quartiere, che si scorge tutta la noia di un collezionismo infantile: un’infinità di figurine in scala monumentale riempiono le pagine già complesse dello spazio urbano, ripopolato così nel nome della riconoscibilità, della comunicazione monodimensionale, di un’arte non problematica, non plurale, né selvatica né intelligentemente poetica, poco potente quanto appariscente.
    Chi ha stabilito che per costruire coscienza civica e cultura dell’antimafia, anche e soprattutto tra i più giovani, occorra avallare un ormai superato approccio celebrativo, sostituendo al plinto la facciata cieca e ribadendo – spesso e volentieri – stilemi di una figurazione elementare, tra favoletta, affiche e fumetto? A soccombere è la forma, rispetto al peso di storie esemplari e di volti noti da intercettare al volo. Il pensiero va alla sintassi pubblicitaria dello spazio urbano, che impone codici improntati al consumo rapido e alla seduzione facile, mentre occorrerebbe continuare a chiedersi quanto sia importante resistere, cercare altri strumenti, altri paradigmi, altre opzioni possibili nel segno della ricerca, della consapevolezza dei luoghi, della lentezza necessaria al ragionamento.
    Murales e antimafia. Quando la Street Art vive di cliché: eroi, santi e icone pop

    Tutta la retorica del fenomeno Street Art

    Quando il fenomeno genericamente definito con il termine “Street Art” esplose in modo massiccio come forma di comunicazione visiva su committenza, venne investito dall’entusiasmo dei cittadini e progressivamente incoraggiato dalle amministrazioni locali. Nel nome di un supposto coordinamento e di un necessario rispetto delle regole, si cominciarono a favorire anche con l’arte, in modo compulsivo, processi più o meno efficaci di riqualificazione urbana. Così fiorirono bandi, proposte di associazioni, dibattiti, progetti sostenuti da aziende, comuni e regioni, mentre tanti artisti si convertivano dallo studio alla strada, cavalcando il nuovo trend. Il tutto assunse e confermò, via via – con le molte eccezioni del caso – i caratteri di un decorativismo facile, scenografico, banalmente narrativo o illustrativo, a cui si chiedeva di portare colore, messaggi, piacevolezza estetica e capacità di aggregazione. Là dove regnavano il grigio del cemento, la trascuratezza, l’anonimato e una speranza di coesione sociale, la benedetta Street Art diventava ovunque panacea, scorciatoia, contentino, impegno di facciata, illusione partecipativa e rigenerativa. Una forma d’arte addomesticata, con una forte vocazione didattica, spesso strumento promozionale a buon mercato nelle mani di amministrazioni costantemente preoccupate dalla conquista del consenso popolare, chiamate in realtà a ben altro impegno, a ben altra concretezza sul piano dei servizi e dei migliorie civiche.

    Le buone iniziative e gli interventi ben concepiti non sono certo mancati, là dove si è riusciti a operare con criterio, a coinvolgere professionisti, critici, curatori, artisti di spessore – che non mancano – tenendo presente la difficile sfida della convivenza tra immagini, architetture e assetti urbanistici (fra le tante iniziative ricordiamo, nel 2014/2015, il bel progetto SanBa curato da Simone Pallotta nel quartiere San Basilio di Roma, con Liquen, Iacurci, Hitnes). Ma come sempre, quando un fenomeno diventa formula precotta continuamente riproposta, le intenzioni profonde scivolano via, nel rumore di fondo che strategicamente confonde il pubblico e favorisce l’equivoco. Ed è presto deriva commerciale.
    È così che la pratica del muralismo si è spesso tramutata in una nuova forma di viralità trasversale, fondata sulla legge dell’instagrammabilità e propagata dalle originarie periferie fino ai centri urbani, dalle metropoli ai piccoli paesi, dai borghi storici alle più anonime aree di provincia. Non di rado banalizzando, semplificando, aggredendo visivamente, eppure accontentando tutti, perché tutti amano imbattersi in finestre di colore portatrici di buone novelle e di memorie locali o universali. Poco importa che si tratti di opere realizzate bene o male, di compitini eseguiti con svogliata diligenza oppure dotati di una qualche originalità, di una chiave interessante. Vuoi mettere la mestizia di un muro vuoto, magari in un contesto degradato? È l’imperio dell’horror vacui, l’equivoco del decoro e della decorazione ad ogni costo.

    (...)

    https://www.artribune.com/arti-visive/street-urban-art/2025/07/street-art-murales-antimafia
    #Giovanni_Falcone #Paolo_Borsellino #Rocco_Chinnici #mafia #Boris_Giuliano #art_de_rue

  • Vieni via con me

    “Raccontare come stanno le cose vuol dire non subirle”

    Otto capitoli, otto storie, un ritratto unico dell’Italia di oggi firmato dall’autore del bestseller internazionale Gomorra. Roberto Saviano scava dentro alcune delle ferite vecchie e nuove che affliggono il nostro Paese: il mancato riconoscimento del valore dell’Unità nazionale, il subdolo meccanismo della macchina del fango, l’espansione della criminalità organizzata al Nord, l’infinita emergenza rifiuti a Napoli, le troppe tragedie annunciate. Accanto alla denuncia c’è anche il racconto – commosso e ammirato – di vite vissute con onestà e coraggio: la sfida senz’armi di don Giacomo Panizza alla ’ndrangheta calabrese, la lotta di Piergiorgio Welby in nome della vita e del diritto, la difesa della Costituzione di Piero Calamandrei. Esempi su cui possiamo ancora contare per risollevarci e costruire un’Italia diversa.
    Ideato e condotto da Roberto Saviano e Fabio Fazio, Vieni via con me è stato l’evento televisivo degli ultimi anni, più seguito delle partite di Champions League e dei reality show. Ora è anche un libro che racconta queste storie in una forma ampiamente rivista e arricchita. Facendole diventare, ancora una volta, storie di tutti.

    https://www.feltrinellieditore.it/opera/vieni-via-con-me-1
    #livre #Roberto_Saviano
    #démocratie #macchina_del_fango #démocratie #délégitimation #martiri_di_Cerace #Locride #mafia #liberté_d'expression #Giovanni_Falcone #Rocco_Chinnici #honneur #baptême #picciotto_d'onore #fratelli_di_sangue #contrasto_onorato #rites #giuramento #hiérarchie #Polsi #bunker #déchets #écomafia #sous-sol #Compare_Nuzzo #Carmelo_Novella #mariages #Aspromonte #Madonna_delle_Montagne #Domenico_Oppedisano #Vincenzo_Mandalari #Pino_Neri #Pasquale_Zappia #Carlo_Antonio_Chiriaco #contrôle_du_territoire #Gianfranco_Miglio #répression #restauration #aménagement_du_territoire #sous-traitance #appels_d'offre #Naples #Terra_dei_Fuochi #Naples #ecoballe #Impregeco #Ce4 #Casalesi #Na1 #Na3 #Fibe #Impregilo #Nicola_Cosentino #camorra #écomafia #Villaricca #Operazione_Mosca #Sergio_Orsi #Michele_Orsi #Eco4 #Caserta #santé_publique #cancer #Parco_del_Vesuvio #Terzigno #Giacomo_Panizza #Don_Giacomo #Torcasio #Giampà #Giovanni_Torcasio #Lamezia_Terme #Progetto_Sud #Antonio_Torcasio #L'Aquila #tremblement_de_terre #Casa_dello_Studente #élections

  • 21\1\26 Intervista #the_provincials !
    https://radioblackout.org/podcast/21126-intervista-the-provincials

    Puntata gourmet,come al solito,con noi al telefono dalla ridente Salerno intervistiamo Rosario, mente, cuore e fegato dei The Provincials! Preparatevi per immergervi in un mondo di rock barocco, garagepunk, prog, e melodie sixties\seventies col piglio nineties e chit e muort!

    #punk ? #rock_tarocco
    https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/01/26-the-provincials.mp3

    • On April 13, 2019, Patti Smith + Stewart Copeland (on percussion) joined Choir! Choir! Choir! at Onassis Festival 2019: Democracy Is Coming, co-presented by The Public Theatre and Onassis USA. Together, we sang Patti Smith’s anthem “People Have The Power” with a sold-out crowd and Stewart Copeland played percussion, specially a Brazilian samba frying pan!

      What happened was pure magic and we’re still pinching ourselves. A special thanks to everyone who helped to make this moment happen. Enjoy! #UseYourVoice

      https://www.youtube.com/watch?v=y6Wz3i_BYUc

  • La #malédiction du #mitterrandisme plane encore sur la France | #Mediapart
    https://www.mediapart.fr/journal/politique/130126/la-malediction-du-mitterrandisme-plane-encore-sur-la-france

    L’anniversaireL’anniversaire de la mort, le 8 janvier 1996, de François Mitterrand a été l’occasion habituelle d’un tir de barrage éditorial et médiatique. Une tendance se dégage, de la série Mitterrand confidentiel sur France Télévisions au documentaire réalisé par Mazarine Pingeot, la fille du défunt, François Mitterrand, une autre vie possible sur La Chaîne parlementaire, en passant par le cycle de l’Institut François Mitterrand sur le statut « d’homme de lettres » de l’ancien président et François Mitterrand. Conversations intimes, de Jean Glavany.

    Après le « droit d’inventaire » proclamé par Lionel Jospin dans les années 1990 et la tentative d’oubli des années 2010, François Mitterrand tente de revenir sous la forme d’un mythe.

    Les contours de ce mythe sont dessinés par l’irruption de l’ancien président dans la fiction avec la série de l’audiovisuel public. L’héroïsation y est complète. François Mitterrand y apparaît comme un homme sensible et courageux, amoureux de la poésie et poète amoureux, incarnation de la jeunesse des Trente Glorieuses devenue un vieux sage attaqué de toute part. Une sorte de Lamartine moderne. Ce n’est d’ailleurs pas pour rien que le poète de Mâcon revient comme un leitmotiv dans la série.

    La façon dont le récit expulse toutes les parts sombres du personnage trahit la volonté de le faire sortir de l’histoire pour le faire entrer dans le mythe. Et c’est bien aussi ce à quoi s’emploie, par exemple, un Jean Glavany, expliquant doctement que le vieux président avait déjà compris, au début des années 1990, que « la prochaine guerre sera[it] en Ukraine ».

    Agrandir l’image : Illustration 1
    Francois Mitterrand à l’abbaye de Cluny le 17 septembre 1988. © Photo Chamussy / Sipa
    Il faut dire que la figure de Mitterrand reste une référence à gauche, de Jean-Luc Mélenchon, qui n’a jamais caché son admiration pour l’ancien président, à Bernard Cazeneuve, qui a prononcé l’oraison d’hommage à Jarnac.

    Certes, le Parti socialiste (PS) actuel s’est fait discret dans son hommage. Mais c’est aussi que, progressivement, la figure de Mitterrand quitte les rives de la politique quotidienne pour voguer vers celle de la référence républicaine. Il y a dans ces publications quelque chose qui cherche à faire de l’ancien président socialiste l’équivalent d’un de Gaulle pour la psyché collective. Il n’y est pas encore, mais c’est désormais là que se situe le « prochain combat », pourrait-on dire en copiant le moine copiste Jean Glavany.

    Aussi est-il bon de rappeler ce qu’a été François Mitterrand et quelle est sa responsabilité dans la situation actuelle du pays et de la gauche.

    L’opportunisme fait homme
    François Mitterrand est l’incarnation de ce que l’on appelait naguère « l’opportunisme ». Pour lui, la conquête du pouvoir et son maintien à celui-ci justifient tout. Et contrairement à ce qu’essaie de nous faire croire la série de France Télévisions, cette ivresse du pouvoir n’est motivée par nul idéal, par aucune conception du monde.

    C’est bien pour cette raison qu’il a été à son aise tout au long de la IVe République, lorsqu’il pouvait user de la force parlementaire réduite de sa petite formation, l’Union démocratique et socialiste de la Résistance (UDSR), pour glaner pas moins de onze ministères. C’est aussi pour cela que celui qui voyait la France de « Lille à Tamanrasset » a pu devenir dans les années 1960 le leader de la gauche anticolonialiste.

    Bien sûr, les gens changent. Mais François Mitterrand donne l’impression que les idées n’ont jamais été que des outils qu’il utilisait lorsqu’il le fallait pour imposer sa domination sur le pays ou sur la gauche.

    Limiter Mitterrand aux quelques mois qui suivent son élection, c’est se tromper sur l’homme comme sur l’époque.

    Au reste, on ne s’étonnera pas qu’une fois arrivé au pouvoir, François Mitterrand n’ait réalisé aucune des promesses de ses trois précédentes candidatures. En 1965, il était l’opposant au régime présidentiel. En 1974, il était l’opposant à la domination du capital. En 1981, il était l’opposant à l’austérité.

    Or, les années Mitterrand ont été celles d’un régime personnel renforcé jusqu’à l’absurde, d’une soumission du politique au capital et de l’établissement des régimes néolibéraux de rigueur et de modération salariale. Mais peu importe, ce qui comptait pour Mitterrand, c’est qu’il fût à l’Élysée et qu’il en fasse le château fort de cette monarchie républicaine qu’il avait autrefois fustigée.

    #Mitterrand #gauche

    Sa seule boussole a été de rester au cœur du jeu politique pour parvenir au pouvoir. L’affaire de l’Observatoire en 1959, lorsqu’il organisera un faux attentat pour relancer sa carrière, est, de ce point de vue, un moment clé pour comprendre le personnage. Bien sûr, on peut lui reconnaître du génie d’avoir su s’imposer comme l’homme de la situation six ans plus tard au moment de la présidentielle. Reste à savoir si ce type de pirouette doit être une référence.

    Bien entendu, la décennie 1980 comporte un certain nombre d’avancées, de la retraite à 60 ans à l’abolition de la peine de mort. Mais n’étaient-ce pas là des concessions aux temps qui ressemblent à la première vague de libéralisation réalisée sous le septennat de Giscard d’Estaing ? Limiter Mitterrand à ces quelques mois qui suivent son élection, c’est se tromper sur l’homme comme sur l’époque.

    De « l’argent qui corrompt » à l’argent roi
    Les années Mitterrand, ce sont les hideuses années de l’argent roi. Le président qui, en 1974, dénonçait « l’argent qui corrompt tout, jusqu’à la conscience des hommes », finira en 1992 par nommer avec enthousiasme Bernard Tapie à un ministère.

    Avec le locataire de la bergerie de Latche, la gauche a changé de nature. Elle a certes gagné deux élections présidentielles mais elle a perdu toute prétention à émanciper la société du capital. Elle est devenue une force d’accompagnement du néolibéralisme, discutant du poids des chaînes des travailleurs avec la droite.

    Pierre #Mauroy, Michel #Rocard, Laurent #Fabius, Jean-Pierre #Chevènement #Parti_socialiste

    Le « ni-ni » de 1988 représentait explicitement cette position : dans la contre-révolution néolibérale, la gauche mitterrandienne défendait une stratégie de libéralisation modérée. D’un côté, on accélérait la financiarisation de l’économie, on soutenait la politique du franc fort et la liberté de circulation des capitaux ; de l’autre, on tentait d’amortir le choc avec le revenu minimum d’insertion (RMI) et le maintien des transferts sociaux.

    Mais c’était un équilibre voué à l’échec, car le capital demandait toujours plus. Prise dans ses contradictions, la gauche s’est effondrée en 1993, connaissant sa pire défaite à des législatives depuis 1967.

    Le bourgeois charentais qu’était François Mitterrand s’est toujours méfié des travailleurs et de leur autonomie.

    Le vieux Mitterrand n’en avait cure. Affaibli, malade, isolé, il est resté en poste, au sein de ce palais de l’Élysée qu’il avait tant convoité. Bernard Cazeneuve a salué l’action d’unification de la gauche qu’avait eue l’ancien président. Mais il oublie de dire que cette unification s’est faite au prix d’un affaiblissement historique de cette même gauche. Car l’écho de la lourde défaite aux élections législatives de 1993 s’entend jusqu’à aujourd’hui.

    François Mitterrand a donné en héritage à la gauche française un modèle de gestion qui l’a menée où elle est aujourd’hui : une force minoritaire, isolée du mouvement social et largement impuissante. Cet héritage, aucun inventaire n’en a jamais été fait. Il a deux faces qui se confondent.

    #1981-83 : #renoncement_économique

    La première face, c’est l’isolement du monde du travail. En 1981, l’ambition du #programme de la gauche ne pouvait se faire qu’avec l’appui d’un large mouvement social, d’une pression collective du travail sur le capital. Mais le bourgeois charentais qu’était François Mitterrand s’est toujours méfié des #travailleurs et de leur autonomie. Jamais il n’a eu l’ambition de donner le pouvoir aux masses laborieuses dans leurs entreprises. Les nationalisations ont été négociées avec les patrons, et les entreprises ont immédiatement été confiées à des technocrates pour en assurer la « viabilité économique ».

    Sans appui des #ouvriers et des #employés, la gauche en était donc réduite à négocier avec le #capital les conditions de son maintien au pouvoir. Et l’on retombe ainsi à la deuxième face du mitterrandisme : se faire élire sur un programme de gauche et gouverner main dans la main avec le patronat. Il fallait être aussi peu doué de sens politique qu’un Bernard Arnault pour quitter Paris pour New York en 1981. Mais le futur patron de LVMH sut fort bien jouer, par la suite, de ses amis socialistes pour fonder son empire.

    L’héritage maudit du mitterrandisme
    En 1997, Lionel Jospin, critique de la pratique mitterrandienne du pouvoir, tomba lui aussi dans ce piège. Au point qu’en 2002 il se trahit en déclarant que « son programme n’était pas socialiste » et en paya le prix fort. Dix ans plus tard, la génération formée dans les années 1980, celle des François Hollande, Michel Sapin et Pierre Moscovici, reprend la formule magique de 1981. Le fameux « discours du Bourget » est du Mitterrand pur jus : « l’ennemi qui n’a pas de visage, la finance », est une formule de l’ancien président (Hollande, lui, se contentera de parler d’adversaire).

    Et comme avec lui, la promesse va être oubliée le jour même de l’élection du député de Corrèze à l’Élysée. Mais comme le capitalisme vient encore de connaître une crise, la politique devra être encore plus violente envers le monde du travail. Le mitterrandisme tardif ne peut plus se contenter d’ouvrir les marchés financiers, il lui faut désormais s’en prendre au droit du travail et réprimer les mouvements sociaux.

    #PS 

    La gauche ne se remettra jamais de ce dernier avatar du #machiavélisme mitterrandien. Son affaiblissement sera désormais structurel. L’évolution engagée par « le tournant de la rigueur » de 1983 s’achève par le recyclage de la social-démocratie dans le macronisme, comme une sorte de fusion définitive de François Mitterrand avec Bernard Tapie incarné par Emmanuel Macron, ce président lui aussi dévoré d’ambition personnelle et qui assume désormais son statut de fondé de pouvoir du patronat au sein de l’État.

    Tout va ensemble. François Mitterrand ne croyait qu’au pouvoir, ce qui l’a amené à « s’adapter » au vrai pouvoir sous-jacent à la démocratie française, celui du capital, plutôt qu’à « changer la vie ». De cet abandon est née une désillusion profonde, terrible, qui traverse depuis quarante ans la vie politique française qui affaiblit la gauche et a servi de terreau à l’extrême droite.

    Parce qu’il a été #omniprésent dans la vie politique pendant un demi-siècle et qu’il est l’artisan d’un #échec_profond et structurel, #François_Mitterrand a été une malédiction pour la gauche et pour la France. Cette malédiction prend une autre forme, encore plus dangereuse pour la gauche : l’obsession pour les élections, en particulier la #présidentielle, qui limite la vision et borne les projets.

    L’auteur du #Coup_d’État_permanent avait, dès les années 1960, fait ce choix de l’#électoralisme et du #présidentialisme. Lui qui n’avait rien saisi aux enjeux du mouvement de Mai-68 et qui, pendant les années 1970, a passé son temps à tenter de convertir, par le faux-semblant du discours sur l’autogestion, les masses à l’électoralisme. C’est en se privant d’une action profonde au sein de l’outil productif que la gauche va signer son impuissance future. Dès lors, la seule alternative au sein du système va devenir l’extrême droite…

    Les tentatives actuelles de placer François Mitterrand sur le piédestal du « dernier homme d’État » est donc un piège qui trahit encore cette croyance dans l’homme providentiel dont la gauche devrait absolument se défier, parce qu’elle porte en elle l’impuissance et la soumission à la logique de la Ve République. Plus que jamais, trente ans après, il est temps que l’esprit de Mitterrand quitte une fois pour toutes la gauche française, car cet esprit la ronge en profondeur. 

    #Romaric_Godin

  • Rocksteady (1966-1968) : avènement d’une soul jamaïcaine sur l’île au trésor.

    https://lhistgeobox.blogspot.com/2026/01/rocksteady-1966-1968-avenement-dune.html

    "A compter de 1966, le nouveau beat s’impose partout, ce qui convainc les propriétaires des sound systems de se procurer des enregistrements auprès des producteurs ou productrice jamaïcain(e)s. Ils ou elle se nomment Sonia Pottinger, Coxsone Dodd, Joe Gibbs ou Bunny Lee, mais le roi du genre reste Duke Reid. Cet ancien policier s’est reconverti dans la vente d’alcool qu’il écoule par l’intermédiaire de son sound system. Pour continuer à attirer les danseurs (et buveurs), il décide de se lancer dans la production de disques. Ainsi, il installe un studio d’enregistrement au dessus de son liquor store, au 33 Bond Street. Il embauche des musiciens permanents de très grande qualité à l’instar du guitariste Lynn Taitt ou du saxophoniste Tommy McCook, respectivement à la tête des Jetts et des Supersonics. Au sein de cette formation, l’organiste Winston Wright impose sa griffe. Reid fonde aussi le Duke Reid Band, un groupe de studio comprenant quelques uns des plus brillants instrumentistes de Jamaïque : Don Drummond (trombone), Rico Rodriguez (trombone), Roland Alphonso (saxo), Ernest Ranglin (guitare), Johnny « Dizzy » Moore (trompette).
    De la sorte, son label Treasure Isle devient une usine à tube, en tout point comparable, à l’échelle de la Jamaïque, à la Motown de Berry Gordy. Toujours présent en studio, le maître des lieux, à l’oreille très sûre, affectionne un son léché et des arrangements complexes. « Ba Ba Boom » des Jamaicans, « I’m in the mood for love », « You don’t care » des Techniques, « Passion love » des Melodians, « On the Beach » des Paragons sont autant de classiques du genre sortis de « l’île au trésor » de Reid. "

  • Böhse Onkelz im Exklusiv-Interview: „Wir haben unsere eigene Geschichte und stehen dazu“
    https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/musik/exklusiv-interview-mit-den-boehsen-onkelz-wir-waren-schon-vor-dem-m

    Le groupe rock qui se bat depuis 40 ans contre son image de marque d’extrême droite en gagnant des millions

    2.1.2026 von Philippe Debionne - Seit 45 Jahren halten die Böhsen Onkelz die Republik in Atem. Sie sind laut, sie sind ehrlich, sie sind unbequem – und sie haben eine ganz spezielle Verbindung zu Ostdeutschland. Wir haben die Onkelz bei ihrem Konzert in Berlin zum Interview getroffen.

    Die Böhsen Onkelz sind eine der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Bands. Seit 45 Jahren stehen der Bassist und Songtexter Stephan Weidner, 62, der Gitarrist Matthias „Gonzo“ Röhr, 63, der Sänger Kevin Russell, 61, und der Schlagzeuger Peter „Pe“ Schorowsky, 61, auf der Bühne. Gegründet wurden die Onkelz als Punkband, es folgte Anfang der 80er ein kurzer Ausflug in die aus England stammende und ursprünglich unpolitische Skinhead-Szene. Mitte der 1990er erreichten die Böhsen Onkelz dann mehrere Top-10-Platzierungen in den deutschen Album-Charts. Sechsmal führten sie die Charts bislang auf Platz 1 an. Mit mehr als 10 Millionen verkauften Tonträgern zählt die ursprünglich aus Frankfurt am Main stammende Band zu den Musikern mit den meisten Tonträgerverkäufen Deutschlands.

    Gonzo, Stephan, in wenigen Minuten spielen die Onkelz vor knapp 20.000 Menschen, das sind zwei Kleinstädte. Nach 45 Jahren auf der Bühne: Gewöhnt man sich daran oder ist es doch immer wieder aufs Neue aufregend?

    Gonzo: Man gewöhnt sich in dem Sinne daran, dass dieses Bühnengefühl eine Art Sucht wird und man nicht mehr darauf verzichten will, auf diesen Austausch mit den Leuten, die wegen uns da sind. Aber trotz dieser Art von Gewöhnung ist das absolut keine Routine. Jede Show ist anders, man ist jeden Abend anders drauf, das Publikum reagiert jeden Abend anders. Es ist ein Spiel, das einen immer wieder mitreißt.

    Ihr macht ja so gut wie keine Werbung. Trotzdem sind eure Konzerte oft innerhalb weniger Stunden restlos ausverkauft. Wie erklärt ihr euch das?

    Stephan: Da gibt es einfach eine Verbindung zu den Fans, die so tief ist, dass man das ganze Drumherum eigentlich nicht braucht. Das ist ein Mikrokosmos auf eine Art, der alleine funktioniert. Über die Jahre ist dieser Mikrokosmos natürlich ordentlich gewachsen.

    Gonzo: Das ist etwas, was wir uns erarbeitet haben über die ganzen Jahre. Und zwar durch unsere Texte, unsere Musik, unsere Ehrlichkeit und dadurch, dass wir nie Kompromisse in irgendeiner Form eingegangen sind. Wir hatten es nicht nötig, uns an irgendjemanden anzubiedern. Wir hatten es nicht nötig, uns an den Mainstream oder an die Menschen im Fernsehen anzubiedern. Wir haben unsere Meinung gesagt. Dafür sind wir geschnitten worden, dafür wurden wir ausgegrenzt. Unsere Ehrlichkeit ist ein wichtiger Punkt bei unseren Fans, den wir uns über die ganzen Jahrzehnte erarbeitet haben. Deswegen funktioniert das ganze Ding. Wenn die Onkelz sagen, sie kommen, sagen die Fans, wir kommen auch.

    War es wirklich immer schön, ein Onkel zu sein?

    Gonzo: Also von unserer Seite aus ja.

    Bassist und Texter Stephan Weidner von den Böhsen Onkelz.

    Bassist und Texter Stephan Weidner von den Böhsen Onkelz.CHRISTIAN THIELE

    Stephan: Grundsätzlich ja. Aber es war natürlich nicht immer ganz leicht und hatte Höhen und Tiefen, das ist vollkommen klar. Ob es nun Kevins Zustände oder auch die Anfeindungen von außen gewesen sind. Aber am Ende haben diese ganzen Dinge nur dazu geführt, dass dieses Band um die Band enger wurde. Für mich persönlich sind Probleme dafür da, bewältigt zu werden. Wenn man einen langen Atem und die Stärke hat, da durchzugehen, dann geht man aus schwierigen Situationen gefestigt und stärker hervor.
    „Man hat uns instrumentalisiert“

    Ihr habt wirklich nie ernsthaft an euch selbst gezweifelt, trotz der ganzen teils scharfen Kritik, die euch entgegengebracht wurde?

    Stephan: Ich glaube, da hat die Presse möglicherweise den Eindruck, dass sie ein bisschen mehr Einfluss auf uns hat, als sie jemals hatte. Also wenn wir dieses Schulterklopfen von außen bräuchten, dann hätte es die Band gar nicht lange gegeben. Aber das war uns eigentlich schon immer egal. Das ist eine Haltung, die wir schon immer hatten. Es war uns immer egal, was andere von uns denken. Wir haben uns auch privat immer wieder in Situationen begeben, die grenzwertig waren. Aber das war uns auch egal.

    Gut, wenn über uns gelogen wurde, haben wir natürlich versucht, bestimmte Dinge geradezurücken. Ich meine, wenn man über sich liest, dass man verantwortlich ist für so schlimme Dinge wie in Rostock und Mölln und ständig mit solchen Sachen in Verbindung gebracht wird, dann macht das natürlich keinen Spaß. Aber irgendwann ignoriert man es einfach auch. Es wollte ja keiner von der Presse wirklich mit uns reden. Und dann sagt man halt: Gut, warum sollen wir dann mit euch reden? Also war uns die Presse irgendwann auch völlig egal. Was glaubst du wohl, warum es so extrem wenige Interviews von uns in den letzten Jahrzehnten gab?

    Gonzo: Wenn du jahrelang für alles Schlechte verantwortlich gemacht wirst, was in einem Land passiert, dann kommt irgendwann der Punkt, an dem du sagst: Okay, dann macht halt. Ist mir scheißegal. Unsere Fans draußen wissen, wie wir sind. Wir wissen, wer wir sind, und wenn ihr uns als Grund nehmen wollt oder müsst, weil irgendwer irgendwelche Sachen in diesem Land verbockt hat, ja gut, dann soll es halt so sein. Noch eine Sache zu dem, was Stephan vorher gesagt hat, zu dieser „Das ist uns scheißegal“-Haltung: Die Onkelz sind als Punkband entstanden. Und das war damals der Spirit, und den haben wir uns die ganze Zeit über erhalten.

    In dem Song „Ohne mich“ aus dem Jahr 1998 singt ihr: „Und hier ein paar Worte an die rechte Adresse/ Leckt uns am Arsch, sonst gibt’s auf die Fresse/ Ich hasse euch und eure blinden Parolen/ Fickt euch ins Knie/ Euch soll der Teufel holen.“ Trotzdem wurde und wird euer kurzer Ausflug in den rechten Teil der Skinhead-Szene in den frühen 80er-Jahren immer wieder hervorgeholt. Warum ist das so, was denkt ihr?

    Stephan: Weil man uns instrumentalisiert hat, ganz einfach. Und zwar ganz bewusst, um ein Feindbild zu haben. In der Musik gab es bis dato keine Band, die so groß wurde wie die Onkelz, die man in dieses Lager stecken konnte. Es gibt die Guten, sprich die Toten Hosen oder die Ärzte, und dann gab es plötzlich und praktischerweise auch die Bösen. Man hat da eine Schublade aufgemacht, da wollte man uns drin haben, da brauchte man uns auch, und da konnte man dann schön drauf rumhacken. Ein Gericht hat sogar mal gesagt, man darf uns rechtsradikal nennen. Aber ganz ehrlich, ich wüsste nicht, wann wir jemals radikal waren. Wir haben viel Scheiße erzählt und viel Scheiße gebaut, gar keine Frage. Aber die Gewichtung davon, die überlasse ich mal jedem selbst.

    Jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden. Und das ist es, was ich mir von einem objektiven Journalismus gewünscht hätte oder jahrzehntelang erhofft habe, dass man mal ausbalanciert und objektiv bleibt. Dass es heißt: Lass uns darüber reden. Stattdessen wurden Dinge dazuerfunden, es wurden Dinge in Texte reingedichtet, es wurden absichtlich Buchstaben verdreht, das volle Programm.

    Matthias Röhr und Stephan Weidner im Gespräch mit Philippe Debionne.

    Matthias Röhr und Stephan Weidner im Gespräch mit Philippe Debionne.CHRISTIAN THIELE
    „Am Ende blieb immer so ein schaler Beigeschmack übrig“

    Gonzo: Es hat damals schon zur Agenda gehört, uns bestimmte Sachen in die Schuhe zu schieben und uns für bestimmte politische Fehler und Entwicklungen in der Gesellschaft verantwortlich zu machen. Egal wo über uns berichtet oder mit uns gesprochen wurde, am Ende blieb immer so ein schaler Beigeschmack übrig. Aber zum Glück haben sich die Band und Gott sei Dank auch unsere Fans im Laufe der Jahrzehnte so entwickelt, dass wir die Presse und das Drumherum nicht brauchen. Die Leute haben uns über andere Kanäle kennengelernt. Das lief alles unter der Hand, und irgendwie haben sich die Onkelz unter der Hand so stark verbreitet, dass wir selbst erstaunt darüber waren.

    Weil ihr die Toten Hosen und die Ärzte ansprecht – mit beiden Bands gab es Streit wegen eurer Skinhead-Phase. In dem Song „Ihr sollt den Tag nicht vor dem Abend loben“ habt ihr beide Bands gezielt angesprochen und beschimpft. 2003 sagte Campino, Sänger der Toten Hosen dann: „Man sollte die Onkelz endlich wie jede andere Hardrock-Band behandeln. (..) Ich bin (…) der Meinung, dass man aufhören sollte, die Onkelz immer darauf festzunageln, was vor 20 Jahren war. (…) Die Typen werden angemacht für Texte, die sie mal vor 20 Jahren geschrieben haben, obwohl sie jetzt schon seit langer Zeit dagegen kämpfen. Ich denke, irgendwie sollte man das auch mal akzeptieren.“ Ist das Kriegsbeil also begraben?

    Gonzo: Das ist überhaupt nicht begraben!

    Stephan: Also von meiner Seite aus schon und vom Rest der Band auch. Gonzo sieht das anders, aber das soll er gleich selbst sagen. Für mich gilt: Ich trage keinen Groll mit mir herum. Klar haben sich beide Bands die Songs, die wir geschrieben haben, redlich verdient. Und zu dem Zeitpunkt gab es auch gar keine Diskussion drüber, dass das ein Statement war, das wir bringen mussten. Wir mussten wirklich viel Scheiße fressen aus deren Richtung. Und die einzige Möglichkeit, sich zu wehren, die die Onkelz haben, sind unsere Songs. Wir haben nicht diese breite Medienöffentlichkeit und wir können uns nicht in Interviews dazu äußern, sondern tun das eben in unseren Liedern. Steht uns auch besser. Aber zumindest auf der Düsseldorfer Seite hat man sich dann eben entschuldigt und weiß, was man da gemacht hat. Und wenn sich jemand bei mir und der Band entschuldigt, dann ist das für mich okay. Ich bin nicht nachtragend. Nachtragend zu sein, ist etwas für Schwächlinge. Das belastet einen am Ende nur selbst.

    Gonzo: Es ist nicht so, dass mich das belasten würde, aber ich vergesse nicht zu schnell. Ich habe ein gutes Gedächtnis. Und bei mir hat sich niemand entschuldigt.
    „Ich glaube, es ist vor allem unsere Authentizität, für die wir im Osten geschätzt und respektiert werden“

    Warum ist eine westdeutsche Band in Ostdeutschland so populär?

    Stephan: Ich glaube, es ist vor allem unsere Authentizität, für die wir im Osten geschätzt und respektiert werden. Soweit ich das von meinen Freunden aus Ostdeutschland mitbekommen habe, war die Zeit nach dem Mauerfall eine Umbruchphase, in der es ganz, ganz viele Leerräume gab, in der der ein oder andere wahrscheinlich auch nach Halt gesucht hat. Und manche Leute finden diesen Halt offenbar in unseren Texten.

    Gonzo: Ich kann mich erinnern, als wir nach Berlin gekommen sind, als es die DDR noch gab. Damals haben wir T-Shirts mitgebracht. Dann haben sich ganz viele Fans zehn von diesen T-Shirts übereinander angezogen, sind rübergefahren und haben die dann den Onkelz-Fans auf der anderen Seite der Mauer gegeben. Ich kenne viele solcher Geschichten, wo Leute ihre erste Kassette bekommen haben, die wurden dann kopiert, kopiert, kopiert und dann in Ostdeutschland verteilt. Wir waren also schon vor dem Mauerfall in der DDR bekannt.

    Grundsätzlich glaube ich, dass die geprügelte Band aus dem Westen und die geprügelten Leute aus dem Osten über die Jahre zueinandergefunden haben, weil wir alle gleichermaßen ehrlich sind. Wir lassen uns nicht belügen. Und wir sind nicht die neunmalkluge Wessi-Band wie die Toten Hosen oder die Ärzte, die den Leuten im Osten das Leben oder die vermeintlich richtige Art zu leben erklären oder sogar vorschreiben wollen. Wir haben unsere eigene Geschichte und stehen dazu, so wie die Menschen im Osten auch. Als die Wende kam, wurden sie erst arbeitslos gemacht und dann von oben herab und völlig grundlos als die dummen Ossis beschimpft. Und viele davon haben ihr Ding dann eben einfach durchgezogen und auf die ganzen Idioten geschissen. So wie wir auch. Das ist von daher vielleicht auch so ein Solidaritätsding, dass wir zueinander gefunden haben.

    Die Böhsen Onkelz bei ihrem Konzert in Berlin am 17. Dezember 2025.

    Die Böhsen Onkelz bei ihrem Konzert in Berlin am 17. Dezember 2025.CHRISTIAN THIELE

    Es gibt den Spruch: Nicht dem Osten fehlt die Demokratieerfahrung, dem Westen fehlt die Diktaturerfahrung. Was haltet ihr davon?

    Stephan: Ja, das stimmt. Und es läuft doch gerade wieder auf eine Diktatur hinaus, wenn man sich umsieht …

    Gonzo: Ist es teilweise doch schon, wenn du zum Beispiel die EU nimmst. Die sanktionieren jetzt den Schweizer Oberst Jacques Baud. Sie haben seine Bankkonten gesperrt, er hat Reiseverbote und so weiter. Nur, weil er seine Meinung gesagt hat! Die EU hat nicht das Recht, solche Sanktionen zu verhängen, aber sie macht es trotzdem. Das sind diktatorische Maßnahmen, die die sich in Brüssel rausnehmen. Die setzen sich über ihre eigenen Regeln hinweg. Und die Leute im Osten mit ihrer Diktaturerfahrung haben viel feinere Antennen für sowas als die Leute im Westen. Obwohl ich der Meinung bin, dass sich auch da langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass hier gerade einiges gewaltig schiefläuft.

    Stephan: Ja, ich mache mir tatsächlich auch Sorgen um die Meinungsfreiheit, da passieren Dinge, die ich sehr problematisch finde. Man hat das Gefühl, man bekommt eine Meinung vorgegeben, und wenn man die nicht übernimmt, dann gehört man nicht mehr dazu.

    Gonzo: Und da sind wir mit unseren Texten offenbar wieder ganz aktuell bei dem, was hier gerade passiert, was die Leute fühlen und wie es ihnen mit dem ganzen wirtschaftlichen Niedergang geht. Nimm „Gehasst, Verdammt, Vergöttert“, das wurde vor 30 Jahren geschrieben und ist aktueller denn je.

    Stephan: Oder auch Songs wie Exitus. Wir wundern uns immer wieder, wenn wir an unseren Setlisten arbeiten und dann merken: Hey, der Song passt ja genau in diese Zeit jetzt gerade.
    „Der Song ist eine schöne Retrospektive unseres Lebens“

    Wo wir gerade von Songs sprechen: Habt ihr einen Onkelz-Lieblingssong?

    Stephan: Uff, das ist eine schwere Frage. Ich bin ja so ein Freund der Melancholie, sage ich mal. Ich mag also die ganzen tiefgehenden Sachen, wenn ich sie mir privat anhören würde, lieber. Wenn ich jetzt aber Konzerte spiele, sind natürlich auch die einfachen Nummern gut, die, die einfach nach vorne gehen. Ich kann jedem Song irgendwas abgewinnen, dem einen mehr, dem anderen weniger, aber den einen Lieblingssong? Nein, den habe ich nicht.

    Es gibt Songs wie etwa „Auf gute Freunde“, die von den Fans auf Konzerten erwartet werden. Spielt ihr dieses Lied nur den Fans zuliebe? Und Hand aufs Herz: Nervt euch der Song vielleicht sogar?

    Gonzo: Nee, und zwar ganz ehrlich! Gut, wenn du für die Show probst, dann lässt du den Song schon immer wieder mal weg, weil du ihn ja schon 100.000-mal gespielt hast. Aber gerade live ist das Lied ja ein absoluter Brecher, das muss man ganz ehrlich sagen. Also es ist ein Höhepunkt des Konzerts. Ich meine, das ist der meistgespielte, meistgestreamte Song von uns, das ist sozusagen unser Hit.

    Stephan: Und das ist einer von den Hits, die auch angenehm zu spielen sind. Der ist textlich nach wie vor noch gut, und der ist eine schöne Retrospektive unseres Lebens. Wenn wir jetzt von „Mexico“ reden zum Beispiel, der ist für mich live eine Bank, den würde ich mir mittlerweile privat aber nicht mehr unbedingt anhören. Aber den zu spielen macht trotzdem so einen Spaß, dass auch dieses Lied nicht langweilig wird. Aber wie Gonzo schon sagt, beim Proben lassen wir den auch schon mal weg.

    Wovor hat ein Böhser Onkel Angst?

    Stephan: Aktuell habe ich keine Ängste mehr. Die größte Angst, die ich hatte, war die Angst vor dem Tod generell. Wahrscheinlich weil ich so lebensdurstig bin, wollte ich nicht, dass das zu Ende geht. Und in unserem Kulturkreis haben die Christen aus dem Tod ja auch etwas sehr Finsteres und Trauriges gemacht. Auch durch meine vielen Reisen in die ganze Welt und durch die vielen Erfahrungen, die ich sammeln konnte, habe ich mittlerweile ein anderes Bewusstsein entwickelt.

    Stephan Weidner von den Böhsen Onkelz.

    Stephan Weidner von den Böhsen Onkelz.CHRISTIAN THIELE

    Ich mache das jetzt an keiner Religion fest, aber ich glaube inzwischen, dass nichts wirklich vergeht und die atomare Welt auch immer die gleiche bleibt und sich einfach nur in einem ständigen Austausch befindet. Ich glaube auch, dass das Wissen von früheren Leben und aus früheren Generationen immer da ist. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Und mit diesem Bewusstsein verschwindet auch die Angst vor dem Tod. Ich sage jetzt nicht, dass ich nicht nochmal vor irgendwas Angst haben könnte. Was mir natürlich Sorge bereiten würde, wenn zum Beispiel meinem Kind irgendwas passieren würde, ganz klar. Aber was mich selbst betrifft, nein, da habe ich keine Angst mehr.

    Gonzo: Ich habe keine Angst. Vor nichts. Noch nie gehabt. Meine Frau macht sich da auch immer ein wenig Sorgen, weil ich nie vor irgendetwas Angst habe, aber gut, das ist halt einfach so. Man muss es nehmen, wie es kommt.

    Was bringt einen Onkel zum Lachen?

    Gonzo: Guter Humor, Sarkasmus und das Leben insgesamt, weil es wirklich oft zum Lachen ist.

    Stephan: Mich bringt vor allem Situationskomik zum Lachen. Und ich kann auch sehr gut über mich selbst lachen, so wie der Rest der Band auch. Und wenn man so lange zusammen ist wie wir, da hat man natürlich auch viele gemeinsame Erlebnisse und da gibt es ganz viele Dinge, über die man immer wieder lacht. Da reicht uns schon ein Stichwort. Ansonsten finde ich Gendern auch sehr lustig, „Kneipenterrorist:innen“ zum Beispiel … (beide Männer brechen in Gelächter aus). Also, man merkt, wir lachen viel und gerne.
    „Kevin ist in diesem Kampf derzeit der Sieger“

    Beim Geld hingegen hört der Spaß auf, sagt man. Wie schwierig ist es, wenn vier Freunde gemeinsam Millionen verdienen? Wie bekommt man es hin, dass hier kein Streit entsteht?

    Stephan: Es gibt keine Geld-Hierarchien bei uns. Es wird alles durch vier geteilt, und dementsprechend gibt es da auch keine Diskussion.

    So einfach ist das?

    Stephan: Ja, so einfach ist das.

    Euer Sänger Kevin hatte viele Jahre mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen. Wie stabil ist er mittlerweile? Hat er seinen Dämon im Griff?

    Stephan: Ich glaube, wenn du Alkoholiker bist oder drogenabhängig, ist ein grundsätzliches Suchtverhalten immer da. Das ist ein täglicher Kampf. Aber er beweist auf dieser Tour, dass er in diesem Kampf derzeit der Sieger ist. Er zeigt, was in ihm steckt. Und er beginnt, das alles hier richtig genießen zu können. Wir unterstützen ihn natürlich dabei. Und zugleich unterstützt er uns, denn nur mit einem funktionierenden Kevin funktionieren die Böhsen Onkelz.

    Kevin steht auf der Bühne in der Regel rechts von mir. Und jahrzehntelang war es so, dass ich immer nach rechts schauen musste, um zu gucken: Wo braucht er jetzt Unterstützung, wie weit geht es noch, hält er das heute durch? Und wenn ich jetzt auf der Bühne nach rechts gucke, ist es einfach nur eine große Freude, ihn zu sehen. Der Lebenswandel, den er hinter sich hat, der hinterlässt Spuren, das ist klar. Aber schau ihn dir an und du wirst sehen, dass er stabil ist.

    Ihr habt anders als viele andere Bands in 45 Jahren kein Bandmitglied ausgewechselt. Sollte einer von euch nicht mehr können oder nicht mehr wollen, wird dieser jemand dann ersetzt?

    Gonzo: Nee, das ist und war nie eine Option. Also ich sag’s ganz ehrlich: Sollte es eines Tages nicht mehr gehen, ob’s jetzt bei Kevin ist oder einem anderen von uns, dann gibt’s die Onkelz nicht mehr.
    „Ich will Rock‘n‘Roll!“

    Matthias „Gonzo“ Röhr.

    Matthias „Gonzo“ Röhr.CHRISTIAN THIELE

    Was denkt ihr denn, wie lange es die Onkelz noch gibt?

    Stephan: Wir haben ja mal felsenfest überzeugt gesagt, wir wollen keine Rock-Opas werden. Jetzt sind wir aber Rock-Opas, der erste von uns hat tatsächlich schon ein Enkelkind. Wie lange wir noch weitermachen, hängt von dem ab, was wir zu leisten imstande sind. Aber da gibt es keinen gesteckten Zeitpunkt. Wir müssen uns mittlerweile Jahr für Jahr selbst überprüfen. Und solange wir noch alles geben können, kann ich mir schon vorstellen, das noch ein paar Jahre zu machen.

    Geld habt ihr genug. Was ist eure Motivation, mit den Onkelz weiterzumachen?

    Gonzo: Die Motivation ist ganz einfach, also bei mir zumindest: Ich will spielen und ich will auftreten. Noch einfacher gesagt: Ich will Rock‘n‘Roll!

    Stephan: Für mich ist dieser Austausch zwischen den Menschen, zwischen Band und den Zuschauern total wichtig. Was da an Lebensgefühl entsteht, an Freiheitsgefühl, ohne diese ganzen gesellschaftlichen Dogmen einfach wirklich sagen zu können, was man will, tun zu können, was man will, und sich dabei in einer Gemeinschaft zu befinden, das ist einfach ein ganz besonderer Moment für mich. Und das zelebriere ich. Ich glaube tatsächlich, die Leute da draußen brauchen das auch. Und wir geben es ihnen gerne.

    Warum heißt ihr eigentlich Böhse Onkelz?

    Stephan: Wir sind als junge Kerle im Winter in einem ganz kleinen Kaff spazieren gegangen. Wir waren damals Punks, sahen auch so aus und haben nach einem Bandnamen für uns geforscht. Boilenpest und was weiß ich, was wir uns noch so alles für Namen für die Band ausgedacht haben. Da gab es so einen kleinen Hügel, da sind mehrere Kinder Schlitten gefahren. Und als die Kids uns gesehen haben, haben sie das Rodeln eingestellt, auf uns gezeigt und gesagt: „Guckt mal, die bösen Onkels!“

    #Allemagne #musique #rock

  • Ubuntu 26.04 to Include #amd #ROCm in Official Repos (Like CUDA)
    https://www.omgubuntu.co.uk/2025/12/ubuntu-26-04-amd-rocm-official-repositories

    Canonical is adding AMD’s ROCm to the #Ubuntu_26.04_LTS repos, making it faster for developers to install GPU-accelerated AI and HPC libraries for AMD Instinct and Radeon GPUs. The #News mirrors September’s NVIDIA CUDA announcement, when Canonical said it would package CUDA tools in the official Ubuntu repositories, negating multi-step installation hurdles for developers to get up and running with GPU-accelerated AI/ML tasks on Ubuntu. Now, AMD already provide ROCm for Ubuntu directly via its own website/repo. What this news means is packaging and maintenance duties shift over to Canonical, which has created a dedicated engineering team to shoulder the […] You’re reading Ubuntu 26.04 to Include AMD ROCm in Official Repos (Like CUDA), a blog post from OMG! Ubuntu. Do not reproduce elsewhere (...)

    #AI/ML

  • The Green Revolution is a warning, not a blueprint for feeding a hungry planet

    Feeding a growing world population has been a serious concern for decades, but today there are new causes for alarm. Floods, heat waves and other weather extremes are making agriculture increasingly precarious, especially in the Global South.

    The war in Ukraine is also a factor. Russia is blockading Ukrainian grain exports, and fertilizer prices have surged because of trade sanctions on Russia, the world’s leading fertilizer exporter.

    Amid these challenges, some organizations are renewing calls for a second Green Revolution, echoing the introduction in the 1960s and 1970s of supposedly high-yielding varieties of wheat and rice into developing countries, along with synthetic fertilizers and pesticides. Those efforts centered on India and other Asian countries; today, advocates focus on sub-Saharan Africa, where the original Green Revolution regime never took hold.

    But anyone concerned with food production should be careful what they wish for. In recent years, a wave of new analysis has spurred a critical rethinking of what Green Revolution-style farming really means for food supplies and self-sufficiency.

    As I explain in my book, “The Agricultural Dilemma: How Not to Feed the World,” the Green Revolution does hold lessons for food production today – but not the ones that are commonly heard. Events in India show why.
    A triumphal narrative

    There was a consensus in the 1960s among development officials and the public that an overpopulated Earth was heading toward catastrophe. Paul Ehrlich’s 1968 bestseller, “The Population Bomb,” famously predicted that nothing could stop “hundreds of millions” from starving in the 1970s.

    India was the global poster child for this looming Malthusian disaster: Its population was booming, drought was ravaging its countryside and its imports of American wheat were climbing to levels that alarmed government officials in India and the U.S.

    Then, in 1967, India began distributing new wheat varieties bred by Rockefeller Foundation plant biologist Norman Borlaug, along with high doses of chemical fertilizer. After famine failed to materialize, observers credited the new farming strategy with enabling India to feed itself.

    Borlaug received the 1970 Nobel Peace Prize and is still widely credited with “saving a billion lives.” Indian agricultural scientist M.S. Swaminathan, who worked with Borlaug to promote the Green Revolution, received the inaugural World Food Prize in 1987. Tributes to Swaminathan, who died on Sept. 28, 2023, at age 98, have reiterated the claim that his efforts brought India “self-sufficiency in food production” and independence from Western powers.

    Debunking the legend

    The standard legend of India’s Green Revolution centers on two propositions. First, India faced a food crisis, with farms mired in tradition and unable to feed an exploding population; and second, Borlaug’s wheat seeds led to record harvests from 1968 on, replacing import dependence with food self-sufficiency.

    Recent research shows that both claims are false.

    India was importing wheat in the 1960s because of policy decisions, not overpopulation. After the nation achieved independence in 1947, Prime Minister Jawaharlal Nehru prioritized developing heavy industry. U.S. advisers encouraged this strategy and offered to provide India with surplus grain, which India accepted as cheap food for urban workers.

    Meanwhile, the government urged Indian farmers to grow nonfood export crops to earn foreign currency. They switched millions of acres from rice to jute production, and by the mid-1960s India was exporting agricultural products.

    Borlaug’s miracle seeds were not inherently more productive than many Indian wheat varieties. Rather, they just responded more effectively to high doses of chemical fertilizer. But while India had abundant manure from its cows, it produced almost no chemical fertilizer. It had to start spending heavily to import and subsidize fertilizer.

    India did see a wheat boom after 1967, but there is evidence that this expensive new input-intensive approach was not the main cause. Rather, the Indian government established a new policy of paying higher prices for wheat. Unsurprisingly, Indian farmers planted more wheat and less of other crops.

    Once India’s 1965-67 drought ended and the Green Revolution began, wheat production sped up, while production trends in other crops like rice, maize and pulses slowed down. Net food grain production, which was much more crucial than wheat production alone, actually resumed at the same growth rate as before.

    But grain production became more erratic, forcing India to resume importing food by the mid-1970s. India also became dramatically more dependent on chemical fertilizer.

    According to data from Indian economic and agricultural organizations, on the eve of the Green Revolution in 1965, Indian farmers needed 17 pounds (8 kilograms) of fertilizer to grow an average ton of food. By 1980, it took 96 pounds (44 kilograms). So, India replaced imports of wheat, which were virtually free food aid, with imports of fossil fuel-based fertilizer, paid for with precious international currency.

    Today, India remains the world’s second-highest fertilizer importer, spending US$17.3 billion in 2022. Perversely, Green Revolution boosters call this extreme and expensive dependence “self-sufficiency.”
    The toll of ‘green’ pollution

    Recent research shows that the environmental costs of the Green Revolution are as severe as its economic impacts. One reason is that fertilizer use is astonishingly wasteful. Globally, only 17% of what is applied is taken up by plants and ultimately consumed as food. Most of the rest washes into waterways, where it creates algae blooms and dead zones that smother aquatic life. Producing and using fertilizer also generates copious greenhouse gases that contribute to climate change.

    In Punjab, India’s top Green Revolution state, heavy use of fertilizers and pesticides has contaminated water, soil and food and endangered human health.

    In my view, African countries where the Green Revolution has not made inroads should consider themselves lucky. Ethiopia offers a cautionary case. In recent years, the Ethiopian government has forced farmers to plant increasing amounts of fertilizer-intensive wheat, claiming this will achieve “self-sufficiency” and even allow it to export wheat worth $105 million this year. Some African officials hail this strategy as an example for the continent.

    But Ethiopia has no fertilizer factories, so it has to import it – at a cost of $1 billion just in the past year. Even so, many farmers face severe fertilizer shortages.

    The Green Revolution still has many boosters today, especially among biotech companies that are eager to draw parallels between genetically engineered crops and Borlaug’s seeds. I agree that it offers important lessons about how to move forward with food production, but actual data tells a distinctly different story from the standard narrative. In my view, there are many ways to pursue less input-intensive agriculture that will be more sustainable in a world with an increasingly erratic climate.

    https://theconversation.com/the-green-revolution-is-a-warning-not-a-blueprint-for-feeding-a-hun
    #Green_Revolution #agriculture #pesticide #fertilisants #Inde #histoire #blé #Norman_Borlaug #Rockefeller_Foundation #Swaminathan #récit #démographie #riz #exportation #jute #industrie_agro-alimentaire #fumier #vaches #environnement #algues #eau #pollution #Punjab #Ethiopie #semences

    • The Agricultural Dilemma. How Not to Feed the World

      The Agricultural Dilemma questions everything we think we know about the current state of agriculture and how to, or perhaps more importantly how not to, feed a world with a growing population.

      This book is about the three fundamental forms of agriculture: Malthusian (expansion), industrialization (external-input-dependent), and intensification (labor-based). The best way to understand the three agricultures, and how we tend to get it wrong, is to consider what drives their growth. The book provides a thoughtful, critical analysis that upends entrenched misconceptions such as that we are running out of land for food production and that our only hope is the development of new agricultural technologies. The book contains engaging and enlightening vignettes and short histories, with case studies drawn from across the globe to bring to life this important debate and dilemma. The book concludes by arguing there is a viable alternative to industrial agriculture which will allow us to meet the world’s needs and it ponders why such alternatives have been downplayed, obscured, or hidden from view.

      This important book is essential reading for all studying and researching food production and agriculture, and more broadly for all interested in ensuring we are able to feed our growing population.

      https://www.routledge.com/The-Agricultural-Dilemma-How-Not-to-Feed-the-World/Stone/p/book/9781032260457
      #livre

  • Ska : le rythme de l’indépendance.
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/21/Skatal_Authentic_Ska.jpg?20240913073150

    "Beaucoup de ces musiciens furent formés au sein de l’Alpha Boys School qui, depuis le XIXème siècle, servait de refuge aux orphelins et gamins des rues de Kingston. Dans cet établissement catholique à la discipline stricte, la sœur Marie Ignatius prend en charge la formation musicale. Elle transforme ainsi la fanfare militaire en un orchestre jouant du jazz et du blues. Parmi les anciens pensionnaires de l’école, on compte les trombonistes Don Drummond et Rico Rodriguez, le trompettiste Johnny Moore, les saxophonistes Tommy McCook, Cedric Brooks et Lester Sterling, les chanteurs Johnny Osbourne et Yellowman. Le répertoire interprété est éclectique, du classique aux marches militaires, de la musique anglaise, en passant pas le jazz (Roland Alphonso « Ska Ra Van », une reprise de Duke Ellington).

    Dans un premier temps, le ska ne bénéficie pas de passages radio, car il reste attaché à l’univers du ghetto et des mauvais garçons ; D’autant que la thématique rasta gagne du terrain sous l’influence de musiciens tels Don Drummond « Alipanga » ou Count Ossie, dont les percussions nyabinghi s’imposent sur de nombreux enregistrements. Dans ces conditions, le premier vecteur de diffusion du ska reste le sound system. Les rythmes acérés et abrasifs du genre tranchent avec la musique de danse mièvre jouée pour les touristes et diffusée par la radio nationale."

    https://lhistgeobox.blogspot.com/2025/11/ska-le-rythme-de-lindependance.html

  • #FondaMental - sans filtre ni analyse sur #France_Inter ? | Le Club
    Le mercredi 24 septembre 2025, la station France Inter axera sa programmation sur la #santé #mentale, lors d’une journée spéciale intitulée « Santé mentale : des solutions existent » se faisant relais des approches #techno-scientifiques promues par cette fondation, faisant l’apologie d’une véritable révolution qui se ferait sans l’#humain - qu’il soit #soigné ou #soignant.

    Les mécènes de la Fondation FondaMental : #Bouygues, #Capgemini, #Clinéa, #Klésia, #Doctissimo, #Institut #Montaigne, #Fondations #Dassaut, #Bettencourt, #Pinaut, et les laboratoires pharmaceutiques #AstraZeneca, #Jansen, #Lilly, #Roche, #Lundbeck, #Otsuka, #Sanofi, #Servier, …

    https://blogs.mediapart.fr/printemps-de-la-psychiatrie/blog/230925/fondamental-sans-filtre-ni-analyse-sur-france-inter

  • Chemical Warfare
    https://www.youtube.com/watch?v=tCOvtHy7Zns


    Willy deVille , dedicated to Johnny Thunders

    Down in the Bodega, out in the street
    Somebody wants a taste, everybody wants a piece

    ’Cause that’s chemical warfare

    You hear it on the radio, you see it on TV
    Another widow on the list, this you must believe
    ’Cause that’s chemical warfare

    Now, Mr. President, he told me this traffic he gonna stop
    Get rid of the indesirables by bringing in the cops

    ’Cause this is chemical warfare
    Chemical warfare, this is chemical warfare
    Chemical warfare, this is chemical warfare

    Everybody knows a Johnny who just passed away
    Big wheels count their dollars while the families count their prayers
    Hey hey, hey hey, hey hey

    Children with bright futures, smiles on their faces
    Sink to the floor, tied off tight like the knots in their shoelaces

    This is chemical warfare

    Now, the politicians tell you they gonna stamp out this disease
    Take out the trash, bring in the police

    ’Cause it’s chemical warfare, hey hey, chemical warfare
    Chemical warfare, chemical warfare
    Chemical warfare, hey you, lady

    (Chemical warfare, chemical warfare, ...)

    #musique #rock #drogues #capitalisme