• Strasbourg fait condamner l’État pour carence en matière d’#hébergement_d’urgence
    https://www.mediapart.fr/journal/france/100826/strasbourg-fait-condamner-l-etat-pour-carence-en-matiere-d-hebergement-d-u


    Des affaires éparpillées à côté d’une tente dans le camp de migrant·es de la place de l’Étoile à Strasbourg, le 6 décembre 2022. © Photo Charles Urban / REA

    C’est une première victoire judiciaire pour la ville de Strasbourg dans un dossier que la municipalité écologiste présentait comme un moyen de contraindre l’État à assumer ses obligations. Par deux décisions rendues le 28 juillet, le tribunal administratif de Strasbourg a condamné l’État à indemniser la ville à hauteur de 242 284,77 euros et le centre communal d’action sociale (CCAS) de 294 669,30 euros, soit un total de 536 954,07 euros, auxquels s’ajoutent les intérêts et 1 500 euros de frais de justice pour chaque dossier.

    En février 2024, Strasbourg, Lyon, Grenoble, Bordeaux et Rennes avaient saisi leurs tribunaux administratifs respectifs. Les cinq collectivités écologistes et socialistes reprochaient à l’État de ne pas assurer sa mission d’hébergement d’urgence, les contraignant à financer elles-mêmes des solutions pour les personnes #sans_abri.

    Le tribunal administratif, dans sa décision rendue le 28 juillet, rappelle un principe clair : l’hébergement d’urgence relève d’abord de la responsabilité de l’État. Les communes peuvent intervenir, mais uniquement de manière supplétive, lorsque l’État ne remplit plus sa mission. Elles n’ont en revanche pas vocation à supporter durablement les dépenses qui en découlent.
    Illustration 1

    Les juges estiment que Strasbourg a démontré une « carence avérée et prolongée » de l’État. Ils s’appuient notamment sur les relevés des personnes hébergées au gymnase Sud après l’évacuation du campement de la place de l’Étoile fin 2022, des « personnes sans abri en situation de détresse médicale, psychique ou sociale ». « Le seul fait que ces personnes aient été accueillies plus de trente jours […] démontre qu’elles n’ont pas obtenu de places d’hébergement dans les divers dispositifs gérés par l’État », écrivent-ils.

    Ils ajoutent que ces dispositifs sont « sous-dimensionnés par rapport aux besoins des personnes sans abri et en détresse dans le Bas-Rhin » et ce, « malgré les efforts budgétaires conséquents consentis par l’État ces dernières années dans la région ». La décision concernant le CCAS aboutit à la même conclusion et reconnaît elle aussi une « carence avérée et prolongée » de l’État.

  • Obdachlosigkeit: Eine Frau macht Berlins Unsichtbare seit Jahren wieder sichtbar
    https://www.berliner-zeitung.de/article/eine-frau-die-berlins-unsichtbare-seit-jahren-wieder-deutlich-sicht

    Rendre visibles les SDF de Berlin

    29.5.2026 von Paul Zinken - Die Zahlen sind sehr nüchtern. Über 53.000 wohnungslose Menschen lebten zum Stichtag 31.01.2025 in Berlin in einer Unterkunft. 6000 Menschen hatten 2024 keine.

    Berlin hat viele Geräusche. Die S-Bahn auf den Brücken. Die Sirenen in der Nacht. Das Klirren von Flaschen am Bahnhof. Und dann gibt es dieses andere Geräusch: Papier. Briefe vom Vermieter. Mahnungen. Räumungsklagen. Behördenpost. Für manche Menschen beginnt Wohnungslosigkeit nicht im Schlafsack, sondern mit einem Umschlag im Briefkasten.

    Susanne Gerull kommt nicht aus der akademischen Glasvitrine. Sie war Sozialarbeiterin, ist Wissenschaftlerin. „Manche Fragen lassen sich aber auch heute nicht mit beruflichem Alltagswissen beantworten“, ist sie überzeugt. Später wurde genau daraus ihre wissenschaftliche Spur: Mietschulden, Prävention, soziale Wohnhilfe, Wohnungslosigkeit. Armut, sagt sie sinngemäß, sei nicht nur ein Mangel an Geld, sondern eine politische Frage. Soziale Ungleichheit beruhe auch auf Strukturen, die „politisch gewollt“ seien.

    Immer mehr sind von Wohnungslosigkeit betroffen

    Deutschlandweit waren zum Stichtag 31. Januar 2025 rund 474.700 Menschen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht – acht Prozent mehr als im Vorjahr. 41 Prozent der gemeldeten untergebrachten Menschen waren jünger als 25 Jahre. Nicht enthalten sind dabei jene, die auf der Straße schlafen oder verdeckt wohnungslos sind, also etwa bei Bekannten unterkommen.

    Gerulls Arbeit beginnt genau an dieser statistischen Lücke. Wer ist sichtbar? Wer verschwindet? Wer wird gezählt – und wer bleibt draußen vor der Zahl?
    Eine schlechte Zahl kann politisch gefährlich werden

    Als Berlin seine obdachlosen Menschen zählen wollte, war Gerull wissenschaftlich beteiligt. Später, als eine weitere Zählung verschoben wurde, zeigte sie sich enttäuscht. Doch wegen zu weniger Freiwilliger habe sie selbst zur Verschiebung geraten. Eine berlinweite Zählung ergebe so „methodisch keinen Sinn mehr“.

    Das klingt trocken, aber es ist der Kern ihres Denkens: Nicht jede Zahl ist besser als keine Zahl. Eine schlechte Zahl kann politisch gefährlich sein, weil sie Genauigkeit vortäuscht. Eine Stadt, die ihre Ärmsten zählt, muss wissen, wie schnell sie sie wieder übersieht.

    Menschen dürfen nicht unsichtbar gemacht werden

    In einer wissenschaftlichen Einordnung zur „Nacht der Solidarität“ schrieb Gerull, verdeckte Wohnungslosigkeit lasse sich nicht einfach erfassen. Das dürfe aber nicht dazu führen, auf der Straße lebende Menschen „unsichtbar“ zu machen.

    Dieses Wort bleibt hängen: unsichtbar.

    Unsichtbar ist der Mann, der morgens um sechs seine Decke zusammenrollt, bevor die Stadt wach wird. Unsichtbar ist die Frau, die bei einem Bekannten schläft, weil sie Angst vor der Notunterkunft hat. Unsichtbar ist das Kind, das in einem Wohnheim groß wird und nach außen so tun soll, als sei alles normal.

    Geschichtlicher Querverweis

    Gerull hat Wohnungslosigkeit nie als Randthema behandelt. In einem Beitrag für die Bundeszentrale für politische Bildung schrieb sie, wohnungslose Menschen würden weiterhin „ausgegrenzt, stigmatisiert“ und teils in ihrer Existenz bedroht. Sie erinnert auch an die historische Gewaltgeschichte: Im Nationalsozialismus wurden als „asozial“ verfolgte Menschen kriminalisiert, deportiert, ermordet; die Stigmatisierung wohnungsloser Menschen hat tiefe historische Wurzeln.

    Der moderne Blick ist oft nur scheinbar milder. Mal gelten Wohnungslose als Opfer, mal als Störung. Mal friert die Stadt mit ihnen, mal will sie sie aus Parks, Bahnhöfen und Hauseingängen entfernen. Gerull beschreibt diesen Mechanismus hart: Aus einem sozialen Problem werde ein „ordnungs- und strafrechtliches Problem“.

    Dann kommt Housing First. Zuerst kommt die Wohnung

    Der Ansatz ist einfach und radikal zugleich: Erst die Wohnung. Dann die Hilfe. Nicht erst Abstinenz, Therapie, Wohlverhalten, Stufenplan. Nicht erst beweisen, dass man „wohnfähig“ ist. Sondern ein eigener Mietvertrag – und danach freiwillige, begleitende Unterstützung.

    Gerull evaluierte unter anderem das Berliner Modellprojekt „Housing First Berlin“. Das Ergebnis: Während der Modellprojektlaufzeit wurden 40 Menschen mit Wohnraum versorgt. 42 Mietverträge wurden unterschrieben. Die Wohnstabilität lag nach drei Jahren bei 97,3 Prozent. Der Bericht bewertet diese Quote als außerordentlich hoch, auch im internationalen Vergleich.
    „Ein Tropfen auf dem heißen Stein“

    Mittlerweile gibt es sechs Träger in der Stadt, die an mehreren Standorten solche Angebote anbieten. „Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, weiß auch die Expertin. „Aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“ Die Politik sei nun verstärkt gefordert.

    Die positiven Zahlen sind mehr als Statistik. Sie widersprechen einem alten Vorurteil: dass wohnungslose Menschen erst lange geformt, geprüft, diszipliniert werden müssten, bevor sie wohnen können. Housing First dreht die Logik um: Wer schlafen kann, kann Termine wahrnehmen. Wer eine Tür abschließen kann, kann Kraft sammeln. Wer eine Adresse hat, existiert wieder im System.

    Ein Umdenken ist erforderlich

    Ein langer Weg, der Geduld und Geld braucht. Und ein Umdenken in der Struktur der Verwaltung erfordert. „Wenn es um Wohnungslosigkeit und deren Bekämpfung geht, sind viele Behörden gefordert“, lautet das Fazit von Gerull. Aber anstatt die Kräfte zu bündeln, „macht jeder sein Ding“. So werde beim Thema Wohnungslosigkeit immer auf die Senatsverwaltung für Soziales verwiesen. „Doch Wohnungslosigkeit ist kein ausschließlich soziales Problem“, erklärt sie. Die anderen Ressorts wie Bauen, Gesundheit, Jugend und Familie müssten auch eingebunden werden. „Ohne bezahlbaren Wohnraum nutzt die beste sozialarbeiterische Unterstützung nichts.“

    Statistik
    178.000 Wohnungslose zum Jahresbeginn in Unterkünften

    Doch Berlin ist nicht nur Housing First. Berlin ist auch ASOG.

    ASOG-Unterkünfte sind ordnungsrechtliche Unterbringungen – eigentlich Notlösungen, gedacht gegen die unmittelbare Gefahr, obdachlos auf der Straße zu stehen. Gerull leitete 2023/2024 mit Studierenden eine Studie über die Lebenssituation wohnungsloser Menschen in Berliner ASOG-Unterkünften. Grundlage waren 23 Interviews; Teile des Forschungsprozesses wurden durch wohnungslose Menschen selbst wissenschaftlich begleitet. Ziel war unter anderem die Entwicklung sozialer Mindeststandards.

    Unbequeme Ergebnisse

    Die Ergebnisse sind unbequem. In einer zusammenfassenden Darstellung der Studie heißt es: Formal würden Mindeststandards oft eingehalten, menschenwürdiges Wohnen werde aber durch unzumutbare sanitäre Zustände, fehlende Privatsphäre und lange Aufenthaltsdauern erschwert. Ein Satz aus der Studie lautet: „Das Leiden unter diesen Wohnbedingungen steigt“ mit zunehmender Dauer.

    Darin liegt die ganze Berliner Härte: Die Stadt bringt Menschen unter – und lässt sie dann manchmal Jahre in einem Provisorium hängen. „Ein Unding“, sagt die Expertin. Ein Bett sei kein Zuhause. Ein Wohnheim keine Wohnung. Eine Notlösung keine Lebensperspektive.

    Studie fordert Änderungen

    Die ASOG-Studie fordert unter anderem Einzelzimmer als Regelfall für Alleinstehende, Internetzugang, verbindliche Besuchsregeln, Mitspracherechte, verpflichtende soziale Unterstützung, Schutzkonzepte für vulnerable Gruppen und regelmäßige unangemeldete Kontrollen.

    Die neue Lebenslagenuntersuchung, ebenfalls unter Gerulls Projektleitung, verschärft den Befund. Die Diakonie fasst eine zentrale Erkenntnis so zusammen: „Je unsicherer die Unterkunftssituation“, desto unsicherer fühlten sich die Menschen insgesamt. Die Studie unter rund 900 wohnungslosen Erwachsenen, die von diakonischen Einrichtungen in Deutschland unterstützt werden, zeigt: 21,4 Prozent befanden sich in einer äußerst prekären Wohn- oder Unterkunftssituation, 13 Prozent lebten ganz ohne Obdach auf der Straße.

    Dr. Jens Rannenberg vom Evangelischen Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe formuliert daraus eine politische Forderung: Das „Recht auf Wohnen“ müsse als staatliche Verpflichtung anerkannt werden.

    Zahlreiche offene Fragen

    Das ist die eigentliche Streitfrage: Ist Wohnen Fürsorge oder Recht? Ist Wohnungslosigkeit ein persönliches Drama oder ein politisches Versagen? Ist Hilfe ein Schlafplatz im Winter oder eine Wohnung mit Schlüssel, Beratung und Schutz?

    Gerull steht in dieser Debatte für eine nüchterne Empörung. Sie dramatisiert nicht billig. Sie zählt. Sie fragt. Sie evaluiert. Sie widerspricht. Denn hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der irgendwann einmal eine Tür hatte.

    Vielleicht ist das ihre wichtigste Botschaft: Man darf Menschen nicht erst dann sehen, wenn sie am sichtbarsten unten angekommen sind.

    Wohnungslosigkeit beginnt früher. Und genau dort müsste eine Stadt handeln: bei Mietschulden, Räumungsklagen, fehlender Beratung, fehlenden Wohnungen, schlechten Unterkünften, überforderten Ämtern, Armut, Scham und Stigma. „Wir brauchen einen Masterplan, Geld für die Wohnungssuche, einen geschützten Wohnungsmarkt, eine Anpassung der entsprechenden Gesetze, eine Änderung der Eigenbedarfskündigung“, lauten einige ihrer Forderungen.

    Susanne Gerull hat Berlin über Jahre einen Spiegel hingehalten. Darin sieht man keine abstrakte „Problemgruppe“. Man sieht Menschen ohne sichere Tür. Menschen, die oft nicht laut sind, sondern müde. Menschen, die nicht nur verwaltet werden wollen.

    Man sieht eine Stadt, die sich entscheiden muss, ob sie Armut zählt – oder bekämpft. Und dafür sucht Gerull auch künftig Mitstreiter.

    #Berlin #social #SDF #sans_abri #pauvreté #misère #misérables

  • Mehr Sauberkeit im ÖPNV : S-Bahn-Chef will härter gegen Obdachlose in Zügen vorgehen
    https://taz.de/Mehr-Sauberkeit-im-OePNV/!6180135

    Mehr Sauberkeit, weniger Obdachlose : S-Bahn-Chef Heiko Büttner will Münchener Zustände in Berlin   Foto : dpa | Annette Riedl

    Pendant qu’on boit son prosecco sur le #Kollwitzplatz les agent du S-Bahn font la chasse aux sans abris. Le nouveau patron du système vient de la profonde province bavaroise. C’est l’idéal exécutant de la #gentrification qui s’occupe du transport du prolétariat de Berlin-Est aux lieux d’exploitation á l’Ouest. Le mépris typiquement provincial pour les plus démunis fait partie des critères de sélection de son job .

    19.5.2026 - Ab Juni will die Berliner S-Bahn ihre Züge mit Reinigungsstreifen sauber halten. Der Kurs gegen „Störer“ und Obdachlose soll härter werden.

    Die Berliner S-Bahn will ihre Fahrzeuge ab Juni deutlich öfter reinigen. Sogenannte Unterwegsstreifen sollen künftig ab 5 Uhr morgens die Züge während der Fahrt reinigen oder weitere Reinigungsleistungen bestellen, wenn das nötig sei, sagte der neue S-Bahn-Chef Heiko Büttner. Die Reinigungskräfte sollen dabei von der DB Sicherheit begleitet werden. Störer unter den Fahrgästen und Obdachlose sollen öfter der Züge verwiesen werden. „Wenn Personen offensichtlich kein Beförderungsbedürfnis haben, werden wir sie des Zuges verweisen“, sagte Büttner im Tagesspiegel.

    Ziel sei es, während des Einsatzzeitraums rund zwei Drittel aller eingesetzten Züge während der Fahrt zusätzlich durch diese Teams zu kontrollieren und zu reinigen, hieß es von der S-Bahn. Das Programm koste in diesem Jahr mehr als 1 Million Euro. Die Reinigungsleistung solle so um 12 bis 13 Prozent erhöht werden. Weil noch Personal angeheuert werden müsse, werde die „volle Leistung“ voraussichtlich im August erreicht, sagte Büttner.

    Der neue S-Bahn-Chef betonte, dass Sicherheit und Sauberkeit in den Zügen auch bei anderen Bahnen in Deutschland derzeit wichtige Themen seien. „Der Respekt vor öffentlichen Einrichtungen und Anlagen ist ein gesellschaftliches Thema, der ist in den letzten Jahren spürbar gesunken“, sagte Büttner. Dabei gehe es nicht nur um Übergriffe etwa auf Bahnpersonal oder andere Fahrgäste, sondern auch um Personen im Gleis – ein regelmäßiger Auslöser von Zugverspätungen oder auch Ausfällen.

    Der Respekt vor öffentlichen Einrichtungen und Anlagen ist ein gesellschaftliches Thema, der ist in den letzten Jahren spürbar gesunken. Heiko Büttner, S-Bahn-Chef

    „Wir verfolgen das bundesweit und tauschen uns aus, etwa in regelmäßigen Arbeitsgruppen mit Bundes- und Landespolizei“, sagte Büttner. An dem gesellschaftlichen Problem könne man kurzfristig nichts ändern, daher konzentrierten sich diese Arbeitsgruppen darauf, die Prozesse zu verbessern, um Strecken schnell wieder freizubekommen. „Da geht es zum Beispiel um mehr Zäune an neuralgischen Stellen“, sagte der neue S-Bahn-Chef.

    Büttner hat den Vorsitz der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin am 1. April übernommen. Davor war er fast zehn Jahre lang Chef der Münchner S-Bahn.

    #Berlin #transport #sans_abris #S-Bahn

  • Municipales à Paris : les associations demandent aux candidats un plan pour les personnes sans domiciles à hauteur de 110 millions d’euros
    https://www.humanite.fr/societe/aide-au-logement/municipales-a-paris-les-associations-demandent-aux-candidats-un-plan-pour-l


    Plus de trente associations demandent aux candidats pour les municipales de 2026 à #Paris d’engager un plan de prise en charge des personnes sans domicile à hauteur d’1 % du budget de la ville, soit 110 millions d’euros.
    © Michel Christophe/ABACA

    Un pour cent. C’est la part du budget parisien qui, selon la trentaine d’associations réunies au sein du collectif Le Revers, suffirait à changer la vie des personnes sans abri et à « provoquer un choc de solidarité. »

    Le calcul, posé par Paul Alauzy, coordinateur de la mission exil de Médecins du monde Paris, s’appuie sur les données municipales : sur les 11,5 milliards d’euros dont disposait la Ville en 2025, 110 millions permettraient d’appliquer un plan de prise en charge qui « pourrait tout changer » pour les personnes à la rue.

    Et ce plan s’ancre dans un constat répété par tous les acteurs de terrain. Selon le coordinateur de Médecins du monde, « les personnes sans domicile sont toujours à l’angle mort », dans un contexte marqué par « une stigmatisation croissante des personnes à la marge » et par « une montée des conservatismes. »

    Dans l’aide alimentaire, le constat est le même. « Chaque jour, ce sont 35 000 repas qui sont distribués », rappelle Ninon Coz Elleouet, de La Chorba, association de l’aide alimentaire parisienne. Elle décrit « des besoins qui explosent », « des files qui s’allongent », et un recours annuel massif à l’aide de « 90 000 à 100 000 personnes ». Une situation qui, pour les bénévoles comme pour les salariés, devient difficilement tenable.

    #sans_abrisme #logement #aide_alimentaire

    • à Paris, une annonce propose un « espace de vie cosy et intimiste » de… 2 m2
      https://www.leparisien.fr/immobilier/ca-a-depasse-la-decence-a-paris-une-annonce-propose-un-espace-de-vie-cosy

      Paris (XIIe). Ce « bien d’exception » est présenté comme dégageant« un charme authentique et une atmosphère hors du commun ».

      Une annonce immobilière, que « le Parisien » a trouvée sur plusieurs plates-formes, propose depuis peu un débarras de 2 m 2 à vendre dans le quartier Nation-Picpus (XII e). Selon l’agence, il peut être transformé en un « espace de vie cosy et intimiste ». Son prix : 14 000 €, soit 7 000 € par mètre carré.
      L’agent immobilier ne recule devant rien : l’annonce est présentée comme une « maison » d’une pièce (!) avec « un potentiel incroyable pour une rénovation sur mesure » ainsi qu’une localisation « privilégiée » qui en fait « un bien rare ». « Cette propriété ancienne dégage un charme authentique et une atmosphère hors du commun […]. Vous pourrez laisser libre cours à votre créativité pour concevoir et agencer chaque recoin selon vos goûts et besoins », reprend l’annonce, qui évoque une « perle rare qui ne demande qu’à être révélée et sublimée ». « Imaginez-vous posséder un bien au cœur de la capitale, entouré de monuments emblématiques, de boutiques de luxe, de restaurants raffinés et d’espaces verts relaxants », invite encore l’annonce.

      À se demander si le professionnel a lui-même rédigé ces envolées ou si une intelligence artificielle l’y a aidé. Car les photos montrent un simple cagibi en longueur avec des rangements, un duvet, une fenêtre grillagée, des cintres. Au sol, un matelas de chaise de jardin…

      « La créativité immobilière a dépassé la décence ! »

      « Le prochain bien d’exception sera une prise électrique avec vue sur le trottoir. La créativité
      immobilière a dépassé la décence ! » s’étrangle Éric Constantin, directeur de l’agence Île-de-France de la Fondation pour le logement des défavorisés, sur X. « En matière de vente, il n’y a pas de superficie minimum, donc tout bien immobilier peut être vendu », rappelle Laurent Lamielle, juriste chez PAP. Cependant, vendre ce type d’espace « à titre de logement peut être illégal, parce que le règlement de copropriété ne le qualifie probablement pas de logement. » « En matière de location, poursuit le juriste, il y a un standard minimal de confort et d’habitabilité, ce qu’on appelle les règles de décence. » Il faut une pièce principale qui fasse au moins 9 m 2 habitables ou au moins 20 m 3 habitables ainsi qu’un accès à l’eau, à des toilettes et un mode de chauffage. Pour Laurent Lamielle, l’annonce est « grotesque » et « mal rédigée ». Le Code de la consommation évoque des sanctions pouvant aller jusqu’à trois ans de prison et 300 000 € d’amende pour ce type d’annonce.
      L’auteur de l’annonce plaide « un ton décalé »
      Contacté, l’agent immobilier plaide « un ton décalé ». Les qualificatifs — « charme authentique », « perle rare », « demeure d’exception » — seraient quant à eux « du 12 e degré pour rendre le fait de vendre un débarras un peu plus fun ». « Il y a même des gens qui m’ont complimenté, tente-t-il. »
      Une dérive révélatrice du mal-logement à Paris
      Les données les plus récentes publiées par Bourse des Crédits indiquent qu’ un locataire parisien débourse en moyenne 1.154 euros par mois pour 29,6 m², soit environ 40 euros le mètre carré. Un niveau jamais atteint, qui repousse chaque mois un peu plus les ménages modestes et même les classes moyennes vers la périphérie.
      Le phénomène n’est plus marginal : il touche tous les arrondissements et alimente la crise du mal-logement. Quand un débarras devient un produit immobilier, c’est que la logique du logement a cédé la place à celle du placement.

      #créativité_immobilière

  • « Pendant que les structures de soins aux exilés ferment, les budgets ­alloués au contrôle migratoire explosent »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2025/10/22/pendant-que-les-structures-de-soins-aux-exiles-ferment-les-budgets-alloues-a

    Dans un silence pesant, les financements publics affectés à l’accompagnement des personnes exilées, en particulier dans le domaine de la santé mentale, s’effondrent. Ces derniers mois, un nombre croissant d’associations, œuvrant depuis des décennies à la croisée du soin, du droit et de l’accueil, voient leurs budgets amputés, parfois de manière brutale, arbitraire et sans explication.

    Les crédits alloués par le ministère de l’intérieur sont arrêtés ou réduits. Dans d’autres cas, ce sont les subventions de collectivités locales qui disparaissent. Les premières victimes de cette politique de rétraction sont les plus vulnérables : femmes, hommes et enfants en exil, survivants de conflits, de violences, de tortures, qui peinent déjà à retrouver une vie digne. Ces coupes ne sont pas de simples ajustements budgétaires, mais la mise à mort méthodique d’un secteur essentiel de notre société, une attaque frontale contre les structures de soin et de solidarité, et une insulte à l’intelligence collective.

    Les chiffres sont connus : près de 70 % des personnes en exil ont vécu des violences le long de leur parcours – guerre, torture, violences sexuelles, enfermement –, selon le Comité pour la santé des exilés, entre autres ; et une personne sur cinq souffre de troubles psychiques sévères dont des psychotraumatismes et des dépressions, d’après une étude de l’Institut de recherche et documentation en économie de la santé. Faute de soins, ces pathologies s’aggravent et deviennent chroniques. Elles condamnent à l’isolement, entravent les parcours d’insertion et pèsent sur l’ensemble du tissu social.

    Dans ce contexte, saborder les structures spécialisées dans l’accueil et le soin psychique est un acte de violence et un non-sens médical, économique et social. Les associations concernées reposent en général sur des modèles mixtes, mêlant fonds publics, bénévolat et dons.

    Le désengagement de l’Etat provoque un effet domino : perte des équipes expérimentées, réduction de l’accueil, augmentation des délais de soins, puis fermeture. Ce sont des vies qu’on condamne. Ce ne sont pas des ajustements techniques : c’est un choix politique délibéré qui se traduit par la fragilisation des acteurs de terrain, l’invisibilisation des souffrances, le report sur des structures saturées ou l’abandon pur et simple.

    Mission de service public

    Pendant que les structures de soins ferment, les budgets alloués au contrôle migratoire explosent : plus de 150 millions d’euros par an seraient mobilisés pour l’évacuation des #campements, selon le rapport sur les campements et bidonvilles en France du Conseil de l’Europe en 2020 ; et des centaines de millions pour bloquer les #frontières. Depuis 1998, plus de 1 milliard d’euros ont été dépensés pour empêcher les exilés de traverser la Manche. A lui seul, ce budget pourrait financer plus de 500 centres de soins spécialisés. Soigner coûte moins cher qu’exclure. Et surtout, soigner sauve des vies.

    Nous ne faisons pas face à une crise passagère, mais à un tournant : celui où l’Etat choisit de sacrifier les structures associatives, pourtant indispensables à la santé publique, à la cohésion sociale et à l’hospitalité. Les associations ne sont pas des supplétifs. Elles sont des piliers créatifs pour proposer des soins essentiels.

    Le paradoxe est glaçant : la santé mentale a été érigée en « grande cause nationale » de l’année 2025, sans que celle-ci soit au cœur des enjeux financiers et politiques de l’Etat. Partout en France, les associations tiennent à bout de bras un tissu de soins, d’écoute, d’orientation, de médiation et de défense des droits. Elles remplissent une mission de service public. Elles innovent, forment, accompagnent, soignent et ce, malgré l’épuisement, le mépris institutionnel et les coupes. C’est aujourd’hui que se décide quel type de société nous voulons être : une société de soin ou une société de rejet.

    Parmi les signataires : Sabrina Aït-Aoudia, directrice exécutive de l’association Parcours d’exil ; Jean-François Corty, président de Médecins du monde ; Jean-Jacques Férigoule, président de l’association Osiris ; Monique Guyot-Berni, présidente de l’association La Cimade ; Hélène Leroy, directrice médicale du réseau Louis Guilloux ; Camille Niel, cheffe de la mission France de Médecins sans frontières ; Guillaume Rossignol, directeur de l’association Jesuit Refugee Service France ; Marie-Caroline Saglio-Yatzimirsky, présidente du Centre Primo Levi ; Nathalie Tehio, présidente de la Ligue des droits de l’homme ; Sylvestre Wozniak, directeur général de l’association Forum Réfugiés. Liste complète des signataires à retrouver ici. [https://primolevi.org/letat-sacrifie-les-structures-associatives-pourtant-indispensables-a-la-s

    #exilés #étrangers #crédits #subventions #soins #accueil #contrôle_migratoire

  • [Des nouvelles de l’occupation du parvis de l’Hôtel de ville de Paris]
    @Utopia_56
    https://x.com/Utopia_56/status/1954610740616188332

    Cette nuit, vers une heure du matin, deux hommes d’une vingtaine d’années ont uriné sur une femme #sans_abri et ses enfants, endormis à même le sol, place de l’Hôtel de Ville à #Paris.

    Les faits sont d’une extrême gravité.

    Lorsque l’un des bénévoles présents sur place s’est aperçu de la situation, les deux hommes ont pris la fuite. Deux policiers à proximité sont parvenus à interpeller l’un des agresseurs.

    L’agression semblait préméditée et les agresseurs en possession de toutes leurs capacités.

    L’enfant de six ans a reçu des gouttes d’urine sur le visage, et les couvertures de toute la famille étaient imbibées. La plus petite a 14 mois et leur mère est enceinte.

    Cette agression d’une violence inouïe s’est produite alors qu’environ 300 personnes sans abri, dont une dizaine de filles mineures isolées ainsi qu’une centaine d’enfants en bas âge, viennent de passer cinq jours et cinq nuits sur le parvis de l’Hôtel de Ville de Paris.

    Elles demandent simplement à faire respecter la loi, sortir de l’extrême précarité et à accéder à un #hébergement_d’urgence.

    Sur place, la situation humanitaire se dégrade de jour en jour.

    Sur les réseaux sociaux, des milliers de messages de haine à caractère raciste, émanant de sphères d’extrême droite, visent directement les personnes présentes sur place.

    Au vu des témoignages et de la tension ressentie sur le terrain, il apparaît évident qu’il existe un lien entre ce climat et les faits survenus cette nuit.

    Une main courante a été déposée et un signalement au procureur va être envoyé.

    Le policier en charge de la déposition n’a toutefois retrouvé aucun compte rendu de cette agression, ni trace de la personne interpellée.

    Alors que de nombreuses caméras couvrent les lieux, tous les éléments devraient être en possession des autorités pour identifier et poursuivre en justice les deux agresseurs.

    Face à l’urgence, l’État doit immédiatement assumer ses responsabilités et proposer une solution digne, cohérente et bienveillante à toutes ces personnes. Il en va de leur sécurité et de l’équilibre de notre société.

    Enfin, si l’État refuse d’agir, la Mairie de Paris a le devoir moral et humain d’apporter une réponse à cette situation.

    Ce soir sera la sixième nuit.

    #campement #police #extrême_droite #mineurs_isolés #enfants #étrangers #exilé.es

    • Au pied de la mairie de Paris, un campement éphémère cible de nombreuses attaques racistes
      https://www.mediapart.fr/journal/france/120825/au-pied-de-la-mairie-de-paris-un-campement-ephemere-cible-de-nombreuses-at

      La mise à l’abri de ces familles [sic] fait suite à six jours d’occupation du parvis, au cours desquels les familles ont été la cible de violences. Dans l’arrêté annonçant l’expulsion du camp, le préfet de police de Paris fait état de « violences volontaires [...] à l’encontre des habitants du campement », arguant que l’occupation « génère des risques sanitaires et sécuritaires importants ».

      En cause, l’agression d’une famille dans la nuit du samedi 9 au dimanche 10 août. Aux alentours d’une heure du matin, deux hommes d’une vingtaine d’années se seraient rendus près des bâches sous lesquelles les familles sont installées, et auraient uriné sur une femme enceinte et ses deux enfants qui dormaient.

      Les yeux plissés par le soleil cognant et le visage fatigué, Mariam, la mère, revit la scène en boucle. Elle est réveillée par sa voisine, qui l’alerte. Les deux hommes ont uriné sur sa plus petite fille, âgée de quatorze mois, sur les vêtements de sa deuxième fille de 6 ans, et sur les couvertures, avant de s’enfuir en courant.

      Pendant leur course, les deux suspects se séparent. L’un d’entre eux est poursuivi par un bénévole, Nikolaï Posner, puis par un policier de l’équipe de surveillance. Ce dernier finit par rattraper le jeune homme quelques centaines de mètres plus loin, aux alentours de Notre-Dame de Paris. À son retour, le policier remet le suspect à ses collègues qui le transféreront dans une voiture de police ensuite. Mais selon le témoignage de Nikolaï, le policier estime tout de même qu’il sera difficile de dégager un motif pour l’inculper.

      Une enquête finalement ouverte par le parquet
      Le bénévole affirme avoir fait une déposition auprès d’une policière de l’équipe sur place, qui aurait enregistré son témoignage et son identité sur son logiciel afin de « faciliter » les suites de l’affaire. Pourtant, au lendemain de l’évènement, lorsque Nikolaï souhaite déposer une main courante auprès du commissariat, aucune trace. L’officier qui réceptionne son témoignage ne trouve aucun signe ni d’une interpellation, ni d’un contrôle d’identité, ni d’une arrestation dans le système.

      Interrogée, la préfecture de police affirme ne pas avoir d’éléments sur le déroulement des faits à communiquer, et renvoie vers le parquet. Ce dernier, après avoir pris connaissance des faits, a décidé d’ouvrir une enquête le lundi 11 août pour des faits de violences en réunion.

      Depuis les faits, Mariam ne dort plus. « Je surveille mes enfants, j’ai peur que des personnes reviennent », avoue-t-elle. La nuit suivant l’agression, « elle a marché pendant des heures », se souvient Nikolaï Posner. Sa fille ne dort plus à ses côtés, par peur que la situation se reproduise.

      Aucun policier n’est venu recueillir la déposition de Mariam avant l’expulsion. Si les bénévoles tentent de la convaincre de l’intérêt de porter plainte contre le jeune homme, elle s’y refuse, estimant que « ça ne va aboutir à rien, parce que c’est un Français ».

      Un lieu plus exposé
      Pour la plupart des bénévoles et salarié·es d’Utopia 56, cette situation s’inscrit dans un contexte d’agressions verbales et physiques à caractère raciste. Le jour suivant, un homme a proféré des injures racistes aux familles sur place, les exhortant de « retourner en Afrique ». Le passant a été repoussé par les forces de l’ordre, mais pas pour autant interpellé.

      Lors de notre passage sur place la veille de l’expulsion, les remarques racistes de la part de passants sont très régulières. « Je n’ai pas tous mes vaccins », lâche ainsi un jeune homme. Quelques minutes plus tard, un homme s’approche pour désigner le campement du doigt et lance : « Moi, je vous vire tout ça à coups de matraque, et c’est réglé. »

      Des propos choquants et loin d’être isolés, selon les membres de l’association Utopia 56. Tous témoignent d’un climat plus hostile que sur d’autres occupations qu’ils ont déjà accompagnées. « En dix ans, c’est la première fois qu’on entend autant de propos racistes et de menaces », affirme Nikolaï Posner. Cette semaine, « un homme m’a même menacé physiquement », raconte Nathan Lequeux, salarié chez Utopia 56.

      Les équipes font le lien avec la localisation de l’occupation, un lieu passant et prisé par les touristes. Les trois dernières occupations situées devant les mairies des XIe, XIXe et XVIIIe arrondissements se sont passées sans accrocs. « Dans les autres mairies, on avait du soutien des habitants des quartiers et beaucoup de dons », se souvient Nathan Lequeux.

      sur l’évacuation policière que l’on nous présente comme destinée à les protéger des fafs
      https://seenthis.net/messages/1129889

      #Paris

  • NOTE de la Plate-forme logement pour touTEs : Cherté et crise du logement
    https://www.droitaulogement.org/2025/03/note-de-la-plate-forme-logement-pour-toutes-cherte-et-crise-du-loge

    [N]ote d’analyse économique, relative à la crise du logement, ses causes et ses effets, réalisée par Pierre Concialdi, économiste, avec la plate-forme logement pour touTEs.

    Sommaire
    1. Des logements de plus en plus chers
    2. Des prix tirés par la spéculation foncière
    3. L’immobilier de rapport : un patrimoine fortement concentré
    4. De plus en plus de logements vacants malgré une crise d’offre
    5. L’envolée des loyers et des profits associés
    6. Chute des aides au logement depuis 2017
    7. L’État, générateur et profiteur du logement cher
    8. Paupérisation des locataires et hausse des taux d’effort
    9. Un nombre record d’expulsions en 2022

    #logement #logement_social #propriété_privée #locataires #loyers #crise_du_logement #allocation_logement #expulsion #droit_au_logement #APL #fiscalité #sans_abris #mal_logés #DALO #prioritaires_DALO #cadeaux_fiscaux #gentrification #rente_foncière #spéculation

    • Crise du logement : les impayés de loyers augmentent, les expulsions explosent en 2024
      https://www.europe1.fr/societe/crise-du-logement-les-impayes-de-loyers-augmentent-les-expulsions-explosent-

      Signe de l’aggravation de la crise du logement en France, les commissaires de justice ont constaté en 2024 une explosion des expulsions de locataires, en hausse de 87% sur un an, et des procédures juridiques pour #impayés de loyers toujours plus nombreuses.

      L’année dernière, 24.000 procès-verbaux d’expulsion de ménages ont été délivrés, contre 12.825 en 2023, selon des chiffres présentés jeudi par la Chambre nationale des commissaires de justice.

      Régis Granier, vice-président de la Chambre nationale des commissaires de justice, explique cette hausse par "une purge des dossiers bloqués par le Covid". A laquelle s’ajoute une "problématique de pouvoir d’achat et de crise du logement", selon Benoît Santoire, président de la chambre.

      Expulsions en forte hausse, loyers et charges de copropriété impayés… la crise du logement s’est aggravée en 2024
      https://www.leparisien.fr/immobilier/expulsions-en-forte-hausse-loyers-et-charges-de-copropriete-impayes-la-cr

      19 023 expulsions en présence des forces de l’ordre en France en 2023, soit 17 % de plus que l’année précédente.

    • UN LOGEMENT DÉCENT, STABLE, ABORDABLE POUR TOUTES ET TOUS ! NON AUX EXPULSIONS ET AU LOGEMENT CHER !
      https://www.ldh-france.org/un-logement-decent-stable-abordable-pour-toutes-et-tous-non-aux-expulsio

      Jamais depuis 50 ans, il n’y a eu autant de locataires menacé-es d’expulsion à l’approche de la fin de la trêve hivernale, ni autant de demandes HLM (2,6 millions), de mal-logé-es (4,2 millions), ni autant de sans-abris (350 000 dont des femmes, des enfants, des retraité-es…). Beaucoup de résident·es de foyers de travailleurs ou résidences sociales sont expulsé-es pour hébergement d’un·e proche.

      Non seulement les APL ont baissé et les prix de l’énergie ont flambé, mais depuis fin 2023, les loyers augmentent plus vite que l’inflation et les revenus ! Ainsi les locataires HLM et beaucoup de locataires du privé subissent en 2025 plus de 3% de hausse de loyer, alors que l’inflation se rapproche des 1%… Comparé aux loyers de 2023, les locataires et les résident-es paieront en 2025 un 13e mois de loyer en plus !
      Les jugements d’expulsions et les expulsions forcées sont massifs. Depuis la #loi_Kasbarian-Bergé, les locataires refusant de « s’auto-expulser » peuvent même être condamné·es à une amende pénale et les occupant·es sans titre de logements vacants sont mis·es à la rue, sans jugement, même en hiver !

  • #Accueil des migrants : l’État condamné à verser près d’un million d’euros à une communauté d’agglomération basque

    L’État français a été condamné à rembourser la communauté d’agglomération Pays basque pour « #carence » dans l’accueil de migrants #sans_abri, assuré par cette collectivité alors qu’il incombe aux services de l’État, selon une décision rendue hier. Un « effet de contagion » de cette #jurisprudence est attendu.

    Dans son arrêt, la cour administrative d’appel de Bordeaux a rappelé les obligations de l’État en matière d’#hébergement_d'urgence de « toute personne sans abri et en détresse », à l’exception de certains cas comme les femmes enceintes et les mères isolées, prises en charge par les départements.

    Suivant l’avis du rapporteur public, la cour a constaté une carence « avérée et prolongée » de l’État en raison de « l’3insuffisance du dispositif d’hébergement d’urgence mis en place dans le département des Pyrénées-Atlantiques, lequel comptait moins de 300 places d’accueil en 2019 » malgré un afflux de 9 000 personnes migrantes sans abri au cours de l’été 2018.
    Jurisprudence

    « Les personnes migrantes, peu importe leur situation, sont des êtres humains et doivent être accueillies », a réagi auprès de l’AFP Me Pierre Cambot, avocat de l’agglomération.

    Cette décision « impose à l’État de respecter sa propre compétence, à savoir l’hébergement d’urgence », a-t-il ajouté, disant s’attendre à un « effet de contagion » de cette jurisprudence à d’autres territoires et collectivités confrontés au même problème. « On pourra se prévaloir de cet #arrêt pour obtenir gain de cause ailleurs », juge-t-il.

    Un collectif d’associations a d’ailleurs annoncé jeudi le dépôt devant le tribunal administratif de Paris de deux recours contre l’Etat pour « #carences » dans la lutte contre le #mal-logement, dont l’un concerne l’hébergement d’urgence.

    Pour accueillir ces populations très précaires transitant depuis l’Espagne, la communauté d’agglomération Pays basque (320 000 habitants), avait notamment créé un centre baptisé « Pausa », qu’elle finançait intégralement à hauteur de 900 000 euros annuels.

    Cette structure, située à Bayonne, a accueilli plusieurs dizaines de milliers de personnes depuis 2019, pendant une durée moyenne de trois jours.

    Pour la cour administrative d’appel, « la communauté d’agglomération Pays basque était fondée à prendre en charge, à titre supplétif, des prestations d’accueil des migrants sans abri transitant en nombre sur son territoire (...) et à demander à l’État le remboursement des sommes correspondantes ».

    L’arrêt condamne l’État à verser 836 740 euros à la communauté d’agglomération, plus les intérêts. En octobre 2022, le tribunal administratif de Pau avait rejeté en première instance la requête de cette collectivité locale.

    https://www.maire-info.com/accueil-des-migrants-l'%EF%BF%BDtat-condamne-%EF%BF%BD-verser-pres-d'un-
    #France #condamnation #migrations #asile #réfugiés #hébergement #Etat #justice

    ping @karine4

  • Les bains-douches disparaissent, un drame pour les sans-abri
    https://reporterre.net/Les-bains-douches-disparaissent-un-drame-pour-les-sans-abris

    Des expulsions, il y en a aussi à l’autre bout de la France. En 2021, toujours d’après l’Observatoire, la municipalité de Toulouse a orchestré l’expulsion de six campements et huit squats, précipitant plus d’un demi-millier de personnes — jusqu’alors raccordées à l’eau — dans une nouvelle précarité hydrique.

    « Une honte, déplore Jamal El Arch, élu de l’opposition. Pour inciter ces gens à ne pas revenir, les autorités payaient même des entreprises pour veiller à ce que personne ne vienne ouvrir de nouveau la vanne. » Dans ces bidonvilles, l’absence d’installation sanitaire formelle entraîne en outre des pratiques de défécation à l’air libre, multipliant les risques d’exposition aux maladies.

    D’autant que, dans la Ville rose, les personnes privées de commodités disposent d’un seul et unique bain-douche, dont l’accès fut payant jusqu’en 2021. « D’ici quelques décennies, Toulouse pourrait hériter du climat de Casablanca, poursuit l’élu, également sociologue. Or les personnes à la rue sont de plus en plus nombreuses. Pour elles, l’absence de bains-douches est dramatique. » En 2022, son groupe a réclamé le renforcement de l’offre d’hygiène publique en anticipation de l’avenir climatique de l’Occitanie. Un vœu rejeté par la majorité actuelle, guidée par l’ancien Républicain Jean-Luc Moudenc.

  • [La Voix de la Rue] Rayon de soleil de janvier
    https://www.radiopanik.org/emissions/la-voix-de-la-rue/rayon-de-soleil-de-janvier

    Pour cette émission de rentrée 2024, on est en petit comité avec la fidèle Sabine et du monde à distance ! On vous emmène avec nous dans des reportages au Hub Humanitaire du canal avec Sabine, à l’atelier vélo de Pro Vélo avec Johanne, Samira et Sandra. On vous téléporte en (faux) direct à l’atelier créatif d’Helena, et on accueille en studio Serena et Muriel pour parler de l’accès à la culture pour les plus précaires. Parce que oui madame ! avec Sabine on a eu deux special guests en studio. On vous berce les oreilles avec de chouettes musiques aussi, dont une des premières écoutes de Morticia, le dernier single de notre ancienne collègue Louise Barreau Encore un détail qui n’en est pas un, on ne le dira jamais assez, si vous avez du temps à offrir pour du #bénévolat, contactez DoucheFLUX (doucheflux.be (...)

    #bruxelles #précarité #radio_participative #douche_flux #sans_abris #sans_chez_soi #sanschezsoirisme #accès_à_la_culture #bruxelles,précarité,radio_participative,bénévolat,douche_flux,sans_abris,sans_chez_soi,sanschezsoirisme,accès_à_la_culture
    https://www.radiopanik.org/media/sounds/la-voix-de-la-rue/rayon-de-soleil-de-janvier_17169__1.mp3

  • [La Voix de la Rue] Intime Estime, une expo à découvrir au Brass
    https://www.radiopanik.org/emissions/la-voix-de-la-rue/intime-estime-une-expo-a-decouvrir-au-brass

    Une émission de rentrée tout en douceur, en poésie et en dynamisme (!) avec un peu de méditation (avec Sabine), du Sardou avec Eric, plein de questions de Nelly Sabine nous a proposé un moment mystique en tirant les cartes de l’émission ! On finit en beauté sur un karaoké de Zaz, du lourd !

    #bruxelles #précarité #intimité #douche_flux #sans_abris #sans_chez_soi #bruxelles,précarité,intimité,douche_flux,sans_abris,sans_chez_soi
    https://www.radiopanik.org/media/sounds/la-voix-de-la-rue/intime-estime-une-expo-a-decouvrir-au-brass_16493__1.mp3

  • San Franciscos Niedergang : Warum ich ausgerechnet hier an einen Witz aus DDR-Zeiten denken musste
    https://www.berliner-zeitung.de/open-source/san-francisco-innovativ-schoen-arm-li.388253

    L’auteur de ce récit de voyage constate une dégradation des conditions de vie en Californie comparable à la situation en #URSS autour de 1990.

    16.09.2023 von Rumen Milkow - Unser Autor hat sich San Francisco einmal genauer angesehen und festgestellt: Die lange Wartezeit bei der Passbehörde ist hier das kleinere Übel.

    Der bekannte Song „Are you going to San Francisco“ von John Phillips von The Mamas & The Papas aus den Sechzigern, bekannt in der Version von Scott McKenzie, besagt, dass man unbedingt Blumen im Haar haben sollte, wenn man nach San Francisco kommt, wo man einige „sanfte Menschen“ treffen würde.

    Wir hatten keine Blumen im Haar und die einzigen, die wir zu den frühen Stunden in den Straßen Downtown San Francisco antrafen, waren gebrochene Menschen, Drogenabhängige und Obdachlose, und das in großer Stückzahl. Überall roch es nach Urin, Kot und Erbrochenem.

    Die Bürgersteige ganzer Straßenzüge waren mit Zelten vollgestellt. Im letzten Jahr soll es sogar eine richtige Zeltstadt vor dem Rathaus gegeben haben, wie ich später erfuhr.
    Menschen leben in Zelten

    Dass ich ausgerechnet in San Francisco an einen Witz aus DDR-Zeiten denken würde, der mir sogleich im Hals stecken blieb, hätte ich mir nie träumen lassen. In dem Witz kommt Erich Honecker zurück von einem Staatsbesuch in der Mongolei, von dem er die Erkenntnis mitbringt, dass man außerhalb der Hauptstadt auch in Zelten wohnen kann. Der Witz war auf das DDR-Wohnungsbauprogramm gemünzt, das ins Stocken geraten war.

    Mit den Zelten waren die in der Mongolei bis heute üblichen Jurten gemeint. Die Straßen von San Francisco im Jahr 2023 sind nicht von Großfamilien mit Jurten bevölkert, sondern von Obdachlosen in Zelten. Viele haben auch nur einen Schlafsack.

    Meine Frau kommt aus Kalifornien, weswegen ich im Sommer zwei Monate dort war. Die Hauptstadt Kaliforniens, Sacramento, ist eine Stunde von Grass Valley entfernt, dem Heimatort meiner Frau. Grass Valley ist eine Kleinstadt im Nordosten Kaliforniens am Fuße der Sierra Nevada mit 13.000 Einwohnern.

    Braucht man einen Pass, so wie meine Frau, kann man ihn nicht in Grass Valley beantragen und auch nicht in Sacramento, sondern muss ins drei Stunden entfernte San Francisco fahren. Diese Praxis ist durchaus üblich in den USA. Manche müssen sogar in einen anderen Bundesstaat fahren, um an einen Reisepass zu gelangen.

    Die Wartezeit für einen neuen Pass betrug in San Francisco bereits vor Corona 9 bis 13 Wochen. Jetzt dürfte sie eher 13 Wochen plus X betragen. Nicht nur in Berlin hapert es mit der Personalausstattung der Behörden.

    Da meine Frau im Ausland lebt und wir wenige Tage später nach Berlin zurückfliegen wollten, bestand berechtigte Hoffnung, dass man dies als ausreichende Gründe akzeptieren würde, um in den Genuss eines Express-Services zu kommen. Ob man ihr auch wirklich innerhalb eines Tages einen neuen Pass ausstellen würde, das konnte ihr zuvor niemand bei der Passbehörde sagen. So machten wir uns auf den Weg nach San Francisco, um es herauszufinden.

    Diebstähle und Einbrüche an der Tagesordnung

    Zu früher Morgenstunde fanden wir zunächst ausschließlich Menschen, die in gewisser Weise „sanft“ waren, wie in dem bekannten Song beschrieben, allerdings eher im Sinne von abgestumpft und betäubt. Ein Grund dafür ist die Droge Fenthanyl, die nicht nur in San Francisco ein großes Problem ist, auch weil mit ihrer Beschaffung Diebstähle und Einbrüche verbunden sind.

    Viele Geschäfte in San Francisco stehen deswegen heute leer, oft sind die Eingänge und Scheiben mit Holzplatten verbarrikadiert. Schilder an Fensterscheiben von Autos weisen darauf hin, dass sich ein Einbruch nicht lohne, weil sich keine Wertsachen im Wageninneren befänden.

    Auch in den selbstfahrenden Autos, die immer mehr Menschen alleine, also ohne Fahrer, durch eine dystopische Kulisse befördern, dürfte kaum etwas zu holen sein, sieht man von den unzähligen Kameras auf dem Fahrzeugdach ab. Ich musste an Filme wie „Soylent Green“ und „Idiocracy“ denken. In beiden Filmen werden Straßen einer amerikanischen Großstadt von verwahrlosten Menschen bevölkert.

    Die Nähe zum Silicon Valley mit Hightech-Unternehmen wie Apple, Google und Facebook hat die Preise für Mietwohnungen und Häuser in der Stadt in den vergangenen Jahren explodieren lassen. Rund 35.000 Menschen gelten in San Francisco und der Bay-Area aktuell als obdachlos.

    Öffentliche Plätze fallen durch das Fehlen von Bänken auf, was Obdachlosen einen dauerhaften Aufenthalt erschweren soll. In nicht wenigen Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, denen in aller Regel die Glasscheiben fehlen, haben sie sich mit ihren Schlafsäcken niedergelassen.

    Die Wohnungskrise ist außer Kontrolle geraten, Familien mit einem Einkommen von 120.000 Dollar gelten offiziell als arm. Diese Ziffer hat das amerikanische Ministerium für Wohnungsbau festgelegt, sie ist die höchste im ganzen Land. Politiker und Hilfsvereine fordern deswegen nun sogar Bürger auf, Obdachlose bei sich aufzunehmen.

    Wirtschaftlich stärkster Bundesstaat

    Ein Problem, das auch in Berlin nicht ganz unbekannt ist, wenngleich nicht in diesem Ausmaß. Auch in der deutschen Hauptstadt gibt es hin und wieder Zelte von Obdachlosen. In aller Regel werden die Leute, die darin leben, von Ordnungsamt und Polizei rasch zum Abbau ihrer Unterkunft bewegt. Auch Berlin zieht viele Obdachlose aus dem Rest des Landes und aus dem Ausland an.

    Ähnliches gilt auch für San Francisco, wobei hier das milde kalifornische Klima hinzukommt. Ein weiterer Unterschied ist, dass San Francisco eine nicht unbedeutende Stadt im wirtschaftlich stärksten Bundesstaat der USA ist, der immerhin 14 Prozent zum Gesamtbruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten beiträgt und darüber hinaus, wäre er ein Nationalstaat, die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt darstellt, vor Großbritannien, Frankreich und Indien.

    Es war ein sonniger Tag Ende Juli, an dem wir kurz nach sieben Uhr morgens in San Francisco ankamen. Eine knappe Stunde später tauchten die ersten Menschen, die aller Wahrscheinlichkeit nach noch eine Wohnung hatten, auf den Straßen von Downtown San Francisco auf, die zuvor praktisch ausschließlich von Obdachlosen und Suchtkranken bevölkert waren.

    Es waren vor allem Mitarbeiter der Stadt, unter anderem der Passbehörde, zu der wir wollten, die sich auf dem Weg zur Arbeit einen Kaffee holten. In Downtown San Francisco gibt es heute nur noch wenige Cafés, und an ihren Eingängen patrouillieren in aller Regel Mitarbeiter der Firma „Urban Alchemy“, die darauf achten, dass keine Obdachlosen in das Café gelangen.

    Meine Frage, ob sie von der Stadt oder von einer Privatfirma bezahlt werden, konnten die Mitarbeiter nicht recht beantworten. Unklar ist auch, ob die Mitarbeiter von „Urban Alchemy“ wirklich für Ruhe und Ordnung sorgen, nicht nur in San Francisco, sondern auch in Los Angeles und Sausalito in Kalifornien und Austin in Texas. Denn es gibt Kritik an der „gemeinnützigen Organisation“, die sich vor allem aus ehemaligen Häftlingen rekrutiert und „non profit“ sein soll.

    Obwohl offiziell kein Sicherheitsdienst, zeigt eine Suche auf LinkedIn Mitarbeiter von „Urban Alchemy“, die sich selbst als solche bezeichnen. Es war kurz nach 9.30 Uhr, als meine Frau ihren Antrag auf einen neuen Pass bei der Behörde, bei der es einen regen Andrang gab, abgeben konnte. Um 15 Uhr am Nachmittag sollten wir wiederkommen.

    Auch in Berlin muss man auf seinen Pass warten, wenngleich nicht so lange wie in San Francisco. Dort sind es nur sechs bis acht Wochen. Und man braucht ebenfalls zwei Termine, die oft nicht ganz einfach zu ergattern sind. Einen Termin, um den Pass zu beantragen. Den anderen, um ihn abzuholen.

    Ob der Pass meiner Frau wirklich am Nachmittag fertig sein würde, konnte uns immer noch niemand garantieren. Dass man ihren Antrag entgegengenommen hatte, nahmen wir als gutes Omen. Da wir jetzt frei und nichts weiteres geplant hatten, gingen wir runter zur Market Street, der bekanntesten Straße in Downtown San Francisco, in der sich unter anderem die Twitter-Zentrale befindet.

    Das Technologie-Unternehmen Uber hat die Market Street bereits verlassen. Twitter könnte dem Vorbild bald folgen. Mit Ausnahme eines lichtdurchfluteten Großraumbüros von „Urban Alchemy“ stehen die Räumlichkeiten nahezu aller großen Geschäfte, Hotels, Banken und Fast-Food-Ketten heute leer und Nachmieter sind nur schwer zu finden.

    Eine Tourismus-Region

    Trotzdem treibt es weiterhin Touristen hierher, vor allem wegen der Endstation der historischen Cable Cars. Auch wenn gegen Mittag einige Besucher der Stadt auf der Market Street unterwegs sind, dominieren auch jetzt Obdachlose und Suchtkranke das Straßenbild. Bei ihrem Anblick stelle ich mir die Frage, was Touristen antreibt, sich durch von obdachlosen und suchtkranken Menschen bevölkerte Straßen kutschieren zu lassen? Eine Antwort will mir nicht einfallen.

    Meine Frau, die in den Neunzigern selbst einige Jahre in San Francisco gelebt hatte, verglich ihren aktuellen Eindruck mit dem Gefühl, das sie Anfang der Neunziger als 17-Jährige bei ihrer Reise in die Sowjetunion Gorbatschows hatte: ein gebrochenes Reich, das bald darauf unterging. Vielleicht so gebrochen wie viele Menschen in San Francisco heute?

    Auch ich war schon mehrfach hier gewesen. Das San Francisco von heute hat mit der Stadt, wie ich sie kenne, nichts mehr zu tun. Ob sie auch untergehen wird? Wer weiß.

    Pünktlich um 15 Uhr waren wir zurück in der Passbehörde. 16.30 Uhr, die Behörde schließt offiziell um 16 Uhr, hielt meine Frau ihren neuen Pass freudestrahlend in den Händen.

    Um der Rush Hour aus dem Weg zu gehen, fuhren wir nicht sogleich aus der Stadt, was um diese Uhrzeit viele tun, sondern „nur“ zur Golden Gate Bridge. Hier gab es ausschließlich Touristen, dazu einen fantastischen Blick auf die imposante Hängebrücke, dem vielleicht bekanntesten Wahrzeichen San Franciscos, die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz und rüber zur Stadt.

    Obdachlose und Drogenabhängige waren dort nicht auszumachen. Fast war es so wie in dem Song von John Phillips: „If you come to San Francisco – Summertime will be a love-in there“.

    #USA #impérialisme #sans_abris #San_Francisco #pauvreté

  • Long Before Daniel Penny Killed Jordan Neely, There Was Death Wish
    https://jacobin.com/2023/05/death-wish-movie-vigilante-violence-jordan-neely-daniel-penny

    C’est une analyse du film qui représente le pire dans l’esprit américain et une réflexion sur sa signification actuelle. Il n’y a plus de société pour nous protéger les uns des autresr alors on s’entretue en suivant nos instincts les plus sombres. La défense personnelle et le besoin d’argent ne sont que des prétextes pour l’expression de notre qualité essentielle : l’Homme est mauvais.

    [Ich bin] ein Teil von jener Kraft,
    Die stets das Böse will und stets das Gute schafft. ...
    Ich bin der Geist, der stets verneint!
    Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
    Ist wert, daß es zugrunde geht

    Dans ce monde sans pitié ni solidarité la politique ne peut être que fasciste ou libérale.

    27.5.2023 by Eileen Jones - The New York City subway killing of Jordan Neely by ex-Marine Daniel Penny has stirred up heated commentary across the political spectrum. One common denominator in the discourse has been a frequent tendency to reach for a comparison to the notorious 1974 film Death Wish, a neo-noir film starring Charles Bronson as an affluent New York City dweller whose family is attacked in a violent home invasion. In the aftermath, he becomes a vengeful vigilante prowling the streets at night hoping to attract muggers — so he can shoot them. The subway scene in which he shoots two would-be robbers who approach him threateningly, and is acclaimed by the public for it, achieved added notoriety when the scenario was eerily carried out in real life.

    In 1984, Bernhard Goetz shot four black teenagers on the subway whom he claimed tried to rob him. Goetz was dubbed “the Subway Vigilante” by the New York press and ultimately tried on multiple charges, including attempted murder. But he was convicted of only the most minor charge of carrying an unlicensed firearm.

    The shooting and trial ignited a volatile public debate between those claiming Goetz as an urban hero fighting the forces of darkness in an increasingly crime-ridden New York, and those appalled by how self-appointed vigilantes, especially when they’re white and attempting to execute people of color, are applauded by the public and let off lightly by the criminal justice system. It’s nauseating reading the accounts of the Goetz case, because there are such marked similarities to the Daniel Penny case — especially in the public commentary afterward.

    The New York Post op-ed by Rich Lowry, titled “Daniel Penny is NOT a Vigilante, But the Left Can’t Stop Pretending,” typifies much of such commentary. He begins with Death Wish:

    Pretty much everything you need to know about the Daniel Penny case you can learn from the “Death Wish” movies.

    Or so you might conclude if you took seriously the left’s analysis of the tragic incident in a New York City subway car this month that has led to Penny, a former Marine, getting charged with second-degree manslaughter.

    The upshot of this commentary is that conservatives favor “vigilantism” and support it, of course, because it’s a bulwark of white supremacy.

    “The Republican Embrace of Vigilantism Is No Accident,” according to New York Times columnist Jamelle Bouie.

    Lowry goes on to cite a series of op-eds and think pieces making supposedly left-wing accusations of right-wing tendencies to support vigilantism. He then argues that Penny can’t be a vigilante, relying on a dictionary definition of the word, as if he were a desperate undergraduate the night before a paper is due: “Merriam-Webster defines a vigilante as ‘a member of a volunteer committee organized to suppress and punish crime summarily (as when the processes of law are viewed as inadequate).’”

    Lowry promptly invalidates the point by conceding that there can be “loner vigilantes” too. But in his view, the term still applies only in a Death Wish scenario, when someone like the Charles Bronson character is deliberately stalking local malefactors, trying to get himself almost-mugged so he can shoot someone. Lowry then makes his main claim:

    By contrast, conservatives are, as a general matter, viewing Penny as a defender of himself and, most importantly, those around him — not an avenging angel administering the justice that Manhattan District Attorney Alvin Bragg refuses to.

    Indications are that Penny (and his fellow passengers) sincerely believed Jordan Neely, suffering from untreated mental illness, was a threat to people on the train.

    There’s still much we need to know about the particulars of the case, but the impulse to protect others is deeply admirable and rare.

    Anyone who’s watched Westerns or action films could tell Lowry about vigilantism, which involves a self-appointed guardian or guardians of the public welfare acting like judge, jury, and executioner in meting out sloppy individual notions of justice — generally very rough, often fatal types of “frontier justice” — without due process under the law as defined by the Fourteenth Amendment.

    In short, little Richie Lowry really needs to put some more thought into defining his terms and rebutting implied counterarguments when writing essays. Grade: D-.

    All of which makes it interesting to go back and watch Death Wish, which remains so disturbingly pertinent. If you’ve seen it, you may not remember it as well as you think you do, as the cultural memory of the film is skewed by its notorious context. It touched a cultural nerve and was embraced by the kind of angry “silent majority” that’s never actually silent in the United States, and its popularity led to four hit sequels.
    A poster for Michael Winner’s 1974 vigilante thriller Death Wish, starring Charles Bronson. (Silver Screen Collection / Getty Images)

    The first Death Wish is an odd film, one of a number of films that reflected the United States’ rough political transition from a period of gains on the political left starting in the post-WWII era, culminating in the radical demands for change and countercultural turmoil of the 1960s and early 1970s, through the political malaise and stagnation of the mid-to-late 1970s, to the right-wing Reagan Revolution of the 1980s. In certain scenes, Death Wish actually signals a surprising awareness of how readily smug left-liberalism, entrenched in its societal gains and cultural mores but cut off from any socialist principles or serious critique of the political status quo, swings rightward under pressure toward fascism, expressed as violent, generally racist fantasies of “cleansing” a corrupt population by force.

    There’s good reason not to remember the film’s more compelling ambiguities, since its other lurid elements — such as manifest hatred of the poor and racist dog whistles — draw all the attention.

    It’s the story of how mild-mannered architect Paul Kersey (Charles Bronson) goes from being a “bleeding-heart liberal” to a crazy-eyed vigilante after his family is brutalized by thugs. His wife Joanna (Hope Lange) dies as a result of the attack, and his daughter Carol (Kathleen Tolan) is gang-raped and so traumatized she has to be institutionalized. Soon afterward, Kersey is using the nighttime urban scene in New York City as a hunting ground, tracking malefactors, mainly unwary muggers, whom he shoots to kill.

    Several of the would-be robbers Kersey shoots are black. But regardless of race, they all approach him in states of excessive, sneering villainy and unambiguous threat, generally pulling out knives and waving them in his face. There’s no indication, through editing or cinematography, that this is the subjective vision of Kersey, deranged by the horror of his family’s experience. It’s clear that these are essentially bad people acting out of evil impulses because they enjoy it, not because they might desperately need the money they always demand with demeaning curses.

    The three men who commit the home invasion are white (startlingly, one of them is portrayed by the very young and still unknown Jeff Goldblum), but they’re the most cartoonishly villainous of all, exuding a kind of giggling depravity and love of violent chaos that ignites the protagonist’s determination that such people be put down like rabid dogs for the good of society.

    Which is the attitude expressed earlier by Kersey’s business partner (William Redfield), a fat cat in a business suit who makes a Taxi Driver–style argument that approximates the wish for a cleansing rain — or perhaps a hail of bullets — to wash all the scum off the streets. New York City is being made unpleasant for the rich and respectable, because they share the streets with the increasingly poor and desperate, which means the poor and desperate must be erased: “I say, stick them in concentration camps.”

    This is unusually bold, forthright fascism. Usually, in real-life public commentary, such statements vaguely indicate that people like Jordan Neely, who are homeless and mentally ill and shout about their misery and appear threatening to people, need to be removed from public life somehow. How often have we heard this line of talk in real life? Tech employees in the Bay Area, for example, made the news regularly for a while, demanding that the homeless be “somehow” removed from their sight while they commuted to and from work at Apple or Google or Yahoo.

    In response to his colleague’s insane rant, Kersey makes a vague, rote, half-hearted mention of his sympathy for the “underprivileged.” We’re clearly supposed to recognize the troubling weakness of his response. The early scenes of the film all indicate that Kersey, happy and successful as he is, is straining at the confinement of “civilization” and wants to break out in some way. We first meet him on vacation in Hawaii with his wife. When he proposes sex on the deserted beach instead of waiting to go back to the hotel room, she objects mildly: “We’re too civilized.”
    Paul Kersey (Charles Bronson) turning around to attack a mugger in Death Wish. (High-Def Digest / YouTube)

    “We’re too civilized” is meant to resonate thematically throughout the film as a critique of American society, referring to the idea that the solid bourgeoisie allows itself to be terrorized by the raging criminal underclass out of brainwashed liberal guilt. But is it just Kersey’s fast conversion to this idea that we’re watching, or the film’s overarching argument?

    There’s plausible deniability built into the film at certain points — the final image, especially, which shows Kersey arriving at Chicago’s O’Hare Airport, having left behind “that toilet,” which is how his Arizonan colleague describes New York. He watches a couple of teenage boys harassing a girl and points his finger in the shape of a gun, making the “pow, pow” sign at their backs as they run off. The film freezes on that image, capturing the insane look in Kersey’s eyes and showing that he’s going to continue his lone vigilante killing spree.

    Brian Garfield, the author of the original 1972 novel Death Wish, hated the adaptation:

    The point of the novel Death Wish is that vigilantism is an attractive fantasy but it only makes things worse in reality. By the end of the novel, the character (Paul) is gunning down unarmed teenagers because he doesn’t like their looks. The story is about an ordinary guy who descends into madness.

    According to Garfield, the admired actor Jack Lemmon was initially slated to play the lead role, with Sidney Lumet directing rather than Michael Winner, which gives some idea of how differently the adaptation might have turned out. Once Charles Bronson was set to star, the shift from thoughtful drama toward brutal neo-noir action film was set.

    Garfield so disapproved of the eventual film, he did “penance” by writing a 1975 sequel underscoring his own critique of vigilantism called Death Sentence. Meanwhile, the four increasingly violent and successful sequels to Death Wish, all vehicles for Bronson, rocked on.

    Making Kersey look like a menace to society at the end of the film is interesting, especially in terms of the ignoble way he’s shooting at retreating backs, something we’ve seen him do several times when using a real gun to finish off wounded robbers running away. It’s something no classic Western hero would ever do, because “honor” supposedly defined all his actions. The film contains a thoroughly developed Western theme, evoking a genre known for celebrating vigilantism and “frontier justice.”

    On a business trip to Tucson, Arizona, Kersey is brought to a fake-Western town, maintained for tourists and occasional Hollywood filmmaking, and gets strangely caught up in watching the actor playing the heroic sheriff gun down bank robbers who are shooting up the town. His colleague and host during the business trip is a gun enthusiast who celebrates how freely people like them move around in the world, carrying guns that supposedly guarantee their safety from outlaws and evildoers. And it’s revealed that Kersey was raised with guns, attaining almost sharpshooter abilities growing up, before his father was killed in a hunting accident and his mother banned all guns from the house. Kersey also mentions that he was a conscientious objector in the Korean War and served as a medic. His colleague’s response: “You’re probably one of them knee-jerk liberals, thinks us gun boys shoot our guns because it’s an extension of our penises.”

    Returning to the world of guns seems to revive his father’s frontier-style legacy, which had been interrupted by his mother’s presumably weak, “too civilized” fears. It also places Kersey back within Hollywood Western mythologizing, where it seems he longs to be.

    This mythologizing was accepted by many Americans as close enough to the nation’s actual history, which Hollywood studios encouraged. The harsh revisionist Westerns of the 1960s and early ’70s, aiming at greater authenticity about the inglorious vigilante violence, robber baron capitalism, cynical land grabs, racism, misogyny, and drug use that were widespread in the actual Old West, came as a rude shock to fans and all but killed off the genre.

    That Kersey develops an idea of himself as the Western hero is clear when he challenges the last mugger he encounters, who’s succeeded in wounding him, to “draw,” as if he were starring in Shane. It’s another of the film’s ambiguous scenes emphasizing Kersey’s mental collapse, and in this case also satirizing his inability to live up to his own heroic image of himself, especially when he faints from loss of blood.

    In the end, Kersey the anonymous vigilante has gotten so popular with the public, the police don’t dare arrest him, though they know he’s the killer. They’re trying to avoid making public Kersey’s success in reducing the number of street crimes, which might unleash an epidemic of vigilantism. Kersey’s given the option to avoid arrest by relocating, and he’s told by the police officer heading up the case to get out of town. Kersey echoes a phrase used by lawmen in Westerns, asking, “You mean get out before sundown?”

    The persistence of the inflammatory discourse around vigilante violence in the United States, whether it revolves around actual events in the world or fictionalized representations, indicates strongly that many Americans, like the Paul Kersey character, are still enamored of the vigilante justice celebrated in old Westerns. The belief is widespread that we live in an ever-degenerating society, a “jungle,” beset by vicious “animals” and mobs of rampaging savages that can only be quelled by a lone “hero” ever prepared to shoot and claim self-defense and defense of others, no matter what the actual circumstances. Outraged and outrageous commentary cheering on Paul Kersey and Bernhard Goetz and Daniel Penny all blurs together, making it terrifying to contemplate who’s going to be the next Jordan Neely, whose publicly distraught state should have brought him offers of help but got him murdered instead.

    Jordan Neely, street artist who died from chokehold on a New York City subway, mourned at funeral in Harlem
    https://edition.cnn.com/2023/05/19/us/jordan-neely-funeral-harlem/index.html

    19.5.2023 by Zenebou Sylla - Jordan Neely, the homeless street artist who was the victim of a fatal chokehold on a New York City subway, was remembered at his funeral Friday as a “well known and loved” performer.

    Neely, 30, known for his Michael Jackson impersonations, was restrained in a chokehold May 1 on a Manhattan subway by another rider, Daniel Penny, after Neely began shouting that he was hungry, thirsty and had little to live for. Penny, a 24-year-old US Marine veteran, surrendered to police last Friday to face a second-degree manslaughter charge.

    “He performed in front of thousands of people in the streets of New York City, and on the subways where he was well known and loved,” Neely’s great aunt Mildred Mahazu said at his funeral service at the Mount Neboh Baptist Church in Harlem.

    “One of Jordan’s biggest passions was to dance and entertain. He was greatly influenced by pop star Michael Jackson, who he started idolizing from the age of seven. Over time, he began to perfect MJ’s dance moves by the time he turned 18,” Mahazu said.

    Neely’s death ignited protests and calls for Penny’s arrest while refocusing attention on struggles with homelessness and mental illness across America.

    Penny was released on a bail package last week, which included a $100,000 cash insurance company bond. He has not been indicted and has not yet been required to enter a plea.

    Neely had experienced mental health issues since 2007, when he was 14 and his mother was murdered, said Neely family attorney, Donte Mills. He had been traumatized after his mother’s brutal killing was followed by the discovery of her body in a suitcase, his friend Moses Harper told CNN.

    After Neely lost his mother, with whom he shared “an unbreakable bond,” he moved in with his father, Mahazu said, adding that in high school he was a star basketball and soccer player.
    Andre Zachary, Jordan Neely’s father, follows the coffin of his son after the funeral service Friday.
    The Rev. Al Sharpton delivers eulogy

    The Rev. Al Sharpton, who delivered a eulogy at Neely’s funeral, said the street artist “wasn’t trying to be something negative,” but wanted to “be like Michael” and “made the world smile and get on one beat.”

    Sharpton did not directly address Penny on Friday but said the city should hold him accountable.

    “You didn’t have the right to snatch the life out of this young man,” Sharpton said.

    Sharpton promised that in Neely’s name he would work to change the circumstances of those experiencing homelessness and those battling with mental health issues by providing city services.

    Before his death, Neely had been on a NYC Department of Homeless Services list of the city’s homeless with acute needs – sometimes referred to internally as the “Top 50” list – because individuals on the list tend to disappear, a source told CNN.

    “In the name of Jordan, we’re going to turn this city around to serve the homeless,” said Sharpton.

    “We can’t live in a city where you can choke me to death with no provocation, no weapon, no threat, and you go home and sleep in your bed while my family got to put me in a cemetery. It must be equal justice under the law.”

    Penny’s attorneys said in a statement last week that Neely had been “aggressively threatening” passengers and Penny and others had “acted to protect themselves.”

    “Daniel never intended to harm Mr. Neely,” they said.

    Penny’s attorneys said they are confident he will be “fully absolved of any wrongdoing.”

    Neely’s death was ruled a homicide, though the designation doesn’t mean there was intent or culpability, a spokesperson for the New York City Office of the Chief Medical Examiner said earlier this week, noting at the time it was a matter for the criminal justice system to determine.

    CNN’s Emma Tucker contributed to this report.

    ‘It’s a failure of the system’ : before Jordan Neely was killed, he was discarded
    https://www.theguardian.com/us-news/2023/may/12/jordan-neely-new-york-social-services-support-mental-health

    #USA #New_York #sans_abris

  • Rodéo sur la pelouse, vol de champagne… Les invraisemblables virées nocturnes d’un homme au stade Bollaert - La Voix du Nord
    https://www.lavoixdunord.fr/1269362/article/2022-12-20/rodeo-sur-la-pelouse-vol-de-champagne-les-invraisemblables-virees-noctu

    Le 2 décembre, peu après minuit, une ombre surgit au pied de la tribune Delacourt. Le stade est désert : on est en pleine Coupe du Monde, les championnats sont à l’arrêt, et les supporters artésiens, comme les autres, sont privés (un temps) de leur club fétiche…

    Le PC souillé [Roussel indemne]

    L’ombre escalade un grillage et atterrit dans l’enceinte. C’est le début d’une improbable virée pour un intrus qui ne recule devant rien. L’homme visite d’abord les loges VIP, embarque plusieurs bouteilles de champagne, ressort, grimpe dans une voiturette électrique stationnée non loin du terrain et… débarque sur la pelouse.

    Là, il enchaîne les dérapages façon rodéo. Le tout est filmé par les caméras. Une heure après son arrivée, l’homme quitte les lieux sans être inquiété, toujours à bord de la voiturette, non sans avoir déféqué dans le soyeux PC sécurité de Bollaert, là où se retrouvent les autorités (police, préfet...) les soirs de match. Rien que ça !

  • Coronavirus in San Francisco : How City Flattened the Curve - The Atlantic
    https://www.theatlantic.com/politics/archive/2020/04/coronavirus-san-francisco-london-breed/609808

    London breed wasn’t going to wait around for COVID-19.

    San Francisco had yet to confirm a single case of the coronavirus when Breed, the city’s 45-year-old first-term mayor, declared a state of emergency in late February.

    (...)

    Breed ordered businesses closed and issued a citywide shelter-in-place policy effective on March 17, at a point when San Francisco had fewer than 50 confirmed coronavirus cases.

    (...) The economic hardship a shutdown would cause was not lost on Breed. She was raised in a public-housing project by her grandmother, from whom, Harris said, Breed inherited a practical streak. Breed’s sister died of a drug overdose, while her brother is currently incarcerated on a 44-year sentence for manslaughter. “Her grandmother was a tough lady,” recalled Harris, who has known Breed for years. “She was practical, practical to her core.”

    “Hindsight these days is not years later; it’s weeks later,” the senator said. “So hindsight tells us London Breed was really smart. She did the right thing at the right time, even though it’s not what people wanted to hear.”

    (...) “This virus has been ahead of us from day one,” Cuomo lamented on Thursday, as he announced that, once again, New York had seen a daily record—799—in coronavirus deaths. That may be true for Cuomo and de Blasio, who dragged their feet, not to mention Donald Trump. But it is not true for Breed.

    (...) Public-health officials in san francisco began monitoring the coronavirus outbreak around the holidays in *December*, Mary Ellen Carroll, who runs the city’s Department of Emergency Management, told me. *By late January, Breed had activated San Francisco’s emergency-operations center* in preparation for an outbreak—the first such move in any major city in the country. (...) Everyone, including Breed, wears a mask when they meet, Carroll said.

    #in_retrospect #San_Francisco

    Politiquement pas très à gauche au sein du parti démocrate :

    Breed, a Democrat aligned with the party’s establishment wing, won the mayoralty in a close special election a few months later, defeating two more progressive candidates with the help of tabulations from San Francisco’s system of ranked-choice voting. She won election to a full term in 2019, but spent much of the year battling progressives on the city’s pervasive homelessness problem and in local elections where candidates she endorsed were defeated.

  • La « #catastrophe » du #confinement pour les mal-logés
    https://reporterre.net/La-catastrophe-du-confinement-pour-les-mal-loges
    https://reporterre.net/local/cache-gd2/75/f0c12e19e80d9d08c3b601b59ff34e.jpg?1585155104

    Logements surpeuplés ou insalubres, familles fragiles et dépendantes des associations et services sociaux désormais fermés... Le confinement démultiplie les difficultés pour les mal-logés. Les associations tentent de s’organiser.

    #mal-logement #inégalités #habitat #insalubrité #santé #pandémie

    « On n’a nulle part où aller » : face au #coronavirus, les #SDF galèrent
    https://reporterre.net/On-n-a-nulle-part-ou-aller-face-au-coronavirus-les-SDF-galerent
    https://reporterre.net/local/cache-gd2/b5/02a811f7f9701cd7196b1c560eb2fe.jpg?1585038353

    « Que va-t-il se passer pour nous, les gens de la rue ? » À Strasbourg, les personnes sans-abri s’inquiètent : la plupart des centres d’accueil de jour sont fermés et certaines maraudes n’ont pas pu être assurées. Si certaines associations continuent leurs actions solidaires, entre 3.000 et 4.000 personnes seraient en situation d’urgence.

    #maraudes_sociales #associations

  • Coronavirus : les sans-abri sur le carreau du confinement
    Sandrine Arrestier, La Voix du Nord, le 17 mars 2020
    https://www.lavoixdunord.fr/727820/article/2020-03-17/les-sans-abri-sur-le-carreau-du-confinement

    Coronavirus : des SDF verbalisés pour non-respect du confinement
    Le Parisien, le 20 mars 2020
    http://www.leparisien.fr/faits-divers/coronavirus-des-sdf-verbalises-pour-non-respect-du-confinement-a-paris-ly

    #coronavirus #solidarité #sans_abris

    Voir compile des effets délétères indirects de la pandémie :
    https://seenthis.net/messages/832147

  • Covid-19, Migrant·e·s et sans-abris : l’angle mort - communiqué du BAAM
    https://www.youtube.com/watch?v=1BGcIyDtc8Q


    Le communiqué du BAAM :

    BAAM confiné mais pas prêt à se taire !📢

    À l’heure où la France vit un épisode épidémique sans précédent, nous sommes furieux·ses que les pouvoirs publics et leurs affidé·es démontrent une nouvelle fois leur incompétence dans la prise en charge des publics précaires et des migrant·es en particulier. Un bref rappel de leurs manquements s’impose :

    La rue : qu’est il prévu pour que les populations à la rue puissent s’alimenter ? si Les Restos du Cœur et les maraudeurs solidaires (coucou L’ Assiette Migrante, Solidarité migrants Wilson, Les Midis du Mie ... ) se battent pour pouvoir continuer à fournir un repas, on ne peut que s’étonner que ces tâches incombent encore et toujours à un monde associatif, souvent bénévole, peu ou prou équipé pour faire face à la pandémie.

    Qu’attend la mairie de paris pour réquisitionner les logements vides comme la loi l’y autorise ? Les migrant·es qui vivent sur les camps, privé·es d’eau, regroupé·es sous des tentes ne peuvent clairement pas se confiner. 230 000 logements parisiens sont inoccupés selon l’Insee. 17% du parc immobilier, cela en fait de la place ! Étrange comme des “évacuations” peuvent vite être organisées quand Paris reçoit la visite du CIO pour les jeux olympiques et comme la préfecture et la marie détournent les yeux quand il s’agit des campements sous épidémie. Pardon on est mauvaises langue... la mairie de Paris a réquisitionné des gymnases supplémentaire pour les personnes sans abris. Pratique pour se confiner n’est-ce pas ?

    Les centre d’hébergements : chaque jour, les militant·es du BAAM, des associations et des collectifs de soutien reçoivent leur lot de messages paniqués de migrant·es hébergé·es en centre. Les personnel·les ont déserté (Salut Adoma Nanterre, Adoma 19e, Adoma 11e, COALIA Aubervilliers, HUDA Ségré ...on vous voit) laissant les migrant·es sans équipement et sans information claire. Heureusement que leurs parcours d’exil les a bien renseigné sur la déficience de la prise en charge et qu’ils s’auto-organisent localement.

    Les préfectures et leurs “bureau des étrangers” : hé merci les gars de pas avoir traduit les informations COVID 19 de vos sites internets. Pas grave, des bénévoles l’ont fait pour vous me direz vous ? Ben oui, mais ça leur fout la rage en fait. Parce que vous voyez, donner des consignes de santé publique ça doit se faire dans toutes les langues. Pourtant vous savez bien faire appel à des interprètes ( salut bis : ISM ) quand il s’agit de délivrer des arrêtés de transfert et des OQTF ! Une spéciale dédicace en forme de pavé pour la préfecture des Hauts-de-Seine qui à l’heure où nous écrivons n’a toujours pas fermé ses guichets pour les personnes dublinées, ne respectant même pas les consignes du ministère de l’intérieur, elle pourtant s’y prompte à s’y plier d’habitude ! (coucou le Préfet des Hauts-de-Seine)

    L’Ofpra : chargé de statuer sur les demandes d’asile, il maintient la date d’envoi des dossiers ainsi que certains entretiens, au mépris de la sécurité de ses agent·es et des personnes convoquées, et propose d’en mener d’autres par visioconférence, comme pour se débarrasser au plus vite d’une étape pourtant cruciale du parcours d’un·e demandeur·se.

    Les CRA : si on pouvait, on gerberait dessus d’énervement. Ça vous fait quoi de maintenir des personnes enfermées au seul prétexte qu’elles sont étrangeres et qu’elles crèvent dans vos taules d’exception ? Les prisonnier·es y sont entassé·es, privé·es de toute protection et de visite chez le médecin, au point que certaines associations chargées de les accompagner ont dû déserter les lieux.
    À Lille, Vincennes, Lyon ou Mesnil-Amelot, des mobilisations dont des des grèves de la faim sont en cours ! Véritables antichambres aux expulsions, les CRA n’ont de toute façon plus aucune raison d’être actuellement avec la fermeture des frontières. Cela n’a pas empêché Nicole Belloubet, ministre de la Justice, d’intégrer les procédures de prolongation de rétention à la liste des contentieux maintenus dans les tribunaux malgré l’épidémie.

    Et comme on vous sent en déroute de bonnes idées voire de volonté, voici celles que l’on veut voir appliquer dès maintenant :

    – La réquisition de tous les logements libres
    – Le report de tous les entretiens Ofpra, de l’envoi des dossiers et des recours
    – La fermeture de toutes les préfectures
    – La libération immédiate des personnes retenues en CRA et leur mise à l’abri
    – La régularisation de tous·tes les Sans-papier·es

    Responsables institutionnel·les, décideur·ses politiques, vous ne pouvez ignorer la situation plus longtemps. Le masque, c’est sur la bouche qu’il faut le mettre, pas sur les yeux !

  • Que va-t-il advenir des personnes sans-abri durant l’épidémie ? - Libération
    https://www.liberation.fr/checknews/2020/03/18/que-va-t-il-advenir-des-personnes-sans-abri-durant-l-epidemie_1782022
    https://medias.liberation.fr/photo/1300589-les-sdf-vivent-dans-les-sous-sols-de-la-defense.jpg?modifi

    Pour le directeur de la fédération des acteurs de la solidarité Florent Gueguen, outre les personnels et les places, ce sont aussi les matériels qui font défaut. Et notamment les masques de protection, pour les malades comme pour les personnels – « difficile d’inciter les gens à aider quand on ne peut pas les protéger », remarque-t-il. Même commentaire chez Emmaüs Solidarités.

    Marché 2h tôt ce matin, vu plusieurs tentes de sans abris, deviné des gens dormant sur les bancs dans des sacs de couchage, certains dans des immondices et des squats crasseux. Toutes les personnes que je croise sur la grande digue de la Garonne qui mène à Blagnac et qui font du sport tiennent leurs distances, évitent mon regard, l’angoisse est là. Alors tu peux imaginer qu’aucun·e ne peut s’arrêter pour aider, pensera à offrir un café, une soupe si on ne leur donne pas les moyens de se protéger. C’est déjà super dur en temps normal, là, ça fait pleurer de savoir que les maraudes se sont arrêtées faute de masques.

    #sdf #sans #abandon

  • SDF : on se confine comment
    https://www.franceculture.fr/emissions/les-pieds-sur-terre/la-clinique-de-lamour-55-le-debut-de-la-fin

    Face à l’épidémie du #Covid-19, sans lieu de confinement, les sans-domiciles fixes sont plus que jamais vulnérables. Sarah Frikh, maraudeure, et Bachir, intervenant social, se battent pour aider le plus possible les personnes à la rue et les confiner comme le reste de la population.

    http://rf.proxycast.org/e8db1f3a-e85f-47ff-97a9-827f7217f5f3/10078-18.03.2020-ITEMA_22310539-1.mp3

    Un ami qui travaille pour une organisation venant en aide aux #sdf et #femmes_battues, est tenu de rester confiné chez lui.