#schloßstraße

  • Real I.S. vermietet in Berlin und Amsterdam - Finanznachrichten auf Cash.Online
    https://www.cash-online.de/sachwertanlagen-immobilien/2021/real-i-s-vermietet-in-berlin-und-amsterdam/561669

    22.03.2021 - Der Immobilien und Asset Manager Real I.S. AG meldet den Abschluss neuer Mietverträge im Einkaufszentrum „Forum Steglitz“ in Berlin sowie in einer 23-stöckigen Multi-Tenant-Büroimmobilie in den Niederlanden.

    Die Real I.S. AG hat im Berliner „Forum Steglitz“ einen langfristigen Mietvertrag mit der Baumarktkette Bauhaus abgeschlossen, die künftig 2.671 Quadratmeter Einzelhandelsfläche nutzen wird, teilt das Unternehmen mit. Damit sind 94 Prozent der Gesamtfläche des zur Mixed-used-Immobilie umstrukturierten historischen Einkaufszentrums im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf vermietet: 100 Prozent der Büro- und 88 Prozent der Einzelhandelsflächen.

    Das multifunktionale „Forum Steglitz“ hat eine Gesamtfläche von rund 36.500 Quadratmetern, darunter auch circa 10.900 Quadratmeter Bürofläche im zweiten und dritten Obergeschoss. Die Eröffnung des innerstädtischen Bauhaus-Standorts erfolgt planmäßig im Herbst dieses Jahres. Das „Forum Steglitz“ wurde unsprünglich im Jahr 1970 eröffnet.

    „Dieser Vertragsabschluss ist ein weiterer Meilenstein, denn das City-Konzept von Bauhaus ist eine hervorragende Ergänzung zu dem bestehenden Mietermix. Ein ausgedehntes Nahversorgungsangebot bildet zusammen mit modernen Bürowelten sowie einem etablierten Fitnesscenter ein innovatives gemischt genutztes Ensemble. Diese sich gegenseitig stimulierenden Nutzungen steigern die Attraktivität des Forums“, erklärt Maximilian Ludwig, Head of Asset Management Retail, Hotel & Logistics bei der Real I.S. AG.


    Aufnahme ca. März 1972

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Walther-Schreiber-Platz #EInzelhandel #Immobilien #Stadtentwicklung #Titania_Palast #Forum_Steglitz #1972

  • Berlin-Steglitz: Schloßstraße soll Parkplätze verlieren - BERLINER ABENDBLATT
    https://abendblatt-berlin.de/2020/09/16/berlin-steglitz-schlossstrasse-soll-parkplaetze-verlieren

    17.9.2020 - Um die Probleme mit Falschparkern in der Schloßstraße aus der Welt zu schaffen, macht die Linksfraktion einen radikalen Vorschlag.

    Die Lage in der Schloßstraße ist verfahren. Weil Ladezonen immer wieder zugeparkt werden, müssen Lieferanten auf andere Flächen ausweichen und blockieren etwa Radwege. Ordnungsamt und Polizei kommen bei der Verfolgung kaum hinterher. Und das ist nicht das einzige Problem.

    „Bei Lieferfahrzeugen, die verkehrswidrig parken, wäre eine kostenpflichtige Umsetzung meist unverhältnismäßig, da in der Regel der Fahrzeugführer vor Ort ist und das Fahrzeug wegfahren kann“, so Ordnungsstadtrat Michael Karnetzki (SPD). Das Straßen- und Grünflächenamt hat angekündigt, zusätzliche Ladezonen einzurichten, doch die Umsetzung lässt auf sich warten.
    Ladezonen ersetzen Parkplätze

    Die Linksfraktion hat jetzt einen radikalen Antrag auf den parlamentarischen Weg gebracht, um parkenden Lieferfahrzeugen mehr Platz einzuräumen. In dem Antrag wird das Bezirksamt ersucht, sämtliche Parkplätze in der Schloßstraße ab der Ecke Grunewaldstraße/Albrechtstraße bis zur Rheinstraße in Lieferzonen, Behindertenparkplätze, Stellplätze für Fahrräder, Sitzgelegenheiten umzuwandeln. „Die alltägliche Rücksichtslosigkeit vieler Kraftfahrer nötigt die Bezirkspolitik zu einer eindeutigen Lösung“, heißt es zur Begrünung. „Die Kontrollen sind nur Nadelstiche, die verhängten Strafen bieten offensichtlich keine ausreichende Abschreckung.“ Wer bislang dort parkt, könne auf umliegende Parkhäuser ausweichen.

    Die Reaktionen auf die Initiative sind verhalten, zeigen aber auch, dass die politische Konkurrenz das Problem an sich durchaus sieht. Baustadträtin Maren Schellenberg (Grüne) spricht von einem „erwägenswerten Vorschlag“. Bei der „völligen Abordnung“ von Parkplätzen seien allerdings die Interessen der Anwohner zu berücksichtigen.

    Die Schloßstraße ist die wichtigste Einkaufsmeile im Südwesten der Stadt und mit 200.000 Quadratmetern Verkaufsfläche Berlins größter Einzelhandelsstandort.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Verkehr

  • Alle Parkplätze sollen weg: SPD will mehr Ladezonen in der Schloßstraße einrichten - Tagesspiegel
    https://leute.tagesspiegel.de/steglitz-zehlendorf/macher/2020/09/17/140489/alle-parkplaetze-sollen-weg-spd-will-mehr-ladezonen-in-der-schlos

    Veröffentlicht am 17.09.2020 von Boris Buchholz

    Der Kritik ließ die SPD Steglitz-Zehlendorf erst eine Vor-Ort-Veranstaltung und dann Anträge im Bezirksparlament folgen. Wie berichtet war der Radstreifen in der Schloßstraße immer wieder von parkenden Liefer- und Privatfahrzeugen blockiert worden. Die SPD-Fraktion lud deshalb vor zwei Wochen während des morgendlichen Berufsverkehrs zum Dialog vor Ort (auch darüber habe ich geschrieben) – und kam auf Ideen, wie der Fahrrad- und Entladekrampf dauerhaft gelöst werden könnte. Drei Anträge zur Schloßstraße haben die Sozialdemokraten jetzt in die Bezirksverordenetenversammlung eingebracht.

    Die umfassendste Idee: Alle Parkplätze sollen auf der Schloßstraße entfallen. Immerhin gebe es rund um die Einkaufsmeile vier Parkhäuser (ich zähle sogar fünf – in „Schloss“, Kreisel, „Boulevard Berlin“ und Schloß-Straßen-Center sowie hinter „Werken Spielen Schenken“) und dadurch „ausreichenden und bezahlbaren Platz zum Parken“, so steht es in der Begründung des Antrags. Nicht abgeschafft werden sollen Parkplätze für Behinderte und Elektroladestationen. Der gewonnene Ex-Park-Raum soll dann als Lieferzonen dienen, damit Parkende in zweiter Reihe nicht mehr den fließenden Verkehr behindern.

    Idee Nummer zwei: Bessere Markierung der Ladebuchten. Versehen kommen vor, manche Schilder sind schlicht zu klein – deshalb sollen die bereits ausgewiesenen Ladezonen „besser und eindeutig, z.B. auch durch farbliche Absetzung“ markiert werden. Zudem schlägt die SPD-Fraktion vor, die Ladebuchten bereits ab 7 Uhr für den Lieferverkehr zu reservieren. Sollte sich die SPD mit der Abschaffung aller Parkplätze durchsetzen, wäre dieser letzte Vorschlag obsolet – denn dann wären die Buchten den ganzen Tag für Lieferfahrzeuge reserviert.

    Antrag Nummer drei: Ein Parkleitsystem. Die neuen Hinweisschilder und Anzeigesysteme für die Schloßstraße sind ein alter Hut. Schon 2006 wurde ein Parkleitsystem diskutiert, 2016 wieder. Damals beschieden Bürgermeister Norbert Kopp und Stadtrat Frank Mückisch (er hat 2015 kurzzeitig für den ausgeschiedenen Norbert Schmidt die Ressorts Soziales und Stadtentwicklung übernommen, alle drei CDU), dass „die Einrichtung eines solchen Systems … vom Bezirksamt nicht als hoheitliche Aufgabe angesehen“ werde. Es werde „keine Möglichkeit der Finanzierung gesehen“, so steht es in einer Vorlage zur Kenntnisnahme vom 5. Juli 2016. Den schwarzen Peter steckten die beiden CDU-Politiker den Betreibern der Parkhäuser in die Park-Tasche, die „ihrerseits kein Interesse an einer gemeinsamen Aktion zeigen“. Außerdem: Die „Vielzahl der erfor­derlichen Hinweis-Module im Straßenraum [ist] für das gestalterische Erscheinungsbild der Schloßstraße unverträglich“.

    Die SPD fordert zum Umdenken auf. Die gestalterische Unversehrtheit der Schloßstraße (ich frage mich, ob die zur Zeit gegeben ist) „kann unmöglich Argument des Bezirksamtes sein, wenn es um die Sicherheit von Radfahrenden und Fußgängern geht!“, schreiben die Sozialdemokraten in der Begründung ihres neuen Antrags. Die Kosten für ein Parkleitsystem sollten neu ermittelt werden, fordert die SPD – 2006 war von 250.000 Euro die Rede.

    Alle drei Anträge wurden in der Sitzung der BVV am Mittwoch in die Ausschüsse zur Beratung überwiesen. Mein kommentierendes Zwischenfazit: Die SPD hat nach der Kritik an ihrem Ordnungsstadtrat Michael Karnetzki ihre Hausaufgaben gemacht – und gehalten, was sie versprochen hat. Sie hat Vorschläge erarbeitet, wie die Situation an der Schloßstraße dauerhaft verbessert werden kann. – Text: Boris Buchholz

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Verkehr

  • Forum Steglitz: Wenn Handels- zu Büroflächen werden
    https://www.immobilienmanager.de/retail-zu-buero-praxisbeispiel-umwandlung/150/77297

    15.06.2020 von Maximilian Ludwig (MRICS Head of Asset Management Retail, Hotel & Logistic bei der Real I.S. AG.) - Büro meets Handel. Eine Umwandlung von Einzelhandelsflächen in Büros kann sinnvoll sein. Wie das im Detail aussehen kann, zeigt das Forum Steglitz. Ein Praxisbeispiel, das Schule machen könnte.

    Real I.S. und Accumulata bauen einen erheblichen Teil des Einkaufscenters Forum Steglitz in Berlin zu Büros um - der Vermietungserfolg bestätigt sie schon jetzt . (Bild: Real I.S./Studiolux)
    Wie viele Einkaufszentren sollen es denn sein? Eine Frage, die jede Großstadt für sich anders beantwortet. Während München – je nach Zählweise – mit sechs Centern vergleichsweise bescheiden daher kommt, sind es in Berlin stolze mehr als 65. Ganz schön viel Konkurrenz am Platz, möchte man meinen. Hinzu kommt, dass selbst vor Corona in besten Innenstadtlagen nicht mehr alle Shopping-Center von der guten Konjunktur im Land profitierten. Vor allem Bücher, Textilien, Schuhe und Elektrowaren – klassische Center-Angebote – kaufen viele Kunden zunehmend lieber online. In der Folge kann es zu Leerstand kommen.

    Aber da ist auch noch eine andere Seite. Das Gegenstück zu Handelsimmobilien bilden derzeit Büros in Berlin. Mit einer Leerstandsquote von 1,5 Prozent kann man in diesem Segment von Vollvermietung reden. Was liegt also näher, als mit den leerstehenden Einzelhandelsflächen die hohe Nachfrage der Unternehmen nach Büroräumen zu bedienen?

    Aus Handel mach Büro - nicht so einfach
    Klingt nach einem guten Plan, und doch: Center ist nicht immer gleich Center. Manche Objekte lassen sich sinnvoller mit Büros „durchmischen“ als andere. Das hat auch mit ihrer Komplexität zutun: Die Gebäude sind meist als Handelsobjekte konzipiert, mit entsprechender Erschließung und Gebäudestruktur und damit nicht immer für eine Büronutzung tauglich. Nicht an jedem Standort können Büros beigemischt werden. Umgekehrt muss eine Hybrid-Immobilie in seiner Positionierung (wieder) passgenau auf die Bedürfnisse von Menschen und Mietern reagieren – und die sind bekanntlich an jedem Standort anders.

    Ein gutes Praxisbeispiel ist das „Forum Steglitz“ an der Berliner Schloßstraße, die mit vier Einkaufszentren auf einer Länge von 1,4 Kilometern eine besonders hohe Center-Dichte hat. 11.000 der insgesamt 32.000 Quadratmeter des „Forum Steglitz“ sollen bis 2020/2021 zu Büros umgebaut werden. Mittlerweile sind die neu entstehenden Büroflächen bereits vermietet.

    Das „Forum Steglitz“ will nicht weniger als eine Antwort darauf geben, wie ein Einkaufszentrum auch morgen noch im Alltag der Menschen relevant bleiben und ihnen Mehrwerte bieten kann. Selbstzweck oder reine Notlösung ist die Bürobeimischung nicht. Vielmehr wird sie im Rahmen einer Repositionierung dazu genutzt, den Menschen neue Gründe zu geben, sich im Center aufzuhalten.

    Darum ist das Forum Steglitz geeignet
    Das Konzept ist so einfach wie vorteilhaft: Das „Forum Steglitz“ befindet sich in allerbester Stadtlage und ist bestens an den ÖPNV angeschlossen – unabdingbare Voraussetzungen für eine attraktive Bürolage. Weil sich an das Center angeschlossen bereits ein Parkhaus befindet, finden Büronutzer schnell einen Parkplatz und können vor der Arbeit noch zum Bäcker oder in der Mittagspause in eines Gastro-Outlets gehen. Aber auch die Transformationsfläche selbst stellt besondere Vorbedingungen. Damit Einzelhandelsflächen in Büros umgewandelt werden können, müssen erst einmal die dafür nötigen Raumtiefen und Lichtverhältnisse vorhanden sein oder baulich geschaffen werden.

    Einzelhandelsflächen werden in der Regel auf ihren Zuschnitt hin optimiert, nicht auf das Hereinlassen von natürlichem Licht. Im Fall des „Forum Steglitz“ ist ein Glasdach vorhanden, welches das Center zu seinem Vorteil nutzen kann. Kein Must-have, aber für Büromieter attraktiv sind zudem exklusive Zugänge, durch die sich Mitarbeiter und Geschäftspartner der Büromieter nicht mit dem Publikum ins Gehege kommen. Während Besucher und Kunden das „Forum Steglitz“ weiterhin über den Haupteingang zur Hauptstraße betreten können, werden an den Seiten des Centers separate Bürolobbys erstellt, über die die Bürobereiche erreicht werden kann.

    Zurück zum Großen und Ganzen: Für die richtige Mischung im Mietermix ist es wichtig, die Kopplungspotenziale im Mieterbesatz strategisch klug für sich zu nutzen. Manchmal entstehen dann regelrechte „Kopplungsketten“, die den Standort für Büromieter und Händler gleichermaßen attraktiver machen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Kopplung von Büros, Gastronomie, Fitnessstudio, und Nahversorgung. Diese Konfiguration funktioniert, weil sie praktisch ist – der Büroarbeiter findet alles „unter einem Dach“ und spart sich Wege. Über den praktischen Nutzen hinaus müssen die Kopplungen aber auch zu den veränderten Lebens- und Arbeitswelten der Menschen passen.

    Der Außer-Haus-Verzehr beispielsweise nimmt – prominenten Kochsendungen im Fernsehen zum Trotz – seit Jahren zu. Überhaupt trifft die Einbindung von Büroflächen in urbane Lagen mit Restaurants, Cafés, Nahversorger und Co. als direkte Nachbarn einen Nerv der Zeit. Der Gang ins Fitnessstudio ist ebenfalls längst Teil der modernen Bürokultur geworden. Viele Firmen bieten ihren Mitarbeitern Benefits wie Trainingskurse oder Fitness-Partnerschaften an. Nahversorgungsangebote als Ankermieter integrieren sich zudem perfekt in die alltäglichen Laufwege der Menschen, die ihre Besorgungen lieber schnell nach der Arbeit erledigen, statt für den Großeinkauf am Wochenende ewig in Reihe an der Kasse zu stehen.

    Alles in allem muss die Immobilie das Zeug dazu haben, ein ganzes Quartier abzubilden, nur eben im Kleinen und unter einem Dach. Darüber hinaus muss jedoch die Nachfrage nach den Nutzungen auch aus dem Einzugsgebiet ausreichend vorhanden sein, um eine nachhaltig wirtschaftliche Nutzung sicherzustellen. Für Betreiber von Einkaufszentren, für deren Händler und für Arbeitgeber auf der Suche nach Büroflächen ergibt sich unterm Strich dann eine Win-win-Situation, die dem Center eine Perspektive gibt.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Immobilien #Handel #Stadtentwicklung

  • Zeitgeschichte ǀ 1950: Frontkämpferbund — der Freitag
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/1950-frontkaempferbund


    Suzanne Labin, Carlo Schmid, Arthur Koestler

    Von Rudolf Walther - Im Westen Berlins tagt der„Kongress für die Freiheit der Kultur“ und ruft den Kommunismus als Feindbild aus. Getragen wird er von Geldern aus Washington.

    Der Osten hatte vorgelegt mit zwei kulturellen Manifestationen für den Weltfrieden – 1948 im polnischen Wroclaw, danach im April 1949 mit dem Pariser „Weltkongress der Kämpfer für den Frieden“, der sich besonders der Ächtung von Kernwaffen verschrieben hatte. Da wollte auch „der Westen“ nicht nachstehen und sich auf der Höhe des Kalten Krieges zeigen, wie er mit Churchills „Eiserner Vorhang“-Rede vom 5. März 1946 in Fulton (USA) eingeläutet war. Im März 1949 fand deshalb im New Yorker Waldorf-Astoria-Hotel auf Initiative des National Council of Arts, Sciences and Professions eine „Cultural Conference for World Peace“ statt als Antwort auf die Tagungen der linken und – wie man meinte – „falschen Friedensfreunde“. Es schlug die Geburtsstunde des „American Committee for Cultural Freedom“, das sich dem Kampf gegen Nationalsozialismus und Kommunismus verschrieb. Der Umstand, dass Ersterer als reale Größe seit vier Jahren nicht mehr existierte, spielte keine Rolle. Treibende Kraft im Vorfeld des Kongresses von 1950 in den Westsektoren Berlins war der amerikanische Journalist Melvin Lasky, der sich beim „Ersten deutschen Schriftstellerkongress“ im Oktober 1947 als Kämpfer gegen die Zensur in Ost und West profiliert hatte und damit vom stalinistischen Kommunismus enttäuschte Intellektuelle wie Arthur Koestler, Margarete Buber-Neumann, Franz Borkenau und Ernst Reuter für eine Mitarbeit gewann. Zum Kongress im Westberliner Titania-Palast im Juni 1950 reisten gut 1.800 Teilnehmer an – darunter der Philosoph Karl Jaspers, der Soziologe und KZ-Überlebende Eugen Kogon, die Schriftsteller Luise Rinser und Ignazio Silone, der Historiker Golo Mann und der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich. Ein zeithistorischer Zufall verlieh dem Kongress exemplarische Aktualität, weil einen Tag vor der Eröffnung am 26. Juni 1950 nordkoreanische Truppen, verbündet mit der UdSSR und China, die Demarkationslinie am 38. Breitengrad zu Südkorea überschritten und einen bewaffneten Konflikt auslösten. Dass Kongress und Kriegsausbruch zusammenfielen, beflügelte die Redner und bestimmte das stilbildende Vokabular des Kalten Krieges: Ignazio Silone, 1921 Mitbegründer der KP Italiens, ernannte das Vier-Sektoren-Berlin zum „Sturmzentrum der schärfsten Gegensätze“ zwischen Ost und West. Ernst Reuter sah den Westteil als „Enklave der Freiheit“. Nachdem der Kongress mit Beethovens Fidelio-Ouvertüre eröffnet worden war, verkündete der Schriftsteller Arthur Koestler einen „Kreuzzug“ gegen den Kommunismus. Und Melvin Lasky begrüßte die Teilnehmer als „europäische Freiheitslegion“.

    Arthur Koestler sollte die entscheidenden Akzente setzen: „Wir kamen, um ein Kampfbündnis zu schließen. Es geht hier nicht um relative Unterschiede, es geht um Leben und Tod. (…) Erstens weil die Theorie und Praxis des totalitären Staates eine Bedrohung darstellt, die alle früheren Tyranneien übertrifft. Zweitens geht es um Leben und Tod, weil die Freiheit kein Luxus ist (…) Freiheit und Friede sind untrennbar verbunden.“ Mit den Schlagworten „Totalitarismus“, „Friede“, „Freiheit“, die auch der französische Philosoph Raymond Aron ins Zentrum seines Auftritts rückte, waren die Fronten abgesteckt: Die Sowjetunion verkörperte das „Prinzip der totalen Unfreiheit“ (Theodor Plievier). Der ehemalige Trotzkist James Burnham sah in den US-Depots mit Atombomben den „einzigen Schutz der Freiheit“. Auch das Manifest, das der Kongress im Namen von Koestlers Parole, „Freunde, die Freiheit hat die Offensive ergriffen!“, verabschiedete, lebte von vollmundigen Freiheitsversprechen. Demokratie und Menschenrechte kamen dagegen nicht vor, „Neutralität“ wurde als „Verrat an westlichen Werten“ denunziert.

    Apologeten sehen in diesem Kongress und den damals entstandenen Zeitschriften Der Monat, Preuves und Encounter bis heute ein „Kampfinstrument gegen den Totalitarismus“. Die Tatsache, dass der Kongress und besagte Magazine Organe der US-Außenpolitik waren und von Anfang an bis zur Abwicklung in den 1970er Jahren über die CIA von regierungsnahen Stiftungen finanziert wurden, wird beschönigt oder verschwiegen. Linken, die einem schlichten Weltbild von Gut und Böse nicht folgten, sei es nicht darum gegangen, stalinistische Praktiken zu bagatellisieren, sondern darum, „in keinem Fall mit ihren Gegnern (zu) paktieren“ oder „Kritik an Ausbeutung und Unterdrückung“ nur selektiv zuzulassen, wie Jean-Paul Sartre bereits 1950 erklärte.

    Im Buch Der Sündenfall der Intellektuellen über jenen Kongress von Ulrike Ackermann aus dem Jahr 2000 geht es dagegen nur um zweierlei – die ausgelaugte „Totalitarismustheorie“ zu retten und eine Kontinuität des „Antitotalitarismus“ von den 1950er Jahren bis in die Gegenwart zu konstruieren. Zwei aussichtslose Unterfangen – zum ersten: Der Begriff „Totalitarismus“ kam in den 1920ern auf, fand aber erst nach 1947 größere Verbreitung. Er zirkulierte in den USA, in der BRD, in Italien und in Frankreich in unterschiedlichen Varianten, deren Gemeinsamkeit darin bestand, politisch beliebig instrumentalisierbar zu sein. In den USA diente er dazu, eine auf globalen Einfluss bedachte Außenpolitik zu legitimieren, in der BRD war er Staatsräson und Mittel zur Abgrenzung von der DDR. Für Hannah Arendt war die Sowjetunion nach Stalins Tod 1953 kein totalitärer Staat mehr, und der US-Politologe Zbigniew Brzeziński entwickelte 1954 mit dem Deutsch-Amerikaner Carl J. Friedrich zwar eine Definition von „Totalitarismus“, gebrauchte sie aber nach 1960 nicht mehr.

    Den jüngeren Antitotalitarismus der „neuen Philosophen“ in Frankreich entzauberte der Historiker Michael Scott Christofferson 2009 in seinem Buch Les intellectuels contre la gauche. L’idéologie antitotalitaire en France (1968 – 1991) als politische Improvisation. Große Teile der französischen Intelligenz, die nach 1945 links standen, hatten sich von der KPF nach dem Ungarn-Aufstand 1956 und wegen des ausbleibenden Bruchs mit dem Stalinismus distanziert. Der Philosoph Maurice Merleau-Ponty bezweifelte schon 1950 angesichts der Arbeitslager in der UdSSR, dass dort überhaupt „noch von Sozialismus zu reden“ sei.

    Die Kritik am Stalinismus war also in der französischen Intelligenz längst geläufig und die Existenz jener Lager bekannt, als 1974 Alexander Solschenizyns Buch über den Archipel GULAG erschien. Dabei hat weniger dieses Buch die Kritik an der französischen KP angefacht als vielmehr deren Reaktion auf Solschenizyn, dessen Literatur als „antisowjetische Propaganda“ diskreditiert wurde.

    Später dann, als sich Sozialisten und Kommunisten 1972 auf ein „Gemeinsames Programm“ einigten, malten maoistische wie konservative Intellektuelle das Gespenst einer „totalitären Herrschaft“ der Kommunisten an die Wand. Diese Projektion und nicht die Kontinuität der Debatten von 1950 gebar den jüngeren „Antitotalitarismus“. Die autoritäre kommunistische Herrschaft interessierte die „Antitotalitären“, darunter viele Ex-Maoisten, so wenig wie das Buch Solschenizyns. Der Antitotalitarismus der „neuen Philosophen“ zielte nicht auf die „real existierenden Diktaturen“ im Osten, sondern auf die künftigen Verantwortlichen einer demokratisch legitimierten französischen Regierung aus Sozialisten und Kommunisten, denen man präventiv und ohne triftige Gründe unterstellte, eine totalitäre Politik verfolgen zu wollen. Danach freilich lief sich der Begriff „Antitotalitarismus“ in Frankreich schnell tot und spielte keine Rolle mehr. Die meisten „Antitotalitären“ sind zu „Berufsfranzosen“ („souchiens“) geworden, wie der israelische Historiker Shlomo Sand 2016 in seiner brillanten Studie La fin de l‘intellectuel français? festhielt. Das Wort „antitotalitär“ hat letztlich nur in Deutschland überlebt, wo im FAZ-Feuilleton seit vielen Jahren versucht wird, dem verblichenen Gespenst „Antitotalitarismus“ ein Zweitleben einzuhauchen.

    Arthur Koestler - Wikipedia
    https://en.wikipedia.org/wiki/Arthur_Koestler#Post-war_years

    In June (1950) Koestler delivered a major anti-Communist speech in Berlin under the auspices of the Congress for Cultural Freedom, an organisation funded (though he did not know this) by the Central Intelligence Agency.

    Suzanne Labin — Wikipédia
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Suzanne_Labin

    Elle fait partie en juin 1950 de la délégation française qui prend part à Berlin-Ouest à la réunion inaugurale du Congrès pour la liberté de la culture, aux côtés notamment de Georges Altman, Henri Frenay, Claude Mauriac, André Philip, Jules Romains et David Rousset. Elle a voulu devenir la directrice de la revue française de cette association internationale anticommuniste, Preuves, mais d’autres étaient sur les rangs et elle n’y est pas parvenue, malgré l’appui de Koestler. Certains ont considéré qu’elle est stupide, tel François Bondy, ancien communiste révolutionnaire passé par la SFIO, directeur de la revue. Son anticommunisme virulent est trop tranché et ne correspond pas à l’approche modérée et intellectuelle des principaux animateurs français du Congrès. Raymond Aron, en août, estime qu’il est hors de question de faire appel à elle, ce qui met un point final à ses ambitions 18,19. Elle s’est éloignée progressivement de ce réseau1. Elle publie cependant des articles dans cette revue dans les années 195020 et fréquente les mardis de Preuves, les conférences-débats qui se tiennent dans les locaux de la revue à partir de 195221.

    Congress for Cultural Freedom - Wikipedia
    https://en.wikipedia.org/iki/Congress_for_Cultural_Freedom

    The Congress for Cultural Freedom (CCF) was an anti-communist advocacy group founded in 1950. At its height, the CCF was active in thirty-five countries. In 1966 it was revealed that the United States Central Intelligence Agency was instrumental in the establishment and funding of the group.

    Historian Frances Stonor Saunders writes (1999): “Whether they liked it or not, whether they knew it or not, there were few writers, poets, artists, historians, scientists, or critics in post29war Europe whose names were not in some way linked to this covert enterprise.”[3] A different slant on the origins and work of the Congress is offered by Peter Coleman in his Liberal Conspiracy (1989) where he talks about a struggle for the mind “of Postwar Europe” and the world at large.
    ...
    Activities, 1950–1966

    At its height, the CCF had offices in thirty-five countries, employed dozens of personnel, and published over twenty prestigious magazines. It held art exhibitions, owned a news and features service, organized high-profile international conferences, and rewarded musicians and artists with prizes and public performances.

    Between 1950 and 1966 the Congress sponsored numerous conferences. A selective list describes 16 conferences in the 1950s held principally in Western Europe but also in Rangoon, Mexico City, Tokyo, Ibadan (Nigeria) and South Vietnam: the Founding Conference in Berlin was followed in 1951 by the First Asian Conference on Cultural Freedom, held in Bombay. A further 21 conferences over an even wider geographical area are listed for the first half of the 1960s.

    In the early 1960s, the CCF mounted a campaign against the Chilean poet Pablo Neruda, an ardent communist. The campaign intensified when it appeared that Neruda was a candidate for the Nobel Prize in Literature in 1964 but he was also published in Mundo Nuevo, a CCF-sponsored periodical.
    ...
    Legacy

    In 1967, the organization was renamed the International Association for Cultural Freedom (IACF) and continued to exist with funding from the Ford Foundation. It inherited “the remaining magazines and national committees, the practice of international seminars, the regional programs, and the ideal of a worldwide community of intellectuals.” There was also, until 1970, “some continuity of personnel”.

    Under Shepard Stone and Pierre Emmanuel the dominant policy of the new Association shifted from positions held by its predecessor. No “public anti-Soviet protests” were issued, “not even in support of the harassed Solzhenitsyn and Sakharov”. The culmination of this approach was a vast seminar at Princeton on “The United States: Its Problems, Impact, and Image in the World” (December 1968) where unsuccessful attempts were made to engage with the New Left. From 1968 onwards national committees and magazines (see CCF/IACF Publications below) shut down one after another. In 1977 the Paris office closed and two years later the Association voted to dissolve itself.

    Certain of the publications that began as CCF-supported vehicles secured a readership and ongoing relevance that, with other sources of funding, enabled them to long outlast the parent organisation. Encounter continued publishing until 1991, as did Survey, while the Australian Quadrant and the China Quarterly survive to this day. While the revelation of CIA funding led to some resignations, notably that of Stephen Spender from Encounter, outside Europe the impact was more dramatic: in Uganda President Milton Obote had Rajat Neogy, the editor of the flourishing Transition magazine, arrested and imprisoned. After Neogy left Uganda in 1968 the magazine ceased to exist.

    The European Intellectual Mutual Aid Fund (Fondation pour une Entraide Intellectuelle Européenne) set up to support intellectuals in Central Europe, began life as an affiliate of the Congress for Cultural Freedom. In 1991 it merged with the Open Society Foundations, set up and supported by financier and philanthropist George Soros.

    The records of the International Association for Cultural Freedom and its predecessor the Congress for Cultural Freedom are today stored at the Library of the University of Chicago in its Special Collections Research Center.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Titania-Palast #Politik #Geschichte #Antikommunismus #USA #Kalter_Krieg #CIA #Propaganda #Kultur

  • Schloßstraße in Steglitz: Diese Kieze sollen Milieuschutz bekommen - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article228608601/Milieuschutz-fuer-die-Kieze-an-der-Schlossstrasse.html

    Die ruhigen Seitenstraßen der Schloßstraße sind beliebte Wohnquartiere. Viele Gründerzeithäuser, viele Bäume, kleine Läden – und die großen Shoppingcenter vor der Tür. Wer einmal dorthin zieht, der bleibt. Man grüßt sich auf der Straße, trifft sich an Stammtischen – die Kieze sind kleine Dörfer. Das sind nur einige Gründe dafür, dass das Gebiet zwischen Rathaus Steglitz und Walther-Schreiber-Platz immer bVier Quartiere rund um Schloßstraße als „Verdachtsgebiete“ eingestuft

    In dem Gutachten wurde für jeden Planungsraum ein Gebietssteckbrief erstellt. Dabei ging es um die drei Indikatoren Baustruktur, Immobilien und Bevölkerungsstruktur, die auf Zustand und Dynamik bewertet worden sind. Die Auswertung der Daten führte zu einem Gesamtranking. An der Spitze stehen die vier Quartiere rund um die Schloßstraße, die als „Verdachtsgebiete“ eingestuft werden. Höhere Werte weist auch der Bereich Südende aus, der zu einem Beobachtungsgebiet erklärt wird. Die Gutachter haben dem Bezirk empfohlen, einen Aufstellungsbeschluss für den Erlass einer sozialen Erhaltungssatzung für die vier Gebiete zu fassen. Der verhindert, dass bis zum Inkrafttreten des Milieuschutzes noch schnell Veränderungen vorgenommen werden dürfen.

    Wie es genau weitergehen soll – darin sind sich die Fraktionen nicht einig. Für die Umsetzung des Milieuschutzes gibt es zwei verschiedene Anträge. Während CDU und Grüne fordern, den Aufstellungsbeschluss zu fassen und gleichzeitig die vier Quartiere ein Jahr lang hinsichtlich der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zu beobachten, wollen SPD und Linke zuerst noch ein weiteres Gutachten – ein Feinscreening – für die Planungsräume in Auftrag geben. Damit wollen sie die Rechtssicherheit des Milieuschutzes untermauern. Beide Anträge stehen im nächsten Stadtplanungsausschuss am kommenden Dienstag zur Debatte.
    Alle Fraktionen wollen den Milieuschutz umsetzen

    Sicher ist: Die CDU-Fraktion, die bislang skeptisch gegenüber Untersuchungen zum Milieuschutz in Steglitz-Zehlendorf war, will ihn jetzt umsetzen – und zwar so, „wie es das Gutachten der Stadtplanungsexperten von Topos empfiehlt“, sagt Fraktionschef Torsten Hippe. Also für die vier Bereiche rund um die Schloßstraße. Glücklich ist Hippe dennoch nicht über den Beschluss. „Das ist alles Kosmetik. Das einzige, was gegen höhere Mieten hilft, ist Neubau“, sagt der Fraktionschef.

    Die CDU und die Grünen sind der Auffassung, dass mit den Ergebnissen des Gutachtens bereits ausreichend Gründe für einen Aufstellungsbeschluss vorliegen, der dann auch rechtlich haltbar ist.

    Das sehen die SPD und die Linken anders. Sie setzen sich zunächst für ein weiteres Feinscreening ein. „Ohne diese vertiefende Untersuchung fehlt dem Beschluss die Rechtssicherheit, jahrelange Gerichtsprozesse wären denkbar“, heißt es in einer Erklärung der SPD-Fraktion. Deshalb hat sie einen eigenen Antrag formuliert. „So sehr wir begrüßen, dass sich CDU und Grüne endlich unseren Forderungen anschließen – aber wenn schon Milieuschutz, dann richtig“, erklärt Norbert Buchta, Fraktionsvorsitzender der SPD. Nach Auffassung der Sozialdemokraten listet die Studie nicht nur akut betroffene Gebiete auf, sondern auch solche, in denen künftig Verdrängung zu erwarten ist. Dazu gehören die Quartiere Berg- und Bismarckstraße, Augustaplatz, das Lankwitzer Komponistenviertel, Schweizer Viertel, der Hüttenweg und die Dorfaue in Zehlendorf Mitte. Auch diese Gebiete sollten beobachtet werden.

    Steglitz-Zehlendorf ist einer der letzten Bezirke, der Milieuschutzgebiete ausweisen wird. Zurzeit gibt es insgesamt etwa 60 in Berlin. Die meisten liegen in Pankow (13), Mitte (12), Friedrichshain-Kreuzberg (10), Tempelhof-Schöneberg (8) und Neukölln (7). Weitere gibt es in den Bezirken Treptow-Köpenick (3), Spandau (2), Charlottenburg/Wilmersdorf (2) und Reinickendorf (1).egehrter wird. Eine Studie des Planungsbüros Topos und der Sozialforschungsgesellschaft Asum bestätigt diesen Eindruck. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass im Umfeld der Schloßstraße ein hoher Aufwertungs- und Verdrängungsdruck herrscht. Deshalb soll künftig an der Schloßstraße, Markelstraße, Mittelstraße und Feuerbachstraße Milieuschutz gelten.

    Seit Jahren wird im Südwesten über die Ausweisung von Milieuschutzgebieten diskutiert. So setzt sich zum Beispiel die SPD-Fraktion seit 2006 dafür ein, dass in bestimmten Gebieten in Steglitz-Zehlendorf die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen und aufwändige Luxussanierungen verhindert werden. Im Blick waren dabei eher Quartiere in Zehlendorf, wie die Siedlung Onkel-Toms-Hütte, oder in Lichterfelde Süd und Ost. Doch das Grobscreening aller 41 Planungsräume des Bezirks hat ergeben, dass diese Kieze nicht zu den „Verdachtsgebieten“ gehören.

    Vier Quartiere rund um Schloßstraße als „Verdachtsgebiete“ eingestuft

    In dem Gutachten wurde für jeden Planungsraum ein Gebietssteckbrief erstellt. Dabei ging es um die drei Indikatoren Baustruktur, Immobilien und Bevölkerungsstruktur, die auf Zustand und Dynamik bewertet worden sind. Die Auswertung der Daten führte zu einem Gesamtranking. An der Spitze stehen die vier Quartiere rund um die Schloßstraße, die als „Verdachtsgebiete“ eingestuft werden. Höhere Werte weist auch der Bereich Südende aus, der zu einem Beobachtungsgebiet erklärt wird. Die Gutachter haben dem Bezirk empfohlen, einen Aufstellungsbeschluss für den Erlass einer sozialen Erhaltungssatzung für die vier Gebiete zu fassen. Der verhindert, dass bis zum Inkrafttreten des Milieuschutzes noch schnell Veränderungen vorgenommen werden dürfen.

    Wie es genau weitergehen soll – darin sind sich die Fraktionen nicht einig. Für die Umsetzung des Milieuschutzes gibt es zwei verschiedene Anträge. Während CDU und Grüne fordern, den Aufstellungsbeschluss zu fassen und gleichzeitig die vier Quartiere ein Jahr lang hinsichtlich der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen zu beobachten, wollen SPD und Linke zuerst noch ein weiteres Gutachten – ein Feinscreening – für die Planungsräume in Auftrag geben. Damit wollen sie die Rechtssicherheit des Milieuschutzes untermauern. Beide Anträge stehen im nächsten Stadtplanungsausschuss am kommenden Dienstag zur Debatte.
    Alle Fraktionen wollen den Milieuschutz umsetzen

    Sicher ist: Die CDU-Fraktion, die bislang skeptisch gegenüber Untersuchungen zum Milieuschutz in Steglitz-Zehlendorf war, will ihn jetzt umsetzen – und zwar so, „wie es das Gutachten der Stadtplanungsexperten von Topos empfiehlt“, sagt Fraktionschef Torsten Hippe. Also für die vier Bereiche rund um die Schloßstraße. Glücklich ist Hippe dennoch nicht über den Beschluss. „Das ist alles Kosmetik. Das einzige, was gegen höhere Mieten hilft, ist Neubau“, sagt der Fraktionschef.

    Die CDU und die Grünen sind der Auffassung, dass mit den Ergebnissen des Gutachtens bereits ausreichend Gründe für einen Aufstellungsbeschluss vorliegen, der dann auch rechtlich haltbar ist.

    Das sehen die SPD und die Linken anders. Sie setzen sich zunächst für ein weiteres Feinscreening ein. „Ohne diese vertiefende Untersuchung fehlt dem Beschluss die Rechtssicherheit, jahrelange Gerichtsprozesse wären denkbar“, heißt es in einer Erklärung der SPD-Fraktion. Deshalb hat sie einen eigenen Antrag formuliert. „So sehr wir begrüßen, dass sich CDU und Grüne endlich unseren Forderungen anschließen – aber wenn schon Milieuschutz, dann richtig“, erklärt Norbert Buchta, Fraktionsvorsitzender der SPD. Nach Auffassung der Sozialdemokraten listet die Studie nicht nur akut betroffene Gebiete auf, sondern auch solche, in denen künftig Verdrängung zu erwarten ist. Dazu gehören die Quartiere Berg- und Bismarckstraße, Augustaplatz, das Lankwitzer Komponistenviertel, Schweizer Viertel, der Hüttenweg und die Dorfaue in Zehlendorf Mitte. Auch diese Gebiete sollten beobachtet werden.

    Steglitz-Zehlendorf ist einer der letzten Bezirke, der Milieuschutzgebiete ausweisen wird. Zurzeit gibt es insgesamt etwa 60 in Berlin. Die meisten liegen in Pankow (13), Mitte (12), Friedrichshain-Kreuzberg (10), Tempelhof-Schöneberg (8) und Neukölln (7). Weitere gibt es in den Bezirken Treptow-Köpenick (3), Spandau (2), Charlottenburg/Wilmersdorf (2) und Reinickendorf (1).

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Wohnen #Immobilien #Stadtentwicklung #Milieuschutzgebiet

  • Busspur für die Schildhornstraße - Steglitz
    https://www.berliner-woche.de/steglitz/c-politik/busspur-fuer-die-schildhornstrasse_a253717

    Steglitz. Die Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung wünscht sich eine Busspur auf der Schildhornstraße auf Höhe der Kreuzung mit der #Schloßstraße. Dafür soll sich in einem Antrag das Bezirksamt gegenüber der Senatsverkehrsverwaltung einsetzen. Die Busspur soll vor der Einmüdung der #Schildhornstraße in die Schloßstraße beginnen. Bisher gibt es an dieser Stelle drei Richtungsspuren ohne Richtungspfeile. Rechtsabbieger würden die rechte Spur nutzen und dann im Bereich der Bushaltestelle stehen. Busse könnten somit die Haltestelle nicht erreichen. Mit einer Busspur würde sich dieses Ärgernis erledigen.

    #Berlin #Steglitz #Verkehr #BVV #Politik

  • Personalausweis : Das Dokument gibt es bald im Forum Steglitz - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article228249125/Den-Personalausweis-gibt-s-bald-bei-Edeka.html

    Das Forum Steglitz soll Ende 2020 als Geschäfts- und Bürohaus wieder eröffnen. Neu ist ein mobiles Bürgeramt.
    27.01.2020, von Katrin Lange - Im umgebauten Forum Steglitz an der Schloßstraße können Kunden nicht nur einkaufen, sondern künftig auch ein mobiles Bürgeramt nutzen.

    Berlin. Eier, Brot, Milch und ein neuer Personalausweis – so könnte künftig die Einkaufsliste für das Forum Steglitz aussehen. In dem Shopping-Center an der Schloßstraße 1 in Steglitz wird der Einzelhändler Edeka nicht nur ein neues Feinkost-Konzept umsetzen.

    Neben Backshop, Austernbar, Weinkeller und Kräutergarten befindet sich in dem Markt auch ein mobiles Bürgeramt. An einem Terminal können sich Kunden mit ihrem neuen Personalausweis anmelden und anschließend alle Leistungen des Bürgeramtes in Anspruch nehmen: Fotos machen, den Reisepass verlängern, eine Parkvignette beantragen, den Wohnsitz anmelden. Das neue Konzept des Lebensmittelhändlers ist nach Auskunft von Centermanagerin Luisa Lorentz-Leder einmalig in Deutschland.
    Umbau im Herbst 2020 abgeschlossen

    Im Spätherbst 2020 soll der Umbau des Centers abgeschlossen sein. Die 50 Jahre alte Shoppingmall will sich damit neu erfinden. Mixed-Use – Mischnutzung heißt das neue Konzept in Zeiten des wachsenden Online-Handels und der zunehmenden Konkurrenz zwischen den vier Einkaufscentern auf der Schloßstraße. Das Forum will sich künftig als Geschäfts- und Bürohaus behaupten. Der Eigentümer, die Real I.S., investiert nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag.

    Drei Etagen – Untergeschoss, Erdgeschoss und die erste Etage – bleiben weiterhin dem Einzelhandel vorbehalten. Bis auf den kleinen Heimwerkermarkt sind alle Geschäfte, die derzeit noch geöffnet sind, auch nach dem Umbau im Center zu finden. Dazu gehören unter anderen Rossmann, Lidl und das Perückengeschäft. In der zweiten und dritten Etage entstehen Büros und Coworking-Spaces. Ein Sicherheitsunternehmen und eine Softwarefirma haben bereits Mietverträge unterschrieben. Die vierte Etage wird das Centermanagement nutzen und in der fünften ist nach wie vor das Sportstudio.

    Eigentlich sollte der Umbau bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Doch das ist nicht mehr zu schaffen. Denn die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb. Auch wenn nur noch etwa eine Handvoll Läden geöffnet sind, bedeutet das dennoch eine besondere Herausforderung. Da Kunden im Center unterwegs sind, müssen die Baustellen so gesichert sein, dass sie gefahrenlos durchlaufen werden können. „Angesichts der wenigen Läden ist die Kundenfrequenz gar nicht so gering“, sagt die Centermanagerin.
    Gastronom kehrt wieder in das Untergeschoss zurück

    Viel Fantasie gehört im Moment noch dazu, sich vorzustellen, wie alles aussieht, wenn es fertig ist. Luisa Lorentz-Leder zeigt auf einem Rundgang die einzelnen Baustellen und erläutert die nächsten Arbeiten. Von außen ist das Gebäude derzeit mit Planen bedeckt. Das dient dem Schutz vor herabfallenden Teilen, denn das Dach wird entkernt und neu aufgebaut.

    Hoffnungen auf einen neuen Markt – wie den alten Bornmarkt, der längst verschwunden ist – macht die Centermanagerin nicht. „Wochenmärkte sind hier extrem etabliert“, sagt sie. Deshalb sei es heute schwierig noch einen weiteren in einem Center anzubieten. Aber im Untergeschoss solle es wieder Gastronomie geben, so kehre der Anbieter der asiatischen Küche zurück.

    Die größte Veränderung im Untergeschoss ist der neue Standort der Rolltreppe. Im gesamten Center werden die Rolltreppen um ein Drittel reduziert und statt am Anfang und Ende der Etagen nur noch in der Mitte sein. „Damit ist die Sichtachse frei, wenn die Kunden hereinkommen“, sagt die junge Frau.

    Im Erdgeschoss wird es ebenfalls wieder verschiedene Geschäfte geben. Ein Blick hinter die Gipskarton- und Glaswände zeigt aber, dass sich die Flächen vergrößern werden. Die Wände wurden herausgerissen – nur der nackte Betonboden und die Stützpfeiler sind zu sehen. Kabel hängen von der Decke. Diese Flächen müssen noch komplett neu für den Einzelhandel ausgebaut werden. Dazu werden auf allen Etagen die Böden neu gemacht und wieder mit Naturstein versehen. Sicher sei bereits, dass auch das Eiscafé nach der Fertigstellung wieder ins Erdgeschoss zurückkomme und auch wieder den Platz vor dem Forum nutze, sagt Luisa Lorentz-Leder.

    Vom Erdgeschoss führt später eine Rolltreppe an der linken Seite nach oben zu der neuen Edeka-Filiale, die mit 4600 Quadratmetern die gesamte erste Etage einnimmt. Maximilian Franke, Auszubildender bei Edeka, erklärt das neue Konzept: Zur Schloßstraße wird es eine Glasfassade geben, die sich auch öffnen lässt. Dort können Kunden sitzen und das Treiben auf der Straße beobachten.
    Fast 200 Gastronomie-Plätze an Bars und Theken

    Fast 200 Plätze bietet die Gastronomie an, dazu gehört eine Raclette-Bar an der Käsetheke und eine Austernbar. Das Fleisch kommt frisch aus Abhängeschränken und kann vor Ort zubereitet werden. Es gibt einen Exotenbereich und einen gläsernen Backstand, an dem die Kunden einmal am Tag zusehen können, wie der Teig für das Brot geknetet und in den Ofen geschoben wird. Die Brücke in der ersten Etage bleibt erhalten. Auf ihr wird ein Kräutergarten entstehen.

    An einer Easy-Shop-Kasse müssen die Kunden nur mit dem Einkaufswagen durchfahren, es gibt aber auch noch acht weitere Bedienkassen. Geplant ist ein Kurierdienst, der Lebensmittel aus dem Markt direkt nach Haus liefert. Mit dem mobilen Bürgeramt auf der Fläche von Edeka sei es eine einzigartige Vorzeige-Filiale, sagt der angehende Einzelhandelskaufmann Maximilian Franke. Er könnte sich gut vorstellen, nach dem Abschluss seiner Lehre in diesem Jahr in der neuen Filiale anzufangen.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Handel #Kommerz

  • Luxuswohnungen und Obdachlosenhilfe : Kreisel-Investor Christoph Gröner will sich auch für Obdachlose engagieren - Steglitz
    https://www.berliner-woche.de/steglitz/c-bauen/kreisel-investor-christoph-groener-will-sich-auch-fuer-obdachlose-eng


    Cet homme a acheté a la ville la plus haute tour de Berlin-Ouest pour un prix dérisoire. Il fera un profit énorme en la transformant en tour d’habitation. Le prix à payer pour y habiter sera a peine moins élevé qu’à Paris. Actuellement ce monsieur s’attaque au quartier environnant qu’il veut redessiner afin de le rendre plus attrayant pour les acheteurs de ses appartements. Dans le contexte de ce projet il prevoit aussi de déplacer hors de vue les sans abris du square à côté de la tour. Bien entendu cette action sanitaire est pour lui du pur engagement social et communal.

    „Wir sind uns nicht zu fein, oben Wohnungen für 14 000 Euro pro Quadratmeter zu verkaufen und unten etwas für Obdachlose zu tun“, sagt Christoph Gröner von der CG-Gruppe und Investor des neuen Wohnturms „ÜBerlin“. Bei einem Pressetermin zum Stand der Bauarbeiten am ehemaligen Kreisel ließ er wissen, dass er auch eine Anlaufstelle für Obdachlose einrichten würde.

    Gröner weiß von den ansässigen Geschäftsleuten, dass rund um den Kreisel die Obdachlosigkeit zunehmend eine Rolle spielt. „Wir wollen darauf reagieren und uns für die wohnungslosen Menschen engagieren“, sagt er. Seine Idee: Eine Möglichkeit anzubieten, wo diese Menschen duschen und sich mit dem nötigsten versorgen können – wie in einer Bahnhofsmission. Christoph Gröner unterstützt bereits andere Hilfsprojekte. Er habe damit gute Erfahrungen gemacht.

    Was die Bauarbeiten am neuen Wohnturm betrifft, läge man gut im Plan, so Gröner. „Alle Schadstoffe sind jetzt entfernt“, sagt der Investor und auch die Statik sei komplett überarbeitet worden. Mit insgesamt fast 90 Tonnen Stahl wurde das Gebäude zusätzlich verstärkt.

    „Die gesamte Statik war Schrott. Das war schon bekannt, als noch das Bezirksamt im Hochhaus seinen Sitz hatte“, sagt Gröner und liefert eine Anekdote: Damals durften die Mitarbeiter nur maximal zwei Ordner auf dem Schreibtisch haben. Mehr Last konnte die Statik nicht tragen. Natürlich hätten die Mitarbeiter mehr als zwei Ordner gehabt. Doch die mussten immer sofort in den Keller gefahren werden. „Auf alten Fotos sieht man daher auch immer leere Regale und leere Schreibtische“, erzählt Gröner.

    In diesem Jahr beginnen die Fassadenarbeiten. Dazu wird das Haus eingerüstet und Stockwerk für Stockwerk werden die Fassadenelemente montiert. Das soll zirka ein Jahr dauern. Ein weiteres Jahr ist für den Innenausbau veranschlagt. Die insgesamt 330 Eigentumswohnungen sollen Anfang 2022 bezugsfertig sein. Auf jeder Etage wird es sechs bis zwölf Wohnungen unterschiedlicher Größe geben. Die günstigsten Wohnungen befinden sich im unteren Bereich und kosten rund 5000 Euro pro Quadratmeter. Je höher es geht, desto teurer wird es. In der 27. Etage müssen 14 000 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden. Die beiden Penthäuser ganz oben werden nach Gebot verkauft.

    Auch für das Sockelgeschoss mit Hotel, Geschäften und Parkhaus hat Christoph Gröner Pläne. Die obersten Ebenen im Parkhaus kommen weg. Stattdessen sollen Büros entstehen. „Die aktuell 1200 Stellplätze im Parkhaus sind gerade mal zu 25 Prozent ausgelastet“, begründet Gröner sein Vorhaben. Den Bewohnern stehen später 238 Tiefgaragen-Stellplätze zur Verfügung. In den beiden Etagen darüber wird es Stellplätze für das Quartier geben. Das Hotel Steglitz International bleibt, wird aber neu konzipiert. Für den Umbau wird es ab zirka Mitte des Jahres für etwa zwei Jahre geschlossen.

    Ein neues Konzept überlegt sich Gröner auch für den Hermann-Ehlers-Platz und den Bereich Kuhligkshofstraße. Die CG-Gruppe will den Ehlersplatz „massiv mitgestalten“, sagt Gröner. „Das Geld dafür kommt von uns“, betont er. Denn für Mieter und Eigentümer solle schließlich das gesamte Quartier attraktiv sein. Dazu gehöre auch die Neugestaltung der Rückseite des Wohnturms an der Kuhligkshofstraße. Hier stellt er sich unter anderem eine kleine Ladenstraße vor. Doch dafür, ebenso wie für die Büros, wird zunächst noch der Bedarf ermittelt.

    Die Gesamtkosten für den Turm, den Sockel und die Gestaltung des Umfeldes werden laut Christoph Gröner am Ende rund eine halbe Milliarde Euro betragen.

    #Berlin #logement #immobilier #Steglitz #Schloßstraße #Hermann-Ehlers-Platz #privatisation

  • Bildergalerie: Steglitzer Kreisel - Hochhaus reloaded | rbb24
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/12/berlin-steglitz-kreisel-hochhaus-umbau-ueberlin-groener-bildergalerie.html

    Seit Sommer 2019 ist der Kreisel ein Hochhausgerippe, komplett entkernt. Gut zu erkennen: Die aus den 1960er-Jahren stammende Stahlkonstruktion. Ursprünglich sollte der Steglitzer Kreisel in Stahlbeton ausgeführt werden, doch weil es im damaligen West-Berlin an Beton mangelte, entschied sich die Architektin Sigrid Kressmann-Zschach für ein Gerüst aus Stahlträgern, kombiniert mit Betonfertigteilen als Geschossdecken

    Der damalige Finanzsenator Heinz Striek (SPD) musste im Zuge der Kreisel-Affäre 1975 zurücktreten. Ein vom Abgeordnetenhaus einberufener Untersuchungsausschuss stellte seine Arbeit wieder ein - ohne Ergebnis. Das Foto hier zeigt den Kreisel in den frühen 1980er-Jahren aus nördlicher Richtung, ungefähr von Höhe des U-Bahnhofs Schloßstraße, dort, wo später der „Bierpinsel“ errichtet wurde.

    Das vierte Stockwerk gibt es zweimal. Dieses hier ist das sogenannten Abfanggeschoss und trägt im Grunde den gesamten Turm. Da das neue „ÜBerlin“ anders als der alte Kreisel keine reine Glasfassade, sondern Balkone und Loggien haben wird, musste das Tragwerk in diesem Geschoss deutlich verstärkt werden. ... Auf das Abfanggeschoss wirken gewaltige Kräfte. Alle Verstärkungen mussten daher sehr genau berechnet und eingepasst werden. Dabei erfolgten laut CG-Gruppe mehrfache technische Abnahmen und Prüfungen.

    Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG-Gruppe und Bauherr des „ÜBerlin“, investiert nach eigenen Angaben rund 190 Millionen Euro in den Umbau des Steglitzer Kreisels. Dabei ist ihm klar, dass die Menschen, die in seinem Hochhaus eine Wohnung kaufen werden, „jenseits des normalen Bürgers unterwegs sind“.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Architektur #Stadtentwicklung #Gentrifizierung #Immobilien #Wohnen #Fotografie

  • Alles neu im Kreis um den Steglitzer Kreisel – B.Z. Berlin
    https://www.bz-berlin.de/berlin/steglitz-zehlendorf/alles-neu-im-kreis-um-den-steglitzer-kreisel

    7.12.2019 von Katja Colmenares - Investor Gröner plant Komplettumbau

    Die Bauarbeiten im Steglitzer Kreisel gehen voran. Täglich schuften rund 50 Handwerker an dem Gerippe. 2021 sollen die ersten Eigentümer ihre Luxuswohnungen beziehen können. Jetzt kommt Investor Christoph Gröner (51), Vorstand und Gründer der CG Gruppe, mit neuen Ideen für das gesamte Areal.

    „Viele Geschäftsleute schilderten, dass Obdachlosigkeit im Quartier eine Rolle spielt. Ich würde sofort eine Anlaufstelle für Wohnungslose einrichten. Mit Duschen und der nötigsten Versorgung. Ähnlich einer Bahnhofsmission“, so Gröner.

    Und das sind seine weiteren, neuen Planungen:

    ► Noch 2020 soll das Hotel Steglitz International (SI) schließen. Gröner: „Ob der Betreiber vom SI dann wieder zurückkehrt, ist offen. Aber ein neues Hotel ist nach wie vor eingeplant.“

    ► Die oberirdische Parkgarage wird zu Bürofläche umgebaut. Gröner: „Aktuell sind die mehr als 1000 Stellplätze zu 25 Prozent ausgelastet. Wir reduzieren auf 480. Für die Anwohner gibt es 238 Parkplätze mit direktem Zugang in ihre Wohnetage.“

    ► CG-Architekten sitzen mit Bezirksvertretern zusammen, um die künftige Gestaltung des Hermann-Ehlers-Platz voranzubringen. Auch die Seite an der Kuhligkshofstraße zur Autobahn und der BVG-Bushof sollen neu gedacht werden. Gröner: „Wir bauen ja nicht nur einen Turm, sondern wandeln ein gesamtes Quartier.“

    Gröner rechnet mit einer Investitionssumme von rund einer halben Milliarde Euro für Turm, Sockel und Umgebung.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Hermann-Ehlers-Platz #Architektur #Stadtentwicklung #Gentrifizierung

  • Vom Frauenknast zum Wasserturm: Tag des offenen Denkmals bietet Einblicke in sonst unzugängliche Gebäude - Steglitz
    https://www.berliner-woche.de/steglitz/c-bildung/tag-des-offenen-denkmals-bietet-einblicke-in-sonst-unzugaengliche-geb

    Im Altbezirk #Steglitz öffnen am Sonnabend und Sonntag, 7. und 8. September, sechs Einrichtungen ihre Türen und bieten Einblicke in die spannende Geschichte der denkmalgeschützten Häuser.

    In diesem Jahr zum zweiten Mal mit dabei ist das Kunsthaus der Achim Freyer Stiftung im #Kadettenweg 53. Der international renommierte Theatermacher, Maler, Sammler und Stifter Achim Freyer lädt in seine Villa ein, die 1893-1894 von Georg Böhme als Fachwerkbau errichtet wurde. Die Besucher erwartet hier unter anderem eine außergewöhnliche Sammlung internationaler Kunst des 20. bis 21. Jahrhunderts sowie der Naiven Kunst und der Art Brut. Insgesamt über 2000 Werke hängen an den Wänden der Villa. Das Haus ist nur am Sonntag, 8. September, von 11 bis 17 Uhr, geöffnet. Es gibt Filmvorführungen zum künstlerischen Schaffen des Künstlers, der selbst anwesend sein wird. Von 12 bis 16 Uhr werden stündliche Führungen durch die Sammlung angeboten

    (Teilnahme nur nach Anmeldung unter Telefon 833 93 14 oder per E-Mail an team@achimfreyer.com). In der Galerie kann die aktuelle Ausstellung „Achim Freyer – Das Bild-neueste Werke“ besucht werden.

    Ebenfalls zum zweiten Mal dabei ist das #Gutshaus_Steglitz in der #Schloßstraße 48, auch bekannt als #Wrangelschlösschen. Das Haus ist zwar ganzjährig geöffnet, aber am Sonnabend, um 12.15 und um 13.15 Uhr bietet der Heimatforscher Wolfgang Holtz Besichtigungen an und wird dabei die eine oder andere Anekdote über Steglitz und das Gutshaus zum Besten geben. Am Sonntag, 12.15 und 14.15 Uhr, erfahren die Besucher auf Führungen von Jörg Rütter, Leiter der Unteren Denkmalschutzbehörde, historische Besonderheiten des Gebäudes.

    Anmeldungen zu den Führungen sind unter Telefon 902 99 33 08 oder per E-Mail an christine.urban@ba-sz.berlin.de erforderlich. Wer auf eigene Faust das Haus erforschen möchte, kann das an beiden Tagen von 12 bis 18 Uhr tun.

    Kunst hinter Gefängnismauern gibt es im ehemaligen Frauenknast #Lichterfelde, #Söhtstraße 7. Das imposante Gebäude, das 1902 bis 1906 von Rudolf Mönnich, Walter Sarkur und Paul Thoemer als Amtsgericht und #Frauengefängnis erbaut wurde und 2010 geschlossen wurde ist seit 2016 Kulturort. Hier finden Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen und Diskussionen einen Raum. Auch Filme und Serien wurden im Gefängnisgebäude gedreht.

    Das Gebäude öffnet an beiden Tagen von 12 bis 18 Uhr. Von 11 bis 17 Uhr stehen stündlich Führungen auf dem Programm, Treffpunkt ist der Gefängnishof. Im Lichthof wird eine Ausstellung gezeigt. Am Sonntag, 18 Uhr, gibt es im Kuppelsaal ein Konzert von Klang Art Berlin. Karten zu zwölf Euro sind an der Abendkasse erhältlich.

    Am Sonntag, 11.30 bis 14 Uhr, öffnen sich auch die Türen des Wasserturms auf dem Friedhof Bergstraße. Seit 2000 hat die A.T.I. Arzneimittelinformation Berlin in dem 1919 fertiggestellten Gebäude ihren Sitz. Der über 40 Meter hohe Turm wurde seitdem mehrfach umgebaut. Gemeinsam mit dem Bezirk restaurierte der Verlag den Turm Ende der 1990er-Jahre aufwendig. Besichtigt werden kann das Basisgeschoss, zu jeder halben Stunde gibt es ein Kurzreferat.

    Einen Einblick in ein Stück unrühmliche Geschichte gibt das Landesdenkmalamt auf dem Gelände des ehemaligen #Kriegsgefangenenlager #Lichterfelde-Süd. An der #Osdorfer_Straße wurde 1939 von der #Reichsbahn ein Arbeitergemeinschaftslager errichtet mit einer Belegungskapazität von 1500 Personen. Ab Sommer 1940 diente es der Unterbringung von Kriegsgefangenen, die in Berlin #Zwangsarbeit leisten mussten. Einige der Baracken überdauerten bis heute. Die überlieferten baulichen Reste werden vorgestellt und die Lebensbedingungen der Gefangenen beleuchtet. Die Rundgänge beginnen an beiden Tagen um 10 und 14 Uhr an der Osdorfer Straße, Ecke #Landweg. Festes Schuhwerk und Taschenlampe sind erforderlich.

    Eine interessante Geschichte hat auch die Villa Folke Bernadotte, #Jungfernstieg 19 zu bieten. In dem 1885-1886 von Richard Reihnhold Hintz errichteten Gebäude lebte von 1928-1945 der deutsche Wissenschaftler Manfred von Ardenne. Teile seiner Forschungslaboratorien sind noch im Haus erkennbar. Etwa in dem acht Meter hohem Kellerraum, in dem er an der Erfindung der Fernsehröhre arbeitete. Heute ist dort ein Kletterlabor eines Familienzentrums untergebracht. An beiden Tagen gibt es um 14.30, 15.15, 16 und 16.45 Führungen, Treffpunkt ist im Foyer. Außerdem ist im Seminarraum die Ausstellung „Baron von Ardenne“ zu sehen.

    Das komplette Programm für den Tag des offenen Denkmals in Berlin auf https://bwurl.de/14ie

    #Ausstellung #Kultur

  • FARBTEST. DIE ROTE FAHNE | DFFB von Gerd Conrad, 18.01.1968
    https://dffb-archiv.de/dffb/farbtest-die-rote-fahne

    https://dffb-archiv.de/editorial/dies-jenseits-bilder-film-politik-dffb-1966-1995
    https://dffb-archiv.de/sites/default/files/styles/stage_big/public/20150410_sdk_3031_d_1.jpg?itok=FxxKOh_K
    Standort der Kamera im Moment der Aufnahme: Rheinstraße 67, 12161 Berlin Friedenau. Blickrichtung SW
    https://www.openstreetmap.org/node/3178164738

    Ab Juni 1967 füllte das politische Engagement eines Teils der Studierenden zunehmend den Freiraum, den ihnen der Unterricht infolge des noch nicht vollständig ausgearbeiteten Lehrkonzepts ließ. Dass die dffb nach den Versuchen am Deutschen Institut für Film und Fernsehen (DIFF) in München und der Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG Ulm) die erste Institution zur Professionalisierung der Ausbildung in einer Filmakademie in der Bundesrepublik war, bedeutete, dass auch die Dozenten zum Ausprobieren gezwungen waren. Der zweite Jahrgang der dffb, der im Herbst 1967 sein Studium aufnahm, geriet mitten hinein in eine filmpolitische Kampfzone.

    Der Film beginnt (00:15) etwa Höhe #Schloßstraße 90, (00:30) rechts in HG Einmündung #Muthesiusstraße, (00:41) Haltestelle #Kieler_Straße, (00:48) links Einmündung Kieler Straße noch befahrbar, (00:52) Fahnenübergabe vor Supermarkt Reichelt, (01:00) rechts Einmündung #Zimmermannstraße noch befahrbar, (01:20) links Einmündung #Deitmerstraße noch befahrbar mit Geschäft Rauch Porzellann, (01:34) Schnitt kaschiert durch vor Ampel wartenden Bus, Sprung vorwärts von Höhe No. 104 zu Höhe No. 106, (1:38) Fahnenübergabe Ecke #Hubertusstraße vor No. 107 rechts Salamander Einmündung #Ahornstraße, (01:50) rechts Woolworth, (01:58) No. 108 links „Ton und Welle“ Fahnneübergabe vor No. 111, (02:04) rechts Brenninkmeyer C&A, (02:05) links Eckhaus No. 110 Cafe Huthmacher, (02:10) rechts Einmündung #Schildhornstraße, (02:14) Eckhaus No.111 für Abriß vorbereitet Baustelle Straßenmitte, (02:15) Häuser rechts vor Kaufhaus Wertheim für Abriß vorbereitet, (02:21) FahnenStandort der Kamera im Moment der Aufnahme: Rheinstraße 67, 12161 Berlin Friedenau. Blickrichtung SW
    https://www.openstreetmap.org/node/3178164738übergabe vor No. 113, ff.

    Ton und Welle, in: Vergessene HIFI Läden - Lost in space, Hifi-Klassiker - HIFI-FORUM
    http://www.hifi-forum.de/viewthread-84-17072.html

    Brenninkmeijer (Familie) - Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Brenninkmeijer_(Familie)
    07.04.1969 - UNTERNEHMEN / C & A BRENNINKMEYER
    Stummer Gigant
    https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45861223.html
    03. Januar 2004 - Brenninkmeyer-Clan, Die verschwiegenen Milliardäre
    https://www.stern.de/wirtschaft/job/brenninkmeyer-clan-die-verschwiegenen-milliardaere-3516264.html
    15.01.2018 - Wer sich scheiden lässt, wird geächtet: Hinter dem C&A-Imperium steckt die traditionsliebende, milliardenschwere Familie Brenninkmeijer. Jetzt will sie wohl verkaufen.
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/c-a-verkauf-wie-tickt-die-familie-brenninkmeijer-a-1187993.html

    Ton und Welle Elwin Petersen in Berlin | Firma
    https://firma-online.org/db/ton_und_welle_elwin_petersen

    Die Firma Ton und Welle Elwin Petersen mit der Lage Ahornstraße 17, 12163 Berlin ist eingetragen im Handelsregister Charlottenburg (Berlin) unter der Nummer HRA 7376 B. Das Datum der Gründung ist der 16. Dezember 2015

    Ton und Welle Elwin Petersen, Kommanditgesellschaft, Berlin - Versicherungswesen
    https://www.companyhouse.de/Ton-und-Welle-Elwin-Petersen-KG-Berlin

    Handelsregisterbekanntmachung von 22.02.2016
    Sitz / Zweigniederlassung:
    Geschäftsanschrift: Ahornstraße 17, 12163 Berlin
    Handelsregisterbekanntmachung von 16.12.2015
    Nicht mehr Persönlich haftender Gesellschafter: 1. Anneliese Petersen;
    Persönlich haftender Gesellschafter: 2. Petersen, Wolf Dieter, Berlin
    Handelsregisterbekanntmachung von 20.03.2001
    Persönlich haftende Gesellschafter: Anneliese Petersen, Berlin. Der persönlich haftende Gesellschafter Elwin Petersen ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Anneliese Petersen geb. Sobania ist jetzt persönlich haftende Gesellschafterin.

    #Hedwigstraße, #Dickhardstraße, #Rheinstraße und #Schmargendorfer_Straße

  • Umbau des Steglitzer Kreisels: Eine Million Euro für die Wohnung im Turm - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/umbau-des-steglitzer-kreisels-eine-million-euro-fuer-die-wohnung-im-turm/24251598.html

    25.04.2019 Das Steglitzer-Kreisel-Hochhaus gilt als Skandalimmobilie. Nun hat ein reiches Ehepaar eine Wohnung in dem Haus gekauft. Zu Besuch auf dem Dach des Rohbaus.

    Oben 120 Meter nackter Stahl und etwas Beton. Unten das Millionenpaar Verena und Oliver Brandt. Oben ein erstauntes Raunen darüber, wie grün Berlin eigentlich ist, vom 30. Stock aus besehen. Unten Frohlocken über den Kaufvertrag mit einem großen Versprechen: In drei Jahren feiert Verenas 80-jährige Mutter ihren Einzug in die 136 Quadratmeter große Eigentumswohnung im zehnten Obergeschoss des Steglitzer Kreisels. Und das wird auch für Berlin in gewisser Weise ein historisches Datum.

    Denn über die Eröffnung des Wohnturms wird in Vergessenheit geraten, wofür der Steglitzer Kreisel einmal stand. Dann, wenn die CG-Gruppe des schillernden Bauunternehmers Christoph Gröner dieses Skelett wirklich mit einer schalldämmenden Glasfassade umhüllt haben wird und mit feinen weißen Steinbändern verziert. Wenn Fußbodenheizung, Trittschalldämmung und Parkett in den Räumen liegen, die luftige 3,20 Meter hohe Decken haben. Wenn die Liegestühle auf den Balkonen der Wohnungen aufgeklappt stehen. Und wenn der Aufzug abhebt, den der Concierge mit einladendem Lächeln gerufen hat. Ja, dann wird vergessen sein, dass hier mal eine Skandalimmobilie stand. Hier am südlichen Ende der Schlossstraße in Steglitz. Eine seit Baubeginn mit Affären, Skandalen, langwierigen Eigentümer-Fehden und kostspieligen politischen Sanierungsversuchen begleitete Investitions-Ruine.

    Aber das wird Christoph Gröner vergessen machen. Der 50-jährige Bauherr hat Energie und Leidenschaft, die Kampfeslust speisen, wie sie allenfalls typisch waren für einen anderen der großen Berliner Baulöwen, Klaus Groth. Und deshalb scheut Gröner auch nicht den Nahkampf in öffentlich-rechtlichen Sendern wie zuletzt dem ZDF, wo er Aktivisten der Enteignungskampagne um die Deutsche Wohnen die Stirn bot.

    Gröner hat Überzeugungen und keine Zweifel: Dass viel und mehr gebaut werden muss, damit die Wohnungsnot endet. Und dass seine Firma dafür die Richtige ist. Weil er selbst sehr früh anfing am Bau. Und weil er für eigene Projekte und vermutlich auch eigenes Geld sein Studium schmiss. Und das war, gemessen an einem „Verkaufsvolumen“ von fast 1000 Wohnungen im vergangenen Jahr im Gegenwert von 1,8 Milliarden Euro, keine ganz falsche Entscheidung.

    Stahlgerüste, mit Folien überzogen, ein kleines Büro neben dem Eingang zum „Globetrotter“-Laden: Hier gibt es weiße Helme und gelbe Warnwesten. Dann geht es in den Bauch des Blocks. Es ist dunkel. Der Beton nackt und kalt. Schwere Metall-Riegel fallen laut ins Schloss des Lastenaufzugs.

    Es geht aufwärts in den 13 Stock. Dort ist eine einzelne Wohnung bereits eingerichtet: Mit Retrotisch, vielleicht in vager Erinnerung an den Baubeginn des ehemaligen Bürohauses in den 1970er Jahren. Eine dunkle Küchenzeile am Rande des Raums, in dem Esstisch mit Stühlen, eine Couchecke stehen und Bilder an den Wänden hängen. Auf die guckt aber niemand, alle schauen raus, in den Himmel über Berlin, ins Grüne, auf Autos ganz unten, so klein wie in einem Kinderzimmer - das ist die eigentliche Verlockung des Käufers, oder?

    „Ein Concierge, Aufzug, Ärzte und Geschäfte im Erdgeschoss - mit dem Rollator über Pflasterstein und vier Ebenen im Reihenhaus, das geht irgendwann nicht mehr“, sagt Verena Brandts Mutter. Sie wird als erstes in die Wohnung der Brandts einziehen, die gut eine Million Euro gekostet hat. Sie haben einen Familiendeal geschlossen. Denn die Kinder werden der Mutter folgen in den Kreisel und die beiden Häuser in Lankwitz verkaufen. Der Wohnturm soll der generationenübergreifende Ruhesitz der Berliner Familie werden. Direkt an der Schlossstraße – das war für die West-Berlin so etwas wie der Sehnsuchtsort.

    „Nehmen Sie doch gleich zwei!“

    Ursprünglich hatten sie nur eine Wohnung mit 58 Quadratmeter im Auge. Als sie dann oben im Zehnten standen und staunten, wie wenig das ist, verteilt auf alle Räume, ulkte der Makler: „Dann neben sie doch zwei“. Das taten sie auch, die Nachbarwohnung mit 85 Quadratmeter kam dazu. Aber ist das nicht zu viel für eine Person? „Nee, wir brauchen viel Platz“, sagt die Seniorin keck. Im Reihenhaus hätten sie mindestens so viel zur Verfügung, „nur übereinandergestapelt“.

    Zig Millionen fürs Penthouse

    330 Eigentumswohnungen plant die Firma, 31 bis 304 Quadratmeter groß. Die Teuersten sind die beiden Penthäuser mit Terrasse, ganz oben auf dem Dach. Von dort reicht der Blick weit über den mit Berlins Dunstglocke aus Diesel- und Dunst-Staub. Viel Wind ist hier nicht. Aber der Turm hält auch Stürmen stand, wiegt sich gleichsam im Wind, bis zu 5 Metern hin und her, sagt ein Bauleiter.

    Die Penthäuser sind noch zu haben. „Die bieten wir aber erstmal nicht an“, sagt ein Verkäufer. Nicht mal wenn der Scheich kommt? „Dann doch“ – unter 18.000 Euro je Quadratmeter geht aber nichts – bei Größen von 180 und 300 Quadratmetern kommen so einige Millionen zusammen.

    Ganz unten was „für Kapitalanleger“

    Ganz unten gibt es auch ganz kleine Wohnungen mit etwas über 30 Quadratmetern, „für Kapitalanleger“ heißt es. Will wirklich jemand da wohnen, eingekesselt zwischen den Autobahnen und Ausfallstraßen zum südlichen Stadtrand? Die Planer locken – mit einem Garten. Der entsteht auf dem Dach des gewerblich genutzten Würfels, von dessen Zentrum der Turm in die Höhe ragt. Das Dach wird mit einer Erdschicht belegt, es wird Rasen gesät, ein kleiner Spielplatz angelegt. Und die Frühlingssonne erreicht an diesem späten Vormittag sogar einen Teil dieses Ínnenhofs.

    Femme fatale der 1960er Jahre

    Die Architektin und Baulöwin Sigrid Kressmann-Zschach hätte ihre Freude daran. In Geschichten und Kolportagen über das West-Berlin der Wirtschaftswunderjahre ging sie als Femme fatale ein, die Politiker der mit deutschen Steuergeldern aufgepäppelten Frontstadt nur so um die Finger wickelte.

    Rücktritte, Prozesse, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Filz aus Politikern und Bauwirtschaft sowie eine Investitionsruine hinterließ sie. Und wie das so ist, wenn Wirtschaftsleute sich verspekulieren, musste auch am Kreisel das Land einspringen, für Bürgschaften und um das Haus zu Ende zu bauen. Das geschah, als ob dem Haus ein Fluch anhaften würde, unter Verwendung von Asbest. Als das bekannt wurde, endete die Nutzung als Verwaltungssitz erneut.

    Und weil das Grundstück dazu noch geteilt war, also ein Eigentümer den gewerblichen Sockel besaß und ein anderer den Turm – dämmerte die verlassene Investitionsruine zuletzt jahrelang ohne Verwendung dahin. Dass sich das nun ändert, zählt zu den positiven Seiten des verrückt spielenden Wohnungsmarktes von Berlin und der niemals zuvor so billigen Zinsen für Immobilienkredite. Wie lange das wohl gut geht?

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Immobilien

  • Schlosspark Theater in Berlin-Steglitz: Hallervorden präsentiert neuen Ko-Leiter | rbb|24
    https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2019/02/dieter-hallervorden-berlin-steglitz-schlosspark-theater.html

    Der Berliner Kabarettist Dieter Hallervorden hat am Montag einen neuen Leiter für sein Theater vorgestellt. Künftig soll Markus Lorenz das Schlosspark-Theater führen, wie eine Sprecherin des Hauses am Montag mitteilte.

    Der 83-jährige Hallervorden ("Honig im Kopf") ist seit Ende 2008 Eigentümer und Intendant des Theaters. Der 49-jährige Lorenz wird neben ihm nun Theaterleiter. „Wir schwimmen auf der gleichen Wellenlänge, und uns eint eine gesunde Sucht nach Erfolg“, teilte Hallervorden zur Personalie mit.

    18 Jahre am Ohnsorg-Theater

    Neben seiner Schauspieltätigkeit auf der Bühne und im Fernsehen sammelte Lorenz den Angaben zufolge auch Erfahrung als Inspizient, Produktionsassistent, Requisiteur, Regieassistent, Co-Regisseur und nicht zuletzt auch als Regisseur an verschiedenen deutschen Theatern.

    In den vergangenen 18 Jahren war Lorenz am Hamburger Ohnsorg-Theater. Er freue sich auf die spannende Arbeit in Berlin und über die Chance, an einem Haus „mit so langer Theatergeschichte“ arbeiten zu können, sagte Lorenz. Die bisherige Theaterleiterin hatte nach Angaben der Sprecherin zum Jahresende aufgehört.

    #Berlin #Steglitz #Wrangelstraße #Schloßstraße #Theater

  • Berlin : Umbau im Forum Steglitz beginnt im Januar 2019 - Steglitz-Zehlendorf - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article215875453/Umbau-im-Forum-Steglitz-beginnt-im-Januar-2019.html

    Viele Geschäfte sind im Center an der Schloßstraße geschlossen. Bis Herbst 2019 soll es neu gestaltet werden - bei laufendem Betrieb.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Handel #Einkaufszentrum #Stadtentwicklung

  • Fünf Jahre nach Tunnel-Coup plant Bank einen Neubau - Berlin - Aktuelle Nachrichten - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/berlin/article215325171/Fuenf-Jahre-nach-Tunnel-Coup-plant-Bank-einen-Neubau.html

    14.09.2018 Katrin Lange

    Es ist die wohl berühmteste Bankfiliale in Berlin – bekannt durch den spektakulären Tunnel-Coup. Im Januar 2013 hatten Täter einen 45 Meter langen Tunnel unter der Filiale der Berliner Volksbank an der Schloßstraße 46, Ecke Wrangel-straße gegraben und mehr als 300 Schließfächer aufgebrochen. Nach polizeilichen Schätzungen haben die Täter rund neun Millionen Euro erbeutet. Sie wurden bis heute nicht gefasst, die Beute bleibt verschwunden.

    Jetzt soll der alte Flachbau durch einen Neubau ersetzt werden. Im Stadtplanungsausschuss des Bezirks Steglitz-Zehlendorf hat das Architekturbüro Axthelm Rolvien erste Ideen vorgestellt. Die Planer haben dabei versucht, einen Bezug zu den umliegenden Denkmälern und der Matthäuskirche an der Rothenburgstraße zu schaffen. „Die Kirche soll man immer wahrnehmen“, erläuterte Annette Axthelm ihre Pläne. Etwa 20 Gestaltungsvarianten für den Neubau hat das Büro entwickelt, mit verschiedenen Fassaden wie Stahl, Holz und Glas. Allerdings – und das war eine Überraschung – ist der Neubau wesentlich höher als der derzeitige zweigeschossige Flachbau. In einer Variante hatte das Gebäude sogar sieben Stockwerke. In allen Vorschlägen ist ein hohes Haupthaus mit einem flachen Anbau geplant. Neben der Filiale der Berliner Volksbank, die dort wieder einziehen wird, soll es auch Platz für einen Kindergarten und Gewerbe geben.

    „Das ist besser als der Bestand“, war die erste Reaktion von Torsten Hippe, Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses. Für Irritationen sorgt jedoch die neue Höhe des Gebäudes. „Es ist ja schön, wenn ich die Kirche sehe“, sagt Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU). Aber was sei mit dem Blick in Richtung Gutshaus Steglitz und Schlosspark-Theater? Auch der müsste berücksichtigt werden. Laut Bebauungsplan sind an diesem Standort nur zwei Geschosse erlaubt. Sollte der Bau höher werden, muss der Bebauungsplan für das Vorhaben geändert werden. Die Architekten werden jetzt weitere Gespräche mit dem Stadtplanungsamt führen.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Wrangelstraße #Architektur #Stadtentwicklung

  • Tagesspiegel Leute Newsletter | Steglitz-Zehlendorf 15.3.2018
    https://leute.tagesspiegel.de/steglitz-zehlendorf-15-3-2018

    Erst einmal zu den guten Nachrichten: Im Schlosspark Theater wurde 2017 rechnerisch fast jeden Tag Theater gespielt – 358 Vorstellungen fanden statt, geplant waren eigentlich nur 280. Vier Neuproduktionen waren für 2017 geplant, tatsächlich wurden fünf Premieren gefeiert. Das Steglitzer Theater ist aktiv, kümmert sich, ist präsent. Das Problem sind die Zuschauerzahlen. 79.919 zahlende Gäste zählte das Haus von Dieter Hallervorden im letzten Jahr; 2016 waren es bei „nur“ 339 Vorstellungen noch 89.705 Besucherinnen und Besucher. Zählt man nur das zahlende Publikum bleibt jeder zweite Theatersessel im Haus in der Wrangelstraße leer.

    Diese Zahlen stammen aus dem „Bericht zur Finanziellen Entwicklung der landeseigenen Theater- und Orchesterbetriebe“, der demnächst im Ausschuss für Kulturelle Angelegenheiten des Abgeordnetenhauses beraten werden wird. Die Vorsitzende des Kulturauschusses, Sabine Bangert (Grüne), schreibt in einer „kulturpolitischen Information“: „Probleme zeichnen sich aber auch aufgrund der geringen Auslastung … vor allem aber beim Schlossparktheater ab – wobei die Unterhaltungstheater insgesamt nur noch eine Auslastung von 58 Prozent haben.“ Der Bericht gibt übrigens auch Auskunft über die staatliche Unterstützung für die Theater (und Orchester) Berlins. 2017 flossen insgesamt 883.000 Euro öffentliche Zuschüsse an das Schlosspark Theater. Das Land Berlin gab 283.000 Euro als institutionelle Förderung in den Theater-Etat, weitere 600.000 Euro flossen als Lottogelder.

    https://www.schlossparktheater.de

    KONTAKT:
    Schloßstraße 48 / 12165 Berlin
    Kasse: 030 - 789 56 67 - 100
    Kasse: kasse(at)schlossparktheater.de
    Büro: berliner(at)schlossparktheater.de

    #Berlin #Steglitz #Wrangelstraße #Schloßstraße #Theater

  • Der Steglitzer Kreisel wird zu ÜBerlin - Berlin - Aktuelle Nachrichten - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/berlin/article213479041/Der-Steglitzer-Kreisel-wird-zu-UeBerlin.html

    Am Steglitzer Kreisel beginnen nächsten Monat die entscheidenden Arbeiten. Behinderungen auf der Schloßstraße.

    19.02.2018, 07:00 Uhr Katrin Lange
    Mehr als 300 Wohnungen sollen entstehen

    Berlin. Mit 118,5 Meter Höhe stand der Steglitzer Kreisel bislang auf dem fünften Platz der Berliner Hochhäuser. Im Zuge der geplanten Umbauarbeiten wurde das Hochhaus neu vermessen: Mit dem Ergebnis, dass es 1,5 Meter höher ist. Damit kann sich das ehemalige Bürohochhaus an der Steglitzer Schloßstraße um zwei Plätze verbessern. Das Gebäude steht nun an dritter Stelle hinter den gewerblich genutzten Treptowers und dem Hotel „Park Inn“ auf dem Alexanderplatz. „Mit 120 Metern wird der Kreisel sogar Berlins höchstes Wohnhochhaus sein“, sagt Jürgen Kutz von Vorstand der CG-Gruppe. 190 Millionen Euro investiert der Projektentwickler in den Turm, Ende 2021 sollen die 329 Wohnungen fertig sein.

    Der Investor ist in das neue Jahr mit einem neuen Namen für das Hochaus-Projekt im Südwesten gestartet. Bislang wollte die Geschäftsführung immer an dem Namen Steglitzer Kreisel festhalten. Schließlich ist der ein Markenzeichen geworden für einen Bau, der nicht zuletzt aufgrund seiner vielen Skandale, wie Pleiten und Asbest, bekannt geworden ist. Doch jetzt haben sich Marketing-Experten etwas Neues ausgedacht. ÜBerlin ist die neue Bezeichnung für den Turm, wobei das B im gedruckten Schriftzug von den Flügeln einer fliegenden Taube gebildet wird. „Wir wollten etwas Luftiges, Leichtes, Filigranes“, sagt Jürgen Kutz vom Vorstand der CG-Gruppe. Es solle der Eindruck entstehen, dass man sich nach oben bewegt. Der Begriff Steglitzer Kreisel bleibt aber unter dem neuen Namen kleingedruckt bestehen.

    Schloßstraße halbseitig drei Wochen lang gesperrt

    Im ersten Quartal 2018 beginnt die entscheidende Phase des Umbaus. Der Asbest ist raus, das Stahlskelett freigelegt, im Dezember 2017 wurde die Baugenehmigung erteilt. Im Moment wird das Gebäude noch weiter entkernt, der Estrich bis auf den Rohbeton abgetragen. In der Woche vor Ostern geht es dann richtig los: Ein 160 Meter langer Autokran wird in der Schloßstraße angeliefert. Mit diesem Kran soll wiederum ein anderer Kran auf das Dach des Hochhauses gehoben werden. Für das Manöver bleibt die Schloßstraße halbseitig Richtung Innenstadt vor dem Hochhaus bis zur Kreuzung am Hermann-Ehlers-Platz drei Wochen lang komplett gesperrt. Die Fahrtrichtung stadtauswärts bleibt auch während der Krananlieferung frei.

    In den drei Wochen wird nicht nur der Kran auf das Dach gestellt, sondern auch eine Lastenbrücke über den gesperrten Bereich der Schloßstraße gebaut. Die hat zwei Funktionen: Zum einen ist die Schloßstraße dann während der weiteren Arbeiten wieder frei für den Autoverkehr. Zum anderen ist diese Brücke ein zusätzlicher Schutz für Passanten. Denn oben am Kran werden frei schwebende Lasten hängen, wie zum Beispiel Fassadenteile. Die Schwerlastbühne wird während der gesamten Bauzeit von etwa 2,5 Jahren die Schloßstraße vor dem Kreisel halbseitig überspannen. Der Verkehr kann drunter aber nur auf zwei Fahrspuren fließen. Die Busspur und der Standstreifen werden für die Baustelleneinrichtung gebraucht.

    Das Hochhaus war anfangs als Stahlbetonbau geplant. Dafür wurde auch das Fundament gelegt. Erst später änderten sich die Pläne, statt Stahlbeton ist es nun ein Stahlskelett. „Das kommt uns heute zugute“, sagt Jürgen Kutz. Denn das Fundament sei für den Betonbau ausgelegt und habe daher eine wesentlich höhere Traglast. Aus diesem Grund müsste es jetzt nicht extra verstärkt werden.

    Das Vertriebsbüro soll Anfang Mai eröffnet werden

    Ende Januar begann der Ausbau des Vertriebsbüros im Sockel des Kreisels. Das Büro zieht in die ehemaligen Geschäftsräume des Autovermieters Sixt, der schon Ende 2017 ausgezogen ist. Bis Ende April werden die Räume renoviert und umgebaut. Anfang Mai, so die derzeitige Planung, soll das Vertriebsbüro eröffnet werden. Dort können sich Interessierte dann auch über die mehr als 50-jährige Geschichte des Steglitzer Kreisels informieren. Zudem soll es Videoprojektionen geben und Materialbeispiele für die Ausstattung, wie Fußböden und Bäder. Eine Musterwohnung ist voraussichtlich Mitte 2019 zu sehen.

    In einem zweiten Bauabschnitt werden im Sockel des Kreisel entlang der Kuhligkshofstraße noch einmal 76 neue Wohnungen entstehen. Das werden zum Teil kleine Apartments mit Terrassen und Blick in den begrünten Innenhof sein. Die Wohnungen im Sockel und Turm sind zwischen 30 und 230 Qua­dratmeter groß, der Kaufpreis der Eigentumswohnungen beginnt bei 4800 Euro pro Quadratmeter, je höher desto teurer wird der Preis. Bis zum 21. Stock befinden sich immer zwölf Wohnungen auf einer Etage, ab dem 22. Stock sind es nur noch sechs bis acht Apartments.

    Hotel „Steglitz International“ wird nahezu halbiert

    Das Hotel „Steglitz International“, das zum Gebäudeensemble gehört, wird verkleinert. Die heutige Fläche von 14.000 Quadratmetern soll nahezu halbiert werden. Das Gebäude-Ensemble ist weiterhin für Einzelhandel und Büros vorgesehen, möglicherweise wird die vom Hotel frei werdende Fläche auch für betreutes Wohnen genutzt. Zwischen Parkhaus und Wohnhaus an der Kuhligkshofstraße liegt ein weiteres Geschäftshaus, in dem Flächen für Büros, Handel und Praxen entstehen.

    Die CG-Gruppe ist derzeit noch auf vier weiteren Baustellen in Berlin aktiv. An der Chausseestraße in Mitte ist das Projekt „Feuerlandhöfe“ mit 400 Wohnungen fast fertiggestellt. An der Rigaer Straße in Friedrichshain läuft der Bau von 133 Wohnungen und Gewerbeflächen. Am Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg entstehen 400 Wohnungen und am Halleschen Ufer in Kreuzberg sind etwa 500 geplant.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Albrechtstraße #Hermann-Ehlers-Platz #Wohnen #Immobilien #Gentrifizierung

  • Kühne Pläne für den Bierpinsel: - Steglitz - berliner-woche.de
    http://www.berliner-woche.de/steglitz/bauen/kuehne-plaene-fuer-den-bierpinsel-d141958.html


    Wat soll man da noch sajen.

    in Kapselhotel, Office-to-go und Skybar hat Axel Bering im Kopf, wenn er an die Zukunft des Bierpinsels denkt. Bering ist Geschäftsführer der Schlossturm GmbH, die Eigentümer des Steglitzer Wahrzeichens ist. Beim Runden Tisch berichtete er über seine Ideen für den Bierpinsel.

    Der Runde Tisch Steglitz-Mitte wird regelmäßig von DRK Berlin-Südwest organisiert. Am 18. Januar stand die Zukunft des Bierpinsels auf der Tagesordnung. Wie sehr der seit fast zehn Jahren leerstehende Turm an der Schloßstraße das öffentliche Interesse erregt, wurde an diesem Abend deutlich: Über 50 Bürger waren in die Ingeborg-Drewitz-Bibliothek gekommen, um Neuigkeiten zum Bierpinsel zu erfahren und auch ihre Wünsche zu äußern.

    Zunächst informierte Bering über die Ursachen des langen Leerstandes. Ein Wasserschaden im Winter 2009/2010 brachte alle Vorhaben der Eigentümerin, den Turm zu entwickeln, zum Erliegen. Die Auseinandersetzung mit der Versicherung über den Schadensausgleich zog sich hin. Aufgrund des langen Leerstandes muss ein neues Brandschutzkonzept entwickelt werden, das auch der künftigen Nutzung entspricht.

    Laut Bebauungsplan sind im Bierpinsel nur gastronomische Betriebe zugelassen. Aber, so Bering, nur mit Restaurants ließe sich der Bierpinsel nicht gewinnbringend betreiben. Die Investition von rund 2,5 Millionen Euro müsse sich auch refinanzieren. Durch die Kombination von Gastronomie und Hotel wäre das machbar, sagt Bering. Dabei denkt er an ein sogenanntes Kapselhotel: die Gäste schlafen in Mini-Boxen. Die Ausstattung ist entsprechend reduziert. „So ein Kapselhotel wäre in Berlin das erste seiner Art“, sagt Bering. In den Weltmetropolen sind diese Unterkünfte bereits im Kommen. Auch Steglitz würde es gut stehen. „Und es wäre rentabel“, so Bering. Falls sich diese Idee nicht umsetzen lässt, wäre ein „Office-to-go“ vorstellbar. Hier könnten sich Start-ups zeitweilig einmieten. Auf dem Dach würde Axel Bering gern eine Sky-Bar einrichten.

    Unter einigen Teilnehmern des Runden Tisches hat eine gastronomische Nutzung klare Priorität. Sie erinnerten an Westberliner Zeiten, als der Besuch des Bierpinsels und seinen Restaurants ein „Muss“ war. Andere wünschten sich, dass der Bierpinsel zu einem „Event-Turm“ werde. Das Gebäude sei prädestiniert für eine kulturelle Nutzung. Neben einem Restaurant könnten Ausstellungen und alternative Kunstaktionen viele Berliner und Touristen in die Schloßstraße locken. „Eine Belebung des Bierpinsels mit Kultur, Kunst und Restauration auch nach 20 Uhr könnte auch die Schloßstraße wieder beleben“, sagte Stephani Bahlecke vom Verein Kunst.Raum.Steglitz.

    Wenn der Bierpinsel wieder zur Attraktion werden soll, muss sich allerdings auch etwas auf dem Gelände unter dem Turm tun. „Der derzeitige Zustand ist nicht tragbar“, erklärte Bering. Hier sollten Bierpinsel-Eigentümer und das Bezirksamt als Verwalter des Grundstücks gemeinsam nach einer Lösung suchen. Bering könnte sich vorstellen, dass unter der Tiburtiussbrücke eine kleine Markthalle entsteht.

    Bis aber überhaupt etwas am Bierpinsel passiert, wird noch einige Zeit ins Land gehen, kündigte Axel Bering an. Erst müssten Brandschutz und Nutzungskonzept stehen, dann der Bebauungsplan geändert und darauf Baugenehmigungen erteilt werden. Die reine Bauzeit soll laut Bering rund 18 Monate dauern.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Schildhornstraße #Joachim-Tiburtius-Brücke #Bierpinsel #Immobilien #Kultur

  • Baugenehmigung für Berliner Problemturm Steglitzer Kreisel
    https://www.immobilien-zeitung.de/1000048949/baugenehmigung-fuer-berliner-problemturm-steglitzer-kreisel

    Vor Jah­ren woll­te ein Ber­li­ner Fi­nanz­se­na­tor den jetzt bald seit elf Jah­ren leer ste­hen­den, da­mals as­best­ver­seuch­ten Ste­glit­zer Krei­sel ab­schlie­ßen und ver­ges­sen, sein Nach­fol­ger den 118,5 m ho­hen ver­ma­le­dei­ten Turm aus den 1970er Jah­ren ver­schen­ken. Das ist am boo­men­den Ber­li­ner Markt längst kein The­ma mehr. Das Un­ge­tüm im Stadt­be­zirk Ste­glitz wur­de ver­kauft und jetzt liegt für den auf Kos­ten des Lan­des Ber­lin gründ­lich aus­ge­wei­de­ten Kum­mer­turm Bau­recht für 329 schi­cke Ei­gen­tums­woh­nun­gen vor.

    Auf­at­men beim bun­des­weit tä­ti­gen Pro­jekt­ent­wick­ler CG Grup­pe: „Die Bau­ge­neh­mi­gung für die Sa­nie­rung und Um­nut­zung von Bü­ro auf Woh­nen im be­kann­ten Hoch­haus wur­de er­teilt“, freut sich Vor­stand Jür­gen Kutz. Die Wie­der­auf­er­ste­hung des „ÜBer­lin“ ge­tauf­ten Pro­blem­turms las­sen sich Kutz und sei­ne Fi­nanz­in­ves­to­ren (50% der CG Grup­pe ge­hö­ren der Im­mo-AG Con­sus Re­al Es­ta­te) 220 Mio. Eu­ro kosten.

    Die Bau­ar­bei­ten für die zwi­schen 31 qm und 120 qm gro­ßen Woh­nun­gen und Pent­häu­ser lässt Kutz im Früh­jahr kom­men­den Jah­res be­gin­nen. Der­zeit fin­den im Ge­bäu­de vor­be­rei­ten­de Ar­bei­ten zur Si­che­rung und zum Brand­schutz statt. 2021 will Kutz fer­tig sein. „Müs­sen wir so­gar“, lacht der Ent­wick­ler. 2007 näm­lich pin­sel­te beim Ab­schieds­fest ei­ner der Bü­ro­ar­bei­ter: „2007 good bye. In 15 Jah­ren se­hen wir uns wie­der“, an die Wand. „Die­sen Wunsch wol­len wir er­fül­len.“ Oben im Turm be­fand sich bis 2007 ein Teil des Bezirks-Rathauses.

    Turm­woh­nun­gen mit stol­zen Preisen

    Dass sich Be­am­te und Be­schäf­tig­te ei­ner Be­hör­de die neu­en Blei­ben leis­ten kön­nen, ist eher un­wahr­schein­lich. Die Prei­se für die Ei­gen­tums­woh­nun­gen be­gin­nen bei 4.300 Eu­ro/qm und klet­tern mit je­der Eta­ge wei­ter nach oben. Das En­de der Fah­nen­stan­ge für die nor­ma­len Woh­nun­gen sei bei 9.000 Eu­ro/qm er­reicht. Die Pent­häu­ser hoch über der Stadt­au­to­bahn und dem Bus­bahn­hof sind teu­rer. Der Durch­schnitts­preis am Ein­gangs­tor zur Ein­kaufs­stra­ße Schloß­stra­ße be­trägt 7.400 Eu­ro/qm. Ob­wohl der Ver­trieb of­fi­zi­ell noch gar nicht be­gon­nen ha­be, hät­ten schon jetzt „zahl­rei­che po­ten­zi­el­le Käu­fer ihr In­ter­es­se an­ge­mel­det“, be­teu­ert Kutz.

    Pro Stock­werk ste­hen et­wa 830 qm Wohn­flä­che zur Ver­fü­gung. Durch un­ter­schied­li­che Zu­schnit­te und Preis­klas­sen sol­len ver­schie­de­ne Ziel­grup­pen vom Sin­gle bis zur Fa­mi­lie und vom lo­ka­len bis zum in­ter­na­tio­na­len Käu­fer er­reicht wer­den. Ins­ge­samt wer­den knapp 23.700 qm Wohn­flä­che neu geschaffen.

    So­ckel­sa­nie­rung er­folgt im zwei­ten Schritt

    Wei­te­re 70 Mio. Eu­ro wol­len Kutz und Kol­le­gen in ei­nem zwei­ten Schritt in den So­ckel des Ge­bäu­des pum­pen. Ge­meint ist die Sa­nie­rung von Lä­den und Bü­ros, ei­nem Ho­tel aber auch rund 70 Miet­woh­nun­gen. Letz­te­re will Kutz für 12,50 bis 15 Eu­ro/qm ver­mie­ten. „Das sind die im Be­zirk üb­li­chen Prei­se“, sagt der Ent­wick­ler selbst­be­wusst. Die Ent­wür­fe für den Um­bau des Ge­samt­kom­ple­xes stam­men vom Leip­zi­ger Ar­chi­tek­tur­bü­ro Fuchs­hu­ber und sol­len das häss­li­che Ent­lein auch durch nach­träg­lich an­ge­bau­te Bal­ko­ne und Log­gi­en in ei­nen schö­nen Schwan verwandeln.

    Vor gut zehn Jah­ren spitz­te sich die Zu­kunft des Krei­sels auf die Fra­ge zu: „Will den je­mand ha­ben oder kann der weg?“ Jah­re­lang bot der Ber­li­ner Se­nat sei­nen ver­seuch­ten Kum­mer­turm an wie Sau­er­bier. Mal tru­gen sie den ol­len Turm auf die Im­mo­bi­li­en­mes­se Mi­pim ins süd­fran­zö­si­sche Can­nes, mal spra­chen sie mit Chi­ne­sen, dann mit der Me­ri­di­an-Stif­tung, dann mit ei­nem Scheich aus Ka­tar. Das ging, bis sich der Ber­li­ner Im­mo­bi­li­en­markt dreh­te, die deut­sche Haupt­stadt hip wurde.

    Nach end­los zä­hen Ver­hand­lun­gen, Schlag­ab­tau­schen, Gut­ach­ten und ju­ris­ti­schem Ge­scha­cher mit der Stadt er­hiel­ten Kutz und sein Vor­stands­kol­le­ge Chris­toph Grö­ner den Zu­schlag. Erst er­war­ben sie den So­ckel vom Ber­li­ner Im­mo­bi­li­en­un­ter­neh­men Be­cker & Kries, im Som­mer ver­gan­ge­nen Jah­res dann auch den Turm vom Land Berlin.

    Im­mo­bi­li­en­skan­dal um die schö­ne Sigi

    Das Ver­fah­ren dau­er­te und dau­er­te, si­cher auch des­halb, weil die Ver­käu­fer den In­ves­to­ren ganz ge­nau auf die Fin­ger schau­en woll­ten. Är­ger gab es mit dem Stahl-Be­ton-Ko­loss näm­lich mehr als ge­nug. Und das vom ers­ten Tag an. Am An­fang stand ei­ner der größ­ten Im­mo­bi­li­en­skan­da­le, die das an sol­chen Af­fä­ren wahr­lich nicht ar­me West-Ber­lin zu bie­ten hat­te. In sei­nem Mit­tel­punkt: Sig­rid Kress­mann-Zschach. Die In­ves­to­rin und Ar­chi­tek­tin, von der Bou­le­vard­pres­se „die schö­ne Si­gi“ ge­nannt, hat­te sich En­de der 60er Jah­re Grund­stü­cke im Be­zirk ge­si­chert. Die Area­le wa­ren von ent­schei­den­der Be­deu­tung für den Bau der U-Bahn-Li­nie 9. Mit die­sem Faust­pfand trotz­te die gla­mou­rö­se Da­me den Be­hör­den den 118,5 m ho­hen Turm ab und si­cher­te sich gleich­zei­tig die in­for­mel­le Zu­sa­ge des Be­zirks, die Bü­ros an­zu­mie­ten. Das für den Bau nö­ti­ge Ei­gen­ka­pi­tal brach­ten Kom­man­di­tis­ten auf, die von der kom­for­ta­blen 75%igen Son­der­ab­schrei­bung für ge­werb­li­che In­ves­ti­tio­nen in West-Ber­lin profitierten.

    mobile Fassung
    https://m.immobilien-zeitung.de/1000048949/baugenehmigung-fuer-berliner-problemturm-steglitzer-kreisel

    Neuer Wohnraum: Der Steglitzer Kreisel wird Berlins höchster Wohnturm - Berlin - Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/neuer-wohnraum-der-steglitzer-kreisel-wird-berlins-hoechster-wohnturm/20669120.html

    120 Meter hoch, schon während der Bauzeit in den 1970er Jahren eine Investitionsruine und später Sitz des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf – die Skandalgeschichte des Kreisels ist beendet: Das Bauamt hat die Pläne des neuen Eigentümers genehmigt, das Geisterhaus an der Schloßstraße in Berlins höchsten Wohnturm umzubauen. Wie Christoph Gröner Chef der CG-Gruppe mitteilt, sollen rund 300 Wohnungen entstehen.

    Die Pläne stehen, die Arbeiten beginnen. „ÜBerlin“ nennt der Unternehmer den Kreisel, um auch beim Namen mit der Geschichte des Gebäudes zu brechen. Die Bauzeit dauert bis etwa Ende des Jahres 2020. Im Turm selbst sollen rund 260 Eigentumswohnungen entstehen, für weitere 67 soll Platz in der zweiten sowie dritten Etage des Sockels sein. Auch kleinere Wohnungen mit einer Fläche von etwa 30 Quadratmetern sind vorgesehen.

    Dass der Turm so lange leer stand, hängt auch mit der unglücklichen Aufteilung des Gebäudeensembles zusammen: Zuvor hatte es immer zwei Eigentümer gegeben, das Land Berlin besaß den Turm. Der Firma Becker und Kries gehörte der mehrgeschossige Sockel mit Läden und Hotel, einem Busbahnhof sowie einer Tiefgarage mit 400 Stellplätzen und 800 weitere in einem Parkhaus – 30 000 Quadratmetern gewerblich genutzte Fläche sind es insgesamt.

    Es geht hoch hinaus

    Gröner gelang es, zunächst diesen Bereich zu erwerben und später den Turm. Nun kann das ganze Ensemble neu gestaltet und saniert werden. Ein Ergebnis des Baugenehmigungsverfahrens war außerdem, dass der Turm in die Höhe wuchs. Bisher hieß es, dieser sei 118,5 Meter hoch, nunmehr sind es 120 Meter – das jedenfalls ergab die Vermessung.

    Bürotürme zu Wohnhäusern – das ist auch das Leitbild Gröners für das frühere Postscheckamt am Halleschen Ufer in Kreuzberg: „Das Vorhaben ist auf der Konsensliste des Bezirks“, sagte Gröner auf Anfrage. Danach hatte es zunächst nicht ausgesehen, nachdem der neue Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) angetreten war und Bedenken auch wegen der Preise der Mietwohnungen geäußert hatte.

    600 Wohnungen entstehen auf dem Areal, 170 davon gefördert im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus. Proteste gibt es aber bei Eltern der nahe gelegenen Clara-Grunwald-Schule. Sie beklagen, der Hof werde verschattet und ein Teil desselben für die Erweiterung der Bildungseinrichtung abgezweigt zur Unterbringung der in die Neubauten einziehenden Kinder – weil auf dem Areal des Entwicklers dafür keine Baufläche sei.

    Die CG-Gruppe ist bundesweit tätig und hat laut Gröner allein in Berlin 1600 Wohnungen in den vergangenen fünf Jahren errichtet. Die Neubauten würden „familienfreundlich“ im Durchschnitt für 12 Euro je Quadratmeter und Monat vermietet. Zum „Grundverständnis“ Berlins gehöre es, dass die Kaufkraft in der Stadt bei rund 60 Prozent jener von Hamburg liege und auch weit hinter der internationaler Metropolen.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Hermann-Ehlers-Platz #Kreisel #Wohnen #Immobilien

  • Reif für den Pinsel
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/berlin-reif-fuer-den-pinsel-1.3646560

    Der Bierpinsel in Steglitz gilt als architektonisches Bau-Juwel der 1970er-Jahre. Und er ist typisch Berlin: Baufällig und meist verlassen. Nun kann er bei Sotheby’s gekauft werden.

    Von Verena Mayer, Berlin

    Wenn man an Berliner Wahrzeichen denkt, fällt den meisten Leuten als Erstes der Fernsehturm ein. Dabei hat die Hauptstadt ein noch viel symbolträchtigeres Wahrzeichen: ein Bauwerk namens Bierpinsel nämlich. Das ist ein wuchtiger Aussichtsturm mit Restaurant in bester Westberliner City-Lage, das aussieht wie ein Atompilz, an den jemand die Kabinen einer Gondelbahn geschraubt hat. Das knapp 50 Meter hohe Bauwerk ist seit vierzig Jahren Kult, was man auch daran erkennt, dass die Berliner ihm einen dieser Spitznamen verpasst haben, den nur ganz besondere Orte erhalten. Die Figur auf der Siegessäule, die „Goldelse“, etwa oder die Kongresshalle mit ihrem geschwungenen Runddach, die allgemein nur unter der Bezeichnung „Schwangere Auster“ bekannt ist.

    Und wie kaum ein anderes Gebäude repräsentiert der Bierpinsel in der Steglitzer Schlossstraße die Stadt, in der er steht: Der Restaurant-Turm war in den vierzig Jahren seines Bestehens nämlich fast durchgehend baufällig, pleite, geschlossen oder stand sonst ungenutzt in der Gegend herum.

    Zuletzt hatte eine deutsche Immobilien-Unternehmerin, die den Bierpinsel als Erbpächterin übernahm, versucht, den denkmalgeschützten Turm mit dem architektonischen Charme der Siebzigerjahre aufzumöbeln. Der Bierpinsel wurde plötzlich unter der Bezeichnung „Schlossturm“ vermarktet, an die feuerroten Außenwände, mit denen das Architektenduo Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte den oberen Teil versehen hatte, sprayten Künstler aus aller Welt bunte Graffiti. Drinnen wurden Partys und Projekte gemacht, dann gab es einen Wasserschaden und einen langen Streit mit einer Versicherung. Seit dem Jahr 2010 steht das Gebäude wieder einmal leer und dient nur mehr Berlin-Touristen als schräges Fotomotiv für ihre Instagram-Accounts.

    Seit Dienstag kann man den Bierpinsel nun kaufen. Die Immobiliensparte des Auktionshauses Sotheby’s hat das Gebäude in ihren Online-Katalog aufgenommen, für 3,2 Millionen Euro ist die als „iconic landmark“ beschriebene Immobilie zu erwerben. Erste Interessenten hätten sich schon gemeldet, heißt es bei der Firma Sotheby’s International Realty Berlin, die als Makler auftritt. Näheres wolle man aber nicht dazu sagen.

    Für den Bezirk Steglitz, dem das Grundstück gehört, kommt der Verkauf allerdings überraschend. Nicht nur, dass man davon nichts gewusst habe, die Betreiber hätten den Bierpinsel auch mit dem Versprechen übernommen, selbst etwas daraus zu machen, sagt die Steglitzer Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU). Ihr sei im Prinzip egal, was mit dem Bierpinsel geschieht, ob dort nun Restaurants, Cafés oder Clubs einziehen oder eine Berliner Brauerei wie früher. „Die beste Nutzung wäre einfach, dass der Bierpinsel benutzt wird und nicht herumsteht und vergammelt.“ Allen potenziellen Käufern will Richter-Kotowski noch einige Details mitgeben: Die Betriebserlaubnis für den Bierpinsel ist abgelaufen, das Gebäude wird immer baufälliger, und der Brandschutz ist sowieso noch einmal eine Sache für sich. Mit anderen Worten: Bis im Bierpinsel irgendetwas eröffnet wird, kann es noch Jahre dauern. Ein echtes Berliner Bauprojekt eben.

    Verena Mayer, geboren 1972 in Wien, ist Mitarbeiterin im Ressort Gesellschaft. Sie hat Theaterwissenschaft, Germanistik und Geschichte studiert und als Reporterin für die Frankfurter Allgemeine und den Tagesspiegel gearbeitet. Seit 2004 schreibt sie als Autorin für die Süddeutsche Zeitung, seit Januar 2014 ist sie Korrespondentin im Berliner Büro. Sie lebt seit 1999 in der Hauptstadt, und obwohl sie mit Wiener Schmäh groß wurde, ist sie ein Fan des Berliner Humors.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Schidhornstraße #Architektur

  • „Wirtschaftliche Erwägungen“: Conrad Electronic schließt drei Filialen - neuhandeln.de
    http://neuhandeln.de/wirtschaftliche-erwaegungen-conrad-electronic-schliesst-drei-filialen

    Conrad Electronic ★ das Schloss Berlin Steglitz
    http://www.dasschloss.de/shops/conrad_electronic

    Hier gibt es demnächst keine Elektronik mehr, nur noch 404 not found . Bereits jetzt wurde die Theke für elektronischen Bauteile abgeschafft, man schickt die Kunden zur Schöneberger Filiale. Der Onlinehandel zerstört sogar die Angebote in Großstädten. Schade, sogar in der Hauptstadt Deutschlands mit ihren bald vier Millinen Einwohner werden Elektronikhändler rar. Deshalb veröffentlichen wir hier eine Liste der letzten Mohikaner mit Beratung durch echte Menschen am Tresen. Die Wege zu ihnen werden imme länger, aber dafür sind wir ja da :-).

    Segor Electronics in Charlottenburg
    http://www.segor.de/#/wir-vor-ort

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    Montag-Freitag10:00 - 13:30 und14:30 - 18:00 Uhr
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    SLY-electronic in Prenzlauder Berg
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    Zwei Filialen von Conrad gibt es noch in Berlin.

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    https://www.conrad.de/de/filialen/filiale-berlin-schoeneberg.html

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    Öffnungszeiten:
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    https://www.conrad.de/de/filialen/filiale-berlin-kreuzberg.html

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    Montag-Freitag 10.00-19.00 Uhr
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  • CDU übernimmt den Steglitzer Kreisel – B.Z. Berlin
    http://www.bz-berlin.de/berlin/steglitz-zehlendorf/cdu-uebernimmt-den-steglitzer-kreisel

    Danke, danke, danke, mögen die Baulöwen gedacht haben, als sie über das lukrative Kreisel-Geschäft hinaus noch ihren politischen Präferenzen und Ambitionen Audruck verleihen durften. Es geht eben nicht immer nur um Geld, auch die Bauwirtschaft hat ein Herz für Freunde.

    Die CDU aus Steglitz-Zehlendorf hingegen ist sich nicht zu billig, das Danaergeschenk anzunehmen. Noch nachträglich gibt sie die Servicekraft bei der täglichen Miethaifütterung im Westberliner Mauerzoo. Da sind die anscheinend noch stolz drauf.

    „Da ist noch Luft nach oben“ oder „mit uns macht man auch in Zukunft Bombengeschäfte auf Kosten der Berliner“ oder wie soll ick den CDU-Slogan verstehn? Jedenfalls kriejen wa bestimmt noch ville mehr zu lachen bis zur Wahl. Nach der Schote bringen die bestimmt bald noch eene. Det wird imma bessa.

    Ne schlappe Milliarde hamse für det Ding inne Taschen vonne Baulöwen jeschaufelt, und jetzt erinnern se noch dran. Wie blöd kamma nur sein.

    Jetzt warten wa mal, bis denen uffällt, wat fürn Eijentor se sich da jeschossen ham.

    Der Steglitzer Kreisel wird zur Bundestagswahl am 24. September die höchste und größte Plakatwand Berlins. „Berlin hat noch Luft nach oben“, lautet der Wahl-Slogan der CDU.

    In der Mitte des 118-Meter-Hochhauses lässt die CDU Steglitz-Zehlendorf gerade ein mehr als 400 Quadratmeter großes Transparent anbringen.

    Die Idee dazu hatte Thomas Heilmann (53). Der Ex-Justizsenator und Werbeprofi kandidiert im Bezirk für den Bundestag. Auf ihn ist auch zumindest der Untertitel der Großwerbung gemünzt: „Berlin hat noch Luft nach oben“, lautet die große Überschrift. Darunter: „Thomas Heilmann für hier, Angela Merkel für alle“.

    Ist er jetzt größenwahnsinnig geworden? Heilmann: „Natürlich nicht. Das war eine Idee, die wir nur mit Zustimmung des neuen Kreisel-Eigentümers umsetzen konnten. Er stellt uns kostenlos die Fläche an seiner Immobilie zur Verfügung.“
    Nicht gerade billig

    Für die Produktionskosten des Plakats und das Anbringen lässt sich der CDU-Kreisverband einiges kosten. Von einem fünfstelligen Betrag ist die Rede. Heilmann aber schweigt: „Wir haben dafür genug Spenden gesammelt.“

    Die Landespartei wird sich daran finanziell nicht beteiligen. Heilmann: „Im Gegenzug werden wir 4.000 Plakate weniger auf den Straßen aufstellen, denn wir haben ja das Großplakat. Das spart wiederum Kosten.“
    Werben ab dem Wochenende erlaubt

    In den nächsten zwei Tagen werden die Einzelteile des Riesenplakats am Kreisel zusammengefügt; offizielle Einweihung ist am Freitagvormittag. Erst ab diesem Wochenende ist Parteien das Werben auf öffentlichem Straßenland erlaubt.

    Der Kreisel als CDU-Werbewand: Nach der Bundestagswahlentscheidung soll der ehemals asbestbelastete Verwaltungsbau des Bezirksamts Steglitz dann nach Plänen des Investors (CG Gruppe) zu einem modernen Wohnturm umgebaut werden. Bis 2021 sollen dort für 180 Millionen Euro insgesamt 300 Wohneinheiten zum Kauf entstehen.

    #Berlin #Steglitz #Schloßstraße #Hermann-Ehlers-Platz #Immobilien #wohnen