• Man executed for fatally poisoning billionaire who helped bring ‘3 Body Problem’ to Netflix
    https://edition.cnn.com/2026/05/28/china/china-netflix-crime-execution-intl-hnk
    https://media.cnn.com/api/v1/images/stellar/prod/640-20260528021740902.webp Xu Yao attends the sentencing hearing. Shanghai Intermediate People’s Court/weixin

    Une querelle entre deux riches chinois entraine la mort des deux hommes.

    28.5.2026 by Sylvie Zhuang - Hong Kong — A Chinese lawyer who fatally poisoned the billionaire gaming tycoon who helped produce the Netflix sci-fi hit “3 Body Problem” has been executed, according to Chinese state media.

    Xu Yao killed his boss Lin Qi in 2020 by gifting him what he said were probiotic pills, which in fact contained lethal toxins which he bought off the dark web and mixed in his own lab.

    Earlier that year, the high-flying lawyer had helped Lin secure the rights to adapt Liu Cixin’s celebrated trilogy of sci-fi books, which starts with “The Three-Body Problem.”

    He was executed last Thursday, two years after being sentenced to death for murder by a court in Shanghai.

    The news of execution was first reported on Tuesday by Chinese state media the Economic Observer, citing people familiar with the matter.

    Confirming the report, Three Body Universe, the company once owned by Lin to develop the trilogy’s intellectual property, issued a statement on Tuesday saying “all employees of our company are grateful for the justice served by the legal system.”

    The statement paid tribute to Lin, who was named as an executive producer in the opening credits of Netflix’s “3 Body Problem” when it was released in 2024. A huge fan of Liu’s trilogy, Lin had long dreamed of developing the franchise.

    Just months after Netflix announced its plans to produce the series, Lin was poisoned and killed at age 39.

    On a winter evening in 2020, he was driving home from the headquarters of his company Yoozoo Games in Shanghai when he suddenly felt unwell and checked himself in to a hospital.

    He died 10 days later, on Christmas Day. At least five toxins were detected in his body, including deadly poisons such as mercury and tetrodotoxin, according to reports from Chinese media.

    Xu was quickly identified as a suspect.

    According to the court ruling, Xu had a dispute with Lin over “company management matters” and plotted to poison him.

    The case has been widely reported by China’s heavily state censored media for the gruesome details of how Xu plotted the murder.

    Xu drew inspiration from “Breaking Bad,” the American series about a chemistry teacher who goes into the meth-making business. He set up a lab in a suburb of Shanghai and bought more than a hundred toxins on the dark web to experiment with, often testing mixed poisons on cats, dogs and other animals.

    He also poisoned beverages in the offices of two executives he had disputes with, causing four colleagues to fall sick. Those four survived.

    He set up a trading company in Japan to acquire the hazardous chemicals, and at one point had 160 cell phone numbers.

    Between September and December 2020, Xu replaced the contents of coffee capsules, whiskey bottles and water bottles in colleagues’ offices with methylmercury chloride, an acute toxin that can be fatal if swallowed, inhaled or touched.

    He later made the lethal substances into a pill, before gifting them to Lin.

    #Chine #peine_de_mort #science_fiction

  • Nids-de-poule, freins usés ou pneus périmés : les vrais coupables de la route
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4978

    51 millions de blessés en 2023. Une enquête pointe les défauts d’infrastructures et de véhicules trop souvent éclipsés par le seul comportement des conducteurs. La proclamation de l’Assemblée générale des Nations Unies en 2020 lance la deuxième décennie d’action pour la sécurité routière pour 2021 à 2030). Elle une réduction de 50 % du nombre de décès et de blessures graves dus aux accidents de la route d’ici à 2030. Est-ce réussi, continuité ou bien le contraire par aggravation ? Sports / Santé

    / fait divers, société, fléau, délinquance, religion , Afrique, Monde Arabe, islam, Maghreb, Proche-Orient,, Maghreb, Algérie, Tunisie, Maroc, Libye, Africa, population, société , Sciences & Savoir

    #Sports_/_Santé #fait_divers,société,_fléau,_délinquance,_religion #Afrique,Monde_Arabe,_islam,_Maghreb,_Proche-Orient, #Maghreb,_Algérie,_Tunisie,_Maroc,_Libye,_Africa,_population,_société #Sciences_&_Savoir
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/IMG/mp3/nids-de-poule_freins_uses_ou_pneus_perimes_les_vrais_coupables_de_la_rout

  • Kuba, Harvard und Spionagevorwürfe: Deutscher Historiker kritisiert US-Bericht
    https://www.berliner-zeitung.de/article/kuba-harvard-und-spionagevorwuerfe-deutscher-historiker-kritisiert-

    1.8.2026 von Harald Neuber - Harvard kooperierte mit Kuba – nun steht die Elite-Uni unter Spionageverdacht. Historiker Schultz vertritt sie in Havanna. Was sagt er zu den Attacken?

    Ein aktueller US-Bericht zeichnet Kuba als sicherheitspolitischen Akteur, der über Hochschulen, Kultur und soziale Bewegungen Einfluss in den USA genommen haben soll. Für Rainer Schultz, Historiker und Leiter des CASA-Instituts in Havanna, greift diese Lesart zu kurz – und folgt einer politischen Strategie. Im Interview spricht er über Wissenschaftsdiplomatie, akademische Freiheit, reale Einflussrisiken und die Frage, ob Kuba zum Symbol eines größeren innenpolitischen Konflikts in den USA gemacht wird.

    Herr Schultz, der Bericht liest sich nicht nur als Sicherheitsanalyse, sondern auch als ideologisches Gegennarrativ zur kubanischen Revolution. Wie belastbar sind seine Vorwürfe – und wo beginnt die politische Deutung?

    Die politische Deutung beginnt aus meiner Sicht bereits im ersten Satz. Natürlich enthält der Bericht einzelne historisch belastbare Beispiele und reale Kontakte. Diese werden jedoch häufig aus ihrem Zusammenhang gelöst und in ein neues Narrativ eingefügt, das einem politischen Ziel dient.

    Es geht dabei nicht nur um ein Gegennarrativ zur kubanischen Revolution. Der Bericht richtet sich, so meine Lesart, gegen eine emanzipative Geschichtsschreibung insgesamt – gegen Dekolonialisierung, soziale Bewegungen und politische Erneuerungsprozesse seit dem Zweiten Weltkrieg.

    Sehr unterschiedliche historische Ereignisse werden dabei miteinander verknüpft: der Anti-Apartheid-Kampf in Südafrika, der ANC und Nelson Mandela, Konflikte in Palästina, die Entkolonialisierung Afrikas, soziale Bewegungen in den USA und politische Veränderungen in Lateinamerika. All das wird in eine kubanische Verantwortung hineingelesen.

    Ein Beispiel ist Nelson Mandela: Er galt in den USA lange als Terrorist, wurde später aber als Friedensnobelpreisträger Teil des etablierten historischen Narrativs. Nun wird versucht, diese Geschichte erneut umzudeuten. Ähnlich verhält es sich mit Black Lives Matter. Der Bericht erweckt den Eindruck, die kubanische Revolution habe seit ihren Anfängen versucht, schwarze Bewegungen und Bewegungen von People of Color in den USA zu steuern, zu instrumentalisieren und zu Gewalt anzustiften.

    Verkürzt gesagt lautet die Botschaft: Die Gewalt rund um Black Lives Matter sei letztlich aus Havanna hervorgegangen. Als Beleg werden angebliche Äußerungen Fidel Castros angeführt, Kuba könne über seinen Einfluss auf schwarze Bewegungen „Race Riots“ in den USA auslösen. Das halte ich für stark überzogen und aus dem Kontext gerissen.

    Ja, es gab Kontakte zwischen politischen und sozialen Bewegungen in den USA und Kuba. Auch Gruppen wie die Black Panther Party oder Weather Underground hatten teilweise Verbindungen nach Kuba; vereinzelt wurde politisches Asyl gewährt. Aber das ist kein kubanischer Sonderfall. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist voller Beispiele von Staaten, die politisch Verfolgten Asyl gewährt haben – auch Menschen, die in ihren Herkunftsländern wegen schwerer Straftaten oder politischer Gewalt verurteilt worden waren. Denken wir nur an die vielen Nazi-Kollaborateure, die in den USA, aber auch Lateinamerika nicht nur Asyl fanden, sondern z. T. auch aktiv in Staatsaufgaben eingebunden wurden.

    Zur Person

    privat
    Zur Person

    Rainer Schultz ist Historiker und leitet seit 2015 das CASA-Institut in Havanna, an dem auch die Harvard University beteiligt ist. Zuvor koordinierte er das Cuban Studies Program an der Harvard University und wirkte an Kooperationen, Veranstaltungen und Abkommen zwischen Harvard und Havanna mit.

    Der Bericht macht aus einzelnen, realen Kontakten ein umfassendes Steuerungsnarrativ. Damit werden soziale Bewegungen, die teilweise auch gewaltsame Elemente hatten, pauschal als terroristisch, fremdgesteuert und von Havanna kontrolliert dargestellt. Das ist ein politisches Projekt: Kuba soll diskreditiert und eine härtere Politik gegen die Insel dadurch weiterhin gerechtfertigt werden. Denn wer selber Terror sät, der darf, sicher auch militärisch bestraft werden.

    Harvard verstand den akademischen Austausch mit Kuba offenbar als Brücke. Kann Wissenschaftsdiplomatie in einem autoritären Staat überhaupt neutral sein – oder wird sie zwangsläufig Teil staatlicher Außenpolitik?

    Harvard und andere US-Universitäten haben diese Kooperationen nicht nur als Brücke verstanden, sondern als Raum für Dialog, gemeinsame Forschung und Erkenntnisgewinn. Es ging um Themen wie Klimawandel, Meeresbiologie, das Erbe der Sklaverei, soziale Reformen oder Ungleichheit. Der Anspruch war, gemeinsam an Problemen zu arbeiten und Lösungen zu entwickeln, voneinander zu lernen. Ähnliche Programme hatte Harvard auch mit China und vielen anderen „Entwicklungsländern“. Neben dem tatsächlichen Wissensaustausch und gemeinsamer Forschung ist dies natürlich auch Netzwerken und softpower. Nicht selten werden gute Wissenschaftler später auch Regierungsberater. Allein während der ersten 15 Jahre unseres Cuban Studies Program haben wir in Harvard etwa 100 kubanische Wissenschaftler eingeladen. Von Anthropologen bis Zoologen, aus allen Disziplinen.

    Und dies war auch der Ansatz der Harvard-Projekte, die ich begleitet habe: Wissenschaft als Erkenntniserweiterung und als Beitrag zum gesellschaftlichen Nutzen – für Menschen in beiden Ländern, deren Steuergelder oder private Mittel diese Systeme finanzieren.

    Natürlich kann man Kuba auch als autoritären Staat bezeichnen. Es handelt sich um ein Einparteiensystem mit erheblichen Einschränkungen. Zugleich ist die Frage, ob Wissenschaftsdiplomatie „neutral“ sein kann, grundsätzlich breiter. Wissenschaft findet nie außerhalb realer Machtverhältnisse statt.

    Auch die USA zeigen autoritäre Tendenzen, etwa wenn politische Entscheidungen, sogar Kriege, wie zuletzt gegen Iran, zunehmend per Präsidialdekret getroffen werden. Deshalb sollte man die Frage nicht nur in eine Richtung stellen.

    Wissenschaftlicher Austausch bewegt sich zudem immer auch unter außenpolitischen Rahmenbedingungen. In Deutschland wird etwa der DAAD aus öffentlichen Mitteln, auch vom Auswärtigen Amt, finanziert. In den USA ist das System anders organisiert, weil Universitäten und private Stiftungen eine größere Rolle spielen. Dennoch gibt es staatliche Vorgaben und politische Interessen.

    Im Fall Kuba existiert seit den 1990er-Jahren auch die Idee einer Track-II-Diplomatie: informelle Kontakte über Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft, die politische Annäherung ermöglichen oder vorbereiten sollen. Dafür fließen nachvollziehbar öffentliche Gelder in wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Projekte. Manche davon haben ausdrücklich politische Zielsetzungen.

    Kuba: Sowjet-Auto fährt in Pinar del Río an Haus mit Kubas und 26.-Juli-Flaggen vorbei.

    Kuba: Sowjet-Auto fährt in Pinar del Río an Haus mit Kubas und 26.-Juli-Flaggen vorbei.

    © Yamil Lage

    Das wird in Kuba kritisch gesehen – und führt dort zu Einschränkungen. Nicht jedes Forschungsprojekt wird genehmigt, einige US-Wissenschaftler dürfen nicht einreisen. Das sind reale Problemfelder. Sie zeigen aber vor allem: Wissenschaft bewegt sich nicht in einem neutralen Raum, sondern innerhalb einer konfliktreichen bilateralen Beziehung. Die USA verfolgen gegenüber Kuba seit Jahrzehnten offen das Ziel eines politischen Systemwandels. Entsprechend prüft die kubanische Regierung wissenschaftliche Vorhaben aus den USA unter diesem Vorbehalt.

    Die US-Regierung warnt vor Einflussnetzwerken, Geheimdienstkontakten und politischer Instrumentalisierung. Müsste dieselbe Skepsis nicht auch für amerikanische Universitäten gelten, wenn sie im Ausland Werte, Netzwerke und politische Deutungen exportieren?

    Ja, selbstverständlich. Wissenschaft und Kultur prägen Meinungen. Wissenschaftler treten als Experten in Medien auf, beraten Regierungen und beeinflussen gesellschaftliche Debatten. Deshalb sind diese Bereiche für Staaten und auch für Nachrichtendienste grundsätzlich interessant.

    Das gilt nicht nur für Kuba. Die USA versuchen, wie andere Großmächte auch, in anderen Ländern Einfluss zu nehmen – direkt oder indirekt, über Förderprogramme, Netzwerke, Stiftungen und öffentliche Diplomatie. Das muss keine Verschwörungstheorie sein. Häufig geschieht es über Werte, Förderkriterien und langfristige Zielvorgaben.

    Regierungsgelder können Forschungs- und Wissenschaftsprojekte ermöglichen. Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die oft nicht gut bezahlt werden, ist das attraktiv. Solche Finanzierung hat langfristig politische Bedeutung und generiert auch Abhängigkeiten, die dann eine vermeintliche wissenschaftliche Neutralität infrage stellen.

    Die entscheidende Frage muss deshalb für alle Seiten gelten: Wer finanziert Projekte, welche Ziele werden formuliert und wie unabhängig bleiben Forschung, Lehre und Publikation tatsächlich?

    Wer entscheidet, wann Austausch Dialog ist – und wann er als Einflussoperation gilt? Sind die Maßstäbe der USA universell anwendbar oder vor allem Ausdruck eines geopolitischen Konflikts mit Havanna?

    Das lässt sich nicht abstrakt beantworten, sondern hängt immer vom Einzelfall ab. Auf kubanischer Seite entscheiden im Wesentlichen staatliche Stellen, vor allem das Außenministerium und die zuständigen Institutionen für Hochschul- und internationale Zusammenarbeit. Internationale Veranstaltungen, Vereinbarungen und Auftritte von Gastwissenschaftlern müssen in der Regel genehmigt werden.

    Das geschieht gerade wegen des Verdachts, dass wissenschaftliche Projekte auch politische, aus kubanischer Sicht verfassungsfeindliche Absichten verfolgen können.

    Aber auch die USA reagieren auf solche Verdachtsmomente. Es gab Fälle, in denen chinesische Wissenschaftler an US-Eliteuniversitäten unter Spionageverdacht gerieten, von Programmen ausgeschlossen oder strafrechtlich verfolgt wurden. Israelkritische Wissenschaftler wurden ausgeladen oder ihnen sogar die Einreise ins Land verboten. Insofern ist die Logik grundsätzlich universell: Staaten reagieren auf vermutete Einflussnahme mit unterschiedlichen Mechanismen.

    Entscheidend sind jedoch die tatsächlichen Machtverhältnisse. Aus meiner Sicht ist es absurd anzunehmen, Kuba könne die nationale Sicherheit der USA ernsthaft gefährden. Der Bericht konstruiert diesen Eindruck. Im Verhältnis zu China wäre die Frage aufgrund ganz anderer finanzieller, technologischer und personeller Möglichkeiten anders zu bewerten.

    Harvard steht für globale Elitebildung und den Anspruch, Wissenschaft über politische Grenzen hinweg zu organisieren. Wird Kooperation mit Kuba damit zum Sicherheitsrisiko – oder zum Testfall dafür, ob akademische Freiheit auch gegenüber politischen Gegnern des Westens gilt?

    Genau das ist eine der zentralen Fragen. Droht in den USA eine neue Einschränkung wissenschaftlicher Freiheit?

    Man erinnert sich an die McCarthy-Ära des Antikommunismus nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals führten politische Konflikte zu massiven Eingriffen in Wissenschaft, Kultur und öffentliche Debatten. Auch in Deutschland gab es Berufsverbote gegen Personen, die im Verdacht standen, mit verfassungsfeindlichen oder gewaltbereiten Organisationen in Verbindung zu stehen.

    Eine große Stärke der amerikanischen Wissenschaft war lange, dass sie trotz politischer Gegensätze Austausch und gemeinsame Forschung über Grenzen hinweg ermöglichte. Das war nie frei von Konflikten oder Einflussnahme. Aber der aktuelle Bericht ist aus meiner Sicht ein deutlicher Vorstoß in Richtung Einengung und Kriminalisierung.

    Dazu passt, dass in den USA bereits Bücher aus öffentlichen Bibliotheken entfernt werden und Studienfelder wie Critical Race Theory oder Gender Studies unter Druck geraten. Nun könnten auch Forschungsprojekte zu Ländern und Bewegungen, die mit sozialen oder antikolonialen Befreiungsbewegungen verbunden werden, stärker unter Verdacht geraten.

    Es wird versucht, eine direkte Verbindung zwischen Wissenschaft, Politik und Gewalt herzustellen. Das kann weitreichende Folgen für die akademische Freiheit haben.

    Der Bericht beschreibt kubanische Hochschulen als Teil des Staats- und Ideologieapparats. Wie unabhängig kann eine Partnerschaft sein, wenn eine Seite nur eingeschränkt frei forschen, lehren oder reisen kann? Und welche Verantwortung hat die stärkere Institution?

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    Mexiko-Stadt: Tausende demonstrieren am 26.07.2026 gegen US-Embargo und für Kuba zum 73. Jahrestag des Moncada-Angriffs. © Wu Wei/ imago

    Die kubanische Wissenschaft ist stark staatlich und öffentlich geprägt. Das ist zunächst kein Alleinstellungsmerkmal; viele Länder verfügen über starke öffentliche Bildungsstrukturen. In Kuba war das vor der Revolution anders: Damals gab es einen großen und einflussreichen privaten Bildungssektor, sowohl in Schulen als auch an Universitäten. Nach 1959 veränderte sich das grundlegend.

    Natürlich gibt es politische und ideologische Grenzen. Aber die Aussage, kubanische Wissenschaftler könnten nicht forschen, lehren oder reisen, muss differenziert werden. In den rund 15 Jahren, in denen ich das Harvard-Programm begleitet habe, konnten wir mehr als 100 kubanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Harvard einladen. Umgekehrt reisten zahlreiche US-Forscher und Studierende nach Kuba.

    Es gab und gibt also Spielräume für Austausch, Forschung und Meinungsäußerung. Die Verantwortung finanzstärkerer Institutionen besteht aus meiner Sicht darin, solche Räume zu ermöglichen und dauerhaft offen zu halten. Deutsche und europäische Diplomaten und Wissenschaftler unterstützen diese Prozesse zum Glück, aber wir könnten sehr viel mehr tun.

    Der DAAD und viele deutsche Universitäten haben wichtige gemeinsame Forschungsprojekte, beispielsweise zur Aufarbeitung der Pandemie, erneuerbare Energien oder auch Sommerschulen zu Wirtschafsreformen. Das ist toll und sollte unbedingt weiter geschehen. In Kuba gibt es trotz aller Krise, gerade wenn wir die Wissenschaftscommunity auch transnational denken, ein großes wissenschaftliches Potenzial. Es wäre wünschenswert, wenn Deutschland und die EU eine konstruktive Rolle in Kubas Transformationsprozess spielen könnten, Wenn auf respektvoller Ebene, ohne politische Konditionierung an den enormen gesellschaftlichen Herausforderungen gearbeitet werden kann.

    Der Fall Víctor Manuel Rocha zeigt, wie Biografien, Eliten, Netzwerke und staatliche Interessen ineinandergreifen können. Belegt ein solcher Einzelfall ein strukturelles Versagen von Harvard – oder wird die Reputation der Universität für eine größere politische Erzählung genutzt?

    Ich würde nicht von einem Versagen Harvards sprechen. Eher zeigt der Fall, dass eine Eliteuniversität Menschen Zugänge, Kontakte und Karrieremöglichkeiten eröffnet. Das gilt für viele Institutionen dieser Art.

    Wenn Menschen – wie in einigen der im Bericht genannten Fälle behauptet wird – aus ideologischer Überzeugung für eine andere Seite tätig werden, lässt sich das kaum durch institutionelle Filter vollständig verhindern. Solche Fälle wären auch außerhalb von Harvard möglich.

    Natürlich kann eine Universität junge Intellektuelle prägen und Netzwerke hervorbringen. Genau das wird Kuba im Bericht vorgeworfen: Man habe gezielt Studierende und Intellektuelle angesprochen, Kontakte gepflegt und später als Informationsquellen genutzt. Aber daraus folgt nicht automatisch eine institutionelle Verantwortung der Universität.

    Es handelt sich um Einzelfälle. Zugleich werden sie in dem Bericht für eine größere Erzählung genutzt: für den Konflikt zwischen der konservativen, MAGA-geprägten politischen Bewegung und liberaleren, weltoffenen Hochschulinstitutionen in den USA.

    Der Bericht kann deshalb auch als Angriff auf die kulturelle und politische Offenheit amerikanischer Universitäten gelesen werden. Diese Offenheit wird mit radikalen, gewaltsamen oder staatsfeindlichen Bewegungen in Verbindung gebracht – und damit delegitimiert.

    Die Frage reicht über Kuba hinaus: Sollten westliche Spitzenuniversitäten Kooperationen mit autoritären Staaten abbrechen, begrenzen oder bewusst als Räume für kritischen Kontakt offenhalten? Und wer definiert dabei das Risiko?

    Der Bericht versucht aus meiner Sicht, soziale und politische Bewegungen in den USA, die wachsende Ungleichheit und gesellschaftliche Unzufriedenheit thematisieren, mit einem internationalen Bedrohungsbild zu verbinden. Dazu gehören etwa Bewegungen gegen Rassismus, progressive Kräfte innerhalb der Demokratischen Partei oder politische Akteure, die Umverteilung und eine grundlegende Reform staatlicher Strukturen fordern.

    Indem diese Kräfte mit Ländern wie Kuba, Iran, Russland, China oder Nordkorea in Verbindung gebracht werden, entsteht ein einfaches Feindbild: Alles wird in einen Topf geworfen, Kuba erscheint als Knotenpunkt eines globalen Netzwerks, das auch gewaltsam gegen die USA und den Westen arbeite.

    Dieses Narrativ erfüllt zwei Funktionen. Erstens können dadurch schärfere Maßnahmen gegen Kuba gerechtfertigt werden – von Sanktionen bis hin zu weitergehenden politischen oder militärischen Optionen. Zweitens entsteht ein Weltverschwörungsbild, in dem soziale, politische und wissenschaftliche Kritik als Teil einer äußeren Bedrohung erscheint.

    Das kann dazu führen, dass Menschen Einschränkungen von Freiheitsrechten akzeptieren, weil diese als notwendige Abwehr eines großen äußeren Feindes dargestellt werden. In diesem Narrativ wird Kuba zum Symbol – nicht nur für außenpolitische Konflikte, sondern auch für innenpolitische Auseinandersetzungen in den USA.

    #Cuba #USA #science #uniberdités #politique

  • Puce qui imite le cerveau : la révolution neuromorphique
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4973

    Un dispositif à base d’oxydes combine mémoire et calcul comme une synapse. Décryptage accessible d’une avancée qui pourrait rendre l’informatique plus sobre. Il s’agit d’une puce qui imite le cerveau et pourrait changer l’informatique ; Calcul, mémoire, apprentissage : un seul composant à base d’oxydes réunit tout, avec une consommation minime. High-tech / Sciences

    / économie , #Data_-_Données, #énergie, #IA_:_Intelligence_Artificielle, #technologie,_drone,_citoyen,_USA,_google,_High_Tech, Sciences & Savoir

    #High-tech_/_Sciences #économie_ #Sciences_&_Savoir

  • Longévité : le sang d’une femme de 117 ans livre ses secrets
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4972

    Une étude scientifique inédite a analysé le sang d’une supercentenaire de 117 ans. Cellules immunitaires, microbiote et autres composants de son organisme : ce que révèlent ses données. Son sang intrigue les scientifiques et quelle promesse, tel tout objectif du savoir, découvre-t-on ? Télomères usés, mais métabolisme resté jeune de vingt ans : l’étude la plus détaillée jamais menée sur une supercentenaire révèle un paradoxe biologique inédit — et des pistes pour mieux vieillir. Sports / Santé

    / Sciences & Savoir, #médecine,_sciences,_technologie,_ADN,_vaccin,_médicaments,_découvertes

    #Sports_/_Santé #Sciences_&_Savoir

  • États-Unis : l’alerte à la cyclospora relance les doutes sur la sécurité alimentaire
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4968

    Une salade, un parasite quasi invisible, et une enquête qui patine : aux États‑Unis, l’alerte à la cyclospora remet sur le devant de la scène un sujet qu’on préférerait éviter… jusqu’à ce que l’intestin rappelle brutalement à l’ordre. Une simple laitue devenue synonyme de risque intestinal. Cyclospora, un parasite microscopique suspecté d’être à l’origine d’une vague de diarrhées qui secoue le Michigan et d’autres États, tout en exposant les failles de la sécurité alimentaire américaine. USA

    / #diplomatie,_sécurité,_commerce,_économie_mondiale, #médecine,_sciences,_technologie,_ADN,_vaccin,_médicaments,_découvertes, Sciences & Savoir, #USA,_Maison_Blanche,_CIA

    #USA_ #Sciences_&_Savoir

  • Peut-on prévoir les éruptions volcaniques comme la météo ?
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4966

    Prévoir une éruption volcanique comme on prédit la pluie ? C’est l’objectif ambitieux des volcanologues, qui s’appuient sur l’IA, des observatoires souterrains et des projets internationaux pour percer les mystères des volcans. Découvrez comment la science pourrait, dans les décennies à venir, sauver des millions de vies en anticipant ces catastrophes naturelles imprévisibles. Découvrez, avec notre modeste vulgarisation sur sur les innovations en volcanologie, comment les scientifiques utilisent l’IA, les forages profonds et les modèles physiques pour prévoir les éruptions volcaniques avec précision ? High-tech / Sciences

    / #calamités_naturelles, #Ecologie,_environnement,_nature,_animaux, Sciences & Savoir

    #High-tech_/_Sciences #Sciences_&_Savoir

  • L’IA rend l’#édition_scientifique « plus lente, de moins bonne qualité et plus chère »

    Alors que de plus en plus d’#articles_scientifiques sont créés en utilisant l’IA générative, le rédacteur en chef de Science, Holden Thorp, considère qu’elle fait plus de mal que de bien à l’édition scientifique.

    Pour Holden Thorp, le responsable éditorial de toutes les revues de l’éditeur scientifique Science, l’arrivée de l’IA générative pousse l’édition scientifique dans une forme de « #taylorisme ». « Ce défi exige encore plus d’efforts humains, ce qui rend l’ensemble du processus plus lent et plus coûteux », explique-t-il dans un édito de la revue phare (https://www.science.org/doi/10.1126/science.aek5570).

    L’année dernière, des chercheurs prévenaient que l’IA pourrait faire, au final, « plus de mal que de bien » à la recherche sans pour autant nier certaines avancées qu’elle pouvait amener. Fin 2025, submergée par les propositions d’articles générées par IA, la plateforme de prépublications #arXiv décidait de modérer plus strictement. Elle a ensuite mis en place une mesure de suspension d’un an des chercheurs qui soumettent des articles erronés générés par IA.

    #Hallucinations, #cherry_picking et #manipulation_de_données

    Mais les revues et les conférences scientifiques sont aussi touchées par le phénomène. Holden Thorp ne nie pas la capacité des grands modèles de langage (LLM) à permettre des avancées scientifiques comme la prédiction des structures protéiques ou l’accélération de la découverte de nouveaux matériaux.

    Mais il s’appuie sur un article scientifique récent (https://www.science.org/doi/10.1126/science.adz4351) qui explique que les LLM « éprouvent encore des difficultés dans les domaines qui exigent un jugement clinique nuancé, un raisonnement expérimental ou une réflexion et une synthèse approfondies en biologie » et sur l’existence des hallucinations (dont même les chercheurs d’OpenAI avouent avoir du mal à se débarrasser) pour expliquer que leur utilisation dans la rédaction d’articles scientifiques peut être problématique.

    « De plus, certains de ces agents sont plus enclins que les humains à se livrer à ce qui s’apparente à des #fautes_professionnelles en matière de recherche, telles que la #sélection_arbitraire_de_données [cherry picking] et la manipulation des analyses statistiques jusqu’à l’obtention du résultat souhaité », ajoute-t-il, citant un autre article mis en ligne sur arXiv (https://arxiv.org/pdf/2509.08713).

    Et, alors que l’ajout d’erreurs par l’IA générative dans les articles demande une attention accrue, elle accélère aussi le rythme de soumission d’articles aux revues scientifiques et crée des #goulots_d’étranglement. Certains éditeurs, comme Elsevier, laissent facilement passer des #erreurs parfois impardonnables. « La prolifération d’#AI_slop [informations erronées liées à l’IA] dans la littérature scientifique et, plus généralement, sur Internet, nuit à la #crédibilité de la #science », déplore le responsable éditorial de Science.

    Le taylorisme arrive dans l’édition scientifique

    Holden Thorp compare ce moment de l’arrivée de l’IA générative dans l’édition scientifique à l’arrivée du taylorisme dans l’économie américaine. Frederick Winslow Taylor « a encouragé les entreprises à recourir à la surveillance pour pousser les salariés à travailler plus dur et plus longtemps, une approche qui a épuisé et découragé les travailleurs et a conduit au transfert des connaissances et de tout pouvoir décisionnel des travailleurs vers la direction », explique-t-il.

    Remarquons quand même que, si Holden Thorp déplore l’utilisation massive de l’IA générative dans les articles scientifiques, son article est lui-même parsemé de liens accompagnés de paramètres UTM laissant la trace de l’utilisation de ChatGPT (par exemple : https://arxiv.org/abs/2605.07723.

    https://next.ink/247785/lia-rend-ledition-scientifique-plus-lente-de-moins-bonne-qualite-et-plus-chere
    #AI #intelligence_artificielle #vitesse #qualité #ESR #recherche #revues_scientifiques

  • The Uses and Abuses of the Anti-Colonial in Global Reactionary Politics
    https://academic.oup.com/ips/article/20/2/olag012/8665293?login=false

    De Chenchen Zhang, dans Easting the West: A Conversation with Chenchen Zhang | Made in China Journal, https://seenthis.net/messages/1182044

    Gorkem Altinors ,
    Priya Chacko ,
    Miri Davidson ,
    Aliaksei Kazharski ,
    Sivamohan Valluvan ,
    Chenchen Zhang

    International Political Sociology, Volume 20, Issue 2, June 2026, olag012, https://doi.org/10.1093/ips/olag012

    Published: 30 April 2026

    https://watermark02.silverchair.com/olag012.pdf?token=AQECAHi208BE49Ooan9kkhW_Ercy7Dm3ZL_9Cf3qf

    Abstract

    Drawing on a range of regional expertise and perspectives from international relations, political economy, political theory, and sociology, this collective discussion makes the following contributions to research on global reactionary politics and discussions of decolonization. First, we argue that the erosion of the legitimacy of liberal orders renders the anti-colonial language available for authoritarian and conservative projects in both the Global South and North to articulate a selective rejection of universalism. While framing liberal universalism as imperialist, they remain embedded within neoliberal structures and embrace a market universalism in tandem with claims of cultural particularity. Secondly, the contributions explore a series of ironies, reversals, and convergences not only across regional divides, but also across conventional ideological boundaries. This includes conceptual affinities between the radical right’s emphasis on ontological difference and the nativist temptation within the history of anti-colonial nationalism, as well as the confluence between the radical conservatives, the postcolonial authoritarians, and a certain strand of decolonial discourse in their envisioning of a multipolar civilizational order. Finally, we suggest that for international political sociology, this urges us to deepen engagement with anti-colonial traditions that are radically incompatible with the far right and to center forms of vernacular anti-colonial theorizing from marginalized places

    .

    .

    Se fondant sur un éventail d’expertises régionales et de perspectives en relations internationales, économie politique, théorie politique et sociologie, cette discussion collective apporte les contributions suivantes à la recherche sur la politique réactionnaire mondiale et les discussions relatives à la décolonisation. D’abord, nous affirmons que l’érosion de la légitimité des ordres libéraux met le langage anticolonial à la disposition des projets autoritaires et conservateurs dans les pays du Sud et du Nord pour articuler un rejet sélectif de l’universalisme. Tout en représentant l’universalisme comme impérialiste, ils restent ancrés dans des structures néolibérales et acceptent un universalisme de marché en même temps que des revendications de particularité sociale. Ensuite, les contributions s’intéressent à une série d’ironies, de revirements et de convergences transcendant les divisions régionales, mais aussi les frontières idéologiques conventionnelles. On y trouve par exemple les affinités conceptuelles entre l’accent de l’extrême droite sur la différence ontologique et la tentation nativiste dans l’histoire du nationalisme anticolonial, ainsi que la rencontre entre les conservateurs radicaux, les figures autoritaires postcoloniales et une certaine branche du discours décolonial dans leur imagination d’un ordre civilisationnel multipolaire. Enfin, nous suggérons qu’en sociologie politique internationale, cela nous pousse à approfondir l’étude des traditions anticoloniales radicalement incompatibles avec l’extrême droite et à nous centrer sur les formes de théorisation anticoloniale vernaculaires dans les lieux marginalisés.

    #sciences_politiques #droite #post-colonialisme

  • Depuis quelques décennies, nous vivons une dystopie politique mais un journaliste du Monde impacté par un biais de mémoire à court terme préfère évoquer une "dystopie climatique".

    « Nous sommes coincés dans une dystopie climatique, un scénario de comédie noire, où le grotesque le dispute à la farce orwellienne »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2026/07/12/nous-sommes-coinces-dans-une-dystopie-climatique-un-scenario-de-comedie-noir

    Florilège :

    Le gouvernement Lecornu dépose, le 24 juin, un projet de loi qui doit remettre 700 000 passoires thermiques sur le marché locatif.

    Une semaine plus tard, Matignon dissout le groupement d’intérêt public Europe des projets architecturaux et urbains, chargé de piloter plus de 200 projets de recherche destinés à adapter le bâti et les territoires au climat de demain.

    En région, ce sont les conseils d’architecture, d’urbanisme et de l’environnement, chargés d’aider les particuliers et les collectivités à relever les défis climatiques et environnementaux, qui sont menacés par une réforme de leur financement. Deux d’entre eux ont déjà été liquidés. Quant au fonds vert, destiné à financer l’adaptation des collectivités territoriales, il est amputé des deux tiers.

    Réponse : planter plus d’arbres, bien sûr ! Mais le plan d’Emmanuel Macron pour le renouvellement forestier, lancé en 2022 (« Planter 1 milliard d’arbres en dix ans »), subventionne les coupes rases sur de vieilles forêts diversifiées, et leur remplacement par des quasi-monocultures de résineux, hautement inflammables. Un peu partout en France, de l’argent public contribue à vulnérabiliser les territoires au risque d’incendie.

    On le sait aussi, la complexité des paysages et le bocage sont des puits de carbone en même temps que des éléments de résilience climatique. Sur ce point, l’action de l’exécutif a été couronnée par un doublement du rythme de destruction des haies depuis 2017, avec plus de 20 000 kilomètres de linéaire qui disparaissent chaque année, comme le note le Haut Conseil pour le climat dans son dernier rapport, publié en juillet. La réponse à ce qui est unanimement considéré comme un échec est un décret entré en vigueur en juin : simplifier les autorisations de destruction du bocage.

    Les élevages hors-sol enregistrent des surmortalités parfois considérables depuis le début de la canicule, au point que, dans le Grand Ouest, les équarrisseurs ne peuvent plus faire face. Les lois agricoles successives favorisent depuis deux ans l’ultraconcentration de la production animale, et renforcent non seulement ses émissions mais aussi sa vulnérabilité aux chocs

    Il existe ainsi un large consensus pour dire que l’agroécologie est l’un des leviers d’adaptation de l’agriculture au réchauffement. Or, non seulement l’agriculture biologique n’a pas augmenté ces dernières années, contrairement aux ambitions de la stratégie nationale bas carbone, mais la France est le seul grand pays agricole européen à avoir perdu des surfaces conduites en agriculture biologique. L’Hexagone était le premier pays de l’Union européenne pour ce qui est du nombre d’hectares bio ; il a été devancé par l’Espagne en 2023.

    Devant son incapacité à atteindre les objectifs de la stratégie nationale bas carbone (désormais hors d’atteinte), le gouvernement tient le cap : à Bruxelles, Paris s’oppose à la Commission européenne pour que les aides à l’agriculture biologique ne soient pas inscrites dans la prochaine politique agricole commune. « La stratégie française de développement de la bio n’a pas fonctionné, mais la France semble vouloir y entraîner toute l’Europe », résume la Fédération nationale d’agriculture biologique.L’exécutif n’est, au demeurant, pas isolé dans ce déni de facto du risque climatique. Le Sénat tient la corde. Devant le constat d’une pénurie rampante de la ressource hydrique, ses élus ont ainsi voté sans trembler, le 3 juillet, la destruction pure et simple des principes qui fondent les instances de la démocratie locale de l’eau, au bénéfice de quelques irrigants.

    "Qui aurait pu prédire ?"

    • Je vois pas trop l’allusion entre comédie noire et farce orwellienne mais l’article de S. Foucart est excellent et sa recension fout la trouille surtout quand tu sais qui est aux manettes.

      On voit aujourd’hui la clientèle de certains supermarchés en venir aux mains pour emporter les derniers ventilateurs en rayon : que se passera-t-il quand c’est l’eau qui viendra à manquer ? Il se trouvera alors, sans doute, quelqu’un pour demander : « Qui aurait pu prédire ? » Or l’avenir n’est pas seulement prévisible ; il est en train d’être écrit.

      Après la défaite des fascismes historiques, Orwell prédisait : "Lorsque les fascistes reviendront, ils auront le parapluie bien roulé sous le bras et le chapeau melon" . En ces temps de fascisme climatique, c’est des bob cochonou pour tout le monde et le parapluie n’est que pour les nantis et t’avise pas d’essayer de te glisser dessous. Les mêmes ont voté une loi qui autorise les flics à tirer à vue et il faudra que tu prouves que t’as pas essayé de piquer le parapluie pour obtenir réparation si t’es pas mort. J’arrête par là car je sens que c’est moi qui vais partir dans la fable dystopique.
      https://seenthis.net/messages/1181673
      avec le lieng d’aurelieng en voilà un autre qui est aussi dans l’article de Foucart :
      http://archive.today/2026.07.05-215644/https://www.lemonde.fr/planete/article/2026/07/03/projet-de-loi-d-urgence-agricole-le-durcissement-par-le-senat-des-article

    • ¿Quién podría haberlo previsto?
      https://www.elsaltodiario.com/almeria/mayor-incendio-andalucia-deja-momento-once-fallecidos-gallardos-almer

      El devastador incendio forestal declarado en la tarde del jueves en Los Gallardos ha provocado al menos 12 víctimas mortales, varios heridos y cientos de personas desalojadas. Mientras, el Infoca sigue denunciando falta de efectivos y la Junta de Andalucía deja sin utilizar 120 millones de euros para prevenir incendios forestales.

    • « Farce orwellienne » c’est pour le gouvernement qui passe son temps à prétendre qu’il agit, que c’est sa priorité alors qu’il fait tout le contraire et sabote même le peu qui existe. Très bon article, je trouve ça un peu mesquin de prétendre que Foucart ne verrait pas le problème politique alors qu’il ne parle que de cela.

    • Pour les vacances, un conseil lecture :
      Octavia Butler, La parabole du semeur (https://fr.wikipedia.org/wiki/La_Parabole_du_semeur) et sa suite, La parabole des talents

      Résumé
      En 2024, la société américaine s’est en grande partie effondrée en raison du changement climatique, de l’inégalité croissante des richesses et de la cupidité des entreprises. Lauren Oya Olamina est une adolescente noire de quinze ans atteinte d’hyperempathie, qui a la capacité de ressentir les sensations d’autrui quand elle en est le témoin. Alors qu’elle grandit près de Los Angeles dans les vestiges d’une communauté protégée de la violence et de la sauvagerie par un mur d’enceinte entourant plusieurs maisons, elle commence à développer un nouveau système de croyances, qu’elle appelle « Semence de la Terre ». Anticipant un destin funeste pour elle et ses proches, elle se prépare à survivre toute seule, cherchant à apprendre tout ce qui pourrait plus tard l’aider.

      Peu avant ses dix-huit ans, en juillet 2027, son quartier est attaqué, les maisons sont incendiées, sa famille et quasiment tous les membres de sa communauté sont sauvagement assassinés. Lauren parvient à échapper au massacre et elle rencontre peu après deux survivants, un jeune homme blanc de son âge, ami d’enfance, ainsi qu’une femme noire. En leur compagnie, elle voyage vers le nord, cherchant une terre d’accueil propice à la survie. Lauren pense que le destin de l’humanité est de voyager au-delà de la Terre et de vivre sur d’autres planètes. « Semence de la Terre » est pour elle un moyen de fédérer des personnes afin de se préparer à ce destin. Au fur et à mesure de son voyage, elle rassemble autour d’elle une dizaine d’adeptes et, une fois arrivée le 26 septembre 2027 dans le nord de la Californie, elle fonde la première communauté « Semence de la Terre » dans un endroit qu’ils décident tous d’appeler « Espoir ».

    • un peu dans le même sens que ton conseil de lecture @rumor quoi que je n’ai pas encore pris le temps de regarder ce documentaire en entier. Le monde a besoin de plus de magiciens
      sur Arte.tv.fr | duré 1h30
      https://www.arte.tv/fr/videos/114224-000-A/le-monde-a-besoin-de-plus-de-magiciens

      S’extrayant d’une voiture après un accident, une fillette, étrangement sereine, ramasse une tortue et lui explique avec placidité l’origine et la marche du monde. Voici Moon, 9 ans, petite aventurière à la bouille chiffonnée et à la vive curiosité. Entreprenant une longue errance, elle croise sur son chemin, entre territoires arides, forêts et bâtiments en ruine, d’autres enfants savants et polyglottes, comme cette jeune érudite et son interprète, réfugiées dans une cabane de montagne. S’exprimant avec la sagesse de mille vies, ils se désolent de l’état de la planète dont ils ont hérité. Porteurs de la mémoire d’un passé disparu, ils semblent, avec de rares animaux, les seuls survivants d’un événement apocalyptique lié au changement climatique, qui a détruit les terres mais enrichi leur vision intérieure. Une gravité percée d’insouciance.

      Adaptant librement la pièce Le mot pour dire neige de l’écrivain américain Don DeLillo, le cinéaste expérimental anglais Ben Rivers mêle fiction et documentaire pour signer un poème cinématographique onirique sur la nature de l’existence et la fin du monde. Découpée en chapitres – que la jeune Moon inscrit à la craie sur un tableau –, et alternant la couleur et le noir et blanc, cette fable futuriste à l’énigmatique beauté, réflexion sur le désastre écologique en cours, dégage un charme hypnotique autour de sa communauté d’enfants, vieilles âmes en quête de sens à l’enveloppante douceur.

      Sinon un auteur classique de la SF : James Graham Ballard
      https://fr.wikipedia.org/wiki/J._G._Ballard
      #science_fiction

  • Gouvernance mondiale de l’IA : l’ONU sonne l’alarme...
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4961

    L’IA a atteint un milliard d’utilisateurs en deux ans. Les robots tueurs opèrent déjà sur les champs de bataille. 96 % des deepfakes ciblent les femmes. Et les régulateurs courent après une technologie qu’ils ne maîtrisent plus. À Genève, l’ONU vient de poser la question qui engage l’avenir de l’humanité : gouvernerons-nous l’IA, ou la laisserons-nous nous gouverner ? Décryptage avec expertise modérée... #TECHNOLOGIE,_INTERNET,_PERFORMANCES_INCLASSABLES

    / Robot - humanoïde & robotique, #Data_-_Données, #Internet,_Web,_cyber-démocratie,_communication,_société,_médias, #IA_:_Intelligence_Artificielle, #technologie,_drone,_citoyen,_USA,_google,_High_Tech, Sciences & Savoir, #immigration,_High-Tech,_recrutement,_Web,_Internet

    #Robot_-_humanoïde_&_robotique #Sciences_&_Savoir

  • Algérie 2035 : le pari des 15 GW solaires face aux réalités du terrain
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4958

    15 GW de solaire d’ici 2035 : l’Algérie peut-elle tenir le rythme pour cet objectif ? Instauré au niveau présidentiel, l’objectif algérien de 15 000 MW renouvelables à l’horizon 2035 avance à petits pas : 2,87 GW installés à ce jour. Un webinaire Solarabic-MESIA vient de passer au crible les cinq conditions — politiques, financières et industrielles — pour transformer l’ambition en réalité. #Climat

    / #énergie, #Data_-_Données, Afrique, Monde Arabe, islam, Maghreb, Proche-Orient,, économie , Sciences & Savoir, #Ecologie,_environnement,_nature,_animaux, #Réchauffement_climatique

    #Afrique,_Monde_Arabe,_islam,_Maghreb,_Proche-Orient, #économie_ #Sciences_&_Savoir

  • Infarctus du myocarde chez les jeunes : formes et causes
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4957

    Infarctus : la maladie du cœur n’a plus l’âge qu’on croyait Longtemps réservé aux sexagénaires, l’infarctus du myocarde touche une proportion croissante de moins de 50 ans — et de plus en plus de femmes non ménopausées. Dissection coronaire, spasme, MINOCA : la cardiologie découvre des formes de la maladie qui échappent au schéma classique de l’athérosclérose. Décryptage. Sports / Santé

    / fait divers, société, fléau, délinquance, religion , #Data_-_Données, Sciences & Savoir, #médecine,_sciences,_technologie,_ADN,_vaccin,_médicaments,_découvertes

    #Sports_/_Santé #fait_divers,société,_fléau,_délinquance,_religion #Sciences_&_Savoir

  • Conduire moins vite pour économiser du carburant : la physique l’explique
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4956

    Découvrez pourquoi réduire sa vitesse en voiture permet de consommer moins d’essence ou d’électricité grâce aux lois de la physique : résistance de l’air, #énergie cinétique et rendement. Nous allons explorer les principes physiques qui expliquent pourquoi réduire sa vitesse permet d’économiser du carburant, en nous appuyant sur des concepts comme la résistance de l’air, l’efficacité énergétique et l’optimisation de la consommation. High-tech / Sciences

    / économie , Sciences & Savoir, #Data_-_Données, énergie

    #High-tech_/_Sciences #économie_ #Sciences_&_Savoir

  • #climate_change and #health : how to apply for #Nexa’s #funding
    https://redasadki.me/2026/07/06/climate-change-and-health-how-to-apply-for-nexas-funding

    Climate change is harming the health of the communities you serve. Nexa is a new funding programme that aims to invest money in local solutions to that harm. This guide helps you decide, quickly, whether to apply, what Nexa wants to fund, and how the process works. It is written for a community-based leader who […]

    #The_Geneva_Learning_Foundation #Africa #climate_and_health #community_health #Grand_Challenges_Canada #health_equity #health_workers #local_action #resources #Science_for_Africa_Foundation #Teach_to_Reach

  • DDR-Filmgeschichte - Der irre erste Sci-Fi-Film der DDR: Zwölf Drehbücher und tonnenweise Leim
    https://www.berliner-zeitung.de/article/west-berlin-meldete-eine-ddr-rakete-dabei-war-es-nur-eine-filmkulis

    4.7.2026 von Oliver Weinlein - 1960 hielt eine West-Berliner Zeitung eine DEFA-Filmkulisse für eine echte DDR-Rakete. Die Geschichte hinter dem ersten Sci-Fi-Film des Ostens Foto von Autor/Autorin: Oliver Weinlein

    Im Sommer 1959 vermeldete eine West-Berliner Tageszeitung eine Sensation: Auf dem Flugplatz Johannisthal stehe die erste in der „Sowjetzone“ gebaute Rakete. Wenige Tage später platzte die Meldung: Das silberne Ungetüm war eine Filmkulisse, das Raumschiff „Kosmokrator“ aus dem ersten Science-Fiction-Film der DDR.

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    Mit diesem Plakat bewarb der US-Verleih 1962 die gekürzte Fassung „First Spaceship on Venus“ – die Hiroshima-Bezüge des DEFA-Originals fehlten darin komplett. © Courtesy Everett Collection/Imago

    „Der schweigende Stern“ kam am 26. Februar 1960 in die DDR-Kinos und war ein Kraftakt, wie ihn die Defa noch nicht gestemmt hatte. Der bis dahin teuerste Film des Landes kostete rund 5,75 Millionen DDR-Mark – Farbe, Breitwand, Vierkanalton. Der Westen drehte Heimatschnulzen, der Osten flog zur Venus.

    Zwölf Drehbücher für einen Flug ins All

    Die Handlung, nach Stanisław Lems Roman „Die Astronauten“: Eine internationale Crew fliegt 1970 zur Venus, nachdem in der Wüste Gobi eine rätselhafte Spule mit verschlüsselter Botschaft gefunden wurde. Auf dem Planeten finden die Raumfahrer nur noch Ruinen. Die Venusbewohner wollten einst die Erde angreifen – und löschten sich mit ihren eigenen Atomwaffen selbst aus.

    Bis dahin war es ein zäher Weg. Die Kulturbürokratie der DDR misstraute dem Genre, drei Autorenteams schrieben insgesamt zwölf Drehbuchfassungen, bis die Balance aus Abenteuer und politischer Botschaft stimmte. Ursprünglich sollte sogar Frankreich mitproduzieren, mit Simone Signoret und Yves Montand in den Hauptrollen – die Politik verhinderte es.

    Foto
    Angespannte Blicke an Bord des „Kosmokrator“: Szene aus dem DEFA-Film „Der schweigende Stern" (1960). © IMAGO / United Archives

    Ein Sachse spielt den afrikanischen Astronauten

    Auch beim Casting ging es unorthodox zu. Julius Ongewe, Darsteller des afrikanischen Raumfahrers, wurde von der Straße weg engagiert – und musste nachsynchronisiert werden, weil er zu sehr sächselte.

    Für Ruth Maria Kubitschek war es der letzte Defa-Film: Noch vor der Premiere verließ sie die DDR. Und die Tricktechniker verbrauchten für die blubbernde Urschleim-Landschaft der Venus angeblich eine komplette Jahresproduktion der DDR an Leim.

    Millionenerfolg im Osten, Spott im Westen

    Das Publikum strömte in die Kinos: Mit über 4,37 Millionen Besuchern zählt der Film zu den 50 erfolgreichsten Defa-Produktionen. 1964 gab es beim Filmfest von Triest das Goldene Raumschiff.

    In den USA lief eine verstümmelte Fassung: Um mehr als eine Viertelstunde gekürzt, unter dem Titel „First Spaceship on Venus“ – sämtliche Verweise auf den Atombombenabwurf über Hiroshima wurden herausgeschnitten. 1990 verspottete die US-Kultsendung „Mystery Science Theater 3000“ den Film – ausgerechnet die ethnisch diverse Besatzung, für 1960 revolutionär, fiel dort noch als Kuriosität auf.
    Der Autor wollte nichts mehr damit zu tun haben

    Der härteste Kritiker saß in Krakau. Stanisław Lem verlangte, seinen Namen aus dem Vorspann zu streichen – zu viel Friedenspropaganda, zu viel blubberndes Pech, das nicht einmal Kinder erschrecke, so seine Abrechnung. Der Weltautor, dessen „Solaris“ später Andrei Tarkowski und Hollywood verfilmten, verleugnete sein Ost-Berliner Raumschiff bis zuletzt.

    Dabei standen hinter dem Film keine Anfänger: Regie führte Kurt Maetzig, Mitbegründer der DEFA und einer der prägenden Regisseure des DDR-Kinos. Am Drehbuch schrieb unter anderen Wolfgang Kohlhaase mit – jener Autor, der mit „Berlin – Ecke Schönhauser“ und später „Sommer vorm Balkon“ zum wichtigsten Chronisten dieser Stadt im Kino wurde.

    Dem Film hat es nicht geschadet. Im Mai 2024 erschien „Der schweigende Stern“ erstmals ungeschnitten auf Blu-ray. Die Venus-Mission aus Johannisthal fliegt weiter.

    #DDR #cinéma #science_fiction

  • #climate_and_health: #Reda_Sadki’s remarks at the #Nexa funding announcement in support of local community responses
    https://redasadki.me/2026/07/05/climate-and-health-reda-sadkis-remarks-at-the-nexa-funding-announcement-in

    The Geneva Learning Foundation’s Reda Sadki spoke on the expert panel at the launch of the Nexa funding announcement in London on 21 June 2026, in conversation with panelists Dr Devotha Nyambo of the Nelson Mandela African Institution of Science and Technology in Tanzania, Dr Claude Pirmez of Fiocruz in Brazil. The panel was moderated […]

    #The_Geneva_Learning_Foundation #climate_change #Global_Climate_Change_and_Health_Survey #grand_challenges #Grand_Challenges_Canada #health_workers #Johanna_Sanchez #Karlee_Silver #local_action #London_Climate_Week #Science_for_Africa_Foundation #Teach_to_Reach

  • #climate_change and health: from flood to funder and from rhetoric to action
    https://redasadki.me/2026/07/05/climate-change-and-health-from-flood-to-funder-and-from-rhetoric-to-action

    The #London_Climate_Week launch on 21 June 2026 of a new call from global partners turned three years of listening to community-based #health_workers into money on the table. What the room did not decide is whether the money will reach them the same way the listening did. In Fada, Burkina Faso, what happens […]

    #The_Geneva_Learning_Foundation #climate_and_health #frontline_health_workers #grand_challenges #health_worker_voices #local_action #Nexa #Reda_Sadki #Science_for_Africa_Foundation #Teach_to_Reach

  • #climate_and_health: seven quotes from global leaders putting money on the table for local communities
    https://redasadki.me/2026/07/05/climate-and-health-seven-quotes-from-global-leaders-putting-money-on-the-t

    On 21 June 2026, #grand_challenges Canada and #Science_for_Africa_Foundation convened a global consortium of partners to London. Together, they announced a new call to “invest in bold, locally led solutions that help health systems anticipate and respond to climate-driven health threats”. Here are seven notable quotes we wrote down during the event. […]

    #The_Geneva_Learning_Foundation #climate_change #health_workers #local_action #London_Climate_Week #Nexa #Reda_Sadki #Teach_to_Reach

  • Robots humanoïdes : l’avenir de l’économie mondiale se joue dans l’usine et le foyer
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4954

    Barclays l’annonce noir sur blanc : les robots humanoïdes pourraient peser 200 milliards de dollars d’ici 2035 et redessiner en profondeur les économies vieillissantes, à commencer par la Chine. Selon cette source, ces machines ayant apparence et posture humaine vont rebattre les cartes économiques mondiales, lors de la prochaine décennie. Décryptage d’une mutation déjà en marche, dans un silence comme une révolution qui va surprendre y compris ceux qui l’attendent. High-tech / Sciences

    / économie , Sciences & Savoir, Robot - humanoïde & robotique, #technologie,_drone,_citoyen,_USA,_google,_High_Tech

    #High-tech_/_Sciences #économie_ #Sciences_&_Savoir #Robot_-_humanoïde_&_robotique
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/IMG/mp3/robots_humanoides_l_avenir_de_l_economie_mondiale_se_joue_dans_l_usine_et

  • #Errances_paramédicales. Une perspective féministe sur la #naturopathie

    Une copine consulte une naturopathe pour sa fibromyalgie, une collègue accompagne son père malade d’un cancer avec une plante recommandée par un praticien, une autre s’est formée dans une école quelque temps par curiosité, une quatrième essaie d’en vivre.

    Doctrine historiquement réactionnaire et mystique, la naturopathie s’épanouit aujourd’hui dans le marché du #bien-être et attire particulièrement les #femmes et #minorités_de_genre. Tentative pour injecter quelques enjeux du féminisme dans l’analyse de cette thérapeutique.

    Ce texte est issu du dernier numéro de la revue papier Jef Klak, intitulé « Lait de vache », qui s’intéresse au fait d’ingérer et de digérer.

    Médecines douces, naturelles, non conventionnelles, complémentaires, alternatives, bordent le système de santé publique. Femmes et minorités de genre sont particulièrement nombreuses à butiner un peu ou beaucoup parmi ces propositions thérapeutiques à portée de main, avec la conscience de chercher quelque chose dans le dos du corps médical.

    Cette #quête s’opère souvent dis­crètement. Les débriefs de couloir et d’arrière-cuisine sont des espaces de confiance féminine où ces questionnements et expériences se partagent, mais les discussions autour des #souffrances de #santé ne se jouent pas sur la place publique. Ce #silence est entretenu par le fait que les #pratiques_thérapeutiques dites naturelles se sont développées loin de la #recherche_scientifique sur la santé et font l’objet de critiques acides de la part du corps médical, qui les qualifient de charlataneries, de #fake_meds, de pratiques sectaires. Alors comment penser le recours important des femmes et des minorités de genre à ces thérapeutiques au statut incertain ?

    Revenir sur l’histoire occidentale de la naturopathie depuis une perspective féministe pourrait nous aider à mettre au jour les enjeux politiques autour de la santé des femmes et des #promesses que certaines médecines naturelles nourrissent à cet endroit.

    #Jésus-Christ et #Bouddha naturopathes

    L’histoire de la naturopathie 1 commence à la fin du XIXe siècle, alors que la #médecine_microbiologique de Pasteur, la compréhension du germe et la généralisation du principe de la #vaccination contribuent à résorber de nombreuses maladies. La prophylaxie mise en place par les États conduit à l’amélioration de l’état de santé général. Parmi les courants hygiénistes qui se développent2, certains portent une vision plus mystique. En Allemagne et en Suisse, un mouvement appelé le #Lebensreform rassemble penseurs, artistes et poètes3 autour d’un projet vitaliste de défense d’un mode de vie proche de la nature, jugé plus sain que celui de la société industrielle, et qui passe par des régimes alimentaires végétariens ou des pratiques du corps comme le #yoga. Le néologisme hellénisant naturopathie apparaît aux États-Unis dans les années 1900. Il désigne « les maux par la nature » tout en jouant avec une image : nature’s path, « le chemin de la nature ». #Benedict_Lust, chiropracteur allemand émigré aux États-Unis, le reprend pour nommer l’école qu’il fonde en 1902 à New York : l’#American_School_of_Naturopathy.

    La doctrine naturopathique essaime en Europe. Autour de praticiens réputés charismatiques, les récits de #guérisons_miraculeuses s’accumulent. En Allemagne, cette doctrine est adoptée par les instituts de #médecine_naturelle qui ouvrent depuis la fin du XIXe siècle (l’Université libre des médecines naturelles de Berlin est fondée en 1892). #Pierre-Valentin_Marchesseau l’adapte pour la France à partir des années 1940. Le « père fondateur » français affirme que « la naturopathie est l’art et la science de préserver, optimiser ou recouvrer sa santé par des moyens naturels. » Auteur prolifique (La Santé sans médicament par la naturopathie, Qu’est-ce que la naturopathie ?, Ni médecin, ni guérisseur, le naturopathe est avant tout un hygiéniste, Jésus-Christ naturopathe), il enseigne à partir des années 1960 et jusqu’aux années 1980 une discipline hygiéniste fondée sur une #mystique_du_corps, tout en commercialisant une gamme d’#aliments_biologiques avec la société #Vitagerminels.

    Dans sa thèse, la sociologue Anahita Grisoni relate qu’au cours du XXe siècle, la naturopathie se développe en plusieurs courants. Plus institutionnalisée en Allemagne, elle se maintient en France comme une pratique marginale surtout présente dans les milieux ruraux. Acclimatée à la pensée New Age4 qui se développe, ses repères idéologiques et ses postures thérapeutiques montrent un goût pour l’orientalisme. Les acteur·ices de ces courants invitent un renouvellement du rapport au corps et à la santé. Récemment, iels se sont structuré·es autour d’écoles agréées, d’associations et de syndicats, et la décrivent désormais comme une médecine manuelle et prescriptive, qui fait la synthèse entre les méthodes naturelles de santé. Au sein du réseau de la naturopathie, certain·es défendent son caractère alternatif et contre-culturel, d’autres l’envi­sagent comme étant complémentaire à la médecine publique et ont obtenu qu’elle soit reconnue par l’Organisation mondiale de la santé (OMS) comme une « médecine non conventionnelle », aux côtés des médecines chinoise et ayurvédique.

    L’expression fait côtoyer toutes sortes de médecines, populaires, savantes ou autochtones, mais la naturopathie a une histoire propre, bien distincte de celle des savoirs empiriques et situés des pharmacopées traditionnelles.

    Un socle idéologique persistant

    Nombre de praticien·nes ne se réfèrent pas aux préceptes posés par les fondateurs. Iels bricolent entre plusieurs manières d’envisager le corps et la santé et entre des pratiques hétérogènes : phytothérapie 5, prescriptions alimentaires, massages, réflexologie, iridologie6.

    Que dire alors d’une thérapeutique aussi plastique dont les pratiques comprennent des références scientifiques à l’anatomie et à la nutrition, mais aussi des notions ésotériques ?

    La thérapeutique est pourtant difficile à saisir sans la situer dans l’histoire doctrinaire qui la balise et lui donne sens. Les programmes des écoles de naturopathie, labellisées par la Féna (Fédération des écoles de naturopathie), comme les présentations des praticien·nes, mentionnent systématiquement un socle idéologique : causalisme, vitalisme, humorisme, hygiénisme, holisme7. Derrière ces mots obscurs et pour certains surannés se dresse une conception du corps héritée des hygiénismes du XIXe siècle. Le corps est mu par une force vitale, principe spirituel et métabolique, qui se réalise dans un équilibre sans cesse menacé par la surcharge et l’accumulation de toxines.

    Les courants hygiénistes vitalistes du XIXe siècle sont animés par un dégoût esthétique des grandes villes, dans lesquelles arrive une population rurale appelée à travailler dans les industries périurbaines. Ces travailleur·ses mal logé·es, paupérisé·es, vulnérables aux épidémies et aux maladies professionnelles, inspirent chez les tenant·es de l’hygiénisme un sentiment de dégénérescence liée à l’urbanité. Iels en conçoivent une vision inquiète du corps, souillé au niveau intestinal comme moral par un environnement et une alimentation produites par la modernité industrielle. Il faut chercher à éviter les poisons, sinon les expurger. La Nature y est une idée forte : elle devient une source de valeurs qui stimule et oriente des programmes thérapeutiques. Maintenir son corps sain, c’est le discipliner par des moyens naturels, comme l’héliothérapie ou l’hydrothérapie8.

    Les courants hygiénistes, creusets des médecines dites naturelles, établissent un lien entre le corps et l’état de l’environnement. La façon dont ils problématisent la santé pose les bases d’une écologie corporelle qui résonne avec les menaces écologiques contemporaines de pollutions du sol et de l’air. Ces médecines s’insèrent aisément dans le très contemporain thème du retour à la terre9.

    Une capture des vulnérabilités

    L’autorité que cette doctrine donne historiquement à la nature devrait activer une alarme féministe. Selon la sociologue Colette Guillaumin, la référence à cette « grande organisatrice et régulatrice des rapports humains10 » est un vieux levier réactionnaire pour légitimer l’ordre social et sexuel. Et à raison : plusieurs des représentant·es les plus visibles et médiatisé·es de la naturopathie associent leur discipline de santé par les moyens « naturels » à un discours nettement traditionaliste, insistant sur la différence sexuelle, assignant les personnes qui y ont recours à leur rôle de genre, diffusant plus ou moins explicitement un rejet de l’homosexualité11. Relire l’émergence de cette thérapeutique à partir de ses principes mystiques et conservateurs donne des sueurs froides.

    Le recours banalisé à la nature ne vaut pas pour autant adhésion à l’idéologie réactionnaire ; il est souvent sélectif et critique. Mais un autre malaise fait son chemin. Dans le monde de la naturopathie, des parcours de reconversion et de formation jusqu’aux usager·es, les femmes sont surreprésentées. Endométriose, fibromyalgie, Covid long, dépression : les souffrances corporelles et psychiques que proposent d’adresser celleux qui exercent ont en commun de faire l’objet d’une mauvaise prise en charge médicale. Les maladies chroniques ou les problèmes gynécologiques, ces souffrances marquées des femmes et minorités de genre, sont mal diagnostiquées et soignées. Ces dysfonctionnements ne révèlent pas une négligence marginale, mais un sexisme structurel qui agit depuis les angles morts de la recherche scientifique jusqu’à la position autoritaire et infantilisante des médecins « sachants », en passant par l’organisation gestionnaire du système médical public.

    Les brochures des naturopathes et praticien·nes des médecines non conventionnelles racontent en creux la solitude, les symptômes mal identifiés ou psychologisés, l’errance médicale. Elles racontent les stress particuliers qui touchent au médicament : les trai­tements aux résultats décevants, la crainte des effets secondaires, le manque de transparence, d’information, de reconnaissance des affects et des compétences des personnes soignées. La confiance a aussi été entamée par les scandales sanitaires comme celui du Médiator12, l’escroquerie du Spasfon13, où les industries pharmaceutiques et les pouvoirs publics ont sciemment mis en danger des gens pour engranger des bénéfices à court terme. Ces brochures disent enfin les vulnérabilités historiquement produites par le milieu médical, autant de « zones d’expérience dévastées », pour reprendre l’expression utilisée par Isabelle Stengers dans son Sorcellerie capitaliste14.

    Au regard du coût des formations (12 995 euros pour la formation de quinze mois à l’Institut supérieur de naturopathie), des consultations (entre 60 et 110 euros), des probiotiques et des compléments alimentaires, de l’acquisition ou de la location de machines (osmoseur, physioscan), la surreprésentation des femmes et minorités de genre parmi les usager·es de ces médecines se traduit par une saisie directe de leurs ressources. L’enjeu est économique, mais aussi clinique. Selon la morale vitaliste dix-neuviémiste que diffusent les médecines naturelles, il ne s’agit pas exactement de prévenir ou de guérir la maladie mais de produire plus de vie. Le programme thérapeutique associé à cette idée est assez opaque : évacuer des toxines (mais que sont-elles exactement ?), dynamiser l’organisme, régénérer les cellules (qu’est-ce que cela peut bien vouloir dire ?). Dans ce rapport métaphorisé au corps, la matérialité des maladies s’estompe15. Connaître précisément leur fonctionnement biologique perd de l’intérêt ; la guérissabilité n’est pas nécessairement à l’agenda. Femmes et minorités de genre font ainsi l’expérience d’une autre errance médicale, tout aussi fragilisante, prenant les chemins de traverse enherbés des médecines douces et naturelles, ce qui retarde souvent leur prise en charge médicale.

    L’enjeu de genre autour de l’alimentation est par ailleurs exacerbé. Les médecines naturelles diffusent implicitement ou explicitement une critique de la modernité alimentaire, et avec elle, l’idée selon laquelle on s’intoxiquerait en mangeant mal, que des aliments comme le sucre seraient « meurtriers » quand d’autres prolongeraient la vie16. Le rapport à soi encouragé par ce programme thérapeutique pousse à une amélioration constante de son alimentation et de son hygiène, gage d’une aptitude à la santé et à la vitalité. Chez une population féminine historiquement sujette aux privations et à un contrôle social permanent exercé sur ce qu’elle mange, la discipline de la bonne alimentation est un pipeline menant droit à des conduites à risque, comme l’orthorexie17. C’est également majoritairement aux femmes qu’incombe la responsabilité de l’alimentation des enfants, et pour elles les injonctions sophistiquées à parfaire son alimentation peuvent déboucher sur des préoccupations sans fin. L’essor de thérapeutiques onéreuses et incertaines dans leurs effets cliniques capture ainsi les multiples vulnérabilités féminines.

    Réappropriations féministes de la santé

    Le sexisme structurel du milieu médical a fait ­l’objet d’une longue et intense lutte féministe. Celle-ci a montré comment la professionnalisation et la masculinisation de la médecine en Europe avait dépossédé les femmes de leurs savoirs et du contrôle de leur corps18.].

    Elle a pris pour objet le rapport de pouvoir, paroxystique à ­l’endroit de la gynécologie, haut lieu des violences sexistes et sexuelles et du bafouement du consentement. Pour échapper à la soumission à l’autorité du médecin sachant, des groupes sont nés aux États-Unis et en France dans les années 1970 et ont expérimenté l’autogynécologie19. L’incroyable Our Bodies, Ourselves est publié en anglais en 1971, puis traduit et adapté en France sous le titre Notre corps, nous-mêmes en 197720. Ce manuel a aidé à poser les bases d’une réappropriation féministe des questions de santé, aussi appelée self-help : connaître son corps, s’auto-examiner, se débarrasser de la honte, faire circuler la parole, comprendre et pouvoir reproduire un acte médical, avoir son mot à dire sur les procédures, etc. Des groupes locaux du Mouvement pour la liberté de l’avortement et de la contraception (MLAC) au Planning familial, ces expérimentations nées dans les années 1970 ont propulsé un grand mouvement féministe d’éducation populaire en matière de santé sexuelle et de sexualité, dont les actions récentes contre les violences gynécologiques et obstétricales renouvellent la nécessité21.

    Les luttes écoféministes, en prenant pour thème l’alimentation, la santé, l’environnement ou l’industrie nucléaire, ont aussi largement mis en cause l’association néfaste entre les femmes et la nature. Elles ont retourné cette dévalorisation conjointe pour en faire un élément critique de compréhension de nos expériences individuelles et collectives. Pour les militant·es écoféministes, le fait de « se réapproprier ce qui a été distribué du côté de la féminité22 » relève d’un essentialisme stratégique. Aucune vision idéalisée et harmonieuse des femmes dans la nature ici : les pratiques, les luttes et les écrits écoféministes montrent une mobilisation conflictuelle, instable et renégociable, critique sur les ambiguïtés qu’elle peut recouvrir.

    S’adressant à un ensemble de problématiques de santé des femmes, les médecines naturelles convoquent elles aussi l’association entre femme et nature, mais elles la font basculer sur un versant essentialiste, et non critique. Très empreintes d’une pensée de la différence sexuelle, mettant l’utérus au centre de la vie psychique et subjective des femmes, elles ravivent l’idée tenace que les femmes sont plus « naturelles » que les hommes, qu’elles sont « naturellement spécifiques » pour le dire avec les mots de la sociologue Colette Guillaumin23.
    Sorcières naturopathes et autonomie féministe

    L’antagonisme est fort entre l’histoire des luttes féministes autour de la santé et le développement historique des médecines naturelles. Pourtant en Allemagne, des femmes ont créé un regroupement de naturopathes féministes, le réseau des Frauenweise, les « femmes sages24 ». En Suisse, le Dispensaire des femmes, un centre de santé autogestionnaire autour de la santé sexuelle et reproductive ouvert entre 1978 et 1987, a très tôt mis la naturopathie en pratique. Rina Nissim, membre du Dispensaire et militante du Mouvement de libération des femmes genevois, publie en 1994 Le Manuel de gynécologie naturopathique à l’usage des femmes chez la maison d’édition féministe Mamamélis. Ce manuel est une référence dans les groupes Santé-femmes25 et au-delà. Comment la naturopathie, doctrine et mystique de santé historiquement réactionnaire, aujourd’hui bien plus intégrée au marché du bien-être qu’au militantisme de la santé, a-t-elle pu croiser l’histoire du féminisme ?

    Figure centrale de cette jonction, Rina Nissim raconte cette réappropriation féministe de la naturopathie comme une façon hétérodoxe de pratiquer la doctrine sans hériter de ses aspects réactionnaires. Elle propose de redéfinir la santé des femmes en valorisant leur autonomie ; la promesse est séduisante.

    « Pour moi, ce qui est central c’est qu’on se réapproprie sa santé, qu’on ait envie de reprendre un petit peu les choses en main. Or, je prétends que la médecine par les plantes, la phytothérapie, c’est une chose que chacune peut se réapproprier, c’est du niveau de la cuisine. Si une femme ose mettre du romarin sur son plat pour le rendre plus digeste, si elle prend du bicarbonate de soude qu’elle met dans la fondue pour diminuer l’acidité de ce plat, je prétends qu’elle est à deux doigts de faire une recette populaire pour la toux de son fils et qu’il suffit de peu pour qu’elle fasse aussi une petite préparation pour elle-même. Alors, si on peut lui rendre accessible cette possibilité et en même temps l’aider à se rendre compte qu’un certain nombre de ses maladies sont liées à sa position sociale, à savoir à son oppression en tant que femme, si on arrive à lui faire prendre conscience de cela et qu’à la fois on lui donne un ou deux outils simples et efficaces, il peut se passer quelque chose de sensationnel. Et cela, c’est féministe. C’est le but de mon travail26. »

    Les luttes féministes sur la santé fabriquent des dispositions collectives : être indocile par rapport au contrôle autoritaire exercé par l’institution médicale, sentir le besoin de se réapproprier son corps, savoir qu’une connaissance empirique de soi est possible et peut aiguiller les choix de santé, avoir du goût pour l’expérimentation à plusieurs.

    La naturopathie réinventée de cette façon depuis le féminisme voudrait la placer comme un cadre qui favorise ces dispositions. Elle se définit comme une pratique empirique de soi : observer ce que ça fait de manger ceci, d’arrêter de manger cela, ce qui marche par rapport à un état, une souffrance physique ou psychique. La façon dont cette naturopathie féministe cherche à hacker sa propre doctrine réactionnaire peut être un malentendu fécond, une façon de la voler à sa propre histoire. Mais il faut mesurer le risque pris, et s’interroger honnêtement sur les bénéfices de cette confusion.

    Les positions de Rina Nissim résonnent avec ce qu’Ivan Illich appelle l’autonomie-santé, qui renvoie au fait de trouver les conditions d’une indépendance vis-à-vis du système médical et pharmaceutique industriel. Elle défend le projet d’une médecine populaire qui s’appuie sur les savoirs locaux et les relais féminins de transmission, pour bâtir une alternative à une médecine patriarcale. Savoirs et pratiques locales sont valorisées comme des viviers de pratiques alternatives supposées échapper « aux impasses et nuisances perçues dans la médecine officielle27 ».

    Ce féminisme de la santé met fondamentalement au centre la posture de santé et la responsabilité de l’usager·e. Et dans l’idée attrayante d’une santé qui passe par des comestibles et des gestes accessibles et quotidiens, la valeur que prend la nature tient à une promesse de simplicité. Or les pratiques thérapeutiques liées aux plantes et à l’alimentation sont extrêmement complexes à mettre en œuvre et à maîtriser. Plus critiquement encore, la plupart des gros enjeux de santé qui touchent les femmes et les minorités de genre, handicapées, malades chroniques, etc., ne peuvent pas être résolus par des moyens à portée de main. Tandis que la pandémie de Covid-19 a vu les femmes surexposées au risque de Covid long, les représentant·es des médecines naturelles valorisaient des solutions qui masquaient les enjeux vitaux et diffusaient des conceptions validistes et individualistes de la santé. L’éloge de l’autonomie par l’alternative peut s’articuler insidieusement à la destruction néolibérale du système de santé publique et au définancement d’associations de santé comme le Planning familial. Il fonctionne à merveille avec le marché du bien-être et la capture mercantile des vulnérabilités28.

    Une question forte demeure : quelle autonomie voulons-nous porter ? La valorisation du self-help, liant autonomie et pouvoir autour de sa propre santé, prend un sens particulier au sein des groupes Santé-femmes, qui portent une pratique féministe communautaire pensant ensemble santé individuelle et environnement sociopolitique. Le self-help réduit l’impuissance que charrient les problèmes de santé. Pour autant, il ne peut pas défaire seul l’association entre savoir et pouvoir que le corps médical monopolise et qui cimente son fonctionnement sexiste et patriarcal.

    Si les compositions politiques expérimentées dans l’autogynécologie et les groupes Santé-femmes sont un modèle d’autonomie, d’autres interprétations féministes et d’autres compositions politiques sont possibles et semblent même nécessaires. L’anthropologue mexicaine Denisse Guerrero Márquez, activiste au sein du collectif Nuestra Salud Feminista, propose de bâtir une épidémiologie féministe29 qui nous permettrait de penser les processus santé-maladie30 dans un cadre stratégique qui ne soit pas celui de l’alternative, mais celui d’une réappropriation féministe d’une science médicale pluralisée et conflictualisée. Un tel projet mettrait au centre d’autres questions : comment accéder à la littérature médicale et aux données scientifiques, nous former tout en travaillant à les mettre en perspective collectivement31 ?

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    Quelques ressources :

    « Ne plus subir le médical. Discussion avec des membres d’un groupe “Santé-femmes”, propos recueillis par Naïké Desquesnes, Z : Revue itinérante d’enquête et de critique sociale 2016 (n° 10), Éditions de la dernière lettre, p. 180-185 ; le documentaire Regarde, elle a les yeux grand ouverts de Yann Le Masson (1980). L’Auto-examen, un geste de santé, édité par le Centre de santé des femmes de Montréal (Éditions du remue-ménage),
    la brochure S’armer jusqu’aux lèvres à lire ici, et enfin l’ouvrage de Lucile Queré, Un corps à nous. Luttes féministes pour la réappropriation du corps, Presses de Sciences Po, 2023.

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    Notes :
    Cette histoire s’appuie sur la thèse de sociologie rédigée par Anahita Grisoni, « Sous les pavés, la terre : culte du bien-être et nouveaux métiers. La naturopathie en transformation à la conquête du marché », éditions EHESS, 2011. ↩
    Voir dans ce numéro l’entretien avec Hourya Bentouhami, « La nation est obsédée par la manière dont les gens mangent », p. 26, ainsi que Ni Dieu ni maître, ni viande ni alcool, p. 52. ↩
    Parmi eux, on peut citer Adolf Just, Louis Kuhne, Karl Wilhelm Diefenbach, Hugo Höppener ou encore Gustav Gräser, mais aussi Rudolf Steiner, le fondateur de l’anthroposophie. ↩
    Courant spirituel occidental apparu dans les années 1960, le New Age est un syncrétisme entre les spiritualités et médecines orientales, intégrant des éléments du bouddhisme et des médecines savantes, essentiellement chinoises et ayurvédiques reprenant les notions de réincarnation, de karma, de chakras et d’énergie. La médecine ayurvédique, originaire d’Inde, est fondée sur la théorie selon laquelle les maladies résultent d’un déséquilibre des forces vitales (prana), et vise à rétablir l’équilibre de l’organisme. ↩
    Nom donné aux diverses pratiques de santé qui impliquent l’usage de plantes. ↩
    La réflexologie est une pratique de santé utilisant le massage de zones censées correspondre à des organes ou fonctions physiologiques. L’iridologie est le nom d’une pratique fondée sur l’observation de l’iris. ↩
    Le causalisme suppose que nos symptômes résultent d’une cause qu’il faut considérer en priorité. Le vitalisme envisage la vie comme de la matière animée d’une force vitale. L’humorisme vient de la médecine d’Hippocrate qui envisage la santé comme variant selon l’équilibre des humeurs (le sang, la bile, l’atrabile, la lymphe). Les thérapies holistiques prétendent soigner en tenant compte de la « globalité de l’être humain ». ↩
    L’hydrothérapie désigne un ensemble de pratiques qui mobilisent l’eau, le bain dérivatif ou le bain de siège. L’héliothérapie prône l’exposition corporelle totale à la lumière du soleil pour guérir les maladies. ↩
    « Naturopathie et écofascisme. Quand l’extrême-droite se mêle de santé et d’environnement », Ruptures, printemps 2007. ↩
    Colette Guillaumin, Sexe, race et pratique du pouvoir. L’idée de nature, côté-femmes éditions, 1992, p.61. ↩
    On peut citer plusieurs de ces figures charismatiques à la tête de modèles économiques juteux. Irène Grosjean prône le bain de siège, l’alimentation crue, les purges, le jeûne en même temps que les thérapies de conversion, et responsabilise les femmes des violences sexistes et sexuelles qu’elles subissent. Thierry Casasnovas tient des positions masculinistes hostiles aux droits reproductifs, et désinforme au sujet de la contraception et de l’avortement. Le collectif l’Extracteur mène une veille sur ces réseaux traditionalistes, voir le site du collectif . ↩
    Voir la BD Mediator – Un crime chimiquement pur d’Irène Frachon, Éric Giacometti et François Duprat. Delcourt, 2023. ↩
    Voir le livre Pilules roses de Juliette Ferry-Danini sur le Spasfon, majoritairement prescrit aux femmes sans qu’aucun résultat clinique n’ait été prouvé. ↩
    Isabelle Stengers et Philippe Pignard, La Sorcellerie capitaliste. Pratiques de désenvoûtement, La Découverte, 2005. ↩
    Susan Sontag, La Maladie comme métaphore, Christian Bourgois, 2009. ↩
    Le sociologue Gilles Tétart décrit la valeur de certains aliments, comme le miel ou la gelée royale, perçus comme pouvant rendre le corps plus vivant. Voir « Consommer la nature et parfaire son corps. Les produits apicoles », Études rurales, 165-166, 2003, p. 9-31. ↩
    Trouble alimentaire caractérisé par une volonté obsessionnelle d’ingérer une nourriture saine et le rejet systématique des aliments perçus comme malsains. ↩
    Silvia Federici, Caliban et la sorcière. Femmes, corps et accumulation primitive, Entremonde, 2014 ; Barbara Ehrenreich et Deirdre English, Sorcières, sages-femmes et infirmières. Une histoire des femmes et de la médecine, éd. Cambourakis, 2015 [1976 ↩
    L’autogynécologie recouvre un spectre de pratiques qui va de la gynécologie médicale – contraception, traitement de pathologies gynécologiques, dépistage du cancer du sein par l’autopalpation, avortement, traitement de la ménopause, sexualité – à la réappropriation du corps et des représentations qui y sont liées. ↩
    Un groupe féministe l’a tout récemment repris et réécrit. Notre corps, nous-mêmes, Hors d’atteinte, 2020. ↩
    Le collectif Stop-VOG anime aujourd’hui cette lutte en levant le silence autour des violences commises par le médecin Émile Daraï, officiant à l’hôpital Tenon. Leur site. ↩
    Expression utilisée par Émilie Hache, dans Reclaim, Anthologie de textes écoféministes, Cambourakis, 2016, p. 25. ↩
    « Du fait que les femmes sont une propriété matérielle concrète, se développe sur elles (et contre elles) un discours de la Nature. On les crédite (comme le croient certaines optimistes), on les accuse (en fait) d’être des êtres naturels, immergés dans la Nature et d’être mues par elle. Des choses vivantes, en quelque sorte. », ibid., p. 80. ↩
    À retrouver ici. ↩
    Groupe de femmes se réunissant afin de mieux connaître leur corps, prendre soin de leur santé et trouver plus d’autonomie, fabriquant ce faisant une auto-expertise collective. ↩
    Catherine Fussinger, Séverine Rey et Marilène Vuille, « S’approprier son corps et sa santé. Entretien avec Rina Nissim », Nouvelles Questions féministes, no 25, Éditions Antipodes, 2006, p. 98-116. ↩
    C’est une expression du collectif Cabrioles. Voir « L’autodéfense sanitaire. Entretien avec le collectif Cabrioles », propos recueillis par Aliènor Bertrand, Patrick Giraudoux et Arnaud Macé dans Les Temps des pandémies, Belin, 2023. ↩
    Nicolas Marquis, Du bien-être au marché du malaise, Presses universitaires de France, 2014, et Katie Thornton, « L’industrie des médecines alternatives voit dans le Covid long une opportunité commerciale », disponible ici. ↩
    Denisse Guerrero Márquez, « Approches théoriques et conceptuelles pour une épidémiologie féministe », traduction effectuée par le collectif Cabrioles, à lire ici ↩
    Expression utilisée par Denisse Guerrero Márquez. ↩
    Un grand merci au collectif Cabrioles dont je reprends ici les pistes et questions posées.

    https://www.jefklak.org/errances-paramedicales

    #santé #féminisme #médecine_non_conventionnelle #phytothérapie#massages #réflexologie #iridologie #nutrition #ésotérisme #anatomie #Fédération_des_écoles_de_naturopathie (#Féna) #causalisme #vitalisme #humorisme #hygiénisme #holisme #corps #toxines #dégénérescence #villes #urbanité #modernité #industrialisation #corps #héliothérapie #hydrothérapie #écologie_corporelle #retour_à_la_terre #vulnérabilités #nature #homophobie #sexisme #solitude #Médiator #Spasfon #industrie_pharmaceutique #probiotiques #compléments_alimentaires #sucre #hygiène #orthorexie #gynécologie #autogynécologie #self-help #Mouvement_pour_la_liberté_de_l’avortement_et_de_la_contraception (#MLAC) #planning_familial #éducation_populaire #santé_sexuelle #écoféminisme #essentialisme #Frauenweise #Dispensaire_des_femmes #Rina_Nissim #luttes_féministes #naturopathie_féministe #autonomie-santé #médecine_populaire #alternative #médecine_patriarcale #patriarcat #validisme #individualisme #autonomie #santé_publique #Denisse_Guerrero_Márquez #Nuestra_Salud_Feminista #épidémiologie_féministe

    déjà signalé ici par @lyco :
    https://seenthis.net/messages/1103951

    • #Anthroposophie et #écofascisme, par #Peter_Staudenmaier

      L’anthroposophie est la religion ésotérique fondée par #Rudolph_Steiner dont les avatars tentaculaires et pseudo-scientifiques infiltrent aussi bien le tissu institutionnel et politique de l’écologie que les milieux de l’agriculture, éducation et médecine alternatives. Son histoire est indissociable du #totalitarisme_raciste.

      Historien et écologiste social, engagé dans le mouvement anarchiste, le mouvement vert, et le mouvement coopératif aux États-Unis et en Allemagne, Peter Staudenmaier est professeur à l’université de Marquette (Wisconsin).

       » En juin 1910, Rudolf Steiner, le fondateur de l’anthroposophie, commença une tournée d’exposés en Norvège par une conférence devant un public nombreux et attentif. Le cycle de conférences était intitulé « La mission des âmes nationales en relation à la mythologie germano-nordique ». Dans les conférences d’Oslo, il présenta sa théorie des « âmes de peuple » ou « nationales » (#Volksseelen en allemand, la langue natale de Steiner) et accorda une attention particulière aux questions mystérieuses de « l’#esprit_nordique ». Les « #âmes_nationales » de l’Europe du Nord et Centrale appartiennent, expliqua Steiner, aux peuples « germano-nordiques », le groupe ethnique le plus spirituellement avancé du monde, qui avait été à l’avant-garde de la plus élevée des cinq « races- racines » historiques. Cette cinquième race-racine supérieure, raconta Steiner à ses auditeurs d’Oslo, était bien sûr la race « #race_aryenne ».

      Si cette cosmologie particulière semble étrangement similaire aux mythes teutons de Himmler et Hitler, la ressemblance n’est pas fortuite. L’anthroposophie et le national socialisme ont tous deux des racines profondes dans la confluence des nationalismes, populismes de droite, romantismes proto-environnementalistes, et #spiritualismes_ésotériques qui caractérisaient une grande partie de la culture allemande et autrichienne à la fin du dix-neuvième siècle. Mais le lien entre la pseudo-religion stratifiée racialement et la montée des nazis va bien au-delà de simples parallèles philosophiques. L’anthroposophie a eu une influence concrète sur l’« aile verte » du #fascisme allemand. En outre, la politique réelle de Steiner et de ses disciples a toujours montré une ligne profondément réactionnaire.

      Pourquoi l’anthroposophie, en dépit de ses éléments racistes évidents et son passé de compromission, continue-t-elle à jouir d’une réputation progressiste, tolérante, éclairée et écologique ? Les détails des enseignements de Steiner ne sont pas bien connus en dehors du mouvement anthroposophique, et dans ce mouvement la longue histoire de l’implication idéologique dans le fascisme est en général refoulée ou carrément niée. De plus, de nombreux anthroposophes ont individuellement gagné du respect pour leur travail dans l’éducation alternative, dans l’agriculture biologique, et dans le mouvement écologiste. Néanmoins, il est regrettable que la collaboration anthroposophique avec une racine spécifiquement “écologiste” du fascisme persiste au XXIe siècle.

      Les groupes anthroposophiques organisés sont souvent mieux connus à travers leur vaste réseau d’institutions publiques. Les plus populaires d’entre elles sont probablement le mouvement des #écoles_Waldorf, avec des centaines d’écoles dans le monde, suivi par le mouvement d’#agriculture_biodynamique, qui est particulièrement actif en Allemagne et aux États-Unis. D’autres entreprises anthroposophiques bien connues comprennent les produits cosmétiques et pharmaceutiques #Weleda et le label #Demeter pour les produits alimentaires sains. La communauté nouvel-âge de #Findhorn en Écosse possède aussi une forte composante anthroposophique. Les anthroposophes ont joué un rôle important dans le développement des #Verts allemands et l’ancien ministre de l’intérieur allemand, #Otto_Schilly, un des plus importants fondateurs des Verts, est un anthroposophe.

      Compte tenu de cette vaste visibilité publique, il est peut-être surprenant que les fondements idéologiques de l’anthroposophie ne soient pas mieux connus. Les anthroposophes eux-mêmes, cependant, considèrent leur doctrine hautement ésotérique comme une « #science_occulte » propre à une élite éclairée spirituellement. Le nom même d’anthroposophie suggère à beaucoup d’étrangers une orientation humaniste. Mais l’anthroposophie est à bien des égards une vision du monde anti-humaniste, et des humanistes comme Theodor Adorno et Ernst Bloch s’y sont opposés dès le début. Son rejet de la raison au profit de l’expérience mystique, sa subordination des actions humaines à des forces surnaturelles, et son modèle complètement hiérarchisé du développement spirituel, tout cela montre que l’anthroposophie est contraire aux valeurs humanistes. »

      https://www.ccmm.asso.fr/anthroposophie-et-ecofascisme-par-peter-staudenmaier
      #ésotérisme #racisme #humanisme

      Le texte téléchargeable en pdf :
      https://jf.bizzart.biz/ArticlesPDF/PS_EcofascismeV2.pdf

  • Longévité : une protéine anti-inflammatoire aide des souris âgées à retrouver la forme
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4950

    Et si l’on pouvait mieux vieillir en contrôlant l’inflammation chronique ? Une nouvelle étude montre qu’une protéine naturellement présente dans l’organisme pourrait aider à préserver plus longtemps les capacités physiques et osseuses. Une piste prometteuse pour la recherche sur la longévité. Ce sujet de vieillissement en pleine forme physique a été traité de plusieurs sujets par nos rédacteurs chez Populi-Scoop. Sports / Santé

    / #médecine,_sciences,_technologie,_ADN,_vaccin,_médicaments,_découvertes, Sciences & Savoir

    #Sports_/_Santé #Sciences_&_Savoir