• Pour les jeunes, la quête effrénée du corps parfait : « Je prends toujours mon shaker de protéines avant de venir à la salle »
    https://www.lemonde.fr/series-d-ete/article/2026/08/16/pour-les-jeunes-la-quete-effrenee-du-corps-parfait-je-prends-toujours-mon-sh

    Entre culte du corps « parfait », quête de la #performance et recherche d’une alimentation utilitariste, la consommation de produits de nutrition sportive a décuplé dans le monde depuis une quinzaine d’années. Le marché, qui représentait 250 millions d’euros en France en 2024 (contre 68 millions d’euros en 2013), selon le cabinet d’études Xerfi, est porté aux deux tiers par la vente de ces protéines.

    [...]

    Impossible de décorréler cette tendance de celle qui touche en parallèle les salles de sport. Après 2021 et la fin de la pandémie de Covid-19, les Français se sont rués dans les salles de fitness pour rompre avec la sédentarité. Un engouement qui s’est confirmé depuis : avec plus de 200 ouvertures de salles par an, la France compte à ce jour plus de 6 000 établissements pour plus de 7 millions d’adhérents.

    [...]

    Pour expliquer le succès des salles de sport, Guillaume Vallet, chercheur en économie et sociologie à l’université Grenoble-Alpes et auteur de La Fabrique du muscle (L’Echappée, 2022), a une autre explication. Dans une période marquée par les crises systémiques (environnementales, géopolitiques, sanitaires, financières…), « une partie des jeunes se replient sur leur corps, perçu comme un rempart, la seule ressource matérielle facilement contrôlable à leur niveau, exploitable et en même temps protectrice ». Et dans ce nouveau « capitalisme des vulnérabilités », les individus sont invités à « être de véritables “entrepreneurs” de leur corps », la protéine et les compléments alimentaires « devenant l’ingrédient magique pour obtenir des résultats rapidement ».

    https://justpaste.it/gptvt

    #corps #alimentation #alimentation_protéinée #protéine #compléments_alimentaires #sport #salles_de_sport

  • Raccontango: il #tango e uno spettacolo dedicato alla sua storia
    https://informareonline.com/raccontango-il-tango-e-uno-spettacolo-dedicato-alla-sua-storia

    Il tango e uno spettacolo dedicato alla sua storia, alla sua evoluzione: questo è stato messo in scena il nove agosto nella splendida cornice dell’Anfiteatro Cordeschi ad Acquapendente grazie alla regia di Valentina Izzo. L’anfiteatro viterbese inaugurato nel 1938, per volontà della famiglia Cordeschi che ne volle la costruzione con l’obiettivo di soddisfare, a quei […] L’articolo Raccontango: il tango e uno spettacolo dedicato alla sua storia proviene da Informareonline, scritto da Redazione Informare

    #Comunicati_Stampa #cultura #spettacoli

  • „Was können wir konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten ?“
    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/was-k%C3%B6nnen-wir-konkret-tun-um-ihnen-zu-helfen-mehr-russen-zu-t%C3%B6ten/ar-AA29MtkL
    und
    https://www.berliner-zeitung.de/article/was-koennen-wir-konkret-tun-um-ihnen-zu-helfen-mehr-russen-zu-toete

    Le journaliste qui a demandé au président ukrainien, comment "nous pouvons aider l’Ukraine à tuer plus de Russes" représente l’élite des médias allemands. Son grand père représentait l’élite aussi, il a été juge militaire et nazi proche d’Adolf Hitler.

    Pas grave, on ne lui en veut pas, car ce journaliste est aussi russophobe que les descendants des simples soldats qui on tué du Russe avant 1945. Nous sommes un peuple d’assassins racistes et russophobes. Et alors ? Vos bougnoules sont nos Iwans. On s’en fout. Patron, encore un schnaps pour tous et ensuite un cognac s.v.p, !

    Il est grand temps de regarder encore une fois Ascenseur pour l’échafaud pour mieux comprendre l’amitié franco-allemande.

    10.8.2026 von Thomas Fasbender

    „Was können wir konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten?“

    Wie kann es sein, dass ein deutscher Journalist und langjähriger Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dem ukrainischen Präsidenten in aller Öffentlichkeit die Frage stellt: „Was können wir Europäer konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten?“?

    Hat es damit zu tun, dass sein Großvater, Militärrichter und Offizier im Wehrmachtsführungsstab, mehrfach an Adolf Hitlers Mittagstisch saß? Eine unverdaute Familiengeschichte, würgende Erbschuld, die endlich und unverhofft Gelegenheit erhält, sich in selbstgerechter Empörung über den russischen Angriffskrieg zu entladen?

    Dass der Journalist unmittelbar nach seiner Frage hinzufügt, er meine „nur“ russische Soldaten, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil. Da ist etwas herausgerutscht, etwas tief, sehr tief Verborgenes, das nicht hätte herausrutschen sollen.

    Die Rede ist von dem FAZ-Auslandskorrespondenten Michael Martens, der seit 2019 von Wien aus über den europäischen Südosten berichtet. Sein Großvater war der 1904 geborene Hans-Hermann Martens, Jurist, SA- und NSDAP-Mitglied, 1936 mit Hitlers eigener Unterschrift zum Staatsanwalt ernannt. Der Enkel hat ihm 2024 einen ebenfalls in der FAZ erschienenen, sehr berührenden Text gewidmet.

    Martens’ Frage an Wolodymyr Selenskyj, geäußert anlässlich einer Pressekonferenz mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic in Belgrad, lässt sich anders als psychologisierend nicht beantworten. Die Verhaltensbiologie weiß, dass nicht nur Tiere eine natürliche Hemmung besitzen, Artgenossen zu töten. Die Militärpsychologie weiß es noch viel besser. Seit der Antike werden Soldaten durch sture Konditionierung darauf trainiert, ihresgleichen umzubringen.Distanzwaffen erleichtern den Akt. Eine Kanone abzufeuern, erfordert weniger Überwindung, als ein Bajonett in den Leib des Gegners zu stechen. Noch niedriger ist die Hemmschwelle, wenn ein anderer sticht, am besten ein unbekannter, fremder Soldat. Ein Ukrainer.

    Wenn nicht mehr auf dem Spiel steht als der fromme Wunsch, der Ukrainer möge beim Töten möglichst erfolgreich sein.

    „Was können wir Europäer konkret tun, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten?“ Logisch, dass Martens nicht „wir Deutsche“ sagt. Da wirkt das Tabu noch. Die Vergangenheitsbewältigung. Für uns Deutsche gilt „Nie wieder“. Als Europäer sieht das schon anders aus. Da darf man wünschen.Und dem Wünschen sind keine Grenzen gesetzt. Wer in die anonymen Abgründe des Internets taucht, stößt auf Todeswünsche und Russenhass jenseits aller Rationalität. Exemplarisch ist die Zehntausende Konten umfassende Fraktion der „Nafo-Fellas“ – an deren Hass gemessen spiegelt Martens’ Frage den Geist von Klosterfrauen.

    Wahrscheinlich ist er kein Russenhasser; ich würde ihm das keineswegs unterstellen. Es geht um ganz anderes. Der 1973 geborene Enkel weiß: Ähnlich Tausenden anderen wurde der Großvater viel zu milde bestraft, nämlich gar nicht. In der Bundesrepublik wurde er Senatspräsident. „Wie viele Todesurteile gegen ergriffene Deserteure mein Großvater gefällt hat, weiß ich nicht“, schrieb der Enkel vor zwei Jahren. Sein Blick in die Vergangenheit ist mit dem Gefühl von ungerechter Milde assoziiert – das darf sich nicht wiederholen.

    Der Ruf nach Strafe für Russland und die Russen befriedigt dieses ungestillte Bedürfnis nach Sühne für die eigene, kollektive und in Martens’ Fall familiäre Schuld. Der Gerechtigkeitsfrust aus der eigenen, deutschen Geschichte wird auf eine andere, die russische Geschichte projiziert.

    Martens ist kein Einzelfall. Unsere moralische Katastrophe ist präsent, egal wie verdrängt oder relativiert (Fliegenschiss). Ein Gegengift ist die selbstermächtigende, aktivierende moralische Überlegenheit, sind Wut und Empörung angesichts der Verfehlungen Dritter. Sie reißen uns aus dem Teufelskreis der eigenen Scham, der unterdrückten Schuld. Mit seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, Goliath gegen David, brachial und rücksichtslos, bietet Russland die Steilvorlage. Putins Krieg verspricht Entlastung durch Empörung.

    Indem Russland in solchem Maß zum Täter wird, schreit es nach der Bestrafung, die unseren Vorfahren erspart blieb. Wenn Deutsche im Netz „Putin nach Den Haag“ rufen, Reparationen und jahrzehntelange Ächtung fordern, folgen sie (auch) diesem Reflex. Erst recht, wenn sie sich viele tote Russen wünschen – und seien es „nur“ russische Soldaten.Russland soll büßen, die eigene Schuld und unsere ungesühnte gleich mit. Vielleicht in anderer Diktion, aber nicht minder scharf fordern das auch die „Falken“ unter den Journalisten und Politikern. Einmal auf der richtigen Seite der Geschichte stehen; das hebt die Stimmung. Nach mehr als acht Jahrzehnten rehabilitiert Putin die moralische Symmetrie. Nicht dass jemand auf die Idee kommt, wir könnten ihm für seinen Krieg dankbar sein.

    Ascenseur pour l’échafaud
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Ascenseur_pour_l%27%C3%A9chafaud

    #Allemagne #nazis #Russie #guerre #russophobie #spychologie

  • How to Achieve Mailjet DMARC Alignment with SPF & DKIM ? | DmarcDkim.com
    https://dmarcdkim.com/setup/mailjet-dmarc-alignment-spf-dkim-and-domain-authentication#mailjet-spf-al

    Howto pour la configuration DNS des enregistrements SPF/DKIM/DMARC d’un domaine utilisant Mailjet pour l’envoi de ses mails
    ...et en particulier la nécessité de passer par un ticket pour faire configurer le « Return-Path domain » nécessaire pour « aligner » l’enregistrement DMARC

    Voir aussi la doc de Mailjet sur l’alignement DMARC : https://documentation.mailjet.com/hc/fr/articles/20531905163419-Comprendre-DMARC#01HKCF2K6C61SNHAG26A2BM9XA

    #DKIM #SPF #DMARC #configuration_DNS #Mailjet #spam

  • Nids-de-poule, freins usés ou pneus périmés : les vrais coupables de la route
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4978

    51 millions de blessés en 2023. Une enquête pointe les défauts d’infrastructures et de véhicules trop souvent éclipsés par le seul comportement des conducteurs. La proclamation de l’Assemblée générale des Nations Unies en 2020 lance la deuxième décennie d’action pour la sécurité routière pour 2021 à 2030). Elle une réduction de 50 % du nombre de décès et de blessures graves dus aux accidents de la route d’ici à 2030. Est-ce réussi, continuité ou bien le contraire par aggravation ? Sports / Santé

    / fait divers, société, fléau, délinquance, religion , Afrique, Monde Arabe, islam, Maghreb, Proche-Orient,, Maghreb, Algérie, Tunisie, Maroc, Libye, Africa, population, société , Sciences & Savoir

    #Sports_/_Santé #fait_divers,société,_fléau,_délinquance,_religion #Afrique,Monde_Arabe,_islam,_Maghreb,_Proche-Orient, #Maghreb,_Algérie,_Tunisie,_Maroc,_Libye,_Africa,_population,_société #Sciences_&_Savoir
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/IMG/mp3/nids-de-poule_freins_uses_ou_pneus_perimes_les_vrais_coupables_de_la_rout

  • Devenir une « #ville_éponge » : la solution de #Berlin face à la #sécheresse

    Face aux extrêmes climatiques, Berlin accélère sa mutation en « ville éponge », mêlant #végétalisation, #rétention_des_eaux et #mobilisation_citoyenne. Une ambition politique inédite qui essaime.

    Il est rare qu’une activiste environnementale se retrouve mandatée par ses « adversaires » pour mener la politique qu’elle défend. C’est pourtant ce qui est arrivé à la géographe Lisa Junghans dans le cadre du projet de transformation de la ville de Berlin en « ville éponge ».

    Après avoir travaillé pour une ONG spécialisée sur les questions d’#eau, elle a participé à l’initiative populaire #BaumEntscheid, en corédigeant une proposition de loi d’#adaptation de Berlin au #changement_climatique. « Nous comptions appeler les Berlinois à se prononcer via un référendum sur la question en septembre 2026. Mais, contre toute attente, le Sénat de Berlin a décidé de reprendre notre projet à 99 % et d’en faire une loi qui a été votée fin 2025 ! » raconte la jeune femme.

    Elle a depuis été nommée à la direction de l’Agence pour l’eau de pluie du Land de Berlin (Regenwasseragentur), un organisme assez récent qui joue un rôle important en tant qu’agence-conseil sur la gestion des #eaux_de_pluie pour les particuliers et les entreprises. « Ma nomination était pour le moins inhabituelle. Pour ma part, j’y vois une volonté politique de faire avancer les choses », explique-t-elle.

    Sur le papier, le concept de ville éponge est simple. Il s’agit de transformer le #piège_à_chaleur qu’est une ville classique, colonisée par la voiture, les routes et les nombreux espaces bétonnés, en un #piège_à_fraîcheur et à eau. Et ceci avec des moyens vieux comme le monde : la végétalisation du tissu urbain et la rétention maximale de l’eau. « Berlin est une ville assez verte irriguée par une rivière. On pense que la capitale et sa région s’en sortent bien. Mais ce n’est pas le cas et la situation se détériore. D’où notre réaction », précise Lisa Junghans.

    Comparé à Paris, et si l’on ne tient pas compte de leurs histoires très différentes dans cette mise en parallèle, Berlin pourrait faire figure de havre de verdure, avec 28 % de sa surface couverte par des espaces verts (12 %) et des bois (16 %) ! Pendant que seulement 5,6 % de la surface de Paris est recouverte d’espaces verts.

    Récupérer l’eau

    En réalité, la région Berlin-Brandebourg est en situation de #stress_hydrique important. Le réchauffement climatique, associé à une pluviométrie naturellement faible, renforce la succession dévastatrice d’épisodes de sécheresse et de pluies violentes. Par ailleurs, la #consommation_d’eau est poussée par de nouvelles implantations industrielles, telle la Gigafactory de Tesla et ses sous-traitants.

    « L’arrêt de l’extraction du charbon des mines à ciel ouvert de lignite de la Lusace, au sud de la capitale, est aussi une raison majeure », ajoute Lisa Junghans.

    Pour être parfaitement exploitées, les couches de lignite doivent en effet être sèches et libres des eaux souterraines. Pour cela, et depuis le XIXe siècle, des milliers de pompes ont évacué près de 58 milliards de m3 d’eau dans la #Spree, explique un rapport de l’Agence fédérale pour l’environnement (UBA) qui a fait grand bruit lors de sa publication en 2023 : « Une bonne moitié de l’eau qui coule aujourd’hui dans la Spree près de Cottbus provient d’eaux souterraines pompées. Pendant les mois chauds d’été, cette proportion augmente jusqu’à 75 %. » Or, avec la « sortie » totale du charbon d’ici à 2038 et l’arrêt progressif des mines, le pompage sera bientôt complètement stoppé. Berlin tire pourtant de 50 à 75 % de son #eau_potable de la Spree !

    La même année, Berlin a commencé à mettre en place un #Masterplan_Wasser (Schéma directeur de l’eau) qui prévoit la construction de nouvelles #stations_d’épuration, ainsi que le forage de nouvelles sources. Par ailleurs, tout nouveau projet immobilier doit « végétaliser » une partie de ses toits et conserver les eaux de pluie. Libre au promoteur de construire des bassins, d’irriguer des espaces verts ou d’opter pour l’infiltration dans le sol.

    Plusieurs projets de taille ont enfin été lancés. La construction d’un vaste système de #récupération d’eau par rigoles sous la prestigieuse place du Gendarmenmarkt au cœur de Berlin. Ou celle d’un bassin de 16 750 m3 pour éviter que le trop-plein d’eaux usées ne se déverse dans les rivières en cas d’orages violents. Mais tout ceci est insuffisant.

    Désimperméabiliser Berlin

    D’où la mise en œuvre du concept de ville éponge : « La nouvelle loi a pour objectif que 200 000 arbres soient plantés par la ville et ses habitants dans les prochaines années, détaille Lisa Junghans. Il est aussi prévu de créer des #îlots_verts tous les 150 mètres. Et surtout, 50 % des #espaces_publics doivent être déconnectés du réseau d’assainissement d’ici à 2040, avec une #désimperméabilisation des #sols en conséquence. C’est très ambitieux. »

    L’administration municipale a dix-huit mois pour se préparer avec un lancement des grandes manœuvres à partir de 2027. Mais les quartiers de Berlin, cheville ouvrière du processus, sont déjà sur la brèche, comme dans celui de Charlottenburg-Wilmersdorf.

    « Dans la Sömmeringstrasse, par exemple, nous avons renforcé les #pistes_cyclables puis désimperméabilisé et végétalisé une partie des trottoirs. Ce qui nous a conduits à supprimer pas mal de #places_de_parkings. Et quand on supprime des places, c’est le #conflit garanti », explique Jochen Flenker, responsable des #espaces_verts de ce quartier de l’ouest peuplé de 350 000 habitants. Charlottenburg est le seul quartier de Berlin qui possède encore une pépinière municipale qui alimente ses espaces verts et permet au quartier de fournir des plants gratuits aux habitants qui le demandent.

    La mairie de quartier s’est fixé entre 1 000 et 5 000 m² de désimperméabilisation par an. Cela paraît peu. Mais c’est beaucoup : « Un égout végétalisé de quelques mètres carrés conduit 20 % de l’eau dans les canalisations, mais en infiltre 80 % dans la terre et peut drainer une surface de plus de 500 m2 », précisent les services de l’Agence pour l’#eau_de_pluie.

    Les voisins acteurs d’initiatives

    Ingénieur agronome, Jochen Flenker croit dur en l’avenir de la capitale-éponge. Mais il sait que Berlin en est à ses débuts : « C’est un combat incessant qui doit conduire à un changement de perspective à tous les niveaux. Prenez la question de la maintenance des sols de l’espace public. Mon quartier reçoit de la ville 3 euros par an pour 1 m² d’asphalte ou de béton, mais seulement 0,72 euro pour 1 m² d’espace vert. Ce devrait être l’inverse. Heureusement qu’il y a de nombreuses associations locales qui nous facilitent la tâche et ouvrent parfois le chemin », explique-t-il.

    Il évoque notamment l’initiative #Fritschestrasse, lancée par deux voisins et copains hauts en couleur : Jörg Winners, producteur de films, et Hans Jürgen Zschäbitz, corniste retraité de l’orchestre du Deutsches Oper.

    Coupée en deux par le grand boulevard de la Bismarckstrasse, le segment nord de la Fritschestrasse, où l’on retrouve quelques immeubles wilhelminiens, est un microcosme bien rafraîchissant. « Notre projet est parti de rien, pendant le Covid. Nous avons décidé de verdir les parterres d’arbres de la rue, de les entourer avec des pierres et d’installer des bancs ici et là. Mais aussi un “mini-parc” dégoulinant de verdure qui occupe deux places de parking », se rappelle Jörg Winners.

    Puis le groupe de voisins a grandi et l’action s’est structurée : « Chaque #arbre a un parrain ou une marraine qui veille au grain. C’est essentiel pour la pérennité du projet et de l’engagement. En 2023, nous avons installé plusieurs réservoirs le long des murs qui récupèrent une partie de l’eau de pluie. Chacun peut ainsi arroser à son gré », explique Hans Jürgen Zschäbitz en montrant un grand monolithe doté d’un robinet et devant lequel attendent des arrosoirs.

    Mais les deux compères, qui travaillent depuis activement avec Jochen Flenker et ses services, ne se sont pas arrêtés là. « Nous avons conçu un parterre entouré de branchages, d’une haie sèche, bordée de deux grosses pierres faites pour les chiens et qui évitent que l’urine ne tombe sur les plantes. Cela marche tellement bien qu’il y en a maintenant une cinquantaine et le quartier a officiellement adopté le modèle pour tous les futurs parterres du quartier », ajoute Jörg Winners.

    Il évoque ainsi le passage fréquent de journalistes, mais aussi de délégations d’autres villes, au point que l’initiative, déjà primée, est désormais reprise dans plusieurs autres villes, dont Hamburg, sous le nom du modèle berlinois. « Notre prochain objectif est d’augmenter les espaces verts en réduisant le nombre de voitures via la mise en place un système d’autopartage pour le voisinage », disent les deux amis avant de partir arroser leur rue.

    https://reporterre.net/Devenir-une-ville-eponge-le-combat-de-Berlin-contre-la-secheresse
    #urbanisme #aménagement_du_territoire #pluie

  • Voci da Spin Time Labs
    https://radioblackout.org/2026/08/voci-da-spin-time-labs

    Collegamenti e interviste da Spin Time Labs, in via di Santa Croce a #Roma. Dal 29 luglio, le 400 persone che abitano all’interno dell’occupazione si trovano in strada in presidio permanente, dove nonostante il supporto della cittadinanza solidale e di associazioni e collettivi, la situazione rimane emergenziale. Solo nella sera del 3 agosto si è […]

    #altavisibilita #L'informazione_di_Blackout #diritto_all'abitare #spintime
    https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/08/spininfo-1.mp3

  • Prima dei flussi, c’è un padre
    https://www.meltingpot.org/2026/08/prima-dei-flussi-ce-un-padre

    La crisi a Ceuta dimostra che le persone diventano strumenti della geopolitica solo perché l’Europa ha costruito un sistema di frontiere che lo rende possibile. Cosa spinge un padre a nuotare per chilometri, dai due ai cinque a seconda del punto della costa marocchina da cui si parte, insieme ai suoi cinque bambini? Cosa ha pensato mentre infilava loro i giubbotti salvagente? Perché ha ritenuto meno rischioso affrontare il mare che restare dov’era? Perché ha scelto una traversata nella quale sapeva di poter morire, o di essere rimpatriato anche nel caso fosse riuscito a raggiungere #Ceuta? In questi giorni sono almeno

    #Notizie #Antonio_Ciniero #Ceuta_e_Melilla #Marocco #Migrazioni #Spagna

  • #Hubitat_Creativo: riaprirà il Parco Grassia di #Aversa?
    https://informareonline.com/hubitat-creativo-riaprira-il-parco-grassia-di-aversa

    La carenza di #Spazi_verdi nelle nostre città è un tema sempre più sentito da chi le abita. I parchi pubblici non sono solo un luogo ricreativo, ma svolgono un ruolo essenziale nella costruzione di un tessuto urbano che risponda a pieno alle esigenze della cittadinanza, fornendole uno spazio comunitario, che favorisce la socialità e […] L’articolo Hubitat creativo: riaprirà il Parco Grassia di Aversa? proviene da Informareonline, scritto da Ilaria Morlando

    #Approfondimenti #Attualità #EVIDENZA #apertura #parco_Ninì_Grassia

  • Pourquoi les IA détestent les animaux ? - YouTube
    https://www.youtube.com/watch?v=JFo8xu8tkK0

    Dans cette vidéo, on découvre pourquoi les intelligences artificielles sont souvent présentées comme des technologies neutres, alors qu’elles apprennent à partir de milliards de textes, d’images et de données produites par les humains. Elles héritent donc aussi de nos représentations, de nos valeurs… et parfois de nos biais.

    Ici, on parle de spécisme, de sentience, d’éthique en IA, d’élevage industriel, mais aussi des conséquences très concrètes que ces modèles pourraient avoir sur notre rapport aux animaux et sur leur avenir.

    Les IA sont-elles en train d’effacer les animaux de notre regard ? Ou ne font-elles que révéler une disparition déjà ancienne ?

    📚 Toutes les sources scientifiques, articles et références que j’ai utilisé pour réaliser cette vidéo sont disponibles ici :
    https://docs.google.com/document/d/1W...

    _

    0:00 • Où est passé le poulet ?
    1:22 • Qui sont vraiment les poulets ?
    2:27 • Sentience, poussins et souffrance animale
    3:27 • 76 milliards de poulets abattus
    4:19 • Les « turbo-poulets »
    5:19 • La réalité de l’élevage intensif
    7:04 • Vivre de sa passion avec Swapn
    9:07 • Comment les intelligences artificielles apprennent-elles ?
    11:16 • L’IA est-elle spéciste ?
    13:17 • Quand un biais devient une décision
    15:00 • Peut-on apprendre aux IA à mieux considérer les animaux ?
    16:04 • Les fermes imaginaires générées par l’IA
    18:16 • L’intelligence artificielle dans les élevages
    19:57 • Cette vidéo ne parle pas seulement d’IA
    21:13 • Rendre les animaux visibles
    22:36 • La véritable question
    23:11 • Pour aller plus loin

    #Spécisme #Intelligence_artificielle #IA #AI

  • Fusion power darling Commonwealth Fusion Systems raises another $1B
    https://techcrunch.com/2026/07/30/fusion-power-darling-commonwealth-fusion-systems-raises-another-1b

    #Commonwealth_Fusion_Systems (#CFS) has long been the best-funded #fusion power #startup. Now, it’s extending its lead.

    CFS announced Thursday that it raised $1 billion in a new round that included “significant institutional investors, such as pension funds, sovereign wealth funds, and infrastructure and industrial corporate partners,” the company said. When asked by TechCrunch, the company declined to name the specific investors. To date, CFS has raised $4 billion.

    The funding arrives as the company’s spending ramps up. CFS is currently building #Sparc, its #demonstration reactor, and finalizing the design of #Arc, its first #commercial power plant.

    (...)

    This is CFS’s largest round since raising $1.8 billion in 2021. The startup’s previous fundraise, announced in August, added $863 million to its coffers and included #Nvidia, #Google, Khosla Ventures, and Breakthrough Energy Ventures among its investors.

    CFS is pursuing a form of fusion known as magnetic confinement, in which powerful magnetic fields confine plasma inside the reactor, keeping the plasma dense and hot enough to spark fusion reactions. When atomic nuclei from the fusion fuel fuse, the reaction releases enormous amounts of energy. CFS plans to harvest the heat thrown off by the reaction to power a steam turbine.

  • Longévité : le sang d’une femme de 117 ans livre ses secrets
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article4972

    Une étude scientifique inédite a analysé le sang d’une supercentenaire de 117 ans. Cellules immunitaires, microbiote et autres composants de son organisme : ce que révèlent ses données. Son sang intrigue les scientifiques et quelle promesse, tel tout objectif du savoir, découvre-t-on ? Télomères usés, mais métabolisme resté jeune de vingt ans : l’étude la plus détaillée jamais menée sur une supercentenaire révèle un paradoxe biologique inédit — et des pistes pour mieux vieillir. Sports / Santé

    / Sciences & Savoir, #médecine,_sciences,_technologie,_ADN,_vaccin,_médicaments,_découvertes

    #Sports_/_Santé #Sciences_&_Savoir

  • Circa 1.800 i partecipanti all’ “E…StiAMO insieme”, il #Campo_estivo dell’Esercito
    https://informareonline.com/circa-1-800-i-partecipanti-all-estiamo-insieme-il-campo-estivo-dell

    Chiude il Campo Estivo organizzato dalla Garibaldi insieme alla Società pubblica “Sport e Salute” Si è concluso a #caserta, ieri 28 Luglio, presso la Caserma “Ferrari-Orsi” di Caserta, sede della Brigata bersaglieri “Garibaldi”, il campo estivo “E…StiAMO insieme con lo #Sport“, organizzato dall’ASD Garibaldi in collaborazione con Sport e Salute. L’iniziativa, avviata lo scorso 8 […] L’articolo Circa 1.800 i partecipanti all’ “E…StiAMO insieme”, il campo estivo dell’Esercito proviene da Informareonline, scritto da Redazione Informare

    #Comunicati_Stampa #esercito

  • REPORTAGE. Due giorni di rock al #noisy_naples_fest 2026
    https://informareonline.com/reportage-due-giorni-di-rock-al-noisy-naples-fest-2026

    Due giorni di rock alla Mostra d’Oltremare. Il Noisy si conferma un grande appuntamento per #Napoli: tra grandi band e critiche all’organizzazione, ecco il reportage di Informare. Il Noisy Naples Fest 2026 ha regalato a Napoli due serate dal respiro internazionale, confermandosi tra gli appuntamenti musicali più importanti dell’estate napoletana. Sul palco si sono alternati artisti di […] L’articolo REPORTAGE. Due giorni di rock al Noisy Naples Fest 2026 proviene da Informareonline, scritto da Redazione Informare

    #Approfondimenti #Spettacolo #Bluvertigo #Franz_Ferdinand #Kasabian #Mostra_d'Oltremare #planet_funk #Skunk_Anansie #subsonica

  • #Armi autonome: la corsa all’oro dopo il vertice Nato di Ankara
    https://irpimedia.irpi.eu/armi-autonome-corsa-alloro-dopo-vertice-nato-ankara

    Fondi pubblici e capitali privati stanno alimentando la crescita della defence tech statunitense. Ecco chi scommette sulle aziende che sviluppano sistemi d’arma autonomi, un settore sempre più vicino al mondo Maga L’articolo Armi autonome: la corsa all’oro dopo il vertice Nato di Ankara proviene da IrpiMedia.

    #Geopolitica_e_Migrazioni #Guerra #Spesa_Pubblica
    https://irpimedia.irpi.eu/public/uploads/2026/07/video-armi-autonome-corsa-alloro-dopo-vertice-nato-ankara.mp4

  • #Tony_Pitony arriva alla Reggia di #caserta in modo dirompente
    https://informareonline.com/tony-pitony-arriva-alla-reggia-di-caserta-in-modo-dirompente

    Sabato 25 luglio, il cantante più discusso dell’ultimo anno, TonyPitony, ha portato uno show irriverente davanti alla #reggia_di_caserta e ai suoi oltre 15mila spettatori. Il concerto fa parte del tour “Estatony”, che vede l’artista siciliano girare l’Italia con 39 date. Il successo di Tony Pitony TonyPitony, nel giro di un anno, ha visto […] L’articolo Tony Pitony arriva alla Reggia di Caserta in modo dirompente proviene da Informareonline, scritto da Marco Ciotti

    #Approfondimenti #Spettacolo #eventi

  • Newsroom – Pnrr e dissesto idrogeologico: centinaia di milioni a rischio. Il caso della diga sul fiume Marecchia a Rimini
    https://irpimedia.irpi.eu/newsroom-in-italia-utilizziamo-poco-e-male-i-fondi-per-il-dissesto-id

    Il Pnrr è scaduto lo scorso giugno. Ma quanto è stato speso davvero per contrastare il dissesto idrogeologico? E cosa succede quando questi fondi arrivano davvero sul territorio? Ne parliamo con Luca Dal Poggetto, analista di Openpolis, e Matteo Chiani, autore dell’inchiesta L’articolo Newsroom – Pnrr e dissesto idrogeologico: centinaia di milioni a rischio. Il caso della diga sul fiume Marecchia a Rimini proviene da IrpiMedia.

    #Ambiente_e_Clima #Podcast_Newsroom #Cambiamento_Climatico #Emilia_Romagna #Spesa_Pubblica

  • Avec Diala, on vient de livrer le site du Quadrilatère, le centre d’art contemporain de Beauvais :
    https://www.lequadrilatere.fr

    C’est évidemment du SPIP.

    – On retrouve nos habituelles formes longues :
    https://www.lequadrilatere.fr/Enterrer-le-soleil
    https://www.lequadrilatere.fr/Cecile-Bart-Peu-importent-les-ressemblances

    – Pas mal de micro-animations (au scroll, au survol), y compris le logo animé du Quadrilatère, qui se désactivent lorsqu’on configure l’accessibilité de son appareil en « prefers-reduced-motion ».

    – L’entête de navigation en haut de page qui se décroche avec le scroll. C’est désormais assez habituel, mais j’aime bien comment on l’a traité, avec le changement éventuel de couleur et le logo qui change discrètement de taille.

    – Les changements de couleurs selon les rubriques et les pages. (Ça a toujours été mon truc.)

    – Si les webmestres oublient de renseigner le champ « alt » des images, j’utilise l’API de ChatGPT pour renseigner ce champ alt. Ça donne des résultats étonnamment précis.

    – Ça a été l’occasion de retrouver une vielle connaissance, Omer Pesquer :
    https://psqr.fr
    qui assurait l’AMO avec Michel Kouklia :
    https://psqr.fr/kmnop

    – Sinon, si vous passez à Beauvais, la visite du Quadrilatère, juste à côté de la cathédrale, ça vaut vraiment le coup. Le bâtiment d’André Hermant est magnifique (1976) et les espaces intérieurs ont été entièrement refaits en 2023 (le musée a rouvert l’année dernière). Les expos sont spectaculaires, avec des œuvres qui généralement profitent des espaces impressionnants des salles.

    #shameless_autopromo #spip

  • Le planisphère carré – le monde comme vous ne l’avez jamais vu.
    https://planispherecarre.org

    La #projection #quinconce de #Peirce déplie la #sphère terrestre en révélant l’unité des #continents dans l’océan mondial. Plus besoin de privilégier un continent plutôt qu’un autre : pas d’Afrique comprimée, et aucun pays au centre — dans l’esprit de la carte de l’ONU.

    Les déformations se concentrent ici dans les océans — là où elles défigurent le moins les pays, leurs tailles et leurs interactions.

    Notre #planisphère n’a pas de face cachée : il vous montre d’un côté le monde centré sur le #pôle Nord, et de l’autre côté le #monde centré sur le pôle Sud. Tournez-le, pliez-le, découpez-le et composez jusqu’à 8 points de vue uniques sur la Terre.

  • In Italia utilizziamo poco e male i fondi per il dissesto idrogeologico: l’esempio dell’Emilia Romagna
    https://irpimedia.irpi.eu/in-italia-utilizziamo-poco-e-male-i-fondi-per-il-dissesto-idrogeologi

    Dal 2015 al 2025 l’Emilia-Romagna è stata colpita più volte da alluvioni e frane. Sul fiume Marecchia, i fondi Pnrr hanno protetto un’opera che serve l’agricoltura ma non riduce il rischio inondazioni L’articolo In Italia utilizziamo poco e male i fondi per il dissesto idrogeologico: l’esempio dell’Emilia Romagna proviene da IrpiMedia.

    #Ambiente_e_Clima #Cambiamento_Climatico #Emilia_Romagna #Spesa_Pubblica

  • Klingbeils Rolex-Satz : Was wirklich hinter dem Aktionsplan gegen Finanzkriminalität steckt
    https://www.berliner-zeitung.de/article/klingbeils-rolex-satz-was-hinter-dem-aktionsplan-gegen-finanzkrimin

    Wir seifen ein.

    https://www.youtube.com/watch?v=CT6_TtFfszw

    Ernst Busch, Kurt Tucholsky, Seifenlied

    Un ministre SPD propose un plan bidon contre les criminels en col blanc. C’est parfait,en quelques semaines on votera à Berlin et ailleurs. On en parlera et on oubliera ensuite tout ce qui dérange les riches. C’est une méthode SPD connue depuis 100 ans.

    24.7.2026 Harald Neuber - Ein Satz über Rolex und Porsche entfacht einen Streit. Doch dahinter steht eine ernste Frage: Wie kann Deutschland Finanzdelikte endlich ahnden?

    Bundesfinanzminister und SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil hat mit einem ungewöhnlich inszenierten Video für den neuen Aktionsplan der Bundesregierung gegen Steuer- und Finanzkriminalität geworben.

    Der Satz, der hängen blieb: „Der Porsche und die Rolex sind dann erstmal weg, und das wird Tätern richtig wehtun.“

    Was folgte, war ein Kulturkampf im Kleinformat. Doch die entscheidende Frage drohte darin unterzugehen – und sie ist unbequemer, als beide Lager zugeben wollen.

    Der Aktionsplan gegen Steuerbetrug: 26 Punkte, ein Herzstück

    Beginnen wir mit dem Belegbaren, nicht mit der Empörung. Steuer- und Finanzkriminalität soll in Deutschland konsequenter verfolgt werden. Dazu haben Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig einen gemeinsamen Aktionsplan vorgelegt.

    Das Paket umfasst 26 Punkte. Sein Herzstück ist institutionell: Es werde ein Gemeinsames Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität beim Zoll geschaffen, in dem Steuerfahnder aus den Ländern und Ermittler der Bundesbehörden kooperieren sollen. Vorbild ist das Gemeinsame Terrorismusabwehrzentrum.
    Keine neue Behörde: Klingbeils bewusster Kurswechsel

    Bemerkenswert ist, was Klingbeil nicht tut. Er strebt keine neue Behörde an, wie sein Amtsvorgänger Christian Lindner mit dem Bundesfinanzkriminalamt, sondern will bestehende Strukturen nutzen.

    Hinzu kommen ein Datenanalysezentrum mit KI-Auswertung, ein Umsatzsteuermeldesystem, eine Registrierkassenpflicht sowie verlängerte Aufbewahrungsfristen.

    Strafrechtlich wird es härter: Für organisierte Steuerkriminalität ist eine Höchststrafe von 15 Jahren vorgesehen, schwere Formen sollen wieder als Verbrechen mit Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr eingestuft werden. Und die strafbefreiende Selbstanzeige soll „in ihrer heutigen Form“ abgeschafft werden.
    Vermögensabschöpfung: Der wirklich brisante Teil des Plans

    Der Rolex-Satz zielt auf einen konkreten Mechanismus: die Vermögensabschöpfung. Vereinfacht heißt das: Dem Täter wird nicht nur eine Strafe auferlegt, sondern der Ertrag der Tat entzogen.

    Vermögen von verdächtiger unbekannter Herkunft soll leichter ermittelt und auch sichergestellt werden können. Konkret sollen Vermögensgegenstände ungeklärter Herkunft bis zu 180 Tage sichergestellt werden können.

    Und genau hier beginnt der Streit, der weit über TikTok hinausreicht.
    Beweislast und Eigentumsschutz: Wo der Rechtsstaat an Grenzen stößt

    Kritiker sprechen von einer faktischen Beweislastumkehr: Nicht der Staat müsse die illegale Herkunft nachweisen, sondern der Betroffene die legale. Das ist ein realer rechtsstaatlicher Einwand, keine bloße Empörungsfolie.

    Die Beschlagnahme-Befugnisse ohne Verurteilung sind verfassungsrechtlich heikel und treffen womöglich auch Unschuldige.

    Wer legalen Erwerb belegen kann, hat nichts zu befürchten – so das politische Versprechen. Wo aber die Grenze zwischen legitimer Abschöpfung und staatlichem Übergriff verläuft, entscheidet nicht der Clip, sondern das spätere Gesetz. Denn eines wird gern übersehen: Der Aktionsplan ändert die Rechtslage noch nicht unmittelbar.

    Warum „Rolex und Porsche“ ein politischer Volltreffer ist

    Die Reaktion war heftig. Von Hubert Aiwanger über Wolfgang Kubicki bis hin zu Ulf Poschardt formierte sich eine Allianz der Entrüsteten.

    Der Vorwurf: Wer Rolex und Porsche besitze, stehe ohnehin schon unter Generalverdacht.

    Sachlich stimmt das nicht – der Plan richtet sich gegen mutmaßlich kriminelles Vermögen, nicht gegen legalen Wohlstand. Und trotzdem funktioniert die Verkürzung erstaunlich gut. Der Grund dafür ist durchschaubar.

    Der kulturelle Trick hinter der Empörung

    Die Verkürzung auf „Rolex“ und „Porsche“ verschiebt die Debatte. Weg von Geldwäsche, Umsatzsteuerkarussellen und organisierter Kriminalität – hin zu einem kulturellen Reflex über Neid, Leistung und Eigentum.

    Aus Steuerfahndung wird Klassenkampf, aus Vermögensabschöpfung eine Enteignungsphantasie. Der einzelne Betrüger verschwindet aus dem Bild, der ehrliche Porsche-Fahrer rückt in den Mittelpunkt.

    Die berechtigte Seite der Kritik

    Zugleich wäre es zu billig, jede Kritik als Reflex abzutun. Die Sorge um Eigentumsschutz, Verhältnismäßigkeit und Beweislast ist legitim – gerade weil der Staat neue Zugriffsrechte beansprucht.

    Auch der Finanzierungseinwand hat Substanz: In der Etatplanung für 2027 steht ein Betrag von einer Milliarde Euro für Mehreinnahmen durch den Kampf gegen Steuerbetrug.

    Eine Milliarde gegen 100 Milliarden: Rechnet sich das?

    Eine Milliarde – gemessen an Schadensschätzungen, die bis auf etwa 100 Milliarden Euro reichen, die dem deutschen Staat jährlich durch Steuerbetrug entgehen sollen, wirkt bescheiden.

    Kritiker nennen das Symbolpolitik. Befürworter halten dagegen, ein Ermittlungssystem entfalte seine Wirkung erst über Jahre. Wer recht hat, zeigt sich erst nach dem Aufbau – und ausgerechnet eine prominente Stimme sorgt für eine Überraschung.

    Applaus von unerwarteter Seite

    Der Zuspruch kommt nicht nur aus dem eigenen Lager. Die Nichtregierungsorganisation Finanzwende sprach von einem guten und wichtigen Aufschlag.

    Bemerkenswert ist, wer dort spricht: „Dass Ermittlungsverfahren in diesen Fällen nicht mehr einfach gegen Geldauflagen eingestellt werden können, ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit“, sagte Finanzwende-Vorständin Anne Brorhilker – ausgerechnet die frühere Cum-Ex-Chefermittlerin.

    Der Cum-Ex-Schatten über der SPD

    Womit wir bei der unbequemsten Frage sind: Wie glaubwürdig ist eine Partei, die gegen Finanzkriminalität mobilisiert, während der Cum-Ex-Komplex politisch noch nachhallt?

    Hier ist juristische Sorgfalt Pflicht. Cum-Ex-Geschäfte hat der Bundesgerichtshof als Steuerhinterziehung eingeordnet. Der politische Kern betrifft die Hamburger Privatbank M.M. Warburg und die Amtszeit von Olaf Scholz als Erstem Bürgermeister.
    Was belegt ist – und was nicht

    Belegt sind Treffen zwischen Scholz und dem Warburg-Mitinhaber Christian Olearius sowie die Tatsache, dass das Hamburger Finanzamt 2016 eine Steuerforderung von rund 47 Millionen Euro verjähren ließ. Belegt sind auch Scholz’ wiederholte Erinnerungslücken im Untersuchungsausschuss.

    Nicht belegt ist eine strafrechtliche Schuld. Ein Nachweis, dass Scholz Behörden zugunsten der Bank angewiesen oder Ermittlungen unterdrückt hätte, liegt öffentlich nicht vor; Staatsanwaltschaften nahmen mangels hinreichenden Tatverdachts keine Ermittlungen gegen ihn auf. Auch gegen Olearius steht kein Schuldspruch: Das Verfahren wurde 2024 wegen dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit eingestellt.

    Politische statt strafrechtliche Verantwortung

    Die Trennung ist entscheidend – und zugleich die Achillesferse des Plans. Strafrechtliche und politische Verantwortung sind zweierlei.

    Der belegbare Vorwurf lautet nicht „Vertuschung“, sondern: Kontakte, Erinnerungslücken und eine verjährte Millionenforderung haben die lückenlose Aufklärung erschwert und Vertrauen beschädigt. Wenn nun dieselbe Partei erklärt, „Regeln müssen für alle gelten“, ist das eine glaubwürdige Forderung – an der sie selbst gemessen wird. Für Klingbeils Genossen Scholz gelten sie offenbar nicht.
    Was Deutschland von Italiens Anti-Mafia-Gesetzen lernen kann

    Der Blick nach Süden lohnt, weil dort die Instrumente entstanden, die Klingbeil ausbauen will. Nach der Ermordung des Abgeordneten Pio La Torre 1982 beschloss Italien das Rognoni-La-Torre-Gesetz.

    Es schuf den Straftatbestand der mafiösen Vereinigung und – politisch prägender – die Vermögensabschöpfung als präventive Anti-Mafia-Maßnahme. Der Gedanke war radikal: die Mafia nicht nur über einzelne Taten treffen, sondern über ihr Geld, ihre Firmen, ihre Vermögen. Eingezogene Villen und Ländereien werden in Italien teils sozial genutzt.

    Wo die italienischen Vorbilder an deutsche Grenzen stoßen

    Die Übertragbarkeit hat Grenzen. Italiens Instrumente entstanden unter dem Druck eines Ausnahmezustands, in dem die Mafia Richter und Präfekten ermordete.

    Deutschland kennt diesen Ausnahmezustand nicht – und sein Rechtsstaat setzt der präventiven Beschlagnahme engere verfassungsrechtliche Grenzen. Was in Italien als Notwehr des Staates gilt, kann hierzulande als Übergriff erscheinen. Diese Balance muss die deutsche Debatte selbst finden.

    Warum Finanzkriminalität jeden angeht – nicht nur Steuerberater

    Finanzkriminalität wirkt abstrakt – bis man die Kette begreift. Kriminelle Gewinne aus Drogenhandel, Betrug oder illegalem Glücksspiel sind nur dann dauerhaft nutzbar, wenn sie gewaschen werden: über bargeldintensive Betriebe, Scheinrechnungen, Strohleute, Immobilien.

    Deshalb ist Steuerhinterziehung oft nicht das Nebendelikt, sondern die Infrastruktur, die illegale Erträge in scheinbar legales Vermögen verwandelt. Das Bundeslagebild des BKA verweist auf die grenzüberschreitende Dimension: Bei über 70 Prozent der OK-Ermittlungsverfahren 2024 wurde eine grenzüberschreitende Tatbegehung festgestellt.
    Wenn kriminelles Geld zu lokaler Macht wird

    So entsteht aus Kriminalität wirtschaftliche und lokale Macht – und potenziell politische.

    Dokumentiert ist, dass Issa Remmo 2021 den Berliner CDU-Spitzenkandidaten Kai Wegner an dessen Wahlkampfstand ansprach und 2025 an einer Führung im Abgeordnetenhaus teilnahm, die ein CDU-Abgeordneter ermöglicht hatte. Beides sind Kontaktereignisse – kein Beleg für Zusammenarbeit oder ein Netzwerk. Dennoch dass ich nicht von der Hand weiß und das vom Klassenstandpunkt aus Interessen von ausländischen Clans und deutschen Finanzkriminellen eine gewisse Kongruenz aufweisen.

    Anders gesagt: Weder Bushido noch Ali Bumaye – zwei Berliner Rapper mit Nähe zum Clanmilieu – haben mal einen Rap über eine korrekte Steuererklärung und soziale Verantwortung Neureicher geschrieben. Warum wohl nicht?
    Die Klassenfrage: Kleiner Ladendieb, großes Karussell

    Bleibt die Klassenfrage, die der Aktionsplan implizit stellt. Ladendiebstahl ist sichtbar, schnell aufzuklären, empörungsträchtig.

    Ein Umsatzsteuerkarussell dagegen ist unsichtbar, komplex, langwierig – und löst kaum kollektive Wut aus, obwohl der Schaden ungleich größer ist. Diese Asymmetrie der Aufmerksamkeit adressiert Klingbeils Video, bei allem Populismus des Framings, durchaus produktiv.
    Der lange Schatten der schwarzen Koffer

    Wer über Vertrauen in gleiche Strafverfolgung spricht, kommt an der Geschichte nicht vorbei. Die CDU-Spendenaffäre um Helmut Kohl gehört zu den folgenreichsten politischen Finanzierungsskandalen der Bundesrepublik.

    Wolfgang Schäuble räumte ein, 100.000 D-Mark vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber in bar entgegengenommen zu haben. Kohl verweigerte bis zu seinem Tod die Namen seiner Spender – unter Berufung auf sein „Ehrenwort“, was bei arabischen Clans – Whallah, Habibi! – bis heute anerkennenedes Kopfnicken auslösen dürfe. Helmut Kohl, Ehrenmann! Ins Gefängnis ging niemand.
    Das wiederkehrende Muster: das leise Versanden

    Die Lehre ist unbequem und aktuell: Die entschlossene Rhetorik gegen Kriminelle stößt regelmäßig dort an Grenzen, wo es um die eigenen Eliten geht.

    Ob schwarze Koffer, die ungeahndeten Betrugsmuster der Treuhand-Privatisierung oder die Erinnerungslücken im Cum-Ex-Ausschuss – das wiederkehrende Muster ist nicht der große Coup, sondern das leise Versanden. Genau daran wird sich Klingbeils Plan messen lassen müssen.
    Eine fiktive, konfiszierte Rolex ist noch lange kein Gesetz

    Der Aktionsplan ist mehr als der Satz, an dem sich alle abarbeiten. Er bündelt sinnvolle Ansätze – Koordination statt neuer Behörde, Datenanalyse, härtere Strafen, das Ende der bequemen Selbstanzeige. Er ist zugleich unterfinanziert kommuniziert, rechtlich noch unfertig und in Teilen bewusst vage.

    Ob er die Strukturen von Geldwäsche und organisierter Kriminalität wirklich trifft oder vor allem Handlungsfähigkeit demonstriert, entscheidet sich nicht im Video, sondern im Gesetzgebungsverfahren – und in der Frage, ob der Staat denselben Maßstab an die eigenen Netzwerke legt, den er an Kriminelle anlegt.

    Der Porsche ist am Ende nur ein Symbol. Die eigentliche Prüfung lautet: Kann eine Demokratie Finanzkriminalität dort bekämpfen, wo sie am mächtigsten und am schwersten fassbar ist – auch wenn die Spur nach oben führt?

    Macht gesichert, Wählerwille umgangen: Woidkes unverfrorene neue Koalition
    Macht gesichert, Wählerwille umgangen: Woidkes unverfrorene neue Koalition
    Die wichtigsten Fragen und Antworten

    Was ist Klingbeils Aktionsplan gegen Finanzkriminalität?
    Es handelt sich um ein gemeinsames 26-Punkte-Paket von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Justizministerin Stefanie Hubig. Ziel ist es, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und organisierte Finanzkriminalität konsequenter zu verfolgen. Kern ist ein Gemeinsames Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität beim Zoll nach dem Vorbild des Terrorismusabwehrzentrums.

    Was hat Klingbeil über Rolex und Porsche gesagt?

    In einem Social-Media-Video zum Aktionsplan sagte Klingbeil sinngemäß, bei Steuer- und Finanzkriminellen seien „der Porsche und die Rolex dann erstmal weg“. Gemeint waren ausdrücklich Täter, deren Vermögen mutmaßlich aus Straftaten stammt – nicht Menschen mit legal erworbenem Wohlstand.

    Werden ehrlichen Steuerzahlern jetzt Uhren oder Autos weggenommen?
    Nein. Der Plan richtet sich gegen Vermögen verdächtiger, ungeklärter Herkunft. Wer den legalen Erwerb belegen kann, ist nach dem politischen Versprechen nicht betroffen. Kritiker warnen allerdings vor einer faktischen Beweislastumkehr und verfassungsrechtlichen Fragen beim Eigentumsschutz.

    Was bedeutet Vermögensabschöpfung?
    Vermögensabschöpfung heißt, dass dem Täter nicht nur eine Strafe auferlegt, sondern auch der Ertrag der Tat entzogen wird – etwa Bargeld, Immobilien oder Fahrzeuge. Ziel ist, kriminelle Geschäftsmodelle wirtschaftlich unattraktiv zu machen.

    Welche Strafen sieht der Plan vor?
    Für organisierte Steuerkriminalität ist eine Höchststrafe von bis zu 15 Jahren vorgesehen. Schwere Fälle sollen wieder als Verbrechen mit Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr eingestuft werden. Zudem soll die strafbefreiende Selbstanzeige in ihrer heutigen Form abgeschafft werden.

    Gilt der Aktionsplan schon als Gesetz?
    Nein. Der Aktionsplan ist zunächst eine politische Ankündigung und Arbeitsgrundlage. Die einzelnen Maßnahmen müssen erst das Gesetzgebungsverfahren durchlaufen und verfassungs-, straf- und datenschutzrechtliche Grenzen einhalten.

    Was hat der Cum-Ex-Komplex mit der Debatte zu tun?
    Kritiker verweisen auf die Glaubwürdigkeitsfrage der SPD. Der Cum-Ex-Komplex um die Warburg-Bank und Olaf Scholz ist politisch nicht vollständig aufgearbeitet. Belegt sind Treffen und Erinnerungslücken; eine strafrechtliche Schuld von Scholz ist nicht festgestellt worden.

    #Larifari est un synonyme pour un discour anodin ou du « n’importe quoi ». Depuis Helmut Schmidt c’est systématiquement le contenu de chaque projet « social » de l’ancien parti ouvrier SPD.

    #SPD #politique #propagande #capitalisme

  • #messico arde
    https://radioblackout.org/podcast/messico-arde

    Ci arriva dal Messico il podcast Messico Arde che tenta di raccontare le guerre intestine che divorano il paese centramericano laddove non arrivano i riflettori del mondiale di calcio. Una società squarciata dalla violenza dei militari, delle milizie private, dai narcotrafficanti, dalle grandi industri minerarie e agro-alimentari, sulla pelle delle popolazioni urbane e indigene che […]

    #mondiali_di_calcio #Spot
    https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/07/intervista-nodosolidale.mp3