• Acea: i profitti oltre gli sprechi
    https://irpimedia.irpi.eu/acea-roma-acquedotti-sprechi-acqua

    La multiutility capitolina potrebbe prelevare più acqua dalla sorgente del Peschiera con la scusa del rinnovo degli impianti, senza intervenire sulle perdite e ignorando le conseguenze della siccità L’articolo Acea: i profitti oltre gli sprechi proviene da IrpiMedia.

    #Ambiente #Diritti #Cambiamento_climatico #Consumatori #Lazio #Spesa_pubblica

  • Rechtsruck durch Fußball-Sommermärchen 2006 ? Das war nicht die ganze These
    https://www.telepolis.de/features/Rechtsruck-durch-Fussball-Sommermaerchen-2006-Das-war-nicht-die-ganze-Thes


    Klassenübergreifende Zusammengehörigkeit von Gewinnern und Verlierern des Spätkapitalismus. Symbolbild : Pixabay Licence

    Les championnats de foot internationaux sont des amplificateurs efficaces de pulsions nationalistes. Peter Nowak fait l’inventaire des outils du nationalisme à l’exemple de la coupe d’Europe 2024..

    6.7.2024 Peter Nowak - Bundeszentrale zitiert Politikwissenschaftler verkürzt. Auf Druck rechter Medien wird das Video gelöscht. Warum ohne Diskussion? Ein Kommentar.

    Jetzt hat die Fußball-EM doch noch eine Nationalismus-Debatte ausgelöst. Aber natürlich geht es nicht um Deutschland, sondern um die Türkei. Nachdem ein Spieler den nationalistischen Wolfsgruß als Jubelgeste genutzt hatte, bekam die Diskussion auch gleich eine außenpolitische Komponente. Nun wollte der türkische Präsident persönlich zum Spiel nach Deutschland reisen – und türkische Nationalisten rufen dazu auf, den Wolfsgruß massenhaft zu zeigen.

    Nun ist es sicher positiv, dass die Symbolik türkischer Ultranationalisten auf viel Ablehnung stößt. Es wäre aber wünschenswert, die Aufregung wäre genauso groß, wenn diese türkischen Nationalisten - wie Ende März 2024 an der deutsch-belgischen Grenze geschehen, auf ihre Gegner einprügeln. Ein Appell der betroffenen kurdischen Gemeinde, den nationalistischen Terror zu stoppen, fand hierzulande kaum Aufmerksamkeit.

    Stattdessen werden viele Gegnerinnen und Gegner der türkischen Nationalisten auch hierzulande kriminalisiert. In diesen Tagen jährt sich der Tod von Halim Dener, eines kurdischen Jugendlichen, der 1994 in Hannover beim Kleben politischer Plakate von der Polizei erschossen wurde. Für diesen Samstag hat ein Bündnis zu einer Gedenkdemonstration in Hannover aufgerufen.

    Nationalisten-Gruß: Es geht auch um Strukturen

    Dort wird auch darauf hingewiesen, dass die Grauen Wölfe und ihre faschistische Mutterpartei MHP über viele Jahre in der BRD auch von konservativen Politikern wie Franz Josef Strauß (CSU) gefördert wurden. Sie hatten das gleiche Feindbild: Linke, darunter aktive Gewerkschafter, die auch in Deutschland von den türkischen Nationalisten immer wieder angegriffen wurden.

    Darüber wird aber bei der aufgeregten Debatte um türkische nationalistische Symbole kaum gesprochen. Wenn Innenministerin Nancy Faser (SPD) erklärt, diese Symbole hätten in Deutschland nichts zu suchen, warum kommt die Gegenfrage: Und wo bleibt der entschiedene Kampf gegen jeden Nationalismus und seine unterschiedlichen Spielarten?

    Wie viel Nationalismus steckte im deutschen Sommermärchen?

    Dann müsste auch diskutiert werden, ob der deutsche Fußballpatriotismus 2006 zur Rechtsentwicklung in diesen Land mit beigetragen hat. Der Politikwissenschaftler und langjährige Antisemitismusforscher Clemens Heni beantwortete 2019 in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau die Frage so:

    Meine These ist: Ohne 2006 wäre es nicht in diesem Ausmaß zu Pegida gekommen, und ohne Pegida gäbe es keine AfD in dieser Form. Die Deutschland-Fahne bei der WM hat eine unglaubliche Bedeutung für das Zusammenschweißen von atomisierten Einzelnen, die sich zu großen Teilen gar nicht für Fußball interessiert haben. Insofern war das Thema nicht Sport, sondern nationale Identität.

    Clemens Heni 2019 im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau
    Warum sorgt diese Interview-Passage heute noch für Aufregung? - Zu beachten ist dabei, dass Heni keineswegs nur den Fußballnationalismus für die Pegida-Aufmärsche ab 2014 verantwortlich gemacht hat. Vielmehr sah er darin einen Faktor, ohne den es „nicht in diesem Ausmaß“ zu den rechten Aufmärschen gekommen wäre.

    Doch warum sorgt diese Passage aus einen längeren FR-Interview, in dem es auch um den neuen und alten Antisemitismus geht, jetzt wieder für Aufregung bei konservativen Blättern wie der Welr sowie dem ultrarechten Ex-Bild-Chef Julian Reichelt bei Nius?

    Auf Druck von Rechts: Video nach wenigen Stunden gelöscht

    „Eine Produktionsfirma, die für die Bundeszentrale für politische Bildung arbeitet, kam vor Monaten auf mich zu und wollte wissen, ob sie ein Bild von mir und ein Zitat aus dem FR-Interview für ein Video benutzen dürfen, was ich natürlich bejahte“, so Clemens Heni gegenüber Telepolis.

    Doch das knapp zweiminütige Video war diese Woche nur wenige Stunden auf der Homepage der Bundeszentrale für Politische Bildung zu sehen, dann setze die rechte Kampagne ein. Die Welt-Kommentatorin beendete ihren Kampagnentext gegen das Video mit der Erfolgsmeldung: „Es wurde inzwischen gelöscht“. Das wurde vom Pressesprecher der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB), Daniel Kraft, gegenüber Telepolis bestätigt.

    Wir haben das hier jüngst veröffentlichte Reel „2006 – ein Sommermärchen für den Nationalismus“ gelöscht. Die Veröffentlichung war ein Fehler. Das Video entspricht inhaltlich und in der Umsetzung nicht den Qualitätsansprüchen der Bundeszentrale für politische Bildung. Wir haben die übrigen Videos der Serie „Politik raus aus den Stadien“ ebenfalls aus dem Netz genommen und werden diese einer kritischen Qualitätsprüfung unterziehen.
    Daniel Kraft, Bundeszentrale für Politische Bildung

    Nun muss man sich einerseits fragen, warum ein Shitstorm von konservativen und extrem rechten Kreisen ausreicht, damit die BPB einknickt. Diese Frage stellt sich auch Clemens Heni, der aber zugleich betont, dass er keinen monokausalen Zusammenhang zwischen dem „Sommermärchen“ von 2006 und dem Rechtsruck von 2014 bis heute herstellen wollte.

    „Ich finde es skandalös und ein Zeichen des allgemeinen Rechtsrucks seit Jahren, dass die Bundeszentrale für politische Bildung ihre eigenen Videos zu diesem Thema Fußball und Politik nun allesamt löschte“, so Heni. Das hat mit einer demokratischen Diskussionskultur nichts zu tun. Es ist ein Ausdruck von Zensur und autoritärem antidemokratischem Agieren aufgrund des Drucks nationalistischer Kreise."

    Auch Treiber des Rechtsrucks: Krieg und Agenda 2010

    Im Gespräch mit Telepolis stellt er seinen Befund über Fußball-Patriotismus und Rechtsruck aber auch in einen größeren gesellschaftlichen Kontext.

    Eine Mitverantwortung sieht er auch bei Spitzenpolitikern der „rot-grünen“ Koalition und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder von 1998 bis 2005. Die Enttabuisierung des Militärischen und die Agitation gegen Schwächere im Zuge der „Arbeitsmarkt- und Sozialreformen“ der Agenda 2010 sind hier wichtige Stichworte.

    Bis 2006 waren Fußball Großereignisse nicht dermaßen nationalistisch aufgeladen wie bei der Heim-WM 2006. Die fand ohnehin in einem Land mit klarer nationalistischer Ausrichtung statt, deren Grundlagen Joschka Fischer und Gerhard Schröder gelegt hatten, erst mit dem Krieg gegen Jugoslawien 1999, dem ersten deutschen Angriffskrieg seit 1945, dann mit der Agenda 2010 und dem sozialen Kahlschlag oder auch mit der Einladung des Schriftstellers Martin Walser ins Bundeskanzleramt, obwohl oder eher weil Walser wegen seinem erinnerungsabwehrenden Antisemitismus seit seiner Paulskirchenrede und auch wegen antijüdischen Romanen in der Kritik stand.

    Man könnte sogar noch weiter zurückgehen – bis in den Herbst 1989. Linke DDR-Oppositionelle mussten damals feststellen, dass die Großdemonstrationen mit schwarz-rot-goldenen Winkelementen aus der BRD immer mehr zu einer nationalistischen Masse wurden und schon bald auch Linke, die nichts mit dem autoritärem DDR-Sozialismus zu tun hatten, ausgegrenzt wurden.

    Bald begannen in Ost- und Westdeutschland organisierte Angriffe auf Migranten und deren Wohnungen. Auch damals stellte sich eine Partei, die sich mit „AfD“ abkürzen lässt, zur Wahl, die sich aber Allianz für Deutschland nannte und der neben CDU, CSU und dem „Demokratischen Aufbruch“ auch die Rechtsaußenpartei DSU angehörte, deren Protagonisten heute zum Teil AfD-Mitglieder sind.

    Nach 2006 war Kritik am deutschen Patriotismus out

    Bis in linksliberale Kreise war nach diesen Erfahrungen in den 1990er-Jahren Konsens, dass das Schwenken von „Schwarz-Rot-Gold“ den gesellschaftlichen Nationalismus fördert und dass es keine klare Trennlinie zwischen angeblich akzeptablen Patriotismus und Nationalismus gibt.

    Erst mit dem WM-Sommermärchen 2006 konnten sich plötzlich auch Kreise mit Schwarz-Rot-Gold anfreunden, die bis dato damit gefremdelt hatten. Das war eigentlich das Neue an 2006. Wer auch danach noch Kritik an deutschen Fahnen übte, galt auf einmal als chronischer Nörgler, der die eigene Fahne verachtet, wie ein RTL-Kommentator Heni vorwirft.

    Vor 2006 hätte es eine größere Minderheit in Deutschland gegeben, die das nicht als Beleidigung, sondern als Auszeichnung empfunden hätte.

    Ganz entspannt in Schwarz-Rot-Gold?
    Es ist bezeichnend, dass alle, die sich jetzt über die kurze Passage von Heni aufregen, keinerlei Argumente anbringen, warum sie anderer Meinung sind. Dabei gibt es auch wissenschschaftliche Forschung, die Henis Position stützt. Erinnert sei an das Buch „Ganz entspannt in Schwarz-Rot-Gold“, in dem sich die Soziologin Dagmar Schediwy aus sozialpsychologischer Perspektive dem Fußball-Patriotismus widmete. Dabei stellt sie sich auch die Frage, warum oft einkommensarme Menschen besonders häufig zur Fahne greifen.

    „Die Abhängigkeit von ökonomischen Zwängen, denen sich die Mehrheit der Arbeitenden aus Gründen des wirtschaftlichen Überlebens anpassen muss, lässt sie zum Ausgleich für ihre gekränkte Selbstachtung zum Opium des Kollektivstolzes greifen“, so ihr Befund.

    Nationalgefühl: Zugehörigkeit auch ohne Job und Geld

    Schließlich habe die Nation in Krisenzeiten den psychologischen Vorteil, dass Zugehörigkeit nicht verloren gehen kann, so die Autorin. „Während eine Stelle gekündigt und ein Vermögen verschwinden kann, bleibt die Zugehörigkeit zur Nation für die bereits Zugehörigen bestehen“, so Schediwy.

    Wenn die befragten Fußballfans ganz selbstverständlich erklären, „Wir werden Weltmeister“, dann wird deutlich, wie die Mechanismen funktionieren. Mit dem „Wir“ ist dann nicht nur die Fußball-Elf gemeint, sondern Deutschland. Daher beteuern die fahnenschwenkenden Fans auch immer, zu Deutschland zu stehen.

    Schediwys Thesen zum Zusammenhang von Krisenbewusstsein und Fußballnationalismus sind durch Befragungen unterfüttert. Nur kommen sie in der aktuellen Diskussion um eine Interviewpassage von Heni gar nicht mehr vor.

    Der Mythos vom toleranten Fußball-Patriotismus
    Auch der Bielefelder Soziologe Wilhelm Heitmeyer hat die Erzählung vom toleranten Fußball-Patriotismus schon 2006 als „gefährlichen Unsinn“ bezeichnet. 2006 beschäftigten sich Heitmeyer und sein Forscherteam in zwei Aufsätzen in Teil 5 der im Suhrkamp-Verlag erscheinenden Langzeitstudie „Deutsche Zustände“ mit dem Fußballtaumel und den Instrumentalisierungsversuchen der Politiker.

    Im ersten Beitrag weisen drei junge Wissenschaftler anhand der Langzeitdaten nach, dass Nationalstolz zu ,,Fremdgruppenabwertung’’ führt. Anhand einer zusätzlichen Umfrage im August 2006 zeigen sie, dass nach der Fußball-Weltmeisterschaft befragte Personen „nationalistischer eingestellt“ waren als früher Befragte.

    Und weiter: „Die Vermutung, dass es sich dabei um eine neue, offene und tolerantere Form der Identifikation mit dem eigenen Land handelt, lässt sich allerdings nicht bestätigen.“ Denn den Zusammenhang zwischen Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit hatte der „Party-Patriotismus“ nicht aufgebrochen.

    Die „Du bist Deutschland-Kampagne“
    Aber offenbar, schreibt Heitmeyer selbst, seien die „Schwarz-Rot-Geil-Stimmung“ oder Kampagnen wie „Du bist Deutschland“ der Versuch eines „surrogathaften Ankers auf schwankendem sozialen Boden“.

    Ein ethnisches Kollektiv soll künftig bieten, was die soziale Marktwirtschaft nicht mehr zu leisten vermag: „Über die Betonung der ’Schicksalsgemeinschaft’ mit raunendem Tiefgang sollen jene Angehörige der Mehrheitsgesellschaft emotional wieder integriert werden, die andererseits sozial desintegriert worden sind.“

    Die Ergebnisse der Studie wurden breit rezipiert. 18 Jahre später scheinen sie vergessen. Nur Thorsten Mense erinnert in einen Text in der Wochenzeitung Jungle World daran.

    Fußball-Patriotismus kann tödlich sein
    Erwähnt wird auch nicht, dass Fußball-Patriotismus töten kann. Bei der WM 2010 schoss ein deutscher Fußball-Fan auf zwei Italienern in Hannover, einer starb sofort, der andere im Krankenhaus. Das Hamburger Abendblatt beschrieb die Vorgeschichte nach dem Gerichtsurteil so:

    Es war in einem Lokal im Rotlichtviertel der Landeshauptstadt am 5. Juli 2010 während der Fußball-WM um die Frage gegangen, wer häufiger Weltmeister geworden war - Deutschland oder Italien. Der Streit war eigentlich geschlichtet, da fuhr der Frührentner nach Hause, holte eine Pistole, kehrte in die Bierbar Columbus zurück, sagte zu dem ersten Opfer: „Hier hast du deine vier Sterne“ - vier, weil Italien viermal Weltmeister war und Deutschland nur dreimal. Dann tötete er das eine Opfer durch einen Schuss ins Gesicht und den zweiten Mann mit aufgesetzten Schüssen in den Nacken und Rücken.

    Hamburger Abendblatt, 2011
    Die Italiener hatten Recht, 2010 war Italien viermal und Deutschland dreimal Weltmeister. Das ist eben das Kennzeichen jedes Nationalismus, dass Fakten keine Rolle spielen, aber gekränkte nationalistische Gefühle. Und die Tat soll so gar nichts mit dem Fußball-Patriotismus zu tun haben? Das erinnert doch an die, die nach jedem islamistischen Anschlag beteuern, dass dies gar nichts mit dem Islam zu tun habe.

    Hier gäbe es also viele Themen, über die sich zu diskutieren lohnt – und das kurze Video, in dem zwei Sätze von Heni herausgegriffen werden, um den deutschen Fußball-Patriotismus zu kritisieren, hätte dazu ein Anstoß sein können.

    Dass es von Rechten ohne Argumente mit Hetze überzogen wurde, war zu erwarten. Dass die Bundeszentrale für politische Bildung sofort einknickt und das Video entfernt, ist aber wohl nur ein weiteres Zeichen für den vielzitierten Rechtsruck in Deutschland.

    #sport #football #nationalisme

  • Paris 2024/1984, y z’ont bon dos les JO !
    https://infokiosques.net/spip.php?article2101

    Une bande-dessinée pour expliquer une nouvelle technologie de surveillance testée pendant les jeux olympiques et paralympiques de Paris 2024 : la vidéosurveillance algorithmique. Texte publié en 2024 dans le n°16 de la revue Z « Seine-Saint-Denis, Faire corps face aux jeux ». #P

    / #Sports, #Prison,_justice,_répression, Z (France)

    #Z_France_
    https://infokiosques.net/IMG/pdf/brochure_couleur_et_fonds_1_.pdf
    https://infokiosques.net/IMG/pdf/brochure_noir_et_blanc_1_-2.pdf
    https://infokiosques.net/IMG/pdf/paris_1984_noir_et_blanc_8_a4_versioncahier.pdf
    https://infokiosques.net/IMG/pdf/paris_1984_couleur_8_versioncahier.pdf

  • Vereint im Herzen Europas ?
    https://taz.de/Politische-Konflikte-in-EM-Stadien/!6017724


    Ces jeunes albanaises aiment les footballeurs fascistes.

    26.6.2024 - Die Vorrunde hat auch gezeigt, wie viel Europa gerade trennt. Kroatische, serbische, albanische Fans trugen die politischen Spannungen ins Stadion.

    Einen Moment lang waren ganz große Geschütze aufgefahren: Serbien drohte, sich aus der EM zurückzuziehen. Auslöser waren kroatische und albanische Fans, die sich in gemeinsamen Mordfantasien ergingen: „Ubi, ubi, ubi Srbina“ – „Töte den Serben“.

    Auf diese Ekelhaftigkeit forderte der serbische Verband harte Uefa-Strafen und stellte in Aussicht, andernfalls abzureisen. An den meisten Schlandisten, die von der völkerverbindenden Kraft der Euro schwärmten, ging die Episode wohl vorbei. Kurz darauf hatten sich die Gemüter wieder etwas beruhigt. Der Generalsekretär des serbischen Verbandes antwortete auf die Frage, ob ein Ausstieg eine echte Option sei, mit dem etwas schrägen Dementi: „Genau genommen nein“.

    Es war der Höhepunkt in einem Karussell nationalistischer, rassistischer und kriegsverherrlichender Hassparolen, mit denen kroatische, serbische und albanische Fans – und nur gelegentlich die als Streber belächelten Slowenen – die wachsenden Spannungen in Südosteuropa auch ins Stadion trugen.

    „Vereint im Herzen Europas“, lautet ein Slogan dieser Euro. Doch neben herzigen Tänzen und der neu entdeckten deutschen Schottlandsehnsucht zeigte die Vorrunde vor allem, wie viel dieses Europa gerade erneut trennt. Hitlergrüße auf Fanfesten, martialischer Ostfront-Hass („Putin chuilo“, übersetzt etwa: „Putin ist ein Arschloch!“, und „Russland Hure“-Rufe etwa von polnischen und georgischen Fans sowie „Putin, Putin“- und „Fuck Nato“-Rufe der Serben), rechtsextreme Wolfsgrüße bei türkischen Fans und ein Plakat der Identitären Bewegung beim Österreich-Spiel.
    Postjugoslawien im Vordergrund

    Vielleicht nicht ganz überraschend angesichts des Teilnehmerfeldes – Russland ausgeschlossen, Israel nicht qualifiziert – blieb es um die beiden Invasionen, die Europa spalten, dennoch verhältnismäßig ruhig. In den Vordergrund spielte sich das fragile Postjugoslawien.

    Eine Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit, unter anderem dank einer Fleißarbeit des Publizisten Ruben Gerczikow: Serbische Fans hissten „Keine Kapitulation“ und zeigten Kosovo als Teil Serbiens (Uefa-Strafe: 10.000 Euro), posierten mit einer Fahne der Tschetnik-Miliz, die Massaker an Bosniaken und Kroaten beging, huldigten dem Kriegsverbrecher Ratko Mladić und sangen gemeinsam mit Slowenen: „Kosovo ist das Herz Serbiens.“

    Kroatische Fans huldigten Kriegsverbrecher Slobodan Praljak, trugen das Wappen der HOS-Miliz und sangen „Töte den Serben!“. Der kosovarische Journalist Arlind Saku provozierte serbische Fans mit einem Doppeladler (Akkreditierungsentzug). Albanische Fans zeigten die Fahne eines Großalbanien (Uefa-Strafe: 10.000 Euro) und Symbole der albanischen UÇK-Paramilitärs, denen viele Kriegsverbrechen vorgeworfen werden.

    Sie riefen in mehreren Partien „Töte den Serben!“ (Uefa-Strafe bisher: 10.000 Euro) und hissten „Kosova is Albania“ und „FCK SRB“. Der albanische Kicker Mirlind Daku animierte die Fans zum Gesang „Fick Mazedonien“ (zwei Spiele Sperre).
    Politiker und Verbände tragen auch Verantwortung

    Fast alle gegen alle also. Maßgebliche Mitverantwortung daran tragen sowohl die Po­li­ti­ke­r:in­nen der Region, die nationalistischen Hass immer wieder für Stimmenfang aufwärmen, als auch die südosteuropäischen Fußballverbände, deren Geschäft der Nationalrausch ist und die sich kaum von eigenen Fans distanzieren.

    Was das alles nun heißt? Mancher Experte fand die Zahl der Vorfälle nicht ungewöhnlich angesichts einer EM, die erstmals seit 2016 wieder an einem Ort stattfindet und an der mehrere jugoslawischen Nachfolgestaaten teilnehmen und es zudem große migrantische Communitys gibt. Andere sahen durchaus eine neue Qualität, einen Ausdruck der erneut aufflammenden Spannungen und des Rechtsrucks in Europa.

    Sportlich erfolgreich jedenfalls war der Hass nicht: Albanien, Serbien und Kroatien sind allesamt ausgeschieden.

    #Balkan #sport #football #UCK #fascistes #wtf

  • Qu’est-ce qu’une CTE ? | LearnSQL.fr
    https://learnsql.fr/blog/qu-est-ce-qu-une-cte

    Clause WITH : utiliser les CTE en SQL

    Une expression de table commune, ou CTE, est un ensemble de résultats temporaires nommés, créé à partir d’une simple instruction SQL, qui peut être utilisé dans les instructions suivantes SELECT, DELETE, INSERT ou UPDATE.

    – introduction à la clause WITH : https://learnsql.fr/blog/qu-est-ce-que-la-clause-with-en-sql
    – 5 exemples d’utilisation de WITH : https://learnsql.fr/blog/5-exemples-pratiques-de-la-clause-with-de-sql
    – les CTE récursifs : https://learnsql.fr/blog/qu-est-ce-qu-un-cte-recursif-en-sql

    Ca semble pratique pour les requêtes complexes généralement faites avec des sous-requêtes : une clause qui pourrait entrer dans l’API SQL de SPIP ?

    #WITH #SQL #sous-requête #SPIP

  • Outils pour la conformité du php avec les PSR-12
    https://contrib.spip.net/Outils-pour-tester-la-conformite-d-un-code-php-avec

    Outils
    Yen a 2 sorte : les sniffer (détectent) et les fixers (corrigent)

    le pense-bête de SPIP pour faire du code « conforme »

    Pour les règles en usage : https://www.spip.net/fr_rubrique783.html
    Le package spip/coding-standards : https://packagist.org/packages/spip/coding-standards

    #SPIP #CodeSniffer #CS_fixer #VSCodium #outils

  • Carovana Abriendo Fronteras 2024: verso i #Balcani, contro il nuovo Patto UE sulla migrazione e l’asilo
    https://www.meltingpot.org/2024/06/carovana-abriendo-fronteras-2024-verso-i-balcani-contro-il-nuovo-patto-u

    Abriendo Fronteras torna a ripercorrere le rotte insanguinate dei migranti. E lo farà attraversando il nord #Italia per dirigersi verso Bihać, nel cantone di Una-Sana in #Bosnia_ed_Erzegovina, toccando nel suo cammino tutte le più drammatiche realtà di una Europa i cui confini sono sempre di più un fronte militare. Proprio per superare questi confini, per aprire frontiere ed abbattere muri, la rete di Abriendo Fronteras si è costituita nel 2016, riunendo molte organizzazioni per i diritti e collettivi iberici e mettendo in movimento molte carovane di attiviste e attivisti, in collaborazione con associazioni come la torinese Carovane Migranti. 

    #Notizie #Riccardo_Bottazzo #Solidarietà_e_attivismo #Spagna

  • Regierungssprecher zu Kanzler-Ausruf „Slava Ukraini !“ : „Kontext hat sich massiv gewandelt“
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=116674


    Le chancelier social-démocrate allemand termine son discours lors d’une rencontre internationale par la formule ukrainienne équivalente à „Heil Hitler“ à savoir „Slava Ukraini“. Il n’a même pas honte car „les circonstances ont changé“. O.K. désormais on suivra son exemple. Les circonstances ont changé alors pour nous le „SPD“ sera le parti „Slava Ukraini“. Comme ça on évite d’appeller ses membres „Sozialfaschisten“. Qu’est-ce qu’on est poli quand même.

    https://www.youtube.com/watch?v=mkY-Ac3WFpA

    14. Juni 2024 um 10:00 Ein Artikel von: Florian Warweg Bundeskanzler Olaf Scholz hatte am 11. Juni seine Rede anlässlich der sogenannten „Ukraine Recovery Conference“ und des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit der umstrittenen Grußformel „Slava Ukraini“ abgeschlossen. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die dem Innenministerium untersteht, wurde dieser Slogan erstmals im April 1941 als offizieller politischer Gruß von der allgemein als faschistisch und fanatisch antisemitisch eingeordneten „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ unter Stepan Bandera eingeführt.

    #SPD #Ukraine #fascistes #wtf

  • La #sardegna si contrappone alla #speculazione eolica e fotovoltaica.
    https://radioblackout.org/2024/06/la-sardegna-si-contrappone-alla-speculazione-eolica-e-fotovoltaica

    Il territorio sardo è ormai, purtroppo, conosciuto per i numerosi progetti e cantieri che lo costellano nell’ambito della produzione energetica, in particolare quella cosiddetta green, che proviene dal vento e dal sole. La narrazione europea che impone una #transizione_energetica ed ecologica non sostenibile per i territori e per chi li abita diventa qui una […]

    #L'informazione_di_Blackout #devastazione_territori #transizione_ecologica
    https://cdn.radioblackout.org/wp-content/uploads/2024/06/Comitati-no-speculazione-energetica-Gallura-2024_06_20_2024.06.20

  • Qu’est-ce que l’ARC ? Définition, implémentation et vérification.
    https://www.badsender.com/2020/10/29/arc-definition-fonctionnement-verification

    L’ARC ou Authenticated Received Chain est un protocole d’authentification e-mails défini par la RFC 8617. L’objectif d’ARC est de permettre de garder les résultats d’authentification d’un e-mail (on parle ici de SPF, DKIM, DMARC) quand ce dernier passe par un flux de messagerie indirect (une liste de diffusion, un service de transfert d’e-mail ou encore un service de filtrage).
    [...]
    Lors d’un transfert d’e-mail, les systèmes d’authentification SPF & DKIM vont malheureusement être en échec car une IP différente va être utilisée lors du transfert (et donc cette IP ne figurera pas dans SPF) et la signature DKIM ne sera pas valide puisque l’e-mail ne sera pas émis du serveur d’envoi de l’annonceur mais du destinataire.
    Ainsi, quand DMARC va tenter de valider SPF & DKIM, le résultat sera sans appel et amènera au rejet de l’e-mail puisque ceci ne pourra valider SPF & DKIM (et donc appliquera la politique de sécurité définie par l’administrateur).

    Pour le détail des en-tête de mails liés AAR / AS / AMS : https://fr.slideshare.net/slideshow/overview-of-the-arc-protocol-for-email/62443278#14

    #email #spam #DKIM #SPF #DMARC #ARC

  • Emmanuel Roman, directeur général du premier fonds obligataire au monde : « Une politique économique qui n’a pas de sens est immédiatement punie par le marché »
    https://www.lemonde.fr/economie/article/2024/06/18/emmanuel-roman-directeur-general-du-premier-fonds-obligataire-au-monde-une-p

    Cet entretien pourrait être titré la beauté du capitalisme financier où les peuples n’ont qu’à bien se tenir...

    Aujourd’hui, l’extrême droite est aux portes du pouvoir. En tant que patron de l’une des plus grosses sociétés de gestion au monde, comment voyez-vous ça ?
    Nous assistons à une croissance des mouvements populistes dans le monde entier, en Amérique latine, aux Etats-Unis, avec une fracture totale du monde politique, en France aussi. D’un point de vue macroéconomique, les vrais problèmes en Europe sont le niveau élevé de la dette, et l’inflation. Donc, politique mise à part, le seul vrai sujet est de savoir quoi faire vis-à-vis de la dette publique : soit augmenter les taxes, soit couper les dépenses publiques. Pour avoir lu le programme du Rassemblement national et leurs vingt-deux points, je peux dire qu’il n’y a pas un seul élément de réponse aux vrais problèmes macroéconomiques.
    L’arrivée du RN au pouvoir risquerait-elle de provoquer une crise de la dette française ?
    Les marchés sont capables de regarder sur le plus long terme. Ils savent que l’Europe est passée par beaucoup de hauts et de bas et a pu gérer des situations compliquées, comme celle de la Grèce, par exemple. Cela dit, une politique économique qui n’a pas de sens est immédiatement punie par le marché.

    on vous puni, mais de toute façon il y a toujours du fric à se faire
    Donc, comment gérez-vous votre investissement face à ces incertitudes ?
    L’une des stratégies envisageables serait d’attendre que les choses se décantent et, en cas de dislocation des marchés, trouver les opportunités d’investissement. On parlait de l’Angleterre un peu plus tôt : il y a eu un « trade » [mouvement boursier] exceptionnel, dans un sens comme dans l’autre, en octobre 2022, parce que la politique n’avait aucun sens.

    La secousse sur les marchés provoquée par Liz Truss était donc une opportunité d’investissement. Est-ce que c’est aussi le cas pour les élections françaises ?
    C’est potentiellement une opportunité.

    Mais peut-on vraiment imaginer un dérapage de la dette américaine ?
    C’est très peu probable. Les Etats-Unis ont trois énormes avantages. Ils ont la devise mondiale de réserve. Par ailleurs, le dollar est le marché le plus liquide au monde, le seul vrai actif où l’on peut investir beaucoup d’argent. Enfin, la capacité à collecter des impôts aux Etats-Unis est grande : il n’y a pas de taxe à la consommation, pas de taxe énergétique, et de nombreux avantages fiscaux qui pourraient disparaître… Il est facile de trouver une série de mesures fiscales qui dégageraient 500 milliards de dollars par an.
    là le mec fait l’apologie de l’impôt, certes en grande partie sur la consommation sur les gens ordinaires, mais aussi sur les niches fiscales qui touchent les plus riches
    [...
    par contre là, c’est serrez les fesses parce que les Vietnamiens, les Bengalais et les Africains sont prêts à souffrir plus que vous, vous finirez plus pauvres, et c’est la beauté du capitalisme... ]
    Comprenez-vous la colère d’une partie de la population contre la mondialisation ?
    Il faut comprendre qu’il y a une partie du monde qui est prête à travailler beaucoup plus, qui est sortie de la pauvreté il n’y a pas si longtemps. Or, nous sommes dans un système économique compétitif mondial. Cela a une répercussion énorme sur le contrat social en Europe. Cette mondialisation des sphères économiques fait que l’inégalité au niveau mondial a été réduite par l’émergence d’immenses pays en Asie, qui ont un système de production extrêmement efficace et peut-être un droit du travail qui n’a rien à voir avec celui de la France, mais qui crée des déséquilibres énormes. Il faut donc y faire face.

    Ce que vous nous dites, c’est qu’en Europe on va être plus pauvres et que ça va être plus dur…
    De manière relative, oui, cela va être plus difficile.

    #dette #capitalisme_financier #punition #spéculation

  • Is Slop A.I.’s Answer to Spam? A Phrase Emerges for Bad Search. - The New York Times
    https://www.nytimes.com/2024/06/11/style/ai-search-slop.html

    You may not know exactly what “slop” means in relation to artificial intelligence. But on some level you probably do.

    Slop, at least in the fast-moving world of online message boards, is a broad term that has developed some traction in reference to shoddy or unwanted A.I. content in social media, art, books and, increasingly, in search results.

    Google suggesting that you could add nontoxic glue to make cheese stick to a pizza? That’s slop. So is a low-price digital book that seems like the one you were looking for, but not quite. And those posts in your Facebook feed that seemingly came from nowhere? They’re slop as well.

    The term became more prevalent last month when Google incorporated its Gemini A.I. model into its U.S.-based search results. Rather than pointing users toward links, the service attempts to solve a query directly with an “A.I. Overview” — a chunk of text at the top of a results page that uses Gemini to form its best guess at what the user is looking for.

    The change was a reaction to Microsoft having incorporated A.I. into its search results on Bing, and it had some immediate missteps, leading Google to declare it would roll back some of its A.I. features until problems can be ironed out.

    But with the dominant search engines having made A.I. a priority, it appears that vast quantities of information generated by machines, rather than largely curated by humans, will be served up as a daily part of life on the internet for the foreseeable future.

    Hence the term slop, which conjures images of heaps of unappetizing food being shoveled into troughs for livestock. Like that type of slop, A.I.-assisted search comes together quickly, but not necessarily in a way that critical thinkers can stomach.

    Kristian Hammond, the director of Northwestern University’s Center for Advancing Safety of Machine Intelligence, noted a problem in the current model: the information from A.I. Overview is being presented as a definitive answer, rather than as a place to start an internet user’s research into a given subject.

    “You search for something and you get back what you need in order to think — and it actually encourages you to think,” Mr. Hammond said. “What it’s becoming, in this integration with language models, is something that does not encourage you to think. It encourages you to accept. And that, I think, is dangerous.”
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    For a problem to be targeted, giving it a name can prove helpful. And while slop is one option, it is still an open question of whether it will catch on with a mainstream audience, or end up in the slang dustbin with cheugy, bae and skibidi.

    Adam Aleksic, a linguist and content creator who uses the handle etymologynerd on social media, believes that slop — which he said has yet to cross over to a broader audience — shows promise.

    “I think this is a great example of an unobtrusive word right now, because it is a word we’re all familiar with,” Mr. Aleksic said. “It’s a word that feels like it’s naturally applicable to this situation. Therefore, it’s less in your face.”

    @etymologynerd More great discussion of this in Alan Metcalf’s book “Predicting New Words” #etymology #linguistics #language #memehistory #rizz #skibidi ♬ original sound - etymologynerd

    The use of slop as a descriptor for low-grade A.I. material seemingly came about in reaction to the release of A.I. art generators in 2022. Some have identified Simon Willison, a developer, as an early adopter of the term — but Mr. Willison, who has pushed for the phrase’s adoption, said it was in use long before he found it.

    “I think I might actually have been quite late to the party!” he said in an email.

    The term has sprung up in 4chan, Hacker News and YouTube comments, where anonymous posters sometimes project their proficiency in complex subject matter by using in-group language.

    “What we always see with any slang is that it starts in a niche community and then spreads from there,” Mr. Aleksic said. “Usually, coolness is a factor that helps it spread, but not necessarily. Like, we’ve had a lot of words spread from a bunch of coding nerds, right? Look at the word ‘spam.’ Usually, the word is created because there is a particular group with shared interests, with a shared need to invent words.”

    In the short term, the effect of A.I. on search engines and the internet in general may be less extreme than some would fear.

    News organizations have worried about shrinking online audiences as people rely more on A.I.-generated answers and data from Chartbeat, a company that researches internet traffic, indicates that there was an immediate drop in referrals from Google Discover to websites in the first days of A.I. overviews. But that dip has since recovered, and in the first three weeks of the overviews, overall search traffic to more than 2,000 major websites in the U.S. actually went up, according to Chartbeat.

    But as people become accustomed to A.I.’s increasing role in how the internet works, Mr. Willison, who identified himself as an optimist for A.I. when it is used correctly, thought that slop could become the go-to term for the lesser forms of machine-generated content.

    “Society needs concise ways to talk about modern A.I. — both the positives and the negatives,” he said. “‘Ignore that email, it’s spam,’ and ‘Ignore that article, it’s slop,’ are both useful lessons.”

    Benjamin Hoffman is a senior editor who writes, assigns and edits stories primarily on the intersection between sports, lifestyle and culture. More about Benjamin Hoffman

    #Spam #Intelligence_artificielle #Slop #Néologisme

  • « En Inde, une révolution des basses castes est en marche », Divya Dwivedi, Shaj Mohan
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2024/06/14/en-inde-une-revolution-des-basses-castes-est-en-marche_6239697_3232.html

    En Inde, le Parti du peuple indien (#BJP, pour Bharatiya Janata Party) de Narendra Modi a perdu les élections législatives. Il lui manquait un grand nombre de sièges, trente-deux exactement, pour obtenir la majorité. A présent, le BJP doit se résoudre à former un gouvernement de coalition avec ses anciens adversaires, les partis régionaux qui luttent contre le système de castes. #Modi n’aura donc plus les mains libres pour opprimer les militants égalitaires dans les universités et les villages, il ne pourra plus se servir des institutions nationales pour terroriser les sikhs, les chrétiens et les musulmans. Quant à la justice et aux médias – ces derniers n’ont jusqu’à présent guère manifesté d’opposition –, ils pourront accomplir leurs missions dans des conditions plus faciles.

    Il existe aujourd’hui en Inde des courants sociaux et politiques égalitaires très puissants. Quelque temps avant les élections, le parti du Congrès national indien s’est fait l’avocat de ces courants, ce qui a mené Modi et son BJP à leur perte – les médias indiens et internationaux se sont peu étendus sur cet aspect du scrutin. Preuve flagrante de la force de cette vague égalitaire, le BJP a perdu la circonscription de Faizabad, cette cité moghole où se trouvait l’historique mosquée de Babri, érigée au XVIe siècle [symbole de la domination musulmane aux yeux des nationalistes hindous].

    C’est là, à Faizabad, il y a plusieurs dizaines d’années, que Modi a commencé sa carrière politique. Il a fait partie des principaux organisateurs du mouvement visant à détruire la mosquée pour construire à la place un temple de Ram, le dieu-roi défenseur du #système_de_castes. Le 6 décembre 1992, le Rashtriya Swayamsevak Sangh, l’organisation paramilitaire suprémaciste hindoue de la haute caste – proche parente du BJP – et diverses de ses antennes ont démoli l’édifice de Faizabad et perpétré des #pogroms contre les #musulmans, faisant des milliers de victimes dans toute l’Inde. Des dizaines d’années plus tard, le 22 janvier, Modi a finalement inauguré le temple de Ram [symbole de la domination hindoue dans cette République officiellement laïque]. Alors, Modi et les médias de la #caste supérieure, de la prétendue gauche comme de la droite, ont proclamé qu’il avait déjà remporté les élections, normalisant ce crime monumental dont les architectes restent impunis.

    Perte symbolique

    Pourtant, après avoir axé toute sa campagne sur la question du temple de Ram et de l’#islamophobie, le BJP a perdu la circonscription de Faizabad, d’une importance symbolique et historique immense, face à Awadhesh Prasad. Vétéran de la politique #dalit, c’est-à-dire de la basse caste, Prasad appartient au Parti socialiste indien (#SP, pour Samajwadi Party), qui se bat pour plus de justice sociale. Le passage de cette circonscription aux mains d’un intouchable est indéniablement historique.

    Rappelons que le BJP est créé en 1980, à partir de groupes suprémacistes de la haute caste, pour faire face à l’ascension des mouvements de lutte contre les castes. En 1980, la commission Mandal publie un rapport sur les conditions de vie des castes opprimées (qui représentent plus de 90 % de la population en Inde et appartiennent à toutes les religions, y compris l’islam) et propose des mesures de #discrimination_positive dans les institutions gouvernementales.
    Ces avancées suscitent une forte inquiétude des castes supérieures, minoritaires (elles constituent moins de 10 % de la population et font partie de toutes les religions), qui dominent les médias, les arts, l’enseignement supérieur, la justice et les affaires. Le #Parti_du_Congrès, au pouvoir depuis les années 1980, refuse de présenter le texte au Parlement.

    En 1990, au moment où le rapport est finalement déposé au Parlement, le BJP place l’islamophobie au cœur de sa politique et fabrique la notion d’hindutva (« unité hindoue »), réprimant les mouvements anticastes par la terreur. La caste supérieure, le monde académique et certains de leurs homologues internationaux acclament le BJP et cette croisade du gouvernement. En réaction à la direction prise par le Parti du Congrès et le BJP, le SP et plusieurs autres partis égalitaires des classes inférieures émergent dans les années 1980 et 1990. Ils finissent par accéder au pouvoir dans les années 1990. Dépourvus de la culture sophistiquée des élites, ils sont tournés en dérision par les médias et le monde universitaire. Malgré tout, aujourd’hui, le SP est le troisième parti au Parlement.

    Double travail

    Si les résultats électoraux du Parti du Congrès dépassent toute attente, c’est parce qu’il s’est enfin saisi des préoccupations de la population : les #inégalités socio-économiques et le système de castes – dans une certaine mesure du moins. Le manifeste quasi révolutionnaire de Rahul Gandhi et du Parti du Congrès parle le langage des mouvements égalitaires inspirés par le leader intouchable Bhimrao Ambedkar, père de la Constitution indienne : il appelle à organiser un recensement socio-économique des castes et à faire passer les basses castes, majoritaires (90 % de la population), avant les hautes castes, minoritaires (10 % de la population). Depuis cette métamorphose, plusieurs intellectuels et journalistes de gauche raillent Gandhi, et quantité de dirigeants des hautes castes ont claqué la porte du Parti du Congrès, certains pour rejoindre le BJP. Tout cela a cependant permis au Parti du Congrès de trouver un chef puissant et sage en la personne de Mallikarjun Kharge, avocat et chef syndical dalit.

    En octobre 2022, lorsque le Parti du Congrès élit son président, Kharge remporte la primaire face à Shashi Tharoor, un suprémaciste de la caste supérieure. Tharoor est notamment l’auteur de Why I Am a Hindu ? (« pourquoi je suis hindou ? », Aleph, 2018, non traduit), livre qui s’attaque à l’un des plus influents ouvrages contre les castes, Why I Am not a Hindu ? (« pourquoi ne suis-je pas hindou ? », Samya, 1996, non traduit), de l’intellectuel dalit Kancha Ilaiah Shepherd. Après sa victoire, Kharge a décidé de faire de la suppression des castes la bataille centrale de la politique indienne – dans l’indifférence affichée des médias.

    Les représentants des castes supérieures dans la sphère publique discutent de politique comme s’il s’agissait d’un débat d’idées sans réalité objective pour l’Inde. Or, les changements politiques actuels sont le fruit d’un travail acharné dans les villages et les mouvements intellectuels souterrains. Lors de ces législatives, le SP et le Parti du Congrès sont parvenus à mener à bien ce double travail. A présent, ils doivent aller plus loin.

    Le Parti du Congrès, le SP et d’autres groupes forment une opposition, certes, mais ils constituent aussi une potentielle coalition gouvernementale, qui pourrait à tout moment renverser la coalition de Modi. Une révolution des basses castes est en marche sur un plus grand nombre de terrains que jamais, une révolution menée par ceux qui ont le courage d’œuvrer pour une renaissance de l’Inde. Comme le sait bien la France, les révolutions sont multiples, et elles viennent en leur temps.

    (Traduit de l’anglais par Valentine Morizot)
    Divya Dwivedi et Shaj Mohan sont philosophes et vivent en Inde. Ils ont cosigné « Indian Philosophy, Indian Revolution. On Caste and Politics » (Hurst, 2024, non traduit)

  • #DataSuds-geo partage les #données_géographiques de l’#IRD

    Le nouveau service DataSuds-geo est un service dédié aux données géographiques, il vient compléter l’offre de publication et de diffusion des #données_scientifiques à l’IRD.

    DataSuds-geo donne accès à plus de 790 #jeux_de_données cartographiques, déposés par des scientifiques de l’IRD ou transférés depuis la base #Sphaera (ancien #catalogue des cartes de l’IRD). Ce nouvel outil donne accès à des informations et des services spécifiques : localisation géographique, visualisation cartographique, téléchargement, etc. Les données cartographiques peuvent également être consultées hors connexion via un système d’information géographique installé sur son poste de travail.

    https://www.ird.fr/datasuds-geo-partage-les-donnees-geographiques-de-lird
    https://datasuds-geo.ird.fr/geonetwork/srv/fre/catalog.search#/home
    #données #cartes #cartographie

  • Verbände und Gewerkschaften warnen vor Nullrunde beim Bürgergeld
    https://www.vdk.de/presse/pressemitteilung/verbaende-und-gewerkschaften-warnen-vor-nullrunde-beim-buergergeld

    Ça y est, les liberaux préfèrent les producteurs d’armes aux pauvres concitoyens. Vole un petit peux le pauvres (qui sont nombreux) et tu gagnera beaucoup. Seulement ce petit peux c’est beaucoup pour les pauvres concernés. Les associations sociales et les syndicats exigent un recalcul des aides sociales et s’opposent à la non-augmentation proposée par le gouvernement national malgré l’inflation.

    4.6.2024 Kategorie Armut & Umverteilung

    Bündnis fordert kurzfristige Reform der Bürgergeld-Anpassung für 2025
    VdK-Präsidentin: „Die Regelsätze im Bürgergeld müssen dringend neu berechnet werden.”

    Ein Zusammenschluss aus 8 Wohlfahrts- und Sozialverbänden, Gewerkschaften und Erwerbslosengruppen hat sich mit einem Appell an den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, und die Abgeordneten im Bundestag gewandt und vor den sozialen Folgen einer Nullrunde beim Bürgergeld gewarnt.

    Das Bündnis fordert eine kurzfristige Reform der Bürgergeld-Anpassung für 2025. Ansonsten drohe Bürgergeldberechtigten ein weiterer Kaufkraftverlust, mit dem sich die Armut von Millionen Erwachsenen und Kindern weiter verschärfen würde. Konkret wird gefordert, ausgehend vom geltenden Regelsatz in Höhe von 563 Euro die aktuellen Preissteigerungen zu berücksichtigen.

    Anders als oft behauptet sei das Bürgergeld auch in den vergangenen zwei Jahren nicht zu großzügig erhöht worden, so die Verfasser des Appells. Im Gegenteil: Aktuelle Analysen zeigen, dass Bürgergeldberechtigte 2021-2023 erhebliche Kaufkraftverluste erlitten haben. Bei einer alleinstehenden Person summieren sich diese Verluste auf bis zu 1012 Euro. Erst mit der Anpassung 2024 habe es eine Trendwende gegeben, wobei die aufgelaufenen Verluste nur zu einem kleinen Teil kompensiert würden.

    Verena Bentele, Präsidentin, Sozialverband VdK Deutschland:

    „„Zwar fallen die Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Drogerieartikeln und Energie deutlich geringer aus als noch im vergangenen Jahr. Menschen, die mit dem Existenzminimum auskommen müssen, spüren sie dennoch jeden Tag. Die Nullrunde bei den Bürgergeld-Regelsätzen führt dazu, dass sich viele Menschen schlechter versorgen können. Daher müssen die Regelsätze dringend grundlegend neu berechnet werden. Der heutige Regelsatz spiegelt in keiner Weise wider, was für ein Existenzminimum notwendig wäre.”“

    Joachim Rock, Abteilungsleiter und zukünftiger Hauptgeschäftsführer des Paritätischen:

    „„Das Bürgergeld reicht schon heute nicht aus, um eine gesunde Ernährung, Mobilität und soziale Teilhabe finanzieren zu können. Die Regelsätze bestimmen die Lebensumstände von über sieben Millionen Menschen, die mit steigenden Kosten kämpfen, maßgeblich mit. Eine Nullrunde darf es deshalb nicht geben, sie widerspräche auch Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts.”“

    Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied:

    „„Wir brauchen mehr Bezahlung nach Tarif, einen höheren Mindestlohn und beim Bürgergeld auch in Zukunft mindestens einen Inflationsausgleich. Denn das Preisniveau bleibt hoch und damit bleibt das Leben teuer. Auch wenn die Preise zuletzt weniger stark gestiegen sind, kommt man mit einem kleinen Einkommen kaum über die Runden. Es ist ungerecht, Menschen das soziale Netz Bürgergeld wegzureißen.““

    Michael Groß, Vorsitzender des Präsidiums der Arbeiterwohlfahrt:

    „„Ein anständiger Inflationsausgleich für die Ärmsten in unserer Gesellschaft ist eine Frage des Anstands und muss daher selbstverständlich sein. Was derzeit fehlt, ist der Mut für eine zukunftsorientierte Politik, die zuerst Ziele für eine gerechtere Gesellschaft formuliert und im zweiten Schritt mit den dafür nötigen finanziellen Mitteln tatsächlich auch hinterlegt. Wir müssen mit einer Reform der Schuldenbremse und der Stärkung der Einnahmenseite endlich Druck aus dem Kessel nehmen und einen Sozialstaat gestalten, der wirklich keinen zurücklässt.”“

    Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik, Diakonie:

    „„Schon vor der Inflation lag der Regelsatz weit unterhalb der tatsächlichen Bedarfe. Es hat zwei Jahre gedauert, bis mit den letzten Anpassungen die Inflationsfolgen weitgehend ausgeglichen wurden. Die Kaufkraft der Regelsätze darf nicht weiter sinken. Sonst werden immer mehr Menschen in Deutschland existentiell bedroht und können sich das Lebensnotwendige einfach nicht mehr leisten. Das kann ein Sozialstaat nicht einfach hinnehmen.”“
    Pressekontakt
    Das Portraitfoto zeigt Julia Frediani.

    Telefon: 030 9210580-409 030 9210580-409 Mobil: 0175 6604730 E-Mail: j.frediani@vdk.de

    Gemeinsames Positionspapier
    Drohende Nullrunde bei den Regelsätzen abwehren – Kaufkraft erhalten. Stand : 4.6.2024
    https://www.vdk.de/assets/bundesverband/dokumente/newsletter/Positionspapier_-_Drohende_Nullrunde_bei_den_Regels%C3%A4tzen_abwehren.pdf

    #Allemagne #politique #libéralisme #social #austérité #armement #SPD #CDU #FDP

  • Rusia y sus aliados preparan un golpe a las sanciones occidentales - YouTube
    https://www.youtube.com/shorts/TctOANjzb_Y

    La creación de corredores comerciales alternativos y un sistema de operaciones financieras internacionales inmune a los abusos occidentales centrará la agenda de una nueva edición del Foro Económico Internacional de San Petersburgo.

    VIKTOR TERNOVKSY/@YATEEXPLICO: «Estaré cubriendo el evento entre los días 5 y 8 de junio y les mantendré al tanto de sus actividades clave.»

    #Rusia #Bolivia #BRICS #sanciones #SPIEF

  • Andrej Holm: »Das Wohnen muss demokratisiert werden«
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1182597.mietenwahnsinn-andrej-holm-das-wohnen-muss-demokratisiert-werden.

    31.5.2024 Interview: Raul Zelik - Mieten und Immobilienpreise steigen global. Eigentlich sollte der Zuzug in bestimmte Städte die Preise an weniger beliebten Orten fallen lassen. Aber das geschieht kaum. Wohnen wird überall teurer. Warum?

    Das hat vor allem zwei Gründe. Einerseits sind die Mietsteigerungen Ausdruck einer veränderten ökonomischen Logik. Im Rahmen der sogenannten Finanzialisierung sind Wohnanlagen und Grundstücke verstärkt in international gehandelte Anlageobjekte verwandelt worden. Dadurch sind die Ertragserwartungen stark gestiegen. Miet- und Kaufpreise orientieren sich also nicht mehr an der Substanz einer Wohnung oder eines Gebäudes, sondern an finanzwirtschaftlichen Strategien. Allgemein kann man wohl sagen, dass extrem viel Geld unterwegs ist, das die Immobilienmärkte flutet und einen Rückfluss erwartet.

    Andererseits gehen die steigenden Mieten auf die Privatisierungs- und Deregulierungspolitik der vergangenen Jahrzehnte zurück. Vor allem in den europäischen Ländern wurden Millionen von vormals öffentlichen Wohnungen privatisiert. Das betrifft das council housing in England, große öffentliche Wohnungsbestände in den skandinavischen Ländern und Frankreich sowie viele öffentliche Wohnungsunternehmen in der Bundesrepublik. In vielen Ländern wurde zudem das Mietrecht liberalisiert, so dass Mietsteigerungen einfacher durchzusetzen sind. Private Vermieter und kommerzielle Wohnungsunternehmen haben heute fast überall ein Quasimonopol und können die Mietpreise nach ihren Interessen gestalten.

    Kann man sagen, dass die Entwicklung auf den Wohnungsmärkten derselben Logik folgt wie die Spekulation mit Papieren und Rohstoffen auf den Börsen?

    Ja, sie ist Ausdruck eines globalen Trends: Die Gewinnstrategien koppeln sich immer stärker von tatsächlichen Produktionsbedingungen ab und werden fiktiv. An den Börsen werden heute Ableitungen von Ableitungen gehandelt. Die Derivate auf Immobilienpapiere haben mit der realen Substanz von Gebäuden kaum noch etwas zu tun.

    Sie schreiben in einer aktuellen Studie, Berlin sei die europäische Stadt mit den höchsten Umsätzen bei Mietimmobilien: 42 Milliarden Euro wurden 2021 dort umgesetzt – in London waren es 27,7 Milliarden. Danach folgten Amsterdam, Paris und Wien. Warum ist Berlin so lukrativ?

    Die Statistik bezieht sich auf Paketverkäufe, also auf den Handel mit einer bestimmten Menge von Immobilien. Wenn man den Verkauf von einzelnen Häusern und Wohnungen mit einbeziehen würde, wäre der Markt in London sicherlich größer. Doch Berlin war in den letzten Jahren Spitzenreiter, wenn es darum ging, größere Wohnungsbestände als Anlageprodukt zu handeln. Das hat mit der Privatisierungsgeschichte in Berlin, aber auch mit der Struktur als Mieterstadt zu tun. Seit der Privatisierung öffentlicher Wohnungen werden einfach immer wieder große Bestände verkauft. Für eine finanzialisierte Anlagestrategie ist es natürlich attraktiv, wenn man nicht Dutzende Einzelhäuser kaufen muss, sondern gleich ein Paket mit Tausenden von Wohnungen erwerben kann.

    Das andere europäische Land, in dem diese Entwicklung gerade stattfindet, ist Schweden. Welche Parallelen gibt es da?

    Eine hohe Mieterquote und eine ausgeprägte Wohlfahrtspolitik in der Vergangenheit. In Schweden entstand unter den sozialdemokratischen Regierungen ein großer kommunaler und genossenschaftlicher Sektor. Der Kern der neoliberalen Wohnungspolitik war auch in Schweden der Verkauf großer Bestände. Heimstaden und Vonovia sind in Schweden deshalb genauso aktiv, wie wir das aus einigen deutschen Städten kennen.

    Im Prinzip ist das eine Form von »Landnahme«, wie es Klaus Dörre genannt hat: eine Privatisierung des Öffentlichen?

    Ja, es ist eine Enteignung des Öffentlichen. Eine neue Welle ursprünglicher Akkumulation, wenn man so will. Und dieser Prozess ist in solchen Wohnungsmärkten besonders ausgeprägt, die zuvor stark von öffentlicher Regulation und staatlichem Handeln geprägt waren. Deshalb kann man die Finanzialisierung auch nicht ohne den Rückzug der Wohlfahrtspolitik verstehen. Der neoliberale Politikwechsel schafft die Voraussetzungen der Finanzialisierung.

    Der größte Player in Deutschland ist Vonovia, wenn ich das richtig verstanden habe. Was ist das für ein Unternehmen und warum spielt es eine so zentrale Rolle?

    Vonovia hat europaweit etwa 550 000 Wohnungen und ist der mit Abstand größte finanzialisierte Akteur auf dem Bereich der Wohnimmobilien. Seinen Ursprung hat das börsennotierte Unternehmen in der Deutschen Annington, die in Westdeutschland vor allem Eisenbahnerwohnungen aufgekauft hatte. Vonovia hat früher als andere institutionelle Investoren von einer Strategie der schellen Weiterverkäufe auf eine langfristige Bewirtschaftung der Immobilien umgestellt. In der Forschung wird dieser Wechsel als Finanzialisierung 2.0 bezeichnet. Basis des Geschäftsmodells war in den vergangenen Jahren eine Expansionsstrategie, die darauf setzte, den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern. Die größte Übernahme war die der Deutsche Wohnen 2021.

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    Trotzdem machen diese Großinvestoren gegenüber den Privatvermietern in Deutschland nur einen kleinen Teil aus.

    Bundesweit liegen nur etwas mehr als 2 Prozent des Mietwohnungsbestands bei finanzialisierten Vermietern, aber in Berlin sind es fast 20 Prozent. Großbestände zu kaufen und zu bewirtschaften ist aus Sicht dieser Unternehmen natürlich viel effizienter. Deswegen konzentrieren sich Firmen wie Vonovia auf große Städte, in denen es zuvor einen großen öffentlichen oder gemeinnützigen Wohnungsbestand gab. Auch in Schweden ist das in Städten wie Malmö eher der Fall als auf dem platten Land.

    In Berlin werden 1,1 Millionen Mietwohnungen, also 70 Prozent des Gesamtbestands, von Privatvermietern gehalten. 340 000 Wohnungen gehören städtischen Anbietern, 190 000 sind genossenschaftlich. Und 85 Prozent sind Mietwohnungen. Wie sieht das eigentlich in den ehemals sozialistischen Ländern Osteuropas aus? Wie hoch ist da die Eigentums- bzw. Mietquote?

    In ehemals sozialistischen Ländern sind die Mietquoten im Allgemeinen sehr gering, weil sich die Privatisierung in fast allen Ländern – Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien … – am britischen Modell orientierte. Dort gab es das »right to buy«, also das Recht, die eigene Mietwohnung als Eigentümer zu erwerben. Ich würde das als flächendeckende Mikroprivatisierung bezeichnen. Aus diesem Grund ist die Eigentümerquote in den ehemals sozialistischen Ländern im europäischen Vergleich viel höher als im Rest Europas. Die höchste Quote hat meines Wissens Rumänien mit einer offiziellen Eigentumsquote von fast 95 Prozent. Dort wurde die Privatisierung ehemals staatlicher Wohnungen besonders entschlossen vorangetrieben.

    Und inwiefern wird man durch fehlendes Immobilieneigentum heute zum Angehörigen der »unteren Klasse«? Man hat ja den Eindruck, dass viele Leute trotz hohen Einkommens ökonomisch unter Druck geraten, während Immobilieneigentümer trotz prekärer Jobs ganz gut über die Runden kommen. Müsste der Immobilienbesitz nicht eine zentralere Stellung bei der Analyse von Klassen und Ungleichheit einnehmen?

    Es gibt in den letzten Jahren unter dem Stichwort »Rentenkapitalismus« (rentier capitalism) einige Forschungsbeiträge, die versuchen, die Verfügungsgewalt über Immobilien und die daraus erzielten Erträge systematischer in eine Klassenanalyse einzubeziehen. Die Stellung in der Gesellschaft wird demnach nicht nur durch die Position im Arbeitsprozess und das Einkommen bestimmt, sondern auch durch den Besitz oder Nicht-Besitz von Immobilien. So richtig durchsetzen konnte sich dieser Ansatz bisher nicht, weil die meisten Wissenschaftler*innen, die sich mit dem Klassenbegriff beschäftigen, eine marxistische Grundbildung haben und sich nur schwer von der Idee einer arbeitszentrierten Klassenzugehörigkeit trennen können. Dabei können wir klar sehen, dass die soziale Stellung zunehmend von Wohnsituationen und Eigentumsfragen überformt ist. Zudem ist Immobilienbesitz ja auch eine Einkommensstrategie. Wer nicht nur die eigene Wohnung, sondern noch eine zweite oder dritte besitzt, profitiert von einem beständigen Einkommenstransfer. Die Einkommen der einen fließen als Mietzahlungen auf die Konten der anderen. Das läuft natürlich auf eine stete Umverteilung innerhalb der Gesellschaft hinaus. In Deutschland wohnt fast die Hälfte der Haushalte zur Miete, und die Summe aller Mietzahlungen beträgt etwa 140 Milliarden Euro. Ein Großteil davon geht an andere private Haushalte und Unternehmen. Je höher die Mietpreise, desto größer der Ungleichheitseffekt.

    Was für eine Strategie halten Sie im Kampf gegen die Mietenexplosion eigentlich für erfolgversprechend? Brauchen wir eine politische Einhegung des Marktes? Mehr öffentlichen Wohnungsbau? Eine Stärkung selbstverwalteter Genossenschaften?

    Für eine gute Wohnungspolitik gibt es keinen Königsweg. Was jedoch nicht fehlen darf, ist eine klare Orientierung auf die Transformation des Wohnungswesens. In der kritischen Wohnforschung wird die Strategie für eine solche Veränderung mit den Begriffen »De-Kommodifizierung und Demokratisierung« beschrieben. De-Kommodifizierung bedeutet, dass das Wohnen vom Markt genommen, die Verwertungsmechanismen außer Kraft gesetzt werden müssen. Demokratisierung meint in erster Linie, dass wir die Mitsprache der Bewohner*innen stärken müssen. Im wohnungspolitischen Getümmel, wo immer neue Einzelinstrumente ins Gespräch gebracht werden, kann man anhand dieser beiden Kriterien beurteilen, wie transformativ sich ein bestimmtes Instrument am Ende auswirkt. In den letzten vier Jahrzehnten haben wir gesehen, dass die Regulierung über Gesetze, Verbote und Verordnungen nicht gut funktioniert, weil es nicht genug Personal gibt, um die Umsetzung zu kontrollieren. Die strengste Zweckentfremdungsverordnung ist wirkungslos, wenn das Bezirksamt zu klein ist, um für die Einhaltung zu sorgen. Bei der Mietpreisbremse haben wir etwas Ähnliches erlebt: Die Sozialdemokratie hat sie bejubelt, aber in der Praxis läuft die Bremse ins Leere, weil sich viele Vermieter*innen einfach nicht daran halten. Auch die staatliche Mittelvergabe scheint mir als Mittel nicht besonders effizient. Die Förderprogramme sind in Deutschland ja immer zeitlich begrenzt. Dadurch bleibt auch der soziale Wohnungsbau befristet. Greifen könnte eine andere Politik nur, wenn sie dauerhaft etabliert würde – was aber nicht geschieht, weil immer wieder neue Prioritäten gesetzt werden, also jetzt beispielsweise Waffen wichtiger sind als Wohnungen.

    Was als Instrument hingegen auch langfristig wirken würde, wäre die Stärkung von öffentlichem und Gemeineigentum. Das wäre – neben der Regulation und der Vergabe von Finanzmitteln – der dritte Modus staatlichen Handelns. So wie die Kommunen Schulen und Bibliotheken unterhalten, müssten sie auch Wohnraum zur Verfügung stellen. Das wäre der entscheidende Ansatz. Und was Ihre Frage nach den selbstverwaltete Genossenschaften angeht: Das sind interessante Experimente, aber viel zu voraussetzungsreich für das Gros der Bevölkerung.

    Sie betonen auf Veranstaltungen gern, dass sich »kämpfen lohnt«. Wie könnte die Mieterbewegung wieder in die Vorderhand kommen?

    In Berlin gab es im letzten Jahrzehnte ausgeprägte Mieterkämpfe. Viele kleine Gruppen haben praktische Forderungen gestellt. Vorkaufsrecht, Milieuschutz, Umwandlungsverordnung – fast alles, was unter Rot-rot-grün an progressiver Wohnungspolitik gemacht wurde, kam als Forderung ursprünglich aus der Mieterbewegung. Aber offensichtlich hat dieser Ansatz nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Die Mieten steigen weiter, die Zahl der Wohnungslosen wächst. Deshalb ist ein Strategiewechsel nötig. Die Kampagne »Deutsche Wohnen Enteignen & Co« hat das versucht. Sie will den öffentlichen Wohnungsbestand über Enteignungen erweitern. Die Kampagne hat das Volksbegehren klar gewonnen, die Umsetzung wird aber vom Senat verweigert. Nun versuchen Initiativen über Organizing-Ansätze eine klassisch-gewerkschaftliche Perspektive stark zu machen. Ob dieser Ansatz helfen kann, die Durchsetzbarkeit eines radikalen Reformprogramms, wie es die Vergesellschaftung wäre, zu stärken, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen.

    Andrej Holm, 1970 in Leipzig geboren, ist Sozialwissenschaftler. Er forscht an der HU Berlin zu den Themen Mieten, Stadtentwicklung und Gentrifizierung. 2023 gab Holm gemeinsam mit Georgia Alexandri und Mathias Bernt die englischsprachige Studie »Wohnungspolitik unter Bedingungen der Finanzialisierung« heraus, in der die Lage in mehreren europäischen Großstädten verglichen wird.

    #Euripe #Allemagne #immobilier #logement #spéculation #capitalisme

  • Quand les mods, sapés comme jamais, donnaient un coup de fouet la pop anglaise.

    « Angleterre, début des sixties, la jeunesse britannique cherche à s’émanciper de la pesante tutelle parentale, arborant de nouvelles tenues vestimentaires, se déplaçant sur des scooters customisés et carburant aux amphétamines. Ils se délectent des musiques noires américaines, avant, pour certains d’entre eux, de former leurs propres groupes. Ce sont les mods, dont Peter Meaden, manager des Who, définit l’état d’esprit comme "un mode de vie propre dans des circonstances difficiles." »

    https://lhistgeobox.blogspot.com/2024/05/quand-les-mods-sapes-comme-jamais.html

  • 1-2 giugno. In piazza contro la #guerra e la militarizzazione della città
    https://radioblackout.org/2024/05/1-2-giugno-in-piazza-contro-la-guerra-e-la-militarizzazione-della-cit

    Come ogni anno il 2 giugno la Repubblica celebra sé stessa con esibizioni militari, parate e commemorazioni. Una “festa” nazionalista e militarista. Il governo di estrema destra alimenta la retorica identitaria, i “sacri” confini, l’esaltazione della guerra. Come ogni anno le cerimonie delle forze armate del due giugno servono a giustificare enormi spese militari, l’invio […]

    #L'informazione_di_Blackout #antimilitarismo #ENI #fabbriche_d'armi #guerra_ai_poveri #imperialismo_italiano #militarizazione_delle_periferie #missioni_militari_all'estero #neocolonialismo #spesa_bellica #strade_sicure
    https://cdn.radioblackout.org/wp-content/uploads/2024/05/2024-05-28-matteo-giornate-antimilitariste.mp3

  • Vols à l’étalage pendant les JO 2024 : Comment protéger votre commerce ?

    Fortes chaleurs, surpopulation, folie des supporters : Les Jeux Olympiques 2024 mettront les rues en effervescence.

    Et si on ajoute à cela une montée des prix en plein contexte d’inflation, difficile de ne pas craindre pour ses rayons.

    Alors, pour vous prémunir contre le vol à l’étalage et éviter d’affecter la rentabilité de votre magasin pendant l’été, il est essentiel de bien vous préparer.

    Découvrez dans ce petit guide 4 étapes clés qui feront de votre commerce un champion de la sécurité !

    Le lien : https://veesion.io/ebook/vols-a-letalage-pendant-les-jo-2024-comment-proteger-votre-commerce

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  • Cycle de Formation Théâtrale à Melun (77)

    Pour la Saison 2024 / 2025, l’association « Le Bateau Ivre » propose à l’Espace Saint-Jean de Melun (77) un cycle de formation Théâtrale pour les enfants, adolescents et adultes amateurs et professionnels.

    Après dix-sept années d’absence à l’Espace Saint-Jean de Melun (26 Place Saint-Jean, 77000) les cours de théâtre animés par la compagnie « Le Bateau Ivre » reprennent et reviennent en nombre autant qu’en qualité ! https://www.silencecommunity.com/events/event/view/48656/cycle-de-formation-theatrale-a-melun-77

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