• „Die sind hier gleich vor meinem Fenster“ : Baugerüste vor besetztem „Hugohaus“ in Berlin-Friedrichshain
    ▻https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/die-sind-hier-gleich-vor-meinem-fenster-baugeruste-vor-besetztem-hugoha

    Un dernier squat à Berlin-Friedrichshain ralentit la gentrification et permet à un groupe de punks de vivre à l’abri. Le propriézaire fait ce qu’il peut pour leur rendre la vie désagréable.

    15.9.2026 von Robert Klages, Dominik Lenze - Vor dem besetzten „Hugohaus“ in Friedrichshain stehen plötzlich Baugerüste. Die Eigentümerin will Schadstoffe aus der Fassade entfernen. Doch die Punks, die das Haus besetzen, wollen bleiben.

    Vor dem „Hugohaus“ in Berlin-Friedrichshain, einem besetzten Haus in der Gürtelstraße 39, sind am Dienstagvormittag Baugerüste aufgestellt worden. Laut Eigentümerin soll krebserregende Mineralwolle aus der Fassade entfernt werden. Das Gebäude ist seit etwa zwei Jahren von einer Gruppe Punks besetzt. Vor einigen Wochen forderte die Eigentümerin die Besetzer auf, zu verschwinden. Einen Räumungstitel gab es nicht, die Punks blieben.

    Baugerüste machen Punks misstrauisch

    Unter Begleitung der Polizei bauten Arbeiter um die Mittagszeit die Gerüste auf, wie ein Tagesspiegel-Reporter vor Ort beobachtete. Da hatten sich bereits etwa ein Dutzend Unterstützer vor dem Haus eingefunden. Auch der Grünen-Abgeordnete Vassili Franco war dort, um sich ein Bild von der Situation zu machen.

    Die Stimmung sei friedlich, bestätigte ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel. Um eine Räumung gehe es nicht, man sichere lediglich die Arbeiten ab. Man rechne auch nicht damit, dass es zu Auseinandersetzungen komme, so der Polizeisprecher. Die Arbeiten sollen am Mittwoch um 7 Uhr fortgesetzt werden.

    Vor dem von Punks besetzten „Hugohaus“ in Berlin-Friedrichshain wurden am Dienstagvormittag Baugerüste aufgestellt. © privat

    Bei den Punks im Haus sorgen die Bauaktivitäten für Argwohn. „Die bauen gerade schon zur zweiten Etage hoch, die sind hier gleich vor meinem Fenster“, sagte ein Bewohner dem Tagesspiegel. Die Besetzer befürchten, dass Mitarbeiter der Eigentümerin dann durch die Fenster in das Gebäude eindringen könnten. „Einen Räumungstitel haben wir immer noch nicht bekommen“, sagte der Besetzer.
    Aufenthalt Unbeteiligter sei „nicht ratsam“

    Im Rahmen der vorbereitenden Arbeiten habe die Eigentümerin dBS Investment GmbH festgestellt, dass die in der Fassadendämmung befindliche Mineralwolle als „alte Mineralwolle“ einzustufen sei – und damit als „krebserzeugend Kategorie 1B nach TRGS 905“. „Außerdem sollte der Arbeitsbereich abgegrenzt werden, sodass andere Personen – insbesondere unbefugte Personen – nicht mit den Arbeiten beziehungsweise freigesetzten Fasern in Kontakt kommen“, heißt es weiter. Ein Aufenthalt „unbeteiligter“ Personen sei „bei der Durchführung dieser Arbeiten nicht ratsam“, schreibt der Unternehmenssprecher.
    Immer noch Strom und Wasser im „Hugohaus“

    „Mit Beginn der weiteren Sicherungs-, Untersuchungs- und Vorbereitungsarbeiten ist ein dauerhafter Aufenthalt im Gebäude nicht mehr mit der erforderlichen Sicherheit vereinbar“, lässt die Eigentümerin mitteilen. Den Personen, die sich derzeit im Gebäude aufhalten, habe man „zunächst Gelegenheit gegeben, dieses zu räumen und geordnet zu verlassen und sich auf die bevorstehenden Veränderungen einzustellen“, heißt es weiter.

    Die Punks wollen, wie zu erwarten war, bleiben: „Das mit den Schadstoffen halten wir für einen Vorwand“, sagte ein Bewohner. Er weist darauf hin, dass die von der Eigentümerin beauftragten Arbeiter keine Schutzausrüstung tragen würden. Ein Video von den Arbeiten vor Ort, das dem Tagesspiegel vorliegt, belegt dies.

    Die dBS Investment GmbH hat die Gebäude mit den Hausnummern 39 bis 41 gekauft, die seit über fünf Jahren verfallen. Früher befanden sich dort, direkt an der Bezirksgrenze zu Lichtenberg, ein Hostel und ein Hotel. Nun plant die neue Eigentümerin, die Gebäude abzureißen und einen Wohnkomplex zu errichten. Anfang September sollte den Besetzern Strom und Wasser abgedreht werden. Dies sei nicht gelungen: Der Wasserhahn läuft, Strom gibt’s auch, heißt es aus dem „Hugohaus“. Der Name rührt von einem inzwischen verstorbenen Hund her, der früher mit den Punks lebte.

    #Berlin #Friedrichshain #Gürtelstraße #squat #logement #gentrification

  • Prima Klima - Schweine ins Weltall - (Vinyl, Schritt für Schritt, CBS, 1982)
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=V5NLE-lMhLU

    Parfois la mégalomanie historique dépasse ce que satire et ironie peuvent imaginer. Aujourd’hui les milliardaires sont en train de s’éclipser sur la lune de leur propre gré et de réaliser ainsi une revendication ironique d’un mouvement historique contre l’abus de la propriété privée.

    Nous sommes au mois de juin de l’an 1981 il y a 45 ans. A Berlin-Ouest 165 immeubles et villas ont été abandonnés par leur propriétaires et viennent d’être repris par le mouvement de squatteurs qui revendiquent leur mise en état et la mise à disposition à des personnes en besoin de logement.

    La police se comporte comme de vrais porcs avec les squatteurs. Grâce à l’inspiration par Jim Henson et ses Muppets les jeunes inventent la revendication ironique d’envoyer loin de la terre les porcs policiers et leur commanditaires.

    Schweine ins Weltall

    ... est la devise du mouvement contestataire de la propriété privée de l’immobilier.

    Le groupe NDW ( Neue Deutsche Welle ) Prima Klima transforme la devise en chanson pop.

    Offizielle Deutsche Charts - Prima Klima, Schweine ins Weltall (Single )
    ▻https://www.offiziellecharts.de/charts/titel-details-830053

    Jahr: 1982
    Musik/Text: Conny Göckel, Rainer Konstantin
    Produzent: Bernhard Potschka

    Paroles (pour la première fois dans l’interwebz !)

    Schweine ins Weltall

    Atme bitte nicht zu tief,
    du könntest dran ersticken.
    Laufe bitte nicht zu schnell,
    sie könnten dich erschießen.

    Dein Badewasser riecht so schlecht.
    Versuch es mal eine Brause.
    Wo ist der Platz, wo es sicher ist?
    Du und ich, wir wissen es nicht.

    Ein moderner Mensch der kennt die Lösung aus dem Fernsehen.
    Eines Tages legst du einen wunderschönen Traum.

    Erst muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Es muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Erst muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Es muss das letzte Schwein im Weltall sein.

    Atme bitte nicht zu tief.
    Du könntest dran ersticken.
    Laufe bitte nicht zu schnell.
    Sie könnten dich erschießen.

    Richtig.

    Dein Badewasser riecht so schlecht.
    Versuch es mal mit Brause.
    Wo ist der Platz, wo es sicher ist?
    Du und ich. Wir wissen es nicht.

    Richtig.

    Ein moderner Mensch der kennt die Lösung aus dem Fernsehen.
    Eines Tages lebst du einen wunderschönen Traum.

    Erst muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Es muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Erst muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Es muss das letzte Schwein im Weltall sein.

    Sehr komisch.

    Ein moderner Mensch der kennt die Lösung aus dem Fernsehen.
    Eines Tages lebst du einen wunderschönen Traum.

    Erst muss das letzte Schwein im Welt sein.
    Es muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Erst muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Es muss das letzte Schwein im Weltall sein.

    Erst muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Es muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Erst muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Es muss das letzte Schwein im Weltall sein.

    Erst muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Es muss das letzte Schwein im Weltall sein.
    Erst muss das letzte Schweinenwelt bald sein.
    Es muss das letzte Schwein im Welt sein.

    Erst muss das letzte Schwein im Welt sein.
    Es muss das letzte Schwein im Welt sein.
    ...

    Les origines de la revendication "Schweine ins Weltall"

    The Muppets, Pigs in Space, “The Gravity of the Situation”
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=SN0wK-wXqY0

    Les squats de Berlin, de 1970 à 2012
    ►https://berlin-besetzt.de/# !

    Häuser

    Charlottenburg

    Bleibtreustraße 8/9
    Christstraße 20
    Christstraße 42
    Danckelmannstraße 13
    Danckelmannstraße 43
    Danckelmannstraße 44
    Danckelmannstraße 45
    Danckelmannstraße 45 (Ladenwohnung))
    Danckelmannstraße 54
    Einsteinufer 41
    Englische Straße 20
    Frauenhoferstraße 10-12
    Knobelsdorffstraße 40
    Knobelsdorffstraße 42
    Knobelsdorffstraße 46
    Lohmeyer Straße 21 (1 Wohnung)
    Marchstraße 23 /Einsteinufer 41
    Marchstraße 23 /Einsteinufer 41 Hütten- & Bauwagendorf
    Nehringstraße 8
    Neufertstraße 11
    Neufertstraße 13 / Nehringstraße 34 - Kiezladen
    Schillerstraße 32 - Villa Schilla
    Seelingstraße 3
    Seelingstraße 43
    Seelingstraße 45
    Sophie-Charlotten-Straße 81 HH

    Dahlem

    Brümmerstraße 52
    Garystraße 24
    Podbielskiallee 2

    Friedrichshain

    Abenteuerspielplatz Kreutziger
    Alt-Stralau 46
    Alte Teppichfabrik
    Bödickerstraße 9 - Bödi
    Corinthstraße 57
    East Side Gallery
    Finowstraße / Frankfurter Allee
    Gabriel-Max-Straße 3
    Grünberger Straße 73
    Jessner Straße41
    Kadiner Straße 15
    Kinzigstraße - Nachbarschaftsgarten Rosa Rose
    Kinzigstraße 25/27
    Kinzigstraße 9 - K9
    Kreutzigerstraße 11
    Kreutzigerstraße 12
    Kreutzigerstraße 13 HH
    Kreutzigerstraße 18
    Kreutzigerstraße 19
    Kreutzigerstraße 20
    Kreutzigerstraße 21
    Kreutzigerstraße 22
    Kreutzigerstraße 23
    Laster und Hänger Wagenburg
    Laster und Hänger Wagenburg
    Liebig 14 - Zombie Demo 02.02.2013
    Liebigstraße 14
    Liebigstraße 15
    Liebigstraße 16
    Liebigstraße 34
    Mainzer Straße 4
    Mainzer Straße 10
    Mainzer Straße 11
    Mainzer Straße 2
    Mainzer Straße 22
    Mainzer Straße 24
    Mainzer Straße 3
    Mainzer Straße 5
    Mainzer Straße 6
    Mainzer Straße 7
    Mainzer Straße 8
    Mainzer Straße 9
    Modersohnstraße 63
    Mühsamstraße 63 - Kinderkommune
    Niederbarnimstraße 24 HH
    Niederbarnimstraße 25
    Niederbarnimstraße23
    Oberbaumbrücke
    Palisadenstraße 49
    Petersburger Straße 16
    Proskauer Straße 4
    Rigaer Straße 101
    Rigaer Straße 103
    Rigaer Straße 16
    Rigaer Straße 77
    Rigaer Straße 78
    Rigaer Straße 80
    Rigaer Straße 83
    Rigaer Straße 84
    Rigaer Straße 94
    Rigaer Straße 95
    Rigaer Straße 96
    Rigaerstraße 22 - Bambiland
    Rummelplatz
    Samariter Straße 32
    Samariter Straße 33
    Scharnweber Straße28 / Colbestraße 18
    Scharnweber Straße29
    Scharnweber Straße38
    Schreinerstraße 47
    Stralauer Platz 29-31
    Thaerstraße10
    Voigtstraße/Dolziger Straße
    Zellestraße 3

    Frohnau

    Alemannenstraße 19

    Grünau

    Regattastraße 277 - Funkwerk
    Hohenschönhausen
    Manetstraße 73

    Kla dow

    Ritterfeld Damm 25/27

    Kreuzberg

    Adalbertstraße 22
    Adalbertstraße 6
    Adalbertstraße 71
    Adalbertstraße 74
    Adalbertstraße 76
    Adalbertstraße 83
    Adalbertstraße 91
    Adalbertstraße/Mauerplatz - Kinderbauernhof
    Admiralstraße 18
    Admiralstraße 20 - Dietmar-Marx-Haus
    Am Tempelhofer Berg 6-7
    Anhalter Straße 7 - KuKuCK
    Arndtstraße 13
    Arndtstraße 14
    Bergmannstraße 103
    Bethaniendamm - Garten/Haus an der Mauer
    Bethaniendamm - Wagenburg Kreuzdorf
    Bevernstraße 2
    Boeckhstraße 8 - Hotel Honka
    Boeckhstraße 47/48
    Chamissoplatz 3
    Cuvrybrache
    Cuvrystraße 20
    Cuvrystraße 21
    Cuvrystraße 23
    Cuvrystraße 25
    Cuvrystraße 26
    Cuvrystraße 27
    Cuvrystraße 34
    Cuvrystraße 35
    Dieffenbachstraße 33
    Dieffenbachstraße 74
    Dresdnerstraße 16 - Info-Laden K36
    Engelbecken - Waldehalde
    Erkelenzdamm 43-49 (Dachgeschoss-Wohnungen)
    Eylauerstraße 7
    Fichtestraße 23
    Fichtestraße 29 (2 Wohnungen)
    Fidicinstraße 25a / Friesenstraße 12
    Fidicinstraße 27
    Fidicinstraße 41
    Fidicinstraße 43
    Forster Straße 16
    Forster Straße 17
    Forster Straße 20 HH
    Forsterstraße 43
    Fraenkelufer 30
    Fraenkelufer 46
    Fraenkelufer 48
    Fraenkelufer 50
    Franz-Künstler Straße 10
    Frauenhaus „Marianne Teuffel“ (Manteuffelstraße 97)
    Friedrichstraße 206
    Friedrichstraße 237
    Friesenstraße 12
    Gitschiner Straße 90
    Glogauer Straße 16
    Görlitzer Straße 36
    Görlitzer Straße 37
    Görlitzer Straße 39 (HH + Fabrikgeb.)
    Görlitzer Straße 65
    Görlitzer Straße 72
    Görlitzer Straße 74
    Graefestraße 73 / Dieffenbachstraße 27
    Heimstraße 2
    Heimstraße 9 /9a
    Kohlfurter Straße 2
    Kohlfurterstraße 40
    Kohlfurterstraße 46 - Villa Trotz
    Köpenicker Straße 4
    Köpenicker Straße195a
    Kopischstraße 4
    Kopischstraße 5
    Kottbusser Damm 101
    Kottbusser Damm 5
    Kottbusser Straße 8
    Kotti&Co Protesthaus (Gecekondu)
    Lausitzerstraße 22/23 - Regenbogenfabrik
    Leuschner Damm 21
    Leuschner Damm 37
    Leuschner Damm 7 Sfl.
    Leuschner Damm 9 - Turm
    Liegnitzer Str 7/8 - Vogelhaus
    Liegnitzer Straße 5 - Hexenhaus
    Lübbener Straße 29 (einzelne Wohnungen)
    Lübbener Straße 3
    Luckauerstraße 3 HH + Sfl.
    Manteuffelstraße 108
    Manteuffelstraße 39
    Manteuffelstraße 40/41 - Bauhof
    Manteuffelstraße 42
    Manteuffelstraße 90
    Mariannenplatz - Georg-von-Rauch-Haus
    Mariannenplatz - Zeltplatz
    Mariannenplatz 13 (2 Etagen eines Fabrikgebäudes)
    Mariannenplatz 16
    Mariannenplatz 2 - New Yorck 59
    Mariannenplatz 2 - Nordflügel des Bethanien
    Mariannenplatz/Bethaniendamm - Nachbarschaftsgarten Ton, Steine, Gärten
    Mariannenstraße 16
    Mariannenstraße 48 VH
    Mariannenstraße 50
    Mariannenstraße 6 - Schoko-Fabrik
    Mariannenstraße 9-10
    Mittenwalder Straße 45 - Cafe Lille
    Möckernstraße 69
    Muskauer Straße 52
    Naunynstraße 32
    Naunynstraße 36 - Manne-Wetzel-Haus
    Naunynstraße 58
    Naunynstraße 72 HH
    Naunynstraße 77
    Naunynstraße 78
    Naunynstraße 79 - Naunynstrand
    Nostitzstraße 49
    Obentrautstraße 44
    Ohlauer Straße 29
    Ohlauerstraße 12 - Irving-Zola-Haus
    Ohlauerstraße 12 - Refugee Strike House
    Oranienplatz
    Oranienstraße 13 Hinterhaus
    Oranienstraße 15 - Cafe Diesseits
    Oranienstraße 192
    Oranienstraße 197 - Mädchenkommune
    Oranienstraße 198 - Besetza-Eck
    Oranienstraße 3
    Oranienstraße 3 / 4 HH
    Oranienstraße 4
    Oranienstraße 44 - Geronimo Haus
    Oranienstraße 45
    Oranienstraße40
    Pfuelstraße 5 HH 3.OG
    Ratiborstraße 14a
    Reichenberger Straße 114
    Reichenberger Straße 114 - Friedel54 im Exil
    Reichenberger Straße 115a
    Reichenberger Straße 63a
    Reichenberger Straße 66 - Alte Feuerwache
    Reichenberger Straße133
    Schlacht am Fraenkelufer - 12.12.1980
    Schlesische Strasse 25
    Sebastianstraße 86
    Sorauer Straße 23
    Sorauer Straße27 HH
    Taborstraße 20
    Tempelhofer Ufer 1a
    Tommy-Weisbecker-Haus
    Urbanstraße 23
    Urbanstraße 36
    Viktoriapark Klinik
    Waldemarstraße - Freistadt Barackia Wagenplatz
    Waldemarstraße 33 (2 Fabriketagen)
    Waldemarstraße 36 - Heile-Haus
    Waldemarstraße 40
    Waldemarstraße 41 - Phoenixhaus
    Waldemarstraße 52
    Waldemarstraße41
    Wilhelmstraße - Wagenplatz Tommy-Weißbecker-Haus
    Willibald-Alexis-Straße 11
    Willibald-Alexis-Straße 18 - Wax18
    Willibald-Alexis-Straße 34
    Willibald-Alexis-Straße 39 - Villa Willibald
    Willibald-Alexis-Straße 40
    Willibald-Alexis-Straße 42 - Cafe Krautscho
    Willibald-Alexis-Straße 43
    Wrangelstraße 56

    Lichtenberg

    Frankfurter Allee 187
    Hauptstraße 1 - Wagengruppe DieselA
    Kernhoferstraße 4
    Magdalenenstraße 15
    Magdalenenstraße 17
    Pfarrstraße 102
    Pfarrstraße 107
    Pfarrstraße 108
    Pfarrstraße 116 / Kaskelstraße 9
    Pfarrstraße 88
    Pfarrstraße 92
    Pfarrstraße104
    Pfarrstraße110
    Pfarrstraße112
    Rathausstraße 12

    Lichtenrade

    Rackebüller Weg 1-3 - Jugendtreffpunkt Lichtenrade

    Lichterfelde

    Jungfernstieg 12
    Osdorferstraße 11
    Potsdamer Straße 9
    Mariendorf
    Kollostraße 8
    Kurfürstenstraße 94
    Marienfelde
    Alt-Marienfelde 40

    Marzahn

    Zur Alten Börse 1 - Wagengruppe DieselA

    Mitte

    Ackerstraße 169
    Ackerstraße 18
    Adalbertstraße 25
    Adalbertstraße 26
    Adalbertstraße 27
    Adalbertstraße 32
    Adalbertstraße 53
    Alte Schönhauser Straße 43/44
    Alte Schönhauser Straße 9
    Auguststraße10
    Brunnenstraße 182
    Brunnenstraße 183
    Brunnenstraße 6/7
    Eisfabrik
    Engeldamm 20 - AJZ
    Fehrbelliner Straße 5
    Fehrbelliner Straße 6 - Fehre 6
    Fehrbelliner Straße 7
    Johannistraße 8
    Kleine Hamburger Straße 5
    Köpi
    Köpi Wagenplatz
    Linienstraße 158/159
    Linienstraße 206
    Michaelkirchplatz 4-5
    Neue Schönhauser Straße 13
    Neue Schönhauser Straße 9
    Oranienburger Straße 64
    Oranienburger Straße18
    Philippstraße 13 - Nordcampus HU, Haus 20 - Offene Uni BERLINs
    Potsdamer Platz - Rollheimer
    Rosenthaler Straße 68
    Schillingbrücke - Wagenplatz
    Schwarzer Kanal
    Schwarzer Kanal (Michaelkirchstraße)
    Steinstraße 19
    Steinstraße 28
    Steinstraße 9
    Tacheles
    Teepeeland
    Tucholskystraße 30
    Tucholskystraße 32
    Veteranenstraße 10-13

    Moabit

    Alt Moabit 4 - Villa Piccobello
    Bandelstraße 25
    Bandelstraße 27
    Birkenstraße 34
    Bredowstraße 4
    Bredowstraße 6
    Jagowstraße12 - Haus Friedensbruch / Frauencafe
    Lehrter Straße 54 HH
    Lehrter Straße 6
    Lübecker Straße 35
    Stephanstraße

    Neukölln

    Bornsdorfer Straße 37b - Borni
    Friedelstraße 21
    Hermannstraße 16
    Herrenhuter Weg 12
    Juliusstraße 160
    Juliusstraße 60
    Karl-Marx-Platz 20
    Karl-Marx-Straße 145
    Karl-Marx-Straße 20 HH
    Karl-Marx-Straße 97-99 - Alte Post
    Neuköllnische Allee 33/ Grenzallee
    Pflügerstraße 12
    Reuterstraße 41
    Reuterstraße 42
    Reuterstraße 45
    Richardplatz 8
    Wederstraße 50
    Wederstraße 58/60
    Wederstraße 96
    Weisestrasse 47
    Werra-Block
    Weserstraße39
    Wissmannstraße 19 SF
    Wissmannstraße 30
    Wissmannstraße 31 – 42
    Pankow
    Stille Straße 10
    Prenzlauer Berg
    Christburger Straße 21
    Christburger Straße 31
    Christinenstraße 14
    Christinenstraße 15
    Christinenstraße 33
    Cotheniusstraße16
    Dunckerstraße 21
    Dunckerstraße 74
    Dunckerstraße14
    Dunckerstraße15
    Kastanienallee 71
    Kastanienallee 77
    Kastanienallee 85
    Kastanienallee 86
    Kollwitzstraße 89
    Kollwitzstraße64
    Kremmenerstraße 9-11 - Kirche von Unten
    Landsberger Allee 54 - Kunsthaus LA 54 / vilLA54
    Lottumstraße 10a
    Lottumstraße 26
    Lottumstraße 7 / Christinenstraße 35
    Lottumstraße 7/Christinenstraße 35
    Lottumstraße 9/10
    Lychener Straße 60
    Lychener Straße 61
    Oderberger Straße 46
    Raumerstraße 33
    Rykestraße 27
    Schliemannstraße 10
    Schliemannstraße 16
    Schliemannstraße 27
    Schliemannstraße 39
    Schliemannstraße 40
    Schliemannstraße 42
    Schliemannstraße 43
    Schönhauser Allee 177 B
    Schönhauser Allee 20/21
    Schönhauser Allee 5
    Schwedter Straße - Laster und Hänger Wagenplatz
    Sredzkistraße 36
    Reinickendorf
    Jugendzentrum Märkisches Viertel
    Ollenhauerstraße 33
    Rummelsburg
    Rummelsburger Landstraße - Bootsschuppen
    Schöneberg
    Blumenthalstraße 13
    Blumenthalstraße 14
    Blumenthalstraße 15
    Bülowstraße 52
    Bülowstraße 54 - Schato Pillenknick
    Bülowstraße 55 - Cafe Instant / Punkerhaus / Tuntenhaus
    Bülowstraße 89
    Bülowstraße 55 - Tuntenhaus
    Demo „Sturm auf das Rathaus“ 25.06.1981
    Dennewitzstraße 24a
    Drugstore
    Ebersstraße 84 - Arbeitslosenladen
    Eisenacher Straße 103 HH
    Eisenacher Straße 2
    Frankenstraße 7
    Frobenstraße10 - Villa Vollmond
    Goebenstraße 7
    Goebenstraße 8
    Goltzstraße 30
    Gotenstraße 14
    Gotenstraße 19
    Hand-Drugstore
    Kaiser Wilhelm Platz 9
    Kaiser-Wilhelm-Platz 5
    Kurmärkische Straße 10
    Maaßenstraße 11
    Maaßenstraße 13
    Maaßenstraße 15
    Mansteinstraße 10 - Rote Insel
    Passauerstraße 37a
    Pohlstraße 59
    Pohlstraße 61
    Pohlstraße 89
    Potsdamer Straße 130
    Potsdamer Straße 139
    Potsdamer Straße 157
    Potsdamer Straße 159
    Potsdamer Straße 161
    Schöneberger Jungarbeiter- und Schülerzentrum (SJSZ)
    Schöneberger Jungarbeiter- und Schülerzentrum SJSZ
    Schwerinstraße 14 - Sigurd-Debus-Haus
    Steinmetzstraße 21
    Steinmetzstraße 22
    Vorbergstraße 10
    Winterfeldtstraße 20
    Winterfeldtstraße 22
    Winterfeldtstraße 24
    Winterfeldtstraße 25
    Winterfeldtstraße 31
    Winterfeldtstraße 35
    Winterfeldtstraße 36
    Winterfeldtstraße 37
    Winterfeldtstraße 38

    Spandau

    Breite Straße 71a
    Klubhaus Falkenhagener Feld
    Kolk 8
    Möllentordamm 2
    Möllentordamm 9
    Platzbesetzung Spandauer Forst
    Streitstraße 22

    Steglitz

    Birkbuschstraße 15
    Goerzallee 5
    Odenwaldstraße / Stubenrauchstraße
    Paulsenstraße 44

    Tempelhof

    Schönburgstraße 11
    UFA-Fabrik

    Tiergarten

    Derfflingerstraße 21
    Jugendzentrum Tiergarten
    Körnerstraße 17
    Lennestraße - Kubat-Dreieck
    Lützowstraße 2-6 Fabrik
    Thomas-Dehler-Straße 46
    Wilsnacker Straße 15

    Treptow

    Kleingartenanlage Beermannstraße 24
    Puschkinallee 52
    Schlesischer Busch/Puschkinallee - Wagenplatz Lohmühle
    Schwarzer Kanal
    Wagenburg Lohmühle

    Wannsee

    Am Kleinen Wannsee 12
    Am kleinen Wannsee 20

    Wedding

    Badstraße 30
    Biesenthalerstraße 4
    Buttmannstraße 16
    Buttmannstraße 18
    Buttmannstraße 19 - Guido-Weitz-Haus
    Drontheimer Straße 12
    Groningerstraße 50
    Hussitenstraße 45
    Koloniestraße 30
    Liebenwalder Straße 39
    Nordufer 28
    Prinzenallee 58
    Putte
    Schrippenkirche (Ackerstraße 52)
    Schulstraße 7 Cafe
    Schulstraße 8
    Stettiner Straße 40
    Sylterstraße 4
    Willdenowstraße 15

    Weißensee

    Falkenberger Straße 183
    Heinersdorfer Straße 11

    Wilmersdorf

    Gieseler Straße 14/15
    Saßnitzerstraße 9
    Sigmaringerstraße 31

    Wittenau

    Hermsdorfer Straße 4

    Zehlendorf

    Alemannenstraße 10
    An der Rehwiese 4
    Claaszeile
    Holstweg 29
    Kaunstraße 20
    Kleinaustraße 15
    Königstraße 28
    Limastraße 29 - Mutesius Villa
    Miquelstraße 49/51
    Quermatenweg 2-4
    Schulstraße 3
    Sophie-Charlotte-Straße 25 - Villa Lotta
    Sven Hedin Straße 44

    P.S. Le groupe krautrock Grobschnitt a traité le sujet des cochons d’espace dans une perspective davantage écologiste.

    Schweine im Weltall, Grobschnitt,, Razzia, 1982
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=nkSpxj1-Gsg

    Grobschnitt
    ▻https://de.wikipedia.org/wiki/Grobschnitt

    Grobschnitt ist eine deutsche Rockband, die von 1970 bis 1989 und von 2006 bis 2012 in verschiedenen Formationen bestand. Seit 2019 ist Grobschnitt wieder in einer kleinen Besetzung aktiv.

    Prima Klima, die Band
    ▻http://www.ichwillspass.de/ndw/bands/prima.htm

    Bandmitglieder 1980-1982:

    Bruno Ferrari (voc)
    Conny Göckel (key)
    Kurt Heckenberg (b)
    Sid Gautama (dr)
    Rainer Konstantin (git)

    Bandmitglieder 1983:

    Uwe Heyder (voc)
    Conny Göckel (key)
    Matthias von Tippelskirch (sax)
    Owuso Buafo (b)
    Hans Schumann (dr)
    Bernhard Potschka (git)

    Fakten, Fakten, Fakten

    1980 gründete Gitarrist Rainer Konstantin die Band Prima Klima in Berlin. Seine Mitstreiter waren der Schweizer Sänger Bruno Ferrari (früher Brutto/Netto), der damals an einer Opernschule studierte und Keyboarder Conny Göckel. Dazu kamen Sid Gautama am Schlagzeug und Kurt Herkenberg (Interzone) am Bass.

    In dieser Besetzung konnte Prima Klima 1981 den Nachwuchswettbewerb des Berliner Senats gewinnen. Im Spliff Tonstudio entstand kurz darauf ihre gleichnamige Debüt-LP mit 12 Titeln, die als „Heiße Tanzmusik aus einem umgebauten Tiefkühlraum“ angepriesen wurde, aber wenig innovativen, dafür gut produzierten Deutsch-Rock enthielt. Zusammen mit Spliff, Extrabreit und Interzone waren Prima Klima bei der ersten Levis Rocktour und der gleichnamigen, überaus erfolgreichen Sampler-LP dabei.

    Nach der Tour trennen sich die Bandmitglieder auf Grund musikalischer Differenzen, einzig Göckel gab nicht auf und bastelte mit neuer Mannschaft an der Fortsetzung der Bandgeschichte. Die erste Single mit neuer Besetzung „Gewühl im Gefühl“ verkauft sich gut und gilt bis heute als größter Hit der Band. 1983 erschien schließlich die zweite LP „Nie wieder einsam“ sowie zwei weitere Singles.

    Der Erfolg blieb aber mässig und so viel die neuformierte Band bereits wieder auseinander – Prima Klima war Geschichte.

    Herkenberg verstarb unter mysteriösen Umständen 1983.

    Achtung: 1993 erschien eine Maxi-CD von Prima Klima mit dem Titel „Frauen“. Diese Gruppe hat mit der NDW-Kapelle nicht zu tun!

    DISKOGRAFIE

    Singles:
    Tango, 1982
    Komm auf meinen Stern, 1982
    Gewühl im Gefühl, 1982
    Nie wieder einsam, 1983
    Das geht nicht, 1983

    LPs:
    Prima Klima, 1981, CBS
    Nie wieder einsam, 1983, CBS

    #télévision #marionettes #Berlin #squats #espace #musique #NDW #Krautrock

  • « Stop à la traque aux pauvres dans le Finistère » : devant le tribunal de Brest, 230 personnes manifestent en soutien aux allocataires du RSA | Le Télégramme
    ▻https://www.letelegramme.fr/finistere/brest-29200/stop-a-la-traque-aux-pauvres-dans-le-finistere-devant-le-tribunal-de-br

    Des allocataires du #RSA ont porté plainte contre le Département du #Finistère pour #harcèlement. L’audience au tribunal a lieu ce lundi. Une manifestation s’est tenue juste avant.

    ▻https://media.letelegramme.fr/api/v1/images/view/6a30067bcf841ad37c0cdda1/web_golden_xxl/6a30067bcf841ad37c0cdda1.1
    Plus de 200 personnes ont répondu, ce lundi devant le tribunal de Brest, à l’appel à manifester contre la politique RSA du Département du Finistère. (Photo David Cormier/Le Télégramme)

    « Stop à la traque aux pauvres dans le Finistère. » Environ 230 personnes se sont rassemblées ce lundi 15 juin 2026, vers midi, devant le tribunal judiciaire de Brest. Elles répondaient à l’appel à manifester contre la politique du département du Finistère concernant les allocataires du revenu de solidarité active (RSA). Elles estiment que le Département harcèle des allocataires afin qu’ils finissent par renoncer à leurs droits.

    #guerre_aux_pauvres et #paywall

    • « Ce n’est pas à la collectivité de subvenir aux besoins de votre enfant » : au tribunal de Brest, le procès du RSA
      ▻https://www.mediapart.fr/journal/france/160626/ce-n-est-pas-la-collectivite-de-subvenir-aux-besoins-de-votre-enfant-au-tr

      Six #allocataires du #RSA attaquaient en justice le président du département du Finistère pour harcèlement moral institutionnel en raison des #contrôles_intensifs auxquels ils sont soumis. Lundi, le procès s’est transformé en bataille de réquisitoires pour ou contre le revenu de solidarité active et ses conditions d’attribution.

      Brest (Finistère).– « En quoi estimez-vous être harcelé ? » La question formulée par le président du tribunal, Christophe Subts, avec une bonhomie presque naïve revient comme un leitmotiv. Elle revêt une importance cruciale pour les six plaignant·es et va constituer le fil rouge de l’audience qui s’est tenue le 15 juin au tribunal judiciaire de Brest jusque très tard dans la soirée.

      Ces six allocataires du RSA (revenu de solidarité active), ainsi que la CGT et la Confédération paysanne, ont formé une citation directe, une procédure accélérée à l’égard de Maël de Calan, président (divers droite) du conseil départemental, et de son ancien directeur des services chargé de l’emploi, de l’insertion et du logement, Romain Chantelot. Ils s’érigent contre les contrôles « humiliants » diligentés par le département pour les bénéficiaires du RSA dans le Finistère, qui constituent selon eux un « harcèlement moral institutionnel » de la part des deux pilotes de la politique du département en matière sociale.

      Les réponses des allocataires sont livrées la gorge serrée, la voix tremblante et les yeux embués. Tous et toutes racontent la paralysie face à la surenchère administrative de la cellule de contrôle du département. L’impression de ne jamais pouvoir répondre aux demandes, ni même de se faire entendre par leurs interlocuteurs, ces agent·es toujours anonymes, regrettent-ils.

      Procédure inédite

      L’enjeu est de taille, et inédit. C’est en effet la première fois qu’une telle procédure vise deux personnes et non pas des institutions, comme c’est le cas lorsqu’une contestation est portée au tribunal administratif. L’avocat des plaignant·es entend s’inscrire dans le prolongement de l’arrêt « France Télécom ». En janvier 2025, la Cour de cassation a consacré dans le droit le #harcèlement_moral_institutionnel en condamnant définitivement l’ancien patron de France Télécom, Didier Lombard, et son ex-numéro deux, Louis-Pierre Wenès, dans l’affaire de la vague de suicides survenue dans les années 2000 chez l’opérateur.
      De par son caractère original, la tentation de faire un procès symbolique était forte. Avant l’audience, près d’une centaine de manifestant·es se sont rassemblé·es devant le tribunal en soutien. Sur le carré d’herbe attenant, ils et elles ont dressé des barnums et installé un barbecue d’où émanaient des effluves de merguez.

      À la barre, Maël de Calan est apparu particulièrement confiant ; les remarques du président, souvent sceptique à l’endroit des plaignant·es, le confortant dans ce sens. Vêtu d’un costume bleu marine, il a pénétré dans l’enceinte du palais de justice en faisant des « V » de la victoire alors que surgissaient des huées de la part des manifestant·es.

      Franck Carpentier, avocat des plaignant·es, a insisté sur le caractère systémique de ces contrôles mis en œuvre par une cellule dédiée au sein du département. Cellule qui a visiblement rempli son office puisque, entre 2023 et 2025, le nombre d’allocataires du RSA dans le Finistère est passé de 18 000 à 13 500, soit une baisse de 25 % contre − 3,4 % au niveau national.

      « L’ordre de grandeur interpelle. Les contrôles sont massifs et exclusifs », estime l’avocat, qui dénonce une « mécanique qui se met en place ». Et de rappeler que le département « doit accompagner » les allocataires du revenu de solidarité et, « le cas échéant », les sanctionner en cas de défaut de mobilisation ; mais « ne doit pas contrôler par le menu les comptes bancaires ».

      Contrôles acharnés

      L’illustration concrète de ces propos est venue de Vianney Begos, demandeur d’emploi de 30 ans. Comme pour chacun·e des plaignant·es, il a dû prouver qu’il ne dissimulait pas de revenus complémentaires, ce que le département affirme. Ainsi, il raconte comment la cellule de contrôle s’est échinée à lui réclamer des documents inexistants, « comme des relevés bancaires sur une année pour une banque dont je n’ai été client que six mois ». Faute de pouvoir les fournir, il a été radié plusieurs mois.

      L’homme a tenté de monter une entreprise de dépannage informatique. Mais elle a périclité, car son handicap l’empêche d’occuper « un travail classique ». Son handicap n’étant pas reconnu comme tel, il ne peut toutefois pas toucher l’allocation aux adultes handicapés. Il a souffert de dépression et a été contraint de retourner vivre chez ses parents, qu’il a aidés dans leur ferme.

      « Mais ne croyez-vous pas qu’il est normal d’être contrôlé si vous touchez le RSA en ayant une entreprise ? », interroge le président. Le plaignant, facilement déstabilisé, réplique que les contrôles ont surtout consisté à vérifier la provenance de « sommes modiques », des virements de ses proches de « 35 ou 80 euros » pour son anniversaire. Et à devoir les justifier par des attestations manuscrites, accompagnées des pièces d’identité des donateurs « alors qu’il y a leur nom » sur les relevés. Rien qui semble choquer le président.

      De fait, l’audience dérive de manière insidieuse sur la légitimité ou non des plaignant·es à percevoir le RSA. Pierre Dauly témoigne à son tour de son parcours. Charpentier (« beau métier », commente [jaloux ?] le président ), il ne peut pas occuper un emploi à temps plein depuis une chute de 7 mètres sur un chantier au début de sa carrière, il y a plus de quinze ans. L’homme anime des ateliers de menuiserie. « Le BTP est un milieu dur, on y pousse à la tâche, explique-t-il. Là, j’ai trouvé une manière de travailler pour me préserver. » Il poursuit : « J’ai des raisons d’être au RSA, je ne suis pas Superman qui peut faire quarante heures par semaine. »

      Des explications qui ne convainquent guère l’avocate des prévenus, Me Stéphanie Zaks. « Vous êtes sur un des métiers les plus en tension du Finistère ! » Elle lui rappelle par ailleurs qu’il ne respecte pas les termes du contrat d’engagement qui contraint les bénéficiaires du RSA à chercher un emploi de manière active.

      Face au président, il exprime d’une voix forte et assurée son expérience face aux contrôleurs de la cellule dédiée. « Je suis tombé sur des gens serviables et d’autres agressifs, voire infects. Je suis désolé, mais certains m’ont jugé avec des valeurs morales sur mes choix de vie. » Et notamment sur le fait qu’il réside au #squat des Roches blanches, situé à Douarnenez.

      Les deux années de contrôle subies l’ont heurté au point que son médecin lui a prescrit des anxiolytiques et des antidépresseurs pour dompter ses crises d’angoisse récurrentes. « Est-ce un contrôle légitime ? », s’enquiert le président. « Je ne suis pas contre le contrôle mais la manière dont il est fait », répond Pierre Dauly. « C’est intrusif, comme peut l’être un contrôle fiscal », enchaîne le président, confirmant que les deux hommes ne parlent pas la même langue. « On n’est pas obligé de prendre les gens de haut ou d’être infantilisant. Vous ne l’avez pas vécu », rétorque le plaignant sans jamais se démonter.

      Pierre Dauly rapporte aussi que les contrôleurs, « qui se prennent pour des espions », n’hésitent pas à mener une enquête sur Internet pour trouver des éléments à charge contre les personnes dont ils gèrent le cas. « Je l’ai mal vécu, j’ai trouvé cela intrusif. » Le président rétorque : « Un trafiquant de stupéfiants, on regarde sur les réseaux s’il arbore des liasses de billets. » « C’est de l’acharnement », reprend le plaignant. Le juge persiste, faussement candide : « L’imagination des fraudeurs peut être impressionnante… »

      Deux visions de la société

      De quoi agacer l’avocat des plaignant·es. « Mes clients sont présentés comme des marginaux, qui font le choix de la paupérisation, qui vivent par l’assistanat, car ils font le choix d’entreprendre pour ne pas être sous le salariat », recadre Me Franck Carpentier.

      Car ce sont bien deux visions du monde qui se sont affrontées tout au long de l’audience qui s’est étirée de 15 heures à plus de 1 heure du matin. Celui dans lequel Maël de Calan et son numéro deux travaillent « douze à quatorze heures par jour », au service, notamment, des bénéficiaires du RSA, dixit leur avocate. Et cet autre monde où les parties civiles n’auraient pas fait les bons choix de vie. Si rien n’a été verbalisé clairement, il y a eu pléthore d’insinuations. Comme le fait que deux des plaignantes soient #diplômées du supérieur et ont choisi une voie jugée plus hasardeuse et moins rentable, celle de l’agriculture.

      Jeanne Degude, exploitante agricole – qui explique ne pas faire du RSA « un projet de vie » –, s’est vu reprocher par le président, puis par l’avocate des deux prévenus, de ne pas réclamer de pension alimentaire au père de son enfant dont elle est séparée. « Ce n’est pas à la collectivité de subvenir aux besoins de votre enfant », tranche le président. Des propos « humiliants », répond la plaignante.
      Cécile Weyer, agricultrice de 39 ans, a dû quant à elle se justifier à propos de sa séparation. L’avocate des prévenus lui a demandé si elle n’aurait pas déclaré sa rupture à tort alors que le nom de son ex figurerait encore sur sa boîte aux lettres. La jeune femme dément en bloc et explique alors que la présomption de conjugalité repose sur le fait qu’elle utilise encore leur compte joint sur lequel elle est à découvert, et qu’elle ne peut donc pas clore.
      Très marquée par la situation, elle confie avoir eu des « pensées suicidaires » face à ces contrôles. « J’ai eu envie d’en finir, je me sentais humiliée. J’ai 39 ans et je dois demander à ma sœur de m’acheter des protections hygiéniques parce que je ne peux pas le faire, détaille-t-elle, la gorge nouée. Je suis suivie par un psychiatre et sous traitement. Cela me tient en vie avec mon entourage… » Là encore, on lui demande pourquoi elle ne s’oriente pas vers un #emploi salarié.

      Le département dénonce un procès politique

      De son côté, Maël de Calan et sa défense n’ont cessé de mobiliser tout le champ lexical du mensonge, de la manipulation. Pour Me Stéphanie Zaks par exemple, ce procès relève du « coup de com’ politique ». Une manœuvre pour affaiblir la loi « pour le plein emploi » qui institue quinze heures de #travail hebdomadaire pour les allocataires du RSA.
      Avec beaucoup de solennité, le président du département assure aussi que ce procès vise à lui nuire sur le plan politique. « Cette citation n’est ni faite ni à faire. Elle a été bâclée dans le contexte des élections municipales pour faire polémique à temps », fait-il valoir. Maël de Calan ne retient pas ses coups et fustige nommément des plaignant·es qui ne sont pas pour lui des « allocataires lambda ».
      Il martèle que quatre plaignant·es seraient des militant·es « d’extrême gauche », un motif de décrédibilisation de leur démarche à ses yeux. Il en veut pour preuve le soutien de certain·es d’entre eux à des candidat·es LFI lors des élections. Il questionne aussi leur appartenance au syndicat agricole classé à gauche, la Confédération paysanne.
      Maël de Calan assure payer le fait d’avoir mis au jour « un système », à savoir la volonté de ces plaignant·es de rester travailleurs et travailleuses indépendantes pour éviter de se plier aux contraintes du salariat – seul horizon enviable selon lui, semble-t-il. Et son avocate n’a cessé d’expliquer que les plaignant·es n’ont pas déclaré d’importantes sommes d’aides familiales et qu’ils ont donc fraudé. Les prévenus évoquent aussi la trentaine de cas évoqués par la CGT en soutien à la plainte, qui, selon le département, cumuleraient « 240 000 euros non déclarés, et 40 000 euros de RSA à rembourser .

      Le tribunal s’est aussi transformé en longue tribune en faveur de la politique de solidarité, d’insertion et d’emploi. Au point que le président s’impatiente alors que les 22 heures approchent : « Il ne reste pas les merguez de la CGT ? Je commence à avoir faim. »

      Les huit témoins cités par les prévenus – dont certains travaillent pour le département – ont tous couvert de louanges la politique menée par Maël de Calan et ses résultats, dont lui-même se gargarise. L’élu se vante notamment d’avoir débloqué une enveloppe de 10 millions sur cinq ans pour sa politique d’insertion, détournant les débats de la question centrale, à savoir le caractère harcelant des contrôles.

      En fin de soirée, le procureur a indiqué s’en « remettre à la sagesse du président », comme la procédure en citation directe le lui permet. Maël de Calan a demandé que la CGT soit condamnée à 10 000 euros de dommages-intérêts pour procédure abusive. Dans la soirée, un communiqué des services de Maël de Calan a été envoyé à la presse pour donner sa vision des débats du jour. Son titre : « Le département démontre l’absence de tout harcèlement, la CGT rend des comptes »_. Le tribunal rendra sa décision le 7 septembre.

      Et la question se posera de faire appel, si on en croit ce cr.

      edit
      un extrait de Ration
      ▻https://www.liberation.fr/economie/social/harcelement-moral-contre-proces-politique-au-tribunal-le-dialogue-de-sour

      l’avocate de la défense [des responsables départementaux] plonge dans les dossiers, en quête de failles et de mensonges. Elle leur fait aussi confirmer, quand elle en a trouvé un, leur engagement politique, associatif ou syndical.

      Face à Vianney Begos, elle détache ses mots pour dire qu’il a été trouvé des montants « très importants » sur son compte courant : 1 300 euros. Il répond : « C’est le peu de RSA que j’avais mis de côté et des sommes reçues de ma famille. »

      tête à claques veut « étendre la méthode finistérienne au plan national »


      Maël de Calan, président du conseil départemental du Finistère
      Procès du RSA dans le Finistère : « C’est du harcèlement, ça ? »
      ▻https://www.letelegramme.fr/bretagne/proces-du-rsa-a-brest-cest-du-harcelement-ca-7064602.php

      #l'emploi_c'est_la_loi #travailleurs_indépendants #justice #notables_de_l'insertion #loi_pour_le_plein_emploi #plein_emploi

  • Marseille : quelques bonnes nouvelles judiciaires des squats
    ▻https://fr.squat.net/2026/04/02/marseille-quelques-bonnes-nouvelles

    D’après la formulation de la loi, le délit de « maintien » ne pourrait être qu’« à la suite de l’introduction ». L’avocate a donc plaidé qu’une personne ne peut pas être condamnée pour s’être maintenue s’il n’est pas prouvé par ailleurs qu’elle s’était introduite dans le logement à l’aide de manœuvres etc. C’est à l’accusation de démontrer que la personne interpelée dans le squat est bien celle qui a réalisé les manoeuvres ou voies de fait (1) pour s’introduire, comme par exemple casser la serrure de la porte ou briser une fenêtre. On dirait donc que ça vaut le coup de faire gaffe aux traces d’effraction et autres traces matérielles qui pourraient constituer des preuves de ces fameuses voies de fait, manœuvres. Dans la même idée, il serait possible de tenter un axe de défense consistant à dire qu’on vient d’emménager dans un squat ouvert depuis longtemps et qu’on n’a donc pas pu participer de près ou de loin à la première introduction.

    #squat #loi_Kasbarian #justice #logement

  • Squats : bientôt impossible d’ouvrir un contrat d’énergie sans preuve d’occupation ?
    ▻https://lcp.fr/actualites/squats-bientot-impossible-d-ouvrir-un-contrat-d-energie-sans-preuve-d-occupation

    En 2022, 6 000 occupations illicites de logements et de locaux ont été recensées en France. Pour mieux lutter contre ce phénomène de « #squat », le groupe Horizons présente à l’occasion de sa niche parlementaire qui aura lieu le 9 avril prochain, une proposition de loi afin de conditionner la souscription d’un contrat d’énergie à un justificatif d’occupation des lieux.

    Bien que non quantifiée, il s’agirait d’une pratique courante. Des squatteurs contactent le fournisseur d’énergie de l’habitation qu’ils occupent illégalement pour faire basculer le contrat d’électricité ou de gaz à leur nom. Ce qui aurait pour conséquence de compliquer l’intervention publique et de rallonger d’autant les procédures d’expulsion auxquelles les contrevenants s’exposent.

    [...]

    Egalement à la manoeuvre [pour prolonger la loi Kasbarian] face à ce phénomène, le gouvernement compte aller plus loin. Le projet de loi « Ripost », qui vient d’être présenté par le ministre de l’Intérieur Laurent Nuñez, vise à s’attaquer à un angle mort du dispositif « anti-squat », en ciblant les occupants qui se sont introduits légalement dans un logement grâce à la signature d’un bail de location de courte durée ou via une procédure spécifique aux meublés de tourisme.

    L’obligation d’intenter un procès pour obtenir l’expulsion dès lors qu’existe une preuve de domiciliation n’est pas toujours respectée. Ce serait encore plus simple si cette entrave était rompue.

    #logement #expulsion #propriété_privée

  • Save Prosfygika !@0
    ▻https://radioblackout.org/2026/01/save-prosfygika

    Oggi abbiamo ascoltato, dalla voce di due compagnx che ci vivono, il racconto della situazione della comunità di Prosfygika, che comprende 8 blocchi di abitazioni occupate nel centro di #atene. In questo spazio liberato, la comunità sta costruendo da 15 anni una controproposta al mondo irrazionale di oggi, promuovendo uno stile di vita comunitario basato […]

    #L'informazione_di_Blackout #grecia #occupazione #repressione #squat
    ▻https://radioblackout.org/wp-content/uploads/2026/01/prosfygika.mp3

  • A Lyon, la mort de quatre personnes dans le sous-sol d’un immeuble met en lumière la précarisation d’un quartier
    ▻https://www.lemonde.fr/societe/article/2025/10/21/a-lyon-la-mort-de-quatre-personnes-dans-le-sous-sol-d-un-immeuble-met-en-lum


    Les pompiers interviennent sur les lieux après un incendie dans un immeuble résidentiel à Lyon, le 20 octobre 2025. JEAN-PHILIPPE KSIAZEK/AFP

    Les occupants de l’immeuble de logements sociaux dénoncent l’inexorable dégradation de leur quotidien, alors que quatre personnes sans domicile fixe ont trouvé la mort, dans la nuit de dimanche à lundi, dans les caves qu’elles squattaient.

    La mort de deux femmes et deux hommes sans domicile fixe, âgés de 29 à 50 ans, dans le sous-sol d’un immeuble de 10 étages, dans le 3e arrondissement de Lyon, dit beaucoup de la dégradation du tissu social sous l’effet de la #précarisation. Les quatre victimes ont été asphyxiées par les fumées toxiques d’un incendie qui s’est déclaré dans la nuit de dimanche à lundi 20 octobre, dans une cave du 245, rue André-Philip. La cause du sinistre n’a pas été officiellement établie. Sous réserve des expertises à venir, le feu a pris à partir d’une cuisinière, installée dans un réduit transformé en #logement de fortune que les deux couples venaient d’investir.

    « J’ai entendu l’alarme retentir vers 5 heures et demie du matin. Elle sonne souvent pour rien, la dernière fois c’était samedi. Mais j’ai tout de suite senti la fumée, je suis descendue et j’ai vu les pompiers qui essayaient de ranimer les gens », raconte Chrystel Clavelli, 56 ans, résidente du 7e étage. L’incendie lui rappelle un autre mauvais souvenir. En décembre 2021, les fumées d’un feu en sous-sol s’étaient propagées dans les étages par les gaines techniques. « Dans le couloir, je ne voyais pas mon voisin tellement il y avait de la fumée », rapporte-t-elle. A l’époque, tous les habitants avaient été évacués en catastrophe, sans victime.

    Cette fois, le feu a tué sous leurs pieds, et les occupants sont sous le choc, en colère aussi. « Je ne suis même pas surprise, c’est triste à dire, les squatteurs avaient provoqué le feu en 2021, l’histoire se répète aujourd’hui, on se sent complètement abandonnés », insiste Chrystel Clavelli. Selon plusieurs locataires, deux couples venaient de s’installer dans le sous-sol, depuis une semaine environ, et la situation était signalée. Ce que confirme ICF Habitat, bailleur de l’immeuble. « Une occupation illicite des caves de l’immeuble a été constatée récemment. Un constat d’huissier a été établi et une plainte a été déposée auprès des services de police le 16 octobre », affirme la filière immobilière de la SNCF dans un communiqué.

    Appartements vides

    Lundi soir, des locataires se sont regroupés au pied de l’immeuble, pour refaire le récit de la nuit et exprimer leur désarroi. Ils ont raconté leur quotidien intranquille. Les portes forcées, les squatteurs d’un soir, les détritus dans les escaliers, le chauffage qui tombe en panne, l’eau chaude coupée sans prévenir. Le sol et les murs sont entretenus, les boîtes aux lettres restent en bon état. Pour les résidents, derrière ces apparences, la vie quotidienne se dégrade.

    « En quelques années, nous avons vu les choses aller de plus en plus mal, le #bailleur ne nous écoute pas, on a l’impression qu’il laisse l’immeuble dériver », dit Lionel Bagu, 57 ans, projectionniste. Dans son couloir, plusieurs portes en fer ont été fixées à l’entrée des appartements vides, pour dissuader les squatteurs d’y pénétrer. Locataire depuis vingt-sept ans, Lionel Bagu a la nostalgie du précédent bailleur. Inauguré par Louis Pradel, maire (divers droite) de Lyon de 1957 à 1976, l’immeuble était à l’origine une maison de retraite, progressivement transformée en immeuble à vocation sociale, constitué d’appartements d’environ 30 mètres carrés, pour un loyer de l’ordre de 300 euros, dans lequel subsistent un restaurant solidaire et des cuisines du centre communal d’action sociale.

    Virginie Argoud, 46 ans, a aussi vu le changement d’ambiance dans l’immeuble, depuis les fenêtres de sa résidence privée, située juste en face. « Du temps de la maison de retraite, c’était très calme, quand c’est devenu locatif, un gardien est resté un certain temps, puis il est parti, et là on a vu les choses changer », témoigne la quadragénaire. Pour elle, la situation de l’immeuble reflète celle du quartier. « C’était un quartier très populaire qui fonctionnait très bien, les gens se respectaient dans leurs différences. Depuis trois ans, c’est une “cata” », constate-t-elle.

    Un squat connu

    Sophia Popoff partage le diagnostic. « Nous voyons s’aggraver les conséquences de la paupérisation de la société », juge l’adjointe au maire de Lyon (Les Ecologistes), chargée du logement et de l’hébergement d’urgence. L’élue liste les causes cumulées : baisse du niveau de vie, blocage du marché du logement, complication du droit au séjour, augmentation des expulsions. Auxquelles il faut ajouter les migrations qui pèsent sur les métropoles. En cinq ans, le nombre de #squats et de #campements illicites est passé de 60 à 80 sur le territoire de la ville de #Lyon, soit une hausse de 25 %, selon une source municipale.

    Située entre le quartier d’affaires de la Part-Dieu et le quartier cosmopolite de la Guillotière, l’adresse de la rue André-Philip devenait un squat connu parmi les populations marginalisées en quête de toit. Dans une cour latérale, une rampe, cachée par un bouleau et un rosier, donne accès directement aux caves. Au bout du couloir, sous un plafond de tuyauteries, plusieurs portes donnent sur des cagibis aménagés en logements miséreux. Il reste des lits, un frigo, de la vaisselle sur des étagères, des chaussures, et, au bout à gauche, le lieu du drame, pétrifié dans la suie.

    #logements_vides #pauvreté #hébergement_d'urgence

  • The World Turned Upside Down [Digger’s Song]
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=PCXnol8NGbg

    In #1649, to St. George’s Hill,

    A ragged band they called the #Diggers came to show the people’s will.
    They defied the landlords, they defied the laws,
    They were the dispossessed reclaiming what was theirs.

    “We come in peace, to dig and sow.
    We come to work the land in common and to make the wastelands grow.
    This earth divided we will make whole
    So it will be a common treasury for all.”

    “We work we eat together -we need no swords.
    We will not bow to the masters nor pay rent unto the lords.
    We are free; though we are poor.
    Ye Diggers all stand up for glory, stand up now.”

    “The sin of property we do disdain.
    No man has any right to buy or sell this Earth for private gain
    By theft and murder, they took the land.
    Now everywhere the walls spring up at their command.”

    “They make the laws to chain us well.
    The clergy dazzle us with heaven and they damn us into hell.
    We will not worship the god they serve,
    The god of greed who feeds the rich while poor folk starve.”

    From the men of property the orders came.
    They sent the hired men and the troopers to wipe out the Diggers’ claim.
    Tear down their cottages, destroy their corn.
    They were dispersed only the vision lingers on.

    Ye poor take courage.Ye rich take care!
    This earth was made a common treasury for everyone to share:
    All things in common, all people one,
    They came in peace, the orders came to cut them down.

    ▻https://www.antiwarsongs.org/canzone.php?id=7598&lang=it

    Bêcheux

    Les Bêcheux, ou Piocheurs (Diggers en anglais), sont une faction protestante de la #Première_Révolution_anglaise, fondée en 1649 par #Gerrard_Winstanley. Se faisant appeler #Vrais_Niveleurs à leurs débuts (#True_Levellers), le public finit par les baptiser « Bêcheux », Diggers, en raison du mode de vie qu’ils prônaient. Il s’agit du plus ancien collectif de #squatteurs connu à ce jour et considéré comme un des précurseurs de l’#anarchisme moderne[1].

    ▻https://fr.wikipedia.org/wiki/B%C3%AAcheux

    #Leon_Rosselson #Bêcheux #Piocheurs
    #chanson #musique

  • BESETZT! Arena St. Marx 1976 – Erinnerungen | Redaktion Österreichisches Pressebüro
    ►https://www.oepb.at/allerlei/besetzt-arena-st-marx-1976.html

    Arena besetzt 1976, Foto: Heinz Riedler, Samlung Wien Museum

    Der Sommer 1976 sollte die Bundeshauptstadt Wien verändern. Am 1. August stürzte die Reichsbrücke ein, anhand dieser ein toter Wiener Linien-Busfahrer zu beklagen war. Im gleichen Zeitraum „besetzten“ zahlreiche Jugendliche, Musik-Freaks und Menschen, die sich für einen Kulturraum, gegen überteuerte Mieten und die Abrissbirne zur Wehr setzen, den alten Schlachthof zu Wien-Simmering in St. Marx. Die Haus-Besetzung „feierte“ somit in Österreich in diesen Tagen ihre Geburtsstunde.

    Das WIEN MUSEUM zeigte dazu bis 12. August 2012 eine diesbezügliche Ausstellung.

    Mit der Besetzung der Arena, dem ehemaligen Auslandschlachthof, startet ein „Happening der 100 Tage“, das Wien aufrüttelt und auch spaltet. Erstmals treten neue politische und gegenkulturelle Bewegungen in den Blickpunkt einer breiten Öffentlichkeit.

    Arena Plakat 1976 Sammlung Wien Museum

    Hier, jetzt und für alle

    „Die Arena-Besetzung war unser 1968, ein anarchischer Freiraum, der Energien und Fantasien freisetzte.“, so ein Aktivist von einst. Gefordert wird ein selbst verwaltetes Kulturzentrum ohne Bevormundung – und zwar „Hier, jetzt und für alle!“. Die Konfrontation ist grundlegend, radikal werden die politischen Verhältnisse in Frage gestellt: Wem gehört die Stadt? Wer bestimmt? Was ist Kultur? In St. Marx werden über drei Monate lang Basisdemokratie und das Konzept einer offenen Gesellschaft erprobt, ehe das Experiment gestoppt und das Areal doch noch geschliffen wird. Wiens damaliger Bürgermeister Leopold Gratz, als auch die Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner sahen sich mit einem – friedlichen – Widerstand aus der Bevölkerung konfrontiert, den die Zweite Republik nach 1945 bis dato noch nicht erlebt hatte.

    „Bei uns hat´s a Sau/viel besser als a Mieter im Gemeindebau.“, raunt ein hemdsärmeliger bärtiger Mann im Zuge eines „Ohne Maulkorb“-ORF-Interviews von 1976 während der Arena-Besetzung. Das staatliche Fernsehen ist zugegen und die ORF-Kameras oftmals in diesen 100 Besetzungs-Tagen vor Ort. Man hatte es sich häuslich und gemütlich gemacht am gesamten Arena-Areal. Es gab sanitäre Anlagen, Schlafräume, Musik-Bühnen, ein Theater und die Aktivisten frönten einem friedlichen Lagerleben.

    Arena Theater 1976, Foto: Burgi und Peter Hirsch, Sammlung Wien Museum

    Bereits vor der Arena-Besetzung kam es in Wien zu Kämpfen gegen eine Stadtpolitik, die Fortschritt mit Abrissbirne und Beton gleichsetzt. Im abgewohnten Spittelberg-Viertel setzen sich Architekten und Intellektuelle, aber auch Jugendliche aus der Subkultur gegen Abriss und Nobelsanierung zur Wehr. Das „Amerlinghaus“ wird besetzt und nach langwierigen Verhandlungen 1978 zum ersten selbst verwalteten Kulturzentrum der Stadt. Der Protest jedoch verschärft sich. Im Burggarten demonstriert man 1980 für „Rasenfreiheit“, Hausbesetzungen folgen. Unter dem Eindruck der Jugendkrawalle von Zürich reagiert die Stadt. Sie gesteht Subventionen für die „neue“ Arena im ehemaligen Inlandsschlachthof zu, in Wien-Alsergrund entsteht das WUK/Werkstätten und Kulturhaus, in der Gassergasse ein autonomes Kultur- und Kommunikationszentrum mit Werkstätten, Proberäumen und einer Alternativschule. Dieses wird jedoch nach zwei Jahren wegen Anrainerbeschwerden und Vorwürfen des Drogenmissbrauchs gewaltsam geräumt. Ein Teil der Aktivisten wechselt in den 6. Bezirk und lebt in der Aegidigasse/Spalowskygasse in alternativen Hausgemeinschaften. Auch hier kommt es zu einem gewaltsamen Ende. 1990 wird das Ernst-Kirchweger-Haus in Favoriten besetzt, wo die Forderung nach Selbstverwaltung bis heute Platz gefunden hat.

    Besetztes Amerlinghaus 1975, Foto: Karl Heinz Koller, Sammlung Wien Museum

    Zahlreiche Plakate und Flugblätter, sowie eine Vielzahl an Fotos – die umfangreiche Chronik des Arena-Sommers, dokumentiert von Peter Hirsch/Arena-Photogruppe – und Fernseh-Dokumentationen finden in der Ausstellung ihren Niederschlag für die Nachwelt. Manche Aktivisten und Künstler von einst, die damals am Beginn ihrer Laufbahn und Karriere standen, werden sich anhand der Veröffentlichungen wieder finden. Besetzer und Politiker, entweder vor Ort oder im Zuge von öffentlichen Anhörungen, kommen zu Wort und der geneigte Besucher kann sich selbst ein leb- und leibhaftiges Bild darüber machen, wie das damals abgelaufen ist. Am Ende gewinnt immer die Staatsmacht, dies ist selbst heute noch unbestritten. Dennoch wird es immer wieder Menschen geben, die teilweise friedlich, ihren Träumen, Plänen und Zielen vehement Nachdruck verleihen werden.

    ARENA Wien heute (2025)
    ▻https://arena.wien

    Zur Geschichte der Arena Wien
    ▻https://magazin.wienmuseum.at/zur-geschichte-der-arena-wien

    Zur Geschichte der Arena Wien

    16.9.2024 von Constanze C. Czutta - Dass die „Arena Wien“ einst Teil eines Schlachthofes war, ist bekannt. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass in St. Marx ein Schlachthof gebaut wurde? Und wie kam es zur Besetzung 1976? Ein historischer Rückblick – vom Schlachthauszwang bis zum Denkmalschutz.

    Wien zählt seit kurzem wieder zwei Millionen Einwohner:innen. Das letzte Mal, dass die Bevölkerungsdichte diesen Höhepunkt erreichte, war um 1900. Im 19. Jahrhundert zogen, durch die rasanten baulichen Entwicklungen in der Stadt, zahlreiche Arbeiter:innen aus allen Ecken der Monarchie nach Wien und schufen u.a. die Prachtbauten und -straßen der kaiserlichen Residenzstadt, obwohl sie selbst in bitterer Armut leben mussten.

    Mit dem Bevölkerungswachstum änderten sich auch die Anforderungen an die tägliche Versorgung. Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war deutlich geworden, dass die bestehende Infrastruktur für die schnell wachsende Stadt nicht mehr ausreicht und außerdem veraltet war. Die industrielle Entwicklung war zwar schon seit langem im Gange, doch Wien wurde zu einem großen Teil noch immer von Gemüsebauern, Handwerksbetrieben und Fleischern mit privaten Schlachtstätten in Innenhöfen oder an Brücken versorgt. Die Tiere kamen aus den Kronländern und wurden in der Stadt auf öffentlichen Straßen zu den Fleischhauern getrieben. Die Stadt suchte nach zeitgemäßen Lösungen und fand sie in anderen europäischen Großstädten, vor allem Paris.

    Dort hatte Napoleon in kurzer Zeit fünf große Schlachthöfe nach bewährtem französischen System erbauen lassen. Neu war daran der sogenannte Schlachthauszwang per Gesetz, der das Schlachten außerhalb der städtischen Schlachtanlagen verbot. Ein Schritt zu mehr Hygiene in der Stadt war damit getan.

    Der erste Schlachthof in St. Marx an der Viehmarktgasse, um 1848. Der Weg am linken Bildrand ist die heutige Schlachthausgasse. Quelle: Faksimile einer Druckgrafik, Mitte des 19. Jahrhunderts, Privatarchiv

    Nach umfangreichen Studienreisen ließ das Wiener Stadtbauamt 1848 zwei für Wien neuartige Schlachthofanlagen errichten. Eine in Gumpendorf und eine in St. Marx am östlichen Stadtrand. Der rege Reise- und Handelsverkehr führte dort seit der Antike über die spätere Simmeringer Hauptstraße, die Landstraßer Hauptstraße und den Rennweg und wurde zur Kontrolle und Mautabgabe an den Stadtgrenzen gebündelt. Das St. Marxer Tor war die östliche Einlassstelle und entwickelte sich von einer mittelalterlichen Kapelle (St. Markus) mit Siechenhaus zum späteren Bürgerspital. Im 18. und im beginnenden 19. Jahrhundert entstanden neben den Versorgungseinrichtungen Viehstände samt Schlachtstätte.

    Bürgerspital und Versorgungshaus am St. Marxer Tor, 1835. Quelle: Carl Graf Vasquez (Herausgeber): „Kais. Königl. Polizey Bezirk Landstrasse: bestehend aus den Vorstädten Landstrasse, Erdberg und Weissgärber nebst 14 Ansichten der vorzüglichsten Gebäude von Carl Graf Vasquez“, um 1835, Wien Museum Inv.-Nr. 19436/4

    Der erste Schlachthof in St. Marx an der Viehmarktgasse, um 1848, Ansichtskarte, um 1898, Wien Museum Inv.-Nr. 179991

    Die Anhöhe bot viel Platz und Durchlüftung und ließ das unliebsame Gewerbe an den Rand der Stadt und der Gesellschaft verschwinden.

    Zentralviehmarkt-Anlage, 1910 - Quelle: Paul, Martin. Technischer Führer durch Wien. Wien, 1910

    Die Stadt baute weitere Schlachthäuser, da auch in Österreich der Schlachthauszwang eingeführt wurde. St. Marx wurde mehrmals stark erweitert und entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zum größten Schlachthof und Viehmarkt Europas, dem St. Marxer Central-Viehmarkt mit Platz für zigtausende Tiere. Und eine Brauerei. Doch auch dieser gigantische Versorgungskomplex reichte nicht aus und am untersten Ende des Zentralviehmarktes, am heutigen Franzosengraben, wurde der Bau einer neuen Schweineschlachtstätte geplant.

    Der Bauplatz des neuen Schweineschlachthauses, dessen denkmalgeschützte Reste die heutige Arena bilden, befindet sich in einem ehemaligen Überschwemmungsgebiet, das erst dauerhaft bebaut werden konnte, als die Donauregulierung 1884 abgeschlossen war. Jahrhundertelang formte das Wasser dort Flüsse, Bäche und Inseln, die zum Teil als Kuhweiden benutzt wurden. Die Arena war sozusagen mal eine Insel.

    Das neu errichtete neue städtische Schweineschlachthaus an der Baumgasse, 1910. Quelle: Die Gemeindeverwaltung des Reichgaues Wien. Wien, 1910

    Nach Jahren des Verhandelns und Planens wurde das neue städtische Schweineschlachthaus 1908-10 unter der Leitung des Bauingenieurs Max Fiebiger auf aufgeschüttetem Terrain errichtet. Die hinteren Hallen (Stallungen, Schlachthallen, Darmwäscherei) bestanden nur bis Ende der 1970er Jahre. In der angrenzenden Durchfahrt konnten die Schweinehälften in Autos verladen oder weiter in die beiden großen Kühlhallen gebracht werden. Auch die Kühlhallen sind nicht mehr existent und markieren den Platz des heutigen Open Air Geländes.

    Die heutige große Halle beherbergte Kessel- und Maschinenhaus, Werkstätten und Lager. Das Gebäude der Sterilisierungsanstalt, der langgestreckte, niedrige Bau, wo heute die kleine Halle und der Dreiraum weiteren, kleineren Konzerten Platz geben, wurde 1926 um die sogenannte Freibank erweitert.

    Fleisch, das von seuchenverdächtigen oder verunfallten Tieren stammte, musste gesondert behandelt und in ausschließlich dafür vorgesehenen Verkaufsstellen – der Freibank, verkauft werden. Einkommensschwächere, von Armut Betroffene, kauften dort günstiges Fleisch, das genießbar gemacht wurde und nicht mit dem üblichen Schlachtbetrieb in Berührung kommen durfte.

    Trotz hohem technischen und hygienischen Niveau veränderte sich vieles immer schneller, es folgten neue wissenschaftliche Erkenntnisse, neue Gesetze, Adaptierungsmaßnahmen. Bald nach dem Ersten Weltkrieg konnte das neue Schweineschlachthaus nicht mehr mithalten. Vor allem in den USA waren die riesigen, mehrstöckigen Schlachtfabriken, die aus den Handwerker:innen des Fleischergewerbes Arbeiter:innen unterster Klasse machten, durch ihre rationalisierte Fließbandarbeit ein maßgebendes Vorbild für die Industrialisierung der Schlachtung. Fleischimporte wurden billiger.

    Nach der Wiederinstandsetzung des Schlachthauses nach dem Zweiten Weltkrieg gingen Schlachtungen im Allgemeinen so stark zurück, dass viele Schlachthöfe geschlossen wurden. 1997 wurden schließlich auch die Schlachtungen am Zentralviehmarkt beendet. Eine Brache fand hier eine Heimstatt, so entstand durch Umnutzung und Neubebauung Neu Marx.

    Und wie kam es zur Arena-Bewegung? Und was hat sie für den Denkmalschutz geleistet? Was konnte sie für die Jugendkultur und für die Kulturpolitik der Stadt Wien nachhaltig bewirken?

    Wien war in den 1970er Jahren eine konservative, zubetonierte Stadt. Die traditionsreiche Hochkultur wurde nach wie vor gefördert; die Alternativ-, Sub- und Jugendkultur ging leer aus. Feste gesellschaftliche Normen, Arbeitslosigkeit und Chancenlosigkeit lösten Frustration bei der Jugend und unter den Kunst- und Kulturschaffenden aus. In Musik, Literatur, Theater oder bildender Kunst fanden sie ihren Ausdruck. Dafür brauchte es nicht nur Platz in der Gesellschaft, sondern auch einen physischen Ort.

    Als in den Nachkriegsjahrzehnten europaweit zahlreiche Industrieanlagen stillgelegt wurden, boten sich Möglichkeiten an, diese Gebäude zu erhalten und anderweitig zu gebrauchen. In ganz Europa engagierten sich Menschen, die sich für kulturelle Umnutzungen und die Belebung ihrer Stadtteile einsetzten. Manchmal durch Bürger:innenbeteiligung, manchmal leiser, manchmal laut.

    Die Arena-Bewegung geht auf die alternative Kulturinitiative Festwochen Arena zurück. Sie lief parallel zu den Wiener Festwochen bereits 1970. Als die Veranstaltung 1976 bereits zum zweiten Mal im ehemaligen Kontumazmarkt und Seuchenhof an der Döblerhofstraße im Bezirk Landstraße stattfand und man von den Verkaufs- und Abrissplänen durch den Finanz- und Immobilienspekulanten Leopold Böhm, dem Erben der Modekette Schöps, erfuhr, beschlossen die „Arenaut:innen“ spontan zu bleiben. Das Warten, Suchen und Bitten nach einem dauerhaften Platz für Alle von Allen sollte spontan enden.

    Die Gelegenheit war perfekt.

    Besetzung der Arena: „Große Halle“, 29.06.1976, Foto: Heinz Riedler, Wien Museum, Inv.-Nr. 301366/8

    Der Kontumazmarkt und Seuchenhof war 1916-1922 etwas abseits und getrennt von der großen Zentralviehmarkt-Anlage, ebenfalls von Bauingenieur Max Fiebiger, erbaut. Der achtmal größere Kontumazmarkt (Kontumaz = Quarantäne) war für die Beherbergung und Schlachtung von Tieren, die aus seuchenverdächtigen Gebieten kamen, errichtet worden.

    Die Größe des später so genannten Auslandsschlachthofs bot allen Vorstellungen und Bedürfnissen Platz. Im Juni 1976 wurde das gesamte Gelände besetzt und spontan für neue Bedürfnisse adaptiert, nach den Ideen derer, die zur Besetzung geblieben, und jener, die extra zur Hilfe kamen. Innerhalb von drei Monaten entstanden zahlreiche kulturelle und soziale Einrichtungen wie ein Literaturcafé, ein Frauenhaus, Werkstätten, Bühnen, Ateliers, Galerien, eine Volksküche, ein Kinderhaus oder ein Teehaus. Gemeinsam leben, gemeinsam schaffen – so lautete das Motto.

    Besetzung der Arena: Die Kommunikationszentrale, 31.07.1976, Foto: Heinz Riedler, Wien Museum, Inv.-Nr. 301366/173

    Arena: vermutlich „entlaufene Heimkinder“, Foto: Heinz Riedler, Wien Museum, Inv.-Nr. 301366/226

    Auch obdachlose Kinder und Menschen, die aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen waren, wurden aufgenommen und arbeiteten mit. Experimentelle Literatur fand einen Platz, unangepasste bildende Kunst, widerständige Lieder und Revolutionstheater erweiterten und bereicherten das graue Wien. Die Medien berichteten beinahe täglich, und die Bevölkerung spendete Essen, Geld- und Sachleistungen. Konservative sehnten sich allerdings beim Anblick der langhaarigen Unbequemen nach vergangenen Zeiten.

    Abbruch des Arena-Geländes im Herbst 1977, Foto: Heinz Riedler, Inv.Nr. 301366/327

    Das Gelände wurde schließlich im Oktober 76 geräumt und die Gebäude abgerissen. Die Besetzer:innen verstummten dennoch nicht und setzten ihre Demonstrationszüge in der Stadt fort. Die Stadtregierung trat daher in Verhandlungen mit den „Arenaut:innen“, die ihre Forderungen präzise darlegten, was eine fundierte Basis für Gespräche bot. Bevor die Wahl auf das heutige Arena-Gelände fiel, wurden das Schloss Neugebäude und eine Meidlinger Lederfabrik angeboten. Beides wurde von Seiten der „Arenaut:innen“ abgelehnt. Auch das heutige Areal fand zunächst keinen Zuspruch, wurde aber letztlich unter mehreren Bedingungen angenommen.

    Vielleicht das älteste Graffito Wiens (sieht man von Joseph Kyselak ab)? - Quelle: Privat

    Dieses als Inlandsschlachthof bezeichnete ehemalige Schweineschlachthaus befand sich aber in teils nicht betretbarem Zustand. Und die von hunderten BesetzerInnen übriggebliebene Kleingruppe Unerschrockener sollte mit Teilabrissen und Behinderungsaktionen aus dem 1977 übergebenen Schlachthaus vertrieben werden.

    Einer aus der kleinen Gruppe an Besetzer:innen war Dieter Schrage, ein als „Berufsjugendlicher“ bezeichneter deutscher Kulturwissenschaftler und -aktivist, der Texte zur basisdemokratischen Selbstverwaltung von Kulturvereinen und die heute noch gültigen Vereinsstatuten des Vereins Forum Wien Arena verfasst hat. Er brachte die Arena-Bewegung als erster Obmann in eine neue Zeit an einem neuen Ort.

    2026 wird die Arena ihr 50-jähriges Jubiläum feiern. Jährlich führt sie rund 200 Veranstaltungen und 30 Open Airs durch, subventioniert und unterstützt von der Stadt Wien. Doch der Anfang war schwer und erst nach drei Jahren der notdürftigen Sanierungsmaßnahmen konnte 1980 mit dem regulären Veranstaltungsbetrieb begonnen werden.

    Von Drahdiwaberl bis Nirvana

    Bereits zu Beginn traten die Größen der österreichischen Literatur- und Musikszene auf. Internationale Bands kamen dazu. Allein bis 1992 traten z.B. Bad Religion, Black Sabbath, Faith No More, John Lee Hooker, Little Richard, Nirvana, Sepultura, Screaming Jay Hawkins, Nick Cave, Tracy Chapman, Iggy Pop oder Van Morrison auf. Auch die Festwochen Arena. Die heimische Punkszene war mit Bands wie Chuzpe, die Böslinge oder Stefan Weber (Drahdiwaberl) vertreten. Später kamen unter anderem Motörhead, Ringo Starr, Alice Cooper, Slayer, Billy Idol, Thin Lizzy, Moby oder Blondie hinzu.

    „Alle, die mittun, können mitbestimmen.“ und „Wir arbeiten gemeinsam. Wir feiern gemeinsam.“ – das waren die Leitsätze, trotzdem kennzeichneten weitere Probleme den Beginn des neuen Kulturvereins. Es musste Stück für Stück gelernt werden, was gelebte Basisdemokratie, antiautoritäre Selbstverwaltung für einen laufenden Kulturbetrieb bedeuten. Gesprächsintensive, stundenlange Plena führten oft zu keinen Entscheidungen und kurze Zeit gab es sogar zwei befeindete Vorstände.

    Trotz der Hürden entstanden auch periodisch wiederkehrende Veranstaltungen: Das Iceberg, das Arena Sommerkino, das Mainframe, der Circus, die Bierwoche, zum Schluss die Roadtrip-To-Outta-Space-Reihe. Außerdem Deutschkurse, Lehrlingsausbildung und größere Benefizveranstaltungen (Bock auf Kultur, Nacht gegen Armut mit Patti Smith) – aber auch kleinere wie z.B. für die Operation eines Arena-Hundes.

    Spektakuläre Sportveranstaltungen wie Freerunning, BMX oder Snowboard Contests, Skatefest, Wrestling oder die cyberpunkige Performancekunst von DNTT-Feuerzirkus oder Mutoid Waste Company brachten noch mehr Veranstaltungsvielfalt. Kleineren Bands wird mit dem kleinsten Konzertraum, dem Arena Beisl, oderdem Dreiraum und Proberäumen weiterhin Unterstützung geboten.

    Open-Air Gelände vor der Abgrabung und das Beisl, um 1994, Foto: Arena Archiv

    Das zuvor ebene Open Air Gelände, das erst durch den Abriss der historischen Kühlhallen nach dem Einzug entstand, wurde in den 1990ern abgegraben, später die große Halle um- und dann eine neue, größere Open Air Bühne aufgebaut. Die Bühne erfuhr ihre letzte, technische Adaptierung 2024 durch eine neue Soundanlage, die die Stadt Wien subventionierte.

    Ohne die einstige Besetzung würde es die Arena nicht geben. Vielleicht in anderer Ausführung an einem anderen Ort. Aber die Umnutzung der historischen Industrieanlage hat die Architektur gerettet. Diese zahlreichen nachfolgenden Bewegungen erkannten darin das Potential zur Definierung eines neuen Kulturbegriffs mit Symbol- und Vorbildcharakter. Vielzählige Unterschutzstellungen und kulturelle und soziale Umnutzungen folgten. Vieles ist der Arena Wien ähnlich; nichts steht in einer Reihe mit ihr. Seit 1997 stehen die Gebäude auch auf Grund der „weitgehend vollständig erhaltenen Sichtziegelfassaden“ unter Denkmalschutz.

    Der „Arena-Fries“, Foto: Arena Archiv

    Sichtziegelbauweise findet man im Wien der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr häufig, vor allem an kommunaler und industrieller Architektur. Die durch die rohen Ziegel geprägten Fassaden wurden durch variantenreiche Ziegelfriese, Zierbänder und -formen, optisch gegliedert und ästhetisch gestaltet. In unmittelbarer Umgebung z. B. die Gasometer des ehemaligen Gaswerks. Und an den Gebäuden in der Arena. Besonders bemerkenswert ist eine bestimmte, momentan nur in der Arena vorkommende Friesform: Der Arena-Fries, der durch 45° über Eck gestellte Ziegel in 3 Reihen eine stilisierte Blume oder ein Kreuz (je nach Schattenwirkung) zeigt.

    Die große Halle – das ehemalige Kessel- und Maschinenhaus, 2013, Foto: Arena Archiv

    Die Frage nach dem Architekturvorbild der großen Halle lässt sich leichter lösen. Die deutlich in zwei niedrigere „Seitenschiffe“ und das mittlere, höhere „Hauptschiff“ aufgeteilte Fassade weist auf die Bauweise einer Basilika hin. Im Zuge des Historismus wurde der basilikale Aufriss vielfach in der Industriearchitektur, oft an Maschinenhäusern, verwendet. Eine Anbetung der Maschinen des industriellen Zeitalters.

    Trotz der Besonderheiten des Areals der Arena Wien ist sie kein (Freilicht-)Museum, sondern ein lebendiges Denkmal zur Stadtgeschichte. Der Verein bemüht sich, den Charakter auch in seinen Einzelteilen zu bewahren und in den Betrieb einzugliedern. Nachts wird die fehlende Pförtnerhausuhr an ihre Originalstelle projiziert, ein alter Aufzugsmotor durch Beleuchtung in den Gastraum integriert oder neue Beeteinfassungen mit dem Arena-Fries versehen.

    Blumenbeet mit neuem Arena-Fries, um 2000 gebaut von den neuen ArenautInnen, 2013, Foto: Arena Archiv

    Die Besonderheit und Notwendigkeit des Fortbestands des Areals und des Vereins zeigt sich nicht nur durch die Geschichte, sondern auch durch ihre Betreiber:innen und durch die Anerkennung der Bevölkerung. Auf Rebellion und Leidenschaft gebaut, entwickelte sich die Arena zum größten alternativen Kultur- und Jugendverein: „Entertainment & Confrontation“ für Alle!

    Hinweis: Zum 50-Jahr-Jubiläum der Arena 2026 wird eine große Publikation zur Geschichte des Areals erscheinen. Das Publikatiosprojekt wird von der Autorin dieses Beitrags koordiniert.

    Constanze C. Czutta (*1980) ist Kunsthistorikerin in Wien, wissenschaftliche Redakteurin bei der Online-Plattform für Industriedokumentation schlot.at und bei Schmiedetechnik Steiner für Forschung und Dokumentation zuständig. Sie arbeitet aktuell an einer Publikation über die Geschichte der Arena Wien.

    Sankt Marx | Historische Bilder (IMAGNO) | Bilder im Austria-Forum
    ▻https://austria-forum.org/af/Bilder_und_Videos/Historische_Bilder_IMAGNO/Sankt_Marx

    #Autriche #Vienne #abattoir #squats #centre_culturel

  • ARENA BESETZT | sixpackfilm
    ▻https://www.sixpackfilm.com/de/catalogue/1986

    Der Film zeigt anhand von Material, welches während der Besetzung der Arena im Sommer 1976 entstanden ist, die Organisation kollektiver Arbeit, die Verhandlungen mit der Gemeinde und schließlich den Abriss der Gebäude. Er ruft in Erinnerung, wie eine Generation durch das Engagement in der Arenabewegung politisiert wurde.

    Orig. Titel
    ARENA BESETZT
    Jahr 1977
    Land Österreich
    Länge 77 min
    Regie Franz Grafl, Josef Aichholzer, Ruth Beckermann
    Kategorie Dokumentarfilm
    Orig. Sprache Deutsch

    Arena Wien 1976
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=1sLVKSo6ZtU

    ArenaTheater
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=YbZ-hJVpK0U

    Leonard Cohen - Un As Der Rebbe Zingt - Yiddish song (live at Arena, Vienna, 1976)
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=4z82ia-5_tM

    Legendary Leonard Cohen performs the beautiful Yiddish song “Un As Der Rebbe Zingt” at Arena, Vienna, 1976.
    lyrics :

    Az der Rebbe tantst (When the Rabbi dances)
    Az der Rebbe tantst
    Tantsn ale Khasidim (All the Hasidim dance)
    Tantsn ale Khasidim
    Ay didi day didi day, ay didi day didi day
    Tantsn ale Khasidim
    Ay didi day didi day, ay didi day didi day
    Tantsn ale Khasidim

    Az der Rebbe zingt (When the Rabbi sings)
    Zingen ale Khasidim (All the Hasidim sing)
    Tshiri biri bim tshiri biri bom
    Zingen ale Khasidim

    Az der Rebbe trinkt (When the Rabbi drinks)
    Trinken ale Khasidim (All the Hasidim drink)
    Yaba baba bay
    Lekhayim ! Yaba baba bay
    Lekhayim ! To life !
    Trinken ale Khasidim

    Az der Rebbe lakht (When the Rabbi laughs)
    Lakhn ale Khasidim (All the Hasidim laugh)
    Ha ha...
    Lakhn ale Khasidim

    Az der Rebbe veynt (When the Rabbi cries)
    Veynen ale Khasidim (All the Hasidim cry)
    Oy oy oy oy oy vey’z mir, oy oy...Oh, woe is me
    Veynen ale Khasidim

    Az der Rebbe shloft (When the Rabbi sleeps)
    Shlofn ale Khasidim (All the Hasidim sleep)

    Az der Rebbe tantst! (When the Rabbi dances)
    Tantsn ale Khasidim (All the Hasidim dance)
    Ay didi day didi day, ay didi day didi day
    Tantsn ale Khasidim.

    #Autriche #Vienne #abattoir #squats #centre_culturel

  • « Les propriétaires se retrouvent dans des situations kafkaïennes » : les squats de locations Airbnb se multiplient
    ▻https://immobilier.lefigaro.fr/article/les-proprietaires-se-retrouvent-dans-des-situations-kafkaiennes-

    ... Les squatteurs qui se font passer pour des locataires réservent un logement pour un ou deux jours. Une fois sur place, ils se comportent comme des occupants illégaux.

    Les « faux » locataires prennent leurs quartiers, installent leurs affaires et surtout changent la serrure de la porte. Et refusent de partir. Une fois averti, le propriétaire est impuissant. Les forces de l’ordre le sont souvent tout autant. Car, contrairement aux apparences, les occupants ne peuvent pas être considérés comme des #squatteurs. Certes, ils se maintiennent illégalement dans le logement. Mais pour être considérés comme des squatteurs, il aurait fallu qu’ils y entrent illégalement. Or, ce n’est pas le cas car ils ont réservé leur logement sur une plateforme d’hébergement. Dans ce cas, il n’est pas possible, comme pour les squatteurs, d’expulser rapidement (comme le prévoit la loi « anti-squats) les occupants illégaux. Les propriétaires doivent lancer, comme dans le cas de #locataires mauvais payeurs, une procédure judiciaire, longue (au moins 6 mois et jusqu’à plusieurs années) et coûteuse (plusieurs milliers d’euros).

    #loi_kasbarian #propriétaires #squats #Airbnb

  • « C’est socialement ubuesque » : la préfecture fait évacuer le squat Al-Zol à Pantin, la mairie vent debout
    ▻https://www.leparisien.fr/seine-saint-denis-93/cest-socialement-ubuesque-la-prefecture-fait-evacuer-le-squat-al-zol-a-pa

    Après l’expulsion ce mardi matin d’une quarantaine de personnes qui occupaient deux bâtiments de la rue Candale, la municipalité dénonce une décision « ubuesque socialement et économiquement ». Elle a ouvert un gymnase en urgence pour accueillir pour quelques jours les exilés délogés.


    Pantin (Seine-Saint-Denis), ce mardi 8 juillet. Deux squats, aux numéros 10 et 12 de la rue Candale, dont celui baptisé Al-Zol qui accueillait des exilés, ont été évacués par les forces de l’ordre. DR

    Ils ont dû faire leurs valises dans la précipitation. Ce mardi 8 juillet, les forces de l’ordre ont mené une opération d’#expulsion de deux #squats situés rue Candale à Pantin « en application de décisions de #justice purgées de tout recours », indique la #préfecture de Seine-Saint-Denis dans un communiqué.

    Les numéros 10 et 12 étaient occupés depuis trois ans maintenant par une soixantaine d’#exilés, principalement des jeunes hommes. Baptisé Al-Zol, le squat était installé dans des bâtiments appartenant à l’Établissement public foncier d’Île-de-France (Epfif), vides depuis une dizaine d’années.

    (...) Le maire a reçu un SMS du préfet alors que l’évacuation avait commencé depuis plus d’une heure. Il y avait délibérément la volonté de ne pas nous prévenir. »

    (...) quid du projet de construction de logements évoqué par la préfecture dans son communiqué ? « Il est caduc depuis deux ans », fustige Louise, riveraine et membre du comité. Tout comme le projet initial d’école hôtelière. Une nouvelle audience était prévue au tribunal le 2 octobre pour obtenir un délai supplémentaire avant l’évacuation.

    ▻https://archive.ph/Uojeg

    #sans_papiers #mineurs_non_accompagnés

  • La grève des loyers dans les foyers Sonacotra
    ▻https://infokiosques.net/spip.php?article2194

    Ces foyers créés dans les années 1950 avaient pour objectif l’hébergement et la gestion de la main d’œuvre immigrée, notamment algérienne. Marquée par l’héritage colonial, la Sonacotra va connaître au milieu des années 1970 un important mouvement de contestation mené par les résidents eux-mêmes. Moment de lutte relativement méconnu, la grève des loyers dans les foyers Sonacotra menée par les travailleurs immigrés organisés autour du « comité de coordination » nous éclaire sur notre histoire sociale. Il place au centre la question de l’autonomie vis à vis des organisations politiques, mais aussi celle de l’organisation que chaque mouvement doit se doter (ou non) pour mener à bien la lutte. Contre le « foyer-prison », les augmentations de loyers, et la gestion paternaliste des « #Gérants », c’est bien une lutte (...)

    #Infokiosque_fantôme_partout_ #Anticolonialisme_s_ #Auto-organisation,_expérimentations_collectives #Oppressions_de_classe #Squat,_logement #Antiracisme
    ▻https://infokiosques.net/IMG/pdf/greve_des_loyers_sonacotra_1973-1981-mars2025-pageparpage-44pa5.pdf
    ▻https://infokiosques.net/IMG/pdf/greve_des_loyers_sonacotra_1973-1981-mars2025-livret-22pa4.pdf
    ▻https://infokiosques.net/IMG/pdf/greve_des_loyers_sonacotra_1973-1981-mars2025-pageparpage-version_lege
    ▻https://infokiosques.net/IMG/pdf/greve_des_loyers_sonacotra_1973-1981-mars2025-cahier-version_legere-22

  • #Fête du jardin des Ronces
    ►https://nantes.indymedia.org/events/145597/fete-du-jardin-des-ronces-3

    Le collectif du jardin (si tu connais pas : ►https://lesronces.noblogs.org/post/2017/12/10/une-histoire-du-jardin-des-ronces) vous invite à ce temps festif, le samedi 31 mai à partir de 15h. Au programme : – Des visites du jardin – Des plantations pour mettre les mains dans la terre – Un coin lecture – 1h de…

    #Ecologie #Résistance #squat #Urbanisation #Nantes

  • Plantation et nouvelles des Ronces
    ►https://nantes.indymedia.org/posts/145437/plantation-et-nouvelles-des-ronces

    Le printemps pointe le bout de son nez, toute notre énergie est maintenant tournée vers les plantations estivales et la vie du jardin. Nous voulions cependant prendre un moment pour vous raconter tout le travail qui a été réalisé ces derniers mois. Des centaines d’arbres ont été plantés, métamorphosant…

    #Ecologie #Gentrification #Résistance #squat #Urbanisation #Jardin_des_ronces #Nantes #Local

  • « Bruno Bernard on va squatter chez toi » - Rebellyon.info
    ▻https://rebellyon.info/Bruno-Bernard-on-va-squatter-chez-toi-29356

    Chaque année, la Métropole de Lyon, qui possède plein de bâtiments vides, expulse de nombreux #squats et autres lieux de vie. En plus de dépenser plein d’argent pour surveiller ses bâtiments vides, elle n’hésite pas à envoyer les flics pour casser les portes des précaires et les mettre à la rue, voire les enfermer en centre de rétention et les déporter lorsqu’il s’agit de personnes sans-papiers.

    Ce n’est pas aux gens qui galèrent entre les squats et la rue d’avoir peur, mais à ceux qui les expulsent.

    Une petite visite a donc été rendue au domicile de Bruno Bernard, président écologiste de la Métropole, avec un tag : « Bruno Bernard fin des expulsions sinon on va squatter chez toi ! »

    Avis au président de la Métropole et à sa clique : La prochaine fois que la Métropole de Lyon ose mettre quelqu’un à la rue, l’adresse de Bruno Bernard sera rendue publique, tout comme le digicode de l’immeuble (vous pouvez toujours tenter de le changer, ce sera jamais un problème pour des squatteureuses d’ouvrir une porte). Et ça tient aussi en cas d’#expulsion par le bailleur Grand Lyon Habitat, où Bruno Bernard a pistonné son tonton comme directeur.

    La peur va changer de camp.
    Un toit c’est un droit !

    P.-S.

    Et avis aussi à tous autres les proprios qui foutent des gens dehors, et à ceux qui les aident à faire ce sale boulot (flics, huissiers, agents de sécu...) : VOUS SEREZ JAMAIS TRANQUILLE.

    #logement

  • La Maison du Peuple, Toulouse, mai 2023
    ►https://infokiosques.net/spip.php?article2187

    Après celle de 2021 qui avait fermé le cycle Gilets Jaunes, la Maison du Peuple (MDP) squattée le 1er mai 2023 a été la quatrième du #Même nom sur Toulouse. Cette fois-ci, c’est le squat du mouvement social contre la réforme des retraites, qui résistera jusqu’à son expulsion le 6 juin de la même année. Voici un récit, à plusieurs voix, qui retrace cette aventure. M

    / Infokiosque fantôme (partout), #Squat,_logement, #Mouvements_sociaux

    #Infokiosque_fantôme_partout_
    ▻https://iaata.info/Recit-de-l-ouverture-de-la-maison-du-peuple-de-Toulouse-le-1er-mai-5907.html
    ▻https://iataa.info
    ▻https://infokiosques.net/IMG/pdf/la-maison-du-peuple-toulouse-mai-2023-cahier.pdf
    ▻https://infokiosques.net/IMG/pdf/la-maison-du-peuple-toulouse-mai-2023-pageparpage.pdf

  • Squat et écriture
    ►https://infokiosques.net/spip.php?article2185

    « En janvier 2023, un appel à textes a été publié sur plusieurs plateformes Indymedia et Mutu. Il #S'adressait aux personnes qui vivent, ont vécu, s’organisent ou s’organisaient en squat et qui aiment écrire. L’idée, c’était de publier une brochure-recueil à partir de nos textes. Le but n’était pas forcément d’écrire sur le squat, mais de permettre que cet aspect de nos vies influence librement nos écritures (…). » Cela a abouti à la publication en octobre 2024 de ce recueil, réunissant une bonne dizaine de textes. S

    / Infokiosque fantôme (partout), #Squat,_logement, #Fictions,_BD

    #Infokiosque_fantôme_partout_
    ▻https://infokiosques.net/IMG/pdf/squat-et-ecriture-page-par-page-mars2025.pdf
    ▻https://infokiosques.net/IMG/pdf/squat-et-ecriture-cahier-mars2025.pdf

  • Fin de la trêve hivernale : Contre-Attaque Juridique Organisée !
    ▻https://nantes.indymedia.org/posts/142953/fin-de-la-treve-hivernale-contre-attaque-juridique-organisee

    Lancement officiel de la CAJO, outil collaboratif de contre-attaque juridique pour la défense des squats ! La CAJO (cajo.squat.net) se veut être un outil collectif par et pour toutes les personnes mal logé.es : squatteuses, occupantes, locataires, … Partout les difficultés s’accentuent pour accéder à un #logement. De plus en…

    #Autodéfense_juridique #Expulsion #Expulsions #Justice #Logement/squat #Occupation #Police #Pratique #Répression #sans-papiers #squat #squatt #Global

  • Personne ne se souviendra de nous
    ▻https://toulouse.espacesensible.net/personne-ne-se-souviendra-de-nous

    Un documentaire sonore sur la violence de la « rénovation urbaine », dans lequel nous tendons l’oreille à trois histoires qui racontent ce que la disparition de son logement et de son quartier coûte à l’existence. Ces récits sont mis en perspective avec l’histoire de Toulouse et de son aménagement où la ruine, la destruction et la brutalité, loin d’être marginales, sont des éléments structurants. Source : Toulouse Espace Sensible

  • Häuserkampf Berlin 1981
    ▻http://autox.nadir.org/archiv/chrono/chro_haus_2.html

    Der handlungsunfähige SPD/FDP Senat spricht sich für politische Lösungen aus. Im Januar beginnen die ersten Prozeße. Die Position der Besetzer ist deutlich: Keine Verhandlungen solange die Inhaftierten vom 12.12. nicht freigelassen sind. Erste Räumungen des Jahres finden Anfang März statt. Es folgen reglemäßige Durchsuchungen, meist auf betreiben der Staatsanwaltschft. Die Zahl der besetzten Häuser erreicht im Juni mit 165 einen Höhepunkt. Heftige Kontroversen unter den Besetzer um Verhandeln oder Nichtverhandeln, esliegen verschieden Modelle auf dem Tisch. Mit dem Antritt des CDU Senats im Juni werden Neubesetzungen nicht mehr zugelassen. Es bilden sich in den Bezirken regionle Besetzerräte. Es finden erste, vereinzelte Verhandlungen statt. Im Sommer keine Räumungen, die Zahl der Patenschaften steigt. Am 22.9 läßt der CDU Senat acht Häuser räumen, ein toter Demonstrant. Stattfindende Verhandlungen werden vorübergehend unterbrochen. Der Senat verkündet einen, löchrigen, Räumungsstop der bis Ostern 82 verlängert wird. Ende des Jahres sind etwa 139 Häuser besetzt.

    1981 - Keine Räumung der besetzten Häuser - Aktionswoche
    ▻https://archive.org/details/KeineRumungAktionswoche

    1981 - Gemeinsame Erklärung der besetzten Häuser in Neukölln
    ▻https://archive.org/details/GemeinsameBesetztenNeuklln1981

    Sofortiger Räumungsstopp für alle besetzten Häuser!
    ▻https://archive.org/details/RumungsstoppAmnestie

    #Kuckuck

    #Berlin #Kreuzberg #Anhalter_Straße 7
    #Westberlin #squats #presse #histoire

  • Calvados : squats partout et lutte contre les expulsions
    ▻https://fr.squat.net/2025/01/08/calvados-squats-partout-et-lutte-contre-les-expulsions

    Depuis le mois d’octobre 2024, la lutte pour le droit au logement et contre les expulsions s’intensifie dans le département du Calvados. (...)

    [...]

    Par ici, la #loi_Kasbarian-Bergé en a motivé plus d’un-e à redoubler d’effort pour lutter. Les discussions sur la manière de défendre nos lieux de vies et d’en créer de nouveaux s’approfondissent. La lutte contre les politiques racistes, les frontières et les expulsions ne bat pas de l’aile, bien au contraire. La presse constate : il y aurait au moins 18 #squats dans l’agglomération caennaise… évidemment, puisque la précarité s’accentue et que l’État s’attaque toujours davantage aux personnes exilées, à la liberté d’aller-venir et de vivre où on le souhaite. Alors que les gouvernements successifs tentent de nous rendre la vie toujours plus impossible à coup de législations et d’obstacles administratifs, c’est par l’auto-organisation et la solidarité que l’on fait face. Ici, tous ces squats, malgré le lot de conflits et de contradictions qu’ils peuvent susciter, sont des bouffées d’air frais pour nous toustes. Continuons la bagarre.
    Quelques personnes en lutte

    #logment #exilés

  • Expulsion du Bathyscaphe à Aubervilliers : la honte ! Relogement pour toutes et tous ! - Paris-luttes.info
    ▻https://paris-luttes.info/expulsion-du-bathyscaphe-a-18974

    Ce vendredi 20 décembre 2024 au petit matin la police a expulsé le #squat Le Bathyscaphe à Aubervilliers. Les habitant⋅es, des familles avec enfants, des hommes et des femmes seul⋅es, ont été sommé⋅es de quitter les lieux par des dizaines de policiers, alors que les températures sont basses et à la veille des vacances scolaires.

    Ce qui a permis l’expulsion du lieu, normalement protégé par la trêve hivernale, c’est l’arrêté de péril pris par la municipalité d’Aubervilliers suite à l’incendie qui s’est déclaré dans une partie d’un des bâtiment le 5 décembre dernier. Un référé contre cette décision avait été déposé auprès du Tribunal administratif, alimenté de multiples attestations sur la non-dangerosité de l’entièreté du lieu.

    La préfecture n’a donc pas jugé nécessaire d’attendre la décision de justice, ni de prendre en compte les avis d’architectes, pour procéder à l’expulsion. Aujourd’hui, c’est une quarantaine de personnes, dont une quinzaine d’enfants, qui se retrouvent une nouvelle fois sans maison, renvoyé⋅es dans l’errance sans fin que leur imposent depuis plusieurs années les pouvoirs publics.

    Les habitant⋅es ont été emmené⋅es dans un gymnase de la ville, dans l’attente d’une décision « d’orientation » dont on sait pertinemment que ce sera la rue pour une grande majorité. Des familles ont elles reçues des propositions d’hébergement à priori par la préfecture pour quelques semaines, loin des écoles où sont scolarisé⋅es les enfants. Pour les hommes ils risquent d’être envoyés dans d’autres régions de France dans des hébergements temporaires.

    #logement #expulsion #droit_au_logement #luttes

  • “Loger les DALOS” – Au pied du ministère, un #campement pour le #droit_au_logement !
    ▻https://radioparleur.net/2024/12/10/loger-les-dalos-au-pied-du-ministere-un-campement-pour-le-droit-au-log

    Depuis le 26 novembre, le #DAL (Droit au #logement) a posé son campement au pied du #ministère_du_logement et de la Rénovation urbaine, sous les bureaux de la nouvelle ministre éphémère Valérie Létard, nommée par le gouvernement Barnier aujourd’hui démissionnaire. Les banderoles jaunes aux couleurs du collectif interpellent au loin : « 1 toit […] L’article “Loger les DALOS” – Au pied du ministère, un campement pour le droit au logement ! est apparu en premier sur Radio Parleur.

    #Au_fil_des_luttes #Carousel_1 #Non_classé #Toujours_en_lutte #au_fil_des_luttes #hébergement #lutte_sociale #mobilisation #paris #propriété #squat