• Kein Live-Stream der Bezirksverordnetenversammlung - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article230717886/Kein-Live-Stream-der-Bezirksverordnetenversammlung.html

    20.10.2020, von Katrin Lange - CDU und Grüne lehnen die Forderung ab. Protokolle könnten im Internet eingesehen werden, argumentiert die Bezirksbürgermeisterin.

    Eine Übertragung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) über einen Streaming-Dienst – wie zum Beispiel in Lichtenberg und Reinickendorf schon üblich – wird es in Steglitz-Zehlendorf bis auf weiteres nicht geben. Das geht zum einen aus der Antwort der Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) auf eine Bürgeranfrage hervor. Zum anderen wurden in der jüngsten Sitzung der Bezirksverordneten Anträge von der SPD- und der FDP-Fraktion, die einen Live-Stream der BVV fordern, abgelehnt. Die Zählgemeinschaft von CDU und Grüne ist gegen eine Übertragung im Internet.
    Beitrag zum Gesundheitsschutz

    Besonders unverständlich ist die Ablehnung für die Mitglieder der FDP-Fraktion, für die der Live-Stream der BVV nur ein erster Schritt gewesen wäre. Sie wollten zudem prüfen lassen, inwieweit die Versammlung künftig digitalt abgehalten – also ohne „physische Anwesenheit der Bezirksverordneten und des Bezirksamtes“. Das sei gerade in Corona-Zeiten wichtig, sagt Lars Rolle, Mitglied der FDP-Fraktion und Initiator des Antrags. Wenn sich die Krise weiter verschärfe und die BVV auch in abgespeckter Version nicht mehr tagen könnte, wäre das eine gute Möglichkeit, weiterzuarbeiten. „Ich bin schließlich gewählt worden, um auch in Krisenzeiten meine Aufgaben zu erfüllen“, sagt Rolle. Deshalb sei es notwendig, die Teilhabe an den Sitzungen zu ermöglichen und gleichzeitig einen Beitrag zum Gesundheitsschutz zu leisten. „Parteitage werden schließlich auch schon online abgehalten“, so der Lokalpolitiker.
    Mehr Interesse für die Lokalpolitik

    Rolle geht davon aus, dass durch eine Übertragung im Netz das öffentliche Interesse an der Kommunalpolitik gestärt werden könnte. „Die Hürde, die Debatten zu verfolgen, ist geringer, denn die Menschen müssen nicht extra ins Rathaus kommen“, so seine Argumentation. Gleichzeitig könnte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf damit eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung der Kommunalpolitik einnehmen. Er hält es zudem für einen Skandal, dass der Vorsitzende der CDU-Fraktion die Ablehnung der Anträge damit begründete, dass sich ohnehin niemand für die BVV interessieren und einen Live-Stream verfolgen würde.
    CDU fordert Online-Ausbau der Bürgerdienste

    Dieser Darstellung widerspricht Torsten Hippe. „Ich habe lediglich die Frage aufgeworfen, ob ein Bürger auf dem Teltower Damm sich eher für den Online-Ausbau der Bürgerdienste oder für einen Live-Stream der BVV interessieren würde“, sagt der CDU-Fraktionschef. Er gehe davon aus, dass es wichtiger sei, zunächst die Angebote der Bürgerdienste verstärkt ins Internet zu verlegen. Die Kosten von etwa 10.000 Euro für die Bereitstellung des Live-Streams sollten aus diesem Grund lieber in den digitalen Ausbau der Bürgerdienste gesteckt werden. Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) verweist zudem auf datenschutzrechtliche Bedenken. „In der BVV sind Zuschauer jederzeit zugelassen und die Sitzungsprotokolle im Internet einsehbar“, erklärte Richter-Kotowski auf die Bürgeranfrage. Damit sei die Transparenz hergestellt.
    In Spandau beschlossen, aber nicht umgesetzt

    In Spandau hatten die Bezirksverordneten auf Antrag der Grünen bereits 2018 beschlossen, einen Live-Stream der BVV einzurichten. „Auf die bereits gewonnenen Erfahrungen mit ähnlichen Initiativen in anderen Bezirken (u. a. Reinickendorf, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf) soll zurückgegriffen werden“, heißt es in dem Antrag. Mitte Oktober teilte das Bezirksamt mit, dass es kein Geld für die Umsetzung gibt.

    #Steglitz-Zehlendorf #Politik #BVV #Internet #Open_Data

  • Mort de Spencer Davis, fondateur du Spencer Davis Group
    https://www.fip.fr/rock/mort-de-spencer-davis-fondateur-du-spencer-davis-group-18462


    https://www.theguardian.com/music/2020/oct/20/spencer-davis-frontman-spencer-davis-group-dies-aged-81

    Like the Stones, the Dave Clark Five, the Kinks and others, the Spencer Davis Group were part of the flourishing “beat” scene in the mid-60s, playing music influenced by American rhythm and blues. They, along with another Birmingham band the Moody Blues, were dubbed “Brum beat” to differentiate them from the vibrant scenes in London and Liverpool, though their popularity grew with a residency at London’s Marquee club.

    Spencer Davis Group : I’m a man
    https://vogon.bandcamp.com/track/im-a-man-live

    https://www.youtube.com/watch?v=kvy_WlisftU


    Spencer Davis - I Can’t Stand It (1965)

  • Arrive aujourd’hui, 21.10.2020, un message de mon #université (#Université_Grenoble_Alpes) qui nous invite à s’inscrire à une #formation...
    La formation s’intitule :
    Gestion du #stress pour les enseignant(e)s

    La troisième annonce en ce genre, les deux précédentes étaient des formations qui portaient sur :

    1. Gestion de #conflits (formation mise sous le thème « #efficacité_professionnelle »)

    2. Mieux vivre ses #émotions dans ses #relations_professionnelles (aussi mise sous le même thème : #efficacité_professionnelle)

    Comme dit ma collègue @mobileborders :
    « De la #responsabilisation_personnelle des #failles_structurelles... »

    #formations #université #facs #ESR

  • Sur la #chute de l’Université, en quatre graphes
    d’après Guillaume Miquelard, maître de conférences habilité en physique des polymères, auteur d’un blog EducPros Un tout petit monde : http://blog.educpros.fr/guillaume-miquelard-et-paul-francois/2015/11/10/evolution-des-effectifs-a-luniversite-personnels-et-etudiants

    Évolution du nombre d’étudiant∙es à l’Université (modulo de petites incertitudes liées à des chiffres concaténés de sources différentes), par Guillaume Miquelard, 2020 :

    Il s’agit de l’évolution du nombre de postes ouverts aux concours MCF sur plus de 20 ans1. Les chiffres 2020 sont provisoires (mais d’ores et déjà légèrement meilleurs que 2019)

    Par « postes proposés », entendre « ouvertures autorisées par le MESRI ». Toutes ne sont pas transformées en postes ouverts (publiés) par les établissements. Tous les postes publiés ne sont pas pourvus. Enfin les « nouveaux postes » sont les nouveaux entrants (donc minoré de détachement/mutation). « Postes proposés total » somme les postes MCF et PU.

    Depuis trois ans, on observe moins de 1000 nouveaux recrutés MCF. Le passage sous la barre des 2000 nouveaux recrutés a eu lieu autour de 2007. Dix ans auparavant, on était à 3000 nouveaux recrutés par an. Pour « MCF + PU », on est passé à moins de 2000 postes en 2018. Nous sommes à 1700 postes proposés MCF + PU aujourd’hui.

    Évolution du « stock » des personnels enseignants à l’Université (modulo de petites incertitudes liées à des chiffres concaténés de sources différentes), par Guillaume Miquelard, 2020 :

    Pour résumer, il y a quinze ans, 20% des docteurs formé·es devenaient MCF. Iels sont aujourd’hui 7%.

    « Je ne sais pas pourquoi [mais@ je repense toujours à cette planche de Pétillon où Jack Palmer écoute la radio qui annonce une chute vertigineuse de toutes les actions à la bourse, avant de s’éteindre et Jack Palmer se dit « soit les piles sont mortes soit c’est vraiment la fin » (Tweet de Guillaume Miquelard, 17 octobre 2020).

    https://academia.hypotheses.org/26900
    #université #statistiques #France #facs #chiffres #personnel #effectifs #étudiants #visualisation #graphique #MCF #doctorat #ESR

    ping @simplicissimus

  • Verwaltungsgericht Stuttgart - Klage auf Taxikonzession in Stuttgart ohne Erfolg
    https://verwaltungsgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Klage+auf+Taxikonzession+in+Stuttgart+ohne+Erfolg/?LISTPAGE=1218552

    Datum: 10.04.2014

    Kurzbeschreibung: PRESSEMITTEILUNG vom 10.04.2014

    Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 09. April 2014 die Klage gegen die Landeshauptstadt Stuttgart auf Neuerteilung einer Taxikonzession für den Bereitstellungsbezirk Stuttgart, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen abgewiesen (Az.: 8 K 658/12; vgl. zu den Einzelheiten Pressemitteilung zur Pressekonferenz vom 02.04.2014 unter IV. Nr. 8). Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache hat das Gericht die Berufung zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim zugelassen. Diese kann innerhalb eines Monats nach Zustellung der vollständigen Entscheidungsgründe, die noch nicht vorliegen, eingelegt werden.

    Nach Rechtsauffassung der 8. Kammer des Verwaltungsgerichts hat der Kläger keinen Anspruch auf die Erteilung einer Taxikonzession für diesen Bereitstellungsbezirk. Dabei geht das Gericht davon aus, dass die prognostische Einschätzung der Stadt Stuttgart, bei Zulassung des Klägers werde das örtliche Taxengewerbe in seiner Funktionsfähigkeit bedroht, im Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung rechtlich nicht zu beanstanden ist. Abzustellen ist dabei auf das von der Stadt eingeholte Gutachten über die Funktionsfähigkeit des Taxigewerbes in Stuttgart, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen von Oktober 2013, auf welches die Stadt zur Begründung ihrer Einschätzung verweist. In dem Gutachten wird unter anderem nachvollziehbar dargelegt, dass durch verkehrsgefährdende Einsatzzeiten alleinfahrender Taxiunternehmer (durchschnittlich 64 Stunden/Woche), die überdurchschnittliche Altersstruktur der eingesetzten Fahrzeuge (5,8 Jahre) und die relativ niedrige Auslastung der vorhandenen Taxen (Jahresfahrleistung durchschnittlich 55.100 km) die Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxigewerbes bereits jetzt beeinträchtigt ist. Unter Berücksichtigung der im Gutachten dargelegten Besonderheiten des Standortes Stuttgart und der hiesigen Wettbewerbssituation mit einem gut ausgebautem öffentlichen Nahverkehr, der starken Nutzung privater Fahrzeuge und Mietwagen ist die Gefahr einer Übersetzung des Gewerbes mit der Folge eines ruinösen, das örtliche Taxengewerbe in seiner Existenz und damit in seiner Funktionsfähigkeit bedrohenden Wettbewerbs zumindest bei Zulassung des Klägers, der sich derzeit auf Platz 74 der bereinigten Warteliste für Neubewerber befindet, offenkundig. Dies ist mit dem öffentlichen Verkehrsinteresse nicht zu vereinbaren. Denn der Zulassung des Klägers gehen nicht nur 73 vorrangig zuzulassende Bewerber aus der Warteliste für Neubewerber, sondern auch mindestens 36 Bewerber aus der Warteliste für Altbewerber, die in rechtlich nicht zu beanstandender Weise im Verhältnis 2:1 zuzulassen wären, vor. Damit würde sich die Zahl der neu zuzulassenden Bewerber um über 15 % erhöhen, wodurch zur Überzeugung der Kammer das örtliche Taxengewerbe in seiner Funktionsfähigkeit bedroht würde.

    Ob dies auch bereits durch die Vergabe einiger weniger zusätzlicher Taxikonzessionen der Fall sein würde, kann vorliegend dahingestellt bleiben.

    #Taxi #Stuttgart #Konzessionen #Justiz #Urteil

  • Immediate Action Required to Address Needs, Vulnerabilities of 2.75m Stranded Migrants | International Organization for Migration
    https://www.iom.int/news/immediate-action-required-address-needs-vulnerabilities-275m-stranded-migrants

    Effective international cooperation is urgently needed to address the circumstances of millions of migrants stranded worldwide due to mobility restrictions imposed to contain the spread of COVID-19, the International Organization for Migration said today. A three-month-long  COVID-19 Impact on Migrants effort by IOM’s Returns Task Force reveals for the first time the scope and complexities of the challenges facing governments and people on the move at a time when at least 2.75 million* migrants are stranded (13 July) worldwide. “The scope and subsequent enforcement of tens of thousands of mobility restrictions including border closures and nation-wide lockdowns related to COVID-19 requires states to reach out to their neighbours and to migrants’ countries of origin to address their needs and vulnerabilities,” said IOM Director General, António Vitorino.
    “It should be clear that migrants can be returned home in a safe and dignified manner despite the constraints imposed by COVID-19. Where governments have taken action, tens of thousands of migrants have been able to return home in a manner that takes into consideration the significant health challenges the pandemic poses. Labour corridors have been re-opened, helping to reanimate economies in both source and destination countries and dampen the economic impact of the pandemic. These are all positive steps, but we must move now to replicate these good practices more widely.” 
    For the purposes of the report, stranded migrants are defined as individuals outside of their country of habitual residence, wishing to return home but who are unable to do so due to mobility restrictions related to COVID-19. This snapshot, based on data collected from 382 locations in more than 101 countries, “is considered a large underestimation of the number of migrants stranded or otherwise impacted by COVID-19” the report states.
    IOM has been tracking global mobility restrictions and their impact since early March. The most recent data reveals some 220 countries, territories and areas have imposed over 91,000 restrictions on movement. As a result of these global containment measures, IOM has received hundreds of requests to assist nearly 115,000 stranded migrants to safely and voluntarily return home.

    Once stranded, some migrants are at a higher risk of abuse, exploitation and neglect. The loss of livelihoods can increase vulnerabilities and expose them to exploitation by criminal syndicates, human traffickers and others who take advantage of these situations. IOM has repeatedly called for migrants to be included in national COVID-19 response and recovery plans. Too often, however, they are excluded from or, due to their irregular status, unwilling to seek health and other social support services, a situation exacerbated by rising anti-migrant sentiment in some countries. “Migrants often face stigma, discrimination and xenophobic attacks but the extent to which social media in particular has served as an incubator and amplifier of hate speech is a deeply-troubling phenomena,” Director General Vitorino said. “The violence we have seen directed at migrants and other vulnerable people is inexcusable. It is essential to criminalize extreme forms of hate speech, including incitement to discrimination and violence, and to hold the perpetrators accountable.”

    #Covid-19#migrant#migration#OIM#sante#vulneralbilite#santementale#violence#stigmatisation

  • Taxileaks
    https://www.taxileaks.de

    Die Antwort, warum er den Mount Everest besteigen wollte, ist legendär: „Weil er da ist“.

    George Mallory, der Erstbesteiger des höchsten Berges der Welt, brachte es mit diesen drei Worten auf den Punkt. Er musste es einfach tun.

    Für uns wurde diese Einstellung zum Dogma. Es war Ansporn und vor allem Motivation, den alles entscheidenden Schritt zu tun: die eigenen Betriebsdaten online zu stellen. „Warum macht ihr denn so was“, werden wir vielfach gefragt. Es ist genauso kurz wie trocken beantwortet: weil wir es tun müssen. Es ist alternativlos. Dass wir damit nicht massenkompatibel sind, wissen wir. Egal.

    WIR SIND DENUNZIANTEN UNSERER EIGENEN BETRIEBSDATEN

    Während man früher das Phänomen Steuerhinterziehung leicht als BMW abtun konnte und mit erhobenem Zeigefinger auf Bäcker, Metzger und Wirte deutete, liegt in Zeiten der digitalen Fiskalisierung der Fokus auch auf unserer Branche. Nicht ganz ohne Grund.

    Das Taxigewerbe der Bundesrepublik Deutschland zählt zu den Hochrisikobranchen. Nach Veröffentlichungen der DATEV vom 23.08.2017 zählen etwa 797.600 Betriebe zu dieser überwiegend bargeldintensiven Unternehmensgruppe, der eine gewisse Disposition hinsichtlich Steuerverkürzung zugeschrieben wird. Die Taxibranche hat hieran lediglich einen kleinen Anteil in Höhe von gerundet 3% (26.000 Betriebe). Was auf den ersten Blick als nicht bedeutsam aussieht, ist defacto ein Sündenpfuhl, bei dem der Steuer- und Abgabenschaden eine imposante achtstellige Summe ausmacht. Und wohl noch viel mehr.

    DAS FLÄCHENDECKENDE VOLLZUGSDEFIZIT
    ODER: DER STALL DES AUGIAS – NUR HERAKLES FEHLT

    Die vollziehende Gewalt, insbesondere die
    – Finanzämter,
    – Zollverwaltung,
    – Sozialversicherungsträger und
    – Konzessionsbehörden
    sind an Recht und Gesetz gebunden. Zwischen dieser gesetzlichen Verpflichtung, die sich beispielsweise aus Artikel 20 Absatz 3 Grundgesetz in Verbindung mit § 85 Abgabenordnung ergibt und der Besteuerungs-, Verbeitragungs- und Überwachungsrealität im Taxigewerbe liegen Welten.

    Die Entdeckungswahrscheinlichkeit illegaler Arbeit im Taxigewerbe ist derart gering, dass es der Branche offensichtlich gelingt, sich weitestgehend einer ordentlichen Besteuerung und Verbeitragung zu entziehen. Dies deckt sich nicht nur mit unseren Erfahrungen, sondern ergibt sich ganz zwanglos aus einer Vielzahl von Veröffentlichungen der Taximedien, aus dutzenden von Urteilen der Finanz- und Verwaltungsgerichte, diversen Mitteilungen der Ordnungsämter und dergleichen mehr. Wir ersparen uns und Ihnen die Einzelheiten, es ist evident.

    Nur ein Beispiel sei stellvertretend erwähnt: Die Firma Linne und Krause GmbH., ein renommiertes Hamburger Sachverständigenbüro, welches weit mehr als 100 regionale Taximärkte der Bundesrepublik (darunter die meisten Großstädte/Metropolen) eingehend auf die dortige wirtschaftliche Situation untersucht hat, kommt zu keinem anderen Ergebnis.

    Linne und Krause schreiben bemerkenswert:

    „Flächendeckendes Vollzugsdefizit: Bei unserer Arbeit machen wir immer wieder eine überraschende Beobachtung: Es mangelt nicht an Gesetzen. Vielmehr werden Gesetze zuweilen gar nicht oder allenfalls rudimentär umgesetzt. Vielfach fehlt den mit der Umsetzung beauftragten knapp 800 unteren Verkehrsbehörden auf Stadt-, Kreis- oder Gemeindeebene (Hessen) sogar ein Grundverständnis für ihre Tätigkeit. Die alltägliche Verwaltungspraxis vieler Behörden hat sich häufig weit von Sinn und Wortlaut des Gesetzes entfernt. Beispiel: Das PBefG stattet Genehmigungsbehörden für ihre Aufsicht über das Taxi- und Mietwagengewerbe mit sehr weitgehenden Zugriffsrechten aus – z.B. auf die steuerlichen Daten der Unternehmen. Das Problem: Die Anwendung der Gesetzte erfordert betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Grundkenntnisse, die nur wenigen Genehmigungsbehörden zur Verfügung stehen.“

    Quelle: „Workshop Digitale Mobilitätsplattformen“ im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin vom 06.04.17, zuletzt abgerufen am 26.10.2018

    Das lesenswerte Gutachten der Sachverständigen finden Sie hier.
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/DG/mobilitaetspalttformen-stellungnahme-linne-krause-2.html
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/DG/mobilitaetspalttformen-stellungnahme-linne-krause-2.pdf?__blob=publicationFile

    Und was für den Steuer- und Verwaltungsbereich gilt, ist im Sozialversicherungsrecht nicht anders. Nicht ohne Grund wird im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (§ 2 A SchwarzArbG) die Personenbeförderung als eine von zehn kontaminierten Branchen konkret benannt.

    Dass der Zusammenhang zwischen illegaler Beschäftigung und Steuersuppression sachlogisch zwingend ist, erklären wir auf Nachfrage gerne. Steuerverkürzung und Schwarzarbeit sind Paralleldelikte.

    Sollten insgesamt Zweifel an unseren unbequemen Ausführungen bestehen, schlagen wir vor, Sie öffnen Ihren Internetbrowser und geben in das Suchfeld die Schlagworte „Steuerhinterziehung Schwarzarbeit Taxi“ ein. Sie werden mehr Lesestoff finden, als Ihnen lieb ist.

    DER FINGER IN DER WUNDE - WAS WIR VERÖFFENTLICHEN UND WARUM

    Welche Auswirkung die latent vorhandene Vollzugsinsuffizienz hat, liegt auf der Hand. Neben den nicht unerheblichen Verlusten beim Steuer- und Sozialversicherungsaufkommen interessiert uns als betroffene Taxiunternehmer vor allem die Tatsache, dass wir einem – warum auch immer - unkontrollierten heterogenen Wettbewerb ausgesetzt sind, welchem wir angesichts des enormen Kostendrucks (MiLoG, Energdie eigenen Betriebsdaten online zu stellen. „Warum macht ihr denn so was“, werden wir vielfach gefragt. Es ist genauso kurz wie trocken beantwortet: weil wir es tun müssen. Es ist alternativlos. Dass wir damit nicht massenkompatibel sind, wissen wir. Egal.

    WIR SIND DENUNZIANTEN UNSERER EIGENEN BETRIEBSDATEN

    Während man früher das Phänomen Steuerhinterziehung leicht als BMW abtun konnte und mit erhobenem Zeigefinger auf Bäcker, Metzger und Wirte deutete, liegt in Zeiten der digitalen Fiskalisierung der Fokus auch auf unserer Branche. Nicht ganz ohne Grund.

    Das Taxigewerbe der Bundesrepublik Deutschland zählt zu den Hochrisikobranchen. Nach Veröffentlichungen der DATEV vom 23.08.2017 zählen etwa 797.600 Betriebe zu dieser überwiegend bargeldintensiven Unternehmensgruppe, der eine gewisse Disposition hinsichtlich Steuerverkürzung zugeschrieben wird. Die Taxibranche hat hieran lediglich einen kleinen Anteil in Höhe von gerundet 3% (26.000 Betriebe). Was auf den ersten Blick als nicht bedeutsam aussieht, ist defacto ein Sündenpfuhl, bei dem der Steuer- und Abgabenschaden eine imposante achtstellige Summe ausmacht. Und wohl noch viel mehr.
    ...
    Die Entdeckungswahrscheinlichkeit illegaler Arbeit im Taxigewerbe ist derart gering, dass es der Branche offensichtlich gelingt, sich weitestgehend einer ordentlichen Besteuerung und Verbeitragung zu entziehen. Dies deckt sich nicht nur mit unseren Erfahrungen, sondern ergibt sich ganz zwanglos aus einer Vielzahl von Veröffentlichungen der Taximedien, aus dutzenden von Urteilen der Finanz- und Verwaltungsgerichte, diversen Mitteilungen der Ordnungsämter und dergleichen mehr. Wir ersparen uns und Ihnen die Einzelheiten, es ist evident.

    Nur ein Beispiel sei stellvertretend erwähnt: Die Firma Linne und Krause GmbH., ein renommiertes Hamburger Sachverständigenbüro, welches weit mehr als 100 regionale Taximärkte der Bundesrepublik (darunter die meisten Großstädte/Metropolen) eingehend auf die dortige wirtschaftliche Situation untersucht hat, kommt zu keinem anderen Ergebnis.

    Linne und Krause schreiben bemerkenswert:

    „Flächendeckendes Vollzugsdefizit: Bei unserer Arbeit machen wir immer wieder eine überraschende Beobachtung: Es mangelt nicht an Gesetzen. Vielmehr werden Gesetze zuweilen gar nicht oder allenfalls rudimentär umgesetzt. Vielfach fehlt den mit der Umsetzung beauftragten knapp 800 unteren Verkehrsbehörden auf Stadt-, Kreis- oder Gemeindeebene (Hessen) sogar ein Grundverständnis für ihre Tätigkeit. Die alltägliche Verwaltungspraxis vieler Behörden hat sich häufig weit von Sinn und Wortlaut des Gesetzes entfernt. Beispiel: Das PBefG stattet Genehmigungsbehörden für ihre Aufsicht über das Taxi- und Mietwagengewerbe mit sehr weitgehenden Zugriffsrechten aus – z.B. auf die steuerlichen Daten der Unternehmen. Das Problem: Die Anwendung der Gesetzte erfordert betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Grundkenntnisse, die nur wenigen Genehmigungsbehörden zur Verfügung stehen.“iekosten, Arbeitssicherheit usw. usw.) auf Dauer nicht standhalten können.

    Wirtschaftliche Konkurrenz muss stets fair und paritätisch sein. Ist dies nicht der Fall, besteht wie vorliegend die Gefahr, dass sich Mitbewerber – gerade durch die fehlende behördliche Observation - einer regelorientierten Betriebsführung entziehen. Wirtschaftliche Vorteile sind die Folge.

    Wir veröffentlichen unsere Umsatzerlöse und die jeweilige Besetztquote zur Herstellung von Transparenz und um Druck zu normativem ökonomischen Verhalten zu erzeugen. Wir nennen das Gegenpressing.

    Im Menuepunkt Leaks 1 finden Sie die Daten der bereitgesellten Städte mit einer dazu gehörenden Erklärung bzw. Information. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Leaker.

    Leaks 3 ist ein Menuepunkt, in dem wir aktuelle einschlägige Informationen einstellen und kommentieren.

    #Taxi #Steuer #Fiskaltaxameter

  • Umsatzunterdrückung und Corona-Hilfen – das passt nicht
    https://www.taxi-times.com/umsatzunterdrueckung-und-corona-hilfen-das-passt-nicht

    5. Oktober 2020 von Jürgen Hartmann - Fundierte und ehrliche Umsatzdaten helfen den Gewerbeverantwortlichen, Corona-Hilfen für das angeschlagene Taxigewerbe auszuhandeln. Studien über unplausible Taxiumsätze und Vorwürfe der Tachomanipulation erweisen der Branche hingegen einen Bärendienst.

    Das wurde beim Treffen der Taxierfagruppe am vergangenen Wochenende klar angesprochen. Deren Mitglieder dokumentieren ihre Taxiumsätze nicht nur ohne Tricksereien (was ja sowieso selbstverständlich ist), sondern machen diese auch noch unter www.taxileaks.de transparent. Solche Daten helfen auch der Verbandspolitik bei deren Gesprächen mit der Politik, machte Michael Müller deutlich. Der Präsident des Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. hatte gemeinsam mit dem Geschäftsführer Michael Oppermann an der Runde teilgenommen.

    Müller betonte gegenüber den Taxiunternehmern, dass man bei der Bittstellung für branchenspezifische Corona-Hilfen oftmals nicht über ein zuverlässiges Zahlenmaterial verfüge, um die Höhe des Umsatzeinbruchs und den damit verbundenen Unterstützungsbedarf auch statistisch belegen zu können. Die Gruppe erklärte sich gerne bereit, die dafür nötigen Zahlen der Bundesgeschäftsstelle zur Verfügung zu stellen.

    Deutlich angesprochen wurde auch die fatale Wirkung der erst kürzlich bekanntgewordenen Frankfurter Untersuchung (60 Prozent der Taxibetriebe unterdrücken Umsätze) bzw. der Durchsuchungen bei Stuttgarter Taxibetrieben, bei denen der Einsatz von Tachoblockern festgestellt wurde. Man habe einen schweren Stand bei Politikern, wenn man dort nach Corona-Hilfen anfragt und als Antwort den Hinweis auf solche Steuerhinterziehungen bekommt.

    Die Mitglieder der Erfa-Gruppe wiederholten deshalb ihre Forderung nach einem flächendeckend vorgeschriebenen Einsatz eines Fiskaltaxameters, wobei dies zwingend mit Sitzkontakten und gegebenenfalls mit Zwangseinschaltung kombiniert werden müsse. Eine solche unmanipulierbare Umsatzaufzeichnung sollte darüber hinaus auch für Wegstreckenzähler verpflichtend werden, damit keine Flucht in den Mietwagenbereich stattfinde.

    #Taxi #Betrug #Steuerhinterziehung

  • Le bon violeur et la mauvaise victime - Crêpe Georgette
    http://www.crepegeorgette.com/2020/10/13/bon-violeur-mauvaise-victime

    En 2003, sortait Lucky de Alice Sebold. Elle y racontait le #viol qu’elle avait subi et ce qui en avait découlé. « Lucky » parce que lorsqu’elle avait porté plainte, les flics lui avaient dit qu’elle avait au fond de la chance car la dernière à avoir été violée à cet endroit-là avait aussi été coupée en morceaux.
    Je me souviens, lorsque je lisais le récit du viol, que je la trouvais chanceuse moi aussi. Je me disais qu’avec un viol pareil (elle était vierge, c’était un inconnu, il avait un couteau, il l’a massacrée de coups des poings et le viol en lui-même était physiquement très brutal), elle serait soutenue. Quelle naïveté ; son père s’est indigné qu’elle ne se soit pas davantage débattue lorsque le #violeur a lâché son couteau et sa mère lui a dit qu’il valait mieux que cela arrive à elle, qu’à sa sœur, qui ne l’aurait pas supporté.

    Mais je me disais qu’Alice Sebold était la bonne victime, celle qu’on croit et qu’on plaint.
    Dans un viol il faut deux partenaires ; un bon violeur, qui correspond à tous les #stéréotypes sur le sujet et une bonne #victime. C’est un jeu où il faut cocher toutes les cases pour espérer un peu de soutien. J’avais tort, il n’existe aucune bonne victime, sauf si elle a eu le bon goût de mourir pendant l’agression. On adore les victimes mortes, on peut les parer de toutes les vertus et surtout elles sont silencieuses, elles n’emmerdent personne avec leurs traumas, leur féminisme.

  • Deux cadeaux de #Stevie_Wonder, le premier anti Trump et brutalité policière, post-George Floyd et pré-électoral :

    Can’t Put It In The Hands of Fate
    https://www.youtube.com/watch?v=Kgdfxeh0WtE

    Le second moins intéressant, Where Is Our Love Song
    https://www.youtube.com/watch?v=RLMB5o5vtLs

    Le premier, à ajouter à la liste de #musique sortie après l’assassinat de #George_Floyd ici :
    https://seenthis.net/messages/856449

    #Musique_et_politique #ACAB #Violence_policière #Violences_policières #brutalité_policière #Assassinats_policiers #racisme #racisme_systémique #USA #Black_Lives_Matter

  • « Relic », le film d’horreur qui bouleverse le cliché de la vieille femme monstrueuse
    http://www.slate.fr/story/195827/relic-film-horreur-cliche-vieille-femme-monstrueuse-cinema

    Le personnage de la vielle femme qui perd la tête est un tel cliché dans les films d’horreur qu’il a droit à son propre sous-genre : la hagsploitation (en anglais, hag signifie littéralement vieille peau ou vieille sorcière). Cette niche a souvent pour protagonistes des anciennes reines de beauté ou stars de cinéma déchues, rongées par le temps et la rancœur. Elles rejoignent souvent l’archétype de la psycho-biddy, ou la vieille bique psychopathe, dont l’exemple précurseur reste sans doute le personnage de Norma Desmond dans Boulevard du crépuscule (1950) : une ancienne star du muet qui vit désormais recluse, et se révèle de plus en plus dérangée.

    Mais la hagsploitation démarre véritablement une décennie plus tard, avec Qu’est-il arrivé à Baby Jane ?. Sorti en 1962, ce film culte met en scène Joan Crawford et Bette Davis en sœurs vieillissantes qui se détestent. Baby Jane (Bette Davis) est une ancienne enfant-star, qui a ensuite été surpassée par la popularité de sa sœur Blanche (Joan Crawford), également actrice. Lorsque Blanche perd l’usage de ses jambes, Jane la séquestre et se met à la maltraiter. Le film est célèbre pour avoir exacerbé la rivalité légendaire entre les deux actrices (relatée dans la minisérie Feud de Ryan Murphy), mais a aussi relancé la carrière sur le déclin de Davis et Crawford, qui avaient 54 et 56 ans au moment du tournage, ce qui à l’époque était considéré comme âgé à Hollywood.

    #femmes #misogynie #male-gaze #domination #stéréotype #haine #recluses #mégères #sorcière #pouvoir

  • Lambert Dousson

    Agrégé et docteur en philosophie, Lambert Dousson est Professeur de théorie de l’art à l’École Nationale Supérieure d’Arts de Dijon, où il enseigne l’histoire et la théorie critiques du design et de l’architecture. Ses recherches, à l’intersection de la théorie esthétique et de la théorie politique, portent à la fois sur les problèmes de la subjectivité et du pouvoir dans les théories de l’écriture et de l’écoute musicales aux XXe et XXIe siècles, et sur la manière dont les relations de pouvoir investissent les espaces architecturaux et urbains.

    Il est l’auteur d’un livre sur Pierre Boulez, ainsi que des éditions critiques de L’Œil et l’esprit de Maurice Merleau-Ponty et de L’Œuvre d’art à l’époque de sa reproductibilité technique de Walter Benjamin. Son dernier ouvrage « …la plus grande œuvre d’art pour le cosmos tout entier » : Stockhausen et le 11 septembre est un essai philosophique sur la musique et la violence.

    Lambert Dousson
    « …la plus grande œuvre d’art pour le cosmos tout entier » : Stockhausen et le 11 septembre (Essai sur la musique et la violence)
    Editions MF - Mai 2020
    https://www.francemusique.fr/emissions/carrefour-de-la-creation/maxime-pascal-fait-la-lumiere-sur-stockhausen-87557
    #stockhausen

  • Les bienfaits de la musique
    Pierre-Etienne Caza, Actualités UQAM, le 1er octobre 2020
    https://www.actualites.uqam.ca/2020/les-bienfaits-de-la-musique-sur-le-stress

    On ne peut qu’encourager les gens à jouer d’un instrument et à joindre un ensemble, affirme la professeure du Département de musique Audrey-Kristel Barbeau. Même en tenant compte de l’inévitable stress lié aux répétitions et aux concerts, les bienfaits de la musique sont évidents.

    #Musique #Stress #musicothérapie

  • Italy: UN expert condemns ‘criminalization’ of those saving lives in the Mediterranean

    A UN human rights expert condemned today the criminalization of 11 human rights defenders in Italy, saying their efforts to search for and save lives of migrants and asylum seekers in distress in the Mediterranean should instead be applauded.

    “Carola Rackete, the former captain of the rescue vessel Sea-Watch 3, and the ‘Iuventa 10’ crew members are human rights defenders and not criminals,” said Mary Lawlor, the UN Special Rapporteur on the situation of human rights defenders.

    “I regret that the criminal proceedings against them are still open and they continue to face stigmatization in connection with their human rights work protecting the human rights of migrants and asylum seekers at risk in the Mediterranean Sea.”

    In September 2016, a criminal investigation was opened against some crew members of the Iuventa rescue ship.Charges against them included aiding and abetting in the commission of a crime of illegal immigration, an offence that carries a jail term of between five and 20 years, and a fine of 15,000 euros. On 18 June 2019, a motion for the dismissal of the preliminary criminal investigation against the ‘Iuventa 10’ crew members was filed, but a formal decision is still pending.

    Ms. Rackete was arrested by Italian authorities on 29 June 2019 for docking her rescue ship, with 53 migrants on board, without permission. At the beginning of this year, acting upon appeal, the Italian Supreme Court ruled that she should not have been arrested. Despite this, Ms. Rackete continues to face charges, including aiding and abetting in the commission of a crime of illegal immigration. She risks up to 20 years of imprisonment , and various fines of up to 50,000 euros.

    Since 2014, at least 16,000 migrants have lost their lives in the Mediterranean, according to the IOM’s ’Missing Migrants’ project. “The Italian Government must publicly recognise the important role of human rights defenders in protecting the right to life of migrants and asylum seekers at risk in the Mediterranean and must end the criminalization of those who defend their human rights,” Lawlor said.

    https://www.ohchr.org/FR/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=26361&LangID=E
    #condamnation #UN #nations_unies #Italie #sauvetage #criminalisation #solidarité #Méditerranée #Mer_Méditerranée #asile #migrations #réfugiés #stigmatisation #Iuventa #Carola_Rakete

    ping @isskein @karine4

  • #Strasbourg - La lenteur de l’université à protéger les victimes de harcèlement sexuel

    Dans cette lettre ouverte au président de l’Université de Strasbourg, de nombreux universitaires demandent à Michel Deneken de prendre « un arrêté d’interdiction de présence sur tous les campus de l’Université de Strasbourg » contre l’étudiant de 58 ans accusé de harcèlement sexuel. « Pour nos étudiant·e·s et le personnel de l’université, pour l’égalité et la justice, Monsieur le Président, il est grand temps d’agir ! »

    Après une première mesure d’interdiction de présence dans les locaux de l’université en 2014, après des signalements nombreux de faits de harcèlement – moral, sexiste et sexuel – envers des étudiantes et des enseignantes – en particulier une dizaine de signalements en 2019 –, après de nombreux messages de responsables de facultés, de départements et de services adressés au service juridique et à la cellule de veille de l’université, après la mobilisation courageuse d’étudiantes engagées contre le harcèlement, après le dépôt de plainte de deux d’entre elles, accompagné de nombreux autres témoignages, après le signalement au Procureur de la République par le doyen de la faculté des Sciences historiques tout d’abord, puis par vous-même, nous devons déplorer que l’individu qui harcèle de jeunes étudiantes, les suit dans la rue, les effraie, les approche et les touche contre leur volonté, continue d’assister aux cours magistraux et aux TD, et continue d’évoluer librement sur le campus de notre université. Il y a encore été vu ce 2 octobre, soit quatre semaines après les premières alertes.

    Que répondre aux étudiant·e·s qui nous demandent aide et protection ? Comment expliquer une telle lenteur alors que les témoignages et les signalements se multiplient depuis plusieurs années et s’intensifient depuis un mois ? Comment expliquer que les étudiantes, victimes de cet individu connu de vos services depuis si longtemps, n’aient pas eu de votre part un message personnel soulignant votre engagement à leur côté, et les assurant de votre protection ?

    Ces jeunes filles et jeunes femmes courageuses, qui ne se sont pas senties suffisamment soutenues par la cellule de veille contre le harcèlement sexiste, se sont tournées vers une jeune association qui les a aidées à verbaliser ce qui leur arrivait, à réaliser qu’elles n’étaient pas seules, et qui les a soutenues dans leurs démarches de dépôt de plainte, de signalement et de témoignages.

    C’est également cette association – et non vos services – qui a prévenu les enseignants de la Faculté des sciences historiques, à la fin de l’été, du fait que cette personne s’est inscrite en première année (une des nombreuses inscriptions en première année de licence de cet homme au sein de notre université) pour la rentrée de septembre 2020. Leur alerte a joué un rôle important car elle a permis aux enseignants d’être vigilants durant les cours et de collaborer avec cette association. Cependant, nous aurions aimé être également alertés et informés par voie hiérarchique et pouvoir travailler davantage avec la Cellule harcèlement de l’université .

    Mais il n’est plus temps de polémiquer. Ce qui compte plus que tout, c’est la sécurité de nos étudiant·e·s et des personnels de l’Université. Alors que nous commençons notre cinquième semaine de cours en présentiel, nous vous prions instamment, Monsieur le Président, de prendre immédiatement à l’encontre du harceleur un arrêté d’interdiction de présence sur tous les campus de l’Université de Strasbourg. Nous vous demandons de prendre cette décision depuis plusieurs semaines. Pourquoi ne sommes-nous pas entendu·e·s ? Pourquoi ignorer les demandes insistantes et légitimes des associations, des syndicats, des directions de composantes et de nombreux acteurs de notre communauté universitaire ?

    Nous vous rappelons, Monsieur le Président, que le Code de l’Éducation dispose que « le président d’université est responsable de l’ordre et de la sécurité dans les enceintes et locaux affectés à titre principal à l’établissement dont il a la charge » (Article R 712-1) et qu’il a le pouvoir « d’interdire à toute personne et, notamment, à des membres du personnel et à des usagers de l’établissement… l’accès de ces enceintes et locaux » (Article R712-8). Or, il est incontestable que l’individu en question porte atteinte à la sécurité d’étudiantes et de personnels. Vous ne pouvez les laisser plus longtemps à leur solitude et à leur désarroi. Votre obligation de sécurité à leur endroit est non seulement légale, mais aussi morale.

    L’université du XXIe siècle, une université d’excellence, se doit de faire régner l’égalité entre toutes et de tous et d’apporter aux jeunes gens comme aux jeunes femmes l’assurance – et les preuves concrètes – de notre engagement pour leur sécurité et les conditions nécessaires à des études de qualité.

    Chaque jour qui passe est également, pour nous, enseignant·e·s, un jour de crainte qu’un événement plus grave encore ne se produise. Pour nos étudiant·e·s et le personnel de l’université, pour l’égalité et la justice, Monsieur le Président, il est grand temps d’agir !

    https://blogs.mediapart.fr/les-invites-de-mediapart/blog/081020/strasbourg-la-lenteur-de-l-universite-proteger-les-victimes-de-harce

    #université #harcèlement_sexuel #facs #France

    –—

    Ajouté à la métaliste :
    https://seenthis.net/messages/863594

  • Watchdog group sues NYPD over sentiment data-tracking records
    https://venturebeat.com/2020/10/06/new-york-police-department-sued-over-sentiment-data-tracking-tool

    The Surveillance Technology Oversight Project (STOP), a nonprofit hosted by the Urban Justice Center that is dedicated to advocating against state-sponsored surveillance, today filed suit with Debevoise & Plimpton against the New York Police Department (NYPD). The suit alleges the NYPD refused to disclose records from surveillance it used to track public sentiment about the department. STOP claims the lawsuit, which was filed in the New York State Supreme Court, comes over 10 months (...)

    #Elucd #algorithme #SentimentMeter #police #consentement #reconnaissance #vidéo-surveillance #surveillance (...)

    ##STOPspying

  • Loi Asap : la #stratégie du choc – Plume de presse
    http://www.plumedepresse.net/loi-asap-la-strategie-du-choc

    Asap signifie en anglais as soon as possible, aussi vite que possible. Que faut-il donc faire, selon le gouvernement, aussi vite que possible ? Une fois n’est pas coutume, donnons la parole à Lutte ouvrière : « Le gouvernement a fait voter une loi dite de simplification administrative qui, entre autres, autorise les #entreprises à lancer la construction d’un nouveau site industriel avant que soient terminées toutes les enquêtes administratives quant à son éventuel impact sur l’#environnement. Elle diminue aussi les délais de recours pour demander une concertation sur certains projets. Et, si elle reconnaît quand même que chacun a le droit d’être informé des risques auxquels il est soumis, cette possibilité reste limitée par l’obligation de respecter le secret des affaires. Des réglementations existaient qui entravaient, un tout petit peu, la possibilité laissée à certains patrons de transformer une région en poubelle ou d’empoisonner l’eau ou le sol. Au lieu de les faire respecter, on les supprime tout simplement. » Délire de gauchiste ? Hélas non : « le gros morceau se trouve dans le titre III, sur la « simplification des mesures applicables aux entreprises », résume Reporterre. Et plus précisément, aux sites industriels. Lorsque ceux-ci veulent s’implanter, ils doivent — en fonction de leur dangerosité – donner des garanties de #sécurité, évaluer les risques sur la #santé et l’environnement, consulter les riverains. Les articles 21 à 26 du projet de loi visent à gommer des étapes dans ce processus, pour toujours plus d’industries… et donc de terres bétonnées. (…) Parmi les plus contestés, l’article 25 donne la possibilité au préfet, dans certains cas, de dispenser l’industriel d’enquête publique et de la remplacer par une simple consultation publique. »

  • Croatia stopped 16,000 migrant border crossings since January

    Croatia claims to have stopped just over 16,000 attempts by migrants without visas to cross the border with Bosnia since the beginning of the year. Meanwhile, Bosnia says it has halted close to 9,000 illegal migrant entrances so far this year.
    Since the beginning of the year, Croatian border police have halted just over 16,000 attempts to enter the country by migrants without proper papers arriving from Bosnia, Interior Minister Davor Bozinovic said Wednesday.

    Some 374 people were arrested on human trafficking charges in police operations, the minister said, most of whom were allegedly members of criminal organizations.

    Bosnian border crossings

    Meanwhile, Bosnian border police stopped almost 9,000 illegal attempts to cross into Bosnia and Herzegovina since the beginning of the year, border police director Zoran Galic said on September 12.

    There were 8,463 attempted entrances in total. In 7,376 of these cases, the migrants reportedly had been previously stopped and identified in Bosnia and had documents with them in which they declared their intention to request asylum in the country.

    Galic said that in the past eight months, some 11 migrant trafficking crimes had been discovered in the Zvornik area along the border with Serbia alone.

    Migrants still on Balkan Route

    Countries along the so-called Balkan Route have fortified their borders and increased border patrols in recent years. But there are still tens of thousands of migrants who are trying to cross through eastern European countries such as Bosnia, Serbia and Croatia to Western Europe.

    In recent weeks, border authorities discovered numerous migrants trying to clandestinely cross borders in the Balkan region.

    In Slovenia, in the 24 hours between Tuesday and Wednesday, police from the Capodistria district reportedly stopped 35 migrants from entering Croatia. According to a police statement, most of them were from Afghanistan (23) or Morocco (6).

    Migrants hiding on trucks

    On September 15, Serbian customs officials stationed along the border between Hungary and Croatia discovered 14 migrants hiding in various trucks. They were allegedly trying to reach EU countries in Western Europe. Serbian media report that six migrants had been discovered at the Horgos crossing on the Hungarian border on a Macedonian truck carrying tires from Turkey to the Czech Republic.

    Four migrants were discovered on two Serbian trucks that were carrying women’s hosiery and headed for Italy. The migrants, two on each truck, were discovered during a customs check on the border with Croatia. Also on the Serbian-Croatian border, four migrants were found on a truck carrying olives from Greece to the Netherlands.

    In another incident along the border between Serbia and Bosnia-Herzegovina on Tuesday morning, three migrants were reportedly rescued in #Zvornik while they were trying to cross the #Drina river. The three had been stuck at the point where the river is deepest for hours, grasping large stone blocks to not be swept away from the current. Passers-by saw the migrants, who were then rescued by the border police and firefighters.

    https://www.infomigrants.net/en/post/27384/croatia-stopped-16-000-migrant-border-crossings-since-january
    #Balkans #route_des_Balkans #asile #migrations #réfugiés #frontières #Croatie #statistiques #chiffres #Bosnie #Bosnie-Herzégovine

  • Berliner Initiative will Luther-Straße umbenennen | evangelisch.dehttps://www.evangelisch.de/inhalte/176360/30-09-2020/berliner-initiative-will-luther-strasse-umbenennen

    Um welche Straße geht es eigentlich, die da umbenannt oder nicht werden soll? Die Lutherstraßen dieser Stadt sind ja alle recht kurz und unbedeutend. Berlinkenner jeglichen Geschlechts und Hautfarbe tippen deshalb natürlich auf die lange ML-Straße die den Altbezirk Schöneberg in Nord-Süd-Richtung vom Ortsteil Tiergarten im Bezirk Mitte bis zur Grenze mit Friedenau durchzieht.

    Geschenkt. Jetzt dürfen die Ex-Sozialisten auf Senatoren- und Bürgermeisterposten den ollen Luther im Coronaloch gegen die Hexenzunft verteidigen. Wenn wieder ernste Themen auf die Agenda kommen, werden Prista Frühbottin und ihr trauriges Schicksal wieder in Vergessenheit geraten sein und die Blechlawine ihrer Abgase weiter von Nord nach Süd und zurück in der Martin-Luther-Straße verteilen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Martin-Luther-Stra%C3%9Fe_(Berlin)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Prista_Fr%C3%BChbottin

    Schade eigentlich, der Ansatz war nicht schlecht. Eine Nummer kleiner hätte es vielleicht geklappt. Aber den Hexenfreundinnen und -freunden bleiben ja noch die Martin-Luther-Straße in #Hermsdorf und die Lutherstraßen in #Lichtenrade, #Mahlsdorf, #Niederschönhausen, #Rahnsdorf, #Spandau oder #Steglitz. Sollte das alles nicht klappen, hätten wir noch den #Lutherplatz in #Spandau im Angebot. Prista, der Kampf geht weiter , oder so.

    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Martin-Luther-Strasse-13467-Berlin
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lutherstrasse-12305-Berlin
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lutherstrasse-12623-Berlin
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lutherstrasse-13156-Berlin
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lutherstrasse-12589-Berlin
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lutherstrasse-13585-Berlin
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lutherstrasse-12167-Berlin
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lutherplatz-13585-Berlin

    Zurück zur aus der TAZ abgeschriebenen EPD-Meldung. So ganz scheint der Schreiber oder die Schreiberin vom Evangelischen Pressedienst nicht mit der Sache vertraut zu sein. Vielleicht hat einfach die verbreitete Schnellscheiberschlamperei zugeschlagen, denn bereits im Titel ist von der Luther-Straße die Rede, wo es doch um die Martin-Luther-Straße geht.

    Zusammengesetzte Straßennamen werden immer in einem Wort geschrieben, es sei denn, das unterschlägt der Duden, die Straße heißt nach einer Stadt mit Genitiv-Endung. Dannn heißt sie beispielsweise Berliner Straße . Bei mehr als zwei Bestandtteilen kommen dann die unschönen Bindestriche zum Einsatz, also sind richtig Martin-Luther-Straße und Lutherstraße nicht aber nicht Luther-Straße . Hier kann das nachgelesen werden:
    https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/strassennamen
    Diese einfache Regel ist ziemlich alt und kommt etwa im Jüdischen Adressbuch für Berlin von 1931 zur Anwendung.
    https://digital.zlb.de/viewer/searchadvanced/-/%2528%2528SUPERDEFAULT%253A34039536_1931_1932+OR+SUPERFULLTEXT%253A34039536_1931_1932+OR+SUPERUGCTERMS%253A34039536_1931_1932+OR+DEFAULT%253A34039536_1931_1932+OR+FULLTEXT%253A34039536_1931_1932+OR+NORMDATATERMS%253A34039536_1931_1932+OR+UGCTERMS%253A34039536_1931_1932+OR+CMS_TEXT_ALL%253A34039536_1931_1932%2529+AND+%2528SUPERDEFAULT%253Aluther+OR+SUPERFULLTEXT%253Aluther+OR+SUPERUGCTERMS%253Aluther+OR+DEFAULT%253Aluther+OR+FULLTEXT%253Aluther+OR+NORMDATATERMS%253Aluther+OR+UGCTERMS%253Aluther+OR+CMS_TEXT_ALL%253Aluther%2529%2529/1/-/-

    Aber das ist alles fast egal und wir wollen nicht piesepampelig sein, lieber EPD.

    In der Debatte um Straßenumbenennungen nimmt eine Berliner Initiative die Martin-Luther-Straße in Schöneberg ins Visier. Der Reformator Martin Luther (1483-1546) habe „in seiner Zeit für ausgebeutete Menschen, Minderheiten und Frauen eine sehr negative Rolle gespielt und - wo immer es ging - Öl ins Feuer der Auseinandersetzungen gegossen und bitterbösen Hass gesät“, schreibt die Gruppe in einem Papier, über das die „tageszeitung“ (Mittwoch) berichtet. In dem Schreiben an SPD, Grüne und Linke in der Bezirksverordnetenversammlung setze sich die Initiative stattdessen für eine Namensgebung zugunsten von Prista Frühbottin ein - eine Wittenbergerin, die 1540 als „Hexe“ verbrannt wurde.

    Die Luther-Straße ist eine wichtige Nord-Süd-Achse, die sich auf einer Länge von 2,3 Kilometern durch Schöneberg zieht. In der Vergangenheit hatte es in Berlin wegen der Kolonialgeschichte schon heftige Debatten um Straßenumbenennungen im Weddinger „Afrikanischen Viertel“ und der Mohrenstraße in Mitte gegeben. Die Initiative zur Umbenennung der Luther-Straße dürfte allerdings kaum von Erfolg gekrönt sein. Linke und SPD in der Bezirksverordnetenversammlung reagierten in der „tageszeitung“ bereits ablehnend, die Grünen äußerten sich skeptisch.

    Im Zuge der Feierlichkeiten zum 500. Reformationsjubiläum 2017 gerieten judenfeindlichen Äußerungen Luthers verstärkt in den Blick. Der Überlieferung nach hatte Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen Missstände der Kirche seiner Zeit an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen und damit in der weiteren geschichtlichen Folge die Spaltung in evangelische und katholische Kirche ausgelöst.

    #Berlin #Straßenumbenennung #Martin-Luther-Straße #Schöneberg

  • NAMEN FÜR DIE WISSMANNSTRASSE - taz.de
    https://taz.de/Diskussion-um-Strassennamen/!5713124

    Eigentlich ist es für alle ein gut sichtbarer und erhellender Kontrast und macht die angestrebte Straßenumbenennung zur kontraproduktiven Zeitverschwendung. Die grossartige Werkstatt der Kulturen, Ort der Begegnung und Völkerverständigung, wo sich gemeinsam an Musik und anderen Kulturereignissen gefreut wird, befindet sich in einer Strasse, die nach einem kaiserzeitlichen Kolonialverbrecher heißt. Diese NIcht-Zufälligkeit öffnet Verstand und Herzen schon beim Lesen der Adresse und sollte beibehalten werden.

    Anderswo kann eine Straßenumbenennug durchaus Sinn ergeben. Als im Jahr 2008 ein Teil der alten #Kochstraße im historischen Berliner Zeitungsviertel in #Rudi-Dutschke-Straße umbenannt wurde, entstand ein ähnlich erhellender Widerspruch, denn auf einmal befand sich die Adresse des Axel-Springer-Verlags in der nach ihrem größten Widersacher benannten Straße, für dessen zu frühen Tod die Hetze des Verlags mit verantwortlich ist. Durch umfangreiche Baumaßnahmen wurde der Haupteingang des Verlags dann technisch an die Zimmerstraße und postalisch an den bereits 1996 nach #Axel-Springer-Straße umbenannten Teil der Kreuzberger #Lindenstraße verlegt.

    Der Axel-Springer-Verlag hat die Geschichte damit in eine für Berlin typische Stadtposse verwandelt, wie sie Klein-Kleckersdorf nicht besser hinbekommen hätte. Auf diese gefährlich kleingeistige Ebene begeben sich die Verfechter einer Wissmannstraßenumbenennung und riskieren, voll guten Glaubens und ehrlicher Absichten da zu landen, wo die Mohrenstraßenbekämpfer bereits angekommen sind.

    Alle streiten vereint im Kampf gegen die Flügel von ihnen selbst errichteter Windmühlen. Das ist nicht schlimm, aber ein wenig traurig kann einen die verlorene Zeit schon stimmen, auf deren Suche sich in späteren Jahren die weniger bornierten und dann aus Erfahrung klug gewordenen Freiheitskämpfer begeben werden.

    NAMEN FÜR DIE WISSMANNSTRASSE

    30. 9. 2020 - Die Vorauswahl Im Zuge der Umbenennung der Neuköllner Wissmannstraße hat die Jury am Montagabend drei Namen präsentiert, die sie aus mehr als 400 eingereichten Vorschlägen ausgewählt hat. Nduna Mkomanile (?–1906) war eine Widerstandkämpferin im Maji-Maji-Aufstand (heutiges Tansania), sie wurdeWissmannstraße von den deutschen Kolonialisten als einzige Frau gehängt. Lucy Lameck (1934–1993) war die erste Frau im tansanischen Regierungskabinett. Fasia Jansen (1929–1997) war eine afrodeutsche Liedermacherin und Friedensaktivistin.

    Die Jury Zur Jury gehören drei AnwohnerInnen der Straße, der Leiter des Museums Neukölln, Udo Gößwald, der Kulturwissenschaftler Bernd Kessinger sowie Mnyaka Sururu Mboro vom Verein Berlin Postkolonial und Anette Heit von Oyoun (Ex-Werkstatt der Kulturen). Die Namensvorschläge werden nun den Mitgliedern des Bildungsausschusses vorgestellt. (sum)

    #Berlin #Neukölln #Wissmannstraße #Straßenumbenennung

  • Diskussion um Straßennamen: Luther soll runter vom Schild - taz.de
    https://taz.de/Diskussion-um-Strassennamen/!5713124

    Immer wieder werden Straßennamen zum Politikum. Nach der jahrelangen Debatte über Umbenennungen im Weddinger „Afrikanischen Viertel“ überraschte der Bezirk Mitte kürzlich mit der Ankündigung, die Mohrenstraße in Mitte solle bald an den Philosophen Anton Wilhelm Amo erinnern. Jetzt meldet sich eine Initiative zu Wort, die einen besonders prominenten Mann vom Schild heben will: Martin Luther.

    Der Reformator habe „in seiner Zeit für ausgebeutete Menschen, Minderheiten und Frauen eine sehr negative Rolle gespielt und – wo immer es ging – Öl ins Feuer der Auseinandersetzungen gegossen und bitterbösen Hass gesät“, schreibt die Gruppe in einem Papier, das der taz vorliegt. „Zudem ist sein Name Symbol für obrigkeitsstaatliche Hörigkeit bis ins Preußische Kaiserreich hinein. Für die Menschen unserer Zeit ist sein Name nicht erinnerungswürdig!“

    Dabei schien der 1546 gestorbene Eislebener gerade wieder an Popularität zu gewinnen: Als sich 2017 sein „Thesenanschlag“ von Wittenberg zum 500. Mal jährte, betrieben Kirchen, Bundesländer und Kommunen viel Aufwand, dem abtrünnigen Mönch und Theologieprofessor ein cooles Image anzudichten. Es gab Luther-Musicals, Luther-Playmobilmännchen und Luther-Comics, Kinderbücher und Tourismuskampagnen.

    All das konnte nicht verhindern, dass die wachsende Beschäftigung mit der historischen Figur auch deren problematisches Gedankengut wieder ans Licht brachte. Denn Luther war alles andere als tolerant: Er hetzte gegen Juden, predigte die Verfolgung aufständischer Bauern, machte Frauen verächtlich, nannte Muslime „Diener des Teufels“ und forderte, behinderte Kinder zu ertränken. Auch wenn viele ChristInnen sich heute für Gleichberechtigung und Diversität einsetzen – Martin Luther stand für das exakte Gegenteil.

    Mögliche Alternative: eine Prista-Frühbottin-Straße
    „Prista-Frühbottin-Straßen-Team“ nennt sich die Initiative, die daraus nun Schlüsse zieht. Der von ihr vorgeschlagene Ersatzname soll an eine Wittenbergerin erinnern, die 1540 als „Hexe“ verbrannt wurde. Luther, der mit seinem Teufels- und Hexenglauben fest im Mittelalter verwurzelt war, habe diese Hinrichtung befürwortet, heißt es in dem Papier. Auch wenn die schlimmste Zeit der Verfolgung erst nach Luthers Tod begann, habe dieser bereits dazu aufgerufen, „Zauberinnen“ zu töten.

    Der Aufruf, den das „Team“ an SPD, Linke und Grüne in Tempelhof-Schöneberg verschickt hat, beschreibt exemplarisch nicht nur Luthers tödlichen Hexenwahn, sondern auch seine Haltung gegenüber den Bauern und den Juden. Erstere wagten damals den Aufstand gegen die Feudalherren – und Luther, der sich unter den Schutz des sächsischen Kurfürsten begeben hatte, schrieb, man solle die Rebellen „wie tolle Hunde totschlagen“.

    Die antijüdischen Schriften des Reformators wirken beklemmend prophetisch, etwa jene, die die Juden als „unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück“ bezeichnete und die Obrigkeit aufrief, Synagogen niederzubrennen, Juden Zwangsarbeit verrichten zu lassen und Rabbiner unter Todesdrohung am Lehren zu hindern. Ein Antisemit im rassistischen Sinne der Nazis war er wohl nicht, jedoch wurde Luther von diesen durchaus als Kronzeuge begriffen.

    Dass die Pogromnacht von 1938 auf den Geburtstag des Kirchenmanns fiel, wurde nicht nur von den „deutschen Christen“ als Erfüllung eines historischen Auftrags verstanden. Heute beschreibt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Luthers Judenfeindschaft als „schwere Hypothek für die reformatorische Bewegung“ – eine grundlegende Distanzierung bleibt aus.

    Der preußische „Staatsheilige“
    Für das „Prista-Frühbottin-Straßen-Team“ steht fest: Dass die Straße zwischen Wittenberg- und Innsbrucker Platz 1899 nach Luther benannt wurde, liege daran, dass das preußische Kaiserhaus im neuen Reich einen „starken, der Krone ergebenen Protestantismus“ als Staatskirche brauchte. „Die Preußen hatten Martin Luther als neuen Staatsheiligen, gewissermaßen als Propheten der Reformation auserkoren, nach dem sie nun Straßen, Kirchen und Krankenhäuser benennen ließen.“

    Gegenüber der taz sagt der Sprecher der Initiative, Volker Schorling, auch „Straße der Reformation“ komme als neuer Name infrage: „Unser Thema ist nicht die Reformation in ihrer Bedeutung für die Frühe Neuzeit und die Aufklärung“, so Schorling. „Das Ganze war ja eine Denkrichtung.“ Luthers Prominenz bis heute verdanke sich ausschließlich seiner „Anbiederung an fürstliche Macht und die staatliche Autorität generell“.

    Von den Angeschriebenen habe nur die Linke reagiert, sagt Schorling – und zwar mit freundlicher Ablehnung. In einer E-Mail, die der taz vorliegt, schreibt der Bezirksvorsitzende von Tempelhof-Schöneberg, Alexander King, seine Partei sehe „viele gute Gründe“ für eine kritische Auseinandersetzung. Man unterstütze das „Anliegen, eine kritische Sicht auf Martin Luther zu verbreiten“, aber nicht eine Umbenennung der Straße.

    „Wir halten Straßenumbenennungen nicht in jedem Fall für geeignet, um ein kritisches Bewusstsein von der eigenen Geschichte zu gewinnen“, so King. Es müssten, je nach Fall, „andere Wege gesucht werden“. Für die AnwohnerInnen führe eine Umbenennung „in erster Linie zu Verdruss, vor allem in einer Straße mit derart vielen Betroffenen wie der Martin-Luther-Straße“.

    Für die SPD ist Luther kein Thema

    Auf taz-Nachfrage äußerten sich auch Grüne und SPD: Der Vorsitzende der BVV-Grünen-Fraktion, Rainer Penk, bestätigte, das Papier der Initiative zu kennen, monierte aber, die UrheberInnen hätten sich nicht namentlich offenbart. „Ein solches Anliegen wirft eine ganze Reihe von Fragen auf, die wir gerne mit Vertretern der Initiative besprochen hätten.“ Die Grünen seien „gerne bereit, dieses Gespräch jederzeit zu führen, sobald uns entsprechende Kontaktdaten zur Verfügung stehen“. Denkbar wäre auch, ein Historiker-Gutachten in Auftrag zu geben, um das Für und Wider einer Umbenennung zu prüfen.

    Weniger gesprächsbereit zeigt sich Oliver Fey, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Eine Umbenennung der Martin-Luther-Straße ist derzeit kein Thema.“

    #Berlin #Straßenumbenennung #Martin-Luther-Straße #Schöneberg

  • How often do leading biomedical journals use statistical experts to evaluate statistical methods? The results of a survey
    https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0239598

    We received eligible responses from 107 of 364 (28%) journals surveyed, across 57 fields, mostly from editors in chief. 34% (36/107) rarely or never use specialized statistical review, 34% (36/107) used it for 10–50% of their articles and 23% used it for all articles. These numbers have changed little since 1998 in spite of dramatically increased concern about research validity.

    #statistiques #médecine #publications #vérification