• Gesundheit - Berlin - Steglitz-Zehlendorf hat die meisten Pflegeheime
    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-berlin-steglitz-zehlendorf-hat-die-meisten-pflegeheime-dpa.u

    4. Januar 2021 - Die mit Abstand meisten Pflegeheime (62) befinden sich im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Fast 4900 Plätze stehen dort zur Verfügung, wie aus dem aktuellen Statistischen Jahrbuch für Berlin hervorgeht. In Pankow und Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es je 41 Pflegeheime und in Lichtenberg 40. Am wenigsten Heime (19) und Plätze (rund 1900) hat Friedrichshain-Kreuzberg. Insgesamt gab es Ende 2019 in Berlin 399 Pflegeheime mit 34 300 Plätzen, in denen rund 33200 Menschen lebten und 23 100 Mitarbeiter beschäftigt waren.

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #nutzloses_Wissen

  • § 1a BauGB - Einzelnorm
    https://www.gesetze-im-internet.de/bbaug/__1a.html

    Baugesetzbuch (BauGB)
    § 1a Ergänzende Vorschriften zum Umweltschutz
    (1) Bei der Aufstellung der Bauleitpläne sind die nachfolgenden Vorschriften zum Umweltschutz anzuwenden.
    (2) Mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden; dabei sind zur Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen die Möglichkeiten der Entwicklung der Gemeinde insbesondere durch Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung zu nutzen sowie Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen. Landwirtschaftlich, als Wald oder für Wohnzwecke genutzte Flächen sollen nur im notwendigen Umfang umgenutzt werden. Die Grundsätze nach den Sätzen 1 und 2 sind in der Abwägung nach § 1 Absatz 7 zu berücksichtigen. Die Notwendigkeit der Umwandlung landwirtschaftlich oder als Wald genutzter Flächen soll begründet werden; dabei sollen Ermittlungen zu den Möglichkeiten der Innenentwicklung zugrunde gelegt werden, zu denen insbesondere Brachflächen, Gebäudeleerstand, Baulücken und andere Nachverdichtungsmöglichkeiten zählen können.
    (3) Die Vermeidung und der Ausgleich voraussichtlich erheblicher Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sowie der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts in seinen in § 1 Absatz 6 Nummer 7 Buchstabe a bezeichneten Bestandteilen (Eingriffsregelung nach dem Bundesnaturschutzgesetz) sind in der Abwägung nach § 1 Absatz 7 zu berücksichtigen. Der Ausgleich erfolgt durch geeignete Darstellungen und Festsetzungen nach den §§ 5 und 9 als Flächen oder Maßnahmen zum Ausgleich. Soweit dies mit einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung und den Zielen der Raumordnung sowie des Naturschutzes und der Landschaftspflege vereinbar ist, können die Darstellungen und Festsetzungen auch an anderer Stelle als am Ort des Eingriffs erfolgen. Anstelle von Darstellungen und Festsetzungen können auch vertragliche Vereinbarungen nach § 11 oder sonstige geeignete Maßnahmen zum Ausgleich auf von der Gemeinde bereitgestellten Flächen getroffen werden. § 15 Absatz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes gilt entsprechend. Ein Ausgleich ist nicht erforderlich, soweit die Eingriffe bereits vor der planerischen Entscheidung erfolgt sind oder zulässig waren.
    (4) Soweit ein Gebiet im Sinne des § 1 Absatz 6 Nummer 7 Buchstabe b in seinen für die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen erheblich beeinträchtigt werden kann, sind die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes über die Zulässigkeit und Durchführung von derartigen Eingriffen einschließlich der Einholung der Stellungnahme der Europäischen Kommission anzuwenden.
    (5) Den Erfordernissen des Klimaschutzes soll sowohl durch Maßnahmen, die dem Klimawandel entgegenwirken, als auch durch solche, die der Anpassung an den Klimawandel dienen, Rechnung getragen werden. Der Grundsatz nach Satz 1 ist in der Abwägung nach § 1 Absatz 7 zu berücksichtigen.

    #Allemagne #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Lichterfelde-Süd #urbanisme #banlieue #climat #rechauffement-climatique #logement #privatisation

  • Drucksache - 1737/V - Klimagutachten für das Bauvorhaben Lichterfelde-Süd, B-Plan 6-30
    https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=7501#allrisSV

    Die BVV möge beschließen:

    Das Bezirksamt wird ersucht, ein Klimagutachten für das Bauvorhaben in Lichterfelde-Süd ("Neulichterfelde"), B-Plan 6-30, in Auftrag zu geben und dieses zur Diskussion in der BVV und der Öffentlichkeit zu stellen. Dieses ist abzuwarten, bevor ein Beschluss des B-Plans 6-30 durch die BVV herbei geführt wird.

    Begründung:

    Bei der Aufstellung von Bauleitplänen sind u. a. umweltbezogene Auswirkungen des Klimas auf Menschen und Gesundheit und die Bevölkerung im Allgemeinen zu berücksichtigen (§ 1 Absatz 7 Buchstaben a und c BauGB). Wirksame Maßnahmen zum Wohl von Mensch und Umwelt - gegen den Klimawandel - müssen daher eingeleitet werden (§ 1a Absatz 5 BauGB). Nach dem Klimaatlas von Berlin gilt die Thermometersiedlung trotz ihrer randstädtischen Lage als lokaler Wärmeschwerpunkt mit Schwüleneigung. Die im Entwurf des B-Plans 6–30 Lichterfelde-Süd vorgesehene Bebauung würde die T-Siedlung weitgehend von einem Luftaustausch mit dem Berliner Umland abschneiden. Die beiden bis zur T-Siedlung reichenden „grünen Finger“ im Neubaugebiet scheinen unterdimensioniert und sind in ihrer Leistungsfähigkeit durch vorhandene und geplante Forstpflanzen eingeschränkt. Der für die Durchlüftung der T-Siedlung wichtige Stangenpfuhlgraben wird von keinem „grünen Finger“ erreicht. Die Bahntrasse, welche bis weit in die Stadt als Durchlüftungsschneise dient, wird durch die anstehende Bebauung weiter verschmälert. Insbesondere in der T-Siedlung werden „Tropennächte“ bei sommerlichen Hitzewellen durch das Bauvorhaben zunehmen.

    Ein solcher Wärmestau in Großstädten ist extrem gesundheitsgefährdend: Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass in Berlin im Sommer 2018 durch solche Ereignisse 490 Menschen zusätzlich gestorben sind. Bei der Behördenbeteiligung (TöB) ist von der Senatsverwaltung für Gesundheit und dem bezirklichen Gesundheitsamt offenbar keine Stellungnahme zu der genannten Problematik eingeholt worden. Dem BauGB und somit dem formalen Ablauf hin zum Beschluss des Bebauungsplanes wurde bei der Größe des Bauprojekts somit nicht zur Genüge entsprochen. Ein vom Investor unabhängiges Gutachten über stadtklimatischen Folgen des Bauvorhabens, sowie explizite Folgen für die Thermometersiedlung, ist dringend erforderlich.

    In der 74. Sitzung des Ältestenrats am 21.01.2020 ist die Linksfraktion dem Antrag beigetreten.

    #Allemagne #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Lichterfelde-Süd #urbanisme #banlieue #climat #rechauffement-climatique #logement #privatisation

  • Steglitz-Zehlendorfer Klimawandel-Leugner | Pressemitteilungen | Aktionsbündnis Lichterfelde Süd
    https://aktionsbuendnis-lichterfelde-sued.de/top-6-lichterfelde-

    Voilà comment le parti vert abandonne ses positions écolos afin de promouvoir la carriere de ses adhérents. La coalition locale entre les verts et la droite noire de Berlin Steglitz-Zehlendorf refuse l’élaboration d’une expertise sur les conséquences climatiques de la construction d’une nouvelle cité pavillonnnaire face à une cité ouvrière construite dans les années 1970.

    Die bisherigen Planungen zu der Aufstellung des Bebauungsplans 6-30 in Lichterfelde Süd ignorieren die Auswirkungen des Klimawandels - insbesondere die Auswirkungen der Bebauung auf die nördlich angrenzende Thermometer-Siedlung. Die Fraktionen von SPD und DIE LINKE. hatten einen Antrag „Klimagutachten für das Bauvorhaben Lichterfelde-Süd, B-Plan 6-30“ eingereicht. Die BVV Steglitz-Zehlendorf hat diesen Antrag mit Mehrheit und vor allem mit den Stimmen der Zählgemeinschaft aus CDU und Grünen abgelehnt. Statt einer Entlastung für die heute schon hitzegefährdete Thermometersiedlung wird stur an den Plänen des Investors festgehalten, Gesundheit und Wohlbefinden spielen keine Rolle.
    Die bisherige Projektplanung verstößt fundamental gegen das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 und ebenso gegen §1a (5) BauGB.

    Durch die Bebauung des Gebietes in Lichterfelde Süd entsteht ein Netto-Flächenverlust an Bodenkühlleistung, bedingt auch durch das Abbremsen des Kaltluftzustroms aus Brandenburg.
    Die Reduzierung der kühlenden Flächen der Parks Range selbst trägt zur Erwärmung bei und mindert die Wirksamkeit der Kaltluftbahnen, die durch sog. „Grüne Finger“ in die Thermometersiedlung geleitet werden sollten. Diese sind zu schmal und falsch ausgerichtet. So endet der westliche „Grüne Finger“ auf einem versiegelten Platz des „Urbanen Gebietes“ zwischen 6-Geschossern. Der mittlere hat keinen Übergang zum Grünzug in die Thermometer-Siedlung und endet an der Hauptzufahrt Landweg, der östliche endet an der zentralen Verkehrskreuzung. Kaltluftströme werden verwirbelt und gestoppt, wenn Autos sie queren und dies wird bei allen „Grünen Fingern“ der Fall sein. Quer zu den Kaltluftströmen gestellte Baukörper am Landweg riegeln ebenfalls den Luftaustausch ab.

    Der Vertreter der GRÜNEN sieht das alles ganz entspannt. Er sagte in der BVV Debatte zum Thema Kaltluftströme: Die Luft käme überall hin und er könne dies am Beispiel des Wassers erläutern: „Ein Fluss, würde der jetzt da seinen Weg nicht finden, würde da also eine Barriere sein, an der er nicht weiterkäme … er würde nicht … und so ist die Luft auch nicht, die bewegt sich da und kommt auch um diese Ecke drumrum, ist auch genug Platz, um da rumzukommen, hat es sogar noch
    leichter als das Wasser, irgendwo rumzukommen, sind ja nur so ein paar Atome.“
    Unser Vorschlag: Wir schreiben die physikalischen Gesetze einfach so um, wie es den Grünen an dieser Stelle in ihre Argumentation passt.

    Am Schluß der Begründung des Antrags von SPD und LINKEN heißt es: Ein „Gutachten über stadtklimatischen Folgen des Bauvorhabens, sowie explizite Folgen für die Thermometersiedlung, ist dringend erforderlich.“ Dem wäre eigentlich nichts hinzuzufügen.

    cf. aussi https://seenthis.net/messages/891600 https://seenthis.net/messages/891599 https://seenthis.net/messages/891598

    #Allemagne #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Lichterfelde-Süd #urbanisme #banlieue #climat #rechauffement-climatique #logement #privatisation

  • Kein Live-Stream der Bezirksverordnetenversammlung - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article230717886/Kein-Live-Stream-der-Bezirksverordnetenversammlung.html

    20.10.2020, von Katrin Lange - CDU und Grüne lehnen die Forderung ab. Protokolle könnten im Internet eingesehen werden, argumentiert die Bezirksbürgermeisterin.

    Eine Übertragung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) über einen Streaming-Dienst – wie zum Beispiel in Lichtenberg und Reinickendorf schon üblich – wird es in Steglitz-Zehlendorf bis auf weiteres nicht geben. Das geht zum einen aus der Antwort der Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) auf eine Bürgeranfrage hervor. Zum anderen wurden in der jüngsten Sitzung der Bezirksverordneten Anträge von der SPD- und der FDP-Fraktion, die einen Live-Stream der BVV fordern, abgelehnt. Die Zählgemeinschaft von CDU und Grüne ist gegen eine Übertragung im Internet.
    Beitrag zum Gesundheitsschutz

    Besonders unverständlich ist die Ablehnung für die Mitglieder der FDP-Fraktion, für die der Live-Stream der BVV nur ein erster Schritt gewesen wäre. Sie wollten zudem prüfen lassen, inwieweit die Versammlung künftig digitalt abgehalten – also ohne „physische Anwesenheit der Bezirksverordneten und des Bezirksamtes“. Das sei gerade in Corona-Zeiten wichtig, sagt Lars Rolle, Mitglied der FDP-Fraktion und Initiator des Antrags. Wenn sich die Krise weiter verschärfe und die BVV auch in abgespeckter Version nicht mehr tagen könnte, wäre das eine gute Möglichkeit, weiterzuarbeiten. „Ich bin schließlich gewählt worden, um auch in Krisenzeiten meine Aufgaben zu erfüllen“, sagt Rolle. Deshalb sei es notwendig, die Teilhabe an den Sitzungen zu ermöglichen und gleichzeitig einen Beitrag zum Gesundheitsschutz zu leisten. „Parteitage werden schließlich auch schon online abgehalten“, so der Lokalpolitiker.
    Mehr Interesse für die Lokalpolitik

    Rolle geht davon aus, dass durch eine Übertragung im Netz das öffentliche Interesse an der Kommunalpolitik gestärt werden könnte. „Die Hürde, die Debatten zu verfolgen, ist geringer, denn die Menschen müssen nicht extra ins Rathaus kommen“, so seine Argumentation. Gleichzeitig könnte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf damit eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung der Kommunalpolitik einnehmen. Er hält es zudem für einen Skandal, dass der Vorsitzende der CDU-Fraktion die Ablehnung der Anträge damit begründete, dass sich ohnehin niemand für die BVV interessieren und einen Live-Stream verfolgen würde.
    CDU fordert Online-Ausbau der Bürgerdienste

    Dieser Darstellung widerspricht Torsten Hippe. „Ich habe lediglich die Frage aufgeworfen, ob ein Bürger auf dem Teltower Damm sich eher für den Online-Ausbau der Bürgerdienste oder für einen Live-Stream der BVV interessieren würde“, sagt der CDU-Fraktionschef. Er gehe davon aus, dass es wichtiger sei, zunächst die Angebote der Bürgerdienste verstärkt ins Internet zu verlegen. Die Kosten von etwa 10.000 Euro für die Bereitstellung des Live-Streams sollten aus diesem Grund lieber in den digitalen Ausbau der Bürgerdienste gesteckt werden. Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) verweist zudem auf datenschutzrechtliche Bedenken. „In der BVV sind Zuschauer jederzeit zugelassen und die Sitzungsprotokolle im Internet einsehbar“, erklärte Richter-Kotowski auf die Bürgeranfrage. Damit sei die Transparenz hergestellt.
    In Spandau beschlossen, aber nicht umgesetzt

    In Spandau hatten die Bezirksverordneten auf Antrag der Grünen bereits 2018 beschlossen, einen Live-Stream der BVV einzurichten. „Auf die bereits gewonnenen Erfahrungen mit ähnlichen Initiativen in anderen Bezirken (u. a. Reinickendorf, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf) soll zurückgegriffen werden“, heißt es in dem Antrag. Mitte Oktober teilte das Bezirksamt mit, dass es kein Geld für die Umsetzung gibt.

    #Steglitz-Zehlendorf #Politik #BVV #Internet #Open_Data

  • Radrouten Südwest
    https://www.tourismus-suedwest.berlin


    Vier interessante Radwandrungen durch Berlin Steglitz-Zehlendorf. MIt dem Taxi schafft man alle an einem Tag. Natürlich muss man aussteigen und ein wenig laufen, um alle Objekte sehen zu können, die mit dem Fahrrad direkt erreichbar sind.

    Flyer
    https://www.tourismus-suedwest.berlin/?post_type=attachment&p=194

    Dahlem Route

    Tourencharakter

    Gesamtstrecke:
    18 km

    Dauer:
    1 Std 20 min

    Wegbeschaffenheit:
    Radwege, Straßen, Nebenstraßen

    Highlights:
    11 Museen, Architektur, Natur und Kiezleben

    Ausgangs-/Endpunkt:
    Der Ein- und Ausstieg in die Route ist an zwei Stationen der S-Bahn Linie 1 und fünf Stationen der U-Bahn
    Linie 3 möglich. Empfohlen wird der Einstieg in die Rundstrecke am U-Bahnhof „Onkel Toms Hütte“.

    Routenbeschreibung

    Die Dahlem Route wurde am 29. Juni 2018 als erste bezirkliche touristische Radroute eröffnet. Sie schließt mit dem Mexikoplatz und dem Schlachtensee östlich an die Nikolassee Route an.

    Auf der 18 Kilometer langen Route befinden sich eine Vielzahl von Kultureinrichtungen. Der Ein- und Ausstieg in die Route ist an zwei Stationen der S-Bahn Linie 1 und fünf Stationen der U-Bahn Linie 3 möglich. Am besten steigst du am U-Bahnhof Onkel Toms Hütte in die Rundstrecke ein. Hier kannst du dir in der Ladenstraße günstig ein Fahrrad ausleihen sowie in den individuell geführten kleinen Läden noch kurz shoppen gehen. Probier in Toms Kaffeerösterei doch mal die neue Spezialität „Cold Brew“. Die Ladenstraße ist jedoch mehr als nur ein Ort zum Einkaufen. Die Buchhandlung Born und der Nachbarschaftsverein Papageiensiedlung bieten eine Vielzahl von Informations- und Kulturveranstaltungen an.

    Die Route folgt in östlicher Richtung der Argentinischen Allee. Auf der linken Seite radelst du entlang der Waldsiedlung Onkel Toms Hütte. Die Häuser rund um den U-Bahnhof Onkel Toms Hütte entstanden zwischen 1926 und 1932 im Bauhausstil. Von den Bewohnern wird das bunte Häuser-Ensemble Papageiensiedlung genannt. Am U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim schwenkst du links in die Clayallee und erblickst schon bald den alten Rosinenbomber des AlliiertenMuseums aus der Zeit der Luftbrücke. Das Museum beschäftigt sich mit der Rolle der Westalliierten in Deutschland und West-Berlin in der Zeit von 1945 bis 1994. Der Eintritt ist kostenfrei.

    Weiter folgt die Dahlem Route der Clayallee und biegt rechts in die Königin-Luise-Straße ab. Vorbei am Gasthaus und Biergarten „Alter Krug“ erreichst du ein reetgedecktes Fachwerkhaus mit einem blumengeschmückten Vorplatz, den U-Bahnhof Dahlem Dorf. Der Kiez Charakter dieser Gegend ist sofort zu spüren. Unweit des U- Bahnhofes kannst du die Domäne Dahlem besuchen, dem einzigen Bauernhof Deutschlands mit U-Bahnanschluss. Die Domäne war mal ein Rittergut und ist heute ein Freilichtmuseum für Agrar- und Ernährungskultur. Kinder können hier Tiere bestaunen und die Arbeit auf dem Bauernhof kennenlernen. Darüber hinaus bietet die Domäne eine Vielzahl von Veranstaltungen wie z.B. Markt- und Frühlingsfeste an. Am U-Bahnhof Dahlem Dorf hältst du dich leicht links und fährst auf dem sehr schönen asphaltierten Radweg, dem Franz-Grothe-Weg, entlang der landwirtschaftlichen Flächen der Domäne Dahlem.

    Am Ende des Weges wendest du dich nach rechts auf die Podbielskiallee und radelst direkt auf den Botanischen Garten mit dem Botanischen Museum zu. Der Botanische Garten gehört mit 43 ha Fläche und 20.000 Pflanzenarten zu den größten und artenreichsten botanischen Gärten der Welt. Wander einfach durch die Wälder und Wiesen, guck dir die fernöstlichen Pflanzen an und tauche in den tropischen Regenwald ein.

    An der folgenden Kreuzung wendet sich die Route nach rechts auf die Königin-Luise-Allee. Zeit für ein leckeres Eis am U- Bahnhof Dahlem Dorf. Anschließend überquerst du die Kreuzung und hältst dich links vom U- Bahnhof Dahlem Dorf. Gleich wieder links überquerst du eine Brücke und stößt auf das Museum Europäischer Kulturen (MEK). Das Museum veranschaulicht die Lebenswelten in Europa vom 18. Jahrhundert bis heute. Es ist Teil der staatlichen Museen zu Berlin. Mit 280.000 Exponaten werden europäische Alltagskulturen und populäre Kunst dargestellt. Besonders Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen stehen hier im Vordergrund. Entlang des Weges kannst du dir die repräsentativen Gebäude der Freien Universität anschauen, die den Stadtteil mit architektonisch innovativen Bauten bereichert. Jetzt stößt du auf die Philologische Bibliothek, eine wissenschaftliche Bibliothek, die Bestände aus der Sprach- und Literaturwissenschaft umfasst.

    Der Weg führt weiter zum Henry Ford Bau. Dieser wurde von den Architekten Franz Heinrich Sobotka und Gustav Müller zwischen 1952-54 gebaut. Benannt wurde der Bau nach dem amerikanischem industriellen Henry Ford II. Er veranlasste die Finanzierung des Gebäudekomplexes über die Ford Foundation.

    Die Route führt dich jetzt durch wunderschön angelegte Parkanlagen, den Dreipfuhlpark und den Fischtalpark. Über die Fischerhüttenstraße gelangst du zum U-Bahnhof Krumme Lanke und wendest dich nach links in die Argentinische Allee. Zur rechten Hand erscheint das Haus am Waldsee. Hier wird zeitgenössische Kunst dargestellt. Gezeigt werden Malerei, Zeichnungen, Videokunst, Skulptur, Design und Architektur. Anschließend folgt die Route weiter der Argentinischen Allee und führt zum Mexikoplatz. Uralte Bäume, symmetrisch angelegte Grünanlagen mit zwei Springbrunnen, weiße Parkbänke und ein im Jugendstil erbautes Bahnhofsgebäude machen den Platz zu einem der schönsten Berlins. Am S-Bahnhof geht es rechts in die Matterhornstraße, die dich zum S-Bahnhof Schlachtensee und durch den Tunnel direkt zum Schlachtensee führt. Im Sommer kannst du dich an einer der vielen Badestellen abkühlen oder einfach ein bisschen entspannen. Und wenn du gerne weiter aktiv sein möchtest, kannst du dir ein Ruderboot oder Stand Up Paddle Bord ausleihen. Im weiteren Verlauf führt der Weg Am Schlachtensee vorbei an wunderschönen Villen. Über den Elvirasteig und Quermatenweg passierst du die Krumme Lanke, hältst dich rechts und kommst wieder am U-Bahnhof Onkel Toms Hütte an.

    GPX
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    Karte
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    Nikolassee Route

    Tourencharakter

    Gesamtstrecke:
    19 km

    Dauer:
    1 Std 30 min

    Wegbeschaffenheit:
    Radwege, Straßen, Waldwege

    Highlights:
    Strandbad Wannsee, Schwanenwerder, Badestelle Großes Fenster, Museumdorf Düppel, Königsweg

    Ausgangs-/Endpunkt:
    Der Ein- und Ausstieg in die Route ist an drei Stationen der S-Bahn Linie 1 und zwei Stationen der S-Bahn Linie 7 möglich. Empfohlen wird der Einstieg in die Rundstrecke am Bahnhof „Wannsee“.

    Routenbeschreibung

    Die Nikolassee Route wurde am 21. Juni 2019 als touristische Radroute eröffnet und verbindet zahlreiche Sehenswürdigkeiten des Ortsteils Nikolassee. Optimal zu erreichen ist die Nikolassee Route über den Bahnhof Wannsee. Neben der S-Bahn halten hier auch Regionalbahnen. Hier kannst du ganz bequem mit der Route starten. Von dort geht es in Richtung Westen weiter zum Strandbad Wannsee. Es ist seit 1907 nicht nur das größte Binnenseebad Europas, sondern auch das bekannteste. Etwa einen Kilometer lang erstreckt sich der rund 50m breite Sandstrand, der aus feinstem Ostseesand besteht.

    Durch den Grunewald geht es auf dem Wannseebadweg weiter bis zum Ufer nach Schwanenwerder. Auf Informationstafeln kannst du dich über die ereignisreiche Geschichte der in der Havel gelegenen Insel informieren. 1882 wurde sie von Lampenfabrikant Wessel erworben, der sie daraufhin zur Bebauung an wohlhabende Bürger freigab. Ab 1933 eigneten sich die Nazionalsozialisten die Parzellen der jüdischen Eigentümer auf perfide Art und Weise an. Heute ist Schwanenwerder eine der begehrtesten Wohngegenden Berlins. Auf der Inselstraße angekommen, erwartet dich zunächst ein kleiner Anstieg. Du umrundest Schwanenwerder auf der rund zwei Kilometer langen Inselstraße, bevor du die Insel wieder verlässt.

    Die Route folgt dem Uferweg in Richtung Norden, vorbei an der idyllischen Badestelle Großes Fenster. Vom angrenzenden Havelhöhenweg, ein etwa 10km langer Wanderweg entlang des Havelufers durch den Grunewald, lässt sich ein einzigartiger Ausblick genießen. Über Havelchaussee und Kronprinzessinnenweg geht es wieder in Richtung S-Bahnhof Nikolassee. Die Route biegt dort östlich in Richtung Schlachtensee ab. Dort kannst du dich an verschiedenen Badestellen abkühlen, entspannen oder picknicken. Wer es gern sportlich mag, hat auch die Möglichkeit, den Schlachtensee beim Stand-Up-Paddlen zu entdecken. Der Verleih befindet sich an der Ostseite des Schlachtensees. Im angrenzenden Kiez Schlachtensee entlang der Breisgauer Straße befinden sich Cafés, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.

    Weiter geht es entlang des Routenverlaufs bis zum Mexikoplatz. Diese Passage teilen sich sowohl die Dahlem Route als auch die Nikolassee Route. Der Mexikoplatz ist wohl einer der schönsten Plätze der Hauptstadt. Zwischen den Fontänen der Springbrunnen, Rasenflächen, Blumenbeten und historische Straßenlaternen befindet sich das im Jugendstil erbaute Bahnhofsgebäude mit seiner eigentümlichen Kuppel. Von dort aus folgt die Route der Lindenthaler Allee in südlicher Richtung, bis das Düppler Feld erreicht wird. Hier wird v.a. Familien ein Abstecher zum Museumsdorf Düppel empfohlen. Es zeigt ein mittelalterliches Dorf umgeben von landschaftlichen Nutzflächen und einer Landschaft wie sie vor ca. 800 Jahren ausgesehen haben könnte. Auf einer Fläche von rund acht Hektar wurden die mittelalterlichen Häuser anhand archäologischer Funde und historischer Quellen rekonstruiert. Die mittelalterlichen Hausmodelle, Gärten, Wälder und alte Haustierrassen veranschaulichen im Freilandmuseum das Leben der ersten Berliner.

    Die Route folgt in westlicher Richtung dem Königsweg. Dieser wurde bereits 1730 von König Friedrich Wilhelm I. als Schnellweg in Richtung Potsdam angelegt. Hier befindest du dich inmitten des Berliner Forst Düppel und kannst beim Fahren den ruhigen Wald genießen. Diese Passage nutzt einen Stück des Berliner Mauerradwegs und so passierst du nach etwa drei Kilometern den Historischen Ort Dreilinden, der alte West-Berliner Grenzkontrollpunkt „Checkpoint Bravo“. Die Route folgt weiter dem Königsweg, bis du auf der rechten Seite der Stahnsdorfer Damm erreichst. Auf gut asphaltiertem Untergrund geht es durch den Wald zurück in Richtung Bahnhof Wannsee.

    In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Wannsee an der Ronnebypromenade kannst du auf einen Dampfer umsteigen und an Ausflugsfahrten über Wannsee und Havel teilnehmen. Außerdem bieten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die Möglichkeit, mit der Fähre-F10 Wannsee-Kladow auf das Spandauer Havelufer überzusetzen.

    GPX
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    Wannsee-Babelsberg Route

    Tourencharakter

    Gesamtstrecke:
    19 km

    Dauer:
    1 Std 30 min

    Wegbeschaffenheit:
    Radwege, Straßen, Waldwege

    Highlights:
    UNESCO Welterbe mit Schloss und Park Glienicke, Schloss und Park Babelsberg, Glienicker Brücke, Pfaueninsel, Haus der Wannseekonferenz, Liebermann Villa

    Ausgangs-/Endpunkt:
    Als Einstiegspunkt in die Route wird der S-Bahnhof Griebnitzsee empfohlen.

    Radverleih:
    Pedales-Bike @ Paddelstation
    Rudolf-Breitscheid-Str. 201
    14482 Potsdam
    Telefon: 0331-7480057
    www.potsdam-per-pedales.de
    mail@pedales.de

    Routenbeschreibung

    Mit 19 Kilometern ist sie die längste der vier Radrouten. Mit dem Uferweg entlang der Havel mitten durch das UNESCO Welterbe Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin ist sie ein ganz besonderes Highlight. Als Einstiegspunkt in die Route wird der S-Bahnhof Griebnitzsee empfohlen, da sich im Bahnhofsgebäude (Ausgang Nord) direkt ein Radverleih befindet.

    Die Route folgt in westlicher Richtung der Rudolf-Breitscheid-Straße. Filmfans können an der nächsten Kreuzung abbiegen und den Filmpark Babelsberg besuchen. Die Route folgt jedoch der Karl-Marx-Straße. Dort erstreckt sich die Villenkolonie Neubabelsberg. Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich hier einige wohlhabende Berliner an. Später kamen Leinwandstars der nahegelegenen Ufa-Studios dazu. Während der Potsdamer Konferenz 1945 wohnten hier Staats- und Regierungschefs der Staaten der Anti-Hitler-Koalition wie z.B. Truman, Churchill, Attlee und Stalin.

    Im weiteren Verlauf erreichst du das Pförtnerhaus des Park Babelsberg. Von hier aus kannst du auf den ausgewiesenen Wegen den Landschaftspark mit dem Rad oder auch bei einem Spaziergang erkunden. Der von den bedeutenden Gartenkünstlern Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau geschaffene Park gewährt spektakuläre Ausblicke über das UNESCO Welterbe und Havelufer. Die Anlage ist ab 1833 im Auftrag des späteren Kaiser Wilhelms I. entstanden. Im Zentrum befindet sich das neogotische Schloss Babelsberg mit seinen reich geschmückten Gartenterrassen, Blumengärten und Wasserspielen.

    Über die Allee nach Glienicke und Lankestraße führt die Route am Jagdschloss Glienicke vorbei, bis du die Königstraße erreicht. Zur rechten Hand kannst du die Löwenfontäne sehen und das Schloss Glienicke mit Casino, Remise und Orangerie besuchen oder den Park entdecken. Der Glienicker Schlosspark ist ein Juwel im UNESCO Welterbe. Peter Joseph Lenné schuf hier überraschende Sichten auf Potsdam, Schloss Babelsberg, Sacrow, die Pfaueninsel und die Havelseen. Prinz Carl von Preußen verwirklichte sich hier seinen Traum einer italienisch anmutenden Villa und ließ das Schloss Glienicke vom Architekten Karl Friedrich Schinkel in klassizistischer Gestalt bauen.

    Die Wannsee-Babelsberg Route führt dich bis zur Glienicker Brücke, welche während des Kalten Krieges mehrfach Schauplatz von Agentenaustauschen wurde. Sie führt über die Havel und verbindet den Berliner Stadtteil Wannsee und die Landeshauptstadt Potsdam. Die Route folgt dem Uferweg entlang der Havel. An vielen Stellen kannst du auf das gegenüberliegende Ufer mit der Sacrower Heilandskirche gucken.

    Auch das weiße Schloss auf der Pfaueninsel ist vom Uferradweg gut zu erkennen. Auf der Anhöhe kannst du auf der rechten Seite die Kirche St. Peter und Paul sehen. Der Uferweg endet am Fähranleger zur Pfaueninsel. Auch auf der Pfaueninsel ist die malerische Handschrift von Peter Joseph Lenné zu erkennen, der hier einen Landschaftspark anlegte. Die Pfaueninsel ist ebenso Teil des UNESCO Welterbes. Mit dem markanten Schloss und vielen anderen Parkbauten lädt sie zu einem entspannten Spaziergang im ältesten Rosengarten Berlins ein. Die Wannsee-Babelsberg Route folgt weiter dem Havelufer in den Forst Düppel. Entlang des Weges befinden sich mehrere Badestellen, die teils auch vom DLRG in den Sommermonaten bewacht sind. Die Route führt weiter bis zum Flensburger Löwen. Hier kannst du den Ausblick auf den Wannsee genießen.

    Aufgrund der Einbahnstraßenregelung folgt die Route der Straße Zum Heckeshorn. Unbedingt solltest du jedoch das Haus der Wannsee Konferenz besuchen. An diesem Ort trafen sich am 20. Januar 1942 fünfzehn hochrangige Vertreter der NS-Reichsregierung und SS-Behörden, um den bereits begonnenen Holocaust an den Juden zu organisieren. Die Teilnehmer legten den zeitlichen Ablauf für die weiteren Massentötungen fest. In einer ständigen Ausstellung wird der Prozess der Verfolgung und der Ermordung der Juden dokumentiert.

    Am Großen Wannsee radelst du weiter entlang und erreichst auf der linken Seite die Liebermann Villa. Der Maler und Künstler Max Liebermann erwarb 1909 ein ca. 7000 Quadratmeter Grundstück am Wannsee, um der Hektik der Großstadt Berlin entfliehen zu können. Er ließ sich eine Villa im neo-klassizistischen Stil und einen außergewöhnlichen Garten errichten. Dort verbrachte er bis zu seinem Tod im Jahr 1935 seine Sommermonate und es entstanden über 200 Gemälde. Heute wird die Anlage als Museum genutzt und du kannst die Gemälde von Max Liebermann bewundern und dich über seine Familie informieren.

    Angekommen an der Königstraße hast du die Möglichkeit, in Richtung Osten den Bahnhof Wannsee zu erreichen. Hier kannst du am Schiffsanleger (Ronnebypromenade) an Dampfer-Ausflugsfahrten teilnehmen oder die BVG Fähre-F10 Wannsee-Kladow nutzen. Zurück auf der Königstraße folgt die Route dieser bis zum alten Rathaus Wannssee und biegt links in die Chausseestraße ab. Hier folgt die Route dem Straßenverlauf bis zum Wilhelmplatz zum alten Ortskern Wannsee, wo du in der örtlichen Gastronomie eine Pause einlegen kannst. Außerdem lohnt sich ein Besuch der Kirche am Stölpchensee. Die Kirche wurde 1859 durch August Stüler gebaut und gehört zur Evangelischen Kirchengemeinde Wannsee. Sie ist umgeben von einem liebevoll gestalteten Garten. Verpass nicht das Glockenspiel, ein technisches Wunder im Glockenturm. Mehrmals täglich erklingen die Choräle über dem Stölpchensee. Entlang der Kohlhasenbrücker Straße folgt die Route dem Straßenverlauf. An der Stubenrauchstraße kannst du das letzte originale Mauerstück Potsdams besichtigen. Die Wegstrecke leitet dich wieder zurück auf die Rudolf-Breitscheid-Straße bis zum S-Bahnhof Griebnitzsee.

    GPX
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    GPX mit EInbahnstraße
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    Karte
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    Steglitz-Route

    Tourencharakter

    Gesamtstrecke:
    16 km

    Dauer:
    1 Std 20 min

    Wegbeschaffenheit:
    Radwege, Straßen, Nebenstraßen

    Highlights:
    Kulturhaus Schwartzsche Villa, Schlosspark Theater, Villenkolonie Lichterfelde, Botanischer Garten, Bierpinsel, Museum Europäischer Kulturen

    Ausgangs-/Endpunkt:
    Als Einstiegspunkt in die Route wird dir der Bahnhof Rathaus Steglitz empfohlen, da neben der S- Bahnlinie 1 hier auch die U-Bahnlinie 9 hält.

    Routenbeschreibung

    Die Steglitz Route ist durch ihren urbanen und naturgeprägten Charakter ein ganz besonderes Erlebnis. Die Route umfasst eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, kleinen Cafés und wunderschönen Parkanlagen und ist in beide Richtungen ausgeschildert. Als Einstiegspunkt in die Route wird dir der Bahnhof Rathaus Steglitz empfohlen, da neben der S- Bahnlinie 1 hier auch die U-Bahnlinie 9 hält. Das Rathaus Steglitz hat neben seiner besonderen Außenfassade aus rotem Backstein auch einen integrierten U-Bahneingang und ist mit dem Shopping Center „das Schloss“ verbunden.

    Die Steglitz Route führt zunächst entlang der Schloßstraße. Am Bierpinsel angekommen kannst du die farbenprächtige Außenfassade bestaunen, die 2010 von Street-Art Künstlern gestaltet wurde. Die Schloßstraße ist die zweitgrößte Einkaufsmeile Berlins, auf der sich zahlreiche Warenhäuser, Einkaufszentren, Geschäfte, Cafés und Restaurants befinden. Hier kannst du einen Kaffee trinken, nach einem Buch stöbern oder noch einen Snack für die Fahrradtour besorgen.

    Im weiteren Verlauf befährst du die Feuerbachstraße und die Feuerbachbrücke und biegst in die Fahrradstraße Lauenburger Straße ein. Du folgst der Fahrradstraße bis zur Kreuzung an der Albrechtstraße, wo die Route über die Sedanstraße in den Stadtpark Steglitz führt. Du hältst dich auf dem linken Weg des Stadtparks und biegst rechts in den Hauptweg ein. Bald siehst du den Brunnen des Stadtparks, der von liebevoll angelegten Blumenbeeten umgeben ist.

    In dem Rosengarten des Parks erwarten dich elegante Skulpturen und eine Blumenpracht aus Rosen. Halte dich weiterhin auf dem Hauptweg, der dich durch den grünen Stadtpark geradeaus zum Uferweg des Teltowkanals führt. Entlang des Teltowkanals erwartet dich ein gut ausgebauter Weg. Beachte aber, dass die Fußgänger hier Vorrang haben und gebe ihnen ausreichend Platz. Entlang des Uferwegs erscheint auf deiner rechten Seite das Universitätsklinikum Benjamin Franklin, das seit 2003 zur Charité gehört. Im weiteren Verlauf erreichst du den Schlosspark Lichterfelde, wo du das Gutshaus Lichterfelde im klassizistischen Stil aus dem Jahre 1799 anschauen kannst. Zurück auf der ursprünglichen Route am Teltowkanal befindet sich der „Mäusebunker“, ein ehemaliges Tierversuchslabor der Freien Universität. Das Gebäude wird des Öfteren mit dem Sternenzerstörer aus Star Wars verglichen.

    Folge weiter dem Uferweg des Kanals, der eine von 1900 bis 1906 erbaute künstliche Wasserstraße ist und durch das südliche Berlin und das Umland fließt. Viele Anwohner und Besuchern nutzen den idyllischen Uferweg heutzutage für einen Spaziergang oder als Laufstrecke.Auf der gegenüberliegenden Uferseite erkennst du nun das Heizkraftwerk Lichterfelde, das heute komplett stillgelegt ist. Du radelst weiter Richtung Wismarer Straße. Im weiteren Verlauf erreichst du das Mahnmal „Die Säule der Gefangenen“. An der Informationstafel kannst du Näheres über das Außenlager des KZ Sachsenhausens in der Wismarer Straße 26-36 erfahren. Folge dem Routenverlauf und biege rechts in die Baseler Str. ein. An der Kreuzung zur Finkensteinallee kannst du rechts abbiegen und einen Abstecher zur geschichtsträchtigen Schwimmhalle Finkensteinallee machen. Die Schwimmhalle wurde 1938 im typischen NS-Baustil errichtet und diente der sportlichen Ertüchtigung des Militärs. Nun steht das neu sanierte Schwimmbad allen Besuchern offen.

    Befahre wieder die ursprüngliche Route über die Baseler Straße und schaue dir das älteste Villenviertel Berlins an und lasse dich von seinen toskanischen Villen, romantischen mittelalterliche Burgen, englischen Landhäusern und liebevoll gestalteten Gärten verzaubern. Die Route führt dich weiter bis zur Ecke Curtiusstraße. Hier kannst du einen kleinen Abstecher zum Bahnhof Lichterfelde West machen, der sich vom Baustil gut in das villengeprägte Stadtbild fügt. Biege nun über die Drakestraße in den Gardenschützenweg ein. Die Route führt dich in das Umfeld der Freien Universität Berlin, die 1948 gegründet wurde.

    Entlang der Fabeckstraße siehst du auf der rechten Seite das Gelände eines ehemaligen Militärkrankenhauses der Amerikaner, das ab dem Jahr 2022 zum FUBIC (Business- and Innovation Center) wird, als Teil eines Innovationsparks für Start-Ups. Im weiteren Verlauf der Fabeckstraße kommst du an der „Holzlaube“ vorbei, die ihren Namen aufgrund der hölzernen Außenfassade erhalten hat und Fächer des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften beherbergt. Unweit der Universität siehst du ein großes rotes Schild mit der Aufschrift „MEK“. Es ist das Museum europäischer Kulturen. Das kultur- und alltagsgeschichtliche Museum verfügt über Dauer- und Sonderausstellungen mit zahlreichen Exponaten. Ziel ist die Förderung interkultureller Begegnungen und die Überwindung von Sprachbarrieren.

    Weiter folgt die Route dem Franz-Grothe-Weg bis zum U-Bahnhof Dahlem-Dorf. Hier in Dahlem-Dorf schließt die Route an die Dahlem Route an. Das Bahnhofsgebäude ist im Stil eines Bauernhauses mit Reetdach gebaut worden und ist mit einem grünen Vorplatz gestaltet. Die Restaurants und Cafés und der Kiezcharakter laden zu einer kleinen Pause ein. Die Domäne Dahlem, ein Freilandmuseum mit Biobauernhof ist bei Familien sehr beliebt. Auf dem einstigen Rittergut kannst du einen Bauernhof mitten in Berlin erleben, mit Ackerflächen, Tieren und Attraktionen wie z.B. das Kartoffel- und Erntefest. Gegenüber dem U-Bahnhof führt die Steglitz Route weiter auf dem gut asphaltierten Franz-Grothe-Weg entlang der landwirtschaftlichen Flächen der Domäne Dahlem. Im weiteren Verlauf der Route kommst du am Botschaftsviertel mit zahlreichen Vertretungen ferner Länder vorbei. Beim Befahren der Schorlemerallee kannst du den angenehmen Fahrtwind genießen, da die Straße bergab geht.

    Im weiteren Verlauf lässt dich die Route direkt auf den Botanischen Garten Berlin zu radeln.

    Der Botanische Garten gehört mit 42 ha und 20 000 Pflanzenarten zu den größten und artenreichsten Botanischen Gärten der Welt. Das Mittelmeerhaus ist besonders beliebt bei den Besuchern, aufgrund der Artenvielfalt. Wieder in Steglitz angekommen, kannst du die Schwartzsche Villa besuchen. Die Schwartzsche Villa ist eine Kulturstätte in der regelmäßig Konzerte, Ausstellungen und Lesungen stattfinden. In dem Gebäude ist ein schönes Café zu finden.

    Von hier aus hast du einen guten Blick auf den 120 m hohen Steglitzer Kreisel, welcher das größte Wohnhaus Berlins werden soll. Schräg gegenüber dem südlichen Fuß des Kreisels befindet sich das kleine Schlossparktheater, das mit seinem vorderen Säulenbau und dem verzierten Dreieckgiebel einen schönen Anblick bietet. Das daneben befindliche Gutshaus Steglitz war ursprünglich ein Herrenhaus des Großkanzlers von Beyme und beherbergt heute eine Ausstellung des Kulturamtes Steglitz-Zehlendorf. Von der Schloßstraße aus kommst du bequem wieder zum S – und U- Bahnhof Rathaus Steglitz zurück.

    GPX
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    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Tourismus #Sport #Kultur #Fahrrad

  • Kaum Parksünder, kaum Einnahmen - Steglitz-Zehlendorf
    https://www.berliner-woche.de/steglitz-zehlendorf/c-politik/kaum-parksuender-kaum-einnahmen_a276529
    Fehler müssen gemacht werden, sonst geht der Bezirk pleite.

    Steglitz-Zehlendorf. Das Ordnungsamt hat in den ersten Monaten der Corona-Pandemie unter anderem spürbar weniger Knöllchen verteilen müssen. Laut einer Mitteilung des zuständigen Stadtrates Michael Karnetzki kam der Kundenverkehr im Bereich der Schloßstraße aufgrund der weitgehenden Schließung der Läden und Einkaufszentren nahezu vollständig zum Erliegen. Die Folge davon waren erheblich weniger Parkverstöße im Bereich der Parkraumbewirtschaftung. Dieser Effekt sei mit der Wiedereröffnung des Einzelhandels verflogen. Dennoch rechnet der Stadtrat mit Mindereinnahmen in diesem Bereich.

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Wirtschaft #Verkehr

  • Botschaften in Berlin #Steglitz-Zehlendorf
    https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/ueber-den-bezirk/zahlen-und-fakten/artikel.13558.php

    14.5.2020 Übersicht aller Vertretungen fremder Staaten in Deutschland

    1. Botschaft der Republik Äquatorialguinea
    #Rohlfsstraße 17-19, https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lepsiusstrasse-12163-12165-Berlin14195 Berlin-Dahlem
    Tel. (030) 88663877
    Fax (030) 88663879

    E-Mail botschaft@guinea-ecuatorial.de
    Internetseite http://www.botschaft-aequatorialguinea.de
    https://www.openstreetmap.org/node/669265571
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Rohlfsstrasse-14195-Berlin

    2. Botschaft der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien
    #Boothstraße 20a, 12207 Berlin-Lichterfelde
    Tel. (030) 77206-0
    Fax (030) 77206-26

    E-Mail emb.ethiopia@t-online.de
    Internetseite http://www.aethiopien-botschaft.de
    https://www.openstreetmap.org/way/31235850
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Boothstrasse-12207-Berlin

    3. Botschaft der Republik Benin
    #Englerallee 23, 14195 Berlin-Dahlem
    Tel. (030) 23631470
    Fax (030) 236314740

    E-Mail diplo@ambassade-benin.de
    Internetseite http://www.ambassade-benin.de
    https://www.openstreetmap.org/way/104477290
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Englerallee-14195-Berlin

    4. Botschaft der Republik Irak
    #Pacelliallee 19-21, 14195 Berlin-Dahlem
    Tel. (030) 81488-0
    Fax (030) 81488-222

    E-Mail info@iraqiembassy-berlin.de
    Internetseite http://www.iraqiembassy-berlin.de
    https://www.openstreetmap.org/way/102414537
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Pacelliallee-14195-Berlin

    5. Botschaft der Islamischen Republik Iran
    #Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin-Dahlem
    Tel. (030) 84353-205
    Fax (030) 84353-535

    E-Mail iranemb.ber@mfa.gov.ir
    Internetseite http://www.berlin.mfa.ir
    https://www.openstreetmap.org/way/33840382
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Podbielskiallee-14195-Berlin

    6. Libysche Botschaft
    Podbielskiallee 42, 14195 Berlin-Dahlem
    Tel. (030) 20059641
    Fax (030) 200596-35

    E-Mail konsulat@libyschebotschaft.de
    Internetseite http://www.libyschebotschaft.berlin
    https://www.openstreetmap.org/way/57687035
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Podbielskiallee-14195-Berlin

    7. Botschaft der Union Myanmar
    #Thielallee 19, 14195 Berlin-Dahlem
    Tel. (030) 206157-0
    Fax (030) 206157-20

    E-Mail info@botschaft-myanmar.de
    Internetseite http://www.meberlin.com
    https://www.openstreetmap.org/way/103425440
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Thielallee-14195-Berlin

    8. Botschaft der Republik Niger
    Machnower_Straße 24, 14165 Berlin-Zehlendorf
    Tel. (030) 80589660
    Fax (030) 80589662

    E-Mail info@ambassade-niger.de
    Internetseite http://www.ambassade-niger.de
    https://www.openstreetmap.org/way/165814997
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Machnower-Strasse-14165-Berlin

    9. Botschaft des Sultanats Oman
    #Clayallee 82, 14195 Berlin-Dahlem
    Tel. (030) 810051-0
    Fax (030) 810051-99

    E-Mail botschaft-oman@t-online.de
    Internetseite http://www.oman-embassy.de
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Clayallee-14169-14195-Berlin

    10. Botschaft der Republik Sierra Leone
    #Herwarthstraße 4, 12207 Berlin-Lichterfelde
    Tel. (030) 77205850
    Fax (030) 772058529

    E-Mail embassy@slembassy-germany.org
    Internetseite http://www.slembassy-germany.org
    https://www.openstreetmap.org/way/139216906
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Herwarthstrasse-12207-Berlin

    11. Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka
    #Niklasstraße 19, 14163 Berlin
    Tel. (030) 80909749
    Fax (030) 80909757

    E-Mail info@srilanka-botschaft.de
    Internetseite http://www.srilanka-botschaft.de
    https://www.openstreetmap.org/way/118935982
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Niklasstrasse-14129-14163-Berlin

    12. Botschaft des Königreichs Thailand
    #Lepsiusstraße 64/66, 12163 Berlin-Steglitz
    Tel. (030) 79481-0
    Fax (030) 79481-511

    E-Mail general@thaiembassy.de
    Internetseite http://www.thaiembassy.de
    https://www.openstreetmap.org/node/3052073292
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lepsiusstrasse-12163-12165-Berlin

    13. Botschaft der Republik Tschad
    Lepsiusstraße 114, 12165 Berlin
    Tel. (030) 31991620
    Fax (030) 319916220

    E-Mail contact@ambatchadberlin.com
    Internetseite http://www.ambatchadberlin.com
    https://www.openstreetmap.org/node/638521439
    https://berlin.kauperts.de/Strassen/Lepsiusstrasse-12163-12165-Berlin

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Dahlem #Lichterfelde #Zehlendorf #Steglitz

  • Der Mietendeckel kommt: Die Linke Steglitz-Zehlendorf
    https://www.dielinke-steglitz-zehlendorf.de/nc/politik/aktuelles/news/der-mietendeckel-kommt-4

    Der Mietendeckel kommt! Das sind gute Nachrichten für die Mieter*innen in Berlin und Steglitz-Zehlendorf! Die städtische Degewo hat kürzlich bei uns im Bezirk viele hundert Wohnungen von der Deutschen Wohnen angekauft und baut an diversen Stellen neue, bezahlbare Wohnungen für junge Menschen, Familien und Senior*innen.

    Das Volksbegehren „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ geht demnächst in die zweite Stufe mit dem Ziel, tausende Wohnungen vor Großkonzernen zu schützen und in den städtischen Sektor zurückzuführen.

    Wir wollen gemeinsam am Montag, 09.03.2020, von 19 bis 21 Uhr mit Euch diskutieren, mit welchen Instrumenten die Mieten in Berlin und Steglitz-Zehlendorf bezahlbar gehalten werden können.

    Dazu begrüßen wir:
    Katrin Lompscher (Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen)
    Barbara von Boroviczeny (Mieter*innen Südwest)
    Michael Prütz (Deutsche Wohnen & Co enteignen)
    Franziska Brychcy (MdA)

    Ort: Hellenische Gemeinde, Mittelstr. 33, 12167 Berlin (S+U Rathaus Steglitz) Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Euch! Kommt vorbei und diskutiert mit!

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #événement #politique #loyers #logement

  • Steglitz-Zehlendorf: Thermometersiedlung erhält Quartiersmanagement
    https://www.abendblatt-berlin.de/2020/01/15/steglitz-zehlendorf-thermometersiedlung-erhaelt-quartiersmanagemen

    Mit der Thermometersiedlung erhält Steglitz-Zehlendorf sein erstes Quartiersmanagementgebiet. Das hat der rot-rot-grüne Senat am Dienstag beschlossen.

    Die Förderkulisse „Quartiersmanagement“ (QM) ist ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt mit Schwerpunkt auf der Stabilisierung von Stadtquartieren und Aktivierung der dortigen Bewohnerschaft. Voraussichtlicher Beginn des QM in der Thermometersiedlung wird das 1. Quartal 2021 sein.

    SPD-Kreischef Ruppert Stüwe: „Seit Erscheinen des Sozialstrukturatlas im Sommer 2018 ist jedem klar, dass die Thermometersiedlung in Lichterfelde-Süd ein Quartiersmanagement braucht. Sie gehört zu den Gebieten, deren soziale Struktur seit 2015 deutlich schwieriger geworden ist.
    ...
    Die Thermometersiedlung ist eines von berlinweit acht neuen QM-Gebieten. Dazu zählen die Harzer Straße in Neukölln und die Nahariyastraße in Tempelhof-Schöneberg. In anderen Quartieren läuft das QM in diesem Jahr aus, zudem werden vereinzelte QM-Gebiete zusammengelegt.

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Thermometersiedliung #Quartiersmanagement

  • Kehrseite 04/19: Steglitz-Zehlendorf
    https://www.dielinke-steglitz-zehlendorf.de/zeitung/detail/news/kehrseite-04-19
    Zeitschrift von Die Linke / Steglitz-Zehlendorf / Ausgabe 4/19

    - Alt UND neu
    – Das Märchen vom grünen Wachstum
    – Frieden schaffen?
    – Widerstand und Verfolgung in Steglitz und Zehlendorf: Peter Knapp
    – Die Stempel
    – Thüringenwahl I und II
    – Notizen aus der BVV
    – So nicht!
    – Groth – allgegenwärtig
    – Der Mietendeckel und die Angst der Finanzindustrie
    – Wir nehmen nur die mit, die wir mitnehmen wollen
    – Buchrezension Naomi Klein „Die Entscheidung: Kaptalismus vs. Klima“
    – Termine und Kontakte

    https://www.dielinke-steglitz-zehlendorf.de/fileadmin/sz/zeitung/kehrseite_04-19-web.pdf

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Politik #Die_Linke

  • Oktoberfest beim Verein der Bayern in Berlin – Samerberger Nachrichten
    https://www.samerbergernachrichten.de/oktoberfest-beim-verein-der-bayern-in-berlin-2


    Ein Dietschäi mit Pop Inn T-Shirt, die perfekte Kombination aus Bayerischer und Steglitzer Tradition.

    von Anton Hötzelsperger
    O’zapft is, heißt es auch wieder beim Verein der Bayern in Berlin. Es ist das 143-igste Oktoberfest des Vereins in der Bundeshauptstadt. Zugleich stand auch ein allgemeines Jubiläum an, und zwar 70 Jahre Oktoberfeste in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg.

    Als authentisch bayerisches Trachtenfest hat das Oktoberfest des Vereins der Bayern im Süden Berlins in den letzten Jahren eine enorme Popularität erlangt. Das ausverkaufte Festzelt, welches nahezu die gesamte Freifläche des Bayerplatzes überspannt, ist ein Beleg dafür. Zum Auftakt gab es alpine Klänge vom Bayerisch-Schweizer-Alphorn-Quartett des Vereins. Anschließend sorgten die O’ Treiber aus Berlin, die „Ochablech“-Musikanten aus dem Chiemgau, die Falkenseer Musikanten und der Alpen-DJ „Gabi“ für Hochstimmung. Dazu gab es Plattler-Einlagen von der Trachtentanzgruppe. Ein Highlight war auch die Berliner Showtanzgruppe „Berlicious“, die mit ihren akrobatischen Revue-Tänzen das Publikum begeisterte.

    Als besonderer Ehrengast hat sich die Bürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, Frau Cerstin Richter-Kotowski im Festzelt eingefunden. Sie dankte dem „Verein der Bayern in Berlin“ für seine langjährige kulturelle Tätigkeit im Bezirk und wünschte dem Verein mit seinen Gästen einen stimmungsvollen Verlauf des Oktoberfestes. Wie in den Jahren zuvor übernahm die Bürgermeisterin auch wieder den traditionelle Fassbieranstich. Nach drei kräftigen Schlägen hieß es dann „O‘ Zapft is“.

    Omi Kotowski findet’s toll, Endlich unter Gleichgesinnten. Kein Wunder, erinnert die Steglitz-Zehlendorfer CDU doch mehr an eine Schläfer-Zelle von Passauer CSU-Selbsmordattentätern als an die Bezirksabteilung einer konservativen Hauptstadtpartei.

    Verein der Bayern in Berlin e.V.
    http://www.verein-der-bayern-in-berlin.de/web/start_kontakt.php


    Grüß Gott, wat mutt dat mutt, wat dem Bayern sin Herrjott is dem Ostfriesen sin Klabautermann . Wie lautet die Berliner Antwort auf die Zumutung? Nee, lieba nich, will noch’n bisken leben. Im Anjesicht Jottes, soweit kommt’s noch !

    Vereinshaus:

    Verein der Bayern in Berlin e. V.
    Hindenburgdamm 7
    12203 Berlin
    Tel. 030/833 46 74

    Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommen Sie wie folgt zu uns.
    Die nächste Bushaltestelle von uns aus gesehen ist:
    Bushaltestelle Goerzallee/Drakestrasse es halten die Buslinien X11, M11, M85 und 285.
    Von der U9 Rathaus Steglitz mit den Bussen M85 und 285.
    Von der S25 Lichterfelde Ost mit den Bussen X11 und M11.
    Von der S1 Lichterfelde West mit den Bussen X11 und M11.

    Zum Oktoberfest des Vereins der Bayern in Berlin | Berliner Alphornorchester
    https://www.berliner-alphornorchester.de/2013/08/oktoberfest-vereins-der-bayern-in-berlin

    Am traditionellen Oktoberfest des Vereins der Bayern in Berlin e. V. spielt das Berliner Alphornorchester am Samstag, 28. September ab 17 Uhr.
    Hindenburgdamm 7, 12203 Berlin – Gäste sind willkommen

    © Foto Bangerter: Der Bürgermeister von Steglitz-Zehlendorf Norbert Kopp stach das Fass an.
    Mit Alphornbläser Helmut Amberger

    Veröffentlicht am 13. August 2013 by animei in Pressenews.

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Steglitz #Pop_Inn #Lichterfelde #Hindenburgdamm #Bayern #Oktoberfest

  • Berliner Jungsozialisten und die Weltrevolution: Jusos wollen den Kommunismus zurück - Berlin - Tagesspiegel Mobil
    https://m.tagesspiegel.de/berlin/berliner-jungsozialisten-und-die-weltrevolution-jusos-wollen-den-kommunismus-zurueck/25013606.html

    Den ersten vier Seiten ist zu entnehmen, dass die Genossinnen und Genossen ihren Karl Marx und Friedrich Engels gründlich gelesen haben. Denn am Schluss des Antrags stehen konsequente Forderungen: Die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien, eine radikale Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, die vollständige Sozialisierung der Produktionsmittel und die Durchführung eines Verfassungskonvents mit dem Ziel einer rätesozialistischen Verfassung. Aber es soll auch global gehandelt werden, mit dem Zusammenschluss aller Rätedemokratien zu einer sozialistischen Weltrepublik und dem folgt – der Kommunismus. Im Juso-Landesverband wird der Antrag eher skeptisch gesehen. Solche Maximalforderungen, so hört man, stünden derzeit nicht auf der Agenda. Nicht so mutlos, junge Garde!

    Antrag T2–2/19
    https://www.tagesspiegel.de/downloads/25014540/1/antrag-jusos-steglitz-zehlendorf.pdf

    #Berlin #socialistes #Steglitz-Zehlendorf #SPD #Jusos

  • Freiwilligenagentur könnte Opfer seiner komplizieren Trägerstruktur werden
    https://www.berliner-woche.de/steglitz/c-politik/freiwilligenagentur-koennte-opfer-seiner-komplizieren-traegerstruktur

    So kennen wir SZ. Ineffizient, kaum Bürgernah und wenn es Geld für richtig sinnvolle Dinge gibt, haben es die seit Jahrzehnten herrschenden Herren und Damen nicht im Blick. Eigene Interessen und die der Klienten waren, sind und werden wichtiger sein. Schwarz-Grün mit blauen Einsprengseln, so sieht’s aus.

    VERFALLEN DIE FÖRDERMITTEL?

    Der Bezirk soll die Mittel für Freiwilligenagenturen wie alle anderen Bezirke auch nutzen. Das fordert der SPD-Kreisvorsitzender Ruppert Stüwe. Er hält CDU-Stadtrat Frank Mückisch vor, als einziger Berliner Stadtrat die Mittel für die Freiwilligenagentur nicht abzurufen.

    Die Freiwilligenagenturen sind Vermittlungsstellen für Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen. Seit diesem Jahr fördert die Senatskanzlei das ehrenamtliche Engagement. Bis zu 100 000 Euro steht jedem Bezirk zur Verfügung. Elf Bezirke haben davon bereits Gebrauch gemacht. Nur einer nicht – Steglitz-Zehlendorf.

    In einem Beschluss fordert der SPD-Kreisvorstand Frank Mückisch auf, die durch die Senatskanzlei bereit gestellten Mittel für Freiwilligenagenturen noch in diesem Jahr zu nutzen. „Unser Bezirk lebt vom bürgerschaftlichen Engagement. Deshalb ist es mir unverständlich, warum 100 000 Euro dafür nicht beantragt werden. Steglitz-Zehlendorf darf das Geld nicht verfallen lassen“, erklärt Stüwe. Er befürchtet, dass das Geld nun den anderen Bezirken zur Verfügung gestellt wird.

    Frank Mückisch weist den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Der Bezirk habe bereits am 28. März dieses Jahres einen Antrag auf Prüfung der Fördervoraussetzungen zur Inanspruchnahme der vom Senat bereit gestellten Mittel zum Auf- oder Ausbau einer bezirklichen Freiwilligenagentur gestellt. Seit fast fünf Monate dauere inzwischen der Schriftwechsel zwischen der Senatskanzlei und dem Bezirksamt. Zunächst habe es sogar geheißen, dass der beantragte Förderumfang nicht genehmigungsfähig sei. „Ich habe daraufhin der Senatskanzlei mitgeteilt, dass Steglitz-Zehlendorf 2019 den vollen Umfang der bereitstehenden Fördersumme abzurufen gedenkt.“

    Doch um die volle Summe zu erhalten, musste erst einmal die zukünftige Rolle des Bezirks innerhalb des Trägerverbundes geklärt werden. Die Freiwilligenagentur wird seit 2002 von einem Trägerverbund betrieben. Dazu gehört der Mittelhof, die DRK Berlin-Südwest, das Diakonische Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf sowie das Bezirksamt. Diese Trägerkonstellation ist laut Mückisch einmalig in der Berliner Agenturenlandschaft. In allen anderen Bezirken werden die Freiwilligenagenturen entweder nur durch freie Träger oder direkt durch den Bezirk betrieben. „Wir mussten letztlich aus dem Trägerverbund austreten, um eine Förderzusage zu bekommen.“ Auf diese Zusage durch die Senatskanzlei wird gewartet. Doch davor müssen die Anspruchsvoraussetzungen erneut geprüft werden.

    Die Freiwilligenagentur Steglitz-Zehlendorf, Düppelstraße 36, ¿790 11 30 oder per E-Mail an freiwilligenagentur@berlin-suedwest.de oder auf http://www.freiwilligenagentur.info.

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Poitik #Verwaltung

  • Les demeures libres dans l’arrondissement le plus riche de Berlin
    https://leute.tagesspiegel.de/steglitz-zehlendorf/macher/2019/08/08/91276/buerger-gegen-leerstand-nennen-sie-uns-leerstehende-gebaeude
    Vous n’avez toujozrs pas trouvé de domicile adéquat ? Voici une liste d’objets disponibles

    Neu in der Leerstandsliste:

    #Morgensternstraße 25 in Lichterfelde: „Das Haus ist schon seit vielen Jahren verfallen und sicherlich inzwischen ein gemütliches Heim für Ratten und anderes Ungeziefer.“
    #Ihnestrasse 82 in Dahlem: „Die Doppelhaushälfte steht seit mehreren Jahren leer, es gibt viele Interessenten, aber der Besitzer ist nicht zu ermitteln, viele Familien mit Kindern würden gerne kaufen, hier wird Wohnraum nicht genutzt.“
    #Reifträgerweg Ecke #Altvaterstraße: „Leerstand seit einigen Monaten.“

    Alte Bekannte:

    #Thielallee, die verlassenen Gebäude des Bundesamts für Risikobewertung. Der Eigentümer, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, meldet Eigenbedarf an: Sowohl für die Bundesanstalt für Materialforschung und -Prüfung sowie für das Umweltbundesamt seien mittelfristig umfangreiche Sanierungsarbeiten geplant, die Gebäude an der Thielallee würden als Ausweichquartiere benötigt.
    #Bergstraße 4 in Wannsee. In diesem Haus will der Bezirk eine Übernachtungsstelle der Kältehilfe ansiedeln.
    #Berliner_Straße Ecke #Clayallee. Das Haus, in dem früher eine Filiale der Commerzbank residierte, soll abgerissen werden. Der Besitzer plant einen Neubau: Auf drei beziehungsweise vier Geschossen sollen unter anderem ein Supermarkt und Büros einziehen. Hier mein Bericht: tagesspiegel.de
    #Gardeschützenweg 3 Ecke #Hindenburgdamm. Ein Treuhänder soll das Haus instandsetzen, das ist der Wille des Bezirks. Derzeit werden dafür die Vorbereitungen getroffen; das Amt geht jedoch davon aus, dass der Besitzer Rechtsmittel einlegen wird. Hier der Bericht aus dem Juni: tagesspiegel.de
    #Waltraudstrasse 45. Das ehemalige Schwesternwohnheim will Besitzer Stephan Allner abreißen und dann neu bauen. Bei einem Brand vor zweieinhalb Jahren war das Haus schwer beschädigt worden. Ein Antrag auf eine Baugenehmigung wurde eingereicht. tagesspiegel.de
    #Ostpreussendamm 31-33: Besitzer Peter Janssen will hier eine neue Seniorenresidenz bauen; er betreibt bereits vier gehobene Seniorenwohnhäuser. Gespräche mit dem Bezirksamt hat es bereits gegeben. Vorwürfe, er würde mit der ehemaligen Seniorenwohnanlage „Dr. Peter Bloch“ spekulieren, weist Peter Janssen von sich. tagesspiegel.de
    #Königin-Luise-Straße, alte Anatomie der Freien Universität. Das Grundstück gehört der Aldi-Stiftung; bisher hatte der Konzern vor, hier einen Supermarkt zu errichten, was der Bezirk jedoch ablehnte. Von neuen Plänen ist (noch) nichts bekannt.

    #Berlin #logement #Steglitz-Zehlendorf

  • Exklusives Berlin Teil 1: Berlin Schwanenwerder | fivestaragentsrealestate
    https://fivestaragentsrealestate.wordpress.com/2015/05/26/exklusives-berlin-teil-1-berlin-schwanenwerder

    Schwanenwerder ist ein Mythos, eine Nobeladresse ohne Namen an den Klingelschildern. Die teuersten Autos stehen hier vor den Villen. Leicht versteckt ist die „unscheinbare“ Insel hinter dem Strandbad Wannsee. Im Monopoly-Spiel von 1930 war die Insel das teuerste Grundstück. Bonzenwerder wurde sie genannt. 8000 Reichsmark kostete sie und war damit teurer als die Straße Unter den Linden und die Friedrichstraße. Moabit und Prenzlauer Allee gehörten zur Ramschware. Dabei brauchte man viel Fantasie, sich die einst kahle Sanddüne als Rückzugsort der Prominenz vorzustellen. Es gab zwei Visionäre, die es früh erkannten. Der erste war Theodor Fontane, der auf seinen Wanderungen 1861 natürlich auch am Wannsee vorbeikam und prophezeite: „Dort werden die Residenzler von Berlin ihre Villen haben.“ Das sah der Lampenfabrikant Wilhelm Wessel 20 Jahre später genauso. Für ihn war Schwanenwerder ein ideales Quartier für die reichen Leute. 1882 kaufte Wessel die Insel und parzellierte sie in Grundstücke. Ein Mythos war geboren. Wirklich in die Schlagzeilen geriet die Insel in jüngster Vergangenheit nur zwei Mal. Das war 2002, als ein Orkan wütete und zwei Jungen in einem Jugendzeltlager von einem Baum erschlagen wurden. Das Gelände steht zum Verkauf, die Anwohner haben ein Auge darauf. Sie wollen nicht fünf oder sechs Stadtvillen auf dem Gelände. 2009 rückte die Insel ein zweites Mal in den Fokus der Öffentlichkeit. An der Inselstraße 34 wurden fast 200 Bäume gefällt. In der Schneise entstand ein riesiger weißer Betonbau. Gleich mehrere Ausnahmegenehmigungen hatte der damalige Baustadtrat dafür erteilt.

    Heute im Jahre 2015 erstrahlt Schwanenwerder wie eine Insel für Superreiche. Oft wird sie verglichen mit Fisher Island (Miami). Es ist sogar die Rede davon, das ein oder zwei Hollywood Stars unter den stolzen Besitzern einer der Anwesen auf der Insel seien. Was Fakt aber ist, wer hier wohnt, gehört zu den oberen 10.000 auf dieser Welt. Wer aber doch gerne hier ein Grundstück ersteigern will, muss sehr tief in die Tasche greifen.

    https://www.openstreetmap.org/way/88526545#map=16/52.4474/13.1711

    #Allemagne #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Nikolassee #Inselstraße #Schwanenwerder #Immobilien #Spekulation #Geschichte

  • Die Sobernheims von Schwanenwerder
    https://berlinab50.com/2015/04/12/die-sobernheims-von-schwanenwerder

    Nur wenige Berliner kennen Schwanenwerder, das kleine Zehlendorfer Eiland zwischen Wannsee und Havel. 1882 erwarb Friedrich Wilhelm Wessel, seines Zeichens Petroleumlampenfabrikant, die Insel. Damals hieß sie noch „Cladower Sandwerder“. Nach der Parzellierung bot Wessel die Grundstücke zum Kauf an. Die künftigen Besitzer sollten dort, auf der mit Genehmigung vom Kaiser 1901 in „Schwanenwerder“ umbenannten Insel, Landhäuser in exklusiver Lage und mit herrlichem Blick aufs Wasser bauen. Gedacht war, die Insel zum bürgerlichen Gegenstück zur nahe gelegenen kaiserlichen Pfaueninsel zu machen. Nur Wohnhäuser waren erlaubt, Gaststätten und Heilanstalten untersagt.

    Dr. Walter Sobernheim, Generaldirektor der Schultheiss-Patzenhofer Brauerei, lebte mit seiner Frau Gertrud und drei Kindern in den 1920er-Jahren auf Schwanenwerder. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg hatte er das Grundstück an der Inselstraße 16 gekauft. „Haus Waltrud“ nannte er sein repräsentatives, schlossähnliches Anwesen mit 32 Zimmern auf 600 Quadratmetern Wohnfläche.

    Ein Anwesen am Lützowplatz

    Es war ein Sommerhaus, denn standesgemäß wohnten der Kommerzienrat und seine Familie in Berlin, am Lützowplatz 7. Neben dem Haus für die Familie, vom bekannten Architekten Bruno Paul entworfen, standen weitere Gebäude auf dem großen Grundstück, in denen Diener, Chauffeure, Gärtner und Kinderfrauen wohnten, zum Teil mit ihren Familien. Als angesehener Geschäftsmann zählte Walter Sobernheim zur Wirtschaftselite. Nach dem juristischen Studium hatte er seine berufliche Karriere im Bankhaus Jakob Landau Nachf. in Breslau begonnen. Anfang des 20. Jahrhunderts siedelte er nach Berlin über.

    Bereits 1933 verließ die Familie Sobernheim Deutschland wegen zunehmender Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung. Der Verkaufspreis seiner Villa war zwar noch marktgerecht, musste aber auf ein „Auswanderersperrkonto“ überwiesen werden. Von Paris aus, aus dem Exil, organisierte Gertrud Sobernheim die Auflösung der Haushalte in Berlin. Am 16. Juni 1938 starb sie in Paris und wurde auf dem Friedhof Père Lachaise begraben. Walter Sobernheim ging 1939 mit seiner Tochter Lotte Just und ihrer Familie nach New York. Dort verstarb er am 15. Juni 1945 und wurde wie seine Frau in Paris beigesetzt.

    Das „Haus Waltrud“ kaufte 1938 der Chemie-Industrielle Max Baginski. Im Juli 1945 übernahm die amerikanische Besatzungsmacht die Verwaltung von Schwanenwerder. Im unzerstörten Haus der Sobernheims bereiteten hohe US-amerikanische Militärs die Potsdamer Konferenz vor. Später zog General Lucius D. Clay, Organisator der Berliner Luftbrücke, dort ein. In der Nachkriegszeit gab es von den Erben Anträge auf Entschädigung und Rückerstattung des Anwesens auf Schwanenwerder gegenüber dem späteren Besitzer. Das Verfahren endete mit einem Vergleich, der das Gebäude bei Max Baginski beließ und der an die Erben 12.000 Mark und 2000 Mark für außergerichtliche Kosten zu zahlen hatte. 1971 wurde das prächtige Haus im Zuge von Immobilienspekulationen abgerissen.

    Die Ausstellung im Heimatmuseum

    Und was blieb von der Familie, ihren Bediensteten und dem luxuriösen Sommerdomizil auf der Havelinsel für spätere Generationen? Eine kleine, aber feine Sonderausstellung im Heimatmuseum Zehlendorf an der Clayallee / Ecke Potsdamer Straße gibt Antwort auf diese Frage. Sie erinnert derzeit an die Sobernheims in Wannsee. Zu sehen sind bis zum 10. Juli private Fotografien, Porträtaufnahmen, Ansichtskarten und Beiträge aus Zeitschriften. Ein Inventarbuch und ein Silberverzeichnis erzählen von der Inneneinrichtung des Hauses. Schmuck, Brillen, Geschirr und Taschentücher mit Monogrammen geben einen Einblick in den gehobenen Lebensstandard der Familie und ihr gesellschaftliches Milieu im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

    https://www.openstreetmap.org/way/88526559#map=16/52.4476/13.1715

    #Deutschland #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Nikolassee #Inselstraße #Schwanenwerder #Immobilien #Geschichte #Juden #Nazis

  • Nobel-Grundstück mit Nazi-Geschichte – B.Z. Berlin
    https://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/nobel-grundstueck-mit-nazi-geschichte

    10. Mai 2010 - Berlin verkauft ein Grundstück, auf dem früher die Villa von Nazi-Minister Goebbels stand.

    Ein Grundstück auf Schwanenwerder steht zum Verkauf. 2300 Quadratmeter, mit Bootshaus, Steg und Panorama-Blick auf den Großen Wannsee. Adresse: Inselstraße 8. Es gehörte von 1936 bis 1945 Nazi-Propaganda-Minister Joseph Goebbels.

    Verkäufer ist der Liegenschaftsfonds, Berlins landeseigener Makler. Im Angebot heißt es: „Mit dieser Immobilie bringen wir eine wahre Rarität auf den Markt, die auch international auf großes Interesse stoßen dürfte.“ Der Kaufpreis wird durch ein Bieterverfahren ermittelt, das am 12. Juli 2010 endet. Der Liegenschaftsfonds verkauft provisionsfrei. Vom Vorbesitzer ist im Exposé Nr. 13468 nicht die Rede.

    Am 9. April 1936 notierte Goebbels in sein Tagebuch: „Gründonnerstag: heute nach Schwanenwerder übergesiedelt. (…) Nun bin ich im eigenen Haus. Am See. Und restlos glücklich. Ein Refugium. Hier kann ich ausruhen und Kräfte sammeln.“ Tatsächlich sammelte Goebbels hier Kräfte für sein teuflisches Werk und poussierte mit Film-Sternchen (wie Lida Baarová). Im Garten spielte er für Kameras heile Welt mit Ehefrau Magda, die ihre sechs gemeinsamen Kinder am 1. Mai 1945 ermordete.

    Goebbels hatte das Doppelgrundsstück 8/10 (später auch 12/14) von einem Bankdirektor erworben, auf dessen größerer Hälfte heute das Aspen-Institut beheimatet ist. Der Neubau steht auf den Grundmauern der nach 1945 abgetragenen Goebbels-Villa. Das angebotene Grundstück Nr. 8 wurde zuletzt von der Wasserschutzpolizei genutzt. Der Käufer darf das Gebäude (176 Quadratmeter Grundfläche, Baujahr 1929) abreißen und mit zwei Vollgeschossen neu bebauen.

    https://www.openstreetmap.org/way/88526544#map=17/52.44618/13.17261

    #Deutschland #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Nikolassee #Inselstraße #Schwanenwerder #Nazis #Immobilien #Spekulation

  • Schwanenwerder | Suchergebnisse | Berlin ab 50…
    https://berlinab50.com/?s=Schwanenwerder

    Entdeckungen auf Schwanenwerder | Berlin ab 50…
    https://berlinab50.com/2017/07/04/entdeckungen-auf-schwanenwerder

    Unser Spaziergang folgt dem Verlauf der Inselstraße. Zu historisch besonders interessanten Grundstücken, zu Häusern und ihren ehemaligen Bewohnern möchte ich Ihnen einige Details erzählen. Dabei orientiert sich der Blick auf die rechte Seite des Weges. In der Abbildung habe ich die Grundstücksnummern eingezeichnet, so dass der Wanderer sich rasch orientieren kann.

    Inselstr. Nr. 6

    Gleich beim Betreten der Insel steht rechts das Wohnhaus des „Inselältesten“ (Nr. 2). Die Familie des früheren Polizeipräsidenten von Berlin (1987 bis 1992) Georg Schertz ist hier seit 1935 ansässig. Als Chronist der Insel stammen viele Artikel aus seiner Feder, einiges davon ist auch in meinen Spaziergang eingeflossen.

    Das Grundstück Nr. 2a/4 gehörte den Inhabern des internationalen „Seidenwarenhauses August Michels“ und wurde „arisiert“ , nach dem Krieg rückübertragen und verkauft. Dem Gründer der „Eduard Winter Gruppe“ gehörte die Nr. 6.

    Nun sind wir schon – nach einem kleinem Aufstieg – am Fragment einer Säule des Palais des Tuileries, das 1871 beim Aufstand der Pariser Kommune abbrannte und später abgerissen wurde. Der Insel-Bauherr Wessel kaufte 1884 ein Fragment für Schwanenwerder, um die Insel zu verschönen. An der Säule steht die einzige Bank der Insel und daneben die Inschrift: „Dieser Stein vom Seine Strand her gepflanzt in deutsches Land/ruft dir Wanderer mahnend zu/Glück, wie wandelbar bist Du“. Wie wahr der Spruch ist, sollte die Geschichte bald zeigen.

    Das nächste Grundstück rechts ist die Nr. 8/10. Es gehörte bis 1936 dem Bankier Dr. Oscar Schlitter, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Bank. Mit seinem Inselnachbarn von Nr. 28, dem Bankier Eduard Mosler von der Disconto-Gesellschaft verabredete man beim 5-Uhr-Tee (so ist es überliefert) 1929 die Fusion von Deutscher Bank und Disconto-Gesellschaft. Der Bankier verkaufte 1936 das Anwesen an den Propagandaminister Josef Goebbels, der mit seiner Familie hier bis 1943 lebte und dann in sein Anwesen nach Bogensee bei Lanke zog. In den Jahren als Inselbewohner breitet er sich krakenartig aus. Auf der gegenüberliegenden Nr. 7 ließ er einen Luftschutzbunker bauen. Das benachbarte Grundstück Nr. 12/14 , ab 1930 im Besitz des Bankhauses Goldschmidt-Rothschild wurde im Zuge der Arisierung 1938 von Goebbels für wenig Geld ( 117.000 RM) erworben und die Villa als Dienstwohnung mit Kinosaal genutzt.

    Doch zurück zu Nr. 8/10. Goebbels lebte hier mit viel Personal und sehr luxuriös. Um Neugierige zu verschrecken, wurde das Inselgelände als privat bezeichnet und das Betreten untersagt. In diese Zeit fällt auch die erwähnte Geschichte mit der ersten deutschen Fernsehfandung. Ein Taxifahrer, der Personal zur Villa gebracht hatte, wurde auf der Rückfahrt ermordet. Der Regenmantel des Täters blieb liegen. Dieses Beweisstück wurde im November 1938 in dem seit 1935 existierenden Berliner Fernsehen (Fernsehsender Paul Nipkow) gezeigt und viele Neugierige schauten in den 27 öffentlichen Berliner Fernsehstuben (mit 18x 22cm Bildschirmen) zu. Es gab einen Zeugen, der den Mantel erkannte und der Täter wurde verhaftet und später hingerichtet.

    Am Kriegsende wurde die Villa geplündert und später abgerissen. 1958 erfolgte eine Teilung des Grundstücks, Nr. 8 wurde zur Wasserschutzpolizei, Nr. 10 erwarb 1973 das Land Berlin. Dort entstand auf den Fundamenten der Goebbels Villa das „Aspen-Institut Berlin“. Erster Leiter war Shepard Stone (1908-1990), der Wissenschaft und Kunst in West- Berlin außerordentlich gefördert hat und an den eine Gedenktafel erinnert. Heute ist der Sitz des Berliner Aspen Instituts in der Friedrichstrasse in Mitte.

    Hier beginnt die Schleife der ringförmigen Inselstrasse. Eine kleine, aber sehr gelungene Ausstellung informiert über die Insel und ihre Bewohner, über Arisierungsgewinner und die Nachkriegszeit, in der auf der Insel in den verlassenen Villen der Häuserkampf von den Amerikanern geübt wurde.

    Zu Nr. 12/14 ist ein Skandal aus der Zwischenkriegszeit bekannt, also in der Zeit, bevor das Bankhaus Goldschmidt-Rothschild Eigentümer wurde. Am Beginn des Jahres 1924 hatte der Spekulant Julius Barmat die Villa aus den Gewinnen eines in der Inflation zusammengekauften Firmenimperiums gekauft. Doch schon am Ende des Jahres ging er in Konkurs unter vorheriger Inanspruchnahme umfangreicher, vom Staat gewährter Millionenkredite. Die Kredite wurden durch Politiker gegen „Vorteilsnahme“ gewährt, der dafür verantwortliche Postminister Höfle musste zurücktreten. Ende 1925 wurde das Anwesen verkauft, die Berliner sollen wegen der großen Feste und Gelage bei Barmat die Insel „Barmatwerder“ genannt haben.

    Das nächste Anwesen wurde schon einmal hier im Blog vorgestellt. In Nr. 15-18 wohnte die Familie des Generaldirektors der Schultheiss-Patzenhofer Brauerei, Walter Sobernheim. (https://berlinab50.com/2015/04/12/die-sobernheims-von-schwanenwerder) .

    Zu den Häusern in der Mitte der Insel ist – bis auf die Nr. 37/11/13, dem Schwanenhof – nichts zu berichten, da sie alle erst nach dem Krieg erbaut wurden. Früher waren hier die Häuser für das Personal und die Küchengärten.

    Weiter auf der Inselstrasse … | Berlin ab 50…
    https://berlinab50.com/2017/07/10/weiter-auf-der-inselstrasse

    Industrielle, Banker, Weltrevolutionäre und NS-Bonzen

    Inselstr. 16

    Bei der Fortsetzung unseres Spaziergang auf Schwanenwerder stehen wir nun vor einem modern bebauten Grundstück Nr. 15-18. Heute befindet sich hier eine Residenz der deutschen Würth AG, dem weltweit führenden Handelskonzern für Befestigungs- und Montagematerial. Bis 1971 stand hier ein schlossähnliches Sommerhaus mit 32 Zimmern, das Walter Sobernheim 1914 durch Bruno Paul bauen ließ und „Haus Waltrud“ nannte. Sobernheim war einer der bekanntesten Industriellen seiner Zeit. Wenn Sie mehr über sein Wirken als Generaldirektor der Schultheiß-Patzenhofer-Brauerei wissen wollen, werden sie hier fündig: https://berlinab50.com/2016/04/26/schultheiss-brauerei-in-der-schoenhauser-alle.

    „Haus Waltrud“, Kupferdruck O.Felsing

    1927 wurde durch Bruno Paul (1874-1968) auf Nr. 18 ein zweiter, kleinerer Neubau für Sobernheims Tochter errichtet. Weitere bekannte Bauwerke von Paul sind Schloss Börnicke, das frühere Asiatische Museum in Dahlem (Arnimallee, heute Museum Europäischer Kulturen) und der Zollernhof Unter den Linden. Nach dem Ersten Weltkrieg wollte Sobernheim aus wirtschaftlichen Gründen das Haus verkaufen. Es erwies sich als schwierig. 1920 mietete sich der aus Kriegsgeschäften (Balkankriege) sehr reich gewordene Lenin-/Trotzki-Berater mit Wohnsitz in Zürich, der Millionär Dr. Alexander Helphand, genannt Parvus (1867-1924) in das Haus ein – mit Vorkaufsrecht. Helphand war seit 1906 auch in Deutschland geschäftlich tätig. Er gilt als Urheber und Finanzier der Aktion, mit der Lenin und seine Freunde 1917 mit Wissen und aktiver Mitwirkung des deutschen Staates aus Genf nach Finnland im plombierten Wagon gebracht wurden und dann von Petrograd (dem heutigen Petersburg) die Sowjetrevolution begann. Die deutschen Stellen unterstützten den Umsturz, um einen Waffenstillstand mit Russland zu schließen, der mit dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk am 3. März 1918 Realität wurde. Helphand empfing in der Villa bis zu seinem Tode 1924 viele SPD-Politiker. Er gilt als Erfinder des Konzepts der „permanenten Revolution“. Vielleicht haben Jakob Augstein („S.P.O.N. – Im Zweifel links“) und Heribert Prantl (SZ; Namenschilder an Nr. 6) deshalb hier Wohnsitz genommen? Ob sie wohl bei einer Flasche guten Rotwein eine Revolution planen?

    Bereits 1933 verließ die jüdische Familie Sobernheim Deutschland. Der Verkaufspreis der Villa war zwar noch marktgerecht, musste aber auf ein „Auswanderersperrkonto“ überwiesen werden. Die Nr. 18 kaufte 1936 der Schauspieler Gustav Fröhlich (1902-1987), der mit der Schauspielerin Lída Baarová liiert war. Sie gab Gustav Fröhlich schließlich „den Korb“, weil sie eine Affäre mit Propagandaminister Joseph Goebbels hatte, der ja nebenan Nr. 8-10 wohnte. Auch Speer wohnte als Mieter einmal in der Nr.18 und erwarb dabei gleich die Nr. 7. Das „Haus Waltrud“ kaufte 1938 der Chemie-Industrielle Max Baginski, der Erfinder, Hersteller und geniale Vermarkter der „Spalt-Tablette“.

    Im Juli 1945 übernahm die amerikanische Besatzungsmacht die Verwaltung von Schwanenwerder. Im unzerstörten Haus der Sobernheims bereiteten hohe US-amerikanische Militärs die Potsdamer Konferenz vor. Später zog General Lucius D. Clay, Organisator der Berliner Luftbrücke, dort ein. In der Nachkriegszeit gab es von den Erben Anträge auf Entschädigung und Rückerstattung des Anwesens. Das Verfahren endete mit einem Vergleich, der das Gebäude bei Max Baginski beließ und der an die Erben 12.000 Mark und 2.000 Mark für außergerichtliche Kosten zu zahlen hatte. 1971 wurde das prächtige Haus, das zuletzt als Privathospital genutzt wurde, im Zuge von Immobilienspekulationen abgerissen.

    Nun kommen wir zu einem Gebäude auf Nr. 19-22, der Villa des Bankiers Arthur Salomonsohn, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Disconto-Gesellschaft, eine der größten deutschen Bankgesellschaften. Er starb 1930, die Erben mussten unter Zwang („Arisierung“) 1939 an die Reichskanzlei verkaufen, denn Hitlers Wohnsitz war hier geplant, allerdings nie gebaut. Das Geld wurde sofort beschlagnahmt. 1954 erfolgte Rückübertragung an die Erben, dann Kauf durch den Bezirk Berlin-Tempelhof. Seitdem ist hier ein Jugenderholungsheim.

    Inselstr. 20 – 22

    Nr. 23-26 ist von beträchtlicher Größe und gehörte dem Sohn des Bankiers von Nummer 19-22, Georg Solmssen (1900 getauft, davor Salomonsohn). Als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsch-Amerikanischen Telegraphengesellschaft trug er nach dem 1. Weltkrieg maßgeblich zum Wiederanschluss Deutschlands an das internationale Telegraphennetz bei. Solmssen erkannte schon 1933, dass die Nationalsozialisten eine – zuerst – wirtschaftliche Vernichtung der Juden planten. 1937 emigrierte er in die Schweiz. Das Anwesen erwarb Hitlers Leibarzt Theodor Morell (1886-1946), der damit gleich neben der geplanten Hitler-Residenz gewohnt hätte. Das Geld von Georg Solmssen wurde nicht beschlagnahmt, da seine Ehefrau nicht unter die Rassegesetze fiel. Nach Morells Tod stand der Besitz unter Kontrolle der Treuhand für NS-Vermögen. Nach dem Krieg erfolgte ein Vergleich zwischen den Erben. 1961 kaufte der Hamburger Verleger Axel Springer das Anwesen und lies einen modernen Bungalow errichten. Friede Springer verkaufte es 1999 an Privat. Der Garten ist so dicht, dass nichts zu sehen ist.

    Banker, Helden, Reichsbräute | Berlin ab 50…
    https://berlinab50.com/2017/07/12/9515

    Wir stehen auf Schwanenwerder vor dem Grundstück Inselstr. 27/28, das der Bankier Eduard Mosler (1873-1939) 1912 kaufte. Die bereits vorhandene Villa wurde umgebaut. Mosler war bis 1910 Mit-Geschäftsinhaber der Bank „Berliner Handelsgesellschaft“ und ab 1911 mit seinem Nachbarn Dr. Solmssen von Nummer 24/26 gemeinsam Inhaber der Disconto-Gesellschaft, mit der seine „Handelsgesellschaft“ fusionierte. Doch die Bankenfusion ging weiter: Ab 1929 war Mosler Vorstand der Deutschen Bank, die wiederum mit der Disconto -Gesellschaft im selben Jahr fusionierte. War also alles schon mal da, einschließlich der damit verbundenen Probleme. Die Fusion hatte er mit Oscar Schlitter (Inselstr. 8/10) von der Deutschen Bank beim Tee ausgehandelt (Folge „Entdeckungen auf Schwanenwerder“, 04.07.2017). Gut funktionierende Netzwerke waren immer schon nützlich! In den 20iger Jahren erfolgte die Anlage des Gartenparks durch Ludwig Lesser ((1869-1957), der auch die Gartenstadt Frohnau, den Ludolfinger und Zeltlinger Platz und viele Privatgärten in Dahlem anlegte. Moslers Witwe veräußerte das Anwesen 1947 für 200.000 DM an den Provinzial Ausschuss der Inneren Mission Brandenburg. Seither befindet sich hier die beliebte und gern für Konferenzen und Seminare gebuchte „Evangelische Bildungsstätte“.

    Eingang „Inselhof“

    Die folgenden Grundstücke Nr. 19/31 (der sogenannte „Inselhof“) und Nr. 32/32a Villa Schwanenburg (nicht zu verwechsel mit dem Schwanenhof) haben oft den Besitzer gewechselt. Nr. 32/32a gehörte einmal einem Schmuckflakonfabrikanten, der mit diesen kleinen Fläschchen sehr viel Geld verdiente, so ähnlich wie man heute in Berlin mit Handy-Klingeltönen Millionär werden kann.

    Viel zu erzählen aber gibt es zur Nr. 34/35 (Haus Monbijou und Haus Bellevue): Besitzer von 1912-1935 war Berthold Israel, Inhaber des Kaufhauses Nathan Israel, das sich gegenüber dem Roten Rathaus in Mitte befand. Sein Sohn Wilfried Israel arbeitete seit 1933 in mehreren Organisationen, die sich ausschließlich um die Belange der deutschen jüdischen Emigranten kümmerten. Die bekanntesten darunter waren der „Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau und die Kinder- und Jugend-Alijah“. Diese „ Alija“ („Rückkehr in das gelobte Land“) wurde 1933 von Recha Freier aus Berlin gegründet, um jüdische Kinder und Jugendliche aus Nazideutschland zu retten. Der Hilfsverein der deutschen Juden berief Israel 1937 in seine Direktion. Wilfried Israel emigrierte nach London und fungierte dort als Verbindungsmann zwischen Regierungsstellen und jüdischen Flüchtlingsorganisationen. 1943 organisierte er die Ausreise jüdischer Flüchtlinge aus Spanien und Portugal nach Palästina.

    Inselstr. 34/35

    Die letzte noch von Wilfried Israel organisierte Fahrt mit 750 Flüchtlingen an Bord endete am 1. Februar 1944 im Hafen von Haifa. Auf dem Rückflug von Lissabon nach London wurde Israel von der deutschen Luftwaffe über dem Golf von Biskaya abgeschossen. Christopher Isherwood verewigte Wilfried Israel in seinem Buch „Goodbye Berlin“ in der Person W. Landauers. In der Verfilmung „Cabaret“ heiratet die Tochter Natalia Landauer /gespielt von Marisa Berenson Fritz Wendel /Fritz Wepper – erinnern Sie sich? Für Wilfried Israel gibt es einen Stolperstein in der Spandauer Str. 17. Die „Arisierung“ des Grundstücks Nr.34/35 erfolgte 1935. 1951 wurde das Grundstück rückübertragen und dann verkauft. Heute befindet sich die große Villa eines Berliner Unternehmers dort. Das Brad Pitt und Angelina Jolie hier wohnen sollten, entsprang einer verkaufsfördernden „Ente“ in einer bunten, großen Zeitung.

    „Schwanenhof“

    Der nächste wichtige Zeitzeuge ist der „Schwanenhof“, diesmal auf der linken Seite, der 1901 von der Insel-Gründerfamilie Wessel erbaut wurde. Die eingetragene „Dienstbarkeit“ für Nr. 34, ein schmaler Weg, ermöglichte dem Eigentümer den Zugang zum Wasser. Eigentümer seit 1950 ist die GSW (Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft, heute Deutsche Wohnen), man kann dort zur Miete wohnen!

    36/38 „Amselhof“/40/42 gehörten seit 1929 Rudolph Karstadt (1856-1944), dem Kaufhauskönig. 1933 dann im Zuge der „Arisierung“ Zwangsverwaltung und 1937 Zwangsversteigerung unter Teilung des Besitzes. Die Reichsfrauenführerin Gertrud-Scholtz- Klink zog in den „Amselhof“ ein. Hier wurde die „Reichsbräuteschule“, in der die NS-Frauenschaft bis Kriegsende Lehrgänge für Verlobte von NS-Größen veranstaltete, gegründet. Nach der Restitution 1945 kaufte das Land Berlin die Nr. 38 und ließ das Gebäude abreißen. Heute ist das Grundstück ungenutzt.

    Der weitere Weg, bis sich die Insel-Einbahnstraße teilt, ist links von dichtem Grün bedeckt (Nr. 7). Hier befand sich einmal der Park von Schwanenwerder. In den 20iger Jahren wurde er aufgegeben und 1930 an die Baronin Goldschmidt-Rothschild verkauft. Ihre Bauabsichten konnten nicht mehr verwirklicht werden. Nach der „Arisierung“ wird Albert Speer von 1938 bis 1943 Eigentümer. Er – der die absehbare Niederlage ahnte – verkauft das Grundstück noch gewinnbringend. Auf dem Gelände ist der Luftschutzbunker für Göring aus dem Jahr 1936 erhalten. Nach der Rückübertragung 1958 kaufte der Bezirk Berlin-Steglitz-Zehlendorf das Grundstück. Seit 1962 wurden Sommer- Jugendfreizeitlager durchgeführt, bis es im Jahr 2002 zu einem schweren Unwetter kam und durch einen Blitzeinschlag zwei Kindern getötet wurde. Seitdem wird es nicht mehr genutzt.

    Inselstr. 5

    Das nächste bebaute Grundstück und der Schluss unseres Rundgangs ist die Nr. 5. 1924 wurde hier durch Heinrich Schacker ein zweigeschossiges Landhaus für Familie Monheim aus Aachen (Schokoladenfabrikanten) gebaut. Da Aachen nach dem 1.Weltkrieg durch die Alliierten besetzt war, wurde die Schokoladenproduktion für die rechtsrheinischen Gebiete in Berlin –Weißensee aufgenommen (Trumpf Schokoladenwerke). Die Fabrik wurde 1945 in der Sowjetzone enteignet (VEB Elfe-Schokolade). Heute gehört ein Teil von Trumpf zu Suchard, ein Teil gehört zur Krüger-Gruppe: Mauxion, Regent, Aero, Edle Tropfen in Nuss)

    #Deutschland #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Nikolassee #Inselstraße #Schwanenwerder #Immobilien #Reiche #Geschichte #Juden #Nazis

  • Steglitz-Zehlendorf: Schulen werden zu Sommer-Baustellen
    http://www.abendblatt-berlin.de/2019/06/28/steglitz-zehlendorf-schulen-werden-zu-sommer-baustellen

    Weshalb ausgerechnet im reichsten Bezirk Berlins am wenigsten für den Erhalt der Schulgebäude getan wurde ist schwer zu verstehen. Vermutlich ist das eine von vielen Konsequenzen der Art, wie Verwaltung und Politik Budget und Eigentum des Bezirks in der Vergangenheit zur Versorgung von Parteitängern und Mitgliedern des eigenen Klüngels verwendet haben. Die erforderlichen Investitionen kamen überall dort ins Hintertreffen, wo die Bevölkerung darau angewiesen war.

    So ist das, wenn wohlhabende Konservative über Jahrzehne freie Hand haben.

    Am Beethoven-Gymnasium ist jetzt die Sanierung des Neubaus aus den 70er-Jahren gestartet. Die Senatsbildungsverwaltung schätzt die Kosten für den ersten Bauabschnitt auf knapp 6,7 Millionen Euro. Gleichzeitig beginnt der Neubau der Sporthalle an der Grundschule am Karpfenteich. Gesamtkosten: etwa 5,4 Millionen. An der Grundschule am Königsgraben werden zusätzliche Raumkapazitäten in einem Container geschaffen. Dafür fließen knapp zwei Millionen Euro. Dies sind die drei größten Sanierungs- und Baumaßnahmen, die das Land Berlin während der Sommerferien im Bezirk anpackt. Insgesamt wird an 22 Schulen in Steglitz-Zehlendorf gearbeitet.

    Die Maßnahmen sind Teil der Berliner Schulbauoffensive. Bezirke und Senat haben sich das Ziel gesetzt, neue Schulplätze zu schaffen und den Sanierungsstau an den

    Schulen zu beseitigen. Bauarbeiten und Unterricht vertragen sich schlecht. Deshalb intensivieren die Bezirke in diesem Zeitraum ihre Baumaßnahmen, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Die geplanten Maßnahmen umfassen die Sanierung von Dächern, Fassaden, Fenstern, Fußböden, Elektroanlagen, Turnhallen, Mensaräumen, Fachräumen, Aufzügen, Rettungswegen und des Brandschutzes sowie der Sanitär- und Heizungsanlagen. Größere Baumaßnahmen laufen nach den Ferien weiter.

    Am Gymnasium Steglitz in der Heesestraße stehen Maler- und Bodenbelagsarbeiten in den Klassenräumen auf dem Programm. Bild: imago Images/Schöning

     

    Riesiger Bedarf
    In keinem anderen Bezirk ist der Sanierungsstau an den Schulen so riesig wie in Steglitz-Zehlendorf. Der Senat bezifferte den Finanzbedarf allein in der Kategorie „Erhalt der Schulraumkapazität“ zuletzt mit knapp 343 Millionen Euro. Am geringsten ist der Wert in Charlottenburg-Wilmersdorf (circa 38 Millionen). Berlinweit liegt er bei etwa 1,65 Milliarden (Gesamtsani

    erungsbedarf: 3,9 Milliarden). Dass im Südwesten der Stadt seit Jahren so wenig unternommen wurde, erklärt man im Bezirksamt auch mit dem chronischen Personalmangel im Hochbauamt.

    Im März forderte das Bezirksparlament die Verwaltung in einem Beschluss auf, gemeinsam mit Vertretern der Schulen ein Bedarfsprogramm zu erstellen, um die Schulgebäude nicht nur zu sanieren, sondern auch zeitgemäß weiterzuentwickeln. Vorgesehen ist, dass die Schulgebäude im Bezirk ab dem Jahr 2022 grundlegend saniert werden.

    Mehr Tempo
    Scheeres hat kürzlich zwei neue Initiativen vorgestellt, um die Schulen in ganz Berlin zu stärken. So sollen mit dem neuen Doppelhaushalt für die Jahre 2020 und 2021 jeweils 100 Millionen Euro für ein neues „Schnellbauprogramm Klassenzimmer“ als Erweiterung der Schulbauoffensive zur Verfügung gestellt werden. Damit soll ermöglicht werden, dass noch leichter als bisher kurzfristig Schulplätze geschaffen werden können, zum Beispiel in Holzbauweise oder als sogenannte fliegende Klassenzimmer.

    Neu ist auch das „Mensen-Bauprogramm“. Damit soll der Ausbau von Mensen finanziert werden, da mit dem beitragsfreien Mittagessen ein erhöhter Platzbedarf an vielen Schulen verbunden ist. Im Jahr 2020 sind dafür zehn Millionen Euro vorgesehen, im Jahr 2021 dann 14 Millionen Euro.

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #Schule #Verwaltung #Politik

  • Deal zwischen dem schwarz-grünen Bezirksamt und der Deutschen Wohnen in Steglitz-Zehlendorf
    http://www.dielinke-steglitz-zehlendorf.de/index.php?id=43739

    27.05.2019 -
    Wem nützt der Deal zwischen dem schwarz-grünen Bezirksamt und der Deutschen Wohnen in Steglitz-Zehlendorf?

    Zur Vereinbarung zwischen dem schwarz-grünen Bezirksamt und er Deutschen Wohnen (siehe: tinyurl.com/yxewdph4) erklärt Gerald Bader, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion:

    Den Mieter*innen im Bezirk bietet die Vereinbarung keinen wirksamen Schutz. Das ist schlicht viel Lärm um nichts! Die Vereinbarung ist in weiten Teilen eine reine Absichtserklärung und steht in Gänze unter dem Vorbehalt der „Gesamtwirtschaftlichkeit der Projekte“ (s. Präambel) - das sagt eigentlich schon alles.

    Die meisten Regelungen sind bestehende gesetzliche Bestimmungen (Kappungsgrenze, Härtefall, Mietspiegel) – die Deutsche Wohnen sichert nur zu, sich an bestehende Gesetze zu halten. Offen bleibt, ob das Bezirksamt die Regelungen zum Neubau nutzen wird, um weiter das Berliner Modell (mindestens 30% preisgebundene Wohnungen bei Neubauprojekten) zu untergraben zu versuchen. Dann wäre die Vereinbarung ein Rückschritt.

    Kappungsgrenze bei Modernisierungsumlage völlig unzureichend

    Für Modernisierungen wird eine zeitlich befristete Kappungsgrenze von 2-3 Euro/m2 vereinbart. Diese Regelung findet sich seit Januar 2019 fast genau so im BGB. Hier hätte der Bezirk ganz andere Handlungsspielräume gehabt: in Friedrichshain-Kreuzberg ist es dem dortigen Stadtrat Florian Schmidt (Grüne) für die Otto-Suhr-Siedlung (DW) gelungen, eine Grenze von 1,79 Euro/m2 zu erreichen – hier in Steglitz-Zehlendorf wird etwas als Erfolg verkauft, was keiner ist. Wichtig ist auch zu erfragen, ob das, was als Modernisierung daher kommt nicht eigentlich Instandhaltungsmaßnahmen sind, für die die DW aufkommen muss ohne die Kosten umzulegen.

    Sozialverträglichkeit – für wen?

    Eine ganz andere Wahrheit der Vereinbarung zur Kappungsgrenze lautet, dass die günstigeren Wohnungen prozentual eine höhere Umlage zu verkraften haben und früher aus der Bindung gehen: 2 Euro Umlage bei einer Miete von 6,50 Euro und einer Begrenzung auf nur 6 Jahre tut mehr weh als 3 Euro Umlage bei z.B. 9 Euro nettokalt und 8 Jahren Schutz vor weiterer Erhöhung. Diese Vereinbarung zwischen Bezirksamt und DW wird negative Auswirkungen auf den Mietspiegel in Steglitz-Zehlendorf haben.

    Festlegung auf Mietspiegel – ein Hohn!

    Es klingt wie eine Errungenschaft, wird der DW aber nicht wirklich weh tun: man bleibe in den Grenzen des Mietspiegels. Da bewegt sich Steglitz-Zehlendorf bekanntermaßen stets am obersten Rand.

    Nur 15% preisgebundene Wohnungen bei Neubau?

    Bisher baut die DW kaum neue Wohnungen. Trotzdem beinhaltet die Vereinbarung einen Passus, in dem die DW 15% preisgebundene Wohnungen bei Neubau zusagt. Das Berliner Modell aber sieht 30% vor. Wir haben die Befürchtung, dass es Zusagen gibt, die DW in Steglitz-Zehlendorf mit Neubauvorhaben zu betrauen und ihr jetzt von Schwarz-Grün quasi ein Blankoscheck ausgestellt wurde.

    Bezirkliche Mieter*innenberatung und die Deutsche Wohnen

    Fragt sich, was der Hinweis auf die vom Senat für jeden Bezirk finanzierte, aber in Steglitz-Zehlendorf noch immer nicht eingerichtete unabhängige Mieter*innenberatung in der Vereinbarung verloren hat. Es wäre gerade für die Mieter*innen der Eisenbahnersiedlung in Lankwitz bereits vor Monaten wichtig gewesen, eine solche Anlaufstelle im Bezirk zu haben.

    Fazit: Mit CDU und Grünen ist kein Blumentopf zu gewinnen! In Fragen von Mieter*innenschutz und sozialem Wohnungsbau braucht es einen radikalen politischen Wechsel in Steglitz-Zehlendorf, damit es voran geht! Dafür steht Die Linksfraktion S-Z!

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #politique #logement #vie_chère

  • BVV-Notizen Mai 2019 - DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf : Linksfraktion
    http://www.dielinke-steglitz-zehlendorf.de/index.php?id=43739

    22.05.2019 - Die BVV am 15.5.2019 war ein erneutes Lehrstück (oder Leerstück?) in Sachen demokratisches Umgehen, Transparenz und Bürger*innenbeteiligung.

    Wie verunstalte ich eine Tagesordnung so, dass die Opposition (wiedermal) das Nachsehen hat?

    Man (in diesem Falle: Bernd Steinhoff, der Fraktionsvorsitzende der Grünen) beantragt, dass drei Beschlussempfehlungen aus Ausschüssen, die eigentlich am Ende der Tagesordnung gestanden hätten, nach vorne gezogen werden, damit sie behandelt werden und sorgt dann dafür, dass die Sitzung (obwohl mit Zeitverzögerung von 15 Minuten erst um 17:15 begonnen) vorfristig um 22:00 Uhr beendet wird (was Thorsten Hippe, der Fraktionsvorsitzende der CDU beantragt hat). Das Ergebnis: die Sitzung endet exakt vor Aufruf der Großen Anfrage der Linksfraktion zu den Rodungen auf dem Gelände der Parks Range in Lichterfelde-Süd. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

    Boris Buchholz schrieb darauf hin in seinem tagesspiegel newsletter (leute steglitz-zehlendorf): „Erst verschieben, dann vertagen: Mit Tagesordnungstricks macht Schwarz-Grün Politik.“

    Wie gebe ich den Bürger*innen Antworten ohne etwas zu sagen?

    Die Einwohner*innenanfrage zum Stand der Vorbereitung der Prüfung von Milieuschutzgebieten wurde von der Bezirksbürgermeisterin zwar der Form halber beantwortet, aber Substanz hatte das Ganze nicht – sollte es auch nicht haben, denn: es geschieht ja auch nichts, weil nichts geschehen soll.

    Die Bewohner*innen der Waltraudstraße 45 sind auch nicht viel schlauer geworden, wissen nun aber wenigstens, dass die Mechanismen des Kapitalismus auch im Falle des ehemaligen Schwesternwohnheim greifen werden: Egal, ob neugebaut oder kernsaniert werden wird – so die Auskunft von Frau Richter-Kotowski – werden die Mieten derart steigen, dass sie für die noch verbliebenen Bewohner*innen nicht erschwinglich sein werden. Schuld daran sei der Markt. Reicht das als Entschuldigung dafür, dass Bezirksbürgermeisterin und Bezirksamt tatenlos zusehen, wie Menschen aus ihren Wohnungen gedrängt werden?

    Und die Bewohner*innen der Eisenbahnersiedlung in Lankwitz dürfte es auch nicht beruhigt haben zu hören, dass die Gespräche der Bürgermeisterin mit der Deutschen Wohnen zur Frage, wie die Modernisierungen sozialverträglich gestaltet werden können, bisher keinerlei Ergebnis erbracht hätten. Denn: Frau Richter-Kotowski möchte nach eigener Aussage für den gesamten Bezirk eine Vereinbarung mit der DW hinbekommen, was ja ein weitaus größeres und schwierigeres Unterfangen sei als in anderen Bezirken, wo es nur um einzelne abgeschlossene Wohnobjekte der DW ginge… Das dürfte den akut von Modernisierung und Verdrängung betroffenen Mieter*innen der Eisenbahnersiedlung Lankwitz so ziemlich wumpe sein, die nun seit Herbst 2018 darauf warten, dass ihre Bezirksbürgermeisterin sie in ihren ganz konkreten Anliegen jetzt unterstützt. Das nächste Gespräch sei für Ende Mai avisiert – dann können wir ja getrost und in aller Ruhe im Juni wieder nachfragen.

    Da kann man nur hoffen, dass Frau Richter-Kotowski das Gespräch mit dem Investor Huth, der aktuell den Gewerbetreibenden am Kranoldplatz das Leben schwer macht, zeitnah führt – und zwar bevor die Abwanderung dort weiter zunimmt. Bisher jedenfalls nimmt sie auch hier die Sorgen der dort ansässigen nicht ernst: das seien die üblichen Ängste der Menschen vor Neuem; man solle doch einfach mal abwarten. So ihre Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP 1479/V.

    Sei es Milieuschutz, Mieter*innenschutz in Waltraudtsraße und Eisenbahnersiedlung, Schutz der Gewerbetreibenden am Kranoldplatz oder sozial- und umweltverträgliches Bauen in Lichterfelde Süd: für all das fühlt sich Schwarz-Grün im Bezirk nicht so wirklich zuständig. Gleichzeitig werden Großinvestoren wie Groth, Gröner und Huth (und deren Interessen) bestens bedient. Daran wird sich erst etwas ändern, wenn es andere politische Mehrheiten in Steglitz-Zehlendorf gibt!

    Wie mache ich mir das Leben als Volksvertreter*in in der BVV leichter???

    Ein Antrag (0975/V) von SPD, FDP und Linksfraktion, der Senior*innenvertretung im Bezirk mehr Möglichkeiten der Mitsprache zu geben, ist nun endgültig gescheitert. Und dies wieder mit den Stimmen der Grünen, die damit ihre Idee von basisdemokratischen Mitbestimmungsformen erneut mit Füßen tritt. Wir haben das Wortprotokoll der Debatte angefordert, weil die Argumentationen von T. Hippe (CDU) und B. Steinhoff (Grüne) erkennen lassen, wie wenig Respekt sie vor den berechtigten Anliegen und Sorgen älterer Menschen haben. Die im Publikum anwesenden Mitglieder der Senior*innenvertretung haben nur den Kopf geschüttelt über so viel Arroganz und Ignoranz. Dazu sagt Gerald Bader, der Vorsitzende der Linksfraktion:„Seniorenvertreter*innen sind gewählte Bürger*innen über 60 Jahre, die sich dankenswerterweise insbesondere für die Belange älterer Menschen stark machen. CDU und Grüne sind im Verbund mit der AfD nicht bereit, den Seniorenvertreter*innen ihre Rechte im Sinne des Seniorenmitwirkungsgesetzes zu gewähren. In den Ausschüssen der BVV müssen wir immer wieder beobachten, wie die Senior*innen sogar abfällig behandelt werden. Besonders ausgeprägt sind solche Respektlosigkeiten beim Fraktionsvorsitzenden der CDU, Torsten Hippe.“

    … und die Kältehilfe hat mal wieder das Nachsehen?

    Eigentlich ist es unfassbar: nun hatte Stadtrat Mückisch sich festgelegt, dass es in der Bergstraße 4 in der kommenden Saison eine Kältehilfe-Einrichtung geben solle, wo es doch (leider, leider!) im vergangenen Winter trotz aller Bemühungen (!!!!) nicht geklappt habe (wir erinnern uns: S-Z als einziger Bezirk OHNE!) und nun wird das schon wieder in Frage gestellt: Ein Antrag (Drucksache 1378/V) von FDP und CDU besagt, dass geprüft werden solle, ob für die Bergstraße andere soziale Verwendungszwecke machbar seien – und dann trotz anderer Nutzung evtl. auch noch Kältehilfe möglich wäre. Die Antwort kann man sich schon denken.

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #politique #sans-abris #vie_chère #démocratie

  • BVV-Notizen April 2019 - DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf : Linksfraktion
    http://www.dielinke-steglitz-zehlendorf.de/index.php?id=43739

    12.04.2019 - Prävention schützt vor Hilfestellung nicht!

    Auf die Einwohneranfrage zur Hilfe für Obdachlose im Bezirk antwortete der für Soziales zuständige Stadtrat Mückisch, dass S-Z insbesondere auf Prävention setze! Toller Ansatz! Vor allem für ihn selbst, weil man die Wirkung präventiver Maßnahmen schwer messen kann. Die Wirkung konkreter Hilfe allerdings schon. Und da versagt der CDU-Stadtrat: auf Nachfrage sieht er sich außerstande, Hygieneräume (um Wäsche zu waschen und zu duschen) für obdachlose Menschen anzubieten und das mit der Kältehilfe 2018/2019 hat ja auch nicht so geklappt. Aber da sei er guter Hoffnung, weil bereits jetzt daran gearbeitet werde, das Objekt Bergstraße 4 für die kommende Saison herzurichten. Erfreulich klingt, dass für den Doppelhaushalt 2020/21 zwei zusätzliche Stellen für die Soziale Wohnhilfe eingeplant seien – was andererseits deutlich macht, dass sich der Bedarf erhöht hat.

    Lichterfelde Süd und 650 Einfamilienhäuser (Linksfraktion)

    Die Bezirksbürgermeisterin reagierte sichtlich genervt (passiert in letzter Zeit immer öfter), dass sie sich schon wieder eine Frage der Linksfraktion bezogen auf eines der größten Wohnbauvorhaben berlinweit gefallen lassen musste. Letztendlich beantwortete sie die Frage nicht, weil sie sich auf ein Schreiben aus dem letzten Jahr bezog, wir aber nach der Antwort auf ein Schreiben der Senatsverwaltung aus diesem Jahr fragten. Egal wie: es sei doch alles noch völlig offen und unklar, weil der Bebauungsplan noch nicht gemacht sei. Deshalb sei es absurd davon auszugehen, dass die 650 (statt geplanter 250 Einfamilienhäuser) auf Kosten des Geschosswohnungsbaus gehe – aber, werte Frau Richter-Kotowski, auf Kosten der Natur ganz sicher, weil ja garantiert mehr Fläche versiegelt und bebaut wird mit 650 einzelnen Häusern als wenn man diesen Wohnraum quasi im Geschosswohnungsbau „stapelt“. Oder baut Richter-Kotowski etwa schon vor, weil es insgesamt doch mehr als 2500 Wohnheinheiten geben soll?

    Lichterfelde Süd und die Natur (Linksfraktion)

    Die Dringlichkeit unserer Anfrage, wer die Baumfällungen auf dem Gelände wann und warum genehmigt hat, wurde vom Ältestenrat mit schwarz-grüner Mehrheit verneint. Das ist sehr misslich, weil es uns einerseits zwar um die bereits gefällten Bäume ging, aber vor allem wollten wir wissen, ob weitere Fällungen geplant sind und welche Rechtfertigung diese haben. Hier geht es nämlich womöglich um schützenswerte Bestände! Wir interpretieren dies so, dass schwarz-grün mit allen Mitteln dem Investor den Rücken frei halten will – alles andere muss seinen Interessen untergeordnet werden.

    Große Anfrage der CDU zu Heckeshorn – Klappe, die zweite (Vertagung aus der März-BVV)

    Eigentlich ist mit der Aussage von Herrn Kromm (SPD), der als letzter zu dem Thema sprach, alles gesagt: weil der Bezirk (also: weil Schwarz-Grün) nicht in die Pötte kam, hat der Senat das Verfahren nun an sich gezogen. Konkret geht es um die Unterbringung von bis zu 800 geflüchteten Menschen (darunter auch traumatisierte und kranke Menschen) in der ehemaligen Lungenklinik Heckeshorn. Das Gelände insgesamt ist riesig, die ehemalige Lungenklinik macht nur einen kleinen Teil darin aus. Und trotzdem ist die Aufregung ungeheuerlich! Frau Mertens von den Grünen wirft dem Senat Unmenschlichkeit vor; Frau Bone-Winkel von der CDU fragt, ob der Senat eine Totalabholzung und eine Internierung (!) geflüchteter Menschen plane und behauptet, dass alleine der Bezirk Experte darin sei, für eine langfristige, menschenwürdige Unterbringung zu sorgen, die eine Integration auch ermögliche – warum hat er dann bisher kein Konzept aufgestellt und umgesetzt? Sie spricht von „Entmündigung und Entrechtung der Menschen vorort“, Herr Mier von der CDU versteigt sich gar in der Aussage, es verwundere ihn nicht, dass eine Senatorin der Linkspartei kein Interesse daran habe, die Bürger*innen zu beteiligen, da die Linke die Nachfolgerin einer Partei sei, die noch ganz anders mit Bürger*innen umgegangen sei. Das ist Antikommunismus in Reinform. Und trägt gewiss nicht zu dem bei, was Frau Mertens insgesamt für diese Debatte als günstig benannt hatte: Sachlichkeit und Versachlichung!

    Große Anfrage Radwege (Linksfraktion)

    Stadträtin Schellenberg musste – so Herr Steinhoff, der Fraktionsvorsitzende der Grünen – in „Schnellsprech“ verfallen, weil er, die Grünen und das grüne Bezirksamt in Steglitz-Zehlendorf so viel für die Radwege täten, dass man ganz schnell sprechen müsse, um überhaupt die Fragen an einem Abend beantworten zu können. Da kann man nur sagen: was ein Glück, dass das Tiefbauamt personell unterbesetzt ist (wie Frau Schellenberg gleich zu Beginn ihrer Antwort mitteilte)! Sonst hätten wir womöglich ein ganzes Wochenende dem Schnellsprech lauschen müssen.

    Ansonsten betonte Frau Schellenberg immer wieder, dass ein Abwägung stattfinden müsse zwischen den Interessen aller Verkehrsteilnehmenden, den Bienen und der Natur: Das mit der Abwägung gilt wohl für alle Lebensbereiche, möchte man ihr entgegen halten.

    Immerhin aber hat sie bezogen auf die Durchwegung des Gemeindeparks Lankwitz mit dem Fernradweg zugesagt, dass es bis zur endgültigen Klärung der Schutzwürdigkeit der Wildbienen bzw. der Auswirkung der Versiegelung auf den Lindenbestand keine Baumaßnahmen geben würde. Die Bautätigkeit, die aktuell stattfänden, bezögen sich auf die Sanierung des Zweirichtungsradweges Gallwitzallee. Wir werden das beobachten!

    Kleine Anfrage Strahlende Aussichten für Wannsee (Linksfraktion)

    Die Debatte zeigte eines deutlich: die Tragweite des Themas atomarer Müll (wie gering die Mengen auch sein mögen im Vergleich zu anderen Standorten) oder auch die Frage nach strahlenden Hinterlassenschaften, wenn ein Reaktor (wie der BER II des HZB in Wannsee) stillgelegt wird, wird ignoriert! Besonders bitter dabei ist, dass auch hier die Grünen ihre eigenen Grundsätze verraten: Frau Wojahn lobt allen Ernstes die Transparenz, die das HZB an den Tag lege und erklärt, wie wichtig die Bürger*innendialoge als Format seien – als würde all dies die Gefahren, die von radioaktiver Strahlung ausgehen, verringern.

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #politique #nucléaire #cyclisme #environnement

  • BVV-Notizen März 2019 - DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf : Linksfraktion
    http://www.dielinke-steglitz-zehlendorf.de/index.php?id=43739

    25.03.2019 - Opposition ist für Schwarz-Grün lästig, AfD sitzt bei Zählgemeinschaft mit im Boot

    Die BVV-Sitzung vom 20. März begann wie die vom 20. Februar: Torsten Hippe, Fraktionsvorsitzender der CDU, hatte sich im Vorfeld gemeinsam mit den Grünen überlegt, welche Anträge auf der Tagesordnung „wichtig“ und „unwichtig“ sind.

    Wie bereits im letzten Monat waren unter „unwichtig“ nur Anträge der Opposition zu finden. Torsten Hippe führte aus, dass es Aufgabe der schwarz-grünen Zählgemeinschaft sei, den Bezirk voranzubringen. Die Anträge von SPD, FDP und LINKEN, die sich mit Beteiligungsstrukturen junger Menschen (Drs. 0856/V), der Umsetzung des Mobilitätsgesetzes (Drs. 0952/V) und der Transparenz der Bezirksverordnetenversammlung (Drs. 1075/V) beschäftigten, erfüllten aus Sicht von CDU und Grünen dieses Kriterium nicht und müssten deswegen ganz ans Ende der Tagesordnung. Herr Hippe ließ wissen, er plane mit den auf diese undemokratische Weise gesammelten „unwichtigen“ Anträgen in naher Zukunft eine Sondersitzung der BVV. Die am Mittwochabend anwesenden Pressevertreter*innen ließ Herr Hippe wissen, Sie könnten sich am Tag der Sondersitzung gerne einen freien Abend nehmen.

    Die Tagesordnung am Mittwoch wurde nach einer Gegenrede der Oppositionsparteien mit den Stimmen von CDU, AfD und Grünen bei Gegenstimmen von SPD, FDP und LINKEN beschlossen. Das Vorgehen und die Argumentation von CDU, Grünen und AfD ist eine Beleidigung von 64.000 Wähler*innen, die bei der BVV-Wahl ihr Kreuz bei SPD, FDP oder LINKEN gemacht haben.

    Flüchtlingsunterbringung Heckeshorn: Zählgemeinschaft weigert sich B-Plan aufzustellen, Senatsverwaltung übernimmt

    Nun ist die Katze aus dem Sack: Das schwarz-grüne Bezirksamt weigert sich auch am Standort Heckeshorn, Maßnahmen zur Unterbringung Geflüchteter zu ergreifen. Die Senatsverwaltung hat das Verfahren an sich gezogen und wird nun alles Notwendige veranlassen, damit am Standort die dringend benötigten Plätze für traumatisierte Geflüchtete eingerichtet werden. Auch an diesem Beispiel ist klar ersichtlich, dass das Bezirksamt alles unternimmt, um die Unterbringung Geflüchteter in Steglitz-Zehlendorf zu verhindern. Der CDU-Bürgermeisterin war bei ihrer Rede dann neben dem Applaus der eigenen Fraktion auch die deutliche Zustimmung der AfD sicher. Die Grünen hielten sich zurück und hatten auch keinen Redebeitrag. Sie haben sich auch in diesem Fall wieder für den Frieden in der Zählgemeinschaft entschieden.

    März 2019: Immer noch keine Kältehilfeplätze im Bezirk

    Die Kältehilfesaison 2018/2019 endet. Steglitz-Zehlendorf hat es trotz frühzeitiger Hinweise und Anträge von SPD, FDP und LINKEN als einziger Berliner Bezirk nicht vermocht, auch nur einen Kältehilfeplatz einzurichten.

    In der Diskussion am letzten Mittwoch machte unser Verordneter Hans-Walter Krause deutlich, dass das Unvermögen des zuständigen CDU-Stadtrates Mückisch ein Skandal ist. Aus der CDU-Fraktion wurde während der Debatte in den Saal gerufen, es habe nicht nur keine Kältehilfeplätze, sondern auch keine Kälte in diesem Winter gegeben. Angesichts solcher Zwischenrufe fragen wir uns, wofür das „C“ in CDU heute noch steht.

    Die Zählgemeinschaft hat in diesem wichtigen Punkt versagt. Ihr fehlte es am politischen Willen. Wenn dieser vorhanden gewesen wäre, hätte ein verantwortungsvoller Stadtrat nötigenfalls eine Turnhalle als Notunterkunft eingerichtet. Herr Mückisch begnügte sich den gesamten Winter damit, dass in anderen Bezirken Kältehilfeplätze zur Verfügung stehen. Die Grünen führten als Argument ins Feld, dass die Ausnutzung der Schlafplätze in anderen Teilen der Stadt nur bei 80% gelegen habe. Sie wissen genau, dass es sich dabei um die durchschnittliche Auslastung handelt: In sehr kalten Nächten reichen die Plätze in der Regel nicht aus. Außerdem spricht es Bände, wenn CDU und Grüne von hilfsbedürftigen Menschen ohne Obdach eine hohe Flexibilität und Mobilität voraussetzen und damit ihr eigenes Unvermögen zu rechtfertigen versuchen.

    Bürger*innenantrag angenommen

    Volle Zustimmung der BVV fand am Mittwochabend der Bürger*innenantrag „Historischer Gedenk- und Lernort in Lichterfelde Süd“. Hochinteressant war die begleitende Debatte, die Boris Buchholz vom Tagesspiegel in seinem Intro zum Bezirksnewsletter gut zusammengefasst hat. Sein Text ist hier nachzulesen: tinyurl.com/y5396eqz

    LINKEN-Antrag „Schutz von Mieter*innen statt Schutz von Investor*innen – in der Waltraudstraße 45 in Zehlendorf“ angenommen

    Mit den Stimmen von Grünen, SPD und LINKEN wurde bei Enthaltung der FDP ein wichtiger Antrag für die Bewohner*innen des ehemaligen Schwesternwohnheims des Oskar-Helene-Heims in der Waltraudstraße 45 angenommen. Torsten Hippe von der CDU gab zu Protokoll, dass er den Antragstext für gesetzwidrig erachtet. Es ist also damit zu rechnen, dass der Antrag vom Bezirksamt nicht oder nur teilweise umgesetzt wird: Zumeist macht die Bürgermeisterin, was ihr Herr Hippe sagt. Wir dürfen gespannt sein. Der Antragstext im Wortlaut: tinyurl.com/y46cge7m

    #Berlin #Steglitz-Zehlendorf #antifascisme #loyers #cie_chère #sans-abris #réfugiés #démocratie