• « CGT collabo » - La Grappe
    ▻https://lagrappe.info/?CGT-collabo-2315

    Aujourd’hui les syndicats à la traîne ont appelé à des manifestations partout dans le pays en soutien à la mobilisation lycéenne. A Bordeaux, la CGT a enfin ouvert vendredi dernier la Bourse du travail, son temple vide et poussiéreux à l’AG lycéenne qui se faisait gazer. Quelques dizaines de #lycéen-nes de peu de lycées ont pu se réunir à l’abri de la répression et ont demandé à la CGT de les protéger des violences policières. Ces inquiétudes sont parfaitement légitimes au vu du niveau de violence et de haine présent dans les rangs de la police. Or, la CGT a visiblement mal compris les enjeux puisque celle ci a passé sa manif à surveiller et suivre les lycéen-nes motivés, les bandes racisées et les gens cagoulés. Et une fois que la manif plan-plan à enfin rejoint les quartiers bourgeois, une partie du cortège a voulu s’approcher du cour de l’intendance et ses boutiques de luxe où était déployé un dispositif policier. Des membres de la CGT sous la forme d’un service d’ordre ont fait barrage non pas pour empêcher des violences policières mais bien pour brimer des moyens d’action et d’expression de cette jeunesse légitimement débordante. Des embrouilles verbales ont fusé face à cette ligne de vieux militants qui faisaient face au cortège. Les gens leur reprochaient de faire le travail de la police, d’être paternalistes et infantilisants avec les jeunes ainsi que de ne favoriser que des stratégies éculées et perdantes. Les jeunes sur place ont répondu en scandant « Justice pour Nahel ! » et « #CGT collabo ». Il semblait ensuite plus opportun de ne pas cristalliser ce moment de tension afin de poursuivre la manif malgré tout.

    Ce #SO de pacotille était très à l’aise pour faire la leçon à ceux qui voulaient s’aventurer, n’ayant jamais ne serait-ce qu’un regard en direction de la police pour vérifier les mouvements des CRS derrière. Etre aussi à l’aise avec des flics dans le dos, c’est savoir qu’on a leur complaisance.

    Cet épisode ne fut pas le seul, ils ont aussi passé une bonne partie du parcours à mettre la pression sur celleux qui déplaçaient ou allumaient des feux de poubelles ou montaient sur les arrêts de bus, n’hésitant pas à invectiver les gens avec des menaces et des propos lunaires.

    #révolte #encadrement_syndical #syndicat

  • Ohren zu und durch
    ▻https://www.unsere-zeit.de/ohren-zu-und-durch-4818469

    L’absence de popularité n’empêchera pas le chancelier de faire progresser les projets bellicistes et antisociales. C’est un bon exécutant, ses commanditaires l’ont soigneusement sélectionné et formé.

    25.9.2026 von Björn Blach - Angeschlagener Kanzler wirbt für „Weiter-so“ mit Almosen

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhielt die Quittung für seine Politik. Das Topthema der drei verlorenen Landtagswahlen war die soziale Sicherheit. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gefolgt von der Sorge um den Frieden in Europa. In Berlin landete das Thema Mieten auf dem zweiten Platz. Da Merz weder die Aufrüstung beenden will noch den Sozialabbau stoppen wird, braucht er Schminke. Deshalb kündigte der Kanzler mit sinkender Halbwertzeit nach der Klatsche von Magdeburg Maßnahmen gegen die horrenden Spritpreise an. Danach gab es hektische Aktivität. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ließ seine Übergewinnsteuer auf europäischer Ebene scheitern, da natürlich niemand die Gewinne der Mineralölkonzerne antasten möchte. Laut Greenpeace sollen die sich allein in Deutschland seit März fast sechs Milliarden zusätzlich eingesteckt haben.

    Durchgesetzt hat sich im Bundeskabinett eine Neuauflage der Reduzierung der Energiesteuer. Ab 1. Oktober sollen Benzin und Diesel um bis zu 17 Cent günstiger werden. Allerdings stellte das Bundeskartellamt bei der letzten Auflage des Tankrabatts fest, dass knappe 20 Prozent der Steuererleichterung in den Kassen der Konzerne versickerten.

    Eine wirkliche Entlastung wird es also nicht geben. Am vergangenen Freitag kostete der Liter Diesel knapp 2,50 Euro. Unter 2,30 Euro wird der Preis nicht zu drücken sein. Das Drama an den Zapfsäulen wiederholt sich bei den Energiepreisen. Mitte des Monats erreichten die Erdgaspreise an der Börse in Amsterdam einen neuen Höchststand. Im Jahresvergleich sind sie um 160 Prozent gestiegen. Laut dem Vergleichsportal „Verivox“ drohen den Haushalten zum Jahreswechsel Preisaufschläge bis zu 20 Prozent. Wer auf Heizöl angewiesen ist, den trifft es noch härter. Im vergangenen Jahr konnte ein Vierpersonenhaushalt seinen Jahresvorrat noch für unter 2.000 Euro bekommen. Wer den Tankwagen in diesem Monat bestellt, wird über 1.000 Euro mehr bezahlen.

    Während Merz Almosen in Aussicht stellt, hält er am Generalangriff fest. Mit der sogenannten Gesundheitsreform werden die Zuzahlungen erhöht und gleichzeitig die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung reduziert. Der Abbau von über 10.000 Industriearbeitsplätzen pro Monat erhöht den Druck auf die Beschäftigten und ihre Löhne. Die Angriffe auf den Achtstundentag sorgen dafür, dass wir immer mehr arbeiten für immer weniger Geld.

    Diese Politik liegt weniger an der mangelnden Kompetenz der Politiker. Es ist vielmehr ihr unbedingter Wille, dieses Land kriegsfähig zu machen. Die Kosten sollen wir tragen. Der Gegner wird in Russland ausgemacht. Dazu wird uns erzählt, dass Wladimir Putin kurz davor ist, den Angriffsbefehl auf die NATO zu geben. Gleichzeitig verliert er den Krieg in der Ukraine. Damit nimmt diese Regierung einen Dritten Weltkrieg billigend in Kauf.

    Statt Generalangriff und Kriegsvorbereitung brauchen wir Frieden in der Ukraine durch Gespräche mit Russland. Sie müssen in ein europäisches Sicherheitssystem münden, das die Inte­ressen aller Staaten berücksichtigt. Das ist die Voraussetzung für die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen und die Reparatur von Nord Stream 2. Das würde die Gaspreise enorm senken. Wir brauchen eine Regierung, die sich für ein Ende des völkerrechtswidrigen US-israelischen Kriegs gegen den Iran einsetzt. Dieser ist schließlich die Ursache für die steigenden Energiepreise. Wir brauchen eine Politik, die den Aufrüstungskurs stoppt und in die marode Infrastruktur, in das Bildungs- und Gesundheitssystem investiert. Wir brauchen eine Steuerreform, die die Massen über eine Senkung der Mehrwertsteuer entlastet und die Superreichen zur Kasse bittet. Damit wäre auch eine Industriepolitik möglich, die an den Stärken der deutschen Industrie ansetzt und die Deindustrialisierung stoppen kann.

    Eine solche Politik ist derzeit nicht wählbar. Wir müssen dafür die Voraussetzungen schaffen. Der erste Schritt dazu ist, streikfähig zu sein statt kriegstüchtig.

    #Allemagne #politique #syndicalisme #bellicisme

  • Autogestion, hier et aujourd’hui : 1936 – 2026
    ▻https://ecologiesocialeetcommunalisme.org/2026/09/21/autogestion-hier-et-aujourdhui-1936-2026

    Une rencontre au Mans pour penser l’institution du commun Le samedi 10 octobre 2026, de 14h à 17h, à la Maison Charles-Trenet du Mans, les #Syndicats_et_associations_libertaires_sarthoises organisent une rencontre-débat qui mérite qu’on s’y arrête bien au-delà du cercle libertaire local. Réunis autour d’une même table, #Frank_Mintz et #Pierre_Bance feront […] L’article Autogestion, hier et aujourd’hui : 1936 – 2026 est apparu en premier sur Atelier d’Écologie Sociale et #Communalisme.

    #Évènements #CNT #L'Adventice #L'autogestion_dans_l'Espagne_révolutionnaire #La_Grande_Fédération #Le_Mans

  • « Combattre les violences sexistes et sexuelles, c’est garantir la place des femmes dans la CGT »

    Entretien avec Raphaëlle Manière
    Raphaëlle Manière est cheminote dans le Jura, où elle travaille dans le secteur de la vente. Elle a un mi-temps syndical. Elle pilote depuis 2016 la cellule de veille de la CGT contre les violences sexistes et sexuelles. Ancienne secrétaire générale de l’Union départementale CGT du Jura, de 2010 à 2017, elle a également siégé au Conseil économique, social et environnemental (CESE) entre 2015 et 2021, où elle a été vice-présidente de la délégation aux droits des femmes et à l’égalité. Elle est par ailleurs membre de la commission Femmes-Mixité de la CGT.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/09/09/combattre-les-violences-sexistes-et-sexuelles-

    #feminisme #syndicalisme

  • Freier Deutscher Gewerkschaftsbund: »Es entstand die Stimmung: Die sind alle korrupt, die müssen alle weg«
    ▻https://www.jungewelt.de/artikel/528826.freier-deutscher-gewerkschaftsbund-es-entstand-die-stimmung-die-sin

    Wie geht es weiter? Die »Wende« ist da, die Stimmung gedrückt: Beratung der Betriebsgewerkschaftsleitung im VEB Stahl- und Walzwerk Hennigsdorf im Dezember 1989

    Comment en 1989/1990 le patrimoine des syndicats de le RDA a été réquisitionné par le capital ouest-allemand

    29.8.2026 von Nico Popp - Über die gewerkschaftliche Arbeit im letzten Jahrzehnt der DDR, die Beseitigung des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes 1989/90 und die Plünderung des Gewerkschaftsvermögens. Ein Gespräch mit Annelis Kimmel

    Zur Person: Annelis Kimmel

    Annelis Kimmel wurde am 7. Juli 1934 im niederschlesischen Hausdorf (heute Jugów, Polen) geboren. Vater Bergarbeiter. 1948 Übersiedlung nach Leipzig. FDJ-Jugendhochschule 1953/54. 1966 Maschinenbauingenieurin. Parteihochschule der SED 1973–1976. 1979–1989 Vorsitzende des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin. 2. November 1989 bis 9. Dezember 1989 Vorsitzende des Bundesvorstandes des FDGB. Sie lebt in Berlin.

    Sie haben 1979 gleichsam von heute auf morgen den Vorsitz des FDGB in Berlin übernommen. Wie kam das?

    Eines Tages wurde ich aufgefordert, mal zum ­Harry Tisch zu kommen. Ich war damals Sekretärin der Parteiorganisation der SED im Glühlampenwerk Narva in Friedrichshain, wo ich mich sehr wohlfühlte. Ich rätselte, was der FDGB-Chef mit mir bereden wollte. Als ich bei ihm eintraf, saß da auch Konrad Naumann, der 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Berlin. Beide eröffneten mir ohne Umschweife, sie seien der Ansicht, dass ich die geeignete Kandidatin für den vakanten Vorsitz des FDGB in der Hauptstadt sei. Als ich widersprach, hieß es, das wirst du schon schaffen. Und außerdem sei das schon so beschlossen. Das war damals die Kaderpolitik. Gewählt wurde hinterher.

    Warum hielten die beiden Sie für geeignet?

    Ich war Ingenieurin, hatte jahrelang politisch in wichtigen Berliner Betrieben gearbeitet, kannte die Probleme der Belegschaften. Das gab vermutlich den Ausschlag. Ich war natürlich aktives Gewerkschaftsmitglied, hatte aber bis dahin nur in der FDJ und in der SED in hauptamtlichen Funktionen Erfahrung gesammelt. Und nun sollte ich den Berliner FDGB mit 800.000 Mitgliedern führen.

    Das klappte dann aber?

    Weil ich viel Unterstützung hatte. Besonders Hans Jendretzky, damals schon über 80 und einer der Gründer des FDGB, hat mir sehr geholfen. Mädel, pass mal auf, ich erkläre dir, wie Gewerkschaft geht – das waren seine Worte. Mein Stellvertreter war Erich Röder, auch ein erfahrener Gewerkschaftsmann.

    Wie war die Führungsarbeit organisiert?

    Es gab einen Bezirksvorstand, der aber mit seinen rund 80 Mitgliedern nur in größeren Abständen zusammentrat. Die sehr intensive Arbeit von Tag zu Tag erledigte das Sekretariat, dessen acht Mitglieder mit ihren Mitarbeitern für die verschiedenen, breit gefächerten Arbeitsbereiche des FDGB verantwortlich waren.

    Da wurden nicht einfach Beschlüsse der Partei durchgestellt?

    Nein. Der FDGB war eine Massenorganisation mit neun Millionen Mitgliedern, in der ständig diskutiert und auch gestritten wurde. Die Betriebskollektivverträge zum Beispiel wurden nicht einfach verkündet, sondern mit den Belegschaften durchgesprochen. Da gab es regelmäßig sehr offene Aussprachen. Auch in den Versammlungen der Vertrauensleute war das so. Die Arbeiter haben lebhaft von sich aus auf Probleme hingewiesen und auf Lösungen gedrängt.

    Was waren das in den 80er Jahren für Probleme?

    Es gab viele Baustellen. Wir haben zum Beispiel das Bildungsministerium jahrelang ohne Erfolg darauf hingewiesen, dass es die Versorgung mit Plätzen in den Ferienheimen des FDGB sehr erleichtern würde, wenn die Ferien nicht in der ganzen Republik gleichzeitig beginnen und enden. Viele Arbeiter hinterfragten mehr und mehr die Preispolitik – vieles wurde als »zu billig« empfunden, angefangen beim Brot. Eingefordert wurde auch die Beachtung des Leistungsprinzips bei der Lohngestaltung. Aber auf die am Ende der Plandiskussionen verfassten Berichte an zentrale Stellen wurde häufig nur noch vage geantwortet. Dass Pläne nicht erfüllt werden konnten, weil Zulieferungen nicht kamen oder technische Mittel fehlten, war auch ein Dauerthema. Oder die Verpflegung in den Betrieben, bei der es immer wieder Ausreißer nach unten gab. Einmal wurde ich in eine Nachtschicht des Kabelwerks Oberspree gerufen, weil das Essen ungenießbar war. Die Anlaufstelle für alle Anliegen der Belegschaften war der FDGB.

    War das Nahverhältnis zur SED hier hilfreich?

    Hier hing auf allen Ebenen viel von den führenden Leuten ab. Als Berliner Vorsitzende gehörte ich dem Sekretariat der SED-Bezirksleitung an. Bei Naumann hatte der FDGB Gewicht, mit ihm konnte man über alles reden. Als er 1985 gehen musste und Günter Schabowski an seine Stelle trat, liefen die Dinge merklich anders. Mit Schabowski hatte ich einige Zusammenstöße. Sein Interesse an der gewerkschaftlichen Arbeit war nicht groß. Das war etwas überraschend, weil er ja lange bei der Tribüne (Zeitung des FDGB, jW) in der Chefredaktion gesessen hatte.

    Hatten Sie irgendwann den Eindruck, dass sich eine politische Krise anbahnt?

    Dass wir in so eine Katastrophe hineinlaufen, habe ich noch im Frühjahr 1989 nicht für möglich gehalten. Mir fiel schon auf, dass vor allem junge Leute in den Jahren zuvor stärker unter den Einfluss westlicher Medien geraten und schwerer für ein Engagement in der Gewerkschaft zu gewinnen waren. Es wurden häufiger Funktionen und auch Qualifikationsmöglichkeiten abgelehnt, wenn das mit einer vorübergehenden Verringerung des Einkommens oder weniger Freizeit verbunden war. Als dann im Sommer 1989 die Ausreisewelle zum Thema wurde, war zunächst nur die Lage bei der Gewerkschaft Kunst kritisch. Dort hatte sich eine merkliche Westorientierung herausgebildet. In der zweiten Hälfte der 80er hatte ich übrigens mit britischen Gewerkschaftern vereinbart, dass junge Gewerkschafter aus Berlin London besuchen. Die besahen sich das Elend dort und kamen regelrecht entgeistert zurück. Andere, die das nie mit eigenen Augen gesehen hatten, wollten uns am Ende nicht mehr glauben, was Kapitalismus bedeutet.

    Die Dinge kamen dann im FDGB sehr schnell ins Rutschen. Harry Tisch musste schon Anfang November 1989 zurücktreten.

    Im Oktober wurde deutlich, dass sich sehr viel aufgestaut hatte. Formalismus und Arroganz mancher Leitungen hatten zu einer offenkundig unterschätzten Frustration in den Betrieben geführt. Gerade auch bei Gewerkschaftsfunktionären dort. Und der Harry hat, als er versuchte, den FDGB zu profilieren, so unglücklich agiert – bei dem Werftbesuch in Boizenburg oder bei dem Auftritt in dieser Fernsehsendung –, dass sich diese Stimmung entlud, und zwar gegen ihn. Das hat ihn sehr getroffen. Er hat dann nur die Frage gestellt, soll ich zurücktreten oder nicht. Ich habe ihm gesagt, dass das nicht die wesentliche Frage ist. Wir müssten die Lage realistisch einschätzen und danach handeln. Die Rückmeldungen aus den Bezirken waren dann so, dass wir sagten: Rücktritt. Da war diese Sache mit seinem Jagdhaus noch gar nicht bekannt, die uns wenig später um die Ohren gehauen wurde. Anfang November ging das aber schon los mit den Vorwürfen in der Presse auf der Linie Geldverschwendung, Korruption, Amtsmissbrauch.

    Zur Nachfolgerin von Tisch hat der Bundesvorstand am 2. November 1989 Sie gewählt. Welchen Handlungsspielraum hatten Sie in den wenigen Wochen Ihrer Amtszeit?

    Keinen großen. Wir wurden schnell in die Defensive gedrängt und waren gezwungen, uns in erster Linie mit den auf uns einprasselnden Vorwürfen zu beschäftigen. Es trat eine Lähmung der Gesamtorganisation ein. Es gab Austritte, manche Mitglieder stellten ihre Beitragszahlungen ein. Auch in den Bezirks- und Kreisvorständen ging es drunter und drüber. Wir haben dennoch versucht, eine neue Satzung auszuarbeiten und vor allem das Verhältnis zur Basis zu verbessern. Ich bin am 3. November gleich zur Frühschicht in das Glühlampenwerk gegangen, um mit den Arbeitern zu reden. Die Klagen dort betrafen in erster Linie Fragen der Arbeitsorganisation und der technischen Ausstattung. Es gab keine antisozialistische Stimmung.

    Annelis Kimmel

    Vier Wochen später sah das anders aus.

    In diesen Wochen rollte diese Kampagne ab. Auch innerhalb des FDGB kam eine Dynamik in Gang, die zur Niederlage der Kräfte führte, die den FDGB und eine sozialistische DDR erhalten wollten. Im November hatten wir beschlossen, dass an die Stelle des bisherigen Präsidiums und Sekretariats des Bundesvorstandes ein Arbeitssekretariat tritt und Ende Januar 1990 ein außerordentlicher Kongress stattfindet. Daraufhin verstärkten sich schlagartig die Aktivitäten der Kräfte – ich nenne sie Liquidatoren –, die auf Biegen und Brechen noch vor diesem Kongress den Apparat unter ihre Kontrolle bringen wollten. In der Rückschau erkennt man das sehr deutlich.

    Es scheint, als ob sich diese Richtung gar nicht besonders anstrengen musste, um den FDGB in die Hand zu bekommen.

    Der Punkt, an dem die Sache endgültig kippte, war die 12. Tagung des Bundesvorstandes am 9. Dezember. Zu der waren neben den rund 200 Mitgliedern des Vorstandes auch viele Funktionäre aus den Bezirken erschienen. Da hat sich irgendwann jemand von draußen, meiner Erinnerung nach der stellvertretende Vorsitzende der BGL (Betriebsgewerkschaftsleitung, jW) eines Berliner Betriebs, das Mikrofon geschnappt und gesagt, so, es stehen 100 Mann vor der Tür, und wenn ihr jetzt nicht alle auf der Stelle zurücktretet, stürmen die das Gebäude. Das war eine richtige Drohung. Das endete dann tatsächlich mit dem Rücktritt des gesamten Vorstandes, auch wenn einige seiner Mitglieder fragten, warum sie eigentlich zurücktreten sollen.

    Es hätte doch auch jemand sagen können: »Wir sind der gewählte Vorstand und bleiben hier.« Zumal da keine Massen vor der Tür standen, sondern 100 Leute. Und selbst das war vermutlich noch eine Übertreibung.

    Diese ständigen Rückzüge waren ein schwerer Fehler. In der Partei waren Zentralkomitee und Politbüro am 3. Dezember zurückgetreten. Das war wie ein Sog. Vieles, was damals geschah, ist heute schwer nachvollziehbar. Dass das in so einem Tempo passierte, lag zu einem großen Teil an dieser wie nach einem Drehbuch abrollenden Korruptions- und Amtsmissbrauchskampagne. Da wurde auch gar nicht politisch argumentiert. Es ging darum, eine Stimmung zu erzeugen: Die sind alle korrupt, die müssen alle weg. Bald nach meiner Wahl zur Vorsitzenden hat mein Fahrer zu mir gesagt, er habe erfahren, dass ich zwei Villen und zwei Yachten besitze. Das wurde systematisch verbreitet. Er wusste, dass das Quatsch ist. Tausende haben solche Verleumdungen aber geglaubt. Und so kam dieser Druck auf die Vorstände zustande. Das hatte regelrechte Tragödien zur Folge. Ich erinnere nur an den Suizid von Johanna Töpfer.

    Auch von der Justiz kam Druck auf den FDGB bzw. einzelne Funktionäre.

    Da müsste auch einmal geklärt werden, wer das gedeckt hat. Es reichten damals unbelegte und nachweislich falsche Verdächtigungen, um die Staatsanwaltschaft in Marsch zu setzen. Einmal, das muss Anfang Dezember gewesen sein, klingelte bei mir in Adlershof in der Nacht das Telefon. Ich solle sofort zum Sitz des Bundesvorstandes an der Jannowitzbrücke kommen, Polizei und Staatsanwalt seien da. Ich eilte los, und dort sagten die mir, sie hätten die Information erhalten, dass bei uns der Reißwolf »glüht«, also Akten vernichtet werden. Ich bin dann mit ihnen durch das Haus gelaufen und sie haben sich davon überzeugt, dass da nichts glühte. Dann sind sie wieder abgezogen. Das waren natürlich Aktionen, die zur Verunsicherung beitrugen.

    Wann wurde Ihnen klar, dass innerhalb des FDGB nicht mehr alle Funktionäre an einem Strang zogen?

    Schnell. Es gab schon im November eine Strömung, die in dieser Krisenlage eine Auseinandersetzung um die Beiträge und das Vermögen lostrat. Darüber haben wir nächtelang diskutiert. Der FDGB war eine Einheitsgewerkschaft. Die Hoheit über die Finanzen lag beim Bund und nicht bei den Industriegewerkschaften – auch wenn es nicht stimmt, dass alles an den Vorstand ging. Mindestens ein Drittel der Beiträge verblieb auf der Ebene der Betriebe. Nun kam die Forderung, dass die Industriegewerkschaften über die Beiträge verfügen sollten. Dann tauchten Leute auf, die fanden, es müsse jetzt Betriebsräte wie in der Bundesrepublik geben und die Betriebsgewerkschaftsleitungen müssten weg. Das war absurd, weil unsere Leitungen eine viel stärkere Stellung im Betrieb hatten als die BRD-Betriebsräte. Aber das zielte schon darauf, die Handlungsfähigkeit des FDGB zu untergraben.

    Wann wurde eine politische Flügelbildung sichtbar?

    Etwa Anfang Dezember. Da trat eine Richtung hervor, die sich programmatisch vom Sozialismus lösen wollte. Mir wurde am 4. Dezember von einer kleinen Gruppe – darunter ein Schauspieler und der BGL-Chef des VEB Elektrokohle, der eine wichtige Rolle bei der Liquidierung des FDGB gespielt hat – ein Papier vorgelegt, in dem niedergelegt war, wie es aus der Sicht der Verfasser mit den Gewerkschaften weitergehen sollte. Darin war diese Absetzbewegung deutlich zu erkennen. Denen habe ich gesagt, bitte, stellt das zur Diskussion, aber mit mir ist das nicht zu machen. Am 6. Dezember hat dieser BGL-Vorsitzende im Arbeitssekretariat meinen Rücktritt gefordert. Als am 9. Dezember dann der gesamte Vorstand zurückgetreten war, bildete sich ein sogenanntes Vorbereitungskomitee des außerordentlichen Kongresses, in dem bereits die Liquidatoren den Ton angaben. Deren Botschaft war zunächst: Der FDGB soll nur noch ein Dachverband mit kleinem Apparat sein, finanziert durch Zuwendungen der Industriegewerkschaften, die selbständig arbeiten.

    Das war aber nicht die Endstation.

    Selbst diese Zahlungen erfolgten dann nicht. Der Dachverband sollte auch weg. Die Einzelgewerkschaften bildeten einen Sprecherrat. Dort wurde, bevor das legitimierte Vertreter der Mitglieder so beschlossen hatten, im Mai auch schon festgelegt, dass der FDGB bis Ende September aufgelöst werden soll. Und so kam es auch. Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass hier DGB-Berater die Strippen zogen. Die richteten rasch eine Verbindungsstelle ein. Die Mitarbeiter des Bundesvorstandes wurden entlassen, auch die Gewerkschaftshochschule in Bernau wurde mit auffallender Eile abgewickelt. Alle Strukturen des FDGB wurden in den letzten Monaten der DDR abgeräumt. Da drückte jemand mächtig aufs Tempo.

    Was wurde aus dem Vermögen des FDGB?

    Das ist ein Kapitel für sich. Wir haben in den 90er Jahren versucht, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Im Dezember 1989 lag das Geld- und Immobilienvermögen des FDGB im einstelligen Milliardenbereich. Darunter waren alte und neue Gewerkschaftshäuser in bester Lage, Gästehäuser, Ferien- und Erholungsheime. Die Kontrolle über dieses Vermögen – also das Vermögen der ehemaligen Mitglieder des FDGB – rissen die sogenannte Unabhängige Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen und die Treuhand an sich, da es »nicht rechtsstaatlich« erworben worden sei. Auch die Beiträge seien nicht freiwillig gezahlt worden. Der DGB ließ das, sieht man von einigen beanspruchten Immobilien ab, geschehen. Niemand hat einen genauen Überblick, an wen zu welchen Konditionen zum Beispiel die Gästehäuser und Ferienobjekte gegangen sind. Es gibt Hinweise, dass manche als angeblich »wertlos« für symbolische Beträge verschleudert wurden. Das flüssige Vermögen des FDGB wurde laut einer Treuhand-Auskunft von 1994 unter anderem für »Investitionsförderung« verwendet, also an Unternehmen überwiesen. Das war nach 1933 die zweite große Enteignung der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland. Mit großen und kleinen Profiteuren. Vor ein paar Jahren tauchte eine Picasso-Lithographie, die im Bundesvorstand hing, auf einem Flohmarkt wieder auf. Einer der Abwickler, ein westdeutscher Anwalt, hatte sie mit nach Hause genommen.

    Nach 1990 ist nicht mehr viel über den FDGB gesprochen worden.

    Diese Abrechnungsstimmung von 89/90 war jedenfalls schnell verflogen. Als Tisch 1995 starb, meldete sich das Neue Deutschland bei mir wegen eines Nachrufs. Andere, die ihn länger gekannt hatten als ich, hätten abgelehnt, hieß es. Ich habe den Nachruf geschrieben. Die Rückmeldung aus der Redaktion war, der sei zu positiv ausgefallen. Ich sagte, gut, sucht euch einen anderen. Er wurde dann gedruckt. Und mir ist nicht bekannt, dass Leser hinterher einen kritischeren Ton eingefordert hätten. Im Gegenteil. Die Leute hatten inzwischen ihre Erfahrungen gemacht und wussten die Dinge ins Verhältnis zu setzen.

    Sind Sie noch Gewerkschaftsmitglied?

    Ich bin weiterhin Mitglied der IG Metall. Aber ohne Illusionen. Ich habe im Elektroapparatewerk Treptow erlebt, wie die DGB-Gewerkschaften der Zerstörung der Betriebe im Osten zugesehen haben. Allein im EAW sind 8.000 Beschäftigte auf die Straße gesetzt worden. 1991 auch ich. In dieser Zeit war ich bei einer Maikundgebung in Berlin. Dort hat ein westdeutscher Gewerkschaftsfunktionär den Kolleginnen und Kollegen aus der ehemaligen DDR dazu gratuliert, dass sie jetzt »freie« Gewerkschaften hätten. Da habe ich mich auf dem Absatz umgedreht und bin gegangen.

    #DDR #RDA #syndicalisme #1989 contre-révolution

  • 26 et 27 septembre 2026 à Paris
    Rencontre des syndicats européens membres du RSISL

    La réunion se déroulera le samedi 26 et dimanche 27 septembre, dans les locaux de l’Union syndicale Solidaires au 31, rue de la Grange aux Belles à Paris.

    Un accueil convivial est prévu le vendredi 25 septembre à partir de 18h autour de la projection du film tourné lors de la rencontre fondatrice du RSISL de Saint Denis en mars 2013 suivie d’une table ronde sur la création du RSISL avec la participation de camarades ayant participé à sa fondation.

    ▻https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2017/07/25/le-reseau-syndical-international-de-solidarite-et-de-luttes-iiie-rencontre-25-au-28-janvier-2018-a-madrid/#comment-75635

    #syndicalisme

  • Vom DDR-Politoffizier zum „Putsch“-Anstifter : GdP-Vize tritt zurück
    ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/vom-ddr-politoffizier-zum-polizeigewerkschafter-und-anstifter-zum-p

    Sven Hüber war bis Mittwoch stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und Vorsitzender des Hauptpersonalrats der Bundespolizei. Foto Metodi Popow/imago

    "Deutsche Polizisten, Mörder und Faschisten" on se rappelle du slogan des années 1960/1970 . Et voilà Bingo ! On on vient d’obliger à démissioner un syndicaliste et officier de la police fédérale parce qu’il a averti ses collègues des dangers d’un succès électoral des crypto-fascistes de l’AfD.

    Les flics et leur syndicat (membre de la DGB !) sont solidaires avec leurs collègues nazis et les protègent contre toute critique. Voilà la preuve. QED.

    Voilà le lien vers l’édition d’août 2026 où on peut lire l’article de l’ancien suppléant de la direction du syndicat "Gewerkschaft der Polizei", membre de l’association des syndicats ouvriers allemands DGB.

    _Sven Hüber, Richtig nein sagen
    ►https://www.gdp.de/Bundesvorstand/DP/Jahrgang/2026/08/DP_2026_08.pdf

    Zum Titel: „Richtig Nein sagen“
    Für den Fall einer notwendigen Remonstration haben
    wir Euch die wichtigsten To-do‘s auf Scheckkartengröße
    zusammengefasst. Wer seine DP jedoch vor der Schere
    retten möchte, nutzt bitte den QR-Code zum Download
    einer entsprechenden pdf-Datei.

    Mode d’emploi pour les policiers démocratiques

    26.8.2026 von Andreas Kopietz - Sven Hüber rief die 200.000 Mitglieder der Gewerkschaft der Polizei zum Widerstand gegen eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt auf – und verursachte eine Austrittswelle.

    Der wegen Vorwürfen aus seiner Zeit als Offizier der DDR-Grenztruppen in der Kritik stehende stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Sven Hüber, ist zurückgetreten. Hüber, der auch Personalratsvorsitzender der Bundespolizei ist, begründete den Rücktritt am Mittwoch damit, Anschuldigungen von der Gewerkschaft abwenden zu wollen.

    Der 62-jährige Sven Hüber, der kurz vor der Pensionierung steht, hatte im Juli in der GdP-Mitgliederzeitschrift Deutsche Polizei einen Artikel veröffentlicht, in dem er im Vorfeld der Landtagswahlen vor den Folgen einer Alleinregierung der AfD in Sachsen-Anhalt warnte. Unter Berufung auf einen „inneren Notstand“ rief er dazu auf, Widerstand gegen eine etwaige AfD-Landesregierung zu leisten. Eine „AfD-Machtergreifung“ entbinde keinen Beamten vom Eid auf den Schutz der Verfassung, schrieb Hüber an die etwa 200.000 Mitglieder seiner Gewerkschaft. Um eine Gefahr abzuwenden, könne die Bundesregierung Polizeikräfte anderer Länder ihren Weisungen unterstellen und die Bundespolizei einsetzen.

    Dafür erntete Hüber massive Kritik und löste mittlerweile eine Austrittswelle aus. Kritik kam unter anderem von der Konkurrenzgewerkschaft DPolG, die ihm eine Verletzung des gewerkschaftlichen Neutralitätsgebots vorwarf. Deren Bundesvorsitzender Heiko Teggatz sieht Hübers Äußerungen als Versuch der politischen Einflussnahme auf die Mitglieder.

    Der Historiker Hubertus Knabe wertet Hübers Forderungen als Aufruf zum Widerstand gegen eine demokratisch gewählte AfD-Regierung. Auf X schrieb er, Hüber fordere „nach einem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt de facto zur Befehlsverweigerung, zum Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung“ auf. Kritik kam auch aus den GdP-Landesverbänden NRW und Bayern. Der Berliner GdP-Landesbezirk veröffentlichte ebenfalls ein deutliches Statement, in dem er sich „ausdrücklich“ von der Wortwahl des stellvertretenden Bundesvorsitzenden distanzierte.

    Sven Hüber weist die Vorwürfe zurück

    Hübers Äußerungen lenkten den Blick auf dessen Vergangenheit: Als Oberleutnant war er Politoffizier im Grenzregiment 33 an der Berliner Mauer. Es war dasselbe Regiment, das im Februar 1989 den 20-jährigen Chris Gueffroy bei dessen Fluchtversuch erschoss.

    Das Portal Apollo News berichtete in dieser Woche unter Berufung auf die eidesstattliche Versicherung eines Zeugen, dass Hüber Ende der 1980er-Jahre als Grenzoffizier einen Gefangenen misshandelt habe. Zudem habe er als Politoffizier die Durchsetzung des Schießbefehls an der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland aktiv propagiert.

    Hüber weist die Vorwürfe zurück. In einer am Mittwoch von der GdP verbreiteten Erklärung nennt er die Anschuldigungen verunglimpfend und rufmordähnlich. Er kündigte an, sich rechtlich dagegen zu wehren, und schaltete einen bekannten Berliner Medienanwalt ein. Dieser hatte schon im Jahr 2005 versucht, einem Buchverlag gerichtlich verbieten zu lassen, dass Hübers Name im Zusammenhang mit dem Grenzregiment 33 öffentlich genannt wird, wie die Süddeutsche Zeitung damals berichtete.

    Gewerkschafts-Vize geht mit Anwalt gegen Medien vor

    Der GdP-Bundesvorstand erklärte, „weiterhin im Zusammenhang mit Falschbehauptungen, Bedrohungen und verzerrten Veröffentlichungen“ straf- und zivilrechtlich gegen die Urheber der Beiträge vorgehen zu wollen.

    Eine Anfrage der Berliner Zeitung, ob die GdP die Kosten für den Anwalt beziehungsweise die Rechtsstreitigkeiten übernimmt – und wenn ja, bis zu welcher Höhe –, ließ der Bundesvorstand bislang unbeantwortet.

    Für die GdP bedeuten die Äußerungen des Vize-Chefs einen Super-GAU, denn nach Angaben von Gewerkschaftern gibt es nicht nur in Berlin, sondern deutschlandweit eine Austrittswelle. „Wir sind gerade dabei, uns zu zerlegen“, heißt es etwa aus Nordrhein-Westfalen, „der Schock für die GdP ist massiv.“ Aus Berlin verlautet: „Die Kritik an dem Versuch der Bevormundung kann man nicht von der Hand weisen. Und die Reaktion des Bundesvorstandes zeugt von wenig Selbstreflexion“, schimpft ein Gewerkschafter. „Die haben das Problem gar nicht verstanden.“

    Bien entendu les extrémistes au sein du parti extrémiste de droite #AFD ne sont pas des nazis historiques. Après avoir obtenu la majorité absolue dans un parlement ils ne vont pas se mettre à assassiner des juifs. Leurs actions cibleront toutes et tous qui ne leur convienennt pas, mais il n’y aura pas les canps avec les chambres à gaz. Leur règne ressemblera plutôt au fascisme sous Mussolini qu’au nazisme d’Adolf Hitler.

    #Allemagne #police #nazis

    • Et voilà le texte complet. On comprend pourquoi il fait peur aux forces de droite. Il revendique une police démocratique dont un gouvernement extrémiste ne peut pas se servir contre ses adversaires politiques.

      L’auteur Sven Hüber cite une loi ou un jugement de tribunal pour chacune de ses affirmations. C’est un texte fondamental qui place au centre de sa réflexion la décision du tribunal administratif de Berlin qui constate qu’un membre du parti AfD ne possède systématiquement pas une personnalité qui le rend apte à l’exercice du métier de policier.

      (décision du 11. juin 2026, Az. : VG 7 L 479/26)

      Deutsche Polizei, Ausgabe August 2026
      ►https://www.gdp.de/Bundesvorstand/DP/Jahrgang/2026/08/DP_2026_08.pdf

      Seite 1
      Zum Titel: „Richtig Nein sagen“

      Für den Fall einer notwendigen Remonstration haben wir Euch die wichtigsten To-do‘s auf Scheckkartengröße zusammengefasst. Wer seine DP jedoch vor der Schere retten möchte, nutzt bitte den QR-Code zum Download einer entsprechenden pdf-Datei.

      Seite 2
      Titel: STEHT EIN ELEFANT IM RAUM ... Richtig Nein sagen

      Seite 3

      Es kann mitunter tierisch zugehen, will man in sprachlichen Bildern ausdrücken, was gerade Sache ist: die Taube auf dem Dach, der Spatz in der Hand, die Schwalbe und der Sommer, blinde Hühner, das Pferd auf’m Flur – meist Umschreibungen für selten aufregende Begebenheiten. Steht jedoch ein Elefant im Raum, kann es heikel werden. Das Totschweigen ist jedoch nicht die Sache des Titelautoren Sven Hüber. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende und langjährige Vorsitzende des Bundespolizei-Hauptpersonalrats erklärt, welche Verpflichtungen mit dem Eid auf das Grundgesetz verbunden sind.

      Sven Hüber

      Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nimmt ihren Satzungsauftrag und den Eid ihrer Mitglieder ernst. Natürlich. Jede Beamtin und jeder Beamte schwören bei ihrer Ernennung einen Eid auf das Grundgesetz. Das ist schnell gemacht, der Text ist nicht lang. In der Laufbahnausbildung (oder in der „Anpassungsfortbildung“ in den Polizeien der östlichen Bundesländer der 1990er Jahre und dem Bundesgrenzschutz im Osten) war Verfassungsrecht Standard. Man weiß also, worum es geht.

      In Sachsen-Anhalt etwa lautet der Eid ähnlich wie in anderen Ländern oder dem Bund: „Ich schwöre, meine Kraft dem Volk und dem Land Sachsen-Anhalt zu widmen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und die Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt zu wahren und zu verteidigen, Gerechtigkeit gegenüber jedermann zu üben und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfüllen.“

      Das klingt gut und vertraut.

      Jede und jeder Einzelne schwört mit ihrer Stimme, die Verfassung zu verteidigen. Schon das Schwur-Wort „verteidigen“ indiziert, dass es Angreifer auf die Verfassung und auf unsere Werte gibt und die Frage besteht: Wie wollen wir leben? Und gegen Verfassungsfeinde tritt man als Polizeibeamter ganz persönlich an, weil der geleistete Schwur es genauso vorsieht.

      Anders gesagt: Verfassungsfeinde, egal welcher politischen oder religiösen Schlagrichtung, können von Polizistinnen und Polizisten niemals goutiert werden, weil das dem geleisteten Eid widerspricht.

      Denn es gibt eine gesetzliche „Eintretenspflicht“ für die freiheitlich-demokratische Grundordnung: Nach Paragraf 60 I 3 Bundesbeamtengesetz (BBG) („Beamtinnen und Beamte müssen sich durch ihr gesamtes Verhalten zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bekennen und für deren Erhaltung eintreten“) sowie 33 I 3 Beamtenstatusgesetz (BeamtStG) („Ihr Verhalten innerhalb und außerhalb des Dienstes muss der Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die ihr Beruf erfordert.“) ist verfassungstreues aktives Eintreten alternativlos.

      Die rechtswissenschaftliche Expertenauffassung ist: Der Diensteid spiegelt diese alternativlosen materiellen Dienstpflichten wider, auch wenn er keine eigenen Dienstpflichten begründet. Sprechen wir also offen über den Elefanten im Raum und die nicht wenige auch in der GdP umtreibende Frage, was geschehen solle, übernähme die AfD ein Innenministerium.

      Für die „Alternative für Deutschland“ (AfD) gibt es nach mehreren Gerichtsentscheidungen ausreichende tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen innerhalb der Partei. In fünf Ländern – Niedersachsen, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg – sind die zur Wahl antretenden AfD-Landesverbände gerichtsfest als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft. Der Grund: Weil sie Angriffe gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung begehen.

      In weiteren vier Ländern – Bayern, Baden-Württemberg, Bremen und Hessen – wird die Partei amtlich als rechtsextremer Verdachtsfall geführt. Auch in Rheinland- Pfalz liegen „hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen“ vor, in Nordrhein-Westfalen gilt das für Teile des Landesverbandes, auch die Verfassungsschutzbehörden in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben die jeweiligen Landesverbände auf dem Radar. Über 20.000 der 50.000 AfD-Mitglieder sind identifizierte Rechtsextremisten. Unsere GdP-Mitglieder in den Verfassungsschutzbehörden der Länder und des Bundes haben akribisch lange Beweisketten für die verfassungsfeindlichen Bestrebungen dieser Partei gesammelt.

      Zurück zum Eid: Die JUNGE GRUPPE (GdP) hat ihre Perspektive in den äußerst griffigen Kampagnennamen gegossen: „Das Grundgesetz ist unsere DNA!“. So weit, so gut und theoretisch klar. Wer auf das Grundgesetz seinen ganz persönlichen Eid schwört und es als seine DNA sieht, kann bei Verfassungsfeinden nicht mitmachen oder heimlich verklemmte Sympathien hegen. Wer dies trotzdem tut, hat im Polizeiberuf nichts verloren. Man kann nicht auf die Verfassung schwören und sich zugleich mit Verfassungsfeinden verbünden!

      Ein absolutes „No-Go“

      Wer seinen geleisteten Eid ernst nimmt, kann gar nicht anders: No-Go mit der AfD! Polizisten können kraft ihres abgelegten Eides keine verfassungsfeindliche Partei wählen, diese unterstützen, oder dort mitmachen! Oder wie es das Berliner Verwaltungsgericht in einer jüngsten Entscheidung (Beschluss vom 11. Juni 2026, Az.: VG 7 L 479/26) feststellte: Wer als Polizist bei der AfD mitmacht und so seine inhaltliche Identifikation mit den programmatischen – und mindestens in Teilbereichen nach aktuellem Erkenntnisstand auch verfassungsfeindlichen – Zielen der AfD dokumentiert, besitzt nicht die erforderliche charakterliche Eignung für den Polizeiberuf. Diese gerichtliche Feststellung unterstreicht die Richtigkeit und Notwendigkeit des Unvereinbarkeitsbeschlusses der GdP mit einer Mitgliedschaft in der AfD. Strengste Distanz ist also angesagt. Und für den Fall, dass der „Elefant im Raum“ tatsächlich ein Innenministerium übernehmen sollte, ist die Erinnerung an die jeden Beamten und jede Beamtin treffende Remonstrationspflicht das erste Mittel der Wahl. Eine AfD- Machtergreifung entbindet keinen Beamten von seinem Eid auf den Schutz der Verfassung, im Gegenteil. Die nach der Nazizeit eingeführte Remonstrationspflicht soll garantieren, dass sich eine Rolle der Polizei wie 1933–1945 niemals mehr wiederholen kann.

      Selbst und höchstpersönlich

      Der Schwur, als Polizeibeamtin oder -beamter die Verfassung zu verteidigen, beinhaltet die ganze Verfassung. Aber wer in der Polizei hat das Grundgesetz schon bis in die hinteren Artikel präsent im Kopf und sieht sich ganz persönlich in der Pflicht? Anders gefragt: Wer hat in letzter Zeit im Grundgesetz geblättert und ist bei Artikel 91 hängen geblieben und bei der Verteidigung der Verfassung durch die Polizei auch in Zeiten eines „inneren Notstandes“ nachdenklich geworden?

      Dass Deutschland ein föderaler Bundesstaat ist, braucht man nicht zu betonen. Wie breit ist aber das Wissen und wie groß die persönliche Bereitschaft als Polizeibeamter? Und zwar dann, wenn das Grundgesetz den gegebenen Eid einfordert. Dann, wenn es den Einsatz mit ganzer persönlicher Kraft fordert. Warum? Weil die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung in einem Bundesland (und das muss nicht das eigene Land sein!) auf der Tagesordnung steht und diese Polizeiaufgabe von einem selbst und höchstpersönlich erledigt werden muss. Niemand weiß besser als die Deutschen aus ihrer eigenen Geschichte, dass die Demokratie immer die grundsätzliche Möglichkeit beinhaltet, dass verfassungsfeindliche Parteien durch demokratische Wahlen an die Macht kommen und ihr Unheil ausleben dürfen. Theodor Heuss, der spätere erste Bundespräsident, war einer der Abgeordneten der bürgerlichen Zentrumspartei im Deutschen Reichstag, die am 23. März 1933 den „Ermächtigungsgesetzen“ (offiziell: „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“) zustimmten, weil sich die bürgerlichen Parteien dadurch eine „Einhegung“ der Nazi-Partei erhofften. Die gewählten Abgeordneten entmachteten damit höchstselbst faktisch das Parlament und übertrugen die Gesetzgebungskompetenz auf die Reichsregierung unter Adolf Hitler. Die Gesetze konnten von der Weimarer Verfassung abweichen. Die Gewaltenteilung und die Grundrechte wurden damit außer Kraft gesetzt. Das alles, wohlgemerkt, „demokratisch legitimiert“ vom Wähler. Die Folgen dieses „vom Wähler demokratisch legitimierten“ Verfassungsbruchs sind bekannt: Polizisten, die im republiktreuen „Schrader-Verband“ (der ersten Polizeigewerkschaft Deutschlands) organisiert waren oder gegen die SA (Sturmabteilung, die paramilitärische Kampforganisation der NSDAP) ermittelt hatten, wurden willkürlich verhaftet und in frühen Konzentrationslagern (KZ) rechtlos inhaftiert. Gewerkschaftsvorsitzender Ernst Schrader wurde mehrere Monate rechtswidrig im Konzentrationslager Oranienburg bei Berlin festgehalten. „Schlagetots“ der SA, der NSDAP-Marsch- und Prügeltruppe, wurden ganz offiziell zu „Hilfspolizisten“ in Preußen ernannt. Sie wurden dadurch in die Lage versetzt, politische Gegner polizeioffiziell in ihre Folterkeller zu verschleppen und wie in der „Köpenicker Blutwoche“ zwischen dem 21. und 26. Juni 1933 hundertfach zu foltern und Dutzende zu ermorden.

      Die „Mütter und Väter des Grundgesetzes“, die auch um die früheren verfassungsfeindlichen Ereignisse wie den „Kapp- Putsch“ vom 13. bis 17. März 1920 oder den „Hamburger Aufstand“ wussten, wollten Vorsorge treffen, dass die Demokratie nicht nur auf dem Papier und in Reden, sondern auch tatsächlich „wehrhaft“ ist. Das deutsche „Nie wieder!“ meint schließlich auch, es nie wieder zuzulassen, dass mit den demokratischen Instrumenten einer Wahl an die Macht gekommene undemokratische, verfassungsfeindliche Machthaber die Verfassung brechen und die Demokratie letztlich abschaffen können. So verleiht Artikel 20 Abs. 4 des Grundgesetzes das sogenannte Widerstandsrecht: Jede und jeder Deutsche hat das Recht zum Widerstand gegen jede und jeden, die es unternehmen, die verfassungsmäßige Ordnung zu beseitigen, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

      Die „verfassungsmäßige Ordnung“ umfasst dabei die gesamte, mit der Verfassung in Einklang stehende Rechtsordnung. Eine Störung liegt im juristischen Alltag oft bereits in Form von Verstößen gegen diese Ordnung vor. So stellt bereits die Weigerung eines Bundeslandes, Bundesrecht auszuüben und anzuwenden, eine Störung dar.

      Kasten Beginn Aus dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Hannover vom 1. Juni 2026 (Az.: 10 B 1105/26):

      Die verfassungsfeindlichen Bestrebungen der AfD lassen sich an Agitationen gegen die zentralen Grundprinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung – die Menschenwürde, das Demokratie- und Rechtsstaatsprinzip – belegen. Es liegen hinreichende Tatsachen für Bestrebungen gegen das Demokratie- und Rechtsstaatsprinzip vor, weil den etablierten Parteien, der Bundesregierung, der Verwaltung sowie der Justiz antidemokratische Ziele, ungesetzliches Verhalten und die Absicht, dem deutschen Volk zu schaden, unterstellt werden. Der Charakter der Partei AfD ist durch Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung geprägt. Es lässt sich ein verfassungsfeindlich geprägtes Gesamtbild attestieren. Kasten Ende

      Was Artikel 91 GG von uns verlangt

      Das Grundgesetz beinhaltet seit dem Sommer 1968 als Abwehrmechanismus auch den Artikel 91 und beschreibt die Aufgaben der Polizei zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der verfassungsmäßigen Ordnung bei einem „inneren Notstand“. Auch wenn wohl die ursprüngliche Vorstellung war, dass ein durch die Polizeien zu beendender Notstand ausbricht, falls etwa durch Aufstände und Tumulte eine demokratische Regierung eines Bundeslandes nicht mehr handlungsfähig sein sollte, so sind gleichwohl auch andere Konstellationen denkbar. Insbesondere ist es eben auch vorstellbar, dass eine Landesregierung die verfassungsmäßige Ordnung untergräbt oder die sie tragende Partei verboten wird.

      Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn in einem Parteiverbotsverfahren, das seine verfassungsrechtliche Grundlage in Art. 21 IV GG hat und in Paragraf 13 Nr. 2 Bundesverfassungsgerichtsgesetz (BVerfGG) als Auftrag beschrieben ist, das Bundesverfassungsgericht von seinem Recht nach Paragraf 46 Abs. 2 BVerfGG Gebrauch macht und feststellen sollte, dass (nur) Teile einer Partei wie der AfD, also etwa einzelne Landesverbände, als verfassungswidrig einzustufen und zu verbieten wären. Die dann auftretenden Schwierigkeiten zeigt Paragraf 32 Parteiengesetz: Zuständig für die Verbotsdurchsetzung gegen einen (ggf. eigenen) Landesverband einer verbotenen Partei oder einen Teil dieser Partei wären die von einer Landesregierung bestimmten Behörden, sofern das Verfassungsgericht keine andere Vollstreckung anordnet. Nur wenn sich die Organisation oder Tätigkeit des verbotenen Parteiteils über ein Bundesland hinaus erstreckt, müsste der Bundesinnenminister die Vollstreckung übernehmen. Zu Recht kann man fragen, ob diese Rechtskonstellation funktionieren kann, wenn eine Landesregierung mit Ministern einer verbotenen (Teil-)Partei sich selbst abwickeln und eine Entscheidung gegen sich selbst vollstrecken soll. Wer den Gedanken weiterführt, landet unweigerlich bei dem Mechanismus von Artikel 91 GG.

      Die Folgen einer solchen Entscheidung wären immens, weil Landes- und Regionalparlamente, Gemeindevertretungen, und auch Amtsinhaber der verschiedenen Ebenen von einem Verbot der sie aufstellenden Partei betroffen wären. Auch für den Fall, dass sich Vertreter einer durch verfassungsfeindliche Bestrebungen gekennzeichneten Partei in einem übernommenen Regierungsamt eines Landes weigern, geltendes Bundesrecht anzuwenden und umzusetzen, und damit die verfassungsmäßige Ordnung auszuhebeln versuchen, kann es zu einer Situation des „inneren Notstandes“ führen. Das Grundgesetz sieht dann in Artikel 91 auch vor, dass die Bundesregierung die Polizei in diesem Lande und die Polizeikräfte anderer Länder ihren Weisungen unterstellen sowie Einheiten der Bundespolizei einsetzen darf, wenn das Land, in dem die Gefahr droht, nicht selbst zur Bekämpfung der Gefahr bereit oder in der Lage ist. Die Anordnung zum Polizeieinsatz ist nach Beseitigung der Gefahr, im Übrigen jederzeit auf Verlangen des Bundesrates aufzuheben.

      Genau für diese Zwecke wurde auch das Verwaltungsabkommen zwischen der Bundesregierung und den Ländern zu den Bereitschaftspolizeien geschlossen. Darin geregelt sind etwa die Grundlagen für die Berechnung der Stärke der Bereitschaftspolizei wie auch das unter Berücksichtigung möglicher Gefahrenlagen nach dem Artikel 91 Abs. 2 des Grundgesetzes zu bestimmende Sicherheitsbedürfnis.

      Anders ausgedrückt: Die Bereitschaftspolizeien müssen so stark und so vorbereitet sein, um auf Weisung des Bundesinnenministers auch in einem anderen Bundesland, gemeinsam mit der Bundespolizei, mit polizeilichen Mitteln die verfassungsmäßige Ordnung wiederherstellen zu können.

      Das ist einer der Gründe, warum die GdP nicht müde wird, immer und immer wieder die personelle und ausstattungsmäßige Stärkung der Bereitschaftspolizeien der Länder und des Bundes einzufordern. Sind wir auf das Verfassungsszenario des „inneren Notstandes“ vorbereitet? Ist dieser Auftrag der Verfassung der „wehrhaften Demokratie“, auf die jede Polizistin und jeder Polizist den Eid geschworen hat, bekannt, akzeptiert? Wie bereiten wir uns darauf vor? Welche Szenarien sind vorstellbar und eingeübt? Wem obliegt die Einsatzführung in dem betroffenen Land, wer stellt den Einsatzführungsstab, das Kommunikationsnetz? Wenn sich die Innenministerkonferenz in den vergangenen Wochen mehrfach mit dem Szenario der Machtergreifung einer extremistischen Partei auch in einem Innenressort befasste, ist es für die Polizeiführungsgremien höchste Zeit, sich ebenfalls vorzubereiten. Denn ein klarer Verfassungsauftrag, auch für Einsätze nach Artikel 91 Absatz 2 Grundgesetz gewappnet zu sein, ist bei Weitem keine „Panikmache“, sondern eben ein eindeutiger Auftrag an die Polizei. Noch einmal: Die volle Handlungsfähigkeit der Polizei in allen ihren Gliedern muss auch im Fall der Notwendigkeit der Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung garantiert sein.

      Mit Blick darauf ist es erforderlich, dass Spitzenfunktionen der Polizei nicht länger von „politischen Beamten“ besetzt sind. Damit wird das Risiko umgangen, dass die Polizeiführung im Falle der Wahl von Verfassungsfeinden an die Macht über Nacht nach politischem Gusto ausgetauscht, politisch paralysiert und von der Spitze an handlungsunfähig oder -unwillig werden könnte. Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Missstand erkannt und beseitigt. Karlsruhe entschied bereits 2024, dass Polizeipräsidenten grundsätzlich keine politischen Beamten sein dürfen (BVerfG, Beschluss vom 09.04.2024, 2 BvL 2/22). Unter anderem Nordrhein-Westfalen hat daraufhin den Polizeipräsidenten (PP) aus dem Paragrafen 37 des Landesbeamtengesetzes (LBG) herausgenommen. Weitere Landesgesetzgeber folgten. Nach Auffassung von Experten sind Polizeipräsidenten nur noch in Berlin (Paragraf 46 I Nr. 5 LBG Berlin) und in Thüringen (Paragraf 27 I Nr. 4 ThürBG) politische Beamte – und wie bekannt beim Bund (Paragraf 54 I Nr. 7 und 8 BBG) für die Präsidenten des Bundeskriminalamtes und der Bundespolizei. Zu überlegen ist auch, ob die Leiter der Verfassungsschutzbehörden wie etwa in Sachsen-Anhalt weiter politische Beamte sein sollen, und auch die Überlegung der Berliner Generalstaatsanwältin ist diskussionswürdig, die Weisungsbefugnis von Justizministerien an die Staatsanwaltschaften abzuschaffen oder einzuschränken, um politische Einflussnahmen von extremistischen Regierungsmitgliedern auf die Justiz wie auch generell auf die Exekutive zu verhindern.

      Klarer Blick und ohne Angst

      Wir sind die größte Polizeigewerkschaft in der wehrhaften Demokratie. Was Euch als Mitglieder unserer GdP vereint, ist das gemeinsame Satzungsbekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Wir haben gemeinsam beschlossen, dass sich unsere Gewerkschaft von den demokratischen Prinzipien und von den Grundrechten, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgelegt sind, leiten lässt und undemokratische Bestrebungen jeder Art ablehnt.

      Deshalb müssen wir uns mit klarem Blick und ohne Angst vor „AfD-Innenministern“ auch rechtzeitig vorbereiten und uns damit auseinandersetzen, was die wehrhafte Demokratie von uns im „Was wäre, wenn ...“- Fall zu Recht erwartet und im Grundgesetz verankert hat.

      Als GdP tun wir das für unser Land und für uns selbst. Zum einen, um Euch, unsere Mitglieder, zu schützen und in der Wahrnehmung Eures Verfassungsauftrages zu ermutigen. Wir unterstützen Euch mit unserem Rechtsschutz in der Wahrnehmung Eurer Remonstrationspflicht bei zu befürchtenden rechtswidrigen Weisungen möglicher antidemokratischer Minister. Zum anderen, um damit unsere Demokratie in den Dienststellen, die Mitbestimmung, die Gleichstellungsrechte, die Vielfalt unserer Beschäftigten zu verteidigen.

      Ich sagte bereits: Die GdP nimmt ihren Satzungsauftrag und den Eid ihrer Mitglieder ernst. Daran wird sich nichts ändern, auch nicht nach ungewissen Landtagswahlen.

      DP-Autor Sven Hüber ist stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender und Beamtenexperte.

    • 26.08.2026 - Stellvertretender Bundesvorsitzender Sven Hüber tritt von seinem Amt zurück
      ▻https://www.gdp.de/bund/de/stories/2026/08/ruecktritt-hueber

      De nombreux policiers de droite ont quitté le syndicat de police démocratique. La direction du syndicat en bon vendeur de services essaye d’arrêter la saignée et sacrifie plutôt un homme et sa propre ligne démocratique que de s’engager pour eĺiminer les extrémistes de droite des rangs de la police.

      On est tenté de les prendre pour des lâches, mais c’est faux. Aujourd’hui les syndicats d’ouvriers sont gérés dans un esprit libéral et commercial et ne défendent plus les intérêts de la classe ouvrière. Leur réaction a été prévisible. Il nous faut d’autres syndicats.

      Sven Hüber erklärt zu seinem heutigen Rücktritt vom Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP):

      „Ich trete mit sofortiger Wirkung von meinem Amt zurück, weil es derzeit mehrere von mir angestrengte rechtliche und gerichtliche Prüfungen gegen erhobene mediale verunglimpfende und rufmordähnliche Vorwürfe vor meinem Dienst in der Bundespolizei und vor der GdP gibt. Ich möchte während der notwendigen gerichtlichen Auseinandersetzung die täglich neuen, unhaltbaren Anschuldigungen von der GdP abwenden."

      „Ich habe nach intensiven Gesprächen mit dem Bundesvorsitzenden der GdP, Jochen Kopelke, den Geschäftsführenden Bundesvorstand und den Bundeskontrollausschuss über meine endgültige Entscheidung zum Schutz meiner Gewerkschaft und zur Verteidigung gegen falsche Vorwürfe informiert und gebeten, den gesamten GdP-Bundesvorstand in Kenntnis zu setzen.“

      Sven Hüber übergibt seine gewerkschaftlichen Bereiche und alle Tätigkeiten mit sofortiger Wirkung.

      Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wird in diesem Kontext auch weiterhin im Zusammenhang mit Falschbehauptungen, Bedrohungen und verzerrten Veröffentlichungen straf- und zivilrechtlich gegen die Urheber dieser Beiträge vorgehen.

      „Ich möchte während der notwendigen gerichtlichen Auseinandersetzung die täglich neuen, unhaltbaren Anschuldigungen von der GdP abwenden.“

      GdP-Bundesvize Sven Hüber zu seinem Amtsrücktritt.

    • 14.08.2026 Stellungnahme GdP zu Artikel „Richtig Nein sagen“ in „DEUTSCHE POLIZEI“, August 2026
      ▻https://www.gdp.de/bund/de/stories/2026/08/gdp-stellungnahme

      Mit Blick auf den seit einigen Tagen breit in der Öffentlichkeit diskutierten Artikel „Richtig Nein sagen“ in der Augustausgabe der Mitgliederzeitung „DEUTSCHE POLIZEI“ der Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezieht der GdP-Bundesvorstand und GdP-Bundesvorsitzende Kopelke Stellung:

      „Der Beitrag unseres stellvertretenden Bundesvorsitzenden Sven Hüber hat eine sehr umfangreiche Debatte über die gewerkschaftspolitischen Aktivitäten der Gewerkschaft und die Notwendigkeit einer politischen Neutralität im Polizeiberuf entfacht.“

      Grundsätzlich stellt die GdP fest, dass der Wertekanon der Organisation die Reaktion auf gesellschaftliche Entwicklungen erfordert, um die Beschlüsse der GdP umzusetzen.

      Das in dem Artikel erfolgte Szenario, der Beschlusslagen des GdP-Bundesvorstandes und der Bundeskongresse und das Aufzeigen verschiedener Sichtweisen gehören zu den satzungsgemäßen Aufgaben der GdP ihren Mitgliedern gegenüber. Damit unterstützt sie ihre Mitglieder dabei, die rechtlichen Rahmenbedingungen und möglichen Konsequenzen unterschiedlicher Situationen persönlich einzuordnen.

      Stellungnahme der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bundesvorstand

      GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke: „Unser Kollege Sven Hüber ist seit über drei Jahrzehnten ein sehr geschätzter Mitarbeiter in der Bundespolizei sowie wertvoller Beamtenrechtsexperte in unserer Organisation. Die kontroverse Debatte gehört zur demokratischen Kultur unserer Gewerkschaft der Polizei. Die GdP stößt deutschlandweite Debatten an, damit sie mit Meinung und Haltung wahrgenommen und eingeordnet werden kann. Davon profitieren alle. Rhetorische Überspitzung gehört dazu, darf und sollte aber weder verletzen noch bevormunden. Wir beschäftigen uns mit den Fragen der Mitgliedschaft und formen daraus den Kurs der gesamten GdP. Leider ist es dieses Mal nicht wie sonst gelungen, Das bitte ich zu entschuldigen. In Zukunft werden wir das gewohnt verlässlich abgestimmt tun, denn in der GdP zählt die Meinung der vielen Mitglieder.“

      Gleichzeitig ist es nicht Aufgabe der GdP, ihren Mitgliedern Wahlempfehlungen anzubieten oder sie zu belehren.

      Mit aller Schärfe verurteilt die GdP die öffentliche Hetze und die teils massiven Drohungen gegenüber dem Autor, unserem Kollegen Sven Hüber. Das verzerrte Darstellen seiner Vita empfindet die GdP als beschämend.

      Vor diesem Hintergrund bearbeitet die GdP einschlägige Wikipedia-Beiträge, um offensiv Unwahrheiten oder tendenziöse Behauptungen zu korrigieren. Dass zeitgleich zur laufenden Debatte Wikipedia-Einträge geändert wurden, bezeichnet die GdP als bedauerliches Ergebnis eines internen Kommunikationsdefizits.

      Die GdP kündigt an, im Zusammenhang mit medialen Veröffentlichungen strafrechtlich gegen die Urheber dieser Beiträge vorzugehen.

      #syndicalisme #opportunisme #droite

  • How Big Tech Captured American Schools - The New York Times
    ▻https://www.nytimes.com/2026/08/23/business/schools-big-tech-google-microsoft.html

    As a journalist covering technology in schools, […] I was struck by how similar the sessions were to training I’d seen years earlier, while reporting on the health care industry: seminars for doctors, organized by pharmaceutical companies, that aimed to get physicians to prescribe the latest brand-name drugs.

    “Industry funds what helps industry,” Dr. Adriane Fugh-Berman, a pharmacology professor at Georgetown University Medical Center who studies drug industry influence on medicine, told me recently, as I was reporting a book about A.I. and computer science education in schools.

    These workshops have upsides. Big Pharma seminars can be useful for keeping physicians up-to-date on the latest patient remedies, and Big Tech workshops can similarly help educators keep current on the newest software tools. But Silicon Valley’s efforts to capture the attention of education professionals and provide student training materials can also double as marketing or indoctrination. They enable some of the most powerful corporations on the planet to spin rosy technology stories for administrators, teachers and students, giving them a sanitized view of industry practices and product risks.

    Many parents would likely object if, say, Exxon Mobil wrote their children’s environmental science curriculum. Or if Purdue Pharma trained their children’s biology teachers. Yet, over the last decade, schools have often embraced the technology industry in similar ways with few questions asked.

    […]

    The day after the Microsoft-led workshop in Manhattan, the American Federation of Teachers [A.F.T.], a national union with 1.8 million members, made a major announcement. The union was starting an ambitious program to train teachers nationwide on A.I., with $23 million in funding from Microsoft, OpenAI and Anthropic.

    […]

    After Ms. [Randi] Weingarten [the A.F.T. president] announced her union’s deal with Big Tech companies, a few teachers and professors publicly warned that the spread of A.I. chatbots could undermine their profession, by outsourcing and automating core tasks like giving students feedback on their work. One of the more forceful educators was Lois Weiner, an education professor emerita at New Jersey City University and a retiree member of the U.F.T., who argued on Bluesky that the national union was selling out to corporate interests.

    “This isn’t an alliance,” Ms. Weiner told me. “We aren’t sitting at the table. We’re the meal.”

    #IA #silicon_valley #éducation #écoles #corruption #syndicats #états-unis

  • #The_Weavers : Which Side Are You On ?
    ▻https://www.youtube.com/watch?v=Sh86h92PrH0

    Which side are you on? (4)

    Come all of you good workers,
    Good news to you I’ll tell
    Of how the good old union
    Has come in here to dwell.

    Which side are you on? (4)

    My daddy was a miner
    And I’m a miner’s son,
    And I’ll stick with the union
    ’Til every battle’s won.

    Which side are you on? (4)

    They say in Harlan County
    There are no neutrals there;
    You’ll either be a union man,
    Or a thug for J. H. Blair.

    Which side are you on? (4)

    Oh workers can you stand it?
    Oh tell me how you can.
    Will you be a lousy scab
    Or will you be a man?

    Which side are you on? (4)

    Don’t scab for the bosses,
    Don’t listen to their lies.
    Us poor folks haven’t got a chance
    Unless we organize.

    Which side are you on? (4)

    #chanson #musique #syndicat #travail #conditions_de_travail #USA #Etats-Unis #folk #mines #mineurs

  • Thüringen und Sachsen-Anhalt : BSW streitet ums Regieren
    ▻https://www.jungewelt.de/artikel/528187.th%C3%BCringen-und-sachsen-anhalt-bsw-streitet-ums-regieren.html

    Est-ce quon peut encore rester membre du plus grand syndicat ouvrier allemand ? La direction à Berlin-Brandebourg vient d’exclure un parti démocratique et résolument antifasciste d’une soirée discussion publique sous prétexte de soutenir les fascistes de l’AfD. Apparamment la lutte contre le parti BSW est plus important pour le sxmdicat ver.di que l’union des forces contre la guerre et le fascisme.

    19.8.2026 von Kristian Stemmler - Thüringer Landevorsitzende hält an »Brombeerkoalition« fest. Verdi lädt Berliner Abgeordneten von Veranstaltung aus

    Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt spitzt sich der Streit zwischen dem Bundesvorstand des BSW und dem Landesverband Thüringen weiter zu. Die Thüringer BSW-Chefin Katja Wolf erklärte am Dienstag gegenüber dem MDR, sie gehe davon aus, dass ihre Partei die »Brombeerkoalition« mit CDU und SPD fortsetzen werde. Man arbeite vertrauensvoll zusammen, betonte Wolf. Den Vorschlag von BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht lehnte sie ab. Wagenknecht hatte sich in Thüringen wie auch in Sachsen-Anhalt für das Modell eines »überparteilichen« Regierungschefs ausgesprochen, der auch unter Einbeziehung der AfD mit wechselnden Mehrheiten regieren und damit die sogenannte Brandmauer beenden würde.

    Diese Option hatten am Montag bereits die Landtagsfraktion sowie der Landesvorstand des BSW verworfen und für einen Verbleib in der Regierung gestimmt. Um die Frage der Regierungsbeteiligung im Freistaat zu klären, soll es aber noch einen Sonderparteitag geben, sagte die BSW-Landeschefin dem MDR. Diesen hatte Wagenknecht bereits gefordert. Nun werde ein Termin und ein Ort gesucht, so Wolf.

    Auslöser für die erneute Runde im Dauerstreit zwischen Bundesparteivorstand und Thüringens Landesverband war die in der vergangenen Woche publik gewordene Entscheidung der Technischen Universität Chemnitz, den Widerspruch von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) gegen den Entzug seines Doktortitels zurückzuweisen. Der Vorstand um Wagenknecht hatte die Thüringer BSW-Abgeordneten daraufhin aufgefordert, den Regierungschef nicht mehr zu unterstützen.

    Die Fraktion wies diesen Vorstoß am Montag morgen einstimmig zurück. Allerdings blieben zwei der 15 Fraktionsmitglieder, Anke Wirsing und Sven Küntzel, der Sitzung fern. Sie meldeten sich Stunden später mit einer eigenen, von der Fraktionsmehrheit abweichenden Erklärung zu Wort. Sie trügen Voigt nicht mehr mit, dieser stehe somit »aktuell nur noch einer Minderheitsregierung« vor, heißt es darin. Die Koalition kam schon bisher nur auf 44 von 88 Sitzen im Erfurter Landtag, war also für parlamentarische Entscheidungen auf zumindest indirekte Unterstützung der Linksfraktion angewiesen. Ohne die beiden BSW-Abgeordneten reicht es nicht mehr für das Patt. Mit Hilfe der Linkspartei könnte die Regierung aber weiter Mehrheiten finden.

    Ein weiterer Hintergrund für den Streit im BSW ist offenbar die bevorstehende Wahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD im Falle einer Unterstützung des BSW Regierungsämter bekleiden könnte. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) erklärte am Dienstag gegenüber der Augsburger Allgemeinen, er befürchte, das BSW werde dort, falls sie die Fünfprozenthürde überspringt, AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ins Amt des Ministerpräsidenten verhelfen. »Wenn es das BSW in den Landtag schafft, wird es schwer, eine AfD-Regierung zu verhindern«, sagte er. »Das BSW wird die AfD zu hundert Prozent unterstützen.«

    Unterdessen hat die Landesbezirksleitung Berlin-Brandenburg der Gewerkschaft Verdi den BSW-Politiker Alexander King, Berliner Landeschef und Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September, von einer Podiumsdiskussion ausgeladen. In dem Schreiben, das jW vorliegt, wird auf die Erklärung der BSW-Bundesspitze verwiesen, eine BSW-Fraktion im Magdeburger Landtag werde die Wahl eines AfD-Ministerpräsidenten durch Enthaltung im dritten Wahlgang ermöglichen – falls die anderen Parteien den Vorschlag einer »überparteilichen Regierung« ablehnten. Damit bestehe »93 Jahre nach Beginn der Herrschaft des Nationalsozialismus« die Gefahr, »dass – mit zentraler Hilfe des BSW – erneut eine faschistische und rechtsextreme Partei« in Regierungsverantwortung komme, hieß es von den Gewerkschaftern.

    King bezeichnete die Begründung am Dienstag als »haarsträubend«. Das BSW werde unter Verdacht gestellt, die AfD in Sachsen-Anhalt an die Macht bringen zu wollen – das sei eine sehr verzerrte Darstellung, erklärte er auf Anfrage von junge Welt. Ohnehin sei die »schlechte Politik der anderen Parteien« dafür verantwortlich, dass die Rechtsaußenpartei überhaupt so stark ist. Interessant sei auch, dass Verdi in Sachsen-Anhalt noch nicht auf die Idee gekommen ist, das BSW von Veranstaltungen auszuschließen. Das zeige die »Verbandelung der Verdi-Funktionäre mit SPD, Grünen und Linken«, sagte King. »Wir haben viele engagierte Mitglieder, die auch Verdi-Mitglieder sind. Auch für sie ist das ein Schlag ins Gesicht.«

    #Allemagne #politique #syndicalisme #verdi #BSW

    • „Rote Linie erreicht“ : Verdi schließt BSW wegen Vorwurf der AfD-Nähe aus
      ▻https://www.berliner-zeitung.de/article/verdi-laedt-bsw-aus-alexander-king-will-trotzdem-kommen-10305292

      Alexander King du parti BSW a raison : les réseaux de la gausche pas de gauche du tout bloquent toute amélioration du sort des gens ordinaires. C’est leur contribution à l’ascension du parti d’extrême droite AfD.

      19.8.2026 von Boban Dukic - Der BSW-Politiker Alexander King sollte mit den anderen Spitzenkandidaten auf dem Verdi-Podium sitzen, doch er wurde ausgeladen. Er wirft der Gewerkschaft Bevormundung ihrer Mitglieder vor.

      Alexander King hatte den 31. August im Kalender. „Verdi trifft Politik“, Diskussion mit den Spitzenkandidierenden für die Abgeordnetenhauswahl, ein Format, wie es Gewerkschaften vor jeder Wahl anbieten. Dann teilte ihm die Verdi-Landesbezirksleitung Berlin-Brandenburg mit, dass er dort nicht mehr erwünscht ist.

      „Die Einladung an mich wurde offiziell ‚zurückgenommen‘“, sagt King gegenüber der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung. King ist Landesvorsitzender und Spitzenkandidat des BSW in Berlin. Und er ist Verdi-Mitglied, wie er hinzufügt.
      Vorwurf: BSW wäre bereit, einen AfD-Ministerpräsidenten zu wählen

      Das Verdi-Schreiben liegt der Berliner Zeitung vor. Es nennt einen Grund, der nichts mit Berlin zu tun hat. Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt habe die BSW-Bundesspitze „öffentlich und unmissverständlich“ erklärt, eine BSW-Fraktion im Magdeburger Landtag wäre bereit, einem AfD-Ministerpräsidenten ins Amt zu verhelfen. Stimmten die anderen Parteien der BSW-Idee eines „überparteilichen Ministerpräsidenten“ nicht zu, wolle sich das BSW im dritten Wahlgang enthalten und so eine AfD-Mehrheit ermöglichen.

      Verdi verweist auf die „amtlich und gerichtsfest“ als rechtsextrem eingestuften AfD-Landesverbände und schreibt über den dortigen Spitzenkandidaten, er habe „gute Verbindungen in die Neonazi-Szene“. Dann der Satz, auf den das Schreiben zuläuft: „93 Jahre nach Beginn der Herrschaft des Nationalsozialismus besteht heute die reale Gefahr, dass – mit zentraler Hilfe des BSW – erneut eine faschistische und rechtsextreme Partei in Deutschland Regierungsverantwortung erhält.“ Für Verdi ist „eine rote Linie erreicht“.
      „Ein grelles Licht auf das Demokratieverständnis“

      King führt zwei Beschwerden. Die erste betrifft den Umgang. Der Vorgang offenbare „schlechten Stil im persönlichen Umgang“. Die zweite geht weiter. Er werfe „ein grelles Licht auf das Demokratieverständnis der Verdi-Funktionäre“, die nach einem Motto handelten, das er ihnen in den Mund legt: „Demokratie ist, wenn die Leute, die wir gut finden, miteinander diskutieren und alle, die wir nicht so gut finden, außen vor bleiben.“

      Die Funktionäre sprächen weder für ihre Mitglieder noch für die Beschäftigten, sondern hätten „vor allem die Interessen der ihnen nahestehenden Parteien im Blick“.
      Magdeburg lädt ein, Berlin nicht

      Beim Kern der Begründung dreht er die Zurechnung um. Dass die „Alt-Parteien“ dem BSW jetzt die Schuld für die Stärke der AfD zuschieben wollten, sei „wirklich ein Treppenwitz“. Ihre eigene Politik habe dem Aufstieg der Partei den Boden bereitet. Nun solle das BSW diese Politik mit seinen Stimmen fortsetzen. King liest darin, dass sie aus den Fehlern der letzten Jahre nichts gelernt hätten und keinen „Funken Respekt vor den Wählern“ hätten. Und damit auch keinen vor ihren Mitgliedern, „von deren Beiträgen sie leben“.

      Sein wirksamstes Argument holt King dort, wo die Begründung herkommt. In Sachsen-Anhalt sei das BSW zu allen Wahlkampf-Podien von DGB und Verdi eingeladen. Bestätigt habe ihm das der dortige Landesvorsitzende John Lucas Dittrich, gerade erst. Sein Schluss: „Diese Ausgrenzung ist also ein Berliner Verdi-Spezifikum. Offenbar ist hier die Verbindung zu den Alt-Parteien besonders innig.“
      King: „Wir werden vor Ort sein“

      Den härtesten Vorwurf spart King für die Mitglieder auf. Die Ausladung richte sich nicht nur gegen ihn, sie sei „ein Schlag ins Gesicht der vielen Verdi-Mitglieder“, die zugleich BSW-Mitglieder oder BSW-Wähler seien und bei Tarifauseinandersetzungen „an vorderster Front für die Interessen ihrer Kollegen einstehen“. Diese Leute sollten nun von der eigenen Gewerkschaftsführung bevormundet werden. „Das ist nicht akzeptabel.“

      Am 31. August will das BSW trotzdem kommen, nur eben nicht auf die Bühne. „Wir werden uns nicht mundtot machen lassen. Wir werden vor Ort sein und unsere Positionen kundtun“, so King.

  • 350000 sdf : 2 fois plus qu’en 2016 !
    ▻https://bellaciao.org/350000-sdf-2-fois-plus-qu-en-2016

    La grève en action ! Les grévistes du Samusocial de Paris avec la CGT, les camarades d’Utopia56, de la commob travail #Social, etc ont déployé une banderole géante ce lundi 27 juillet sur le toit de l’immeuble du siège du Samusocial de Paris : « 350000 sdf : 2 fois plus qu’en 2016 : Macron coupable. Samusocial en grève reconductible. » Seule la lutte paye, ensemble jusqu’à la victoire ! Rejoignons et Soutenons la grève et l’occupation au Samusocial de Paris. Les prochains rdv : 🔴 jeudi (…) #Contributions

    / #Manifestations, #Grèves, Social, #Solidarités, #Syndicats, #Paris_-_IDF

  • IG Metall Berlin: Spagat zwischen Friedenspolitik und Arbeitsplatz
    ▻https://www.nd-aktuell.de/artikel/1201366.militarisierung-ig-metall-berlin-spagat-zwischen-friedenspolitik-

    Protest gegen die Munitionsfabrik in Berlin-Wedding – Im Werk wurden bisher Autoteile produziert, jetzt Artilleriemunition. Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ

    25.7.2026 von Peter Nowak - Eine Erklärung der Berliner IG-Metall zur Munitionsfabrik des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Wedding sorgt für Diskussionen und Kritik.

    Seit über einem Jahr sorgt die Umwandlung einer Autofabrik in eine Waffenschmiede im Berliner Stadtteil Wedding für Proteste. Höhepunkt waren Aktionstage vom 10. bis zum 12. Juli. Zum Abschluss demonstrierten über 4000 Menschen gegen Rheinmetall im Wedding. Kurz danach hat sich die IG-Metall mit einer Stellungnahme zu Wort gemeldet, in der sie ihre friedenspolitischen Grundsätze betonte und gleichzeitig die Beschäftigten in ihrer Hoffnung auf sichere Arbeitsplätze durch Rüstungsproduktion unterstützte. »Unser friedenspolitischer Auftrag und die Interessenvertretung der Beschäftigten gehören untrennbar zusammen«, heißt es in der Erklärung.

    Die Zweite Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG-Metall Berlin Ines Beeck versuchte sich in einem Spagat. »Unsere Satzung verpflichtet uns, uns für Frieden, Abrüstung und Völkerverständigung einzusetzen. Das ist ein unverrückbarer Grundsatz der IG Metall«, betont sie. »Gleichzeitig ist es unsere Aufgabe, die Interessen der Beschäftigten zu vertreten. Die Kolleginnen und Kollegen haben nicht über die strategische Neuausrichtung ihres Unternehmens entschieden. Sie haben aber ein Recht auf sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und eine starke Mitbestimmung«, so die Berliner IG-Metall-Geschäftsführerin.

    »Unser friedenspolitischer Auftrag und die Interessenvertretung der Beschäftigten gehören untrennbar zusammen.« IG Metall Berlin

    Bereits im vergangenen Jahr hatten der Betriebsratsvorsitzende des Weddinger Werks Bernd Benninghaus und sein Stellvertreter Martin Wolfgang Hoffmann in einem Interview den Wandel zur Rüstungsproduktion als ein »in die Zukunft gerichtetes positives Zeichen« klassifiziert. Beide Betriebsräte betonen, dass dadurch ihre Arbeitsplätze für mehrere Jahre gesichert würden.

    Das Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion, das die Proteste gegen den Rüstungskonzert organisierte, hat sich in einem differenzierten Statement mit der IG-Metall-Erklärung befasst. »Die Sicherung der Existenz und Rechte aller Beschäftigten ist uns wichtig. Aber es kann uns politisch nicht egal sein, ob die Produkte, die wir herstellen, gesellschaftlichen Nutzen bringen oder Tod und Zerstörung«, betonen die Antimilitarist*innen. Durch Aufrüstung werde weder die Wirtschaft angekurbelt noch bringe sie in der Summe ein Mehr an Arbeitsplätzen. Stattdessen müsse die Produktion von zivilen Produkten gefördert werden.

    »Es kann uns politisch nicht egal sein, ob die Produkte, die wir herstellen, gesellschaftlichen Nutzen bringen oder Tod und Zerstörung.« Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion

    Die Berliner Antimilitarist*innen verweisen auf Initiativen der IG Metall-Vertrauenskörper großer Autowerke wie zum Beispiel Mercedes-Benz Stuttgart-Untertürkheim oder der Fordwerke Köln, die sich gegen Rüstungsproduktion aussprechen. Die IG-Metall wird vom antimilitaristischen Bündnis ausdrücklich eingeladen, an Veranstaltungen und Diskussionen des Berliner Bündnisses gegen Waffenproduktion teilzunehmen. Eine gute Grundlage dafür wäre eine Entschließung, die auf der Delegiertenversammlung der Berliner IG-Metall am 18. September 2025 unter dem Titel »Frieden und Abrüstung statt Kriegsvorbereitung« verabschiedet wurde. Dort wurde die IG-Metall zu mehr Engagement im Kampf für Frieden und Abrüstung aufgefordert.

    Wesentlich schärfer geht das Bündnis »Sagt NEIN! – Gewerkschafter*innen gegen Krieg, Militarismus und Burgfrieden« mit der Berliner IG-Metall ins Gericht. »Es ist die konsequente Fortsetzung des opportunistischen Burgfriedenskurses des IG-Metall-Vorstandes«, monieren die antimilitaristischen Kritiker*innen in einer Presseerklärung. Sie verweisen darauf, dass der zweite Vorsitzende der der IG-Metall Jürgen Kerner bereits 2025 auf einem Kongress des »Handelsblatt« Seite an Seite mit Vertreter*innen der Bundeswehr und dem Rheinmetall-Konzern für einen Einzug der Automobilindustrie in die militärische Produktion warb.

    #Berlin #Gesundbrunnen #armement #industrie #syndicalisme #IG_Metall

  • #Lucy_Parsons, #syndicaliste #révolutionnaire, noire, « plus dangereuse qu’un millier d’émeutiers »
    ▻https://contre-attaque.net/2025/02/08/lucy-parsons-syndicaliste-revolutionnaire-noire-plus-dangereuse-quun

    (...)

    Syndicaliste révolutionnaire, elle pense que « le changement à venir ne pourra se produire que par une révolution, car les classes possédantes ne laisseront pas la société se transformer de façon pacifique ». Lucy Parsons militera jusqu’à sa mort en 1942, à près de 90 ans, elle qui jusqu’au bout prêchait la violence contre les capitalistes : « Que chaque sale et mauvais vagabond s’arme d’un révolver ou d’un couteau, guette sur les marches des palais des riches et poignarde ou fusille les propriétaires à leur sortie. Tuons-les sans pitié et que ce soit une guerre d’extermination ».

    Cette femme a tellement fait trembler le gouvernement américain que le FBI s’est précipité pour confisquer tous ses écrits à son domicile à sa mort, afin qu’ils ne puissent être rendus publics. À ce jour, ils ne le sont toujours pas. Luigi Mangione aurait-il lu Lucy Parsons ? En tout cas, nous vous conseillons de faire connaître l’histoire de cette militante extraordinaire.

    Via #David_Snug :

    ▻https://davidsnugblog.wordpress.com/2026/07/22/lucy-parsons

  • #droit_du_travail, une lente agonie
    ▻https://lvsl.fr/droit-du-travail-une-lente-agonie

    Même après une décennie de macronisme, les discours sur la lourdeur du Code du #travail restent tout aussi présents dans les médias. Les réformes successives ont pourtant largement réduit les droits des salariés et de leurs représentants syndicaux, au point que le nombre de procédures au prud’hommes est en chute libre. La célèbre épaisseur du Code du Travail s’explique pourtant en grande partie par la multiplication des dérogations, au seul bénéfice des grandes entreprises et de leurs juristes.

    #Économie #grève #inspection_du_travail #Macron #MEDEF #néolibéralisme #prud'homme #syndicat

  • Samsung a trouvé la solution aux grèves dans ses usines de mémoire : remplacer tout le monde par des machines
    ▻https://www.clubic.com/actualite-617266-samsung-a-trouve-la-solution-aux-greves-dans-ses-usines-de-

    Après des semaines de bras de fer avec son #syndicat et un accord salarial qui lui a coûté cher, #Samsung accélère un projet déjà ancien : produire ses puces sans le moindre #ouvrier d’ici 2030. Les #robots ne font pas #grève.

    Ne plus avoir besoin d’humains, pour pouvoir continuer à vendre à des humains.

    78 000 employés de Samsung vont toucher 290 000 € chacun
    ▻https://seenthis.net/messages/1175643

  • Un mineur de 13 ans éborgné par la police lors de la finale du PSG - Les autorités veulent un pays sans peuple
    ▻https://ricochets.cc/Un-mineur-de-13-ans-eborgne-par-la-police-lors-de-la-finale-du-PSG-Les-aut

    Le régime policier rend impossible l’existence de moments collectifs échappant aux logiques de marchandisation Pour les pouvoirs, les peuples sont par définition dangereux, indisciplinés, non éduqués, inaptes à la démocratie réelle. Alors quand des classes populaires veulent faire la fête, surtout quand elles sont jeunes et racisées, elles sont impitoyablement réprimées, verbalement, policièrement et judiciairement. Un jeune de 13 ans s’est fait éborgner par un flic (voir plus bas), son (...) #Les_Articles

    / #Procès,_justice,_répression_policière_ou_judiciaire, Autoritarisme, régime policier, démocrature...

    #Autoritarisme,_régime_policier,_démocrature...
    ▻https://contre-attaque.net/2026/04/01/ripost-artistes-pas-terroristes
    ▻https://contre-attaque.net/2022/05/29/welcome-in-france-la-presse-anglaise-choquee-par-la-police-francaise
    ▻https://www.revolutionpermanente.fr/Violences-policieres-un-adolescent-de-13-ans-eborgne-par-un-tir
    ▻https://lundi.am/Victoire-du-PSG-liesse-populaire-et-joie-emeutiere
    ▻https://www.liberation.fr/societe/police-justice/sacre-du-psg-a-paris-un-policier-hors-service-condamne-a-14-mois-de-priso
    ▻https://www.humanite.fr/societe/football/interpelle-frappe-et-menace-un-jeune-de-14-ans-denonce-des-violences-polici
    ▻https://contre-attaque.net/2026/05/29/dechainement-repressif-contre-une-free-party-en-bretagne-les-gendarm
    ▻https://contre-attaque.net/2026/05/30/neuf-jours-apres-la-descente-neonazie-au-coeur-de-paris-toujours-auc

  • « L’influence grandissante de l’extrême droite menace les travailleurs et les syndicats » : l’alerte de la Confédération syndicale internationale - L’Humanité
    ▻https://www.humanite.fr/social-et-economie/droit-du-travail/linfluence-grandissante-de-lextreme-droite-menace-les-travailleurs-et-les-s

    La Confédération syndicale internationale, qui publie ce lundi 1er juin la treizième édition de son indice des droits des travailleurs et travailleuses, alerte sur « une érosion générale des principes démocratiques – un ’’coup d’État des milliardaires contre la démocratie’’ » à l’échelle du monde. Dans ce paysage, la France, qui voit son classement régresser, n’est pas en reste.

    Indice CSI des droits dans le monde 2026
    ▻https://www.ituc-csi.org/global-rights-index?lang=en

    des dirigeants syndicaux de premier plan « pris pour cibles », victimes d’arrestations, de violences ou de poursuites en justice

    la surveillance numérique qui permet de « contrôler et de mettre au pas le personnel, de faire taire les travailleurs et d’empêcher la mobilisation syndicale »

    et les gouvernements qui « écartent les syndicats et les consultent de moins en moins » lors de l’introduction de nouvelles lois sur le travail ou de réformes de la législation du travail.

    #travail #répression #syndicalisme_international #droits_des_travailleureuses

  • ▻https://fr.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Mujica?wprov=sfla1

    José Alberto Mujica Cordano (/xoˈse muˈxika/[1]), dit Pepe Mujica, est un homme d’État uruguayen, né le 20 mai 1935 à Montevideo et mort le 13 mai 2025 à Rincón del Cerro. Il est président de la république orientale de l’ #Uruguay de 2010 à 2015.

    Guérillero des #Tupamaros dans les années 1960-1970, il est détenu en tant qu’otage et torturé sous la dictature militaire. Après le rétablissement de la démocratie, il participe à la création du Mouvement de participation populaire (MPP) avec le Mouvement de libération nationale Tupamaros (MLN-T).

    [...]

    Il se distingue, à l’échelle internationale, par son mode de vie, très éloigné du faste habituel de la fonction présidentielle. Il délaisse le palais présidentiel pour habiter la petite ferme de son épouse, « au bout d’un chemin de terre » en dehors de Montévidéo. Il continue à y cultiver avec son épouse des fleurs à des fins commerciales et donne environ 90 % de son salaire présidentiel à un programme de logement social, conservant pour lui-même l’équivalent du salaire moyen en Uruguay (environ 900 € par mois). Le couple présidentiel bénéficie de la protection de deux policiers à la ferme.

    [...]

    Politique sociétale

    En octobre 2012, le Parlement vote la légalisation de l’ #avortement. Contrairement à son prédécesseur, qui avait mis son veto à cette légalisation, Mujica fait approuver la loi[30]. L’Uruguay devient ainsi le deuxième pays d’Amérique latine à autoriser l’avortement après Cuba[29]. En avril 2013, les parlementaires approuvent définitivement une loi ouvrant le mariage aux couples de même sexe[2].

    En juin 2012, le gouvernement propose de légaliser et réguler la vente de #marijuana. Malgré des critiques venues du monde entier[31], la revue britannique Monocle[32] salue cette décision, et le magazine américain Time se demande ensuite si ce n’est pas un exemple à suivre pour le reste du monde[33]. Le 6 mai 2014, Mujica signe une loi légalisant le cannabis et régulant toute sa chaîne de production sous l’autorité de l’État[34].

    [...]

    Politique économique et sociale

    En termes généraux, il s’inscrit dans la continuité de la politique de la mandature précédente. La part des dépenses sociales dans le total des dépenses publiques passe ainsi de 60,9 % à 75,5 % entre 2004 et 2013[21]. Selon le sociologue Denis Merklen, lorsque José Mujica rend le pouvoir à son successeur, l’Uruguay est à nouveau « champion de l’Amérique latine en matière sociale. En décembre 2013, le #chômage représente 6,3 % de la population active. L’emploi non déclaré concerne seulement 16 % des salariés. La #pauvreté passe de 40 % en 2005 à 11,5 % de la population et elle est inférieure à 3 % dans les zones rurales. L’indigence touche 0,5 % des personnes. Sur la totalité de ces indicateurs, l’Uruguay est alors le pays le mieux placé de l’Amérique latine[22]. » Le #salaire minimum est rehaussé de 250 %[23].

    Il soutient par ailleurs le renforcement des #syndicats. D’après la Confédération syndicale internationale, l’Uruguay est devenu le pays le plus avancé d’Amérique en matière de respect « des droits fondamentaux du travail, en particulier la liberté syndicale, le droit à la négociation collective et le droit de grève »[21].

    [...]

    Documentaires

    Emir #Kusturica réalise en 2018 pour Netflix El Pepe, una vida suprema, documentaire sur son parcours où il tient le premier rôle, avec son épouse Lucía Topolansky.

    En 2023, le cinéaste haïtien Arnold Antonin [53]a sorti un documentaire d’une heure, « Pepe Mujica, Nelson Mandela et Haïti »[54], consacré à cet ancien président hors

    du commun.

  • « Je suis mise en examen », pour « avoir dénoncé la répression syndicale qui sévit à Tefal », annonce Sophie Binet, secrétaire générale de la CGT
    ▻https://www.franceinfo.fr/economie/syndicats/je-suis-mise-en-examen-pour-avoir-denonce-la-repression-syndicale-qui-sev

    En France c’est comme en Allemagne. Quand les syndicalistes ne jouent pas le jeux des patrons on les poursuit en justice.

    Publié le 25.5.2026 - Sophie Binet, secrétaire générale de la Confédération générale du travail (CGT), était l’invitée des 4V sur France 2 ce lundi 25 mai.

    France Télévisions : Vous avez été mise en examen en décembre dernier pour injure publique après avoir qualifié les patrons de « rats qui quittent le navire ». Vous nous annoncez lundi 25 mai au 4V que vous êtes visée par une nouvelle procédure judiciaire. Dites-nous laquelle ?

    Sophie Binet,(Nouvelle fenêtre) secrétaire générale de la Confédération générale du travail (CGT) : Oui, j’ai appris vendredi 22 mai que j’étais mise en examen suite au fait que j’ai dénoncé la répression syndicale qui sévit à Tefal parce que la CGT alerte depuis des mois sur la dangerosité des PFAS, un composant chimique qui est utilisé pour les poêles de Tefal.

    Vous avez dit répression patronale violente.

    Tout à fait. Et c’est la réalité puisque la déléguée CGT de Tefal a eu une sanction et que nous allons la dénoncer dans les prochains jours aux prud’hommes. Et par cette procédure, finalement, Tefal confirme l’ampleur de la répression syndicale et confirme qu’elle essaie de bâillonner les syndicalistes qui s’expriment sur les conditions de travail ou l’impact environnemental des productions. C’est très grave, deux mises en examen en six mois. C’est un signal d’ensemble qui est envoyé parce que sur cette base, c’est la quasi-totalité des syndicalistes du pays qui pourraient être mis en examen. C’est grave. Donc j’alerte les parlementaires, le gouvernement à enfin mettre sur le tapis une loi pour protéger la liberté d’expression et la liberté syndicale qui aujourd’hui est en danger. On ne peut pas nous museler.

    Mise en examen pour diffamation, ça veut dire nuire à la réputation en affirmant des informations douteuses. Vous assumez aujourd’hui les propos que vous avez tenus ?

    Complètement, puisque d’ailleurs ils sont confirmés par les faits. D’abord, Tefal pratique tellement la répression syndicale qu’elle ose poursuivre la secrétaire générale de la CGT, c’est quand même une confirmation. Et ensuite, la déléguée syndicale de la CGT est poursuivie et a eu une sanction avec un avertissement qu’on va contester aux prud’hommes la semaine prochaine. Tout ça, c’est tout à fait confirmé, oui.

    L’actualité sociale, c’est mercredi 27 mai où se tient un nouveau comité de suivi des salaires avec notamment les organisations syndicales patronales, mais aussi le ministre. Vous réclamez avec la CFDT notamment de nouvelles négociations salariales. Le ministre vous répond : « Dans négociations annuelles, il y a ’annuelles’ et donc ce n’est pas le moment », ils renvoient aux patrons. Est-ce que c’est une réponse satisfaisante selon vous au regard de l’inflation et des nouveaux défis ?

    Non, pas du tout. Le ministre du Travail ne peut pas se contenter de dire « circulez, il n’y a rien à voir » et de renvoyer la balle aux employeurs. Il a des responsabilités qu’il doit exercer. Nous demandons trois choses. La première chose, c’est l’indexation de tous les salaires sur les prix, l’échelle mobile des salaires, de façon à ce que les salaires augmentent automatiquement en même temps que le SMIC. La deuxième chose, c’est que le gouvernement s’est engagé il y a trois ans à sanctionner toutes les branches qui ont des minima inférieurs au SMIC. Au premier juin, ça sera le cas de 80 % des branches. Ces sanctions ne sont toujours pas là.

    Lui dit à ce stade 44 branches et qu’au premier janvier, si c’est démontré, il y aura des sanctions.

    Oui, c’est toujours ça. Il y aura peut-être des sanctions dans six mois. Donc avec ça, on peut patienter longtemps. On sait d’ores et déjà aujourd’hui qu’il y a deux tiers des Françaises et des Français qui disent qu’ils ne vont pas partir en vacances. La situation est très grave. Ce sont des millions de salariés qui sont obligés de choisir entre remplir leurs frigos et faire le plein avec un risque de récession qui guette dans le pays. Et le dernier point sur lequel nous alertons le gouvernement, c’est le salaire des fonctionnaires. L’État employeur doit être exemplaire. En l’occurrence, les fonctionnaires ont perdu 25 % de pouvoir d’achat en 20 ans. Leur salaire n’a pas été augmenté depuis des années. On a des enseignants débutants qui sont payés quasiment au niveau du SMIC au premier juin. Et pour les agents de catégorie C, par exemple, les ATSEM (agents territoriaux spécialisés des écoles maternelles), les auxiliaires de puériculture, etc., il faudra faire 19 ans sur ce poste pour décoller du SMIC et avoir une augmentation de salaire. Vous vous rendez compte ? 19 ans sans augmentation de salaire.

    #lutte_des_classes #syndicalisme

  • Le mouvement social contre le gouvernement Arizona
    ▻https://oclibertaire.lautre.net/spip.php?article4708

    Depuis 6 mois, la Belgique connaît un mouvement social d’ampleur. Vu de la France, les journées de grèves semblent impressionnantes avec tous les secteurs mobilisés, mais la réalité est tout autre comme nous l’expliquent 4 camarades belges. Avec le gouvernement Arizona mené par le premier ministre Bart de Wever, c’est une attaque tout azimut sur le travail et les mesures de reproduction sociale, tout y passe : chômage, retraite, salaire, conditions et temps de travail. 360 mai 2026

    / Luttes Sociales , Economie , Syndicalisme , Belgique

    #360_mai_2026
    #Luttes_Sociales
    #Economie
    #Syndicalisme
    #Belgique

  • La dermatose est la pustule qui cache une crise profonde du monde agricole.
    ▻https://oclibertaire.lautre.net/spip.php?article4703

    Retour sur la Dermatose nodulaire contagieuse des bovins, les crises sanitaires dans l’élevage, la condition paysanne contemporaine et le syndicalisme agricole avec une interview de Yannick Ogor, maraicher breton et auteur du livre « Le paysan impossible » 360 mai 2026

    / Luttes Sociales , Economie , Syndicalisme , Santé , Agriculture

    #360_mai_2026
    #Luttes_Sociales
    #Economie
    #Syndicalisme
    #Santé
    #Agriculture

  • IT-Branche entdeckt die Macht der Mitbestimmung
    ▻https://www.telepolis.de/article/IT-Branche-entdeckt-die-Macht-der-Mitbestimmung-11294845.html

    Enfin !

    17.5.2026 von Marcus Schwarzbach - 4.000 IT-Fachleute bei Aldi DX wählen erstmals einen Betriebsrat – und könnten damit eine Blaupause für die ganze Branche liefern.

    Die Arbeitswelt von Programmierern und IT-Angestellten scheint von Individualismus geprägt. Die Beschäftigten arbeiten eigenverantwortlich und betreuen vom Homeoffice aus Kunden. Diese scheinbar „heile Welt“ entspricht selten den Erfahrungen der Beschäftigten. Denn Selbstverantwortung ist mit Stress verbunden, der unternehmerische Druck wird oft direkt für die Arbeitenden spürbar.

    Es verwundert deshalb kaum, dass in der Tech-Branche immer mehr Betriebsräte gegründet werden.

    Ein aktuelles Beispiel ist ein „ungewöhnlicher Schritt bei Aldi Süd“, wie die Lebensmittelzeitung meldet: Die Belegschaft der Aldi-Digitaltochter hat den Weg zum ersten Betriebsrat eingeschlagen: Ende März wählten die Beschäftigten zunächst einen Wahlvorstand, der die Abstimmung organisiert.

    „Hunderte IT-Spezialisten und Digitalexperten wählten Ende März in der Essener Grugahalle ein Wahlvorstand. Dieses Gremium organisiert nun die ersten Betriebsratswahlen für die etwa 4.000 Mitarbeiter der Aldi International Services SE & Co. oHG, die unter dem Markennamen Aldi DX firmiert. Die Einheit mit Sitz in Mülheim an der Ruhr gilt als Herzstück der globalen Digitalstrategie des Discounters.“

    Ad Hoc News

    Drohende Umstrukturierungen und befürchteter Arbeitsplatzabbau haben zur Initiative der Beschäftigten geführt. Für Aldi Süd ist dies eine radikale Veränderung. Das Unternehmen muss bei Entscheidungen zur Arbeitszeit, Regelungen zu mobiler Arbeit oder der Einführung neuer Technik mit dem Betriebsrat verhandeln.

    „Die Entwicklung bei Aldi DX wird genau beobachtet. Sie könnte zur Blaupause für andere Digital-Einheiten großer Konzerne ohne Mitbestimmung werden. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Management und künftige Mitarbeitervertreter eine kooperative Zusammenarbeit finden oder das Klima der Konfrontation anhält.“

    Ad Hoc News

    Wie wichtig die Beschäftigten sind, um die Macht von Konzernen einzuschränken, zeigte sich bei „Cables of Resistance“ im April. Zur „ersten Bewegungskonferenz gegen Big Tech“ in Berlin kamen 750 Menschen zusammen. Zahlen verdeutlichen die Übermacht der Tech-Konzerne. Die fünf wertvollsten unter ihnen – Nvidia, Apple, Google, Microsoft und Amazon – erzielten im letzten Jahr rund 430 Milliarden US-Dollar Gewinn.

    „Die vielleicht mächtigste Waffe der Tech-Konzerne: Sie bestimmen, wie die Zukunft aussehen soll – nicht nur technisch, sondern auch diskursiv. Dass mehr Innovation, mehr Technologie und allen voran mehr KI immer besser seien, sagen längst nicht mehr nur sie.

    Auch viele Politiker:innen wiederholen das Mantra vom vermeintlichen digitalen Fortschritt unhinterfragt. Big Tech hat nicht nur das Internet gekapert, sondern auch unsere Vorstellung davon, wie digitale Zukünfte überhaupt aussehen könnten“

    Ingo Dachwitz

    „Wir werden Big Tech nicht weganalysieren“, gab Journalistin Nina Scholz bei ihrem Auftaktvortrag die Richtung vor. Tech-Konzerne ermöglichen die totale Überwachung, kritisiert wird der massive Ressourcenverbrauch, insbesondere der hohe Energie- und Wasserbedarf von Rechenzentren.

    Gegenwehr muss auch in den Betrieben entwickelt werden, stellten viele Teilnehmende fest. Es gehe ums Handeln: „Raus aus der Ohnmacht, rein in die Bewegung“, so Dachwitz. Während es bei vielen Veranstaltungen um die Frage ging, wie der politische Einfluss von Musk, Amazon und anderen zurückgedrängt werden kann, geht es für die Beschäftigten um Arbeitsbedingungen in der Tech-Branche.

    IT-Beschäftigte über Berlin Tech Workers Coalition vernetzt

    In Berlin sind Beschäftigte der Branche über die „Berlin Tech Workers Coalition“ (TWC) vernetzt, die auch Mitveranstalter von „Cables of Resistance“ war. Von dieser Entwicklung berichtet auch Daniel Weidmann im Buch „Angriffe auf die unternehmerische Autokratie“. Der Rechtsanwalt hat viele Belegschaften auf dem Weg zur Gründung eines Betriebsrats begleitet, etwa bei Spotify, Zalando, Delivery Hero oder Urban Sports Club.

    Die „Start-up-Mentalität“ vieler Tech-Unternehmen suggeriere den Beschäftigten, gemeinsam an einem großen Ziel zu arbeiten. Die Erzählung vom Unternehmen als einer großen Familie sei weitgehend eine Idee der Unternehmen.

    „Alle Entscheidungen werden viele, viele Ebenen über einem getroffen und dann wird einem etwas vorgegeben. Ich muss immer lachen, wenn ich dieses Gerede von flachen Hierarchien höre, denn ich habe das nie erlebt“, zitiert Weidmann im Gespräch mit der Tageszeitung nd ein Betriebsratsmitglied eines Software-Dienstleisters.

    IT-Fachkräfte arbeiten oft über die regulären Arbeitszeiten hinaus. Termindruck fördert Stress und Burnout. Angestellte müssen zunehmend als „Unternehmer im Unternehmen“ agieren, Kunden gegenüber direkt agieren und auf Marktbedingungen reagieren, ohne direkte Vorgaben von Vorgesetzten.

    Gerade Projektarbeit hat psychische Belastungen für die Beschäftigten zur Folge. Der Auftrag ist selten eindeutig, während der Bearbeitung ergeben sich neue Anforderungen. Auch Flexibilität in der Zusammenarbeit mit anderen wird erwartet; die Zusammensetzung der Projektgruppe kann sich schnell verändern.

    Betriebsräte können durch die Mitbestimmung gegensteuern. Sie können die Arbeitszeiten begrenzen und eine Gefährdungsbeurteilung zu psychischen Belastungen durchsetzen.

    Kontinuierliche Schulungen setzen oft erst Betriebsräte durch. Denn während Unternehmen viel Geld in neue Technik investieren, soll häufig bei Weiterbildung gespart werden. Häufig wird auf E-Learning-Programme verwiesen, die kostenlos von Softwareanbietern im Internet angeboten werden und in der Freizeit erfolgen können.
    Vernetzung über den Betrieb hinaus

    Bedeutsam ist die Vernetzung über den Betrieb hinaus. Die betrieblichen Erfahrungen zeigen Betriebsräten und Belegschaft, wie wichtig tarifliche Regelungen sind. Dabei muss diskutiert werden, wie Produktivitätsfortschritte als Verteilungsfrage anzugehen sind. In der digitalisierten Arbeitswelt werden durch verstärkten Technikeinsatz Arbeitsplätze abgebaut.

    Um sinkendes Arbeitsvolumen zumindest betrieblich etwas auffangen zu können, kann die gewerkschaftliche Schlussfolgerung nur die Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich sein. Aber auch der steigende Leistungsdruck durch die neue Technik ist ein Argument für Verkürzung der Arbeitszeit.

    Andere Branchen geben Anregungen – welche Möglichkeiten bestehen, zeigt die Tarifbewegung im Pflegebereich. Mit „Tarifverträgen zur Entlastung“ wird die Personalplanung Teil kollektivrechtlicher Vereinbarungen.

    Es gelten tarifliche Mindestbesetzungsstandards, die verbindlich durchsetzbar sind und vom Betriebsrat kontrolliert werden können. Dies sind auch mögliche Modelle gegen Personal-Unterbesetzung in Firmen der IT-Branche.

    #Allemagne #travail #syndicalisme #comité_d_entreprise

  • Le profit au détriment de la santé : Une lutte au sein d’un établissement de soin privé
    ▻https://oclibertaire.lautre.net/spip.php?article4701

    A la clinique de la Côte d’Opale (62) la direction du groupe a décidé de fermer le service maternité et de licencier trente-cinq personnes. Nous avons échangé avec une des protagonistes de la lutte qui s’est engagée. 360 mai 2026

    / Luttes Sociales , Lutte de classes , Syndicalisme , Santé , luttes de femmes

    #360_mai_2026
    #Luttes_Sociales
    #Lutte_de_classes
    #Syndicalisme
    #Santé
    #luttes_de_femmes

  • Sozialstaat oder Kriegsökonomie ?! I Der DGB-Bundeskongress steht vor einer Richtungsentscheidung – und darf sie nicht vertagen| Sagt NEIN !
    ▻https://www.sagtnein.de

    Les syndicats ouvriers allemands sont impliqués dans les préparatjfs de guerre. Pourtant on sait que l’armement n’apporte aucun poste supplémentaire, au contraire. L’industrie de l’armement réduit la part du travail humain dans sa production et réduit le nombre de salariés. Lors du congrès du weekend prochain à Berlin les syndicalistes de gauche et pacifistes appeleront leurs organisations à abandonner l’illusion de la création d’emplois par l’armement.

    Delegierte, Sagt NEIN!

    Es gibt keine sozial gerechte Aufrüstung.
    Es gibt keinen demokratischen Imperialismus.
    Es gibt kein neutrales Schweigen in Zeiten des Kriegs.

    Krieg war noch nie im Interesse der Arbeitenden und Unterdrückten.

    Gewerkschaft heißt: ´Partei ergreifen!´. Jetzt – nicht irgendwann.

    UNSERE GEWERKSCHAFTEN FÜR DEN FRIEDEN – NICHT FÜR DEN KRIEG!

    Kommt nach Berlin zur friedenspolitischen Intervention

    Wir organisieren eine kämpferische Mahnwache, eine friedenspolitische Intervention direkt vor dem Tagungsort, dem Estrel-Hotel an der Sonnenallee in Berlin
    Kongresszeitung

    Hier findet Ihr unsere Kongresszeitung mit dem programm unserer Friedenspolitischen Intervention vom 09. - 13. Mai vor dem Estrel-Hotel in Berlin

    ▻https://storage.e.jimdo.com/file/79363f0b-25bd-48d6-b7e6-28f48569ce45/DGB-KongressZeitung_1.2.pdf

    #Allemagne #syndicalisme #guerre #paix

  • „Ich bin für die Vier-Stunden-Woche und mehr Gehalt“ : Berliner Rapperin Ikkimel tritt vor Tausenden auf Linken-Fest auf
    ▻https://www.tagesspiegel.de/berlin/ich-bin-fur-die-vier-stunden-woche-und-mehr-gehalt-berliner-rapperin-ik

    Bonne nouvelle : la star du.moment de la jeunesse apolitique soutient le parti de gauche Die Linke . Si tout va bien elle sera maire adjointe de la capitale allemande en octobre ;-)
    Sans rire, Miss "Thank You Bomber Harris" Anne Helm poursuit sa carrière au sein du parti Die Linke , alors Ickimel y augmenterait considérablement la moyenne du poids de matière grise par camarade.

    Keta und Krawall
    ►https://www.youtube.com/watch?v=RiFfJ-mPBTg

    1.5.2026 vin Lisa Röther, Ingo Salmen - Der Abend des 1. Mai gehört in Kreuzberg normalerweise den Revolutionären. Ausgerechnet die Linke kommt ihnen in diesem Jahr in die Quere.

    Tausende Fans, 20 Minuten Musik – und eine tiefe Verneigung zum Abgang. Während die radikalen und anarchistischen Linken mit der revolutionären Demonstration am 1. Mai durch Kreuzberg ziehen, setzt die Berliner Linke bei ihrem Fest auf dem Mariannenplatz, nur wenige Hundert Meter entfernt, einen anderen Ton. Zeitgleich zur Weltrevolution tritt Rapperin Ikkimel auf – und zieht ähnlich viele Leute wie der Umsturzprotest an.

    Mariannenplatz Kreuzberg, 1. Mai 2026, Konzert Rapperin Ikkimel bei Fest der Linke
    Seid ihr auch alle da? Der Mariannenplatz ist voll, als das Konzert der Berliner Rapperin ansteht. Foto Lisa Röther

    Klare Ansagen gibt es am Freitagabend auch von der 28-jährigen Tempelhoferin. „Niemand von uns arbeitet heute – und das ist auch gut so“, ruft sie der Menge zu. „Ich bin für die Vier-Stunden-Woche und mehr Gehalt. Und ich find es wichtig, dass wir dafür kämpfen.“

    Dann stellt sie sich vor: „Manche nennen mich die Abtreibungsrapperin. Und das finde ich okay so.“ Genug der Worte. „Für den nächsten Track brauchen wir einen Moshpit“, sagt Ikkimel – und die gesamte Menge fängt zu ihrem Lied „Bikini grell“ an zu springen.

    Der Auftritt des Berliner Stars war lange geheim gehalten worden. Am Donnerstagabend hatte Ikkimel dann ihr Kommen angekündigt. Um 19.15 Uhr sollte es losgehen, hieß es. Doch ein bisschen hängt der Zeitplan an diesem Freitag.

    Minutenlang skandiert die Menge am Mariannenplatz „Ikkimel“. Zuerst tritt jedoch Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linke für die Berlin-Wahl im Herbst, auf die Bühne. „Wir werden dafür sorgen, dass das Rote Rathaus endlich wirklich rot wird. Wir wollen Millionäre belasten, um Millionen von Menschen zu entlasten“, sagt sie.

    Mariannenplatz Kreuzberg 1. Mai 2026 Auftritt Rapperin Ikkimel bei Fest der Linke „Danke, Berlin!“ Nach 20 Minuten verabschiedet sich Ikkimel imagegemäß. Foto Lisa Röther

    Ikkimels Auftritt verzögert sich, weil Männer auf umliegende Dächer geklettert sind. Die Menge ruft: „Sperrt die Männer weg.“ Mit einer Viertelstunde Verzögerung geht es los. Ein paar Botschaften, ein paar Lieder, dann verabschiedet sich Ikkimel wieder, indem sie einen tiefen Blick in ihren Ausschnitt zulässt. Ihr letzter Gruß: „Danke, Berlin!“

    Keta und Krawall

    von Ickimel und Barré

    Intro: Ikkimel

    (Ah, ah)

    [Hook: Ikkimel]
    Keta und Krawall, meine Nase ist wund
    Titten sind prall und mein Arsch ist rund
    Das beste Pferd im Stall und ich mache mich dumm
    Wir sind so wie Captain Morgan, weil wir machen rum (Uh, uh)
    [Part 1: Ikkimel]
    Ich bin in Friedrichshain und baller’ mir ein Bierchen rein
    Fotzenpower im Jogger, Ikkimel der Staubsauger
    Nächster Halt: Damenklo, Dickerchen, was glotzt du so?
    Ich leg’ sie überlang, dafür steh’ ich mit mei’m Nam’n
    Wie es in den Wald schallt, schallt’s auch wieder raus (Wouh)
    Ich bin vielleicht eingebildet, aber seh’ gut aus
    Ich bin das Komplettpaket, einfach Traumfrau
    Sprich mich einmal an und ich mach’ dich zu mei’m Wauwau (Ah, ah)

    [Hook: Ikkimel]
    Keta und Krawall, meine Nase ist wund (Ha)
    Titten sind prall und mein Arsch ist rund
    Das beste Pferd im Stall und ich mache mich dumm (Wouh)
    Wir sind so wie Captain Morgan, weil wir machen rum
    Keta und Krawall, meine Nase ist wund (Ha)
    Titten sind prall und mein Arsch ist rund (Wouh)
    Das beste Pferd im Stall und ich mache mich dumm (Wouh)
    Wir sind so wie Captain Morgan, weil wir machen rum

    [Part 2: Ikkimel]
    Es gibt kein Limit, weil ich bin es
    French Nails, gut rasiert und ’ne sexy Stimme
    Ich bin gut bewaffnet, jetzt wird einer verhaftet
    Ich hab’ gehört, im Nordatlantik liegt noch eine Kapsel
    Ich will mich schlaumachen, morgen wieder blau machen
    Ein paar Kurze und danach eine aufhacken
    Sehr viel reden, aber sehr wenig aussagen (Oh)
    Morgen wieder ausschlafen und dann wieder rausmachen (Ha-ha, ha)
    [Hook: Ikkimel]
    Keta und Krawall, meine Nase ist wund (Okay)
    Titten sind prall und mein Arsch ist rund (Wouh)
    Das beste Pferd im Stall und ich mache mich dumm
    Wir sind so wie Captain Morgan, weil wir machen rum
    Keta und Krawall, meine Nase ist wund
    Titten sind prall und mein Arsch ist rund
    Das beste Pferd im Stall und ich mache mich dumm (Ah, ah)
    Wir sind so wie Captain Morgan, weil wir machen rum

    2026 Anne Helm
    ▻https://www.linksfraktion.berlin/abgeordnete/anne-helm

    Fraktionsvorsitzende

    Sprecherin für Aufarbeitungspolitik, Medienpolitik und Antifaschistische Politik

    Mitglied im Ausschuss Inneres, Sicherheit und Ordnung
    Mitglied im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten, Medien
    Stellvertretendes Mitglied der G-10 Kommission
    Stellvertretendes Mitglied im Parlamentarischen Gremium Berlin-Brandenburg
    Mitglied der Enquete-Kommission „Für gesellschaftlichen Zusammenhalt, gegen Antisemitismus, Rassismus, Muslimfeindlichkeit und jede Form von Diskriminierung“

    Über die Landesliste gewählt
    Zur Person:

    Ich wurde am 1986 in Rostock geboren und bin in Neukölln aufgewachsen, wo ich 2006 mein Abitur absolvierte. Seitdem arbeite ich als Synchronschauspielerin. Von 2009 bis 2014 war ich Mitglied der Piratenpartei, für die ich Bundessprecherin für Asyl- und Migrationspolitik war. 2011 bis 2016 war ich Bezirksverordnete in Neukölln. Seit Januar 2016 bin ich Mitglied der Partei Die Linke. In den letzten Jahren habe ich solidarisch Geflüchtete in Berlin begleitet, die für Selbstbestimmung und ihre Grundrechte streiten. Nur durch konsequent antirassistische Politik können wir Erfolge rechter Demagog:innen verhindern. Seit Oktober 2016 bin ich Mitglied des Abgeordnetenhauses und seit 2021 Vorsitzende der Linksfraktion Berlin

    22.2.2014 Piratinnen feiern Bomber Harris
    ▻https://taz.de/Dresdener-Bombergate/!5048076

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