• Berliner Vampir-Thriller „City of Blood“ auf Disney+ : Die Blutsauger von der Spree
    https://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/berliner-vampir-thriller-city-of-blood-auf-disney-die-blutsauger-von-de

    Disney sortira une série d’après la bande dessinée "Berlinoir".

    30.8.2026 von Lars von Törne - „Berlinoir“ war einer der herausragenden Comics der Nullerjahre. Am 16. September startet die darauf basierende Thriller-Horror-Serie „City of Blood“ bei Disney+. Jetzt gibt es einen ersten Trailer.

    Berlin wird von Vampiren regiert. Die unsterblichen Blutsauger haben eine korrupte Herrschaft installiert, in der alles auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Die vom Regime unterdrückten Menschen werden als Blutspender ausgebeutet, die meisten haben sich in ihr Schicksal gefügt. Doch eine Gruppe menschlicher Rebellen sagt den übernatürlichen Diktatoren den Kampf an.

    23 Jahre ist es inzwischen her, dass die beiden Berliner Tobias O. Meißner, Jahrgang 1967, und Reinhard Kleist, Jahrgang 1970, die erste Folge ihres dreiteiligen Comic-Thrillers „Berlinoir“ im Verlag Edition 52 veröffentlichten und darin ein düsteres, dystopisches Parallelwelt-Berlin entwarfen.

    Jetzt bekommt die damals mit dem Branchenpreis Icom ausgezeichnete und mit viel Gesellschaftskritik angereicherte Story von der Spree ein zweites Leben und einen großen internationalen Auftritt: Sie läuft ab dem 16. September als achtteilige Thriller-Horror-Serie beim Streaming-Dienst Disney+, ihr Titel: „City of Blood“. Hier gibt es einen ersten Trailer zu sehen.

    In den Hauptrollen sind unter anderem Lea Drinda („Becoming Charlie“, „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) und Soma Pysall („Para – Wir sind King“) zu sehen. Außerdem spielen die deutschen Stars Lars Eidinger und Jördis Triebel wichtige Figuren, wie der Branchendienst „Hollywood Reporter“ kürzlich meldete.


    Eine Szene aus dem Comic „Berlinoir“.

    Eine Szene aus dem ursprünglich aus drei Bänden bestehenden Comic „Berlinoir“, der 2013 als Sammelband erschien. © Carlsen/Reinhard Kleist

    Regie führte Philipp Kadelbach, der 2013 für den ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ einen International Emmy Award erhalten hatte und danach unter anderem „Nackt unter Wölfen“ (2015), „Parfum“ (2018) sowie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (2021) als Regisseur verantwortete.
    Im „Blutroten Rathaus“ regieren die Vampire

    „Berlinoir“ bietet reichhaltiges Material für eine Verfilmung. In ihrer bunten Grusel-Trilogie, die 2008 mit dem dritten Band abgeschlossen wurde und 2013 leicht überarbeitet bei Carlsen auch als Sammelband erschien, demonstrierten der Schriftsteller Meißner und der Zeichner Kleist sehr kurzweilig, wie viel Gruselpotenzial die deutsche Hauptstadt hat.

    Der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters wurde da zum „Blutroten Rathaus“, in dem Vampire die Herrschaft übernommen haben. Das Zeltdach des Sony Centers setzte sich in den Straßen der ganzen Stadt fort, damit die Blutsauger nirgends von der Sonne belästigt werden.

    Und die Rebellen, die den spitzzähnigen Unterdrückern den Kampf angesagt hatten, bereiteten sich in den Kellergewölben Kreuzberger Mietshäuser und in Marzahner Plattenbauten auf die große Entscheidungsschlacht um die Stadt vor.


    Vampir-Hauptstadt: Eine weitere Szene aus „Berlinoir“. © Carlsen/Reinhard Kleist

    Berlin wird erneut getrennt

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    Albtraumstadt: eine weitere Zeichnung Reinhard Kleists aus „Berlinoir“. © Carlsen/Reinhard Kleist

    Inspiriert wurde „Berlinoir“ damals auch von zahlreichen filmischen Vorbildern wie „Metropolis“, „Blade Runner“, „Nosferatu“ und modernen Vampirstorys, die ab 2005 mit Bestsellern wie „Twilight“ einen Boom erlebten.

    Dazu kamen Versatzstücke aus Romeo und Julia und Actionfilmen sowie historische Anspielungen auf den Nationalsozialismus, den Kommunismus, die Zeit der Berliner Mauer und die deutsche Politik. Ästhetisch war das Berlin von Meißner und Kleist zwischen den 1920er Jahren und der Zeit der deutsch-deutschen Teilung angesiedelt.

    Die Serie spielt in der Zukunft, erzählt aber im Grunde die Vorgeschichte. Tobias O. Meißner über einen der Unterschiede zwischen „City of Blood“ und dem Comic „Berlinoir“

    Das ist einer der großen Unterschiede zwischen der „Berlinoir“-Vorlage und der Streaming-Serie „City of Blood“, wie Tobias O. Meißner dem Tagesspiegel erläutert. „Unser Weimarer-Republik-Look ist in den 23 Jahren, seitdem unsere Graphic Novel erschienen ist, durch ‚Babylon Berlin‘ besetzt worden, man musste diesem Setting also ausweichen“, sagt der Autor, der neben Cyberpunk- und Fantasy-Romanen auch Sachbücher und Hörspiele geschrieben hat.


    2004 berichtete der Tagesspiegel erstmals über „Berlinoir“. Hier ein Foto von Reinhard Kleist (links) und Tobias O. Meißner, das damals aus dem Anlass auf dem Gelände der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg aufgenommen wurde. © Tsp/Doris Klaas

    „Deshalb spielt die Serie in der Zukunft, erzählt aber im Grunde die Vorgeschichte“, sagt Meißner. Dabei gehe es unter anderem um diese Fragen: „Wie kam es eigentlich, dass Vampire in Berlin an die politische Macht kamen? Mit wem mussten sie da paktieren? Welche Widerstände überwinden?“

    Meißner und Kleist hatten kürzlich die Gelegenheit, die in Berlin und Prag gedrehte Serie zu sehen.

    Die politische Dimension, die unsere Vorlage hat, wird in eine Zukunftsvision transferiert. Reinhard Kleist

    „Die politische Dimension, die unsere Vorlage hat, wird hier in eine Zukunftsvision transferiert“, ergänzt Reinhard Kleist. Der Zeichner ist in den vergangenen Jahren für seine Comics mit zahlreichen Branchenpreisen ausgezeichnet worden und hat sich zuletzt unter anderem als Schöpfer gezeichneter Biografien von Prominenten wie David Bowie oder dem amerikanischen Boxweltmeister Emile Griffith sowie wichtigen Personen der Zeitgeschichte wie dem Holocaust-Überlebenden Hertzko Haft profiliert.


    Eine weitere „Berlinoir“-Zeichnung von Kleist. © Carlsen/Reinhard Kleist

    „Tobias und ich haben uns beim Screening immer wieder angeschaut und uns zugeraunt, dass hier immer mal wieder Aspekte aufgegriffen wurden, die wir auch schon behandelt hatten“, sagt Kleist. Unter anderem eine zarte Liaison zwischen Vampir und Mensch. „Natürlich kann man bisher nicht zu viel sagen“, schränkt der Zeichner ein. „Diese Staffel behandelt ja quasi die Vorgeschichte zu unserer Handlung. Aber am Ende wird schon angedeutet, dass das, was die Handlung von ‚Berlinoir‘ bestimmt, einen Anfang nimmt.“

    Die beiden „Berlinoir“-Schöpfer waren an der filmischen Umsetzung ihres Stoffes nicht beteiligt, sind aber vom Ergebnis sehr angetan. „Ich war erstaunt, wie sehr die Serie mich begeistert hat“, sagt Tobias O. Meißner. „Als Urheber ist man immer ein bisschen skeptisch, wenn sehr viel verändert wurde, aber die Schauspielerinnen und Schauspieler machen ganz großes Kino daraus.“

    Das coolste Ende, das ich seit Jahrzehnten bei einer Serie gesehen habe. Tobias O. Meißner

    Philipp Kadelbachs Regie sei zudem „ungeheuer dicht, es gibt keinen Leerlauf, keine Zeitschinderei, die Bilder von Kameramann Philip Peschlow sind erlesen, die Musikauswahl trifft genau meinen Geschmack und ist sparsam und nicht überbordend“, sagt Meißner. Und der Schluss sei „das coolste Ende, das ich seit Jahrzehnten bei einer Serie gesehen habe, auch international.“


    Im September 2026 erscheint die überarbeitete Neuausgabe von „Berlinoir“ mit bisher unveröffentlichtem Zusatzmaterial bei Carlsen, hier das vorläufige Covermotiv.© Carlsen

    „Auch ich bin schwer beeindruckt von dem großartigen Skript, das unsere Vision von einer Parallelwelt, die sich aus der Geschichte Berlins nährt, der Weimarer Republik, der Nazizeit, dem kommunistischen Regime, in eine logische Science-Fiction-Welt einer nicht allzu fernen Zukunft wandelt“, ergänzt Kleist.

    Beim Screening habe er die „hakenschlagende Handlung“ gebannt verfolgt: „Es baut sich alles zwingend logisch aus allem, was wir heute verfolgen müssen, zu einem grandiosen Finale auf.“ Die Bilder findet Kleist „atemberaubend“, das Berlin in dieser dystopischen Vision sei „quälend beeindruckend und absolut glaubhaft“.

    An mehreren Stellen wurden Prämissen der Story leicht verändert, wie Meißner an einem Detail festmacht: „Bei uns sind die Vampire schon an der Macht und haben die Spree trockengelegt und sämtliche Bäume gefällt, weil sie anfällig sind gegen fließendes Wasser und Holzpflöcke.“ In der Disney+-Serie liege die Spree ebenfalls trocken, und im Tiergarten gebe es keine Bäume mehr – aber nicht wegen der Vampire, sondern wegen der Folgen der Klimaerwärmung. „Man könnte also sagen: Berlin ist durch die Blindheit der Gegenwartspolitik der ideale Ort geworden für Vampire.“

    Ab September kann sich das Publikum selbst einen Eindruck über Parallelen und Unterschiede zwischen „Berlinoir“ und „City of Blood“ verschaffen. Da steht nicht nur der Filmstart auf Disney+ an, es wird auch der seit einigen Jahren vergriffene Sammelband des Comics bei Carlsen mit bisher unveröffentlichtem Zusatzmaterial neu aufgelegt.

    #Berlin #vampires #bande_dessunée #téléfilm #pay_tv

  • L’homme mesuré / Der vermessene Mensch
    https://www.arte.tv/fr/videos/100893-000-A/l-homme-mesure

    A travers le récit d’un voyage initiatique on découvre le mécanisme de l’apprivoisement des jeunes esprits à l’origine de leur participation aux crimes de l’avenir.


    Très beau film naturaliste, assez pédagogique, scénario et reconstitution des décors de l’époque excellents, avec de bons acteurs, le personnage principal du jeune éthnologie aurait mérité l’interprétation d’un grand acteur comme Martin Sheen dans Apocalypse now. On ne peut pas tout avour dans un téléfilm allemand.

    A conseiller à chacun qui se pose encore la question pourquoi et comment des gens biens deviennent des assassins et génocidaires.

    À travers le regard d’un jeune ethnologue à l’éthique ambiguë, une fiction abordant le génocide commis au tournant du XXe siècle par l’Empire allemand dans ses colonies du Sud-Ouest africain.

    109 min, Disponible jusqu’au 2.1.2025,, à la télévision le samedi 12 octobre à 01:20

    Berlin, 1896. Alexander Hoffman, jeune doctorant en ethnologie pétri d’idéaux humanistes, vit un choc culturel à l’occasion d’une exposition coloniale, qui offre aux étudiants l’opportunité d’examiner des « spécimens humains » issus des ethnies du Sud-Ouest africain, où l’Empire allemand a implanté ses colonies. Au contact de Kezia, la jeune femme herero qui sert d’interprète à sa délégation, et qui l’impressionne par son intelligence, Alexander remet en doute la validité de la craniométrie – la mesure du crâne –, l’une des bases des théories racistes enseignées alors à la faculté. Quelques années plus tard, le jeune universitaire, dont les idées hétérodoxes ont freiné l’avancement professionnel, se porte volontaire pour prendre part à une expédition scientifique sous la protection de l’armée impériale, envoyée pour réprimer la révolte des Herero et des Nama. Sur place – où il espère secrètement retrouver la trace de Kezia –, il devra collecter des objets d’art destinés aux musées allemands et poursuivre les recherches de son département. Alors qu’il assiste impuissant au début d’une guerre d’extermination menée par ses compatriotes, l’ethnologue, lui aussi, dépasse de plus en plus les limites morales…

    Un homme de son temps
    C’est un chapitre terrible et peu connu de l’histoire coloniale qu’aborde ce film ambitieux : les génocides commis entre 1904 et 1908 par les troupes du IIe Reich, conduites par le général von Trotha, contre les peuples autochtones de l’"Afrique du Sud-Ouest allemande", dans l’actuelle Namibie. À travers le regard de son héros à l’éthique ambiguë (Leonard Scheicher), qui réprouve ce qu’il voit mais apparaîtra finalement comme un homme tristement de son temps, sont exposées toute l’horreur et l’absurdité des théories raciales qui justifièrent les crimes les plus inhumains, et jetèrent les bases des préceptes du régime nazi. Dans le rôle de Kezia, la star namibienne Girley Charlene Jazama, appartenant elle-même au peuple herero, livre une prestation des plus convaincantes.

    Avec

    Leonard Scheicher (Alexander Hoffmann)
    Girley Charlene Jazama (Kezia Kunouje Kambazembi)
    Peter Simonischek (Professor von Waldstätten)
    Sven Schelker (Oberleutnant Wolf von Crensky)
    Max Koch (Korporal Kramer)
    Ludger Bökelmann (Fähnrich Hartung)
    Leo Meier (Bernd Wendenburg)
    Anton Paulus (Friedrich Maharero)
    Alexander Radszun (général von Trotha)
    Michael Schenk (major von Estorff)
    Tilo Werner (Missionar Kuhlmann)
    Corinna Kirchhoff (Henriette Hoffmann)

    Réalisation Lars Kraume
    Scénario Lars Kraume
    Production Zero One Film ZDF ARTE Studiocanal Film

    Producteur Thomas Kufus
    Image Jens Harant
    Montage Peter R. Adam
    Musique Christoph M. Kaiser Julian Maas

    Pays Allemagne
    Année 2021

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    #téléfilm #Allemagne #histoire #colonialisme #Sud-Ouest_africain_allemand #Deutsch_Südwesr_Afrika #Namibie #Hereros #Kalahari #génocide #science #éthnologie

  • #Campagnes de #dissuasion massive

    Pour contraindre à l’#immobilité les candidats à la migration, jugés indésirables, les gouvernements occidentaux ne se contentent pas depuis les années 1990 de militariser leurs frontières et de durcir leur législation. Aux stratégies répressives s’ajoutent des méthodes d’apparence plus consensuelle : les campagnes d’information multimédias avertissant des #dangers du voyage.

    « Et au lieu d’aller de l’avant, il pensa à rentrer. Par le biais d’un serment, il dit à son cousin décédé : “Si Dieu doit m’ôter la vie, que ce soit dans mon pays bien-aimé.” » Cette #chanson en espagnol raconte le périple d’un Mexicain qui, ayant vu son cousin mourir au cours du voyage vers les États-Unis, se résout à rebrousser chemin. Enregistrée en 2008 grâce à des fonds gouvernementaux américains, elle fut envoyée aux radios de plusieurs pays d’Amérique centrale par une agence de #publicité privée, laquelle se garda bien de révéler l’identité du commanditaire (1).

    Arme de découragement typiquement américaine ? Plusieurs États européens recourent eux aussi à ces méthodes de #communication_dissuasive, en particulier depuis la « crise » des réfugiés de l’été 2015. En #Hongrie comme au #Danemark, les pouvoirs publics ont financé des publicités dans des quotidiens libanais et jordaniens. « Les Hongrois sont hospitaliers, mais les sanctions les plus sévères sont prises à l’encontre de ceux qui tentent d’entrer illégalement en Hongrie », lisait-on ici. « Le Parlement danois vient d’adopter un règlement visant à réduire de 50 % les prestations sociales pour les réfugiés nouvellement arrivés », apprenait-on là (2). En 2017, plusieurs #artistes ouest-africains dansaient et chantaient dans un #clip intitulé #Bul_Sank_sa_Bakane_bi (« Ne risque pas ta vie »). « L’immigration est bonne si elle est légale », « Reste en Afrique pour la développer, il n’y a pas mieux qu’ici », « Jeunesse, ce que tu ignores, c’est qu’à l’étranger ce n’est pas aussi facile que tu le crois », clamait cette chanson financée par le gouvernement italien dans le cadre d’une opération de l’#Organisation_internationale_pour_les_migrations (#OIM) baptisée « #Migrants_conscients » (3).

    « Pourquoi risquer votre vie ? »

    Ces campagnes qui ciblent des personnes n’ayant pas encore tenté de rejoindre l’Occident, mais susceptibles de vouloir le faire, insistent sur l’inutilité de l’immigration irrégulière (ceux qui s’y essaient seront systématiquement renvoyés chez eux) et sur les rigueurs de l’« État-providence ». Elles mettent en avant les dangers du voyage, la dureté des #conditions_de_vie dans les pays de transit et de destination, les #risques de traite, de trafic, d’exploitation ou tout simplement de mort. Point commun de ces mises en scène : ne pas évoquer les politiques restrictives qui rendent l’expérience migratoire toujours plus périlleuse. Elles cherchent plutôt à agir sur les #choix_individuels.

    Déployées dans les pays de départ et de transit, elles prolongent l’#externalisation du contrôle migratoire (4) et complètent la surveillance policière des frontières par des stratégies de #persuasion. L’objectif de #contrôle_migratoire disparaît sous une terminologie doucereuse : ces campagnes sont dites d’« #information » ou de « #sensibilisation », un vocabulaire qui les associe à des actions humanitaires, destinées à protéger les aspirants au départ. Voire à protéger les populations restées au pays des mensonges de leurs proches : une vidéo financée par la #Suisse (5) à destination du Cameroun enjoint ainsi de se méfier des récits des émigrés, supposés enjoliver l’expérience migratoire (« Ne croyez pas tout ce que vous entendez »).

    Initialement appuyées sur des médias traditionnels, ces actions se développent désormais via #Facebook, #Twitter ou #YouTube. En #Australie, le gouvernement a réalisé en 2014 une série de petits films traduits dans une quinzaine de langues parlées en Asie du Sud-Est, en Afghanistan et en Indonésie : « Pas question. Vous ne ferez pas de l’Australie votre chez-vous. » Des responsables militaires en treillis exposent d’un ton martial la politique de leur pays : « Si vous voyagez par bateau sans visa, vous ne pourrez jamais faire de l’Australie votre pays. Il n’y a pas d’exception. Ne croyez pas les mensonges des passeurs » (6).

    Les concepteurs ont sollicité YouTube afin que la plate-forme diffuse les #vidéos sous la forme de publicités précédant les contenus recherchés par des internautes susceptibles d’émigrer. Le recours aux #algorithmes permet en effet de cibler les utilisateurs dont le profil indique qu’ils parlent certaines langues, comme le farsi ou le vietnamien. De même, en privilégiant des vidéos populaires chez les #jeunes, YouTube facilite le #ciblage_démographique recherché. Par la suite, ces clips ont envahi les fils d’actualités Facebook de citoyens australiens issus de l’immigration, sélectionnés par l’#algorithme car ils parlent l’une des langues visées par la campagne. En s’adressant à ces personnes nées en Australie, les autorités espéraient qu’elles inviteraient elles-mêmes les ressortissants de leur pays d’origine à rester chez eux (7).

    C’est également vers Facebook que se tourne le gouvernement de la #Norvège en 2015. Accusé de passivité face à l’arrivée de réfugiés à la frontière russe, il finance la réalisation de deux vidéos, « Pourquoi risquer votre vie ? » et « Vous risquez d’être renvoyés » (8). Les utilisateurs du réseau social avaient initialement la possibilité de réagir, par le biais des traditionnels « j’aime » ou en postant des commentaires, ce qui aurait dû permettre une circulation horizontale, voire virale, de ces vidéos. Mais l’option fut suspendue après que la page eut été inondée de commentaires haineux issus de l’extrême droite, suscitant l’embarras de l’État.

    Ici encore, Facebook offre — ou plutôt, commercialise — la possibilité de cibler des jeunes hommes originaires d’Afghanistan, d’Éthiopie et d’Érythrée, dont le gouvernement norvégien considère qu’ils ne relèvent pas du droit d’asile. L’algorithme sélectionne en particulier les personnes situées hors de leur pays d’origine qui ont fait des recherches sur Internet dénotant leur intérêt pour l’Europe et la migration. Il s’agit de toucher des migrants en transit, qui hésitent quant à leur destination, et de les dissuader de choisir la Norvège. Les Syriens ne font pas partie des nationalités visées, afin de ne pas violer le droit d’asile. De même, le message mentionne explicitement que seuls les adultes seront refoulés, afin de ne pas contester le droit des enfants à être pris en charge.

    À plusieurs reprises, depuis 2015, les autorités belges ont elles aussi utilisé Facebook pour ce type d’initiatives (9). En 2018, des photographies de centres de détention et d’un jeune migrant menotté, assorties du slogan « Non à l’immigration illégale. Ne venez pas en #Belgique » (10), furent relayées à partir d’une page Facebook créée pour l’occasion par l’Office des étrangers. Cette page n’existait toutefois qu’en anglais, ce qui a fait croire à un faux (y compris parmi les forces de l’ordre), poussant le gouvernement belge à la supprimer au profit d’un site plus classique, humblement intitulé « Faits sur la Belgique » (11).

    Si de telles initiatives prolifèrent, c’est que les États européens sont engagés dans une course à la dissuasion qui les oppose les uns aux autres. Le 30 mai 2018, en France, M. Gérard Collomb, alors ministre de l’intérieur, affirmait lors d’une audition au Sénat que les migrants faisaient du « #benchmarking » pour identifier les pays les plus accueillants. Cette opinion semble partagée par ses pairs, et les États se montrent non seulement fermes, mais soucieux de le faire savoir.

    Le recours aux plates-formes de la Silicon Valley s’impose d’autant plus aisément que les autorités connaissent l’importance de ces outils dans le parcours des migrants. Une très large majorité d’entre eux sont en effet connectés. Ils dépendent de leur #téléphone_portable pour communiquer avec leur famille, se repérer grâce au #GPS, se faire comprendre par-delà les barrières linguistiques, conserver des photographies et des témoignages des atrocités qui justifient leur demande d’asile, appeler au secours en cas de naufrage ou de danger, ou encore retrouver des connaissances et des compatriotes dispersés.

    Un doute taraudait les autorités des États occidentaux : en connectant les individus et en leur facilitant l’accès à diverses sources d’information, les #technologies_numériques ne conféraient-elles pas une plus grande #autonomie aux migrants ? Ne facilitaient-elles pas en définitive l’immigration irrégulière (12) ? Dès lors, elles s’emploieraient à faire de ces mêmes outils la solution au problème : ils renseignent sur la #localisation et les caractéristiques des migrants, fournissant un canal privilégié de communication vers des publics ciblés.

    Systématiquement financées par les États occidentaux et impliquant de plus en plus souvent les géants du numérique, ces campagnes mobilisent aussi d’autres acteurs. Adopté sous les auspices de l’Organisation des Nations unies en 2018, le pacte mondial pour des migrations sûres, ordonnées et régulières (ou pacte de Marrakech) recommande ainsi de « mener des campagnes d’information multilingues et factuelles », d’organiser des « réunions de sensibilisation dans les pays d’origine », et ce notamment pour « mettre en lumière les risques qu’il y a à entreprendre une migration irrégulière pleine de dangers ». Le Haut-Commissariat pour les réfugiés (HCR) et l’OIM jouent donc le rôle d’intermédiaires privilégiés pour faciliter le financement de ces campagnes des États occidentaux en dehors de leur territoire.

    Efficacité douteuse

    Interviennent également des entreprises privées spécialisées dans le #marketing et la #communication. Installée à Hongkong, #Seefar développe des activités de « #communication_stratégique » à destination des migrants potentiels en Afghanistan ou en Afrique de l’Ouest. La société australienne #Put_It_Out_There_Pictures réalise pour sa part des vidéos de #propagande pour le compte de gouvernements occidentaux, comme le #téléfilm #Journey, qui met en scène des demandeurs d’asile tentant d’entrer clandestinement en Australie.

    Enfin, des associations humanitaires et d’aide au développement contribuent elles aussi à ces initiatives. Créée en 2015, d’abord pour secourir des migrants naufragés en Méditerranée, l’organisation non gouvernementale (ONG) #Proactiva_Open_Arms s’est lancée dans des projets de ce type en 2019 au Sénégal (13). Au sein des pays de départ, des pans entiers de la société se rallient à ces opérations : migrants de retour, journalistes, artistes, dirigeants associatifs et religieux… En Guinée, des artistes autrefois engagés pour l’ouverture des frontières militent à présent pour l’#immobilisation de leurs jeunes compatriotes (14).

    Le #discours_humanitaire consensuel qui argue de la nécessité de protéger les migrants en les informant facilite la coopération entre États, organisations internationales, secteurs privé et associatif. La plupart de ces acteurs sont pourtant étrangers au domaine du strict contrôle des frontières. Leur implication témoigne de l’extension du domaine de la lutte contre l’immigration irrégulière.

    Avec quelle #efficacité ? Il existe très peu d’évaluations de l’impact de ces campagnes. En 2019, une étude norvégienne (15) a analysé leurs effets sur des migrants en transit à Khartoum, avec des résultats peu concluants. Ils étaient peu nombreux à avoir eu connaissance des messages gouvernementaux et ils s’estimaient de toute manière suffisamment informés, y compris à propos des aspects les plus sombres de l’expérience migratoire. Compte tenu de la couverture médiatique des drames de l’immigration irrégulière, il paraît en effet vraisemblable que les migrants potentiels connaissent les risques… mais qu’ils migrent quand même.

    https://www.monde-diplomatique.fr/2021/03/PECOUD/62833
    #migrations #réfugiés #privatisation #Italie #humanitaire #soft_power

    –-

    Ajouté à la métaliste sur les #campagnes de #dissuasion à l’#émigration :
    https://seenthis.net/messages/763551

    ping @isskein @karine4 @_kg_ @rhoumour @etraces

    • Ce téléfilm est pas grandiose et même assez cucul, mais c’est une saga de femmes blanches féministes qui luttent pour leur émancipation. Comme j’ai vu « Roots » cet été, le coté transgénérationnel et saga historique des USA, m’y fait pensé. Mais la comparaison s’arrête là. La violence qui est raconté n’as rien à voire. La traite et l’esclavage des noir·e·s par les blanc·he·s est un tel degrès de déshumanisation que ce n’est pas comparable avec ce qui est raconté dans ce téléfilm qui se focalise sur une généalogie de femmes blanches.
      Pour Roots je vais voire si je trouve des vidéos. Il y a eu un remake en 2016 avec un casting impressionnant mais j’ai préféré la série de 1977.

      edit - la série de 1977 est disponible en VO sur Dailymotion : http://www.dailymotion.com/video/x4dyur4

      Ici la bande annonce de la version de 2016 en VO :
      https://www.youtube.com/watch?v=airEw5tG9eo

      en cherchant les vidéos je suis tombé sur des vidéos Snoop Dogg qui boycott ’Roots’ car la série serait raciste et offensante. J’ai pas encore vu ce que dit Snoop Dogg, mais j’ai entendu parlé de « Roots » dans le roman « Americanah » de Chimamanda Ngozi Adichie, qui en dit du bien. Surtout dans le sens que c’est la première fois que l’histoire des noir·e·s américain·ne·s est montré au grand publique.
      Voici ce que j’ai trouvé sur Snoop Dogg : https://www.youtube.com/watch?v=SEAy1KcLJvk


      Si j’ai bien compris il reproche d’abord au roman d’ou est issu la série, de se vendre comme un document historique, sur une véritable famille alors que c’est un roman. Il dit aussi que la manière de représenté les noir·e·s est trop passive et ne montre pas assez la révolte des esclaves noir·e·s et de leurs descendant·e·s. Il semble aussi en avoir assez de voire les noir·e·s enchaîné·e·s et pas d’autres type de représentations, plus positives et contemporaines.

  • Le bloc-note du desordre : La copie d’un premier de la classe corrigée avec impartialité
    http://desordre.net/blog/?debut=2015-10-25#3123

    Mais seras-tu capable de le voir et le comprendre : ton #montage est indigent, il coupe et produit une ellipse chaque fois qu’un malaise s’installe. Ainsi le personnage de Fatima croise au supermarché la mère d’Aurélie dans la même classe que Souad et tu nous ressers le coup du malaise de la bonne Française qui coupe court la conversation (c’est bon on avait déjà compris lors de la première scène dite de la propriétaire qui soudaine n’a pas les clefs pour faire visiter l’appartement, en s’apercevant que les jeunes filles de la collocation sont maghrébines et que la mère porte le foulard), et du coup toi au montage tu coupes court aussi au moment même où ton spectateur pourrait lui aussi se sentir mal à l’aise. Exercice de lecture pour correction, Caché et 71 fragments d’une chronologie sociale du hasard de Michael Haneke, où tu prendras une bonne claque de montage, ou comment ne jamais couper au moment où cela libérerait le spectateur d’une tension. Tu peux aussi regarder du côté de La Loi du marché de Stéhane Brizet, tu verras que question malaise social c’est un peu autre chose que ton #téléfilm, ton émission de télévision.

    Parce qu’elle est là la faute de ton #film, la faute épouvantable et impensée de ton film pour lecteurs de Télérama, c’est un film qui est de leur côté, un film qui doit leur épargner tout malaise, un film que les #bourgeois vont voir au cinéma de quartier (riche) le samedi, un film qui ne risque pas de les agresser, ils y sont même représentés avec une certaine complaisance, on peut même penser que le billet de dix euros dans les poches du jean du garçon comme test de probité est en fait une vraie erreur, non, chez les gens qui font ce genre de test, c’est un billet de cinquante, voire plus, que l’on laisse dépasser d’un tiroir, et il n’y a pas d’erreur possible. Et c’est un film avec une morale de bourgeois : si on travaille on s’en sort. Ben non, des fois cela ne suffit pas.

    #critique qui envoie le bois de @philippe_de_jonckheere