• Corona Pandemie (COVID-19) – Hände weg vom Wedding !
    https://www.unverwertbar.org/corona/#report7

    Report #7

    A. ist 52 Jahre alt und in Berlin als Taxifahrer angestellt

    24.03.2020

    Heute, am 21. März, bin ich an meinem regulären freien Tag bei kaltem, klaren Wetter alleine durch den Treptower Park spaziert, konnte innerlich wie äußerlich frische Luft tanken. Der Park war gut besucht: Paare, Familien, JoggerInnen…. aber alles auf Abstand bedacht.

    Beruflich bin ich ab komender Woche auf Kurzarbeit gesetzt, soll noch 40% meiner bisherigen Arbeitsleistung erbringen, ergo 2 Tage in der Woche fahren. Die Umsätze im Taxigewerbe brachen seit dem Ausfall der Internationalen Tourismusbörse massiv ein. In den ersten zwei Märzwochen hatte ich immerhin noch Umsätze von knapp 15 Euro je Stunde. Seit Beginn der drastischen Maßnahmen am 15.3. jedoch nur noch 1-3 Fahrten am Tag. Normal sind 8-12. Ich fahre Spätschicht, also so ab 17 Uhr bis 1:00 Uhr- eigentlich. Weil abends wegen der frühen Schließzeit der Restaurants gar nichts los ist, habe ich in der letzten Zeit nach 4-5 Stunden “freiwillig” abgestellt, bekomme also auch nur diese bezahlt.

    Die wenigen Fahrten in den letzten Tagen waren ausgesprochen sinnvolll, z.B. eine prekär Selbständige mit Vorerkrankungen von der besten Freundin nach Hause, ältere Leute von Familienbesuchen, osteuropäische Bauarbeiter, die ihe Familen nicht sehen können, von Lidl zur Unterkunft.

    Kurzarbeit statt völligem Zuhausebleiben ist sinnvoll- könnten Taxen doch ein Bindeglied zur Notfallversorgung in Krankenhäusern sein oder zur Aufrechterhaltung der Versorgung zuhause dienen. Care-WorkerInnen müssen zur Arbeit fahren, nicht alle haben ein Auto. Taxen können definitiv hygienischere Bedingungen bieten als U- und S-Bahn. Der Arbeitsschutz beschränkt sich bei uns jedoch bislang darauf, dass eine viruzide Händelotion und bedingt viruzide Reinigungstücher für die von den Fahrgästen angefassten Oberflächen ausgegeben wurden.
    Darüber hinaus habe ich mir privat geeignete Handschuhe besorgt. Ich lasse möglichst niemanden mehr auf dem Beifahrersitz sitzen, öffne die Fenster einen Spalt breit und meide öffentliche Toiletten. Der Arbeitsschutz obliegt aber dem Arbeitgeber. Wenn mein Beruf, der für mich mehr ist als nur Broterwerb, in diesen Notzeiten einen Sinn machen soll, ohne sich selbst und andere zu gefährden, muss da mehr passieren! Am besten wäre es, immun zu sein… aber den leichten Verlauf einer Infektion kann niemand garantieren.

    Bislang stehen wir unsinng herum, sind irgendwo zwischen denen, die zuhause bleiben sollen und denen, die unbedingt arbeiten sollen, vergessen. Die vielen prekär Selbstständigen und Scheinselbstständigen im Taxigewerbe bekommen noch nicht einmal Kurzarbeitergeld. Ich habe keine Wahl, als den halben Tag lang am Halteplatz auf ein Wunder zu warten, das nicht kommt… hatte da am Hermannplatz am Freitag ein Gespräch mit einem Kollegen.

    Ein Wort noch zu den An- und Abreisewegen per U-Bahn zu meinem Arbeitsplatz. Der liegt in Kreuzberg, meine Wohnung in Friedrichshain. Nachmittags erscheint die Welt noch fast in Ordnung, nur leerer. Viele Menschen sind rücksichtsvoller, aber einige drängeln wie gehabt und springen in abfahrbereite Bahnen. Nachts, so ab 22 Uhr, wird die Situation aber schon zunehmend skurril. Schnorrer sprechen immer verzweifelter die wenigen anderen Fahrgäste an, es liegen ja auch kaum mehr Pfandflaschen rum. Am Feitag sah ich auf mehreren U-Bahnhöfen DrogengebraucherInnen, die auf dem Bahnsteig völlig offen ihren Stoff auf einem Löffel erwärmten oder in einer Platikflasche inhalierten. Trotz Kameras scheint ihnen alles egal zu sein…

    Aber es gibt im spätabendlichen Berlin auch zu Corona- Zeiten schöne Momente. Manche schauen bestürzt, wenn mensch sich das offen getragene Feierabendbier vom Kiosk nicht nehmen läßt, aber andere lächeln eines deshalb auch an, trauen sich wohl nicht mehr das bislang selbstverständliche- was mit Abstand zu anderen völlig safe ist- zu tun.

    Am Donnerstag habe ich um 23.00 Uhr für mich alleine auf der Bank vor einem für take away offenen Imbiss Rigatoni Bolognese und ein Weizenbier genossen… stilecht mit Teller und im Glas. Die BeamtInnen in dem langsam auf der leergefegten Partymeile vorbeischleichenden Streifenwagen haben aufgrund meiner einsamen Simulation eines Biergartens nicht schlecht gestaunt… sind aber vorbeigefahren.

    Arbeit sollte endlich wieder daran gemessen werden, ob sie sozialen Sinn macht (nicht am Profit) und derzeit nur dann- und unter den bestmöglichen Bedingungen für die Gesundheit aller- stattfinden.

    Lassen wir uns nicht unterkriegen!

    #Berlin #Taxi #covid-19

  • Taxi-Bundesverband fordert Vorbestellfrist für Mietwagen - Mietwagenbranche, Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. | News | taxi heute - das unabhängige und bundesweite Taxi-Magazin - das unabhängige, bundesweite Taxi-Magazin
    https://www.taxi-heute.de/de/news/mietwagenbranche-bundesverband-taxi-und-mietwagen-e-v-taxi-bundesverband-

    In Frankreich gab es eine Vorbestellfrist, die im Namen des fairen Wettbewerbs von der Regierung gekippt wurde. Mal sehen, ob die Verankerung des Taxi-Bundesverbands so gut ist, dass die Forderung eine Chance bekommt.

    12.03.2020 von Dietmar Fund - Für Mietwagen sollte eine Vorbestellfrist von mindestens 30 Minuten eingeführt werden, die zwischen dem Auftragseingang und dem Fahrtantritt liegt. Nur so könne wirksam und leicht kontrollierbar verhindert werden, dass Mietwagen taxiähnlichen Verkehr anbieten, schreibt der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V.

    Eine solche Regelung könne auf Großstädte beschränkt werden. Als solche zählt der Verband Städte ab 100.000 Einwohnern.

    Der Verband sieht seinen Vorschlag als neues Element zur zusätzlichen Abgrenzung von Taxis und Mietwagen. Gleichzeitig betont er, dass die Rückkehrpflicht für auftraglose Mietwagen als Unterscheidungsmerkmal zwischen Taxis und Mietwagen auf keinen Fall aufgeweicht werden dürfe. Die Politik solle vielmehr die Voraussetzungen für eine digitale Kontrolle der Rückkehrpflicht schaffen.

    Dass man als ehrlich wirtschaftender Unternehmer mit Mietwagen, die taxiähnlichen Betrieb anbieten, nicht überlebensfähig ist, war übrigens ein Thema, das bei der letzten Sitzung der Taxi-Erfa-Gruppe in Oldenburg angesprochen wurde. Einen Bericht dazu bringt taxi heute in der Ausgabe 3-4/2020.

    #Taxi #Mietwagen #Politik #Rückkehrpflicht

  • Umsatzeinbruch wegen Corona: Taxi braucht finanzielle Hilfe
    https://www.taxi-times.com/umsatzeinbruch-wegen-corona-taxibranche-braucht-schnelle-finanzielle-hil

    11. März 2020 von Jürgen Hartmann - „Im Taxigewerbe brennt die Hütte. Die Unternehmer haben Umsatzeinbußen um bis zu 80 Prozent“, sagt Hans-Peter Kratz, Vorstand der Taxivereinigung Frankfurt. Er fordert von der Politik ein mehrmonatiges zinsloses Darlehen pro Taxi und Monat über 1.500 Euro.

    Nach und nach legt das Corona-Virus das gesamte öffentliche Leben in Deutschland lahm. Das trifft auch die Taxibranche sehr hart, denn ohne Messen, ohne Theater ohne Fußballspiele ist kein Bedarf an Taxis. Wenn die Airlines tausende Flüge wegen Nachfragemangel stornieren, fehlen demzufolge auch die Zubringerfahrten. Ebenso an den Bahnhöfen. „Wir haben ähnlich wie in der Hotellerie Umsatzrückgänge zwischen 60 und 80 Prozent“, berichtet Hans-Peter Kratz. Einen vergleichbaren Einbruch hätte es bisher noch nie gegeben.

    Die vom Staat aktuell beschlossenen Maßnahmen für Überbrückungshilfen seien auf das Taxigewerbe nicht anwendbar. „Kurzarbeitergeld hilft dem Einzelunternehmer gar nichts und dem angestellten Fahrer aufgrund fehlender Tarifverträge nur sehr wenig.“ Würden Unternehmer zudem ihre Fahrer mangels Fahrgästen nach Hause schicken, würden der Umsatz schlagartig auf Null zurückgehen, während die Fixkosten erhalten bleiben.

    Zudem würde der Unternehmer gegen die Betriebspflicht verstoßen, so Kratz weiter. Er hat deshalb nun bei der Handelskammer und beim Frankfurter Oberbürgermeister eine Überbrückungshilfe in Form eines zinslosen Darlehens zur Diskussion gestellt. Pro Taxi und Monat sollen die Unternehmer zur Überbrückung der Liquiditätsengpässe 1.500 Euro für mindestens drei Monate erhalten. Diese Hilfe müsse schnell und unbürokratisch erfolgen und dürfe nicht auf Basis von seitenlangen Förderanträgen der KfW-Bank erfolgen, bei denen man schon eine Woche brauche, um sämtliche Bonitäts- und andere Nachweise einzusammeln.

    Kratz hofft bei dieser Forderung auf breite Unterstützung von seinen Taxi-Funktionärskollegen und auch vom Bundesverband Taxi und Mietwagen.

    #Taxi #Deutschland #Corona #Politik #Subventionen

  • Corona-Virus: Entschädigung auch für Taxibetriebe?
    https://www.taxi-times.com/corona-virus-entschaedigung-auch-fuer-taxibetriebe

    10. März 2020 von Hayrettin Şimşek - Unter den zahlreichen Absagen diverser Großveranstaltungen leidet auch die Taxibranche. Wo niemand tagt oder feiert, werden auch keine Taxis benötigt. Helfen die nun verkündeten Unterstützungsprogramme der Bundesregierung auch den betroffenen Taxibetrieben?

    Wegen der Ausweitung der Corona-Virus-Epidemie sind bereits Kongresse, Messen und Veranstaltungen abgesagt worden. Ein schwerer Schlag auch für das Taxigewerbe, das im städtischen Bereich sowieso bereits durch viele illegal agierende Mietwagenbetriebe mit Umsatzeinbußen zu kämpfen hat.

    Besonders betroffenen Unternehmen wie Messebauern, Hotels und Gaststätten sowie der Tourismusbranche will die Regierung nun finanziell unter die Arme greifen: Die große Koalition kündigt Vorschläge für Liquiditätshilfen und ein Gespräch mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft und den Gewerkschaften an. Die Neuerungen sollen bereits an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden.

    Doch werden davon auch die betroffenen Taxibetriebe profitieren? Iordanis Georgiadis, Vorstand der Taxi Auto Zentrale Stuttgart (TAZ), berichtet in der Facebook-Gruppe „5010000″ von einem Gespräch mit der IHK Stuttgart: „Geplant, aber noch nicht beschlossen ist bei Betrieben, die in Kurzarbeit eintreten, von der Agentur für Arbeit die Lohnkosten teilweise zu übernehmen. Als weiterer Punkt wird über die Aussetzung von Ratenzahlungen bei Finanzierungen ohne Sanktionen gesprochen. Entschieden ist auch da noch nichts. Direkte Unterstützung von Verdienstausgleich oder ähnliches ist zur Zeit bei keinem Gewerbezweig geplant. Da sich aber täglich was ändert, bleiben wir dran und versuchen alles.“

    Mehrwagenbetriebe mit vielen Angestellten sollten sich daher informieren, ob Kurzarbeit ein gängiges Mittel wäre, um Fahrerentlassungen zu vermeiden. Kurzarbeit muss bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden. Zu den Voraussetzungen informiert die Behörde auf ihrer Homepage.

    #Taxi #Deutschland #Corona #Politik #Subventionen

  • Findungskommission, BTM-Tagung, Frankfurter Demo – Absagen
    https://www.taxi-times.com/findungskommission-btm-tagung-frankfurter-taxidemo-die-woche-der-absagen

    11. März 2020 von Jürgen Hartmann - Die zahlreichen Absagen aus nahezu allen kulturellen und öffentlichen Bereichen betreffen nun auch erste Taxi-Veranstaltungen. Nicht immer ist das Corona-Virus der Grund.

    Die Taxivereinigung Frankfurt (am Main) hat heute die für diesen Freitag geplante Taxikundgebung abgebsagt. Dies sei „zur Sicherheit unserer Kollegen und Fahrgäste“ erfolgt, heißt es auf der Homepage der Taxivereinigung. Ein Ersatztermin werde rechtzeitig bekanntgegeben.

    #Taxi #Politik #Verbände #Corona

  • Taxi Hunter
    https://seenthis.net/messages/830025

    Herman Yau, 1993, HK, 35mm, VO ZH ST ANG, 89’

    Déjà pas fan des chauffeurs de taxi, Ah Kin (Anthony Wong) pète les plombs lorsque sa femme enceinte, dont la robe est restée coincée dans une porte de taxi, meurt traînée sur le bitume. Scène d’anthologie pour ce classique de la Category III à l’humour noir contenant plusieurs clins d’œil à « Taxi Driver ».

    Taxi Hunter (1993) - Herman Yau | Synopsis, Characteristics, Moods, Themes and Related | AllMovie
    https://www.allmovie.com/movie/taxi-hunter-v161810

    Anthony Wong stars in this dark comedy — directed by James Ha Chim-see — about Hong Kong’s notoriously surly taxi cab drivers. The film centers on Kin (Wong), a meek white-collar worker with a pregnant wife. When she goes into labor, Kin tries desperately to flag down a taxi. The first cabby refuses because his wife’s bleeding might soil his cab. When they finally arrive at the hospital, his wife’s dress gets snagged in the car door, she get dragged to death by the driver. This sends Kin off the deep end. After drowning his sorrows in liquor, he stabs to death a truculent cabby. A similar foray into vigilantism the following day only leads to a split lip and a stolen wallet. Kin regroups and gets a gun. Soon after an inevitable Travis Bickle-like transformation, he starts picking off taxi drivers left and right. The cops start to plant undercover agents as cabbies, hoping to capture the outlaw.

    List of Hong Kong Category III films
    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Hong_Kong_Category_III_films

    Hong Kong Cinemagic - Taxi Hunter
    http://www.hkcinemagic.com/en/movie.asp?id=467

    Plot
    Ah Kin (Tommy Wong) is a hard-working insurance agent, his adorable wife is pregnant, and he’s been having a lot of problems with taxis lately. Ah Chung is his best friend, a hellfire, straight-arrow police officer who mostly wears a tee-shirt. When his wife starts hemorrhaging, Ah Kin calls a taxi, but it leaves when someone else offers more money. His wife dies, and now it’s time for revenge. ......

    Other titles : Di shi pan guan, 的士判官 (HK Title)
    Country : Hong Kong
    Film Company : Galaxy Films Ltd
    Genre : Category 3 / Crime / Thriller
    HK Category : I I I
    Runtime : 90 min.
    Video : Colour
    Audio : Speaking (Cantonese)
    HK Gross : 5 M. HK$

    Director : Herman Yau Lai To
    Producer : Stephen Shin Gei Yin
    Action Director : James Ha Chim Si
    Writer : Lau Yin, Tony Leung Hung Wah, Mak Kai Chung, Herman Yau Lai To
    Cinematographer : Puccini Yu Kwok Bing

    Assistant Director : Ma Kim Y ing, Mak Kai Chung
    Executive producer : Tony Leung Hung Wah
    Assistant Action Director : Che Kim Fai
    Music : Jonathon Wong Bong
    Costume Designer : Lam Pooi Yee, Tong Ping
    Art director : Danny Yuen Ching Yeung
    Editor : Wong Wing Ming
    Planning : Chan Yuk Ming
    Presenter : Stephen Bo Yue Chung
    Production Manager : Rita Fung Fung Jan, Anthony Lo Ga Chi
    Car Stunt : Billy Pang Bei Lei

    Cast :
    Cast :
    Anthony Wong Chau Sang
    Perrie Lai Hoi San
    Yu Rong Guang
    Ng Man Tat
    Athena Chu Yan
    Chan Fai Hung
    Fan Oi Git
    Mak Kai Chung
    Lam King Kong
    Lam Chiu Wing
    Chan Kai Tong
    Hau Woon Ling
    Benny Lau Shui Hung
    Sammy Lau Wing Kin
    Lung Tin Sang
    Billy Pang Bei Lei
    Alex Tang Man Chiu
    Wu Fung
    Brief appearance :
    James Ha Chim Si

    Taxi Hunter (1993) | MONDO EXPLOITO
    http://mondoexploito.com/?p=4599

    Herman Yau, who directed such classic nasties as The Untold Story (1993) and Ebola Syndrome (1996) teams up with the star of both aforementioned movies, Anthony Wong, in the nasty, yet not quite as nasty, little film Taxi Hunter. In Taxi Hunter, Wong stars as Kin, a man whose life is ravaged by taxi drivers who repeatedly bully him. His distaste for taxi drivers comes to a boil when one night his pregnant wife is killed by a reckless taxi driver. From this moment on, Kin becomes a vigilante patrolling the streets for unscrupulous taxi drivers, whether they be rapists, bullies or just trying to run up their meters by driving rubbish routes.

    While Kin is going about his taxi driver killing spree, unbeknownst to him his best pal, who happens to be a policeman, is on the case to track him down. Obviously neither knows what the other is up to and of course this leads to a dramatic finale with lots of fun and action along the way and a healthy dose of Hong Kong cinema morality.

    Most of us have experienced crappy taxi drivers and have been driven to irritation by their over-charging, lewd behaviour or mind numbing rantings and ravings. That is not to say that all taxi drivers are rubbish. I’m sure the vast majority of taxi drivers, like most people in most occupations, are quite good at their jobs or at the very least efficient. And I’m sure that they just get a bad reputation from the odd bad egg in the bunch. Like in most groups of people I guess. It’s the old, do a good job and nobody will say anything, do a crap job and they’ll tell a thousand people thing. Or however that saying goes. With that in mind, the reason this movie is a lot of fun is that we can all think of a crap time we had with a taxi driver and get a bit of catharsis as we watch Wong dish out his brand of madcap justice. This isn’t like the loftier villains in your usual action films where they’re millionaire drug/gun runners with world domination plans. These are just taxi drivers. This is something your average Joe (who has spent 60 dollars to get across three suburbs, only to get to the other end of the journey to catch the driver ogling your girlfriend’s cleavage in the rear-view instead of watching for the cyclist he almost hit) can get behind. So thanks, Hong Kong.

    It got me thinking, what are some other ideas for action movies based on service industry irritants we could make?? Hmmm…

    Inefficient Bureaucrat Hunter?

    Trendy Cafe Waiter Hunter?

    Late Train Driver Hunter?

    Rip-off Mechanic Hunter?

    Night Club Bouncer Hunter?

    Stuck-up Video Store Clerk Hunter?

    The Girl at the Clothing Shop Who Laughed at Me When I Hit My Head on Their Low Hanging Light Fitting Hunter?

    Taxi Hunter (1993)
    http://www.lovehkfilm.com/reviews/taxi_hunter.htm

    The Skinny: Entertaining and interesting exploitation fodder based on an actual taxi strike on Hong Kong. Anthony Wong is great as the “taxi hunter.”
    Review
    by Kozo: Hong Kong exploitation at its best. Anthony Wong is in nice guy/creepy guy mode as a successful insurance agent who has a pregnant wife. However, he always seems to have run-ins with lousy taxi drivers - a bit of bad luck that goes nuclear when his wife and unborn child accidentally get offed by a particularly selfish driver.
    After some necessary depression, Wong decides to take his aggressions out on all those bastard taxi drivers that overcharge, choose fares, and are generally disagreeable. Yu Rong-Guang plays Wong’s best friend, a cop who’s assigned to find the taxi serial killer. Imagine his surprise when he discovers that his quarry is also his best pal. Ng Man-Tat is Yu’s partner, and Athena Chu is the reporter daughter.
    This is a well-acted movie that manages to inject some complexity into its exploitative subject. Wong is a deranged killer who actually remains a decent fellow in every other way. Herman Yau never takes the easy way out, and allows events to unfold in seemingly logical ways - until he refuses to show us a conclusive ending. Still, this is an interesting character-study/revenge flick. This film was inspired by an actual taxi strike in Hong Kong. (Kozo 1996)
    Alternate Review
    Review
    by
    Magicvoice: Ah-Kin (Anthony Wong) has a nice life. He has a beautiful wife who is pregnant with their first child, a lovely apartment, and a job with prospects for promotion. Things are looking good until a Hong Kong cab driver destroys it all. When his wife goes into labor, Ah-Kin calls a cab only to have the driver take off for a better fare. Another driver stops but refuses to take them to the hospital because she is bleeding profusely. The cab driver takes off without noticing that the wife’s nightgown is stuck in the cab door, and she’s dragged down the street.
    Both she and the baby die soon after and Ah-Kin is left alone with with his policeman friend Chung (Yu Rong -Guang) to comfort him. Ah-kin takes to the bottle and is soon given a leave of absence from his job due to the decline in his performance. After getting drunk with Chung one night, Ah-Kin gets harassed by the cab driver driving him home and he snaps. The driver is left dead and Ah-Kin feels strangely liberated.
    From here, Taxi Hunter could have easily taken the one-dimensional Falling Down route, but instead manages to become a multi-layered revenge film with the viewer feeling nothing but sympathy for Ah-Kin. He’s really a nice guy, though a little bit nerdy and definitely insane with grief over his loss. His actions are premeditated but his motives are pure. He only kills the “bad” taxi drivers, like the ones who cheat on fares, mistreat their clients, and attempt rape. On the other hand, Ah-Kin is kind to everyone who isn’t an evil taxi driver. He even makes a special trip to the hospital to apologize to an injured cop, who was shot by Ah-Kin while working undercover as a taxi driver.
    Taxi Hunter is full of Herman Yau’s humorous little touches. It’s not nearly as nasty a film as one might expect, though the death of Ah Kin’s wife is almost as gruesome as anything in The Untold Story or Ebola Syndrome (two other Yau/Wong collaborations). The social commentary on the pressures of city life and the corruption of HK taxi drivers is very interesting albeit one-sided. None of the “bad” taxi drivers are portrayed with any sympathy at all. The film is ultimately Ah-Kin’s story and we’re meant to feel for him. (Magicvoice 2002)

    #FIlm #Taxi #Hongkong

  • Taxi Hunter
    https://www.nova-cinema.org/prog/2020/177-offscreen-13th-edition/hong-kong-caterogy-iii/article/taxi-hunter

    Herman Yau, 1993, HK, 35mm, VO ZH ST ANG, 89’

    Déjà pas fan des chauffeurs de taxi, Ah Kin (Anthony Wong) pète les plombs lorsque sa femme enceinte, dont la robe est restée coincée dans une porte de taxi, meurt traînée sur le bitume. Scène d’anthologie pour ce classique de la Category III à l’humour noir contenant plusieurs clins d’œil à « Taxi Driver ».

    samedi 14 mars 2020 à 17h

    #Film

  • Umfassender Service wird seltener – Marktübersicht über die Taxikonditionen aller im Taxi-Bereich aktiven Hersteller - Unternehmensführung Marktübersicht Taxi-Pakete, Taxi-Umrüster, Taxithemen (allg.) | Fachartikel | taxi heute - das unabhängige und bundesweite Taxi-Magazin - das unabhängige, bundesweite Taxi-Magazin
    https://www.taxi-heute.de/de/node/20304

    26. Februar 2020, von Dietmar Fund - Nur noch wenige Autohersteller bieten den Taxi- und Mietwagenunternehmern mehr als nur
spürbare Nachlässe bei der Anschaffung.

    Schon seit den 60er-Jahren honorieren die Fahrzeughersteller, dass intensiv genutzte und langlebige Taxis ein Werbeträger erster Güte sind. Sie belohnen die Taxibranche für die vielen „Probefahrten“ mit potenziellen neuen Kunden, die sie täglich machen, mit Nachlässen. Deren Bedeutung hat beim heute üblichen allgemeinen Gefeilsche allerdings nachgelassen. Außerdem haben die gewachsene Komplexität der Technik und schnellere Modellwechsel die Langlebigkeit in den Hintergrund treten lassen. Auch die Umrüstung von Taxis ist komplexer geworden.

    Taxi-Extras nehmen ab

    Das hat inzwischen vielen Herstellern die Freude am Taxi-Geschäft genommen, das mit seinen kleinen Stückzahlen für aufstrebende Manager ja noch selten ein Karriere-Sprungbrett war. Wie die Übersichtstabelle auf den Folgeseiten zeigt, sind die Einträge bei den Kernleistungen und den Extras nur noch bei Mercedes-Benz, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge deutlich länger. Sie sind auch die einzigen Marken, die ihre neuen Modelle erst einmal ausgiebig unter Taxi-Bedingungen testen, bevor sie mit einer Taxi-Ausstattung ab Werk angeboten werden. Sie nehmen dabei in Kauf, mit neuen Modellen erst Monate nach dem Serien-Start als Taxi zu kommen. Einfacher macht es sich mittlerweile der Rest der Taxi-Welt einschließlich der einstmals in die Taxi-Strategie des Volkswagen-Konzerns eingebundenen Marken Seat und Skoda. Beide haben sich aus dem Taxi-Geschäft ganz zurückgezogen. Ihre Kunden können höchstens noch bei INTAX unsubventionierte Taxi-Pakete in bereits zugelassene Modelle älterer Baureihen einbauen lassen. Nur ein einziger Skoda-Händler unterstützt diesen Weg mit der Zulassung entsprechend günstiger größerer Partien von Lager-Taxis.

    Die restlichen Marken bis auf 
Volvo setzen auf INTAX in Oldenburg als Entwicklungs- und Umrüstpartner, der neue Modelle rasch zum Taxi macht, sofern die Verantwortlichen der Hersteller selbst schnell genug sind. Sie überlassen die Dauererprobung ihren Kunden.So ist es inzwischen auch bei Ford und bei Opel, die das Taxi-Geschäft besonders engagierten Händlern übertragen. Volvo setzt als einziger Hersteller seit der Wiederaufnahme des Taxi-Geschäfts auf den Umrüstpartner ADLER Taxameter und Funktechnik in München. Die deutschen Schweden haben versprochen, einen langen Atem zu zeigen. Ein Indiz dafür ist, dass sie vor kurzem den kompakten SUV XC 60 ins Taxi-Programm aufgenommen haben.

    Um Ersatztaxis wie hier bei Gessner & Jacobi in Hannover kümmern sich nur Mercedes-Benz, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Sonst kommt es auf die Initiative der einzelnen Händler an. Bild: Dietmar Fund

    Einer ist auf dem Sprung

    Ein weiterer Lichtblick am Horizont zeigt sich bei Jaguar. Christoph Engler vom Vertrieb für Flotten- und Gewerbekunden kündigt für seine Marke Zuschüsse für das Fahrzeug und den Umbau für das Elektrotaxi i-Pace und die Mittelklasse-Baureihe XF bei INTAX an.

    Solche Nettigkeiten haben Taxi- und Mietwagenunternehmer nicht zu erwarten, die sich von Tesla haben elektrisieren lassen. Die Amerikaner arbeiten noch an der Taxi-Zulassung des als preiswerter angekündigten Models 3 und geben ihren teuren Modellen Model S und Model X nur eine Wallbox für langsames Laden zu Hause gratis mit.

    #Taxi #Industrie #Business

  • Ludwigshafen prüft Konzessionen nach dem Hamburger Modell - Taxi-Konzessionen | News | taxi heute - das unabhängige und bundesweite Taxi-Magazin - das unabhängige, bundesweite Taxi-Magazin
    https://www.taxi-heute.de/de/node/17903

    11.11.2017 von Dietmar Fund - Seit November 2017 verlangt die Genehmigungsbehörde bei der Vergabe, Verlängerung oder Übertragung von Taxi- und Mietwagenkonzessionen Nachweise der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

    Taxi- und Mietwagenunternehmer, die in Ludwigshafen seit dem 1. November die Verlängerung, Zuteilung oder Übertragung einer Konzession beantragen möchten, müssen jetzt zusätzlich zu den bisher nötigen Unterlagen weitere Dokumente vorlegen, die ihre persönliche Zuverlässigkeit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen. Erforderlich sind zum Beispiel eine Mitteilung der in den letzten drei Jahren beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, eine Liste mit Angaben zu Kilometerständen, eine Eigenkapitalbescheinigung und die Angabe der Jahresfahrleistungen der eingesetzten Fahrzeuge.
    Ein von der Genehmigungsbehörde beauftragter Gutachter soll die eingereichten Unterlagen prüfen. Auch Antragsteller, die auf der Warteliste stehen, sollen nach demselben Verfahren geprüft werden. Weil das länger als bisher dauert, sollten Antragsteller ihren Verlängerungsantrag drei Monate im Voraus einreichen. Bearbeitet werde er aber erst, wenn alle erforderlichen Unterlagen vorlägen, schreibt die Stadtverwaltung.

    Die Genehmigungsbehörde möchte mit diesem ausdrücklich an das „Hamburger Modell“ angelehnten Verfahren eine gerechtere und gerichtsfeste Verteilung von Konzessionen erreichen. Sie betont, dass von einer Freigabe von Konzessionen keine Rede sein könne.

    Ziel der Änderung sei es, dem örtlichen Taxi- und Mietwagengewerbe eine „bessere wirtschaftliche Entfaltungsmöglichkeit“ zu geben und gleichzeitig dem Grundrecht der Berufsfreiheit Rechnung zu tragen, schreibt Kämmerer und Beigeordneter Dieter Feid sinngemäß in einer Pressemitteilung der Stadt Ludwigshafen. Diese Vergabepraxis habe sich außer in Hamburg nach Erkenntnissen der Stadtverwaltung bereits in anderen Städten bewährt.

    #Taxi #Hamburger_Modell

  • Wiener Studie deckt große Mängel bei Uber und Bolt auf
    https://www.taxi-times.com/wiener-studie-deckt-grosse-maengel-bei-uber-und-bolt-auf
    In Wien ist es auch nicht anders als in Berlin, Uber lohnt sich nicht.


    Unsere auf eigenen Beobactungen beruhende Vermutung, dass die mit Uber verbundenen Mietwagenunternehmen Umsätze und, wenn solche erzielt werden, Gewinne nur auf Kosten extrem niedrig entlohnter Fahrer machen, wird von einer Studie mit wissenschatlichem Anspruch gestützt.

    4. März 2020 von Jürgen Hartmann - Eine von der Wirtschaftskammer Österreich in Auftrag gegebene Vergleichsstudie lässt Wiener Taxis größtenteils gut dastehen – ganz im Gegensatz zu den Wettbewerbern Uber und Bolt.
    ...
    (Die Studie enthält Berechnungen,) wonach Unternehmer, die für die App-vermittler Uber bzw. Bolt unterwegs sind, mit jeder Fahrt Geld verlieren. Dies habe die Studie selbst bei Fahrten nachgewiesen, bei denen der Fahrpreis aufgrund einer hohen Nachfrage und des zugrunde liegenden Surge-Pricing-Verfahrens über dem eines Wiener Taxis liegt.

    Noch drastischer wird der Verlust für den einzelnen Unternehmer bei einer niedrigen Auslastung, wenn Uber und Bolt also günstiger als das Taxi agieren. Unter Einberechnung der Vermittlungsgebühr, der Treibstoffkosten, von Wartung, Verschleiß, Wertverlust und nicht zu vergessen dem kalkulatorischen Unternehmerlohn entsteht bei Uber-Partnern ein Verlust von 42 Prozent, bei Bolt von 40 Prozent. Die Berechnung basiert auf einer Fahrt in der Wiener Innenstadt, die 6,7 Kilometer lang war und für die man 17 Minuten Fahrzeit veranschlagt hat.

    Ähnlich desaströs sieht die Entlohnung der Fahrer aus. Hier errechnet die Studie sowohl bei Bolt- als auch bei Uber-Vermittlungen einen durchschnittlichen Anteil von 35 Prozent des Fahrpreises – fast so viel, wie beispielsweise Uber als Vermittlungsprovision einbehält (30 Prozent). Der auf dieser Basis berechnete kalkulatorische Fahrerlohn liegt zwischen 3,58 Euro und 6,81 Euro pro Stunde. „Bolt- oder Uber-Fahrer sein lohnt sich nicht“, fasst Professor Dr. Sebastian Kummer die von ihm erstellte Studie zusammen und gibt auch eine klare Handlungsempfehlung, in dem er die „Kontrolle des Fahrerlohns hinsichtlich Mindestlohnstandards“ vorschlägt.
    ...
    Auftraggeber der Studie war die Wirtschaftskammer Österreich, die – ähnlich der IHKs in Deutschland – sowohl die Taxibranche als auch die Mietwagenbetriebe vertritt. Grundlage war die Untersuchung der „Wirtschaftlichkeit und Preise im Beförderungsgewerbe mit Personenkraftwagen“, durchgeführt vom Institut für Transportwirtschaft und Logistik der Wirtschaftsuniversität Wien unter Federführung des bereits erwähnten Prof. Dr. Kummer.

    #Österreich #Taxi #Uber #Arbeit #Studie

  • Taxi-Demo in Berlin: friedlich und ohne viel Chaos
    https://www.taxi-times.com/taxi-demo-in-berlin-friedlich-und-mit-wenig-chaos

    War nett und die Zahlen der Taxi Times sind optimistischer Natur: Der Olympische Platz bietet im Zentrum Raum für etwa 600 Fahrzeuge, dazu kamen drei weitere Reihen à 45 Taxis auf den Fahrbahnen am Rand des Platzes. Der Korso startete also mit etwa 800 Fahrzeugen.

    Bemerkenswert ist der Stellenwert, welche sie inoffizielle Taxi Gruppe Berlin hat, denn sie kann inzwischen besser mobilisieren als die offziellen Verbände.

    3. März 2020 von Axel Rühle - Bei leichtem Nieselregen versammelten sich heute Vormittag geschätzt 1.500 Taxis vor dem Olympiastadion in Berlin-Westend zu einer Demo, um mit einem Taxi-Korso durch die westliche Innenstadt zum Flughafen Tegel zu fahren. Aufgerufen hatten dazu nicht die Verbände, sondern Mitglieder der „Facebook“-Gruppe „Taxi-Gruppe Berlin“.
    ...
    Zeitgleich und mit der gleichen Maßnahme protestierten Taxikollegen im benachbarten Schönefeld, wo der zweite Hauptstadtflughafen südlich der Stadtgrenze liegt, dessen Gelände direkt an den künftigen (zu kleinen) Großflughafen BER grenzt. Auch hier wurde kurzzeitig die Zufahrt blockiert. In der westlichen Berliner Innenstadt kam es erwartungsgemäß zu langen Staus, die sich gegen 15 Uhr aufzulösen begannen.


    Carsten Reichert (links) aus dem Vorstand der Berliner Taxi-„Innung“ (hier mit seinem Kollegen Mariusz Kramer).


    Heso Welat im Gespräch mit Hermann Waldner, Vizepräsident des Bundesverbandes Taxi und Mietwagen e. V.


    Auch fehlende Online-Wegstreckenzähler für Mietwagen und die abgeschaffte Ortskundeprüfung für deren Fahrer sind Sargnägel des Taxigewerbes.

    #Berlin #Taxi #Demonstration #Facebook

  • Pariser Taxizentrale kann sich gegenüber Mietwagen behaupten
    https://www.taxi-times.com/pariser-taxizentrale-g7-kann-sich-gegenueber-konkurrierenden-mietwagen-b

    6. März 2020 von Wim Faber - Bei einem Zusammentreffen mit den angeschlossenen Fahrern der Taxizentrale hatte G7 Chef Nicolas Rousselet positive Neuigkeiten mit im Gepäck. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre konnte die Anzahl der vermittelten Fahrten um 28 Prozent gesteigert werden.

    G7 ist derzeit die größte Pariser Taxizentrale und hat sich mit Erfolg dem Wettbewerb durch VTC-Mietwagen (Voiture de Transport avec Chauffeur) gestellt. G7 sind aktuell rund 9.000 Fahrer angeschlossen. Vergangenes Wochenende dankte Rousselet seinen Fahrer und internen Teams, die alle zwei Jahre zusammenkommen. 

    „Vor vier Jahren war das Klima nicht mehr dasselbe. Wir fragten uns, ob sich unser Berufsstand halten würde“, erinnert sich Rousselet. „Die Konkurrenz mit den VTC-Fahrzeugen hat uns angegriffen. Seitdem haben die Fahrer von G7 die Messlatte höher gelegt, indem sie auf mehr Qualität achteten und mit festen Tarifen (ohne Price Surging wie beim Wettbewerb) und Fixpreise für bestimmte Strecken überzeugten. Mit der G7-App wurde eine App geschaffen, die es auch Winkern erlaubt ohne zusätzlich 4 Euro für die Anfahrt zu entrichten ihre Touren zu bezahlen“, sagt Nicolas Rousselet.

    Damit das Taxi in Paris weiterhin auf der Erfolgswelle schwimmt, rät die Taxizentrale G7 ihren angeschlossenen Fahrern, Anzug und Krawatte zu tragen. Zudem soll ein Angebot an Getränken den Service verbessern. Das wurde zwar anfangs auch von Uber & Co. so gemacht, nimmt aber derzeit stetig ab. Zusätzlich setzt sich Rousselet auch für den vermehrten Einsatz von Hybridfahrzeugen ein. Deren Anteil von derzeit 40 Prozent in der Taxiflotte soll schon im kommenden Jahr auf 50 Prozent gesteigert werden. Weiterhin sollen in diesem Jahr 25 neue Inklusionstaxis auf die Straße kommen. Insgesamt werden dann von G7 150 Rollstuhltaxis vermittelt.

    #Taxi #Frankreich #Paris

  • Alle Taxidemos, Korsos, Kundgebungen Mahnwachen a. 10. April
    https://www.taxi-times.com/fakten-taxiaktionstag

    3. April 2019 - Für den 10. April 2019 hat der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. zum bundesweiten Taxitaktionstag „Scheuerwehr“ aufgerufen. Taxiunternehmer und Fahrer werden sich in vielen Städen an dieser Aktion beteiligen. Hier finden Sie alphabetisch sortiert alle Infos und Daten zu Treffpunkten, Routen und Kundgebungen.
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    Aktuell finden in mehr als 20 Städten Aktionen statt.

    #Deutschland #Uber #Taxi #Demonstration #Scheuer #Politik

  • Taxi-Protest in Berlin: Sternfahrt gegen Uber & Co. - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/taxi-protest-in-berlin-sternfahrt-gegen-uber-und-co-/24199642.html

    09.04.2019 von Thomas Loy - Mit einer Sternfahrt protestieren die Taxifahrer am Mittwoch gegen die Liberalisierung des Marktes zugunsten der Konkurrenz

    Eine Protest-Sternfahrt der Berliner Taxen gab es schon 2015.

    Das wird ein schönes Foto für die Tagesschau werden: Die Straße des 17. Juni zwischen Großer Stern und Brandenburger Tor, vollgestellt mit Taxen. Nur soll hier nicht Werbung für die Dienstleistungsmetropole Berlin gemacht werden, sondern Protest gegen die geplante Liberalisierung der Beförderungsbranche. Am Dienstag beklebten viele Taxifahrer ihre Wagen mit dem Slogan „ScheuerWehr“ – Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister (CSU), hat ein Eckpunktepapier zur Liberalisierung vorgelegt, das ist der eigentliche Anlass des bundesweiten Aktionstags der Taxibranche am Mittwoch.

    Mit 3000 protestierenden Fahrern rechnet die Taxiinnung, damit wäre etwas mehr als ein Drittel der 8200 konzessionierten Taxen außer Dienst gestellt. In einer Sternfahrt wollen die Fahrer ab 12 Uhr vom Flughafen Tegel, dem Olympischen Platz und Ostbahnhof zum Brandenburger Tor fahren, dort soll um 13.30 Uhr die zentrale Kundgebung beginnen. Für die Autofahrer bedeutet dies zunächst Staus entlang der Demorouten. Die Polizei sperrt die Routen ab 12 Uhr ab und gibt sie nach rund einer Stunde wieder frei.

    Wir wollen unsere Jobs sichern“, sagt Sarman, der am Bahnhof Südkreuz auf Fahrgäste wartet. „Es geht um gleiche Ausgangschancen für alle.“ Andere Fahrdienste wie Uber, Berlkönig oder Clevershuttle sollten entweder unter die gleichen Restriktionen fallen wie das Taxigewerbe – Ortskundeprüfung, feste Fahrpreise, ständige Betriebspflicht – oder sich eben aus dem Taximarkt heraushalten. Minister Scheuer denkt vor allem darüber nach, die so genannte Rückkehrpflicht zu streichen. Das würde vor allem dem US-Konkurrenten Uber entgegenkommen, der Fahrgäste an Mietwagenunternehmen vermittelt.

    Die Fahrer müssen nach jedem Auftrag wieder an den Sitz des Unternehmens zurückkehren – in der Regel wird diese Praxis aber unterlaufen. Die Fahrer warten irgendwo in der Stadt auf den nächsten Auftrag und agierten damit „taxiähnlich“, also illegal, kritisieren Taxiverbände.

    „Es soll jeder sein Ding drehen“, sagt Alex Koch, seit 20 Jahren Taxifahrer, aber der Branche dabei nicht das Wasser abgraben. Koch ist angestellt und verdient nach eigenen Angaben rund 900 Euro netto im Monat, weniger als der Mindestlohn, wenn er seinen Verdienst auf die Arbeitszeit umrechnet. Sein Chef habe schon von sieben auf zwei Taxen reduziert. „Schwere Zeiten“, sagt Koch, er arbeite eigentlich nur noch, um seinen Kindern ein gutes Vorbild zu sein, „ich könnte genauso gut vom Amt leben.“

    Uber ist an normalen Tagen preiswerter als ein Taxi zu rufen. Wenn es regnet oder gerade eine Messe läuft, steigen die Preise allerdings erheblich, dann kämen auch Uber-Fahrer aus Polen nach Berlin, um mitzuverdienen, erzählt der Chef der Berliner Taxiinnung, Leszek Nadolski. Die Zahl der Mietwagen sei im vergangenen Jahr um 700 gestiegen, das bucht Nadolksi vor allem auf das Uber-Konto.

    Das global agierende Unternehmen, das im Bereich der Mobilität Marktführer werden will, wie Amazon und Airbnb, erklärte auf Anfrage zu Scheuers Reformplänen: „Wir begrüßen, dass Bewegung in den Reformprozess kommt, denn Deutschland muss ein Vorreiter für die Mobilität der Zukunft sein.“ Konkrete Daten zu Fahrern und Umsätzen in Berlin lieferte Uber nicht.

    SPD-Fraktion stellt sich hinter die Taxilobby
    Die SPD-Fraktion stellt sich gegen Scheuers Pläne zur Deregulierung des Marktes. „Die nun vorliegenden Eckpunkte zur Reform des Personenförderungsgesetzes sind absurd. Anstatt das Taxigewerbe vor globalen Unternehmen zu schützen, werden hier in Berlin circa 16.000 Arbeitsplätze massiv gefährdet. Das ist verantwortungslos“, erklärt der SPD-Arbeitsmarktexperte Lars Düsterhöft. Die Rückkehrpflicht für Mietwagen dürfe nicht legalisiert werden, sie gehöre bestraft. Die Tarifpflicht für Taxen sollte erhalten bleiben.
    Wie viel eine Taxifahrt kostet, bestimmen die Kommunen. Die Taxiverbände beantragten vor einem Jahr einen Zuschlag von sieben Prozent. Die Kilometerpreise sollten für die ersten sieben Kilometer von zwei auf 2,20 Euro, ab sieben Kilometer von 1,50 auf 1,65 Euro pro Kilometer steigen. Doch die Senatsverwaltung für Verkehr gab bislang kein grünes Licht. „Die Unternehmer können so den gestiegenen Mindestlohn nicht zahlen“, sagt Nadolski. Die Lage sei für viele existenzbedrohend. Die Umsätze im Taxigewerbe seien in den vergangenen Jahren um 30 Prozent gefallen.

    Verband fordert farbige Kennzeichen

    Um die Geschäftspraktiken der Uber-Konkurrenz offenzulegen, fordert der Bundesverband Taxi und Mietwagenunternehmer eine Kennzeichnung der Uber-Autos. Sie sollten blaue oder rote Kennzeichen haben. Bislang sind sie von Privatwagen nicht zu unterscheiden. Zumindest für den Laien. Taxifahrer erkennen Uber-Autos an bestimmten Merkmalen. Häufig würden japanische Hybridautos eingesetzt, die in Brandenburger Landkreisen gemeldet sind. Dort seien die gesetzlichen Vorschriften noch laxer als in Berlin.

    Uber ist vor allem bei internationalen Touristen beliebt, weil sie nur einmal die Uber-App herunterladen müssen und dann in jeder Stadt weltweit ein „Taxi“ rufen können. Rund 1500 Berliner Taxiunternehmer lassen sich inzwischen auch von Uber Fahrgäste vermitteln.

    #Berlin #Taxi #Uber #Demonstration

  • Die Sinnfrage einer Berliner Taxidemo
    https://www.taxi-times.com/die-sinnfrage-einer-berliner-taxidemo

    3. März 2020 von Jürgen Hartmann - Am heutigen Dienstag wollen in Berlin zahlreiche Taxifahrer demonstrieren. Über den Sinn und Unsinn wurde bereits im Vorfeld heftig diskutiert. Nur bei einer besonnenen Durchführung wird diese Demo ihren Zweck erreichen.

    Aktualisierung am Tag nach der Demo: 1.500 Taxiunternehmer und -fahrer haben friedlich demonstriert, der Autokorso verlief geordnet und auch die weiter unten im Kommentar geäußerte Befürchtung, dass man keine Kernbotschaft setze, hat sich nicht erfüllt. Für den Tag der Demo haben die Veranstalter mit Unterstützung eines Berliner Taxiverbands drei Presse-Ansprechpartner benannt.

    Bereits vor zwei Wochen hatten sich rund 600 Taxiunternehmer und Taxifahrer vor dem Berliner Rathaus versammelt und protestiert. Anschließend wurde aus der legalen Demonstration ein illegaler Protest, als man spontan zum Flughafen Tegel fuhr und dort die Zufahrten lahmlegte – was in Berlin aufgrund der geographischen Begebenheiten ziemlich leicht ist.

    Ermutigt vom Zuspruch dieser Aktion haben die Veranstalter für heute nun eine „City-Crash-Demo“ angemeldet und es werden wohl deutlich mehr Teilnehmer sein als noch vor zwei Wochen.

    Keine Frage: Das Motiv, das aktuell die Berliner Taxiunternehmer und Fahrer auf die Straße treibt, ist pure Existenzangst. Gerade die mangelnden Kontrollen haben zu einer Mietwagenschwemme geführt. Der Großteil dieser Mietwagen ist für Uber und Free Now unterwegs. Beide Apps haben einen enormen Zuspruch in der Bevölkerung. Sie haben ihn unter anderem zum einen, weil ein kleiner Teil der Berliner Taxibranche eine zu schlechte Servicequalität abliefert. Sie haben diesen Zuspruch aber auch deshalb, weil die Fahrgäste über diese Dienste ein Fahrzeug bestellen können, das innerhalb weniger Minuten an der Abholadresse ankommt. Und das wiederum ist nur möglich, weil sich Uber- und Free-Now-Partner größtenteils nicht an die Rückkehrpflicht halten und so gegen geltendes Recht verstoßen. Wären die durchschnittlichen Abholzeiten aber 30 Minuten und länger, würden ganz schnell ganz viele Kunden diese Apps von ihren Smartphones löschen.

    Beide Faktoren haben aktuell verheerende Folgen für die Berliner Taxifahrer. Sie fahren trotz verlängerter Arbeitszeit seit Monaten rund 30 Prozent weniger Umsatz ein. Der milde Winter und aktuell die durch den Coronavirus bedingten Absagen vieler umsatzstarker Großveranstaltungen lassen die Einnahmen um 50 Prozent zurückgehen. Das ist für eine Branche, die schon bei normalen Geschäftsverlauf gerade so über die Runden kommt, verheerend. Wer heute mit seinem Taxi hupend durch Berlin fährt, setzt damit ein lautes Signal, weil man nicht mehr weiß, wie man am Ende des Monats noch die Miete bzw. von welchem Geld man die Schulhefte für die Kinder bezahlen soll.

    20.000 Berliner Taxiunternehmer und Fahrer fühlen sich aktuell politisch im Stich gelassen. Die Verantwortung für die heutigen Proteste tragen daher namentlich zwei Personen. Frau Günther, die zuständige Senatorin und der Regierende Bürgermeister Michael Müller, der als deren Chef längst gegen die Tatenlosigkeit und Ignoranz von Frau Günther hätte eingreifen müssen.

    Das sollte die eigentliche Kernbotschaft der heutigen Proteste sein. Aber wird sie auch ankommen? Es steht zu befürchten, dass die Veranstalter, Mitglieder einer Berliner Facebook-Gruppe, heute die gleichen Fehler wiederholen, die schon vor zwei Wochen für internen Unmut gesorgt haben. Dazu zählt in erster Linie, dass jene Veranstalter keine klare Botschaft aussenden, gegen was und wen man eigentlich demonstriert.

    Geht es immer noch gegen die Pläne von Verkehrsminister Andreas Scheuer, die Rückkehrpflicht abzuschaffen? Oder ist es der Hinweis auf einen gescheiterten Rechtsstaat, weil speziell Uber trotz Verboten durch zwei Landgerichte seinen Dienst immer noch betreibt und Free Now aus demselben Grund eigentlich auch verboten werden müsste? Oder ist es ein Protest gegen die Berliner Verwaltung, weil diese wie oben beschreiben nichts gegen die täglichen Gesetzesverstöße der taxiähnlich agierenden Mietwagenpartner unternimmt?

    Es ist von allen etwas, sagen die Demo-Verantwortlichen, aber genau diese Vermischung ist fatal. Gegen Scheuers Eckpunkte und der darin geplanten Aufhebung der Rückkehrpflicht für Mietwagen hat die Taxibranche nahezu das ganze Jahr 2019 protestiert und demonstriert. Unter anderem mit einem bundesweiten Protesttag am 10. April, an dem insgesamt 15.000 Taxiunternehmer und -Fahrer auf die Straße gegangen sind. Diese Bilder wurden von den heutigen Veranstaltern für die Demo-Ankündigung genutzt, obwohl die letztjährigen Proteste mit ihrer klaren Kernbotschaft „Scheuerwehr“ nicht von ihnen, sondern vom Bundesverband Taxi organsiert worden waren.

    Alle Aktionen 2019 hatten ein klares Ergebnis: Aus den Plänen wurde auch zwölf Monate später immer noch keine Beschlussvorlage. Stattdessen tagt am 13. März abermals eine Findungskommission und dort wird man mit sehr großer Wahrscheinlichkeit beschließen, die Rückkehrpflicht nicht abzuschaffen. Wenn man heute also gegen die Scheuer-Pläne demonstriert, ist das die unnötigste Demo, die Deutschland je erlebt hat.

    Da mag der Hinweis auf den zweiten Punkt noch eher gerechtfertigt sein. Die Tatsache, dass ein Fahrtenvermittler nachweislich von zwei Landgerichten (Frankfurt und München) zur Unterlassung seiner Auftragsvermittlung verurteilt wurde und trotzdem weitermacht, zerstört das Rechtsempfinden dermaßen, dass hier ein politisches Eingreifen dringend nötig wäre.

    Doch genau dies wird von den Administratoren der Berliner Taxi-Facebook-Gruppe gar nicht eingefordert. Es fehlt auch jegliche Aufklärung innerhalb der Gruppe darüber, dass dieses Urteil innerhalb des Wettbewerbsrechts gesprochen wurde und man deshalb von keiner Behörde die Umsetzung fordern kann, weil diese gegenüber Uber nicht als Wettbewerber auftreten und somit juristisch gesehen nur auf Basis des Verwaltungsrechts agieren können. Die Vollstreckung der Urteile aus Frankfurt und München kann nur durch das Taxigewerbe selbst vorgenommen werden – gelenkt und finanziert durch die Taxizentralen und damit indirekt durch die Mitgliedsbeiträge der Teilnehmer.

    Damit bleibt als einzig gerechtfertigter Protestgrund nur das Versagen der Berliner Behörde in Bezug auf die mangelhafte Durchsetzung des bestehenden Rechts zum Schutze von 20.000 Berliner Taxifahrern und Unternehmern (siehe oben). Der Erfolg der heutigen Taxidemo wird sich daran messen lassen müssen, ob diese Botschaft ankommt. Falls nicht, werden am Ende des Tages weder die Kunden noch die Politiker verstehen, warum tausende Taxifahrer die Hauptstadt am dritten März 2020 verkehrsmäßig lahmgelegt haben. Und im schlimmsten Fall, wenn die Proteste ähnlich eskalieren wie vor zwei Wochen am Flughafen Tegel, werden die Taxifahrer und Unternehmer nicht mehr als diejenigen wahrgenommen werden, denen man täglich Unrecht tut, sondern als diejenigen, die selber unrechtmäßig agieren. Und dann hätte diese Demo genau das Gegenteil dessen erreicht, was sie eigentlich erreichen wollte. Hoffentlich wird das nicht eintreten. jh

    Update 3.3.2020, 11.09 Uhr: Uns erreichen erste Bilder von der Demo. Ganz vorne wurde ein „Pressetaxi“ gekennzeichnet. Als Presssprecher gegenüber den Medien fungieren Heso Welat (hat die Demo angemeldet) und Carsten Reichert von der Innung des Berliner Taxigewerbes e.V. .

    Anbei zwei Statements, die Welat und Reichert gegenüber den anwesenden Reportern eben abgegeben haben.

    https://www.taxi-times.com/wp-content/uploads/2020/03/Audio-Heso-Welat.mp3

    https://www.taxi-times.com/wp-content/uploads/2020/03/Audio-Carsten-Reichert.mp3

    #Uber #Berlin #taxi #Demonstration

  • Fakten statt Meinung: Der Arbeitsalltag von Uber-, Taxifahrern und Fahrradboten - Addendum
    https://www.addendum.org/uber/umfrage-ergebnisse

    Prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Lohndumping und Scheinselbstständigkeit? Addendum liefert gemeinsam mit Meinungsforscher Peter Hajek erstmals umfassende Daten über die Arbeitsbedingungen in der Gig-Economy – teils mit überraschenden Ergebnissen.

    ob in der Personenbeförderung oder bei den Fahrradboten – in beiden Fällen warnen Gewerkschaften vor Lohndumping und prekären Arbeitsverhältnissen. Das spiegelt auch die weitläufige Meinung über die Arbeitsbedingungen in der Branche wider. Aber stimmt das wirklich? Addendum bringt mit einer Branchenbefragung erstmals eine umfassende Faktenbasis in den Dschungel an Meinungen über eine Branche, die nicht den besten Ruf genießt. Die gesamten Umfrageergebnisse können Sie hier herunterladen.

    Gemeinsam mit dem Meinungsforscher Peter Hajek wurden Taxi- und Uberfahrer, Essensboten und Fahrradkuriere über ihren Berufsalltag, ihre Jobzufriedenheit und ihre Arbeitszeiten befragt. Die Antworten geben einen umfassenden Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen in einer Branche, die im Umbruch steckt.

    Fahrradboten: Schlechtes Geld, hohe Zufriedenheit
    Neben dem Markt der individuellen Personenbeförderung wie Taxi oder Uber spielt sich auch ein anderer Kernmarkt der Gig-Economy auf der Straße ab: nämlich jener der Fahrradkuriere und Essensboten. Während das Angebot in diesem Segment seit Jahren boomt, warnen Gewerkschafter vor Scheinselbstständigkeit und Lohndumping. Unsere Umfrage aber zeigt: Der Verdienst der meisten Fahrradboten ist tatsächlich gering, die meisten sind mit ihrer Arbeit aber zufrieden.

    Seit Jahresbeginn fahren Fahrradzusteller in Österreich unter Kollektivvertrag – dem „weltweit ersten dieser Art“. Es ist aber nicht viel mehr als ein Scheinerfolg, über den sich Karl Delfs, der den KV für die Straßengewerkschaft Vida mitausverhandelt hat, freut. Denn nur etwa 10 bis 15 Prozent der in der Branche Tätigen sind tatsächlich angestellt, für die große Mehrheit gilt der neue Mindestlohn von gut 1.200 Euro netto ohnehin nicht. Für den Gewerkschafter Karl Delfs sind die Zusteller gar „das Lumpenproletariat unserer Zeit“.

    Die steigende Nachfrage, zunehmender Zeitdruck und schlechte Ausrüstung machen die Fahrradlieferungen zu einem gefährlichen Geschäft. Vor allem bei Schlechtwetter, wenn sich tendenziell mehr Menschen Essen nach Hause bestellen, sind die Straßenverhältnisse für Fahrradkuriere besonders unsicher, erklärt Rafael Kriks, Betriebsrat bei Lieferando: „Unsere Räder, die im Unterschied zu anderen Essenszustellern vom Dienstgeber zur Verfügung gestellt werden, entsprechen zwar der Fahrradverordnung, trotzdem sind sie nicht immer in einem den Wetterbedingungen angemessenen Zustand.“ Er fordert eine strengere Fahrradverordnung bei gewerblichen Fahrten. Zuschläge, wie etwa eine Gefahrenzulage, gibt es für die Fahrradboten auch bei schlechtem Wetter nicht.

    Arbeitsalltag von Uber-, Taxifahrern und Fahrradboten
    Addendum beauftragte das Meinungsforschungsinstitut Peter Hajek Public Opinion Strategies mit einer Studie zu den Arbeitsbedingungen von Uber-, Taxifahrern und Fahrradboten.


    Im Untersuchungszeitraum von 7. Oktober bis 4. November 2019 wurden dafür 200 Beschäftigte aus der Zielgruppe der Uber- und Taxifahrer sowie Essens- und Fahrradboten befragt (n = 50/Gruppe). Untersuchungsmethode war eine Face-to-face-Befragung.

    Die Ergebnisse der Studie werden hier erstmalig am 10. Februar 2020 präsentiert.

    https://www.addendum.org/files/uploads/2020/02/Umfrage-Arbeitsalltag-Hajek-Addendum.pdf

    #Taxi #Uber #Österreich

  • „Lex Uber“: Wenn der Markt nicht passt, wird er passend gemacht - Addendum
    https://www.addendum.org/uber/lex-uber

    Der Wettkampf auf der Straße geht in eine neue Runde: Ab 1. September gelten für die Personenbeförderung neue Regeln. Des Taxlers Freud ist Ubers Leid. Der US-Fahrdienstvermittler ist aber längst Spezialist darin, die Gesetze zu umkurven.

    Der US-Fahrdienstanbieter Uber stellt die Gesetze der individuellen Personenbeförderung seit Jahren auf den Kopf. Staatliche Regulierungen hinken dem Angebot des kalifornischen Startups und anderen Anbietern stetig hinterher. Der Kampf um den Kundenmarkt auf der Straße gleicht einem Katz-und-Maus-Spiel: Uber schafft mit seiner einfach zu bedienenden App und günstigen Preisen eine steigende Nachfrage – zum Leidwesen der alteingesessenen Taxi-Industrie. Gesetze werden angepasst, und die Online-Anbieter finden neue Wege.

    Folgt man dieser Logik, müssen als Nächstes wieder die Gesetze nachziehen. Der erste Schritt dazu wurde bereits gemacht. Vergangenen Sommer wurde im österreichischen Nationalrat mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und FPÖ das neue Gelegenheitsverkehrsgesetz beschlossen, das besagt: Ab 1. September gelten für Taxi- und Mietwagenfahrer dieselben Regeln.

    Von einer simplen Idee zum Milliardenunternehmen
    Doch wie kam es eigentlich dazu? Was macht Uber so besonders und worüber geraten der Online-Anbieter, Taxifahrer und die Gesetze aneinander? Ein kurzer Überblick:

    Ab September: Gleiche Regeln für alle
    Derzeit sind Mietwagen und Taxis noch mit unterschiedlichen Regelungen auf den Straßen unterwegs. Fahrer von Services von Uber oder Bolt benötigen zum Beispiel keinen Taxischein, und wegen der sogenannten Rückkehrpflicht müssen sie nach jeder absolvierten Fahrt zu ihrer Betriebsstätte zurück. Ab 1. September soll in der Branche alles anders werden. Für Taxis und Online-Vermittler gelten dann dieselben Regeln, auch Uber-Fahrer müssen ab September einen Taxischein vorweisen können und sich an fixe Taxitarife halten. Das neue Gelegenheitsverkehrsgesetz entspricht vor allem auch den Wünschen und Vorstellungen der Wirtschaftskammer, die sich klar auf der Seite der Taxis positioniert, obwohl sie eigentlich beide Branchen – Taxi- und Mietwagengewerbe – vertritt. Für Uber und andere Online-Fahrdienstvermittler bedeutet das neue Gesetz jedoch eine Niederlage. Sein Geschäftsprinzip mit flexiblen Preisen, die von Angebot und Nachfrage abhängig sind, kann Uber dann in dieser Form nicht mehr anbieten, und dann wäre das Unternehmen nicht mehr rentabel.

    „Lex Uber“ als Gefahr für freien Wettbewerb?
    Glaubt man den Verfassungsexperten, stehen die Chancen für einen erfolgreichen Antrag beim VfGH, die Novelle für verfassungswidrig zu erklären, nicht schlecht. Das neue Gesetz würde den Wettbewerb in der Branche ausschalten und zerstöre das Grundrecht auf Erwerbsfreiheit. Diesem Vorwurf geht auch die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) nach, die für Mitte Februar den Zwischenbericht ihrer Branchen-Prüfung ankündigte. „Wir erhielten über einen längeren Zeitraum Beschwerden bzgl. des Taxi- und Mietwagenmarkts. Die Bundeswettbewerbsbehörde vermutet daher, dass der Wettbewerb eingeschränkt oder verfälscht ist“, sagt BWB-Generaldirektor Theodor Thanner. „Regulierung darf nicht so weit gehen, dass Wettbewerb ausgebremst wird. Eine Konsequenz davon könnte sein, dass Innovation am Markt minimiert wird oder sogar verschwindet“, so Thanner. Die Inhomogenität des Marktes erschwere jedoch eine aussagekräftige Erhebung der Marktdaten, heißt es vonseiten der BWB, weshalb sich der Bericht einige Wochen verzögern wird.

    Neues Regierungsprogramm: Darf sich Uber Hoffnungen machen?
    Auch im neuen türkis-grünen Regierungsprogramm findet sich ein kleiner, aber durchaus bemerkenswerter Punkt zum Gelegenheitsverkehrsgesetz: Die Rede ist von einer „Weiterentwicklung des Gelegenheitsverkehrsgesetzes“. Aufbauend auf der umstrittenen Novelle des Vorjahres bekennt sich die Bundesregierung in ihrem Programm zu einem „klar regulierten Mischgewerbe, in dem traditionelle Taxiunternehmen und digitale Mobilitätsunternehmen in fairem Wettbewerb ihre Dienste anbieten können“.

    Was das für die Branche genau bedeuten soll, geht aus dem Regierungspapier freilich noch nicht hervor, denkbar ist aber eine Entschärfung der Regeln, um Uber und anderen Anbietern wie Free Now (ehemals myTaxi) und Bolt (ehemals Taxify) das Leben zu erleichtern. Für Uber und andere Mobilitäts-Startups durchaus ein Grund, vorsichtig optimistisch zu sein.

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    Fakten statt Meinung: Der Arbeitsalltag von Uber-, Taxifahrern und Fahrradboten
    Addendum liefert gemeinsam mit Meinungsforscher Peter Hajek erstmals umfassende Daten über die Arbeitsbedingungen in der Gig-Economy – teils mit überraschenden Ergebnissen.

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    Umsetzung ist Landessache: Stadt Wien als Zünglein an der Wage?
    Die Umsetzung der nunmehr einheitlichen Tarifgestaltung für Taxi und Mietwagen obliegt aber ohnehin den Landesgesetzgebern. Alle warten derzeit gespannt auf die Stadt Wien, die voraussichtlich als Erste ihre Tarifordnung anpassen wird. Denn obwohl die Bundes-SPÖ im Sommer des Vorjahres für ein Einheitsgewerbe gestimmt hat, zögern die Wiener Genossen nun mit der Umsetzung. Vor der nötigen Änderung der Landesbetriebsordnung muss nämlich erst einmal die Bundesbetriebsordnung geändert werden, heißt es aus dem Büro des roten Wirtschaftsstadtrats Peter Hanke. Er kritisiert, dass die Stadt Wien in der Erarbeitung des Gelegenheitsverkehrsgesetzes nicht eingebunden war.

    Aktuell lässt Hanke die Tarifvereinheitlichung in einer Studie überprüfen – erste Ergebnisse erwarte man Ende Februar. Die Fixtarife scheinen also zumindest in Wien noch nicht in Stein gemeißelt zu sein. Sollten doch keine einheitlichen Tarife kommen, werden die Karten am Markt komplett neu gemischt. Dann würde allein der freie Markt den Preis bestimmen.

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    Internationaler Vergleich: Wie gehen andere Länder mit Uber um?
    Nicht nur in Österreich mutierte das US-Unternehmen in den vergangenen Jahren zum Schreck der Taxi-Industrie. In vielen Ländern haben Taxiverbände rechtliche Schritte gegen den unliebsamen Konkurrenten gesetzt. Gesetze wurden angepasst, und immer wieder fand Uber neue Ansätze, um seinen Service überhaupt noch anbieten zu können. Die Liste der Vorwürfe gegenüber Uber ist lang, die Voraussetzungen sind von Land zu Land unterschiedlich. In manchen Dingen unterscheidet sich das Angebot von Uber gar von Stadt zu Stadt. Während etwa in den USA Fahrgäste auch an private Fahrer mit eigenem Auto vermittelt werden, ist das nach einem EuGH-Urteil von 2017 innerhalb der EU nicht mehr möglich. Was aber sind die gesetzlichen Konfliktlinien, mit denen Anbieter wie Uber weltweit zu kämpfen haben? Ein paar Beispiele:

    Deutschland
    Nach einer Unterlassungsklage von Taxiverbänden erklärte das Landgericht Frankfurt Ende des Vorjahres die bisherige Vorgehensweise von Uber in Deutschland für unzulässig. Der Fahrdienstvermittler darf künftig nur noch mit einer Mietwagenfirma pro Stadt kooperieren. Das Frankfurter Landgericht entschied, dass Uber künftig auch selbst eine Mietwagenkonzession benötige – weil das Unternehmen dem Kunden als Anbieter der Beförderungsleistung erscheine, den konkreten Fahrer auswähle und den Preis bestimme. Uber passte daraufhin seine App in Deutschland an, was der deutschen Taxi-Genossenschaft aber nicht weit genug ging. Sie will bei Verstößen gegen das Urteil Strafen von bis zu 250.000 Euro pro Fahrt durchsetzen

    Spanien
    Spaniens Medien sprachen von einem regelrechten „Taxikrieg“. Tagelang streikten Taxifahrer in Madrid und Barcelona, blockierten wichtige Hauptverkehrsachsen und sorgten für chaotische Verkehrsverhältnisse. Die Taxistas forderten eine stärkere staatliche Regulierung der privaten Fahrdienstleister. In Barcelona zeigten die Proteste Wirkung: Infolge strengerer gesetzlicher Regulierungen zogen sich Uber (und Konkurrent Cabify) Anfang 2019 aus der katalanischen Hauptstadt zurück.

    London
    Ende November 2019 wurde Uber in London zum zweiten Mal nach 2017 die Fahrlizenz entzogen. Grund dafür war eine Sicherheitspanne der App, die es Fahrern ohne Lizenz erlaubte, Fahrgäste zu transportieren. Nach einem Einspruch des Fahrdienstvermittlers darf Uber seinen Dienst in der britischen Hauptstadt vorläufig weiter anbieten. London gilt als größter europäischer Markt für Uber. Nach Angaben des Unternehmens nutzen 3,5 Millionen Menschen in London die App, etwa 40.000 Menschen sind als Fahrer registriert. In der englischen Hauptstadt sind es aber nicht – wie meist sonst – die Taxifahrer, die gegen Uber mobil machen, sondern die Londoner Nahverkehrsbehörde, die für Lizenzierungen für den Straßenverkehr verantwortlich ist.

    Kaliformien
    Ausgerechnet in Kalifornien, der Heimat von Uber und vielen anderen Tech-Startups, wurde mit Jahresbeginn ein Gesetz eingeführt, das das Arbeitsrecht revolutioniert und die Gig-Economy erschüttert: Fahrdienstvermittler wie Uber und Essenszustelldienste müssen ihre Vertragsarbeiter künftig als Angestellte behandeln und ihnen alle entsprechenden Absicherungen zukommen lassen. Eine Million Menschen sind davon betroffen. Die kalifornische Entscheidung könnte weitreichende Folgen haben, weit über den US-Bundesstaat hinaus. Für Firmen der Gig-Economy bedeutet das neue Gesetz eine Gefährdung ihres Geschäftsmodells. Uber und andere Konzerne bereiten aktuell ein Referendum vor, um Ausnahmen für ihre Unternehmen zu erwirken.

    Das Beispiel des US-Fahrdienstanbieters verdeutlicht, wie die Angebote der Gig-Economy bestehende Märkte und Regulierungen weltweit vor Herausforderungen stellen. Damit stellt sich unweigerlich auch die Frage, wie weit der Staat in das Postulat des freien Marktes von Angebot und Nachfrage eingreifen sollte.

    In Österreich bereitet sich die Brache bereits auf die neuen gesetzlichen Grundlagen vor – ob diese ab Herbst tatsächlich umgesetzt werden, ist aber längst nicht fix. Und dass mit dem neuen Gesetz ohnehin längst nicht alle Problem der Branche gelöst sind, zeigt ein Blick hinter die Kulissen des Taxi-Gewerbes01, in dem Korruption und unlautere Geschäftspraktiken keine Seltenheit sind.

    #Taxi #Uber #Österreich

  • Steuervergehen und falsche Tarife – Alltag in der Taxibranche - Addendum
    https://www.addendum.org/uber/steuervergehen

    Der Kampf um Fahrgäste macht den gesamten Geschäftszweig zur Hochrisikobranche, kritisieren Steuerfahnder. Das betrifft sowohl Taxi- als auch Uberfahrer.

    Die Zahl der Taxis und Mietwagen in Wien ist seit 2012 um rund 50 Prozent angewachsen, das geht aus einem Addendum vorliegenden Gutachten hervor. Heute tummeln sich etwa 4.800 Taxis und 3.000 Mietwagen auf den Straßen Wiens, 2012 waren es rund 4.600 Taxis und 1.100 Mietwagen. Zu viele für zu wenige Kunden, ist Gutachter Werner Jansky überzeugt: Auf Basis der gültigen Tarifstruktur gebe es für die Anbieter keine legale Möglichkeit, schwarze Zahlen zu schreiben.

    Das sieht auch Gökhan Keskin so, der den Verantwortlichen für die aktuelle Situation längst ausgemacht hat: Uber. „Mit diesen Dumpingpreisen ist in diesem Gewerbe nichts zu verdienen“, sagt der Obmann der Sparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Wien. Doch wahr ist auch, dass die Taxi-Branche nötige Modernisierungen und Tarifanpassungen verschlafen hat. So wird der kollektivvertragliche Mindestlohn für Taxis und Mietwagen heuer erstmals seit sieben Jahren erhöht. Ab 1. März 2020 bekommen Taxilenker dann 1.350 Euro brutto – für 55 Stunden pro Woche. Mietwagenfahrer bekommen das für 45 Arbeitsstunden.

    Hochrisikobranche für Steuerfahnder
    Bei der Finanzpolizei gilt die gesamte Taxi- und Mietwagenbranche als Hochrisikogruppe, und das auch schon in Zeiten, bevor Uber und Co. auf den Markt drängten. 2019 gab es Strafanträge bei immerhin 15 Prozent der kontrollierten Taxis und Mietwagen, jeder zehnte Kontrollierte war illegal beschäftigt. Franz Müll, Einsatzleiter bei den monatlichen Kontrollen der Finanzpolizei, schätzt, dass 80 Prozent der Fahrer geringfügig angestellt sind, obwohl sie bis zu 70 Stunden pro Woche fahren.

    Blickt man hinter die Kulissen, scheint ein Großteil der Branche an der Finanz und den Sozialversicherungen vorbeizuarbeiten. Würden Fahrer und Unternehmer legal und ordentlich wirtschaften, müssten die Beförderungspreise um mindestens 20 Prozent höher ausfallen als die derzeitigen Taxitarife, lautet das Resümee von Gutachter Jansky. Würden Transparenz und Preisrealität herrschen, könnte die gesamte Branche in ihrem jetzigen Umfang wohl nicht existieren.

    Der Kampf gegen Uber

    Und auch sonst ist die Branche seit einigen Jahren in Aufruhr. Der US-Fahrdienstanbieter Uber, der seine Dienste über App einfach und meist preiswerter anbietet als herkömmliche Taxis, wurde längst zum großen Feindbild der alteingesessenen Taxibranche. Die mächtige Taxilobby will den Markt aber keinesfalls dem US-Konzern und seinen Nachkömmlingen überlassen und kämpft mit allen Mitteln – durchaus erfolgreich – gegen den neuen Konkurrenten.

    #Taxi #Uber #Österreich

  • Über Uber - Addendum
    https://www.addendum.org/category/uber

    on einem Krieg zwischen Taxis und Uber war zu lesen, von Lohndumping, von unfairem Wettbewerb und vom Verstoß gegen geltendes Recht: Medienberichte der letzten Jahre beschäftigten sich ausführlich mit dem Konflikt zwischen Taxilenkern und der neuen Mietwagenkonkurrenz. Gleichzeitig erfreuen sich Fahrdienste wie Uber oder Bolt zunehmender Beliebtheit.

    Im Sommer 2019 wurde im Nationalrat ein Gesetz verabschiedet, das Taxi- und Mietwagenfahrer rechtlich gleichstellen soll. Es tritt am 1. September 2020 in Kraft. Inwiefern sich dadurch praktisch etwas ändern wird, ist allerdings fraglich, denn der US-Fahrdienstvermittler hat sich schon in der Vergangenheit kreativ gezeigt, wenn es darum ging, Gesetze zu umkurven.

    Fahrdienste wie Uber sind Teil der sogenannten Gig-Economy, einem Wirtschaftsbereich, der sich abseits des klassischen Arbeitsmarkts abspielt. Unternehmen fungieren eher als Vermittler denn als Arbeitgeber, die Beschäftigten arbeiten oft als freie Dienstnehmer oder als Selbstständige. Dadurch stehen ihnen klassische Sozialleistungen nur eingeschränkt zur Verfügung.

    Die Berichterstattung über die sogenannte Gig-Economy stützt sich vor allem auf anekdotische Erzählungen und gefühlte Wahrheiten. Um diese auf eine Faktenbasis zu bringen, hat Addendum eine Umfrage in Auftrag gegeben03, für die erstmals in Österreich insgesamt 200 Taxi- und Mietwagenfahrer, Fahrradkuriere und Essenslieferanten – die ebenfalls ein wichtiger Teil der Gig-Economy sind – befragt wurden. Außerdem hat das Rechercheteam Taxi- und Uber-Fahrer mit der Kamera in ihrem Arbeitsalltag begleitet01, und Politiker, die sich für oder gegen die sogenannte Lex Uber02 ausgesprochen haben gebeten, eine Taxi- oder Uberfahrt mit uns zu unternehmen.

    Die gängigen Vorstellungen über ausgebeutete Uber-Fahrer konnten dabei nicht bestätigt werden. Die Mehrheit der Uber-Fahrer verdient nicht schlechter als Taxifahrer und ist zufrieden mit ihrem Job. Einzig die Gruppe der Essens-Fahrradboten arbeitet überwiegend in prekären Verhältnissen.

    Seit 2012 ist die Zahl der Taxis und Mietwagen in Wien um 50 Prozent gewachsen, die der Bevölkerung allerdings nur um neun. Auf Basis der gültigen Tarifstruktur gebe es für die Anbieter keine legale Möglichkeit, schwarze Zahlen zu schreiben, ist der Gutachter Werner Jansky überzeugt. Das mache die gesamte Branche zur Hochrisikogruppe, in der Steuerhinterziehung und illegale Beschäftigungen an der Tagesordnung sind, kritisieren Steuerfahnder. Das Rechercheteam blickt hinter die Kulissen einer maroden Branche.

    #Taxi #Uber #Österreich #Red_Bull #Journalismus

  • Vorstoß zum Schutz des Taxis aus der Berliner Landespolitik
    https://www.taxi-times.com/vorstoss-zum-schutz-des-taxigewerbes-aus-der-berliner-landespolitik

    1. März 2020 von Axel Rühle - Berlins Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, hat mit einer Initiative zugunsten des Taxigewerbes überrascht. Sie bezieht sich direkt auf Andreas Scheuers Eckpunktepapier.

    „Die Verkehrssenatorin will neue Fahrdienste ausbremsen“, „Senat will Uber & Co. zurückdrängen“ und „Verkehrssenatorin Günther will Berliner Taxigewerbe schützen“, titelten drei bedeutende Berliner Tageszeitungen vergangene Woche. Regine Günther, der Taxibranche gegenüber bisher sehr stiefmütterlich eingestellt, hat auf einer Sitzung am letzten Dienstag ein internes Besprechungspapier vorgelegt, das Taxi Times vorliegt. „Gegenstand des Antrages“ sind die „Vorstellungen der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes unter Einbeziehung des Themas Inklusionstaxi“.

    In dem Papier geht die Senatorin zunächst auf die berüchtigten Eckpunkte aus dem Bundesverkehrsministerium zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) ein und stellt fest, dass darin von fünf angekündigten Themen nur eines inhaltlich näher ausgeführt werde, nämlich die „Modernisierung des PBefG unter dem Stichwort Digitalisierung“. Relevant seien dabei vor allem die Genehmigungspflicht digitaler Beförderungsdienstleister, die Einführung eines Sondergenehmigungstatbestands für ,,ÖPNV-Ridepooling-Dienste“ als ,,Sonderform des Linienverkehrs“ und die Abschaffung der Rückkehrpflicht für Mietwagen nebst Erlaubnis zur Einzelplatzvermietung.

    Es folgt eine „Bewertung“, die kurz und ausführlich die wichtigsten Argumente und Warnungen enthält, die die Taxiverbände seit gut einem Jahr gebetsmühlenartig im Bezug auf die Pseudo-Taxi-Anbieter und die geplante Marktliberalisierung hervorbringen. Günther stellt Teile des Eckpunktepapiers direkt in Frage: „Bedenkt man, dass sich die bestehende Regulierung des Mietwagenverkehrs daraus erklärt, dass ein Abstand zum Taxigewerbe bestehen soll, mangelt es den BMVI-Eckpunkten an Erklärungen, mit welchem Ziel und mit welchen Folgen insbesondere für das Taxigewerbe der bisherige Abstand ‚eingeebnet’ werden soll.“ Entscheidend sei aus Landessicht, „dass Kommunen ‚on-demand-Verkehre’ als Nahverkehr bestellen können müssen, wenn sie der Daseinsvorsorge dienen. Hingegen sollen Angebote außerhalb des ÖPNV, die in der Regel rein kommerziell betrieben werden, nur dort zugelassen werden, wo sie nach den Maßgaben verkehrspolitischer Rahmensetzungen vor Ort […] einen Beitrag zur umwelt- und stadtverträglichen Mobilität leisten.“

    Aus letztem Absatz geht klar hervor, dass man zwar Anbieter wie Uber und Free Now einschränken bzw. die Möglichkeit hierfür schaffen möchte, dass aber landeseigene Dienste wie der „Berlkönig“ (der die Straßen allerdings entgegen mancher Vorstellungen voller macht statt leerer), die ebenfalls taxiähnlichen Verkehr anbieten, weiter Teil des Berliner Nahverkehrs bleiben sollen. Das wird im darauffolgenden Absatz nochmals deutlich, in dem es als „maßgeblich“ bezeichnet wird, den bundesrechtlichen Rahmen so zu „justieren, dass die neuen Mobilitätsformen dann zum Einsatz kommen können, wenn sie einen Beitrag zur Verkehrswende leisten, d. h. als nachhaltiges und stadtverträgliches Verkehrsmittel ausgestaltet sind.“ Auch Barrierefreiheit soll privilegiert werden.

    #Berlin #Politik #Taxi #SenUVK