• Eure Prognose zur Zukunft des Taxis - DAS! bundesweite Taxiforum
    https://www.taxiforum.de/forum/viewtopic.php?t=12180

    Schon vor Corona entwickelte sich das Geschäft negativ.

    Hier in Berlin fing das 2019 an merklich schlechter zu werden. Die Hauptgründe sind bekannt: UBER, FreeNow, Berlkönig, Clevershuttle, zu geringe Durchschnittsgeschwindigkeit.
    Dazu nun noch Corona.
    Ich sehe sehr pessimistisch in die Zukunft und glaube nicht, dass sich das Taxi irgendwann erholen wird. Es gibt einfach keine positiven Signale.

    ...oder seht Ihr das anders?

    ...

    Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis
    Beitrag von C.L. » 05.05.2020, 14:39

    Hallo Leute,
    schon vor Corona gab es in Hamburg Umsatzrückgänge zu verzeichnen. 10% weniger Einnahme durch neue Wettbewerber, die sich nicht an die Spielregeln zu halten brauchen. Moia, Uber und Free Now Ride existieren nur durch die Millionensubventionen ihrer Muttergesellschaften bzw. ihrer Risikokapitalgeber.
    Solche Großkonzerne hätten in Hamburg überhaupt keine Genehmigung bekommen dürfen, vor allem nicht auf dem Rücken des Kleingewerbes!!!

    Nun haben wir durch Corona den Worst Case und müssen da durch...
    In Hamburg haben auch serviceorientierte Funkzentralen gut 50% Auftragsrückgang, weil Touristen und Geschäftsleute unsere Dienstleistung nicht benötigen. Unsere Monopolzentrale hat zudem Beitragsnachlässe kategorisch ausgeschlossen, will sagen, in der Vergangheit nicht gut gewirtschaftet. Wer vorher überlegt hat bei Free Now in den Sack zu hauen und stattdessen wieder klassisch vermittelt zu werden, wird sich das nun dreimal überlegen.

    Ich denke bis wir wieder den Umsatz von 2019 erwirtschaften wird es mindestens 1 Jahr dauern. Und zu alten Umsätzen kommen wir eh nur, wenn Konzessionen abgegeben werden. Für Hamburg rechne ich mit 2500 Taxen bis Ende des Jahres, aktuell 3100, wovon gut 1000 in Ruhe gelegt sind.

    Die große Frage wird auch sein, ob wir jetzt einen Riesensatz in Sachen Digitalisierung machen. Mit 5G könnte das Robotertaxi in weniger als zehn Jahren Realität sein. Die Generation Z mit implantierten Smartphone in der Handfläche würde das freuen.

    Kopf hoch Christian

    ...

    von Klaus Stein » 10.05.2020, 04:35

    Berlin , Berlin , Berlin ....
    Tegel wird geschlossen und min. 3000 Taxen wissen nicht mehr wo sie stehen sollen. Man „munkelt“ das dort der größte Teil sowieso keinen Taxischein hatte. Die sogenannte „TXL-Mafia“ fuhr bis her nur vom Hafen und dann sofort zurück zum Hafen. Es gibt gesicherte Fahrten (Quittung) TXL-Karlshorst , 85,00 Euro über Autobahn , bis SXF , dann Adlergestell bis Karlshorst :mrgreen: . Diesen Fahrgast hatte ich auch gefahren und er fragte ganz erschrocken ... „sind wir schon da ?“ 35,00 Euro :D , ja klar sind wir da. Ich bin unheimlich froh das sich nun mal die Spreu vom Weizen trennt.
    Zuletzt geändert von Klaus Stein am 10.05.2020, 04:36, insgesamt 1-mal geändert.
    Bitte nicht so viel Realität , mir geht es gerade gut .... ;-)
    Nach oben

    ...

    von Thomas-Michael Blinten » 10.05.2020, 05:24

    Taxi Georg hat geschrieben: ↑04.05.2020, 22:20

    Als ich 1990 anfing, hatten wir in Düsseldorf 1270 Taxen und wir hatten genug zu tun!
    30 Jahre später haben wir ca. 100 Autos mehr, und es läuft nicht mehr? ...
    Ohne dir jetzt deine Verschwörungstheorien rauben zu wollen, das Fahrgastverhalten hat sich seit den 80/90er Jahren doch grundlegend geändert.
    Man geht deutlich weniger in irgendwelche Kaschemmen um sich zu betrinken und amüsieren, man sitzt mehr zu Hause vor den Verlockungen der Technik.
    Außerhalb der Coronazeit gibt es fast jeden Tag irgendwelche Sportübertragungen und in Kneipen geht man nur noch um Sky zu schauen ohne direkt dafür bezahlen zu müssen.
    Die Mobilität hat sich in den Jahren grundlegend verändert, früher fuhr die letzte Bahn/Bus um 24 Uhr ab Hbf...heute fahren sie am Wochende durch. Selbst unter der Woche kommt man mit ihnen noch bis 2-3 Uhr nach Hause.
    Dazu kamen noch die Touristen aus dem Pott, welche wegen fehlendem Angebot nach Düsseldorf kamen. damals hatte man an Wochenendnächten mindestens zwei oder drei Fahrten nach Essen, Bochum, Velbert oder Leverkusen...heute gibt es dort vor Ort ein gutes Angebot.
    Die anderen Dienstleister sind nur das Häubchen obenauf.
    Aber auch schon in den 80er Jahren sprach man bei vierstelligen Ordnungsnummern von „Inflationsnummern“ und schwärmte von der Zeit als Taxifahrer um 23 Uhr Feierabend machten weil sie genug verdient hatten, bei damals etwa 600-700 Taxen im hier im Dorf. Heute würden 900-1000 ausreichen um den Bedarf zu decken...
    Zuletzt geändert von Thomas-Michael Blinten am 10.05.2020, 05:29, insgesamt 2-mal geändert.

    ...

    von titanocen100 » 10.05.2020, 22:42

    Thomas-Michael Blinten hat geschrieben: ↑04.05.2020, 16:43
    Schon jetzt zeichnet sich ab das Zentralen mit gutem Servicestandard weniger bis keine Rückgänge verzeichnen.
    In B gibt es nur noch eine (Monopol)-Funkgesellschaft. Würfel-Bär-WBT (vereinigt Würfelfunk, Bärchenfunk (der Zusammenschluss von Ackermann und Spreefunk), Cityfunk, Eierfunk ?, jetzt auch noch WBT und wer weiss was noch)
    Da kann es nur wenig bis keine Rückgänge geben, denn alle Telefonnummern landen bei derselben Zentrale in der Persiusstrasse.
    Leider sind die MAs dort genausowenig bis überhaupt nicht informiert und haben keine Ahnung, was der Unterschied zwischen Bustaxi oder GR ist.
    Doppelanrufe eines Kunden werden nicht bemerkt und schon stehen 3 Taxis vor der Haustür...
    Der Dumme ist immer der Taxler oder der Kunde...
    Es wird immer Kunden geben die Hilfe benötigen, extra Service ohne Zusatzkosten, sich unterhalten möchten, bar zahlen, etc., etc....
    sicher doch, und es wird immer Kunden geben, die der Meinung sind, für meine 10E-Tour muß man mir den roten Teppich ausrollen.
    Mag in anderen Städten funktionieren, aber definitv nicht in B.
    DLs sind nun mal teuer, das muß der Kunde lernen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß Du, TMB, bereit wärest, kostenlos 25h im Monat zu arbeiten.
    Ja, wir haben z.Zt. zu viele Taxis, egal ob in Hamburg, Berlin oder Düsseldorf...das ist unser eigentliches Problem, nicht alternative Angebote...
    In B gibt es nicht zu viele (ca 8200) Taxis, sondern eher zu viele Fahrer (ca. 25.000) und viele davon ohne P-Schein. Hier müssen LABO und Zoll ansetzen.
    Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid :mrgreen:

    ...

    von titanocen100 » 13.05.2020, 00:54

    Thomas-Michael Blinten hat geschrieben: ↑11.05.2020, 02:38
    Also über Berlin maße ich mir kein Urteil zu, das ist immer ein Thema für sich. Sorry das ich diese Region dem Vergleich zugefügt habe...war ein Fehler.
    ...und ja, genau diese Stammkunden, welche den Service sehr schätzen, erhalten uns zur Zeit wenigstens einen Teil des Geschäftes.
    In acht Stunden im Schnitt 8-9 Touren und 160€ Umsatz ist besser als nichts und zu nicht Coronazeiten ist bei uns der Umsatz relativ stabil geblieben, im Gegensatz zu dem Mitbewerber...
    D war schon immer besser als viele andere Städte. Da ich sehr enge Kontakte ins Ruhrgebiet hatte, meine zweite Heimat, habe ich überlegt, für D einen P-Schein zu machen. Leider haben sich meine persönlichen Umstände anders entwickelt, dadurch blieb ich taximäßig im chaotischen B.
    In 8h 160E Umsatz machen wäre akzeptabel, ist aber in B nicht drin.
    Hier machst Du 5E/h Umsatz, womit der TU verpflichtet wäre, Dir bei einer prozentualen Beteiligung von 40% den Mindestlohn zu zahlen. Ergo - alle MWU stellen ihre Taxis auf privaten Parkplätzen ab, warten auf die Unterstützung des Staates in Form von Kohle (nicht zum Heizen). Der AN hat zwar Anspruch auf Kurzarbeitentgelt, was der AG/TU aber nicht zahlt (meist, weil er nicht will). Der Dumme ist der Fahrer.
    Mein Chef meinte zu mir, nachdem ich ihn aufforderte, mir dasa KAE für März endlich auszuzahlen:
    Vor Frühjahr nächsten Jahres wird keiner bei mir fahren
    und:
    komme nicht noch mal mit einer Forderung zu mir.

    Meine Prognose für B:
    aus den 8200 Taxis verbleiben 500 und es wird Jahre dauern, bis sich das Gewerbe hier erholt hat durch Großmuttis Entscheidungen.
    Grossmutti und ihre Schergen und die durch sie verursachten Kollateralschäden - heute machen wir Genozid

    Auf Seite 7 des Forums sind alle wesentlichen Argument ausgetauscht und es wird zum Ende der Diskussion persönlich.

    Re: Eure Prognose zur Zukunft des Taxis
    Beitrag von titanocen100 » 08.10.2020, 18:51

    Wattwurm hat geschrieben: ↑08.10.2020, 09:00
    Als idealer Taxifahrer beginnt man sein Schicht ohne die geringste Absicht irgendwelche nennenswerte Umsätze zu erzielen. Vielmehr setzt man sich hinter das Lenkrad, um seine sozialen Kontakte zu pflegen. Das ist nicht gerade klimaneutral aber es verhindert die völlige Vereinsamung in Ehren ergrauter ehemaliger Studenten der Philosophie, Althebräisch, Theaterwissenschaft bzw. anderer Studiengänge mit denen man damals und auch heute noch kein Geld verdienen kann.
    aus welcher Perspektive definierst Du das ?
    Aus der Sicht des AG sicher nicht und aus der des Fahrers ganz sicher auch nicht. Er müßte schon erheblich gaga sein. Es gibt genügend andere Studiengänge, die genauso wenig abwerfen, z.B. die eines Diplomchemikers. Eine völlige Vereinsamung, so wie Du es bezeichnest, wird wohl sehr selten zutreffend sein in Zeiten von www und all den anderen Social Medien.
    Wenn man sich auf den Job eines Taxifahrers einläßt, dann hat dies ganz andere Gründe wie zeitl. Unabhängigkeit, Urlaub nehmen, wann und wie oft man will und seine Zeit mit eben den vielen anderen Dingen, z.B. der Philosphie zu verbringen, den Dingen, die einem wichtiger sind als 10h am Tag in einer Apotheke zu stehen und den Kunden erklären zu müssen:
    gehen Sie zum Arzt mit Ihrem Kind, ich kann Ihnen auch nicht sagen, ob das Blatt, das Ihr Kind gerade gegessen hat, giftig war.

    ...

    von Wattwurm » 12.10.2020, 10:25

    Da viele Taxifahrer ohnehin durch Aufstockung staatlich alimentiert werden, spielt bei vielen Taxifahrern der Aspekt der sozialen Kontakte tatsächlich eine große Rolle. Mal rauskommen, mit Leuten reden, mal etwas anderes sehen als nur die langweiligen Erfurter Rauhfasertapeten in der Küche, das scheint mir die Hauptmotivation zu sein, warum viele diesen Job noch machen. Gerade in den Metropolen spielt das Thema Vereinsamung eine sehr große Rolle. Da liegen Leute in der Großstadt wochenlang tot in ihrer Wohnung und nur, wenn der Verwesungsgestank zu schlimm wird und die Fruchtfliegen schon aus dem Schlüsselloch krabbeln, ruft mal einer der Nachbarn die Feuerwehr. So eine Wohnung sollte man nicht mit vollen Magen betreten.

    ...

    von titanocen100 » 12.10.2020, 19:17

    Wattwurm hat geschrieben: ↑12.10.2020, 10:25
    Mal rauskommen, mit Leuten reden,
    wenn schon die FG im Taxi nicht mehr miteinander reden, sondern simsen ?
    mal etwas anderes sehen als nur die langweiligen Erfurter Rauhfasertapeten in der Küche,
    sprichst Du vll. von Dir ? Also ich habe da noch ein paar mehr Zimmer zur Auswahl.
    Gerade in den Metropolen spielt das Thema Vereinsamung eine sehr große Rolle.
    selber Schuld, wer es nicht versteht, sich Hobbys zuzulegen. Ich denke da an meine: Kegeln, Fussball, Tischtennis, Sternwarte mit dem Erwerb der (damals) roten und blauen Berechtigungskarte für das Refraktometer und dem Planetarium (Sternwarte Munsterdamm, Berlin), Tennisverein....
    Nebenher, nicht zu vergessen, den Drachen steigen lassen und dabei Latein zu lernen. Später dann noch 2 Jahre Spanisch und ein Jahr Türkisch. Die VHS bietet viele Möglichkeiten, selbst auf dem Lande hier und ganz sicher auch in Erfurt. Wem das nicht reicht, kann auch stricken lernen. So ein Wollpullover im Winter in der kalten Erfurter Küche... :D
    Da liegen Leute in der Großstadt wochenlang tot in ihrer Wohnung und nur, wenn der Verwesungsgestank zu schlimm wird und die Fruchtfliegen schon aus dem Schlüsselloch krabbeln,
    der ist gut :)
    So eine Wohnung sollte man nicht mit vollen Magen betreten.
    ist doch völlig egal ob leer oder nicht. Ob da nun der vorverdaute Mageninhalt oder nur Pepsin, Pepsinogen und hochkonzentrierte Salzsäure vomittiert werden, es stinkt gewaltig. Und wenn der Erste kotzt, dann .... :mrgreen:

    #Taxi #Deutschland #Zukunft #Wirtschaft

  • PBefG - Wo geht die Reise hin? | Änderung des #PBefG aufhalten und neu überdenken!
    https://taxi-innung.de/pbefg-wo-geht-die-reise-hin

    PBefG – Wo geht die Reise hin?
     Stand 22. Juni 2020 
    Was bisher geschah…
    Im Koalitionsvertrag vom 7. Februar 2018 zwischen CDU, CSU und SPD für die 19te, also aktuelle Legislaturperiode, wurde eine Modernisierung des Personenbeförderungsrechts vereinbart.

    Grundsätzliches dazu und zu den Vorarbeiten durch Lobbyisten und Gremien finden Sie in unserem Beitrag “Zu den geplanten Änderungen des PBefG” aus dem Oktober 2018.

    Erstes Eckpunktepapier des BMVI erschien im Februar 2019 gefolgt von vielen Taxidemonstrationen.

    An welchem Punkt der Reise befinden wir uns jetzt, im Juni 2020?

    Die alten und die neuen Eckpunkte: Was zur Debatte steht…

    #Taxi #Berlin

  • The Fare - Film Recommendation and Explanation
    https://taylorholmes.com/2019/11/27/the-fare-film-recommendation-and-explanation

    Noch’n Taxifilm. Diesmal mit „Penny“ Persephone und „Harris“ Charon als Gast und Fahrer. Reichlich Stoff, um Taxi zu überhöhen, als universelle Metapher für das Leben und überhaupt alles zu betrachten, ähnlich wie es "Jim Jarmush in „Night On Earth“ macht.

    Did you realize that there is an enormous world of film out beyond the tightly defined and constructed box of Hollywood film norms? That the standard Hollywood tropes and narrowly confined screenplays aren’t all there is in the world of film. Which is why, today, we are excited to talk about The Fare. A movie you should all see. And after you’ve seen it, join us for my explanation and detailed walkthrough. And better yet? Today we have a special treat because Brinna Kelly, the co-lead, and screenplay author, was kind enough to help enlighten me on some of the more intricate details of the film. And I have also published an interview with her as well – which you can find right here. I had such a great conversation with her, I can’t wait to bring it to you. More importantly though, I’m so stoked about bringing you this movie (Thanks DeKev for bringing it to my attention!!). And now, the Fare Film Recommendation and Explanation…

    The Fare, directed by D.C. Hamilton, and written by the aforementioned Brinna Kelly, is a really simple story. It’s a story of two people stuck in a perpetual loop. A taxi cab delivery loop that is really satisfying. Here at THiNC. we cover our fair share of looping mindjob movies. No, not just Groundhog Day. Not that there’s anything wrong with it. Movies like A Day, 41, Blood Punch, Russian Doll, Pig, Infinite Chamber, you think I’m even close to being done yet? Nope. And the cause of the looping that happens in these movies are a fascinating study in and of themselves. An unforgiven sin. A chance at a perfect day. A hope for a reason why. Stars aligning. Stars misaligning. But The Fare has one of the most intriguing origin stories of them all. However, from the outside, this movie is as cheesy as it gets. Two people riding in a taxi?? Awful. But, we’ve seen other movies just like it with simpler raisons d’etre – like Locke maybe? Here, watch the trailer – it’s ultra cheesy – but the movie’s plot and explanation are worth the investment.

    But know this, if you haven’t seen this movie yet (and you have lots of places and options to watch, here, here, and here), you really need to stop, and not continue on. Spoilers will be found throughout the rest of this post.

    The Fare Walkthrough

    The reason I walk you guys through the intricate details of the movie is mainly to make certain we are all 100% on the same page. And this movie has a lot more going on under the surface than usual, so I am going to move extra carefully as we walk through this film. (And heck, sometimes it’s more about me getting on the right page than it is about you figuring it out!) Then, afterwards, we’ll discuss the ins and outs of the movie in general. So yeah, remember, SPOILERS.

    Our taxi cab driver, Harris (played by Gino Anthony Pesi), starts the movie off with a fare. He picks up Penny, they head towards Elm and River, and toward a set of events that might rearrange our brains a little along the way. The conversation is congenial, and the two seem to have something else going on. But somewhere along the line, POOF! Penny vanishes.

    Round 2, begins with another taxi cab fare, and Penny in the back seat again. The movie is all black and white, lacking color, and depth. This time the conversation varies slightly, but not very significantly. There is one moment though, when the cab almost hits something and Penny cracks her head, that Harris grabs her hand, and everything goes to color. “Penny, are you alright?” That is when we realize that she never told him her name. What is going on here? And Penny beseeches Harris to remember her and then vanishes again… POOF!

    But the THIRD TIME? The third time it stayed up! (Holy Grail anyone?) No, the third time, their conversation diverges from the previous loops and Harris starts remembering on his own. He remembers their conversations, he remembers the radio details, he remembers the storm, he remembers that she asks if she can call him Harry. He remembers all of it. And he’s immediately curious if he’s in a science lab, “pumped full of cocaine and daffodil juice or something.” And Penny informs him that they have shared maybe over a hundred rides together, and that he had forgotten them all. And then she vanishes again.

    But the fourth time, when he pulls up to Penny, he says, “Get in, it smells like burning.” And they are off. “Sit up front.” “Is that allowed?” “Who’s going to tell on us, we are apparently caught in a time loop together.” The conversation is fast, and fluid, it’s as if they hadn’t missed a beat since the last time they were together. However long ago that was (wink). And we begin to learn that Penny has tried a million different ways to get out of the loop together (different directions, they’ve gotten out and walked, running the cab off the road at 100 mph) but mainly Penny is just thankful to have a real conversation together.

    Ride five – yes, we are to ride five already – and the conversation goes towards real conversation. Stranded island type conversations. Harris’ theories about aliens creating humans to look like them…etc., etc. But mainly Harris is despondent about this loop that they are caught in. That is when Penny tells Harris about being trapped in a joyless marriage back in the real world. And here we begin to get into discussions of aloneness, and existential meaning…purpose. But when Penny is with Harris, she doesn’t feel alone. Most importantly, we learn that Harris once had a significant other in his life…and she got into his cab one day. And that he didn’t know how to fix it. And she’s gone. Harris chooses to not reset his meter, and he floors it. But a bright light and a loud voice orders him to turn back.

    Ride six – is started with a hug, and an honest exclamation from Harris that he can’t lose Penny ever again. And they make a decision to stay there together forever…to never leave. But Harris notices that Penny has a scar where she hit the partition. And that implies to him that these are not recurring and resetting loops, but something else. This is where the spoilers become really important. One last chance – if you haven’t seen the movie, and SOMEHOW, you’ve gotten this far down this page, you really need to go. Harris really needs to understand what is happening to him – understand this non-resetting looping that is happening. And just before Penny disappears, she tells Harris not to drink the water. Which takes the film in a totally new direction.

    The first fare after the sixth is an old man. At the end of the ride, he gives Harris a gold coin. And from there on he begins taking other riders – but amongst the new riders are memories of his first time meeting Penny in real life. Their budding relationship, and then her disappearance. But he does learn one important thing from the dispatcher, that his job is to be the ferryman….to collect golden coins for rides, and deliver people to their destinations. That, oh, and the small detail that Penny is the dispatcher’s wife. That every year Penny leaves, and when she comes back, she comes back via Harris’ cab. And from here on out we have a cavalcade of fares for Harris to ferry.

    But eventually, Penny is back. And Harris has been waiting for this conversation an entire year. The thing he wants most of all to communicate is that even if he only gets 20 minutes a year, he really is a very lucky man. That they are the stars Altair and Vega, and that their paths cross only once a year.

    The Fare Film Explanation

    OK, so as we discussed in the walkthrough…the looping repetitions aren’t actually a standard Groundhog Day sort of loop. Generally when a film invokes a Groundhog Day loop the point of the film is to morally resolve sin, or failure, and direct the hero towards perfection. That isn’t happening here. Instead, the film is continuing to progress in time, but Harris isn’t fully aware of what is actually happening. And it’s only when he sees Penny’s scar that he understands that time is actually progressing quasi-normally.

    When Harris is told by the dispatcher, that he is death, and that Harris is his ferryman, does Harris really understand what is going on. In this moment, you should have immediately started flipping back through your memories of Greek gods, Egyptian gods, Roman gods, in order to place who Harris really is. And when I chatted with Brinna, and she told me that Harris’ last name was Caron…Harris Caron…it all came together. Now, to appreciate that, in the world of classical Greek mythology, the ferryman had several different names – but Charon, or Caron – was the most widely used. And if you are really curious, an A+ over achiever, you’ll find him in Dante’s Divine Comedy (the fifth ring), and also in Milton’s Paradise Lost.

    And, in ancient times, many believed that a coin placed in the mouth of a dead person would pay the fee necessary for Caron to ferry their family member across the river to the underworld. This coin was called Charon’s Obol. But if the dead couldn’t afford the tribute, they would be cursed to never cross the river.

    The 3 Theories to Explain The Fare

    Now, having spent an hour or so chatting with Brinna about her film, I am fairly biased as to how good it is. But that doesn’t mean I’ve lost all objectivity. With that said, I think there are three possible ways (along an infinite continuum) in which to interpret this movie. Theory 1 is the literal reading of the film. Theory 2 would be a dark view. And Theory 3 would be the mind-blown ultra-dark view. All of which come from Brinna and myself bouncing alternatives off of each other. (Brinna gets 100% of the credit for theory 3…kudos to you Brinna.)

    Theory #1 – The Literal View

    If you are a romantic, and you prefer a little simpler view of life – this is the theory for you. I’m not saying that in a denigrating way at all. Personally wish the optimistic view was my own personal first inclination. But alas.

    This theory basically states that Penny, or Persephone, wasn’t the one who trapped Harris and made him the Ferryman. The Dispatcher, Hades, is the one that did that. Here’s Brinna talking about this particular theory: “He (the Dispatcher) talks about it in his reveal monologue to Harris after the old man was dropped off. (After Harris died, Penny would have wanted his soul to move on like the others, drink from the Lethe and forget about his life and her, and reincarnate. But her husband, who is cruel, had other plans.) What Penny did for Harris was give him the water, so he didn’t have to remember his purgatory, or her, so he would be blissfully unaware. (It’s the only thing she could do for him. Because ultimately, Persephone is not as strong as her husband Hades, who’s one of the big ‘three’, the eldest at that, Kronos’ first born.) But Harris’s memory of her is so strong, that it’s starting to break through the fog, and when they touched, he remembered her despite the water. That’s why, in the end, he chose to stop drinking, so he can always remember her…”

    Make sense? She went kind of fast. Let me try and slow it down a little bit. Persephone, Hades’ wife, met Harris while away from the underworld. They fell in love, but eventually fell distant. Harris came back after realizing he screwed up, but it was too late, Persephone had already left. But she never would have wanted evil to befall Harris. Hades, on the other hand, giggled at the idea of evil befalling Harris… and so he made Harris the perpetual ferryman. But eventually, Harris began to remember, in spite of the water that Persephone gave him to ease his pain. And voila, he stopped drinking it in order to have his 20 minutes with her each year. Make more sense?

    This is the romantic’s view mainly because it shows Harris as someone that saw his eternal existence as a glass half full sort of experience. He was given the opportunity to spend an eternal amount of time (albeit in 20 minute increments) with his one true love. And it wasn’t Persephone that locked him in this experience, but rather, it is Charon & Persephone who are choosing to make the best of this ‘curse’.

    Theory #2 The Pessimistic View

    So, let’s think about the plot of this movie a second, practically. If we were to go back to the beginning and think about it from scratch, knowing what we know about Penny, the Dispatcher, and Harris. Penny is Persephone, who is the daughter of Zeus. Persephone was the queen of the underworld who carries out the curses of men on the souls of the dead. She’s married to Hades, the god of the underworld. Death himself. Right? And let’s just take Penny at her at her word, that her life married to Hades is anything but satisfying. So she courts a mortal man, a taxicab driver. And during this experience, they spend time together for about a year, and then it falls apart. And Penny disappears. But then, somehow, Harris dies, and it is Persephone that installs Harris as the Phlegyas, the Caron, the ferryman for the dead, for all time. Not Hades. Why? So that she can have Harris forever. (Random tangent, if you guys haven’t read the book The Book Thief, I literally cannot recommend it enough. It happens to be narrated by Death, and has some of the most beautiful prose this side of straight up and down poetry.)

    “OK, so?” I hear you asking. Well, I get it that the gods play with mortals regularly… but this is some next level god-playing if you ask me. No? And for Harris to vow his unconditional love to Persephone after learning of how she trapped him in this task seems a bit much. No? Isn’t it literally the definition of a Sisyphean task? WHICH WAS A CURSE! Sisyphus was tasked with rolling his boulder for eternity because he was selfish and deceitful, no? What was Harris’ sin? How do we spin this as a blessing?

    Theory #3 The Mental Mindjob View

    What if, the experiences we watch throughout The Fare are just one of a million different times that Harris has forgotten, and then remembered again? Here’s Brinna again, talking through the ins and outs of this particular theory:

    “Do you think this is even the first time Harris has remembered Penny? Penny’s words are unreliable, she’s lied to him throughout the film (whether or not it’s for his own good is up for debate…). So, what if this has all happened before? What if it hasn’t been 100 rides? What if it’s been 1000? 10,000? He’s in eternity (or limbo, whatever you want to call it..) time is relative…what if they’ve been here before? He remembers her, he re-declares his love for her. They continue like that for an age or two… But eventually, his human mind can’t take the loneliness and isolation, he starts drinking the water again…after awhile, the entire dance starts anew. Imagine that…what if that’s the loop they’re in, and Harris still can only see but a fraction of it. Poor human soul, lost among the Gods…”

    This vantage seems the most real to me only because it is the gods we are talking about here. But the beauty of this movie, and these three theories is that you can choose the one that makes the most sense to you.

    Final Thoughts on The Fare

    The conversation with Brinna Kelly really helped me to clarify my understanding of what happened at the end of The Fare. But even so, a question that still plagues me at the back of my mind is…after Harris walked out on Penny, and then came back to find her gone…how did Harris die? Did Hades kill him? Did Harris kill himself? Was it an accident? Each of these variations could have been added above to the correct theory that matches best. (E.g.: Theory #1 Just a car accident caused by Harris’ drinking. Theory #2 Hades killed Harris. Theory #3 Harris committed suicide.)

    We know that his cab was wrecked. Penny said she had it fixed up after he died. Did he commit suicide after losing his one true love? Was it just a random accident? Or was he just taken from earth by Persephone to help ferry the dead across the Styx and in the process, his cab was crashed mid-teleportation? When I asked Brinna about this particular plot point, here is what she had to say about it, “Yes, the way you described it is pretty much how I imagined it happening…except I don’t think Harris meant to kill himself necessarily (that probably plays into why he can’t remember it clearly). I think he probably had too much to drink and then crashed his cab. Hence why dispatcher taunts him about ‘hitting the sauce’ early on.” She had a lot more to say on that plot point, so watch out for my interview with her in the next few days to hear more.

    I was CERTAIN that The Fare was going to go down the exact same road that all the other looping movies take. That Harris was in desperate need of learning that one critical thing in order to perfect his fare experience with Penny…in order to escape the loop. So, for me to get right hooked by Brinna’s clever screenplay was a real treat. The simple aesthetic (Did you know this movie was filmed in only six days?? Yeah, extraordinarily difficult to pull off even a simple movie like this one in six days.) and magnetic acting of the two leads was a lot of fun to dive into.

    And the movie does a good job juking us on the concept of the loop actually not being a loop. Most importantly, it is a clever romance made out of a tragic circumstance. A curse even. One that I’m not entirely certain is a love story. Remember the movie Passengers, with Jennifer Lawrence and Chris Pratt? It has that similar after taste. I’m stuck, married to Hades, eternally trapped…so, hey you, pleasantly sleeping woman…who happens to be beautiful…why don’t you wake up, and enthrall me a bit as I pass through occasionally! hahah. But ultimately it works for me. Harris has had his close encounter tangle with the gods, and is now the eternal ferryman. Alright. And romance, or no, he really does seem perfect for the job.

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Fare)

    Cast
    Gino Anthony Pesi as Harris
    Brinna Kelly as Penny
    Jason Stuart as The Dispatcher
    Jon Jacobs as Frail Man
    Matt Fontana as Dewey

    Directed by D.C. Hamilton
    Produced by D.C. Hamilton, Brinna Kelly, Gino Anthony Pesi, Kristin Starns
    Written by Brinna Kelly

    https://de.wikipedia.org/wiki/Charon_(Mythologie)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Persephone
    https://de.wikipedia.org/wiki/Raub_der_Persephone
    https://de.wikipedia.org/wiki/Night_on_Earth

    #Film #Taxi #Mythologie

  • Verwaltungsgericht Stuttgart - Klage auf Taxikonzession in Stuttgart ohne Erfolg
    https://verwaltungsgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/,Lde/Klage+auf+Taxikonzession+in+Stuttgart+ohne+Erfolg/?LISTPAGE=1218552

    Datum: 10.04.2014

    Kurzbeschreibung: PRESSEMITTEILUNG vom 10.04.2014

    Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 09. April 2014 die Klage gegen die Landeshauptstadt Stuttgart auf Neuerteilung einer Taxikonzession für den Bereitstellungsbezirk Stuttgart, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen abgewiesen (Az.: 8 K 658/12; vgl. zu den Einzelheiten Pressemitteilung zur Pressekonferenz vom 02.04.2014 unter IV. Nr. 8). Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache hat das Gericht die Berufung zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim zugelassen. Diese kann innerhalb eines Monats nach Zustellung der vollständigen Entscheidungsgründe, die noch nicht vorliegen, eingelegt werden.

    Nach Rechtsauffassung der 8. Kammer des Verwaltungsgerichts hat der Kläger keinen Anspruch auf die Erteilung einer Taxikonzession für diesen Bereitstellungsbezirk. Dabei geht das Gericht davon aus, dass die prognostische Einschätzung der Stadt Stuttgart, bei Zulassung des Klägers werde das örtliche Taxengewerbe in seiner Funktionsfähigkeit bedroht, im Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung rechtlich nicht zu beanstanden ist. Abzustellen ist dabei auf das von der Stadt eingeholte Gutachten über die Funktionsfähigkeit des Taxigewerbes in Stuttgart, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen von Oktober 2013, auf welches die Stadt zur Begründung ihrer Einschätzung verweist. In dem Gutachten wird unter anderem nachvollziehbar dargelegt, dass durch verkehrsgefährdende Einsatzzeiten alleinfahrender Taxiunternehmer (durchschnittlich 64 Stunden/Woche), die überdurchschnittliche Altersstruktur der eingesetzten Fahrzeuge (5,8 Jahre) und die relativ niedrige Auslastung der vorhandenen Taxen (Jahresfahrleistung durchschnittlich 55.100 km) die Funktionsfähigkeit des örtlichen Taxigewerbes bereits jetzt beeinträchtigt ist. Unter Berücksichtigung der im Gutachten dargelegten Besonderheiten des Standortes Stuttgart und der hiesigen Wettbewerbssituation mit einem gut ausgebautem öffentlichen Nahverkehr, der starken Nutzung privater Fahrzeuge und Mietwagen ist die Gefahr einer Übersetzung des Gewerbes mit der Folge eines ruinösen, das örtliche Taxengewerbe in seiner Existenz und damit in seiner Funktionsfähigkeit bedrohenden Wettbewerbs zumindest bei Zulassung des Klägers, der sich derzeit auf Platz 74 der bereinigten Warteliste für Neubewerber befindet, offenkundig. Dies ist mit dem öffentlichen Verkehrsinteresse nicht zu vereinbaren. Denn der Zulassung des Klägers gehen nicht nur 73 vorrangig zuzulassende Bewerber aus der Warteliste für Neubewerber, sondern auch mindestens 36 Bewerber aus der Warteliste für Altbewerber, die in rechtlich nicht zu beanstandender Weise im Verhältnis 2:1 zuzulassen wären, vor. Damit würde sich die Zahl der neu zuzulassenden Bewerber um über 15 % erhöhen, wodurch zur Überzeugung der Kammer das örtliche Taxengewerbe in seiner Funktionsfähigkeit bedroht würde.

    Ob dies auch bereits durch die Vergabe einiger weniger zusätzlicher Taxikonzessionen der Fall sein würde, kann vorliegend dahingestellt bleiben.

    #Taxi #Stuttgart #Konzessionen #Justiz #Urteil

  • Nürnberger Taxibetrieb gewährt tiefe Einblicke
    https://www.taxi-times.com/nuernberger-taxibetrieb-gewaehrt-tiefe-einblicke

    5. Oktober 2020 von redaktion 1 Comment

    Am Tag vor dem Treffen der Taxierfagruppe hatten die Gastgeber Christian Linz und Sinan Ünlühan Gelegenheit, ihren Betrieb vorzuführen.

    „Die Taxi Profis GmbH“ lautet der Name des Taxiunternehmens von Christian Linz in Nürnberg. Dabei ist der Name Programm: Profession und Perfektion bestimmen den Alltag in diesem außergewöhnlichem Betrieb. Am Freitag, den 2. Oktober 2020 lud Christian Linz, seit geraumer Zeit Vorstandsmitglied der Taxizentrale Nürnberg eG sowie einer der beiden Geschäftsführer des Landesverbands der Bayerischen Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V. zwei Schwergewichte des deutschen Taxigewerbes zur Hospitation nach Nürnberg in seinen Vorzeigebetrieb ein. Der Präsident des Bundesverband Taxi Mietwagen e.V. (BVTM), Michael Müller aus Göttingen sowie der Vorstand der größten deutschen Taxigenossenschaft, der Taxi München eG, Thomas Kroker folgten gerne der Einladung in die Frankenmetropole und erlebten eine interessante Führung durch ein mustergültiges Taxiunternehmen.

    Nach einem Rundgang durch die Hallen erläuterte Christian Linz ausführlich sein Konzept der 100%ig nachvollziehbaren, manipulationssicheren Betriebsabläufe. Von der Fundsachenabhandlung bis zum Parkplatzkonzept, von der strategischen idealen Positionierung des Betriebsgebäudes zwischen Billig-Tankstelle, Mercedes-Niederlassung und McDonalds sowie günstiger U-Bahn-Anbindung, einem ausgeklügeltem Fahrzeug-Einsatz- und Dienstplan-Konzept – im Betrieb von Christian Linz ist jeder Arbeitsgang bis ins Detail durchdacht. Zahlreiche Zertifizierungen und Auszeichnungen schmücken die Büroräume, die sich Christian Linz seit einigen Monaten mit dem Kollegen Sinan Ünlühan teilt, nachdem er dem engagierten Jungunternehmer einen Teil seiner Flotte übertragen hat.

    Besonders beeindruckend ist das Konzept der Abrechnung und der Weg des Geldes und der Dokumente: An drei Buchungsterminals hat das Fahrpersonal täglich 24 Stunden lang die Möglichkeit, die Schichtabrechnungen mit einem manipulationssicheren fiskalem Verfahren selbst vorzunehmen. Auch der weitere Weg vom Einwurftresor bis zum Panzerschrank im Büro von Christian Linz Ehefrau Veronika, die für den kaufmännischen Part im Unternehmen verantwortlich zeichnet, besticht durch lückenlose Wege. Auch die regelmäßige Kontrolle der Führerscheine erfolgt mittels RFID-Chips, ist damit fälschungssicher und hält jeder Überprüfung stand.

    Die hohen Ansprüche spiegeln sich auch in der hauseigenen Taxischule wider, die Christian Linz in den vergangen 25 Jahren aufgebaut hat und nun mit Sinan Ünlühan einen idealen Nachfolger gefunden hat. Mit modernster Schulungstechnik wird der Lehrstoff im selben EDV-System unterrichtet, mit dem später auch die offizielle Prüfung abgelegt wird.

    Besonders stolz ist Christian Linz auf ein in Deutschland wohl einmaliges Merkmal: Auf einer Seite im Internet (Taxi-Leakes) stellt er seine echten Betriebsergebnisse öffentlich zur Schau. Damit demonstriert Linz, dass er ein (von ihm selbst so bezeichnetes) 3M-Prinzip anwendet: Jeder Meter, jede Minute und jede Mark (Euro) sind stets nachvollziehbar, es gibt in diesem Betrieb keinen Geschäftsvorfall, der nicht jederzeit transparent dokumentiert wird. Er berichtet, dass er aufgrund dieser Offenheit bereits mit Pistolenschüssen am Telefon konfrontiert wurde. Trotz derartiger Anfeindungen ist die „100% saubere“ Art der Betriebsführung der für Christian Linz einzig denk- und gangbare Weg, ein Taxiunternehmen zeitgemäß zu führen.

    Die Gäste Michael Müller und Thomas Kroker zeigten sich begeistert von den „Taxi-Profis“ in Nürnberg.

    https://www.taxileaks.de

    #Taxi

  • Corona : Umsatzeinbußen werden weniger
    https://www.taxi-times.com/corona-umsatzeinbussen-werden-weniger-erhoehter-aufwand-bleibt

    5. Oktober 2020 von Jürgen Hartmann 2 Comments

    Wenn sich Taxiunternehmer in harten Corona-Zeiten treffen, kommen sie natürlich nicht darum herum, dass auch Covid 19 thematisiert wird. Dank penibler Aufzeichnungen konnten die Mehrwagenunternehmer ihre Umsatzeinbußen genau beziffern.

    Beim Treffen der Taxierfagruppe am vergangenen Wochenende fiel positiv auf, dass trotz aller katastrophalen Auswirkungen keine Endzeit-Stimmung herrschte. Aufgrund ihrer genauen und unverfälschten Datenaufzeichnungen konnten die Erfa-Betriebe ihren Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit exakten prozentualen Angaben beziffern. So hatten Unternehmen im großstädtischen Bereich beispielsweise im März Einbußen von bis zu 70 Prozent. Aktuell bewegt man sich auf dem Niveau von 30 Prozent weniger Umsatz als vor Corona. Der durchschnittliche Umsatz pro Tour wich dabei nur marginal vom Wert vor Corona ab.

    Diese Zahlen konnte auch Gastgeber Christian Linz bestätigen, der seit Februar als Vorstand der Taxizentrale Nürnberg agiert und gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Reinhold Gast die Vermittlungszahlen der eigenen Zentrale präsentierte und die Maßnahmen erläuterte, die man zentralenseitig zur Abdämpfung der Auswirkungen getroffen hatte. Dazu zählt die alternierende Auftragsvermittlung ebenso wie die nahezu flächendeckende Ausrüstung aller Taxis mit einem Trennschutz, medienwirksam nach außen propagiert durch die Einführung eines eigenen bayernweiten Safe-Taxi-Labels.

    Die Tatsache, dass man auch während des Lockdowns die Mobilität sichergestellt hatte, wurde kürzlich vom Nürnberger Oberbürgermeister mit einem Dank-Schreiben gewürdigt. Linz berichtete, dass er den Oberbürgermeister in einem persönlichen Gespräch um diese Anerkennung gebeten habe.

    All dies führte dazu, dass in Nürnberg nur wenige Taxis entgegen dem allgemeinen bundesweiten Trend stillgelegt wurden. Andere Erfa-Mitglieder berichteten in diesem Zusammenhang von kommunal sehr unterschiedlichen Vorgehensweisen sowohl bei der Dauer einer Erlaubnis zur Betriebsstillegung als auch bei den dafür erhobenen Gebühren. Letztendlich führten diese Stilllegungen auch dazu, dass die in Nürnberg praktizierte alternierende Vermittlung bis heute keinen Nachahmer im Bundesgebiet gefunden hat. Durch die hohe Anzahl an stillgelegten oder ruhenden Taxis sei es vielerorts ebenso zur Halbierung der Fahrzeugflotte gekommen.

    Corona sorgt im Taxigewerbe nicht nur für Umsatzeinbußen, sondern auch für einen gesteigerten Aufwand. So ist beispielsweise die gesetzlich notwendige Gefährdungsanalyse auf die Einschätzung der Gefahr durch Corona zu erweitern.

    Christian Linz stellte dazu allen Erfa-Mitgliedern eine Handlungsanweisung als Word-Dokument zur Verfügung – getreu dem Motto „quid pro quo“, dass jedes Gruppenmitglied die anderen Kollegen am eigenen Sachverstand teilhaben lässt und somit kein doppelter Aufwand betrieben werden muss.

    Die Gruppe hat dafür eine gemeinsame Dropbox eingerichtet, auf die alle Mitglieder Zugriff haben und in der sich auch zahlreiche weitre wichtige Dokumentationen befinden. In Kürze wird dort auch ein Hygienekonzept eingestellt, ausgearbeitet von einem Mitglied aus Paderborn. Kunden, die ein größeres Fahrtenvolumen zu vergeben haben, verlangen zunehmend ein Hygienekonzept, wusste Linz zu berichten – und freute sich, dass er hier auf die Hilfestellung aus der Gruppe zurückgreifen kann. Denn dies entspricht auch genau dem Sinn der Taxierfagruppe. Erfa ist die Abkürzung für „Erfahrungsaustausch“ und wer seine eigene Kompetenz mit denen gleichgesinnter bundesweiter Kollegen teilt, profitiert doppelt – auch in Zeiten von Corona.

    #Taxi #covid-19

  • INSIKA® Fiskaltaxameter für Taxis - deine Taxicloud
    https://www.starksoft.de

    Schauschau, intelligente Pause heißt das bei Starksoft. Hier werden Bereitschaftszeiten, die Fahrerin oder Fahrer außerhalb des Autos verbringt, etwa um Gymnastik zu machen oder mit Kollegen zu sprechen, zu Pausenzeiten umdefiniert und erfaßt.

    INTELLIGENTE ARBEITSZEITENPRO

    Die DriverApp Pro erkennt automatisch, ob sich dein Personal im Fahrzeug oder außerhalb des Fahrzeugs befindet und sie erkennt auch, ob das Taxi des Personals fährt oder gerade steht und bietet dementsprechend intelligente Pausen vor.

    Hier wird es vollkommen absurd. Pause machen kann ein Arbeitnehmer jederzeit, soweit er nicht gegen betriebliche Vereinbarungen verstößt. Dabei muß die Pause vorhersehbar sein, eine bestimmte Mindestdauer von i.d.R. 15 Minuten haben und darf nicht durch eine Aufforderung zur Arbeit unterbrochern werden können.

    Pause machen am Taxi-Halteplatz, wo jederzeit ein Fahrauftrag erteilt oder eine Fahranfrage gestellt werden kann, ist also per definitionem unmöglich. Erkennt die Software es etwa, wenn das Taxi am Halteplatz steht, und verhindert, dass die Standzeit als Pause erfasst wird?

    In der besten aller Welten wäre das möglich. Hier ist vermutlich eher das Gegenteil der Fall, zumindest wenn man davon ausgeht, dass die schräge Denkungsart der „intelligenten Pause“ auch diese Programmfunktion prägt.

    PAUSENAUFZEICHNUNGEN

    Dein Personal kann während oder nach der Schicht nur zulässige Pausen eintragen. Dadurch kannst du nachvollziehen, ob die gesetzliche Arbeitszeit für den Dienst eingehalten wurde.

    #Taxi #Arbeit #Lohnraub #Software

  • Taxileaks
    https://www.taxileaks.de

    Die Antwort, warum er den Mount Everest besteigen wollte, ist legendär: „Weil er da ist“.

    George Mallory, der Erstbesteiger des höchsten Berges der Welt, brachte es mit diesen drei Worten auf den Punkt. Er musste es einfach tun.

    Für uns wurde diese Einstellung zum Dogma. Es war Ansporn und vor allem Motivation, den alles entscheidenden Schritt zu tun: die eigenen Betriebsdaten online zu stellen. „Warum macht ihr denn so was“, werden wir vielfach gefragt. Es ist genauso kurz wie trocken beantwortet: weil wir es tun müssen. Es ist alternativlos. Dass wir damit nicht massenkompatibel sind, wissen wir. Egal.

    WIR SIND DENUNZIANTEN UNSERER EIGENEN BETRIEBSDATEN

    Während man früher das Phänomen Steuerhinterziehung leicht als BMW abtun konnte und mit erhobenem Zeigefinger auf Bäcker, Metzger und Wirte deutete, liegt in Zeiten der digitalen Fiskalisierung der Fokus auch auf unserer Branche. Nicht ganz ohne Grund.

    Das Taxigewerbe der Bundesrepublik Deutschland zählt zu den Hochrisikobranchen. Nach Veröffentlichungen der DATEV vom 23.08.2017 zählen etwa 797.600 Betriebe zu dieser überwiegend bargeldintensiven Unternehmensgruppe, der eine gewisse Disposition hinsichtlich Steuerverkürzung zugeschrieben wird. Die Taxibranche hat hieran lediglich einen kleinen Anteil in Höhe von gerundet 3% (26.000 Betriebe). Was auf den ersten Blick als nicht bedeutsam aussieht, ist defacto ein Sündenpfuhl, bei dem der Steuer- und Abgabenschaden eine imposante achtstellige Summe ausmacht. Und wohl noch viel mehr.

    DAS FLÄCHENDECKENDE VOLLZUGSDEFIZIT
    ODER: DER STALL DES AUGIAS – NUR HERAKLES FEHLT

    Die vollziehende Gewalt, insbesondere die
    – Finanzämter,
    – Zollverwaltung,
    – Sozialversicherungsträger und
    – Konzessionsbehörden
    sind an Recht und Gesetz gebunden. Zwischen dieser gesetzlichen Verpflichtung, die sich beispielsweise aus Artikel 20 Absatz 3 Grundgesetz in Verbindung mit § 85 Abgabenordnung ergibt und der Besteuerungs-, Verbeitragungs- und Überwachungsrealität im Taxigewerbe liegen Welten.

    Die Entdeckungswahrscheinlichkeit illegaler Arbeit im Taxigewerbe ist derart gering, dass es der Branche offensichtlich gelingt, sich weitestgehend einer ordentlichen Besteuerung und Verbeitragung zu entziehen. Dies deckt sich nicht nur mit unseren Erfahrungen, sondern ergibt sich ganz zwanglos aus einer Vielzahl von Veröffentlichungen der Taximedien, aus dutzenden von Urteilen der Finanz- und Verwaltungsgerichte, diversen Mitteilungen der Ordnungsämter und dergleichen mehr. Wir ersparen uns und Ihnen die Einzelheiten, es ist evident.

    Nur ein Beispiel sei stellvertretend erwähnt: Die Firma Linne und Krause GmbH., ein renommiertes Hamburger Sachverständigenbüro, welches weit mehr als 100 regionale Taximärkte der Bundesrepublik (darunter die meisten Großstädte/Metropolen) eingehend auf die dortige wirtschaftliche Situation untersucht hat, kommt zu keinem anderen Ergebnis.

    Linne und Krause schreiben bemerkenswert:

    „Flächendeckendes Vollzugsdefizit: Bei unserer Arbeit machen wir immer wieder eine überraschende Beobachtung: Es mangelt nicht an Gesetzen. Vielmehr werden Gesetze zuweilen gar nicht oder allenfalls rudimentär umgesetzt. Vielfach fehlt den mit der Umsetzung beauftragten knapp 800 unteren Verkehrsbehörden auf Stadt-, Kreis- oder Gemeindeebene (Hessen) sogar ein Grundverständnis für ihre Tätigkeit. Die alltägliche Verwaltungspraxis vieler Behörden hat sich häufig weit von Sinn und Wortlaut des Gesetzes entfernt. Beispiel: Das PBefG stattet Genehmigungsbehörden für ihre Aufsicht über das Taxi- und Mietwagengewerbe mit sehr weitgehenden Zugriffsrechten aus – z.B. auf die steuerlichen Daten der Unternehmen. Das Problem: Die Anwendung der Gesetzte erfordert betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Grundkenntnisse, die nur wenigen Genehmigungsbehörden zur Verfügung stehen.“

    Quelle: „Workshop Digitale Mobilitätsplattformen“ im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin vom 06.04.17, zuletzt abgerufen am 26.10.2018

    Das lesenswerte Gutachten der Sachverständigen finden Sie hier.
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/DG/mobilitaetspalttformen-stellungnahme-linne-krause-2.html
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/DG/mobilitaetspalttformen-stellungnahme-linne-krause-2.pdf?__blob=publicationFile

    Und was für den Steuer- und Verwaltungsbereich gilt, ist im Sozialversicherungsrecht nicht anders. Nicht ohne Grund wird im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (§ 2 A SchwarzArbG) die Personenbeförderung als eine von zehn kontaminierten Branchen konkret benannt.

    Dass der Zusammenhang zwischen illegaler Beschäftigung und Steuersuppression sachlogisch zwingend ist, erklären wir auf Nachfrage gerne. Steuerverkürzung und Schwarzarbeit sind Paralleldelikte.

    Sollten insgesamt Zweifel an unseren unbequemen Ausführungen bestehen, schlagen wir vor, Sie öffnen Ihren Internetbrowser und geben in das Suchfeld die Schlagworte „Steuerhinterziehung Schwarzarbeit Taxi“ ein. Sie werden mehr Lesestoff finden, als Ihnen lieb ist.

    DER FINGER IN DER WUNDE - WAS WIR VERÖFFENTLICHEN UND WARUM

    Welche Auswirkung die latent vorhandene Vollzugsinsuffizienz hat, liegt auf der Hand. Neben den nicht unerheblichen Verlusten beim Steuer- und Sozialversicherungsaufkommen interessiert uns als betroffene Taxiunternehmer vor allem die Tatsache, dass wir einem – warum auch immer - unkontrollierten heterogenen Wettbewerb ausgesetzt sind, welchem wir angesichts des enormen Kostendrucks (MiLoG, Energdie eigenen Betriebsdaten online zu stellen. „Warum macht ihr denn so was“, werden wir vielfach gefragt. Es ist genauso kurz wie trocken beantwortet: weil wir es tun müssen. Es ist alternativlos. Dass wir damit nicht massenkompatibel sind, wissen wir. Egal.

    WIR SIND DENUNZIANTEN UNSERER EIGENEN BETRIEBSDATEN

    Während man früher das Phänomen Steuerhinterziehung leicht als BMW abtun konnte und mit erhobenem Zeigefinger auf Bäcker, Metzger und Wirte deutete, liegt in Zeiten der digitalen Fiskalisierung der Fokus auch auf unserer Branche. Nicht ganz ohne Grund.

    Das Taxigewerbe der Bundesrepublik Deutschland zählt zu den Hochrisikobranchen. Nach Veröffentlichungen der DATEV vom 23.08.2017 zählen etwa 797.600 Betriebe zu dieser überwiegend bargeldintensiven Unternehmensgruppe, der eine gewisse Disposition hinsichtlich Steuerverkürzung zugeschrieben wird. Die Taxibranche hat hieran lediglich einen kleinen Anteil in Höhe von gerundet 3% (26.000 Betriebe). Was auf den ersten Blick als nicht bedeutsam aussieht, ist defacto ein Sündenpfuhl, bei dem der Steuer- und Abgabenschaden eine imposante achtstellige Summe ausmacht. Und wohl noch viel mehr.
    ...
    Die Entdeckungswahrscheinlichkeit illegaler Arbeit im Taxigewerbe ist derart gering, dass es der Branche offensichtlich gelingt, sich weitestgehend einer ordentlichen Besteuerung und Verbeitragung zu entziehen. Dies deckt sich nicht nur mit unseren Erfahrungen, sondern ergibt sich ganz zwanglos aus einer Vielzahl von Veröffentlichungen der Taximedien, aus dutzenden von Urteilen der Finanz- und Verwaltungsgerichte, diversen Mitteilungen der Ordnungsämter und dergleichen mehr. Wir ersparen uns und Ihnen die Einzelheiten, es ist evident.

    Nur ein Beispiel sei stellvertretend erwähnt: Die Firma Linne und Krause GmbH., ein renommiertes Hamburger Sachverständigenbüro, welches weit mehr als 100 regionale Taximärkte der Bundesrepublik (darunter die meisten Großstädte/Metropolen) eingehend auf die dortige wirtschaftliche Situation untersucht hat, kommt zu keinem anderen Ergebnis.

    Linne und Krause schreiben bemerkenswert:

    „Flächendeckendes Vollzugsdefizit: Bei unserer Arbeit machen wir immer wieder eine überraschende Beobachtung: Es mangelt nicht an Gesetzen. Vielmehr werden Gesetze zuweilen gar nicht oder allenfalls rudimentär umgesetzt. Vielfach fehlt den mit der Umsetzung beauftragten knapp 800 unteren Verkehrsbehörden auf Stadt-, Kreis- oder Gemeindeebene (Hessen) sogar ein Grundverständnis für ihre Tätigkeit. Die alltägliche Verwaltungspraxis vieler Behörden hat sich häufig weit von Sinn und Wortlaut des Gesetzes entfernt. Beispiel: Das PBefG stattet Genehmigungsbehörden für ihre Aufsicht über das Taxi- und Mietwagengewerbe mit sehr weitgehenden Zugriffsrechten aus – z.B. auf die steuerlichen Daten der Unternehmen. Das Problem: Die Anwendung der Gesetzte erfordert betriebswirtschaftliche und steuerrechtliche Grundkenntnisse, die nur wenigen Genehmigungsbehörden zur Verfügung stehen.“iekosten, Arbeitssicherheit usw. usw.) auf Dauer nicht standhalten können.

    Wirtschaftliche Konkurrenz muss stets fair und paritätisch sein. Ist dies nicht der Fall, besteht wie vorliegend die Gefahr, dass sich Mitbewerber – gerade durch die fehlende behördliche Observation - einer regelorientierten Betriebsführung entziehen. Wirtschaftliche Vorteile sind die Folge.

    Wir veröffentlichen unsere Umsatzerlöse und die jeweilige Besetztquote zur Herstellung von Transparenz und um Druck zu normativem ökonomischen Verhalten zu erzeugen. Wir nennen das Gegenpressing.

    Im Menuepunkt Leaks 1 finden Sie die Daten der bereitgesellten Städte mit einer dazu gehörenden Erklärung bzw. Information. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den jeweiligen Leaker.

    Leaks 3 ist ein Menuepunkt, in dem wir aktuelle einschlägige Informationen einstellen und kommentieren.

    #Taxi #Steuer #Fiskaltaxameter

  • Umsatzunterdrückung und Corona-Hilfen – das passt nicht
    https://www.taxi-times.com/umsatzunterdrueckung-und-corona-hilfen-das-passt-nicht

    5. Oktober 2020 von Jürgen Hartmann - Fundierte und ehrliche Umsatzdaten helfen den Gewerbeverantwortlichen, Corona-Hilfen für das angeschlagene Taxigewerbe auszuhandeln. Studien über unplausible Taxiumsätze und Vorwürfe der Tachomanipulation erweisen der Branche hingegen einen Bärendienst.

    Das wurde beim Treffen der Taxierfagruppe am vergangenen Wochenende klar angesprochen. Deren Mitglieder dokumentieren ihre Taxiumsätze nicht nur ohne Tricksereien (was ja sowieso selbstverständlich ist), sondern machen diese auch noch unter www.taxileaks.de transparent. Solche Daten helfen auch der Verbandspolitik bei deren Gesprächen mit der Politik, machte Michael Müller deutlich. Der Präsident des Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. hatte gemeinsam mit dem Geschäftsführer Michael Oppermann an der Runde teilgenommen.

    Müller betonte gegenüber den Taxiunternehmern, dass man bei der Bittstellung für branchenspezifische Corona-Hilfen oftmals nicht über ein zuverlässiges Zahlenmaterial verfüge, um die Höhe des Umsatzeinbruchs und den damit verbundenen Unterstützungsbedarf auch statistisch belegen zu können. Die Gruppe erklärte sich gerne bereit, die dafür nötigen Zahlen der Bundesgeschäftsstelle zur Verfügung zu stellen.

    Deutlich angesprochen wurde auch die fatale Wirkung der erst kürzlich bekanntgewordenen Frankfurter Untersuchung (60 Prozent der Taxibetriebe unterdrücken Umsätze) bzw. der Durchsuchungen bei Stuttgarter Taxibetrieben, bei denen der Einsatz von Tachoblockern festgestellt wurde. Man habe einen schweren Stand bei Politikern, wenn man dort nach Corona-Hilfen anfragt und als Antwort den Hinweis auf solche Steuerhinterziehungen bekommt.

    Die Mitglieder der Erfa-Gruppe wiederholten deshalb ihre Forderung nach einem flächendeckend vorgeschriebenen Einsatz eines Fiskaltaxameters, wobei dies zwingend mit Sitzkontakten und gegebenenfalls mit Zwangseinschaltung kombiniert werden müsse. Eine solche unmanipulierbare Umsatzaufzeichnung sollte darüber hinaus auch für Wegstreckenzähler verpflichtend werden, damit keine Flucht in den Mietwagenbereich stattfinde.

    #Taxi #Betrug #Steuerhinterziehung

  • Über die Taxidemos berichten sogar türkische Zeitungen
    https://www.taxi-times.com/ueber-die-taxidemos-berichten-sogar-tuerkische-zeitungen

    18. April 2019 von Hayrettin Şimşek - Die Zeitung „Milli Gazete“ widmet der bundesweiten Taxidemo eine ganze Seite. Dabei kommen die Ängste der Taxibranche ebenso zur Sprache wie das Pfeifkonzert gegen Minister Scheuer bei der Schlusskundgebung.

    Die Taxifahrer wollen die Öffnung des Marktes für Uber & Co verhindern, schreibt das Blatt. 250.000 Taxifahrer, mit ihren Familien zusammen 500.000 bis 600.000 Menschen wären in ihrer Existenz bedroht, wenn der Minister seine Pläne umsetzen würde. Das Taxigewerbe werde dabei nicht kampflos zusehen.

    Das Blatt berichtet von der Schlusskundgebung, bei der neben Bundesverbandspräsident Michael Müller auch Erkan Özmen, Administrator einer Berliner Facebookgruppe sowie Rolf Feja vom Verband der Berliner Taxi-Innung gesprochen haben. Zur Rede von Verkehrsministr Andreas Scheuer erwähnt Milli Gazete, dass er vorher geduldig eine Stunde gewartet und sich die Sorgen angehört hätte und anschließend betont habe, dass er nicht gegen das Taxigewerbe sei, dass dies aber nicht ausreiche. Das wurde von den anwesenden Taxifahrern mit einem Pfeifkonzert beantwortet.

    Milli Gazete spricht von 5.000 Taxis am Brandenburger Tor und 500 weiteren, die aufgrund des großen Staus, verursacht durch die Taxidemo, gar nicht erst bis zum Brandenburger Tor gekommen wären.

    #Taxi #Berlin #Uber

  • Berliner Taxidemo wird von den Medien kaum beachtet
    https://www.taxi-times.com/berliner-taxidemo-wird-von-den-medien-kaum-beachtet

    24. Mai 2017 von Nicola Urban - Rund 350 Taxis, das entspricht 4,3 Prozent aller Berliner Taxis, haben gestern in einem Autokorso in der deutschen Hauptstadt gegen fehlende bzw. zu lasche Kontrollen gegenüber Uber-Fahrern und gegenüber Fahrgastklau am Berliner Flughafen demonstriert.

    Organisator der Demo war Erkan Özmen, Administrator einer Berliner Taxi-Facebook-Gruppe. Die etablierten Berliner Taxiverbände hatten bereits im Vorfeld erklärt, sich an der Demonstration nicht zu beteiligen.

    In Berlin ist der US-Fahrtenvermittler mit seinem Dienst UberX sehr aktiv. Fahrtaufträge werden dabei hauptsächlich an Unternehmen bzw. Fahrer vermittelt, die im Berliner Umland Mietwagenkonzessionen angemeldet haben. Wie aus den Beobachtungen zahlreicher Berliner Taxikollegen hervorgeht, halten sich etliche dieser Fahrer stets im Bereich des Flughafens Tegel auf und warten dort auf neue Aufträge. Sie umgehen damit die Rückkehrpflicht.

    In den Medien fand die Aktion allerdings nahezu keine Beachtung. Einzig der Berliner Rundfunk RBB zeigte in einem 30-Sekunden-Clip Bilder vom Autokorso. Rund 500 Taxifahrer hätten gegen zu lasche Regeln im Taxigewerbe demonstriert, verkündete der Sender. „Sie fordern härtere Strafen für Uber-Taxis und für Taxifahrer aus dem Umland, die entsprechend der Umkehrpflicht eigentlich ohne Fahrgäste zurückfahren müssten.“

    Damit war es dem RBB leider nicht gelungen, die eigentlichen Forderungen der Organisatoren sachlich korrekt auf den Punkt zu bringen. Der Protest richtete sich nicht gegen zu lasche Regeln, sondern gegen Behörden, die aus Sicht vieler Berliner Taxifahrer nichts oder zu wenig unternehmen, um die bestehenden Regeln durchzusetzen. Man fordere auch keine härteren Strafen gegen Uber-Taxis, sondern gegen Mietwagenfahrer, die nach einer Fahrt zum Flughafen eben nicht, wie gesetzlich vorgeschrieben, zu ihrem Betriebssitz (außerhalb Berlins) zurückfahren. Die angesprochene Umkehrpflicht ist also eine Rückkehrpflicht und sie findet sowieso ohne Fahrgast statt.

    Wie wenig man mit solchen sachlich falschen Darstellungen dem Taxigewerbe nützt, zeigen die vielen Leser-Kommentare, die im Anschluss an diese Meldung im Internet nachzulesen sind. Mehrheitlich zeigen die Leser (und Taxikunden) kein Verständnis für die Demo und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen und Lärmbelästigungen. Stattdessen beschweren sie sich über den schlechten Service vieler Berliner Taxifahrer.

    So schreibt beispielsweise Andreas Reddig: „Zu viele Taxis ist das EINE, das ANDERE ist die Qualität der Taxifahrer. Erst neulich musste ich einem Taxifahrer zeigen, wo er hin muss. Das ist traurig! Hinzu kommt, dass viele Taxifahrer nicht einmal die StVO kennen und fahren wie sie wollen, ohne Blinker, abbiegen in zweiter Spur, Geschwindigkeitsüberschreitung und fahren mit Navigationsgerät. Oh oh, was ist nur aus dem Taxigewerbe geworden. Wird wirklich Zeit, dass da mal was passiert, bevor der schlechte Ruf noch weiter bergab geht!“

    Denver York monierte „Die sollten ihre Preise mal überdenken, wenn es bezahlbar wäre, gäbe es kein Uber! Kuh melken nicht Schlachten liebe Taxifahrer!“ Ma Jo kritisierte: „Oh Gott nicht Die. Gerade die größten Rowdys regen sich auf. Pfui!“ Die Taxifahrer scheinen diese Posts nicht zu entmutigen. „Wir Taxifahrer werden die Demo solange wiederholen und die Stadt lahmlegen bis unsere Forderungen vom Senat erfüllt werden“, konterte der Taxifahrer Sebastian Doerner.

    #Berlin #Taxi #Uber #Demonstration #Rückkehrpflicht #Medien

  • Kritiker planen Proteste zur BER-Eröffnung - Berliner Morgenpost
    https://www.morgenpost.de/flughafen-BER/article230671788/Kritiker-planen-Proteste-zur-BER-Eroeffnung.html

    Zur geplanten Inbetriebnahme des neuen Haupstadtflughafens BER am 31. Oktober sind in Schönefeld auch mehrere Kundgebungen und Protestaktionen geplant. Die Gruppe „Am Boden bleiben“ ruft dazu auf, die Eröffnung zu stören. Die Jugend des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) will als Zeichen für den Klimaschutz bunte Drachen steigen lassen. Berliner Taxifahrer planen derweil eine Sternfahrt mit 1000 Fahrzeugen zum neuen Terminal.

    Der Flughafen sei „eine neue riesige Emissionsschleuder“, hieß es beim BUND. „Insbesondere innerdeutsche Flüge sind klimapolitischer Irrsinn.“ Vom alten Schönefelder Terminal soll die Demonstration zum Neubau führen. „Dort wollen wir gemeinsam statt der dreckigen Flieger Drachen steigen lassen“, hieß es

    BER - das steht für die Gruppe „Am Boden bleiben“ für Blockieren, Einstellen, Recyceln. „Am Wochenende des 30. Oktober bis 1. November werden wir entschlossen die Eröffnung des BER in Berlin blockieren.“

    BER blockieren - Ähnlicher Aufruf führte zu Großeinsatz der Polizei
    Ein ähnlicher Aufruf hatte vor einem Jahr am Flughafen Tegel zu einem Großeinsatz der Polizei geführt. Die Aktivisten - teils in Pinguin-Kostümen - erklärten dort jedoch, es handele sich um eine symbolische Aktion.

    Im aktuellen Aktionskonsens heißt es, man werde sich ruhig und besonnen verhalten und suche keine Eskalation. „Wir werden mit unseren Körpern blockieren. Es ist nicht das Ziel, Infrastruktur zu zerstören oder zu beschädigen.“

    Das zuständige Polizeipräsidium Potsdam gab am Mittwoch auf Anfrage nicht bekannt, welche Demonstrationen und Kundgebungen geplant sind. „Wir stellen uns darauf ein, dass es dort zu Kundgebungen oder weiteren Aktionen kommt“, sagte ein Sprecher. „Aber wir sehen das gelassen.“

    Taxifahrer planen Sternfahrt zum BER

    Die Taxifahrer haben ein anderes Anliegen als das Klima: Sie protestieren dagegen, dass zunächst nur 300 Berliner Kollegen die Genehmigung erhalten, am BER Fahrgäste aufzunehmen - so wie es auch nur 300 Fahrer aus dem Landkreis Dahme-Spreewald dürfen, das ist der Kompromiss nach einem langen Streit zwischen Berlin und dem Kreis.

    In Berlin gibt es aber mehr als 7000 Taxis. Hunderte Fahrer zogen erst am Mittwoch protestierend vor das Rote Rathaus. Am 31. Oktober heißt das Ziel BER. Mehr als 1000 Teilnehmer würden erwartet, sagte Initiator Erkan Özmen.

    Flughafen Schönefeld hat neuen Namen

    Gut zwei Wochen vor der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER hat das alte Schönefelder Abfertigungsgebäude seinen neuen Namen erhalten. Statt „Flughafen Schönefeld“ steht auf dem Gebäude nun „BER Terminal 5“. Denn dieser Teil des früheren DDR-Zentralflughafens wird Teil des BER. Dessen neu gebaute Terminals 1 und 2 liegen etwa 2,5 Kilometer entfernt jenseits der Start- und Landebahn.

    Die Terminal-Kennziffern 3 und 4 sind noch nicht belegt. Sie stehen für mögliche Neubauten, die eines Tages auch das alte Terminal 5 ersetzen sollen.

    SXF, das bisherige internationale Kürzel des Flughafens Schönefeld, verschwindet mit dem Wechsel zum Winterflugplan. Ab 25. Oktober steht BER auf den Tickets.

    #Berlin #Flughafen #SXF #BER #Taxi

  • Flughafen-Chaos: In Tegel herrscht ganz normaler Wahnsinn - WELT
    https://www.welt.de/regionales/berlin/article106415219/In-Tegel-herrscht-ganz-normaler-Wahnsinn.html

    Dieser Artikel aus dem Jahr 2012 zeigt, wozu der Flughafen Tegel in der Lage war. Wie die neuen #BER Terminals das hinbekommen, werden wir sehen. Das absurde Taxitheater läßt befürchten, dass die Gäste lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen werden.

    04.06.2012 von Isabell Jürgens - Das befürchtete Chaos am Flughafen Tegel ist zunächst ausgeblieben. Auf dem Plan standen rund 530 Flüge – 100 mehr als sonst. Jetzt melden auch Reisebüros Schadensersatzansprüche an.

    Energisch winkend sprintet Erkan Özmen los, quer über die sechseckige Platzanlage im Inneren des Flughafenterminals in Tegel. „Das Taxi darf da nicht einfach halten und Gäste aufnehmen, wozu haben wir denn extra die Taxihaltestellen“, schimpft der Mann, dessen Warnweste ihn als Mitarbeiter des „Taxi-Service-Tegel“ ausweist. Doch wild haltende Taxifahrer sind an diesem Montagmorgen fast schon das einzige Ärgernis, um das sich Özmen und seine sieben Kollegen kümmern müssen.

    Dass die Taxen an der Einfahrt zum Flughafen an den Schranken vorbeifahren, um so die 50-Cent-Vorfahrtgebühr zu sparen, quittiert Özmen mit einem Achselzucken. Die Firma, die diese Aufgabe übernommen hatte, wurde gekündigt, die neue wird erst ab Juli einspringen. „Hier herrscht der ganz normale Wahnsinn“, kommentiert Özmen die unübersichtliche Verkehrssituation im Inneren des Terminals A, „nicht schlimmer als an anderen Montagen auch.“

    Auch die Flughafen-Betreiber teilen die Einschätzung der Taxi-Aufsicht. Der alte Landeplatz hat nach Auskunft des Flughafen-Sprechers den stärkeren Verkehr zum Wochenbeginn gut verkraftet. „Es ist eng, aber es läuft“, so Leif Erichsen. Auf dem Plan standen rund 530 Flüge. Das waren etwa 100 mehr als am Sonntag, als Tegel zum ersten Mal die Last zusätzlicher Starts und Landungen tragen musste, die für den Hauptstadtflughafen geplant waren. Verglichen mit dem Montag vor zwei Wochen waren es exakt 20 Flüge mehr, die der alte Airport zu verkraften hatte.

    Viele Passagiere kommen extra früh nach Tegel

    „Dennoch mussten weder am Sonntag noch am Montag Flugzeuge eine Sondergenehmigung beantragen, um nach 23 Uhr zu starten oder zu landen“, sagte der Flughafen-Sprecher. Lediglich eine Maschine von Air Berlin durfte am Sonntag um 23.45 Uhr landen – allerdings nach den Verspätungsregelungen für sogenannte Home-Carrier, die auch schon vor dem 3. Juni in Tegel galten. Dass Montag am Flughafen alles relativ reibungslos lief, hatten die Flughafen-Betreiber auch der Umsicht ihrer Fluggäste zu verdanken. Viele kamen extra früh zum Airport.

    So auch Elisabeth Binder aus Zehlendorf, die ihre Cousine zum Flieger nach New York begleitete. Obwohl dieser erst um 9.35 Uhr abheben sollte, stieg die Zehlendorferin bereits um kurz nach 7 Uhr aus dem Taxi. „Wir sind auf Anraten der Airline extra früh gekommen, aber das war eigentlich überflüssig, wir hatten enorm viel Zeit zum Kaffeetrinken“, so die 68-Jährige.

    Während es für die vielen Geschäftsreisenden Montagfrüh kaum Grund zum Klagen gab, bringt die Verschiebung des Eröffnungstermins des neuen Flughafens Berlin-Brandenburg International (BER) nicht nur den Fluggesellschaften, sondern auch den Reisebüros und Reiseveranstaltern vor allem enorme Mehrarbeit und zusätzliche Kosten. Der Deutsche Reise Verband (DRV) schätzt deren „unmittelbaren finanziellen Schaden auf mehrere Millionen Euro“, so Otto Schweisgut, DRV-Vizepräsident und Vorsitzender des DRV-Ausschusses Flug.

    Viel Verwaltungsarbeit durch Umbuchungen

    Millionen Flugbuchungen müssten erneut in den Reservierungssystemen – und zwar manuell – bearbeitet werden. Dadurch fielen zusätzliche Arbeitsstunden an. „Das verursacht Zusatzkosten, die bei den Unternehmen hängenbleiben“, so der DRV-Vizepräsident. „Wir werden die Zusatzkosten ermitteln und behalten uns vor, unsere Schadenersatzforderungen zu gegebener Zeit gegenüber der Flughafenbetreibergesellschaft geltend zu machen“, kündigt Schweisgut an: „Es kann nicht sein, dass wir auf den finanziellen Schäden sitzenbleiben.“

    Je nach Fluggesellschaft und Buchungssystem müssen viele Flugtickets von Reisebüro und Reiseveranstalter manuell aktualisiert werden. Eine Vielzahl von Flugbuchungen und Flugtickets für geplante Flugreisen ab 3. Juni von BER werden zwar von den Fluggesellschaften automatisch aktualisiert. Sie müssen aber von den Reisebüros gegenüber der Fluggesellschaft rückbestätigt werden.

    Gleich zwei Volksbegehren für Nachtflugverbot

    Unterdessen ist eine Woche nach dem Start der Berliner Initiative auch in Brandenburg mit der Unterschriftensammlung für ein Nachtflugverbot am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld begonnen worden.

    Nach Angaben des Vereins „Mehr Demokratie“ gibt es damit erstmals zwei Volksbegehren in verschiedenen Bundesländern zum gleichen Thema. Seit Montag werden auch in Brandenburg Unterschriften für ein generelles Nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr gesammelt. Für ein erfolgreiches Volksbegehren müssen bis zum 3. Dezember 80.000 gültige Unterschriften gesammelt werden.

    Ziel der Volksbegehren in beiden Ländern ist ein Volksentscheid über ein Nachtflugverbot. Für Brandenburg wäre es der erste #Volksentscheid.

    #Berlin #Taxi #Flughafen #TXL

  • Protest vor dem Roten Rathaus: Hunderte Taxifahrer demonstrieren gegen Transportregelung am BER - Berlin - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/protest-vor-dem-roten-rathaus-hunderte-taxifahrer-demonstrieren-gegen-transportregelung-am-ber/26274384.html

    Hunderte Taxifahrer haben am Mittwoch vor dem Roten Rathaus in Berlin gegen die künftigen Verkehrsregeln am neuen Hauptstadtflughafen BER demonstriert. Mitte September hatte sich die Senatsverwaltung mit dem Landkreis Dahme-Spreewald darauf geeinigt, dass aus beiden Regionen jeweils 300 Taxis das Recht erhalten, Fahrgäste am neuen Hauptstadtflughafen aufzunehmen. „Werden aufgrund steigender Nachfrage weitere Taxen nötig, ist die Zahl im Verhältnis 1:1 aufzustocken“, teilte die Senatsverwaltung damals mit. Die Obergrenze liege zunächst bei 1100 Fahrzeugen.

    Sicht der Berliner Taxiunternehmer ist das zu wenig. „In Berlin sind 7300 Taxis unterwegs“, sagte Wagenunternehmer Erkan Özmen am Mittwoch. Er hatte die Demonstration organisiert und fordert, dass sämtliche Taxis aus der Hauptstadt auch das sogenannte Laderecht erhalten, also Fahrgäste am Flughafen nicht nur absetzen, sondern auch aufnehmen dürfen.

    #Berlin #Taxi #LDS #BER #Flughafen

  • Taxi, Mietwagen, Pooling? Gesetzentwurf für modernes Personenbeförderungsrecht | heise Autos
    https://www.heise.de/hintergrund/Taxi-Mietwagen-Pooling-Gesetzentwurf-fuer-modernes-Personenbefoerderungsrecht-

    08.10.2020 - von Florian Pillau/dpa

    Die neuen Mobilitätsangebote erfordern andere Regeln als das Taxigewerbe. Beiden Modellen soll nun ein modernisiertes Personenbeförderungsrecht gerecht werden.

    Der Taxi- und Fahrdienstmarkt in Deutschland soll grundlegend reformiert werden. Nach langem Ringen hat das Verkehrsministerium nun einen Gesetzentwurf vorgelegt. Für neue Mobilitätsanbieter sollen bestehende Hemmnisse verschwinden. Konkret sollen eine neue Verkehrsform eingeführt und Regelungen zum Taxen- und Mietwagenverkehr geändert werden. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem Haus von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor, welcher der dpa vorliegt. Kritik kam vom Taxiverband, aber auch vom Fahrdienstvermittler Uber.

    Neue Dienste als Ergänzung

    Die schwarz-rote Koalition hatte vereinbart, den Einstieg neuer Anbieter in den Taxi- und Fahrdienstmarkt zu erleichtern, die meist per App bestellt werden. Die neuen Dienste sollen das klassische Taxigewerbe sowie den öffentlichen Nahverkehr ergänzen. So sollen sogenannte Pooling-Angebote von Fahrdiensten, bei denen sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, dauerhaft erlaubt werden.

    In der Koalition gab es lange Verhandlungen darüber. Scheuer hatte Anfang 2019 Eckpunkte für eine Modernisierung des Personenbeförderungsrechts vorgelegt. Der Entwurf geht nun in die Ressortabstimmung. Auch der Bundesrat muss dem Gesetz zustimmen.

    Flexibilisierung durch Angebote „on demand“

    Im Entwurf heißt es, durch die Digitalisierung entstünden zunehmend plattformbasierte Geschäftsmodelle, die eine bedarfsgerechte und gebündelte Vermittlung von Mobilitätsdienstleistungen möglich machten. Auf diese Weise entstehe die Möglichkeit, Fahrten und Fahrzeuge mit anderen, meist fremden Mitreisenden zu teilen. Angebote „on demand“ ermöglichten eine stärkere Flexibilisierung der Mobilität als der noch weitgehend fahrplangebundene Nahverkehr.

    Die neuen Mobilitätsangebote bräuchten aber eine rechtssichere Genehmigungsgrundlage, heißt es. Anbieter wie Uber, Moia, Clevershuttle und ViaVan sollen also künftig Rechtssicherheit bekommen. Bislang sind viele neue Anbieter nur auf Grundlage befristeter Ausnahmeregelungen unterwegs.

    Neue Verkehrsform „Gebündelter Bedarfsverkehr“

    Konkret soll eine neue Verkehrsform des „gebündelten Bedarfsverkehrs“ geschaffen werden. Dieser soll nicht der Beförderungspflicht unterliegen. Die zuständigen Behörden sollen Vorgaben zu Sozialstandards machen können. Zwischen den unterschiedlichen Beförderungsformen soll es einen „fairen Ausgleich“ geben, Länder und Kommunen sollen entsprechende Steuerungsmöglichkeiten erhalten.

    Navi-Pflicht statt Ortskundeprüfung

    Das klassische Taxigewerbe fürchtet wegen der neuen Konkurrenz um sein Geschäft. Um das Taxigewerbe zu entlasten, soll die Taxitarifpflicht gelockert werden können – durch einen kommunal festgelegten Tarifkorridor mit Höchst- und Mindestpreisen. Für häufig frequentiere Ziele wie Flughäfen oder Bahnhöfe sollen Streckentarife festgelegt werden können. Die Ortskundeprüfung für Taxifahrer soll abgeschafft werden, stattdessen soll es eine Pflicht für ein Navigationsgerät geben.

    An der Rückkehrpflicht für Mietwagen ohne Auftrag wird laut Entwurf grundsätzlich festgehalten. Es soll aber die Möglichkeit geschaffen werden, die Rückkehrpflicht „näher auszugestalten“ – durch die Festlegung weiterer Abstellorte ab einer bestimmten Distanz zum Hauptbetriebssitz.

    Rückkehrpflicht im Zentrum der Debatte

    Die Rückkehrpflicht stand im Zentrum der Reformdebatte. Sie besagt, dass Fahrzeuge neuer Fahrdienste nach jeder Fahrt an den Betriebssitz zurückkehren müssen und anders als klassische Taxis nicht auf der Straße auf Kunden warten dürfen. Das Taxigewerbe hatte eine Abschaffung der Rückkehrpflicht strikt abgelehnt.

    Im öffentlichen Personennahverkehr soll es künftig einen sogenannten Linienbedarfsverkehr geben. Das bedeutet, es soll möglich werden, Fahrten mit kleineren Fahrzeugen statt dem herkömmlichen Linienbus zu machen. Das zielt vor allem darauf, das Angebot auf dem Land zu verbessern.

    Nacharbeiten bei den Sozialstandards

    Der Bundesverband Taxi und Mietwagen forderte Nachbesserungen am Entwurf. Geschäftsführer Michael Oppermann kritisierte am Donnerstag in Berlin vor allem die Regelungen zur Rückkehrpflicht. Neue Ausnahmen verhinderten eine Kontrolle. „Der Minister rollt Uber damit zwar nicht den roten Teppich aus, aber er öffnet ihnen persönlich die Hintertür.“ Außerdem kritisierte Oppermann, Uber & Co würden nicht auf klare Sozialstandards verpflichtet. Scheuer müsse dringend nacharbeiten.

    Für Uber sagte Deutschlandchef Christoph Weigler: „Während der Rest der Welt ambitionierte Schritte unternimmt, um den Klimawandel zu bekämpfen, den Umstieg auf nachhaltige Fortbewegung voranzutreiben und dabei neue Formen der Mobilität zu ermöglichen, ergreift Deutschland traurigerweise diese Chance nicht. Der vorliegende Gesetzesvorschlag zwingt Chauffeur-Mietwagen immer noch dazu, leer durch deutsche Stadtzentren zu fahren.“ Das verhindere den notwendigen Umstieg auf Elektrofahrzeuge.

    Künstliche Trennung zwischen den drei Verkehrsarten?

    Auch der Deutschland-Chef von Free Now, Alexander Mönch, sieht erheblichen Nachbesserungsbedarf. „Insbesondere die künstliche Trennung zwischen den drei Verkehrsarten Taxi, Mietwagen und Pooling wird in der Realität schwerlich funktionieren. In der Konsequenz wird dies zu mehr Verkehr in den Städten führen, weil noch weitere Servicetypen mit neuen Fahrzeugen hinzukommen.“ Die FDP-Verkehrspolitikerin Daniela Kluckert sagte, der Entwurf lasse sowohl die Interessen der Nutzer als auch die von neuen und innovativen Unternehmen völlig außer Acht und verteidige einzig die Pfründe von wenigen.

    #PBefG #Taxi #Gesetz

  • Berlin für alle, analog & digital. Eine Digitalisierungsstrategie im Namen der öffentlichen Daseinsvorsorge!: Landesverband Berlin
    https://dielinke.berlin/nc/start/det/news/berlin-fuer-alle-analog-digital-eine-digitalisierungsstrategie-im-namen

    Für eine Datenpolitik im Gemeinwohlinteresse

    Daten sind die wichtigste Ressource der digitalen Welt und sie bringen viel Geld, auch und gerade im urbanen Raum. DIE LINKE Berlin unterstützt die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in ihrem Bestreben, ÖPNV, Taxi und Sharing im Rahmen einer digitalen Plattform/App (Jelbi) in öffentlicher Hand zu verknüpfen. Nicht zuletzt soll damit gesichert werden, dass umwelt- und verkehrspolitische Aspekte bei der Gestaltung gesichert werden und keine Privaten Monopole auf das Routing im städtischen Verkehr bekommen. Wir fordern, dass Google und andere Anbieter, wenn sie die öffentlichen Verkehrsdaten der BVG nutzen, ihrerseits Verkehrsdaten als Gegenleistung zur Verfügung stellen müssen. Zudem wollen wir den Grundsatz «ÖPNV-Ticketverkauf nur durch öffentliche Verkehrsunternehmen» aufrechterhalten und so verhindern, dass private Plattformunternehmen auch im Verkehrsbereich den Zugang zu Kund*innen monopolisieren und öffentliche Mobilitätsanbieter gestaltungsunfähig machen.
    ...
    Sozial-ökologische Digitalwirtschaft fördern!
    Wir treten ein für die Förderung von alternativen Kooperationsmodellen und soziale Innovationen und setzen uns für die Errichtung eines ‚Coop-Fonds‘ (20 Mio. Euro) zur Unterstützung von in Gründung befindlichen Plattformgenossenschaften und anderen selbstverwalteten Unternehmensmodellen ein. Dazu gehören: eine Gründungs- und Förderberatung für sozial-ökologische Unternehmungen nach dem Vorbild des ‚Digital Innovation Office‘ in Barcelona. Wir wollen von Berlin aus alternative digitale Wirtschaftsformen als konkrete Alternative zu monopolistischen Sharing-Plattformen und Tech-Konzernen fördern und aufbauen.

    Digitale Experimentierräume schaffen!
    Als Teil einer linken Landesregierung setzen wir uns für die Überarbeitung der weitgehend gescheiterten alten Smart City Strategie Berlins ein und wollen darauf hinwirken, dass unsere Stadt ein Ort für digitale Experimente und Laborraum für eine Digitalisierung von unten ist. Das CityLab ist ein guter Anfang und muss deutlich besser unterstützt und finanziell ausgestattet werden. Hier können neue Ideen an der Schnittstelle von moderner Verwaltung, öffentlichen Unternehmen und digitaler Zivilgesellschaft entstehen. Wir wollen die Einrichtung weiter öffentlicher Labs in den Kiezen: entweder in Form moderner Bibliotheken, die heute längst multimediale Produktionsorte sind, oder als FabLabs nach dem Vorbild etwa Barcelonas.

    Offene Daten als Grundprinzip in der öffentlichen Hand umsetzen
    DIE LINKE Berlin unterstützt die Schaffung eines Transparenzgesetzes sowie aktiv den Volksentscheid Transparenz. Wir fordern den Senat auf, die Open Data Verordnung zügig in Kraft zu setzen. In der Berliner Verwaltung und in den öffentlichen Unternehmen schlummert ein riesiger Wissensschatz, dessen Potenziale wir für effiziente Bürgerdienste und öffentliche Dienstleistungen, aber auch für mehr Partizipation und eine bessere Politik heben wollen.

    Das Berliner Stadtportal in die öffentliche Hand holen und umfassend ausbauen
    Wir wollen die öffentlich-private Partnerschaft für das Berliner Stadtportal www.berlin.de beenden und das Portal in öffentlicher Regie werbefrei umfassend ausbauen. Um berlin.de zur zentralen Anlaufstelle für die Berlinerinnen und Berliner zu machen, sollten hier die Informationen zu Verwaltung, öffentlichen Dienstleistungen, Politik und Partizipation gebündelt und auf dem aktuellen Stand in Layout, Interoperabilität, Bedienbarkeit und Barrierefreiheit angeboten werden. Dazu müssen Personal und Infrastruktur deutlich ausgebaut werden.

    Datengetriebene Geschäftsmodelle regeln und begrenzen
    Wir wollen mehr Transparenz für kommerziell betriebene Plattformen, die die Basis für das öffentliche Leben (quasi-essential facilities) bestimmen, wie etwa AirBnB und Booking.com („Zweckentfremdungsverbot“) Google Maps sowie Taxi-Plattformen wie FreeNow. Wer in Berlin tätig ist, darf sich der Regulierung nicht entziehen. Zur Durchsetzung kommunaler Regulierung sollten Unternehmen zur Bereitstellung einer Schnittstelle für Kommunalbehörden verpflichtet werden, um somit illegale Angebote zu unterbinden helfen. Insbesondere bei den kommerziellen Sharingdiensten werden immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse und Ausbeutung jenseits der öffentlichen Kontrolle produziert und gleichzeitig traditionelle Unternehmensbereiche wie das Taxigewerbe regelrecht kanibalisiert. Dem muss auf allen Politikebene begegnet werden und wir nutzen alle uns in Berlin zur Verfügung stehenden Instrumente so gut es geht.

    Berlin soll zudem alternative nicht-kommerzielle Alternativen zu Plattformen wie AirBnB, FreeNow oder Lieferando unterstützen.

    #Berlin #SmartCity #Taxi #Linke #Netzpolitik

  • Rot-Rot-Grün will das Berliner Taxigewerbe stärker schützen: Fraktion DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus von Berlin
    https://www.linksfraktion.berlin/aktuelles/presse/detail/news/rot-rot-gruen-will-das-berliner-taxigewerbe-staerker-schuetzen

    Die rot-rot-grüne Koalition setzt sich mit einem Antrag für einen stärkeren Schutz des Berliner Taxigewerbes ein. Seit 2016 ist die Zahl der Taxis in Berlin tendenziell rückläufig. Die Zahl der gemeldeten Mietwagen und Mietwagenfirmen hat sich dagegen seitdem fast verdoppelt. Das liegt vor allem an den ungleichen Wettbewerbsbedingungen, die in der Branche in der Praxis vorherrschen.

     

    Durch die Corona-Krise hat sich die Situation für die Taxifahrer*innen noch einmal erheblich verschärft. In den vergangenen Monaten musste das Taxigewerbe Umsatzeinbußen von bis zu 90 Prozent hinnehmen. Den Verbänden des Taxigewerbes zufolge stehen etwa 25 Prozent der Berliner Taxiunternehmen vor dem Aus. Damit sind die Arbeitsplätze von bis zu 6000 Berlinerinnen und Berlinern akut gefährdet. Und schon jetzt sind auf Berlins Straßen 400 Taxis weniger unterwegs, als noch zum Jahreswechsel.

     

    Rot-Rot-Grün setzt sich für faire Wettbewerbsbedingungen ein und will mit dem Antrag dafür sorgen, dass die Aufzeichnungspflichten und Kontrollen von Mietwagenunternehmen sichergestellt werden. Zugelassene Mietwagen sind zur Installation von Wegstreckenzählern mit fiskalischer Erfassungseinrichtung zu verpflichten. Ausnahmen sollen zurückgenommen werden.

     

    Dazu erklären die verkehrspolitischen Sprecher:

     

    Tino Schopf, SPD-Fraktion: „Wir wollen hier und heute ein Zeichen der Geschlossenheit an das Taxigewerbe senden: Die rund 8.000 Taxis in Berlin werden von ca. 3.000 Unternehmen unterhalten. Die Mehrheit der Taxibesitzer finanziert ihre Taxis über Jahre. Die ausgewogenen Taxitarife ermöglichen für die große Mehrheit der Fahrer nur dann ein Auskommen, wenn sie mehr als 60 Stunden pro Woche fahren! Uber und Co. dürfen diese öffentliche Daseinsvorsorge nicht mit amerikanischen Wild-West-Methoden zerstören.“

     

     

    Kristian Ronneburg, Linksfraktion: „Berlin sollte sich Hamburg zum Vorbild nehmen. Dort arbeiten die Behörden seit längerer Zeit daran die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen effektiv durchzusetzen. Es muss endlich Schluss gemacht werden mit der rechtlichen Benachteiligung des Taxigewerbes, das im Gegensatz zum Mietwagensektor eine Tarif- und Beförderungspflicht hat und diese erfüllt. Weitere Weichenstellungen muss der Bund im Zuge der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes angehen.“

     

    Harald Moritz, Grünen-Fraktion: „Wir wollen, dass Mietwagenunternehmen stärker kontrolliert werden. Damit gehen wir gegen die wettbewerbsverzerrende Praxis von Mietwagenfirmen und Plattformbetreibern vor. Ohne ausreichende Kontrolle können weder die Einhaltung der Rückkehrpflicht, noch der Mindestlohn, die Sicherheit der Fahrgäste oder abgaben- und sozialrechtliche Verpflichtungen garantiert werden. Hier sind auch die Finanzämter in der Pflicht. Der Bund ist ebenso gefragt. Er muss endlich die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein faires Miteinander der Taxen und Mietwagenunternehmen setzen.

    #Berlin #Taxi #Politik

  • Deutscher Bundestag - Linke fordert Schutz des Taxigewerbes
    https://www.bundestag.de/presse/hib/644420-644420

    Verkehr und digitale Infrastruktur/Antrag - 23.05.2019 (hib 606/2019)

    Berlin: (hib/HAU) Die Linksfraktion fordert von der Bundesregierung Maßnahmen, um das Taxigewerbe zu schützen. In einem Antrag (19/10350) schreiben die Abgeordneten, mit der durch das Verkehrsministerium geplanten Liberalisierung bei den Mietwagendiensten, mit dem Wegfall des Poolingverbotes (Sammeln von Fahrgästen mit ähnlichem Ziel) und der Rückkehrpflicht (keine Aufnahme von Fahrgästen unterwegs) würden absehbar „finanzstarke Töchter von Automobilkonzernen“ in den Taximarkt eindringen und das bereits jetzt unter Druck stehende Taxigewerbe weiter schwächen. Ohne Auflagen bezüglich einer Beförderungspflicht und festgesetzter Tarife würden Mietwagendienste vorrangig profitable Strecken bedienen und Taxidienste mit Dumpingpreisen aus dem Markt drängen können, warnt die Linksfraktion.

    Das Taxigewerbe sei aber „unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“. Es leiste in Ergänzung der Linienverkehre des ÖPNV einen wichtigen Beitrag zur Abdeckung mit Mobilitätsangeboten und unterliege der Beförderungspflicht und festen Preisen, heißt es in dem Antrag. Dies ermögliche beispielsweise chronisch kranken oder betagten Menschen in ländlichen Räumen eine gesicherte Mobilität „ohne Ausnutzung ihrer Notsituation durch überhöhte Preise“.

    Die Bundesregierung wird daher von den Abgeordneten aufgefordert, am Poolingverbot für Mietwagen und an der Rückkehrpflicht des Mietwagengewerbes festzuhalten und eine effektive Kontrolle der Einhaltung dieser Vorschriften sicherzustellen. Sie solle zudem auf die Möglichkeit der Einführung bedarfsgesteuerter ÖPNV Ride Pooling-Dienste (Sammeltaxis) für kommunale Verkehrsunternehmen als Sonderform des Linienverkehrs hinwirken, die der Betriebs- und Beförderungspflicht sowie den Vorschriften über die Beförderungsentgelte und -bedingungen unterliegen.

    Die Linksfraktion fordert darüber hinaus, soziale Standards im Mietwagengewerbe festzusetzen, welche die stark verbreitete prekäre Entlohnung und Nichteinhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften zurückdrängen. Benötigt werde zudem eine höhere Kontrolldichte des Zolls im Mietwagengewerbe, um Schwarzarbeit, Lohndumping und Steuerhinterziehung wirksamer zu bekämpfen, heißt es in dem Antrag.

    #Deutschland #Taxi #Politik

  • Taxischulen - Tipps zur Auswahl der richtigen Taxischule
    https://www.taxi-berlin.de/news/taxischulen

    9. AUGUST 2013 - Da aufgrund der Anzahl der prüfungsrelevanten Plätze, Ortsteile und Objekte viele tausend verschiedene Zielfahrten möglich sind, ist umfangreiches Wissen erforderlich, zu dessen Erlangung der Besuch einer Taxischule empfehlenswert ist.

    Taxischulen bieten Kurse zur Erlangung der Ortskunde zu unterschiedlichen Konditionen an. Da Taxischulen meist zu Taxibetrieben gehören, die ein Interesse an der Einstellung neuer Fahrer haben, bietet ein Teil der Schulen günstige Konditionen für Teilnehmer, die anschließend im selben Betrieb als Fahrer arbeiten. Für Teilnehmer ohne bindenden Vertrag sind die Kosten häufig höher, da die Taxischule ihre Ausbildungsleistung ausschließlich durch den Schulungskostenbeitrag der Teilnehmer finanziert.

    Es empfiehlt sich, vor dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages mehrere Taxischulen zu besuchen (viele sind im Internet zu finden) und – falls möglich – probeweise an einigen Unterrichtslektionen teilzunehmen, um einschätzen zu können, ob eine Schule bzw. der zugehörige Betrieb den persönlichen Vorstellungen entspricht.

     

    Arbeitsmaterialien

    In guten Taxischulen erhält jeder Teilnehmer – neben fachlich und didaktisch hochwertigem Unterricht – aktuelle und fehlerarme Schulungsunterlagen, zu denen mindestens ein Ortskunde-Katalog mit Lösungen sowie ein umfangreiches Zielfahrten-Script gehört, das einen Großteil des relevanten Berliner Straßennetzes abdeckt. Da aufgrund der Vielzahl der möglichen A-B-Kombinationen nicht alle rechnerisch möglichen Fahrten in einem Heft stehen können (denn dies hätte um die 20.000 Seiten), umfasst eine gute Zielfahrtensammlung mindestens alle Bezirke, Ortsteile/Siedlungen, Straßen, Plätze und Objekte aus dem Ortskunde-Katalog und die meisten gängigen Straßenverbindungen. Der Kauf des offiziellen Ortskundekatalogs bei den Verbänden ist für einzelne Anwärter nicht sinnvoll, denn er wird ohne Lösungen herausgegeben.

    Weitere nützliche Arbeitsmittel sind der Spezialatlas zum Taxischein für Berlin, in dem Details aus dem Straßennetz exakt und auf die Ortskundeprüfung zugeschnitten abgebildet sind, die aus Stadtplänen nicht hinreichend deutlich hervorgehen, sowie Computer-Lernprogramme und die Smartphone-App(likation) „TaxiCoach Berlin“. Der Spezialatlas ist im Handel erhältlich, wird aber bei vielen Taxischulen auch – zusammen mit Stadtplänen – als Bestandteil des Lernmaterials eingesetzt.

    In jedem Fall sollte der Umgang mit Kartenmaterial für Sie Routine sein. Für die grobe Übersicht empfiehlt sich eine auseinanderfaltbare Karte, auf der das Stadtgebiet komplett (möglichst auf einer Seite) abgebildet ist. Für Detailkenntnisse ist eine großmaßstäbliche Karte in Atlasform zu empfehlen. Beides wird von mehreren Verlagen in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Bei der Auswahl sollten Sie darauf achten, dass die Karten übersichtlich und gut lesbar sind und eine für Sie angenehme Grafik haben, denn Sie werden viele Stunden auf die Karten sehen. Für Taxischeinanwärter sind nicht unbedingt die gleichen Produkte brauchbar wie für Touristen.

    #Taxi #Berlin #Ausbildung #Taxischulen

  • Berliner Verbände und Opposition kritisieren BER-Vereinbarung
    https://www.taxi-times.com/taxi-laderecht-am-ber-sorgt-fuer-diskussion-im-berliner-landesparlament

    22. September 2020 von Axel Rühle

    Die Brisanz der Vereinbarung, die Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther letzte Woche zum Laderecht für Berliner Taxis am neuen Flughafen BER verkündet hatte, zeigt auch eine Debatte am Folgetag im Abgeordnetenhaus von Berlin.

    Die Vereinbarung, die Günther mit dem Landkreis Dahme-Spreewald (LDS), in dem der künftige Flughafen liegt, und dem Land Brandenburg am Mittwoch, dem 16. September, getroffen hat, ist ohne Einbeziehung der Berliner Gewerbevertretungen erfolgt, die den Vorgang deshalb scharf kritisierten.

    In der Parlamentssitzung des Abgeordnetenhauses von Berlin am darauffolgenden Tag wurde das Thema kurzfristig zum Gegenstand einer Debatte, welche die FDP-Fraktion vor Bekanntwerden der Vereinbarung mittels Antrag „Der BER braucht Berliner Taxis“ angemeldet hatte.

    Der FDP-Abgeordnete Henner Schmidt kritisierte, die Regelung schaffe „Taxis erster und zweiter Klasse“, nämlich der vier von hundert, die nach dem Absetzen von Fahrgästen in Schönefeld anschließend auch dort ankommende Passagiere aufnehmen und nach Berlin fahren dürften, und der 96, die leer zurückfahren müssen. Er forderte ein Laderecht am BER für sämtliche Berliner Taxis und einen einheitlichen Tarif, der mit der Vereinbarung nicht gesichert sei. Er fragte, wann denn ein solcher gemeinsamer Tarif zu erwarten sei. Günther bezeichnete den Punkt als wichtig und sprach von einer vertraglichen Regelung für das erste Quartal 2021.

    Tino Schopf, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, begrüßte die Vereinbarung. Er hält die Anzahl von 600 Taxis für zunächst ausreichend, da der Flughafen an den Linienverkehr sowie an das übergeordnete Straßennetz gut angeschlossen sei. Den „ganzen ökonomischen und ökologischen Unsinn der letzten Jahre“ nannte er „somit passé“. Die fehlende Tarifverständigung bezeichnete aber auch er als absurd. Auch das Problem der fehlenden Kennzeichnung und der fehlenden Fiskalisierung nannte er als Problem, obwohl seine Partei als Koalitionspartner die Vereinbarung mitträgt.

    Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, entgegnete, der ÖPNV-Anschluss sei gut, aber nicht optimal, da etwa die Verlängerung der U-Bahn-Linie 7 zum neuen Flughafen schon innerhalb der Koalition umstritten sei. Die Koalition nehme den Ausbau des ÖPNV zum Flughafen überhaupt nicht ernst. Günthers Vereinbarung sei weder ein Erfolg noch ein guter Kompromiss, sondern eine „ganz klare Nachteilsregelung für das Berliner Taxigewerbe“. Eine gleichberechtigte Ladeerlaubnis eines 170.000-Einwohner-Landkreises mit 400 Taxis und einer 3,6-Millionen-Metropole mit annähernd 8.000 Taxis sei nicht gerecht. Zudem dürften die Taxis aus dem LDS mit der Vereinbarung nicht nur „überall nach Berlin“, sondern auch „in Berlin hin- und herfahren“, „denn Sie wissen, das wird überhaupt nicht kontrolliert.“ Bekundungen der Regierungsparteien, etwas gegen illegale Mietwagen-Aktivitäten und Schwarzarbeit tun zu wollen, seien nichts als Lippenbekenntnisse, da in den bisherigen vier Jahren der Legislaturperiode nichts in der Richtung geschehen sei.

    Kristian Ronneburg (Die Linke) nannte das „Rumgemäkel“ der CDU „durchschaubar“ und dankte der Senatorin und dem LDS für die Kompromissbereitschaft. Die Rechnung der CDU, „dass Sie sich heute hier im Plenum präsentieren können und sagen können, ‚ es ist noch nichts da’“, sei nicht aufgegangen. Die Vereinbarung sei immerhin ein Schritt und gut für die Fluggäste und gut für die Metropolregion Berlin/Brandenburg. Ungeachtet der Koalitionsvereinbarung, die auch seine Fraktion mit unterzeichnet hat, und die das Laderecht aller Berliner Taxis am künftigen Flughafen klar als Ziel enthält, bezeichnete er es als „wichtig, dass diese Vereinbarung geschlossen worden ist“. Das Laderecht der auswärtigen Taxis in Berlin sei eine „ordentliche Konkurrenz“, und natürlich müsse sichergestellt werden, dass Taxis aus dem Landkreis „wirklich nur an den Taxi-Haltepunkten Fahrgäste aufnehmen. Wie wird das kontrolliert? Ist das LABO in der Lage?“ Wohlgemerkt gehört Ronneburg nicht der Opposition, sondern der Koalition an.

    Paul Fresdorf, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP, bezeichnete die Worte Ronneburgs denn auch als „an Hohn und Spott nicht zu überbieten“. Der Senat lasse sich vom LDS vorführen und komme „mit so einer Minimal-Lösung für die Berliner Taxis um die Ecke“ und wolle das als Erfolg feiern. „Das ist lächerlich, Herr Ronneburg.“ Man habe für 90 Prozent der Taxis im LDS, aber nur für vier bis fünf Prozent derer in Berlin eine Lösung geschaffen. „Erklären Sie das denen doch mal, was mit ihren Einnahmeeinbrüchen passieren soll! Sie haben keine Lösung für die Taxifahrer dieser Stadt geschaffen, stattdessen verhöhnen Sie sie hier in diesem Haus. Es ist wirklich peinlich.“ Die Lösung lasse Nöte entstehen. Während der Linken das Autofahren zuwider sei, werde die FDP weiter für den individuellen Personennahverkehr stehen.

    Ronneburg erwiderte verärgert, er lasse sich „von so einer klassischen Lobbyistenpartei wie der FDP für Uber & Co.“ nicht vorwerfen, mit dem Taxigewerbe verächtlich umzugehen. Fresdorf solle mal mit seinen Kollegen aus dem Bundestag reden. Die Vereinbarung sei doch klar ein Kompromiss, und es habe doch eine Vereinbarung getroffen werden müssen. Mit seiner Rede habe Fresdorf bestätigt, dass die Opposition lediglich einen „Stab über die Koalition“ habe brechen wollen. Fresdorf wisse genau, dass er „nicht einfach in einem ersten Schritt erreichen [kann], dass man für alle Taxis in Berlin eine Kompromisslösung mit Dahme-Spreewald am BER findet – in welcher Welt leben Sie denn eigentlich?“ Insofern sei das „einfach nur wirklich Gezeter von der Opposition“. Fresdorfs Kritik sei nicht sachlich, sondern „einfach nur Augenwischerei gegenüber den Taxifahrern, da sollten Sie sich besser mal ehrlich machen“. Er regte ein „Taxi-Forum“ vor der nächsten Wahl an, „und da wird abgerechnet!“

    Frank Scholtysek, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, bezeichnete die Vereinbarung, die „immer nur für ein Jahr gültig“ sei, als gänzlich unausgegoren und fragte, wer eigentlich bestimme, welche Taxis am BER laden dürfen, ob das ausgelost werde, ob es die bekämen, die die besten Kontakte in die Berliner Senatsverwaltungen haben, oder ob die Erlaubnisse meistbietend versteigert würden. Er bezeichnete die Vereinbarung als „Feigenblatt“, das mehr schlecht als recht verdecken solle, „wie Berlin wirklich zu seiner Taxibranche steht“: Ihre Zukunft sei dem Senat nicht sonderlich wichtig. Das spiegele sich nicht nur an der mehrjährigen Untätigkeit in der BER-Frage wider, sondern auch „im Bekenntnis zu immer neuen Mobilitätsexperimenten mit unterschiedlichsten Anbietern“, denen nicht nur, wie das Beispiel Uber zeige, völlig freie Hand gelassen werde, sondern „die werden wie der ‚Fahrdienst Berlkönig’ auch noch aus Steuergeldern finanziert“. Das Taxigewerbe ‚störe’ offenbar das „System Uber“, einen „Fahrdienstvermittler, der die Fahrer … so dermaßen in den finanziellen Würgegriff nimmt, dass die meisten von ihnen auch noch zusätzlich beim Jobcenter aufstocken müssen.“ Er kritisierte das Fehlen der Ortskunde, des Fiskaltaxameters und der Kontrollen der Uber-Fahrer. Die Schließung des Flughafens Tegel sei ein weiterer Sargnagel des Taxigewerbes, das „vom Senat und vom links-grünen Block hier ohnehin schon aufgegeben wurde“.

    Als letzter Redner verteidigte die Vereinbarung Regine Günthers Parteifreund Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/DieGrünen, der den Senat eingangs gefragt hatte, ob die Umsetzung zum Zeitpunkt der Flughafeneröffnung sichergestellt sei, was Günther bejahte. Er fragte Schmidt (FDP), ob dieser meine, die 400 Taxis aus dem LDS hätten gegen 8.000 Berliner Taxis eine Chance, wenn keine 300:300-Regelung getroffen worden wäre. Im Widerspruch zu seinem Parteifreund Stefan Gelbhaar, der schon vor Jahren die Möglichkeit eines sog. Behördenvertrags ins Spiel gebracht hatte, betonte Moritz, man habe hier mit „ebenbürtigen“ Partnern verhandelt und solle sich tunlichst an die eigene Nase fassen und nicht so überheblich sein; die Brandenburger hätten auch Rechte. „Diese 8.000 – das kann überhaupt gar nicht funktionieren. Von daher ist es eine faire Aushandlung, dass paritätisch aus LDS und Berlin Taxen da laden können.“

    Seinen Widersacher Friederici (CDU) fragte Moritz: „Sie haben ja gesagt, wir lassen uns alles gefallen. Was haben Sie denn 2012 getan, als die Berliner Taxen nicht mehr am Flughafen Schönefeld laden konnten? Gar nichts! Hier große Töne spucken, aber ansonsten ist da nichts dahinter!“ (2012 war allerdings der heutige Regierungschef Michael Müller von der SPD Verkehrssenator, Anm. d. Red.). Die einheitlichen Tarife würden noch kommen, und im Übrigen habe nicht nur in Berlin die Taxibranche Schwierigkeiten. „Auch und gerade auf dem Land haben die Taxiunternehmer noch größere Schwierigkeiten, sich überhaupt zu halten.“ Deswegen sei die getroffene Vereinbarung für die Taxis in LDS eine Chance. An den in Berlin ladeberechtigten LDS-Taxis werde es eine nicht ablösbare Kennzeichnung geben, „und eine Ortskundeprüfung brauchen die auch alle gegenseitig“. Die Frage von Scholtysek (AfD), welche Berliner Taxis eine Ladeberechtigung am neuen Flughafen erhalten würden, beantwortete Moritz so: Die Unternehmer könnten bei der Genehmigungsbehörde LABO Anträge stellen, „und wenn viel mehr Anträge reinkommen als Plätze da sind, muss ja irgendwie entschieden werden, und dann wird das Los entscheiden.“

    Wie auch immer man zu den Argumenten der Senats- und Oppositionspolitiker steht, eine sehr aktuelle Aussage von Harald Moritz werden sicherlich nicht nur viele Gewerbevertreter begrüßen: „Ein gewichtiger Teil [der Vereinbarung] ist auch noch, dass die Inklusionstaxis einen besonderen Stellenwert bei der Zuteilung der Laderechte haben werden. Das ist wirklich ein Fortschritt und kann vielleicht insgesamt das Inklusionstaxi voranbringen.“

    Der Umbau eines Berliner Taxis zu einem barrierefreien Taxi wird noch immer vom Land zu 100 Prozent gefördert, was für beide Seiten als Win-Win-Situation definiert wird. Es ist zu hoffen, dass die Aussicht auf das Laderecht in Schönefeld ein weiterer Anreiz für das bisher sträflich zurückhaltende Berliner Taxigewerbe ist, endlich in das lukrative Inklusionsgeschäft einzusteigen und somit den eigenen Ruf doch nicht zu verspielen.

    #Berlin #LDS #Taxi #BER #Flughafen #Laderecht

  • VIDÉO. L’Île-de-France va tester un taxi volant à partir de juin
    https://www.ouest-france.fr/ile-de-france/l-ile-de-france-va-tester-un-taxi-volant-a-partir-de-juin-6995686
    https://media.ouest-france.fr/v1/pictures/MjAyMDEwZmJiMGE4NjVjNjZkMmQ2ZDY1MmNlNDYwMjgxY2EwYjY?width=1260&he

    VIDÉO. L’Île-de-France va tester un taxi volant à partir de juin
    Le Val d’Oise va expérimenter un #taxi_volant électrique dans la perspective des Jeux olympiques de 2024 qui se tiendront à Paris.

    @monolecte tu vas pouvoir assister aux JO dans la voiture de tes rêves !
    Je note la réflexion de cette quiche de V.Pécresse :
    « c’est un nouveau mode de transport, totalement décarboné et qui ne pollue pas »
    au JO de la bêtise, elle devrait être sur le podium.

  • Free Now erhöht die Vermittlungsgebühren für Taxis
    https://www.taxi-times.com/free-now-erhoeht-die-vermittlungsgebuehren-fuer-taxis

    11. September 2020 von Hayrettin Şimşek - Paukenschlag beim Fahrtenvermittler Free Now: Ab nächsten Monat erhöht die Daimler-Tochter die Vermittlungsprovision auf zwölf Prozent des Umsatzes. Das entspricht einer prozentualen Erhöhung von über 70 Prozent. Zudem will man erstmals eine Gebühr so genannte „Einsteiger-Touren“ einführen. 

    Seit dem 1. Juli 2015 galt bei allen Taxifahrten, die über die App mytaxi (nun FreeNow) vermittelt werden, eine Vermittlungsgebühr von sieben Prozent des Bruttofahrpreis nach Taxameter. Ab dem 7. Oktober soll der Provisionssatz nun um 71 Prozent auf dann 12 Prozent ansteigen und außerdem für Einsteiger-Touren eine Vermittlungsgebühr von sechs Prozent erhoben werden. Das teilte das Unternehmen gestern seinen Teilnehmern per Rundmail mit.

    „Seit über fünf Jahren halten wir unsere Vermittlungsgebühr stabil und haben seitdem über 50 Millionen Euro in den Taximarkt investiert“, heißt es in der Rundmail von Alexander Mönch, Free Now General Manager Deutschland & Österreich.

    Bevor man in der Mail zum eigentlichen Thema kommt, wird über den neu integrierten Mobilitätsservice, E-Scooter, E-Bikes und Carsharing in die Free Now App für neue Nutzergruppen berichtet, „die in einer späteren Lebensphase auch zu Taxikunden werden.“ Somit würden die Fahrgäste in jeder Situation, in der sie Mobilität nachfragen, ein passendes Angebot von Free Now bekommen. Dies entstehe auch im Einklang mit den Städten, die ihre Klimaziele im Blick haben und den privaten Auto-Pendelverkehr reduzieren wollen.

    „Multiservice bei Free Now sollten Sie daher als klare Chance verstehen und nicht als Risiko“, steht in der Info-Mail, denn durch den Verzicht auf das eigene Auto würde der Kuchen auch für das bewährte Taxi größer werden.

    Man hätte in den letzten Jahren gemeinsam viel erreicht und auch während der Corona-Krise viele neue Fahrgäste an sich binden können – mit Rabattaktionen. Außerdem würden die Geschäftsreisen und privaten Aktivitäten wieder zunehmen.

    Ursprünglich hätte man die Anpassung der Vermittlungsgebühr schon für das zweite Quartal 2020 vorgesehen, aber aufgrund der Corona-Krise verschoben. Free Now habe sich stattdessen darauf konzentriert, seine Partner im Taxigewerbe schnell und tatkräftig zu unterstützen. In kürzester Zeit hätte man 3.500 Trennwände, 10.000 Masken, 10.000 Desinfektionsmittel und 10.000 Handschuhe kostenlos ausgegeben. Mit “Courier” hätte man während des Lockdowns zusätzliche Lieferdienste angeboten und städtische Mobilitätsinitiativen unterstützt. Das hätte den aktiven Fahrern in der Corona-Pandemie zumindest einen Grundumsatz geliefert.

    Um wieder mehr in den Taximarkt zu investieren, soll es nun ab dem 7. Oktober 2020 die oben angesprochene Anpassung der Vermittlungsgebühren geben, die dazu führen soll, ein nachhaltiges Geschäftsmodell für mehr Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und ein technisch durchdachtes Produkt, einen umfassenden Service sowie einen steten Zuwachs an Fahrgästen mit sich zu bringen.

    Bei Direkt- und Vorbestellungen soll sich die Vermittlungsgebühr von bisher sieben auf künftig zwölf Prozent vom Bruttofahrpreis nach Taxameter erhöhen. Der Anteil, den Taxifahrer also ab Oktober pro Tour an den Fahrtenvermittler abgeben müssen, erhöht sich somit prozentual um mehr als zwei Drittel. 

    Ein Dauerärgernis der letzten Jahre will Free Now im Rahmen der Provisionserhöhung beseitigen: Bisher wurden von Free Now bei bargeldlosen Zahlungen auch sieben Prozent vom Trinkgeld einbehalten, was nicht nur rechtlich angezweifelt wurde, sondern die Taxifahrer*Innen immer wieder erzürnt hatte. Künftig will man darauf verzichten. Das entspreche in etwa einem Prozentpunkt der Gebühren, rechnet Free Now vor.

    Doch was auf der einen Seite wegfällt, wird in einem anderen Bereich neu aufgelegt: Für Einsteiger-Touren will man neu eine reduzierte Vermittlungsgebühr von sechs Prozent in Rechnung stellen. Gemeint sind damit jene Fahrten, bei denen der Kunde kein Taxi über Free Now bestellt hat, die Zahlung jedoch bargeldlos über deren App abwickelt. Jenen seit April 2015 bestehenden Service hätte man bisher kostenlos angeboten und die aufgelaufenen Kosten für Zahlungsdienstleister, Entwicklung und Wartung sowie die Administration selbst getragen. „Für Einsteiger-Touren wird nur die Hälfte der Vermittlungsgebühr berechnet, da über die genannten Leistungen hinaus keine aktive Vermittlung stattfindet“, erläutert Free Now. Zum Vergleich: Disagio-Gebühren für bargeldlose-Zahlungen sind auch bei Taxizentralen durchaus üblich, allerdings bewegen diese sich im Bereich zwischen zwei und vier Prozent. In Berlin beispielsweise verlangt die dortige Taxizentrale für jede Payment-Bezahlung von taxi.eu eine Gebühr in Höhe von 75 Cent pro Auftrag. 

    Für das Jahresende hat Free Now angekündigt, eine Stornogebühr für die Free Now-User einzuführen. Diese Gebühren wolle man mit der wöchentlichen Abrechnung an die Unternehmen weiterleiten. hs

    Anmerkung der Redaktion: Eine prozentuale Gebührenerhöhung von mehr als zwei Drittel ist ein sattes Pfund – und trotzdem liegt der Provisionssatz immer noch unterhalb der Vermittlungsgebühren, die man für vermittelte Mietwagenfahrten einkassiert, also für jenes Segment, das man seit dem Namenswechsel von mytaxi zu Free Now parallel bedient und in das man hauptsächlich die bestehenden Taxi-Kunden hinüber gezogen hat.

    Rein rechnerisch dürfte der Schwerpunkt bei Free Now auch weiterhin darin liegen, möglichst viele Taxikunden in den Mietwagenbereich zu locken. Somit muss jeder Taxifahrer auch weiterhin damit rechnen, dass sein heute von Free Now vermittelter Taxikunde morgen bereits einen Mietwagen bestellt. 

    Parallel dazu nimmt man auch politisch massiv Einfluss, die Abgrenzung zwischen Taxi und Mietwagen in Rahmen der PBefG-Novelle zu verwässern. „Damit das Taxi in der digitalen Mobilität der Zukunft weiterhin eine wichtige Rolle spielt“, mache man sich für eine Reform stark, „die unter Berücksichtigung von fairen Rahmenbedingungen für Fahrpersonal und Fahrgäste, Taxi und Mietwagen mittelfristig im PBefG zusammenführt – genauso wie das Einheitsgewerbe in Österreich“, heißt es dazu seitens von Free Now. 

    Spätestens dann wäre kaum auszuschließen, dass man bei einem Einheitsgewerbe auch eine einheitliche Vermittlungsprovision für Taxis und Mietwagen einführt. Zur Erinnerung: Bei der Mietwagenvermittlung „Free Now Ride“ liegt diese bei 25 Prozent.

    #Taxi #Vermittlung #FreeNow

  • Dresdner Erfindergeist: Die Geschichte der „Taxi-Tüftler“ | MDR.DE
    https://www.mdr.de/zeitreise/ddr/taxameter-made-in-gdr-100.html

    Mitte der 1980er Jahre gelingt einem Dresdner Team aus Technikern und Ingenieuren eine kleine Revolution: Sie entwickeln den ersten elektronischen Bordrechner für DDR-Taxifahrzeuge – den Taxameter. Nach vierjähriger Entwicklungszeit kann er in Serienproduktion gehen. Und die Zeiten von Zettelwirtschaft und Kopfrechen im Taxi sind damit vorüber. Was aus heutiger Sicht banal klingt, ist damals eine Höchstleistung.

    Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK Vorlesen
    Taxen sind in der DDR Mangelware. Und: Die vorhandene Technik in selbigen ist hoffnungslos veraltet. Abgerechnet wird mit Bleistift und per Kopfrechnen. Die Fehlerquellen bei der Endabrechnung sind hoch, die Fahrgäste oft unzufrieden, weil sie sich übers Ohr gehauen fühlen. Daher soll Anfang der 1980er Jahre das „digitale Zeitalter“ in die Taxen einziehen. Modern und fälschungssicher soll das Abrechnungssystem sein - mit Hilfe eines kleinen Bordcomputers. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht.

    Vorgänger des Taxameters: Sieben Kilo schwer
    Im Wissenschaftlich-Technischen Zentrum des Kraftverkehrs Dresden (WTZK) soll ein Kollektiv aus Technikern und Ingenieuren ein hochwertiges Taxameter entwickeln. Frühere Versuche, ein Gerät auf den Markt zu bringen, sind bislang gescheitert. „Wir hatten früher so ein Monstergerät, sehr groß, sieben Kilogramm und es war unheimlich kompliziert gebaut. So ein Gerät hätte man nie produzieren können“, erinnert sich Chef-Entwickler Eberhard Treufeld.

    Also muss ein neues Gerät her: Der Botax 80. 1981 wird er vom Ministerium für Verkehrswesen in Auftrag gegeben. Doch eigentlich ist es ein unmögliches Unterfangen im starren System der Planwirtschaft, mit extremer Bürokratie und eingeschränkter Kommunikation, eine solche Entwicklung zu betreiben. Diplom-Ingenieur Ralf-Peter Nerlich aus dem Entwickler-Team Botax 80 erinnert sich: „Es war natürlich bedingt durch die Planwirtschaft immer so, dass man einfach nicht frei einkaufen konnte. Das heißt also, man musste dringenden Bedarf nachweisen.“ Doch welchen dringenden Bedarf für den Bau eines Taxameters gibt es? Keinen.

    Zusammenarbeit mit dem Militär

    Hilfe verspricht die Kooperation mit der benachbarten Militärakademie Dresden. Die NVA kann mikroelektronische Bauteile, die es in der DDR nicht zu kaufen gibt, aus dem nicht-sozialistischen Ausland beziehen. „Und wir haben da auch eine sehr gute Beziehung hergestellt zwischen der Militärakademie Dresden und dem WTZ Kraftverkehr und damit hatten wir ganz andere Möglichkeiten, um Ressourcen zu bekommen“, erklärt Eberhard Treufeld, der damalige Leiter der Gruppe Mikroelektronik.

    Rückschläge: „...zeigte mehrere Tausend Mark an“

    Zwar haben die Dresdner Ingenieure nun genügend Material, doch es gibt Rückschläge. „Den ersten Schock erlebten wir, als wir neben einer Straßenbahn fuhren und sich ein Funkenschweif an der Oberleitung bildete“, erinnert sich Treufeld. „Der Fahrpreis sprang plötzlich auf mehrere Tausend Mark. Wir waren mit dem Problem der elektromagnetischen Verträglichkeit konfrontiert – totales Neuland – totaler Stress – die Serienproduktion wurde schon vorbereitet!“ Doch die Ingenieure schaffen es zusammen mit einem Team aus Zwickau, die Probleme zu beheben.

    Manipulation mit einer Büroklammer

    Vom Eichamt der DDR erhält der Botax 80 1985 die Zulassung. Insgesamt werden 12.000 Geräte produziert und schrittweise in allen Taxifahrzeugen der DDR verbaut. Doch auch um die ersten Geräte zu prüfen, ist das Team auf die Erfahrungen der Taxifahrer angewiesen. „Als Entwickler hatten wir ein wunderbares Verhältnis mit den Taxifahrern und mit den Betrieben. Wir haben uns dort geholfen“, so Treufeld. So werden dem Team aus Dresden Informationen über schwarze Schafe gemeldet, die in der Anfangsphase versuchen, mittels Draht oder Büroklammern die Daten zu löschen. 

    Mit Botax 80 ist die Zeit von Bleistift und Kopfrechnen vorbei. Und es gibt mit dem Botax 2000 sogar einen Nachfolger - allerings nur als Fertigungsmuster. Denn nach dem Ende der DDR waren nur noch die Taxameter westlicher Bauart gefragt. Die DDR-Modelle des Taxameters wurden entsorgt.

    #DDR #Taxi #Geschichte #Taxameter

  • Für DDR-Taxis begann 1985 die Digitalzeit - Oiger
    https://oiger.de/2018/10/12/fuer-ddr-taxis-begann-1985-die-digitalzeit/169629

    Dresdner Entwickler übergeben Taxi-Bordcomputer an die Technischen Sammlungen

    Inhalt

    1 Dresdner Entwickler übergeben Taxi-Bordcomputer an die Technischen Sammlungen
    2 Privatwirtschaftliche Inseln in der DDR-Staatsökonomie
    3 Pi mal Daumen mal Tacho
    4 Copycats: Aufgesägter Zilog-Chip wurde DDR-Standard-Prozessor
    5 Dr. Botax repariert die alte Hightech

    Dresden, 12. Oktober 2018. 1985 begann im DDR-Taxigewerbe das Digitalzeitalter: Die Taxifahrer bekamen nach und nach das „Botax 80“ in den Wolga, Moskwitsch oder Wartburg montiert. Dieses in Dresden entwickelte Taxameter war mit ostdeutscher Mikroelektronik bestückt, berechnete die Entgelte und machte (weitgehend) Schluss mit Fahrpreis-Manipulationen. Das damalige Entwicklerkollektiv um Dr. Eberhard Treufeld vom früheren „Wissenschaftlich-Technischen Zentrum des Kraftverkehrs“ (WTZK) hat einen dieser alten Taxi-Bordcomputer nun restauriert und den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) gestiftet. „Ein Dresdner Produkt, das gut in unsere Sammlung passt“, betonte Kustos Dr. Ralf Pulla. „Wir werden es bald in unser Abteilung Rechentechnik ausstellen.“

    Privatwirtschaftliche Inseln in der DDR-Staatsökonomie

    Zudem erzählt das „Botax 80“ über eine besondere Facette ostdeutscher Wirtschaftspolitik: Anders als in den meisten anderen sozialistischen Ländern beseitigten die Kommunisten in der DDR die Privatwirtschaft nicht völlig. Die SED-Oberen hielten die Privaten zwar klein, wussten aber, wie sehr diese zum Lebensstandard im Lande beitrugen. Dazu gehörte auch das Taxigewerbe: Lange Wartezeiten waren keine Seltenheit und allein der staatliche Fuhrpark konnte den steigenden Bedarf nicht mal annähernd decken. In Dresden beispielsweise gab der VEB Taxi Dresden den Ton an und steuerten die Fahrgast-Vermittlung. Aber nur reichlich 100 der bis zu 500 Taxis in der Stadt fuhren in staatlicher Regie, der Rest gehörte den genossenschaftlich organisierten privaten Taxifahrern. Die Wirtschaftslenker bevorzugten den VEB zum Beispiel bei der Zuteilung der großen russischen Wolgas. Auch konnten die angeblich „volkseigenen“ Taxis ihren Kraftstoff steuerfrei für 75 Pfennig den Liter tanken, die Genossenschaftler mussten 1,50 Mark zahlen.

    Karlheinz Otte (links) leitete über viele Jahre den VEB Taxi Dresden. In den 1980ern erprobten seine Fahrer als erste das elektronische Taxameter “Botax 80”, das das WTZK-Kollektiv von Dr. Eberhard Treufeld (rechts) entwickelt hatte. Foto Heiko Weckbrodt

    Pi mal Daumen mal Tacho

    Was beide einte, war die altmodische Abrechnung: „Das war umständlich und eine Heidenarbeit“, erinnert sich der langjährige Leiter des VEB Taxi Dresden, Karlheinz Otte. „Die Fahrer haben den Kilometerstand vom Tacho abgelesen, wenn der Fahrgast einstieg und ausstieg.“ Die Kilometerzahl war dann innerorts mit 65 Pfennig zu multiplizieren, außerorts mit 70 Pfennig, Extragepäck und Nachtzuschläge zu addieren, plus zehn Pfennig Wolga-Aufschlag. Bei manchem Fahrer mag auch die Versuchung groß gewesen sein, dabei zu manipulieren – der Passagier war ja froh, überhaupt ein Taxi erwischt zu haben.

    Copycats: Aufgesägter Zilog-Chip wurde DDR-Standard-Prozessor
    1981 beauftragte das Verkehrsministerium in Berlin schließlich das ihr unterstellte WTZK in Dresden, einen einheitlichen Bordcomputer für das komplizierte Tarif-System in den DDR-Taxis zu entwickeln. Das Kollektiv um Dr. Treufeld setzte auf damals modernste DDR-Technik: DDR-Ingenieure hatten zuvor den 8-Bit-Prozessor Z80 der US-Firma Zilog kopiert, verbessert und als U 880 der danach gierenden ostdeutschen Volkswirtschaft präsentiert. Eine auch gegen Wärme und Kälte abgehärtete Variante dieses Chips wurde zum Herzstück des DDR-Standardtaxameters. 1983/84 ging der Botax 80 in die Serienproduktion. Über 12 000 Stück wurden noch in einem Reichsbahn-Elektronikbetrieb in Medingen produziert, dann ging die DDR unter – und mit ihr verwandelten sich all die mühsam entwickelten Taxameter samt Taxis schlagartig in einen Schrottberg. „Nach der Wende wollte keiner mehr im Wolga fahren, alle nahmen nur noch die Mercedes-Taxis“, erzählt der frühere VEB-Chef Karlheinz Otte. Die Taxameter lagen aufgetürmt im Hof.


    Das “Botax 80” war ein elektronisches Taxameter, entwickelt vom Wissenschaftlich-Technischen Zentrum des Kraftverkehrs“ (WTZK) in Dresden. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

    Dr. Botax repariert die alte Hightech

    Heute geistern einzelne Botax-80-Geräte immer mal wieder durchs Internet, werden von Sammlern bei Ebay für Preise bis zu 300 Euro ersteigert. Mittlerweile gilt der Ingenieur Ralf-Peter Nerlich, der kurz vor der Wende noch in Erfurt am Nachfolgegerät „Botax 2000“ tüftelte, als eine Art „Dr. Botax“: Wie nur wenige andere hat er sich in die Details dieser ehemaligen DDR-Hightech vertieft, hat sie repariert, mit modernen Intel- und Arduino-Computern gekoppelt, die ursprüngliche Software ausgelesen und rekonstruiert und virtuelle Wolga-Simulatoren angeschlossen. Einen Original-Botax hat er gemeinsam mit dem früheren Dresdner Entwickler-Kollektiv ersteigert, wieder in Schuss gebracht und heute den TSD übergeben.

    #DDR #Taxi #Geschichte #Taxameter

  • Zwei, die nur schwer zusammenkommen konnten: Der Taxameter und die DDR
    https://www.haufschild.de/old/taxi/ddrtaxme.html

    Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR war ursprünglich keine Taxameterproduktionsstätte ansässig. Erst am 01.01.1951 wurde der kleine Handwerksbetrieb Rosmislowsky & Schwarz in Potsdam-Babelsberg eröffnet, der bis zu seiner Auflösung am 01.08.1958 acht Mitarbeiter beschäftigte. Der Feinmechaniker und Maschinenbau-Ingenieur Heinz Rosmislowsky und der Kaufmann H. Schwarz gründeten die Firma. Der Betrieb reparierte Kfz-Anzeigegeräte, Tachometer, Kühlwasserthermometer sowie Taxameter und erledigte Tarifumstellungen. Geräte aus dem Gebiet der gesamten DDR wurden per Post zur Reparatur eingesandt. Auftraggeber waren die volkseigenen Kraftverkehrsbetriebe und Taxiunternehmer.
    Nicht nur Reparaturen führte das junge Unternehmen durch, sondern sie stellten auch Zubehörteile in eigener Fertigung her. So produzierte die Werkstatt u.a. Angleichsgetriebe zur Wegstreckenanpassung und Wellenmuttern. Auch die Konfektionierung von Wellen zum Antrieb von Tachometern gehörte zur Produktpalette. Im Jahr 1953 bekam die Firma den Auftrag, einen Tachographen für den Einsatz in der Moskauer Metro zu entwickeln. Heinz Rosmislowsky entwickelte den Prototyp. Die Probeläufe in der Kremlmetropole verliefen erfolgreich. Jedoch ging das neu entwickelte Produkt nie in Serie, da die Produktionskapazitäten der privaten Firma nicht ausreichten. Die Voraussetzungen zum Produzieren, d.h. Werkzeuge, Maschinen und Material, wurden entsprechend der politischen Doktrin zur Ausweitung des volkseigenen Sektors vorzugsweise an staatliche Firmen verteilt. Privatunternehmen litten unter systematischer Behinderung.
    Aber auch in staatlichen Firmen fand sich keine Möglichkeit zur Herstellung des Tachographen. Die Planwirtschaft zeigte von Beginn an keine Flexibilität, neuen Innovationen gebührenden Raum zu geben.
    Heinz Rosmislowsky ließ sich von diesen systembedingten Enttäuschungen nicht entmutigen und entwickelte kurz darauf den ersten Prototyp seines Taxameters. Dieser hatte noch sehr kleine Ziffern des Fahrpreisanzeigers und eine nicht ausreichende Anzahl von Kontrollzählern. Heinz Rosmislowsky entwickelte seinen Taxameter weiter, der erst die Typenbezeichnung EF 58, dann EF 60 erhielt.
    Die Besonderheit des Gerätes war die kompakte Bauweise und der elektrische Aufzug des Uhrwerks für die Wartezeit. Einen elektrischen Uhrwerksaufzug weist ansonsten erst der ab 1958 produzierte Kienzle-Taxameter „T12“ auf. Heinz Rosmislowskys Taxameter war technisch auf der Höhe der Zeit. Ein Angleichsgetriebe, um den Taxameter an verschiedene Fahrzeuge anpassen zu können, war im Gerät integriert. Die Verwendung der Original-Tachowelle, die den Taxameter und über eine Verbindungswelle gleichzeitig den Tachometer antrieb, vereinfachte den Einbau in das Taxi. Bis auf den Gangregler des Uhrwerks und die Zahlenrollen der Zählerwerke waren die Versuchsmuster reine Handarbeit. In unzähligen Arbeitsstunden wurden die Platinen aus Messing gebaut, Zahnräder und Formteile gefräst und gefeilt sowie Achsen gedreht. Das Gehäuse, geformt und geschweißt aus Blech, wurde mit Hammerschlag lackiert. Viel handwerkliches Geschick und Erfindergeist wurden investiert, jedoch das Projekt stand unter keinem guten Stern. Politischem Druck zur Verstaatlichung mußte sich auch diese Firma beugen. Die Schließung des Betriebes erfolgte am 30.08.1958.
    Der VEB Apparatebau Babelsberg übernahm einen Teil der Mitarbeiter bzw. die ehemaligen Besitzer. Die restlichen Mitarbeiter fanden eine Anstellung in der PGH (Produktions-Genossenschaft des Handwerks) Kfz-Meßgeräte, die auf dem Gelände der Firma Rosmislowsky & Schwarz neu gegründet wurde. Heinz Rosmislowsky arbeitete als Entwicklungsingenieur in dem VEB.

    Die Leipziger Messe stellte 1958 einen funktionsfähigen Prototyp des von Rosmislowsky entwickelten Taxameters vor. Bestellungen aus der ehemaligen UdSSR, der CSSR und Ungarn gingen für den Taxameter ein. Im Rahmen des staatlichen Plans sollte der Taxameter für den gesamten europäischen Raum gefertigt werden. Die Dewag Werbung Potsdam legte einen Verkaufsprospekt des „Taxameter EF60“ im Namen der Firma „Transportmaschinen Export-Import, Deutscher Innen- und Außenhandel der DDR“ auf. Große Hoffnungen wurden geweckt, das Projekt scheiterte jedoch aus ganz ähnlichen Gründen wie die Herstellung des Tachographen. Wiederum fehlten Werkzeuge und Bearbeitungsmaschinen. Hinzu kam die chronische Rohstoffknappheit in der DDR.
    Für die Nichterfüllung des wie eine „Heilige Kuh“ zu behandelnden Produktionsplanes mußte ein Schuldiger gefunden werden. Was lag näher, als den ehemaligen „Kapitalisten“, der sich auch noch strikt weigerte, in die Partei einzutreten, als politisch unzuverlässig hinzustellen und ihm die Nichterfüllung des Planes zuzuschreiben.

    Anfang 1961 warnte ein Kollege Rosmislowsky. Die Staatssicherheit nahm den „unzuverlässigen“ Entwicklungsingenieur ins Visier. Gerade noch rechtzeitig konnte er auf einer Dienstreise nach Ost-Berlin (die S-Bahn fuhr damals noch von Potsdam durch West-Berlin nach Ost-Berlin) die Gelegenheit nutzen, um wie viele seiner Zeitgenossen zu fliehen. Die Jahre vor dem Mauerbau waren gekennzeichnet durch „die Abstimmung mit den Füßen“. Mit seiner Familie zog Rosmislowsky nach Baden-Württemberg. Was lag näher für den Konstrukteur eines Taxameters, als bei der Firma Kienzle anzufangen. Bis zu seiner Pensionierung 1975 arbeitete er in Villingen als Schulungsleiter und gab seine Erfahrungen den Mitarbeitern im Technischen Kundendienst weiter.
    Der nächste Versuch, einen mechanischen Taxameter für die DDR herzustellen, wurde Mitte der 60er Jahre in einem Magdeburger VEB unternommen. Die beiden Prototypen endeten jedoch kläglich in einer Vitrine der Entwicklungsabteilung. In den 70er Jahren entwickelte das Elektroamt (Eigenbetrieb des Magistrats von Ost-Berlin) einen Prototyp den Taxameter „Elta-1“. Der bereits auf elektronischer Basis arbeitete. Auch dieses Projekt wurde jedoch von den Mühlen der Planwirtschaft zermahlen.

    Im RGW (Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe) gab es weitere Versuche mit Taxametern. Der polnische Taxameter „Poltax“ glich der Kienzle-Uhr „T8“, es wurden 50 Uhren in die DDR eingeführt. Dieses ab Mitte der 60er Jahre in Poznan von der Firma Powogaz hergestellte Gerät besaß eine recht hohe Ausfallquote, die durch das Wartezeitwerk bedingt war. Dazu kam, daß die Taxifahrer der VEB Taxikombinate nicht mit Taxametern fahren wollten. Sie erhoben sich zwar nicht zu Streiks wie 1907 ihre Kollegen in Rom, als dort die Taxameter amtlich eingeführt wurden. Ihr Widerstand aber fand andere Wege. Die Uhren wurden angebohrt und Streichhölzer in das Werk gesteckt, dies demolierte das Taxameterwerk und machte die Uhren unbrauchbar.

    Eine russische Uhr bot zwei Taxenstufen; damit war sie aber für den, durch eine differenziertere Tarifordnung gekennzeichneten, ostdeutschen Markt nicht geeignet. Ein weiterer Versuch mit einem bulgarischen Taxameter, der dem Kienzle-Taxameter „T12“ ähnelte, scheiterte daran, daß die Wartezeit nicht funktionierte und das Ziffernwerk nicht der DDR-Währung angepaßt werden konnte.
    Die einzigen Taxameter, die nach dem Krieg neu - in nennenswerten Stückzahlen - in die DDR eingeführt wurden, waren Uhren, die Rentner (meistens erlaubten die Behörden nur ihnen solche Reisen) privaten Taxiunternehmern von Besuchsreisen in den Westen mitbrachten. Einige private Taxameter-Reparaturfirmen, wie die Ostberliner Firma Sagert oder die Magdeburger Firma Mewes, reparierten und bauten die mitgebrachten Kienzle-Uhren ein. So blieben die Kontakte zwischen den ehemaligen Geschäftspartnern dank persönlicher Beziehungen erhalten.

    Trotz der vielen Rückschläge gab es weitere Versuche, einen eigenen Taxameter in der DDR zu entwickeln und herzustellen. Das „wissenschaftlich-technische Zentrum des Kraftverkehrs“ in Dresden, das dem Ministerium für Verkehr unterstellt war, entwickelte 1980 den Prototyp eines Taxameters unter dem Namen „Botax 80“. Parteitagsbeschlüsse, die vorsahen, wissenschaftliche Neuerungen sofort in die Produktion einzuführen, entsprachen nur insofern der Realität, als sie auf einen chronischen Mißstand der Planwirtschaft Bezug nahmen, hatten aber im Alltag keine Auswirkungen. Wider Erwarten schaffte es die Bürokratie, für den „Botax 80“ in der „Rekordzeit“ von fünf Jahren einen Hersteller zu finden. Die staatliche Firma „WTPM Deutsche Reichsbahn“ in Meiningen wurde vom Verkehrsministerium verpflichtet, den Taxameter herzustellen.

    Nach Erprobungen in Dresden und Berlin stellte man allerdings konstruktive Mängel fest. Der Taxameter störte nämlich teilweise den Funk. Findige Berliner Taxifahrer entdeckten sogar Möglichkeiten der Fahrpreismanipulation. Nach diversen technischen Veränderungen entwickelte sich der „Botax 80“ endlich zum Standardgerät in den DDR-Taxen. Er bot zwei Tarife mit mehreren Tarifstufen.

    Ein Politkrimi, mit einem Taxameter in der Hauptrolle.
    1988 ging ein neuer Prototyp, der „Botax 2000“, in die Erprobungsphase beim VEB Taxi-Berlin. Bereits 1989 war das Gerät serienreif. Mit der Wende kam allerdings auch für den „Botax 2000“ das Ende. Nur 30 Geräte wurden insgesamt hergestellt. Dennoch konnte dieser Taxameter Erstaunliches leisten. Er war frei programmierbar und hatte eine hohe Speicherkapazität, so daß jede Fahrt genau aufgezeichnet werden konnte. Die Umschaltung von Tag- auf Nachttarif erfolgte automatisch. Das Gerät verfügte über eine Datenschnittstelle für Magnetkarten, die zu Dienstbeginn und -ende des Taxifahrers die Daten des Taxameters aktualisierte und zur Abrechnung einem Zentralrechner zur Verfügung stellte.
    Ein Blick in das Innere des Taxameters verrät, was diese umfangreichen Funktionen ermöglichte. Toshiba-Chips sowie Chips „Made in Korea“ machten den Taxameter zu einem Spitzenprodukt, sicher auch im internationalen Vergleich.
    Aber gerade diese mikroelektronischen Chips standen zu DDR-Zeiten noch ganz oben auf der aus dem „Kalten Krieg“ stammenden „Cocom-Liste“, die zur Ausfuhr in den Ostblock verbotene Waren aufführte. Solche Chips hätten also gar nicht in einem DDR-Taxameter verwendet werden können. Sie sind illegal (vorbei an den Kontrollen des Zolls der westlichen Länder), im Auftrag der damaligen Machthaber, in die DDR eingeführt wurden.

    Nach der Auflösung der Eichämter in den 60er Jahren eichte der VEB Kraftverkehr seine Taxameter selbst. Damit entfiel eine unabhängige Kontrollinstanz, die die richtige Einstellung der Taxameter garantierte. Durch Veränderungen am Impulsgeber war der „Botax 80“ leicht manipulierbar. Doch nicht nur diese vorsätzlichen Betrügereien hatten Einfluß auf den Fahrpreis. Für die Wolga-Taxen gab es oft keine neue Originalbereifung, so daß die Taxen mit größeren Reifen fuhren. Damit änderte sich natürlich auch die Wegstrecke, die das Rad bei einer Umdrehung zurücklegte. Der Fahrpreis konnte also für die gleiche Strecke variieren, ohne daß vorsätzlicher Betrug im Spiel war. Der Kunde konnte kaum durch die Wahl eines Taxis mit größeren Rädern ein Schnäppchen schlagen, denn er mußte froh sein, wenn er überhaupt eines fand. Der Taxifahrer wurde geradezu vom herrschenden System gezwungen, den Taxameter zu manipulieren. Dies geschah gleichsam „mafiaartig“ zwischen Rostock und Suhl.

    Die Kontingentlisten der Fünfjahrespläne enthielten für den einzelnen Taxifahrer bzw. -betrieb genaue Vorgaben. Ein Wartburg verbrauchte diesem Plan zufolge im Sommer wie auch im Winter 10,8 Liter Kraftstoff auf 100 km. Der Fahrer durfte pro Monat ca. 3 000 km fahren. In Zeiten großer Benzinknappheit konnten es auch nur 1800 km sein. Bei diesen 3 000 km bekam der Taxifahrer einen Kontingentschein von 324 Litern zugeteilt. Die Behörden kontrollierten auch die Taxiuhren der privaten Taxiunternehmer, ob nicht etwa die Kilometerbegrenzung überschritten war. Das Tanken ohne Kontingentschein war verboten. Natürlich konnte kein Taxifahrer bei so geringen erlaubten Fahrleistungen ausreichend Geld verdienen. Manipulationen gehörten zum überleben des Gewerbes.
    Der in den Taxen der ehemaligen DDR nach der Wende am meisten verbreitete Taxameter „Botax 80“ war nicht nach bundesdeutschem Maßstab eichfähig. Da die gerade selbständig gewordenen Taxiunternehmer in den neuen Bundesländern Kosten sparen mußten, wollten sie möglichst ihre alten Taxameter weiterbenutzen. Eine Erfurter Firma entwickelte kleine konstruktive Veränderungen, die den „Botax 80“ frei programmierbar machten. Mit Hilfe dieses Umbaus ist er eichfähig und damit selbst 1993 noch einsetzbar.

    #DDR #Taxi #Geschichte #Taxameter