• L’hérésie américaine : faut-il brûler Peter Thiel ? | Le Grand Continent
    https://legrandcontinent.eu/fr/2026/03/14/thiel-heresie-benanti

    La prophétie du monopole : Thiel, René Girard et l’ombre de la PayPal Mafia

    Pour comprendre la trajectoire qui a conduit la Silicon Valley à passer d’un groupe d’adolescents utopistes dans des garages à un centre névralgique du pouvoir géopolitique mondial, il faut remonter aux fondements philosophiques et relationnels qui ont soutenu son ascension la plus spectaculaire.

    Au cœur de cette transformation, il n’y a pas seulement l’ingénierie logicielle mais une forme d’ingénierie des âmes et des sociétés, orchestrée par une figure qui réunit en elle le rôle de l’investisseur et celui du théologien politique : Peter Thiel.

    Loin de se résumer à une simple stratégie d’affaires, sa vision constitue la traduction opérationnelle d’une anthropologie philosophique précise — celle de René Girard — incarnée puis diffusée à travers l’un des réseaux de pouvoir les plus influents de l’histoire récente : ce que l’on appelle la « PayPal Mafia ».

    #capitalisme_computationnel #accélérationnisme #lumières_obscures #dark_enlightment #Palantir #Peter_Thiel

    • « qui possède une machine à produire du désir possède le monde »

      [...]
      Les entreprises fondées ou financées par la PayPal Mafia ne se sont pas contentées de vendre des produits : elles ont redéfini les infrastructures mêmes de la sociabilité, du travail, de l’information et de la sécurité.

      Facebook a colonisé les relations humaines.

      LinkedIn a cartographié et structuré le monde professionnel.

      YouTube a démocratisé — tout en la fragmentant à l’extrême — la production vidéo.

      Palantir Technologies — fondée par Peter Thiel avec le soutien de la CIA via son fonds de capital-risque In-Q-Tel — a introduit la logique de l’analyse de données au cœur même des appareils de renseignement et militaires.

      [...]

      (...) les héritiers de la Génération X n’ont ni cherché l’affrontement frontal ni tenté la réforme interne.

      Ils ont choisi une stratégie de contournement beaucoup plus efficace : rendre les anciennes institutions obsolètes.

      Ils ont compris que le véritable pouvoir ne résidait plus dans le contrôle des structures physiques ou financières classiques, mais dans l’exercice d’une nouvelle souveraineté : le pouvoir computationnel.

      À cet égard, l’épopée des startups de la Silicon Valley représente pour cette génération l’équivalent existentiel de Mai 68 : une révolution non pas menée dans les rues ou les universités, mais avec les serveurs et des lignes de code, au service d’un objectif précis : démanteler les hiérarchies rigides et la fidélité corporative qui constituaient l’ossature du « monde boomer ».

      LES CHOSES CACHÉES DE PETER THIEL, Paolo Benanti
      https://legrandcontinent.eu/fr/2025/12/24/les-choses-cachees-de-peter-thiel

      #Paolo_Benanti #théologie_politique #PayPal_Mafia #désir_mimétique #monopole #algorithmes

  • La puissance en retrait
    https://laviedesidees.fr/La-puissance-en-retrait

    Comment la justice peut-elle triompher de la force ? Alexandra Ferret révèle la cohérence profonde de la pensée de Simone Weil qui unit politique et théologie. Elle présente une vision radicale de la puissance : non pas domination mais retrait, pour un monde où la violence cède à l’obéissance.

    #Philosophie #souveraineté
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20250822_durand.pdf

  • Bellum carnale non est, sed spirituale
    https://das-blaettchen.de/2025/03/die-wiederkehr-der-theologischen-ursuende-71355.html

    A propos de la théologie de la guerre en Russie et l’Allemagne historique

    10.3.2025 von Friedrich Erich Dobberahn - Die Wiederkehr der theologischen Ursünde

    Wladimir Putin lässt seinen Angriffskrieg auf die Ukraine durch Kyrill I., den Primas von Moskau und ganz Russlandz , mit einem kriegstheologischen Paradigma rechtfertigen, das schon von der Deutschen Theologie im Dienst der Kriegspropaganda im Ersten und Zweiten Weltkrieg angewendet wurde. Putin knüpft dabei nicht nur an die Gängigkeit russisch-nationaler Ursprungsmythen an – wie an die „gottgewirkte“ translatio imperii von Byzanz auf Kiew und von Kiew auf Moskau zur Gottesträgerschaft des „Dritten Rom“ –, sondern auch an die russische Nationalliteratur wie an Dostojewskis „Dämonen“. Dort heißt es im zweiten Teil, Kapitel I,7: „Je stärker und größer aber ein Volk ist, desto eigener gehört ihm auch sein Gott an.“ Ein gewisser Iwan Pawlowitsch Schatow behauptet an derselben Stelle, dass einzig dem russischen Reich die „Gottesträgerschaft“ und damit auch die Erlöserschaft in der Geschichte zukäme. Die Orthodoxie, in Russland seit 2012 wiederentdeckt und systematisch instrumentalisiert, ist eine „Säule der russischen Welt“, zumal die „Grundlagen der orthodoxen Kultur“ mittlerweile Pflichtfach an allen russischen Grundschulen geworden sind.

    Putin propagiert auf diese Weise die identitäre „Erhebung“ und verstärkt die in Russland vorhandenen Ressentiments gegen die liberale, freiheitlich-demokratische westliche Kultur. Dieses Beispiel von kriegerisch aufgeladener Ursprungsmythik erinnert stark an die deutsche „Ur-Renitenz“ (wie sie Thomas Mann 1938 nannte): an die „ewige Halsstarrigkeit wider den mittelmeerländischen Universalismus“, gegen die „galloromanischen Freiheitsideen des 18. Jahrhunderts“; das romantische, antiliberalistische Kontrastprogramm der deutschen Nationalphilosophie und -Theologie bei Hegel, Fichte und Arndt. Im Deutschland des 19. und 20. Jahrhunderts entstand daraus ein geistiges Rutschbahngefälle, das im Nationalsozialismus zum Holocaust führte – es entwickelte sich aus den Mythen der Stauferzeit, aus dem Kreuzzugsgedanken, aus der Vorstellung des Erbübergangs des römischen Kaisertums von Byzanz auf die Franken zur Weltherrschaft, aus der lutherischen Obrigkeitstheologie, der Lyrik der Freiheits- und Einigungskriege, den ethnischen Urvolk- und Reinheitstheorien, sowie aus den darwinistischen Auserwähltheitsphantasien heraus. Die voraufklärerischen und metaphysisch unterbauten deutschen Slogans und Mantras in der Steigerung von 1914–1945 lauteten: „Wir müssen siegen, denn sonst hätte die Weltgeschichte ihren Sinn verloren“ / „Der deutsche ‚Reinwuchs‘ muss sich zur Erlösung der Welt gegen den ‚Misswuchs‘ durchsetzen“ / „Die Deutschen müssen für das Herz der Weltgeschichte kämpfen“ / „Die welterlösende Kulturmission Deutschlands geht wider Tod und Teufel“ / „Die Deutschen sind nach Gottes Willen die Erfüller der Heilsgeschichte“. Diese kriegstheologischen Überzeugungen im Horizont von Auserwählung und Sendung zur Christus-Trägerschaft, Drachen-Apokalyptik und Heils-Eschatologie kehren nun mit erschreckender Ähnlichkeit in der Kriegsrechtfertigung Kyrills I. wieder.

    Wie damals in Deutschland 1914-1945 begeht heute die Kriegspredigt Kyrills I. dieselbe theologische Ursünde, die universale Heilsbotschaft Christi an die Machtinteressen eines Nationalstaats zu verraten. Patriarch Kyrill I. hatte bereits Putins verwüstenden Syrieneinsatz als „heiligen Kampf“ bezeichnet (es soll da um den historischen Wert Antiochias für die orthodoxe Kirche gegangen sein). Im Gottesdienst am 6. März 2022 in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale überreichte Kyrill dem Chef der in der Ukraine kriegführenden russischen Nationalgarde, Wiktor Solotow, zunächst eine Marien-Ikone mit den Worten: „Möge dieses Bild junge Soldaten inspirieren, die den Eid ablegen und den Weg der Verteidigung des Vaterlandes einschlagen.“ Seine anschließende Ansprache beschloss Kyrill I. mit den Worten: „All’ das Gesagte ist ein Zeugnis dafür, dass wir [Russland] in einen Kampf eingetreten sind, der keine physische, sondern metaphysische Bedeutung hat.“ Kyrill bezieht sich damit auf eine Kreuzzugsformel von 1099: „Wisse, dass dies kein fleischlicher, sondern ein spiritueller Krieg ist (bellum carnale non est, sed spirituale); sei also ein Streiter (athleta) Christi, und ein starker dazu. Gehe hin in Frieden (vade in pace); möge der Herr allzeit bei dir sein.“ Man muss den Vollsinn dieser Formel, der in anderen Kriegspredigten Kyrills näher konkretisiert wurde, in dreierlei Hinsicht beachten.

    Den russischen Soldaten wird damit von kirchlicher Seite – erstens – der tiefere Sinn des Krieges erklärt: Das augenblickliche Kriegsgeschehen ist Ausläufer des im Himmel bereits ausgefochtenen Endkampfes der guten gegen die bösen Mächte. Kyrill I. verlegt – wie die deutschen Kriegsprediger 1914-1945 – die Welterlösung in die eigene Nationalgeschichte. Erweckt vom österlichen Sieg Christi über den Tod (1. Kor. 15, 57 f) wird Russland zur Erlöser-Nation. Putin, seine Generäle wie Soldaten treten in den Dienst der universalen Heilsmacht Gottes. 1914-1945 wurde deutschen Soldaten dieser selbige Unsinn eingeredet, dass sie, wenn sie auf die Feinde Deutschlands schössen, „Jesus Christus bei der Erlösung der Welt helfen“ würden. Ebenso dichtete man schon 1815 mitten im Freiheitskrieg (Parallelen dazu gab es von Immanuel Geibel und anderen im Siebzigerkrieg):

    „Denn dieser Krieg, er ist gewiß
    Kein Krieg wie andre Kriege,
    Hie streitet Licht und Finsterniß,
    Die Wahrheit mit der Lüge,
    Hie tritt Gott selber auf den Plan,
    Und bindet mit dem Teufel an,
    Das will der Krieg bedeuten,
    Darin wir jetzo streiten.“
    (Karl Friedrich Gottlob Wetzel, 1815)

    Zweitens: Weil nun auf Befehl Putins – Kyrill I. hatte ihn bereits 2012 als „Wunder Gottes“ und „Gesandten Gottes“ ausgerufen – die russischen Truppen im bloßen Nachvollzug des überirdischen Heilsgeschehens (Offb. 17-20) in der Ukraine ihre „heilige Spezialoperation“ durchführten, könne Russland aufgrund des schon im Himmel erfochtenen Sieges den irdischen Krieg gegen die Ukraine und die westliche Welt gar nicht mehr verlieren. Gott, Vorsehung und Geschichte „machen keine Fehler“. Aus der Logik solcher Kreuzzugs-Metaphysik heraus ist die Gewissheit des Sieges unumstößlich; Friedensverhandlungen auf Augenhöhe mit dem Gegner sind daher Ausdruck des Unglaubens.

    Drittens: Da – gemäß Kyrill I. – der apokalyptische Endkampf des Guten gegen die ukrainischen „Mächte des Bösen“ absolut heilsnotwenig ist, sind auch alle Etappen des Krieges, in denen sich das in den Kampf geschickte Kriegsvolk für den Sieg bewähren muss, einschließlich ihrer Gräueltaten, heilsnotwendig. Die Regel eines Joseph Goebbels, der bis zuletzt das in Hitler wirkende göttliche Walten und die Vorsehung anrief, lautete schon 1939: „totale Aktion zu einem totalen Ziel und unter Ansatz totaler Mittel“, was die Heilsnotwendigkeit des Holocausts einschloss. Die Vertikale solcher Metaphysik streicht alle Ebenen der irdischen Ethik durch und lässt den Kriegshandelnden, da das absolute Heil auf dem Spiel steht, freie Hand für die Umwertung aller humanen Werte. 1916 hieß es in einem Gedicht (frei nach Luthers Wort zum Verteidigungskrieg), der Krieg sei „ein Werck der Liebe“:

    „Es lenkt die Hand der Liebe auch die mordenden Rohre …
    Engel des Sieges seid ihr von mir [= Christus] geheißen.
    Deutschland muß lieben, muß lieben selbst mit dem Schwerte;
    Und die mordende Hand betet, indem sie zerstört.“
    (Leo Sternberg)

    Die Bewährung, die Gottes Ehre zu wahren hat, darf, wenn erforderlich, daher auch in gnadenloser Eskalation bestehen, für welche Kyrill I. die Absolution erteilt und die Garantie ewiger Seligkeit für die in diesem „Heiligen“ Krieg Gefallenen gibt. Dieselben Verheißungen prägten auch die deutschen Kriegspredigten. So erklärt sich auch der mörderische Bombenterror Putins (notfalls inklusive eines atomaren Angriffs) gegen die kategorisch als „Teufelsbrut“, als „Tod und Teufel“ anzusehende Zivilbevölkerung.

    Der Autor, Friedrich Erich Dobberahn, Dr. theol. Dr. phil, Jahrgang 1950, lehrte an verschiedenen Hochschulen des In- und Auslandes Altes Testament, Semitische Sprachen, Islamkunde und Allgemeine Religionswissenschaft; er lebt in D-29320 Südheide.

    Aus Das Blättchen , 28. Jahrgang | Nummer 5 | 10. März 2025

    #Rusdie #Allemagne #religion #théologie #guerre

    • RIFIUTI ? UNA RISORSA

      Questo volume rappresenta un riassunto di carattere divulgativo di problematiche ambientali ben note e già studiate in maniera approfondita; vuole essere semplicemente uno strumento di diffusione della cultura ambientale e un aiuto, suggerimento per le Amministrazioni Locali ed i cittadini, affinché possano sensibilizzarsi ulteriormente di fronte alle problematiche sorte con la società consumistica. Questo libretto potrebbe essere uno strumento per i Comuni per realizzare incontri partecipativi estesi alla cittadinanza, in maniera tale da spingere il singolo a dare il proprio contributo nel corretto comportamento riguardo la questione dei rifiuti, generando, sul medio lungo periodo, un beneficio sulla collettività in termine di salute e di risparmio economico. Il problema ambientale è un problema che riguarda tutti, per cui la responsabilità è collettiva e non individuale; a tal proposito la politica in genere ha un ruolo determinante come motore che inneschi e regoli comportamenti virtuosi nei cittadini, che a loro volta devono prendere coscienza di trattare l’ambiente come la propria persona o la propria casa.

      https://libri.editorialedelfino.it/prodotto/rifiuti-una-risorsa

      #livre

  • « IDÉOLOGIE » – #Abécédaire de l’Écologie Sociale
    https://ecologiesocialeetcommunalisme.org/2024/12/02/ideologie-abecedaire-ecologie-sociale

    On ne peut combattre le capitalisme par l’idéologie car le capitalisme est précisément l’idéologie réalisée, celle du libéralisme marchand qui par le biais de l’Économie politique a amalgamé toutes les idéologies. D’une certaine manière, le capitalisme est le triomphe de l’idéologie. C’est ce à quoi l’on assiste avec ce que l’on appelle la Mondialisation : […] L’article « IDÉOLOGIE » – Abécédaire de l’Écologie Sociale est apparu en premier sur Atelier d’Écologie Sociale et Communalisme.

    #Autoritaire #Dogme #Globalisation #Théologie #Totalitaire

  • Der DDR-Alltag und was er wirklich lehrte – Debatte über „die Ostdeutschen“
    https://www.berliner-zeitung.de/open-source/ddr-alltag-und-was-er-wirklich-lehrte-debatte-ueber-die-ostdeutsche

    13.8.2024 von Helmut Lück - Unser Autor hat selbst erlebt, dass man im DDR-Alltag selten einfach zwischen radikaler Gegnerschaft und schlichter Folgsamkeit wählte. Wie gelang dann der Kompromiss?

    In der Debatte über „die Ostdeutschen“ und ihre Erfahrungen in der DDR ist häufig von Widerstand und Anpassung die Rede. Die gängige Zweiteilung beschreibt jedoch selten die tatsächliche Befindlichkeit der Menschen, die eben weder radikale Gegner noch vollkommen angepasst waren.

    Es gab damals bei uns eine Redewendung: „Du musst mit dem Rücken an die Wand kommen.“ Gemeint war, dass man realistisch sein musste, sich mit den Verhältnissen abfand, sich arrangierte. Es blieb einem gar nichts anderes übrig, wollte man weiterkommen. Mich erwischte dieser Ratschlag in einer Situation, in der ohnehin eine Veränderung der Lebensverhältnisse wünschenswert schien. Davon will ich erzählen. Doch der Reihe nach.

    Ich wurde 1945 in Berlin geboren, und zwar in einem Stadtteil, der drei Monate später sowjetische Besatzungszone war. Ich wuchs also in dem Teil der Stadt auf, den später die DDR für sich als Hauptstadt reklamierte. Da ich immer noch hier lebe, könnte man mich einen klassischen Ostler heißen. „Ossis“ gab’s im Osten nicht.

    1945 war Berlin Trümmerlandschaft. Es gab Besatzungszonen, aber noch keine markante Teilung. Erst mit der Währungsreform 1948, als die Deutsche Mark in den Westzonen die Reichsmark ablöste, ging’s straff auseinander. In der Sowjetzone gab’s kein „Wirtschaftswunder“, sondern sozialistische Umgestaltung. Die meisten Leute waren sehr unzufrieden. 1953 dann der Volksaufstand, von russischen Panzern blutig niedergewalzt. Die Westwanderung hatte begonnen.
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    Als dann Ulbricht 1961 dichtgemacht hat, waren schon fast drei Millionen Menschen abgehauen. Ich war erst sechzehn Jahre, als die Mauer gebaut wurde. Nicht mehr rüberzukommen, fand ich blöd, aber es spielte keine große Rolle für mich. Nächstes Jahr würde ich Abitur machen und dann zum Theologiestudium gehen. Ich wollte damals Priester werden. Ich war gerade siebzehn (Klasse übersprungen) und von entsprechender Entschlossenheit.

    Für unsereins, für „kirchlich gebundene“ Jugendliche (DDR-Jargon) war es nicht einfach gewesen, überhaupt auf die Oberschule zu kommen. Mir fehlten der „Klassenstandpunkt“, das Pionier-Halstuch und die „Jugendweihe“. Ulbricht hatte 1952 den „umfassenden Aufbau des Sozialismus“ proklamiert. Es gab Attacken gegen die Kirchen, insbesondere gegen die evangelische. Das kommunistische System wollte nicht, dass Kirchen Einfluss auf die Jugend behielten. Die SED förderte deshalb ab 1954 „im Interesse der Verstärkung der staatsbürgerlichen Erziehung“ die Vorbereitung und Durchführung von „Jugendweihen“.

    1968 machte ich mein Diplom in Erfurt, aber Pfarrer wollte ich nicht mehr werden. Die katholische Kirche nimmt nur Zölibatäre (Ehelose) als Kleriker. Das war nichts für mich. Wie weiter? Die DDR war auf „abgebrochene“ Theologen nicht scharf, erst recht nicht auf einen, von dem man weiß – und man weiß! –, dass der mit dem SED-Staat nichts im Sinn hatte. Aber die DDR hat immer alle beschäftigt.

    Ich praktizierte eine Vorform von Homeoffice und aktiver Vaterschaft

    Die Deutsche Staatsbibliothek war ein bewährtes Auffangbecken. Etliche sind dort gelandet, ich auch, Einstiegsgehalt 530 Ostmark. Nur zur Einordnung: Meine Frau hatte als Mathe-Lehrerin mit 810 Ostmark angefangen. Wir kamen zurecht. Inzwischen hatte ich einige Nebenjobs, z.B. Lateinunterricht an der Betriebsakademie. Gelegentlich konnte ich Artikel in Zeitschriften loswerden. Ich habe sogar Englischübersetzungen gemacht! Nicht, dass ich die Sprache beherrscht hätte, aber ich hatte eben viel Zeit und ein Wörterbuch. Vor allem war es naheliegend und günstig, dass ich es war, der zu Hause blieb, wenn die Kinder krank waren. Ich praktizierte sozusagen eine Vorform von Homeoffice und aktiver Vaterschaft. Es waren inzwischen fast fünf Jahre, dass ich da die Bücher sortierte!

    Dann passierte es. Ein Bekannter aus der Studienzeit sprach mich an: „Du musst mit dem Rücken an die Wand kommen!“ Er war damals einflussreich in der CDU (Ost) und außerdem – wie es heute heißt – gut vernetzt: mit der SED und ihrem Sicherheitsapparat. Das sollte ich aber erst später mitbekommen. Er fragte mich, ob ich nicht als Journalist bei einer Zeitung arbeiten möchte, und zwar bei der Neuen Zeit, die von seiner Partei herausgegeben wurde. „In der Bibliothek versauerst du doch nur!“

    Journalist, das könnte mir gefallen! Aber bei einer DDR-Zeitung?! Da müsste ich in eine Partei eintreten (alle DDR-Zeitungen wurden von Parteien herausgegeben, Sonderfall: Berliner Zeitung). Somit war das kein beliebiges Job-Angebot, sondern die Einladung, in diesem System mitzumachen. Der Freund versicherte: Mit politischer Propaganda wirst du nicht befasst! Dein Job ist die Berichterstattung über Kirchliches.

    Stimmt ja, dachte ich, nur im Vorderteil bringen alle Zeitungen dasselbe, gewissermaßen das offizielle Programm, die tägliche „Wahrheit“. Das volle Programm schafft nur das Neue Deutschland. Aber Leute, die nicht wegen ihrer Funktion das ND unter den Arm klemmen mussten, haben lieber andere Zeitungen gelesen, die nicht seitenlang Parteitagsreden bringen mussten. Das galt auch für die Neue Zeit, die einen guten Kulturteil hatte und – ganz wichtig! – die Gebrauchtwagen-Annoncen.

    Folgenschwere Selbstverbrennung des Pastors Oskar Brüsewitz

    Damals hatte ich natürlich keine Ahnung, warum es plötzlich dieses Interesse an mir gab. Das begriff ich erst nach und nach. Der bisherige Ressortchef Kirchenfragen sollte abgesägt werden. Der Grund: Am 22. August 1976 hatte sich in Zeitz der Pastor Oskar Brüsewitz aus Protest gegen das System selbst verbrannt. Eine Woche später (31.08.) erschien im Neuen Deutschland ein zynischer Kommentar, der Brüsewitz als geisteskrank bezeichnete: „nicht alle fünf Sinne beisammen“. Es wurde gemunkelt, dass er, der Ressortchef Kirchenfragen der Neuen Zeit, Autor dieses mit „A.Z.“ gezeichneten Kommentars gewesen war.

    Das war für die Partei mit dem C im Namen ein Problem! Denn es störte die Anstrengungen der CDU, in kirchlichen Kreisen akzeptiert zu werden. Diese Anerkennung bei Christen und Kirchen war aber keine beliebige Ambition der Partei, es war letztendlich ihre Daseinsberechtigung in der DDR. Denn wenn es die CDU nicht mehr schaffte, wenigstens bei einigen Christen „anzukommen“, für die eine SED-Mitgliedschaft obsolet war, dann war sie überflüssig.

    Als ich 1977 anfing, war der bisherige Abteilungsleiter noch da, er sollte mich anleiten. Ich durfte nur Gedenkartikel verfassen. Das sollte sich aber ändern, als er tatsächlich abgelöst worden war und unter seinem Namen nichts mehr bringen durfte, sondern nur noch als „wissenschaftlicher Mitarbeiter“ auf der Gehaltsliste stand.

    Für mich war jetzt das beschauliche Leben vorbei. Ich sollte schnell begreifen, dass die nette Vorstellung, kirchliche Themen könnten unpolitisch sein, naiv war. Spätestens mit der Friedens- und Umweltbewegung, die in den Kirchen ihren Frei- und Schutzraum gefunden hatte, gerieten Kirchenbeiträge ins Zentrum der Auseinandersetzung. Jeder Artikel konnte eine Gratwanderung sein. Man kommt nicht „umsonst“ mit dem Rücken an die Wand!

    Relevante Texte, insbesondere Leitartikel, mussten einem der beiden stellvertretenden Chefredakteure vorgelegt werden, die abwechselnd als CvD (Chef von Dienst) fungierten. Es lief immer ähnlich. Der eine Chef ließ mich kommen, verabreichte mir einen Blauen Würger (ein billiger Hochprozentiger) und diskutierte dann. „So geht das nicht!“ oder weiter: „Na meinetwegen, aber nur mit dem Zusatz …“ Den anderen Chef sah ich selten. Irgendwann ließ er durch sein Vorzimmer mitteilen: „Der Beitrag erscheint nicht.“ Nach 1990 wurde bekannt, dass der eine OibE (Offizier im besonderen Einsatz) des Staatssicherheitsdienstes gewesen war. Der musste nicht vorsichtig sein.“

    Alle mit dem Rücken an der Wand!

    In den letzten Monaten vor dem DDR-Ende war allerdings viel in Bewegung gekommen. Manche trauten sich heraus und nach vorn, andere blieben in Deckung. Als am 10. September 1989 vier CDU-Mitglieder aus Thüringen einen „Brief aus Weimar“ an ihre Parteileitung sandten, in dem eine Erneuerung der Partei gefordert wurde, war die Redaktion nur hilflos.

    Man kannte den Brief und seine Forderungen: Eigenständigkeit gegenüber der SED, Kritik an den Reisebeschränkungen, den Behinderungen der Pressefreiheit, dem Verschweigen der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage, den Manipulationen bei den Wahlen. Müsste man eigentlich bringen! Aber alle warteten nur auf eine Entscheidung „von oben“. Alle mit dem Rücken an der Wand!

    Ich war es, der dann Anfang Oktober in die CDU-Zentrale am Gendarmenmarkt beordert wurde. Der Vorsitzende Götting lief im Büro hin und her. Emphatisch rief er: „Ich bin zwischen Skylla und Charybdis! Aber ich kann doch den Honecker nicht …!“ Ich weiß das Wort nicht mehr, aber es war dem Sinne nach etwas aus dem Bedeutungshaufen „im Stich lassen, hintergehen, verraten …“

    Am 12. Oktober brachte dann unser Blatt einen Leitartikel von ihm, der den Brief aus Weimar eine dankenswerte Anregung nannte, ohne den Inhalt auch nur zu erwähnen. Der Brief selbst wurde dann am 26. Oktober (!) veröffentlicht. Am 2. November 1989 trat Parteichef Gerald Götting zurück. Er hatte nie die „führende Rolle“ der SED infrage gestellt. Immer mit dem Rücken an der Wand.

    Diese biografische Erzählung zeigt: Das Leben in der DDR war nicht nur Widerstand oder Anpassung, sondern bestand aus vielen Kompromissen. In der DDR war pausenlos zu hören: Du musst dich „engagieren“ (für das Gute, für den Sozialismus). Interessanterweise hörte man im Privaten viel häufiger: Du musst dich „arrangieren“!

    Helmut Lück ist Diplom-Theologe, hat bis 1976 bei der Deutschen Staatsbibliothek gearbeitet, war dann bis 1989 Redakteur bei der Tageszeitung Neue Zeit, anschließend Pressereferent beim Berliner Senat, dann im Hochschulbereich (FHW). Helmut Lück lebt als Rentner in Berlin.

    #DDR #vie_quotidienne #église #théologie

  • « En islam, les penseurs d’une nouvelle théologie ont entamé un travail de refondation révolutionnaire », Constance Arminjon Hachem

    Ils se rejoignent dans l’expression d’un questionnement sur le rôle que pourrait assumer la théologie en islam contemporain, ainsi que sur les fondations philosophiques de la théologie musulmane. Plus précisément, ces interrogations s’organisent autour de deux maîtres-mots : la #critique et l’historicité.
    La critique concerne les méthodes et le contenu de la théologie actuelle, en vue de servir une ambition refondatrice inédite.

    Quant à l’#historicité, elle apparaît comme la question cardinale, car elle affecte l’essence même des savoirs religieux et leurs contenus. Ainsi, le dogme de Dieu est réexaminé d’un point de vue qui insiste davantage sur l’humain : le théocentrisme fait place à une perspective mettant en avant l’expérience religieuse de l’individu. Tout en restant de fidèles musulmans, certains de ces penseurs, en particulier les Iraniens chiites, ont aussi renoncé à une vision apologétique de l’islam.

    Les Iraniens sont les plus engagés sur ce chantier, en définissant la foi comme amour. Celle-ci est ainsi distinguée de l’adhésion à une croyance dogmatique, de l’obéissance à la loi et de l’idéologie. De ce fait, Shabestari et Kadivar, qui sont aussi juristes religieux, sont allés jusqu’à reformuler la doctrine du droit en considérant qu’on ne pouvait pas punir un musulman qui renoncerait à l’islam.
    De telles audaces ne sont pas conçues par des théologiens sunnites, même s’il y a de vraies interrogations inédites. L’Egyptien Abou Zayd, par exemple, refuse de réduire la foi à l’obéissance et l’islam à une idéologie. D’autre part, des juristes sunnites tels Yadh Ben Achour et Mohammed Charfi (1936-2008) ont conçu l’islam d’une manière très proche des conceptions de Kadivar et Shabestari. Mais ils sont restés sur le terrain du droit et n’ont pas traité de théologie.

    Abou Zayd, Soroush et Shabestari sont allés au bout d’une historicisation du Coran, alors que la nature divine du texte sacré apparaissait comme l’un des dogmes les plus ancrés. Ils considèrent en effet qu’il s’agit d’un texte historique dont l’auteur est un être humain : une telle affirmation est révolutionnaire.

    Cette conception se fonde sur une justification philosophique selon laquelle un texte dans un langage humain ne peut avoir qu’une nature humaine. Shabestarî se réfère aussi au Coran où le prophète lui-même dit : « Je ne suis rien de plus qu’un être humain comme vous » (sourate 18, verset 110). Selon le théologien iranien, « on ne peut parler de Dieu qu’avec le langage de la métaphore ».

    [...]

    Le « réformisme » comme le « modernisme » ne sont pas des catégories ayant un contenu identifiable. En travaillant sur les doctrines et les institutions de l’#islam_contemporain, j’ai découvert que cette grille n’avait aucune pertinence et créait des amalgames. Elle est même récusée par la plupart des auteurs de la « nouvelle théologie ».
    Par exemple, Shabestani s’est interrogé sur la portée des œuvres de Muhammad Abduh (1849-1905) et Jamal Al-Din Asadabadi dit « Al-Afghani » (1838-1897). Selon lui, contrairement à Luther, qui a opéré une réforme religieuse, Abduh et Jamal Al-Din étaient des réformateurs politiques et sociaux, mais en aucun cas des réformateurs religieux. C’est la remise en cause de ce terme par Shabestari qui m’a fait comprendre qu’il se jouait quelque chose de radicalement nouveau dans les réflexions sur la « nouvelle #théologie ».
    https://www.lemonde.fr/le-monde-des-religions/article/2022/11/20/en-islam-les-penseurs-d-une-nouvelle-theologie-ont-entame-un-travail-de-refo

    https://archive.is/799tG

  • Soulèvements de la terre : « Le Dieu chrétien est le profanateur suprême de la propriété privée »
    https://www.la-croix.com/Debats/Soulevements-terre-Le-Dieu-chretien-profanateur-supreme-propriete-privee-2


    «  Une rapide enquête historique et sociologique suffirait pourtant à montrer que cette propriété est bien plus souvent le fruit d’une appropriation et d’une transmission par héritage.  »
    XAVIER BENOIT/LA NOUVELLE REPUBLIQUE/MAXPPP

    Alors que la dissolution des Soulèvements de la terre a été suspendue et que les soutiens au mouvement s’élancent le vendredi 18 août dans un « convoi de l’eau » vers Paris, Benoît Sibille propose une réflexion sur la remise en cause de la propriété privée et l’usage occasionnel du sabotage par les mouvements écologistes, dans une perspective théologique.

    Le retour des pratiques de sabotage dans les luttes écologistes choque et clive. Certains militants écologistes s’interrogent : suis-je solidaire de ces pratiques ? Ne va-t-on pas trop loin ? Nous ne présenterons pas ici un jugement arrêté sur l’opportunité stratégique, symbolique et politique de tel ou tel sabotage. Nous voudrions seulement nous demander pourquoi ces pratiques nous gênent tant. Il nous semble que cela est en grande partie dû au fait que le sabotage suppose une « violation de la propriété privée » et que, même inconsciemment, cette « propriété privée » est la divinité suprême de notre époque. Au fond, le sabotage choque car il relève de la logique de la profanation et du sacrilège. L’affaire nous semble donc hautement théologique.

    La propriété privée est réputée intouchable, elle est ce dont on ne peut user sans un titre spécifique (le titre de propriété). Elle divise ainsi, comme le font souvent les religions, le corps social en deux : les prêtres (propriétaires) et les fidèles (non-propriétaires) qui leur sont soumis. Les premiers sont, bien sûrs, bien moins nombreux et constituent l’élite sacerdotale. On pourra bien sûr tenter de rationaliser ce culte en disant que ce n’est que justice, que cette propriété est le fruit d’un travail, qu’en cela elle est un droit naturel et est légitimement méritée par ses propriétaires.

    Une rapide enquête historique et sociologique suffirait pourtant à montrer que cette propriété est bien plus souvent le fruit d’une appropriation et d’une transmission par héritage. Le culte de la propriété nous semble donc mériter une enquête théologique : croire qu’il s’agit d’une simple appropriation, c’est-à-dire d’un simple changement de propriétaire, c’est en effet croire que le « Dieu Propriété » est éternel et que toute terre est toujours nécessairement possédée par quelqu’un.

    Si tel était véritablement le cas, on pourrait tout au mieux critiquer tel ou tel propriétaire individuel pour sa mauvaise gestion, mais en aucun cas la propriété elle-même. À cette théologie de la Propriété Éternelle nous voudrions en opposer une autre, biblique, elle. Plutôt que d’entrer dans une régression à l’infini pour fonder l’éternité du Règne de la Propriété, la Bible nous renvoie à l’acte créateur : « Au commencement, Dieu créa le ciel et la terre » (Gn 1,1). Dire que Dieu crée le monde, c’est couper court à l’idée selon laquelle la terre a toujours eu des propriétaires, c’est interrompre la régression à l’infini par laquelle chacun revendique pour sa famille tel ou tel bout de terre.

    Le monde comme un jardin
    Le récit de la genèse présente le monde comme un jardin dont Dieu nous offre les fruits à consommer (Gn 1, 28-31 et Gn 2, 15) et, après la chute, comme une terre à travailler (Gn 3, 19). Toute l’histoire biblique est ensuite celle de la promesse d’une terre (depuis Gn 12, 1 jusqu’à Ap 21, 1) qui pourtant n’est jamais possédée définitivement. Dans cette promesse infinie, les femmes et les hommes se découvrent « pèlerins et étrangers sur la terre » (Gn 23, 4 ; Ps 39, 13 ; Hb 11, 13 ; 1 P 2, 11).

    Méditant cette condition biblique du peuple d’Israël, Franz Rosenzweig, philosophe juif du début du XXe siècle, notait : « Il (le peuple d’Israël) ne lui est pas donné de s’endormir dans son chez-soi ; il reste sans attaches, comme un voyageur (…). La Sainteté de la terre retire la terre de sa mainmise » (Étoile de la rédemption). La parole divine, en effet, est sans appel : « C’est à moi qu’est le pays. »

    Dieu profanateur
    Notre Dieu est ainsi, par le geste de la création, le profanateur suprême de la Propriété Privée. Chaque fois que nous invoquons la divine Propriété pour exiger la possession complète d’une parcelle de terre, sa parole rappelle : « La terre, c’est moi qui l’ai faite » (cf. Is 45, 13). Aussi, nous n’avons tout au plus qu’un droit d’usage sur celle-ci, et encore nous n’en avons l’usage légitimement que si nous l’usons en vue de tous.

    La tradition catholique a toujours été claire sur cela. La propriété privée ne peut être envisagée comme potentiellement acceptable que dans sa subordination à « la destination universelle des biens » (cf. Gaudium et spes 69). Qu’est-ce à dire ? Que reste-t-il de la « propriété privée » si elle est à la destination de tous ?

    Cela signifie, simplement et radicalement, que le droit de propriété doit être subverti de l’intérieur. Le titre de propriété désigne théologiquement un titre d’usage en vue de la mise à disposition de tous : si tu as du pain, c’est pour le partager ; si tu as la terre, c’est pour que personne ne soit sans terre. Selon la formule de l’apôtre Paul, il s’agit d’user du monde comme n’en usant pas (1 Co 7, 31), c’est-à-dire, ici, de s’approprier la terre de manière à la rendre inappropriable et donc commune.

    « Reprises de terres »
    La chose est très concrète, les stratégies de « reprises de terre » (occupations de terre par les paysans sans terre, au Brésil, sur le plateau du Larzac ou à Notre-Dame-des-Landes ; achats collectifs de terre par le biais de GFA citoyens ; mise en commun de terre, etc.) qui fleurissent aujourd’hui dans la militance écologiste réalisent très concrètement des formes de propriété rendant la terre inappropriable.

    Lorsque des citoyens achètent ensemble des terres pour les libérer des risques de l’artificialisation, pour les soustraire à la spéculation foncière et pour les mettre à disposition de paysannes et de paysans, ils font de la terre un bien commun sur lequel personne ne peut revendiquer de droit absolu. Ces initiatives sont profondément théologiques, théologales même. Révélant la terre comme inappropriable, ces reprises de terre sont l’occasion d’être repris par la terre et de laisser la terre être reprise par Dieu pour s’y découvrir pèlerin et usager de passage.

    Subvertir la propriété
    Si cette « destination universelle des biens » doit nous enjoindre de subvertir la propriété, elle est aussi ce qui doit conduire à mettre en cause toute appropriation de la terre sous le signe de la Divine Propriété Privée. Si la seule propriété légitime est celle qui se défait elle-même comme propriété privée, alors la propriété privée captatrice, accumulatrice – bref, capitaliste – est, elle, intrinsèquement illégitime. La contester – par voie légale, par occupation illégale ou par sabotage – n’est qu’une manière de convoquer cette divinité Propriété devant la face du Dieu créateur et de soumettre l’appropriation de la terre à l’inappropriabilité de la création.

    Jacques Ellul avait probablement raison en voyant dans la « profanation » la forme par excellence de l’éthique chrétienne. Confesser le Dieu créateur et sauveur, c’est avoir pour tâche de profaner toutes les idoles de notre monde. Il se pourrait que Dieu attende de nous l’audace d’être les profanateurs de la « Propriété Privée », d’être la terre qui se soulève contre les entreprises d’appropriations.

    • Benoît Sibille soutiendra bientôt une thèse aux allures prometteuses
      https://cv.hal.science/benoit-sibille
      il a contribué à la "revue d’#écologie_intégrale" Limite
      https://revuelimite.fr/auteur/benoitsibille
      dont l’histoire parait... complexe (créée à l’extrême droite)
      https://fr.wikipedia.org/wiki/Limite_(revue)#:~:text=Elle%20a%20été%20cofondée%20par,Dalmas%20et%20d.

      edit : le concept d’« écologie intégrale » apparaît en 1984 dans la publication royaliste, Je suis français. Jean-Charles Masson pose des « jalons pour un écologisme intégral », un terme inspiré du « nationalisme intégral » de l’écrivain Action française Charles Maurras.

      #propriété_privée #droit_d'usage #profanation #sabotage #théorie #théologie

    • apparemment, la revue Limite n’a pas survécu à ses (apparemment, vives…) contradictions internes et… aux difficultés de la presse papier

      Nos limites - Limite
      https://revuelimite.fr/nos-limites

      Après sept ans d’une aventure hors du commun, la revue Limite s’arrête. Il en a fallu, du cœur et du courage, à cette petite bande qui s’est reconnue dans une « génération Laudato Si » et s’est mise en tête d’en faire une revue. Si « l’esprit Limite » a germé partout en France, c’est aussi parce que de nombreux chrétiens y ont vu une nécessité. Entre nostalgie et fierté, voici le mot final de son directeur Paul Piccarreta. Édito frissons.

      Un mois après cette annonce, le tout dernier billet mis en ligne (nov. 2022) est signé de Benoît Sibille

      Des luttes écologiques au Royaume de Dieu - Limite
      https://revuelimite.fr/des-luttes-ecologiques-au-royaume-de-dieu

      De quelle mauvaise théologie sommes-nous les disciples, lorsque nous craignons de saisir la main tendue par les plantes et les bêtes, les fleuves et les forêts ? Il n’y a pas de panthéisme  lorsque nous faisons de « notre sœur mère la terre » une priorité à contempler et à protéger. Pour le philosophe chrétien Benoit Sibille, cette inquiétude qui étreint beaucoup de chrétiens n’est pas une inquiétude chrétienne.

    • son billet (07/2021) sur le covid-19

      Nous ne vivons pas une crise sanitaire - Limite
      https://revuelimite.fr/nous-ne-vivons-pas-une-crise-sanitaire

      Le Covid-19 n’est pas tombé du ciel. La possibilité de propagation d’agents infectieux libérés par la fonte du permafrost inquiète déjà. La situation n’a donc rien d’un mauvais moment à passer grâce à un « passe sanitaire » . La question n’est pas d’accepter ou non des mesures extraordinaires et ponctuelles ; il s’agit de décider de notre réaction face à l’effondrement des écosystèmes que nous provoquons.

      Alors que les citoyens refusant le « passe sanitaire » sont de plus en plus considérés comme responsables de la propagation de la pandémie de Covid-19, il importe de remonter correctement la chaîne des responsabilités. Le Covid-19 est une zoonose, c’est-à-dire une maladie transmise à l’homme par des animaux non-humains du fait de la destruction de leur habitat naturel ou de leur exploitation. Que la pandémie vienne du pangolin ou de la chauve-souris change assez peu de chose, c’est de la prédation de l’humanité capitaliste sur les équilibres écosystémiques que vient la crise. La crise sanitaire ne vient pas de notre négligence dans l’usage du masque, du gel ou des vaccins, mais d’un mode de développement destructeur des écosystèmes. Pire, les industries dont nous attendons le salut (production de gel, de masques, de vaccins, etc.) participent elles-mêmes à la folie productiviste qui nous mène de manière de plus en plus inéluctable à l’effondrement. La pandémie de Covid-19 n’est donc pas une « crise sanitaire » pouvant se résoudre à l’échelle de la seule humanité ; c’est une « crise écologique » dont nous ne pourrons sortir qu’en acceptant de nous considérer nous-mêmes comme membres, parmi d’autres, d’écosystèmes.
      Le Covid-19 n’est pas tombé du ciel, les scientifiques alertaient depuis longtemps sur les risques liés aux zoonoses et l’on sait que d’autres suivront ; la possibilité de propagation d’agents infectieux libérés par la fonte du permafrost inquiète déjà. La situation n’a donc rien d’une crise que l’on pourrait traverser par des mesures strictement sanitaires. Il ne s’agit pas d’un mauvais moment à passer grâce à un « passe sanitaire », il s’agit d’une période dans laquelle nous entrons et il nous incombe de choisir comment nous y entrons. La question n’est pas d’accepter ou non des mesures extraordinaires et ponctuelles ; il s’agit de décider de notre réaction face à l’effondrement des écosystèmes que nous provoquons.
      Entrerons-nous dans cette période par la surveillance généralisée et l’accroissement du pouvoir technique ou y entrerons-nous par un changement radical de notre mode de développement ? Comment la surveillance de la population pourrait-elle être acceptable comme moyen d’espérer une sortie de crise alors que se maintient et se renforce, par et avec elle, le système économique qui produit ces pandémies ? Voulons-nous vivre ce temps de crise en réinventant des manières écosystémiquement soutenables de vivre ? Nous obstinerons-nous dans une forme de développement qui non seulement ne pourra durer qu’un temps, mais ne le pourra qu’au prix d’inégalités croissantes et d’une surveillance généralisée ?

    • [aspirine] peut-être s’agit-il de la revue Philosophique ?

      Philosophique

      La revue Philosophique a été fondée en 1986, à l’initiative de Louis Ucciani. Elle a été initialement éditée par le Centre de documentation et de bibliographie philosophique (CDBP), fondé en 1959 par Gaston Berger et Gilbert Varet. Elle paraît une fois par an, avec une double fonction : susciter la réflexion autour d’un des thèmes que le programme de l’agrégation met à l’ordre du jour. Faire apparaître les termes et les formes les plus récentes de la recherche philosophique.

      https://books.openedition.org/pufc/4137

      mais je ne trouve pas trace d’un n° sur L’Oeuvre
      https://www.lcdpu.fr/revues/?collection_id=536#:~:text=Revue%20%3A%20Philosophique%2C%20Presses%20universi.

    • tkt, je (me) faisais la remarque que la référence dans HAL était bizarre :

      Philosophique. Hors-série, 2022, L’Œuvre, Hors-Série

      L’Œuvre ne correspond à rien

      et oui, c’est bien de ce numéro HS de la revue que la lecture du sommaire me donne mal au crâne (pas le pataquès, ci-dessus)

      merci pour l’aspirine, mais je crains que ce soit insuffisant, l’abstention de toute lecture me semble, seule, pouvoir éviter le mal de tête :- )

  • Composer un monde en commun. Une théologie politique de l’#anthropocène

    Comment relever les extraordinaires défis que nous lancent les #crises induites par la #destruction de notre #habitat planétaire ? Faut-il réviser le concept même de #propriété_privée ? Remettre en cause la #souveraineté des #États-nations ? Comment construire ensemble les #institutions_internationales qui permettraient de prendre soin de nos #communs_globaux que sont le climat mais aussi la #biodiversité, la #santé, les #cultures et jusqu’à la #démocratie ?

    Car c’est elle qui, aujourd’hui, est menacée par notre refus d’inscrire des limites à la toute-puissance de la #personnalité_juridique, des techniques extractivistes et de la #marchandisation du monde. Où trouverons-nous les ressources politiques, culturelles et spirituelles pour inventer ces limites et en faire une chance plutôt qu’une insupportable privation de liberté ?

    Un tel projet exige de refonder l’#utopie des #Lumières. Et pour cela, de puiser à la source du #christianisme, qui constitue l’une de ses matrices historiques. Il implique donc une révision de la manière dont le christianisme se comprend lui-même : expérience stylistique du retrait d’un Dieu qui s’efface pour nous ouvrir à un horizon démocratique qu’il nous revient d’imaginer ensemble ? Ou #religion d’un Christ glorieux qui légitimerait une souveraineté politique autoritaire, carnivore, phallocratique et colonialiste ? Telles sont quelques-unes questions que pose ce livre.

    Apprendre à y répondre participe peut-être de ce que les traditions bibliques nomment la sainteté.

    https://www.seuil.com/ouvrage/composer-un-monde-en-commun-gael-giraud/9782021474404

    #livre #Gaël_Giraud #communs #commons #Etat-nation #extractivisme #colonialisme #autoritarisme

  • « Les formes chrétiennes de la violence », entretien avec Philippe Buc
    https://www.nonfiction.fr/article-8949-les-formes-chretiennes-de-la-violence-avec-philippe-buc.htm

    Sous la robe de l’écclésiastique, le glaive ?
    https://www.lemonde.fr/livres/article/2017/06/08/sous-la-robe-de-l-ecclesiastique-le-glaive_5140447_3260.html


    La croisade des pastoureaux, manuscrit du XIVe siècle. BRITISH LIBRARY

    Dans un ouvrage foisonnant, le médiéviste Philippe Buc explore la matrice chrétienne des violences en Occident.
    Par Nicolas Weill, 08 juin 2017

    Guerre sainte, martyre et terreur. Les formes chrétiennes de la violence en Occident (Holy War, Martyrdom, and Terror. Christianity, Violence, and the West), de Philippe Buc, traduit de l’anglais par Jacques Dalarun, Gallimard, « Bibliothèque des Histoires », 548 p., 36 €.

    Que des croyances religieuses soit à l’origine d’une violence spécifique pourrait paraître une vérité de bon sens en ces temps de terrorisme inspiré par la foi. Pourtant, la méfiance bien française vis-à-vis de l’histoire des idées et de leur influence directe sur l’action humaine est telle qu’une thèse de ce genre suscitera la réticence des spécialistes. Analyser un comportement à partir de convictions demeure presque un tabou.

    Ce tabou, le médiéviste Philippe Buc, professeur à l’université de Vienne (Autriche), a décidé de le briser dans un ouvrage aussi dense et original que touffu (malgré la suppression des notes pour la version française). Il y montre comment la théologie chrétienne influe directement sur la violence typique de l’Occident.

    Déchaînements meurtriers

    Sa perspective ne se cantonne pas à son domaine d’érudition, aux croisades, aux pastoureaux (jeunes gens soulevés sous le règne de Saint Louis, multipliant les exactions), à Jeanne d’Arc – elle aussi une pastourelle dont on oublie souvent qu’elle voulait terminer sa guerre par une croisade –, ni à la guerre des paysans de 1525, atrocement réprimée par les princes allemands sous les applaudissements de Luther, à la Saint-Barthélemy ou à l’assassinat d’Henri III par le moine régicide Jacques Clément – toutes formes de déchaînement meurtrier dont les motivations théologiques sont évidentes.

    L’étude s’élargit au monde dit « postchrétien » et conteste l’opinion selon laquelle il y aurait une forme moderne particulière de la violence. Pendant la Terreur révolutionnaire de 1793-1794 en France, lors des procès de Moscou des années 1930 ou de l’équipée de la Fraction armée rouge dans l’Allemagne des années 1970, on retrouve, selon Philippe Buc, sous une forme ­déconfes­sionnalisée, l’idée chrétienne de la « dévolution », de la prise en main du sort d’une communauté entière par un groupe ultraminoritaire d’élus ou de martyrs.

    De même que le fanatisme apocalyptique s’affairant à hâter la fin des temps laisse des traces dans l’activisme militant le plus extrême, qu’il se réclame du second avènement du Christ, des Lumières ­ « radicales », d’un avenir meilleur ou du « principe espérance ». ­Contre le soupçon de réductionnisme, Philippe Buc se défend d’établir une continuité entre la secte juive eschatologique des esséniens, la fureur d’un saint Augustin contre l’hérésie donatiste au IVe siècle et la « bande à Baader ». Mais leurs agissements respectifs révèlent d’étonnantes proximités, qu’il décrit en détail.

    Echapper à la « violence mimétique »

    Le christianisme en tant qu’universalisme (le sens propre du mot « catholicisme ») renferme, affirme-t-il, un potentiel de paix autant que de conflit. A l’heure où, comparativement, il apparaît sur la scène contemporaine comme une religion plus désarmée et pacifique que d’autres, on ne doit pas oublier l’existence toujours présente du glaive sous la robe. Glaive dont il est discrètement question dans les Evangiles. L’historien semble même accorder quelque créance à la thèse qui range Jésus dans le camp politique des zélotes, ces extrémistes juifs partisans de la lutte armée contre les Romains, et qui n’hésitaient pas à poignarder les juifs jugés trop mous. Cet héritage, minimisé par les rédacteurs du Nouveau Testament, aurait contribué à façonner souterrainement celui du christianisme. Il aurait même fini par migrer dans le nationalisme arabe ou l’intégrisme musulman actuel.

    Par sa volonté de déplacer les lignes, ses sauts incessants entre les époques, cet essai donne souvent le vertige tout en restant passionnant. Il vise à orienter les recherches futures plutôt qu’à rendre un verdict. Mais il s’oppose résolument à deux thèses qui pourraient exonérer le christianisme de la violence. Celle de l’anthropologue René Girard (1923-2015), pour qui le sacrifice expiatoire de Jésus permet d’échapper à la « violence mimétique » dont les autres croyances sont prisonnières ; celle de l’égyptologue allemand Jan Assmann, qui veut que le monothéisme en soi, et non le seul christianisme, génère de la violence parce qu’il invente une différence stricte entre faux et vrai Dieu, différence qu’ignorait le paganisme.

    Certes, le christianisme n’en a pas le monopole, concède Philippe Buc. Mais comme en témoigne l’actualité, et par exemple la rhétorique d’un George W. Bush lors de l’invasion de l’Irak, l’Occident chrétien véhicule son propre style de violence, et ce jusqu’à aujourd’hui.

    (pour le livre, plus que l’article)

    #histoire # continuum_culturel #messianisme #apocalypse #christianisme #théologie_chrétienne

  • Théologie de la propriété | AOC media - Analyse Opinion Critique
    https://aoc.media/opinion/2021/04/13/theologie-de-la-propriete

    Par Édouard Jourdain
    Politiste et philosophe

    La généalogie des rapports entre religion et propriété fait apparaître deux mouvements contradictoires. Le christianisme a fourni les soubassements théoriques nécessaires à l’épanouissement du droit à la propriété privée. Dans le même temps se trouve, à ses origines, l’idée d’une critique radicale, voire d’un retour à une certaine forme de communisme primitif. L’approche par le commun suggère aujourd’hui une réappropriation sociale de la propriété qui suppose de déterminer collectivement les limites de sa finalité.

    Dans la dernière encyclique du Pape François, Fratelli Tutti, on retrouve l’affirmation suivante : « La tradition chrétienne n’a jamais reconnu comme absolu ou intouchable le droit à la propriété privée, et elle a souligné la fonction sociale de toute forme de propriété privée. Le principe de l’usage commun des biens créés pour tous est le “premier principe de tout l’ordre éthico-social” ; c’est un droit naturel, originaire et prioritaire. (…) Le droit à la propriété privée ne peut être considéré que comme un droit naturel secondaire et dérivé du principe de la destination universelle des biens créés. »

    Augustin avait déjà argumenté en faveur du chrétien propriétaire mais en le soumettant aux conditions suivantes : les biens terrestres sont des dons de Dieu, par conséquent les riches ne sont que des locataires de ces biens. Seul Dieu est le véritable propriétaire, possédant le dominium. D’autre part, les biens ne peuvent pas être aimés pour eux-mêmes. Ce sont avant tout des moyens qui doivent être mis au service du besoin des hommes. Les riches ont donc des obligations envers les pauvres qui peuvent avoir le droit de voler en cas d’extrême nécessité. Thomas d’Aquin développera plus particulièrement ce droit naturel des nécessiteux qui peuvent suspendre le droit de propriété privée de manière à ce qu’elle redevienne commune.

    Dans cette perspective, la propriété est désabsolutisée, sa socialisation relativisant toute prétention à l’étendue d’un empire au nom d’une volonté solipsiste. D’autre part, elle n’est pas délimitée par des frontières excluantes d’emblée au nom d’un ordre surnaturel, mais elle fait l’objet de limites déterminées politiquement en vertu de ce qui est conçu comme relevant du commun. À cet égard, et dans cette perspective, le développement des travaux sur les communs et le commun augure les possibilités d’une « révolution pour le XXIe siècle » comme le suggère le sous-titre de l’ouvrage Commun de Pierre Dardot et Christian Laval paraphrasant celui de Proudhon : Idée générale de la révolution au XIXe siècle.

    #Communs #Théologie_chrétienne

  • The Darker Side of Western Modernity: Global Futures, Decolonial Options

    During the Renaissance and the Enlightenment, coloniality emerged as a new structure of power as Europeans colonized the Americas and built on the ideas of Western civilization and modernity as the endpoints of historical time and Europe as the center of the world. Walter D. Mignolo argues that coloniality is the darker side of Western modernity, a complex matrix of power that has been created and controlled by Western men and institutions from the Renaissance, when it was driven by Christian theology, through the late twentieth century and the dictates of neoliberalism. This cycle of coloniality is coming to an end. Two main forces are challenging Western leadership in the early twenty-first century. One of these, dewesternization is an irreversible shift to the East in struggles over knowledge, economics, and politics. The second force is decoloniality Mignolo explains that decoloniality requires delinking from the colonial matrix of power underlying Western modernity to imagine and build global futures in which human beings and the natural world are no longer exploited in the relentless quest for wealth accumulation.


    https://www.dukeupress.edu/the-darker-side-of-western-modernity
    #colonialisme #colonisation #décolonialité #livre #Renaissance #Lumières #pouvoir #civilisation #modernité_occidentale #théologie_chrétienne #accumulation_des_richesses
    ping @reka

    • Je le veux bien après ca à l’air passionnant

      Nous sous-estimons chroniquement la présence de la théologie dans nos vies, et c’est ainsi que nous en devenons la proie. L’économie ne propagerait pas de si aveugles ravages si elle ne relevait pas d’un prurit religieux autant que d’une amputation existentielle.

      Comme l’écrit Sénèque, « tout le monde convient qu’un homme trop occupé ne peut rien faire de bien » [24]. En revanche, ce même mot prend une valeur positive dans le vocabulaire de la discipline de vie chrétienne. Pour avoir l’esprit constamment tourné vers Dieu, le moine doit être en permanence occupé, dans la prière, la liturgie ou le travail manuel. C’est un point crucial sur lequel on reviendra longuement. Fondamentalement, le sujet chrétien, dont le moine a fourni le prototype, est un être qui doit s’occuper et qui trouve dans le travail une activité susceptible de combler cette attente. Ce besoin d’occupation est la manifestation la plus flagrante des origines chrétiennes de la morale économique dont je parlais plus haut, qui impose d’avoir toujours quelque chose à faire, que ce soit dans la sphère du travail ou dans celles des loisirs. On peut l’entendre quotidiennement dans le vocabulaire des affaires. Le business ne veut pas dire autre chose que le fait d’être occupé (busy), tandis que le chômage, tare sociale par excellence, se dit en italien disoccupazione.

    • Et bien pourquoi pas oui c’est gentil, histoire de faire monter la pile de livres sur ma table de nuit (ça va atteindre le plafond), et après je l’envoi à @mad_meg. Ça tourne les livres par ici :)

      Dans un sujet similaire, il y a le livre récent sur l’organisation du travail chez les moines et l’apparition du capitalisme aussi (et merde je retrouve pas le titre, pourtant je suis sûr qu’il est passé par ici !).

    • lol tu me troll !
      Me voila en plein dissonance cognitive et morale ! Merci @rastapopoulos :)
      @fil par contre pour la poste vers chez moi il vaut mieu trouvé une autre solution car ca fait 4 colis de suite qu’illes m’ont perdus.... Je pense pas pouvoir passé vers tes grottes prochainement malheureusement mais si des fois tu passe par la capitale ca me fera plaisir de te voir.

  • La transmission du savoir théologique
    Le cas des femmes mystiques illettrées

    http://journals.openedition.org/crm/12835

    plan du texte :

    Le savoir monastique féminin
    L’accès au livre en dehors du cadre conventuel
    Les communautés de lecture
    Les vies de saints
    Complexité des relations au livre et à la lecture
    Les récits de vies et d’expériences mystiques de saintes femmes
    Le rôle de la prédication et des relations avec des conseillers spirituels
    Le rôle de l’image et de la liturgie
    Conclusion

    #féminisme #théologie

  • La renaissance des manuscrits de Chartres
    https://lejournal.cnrs.fr/articles/la-renaissance-des-manuscrits-de-chartres

    Ils avaient été gravement endommagés par un incendie lors de la Seconde Guerre mondiale. Les manuscrits de Chartres, un fonds médiéval parmi les plus importants d’Europe, font l’objet d’une vaste campagne de restauration et de numérisation qui met en œuvre les technologies les plus innovantes.

    • “Islam in der Krise – Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug”

      11. Juli 2017| Von Michael Blume

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mein-neues-buch-islam-der-krise-bei-patmos-erscheint-im-august-2017

      “Islam in der Krise – Eine Weltreligion zwischen Radikalisierung und stillem Rückzug” ist nun im Druck, erscheint im August und kann bei Patmos, (....[online/oAnth]) oder auch jeder Buchhandlung bereits vorbestellt werden.

      [...]

      Und tatsächlich war ja die Beschäftigung mit der Integration von Muslimen, dem Islam und den Fragen des Verstehens schon als Jugendlicher mein Ausgangspunkt für das Interesse und spätere Studium von Religion(en) (genauer: von Religions- und Politikwissenschaft) gewesen. Auch meine Magisterarbeit von 2003 befasste sich mit der Auffächerung der Identitäten junger Menschen muslimischer Herkunft, von säkular über liberal, konservativ und orthodox bis islamistisch.

      Doch gerade weil ich in all den knapp über 20 intensiven Jahren sehr viel über den real existierenden Islam las, Abertausende Beobachtungen und Gespräche in immer mehr Ländern führte, auch unzählige Vorträge hielt und Artikel veröffentlichte, entschied ich mich, erst dann ein Buch dazu zu schreiben, wenn ich wirklich tiefer verstanden und wissenschaftlich Neues beizusteuern hätte. Ich wollte hinter die Allgemeinplätze a la “Das hat nichts mit dem Islam zu tun.” – “Der Islam ist böse.” gelangen und interdisziplinäre Antworten finden, die sowohl Nichtmuslimen wie auch Muslimen neue Perspektiven und Begriffe erschließen, anregen, aber sicher auch wehtun würden. Ich wollte nicht “noch ein Islambuch” schreiben, sondern das eine – und vielleicht einzige – Werk meines Forscherlebens dazu. Die Erfahrungen mit dem selbsternannten “Islamischen Staat” im zerfallenden Irak in 2015/2016 gaben dabei noch einmal einen massiven Erkenntnisschub.

      [...]

      Inhaltlich steige ich noch einmal vertieft hinter den oft geäußerten Allgemeinplatz, dass es “den Islam” so gar nicht gebe. Ich zeige auf, dass es tatsächlich unklar ist, wie viele “Muslime” noch Muslime sind, dass ein großer und schnell wachsender Teil der Menschen muslimischer Herkunft Säkularisierung und Glaubenszweifel erlebt, sich still – zunehmend aber auch laut – aus der Religion verabschiedet. Absurde Fehler auch offizieller Statistiken weltweit, auch in Deutschland und Europa, wie wir sie bei Christen und Kirchen nie zulassen würden, überdecken diesen Prozess (noch).

      Ich gehe der lange tabuisierten Frage nach, wie die einstige (und lange Europa zivilisatorisch und wissenschaftlich überlegene!) Hochkultur der islamischen Welt so erstarren und zerfallen konnte – und zeige auf, was das Verbot des Buchdrucks ab 1485 im gesamten Osmanischen Reich (später für die islamische Welt bestätigt durch den ersten osmanischen Kalifen) bewirkte und anrichtete. Während sich Europa durch Reformation, Konfessionskriege und schließlich Aufklärung und Humanismus arbeitete, erstarrte die islamische Wissensproduktion samt der Bildungseinrichtungen – und als Folge davon Wirtschaft, Technologien und schließlich Militär. Weitere, bis heute wirksame Folgen betrafen zum Beispiel die arabische Sprache und das Verhältnis von Autoritäten und Geschlechtern, sogar die eingeübten Denkmuster.

      Als der Niedergang der islamischen Zivilisation(en) nicht mehr zu übersehen war, reagierten islamische Gesellschaften verstört, dann panisch und mit Verschwörungsglauben – so zerstörte ein Mob eine Druckerpresse, die Napoleon Bonaparte (neben zahlreichen Wissenschaftlern!) mit ins eroberte Ägypten gebracht hatte. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass muslimische Verschwörungsmythen fast nie um “koranisch denkbare” Verschwörungsakteure wie zum Beispiel Dschinn kreisen – stattdessen aber um europäisch entstandene Motive wie Freimaurer, Geheimdienste und die gefälschten “Protokolle der Weisen von Zion”? Auch dies ist ein Zeichen der “Krise” des islamischen Denkens, in dem inzwischen häufiger dualistisch als monotheistisch argumentiert wird.

      Ab dem 20. Jahrhundert haben wir dann den Aufstieg des Öl- und Gasverbrauchs und damit der autoritären und gewaltaffinen Rentierstaaten gerade auch (aber nicht nur!) in der arabischen Welt. Wenn heute zum Beispiel ein Donald Trump einerseits antimuslimische Stimmungen bedient, andererseits aber mit seinem halben Kabinett und den saudisch-wahhabitischen Regenten zum Säbeltanz antritt, dann wird es höchste Zeit, auch diese Zusammenhänge zu verstehen.

      Last but not least beschreibe ich auch die Geburtenentwicklung unter Musliminnen weltweit – und gleiche sie mit den Thesen beispielsweise von Thilo Sarrazin (SPD) und Michel Houellebecq ab. Das dessen DuMont-Verlag uns keine Freigabe zur Verwendung von Originalzitaten erteilte, lässt mich auf inhaltlich wie auch literarisch spannende Debatten hoffen…

      [...]

  • L’histoire des anabaptistes de Münster est une histoire vraie, peu connue, mais très riche de sens. Elle se passe dans l’Allemagne de 1500 à 1536, à l’époque de Luther, d’Érasme et de Dürer. L’anabaptisme fut un mouvement sectaire protestant révolutionnaire. Les anabaptistes étaient ce que l’on a appelé des millénaristes, c’est à dire des gens qui, contrairement au christianisme orthodoxe, ne croyaient pas que l’homme était né mauvais, mais bon. Ceci eut une conséquence philosophique absolument majeure : le salut pouvait dès lors s’obtenir directement sur terre. Cette conception bouscula de beaucoup la configuration théologique de l’époque & fut la porte ouverte à toutes les interprétations et dérives : les #anabaptistes allaient être les champions de cette révolution, & c’est véritablement eux qui poussèrent l’idée dans sa voie la plus radicale : le partage & la communion des biens dans l’établissement d’un paradis terrestre étaient enfin possible.

    #XVIème_siècle #BD #gravure #histoire
    http://lapassiondesanabaptistes.tumblr.com
    http://www.pastis.org/ambre/projet_a.htm
    http://totentanzinbildern.tumblr.com

  • Nous sommes bien le 03 avril n’est-ce pas ? et ce n’est pas une thèse de théologie mais bien de science.

    Tunisie : une thèse affirmant que la Terre est plate provoque stupeur et consternation dans le monde universitaire - JeuneAfrique.com
    http://www.jeuneafrique.com/424393/societe/tunisie-these-affirmant-terre-plate-provoque-stupeur-consternation-mon

    Ce travail, réalisé à la faculté des Sciences de Sfax, avance très sérieusement – avec force fautes de français – qu’« en ce qui concerne les lois physiques connue on a rejeté les lois de Newton, de Kepler et d’Einstein vue la faiblesse de leurs fondements et ont a proposé par contre une nouvelle vision de la cinématique des objets conforme aux versets du coran. La vitesse de la lumière et du son sont ainsi recalculé et on démontré que leurs vitesses correspond à celle de l’ordre 1.43.109 km/s. La théorie du Bigbang et de l’expansion universelle ont été également rejeté ».

    L’étudiante conclut que « tous les donnés et les arguments physiques religieuses ont permis de démontrer la position centrale, la fixation et l’aplatissement de la surface de la terre, la révolution du soleil et de la lune autour d’elle » après avoir soutenu que « les étoiles se situent à 7 000 000 km avec un diamètre de 292 km et leur nombre est limité. Ils possèdent trois rôles : pour être un décor du ciel ; pour lapider les diables et des signes pour guider les créatures dans les ténèbres de la terre ».

    #science-et-religion #science #religion #théologie

  • Soutenance de thèse | Apocryphes
    https://apocryphes.hypotheses.org/569

    Après cinq ans à Lausanne, quatre ans de recherche, un certain nombre d’heures passées à effectuer des actions parfois intéressantes (décrypter un texte, en articuler plusieurs, trouver comment automatiser toujours plus de chose avec LaTeX) parfois moins (remplir des formulaires administratifs et faire la chasse aux graphies non conventionnelles), je soutiendrai ma thèse de doctorat le 12 mai 2017 à 13h30, dans la salle 319 de l’Amphipôle de l’Université de Lausanne (métro Unil-Sorge).

    Ma thèse s’intitule « Étude comparée sur la construction des origines apostoliques des Églises de Crète et de Chypre à travers les figures de Tite et de Barnabé »

    #thèse #histoire #christianisme #théologie #apôtres #ouf

  • Jean Zaru : une théologienne de la libération authentiquement inclusive et empathique - ...Se réclamant du christianisme social
    http://www.christianismesocial.org/spip.php?article542

    Comment penser théologiquement le conflit israélo-palestinien ? L’œuvre de la théologienne Jean Zaru fournit des outils puissants pour concilier une lutte intransigeante pour la justice avec le refus de toute dichotomie et de toute violence.
    Par C. Vanel, sociologue.

    #théologie #non_violence #palestine

  • Camilo Torres
    https://www.monde-diplomatique.fr/mav/151/A/57070 #st

    Prêtre colombien et militant de gauche, Camilo Torres fut aussi sociologue, une discipline qu’il étudia dans les années 1950 en Belgique. En août 1965, le réalisateur Bruno Muel filme un entretien avec l’animateur du Frente Unido. Dans ce document sans équivalent, il explique — en français — son cheminement. Torres rejoint un maquis de l’Armée de libération nationale (ELN) en novembre 1965 avant d’être tué par les troupes gouvernementales.

    http://zinc.mondediplo.net/messages/53276 via Le Monde diplomatique

  • #ANoush_Ganjipour : « L’islam n’est pas simplement une spiritualité, mais avant tout une loi »
    https://www.mediapart.fr/journal/culture-idees/271216/anoush-ganjipour-l-islam-n-est-pas-simplement-une-spiritualite-mais-avant-

    « Existe-t-il une politique propre à l’islam ? » Telle est l’interrogation qui travaille le philosophe Anoush Ganjipour, directeur de recherche au Collège international de philosophie. Pour tenter d’y répondre, il est sans doute nécessaire de tirer certains enseignements de l’expérience iranienne. Entretien.

    #Culture-Idées #chiisme #Essais #Imam_Khomeini #imams #Iran #islam #islam_politique #sunnisme #théocratie #théologie