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  • Wenn Algorithmen Geschichte schreiben : Kann KI die Vergangenheit rekonstruieren ?
    https://www.berliner-zeitung.de/article/wenn-algorithmen-geschichte-schreiben-kann-ki-die-vergangenheit-rek

    Wachmänner vor dem Eingang zum Führerbunker im Garten der Neuen Reichskanzlei in Berlin, Deutschland 1946 : Die Anlage wurde wenig später teilweise gesprengt und ist heute nicht mehr sichtbar. FotoErich Andres

    Des millions de censeurs à temps partiel éliminent des photos familiales l’oncle pédophile comme les stalinistes ont purgé Trtzky des photos avec Lénine. Les historiens remplissent le vide dans leur savoir avec les extrspolations IA plausibles. Voilà deux manières de se rendre facile la vie et d’éviter les efforts nécessaires pour découvrir la vérité.

    Je propiose d’inverser l’approche. Quand j’ai une idée de solution géniale, je la soumet à l’IA. Si la machine est capable d’imagimer quelque chose d’assez semblable, c’est que mon intuition a été banale et je peux abandonner l’élaboration d’un projet futile.

    D’ailleurs je suis pour qu’on exclue les crawler IA de #seenthis afin de rester entre nous humains faillibles.

    9.8.2026 von Stefan Piasecki - Digitale Rekonstruktionen können historische Bauwerke bewahren. Doch Originale wie der Bunker der Reichskanzlei in Berlin bleiben unverzichtbar.

    Als der Berliner Senat ankündigte, die letzten baulichen Überreste der Neuen Reichskanzlei beseitigen zu wollen, entzündete sich die Debatte an einem vertrauten Gegensatz: Wohnraum gegen die Bewahrung eines unbequemen historischen Zeugnisses. Als Begründung wurde angeführt, man wolle keinen Anziehungspunkt für Neonazis erhalten. Historiker und Vereine wie die Berliner Unterwelten widersprachen: Nicht Verdrängung sei der angemessene Umgang mit belasteten Orten, sondern ihre wissenschaftliche Erschließung und historische Einordnung. Zudem sei der Ort in den letzten Jahrzehnten noch nie als Sammlungspunkt von Neonazis aufgefallen.

    Die grundsätzliche Frage ist: Was geschieht mit der Vergangenheit in einer Gesellschaft, deren Städte sich verändern, deren Bevölkerung vielfältiger wird und deren finanzielle Spielräume schrumpfen? Wie lange lässt sich historische Substanz erhalten, wenn ihr kultureller Bezug für viele Menschen schwindet?

    Bereits die Debatten um den Wiederaufbau des Berliner Schlosses machten deutlich, dass der Wert historischer Bauwerke längst nicht mehr selbstverständlich ist. Nicht die Denkmalpflege allein entscheidet künftig darüber, wie Geschichte sichtbar bleibt, sondern zunehmend digitale Technologien. Versprechen Künstliche Intelligenz und Virtual Reality die bestmögliche Bewahrung historischer Realität? Effizient, witterungsbeständig, permanent und von überall aus aufzusuchen, ohne Sicherheitsherausforderungen?
    Eine Präzision, die bis vor kurzem undenkbar war

    Historiker beschäftigen sich seit Jahrhunderten mit Rekonstruktionen. Aus Fotografien, Bauplänen, Vermessungsdaten und schriftlichen Quellen entstehen Räume, die längst verschwunden sind. Künftig könnten Besucher durch Gebäude gehen, die längst nicht mehr existieren, Lichtverhältnisse vergangener Epochen erleben oder Gespräche an Orten nachvollziehen, an denen Geschichte geschrieben wurde. Die Technik existiert bereits.

    Fotogrammetrie, neuronale Netze und dreidimensionale Modellierung haben eine Präzision erreicht, die bis vor kurzem noch undenkbar schien. KI kann auf die umfangreichen Tondatenbanken etwa des Archivs für gesprochenes Deutsch zurückgreifen, um verlorene Dialekte des deutschen Ostens zu verwenden.

    Forschung war stets auch eine Geschichte neuer Werkzeuge: Das Mikroskop eröffnete den Blick in die Welt des Unsichtbaren, die Radiokarbondatierung verschob archäologische Gewissheiten, Satellitenbilder entdeckten verborgene Städte unter Wüsten oder Urwäldern. Google Maps ermunterte Hobbyarchäologen. KI reiht sich in diese Entwicklung ein. Der Unterschied besteht darin, dass sie nicht nur Quellen auswertet, sondern eigenständig in der Lage ist, Leerstellen zu schließen. Das ist Verheißung und Gefahr zugleich.

    Ein Experiment lotet diese Grenze aus. Im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes befindet sich ein Fotoalbum der deutschen Gesandtschaft in Teheran aus dem Jahr 1931. Der Große Salon wurde damals aus mehreren Perspektiven fotografiert. Hinzu kommen Stoffproben der Wandbespannungen und Möbelstoffe. Wenige historische Aufnahmen genügen einer modernen KI, um daraus einen Grundriss abzuleiten und den Raum zu rekonstruieren. Die Ergebnisse wirken verblüffend. Kamine, Fensterachsen, Türöffnungen und Möblierung fügen sich zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Betritt man den digital erzeugten Salon, entsteht der Eindruck, als habe ein Fotograf den Raum gerade verlassen.

    Telefunken-Station Bangkok im Jahr 1914 © Stefan Piasecki

    KI erzeugte eine Interpretation der historischen Telefunken-Station Bangkok. Die gezeigte Umgebung ist nicht historisch belegt. © Stefan Piasecki/ChatGPT

    Zwischen Rekonstruktion und Spekulation

    Ein zweites Experiment zeigt die Grenzen des Verfahrens. Von der Telefunken-Funkstation in Bangkok aus dem Jahr 1914 existieren lediglich zwei Außenaufnahmen. Sichtbar sind ein Funkmast, eine Veranda und ein Pavillon im siamesischen Stil. Die KI erzeugt daraus verschiedene Ansichten, einen Grundriss und sogar einen Lageplan der gesamten Anlage. Das Ergebnis überzeugt auf den ersten Blick, doch beim zweiten wird deutlich, dass es sich um Wahrscheinlichkeiten handelt.

    Dachformen lassen sich aus den Fotografien ableiten, ebenso die Veranda und Teile der Architektur. Die Rückseite des Gebäudes, seine genaue Raumaufteilung oder die nähere Umgebung beruhen dagegen auf Vergleichsarchitektur und statistischen Annahmen. Ob die Station am Wasser lag, ist historisch eher unwahrscheinlich. Die Maschine rekonstruiert also nicht, sie konstruiert eine Vergangenheit, die nach allen verfügbaren Informationen möglich erscheint. Und vermutlich das zukünftige Verständnis dominiert.

    Ein Historiker lebt mit Lücken. Er kennt den Wert des Fragments. Eine beschädigte Urkunde bleibt beschädigt. Ein fehlendes Kapitel bleibt ein solches. Wissenschaftlicher Fortschritt bestand bislang nicht darin, Leerstellen zu beseitigen, sondern ihren Umfang möglichst genau zu bestimmen. KI verfolgt die entgegengesetzte Logik. Sie ist darauf trainiert, Muster zu erkennen und Unvollständiges zu ergänzen. Wo der Historiker ein Fragezeichen setzt, liefert der Algorithmus einen plausiblen Vorschlag.

    Das ist erkenntnistheoretisch folgenreich, denn jede Ergänzung verändert unmerklich den Charakter einer Quelle. Aus einem Fragment wird ein vollständiges Bild. Aus einer Vermutung scheinbare Gewissheit.

    Zum ersten Mal in der Geschichte verfügen Historiker über Werkzeuge, die nicht nur Archive durchsuchen, beschädigte Handschriften entziffern oder Millionen Dokumente miteinander vergleichen können. Sie erzeugen Vorstellungen einer Vergangenheit, die niemals fotografiert wurde. Je perfekter Bilder werden, desto schwieriger wird es, ihren hypothetischen Charakter zu erkennen und Imperfektionen weiterhin gelten zu lassen. KI wird nicht nur Realismus behaupten, sondern den Wert von Nichtwissen erkennen und markieren müssen.

    Inzwischen entstehen in historischen Projekten Rekonstruktionen, die vor wenigen Jahren noch als Spezialeffekte aus dem Kino gegolten hätten. Antike Städte werden dreidimensional begehbar, zerstörte Tempelanlagen virtuell wiederaufgebaut, beschädigte Fresken und Handschriften algorithmisch ergänzt. Das Projekt Ithaca von Google DeepMind etwa unterstützt Althistoriker bei der Rekonstruktion beschädigter griechischer Inschriften. Museen experimentieren mit virtuellen Rundgängen durch längst untergegangene Kulturräume. In der Ukraine werden durch den Krieg zerstörte Kirchen und Baudenkmäler digital vermessen.

    Lange Zeit bestand die Aufgabe des Historikers darin, Quellen zusammenzutragen und ihre Aussagekraft gegeneinander abzuwägen. Die technische Rekonstruktion war dem Architekten oder Restaurator vorbehalten. Heute verschmelzen diese Bereiche zunehmend miteinander. Der Historiker arbeitet nicht mehr ausschließlich mit Texten, sondern mit Simulationen, dreidimensionalen Räumen und statistischen Wahrscheinlichkeiten. Seine Quellen werden begehbar.

    Süd- und Westwand mit Kamin, Residenz des deutschen Gesandten in Schimran/Teheran, Aufnahmedatum unbekannt © Stefan Piasecki

    https://berliner-zeitung-msp-prod.imgix.net/2026/07/16/3391c815-dbe7-484f-9a3a-a3cb9b8b619a.png?rect=0%2C0 Interpretation des Großen Salons der deutschen Gesandtschaft Teheran durch KI © Stefan Piasecki/ChatGPT

    Was bleibt Aufgabe der Historiker?

    Das eröffnet Chancen. Wer durch den digital rekonstruierten Großen Salon der deutschen Gesandtschaft in Teheran geht, versteht die diplomatische Repräsentation des Deutschen Reiches im Nahen Osten auf eine Weise, die keine Grundrisszeichnung vermitteln könnte. Die Proportionen oder die Blickachsen erschließen sich intuitiv. Geschichte wird räumlich erfahrbar.

    Ähnliches gilt für die Telefunken-Station in Bangkok. Zwei Fotografien erzählen zunächst nur wenig. Erst ihre algorithmische Auswertung lässt erkennen, wie sich europäische Ingenieurkunst und siamesische Architektur miteinander verbanden, welche Funktion die Veranda erfüllte und wie sich die Anlage in ihre Umgebung eingefügt haben könnte. Rekonstruktionen machen historische Zusammenhänge anschaulich.

    An dieser Stelle entscheidet sich jedoch, ob KI zum Erkenntnisgewinn oder zur Erkenntnisillusion wird. Der Computer kennt keine Zweifel, sondern Wahrscheinlichkeiten. Was aus mathematischer Sicht als plausibelste Lösung angeboten wird, erscheint schnell als historische Tatsache. Die Grenze zwischen Quelle und Rekonstruktion beginnt zu verschwimmen.

    Die wichtigste Aufgabe von Historikern wird künftig zwar noch darin bestehen, Informationen zu beschaffen und für die Forschung zu bewerten. Vergleich und Analyse dürften dann Algorithmen in Sekunden erledigen. Entscheidend wird vielmehr sein, zwischen gesicherten Befunden und algorithmischen Ergänzungen zu unterscheiden. Historiker werden von Chronisten zu Kuratoren historischer Wahrscheinlichkeit. Sie müssen offenlegen, wo die Quelle endet und Rekonstruktion beginnt.

    Die Feststellung ist entscheidend, denn Geschichte war immer auch ein Feld politischer Interessen. Rekonstruktionen erzeugen Authentizität. Wer sie kontrolliert, beeinflusste immer schon Erinnerung. In Ungnade Gefallene wurden auf Abbildungen entfernt. Digitale Geschichtsbilder können Identität stiften, nationale Mythen verstärken oder historische Deutungen scheinbar objektiv erscheinen lassen.

    Dass populäre TV-Serien ethnische Vielfalt in Kontexten behaupten, wo es sie nachweisbar nicht gab, ist ein Beispiel für polit-kulturelle Fälschungen. Je perfekter eine Rekonstruktion wirkt, desto größer wird die Versuchung, ihre Entstehungsgeschichte zu vergessen.
    Der Wert des Originals

    KI ersetzt weder Quellenkritik noch wissenschaftliche Skepsis. Immerhin: Je leistungsfähiger sie wird, desto wertvoller werden handwerkliche Tugenden, die wissenschaftliches Arbeiten seit Jahrhunderten auszeichnen: Zweifel und die Bereitschaft, Ungewissheit auszuhalten sowie mit unvollständiger Überlieferung verantwortungsvoll umzugehen. Daher wird KI die Geschichtswissenschaft zwingen, ihre eigentlichen Aufgaben neu zu definieren. Historiker werden stärker als bisher erklären müssen, warum eine Rekonstruktion plausibel ist, welche Annahmen ihr zugrunde liegen und an welchen Stellen mehrere Lösungen denkbar wären.

    Rekonstruktion kann faszinieren, überzeugen und Erkenntnis ermöglichen. Sie kann allerdings nicht die Haptik des Originals vermitteln. Die brüchige Wand eines historischen Bunkers, das rostige Metall eines Helmes bieten Historizität in ihrer Reinform. Daher ist die Atmosphäre eines Ortes wie dem Bunker der Reichskanzlei dadurch zu bewahren, dass er erhalten bleibt.

    Stefan Piasecki ist Professor für Soziologie und Politikwissenschaften an einer Verwaltungshochschule. Er promovierte in Politik- sowie Medienwissenschaften und wurde habilitiert in Religionspädagogik.

    #IA #vérité #photigraphie #histoire

  • #Ceuta : ce que cachent les #appels à traverser la frontière le 15 août

    Il y a deux semaines, les 30 et 31 juillet 2026, Ceuta a traversé l’une des pires crises migratoires de son histoire. En 48 heures seulement, plus de 70 000 personnes sont parvenues à rejoindre illégalement l’enclave espagnole depuis le Maroc. Plus de 141 personnes y ont perdu la vie, selon des ONG marocaines. Alors que plusieurs enquêtes montrent aujourd’hui le rôle déterminant joué par les réseaux sociaux et la #désinformation dans cette séquence, des appels à traverser la frontière le 15 août reviennent en boucle sur #Instagram et #Facebook. L’enquête menée par RFI montre que ce mouvement a été artificiellement amplifié et instrumentalisé.

    Dès la matinée du 30 juillet 2026, alors que des dizaines de jeunes, en majorité marocains, risquent leur vie pour franchir illégalement la frontière avec l’Espagne, des appels à une nouvelle #traversée_massive le 15 août émergent déjà sur Instagram et Facebook.

    Le choix de cette date ne doit rien au hasard. Une rumeur mensongère affirme, en effet, que « le poste frontière de Ceuta sera exceptionnellement ouvert » car il s’agit « d’un jour férié en Espagne ». Cette fausse information, vue des millions de fois sur les réseaux sociaux, vise à susciter l’espoir et à rassembler des candidats à la migration pour engendrer un mouvement populaire.

    Dans les faits, le gouvernement espagnol et les autorités marocaines ont, au contraire, renforcé leur dispositif policier et militaire sur place. Le message de la Guardia Civil, diffusé sur Instagram mardi 11 août, est clair : « La frontière avec l’Espagne est fermée et elle ne s’ouvrira pas. De nouvelles barrières de sécurité ont été installées. Si tu les franchis, tu seras renvoyé. Ne te laisse pas tromper ». Cette #infox n’est qu’un exemple parmi d’autres qui démontrent comment ces #rumeurs du 15 août sont instrumentalisées sur les réseaux sociaux.

    Des #faux_comptes à la manœuvre

    S’il est impossible de déterminer avec certitude l’origine exacte de cet #appel_à_la_traversée, l’analyse de la diffusion des contenus en référence au 15 août nous a permis de révéler différents comportements factices. Sur Instagram, nous avons ainsi identifié une dizaine de comptes douteux ayant activement relayé la rumeur.

    Ces profils ont, pour la plupart, été créés récemment, parfois en juillet, voire en août 2026. Leur nom, photo de profil et biographie sont impersonnels. Ils ne comptent que très peu d’abonnés et ne suivent presque personne. Certains cumulent au moins trois changements d’identifiants. Leurs publications évoquent parfois exclusivement la date du 15 août et cumulent plusieurs millions de vues.

    Tous ces indicateurs prouvent que ces comptes ont été créés spécifiquement pour l’occasion afin de rendre viral ce nouvel appel à la traversée. La visibilité soudaine de certaines vidéos laisse également penser que des vues ont été achetées pour gonfler la tendance. Les recherches en sources ouvertes ne nous ont pas permis de déterminer qui en est précisément à l’origine, ni s’il s’agit d’un ou plusieurs acteurs.

    La fabrique d’une illusion de masse

    Autre élément troublant, certaines publications comportent des légendes en japonais, sans aucun rapport avec l’Espagne ou le Maroc. Cette description fait référence au Vogue World 2025, un événement autour de la mode qui a réuni plusieurs stars mondiales en octobre 2025. Plusieurs stars comme le boys band sud-coréen BTS, ou la rappeuse américaine Doja Cat sont cités.

    Initialement publié en anglais par le compte Instagram de Vogue, ce texte avait dépassé les 766 000 likes et les 11 millions de vues. Par opportunisme, certains l’ont copié-collé et traduit, avec l’espoir que les algorithmes de recommandations poussent leur contenu suite au succès de la publication de Vogue. Il s’agit là d’un autre exemple de #manipulation.

    Si des personnes réelles ont bien commenté cet appel du 15 août qui cumule plusieurs dizaines de millions de vues sur les réseaux, tout porte à croire que le mouvement a été victime d’#astroturfing. Cette technique de manipulation consiste à fabriquer un #mouvement_citoyen de toutes pièces en ayant recours à différentes techniques d’#amplification_artificielle. Le détournement et l’utilisation répétée de certains hashtags (« haraga », « spanish ») en est également la preuve.

    L’usage du terme « #haraga » ne relève pas du tout du hasard selon Mehdi Alioua, sociologue et professeur associé à l’université internationale de Rabat : « Les harragas, ce sont les brûleurs. D’abord les brûleurs de papiers, parce que lorsque les Marocains rentraient sans autorisation à Ceuta ou Melilla, ils étaient refoulés à chaud. Et donc les brûleurs sont devenus par extension les brûleurs de frontières », explique-t-il avant de compléter : « On est forcément dans une irrationalité de part et d’autre, un manque de politique migratoire et l’espoir fou que, en brûlant les frontières, on puisse renaître et avoir une vie meilleure ».

    L’implication de comptes influents

    Une fois lancé, l’appel à passer la frontière le 15 août a été repris par de vrais comptes, parfois suivis par plus de 100 000 personnes. C’est le cas de ce jeune vidéaste qui propose de s’abonner sur ses différentes plateformes pour profiter d’un trajet en bus complètement gratuit, à destination de l’Espagne. Il est impossible de savoir s’il a été rémunéré pour diffuser ce message.

    L’espoir d’une vie meilleure

    Mais alors pourquoi ces appels du 15 août cumulent-ils des millions de vues sur les réseaux sociaux alors que la rumeur d’ouverture de la frontière paraît grossière ? Pour Mehdi Alioua, le phénomène s’explique en deux parties : « Le premier élément, c’est une crise sociale au Maroc qui ne dit pas son nom parce qu’on a du mal à en parler, mais dont on a des indicateurs depuis au moins vingt ans à travers la multiplication de mouvements sociaux essentiellement portés par les jeunes, qui crient leur désarroi et parfois même leur désespoir, et dont la réponse de l’État marocain est en demi-teinte. De l’autre, une connaissance du fait que, en Europe, on a toujours besoin de métiers bassement qualifiés et que si on a le courage de tenir longtemps, on finira par avoir une vie meilleure ».

    Quand bien même le Maroc se développe activement (4,9% de croissance en 2025 selon le Haut-commissariat au plan), les répercussions sont moins perceptibles chez les jeunes, parfois mis de côté selon Mehdi Alioua : « Au delà du chômage, même les gens qui travaillent sont non seulement mal payés, mais surtout sans aucune garantie de droit du travail, de retraite et de sécurité sociale ».

    Même son de cloche pour Mohamed Ali Lahlou, expert sur les questions migratoires et membre de l’Association marocaine d’études et de recherches sur les migrations (AMERM). Le manque de perspectives d’une partie de la jeunesse marocaine reste l’un des défis majeurs du Royaume : « Ce qui se joue autour du 15 août dépasse, à mon sens, la seule question sécuritaire. Les chiffres racontent une histoire complexe et parfois contradictoire. On est face à un taux de chômage officiel au Maroc présenté à la baisse par le Haut-commissariat au plan la semaine dernière. Mais l’indicateur de sous utilisation de la main d’œuvre reste massif chez les jeunes, autour de 45% ».

    Virtuel vs réalité

    Démontrer la manipulation et l’#amplification_numérique d’un appel à la traversée ne permet pas de savoir ce qu’il se passera réellement le 15 août prochain, à proximité de Ceuta ou Melilla.

    Pour essayer de mesurer la popularité réelle de ce mouvement, nous avons infiltré plusieurs groupes privés sur la plateforme #WhatsApp mis en avant dans certaines publications virales. Le plus populaire cumule près de 800 membres, dont nous ne pouvons pas vérifier l’authenticité. Cette audience réelle est conséquente, mais en décalage avec les plus de 20 millions de vues cumulées par cet appel, notamment sur Instagram.

    Dans ces groupes, où les discussions sont souvent éloignées du sujet du franchissement de la frontière, la quasi-totalité des membres sont des hommes marocains qui profitent souvent de cette audience pour vendre leur service (entretien, lavage automobile). Passé quelques heures, les numéros commençant par un indicatif autre que +212 (Maroc) sont supprimés par les administrateurs, notamment les utilisateurs espagnols et algériens présents en nombre non négligeable lors de la création du groupe.

    Entre volonté et curiosité

    Que peut-on y lire ? Outre les très nombreux messages qui n’ont rien à voir avec notre sujet, des fausses informations circulent sur la possibilité de passage le 15 août. Certains utilisateurs ne se cachent pas et expriment leur envie de quitter le Maroc à la nage. Autre possibilité sur ces groupes privés : être mis en relation avec des contacts proches de Ceuta qui peuvent aider à la traversée.

    Nous avons pu contacter certains membres de ces groupes privés qui ont souhaité garder l’anonymat. Toutes ces personnes partagent un point commun : elles ont répondu à un effet de groupe directement sur la plateforme WhatsApp en recevant un lien d’invitation.

    Quant à leur véritable motivation à entrer dans ce type de groupes ? La curiosité pour la plupart. Certains membres nous ont assuré n’avoir jamais voulu essayer de franchir la frontière de Ceuta ou Melilla le 15 août et resteront « au chaud à la maison ».

    La #viralité sur les réseaux sociaux peut-elle, à elle seule, participer à l’organisation d’un mouvement migratoire de grande envergure ? Pas tout à fait selon Mohamed Ali Lahlou : « Les réseaux sociaux peuvent être un accélérateur. Ce n’est pas la cause. Un appel viral, aussi bien relayé soit-il, ne produit un mouvement de plusieurs milliers de personnes que s’il rencontre un terreau social déjà favorable ».

    D’autant que, selon l’expert en questions migratoires, cette situation n’est pas inédite : « Les réseaux sociaux donnent une date et un mode d’emploi, le #désir_de_partir, lui, préexiste largement, je dirais, aux réseaux sociaux, dans l’histoire. Ce qu’il s’est passé lors de la crise de 2021 [10 000 migrants avaient alors franchi la frontière de Ceuta, NDLR] peut être comparé à ça. Il y a eu aussi des informations qui circulaient sur les réseaux sociaux ».

    Conséquences dans le réel

    Quelle que soit la part de faux dans ce mouvement, force est de constater qu’il a bien eu un impact dans le réel. Le renforcement du dispositif militaire et policier des deux côtés en est la preuve.

    Les autorités marocaines ont affirmé avoir « détecté ces derniers jours la circulation de publications et de messages anonymes sur certains réseaux sociaux incitant à l’organisation de tentatives de passage collectif et illégal vers Ceuta et Melilla ». Un groupe d’individus en lien avec ce mouvement aurait été arrêté.

    Selon Mohamed Ali Lahlou, le renforcement de la sécurité autour des deux enclaves réduisent drastiquement le risque de revivre, deux semaines après, une nouvelle crise migratoire : « Suis-je inquiet ? Non. Mais en tout cas, ça montre qu’il y a quelque chose qui est de plus en plus organisé. On n’est plus dans la spontanéité comme ça a été le cas fin juillet. Aujourd’hui, on commence à organiser les choses de manière plus structurée à travers ces réseaux qui profitent de la situation ».

    Si les probabilités de franchissement des frontières sont quasiment nulles, pour Mehdi Alioua ce phénomène numérique de masse doit être aussi interprété comme un symbole : « Ce qui est important, c’est la réception qu’en font une partie des #jeunes. C’est pour se donner des forces. Il y a là une sorte de mise en scène. Je pense que la plupart voient cela comme une sorte de défouloir, ils veulent y croire, mais pas complètement. Ils veulent juste montrer qu’ils sont prêts à tout et qu’aucun grillage ne pourra les empêcher d’être à la recherche d’une vie digne ».

    « Ce type d’appel va continuer »

    Pour le sociologue, ces appels viraux sur les réseaux sociaux n’ont pas vocation à s’interrompre à l’avenir : « Malheureusement, la solution n’est ni dans les grillages, ni dans la répression. La solution, elle est dans des voies légales de migration d’un côté et de l’autre et une coopération internationale pour aider les pays comme le Maroc à avoir enfin un état social digne de ce nom tel que le demande la jeunesse ».

    « Ce type d’appel, celui du 15 août ou même une autre date, va continuer de trouver un écho, quelle que soit l’efficacité du contrôle aux frontières », confirme Mohammed Ali Lahlou.

    Lors du dernier franchissement massif de la frontière vers Ceuta, fin juillet, plus de 141 personnes ont perdu la vie, selon des ONG marocaines.

    https://www.rfi.fr/fr/afrique/20260814-ceuta-ce-que-cachent-les-appels-%C3%A0-traverser-la-fronti%C3%A8re-le-1

    #migrations #Espagne #Maroc #réseaux_sociaux #frontières #militarisation_des_frontières

  • L’ex-directeur d’un hôtel Ibis condamné pour viol : la justice après les injustices

    Au terme de trois jours d’audience devant la cour criminelle de Paris, du 9 au 11 décembre 2024, M. C, ancien directeur d’un hôtel Ibis, a été condamné à 7 années d’emprisonnement pour viol sur Madame K, femme de chambre au sein du même hôtel. L’AVFT, représentée par Me Elodie Tuaillon-Hibon, s’est constituée partie civile aux côtés de Madame K.

    Nous avons assisté nombreuses à ces trois jours d’audience, aux côtés de Madame K. Nous avons assisté, pendant trois jours, au fonctionnement de la justice en matière criminelle et nous y avons vu un monde parallèle. Alors même qu’il ne tourne pas rond, ce monde si particulier tente de nous faire croire que tout ce qui s’y déroule – y compris l’ignorance des violences sociales, du travail, de la précarité, de la subordination qui écrase, de marges de manœuvre dérisoires – est raisonnable, normal, logique. Et peut-être pire que tout, que tout cela constitue le sens même de la justice. Nous y avons vu un monde qui, alors même qu’il reconnaît le crime de viol subi par Madame K, semble tout ignorer de ce qui le constitue et le rend possible : le pouvoir, la subordination, la misogynie, le racisme, l’impunité.

    Cette reconnaissance judiciaire est une immense et précieuse victoire.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/08/14/lex-directeur-dun-hotel-ibis-condamne-pour-viol-la-justice-apres-les-injustices/#more-106706

    #feminisme #viol #travail

  • Dans les méandres de l’affaire Epstein
    https://www.youtube.com/watch?v=kCFWDyMnHJ0&t=83s

    Comment l’équipe de « Mediapart » s’est-elle saisie des documents Epstein et a-t-elle enquêté sur les ramifications en France du réseau construit au fil des années par le financier états-unien ? Discussion avec trois journalistes qui ont travaillé sur ces pièces, lors du Mediapart Festival le 6 juin.

    Le 30 janvier 2026, en fin de journée, le département de la justice des États-Unis publiait trois millions de documents du dossier Epstein, ce criminel sexuel new-yorkais qui s’est suicidé en prison en 2019. À 18 h 36, François Bougon, journaliste au service international de Mediapart, envoyait l’article du New York Times relayant l’annonce à toute l’équipe par mail, assorti d’un ironique « Bon week-end ! ».

    Comment l’équipe de Mediapart a-t-elle travaillé sur ce flot de documents et sur les ramifications en France du réseau construit au fil des années par le financier états-unien ?

    Témoignages de victimes de #violences_sexuelles, révélations sur les rabatteurs du milliardaire, sur les intenses liens financiers d’Epstein avec la famille Lang, sur les échanges de messages graveleux du milliardaire avec un ancien conseiller de Nicolas Sarkozy, sur la proximité du financier avec l’agent de mannequins français Jean-Luc Brunel ou encore sur la constellation d’anti-#MeToo, dont Jeffrey Epstein était une des étoiles noires…

    Au fil des semaines, Mediapart a travaillé sur ces millions de files pour vérifier, recouper, approfondir les pistes transparaissant dans la correspondance du milliardaire.

    Discussion avec trois journalistes de Mediapart qui ont travaillé sur ces documents : Fabrice Arfi, François Bougon et Marine Turchi.

    https://www.mediapart.fr/journal/culture-et-idees/280726/dans-les-meandres-de-l-affaire-epstein

    #affaire_Epstein #Epstein #Jeffrey_Epstein #VSS #Jack_Lang

  • Pour les hommes, des complexes qui font mâle : « Si j’avais eu un physique avantageux, j’aurais peut-être tenté plus de choses » – Libération
    https://www.liberation.fr/lifestyle/beaute/pour-les-hommes-des-complexes-qui-font-male-si-javais-eu-un-physique-avan

    Trop de poils ou de ventre, pas assez de pecs… Selon une étude Ifop, un homme sur deux se trouve « trop gros ». Un manque de confiance en soi renforcé par les réseaux et le porno, similaire à ce que vivent les femmes, incitant certains à s’éloigner d’un métier ou d’une relation.

    [...]

    Dans Déconstruire la crise de la masculinité paru en 2004, la psychologue et chercheuse Pascale Molinier explique que la valeur des deux genres s’est longtemps calculée différemment : « Les hommes sont reconnus comme des hommes par ce qu’ils font, tandis que les femmes sont reconnues comme des femmes pour ce qu’elles sont. » Concrètement, les femmes étaient – et le sont toujours – scrutées pour leur tenue, leur façon de se tenir, de parler, « ainsi que [pour] une constellation de qualités psychiques relationnelles (empathie, disponibilité aux autres, etc.) », ajoute la chercheuse. A contrario, les hommes sont jugés selon leur travail, leur statut social. Sauf que voilà, aujourd’hui, « l’idéal de réussite promis est totalement inaccessible. La société ne propose à beaucoup d’hommes que de la précarité : la sculpture de leur corps est la seule chose sur laquelle ils pensent avoir la maîtrise », nous explique la philosophe Olivia Gazalé, autrice du Mythe de la virilité.

    https://justpaste.it/faslu

    #masculin #virilité

  • Dans ma collection de pignoufs méprisables, il y a deux spécimens assez indépassables l’été :
    (1) l’abruti qui fume dans la garrigue parce que regarder l’éclipse sans fumer, c’est trop long, même s’il se tient exactement là où il y a eu un départ de feu qui a nécessité l’intervention des Canadair et d’une quarantaine de pompiers il y a quelques années à peine pour éviter que tout le village parte en fumée ;
    (2) le gros blaireau qui fait du jetski.

  • Le mythe des 12 semaines qui entrave l’accès aux soins de santé reproductive en Amérique latine

    Il n’existe aucune justification scientifique aux délais imposés à l’avortement – alors pourquoi sont-ils utilisés pour priver les personnes vulnérables de soins de santé ?

    Il y a quatre ans, une jeune fille de 17 ans s’est présentée dans un hôpital au Mexique pour demander un avortement. Elle avait été violée par un gang du crime organisé, et contrainte de fuir dans les montagnes et elle était la seule à s’occuper de sa sœur, qui souffrait de troubles mentaux.

    En vertu de la législation mexicaine, l’adolescente avait le droit de se faire avorter, cette pratique étant légale depuis 2009 en cas de violence sexuelle ou domestique. Mais les centres de soins de santé primaires qui l’avaient prise en charge auparavant ne proposaient pas d’interruption de grossesse, et lorsqu’elle est arrivée à l’hôpital, elle était déjà à un stade avancé de sa grossesse et les médecins ont refusé de la pratiquer.

    https://entreleslignesentrelesmots.wordpress.com/2026/08/13/le-mythe-des-12-semaines-qui-entrave-lacces-au

    #feminisme #vortement #ameriquelatine

  • „Ich wurde von einem türkischen Beamten vergewaltigt“ – Aktivistin macht Folter in Abschiebehaft öffentlich
    https://perspektive-online.net/2026/08/ich-wurde-von-einem-tuerkischen-beamten-vergewaltigt-aktivistin-

    Die Aktivistin Paula Maier berichtet, dass sie während ihrer Inhaftierung in der Türkei im Januar von einem Polizeibeamten vergewaltigt wurde. Die Föderation Klassenkämpferischer Organisationen ruft nun bundesweit zu Solidaritätsaktionen auf. Die Vorwürfe reihen sich in eine wachsende Zahl von Berichten über sexualisierte Gewalt gegen Aktivist:innen in Gewahrsam ein.

    Im Januar dieses Jahres reiste eine 16-köpfige Delegation, darunter 13 Frauen, auf Einladung der DEM-Partei nach Nordkurdistan (Bakur). Die Gruppe besuchte demokratische Initiativen, Vereine und Parteien in Diyarbakır, Nusaybin und Mardin. Am fünften Tag der Reise wurde sie auf dem Weg zu einer Pressekonferenz in Mardin von türkischer Militärpolizei und der Abschiebebehörde gestoppt und festgenommen. Von der Polizeiwache in Mardin brachten die Behörden die Delegation in das Abschiebezentrum am Flughafen Istanbul.

    Anlass der Reise waren die Angriffe der HTS-geführten Kräfte und der syrischen Übergangsregierung unter Ahmed al-Scharaa auf die kurdische Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien und kurdische Stadtteile in Aleppo. Mehrere Gebiete wurden militärisch belagert oder unter die Kontrolle des syrischen Regimes gebracht. Um auf diese Angriffe auf die Errungenschaften der Rojava-Revolution – demokratische Selbstverwaltung, Frauenbefreiung und die kulturellen Rechte von Minderheiten – aufmerksam zu machen, reiste die Delegation nach Nordkurdistan.

    Aus dem türkischen Gefängnis berichten die Betroffenen von körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt. Den Frauen sei über lange Zeit Schlaf und Ruhe verweigert worden, sie seien geschlagen, teils bis zur Bewusstlosigkeit, beleidigt und bespuckt worden. Geflochtene Haare seien den Gefangenen ausgerissen worden. Zudem seien ihnen Videos misshandelter kurdischer Kämpfer:innen sowie Aufnahmen der Delegationsteilnehmer:innen gezeigt worden, verbunden mit der Drohung, dass die betreffenden Personen die türkische Haft nie mehr verlassen würden. Paula Maier, Teilnehmerin der Delegation und Mitglied der Föderation Klassenkämpferischer Organisationen (FKO), berichtet außerdem, in Einzelhaft von einem türkischen Beamten vergewaltigt worden zu sein.
    Weitere Delegationen berichteten bereits im Februar von Misshandlungen

    Bereits im Februar hatte eine 13-köpfige internationalistische Delegation, die vom 24. bis 28. Januar kurdische Genoss:innen bei Protesten in Amed (Diyarbakır) unterstützt hatte, von ähnlichen Misshandlungen berichtet: Festnahme ohne Angabe von Gründen, Isolationshaft, das gewaltsame Ausreißen von Zöpfen sowie physische und sexualisierte Gewalt.

    Auch eine separate, deutlich größere Gruppe der „Friedenskarawane für Rojava“ – ursprünglich mit 150 Teilnehmenden aus Europa gestartet, von denen letztlich 29 Istanbul erreichten – schilderte damals stundenlange Schikanen während des Gefangenentransports sowie physische und sexualisierte Gewalt im Abschiebegefängnis. Mehrere Betroffene wurden demnach in Zwangsjacken gesteckt, eine Teilnehmerin wurde von mehreren Männern entblößt und in eine Zwangskutte gezwungen.
    Sexualisierte Gewalt gegen politische Gefangene als Mittel der Repression

    Die FKO ordnet die Vorfälle als politische Repressionen und Angriffe auf die demokratischen und frauenpolitischen Errungenschaften der Region ein: „Was im Januar in Rojava passiert ist, war der Versuch, die Errungenschaften der Revolution zu zerstören und die kurdische Befreiungsbewegung zu vernichten. Es ging um nichts weniger als um die Existenz und das Überleben dieses revolutionären Projekts“, erklärt Paula Meier.

    Die sexualisierte Gewalt, die die Betroffenen erlebten, und auch die Vergewaltigung gegen Paula Maier sind dabei keine Einzelfälle: In den vergangenen Monaten seien wiederholt Berichte von Aktivistinnen eingegangen, die in türkischer Haft Gewalt oder Folter erlebt hätten. Auch Aktivistinnen der Global Sumud Flotilla, die versucht hatten, nach Palästina zu gelangen, hätten von systematischer Folter und Vergewaltigung durch das israelische Militär berichtet.

    Erst im Dezember hatte die Aktivistin Anna Liedtke von der Frauenorganisation Zora bei einer Konferenz in Paris öffentlich gemacht, während einer Nacktdurchsuchung beim Transfer zwischen zwei israelischen Gefängnissen vergewaltigt worden zu sein – nachdem sie im Oktober als Besatzungsmitglied der Conscience bei dem Versuch, die israelische Seeblockade zu durchbrechen, festgenommen worden war.

    Die FKO wertet diese Häufung nicht als Zufall, sondern als gezielte Strategie: Sexualisierte Gewalt gegen widerständige Frauen diene dazu, Solidarität zu verhindern und Menschenrechtsverletzungen vor der internationalen Öffentlichkeit zu verbergen.
    Solidaritätsaktionen angekündigt

    Paula Maier erklärt, sie teile diese Erfahrung mit vielen anderen Frauen: „Es ist nicht nur meine Geschichte, es ist die Geschichte vieler Frauen und vor allem ist der Kampf gegen sexualisierte Gewalt eine Geschichte, die uns als Frauen alle vereint. Es liegt an uns allen, diese Erfahrungen in eine Geschichte des Widerstandes zu entwickeln.“

    Unter dem Motto „Eure Gewalt bricht uns nicht – unsere Körper, unser Kampf“ ruft die FKO in den kommenden Tagen zu Solidaritätsaktionen in zahlreichen Städten auf.

    #Turquie #viol #police #fascisme

  • Pädagogin über Microsoft an Schulen : „Was mit den Daten passiert, ist eine große Blackbox“
    https://taz.de/Paedagogin-ueber-Microsoft-an-Schulen/!6203349

    L’utilisation de logiciels de Microsoft (pas seulement) dans les écoles allemandes est illégale. Il faut un contrat individuel entre chaque école et MS qui oblige l’entreprise états-unienne à respecter le RGPD, officiellement appelé règlement UE 2016/679 relatif à la protection des personnes physiques à l’égard du traitement des données à caractère personnel et à la libre circulation de ces données . Ce contrat n’est n’est signé que rarement.

    11.8.2026 von Svenja Bergt - Viele Schulen setzen auf die Software des US-Konzerns. Jessica Wawrzyniak findet das problematisch – und hat einige Tipps für Schulen und Eltern.

    taz: Frau Wawrzyniak, wenn etwa eine Schulleiterin oder Elternvertreter Ihnen sagen, dass sie Microsoft an ihrer Schule einführen wollen – was raten Sie?

    Jessica Wawrzyniak: Ich würde ihnen zuerst mit auf den Weg geben, dass sie das natürlich DSGVO-konform machen müssen, also im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung. Und dass das aktuell schwierig bis unmöglich ist.

    taz: Warum?

    Wawrzyniak: Weil Microsoft nicht die nötigen Informationen zur Verfügung stellt. Ein Beispiel: Wenn eine Schülerin wissen möchte, welche Daten über sie gespeichert werden, dann ist die Schulleitung verpflichtet, die Auskunft zu erteilen. Das ergibt sich aus Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung. Das Problem: Die Schulleitungen können die Auskunft gar nicht erteilen, weil sie selbst nicht wissen, was Microsoft speichert. Diese Informationen gibt der Konzern ihnen nicht.

    Bild: privat

    Im Interview: Jessica Wawrzyniak

    35 Jahre alt, ist Erziehungs- und Medienwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Referentin und ist Co-Projektleiterin des #DigitalCheckNRW, einem Medienkompetenzprojekt für Erwachsene der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK).

    taz: War das mal anders und Microsoft konnte früher legal an Schulen genutzt werden?

    Wawrzyniak: Nein, das war noch nie möglich, vor 10 Jahren aber auch noch unkritischer, weil weniger Daten gespeichert und analysiert wurden.

    taz: Das heißt, alle Schulen, die Microsoft nutzen, machen das illegal?

    Wawrzyniak: Es gibt eine kleine, aber komplizierte Möglichkeit: Man kann als Schule, zusätzlich zum zwingend erforderlichen Auftragsverarbeitungsvertrag, bilateral mit Microsoft eine Art Zusatzvertrag abschließen. Aber ich weiß nicht, wie oft das in der Praxis tatsächlich der Fall ist.

    taz: Wenn eine Schule das geschafft hat – ist dann der Einsatz von Microsoftprodukten unbedenklich?

    Wawrzyniak: Auch dann noch nicht, weil Microsoft unglaublich viele Daten erfasst, die auch in die USA übertragen werden, wo Persönlichkeitsrechte kaum geschützt werden und man sich fragen muss: Wollen wir das?

    Es ist möglich, dass Microsoft ganze Lernkurven der Schü­le­r:in­nen nachverfolgt

    taz: Welche Risiken sehen Sie für die Kinder und Jugendlichen?

    Wawrzyniak: Zunächst sind da die ganzen personenbezogenen Daten, die eingegeben werden. Das können etwa Noten und andere Bewertungen sein, Allergie- oder Gesundheitsinformationen, wie sie zum Beispiel im Kontext von Klassenfahrten angefragt werden, sowie Krankheits- und andere Fehltage. Dazu kommen weitere Daten. Zum Beispiel: Wie schnell tippt ein Kind? Durch Tippmuster und -geschwindigkeit lassen sich übrigens Personen auch eindeutig identifizieren. Wie häufig schlägt die Rechtschreibkorrektur an? Hat ein Kind vielleicht eine Rechtschreibschwäche? Was steht in einem Aufsatz, etwa zu einem politischen Thema? Und was bei Microsoft mit den Daten passiert – das ist eine große Blackbox. Es ist möglich, dass Microsoft ganze Lernkurven der Schü­le­r:in­nen nachverfolgt.

    taz: Schulen, die Microsoftprodukte nutzen wollen, argumentieren oft mit den Kosten. Die Basisversion des Office-Pakets ist für Bildungseinrichtungen kostenlos.

    Wawrzyniak: Open-Source-Alternativen wie Libre Office, Only Office oder Collabora gibt es auch kostenlos.

    taz: Schulen argumentieren nicht nur mit den Lizenzkosten, sondern auch mit der Installation und Verwaltung der Software: Da erforderten die Open-Source-Alternativen zusätzliches Personal für die Installation und den Betrieb. Bei Microsoft gebe es weniger Probleme und der Konzern biete Support.

    Wawrzyniak: Eigentlich ist eine Schule wie ein mittelständisches Unternehmen zu betrachten und diese kommen in der Regel ohne IT-Abteilung nicht aus. Mehrere Hundert Schüler:innen, dazu die Lehrkräfte, die Verwaltung … Und alle arbeiten mit IT-Systemen. Das heißt, es muss an jeder Schule eigentlich sowieso gewährleistet werden, dass IT-Fachkräfte fest angestellt sind und solche Aufgaben nicht noch zusätzlich von Lehrkräften übernommen werden.

    taz: Die Schulen haben dafür oft kein Budget.

    Wawrzyniak: Bildung ist derzeit Ländersache, diese müssten also ausreichend bereitstellen. Aber es gibt auch Alternativen: Was ich zum Beispiel sehr gut fand, ist, dass beim Digitalpakt Schule die Finanzierung zur Bundessache gemacht wurde. So etwas sollte es viel häufiger geben, damit nicht jedes Bundesland, jede Kommune oder jede Schule ihr eigenes Süppchen kochen muss.

    taz: Wie groß ist der Einfluss, der bei IT-Produkten von der Schule auf die Kinder und Jugendlichen ausgeht? Es muss ja nicht immer Microsoft sein – manche Schulen setzen etwa auf iPads.

    Wawrzyniak: Ich halte den Einfluss für sehr groß. Zum einen, weil Kinder und Jugendliche damit aufwachsen, die Nutzung dieses Gerätes oder dieser Software lernen. Und Eltern gehen in der Regel davon aus, dass das, was aus der Schule kommt, auch gut oder geprüft ist. Schulen sagen übrigens häufig, dass sie Microsoft einsetzen, weil das später im Beruf genutzt wird. Und Unternehmen sagen, sie nutzen Microsoftprodukte, weil sich alle damit auskennen. Auf diesen Kreislauf setzt der Konzern natürlich und bietet seine Lizenzen für Bildungseinrichtungen kostenlos bis extrem günstig an.

    taz: Was raten Sie Eltern, die versuchen wollen, die Schule umzustimmen?

    Wawrzyniak: In erster Linie sollten Eltern sich zusammentun. Wer sich alleine gegen eine Schule stellt oder für sein Kind widerspricht, macht sich meistens nicht gerade beliebt. Deswegen hilft es, sich mit anderen zu verbünden und dann eine Argumentationsliste zu erstellen. Die sollte möglichst breit sein, um die Chance zu erhöhen, dass die Verantwortlichen darauf anspringen: von den Persönlichkeitsrechten der Schüler:innen, über die rechtlichen Probleme bis hin zur digitalen Souveränität. Die wird politisch gerade sehr gefordert, aber leider wenig forciert. Und Microsoft einzusetzen, gerade in der Cloud, wie es die kostenlose Lizenz vorsieht, hat natürlich eine sehr große Abhängigkeit von einem US-Anbieter zur Folge. Wenn man diese Argumente gesammelt hat und zusammen vorträgt, sind die Chancen größer, ein Umdenken zu erreichen.

    Règlement général sur la protection des données (RGPD)
    https://fr.wikipedia.org/wiki/R%C3%A8glement_g%C3%A9n%C3%A9ral_sur_la_protection_des_donn%C3%A9es

    Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz-Grundverordnung#/languages

    #Allemagne #droit #école #RGPD #DSGVO #éducation #vie_privée

  • « La fermeture des élevages intensifs devrait être planifiée rapidement »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2026/08/11/la-fermeture-des-elevages-intensifs-devrait-etre-planifiee-rapidement_674378

    (...) l’élevage est un secteur en faillite, maintenu aujourd’hui à larges coups de subventions publiques. Le dérèglement climatique coûte déjà à la France près de 2 milliards d’euros par an en dommages assurés, sans compter les pertes agricoles, les impacts sanitaires et les atteintes aux écosystèmes. Dans la perspective d’une poursuite des tendances actuelles, on estime que ce coût pourrait augmenter de 40 % à 120 % d’ici à 2050, dont de 30 % à 60 % du seul fait du changement climatique.

    Quant aux éleveurs, leurs revenus actuels sont en grande partie issus des subventions publiques perçues pour faire fonctionner leurs exploitations, et la situation pourrait être encore aggravée par les crises météorologiques à répétition. Ils auraient donc tout intérêt à engager une reconversion vers une activité écologiquement vertueuse, porteuse d’espoir et rémunérée à sa juste valeur.

    https://justpaste.it/h7ftf

    #élevage #viande #agriculture

  • Apre al pubblico la #villa della #Gaiola
    https://informareonline.com/apre-al-pubblico-la-villa-della-gaiola

    La celebre villa della Gaiola, uno degli edifici più mistici e chiacchierati di Napoli, si appresta ad aprire le proprie porte al pubblico. La villa, che è stata recentemente riqualificata, è infatti la protagonista di un nuovo progetto che avrà luogo sull’isola del Golfo di Napoli e che prevede di darle una nuova vita, facendone […] L’articolo Apre al pubblico la villa della Gaiola proviene da Informareonline, scritto da Ilaria Morlando

    #Approfondimenti #Attualità #apertura #leggenda #parco_sommerso

  • Trump says he took Venezuela’s oil. Here’s what actually happened.
    https://reason.com/2026/08/07/trump-says-he-took-venezuelas-oil-heres-what-actually-happened

    President Donald Trump has always loved the idea of taking other countries’ oil by force. And he claims to have accomplished that goal in #Venezuela. The war there “lasted 48 minutes, and we paid for the war with what we’ve taken out many, many, many times. Where have you heard that before? You haven’t heard that before. That’s the old fashioned way, right? The old-fashioned way. To the victor belong the spoils,” Trump told a crowd in Las Vegas on Wednesday.

    That’s not how other officials advertised U.S. oversight of Venezuelan oil. “We’re the bankers, we don’t direct the funds,” Secretary of the Treasury Scott Bessent told the Economic Club of Minnesota in January. “This is the oil of the people of Venezuela,” Secretary of State Marco Rubio testified to Congress a few weeks later, claiming that the U.S. government was making sure that “the needs of the Venezuelan people can be met” through oil sales.

    In a way, they’re both right. Shortly after the U.S. military operation in Venezuela on January 3, 2026, the two countries cut a deal to put sanctioned Venezuelan oil revenues under the control of the U.S. Treasury. The money still belongs to Venezuela on paper, but it’s controlled by U.S. officials for all practical purposes—and trying to get any transparency on where it’s going has been like pulling teeth.

    The oil deal demonstrates the raw, unaccountable, and global power that economic sanctions give to the U.S. Treasury. Neither the American nor the Venezuelan people have a clear picture of what’s going on. The case of Venezuela also shows how, despite invoking Ronald Reagan’s anticommunism, the Trump administration is much more concerned with imposing direct economic control than nurturing free markets. After all, the Venezuelan oil deal is a U.S. partnership with a socialist dictatorship.

    Over the past two decades, the U.S. Treasury had imposed sanctions on the Venezuelan oil and banking sectors, preventing Venezuela’s state-owned oil company from exporting to North America and its socialist government from dealing in U.S. dollars. After the January 2026 operation, the Venezuelan leadership cut a deal. The Trump administration issued sanctions exemptions and even shielded Venezuelan money from U.S. lawsuits. In exchange, Venezuela began putting its oil revenues into bank accounts in the “custody” of the U.S. Treasury.

    At first, the money went into a mysterious account in Qatar. Rubio told Congress on January 28 that there was a “short-term mechanism” for the Venezuelan government to “submit every month a budget of this is what we need funded.” A week later, Bessent stammered and refused to answer while Rep. Sean Casten (D–Ill.) asked him what legal authority the Treasury was exercising or what written agreements were in place.

    On February 13, U.S. Secretary of Energy Chris Wright announced that the Qatari account was being closed after $500 million had passed through it. “Since Venezuela has so many creditors and they owe a lot of money, we had some risk if we put it into a U.S. bank account set up quickly that creditors could freeze that money,” he told NBC News. But now the administration was ready to move the money through a Citibank account controlled by the Treasury.

    The new Citibank account had slightly more checks and balances, in theory. Both the U.S. State Department and the Venezuelan government announced in April that they had hired outside auditors, and Rubio told Congress in June that it would be “an ongoing audit, so it’s not a once-a-year audit, it’s on every expenditure, every single disbursement is audited.” The Venezuelan government also created a website called Transparent Sovereignty to publish oil transactions.

    But as far as the public is concerned, it is still a big mystery. The State Department has not published either the written agreements or the results of the audits. Transparent Sovereignty only lists one transaction, a $300 million fuel oil sale from March 2026. The Financial Times estimated last month that Venezuela had sold more than $13 billion in oil under the new arrangement. Asked about the report, Trump bragged that it was “even more than that.”

    The administration simply hasn’t forked over all the information it promised. Despite promising in April to produce quarterly audit reports, the Trump administration hasn’t sent anything to Democrats on the House Foreign Affairs Committee, the Financial Times reported on July 22. Democrats on the House Oversight Committee wrote another letter on Wednesday demanding information. Even hawkish Republicans who supported the operation have started to get uneasy about the lack of transparency on the money.

    “We have never seen those [audit] reports…It’s been six months. I would like to see two reports, because it’s every three months,” Rep. María Elvira Salazar (R–Fla.) said during a July hearing. In response, Assistant Secretary of State Caleb Orr promised to give Congress “appropriate summaries” that would “protect relevant information that’s part of our foreign policy.” In other words, the fate of that money is a state secret.

    The administration has consistently named what the oil money will be used for: paying Venezuelan government employees’ salaries. Transparent Sovereignty, the Venezuelan website, also says that the $300 million from fuel oil went towards paying for the increase in minimum wages announced in April. But it’s impossible to actually evaluate those claims without a paper trail.

    Although the Venezuelan arrangement is uniquely secretive, it isn’t the only place where the U.S. government exercises dictatorial power over another country’s finances. After invading Iraq in 2003, the U.S. government redirected all of its oil revenues—which account for 90 percent of the Iraqi state budget—to the Federal Reserve Bank in New York. When the Iraqi parliament asked U.S. troops to leave in 2020, the Trump administration threatened to seize the account. U.S. officials privately threatened the Iraqi oil account after Iraqi elections in November 2025, telling the winning parties that the money would be cut off if they appointed the wrong people to his cabinet, Reuters reports.

    Trump wants to use the ongoing war in the Middle East to expand these arrangements even more. “We’re doing the same thing, by the way, in the lovely Islamic Republic of Iran. We’re knocking the hell out of them,” he said in his Vegas speech.

  • Khrys’presso du lundi 10 août 2026
    https://framablog.org/2026/08/10/khryspresso-du-lundi-10-aout-2026

    Comme chaque lundi, un coup d’œil dans le rétroviseur pour découvrir les informations que vous avez peut-être ratées la semaine dernière. Tous les liens listés ci-dessous sont a priori accessibles librement. Si ce n’est pas le cas, pensez à activer … Lire la suite­­

    #Veille #Claviers_invités #GAFAM #Internet #Revue_de_web #Revue_hebdo #Surveillance #veille #webrevue

  • Europe’s free satellite service just made it easier to track wildfires

    Copernicus Browser adds wildfire visualization amid record wildfire season.

    The wildfires afflicting communities across the world can now be tracked more easily by anyone using Europe’s free and open satellite imagery service—all thanks to a wildfire visualization script originating from nearly a decade ago.

    The #Copernicus_Browser provides free access to the latest satellite imagery taken by the European Space Agency’s Sentinel satellites for the European Union’s Earth observation program. The three satellites of the Sentinel-2 mission have proven especially useful for wildfire monitoring by providing multi-spectral imaging at resolutions as granular as 10 meters in visible light and near-infrared bands—and the Copernicus Browser previously offered 10 default visualization layers using different combinations of spectral bands.

    Now Copernicus Browser has also added a straightforward “wildfires” visualization layer for Sentinel-2 imagery that went live on August 4. Anyone clicking on this layer while looking at a wildfire location can see active fires in white or yellow, burning vegetation in red, and burned landscapes in dark brown or black.

    That helpful wildfire visualization enhancement comes from a script written in JavaScript by remote sensing expert Pierre Markuse. As explained by Geovisualization, Markuse’s script combines the red visible light band, the narrow near-infrared band to highlight the differences between healthy and burned vegetation, and the short-wave infrared 2 band to reveal burned landscape by revealing moisture levels in the soil.

    Users could previously add this script manually to Copernicus Browser sessions by copying and pasting it using the custom visualization option under the default layers.

    But Simon Proud, mission scientist for Sentinel-2 at the European Space Agency, pushed to get the script integrated into Copernicus Browser as a default option. He announced that the integration had finally happened in a Discord channel on a server run by the investigative journalism group Bellingcat.

    There are other existing and emerging satellite constellations capable of detecting and monitoring wildfires and wildfire smoke. NASA’s FIRMS tool provides free access to a global map of fires detected by NASA satellite sensors and is rapidly updated within several hours—although such NASA satellite imagery is only available in coarser resolutions down to 250 meters.

    By comparison, the Sentinel 2 satellite imagery is updated every few days but provides much higher resolution imagery in certain bands down to a 10-meter spatial resolution. That makes it arguably the best free and publicly available tool for delivering higher-resolution satellite imagery of everything from wildfires to war zones.

    Unfortunately, there is no shortage of wildfires to keep an eye on across the world as climate change exacerbates traditional wildfire seasons. Much of Washington and Oregon is experiencing wildfires and smoke, Canada’s wildfire season is on track to be one of the country’s worst, and firefighters continue to battle blazes in France and Spain, where hundreds of thousands of people have evacuated during a record-breaking wildfire season.

    https://arstechnica.com/gadgets/2026/08/europes-free-satellite-service-just-made-it-easier-to-track-wildfires

    #monitoring #feux #incendies #feu #satellites #images_satellites #image_satellite #cartographie #visualisation

  • A Thetford, dans l’est de l’Angleterre, troisième nuit de manifestations violentes envers des demandeurs d’asile
    https://www.lemonde.fr/international/article/2026/08/07/a-thetford-dans-l-est-de-l-angleterre-troisieme-nuit-de-manifestations-viole

    A Thetford, dans l’est de l’Angleterre, troisième nuit de manifestations violentes envers des demandeurs d’asile
    Cinq personnes ont été arrêtées depuis mardi, lors de rassemblements en réaction à un projet d’hébergement de demandeurs d’asile dans une base militaire désaffectée de la Royal Air Force.
    Le Monde avec AFP
    Des dizaines de personnes se sont attaquées à des logements où ils pensaient que vivaient des demandeurs d’asile, lors de manifestations anti-immigration qui ont eu lieu, jeudi 6 août, pour le troisième soir d’affilée à Thetford, dans l’est de l’Angleterre, selon la police locale. Selon la même source, les manifestants s’en sont aussi pris à la police. Cinq personnes ont été arrêtées depuis mardi, lors de rassemblements en réaction à un projet d’hébergement de demandeurs d’asile dans une base militaire désaffectée de la Royal Air Force proche de Thetford, ville de quelque 25 000 habitants.
    « Pendant trois nuits d’affilée, un groupe de personnes a franchi la ligne de ce qui est acceptable », a déclaré vendredi à la BBC le chef de la police du Norfolk, Paul Sanford. Il a confirmé que « certaines » des maisons visées hébergeaient des demandeurs d’asile. « Nous avons été obligés, à deux ou trois reprises, d’escorter les résidents hors de ces logements pour assurer leur sécurité », a-t-il ajouté.
    Selon le Guardian, une liste de logements dont les propriétaires ont signé un contrat avec le gouvernement pour héberger des demandeurs d’asile avait préalablement circulé en ligne. Deux hommes d’une quarantaine d’années ont été arrêtés jeudi soir, soupçonnés de trouble à l’ordre public en état d’ivresse, et d’incitation à la haine raciale lors d’un incident survenu la veille.
    La police de Norfolk a dépêché des renforts sur place. Dans un communiqué, elle a aussi affirmé avoir fait face à des manifestants « physiquement agressifs », un agent ayant été touché par une pierre tandis qu’une policière a été « gravement mordue ». Elle a imposé des mesures de sécurité aux manifestants, dont l’obligation de retirer tout élément masquant leur visage sur demande de la police.
    Des témoins ont dit à la BBC avoir vu environ 200 personnes lancer des œufs et des pierres contre des maisons mercredi, scandant « We want them out » (« Nous voulons qu’ils partent »). Le ministère de l’intérieur a, dans un communiqué, « fermement condamné les comportements observés à Thetford, y compris les attaques contre les policiers en première ligne ». Le député travailliste du district, Terry Jermy, a jugé ces scènes « profondément préoccupantes ». Mais il a aussi exhorté le gouvernement à mettre fin au « secret et à la confusion » entourant les projets d’hébergement de demandeurs d’asile sur d’anciennes bases militaires.
    Le Royaume-Uni a connu ces dernières années plusieurs violentes manifestations racistes, sur fond de montée du parti d’extrême droite Reform UK. Les dernières en date ont eu lieu à Belfast, en Irlande du Nord, en juin. Lors de celles-ci des familles ont été obligées de quitter leurs logements menacés par des feux allumés par les manifestants.

    #Covid-19#migrant#migration#angleterre#asile#demandeurdasile#sante#hebergement#violence#sante

  • L’Afrique en première ligne du durcissement de la politique migratoire de Donald Trump
    https://www.lemonde.fr/afrique/article/2026/08/07/l-afrique-en-premiere-ligne-du-durcissement-de-la-politique-migratoire-de-do

    L’Afrique en première ligne du durcissement de la politique migratoire de Donald Trump
    Par Morgane Le Cam
    Pour les Africains, voyager aux Etats-Unis tient de plus en plus du parcours du combattant. Après l’ajout, en janvier et en avril, de 23 nouveaux pays du continent sur la liste des Etats dont les ressortissants doivent désormais verser une caution au moment de déposer leur demande de visa, l’administration américaine a augmenté, lundi 3 août, le montant de cette garantie.
    La mesure, qui doit entrer en vigueur le 20 août, concerne les demandeurs de visa touriste ou affaires, ressortissants de 50 Etats à travers le monde, dont 30 en Afrique. Auparavant établie entre 5 000 et 15 000 dollars (entre 4 340 et 13 000 euros), cette caution s’élève désormais à 10 000, 15 000 ou 20 000 dollars « en fonction de la situation du demandeur telle qu’évaluée par le fonctionnaire consulaire », précise le règlement publié par le département d’Etat.
    Washington généralise ainsi son programme de demande de caution pour obtenir un visa, lancé en août 2025 pour un an, après avoir constaté le succès de ce dernier « pour réduire les abus en matière de visas et les séjours illégaux » sur le sol américain, précise le même document. Avec ce nouveau durcissement des conditions d’accès au territoire américain, Washington renforce sa lutte contre l’immigration irrégulière – l’une des priorités de l’administration de Donald Trump depuis son retour à la Maison Blanche, en 2025. Et, une nouvelle fois, l’Afrique figure parmi les principales cibles.
    Un durcissement de la politique migratoire de Donald Trump, notamment en Afrique
    D’après un rapport adressé au Congrès par le département de la sécurité intérieure en juillet 2025, les Africains ne représentaient que 4,8 % des voyageurs étrangers aux Etats-Unis en 2024, soit 584 000 personnes sur les 12,1 millions de titulaires de visa touriste ou affaires cette année-là. Mais ils sont plus nombreux que la moyenne à dépasser la durée de séjour autorisée sur le sol américain. Selon le même document, 5,6 % des voyageurs africains aux Etats-Unis en 2024 se sont maintenus illégalement sur le territoire à l’issue de la date d’expiration de leur visa (33 000 personnes), tandis que le taux moyen de dépassement de séjour était de 2,3 % cette même année.
    Parmi les pays sujets à des restrictions de visa, vingt-six sont africains
    Les expulser coûte cher à l’administration américaine : 18 042 dollars en moyenne par étranger, selon le règlement du département d’Etat cité plus haut. D’où l’augmentation du montant de la caution qui, en cas de dépassement de la durée de séjour autorisée, n’est pas restituée au ressortissant. Washington s’assure ainsi de pouvoir compenser l’ensemble des coûts liés à l’expulsion de ces migrants.
    Selon une estimation du centre d’études Migration Policy Institute, 15 000 des voyageurs restés illégalement sur le territoire américain ont été expulsés en 2025 vers des pays tiers, c’est-à-dire vers des Etats dont ils ne sont pas originaires, mais dont Washington se sert comme sous-traitants. Là encore, l’administration Trump a ciblé les Etats africains : 14 d’entre eux ont conclu des accords avec Washington en 2025 et 2026 – sur 35 pays au total –, acceptant d’accueillir des ressortissants issus de pays tiers en échange d’argent, d’aide au développement ou de facilités de visas pour leurs propres ressortissants.
    Les 30 et 31 juillet, des dizaines de migrants, bénéficiant pourtant pour la plupart de mesures de protection de la part de la justice américaine pour empêcher leur expulsion, ont ainsi été envoyés vers la Guinée équatoriale, la Sierra Leone, le Ghana et la République centrafricaine. Trente-six autres migrants, expulsés contre leur gré des Etats-Unis vers le Cameroun, entre janvier et mai, ont saisi la justice camerounaise pour demander la protection juridique dans le pays et la suspension de l’accord migratoire conclu entre Washington et Yaoundé, a annoncé leur avocat, mercredi 5 août. Ils espèrent bloquer leur expulsion vers leur pays d’origine.
    Alors que de plus en plus d’Etats africains acceptent d’accueillir les migrants expulsés par l’administration Trump, Washington a restreint ou interdit de voyage sur le sol américain les ressortissants de certains de ses sous-traitants. En décembre 2025, la Maison Blanche a publié une liste de 24 nouveaux pays – parmi lesquels 17 pays africains –, dont les citoyens sont tantôt interdits, tantôt soumis à des restrictions de visa aux Etats-Unis. Sur celle-ci figure la Sierra Leone et le Soudan du Sud, pourtant signataires d’accords migratoires avec Washington. Au total, 26 Etats du continent sont soumis à des restrictions ou à une interdiction de voyage outre-Atlantique.
    Quant aux citoyens africains qui, eux, conservent sur le papier la possibilité de demander un visa, ils ne sont pas au bout de leurs peines. Outre la caution dont la plupart doivent désormais s’acquitter – d’un montant exorbitant au regard du niveau de vie moyen dans les pays concernés –, certains doivent aussi voyager… pour déposer leur demande de visa.Le 15 juillet, le département d’Etat a annoncé dans un communiqué la suppression de ses services consulaires dans 25 capitales et grandes villes africaines dans le cadre d’une « réorganisation des services de visas en Afrique autour de pôles régionaux ». Les ressortissants de ces 25 pays devront désormais se rendre dans l’un des 20 Etats ayant conservé leur capacité à délivrer le précieux sésame.

    #Covid-19#migrant#migration#etatsunis#afrique#politiquemigratoire#visas#paystiers#expulsion#droit#sante

  • Violences sexuelles sur mineurs : le gouvernement se penche sur les défaillances des enquêtes
    https://www.mediapart.fr/journal/fil-dactualites/080826/violences-sexuelles-sur-mineurs-le-gouvernement-se-penche-sur-les-defailla

    Dossiers « fantômes », enquêtes à l’abandon ou perdues, manque d’effectifs... Le ministre de la Justice, Gérald Darmanin, a transmis à son homologue de l’Intérieur une note qui détaille des défaillances majeures dans la prise en compte des violences sexuelles faites aux enfants.

    • Dans le courrier de 12 pages daté du 29 juillet, révélé samedi par Le Monde et consulté par l’AFP, le garde des Sceaux synthétise à Laurent Nuñez les remontées d’informations établies par les parquets généraux sur ces contentieux devenus la priorité de son ministère depuis la vague d’indignation provoquée par l’affaire Lyhanna.

      Il en ressort une litanie de dysfonctionnements « d’ordre structurel », écrit M. Darmanin, qui tiennent à la question des moyens, de la formation, des outils et du pilotage, mais pas « à la volonté des personnels de terrain ».

      Principale défaillance découverte par les procureurs : un gigantesque « stock fantôme », des dossiers non répertoriés par la justice faute de lui avoir été transmis.

      Le stock révèle l’écart entre le nombre de procédures dont les parquets ont connaissance et celles détenues par les services d’enquêteurs.

      – « Purement et simplement perdues » -

      A Nîmes, par exemple, les procureurs ont découvert 1.275 procédures « fantômes », 905 à Caen, tandis qu’à Agen, « un nombre important de procédures en cours » n’a « donné lieu à aucune information du parquet ».

      A Melun, « de très nombreuses procédures (ont été) laissées sans investigation pendant des mois, voire des années, alors même que l’auteur était souvent désigné ou aisément identifiable ».

      Les « écarts entre extractions de données effectuées par les tribunaux judiciaires et la réalité des services sont systématiques », relève le ministre. Ailleurs, à Bourges, une quinzaine de procédures ont été « purement et simplement perdues ». C’est 17 à Angers, six à Annecy, 23 « non localisées » à Paris...

      Au vu des défaillances identifiées, Gérald Darmanin suggère au ministre de l’Intérieur une rencontre le 3 septembre afin « d’engager un échange constructif avec l’ensemble des services ».

      Les chantiers mis en lumière par les parquets généraux sont nombreux.

      Le manque d’effectifs est le plus criant, avec un « sous-dimensionnement parfois extrême » pour un enjeu théoriquement prioritaire : « Cinq OPJ (officiers de police judiciaire) et un APJ (agent de police judiciaire) au groupe de protection des familles du Mans pour plus de 4.000 procédures ».

      Autre enjeu qui peut avoir des conséquences graves sur le traitement de certains dossiers : la formation des enquêteurs.

      A Bordeaux, un réserviste auditionnait des enfants de moins de 10 ans par téléphone, tandis qu’à Besançon, on signale « la persistance d’auditions de mineurs victimes mal faites, avec des questions fermées ou des observations déplacées ».

      – « Flux qui explosent » -

      Le manque d’intérêt de certains commissariats ou gendarmeries, où la « hiérarchie (faisait) manifestement primer des priorités locales, notamment d’ordre public », a également été pointé.

      A Limoges, le parquet général a relevé un « investissement professionnel insuffisant, y compris dans les unités spécialisées », selon le courrier.

      Sollicité par l’AFP, le ministre de l’Intérieur a fait savoir par son entourage qu’il « regrette la fuite prématurée de ce document qui est un document de travail en cours d’expertise par ses services, qui s’appliquent à élaborer des solutions avec rigueur et pragmatisme ».

      Ludovic Friat, président du principal syndicat de magistrats (USM), voit dans le courrier la confirmation « des constats » mis en lumière par l’USM, en particulier « sur les moyens, notamment des services d’enquête ».

      « On a des portefeuilles saturés, des flux qui explosent et font augmenter le stock, un manque d’enquêteurs » et « des outils pas adaptés », résume à l’AFP Grégory Joron, secrétaire général du syndicat Un1té police FO.

      Les ministres qui se sont succédé place Beauvau, dont Gérald Darmanin, sont « les responsables » des difficultés des services d’enquête, estime Fabien Vanhemelryck, secrétaire général du syndicat Alliance, « pas mes pauvres collègues qui ont un ordinateur qui s’allume une fois sur deux », « 300 procédures à gauche, 300 procédures à droite », « des horaires de dingues » et « sont essorés ».

      Les deux responsables syndicaux dénoncent la succession de réformes de la police qui « déstabilise le système ».

      « Perdre un dossier, c’est parfois perdre une chance de protéger un enfant », a souligné le président de l’association de protection de l’enfance Les Papillons, Laurent Boyet, sollicité par l’AFP, qui estime que « la responsabilité est avant tout celle d’un système qui n’a pas pris la mesure de l’ampleur du phénomène ».

      Jérôme Barella, principal suspect dans l’affaire Lyhanna, 11 ans, retrouvée morte le 4 juin dans le Gers, a été mis en examen pour meurtre et viol sur mineure de moins de 15 ans.

      Après l’onde de choc suscitée par cette affaire, Gérald Darmanin avait révélé l’existence de 85.047 plaintes en cours de traitement pour violences sexuelles sur mineurs.

    • Toujours plus.

      « Synthèse des difficultés rencontrées par les parquets généraux et les parquets avec les services d’enquête de la police et de la gendarmerie nationales » (publié par Ration)
      https://statics.liberation.fr/medias/emailing/images/content/PDF/20260729-note-ministere-interieur-LIBEOK.pdf

      Enquêtes pour violences sexuelles sur mineurs : « Libération » publie la note qui met Gérald Darmanin dans l’embarras
      https://www.liberation.fr/societe/police-justice/enquetes-pour-violences-sexuelles-sur-mineurs-liberation-publie-la-note-q

      Cette note particulièrement sensible pose un constat orthogonal. Il s’agit d’une synthèse des rapports effectués par l’ensemble des procureurs généraux, qui devaient réaliser un passage en revue des procédures en cours pour des faits de violences sexuelles sur mineurs. Mais ces comptes rendus « dépassent largement l’exercice de décompte » initialement prévu et « dressent l’état des moyens d’enquête et efforts judiciaires consacrés à ce contentieux ». Et ce constat est particulièrement alarmant.

      Certains hauts magistrats ont d’ailleurs évoqué les effets néfastes de l’agitation du ministre de la Justice, qui avait demandé que les enquêteurs traitent ces dossiers à toute hâte, avant les départs en vacances de l’été. « Plusieurs parquets signalent que la mobilisation d’urgence a conduit à confier des dossiers sensibles à des enquêteurs ni formés ni initiés à la matière, conduisant “au risque d’un traitement qualitativement problématique” », note la synthèse rédigée par les propres services de Gérald Darmanin.

      [...]

      Un état des lieux terrible, d’autant plus qu’il est incomplet. Des procureurs affirment avoir été entravés par des rétentions d’informations de plusieurs hauts responsables policiers. Le procureur général de Dijon dit ainsi que la hiérarchie de la police judiciaire « aurait donné pour instruction de ne pas communiquer les données relatives aux effectifs d’enquêteurs ». Tandis qu’à Mulhouse (Haut-Rhin), la direction de la police « n’a explicitement pas souhaité répondre à cette question, ne voulant laisser aucune trace écrite ». A Marseille, le parquet s’est heurté au même refus.

      https://justpaste.it/fpted

      #VSS #violences_sexuelles_sur_mineurs #police #justice

  • AASH : un nouveau métier face à la pénurie d’AESH et d’animateurs
    https://www.lagazettedescommunes.com/club-rh/aash-un-nouveau-metier-face-a-la-penurie-daesh-et-danimateurs.
    https://www.lagazettedescommunes.com/resizer/v2/VNWOCRAXENGVHJ36SL4KYPFKD4.jpg?smart=true&auth=d63f61ed4797eed

    Contrats précaires, temps partiel : les métiers d’animateur du périscolaire et d’accompagnant d’enfant en situation de handicap (#AESH) sont en tension. En 2024, la direction académique des Hauts-de-Seine, France Travail et le Greta (*) des Hauts-de-Seine ont donc imaginé former des demandeurs d’emploi aux compétences nécessaires à ces deux champs professionnels.

    Cela a permis de leur proposer deux contrats : 24 heures avec l’#Éducation_nationale pour accompagner individuellement des enfants en situation de handicap en classe, et 11 heures avec l’une des deux #villes des Hauts-de-Seine partenaires, Châtenay-Malabry (700 agents) et Asnières-sur-Seine (1400 agents), pour être animateur sur le temps de cantine, le mercredi et durant les vacances scolaires.

    Des employeurs publics qui collectivisent la gestion de leur cheptel d’employé.es précaires, ça permet d’approcher le SMIC mensuel. Un modèle.

    #animateurs_périscolaires

  • Controlli di velocità: arriva il #Vergilius_plus in #campania
    https://informareonline.com/controlli-di-velocita-arriva-il-vergilius-plus-in-campania

    Dall’inizio agosto 2026 è stato attivato un nuovo sistema per rilevare la velocità media: polizia Stradale ed Anasa hanno adottato il Vergilius Plus. L’attivazione di Vergilius Plus Dai primi giorni di agosto 2026 la polizia stradale e l’Anas hanno attivato un nuovo sistema per la rivelazione della velocità media. La Campania già conta circa 150 dispositivi #autovelox distribuiti su […] L’articolo Controlli di velocità: arriva il Vergilius Plus in Campania proviene da Informareonline, scritto da Fabrizio Pennino

    #Approfondimenti #Attualità #anas #controlli_di_velocità

  • « Chaque minute en valait la peine » : à 97 ans, elle bat son record au Guinness Book en se tenant debout sur l’aile d’un avion en vol - Charente Libre.fr
    https://www.charentelibre.fr/economie/aeronautique/chaque-minute-en-valait-la-peine-a-97-ans-elle-bat-son-record-au-guinn

    izabeth Bromage avait déjà établi son premier record en 2022 à l’âge de 93 ans. Elle avait réalisé son premier vol à 87 ans, après son entrée en maison de retraite.

  • « La loi Ripost poursuit l’objectif d’éradiquer la culture, la façon d’habiter et le mode de vie des “gens du voyage” »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2026/08/07/la-loi-ripost-poursuit-l-objectif-d-eradiquer-la-culture-la-facon-d-habiter-

    Adopté le 21 juillet, le texte durcit notamment la répression des « occupations illicites ». Les associations de défense des citoyens itinérants français demandent, dans une tribune au « Monde », que l’Etat leur garantisse une « égalité de droit avec tous les citoyens ».

    La République française repose sur un principe fondateur : nul n’est au-dessus de la loi. Ce principe vaut pour les citoyens comme pour l’Etat, les collectivités territoriales et les pouvoirs publics. Pourtant, ce principe fondamental vient d’être gravement atteint par la #loi_Ripost, adoptée par le Parlement le 21 juillet.

    La loi dite « Besson II » du 5 juillet 2000, dont l’équilibre initial est déjà peu favorable aux #Voyageurs et Voyageuses [pour désigner la communauté des #gens_du _voyage], impose aux collectivités concernées de créer des places désignées – dites « aires d’accueil » – prévues par les schémas départementaux. Pourtant, seuls 12 départements sur 96 respectent pleinement leurs obligations d’accueil, selon un rapport sénatorial de 2024.

    Cela signifie donc que depuis vingt-cinq ans, les collectivités locales, communes, intercommunalités et départements n’ont pas créé les #espaces_d’accueil que la loi leur impose. Elles sont donc responsables du #stationnement_illicite et ne peuvent pas se poser en victimes. Elles peuvent encore moins solliciter l’aggravation de la répression de ce stationnement. La première mesure à mettre en place pour pacifier la situation serait de prévoir une pénalité financière des collectivités qui ne respectent pas la loi. Un tel mécanisme existe en cas d’insuffisance de logements HLM.

    Outre la faillite des collectivités à remplir leurs obligations vis-à-vis de la loi, la loi du 5 juillet 2000 sur « l’accueil et l’habitat des gens du voyage » crée structurellement une pénurie de lieux autorisés. Celle-ci interdit la totalité du territoire à l’habitat mobile des Voyageurs et Voyageuses hormis un nombre limité de lieux désignés, inadaptés à la vie en famille et majoritairement implantés dans des zones impropres à l’habitat.

    https://justpaste.it/57rqa

    edit z’ont qu’à rentrer chez eux et, s’il faut, créer un État.

    #racisme #surenchère_pétainiste #pétainisme #fascisation #la_France_des_propriétaires #habitat

    • Reportage « C’est pas chez vous ici, monsieur » : en Vendée, Gabriel Attal dénonce les occupations illégales des gens du voyage
      https://www.liberation.fr/politique/cest-pas-chez-vous-ici-monsieur-en-vendee-gabriel-attal-denonce-les-occup

      Poursuivant sa tournée d’été, l’ex-Premier ministre a réaffirmé ce mardi 4 août sa volonté de lutter contre les installations illégales d’une partie des membres de la communauté.

      La veille, dans le Figaro, l’ancien Premier ministre estimait nécessaire de devoir « prévenir les installations, faire payer les occupants et non les contribuables, et prononcer des sanctions fermes et exemplaires ». Il y proposait également « la création d’un registre national obligatoire dès 20 caravanes », et la volonté de facturer les emplacements « au minimum au prix d’un camping ». Amoureux des phrases chocs en deux parties, Attal en a trouvé une nouvelle : « Tu dégrades, tu paies. »

      [...]

      Attal propose de « saisir les véhicules » des gens du voyage en cas d’infraction : « C’est ce qui peut faire le plus mal. »

      A sa sortie, il réitère son mécontentement face à l’occupation des terrains privés, affirmant que « 80 % des aires prévues par la loi Besson [de 2000] sont déjà installées ». Pourtant, les derniers chiffres officiels de la Dihal (Délégation interministérielle à l’hébergement et à l’accès au logement) affirment que seuls 12 départements sur 95 respectent les prescriptions prévues.

    • Sur ces derniers chiffres, le type (qui #sans_vergogne se vante d’avoir déjà atteint 80% de l’objectif 25 ans après le vote de la loi) n’a pas complètement tort.
      Libé cite bizarrement les données de 2024. Le bilan de la Dihal au 31 décembre 2025 dit

      • 1 088 aires permanentes d’accueil et 26 579 places ont été réalisées et sont effectivement disponibles sur les 1 328 aires et 32 726 places prescrites. Le taux de réalisation des prescriptions en matière d’aires permanentes d’accueil se porte à 81 % du total des prescriptions des schémas départementaux. Seuls 21 départements respectent leurs obligations tant en matière de places que d’équipements.
      • S’agissant des aires de grand passage, sur les 377 aires prescrites, 244 sont disponibles. Au 31 décembre, le taux de réalisation en nombre de places est de 67%, avec 34 816 places disponibles sur les 52 092 prescrites. 36 % des aires de grands passages ouvertes ont fait l’objet d’une dérogation par le préfet à la surface de 4 hectares. Seuls 30 départements sont à jour de leurs obligations à la fois vis-à-vis du nombre d’aires et vis-à-vis du nombre de places prévues par les schémas.

      Mise en œuvre des schémas départementaux d’accueil et d’habitat des gens du voyage - Bilan au 31 décembre 2025
      https://www.info.gouv.fr/upload/media/mixed/0001/16/797c99b440dcd4d7626117be031e7102585e1e6a.pdf

      Délégation interministérielle à l’hébergement et à l’accès au logement
      https://www.info.gouv.fr/organisation/delegation-interministerielle-a-l-hebergement-et-a-l-acces-au-logement/renforcer-l-inclusion-des-gens-du-voyage

  • This A.I. Just Created Viruses Not Found in Nature
    https://www.nytimes.com/2026/08/06/science/ai-viruses-bacteria-arc.html

    Instead of training it on text, they trained it on genetic sequences drawn from millions of animals, plants, microbes and #viruses. All told, #Evo scanned about nine trillion nucleotides.

    Evo eventually recognized patterns common across the tree of life and used them to generate blueprints for new genes encoding proteins that could perform specific jobs. These results led the team to wonder if Evo could master not just single genes but also an entire genome.

    As the A.I. would be able to handle only small genomes at first, the scientists decided to try to make viruses. While a human genome contains over three billion nucleotides, many viruses have genomes just a few thousand nucleotides long.

    It just felt like the obvious next step,” said Samuel King, a graduate student at Stanford University and an author of the new study. He and his colleagues gave Evo another round of training, this time on the 11 genes of Phi X-174 and about 15,000 of its closest relatives.

    They made this choice in part because scientists know Phi X-174 intimately, having studied it for close to a century. And because it’s a bacteriophage that infects only E. coli, they knew that viruses similar to it would be safe.

    Once Evo got familiar with the genomes of Phi X-174 and its kin, the researchers prompted the model to write new versions of its own. Evo generated 700,000 potential versions; the scientists pursued only the ones that looked as if they had the best odds of succeeding.

    [...]

    The potential dangers were already on the minds of the researchers as they trained Evo. They did not provide the model with data about viruses that infect humans, and they excluded similar viruses that infect other animals, plants and fungi.

    As a result, Evo can’t generate genomes of viruses that could threaten humans. “We just wanted to be extra careful,” said Brian Hie, a computational biologist at Stanford University and an author of the new study.

    Dr. Hanke credited Dr. Hie and his colleagues for taking that precaution. “I think that’s quite commendable,” he said, because they don’t get any guidance from anywhere on what they should be doing.”

  • Sofiane Saidi, Camelia Jordana & Théo Ceccaldi - Jazz à Porquerolles 2026 - Regarder le programme complet | ARTE Concert
    https://www.arte.tv/fr/videos/133223-001-A/sofiane-saidi-camelia-jordana-theo-ceccaldi
    https://www.youtube.com/watch?v=VAzTfljSvUU

    Sofiane Saidi et Camélia Jordana unissent leurs talents pour une création unique entre raï et jazz. Accompagnés par les frères Ceccaldi, les deux artistes jettent un pont musical magistral entre les deux rives de la Méditerranée.

    Pionnier du raï contemporain, Sofiane Saidi insuffle ses machines électroniques au cœur des chants traditionnels oranais et de l’héritage des medahates - chants féminins traditionnels de célébration et de transmission.

    À ses côtés à Jazz à Porquerolles, la voix lumineuse de Camélia Jordana apporte une intensité rare à cette célébration métissée, qui redéfinit la place des femmes dans cette histoire sonore. Portée par la rythmique percutante de Tao Ehrlich et sublimée par le violon de Théo et le violoncelle de Valentin Ceccaldi, la performance célèbre une mémoire vivante, libre et en perpétuel renouvellement.

    #Camelia_Jordana #chanson #concert #Jazz_à_Porquerolles #live #musique #raï #Sodiane_Saidi #Theo_Ceccaldi #Valentin_Ceccaldi #violon #violoncelle