• TchatteGéProutProut INTÉGRÉ DANS LE Pigeot I-COCKPIT®

    Cher Alphonse Dupont,

    Grâce à l’intégration de TchatteGéProutProut dans le Pigeot i-Cockpit®, vous pouvez échanger sans risque avec votre assistant vocal tout en gardant les yeux sur la route. Voici quelques exemples qui vous donneront une idée de comment profiter aux maximum de ces échanges.

    Posez toujours des questions directes :
    – « Hey Pigeot, quel est le tableau le plus célèbre de Picasso ? »

    Vous pouvez entamer une vraie conversation avec votre voiture :
    – « Hey Pigeot, où puis-je voir ce tableau ? »

    Ou lancez un quiz sur le sujet de votre choix :
    – « Hey Pigeot, on fait un quiz sur les citations célèbres ? »

    Vous pouvez discuter avec votre Pigeot i-Cockpit® de différents sujets – n’oubliez pas que TchatteGéProutProut 3.5 ne pourra pas vous donner d’informations en temps réel comme les dernières nouvelles ou si votre restaurant préféré est actuellement ouvert.

    Cordialement,

    Comme tu le vois, tu as accès au dernier cri du dernier cri de ce qui va rendre ton voyage en pigeot bien plus confortable qu’à l’époque où tu sortais tes cartes de Trivial Pursuit ou que tu improvisais une reconnaissance des départements correspondants aux plaques minéralogiques croisées. Désormais, tu vas pouvoir poser des questions stupides à ta pigeot, mais attention, n’essaie pas de lui poser les mêmes questions qu’à ton ordiphone, ça ne marchera pas, car chez Pigeot, on n’a accès qu’au modèle d’il y a 3 ou 4 ans.

    Et tu sais quoi ? J’ai droit à ces emails crétins rien que du fait que j’ai demandé à activer la notification des zones de danger dans le GPS intégré. Parce que je ne souhaite pas utiliser le GPS de mon ordiphone au travers d’Android Auto, qui est un outil 100% Google, qui n’est donc pas présent sur cet ordiphone... Bref, chuis un vieux, qui aimerait juste pouvoir continuer à rouler comme ça fonctionne depuis au bas mot 10 ans, sans nécessité de tout interconnecter.

    Là, j’en suis à me demander si le GPS va accepter de fonctionner si je n’installe pas l’application Pigeot sur l’ordiphone... Les emails pour m’expliquer que pour profiter de tous les avantages offerts dans l’abonnement, il faut installer l’application, ça me met le doute. Et si moi, ça me met le doute, je te dis pas les gens qui n’ont aucun rapport avec l’informatique.

  • Bargeld-Grenze ab 2027 : Ab dieser Summe dürfen Sie nicht mehr bar bezahlen
    https://www.berliner-zeitung.de/article/bargeld-grenze-ab-2027-ab-dieser-summe-duerfen-sie-nicht-mehr-bar-b

    Heuteusement l’UE n’a pas de nouvelles idées pour tes virements hawala .

    31.7.2026 Oliver Weinlein - Bargeld in Deutschland: EU-Obergrenze ab 2027, weniger Geldautomaten, erstmals mehr bargeldlose Zahlungen. Die wichtigsten Zahlen im Überblick.

    Im Juni hat die Bundesbank eine Zahl veröffentlicht, die es so noch nie gab. Erstmals wurden in Deutschland mehr Alltagszahlungen bargeldlos abgewickelt als mit Scheinen und Münzen: 55 Prozent gegen 45 Prozent.

    Das Portemonnaie ist trotzdem gut gefüllt. Männer tragen im Schnitt 106 Euro mit sich herum, Frauen 90 Euro.

    In diese Gemengelage fällt eine neue europäische Regel. Ab dem 10. Juli 2027 gilt für Barzahlungen im Geschäftsverkehr eine Obergrenze von 10.000 Euro.

    Bargeld-Grenze 2027: Für wen die 10.000 Euro gelten

    EU-Geldwäscheverordnung, der Verordnung (EU) 2024/1624. Sie greift nur dann, wenn mindestens eine Seite gewerblich handelt.

    Betroffen sind Autohäuser, Juweliere, Möbelhändler, Handwerksbetriebe und Dienstleister. Wer seinen alten Golf dem Nachbarn gegen einen Umschlag mit Scheinen überlässt, fällt nicht darunter.

    Auch der Besitz größerer Bargeldbeträge wird nicht angetastet. Wer 30.000 Euro im Schrank hat, darf sie behalten.

    Was ab 2027 noch in bar geht – und was nicht

    Der Gebrauchtwagen für 12.000 Euro beim Händler: nicht mehr in bar.

    Derselbe Gebrauchtwagen vom privaten Vorbesitzer: weiterhin ohne Limit in bar möglich.

    Die Handwerkerrechnung über 4.000 Euro: in bar erlaubt, aber der Betrieb muss den Ausweis sehen.

    Der Wocheneinkauf, die Miete, das Restaurant, der Friseur: für den Alltag ändert sich praktisch nichts.

    Ausweispflicht ab 3.000 Euro

    Deutlich früher als die Obergrenze greift eine zweite Schwelle. Ab 3.000 Euro in bar müssen gewerbliche Händler die Identität ihrer Kunden feststellen und dokumentieren, also den Ausweis prüfen und die Daten festhalten.

    Das Aufteilen größerer Summen ist ausdrücklich mitgeregelt. Ein Wagen für 15.000 Euro lässt sich nicht in zwei Barzahlungen zu 7.500 Euro zerlegen, wenn beide Vorgänge erkennbar zusammengehören.

    Neu ist diese Logik nicht. Sorgfaltspflichten dieser Art gibt es in vielen Branchen längst, die Verordnung vereinheitlicht sie europaweit.

    Warum Brüssel die Grenze durchsetzt

    Offiziell geht es um Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Umgehung von Sanktionen. Große Bargeldsummen hinterlassen keine Spur, digitale Zahlungen schon.

    Kritiker halten dem seit Jahren dasselbe entgegen: Die Grenze trifft vor allem Geschäfte, bei denen ohnehin ein Unternehmen mit Buchhaltung im Spiel ist. Die großen Verschleierungsmodelle dagegen laufen über Immobilien und verschachtelte Firmenkonstruktionen.

    Was Deutschland zusätzlich plant

    Die Mitgliedstaaten dürfen strenger sein. Frankreich, Belgien und Griechenland arbeiten längst mit niedrigeren nationalen Limits.

    Deutschland plant nach aktuellem Stand keine schärfere Grenze. Bislang gab es hierzulande überhaupt keine allgemeine Bargeldobergrenze, die EU-Regel ist die erste ihrer Art.

    Unverändert bleibt die Praxis der Banken: Wer größere Summen bar einzahlt, wird nach der Herkunft gefragt. Diese Regel ist deutlich älter als die Verordnung aus Brüssel.

    Weniger Geldautomaten: Das eigentliche Bargeld-Problem

    Während die Debatte um 2027 kreist, verschwindet das Bargeld längst auf anderem Weg. Die Zahl der Geldautomaten sank laut Bundesbank 2024 auf rund 49.750 Geräte und damit erstmals seit Jahrzehnten unter die Marke von 50.000. Sechs Jahre zuvor waren es etwa 59.000.

    Bei den Filialen ist der Rückgang noch drastischer. Von rund 53.000 Bankstellen im Jahr 2002 blieben bis 2023 etwa 21.000 übrig. 3,6 Millionen Menschen müssen ihre Gemeinde verlassen, um bei einem Kreditinstitut an Bargeld zu kommen.

    Die Deutsche Bank hat für dieses Jahr den Wegfall von rund 100 weiteren Standorten angekündigt. In Spremberg in der Lausitz, gut 20.000 Einwohner, verschwanden Medienberichten zufolge Ende Juni sämtliche Geldautomaten des Instituts, die Filiale arbeitet nur noch als Beratungsstandort.

    Genau dort entscheidet sich die Zukunft des Scheins. Wer 2027 bar zahlen möchte, wird nicht an der EU-Verordnung scheitern, sondern am nächsten Automaten, den es nicht mehr gibt.

    #argent_liquide #cash #UE #wtf

  • Italien : Nicaragua bricht wegen Ex-Mitglied der Roten Brigaden Beziehungen ab
    https://www.spiegel.de/politik/italien-nicaragua-bricht-wegen-ex-mitglied-der-roten-brigaden-beziehungen-ab


    Mourir dans une R4 ? Trop c’est trop dit la justice italienne et condamna le meutrier prèsumë à six fois la prison à vie. Les collègues de la RAF allemande ont dédié une Audi 100 (sic) verte à Hanns-Martin Schleyer, la classe quoi. Une Mercedes Benz ou une Cadillac plus adéquates encore pour un chef du patronat allemand ne furent pas disponibles au moment des faits. Pas grave, c’est le geste qui compte.

    „Wir haben nach 43 Tagen Hanns-Martin Schleyers klägliche und korrupte Existenz beendet. Herr Schmidt, der in seinem Machtkalkül von Anfang an mit Schleyers Tod spekulierte, kann ihn in der Rue Charles Peguy in Mülhausen in einem grünen Audi 100 mit Bad Homburger Kennzeichen abholen. Für unseren Schmerz und unsere Wut über die Massaker in Mogadischu und Stammheim ist sein Tod bedeutungslos.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Schleyer-Entf%C3%BChrung

    https://seenthis.net/messages/906316


    Il y en a qui garent une Porsche dans la chambre d’enfants, alors pour les funérailles de bourgeois une Mercedes est un must .

    Le gagnant incontesté du palmares des patrons déposés dans un véhicule restera pour toujours Carrero Blanco parce qu’il a réussi la combinaison de crémation explosive avec le rituel tibétain qui envoie vers le ciel les morceaux découpés des défunts. C.B. est mort dans sa voiture de fonction forcément adéquate.

    https://seenthis.net/messages/816931

    https://fr.wikipedia.org/wiki/Luis_Carrero_Blanco

    ... de nombreux chauffeurs de taxi priés de rejoindre la rue de l’attentat demandent volontiers en retour « ¿A qué altura ? », jeu de mots où « altura » signifie à la fois l’emplacement dans la rue (« À quel niveau ? ») et la hauteur. Une boutade populaire fait également de Carrero Blanco « le premier astronaute espagnol ».

    L’incident diplomatique n’en serait pas un si on demandait leurs avis aux peuples.

    17.7.2026 von DER SPIEGEL - Rom fordert die Auslieferung eines verurteilten Ex-Mitglieds der Roten Brigaden. Der Mann soll 1978 an der Ermordung von Premier Aldo Moro beteiligt gewesen sein. Nicaragua reagiert empört.

    Nicaraguas autoritäre Regierung hat die diplomatischen Beziehungen zu Italien abgebrochen, nachdem der italienische Außenminister Antonio Tajani ihr vorgeworfen hatte, ein ehemaliges Mitglied der Terrorgruppe Rote Brigaden zu schützen. Die Entscheidung Nicaraguas sei die Folge der »ungerechtfertigten, aggressiven und unverantwortlichen Äußerungen« Tajanis, erklärte das Außenministerium des mittelamerikanischen Landes.

    Bei einem Treffen der Europäischen Volkspartei in Madrid hatte Tajani Nicaragua zur Auslieferung von Alessio Casimirri aufgefordert. Als Mitglied der Brigate Rosse soll er 1978 an der Ermordung des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Aldo Moro beteiligt gewesen sein. Seit 1983 lebt Casimirri in Nicaragua, wo er die nicaraguanische Staatsbürgerschaft erhalten hat. In Italien wurde er zu sechs lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

    Rom äußert sich: Opfer des Terrorismus werden nicht vergessen

    Italiens Außenministerium hatte zuvor mitgeteilt , dass Nicaragua Rom über seine Absicht informiert habe, die diplomatischen Beziehungen zu beenden. Dazu erklärte Rom: »Die italienische Regierung hat die Opfer des Terrorismus nicht vergessen und fordert weiterhin, dass die Verantwortlichen für die schwersten Verbrechen gegen den Staat und die italienischen Bürger zur Rechenschaft gezogen werden.« Dies gelte auch für Casimirri.


    Il y en a qui regardent les matchs de foot ..

    BTW - les assassinats historiques ont rarement servi les bonnes causes, Les démagogues en profitent le plus souvent. Pourtant on peut y trouver une source de plaisir, par exemple dans les pièces de Shakespeare.

    Julius Caesar, Act III, Scene 2 :| : Open Source Shakespeare     
    https://www.opensourceshakespeare.org/views/plays/play_view.php?WorkID=juliuscaesar&Act=3&Scene=2&Scope=scene

    Brutus:

    Good countrymen, let me depart alone,
    And, for my sake, stay here with Antony:
    Do grace to Caesar’s corpse, and grace his speech

    Tending to Caesar’s glories; which Mark Antony,
    By our permission, is allow’d to make.
    I do entreat you, not a man depart,
    Save I alone, till Antony have spoke.

    Antony:

    Friends, Romans, countrymen, lend me your ears;
    I come to bury Caesar, not to praise him.

    The evil that men do lives after them;
    The good is oft interred with their bones;

    So let it be with Caesar.

    The noble Brutus

    Hath told you Caesar was ambitious:
    If it were so, it was a grievous fault,

    And grievously hath Caesar answer’d it.
    Here, under leave of Brutus and the rest—

    For Brutus is an honourable man;

    So are they all, all honourable men—
    Come I to speak in Caesar’s funeral.

    He was my friend, faithful and just to me:
    But Brutus says he was ambitious;

    And Brutus is an honourable man.

    He hath brought many captives home to Rome
    Whose ransoms did the general coffers fill:

    Did this in Caesar seem ambitious?
    When that the poor have cried, Caesar hath wept:

    Ambition should be made of sterner stuff:
    Yet Brutus says he was ambitious;

    And Brutus is an honourable man.

    You all did see that on the Lupercal
    I thrice presented him a kingly crown,
    Which he did thrice refuse: was this ambition?

    Yet Brutus says he was ambitious;
    And, sure, he is an honourable man.

    I speak not to disprove what Brutus spoke,
    But here I am to speak what I do know.

    You all did love him once, not without cause:
    What cause withholds you then, to mourn for him?

    O judgment! thou art fled to brutish beasts,
    And men have lost their reason. Bear with me;

    My heart is in the coffin there with Caesar,
    And I must pause till it come back to me.

    #Nicaragua #Italie #histoire #terrorisme #brigades_rouges #relations_diplomatiques #lutte_armée #wtf

  • Berlin auf X : Projektionsfläche für Rechtsextreme
    https://taz.de/Berlin-auf-X/!6196376

    Je n’utilise guère Twitter/X alors je trouve intéressant ce texte sur les ramifications des tentatives de penser des extrémistes de droite sur cette plateforme. Si j’étais obligé de passer davantage de temps dans cet univers ce serais très ennuyeux.

    17.7.2026 vin Erik Peter - Elon Musks Netzwerk zeichnet die Stadt in einem Zerrbild. Vor allem Rassisten können hier in ihrem Berlin-Hass baden.

    Auf der Suche nach Themen verschlägt es Jour­na­lis­t:in­nen mitunter auch auf unseriöse Seiten, wie dem Netzwerk X, ehemals Twitter, das von Elon Musk zu einem rechten Hetzmedium umgebaut wurde. Diese Geschichte ist natürlich längst auserzählt und X als Informationsmedium gestorben. Wer etwas auf sich hält, bespielt längst die Konkurrenz. Und dennoch lohnt ein Blick durch die X-Brille, um zu wissen, wie Algorithmen den Blick auf Berlin formen; Algorithmen, die anders als etwa bei Tiktok kaum von dem tatsächlichen Userverhalten abhängen.

    Man muss also mit dem Schlimmsten rechnen, wenn man in das Suchfeld das Schlagwort „Berlin“ eingibt. Und dann ist man doch überrascht, dass es noch schlimmer kommt. Als prominentester Beitrag erscheint zunächst ein Thread von Jens Winter, gerade noch Propagandist des rechtspopulistischen Blogs Nius, der den neuen CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers aufgrund seiner Homosexualität in die Nähe von „Kindesmissbrauch“ rückt. Extra ausgegraben hat Winter ein Bild von Evers auf einem CSD-Truck. Na dann. Wenigstens interessiert es keinen: Die Likes bewegen sich im zweistelligen Bereich.

    Deutlich besser läuft da schon ein Bild von einem AfD-Direktkandidaten in Mitte, Julian Adrat. Der postet ein nichtssagendes Foto aus der S-Bahn, schreibt dazu über verschleierte Mädchen und eine Personengruppe „enthemmtes Woke-Volk, darunter Kurzgeschorene (sic!) Frauen mit Regenbogensocken“. Der Mann, der Berlin im Parlament vertreten will, fühlt sich wie in einer „Freakshow“. Selbiges würde er vermutlich auch über an einem See tanzende schwule Männer sagen, wie sie in einem Video eines tschechischen Pornoduos zu sehen sind.

    Gleich mehrere anonyme Accounts verbreiten eine Polizeimeldung, die es sogar bis in seriöse Medien geschafft hat. Tenor: „Kind misshandelt Welpen. Polizei rettet ihn.“ Ein User fragt ganz harmlos: „Was sollen wir nur mit Berlin machen?“ Dem Rassismus in den Kommentarspalten ist damit Tür und Tor geöffnet, da geht es dann um „Kulturkreise, in denen Tierquälerei völlig in Ordnung geht“. Andere fühlen sich in ihrem Berlin-Hass bestärkt: „Berlin muss eingeschläfert werden. Nur Welpen dürfen übrig bleiben“, schreibt einer.
    Man versteht nur „Ausländergewalt“

    Als Projektionsfläche wird die Stadt auch von ausländischen Rechtsextremisten missbraucht, wie dem Briten Tommy Robinson, dem 2 Millionen Menschen folgen. Ein Video mit einem Mann, der oberkörperfrei und latent aggressiv durch die U-Bahn tanzt, wird von ihm überschrieben mit: „In der Zwischenzeit in der Weimarer Republik, ich meine Berlin …“ Ob die 500.000 Menschen, denen es ausgespielt wurde, wissen, was Robinson meint, sei dahingestellt, aber irgendwas mit „Ausländergewalt“ mögen sie verstanden haben.

    Berlin ist einfach die weltweit größte forensische Psychiatrie mit offenem Vollzug X-User

    Was man sonst noch findet: Bilder vom Karneval der Kulturen oder Grillwiesen, die suggerieren, dass Berlin die Deutschen ausgegangen sind: Spott über Pali-Demonstant:innen oder die Meldung über eine Geiselnahme in einem Supermarkt.

    5 Minuten X und das Berlin-Bild ist fertig: Eine Stadt versinkt im Chaos, voll von marodierenden Ausländerhorden und schwulen Politikern. Oder wie einer schreibt: „Berlin ist einfach die weltweit größte forensische Psychiatrie mit offenem Vollzug.“ Ein Satz, der richtig wird, wenn man Berlin durch X ersetzt.

    #extrême droite #twitter-x #wtf

  • Mit Auto kollidiert: E-Scooter-Fahrer stirbt bei Unfall in Berlin-Kreuzberg
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/mit-auto-kollidiert-e-scooter-fahrer-stirbt-bei-unfall-in-berlin-kreuzb

    Ihr seid so bescheuert, euch mit diesen unkontrollierbaren Zweirädetn in den Straßenverkehr zu stürzen. Die Dinger gehören verboten, weil sie nur für den Spiel-oder Rummelplatz geeignetbsind, für Kinder und ausgebildete Artisten.

    15.7.2026 - Ein E-Scooter-Fahrer kommt bei einem Unfall an der Kreuzung Urbanstraße/Blücherstraße ums Leben. Was bisher bekannt ist.

    Bei einem Unfall in Berlin-Kreuzberg ist in der Nacht zu Mittwoch ein E-Scooter-Fahrer gestorben. Gegen 1.40 Uhr kollidierten laut einem Polizeisprecher an der Kreuzung Urbanstraße/Blücherstraße ein Auto und ein E-Scooter.

    Wie es zu dem Unfall mit einem Auto kam, war laut Polizei zunächst unklar. Demnach starb der E-Scooter-Fahrer noch vor Ort. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

    Laut einem Bericht der „B.Z.“ soll ein Mercedesfahrer auf der Urbanstraße in Richtung Kreuzberg gefahren sein, als es in Höhe der Blücherstraße zur Kollision kam. Der Mann habe angegeben, dass der E-Scooter-Fahrer aus dem Nichts aufgetaucht sei, berichtet die „B.Z.“. Demnach mussten der Autofahrer und zahlreiche Augenzeugen von Rettungskräften betreut werden, weil sie unter Schock standen. (Tsp, dpa)

    #Berlin #Kreuzberg #Urbanstraße #Blücherstraße #Unfall #Elektrotretroller #wtf

  • Die Grünen wollen Taurus „endlich unverzüglich“ an die Ukraine liefern: Sie sind die deutschen Kriegstreiber Nummer eins
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=153561 _

    L’ancien parti pacifiste „Die Grünen“ confirme sa position de belliciste le plus radical parmi les partis politiques allemands.

    10.7.2026 von: Tobias Riegel - Mit einem aktuellen Antrag im Bundestag, der Ukraine „endlich unverzüglich“ deutsche Taurus-Raketen zu liefern, zementieren die Grünen einmal mehr ihren Status als die skrupellosesten Militaristen im Parlament. Die Forderung der Grünen nach „Zerstörung von Abschussrampen, Munitionsdepots und Produktionsstätten“ auf russischem Gebiet mit deutschen Raketen ist so verantwortungslos, dass einem die Worte fehlen. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

    Die Grünen haben am Mittwoch im Bundestag die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern und weitere Maßnahmen für eine noch stärkere Unterstützung der Ukraine beantragt, wie Medien berichten.

    https://dserver.bundestag.de/btd/21/069/2106912.pdf
    Der grüne Antrag findet sich unter diesem Link, darin heißt es etwa:

    „Darüber hinaus ist es notwendig, die Ukraine in die Lage zu versetzen, militärische Ziele hinter der Front präzise anzugreifen, um die Angriffsfähigkeit Russlands nachhaltig zu reduzieren. Die Zerstörung von Abschussrampen, Munitionsdepots und Produktionsstätten kann dazu beitragen, die Intensität der Angriffe auf die Zivilbevölkerung zu verringern. Solche Maßnahmen stehen im Einklang mit dem Völkerrecht und dienen unmittelbar dem Schutz der Bevölkerung. Die Bundesregierung sollte daher die deutsche Blockadehaltung zur Lieferung von Marschflugkörpern aufgeben und der Ukraine unverzüglich auch den Taurus zur Verfügung stellen.“

    Das Abstimmungsergebnis illustriert die radikale Rolle, die die Grünen selbst unter den zahlreichen anderen im Bundestag vertretenen Kriegstreibern einnehmen: Der Antrag der Grünen wurde laut Abgeordnetenwatch mit 510 Nein-Stimmen zu 79 Ja-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt.

    „Die gefährlichste Partei im Bundestag“

    Diese Ablehnung ist zwar gut, bedeutet aber mitnichten, dass nun im Bundestag jenseits der Grünen der Pazifismus ausgebrochen wäre. Natürlich hat das Abstimmungsverhalten auch mit Fraktionsdisziplin zu tun. Außerdem ist die Ukrainepolitik der Bundesregierung ja ihrerseits bereits als radikal, destruktiv und gefährlich zu bezeichnen. Teile der CDU befürworten schon länger die Lieferung von Taurus.

    Aber es geht eben immer noch destruktiver und die Grünen übernehmen hier – ähnlich wie etwa Roderich Kiesewetter – wohl auch die Funktion, durch ihre besondere Radikalität in der Kriegsfrage den bereits radikalen Charakter der Ukrainepolitik der Bundesregierung im Vergleich etwas zu verniedlichen. Schwarz-Rot kann dann behaupten: Seht her, es gibt Kräfte im Parlament, die sind sogar noch verantwortungsloser als wir.

    Und die Forderung, dass deutsche Raketen 85 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion wieder Ziele in Russland zerstören sollen, ist so verantwortungslos, dass einem die Worte fehlen. Der älteren Aussage Sahra Wagenknechts, dass die Grünen die gefährlichste Partei im Bundestag seien, haben die Grünen nun einmal mehr neues Fundament gegeben.

    #Allemagne #politique #bellicisme

  • „Mein Magen frisst sich selbst auf“: Schock-Diagnose beim vermessensten Mann der Welt
    https://www.berliner-zeitung.de/article/mein-magen-frisst-sich-selbst-auf-schock-diagnose-beim-vermessenste

    Tu mourras moins bête ...

    7.7.2026 von Oliver Weinlein - Bluttests in Mitte, Eisbäder, Kudamm-Klinik: Berlin boomt als Longevity-Hauptstadt. Bryan Johnsons Schock-Diagnose stellt das Versprechen infrage.

    Bryan Johnson nennt sich selbst den biologisch am gründlichsten vermessenen Menschen aller Zeiten. Der US-Tech-Millionär steckt jährlich rund zwei Millionen Dollar in sein Anti-Aging-Programm, lässt sich regelmäßig durchleuchten, spiegeln und testen. Sein erklärtes Ziel: den Tod besiegen.

    Ende Juni machte der 48-Jährige nun eine Diagnose öffentlich, die dieses Projekt ins Wanken bringt. „Mein Magen frisst sich selbst auf“, schrieb Johnson auf seinen Kanälen. Bei ihm wurde eine autoimmune Gastritis festgestellt, eine chronische Entzündung, bei der das Immunsystem die eigene Magenschleimhaut angreift.

    Das Pikante daran: Die Diagnose kam erst im Mai – nach Jahren, in denen Johnsons Ärzteteam einen dauerhaft niedrigen Ferritinwert nicht erklären konnte. Elf Jahre lang blieb die Ursache im Dunkeln, weil alle übrigen Blutwerte unauffällig aussahen. Der Körper zapft bei Eisenmangel zuerst seine Reserven an, die klassischen Anämie-Marker bleiben lange normal.
    Eine seltene Krankheit ohne Heilung

    Erst massiv erhöhte Antikörper und Gewebeproben aus dem Magen brachten Anfang 2026 Gewissheit. Johnson selbst schätzt, dass zwei bis fünf Prozent der Menschen betroffen sind – oft unbemerkt, weil die Krankheit jahrelang still verläuft.

    Heilbar ist die autoimmune Gastritis bislang nicht. Sie stört die Aufnahme von Eisen und Vitamin B12 und erhöht langfristig das Risiko für Magenkrebs. Wer die Diagnose früh bekommt, kann mit Kontrollspiegelungen und B12-Injektionen aber gut damit leben.
    Berlin, Hauptstadt der Selbstvermesser

    In kaum einer deutschen Stadt dürfte die Nachricht so genau gelesen werden wie in Berlin. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zur deutschen Longevity-Hauptstadt entwickelt: Das Start-up Years betreibt seine Flagship-Klinik in Charlottenburg, wo Kunden an einem bis zu neunstündigen Diagnostiktag komplett durchgecheckt werden. Ende Mai zog der Life Summit mehr als 3000 Besucher und über 120 Speaker aus der internationalen Szene nach Berlin. Dazu kommen Eisbad-Studios, Longevity-Praxen in Prenzlauer Berg und Bluttest-Labore von Mitte bis Kreuzberg.

    Das Versprechen der Branche lautet: Wer alles misst, erkennt alles rechtzeitig. Genau dieses Versprechen hat Johnson nun unfreiwillig auf den Prüfstand gestellt. Selbst beim wohl vermessensten Menschen der Welt konnte sich die Krankheit jahrelang verstecken.
    Beste Werbung und größtes Dementi zugleich

    Johnsons Fall ist für die Szene beides: ihr stärkstes Verkaufsargument und ihr peinlichstes Dementi. Einerseits fand am Ende nur exzessive Diagnostik die Krankheit, die der normale Standard übersehen hätte. Andererseits schützten auch zwei Millionen Dollar pro Jahr nicht vor elf Jahren Blindflug.

    Die Wissenschaft bleibt ohnehin skeptisch. Der in Berlin lebende Longevity-Forscher Andrew Steele betont, dass bislang keine einzige medizinische Intervention nachweislich das menschliche Leben verlängert, indem sie das Altern selbst bekämpft.
    Der Boom bekommt Risse – auch wirtschaftlich

    Und auch ökonomisch wackelt das Berliner Longevity-Wunder. Das Bluttest-Start-up Aware, einst Vorzeigeunternehmen der Szene mit Hauptsitz in Berlin, hat Anfang Juni Insolvenz angemeldet – die erhoffte Massenkundschaft blieb aus. Das exklusive Produkt für zahlungskräftige Gesundheitsbewusste ließ sich nicht in den Alltag der Mehrheit verkaufen.

    Für alle Berliner ohne Millionenbudget bleibt eine unspektakuläre Erkenntnis. Ein Ferritin-Check beim Hausarzt kostet ein paar Euro und hätte auch bei Johnson der erste richtige Hinweis sein können, wenn ihn jemand ernst genommen hätte. Wer dauerhaft erschöpft ist, unter Völlegefühl leidet oder wem Haare und Nägel Sorgen machen, sollte nachfragen.

    Johnson selbst will sich mit der Diagnose nicht abfinden. Mit einem neuen Ärzteteam plant er regelmäßige Biopsien und experimentelle Therapien. Im Zeitalter von KI, erklärte er sinngemäß, dürfe keine Krankheit als unheilbar gelten, nur weil noch niemand versucht habe, sie mit heutigen Mitteln zu heilen.

    #lomgvity #iatrocratie #wtf

  • Yes, you can make it !
    https://www.youtube.com/watch?v=DPbLMwBOkIc

    En plus il a raison, #DJT est le mendiant le plus riche des États Unis. Il n’a jamais travaillé mais toujours fait beaucoup de vent et aidé ses camarades de classe plus intelligents que lui à exploiter les naïfs.
    .

    Il y en a qui en profitent sans même le cotoyer.
    https://imgflip.com/memegenerator/286519453/Donald-Trump-the-beggar
    .

    Trump and the beggar. An old tale with a new twist.
    https://www.linkedin.com/pulse/trump-beggar-old-tale-new-twist-v-franc-sdvwe

    Published Feb 28, 2025 - Donald Trump sat in a hard plastic chair, waiting in the long line at the pension fund office. The sound of rustling newspapers filled the air, while murmurs of frustration over bureaucracy echoed around him. A grandmother in a leopard print coat was telling her neighbor how much better things used to be. Trump sighed. Colonel Zaitsev had been calling him for three days, offering to help with the pension certificate.

    “We can write that you were a KGB agent, or we can write that you weren’t. Which would be more convenient for you?” Zaitsev asked, his tone obsequious.

    “Can we write that I was, but I didn’t know it?” Trump suggested.

    “That’s a classic,” Zaitsev responded with approval. “But I’m afraid it won’t affect my length of service.”

    And that was the main problem. Donald had been in politics for the last ten years, but what kind of salary does politics pay? Nothing. Just expenses. He glanced longingly at the pension form: “Confirm your work experience. If you haven’t worked in the last 10 years, indicate your source of income.” He sighed and wrote: “Sources of income unknown. Ask Congress.”

    Melania was reading a magazine titled How to Marry a Billionaire If He’s in Debt? and occasionally looked up. Outside, a beggar in a dirty raincoat approached and asked for a couple of dollars.

    “Do you see him?” Trump asked, turning to his wife. “He’s a billion dollars richer than me.”

    “Then why is he begging for money?” Melania asked, confused.

    “Because he doesn’t have a billion dollars in debt, but I do.”

    The beggar, who had overheard the conversation, nodded in understanding and moved closer.

    “Brother, you’re in the right company. I don’t have any debts either. Maybe you’ve got some spare change?”

    Trump thought for a moment. Maybe it was time to change professions.

    “Tell me, how much money did you have this morning?” Trump asked.

    “Not a penny,” the beggar replied.

    “So, if I give you five dollars, does that mean your capital growth is five divided by zero?” Trump mused.

    “Well, probably...” the beggar shrugged.

    “But that’s infinity!” Trump marveled. “And if you spend all your capital every day, your capital growth would be infinitely high!”

    “What a discovery!” the beggar said, feeling like a real financial genius for the first time.

    Trump now understood exactly what he needed to do. He dialed Colonel Zaitsev’s number and said confidently, “Get me a certificate saying I was an agent. And make it so secret that even I didn’t know about it. Also, write that I received income every day with a capital growth of 1000%.”

    “Interesting...” Zaitsev muttered.

    “And add that in Moscow, there are records showing that my savings as a super-secret agent make up half of Russia’s GDP. The only way to repay this debt is by transferring Russian territory to me... up to the level of igneous rocks. And in some places, all the way to the Pacific territories of Vanuatu.”

    “I’ll check the legal nuances,” Zaitsev replied after a pause.

    Trump nodded contentedly. A pension was nice, but real estate was better.

    #USA #mendicité #POTUS #wtf

  • Klimakrise in Europa: Macht kaputt, was euch die Zukunft nimmt
    https://taz.de/Klimakrise-in-Europa-Eine-lebenswerte-Zukunft-fuer-alle-geht-nur-mit-Systemwechsel/!6191827

    In Leipzig musste der Strassenbahnbetrieb wegen Schäden am Gleisnetz eingestellt werden   Foto: Roger Petzsche/PicturePoint/imago

    Touché par une crise de radicalisme aigu suite à un choc de chaleur le journal libéral-opportuniste TAZ se met à ruminer les phrases à la mode lors de sa naissance.

    Macht kaputt, was euch kaputt macht !

    L’auteure appelle à reprende l’activisme qui colle. C’est du radicalisme caviar et ils le répètent sous chaque article : le journal est possédé par une bande de petits bougeois.

    https://www.youtube.com/watch?v=cyeWqoPFdbI

    29.6.2026 von Pauline Jäckels - Das Katastrophenwetter ist direkte Folge eines Wirtschaftssystems, das ewig wachsen soll. Ein lebenswertes Morgen für alle geht nur mit Systemwandel.

    In Paris sind die Leichenhallen überfüllt wegen der vielen Hitzetoten, in Amsterdam hagelt es Golfball-große Eisbälle, in Leipzig schmelzen Tramtrassen und Ampeln weg. Während Rechte krampfhaft und wider aller Evidenz darauf beharren, dass es sich bei der jüngsten Hitzewelle nur um Spitzenwetter handelt, tritt immerhin bei anderen gerade das bittere Erwachen ein. Die Forschung hatte wirklich Recht und es trifft auch uns, die wir im Vergleich zum Rest der Welt so lange verschont blieben, und zwar jedes Jahr schlimmer.

    „Bitte klebt euch wieder auf die Straße“ bettelt die Influencerin Roaya Soraya auf Instagram in Richtung Neue-, vormals Letzte Generation: „Ich war so sauer auf euch, aber ganz ehrlich, heute verstehe ich eure Mission.“ Guten Morgen.

    Wenn auch enttäuschend spät, ist dieses Erwachen eine Chance. Nur nützt es wenig, wenn daraus nichts folgt als Forderungen nach klimafreundlichen Reformen eines Wirtschaftssystems, das für den Klimawandel verantwortlich ist. Auch dem letzten Grünen muss endlich klar werden: Der Kapitalismus, der kurzfristige Profitmaximierung über planetare und moralische Grenzen stellt, wird nicht den nötigen Wandel hervorbringen. Weil dieser Wandel nicht genug Rendite bringt.

    Selbst die wenigen und unzureichenden Klimamaßnahmen, die Reformer erreichen konnten, sind in den vergangenen Jahren dem Streben nach Wirtschaftswachstum zum Opfer gefallen. Und auch, wenn die Grünen wieder an die Macht kämen, würde das, was sie gegen die Industrie erreichen würden, nicht ausreichen, um das Ruder herumzureißen.

    Diejenigen, die von diesem Wirtschaftssystem am meisten profitieren, können sich vor seinen Folgen am besten schützen – heute in klimatisierten Luxusanwesen, später in Hochsicherheits-Luxusbunkeranlagen. Deshalb lassen sie weiter ihre Autos, Panzer und KI-Datenzentren bauen, um noch das letzte bisschen Profit aus dem herauszuquetschen, was der Planet und seine lohnabhängigen Bewohner noch geben können.

    Für uns anderen bleiben zwei Optionen: Hinnehmen, dass sie uns die Zukunft rauben oder das System kaputt machen, das es ihnen ermöglicht.

    #climat #wtf #radicalisme

  • Der Begriff „Faschismus“ : Ein Kult der Härte
    https://taz.de/Der-Begriff-Faschismus/!6187401

    Quelques idées farfelues à propos d’une notion farfelue : le fascisme. Avec tout ca il est de plus en plus difficile de se déclarer fasciste en étant fier de l’être, tellement c’est confus.

    28.6.2026 vin Robert Misik - Der neue Linke-Chef Luigi Pantisano verheddert sich im F-Wort. Noch schlimmer allerdings ist die Ausbreitung faschistischer Gefühle.

    Das verhetzte Individuum fällt nicht vom Himmel. Es wird gemacht. Der Horror der Geschichte lehrt uns, dass Menschen bei Verbrechen enthusiastisch mitmachen, die sie sich Jahre zuvor nicht vorstellen konnten. Dazwischen liegen stets Lehrjahre der Unmenschlichkeit. Wir erleben heute womöglich, wie die Vollstrecker von morgen erzogen werden.

    Die Erzieher zur Grausamkeit, sie sitzen in der AfD, aber nicht nur in dieser, sie hocken in den Aufganselungszusammenhängen der Social Media, sind in Algorithmen entsubjektiviert, trommeln in den agitatorischen Pseudomedien, die eine Atmosphäre der Erregung, der Angstpolitik und der Enthemmung schaffen.

    Es ist, simpel gesagt, der Weidel-Höcke-Reichelt-Musk-Komplex, der heute die Henker von morgen formt. Es wird das paranoide Trugbild einer Pseudorealität geschaffen, in der das Land im Kriminalitätsmorast versinkt, von barbarischen Horden überrannt wird, den „Gruppenvergewaltigern“ und „Messermännern“ (wie die Phrasen alle heißen).

    Es sind massenpsychologische Dynamiken, und wer in den Tunnel dieser Wahnideen gesogen wird, wird nach und nach in eine Person ummontiert, die im Extremfall dann auch schlimmste Verbrechen akzeptiert und ihnen applaudiert. Der Groll wird geschürt, aber auch ein Anhängersubjekt geschaffen, das ins Ressentiment regelrecht verliebt ist. Rechtspopulismus ist für all das schon längst kein adäquates Wort mehr. Ob Faschismus das richtigere ist, darüber wird in den Feuilletons gepflegt gestritten.

    Strategisch blöde

    Mit der Affäre um den neuen Linke-Vorsitzenden Luigi Pantisano ist die Debatte über Vokabeln wie „Faschisierung“ pfeilschnell bei der Farce gelandet. Zu dieser ist alles gesagt. Pantisanos Sätze waren taktisch blöde, strategisch blöde und faktisch unsinnig. Faktisch, weil eine konservative Partei, die autoritäre Maßnahmen setzt und auch verbal so manche Schlagseite pflegt, deswegen noch lange nicht selbst „faschistisch“ ist und noch nicht einmal „faschistische“ Politik macht. So viel Unterscheidungsvermögen sollte man schon haben.

    Strategisch ist es irrwitzig blöde, weil in dieser Lage die moderaten Konservativen umworben werden müssen, nicht abgestoßen, denn die Geschichte lehrt auch, dass der Faschismus immer dann siegt, wenn der hergebrachte Konservatismus mit ihm eine Allianz eingeht. Taktisch ist es blöde, weil die Vorgehensweise darauf setzt, die Diskursmuster der extremen Rechten zu kopieren: provokativen Unsinn und skandalös radikales Zeug labern, um damit Aufmerksamkeit zu generieren. Björn Höcke, Herbert Kickl und Co agieren so, perfektioniert hatte dieses Muster der einstige FPÖ-Anführer Jörg Haider mit dem, was die Österreicher viel zu zärtlich seine „Sager“ nannten.

    Aber die Taktik, die bei der extremen Rechten funktioniert, funktioniert bei linken Wählersegmenten nicht. Auch, weil die nicht bereit sind, groben Unfug zu akzeptieren. Gewiss, Fehler machen alle, aber wer Parteichef ist, wird an anderen Maßstäben gemessen als ein schrulliger Hinterbänkler und sollte nicht bei der ersten Wortmeldung verunfallen.

    Damit sind wir bei einer intellektuellen Schwundform einer Diskussion gelandet, die geführt werden muss: über die Vergiftung von Hirnen und Seelen und den Beitrag, den dazu ein Mainstreamkonservatismus leistet, wenn er Denkmotive eines Kults der Härte aufgreift, nachbetet oder sich sogar den Rechten andient, wie das beim Nius lesenden Narrensaum der Union geschieht. Auch wenn die Ausbreitung faschistischer Gefühle etwas Raumgreifendes hat, da tröpfchenweise einsickert, hier ganze Milieus übermannt, dort wie ein Sturzbach geschieht – die Union gleich als Ansammlung von Faschisten zu zeichnen, ist dann doch genau jene geistlose Unterscheidungsunfähigkeit, die am Ende alle Katzen grau macht.

    Unrecht in Rechtsform

    Was ist das, was wir gerade erleben? „Rechtspopulismus“ ist verharmlosend, wenn wir auf die USA Donald Trumps schauen, wo sich das Unrecht im Gefüge des Rechts ausbreitet, täglich die niedrigsten Gefühle angestachelt werden, Grausamkeiten nicht nur vollzogen werden, sondern öffentlich vollzogen werden, damit die eigene Anhängerschaft in Ekstase versetzt wird.

    Aber auch bei uns: Verbitterungsgefühle werden in Gefühle sadistischen Lustgewinns und aggressive Impulse übersetzt, Angst- und Bedrohungsgefühle in die Superioritätsgefühle von weißer Überlegenheit gegenüber den Anderen. Was die Bereitschaft von Menschen erhöht, für die Agitation empfänglich zu sein, ist lange analysiert: Entfremdungsempfinden gegenüber „der Politik“, verständliche Unzufriedenheit mit der repräsentativen Demokratie, wie sie real existiert, gepaart mit Anlagen autoritärer Charaktere sowie einer Grundausstattung an rassistischen Reflexen.

    Was weniger genau analysiert ist: was mit den Menschen passiert, wenn sie in den Sog der Agitation geraten, in einen Überbietungswettbewerb, einen fabrizierten Tunnelblick entwickeln. Die Verbreitung faschistischer Gefühle geschieht nach dem Muster der Infektion, wie bei Seuchen. Und noch weniger ist analysiert, wie die Radikalisierung der Anhänger auf die Anführer zurückwirkt.

    Die Anhängerschaft ist nicht einfach „verführt“, sondern Co-Produzent ihrer eigenen Selbstradikalisierung, und der oder die Anführer entpuppen sich bei näherer Betrachtung als Zauberlehrlinge, die der Geister, die sie riefen, nicht mehr Herr werden. Die AfD hat nicht zufällig eine kleine Kompanie von Anführern verbraucht, die mit der rechtsextremen Gefühlspolitik spielten und dann selbst, als „zu moderat“, an den Rand gedrängt wurden. Man denke nur an Frauke Petry und andere.

    „Ja, es ist Faschismus“, sagte Jason Stanley vor einigen Monaten, einer der führenden US-Faschismusforscher. Oliver Nachtwey und Carolin Amlinger sprechen vom „demokratischen Faschismus“, weil diese Gefühlswelten „als faschistische Fantasie in der Demokratie“ existieren. Auch die USA sind kein faschistisches Regime im Vollausbau. Bei uns sind die Faschisten in der Opposition. Schlaumeier merken an, dass es keine Faschisten geben könne, wenn es kein faschistisches Regime gibt. Aber das ist natürlich Unfug: Faschisten sind auch Faschisten, bevor sie die Macht übernehmen. Sie operieren in der Demokratie, bis sie sie abschaffen können.

    Neuerdings hat eine Debatte angehoben, ob der Gebrauch des Begriffs „Faschismus“ überhaupt empfehlenswert ist. Der Philologe Jan Philipp Reemtsma hat sehr öffentlichkeitswirksam die Frage gestellt, was eigentlich damit gewonnen sei, wenn man mit dem F-Wort operiere. „Ich muss das Phänomen untersuchen, nicht darüber reden, wie ich es benenne.“

    Neuerdings hat eine Debatte angehoben, ob der Gebrauch des Begriffs Faschismus überhaupt empfehlenswert ist

    Kitzel des Grauens

    Der Begriff ist ja keineswegs neutral. Indem ich eine politische Strömung mit dem Attribut „faschistisch“ belege, vollführe ich nicht nur eine theoretische Operation, sondern auch eine politische. Ein Kitzel des Grauens, ein wenig Angstlust, schwingt bestimmt auch mit. Reemtsma hat damit sicherlich nicht ganz unrecht. Stephan Lessenich und Sven Reichardt haben in der Süddeutschen vor ein paar Tagen Reemtsma entgegengehalten, dass es nicht um die berühmte „Faschismuskeule“ gehe, sondern um die theoretisch akkurate Erfassung dieser Verrohung, Dehumanisierung und Gewalt sowie des gesellschaftlichen Zuspruchs, der eigentümlichen Zerstörungslust.

    Was zeichnet Faschismus aus? Führerkult, paranoide Weltbilder, ein absolutes Schwarz-Weiß-Denken, antagonistische Feindbilder, vor allem von Minderheiten, aber auch gegen vermeintliche innere Feinde. Aggression, die unablässig aufgepeitscht wird. Ein Kult der Härte, der die faschistische Rechte und Libertäre und Pseudoliberale einander anverwandelt. Maximale negative Emotionalisierung, um eine Anhängerschaft in eine erregte und wütende Masse zu verwandeln.

    Der Forscher Robert O. Paxton hat den Faschismus als „emotionale Lava“ beschrieben. Zu seinen Ingredienzien zählen für ihn leidenschaftlicher Nationalismus, „eine verschwörerische und manichäische Sicht auf die Geschichte als Kampf“, und zwar zwischen dem „Reinen und dem Korrupten“. Die Anhänger empfänden, „dass die eigene Gruppe ein Opfer“ sei, und sähen sie in einem darwinistischen Kampf, weshalb Gewalt gerechtfertigt sei. Faschismus, das sei ein „Nebel von unterschwelligen Einstellungen“. Er brauche keine Theorie – weil er vielmehr von „mobilisierenden Leidenschaften“ lebe.

    Faschismus ist so gesehen eher eine Stimmung, die einen nach und nach erfasst und überwältigt. Die Affekte von Gekränktheit, Angst, Neid, das Ressentiment und die Erlösungssehnsucht, sie sind ansteckend, und die Ansteckung läuft nicht bloß von den Agitatoren zu den Anhängern, sondern wirkt kreuz und quer. Wie bei Synapsenverschaltungen werden die Verbindungen gestärkt, je intensiver sie benutzt werden. Emotionen, Tonfall und Phrasen werden übernommen, steigern sich zu Fanatismus.

    Der Faschismus ist demnach weniger eine Ideologie als ein sozialer Prozess. Ansteckung ist kein Zufall, sie gedeiht in Milieus, in denen Gefühle zirkulieren wie ein Echo, das lauter zurückkehrt. Bis der Fanatiker als normal erscheint und der Normale am Ende als verdächtig.

    #fascisme #wtf

  • Nach Faschismus-Vorwurf : Linken-Chef Pantisano gerät im Bundestag unter Druck
    https://www.berliner-zeitung.de/article/luigi-pantisano-faschismus-vorwurf-bundestag-10131025

    Sur la scène du théâtre estival allemand on joue aux hypocrites malades imaginaires. Le nouveau « chef » du parti Die Linke énonce un axiome, une vérité fondamentale connue de chaque personne hors du cercle du pouvoir et des victimes de ses manipulations orwelliennes et - tonnerre - les têtes des autres partis se mettent à aboyer comme des chiens de Pavlov.

    Les héritiers de nazis responsables pour des décisions politiques d’acabit fasciste n’aiment pas qu’on les trate de quasi-fascistes. Bingo, on l’attendait celle-là.

    24.6.2026 von Maximilian Eichgrün - Nach seinen Aussagen über die CDU hat der neue Linken-Chef Luigi Pantisano im Bundestag scharfe Kritik auf sich gezogen. Auch SPD und Grüne distanzierten sich.

    Der neue Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano hat der CDU „faschistische Politik“ vorgeworfen und sich später entschuldigt. Der Bundestag thematisierte die Aussage am Mittwoch, was zu hitzigen Wortgefechten führte. Neben CDU und Linken stiegen auch die anderen Parteien in die Debatte ein, Pantisano selbst meldete sich jedoch nicht zu Wort.

    CDU wirft Linken Verharmlosung und Antisemitismus vor

    CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wies den Vorwurf in scharfem Ton zurück. Pantisanos Äußerung sei „infam, geschichtsvergessen und niederträchtig“, sagte Linnemann in der von den Koalitionsfraktionen beantragten Debatte. Pantisano habe damit zugleich „den Horror des Faschismus“ der NS-Zeit verharmlost und sich für jede politische Verantwortung disqualifiziert.

    Die Union sei „ein wichtiges Bollwerk der Demokratie“. Linnemann warf der Linken zudem vor, Antisemitismus sei „in der Mitte ihrer Partei angekommen“.

    Kritik von den Grünen an „halbherziger Entschuldigung“

    Auch Redner von SPD und Grünen verteidigten die CDU gegen den Faschismus-Vorwurf. Pantisanos Verhalten nutze „den Verfassungsfeinden“, sagte der SPD-Abgeordnete Sebastian Fiedler. Grünen-Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic erklärte, sie könne verstehen, dass die CDU die „halbherzige Entschuldigung“ nicht akzeptiere, und forderte von der Linken klare Aussagen zur Hamas.

    Pantisano selbst äußerte sich während der Debatte nicht. Für die Linke sprach Co-Vorsitzende Ines Schwerdtner. Die Äußerung sei „nicht korrekt“ gewesen, Pantisano habe sich „offen dafür entschuldigt“, sagte sie. Den Koalitionsfraktionen warf Schwerdtner vor, mit der Debatte ablenken zu wollen: „Sie wollen nur davon ablenken, dass Sie mit der Kettensäge den Sozialstaat schreddern.“ Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe sich für eigene rhetorische Entgleisungen, etwa zum „Stadtbild“, nicht entschuldigt.
    „Holocaust“ und SED-Parallelen – AfD und Linke streiten

    Als Schwerdtner von Zwischenrufen aus der AfD-Fraktion unterbrochen wurde, rief sie in deren Richtung: „Sie sind die Nachfahren der Verbrecher des Holocaust, Sie haben hier gar nichts zu sagen.“ Bundestagsvizepräsidentin Josephine Ortleb mahnte zur Ruhe. Der AfD-Abgeordnete Maximilian Kneller verwies in seiner Erwiderung auf die Herkunft der Linken aus der SED und sagte, es handle sich um eine Partei, die „an der innerdeutschen Grenze, am sogenannten antifaschistischen Schutzwall, auch auf Deutsche geschossen hat“.

    Pantisano hatte am Wochenende der Bild gesagt, es gebe „gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst“. Später bezeichnete er die Aussage als „verkürzt“ und „in dieser Form falsch“ und bat um Entschuldigung. Am Samstag war Pantisano zum neuen Co-Vorsitzenden der Linken gewählt worden. Er erhielt auf dem Parteitag 53 Prozent der Stimmen.

    #Allemagne #fascisme #wtf

  • „Dies ist eine politisch motivierte Entscheidung der FSK“ : Warum Uwe Boll seinen neuen Film zensiert sieht
    https://www.berliner-zeitung.de/article/dies-ist-eine-politisch-motivierte-entscheidung-der-fsk-warum-uwe-b

    Uwe Boll est un con fini, mais il a raison quand il parle de la censure de son dernier film.. Entre nous, si cela ne dépendait que de moii, tous ses films seraient interdits hors cabinet de torture masochiste ;-)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Boll

    In Uwe Bolls „Citizen Vigilante“ macht ein Mann Jagd auf migrantische Täter und einheimische Richter. In Deutschland bekommt der Film keine FSK-Freigabe. Lesen Sie die Reaktion des Regisseurs.

    22.6.2026 von Uwe Boll - „Citizen Vigilante“ ist nach „Hanau“ (FSK 16) und „Run“ der letzte Teil von Uwe Bolls Trilogie „Deutschland im Winter“. Armie Hammer spielt darin Sanders, der sich auf einen Selbstjustiz-Kreuzzug begibt, auch gegen migrantische Täter, die eine junge Frau vergewaltigt haben. Boll möchte laut eigenem Bekunden Gefahren und politische Konsequenzen unserer Zeit offenlegen – und durch den radikalen Erzählstil klarmachen, dass Gewalt keine Lösung ist. Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) verhindert nun allerdings, dass „Citizen Vigilante“ (anders als in vielen anderen Ländern der Welt) in Deutschland vertrieben werden kann. Mit einem offenen Brief, den Boll an die Filmakademie, den Regieverband, PEN Deutschland, den Drehbuchverband, Prog Producers, die Produktionsallianz, die Schauspielgewerkschaft und den Deutschen Presse-Verband geschickt hat, wirft er der FSK politische Zensur vor. Hier dokumentieren wir Uwe Bolls Mail als Gastbeitrag im Wortlaut.

    Einen Film zu entwickeln, zu finanzieren und zu produzieren dauert oft jahrelang und ist ein immenser finanzieller, nervlicher und zeitlicher Aufwand. In jedem meiner Filme steckt nicht nur Geld, sondern auch Herzblut und die Energie von Hunderten von Mitarbeitern.

    Für alle Leser, die keine Lust haben, einen längeren Artikel über die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) zu lesen, hier die Kurzzusammenfassung zuerst: Ich habe in Kroatien in englischer Sprache einen Action-Thriller mit dem US-Star Armie Hammer gedreht, der in jedem anderen Land der Welt gezeigt werden wird und in der Regel sogar ab 16 Jahren zugänglich sein wird. In den USA ist er am 19.6. gestartet!

    Nicht aber in Deutschland, denn nach Auffassung der FSK promotet der Film Selbstjustiz, und deshalb hat eine Sichtungsjury von acht Personen beschlossen, den Film nicht ab 18 Jahren freizugeben, sondern mit dem Label KK (Kein Kennzeichen) zu versehen. Das bedeutet, dass nicht nur Jugendliche unter 18 Jahren den Film nicht sehen sollen, sondern eben gar niemand – egal wie alt. Was wiederum bedeutet, dass acht von der FSK ausgewählte Personen entscheiden, was erwachsene Bürger in Deutschland sehen dürfen und was nicht.

    Das Label KK sorgt dafür, dass alle Outlets in Deutschland, die Filme zeigen oder verkaufen – also von Amazon über Märkte wie Müller und MediaMarkt, alle Kinos, Streamer und Fernsehsender –, den Film nicht anbieten werden. Der Witz ist, dass der Film weder pornografisch ist noch extrem brutal. Das Gewaltlevel ist mit Filmen wie „John Wick“ (mit Keanu Reeves) oder „Equalizer“ (mit Denzel Washington) gleichwertig.

    Also, was ist denn nun der wirkliche Grund für das Verbot? Unsere Hauptfigur wird zum gesuchten Terroristen und parallel zum Social-Media-Helden, weil er Verbrecher zur Strecke bringt und auch gegen Massenvergewaltiger vorgeht.

    Die Massenvergewaltiger im Film sind junge Migranten, was ja bei Massenvergewaltigungen gemäß der Kriminalitätsstatistik leider die Regel ist. Erinnern wir uns mal an einen Fall in Hamburg, der mich unter anderem zum Drehbuch inspirierte, denn ich bin ein Filmemacher, der sich gerne mit der Realität klar und hart auseinandersetzt:

    Von den neun verurteilten jungen Männern musste zum Zeitpunkt des Urteils nur einer tatsächlich ins Gefängnis.

    Strafmaß: Das Landgericht Hamburg verhängte im November 2023 gegen neun Männer im Alter zwischen 19 und 23 Jahren Jugendstrafen zwischen einem Jahr und zwei Jahren und neun Monaten wegen der Vergewaltigung einer 15-Jährigen.

    Bewährung: Bei acht der neun Verurteilten wurde die Strafe entweder direkt zur Bewährung ausgesetzt oder die Entscheidung darüber wurde im Rahmen einer sogenannten Vorbewährung zunächst offengehalten.

    Gründe für das milde Urteil: Da die Täter zur Tatzeit zwischen 17 und 20 Jahre alt waren, wurde das Jugendstrafrecht angewendet, bei dem der Erziehungsgedanke vor der Bestrafung steht. Das Gericht begründete die Bewährungsstrafen unter anderem mit dem langen zeitlichen Abstand zur Tat (2020) und der seither positiven sozialen Entwicklung der Täter.

    Freisprüche: Zwei weitere Angeklagte wurden freigesprochen, da ihnen eine Tatbeteiligung nicht sicher nachgewiesen werden konnte.

    Mein Film ist fiktional – und unterliegt anderen Kriterien

    Sowohl der Richter als auch die Presse sprachen damals von den „armen traumatisierten Tätern“. Natürlich ein Witz und eine Verhöhnung des Opfers, denn eine Vergewaltigung ist eine schwere Straftat. Dem Gericht schien der Opferschutz egal, denn das arme Mädchen lebt ja weiter in derselben Stadt wie die nicht einsitzenden Täter.

    Mein Film ist fiktional – und unterliegt vollkommen anderen Kriterien als eine Dokumentation. Nach meiner Einschätzung will die FSK mit dem Rating nicht nur sicherstellen, dass Jugendliche vor dem Film geschützt werden, sondern dafür sorgen, dass möglichst wenige Menschen den Film in Deutschland überhaupt sehen können.

    Da „Citizen Vigilante“ allerdings nach meiner Recherche der einzige Film ist, der sich kritisch mit Migrantenkriminalität beschäftigt, wird hier der einzige Film verhindert, der die Realität auf den Straßen, Hinterhöfen und Gebüschen in Europa so abbilden will, wie es wirklich zugeht. Dies ist eine politisch motivierte Entscheidung der FSK, die nach meiner Einschätzung das größere Problem in unserer Gesellschaft spiegelt.

    Dieses Problem ist die seit Jahren klar sichtbare Tendenz der Regierungsparteien in Zusammenarbeit mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, NGOs wie Correctiv und vom Steuerzahler finanzierten Social-Media-Kampagnen und Meldestellen wie Trusted Flagger, unter dem Deckmantel des „Gutmenschentums“ und „Kampf gegen Nazis“ ihre Macht, Pfründe und Positionen zu erhalten und zu stärken. Jeder, der sich gegen sie wendet, wird als Antidemokrat verunglimpft und im Zweifel strafrechtlich oder zivilrechtlich belangt. Das Ziel des Jugendschutzes und auch des European Digital Service Act ist nur eine Fassade für politische Zensur und Meinungskontrolle.
    „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“

    Auch bei uns müsste die Kunstfreiheit angewendet werden, und zwar nach Art. 5 Abs. 3 Satz 1 des Grundgesetzes (GG). Dort heißt es schlicht: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.“

    Dieses Grundrecht gehört zu den am stärksten geschützten Freiheiten der deutschen Verfassung:

    Kein Gesetzesvorbehalt: Im Gegensatz zur Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 2 GG) enthält die Kunstfreiheit keine ausdrücklichen Schranken durch „allgemeine Gesetze“. Der Staat darf Kunst weder inhaltlich zensieren noch bewerten, ob sie „gut“ oder „schlecht“ ist (sog. Verbot des Kunstrichtertums).

    Umfassender Schutz: Geschützt sind sowohl das Schaffen des Werkes (Werkbereich) als auch dessen Präsentation und Verbreitung (Wirkbereich), damit die Kunst die Öffentlichkeit überhaupt erreichen kann.

    Historischer Hintergrund: Die Mütter und Väter des Grundgesetzes verankerten dieses starke Recht in direktem Bezug auf die Diktatur des Nationalsozialismus, in der Kunst als „entartete Kunst“ diffamiert und verboten wurde.
    Die FSK nutzt den Jugendschutz, um das GG auszuhebeln

    Die FSK nutzt den Jugendschutz, um das GG hier dahingehend auszuhebeln, obwohl ja die Jugend durch eine Freigabe ab 18 Jahren geschützt würde. In meinem Fall eben weil dieser spezielle Teil des Films eine Realität zeigt, die sie nicht wahrhaben wollen. Die Realität, dass Massenmigration aus vorangig islamistischen Ländern die Sicherheitslage in Deutschland schwer geschädigt hat. Anstatt für die Bevölkerung Sicherheit herzustellen, zum Beispiel durch direkte Abschiebung von nichtdeutschen Straftätern und weniger Migration aus Afrika, wird versucht, die Berichterstattung über die Gefahrenlage zu unterdrücken.

    Die FSK verdingt sich mit dieser Entscheidung, gegebenenfalls ohne es selbst zu ahnen, nicht dem Jugendschutz, sondern nur dem Erhalt der derzeitigen Regierung und des Status quo derselben unter Aufgabe der Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit. Die Tausenden Strafanzeigen, die in Deutschland Politiker gegen unzufriedene Bürger, die sich im Internet Luft machen, stellen, sind ein weiterer Beweis für den Willen der Regierenden, Freiheit durch Einschüchterung zu unterdrücken.

    Während selbst in Österreich alle meine Filme ungekürzt zu sehen sind und in hundert anderen Ländern auch, hatte ich auch in der Vergangenheit mit sechs Filmen bei der FSK große Probleme; sie wurden nur mit Schnittauflagen in Deutschland herausgebracht. Das wurde diesmal bei „Citizen Vigilante“ unmöglich gemacht, da ich quasi den halben Film wegschneiden müsste. So stellen acht Personen sicher, was mehr als 50 Millionen Erwachsene in Deutschland konsumieren dürfen.

    „Citizen Vigilante“ ist nach „Hanau“ (FSK 16) und „Run“ der letzte Teil meiner Trilogie „Deutschland im Winter“, die die Gefahren und politischen Konsequenzen unserer Zeit offenlegen soll und eben durch den radikalen Erzählstil klarmacht, dass Gewalt keine Lösung ist. Unser Charakter Sanders ist kein guter Mensch und wird auch nicht als guter Mensch porträtiert. Er ist eben nicht eine Comicfigur wie Batman, sondern ein egoistischer und sehr reicher Geschäftsmann, der quasi aus Langeweile anfängt, die Justiz in die eigenen Hände zu nehmen.
    Ich bin schon immer auch politischer Filmemacher

    Drogengangster, jugendliche Bullis oder zwei Männer, die Frauen mit Drogen gefügig machen wollen, werden zur Rechenschaft gezogen. Er geht ins Bordell, weil ihn niemand liebt und er auch niemanden liebt, sondern lieber für Sex bezahlt. Wenn er dann am Ende jugendliche Vergewaltiger plus eine ganze Familie erschießt und den Richter umbringt, der diese Vergewaltiger nicht ins Gefängnis geschickt hat, dann ist das so hart und schockierend, dass der Zuschauer eher so reagiert, dass diese Gewalt zu weit geht.

    Ich bin ein Genre-, aber auch schon immer ein politischer Filmemacher („Darfur“, „Postal“, „Assault on Wallstreet“, „Rampage“, „Barschel“ etc.), und alle meine Filme haben in Amerika und allen anderen Ländern der Welt R-Ratings (ab 16 Jahren) bekommen – nur in Deutschland oft nicht, und viele Filme mussten geschnitten werden, um ein „ab 18 Jahren“ zu bekommen.

    Im Falle von „Rampage“, wo ein Massenmörder davonkommt, musste ich, um eine Freigabe zu bekommen, mehrere Blutszenen schneiden und in die Endcredits schreiben, dass der Protagonist von der Polizei gefasst wurde. Als dann „Rampage 2“ kam, fragten viele Zuschauer in Deutschland, wie es denn sein kann, dass er nicht im Gefängnis sitzt! Das war ein direkter Eingriff in die Kunstfreiheit und hat mir Schaden zugefügt, denn „Rampage“ und alle anderen zensierten Boll-Filme wären ungeschnitten besser von der Kritik und den Zuschauern aufgenommen worden.
    Die FSK hat jeglichen Existenzanspruch verloren

    Filme müssen Realität zeigen, kommentieren und auch wehtun. Sie müssen Menschen wütend machen können, Diskussionen auslösen. In „Run“ zeige ich meine Empathie mit Migranten, in „Hanau“ den Wahnsinn eines verblendeten rassistischen Amokläufers und in „Citizen Vigilante“ einen düsteren Charakter, der nicht wirklich für Gerechtigkeit sorgt, auch wenn er Taten begeht, die einige gut finden.

    Die FSK hat in Zeiten, wo schon Kinder bei Streamern und auf Social-Media-Plattformen jederzeit reale Tötungen und Pornos schauen können, ohnehin jeglichen Existenzanspruch verloren! Wir müssen sogar noch über 1000 Euro für diese überflüssigen Sichtungen bezahlen. In den meisten Ländern, zum Beispiel in Österreich, Skandinavien oder Benelux, gibt es keine FSK. Dort schreiben die Filmverleiher selbst auf eine DVD oder im Stream, ab wie vielen Jahren der Film geeignet ist.

    Bei Horrorfilmen zum Beispiel steht ab 18 Jahren auf dem Cover, denn Horrorfilme ab zwölf Jahren wird niemand sehen wollen, da man Gewalt und Blut als Fan erwartet. Also sind die selbstgemachten Ratings keinesfalls irreführend, sondern ausreichend. Die FSK gehört abgeschafft, oder ersatzweise sollten sich DVD-Händler und wenigstens die Streamingplattformen davon distanzieren und bekannt geben, dass sie sich nicht mehr an FSK-Kennzeichen halten werden.

    Gez.
    Dr. phil. Uwe Boll

    #Allwmagne #cinéma #censure #wtf

  • Après 59 seen en 24 heures avec le même titre ...

    Is AI ruining our #skills? Early results are in — and they’re not good

    ... je me demande, si on robot à kidnappé l’âme de @aurelieng dans l’au dela et poste des seen #à partir da la singularité cette connerie inventée d’après l’idée chrétienne de l’enlèvement ;-)

    #IA #seenthis #wtf

  • Ab 1. Juli verjähren Bußgelder später – für Berliner Autofahrer schließt sich ein Schlupfloch
    https://www.berliner-zeitung.de/article/ab-1-juli-verjaehren-bussgelder-spaeter-fuer-berliner-autofahrer-sc

    Den Uber ist das egal, die machen ihre Betriebe sowieso dicht, bevor sich die Stadt die Knete holen kommt. Und die Namen der Fahrer rückt so ein Betrieb auch nicht raus.

    16.6.2026 von Oliver Weinlein - Wer in Berlin geblitzt wird, durfte bislang auf die überlastete Bußgeldstelle hoffen. Vom 1. Juli an verdoppelt sich die Verjährungsfrist auf sechs Monate.

    Drei Monate, dann war die Sache oft vom Tisch. Wer in Berlin zu schnell fuhr, eine rote Ampel überfuhr oder im Halteverbot stand und danach wochenlang nichts von der Behörde hörte, konnte leise hoffen, dass die Verfolgung verjährt war. Vom 1. Juli an wird diese Hoffnung kleiner. Dann steigt die Verjährungsfrist für Verkehrsordnungswidrigkeiten von drei auf sechs Monate.

    Grundlage ist das Fünfte Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes, das der Bundestag im Mai beschlossen hat und das bereits im Bundesgesetzblatt steht. Die neue Frist ist in Paragraf 26 des Straßenverkehrsgesetzes verankert und gilt bundesweit. Betroffen ist das ganze Repertoire des Berliner Verkehrsalltags: Tempoverstöße, Rotlichtverstöße, zu wenig Abstand, das Handy am Steuer, der Parkverstoß.
    Warum die Länder die Änderung wollten

    Auf den Weg gebracht haben die Verlängerung die Bundesländer. In der Gesetzesbegründung steht, was Pendler und Polizisten in der Hauptstadt seit Jahren erleben: Die Bußgeldstellen kommen mit der Bearbeitung kaum hinterher. Es gibt mehr Fälle und aufwendigere Verfahren, aber zu wenig Personal. Drei Monate reichten vielerorts nicht, um ein Verfahren sauber abzuschließen, bevor es verjährte.

    Berlin ist dafür das Lehrstück. Die Stadt leistet sich eine einzige zentrale Bußgeldstelle, angesiedelt beim Polizeipräsidenten am Platz der Luftbrücke in Tempelhof. Anfang 2025 sprach der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, von einem „massiven Bearbeitungsstau“. Seit Oktober 2024 seien 50.000 Papieranzeigen aus dem ruhenden Verkehr liegen geblieben, sagte er dem Tagesspiegel. Grund sei ein Personaldefizit beim externen Dienstleister Atos, der die Knöllchen seit rund zwei Jahrzehnten einscannt. Zeitweise stemmten dort 15 Beschäftigte die Arbeit von früher 21.

    Die Polizei wiegelte gegenüber der Zeitung ab. Behördensprecher Florian Nath nannte eine Verjährung durch verzögertes Einscannen „nahezu auszuschließen“, Einnahmeverluste würden durch Priorisierung vermieden. Verkehrsverstöße verjährten ohnehin erst nach drei Monaten, das gebe genug Puffer. Genau diesen Puffer bekommt die Behörde nun geschenkt, doppelt so lang.
    Das alte Schlupfloch war ohnehin schmal

    Wer glaubte, drei Monate Funkstille bedeuteten automatisch Freiheit, lag meist falsch. Die Frist beginnt mit der Tat, kann aber durch behördliche Schritte unterbrochen werden und läuft dann von vorn. Schon der Anhörungsbogen im Briefkasten setzt die Uhr zurück. Verkehrssünder ließen sich deshalb auch nach altem Recht oft deutlich länger als drei Monate verfolgen.

    An den Abläufen selbst ändert sich zum 1. Juli nichts, nur die Grundfrist wächst. Praktisch heißt das: Der Berliner Verzögerungseffekt, lange ein stiller Verbündeter mancher Temposünder, verliert an Wirkung. Was die Behörde in drei Monaten nicht schaffte, hat sie nun ein halbes Jahr Zeit zu schaffen.
    Was Betroffene jetzt beachten sollten

    Gegen einen Bußgeldbescheid bleiben zwei Wochen Zeit für den Einspruch, danach wird er rechtskräftig. Wer einen Anhörungsbogen erhält, sollte wissen, dass schon dieses Schreiben die Verjährung unterbricht. Bei Messungen lohnt der Blick auf Formalien wie Eichung, Messprotokoll und Zustellung. Ist der Fahrer auf dem Blitzerfoto nicht eindeutig zu erkennen, kann das für eine Verteidigung zählen. Wer beruflich auf den Führerschein angewiesen ist und ein Fahrverbot fürchtet, fährt mit anwaltlichem Rat oft besser.

    Eine Zahl zur Einordnung bleibt: Mehr als 30 Millionen Euro nahm Berlin zuletzt von Rasern ein. Pro Kopf liegt die Hauptstadt bei den Tempo-Bußgeldern trotzdem weit hinten. Ob die längere Frist daran etwas ändert, hängt weniger am Gesetz als an einem Scanner in Tempelhof.

    Berlin greift durch: Neues Konzept soll Chaos bei Straßenbaustellen beenden

    Verkehr
    Berlin greift durch: Neues Konzept soll Chaos bei Straßenbaustellen beenden

    #Uber #Bußgeld #Verjährung #wtf

  • La Cnaf et Inria s’engagent ensemble pour développer Catala, une solution souveraine de calcul des prestations sociales | Inria
    https://www.inria.fr/fr/cnaf-inria-convention-partenariat-catala-2026

    La Caisse nationale des Allocations familiales (#Cnaf) et l’Institut national de recherche en sciences et technologies du numérique (#Inria) s’engagent dans une convention de partenariat autour du #développement de #Catala, un #langage de #programmation #informatique visant à transcrire le droit de manière fidèle et #explicable. Cette innovation issue de la recherche publique permet de fiabiliser le calcul des #prestations_sociales et d’assurer #transparence et #évolutivité des moteurs de #calcul. Cette #coopération illustre une même ambition : consolider la maîtrise des technologies utilisées dans les systèmes d’information du service public des familles et de la solidarité, grâce au développement d’outils innovants et souverains.

  • Trumps Ballsaal-Projekt: Firmen kassierten nach Spenden staatliche Aufträge über 50 Milliarden Dollar
    https://www.tagesspiegel.de/internationales/trumps-ballsaal-projekt-firmen-kassierten-nach-spenden-staatliche-auftr

    8.6.2026 - Etliche Unternehmen von Spendern für Trumps Ballsaal konnten laut einem Bericht ihre Geschäfte mit der US-Regierung zuletzt ausbauen. Gegen viele Firmen wurden zudem laufende Ermittlungsverfahren eingestellt.

    Sie spenden für US-Präsident Donald Trumps 400-Millionen-Dollar-Ballsaal-Projekt im Weißen Haus und bekommen im Gegenzug neue oder größere Bundesaufträge: Vierzehn der 27 öffentlich bekannten Geldgeber haben seit dem Abriss des Ostflügels im Oktober ihre Geschäfte mit der US-Regierung ausbauen können, wie die „Washington Post“ unter Berufung auf einen kürzlich veröffentlichten Bericht der gemeinnützigen Organisation „Public Citizen“ schreibt. Demnach haben diese Unternehmen in den vergangenen Monaten Aufträge im Wert von mehr als 50 Milliarden US-Dollar erhalten.

    Am meisten profitiert habe der Rüstungskonzern Lockheed Martin, der seit dem vergangenen Herbst rund 43,8 Milliarden Dollar an neuen oder ausgeweiteten Vertragsmitteln bekommen haben soll. Dahinter folgen das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton mit mehr als 4,2 Milliarden und die Analysefirma Palantir mit mehr als einer Milliarde Dollar.

    Weitere Spender, die mit neuen oder ausgeweiteten Geschäften bedacht wurden, seien Microsoft, Google, T-Mobile und Amazon, dessen Verwaltungsratschef Jeff Bezos auch Eigentümer der „Washington Post“ ist. 19 der 27 bekannten Unternehmensspender hätten in den vergangenen fünfeinhalb Jahren Aufträge im Umfang von 338 Milliarden Dollar von der Regierung bekommen, heißt es.
    Verfahren gegen Unternehmen eingestellt oder zurückgefahren

    Gegen 16 dieser Unternehmen gab es laut dem Bericht außerdem bundesrechtliche Durchsetzungs- und Ermittlungsmaßnahmen wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens. Bei einigen seien solche Verfahren seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit ausgesetzt worden, heißt es weiter. So sahen sich etwa Amazon, Apple, Meta und Nvidia mit kartellrechtlichen Prüfungen konfrontiert. Gegen Google, Lockheed und Meta liefen oder laufen arbeitsrechtliche Verfahren. In allen Fällen wurden die Verfahren entweder fallen gelassen oder zurückgefahren, berichtet die US-Zeitung.

    „Diese riesigen Konzerne finanzieren das Trump‑Ballsaal‑Fiasko nicht aus reiner Herzensgüte“, sagte Jon Golinger von „Public Citizen“, Mitautor des Berichts, der „Washington Post“. „Sie haben massive Interessen gegenüber der Bundesregierung – und sie hoffen, sich bei der Trump‑Regierung beliebt zu machen und eine wohlwollende Behandlung zu erhalten.“

    Während Trump die Zuwendungen wiederholt als Entlastung für Steuerzahler angepriesen hat, sehen Kritiker in dem Vorgehen Korruption. Moniert wird auch immer wieder, dass die Trump-Regierung sich weigert, eine vollständige Spenderliste zu veröffentlichen. Nicht alle der Geldgeber für das Ballsaal-Projekt sind öffentlich bekannt.

    Das Weiße Haus wies alle Vorwürfe zurück. „Dieselben Kritiker, die angebliche, erfundene Interessenkonflikte behaupten, würden sich auch beschweren, wenn amerikanische Steuerzahler die Rechnung für diese längst überfälligen Renovierungen bezahlen müssten“, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses mit. „Die Spender für das Ballsaal‑Projekt im Weißen Haus repräsentieren eine breite Palette großartiger amerikanischer Unternehmen und großzügiger Einzelpersonen – sie alle tragen dazu bei, das Haus des Volkes für kommende Generationen zu verbessern.“

    Trump stieß mit seinem Ballsaal-Projekt zuletzt auf anhaltende Schwierigkeiten. Ein Bundesrichter hatte entschieden, dass der Bau gestoppt werden müsse, bis der Kongress das Projekt genehmigt hat. Ein aus drei Richtern bestehendes Bundesberufungsgericht erlaubte jedoch daraufhin, die Arbeiten fortzusetzen, während das Verfahren weiterläuft.

    Im Mai scheiterte der US-Präsident im Senat mit dem Vorhaben, eine Milliarde Dollar vom Kongress für seinen Ballsaal zu bekommen. Denkmalschützer laufen ohnehin seit Monaten Sturm gegen den Plan. Im September 2028 soll der Ballsaal laut Trump eröffnet werden.

    Trump lässt Washington an mehreren Stellen umgestalten, um sich ein Denkmal zu setzen. Unter anderem will er einen riesigen Triumphbogen errichten lassen. Dieser soll fast dreimal so hoch werden wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalbmal so hoch wie der Pariser Triumphbogen. (Tsp)

    #trumpisme #wtf

  • Déclaration de guerre : Wo versank die welsche Brut ?
    https://www.youtube.com/watch?v=XbwK7Z1AfFg

    La chanson du Land de Basse-Saxe est une déclaration de guerre contre chaque membre des peuples « welsch ».

    Wo versank die welsche Brut?
    In Niedersachsens Bergen,
    An Niedersachsens Wut

    sse-Saxe est une déclaration de guerre contre chaque membre des races « welsch » et elle nous donne (enfin aux habitants du pays de l’ex-chancelier Schöder, le copain de Poutine) de bonnes raison pour livrer bataille :

    Auf blühend roter Heide
    Starben einst vieltausend Mann
    Für Niedersachsens Treue
    Traf sie des Franken Bann.
    Viel tausend Brüder fielen
    Von des Henkers Hand.
    Viele tausend Brüder
    Für ihr Niedersachsenland.

    Allez, qu’on rigole un peu, qu’on s’entretue entre barbares !

    Wo versank die welsche Brut?
    In Niedersachsens Bergen,
    An Niedersachsens Wut

    Nous au moins nous sommes sûrs de rentrer tous les soirs á Valhalla où nous sommes attendus par de belles Valkyries et d’énormes chopes de bière !

    Comme on dit chez nous :

    Rache ist Blutwurst !

    On vous aura prévenu. Attention les vacances allemandes ne commencent pas à la même date dans les différentes régions d’Allemagne.
    Il faudra rester vigilant pendant tout l’été !

    Niedersachsenlied (Von der Weser bis zur Elbe)

    1. Von der Weser bis zur Elbe,
    Von dem Harz bis an das Meer
    Stehen Niedersachsens Söhne,
    Eine feste Burg und Wehr
    Fest wie unsre Eichen
    halten alle Zeit wir stand,
    Wenn Stürme brausen
    Übers deutsche Vaterland.
    Wir sind die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!
    Wir sind die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!

    2. Wo fiel’n die römischen Schergen?
    Wo versank die welsche Brut?
    In Niedersachsens Bergen,
    An Niedersachsens Wut
    Wer warf den römischen Adler
    Nieder in den Sand?
    Wer hielt die Freiheit hoch
    Im deutschen Vaterland?
    Das war’n die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!
    Das war’n die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!

    3. Auf blühend roter Heide
    Starben einst vieltausend Mann
    Für Niedersachsens Treue
    Traf sie des Franken[4] Bann.
    Viel tausend Brüder fielen
    Von des Henkers Hand.
    Viele tausend Brüder
    Für ihr Niedersachsenland.
    Das war’n die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!
    Das war’n die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!

    4. Aus der Väter Blut und Wunden
    Wächst der Söhne Heldenmut.
    Niedersachsen soll’s bekunden:
    Für die Freiheit Gut und Blut.
    Fest wie unsre Eichen halten
    Allezeit wir stand,
    Wenn Stürme brausen
    Übers deutsche Vaterland.
    Wir sind die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!
    Wir sind die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!

    Widukind
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Widukind


    https://www.wikingar.de/Widukind-The-Legendary-Leader-of-the-Saxon-Resistance

    P.S. Avec les Bas-Saxons c’est comme avec les Russes, on ne sait jamais à quel moment ils t’attaquent, mais ils le feront, je vous assure ! Toujours pas convaincus ? Tant pis pour vous. Votre Macron croit toujours au grand méchant Russe. Il n’a pas encore fait notre connaissance.

    Er wird uns kennenlernen !

    La semaine prochaine on s’intéressera aux Bavarois, ces enfants de choeur.

    #Allemagne #Basse-Saxe #guerre #parodie #wtf

  • Thanks largely to robots, Ukraine is now talking about winning, not just surviving
    https://www.defenseone.com/technology/2026/06/ukraine-robots-winning/413902

    Uncrewed and autonomous systems—and the willingness to adapt to them—have neutered Russian advantages.

    June 2, 2026

    PRAGUE, Czech Republic–A small but growing number of European officials and analysts are saying what four years ago was unthinkable: Ukraine isn’t just surviving its grueling war with Russia, it is in some ways thriving and may even be on a path to victory.

    This isn’t yet captured in headlines—for example, about last weekend’s barrage of Russian drones and missiles around Ukraine—but in the details, like how some 90 percent were intercepted.

    Depuis quelques jours, on te dit que la guerre est enfin gagnée, grâce aux robots autonomes. Youpie.

  • Nietzsche, Friedrich, Die fröhliche Wissenschaft, Drittes Buch, 108. Neue Kämpfe
    http://www.zeno.org/Philosophie/M/Nietzsche,+Friedrich/Die+fr%C3%B6hliche+Wissenschaft/Drittes+Buch/108.+Neue+K%C3%A4mpfe

    Gott ist tot . Et alors ?

    Entre nous, c’est du n’importe quoi. Quelle perte de temps ces textes du dix neuvième siècle. L’époque nous a légué les bases de la connaissance et de la méthode scientifique. Il lui a fallu produire aussi l’opposé, sans doute par principe dialectique, et voilà qu’elle abuse encore aujourd’hui de nous qui commettons l’erreur de consacrer notre temps au vomi intellectuel de l’âme la plus malheureuse de son temps.

    108 Neue Kämpfe. – Nachdem Buddha tot war, zeigte man noch jahrhundertelang seinen Schatten in einer Höhle – einen ungeheuren schauerlichen Schatten. Gott ist tot: aber so wie die Art der Menschen ist, wird es vielleicht noch jahrtausendelang Höhlen geben, in denen man seinen Schatten zeigt. – Und wir – wir müssen auch noch seinen Schatten besiegen!

    Quelle:
    Friedrich Nietzsche: Werke in drei Bänden. München 1954, Band 2, S. 115.
    Permalink:
    http://www.zeno.org/nid/20009251588

    Nietzsche, Friedrich, Die fröhliche Wissenschaft, Drittes Buch, 125. Der tolle Mensch
    http://www.zeno.org/Philosophie/M/Nietzsche,+Friedrich/Die+fr%C3%B6hliche+Wissenschaft/Drittes+Buch/125.+Der+tolle+Mensch?hl=gott+ist+tot

    125 Der tolle Mensch. – Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehört, der am hellen Vormittage eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: »Ich suche Gott! Ich suche Gott!« – Da dort gerade viele von denen zusammenstanden, welche nicht an Gott glaubten, so erregte er ein großes Gelächter. Ist er denn verlorengegangen? sagte der eine. Hat er sich verlaufen wie ein Kind? sagte der andere. Oder hält er sich versteckt? Fürchtet er sich vor uns? Ist er zu Schiff gegangen? ausgewandert? – so schrien und lachten sie durcheinander.[126] Der tolle Mensch sprang mitten unter sie und durchbohrte sie mit seinen Blicken. »Wohin ist Gott?« rief er, »ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet – ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir dies gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? Müssen nicht Laternen am Vormittage angezündet werden? Hören wir noch nichts von dem Lärm der Totengräber, welche Gott begraben? Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? – auch Götter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besaß, es ist unter unsern Messern verblutet – wer wischt dies Blut von uns ab? Mit welchem Wasser könnten wir uns reinigen? Welche Sühnefeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen? Ist nicht die Größe dieser Tat zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen? Es gab nie eine größere Tat – und wer nur immer nach uns geboren wird, gehört um dieser Tat willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war!« – Hier schwieg der tolle Mensch und sah wieder seine Zuhörer an: auch sie schwiegen und blickten befremdet auf ihn. Endlich warf er seine Laterne auf den Boden, daß sie in Stücke sprang und erlosch. »Ich komme zu früh«, sagte er dann, »ich bin noch nicht an der Zeit. Dies ungeheure Ereignis ist noch unterwegs und wandert – es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen. Blitz und Donner brauchen Zeit, das Licht der Gestirne braucht Zeit, Taten brauchen Zeit, auch nachdem sie getan sind, um gesehn und gehört zu werden. Diese Tat ist ihnen immer noch ferner als die fernsten Gestirne – und doch haben sie dieselbe getan!« – Man erzählt noch, daß der tolle Mensch desselbigen Tages in verschiedene Kirchen eingedrungen sei und darin sein Requiem aeternam deo angestimmt habe.[127] Hinausgeführt und zur Rede gesetzt, habe er immer nur dies entgegnet: »Was sind denn diese Kirchen noch, wenn sie nicht die Grüfte und Grabmäler Gottes sind?«
    Quelle:
    Friedrich Nietzsche: Werke in drei Bänden. München 1954, Band 2, S. 126-128.
    Permalink:
    http://www.zeno.org/nid/20009251758

    Nietzsche, Friedrich, Also sprach Zarathustra, Vierter und letzter Teil.
    http://www.zeno.org/Philosophie/M/Nietzsche,+Friedrich/Also+sprach+Zarathustra/Vierter+und+letzter+Teil.+Also+sprach+Zarathustra

    Ach, wo in der Welt geschahen größere Torheiten, als bei den Mitleidigen? Und was in der Welt stiftete mehr Leid, als die Torheiten der Mitleidigen?

    Wehe allen Liebenden, die nicht noch eine Höhe haben, welche über ihrem Mitleiden ist!

    Also sprach der Teufel einst zu mir: »auch Gott hat seine Hölle: das ist seine Liebe zu den Menschen.«

    Und jüngst hörte ich ihn dies Wort sagen: »Gott ist tot; an seinem Mitleiden mit den Menschen ist Gott gestorben.«

    Also sprach Zarathustra (S. 348)

    Quelle:
    Friedrich Nietzsche: Werke in drei Bänden. München 1954, Band 2, S. 477.
    Permalink:
    http://www.zeno.org/nid/20009255192

    #philosopie #Nietzsche #wtf #dieu

  • Ukraine würdigt NS-Kollaborateur – Selenskyj spricht von einem „Helden“
    https://www.berliner-zeitung.de/article/zwischen-nationalmythos-und-ns-vergangenheit-selenskyj-wuerdigt-ns-

    Never Mind the Bollocks, Here’s the Real Nazis - ah ce sacré Zelensky est le dernier vrai punk avec plus de morts sur la conscience que tous les squelettes qu’il invite chez soi. Il fallait un homme de son acabit pour s’opposer à l’autre héro slave, surtout parce que celui-ci a l’avantage stratégique de parler l’allemand. Nous sommes fiers des amis qui nous acceptent avec notre fardeau historique de la défaite contre les méchants communistes !

    28.5.2026 von Vassiliki Mantziou - Staatsakt in Kiew sorgt für weltweite Empörung: Präsident Selenskyj bettet den früheren OUN-Führer Andrij Melnyk um. Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem kritisiert die Ehrung scharf.

    Mehr als 60 Jahre nach seinem Tod wurde der „Nationalheld“ Andrij Melnyk in der Ukraine beigesetzt. Gemeinsam mit seiner Frau Sofia wurde der frühere Führer der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) am Montag im Rahmen einer Staatszeremonie auf dem Nationalen Militärfriedhof bei Kiew bestattet. Präsident Wolodymyr Selenskyj und Ex-Präsident Viktor Juschtschenko nahmen persönlich an dem Festakt teil.

    Dabei würdigte Selenskyj den Nationalisten als „Helden“ und Vorbild für die Ukraine. „Heute sehen wir alle, dass die ukrainische Idee das überwinden kann, was einst völlig unüberwindbar schien“, sagte er laut Euronews mit Blick auf den ukrainischen Unabhängigkeitskampf gegen die Sowjetunion.

    Doch die Ehrung sorgt international für Empörung. Denn Melnyk und die OUN kollaborierten im Zweiten Weltkrieg mit NS-Deutschland. Sie verübten Pogrome, bewachten Ghettos und Teile der OUN waren am Massaker von Babyn Jar beteiligt – einem der größten Massenmorde des Holocausts, bei dem 1941 über 33.000 Juden erschossen wurden.

    Kritik aus Israel und den eigenen Reihen

    Besonders scharfe Kritik kommt deshalb aus Israel. Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem erklärte, die Ehrung untergrabe die moralische Integrität des Holocaust-Gedenkens. Auch das israelische Außenministerium äußerte sich kritisch. Die ukrainisch-jüdische Holocaust-Forscherin Marta Havryshko sprach auf X von einer „Demütigung für alle, die einst glaubten, dass ‚Nie Wieder‘ in der heutigen Ukraine noch eine Bedeutung habe.“

    Zusätzliche Empörung löste die Teilnahme des rechtsradikalen Asow-Bataillons an der Zeremonie aus. Die Einheit verherrlicht offen Teile der OUN sowie die Waffen-SS-Division „Galizien“. Besonders brisant: Selenskyj selbst ist Jude, Teile seiner Familie wurden im Holocaust ermordet.

    Kritik kommt auch aus den eigenen Reihen. Selenskyjs früherer Berater Oleksij Arestowytsch warnte, das von Selenskyj geplante Pantheon drohe zur „ideologischen Presse“ zu werden. Ein Abgeordneter aus Selenskyjs eigener Partei bemängelte die Prioritätensetzung: Während Millionen Ukrainer ihre Familien seit Jahren nicht sehen könnten, kümmere sich die Regierung um Gräber.

    Das geplante Pantheon der Ukraine

    Die Umbettung Melnyks ist Teil eines größeren politischen Projekts. Die ukrainische Regierung plant ein nationales „Pantheon herausragender Ukrainer“ – eine zentrale Gedenkstätte für historische Persönlichkeiten, die aus Sicht Kiews für die ukrainische Staatlichkeit und Unabhängigkeit gekämpft haben. Selenskyj erklärte, die Ukraine müsse jene Menschen ehren, „die für die Freiheit und den Staat der Ukraine gekämpft haben“.

    Geplant sind laut ukrainischen Behörden bis zu 1000 Umbettungen aus 21 Ländern. Als nächste könnten die Überreste des OUN-Gründers Jewhen Konowalez aus Rotterdam sowie des Nationalistenführers Stepan Bandera aus München in die Ukraine überführt werden.

    Marta Havryshko warnte auf X, in der Ukraine bestimme militanter ethnischer Nationalismus zunehmend die Erinnerungspolitik und nationale Identität – ein Land, das gleichzeitig behaupte, für Freiheit und Demokratie zu kämpfen.

    Auch in Deutschland wird die Ehrung diskutiert. Berlin und die EU überweisen der Ukraine milliardenschwere Hilfspakete – zuletzt forderte Außenminister Wadephul zusätzliche 90 Milliarden Euro. Kritiker wie die ehemalige Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen werfen der Bundesregierung vor, die Unterstützung fortzusetzen, ohne die Ehrung eines Nazi-Kollaborateurs durch die ukrainische Staatsführung zu thematisieren.

    #Ukraine #fascisme #nazis #wtf

  • Apocalypse Early Warning System
    https://ews.kylemcdonald.net

    Pour les véritables paranos.

    In the event of an imminent nuclear apocalypse, we suspect that many people who have access to private jets will immediately take to the skies and escape city centers. This site tracks this indicator in realtime. The current emergency level is reported on a scale of 1 to 5, with 5 being an indicator of a likely imminent apocalypse.

    built by Kyle McDonald

    #apocalypse #wtf #gis

  • Katechon : Peter Szendy
    https://www.politicalconcepts.org/katechon-peter-szendy

    Je viens d’apprendre que les AnFührer de la droite technofasciste états-unienne aiment frimer en évoquant le katechon dans leurs discours publiques. Ah bon, le quoi ? Il se trouve que Benjamin nous a laissé un fragment à propos du terme et le nazi Carl Schmidt l’a déclaré comme essence de sa réflexion. Katechonons alors pendant quelques minutes. .

    #philosophie #politique #wtf

    When one looks up the entry for the verb katechō in an ancient Greek dictionary—let us say the Liddell and Scott—, one finds: to hold fast, to hold back, to withhold, to check, to restrain, to bridle, to detain, to inhibit, to gain possession of, to be master of, to control, to possess, to occupy, to fill, to be spread over, to cover.1

    The polysemy of the word is restrained, though, or bridled by the context in which it occurs twice, in the Second Epistle to the Thessalonians traditionally attributed to Paul (2 Thess. 2: 6-7). The author—let us say Paul2—uses the present participle form of the verb katechō, first in the neuter [to katechon] and then in the masculine [hō katechōn], in order to name “the restrainer”: that which—or the one who—holds back, defers, postpones. The passage reads as follows (I quote the New International Version of the Bible):

    1 Concerning the coming [the presence: tēs parousias] of our Lord Jesus Christ and our being gathered to him, we ask you, brothers and sisters, 2 not to become easily unsettled or alarmed by the teaching allegedly from us—whether by a prophecy or by word of mouth or by letter—asserting that the day of the Lord has already come. 3 Don’t let anyone deceive you in any way, for that day will not come until the rebellion [apostasia] occurs and the man of lawlessness is revealed [kai apokaluphthēi ho anthrōpos tēs anomias], the man doomed to destruction. 4 He will oppose and will exalt himself over everything that is called God or is worshiped, so that he sets himself up in God’s temple, proclaiming himself to be God. 5 Don’t you remember that when I was with you I used to tell you these things? 6 And now you know what is holding him back [to katechon], so that he may be revealed [apokaluphthēnai] at the proper time. 7 For the secret power of lawlessness [to mustērion tēs anomias] is already at work [energeitai]; but the one who now holds it back [ho katechōn] will continue to do so till he is taken out of the way. 8 And then the lawless one will be revealed [apokaluphthēsetai ho anomos], whom the Lord Jesus will overthrow with the breath of his mouth and destroy by the splendor of his coming [tē epiphaneia tēs parousias autou].

    Paul’s letter inaugurates the long and fascinating history of the katechon as a political concept that is still producing its effects today. So many strata of interpretation have accumulated ever since. For Tertullian, John Chrysostom, or Augustine, the katechon is the Roman Empire. In his Apology for the Christians (XXXII, 1) Tertullian thus very clearly states:

    There is also another need, a greater one, for our praying for the Emperors, as for the whole estate of the empire and the interests of Rome. We know that the great force which threatens the whole world, the end of the age itself with its menace of hideous suffering, is delayed by the respite which the Roman Empire means for us. We do not wish to experience all that; and when we pray for its postponement are helping forward the continuance of Rome.

    [Est et alia major necessitas nobis orandi pro imperatoribus, etiam pro omni statu imperii rebusque Romanis, qui vim maximam universo orbi imminentem ipsamque clausulam saeculi acerbitates horrendas comminantem Romani imperii commeatu scimus retardari. Itaque nolumus experiri, ea dum precamur differri, Romanae diuturnitati favemus.]3

    A divergent reading is proposed by John Calvin in his commentary on Paul’s Second Epistle, where he considers it “more probable” [probabilius] that the Apostle declared: “the light of the gospel must be diffused through all parts of the earth before God would thus give loose reins to Satan” [prius circumferendam per omnes terrae partes Evangelii lucem, antequam Deus ita Satanae frena laxaret].4 The katechon would thus be the evangelizing mission itself: “This, therefore, was the delay, until the career of the gospel should be completed” [haec igitur dilatio erat, donec completus esset Evangelii cursus]. According to Calvin, then, we could say that the katechontic deferral is the time the evangelic word needs to unfold its effects.

    It was Carl Schmitt who passed the concept on to contemporary political theory. In a letter to Hans Blumenberg dated October 22, 1974, Schmitt himself recognizes in the katechon the key to his political theory: “For more than 40 years I have been collecting materials on the problem of the ‘Κατεχων’ or ‘Κατεχον’ (2 Thess. 2, 6); and for all these years I have looked for a human ear that would listen to this question and understand it—for me the crucial question [Kernfrage] of (my) political theology.”5 Indeed, the word keeps recurring in Schmitt’s works from 1942 onward to characterize the most different entities or historical figures: it is used for the first time in an article published in the journal Das Reich on April 19, 1942, in order to negatively portray the United States as a “delayer of world history” [Verzögerer der Weltgeschichte] in front of the Nazi imperial project; it then appears later in the same year, in the essay Land and Sea, to describe the Eastern Roman Byzantine Empire (said to have “acted as a rampart, a katechon, as it is called in Greek . . . against the onslaughts of Islam”) and the Holy Roman Emperor Rudolf II (depicted as being “not an active hero, but rather a brake, a delaying factor . . . able to delay the Thirty-Years War by several decades”).6 Even Hegel ends up becoming katechontic in a 1950 article where Schmitt, discussing Karl Löwith’s book The Meaning of History, speaks of “a force that defers the end and restrains the evil one” [einer Kraft, die das Ende aufhält und den Bösen niederhält]:

    This is the katechon of the mysterious passage of Paul’s second letter to the Thessalonians. The medieval empire of the German rulers understood itself historically as the katechon. Luther still understood it in these terms, whereas Calvin takes a significant turn by no longer taking the empire but rather the preaching of God’s words as the katechon. The conception of withholding and deferring forces and powers can in some form probably be demonstrated to be active for every great historian [die Vorstellung haltender und aufhaltender 
Kräfte und Mächte lässt sich in irgendeiner Form wohl bei jedem großen Historiker nachweisen]. Nietzsche furiously identified Hegel and the sixth sense of the Germans, i.e., the historical sense, as the great deferrer on the way to expressed atheism [Nietzsche hat voller Wut gerade in Hegel und in dem sechsten, das ist in dem historischen Sinn der Deutschen, den großen Verzögerer auf dem Weg zum offenen Atheismus erblickt].7

    With Schmitt, the differentiation in the concept’s extension—the pluralizing of its possible embodiments—is well under way, thereby turning the katechon into a metahistorical structure beyond the historically identifiable forces that represent it.8 As Schmitt himself notes in an entry in his Glossarium dated December 17, 1947:

    I believe in the katechon: it is for me the only possibility as a Christian to understand history and find it meaningful [er ist für mich die einzige Möglichkeit, als Christ Geschichte zu verstehen und sinnvoll zu finden]. We have to be able to name the katechon for every epoch in the last 1948 years [Schmitt writes in 1947]. The place has never been unoccupied, otherwise we would not be present anymore [der Platz war niemals unbesetzt, sonst wären wir nicht mehr vorhanden] . . . There are temporary, transient, splinter-like fragmentary bearers of this role [es gibt zeitweise, vorübergehende, splitterhaft fragmentarische Inhaber dieser Aufgabe].9

    In Schmitt’s writings, then, we are witnessing a striking generalization of the katechon. It now becomes possible to consider the katechontic force that withholds as inherent to “every theory of the State, including Hobbes’s,” as Agamben puts it in The Time That Remains. It now becomes possible to ask, as Massimo Cacciari does in a recent book entitled Il potere che frena (“The Power That Withholds”): “[D]oes not every constituted power that is effectively in force belong to the dimension of the katechon? Shouldn’t it have at its disposal a katechontic energy?”10 Katechon is here abstracted from its initial context, it undergoes a process of “secularization,” as Agamben emphasizes, while obviously retaining something of its original Christian logic (or theologics).

    With this (quasi-)secularization also comes a shift from the question “quid or quis est katechon?,” as Cacciari formulates it, toward the complex temporality of the katechontic as such.11 For the postponement that the katechon produces or enacts amounts to a double deferral. To borrow Roberto Esposito’s words in Immunitas: “[I]n delaying the explosion of evil . . . it also at the same time delays the final victory of the principle of good. The triumph of evil is held in check, true, but the divine parousia is also delayed by its very existence. Its function is positive, but negatively so.”12

    Withholding the coming of an Antichrist who in his turn precedes the coming of the Messiah, the katechon amounts to a kind of postponement of a postponement. And this is the reason why Agamben goes as far as to identify Derrida as the paradigmatic thinker of the katechontic force of our times:

    The katechon, suspending and withholding the end [sospendendo e trattenendo la fine], inaugurates a time in which nothing can really happen [or occur: avvenire] because the sense of historical becoming, that has its truth only in the eschaton, is indefinitely deferred [differito] . . . . Schmitt’s katechontic time is a blocked messianism [un messianismo bloccato]: but this blocked messianism reveals itself as the theological paradigm of the time in which we live [il paradigma teologico del tempo in cui viviamo], the structure of which is nothing else than the Derridian différance. Christian eschatology introduced a sense and a direction in time: katechon and différance, suspending and deferring this sense,14 render it undecidable.13

    Of course, on the one hand, Derrida himself would have protested against this reduction of différance to a mere characterization of “the time in which we live.” The unity or consistence of such a “time” has always been the target or focus of deconstruction’s questioning, from Derrida’s early insistence on the impossible closure of a context to his appropriation of the Shakespearian motto quoted over and over again in Specters of Marx: “Time is out of joint.”15 But, on the other hand, Agamben’s attempt to historicize différance could very well be supported by some of Derrida’s own statements: suffice it to recall here that even when Derrida defined deconstruction as “what happens” [ce qui arrive], i.e. as what disrupts the very epochality of an epoch or a “time,” he immediately added: “It remains then to situate, localize, determine what happens with what happens, when it happens. To date it.”16 In other words, even if Agamben’s unashamed historicization of deconstruction seems to be at odds with the latter’s insistence on untimeliness, even if it apparently yields too quickly and easily to Schmitt’s Christian-historical requirement that “we have to be able to name the katechon for every epoch in the last 1948 years”—ours supposedly being deconstruction itself—, he also might be said to further one of deconstruction’s constant concerns or efforts. And this should be a sufficient reason to try to take Agamben’s suggestion seriously, or at least take it as a sign, as a symptom worth analyzing, without procrastinating anymore.

    Indeed, you might be wondering what I am getting at with this long reconstruction of the history of the katechon, from Paul to Agamben and beyond. You might even be thinking that I keep deferring this very question—“what am I getting at?”—, that I delay the moment when, hopefully, I will finally spell out the political stakes of the katechon for today. In sum, you might be suspecting that I am using the archaeology of the katechon as the very katechon for my political discourse on it.

    Now, at the risk of appearing paradoxical, I would argue that nothing is more urgently needed than this concept of the katechon as general(ized) deferral, provided we pursue the movement initiated by Schmitt, i.e. its abstraction, the severing of its ties with its original Christian context. (Of course, the name of this abstracting process could well be Christianity itself as globalization, as what Derrida has called “globalatinization,” mondialatinisation.17)

    What could it mean that, at the end of a long historical transformation, katechontic time becomes, if not identical, at least identifiable (and indeed identified by some) with différance?

    On the one hand, the abstractive process that the katechon has been undergoing seems to reach here its limit: not only is it abstracted from its original set of referents (the whole series of names responding to the question “quid or quis est katechon?”: the Roman empire, evangelical discourse, etc.), but it is also abstracted from the very eschaton that it indirectly procrastinated. The deferral of différance is a deferral that does not simply defer the end: it displaces eschatology itself as a structure.

    On the other hand, and on this very limit that it is reaching, the concept of the katechon also seems to shift from the theologico-political paradigm to which it has been considered to belong toward an economic field or play of forces. Derrida has always insisted on what he calls, in “Différance,” “the economic signification of the detour, the temporizing delay.”18 And if it is true, as Agamben writes in The Kingdom and the Glory, that “Christian theology” gave rise to the two—“antinomical but functionally related”—paradigms of “political theology” and “economic theology”,19 the katechon, then, in the moment when it comes to be named or diagnosed as sharing the structure of différance, clearly appears as belonging at least as much to the second paradigm as to the first. (Indeed, the katechon might be the very limit of the two paradigms, where they touch upon one another.)

    Nowhere are these two movements—the severance from eschatology and the becoming-economic of the theologico-political—more apparent than in Walter Benjamin’s fragment entitled Capitalism as Religion, a fragment that is entirely dictated by a katechontic logic. Even if Capitalism as Religion was probably written in 1921, it not only belongs, without any doubt, to what Agamben loosely calls “the time in which we live,” but it also foretells it, it predicts—or better: it prereads—the contemporary developments of financial capitalism, in particular its practices of debt governance.

    In the first paragraph of the fragment, Benjamin writes:

    A religion may be discerned in capitalism—that is to say, capitalism serves essentially to pacify the same concerns, torments, and disturbances to which the so-called religions offered answers. The proof of the religious structure of capitalism—not merely, as [Max] Weber believes, as a formation conditioned by religion, but as an essentially religious phenomenon—would still lead even today to the deviation of an immeasurable universal polemic. We cannot draw closed the net in which we stand. Later on, however, we shall be able to gain an overview of it.

    [Im Kapitalismus ist eine Religion zu erblicken, d. h. der Kapitalismus dient essentiell der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen, Unruhen, auf die ehemals die so genannten Religionen Antwort gaben. Der Nachweis dieser religiösen Struktur des Kapitalismus, nicht nur, wie Weber meint, als eines religiös bedingten Gebildes, sondern als einer essentiell religiösen Erscheinung, würde heute noch auf den Abweg einer maßlosen Universalpolemik führen. Wir können das Netz in dem wir stehen nicht zuziehn. Später wird dies jedoch überblickt werden.]20

    Setting out to name the theological structure of capitalism, the fragment strikingly opens with a deferral (“later”, später21) and a detour (or “deviation”, Abweg), as if not only capitalism as such had a katechontic structure (as we will see with Benjamin’s fascinatingly clairvoyant notations on debt), but also any discourse on it. Is Benjamin suggesting that any discourse about capitalism (about capitalism as it will soon appear in the guise of a katechontic general indebtedness) is performatively part of the same katechontic logic that it would seek to merely describe?

    At the beginning of the long, second paragraph of the fragment, Benjamin then announces that “nevertheless, even at the present moment it is possible to distinguish three aspects of this religious structure of capitalism” [drei Züge jedoch sind schon der Gegenwart an dieser religiöser Struktur des Kapitalismus erkennbar]. Actually, and for essential reasons, as we will see, there will be four of them at the end of the paragraph.

    The first two are intimately linked to one another since capitalism, being according to Benjamin a purely immanent cult that worships nothing else than itself, cannot anymore be circumscribed or delimited by what it would serve:

    In the first place, capitalism is a purely cultic religion, perhaps the most extreme that ever existed. In capitalism, things have a meaning only immediately in their relationship to the cult; capitalism has no specific body of dogma, no theology. It is from this point of view that utilitarianism acquires its religious overtones. This concretion of the cult is connected with a second trait of capitalism: the permanent duration of the cult . . . . There are no “weekdays.” There is no day that is not a feast day, in the terrible sense of the unfolding of all the sacred pomp, of the utter strain of the worshiper.

    [Erstens ist der Kapitalismus eine reine Kultreligion, vielleicht die extremste, die es je gegeben hat. Es hat in ihm alles nur unmittelbar mit Beziehung auf den Kultus Bedeutung, er kennt keine spezielle Dogmatik, keine Theologie. Der Utilitarismus gewinnt unter diesem Gesichtspunkt seine religiöse Färbung. Mit dieser Konkretion des Kultus hängt ein zweiter Zug des Kapitalismus zusammen: die permanente Dauer des Kultus . . . . Es gibt da keinen „Wochentag“, keinen Tag der nicht Festtag in dem fürchterlichen Sinne der Entfaltung allen sakralen Pompes, der äußersten Anspannung des Verehrenden wäre.]22

    As the cult of the cult that it is, capitalism, then, cannot stop celebrating itself, over and over, always more. 24/7.23 Without end.

    The third aspect of the religious structure of capitalism, though, seems to indicate the possibility of an end, of an eschaton, even if—or precisely because—this salvational extremity has to be reached after total destruction (which is, after all, the very apocalyptic logic of the Antichrist). Reading these lines that I am about to quote at some length, let us remember that the German word Schuld also means “guilt,” though I unilaterally translate it here as “debt,” drawing all the other contextual consequences of this decision on other nouns or verbs:

    And third, this cult indebts. Capitalism is probably the first instance of a cult that, instead of redeeming, indebts . . . A vast consciousness of debt that does not know how to redeem itself seizes on the cult, not to absolve this debt but to make it universal, to hammer it into the consciousness and finally and above all to include God in this debt, so as to finally interest even Him in redemption. The redemption cannot then be expected from the cult itself, or from the reformation of this religion—which would need to be able to hold on to something stable in it—, or even from the complete abjuration of this religion. [Remember that the first and second aspect of the religious structure of capitalism were the absence of a dogma and the permanent duration of the cult: without dogma, there is no basis on which one could consider reforming a cult (let alone a perpetual cult) or abjure it. Benjamin continues:] It is in the essence of the religious movement that capitalism is to endure until the end, until the final and total indebtedness of God . . . The expansion of despair into the religious state of the world from which salvation is expected.

    [Dieser Kultus ist zum dritten verschuldend. Der Kapitalismus ist vermutlich der erste Fall eines nicht entsühnenden, sondern verschuldenden Kultus . . . . Ein ungeheures Schuldbewußtsein das sich nicht zu entsühnen weiß, greift zum Kultus, um in ihm diese Schuld nicht zu sühnen, sondern universal zu machen, dem Bewußtsein sie einzuhämmern und endlich und vor allem den Gott selbst in diese Schuld einzubegreifen, um endlich ihn selbst an der Entsühnung zu interessieren. Diese ist hier also nicht im Kultus selbst zu erwarten, noch auch in der Reformation dieser Religion, die an etwas Sicheres in ihr sich müßte halten können, noch in der Absage an sie. Es liegt im Wesen dieser religiösen Bewegung, welche der Kapitalismus ist, das Aushalten bis ans Ende, bis an die endliche völlige Verschuldung Gottes . . . . Die Ausweitung der Verzweiflung zum religiösen Weltzustand aus dem die Heilung zu erwarten sei.]24

    What could seem, at first reading, an apocalyptic logic—capitalism as a cult of indebtedness resulting in its own ruin and hence its possible salvation—is actually more complex than it appears. For, if the god whose cult is celebrated in capitalism is indebtedness itself, if the end of the capitalist cult to the capitalist cult is the becoming-indebted—or better: the becoming-debt—of divinity itself, then this process can have no end: God can never become completely indebted, God can never coincide entirely with Debt, since an absolute Debtor is an oxymoron. In other words: if debt consists in deferred payment or redeeming, then the cult to debt can only be celebrated by generating more debt to sustain debt, to avoid absolution from debt, or—it amounts to the same—to avoid absolute Debt. (Even bankruptcy or default, in this logic, would appear as a provisional credit to better regenerate or resuscitate debt.)

    Indebtedness, then, as the theology without dogma of capitalistic cult, has the structure of a double deferral: debt as deferred payment can only be absolutized by deferring its very absolutization. And this is the only way, I think, we can understand the mysterious conclusion of the long second paragraph of Benjamin’s fragment. For Benjamin, as I said, adds a fourth aspect to the three he had announced, as if this unexpected sequel were a most natural supplement:

    Its fourth trait is that its God must be kept secret and may be addressed only when his indebtedness is at its zenith. The cult is celebrated before an unmatured deity; every representation, every thought of it violates the secret of its maturity.

    [Ihr vierter Zug ist, daß ihr Gott verheimlicht werden muß, erst im Zenith seiner Verschuldung angesprochen werden darf. Der Kultus wird vor einer ungereiften Gottheit zelebriert, jede Vorstellung, jeder Gedanke an sie verletzt das Geheimnis ihrer Reife.]25

    The God of capitalism seems bound to defer his maturity, then. As we saw, for this divinity that awaits its complete indebtedness, being ripe (ripe as a fruit about to fall from the tree) would amount to become an absolute Debtor, which is a contradiction in terms. But Benjamin suggests more than that. Indeed, with this fourth and supplementary trait, he takes up again the argument that he was hinting at in the last two sentences of the first paragraph: “We cannot draw closed the net in which we stand. Later on, however, we shall be able to gain an overview of it.” What Benjamin implies, then, by an added trait embodying the very supplement or deferral that it names, is that there is no closing of the network of debt-cult because the immaturity of the Debt-God is structural. Its cult is celebrated while the divinity is not mature yet; and this cult, as a cult of debt, essentially defers the very maturity of its divinity, i.e. its complete or absolute indebtedness. Therefore, there can be no zenith, no revelation, no apocalypse of this Debt-God, since the very consistence or insistence of indebtedness is its deferral by itself and in view of itself. The parousia of debt coincides with its own delay. In other words: the Debt-God can never appear as such; or, to paraphrase Paul’s words in the Second Epistle to the Thessalonians: it can never be “revealed” [apokaluphthēnai] in “the splendor of his coming” [tē epiphaneia tēs parousias autou].

    This fourth trait—the supplementary trait that both describes and enacts supplementarity itself—definitely internalizes the katechon. In other words, katechon is made immanent in and as the structure of debt-cult. Capitalism is not katechontic because, by alternating loans and debts and deadlines and new loans, it defers complete indebtedness and ruin, thereby deferring also the absolving or redeeming of debt. This would be the Paulinian katechontic logic, or the Schmittian one, for that matter. Rather, capitalism is katechontic because indebtedness defers itself as itself and for itself, because debt perpetuates itself by the very process of delaying itself, or vice versa.

    Where do we stand, with or within this “net,” as Benjamin calls it, with or within this network of debts that we cannot “draw closed?”

    We have followed the historical process of the generalization of the katechon, until the moment when it reached its maximal extension with Schmitt. But it was a generalization that left the concept itself untouched: it was a universalization that remained external, so to speak, to its conceptual structure.

    Reading closely Benjamin’s theologico-economic reinterpretation of the concept, we have then witnessed a much more radical displacement of it, since it touches at the very heart of its scaffolding. Indeed, we could compare what happens to the katechon when Benjamin renames or rechristens it as debt to the operation that Derrida was calling for in Glas in terms of a general fetishism: “If what has always been called fetish, in all the critical discourses, implies the reference to a nonsubstitutive thing . . ., [to] a decidable opposition of the fetish to the nonfetish,” then the generalization of the concept itself—beyond its general application or use—would consist in “reconstruct[ing]” (Derrida’s word) a concept of fetish “that no longer lets itself be contained in . . . the opposition Ersatz/nonErsatz, or simply in the opposition.”26 Mutantis mutandis, in Benjamin’s fragment, katechontic debt—or debt tout court, since debt and katechon become pleonastic synonyms in the religion of capitalism—is generalized to the point that it has no opposite other than itself.

    Derrida’s generalized fetishism was formulated at a “time” (maybe out of joint) when the deconstruction of the concept of fetish could still be said, in the wake of Bataille, to be “in the service of a general economy whose field must then be opened.”27 In his later work, Derrida dropped this Bataillean mot d’ordre (indeed, Bataille practically disappears from the text of deconstruction) in favor of a growing concern with the “aneconomic.” The most conspicuous symptom of this inflection is Given Time, where Derrida insists that any gift as such has to be “aneconomic” in order to remain a gift worthy of the name.28 And when Derrida explicitly discusses the economic stakes of debt, in Given Time and later, he does so by opposing it to gift (the insistence on the impossibility of the gift does not really alter its oppositional relation to debt). Or, more precisely, even if a generalized and non-oppositional concept of debt is hinted at in some passages of Given Time, Derrida does not seem to draw all the consequences of it.29

    One is tempted to think that it is because indebtedness thus remains more often than not caught in this oppositional logic that Derrida’s brief and worried mentions of the crisis of “foreign debt” in Specters of Marx are mere wishful thinking, in spite of the title of the book and its promise of an explicit discourse on the “State of the Debt”.30 But in what way could our reading of debt as generalized katechon in Benjamin open other possibilities, other perspectives? After all, one could easily fear that a radical generalization of debt (in its very concept) would only accompany its planetary universalization, thus confirming the worst logics of contemporary capitalism. In other words: are we stuck in the alternative between a right-thinking or righteous condemnation of debt in the name of unconditional gift and a mere conceptual laissez-passer for the ruthless forces of financial capital?

    There are many signs, on the contrary, that what is most urgently needed is precisely a self-differentiation of debt, beyond its oppositional determinations. Not its powerless critique, then, based on supposedly higher ideals of generosity, but precisely the auto-immune power that opposes it to itself.31 Since there is no absolution from debt, it is only in the name of other debts that the endless and enslaving extension of “foreign debt” can be opposed and fought. Marx, in the third volume of Capital, already suggested that there could be something like an indebtedness to the Earth as a whole:

    From the standpoint of a higher socioeconomic formation, the private property of particular individuals in the earth [more precisely: the globe, Erdball] will appear just as absurd as the private property of one man in other men. Even an entire society, a nation, or all simultaneously existing societies taken together, are not the owners of the earth. They are simply its possessors, its beneficiaries, and have to bequeath it in an improved state to succeeding generations [den nachfolgenden Generationen verbessert zu hinterlassen].32

    This “global” debt—radically different from the debts generated by “globalization”—is also a debt to the future, to the generations or times to come. We could go further and, in the wake of Günther Anders, think of a debt not to something or someone in the future, but to the possibility of future itself, as such. A debt to time, then, to a time that, as Anders writes, cannot anymore be conceived of as unconditional, i.e. as given, but “has become—as absurd as this may sound to certain philosophical ears—something conditioned [zu etwas Bedingtem geworden].”33

    This is the reason why Anders also felt the need to appropriate the Paulinian concept of the katechon as a concept for “our time”—which is “ours,” he writes, because it owes its very possibility as a time to come to our decisions.34 If, for Anders, “the situation of Paul’s generation” [die Situation der Generation Pauli] could be thought of as “deferrals of the parousia” [Parusieverzögerungen], it is also a “model for our own situation” [Vorbild unserer eigenen Situation]. Indeed, from its theologico-political history to its theologico-economic reinterpretation in terms of general indebtedness as deferral, katechon is a crucial political concept for “the time in which we [still] live.”

    Peter Szendy is David Herlihy Professor of Humanities and Comparative Literature at Brown University

    Published on August 14, 2016

    1. These pages were presented at the Political Concepts conference held at Brown University in April 2015. I wish to thank Bonnie Honig for her invaluable suggestions and comments that have led me to revise and—hopefully—clarify a number of passages. ↩

    2. On the question of the authorship of the Second Epistle, see Paul Metzger, Katechon: II Thess. 2, 1-12 im Horizont apokalyptischen Denkens (Berlin: Walter de Gruyter, 2005), 51ff.↩

    3. Tertullian, Apology, trans. Terrot R. Glover, Loeb Classical Library (Cambridge, MA: Harvard University Press, 1977), 154-155. In his fourth homely on Paul’s Second Epistle to the Thessalonians, John Chrysostom writes: “One may naturally enquire, what is that which withholdeth, and after that would know, why Paul expresses it so obscurely. What then is it that withholdeth, that is, hindereth him from being revealed? Some indeed say, the grace of the Spirit, but others the Roman empire, to whom I most of all accede. Wherefore? Because if he meant to say the Spirit, he would not have spoken obscurely, but plainly . . . But because he said this of the Roman empire, he naturally glanced at it, and speaks covertly and darkly. For he did not wish to bring upon himself superfluous enmities, and useless dangers. For if he had said that after a little while the Roman empire would be dissolved, they would immediately have even overwhelmed him, as a pestilent person, and all the faithful, as living and warring to this end.” See “Homilies on the Epistles of St. Paul the Apostle to the Philippians, Colossians, and Thessalonians,” A Select Library of the Nicene and Post-Nicene Fathers of the Christian Church, trans. John A. Broadus, ed. Philip Schaff, vol. XIII (New York: The Christian Literature Company, 1889), 388-389. See also Augustine, De Civitate Dei, XX, 19.↩

    4. John Calvin, Commentaries on the Epistles of Paul the Apostle to the Philippians, Colossians, and Thessalonians, trans. and ed. Rev. John Pringle (Edinburgh: The Calvin Translation Society, 1851), 333.↩

    5. Hans Blumenberg, Carl Schmitt, Briefwechsel 1971-1978 und weitere Materialien (Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2007), 120, my translation.↩

    6. Carl Schmitt, “Beschleuniger wider Willen”, Das Reich, April 19, 1942; Land and Sea [Land und Meer, 1942], trans. Simona Draghici (Washington: Plutarch Press, 1997), 8, 43.↩

    7. Carl Schmitt, “Drei Stufen historischer Sinngebung” (the original title intended by Schmitt was: “Drei Möglichkeiten eines christlichen Geschichtsbildes”), Universitas 5, no. 8 (August 1950): 929-930; “Three Possibilities for a Christian Conception of History,” trans. Mario Wenning, Telos, no. 147 (2009): 167-170. Schmitt is alluding here to The Gay Science, § 357, trans. Josefine Nauckhoff (Cambridge: Cambridge University Press, 2001), 219: “one might charge precisely the Germans—those Germans who were contemporaries of Schopenhauer—with having delayed this triumph of atheism most dangerously for the longest time. Hegel in particular was a delayer par excellence, in accordance with his grandiose attempt to persuade us of the divinity of existence, appealing as a last resort to our sixth sense, ‘the historical sense’.” The same portrayal of Hegel as “the great deferrer”, with the same allusion to Nietzsche, can be found in a short article, “Die andere Hegel-Linie,” published by Schmitt in Christ und Welt, July 25, 1957: Nietzsche hat mit einem Wutanfall erklärt: Hegel ist der grosse Verzögerer auf dem Wege Deutschlands zum Atheismus.↩

    8. See the interesting classification that Felix Grossheutschi proposes in his study: Carl Schmitt und die Lehre vom Katechon (Berlin: Duncker & Humblot, 1996), 103. There would thus be in Schmitt’s oeuvre “local and universal katechons” (lokale und universelle Katechonten), the latter being further differentiated into “immanent to history and transcendent to history” (geschichtsimmanente und geschichtstranszendente).↩

    9. Carl Schmitt, Glossarium. Aufzeichnungen der Jahre 1947-1951 (Berlin: Duncker & Humblot, 1991), 63, my translation.↩

    10. Giorgio Agamben, The Time That Remains: A Commentary on the Letter to the Romans, trans. Patricia Dailey (Stanford: Stanford University Press, 2005), 109-110, translation slightly modified: “An ancient tradition, which is already found in Tertullian, identifies the power which delays or withholds (ritarda o trattiene) the end of time as the Roman Empire, which in this sense has a positive historical function . . . . This tradition culminates in the Schmittian theory that finds in 2 Thessalonians 2 the only possible foundation for a Christian doctrine of State power . . . In a certain sense, every theory of the State, including Hobbes’s—which thinks of it as a power destined to block or delay catastrophe—can be taken as a secularization of this interpretation of 2 Thessalonians 2.” See also Massimo Cacciari, Il potere che frena. Saggio di teologia politica (Milan: Adelphi, 2014), 14, my translation: Ci possiamo chiedere: non appartiene forse ogni potere costituito, effettualmente vigente, alla dimensione del katechon? Non deve esso disporre di un’energia catecontica?↩

    11. Massimo Cacciari, Il potere che frena, 32.↩

    12. Roberto Esposito, Immunitas: The Protection and Negation of Life [2002], trans. Zakiya Hanafi (Cambridge: Polity Press, 2011), 63. Explicitly referring to Esposito, Paolo Virno writes: “Katechon not only oscillates between the negative and the positive, without ever expunging the negative; it also safeguards the state of oscillation and its persistence as such.” Multitude: Between Innovation and Negation (New York: Semiotext(e), 2008), 61.↩

    13. Giorgio Agamben, introduction to Carl Schmitt, Un giurista davanti a se stesso. Saggi e interviste (Vicenza: Neri Pozza, 2005), 16-17, my translation.↩

    14. Dilazionare, the verb used by Agamben, has distinctly economic overtones: dilazionare un credito means to “extend credit”: we will come back to this.↩

    15. Jacques Derrida, Specters of Marx: The State of the Debt, the Work of Mourning and the New International, trans. Peggy Kamuf (New York and London: Routledge, 1994), 1, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28 . Already in The Time That Remains (103, translation modified), Agamben describes deconstruction as “a blocked [or obstructed, jammed, stuck] messianism” (la decostruzione è un messianismo bloccato, he says). Every time I think of this sentence, it brings to my mind the memory of a moment particularly dear to me. In June 2014, my wife Laura and I visited Marguerite Derrida in the house where she lived for so many years with Jacques. Derrida’s library was already half packed and ready to be sent to Princeton, where it will be archived and—some day—made accessible to the public. But many books were still on the shelves and Marguerite generously told us that we could take a look at them. After browsing through a number of annotated volumes (Heidegger, Husserl . . .), I opened, without any apparent reason, Derrida’s copy of Agamben’s The Time That Remains. And, thumbing through it, I stumbled upon precisely this passage, with a marginal annotation in Derrida’s handwriting; next to the sentence about deconstruction as a “messianisme bloqué” (in French), I read: “tu débloques . . .” These two words economically condense in a pun—in a Witz—two different and opposite meanings: on the one hand, Agamben could be the one who “unblocks” messianism; but, as the other marginal annotations clearly confirm, it is the slang meaning of the expression that Derrida has in mind here, i.e. “you are out of your mind” or “you talk rubbish.”↩

    16. Jacques Derrida, “The Time is Out of Joint,” Deconstruction is / in America: A New Sense of the Political, ed. Anselm Haverkamp (New York: New York University Press, 1995), 17. See also “A ‘Madness’ Must Watch Over Thinking,” Points . . . Interviews, 1974-1994, ed. by Elisabeth Weber (Stanford: Stanford University Press, 1995), 356: “‘deconstructions,’ which I prefer to say in the plural . . . is one of the possible names for designating, by metonymy in sum, what happens or doesn’t happen to happen [ce qui arrive ou n’arrive pas à arriver], namely, a certain dislocation.”↩

    17. Jacques Derrida, “Faith and Knowledge,” Acts of Religion, ed. and trans. Gil Anidjar (New York and London: Routledge, 2002), 50-51, 67, 79, 86, 89.↩

    18. Jacques Derrida, “Différance,” Margins—of Philosophy, trans. Alan Bass (Chicago: Chicago University Press, 1982), 13.↩

    19. Giorgio Agamben, The Kingdom and the Glory: For a Theological Genealogy of Economy and Government (Homo Sacer, II, 2), trans. Lorenzo Chiesa (Stanford: Stanford University Press, 2011), 1.↩

    20. Walter Benjamin, “Capitalism as Religion,” trans. Rodney Livingstone, Selected Writings, vol. 1: 1913-1926, ed. Marcus Bullock and Michael W. Jennings (Cambridge, MA: Harvard University Press, 2004), 288, translation modified; Walter Benjamin, “Kapitalismus als Religion,” Gesammelte Schriften, VI (Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1991), 100. My reading is deeply indebted to Samuel Weber’s remarkable analyses of this fragment in “Closing the Net,” Benjamin’s –abilities (Boston: Harvard University Press, 2008). Some of my modifications in the available English translation of “Capitalism as Religion” are dictated by Weber’s illuminating comments.↩

    21. About this puzzling “later” [später], Samuel Weber perceptively asks: “Does this mean that the “net in which we stand” will “later” be drawn sufficiently to a close to allow us to look it over, taking it all in with our own two eyes? Where will those eyes be positioned? And just what will they see: what exactly is the “this”—dies—that is “later” to be seen through? Is it the net? Our situation standing in it? The impossibility of drawing it to a close? The universal polemics its naming and exhibition would produce? All of these? Some of them? None? Something else? As if this were not complicated enough, there is a second conundrum. Where are we to place this “later” that will bring the solution to which Benjamin refers? Is it simply further on in his text? Is it in a text written later by Benjamin (for instance, the Passages)? Or is it after Benjamin’s texts as a whole, part of their “afterlife,” perhaps including a situation in which “we” no longer “stand” in the same “net,” or at least not in the same way? Could that later be today? Tomorrow? Yesterday?,” (Benjamin’s –abilities, 252).↩

    22. Walter Benjamin, “Capitalism as Religion,” 288, translation modified; “Kapitalismus als Religion,” 100. See also Samuel Weber’s reading of these first two aspects: “Capitalism . . . frees the cult from its traditional service of theological dogma, understood as a series of ideas that would be exemplified or realized through the celebration of rites . . . Capitalism takes the cult to the extreme, Benjamin’s argument implies, by allowing it to become its own source of meaning, that is, by endowing it with a certain autonomy . . . Since the cult no longer draws its meaning from something radically separate from it, but only from itself, that self consequently becomes its own measure. And the measure of a self is its ability to endure . . . A cult is traditionally bound up with a spatial-temporally organized practice. As such it must be delimitable in space and time. That however is precisely what no longer holds of the cult of capitalism: it never stops, never pauses,” (Benjamin’s –abilities, 254-255).↩

    23. See Jonathan Crary, 24/7: Late Capitalism and the Ends of Sleep (London: Verso, 2013).↩

    24. Samuel Weber translates Schuld as “debt-as-guilt,” 253, 256. “Capitalism as Religion,” 288-289, translation modified; “Kapitalismus als Religion,” 100-101.↩

    25. Samuel Weber, “Capitalism as Religion,” 289 (translation modified); “Kapitalismus als Religion,” 101.↩

    26. Jacques Derrida, Glas (1974), trans. John P. Leavey, Jr. and Richard Rand (Lincoln and London: University of Nebraska Press, 1986), 209.↩

    27. Jacques Derrida, Glas, 210.↩

    28. Jacques Derrida, Given Time, trans. Peggy Kamuf (Chicago: The University of Chicago Press, 1992), 7: “the gift must remain aneconomic.” Given Time was published in 1991 and announced as the first part of a diptych, the second half of which never came, leaving Given Time itself as an open debt that never reached its “maturity” (as we could say in the economic lexicon of credits or loans). The second volume is not only implicit in the numbering present in the complete title of the first (Given Time: I. Counterfeit Money), but it is also explicitly promised in a footnote: “We will come back to this point much later, in the second volume of this work,” 20, n10.↩

    29. The sentence I just quoted continues (Given Time, 7): “the gift must remain aneconomic . . .. It is perhaps in this sense that the gift is the impossible.” Later in the same chapter, Derrida writes: “For there to be a gift, it is necessary [il faut] that the donee not give back, amortize, reimburse, acquit himself, enter into a contract, and that he never have contracted a debt. (This ‘it is necessary’ is already the mark of a duty, a debt owed, of the duty-not-to [le devoir de-ne-pas]: The donee owes it to himself even not to give back, he ought not owe [il a le devoir de ne pas devoir] and the donor ought not count on restitution.),” 13. This last parenthesis could entail a radical generalization of debt, but in the economy of Given Time and of Derrida’s later work it doesn’t seem to unfold, it remains parenthetical.↩

    30. When discussing Heidegger on the “gift without debt,” Specters of Marx refers back to the argument of Given Time (31). When Derrida later mentions debt, i.e. “foreign debt,” it is to lament—who wouldn’t?— “the phenomena of pauperization and the ferocity of the ‘foreign debt’” (79), “the aggravation of the foreign debt and other connected mechanisms [that] are starving or driving to despair a large portion of humanity” (102), or the fact that “the ‘foreign Debt’ [now with a capital D] has not been treated head-on, in as responsible, consistent, and systematic manner as possible,” i.e. with “at least the spirit of the Marxist critique” (117). It is precisely such a “systematic manner” that I am advocating here in the wake of Benjamin.↩

    31. On what Derrida calls the “general logic of auto-immunization,” see “Faith and Knowledge,” 79-80: “We are here in a space where all self-protection of the unscathed, of the safe and sound, of the sacred (heilig, holy) must protect itself against its own protection, its own police, its own power of rejection, in short against its own, which is to say against its own immunity.” In a footnote that is crucial for our argument here, Derrida adds: “The ‘immune” (immunis) is freed or exempted from the charges, the service, the taxes, the obligations (munus, root of the common of community),” 80, n27. Immunity and auto-immunity are obviously and maybe primarily a matter of debt.↩

    32. Karl Marx, Capital, vol. III, trans. David Fernbach (Penguin Classics, 1991), 911.↩

    33. Günther Anders, Endzeit und Zeitenende: Gedanken über die atomare Situation (Munich: C. H. Beck, 1972), 204, my translation. Anders puts the German verb geben (“to give”) between quotation marks in the idiomatic expression (well-known to the readers of Heidegger): es gibt. In German, es gibt Zeit means literally “time is given”. Anders writes: “Few suppositions would be more naïve than the one according to which time ‘is given’ for us today in the same sense as it was ‘given’ earlier: that time would be a patient receptacle, indifferent to its contents.” [Es gibt wenige Unterstellungen, die naiver wären als die, dass es für uns Heutige im gleichen Sinne Zeit „gebe“, in dem es früher Zeit „gegeben“ hatte: dass die Zeit ein geduldiges und gegen seine Inhalte gleichgültiges Gefäss darstelle.]↩

    34. Günther Anders, Endzeit und Zeitenende, 205: Dies ist also „unsere Zeit“. Die „unsere“ freilich in einem neuen Sinne ist. Eben weil es zu ihr gehört, dass die Entscheidung darüber, ob sie als weitergehende bleibe oder nicht, in unserer Hand liegt.↩

  • This morning I met the “QAnon Shaman,” and here are ten takeaways from our conversation
    https://boingboing.net/2026/04/30/this-morning-i-met-the-qanon-shaman-and-here-are-ten-takeaways-from-our-

    Jacob Chansley. Photo: Johnny Silvercloud/shutterstock.com Jacob Chansley. Photo: Johnny Silvercloud/shutterstock.com

    On dit qu’on peut combattre le feu par le feu. Soit, mais je doute que ça marche avec le #protestantisme.et le #shamanisme.

    #USA #QAnon #boulets #religion #ésotérisme #wtf

    30.4.2026 by Jennifer Sandlin - This morning, I met Jacob Chansley, who also goes by Jake Angeli. If you don’t recognize those names, you probably know him as the “QAnon Shaman.” As I was walking across the campus where I work, I spotted a man decked out in flag-covered clothes, wearing a large and colorful Native American headdress. He was holding a massive, hand-lettered sign that read: “TRUMP IS A RAPIST. TRUMP IS A PEDOPHILE. TRUMP IS ALL OVER THE EPSTEIN FILES.” I immediately thought, is that who I think it is? I’ve studied him, as part of my academic research on QAnon and conspiracy theories more broadly, and have written about him many times here at Boing Boing — but could this possibly be happening in real life? I approached him and asked: “Are you Jacob Chansley?” He said that yes, he was. “Are you really him? The QAnon Shaman?” And he said, again, that he was. So I told him I’ve been following his work for some time, researching him, QAnon, and conspiracy theories, and asked if he had some time to chat. “Absolutely!,” he answered. So I sat on a bench with him for the next hour or so and asked him all kinds of questions. Here are ten takeaways from our conversation:

    1. He’s never actually called himself “QAnon Shaman.” He explained that, rather, he was labeled as such by the news media after that famous photo of him, face and body painted red, white, and blue, wearing a fur headdress with buffalo horns, and screaming into the sky, exploded through popular culture after the January 6, 2021 U.S. Capitol attack, where he was front and center. He thinks the media, the MAGA movement, the Trump regime, and even QAnon used the label and the image to dismiss him as a joke or a ’crazy person’ so nobody would have to take his ideas seriously. He now calls himself “America’s Shaman.”

    2. He just published a new book. It’s called “Shamanic Apocalypse.” He loaned me a copy. On the back cover, he writes: “You want the Truth? The Truth is always stranger than fiction. Shaman is a Siberian term and it means The One Who Knows. Apocalypse is a Greek term and it means a Revelation of Truth. The Shamanic Apocalypse is when The One Who Knows Reveals Truth.”

    3. It’s worth reiterating that he is now a vocal critic of Trump. He says in his new book, “I disavowed Trump after his clear betrayal of the American people in favor of Israel and Epstein’s clients.” While I sat chatting with him, many people approached him to tell him they liked his sign, to get selfies with him, or to chat. Some of the folks who approached were fans who had met him in the past at conservative gatherings such as those hosted by Turning Point USA. Some were clearly still Trump fans and weren’t thrilled about Jacob’s sign. When they expressed skepticism, Jake pulled out a giant binder stuffed with printouts from the Epstein files, and showed them email after email with proof that Trump is beyond implicated in the files.

    4. I asked if he’d reached out to Marjorie Taylor Greene, since they have both turned against Trump and have become loud critics of the Trump regime’s cover-up of the Epstein files. He said absolutely not — he is not allied with MTG and in fact believes she is “controlled opposition,” and not to be trusted.

    5. He told me he practices “heyoka shamanism,” which is a type of sacred clown shaman grounded in the Sioux culture. He used the metaphor of walking backwards through society, doing the opposite of what people expect in terms of politics, religion, and more. To me it sounded like he positions himself as holding a mirror up to society to reveal its absurdities, taking on the role of a jester, or a satirist who speaks the truth.

    6. While I was chatting with him, a white woman in her 60s approached him to tell him that it was offensive for him to be wearing the headdress, which she explained was sacred for Native Americans. And he answered that he actually wears it specifically because it’s sacred, and told her that he’s part Native American. This same woman was wearing a very large Aztec sun calendar necklace. So Jacob asked her, “Oh, are you Aztec?” She admitted that she wasn’t. When she walked away, the QAnon Shaman and I both chuckled about this. Just to be clear, I don’t think he should be wearing the headdress.

    7. While he’s changed his tune about Trump, he’s still fully trafficking in anti-Semitic and racist conspiracy theories, specifically around “the Rothschilds” being “behind Ukraine, Israel, COVID,” and more. To be clear, I find this abhorrent.

    8. He claims he was never actually a fan of Trump, per se. Rather, he explained that he aligned with the segment of the QAnon movement that rallied around “protecting the children,” which, of course, was still highly problematic. He explained that he only supported Trump insofar as Trump promised to keep children safe, and changed his mind about Trump when it became clear that Trump had lied about that.

    9. His big passion is “environmental justice,” and has been for decades. What he means by that concept is vastly different than how I define it, however. He’s been trying to forward ideas about what he describes in his book as “classified” technologies like Zero-Point Energy Engines and Tesla Tower Technology, which, he writes, “harness energy from this micro-dimensional level of infinite energy.” This line of thought devolves quickly into anti-Semitic conspiracy theory, however.

    10. He’s a strong critic of data centers, AI, Peter Thiel, Alex Karp, and the rest of the tech bro billionaires. I’m on board with critiquing these folks, but his analysis moves deeply into the metaphysical, spiritual, and conspiratorial realms, which is where I part ways.

    In my conversation with Jacob, I was struck at how absolutely normal he comes across. He presents as smart, well-informed, and thoughtful. It was interesting to meet him in person after reading so much about him and studying QAnon and conspiracy theories and theorists more generally. While I fully condemn dangerous and destructive conspiracy theories and those who spread them, my research seeks, in part, to understand why people are drawn to them in the first place. For that reason, I’m glad I was able to chat with the QAnon Shaman himself. Like most conspiracy theorists, some of the things he says make some sense, but only to a certain point. And this is what makes them so seductive for so many people, and what creates such a dangerous and slippery slope from ’trying to make sense of what’s happening around me’ to ’just asking questions’ to full-blown anti-Semitic, racist, worldview.

    I am glad that he’s openly stating that Trump is a rapist and a pedophile. If he can convince some QAnon or MAGA folks that they should no longer be following Trump, I count that as a good thing.

  • Klatsch, Kitsch, Krawall, Kommerz
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1199761.soziale-medien-klatsch-kitsch-krawall-kommerz.html

    Einblicke in eine Welt von gestern, in der nichts besser war. Medien eben. Foto: JamesDeMers/Pixabay

    #presse #médias #wtf

    18.5.2026 von Thomas Blum - Medien, vor allem die sogenannten sozialen, haben einen gehörigen Anteil daran, dass die allgemeine Verblödung in rapidem Tempo zunimmt.

    »Ich begreife nicht, dass eine Hand eine Zeitung berühren kann, ohne vor Ekel Krämpfe zu bekommen.« Gesagt hat das einst der sehr gute französische Dichter Charles Baudelaire (1821–1867). Über die Niedertracht des Zeitungswesens – heute müsste man sagen: des gesamten Medienbetriebs – hat Baudelaires nicht minder begabter Kollege Honoré de Balzac (1799–1850) einen ebenso entlarvenden wie lehrreichen 800-Seiten-Roman verfasst, der den Titel »Verlorene Illusionen« trägt.

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    Hier ein schönes Zitat daraus: »Jede Zeitung ist ein Laden, in welchem dem Publikum die Schlagworte verkauft werden, die es haben will. Gäbe es eine Zeitung für Bucklige, würde sie von früh bis spät die Schönheit, die Güte und die Notwendigkeit der Buckligen preisen. Eine Zeitung ist nicht mehr dazu da aufzuklären, sondern den Ansichten zu schmeicheln.«

    Am Medienbetrieb als grundkorruptes Gewerbe, das im Wesentlichen die Kommerzialisierung von Nachrichten betreibt, die Vorurteile der Leser, Zuschauer oder User bedient und zu circa 98 Prozent aus der einen oder anderen Sorte Reklame besteht, sei es nun für diverse Industrieprodukte oder für eine bestimmte Weltanschauung (oder für beides), hat sich seither nicht gar zu viel geändert. Mit dem Aufstieg des Pressewesens im Industriezeitalter, in dem der Journalismus rasch zur Ware geworden ist, beschleunigte sich rasant der Niedergang der Idee eines Journalismus, der aufklärt, intellektuell anregt, Kritik übt und gesellschaftliche Emanzipation befördert.

    Ein Journalismus, bei dem Information, Propaganda, Lobbyismus, Reklame, Schlamperei und die Unfähigkeit, einen Gedanken verständlich zu formulieren, miteinander verschmelzen, ist zwar stets die Regel gewesen: der Leitartikel, der sich liest wie vom Regierungssprecher persönlich verfasst (»die Bevölkerung wird den Gürtel enger schnallen müssen«); der tagesaktuelle Kommentar, der nur aus den immer gleichen Phrasen und Floskeln zusammengesetzt ist (»grünes Licht«, »Rote Karte«, »Schwarzer Peter«); das Interview, in dem der Gesprächspartner umschmeichelt und hofiert wird (»Wie sind Sie auf Ihre hervorragende Idee mit der Steuerreform gekommen?«). Doch spätestens mit den drastischen finanziellen Kürzungen im Bildungswesen, die in den vergangenen 30 Jahren vorgenommen wurden, und dem Einzug des Internets und der sogenannten sozialen Medien in den Alltag hat ein wohl unumkehrbarer Prozess der Verwahrlosung des Medienwesens insgesamt eingesetzt.

    Weil die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne und Konzentrationsfähigkeit der Leser stark abgenommen hat, werden Texte nicht allein eingeschrumpft auf eine Länge, die niemanden überfordern soll. Sie werden auch »komplexitätsreduziert«, wie das heute heißt, also formal und inhaltlich zugeschnitten auf ein Publikum, das weniger an Information, Aufklärung oder Kritik interessiert ist als daran, sich mit einfachen Parolen und eindimensionalen Narrativen die eigene Beschränktheit untermauern zu lassen.

    Was zählt, sind nicht länger die Qualität, die Reflektiertheit oder der kritische Gehalt eines Beitrags, sondern – nicht anders als bei »Bild-Online« – Klickzahlen.

    Insbesondere bei der Online-Präsentation von Beiträgen und Artikeln wird, selbst in vermeintlich fortschrittlich gesinnten Redaktionen, mehr und mehr auf die totale Boulevardisierung gesetzt: Man arbeitet mit reißerischen Schlagworten und möglichst simplen Botschaften, ist darum bemüht, die Ressentiments der Leser und Zuschauer zu bedienen und sowohl der Sensationslust und geistigen Schlichtheit als auch der immer stärker reduzierten Aufnahmefähigkeit der Leute entgegenzukommen. Was zählt, sind nicht länger die Qualität, die Reflektiertheit oder der kritische Gehalt eines Beitrags, sondern – nicht anders als bei »Bild-Online« – Klickzahlen. »Give the people what they want« heißt die Devise. Dass sie dabei verdummen, soll vorerst nicht unsere Sorge sein.

    Viele Zeitungen und Zeitschriften, sogenannte Online-Medien und »Nachrichtenplattformen« eingeschlossen, die einen einst zumindest halbwegs mit Informationen versorgten, erwecken heute den Eindruck, ihr »Content« sei überwiegend eine Mischung aus reißerisch aufgemachten Boulevardnachrichten, Klatsch und Kitsch, rechter bis rechtsextremer Agitation und Krawallmacherei und dem, was man früher »Erbauung« nannte, also die Stärkung des Glaubens an die Alternativlosigkeit der Zustände, die der Kapitalismus hervorgebracht hat. Vermutlich erhofft man sich in den Redaktionen, so jene von den Verhältnissen brutalisierten und teils von pathologischem Hass, teils von Abstiegsangst getriebenen Leute als Leser zu gewinnen, die sich in den letzten zehn Jahren der extremen Rechten zugewandt haben. Möglich, dass das gelingt.

    Ich bin mir nicht sicher, ob für eine bessere Zukunft nicht andere Medien benötigt werden. Sicher ist jedenfalls: Es gab zwar immer wieder auch Journalisten oder Autoren, die die geballte Medienmacht einzelner Personen, Unternehmen oder Konzerne kritisierten oder deren Demagogie mit Satire oder Sprachkritik begegneten, doch deren Einfluss oder Wirkung dürfte mit dem Adjektiv »begrenzt« noch sehr euphemistisch beschrieben sein.

    Die gute Kolumne

    Thomas Blum ist grundsätzlich nicht einverstanden mit der herrschenden sogenannten Realität. Vorerst wird er sie nicht ändern können, aber er kann sie zurechtweisen, sie ermahnen oder ihr, wenn es nötig wird, auch mal eins überziehen. Damit das Schlechte den Rückzug antritt. Wir sind mit seinem Kampf gegen die Realität solidarisch. Daher erscheint fortan montags an dieser Stelle »Die gute Kolumne«. Nur die beste Qualität für die besten Leser*innen! Die gesammelten Texte sind zu finden unter: https://www.nd-aktuell.de/gastautoren/autor/241