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Agent d’ingérence étrangère : Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren, müssen Männer mit Bärten sein. Jan und Hein und Klaas und Pit, die haben Bärte, die haben Bärte. Jan und Hein und Klaas und Pit, die haben Bärte, die fahren mit.

  • Bundeswehr-Doku „Szenario“ : Die Berlinale zeigt, wie das Vernichten geübt wird
    https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/kino-streaming/bundeswehr-doku-szenario-auf-der-berlinale-wird-das-vernichten-geue

    Apprendre à faire la guerre - le festival Berlinale n’échappe pas à la militarisation de l’Allemagne. Le président du jury ment quand il déclare : "Nous sommes le contraire de la politique." Il n’y a rien de plus politique que le festival cinématographique de Berlin.

    Depuis sa fondation dans la ville occupée par les vainqueurs de la deuxième guerre mondiale il joue un rôle politique énorme qui se voit aujourd’hui à travers les millions d’argent publique de son budget et par ses sponsors. En 1970 le film "o.k." de Michael Verhoeven sur la guerre du Vietnam a provoqué la fin prématurée du festival et la projection de "The Deer Hunter" en 1979 a mené au boycott du festival par les pays du bloc soviétique.

    La 76ème édition en 2026 se passe dans l’ambiance de préparation de la prochaine guerre allemande. Il n’est alors pas surprenant qu’un documentaire sur la formation des soldats a été accepté par le festival.

    15.2.2026 von Kevin Gensheimer - Die Doku über die Übungsstadt Schnöggersburg schwankt zwischen nüchterner Beobachtung und unfreiwilliger Komik. Doch ist der Film „Szenario“ wirklich so neutral, wie er vorgibt?

    Die Zeitenwende ist auch auf der Berlinale angekommen. „Wir sind das Gegenteil von Politik“, sagte Jury-Präsident Wim Wenders am Donnerstagmorgen bei der Berlinale-Pressekonferenz, doch glauben will man ihm das nicht, besonders wenn man sich Filme wie „Szenario“ ansieht. Die nüchtern-zurückhaltende Dokumentation zeigt die Bundeswehr in verschiedensten Facetten. Doch nach dem Kinogang stellt sich unweigerlich die Frage, wie unschuldig der Blick auf die Streitkräfte in Zeiten der Aufrüstung überhaupt sein kann.

    Haupthandlungsort von „Szenario“ ist die Übungsstadt Schnöggersburg in Sachsen-Anhalt. Dort trainiert die Bundeswehr für den Ernstfall, den Häuserkampf. Der Film zeigt Besuchergruppen, die über das Gelände der Stadt geführt werden. Man sieht Menschen mit Bauchtasche und Rucksack ausgestattet wie Touristen durch das Gelände spazieren. Am Schluss dürfen sie sogar einmal die Panzerfaust auf die Schulter nehmen, während sie von einem Soldaten erklärt bekommen, was die Aufgaben eines Panzervernichtungstrupps sind.

    Der banale Alltag und der absolute Ausnahmezustand prallen da aufeinander. Da klettern dann die Besucher am Schluss der Führung auf einem Leopardpanzer, der Tourführer in Bundeswehr-Uniform garantiert ihnen, dass sie hier „nichts kaputt machen können“, während der Rest der Gruppe in Regenjacken daneben steht und mit dem Handy in der Kunstleder-Hüller ein paar Fotos zum Andenken schießt.
    Zwischen Beobachtung und unfreiwilliger Komik

    Die Regisseurin Marie Wilke, die bereits mit „Aggregat“ aus dem Jahr 2018 eine ähnlich zurückhaltende Dokumentation über den politischen Betrieb in Deutschland drehte, begleitet in ihrem neusten Film auch Soldaten bei Workshops und Seminaren. Dort üben sie zum Beispiel das Schießen, dabei wird ihnen folgende Reihenfolge beigebracht: „Zielen, Schießen, Vernichten, Melden“. Sie setzen sich aber auch mit moralischen Fragen des Soldaten-Daseins auseinander.

    Zum Beispiel bekommen die Soldaten in einem Hörsaal das Konzept der „Inneren Führung“ erklärt, also die Idee, dass jeder Soldat ein mitdenkender „Staatsbürger in Uniform“ ist und keine gehorsame Verfügungsmasse wie im Nationalsozialismus. Bei einem anderen Workshop müssen rund ein Dutzend Soldaten einen Stapel Karten in eine richtige Reihenfolge bringen und dürfen dabei nur auf eine bestimmte Art und Weise kommunizieren. Die Übung soll die Führungsfähigkeit der Soldaten stärken.
    „Szenario“: Ist der Film wirklich nur neutral?

    Eine der stärksten Szenen des Films spielt auf einem Marktplatz, wo das Landeskommando Sachsen-Anhalt eine Landkarte aufgebaut hat, auf der ein Konflikt zwischen mehreren fiktiven Ländern eingezeichnet ist. Die Jugendoffiziere laden zu einem Spiel ein, bei dem das fiktive Szenario so gelöst werden muss, dass die Menschen nicht mehr aus ihrem Heimatland fliehen müssen.

    Beteiligen wollen sich die Fußgänger auf dem Marktplatz eher nicht, dafür lassen sie bei den Jungoffizieren all die außländerfeindlichen Ressentiments raus, die zu unfreiwillig komischen Szenen führen. „Flüchtlinge zurück!“, ruft da eine Frau ganz laut. Der Jungoffizier mit dem Zeigestab in der Hand fragt höflich und irritiert nach: „Also zurück ins Krisengebiet, wo die Rebellengruppen gerade wüten?“ Hier schaut man für einen kurzen Moment in das dunkle Tief der deutschen Seele und ist unweigerlich an die Filme des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl erinnert, der in seinen Filmen selbiges mit seinen Landsmännern macht.

    Doch ein wenig fragt man sich am Ende von „Szenario“ schon, wie unbeteiligt der Blick von Regisseurin Marie Wilke wirklich sein kann? Ist das denn wirklich alles nur „Direct Cinema“, also eine Form des Dokumentarfilms, bei dem nicht ins Geschehen eingegriffen, sondern es lediglich dokumentiert wird? Oder haben wir es bei „Szenario“ nicht auch mit einem Werk zu tun, welches das Regierungs-Narrativ fortsetzt, das deutsche Militär sei in der Vergangenheit nicht genug gewürdigt worden und solle jetzt wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Ein Berlinale-Film, der unter anderem vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird, kann da jedenfalls seinen Beitrag leisten.

    Szenario. Sektion Forum. 14.2., 20 Uhr (Cinema Paris), 19.2., 13 Uhr (Akademie der Künste), 22.2., 14.30 Uhr (Delphi Filmpalast) Tickets auf: berlinale.de

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