• Der Sound, der Geschichte schrieb
    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1147038.afrobeat-der-sound-der-geschichte-schrieb.html

    Die Quelle des Afrobeat: Berliner Jazzer erkunden Malis Musik der 70er Jahre.

    Von Andreas Schnell

    16.01.2021 Kunst & Kritik

    Mali ist eines jener vielen Länder, die in unseren Medien hauptsächlich im Zusammenhang mit Krisen, Kriegen und Katastrophen erwähnt werden - wenn überhaupt. Wer sich allerdings einmal ein wenig mit der Musik des südlichen Nachbarkontinents beschäftigt hat, weiß, dass das Land betörende musikalische Reichtümer hervorgebracht hat - von Salif Keita und Mory Kanté über Ali Farka Touré und Oumou Sangare bis zu den Touareg-Rockern Tinariwen. Dass in Mali die Wiege des Afrobeat stünde, wie im Beipackzettel des Albums »Le Mali 70« des Berliner Omniversal Earkestra behauptet wird, wäre noch zu klären. Aber sei’s drum.

    Wie Fela Kuti, wichtigster Protagonist des des Afrobeat, kombinierten auch in Mali Musiker regionale Spielweisen mit Funk und Soul, mit Rock und Rumba, mit Jazz und Pop, später mit House und Hip-Hop, immer auf der Suche nach der besten Tanzmusik zur Zeit. Dass sich dabei die westlichen Einflüsse ihrerseits nach Afrika zurückverfolgen lassen, von wo aus sie wieder auf westliche Populärmusik einwirken, ist immer wieder spannend zu beobachten. Auch Damon Albarn zog es schon nach Mali. Die große Politik hatte damit übrigens auch immer zu tun: Kubanische Spielweisen kamen nicht zuletzt mit kubanischen Ärzten und Lehrern ins einst sozialistische Mali.

    Mit »Le Mali 70« liegt so ein Fall interkontinentaler Rückkopplungen vor. Die bis zu zwei Dutzend Musiker zählende Berliner Bigband Omniversal Earkestra spielt seit Jahren immer wieder montags live an wechselnden Orten in Berlin, wobei im Repertoire neben eigenen Kompositionen vor allem die Klassiker hoch in Ehren stehen - von Duke Ellington über Sun Ra bis zu Fela Kuti. Mit der Konjunktur afrikanischer Musik in den letzten Jahren gelangten auch Stücke aus dem Mali der 1970er Jahre ins Programm.

    Diese 70er Jahre, als die meisten afrikanischen Staaten zumindest nominell unabhängig von den Kolonialmächten wurden, stehen auch in Mali für ein Goldenes Zeitalter. Es herrschte Aufbruchsstimmung, dank reicher Rohstoffvorkommen gab es auch ein bisschen Wohlstand oder zumindest die Aussicht darauf. Für das Nation Building spannten Politiker auch die Künste ein,, die an afrikanische Traditionen anknüpfen sollten. Anzudeuten, was da zwischen Dakar und Daressalam so alles los war, ist hier kein Platz. In Bamako jedenfalls, der Hauptstadt Malis, aber auch in anderen Städten des Landes, entstand ein beeindruckendes Nachtleben, und einige der Stars der Szene, wie Salif Keita und Mory Kanté, machten auch im Rest der Welt von sich reden.

    Kein Wunder, dass sich Musiker mit offenen Ohren da kaum satthören können. Der zumindest theoretisch naheliegende, aber kompliziert umzusetzende Gedanke, auf die Spuren legendärer Bands zu gehen wie der Rail Band aus Bamako, bei der einst Salif Keita ersten Ruhm erntete, oder Mystère Jazz de Tomboutou, Super Bitons de Segou, Kanaga de Mopti und anderen alten Meistern einen Besuch abzustatten, ließ sich, um es kurz zu machen, dank des Turn-Fonds für kulturelle deutsch-afrikanische Begegnungen schließlich realisieren.

    2019 reiste also ein Teil des Omniversal Earkestra für sechs Wochen durch Mali, wo die Berliner neben Salif Keita auch andere große Stimmen wie Sory Bamba, Cheick Tidiane Seck und Abdoulaye Diabaté trafen, Konzerte spielten und aufnahmen, was nun dank Trikont für uns zu hören ist. Zehn Songs, darunter »Badiala Male«, der erste Hit von Salif Keita, umfasst das Album, das in seiner Fusion von westlichem Bigband-Jazz und malischen Sounds die Konflikte höchstens ahnen lässt, die es bei der Zusammenarbeit durchaus gab, wie beispielsweise der Beat geht - afrikanisch oder kubanisch. Und auch ein bisschen darüber, ob denn ein Haufen Jazzer aus Berlin den malischen Meistern überhaupt den Takt vorgeben können. Salif Keita soll den Streit salomonisch gelöst haben: Es geht immer weiter, man muss nicht im Alten verharren.

    Tatsächlich ist »Le Mali 70« eher Weiterschreibung als Reenactment. Dabei gehen die Berliner zugleich höchst respektvoll mit den malischen Kollegen und den Kompositionen um. Andererseits sind sie schon über ihre Besetzung recht mächtig im Klangbild, vielleicht manchmal sogar zu mächtig. Zeitgenössisch sind dabei - eher als die Musizierweisen - die Produktionsmöglichkeiten, mit denen hier ein warmer, kraftvoller Klang entstand. Dabei ist diesem Projekt natürlich schon im Titel eingeschrieben, dass es nicht um eine zeitgenössische Musik aus Mali geht, sondern um die Würdigung einer Ära, ihrer großen Stimmen, die eben auch für ein anderes Mali stehen als jenes, das uns in den Nachrichten begegnet.

    Einen Film von Markus Schmidt, der vor einigen Jahren »Mali Blues« drehte und nun die Reise des Earkestras dokumentiert hat, wird es übrigens auch geben. Der dürfte den Vibe und die prekären Umstände des Unternehmens gut einfangen. Vielleicht sogar noch besser als das womöglich ein bisschen zu aufgeräumte Album, das dabei entstand.

    The Omniversal Earkestra: »Le Mali 70« (Trikont)

    #musique #jazz #Berlin #Bamako #Mali #Allemagne

  • Supermassives Schwarzes Loch: Ältester und fernster Quasar widerspr...
    https://diasp.eu/p/12300417

    Supermassives Schwarzes Loch: Ältester und fernster Quasar widerspricht Theorien

    Das nun älteste und fernste bekannte Schwarze Loch ist viel größer, als es einige Theorien erlauben. Wie es überhaupt entstanden ist, ist noch nicht geklärt. Supermassives Schwarzes Loch: Ältester und fernster Quasar widerspricht Theorien

  • La Grande Transformation (XIII)

    Georges Lapierre

    https://lavoiedujaguar.net/La-Grande-Transformation-XIII

    Aperçus critiques sur le livre de Karl Polanyi
    La Grande Transformation
    (à suivre)

    La question sociale que traite Karl Polanyi se trouve dans l’effectivité d’une pensée (appelons-la la pensée de l’État) qui, sous la forme objective qu’elle a prise (c’est l’argent), met l’humain (la subjectivité ou la vie sociale) à son service. Notre pensée de l’échange s’est à ce point libérée de notre subjectivité sur laquelle reposait jusqu’à présent notre vie sociale qu’elle nous domine entièrement. Elle nous a réduits à n’être plus qu’une pure apparence de l’humain. C’est de la science-fiction : l’homme entièrement au service de sa propre pensée, pensée qui lui a échappé et qui le domine. Notre réalité n’est plus qu’une apparence de l’être ; et cette pensée de l’échange portée par l’argent, dans sa machinerie qui nous échappe totalement, s’acharne à détruire notre apparence de réalité. Nous disons qu’elle détruit la nature alors que c’est bien nous comme pure apparence de l’humain qu’elle réduit et détruit sans relâche. Nous connaissons dans notre chair et dans nos os, dans les profondeurs les plus intimes de notre être le paradoxe que représente la pensée comme aliénation de la pensée.

    Les gouvernements cherchent à résoudre ce paradoxe qu’ils ont eux-mêmes contribué à créer en maintenant la société, qui repose sur le don, dans la totale dépendance de ce qui lui est contraire, l’activité marchande. J’écrivais que l’emploi de la monnaie efface l’aspect social de l’échange ainsi que l’engagement de chacun des partenaires dans cet échange. La monnaie dédouane l’échange, elle le désamorce de sa charge subjective liée à la recherche d’une reconnaissance sociale. La monnaie et son emploi sont à mettre en relation avec une tournure d’esprit particulière chez les deux protagonistes de la transaction : ne pas donner à la transaction un caractère social, ne pas chercher à lui donner une impossible publicité. (...)

    #échange #argent #aliénation #économie #État #Karl_Polanyi #Louise_Michel #Madeleine_Biardeau #hindouisme #résistance_indienne #insurrection_zapatiste #Notre-Dame-des-Landes

  • Vaccins : rabiotage d’ARNm en cours de route, produit vendu différent du produit testé et validé.

    En effet, pour passer d’un stade clinique à un stade commercial, les fabricants ont dû changer leurs processus de fabrication, ils ont aussi investi dans de nouvelles lignes de production et de nouvelles usines.
    [...]
    Les vaccins utilisés lors des essais cliniques possédaient entre 69 % et 81 % d’ARN « intègre », c’est-à-dire la séquence entière permettant de fabriquer la protéine Spike. En revanche, des données sur les lots fabriqués dans ces nouvelles lignes de production révélaient des pourcentages plus faibles, 59 % en moyenne. Certains lots descendaient même jusqu’à 51 % et 52 %. Un « point bloquant », dit l’EMA le 23 novembre.
    [...]
    Toutefois, des données fournies par l’industriel à l’EMA indiquent qu’avec un taux d’ARN complet de 62 %, la protéine est tout de même produite dans des quantités comparables. « Dans les premiers essais de BioNTech, ils avaient des réponses immunitaires avec un seul microgramme d’ARN, pointe Steve Pascolo. Là, le vaccin est censé en avoir 30 microgrammes, donc ils ont de la marge. »

    Non, vraiment ? :-P

    https://www.lemonde.fr/planete/article/2021/01/16/vaccins-ce-que-disent-les-documents-voles-a-l-agence-europeenne-des-medicame

  • Une révolution numérique de la géographie ? Le cas de la géomatique.
    Thierry Joliveau

    Résumé : Technoscience plutôt que « simple » ingénierie technique, la relation de la géomatique à la géographie est complexe, contradictoire et, à certains moments conflictuels. Elle a rapidement mobilisé une dimension critique pour comprendre les enjeux sociaux, politiques, culturels, épistémologiques de l’adoption de ces outils informatiques par les géographes.

    Mots-clés : #technoscience, #géomatique, #SIG, #géolocalisation, #géonumérique

    > Revue Histoire de la recherche contemporaine
    > https://journals.openedition.org/hrc/4062

  • Alors qu’un récent ouvrage, « La Forêt » est paru il y a quelques mois et qu’une exposition de ses récents travaux ouvre à la Galerie Martel à Paris, Mauvais Genres s’entretient avec Thomas Ott, artiste zurichois et maître de l’art singulier et virtuose de la carte à gratter...
    https://www.franceculture.fr/emissions/mauvais-genres/les-sombres-mondes-de-thomas-ott
    Les Editions Martin de Halleux - Thomas Ott - La Forêt - Les Éditions Martin de Halleux
    https://martindehalleux.com/la-foret


    https://www.galeriemartel.com/thomas-ott-2
    #Thomas_Ott #dessin

  • Santé Publique France, 16/01/2021 :
    • décès covid à l’hôpital : 193 (cvh : 259)
    • hospitalisations covid : 24 985 (-24)

    décès, palier confirmé autour de 250-260
    hospitalisations, toujours en palier

    sur les admissions en réanimation, le démarrage net depuis 3 jours se confirme…

  • Anti-Netanyahu protests resume across Israel for 30th week in a row - Israel News
    Nir Hasson | Jan. 16, 2021 | 9:38 PM - Haaretz.com
    https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-anti-netanyahu-protests-resume-across-israel-for-30th-week-in-a-ro

    In Jerusalem, thousands marched through the city toward Paris Square, the central site of the demonstrations in the capital, adjacent to the prime minister’s official residence on Balfour Street
    Nir Hasson | Jan. 16, 2021 | 9:38 PM

    Thousands are demonstrating against Prime Minister Benjamin Netanyahu in Jerusalem, Tel Aviv, and at traffic junctions, bridges and intersections nationwide for the 30th week in a row on Saturday.

    In Jerusalem, several thousands gathered near the Chords Bridge and headed to Paris Square, the central site of the demonstrations in the capital, adjacent to the prime minister’s official residence on Balfour Street.

    Earlier on Saturday afternoon, the police set up roadblocks on the streets leading to the premier’s Balfour residence – a response to protesters’ arrival at demonstrations earlier in the afternoon over the past several weeks in anticipation of police deployment.

    Dozens of demonstraters gathered In Nes Tziona, where they face threats and occasionally physical attacks from anti-Netanyahu counter protesters each week. A number of Netanyahu supporters gathered at the site of the protest, threatening and swearing at the demonstrators. According to witnesses, at the end of the protest, one of the Netanyahu supporters spat at the protesters, then pushed them. He was subsequently arrested by police.

    Demonstrators gathered in Caesarea, close to Netanyahu’s private residence. Protests also took place in Holon, where last week, four were arrested on suspicion of firing tear gas at anti-Netanyahu protesters. The court dismissed them under restrictive conditions, and the police said one of them was trying to disrupt the investigation.

    Ahead of the demonstrations, the Crime Minister group called “on all those for whom Israel is important to show up tonight at Balfour and make it clear to the defendant that he cannot take an entire country hostage and evade the law," referring to the premier who stands trial for bribery, fraud and breach of trust.

    On Wednesday, when Netanyahu’s next hearing in his corruption trial was initially slated to take place, Crime Minister activists held up a “wake-up” call demonstration at 5:30 A.M., the first time they had gathered at such an hour.

    On Monday, the panel of judges presiding over Netanyahu’s trial, had announced that the next hearing will be held on February 8. That announcement came just a few days after the court had ruled that the trial would be postponed “indefinitely,” citing coronavirus lockdown restrictions, even though, just days prior, the court had rejected a request made by the premier’s defense counsel to postpone the hearing, also citing the lockdown.

    Israel’s third nationwide coronavirus lockdown – considered by many to be a “political lockdown” – commenced on December 27, with restrictions having been further tightened for a two-week period that began at midnight between January 7 and 8.

    #Israelmanifs 30

  • « Les révolutions arabes ont ravivé l’espoir », Leyla Dakhli
    https://www.lemonde.fr/international/article/2021/01/15/leyla-dakhli-les-revolutions-arabes-ont-ravive-l-espoir_6066427_3210.html


    Affiche représentant Abdel Basset Sarout, footballeur syrien devenu en 2012 chef rebelle de la guerre civile, icône de la révolution. FARES CACHOUX

    Selon l’historienne Leyla Dakhli, il est difficile d’analyser ces mouvements en termes de succès ou d’échec. Ils ont montré qu’il était possible de construire des contre-systèmes dans des pays ou la situation politique semblait totalement bloquée.
    Propos recueillis par Christophe Ayad

    Leyla Dakhli a coordonné et dirigé un programme de collecte et de recherches sur les révolutions arabes. Ce travail a débouché sur la publication de L’Esprit de la révolte. Archives et actualité des révolutions arabes (Seuil, 2020, 320 p., 24 euros), un ouvrage collectif abondamment illustré qui s’intéresse au « comment » plutôt qu’au « pourquoi ».

    Les révolutions arabes ont-elles échoué ?

    La question n’est pas de juger du succès ou de l’échec d’un mouvement de révolte populaire. On ne revient pas en arrière, même quand la violence et l’oppression ont pu s’aggraver par un effet de retour de bâton après les révolutions de 2010-2011. Les contre-révolutions et les guerres accompagnent souvent les mouvements révolutionnaires, ce qui complique l’analyse d’une insurrection populaire simplement en tant qu’échec ou que succès. Une insurrection soulève littéralement la société, elle produit des réactions en chaîne, difficiles à prévoir, qui ne sont pas toutes imputables aux insurgés.
    Si peu de régimes sont tombés, quel est le principal acquis de ces révolutions ?

    Le premier acquis, c’est l’entrée du paradigme révolutionnaire dans l’histoire sociale et politique de ces Etats indépendants. L’idée même de révolution se défait des habits qu’elle revêtait auparavant, la liant aux luttes anti-impérialistes (révolutions algérienne, palestinienne) ou à des figures charismatiques comme celle de Gamal Abdel Nasser en Egypte. La révolution est devenue une figure du soulèvement populaire, un attribut de la « rue arabe ». C’est un espace d’élaboration de nouvelles formes politiques qui s’adressent aux régimes autoritaires et despotiques (en 2010-2011), mais aussi à des Etats défaillants et rongés par la corruption (au Liban et en Irak, par exemple, en 2019). La thawra [« révolution »] déplace un certain nombre de frontières, en premier lieu celles du jeu politique, qui transformaient les sociétés en un vaste terrain de jeu pour les clientèles et en chaînes d’asservissements successifs dans la sphère publique et privée. Ces révolutions sont radicales parce qu’elles renversent cette chaîne de la dépendance, de l’humiliation et de l’asservissement, au nom de la dignité.

    L’absence de leadership de ces mouvements n’a-t-il pas été, à terme, un handicap ?

    Il ne me semble pas que le leadership soit l’enjeu central. Ce qui est en cause, c’est la capacité de forces politiques et/ou syndicales et/ou de la société civile à venir en soutien de mouvements populaires. Là où cette infrastructure militante n’était pas complètement détruite, et où elle a pu venir en soutien, elle a joué un rôle déterminant tout en ne se substituant pas au mouvement populaire dans sa diversité. C’est, je pense, le sens profond du prix Nobel attribué au Quartet tunisien [quatre organisations ayant organisé des négociations entre les partis politiques dans le but d’assurer la transition vers un régime démocratique] en 2015. Ce ne sont pas des actions « de l’ombre », au sens où elles seraient souterraines ou honteuses ; ce sont des actions de support. Notre livre évoque des formes très pratiques de ces soutiens, comme la mise à disposition de tentes ou de matériel pour les manifestations. Cela se joue à de nombreuses échelles. Dans les pays où la dictature avait tout réduit à néant, les révolutionnaires se sont retrouvés sans filet, sans médiation, face à la violence pure du régime ou des chefs de guerre.

    Vous pensez à la Libye et à la Syrie ?

    Oui. Les conditions étaient bien plus difficiles pour les révolutionnaires dans ces deux pays. De ce fait, il est encore plus important de se pencher sur les expériences qui s’y sont produites : elles sont des réinventions du politique. C’est ce que nous réunissons dans le livre sous le titre « produire un corps politique ». Les comités locaux syriens ont ainsi été des laboratoires passionnants, et il est important de ne pas les recouvrir complètement par la violence qui les a emportés.
    Comment ont circulé les idées d’un pays à l’autre, d’une révolution à l’autre ?

    Ces circulations ne sont pas semblables à des manuels de révolution qui seraient passés d’une main à l’autre. Chaque révolte a un ancrage local fort, et c’est peut-être leur plus grand point commun. Mais elles usent de motifs semblables d’un pays à l’autre. Des slogans et des figures ont été repris et adaptés, à commencer par la locution « le peuple veut… », souvent complétée par « la chute du régime », mais aussi par d’autres revendications. Elle porte une nouvelle incarnation et une nouvelle interprétation de la figure du peuple (al-chaab), qui dérive d’un poème du Tunisien Abou El-Kacem Chebbi, que beaucoup connaissent dans le monde arabe parce qu’on l’apprend à l’école. Dans ce cas, l’échange se fonde sur des éléments déjà partagés, qui passent par la langue, la culture. Les slogans qui ont fait suite au « dégage ! » tunisien ont été interprétés dans différents dialectes, avec des gestuelles différentes – du assez neutre « irhal » (« va-t’en ! ») syrien au geste de mettre une chaussure dans sa main comme pour chasser un chien, ou au collectif « yetnahaw gaâ » (« qu’ils partent tous ! ») algérien.

    Repérer ces circulations, c’est comprendre le monde commun que dessinent les révoltes. Elles disent la communauté d’expérience que traversent les peuples arabes, et peut-être au-delà. Plus encore, elles construisent, par l’expérience révolutionnaire, de nouvelles passerelles. Lorsque Libanais, Soudanais et Irakiens ont parlé de révolution en 2019, ils ont réactivé un répertoire qui est celui de 2011.

    Votre livre part du postulat que le moment révolutionnaire arabe n’a pas commencé en 2011 mais avant : quand ? Est-il terminé ?

    En tant que chercheurs et chercheuses en sciences sociales, nous observons les phénomènes, essayons d’en tracer les chemins historiques. Les mouvements de 2011, qui sont ceux du surgissement révolutionnaire, peuvent en effet être reliés à des épisodes qui les précèdent : certaines formes de lutte et des discours entendus en 2011 font revivre des luttes qui les ont précédés. Nous ne cherchons pas une origine – ou une cause – mais une généalogie. Elle puise dans les configurations et reconfigurations qui ont suivi les indépendances des pays arabes. Le pacte postcolonial, qui reposait à la fois sur l’idée d’émancipation et sur une certaine idée de l’Etat protecteur, s’est effondré. Le discours anti-impérialiste s’est figé dans une langue de bois et s’est souvent transformé en compromissions diverses, notamment face à la cause palestinienne bradée par les Etats arabes. Mais c’est surtout l’idée de l’Etat protecteur qui s’est délitée. Elle pouvait s’accommoder d’une forme de paternalisme autoritaire, mais le libéralisme économique et la manière dont les élites cooptées par les pouvoirs se sont emparées des richesses ont peu à peu sapé les fondements de cet accommodement.

    C’est là qu’il faut porter son attention pour prendre la mesure de cet effondrement, autant social que politique, qui porte en son cœur la capacité pour les jeunesses arabes de se projeter dans un avenir. Les politiques d’immigration – européennes ou des pays du Golfe – ont leur rôle dans cette histoire, tout comme les politiques d’ajustement structurel imposées par le FMI à partir de la fin des années 1970. Et, bien entendu, la mainmise des gouvernants et de leurs alliés sur les richesses et les pouvoirs. Dire que les inégalités se sont creusées n’est pas suffisant. Ces régimes ont créé des sociétés divisées à de multiples niveaux, où les situations sociales sont déterminées par l’accès possible : à un travail, à des biens, à des soins, à une éducation de qualité, à passer les frontières, à choisir son compagnon ou sa compagne…

    Quant à savoir si le moment révolutionnaire arabe est terminé, je ne me risquerais pas aux prévisions, mais les soulèvements de 2019 [en Algérie, en Irak, au Liban, au Soudan] ont montré que le désir de révolte était encore vif. Les raisons de se révolter sont encore là.
    Voyez-vous cette révolution arabe se poursuivre à bas bruit dans les pays où elle a été durement réprimée, comme l’Egypte ou Bahreïn ? Ou encore dans les pétromonarchies du Golfe où elle n’a pas eu lieu ?
    Les révolutions arabes ont eu lieu dans bien plus de régions que les pays où elles ont débouché sur des révoltes massives, voire sur un renversement des gouvernants ou du régime. Une communauté révolutionnaire s’est construite, avec une envie de changement radical qui concerne les Marocains, les Jordaniens, les Palestiniens… Des pays qui n’étaient pas concernés par la « première vague » se sont soulevés. Les répertoires contestataires se sont enrichis dans de nombreuses régions, et en particulier dans le Golfe qu’on croyait rendu docile par sa richesse et sa place dans la géopolitique mondiale. La révolution bahreïnie a été matée, notamment avec l’aide des Saoudiens, par une force démesurée et une répression massive, mais aucune des questions qu’elle a posées n’a été résolue. L’Egypte s’est lancée, sur le modèle saoudien, dans une politique tout aussi répressive. On comprend que les régimes ont tiré les leçons de 2011 : ne rien céder, maintenir le clan au pouvoir à tout prix, même s’il faut « brûler le pays » à la manière du clan Assad en Syrie. Ils ont également compris que les mouvements d’émancipation pouvaient facilement être discrédités vis-à-vis de l’opinion internationale si on les acculait à la violence, ou si on les assimilait aux mouvements djihadistes.

    Les raisons de se révolter sont toujours – presque – entièrement là. Les conditions qui rendent la révolte possible se sont transformées, mais son répertoire est disponible et revivifié régulièrement, à grand bruit ou à plus bas bruit. En Tunisie, où le changement de régime n’a pas encore apporté de véritable changement social ou de transformation des pratiques, les protestations sont nombreuses et des mouvements revendiquent l’héritage révolutionnaire, qu’ils réunissent de jeunes précaires, comme dans le sud, ou des voix de la société civile pour l’application pleine et entière de la nouvelle Constitution.

    Qu’est-ce que les révolutions arabes ont appris au reste du monde ?

    Le reste du monde paraît avoir « emprunté » aux révolutions arabes, avec une façon d’occuper l’espace public et cette manière d’identifier le système. Mais elles peuvent elles-mêmes apparaître comme des échos de ce qu’on a vu dans les rues argentines dès 2002 ! C’est l’espoir que les révolutions arabes ont ravivé et porté. Elles ont montré que tout pouvait s’inventer « sur place » et qu’il était possible de construire du politique, apparemment à partir de rien et dans des situations de blocage immense. L’horizon révolutionnaire était jusque-là relégué dans les rêves et les lointains objectifs de quelques partis marxistes épuisés, voire terrassés ; il s’est trouvé réinterprété sous une forme singulière, polyphonique et populaire. La révolution apparaît comme une pratique, une expérience partagée. Plutôt que de se projeter dans des horizons révolutionnaires, de nombreux mouvements dans le monde optent aujourd’hui pour la mise en pratique d’une manière de contester ou de vivre. En cela, ils forgent des contre-systèmes.
    Christophe Ayad

    #révolutions #révolutions_arabes

  • #paywall

    #Europcar : comment les créanciers qui se croyaient protégés ont tout perdu | Les Echos
    https://www.lesechos.fr/finance-marches/marches-financiers/europcar-comment-les-investisseurs-qui-croyaient-etre-proteges-contre-le-ri

    Un clou de plus dans le cercueil des dérivés de crédit ? Jeudi, les porteurs de « #Credit_Default_Swaps » (CDS) sur Europcar attendaient de connaître le montant de l’indemnisation qui allait leur être versée après le défaut du loueur automobile. La réponse a été cinglante : pas un centime. Un dénouement inimaginable.

    Les #CDS sont en effet des produits dérivés qui jouent en quelque sorte le rôle d’une police d’assurance contre le défaut d’un emprunteur. Ils sont aussi souvent utilisés dans un but spéculatif, par des investisseurs qui parient sur la faillite d’une entreprise ou d’un Etat.

  • S’organiser contre l’exploitation dans le nettoyage. Extrait de « Balayons les abus » | Marielle Benchehboune
    http://www.contretemps.eu/experience-organisation-syndicalisme-nettoyage-benchehboune

    « Bon, les filles, on n’a rien à perdre. Notre fiche de paie est déjà vide. Moi toute seule, ils vont me virer. Toi toute seule, ils vont te virer. Mais si on est toutes ensemble, ils ne pourront rien faire. » Lorsque Aissatou, femme de chambre d’un hôtel, décide de rejoindre le syndicat, elle ne pensait pas se retrouver avec ses collègues, à préparer la lutte. Rencontres, tête-à-tête, réunions, élections de porte-parole, formations, actions collectives, entraînement à la négociation… Marielle Benchehboune décrit comment ces femmes salariées ont trouvé les capacités indivi­duelles et collectives d’agir face aux injustices dont elles sont victimes. Source : (...)

  • Twitter et Facebook renvoient « gouines » et « pédés » au placard
    https://www.mediapart.fr/journal/france/160121/twitter-et-facebook-renvoient-gouines-et-pedes-au-placard

    Depuis fin décembre, plusieurs militant·e·s LGBTI+ sont censuré.es par Twitter pour l’usage de ces termes. Cette situation absurde serait-elle liée à la future loi sur le « séparatisme » ? Facebook, de son côté, continue de bannir le mot « lesbienne » des noms de ses utilisatrices.

    « Pour moi, c’est déjà la deuxième fois », confie l’activiste lesbienne Gwen Fauchois, lasse mais pas étonnée. En mai, comme Mediapart le racontait, l’utilisation du terme « pédé » dans un tweet avait entraîné la suspension de son compte par Twitter. Le 26 décembre dernier, le mot « gouine » lui a valu la même sanction, puis le réseau social lui a demandé d’effacer d’autres tweets, remontant pour certains à 2017.

    « Nous avons constaté une dizaine d’autres cas de censure à l’encontre de comptes de militant·e·s LGBTI+, confie Fanchon, membre de l’association SEO Lesbienne. C’est un retour au placard ! » En 2019, celle-ci s’était constituée pour tenter d’améliorer le référencement du mot « lesbienne » sur le moteur de recherche Google, qui ne proposait à l’époque que des contenus pornographiques comme résultats. « Le cas de Twitter est différent mais sous-tend la même logique d’invisibilisation », pointe Fanchon.

    « Les tweets supprimés ne laissaient aucun doute sur le fait que j’utilisais cette insulte comme une réappropriation », souligne Gwen Fauchois. Dans l’un d’eux, la militante utilise le mot « gouine » pour se définir elle-même. « On nous prive d’un certain nombre d’outils d’expression, de notre capacité de choisir comment nous nous définissons. »

    Se réapproprier les insultes homophobes pour en diminuer le stigmate est une vielle pratique des militant·e·s LGBTI+ (écouter ce podcast de Camille Regache, « Pourquoi je peux dire pédé et pas toi »). Se définir comme « queer » aux États-Unis, se dire « pédé » ou « gouine » peut être aussi une démarche identitaire, une manière de marquer sa distance avec les termes « gay » ou « homosexuel·le », jugés trop timorés. « En censurant les mots “pédé” et “gouine”, Twitter impose sa vision de ce que doit être un·e bonne homosexuel·l·e, à savoir lisse, dépolitisé·e, qui ne remet pas en question l’homophobie systémique », tacle Gwen Fauchois.

    Ces dernières semaines, l’association a donc pratiqué des tests pour comprendre la nouvelle logique de modération de Twitter, à l’aide de comptes créés pour l’occasion, en multipliant les postes utilisant les mots « gouine » et « pédé », pour comprendre l’algorithme. « La censure exclut les comptes associatifs et concerne uniquement les comptes français », conclut Fanchon. Les messages adressés par Twitter aux militant·e·s censuré·e·s affirment d’ailleurs que ces décisions découlent des lois françaises.

    Comment expliquer ce changement soudain ? L’injure à caractère homophobe est bien sûr condamnable mais ne relève pas d’une réforme récente. En mai dernier, l’une des pistes évoquées pour expliquer le durcissement de la censure sur Twitter était l’arrivée imminente de la « loi Avia » qui prévoyait le retrait en moins de 24 heures, par les plateformes, des « contenus haineux » postés en ligne. Elle a finalement été censurée en juin par le Conseil constitutionnel.

    L’arrivée du projet de loi « séparatisme », examiné en commission par les députés à partir de lundi 18 janvier, dont un article vise à durcir les poursuites pénales en cas de « provocations publiques à la discrimination, à la haine ou à la violence » en ligne, notamment en « raison de leur orientation sexuelle », pourrait expliquer ces nouvelles mesures de censure.

    Interrogé par Médiapart, Twitter France se contente d’une réponse générique : « Nous interdisons le ciblage de personnes avec des insultes, clichés et autres contenus répétés visant à déshumaniser, dégrader ou renforcer les stéréotypes négatifs ou préjudiciables au sujet d’une catégorie protégée. » (Voir l’ensemble des réponses sous l’onglet Prolonger)

    #Facebook #Twitter #algorithme #censure #discrimination #LGBT

  • « Mouvement de citoyen-ne-s, dont certains sont élus, tou-te-s impliqué-e-s dans des associations et collectifs et qui s’engagent à porter la voix de ceux qu’on n’entend pas. Nous sommes un parti politique, qui a vocation à former des militants et des candidats à la conquête, à l’exercice, au partage, au renouvellement et au contrôle du pouvoir. »

    http://lesnouveaux-democrates.fr

    #LesNouveauxDemocrates #politique #gauche

  • Could too much time between doses drive the coronavirus to outwit vaccines? | Science | AAAS
    https://www.sciencemag.org/news/2021/01/could-too-much-time-between-doses-drive-coronavirus-outwit-vaccines

    “Twice as many people with partial immunity has got to be better than full immunity in half of them.” (...) Yet the record case counts also create an exceptional milieu—with untold billions of viral replications occurring every second—for mutations to arise as the virus makes errors in copying its genetic alphabet.

    dilemme scientifique

  • « Suspendre le compte Twitter de Donald Trump devrait relever d’une instance indépendante »
    https://www.lemonde.fr/idees/article/2021/01/15/suspendre-le-compte-twitter-de-donald-trump-devrait-relever-d-une-instance-i

    La professeure de droit Florence G’sell analyse les régimes juridiques américain et européen encadrant le statut des réseaux sociaux.

    Propos recueillis par Claire Legros

    Après la suspension permanente du compte Twitter de Donald Trump, de nombreux responsables politiques ont exprimé leur malaise face au pouvoir des plates-formes dans le débat démocratique. Cette décision marque-t-elle un tournant ?

    L’idée de laisser une décision aussi radicale entre les mains d’une entreprise privée suscite en effet un vrai malaise, même si les réactions sont plus fortes en Europe qu’aux Etats-Unis. Il existe outre-Atlantique une forme d’ambivalence sur le sujet : d’un côté, on interpelle les plates-formes sur leur responsabilité et on leur demande de lutter contre les fausses informations et le complotisme ; et, de l’autre, on leur reproche de vouloir prendre le pouvoir et de détenir les clés du débat démocratique.
    Lire aussi Vif débat après la fermeture du compte Twitter personnel de Donald Trump

    Ne soyons pas naïfs, si Twitter en est arrivé à cette solution extrême, c’est certes parce que les événements sont gravissimes, surtout pour des Américains attachés à leurs monuments et à leurs symboles, mais aussi parce que Trump est déconsidéré et qu’il est l’objet d’opprobre. Il est plus facile de supprimer son compte aujourd’hui, alors que les démocrates arrivent au pouvoir. Il y a deux ans, la future vice-présidente, Kamala Harris, s’était heurtée à une fin de non-recevoir.

    Juridiquement, Twitter est dans son droit et applique ses conditions générales d’utilisation (CGU), qui précisent qu’en cas d’apologie de la violence il se réserve le droit d’intervenir et de sanctionner, en allant éventuellement jusqu’à la suspension du compte. Néanmoins, dans les faits, on peut reprocher à l’entreprise d’avoir fait preuve d’une certaine inconstance dans la façon dont elle a appliqué ses CGU depuis plusieurs années. Avant de prendre cette mesure radicale, elle a laissé passer de nombreux Tweet choquants, par exemple lorsque Trump appelait au soulèvement contre les gouverneurs des Etats qui avaient adopté des mesures de confinement. Elle n’a commencé à changer de stratégie que très récemment, au moment de l’immense émotion suscitée par la mort de George Floyd, le 25 mai 2020.

    Une chose est sûre : cette situation paradoxale appelle à mon sens une nécessaire clarification sur le statut juridique des réseaux sociaux et sur le régime à leur appliquer lorsqu’ils hébergent les comptes d’élus et de personnalités publiques. La Cour suprême pourrait avoir très prochainement à statuer sur cette question. Si elle admettait que ces comptes relèvent de l’espace public, et sont à ce titre protégés par le premier amendement, alors Twitter n’aurait pas le droit de suspendre de son propre chef le compte du président des Etats-Unis.

    L’Union européenne veut renforcer et mieux encadrer la régulation des contenus sur les plates-formes. Ces dispositions vous semblent-elles suffisantes pour préserver le débat démocratique ?

    La nouvelle proposition de règlement – le Digital Services Act – présentée le 15 décembre 2020, et qui doit encore être adoptée par le Parlement européen et le Conseil, me semble aller dans le bon sens. Sur la lutte contre les fausses informations, le complotisme et l’appel à la violence, le texte va permettre de passer d’un code de bonne conduite auquel les plates-formes peuvent adhérer sur une base volontaire à un dispositif plus contraignant : elles devront coopérer avec les autorités nationales sur le suivi des contenus illicites, et communiquer aux autorités les informations sur les utilisateurs qui posent problème.

    Ce nouveau cadre veut aussi imposer des mécanismes de signalement des contenus illicites, et prévoit que des « trusted flaggers » (« signaleurs de confiance »), des bénévoles de confiance, soient chargés d’alerter sur les contenus problématiques. Les plates-formes seront obligées de traiter en priorité les contenus qui leur seront signalés par ces acteurs. L’objectif est que les contenus les plus graves soient retirés le plus vite possible et que, dans certains cas, les autorités soient alertées.

    Un autre aspect très important de ce nouveau cadre est d’offrir des garanties aux utilisateurs en imposant une procédure de recours : les plates-formes devront communiquer les raisons de leur décision et proposer à leurs utilisateurs, en cas de contestation, de saisir un organisme de règlement des litiges, un tiers neutre chargé de la décision finale. Dans chaque Etat membre, un coordinateur national des services numériques désignera les « signaleurs de confiance » et les organismes de règlement des litiges.

    Le renforcement du dispositif de signalement de même que la possibilité de recours, encadrés par des acteurs indépendants, me semblent apporter des garanties importantes. Ce texte est d’ailleurs suivi de près aux Etats-Unis par tous ceux qui travaillent à la réforme de la fameuse section 230. Il n’est pas impossible que le nouveau règlement leur serve de source d’inspiration, comme le règlement général sur la protection des données (RGPD) l’a été pour la protection des données en Californie.

    #Médias_sociaux #Régulation

  • Négatif | PrototypeKblog
    https://prototypekblog.wordpress.com/2021/01/15/negatif

    Je suis négatif. Je suis du mauvais côté du monde.

    Heureusement, le monde est mené par des gens positifs, du bon côté du monde.

    Le plus bel exemple contemporain est évidemment le produit Macron, alias le bankster Manu. Il est positif, le Manu. Il est jeune, il est beau, il est élégant, il parle bien, et puis surtout il est tellement, tellement positif. Ça dégouline de partout, sa positivité. Il est parfait. Qu’est-ce qu’on a de la chance d’être gouverné par un être aussi parfait. « Le plus beau produit du système » disait Alain Minc, qui s’y connait en système. Certes, ça lui arrive un peu beaucoup d’insulter les gens, ses compatriotes, mais c’est parce ces gens, « ses » gens, ces gueux, ils sont tellement vilains, tellement réfractaires, tellement cons, tellement rien, tellement négatifs.

    Manu, il est positif.

    Et cette semaine, Manu a organisé un énième sommet environnemental bidon, un gentil « One Planet Summit », pour promouvoir la finance verte, l’écologie positive, et in fine rappeler que l’accumulation du capital financier est l’horizon indépassable de notre temps.

    Ce machin a valu à Manu un tweet acerbe de Greta Thunberg :

    Bla bla bla… locking in decades of further destruction

    Bla bla bla… qui garantit encore des décennies de destruction.

    Greta, elle est négative.

    Greta, c’est un repoussoir. Greta, c’est l’écologie négative. Qu’est-ce qui n’a pas été écrit pour dégommer Greta Thunberg ces dernières années ? Greta, la « démoniaque vestale hitléro-maoïste », comme avait résumé Samuel Gontier. Elle est fabriquée, elle est manipulée, elle est malade, elle est dangereuses, elle est mécanique, elle est perverse, elle est athée, elle est intégriste, elle est sataniste, elle est méchante, elle s’énerve, elle est laide, j’en passe et des très orduriers. Et en plus, c’est une femme ! Et en plus, elle est négative !

    Alors que Manu, il est beau, il est fort, il est gentil. Et en plus, c’est un homme ! Et en plus, il est positif !

  • #OLAF raided EU border chief’s office over migrant pushback claims

    The EU’s anti-fraud watchdog, OLAF, raided the offices of #Frontex Executive Director #Fabrice_Leggeri, as well as his head of Cabinet #Thibauld_de_La_Haye_Jousselin, on December 7, 2020, as part of an investigation into allegations of migrant #pushbacks, according on a document obtained by Kathimerini.

    As claimed by the author of the document, who has knowledge of the inner workings of Frontex, Leggeri “actively resisted” the recruitment of the required 40 fundamental rights officers provided for in the regulation of the new European Border and Coast Guard Agency, answering frequent questions from agency staff in early 2020 that “it is not a priority.”

    In addition, the author states that the executive director “repeatedly made it clear to staff” that “Frontex is not an expensive lifeguard service,” and staff in operations had been made to understand that “reporting pushbacks involving Frontex personnel is not a route to popularity or promotion” within the agency.

    At the same time, reporting of incidents is “intentionally centralized to be slow, cumbersome and very discreet,” according to the same document.

    The author also accuses the Frontex chief executive of being in charge of a “comically incompetent” human resources department, which last October told 400 candidates that they had been hired for the agency’s standing corps (Europe’s first uniformed law enforcement service), only to withdraw the job offers the next day.

    At the same time, it is reported that no provision has been made for the new border guards to cary firearms legally over EU borders.

    Asked by Kathimerini on Tuesday if Leggeri continues to enjoy the trust of the European Commission, a spokesperson distanced himself, expressing confidence that the all issues that have risen will be resolved with the cooperation of both the executive director and Frontex’s board of directors of Frontex.

    Both OLAF and Frontex confirmed that the investigation is underway. “OLAF can confirm that it has opened an investigation concerning Frontex. However, as an investigation is on-going, OLAF cannot issue any further comment,” the OLAF press office told Kathimerini.

    On its side, a Frontex spokesperson said: “In keeping with its policy of transparency, Frontex is cooperating fully with OLAF. OLAF visits to EU agencies, institutions and entities are a normal practice of good governance. It’s important to note that such visits do not necessarily imply any malpractice.”

    Speaking at the European Parliament in December 2020, Leggeri had dismissed media reports that Frontex officers had been involved in pushbacks, arguing that “we have not found evidence” of such incidents.

    However, the Party of European Socialists had called for his resignation, while the Greens has called for an investigation by the European Parliament.

    The EU border agency is also investigating pushback allegations.

    https://www.ekathimerini.com/261205/article/ekathimerini/news/olaf-raided-eu-border-chiefs-office-over-migrant-pushback-claims

    #fraude #Office_européen_de_lutte_antifraude #renvois #expulsions

    –—

    ajouté au fil de discussions :
    Migrations : l’agence européenne #Frontex mise en cause pour des #refoulements en mer
    https://seenthis.net/messages/882952

  • Loi « séparatisme » : la droite dépose un pot-pourri d’amendements - Page 1 | Mediapart
    https://www.mediapart.fr/journal/france/160121/loi-separatisme-la-droite-depose-un-pot-pourri-d-amendements

    Le festival des réacs rances :

    À l’Assemblée nationale, l’examen du projet de loi confortant le respect des principes de la République s’annonce aussi fastidieux qu’éclectique. La droite – majorité et opposition confondues – a fait d’un texte censé lutter contre le « séparatisme » le véhicule législatif de nombre de ses marottes : immigration, logement social, écriture inclusive…

    Dans l’ensemble, les quelque 1 682 amendements déposés donnent à voir une surenchère de propositions sécuritaires et répressives qui doivent encore passer le filtre de la commission spéciale, réunie à partir de lundi, pour être débattues dans l’hémicycle. Petit florilège.

    Interdire les signes religieux pour les mineurs (et emprisonner les parents)

    Deux députés de la majorité, Aurore Bergé et Jean-Baptiste Moreau, veulent proscrire le port de signes religieux ostentatoires dans l’espace public pour les mineurs. Une « continuité » de la loi de 2004 qui le fait déjà à l’école, expliquent-ils dans l’exposé des motifs. Avant 18 ans, le port d’un voile, d’une kippa ou d’une croix serait donc interdit dans la rue. Les parents seraient passibles d’un an d’emprisonnement et de 15 000 euros d’amende.

    Interdire le voile pour les mamans accompagnatrices en sorties scolaires

    La droite ressort une de ses antiennes : l’interdiction du port du voile pour les mamans accompagnatrices lors des sorties scolaires. Sur ce sujet comme sur d’autres, les positions des droites traditionnelle et macroniste convergent : Éric Diard, Éric Ciotti, Annie Genevard (Les Républicains), François Cormier-Bouligeon, Pierre Henriet ou encore Aurore Bergé (La République en marche) soumettent des amendements aux rédactions proches et aux visées similaires.

    Dans un autre amendement, le député LR Éric Pauget fait référence à la polémique autour de Maryam Pougetoux, porte-parole de l’Unef, pointée du doigt en septembre pour s’être présentée voilée à une commission d’enquête de l’Assemblée nationale. Il souhaite que les « personnes participant à l’exercice ou aux travaux d’une mission de service public à titre rémunéré ou bénévolement » soient tenues de « respecter les exigences de neutralité religieuse ».

    Restreindre le droit du sol

    Éric Ciotti (LR) a de la suite dans les idées. Le député des Alpes-Maritimes souhaite insérer dans la loi contre le séparatisme une disposition qu’il appelle de ses vœux depuis de longues années : la fin de l’acquisition de la nationalité française pour les enfants nés en France de parents étrangers. Seuls les enfants de ressortissants de l’Union européenne conserveraient ce droit séculaire.

    Interdire l’écriture inclusive

    Le député LREM de Vendée, Pierre Henriet, a trouvé une autre façon de conforter les principes républicains : lutter contre l’écriture inclusive, qu’il estime être « une version dévoyée de la langue française ».

    L’élu de la majorité propose donc à l’Assemblée nationale de voter l’obligation pour les communications officielles d’être écrites « conformément aux prescriptions de l’Académie française, à l’exclusion notamment de toutes les marques de ponctuation et syntaxes arbitraires et contraires à la grammaire insérées au milieu des mots – traits d’union, point normal ou point médian par exemple ».

    Assouplir la loi SRU et les contraintes de logement social

    C’est une autre obsession récurrente à droite : la loi Solidarité et renouvellement urbain (SRU), qui oblige les communes de plus de 3 500 habitants à avoir un seuil minimum de 25 % de logements sociaux. Robin Reda, député LR de l’Essonne qui a rejoint le mouvement Libres ! en 2019 , a signé plusieurs amendements pour revenir sur les exigences de cette loi, qui place de nombreux maires (souvent de droite) en situation d’infraction.

    L’objectif est à chaque fois de desserrer l’étau qui contraint ces édiles à construire des logements sociaux. L’élu du groupe LR souhaite ainsi que, pour les communes en infraction avec la loi, le taux de 25 % soit calculé sur les logements bâtis depuis trois ans, et non sur la totalité des logements de la ville. Il propose aussi de sortir de la loi les villes situées en « zone non tendue ».

    Deux autres amendements visent à fixer un seuil maximal de logements sociaux, en plus du seuil minimal qui existe déjà : magnanime, Robin Reda offre deux options à ses collègues (30 % et 40 %).

    Expulser les fidèles étrangers d’une mosquée fermée par l’État

    Signé par une dizaine de députés de droite et également porté par Robin Reda, un amendement vise à permettre l’expulsion de « tout ressortissant étranger qui a fréquenté habituellement un lieu de culte ayant fait l’objet d’une mesure de fermeture » pour provocation à la violence, à la haine, à la discrimination ou au terrorisme.

    Exemple concret : dans le cas de la mosquée de Pantin récemment fermée pour six mois, cela signifie que n’importe quel habitant du quartier de nationalité étrangère pourrait être expulsé au motif qu’il fréquentait le lieu de culte.

    Interdire l’école à la maison... mais pas pour tous

    L’article 21 concernant l’encadrement strict de l’instruction en famille – qui ne pourra être autorisée par dérogation qu’en raison de la situation particulière de l’enfant (état de santé, pratique physique ou artistique intense, itinérance de la famille) a suscité un déluge d’amendements. Comment cibler l’instruction salafiste – si ce n’est, au fond, musulmane – sans se mettre à dos les catholiques traditionnalistes qui font l’école à la maison ?

    Tel semble le défi posé à une partie de la droite. L’amendement 789 déposé par Julien Ravier (LR) propose que les familles remplissent un formulaire justifiant « les raisons du choix de l’instruction en famille, les méthodes pédagogiques employées et le respect des principes de la République, dont la connaissance et la maîtrise de la part des parents doit être démontrée ».

    Avec cette précision : « Les déclarations incomplètes ou non conformes aux principes de la République, ou faisant état d’un manque de maîtrise de la langue française entraînent un contrôle a priori de l’autorité compétente de l’État en matière d’éducation et de la mairie ». Habile.

    Sanctionner de six mois de prison le port du voile intégral

    Interdite depuis 2010, la dissimulation du visage dans l’espace public est sanctionnée d’une amende de 150 euros, à laquelle peut s’ajouter un stage de citoyenneté. Sous l’impulsion d’Éric Ciotti, une vingtaine de députés LR (dont Damien Abad, le président du groupe) proposent de durcir cette peine. Les femmes qui portent le voile intégral seraient passibles de six mois d’emprisonnement et 3 750 euros d’amende. Une sévérité qui s’explique, écrivent les parlementaires LR, par « la gravité de l’atteinte » portée aux « valeurs essentielles » de la société.

    Obliger les fonctionnaires à prêter serment à la République

    L’amendement d’Éric Diard (LR) veut instaurer une prestation de serment solennelle pour chaque fonctionnaire avant sa prise de fonction. Celui-ci y déclarerait « adhérer loyalement et servir avec dignité » la République et ses valeurs. Le texte ne précise pas si, au cours de ce cérémonial, l’agent devra poser sa main droite sur la Constitution de 1958.

    Sur le même sujet, Anne-Laure Blin (LR) propose que nul ne puisse accéder à un poste de fonctionnaire « s’il est radicalisé[e] ». Sans aucune précision sur la réalité juridique que recouvre ce terme, ni sur la manière de le démontrer.

    Armer toutes les polices municipales de France

    Pour conforter le respect des principes républicains, Anne-Laure Blin souhaite utiliser la manière forte. Dans un lien peu évident avec le texte en question, l’élue de Maine-et-Loire veut faire passer un amendement déjà retoqué au moment de la loi « sécurité globale ». Celui-ci prévoit que « la création d’une police municipale » ait « pour conséquence directe » l’armement de ses agents. Actuellement, chaque maire a la possibilité (et non l’obligation) d’armer sa police municipale, sur autorisation du préfet.

    Lier la création d’un compte Twitter à l’envoi d’une pièce d’identité

    Député le plus actif sur le texte avec Robin Reda, Éric Ciotti a déposé un amendement pour mettre fin au pseudonymat sur les réseaux sociaux. Pour créer un compte sur Twitter ou Facebook, chaque utilisateur devrait fournir une pièce d’identité ainsi qu’une déclaration de responsabilité. Une disposition qui semble contrevenir au règlement général sur la protection des données (RGPD), en vigueur dans toute l’Union européenne.

    L’élu des Alpes-Maritimes propose aussi de maintenir enfermées les personnes condamnées pour des actes terroristes à l’issue de leur peine. Une mesure déjà retoquée en juillet 2020 par le Conseil constitutionnel : cette fois, le groupe LR présente cette rétention comme un « placement en centre socio-médico-judiciaire de sûreté », « tant qu’ils constituent une menace pour la société ».

    C’est enfin le même Éric Ciotti qui demande d’ajouter à la loi la création d’un délit d’incitation à la haine de la France, l’expulsion de tous les étrangers fichés S, l’instauration de quotas sur l’immigration ou encore l’introduction d’un système de points pour autoriser un étranger à vivre en France (fondé sur le niveau d’études, l’expérience professionnelle…).

    #droite #racisme #islamophobie #mysoginie #petits_blancs et j’en passe et des meilleures...