• Interview zu Personenkennzeichen : „Den gläsernen Bürger nicht nur rechtlich, sondern auch technisch verhindern“
    https://netzpolitik.org/2026/interview-zu-personenkennzeichen-den-glaesernen-buerger-nicht-nur-recht

    En Autriche la numéralisation des administrations est réalisée suivant le principe "privacy by design". Il n’y a pas d’ID unique des citoyens pour les différentes administrations.

    26.0.2026 von Daniel Leisegang - Während die Bundesregierung behördenübergreifend eine lebenslang gültige Personenkennzahl einführen will, geht das Nachbarland Österreich einen anderen Weg. Warum dieser mehr Datenschutz verspricht, ohne die Verwaltungsdigitalisierung zu behindern, erläutert die österreichische Juristin Heidi Scheichenbauer im Gespräch.

    Seit Jahren wird in Deutschland über die sogenannte steuerliche Identifikationsnummer diskutiert. Die Steuer-ID soll es Behörden erleichtern, untereinander Daten auszutauschen, indem sie als zentraler Bezugspunkt für unterschiedliche Register dient. Die ID ist lebenslang gültig, alle Bürger:innen erhalten sie vom Bundeszentralamt für Steuern bei Geburt.

    Jurist:innen und Datenschützer:innen kritisieren eine solche Personenkennzahl unter anderem mit Bezug auf das Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts als verfassungswidrig. Bei der Einführung der Steuer-ID im Jahr 2007 wurden Bedenken von Datenschützer:innen als „konstruierter Erregungszustand“ weggewischt, nur um dann 13 Jahre später genau das zu tun, wovor diese gewarnt hatten. Damals plante die Große Koalition unter Angela Merkel (CDU), die Steuer-ID dazu zu nutzen, um Verwaltungsdaten zusammenzuführen. Die Ampelkoalitionäre folgten trotz früherer Kritik diesem Konzept und auch die schwarz-rote Bundesregierung hält an diesem Plan fest.
    Der Kopf einer Person vor einem Fensterausschnitt
    Heidi Scheichenbauer - Alle Rechte vorbehalten Andreas Czák

    Österreich hat bereits vor einigen Jahren einen anderen Weg eingeschlagen und das bereichsspezifische Personenkennzeichen (bPK) eingeführt. Sie ist eine Art Einweg-Kennzeichen, das für unterschiedliche Verwaltungsbehörden angepasst wird. Die bPK verspricht so einen höheren Datenschutz und steuerbare Hürden gegen behördenübergreifende Profilbildung – ohne eine effektive Verwaltungsdigitalisierung zu behindern.

    Wir haben mit Heidi Scheichenbauer über das bereichsspezifische Personenkennzeichen gesprochen. Sie ist Senior Researcher und Senior Consultant am Research Institute – Digital Human Rights Center. Als Juristin forscht und lehrt sie zu künstlicher Intelligenz in der Verwaltung, Datenschutz im Non-Profit-Sektor und Plattformregulierung.
    „Best-Practice-Beispiel“ aus Österreich

    netzpolitik.org: In Deutschland geht es in der Debatte um Verwaltungsmodernisierung viel darum, Datensilos aufzubrechen. Österreich will diese möglichst aufrechterhalten. Warum ist das so?

    Heidi Scheichenbauer: Tatsächlich haben wir in Österreich ein Best-Practice-Beispiel dafür, wie sich Daten in der Verwaltung datenschutzoptimiert verarbeiten lassen. Wir bauen eine digitale Verwaltung auf und verhindern zugleich den sprichwörtlichen „gläsernen Bürger“.

    Bevor die Bundesregierung ein bundesweit einheitliches Personenkernzeichen einführt, sollte sie einen Blick auf ihr kleines Nachbarland werfen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Privacy by Design auch in diesem Bereich möglich ist.

    netzpolitik.org: Wie kam es dazu?

    Heidi Scheichenbauer: Im Jahr 2001 gab es in Österreich eine Volkszählung. Damals wurden sehr viele Daten über die Bevölkerung gesammelt und das erste Mal ein zentrales Melderegister auf Bundesebene eingerichtet.

    Dieses Zentrale Melderegister (ZMR) enthielt eine Vielzahl an personenbezogenen Daten. Darunter den Namen, das Geschlecht, das Geburtsdatum, die Staatsangehörigkeit. Das allein ist datenschutzrechtlich schon sehr kritisch. Und dann vergab das ZMR allen Bürger:innen auch noch einen bundesweiten Identifikator, die sogenannte Stammzahl. Viele fürchteten damals, dass damit der gläserne Bürger geschaffen wird.

    Man hat sich daher einen Weg überlegt, wie man dieses Datenschutzthema adressieren kann – und schuf die bereichsspezifischen Personenkennzeichen, kurz: bPK. Diese Personenkennzeichen beruhen auf der Stammzahl, sind aber für jeden Verwaltungsbereich anders.

    Also hat eine Bürgerin zum Beispiel beim Finanzamt ein eigenes bPK, für die Sozialversicherung ist es ein anderes. Und die eine Behörde kann mit dem Kennzeichen, das ihr vorliegt, keine sinnvollen Anfragen bei einer anderen Behörde stellen.

    Eine heikle Sache

    netzpolitik.org: Eine bemerkenswerte Wende. Normalerweise wecken viele Daten auch viele Begehrlichkeiten.

    Heidi Scheichenbauer: Es gab damals ein Bewusstsein dafür, dass die Daten im Zentralen Melderegister und die Verwendung eines einheitlichen Identifikators eine heikle Sache sind.

    Bei der Einführung hagelte es daher Kritik an den geplanten Neuerungen. Bemängelt wurde unter anderem die mögliche Verknüpfung der vorliegenden Daten mit dem „Ursprungskennzeichen“, also der ZMR-Zahl. Denn damit ist eine behördenübergreifende Identifizierung einer bestimmten Person möglich.

    Weiters wurde vorgebracht, dass das Kennzeichen eine Verknüpfung mit anderen individuellen Datensätzen ermögliche, beispielsweise aus der Einkommens- oder Volkszählungsstatistik.

    Daten können – das zeigt auch der österreichische Postdatenskandal – sehr viel über das eigene Leben preisgeben, vom Wohnsitz bis zur vermuteten politischen Einstellung. Und dann wird auch klar, wie sehr man mit diesen Daten Menschen diskriminieren und manipulieren kann.
    Ein Einweg-Kennzeichen für die Verwaltung

    netzpolitik.org: Wie wird das bereichsspezifische Personenkennzeichen erzeugt?

    Heidi Scheichenbauer: Es beruht auf der ZMR-Zahl, die im Zentralen Melderegister alle gemeldeten Personen erhalten. Aus ihr wird mit Hilfe eines Verschlüsselungsverfahrens die individuelle Stammzahl abgeleitet. Aus dieser Stammzahl wird dann für die jeweiligen Verwaltungsbereiche einzelne Ableitungen erzeugt.

    netzpolitik.org: Erhält jede Behörde automatisch eine bPK für jede:n Bürger:in?

    Heidi Scheichenbauer: Nein, nicht automatisch. Teilweise müssen die Behörden dafür zunächst bei der Stammzahlenregisterbehörde einen Antrag stellen, manchmal sogar ganz klassisch per Online-Formular. Bei dem Vorgang müssen Beamt:innen angeben, in welchem Verwaltungsbereich sie tätig sind. Es gibt aktuell rund 30 Tätigkeitsbereiche.

    netzpolitik.org: Es gibt also für jede:n Bürger:in je nach Verwaltungsbereich individuelle Einwegskennzahlen. Das klingt recht aufwendig. Hat sich das im Alltag bewährt?

    Heidi Scheichenbauer: Auf jeden Fall. Denn die Behörden können so nicht ohne weiteres behördenübergreifende Verarbeitungstätigkeiten vornehmen und damit auch kein Profiling betreiben.

    Dafür sorgt auch eine Bereichsabgrenzungsverordnung, die unterschiedliche Verwaltungsbereiche voneinander trennt. Auch dem ging eine politische Diskussion voraus: Was gehört alles zu Steuern und Abgaben, was zu anderen Bereichen.

    Auch diese Trennung soll den gläsernen Bürger verhindern. Nicht nur rechtlich, sondern eben auch technisch.
    Strikte Trennung innerhalb der Verwaltung

    netzpolitik.org: Wie kann eine Behörde denn mit anderen Behörden Daten austauschen?

    Heidi Scheichenbauer: Das kann sie auf dem Wege der Amtshilfe tun. Es gibt auch die Möglichkeit, verschlüsselte bereichsspezifische Personenkennzeichen zu beziehen und dann so zu kommunizieren. Aber grundsätzlich ist das gesetzlich sehr strikt getrennt.

    Das österreichische E-Government-Gesetz schreibt vor, dass zusammengehörige Lebenssachverhalte in ein und demselben Bereich zusammengefasst werden und dass miteinander unvereinbare Datenverarbeitungen innerhalb desselben Bereichs nicht vorgesehen sind.

    netzpolitik.org: In der deutschen Debatte gibt es hingegen das Bestreben, Daten zusammenzuführen, weil die Verwaltung dann angeblich effizienter arbeiten könne. Gibt es eine ähnliche Debatte in Österreich?

    Heidi Scheichenbauer: Auf der politischen Ebene haben wir aktuell keine Diskussion dahingehend, dass das bPK-System infrage gestellt wird. Es hat sich gut eingespielt und auch bewährt. In den vergangenen Jahren gab es auch keine politischen Bestrebungen, das System zu verändern. Auch Datenpannen oder Missbrauchsfälle gab es nicht. Zumindest keine, die öffentlich bekannt wurden.

    Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es, wie so oft im Leben, nicht. Die Privacy-by-Design-Maßnahmen verhindern hier aber tatsächlich sehr effektiv einen ansonsten prinzipiell möglichen Missbrauch.

    netzpolitik.org: In Deutschland gilt die Devise, die Daten in einen großen Pool zu geben und den Behördenzugriff rechtlich zu regulieren. Ist das österreichische Modell aus deiner Sicht sicherer?

    Heidi Scheichenbauer: Das ist ohne Zweifel sicherer, weil die meisten Risiken für die betroffenen Personen schon in der technischen Gestaltung signifikant gemindert werden. Es werden nämlich kryptografische Verfahren angewendet, die nicht umkehrbar sind. Von bPKs kann somit nicht mehr auf die Stammzahl zurückgerechnet werden. Das ist mathematisch schlicht nicht möglich.

    Und auch organisatorisch ist das Zentrale Melderegister ein Ort, der sehr gut abgesichert ist, wie ich auch aus persönlicher Erfahrung weiß. Ich hatte vor vielen Jahren aus beruflichen Gründen einen Termin bei einem Dienstleister der Stammzahlenregisterbehörde. Damals machte ich die Erfahrung, dass man in das betreffende Gebäude nur sehr schwer hineinkommt.

    Digitale Identitäten und künstliche Intelligenz

    netzpolitik.org: In Österreich gibt es seit einigen Jahren die ID Austria. Zum Ende dieses Jahres soll in allen EU-Mitgliedstaaten die ID-Wallet starten. Welche Auswirkungen hat das auf die bPK?

    Heidi Scheichenbauer: Die ID Austria ist ein digitaler Identitätsnachweis. Ich kann mich damit also gegenüber dem Finanzamt und dem Wohnungsamt ausweisen. Dadurch könnten theoretisch behördenübergreifende Profile erstellt werden. Doch es gibt Schutzmaßnahmen, die das verhindern sollen.

    So müssen personenbezogene Daten pseudonymisiert und innerhalb bestimmter Fristen gelöscht werden. Die Daten dürfen außerdem, soweit es notwendig ist, nur von bestimmten Stellen verarbeitet oder übermittelt werden. Und sie unterliegen strengen Zugriffsrechten. Im Gegensatz zu den geplanten ID-Wallets der EU sieht die ID Austria gesetzlich sowohl gegenüber Behörden als auch privaten Einrichtungen einen strengen Akkreditierungsprozess unter anderem zur Sicherstellung der Datenminimierung, also des „minimal data set“ bei jeder Anwendung vor. An dem bestehenden System der bPK rüttelt die ID Austria also nicht.

    netzpolitik.org: Der Einsatz von sogenannter Künstlicher Intelligenz wird mit Blick auf Verwaltungsdaten ebenfalls diskutiert. Gerade in der Sozialverwaltung gibt es Bestrebungen, Sprachmodelle mit den dort hinterlegten Daten zu trainieren. Gibt es ähnliche Debatten auch in Österreich?

    Heidi Scheichenbauer: Durchaus und meist gilt das Datenschutzrecht dann als böse, weil es derartiges verhindere. Die österreichischen Verwaltungseinrichtungen äußern ihren Unmut vor allem über den Datenschutz, als dass sie nach Lösungen suchen. Dabei könnten sie etwa darüber nachdenken, wie KI-Training mit anonymen Daten möglich wäre. Das ist alles aber auch noch sehr im Fluss.

    #Autriche #administration #vie_privée #protection_de_données

  • L’#avion moins cher que le #train : une #aberration française

    Le #système_fiscal encourage fortement les airs au détriment du #rail. Un #non-sens écologique, mais aussi social.

    Pour voyager en Europe, l’avion reste souvent plus compétitif que le train, malgré son impact dévastateur sur l’environnement. Une nouvelle étude de Greenpeace révèle que sur plus de la moitié des trajets transfrontaliers européens, l’avion est moins cher que le train. Pire, sur 95 % des liaisons transfrontalières françaises, le rail coûte plus cher que les airs. Entre Paris et Barcelone, le billet d’avion tombe à 15 euros, quand le train frôle les 390. Vingt-six fois plus cher pour un mode de transport pourtant quatre-vingts fois moins polluant.

    Un système fiscal taillé sur mesure pour l’aérien

    Ce #déséquilibre ne doit rien au hasard : il résulte de #choix politiques répétés. L’aérien profite d’avantages fiscaux massifs : pas de #taxe sur le #kérosène, pas de #TVA sur les vols internationaux et des #redevances_aéroportuaires allégées pour les #compagnies_low-cost. À l’inverse, le rail assume une lourde charge. Les #péages_ferroviaires représentent jusqu’à 40 % du prix d’un billet #TGV, les billets supportent la TVA et la #SNCF finance seule l’entretien des #infrastructures.

    Des milliards pour voler, des miettes pour rouler

    La crise sanitaire a aggravé encore le déséquilibre : en 2020, l’État a versé 7 milliards d’euros à Air France-KLM, suivis de 4 milliards en 2021, sans exiger de contreparties écologiques. Dans le même temps, l’offre ferroviaire s’est réduite. Les #trains_de_nuit, plus de 300 dans les années 1980, ne sont plus que 6 en 2025. Les lignes régionales dépendent des financements des collectivités, accentuant les #inégalités_territoriales.

    L’injustice écologique et sociale

    Selon l’Agence européenne pour l’environnement, un trajet en avion émet jusqu’à 80 fois plus de #gaz_à_effet_de_serre qu’un trajet équivalent en train. Pourtant, les prix incitent massivement à prendre l’avion. Pour les familles modestes, le rail reste hors de portée. Résultat : les catégories populaires paient doublement la note, exclues du train et exposées aux impacts climatiques. Ceux qui choisissent le rail le font au prix de sacrifices individuels, alors que c’est le système qui devrait garantir une #mobilité équitable et durable.

    Changer de cap

    Greenpeace propose plusieurs leviers : mettre fin aux #exonérations_fiscales injustes, instaurer une taxe « grands voyageurs », interdire les vols courts lorsqu’une alternative ferroviaire existe, et relancer le train de nuit. En France, la baisse des péages ferroviaires, une TVA allégée et des investissements massifs dans les lignes interurbaines figurent parmi les mesures urgentes.

    Ce déséquilibre n’est pas une fatalité. Il est le fruit de décisions politiques que l’on peut inverser. Reste une question essentielle : veut-on continuer à subventionner la #pollution ou donner enfin aux citoyens les moyens de voyager plus proprement à des prix raisonnables ?

    Les mesures européennes pour rééquilibrer avion et train

    En Autriche, le « #Klimaticket », permet de circuler sur tous les réseaux ferroviaires, bus et tram pour un peu plus de 80 euros par mois.

    Face à l’urgence climatique et à la #concurrence inégale entre l’avion et le train, plusieurs pays européens expérimentent ou déploient des mesures pour favoriser le rail :

    France : Depuis 2023, la France est devenue le premier pays au monde à interdire certains vols courts intérieurs lorsqu’une alternative ferroviaire directe de moins de 2h30 existe. Cette mesure, inscrite dans la# loi_Climat_et_Résilience, visait à favoriser le #report_modal vers le train pour des raisons écologiques, une proposition initiale de la Convention citoyenne pour le climat. Mais dans sa forme finale, la portée de cette mesure est limitée : seules trois liaisons sont effectivement concernées — Paris-Orly/Bordeaux, Paris-Orly/Lyon et Paris-Orly/Nantes. Ces trois liaisons ne représentaient qu’environ 2,5% du trafic total des vols intérieurs en France, soit environ 500 000 passagers sur 16 millions par an, pour seulement 0,01% des émissions nationales de CO₂. L’impact est donc plus symbolique que structurel, d’autant que ces lignes avaient déjà été supprimées par Air France dès 2020 en échange des aides d’État.

    #Allemagne : Adoption du « #Deutschlandticket », un abonnement national à 49 € par mois valable sur tous les trains régionaux et locaux, boostant la fréquentation et l’accessibilité du train. Des investissements massifs visent également à moderniser le réseau.

    #Autriche : Mise en place du « Klimaticket », un abonnement annuel permettant de circuler sur tous les réseaux ferroviaires, bus et tram pour environ 1 000 € par an, avec un fort succès populaire.

    #Espagne : #Gratuité temporaire sur de nombreuses #lignes_régionales et de #banlieue pour encourager les alternatives décarbonées dans un contexte d’inflation.

    Tendances européennes : Suppression progressive de certains avantages fiscaux pour l’aérien ; débats sur la création d’un « #ticket_climat_européen » pour faciliter les voyages transfrontaliers en train ; efforts en cours pour améliorer la #connectivité_ferroviaire entre pays et simplifier les systèmes de #réservation.

    https://lenouveauparadigme.fr/lavion-moins-cher-que-le-train-une-aberration-francaise
    #France #prix #transport_ferroviaire #transport_aérien #comparaison #fisc #fiscalité

  • Union européenne : 30 000 demandeurs d’asile à répartir depuis l’#Italie, l’#Espagne, la #Grèce et #Chypre

    La Commission européenne a annoncé mardi la liste des quatre États membres bénéficiaires du mécanisme dit de solidarité, prévu par le nouveau #Pacte_asile_et_migration. L’Italie, l’Espagne, la Grèce et Chypre pourront transférer 30 000 demandeurs d’asile vers les autres pays de l’UE. Des #amendes sont prévues pour les réfractaires, tandis que six pays considérés sous pression sont exemptés de cette contribution.

    La Commission européenne a annoncé mardi 11 novembre que l’Italie, l’Espagne, la Grèce et Chypre vont recevoir de l’aide pour répartir ailleurs dans l’Union européenne (UE) au moins 30 000 demandeurs d’asile se trouvant actuellement sur leurs sols.

    La Grèce et Chypre « subissent une forte pression migratoire du fait du niveau disproportionné des arrivées au cours de l’année écoulée », a déclaré mardi la Commission dans un communiqué. Quant à l’Espagne et l’Italie, ces deux pays « subissent également une forte pression migratoire du fait d’un nombre disproportionné d’arrivées à la suite d’opérations de sauvetage et de recherche en mer durant la même période », avance encore la Commission.

    Suite à cette annonce vont s’ouvrir des négociations entre les 27 États membres de l’UE, dont nombre d’entre eux se montrent réticents à l’idée d’accueillir ces exilés. Les décisions de répartition devront néanmoins être prises d’ici fin décembre, précise l’AFP.

    20 000 euros d’amende par personne en cas de refus de la répartition

    Pour rappel, ce #mécanisme_de_solidarité est prévu par le nouveau Pacte asile et migration, adopté en 2024 et qui doit entrer en vigueur d’ici la mi-juin 2026. Celui-ci vise à répartir plus équitablement la prise en charge des demandeurs d’asile sur le sol européen afin d’éviter que les pays en première ligne, considérés par Bruxelles comme étant sous « pression migratoire », ne supportent plus à eux seuls la gestion des demandes.

    Le Pacte a fixé un seuil minimal de 30 000 relocalisations chaque année. Mathématiquement, cela revient à un peu plus de 1 000 migrants par pays. « D’un point de vue logistique, c’est assez facile de prendre 1 000 personnes à un autre pays : tu envoies des bus, des avions », soutenait un diplomate européen à l’AFP fin septembre. Mais « c’est politiquement que c’est très compliqué »

    Si un État refuse de jouer le jeu, l’UE prévoit qu’il paie une amende de 20 000 euros pour chaque migrant « non relocalisé ». Certains pays ont déjà assuré qu’ils n’accueilleraient personne dans le cadre de ce dispositif et qu’ils se limiteraient à verser de l’argent, comme la Hongrie du conservateur Viktor Orban, précise l’AFP.

    Autre option : en cas de refus de #relocalisation, les pays peuvent participer à des mesures de solidarité : déploiement de personnel, aide logistique et financière à d’autres pays… Les États ont donc le choix entre ces trois options. Mais une fois que le Conseil a donné son accord, ces engagements deviennent contraignants.

    Des pays exemptés de répartition, d’autres voués à une aide spécifique dont la France

    L’annonce a été retardée d’un mois, souligne l’AFP, en raison des tractations en amont. Depuis plusieurs mois en effet, des États membres bataillaient pour être inscrits sur la liste des pays « sous #pression_migratoire » dévoilée mardi par le commissaire européen chargé des Affaires intérieures et de la migration, Magnus Brunner.

    La Commission avait en effet pour tâche de classifier les États membres en fonction du degré de « pression migratoire » subi, ouvrant à une participation différenciée au mécanisme de solidarité. Cette classification se fait à partir d’une série de critères dont le nombre d’arrivées irrégulières, la taille du pays...

    Ainsi, au-delà des quatre États bénéficiaires du mécanisme annoncés par Magnus Brunner mardi, six pays pourront, pour leur part, être exemptés de leur devoir de solidarité ou demander une baisse de leur contribution « en raison des pressions cumulées des cinq dernières années ». Ces six pays désignés dans cette liste de pays dits « à #situation_migratoire_significative » sont la #Bulgarie, la #République_tchèque, l’#Estonie, la #Croatie, l’#Autriche et la #Pologne.

    Une troisième catégorie a été définie : les nations « à #risque_migratoire ». Cette liste comprend la #France, l’#Allemagne, la #Belgique, la #Finlande, l’#Irlande, la #Lettonie, la #Lituanie et les #Pays-Bas. « Ces pays sont exposés à une pression migratoire, soit en raison du nombre élevé d’arrivées au cours de l’année précédente, soit en raison des tensions persistantes sur leurs systèmes d’accueil, soit en raison de la menace d’une utilisation de la migration comme arme qui pourrait créer des obligations disproportionnées au cours de l’année à venir », précise la Commission. À ce titre, ils bénéficieront d’un accès prioritaire à l’aide opérationnelle et financière, mais ne seront pas exemptés de contribution.

    En plus de débattre de la façon de gérer les arrivées, les États membres travaillent à l’amélioration des #renvois des #déboutés d’asile via la réforme de la « #directive_retour », actuellement en négociation.

    https://www.infomigrants.net/fr/post/68080/union-europeenne--30-000-demandeurs-dasile-a-repartir-depuis-litalie-l
    #migrations #réfugiés #asile #Europe #UE #Union_européenne #répartition #transferts #classification

    ping @karine4

  • Expulsions d’Afghans depuis l’UE : la Commission européenne annonce discuter avec les Taliban

    Pressée par 20 pays de l’UE, la Commission européenne a annoncé avoir entamé des discussions avec les #Taliban pour expulser les ressortissants afghans en situation irrégulière présents sur le Vieux continent. L’#Allemagne et la #Belgique sont très impliquées dans ce dossier « sensible ». Jusqu’à présent, à l’échelle européenne, Bruxelles n’autorise pas les expulsions, faute de #relation_diplomatique avec les fondamentalistes religieux.

    La #Commission_européenne a fait part lundi 20 octobre de prises de « #contacts_exploratoires » avec les Taliban. Bruxelles a révélé dialoguer avec les autorités de Kaboul après avoir reçu une lettre de 20 États membres lui réclamant de coordonner une stratégie pour expulser les Afghans en situation irrégulière sur le Vieux continent. La France, l’Espagne et le Portugal n’y ont pas apposé leur signature.

    Ces pays signataires de la missive exigent de l’Union européenne (UE) « des solutions diplomatiques et pratiques » permettant de renvoyer en Afghanistan des personnes condamnées par la justice - mais aussi des personnes dont la demande d’asile a été rejetée en Europe.

    Le dossier est particulièrement « sensible », admet Didier Leschi, le directeur de l’Office français pour l’intégration et l’immigration (Ofii), qui dépend du ministère de l’Intérieur, joint par InfoMigrants. Parce qu’il implique de dialoguer avec les autorités talibanes que l’Union européenne ne reconnaît pas. Cette prise de contact « est un véritable changement de pied », continue-t-il.

    Expulsion d’un Afghan par l’#Autriche

    Pour l’heure, rien n’est fait. Les retours de demandeurs d’asile déboutés sont du ressort des États, rappelle la Commission européenne. Chaque pays met en œuvre sa propre politique de renvoi.

    Ainsi, l’Autriche a procédé mardi 21 octobre à la première expulsion d’un réfugié afghan condamné en justice depuis la reprise du pouvoir des Taliban en 2021. Vienne prépare d’autres retours, a indiqué le gouvernement, malgré les protestations d’ONG.

    Berlin, de son côté, autorise déjà les expulsions vers l’Afghanistan - via des vols charters organisés par le Qatar. Mais l’Allemagne veut aller encore plus vite. Début octobre, le gouvernement allemand avait déjà confirmé que des représentants du ministère de l’Intérieur étaient allés négocier directement avec les dirigeants talibans en Afghanistan. Le but : rendre les vols d’expulsion plus fréquents, sans l’aide d’un tiers.

    « Reconnaître indirectement le régime taliban »

    Le ministre allemand de l’Intérieur, Alexander Dobrindt, avait estimé que Berlin devait avoir la légitimité de renvoyer des criminels dans leur pays d’origine. Et ce, malgré la « cruauté » des fondamentalistes religieux à l’égard de sa population, et notamment des femmes - réduites au silence total. « Nous voulons effectuer des renvois réguliers, et cela ne signifie pas uniquement par des vols charter, mais également par des vols commerciaux », avait détaillé Alexander Dobrindt.

    « Des difficultés avec une partie de l’immigration afghane sont telles que des pays comme l’Allemagne sont prêts à reconnaitre indirectement le régime taliban pour accélérer la délivrance de laissez-passer consulaires », explique encore Didier Leschi à InfoMigrants.

    Pour le moment, deux vols d’expulsion ont été organisés depuis l’Allemagne vers Kaboul, le plus récent ayant transporté 81 Afghans en juillet dernier. Plusieurs des expulsés avaient été condamnés pour violences sexuelles, homicides, blessures volontaires, incendies criminels, infractions liées aux stupéfiants, selon les autorités régionales.

    Ces renvois font bondir les ONG. « Expulser des personnes vers des pays dangereux comme l’Afghanistan et diaboliser les réfugiés est l’expression d’un programme autoritaire qui a malheureusement également trouvé son chemin en Allemagne », a dénoncé Amnesty International.

    « Solutions européennes »

    Pour rappel, la France, elle, n’autorise pas les éloignements forcés vers Kaboul, mais permet la mise en œuvre de « #retour_volontaire » si des ressortissants afghans sans-papiers en expriment le souhait.

    Dans la foulée de l’Allemagne, de nombreuses capitales européennes réclament désormais des avancées concrètes dans un nouveau processus d’expulsions, piloté par Bruxelles.

    La Belgique en fait partie. La ministre de l’Asile et de la Migration, Anneleen Van Bossuyt, souhaite obtenir un soutien de l’UE rapidement. « Ce problème [d’expulsions] n’est pas uniquement belge. C’est pourquoi des solutions européennes doivent être trouvées pour le ’retour volontaire’ et forcé des Afghans. Pour ceux qui n’ont pas d’avenir dans l’UE, le message doit être clair : le retour est la seule option », a estimé la ministre belge.

    Comment se coordonner ? « Il pourrait s’agir de mutualiser des ressources, d’organiser des #vols communs vers l’Afghanistan », a dit le ministre suédois de l’Immigration, Johan Forssell, dans un entretien à l’AFP. « Peu importe la forme, nous devons trouver des solutions communes », a-t-il martelé.

    #Frontex, l’agence européenne de défense des frontières de l’UE, pourrait ainsi être la solution commune. Elle est déjà sollicitée pour organiser des vols d’expulsions depuis les pays membres. « En 2022, l’agence a expulsé près de 25 000 personnes via 151 vols charters vers 24 pays. Sur l’ensemble de ces vols d’expulsion, 90 % ont été organisés à l’initiative de la France, de l’Italie et de l’Allemagne », rappelle the Conversation. Le rythme pourrait être accéléré.

    L’année dernière, les États membres ont ordonné à plus de 22 800 Afghans de quitter leur territoire, mais seuls 435 d’entre eux sont effectivement rentrés dans leur pays d’origine. En 2024 toujours, le nombre de demandes déposées par les ressortissants afghans dans l’UE était de 87 000 demandes, soit la 2e nationalité - contre 150 766 déposées par des Syriens.

    https://www.infomigrants.net/fr/post/67635/expulsions-dafghans-depuis-lue--la-commission-europeenne-annonce-discu
    #renvois #expulsions #migrations #réfugiés #réfugiés_afghans #retours_volontaires

  • Signa Holding: Pleiten mit Strahlkraft
    https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194683.rene-benko-signa-holding-pleiten-mit-strahlkraft.html

    Andere Zeiten, andere Sitten: Unternehmer René Benko (Mitte), von der Politik hofiert; hier mit Alfred Gusenbauer (ehem. Kanzler SPÖ, links) und Sebastian Kurz (ehem. Kanzler ÖVP, rechts) Foto: imago/SKATA

    C’est la banqueroute - felix Austria !

    13.10.2025 von von Stefan Schocher - Am Dienstag startet der Prozess in der Causa um René Benko und das Immobilienunternehmen Signa

    René Benko, um ihn scharten sich einst Leute in Österreich, wie um einen festen Himmelskörper im Austro-Kosmos. Ein Unternehmer, in dessen Licht man sich sonnte – Politiker fanden sich da ein, Ex-Politiker, Unternehmer, Promis und solche, die gerne welche werden wollten. Früher einmal pflegte man salbungsvolle Höflichkeiten auszutauschen in diesen Kreisen rund um das Immobilien- und Handelsunternehmen Signa. Aber so ist es, wenn ein Fixstern plötzlich implodiert: Die Höflichkeiten sind Schweigen gewichen und das Schweigen Milliarden-Forderungen.

    Am Dienstag beginnt der erste Prozess gegen Benko in Innsbruck. Angeklagt ist der 48-Jährige zunächst einmal wegen betrügerischer Krida. Im österreichischen Rechtswesen versteht man unter Krida die betrügerische oder grob fahrlässige Herbeiführung der Zahlungsunfähigkeit durch einen Schuldner, im Deutschen also etwa eines Bankrotts.

    Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wirft Benko vor, 660 000 Euro beiseitegeschafft und damit Gläubiger geschädigt zu haben. Wohlgemerkt: Das ist die erste Anklage. Darin geht es zunächst nicht um das fragwürdige Konstrukt des Signa-Konzerns und Benkos Rolle darin, sondern um die Frage, was nach der Pleite der Signa passiert ist. Und auch dabei nur um einen Teilaspekt: Gegen eine zweite Anklage wegen betrügerischer Krida, in der es um 370 000 Millionen Euro geht, haben Benko und Mitangeklagte Einspruch erhoben.

    Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft geht davon aus, dass Benko wie ein »Alleinherrscher« agiert hat.

    Was Österreichs Justiz damit bevorsteht, ist eine Serie von Verfahren, die Superlative verdient. Denn noch ist nicht einmal das Ausmaß der Pleite erhoben. Genauer gesagt: das der internationalen Verschachtelung von Signa sowie die Rolle Benkos sowie seiner Privatstiftung. Ermittelt wird zudem in Italien wie auch in Deutschland. Beide Staaten haben Haftbefehle ausgestellt. Deshalb wurde Benko ausschließlich über österreichisches Staatsgebiet von Wien nach Innsbruck gebracht – der einfachere Weg auf Straße und Schiene verläuft über das »Deutsche Eck« über Rosenheim in Bayern.

    Die Causa Signa-Benko ist die größte Pleite in Österreichs Nachkriegsgeschichte. Und es ist eine Pleite mit Strahlkraft in viele Bereiche der österreichischen Gesellschaft. Benko war breit aufgestellt: Sebastian Kurz (Ex-Kanzler der Österreichischen Volkspartei, ÖVP), Alfred Gusenbauer (Ex-Kanzler der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, SPÖ), Hans Peter Haselsteiner (Großunternehmer mit Neigung zu den liberalen Neos) und viele andere waren mit Signa verflochten. Mit der Pleite folgte die Einsicht, dass dieser Konzern im Grunde ein Pyramidenspiel war. Schließlich folgte der Privatkonkurs Benkos.

    Jetzt wirkt dieser Kreis wie ein Schwarm Aasgeier, bedacht darauf, ein Stück Kadaver zu ergattern. So forderte Gusenbauer (Ex-Aufsichtsratsvorsitzender von Signa-Prime) 6,3 Millionen aus der Konkursmasse und besteht darauf, nichts über die Lage der Gruppe gewusst zu haben. Benko behauptet wiederum, Gusenbauer wie auch Haselsteiner seien sehr wohl unterrichtet gewesen. Der ehemalige Berater Benkos, der Investor Dieter Berninghaus, fordert von Benkos Privatstiftung 115 Millionen Euro und wirft Benko »Bespitzelung« vor.

    Nach der Signa-Pleite erhob auch Kurz eine Forderung von 1,6 Millionen Euro für Vermittlungstätigkeiten. Überliefert ist, dass Kurz Benko bei der Suche nach Investoren in Abu Dhabi geholfen hat – erstmals bei einem Staatsbesuch als Kanzler 2018. Dann erneut als Kanzler bei einem Staatsbesuch, bei dem es um Energieprojekte ging, im Oktober 2021, also knapp vor seinem Rücktritt im April 2022.

    Nach seinem Rücktritt begann Kurz als Europa-Direktor des in Energiefragen engagierten Staatsfonds von Abu Dhabi, Mubadala, zu arbeiten – der auf Anraten von Kurz wiederum in Signa investierte. Kurz verzichtete schlussendlich auf die Millionen-Forderung. Sie hätte einiges an Aufmerksamkeit auf diese Abfolge gerichtet. Zumal Kurz’ Gesamtrechnung an Signa 2,4 Millionen ausgemacht hatte – 750 000 Euro also bereits beglichen waren.

    Dass sich bei der juristischen Aufarbeitung der Pleite alles auf die Privatstiftung Benkos richtet, hat seinen Grund: Im Geflecht der Signa-Gesellschaften, die zum Teil einander finanzierten, dürfte der Privatstiftung die Rolle der Geldschleuse in den Benko-Häfen zugekommen sein. Im Raum steht der Verdacht, dass aus dem Geldkreislauf zwischen Signa-Gesellschaften immer wieder Geld auf das Konto der Stiftung überwiesen wurde.

    Signa-Investoren brachten nun Forderungen in der Gesamthöhe von 2,36 Milliarden Euro ein – wovon 130,6 Millionen vom Insolvenzverwalter für berechtigt anerkannt wurden. Das Problem dabei: Benko hatte in der Signa keinerlei offizielle Funktion. Die WKStA geht aber davon aus, dass Benko wie ein »Alleinherrscher« agiert hat. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

    #Autriche#spéculation #banqueroute #capitalisme #nepotisme

  • En Allemagne, la mémoire s’estompe et l’AfD donne le tempo - Olivier Cyran
    https://orientxxi.info/longforms/en-allemagne-la-memoire-s-estompe-et-l-afd-donne-le-tempo/en-allemagne-la-memoire-s-estompe-et-l-afd-donne-le-tempo,8531
    https://orientxxi.info/magazine/en-autriche-la-droite-marche-au-pas-du-fpo,8548
    ping @klaus

    Au sein d’une Europe en proie à la montée des #extrêmes_droites, l’Allemagne a longtemps fait figure d’exception. Du fait de son histoire, elle semblait sinon immunisée contre la tentation identitaire, du moins capable de la maintenir sous cordon sanitaire. Depuis quelques années cependant, les digues de la vertueuse exception germanique paraissent s’affaisser devant la montée du parti d’extrême droite #Alternative_für_Deutschland (#AfD), qui constitue désormais la deuxième force du pays. À rebours de l’Allemagne, l’Autriche n’a jamais connu de « dénazification » à proprement parler, aussi incomplète fût-elle, et son extrême droite d’après-guerre n’a pas eu à défier les interdits moraux qui étaient de mise chez sa puissante voisine.
    Différentes, les trajectoires de l’AfD et du Parti de la liberté d’Autriche (#FPÖ) se rejoignent pourtant sur un point : elles se sont toutes deux consolidées depuis le début de la guerre génocidaire livrée par Israël contre Gaza. Par quels ressorts ces partis ont-ils tiré profit de la guerre au Proche-Orient et de sa réception par le monde politique et médiatique, malgré un lourd passé antisémite ? Comment leur idéologie islamophobe et xénophobe a-t-elle fini par éclabousser l’ensemble de la classe politique ? Pour le comprendre, Orient XXI publie deux grands reportages en #Allemagne et en #Autriche (publication le 30 septembre).

    #Olivier_Cyran illustration #Willem

    • « Konrad Adenauer, le chancelier de l’après-guerre, l’avait dit : si nous voulons nous faire pardonner l’Holocauste, nous devons soutenir Israël. Ce n’est pas un hasard si l’accord conclu entre les deux pays en 1952 a été formalisé par son chef de cabinet, Hans Globke, un ancien juriste nazi impliqué dans la rédaction des lois antijuives du IIIe Reich. En tirant un trait d’égalité entre juifs et Israël, l’Allemagne a posé la base idéologique sur laquelle elle pouvait prétendre faire corps avec ses victimes. »

      (...) Au cours de l’année 2024, un tiers des événements publics annulés en Allemagne pour cause de soupçon d’antisémitisme avaient pour tête d’affiche une personnalité juive critique d’Israël

      [...]

      Un lien mécanique entre les discours et les actes est rarement démontrable, mais il n’étonnera personne que le nombre officiel des agressions racistes subies par des personnes musulmanes, et recensées par le ministère fédéral de l’intérieur, a explosé, passant de 610 en 2022 à 1 464 en 2023, puis encore à 1 848 en 2024. « L’effet 7 octobre 2023 », a-t-on dit, qui est aussi l’effet d’une société allemande en voie de brutalisation.

      #extrême_droite #instrumentalisation_de_l'antisémitisme

  • From borders to workplaces: How Europe is reinventing immigration control

    European governments are shifting from border enforcement to workplace restrictions. New research shows Austria, Germany, Ireland, and the UK now use job tests, wage thresholds, and employer lock-ins to limit migrant competition.

    When immigration makes the news in Europe, the focus is usually on borders. In the UK, headlines dwell on “small boats,” while across the EU, the debate often centers on asylum seekers crossing frontiers. Yet a quieter change has been unfolding — not at the border, but in the workplace.

    A recent study published by the London School of Economics titled The return of the state: how European governments regulate labour market competition from migrant workers shows how Austria, Germany, Ireland, and the United Kingdom have steadily tightened the rules that govern how migrants present in the country access jobs. Instead of relying only on border control, governments are introducing restrictions that decide who can be hired, on what terms, and at what pay.

    What restrictions look like

    The study identifies three main types of barriers that now shape the employment of migrants after they have entered the country:

    – Job vacancy tests — employers must first prove that no local worker is available before hiring someone from abroad.
    – Pay and qualification thresholds — migrants are often required to meet higher-than-average wages or education levels to ensure they do not undercut local labor.
    – Employer lock-in periods — many new arrivals are tied to one employer for at least a year before they can switch jobs.

    Asylum seekers face additional rules, such as waiting months before being permitted to work.

    Four countries, four paths — but converging outcomes

    Despite their different histories, the four countries studied ended up with strikingly similar systems.

    - Austria launched the Red-White-Red Card in 2004, combining vacancy checks with salary thresholds and binding skilled workers to one employer for at least a year.
    - Germany replaced its Aliens Law with a new residency framework in 2005 and later introduced the EU Blue Card, imposing wage floors and job tests, with skilled workers locked into their first employer for two years.

    https://gw.infomigrants.net/media/resize/my_image_big/bcf3ba967c141fec0d6161d9f4a5cd2fcef1f780.webp

    - Ireland, once a country of emigration, imposed some of the strictest conditions: eight weeks of job advertising before a migrant can be hired, steep salary thresholds of 32,000-64,000 euros, and one-year employer ties.
    - The United Kingdom introduced a points-based visa system in 2008. Employers provided only statements that no locals were available, but workers remained tied to their sponsors. Salary thresholds applied, and the highly skilled Tier 1 visa was closed in 2011.

    By 2020, Austria and Ireland — which had few restrictions in the 1990s — had caught up with Germany and the UK. Even highly skilled workers, once thought to be exempt, were now subject to vacancy tests and salary floors.

    Beyond economic models and EU rules

    These changes challenge two common explanations.

    One argument, rooted in the “Varieties of Capitalism” framework, suggested liberal market economies like the UK and Ireland would stay more open, while coordinated economies like Austria and Germany would be more protective. In reality, all four converged on the same restrictive path.

    Another view is that the European Union drives migration policy. While Brussels has set minimum standards — such as waiting times for asylum seekers — most workplace restrictions were designed and enforced nationally.

    Instead, domestic politics mattered most. The EU’s enlargement in 2004 and 2007 sparked concern about job competition. In response, governments introduced stricter rules on access to employment, particularly in lower-skilled sectors.

    Attracting skilled labor from abroad

    While tightening access to jobs for migrants inside the country, European governments are, however, also launching schemes to draw in top talent.

    In the United Kingdom, the number of authorized sponsors for the skilled worker visa reached 110,500 in 2024 — reflecting continued demand — while the government is drafting reforms to attract high-ability professionals in artificial intelligence, life sciences, clean energy, and biosciences, as outlined in its upcoming immigration white paper.

    Germany has launched the new Opportunity Card, a points-based scheme that allows people to come and look for jobs in shortage sectors, with particular outreach to workers from India and African countries such as Kenya.

    Ireland continues to issue employment permits targeted at critical skills in areas such as IT and finance, while Austria promotes its Red-White-Red Card, a points-based system that gives preference to highly qualified migrants in shortage professions.
    The wider European tension

    The national policies examined by the LSE study mirror a broader contradiction across Europe: economies face growing labor shortages, but political debates continue to cast immigration as a problem to be “solved.”

    Last week the European Central Bank President Christine Lagarde noted that foreign-born workers make up only nine percent of the EU workforce but have accounted for half of all job growth since 2022. From hospitals to building sites, many industries depend on them.

    Yet anti-immigrant parties and populist rhetoric have raised the political stakes. In Germany, officials warn of looming labor shortages while asylum seekers face new restrictions. In the UK, the Labour government has pledged tougher visa salary rules despite warnings from employers that cuts in foreign recruitment will cripple care, construction, and hospitality.

    Governments often reach for workplace restrictions because they are politically useful. They are less visible than border fences, but they allow leaders to claim they are protecting local workers while still supplying some labor to employers.

    Economic consequences of protectionism

    The study cautions that this approach carries significant economic risks. By limiting migrant access to jobs, governments risk worsening shortages in care work, construction, agriculture, and other key industries.

    Strict wage thresholds and job tests also reduce flexibility, the study points out. Workers cannot easily move into roles where demand is greatest, slowing economic responsiveness. Over time, these barriers threaten growth, undermine competitiveness, and intensify the problems of aging populations.

    Employers may benefit in the short term when migrants are tied to contracts, but the wider economy loses out on the mobility and dynamism that come with a flexible labor force.

    From borders to labor markets

    The study concludes that Europe has shifted from controlling migration mainly at the border to managing it inside the labor market. This represents a new kind of protectionism: instead of shutting the door, states regulate the terms of entry into jobs.

    Politically, these measures are attractive because they offer an “easy win.” Governments can say they are shielding local workers without sparking business opposition. Employers often tolerate the extra bureaucracy, and some even welcome the stability of tied contracts. But migrants face reduced rights, limited freedom, and weaker bargaining power.

    The bigger lesson is that far from losing control to global markets or EU institutions, national governments remain firmly in charge. They are actively reshaping migration to balance economic needs, political pressures, and worker protection.

    Ever changing rules

    Europe’s migration debate is no longer just about who crosses its borders. Increasingly, it is about what kind of work migrants are allowed to do once they arrive, and under what terms.

    The shared path taken by Austria, Germany, Ireland, and the UK underscores this shift. States are using employment rules to manage migration in ways that are less visible but just as powerful as border controls. Europe may still look like a fortress, but it is one with many gates — and the rules governing those gates are being quietly rewritten.

    https://www.infomigrants.net/en/post/66644/from-borders-to-workplaces-how-europe-is-reinventing-immigration-contr

    #mobile_borders #hostile_environment #environnement_hostile #travail #migrations #contrôles_migratoires #frontières #lieu_de_travail #Allemagne #Autriche #marché_du_travail #restrictions #asile #demandeurs_d'asile #préférence_nationale #Rot-Weiß-Rot_Karte #Rot-Weiss-Rot_Karte #main_d'oeuvre #discours #rhétorique #statistiques #chiffres #protectionnisme #risque_économique #salaires

    ping @reka @karine4 @_kg_

    • The return of the state: how European governments regulate labour market competition from migrant workers

      What is the role of the market economy and of the European Union in shaping policies that limit migrants’ access to the labour market? While much of the existing research has examined the development of border policies in Europe, less attention has been given to post-entry measures regulating the employment of Third Country Nationals. We examine the role of different market economies and the European Union in devising lesser-known measures that target migrant labour market competition. Focusing on the period from 1990 to 2020, we analyse four case studies: Austria, Germany, Ireland, and the United Kingdom. We hypothesize that these migrant labour market competition measures (MCM) have emerged in ways that challenge both the marketization of migration thesis and predictions from theories of EU immigration policymaking and varieties of capitalism (VoC). While the European Union’s influence partially explains the adoption of some selective policies, the emergence of MCM transcends the VoC framework. Furthermore, contrary to marketization claims, states have sought to address labour market concerns about competition from migrants by adopting selective, rather than indiscriminate, regulatory approaches. We argue that the interplay between selectivity and measures restricting migrant labour market competition has become central to understanding how states regulate migration in the European Union.

      https://comparativemigrationstudies.springeropen.com/articles/10.1186/s40878-025-00433-3#Sec4

  • BESETZT! Arena St. Marx 1976 – Erinnerungen | Redaktion Österreichisches Pressebüro
    https://www.oepb.at/allerlei/besetzt-arena-st-marx-1976.html

    Arena besetzt 1976, Foto: Heinz Riedler, Samlung Wien Museum

    Der Sommer 1976 sollte die Bundeshauptstadt Wien verändern. Am 1. August stürzte die Reichsbrücke ein, anhand dieser ein toter Wiener Linien-Busfahrer zu beklagen war. Im gleichen Zeitraum „besetzten“ zahlreiche Jugendliche, Musik-Freaks und Menschen, die sich für einen Kulturraum, gegen überteuerte Mieten und die Abrissbirne zur Wehr setzen, den alten Schlachthof zu Wien-Simmering in St. Marx. Die Haus-Besetzung „feierte“ somit in Österreich in diesen Tagen ihre Geburtsstunde.

    Das WIEN MUSEUM zeigte dazu bis 12. August 2012 eine diesbezügliche Ausstellung.

    Mit der Besetzung der Arena, dem ehemaligen Auslandschlachthof, startet ein „Happening der 100 Tage“, das Wien aufrüttelt und auch spaltet. Erstmals treten neue politische und gegenkulturelle Bewegungen in den Blickpunkt einer breiten Öffentlichkeit.

    Arena Plakat 1976 Sammlung Wien Museum

    Hier, jetzt und für alle

    „Die Arena-Besetzung war unser 1968, ein anarchischer Freiraum, der Energien und Fantasien freisetzte.“, so ein Aktivist von einst. Gefordert wird ein selbst verwaltetes Kulturzentrum ohne Bevormundung – und zwar „Hier, jetzt und für alle!“. Die Konfrontation ist grundlegend, radikal werden die politischen Verhältnisse in Frage gestellt: Wem gehört die Stadt? Wer bestimmt? Was ist Kultur? In St. Marx werden über drei Monate lang Basisdemokratie und das Konzept einer offenen Gesellschaft erprobt, ehe das Experiment gestoppt und das Areal doch noch geschliffen wird. Wiens damaliger Bürgermeister Leopold Gratz, als auch die Kulturstadträtin Gertrude Fröhlich-Sandner sahen sich mit einem – friedlichen – Widerstand aus der Bevölkerung konfrontiert, den die Zweite Republik nach 1945 bis dato noch nicht erlebt hatte.

    „Bei uns hat´s a Sau/viel besser als a Mieter im Gemeindebau.“, raunt ein hemdsärmeliger bärtiger Mann im Zuge eines „Ohne Maulkorb“-ORF-Interviews von 1976 während der Arena-Besetzung. Das staatliche Fernsehen ist zugegen und die ORF-Kameras oftmals in diesen 100 Besetzungs-Tagen vor Ort. Man hatte es sich häuslich und gemütlich gemacht am gesamten Arena-Areal. Es gab sanitäre Anlagen, Schlafräume, Musik-Bühnen, ein Theater und die Aktivisten frönten einem friedlichen Lagerleben.

    Arena Theater 1976, Foto: Burgi und Peter Hirsch, Sammlung Wien Museum

    Bereits vor der Arena-Besetzung kam es in Wien zu Kämpfen gegen eine Stadtpolitik, die Fortschritt mit Abrissbirne und Beton gleichsetzt. Im abgewohnten Spittelberg-Viertel setzen sich Architekten und Intellektuelle, aber auch Jugendliche aus der Subkultur gegen Abriss und Nobelsanierung zur Wehr. Das „Amerlinghaus“ wird besetzt und nach langwierigen Verhandlungen 1978 zum ersten selbst verwalteten Kulturzentrum der Stadt. Der Protest jedoch verschärft sich. Im Burggarten demonstriert man 1980 für „Rasenfreiheit“, Hausbesetzungen folgen. Unter dem Eindruck der Jugendkrawalle von Zürich reagiert die Stadt. Sie gesteht Subventionen für die „neue“ Arena im ehemaligen Inlandsschlachthof zu, in Wien-Alsergrund entsteht das WUK/Werkstätten und Kulturhaus, in der Gassergasse ein autonomes Kultur- und Kommunikationszentrum mit Werkstätten, Proberäumen und einer Alternativschule. Dieses wird jedoch nach zwei Jahren wegen Anrainerbeschwerden und Vorwürfen des Drogenmissbrauchs gewaltsam geräumt. Ein Teil der Aktivisten wechselt in den 6. Bezirk und lebt in der Aegidigasse/Spalowskygasse in alternativen Hausgemeinschaften. Auch hier kommt es zu einem gewaltsamen Ende. 1990 wird das Ernst-Kirchweger-Haus in Favoriten besetzt, wo die Forderung nach Selbstverwaltung bis heute Platz gefunden hat.

    Besetztes Amerlinghaus 1975, Foto: Karl Heinz Koller, Sammlung Wien Museum

    Zahlreiche Plakate und Flugblätter, sowie eine Vielzahl an Fotos – die umfangreiche Chronik des Arena-Sommers, dokumentiert von Peter Hirsch/Arena-Photogruppe – und Fernseh-Dokumentationen finden in der Ausstellung ihren Niederschlag für die Nachwelt. Manche Aktivisten und Künstler von einst, die damals am Beginn ihrer Laufbahn und Karriere standen, werden sich anhand der Veröffentlichungen wieder finden. Besetzer und Politiker, entweder vor Ort oder im Zuge von öffentlichen Anhörungen, kommen zu Wort und der geneigte Besucher kann sich selbst ein leb- und leibhaftiges Bild darüber machen, wie das damals abgelaufen ist. Am Ende gewinnt immer die Staatsmacht, dies ist selbst heute noch unbestritten. Dennoch wird es immer wieder Menschen geben, die teilweise friedlich, ihren Träumen, Plänen und Zielen vehement Nachdruck verleihen werden.

    ARENA Wien heute (2025)
    https://arena.wien

    Zur Geschichte der Arena Wien
    https://magazin.wienmuseum.at/zur-geschichte-der-arena-wien

    Zur Geschichte der Arena Wien

    16.9.2024 von Constanze C. Czutta - Dass die „Arena Wien“ einst Teil eines Schlachthofes war, ist bekannt. Doch wie kam es überhaupt dazu, dass in St. Marx ein Schlachthof gebaut wurde? Und wie kam es zur Besetzung 1976? Ein historischer Rückblick – vom Schlachthauszwang bis zum Denkmalschutz.

    Wien zählt seit kurzem wieder zwei Millionen Einwohner:innen. Das letzte Mal, dass die Bevölkerungsdichte diesen Höhepunkt erreichte, war um 1900. Im 19. Jahrhundert zogen, durch die rasanten baulichen Entwicklungen in der Stadt, zahlreiche Arbeiter:innen aus allen Ecken der Monarchie nach Wien und schufen u.a. die Prachtbauten und -straßen der kaiserlichen Residenzstadt, obwohl sie selbst in bitterer Armut leben mussten.

    Mit dem Bevölkerungswachstum änderten sich auch die Anforderungen an die tägliche Versorgung. Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war deutlich geworden, dass die bestehende Infrastruktur für die schnell wachsende Stadt nicht mehr ausreicht und außerdem veraltet war. Die industrielle Entwicklung war zwar schon seit langem im Gange, doch Wien wurde zu einem großen Teil noch immer von Gemüsebauern, Handwerksbetrieben und Fleischern mit privaten Schlachtstätten in Innenhöfen oder an Brücken versorgt. Die Tiere kamen aus den Kronländern und wurden in der Stadt auf öffentlichen Straßen zu den Fleischhauern getrieben. Die Stadt suchte nach zeitgemäßen Lösungen und fand sie in anderen europäischen Großstädten, vor allem Paris.

    Dort hatte Napoleon in kurzer Zeit fünf große Schlachthöfe nach bewährtem französischen System erbauen lassen. Neu war daran der sogenannte Schlachthauszwang per Gesetz, der das Schlachten außerhalb der städtischen Schlachtanlagen verbot. Ein Schritt zu mehr Hygiene in der Stadt war damit getan.

    Der erste Schlachthof in St. Marx an der Viehmarktgasse, um 1848. Der Weg am linken Bildrand ist die heutige Schlachthausgasse. Quelle: Faksimile einer Druckgrafik, Mitte des 19. Jahrhunderts, Privatarchiv

    Nach umfangreichen Studienreisen ließ das Wiener Stadtbauamt 1848 zwei für Wien neuartige Schlachthofanlagen errichten. Eine in Gumpendorf und eine in St. Marx am östlichen Stadtrand. Der rege Reise- und Handelsverkehr führte dort seit der Antike über die spätere Simmeringer Hauptstraße, die Landstraßer Hauptstraße und den Rennweg und wurde zur Kontrolle und Mautabgabe an den Stadtgrenzen gebündelt. Das St. Marxer Tor war die östliche Einlassstelle und entwickelte sich von einer mittelalterlichen Kapelle (St. Markus) mit Siechenhaus zum späteren Bürgerspital. Im 18. und im beginnenden 19. Jahrhundert entstanden neben den Versorgungseinrichtungen Viehstände samt Schlachtstätte.

    Bürgerspital und Versorgungshaus am St. Marxer Tor, 1835. Quelle: Carl Graf Vasquez (Herausgeber): „Kais. Königl. Polizey Bezirk Landstrasse: bestehend aus den Vorstädten Landstrasse, Erdberg und Weissgärber nebst 14 Ansichten der vorzüglichsten Gebäude von Carl Graf Vasquez“, um 1835, Wien Museum Inv.-Nr. 19436/4

    Der erste Schlachthof in St. Marx an der Viehmarktgasse, um 1848, Ansichtskarte, um 1898, Wien Museum Inv.-Nr. 179991

    Die Anhöhe bot viel Platz und Durchlüftung und ließ das unliebsame Gewerbe an den Rand der Stadt und der Gesellschaft verschwinden.

    Zentralviehmarkt-Anlage, 1910 - Quelle: Paul, Martin. Technischer Führer durch Wien. Wien, 1910

    Die Stadt baute weitere Schlachthäuser, da auch in Österreich der Schlachthauszwang eingeführt wurde. St. Marx wurde mehrmals stark erweitert und entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts zum größten Schlachthof und Viehmarkt Europas, dem St. Marxer Central-Viehmarkt mit Platz für zigtausende Tiere. Und eine Brauerei. Doch auch dieser gigantische Versorgungskomplex reichte nicht aus und am untersten Ende des Zentralviehmarktes, am heutigen Franzosengraben, wurde der Bau einer neuen Schweineschlachtstätte geplant.

    Der Bauplatz des neuen Schweineschlachthauses, dessen denkmalgeschützte Reste die heutige Arena bilden, befindet sich in einem ehemaligen Überschwemmungsgebiet, das erst dauerhaft bebaut werden konnte, als die Donauregulierung 1884 abgeschlossen war. Jahrhundertelang formte das Wasser dort Flüsse, Bäche und Inseln, die zum Teil als Kuhweiden benutzt wurden. Die Arena war sozusagen mal eine Insel.

    Das neu errichtete neue städtische Schweineschlachthaus an der Baumgasse, 1910. Quelle: Die Gemeindeverwaltung des Reichgaues Wien. Wien, 1910

    Nach Jahren des Verhandelns und Planens wurde das neue städtische Schweineschlachthaus 1908-10 unter der Leitung des Bauingenieurs Max Fiebiger auf aufgeschüttetem Terrain errichtet. Die hinteren Hallen (Stallungen, Schlachthallen, Darmwäscherei) bestanden nur bis Ende der 1970er Jahre. In der angrenzenden Durchfahrt konnten die Schweinehälften in Autos verladen oder weiter in die beiden großen Kühlhallen gebracht werden. Auch die Kühlhallen sind nicht mehr existent und markieren den Platz des heutigen Open Air Geländes.

    Die heutige große Halle beherbergte Kessel- und Maschinenhaus, Werkstätten und Lager. Das Gebäude der Sterilisierungsanstalt, der langgestreckte, niedrige Bau, wo heute die kleine Halle und der Dreiraum weiteren, kleineren Konzerten Platz geben, wurde 1926 um die sogenannte Freibank erweitert.

    Fleisch, das von seuchenverdächtigen oder verunfallten Tieren stammte, musste gesondert behandelt und in ausschließlich dafür vorgesehenen Verkaufsstellen – der Freibank, verkauft werden. Einkommensschwächere, von Armut Betroffene, kauften dort günstiges Fleisch, das genießbar gemacht wurde und nicht mit dem üblichen Schlachtbetrieb in Berührung kommen durfte.

    Trotz hohem technischen und hygienischen Niveau veränderte sich vieles immer schneller, es folgten neue wissenschaftliche Erkenntnisse, neue Gesetze, Adaptierungsmaßnahmen. Bald nach dem Ersten Weltkrieg konnte das neue Schweineschlachthaus nicht mehr mithalten. Vor allem in den USA waren die riesigen, mehrstöckigen Schlachtfabriken, die aus den Handwerker:innen des Fleischergewerbes Arbeiter:innen unterster Klasse machten, durch ihre rationalisierte Fließbandarbeit ein maßgebendes Vorbild für die Industrialisierung der Schlachtung. Fleischimporte wurden billiger.

    Nach der Wiederinstandsetzung des Schlachthauses nach dem Zweiten Weltkrieg gingen Schlachtungen im Allgemeinen so stark zurück, dass viele Schlachthöfe geschlossen wurden. 1997 wurden schließlich auch die Schlachtungen am Zentralviehmarkt beendet. Eine Brache fand hier eine Heimstatt, so entstand durch Umnutzung und Neubebauung Neu Marx.

    Und wie kam es zur Arena-Bewegung? Und was hat sie für den Denkmalschutz geleistet? Was konnte sie für die Jugendkultur und für die Kulturpolitik der Stadt Wien nachhaltig bewirken?

    Wien war in den 1970er Jahren eine konservative, zubetonierte Stadt. Die traditionsreiche Hochkultur wurde nach wie vor gefördert; die Alternativ-, Sub- und Jugendkultur ging leer aus. Feste gesellschaftliche Normen, Arbeitslosigkeit und Chancenlosigkeit lösten Frustration bei der Jugend und unter den Kunst- und Kulturschaffenden aus. In Musik, Literatur, Theater oder bildender Kunst fanden sie ihren Ausdruck. Dafür brauchte es nicht nur Platz in der Gesellschaft, sondern auch einen physischen Ort.

    Als in den Nachkriegsjahrzehnten europaweit zahlreiche Industrieanlagen stillgelegt wurden, boten sich Möglichkeiten an, diese Gebäude zu erhalten und anderweitig zu gebrauchen. In ganz Europa engagierten sich Menschen, die sich für kulturelle Umnutzungen und die Belebung ihrer Stadtteile einsetzten. Manchmal durch Bürger:innenbeteiligung, manchmal leiser, manchmal laut.

    Die Arena-Bewegung geht auf die alternative Kulturinitiative Festwochen Arena zurück. Sie lief parallel zu den Wiener Festwochen bereits 1970. Als die Veranstaltung 1976 bereits zum zweiten Mal im ehemaligen Kontumazmarkt und Seuchenhof an der Döblerhofstraße im Bezirk Landstraße stattfand und man von den Verkaufs- und Abrissplänen durch den Finanz- und Immobilienspekulanten Leopold Böhm, dem Erben der Modekette Schöps, erfuhr, beschlossen die „Arenaut:innen“ spontan zu bleiben. Das Warten, Suchen und Bitten nach einem dauerhaften Platz für Alle von Allen sollte spontan enden.

    Die Gelegenheit war perfekt.

    Besetzung der Arena: „Große Halle“, 29.06.1976, Foto: Heinz Riedler, Wien Museum, Inv.-Nr. 301366/8

    Der Kontumazmarkt und Seuchenhof war 1916-1922 etwas abseits und getrennt von der großen Zentralviehmarkt-Anlage, ebenfalls von Bauingenieur Max Fiebiger, erbaut. Der achtmal größere Kontumazmarkt (Kontumaz = Quarantäne) war für die Beherbergung und Schlachtung von Tieren, die aus seuchenverdächtigen Gebieten kamen, errichtet worden.

    Die Größe des später so genannten Auslandsschlachthofs bot allen Vorstellungen und Bedürfnissen Platz. Im Juni 1976 wurde das gesamte Gelände besetzt und spontan für neue Bedürfnisse adaptiert, nach den Ideen derer, die zur Besetzung geblieben, und jener, die extra zur Hilfe kamen. Innerhalb von drei Monaten entstanden zahlreiche kulturelle und soziale Einrichtungen wie ein Literaturcafé, ein Frauenhaus, Werkstätten, Bühnen, Ateliers, Galerien, eine Volksküche, ein Kinderhaus oder ein Teehaus. Gemeinsam leben, gemeinsam schaffen – so lautete das Motto.

    Besetzung der Arena: Die Kommunikationszentrale, 31.07.1976, Foto: Heinz Riedler, Wien Museum, Inv.-Nr. 301366/173

    Arena: vermutlich „entlaufene Heimkinder“, Foto: Heinz Riedler, Wien Museum, Inv.-Nr. 301366/226

    Auch obdachlose Kinder und Menschen, die aus dem gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen waren, wurden aufgenommen und arbeiteten mit. Experimentelle Literatur fand einen Platz, unangepasste bildende Kunst, widerständige Lieder und Revolutionstheater erweiterten und bereicherten das graue Wien. Die Medien berichteten beinahe täglich, und die Bevölkerung spendete Essen, Geld- und Sachleistungen. Konservative sehnten sich allerdings beim Anblick der langhaarigen Unbequemen nach vergangenen Zeiten.

    Abbruch des Arena-Geländes im Herbst 1977, Foto: Heinz Riedler, Inv.Nr. 301366/327

    Das Gelände wurde schließlich im Oktober 76 geräumt und die Gebäude abgerissen. Die Besetzer:innen verstummten dennoch nicht und setzten ihre Demonstrationszüge in der Stadt fort. Die Stadtregierung trat daher in Verhandlungen mit den „Arenaut:innen“, die ihre Forderungen präzise darlegten, was eine fundierte Basis für Gespräche bot. Bevor die Wahl auf das heutige Arena-Gelände fiel, wurden das Schloss Neugebäude und eine Meidlinger Lederfabrik angeboten. Beides wurde von Seiten der „Arenaut:innen“ abgelehnt. Auch das heutige Areal fand zunächst keinen Zuspruch, wurde aber letztlich unter mehreren Bedingungen angenommen.

    Vielleicht das älteste Graffito Wiens (sieht man von Joseph Kyselak ab)? - Quelle: Privat

    Dieses als Inlandsschlachthof bezeichnete ehemalige Schweineschlachthaus befand sich aber in teils nicht betretbarem Zustand. Und die von hunderten BesetzerInnen übriggebliebene Kleingruppe Unerschrockener sollte mit Teilabrissen und Behinderungsaktionen aus dem 1977 übergebenen Schlachthaus vertrieben werden.

    Einer aus der kleinen Gruppe an Besetzer:innen war Dieter Schrage, ein als „Berufsjugendlicher“ bezeichneter deutscher Kulturwissenschaftler und -aktivist, der Texte zur basisdemokratischen Selbstverwaltung von Kulturvereinen und die heute noch gültigen Vereinsstatuten des Vereins Forum Wien Arena verfasst hat. Er brachte die Arena-Bewegung als erster Obmann in eine neue Zeit an einem neuen Ort.

    2026 wird die Arena ihr 50-jähriges Jubiläum feiern. Jährlich führt sie rund 200 Veranstaltungen und 30 Open Airs durch, subventioniert und unterstützt von der Stadt Wien. Doch der Anfang war schwer und erst nach drei Jahren der notdürftigen Sanierungsmaßnahmen konnte 1980 mit dem regulären Veranstaltungsbetrieb begonnen werden.

    Von Drahdiwaberl bis Nirvana

    Bereits zu Beginn traten die Größen der österreichischen Literatur- und Musikszene auf. Internationale Bands kamen dazu. Allein bis 1992 traten z.B. Bad Religion, Black Sabbath, Faith No More, John Lee Hooker, Little Richard, Nirvana, Sepultura, Screaming Jay Hawkins, Nick Cave, Tracy Chapman, Iggy Pop oder Van Morrison auf. Auch die Festwochen Arena. Die heimische Punkszene war mit Bands wie Chuzpe, die Böslinge oder Stefan Weber (Drahdiwaberl) vertreten. Später kamen unter anderem Motörhead, Ringo Starr, Alice Cooper, Slayer, Billy Idol, Thin Lizzy, Moby oder Blondie hinzu.

    „Alle, die mittun, können mitbestimmen.“ und „Wir arbeiten gemeinsam. Wir feiern gemeinsam.“ – das waren die Leitsätze, trotzdem kennzeichneten weitere Probleme den Beginn des neuen Kulturvereins. Es musste Stück für Stück gelernt werden, was gelebte Basisdemokratie, antiautoritäre Selbstverwaltung für einen laufenden Kulturbetrieb bedeuten. Gesprächsintensive, stundenlange Plena führten oft zu keinen Entscheidungen und kurze Zeit gab es sogar zwei befeindete Vorstände.

    Trotz der Hürden entstanden auch periodisch wiederkehrende Veranstaltungen: Das Iceberg, das Arena Sommerkino, das Mainframe, der Circus, die Bierwoche, zum Schluss die Roadtrip-To-Outta-Space-Reihe. Außerdem Deutschkurse, Lehrlingsausbildung und größere Benefizveranstaltungen (Bock auf Kultur, Nacht gegen Armut mit Patti Smith) – aber auch kleinere wie z.B. für die Operation eines Arena-Hundes.

    Spektakuläre Sportveranstaltungen wie Freerunning, BMX oder Snowboard Contests, Skatefest, Wrestling oder die cyberpunkige Performancekunst von DNTT-Feuerzirkus oder Mutoid Waste Company brachten noch mehr Veranstaltungsvielfalt. Kleineren Bands wird mit dem kleinsten Konzertraum, dem Arena Beisl, oderdem Dreiraum und Proberäumen weiterhin Unterstützung geboten.

    Open-Air Gelände vor der Abgrabung und das Beisl, um 1994, Foto: Arena Archiv

    Das zuvor ebene Open Air Gelände, das erst durch den Abriss der historischen Kühlhallen nach dem Einzug entstand, wurde in den 1990ern abgegraben, später die große Halle um- und dann eine neue, größere Open Air Bühne aufgebaut. Die Bühne erfuhr ihre letzte, technische Adaptierung 2024 durch eine neue Soundanlage, die die Stadt Wien subventionierte.

    Ohne die einstige Besetzung würde es die Arena nicht geben. Vielleicht in anderer Ausführung an einem anderen Ort. Aber die Umnutzung der historischen Industrieanlage hat die Architektur gerettet. Diese zahlreichen nachfolgenden Bewegungen erkannten darin das Potential zur Definierung eines neuen Kulturbegriffs mit Symbol- und Vorbildcharakter. Vielzählige Unterschutzstellungen und kulturelle und soziale Umnutzungen folgten. Vieles ist der Arena Wien ähnlich; nichts steht in einer Reihe mit ihr. Seit 1997 stehen die Gebäude auch auf Grund der „weitgehend vollständig erhaltenen Sichtziegelfassaden“ unter Denkmalschutz.

    Der „Arena-Fries“, Foto: Arena Archiv

    Sichtziegelbauweise findet man im Wien der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr häufig, vor allem an kommunaler und industrieller Architektur. Die durch die rohen Ziegel geprägten Fassaden wurden durch variantenreiche Ziegelfriese, Zierbänder und -formen, optisch gegliedert und ästhetisch gestaltet. In unmittelbarer Umgebung z. B. die Gasometer des ehemaligen Gaswerks. Und an den Gebäuden in der Arena. Besonders bemerkenswert ist eine bestimmte, momentan nur in der Arena vorkommende Friesform: Der Arena-Fries, der durch 45° über Eck gestellte Ziegel in 3 Reihen eine stilisierte Blume oder ein Kreuz (je nach Schattenwirkung) zeigt.

    Die große Halle – das ehemalige Kessel- und Maschinenhaus, 2013, Foto: Arena Archiv

    Die Frage nach dem Architekturvorbild der großen Halle lässt sich leichter lösen. Die deutlich in zwei niedrigere „Seitenschiffe“ und das mittlere, höhere „Hauptschiff“ aufgeteilte Fassade weist auf die Bauweise einer Basilika hin. Im Zuge des Historismus wurde der basilikale Aufriss vielfach in der Industriearchitektur, oft an Maschinenhäusern, verwendet. Eine Anbetung der Maschinen des industriellen Zeitalters.

    Trotz der Besonderheiten des Areals der Arena Wien ist sie kein (Freilicht-)Museum, sondern ein lebendiges Denkmal zur Stadtgeschichte. Der Verein bemüht sich, den Charakter auch in seinen Einzelteilen zu bewahren und in den Betrieb einzugliedern. Nachts wird die fehlende Pförtnerhausuhr an ihre Originalstelle projiziert, ein alter Aufzugsmotor durch Beleuchtung in den Gastraum integriert oder neue Beeteinfassungen mit dem Arena-Fries versehen.

    Blumenbeet mit neuem Arena-Fries, um 2000 gebaut von den neuen ArenautInnen, 2013, Foto: Arena Archiv

    Die Besonderheit und Notwendigkeit des Fortbestands des Areals und des Vereins zeigt sich nicht nur durch die Geschichte, sondern auch durch ihre Betreiber:innen und durch die Anerkennung der Bevölkerung. Auf Rebellion und Leidenschaft gebaut, entwickelte sich die Arena zum größten alternativen Kultur- und Jugendverein: „Entertainment & Confrontation“ für Alle!

    Hinweis: Zum 50-Jahr-Jubiläum der Arena 2026 wird eine große Publikation zur Geschichte des Areals erscheinen. Das Publikatiosprojekt wird von der Autorin dieses Beitrags koordiniert.

    Constanze C. Czutta (*1980) ist Kunsthistorikerin in Wien, wissenschaftliche Redakteurin bei der Online-Plattform für Industriedokumentation schlot.at und bei Schmiedetechnik Steiner für Forschung und Dokumentation zuständig. Sie arbeitet aktuell an einer Publikation über die Geschichte der Arena Wien.

    Sankt Marx | Historische Bilder (IMAGNO) | Bilder im Austria-Forum
    https://austria-forum.org/af/Bilder_und_Videos/Historische_Bilder_IMAGNO/Sankt_Marx

    #Autriche #Vienne #abattoir #squats #centre_culturel

  • ARENA BESETZT | sixpackfilm
    https://www.sixpackfilm.com/de/catalogue/1986

    Der Film zeigt anhand von Material, welches während der Besetzung der Arena im Sommer 1976 entstanden ist, die Organisation kollektiver Arbeit, die Verhandlungen mit der Gemeinde und schließlich den Abriss der Gebäude. Er ruft in Erinnerung, wie eine Generation durch das Engagement in der Arenabewegung politisiert wurde.

    Orig. Titel
    ARENA BESETZT
    Jahr 1977
    Land Österreich
    Länge 77 min
    Regie Franz Grafl, Josef Aichholzer, Ruth Beckermann
    Kategorie Dokumentarfilm
    Orig. Sprache Deutsch

    Arena Wien 1976
    https://www.youtube.com/watch?v=1sLVKSo6ZtU

    ArenaTheater
    https://www.youtube.com/watch?v=YbZ-hJVpK0U

    Leonard Cohen - Un As Der Rebbe Zingt - Yiddish song (live at Arena, Vienna, 1976)
    https://www.youtube.com/watch?v=4z82ia-5_tM

    Legendary Leonard Cohen performs the beautiful Yiddish song „Un As Der Rebbe Zingt” at Arena, Vienna, 1976.
    lyrics :

    Az der Rebbe tantst (When the Rabbi dances)
    Az der Rebbe tantst
    Tantsn ale Khasidim (All the Hasidim dance)
    Tantsn ale Khasidim
    Ay didi day didi day, ay didi day didi day
    Tantsn ale Khasidim
    Ay didi day didi day, ay didi day didi day
    Tantsn ale Khasidim

    Az der Rebbe zingt (When the Rabbi sings)
    Zingen ale Khasidim (All the Hasidim sing)
    Tshiri biri bim tshiri biri bom
    Zingen ale Khasidim

    Az der Rebbe trinkt (When the Rabbi drinks)
    Trinken ale Khasidim (All the Hasidim drink)
    Yaba baba bay
    Lekhayim ! Yaba baba bay
    Lekhayim ! To life !
    Trinken ale Khasidim

    Az der Rebbe lakht (When the Rabbi laughs)
    Lakhn ale Khasidim (All the Hasidim laugh)
    Ha ha...
    Lakhn ale Khasidim

    Az der Rebbe veynt (When the Rabbi cries)
    Veynen ale Khasidim (All the Hasidim cry)
    Oy oy oy oy oy vey’z mir, oy oy...Oh, woe is me
    Veynen ale Khasidim

    Az der Rebbe shloft (When the Rabbi sleeps)
    Shlofn ale Khasidim (All the Hasidim sleep)

    Az der Rebbe tantst! (When the Rabbi dances)
    Tantsn ale Khasidim (All the Hasidim dance)
    Ay didi day didi day, ay didi day didi day
    Tantsn ale Khasidim.

    #Autriche #Vienne #abattoir #squats #centre_culturel

    • Interview mit der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger

      Welt.de - 2025-07-26

      https://www.welt.de/politik/ausland/article68834e7c0e680a76f4e95342/oesterreichs-aussenministerin-irgendwann-tuermen-sich-die-saerge-in-russland.ht

      […]

      Meinl-Reisinger: Klar ist: Neutralität allein schützt uns nicht. Was Österreich vor dem Hintergrund einer zunehmend unsicheren sicherheitspolitischen Lage in der Welt und eines zunehmend aggressiven Russland schützt, sind Investitionen in unsere eigene Verteidigungsfähigkeit, aber auch in Partnerschaften. Ich bin grundsätzlich sehr offen dafür, eine öffentliche Debatte über die sicherheits- und verteidigungspolitische Zukunft Österreichs zu führen. Für einen Beitritt zur Nato gibt es derzeit zwar keine Mehrheiten im Parlament und in der Bevölkerung, aber eine solche Debatte kann trotzdem sehr fruchtbar sein.

      […]

      #Österreich #Neutralität #NATO

    • Traité d’État autrichien / Österreichischer Staatsvertrag
      le 15 mai 1955

      https://fr.wikipedia.org/wiki/Trait%C3%A9_d%27%C3%89tat_autrichien

      [...]

      Généralités et structure

      L’objet de ce traité était le rétablissement d’un État autrichien libre, souverain, et démocratique. Ce traité était également une conséquence de la déclaration de #Moscou du 30 octobre 1943, où le Royaume-Uni, les États-Unis et l’URSS avaient déclaré l’ #Anschluss de l’Autriche au #Reich allemand nul.

      Les signataires du traité étaient, outre Julius Raab, chancelier fédéral autrichien, les ministres des Affaires étrangères des puissances respectives, Viatcheslav Mikhaïlovitch Molotov pour l’ #URSS, John Foster Dulles pour les #États-Unis, Harold Macmillan pour le #Royaume-Uni, Antoine Pinay pour la France, et Leopold Figl, ministre autrichien des Affaires étrangères, tout comme les quatre ambassadeurs des forces occupantes : Ivan Illitchev pour l’URSS, Llewellyn Thompson pour les États-Unis, Geoffrey Wallinger pour le Royaume-Uni, et Roger Lalouette pour la France[FN].

      [...]

      Pays neutres et rideau de fer.

      En plus de la réglementation générale et de la reconnaissance de l’État autrichien,

      les droits des minorités slovènes et croates sont réglés à l’article 7. L’article 4 interdit à l’Autriche l’Anschluß avec l’Allemagne. L’Autriche s’engage à l’article 9 à dissoudre toutes les organisations nationales-socialistes, et à n’autoriser plus aucune action de la part d’organisations nazies et fascistes.

      L’Autriche s’engageait de plus, après la conclusion du traité d’État, à manifester de son plein gré une constante #neutralité, qui de ce fait ne figurait pas dans le traité, mais qui était en étroite relation avec celui-ci.

      Pendant la guerre froide, l’interdiction d’Anschluss et la constante neutralité ont été interprétées comme une interdiction d’entrer dans la Communauté économique européenne (qui deviendra en 1993 la Communauté européenne, pilier de l’Union européenne). Cette interprétation a par la suite changé, et depuis son entrée en 1995, l’Autriche est membre de l’Union européenne.

      [...]

  • Neuf États européens, dont l’#Italie et la #Belgique, veulent revoir la #Convention_européenne_des_droits_de_l'Homme

    L’Italie et huit autres États européens, dont le Danemark, la Pologne et la Belgique, ont publié jeudi une lettre ouverte (https://stm.dk/statsministeriet/publikationer/faelles-brev-om-konventioner) appelant à repenser la manière dont la Convention européenne des droits de l’Homme est interprétée, en particulier sur les #migrations. Plusieurs pays européens ont été condamnés ces dernières années par la justice européenne sur des affaires liées à l’immigration.

    « Nous voulons utiliser notre mandat démocratique pour lancer une nouvelle discussion ouverte sur l’#interprétation de la Convention européenne des droits de l’Homme ». Dans une lettre ouverte publiée jeudi 22 mai par les services de la Première ministre italienne, neuf dirigeants européens appellent à repenser la manière dont la Convention européenne des droits de l’Homme est interprétée, notamment en matière d’immigration.

    « Nous devons rétablir un juste équilibre. Et nos pays vont travailler ensemble pour faire aboutir cette ambition », indique le texte.

    Ce document a été diffusé à la suite d’une rencontre à Rome entre la chef du gouvernement #Giorgia_Meloni et la Première ministre danoise #Mette_Frederiksen, toutes deux ayant des positions très fermes sur l’immigration. Il a été également signé par les dirigeants de l’#Autriche, la #Belgique, l’#Estonie, la #Lettonie, la #Lituanie, la #Pologne et la #République_tchèque.

    « Nous appartenons à différentes familles politiques et sommes issus de différentes traditions politiques », ont écrit les signataires. Mais il est « nécessaire d’entamer une discussion sur la manière dont les conventions internationales répondent aux défis auxquels nous faisons face aujourd’hui », ont-ils ajouté.

    « Nous croyons aussi nécessaire de nous pencher sur la manière dont la #Cour_européenne_des_droits_de_l'Homme a établi son interprétation de la Convention européenne des droits de l’Homme ». Il s’agit notamment de voir « si la Cour, dans certains cas, a étendu la portée de la convention trop loin comparé aux intentions originelles fondant cette convention, faussant ainsi l’équilibre entre les intérêts à protéger ».

    « Nous croyons que l’évolution de l’interprétation de la Cour a, dans certains cas, limité notre capacité à prendre des décisions politiques dans nos propres démocraties », ont estimé les signataires.

    Les ONG n’ont pas manqué de réagir après la publication de cette lettre ouverte. « Il est triste de voir nos dirigeants européens s’unir pour saper les fondements mêmes de l’UE : les #droits_humains et l’#État_de_droit », a déclaré vendredi Silvia Carta, chargée de plaidoyer au PICUM (plateforme pour la coopération internationale sur les sans-papiers). « Si les dirigeants se soucient réellement de la sécurité des personnes et de la protection des victimes, ils devraient cesser de démanteler les systèmes de protection sociale et commencer à investir dans les soins, au lieu de faire des migrants des boucs émissaires à des fins politiques. »

    Des États condamnés par la #justice européenne

    La Première ministre italienne d’extrême droite a fait de la lutte contre l’immigration irrégulière sa priorité depuis sa prise de fonction fin 2022. Son projet visant à mettre en place des centres de rétention en Albanie s’est heurté à une série d’obstacles légaux.

    Des juges italiens ont refusé de valider la rétention en Albanie de migrants interpellés en mer par les autorités italiennes, renvoyant la question de la légalité de cette mesure à la Cour européenne de justice. Celle-ci ne s’est pas encore prononcée.

    Plusieurs pays européens sont aussi en attente d’un jugement de la Cour européenne des droits de l’Homme (#CEDH). C’est le cas de la Pologne, de la Lettonie et de la Lituanie qui ont comparu en mars pour refoulements illégaux de migrants à leurs frontières. La décision n’a pas encore été rendue dans ces affaires.

    En janvier, dans un jugement inédit, la CEDH avait condamné la Grèce pour refoulement illégal de migrants, une pratique contraire au droit international et à la convention de Genève relative au statut des réfugiés.

    La Belgique, quant à elle, a été épinglée en septembre 2024 par le Conseil de l’Europe pour son non-accueil des demandeurs d’asile. Bruxelles a été sommée d’augmenter la capacité de son réseau d’accueil car elle ne respecte pas les décisions de la Cour européenne des droits de l’Homme. En 2023, cette même Cour avait condamné l’État belge après la plainte d’un demandeur d’asile guinéen. Celui-ci n’avait pas pu obtenir de place d’hébergement auprès des autorités, et a été contraint de dormir dehors pendant plus de quatre mois.

    https://www.infomigrants.net/fr/post/64737/neuf-etats-europeens-dont-litalie-et-la-belgique-veulent-revoir-la-con

    https://www.infomigrants.net/fr/post/64737/neuf-etats-europeens-dont-litalie-et-la-belgique-veulent-revoir-la-con
    #attaque

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  • « Je me sens perdu », en Autriche, des réfugiés angoissés face à une possible suspension du regroupement familial - InfoMigrants
    https://www.infomigrants.net/fr/post/64193/je-me-sens-perdu-en-autriche-des-refugies-angoisses-face-a-une-possibl

    « Je me sens perdu », en Autriche, des réfugiés angoissés face à une possible suspension du regroupement familial
    Par RFI Publié le : 25/04/2025
    En Autriche, le Parlement doit réviser ce vendredi la loi sur l’asile actuellement en vigueur afin de permettre la suspension du regroupement familial voulue par le gouvernement. Le but des autorités : protéger le système de santé.
    Fuyant la Syrie, Mohammad est arrivé seul en Autriche fin 2021. Il a appris l’allemand et travaille aujourd’hui comme couvreur. Il a déposé dès 2023 une demande de regroupement familial pour pouvoir faire venir sa femme et ses deux enfants, actuellement en Turquie. Le jeune homme de 32 ans attendait une réponse depuis plus d’un an lorsqu’il a appris que le gouvernement autrichien souhaitait suspendre le regroupement familial.
    « Je trouve cela inhumain. Comment peut-on séparer des familles ? Je me sens perdu. Mes amis me disent d’aller voir un médecin, mais que peut faire un médecin pour moi ? Je connais la solution, la solution, c’est ma famille. Ma femme pleure presque tous les jours et mes enfants me demandent tout le temps quand ils vont pouvoir venir me rejoindre et je ne peux pas répondre. Je ne sais plus ce que je dois faire, je ne peux qu’attendre un miracle », confie-t-il au micro de notre correspondante à Vienne, Isaure Hiace.
    Le gouvernement de Christian Stocker a annoncé mercredi 26 mars son intention de mettre fin au regroupement familial des réfugiés, une première dans l’Union européenne. Les autorités autrichiennes justifient leur décision par la nécessité de « protéger les systèmes » de santé, d’emploi et d’éducation du pays alpin face à l’afflux de ces dernières années. « Nous avons atteint les limites de nos capacités d’accueil », a affirmé la ministre de l’Intégration Claudia Plakolm. Un décret va désormais être publié et « d’ici mai, dans quelques semaines à peine, cet arrêt deviendra réalité », a-t-elle déclaré.
    La mesure intervient dans un contexte de durcissement des politiques migratoires de plusieurs États membres de l’UE, sur fond d’ascension de l’extrême droite. En Autriche, le parti nationaliste FPÖ a signé fin septembre une victoire historique aux législatives. Et s’il a échoué à former une coalition, il reste de très loin le premier parti du pays dans les sondages. Le chancelier conservateur Christian Stocker, au pouvoir depuis début mars avec les sociaux-démocrates et les libéraux, est donc sous pression pour maintenir une ligne dure.
    Mais plusieurs juristes affirment qu’elle est contraire au droit européen. « Ce que prévoit l’Autriche est illégal, cela va à l’encontre du droit jurisprudentiel et cela aura pour conséquence que l’Autriche sera condamnée, prédit Franz Leidenmühler, directeur de l’Institut de droit européen de l’Université Johannes Kepler de Linz. L’Autriche devra mettre fin à cette mesure et dira alors : nous voulions stopper le regroupement familial, mais la méchante Union européenne ne nous le permet pas. C’est un jeu politique malsain ». Le gouvernement souhaite que cette mesure s’applique pour un an au moins.
    L’Autriche, qui a vu affluer les réfugiés sur son sol lors de la crise migratoire de 2015, dit avoir observé « une nette hausse » des arrivées de membres de la famille de ceux ayant obtenu l’asile ou ayant droit à une protection subsidiaire parce que leur pays d’origine est considéré comme dangereux. En 2023, ils étaient près de 9 300 et l’an dernier 7 800 dans un pays de 9,2 millions d’habitants. L’écrasante majorité vient de Syrie et sont déjà concernés par une telle restriction de leurs droits, annoncée après la chute du président Bachar al-Assad en décembre 2024.

    #Covid-19#migrant#migration#autriche#UE#droit#asile#syrie#sante#protection#regroupementfamilial

  • L’Autriche veut suspendre le regroupement familial, les ONG dénoncent une mesure « inhumaine » - InfoMigrants
    https://www.infomigrants.net/fr/post/63642/lautriche-veut-suspendre-le-regroupement-familial-les-ong-denoncent-un

    L’Autriche veut suspendre le regroupement familial, les ONG dénoncent une mesure « inhumaine »
    Par Louise Huet Publié le : 27/03/2025
    La nouvelle coalition au pouvoir a décidé mercredi 26 mars de mettre temporairement en pause le regroupement familial en Autriche, une première pour un pays européen. Elle entend modifier la loi sur l’asile en vigueur, pour pouvoir ensuite passer leur projet en décret. Mais des ONG et des juristes remettent en cause la légalité d’un tel projet.
    L’Autriche pourrait devenir le premier pays de l’Union européenne à mettre temporairement fin au regroupement familial des réfugiés. Mercredi 26 mars, le nouveau gouvernement de coalition autrichien, réuni en Conseil des ministres à Vienne, a rappelé son intention de suspendre le regroupement familial. Le but, selon lui : « protéger les systèmes » de santé, d’emploi et d’éducation du pays alpin face à l’afflux de réfugiés constaté ces dernières années.
    « Nous avons atteint les limites de nos capacités d’accueil », a affirmé mercredi la ministre de l’Intégration Claudia Plakolm. D’après cette conservatrice du Parti populaire de centre-droit (ÖVP), « la probabilité d’une intégration réussie diminue à chaque nouvelle arrivée ». La tâche est « titanesque, alors que de nombreux réfugiés ont du mal à apprendre l’allemand, à trouver un travail et une place dans les écoles », justifie-t-elle.
    Un décret doit désormais être publié et « d’ici mai, cet arrêt deviendra réalité », a-t-elle ajouté. Un projet de loi a aussi été soumis mercredi au Conseil national, la chambre basse du Parlement autrichien, afin de modifier la loi sur l’asile en vigueur dans le pays et créer une base juridique pour passer ce décret sur le regroupement familial.Cette mesure, en vigueur pour six mois dans un premier temps, pourrait être prolongée jusqu’en mai 2027.
    Le 12 mars dernier, alors tout juste investie, la nouvelle coalition autrichienne - composée du parti ÖVP, des sociaux-démocrates de centre-gauche (SPÖ) et du parti libéral Neos - annonçait déjà sa volonté de faire passer un tel projet. Car si le parti d’extrême droite anti-migrants FPÖ a échoué à former une coalition, il reste de très loin le premier parti du pays dans les sondages, après avoir signé une victoire historique aux législatives fin septembre.
    Le chef du Parti de la liberté (FPÖ) Herbert Kickl exprime sa joie après la victoire de son parti d’extrême droite aux élections législatives autrichiennes, le 29 septembre 2024. Crédit : Reuters
    Le chef du Parti de la liberté (FPÖ) Herbert Kickl exprime sa joie après la victoire de son parti d’extrême droite aux élections législatives autrichiennes, le 29 septembre 2024. Crédit : Reuters
    Le nouveau gouvernement est donc sous pression pour maintenir une ligne dure sur l’immigration. « Les capacités de l’Autriche sont limitées et c’est pourquoi nous avons décidé d’empêcher toute surcharge supplémentaire », avait déjà argumenté mi-mars le chancelier Christian Stocker, selon l’agence Associated Press.
    Vienne dit avoir observé « une nette hausse » des arrivées de membres de la famille de ceux ayant obtenu l’asile, ou ayant droit à une protection subsidiaire parce que leur pays d’origine est considéré comme dangereux. En 2024, près de 7 800 personnes sont arrivées en Autriche au titre du regroupement familial. Un nombre en baisse : en 2023, ce chiffre s’élevait à près de 9 300.
    En février, le ministre de l’Intérieur, Gerhard Karner, a rapporté que seules 60 demandes de regroupement familial avaient été traitées. Notamment parce que les demandes émanant de ressortissants syriens - la principale nationalité à demander le regroupement familial dans le pays - ont été gelées, après la chute de Bachar al-Assad en décembre 2024.
    Le regroupement familial est une politique encadrée et garantie par le droit européen sur l’asile et l’immigration. Et cette suspension ne peut devenir définitive sans une validation de l’Union européenne. Le chancelier autrichien avait donc adressé une lettre à la Commission européenne sur le sujet début mars, en invoquant la « clause d’urgence » de l’UE, selon laquelle le droit national peut exceptionnellement primer sur le droit européen en cas de menace pour l’ordre public et la sécurité intérieure. Sauf que la Cour de justice européenne (CJUE) a une définition très étroite de cette « clause d’urgence ». Il s’agit d’une mesure qui ne devrait être prise qu’en dernier recours et qui permet avant tout d’éviter une situation de chaos dans un pays, indique l’APA, l’agence de presse autrichienne."La surcharge des écoles dans certaines villes d’un État ne remplit en aucun cas cette condition (...) Il y a toute une série de critères qui ne sont pas remplis ici", analyse Franz Leidenmühler, directeur de l’Institut de droit européen de l’Université de Linz, auprès de l’APA. Pour lui, le projet du gouvernement a donc peu de chance d’aboutir sans être retoqué par l’UE.
    Concrètement, selon le média autrichien Der Standard qui a pu consulter le projet de l’exécutif, il n’est pas question d’un gel direct des demandes de regroupement familial. Le dépôt de demandes dans les ambassades autrichiennes par les membres de la famille de réfugiés et de personnes bénéficiant d’une protection subsidiaire resteront possibles. Mais avec le nouveau décret, une fois la demande déposée par un individu, son dossier restera lettre morte. Le délai de six mois dans lequel les autorités doivent normalement prendre une décision sera alors « suspendu », aussi longtemps que le décret sera en vigueur, explique DerStandard.Il prévoit néanmoins des exceptions, pour rester en accord avec le droit européen : les regroupements familiaux qui relèvent de ce que la Convention européenne des droits de l’homme (CEDH) appelle « les cas impérieux de droit à une vie privée et familiale » seront exemptés de suspension et devront toujours être examinés dans un délai de six mois. Il s’agit par exemple des cas de mineurs non accompagnés qui n’ont pas de responsables légaux dans leur pays d’origine et qui souhaitent rejoindre leurs parents. Selon l’APA, Vienne envisage aussi à l’avenir un système de quotas pour limiter le regroupement familial.
    Plusieurs associations de défense des droits humains fustigent cette mesure jugée « inhumaine ». Elles dénoncent une violation du droit d’asile européen commun et de la CEDH. « Il faut justifier d’une situation d’urgence » pour pouvoir stopper le regroupement familial, « ce qui n’est pas le cas en Autriche », a réagi auprès de l’AFP Lukas Gahleitner, porte-parole du Bureau autrichien de la Coordination de l’asile. L’association compte déposer un recours en justice."Priver les familles de toute perspective de regroupement familial ne résout pas les problèmes, mais en crée d’autres", a-t-il alerté au média autrichien ORF. Avant d’ajouter : « Rendre impossible pour ces personnes d’avoir une vie de famille en raison d’un décret d’urgence est non seulement inhumain mais témoigne aussi d’une vision limitée. »
    D’après la Coordination de l’asile, les problèmes de saturation du système éducatif autrichien - une des principales justifications du gouvernement pour cette mesure - sont incontestés. Mais ils n’ont « rien à voir » avec le regroupement familial."Nous sommes toujours une démocratie parlementaire basée sur les droits de l’homme, estime pour sa part Monika Salzer, du groupe engagé contre l’extrême droite « Omas gegen Rechts ». Si nous accueillons des personnes venant de régions en crise, nous ne pouvons pas changer la loi comme bon nous semble."

    #Covid-19#migrant#migration#autriche#UE#regroupementfamilial#politiquemigratoire#asile#droit#sante

  • Immigration : l’Autriche devient le premier pays de l’UE à suspendre le regroupement familial

    La coalition au pouvoir en Autriche a décidé ce mercredi 26 mars de suspendre les procédures de regroupement familial pour les migrants. C’est la première fois qu’un pays membre de l’Union Européenne adopte une telle loi.

    L’Autriche continue sa politique de lutte contre l’immigration. Le nouveau gouvernement autrichien a annoncé ce mercredi 26 mars son intention de mettre fin au regroupement familial des réfugiés. La raison affichée : une volonté de « protéger » le pays alpin face à l’afflux de ces dernières années. Cette mesure est une première dans l’Union Européenne.

    Un #décret va désormais être publié et « d’ici le mois de mai, dans quelques semaines à peine, cet arrêt deviendra réalité », a précisé la ministre de l’Intégration #Claudia_Plakolm, à l’occasion du Conseil des ministres à Vienne. « Nous avons atteint les #limites de nos #capacités_d’accueil », a-t-elle ajouté, le gouvernement disant vouloir « protéger les systèmes » de santé, d’emploi et d’éducation.

    Selon l’élue conservatrice, « la probabilité d’une #intégration réussie diminue à chaque nouvelle arrivée ». La tâche est « titanesque », selon elle, rappelant que de nombreux réfugiés ont du mal à apprendre l’allemand, à trouver un travail et une place dans les écoles. Cette mesure, en vigueur pour six mois dans un premier temps, pourra être prolongée jusqu’en mai 2027.

    En Autriche, le parti nationaliste FPÖ a signé fin septembre une victoire historique aux législatives. Et s’il a échoué à former une coalition, il reste de très loin le premier parti du pays dans les sondages. La mesure prise par le gouvernement autrichien intervient dans un contexte de durcissement des politiques migratoires de plusieurs Etats membres de l’UE, sur fond d’ascension de l’extrême droite.

    « Les capacités de l’Autriche sont limitées », selon le chancelier Stocker

    Le chancelier conservateur Christian Stocker, au pouvoir depuis début mars avec les sociaux-démocrates et les libéraux, est donc sous pression pour maintenir une ligne dure. Le 13 mars, il avait lui-même justifié une telle mesure. « Les capacités de l’Autriche sont limitées et c’est pourquoi nous avons décidé d’empêcher toute surcharge supplémentaire », avait-il détaillé.

    Plusieurs associations de défense des droits humains ont critiqué la décision du gouvernement. « Il faut justifier d’une situation d’urgence » pour pouvoir stopper le regroupement familial, « ce qui n’est pas le cas en Autriche », a réagi auprès de l’AFP Lukas Gahleitner, porte-parole de l’ONG Asylkoordination Österreich, qui compte déposer un recours en justice.

    L’Autriche, qui a vu affluer les réfugiés sur son sol lors de la crise migratoire de 2015, dit avoir observé « une nette hausse » des arrivées de membres de la famille de ceux ayant obtenu l’asile ou ayant droit à une protection subsidiaire parce que leur pays d’origine est considéré comme dangereux. En 2023, ils étaient près de 9 300 et l’an dernier 7 800 dans un pays de 9,2 millions d’habitants. L’écrasante majorité vient de Syrie et sont déjà concernés par une telle restriction de leurs droits, annoncée après la chute du président Bachar al-Assad en décembre 2024.

    https://www.liberation.fr/international/europe/immigration-lautriche-devient-le-premier-pays-de-lue-a-suspendre-le-regro

    #regroupement_familial #migrations #réfugiés #Autriche #suspension

    • L’Autriche veut suspendre le regroupement familial des réfugiés

      La mesure, décidée par le gouvernement de coalition entre conservateurs, sociaux-démocrates et libéraux, devrait entrer en vigueur à la mi-mai. Plusieurs experts doutent de sa conformité avec le droit européen.

      Originaire de Deraa en Syrie, Mohammad Alrshedat vit depuis plus de trois ans en Autriche. Il a appris l’allemand et travaille comme couvreur à Vienne. Mais il ressent toujours un vide immense : sa femme et ses deux enfants de 9 et 10 ans vivent en Turquie et attendent de le rejoindre depuis plus d’un an. Or le gouvernement de coalition entre conservateurs (ÖVP), sociaux-démocrates (SPÖ) et libéraux (Neos) a annoncé sa volonté de suspendre le regroupement familial.

      Cette décision l’a profondément bouleversé. « Mon rêve s’est brisé. J’avais tout prévu, je voulais que ma famille me rejoigne, que mes enfants aillent à l’école, que nous puissions construire quelque chose dans ce pays. Désormais tout cela est fini, raconte, amer, Mohammad Alrshedat. Je ne sais pas du tout quoi faire maintenant. »

      Cette suspension du regroupement familial, une première dans l’Union européenne (UE), est l’un des projets phares du nouveau gouvernement et en particulier des conservateurs, qui ont auparavant négocié, sans succès, avec l’extrême droite du FPÖ pour former une coalition. « Nous avons atteint la limite de notre capacité d’accueil et c’est pourquoi nous appuyons sur le bouton stop », a justifié la ministre de l’intégration, Claudia Plakolm (ÖVP). Selon l’élue, « la probabilité d’une intégration réussie diminue à chaque nouvelle arrivée. [...] L’Autriche a besoin d’une main-d’œuvre qualifiée, pas d’un afflux de chômeurs ».

      Cette décision s’inscrit dans un contexte de tension au sein du pays concernant les questions migratoires. Lors des élections législatives, en septembre 2024, l’extrême droite a enregistré une victoire historique en sortant en tête avec près de 29 % des suffrages. Si elle a échoué à entrer au gouvernement, elle est toujours la première force politique du pays.
      Un droit théoriquement protégé

      Pour mettre en œuvre cette suspension, le gouvernement doit d’abord modifier la loi sur l’asile afin de pouvoir, par ordonnance, suspendre le processus de décision lié au regroupement familial. Concrètement, les proches de réfugié·es et de détenteurs et détentrices de la protection subsidiaire pourront toujours déposer une demande, mais elle restera lettre morte tant que l’ordonnance sera en vigueur, pendant six mois dans un premier temps, selon le souhait de la coalition.

      Le regroupement familial est pourtant encadré et protégé par le droit européen. Pour justifier cette suspension, la coalition invoque la « clause d’urgence » de l’Union : l’article 72 du traité sur le fonctionnement de l’UE (TFUE), selon lequel le droit national peut exceptionnellement primer sur le droit européen en cas de menace pour l’ordre public et la sécurité intérieure. Elle met en avant la saturation supposée du système éducatif et les difficultés d’intégration des nouveaux et nouvelles arrivantes et a informé l’UE de sa décision.

      Certaines exceptions devraient être prévues, dans le cas par exemple des mineur·es resté·es dans le pays d’origine qui pourraient rejoindre leurs parents en Autriche ou au contraire, celles et ceux qui sont venu·es seul·es dans le pays et qui pourraient faire venir leurs parents.

      De quoi provoquer la colère de l’extrême droite, qui dénonce une mesure insuffisante, limitée dans le temps et amenée à être contournée en raison de ces exceptions. Le FPÖ avait défendu, pendant la campagne des législatives, la suspension totale du droit d’asile. Pour les Verts, au contraire, le texte n’apporte aucune solution aux problèmes rencontrés par le système éducatif et constitue une « érosion de l’État de droit ».
      Une étude aux résultats déformés

      Pour justifier cette entorse aux règles européennes, le gouvernement s’appuie sur une étude censée démontrer que les personnes arrivées dans le cadre du regroupement familial seraient plus difficiles à intégrer que celles qui ont elles-mêmes déposé une demande d’asile en Autriche. Dans les premières années suivant leur arrivée, elles auraient moins souvent un emploi et apprendraient plus lentement l’allemand. Problème : selon l’une des autrices de l’étude, les résultats ont été déformés et présentés d’une manière incorrecte dans le débat public. L’impact sur l’emploi et la connaissance de la langue se réduit avec le temps de présence.

      Plusieurs expert·es doutent par ailleurs de la conformité du projet au droit européen. Car comment invoquer un risque pour l’ordre public et la sécurité intérieure quand les chiffres du regroupement familial sont en forte baisse ? Un total de 7 762 personnes, dont une majorité de mineur·es, sont arrivées dans ce cadre en 2024. En février, elles n’étaient que 60.

      De plus, les difficultés rencontrées, notamment dans les écoles, sont très différentes en fonction des Länder : « Il sera intéressant de voir comment l’Autriche justifie une situation d’urgence à l’échelle nationale. Car s’il est indéniable que nous avons un problème dans certaines parties du pays, le droit européen ne prend pas en compte le fédéralisme. En ce qui concerne l’intégration, Vienne fait la majeure partie du travail et les autres Länder ne font que très peu et se dérobent à leur responsabilité », avance Lukas Gahleitner, juriste pour l’organisation d’aide aux réfugiés Asylkoordination.

      Le spécialiste parle d’une « violation calculée du droit » : « Il s’agit dans une certaine mesure d’un projet idéologique. Le gouvernement veut montrer qu’il fait partie des premiers en Europe à faire cela. [...] C’est une politique populiste qui n’apporte aucune solution mais, au contraire, crée des problèmes. »

      Son association entend porter certains cas devant les tribunaux autrichiens, dans l’espoir que ceux-ci saisissent la Cour de justice de l’Union européenne (CJUE) pour faire annuler cette réforme. Une autre possibilité est que la Commission européenne introduise d’elle-même un recours en manquement auprès de la cour, une fois l’ordonnance présentée.
      Les Syriens sont ciblés

      Cette mesure vient renforcer le sentiment de stigmatisation vécu par les réfugié·es syrien·nes, les plus concerné·es par cette décision. En décembre, le ministre de l’intérieur, Gerhard Karner, avait déjà annoncé « un programme ordonné de rapatriement et d’expulsion vers la Syrie » à la suite de la chute du régime de Bachar al-Assad. Depuis, plusieurs milliers de Syrien·nes ont reçu une lettre les informant de l’ouverture d’une procédure pour leur retirer leur statut de réfugié·e.

      Mohammad Alrshedat en fait partie. Là encore, peu de chances que ces démarches aboutissent au vu de l’instabilité qui règne dans le pays depuis le départ du dictateur, mais l’impact sur le moral des réfugié·es est bien réel : « Je n’ai plus aucune motivation. Avant, j’allais faire du sport tous les jours, peu importe la difficulté de mon travail, mais maintenant je n’ai plus goût à rien », décrit-il.

      À ses côtés, Ahmad al-Hariri, membre d’une association de la communauté syrienne, hoche la tête : « Nous organisons un café linguistique et nous voyons que de moins en moins de personnes viennent. Elles nous disent : pourquoi apprendre l’allemand alors qu’on ne veut pas de nous ? Pourtant, ces gens ont envie d’apprendre et de mener une vie normale. Je pense que l’objectif du gouvernement n’est pas seulement de suspendre le regroupement familial, mais de ne plus avoir de réfugiés dans le pays. »

      Fin janvier, plus de 4 600 personnes attendaient toujours une réponse à leur demande de regroupement familial, parmi lesquelles 3 600 Syrien·nes.

      https://www.mediapart.fr/journal/international/140425/l-autriche-veut-suspendre-le-regroupement-familial-des-refugies

    • "Je me sens perdu", en Autriche, des réfugiés angoissés face à une possible suspension du regroupement familial

      En Autriche, le Parlement doit réviser ce vendredi la loi sur l’asile actuellement en vigueur afin de permettre la suspension du regroupement familial voulue par le gouvernement. Le but des autorités : protéger le système de santé.

      Fuyant la Syrie, Mohammad est arrivé seul en Autriche fin 2021. Il a appris l’allemand et travaille aujourd’hui comme couvreur. Il a déposé dès 2023 une demande de regroupement familial pour pouvoir faire venir sa femme et ses deux enfants, actuellement en Turquie. Le jeune homme de 32 ans attendait une réponse depuis plus d’un an lorsqu’il a appris que le gouvernement autrichien souhaitait suspendre le regroupement familial.

      « Je trouve cela inhumain. Comment peut-on séparer des familles ? Je me sens perdu. Mes amis me disent d’aller voir un médecin, mais que peut faire un médecin pour moi ? Je connais la solution, la solution, c’est ma famille. Ma femme pleure presque tous les jours et mes enfants me demandent tout le temps quand ils vont pouvoir venir me rejoindre et je ne peux pas répondre. Je ne sais plus ce que je dois faire, je ne peux qu’attendre un miracle », confie-t-il au micro de notre correspondante à Vienne, Isaure Hiace.

      Le gouvernement de Christian Stocker a annoncé mercredi 26 mars son intention de mettre fin au regroupement familial des réfugiés, une première dans l’Union européenne. Les autorités autrichiennes justifient leur décision par la nécessité de « protéger les systèmes » de santé, d’emploi et d’éducation du pays alpin face à l’afflux de ces dernières années. « Nous avons atteint les limites de nos capacités d’accueil », a affirmé la ministre de l’Intégration Claudia Plakolm. Un décret va désormais être publié et « d’ici mai, dans quelques semaines à peine, cet arrêt deviendra réalité », a-t-elle déclaré.
      Pression de l’extrême droite

      La mesure intervient dans un contexte de durcissement des politiques migratoires de plusieurs États membres de l’UE, sur fond d’ascension de l’extrême droite. En Autriche, le parti nationaliste FPÖ a signé fin septembre une victoire historique aux législatives. Et s’il a échoué à former une coalition, il reste de très loin le premier parti du pays dans les sondages. Le chancelier conservateur Christian Stocker, au pouvoir depuis début mars avec les sociaux-démocrates et les libéraux, est donc sous pression pour maintenir une ligne dure.

      Mais plusieurs juristes affirment qu’elle est contraire au droit européen. « Ce que prévoit l’Autriche est illégal, cela va à l’encontre du droit jurisprudentiel et cela aura pour conséquence que l’Autriche sera condamnée, prédit Franz Leidenmühler, directeur de l’Institut de droit européen de l’Université Johannes Kepler de Linz. L’Autriche devra mettre fin à cette mesure et dira alors : nous voulions stopper le regroupement familial, mais la méchante Union européenne ne nous le permet pas. C’est un jeu politique malsain ». Le gouvernement souhaite que cette mesure s’applique pour un an au moins.

      L’Autriche, qui a vu affluer les réfugiés sur son sol lors de la crise migratoire de 2015, dit avoir observé « une nette hausse » des arrivées de membres de la famille de ceux ayant obtenu l’asile ou ayant droit à une protection subsidiaire parce que leur pays d’origine est considéré comme dangereux. En 2023, ils étaient près de 9 300 et l’an dernier 7 800 dans un pays de 9,2 millions d’habitants. L’écrasante majorité vient de Syrie et sont déjà concernés par une telle restriction de leurs droits, annoncée après la chute du président Bachar al-Assad en décembre 2024.

      https://www.infomigrants.net/fr/post/64193/je-me-sens-perdu-en-autriche-des-refugies-angoisses-face-a-une-possibl

  • At the Heart of Fortress Europe II: The Politics of Fear. Austria’s Role in Border Externalisation Policies in the Balkans

    This study provides a broad mapping of Austrian-based actors, organisations, and multilateral cooperation involved in the #push-backs of people on the move. For their part, the Austrian-based actors are heavily involved in the border externalisation policies of the whole European Union.

    Austria has been active in border regime externalisations and policing in the Balkans for decades. Its actions are often implemented through different platforms, networks, and modes of cooperation that include other EU countries on bi- and multilateral levels.

    Austria’s preferred method in strengthening externalisation structures is to build strong connections with politicians in the region, in exchange for presumed assistance in the uncertain and slow-moving European integration processes, accompanied by the strengthening of the economic ties and investments in the region.

    Part II of the study shows that on the ground, police agencies are more involved in “managing” migrations than are legal experts or humanitarian organisations. This approach has led to shifting the main focus away from establishing structures that meet the needs of people on the move and basic human rights – including the right to asylum or simply the right to freedom of movement – to combating smugglers, presented as the biggest challenge for the states, borders, and migrants. In this regard, the Austrian approach mirrors the EU one.

    https://transform-network.net/publication/at-the-heart-of-fortress-europe-ii-the-politics-of-fear
    #rapport #Autriche #externalisation #migrations #réfugiés #asile #frontières #Balkans #route_des_Balkans #refoulements

  • Exclusif : la #Commission_européenne s’apprête à proposer des « #centres_de_retour » pour les migrants

    La Commission européenne réfléchit à une nouvelle législation européenne sur le #retour des migrants, alors que de nombreux pays insistent sur la nécessité d’adopter une ligne dure.

    La Commission européenne est désormais prête à inclure les « centres de retour » situés en dehors des frontières de l’Union et à partir desquels les migrants peuvent être renvoyés dans leur pays d’origine dans une prochaine proposition législative visant à accélérer le retour des demandeurs d’asile déboutés. Cette information émane des « minutes » d’une réunion informelle des ministres de l’Intérieur de l’UE qui s’est tenue la semaine dernière et qu’euronews a pu consulter.

    Lors du Conseil informel qui s’est tenu à Varsovie le 30 janvier, le nouveau commissaire autrichien à l’immigration, Magnus Brunner, a discuté de propositions « innovantes » pour la gestion de l’immigration avec des représentants des Etats membres de l’espace Schengen et des institutions de l’UE (https://fr.euronews.com/my-europe/2024/10/15/delocalisation-des-migrants-hors-de-lue-la-commission-europeenne-favora). A ce stade, il a surtout été question de la #législation sur les #retours, d’après le compte-rendu.

    Les réunions informelles du Conseil sont des rassemblements réguliers des États membres et des institutions de l’UE, organisés par la présidence tournante du Conseil de l’UE, cette fois-ci dirigée par la Pologne, qui a accueilli l’événement dans sa capitale.

    Interrogé par euronews, un porte-parole de la Commission a refusé de commenter les informations divulguées.

    La proposition de l’UE visant à accélérer le retour des migrants devrait être publiée par la Commission dès la fin de ce mois, donnant ainsi le coup d’envoi du processus législatif.

    Le commissaire Brunner a proposé des « règles plus strictes en matière de #détention » et la « possibilité de développer des centres de retour » au cours de la réunion, selon le document.

    Les centres de retour sont des lieux proposés en dehors de l’UE, où les personnes dont la demande d’asile a été rejetée au sein de l’Union pourraient être envoyées avant d’être renvoyées dans leur pays d’origine. C’est le genre de solution que l’Italie a déjà mis en place après un accord avec l’Albanie, mais qui soulève beaucoup de questions juridiques.

    L’#Autriche, la #Bulgarie, la #République_tchèque, le #Danemark, l’#Allemagne, la #Grèce, l’#Italie, la #Lettonie et #Malte ont accueilli favorablement la proposition de centres de retour et l’ont décrite comme « un moyen de #dissuasion possible de l’#immigration_irrégulière ».

    Les décisions en matière d’immigration sont prises à la majorité qualifiée, ce qui signifie qu’au moins 15 des 27 États membres représentant au moins 65 % de la population de l’Union européenne doivent approuver la proposition.

    Lisbonne et Madrid ont émis des doutes

    D’autres Etats membres, tels que le Portugal et l’Espagne, ont émis des « #doutes » d’un point de vue juridique et opérationnel, tandis que d’autres, tels que l’Irlande et la Belgique, ont « souligné la nécessité de mesures réalistes et réalisables, dans le respect des #droits_fondamentaux », selon le compte-rendu.

    Lors de son audition de confirmation au Parlement européen à l’automne dernier, M. Brunner avait déclaré que l’Union européenne devait rester « ouverte » à l’exploration de « nouvelles idées » pour freiner l’immigration irrégulière.

    L’établissement de ces centres pourrait se faire d’une manière « humaine et juridiquement saine », avait-il déclaré à l’époque, ajoutant qu’une réflexion plus approfondie était nécessaire pour « découvrir à quoi ce type de concept pourrait ressembler » dans la pratique.

    Les organisations humanitaires ont déjà rejeté cette initiative, affirmant que ces centres conduiraient à des détentions sans fin et à des souffrances endémiques. La législation européenne actuelle interdit aux autorités d’envoyer des migrants contre leur gré dans des pays avec lesquels ils n’ont pas de lien.

    Mais la pression politique exercée pour améliorer le #taux_d'expulsion a eu raison de ces avertissements, favorisant une approche plus stricte dans de nombreux États membres.

    La présidente de la Commission, #Ursula_von_der_Leyen, a également soutenu fermement les « centres de retour » dans une lettre adressée aux dirigeants de l’UE avant un sommet de deux jours à Bruxelles dominé par les discussions sur l’immigration en octobre dernier. Dans cette lettre, Mme Von der Leyen estimait qu’un protocole de migration conclu entre l’Italie et l’Albanie - qui a fait l’objet d’une contestation juridique - pourrait déterminer les prochaines étapes de la politique migratoire de l’UE.

    Autres détails de la future #loi

    Mme Brunner a également proposé d’introduire une obligation pour les personnes renvoyées de « coopérer et d’énoncer des conséquences claires » en cas de non-respect des règles, de renforcer les règles pour les « personnes renvoyées qui représentent une #menace_pour_la_sécurité » et de faciliter la reconnaissance mutuelle des décisions de retour au sein de l’Union.

    Les ministres du Danemark, de l’Islande, du Liechtenstein, de la Lituanie, de Malte, de la Norvège, de la Roumanie, de la Slovénie et de la Suède ont salué les « obligations claires des rapatriés et les sanctions » pour ceux qui refusent de coopérer.

    Plusieurs pays ont accepté l’idée d’une #reconnaissance_mutuelle des décisions de retour entre les Etats membres, la France étant la seule à s’y opposer totalement, selon le compte-rendu.

    L’Espagne, soutenue par le Portugal, la Roumanie, la Slovaquie et l’Islande, a demandé un renforcement du rôle de #Frontex, l’agence européenne des frontières, pour les retours. L’agence « a accepté la proposition [...] et a souligné la nécessité d’avoir des ressources adéquates pour cela », selon le compte-rendu.

    La présidente de la Commission européenne, Ursula von der Leyen, a annoncé dans son discours de réélection l’été dernier qu’elle avait l’intention de tripler le personnel de Frontex.

    Enfin, le document indique que la plupart des Etats membres considèrent qu’il est préférable de rédiger la loi sous la forme d’une #directive plutôt que d’un #règlement, afin de donner aux Etats membres plus de #flexibilité dans son #application.

    Suspension du #droit_d'asile

    Le procès-verbal fait également état d’une discussion sur le trafic de migrants aux frontières de la Russie et du Bélarus, sous le titre « #armement_des_migrants ».

    M. Brunner a rappelé aux États membres qu’ils peuvent prendre les « mesures nécessaires pour s’opposer aux acteurs hostiles » qui envoient des migrants aux frontières de l’UE. Cependant, toute action contre ces #acteurs_hostiles pouvant avoir un impact sur les demandeurs d’asile doit être considérée comme une « mesure exceptionnelle » et doit être conforme au droit international, a-t-il déclaré.

    À cet égard, la Suède a présenté la #suspension des régimes d’asile « dans des circonstances exceptionnelles » comme une réponse possible à ces « acteurs hostiles ».

    Cette idée reflète des initiatives similaires prises récemment par la Finlande et la Pologne.

    Prochaines étapes

    Après la publication de la proposition sur le retour des demandeurs d’asile, la Commission européenne entamera son processus législatif, qui dure généralement deux ans.

    Le commissaire Brunner sera chargé de mettre en œuvre le nouveau #pacte_pour_l'immigration_et_l'asile, la réforme de grande envergure que l’#Union_européenne a achevée en mai après près de quatre ans de négociations acharnées. Le Parlement considère le nouveau pacte comme une réussite historique et souhaite que tous les États membres se conforment aux nouvelles règles.

    Cependant, la Pologne et la Hongrie ont ouvertement déclaré qu’elles ne le feraient pas, ce qui alimente les craintes que la réforme complexe ne s’effondre avant d’avoir eu la chance de produire des résultats.

    Le nouveau commissaire s’est engagé à poursuivre en justice ceux qui ne respectent pas les règles. « Si cela s’avère nécessaire et justifié, des procédures d’infraction pourraient être engagées », a-t-il déclaré.

    https://fr.euronews.com/my-europe/2025/02/04/exclusif-la-commission-europeenne-sapprete-a-proposer-des-centres-de-re
    #migrations #asile #réfugiés #expulsions #innovation #renvois #guerre_hybride #externalisation

    via @karine4

    –-

    ajouté à la métaliste sur l’#accord entre #Italie et #Albanie pour la construction de #centres d’accueil (sic) et identification des migrants/#réfugiés sur le territoire albanais...

    https://seenthis.net/messages/1043873

  • Des dizaines de migrants quittent l’Albanie pour l’Italie après une décision judiciaire
    https://www.lemonde.fr/international/article/2025/01/31/en-italie-des-juges-refusent-d-endosser-la-detention-de-migrants-en-albanie_

    Des dizaines de migrants quittent l’Albanie pour l’Italie après une décision judiciaire
    Le Monde avec AFP
    Au lendemain du revers judiciaire infligé au projet de la première ministre italienne d’externaliser le traitement de l’immigration dans un pays tiers, une quarantaine de migrants a embarqué depuis l’Albanie, direction l’Italie. Un bateau italien transportant 43 migrants a ainsi quitté samedi le port albanais de Shëngjin, juste après midi, selon l’Agence France-Presse (AFP).
    Les migrants faisaient partie d’un groupe de 49 personnes interceptées par les autorités italiennes alors qu’elles tentaient de traverser la Méditerranée, avant d’être conduites en Albanie, où elles sont arrivées mardi. Plusieurs d’entre elles ont été renvoyés le jour même, tandis que des dizaines sont restées sur place. La plupart sont originaires du Bangladesh, mais le groupe compte également six Egyptiens, un Ivoirien et un Gambien, selon les associations de défense des droits de l’homme qui suivent l’affaire.
    Vendredi soir, la Cour d’appel de Rome a renvoyé l’affaire devant la Cour de justice de l’Union européenne (CJUE), refusant ainsi d’approuver la détention d’un groupe de migrants dans des centres gérés par le pays en Albanie et portant un nouveau coup dur au projet de la première ministre d’extrême droite, Giorgia Meloni. Une source du ministère de l’iIntérieur italien a réagi en déclarant que le gouvernement ne se laisserait pas détourner d’une initiative qui a été discutée lors d’une réunion des ministres de l’UE cette semaine. « Le gouvernement ira donc de l’avant », a-t-elle ajouté.
    Les pays scandinaves, Danemark en tête, poussent ouvertement à la création rapide de ces hubs, aux côtés de la Pologne, de l’Autriche, des Pays-Bas et donc de l’Italie. Un vœu exprimé par d’autres pays européens, qui plaident toutefois pour que ces centres ne soient pas installés à leurs frontières, de crainte de subir des flux de migrants cherchant à entrer à nouveau dans l’Union européenne. La France est, elle, pour l’instant plutôt en retrait des discussions, préférant juger sur pièce, tant le sujet est épineux, notamment aux yeux d’une partie de la société civile.
    Dans ce contexte, le projet de Mme Meloni de confier le traitement des demandes d’immigration à un pays tiers et d’accélérer le rapatriement des demandeurs d’asile déboutés est suivi de près par d’autres pays européens. Pour Elly Schlein, chef du Parti démocratique (PD), formation d’opposition de centre gauche, ces derniers développements montrent que le programme est un « échec retentissant ». Le plan, fortement critiqué par les groupes de défense des droits et les partis d’opposition en Italie, s’est, en effet, heurté à des obstacles répétés, et la CJUE examine des questions juridiques soulevées par plusieurs tribunaux italiens.
    En novembre 2023, Mme Meloni a signé un accord avec son homologue albanais, Edi Rama, afin d’ouvrir deux centres gérés par l’Italie en Albanie, de l’autre côté de l’Adriatique. Les centres sont devenus opérationnels en octobre, mais les juges ont rejeté la détention des deux premiers groupes d’hommes qui y avaient été transférés et qui ont donc été renvoyés dans la Péninsule.
    Lire aussi | Article réservé à nos abonnés En Albanie, le centre de migrants de Giorgia Meloni, symbole de la très restrictive politique migratoire italienne : « Pour notre village perdu, c’est une aubaine »
    L’Italie a établi une liste de pays dits « sûrs » et les demandes d’asile de personnes originaires de ces pays sont traitées de façon accélérée. Mais les juges qui ont bloqué le premier transfert de migrants ont invoqué une décision de la CJUE selon laquelle les pays de l’UE ne peuvent décréter l’ensemble d’un pays sûr alors même que certaines régions de ce même pays ne le sont pas. Le gouvernement de Mme Meloni avait réagi en adoptant une loi réduisant la liste des pays sûrs à 19 pays (au lieu de 22), assurant que toutes les zones de ces pays étaient sûres. Mais les juges ont ensuite fait libérer un deuxième groupe de demandeurs d’asile transférés, en estimant qu’ils souhaitaient obtenir des éclaircissements de la part de la CJUE, qui devrait tenir une première audience en février, selon les médias italiens.

    #Covid-19#migrant#migration#italie#albanie#UE#CJUE#payssur#migrationirreguliere#asile#hubmigratoire#expulsion#autriche#danemark#paysbas#pologne#droit#sante

  • Après la chute d’Assad, la France et d’autres pays de l’UE suspendent les demandes d’asile des Syriens

    À peine le régime d’Assad tombé en Syrie que plusieurs pays européens annoncent la suspension de leur programme d’asile pour les demandeurs d’asile syriens. C’est le cas de la #France - et de l’#Allemagne, qui compte près d’un million de Syriens. Tour d’horizon des mesures prises en Europe.

    Le président #Bachar_al-Assad a fui la Syrie dimanche 8 décembre, chassé par une offensive spectaculaire des rebelles islamistes. La chute de ce gouvernement marque un tournant de l’histoire qui a mis fin à un demi-siècle de règne sans partage de ce clan familial.

    Mais si l’avenir politique de la Syrie reste incertain, certains pays européens envisagent déjà de restreindre l’asile aux exilés syriens.

    France

    Le ministre de l’Intérieur a fait savoir lundi que la France travaille « sur une suspension des dossiers d’asile en cours provenant de Syrie », indique Le Parisien. En 2023, plus de 4 000 demandes d’asile de ressortissants syriens ont été enregistrées en France, selon les derniers chiffres de l’Office français de protection des réfugiés et apatrides (Ofpra) chargé d’examiner les demandes.

    Allemagne

    Berlin a décidé de suspendre les décisions sur les demandes d’asile en cours d’exilés syriens. L’Allemagne est le pays de l’Union européenne qui accueille la plus importante part de Syriens en exil.

    Selon les chiffres du ministère de l’Intérieur, près d’un million de Syriens (974 136) résident actuellement en Allemagne. Parmi eux, 321 444 ont obtenu le statut de réfugié et 329 242 ont bénéficié d’une protection subsidiaire, un sursis plus temporaire, tandis que des dizaines de milliers d’autres cas restent en suspens.

    La situation actuelle en Syrie reste toutefois « très confuse », a toutefois affirmé la ministre allemande de l’Intérieur, après la fuite du président Assad chassé par une offensive spectaculaire de rebelles islamistes. « Les possibilités concrètes de retour ne sont pas encore prévisibles pour le moment et il ne serait pas sérieux de spéculer à ce sujet dans une situation aussi volatile », a-t-elle souligné.

    Le porte-parole du ministère des Affaires étrangères, Sebastian Fischer, a rappelé lundi que des combats avaient toujours lieu en Syrie. « Le fait que le régime d’Assad ait pris fin n’est malheureusement pas une garantie d’une évolution pacifique », a-t-il déclaré lors d’un point de presse.

    #Autriche

    Les autorités autrichiennes ont également annoncé lundi 9 décembre que les demandes d’asile de Syriens allaient être suspendues. Les autorités ont aussi annoncé préparer « un programme d’expulsion ».

    « À partir de maintenant, l’ensemble des procédures en cours vont être stoppées », a déclaré le ministère de l’Intérieur autrichien dans un communiqué. Environ 7 300 dossiers sont concernés par cette décision parmi les quelque 100 000 Syriens vivant en Autriche, un des pays qui en a accueilli le plus en Europe.

    Le cas de ceux qui se sont déjà vu accorder l’asile va également être réexaminé. Le regroupement familial est de même suspendu. « Dans ce contexte, j’ai chargé le ministère de préparer un programme de rapatriement et d’expulsion vers la Syrie », a ajouté le ministre de l’Intérieur Gerhard Karner.

    « La situation politique en Syrie a fondamentalement changé, avec une soudaine accélération des événements ces derniers jours », a souligné le ministère, jugeant « important de réévaluer la situation ».

    Depuis 2015, environ 87 000 Syriens ont reçu une réponse positive à leur demande d’asile dans le pays de neuf millions d’habitants.

    #Danemark

    Le Danemark aussi suit la même ligne que les Allemands et les Autrichiens. La commission de recours des réfugiés danoise « a décidé de suspendre le traitement des dossiers concernant des personnes en provenance de Syrie en raison de la situation très incertaine dans le pays après la chute du régime Assad », a-t-elle écrit dans un communiqué.

    La décision concerne actuellement 69 cas, a-t-elle précisé.

    La commission de recours a également « décidé de reporter la date limite de départ pour les personnes en mesure d’être expulsées vers la Syrie », ce qui concerne 50 cas, a-t-elle précisé.

    À l’été 2020, le Danemark était devenu le premier pays de l’Union européenne à réexaminer des centaines de dossiers de réfugiés syriens au motif que « la situation actuelle à Damas n’est plus de nature à justifier un permis de séjour ou son extension ». Dans les faits, il n’y avait pas eu de retour forcé de réfugiés syriens vers la Syrie.

    Le Danemark a une politique d’accueil très restrictive avec un objectif assumé de « zéro demandeur d’asile ». Il encourage les retours volontaires des Syriens et ne délivre que des permis de résidence temporaire depuis 2015.

    #Norvège

    Même décision de la part de la Norvège. Helsinki suspend l’examen des dossiers d’asile des Syriens. « La situation dans le pays reste très floue et non résolue », écrit le directorat norvégien de l’immigration (UDI) dans un communiqué.

    Concrètement, cela signifie que le traitement des dossiers d’asile est à l’arrêt : l’UDI « ne rejettera ni n’accordera les demandes des Syriens qui ont demandé l’asile en Norvège, pour le moment », précise l’organisation sans donner le nombre de dossiers concernés.

    La Norvège a reçu 1 933 #demandes_d'asile de la part de Syriens depuis le début de l’année.

    #Suède

    Stockholm a aussi suspendu l’examen des demandes d’asile des Syriens, selon les services de l’immigration. À l’instar de l’Autriche, les permis de séjour des réfugiés en provenance de Syrie devraient être « réexaminés » à la lumière de la chute du président syrien Bachar al-Assad, a estimé le chef de file des Démocrates de Suède (SD, extrême droite), associé à la coalition gouvernementale. « Les nouvelles situations exigent de nouvelles appréciations », a lâché Jimmie Akesson, le chef de file des SD.

    La Suède est le deuxième pays au sein de l’UE à avoir accueilli le plus grand nombre de Syriens fuyant la guerre civile en 2015 et 2016, après l’Allemagne.

    Sur les 163 000 demandeurs d’asile en 2015, plus de 50 000 venaient de Syrie, selon les chiffres de l’autorité suédoise de statistiques SCB.

    La Suède a durci sa politique migratoire ces dernières années, restreignant le regroupement familial, œuvrant pour le retour et l’expulsion de migrants en situation irrégulière.

    https://www.infomigrants.net/fr/post/61626/apres-la-chute-dassad-la-france-et-dautres-pays-de-lue-suspendent-les-
    #Syrie #asile #migrations #réfugiés #réfugiés_syriens #retour_au_pays #suspension

    ping @karine4 @_kg_
    –—

    Ajouté à la métaliste sur le #retour_au_pays / #expulsions de #réfugiés_syriens...
    https://seenthis.net/messages/904710

    • La #Suisse suspend les procédures pour les requérants d’asile syriens

      A l’instar d’autres Etats, la Suisse suspend les procédures et les décisions d’asile pour les requérants syriens. Cette mesure restera en vigueur jusqu’à nouvel ordre, a annoncé lundi le Secrétariat d’Etat aux migrations (SEM).

      Le SEM n’est actuellement pas en mesure d’examiner de manière fondée s’il existe des motifs d’asile et si l’exécution d’un renvoi est raisonnablement exigible, précise-t-il sur X.

      Au Parlement, le ministre des affaires étrangères Ignazio Cassis a interprété cette décision comme « le signe d’une très forte instabilité ». Le SEM a probablement des signaux selon lesquels la situation est instable et qu’il vaut mieux attendre et geler les décisions pour quelques jours ou quelques semaines, a-t-il dit.

      28’000 Syriens en Suisse

      Le SEM estime que les Syriens qui souhaitent rentrer dans leur pays vont d’abord observer comment la situation évolue sur place. Il faudra plusieurs semaines, voire plusieurs mois, pour qu’une nouvelle structure et sa stabilité se dessinent.

      A la fin 2023, environ 28’000 ressortissants syriens séjournaient en Suisse, selon les chiffres de l’Office fédéral de la statistique (OFS). Depuis le début de la guerre civile qui y sévit, la Syrie compte parmi les principaux pays de provenance des demandeurs d’asile en Suisse.

      Sur X, le Département fédéral des affaires étrangères (DFAE) a fait savoir que la Suisse débloquait deux millions de francs supplémentaires pour l’aide d’urgence en Syrie : un million pour l’ONU (Bureau de la coordination des affaires humanitaires) et un million pour le Mouvement de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge.
      D’autres Etats font de même

      Au lendemain de la chute du président syrien Bachar al-Assad, de nombreux Etats examinent la situation des réfugiés syriens. Les gouvernements allemand, autrichien, suédois, danois, norvégien et belge ont décidé lundi de la suspension des demandes d’asile des ressortissants syriens. La France envisage de leur emboîter le pas.

      L’Allemagne est le pays de l’Union européenne qui accueille la plus importante diaspora syrienne. Moins de 48h après le renversement du président Assad, le débat d’un retour des migrants syriens a déjà été lancé dans la première économie européenne en campagne électorale, notamment par l’extrême droite et la droite conservatrice.

      Amnesty International a fustigé le « signal totalement erroné » envoyé par Berlin avec le gel de l’examen des demandes d’asile, qui concerne selon l’ONG « près de 50’000 personnes ». « Le prix » d’une réévaluation de la situation à Damas « ne devrait pas être payé par ceux qui tentent depuis des années de se construire une nouvelle vie », déplore l’ONG.
      L’ONU appelle à « la patience et la vigilance »

      Le Haut-Commissariat de l’ONU aux réfugiés (HCR) a appelé lundi à faire preuve « de patience et de vigilance » sur la question du retour des réfugiés syriens dans leur pays.

      « Le HCR conseille de rester concentré sur la question des retours » et espère que les développements sur le terrain permettront « enfin des retours volontaires, sûrs et durables - avec des réfugiés capables de prendre des décisions éclairées », écrit le patron de l’agence onusienne Filippo Grandi dans un communiqué.

      https://www.rts.ch/info/2024/article/la-suisse-suspend-les-procedures-pour-les-requerants-d-asile-syriens-28722203.ht

    • Chute d’Assad en Syrie : l’#ONU appelle à « la #patience et la #vigilance » sur la question du retour des réfugiés

      Le Haut-commissariat de l’ONU aux réfugiés a appelé lundi à faire preuve « de patience et de vigilance » sur la question du retour des réfugiés syriens dans leur pays après la chute de Bachar al-Assad alors que plusieurs États européens ont annoncé suspendre les demandes d’asile des Syriens.

      Éviter à tout prix la précipitation. C’est le message qu’a voulu faire passer lundi 9 septembre le Haut-commissariat de l’ONU aux réfugiés (HCR) aux pays accueillant des réfugiés syriens. L’agence onusienne a appelé à faire preuve « de patience et de vigilance » sur la question du retour des réfugiés syriens dans leur pays après la chute de Bachar al-Assad.

      « Le HCR conseille de rester concentré sur la question des retours » et espère que les développements sur le terrain permettront « enfin des retours volontaires, sûrs et durables - avec des réfugiés capables de prendre des décisions éclairées », écrit le patron de l’agence onusienne Filippo Grandi dans un communiqué.

      De très nombreux réfugiés ont notamment déjà décidé de rentrer dans leur pays depuis la Turquie. Le pays accueille près de trois millions de Syriens et a annoncé lundi la réouverture d’un poste-frontière fermé depuis 2013 pour faciliter le retour de ces personnes dans leur pays.
      Demandes d’asile suspendues

      En Europe, dès le lendemain de la chute de Bachar al-Assad, le débat sur l’accueil des réfugiés syriens a ressurgi et plusieurs pays, dont l’Allemagne, ont annoncé un gel des procédures de demandes d’asile pour les exilés de ce pays.

      En France, le ministère de l’Intérieur a indiqué lundi « travailler sur une suspension des dossiers d’asile en cours provenant de Syrie », avant que l’Ofpra (Office français de protection de réfugiés et apatrides), l’organisme indépendant chargé de statuer sur ces demandes de protection, ne nuance la portée de cette annonce.

      L’établissement public a précisé « suivre attentivement la situation en Syrie » dans un communiqué. « Comme toujours en cas de situation évolutive dans un pays d’origine de demandeurs d’asile, cela peut conduire à suspendre provisoirement la prise de décision sur certaines demandes d’asile émanent de ressortissants syriens, en fonction des motifs invoqués », a détaillé l’Office.
      « Les besoins en Syrie restent immenses »

      De son côté Filippo Grandi a souligné que, pour l’heure, la situation sur le terrain en Syrie reste très incertaine. « À mesure que la situation évolue, nous surveillerons les développements, nous engagerons des contacts avec les communautés de réfugiés et soutiendrons les États dans tout retour volontaire organisé », a-t-il indiqué. Dans un message posté sur X, le responsable a également appelé à prendre en compte les « vies et aspirations des Syriens ».

      « N’oublions pas non plus que les besoins en Syrie restent immenses », souligne encore le responsable, face aux destructions provoquées par le conflit. Aujourd’hui 90 % de la population syrienne dépend de l’aide humanitaire et l’hiver approche, rappelle Filippo Grandi.

      « Nous appelons également les donateurs à veiller à ce que le HCR et ses partenaires disposent des ressources nécessaires pour intervenir rapidement et efficacement, notamment dans les pays voisins qui accueillent encore des millions de réfugiés », insiste le Haut-commissaire.

      https://www.infomigrants.net/fr/post/61639/chute-dassad-en-syrie--lonu-appelle-a-la-patience-et-la-vigilance-sur-

    • Syrie : à peine le dictateur déchu, l’Europe songe à se débarrasser de ses réfugiés syriens

      L’Allemagne, l’Italie ou la Suède ont décidé de geler les demandes d’asile des Syriens. L’Autriche va plus loin en voulant même expulser les réfugiés syriens de son territoire. En France, le ministre démissionnaire de l’intérieur veut lui aussi une « pause ».

      LesLes annonces n’auront pas tardé. À peine la chute du dictateur Bachar al-Assad rendue officielle, plusieurs pays de l’Union européenne (UE) ont déclaré suspendre les demandes d’asile des ressortissant·es syrien·nes ayant cherché refuge sur leur territoire, laissant apparaître un opportunisme indécent face au drame vécu par le peuple syrien et les difficultés de l’exil.

      C’est notamment le cas de l’Allemagne, qui s’était pourtant démarquée, en 2015, en accueillant près de un million de Syrien·nes qui avaient fui la guerre. L’opposition de droite conservatrice n’a pas mâché ses mots : « Et si le gouvernement fédéral disait : “À tous ceux qui souhaitent retourner en Syrie, nous affréterons des charters pour eux et ils recevront une somme de départ de 1 000 euros” », a osé Jens Spahn, vice-président du groupe CDU/CSU au Parlement allemand.

      Au vu de l’« incertitude actuelle », l’office chargé d’examiner les demandes d’asile en Allemagne (Office fédéral des migrations et des réfugiés) a décrété un « gel des décisions pour les procédures d’asile actuellement encore en cours », a expliqué la ministre de l’intérieur allemande, Nancy Faeser. Le porte-parole de l’office a expliqué surveiller l’évolution de la situation en Syrie.

      L’Italie, la Suède, la Norvège et le Danemark ont eux aussi annoncé un gel des demandes d’asile s’agissant de cette nationalité, tandis que l’Autriche a annoncé vouloir expulser les réfugié·es syrien·nes vivant sur son sol. « J’ai ordonné au ministère de préparer un plan pour des rapatriements et des expulsions ordonnés », a assumé le ministre de l’intérieur autrichien, Gerhard Karner, lundi 9 décembre.
      Retailleau veut une « pause »

      En France, dans un communiqué, l’Office français de protection des réfugiés et apatrides (Ofpra) a déclaré « suivre attentivement la situation en Syrie ». « Comme toujours en cas de situation évolutive dans un pays d’origine de demandeurs d’asile, cela peut conduire à suspendre provisoirement la prise de décision sur certaines demandes d’asile émanant de ressortissants syriens, en fonction des motifs invoqués », peut-on lire.

      Sans surprise, le ministre de l’intérieur Bruno Retailleau, qui ne cesse de criminaliser les immigré·es dans une logique à la fois idéologique et électoraliste, a quant à lui fait savoir qu’il entendait appuyer sur « pause » s’agissant de l’accueil des réfugié·es syrien·nes. Le ministère de l’intérieur français a indiqué lundi « travailler sur une suspension des dossiers d’asile en cours provenant de Syrie », après la chute du régime de Bachar al-Assad ce week-end, indiquait l’AFP dès le 9 décembre.

      « Le ministre démissionnaire de l’intérieur qui gère les affaires courantes annonce gérer une affaire qui ne relève même pas de son champ quand il est de plein exercice. L’Ofpra bénéficie d’une indépendance fonctionnelle. Et certains louent la compétence de Bruno Retailleau ? », abonde Thibaud Mulier, constitutionnaliste et maître de conférences en droit public.

      Pour tous ces pays européens, la libération de la Syrie et de son peuple semble s’apparenter à du pain bénit. Il ne s’agit plus de se réjouir des libertés retrouvées d’un peuple – bien qu’encore incertaines –, mais de l’idée de pouvoir se débarrasser des réfugié·es accueilli·es par le passé, comme s’il s’agissait d’un vulgaire stock de marchandises. Tous semblent par ailleurs oublier que le statut de réfugié·e peut aussi être accordé pour d’autres motifs que celui de la guerre, comme la religion ou l’orientation sexuelle.

      L’ONG Médecins sans frontières y voit une « instrumentalisation des migrants à des fins politiques » et un « empressement profondément honteux » à restreindre le droit d’asile. « Deux jours seulement après la chute d’al-Assad en Syrie, plusieurs pays européens ont sauté sur l’occasion pour annoncer publiquement qu’ils mettaient en suspens la demande de protection des Syriens au titre de la procédure d’asile sur leur sol. »

      Comment a-t-on pu en arriver là ? En réalité, les velléités de certains pays de l’UE (et d’autres pays à travers le monde) sur le renvoi des réfugié·es syrien·nes ne datent pas d’hier. Ces dernières années, les discours se sont durcis à leur endroit, comme lorsque le Danemark ou la Suède ont choisi de restreindre la protection à laquelle ils et elles pouvaient prétendre, jugeant que la ville de Damas, dans un pays en proie à la guerre et aux conflits, était une zone « sûre » pour les réfugié·es.

      Pour mieux comprendre ce que cela signifie, il faut se plonger dans les entrailles du système d’asile européen, et prendre la mesure des conséquences de telles mesures : si une région d’un pays ou un pays dans sa globalité est considéré comme « sûr », des personnes exilées originaires de ces zones peuvent y être renvoyées, sans violer le principe de non-refoulement imposé par la Convention de Genève relative aux réfugié·es.

      En août, l’Allemagne s’est par exemple targuée d’avoir repris les expulsions de ressortissant·es afghan·es, trois ans après le retour au pouvoir des talibans, en justifiant que ceux-ci représentaient une menace pour la société. La question des Syrien·nes avait également été posée.

      En France, en janvier 2023, Amnesty International et la Cimade alertaient sur deux tentatives d’expulsion de Syriens vers la Syrie, pour lesquels la préfecture avait pris attache avec les autorités syriennes, malgré le risque qu’ils encouraient en cas de renvoi. « Nos organisations demandent au gouvernement de clarifier sa position en rappelant aux préfectures les obligations internationales de la France, qui interdisent de façon absolue le renvoi d’une personne dans un pays où elle risque la mort, la torture et d’autres mauvais traitements », indiquaient-elles.

      Dans un rapport publié en 2021, Amnesty International décrivait les violences que pouvaient subir les réfugié·es syrien·nes de retour dans leur pays, entre détention arbitraire et disparitions forcées ; sans parler des cas de torture. Parmi les personnes interrogées, des réfugié·es qui avaient trouvé refuge dans des pays voisins comme la Turquie, le Liban ou la Jordanie, et qui en avaient été expulsé·es, malgré la notion de pays « sûr ».

      Cette question des pays sûrs, qui empêche certains États d’éloigner des ressortissant·es de pays non sûrs, est au cœur des débats au niveau européen. L’Italie a bataillé pour extraire des pays comme l’Égypte et le Bangladesh de la liste des pays « sûrs », de sorte de pouvoir expulser leurs ressortissant·es… Jusqu’à ce qu’un tribunal italien annule le renvoi de plusieurs exilés, en vertu d’un arrêt de la Cour de justice de l’Union européenne (CJUE).

      Dans le même temps, l’UE ne cache pas son envie d’expulser les exilé·es qui ne pourraient prétendre à aucune protection : le pacte migratoire européen voté au printemps dernier devrait faciliter la tâche aux États membres, tandis que le récent accord signé entre l’Italie et l’Albanie pour sous-traiter les demandes d’asile dans ce pays tiers a déjà été repris par la présidente de la Commission européenne, Ursula von der Leyen, comme source d’inspiration.

      https://www.mediapart.fr/journal/international/121224/syrie-peine-le-dictateur-dechu-l-europe-songe-se-debarrasser-de-ses-refugi
      #pays_sûrs

    • Suspension des demandes d’asile de Syriens en Europe : inquiétudes autour d’une décision hâtive

      Quelques heures seulement après l’annonce de la chute de Bachar al-Assad en Syrie, plusieurs pays européens, dont la France, ont indiqué suspendre les demandes d’asile de Syriens. Des ONG et politiques ont réagi à cette annonce, la jugeant hâtive et dangereuse pour les Syriens dont l’avenir est encore très incertain.

      Après l’annonce de la chute de Bachar, plusieurs pays européens, dont la France, se sont empressés de suspendre les demandes d’asile dans le pays. Le ministère de l’Intérieur français a indiqué lundi « travailler sur une suspension des dossiers d’asile en cours provenant de Syrie ». Une annonce prise à la hâte et impossible à mettre en place car, concernant l’asile, seule l’Ofpra (Office français de protection des réfugiés et apatrides), organisme indépendant, est décisionnaire.

      De son côté, l’Ofpra a annoncé « suspendre provisoirement la prise de décision sur certaines demandes d’asile émanant de ressortissants syriens » dans le but de prendre du recul sur la situation. « L’instance attend de savoir s’il y a des craintes légitimes en cas de retour dans le pays. Tant qu’elle ne peut pas répondre à cette question, elle suspend ses décisions », a expliqué à InfoMigrants Laurent Delbos, juriste à Forum réfugiés. De même en Allemagne, seule la décision finale sur l’asile est reportée mais les dossiers continuent à être examinés.

      D’autres États en revanche sont allés plus loin encore que la France et l’Allemagne. L’Autriche a ainsi indiqué que le regroupement familial était suspendu pour les Syriens réfugiés dans le pays. Vienne a également affirmé, de même que le Danemark et la Suède, vouloir réexaminer les dossiers des réfugiés syriens vivant dans le pays en vue d’une éventuelle expulsion.
      « La sécurité des demandeurs d’asile doit être placée au cœur de la prise de décision »

      Ces décisions ont été rapidement critiquées par des ONG, associations de défense des droits humains et instances internationales. L’ONU a appelé mardi à « la patience et la vigilance » sur la question du retour des réfugiés dans leur pays alors que la situation y est encore très incertaine. "Le Haut-commissariat des Nations unies aux réfugiés (HCR) espère que les développements sur le terrain permettront « enfin des retours volontaires, sûrs et durables - avec des réfugiés capables de prendre des décisions éclairées », a déclaré le patron de l’agence onusienne Filippo Grandi dans un communiqué.

      De même, Amnesty international a dénoncé les décisions européennes de suspendre les demandes d’asile des Syriens. « Les pays devraient éviter de plonger les réfugié·e·s syriens et les personnes en quête d’asile dans des situations d’incertitude et de précarité accrues. Bien au contraire, la sécurité des personnes demandeuses d’asile doit être placée au cœur de la prise de décision et non sacrifiée au profit de la politique anti-réfugiés qui s’empare actuellement de l’Europe », a déclaré Eve Geddie, la directrice du Bureau d’Amnesty international auprès des institutions européennes.

      Le sénateur écologiste français Yannick Jadot a lui jugé jeudi « indécente » la réaction de nombreux gouvernements européens à la chute de Bachar al-Assad, qui se sont aussitôt focalisés sur le retour des réfugiés plutôt que sur l’aide à la reconstruction. En France, « on a 700 demandes d’asile de personnes syriennes (en attente) à l’Ofpra. Donc franchement, il n’y a pas d’invasion, il n’y a pas de crise », a souligné l’ancien député européen.

      Selon lui, l’Europe devrait « proposer une aide à la reconstruction, une aide à l’installation de la démocratie, y compris pour mettre la pression sur le nouveau régime syrien sur le respect des droits des femmes et des minorités ».

      Inquiétudes des minorités

      C’est notamment autour de ces questions des droits des femmes et des minorités que demeure la plus grande incertitude : tous les Syriens et toutes les communautés syriennes seront-elles en sécurité dans un pays géré par le groupe islamiste radical Hayat Tahrir al-Sham (HTS) ? Certains Syriens n’auront-ils pas des motifs de demander une protection internationale dans un autre pays ?

      Des Syriens, craignant pour leur sécurité, ont déjà décidé de quitter le pays. À la frontière libanaise, des personnes de confession chiite qui fuient la Syrie croisent ainsi le flux de réfugiés qui souhaitent revenir. Les Syriens chiites craignent d’être persécutés en raison de leur foi alors que le HTS prône un islam sunnite radical. « Ils ont déjà commencé à vouloir nous contrôler. Ils disent ‘vous devez prier comme nous, vous devez pratiquer votre religion comme nous le voulons’. Ils vous nous attaquer, comme ils l’ont déjà fait avant », a témoigné sur France 2 une Syrienne professeure des écoles.

      Il en est de même pour les chrétiens qui représentent aujourd’hui entre 2 et 5 % de la population syrienne selon les sources. « Nous étions une minorité qui avait du poids, moins aujourd’hui. La part de la présence chrétienne en Syrie est passée de 8 % à 2 %, de deux millions à 500 000 personnes. À Alep, nous ne sommes plus que 25 000 contre 200 000 avant la guerre », décrivait en septembre dernier au Monde Nabil Antaki, un notable chrétien d’Alep, fondateur de l’Association des maristes bleus qui vient en aide aux démunis de toutes confessions.

      Le Premier ministre chargé de la transition en Syrie, Mohammad al-Bachir, a assuré mercredi que la coalition rebelle, menée par des islamistes radicaux, qui a chassé Bachar al-Assad du pouvoir garantirait les droits de toutes les communautés, appelant les millions d’exilés à rentrer au pays.

      HTS affirme avoir rompu avec le djihadisme mais il reste classé mouvement « terroriste » par plusieurs pays occidentaux, dont les États-Unis. Mohammad al-Bachir a en outre appelé les Syriens exilés à rentrer chez eux pour « reconstruire » le pays, à majorité arabe sunnite, où cohabitent plusieurs communautés ethniques et confessionnelles.

      Quelque six millions de Syriens, soit un quart de la population, ont fui le pays depuis 2011, quand la répression de manifestations prodémocratie a déclenché une guerre dévastatrice qui a fait plus d’un demi-million de morts.

      https://www.infomigrants.net/fr/post/61707/suspension-des-demandes-dasile-de-syriens-en-europe--inquietudes-autou

    • « Le renvoi des réfugiés syriens est prématuré »

      Après 14 ans de conflit en Syrie, les récents développements sont sources d’espoir, mais aussi d’incertitudes pour des millions de réfugiés ou exilés syriens dans le monde.

      Alors que des pays européens entament la suspension des demandes d’asile des réfugiés syriens et préparent un plan de rapatriement, l’Agence de l’ONU pour les réfugiés appelle à faire preuve de patience et de vigilance.

      Selon le HCR, la situation reste encore incertaine, pour permettre des retours volontaires, sûrs et durables. Au fur et à mesure que la situation évolue positivement, le HCR se dit prêt à soutenir les États dans le cadre de tout retour volontaire organisé.

      Pour aborder toute cette problématique du retour des réfugiés syriens, un porte-parole du HCR William Spindler a répondu aux questions d’Alpha Diallo.

      https://news.un.org/fr/audio/2024/12/1151351

    • Menaces de #rapatriement, suspension des demandes d’asile : l’avenir incertain des réfugiés syriens

      À peine Bachar al-Assad était-il tombé que plusieurs pays européens, dont la France, ont suspendu les demandes d’asile de Syriens. Des politiciens de droite appellent même à leur rapatriement. 6,6 millions de Syriens ont fui le pays depuis 2011.

      Dès le lendemain de la chute du régime de Bachar al-Assad, neuf pays du continent européen (France, Allemagne, Norvège, Danemark, Pays-Bas, Belgique, Suède, Royaume-Uni, Suisse) ont annoncé suspendre l’examen des demandes d’asiles de Syriens.

      « Après la chute du régime Assad, la situation en Syrie est extrêmement dynamique, confuse et difficile à évaluer. Sur la base de la situation actuelle et de son évolution imprévisible, il n’est pas possible de prendre une décision définitive sur l’issue d’une procédure d’asile », a justifié l’Office allemand des réfugiés et de la migration. En cas de stabilisation de la situation, l’Office envisagera d’adapter sa pratique décisionnelle et reprendra ensuite l’ensemble de ses activités de décision », ajoute l’administration.

      « Comme toujours en cas de situation évolutive dans un pays d’origine de demandeurs d’asile, cela peut conduire à suspendre provisoirement la prise de décision sur certaines demandes d’asile émanant de ressortissants syriens, en fonction des motifs invoqués », explique aussi l’Office français de protection des réfugiés et apatrides (Ofpra). 2500 demandes d’asile ont été déposées en France depuis début 2024. 700 demandes (mineurs inclus) d’asile de Syriens sont actuellement en cours de traitement en France.
      6,6 millions de Syriens réfugiés

      L’Espagne poursuit en revanche l’étude des demandes d’asile en cours. « Aucune mesure supplémentaire n’est nécessaire, car contrairement à d’autres pays européens où les Syriens représentent une part très importante des demandes d’asile, ce n’est pas le cas ici », a déclaré le socialiste José Manuel Albares, ministre des Affaires étrangères espagnol.

      En 13 ans de guerre, 6,6 millions de Syriens ont fui leur pays, principalement vers les pays frontaliers : Turquie, Liban, Jordanie. En Europe, l’Allemagne a accueilli le plus grand nombre de réfugiés de Syrie, près d’un million depuis 2011. 200 000 réfugiés syriens vivent aussi en Suède, 95 000 en Autriche. 45 000 Syriens et Syriennes ont trouvé refuge en France.

      À travers l’Europe, des ministres et politiciens de droite se sont jetés sur l’événement pour aller jusqu’à demander, déjà, le retour des réfugiés syriens. En Autriche, le ministre de l’Intérieur, issu du parti conservateur, a indiqué « préparer un programme de rapatriement et d’expulsion vers la Syrie ».

      En Allemagne, un député conservateur (de l’opposition) a même proposé que le gouvernement fédéral affrète des avions pour rapatrier les Syriens et offre 1000 euros à chaque réfugié qui partirait. « La situation en Syrie est encore très dangereuse », a répliqué le chancelier Olaf Scholz (social-démocrate), soulignant qu’un retour des Syriens n’était pas à l’ordre du jour.
      En France, des annonces polémiques

      À Paris, le ministère de l’Intérieur a annoncé lundi travailler « sur une suspension des dossiers d’asile en cours provenant de Syrie, sur le même modèle que ce que fait l’Allemagne ». « C’est de la communication politique. Le ministre n’a aucune instruction à donner à l’Ofpra, l’organe qui décide des demandes d’asile en France métropolitaine », note Gérard Sadik, responsable national de l’asile à la Cimade, joint par Basta !.

      « Bachar est tombé il y a quelques jours à peine, arrêtons de prendre des décisions précipitées, on doit rester conformes aux traités internationaux » qui prolongent le droit d’asile, appelle aussi Étienne Marest, président d’une association d’accueil de réfugiés syriens et syriennes que nous avons contacté.

      « Certains Syriens ont passé des années dans la prison de Saydnaya, torturés, affamés. Il faut qu’ils puissent quitter ce pays et demander l’asile », souligne aussi Gérard Sadik. Et bien que le régime d’Assad soit tombé, des conditions dangereuses pourraient perdurer en cas de résurgence de milices ou de représailles.
      La diaspora syrienne dans l’incertitude

      Les annonces des différents gouvernements ont de quoi susciter une inquiétude supplémentaire au sein de la diaspora syrienne, qui criait sa joie dimanche dans les rues de Berlin, de Vienne, d’Athènes ou de Paris. « Ce qui est sûr, c’est que les réfugiés syriens n’ont qu’une seule hâte : aller embrasser leur famille restée au pays. Mais pas forcément d’y rester », explique Étienne Marest.

      Parmi les réfugiés, beaucoup ont refait leur vie. En Allemagne, par exemple, plus de 160 000 réfugiés syriens ont acquis la nationalité allemande. L’un d’entre eux est même devenu maire d’un village de Bade, dans le sud du pays.

      Pour celles et ceux qui vivent en Europe avec le statut de réfugiés, se rendre en Syrie aujourd’hui pour rendre visite à des proches est encore quasi impossible. La décision de partir, même quelques jours, peut entraîner la perte de la protection internationale.

      https://basta.media/menaces-rapatriement-suspension-demandes-asiles-avenir-incertain-refugies-s

    • Syriens en Allemagne : « Je me suis construit une nouvelle vie ici, je me sens chez moi »

      L’Allemagne compte la plus importante diaspora syrienne en Europe. Les Syriens rencontrés par InfoMigrants sont partagés quant à leur éventuel retour au pays.

      Malgré la précarité de la situation politique et sécuritaire qui règne en Syrie près de deux semaines après le renversement du régime de Bachar al-Assad, les autorités allemandes ont suspendu les procédures de demandes d’asile en cours d’exilés syriens. Toute une série de pays européens ont pris des décisions semblables.

      Ce gel n’affecte toutefois pas les Syriens dont le droit d’asile a déjà été reconnu ou qui résident en Allemagne. En revanche, l’inquiétude monte chez les près de 330.000 Syriens bénéficiant d’une protection subsidiaire. Ce statut temporaire peut être levé dès que les conditions en Syrie sont considérées comme suffisamment sûres pour qu’ils puissent y retourner.

      L’Autriche, qui a également suspendu les demandes d’asile et les regroupements familiaux, prévoit déjà de rapatrier les Syriens. Il n’est pas exclu que l’Allemagne suive cette voie.

      Certes, la ministre allemande de l’Intérieur, Nancy Faeser, assure qu’il est trop tôt pour spéculer sur des plans concrets. Mais les appels à expulser se font avec insistance au sein d’une partie de la classe politique, notamment chez les conservateurs, favoris pour les prochaines élections législatives anticipées, qui doivent se dérouler fin février.

      Le député de la CDU Jens Spahn, ancien ministre de la Santé sous Angela Merkel, a plaidé pour l’organisation de vols charters et d’une prime de 1.000 euros pour chaque Syrien expulsé.

      InfoMigrants est allé à la rencontre de Syriens vivant à Bad Godesberg, en banlieue de Bonn, dans l’ouest de l’Allemagne. De nombreuses personnes interrogées disent vouloir retourner en Syrie. Certains ont encore de la famille dans le pays, d’autres ont perdu des proches dans le conflit. Cette même volonté de quitter l’Allemagne se retrouve chez les exilés issus des minorités religieuses et ethniques en Syrie, où leur avenir reste incertain avec l’arrivée au pouvoir d’un régime islamiste radical.

      Retrouver sa famille

      "Je veux retourner à Damas, dès que c’est sûr. Toute ma famille est là-bas", explique par exemple Dia Al-Dorgmani, un Kurde qui vend des patisseries à Bad Godesberg. "Je remercie l’Allemagne et tous les pays qui nous ont acceptés. Ils nous ont accueilli pendant longtemps. Nous devons accepter cette idée de retourner (en Syrie)."

      Non loin de là, Mohammad dirige le restaurant "Le Damas" en hommage à sa ville natale. L’homme de 46 ans est arrivé en Allemagne en 2015, avant que sa famille ne le rejoigne. Comme plus de 160 000 Syriens, il possède aujourd’hui la citoyenneté allemande.

      Mohammad dénonce les appels à renvoyer les Syriens. "Le gouvernement qualifie ces personnes (le groupe islamiste radical HTS qui domine le nouveau pouvoir en Syrie) de terroristes. Comment pouvez-vous renvoyer des personnes dans les bras de terroristes. Il faut d’abord un gouvernement approprié en Syrie. Après seulement on peut parler des retours.”

      Avec leurs passeports allemands, Mohammad et sa famille n’ont pas à craindre d’être expulsés. Pour lui, pas question de retourner en Syrie : "J’ai me suis construit une nouvelle vie ici, je me sens chez moi. L’Allemagne est mon chez moi."

      Pour Mohammad, la chute de l’ancien régime signifie avant tout qu’il lui sera possible de visiter sa famille restée en Syrie et qu’il n’a plus vue depuis 12 ans.

      En revanche, les personnes ayant le statut de réfugié en Allemagne risquent de se voir retirer leur droit de séjour si elles se rendent en Syrie. Elles pourraient même être interdites de revenir dans le pays.

      Une perte pour l’Allemagne

      De nombreux Syriens affirment vouloir participer à la reconstruction du pays. Pour l’Allemagne, leur départ changerait le visage de nombreux secteurs d’activités, dans les universités et les écoles.

      "Bien sûr, ce serait une perte", estime une habitante de Bad Godesberg. "Ces gens paient aussi des impôts, il faut le voir sous cet angle."

      Si la femme de 63 ans ajoute que selon elle, beaucoup de Syriens sont bien intégrés, elle pense aussi que "le nombre d’étrangers devient incontrôlable", en montrant dans la rue principale une série de magasins et des entreprises tenus par des Syriens, des Irakiens, des Libanais et des Marocains à côté des commerces allemands. "À un moment donné, qu’il s’agisse de Syriens ou de personnes d’autres pays, ça suffit", affirme-t-elle.

      Daniel, un Allemand de 38 ans, ne partage pas cet avis. Il estime que l’Allemagne doit continuer à accueillir les nouveaux arrivants et critique la décision du gouvernement de geler les demandes d’asile des Syriens. Pour lui, chaque personne doit pouvoir de décider elle-même si elle veut rentrer en Syrie ou non.

      https://www.infomigrants.net/fr/post/61840/syriens-en-allemagne--je-me-suis-construit-une-nouvelle-vie-ici-je-me-

    • Chute d’Assad : 700 demandes d’asile de Syriens actuellement suspendues en #France

      Selon le ministre des Affaires étrangères français, Jean-Noël Barrot, environ 700 dossiers d’asile de Syriens sont actuellement suspendus à l’Ofpra en attendant de voir comment évolue la situation à Damas. Selon le chef de la diplomatie, des « dérogations » seraient toutefois possibles pour permettre à certains réfugiés statutaires de rentrer provisoirement dans leur pays sans perdre leur protection.

      Quelque 700 dossiers de demande d’asile déposés par des Syriens sont actuellement suspendus en France, le temps de voir comment évolue la transition politique à Damas, a indiqué dimanche 5 janvier le ministre français des Affaires étrangères.

      « Il y a aujourd’hui 700 demandes d’asile syriennes qui sont à l’instruction par l’Ofpra [Office français pour la protection des réfugiés et des apatrides, ndlr], et qui sont suspendues en attendant d’en savoir plus », a expliqué Jean-Noël Barrot sur la radio française RTL.

      Plus de 100 000 demandes de protection internationale émanant de Syriens en exil dans l’Union européenne (UE) sont à l’étude dans les 27 pays membres, selon l’agence de l’UE pour l’asile (EUAA).

      La France n’est pas la seule à avoir suspendu les étude des dossiers d’asile syriens. Dans un contexte de forte progression des partis d’extrême droite aux récentes élections, une dizaine de pays européens ont eux aussi décidé, dès la chute de Bachar Al-Assad à Damas début décembre, la même suspension.

      À Paris, cette décision de suspension, a été « prise à froid, réfléchie. Elle est mal perçue dans le débat public alors qu’elle n’est pas forcément négative », avait toutefois précisé en décembre à InfoMigrants Laurent Delbos, juriste spécialisé en droit d’asile à Forum réfugiés. « C’est même le contraire de la précipitation. L’Ofpra attend de savoir s’il y a des craintes légitimes en cas de retour dans le pays. Tant qu’elle ne peut pas répondre à cette question, elle suspend ses décisions. »
      "Il est légitime que des Syriens souhaitent retrouver leur famille, leur maison"

      Le chef de la diplomatie française a également indiqué que certains réfugiés pourraient rentrer en Syrie sans immédiatement perdre leur statut, ce que la loi française, en principe, ne leur permet pas.

      Et de justifier sa position. « Dans une situation aussi particulière que celle que nous vivons, [...] il est légitime que certains Syriens qui ont le statut de réfugié souhaitent rapidement retrouver leur famille, leurs biens, leur maison, sans pour autant, parce qu’ils n’ont pas encore toutes les assurances, renoncer définitivement à la protection ».

      Le gouvernement français examine cette situation, a précisé Jean-Noël Barrot. « Il y a des dérogations qui sont possibles dans certaines circonstances [...] Elles ont été accordées dans certains cas ».

      Environ 45 000 Syriens bénéficient du statut de réfugié politique sur le territoire français, soit 0,07 % de la population.

      L’association Revivre, qui accueille depuis 2004 les réfugiés syriens en France, demande « un engagement moral, humaniste des autorités françaises, consistant à dire que les réfugiés syriens peuvent aller en Syrie sans qu’il y ait de problèmes à leur retour en France ».

      Plus de la moitié des Syriens ont fui leur domicile depuis le début du conflit en 2011, soit 13 millions de personnes, selon l’agence de l’ONU pour les réfugiés (HCR). La majorité s’est réfugiée à l’étranger, notamment dans les pays voisins. La Turquie est de loin le premier pays d’accueil : il comptait fin 2024 plus de trois millions de réfugiés syriens, représentant 3,5 % de sa population.

      En Europe, l’Allemagne arrive largement en tête avec 781 000 réfugiés ou demandeurs d’asile syriens (soit 0,92 % de la population allemande), selon le HCR. Ils étaient aussi 87 700 en Suède (0,87 % de la population) ou encore 79 000 aux Pays-Bas en 2024 (0,44 % de la population).

      https://www.infomigrants.net/fr/post/62067/chute-dassad--700-demandes-dasile-de-syriens-actuellement-suspendues-e

    • Berlin précise les critères d’un éventuel retour des réfugiés syriens dans leur pays

      Alors qu’un débat a été lancé dès la chute du régime Assad sur le retour dans leur pays des Syriens réfugiés en Allemagne, la ministre de l’Intérieur précise, dans une interview, quels critères pourraient ou non justifier une telle mesure.

      « Comme le prévoit notre loi, l’Office fédéral des migrations et des réfugiés examinera et révoquera les statuts de protection si les personnes n’en ont plus besoin en Allemagne parce que la situation en Syrie s’est stabilisée ». Pour la ministre allemande de l’Intérieur Nancy Faeser, les dossiers des réfugiés de Syrie qui bénéficient d’un statut de protection subsidiaire doivent être examinés. Il s’agit de Syriens qui ne bénéficient pas du droit d’asile en raison de persécutions individuelles, mais à cause de la guerre dans leur pays.

      La fin du régime de Bachar el-Assad rend, en principe, un retour possible. La ministre souligne toutefois que la situation sécuritaire sur place doit être observée de près et que Berlin se coordonnera avec ses partenaires européens.

      Les réfugiés syriens qui ne bénéficient pas d’un autre titre de séjour en Allemagne, n’y ont pas de travail ou ne sont pas en formation, pourraient être incités à rentrer dans leur pays. Un programme de soutien aux retours volontaires doit être renforcé. Nancy Faeser souligne par ailleurs que les personnes bien intégrées et qui ont trouvé du travail restent les bienvenues en Allemagne.

      https://www.infomigrants.net/fr/post/62059/berlin-precise-les-criteres-dun-eventuel-retour-des-refugies-syriens-d

    • Le #Royaume-Uni suspend 6 500 demandes d’asile de ressortissants syriens

      Londres a annoncé en fin d’année qu’environ 6 500 dossiers de demandes d’asile de ressortissants syriens étaient suspendus au Royaume-Uni, en attendant de voir comment évolue la situation à Damas. Depuis la chute du clan Assad le 8 décembre 2024, le gouvernement britannique entend faciliter le retour des réfugiés en Syrie.

      Environ 6 500. C’est le nombre de dossiers de demandeurs d’asile syriens suspendus au Royaume-Uni, selon les chiffres du ministère de l’Intérieur britannique dévoilés à la fin de l’année. Avec la chute de Bachar al-Assad le 8 décembre, Londres a décidé de mettre en attente les demandes de personnes originaires de Syrie en attendant de voir comment la situation dans le pays évolue.

      Au Royaume-Uni, à la fin du mois de février 2021, plus de 20 000 réfugiés syriens avaient été réinstallés dans le cadre d’un programme gouvernemental, d’après le Refugee Council. En 2019, environ 47 000 Syriens vivaient au Royaume-Uni, mais ce nombre serait depuis tombé à environ 30 000.

      Le Royaume-Uni n’est pas le seul État à avoir suspendu les études des dossiers d’asile syriens. Dans un contexte de forte progression des partis d’extrême droite aux récentes élections, une dizaine de pays européens ont eux aussi décidé, dès la chute de Bachar al-Assad à Damas début décembre, la même suspension.
      « Situations d’incertitude »

      À l’instar de Londres, Paris a aussi annoncé dimanche 5 janvier qu’environ 700 dossiers d’asile de Syriens sont actuellement suspendus à l’Office français de protection des réfugiés et apatrides (Ofpra) « en attendant d’en savoir plus ».

      Quelque 45 000 Syriens bénéficient du statut de réfugié politique sur le territoire français, soit 0,07 % de la population.

      En Autriche, ce sont 7 300 dossiers qui sont suspendus, parmi les quelque 100 000 Syriens vivant dans le pays, un des États avec l’Allemagne qui en a accueilli le plus en Europe.

      Certains pays ont également annoncé leur intention de réexaminer les protections subsidiaires accordées aux exilés syriens. « Comme le prévoit notre loi, l’Office fédéral des migrations et des réfugiés examinera et révoquera les statuts de protection si les personnes n’en ont plus besoin en Allemagne parce que la situation en Syrie s’est stabilisée », a indiqué début janvier la ministre allemande de l’Intérieur Nancy Faeser. Un programme de soutien aux retours volontaires doit par ailleurs être renforcé.

      Ces décisions européennes ont été rapidement critiquées par des ONG, associations de défense des droits humains et instances internationales. « Les pays devraient éviter de plonger les réfugié·e·s syriens et les personnes en quête d’asile dans des situations d’incertitude et de précarité accrues. Bien au contraire, la sécurité des personnes demandeuses d’asile doit être placée au cœur de la prise de décision et non sacrifiée au profit de la politique anti-réfugiés qui s’empare actuellement de l’Europe », avait déclaré Eve Geddie, la directrice du bureau d’Amnesty international auprès des institutions européennes.

      https://www.infomigrants.net/fr/post/62087/le-royaumeuni-suspend-6-500-demandes-dasile-de-ressortissants-syriens

  • Der Held hinter der Kamera
    https://www.wienerzeitung.at/h/der-held-hinter-der-kamera

    Filmtechnik ist sein Leben: Fritz Gabriel Bauer hat einige der besten analogen Kinokameras entwickelt. Foto Werner Schandor

    Comment les Autrichiens d’Arnold & Richter (Arri) et de Moviecam ont développé la caméra cinématographique qui représente le sommet de la technologie cinématographique avant l’avènement du numérique. Spielberg, Tarantino et Wes Anderson se servent toujours des caméras inégalées ARRICAM .

    Podcast: Steadicam Operator Elizabeth Ziegler
    https://www.listennotes.com/podcasts/the-celluloid-ashram/steadicam-operator-elizabeth-JD_AVP5FZ3X

    16.12.2024.von Werner Schandor - Trotz seiner drei Technik-Oscars gehört der Wiener Fritz Gabriel Bauer zu den weniger bekannten Akteuren des heimischen Films. Dabei hat er die Technik von 35 mm-Filmkameras revolutioniert.

    Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky hat bei einer Podiumsdiskussion der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft 2016 darauf hingewiesen, dass ohne die Moviecam von Fritz Ga-briel Bauer der moderne Film vermutlich anders aussehen würde. Bis in die 1970er waren die Kameras, mit denen man Kinofilme drehte, unheimlich schwere Ungetüme, und es brauchte drei Personen, um eine solche Kamera samt Stativ von A nach B zu bewegen.

    Dann kam in den 1970ern Fritz Gabriel Bauer mit seiner Moviecam - einer qualitativ hochwertigen, aber leichten Kamera, die man sowohl als Schulterkamera einsetzen als auch mit verschiedenen Modulen zur Studiokamera aufmagazinieren konnte. Und plötzlich war man bei Actionszenen noch eine Spur näher am Geschehen dran.

    Ist das wirklich so? Hat die Moviecam die Kinoästhetik verändert? - Fritz Gabriel Bauer winkt ab, als ich ihn, einen freundlichen, älteren Herren mit kurzgestutztem grauem Oberlippenbart und wachen Augen, in seinem Haus in Purkersdorf besuche: Ruzowitzkys Einschätzung ist für ihn zu hoch bemessen. Obwohl. Steven Spielberg beispielsweise hat bei der Anfangssequenz von „Soldat James Ryan“, wo die Granaten bei der Landung in der Normandie in den Sand einschlagen, dass man sich mitten im Geschehen wähnt, mit Moviecams gearbeitet.

    Gemeinsam mit Quentin Tarantino sei Spielberg auch einer der Letzten, die noch mit seinen Analogkameras drehen. Alle anderen hätten längst auf Digitaltechnik umgestellt, 4k ist jetzt der Indus-triestandard in Hollywood. Fritz Gabriel Bauer muss es wissen. Schließlich gehört er seit 2012 selbst jenem Komitee an, das die Maßstäbe definiert: der „Academy of Motion Picture Arts & Sciences“, besser bekannt als jene Instanz, die die Oscars vergibt.

    Zuerst Bühnenbilder

    Spulen wir den Film zurück an den Anfang, nach Wien, Ende der 50er Jahre. Der HTL-Maschinenbauer Fritz Bauer, Jahrgang 1941, will Architektur studieren und arbeitet nebenbei in einem Kons-truktionsbüro. Er berechnet unter anderem die Statik der Messehalle. Im Vorlesungsverzeichnis an der Akademie der bildenden Künste fällt ihm ein Fach auf, das ihn noch mehr fasziniert als Architektur: Bühnenbild. Caspar Neher, der es leitet, ist eine Legende. Neher hat unter anderem die Bühnenbilder für alle Uraufführungen von Bert Brecht entworfen. Und er nimmt Fritz Bauer nicht nur in den Kreis seiner Studenten auf, sondern macht ihn nach einem halben Jahr sogar zu seinem Assistenten.

    „Ich bin dann auch dahinter gekommen, warum“, erzählt Fritz Bauer: „Caspar Neher hat immer wunderschöne lavierte Tuschzeichnungen gemacht mit Sepiatinte und aufgehellt mit Weiß. Es war alles immer ein bisschen verschwommen und sehr eindrucksvoll, aber die Werkstätten sowohl in der Oper in Catania, wo Neher wirkte, als auch in Berlin oder in Wien konnten damit wirklich nichts anfangen. Er hat also jemanden gebraucht, der seine Ideen ins bühnentechnisch Machbare übersetzte. Das habe ich dann für ihn versucht.“

    Zehn Jahre später ist Bauer weg vom Bühnenbild. Er hat an der Wiener Staatsoper gearbeitet und ist als Bühnenbilder mit seinem Freund Axel Corti nach Oberhausen ins Ruhrgebiet gegangen, als dieser dort die Theaterleitung erhielt. Ab Mitte der 1960er hat Bauer für eine Münchner Filmfirma die Bühnen für Karajans Opern- und Konzertfilme kameratauglich gemacht.

    Zurück in Wien, gründet Bauer 1969 mit seinem Freund Walter Kindler, einem später vielfach ausgezeichneten Kameramann ("Sei zärtlich, Pinguin", „Weiningers Nacht“, "Hinterholz 8"u.v.a.m.), eine kleine Firma, die Werbefilme und Untertitel macht. Bauer ärgert sich über das Equipment, das beim Abfilmen der Untertitel diese merklich springen lässt. Der Tüftler in ihm gewinnt die Oberhand: Bauer bestellt sich eine große, stabile Filmkamera aus Amerika, zerlegt sie in ihre Einzelteile, nimmt das Greiferwerk heraus, das für einen ruhigen, gleichmäßigen Bildstand sorgt, und baut drumherum eine kleine, relativ leichte Kamera, die sich noch dazu stufenlos in der Geschwindigkeit regulieren lässt.

    Die erste Moviecam ist geboren. Mit ihr kann man Filme in Kinoqualität drehen und dabei fließend in die Zeitlupe und zurück gehen. Ideal für Sportaufnahmen. Aber sie hat noch zu starke Eigengeräusche für Spielfilme. Also arbeitet Bauer, der inzwischen ein paar Mitarbeiter beschäftigt, an einem Modell, das die Kamerageräusche im Keim beseitigt: Die Moviecam 2 entsteht und wird bald nach Erscheinen 1977 - zur geringen Freude des US-amerikanischen Platzhirschen Panavision - von Fachmagazinen als neuer Standard in der Filmindustrie gefeiert.

    „Die Kamera war das Leiseste, was es bis dahin gab“, sagt Bauer nicht ohne Stolz. Die Moviecam 2 ist nicht nur leise, sondern hat auch einen Video-Kanal, über den man das Bild gleich auf einem Monitor begutachten kann. Die Nachfrage aus den USA ist größer als die Fertigungskapazität, das Unternehmen durchlebt seine erste Krise in den 1980er Jahren und geht gestärkt daraus hervor. In den 1990er Jahren, den besten Zeiten der stetig weiterentwickelten Moviecam, werden 60 Kameras pro Jahr gefertigt, rund zwei Drittel davon gehen nach Hollywood. Der Stückpreis beträgt damals eine stolze Million Schilling - heute rund 70.000 Euro, inflationsbereinigt wären wir bei rund 120.000 Euro.

    Bauers Lieblingsfilm

    Mitte der 1990er - da hatte er bereits zwei Technik-Oscars auf dem Haben-Konto - nimmt Bauer das Angebot des deutschen Marktführers ARRI an und entwickelt gemeinsam mit den Technikern von Arri Austria in Wien die Arricam, die technische Vollendung der analogen Filmkameras. Und gleichzeitig mit dem weltweiten Erfolg erlebt Bauer auch den immer rascher fortschreitenden Übergang zur digitalen Bildaufnahme. Heute drehen nur noch einige wenige Regisseure analog, die es sich kraft ihrer Prominenz leisten können.

    „Was ist Ihr Lieblingsfilm, der mit der Moviecam gedreht wurde?“, will ich von Bauer wissen. Seine Augen blitzen auf, die Antwort kommt umgehend: „Eyes Wide Shut“. Kubrick drehte ihn mit der kleinen und leichten Moviecam SL, für die Bauer 2001 seinen dritten Technik-Oscar aus den Händen von Salma Hayek überreicht bekam. Der Film sei Bauers Ansicht nach misslungen, Tom Cruise in der männlichen Hauptrolle eine Fehlbesetzung.

    Aber die Begegnung mit Stanley Kubrick, der ihn, Bauer, 1998 zum Filmset nach London einlud, war ein echtes Highlight. „Ich bekomme einen Anruf von seinem Schwiegersohn Jan Harlan, Stanley möchte mich kennenlernen“, erzählt der Erfinder. „Ich fliege erwartungsvoll nach London, fahre nach Pinewood und warte dort auf ihn, weil er noch das Set für den nächsten Drehtag herrichtet. Für mich ist Kubrick überlebensgroß mit allem, was er gemacht hat - von ,Dr. Seltsam‘ bis ,Barry Lyndon‘. Und dann kommt er und gibt mir einen der sanftesten Händedrucke überhaupt . . .“

    Es sei ein sehr netter Abend mit angeregten Gesprächen geworden, erinnert sich Bauer. Und er erwähnt ein verbindendes Element zwischen ihnen, nämlich ihren Hang zum Perfektionismus. „Das hat bei Stanley dazu geführt, dass er Dinge selbst in die Hand nahm - etwa das Ausleuchten -, obwohl er erstklassige Leute dafür hatte. Das war bei mir manchmal auch so“, sagt Bauer. Nachsatz: „Ich will mich aber nicht mit dem genialen Stanley Kubrick vergleichen.“

    Rolle des Technikers

    Das führt mich zu einer weiteren Frage. Wenn vom Kino die Rede ist, stehen immer Schauspieler oder Regisseure im Mittelpunkt, aber so gut wie nie Techniker und Erfinder wie er. Wie beurteilt er die Rolle der Technik beim Film?

    „Die Technik soll den Kreativen dienen und nicht im Weg stehen bei der Realisation ihrer Ideen“, sagt er. „Die Kamera ist die physische Verlängerung eines Bildgestalters und Geschichtenerzählers.“ Auch wenn es so ist, dass erst die Technik den Film überhaupt ermöglichte - „ohne Technik gäbe es nach wie vor nur Vaudeville-Theater und kein Kino“ -, sei die Rolle des Technikers beim Film nicht unterbewertet. Im Gegensatz zu den Kameraleuten. Diese sind für Bauer die „wirklichen Gestalter des Bildes. Im Grunde genommen sind die zumindest so wichtig wie der Regisseur, denn sie übersetzen die Ideen des Regisseurs in das tatsächliche laufende Bild.“

    Auf dem Kaminsims im Wohnzimmer von Fritz Gabriel Bauer drängen sich Auszeichnungen von Film- und Fernseh-Akademien aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Österreich. Der Kamerainnovator wird nächstes Jahr im Sommer 77 Jahre alt. Spitalsärzte und Professoren - als solcher darf er sich übrigens seit 2000 bezeichnen - sind da schon längst im Ruhestand. Aber ein Erfindergeist wie Bauer kennt so etwas nicht. Vor wenigen Jahren hat er ein neues Fokussiersystem für digitale Kinokameras entwickelt, die - anders als Amateurkameras oder Fotoapparate - nach wie vor händisch scharfgestellt werden müssen. Filmproduzenten rund um den Globus zeigen Interesse.

    Nur von der Vereinigung der Kameraleute in Hollywood kommt Gegenwind. Bauers Erfindung würde den Berufsstand des Focus Pullers gefährden - das ist jener Kameraassistent, der die Aufnahmeschärfe manuell regelt. Doch diesen Posten kann Bauers Gerät gar nicht überflüssig machen, denn jemand muss es auch bedienen können.

    cf. https://amateurphotographer.com/latest/photo-news/what-cameras-were-used-to-shoot-wes-andersons-most-popular-movi

    En plus ...

    Why Kubrick used Moviecam SL on EWD ?
    https://cinematography.com/index.php?/forums/topic/79584-why-kubrick-used-moviecam-sl-on-ewd

    Steadicam operator Elizabeth Ziegler films as 1. Bill follows the Tall Butler (Brian Cook), 2. Bill is propositioned by Domino (Vinessa Shaw)
    https://www.reddit.com/r/StanleyKubrick/comments/15lov25/steadicam_operator_elizabeth_ziegler_films_as_1/?rdt=53596

    IMDB Elizabeth Ziegler (rien á voir avec la productrice Regina Ziegler)
    https://www.imdb.com/name/nm0956093/?ref_=ttfc_fc_cr

    Arriflex 35, la caméra mère de toutes les caméras reflex modernes
    https://de.wikipedia.org/wiki/Arriflex

    Movie 8 / Super 8 / 16mm instruction manuals, user manual, PDF camera manual
    https://butkus.org/chinon/movie-8-s8-16/movies8-s8-16.htm


    Source : https://butkus.org/chinon/index.html
    #cinéma #histoire #caméras #Autriche #Hollywood

  • Anti-migrants et pro-remigration : en Autriche, l’extrême droite remporte un scrutin historique aux législatives - InfoMigrants
    https://www.infomigrants.net/fr/post/60237/antimigrants-et-proremigration--en-autriche-lextreme-droite-remporte-u

    Anti-migrants et pro-remigration : en Autriche, l’extrême droite remporte un scrutin historique aux législatives
    Par Charlotte Boitiaux Publié le : 30/09/2024
    Le Parti de la liberté d’Autriche (FPÖ), l’extrême droite autrichienne, mené par le très radical Herbert Kickl, est arrivé en tête des élections législatives en Autriche. Sa feuille de route est particulièrement hostile aux étrangers : suspension du droit d’asile, fin du regroupement familial, préférence nationale et déchéance de nationalité sont au programme.
    C’est un coup de tonnerre politique. Dépassant les prédictions les plus optimistes à son égard, le Parti de la Liberté (FPÖ), fondé par d’anciens nazis, a remporté 28,8 % des suffrages aux élections législatives autrichiennes, dimanche 29 septembre. Le meilleur score de son histoire. « Savourez ce résultat », a lancé son chef, Herbert Kickl, à ses militants fous de joie au QG du parti. « Ce que nous avons accompli dépasse mes rêves les plus fous ».
    Mais une fois la liesse des résultats passée, le FPÖ sera-t-il en mesure de gouverner ? Car le parti d’extrême droite est si radical dans son programme - basé quasi exclusivement sur l’immigration - qu’aucun autre groupe politique ne souhaite s’associer à lui. La droite conservatrice (ÖVP), son seul partenaire possible, refuse, pour l’instant, de faire un pas vers lui. Or, sans partenaire, pas de coalition, et pas de gouvernance possible.
    Une attitude qu’Herbert Kickl a regrettée dimanche soir. « Nous tendons la main à tous les partis », a affirmé l’ex-ministre de l’Intérieur, âgé de 55 ans, sur la chaîne publique ORF, regrettant que ses électeurs soient traités comme « des citoyens de second rang ».
    Il faut dire que cette victoire est une onde de choc pour le pays : le FPÖ est partisan d’une ligne politique particulièrement hostile aux étrangers.Dans son programme intitulé « Forteresse Autriche, Forteresse de la liberté », Herbert Kickl prône la suspension du droit d’asile, la déchéance de nationalité pour les Autrichiens d’origine étrangère, l’expulsion des « étrangers reconnus coupables d’un crime » et la préférence nationale pour les aides sociales. Cet adepte de la théorie du grand remplacement, a aussi promis de bloquer les possibilités de regroupement familial, même pour les réfugiés se trouvant déjà en Autriche. Est-ce réalisable ? Qu’importe puisque, selon lui, « la politique prime sur le droit ».
    Son succès ne vient pas de nulle part. Pour de nombreux experts politiques, le pays reste marqué par l’afflux exceptionnel de réfugiés en 2015, qui avaient fui le conflit syrien. Cette année-là, 88 151 personnes avaient demandé l’asile, soit trois fois plus qu’en 2014 (28 064).Sans surprise, la feuille de route de Kickl n’a pas changé ces dernières années : elle insiste sur l’importance d’une « remigration » des étrangers, afin de rendre à l’Autriche « l’homogénéité de son peuple ». En 2019, Hebert Kickl, alors ministre de l’Intérieur, avait défrayé la chronique en souhaitant abaisser la rémunération des demandeurs d’asile à 1,50 euro de l’heure - elle varie de 3 à 5 euros actuellement.
    Dans cette lutte permanente contre des immigrés comparés à des envahisseurs, Hebert Kickl s’est lui-même baptisé « Volkskanzler » ("chancelier du peuple") et tant pis si Adolf Hitler - né en Autriche - s’était déjà attribué ce nom. L’homme fort du FPÖ n’a jamais caché sa sympathie pour certains groupuscules fascistes.
    Dans ce contexte, le manifeste électoral du FPÖ ne cache pas non plus sa volonté d’instaurer la préférence nationale : le peuple autrichien et sa culture doivent doivent être prioritaires en tout. « Je suis attaché à notre patrie, l’Autriche, en tant que membre de la communauté linguistique et culturelle germanophone », a-t- il déclaré pendant la campagne. Le Parti de la liberté concède que les « minorités historiques » restent les bienvenus : comprendre les populations qui ont fait partie de l’empire austro-hongrois. « Les Croates, les Slovènes, les Hongrois, les Tchèques, les Slovaques et les Roms font partie intégrante de l’Autriche », a-t-il déclaré. Les autres, non. L’Autriche n’est pas « un pays d’immigration », n’a-t-il cessé de marteler.
    Pourtant, l’Autriche compte déjà des immigrés sur son territoire. Ils représentent un peu plus d’un quart de la population, selon les statistiques du gouvernement de 2023. Pour le FPÖ, conscient que tous ne sont pas expulsables, certains pourront donc rester : à savoir « les immigrés légaux et légitimes qui sont déjà intégrés, qui parlent la langue allemande [et] reconnaissent pleinement nos valeurs et nos lois ». « Aucun migrant bien intégré ne doit avoir peur du FPÖ », explique aussi le parti dans un spot de campagne sur X.
    Le pays a fait face à un nouvel afflux massif d’étrangers en 2022 à la suite de la prise de Kaboul par les Taliban et le début de la guerre en Ukraine. Cette année-là, un peu plus de 112 200 dossiers d’asile ont été enregistrés (dont une majorité d’Afghans, d’Indiens et de Syriens). Dans le même temps, 80 000 personnes ont été enregistrées en tant que déplacés d’Ukraine. Mais en 2023, le chiffre des demandes d’asile a chuté de moitié : 59 200 dossiers ont été déposés, selon les données autrichiennes.
    Sur le plan européen, Herbert Kickl fait également trembler Bruxelles. Le Pacte migratoire de l’UE est un « emballage trompeur », dont l’Autriche ne fera pas partie, a-t-il déjà prévenu. Ce pacte, signé après des années de négociations, renforce les contrôles aux frontières pour décourager les entrées irrégulières et prévoit une solidarité entre États membres. Il instaure la règle selon laquelle les migrants qui entrent massivement dans un pays de l’UE seront répartis dans les différents États du bloc. Absolument impensable, selon Herbert Kickl, qui préfère lui se concentrer sur la création d’un « commissaire européen à la remigration ».

    #Covid-19#migrant#migration#autriche#UE#pactemigratoire#migrationirreguliere#remigration#asile#preferencenationale#expulsion#sante

  • En Autriche, le chef de l’extrême droite, Herbert Kickl, fait campagne pour la « remigration »
    https://www.lemonde.fr/international/article/2024/09/25/en-autriche-le-chef-de-l-extreme-droite-herbert-kickl-fait-campagne-pour-la-

    En Autriche, le chef de l’extrême droite, Herbert Kickl, fait campagne pour la « remigration »
    Favori des sondages depuis des mois, Herbert Kickl, chef du Parti de la liberté d’Autriche (FPÖ, extrême droite), a décidé de faire campagne pour les élections législatives autrichiennes organisées dimanche 29 septembre en fuyant la plupart des demandes d’interview de médias établis. En revanche, il a parlé le 14 septembre pendant près d’une heure sur la WebTV complotiste AUF1. Fondée pendant la pandémie de Covid-19 par un militant proche des milieux identitaires, cette chaîne établie à Linz est devenue un influent réceptacle dans tout l’espace germanophone des thèses antivax, prorusses ou anti-immigration les plus radicales.
    Interrogé par un présentateur obséquieux sur son soutien aux « ONG patriotiques », le très radical chef de l’extrême droite autrichienne, âgé de 55 ans, a défendu devant les caméras le rôle « de cette société civile » pour « libérer [le pays] de la domination du cartel des élites autoproclamées ». Même s’il n’a pas directement nommé le mouvement identitaire, il est évident que M. Kickl, crédité d’environ 27 % des voix dans les sondages, a cherché à envoyer de nouveau un signal aux adeptes de la théorie raciste et complotiste du « grand remplacement » : en cas de victoire, ils pourront compter sur lui. Depuis des mois, leur chef de file, Martin Sellner, fondateur du Mouvement des identitaires d’Autriche, fait d’ailleurs ouvertement campagne pour le FPÖ sur les réseaux sociaux.
    Dans son programme, M. Kickl reprend ouvertement le vocabulaire très particulier de ce dernier, assurant vouloir transformer son petit pays de neuf millions d’habitants en « forteresse », où « le droit d’asile sera stoppé ». Il prône aussi la « remigration », afin de rendre à l’Autriche « l’homogénéité de son peuple ». Poussé à préciser ses intentions, M. Kickl a notamment évoqué l’idée de retirer la nationalité à tout naturalisé « qui s’attaque à nos valeurs », mais certains de ses candidats ont été jusqu’à évoquer la « remigration » (soit le retour dans leur pays d’origine) des « écoliers qui manquent de respect » à leurs professeurs, ou même des simples « racailles ».
    Une affichette portant l’inscription « Tout Vienne hait le FPÖ » est collée sur une affiche de campagne du principal candidat du Parti de la liberté d’Autriche (FPÖ) aux législatives du 29 septembre, Herbert Kickl, à Vienne, le 23 septembre 2024.
    Cette proximité vient de loin. En 2021, deux jours seulement après son accession à la tête du FPÖ, M. Kickl avait annoncé qu’il autoriserait les identitaires à y adhérer, contrairement à la politique de ses prédécesseurs et à celle de ses alliés français du Rassemblement national, qui se tiennent à distance du sulfureux mouvement. Les identitaires sont une « simple ONG de droite » dont « le projet est intéressant et digne d’être soutenu », a toujours défendu ce petit brun à lunettes, qui, lorsqu’il était ministre de l’intérieur, entre 2017 et 2019, avait fait pression sur les services de renseignement autrichiens pour qu’ils arrêtent de surveiller leurs activités. « Il y a aussi eu plusieurs manifestations lors desquelles les identitaires et des membres du FPÖ ont défilé ensemble », rappelle Andreas Kranebitter, chef du Centre de documentation de la Résistance autrichienne, qui s’alarme de la façon dont, comme en Allemagne, les thèses identitaires pénètrent de plus en plus profondément la société autrichienne depuis l’installation d’environ 150 000 réfugiés syriens et afghans dans le pays au cours de ces dix dernières années.
    « Le concept de “remigration” est repris de manière de plus en plus positive, constate M. Kranebitter. On observe un glissement vers la droite de la population depuis la crise migratoire de 2015 puis la pandémie de Covid-19, avec une perte de confiance dans les institutions démocratiques et une montée du soutien aux thèses les plus radicales. » C’est d’ailleurs à la faveur de la pandémie que M. Kickl et ses thèses identitaires ont mis la main sur le FPÖ. Fils d’ouvriers né en Carinthie, bastion traditionnel du parti dans le sud de l’Autriche, il en a auparavant longtemps été un permanent, qui a travaillé dans l’ombre des charismatiques anciens dirigeants Jörg Haider et Heinz-Christian Strache, dont il écrivait les formules chocs. Mais en 2021, alors devenu numéro deux de cette formation qui avait été écartée du pouvoir deux ans auparavant à la suite de l’implication de M. Strache dans un énième scandale de corruption, il prend conscience du potentiel du très fort scepticisme vaccinal traversant la société autrichienne pour prendre le contrôle du parti.
    Le chancelier autrichien, Karl Nehammer (à gauche), et le président du Parti de la liberté d’Autriche (FPÖ), Herbert Kickl (à droite), lors d’un débat télévisé sur la chaîne ORF, à Vienne, le 23 septembre 2024. En prônant l’usage de l’ivermectine, une molécule antiparasite, pour combattre le coronavirus ou en participant aux vastes manifestations antivax qui secouent alors l’Autriche, M. Kickl arrive à propager ses idées radicales sur la prolifique scène complotiste qui bout alors sur l’Internet germanophone. Il finit par renverser le chef du FPÖ, représentant de l’aile plus modérée du parti. Randonneur au mode de vie ascétique, méfiant envers tout le monde, y compris au sein de son parti, M. Kickl marque pourtant une rupture avec le profil très chaleureux et « fête de la bière » de ses prédécesseurs.
    Dans Kickl und die Zerstörung Europas (« Kickl et la destruction de l’Europe », Zsolnay-Verlag, 256 pages, non traduit), ses biographes parlent ainsi d’un « tribun aux troubles relationnels » au sujet de ce nationaliste qui arrive à faire oublier sa raideur avec son indéniable sens de la formule, y compris la plus provocatrice. Cet admirateur du nationaliste hongrois Viktor Orban assure ainsi partout qu’il veut devenir Volkskanzler (« chancelier du peuple »), une formulation qui rappelle le passé nazi du pays. Même si elle pourrait permettre au FPÖ d’arriver pour la première fois de son histoire en tête des élections, l’agressivité de M. Kickl effraie cependant toujours une grande majorité des Autrichiens, qui refusent catégoriquement de le voir arriver au pouvoir, à en croire les sondages. « Même s’il gagne, la probabilité qu’il devienne chancelier est limitée », reconnaît ainsi Andreas Mölzer, ancien eurodéputé et figure intellectuelle du parti. Le talonnant dans les sondages avec environ 25 % des intentions de vote, le chancelier conservateur actuel, Karl Nehammer, du Parti populaire autrichien (ÖVP), entretient des relations exécrables avec M. Kickl. En août, il estimait « consternant qu’un parti représenté au Parlement puisse se poser en protecteur du mouvement identitaire ».
    Lire aussi | Article réservé à nos abonnés En Autriche, l’extrême droite reste alignée sur les intérêts de Moscou « Kickl s’est autoradicalisé et perdu dans les théories du complot, il est un danger pour la démocratie et on ne le laissera jamais devenir chancelier », promet ainsi, interrogé par Le Monde, Christian Stocker, secrétaire général de l’ÖVP, qui pourrait favoriser une coalition avec les sociaux-démocrates, crédités d’environ 21 % des voix, pour contourner M. Kickl. L’ÖVP, qui a déjà gouverné plusieurs fois dans le passé avec le FPÖ, n’exclut toutefois pas un accord avec le parti d’extrême droite s’il accepte de mettre son chef sur la touche. Les deux formations gouvernent d’ailleurs déjà ensemble dans trois Länder, sans état d’âme.

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    • Donauinsel

      Im Zuge des Baus eines Entlastungsgerinnes im ehemaligen Überschwemmungsgebiet (Neue Donau), das die 1870-1875 regulierte Donau (Donauregulierung) an ihrem linken Ufer begleitete, entstand zwischen den beiden Flussläufen eine rund 20 Kilometer lange und bis zu 300 Meter breite Insel, die zu einem Naherholungsgebiet ausgebaut wurde.

      Die „Neue Donau“ wurde nach langen Diskussionen im Gemeinderat, die mit einer mehrheitlichen Beschlussfassung seitens der SPÖ endeten, zwischen 1. März 1972 und 1988 angelegt. Abschluss der Baggerarbeiten war am 13. Oktober 1987, wobei die Teilbenützung der nördlichen Teile bereits möglich war.

      Im Mai 1973 wurde der "Wettbewerb Donaubereich Wien“ ausgeschrieben, der viele bis dahin unbeachtete Auswirkungen behandelte, die Donauinsel in den gesamtstädtischen Planungsprozess einband (siehe unten) und der zunehmenden Politisierung des Projektes Rechnung trug.[1] Vor allem von der Opposition kam zu dieser Zeit eine vehemente Kritik an Großprojekten, die als unnötige Belastung des Steuerzahlers angeprangert wurden. Im Falle der Donauinsel bezog sich dies auf die weiterführenden Pläne der Stadtbauplanung, nicht auf den Hochwasserschutz selbst.

      1983 wurde das Areal vom Gemeinderat als „Erholungsgebiet“ freigegeben. Die offizielle Benennung erfolgte am 7. Mai 1984 durch den Gemeinderatsausschuss für Kultur. Seit 1984 wird alljährlich im Sommer das „Donauinselfest“ abgehalten.

      Als Donauinseln im Wiener Raum können historisch betrachtet auch die Inseln des bis 1868-1875 großteils unregulierten Donaustroms bezeichnet werden, vor allem der Obere Werd und der Untere Werd (Werd oder Wörth = Insel), die spätere Leopoldstadt. Auch das Gänsehäufel war einst eine Insel im unregulierten Strom.

      Die Planungsphasen
      Vorentwurf Nordteil, Gottfried und Anton Hansjakob (1976)
      Die erste Phase des „Wettbewerbs Donaubereich Wien“

      Die Ausschreibung des Wettbewerbs fand auf nationaler Ebene im Mai 1973 statt. Einsendefrist der Bearbeitung war Dezember 1973, die Beurteilung der Projekte durch die Jury fand im Mai und Juni 1974 statt. Von den 44 eingesandten Projekten wurden elf prämiert und fünf schließlich für die weitere Bearbeitung herangezogen.

      Während der laufenden Ausschreibung kam es durch die bereits begonnenen Bauarbeiten zu erheblichem Zeitdruck. Am 29. Mai 1974 stellte die Jury fest, dass der erste Kilometer der Donauinsel nach "fast ausschließlich wasserbautechnischen Überlegungen“[2] gebaut worden war: die steilen Ufer ließen kaum eine Nutzung zu. Am nächsten Tag fand mit Bürgermeister Leopold Gratz eine Aussprache statt, in der die Jury um das Aussetzen der Bauarbeiten ansuchte, was Gratz jedoch ablehnte. Stattdessen forderte er im Hinblick auf die bald stattfindende zweite Wettbewerbsstufe Vorschläge der Jury für eine rasche und effiziente Abwicklung derselben, versicherte der Jury für ihre Ideen volle Unterstützung und ließ auch Möglichkeiten prüfen, die laufenden Bauarbeiten mit den Juryplanungen zu vereinbaren. Zu diesem Zweck trat man auch an die beteiligten Planungsbüros heran und beauftragte sie mit der Planung von „Sofortmaßnahmen“ für bereits im Bau befindliche Bereiche.
      Die zweite Phase des „Wettbewerbs Donaubereich Wien“
      Uferprofile, Arbeitskreis 1 (1975)
      Uferprofile, Arbeitskreis 1 (1975)

      Nach der Strukturierung eines Arbeitsprogramms begann die zweite Wettbewerbsphase im November 1974. Aus den fünf Planungsbüros wurden zwei Arbeitskreise gebildet, die Planungen sollten in mehreren Tagungen und gemeinsam mit Experten, Verwaltungsstellen der Stadt und mit der Jury bis November 1976 abgeschlossen werden. Durch den Einsturz der Reichsbrücke am 1. August 1976 und die Koordination mit dem darauffolgenden „Projektwettbewerb Reichsbrücke“ verzögerte sich die Schlusssitzung allerdings bis Mai 1977.

      Während der Jurysitzungen wurden vor allem die Ausführungsplanungen des Mittelteils heftig diskutiert. Erst im November 1976 fand man eine Kompromisslösung: eine kurzfristige Bebauung wurde ausgeschlossen, sollte durch die Inselbreite und die Verschwenkung des Entlastungsgerinnes für die Zukunft aber möglich bleiben.[3]

      Die international besetzte Wettbewerbs-Jury gab unter anderem die Empfehlung ab, dass die Charakteristika der Stromlandschaft soweit wie möglich erhalten werden sollten. Die Donauinsel selbst sollte in überwiegendem Maße für Erholungszwecke genutzt werden. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gestalteten Sport- und Erholungsflächen sei anzustreben.

      Im Juli 1977 richtete man die „Koordinationsstelle Donauraum Wien“ als Nachfolgeorganisation des Wettbewerbs ein.

      Im Rahmen dieses unkonventionellen Planungsmodells, dem so genannten Wiener Modell, wurden konkrete Empfehlungen zur Stadtentwicklung im weiteren Donaubereich erarbeitet und 1977 ein „Leitprojekt Donaubereich Wien“ erstellt. Darin wurden Funktion und Zonierung von Donauinsel und Neuer Donau festgelegt.

      Ab Mitte der 1970er-Jahre waren zwei Landschaftsarchitekturbüros in die Planung eingebunden und für die Gestaltung der Donauinsel verantwortlich: Gottfried und Anton Hansjakob (München) sowie Marija und Wilfried Kirchner (Wien). Sie standen unter einem enormen Zeitdruck, da die Bauarbeiten bereits seit fünf Jahren im Laufen waren. Das bisherige Fehlen eines Gestaltungskonzeptes hatte zu offenkundigen Mängeln geführt. Massive Kritik war die Folge: von „der Fadennudel“, „Spaghettiinsel“ und „Pissrinne“ war in den Medien die Rede. Die landschaftsgestalterischen Planungen mussten nun die vorauseilenden Bauarbeiten einholen.
      Landschaftsarchitektonische Gestaltung der Donauinsel

      Die Insel selbst gliedert sich nach den Vorgaben des „Leitprojekts Donaubereich Wien“ in drei Teile. Diese Dreigliederung bewirkte auch eine differenzierte landschaftsarchitektonische Gestaltung des Inselkörpers: Sowohl Norden als auch Süden wurden als „naturnahe Bereiche“ gestaltet. Die Oberfläche der Insel bekam eine Modellierung, die unterschiedliche Standortbedingungen für die Pflanzenwelt und differenzierte Lebensräume für die Tierwelt schuf. Altbaumbestände blieben bestehen, indem man die Dammschüttung entsprechend aussparte beziehungsweise verlagerte. Auch Altarmbereiche wie Zinkerbachl und Toter Grund wurden samt der umgebenden Vegetation erhalten und in die Modellierung integriert.

      Für den Mittelteil – auf der zentralen Entwicklungsachse zwischen der Inneren Stadt und dem Vienna International Centre gelegen – entschied man sich für eine intensivere Gestaltung und Nutzung als multifunktionaler urbaner Park. Dichte Gehölzpflanzungen wechseln mit offenen Wiesen ab, wodurch auf dem langen Inselkörper eine Abfolge verschiedener Teilräume entstand. In diese Grundstruktur wurde Infrastruktur wie Sportflächen, Spielplätze, Gastronomie, und WC-Anlagen eingebettet. Zusätzlich wurde eine abwechslungsreiche Uferlinie mit Promenaden, Badebuchten und Schwimmpontons geschaffen.

      Entwicklungsachsen, öffentlicher und privater Verkehr

      Der Bau der Donauinsel entwickelte sich von einem ursprünglich als Hochwasserschutz geplanten zu einem gesamtstädtischen Projekt. Die Verbindung der beiden Donauufer und ihrer Stadtteile sowie die Nutzung der Insel selbst ("Es ist Ziel der Stadt Wien, den Donaubereich zu aktivieren.")[4] wurden zu leitenden Gesichtspunkten.[5]

      Zwei Entwicklungsachsen waren vordergründig, im Norden von der Brigittenau über Floridsdorf in Richtung Stammersdorf (Vorort) und im Zentrum von der Leopoldstadt über Kaisermühlen in die Donaustadt beziehungsweise nach Kagran. Die im Zuge des Baus der U-Bahn entstehende Trasse der U1 war von Anfang an miteingeplant. Zudem wurde eine eigene Entwicklungsachse von der Donaustadt nach Stadlau (Vorort) vorgesehen, mit potentieller Verlängerung nach Aspern und Groß-Enzersdorf. Der spätere Ausbau der Nordstrecke der U2 übernahm diese Aufgabe und ist heute die dritte Achse über die Donauinsel, vom Prater über den Handelskai nach Stadlau und Donaustadt bis nach Aspern. Heute hat die Donauinsel direkten Anschluss an die U1 (Station direkt auf der Donauinsel), U2 (Stationen Donaumarina und Donaustadtbrücke) sowie an die U6 (Stationen Handelskai und Neue Donau).

      Die Donauuferautobahn A22 und die Bahnhöfe im Einzugsgebiet (Franz-Josefs-Bahnhof, Bahnhof Wien-Praterstern) wurden im Planungskonzept als „trennende Elemente“ der beiden Donauufer definiert, waren aber aufgrund ihrer Funktion aus dem Planungskonzept nicht wegzudenken. Geplante Alternativrouten der A22 wurden abgelehnt, die bisherige Route am linken Donauufer als „geringstes Übel“ in die Planung eingebunden. Die Überplattung der A22 im Bereich zwischen heutiger Donau-City und Kaisermühlen sowie Übergänge und Grünbrücken sollten für die Milderung der Belastung sorgen. Fuß- und Radwege erhielten dadurch ebenfalls Priorität und sollten die Erreichbarkeit aller Erholungsräume im Donaubereich sicherstellen.

      Im Falle einer verstärkten Siedlungsentwicklung der Bezirke 21-23 sollte auf weitere mitgeplante U-Bahn-Trassen zurückgegriffen werden. Neben dem realisierten Ausbau der U1 nach Kagran und der U6 nach Floridsdorf sah man auch den Bau einer U7 vor, die Floridsdorf und Donaustadt von Nordwest nach Südost verbinden sollte. In der Donaustadt wiederum plante man damals die Linie U3 in jener Trasse, in der die U2 später bis Aspern verlängert wurde.

      https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Donauinsel

  • Immigration : l’Allemagne assume de se replier sur elle-même

    La ministre de l’intérieur sociale-démocrate a annoncé lundi 9 septembre rétablir les contrôles aux frontières. Un sommet s’est tenu mardi pour discuter d’éventuelles mesures supplémentaires en matière migratoire, en présence des conservateurs de la CDU-CSU.

    En théorie, les contrôles aux frontières intérieures ne devraient pas avoir lieu au sein de l’Union européenne (UE). Mais ils sont exceptionnellement possibles, depuis une récente réforme du #code_Schengen, lorsqu’un pays estime que l’#ordre_public ou sa #sécurité_intérieure sont susceptibles d’être menacés.

    Il n’en fallait pas plus à l’Allemagne pour décider de rétablir les contrôles à ses frontières, et à Nancy Faeser, ministre de l’intérieur, pour l’annoncer publiquement, lundi 9 septembre. Ceux-ci démarreront le 16 septembre. « Nous renforçons la sécurité intérieure et poursuivons notre #ligne_dure contre l’immigration irrégulière », a assumé la ministre, mettant en avant les « #menaces actuelles du #terrorisme_islamiste et de la #criminalité_transfrontalière ».

    Le gouvernement a, selon elle, informé la Commission européenne et ses voisins directs de cette décision, qui semble surtout vouloir satisfaire le parti d’extrême droite AfD (Alternative für Deutschland, Alternative pour l’Allemagne) – arrivé en tête des dernières élections régionales en Thuringe et en Saxe, dans l’est du pays – mais aussi les conservateurs de la CDU-CSU.

    Mardi 10 septembre après-midi, un sommet sur les migrations se tenait pour acter cette mesure et trouver des compromis avec l’opposition, insatisfaite, réclamant toujours davantage de restrictions sur les mouvements migratoires. Si les conservateurs de la CDU-CSU n’étaient pas certains d’y participer jusqu’à la dernière minute, ils ont finalement annoncé leur présence au sommet mardi matin : « Nous verrons si nous avons le même point de vue et si nous pouvons agir ensemble », a glissé Friedrich Merz, chef du groupe, au journal Der Spiegel.

    Enfermer les exilés à la frontière

    Très vite, les Verts ont dénoncé des « tentatives de chantage tout simplement ridicules ». « Friedrich Merz se comporte comme un enfant rebelle », a estimé la cheffe du groupe parlementaire des Verts, Irene Mihalic. Les représentant·es de la CDU-CSU ont d’ailleurs décidé de claquer la porte, en pleine réunion, comme le rapporte Der Spiegel, estimant que les négociations avaient échoué.

    La principale mesure évoquée lors du sommet vise à créer des #centres pour y enfermer les personnes migrantes à la frontière en attendant d’examiner leur situation, et de les expulser si elles n’expriment pas le souhait de demander l’asile, ou de les renvoyer vers le premier pays de l’UE par lequel elles sont passées, responsable de leur demande d’asile en vertu du règlement Dublin. Si les capacités de #détention ne sont pas suffisantes, les intéressées pourraient être placées en #garde_à_vue, « en raison d’un #risque_de_fuite, afin de sécuriser la procédure et les empêcher de se cacher », précise Der Spiegel.

    Pour renforcer l’idée de « #fermeté » sur la question migratoire, le gouvernement a en effet annoncé lundi que des #refoulements seraient organisés aux frontières, pour empêcher les exilé·es d’accéder au territoire allemand de manière dite illégale. Une mesure demandée par le chef du groupe d’opposition, et qui peut être contraire au droit international et à la convention de Genève relative aux réfugié·es si les personnes concernées ne parviennent pas à demander l’asile alors qu’elles le souhaitent.

    La Commission européenne a réclamé des mesures « proportionnées » et « strictement exceptionnelles », estimant que le retour des contrôles aux frontières intérieures de l’UE était une possibilité. Elle a déjà annoncé qu’elle « évaluerait la situation » une fois toutes les mesures annoncées de manière officielle.

    Les pays voisins, de leur côté, voient déjà d’un mauvais œil que des exilé·es passé·es par leur territoire pour rejoindre l’Allemagne leur soient « retourné·es ». Dès lundi et l’annonce de ces mesures, le ministre autrichien de l’intérieur, Gerhard Karner, a prévenu que son pays n’accueillerait aucune personne migrante refoulée par l’Allemagne à la frontière. « Il n’y a pas de marge de manœuvre là-bas », a-t-il déclaré, cité par le journal Bild.

    30 000 personnes refoulées depuis octobre

    Mardi, le premier ministre polonais a qualifié la décision du gouvernement d’Olaf Scholz d’« inacceptable », précisant que dans les prochaines heures, il s’adresserait « aux autres pays affectés afin de se concerter d’urgence sur une réaction au sein de l’UE, avec tous les voisins de l’État allemand ». Donald Tusk a par ailleurs plaidé pour « la surveillance et la sécurisation des frontières extérieures » de l’UE, expliquant que c’était ce dont « la Pologne avait besoin ».

    Le revirement de l’Allemagne en matière migratoire en surprend plus d’un. Avec plus de deux millions de personnes accueillies depuis 2015 (sans parler des Ukrainien·nes, plus d’un million de réfugié·es pour cette seule nationalité), le pays suit aujourd’hui un schéma de #repli, poussé par les extrêmes droites européennes, faisant le lien direct entre #sécurité et #immigration et criminalisant les personnes exilées qui, dans l’écrasante majorité des cas, souhaitent trouver refuge en Allemagne et reconstruire leur vie après avoir connu la guerre ou la misère.

    Nancy Faeser s’est déjà targuée d’avoir permis de refouler près de 30 000 personnes migrantes depuis octobre 2023, notamment grâce à un renforcement des contrôles à ses frontières avec la Pologne, la #République_tchèque, la #Suisse et l’Autriche. Pire, l’Allemagne a également repris les #expulsions de ressortissant·es afghan·es en août dernier – soit trois ans après la prise de pouvoir par les talibans.

    Une première dans un tel contexte, visant à répondre à certains #attentats et crimes impliquant des exilés, comme l’attaque au couteau perpétrée dans la nuit du 23 au 24 août à Solingen par un Syrien faisant l’objet d’une mesure d’éloignement, ou celle de Mannheim, perpétrée par un jeune Afghan, en mai dernier.

    « Il s’agit de ressortissants afghans, tous condamnés par la justice et sans droit de rester en Allemagne et qui ont fait l’objet d’ordres d’expulsion », s’est justifié le porte-parole du gouvernement Steffen Hebestreit dans un communiqué.

    Celui-ci a expliqué avoir demandé à « des partenaires régionaux clés un soutien », sans toutefois préciser lesquels, pour faciliter ces expulsions vers l’Afghanistan, où de nombreux hommes et femmes risquent leur vie. Vingt-huit réfugiés afghans ont alors été éloignés.

    https://www.mediapart.fr/journal/international/100924/immigration-l-allemagne-assume-de-se-replier-sur-elle-meme

    #contrôles_frontaliers #frontières #migrations #réfugiés #asile #fermeture_des_frontières #Autriche #refoulements #push-backs #Pologne #criminalisation_de_la_migration

  • L’Allemagne rétablit des contrôles à l’ensemble de ses frontières terrestres contre l’immigration irrégulière
    https://www.lemonde.fr/international/article/2024/09/10/l-allemagne-retablit-des-controles-a-l-ensemble-de-ses-frontieres-terrestres

    L’Allemagne rétablit des contrôles à l’ensemble de ses frontières terrestres contre l’immigration irrégulière
    Par Elsa Conesa (Berlin, correspondante) et Philippe Jacqué
    Pourrait-on encore voir des images comme celles de l’été 2015, montrant des Allemands en liesse à l’arrivée des premiers réfugiés syriens ? Neuf ans plus tard, ce sont les interrogations sur la capacité du pays à intégrer les réfugiés qui accaparent une grande partie du débat public, alors que l’Allemagne a été frappée ces dernières années par plusieurs attentats meurtriers perpétrés par des personnes radicalisées. Dernier en date : l’attaque au couteau, dans la nuit du 23 au 24 août, à Solingen, dans l’ouest de l’Allemagne, par un réfugié syrien de 26 ans sous le coup d’une mesure d’expulsion, qui a fait trois morts et huit blessés. Une tentative d’attentat contre le consulat israélien a également été déjouée à Munich le 5 septembre.
    Alors que des scrutins régionaux ont été dominés par une forte poussée de l’extrême droite, le gouvernement d’Olaf Scholz multiplie les mesures de fermeté. Lundi 9 septembre, la ministre de l’intérieur, Nancy Faeser (SPD), a annoncé son intention de restaurer, à partir du 16 septembre, des contrôles temporaires à l’ensemble des frontières terrestres de l’Allemagne, dans le cadre du renforcement de la lutte contre l’immigration illégale. Les réfugiés entrés illégalement pourront être refoulés, a-t-elle indiqué. Les mesures, présentées comme temporaires, ne dureront dans un premier temps que six mois. Mme Faeser a dit avoir informé la Commission européenne de son initiative.
    Les contrôles aux frontières intérieures sont en principe proscrits au sein de l’Union européenne, mais la révision du code Schengen, début 2024, permet, en cas de menaces prévisibles pour l’ordre public ou la sécurité, de les mettre en place pour une durée de six mois, après l’avoir notifié à la Commission, aux Etats membres et au Parlement européen. Ils peuvent être prolongés par périodes de six mois pour une durée n’excédant pas deux ans.
    Des contrôles temporaires sont déjà en place depuis un an aux frontières allemandes avec la Pologne, la République tchèque, l’Autriche et la Suisse. Ceux-ci seront durcis et complétés par des contrôles aux frontières française, luxembourgeoise, néerlandaise, belge et danoise, a annoncé Mme Faeser. La police fédérale se verra dotée de postes et de moyens supplémentaires. « Ce sont des contrôles intelligents, précise le député Nils Schmid (SPD), on ne va pas arrêter chaque voiture, ni fermer les frontières comme au temps du Covid. La police des frontières va observer plus attentivement les passages. » Des mesures additionnelles visant à accroître le nombre des migrants refoulés aux frontières allemandes sont en cours de discussion avec l’opposition et devaient être annoncées mardi.
    L’Allemagne estime ces dispositions nécessaires pour « la protection de la sécurité intérieure contre les menaces actuelles du terrorisme islamiste et de la criminalité transfrontalière ». Nancy Faeser a rappelé que les contrôles effectués jusqu’à présent avec la Pologne, la République tchèque, la Suisse et l’Autriche avaient déjà permis de refouler plus de trente mille personnes depuis octobre 2023. L’Autriche a toutefois déjà fait savoir qu’elle n’accueillerait pas de migrants refoulés par l’Allemagne.
    Le gouvernement d’Olaf Scholz multiplie les mesures volontaristes en matière d’immigration dans un contexte électoral difficile pour sa coalition. A l’approche d’un nouveau scrutin régional dans le Brandebourg, le 22 septembre, qui devrait, comme en Saxe et en Thuringe le 1er septembre, être dominé par l’extrême droite, la nervosité de l’exécutif allemand, fragilisé, est grande. Celui-ci se trouve non seulement sous la pression des conservateurs de la CDU/CSU, mais aussi de l’extrême droite (AfD) et du nouveau parti de gauche (BSW) mené par la députée Sahra Wagenknecht, très offensive sur l’immigration. Dans un entretien au Taggespiegel paru le 7 septembre, Olaf Scholz vantait son bilan, estimant avoir opéré « grâce à des lois de grande envergure (…) le plus grand tournant de ces vingt dernières années dans la gestion de l’immigration irrégulière ».
    Cinq jours après l’attaque de Solingen, le 29 août, la coalition présentait un dispositif visant à renforcer à la fois le contrôle de l’immigration, en particulier du droit d’asile, avec une restriction des prestations sociales pour certains réfugiés, et celui des armes, sujet remis au cœur des débats par la tuerie. Le lendemain, il annonçait l’expulsion de vingt-huit réfugiés afghans, tous condamnés pour des crimes commis en Allemagne, pour la première fois depuis le retour au pouvoir des talibans, en août 2021. « L’Allemagne avait jusqu’en 2015 une culture d’accueil et d’ouverture en matière d’immigration, rappelle Hans Vorländer, professeur de sciences et d’histoire politiques à l’université de Dresde et président du Conseil d’experts indépendants sur l’intégration et la migration. Il y a eu une bascule après l’attaque du marché de Noël à Berlin en 2016. Depuis, les gens s’opposent à l’immigration non contrôlée, qu’ils sont deux tiers à vouloir restreindre. »
    Depuis 2015, l’Allemagne a accueilli plus de deux millions de personnes, auxquelles s’ajoutent 1,2 million de réfugiés ukrainiens, rappelle le chercheur, soit plus de trois millions de personnes. « Cela a posé des difficultés en matière de logement, d’éducation, d’intégration sur le marché du travail, et a représenté un effort considérable pour l’administration allemande, décrypte-t-il. Les gens en sont conscients et considèrent qu’il faut restreindre l’accès, pour intégrer ceux qui sont déjà là. »

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