Bring More Discipline to Your Decision-Making
▻https://hbr.org/podcast/2025/12/bring-more-discipline-to-your-decision-making
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#decisionmaking #problem #solution #problematology #cognitivebias #cognition #bias #strategy #problemsolving
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Holocaust-Veranstaltung in Berlin abgesagt : Polnischer Botschafter soll interveniert haben
▻https://www.berliner-zeitung.de/news/holocaust-veranstaltung-in-berlin-abgesagt-polnischer-botschafter-s
La présentation d’un livre sur la collaboration de maires polonais au génocide nazi vient d’être annulé suite à l’intervention de l’ambassadeur de Pologne à Berlin.
16.11.2025 von Tomasz Kurianowicz - Der Holocaust-Forscher Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe wollte sein Buch „Polnische Bürgermeister und der Holocaust“ in Berlin vorstellen. Nun wurde die Veranstaltung abgesagt.
Am 25. November 2025 hätte eine Veranstaltung mit dem Titel „Polnische Bürgermeister und der Holocaust. Besatzung, Verwaltung und Kollaboration“ in Berlin stattfinden sollen, geladen war der Holocaust-Forscher Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe von der Freien Universität Berlin. Doch die Präsentation muss entfallen. Auf der Website von „Topographie des Terrors“ steht: „Wir bemühen uns um einen Nachholtermin.“ Laut der Organisatoren wurde die Präsentation nicht endgültig abgesagt, sondern nur verschoben. Sie soll offenbar im Februar nächsten Jahres am selben Veranstaltungsort stattfinden.
Der deutsch-polnische Holocaust-Forscher Dr. Grzegorz Rossoliński-Liebe, der an der Freien Universität Berlin lehrt, reagierte am Samstag auf Facebook und schrieb, dass er hinter der Verschiebung ein politisches Motiv vermute. Er habe viele E-Mails und Telefonate mit der Frage erhalten, warum die Präsentation seines Buches „Polnische Bürgermeister und der Holocaust“ bei der Topographie des Terrors in Berlin abgesagt wurde. „Soweit ich weiß, wurde die Präsentation auf Anfrage des polnischen Botschafters in Berlin abgesagt, der einen der Organisatoren und offenbar auch einige Beamte der deutschen Regierung angerufen hat. Der polnische Botschafter forderte von Uwe Neumärker, dem Leiter der Stiftung Denkmal, die Präsentation wegen einer Art Treffen zwischen der polnischen und der deutschen Regierung abzusagen oder zu verschieben.“ Es solle bald zu einem Treffen zwischen der deutschen und der polnischen Regierung kommen. „Thema dieses Treffens soll offenbar das Denkmal für die polnischen Opfer des Naziterrors in Berlin sein. Was ich nicht verstanden habe, ist, wie sich die Präsentation meines Buches auf dieses Treffen auswirken kann oder warum die polnische Regierung und die deutsche Regierung Angst vor meinem Buch über polnische Bürgermeister im Generalstaat haben? Meiner Meinung nach können die deutsche und die polnische Gesellschaft vom Studium des Buches profitieren.“
Tatsächlich findet am 19. und 20. November die 35. Sitzung der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für grenzüberschreitende und interregionale Zusammenarbeit in Schwerin statt. Möglich, dass sich Vertreter beider Länder im Anschluss in Berlin treffen, um Details über die Errichtung eines Deutsch-Polnischen Hauses zu besprechen. Dass das Haus gebaut werden soll, steht fest, aber Ausmaß und Finanzierung sind noch nicht abschließend geklärt. Das Haus wird in Polen heftig debattiert.
Vorwurf der Geschichtsklitterung
Am Sonntag verdichteten sich weitere Hinweise, dass ein politisches Motiv der Grund für die Absage der Buchpräsentation von Grzegorz Rossoliński-Liebe gewesen sein könnte. Der polnische Europaabgeordnete Arkadiusz Mularczyk von Jaroslaw Kaczynskis PiS-Partei kritisierte den geplanten Auftritt von Grzegorz Rossoliński-Liebe öffentlich auf X. Er schrieb: „Auf der Website des ‚Deutsch-Polnischen Hauses‘ wird eine Veranstaltung (...) angekündigt, die eine direkte Revision der Geschichte darstellt, deutsche Verbrechen relativiert und eine falsche Darstellung der Geschichte fördert. Dies ist Teil einer bewussten Strategie, die Grenze zwischen Täter und Opfer zu verwischen. (...) Anstatt (...) Wiedergutmachung zu leisten, haben die Deutschen beschlossen, die Schuld für die schändlichen Jahre ihrer Geschichte zu teilen, ihre Rolle zu beschönigen und ihre Verantwortung zu verwischen.“ In dem X-Post weist der Politiker darauf hin, dass die geplante Veranstaltung mit Grzegorz Rossoliński-Liebe vom deutschen Kulturstaatsminister gefördert wird.
Arkadiusz Mularczyk ist kein Unbekannter in Deutschland: Schon seit mehreren Jahren fordert er von der deutschen Bundesregierung Reparationszahlungen für Schäden, die Deutschland während des Zweiten Weltkriegs Polen zugeführt hat. Die deutsche Bundesregierung lehnt Reparationen mit Verweis auf vormals geschlossene Verträge ab. Am Wochenende kritisierte er außerdem gemeinsam mit Polens Präsidenten Karol Nawrocki eine geplante Versteigerung eines Auktionshauses in NRW, wo Devotionalien von Holocaustüberlebenden versteigert werden sollten. Bevor die geplante Versteigerung zu einem internationalen Skandal ausarten konnte, verkündete Polens Außenminister am Sonntag, dass die Auktion von der Website des Auktionshauses verschwunden sei.
In den vergangenen Monaten und Jahren haben sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen spürbar verschlechtert. Die Absage der Veranstaltung von Grzegorz Rossoliński-Liebe kann auch etwas damit zu tun haben, dass rechtskonservative Kräfte in Polen Deutschland vorwerfen, dass das Land seine Schuld für den Zweiten Weltkrieg umdeuten oder relativieren will.
Das Buch von Grzegorz Rossoliński-Liebe beschäftigt sich mit der Rolle von polnischen Bürgermeistern während der NS-Zeit und welche Rolle sie bei der Deportation von Juden aus polnischen Städten hatten. Die Studie wurde von westlichen Forschern größtenteils wohlwollend aufgenommen, in Polen sorgte sie für eine Kontroverse und wurde zum Teil heftig kritisiert. Polens Präsident Karol Nawrocki schrieb im Jahr 2024, damals noch als Leiter des Institut für Nationales Gedenken, einen kritischen Post auf X über das Buch. Er warf dem Autor Manipulation und Geschlichtsklitterung vor.
#Allemagne #Pologne #holocauste #solution_finale #Generalplan_Ost
„Das Verschwinden des Josef Mengele“
▻https://www.wsws.org/de/articles/2025/11/10/meng-n10.html
La société de classes produit des monstres.
11.11. 2025 von Stefan Steinberg, Peter Schwarz - Der Film „Das Verschwinden des Josef Mengele“ des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikow, der derzeit in deutschen Kinos läuft, ist ein herausragendes Werk, das beim Zuschauer dennoch ein Gefühl der Ratlosigkeit hinterlässt.
Josef Mengele ist neben Adolf Eichmann das bekannteste Gesicht des Holocaust. Der 1911 im süddeutschen Günzburg geborene Sohn einer Industriellenfamilie schickte als „Todesengel von Auschwitz“ Hunderttausende in den Tod. Er stand an der Rampe, wenn die mit Menschen vollgepackten Viehwagen ankamen, und entschied per Handbewegung, wer direkt ins Gas ging (vor allem Kinder, schwangere Frauen, Ältere und Arbeitsunfähige), wer einen langsameren Tod durch Zwangsarbeit erlitt und wer den grausamen medizinischen Experimenten ausgesetzt wurde, die der ausgebildete Arzt und Rassentheoretiker mit seinem Team durchführte.
Der Film konzentriert sich auf die dreißig Jahre, die Mengele nach der Niederlage des Nazi-Regimes im lateinamerikanischen Exil verbrachte. Der KZ-Arzt hatte sich erst vier Jahre lang in Deutschland versteckt und war dann 1949 über die sogenannte „Rattenlinie“ nach Argentinien geflohen, wo Nazis unter Präsident Juan Perón keine Verfolgung fürchten mussten. Alte Nazi-Seilschaften, der Vatikan, die spanische Franco-Diktatur sowie amerikanische Geheimdienste halfen damals auf diese Weise tausenden deutschen Kriegsverbrechern zur Flucht.
Der Film zeigt, wie Mengele, der anfangs dank der großzügigen Unterstützung seiner Familie ein wohlhabendes Leben führte, immer tiefer absinkt und nach und nach physisch und psychisch zerfällt. Obwohl sich die deutschen Behörden bis 1959 weigerten, einen Haftbefehl gegen den international gesuchten Kriegsverbrecher auszustellen, und er auf die Rücksicht der südamerikanischen Regierungen zählen konnte, fühlte sich Mengele zunehmend verfolgt und wechselte immer wieder den Aufenthaltsort und das Land. Vor allem als der israelische Geheimdienst 1960 Adolf Eichmann aus Argentinien entführte, wuchs seine Angst – obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits in Paraguay lebte und auf die Unterstützung des deutschstämmigen Diktators Alfredo Stroessner zählen konnte.
Alle Szenen des Films – bis auf eine Ausnahme, auf die wir noch eingehen werden – sind in kontrastreichem Schwarz-Weiß gedreht und mit einem düsteren Sound unterlegt. Das verleiht dem Film eine formale Strenge, die eine Identifikation mit dem Protagonisten verhindert und eine beklemmende Spannung erzeugt.
Obwohl die Kamera vor Großaufnahmen des Körpers Mengeles nicht zurückschreckt und die Nähe zu ihm manchmal schwer zu ertragen ist, weckt der Film keinerlei Empathie. Es geht ihm nicht darum, die „menschliche Seite“ des Massenmörders zu zeigen, sondern nachzuzeichnen, wie dessen mangelnde Einsicht in seine Verbrechen und sein Festhalten am nationalsozialistischen Rassenwahn ihn immer tiefer in den Abgrund führen.
Hatte Mengele 1958 noch gemeinsam mit Nazi-Freunden in einem rauschenden Fest seine zweite Hochzeit gefeiert, verbrachte er seine letzten Lebensjahre als erbitterter, grauhaariger alter Mann in einem verschimmelten Dreckloch in einem ärmlichen Viertel von Sao Paulo. 1979 starb er bei einem Badeunfall. Es dauerte aber noch Jahre, bis seine Leiche eindeutig identifiziert wurde.
Der zweistündige Film zeigt einen Verbrecher, der die Nazipropaganda immer wieder in allen Tonarten herunterbetet – mal leise, mal brüllend. Er rechtfertigt alles, was er getan hat, und sieht sich als Opfer, weil andere sich nicht verstecken müssen und in Deutschland Karriere machen, obwohl sie Ähnliches wie er getan haben. An einer Stelle zählt er die Namen mehrerer Ärzte auf, mit denen er in Auschwitz zusammengearbeitet hat, und schildert detailliert die bestialischen Methoden, mit denen sie ihre Studienobjekte zu Tode gequält haben. Je älter und verbitterter Mengele wird, desto heftiger werden seine rassistischen Ausbrüche, die schließlich auch Helfer und Freunde vergraulen.
August Diehl spielt diesen Mengele meisterhaft. Der 1976 in West-Berlin geborene Schauspieler hat an mehreren Dutzend Filmen mitgewirkt und ist Mitglied des Ensembles des Wiener Burgtheaters. Lesern der WSWS dürfte er vor allem durch seine hervorragende Darstellung von Karl Marx in Raoul Pecks „Der junge Marx“ bekannt sein.
Diehl verkörpert Mengele über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten – vom gutgelaunten SS-Offizier in Auschwitz bis zum alten, cholerischen Mann in Brasilien. Der Film bewegt sich dabei immer wieder von einer Zeitebene zur anderen. Die Handlung läuft nicht chronologisch ab, sondern springt vor und zurück – was die Veränderungen des Protagonisten noch deutlicher macht.
Das Drehbuch des Films stützt sich auf den gleichnamigen, 2017 erschienen Roman des französischen Autors Olivier Guez, der dafür drei Jahre lang intensiv recherchiert hat. Guez kennt sich in der Materie aus. Er hat auch das Drehbuch zum Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“ mitverfasst, der die Rolle des Frankfurter Generalstaatsanwalts beim Aufspüren von Adolf Eichmann zum Thema hat. Bauer, der 1963 den ersten Auschwitzprozess anstrengte, nahm an der deutschen Regierung vorbei mit dem israelischen Geheimdienst Kontakt auf, weil die Adenauer-Regierung Eichmann deckte.
Obwohl sich der Film ganz auf die Person Mengeles konzentriert, zeichnet er ein verheerendes Bild der deutschen Gesellschaft – oder besser: ihrer herrschenden Eliten. Sie haben so wenig ein Unrechtsbewusstsein wie Mengele selbst.
Eine Schlüsselszene des Films ist Mengeles historisch verbürgter Besuch bei seiner Familie in Günzburg im Jahr 1956. Die deutsche Botschaft in Argentinien hatte ihm einen Reisepass auf seinen echten Namen ausgestellt, mit dem er unbehelligt einreisen konnte.
Während des Abendessens im Familienkreis, das von vier livrierten Bediensteten serviert wird, versuchen der stockkonservative Familienpatriarch (gespielt von Burghart Klaußner) und ein Bruder Josef Mengele zu überzeugen, in Deutschland zu bleiben. Aus Günzburg habe man als größter Arbeitgeber und Mäzen der Stadt nicht zu befürchten, und was die Bundesregierung betreffe, so habe Adenauers Kanzleramtsminister Globke, der Mitautor der Nürnberger Rassengesetze, doch selbst zur Aussonderung der Juden beigetragen. Auch dort habe man kein Interesse, gegen Josef Mengele vorzugehen. Doch dieser hält das Risiko für zu hoch und reist zurück nach Argentinien.
Rolf Mengele (Maximilian Meyer-Bretschneider) mit seinem Vater 1977 [Photo by Lupa Film, CG Cinema, Hype Studios]
Eine weiteres Schlüsselereignis, auf das der Film mehrmals zurückkommt, ist der Besuch von Mengeles Sohn Rolf bei seinem Vater zwei Jahre vor dessen Tod. Rolf ist ein typisches Kind der Nachkriegsgeneration – lange Haare, Jeans und liberale Ansichten. Er ist heimlich zu seinem Vater gereist, weil die Familie ihn darum bat. Nun will er wissen, ob Mengele in Auschwitz wirklich getan hat, was ihm vorgeworfen wird. Doch er erhält keine Antwort. Mengele weicht aus, beschuldigt Rolf, jüdischer Propaganda auf den Leim zu gehen, agitiert ihn mit Nazipropaganda und verlangt, dass er sich die Haare schneide, bevor er ernsthaft mit ihm Rede.
Nach diesem ersten Zusammenstoß mit seinem Sohn schweifen Mengeles Gedanken zurück nach Auschwitz. Die Szenen sind – als einzige im Film – in Farbe gehalten und im Stil eines Amateurfilms gedreht. Es war offenbar die schönste Zeit in Mengeles Leben. Man sieht, wie er am Badesee mit seiner ersten Frau flirtet – und man sieht, wie er an der Rampe selektiert und seine Menschenversuche durchführt. Die Szenen sind nur schwer zu ertragen.
Rolf versucht immer wieder, die Wahrheit zu erfahren. Am Schluss schmeißt ihn sein Vater raus. Trotzdem verabschiedet er sich am nächsten Tag mit einer Umarmung.
Der Film zeichnet ein beeindruckendes Bild Mengeles als unbelehrbarer Nazi und seiner Umgebung, die ihn beschützt und unterstützt. Doch welche Schlussfolgerungen soll man daraus ziehen? Darauf gibt der Film keine Antwort, noch nicht einmal einen Hinweis. Wie es in einer Rezension heißt: „Kirill Serebrennikows Film gibt keine bequemen Antworten, er rührt auf, verstört und stellt unbequeme Fragen nach Geschichte, Verstrickung und Verantwortung.“
Das ist nicht wenig. In einer Zeit, in der Rechte und Faschisten in zahlreichen Ländern wieder auf dem Vormarsch sind – von den USA über Italien und Frankreich bis nach Deutschland – sind diese Fragen wichtig. Sowohl der Hauptdarsteller August Diehl wie der Regisseur Kirill Serebrennikow haben die aktuelle Relevanz des Films betont.
Auf einer Pressekonferenz erklärte Diehl, dass Mengele keine Ausnahme sei: „Das sind Menschen, die in einem bestimmten System, in Kriegssituationen, in Diktaturen wie Pilze aus dem Boden schießen, weil sie plötzlich gebraucht werden. Eine Diktatur braucht Psychopathen. Sie bekommen plötzlich ganz normale Jobs, zum Beispiel als Polizisten oder Ärzte. Und das ist überall so, auch heute noch.“
Diehl fuhr fort: „Ich denke, dass diese Menschen in einer gesünderen Gesellschaft nicht so hoch aufsteigen würden. In einer kranken Gesellschaft hingegen steigen sie sehr hoch auf. Das war auch eine sehr wichtige Erkenntnis für mich: Diese Systeme existieren in unserer Welt immer noch. Derzeit ist die Lage wirklich schrecklich, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass eine bestimmte Erinnerungskultur nicht gepflegt wird, dass wir diese Menschen vergessen, diese Phänomene vergessen, dass sich die Dinge tatsächlich wiederholen ...“
Diehl trifft hier einen wichtigen Punkt. Die Gesellschaft ist tatsächlich krank. Grund ist aber nicht einfach die fehlende Erinnerungskultur, sondern die kapitalistische Grundlage der Gesellschaft. 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bereitet die herrschende Klasse Deutschlands erneut auf einen Krieg gegen Russland vor und Historiker revidieren die deutsche Geschichte, um den Faschismus zu rechtfertigen. Der Film verdient ein breites Publikum.
#Allemagme #hostoire #nazis #iatrocratie #camps_de_concentration #cobaxes_humains #médecine #euthamasie #solution_finale
#Carbone_de_sang : comment un programme de #compensation des #émissions_de_carbone rapporte des millions grâce aux #terres autochtones du nord du #Kenya (2023)
Depuis la création du premier parc national aux États-Unis il y a 150 ans, des “Aires protégées” ont été créées par les colonisateurs et les élites qui ont volé les terres des #peuples_autochtones et des communautés locales, au nom de la “#conservation”. Aujourd’hui, malgré les terribles violations des droits humains commises dans ces zones, et en l’absence de preuves solides attestant qu’elles contribuent à enrayer la perte de biodiversité, les grandes ONG de conservation (telles que #WWF et #WCS) continuent de présenter les Aires protégées comme la "solution" aux problèmes environnementaux bien réels auxquels nous sommes confrontés.
Affublées d’une appellation en apparence innocente, “Solutions fondées sur la Nature”, les #Aires_protégées sont désormais proposées comme un moyen d’atténuer le #changement_climatique. On prétend que ces Aires peuvent “protéger” contre la #déforestation et d’autres activités qui libèrent du #carbone, et qu’elles pourraient donc être utilisées pour “compenser” les émissions de carbone produites ailleurs. En pratique, cela signifie que les Aires protégées peuvent être utilisées pour générer des "#crédits_carbone" que les pollueurs – qu’ils soient des entreprises, des gouvernements ou des particuliers – peuvent acheter sur les marchés pour “compenser” leurs émissions. En théorie, tout le monde est gagnant : plus il y a d’Aires protégées, plus le changement climatique est atténué. La biodiversité et le climat sont tous les deux sauvés !
Mais la réalité est bien différente.
"Ces personnes ont vendu notre air." Emanuel, peuple rendille, nord du Kenya
La #compensation par les crédits carbone fait partie d’un nouveau courant de #marchandisation de la #nature. Ces projets fixent un prix à la nature, traitant les terres des communautés autochtones et locales comme un stock de carbone à échanger sur le marché afin que les pollueurs puissent continuer à polluer, que l’industrie de la conservation puisse mettre la main sur des milliards de dollars et que les spéculateurs puissent en tirer des profits. Les peuples autochtones et les communautés locales se retrouvent ainsi dépossédés et privés de leurs moyens de subsistance. Les mécanismes de compensation des #Solutions_fondées_sur_la_Nature sont du #colonialisme par le carbone et n’arrêteront pas la crise climatique.
#Survival fait campagne pour mettre fin aux projets de compensation carbone dans les Aires protégées où les droits des peuples autochtones sont violés.
La meilleure façon de protéger notre planète est de reconnaître et de respecter les #droits_territoriaux des peuples autochtones.
▻https://www.survivalinternational.fr/campagnes/carbone-de-sang
#éco-blanchissement #protection_de_la_nature #green-washing
« Nous ne sommes pas le problème de la #France : nous sommes la #solution » | Mediapart
▻https://www.mediapart.fr/journal/france/281025/nous-ne-sommes-pas-le-probleme-de-la-france-nous-sommes-la-solution
Les #discriminations et les #violences_policières s’accroissent, le racisme culmine. Mais hors des radars médiatiques, des millions d’habitants des quartiers populaires vivent et s’organisent. À #Bobigny (Seine-Saint-Denis), une #émission spéciale d’« À l’air libre », pour la première fois en public.
Seydi Ba, avocat ;
Youssef Badr, magistrat, auteur de Pour une justice aux mille visages (éd. de l’Aube, 2025) ;
Féris Barkat, cofondateur de Banlieues climat, professeur à la Sorbonne ;
Héléna Berkaoui, rédactrice en chef du Bondy Blog ;
Mehdi Bigaderne, cofondateur d’Aclefeu (Association collectif liberté, égalité, fraternité, ensemble, unis), maire adjoint de Clichy-sous-Bois (Seine-Saint-Denis) ;
Khir-Drin Grid, producteur, fondateur de La Nouvelle Toile ;
Haya Diakité, présidente de l’association Rêv’elle toi à Grigny (Essonne) ;
Samia El Khalfaoui, tante de Souheil El Khalfaoui, tué par la police à Marseille (Bouches-du-Rhône) en 2021 ;
Sarah Ichou, directrice du Bondy Blog ;
Éléonore Luhaka, sœur de Théo Luhaka, victime de violences policières en 2017 à Aulnay-sous-Bois (Seine-Saint-Denis ).
Julia Watson. Lo—Tek. Water. a Field Guide for Teknology
Plunge into the ancestral water wisdom that could reshape all our futures. This spell-binding book reveals how Indigenous innovations—like floating farms, tidal fish traps, and aquifer recharge systems—have sustained civilizations for millennia by working with nature, not against it. Far from relics, these systems offer dynamic, adaptable solutions for the climate crisis of today.Structured to bridge past and future, the author Julia Watson dissolves the divide between technology and ecology, between ancestral wisdom and digital innovation. The TEKnological Renaissance it celebrates redefines water as an intelligent force that can shape resilient cities and landscapes. Aquatic infrastructure is reframed—from extractive and industrial into regenerative and evolving—designed to sustain life for generations. Co-authored with Indigenous knowledge-keepers and with a foreword by Dr. Lyla June Johnson (Diné/Tsétsehéstȧhese), this captivating read investigates traditional hydrological technologies across diverse ecosystems, from salty coastal reefs to freshwater wetlands. Discover Mexico’s chinampas, China’s dike-ponds, Bangladesh’s floating farms and Micronesia’s tidal traps.Shifting focus from the past to the present and future, it also showcases 22 groundbreaking contemporary TEK projects—including Peru’s reed-insulated housing, Thailand’s terraced rooftop farms, and China’s Sponge Cities—proving TEK continues to drive transformative design. This is both a field guide and a manifesto: a call to architects, planners, and communities to design with water’s elemental intelligence and build future worlds that are rooted in resilience.
▻https://bookshop.org/p/books/julia-watson-lo-tek-water-a-field-guide-for-teknology-julia-watson/dc5e206259f9fca5
#livre #eau #technologie_indigène #savoirs_autochtones #low_technology #low_tech #technologie #écologie #solutions #peuples_autochtones
‘Lo—TEK Water’ Wants to Reshape the World Through Indigenous Technologies
From record-breaking droughts and catastrophic flash floods to contaminated pipelines and increasingly thirsty AI farms, water is at the nexus of the climate crisis. The life-giving liquid is both scarce and too abundant, causing half the global population to lack sustained access to fresh drinking water, while much of the world is subject to hotter, wetter weather that subsumes communities with extreme conditions.
For designer, author, and activist Julia Watson, pinpointing myriad approaches to these all-consuming problems is one of the most critical and urgent tasks today. Her new book Lo-TEK Water, published by Taschen, highlights various Indigenous technologies and aquatic systems that could be utilized in adapting to a climate-changed world.
There are the two-meter-deep canals of Xochimilco, Mexico, which delineate 55,000 square meters of raised fields called chinampas. While built by the Aztecs to clean the water and irrigate crops, this system actually originated with the Nahua people. Similar are the floating islands of Intha Myanmar, which weave together roots, leaves, sediment, and other materials to create hydroponic beds.
Although Watson is keen to draw on ancient practices that could be more widely utilized today, she also highlights more modern approaches, like Pakistan’s Yasmeen Lari, an architect who’s responsible for devising the world’s largest program for creating shelters and cookware that leave no carbon footprint.
At 558 pages, Lo—TEK Water positions “water as an intelligent force that can shape resilient cities and landscapes. Aquatic infrastructure is reframed—from extractive and industrial into regenerative and evolving—designed to sustain life for generations,” a statement says.
Watson is a key voice in the broader Lo—TEK movement, and this new book is a companion to her previous volume focused on sustainable technologies. Find your copy on Bookshop.
▻https://www.thisiscolossal.com/2025/10/lo-tek-water-julia-watson-book
PFAS : les “polluants éternels” sont partout, mais des solutions existent.
L’Anses dresse une cartographie nationale de la contamination et alerte sur la persistance de ces composés chimiques dans l’eau, les sols et nos organismes.
Notre article propose aussi des repères concrets pour agir :
– filtrer son eau,
– choisir ses ustensiles,
– lire les étiquettes des cosmétiques,
– assainir l’air intérieur.
🔗 Lire :▻https://lenouveauparadigme.fr/polluants-eternels-peut-on-encore-sen-proteger
#PFAS #PolluantsÉternels #Santé #Environnement #Anses #Solutions
Dans tout #projet ERP, la création du #blueprint (souvent appelé modèle cible) constitue une étape déterminante. C’est lui qui sert de #roadmap fonctionnelle et organisationnelle pour l’ensemble du projet, traduisant les #besoins métiers en #processus opérationnels intégrés dans la #solution #ERP retenue.
▻https://michelcampillo.com/blog/5129.html
Politiques publiques : passer de l’#IA… à la #dénumérisation
L’intelligence artificielle et son monde est en train de prendre la main sur les #politiques_publiques, au risque de nous laisser sans échappatoire, alerte Dan McQuillan.
L’IA prédictive comme générative semble offrir une multitude d’avantages à l’élaboration des politiques publiques : de l’analyse de données complexes à l’optimisation des ressources. Elle semble à la fois être capable d’apporter une vision globale et d’identifier les leviers permettant de la modifier. Recourir à l’IA signifie mettre en place des politiques conduites par les données, ce qui permet d’assurer une forme d’#objectivité, notamment quant il s’agit de rationner le #service_public…
Mais, cette production de solutions politiques semble oublier que l’IA est incapable de résoudre les #problèmes_structurels. Elle propose des #solutions_performatives qui obscurcissent et amplifient les problèmes, explique l’iconoclaste #Dan_MacQuillan dans un article pour la Joseph Rowntree Foundation, une association britannique de lutte contre la pauvreté, qui a initié une réflexion sur l’usage de l’IA pour le #bien_public. Dan McQuillan est maître de conférence au département d’informatique de l’université Goldsmiths de Londres. Il est l’auteur de Resisting AI, an anti-fascist approach to artificial intelligence (Résister à l’IA, une approche anti-fasciste de l’intelligence artificielle, Bristol University Press, 2022, non traduit) dont nous avions déjà parlé.
McQuillan rappelle que l’IA, par principe, consiste à produire des #corrélations réductrices plutôt que des analyses causales. « La complexité de l’IA introduit une #opacité fondamentale dans le lien entre les #données_d’entrée et les #résultats, rendant impossible de déterminer précisément pourquoi elle a généré un résultat particulier, empêchant ainsi toute voie de recours. Ce phénomène est aggravé dans les applications concrètes, où les résultats apparemment fiables de l’IA peuvent devenir auto-réalisateurs. Un #algorithme d’apprentissage automatique qualifiant une famille de « difficile » peut ainsi créer une #boucle_de_rétroaction entre les membres de la famille et les #services_sociaux. De cette manière, l’IA imite des phénomènes sociologiques bien connus, tels que les #stéréotypes et la #stigmatisation, mais à grande échelle ». Ses inférences au final renforcent les #stratifications_sociales de la société comme pour les rendre acceptables.
Or, rappelle le chercheur, « une bonne politique doit impérativement être ancrée dans la réalité ». C’est pourtant bien ce lien que rompent les calculs de l’IA, à l’image des #hallucinations. Celles-ci proviennent du fait que l’IA repose sur l’#imitation_du_langage plutôt que sa #compréhension. Le même principe s’applique à toutes les #prédictions ou #classifications que produit l’IA. « Que l’IA soit appliquée directement pour prédire la #fraude aux #aides_sociales ou simplement utilisée par un décideur politique pour « dialoguer » avec une multitude de documents politiques, elle dégrade la #fiabilité des résultats ».
Des données probantes suggèrent déjà que l’imbrication des #algorithmes dans les solutions politiques conduit à une appréciation arbitraire de l’#injustice et de la #cruauté. Les #scandales abondent, de #Robodebt en Australie à l’affaire des allocations familiales aux Pays-Bas, qui auraient tous pu être évités en écoutant la voix des personnes concernées. Mais l’IA introduit une #injustice_épistémique, où la capacité des individus à connaître leur propre situation est dévaluée par rapport aux abstractions algorithmiques. Si l’IA, comme la #bureaucratie, est présentée comme une forme généralisée et orientée vers un objectif de processus rationnel, elle engendre en réalité de l’#inconscience : l’incapacité à critiquer les instructions, le manque de #réflexion sur les conséquences et l’adhésion à la croyance que l’ordre est correctement appliqué. Pire encore, l’IA dite générative offre la capacité supplémentaire de simuler une large consultation, que ce soit par « l’interprétation » hallucinatoire d’un grand nombre de soumissions publiques ou par la simulation littérale d’un public virtuel et prétendument plus diversifié en remplaçant des personnes réelles par des avatars d’#IA_générative. Une technique, qui, si elle a l’avantage de réduire les coûts, est dénoncée par des chercheurs comme contraire aux valeurs mêmes de l’enquête et de la recherche, rappelait Scientific American. « L’approche technocratique mise en œuvre par l’IA est à l’opposé d’un mécanisme réactif aux aléas de l’#expérience_vécue », explique McQuillan. « L’IA n’est jamais responsable, car elle n’est pas responsable ». Si l’on considère les attributs de l’IA dans leur ensemble, son application à l’élaboration des politiques publiques ou comme outil politique aggravera l’#injustice_sociale, prédit le chercheur. L’apport de l’IA à l’ordre social ne consiste pas à générer des arrangements de pouvoir alternatifs, mais à mettre en place des mécanismes de classification, de #hiérarchisation et d’#exclusion.
Chaque signalement par l’IA d’un risque de #fraude, d’un classement d’une personne dans une catégorie, mobilise une vision du monde qui privilégie des #représentations_abstraites à la complexité des relations vécues, et ce dans l’intérêt des institutions et non des individus. « Imprégnées des injustices criantes du #statu_quo, les solutions de l’IA tendent inexorablement vers la #nécropolitique, c’est-à-dire vers des formes de prise de décision qui modifient la répartition des chances de vie par des désignations de disponibilité relative. Détourner massivement les individus des parcours éducatifs ou des prestations sociales dont ils ont besoin pour survivre, par exemple, constitue un #filtre_algorithmique pour déterminer qui est bienvenu dans la société et qui ne l’est pas ».
Le problème, c’est que la pression sur les décideurs politiques à adopter l’IA est immense, non seulement parce que ses #biais viennent confirmer les leurs, mais plus encore du fait des engagements commerciaux et des promesses économiques que représente le développement de ce secteur. Et McQuillan de regretter que cette orientation nous éloigne de l’enjeu éthique qui devrait être au cœur des politiques publiques. La politique s’intéresse de moins en moins aux injustices structurelles de la société. « Un monde où l’élaboration et la mise en œuvre des politiques publiques reposent sur l’IA est aussi un monde qui confère un #pouvoir considérable à la petite poignée d’entreprises capables de disposer de ces ressources ». Par essence, « l’adoption de l’IA constitue un engagement en faveur de l’#extractivisme et d’un transfert de contrôle à un niveau qui supplante toute politique réelle ».
En fait, explique McQuillan, adopter l’IA dans l’élaboration des politiques publiques revient à soumettre les politiques à des agendas corporatifs et idéologiques plus vastes (à savoir se soumettre à ceux qui ont déjà décidé que l’avenir de la civilisation réside dans l’intelligence artificielle générale (IAG), ceux qui ont décidé que la meilleure réponse à la crise structurelle est de la masquer sous le battage médiatique de l’IA, et ceux qui ont conclu que le meilleur moyen de maintenir les revenus en période de récession mondiale est de remplacer les travailleurs réels par des émulations d’IA de mauvaise qualité). L’impact net de l’IA dans l’élaboration des politiques la rendrait plus précaire et favoriserait l’externalisation et la #privatisation sous couvert d’une #technologie surmédiatisée. Il s’agit d’une forme de « #stratégie_du_choc », où le sentiment d’urgence généré par une technologie prétendument transformatrice du monde est utilisé comme une opportunité pour l’#emprise des entreprises et pour transformer les systèmes sociaux dans des directions ouvertement autoritaires, sans réflexion ni débat démocratique.
Pour Dan McQuillan, plutôt que de se demander comment l’IA va imprégner l’élaboration des politiques, il faudrait se concentrer sur des politiques publiques qui favorisent la dénumérisation. C’est-à-dire favoriser une stratégie sociotechnique de réduction de la #dépendance à l’échelle computationnelle, de participation maximale des communautés concernées et de reconnaissance accrue du fait que le raisonnement computationnel ne saurait se substituer aux questions politiques exigeant un jugement réfléchi et perspicace. L’IA, en tant qu’appareil de calcul, de concepts et d’investissements, est l’apothéose de la « vue d’en haut », l’abstraction désincarnée du savoir privilégié qui empoisonne déjà nombre de formes d’élaboration des politiques. Pour McQuillan, un pivot vers la « #décomputation » est une façon de réaffirmer la valeur des #connaissances_situées et du contexte sur le seul passage à l’échelle. Contrairement aux prédictions et simulations de l’IA, notre réalité commune est complexe et intriquée, et la théorie ne permet pas de prédire l’avenir. Cela ne signifie pas que nous ne pouvons pas progresser vers des objectifs tels que la justice sociale et une transition juste, mais la dénumérisation suggère de les aborder de manière à la fois itérative et participative. Le véritable travail de restructuration réoriente l’attention des technologies toxiques vers le développement de techniques de #redistribution du #pouvoir_social, telles que les #conseils_populaires et les #assemblées_populaires. Bref, pour sortir de l’enfermement des politiques publiques de l’abstraction qu’impose l’IA, il faut prendre un virage contraire, suggère McQuillan. Un constat qui n’est pas si éloigné de celui que dresse le chercheur Arvind Narayanan quand il invite à limiter l’emprise du calcul sur le social, même s’il est exprimé ici d’une manière bien plus radicale.
►https://danslesalgorithmes.net/2025/10/07/politiques-publiques-passer-de-lia-a-la-denumerisation
#intelligence_artificielle #AI
Resisting AI: An Anti-fascist Approach to Artificial Intelligence Get access Arrow
This book is a call to resist AI. The operations of deep learning cause collateral damage in ways that can’t be fixed, and its take-up by institutions increases social precarity and structural violence. Instead of helping to address our current crises, AI produces states of exception that determine people’s life chances, becoming part of fascistic solutions to social problems. The book sets out an anti-fascist approach to AI that replaces computational exclusions with feminist matters of care. It proposes a programme of workers’ and people’s councils as a way to restructure AI according to principles of mutual aid and solidarity. By prioritizing the commons over abstract optimization, the book outlines a new apparatus that would help us to adapt to our changing times by supporting social autonomy.
▻https://academic.oup.com/policy-press-scholarship-online/book/45148
#livre #autonomie #autonomie_sociale
AI - Moler
▻https://music.youtube.com/watch?v=facvlm9w_tU&si=vZvMir5Kk7mKTJXO&feature=xapp_share
Guitar, Vocals: James Joseph McCann
Drums, Vocals: David Anthony Peacock
Studio Personnel: Michael Alonso
Studio Personnel: Lindsay Gravina
Studio Personnel: Andrew Hehir
Bass, Vocals: Helen Louise Cattanach
Composer, Lyricist: James Joseph McCann
Composer, Lyricist: David Anthony Peacock
Composer, Lyricist: Helen Louise Cattanach
Helen Cattanach est également bassiste et chanteuse de Los Dominados, The Escape Commitee...
►https://seenthis.net/messages/884200
▻https://www.losdominados.com/video
Santé mentale : peut-on encore s’informer sans déprimer ? | France Culture
▻https://www.radiofrance.fr/franceculture/podcasts/la-fabrique-de-l-information/sante-mentale-peut-on-encore-s-informer-sans-deprimer-1849053
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#information #santémentale #FOMO #addiction #journalisme #média #médias #médiassociaux #positif #solution #dépression #anxiété #audience #public #biais #négativité #communauté #communautarisme #entrisme
Dans les algorithmes | Politiques publiques : passer de l’IA... à la dénumérisation
►https://danslesalgorithmes.net/2025/10/07/politiques-publiques-passer-de-lia-a-la-denumerisation
« La complexité de l’IA introduit une opacité fondamentale dans le lien entre les données d’entrée et les résultats, rendant impossible de déterminer précisément pourquoi elle a généré un résultat particulier, empêchant ainsi toute voie de recours. Ce phénomène est aggravé dans les applications concrètes, où les résultats apparemment fiables de l’IA peuvent devenir auto-réalisateurs. Un algorithme d’apprentissage automatique qualifiant une famille de « difficile » peut ainsi créer une boucle de rétroaction entre les membres de la famille et les services sociaux. De cette manière, l’IA imite des phénomènes sociologiques bien connus, tels que les stéréotypes et la #stigmatisation, mais à grande échelle »
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#intelligenceartificielle #automatisation #imitation #fiabilité #simplification #prédiction #corrélation #causalité #politique #justice #droit #éthique #rationalité #solutionnisme #gouvernementalité #algorithmique #gouvernancealgorithmique #bestof
Public #policymaking: from AI to decomputing | Joseph Rowntree Foundation
▻https://www.jrf.org.uk/ai-for-public-good/public-policymaking-from-ai-to-decomputing
AI, whether in the form of plain old neural networks or Large Language Models like ChatGPT, learns its patterns from the world as it is. While these #algorithms can find a path between messy input data and desired outcomes, the underlying mechanism is one of reductive #correlation not causal analysis; there’s nothing based on how things happen, just that certain patterns seem to reoccur. AI’s complexity introduces a fundamental opacity to the link between input and output, making it impossible to be sure exactly why it generated a particular result, removing any route to due process. This is compounded in real-world applications, where AI’s apparently authoritative outputs can become self-fulfilling, a machine learning algorithm labelling a family as ‘troubled’ can set up a feedback loop of (...)
#imitation #reliability #simplification #prediction #stigmatization #causality #politics #justice #law #ethics #rationality #solutionism #technosolutionism #bestof
Les #Pays-Bas en passe d’ouvrir un #centre_de_retour en #Ouganda pour les demandeurs d’asile #déboutés
La Haye et Kampala ont signé jeudi une #lettre_d'intention, en vue d’un prochain #accord pilote, qui prévoit d’envoyer les #sans-papiers présents aux Pays-Bas vers l’Ouganda. Le plan vise les personnes déboutées de l’asile aux Pays-Bas et originaires de pays voisins de l’Ouganda. Avec ce partenariat, « les Pays-Bas démontrent leur rôle de pionnier en Europe en matière de #solutions_innovantes pour maîtriser les flux migratoires », s’est félicité le ministre néerlandais de l’Asile et de la Migration.
Évoqué pour la première fois l’année dernière, l’accord entre les Pays-Bas et l’Ouganda semble se concrétiser. Jeudi 25 septembre, les deux pays ont signé, en marge de l’Assemblée générale des Nations unies à New-York, une lettre d’intention visant à créer un centre de retour en Ouganda pour les demandeurs d’asile déboutés aux Pays-Bas.
Le plan vise les personnes déboutées de l’asile et originaires de pays voisins de l’Ouganda qui doivent quitter les Pays-Bas mais qui « ne le font pas volontairement » ou lorsque « le retour forcé direct vers leur pays d’origine échoue ou ne peut être mis en œuvre dans un délai raisonnable », indique un communiqué du ministère néerlandais de l’Asile et de la Migration.
« Les personnes concernées seront hébergées temporairement en Ouganda dans un centre d’accueil. De là, elles devront retourner dans leur pays d’origine », précise le communiqué. « Comme aux Pays-Bas, l’objectif est que ces personnes retournent volontairement d’Ouganda, où une #aide au #rapatriement leur sera à nouveau proposée ».
Les centres de transit construits en Ouganda seront « conformes au droit national, européen et international », et « les modalités juridiques et pratiques seront élaborées avec le plus grand soin et dans le respect des droits de l’Homme », assure le ministère néerlandais de l’Asile et de la Migration. « Nous devons nous concentrer davantage sur ce qui est réalisable, plutôt que sur ce qui ne l’est pas. C’est pourquoi nous prenons cette mesure avec l’Ouganda pour maîtriser les flux migratoires. Il est évident que les droits humains des personnes qui retournent dans leur pays d’origine via l’Ouganda seront protégés », insiste le ministre David van Weel.
Pour l’heure, seuls les principaux contours de cet accord ont été esquissés. La lettre d’intention doit aboutir à « un #projet_pilote à petite échelle impliquant un centre de transit pour un nombre limité de ressortissants étrangers devant quitter les Pays-Bas », peut-on lire dans le communiqué.
Avec ce #partenariat, « les Pays-Bas démontrent leur rôle de pionnier en Europe en matière de solutions innovantes pour maîtriser les flux migratoires », se félicite le ministère néerlandais de l’Asile et de la Migration.
En Ouganda, un « bilan en matière de droits de l’Homme discutable »
Lors de l’annonce de ce projet en octobre 2024, les défenseurs des droits avaient fait part de leur inquiétude en rappelant notamment que l’Ouganda est régulièrement critiqué pour son bilan en matière de droits de l’Homme. « Je suis sous le choc : alors que Londres vient de mettre un terme à son projet avec le Rwanda, on discute exactement de la même chose ici », s’était insurgé à l’époque Lewingstone Ssenwanyana, directeur exécutif de la Fondation pour les droits de l’homme (FHRI), une organisation ougandaise de la société civile.
« Il n’est effectivement pas juste qu’un demandeur d’asile soit renvoyé dans un pays dont le bilan en matière de droits de l’Homme est très discutable. Par ailleurs, tout le monde connaît le principe du non-refoulement d’un individu, quel qu’il soit, vers un pays ou vers une région où celui-ci risque d’être maltraité. L’envoyer en Ouganda, c’est donc rendre très probable le risque qu’il soit persécuté, ce qui serait pour le moins malvenu. J’invite donc le gouvernement néerlandais à reconsidérer cette mesure ! », avait-il poursuivi.
Ce projet néerlandais rappelle celui envisagé par le gouvernement britannique en 2022. Avorté avant même sa mise en application, ce plan faisait polémique depuis son lancement et a subi de nombreux revers judiciaire. La Cour suprême du Royaume-Uni avait décrété en novembre 2023 que ce projet de loi, visé par une série de contestations devant la justice, était illégal au regard du droit international.
Dès son accession au pouvoir en juillet 2024, le gouvernement travailliste a affirmé que le projet d’expulsion de sans-papiers vers le Rwanda, défendu depuis des années par les conservateurs, était « mort et enterré avant même de commencer ».
Manifestation contre l’immigration
L’accord entre La Haye et Kampala intervient avant les élections prévues fin octobre aux Pays-Bas, à la suite de la chute du gouvernement néerlandais lorsque le dirigeant d’extrême droite #Geert_Wilders a retiré son parti de la coalition au pouvoir après un désaccord sur les règles d’asile. Geert Wilders a en effet exigé des restrictions drastiques en matière d’asile, notamment un gel des demandes, des limites au regroupement familial et l’arrêt de la construction de nouveaux centres d’accueil.
Comme dans de nombreux pays d’Europe, le débat s’enflamme aux Pays-Bas ces derniers mois sur les questions migratoires. Samedi 20 septembre, des milliers de personnes vêtues de noirs ont participé à La Haye à une manifestation organisée par un activiste d’extrême droite réclamant des politiques d’immigration plus strictes et une répression contre les demandeurs d’asile.
Le rassemblement a viré à l’émeute : environ 1 500 personnes se sont rassemblées sur une autoroute urbaine traversant la capitale néerlandaise où des émeutiers ont affronté les forces de l’ordre, jetant des pierres et des bouteilles sur elles et mettant notamment le feu à une voiture de police sérigraphiée. La police a fait usage de canons à eau et de gaz lacrymogène pour les disperser, a annoncé l’agence de presse néerlandaise ANP.
Les manifestants s’en sont également pris au local d’un parti politique, le D66 (social-démocrate, centre), dont les vitres ont été brisées. Il n’y avait personne dans les locaux à ce moment. Un petit groupe d’émeutiers s’est aussi dirigé vers le complexe du Parlement néerlandais, actuellement clôturé en raison de travaux de rénovation qui durent depuis des années. La police les a empêchés d’accéder à la zone largement déserte.
« Des images choquantes et bizarres d’une violence éhontée à La Haye, après qu’une manifestation a dégénéré », avait déclaré le Premier ministre par intérim Dick Schoof sur X.
▻https://www.infomigrants.net/fr/post/67200/les-paysbas-en-passe-douvrir-un-centre-de-retour-en-ouganda-pour-les-d
#migrations #asile #réfugiés #return_hubs
–-
ajouté à la métaliste sur les tentatives de différentes pays européens d’#externalisation non seulement des contrôles frontaliers (►https://seenthis.net/messages/731749), mais aussi de la #procédure_d'asile dans des #pays_tiers :
►https://seenthis.net/messages/900122
#Intelligence_artificielle : le vrai #coût_environnemental de la course à l’IA
“L’IA et la réussite de la #transition_énergétique vont de pair. Nous n’assisterons pas à une transition à grande échelle vers une énergie sans carbone sans les avancées significatives que l’IA promet d’apporter.” Cette citation de Mélanie Nakagawa, la responsable développement durable de Microsoft en février 2025, est à l’image de la #pensée_magique que l’on rencontre de plus en plus fréquemment dans les médias et la société. Celle d’une IA mystique et providentielle qui serait la #solution à tous nos problèmes, et qui justifierait son développement effréné depuis l’arrivée de #ChatGPT en 2022.
Alors qu’Emmanuel Macron a annoncé en février 2025 des #investissements privés de 109 milliards d’euros pour développer l’IA et que plus de 35 nouveaux projets de #centres_de_données ont été annoncés en France, nous vous proposons une analyse approfondie pour déconstruire ces discours et découvrir la #face_cachée de l’intelligence artificielle. Comme le résume la chercheuse en IA Kate Crawford, elle repose sur une triple #extraction : extraction de #ressources_naturelles, extraction de #données, #exploitation_humaine. Dans cet article nous nous concentrerons sur les impacts environnementaux directs de l’IA (consommation énergétique, émissions carbone, impacts locaux des data centers), mais insistons sur la nécessité d’appréhender ces technologies dans leur ensemble pour comprendre les bouleversements sociétaux que son adoption massive génère (enjeux de #pouvoir, #surveillance_de_masse, #militarisation, #inégalités sociales, etc)
Nous commencerons par définir ce qu’est l’intelligence artificielle, son évolution récente, les acteurs qui la sous-tendent et détaillerons le fonctionnement particulier des #IA_génératives. Puis dans un second temps nous décrirons l’#infrastructure_matérielle qui la soutient. Loin de flotter au-dessus de toute réalité physique, comme le champ lexical du “cloud” et de la “dématérialisation” aime à nous le faire croire, ces #technologies ont des conséquences matérielles très tangibles.
Sommaire
- Qu’est ce que l’intelligence artificielle ?
- L’ère de l’IA générative depuis la sortie de ChatGPT en 2022
- L’IA, bien plus qu’une #technologie
- Qui est derrière l’IA ?
- Le voyage d’une requête ChatGPT
- L’inférence pour l’usage quotidien
– Le problème de la #transparence
– Quel est l’impact d’une requête ChatGPT ?
– L’optimisation de la #consommation_électrique de l’IA
– Les impacts directs de l’intelligence artificielle
– La consommation électrique des data centers explose à cause de l’IA
– Émissions de #CO2, la roue libre
– Google, Microsoft, Meta.. Quid des émissions des géants du numérique ?
– La consommation d’#eau
- Ressources abiotiques pour la fabrication des équipements et bâti : dépendance aux #métaux et à l’#industrie_chimique
- Conclusion
- Infographie
▻https://bonpote.com/intelligence-artificielle-le-vrai-cout-environnemental-de-la-course-a-lia
#IA #AI #environnement #à_lire
Intelligence artificielle : un ogre énergétique à l’#empreinte_environnementale désastreuse
L’intelligence artificielle, popularisée par ChatGPT, est régulièrement présentée comme la solution providentielle face à la crise climatique. Pourtant, derrière ce discours vertueux se cache une réalité inquiétante : cette technologie est un véritable ogre énergétique et hydrique, dont l’empreinte environnementale s’avère de plus en plus désastreuse. Plutôt qu’un remède aux maux de la planète, l’IA ressemble de plus en plus à un poison que les entreprises de la Tech nous dépeignent comme inoffensif.
(#paywall)
▻https://elucid.media/analyse-graphique/intelligence-artificielle-un-ogre-energetique-a-l-empreinte-environnementa
Comment des agriculteurs déclenchent la pluie … sans autorisation ? Marine De Guglielmo Weber - YouTube
▻https://www.youtube.com/watch?v=4h-esQceii4
Clip extrait du podcast :
“Géoingénierie : Solution Miracle, Nécessité Absolue ou "Choc Terminal" pour le Climat ?“
Disponible ici : • Géoingénierie : Solution Miracle, Nécessit...
📺Ce podcast est 100% indépendant, pour nous aider à le rendre pérenne, c’est ici 👉 ►https://fr.tipeee.com/circular-metabo...
j’ai le plaisir d’accueillir Marine De Guglielmo Weber. Marine est docteure en sciences de l’information et de la communication, chercheuse au sein de l’Institut de recherche stratégique de l’école militaire, directrice scientifique de l’Observatoire Défense & Climat et auteur de différents ouvrages dont Le Grand Retournement et La Géopolitique des Nuages.
#géoingénierie #climat #magique #technologie #solution
Couverture de survie pour se protéger (un peu au moins) de la chaleur dans vos appartements...
Rappel :
Pour ceux qui, comme nous, sont dans des appartements en béton avec de grandes #fenêtres et qui souffrent de la #chaleur, voici un moyen simple et bon marché d’améliorer considérablement sa #qualité_de_vie intérieure.
Des #couvertures_de_survie collées contre les fenêtres - la couleur argentée a le meilleur #albédo possible, mieux que le #blanc ! - protègent bien.
Au somment d’un immeuble, grandes baies vitrées, du béton et on ne dépasse par les 27 degrés en pleine canicule.
▻https://h4.io/@Daniii/115011293675062443
#astuce #solution (juste pour retrouver le post, je sais que ce n’est pas la solution) #chaleur #canicule #couverture_de_survie #température #appartement
I’m witnessing the deliberate starvation of Gaza’s children – why is the world letting it happen? - Nick Maynard
▻https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/jul/22/gaza-israel-deliberate-starvation-ceasefire-aid
I’m hearing about dozens of trauma casualties flooding Gaza’s emergency departments daily – many of them with gunshot wounds from these militarised distribution points. I have operated on boys aged 12 to 15, whose relatives say they were shot while trying to get food for their families. Last week a 12-year-old died on the operating table, shot through the abdomen at what can only be described as a death trap for those seeking basic sustenance.
My colleagues in the emergency department have also reported a disturbing pattern: injuries concentrated on specific body parts on different days – heads, legs, genitals – suggesting deliberate targeting of those body parts.
In recent days, I operated on two women who were shot by quadcopters while sheltering in their tents near one of the locations, according to the people who brought them in. One was breastfeeding her child when she was hit; the second was pregnant. Thankfully, both have survived their injuries so far. These women weren’t even seeking aid – they were simply sheltering in areas that are supposedly “safe” but exposed to indiscriminate fire from the IDF’s weaponised hunger apparatus.
Je viens de faire un tour dans les archives de SeenThis aux alentours du 7 octobre 2023.
J’ai bien rigolé (jaune) en lisant les habituels qui voient de l’antisémitisme dans les moindres anfractuosités du gauchisme t’expliquer que bon, non, on ne peut pas parler de génocide à proprement parler, oh, là, regardez, il a dit juif, c’est une essentialisation, il est antisémite.
Déblatérations mises à part, je constate que Raz Segal évoquait le génocide dès le 13/10, mais que malgré tout, il y a encore aujourd’hui des débats chez nous, parmi les gens sérieux, sur le bon usage du mot génocide.
▻https://seenthis.net/messages/1021230#message1021232
En suivant le mot génocide, j’ai constaté qu’on en discutait déjà au printemps 2023, en mai précisément, et on avait alors pu dire que bon, c’est pas sérieux tout ça, c’est juste un blogueur qui ne représente que lui même et tout et tout.
▻https://seenthis.net/messages/1003524
Je me souviens de juillet 2023, quand pour des motifs fallacieux, des sources d’eau potable étaient bétonnées, en Palestine. Bizarrement, je n’en trouve pas trace sur SeenThis à l’époque.
▻https://seenthis.net/messages/1127300
Dans quelques dizaines d’années, quand on regardera les archives de SeenThis, on ne pourra que conclure que les intentions génocidaires d’Israël ne datent pas du 7 octobre 2023.
On pourra et on devra évidemment, continuer à ergoter longuement, et dire qu’il ne s’agissait que d’expropriation, que de violences abusives conduisant à la mort et au déplacement des populations allogènes et terroristes, et on pourra continuer, en même temps, à disserter sur l’antisémitisme de ceux qui entendent utiliser les mots qui conviennent pour la situation.
On pourra continuer à se comporter comme des crétins particulièrement irresponsables. Assurément.
Commentaire d’un article de Gideon Levy paru dans Haaretz :
▻https://europalestine.com/2025/07/23/pourquoi-gideon-levy-a-le-droit-de-le-dire-et-pas-nous
« Israël applique désormais un plan nazi de nettoyage ethnique à Gaza », vient d’écrire dans Haaretz, le journaliste israélien, opposant de longue date au colonialisme israélien, et partisan du boycott de cet Etat.
Gideon Levy a déclaré qu’il est désormais clair qu’Israël met en œuvre un plan clair et délibéré de nettoyage ethnique, visant à forcer les Palestiniens à quitter la bande de Gaza.
Ce que je crois être l’article d’origine (mais je peux me tromper) :
▻https://www.haaretz.com/opinion/2025-07-24/ty-article-opinion/.premium/the-disgrace-of-deliberate-starvation-israels-war-of-hunger-in-gaza/00000198-381d-d47b-adbe-fa3dfeb10000
Israel’s plan for the ethnic cleansing of the Gaza Strip is proceeding apace, maybe even better than expected. In addition to significant achievements in systematic killing and destruction already chalked up, the last few days have seen one more critical achievement: the deliberate starvation has started to yield results.
The effects of this policy are spreading rapidly, felling victims in numbers that do not lag behind the number of deaths caused by shelling. People who don’t die while waiting for food have a good chance of succumbing to hunger.
The weapon of deliberate starvation is working. The Gaza “Humanitarian” Foundation, in turn, has become a tragic success. Not only have hundreds of Gazans been shot to death while waiting in line for packages distributed by the GHF, but there are others who don’t manage to reach the distribution points, dying of hunger. Most of these are children and babies.
On Wednesday alone, 15 people died of hunger, including three children and a six-week-old baby. One hundred and two have died since the war began, including 80 children, with the graph on the upswing in recent days.
- If Israel doesn’t stop shooting hungry Gazans, it will be guilty of genocide
- An American doctor visited Gaza and saw the horror up close. Five cases haunt her
- Israeli disregard for the deaths in Gaza cannot obscure the magnitude of the horrors
The pictures hidden from the public by Israel’s criminal local media, whose lack of coverage of Gaza will never be forgotten or forgiven, are seen by the rest of the world. These are pictures reminiscent of concentration camp survivors, pictures from the Holocaust. Concealing them is akin to denial of the phenomenon.
The skeletons of babies and infants, living and dead, whose bones stick out through wasted fat tissue or muscles that have withered, their eyes and mouths opened wide, their expressions dead.
They lie on hospital floors, on bare beds, or carried on donkey carts. These are pictures from hell. In Israel, many people reject these photos, doubting their veracity. Others express their joy and pride on seeing starving babies. Yes, this too is what has become of us.
Turning deliberate starvation into a legitimate and acceptable weapon among Israelis, whether through open support or through chilling indifference, is the most demonic stage so far in the war Israel has launched on the Gaza Strip.
It is also the only one for which one cannot invent any justification, excuses or explanations. Even Israel’s boundless propaganda apparatus can’t manage to find any. Starvation has become a legitimate weapon since it is another means for attaining the objective: ethnic cleansing.
One has to internalize this fact and view the continuation of the war in this light. Just as Israel benefits from the deaths caused by gunfire, it also gains from the hunger that kills hundreds. Only thus will it be possible to turn Gaza into a place that is unlivable, and only thus will its residents leave “willingly,” first to the “humanitarian” city, and from there to Libya, or God knows where.
Starvation is now visible on everyone. Palestinian journalists in Gaza who have not yet been shot to death by the IDF report that they have not eaten a thing for two or three days.
Even physicians from overseas spoke on Wednesday about what they had eaten, mainly what they hadn’t eaten. A Canadian doctor at the Nasser Hospital said that in the preceding two days she had only eaten one tiny bowl of lentils. She will not be able to continue caring for the sick and wounded this way. That too is good for Israel.
A team from Al-Jazeera accompanied a young man who went in search of food for his children. He searched and searched, until he found two bags of Israeli flour and a bottle of oil at a market stall. The price was hundreds of shekels a bag, and he returned home empty-handed, to his starving children. The TV studio then gave details of the three stages leading to death by starvation. This man’s children were at the second stage.
This deliberate starvation has turned this war into the most horrific of Israel’s wars, certainly the most criminal of them. We have never starved two million people this way.
However, there is only one thing that is worse than deliberate starvation: the indifference with which it is received in Israel. An hour and a half away by car from the location in which another baby, Yussef al-Safadi, died on Wednesday. His family couldn’t find any milk substitute for him.
While he died, Channel 12 was broadcasting a cooking show, and the ratings were excellent.
Erreur de ma part, voici l’article dont il est question sur la page d’Europalestine :
►https://www.haaretz.com/opinion/2025-07-20/ty-article/.premium/its-clear-israel-now-has-a-plan-for-the-ethnic-cleansing-of-palestinians-from-gaza/00000198-2456-d55c-a1be-7efe76860000
Someone conceived it, there were discussions of pros and cons, alternatives were suggested, and all done in air-conditioned conference rooms. For the first time since the war of revenge in Gaza began, it’s clear that Israel has a plan – and it’s a far-reaching one
Adolf Eichmann began his Nazi career as the head of the Central Agency for Jewish Emigration at the security agency charged with protecting the Reich. Joseph Brunner, the father of Mossad chief David Barnea, was three years old when he fled Nazi Germany with his parents, before the evacuation plan was implemented.
Last week, Barnea, the grandson, visited Washington in order to discuss the “evacuation” of the Gaza Strip’s population. Barak Ravid reported on Channel 12 News that Barnea told his interlocutors that Israel has already begun talks with three countries on this issue, and the irony of history hid its face in shame. A grandson of a refugee of ethnic cleansing in Germany discusses ethnic cleansing, and no memory comes to mind.
In order to “evacuate” two million people from their country, you need a plan. Israel has been working on one. The first stage involves transferring much of the population into a concentration camp in order to facilitate an efficient deportation.
Last week, the BBC published an investigative report based on satellite photos, showing systematic destruction carried out by the IDF across the Gaza Strip. Village after village is being wiped off the face of the earth, which is being flattened for the sake of constructing the concentration camp, so that life in Gaza will no longer be possible.
Preparations for the first Israeli concentration camp are in full swing. Systematic destruction is proceeding throughout the enclave so that there is nowhere to return to other than the concentration camp.
In order to carry out this work, bulldozers are required. The BBC presented two wanted ads. One described “a project involving the demolition of buildings in Gaza requires (40-ton) bulldozer operators. The job includes payment of 1,200 shekels ($357) a day, including food and lodging, with an option of obtaining a private vehicle.” The second ad said that “work hours are Sunday to Thursday, from 7 A.M. to 4:45 P.M., with excellent working conditions.”
Israel is quietly perpetrating a crime against humanity. Not a house here and a house there, no “operational necessities,” but a systematic elimination of any chance of life there, while preparing the infrastructure for concentrating people in a “humanitarian” city intended to be a transit camp – before deportation to Libya, Ethiopia and Indonesia, the destinations Barnea specified, according to Channel 12.
That is the plan for the ethnic cleansing of Gaza. Someone conceived it, there were discussions of pros and cons, alternatives were suggested, options of total cleansing vs. stages, and all done in air-conditioned conference rooms with minutes taken and decisions made. For the first time since the war of revenge in Gaza began, it’s clear that Israel has a plan – and it’s a far-reaching one.
This is no longer a rolling war. One can no longer accuse Benjamin Netanyahu of waging a war with no purpose. There is a purpose to this war, and it’s a criminal one. One can no longer tell army commanders that their troops are dying for no reason: They are dying in a war of ethnic cleansing.
The ground is ready, one can move to the transfer of people, the want ads are on their way. After moving the population is completed, and the residents of the humanitarian city start missing their lives among the ruins, amid hunger, disease and bombing, it will be possible to move to the final stage: forcible placement on trucks and planes en route to the new and longed-for homeland – Libya, Indonesia or Ethiopia.
If the humanitarian aid enterprise took the lives of hundreds of people, the deportation will take the lives of tens of thousands. But nothing will block Israel on its way to realizing its plan.
Yes, there is a plan, and it’s more diabolical than it appears to be. At some point, people sat down and concocted this plot. It would be naïve to think that all this happened on its own. In 50 years, the minutes will be released, and we will learn who was in favor and who opposed this plan. Who thought of perhaps leaving one hospital intact.
Along with the officers and politicians, there were also engineers, architects, demographers and people from the budget division. Maybe there were representatives from the Health Ministry. We will find out all in 50 years.
Meanwhile, the head of the Central Agency for Palestinian Emigration, David Barnea, has implemented an additional stage. He is an obedient senior official, having never caused friction with those above him. Does that sound familiar? He is the hero of the campaign for mass amputations through walkie-talkies. If you send him to save hostages, he goes. If you send him to prepare the deportation of millions of people? Not a problem for him. After all, he is only obeying orders.
#déportation #nettoyage_ethnique #solution_finale #nazionism
Octobre 2023:
Public Statement: Scholars Warn of Potential Genocide in Gaza – TWAILR
▻https://twailr.com/public-statement-scholars-warn-of-potential-genocide-in-gaza
On 15 October 2023, over 800 scholars and practitioners of international law, conflict studies and genocide studies signed a public statement warning of the possibility of genocide being perpetrated by Israeli forces against Palestinians in the Gaza Strip. Signatories include prominent Holocaust and genocide studies scholars, as well as many international law and TWAIL scholars.
#Loi_Duplomb : des « #solutions_alternatives efficaces et opérationnelles » à l’acétamipride existent depuis des années, selon l’Anses
▻https://www.lemonde.fr/planete/article/2025/07/22/loi-duplomb-des-solutions-alternatives-efficaces-et-operationnelles-a-l-acet
En réponse au succès de la pétition appelant à abroger la loi Duplomb, qui a dépassé 1,5 million de signatures, Gabriel Attal, le chef de file des députés macronistes, qui a voté en faveur du texte, et Agnès Pannier-Runacher, la ministre de la transition écologique et de la biodiversité, ont indiqué vouloir saisir l’Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail (Anses) pour solliciter « son avis sur les dérogations que la loi prévoit afin que les décisions soient prises avec la meilleure connaissance des données scientifiques disponibles ».
Au cœur de la polémique, l’acétamipride, un pesticide tueur d’insectes pollinisateurs et suspecté d’être toxique pour le développement du cerveau, dont l’usage est interdit en France depuis 2020. Malgré l’opposition des sociétés savantes médicales (cancérologie, pédiatrie, endocrinologie, hématologie, neurologie…) ou du conseil scientifique du CNRS, le texte prévoit de réautoriser cette molécule, appartenant à la famille des néonicotinoïdes, réclamée par les producteurs de betteraves sucrières qui affirment n’avoir aucune solution pour protéger leurs cultures des pucerons.
Ingénieur agronome, entomologiste et directeur de recherche à l’Institut national de recherche pour l’agriculture, l’alimentation et l’environnement (#Inrae), Hervé Jactel rappelle que la question a déjà été tranchée. « Faire appel à l’Anses me paraît ridicule, déclare-t-il au Monde. L’Anses a déjà été saisie deux fois et par deux fois elle a rendu les mêmes conclusions de l’existence de solutions alternatives efficaces et opérationnelles. »
Hervé Jactel en sait quelque chose. C’est lui qui a présidé les deux groupes de travail de l’#Anses sur les alternatives à l’usage des néonicotinoïdes : « Je veux bien refaire un troisième groupe de travail mais on ne fera que confirmer encore plus clairement qu’il existe des solutions alternatives à l’usage des néonicotinoïdes pour la lutte contre les pucerons de la betterave à sucre, tout aussi – si ce n’est plus – efficaces que l’acétamipride et à l’évidence moins dangereuses pour la biodiversité. »
« Lutte curative »
Riche de 546 pages, le premier rapport de l’Anses sur l’évaluation comparative des risques et des bénéfices des néonicotinoïdes et des autres méthodes chimiques ou non chimiques a été remis en mai 2018. Il répondait à une saisine du ministère de l’agriculture après l’adoption de la loi de 2016 « pour la reconquête de la biodiversité, de la nature et des paysages » qui introduisait l’interdiction de l’usage des néonicotinoïdes à partir de septembre 2018 avec des dérogations jusqu’en juillet 2020. L’expertise a duré deux ans et passé au crible près de 500 usages.
Sur le cas particulier des pucerons de la betterave à sucre, le rapport identifiait déjà au moins une méthode alternative aussi efficace que la famille des néonicotinoïdes : associer deux insecticides autorisés, le lambda-cyhalothrine et le pyrimicarbe. « Ces insecticides de synthèse ne sont certes pas sans danger pour la biodiversité mais, à l’inverse des néonicotinoïdes qui sont appliqués de façon préventive et systématique, ces produits peuvent n’être appliqués qu’en cas de besoin en lutte curative, et de façon précise, ne ciblant que les champs effectivement menacés par une pullulation de pucerons, limitant d’autant leur impact sur les insectes pollinisateurs », précise Hervé Jactel.
Le deuxième avis de l’Anses a été rendu en mai 2021, à la suite d’une dérogation introduite par le législateur en décembre 2020, autorisant l’usage de néonicotinoïdes (à base d’imidaclopride ou de thiaméthoxame) pour traiter les pucerons de la betterave. Exclusivement consacré à « l’efficacité des traitements disponibles pour lutter contre les pucerons de la betterave », le rapport identifie deux autres insecticides (le flonicamide et le spirotétramate) aux « impacts limités sur l’environnement et rapidement substituables aux néonicotinoïdes ».
Depuis, deux études scientifiques publiées en 2023 et 2024 dans la revue Crop Protection sur la base d’une centaine d’essais menés en champ ont montré qu’ils étaient même beaucoup plus efficaces que l’acétamipride contre la jaunisse virale. Jusqu’à 87 % d’efficacité lorsque le traitement est associé à la plantation d’orge entre les rangs de betteraves contre seulement 55 % pour l’acétamipride.
Certes plus compliquées à mettre en œuvre, des solutions sans pesticides existent également, rappelle Hervé Jactel. Elles font appel aux principes de l’agroécologie et consistent à intercaler des cultures aux propriétés naturellement répulsives pour les pucerons comme l’orge. Une expertise scientifique collective publiée en 2022 par l’Inrae montre qu’en augmentant la « diversité végétale », on peut protéger les cultures des nuisibles sans recourir aux pesticides.
« Tentative de manœuvre dilatoire »
La loi Duplomb précise que la réautorisation de l’acétamipride est prévue « pour faire face à une menace grave compromettant la production agricole » et « en cas d’alternative insuffisante ». Hervé Jactel rappelle qu’au pic des attaques de pucerons sur les betteraves en 2020, les pertes de rendement n’étaient que de 15 % à 20 %, « pas la catastrophe absolue ». « Le sucre blanc raffiné n’est pas une ressource vitale, commente l’ingénieur agronome. La betterave à sucre est une culture de rente. Les betteraviers ne veulent surtout pas rogner sur leurs rentes. »
Fervent défenseur de la loi Duplomb, le président de la FNSEA, Arnaud Rousseau, est lui-même issu d’une famille de betteraviers. La France étant le seul pays à avoir interdit l’acétamipride, il dénonce la « concurrence déloyale » des producteurs européens et agite le chiffon rouge des importations de sucre.
De son côté, Agnès Pannier-Runacher répète qu’à titre personnel, elle reste « contre la réintroduction de l’acétamipride ». La députée Génération écologie des Deux-Sèvres, Delphine Batho, voit dans la nouvelle saisine de l’Anses proposée par la ministre une « tentative de manœuvre dilatoire ». Elle dénonce une autre « entourloupe » : le décret, publié deux jours après l’adoption de la loi Duplomb, obligeant l’Anses à étudier les demandes d’autorisation de pesticides selon une liste d’usages jugés « prioritaires » par le ministère de l’agriculture.
Cette disposition, qui figurait initialement dans le projet de loi, avait été écartée par les parlementaires. « Ce décret porte atteinte à l’évaluation des risques des pesticides par l’Anses et fait prévaloir les intérêts économiques sur la préservation de la santé publique et de l’environnement », déplore l’ancienne ministre de l’environnement de François Hollande. Corinne Lepage, qui a occupé la même fonction ministérielle sous Jacques Chirac, dénonce une « pure violation de l’indépendance de l’Anses ». L’avocate vient de saisir le Conseil d’Etat au nom de l’association Agir pour l’environnement afin d’obtenir l’annulation de ce décret. Contacté, le ministère de la transition écologique n’a pas répondu à nos sollicitations.
#Filtres, #charbon… Quelles sont les bonnes (et moins bonnes) #solutions pour boire de l’#eau sans #PFAS ni #pesticides ?
–-> conclusion (spoiler) : "La vraie bonne solution est politique"
100 filtres. Les révélations sur les polluants présents dans notre eau du robinet s’accumulent. Si l’eau reste l’aliment le mieux contrôlé en France, divers filtres à installer chez soi sont proposés sur le marché pour limiter la concentration de pesticides et de PFAS, ces polluants très persistants. Vert a fait le tour des solutions, et de leurs limites, pour boire une eau plus saine.
Les PFAS entrent dans la composition de plusieurs pesticides et de nombreux objets du quotidien (poêles, tissus imperméables…), d’où leur présence dans l’eau, issue des nappes phréatiques, de sources ou de nappes souterraines.
Plusieurs enquêtes récentes ont montré que la contamination aux polluants persistants est massive dans le monde et en Europe, comme l’a cartographié le Forever pollution project, cette vaste enquête dont font partie les journalistes du Monde. Elle révèle les 23 0000 zones les plus polluées sur le vieux continent. La décontamination totale de l’eau et des terres européennes coûterait jusqu’à 2 000 milliards d’euros sur vingt ans, d’après une enquête du Monde. La présence de pesticides est également très répandue et dégrade la qualité de l’eau potable, comme l’indiquait un rapport gouvernemental en novembre dernier.
Pour l’instant, aucune grande mesure politique à l’échelle européenne ou française n’a été mise en place pour limiter la pollution aux PFAS, ni celle aux pesticides. Dans l’attente d’un suivi plus détaillé de notre eau potable, de mesures ambitieuses des pouvoirs publics pour limiter la production de PFAS ou de la prise en charge de la dépollution par les industriels, quelles sont les solutions individuelles à notre disposition pour boire une eau plus saine ? Vert a fait le tour de la question.
Vérifiez si l’eau que vous buvez est polluée
Lorsque l’eau coule de notre robinet, elle a déjà subi de nombreux traitements et contrôles. Chacun·e peut vérifier la qualité de son eau grâce à des données publiques disponibles sur le site du ministère de la santé.
Toutefois, les polluants potentiellement présents ne sont pas encore tous mesurés par les Agences régionales de santé (ARS). C’est le cas de certains résidus de pesticides, dont le TFA, un petit polluant de la famille des PFAS, ces molécules ultra persistantes dans l’environnement et le corps humain (notre article).
L’eau en bouteille
✅ L’eau minérale contient un peu moins de polluants parce qu’elle vient de réserves plus profondes que l’eau du robinet.
❌ Elle est moins contrôlée et il est plus difficile d’avoir accès aux analyses de sa qualité que pour l’eau du robinet.
On y retrouve parfois des résidus de pesticides. Et les bouteilles regorgent aussi de microplastiques : 240 000 particules pour un litre en moyenne (notre article). Ces molécules peuvent détériorer le système immunitaire et hormonal, et sont associées à des risques cardiovasculaires accrus, selon une étude du New england journal of medicine.
En plus d’aggraver la pollution au plastique, elle est chère : « en moyenne 150 à 200 fois plus que l’eau du robinet », comme le rappelait à Vert Camille Wolff, chargé de campagne réduction de plastique pour l’ONG No plastic in my sea.
Les bâtons de charbons végétaux
Ces solutions végétales appelées aussi binchotan sont à déposer au fond d’une carafe classique pendant plusieurs heures. Il s’agit de charbon issu de la carbonisation d’une variété de chêne et traditionnellement employé au Japon pour filtrer l’eau.
✅ Les charbons retiennent une poignée de pesticides.
❌ Ils ne retiennent pas les PFAS.
Les perles de céramique
Ces petites billes à déposer au fond d’un pichet d’eau sont constituées d’argile.
✅ Dans un article paru l’été dernier, la revue 60 millions de consommateurs rappelle que les perles de céramiques sont présentées comme enrichies « de microorganismes qui purifieraient l’eau en décomposant les substances dangereuses »…
❌ … Sauf qu’« aucune étude ne vient confirmer ces allégations » indique le média.
Les carafes filtrantes
La carafe, en plastique ou en verre, contient un filtre plus ou moins sophistiqué selon les modèles. « L’essentiel de la filtration est assuré par du charbon actif et des résines échangeuses d’ions », explique 60 millions de consommateurs. Ces résines sont de petites billes qui permettent de capter des PFAS et autres atomes de manière très sélective.
✅ Quelques modèles particuliers de carafes éliminent certains PFAS lorsqu’ils sont dotés de filtres adaptés. Une étude canadienne a comparé les différents systèmes de filtration domestiques, mais aucune analyse française n’existe à ce jour.
Professeur à Polytechnique Montréal et co-auteur de cette étude, Benoît Barbeau explique à Vert qu’« un pichet standard élimine environ 20% des PFAS, tandis que ceux certifiés par la norme internationale NSF [développée par l’American national standards institute et la National sanitation foundation (NSF), NDLR] sont plus performants. Parmi eux, le Zerowater filtre à 96% ces molécules ».
Selon une étude américaine de 2020, malgré les grandes différences d’efficacité selon les modèles de carafes, celles qui ont un filtre au charbon actif permettent, en moyenne, d’éliminer 50% des PFAS.
❌ Outre les polluants, les filtres les plus efficaces retirent aussi les sels minéraux utiles à l’organisme.
Le coût est important : environ 60 euros pour une carafe en verre et un peu plus de 70 euros pour un pack de cartouches filtrantes à installer à l’intérieur, pour six mois d’utilisation (le prix varie selon les marques).
Il faut veiller à changer les filtres régulièrement, en respectant la durée d’utilisation prescrite par le fabricant. Si le filtre est saturé, il peut relarguer les contaminants piégés, selon un avis de 2017 de l’Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail (Anses). L’institution précise que les données « ne permettent pas d’évaluer l’efficacité réelle de toutes les carafes filtrantes commercialisées ».
L’eau filtrée doit être consommée dans les 24 heures pour ne pas être contaminée par des bactéries.
Les filtres pour robinets
Certains systèmes permettent de fixer directement des cartouches de filtres au charbon actif sur son robinet.
✅ « Les filtres au charbon actif en système de cartouche retiennent certains PFAS à chaînes [d’atomes] longues, comme le PFOA, reconnu pour sa toxicité, mais pas les PFAS à chaînes courtes comme le TFA », explique à Vert Julie Mendret, chercheuse en traitement de l’eau à l’université de Montpellier.
Ils filtrent aussi la plupart des pesticides.
Comme pour les carafes, l’efficacité varie selon les modèles.
❌ Ils coûtent entre 50 et plus de 150 euros.
Benoit Barbeau souligne qu’« il faut vérifier que les systèmes soient certifiés par la NSF pour éliminer les PFAS, peu de matériels le sont ».
Ils ne filtrent pas les plus petits PFAS, comme le TFA.
Il faut veiller à changer les filtres régulièrement.
Les filtres par osmose inverse
Ce système, aussi utilisé dans les stations de traitement de l’eau, peut s’installer sous son évier. Il fait passer l’eau dans une série de filtres puis à haute pression à travers une membrane très fine.
✅ « Il élimine plus de 90% des PFAS », indique Julie Mendret « et est aussi efficace contre les pesticides ».
❌ L’eau est tellement filtrée qu’elle perd ses sels minéraux bons pour la santé, comme le magnésium. Il faut donc la reminéraliser pour éviter les troubles gastriques. Certains fabricants proposent des cartouches qui rajoutent a posteriori ces sels minéraux dans l’eau.
Ces filtres coûtent plusieurs centaines d’euros et le filtre doit également être changé une à deux fois par an.
Une fois l’eau filtrée, il reste une partie très concentrée en liquide pollué dont il faudra se débarrasser, quitte à déplacer la pollution plutôt que de la supprimer.
La vraie bonne solution est politique
S’il peut être rassurant de traiter l’eau de son robinet, « il faut éviter de penser en silo », conseille Benoit Barbeau. Il rappelle que « l’exposition aux PFAS ne provient pas seulement de l’eau, mais aussi de l’alimentation, surtout dans les produits transformés, les vêtements ou ustensiles… »
Avant de se doter d’un système de filtration, il recommande de bien vérifier « si vous êtes dans un environnement avec de hautes concentrations de perfluorés [les PFAS, NDLR] ou simplement le même bruit de fond que l’on trouve partout, avec des composés de perfluorés en relativement faibles concentrations ». Pour cela, vous pouvez consulter les données publiques disponibles sur l’eau de votre région ou vous référer aux cartes et enquêtes des associations et journalistes sur le sujet.
Pour décontaminer massivement les sources d’eau, les associations et scientifiques réclament des actions préventives. Elles peuvent passer par la réduction de l’usage de PFAS, comme le suggère une proposition de loi étudiée à l’Assemblée le 20 février prochain. Ils et elles soulignent aussi le besoin de traiter l’eau à grande échelle, en station, afin que tout le monde puisse bénéficier de la même ressource.
▻https://vert.eco/articles/filtres-charbon-quelles-sont-les-bonnes-et-moins-bonnes-solutions-pour-boire-d
#fact-checking #la_solution_est_politique #politique #eau_potable #micro-plastique
Pour lutter contre les #déserts_médicaux, élus locaux et soignants font preuve d’imagination
« Hôpital de campagne », centres de santé sans but lucratif, médecins « solidaires »… Elus, associations et soignants engagés ne manquent pas de #solutions pour lutter contre les déserts médicaux, et montrer que ce n’est pas une fatalité.
Y aura-t-il des services d’urgences ouverts à Noël ? C’est la question que se posent des milliers d’habitants dans des villes où les hôpitaux sont en tension permanente. Pendant l’été et les fêtes de fin d’année, la situation peut empirer.
En médecine de ville aussi, se faire soigner est de plus en plus difficile dans un nombre croissant de communes. Près d’un tiers de la population française vit dans un #désert_médical. Et pourtant, à travers la #France, des citoyens, des médecins et des élu·es développent des #initiatives pour un accès aux soins pour tout le monde, partout.
Des centres de santé lancés par des collectivités
Des professionnels de santé et des élus locaux de différents bords politique s’engagent par exemple pour créer des centres de santé de #médecine_générale où les praticiens sont salariés.
Près d’un millier de centres de ce type sont recensés en France (2023), un chiffre en progression constante ces dernières années. 40 % de ces centres sont gérés par des acteurs publics : collectivités territoriales, services de santé universitaires, centres hospitaliers. Les autres sont principalement conduits par des associations (donc à but non lucratif) ou des organismes comme des mutuelles.
Des #médecins_solidaires
Depuis 2022, un collectif de généralistes réunis dans l’association Médecins solidaires s’organise pour apporter des soins dans les zones sans praticiens. Plus de 500 médecins généralistes volontaires sont engagés dans cette association. « Un chiffre en constante augmentation », précise Médecins solidaires.
Ils et elles se relaient pour exercer plusieurs semaines par an dans des centres de santé créés par l’association, assurent plus de 30 000 consultations annuelles, et ont permis à plus de 5000 patients d’avoir, enfin, un médecin traitant. En seulement deux ans, l’association a ouvert sept centres de santé dans des zones de désert médical, dans la Creuse, le Cher, la Nièvre, la Haute-Vienne, les Deux-Sèvres et l’Indre. Le dernier né a ouvert ses portes début décembre, à Reuilly, en Centre Val-de Loire.
Le nouveau centre de santé de Médecins solidaires y accueillera chaque semaine un·e généraliste du collectif. Ouvert 50 semaines par an, il pourra être choisi par 1250 patients comme « médecin traitant ». Deux nouveaux centres de santé de l’association doivent ouvrir en 2025 et deux autres en 2026. Avec Basta !, nous étions allés à la rencontre de ces médecins engagés et de patients reconnaissants dans le centre de Charenton-du-Cher.
Une maire veut monter un hôpital de campagne
À Decize, dans la Nièvre, une maire a mis sur pied un « hôpital de campagne » en novembre pour interpeller l’État et l’agence régionale de santé sur la pénurie de médecins dans la zone. « En 2024, la commune de 5000 habitants compte deux praticiens, contre neuf il y a quinze ans. Les urgences de la ville sont quant à elles régulièrement fermées », soulignait France3 dans un article début novembre. `
En octobre, constant que ses concitoyens ne peuvent tout simplement plus se faire soigner, la maire (PS) Justine Guyot avait pris un arrêté symbolique interdisant à ses administrés de tomber malade. Une soixantaine de communes de la Nièvre ont rejoint le mouvement, ce qui a permis d’attirer l’attention des médias.
Justine Guyot est alors contactée par l’association des médecins étrangers diplômés hors Union européenne (l’association Ipadecc, pour “Intégration praticiens à diplôme étranger engagés contre la crise”). Celle-ci milite pour la régularisation des praticiens diplômés en dehors de l’UE. Ils et elles sont environ 4000 à travailler dans les hôpitaux français, souvent de manière précaire, et sous- payée pour leur qualification.
Ensemble, l’élue et l’association voulaient organiser une journée de consultations gratuites de spécialistes à Dezice. Finalement, « l’hôpital de campagne » n’a pas pu proposer de consultations, mais a été l’occasion de parler publiquement de cette mesure possible pour lutter contre les déserts médicaux : faciliter l’exercice de ces praticiens étrangers qui travaillent déjà en France, mais n’ont pas le droit de s’installer comme médecins dans les déserts médicaux.
Des parlementaires proposent de réguler, en vain
Au Parlement, des élu·es de divers partis essaient depuis plusieurs années de faire adopter une régulation de l’installation des médecins pour lutter contre les déserts médicaux. Mi-novembre encore, le député socialiste Guillaume Garrot a présenté une proposition de loi transpartisane qui vise notamment à réguler l’installation des médecins.
L’élu PS de Mayenne est engagé avec 95 autres député·es au sein d’un d’un groupe de travail sur la désertification médicale. Le texte présenté le mois dernier a été signé par 237 députés issus du Nouveau front populaire, mais aussi des partis qui soutenaient l’ancien gouvernement, et du groupe Liot (Libertés, indépendants, outre-mer et territoires). Ce groupe de travail souhaite que la proposition de loi puisse être débattue au cours du premier trimestre 2025.
Une première version de la proposition de régulation médicale avait déjà été déposée en 2023, elle-même précédée par une proposition similaire en 2019, déjà par Guillaume Garrot. En 2021, c’était un sénateur LR qui demandait lui aussi à réguler l’installation des médecins. À chaque fois, ces propositions ont été refusées. À chaque fois, les syndicats de médecins s’y sont fermement opposés.
Les dentistes acceptent la régulation
Pourtant, d’autres professions médicales sont déjà régulées : kinésithérapeutes, pharmaciens, sage-femmes, infirmières et infirmiers en libéral. Elles et ils ne peuvent s’installer dans une zone que si celle-ci n’est pas déjà sur-dotée.
À partir de janvier, l’installation des dentistes va à son tour être encadrée : les nouvelles installations ne pourront se faire, que ce soit en libéral ou salarié en centres, que dans les zones qui ne sont pas déjà relativement bien dotées.
Il était temps. Car plus de la moitié de la population française vit dans un territoire très sous-doté ou sous-dotées en chirurgiens-dentistes. Eux aussi avaient longtemps refusé toute régulation.
▻https://basta.media/Pour-lutter-contre-les-deserts-medicaux-elus-locaux-soignants-font-preuve-i
#imagination #résistance #solutions #solutions_locales #lutte #soins #accès_aux_soins #médecine #solidarité
« Nous assistons à une escalade de la #prédation_minière »
Une nouvelle #ruée_minière a commencé et touche aussi la #France. Au nom de la lutte contre la crise climatique, il faudrait extraire de plus en plus de #métaux. Celia Izoard dénonce l’impasse de cette « #transition » extractiviste. Entretien.
Basta/Observatoire des multinationales : Il est beaucoup question aujourd’hui de renouveau minier en raison notamment des besoins de la transition énergétique, avec la perspective d’ouvrir de nouvelles mines en Europe et même en France. Vous défendez dans votre #livre qu’il ne s’agit pas du tout d’un renouveau, mais d’une trajectoire de continuité. Pourquoi ?
#Celia_Izoard : Les volumes de #métaux extraits dans le monde aujourd’hui augmentent massivement, et n’ont jamais cessé d’augmenter. Ce qui est parfaitement logique puisqu’on ne cesse de produire de nouveaux objets et de nouveaux équipements dans nos pays riches, notamment avec la #numérisation et aujourd’hui l’#intelligence_artificielle, et qu’en plus de cela le reste du monde s’industrialise.
En conséquence, on consomme de plus en plus de métaux, et des métaux de plus en plus variés – aussi bien des métaux de base comme le #cuivre et l’#aluminium que des métaux de spécialité comme les #terres_rares. Ces derniers sont utilisés en très petite quantité mais dans des objets qui sont partout, comme les #smartphones, et de façon trop dispersive pour permettre le #recyclage.
Et la production de tous ces métaux devrait continuer à augmenter ?
Oui, car rien ne freine cette production, d’autant plus qu’on y ajoute aujourd’hui une nouvelle demande qui est un véritable gouffre : celle de métaux pour le projet très technocratique de la transition. « Transition », dans l’esprit de nos élites, cela signifie le remplacement des #énergies_fossiles par l’#énergie_électrique – donc avec des #énergies_renouvelables et des #batteries – avec un modèle de société inchangé. Mais, par exemple, la batterie d’une #voiture_électrique représente souvent à elle seule 500 kg de métaux (contre moins de 3 kg pour un #vélo_électrique).
Simon Michaux, professeur à l’Institut géologique de Finlande, a essayé d’évaluer le volume total de métaux à extraire si on voulait vraiment électrifier ne serait-ce que la #mobilité. Pour le #lithium ou le #cobalt, cela représenterait plusieurs décennies de la production métallique actuelle. On est dans un scénario complètement absurde où même pour électrifier la flotte automobile d’un seul pays, par exemple l’Angleterre ou la France, il faut déjà plus que la totalité de la production mondiale. Ce projet n’a aucun sens, même pour lutter contre le #réchauffement_climatique.
Vous soulignez dans votre livre que l’#industrie_minière devient de plus en plus extrême à la fois dans ses techniques de plus en plus destructrices, et dans les #nouvelles_frontières qu’elle cherche à ouvrir, jusqu’au fond des #océans et dans l’#espace…
Oui, c’est le grand paradoxe. Les élites politiques et industrielles répètent que la mine n’a jamais été aussi propre, qu’elle a surmonté les problèmes qu’elle créait auparavant. Mais si l’on regarde comment fonctionne réellement le #secteur_minier, c’est exactement l’inverse que l’on constate. La mine n’a jamais été aussi énergivore, aussi polluante et aussi radicale dans ses pratiques, qui peuvent consister à décapiter des #montagnes ou à faire disparaître des #vallées sous des #déchets_toxiques.
C’est lié au fait que les teneurs auxquelles on va chercher les métaux sont de plus en plus basses. Si on doit exploiter du cuivre avec un #filon à 0,4%, cela signifie que 99,6% de la matière extraite est du #déchet. Qui plus est, ce sont des #déchets_dangereux, qui vont le rester pour des siècles : des déchets qui peuvent acidifier les eaux, charrier des contaminants un peu partout.
Les #résidus_miniers vont s’entasser derrière des #barrages qui peuvent provoquer de très graves #accidents, qui sont sources de #pollution, et qui sont difficilement contrôlables sur le long terme. Nous assistons aujourd’hui à une véritable #escalade_technologique qui est aussi une escalade de la #prédation_minière. La mine est aujourd’hui une des pointes avancées de ce qu’on a pu appeler le #capitalisme_par_dépossession.
Comment expliquer, au regard de cette puissance destructrice, que les populations occidentales aient presque totalement oublié ce qu’est la mine ?
Il y a un #déni spectaculaire, qui repose sur deux facteurs. Le premier est la religion de la #technologie, l’une des #idéologies dominantes du monde capitaliste. Nos dirigeants et certains intellectuels ont entretenu l’idée qu’on avait, à partir des années 1970, dépassé le #capitalisme_industriel, qui avait été tellement contesté pendant la décennie précédente, et qu’on était entré dans une nouvelle ère grâce à la technologie. Le #capitalisme_post-industriel était désormais avant tout une affaire de brevets, d’idées, d’innovations et de services.
Les mines, comme le reste de la production d’ailleurs, avaient disparu de ce paysage idéologique. Le #mythe de l’#économie_immatérielle a permis de réenchanter le #capitalisme après l’ébranlement des mouvements de 1968. Le second facteur est #géopolitique. Aux grandes heures du #néo-libéralisme, le déni de la mine était un pur produit de notre mode de vie impérial. Les puissances occidentales avaient la possibilité de s’approvisionner à bas coût, que ce soit par l’#ingérence_politique, en soutenant des dictatures, ou par le chantage à la dette et les politiques d’#ajustement_structurel. Ce sont ces politiques qui ont permis d’avoir par exemple du cuivre du #Chili, de #Zambie ou d’#Indonésie si bon marché.
Les besoins en métaux pour la #transition_climatique, si souvent invoqués aujourd’hui, ne sont-ils donc qu’une excuse commode ?
Invoquer la nécessité de créer des mines « pour la transition » est en effet hypocrite : c’est l’ensemble des industries européennes qui a besoin de sécuriser ses approvisionnements en métaux. La récente loi européenne sur les métaux critiques répond aux besoins des grosses entreprises européennes, que ce soit pour l’#automobile, l’#aéronautique, l’#aérospatiale, les #drones, des #data_centers.
L’argument d’une ruée minière pour produire des énergies renouvelables permet de verdir instantanément toute mine de cuivre, de cobalt, de lithium, de #nickel ou de terres rares. Il permet de justifier les #coûts_politiques de la #diplomatie des #matières_premières : c’est-à-dire les #conflits liés aux rivalités entre grandes puissances pour accéder aux #gisements. Mais par ailleurs, cette transition fondée sur la technologie et le maintien de la #croissance est bel et bien un gouffre pour la #production_minière.
Ce discours de réenchantement et de relégitimation de la mine auprès des populations européennes vous semble-t-il efficace ?
On est en train de créer un #régime_d’exception minier, avec un abaissement des garde-fous réglementaires et des formes d’extractivisme de plus en plus désinhibées, et en parallèle on culpabilise les gens. La #culpabilisation est un ressort psychologique très puissant, on l’a vu durant le Covid. On dit aux gens : « Si vous n’acceptez pas des mines sur notre territoire, alors on va les faire ailleurs, aux dépens d’autres populations, dans des conditions bien pires. » Or c’est faux. D’abord, la #mine_propre n’existe pas.
Ensuite, la #loi européenne sur les #métaux_critiques elle prévoit qu’au mieux 10% de la production minière soit relocalisée en Europe. Aujourd’hui, on en est à 3%. Ce n’est rien du tout. On va de toute façon continuer à ouvrir des mines ailleurs, dans les pays pauvres, pour répondre aux besoins des industriels européens. Si l’on voulait vraiment relocaliser la production minière en Europe, il faudrait réduire drastiquement nos besoins et prioriser les usages les plus importants des métaux.
Peut-on imaginer qu’un jour il existe une mine propre ?
Si l’on considère la réalité des mines aujourd’hui, les procédés utilisés, leur gigantisme, leur pouvoir de destruction, on voit bien qu’une mine est intrinsèquement problématique, intrinsèquement prédatrice : ce n’est pas qu’une question de décisions politiques ou d’#investissements. L’idée de « #mine_responsable » n’est autre qu’une tentative de faire accepter l’industrie minière à des populations en prétendant que « tout a changé.
Ce qui m’a frappé dans les enquêtes que j’ai menées, c’est que les industriels et parfois les dirigeants politiques ne cessent d’invoquer certains concepts, par exemple la #mine_décarbonée ou le réemploi des #déchets_miniers pour produire du #ciment, comme de choses qui existent et qui sont déjà mises en pratique. À chaque fois que j’ai regardé de plus près, le constat était le même : cela n’existe pas encore. Ce ne sont que des #promesses.
Sur le site de la nouvelle mine d’#Atalaya à #Rio_Tinto en #Espagne, on voir des panneaux publicitaires alignant des #panneaux_photovoltaïques avec des slogans du type « Rio Tinto, la première mine d’autoconsommation solaire ». Cela donne à penser que la mine est autonome énergétiquement, mais pas du tout. Il y a seulement une centrale photovoltaïque qui alimentera une fraction de ses besoins. Tout est comme ça.
Le constat n’est-il pas le même en ce qui concerne le recyclage des métaux ?
Il y a un effet purement incantatoire, qui consiste à se rassurer en se disant qu’un jour tout ira bien parce que l’on pourra simplement recycler les métaux dont on aura besoin. Déjà, il n’en est rien parce que les quantités colossales de métaux dont l’utilisation est planifiée pour les années à venir, ne serait-ce que pour produire des #batteries pour #véhicules_électriques, n’ont même pas encore été extraites.
On ne peut donc pas les recycler. Il faut d’abord les produire, avec pour conséquence la #destruction de #nouveaux_territoires un peu partout sur la planète. Ensuite, le recyclage des métaux n’est pas une opération du saint-Esprit ; il repose sur la #métallurgie, il implique des usines, des besoins en énergie, et des pollutions assez semblables à celles des mines elles-mêmes.
L’accent mis sur le besoin de métaux pour la transition ne reflète-t-il pas le fait que les #multinationales ont réussi à s’approprier ce terme même de « transition », pour lui faire signifier en réalité la poursuite du modèle actuel ?
Le concept de transition n’a rien de nouveau, il était déjà employé au XIXe siècle. À cette époque, la transition sert à freiner les ardeurs révolutionnaires : on accepte qu’il faut des changements, mais on ajoute qu’il ne faut pas aller trop vite. Il y a donc une dimension un peu réactionnaire dans l’idée même de transition.
Dans son dernier livre, l’historien des sciences #Jean-Baptiste_Fressoz [Sans transition - Une nouvelle histoire de l’énergie, Seuil, 2024] montre que la #transition_énergétique tel qu’on l’entend aujourd’hui est une invention des #pro-nucléaires des États-Unis dans les années 1950 pour justifier des #investissements publics colossaux dans l’#atome. Ils ont tracé des belles courbes qui montraient qu’après l’épuisement des énergies fossiles, il y aurait besoin d’une #solution_énergétique comme le #nucléaire, et qu’il fallait donc investir maintenant pour rendre le passage des unes à l’autre moins brutal.
La transition aujourd’hui, c’est avant tout du temps gagné pour le capital et pour les grandes entreprises. Les rendez-vous qu’ils nous promettent pour 2050 et leurs promesses de #zéro_carbone sont évidemment intenables. Les technologies et l’#approvisionnement nécessaire en métaux n’existent pas, et s’ils existaient, cela nous maintiendrait sur la même trajectoire de réchauffement climatique.
Ces promesses ne tiennent pas debout, mais elles permettent de repousser à 2050 l’heure de rendre des comptes. Ce sont plusieurs décennies de gagnées. Par ailleurs, le terme de transition est de plus en plus utilisé comme étendard pour justifier une #croisade, une politique de plus en plus agressive pour avoir accès aux gisements. Les pays européens et nord-américains ont signé un partenariat en ce sens en 2022, en prétendant que certes ils veulent des métaux, mais pour des raisons louables. La transition sert de figure de proue à ces politiques impériales.
Vous avez mentionné que l’une des industries les plus intéressées par la sécurisation de l’#accès aux métaux est celle de l’#armement. Vous semblez suggérer que c’est l’une des dimensions négligées de la guerre en Ukraine…
Peu de gens savent qu’en 2021, la Commission européenne a signé avec l’#Ukraine un accord de partenariat visant à faire de ce pays une sorte de paradis minier pour l’Europe. L’Ukraine possède de fait énormément de ressources convoitées par les industriels, qu’ils soient russes, européens et américains. Cela a joué un rôle dans le déclenchement de la #guerre. On voit bien que pour, pour accéder aux gisements, on va engendrer des conflits, militariser encore plus les #relations_internationales, ce qui va nécessiter de produire des #armes de plus en plus sophistiquées, et donc d’extraire de plus en plus de métaux, et donc sécuriser l’accès aux gisements, et ainsi de suite.
C’est un #cercle_vicieux que l’on peut résumer ainsi : la ruée sur les métaux militarise les rapports entre les nations, alimentant la ruée sur les métaux pour produire des armes afin de disposer des moyens de s’emparer des métaux. Il y a un risque d’escalade dans les années à venir. On évoque trop peu la dimension matérialiste des conflits armés souvent dissimulés derrière des enjeux « ethniques ».
Faut-il sortir des métaux tout comme il faut sortir des énergies fossiles ?
On a besoin de sortir de l’extractivisme au sens large. Extraire du pétrole, du charbon, du gaz ou des métaux, c’est le même modèle. D’ailleurs, d’un point de vue administratif, tout ceci correspond strictement à de l’activité minière, encadrée par des #permis_miniers. Il faut cesser de traiter le #sous-sol comme un magasin, de faire primer l’exploitation du sous-sol sur tout le reste, et en particulier sur les territoires et le vivant.
Concrètement, qu’est ce qu’on peut faire ? Pour commencer, les deux tiers des mines sur la planète devraient fermer – les #mines_métalliques comme les #mines_de_charbon. Ça paraît utopique de dire cela, mais cela répond à un problème urgent et vital : deux tiers des mines sont situées dans des zones menacées de #sécheresse, et on n’aura pas assez d’#eau pour les faire fonctionner à moins d’assoiffer les populations. En plus de cela, elles émettent du #CO2, elles détruisent des territoires, elles déplacent des populations, elles nuisent à la #démocratie. Il faut donc faire avec une quantité de métaux restreinte, et recycler ce que l’on peut recycler.
Vous soulignez pourtant que nous n’avons pas cessé, ces dernières années, d’ajouter de nouvelles technologies et de nouveaux objets dans notre quotidien, notamment du fait de l’envahissement du numérique. Réduire notre consommation de métaux implique-t-il de renoncer à ces équipements ?
Oui, mais au préalable, quand on dit que « nous n’avons pas cessé d’ajouter des nouvelles technologies polluantes », il faut analyser un peu ce « nous ». « Nous » n’avons pas choisi de déployer des #caméras_de_vidéosurveillance et des #écrans_publicitaires partout. Nous n’avons pas choisi le déploiement de la #5G, qui a été au contraire contesté à cause de sa consommation d’énergie.
La plupart d’entre nous subit plutôt qu’elle ne choisit la #numérisation des #services_publics, instrument privilégié de leur démantèlement et de leur privatisation : l’usage de #Pronote à l’école, #Doctissimo et la télémédecine dont la popularité est due à l’absence de médecins, etc. Dans le secteur automobile, la responsabilité des industriels est écrasante. Depuis des décennies, ils ne cessent de bourrer les véhicules d’électronique pour augmenter leur valeur ajoutée.
Ces dernières années, ils ont massivement vendu d’énormes voitures électriques parce qu’ils savaient que le premier marché de la voiture électrique, c’était d’abord la bourgeoisie, et que les bourgeois achèteraient des #SUV et des grosses berlines. Donc quand je dis que nous devons réduire notre #consommation de métaux, j’entends surtout par-là dénoncer les industries qui inondent le marché de produits insoutenables sur le plan des métaux (entre autres).
Mais il est vrai que nous – et là c’est un vrai « nous » - devons réfléchir ensemble aux moyens de sortir de l’#emprise_numérique. Du point de vue des métaux, le #smartphone n’est pas viable : sa sophistication et son caractère ultra-mondialisé en font un concentré d’#exploitation et d’#intoxication, des mines aux usines d’assemblage chinoises ou indiennes.
Et bien sûr il a des impacts socialement désastreux, des addictions à la #surveillance, en passant par la « #surmarchandisation » du quotidien qu’il induit, à chaque instant de la vie. Là-dessus, il faut agir rapidement, collectivement, ne serait-ce que pour se protéger.
▻https://basta.media/nous-assistons-a-une-escalade-de-la-predation-miniere
#extractivisme #minières #électrification #acidification #contamination #hypocrisie #relocalisation #prédation #guerre_en_Ukraine #militarisation #déplacement_de_populations #dématérialisation #industrie_automobile
La Ruée minière au XXIe siècle. Enquête sur les métaux à l’ère de la transition
Les #salades_en_sachet trop contaminées par les #pesticides
Les mâches et laitues préparées sont-elles propres ? Pas vraiment. Nos tests révèlent des résidus de #fongicides ou d’#insecticides dans la plupart.
Elle est belle ma #salade ! En vrac ou en sachet ? Nous sommes nombreux à opter pour sa version emballée, bien plus pratique. De quoi expliquer le succès des fruits et légumes « prêts à l’emploi ». Et dans ce rayon, les salades en sachet tiennent le haut du panier. Près de sept foyers sur dix achètent des #salades_emballées, d’abord pour leur praticité et le gain de temps, même si elles sont plus chères. Déjà découpées, triées, lavées et essorées, elles font gagner une dizaine de minutes, comparativement à la salade traditionnelle.
Vingt-six salades – laitues classiques et iceberg, ainsi que des mâches – emballées dans du plastique, ou pour quelques-unes dans du papier, ont été passées au crible de nos analyses. À la fois de marques nationales (Bonduelle, Florette, Les Crudettes) et de marques de distributeur (Aldi, Lidl, Carrefour, Monoprix, Intermarché, E. Leclerc…). Qu’elles soient conventionnelles ou bio, l’enjeu était de savoir si elles contenaient des résidus de pesticides et dans quelle quantité.
Des limites légales de pesticides régulièrement dépassées
Les salades sont des produits fragiles, sensibles à l’humidité et aux ravageurs. Avec pour conséquence un usage fréquent de pesticides, qui permet à la fois d’assurer un fort rendement et de pouvoir présenter un produit visuellement intact aux consommateurs. Résultat : la salade en sachet est un aliment régulièrement rappelé par la Répression des fraudes, pour dépassement de limites légales de résidus.
Nous avons donc cherché à quantifier les pesticides présents sur les produits sélectionnés. Nous avons également mesuré les résidus de solution chlorée, utilisée en usine pour laver le produit avant emballage. Disons-le d’emblée, nos résultats se révèlent décevants, voire inquiétants pour une partie des salades en sachet. En témoignent les chiffres.
Sur les 26 références, seules cinq sont indemnes de #contamination : deux laitues et trois mâches. Pour le reste, nous avons détecté une moyenne de 3,8 résidus de pesticides par salade contaminée… sachant que nos analyses ont identifié 28 molécules différentes. Un véritable cocktail !
Les #effets_cocktail restent inconnus à ce jour
« Pourtant, beaucoup de produits autorisés jusqu’alors ont été supprimés, et les producteurs font un gros travail pour éviter les traitements phytosanitaires, explique Pierre Meliet, le président du Syndicat des fabricants de produits végétaux frais prêts à l’emploi (SVFPE). Mais, à date, on ne sait pas comment lutter efficacement contre les différentes maladies de la salade, comme les invasions de pucerons ou le mildiou de la salade. » Certes, ce légume est exposé à des maladies difficiles à traiter sans l’aide de fongicides et d’insecticides. Mais ce cocktail contient tout de même huit molécules suspectées d’avoir au moins une action « cancérogène, mutagène ou toxique pour la reproduction » (CMR).
Ce classement CMR est établi par l’Agence européenne des produits chimiques (ECHA). Elle reçoit et évalue les substances utilisées par les entreprises au regard de la législation européenne (règlement Reach). Une substance dangereuse peut être interdite par les autorités si les risques qu’elle présente ne peuvent pas être maîtrisés. Ou seulement restreinte à des usages bien précis. C’est le cas, dans notre essai, de deux insecticides CMR autorisés sur les laitues mais pas sur les mâches. Nous avons retrouvé l’un, soupçonné d’être reprotoxique (métaflumizone) et l’autre, suspecté cancérogène (propyzamide), dans des laitues de marques de distributeurs.
Au total, onze laitues contiennent un ou plusieurs résidus de pesticides potentiellement CMR, seulement détectés (moins de 0,01 mg/kg en laboratoire) ou même quantifiés dans quatre références. Certes, les quantités retrouvées sont dans les clous réglementaires, même pour la plus élevée (0,18 mgkg de métaflumizone) de l’essai. Autrement dit, il n’y a – théoriquement – pas de risque pour la santé. Mais à ce jour, les scientifiques ne savent quasiment rien des effets cocktail entre toutes ces molécules.
Laitue Florette, avec ou sans pesticides ?
L’origine de ces résidus peut être multiple : usage volontaire, dispersions aériennes dues à un épandage à proximité, contamination(s) du sol et/ou des eaux… Soit dit en passant, on peut s’étonner de détecter un pesticide CMR dans la laitue Florette labellisée « sans résidu de pesticides », alors que la version classique, elle, sort indemne.
Toutes nos laitues contiennent aussi des pesticides non #CMR ; ils présentent un risque moins élevé, voire quasi nul pour certains. Tous pesticides confondus, les plus mauvaises élèves comptent jusqu’à neuf résidus dans une même salade (Aldi et Top Budget) ! Sans surprise, elles sont jugées « très insuffisantes » sur ce critère. Et plus de la moitié de nos laitues ne décrochent pas la moyenne sur leur note finale.
Contamination fortuite de la mâche Carrefour bio
Du côté des mâches, seules quatre références sont concernées par des molécules suspectées CMR, à savoir Bonduelle, Saint Eloi, U et Carrefour bio. Le problème avec cette dernière référence, c’est qu’il s’agit d’un métabolite issu de la dégradation d’un herbicide (le dichlobénil), interdit d’usage depuis 2010 ! Un comble pour une salade bio.
Erreur ou ajout volontaire ? Au vu des quantités importantes, elle ne vient a priori pas de l’eau de rinçage des salades. On peut donc penser à un usage délibéré, ce dont se défend Carrefour. Dans sa réponse, obtenue tardivement, l’entreprise nous précise que ce métabolite, malgré son interdiction, demeure rémanent dans le sol. De plus, ses propres analyses de recherche de résidus de pesticides – réalisées à la même période et chez le même producteur de l’échantillon en question – n’ont pas identifié cette substance. Il s’agirait donc, selon ces éléments, d’une contamination fortuite de l’environnement.
Même si les notes sont globalement meilleures que pour les laitues, nous restons déçus par l’omniprésence des pesticides. Seul le trio de tête y échappe, alors que les références bio Auchan et Monoprix sont contaminées chacune par un pesticide, certes considéré à faible risque.
Bains de lavage, puis bain désinfectant
Autre question légitime : retrouve-t-on des traces de #chlore issues du lavage des salades ? Une fois ramassées, découpées, triées et parées (pour ôter toutes les parties abîmées), elles sont lavées à l’eau potable. Cette dernière étape compte un bain de prélavage pour éliminer les débris de terre et d’insectes, puis un bain désinfectant à l’eau légèrement chlorée, « dans des concentrations encadrées par les autorités sanitaires », souligne Karima Kaci, déléguée générale du SVFPE.
L’objectif : garantir une salade exempte de germes potentiellement toxiques (tels que salmonelles, listeria, virus entériques, etc.). Les résidus de #solution_chlorée (#chlorate) sont normalement éliminés lors de la phase de rinçage, qui s’effectue avec une eau à 4 °C.
Aucun résidu chloré dans les produits bio
Pour le vérifier, nous les avons recherchés dans toutes nos références, sachant que la limite pour les salades est fixée à 0,7 mg/kg de produit frais. Bonne nouvelle, aucun échantillon ne dépasse ni même n’approche de cette limite. C’est surtout vrai pour les produits bio, à l’instar de la laitue Bonduelle bio qui ne contient aucun résidu chloré. À l’inverse, les plus chargés sont les produits contenant aussi le plus de résidus de pesticides, comme la laitue Saveurs du jardinier d’Aldi (0,3 mg/kg).
Peut-être y a-t-il eu un ajout supplémentaire de chlore, afin d’éliminer un surplus de résidus ? En effet, le chlore peut aider, via une réaction d’oxydation, à réduire la présence de certains types de pesticides. Loin d’être satisfaisantes, les salades en sachet doivent être consommées avec parcimonie, et selon un choix avisé, comme le montrent nos analyses.
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