• Linker Radikalismus: Desaster mit Nachspiel
    https://www.jungewelt.de/artikel/525034.linker-radikalismus-desaster-mit-nachspiel.html

    Drei Entführte starben, aber immerhin 102 konnten gerettet werden. Befreite Geiseln kommen am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv an (27.6.1976)

    À propos du rôle de du détournement d’avion à Entebbe en 1976 dans l’histoire de la gauche antiimpérialiste et du mythe de l’antisemitisme de gauche.

    27.6.2026 von Gerhard Hanloser - Vor 50 Jahren endete die Geiselnahme von Entebbe blutig. Die terroristische Tat hatte weitreichende Folgen – auch für die Linke

    Die Entführung eines Passagierflugzeugs der Air France am 27. Juni 1976 und ihre verheerenden Folgen sind weniger stark im kollektiven Gedächtnis verankert als beispielsweise jene der »Landshut«-Maschine im Deutschen Herbst 1977. Beide Male versuchten palästinensische bewaffnete Luftpiraten, die Entlassung mehrerer politischer Gefangener zu erzwingen. Im Gegensatz zu der bekannteren Entführung des Flugzeugs »Landshut« nach Mogadischu waren an der ein Jahr früher erfolgten Geiselnahme auch deutsche Militante beteiligt. Es waren die Gründungsmitglieder der Revolutionären Zellen (RZ) aus Frankfurt am Main, Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Zusammen mit bewaffneten Militanten der »Volksfront zur Befreiung Palästinas – External Operation« (PFLP-EO) kaperten sie ein Flugzeug, das von Tel Aviv aus über einen Zwischenstopp in Athen nach Paris fliegen sollte, und lenkten es über eine Zwischenstation in die ugandische Stadt Entebbe.

    Die RZ hatten genauso wie die Rote Armee Fraktion (RAF) ihre Wurzeln in der sich radikalisierenden Außerparlamentarischen Opposition (APO) der Bundesrepublik. Sie wollten einen strategisch und inhaltlich etwas anders gelagerten Weg des »bewaffneten Kampfes« gehen als die RAF. Vorgesehen war nicht eine komplette Illegalisierung der Stadtguerilleros, sondern die RZ-Aktivisten sollten weiterhin auch in den diversen Strukturen der legalen radikalen Linken agieren. Neben antiimperialistischen Aktionen, vornehmlich gegen den von den USA unterstützten Putsch in Chile von 1973, und sozialrevolutionären Aktionen, die den antikapitalistischen und antipatriarchalen Kämpfen von Arbeitern, Jugendlichen und Frauen helfen und ihre Feinde angreifen sollten, nannten die ursprünglichen RZ ausdrücklich »Aktionen gegen die Filialen und Komplizen des Zionismus in der BRD« als Feld ihres Wirkens.
    Gefangenenbefreiung

    In der Frühphase der Organisation zählte zu dieser antizionistischen Ausrichtung offensichtlich eine inhaltlich-strategische wie logistisch-organisatorische Zusammenarbeit mit der marxistisch-leninistischen Kaderorganisation PFLP. Diese Art der politischen Verbindung hatte auch einen nicht unproblematischen Aspekt, was den RZlern selbst durchaus bewusst war, wie eine Aussage in einem Selbstinterview der RZ aus dem Jahr 1975 deutlich macht. Darin bekunden sie, dass es eine politische Bestimmung in ihrer Politik geben würde, die »viele Genossen nicht verstehen und nicht akzeptieren und die auch die Massen nicht verstehen und die sie vorläufig auch nicht interessieren wird«. 1976 ging es aber in erster Linie um die Befreiung gefangener Genossinnen und Genossen. Nach den Aussagen des RZ-Mitglieds Rudolf Schindler hätten Böse und Kuhlmann die Möglichkeit gesehen, »sich einer genialen und garantiert unblutigen Aktion der PFLP anzuschließen, durch die ein halbes Hundert Palästinenser aus israelischen Gefängnissen befreit werden sollten. Die PFLP sei daran interessiert, durch deutsche Beteiligung ihren Konflikt mit Israel zu internationalisieren und die Freilassung von Ulrike Meinhof und anderen RAF-Gefangenen in ihre Forderung mitaufzunehmen.«

    Sieben Tage nach der Entführung, am 4. Juli 1976, starteten israelische Spezialeinheiten eine spektakuläre Militäroperation namens »Operation Thunderbolt«. Die insgesamt sieben palästinensischen und deutschen Geiselnehmerinnen und Geiselnehmer wurden gezielt getötet und die 102 Geiseln befreit, drei von ihnen starben im Kugelhagel. In davor stattfindenden Kampfhandlungen zwischen ugandischen Wachsoldaten und israelischen Kommandotrupps wurden über zwanzig ugandische Armeeangehörige sowie der Einsatzleiter der israelischen Spezialeinheit, Jonathan Netanjahu, der Bruder des amtierenden israelischen Premierministers, als einziges Opfer auf israelischer Seite ebenfalls getötet. Der spätere Bundeskanzler Helmut Kohl erklärte damals in seiner Rolle als Oppositionsführer der CDU im Deutschen Bundestag: »Israel hat der Welt ein Beispiel gegeben, wie man mit entschlossenem und verantwortungsvollem Handeln den internationalen Terror eindämmen kann.« Aus dem Haus des Medienkonzerns Springer wurde verkündet: »Die Israelis haben einen Sieg für die ganze freie Welt errungen.« Objektiv betrachtet war die Operation eine Anwendung militärischer Gewalt auf fremdem Staatsgebiet und lief daher grundsätzlich dem Gewaltverbot nach Artikel 2 Abs. 4 der UN-Charta zuwider.

    Die bereits damals traditionsreiche Solidaritätszeitung iz3w (Blätter des Informationszentrums 3. Welt) aus Freiburg im Breisgau bezog sich auf das Völkerrecht und kritisierte, dass die Indus­trieländer die israelische Aktion rechtfertigten, die israelische Verletzung der Charta der Vereinten Nationen wortlos hinnahmen und »alleine den individuellen Terror verdammt wissen« wollten, welcher dem globalen System schaden wolle, es jedoch eher stabilisieren würde. Währenddessen übertraf die Vielzahl von sogenannten K-Gruppen wie KPD/ML, KPD-AO und Kommunistischer Bund Westdeutschland (KBW) sich selbst in militant-antiimperialistischer Phrasendrescherei. Differenzierender wurde im damals recht einflussreichen Arbeiterkampf, der Zeitung des Kommunistischen Bundes (KB), erklärt, dass es nur vordergründig um die Rettung unschuldiger Menschen gegangen sei. Israel würde die Avantgarde des Imperialismus darstellen, welcher schlicht sein Recht auf Aggression durchsetze – »zum Beispiel, wenn Staaten der ›Dritten Welt‹ auf den Gedanken kommen sollten, sich gegen die Ausplünderung ihrer Rohstoffe zu wehren«. Das besonders Perfide sei nun jedoch, dass »diese Kampagne sich diesmal besonders gut hinter dem ›menschlichen‹ Interesse an der Befreiung der Geiseln und der in der faschistischen Vergangenheit begründeten Sympathie für Israel verstecken konnte«. Die DKP-nahe Deutsche Volkszeitung blieb stärker der antifaschistischen Tradition verpflichtet und äußerte sich in deutlichen Worten zu dem Terror »bundesdeutscher Anarchisten«, welcher einer Logik der »Degradierung des Menschen zum Handelsobjekt« folge. Historische Parallelen und Erinnerungen an Gewalt gegen Juden, die von Deutschen ausgeübt wurden, sollte man nicht sofort von der Hand weisen. Gleichzeitig machte der von dem prominenten Mitglied der Deutschen Friedensunion Hans-Werner Bartsch verfasste Text deutlich, dass die israelische Regierung in den widerrechtlich besetzten Gebieten als »Terrorregime« agiere und damit Terror selbst hervorgerufen habe.
    Endpunkt revolutionärer Moral

    Im Januar 1978 erschien in der Frankfurter Theoriezeitschrift der undogmatischen Linken Autonomie. Materialien gegen die Fabrikgesellschaft unter dem Pseudonym M. Lubetsky eine tiefgreifende Abrechnung mit der Politik des bewaffneten Antiimperialismus, wie sie von der RAF und auch den RZ propagiert und ausgeführt wurde. Der Text trug den vielsagenden Titel »Stammheim und Tel Zaatar. Versuch über Moral und Politik«. Tatsächlich ging es den RZ-Militanten – allen voran der 29jährigen Brigitte Kuhlmann – darum, die gefangenen Genossen endlich aus den Gefängnissen zu befreien. Besonders Ulrike Meinhofs Zustand sorgte für Beunruhigung. Für die Aktivisten der PFLP-EO wiederum dürfte die Situation im Flüchtlingslager Tel Al-Zaatar in Beirut, das seit Januar 1976 von libanesischen christlichen Milizen belagert worden war, ein entscheidendes Motiv gewesen sein. Die palästinensischen Kämpfer dort drohten aufgerieben und massakriert zu werden. Mittels der Entführung sollte Handlungsfähigkeit bewiesen werden.

    Der in Frankfurt am Main ansässige Marxist Moishe Postone, der sich hinter dem Pseudonym Lubetsky verbarg, sah in der Aktion einen Endpunkt revolutionärer Moral erreicht. Der Antizionismus gehöre zum Internationalismus der Neuen Linken, dürfe sich dann aber gerade nicht gegen Juden, die in Palästina leben, richten. Vielmehr müsse sich ein emanzipatorisches Programm auch in den Aktionen selbst manifestieren. Die militanten Palästinenser verteidigte er vor dem Vorwurf des Nationalismus: »Ihr Nationalismus ist total verständlich, nicht nur moralisch, sondern auch materiell. Welche andere Haltung wäre denn möglich für Menschen, die vertrieben wurden und seither außerhalb jeder realen gesellschaftlichen Struktur gelebt haben: seit über einer Generation in Flüchtlingslagern, die permanent das Ziel brutaler israelischer Angriffe waren und von den arabischen Staaten in deren Konflikten untereinander als Spielball benutzt wurden?« Die linke Bewegung müsse »zu einer kritischen Unterstützung antiimperialistischer Bewegungen kommen«. Dies erfordere, den Konflikt in Palästina konkret zu untersuchen und zu erkennen, dass Kampfweisen wie in Algerien oder Vietnam hier nicht funktionieren können, da die Situation eine völlig andere sei. Außerdem sei auf »Glorifizierung des bewaffneten Kampfs im Ausland« ebenso zu verzichten wie auf das Springen von einem »Identifikationsobjekt« zum anderen. Besonders deutsche nichtjüdische Linke sollten Schuld und Verantwortung angesichts der Nazigeschichte stärker reflektieren.

    Neben diesen klugen Beobachtungen arbeitete der Text Postones mit weitreichenden Spekulationen. So behauptete er, die Forderung nach Freilassung von politischen Gefangenen hätte das eigentliche Ziel verschleiert, nämlich Syrien und andere Staaten verstärkt gegen Israel auf und an die Seite der PLO und der PFLP zu bringen, und damit einen Block der Unnachgiebigen zu formen. Postone führte weiter aus: »Ich glaube, dass dieses Ziel die spezifische Form der Aktion erklärt. Zwei Tage, nachdem die Air-France-Maschine Entebbe erreichte, wurden die etwa 150 nichtjüdischen Passagiere freigelassen. Die etwa 100 jüdischen Passagiere wurden als die eigentlichen Geiseln festgehalten. Und unter denen, die die Selektion der Passagiere in jüdische und nichtjüdische vornahmen (nicht etwa israelische und nichtisraelische, was schlimm genug gewesen wäre), waren junge Deutsche: Ich glaube nicht, dass dies ein Zufall war, sondern es war eine bewusste Inszenierung (ob die unmittelbar beteiligten Entführer dies nun realisierten oder nicht). Die Absicht war, so extrem zu provozieren, dass eine extrem gewalttätige israelische Reaktion ausgelöst würde. Der Welt wurde, wieder einmal, vorgeführt, wie Deutsche Juden und Nichtjuden voneinander selektierten.« Eine ungeheure Welle traumatischer Erinnerungen wäre ausgelöst worden. »Alle kleinen Erfolge, die progressive Antizionisten bei ihrem Versuch, die enge Verbindung von jüdischem Selbstverständnis und Zionismus zu brechen, erzielt hatten – eine Verbindung, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer so allgemeinen wurde –, waren weggefegt. Die Absicht war, eine Einheitsfront aller palästinensischen Gruppen und Araber gegen alle Israelis und Juden herzustellen, alle Konflikte innerhalb der jeweiligen ›Lager‹ zu verkleistern, so dass jede Seite in der anderen die ›wirklichen Nazis‹ sah – eine Absicht, die nichts mehr mit einer progressiven Befreiungsbewegung zu tun hat.«

    Die heutige Quellenlage bestätigt Postones Mutmaßung zur Absicht der Aktion nicht. So distanzierten sich sowohl PFLP als auch PLO von der Aktion, während die verantwortliche Splitterorganisation PFLP-EO mit einem Erfolg ihres Unternehmens zu rechnen schien. Durchaus korrekt scheinen Postones zeitgenössische pessimistische Bemerkungen jedoch in Hinsicht auf die Wirkung der Entführung und ihrer Folgen zu sein.

    Willkommener Anlass

    Die Aktion von Entebbe wurde rasch zu einem Vorwand für verschiedene Akteure, die bislang mit dem Milieu der radikalen Linken verbunden waren, sich von Internationalismus und Antiimperialismus ganz zu lösen. Der zwischen Nonkonformismus und Konformismus pendelnde Publizist Henryk M. Broder begründete in den 1980er Jahren seinen Abschied von der Linken mit Entebbe und wollte festgehalten wissen, dass die »deutschen Genossen«, wie er nur noch spöttisch formulierte, »ihren palästinensischen Freunden« geholfen hätten, indem sie anhand der Namen in den Pässen die Juden von den Nichtjuden separiert hatten. Er konstatierte: »Es war die erste ›Selektion‹ nach 1945.«

    Nach dieser Polemik Broders wurde es bis in die frühen 1990er Jahre weitgehend still um den Fall Entebbe. Im Umbruchsjahr 1991 meldete sich schließlich eine Revolutionäre Zelle mit einer ungewöhnlichen Erklärung zu Entebbe, zur Jahre zurückliegenden Ermordung eines ehemaligen Genossen und zur Frage des »linken Antisemitismus« zu Wort. Der Text trug den Titel »Gerd Albartus ist tot«. Folgt man dieser Erklärung der RZ, die sich offensichtlich gerade in Abwicklung befand, dann fand in Entebbe eine »Selektion entlang völkischer Linien« statt: »Die legitime und notwendige Kritik an der israelischen Besatzungspolitik sowie die selbstverständliche Solidarität mit dem Widerstand der Palästinenser war umgeschlagen in die Bereitschaft, jüdische Passagiere gleich welcher Staatsangehörigkeit für den Terror und die Grausamkeit des israelischen Regimes haftbar zu machen und damit sozialrevolutionäre Maßstäbe gegen die der Sippenhaft einzutauschen.« Das Dokument gilt damit als eines der wichtigsten Beispiele nicht nur linker Selbstkritik, sondern der Beweisführung, dass es einen originären »linken Antisemitismus« geben würde, der sogar zu mörderischen oder Mord in Kauf nehmenden Aktionen führe. Eine andere Revolutionäre Zelle bestritt dagegen im Mai 1992 diese Darstellung der Ereignisse in Entebbe kategorisch. Sie folge »bürgerlicher Medienpropaganda« und zeige ein »unsägliches Misstrauen gegenüber den eigenen beteiligten GenossInnen«. Gewertet wurde das Papier der anderen RZ-Gruppe als »Rundumschlag auf Kosten der kämpfenden Völker im Trikont«. Außerdem hieß es: »Eine Auswahl von Jüdinnen und Juden hat es nicht gegeben.« Am Ende wurde erklärt, »Strategie und Taktik bewaffneter Politik weiterzuentwickeln« stünde auf der Tagesordnung – nicht das Aufgeben.

    Im Mai 1992 schob die sich selbstkritisch präsentierende Revolutionäre Zelle einen Text nach, in dem sie gegen diese Gegenreden anderer RZ-Gruppen und Einzelpersonen ihre Kritik am linken Antizionismus vertiefte: Dieser sei »keineswegs so unschuldig, wie er sich gibt. Er ist zu einem Erkennungszeichen der Zugehörigkeit zu einem bestimmten subkulturellen Milieu der radikalen Linken geworden« und würde als Loyalitäts­test gelten. Damit trafen die Autoren und Autorinnen sicher einen Punkt, und ihr öffentliches Abrücken von einer unkritischen Palästina-Solidarität und einem geschichtslosen Antizionismus war überfällig, kam allerdings Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zu spät. Schließlich war die RZ in den 1980er und frühen 1990er Jahren eher dafür bekannt, militant gegen die Ausländer- und Asylpolitik der Bundesrepublik vorzugehen. Die zerknirschte Selbstkritik, der heftige Streit und die Auflösungen der RZ-Gruppen fielen so in der Tat zusammen mit einer Welle des rechten Alltagsrassismus und »mit dem vorläufigen triumphierenden Siegeszug des Imperialismus über Trikont und Osteuropa«, wie es die orthodox-antiimperialistisch argumentierende RZ-Gruppe in ihrer Kritik formulierte.

    Für die sich in den 1990ern formierenden »Antideutschen«, die allerdings lediglich eine aggressive Absetzbewegung von der Linken darstellten (vgl. junge Welt vom 8.8.2025), sowie für die interessierte Öffentlichkeit allgemein liegt mit der selbstkritischen RZ-Erklärung, die von »Selektion« und »völkischen Linien« sprach, ein entscheidendes Beweisstück vor, um der radikalen und militanten Linken generell Antisemitismus vorhalten zu können. Schließlich hatte die federführende RZ des »Gerd Albartus ist tot«-Papiers auch konstatiert: »Wir sind mittlerweile davon überzeugt, dass in Sachen Antisemitismus für uns ein immenser Nachholbedarf besteht.« Nicht alle nahmen ihr die Selbstkritik ab. Der Konkret-Publizist Wolfgang Pohrt las dies als »reumütige Bilanz«, die »den eigenen Abgang mit Bedeutungsschwere zu befrachten« trachte. Wo radikale Enthüllung geboten wäre, würde dieser Text der Revolutionären Zelle ausweichen und zu Beschwichtigungsformeln greifen. »Sie sind damit auf dem besten Weg, sich rückwirkend jede Legitimation ihrer Praxis zu entziehen, und, was dasselbe ist, ihre Heimkehr ins wiedervereinigte Deutschland vorzubereiten.«

    Die Polemik von Pohrt ist nicht ganz halt- und grundlos. Weit erfolgreicher als die damals noch Illegalisierten der RZ hat schließlich der ehemalige Frankfurter Linksradikale Joseph »Joschka« Fischer, der einer militanten Konkurrenzgruppe zur RZ entstammte, wiederholt auf Entebbe rekurriert, um seinen Weg zur Macht mit Läuterungserzählungen zu glätten. Der aktivistische Politologe Markus Mohr, Herausgeber des bislang umfangreichsten Buches über die »Legenden um Entebbe«, konnte detailliert nachzeichnen, wie Fischer, changierend zwischen biographischer Fälschung und passender Selbsterfindung, besonders in den Jahren von 1997 bis 2001 »Entebbe« nutzte, um sich zum »Freund Israels« zu stilisieren, der schon im Jahre 1976 über die Entführungstat entsetzt gewesen sein will – wofür sich jedoch keine Quelle finden lässt.

    Späte Korrekturen

    Der israelische Historiker und Soziologe Moshe Zuckermann hat in einem Aufsatz über Mythos und Ideologie der Befreiungsoperation von Entebbe im kulturellen Gedächtnis Israels die immerwährende Selbstviktimisierung und den ideologischen Nexus der israelischen Schoah-Erinnerung und des Entebbe-Ereignisses dargestellt und kritisiert. In israelischen Tageszeitungsberichten, Politikerstatements und kulturindustriellen Produkten zu Entebbe reichte die Tatsache, dass deutsche Terroristen dabei waren, bereits aus, um die Entführungstat mit den Konzentrationslagern in Verbindung zu bringen. Zuckermann kommt zu dem Schluss: »Klischee, antideutsches Ressentiment und interessengeleitete Ideologie bildeten dabei eine Rezeptionsmelange, die weder etwas mit dem realen Holocaust noch mit seiner authentischen Erinnerung und eben auch nicht unbedingt mit dem, was sich in Entebbe real zugetragen hat, zu tun haben muss.«

    Vor dem Hintergrund dieses Rezeptionskontextes in Israel meldete sich in der Tageszeitung Haaretz im Jahre 2011 Ilan Hartuv, eine der damaligen Geiseln, zu Wort. Er wolle dem tradierten Mythos von der Selektion entgegentreten, denn »Entebbe war nicht Auschwitz«. Die Entführer hätten anhand der Pässe die Israelis von den Nichtisraelis getrennt, erklärte er. Einige der freigelassenen Passagiere seien Juden gewesen. Allerdings seien auch einige nichtisraelische Juden, die bei Tagesanbruch mit traditionellen Gebetsriemen zu beten begannen, den israelischen Staatsbürgern zugeordnet worden. Traumatische Szenen spielten sich ab. Die Entführer hätten aber im Gespräch versichert, sie positionierten sich nicht gegen Juden, sondern gegen Israel. Außerdem berichtet Hartuv von einem Wortwechsel zwischen einer Geisel und dem RZ-Mitglied Wilfried Böse. Einer der Entführten, ein Holocaustüberlebender, habe Böse seine KZ-Nummer gezeigt und ihm sinngemäß gesagt, dass Deutsche wohl immer gleich agieren. Böse sei darauf erbleicht und habe in der Erinnerung von Hartuv zitternd geantwortet: »Sie irren sich. Ich habe in Westdeutschland Terroranschläge verübt, weil das herrschende Establishment Nazis und Reaktionäre in seinen Dienst aufgenommen hat.« Er habe auch erklärt, er wisse sehr wohl, dass im September 1970 mehr Palästinenser durch Jordanier als durch Israelis umgekommen waren und syrische und christliche Milizen im libanesischen Bürgerkrieg die Palästinenser massakriert hatten – und nicht die Israelis. Aber er wolle den leidenden Palästinensern, die die Underdogs seien, helfen. Böse habe, so sagte hinterher eine Stewardess aus, im letzten Moment eine scharfe Handgranate aus dem Fenster geworfen, als das israelische Kommando die Flughalle stürmte und den 27jährigen sofort erschoss.

    Auch der Historiker Robert Wolff, der ausführlich die Quellen studiert hat, zeigt sich recht zurückhaltend, wenn es um die subjektiven Gründe der deutschen RZ-Aktiven geht, sich an der Entführung zu beteiligen. Ungeachtet dessen wird in zuweilen triumphalistischer Weise Böse und Kuhlmann als Intention Antisemitismus unterstellt, was durch die Quellenlage aber nicht gedeckt ist. In einer aktuellen Veröffentlichung des der »antideutschen« Szene entstammenden Historikers Jan Gerber zu Entebbe wird sogar der gesamten Linken, die sich internationalistisch und kritisch gegenüber Israel positionierte, ein als Antizionismus kaschierter Antisemitismus unterstellt. Diese Veröffentlichung in der Edition Tiamat reiht sich inhaltlich gut ein in das Verlagsprogramm des mittlerweile vollkommen proisraelischen Herausgebers Klaus Bittermann, der zu Beginn seiner Verlegertätigkeit noch Schriften der Zionismuskritikerin Hannah Arendt herausgebracht hatte.

    Jenseits dieser immer wiederkehrenden interessegeleiteten Instrumentalisierung des Desasters Entebbe bleibt die Entführung ein beschämendes Kapitel der militanten Linken. Die Revolutionären Zellen formulierten in ihrem selbstkritischen Papier vom Dezember 1991: »Was wir auf internationaler Ebene machten, war nicht die antiimperialistische Dimension dessen, wofür wir in der BRD kämpften, sondern stand im krassen Gegensatz dazu.« Dem kann kaum widersprochen werden. Dieses Kapitel des »roten Jahrzehnts« mit seiner bewaffneten Kollaboration mit und Parteinahme für militante Palästinenserorganisationen inklusive Gewalt gegen Zivilbevölkerung und Geiselnahme ist abgeschlossen. Der heutige radikale propalästinensische Aktivismus, beispielsweise von »Palestine Action Germany«, gegen eine Niederlassung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit erfolgt im Rahmen zivilen, gewaltfreien Ungehorsams, obwohl auch diese politische Praxis von der Justiz in den Bereich des Terrorismus geschoben wird.

    À propos d’Entebbe
    https://seenthis.net/messages/1025515
    https://seenthis.net/messages/1021049#message1021206
    https://seenthis.net/messages/557569
    https://seenthis.net/messages/555947

    #histoire #terrorisme #antisemitisme #impérialisme #Palestine #PFLP #triage #sélection #FPLP

  • Ca fait longtemps que je ne suis pas intervenu sur SeenThis, mais vu que j’ai une actu, je la partage avec vous :

    Emmanuel Dror, La fierté de Gaza
    Publié aux éditions terres de Feu. 192 pages, 13 Euros, sorti le 19 septembre 2025
    http://emmanuel.dror.free.fr

    « Face au désastre, les femmes, les hommes et les enfants de Palestine ont toujours trouvé les ressources pour se relever.

    Pierre par pierre, ils et elles reconstruisent inlassablement ce bout de terre, comme après chaque guerre, chaque massacre, chaque exil.

    L’auteur, de par ses engagements et ses liens avec cette région, a ressenti la nécessité de faire connaître les multiples facettes de ce qui fait la fierté de Gaza. La lumière est mise sur la créativité, l’ingéniosité, le courage… qualités qui permettent à ce peuple de résister depuis des décennies.

    Il nous invite à regarder Gaza autrement, à rencontrer ses artistes, ses journalistes, ses ingénieur·es, ses soignant·es… Pour redonner espoir dans ses capacités à se libérer du joug colonial. »

    #Palestine #Gaza

  • How Syria’s HTS is quietly dismantling the Palestinian cause

    Via https://diasp.eu/p/17684889

    https://thecradle.co/articles-id/29627 - 2025-03-25

    Under Ahmad al-Sharaa’s direction, #Syria’s new Islamist leaders are systematically sidelining Palestinian factions, favoring the US-backed #PA, dismantling #Iran-linked groups, and reshaping refugee dynamics in alignment with a broader US-backed strategy to neutralize the Palestinian resistance.

    #Palestine #Gaza #HTS #USA #Israel

    • On trouve aussi une traduction de cet article en FR (2025-04-10)

      Comment HTS en Syrie démantèle discrètement la cause palestinienne

      https://investigaction.net/comment-hts-en-syrie-demantele-discretement-la-cause-palestinienne

      Sous la direction d’Ahmad al-Sharaa, les nouveaux dirigeants islamistes syriens écartent systématiquement les factions palestiniennes, favorisent l’Autorité palestinienne soutenue par les États-Unis, démantèlent les groupes liés à l’Iran et remodèlent la dynamique des réfugiés conformément à une stratégie plus large soutenue par les États-Unis visant à neutraliser la résistance palestinienne.

      Depuis la chute du gouvernement syrien le 8 décembre, la direction de la nouvelle administration intérimaire, dirigée par Ahmad al-Sharaa, est devenue de plus en plus claire. Politiquement, militairement et juridiquement, Damas semble maintenant alignée sur la vision de longue date de Washington de démanteler la cause palestinienne.

      Cet alignement prend forme sur trois fronts principaux : premièrement, l’Autorité palestinienne (AP), les factions de résistance telles que le #Hamas, le Jihad islamique palestinien (#JIP) et d’autres factions issues de l’Organisation de libération de la Palestine (#OLP). Deuxièmement, l’Office de secours et de travaux des Nations unies (#UNRWA), chargé spécifiquement d’aider les réfugiés palestiniens dans la région, et troisièmement, les camps qui hébergent les réfugiés palestiniens et les Syriens déplacés.

      Deux événements soulignent cette évolution. Tout d’abord, la #Turquie et le #Liban ont empêché les Palestiniens détenteurs de documents syriens de retourner en #Syrie au même titre que les ressortissants syriens. Deuxièmement, les médias américains ont révélé l’existence de pourparlers entre #Washington et #Damas sur la possibilité pour la Syrie d’absorber des dizaines de milliers de personnes déplacées de Gaza, en échange d’un allègement des sanctions ou d’un accord politique plus large, en particulier à la suite des massacres de la côte du début de l’année.
      Front 1 : L’AP et les factions de la résistance

      Plus de quatre mois après le début de la transition vers une nouvelle gouvernance, une chose est claire : l’ancien chef d’#Al-Qaïda, Ahmad al-Sharaa, aujourd’hui président de la Syrie, tient le Hamas à distance. Malgré les demandes répétées de Khaled Mechaal, chef du bureau politique du Hamas à l’étranger, de se rendre à Damas, les autorités intérimaires ont tergiversé, dans le but d’éviter une confrontation directe avec Israël ou les États-Unis.

      Cette nouvelle posture syrienne a lieu au milieu d’un génocide en cours contre le peuple palestinien et de l’objectif de l’État d’occupation d’éliminer sa résistance islamique.

      The Cradle a appris que la communication entre le Hamas et les nouvelles autorités est largement canalisée par des intermédiaires turcs. Ankara faciliterait la réinstallation de plusieurs responsables militaires du Hamas à Idlib, le bastion des militants de Hayat Tahrir al-Sham (HTS) de Ahmad al-Sharaa.

      En revanche, Ahmad al-Sharaa – qui a rencontré le Premier ministre palestinien Mohammad Mustafa en janvier – a officiellement ouvert des canaux avec la mission diplomatique de l’AP à Damas, la reconnaissant comme le représentant officiel du peuple palestinien.

      La délégation en visite comprenait de hauts responsables du Fatah et de l’OLP, notamment le fils de Mahmoud Abbas, qui est arrivé pour récupérer des propriétés précédemment détenues par des factions anti-Fatah sous le gouvernement de l’ancien président syrien Bachar al-Assad.

      La nuit de la chute du gouvernement Assad, le secrétaire général du Front populaire-Commandement général (#FPLP-CG), Talal Naji, et le chef d’état-major de l’Armée de libération de la Palestine (APL), Akram al-Rifai, ont cherché refuge à l’ambassade de l’Autorité palestinienne. L’ambassadeur palestinien Samir al-Rifai aurait reçu une sévère réprimande de la part d’Abbas pour leur avoir accordé un refuge. Quant au reste des chefs de faction, chacun d’eux est resté chez lui.

      Le lendemain de l’entrée des forces d’#HTS à Damas, elles ont lancé une vague de fermetures visant les bureaux des factions palestiniennes. Ceux qui appartenaient au Fatah al-Intifada, au mouvement Al-Sa’iqa aligné sur le Baas et au FPLP-CG ont été fermés, leurs armes, leurs véhicules et leurs biens immobiliers saisis.

      Le Front démocratique pour la libération de la Palestine (#FDLP), qui avait fait profil bas pendant la guerre syrienne, a été autorisé à poursuivre ses activités, bien que sous observation.

      Les 11 et 12 décembre, plusieurs chefs de faction se sont réunis à l’ambassade de Palestine en présence du chef de l’APL, Rifai, pour discuter de leur avenir. Ils ont tenté d’organiser une réunion officielle avec Ahmad al-Sharaa par l’intermédiaire du ministère syrien des Affaires étrangères. Au lieu de cela, un messager d’HTS – identifié comme provenant de Basil Ayoub – est arrivé à l’ambassade et a exigé la divulgation complète de tous les actifs appartenant à la faction, y compris les biens immobiliers, les dépôts bancaires, les véhicules et les armes. Aucun engagement politique ne sera possible, a-t-il dit, tant qu’un inventaire complet n’aurait pas été fourni.

      Les factions se sont exécutées en rédigeant une lettre déclarant que leurs avoirs avaient été acquis légalement et qu’elles étaient prêtes à limiter leurs activités à des activités politiques et médiatiques, en plein alignement avec la nouvelle posture de la Syrie. Le sort de la lettre à Ahmad al-Sharaa et sa réponse sont inconnus.
      Campagne de décapitation : arrestations, confiscations et règlements

      Il s’en est suivi une décapitation systématique de la structure des factions palestiniennes en Syrie.

      Début février, le secrétaire général du Fatah al-Intifada, Abou Hazem Ziad al Saghir, a été arrêté à son domicile. Après des heures d’interrogatoire et une descente dans son bureau – où des documents l’auraient relié au Corps des gardiens de la révolution islamique d’Iran (#CGRI) – il a été relâché.

      Une semaine plus tard, il a été de nouveau arrêté et séquestré dans un nouveau lieu de détention situé derrière le stade des Abbassides. Un règlement financier a été conclu : 500 000 $ en échange de sa libération et de son expulsion vers le Liban. À la demande du comité, le Comité central du mouvement a publié une déclaration mettant fin aux fonctions de Saghir et le renvoyant du mouvement. Cependant, Saghir publia une contre-déclaration depuis le Liban, transférant le secrétariat général du mouvement là-bas et renvoyant ceux qui avaient pris la décision de le destituer.

      La faction baasiste palestinienne, Al-Sa’iqa, n’a pas été mieux lotie. Son secrétaire général, Muhammad Qais, a été interrogé et dépouillé des biens du groupe. Bien qu’il n’ait pas commandé pendant la bataille de Yarmouk et qu’il ait donc échappé à une punition plus sévère, le HTS a ordonné la suppression du terme « Baas » de tous les documents officiels. Une déclaration a rapidement été publiée dans les territoires occupés, dénonçant Qais comme un « vestige du régime », ce qui laisse supposer une scission interne croissante.

      HTS a également sévèrement réprimé le FPLP-CG, dont le secrétaire général, Talal Naji, a été placé en résidence surveillée et interrogé à plusieurs reprises. Tous les bureaux, les véhicules et les armes du groupe ont été confisqués, leur siège fermé et ses membres battus et humiliés. Leur station de radio, Al-Quds Radio, a été saisie, et leur hôpital Umayyah serait le prochain sur la liste.

      Le « Front Nidal » – une faction dissidente du Front de lutte populaire palestinien (FLPP), un groupe de gauche au sein de l’OLP – a été la plus controversée de ses transactions. Au début des événements, Khaled Mechaal a été en mesure de servir de médiateur pour le secrétaire général du Front, Khaled Abdul Majeed, et de le protéger, lui et son organisation. Cependant, en février, Abdul Majeed s’est enfui aux Émirats arabes unis.

      Sa résidence personnelle et ses véhicules – qui appartiendraient à des particuliers – ont été saisis, ainsi que 50 millions de livres syriennes (moins de 5 000 dollars) d’actifs. Forcé de démissionner par HTS, il a remis l’autorité à un comité central opérant à partir de Damas et de Beyrouth.

      Le FDLP (Front démocratique pour la libération de la Palestine) a jusqu’à présent échappé au poids de ces purges, et ses bureaux et ses véhicules n’ont pas été touchés par la nouvelle administration , peut-être parce qu’elle n’avait aucun lien avec l’Iran ou le Hezbollah. Le bureau principal du Front populaire de libération de la Palestine (FPLP – différent du FPLP-CG) dans le quartier de Taliani à Damas reste ouvert mais inactif, tandis que le reste de ses bureaux ont été fermés.

      À l’heure actuelle, le JIP, dont les combattants sont en première ligne à Gaza pour combattre Israël depuis le 7 octobre 2023, reste dans ses bureaux syriens. Le représentant de la faction n’a pas été convoqué pour être interrogé, bien qu’Israël ait bombardé un appartement utilisé par le secrétaire général du groupe, Ziad al-Nakhala.

      Cependant, des figures clés de l’armée du JIP se sont réinstallées à Bagdad la nuit où Damas est tombée aux mains d’ HTS. Leurs activités à l’intérieur de la Syrie semblent s’être réduites en grande partie à l’organisation de funérailles pour les soldats tués au combat dans le sud du Liban, bien qu’exclusivement à l’intérieur des camps de réfugiés palestiniens.

      Le camp de Yarmouk, à Damas, avait déjà été le théâtre d’une série de manifestations au cours des premiers jours de février, notamment des rassemblements exigeant la fermeture des sièges des organisations pro-régime et l’obligation de rendre des comptes aux personnes impliquées dans l’arrestation et le meurtre des résidents du camp. Les événements ont dégénéré en une tentative d’incendie du quartier général des Brigades Qods du JIP, des jeunes et des enfants lançant des pétards sur le bâtiment. Entre-temps, une manifestation a éclaté pour protester contre la décision de rouvrir les bureaux des brigades Al-Sa’iqa dans le camp d’Al-A’edin.
      Front 2 : Les camps de réfugiés palestiniens en Syrie

      La répression contre les groupes politiques a créé un vide de leadership dans les camps palestiniens de Syrie. Les conditions de vie, déjà désastreuses, se sont encore détériorées. Début février, des manifestations ont éclaté dans plusieurs camps contre les attaques brutales d’Israël contre le camp de Jénine en Cisjordanie occupée, à la suite de la visite de la délégation de l’AP et de la reconnaissance officielle de l’autorité de Ramallah par le gouvernement syrien. Beaucoup craignaient que ce changement n’accélère les plans de réinstallation permanente des réfugiés. Dans le même temps, les habitants disent qu’ils ont été contraints de participer à des rassemblements publics en soutien à la présidence autoproclamée d’Ahmad al-Sharaa.

      Le 24 février, le Comité de développement communautaire de Deraa a commencé à collecter des données personnelles détaillées auprès des résidents du camp sous prétexte d’améliorer les prestations de services. Un recensement similaire a été lancé quelques jours plus tôt à Jaramana, mais l’objectif et les bailleurs de fonds de ces efforts restent flous.

      C’est dans ce vide qu’est entré le Hamas. Par l’intermédiaire d’organisations affiliées comme l’Autorité de développement de la Palestine, le Hamas a commencé à distribuer de la nourriture et de l’aide financière, souvent par l’intermédiaire d’agents intégrés à HTS. Cet effort est intervenu alors que les services autrefois offerts par le JIP – y compris le transport, les cuisines collectives et le soutien médical – ont été interrompus. Même le siège de l’Association d’amitié palestino-iranienne à Yarmouk a été repris et réaffecté par des éléments d’HTS.

      D’autres acteurs, tels que la Fondation Jafra et la Croix-Rouge palestinienne, continuent d’opérer malgré des contraintes importantes. Leurs efforts ont été insuffisants pour répondre à la demande, d’autant plus que l’économie locale continue de s’effondrer. La plupart des réfugiés dépendent d’un travail informel et, avec la paralysie d’une grande partie de l’économie, la survie quotidienne est devenue précaire.

      Une proposition de règlement, transmise par le biais de la médiation turque, est particulièrement préoccupante. Il offrirait aux Palestiniens en Syrie trois options : la naturalisation syrienne, l’intégration dans une nouvelle « communauté » affiliée à l’AP sous la supervision de l’ambassade, ou la classification consulaire avec renouvellement annuel de la résidence. La quatrième option implicite est le déplacement, à l’image de ce qui est arrivé aux Palestiniens en Irak après l’invasion américaine.
      Front 3 : L’#UNRWA, mis à l’écart et miné

      Bien que les nouvelles autorités syriennes n’aient pas ouvertement pris pour cible l’UNRWA, leur manque de coopération en dit long. L’UNRWA ne semble plus être considérée comme la principale institution responsable des affaires palestiniennes en Syrie.

      Dans le camp de Khan Eshieh, un comité local travaillant avec la nouvelle administration a demandé au gouvernorat de Damas de préparer un plan municipal pour réhabiliter l’infrastructure du camp. L’implication est claire : les autorités syriennes se préparent à reprendre la gestion du camp de l’UNRWA, sur le modèle jordanien.

      Pendant ce temps, le ministère de l’Immigration et des Passeports a recommencé à délivrer des documents de voyage aux réfugiés palestiniens en janvier, une décision bureaucratique qui a révélé l’intention du nouveau gouvernement de réaffirmer son contrôle. À peu près au même moment, l’Association des réfugiés arabes palestiniens à Damas a suspendu ses activités à la suite d’un cambriolage qui aurait perturbé le paiement des pensions des réfugiés retraités.

      Malgré des ressources limitées, le Hamas et le JIP restent un sujet de préoccupation pour l’État occupant. Un récent rapport du Yedioth Ahronoth a affirmé que les deux groupes tentent de reconstruire une capacité militaire en Syrie, avec l’intention de cibler les colonies près du plateau du #Golan occupé et du nord de la #Galilée. Bien que le rapport n’ait reconnu aucun mouvement de troupes confirmé au sud de Damas, il a averti que la planification opérationnelle est en cours.

      Un examen attentif du comportement de Ahmad al-Sharaa et du nouveau régime de Damas ne révèle aucune dissolution apparente des activités de ces deux organisations, comme le prétendent les Israéliens. Il ne s’agit que de mesures temporaires en attendant un « grand accord » avec les Américains, dont l’une des dispositions sera le statut officiel et populaire des Palestiniens. A moins que le pays ne sombre dans le chaos, l’un des résultats attendus sera une intervention militaire terrestre israélienne claire sous le prétexte d’éloigner les Palestiniens de la frontière.

      Source : The Cradle

      #Moyen-Orient #Palestine #Gaza

  • UbuWeb Film & Video : Masao Adachi & Kôji Wakamatsu - Sekigun-PFLP : Sekai Senso Sengen (The Red Army/PFLP : Declaration of World War) [1971]
    https://ubu.com/film/adachi_red.html

    Japanese
    1971
    70 min
    Co-edited by Red Army (Red Army Faction of Japan Revolutionary Communist League) and PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine)

    In 1971, Koji Wakamatsu and Masao Adachi, both having ties to the Japanese Red Army, stopped in Palestine on their way home from the Cannes festival. There they caught up with notorious JRA ex-pats Fusako Shigenobu and Mieko Toyama in training camps to create a newsreel-style agit-prop film based off of the “landscape theory” (fûkeiron) that Adachi and Wakamatsu had developed. The theory, most evident at work in A.K.A. Serial Killer (1969), aimed to move the emphasis of film from situations to landscapes as expression of political and economical power relations.

    In 1974 Adachi left Japan and committed himself to the Palestinian Revolution and linked up with the Japan Red Army. His activities thereafter were not revealed until he was arrested and imprisoned in 1997 in Lebanon. In 2001 Adachi was extradited to Japan, and after two years of imprisonment, he was released and subsequently published Cinema/Revolution [Eiga/Kakumei], an auto-biographical account of his life.

  • Terroristin Rasmea Odeh : Sprengsatz des Antisemitismus in Berlin - Reportageseite - Tagesspiegel
    https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/terroristin-rasmea-odeh-sprengsatz-des-antisemitismus-in-berlin/24105198.html

    Voilà, on savait déjà que le combat contre l’impérialisme étatsunien et son porte-avion en Palestine sont la continuation du génocide nazi à Auschwitz. Cette vue des choses constitue la raison d’être de l’état allemand qui a pourtant négligé l’introduction de lois de censure assez efficaces pour faire taire toute opinion divergeante.

    Résultat : Une femme haïe par tous (à croire la totalité de la presse berlinoise d’aujourd’hui) nous expliquera des choses sur le combat des femmes palestiniennes. C’est une occasion de rencontrer et d’écouter une combattante du front populaire de libération de la Palestine afin de se faire une impression différente de la pensée unique dispersée par les médias bourgeois.

    Ce soir, 18:00 heures, Waterloo-Ufer 5 -7, 10961 Berlin–Kreuzberg

    Ihr Attentat riss vor 50 Jahren zwei Menschen in den Tod. Rasmea Odeh kämpft immer noch gegen Israel, jetzt spricht die Terroristin in Berlin. Die Politik ist entsetzt – aber hilflos.

    Ah bon. Voici la position de ses amis aux USA.

    Justice For Rasmea !
    http://justice4rasmea.org/about

    Rasmea Odeh is a leading member of Chicago’s Palestinian, Arab, and Muslim communities, and her decade of service in Chicago has changed the lives of thousands of people, particularly disenfranchised Arab women and their families. She has been with the Arab American Action Network (AAAN) since 2004, and is responsible for the management of day-to-day operations and the coordination of its Arab Women’s Committee, which has a membership of nearly 600 and leads the organization’s work in the areas of defending civil liberties and immigrants’ rights. She is a mentor to hundreds of immigrant women, as well as many members of the AAAN’s staff and board, and is a well-known and respected organizer throughout Chicagoland, the U.S. and the world.

    In 2013, Rasmea received the Outstanding Community Leader Award from the Chicago Cultural Alliance, which described her as a woman who has “dedicated over 40 years of her life to the empowerment of Arab women, first in her homes of Palestine, Jordan and Lebanon, where she was an activist and practicing attorney, and then the past 10 years in Chicago.”

    Rasmea is a community icon who overcame vicious torture by Israeli authorities while imprisoned in Palestine in the 1970s, and an example for the millions of Palestinians who have not given up organizing for their rights of liberation, equality, and return.

    Voici quelques sources supplémentaires.

    Alle hassen Rasmea Odeh:

    Bild-Zeitunhg
    http://lili.de/u/ix98n

    B.Z. Berlin
    http://lili.de/u/kj1m4

    Tagesspiegel
    http://lili.de/u/7ld1j

    Der Wikipedia Artikel zu Rasmea Odeh sagt viel über ihren Prozeß in den
    USA aber nicht über ihre politische Arbeit. Man muß also hingehen, um
    darüber etwas zu erfahren.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Rasmea_Odeh

    Relevante Infos gibt es auf den Seiten der elektronischen Intifada
    https://electronicintifada.net/tags/rasmea-yousef-odeh

    Diese Soliseite stammt aus der Zeit Ihres Kampfe sgegen die Ausweisung
    aus den USA
    http://justice4rasmea.org

    https://en.wikipedia.org/wiki/Popular_Front_for_the_Liberation_of_Palestine
    https://en.wikipedia.org/wiki/George_Habash
    https://en.wikipedia.org/wiki/Leila_Khaled

    Infos über die Geschichte des Veranstaltungsorts, die ehemalige
    Passierscheinstelle für Westberliner, die Tagesvisa für Ostberlin
    benötigten.

    Berliner Zeitung
    http://lili.de/u/ra1ip

    TAZ
    http://www.taz.de/!5110318

    Adresse auf berlin.de
    http://lili.de/u/gado7

    Dersim Kulturgemeinde Berlin
    Waterloo-Ufer 5 -7
    10961 Berlin–Kreuzberg
    Telefon 030-61283113

    Homepage des Vereins
    https://dersim-cemaati-berlin.de.tl

    #Allemagne #Berlin #Palestine #Terrorisme #FPLP

  • Israel releases PFLP leading member Khalida Jarrar
    Feb. 28, 2019 12:25 P.M. (Updated : Feb. 28, 2019 12:25 P.M.)
    http://www.maannews.com/Content.aspx?ID=782702

    JENIN (Ma’an) — The Israeli authorities released leading member of the PFLP and former Palestinian lawmaker, Khalida Jarrar, early Thursday, after being held under administrative detention for 20 months.

    Jarrar was released at the Salem Israeli military checkpoint, in the northern occupied West Bank district of Jenin, in the early morning hours to prevent family and activists from organizing a welcome ceremony for her.

    Israeli forces had detained Jarrar on July 2nd, 2017, a year after her release, and confiscated her personal belongings including a computer and a mobile phone; her detention was renewed four times.

    Jarrar, a leading member of the PFLP, deputy at the PLC (Palestinian Legislative Council), heads the PLC’s prisoners’ committee and acts as the Palestinian representative in the Council of Europe, an international organization promoting human rights and democracy around the world, was previously detained in 2015 and had spent 14 months in Israeli jails.

    #Khalida_Jarrar

    • Israël libère une députée palestinienne après vingt mois de détention
      Khalida Jarrar avait été arrêtée en 2017 pour des activités au sein du Front populaire de libération de la Palestine, mouvement considéré comme « terroriste » par Israël.
      Le Monde, le 28 février 2019
      https://www.lemonde.fr/international/article/2019/02/28/israel-libere-une-deputee-palestinienne-apres-vingt-mois-de-detention_542952

      #guillemets #Palestine #FPLP #détention_administrative #prison

    • Ashrawi: ’Israel’s administrative detention an assault on human rights’
      March 1, 2019 10:53 A.M. (Updated: March 1, 2019 10:53 A.M.)
      http://www.maannews.com/Content.aspx?id=782711

      RAMALLAH (Ma’an) — Commenting on Israel’s release today of Palestinian lawmaker and prominent human rights defender Khalida Jarrar after spending 20 months in administrative detention, Hanan Ashrawi, Palestinian Liberation Organization (PLO) Executive Committee Member, said Israel’s administrative detention policy is “an assault on universal human rights.”

      Ashrawi said in a statement, on Thursday, “After twenty months in Israeli captivity, Khalida Jarrar is finally free. This imprisonment was yet another chapter in a lifetime of persecution and oppression from the Israeli occupation to this prominent human rights defender and elected representative, including several arrests, house arrest, and a ban on travel due to her activism against occupation and her work in defending the national and human rights of her people.”

      She added, “As we celebrate the release of Khalida, we must not lose sight that nearly 500 Palestinian citizens, including children and other elected officials, are languishing in Israeli prisons, without charge or trial, under so-called administrative detention.”

      “This form of open-ended detention is a tool of cruel punishment and oppression that the Israeli occupation regime has employed against thousands of Palestinian activists throughout the past fifty-two years of occupation. It is an abhorrent practice that violates international law, including international humanitarian law and international criminal law, as well as the basic rights and dignity of Palestinians.” (...)

    • Israël libère une députée palestinienne après 20 mois de détention
      Par RFI Publié le 28-02-2019 - Avec notre correspondante à Ramallah, Marine Vlahovic
      http://www.rfi.fr/moyen-orient/20190228-israel-libere-une-deputee-palestinienne-apres-20-mois-detention

      Khalida Jarrar avait été arrêtée en juillet 2017 à son domicile de Ramallah en Cisjordanie occupée par l’armée israélienne. Membre du Front populaire de libération de la Palestine (FPLP), un parti placé sur la liste des organisations terroristes par Israël, les Etats-Unis et l’Union européenne, cette députée palestinienne a passé près de deux ans en détention administrative, sans véritable procès, avant d’être finalement libérée ce jeudi 28 février. (...)

  • Palmarés du Prix des droits de l’homme 2018/ | CNCDH
    Date de publication : 28/11/18
    https://www.cncdh.fr/fr/actualite/palmares-du-prix-des-droits-de-lhomme-2018

    En cette année anniversaire des 70 ans la Déclaration universelle des droits de l’homme et des 20 ans la Déclaration des Nations unies sur la situation des défenseurs des droits de l’homme, la Commission nationale consultative des droits de l’homme (CNCDH) a décidé d’honorer les défenseurs des droits de l’homme.

    Le jury du Prix des droits de l’homme, composé de membres de la CNCDH, a établi le palmarés suivant pour l’édition 2018 du Prix des droits de l’homme de la République française « Liberté, égalité, fraternité ».
    Les 5 lauréats sont :
    #CNCDH
    Un avocat chinois, militant pour les droits de l’homme ;
    B’Tselem (Centre d’information israëlien sur les droits de l’homme dans les territoires occupés) et l’association Al Haq, en Israël-Cisjordanie (récompense commune) ;
    Moviemiento nacional de victimas de Estado (MOVICE), en Colombie ;
    Tournons la page Niger, au Niger ;
    Leonid Sudalenko, avocat biélorusse.
    (...)
    Le prix sera remis le 10 décembre, journée internationale des droits de l’homme

    • Cinq partis de gauche palestiniens dans les Territoires occupés ont annoncé qu’ils s’associaient pour former une liste commune en vue des prochaines élections municipales. Ces élections devraient se tenir le 8 octobre dans plus de 300 municipalités, conseils de village et conseils régionaux en Cisjordanie et dans la Bande de Gaza. Ces partis, dont la liste portera le nom de « Alliance démocratique, n’ont pas exclu qu’il puisse s’agir d’un premier pas dans la formation d’alliances du même genre à une échelle nationale.

      Les responsables des cinq partis souhaitent que ce bloc de gauche puisse devenir une alternative au Fatah et au Hamas. Il donnera priorité à l’unité de la lutte des Palestiniens contre l’occupation et à la justice sociale, en particulier à l’égalité entre hommes et femmes – l’Alliance s’est engagée à assurer qu’au moins 30% de ses représentants seront des femmes – ainsi qu’à combattre la corruption. (...)

      La nouvelle « Alliance démocratique » est composée du Front populaire de libération de la Palestine (c’est le parti le plus important de l’alliance), du Front démocratique pour la libération de la Palestine, de l’Initiative nationale palestinienne (créée récemment et focalisée sur la lutte contre la corruption et le soutien aux luttes nationales contre le mur), du Parti du peuple palestinien (un minuscule parti communiste allié au Parti communiste israélien), et de l’Union démocratique (FIDA, qui s’est séparée du Front démocratique au début des années 1990). Ces partis seront rejoints par des militants politiques indépendants qui s’identifient avec la plateforme de l’Alliance.

      « Dans notre société il y a un grand besoin d’une alliance démocratique de gauche qui offre une alternative à d’autres forces politiques et défende un programme d’égalité entre les hommes et les femmes », explique Khalida Jarrar, une membre du Conseil législatif palestinien pour le Front populaire de libération de la Palestine.

  • A propos de Leila Khaled et du film Hijacker de Lina Makboul, trois articles de 2014 en anglais:

    “For me, Palestine is Paradise” – Conversation with Leila Khaled
    http://lemuradesoreilles.org/2014/04/07/for-me-palestine-is-paradise-conversation-with-leila-khaled
    (traduit en français ici: http://seenthis.net/messages/246174 )

    Cinema Politica : a democratic screening space
    http://freecityradio.org/post/128868369500/cinema-politica-a-democratic-screening-space

    Hijacker : interview with filmmaker Lina Makboul
    http://freecityradio.org/post/128864382980/hijacker-interview-with-filmmaker-lina-makboul

    #Palestine #Leila_Khaled #FPLP #PFLP #Hijacker #Lina_Makboul #terrorisme

  • Reconnaissance de l’Etat de Palestine et ses conséquences :

    Le CNPJDPI n’est pas très content :

    Lettre à François Hollande pour la reconnaissance de l’Etat de Palestine
    CNPJDPI, le 12 décembre 2014
    http://www.france-palestine.org/Lettre-a-Francois-Hollande-pour-la

    Le FPLP encore moins :

    Le projet de résolution de « l’initiative française » à l’ONU menace les droits palestiniens
    FPLP, le 20 décembre 2014
    http://www.palestine-solidarite.org/analyses.fplp.201214.htm

    #Palestine #Etat #Reconnaissance #FPLP #CNPJDPI

  • Vlan !

    PFLP salutes the Palestinian masses and urges escalation of uprising [Popular Front for the Liberation of Palestine]

    http://pflp.ps/english/2014/11/13/pflp-salutes-the-palestinian-masses-and-urges-escalation-of-uprising

    The Popular Front for the Liberation of Palestine salutes the masses of the Palestinian people in the West Bank, in Jerusalem, and occupied Palestine ’48 as they take qualitative actions and embody steadfastness and popular intifada and confront the occupier. This is the true picture of our people, their will and their commitment, which cannot and will not be defeated by Zionist crimes, the conditions of the moment, Arab complicity and international collusion against the Palestinian people and cause.

    #Palestine #FPLP #Cisjordanie #Al-Quds #Israel

  • #Palestine : pas de place pour le soutien antisémite
    http://lahorde.samizdat.net/2014/09/11/palestine-pas-de-place-pour-le-soutien-antisemite

    Alors que certains ont tenté, lors des nombreuses mobilisations en faveur de la Palestine, de faire entendre leur voix antisémite, non seulement en France mais aussi en Allemagne ou en grande-Bretagne, l’organisation de jeunesse du FPLP, fin août, a fait circuler un texte qui remet les pendules à l’heure, et que nous reproduisons ici : [&hellip

    #International #antisémitisme

  • « L’empire tombera de l’intérieur » (#FPLP)

    « Quand nous voyons les images d’aujourd’hui à Ferguson, nous voyons émerger une nouvelle Intifada, dans la longue lignée de l’Intifada et du combat qui a été mené par le peuple noir aux Etats-Unis et internationalement. Le mouvement de libération national palestinien salue mouvement de libération noir, et a beaucoup appris des expériences de Malcolm X, Martin Luther King, Frederick Douglass, les Black Panthers, Sojourner Truth et les générations de révolutionnaires noirs qui ont ouvert la voie en combattant pour la libération et l’auto-détermination »

    « Le FPLP encourage tous les Palestiniens et spécialement notre communauté palestinienne aux Etats-Unis, à continuer et intensifier leurs efforts pour soutenir le mouvement de libération noir, depuis les actions en soutien à Ferguson et en l’honneur de Michael Brown , jusqu’aux combat commun, soutenu et de longue durée et la solidarité mutuelle avec le mouvement noir. »

    http://pflp.ps/english/2014/08/19/pflp-salutes-the-black-struggle-in-the-us-the-empire-will-fall-from-within

  • «#Israel y el Estado Islámico forman parte del mismo proyecto» SHEIKH ZIAD DAHER, Representante de #Hizbullah

    Hizbullah se encuentra en el epicentro de una región en permanente conflicto y juega un papel clave, tanto como baluarte de apoyo a la resistencia palestina como a la hora de defender al Gobierno sirio dentro de la guerra que desangra el país desde hace tres años. La ofensiva israelí en Gaza permitió comprobar hasta qué punto la milicia chíí, liderada por Sayyed Hassan Nasrallah, constituye una inspiración para #Hamas, la Yihad Islámica e incluso las brigadas de Abu Ali Mustafá, brazo armado del #FPLP. Sin embargo, el frente para Hizbulah no está al sur de Líbano, sino al este, en Siria, e incluso en el propio país del Cedro, donde, por el momento, se mantienen los frágiles equilibrios que evitan la confrontación en un país dividido. La irrupción del Estado Islámico es ahora la principal amenaza, que la formación chií se muestra dispuesta a combatir pese a que en los últimos tiempos algunos de sus feudos en Líbano han sido atacados.
    ...

    http://www.naiz.eus/eu/hemeroteca/gara/editions/gara_2014-08-17-07-00/hemeroteca_articles/israel-y-el-estado-islamico-forman-parte-del-mismo-proyecto

  • Leftists hold rallies across West Bank rejecting negotiations

    http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=668054

    Leftist Palestinian parties on Saturday held demonstrations across the West Bank in opposition to negotiations with Israel and US Secretary of State John Kerry’s framework proposal that will serve as the basis for future negotiations.

    Leftist rallies in Hebron and in Nablus brought hundreds to the street to reject the negotiations proposals from the US leader, which they claimed were intended to “liquidate the question of Palestine and prolong the Israeli occupation.” (...)

    Member of the central committee of the Palestinian People’s Party Fahmi Shahin delivered a speech during the rally, calling upon the Palestinian Authority to “immediately stop peace negotiations and to reject the US sponsorship to these talks.” (...)

    Shahin urged the Palestinian Authority to reject any move to recognize Israel as a Jewish state and called upon them to demand the implementation of the Palestinian refugees’ right of return to the villages from which they were expelled in 1948. (...)

    Participants stressed that the agreement represents a blow to the Palestinian national consensus, as it comes not from international guidance but under US supervision, and is being brought forward without a halt to Israeli settlement construction on occupied Palestinian land.

    Member of the political bureau of the Democratic Front for the Liberation of Palestine Ramzi Rabah said that Kerry’s repeated visits to the region have served as a way to give Israel more time to continue settlement activities, in the process imposing a new status quo that is destroying the possibility of an independent Palestinian state with its capital in Jerusalem.

    #Palestine #Israël #US #contestation #PPP #FDLP #FPLP

  • Le site de soutien au secrétaire général du Front populaire de libération de la Palestine (FPLP, gauche marxiste) fait peau neuve. Ahmad Sa’adat est emprisonné depuis 2002 — avec l’assentiment de l’Autorité palestinienne — pour « atteinte à la sécurité d’Israël ».

    « Campaign to Free Ahmad Sa’adat »

    http://freeahmadsaadat.org

    The Campaign to Free Ahmad Sa’adat is pleased to announce the launch of our NEW website! The new Campaign website has more interactive features, integration with Facebook and Twitter, and extensive news and resources on Ahmad Sa’adat and the movement of Palestinian prisoners for freedom, justice and liberation.

    Visit our new web site and share with your friends and comrades! Write to us at campaign@freeahmadsaadat.org and share your actions, news, updates and solidarity efforts to free Ahmad Sa’adat and Palestinian political prisoners.

    Who is Ahmad Sa’adat?

    Ahmad Sa’adat is the General Secretary of the Popular Front for the Liberation of Palestine and a member of the Palestinian Legislative Council. One of nearly 5,000 Palestinian political prisoners, he has been sentenced to thirty years in Israeli prisons for a range of “security-related” political offenses. These charges include membership in a prohibited organization (the PFLP, of which Sa’adat is General Secretary), holding a post in a prohibited organization, and incitement, for a speech Sa’adat made following the Israeli assassination of his predecessor, Abu Ali Mustafa, in August 2001.

    Sa’adat is a prisoner of conscience, targeted for imprisonment because of his political activity and in his capacity as a Palestinian leader. The systematic assassination, imprisonment and detention of Palestinian political leaders has long been a policy of the Israeli state, as reflected in the imprisonment of Sa’adat and over a dozen other members of the Palestinian Legislative Council, including Marwan Barghouthi, as well as the nearly 5,000 Palestinian political prisoners, targeted for their involvement in and commitment to the struggle for the liberation of their land and people.

    Learn more about Ahmad Sa’adat here : http://freeahmadsaadat.org/background

    #Palestine #Ahmad_Sa'adat #FPLP #Israël