• Karl Liebknecht : Der Hauptfeind steht im eigenen Land ! (1915)
    https://www.marxists.org/deutsch/archiv/liebknechtk/1915/05/feind.htm

    Napoléon, Guillaume II, Hitler, Staline, Hirohito, Trump, Poutine, Merkel, Merz et tous les autres personnes connues sont évidemment responsables pour les guerres qu’ils préparent et font mener par leurs généraux.

    Leurs guerres ne pourraient pas détruire la vie de millions d’hommes, de femmes et d’enfants sans les responsables de deuxième et troisième catégorie qui restent généralement inconnues. Parfoit même un simple cheminot doit se poser la question s’il est prêt à conduire au front le train qui transporte les soldats et leurs armes. Chaque soldat doit se poser tous les jours la question, s’il est prêt à servir d’exécutant de la volonté des seigneurs de guerre. Ici on fera suivre une série de portraits de responsables qu’on aimerait faire connaître. On marquera ces billets avec le #hashtag #contributeur-g .

    Le 2 décembre 1914, Karl Liebknecht fut le premier – et, dans un premier temps, le seul – député du SPD au Reichstag à voter contre la prolongation des crédits de guerre. En janvier 1915, Otto Rühle et d’autres formèrent, au sein du groupe parlementaire du SPD, une opposition à la guerre et à la position belliciste de la majorité du parti.

    Version francaise :
    L’ennemi principal est dans notre pays !
    https://www.marxists.org/francais/liebknec/1915/liebknecht_19150500.htm

    Flugblatt Mai 1915, Karl Liebknecht, Ausgewählte Reden und Aufsätze, Berlin 1952, S.296-301.

    Was seit zehn Monaten, seit dem Angriff Österreichs auf Serbien, täglich zu erwarten war, ist eingetreten: Der Krieg mit Italien ist da.

    Die Volksmassen der kriegführenden Länder haben begonnen, sich aus den amtlichen Lügennetzen zu befreien. Die Einsicht in die Ursachen und Zwecke des Weltkrieges, in die unmittelbare Verantwortlichkeit für seinen Ausbruch hat sich auch im deutschen Volk verbreitet. Der Irrwahn heiliger Kriegsziele ist mehr und mehr gewichen, die Kriegsbegeisterung geschwunden, der Wille zum schleunigen Frieden mächtig emporgewachsen, allenthalben – auch in der Armee!

    Eine schwere Sorge für die deutschen und österreichischen Imperialisten, die sich vergeblich nach Rettung umsahen. Sie scheint ihnen jetzt gekommen. Italiens Eingreifen in den Krieg soll ihnen die willkommene Gelegenheit bieten, neuen Taumel des Völkerhasses zu entfachen, den Friedenswillen zu ersticken, die Spur ihrer eigenen Schuld zu verwischen. Sie spekulieren auf die Vergeßlichkeit des deutschen Volkes, auf seine nur allzuoft erprobte Langmut.

    Würde der saubere Plan glücken, das Ergebnis zehnmonatiger blutiger Erfahrung wäre zunichte, das internationale Proletariat stünde wiederum entwaffnet da, völlig ausgeschaltet als selbständiger politischer Faktor.

    Der Plan muß zuschanden werden – sofern der dem internationalen Sozialismus treu gebliebene Teil des deutschen Proletariats seiner geschichtlichen Sendung in dieser ungeheuren Zeit eingedenk und würdig bleibt.

    Die Feinde des Volkes rechnen mit der Vergeßlichkeit der Massen – wir setzen dieser Spekulation entgegen die Losung:
    Alles lernen, nichts vergessen!

    Nichts vergessen!

    Wir haben erlebt, daß beim Kriegsausbruch die Massen von den herrschenden Klassen mit lockenden Melodien für den kapitalistischen Kriegszweck eingefangen wurden. Wir haben erlebt, wie die schillernden Seifenblasen der Demagogie zerplatzten, die Narrenträume des August verflogen, wie statt des Glücks Elend und Jammer über das Volk kamen; wie die Tränen der Kriegswitwen und Kriegswaisen zu Strömen anschwollen; wie die Erhaltung der Dreiklassenschmach, die verstockte Heiligsprechung der Viereinigkeit: Halbabsolutismus – Junkerherrschaft – Militarismus – Polizeiwillkür zur bitteren Wahrheit wurde.

    Durch die Erfahrung sind wir gewarnt – alles lernen, nichts vergessen!

    Widerwärtig sind die Tiraden, mit denen der italienische Imperialismus seine Raubpolitik verbrämt; widerwärtig ist jene römische Tragikomödie, in der auch die landläufig gewordene Grimasse des »Burgfriedens« nicht fehlt. Noch widerwärtiger ist jedoch, daß wir in alledem nur wie in einem Spiegel die deutschen und österreichischen Methoden vom Juli und August 1914 wiedererkennen.

    Jede Brandmarkung verdienen die italienischen Kriegshetzer. Aber sie sind nichts als die Abbilder der deutschen und österreichischen Kriegshetzer, jener Hauptschuldigen am Kriegsausbruch. Gleiche Brüder, gleiche Kappen!
    Wem hat das deutsche Volk die neue Heimsuchung zu danken?

    Von wem hat es Rechenschaft zu fordern für die neuen Opfer-Hekatomben, die sich türmen werden?

    Es bleibt dabei: Das österreichische Ultimatum an Serbien vom 23. Juli 1914 war die Brandfackel, die die Welt entzündete, wenn auch der Brand erst spät auf Italien übergriff.

    Es bleibt dabei: Dieses Ultimatum war das Signal für die Neuverteilung der Welt und rief mit Notwendigkeit alle kapitalistischen Raubstaaten auf den Plan.

    Es bleibt dabei: Dieses Ultimatum rollte die Frage der Vorherrschaft auf dem Balkan, in Kleinasien und im ganzen Mittelmeer und damit auch alle Gegensätze zwischen Österreich-Deutschland und Italien mit einem Schlage auf.

    Wenn sich die deutschen und österreichischen Imperialisten jetzt hinter dem Busch der italienischen Raubpolitik, hinter der Kulisse der italienischen Treulosigkeit zu verstecken suchen; wenn sie die Toga der moralischen Entrüstung, der gekränkten Unschuld umwerfen, während sie doch in Rom nur eben ihresgleichen gefunden haben, so verdienen sie die Lauge des grausamsten Hohns.

    Nicht vergessen gilt’s, wie mit dem deutschen Volke gerade in der italienischen Frage gespielt worden ist, gespielt von den sehr ehrenwerten deutschen Patrioten.

    Seit je war der Dreibundvertrag mit Italien eine Farce – euch hat man darüber getäuscht!

    Stets galt Italien dem Kundigen für den Kriegsfall als sicherer Gegner Österreichs und Deutschlands – euch hat man es als einen sicheren Bundesgenossen vorgegaukelt!

    Im Dreibundvertrag, bei dessen Abschluß und Erneuerung niemand euch befragte, lag ein gut Teil von Deutschlands weltpolitischem Schicksal beschlossen – bis zum heutigen Tage ist euch von diesem Vertrage nicht ein Buchstabe mitgeteilt.

    Das österreichische Ultimatum an Serbien, mit dem eine kleine Clique die Menschheit überrumpelte, war der Bruch des Bündnisvertrags zwischen Österreich und Italien – euch hat man davon nichts gesagt.

    Dieses Ultimatum ist gegen den ausdrücklichen Widerspruch Italiens ergangen – euch hat man das verschwiegen.

    Am 4. Mai dieses Jahres schon war von Italien das Bündnis mit Österreich aufgelöst – bis zum 18. Mai hat man diese entscheidende Tatsache dem deutschen und österreichischen Volk vorenthalten, ja, der Wahrheit zum Trotz geradewegs amtlich abgeleugnet – ein Gegenstück zu jener geflissentlichen Düpierung des deutschen Volkes und des Deutschen Reichstages über das deutsche Ultimatum an Belgien vom 2. August 1914.

    Auf die Verhandlungen Deutschlands und Österreichs mit Italien, von denen das Eingreifen Italiens abhing, gab man euch keinen Einfluß. Als Unmündige wurdet ihr in dieser Lebensfrage behandelt, während die Kriegspartei, während die Geheimdiplomatie, während eine Handvoll Leute in Berlin und Wien um das Geschick Deutschlands würfelte.

    Durch die Torpedierung der Lusitania wurde nicht nur die Macht der englischen, französischen und russischen Kriegsparteien gefestigt, ein schwerer Konflikt mit den Vereinigten Staaten heraufbeschworen, das ganze neutrale Ausland zu leidenschaftlicher Empörung gegen Deutschland aufgebracht, sondern auch der italienischen Kriegspartei gerade in der kritischen Zeit ihr verhängnisvolles Werk erleichtert – auch dazu hat das deutsche Volk schweigen müssen; die eiserne Faust des Belagerungszustandes drückte ihm die Gurgel zu.

    Im März dieses Jahres schon konnte der Friede angebahnt werden – die Hand war von England geboten –, die Profitgier der deutschen Imperialisten wies sie zurück. Hintertrieben wurden aussichtsreiche Friedensbemühungen durch die deutschen Interessenten an kolonialen Eroberungen großen Stils, an der Annexion Belgiens und Französisch-Lothringens, durch die Kapitalisten der großen deutschen Schiffahrtsgesellschaften, durch die Scharfmacher der deutschen Schwerindustrie.

    Auch das hat man dem deutschen Volke verheimlicht, auch da hat man es nicht zu Rate gezogen.

    Wem hat, so fragen wir, das deutsche Volk die Fortsetzung des grauenvollen Kriegs, wem Italiens Eingreifen zu danken? Wem anders als den verantwortlichen Unverantwortlichen im eigenen Lande.
    Alles lernen, nichts vergessen!

    Der italienische Abklatsch der deutschen Ereignisse vom Sommer vorigen Jahres kann Denkenden kein Sporn zu neuem Kriegstaumel sein, nur ein neuer Anstoß zur Verscheuchung jener Hoffnungsirrwische von einer Morgenröte politischer und sozialer Gerechtigkeit, nur ein neues Licht zur Erhellung der politischen Verantwortlichkeiten, zur Enthüllung der ganzen Gemeingefährlichkeit jener österreichischen und deutschen Kriegstreiber, nur ein neuer Anklageakt gegen sie.

    Lernen und nicht vergessen aber gilt es auch und vor allem, welch heldenmütigen Kampf unsere italienischen Genossen gegen den Krieg gekämpft haben und noch kämpfen. Kämpfen in der Presse, in Versammlungen, in Straßenkundgebungen, kämpfen mit revolutionärer Kraft und Kühnheit, trotzend mit Leib und Leben dem wütenden Anprall der obrigkeitlich aufgepeitschten nationalistischen Wogen. Ihrem Kampf gelten unsere begeisterten Glückwünsche. Laßt ihren Geist unser Vorbild sein! Sorgt, daß er das Vorbild der Internationale werde!

    Wäre er es seit jenen Augusttagen gewesen, es stünde besser in der Welt. Es stünde besser um das internationale Proletariat.
    Aber kein Zuspät kennt entschlossener Kampfeswille!

    Abgewirtschaftet hat die unsinnige Parole des »Durchhaltens«, die nur immer tiefer in den Malstrom der Völkerzerfleischung führt. Internationaler proletarischer Klassenkampf gegen internationale imperialistische Völkerzerfleischung heißt das sozialistische Gebot der Stunde.
    Der Hauptfeind jedes Volkes steht in seinem eigenen Land!

    Der Hauptfeind des deutschen Volkes steht in Deutschland: der deutsche Imperialismus, die deutsche Kriegspartei, die deutsche Geheimdiplomatie. Diesen Feind im eigenen Lande gilt’s für das deutsche Volk zu bekämpfen, zu bekämpfen im politischen Kampf, zusammenwirkend mit dem Proletariat der anderen Länder, dessen Kampf gegen seine heimischen Imperialisten geht.

    Wir wissen uns eins mit dem deutschen Volk – nichts gemein haben wir mit den deutschen Tirpitzen und Falkenhayns, mit der deutschen Regierung der politischen Unterdrückung, der sozialen Knechtung. Nichts für diese, alles für das deutsche Volk. Alles für das internationale Proletariat, um des deutschen Proletariats, um der getretenen Menschheit willen!

    Die Feinde der Arbeiterklasse rechnen auf die Vergeßlichkeit der Massen – sorgt, daß sie sich gründlich verrechnen! Sie spekulieren auf die Langmut der Massen – wir aber erheben den stürmischen Ruf:

    Wie lange noch sollen die Glücksspieler des Imperialismus die Geduld des Volkes mißbrauchen? Genug und übergenug der Metzelei! Nieder mit den Kriegshetzern diesseits und jenseits der Grenze!
    Ein Ende dem Völkermord!

    Proletarier aller Länder, folgt dem heroischen Beispiel eurer italienischen Brüder! Vereinigt euch zum internationalen Klassenkampf gegen die Verschwörungen der Geheimdiplomatie, gegen den Imperialismus, gegen den Krieg, für einen Frieden im sozialistischen Geist.

    Der Hauptfeind steht im eigenen Land!

    Transkription und HTML-Markierung: Einde O’Callaghan für das Marxists’ Internet Archive.

    #guerre #soldats

  • Zwischen Selbst-Bestärkung der von Armut Beschämten und der Ambivalenz eines viralen „Aufstands der Armen“ – Aktuelle Sozialpolitik
    https://aktuelle-sozialpolitik.de/2022/05/29/hashtag-ichbinarmutsbetroffen

    Lors ce qu’en 2022 une mère célibataire publie un tweet à propos de sa situation précaire (Attention à l’euphémisme !) et y ajoute un joli #hashtag (traduction : #jesuisconcernéparlapauvreté ) c’est l’engouement médiatique. On accorde même son moment de gloire à la pauvre mère et l’état lui octroie une fois deux cent Euros de prime d’inflation sippmémentaire.

    Quatres années passées il n’y a plus rien. Pas de site web, pas de campagne soutenue en faveur des laissés pour compte, aucun parti n’a fait son sujet de campagne de la pauvre mère et ses enfants. On est passé à d’autres thëmes plus urgents que le sort des millions de personnes sans voix.

    La pauvreté demeure. Elle n’est pas de la "news" ( not newsworthy ).

    Il est temps d’apporter une solution incontournable au problème.

    29.5.2022 von Stefan Sell - Hashtag #IchBinArmutsbetroffen auf Twitter: Zwischen Selbst-Bestärkung der von Armut Beschämten und der Ambivalenz eines viralen „Aufstands der Armen“

    Seit Mitte Mai kann man es auf Twitter beobachten und mit Hilfe des Hashtags #IchBinArmutsbetroffen auf Twitter verfolgen oder sich beteiligen: Seitdem berichten viele Menschen öffentlich aus ihrem Leben. Der Hashtag soll im Umfeld der Initiative (ar)-MUT – mit dem anspruchsvollen Motto „Raus aus der Nische – aber richtig“ – entstanden sein und wurde durchaus erfolgreich auf Twitter platziert, wenn man denn Erfolg erst einmal quantitativ bemisst. Der Anspruch der Initiative wird so selbst beschrieben: »ar-MUT steht für Bestärkung von Armutsbetroffenen sowie für Sensibilisierung und Aufklärung für Nichtbetroffene. Armut ist nach wie vor ein Thema das von Scham, Vorurteilen, Unwissen, Stigmatisierungen und falschen Vorstellungen davon begleitet wird. Umso wichtiger ist es, Wissen über strukturelle Armut, die Zahlen, die Hintergründe, den Alltag, die Folgen von Armut und Beschämung sowie darüber warum Armutsbekämpfung nur beschämungsfrei funktionieren kann, zu vermitteln.«

    »Was es mit Armut auf sich hat, warum es kein individuelles Versagen ist, wie sehr Sprache beschämen und ausgrenzen kann, welche Folgen das für Betroffene hat, was man unter struktureller Armut und sozialer Ungleichheit versteht und vor allem – warum es es so wichtig ist unsere lange antrainierten Bilder über Armutsbetroffene zu hinterfragen« – das versucht die Initiative voranzutreiben.

    „Es ist traurig, dass es überhaupt so viele arme Menschen gibt, aber wunderschön, dass sie sich endlich rauswagen und darüber reden“, sagt Daniela Brodesser von der Initiative. Sie wird zitiert in dem Beitrag Warum im Internet viele von ihrem Alltag in Armut erzählen von Okan Bellikli (auf Twitter unter @okbelli unterwegs), eine gute Zusammenfassung dessen, was um den Hashtag passiert.

    Mit Blick auf die Initiative, deren Website 2021 an den Start gegangen ist, berichtet Bellikli: »Vier Jahre zuvor fing Brodesser, damals selbst betroffen, auf Twitter an, über ihre Erfahrungen zu schreiben. „Entweder ich fange an, darüber zu reden oder ich resigniere komplett“, beschreibt sie einen damaligen „Kippunkt“ in ihrem Leben. Über mehrere Jahre habe sie zuvor gemerkt, wie sehr man anfange, sich zurückzuziehen, „weil man die ganzen Vorurteile kennt und sich immer wieder rechtfertigen muss“. Die Reaktionen auf Twitter gaben ihr eigenen Angaben zufolge Kraft, zeigten aber auch, dass viele Menschen bei dem Thema vorschnell Urteile fällen. Sie startete vor einigen Monaten deshalb eine Whatsapp-Gruppe für Betroffene als „Safe Space, wo keine Trolle und Beschämer hineinkommen und sie reden können, ohne niedergemacht zu werden“. Dort kam einer Nutzerin die Idee zu dem Hashtag.«

    Das, was sich nun unter dem Hashtag versammelt, wird in einem Teil der Medienberichterstattung durchaus aufgegriffen: „Armut ist keine Schande“: Wie Menschen auf Twitter mit einem Tabu brechen, so ist beispielsweise ein Beitrag von Maria Häußler überschrieben. Ihre Wahrnehmung dessen, was da seit einiger Zeit passiert: »Wer arm ist, versucht das oft zu verbergen. Doch auf Twitter outen sich in diesen Tagen immer mehr User unter dem Hashtag #IchBinArmutsbetroffen. Sie brechen das Tabu und erzählen ihre Geschichte, beschreiben also auch die Umstände, die sie in die Armut geführt haben. Darunter sind oft psychische Krankheiten, die Verantwortung für Angehörige mit Behinderung, ein Leben als Alleinerziehende. Die User wollen vor allem zeigen, dass Armut selten selbstverschuldet ist und jeden treffen kann.« Einigen Usern ist aufgefallen, wie oft eine Krankheitsgeschichte, darunter vor allem chronische Krankheiten, hinter den einzelnen Armutsgeschichten steht.

    Aber Häußler deutet zumindest am Ende ihres Beitrags auch an, dass es in den sozialen Netzwerken und gerade auch (?) auf Twitter eine Schattenseite gibt, mit der diejenigen, die ihre Twitter-Stimmen erheben, mehr oder weniger schnell konfrontiert werden: »Kommentare zu Spartipps unter den Tweets kommen gar nicht gut an. Inzwischen wird auch hitzig diskutiert, ob Studierende und Auszubildende von „echter“ Armut betroffen sind. Das hängt vor allem davon ab, ob die Eltern ihre Kinder unterstützen können.«

    Und man kann das hier dahingehend ergänzen, dass es keine Übertreibung ist, wenn man darauf hinweist, dass nicht wenige Menschen die Interaktionen, wenn sie denn auf Twitter ablaufen, als „toxisch“ bezeichnen. Oftmals werden die Betroffenen verbal übel angegangen in den Kommentierungen zu ihren Tweets. Und man braucht schon eine ganz eigene „Professionalität“ im Sinne einer ausgeprägten selektiven Wahrnehmung, um zu verstehen, was da zuweilen passiert (und von wem).

    Letztendlich sind wir hier schon angekommen bei einem Grunddilemma dessen, was nun erneut auf Twitter passiert: Zum einen kann es für die wirklich Betroffenen (also exklusive der „berufsmäßigen“ Beobachter und Akteuere der Armutsthematik, wenngleich die nicht selten das, was da von den Originalquellen vorgetragen wird, „natürlich“ für ihre Anliegen instrumentalisieren) durchaus eine bestärkende Wirkung haben, wenn ihnen der Hashtag vermittelt, dass sie mit ihrem ganz individuellen Leben und dessen Beschwernissen Teil eines größeren Kollektivs sind. Man steht nicht alleine vor den Belastungen und Herausforderungen. Zum anderen aber spiegelt sich die schon in der Vergangenheit in der Armutsforschung immer wieder beschriebene und trotz ihrer Unvermeidlichkeit auch kritisierte Individualisierung (oftmals problematisch potenziert mit einer Personalisierung und Moralisierung des Arm-Seins) in den zuweilen verletzenden, ja toxischen Kommentierungen der individuellen Tweets, die verheerend wirken (können), wenn man keine entsprechenden Abschirm- und Einordnungsfähigkeiten hat oder in der Vergangenheit herausbilden konnte.

    ➔ Wieso „erneut“? Gab es das schon mal so oder ähnlich? Okan Bellikli klärt uns auf: »Etwas Ähnliches gab es auch Ende 2018: Damals war über einen Artikel in der Wochenzeitung „Der Freitag“, geschrieben vom Journalisten Christian Baron, „#Unten“ entstanden. Unter diesem Hashtag äußerten sich ebenfalls auf Twitter viele zu ähnlichen Punkten. Seitdem hat sich nicht viel verändert.« Hier die Original-Quelle:
    ➞ Christian Baron (2018): Sie nannten uns Sozialhilfe-Adel, in: der Freitag, Nr. 45/2018: »Wenig Geld? Selber schuld. Faul. Dumm. Soziale Diskriminierung gehört in diesem Land zum Alltag. Zeit für einen Aufschrei.«

    Bellikli ergänzt mit Blick auf die (Nicht-)Wirkung: »Damals wie heute fand der jeweilige Hashtag seinen Weg in den Bundestag: Vor dreieinhalb Jahren erwähnte die damalige Linke-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht „#Unten“ während einer Debatte, Mitte Mai wiederum las ihre Parteikollegin Janine Wissler Tweets zu „#IchBinArmutsbetroffen“ vor. Einen Unterschied gibt es aber: Anders als im Koalitionsvertrag der damaligen Regierung aus SPD und CDU/CSU kommt in der Vereinbarung der Ampelparteien der Begriff „Hartz IV“ vor – einmal. Und zwar in dem Zusammenhang, dass es durch ein sogenanntes Bürgergeld ersetzt werden soll, das „die Würde des und der Einzelnen achten, zur gesellschaftlichen Teilhabe befähigen sowie digital und unkompliziert zugänglich sein“ soll.« Wir werden sehen, was der Sommer bringt – denn den angekündigten Umbau von Hartz IV zu einem „Bürgergeld“ will der zuständige Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im Sommer mit einem Gesetzentwurf konkretisieren.

    Wieder zurück zur aktuellen Rezeption des Hashtags in den „klassischen“ Medien: »Von Armut betroffene Menschen werden auch in Deutschland traditionell verachtet. Scham wird dabei zu einer Waffe – die marginalisierte Menschen auch gegen sich selbst richten«, schreibt Samira El Ouassil in ihrer SPIEGEL-Kolumne unter der auf den ersten Blick positiv daherkommenden Überschrift #IchBinArmutsbetroffen: Warum der Hashtag so wirkmächtig ist. Sie weist darauf hin, dass der Hashtag #IchBinArmutsbetroffen von der alleinerziehenden Mutter »Finkulasa« in Gang gebracht wurde (auf Twitter unter @finkulasa unterwegs).

    WimalDie »Formulierung »von Armut betroffen« ist hier sehr wichtig, denn es geht eben nicht darum, arm zu sein, als sei es eine Eigenschaft, sondern man muss Armut als etwas begreifen, das einem widerfährt, als einen Schicksalsschlag. Und das ist vielleicht auch die Essenz dieses Hashtags: deutlich zu machen, dass Armut in verschiedenen Konstellationen jeden treffen kann. In den zahlreichen Schilderungen wird jedoch auf detaillierte Weise anschaulich, wie schwer es ist, hierzulande mit Hartz IV, Niedriglöhnen, Aufstockung oder einer geringen Rente ein würdevolles Leben zu führen.« Auch die Autorin sieht die Schattenseiten des Sprechens über Armut: »Denn jedes Mal, wenn ich irgendwo über Armut schreibe, können Sie Ihre Rolex darauf verwetten, dass etliche Kommentare darauf hinweisen, dass von Armut betroffene Menschen im Grunde doch immer auch selbst an ihrer Situation schuld seien. Von »Die sollen halt arbeiten gehen!« über »Warum geben sie sich nicht mehr Mühe beim Geld haben?« bis zu »Faul, drogensüchtig und dumm!« ist alles an ätzenden Erniedrigungen dabei. Von Armut betroffene Menschen werden auch in Deutschland traditionell verachtet, weil die unterstellte Disziplinlosigkeit, das angebliche Sichgehenlassen vielen hier geradezu als frech erscheint, stellt es doch die verteidigte Funktionalität einer Leistungsgesellschaft infrage.«

    Armut als Beleg eines individuellen Scheiterns, persönlichen Unvermögens oder aber eines Unwillens, mehr aus sich zu machen. »Um diesen Mythos erfolgreich aufrechtzuerhalten, kommt vor allem ein soziales Instrument zum Einsatz: Scham. Genauer: Beschämung. Ein Mechanismus, der zur Verhaltenskontrolle eingesetzt wird.«

    Die Beschämung funktioniert auf zwei Arten, die von Samira El Ouassil so beschrieben werden:

    »Die Beschämung ist ein fabelhaftes soziales Tool, um das Ideal der Eigenverantwortlichkeit aufrechtzuerhalten, denn sie führt zu einer gern gedrehten Armuts-Beschämungs-Spirale, die es ökonomisch abgesicherten Bürgerinnen und Bürgern einfacher macht, sich Armut – was? In Deutschland? Unmöglich! – nicht konkret vorstellen zu müssen. Durch sie entsteht die Wahrnehmungslücke einer naiven Elendsleugnung. Analog zum berühmten Konzept der Schweigespirale der Kommunikationswissenschaftlerin Elisabeth Noelle-Neumann funktioniert diese Armuts-Beschämungs-Spirale folgendermaßen: Eine Gesellschaft hält an der vorherrschenden These »Wer arm ist, der ist selbst dran schuld!« fest – vor allem in einem aufgeklärten, liberalen, prosperierenden Land.
    Auf Grundlage dieser gesellschaftlichen Ansicht werden einkommensschwache Menschen als randständig stigmatisiert, weshalb sie nicht darüber sprechen, weshalb sie unsichtbar bleiben und die Schicksale vieler in einer Schweigespirale des Sichgenierens verstummen; weshalb im wohlständigen Teil der Gesellschaft wiederum gedacht wird, dass es den meisten ja gut gehe – und sie folglich zum Schluss kommen: Wer arm ist, muss also selbst daran schuld sein! In einer Mischung aus Klischees über Arme, die auch in deutscher Unterhaltung und schlechter Berichterstattung transportiert werden, aber auch aus reiner, dumpfer Ignoranz und fehlender Verfügbarkeit, weil man die Gesamtheit an prekär lebenden Menschen ja nicht immer vor Augen hat, erkennt die Mehrheit der Gesellschaft das Problem nicht als ein gesamtgesellschaftliches an, sondern als individuelles Versagen einiger aus einer abseitigen Minderheit.«

    Zur Bekämpfung der Armut müsste neben ökonomischen Lösungen auch eine Entstigmatisierung erfolgen sowie eine Sichtbarkeit geschaffen werden, welche eine grundlegende Auseinandersetzung erzwingt. In diesem Kontext wird nun auch die Überschrift des Beitrags von Samira El Ouassil verständlich: »Deswegen ist der Hashtag in seiner Formulierung »Von Armut betroffen« auch so wirkmächtig.«

    Es gibt noch eine zweite Art der Beschämung:

    »Der zweite Hebel der Beschämung: Mit der Behauptung von Schuld und Faulheit, von Charakterschwäche und der potenziellen Möglichkeit, es ja aus eigenem Antrieb besser machen zu können, wenn man denn nur wollte, gibt man Menschen erfolgreich so lange die Schuld an der eigenen Armut, bis sie die Scham verinnerlicht haben und gegen sich selbst einsetzen; bis sie sich selbst für unzureichend und schwach halten, für nicht zugehörig und zu Recht in der aussichtslosen Position gelandet. Das heißt, zur ökonomischen Ausgrenzung kommt nicht nur eine soziale hinzu, die z.B. den Zugang zum Gesundheits- und Bildungssystem erschwert, sondern auch eine innerliche Selbstausgrenzung. Dieses Gefühl geht einher mit der Feststellung, dass man im tiefsten Inneren machtlos ist.«

    Daraus resultiert oftmals ein großes Problem: Die „Blockierung des Selbsthilfepotentials durch die Scham“ (vgl. Kurt Salentin: Nicht nur zu wenig Geld: Armut, Scham und die Folgen, 2008). »Scham also als eine Waffe, die marginalisierte Menschen gegen sich selbst richten, eine Fessel, die verhindert, dass man über sein Elend öffentlich spricht, und somit ein Instrument, welches die Sichtbarkeit dieser Ungerechtigkeiten verhindert. Das Dilemma beziehungsweise die Stärke symbolischer Gewalt ist die Internalisierung der Ungleichheiten, bis sie selbstverständlich erscheinen.«

    Samira El Quassil beendet ihre Ausführungen hoffnungsvoll: »Betrachtet man die politische Auseinandersetzung und die gescheiterte Sozialpolitik der letzten Jahrzehnte, dann ist man offenbar wirklich kein richtiger Mensch, sondern nur ein zählbares Element in einer Statistik. Diese Entmenschlichung wird hoffentlich durch die Sichtbarmachung und das Aufbrechen der Armuts-Beschämungs-Spirale reduziert, wenn hoffentlich endlich klar wird: Da Armut jeden Menschen treffen kann, betrifft sie uns alle.«

    Und abschließend soll auf einen weiteren ersten Einordnungsversuch dessen, was mit dem Hashtag (nicht) verbunden ist bzw. sein kann, hingewiesen werden. Unter der wortgewaltig daherkommenden Überschrift Der Aufstand der Armen berichtet Jörg Wimalasena: »Unter dem Hashtag #IchbinArmutsbetroffen schildern Menschen mit finanziellen Problemen ihr Leben – und stellen gängige Klischees von vermeintlich faulen Arbeitslosen in der sozialen Hängematte infrage. Politische Antworten aber bleiben aus.«

    Wimalasena verweist auf die Urheberin des Hashtags: »Anni ist nicht arm, sondern von Armut betroffen. Auf diese Feststellung legt die 39-Jährige wert. „Ich habe Freunde und meine Familie. Arm sein klingt, als hätte ich nichts im Leben“, sagt sie. Aber es sei vor allem die wirtschaftliche Situation, unter der sie leide. Man merkt: Die zweifache Mutter, die von Hartz IV lebt, möchte endlich einmal die Definitionshoheit haben über ihr Leben und ihre Situation – und das Armutsbetroffene endlich einmal selbst zu Wort kommen.« Anni hat nicht nur sich selbst eine Stimme in den sozialen Netzwerken verschafft, sondern auch Tausenden anderen Menschen in prekären finanziellen Situationen in Deutschland. »Unter dem Hashtag #IchbinArmutsbetroffen forderte sie Betroffene, die von Hartz IV, Niedriglöhnen und zu geringen Renten leben auf, im Netz ihre Lebensrealitäten zu schildern. „Lasst uns zeigen, wer wir sind, dass wir KEINE Zahlen sind“, schrieb sie. Anni machte selbst den Anfang: Erzählte von den vielen Jobs, die sie schon hatte. Davon, dass sie mit einer schweren Arthrose, einer Depression und zwei Kindern derzeit nicht arbeiten kann. „Aber ich bin nicht unsozial, faul, dumm“, ließ sie Twitter wissen.«

    Sie beschreibt »das „Gedankenkarussell“, das sie ständig beschäftige. „Was ist, wenn der Kühlschrank kaputtgeht, was wenn ich die Stromrechnung nicht bezahlen kann?“ Ständig kreisten die Gedanken ums Geld. Das aktuell größte Problem: Wegen der steigenden Lebensmittelpreise werde es immer schwerer, sich frisches Obst und Gemüse leisten zu können.«

    Nun könnte bei diesem „viralen Aufstand der Armen“ – viral deshalb, da sie ja nicht analog durch die Straßen des Landes ziehen, sondern die Arena dieses Aufstandes ist eine der Social Media-Plattformen – die Gefahr bestehen, dass man in einer nach außen getragenen Selbstbespiegelung des individuellen von Armut betroffenen Lebens sowie der sich um den Vernetzungs-Hashtag herausbildende Blase gleichsam „steckenbleibt“. Dass es nach einer schnellen Wachstumsphase, die so typisch ist für Twitter & Co., zu einem Ab- und Auskühlen kommt und am Ende das bittere Gefühl bleibt, dass es wieder einmal ein „Aufstand im Wasserglas“ gewesen ist, den wir einen Moment lang erleben durften.

    Aber es gibt eben auch diese andere Seite, die Wimalasena in seinem Artikel so beschreibt: »Ein früher Unterstützer der Kampagne ist Konstantin Seefeldt. Der 41-Jährige hilft gemeinsam mit zwei anderen Mitgründerinnen und einem Netzwerk aus Helfenden mit seiner Stiftung OneWorryLess Foundation (zu deutsch: „Eine Sorge weniger“-Stiftung) Bedürftigen mit Sach- und Geldspenden. Das Hashtag sei eine wichtige Entwicklung. „Das Milieu der Armutsbetroffenen ist sehr abgekapselt – und das bricht nun ein bisschen auf“, beobachte er. Man unterstütze sich gegenseitig gegen diffamierende Kommentare im Netz, spreche sich gegenseitig Mut zu. Es gebe einen neuen Zusammenhalt.«

    Man wird abwarten müssen, wie sich das weiter entwickelt. Ob das wie andere Vorläufer auch einfach versanden wird – oder mehr daraus entstehen kann. Das ist derzeit alles sehr unklar.

    Für Betroffene hat das, was auf Twitter unter dem Hashtag passiert, den positiven Effekt, man fühle sich selbst sicherer und selbstbewusster, erzählt Anni: „Twitter hat mir geholfen, weniger Scham zu empfinden für meine Situation.“

    Le texte a également été publié ici :
    https://www.labournet.de/politik/wipo/wipo-deb/kapitalismuskritik/ichbinarmutsbetroffen-warum-der-hashtag-so-wirkmaechtig-ist

    #Allemagne #pauvreté #précarité #réseaux_sociaux

  • Aux toilettes, tout le monde s’essuie de cette façon mais c’est très mauvais pour l’anus, alerte un proctologue - Top Santé
    https://www.topsante.com/medecine/aux-toilettes-tout-le-monde-sessuie-de-cette-facon-mais-cest-tres-mauvais-


    Je trouve que ça manque d’authentiques trous du cul, les infos, en ce moment.
    #Anus_horribilis

    Concernant les lingettes, le ton du spécialiste est brutal. « Elles sont terribles, non seulement pour l’environnement, mais pour votre trou », tranche le Dr Evan Goldstein. Il affirme voir environ 90 patients par semaine, dont près d’un tiers pour des problèmes liés aux lingettes humides : irritations, dermites, infections. Selon lui, ces produits perturbent profondément le microbiome anal, ce fragile équilibre de bonnes et de mauvaises bactéries, et laissent une humidité qui entretient les lésions au lieu de soulager la zone.

    Pour limiter les dégâts quand on n’a que du papier, le chirurgien conseille de tamponner plutôt que de frotter, en squat debout. « Je suis un grand fan de bidet », ajoute-t-il, car l’eau nettoie en douceur. Autre consigne : « Vous devez toujours vous assurer de bien vous sécher », l’humidité autour de l’anus favorisant irritations et démangeaisons.

  • #PortesDisparus : au Sénégal, un journaliste rend un nom et un visage à ceux qui sont partis

    Au #Sénégal, alors que chaque semaine les drames de l’émigration clandestine continuent de faire l’actualité, un journaliste, #Ayoba_Faye, a lancé un hashtag « #portés_disparus » pour aider les familles de migrants partis par la mer à avoir des informations sur leur enfant et éviter qu’ils ne tombent dans l’oubli.

    « Ousseynou Ndiaye : disparu depuis 20 jours. Point de départ inconnu », peut-on lire sur le compte X du journaliste sénégalais Ayoba Faye. Depuis une semaine, le rédacteur en chef du média en ligne PressAfrik a listé une dizaine de noms déjà de Sénégalais portés disparus après avoir tenté la traversée par la mer vers l’Espagne.

    https://twitter.com/autruicomoi/status/1727428904036762101

    Une démarche entreprise après que de nombreuses familles l’ont contacté, nous explique Ayoba Faye. « Les parents qui entrent en contact avec moi sont dans le désarroi total. Certains sont restés plus d’un mois sans avoir de nouvelles de leurs enfants. Ils n’ont aucune structure étatique vers qui se tourner. C’est alors que j’ai décidé d’utiliser le peu d’influence que j’ai sur les réseaux sociaux pour aider à mettre un visage sur chaque porté disparu parmi les centaines, voire les milliers, depuis le début des vagues migratoires de cette année 2023. Ce n’étaient pas des personnes anonymes ces jeunes qui ont disparu en mer, ils avaient une vie, ils avaient des rêves, ils avaient une histoire, qui méritent d’être connus. »

    https://twitter.com/autruicomoi/status/1725276632338801028

    À chaque nom listé par le journaliste est associée une photo. Avec ses 34 000 followers, Ayoba Faye espère ainsi aider à retrouver des personnes potentiellement décédées lors de cette traversée extrêmement dangereuse. Une façon aussi de les sortir de l’anonymat et de l’oubli alors que plusieurs acteurs de la société civile sénégalaise demandent l’instauration d’une journée de deuil national pour les migrants.

    https://www.rfi.fr/fr/afrique/20231124-portesdisparus-au-s%C3%A9n%C3%A9gal-un-journaliste-rend-un-nom-et-un-vi

    #hashtag #celleux_qui_restent #asile #migrations #missing #réfugiés #frontières #morts_aux_frontières #mourir_aux_frontière #recherche

  • Une question SPIP :
    Si je comprends bien, les #hashtags de #seenthis sont automatiquement convertis en mots clé #SPIP qu’on peut utiliser dans des boucles.
    Comment est-ce que ca marche ? Je voudrais épargner aux auteurs d’un site de passer par l’interface de gestion des mots clé dans l’espace privé et leur permettre de simplement insérer des #hashtags dans leurs textes comme sur Seenthis.

    Merci pour vos lumières :-)k++

    @b_b @seenthis

  • Fast’n Curious François Saltiel – #HASHTAG INFOS
    https://hashtag-infos.fr/2023/04/12/fastn-curious-francois-saltiel

    Dans le cadre des journées des libertés numériques, François Saltiel a animé, au Concorde, la ciné-conférence : La société du sans-contact est-elle inéluctable ?
    Il a également gentiment accepté de se prêter au jeu d’une interview rapide et curieuse qu nous vous dévoilons ici.

    #François_Saltiel

  • Hashtag – Publictionnaire
    http://publictionnaire.huma-num.fr/notice/hashtag

    Excellent synthèse sur les hashtags par Bérengère Stassin (dans le non moins excellent « Publictionnaire » de l’Université de Nancy).

    Le hashtag (en français : mot-dièse) est apparu sur Twitter en 2007, à l’initiative de Chris Messina, consultant en marketing digital. Son usage s’est ensuite étendu à d’autres plateformes comme Facebook, Instagram ou LinkedIn. Tout comme le tag (en français : mot clé ou mot-clic), il permet d’indexer des contenus et de regrouper ceux qui ont été indexés de la même manière. Relevant de la folksonomie, il constitue un outil d’indexation dite « sociale » et peut être appréhendé selon ses fonctions info-documentaires. Ce « technolangage » (Paveau, 2013) propre au web 2.0 se compose d’un mot ─ ou d’un groupe de mots rédigé sans espace ─ cliquable et précédé d’un croisillon : #harcèlement, #petitdejeunerhealthy. Il est donc également possible de l’appréhender selon ses différentes formes morphosyntaxiques, ses fonctions sémantiques et ses visées pragmatiques (Jackiewicz, Vidak, 2014). Parmi ces visées se trouve la possibilité d’offrir aux publics du web un nouveau moyen de s’exprimer sur un sujet qui les affecte ou qui les interpelle, d’exprimer leur solidarité autour d’un événement (#jesuischarlie), de témoigner d’une discrimination ou d’une violence subie (#blacklivesmatter, #metoo).

    #Hashtags #Folksonomies #Bérengère_Stassin

    • Je ne le vois jamais rappelé, mais l’utilisation du hashtag sur le Web existait déjà pour créer les ancres à l’intérieur des pages Web : en plus de faire le lien vers l’URL d’une page, il est possible de faire un lien vers un endroit spécifique d’une page.

      C’est encore systématique sur Wikipédia, d’ailleurs, de façon très old school, puisqu’il s’agit bien d’avoir une sorte de « table des matières » en début d’article, qui pointe vers les endroits précis de cette page longue :
      https://fr.wikipedia.org/wiki/Hashtag#Émergence_du_hashtag_sur_les_réseaux_sociaux

      Le lien ici est #Émergence_du_hashtag_sur_les_réseaux_sociaux

      Or l’utilisation très fréquente dans le « vieux » Web des ancres internes aux pages, à la manière d’une entrée de dictionnaire, je pense que c’est un précurseur à l’utilisation « thématique » des hashtags. Certes ça semble un usage très « technique », mais encore aujourd’hui, un lien vers une telle ancre apparaît visuellement à l’écran sous forme de lien clairement identifié par son intitulé (je veux dire par là que, autant une note de bas de page se fait vers #nb3 sans trop de difficulté, autant une ancre « thématique », ici, n’est pas une très anonyme « #ancre12 », mais bien « #Emergence_du_hastag… ») :

      Et on a les mêmes limitations liées à leur aspect technique (notamment : pas d’espace dans le hashtag, alors on met des tirets et des underscores).

  • Avec « Mulan », « non seulement Disney s’affranchit de la sortie en salle, mais il fait payer le prix fort à ses fans »
    https://www.lemonde.fr/economie/article/2020/09/08/avec-mulan-non-seulement-disney-s-affranchit-de-la-sortie-en-salle-mais-il-f

    Ce film-phare de l’année pour Disney, dont la production a coûté près de 200 millions de dollars, est sorti en effet uniquement sur le site de visionnage en ligne (streaming) Disney+. Un pari d’autant plus audacieux que la société a décidé de faire payer le film 30 dollars, en surcroît de l’abonnement au site de sept dollars par mois. Il est aussi en vente sur les plates-formes Apple, Google, Roku et Amazon.
    Une stratégie originale

    Non seulement le créateur de Mickey s’affranchit de la sortie en salle, mais il fait payer le prix fort à ses fans. Même si, en contrepartie, il promet l’accès libre sur le site dès le mois de décembre, date de la sortie en France. Le film finira par sortir également en salle, notamment en Chine, le 11 septembre, et dans les autres pays où Disney+ n’est pas accessible. Cette stratégie originale bouscule l’ordonnancement bien réglé qui voulait qu’un film fasse des premières armes sur le grand écran avant de connaître plus tard une nouvelle carrière en vidéo et à la télévision. En France, cette traditionnelle « chronologie des médias » fait même l’objet d’une loi. Tout cela vole en éclats et la crise sanitaire a accéléré le basculement.

    #Mulan #Disney #Culture #Mouvements_sociaux #Hashtag

    • 30 dollars en plus de l’abonnement qui te promettait, justement, l’accès au catalogue Disney et Star Wars ?

      On peut déjà prévoir que, début 2021, Disney lancera une grande campagne pour dénoncer l’échange de films sur BitTorrent et les méchants pirates de l’internet.

  • Levée de boucliers contre Mulan, l’héroïne chinoise de Disney
    https://www.lemonde.fr/international/article/2020/09/09/levee-de-boucliers-contre-mulan-l-heroine-chinoise-de-disney_6051460_3210.ht

    Non contente d’avoir mobilisé contre elle une coalition de militants prodémocratie de Hongkong, de Taïwan et de Thaïlande, la deuxième adaptation de Mulan par Disney, disponible le 4 décembre sur le site de vidéo à la demande Disney+, est dans le collimateur des défenseurs du peuple ouïgour, la minorité opprimée du Xinjiang, où une partie du tournage du film a eu lieu.
    Lire aussi A Hongkong, la recherche de la « vraie Mulan »

    Le générique de Mulan remercie les départements de la propagande du Parti communiste de la région autonome du Xinjiang, celui de la ville de Turpan ainsi que son bureau de sécurité publique, c’est-à-dire la police. En soi, rien de très étonnant : la plupart des grands films d’action se passant en Chine sont tournés au Xinjiang, qui offre des paysages exceptionnels de montagnes et de déserts. Avec, comme il se doit, l’imprimatur des bureaux de propagande et de police.

    Mais la répression féroce par la Chine des Ouïgours, après avoir été ignorée pendant des années, ne laisse plus indifférent. Sur Twitter ou Facebook, des défenseurs des droits de l’homme en Occident et en Asie, mais aussi de nombreux Ouïgours en exil, pointent le fait que le studio américain a de fait collaboré avec une entité, la police, qui est complice d’actes extrêmement graves contre le peuple ouïgour, comme l’internement de masse de plus d’un million de personnes. Ces crimes font l’objet de plusieurs lois votées par le Congrès américain pour punir les plus hauts responsables politiques de la région autonome.
    Défenseuse servile de l’Etat chinois

    Mulan raconte l’histoire, très populaire dans le monde chinois, d’une jeune femme qui se déguise en homme pour remplacer son père âgé dans l’armée impériale. Et se distingue au combat contre les envahisseurs. Mais l’actrice chinoise choisie par Disney, Liu Yifei, a cru bon, en août 2019, au plus fort des manifestations antigouvernementales de Hongkong, de déclarer sur Weibo, le Twitter chinois, son soutien à la police du territoire, honnie par les manifestants pour sa brutalité. Une position qui à Hongkong a fait d’elle la défenseuse servile de l’Etat chinois.
    Article réservé à nos abonnés Lire aussi Avec « Mulan », « non seulement Disney s’affranchit de la sortie en salle, mais il fait payer le prix fort à ses fans »

    L’arrestation à Hongkong, le 10 août, d’Agnes Chow, l’une des membres de l’ancien parti politique Demosisto, a ravivé la polémique : les jeunes Hongkongais, qui depuis les propos de Liu Yifei avaient déclaré vouloir boycotter le film, ont décidé de faire d’Agnes Chow « [leur] Mulan », l’héroïne hongkongaise qui se bat contre les barbares du Nord, c’est-à-dire la Chine.

    Ils ont été rejoints par des hordes d’internautes de Taïwan et de Thaïlande, qui s’étaient déjà mobilisés en avril, en pleine épidémie, sous la bannière virtuelle de « #milkteaalliance », l’Alliance du thé au lait, contre les prétentions chinoises à faire partout la loi. Un couple d’acteurs thaïlandais avait alors été pris à partie par les ultranationalistes chinois suite à des déclarations ambiguës, à leurs yeux, sur Taïwan et Hongkong, suscitant en réponse une campagne coordonnée de moqueries.

    Brice Pedroletti

    #Mulan #Disney #Culture #Mouvements_sociaux #Hashtag

  • The Second Act of Social-Media Activism | The New Yorker
    https://www.newyorker.com/culture/cultural-comment/the-second-act-of-social-media-activism

    Un article passionnant qui part des analyses de Zeynep Tufekci pour les reconsidérer à partir des mouvements plus récents.

    Some of this story may seem familiar. In “Twitter and Tear Gas: The Power and Fragility of Networked Protest,” from 2017, the sociologist Zeynep Tufekci examined how a “digitally networked public sphere” had come to shape social movements. Tufekci drew on her own experience of the 2011 Arab uprisings, whose early mobilization of social media set the stage for the protests at Gezi Park, in Istanbul, the Occupy action, in New York City, and the Black Lives Matter movement, in Ferguson. For Tufekci, the use of the Internet linked these various, decentralized uprisings and distinguished them from predecessors such as the nineteen-sixties civil-rights movement. Whereas “older movements had to build their organizing capacity first,” Tufekci argued, “modern networked movements can scale up quickly and take care of all sorts of logistical tasks without building any substantial organizational capacity before the first protest or march.”

    The speed afforded by such protest is, however, as much its peril as its promise. After a swift expansion, spontaneous movements are often prone to what Tufekci calls “tactical freezes.” Because they are often leaderless, and can lack “both the culture and the infrastructure for making collective decisions,” they are left with little room to adjust strategies or negotiate demands. At a more fundamental level, social media’s corporate infrastructure makes such movements vulnerable to coöptation and censorship. Tufekci is clear-eyed about these pitfalls, even as she rejects the broader criticisms of “slacktivism” laid out, for example, by Evgeny Morozov’s “The Net Delusion,” from 2011.

    “Twitter and Tear Gas” remains trenchant about how social media can and cannot enact reform. But movements change, as does technology. Since Tufekci’s book was published, social media has helped represent—and, in some cases, helped organize—the Arab Spring 2.0, France’s “Yellow Vest” movement, Puerto Rico’s RickyLeaks, the 2019 Iranian protests, the Hong Kong protests, and what we might call the B.L.M. uprising of 2020. This last event, still ongoing, has evinced a scale, creativity, and endurance that challenges those skeptical of the Internet’s ability to mediate a movement. As Tufekci notes in her book, the real-world effects of Occupy, the Women’s March, and even Ferguson-era B.L.M. were often underwhelming. By contrast, since George Floyd’s death, cities have cut billions of dollars from police budgets; school districts have severed ties with police; multiple police-reform-and-accountability bills have been introduced in Congress; and cities like Minneapolis have vowed to defund policing. Plenty of work remains, but the link between activism, the Internet, and material action seems to have deepened. What’s changed?

    The current uprisings slot neatly into Tufekci’s story, with one exception. As the flurry of digital activism continues, there is no sense that this movement is unclear about its aims—abolition—or that it might collapse under a tactical freeze. Instead, the many protest guides, syllabi, Webinars, and the like have made clear both the objectives of abolition and the digital savvy of abolitionists. It is a message so legible that even Fox News grasped it with relative ease. Rachel Kuo, an organizer and scholar of digital activism, told me that this clarity has been shaped partly by organizers who increasingly rely on “a combination of digital platforms, whether that’s Google Drive, Signal, Messenger, Slack, or other combinations of software, for collaboration, information storage, resource access, and daily communications.” The public tends to focus, understandably, on the profusion of hashtags and sleek graphics, but Kuo stressed that it was this “back end” work—an inventory of knowledge, a stronger sense of alliance—that has allowed digital activism to “reflect broader concerns and visions around community safety, accessibility, and accountability.” The uprisings might have unfolded organically, but what has sustained them is precisely what many prior networked protests lacked: preëxisting organizations with specific demands for a better world.

    What’s distinct about the current movement is not just the clarity of its messaging, but its ability to convey that message through so much noise. On June 2nd, the music industry launched #BlackoutTuesday, an action against police brutality that involved, among other things, Instagram and Facebook users posting plain black boxes to their accounts. The posts often included the hashtag #BlackLivesMatter; almost immediately, social-media users were inundated with even more posts, which explained why using that hashtag drowned out crucial information about events and resources with a sea of mute boxes. For Meredith Clark, a media-studies professor at the University of Virginia, the response illustrated how the B.L.M. movement had honed its ability to stick to a program, and to correct those who deployed that program naïvely. In 2014, many people had only a thin sense of how a hashtag could organize actions or establish circles of care. Today, “people understand what it means to use a hashtag,” Clark told me. They use “their own social media in a certain way to essentially quiet background noise” and “allow those voices that need to connect with each other the space to do so.” The #BlackoutTuesday affair exemplified an increasing awareness of how digital tactics have material consequences.

    These networks suggest that digital activism has entered a second act, in which the tools of the Internet have been increasingly integrated into the hard-won structure of older movements. Though, as networked protest grows in scale and popularity, it still risks being hijacked by the mainstream. Any urgent circulation of information—the same memes filtering through your Instagram stories, the same looping images retweeted into your timeline—can be numbing, and any shift in the Overton window means that hegemony drifts with it.

    In “Twitter and Tear Gas,” Tufekci wrote, “The Black Lives Matter movement is young, and how it will develop further capacities remains to be seen.” The movement is older now. It has developed its tactics, its messaging, its reach—but perhaps its most striking new capacity is a sharper recognition of social media’s limits. “This movement has mastered what social media is good for,” Deva Woodly, a professor of politics at the New School, told me. “And that’s basically the meme: it’s the headline.” Those memes, Woodley said, help “codify the message” that leads to broader, deeper conversations offline, which, in turn, build on a long history of radical pedagogy. As more and more of us join those conversations, prompted by the words and images we see on our screens, it’s clear that the revolution will not be tweeted—at least, not entirely.

    #Activisme_connecté #Black_lives_matter #Zeynep_Tufekci #Mèmes #Hashtag_movments #Médias_sociaux

  • #VraieFemmeAfricaine, le hashtag qui renverse les clichés sexistes
    https://www.lemonde.fr/afrique/article/2020/03/05/vraiefemmeafricaine-le-hashtag-qui-prend-les-cliches-sexistes-a-contre-pied_

    Reste à savoir si ce #hashtag pourra accélérer le changement des comportements. L’exemple du #Sénégal tendrait à faire pencher la balance côté du « oui » après que #BalanceTonSaïSaï #Dafadoye et #Doyna, (« balance ton porc », « ça suffit ! » et « stop », en wolof) apparus en 2018 et 2019 suites à une série de viols et de féminicides ont contribué à changer dans la loi la qualification du #viol de « #délit » à « #crime », le 30 décembre 2019. Entre 2016 et 2019, 4 320 cas de viol avaient été recensés dans le pays et le combat sur les réseaux sociaux puis dans la rue a aidé à cette transformation majeure. Les auteurs de viol s’exposent désormais à la perpétuité et non plus à cinq à dix ans de prison.

    #femmes #Afrique #sexisme #féminisme #réseaux_sociaux

  • #Incendies en #Australie : les climatosceptiques derrière une grande campagne de #désinformation | LCI
    https://www.lci.fr/planete/incendies-australie-les-climatosceptiques-derriere-une-grande-campagne-de-desinf

    Des chercheurs ont ainsi observé que la crise actuelle avait donné lieu à une campagne de désinformation « sans précédent » dans l’histoire du pays, avec des "#bots" (programmes informatiques qui envoient automatiquement des messages) déployés pour défendre l’idée que les feux ne sont pas liés au réchauffement climatique.

    Alors que des médias, des sites et des hommes politiques conservateurs du monde entier défendent l’idée que les feux seraient en fait criminels, le hashtag #arsonemergency ("urgence incendie criminel") est notamment utilisé en force sur les réseaux sociaux.

    Timothy Graham, expert des médias numériques à l’Université de technologie du Queensland, explique à l’AFP que, selon ses recherches, la moitié des comptes #Twitter utilisant ce #hashtag semblent se comporter comme des « bots » ou des « #trolls », ces internautes publiant des messages intentionnellement provocateurs. « Nos conclusions révèlent un effort concerté pour désinformer le public sur les causes des #feux_de_forêt », indique-t-il. « Cette campagne est sans comparaison dans son ampleur avec ce qu’on a pu voir dans d’autres pays, comme lors de la présidentielle américaine de 2016, mais ce niveau de désinformation en Australie est sans précédent. »

    #climat

  • Macron, Hitler, Marx, Staline, Trump, Lincoln, Jean-Baptiste et Le Monde... (quand l’Absente tue le game !)

    Branle bas de combat ! #Le_Monde aurait osé « la #caricature de trop » ! Comme l’explique brillamment #André_Gunthert sur son « carnet de recherches d’image sociale », cette #Une, grandiloquente et #en_même_temps irrévérencieuse, « vient clore l’impressionnante dégringolade du président Macron »
    http://imagesociale.fr/6975
    seenthissé par @colporteur : https://seenthis.net/messages/747820

    Le récit, commencé en fanfare et qui se clôt sur un champ de bataille, est illustré en couverture du magazine par un photomontage du graphiste Jean-Baptiste Talbourdet

    Mais bien qu’elle contienne toutes les références nécessaires, je ne partage pas les conclusions de cette note, qui prête à l’auteur #Jean-Baptiste_Talbourdet une intension volontairement malveillante sans l’avoir questionné.

    Suite, donc, à cette couverture pour le moins « audacieuse », une shitstorm s’est installée, sur les limites de la représentation du #Chef de l’#État, on croirait presque à un blasphème tant la bronca est générale. #Luc_Bronner, directeur de la rédaction du Monde, oppose un petit justificatif, et c’est là, selon moi, que se joue une couardise dommageable pour tou-te-s :
    https://www.lemonde.fr/m-le-mag/article/2018/12/29/a-nos-lecteurs-a-propos-de-la-une-de-m-le-magazine-du-monde_5403549_4500055.
    Il avait tous les éléments pour faire une démonstration historique avec un filage magistral et ... non, il se réfugie derrière une rapide référence de l’Histoire de l’Art, en bon #sachant, et prend pour exemple... d’autres couvertures du Monde ! En bref, il lâche le choix politique pour une excuse graphique, esthétisante... alors qu’elle-même est issue d’une tradition politique !

    #Hubert_de_Jenlis, en bon chevalier de #Macron, pense porter un coup de grâce par la preuve irréfutable d’un #plagiat de #Lincols_Agnew qui portraitise #Hitler :
    https://twitter.com/HubertdeJenlis/status/1079143667724627968

    Hors, cet portrait a servi pour illustrer un essai ô combien intéressant paru dans le Harpers en juillet 2017 : The Reichstag Fire Next Time, The coming crackdown par #Masha_Gessen :
    https://harpers.org/archive/2017/07/the-reichstag-fire-next-time
    Le portrait, donc, est signé #Lincoln_Agnew et fait partie d’un diptyque où on retrouve donc Hitler :

    Illustrations by Lincoln Agnew. Source photographs: Adolf Hitler © Hulton Archive/Getty Images; crowd saluting Hitler © Visual Studies Workshop/Getty Images

    Mais aussi #Trump, #Putin, #Obama, #Bush :

    Source photographs: Donald Trump © JB Lacroix/WireImage; Vladimir Putin © Mikhail Svetlov/Getty Images; Barack Obama © Ron Sachs-Pool/Getty Images; George W. Bush © Luke Frazza/AFP/Getty Images; protest © Creative Touch Imaging Ltd./NurPhoto/Getty Images; drone © Erik Simonsen/Getty Images

    Ce qui semblait de toute évidence être une copie se révèle, si on prend le temps de lire l’article, puis de chercher les sources d’inspiration de Lincoln Agnew, être un hommage, dans le fil d’une tradition de représentation de la #Puissance et du #Pouvoir de figures d’autorité, dans la _#Droite ligne de #Gauche_ de l’#iconographie #Russe.
    Et il se trouve que Agnew lui-même s’inspire de #Gustav_Klutsis qui portraitise #Marx, #Engels, #Lenine et #Staline de la même manière en... 1933 !

    Gustav Klutsis, Raise Higher the Banner of Marx, Engels, Lenin and Stalin ! 1933

    (L’année même de l’incendie du du Reichstag dont il est question plus haut.) Portrait qu’on peut retrouver dans la superbe exposition de nov 2017 à février 2018 au musée #Tate : Red Star Over Russia at Tate Modern
    https://www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/exhibition/red-star-over-russia
    Il est vraiment intéressant de regarder la vidéo faite par le Tate Modern pour l’exposition : https://youtu.be/Kd_GHlMkwpQ

    qui revient sur

    the story behind graphic designer #David_King's collection of 250,000 artworks, photographs and documents from the Soviet Union.

    Et cette histoire, derrière la collection, c’est le point de départ sur une #Disparition, une #Invisibilisation. Celle de Léon #Trotski. C’est donc l’histoire de la construction de l’image de la Puissance, du Pouvoir, et la représentation de l’Homme Fort, et comment celle-ci écrase tout sur son passage. Pas grand chose à voir donc avec un parti politique particulier, mais bien plus avec une #oppression_systémique, la plus rependue au monde...

    L’affiche de l’expo est peut-être même la première inspiration de la série, et il est troublant de la mettre à côté du portrait de Macron tant les deux visages se répondent ! Elle est datée de 1923 et signée #Strakhov (Braslavsky) Adolf Yosypovych :

    Elle est issue d’une campagne de propagande pour... l’émancipation féminine ! Et ... combien avez-vous vu de #femmes dans cette suite de portraits, jusqu’à présent ? Hein ?!

    Quel dommage ! Quel dommage que les gonades qui s’expriment contre la pseudo-insulte faite au Chef de la France soient quasiment, uniquement, masculines ou assimilées. Quel dommage aussi que pour défendre un choix, d’autres gonades masculines n’osent aller au bout de la filiation. Je n’irait pas jusqu’à dire quel dommage que si peu soient encore #Charlie, mais ceci dit, ça a quand même son sens. L’année 2018 a vu augmenter, terriblement, la pression du #patriarcat, du #masculinisme même, et la #répression, partout : cette fin d’année est maculée de sang sous les coups frénétiques d’un service régalien qui ne fait que protéger un président fantoche dont quasi plus personne ne veut. Et quand, enfin, arrive une occasion de justifier le maintien de leur chef au Pouvoir, la meute de déchaine, écrasant, une fois de plus la continuité des leçons de l’Histoire, de sa contextualisation globale nécessaire, et participe ainsi, encore plus, au #confusionnisme plutôt qu’à l’#éducation_populaire...
    Quelle misère !

    Épilogue : Toute #oppression crée un état de #guerre.
    #Simone_de_Beauvoir, in Le Deuxième #sexe, t.2, L’expérience vécue

  • Qui est Gerda Taro, à laquelle le Doodle du jour rend hommage ?
    01.08.2018 Bruno Labarbère.
    http://mizuwari.fr/index.php/2018/08/01/qui-est-gerda-taro-a-laquelle-le-doodle-du-jour-rend-hommage


    François Maspero « Ombre d’une photographe, Greda Taro »

    Ombre parmi les ombres Gerda Taro a subi le plus cruel destin que puisse connaître les ombres : celui de ne même pas être sa propre ombre, mais celle d’un autre. Pendant plus de soixante ans, quand on cherchait son nom, on le trouvait certes cité des centaines de fois. Mais toujours associé, en quelques lignes, en quelques pages, à l’homme dont elle a un temps partagé la vie. Rien de plus. Fugace passage dans la biographie d’un personnage célèbre, et dont il ne restait que des traces brouillées, confuses, souvent contradictoires, mensongères, parfois même absurdes.

    #Femmes photographes #Gerda Taro #Guerre d’Espagne #Photojournaliste #Robert Capa

  • De l’indignation et de la #Propagande en 280 caractères
    https://reflets.info/de-lindignation-et-de-la-propagande-en-280-caracteres

    Twitter est un logiciel de microblogging mais n’est pas un « réseau social » (terme qui ne signifie pas grand chose si l’on y réfléchit bien) et il génère de nombreux comportements et émotions. L’indignation, menant à […]

    #Tribunes #BalanceTonPorc #débats_de_société #harcèlement_sexuel #hashtag #JeSuisCharlie #propagande_en_démocratie #Twitter

  • Hashtag | WP

    #Hashtag, #Metadata_tag
    https://en.wikipedia.org/wiki/Hashtag

    #Mot-dièse, marqueur de #métadonnées
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Hashtag

    #Meta-Kommentierung
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hashtag

    [...]

    The pound sign [hashtag /oAnth] was adopted for use within IRC networks circa 1988 to label groups and topics.[9] Channels or topics that are available across an entire IRC network are prefixed with a hash symbol # (as opposed to those local to a server, which use an ampersand ‘&’).[10]

    The use of the pound sign in IRC inspired[11] Chris Messina to propose a similar system to be used on Twitter to tag topics of interest on the #microblogging network.[12] He posted the first hashtag on Twitter:

    How do you feel about using # (pound) for groups. As in #barcamp [msg]?
    — Chris Messina, ("factoryjoe"), August 23, 2007[13]

    Messina’s suggestion to use the hashtag was not adopted by Twitter, but the practice took off after hashtags were widely used in tweets relating to the 2007 San Diego forest fires in Southern California.[14][15]

    According to Messina, he suggested use of the hashtag to make it easy for “lay” users to search for content and find specific relevant updates; they are for people who do not have the technological knowledge to navigate the site. Therefore, the hashtag “was created organically by Twitter users as a way to categorize messages." [16]

    Internationally, the hashtag became a practice of writing style for Twitter posts during the 2009–2010 Iranian election protests; Twitter users inside and outside Iran used both English- and Persian-language hashtags in communications during the events.[17]

    The first published use of the term “hash tag” was in a blog post by Stowe Boyd, “Hash Tags = Twitter Groupings,”[18] on August 26, 2007, according to lexicographer Ben Zimmer, chair of the American Dialect Society’s New Words Committee.

    Beginning July 2, 2009,[19] Twitter began to #hyperlink all hashtags in tweets to Twitter search results for the hashtagged word (and for the standard spelling of commonly misspelled words). In 2010, Twitter introduced “Trending Topics” on the Twitter front page, displaying hashtags that are rapidly becoming popular. Twitter has an algorithm to tackle attempts to spam the trending list and ensure that hashtags trend naturally.[20]

    Although the hashtag started out most popularly on Twitter as the main social media platform for this use, the use has extended to other social media sites including Instagram, Facebook, Flickr, Tumblr, and Google+.[21]

    […]

    #Style

    On #microblogging or #social_networking sites, hashtags can be inserted anywhere within a sentence, either preceding it, following it as a postscript, or being included as a word within the sentence (e.g. “It is [hushtag]sunny today”).

    The quantity of hashtags used in a post or tweet is just as important as the types of hashtags used. It is currently considered acceptable to tag a post once when contributing to a specific conversation. Two hashtags are considered acceptable when adding a location to the conversation. Three hashtags are seen by some as the “absolute maximum”, and any contribution exceeding this risks “raising the ire of the community.”[24]

    As well as frustrating other users, the misuse of hashtags can lead to account suspensions. Twitter warns that adding hashtags to unrelated tweets, or repeated use of the same hashtag without adding to a conversation, could cause an account to be filtered from search, or even suspended.

    […]

    via https://diasp.eu/p/5930657

    #histoire_numérique #signe_fonctionel #fonction_formatique #usage #réseaux_sociaux #métadonnées

  • #seenthis_fonctionnalités Les #hashtags, hiérarchisés

    Bon, les hashtags sont désormais omniprésent, je ne pense pas que ce soit particulièrement une caractéristique de Seenthis.

    En revanche, il y a l’aspect hiérarchisé qui est marrant : les messages avec le hashtag #seenthis_fonctionnalités apparaissent aussi dans la page du hashtag #seenthis_fonctionnalité, et du hashtag #seenthis, et #seen… On peut par exemple préciser #spip-3.1, ou #spip-3 ou juste #spip, et ça fera une hiérarchie. On a une série avec #ghost et autres endroits abandonnés…

    Et par ailleurs on a un système de thématisation automatique, qui tourne avec l’API Reuters (OpenCalais), qui produit des hashtags automatiquement.

    Et enfin on peut s’abonner (« suivre ») des hashtags (pas seulement des @auteurs). Si on suit un hashtag, dans la logique des hashtags hiérarchisés, on voit aussi passer les enfants de son hashtag. Ça me semble particulièrement intéressant, parce qu’on peut taguer de manière précise (#spip-3.1), mais suivre de manière plus générale (#spip tout court).

    • Commentaire : j’aime bien l’idée des hashtags hiérarchisés, et je trouve particulièrement élégant le principe de taguer précisément et de suivre plus largement. Mais après, dans la pratique, je ne suis pas certain que ce soit très important. En dehors de #spip, je n’ai pas vu autre chose qui tourne comme ça.

      Sur le fait de pouvoir s’abonner à un hashtag, très bien. Mais notre communauté étant très petite, là encore dans la pratique, ce n’est pas forcément indispensable. Si on avait le nombre de participants de Mastodon, ça deviendrait sans doute plus pertinent, du coup :-))

      Quant à la thématisation automatique, ça fonctionne surtout bien en anglais (c’est censé fonctionner aussi en français, mais ça ne semble pas donner des résultats très spectaculaires), sur certains sujets. Genre dans le flux de @nidal, c’est fonctionne très bien parce qu’on y parle de pays, de villes, de mouvements politiques… qu’OpenCalais identifie plutôt bien.

      L’autre aspect problématique, c’est qu’on dépend là d’une API propriétaire, et qu’on n’a pas franchement de concurrent même propriétaire. Je me souviens que @fil avait évoqué des choses libres, mais est-ce que ça fonctionne bien ?

    • Moi je trouve ça très bien la hiérarchie, ne serait-ce que pour les problèmes de pluriels ou autres tags pas tout à fait écrits pareil.

      C’est une des méthodes pour organiser l’énorme bordel que sont les tags libres. Dans d’autres systèmes (Stackoverflow il me semble par ex), il y a des fonctionnalités de fusion des tags, administrable par des admins et par celleux qui ont beaucoup de points. C’est une autre méthode. Mais si on laisse tout libre, alors ce système de hiérarchie limite les dégâts de l’éparpillement.

      Et je m’abonne à quelques tags (dont « ghost », pour avoir toutes les variantes).

    • Pouvoir construire son propre flux (ou sa newsletter) serait vraiment bien. La page « Thèmes », c’est ce qui m’a permis de garder le contact avec Seenthis (@7h36 est vraiment précieux aussi pour ça) et de me motiver à venir éplucher une fois par mois la 20aine de tags que j’essaie de suivre.

      Par contre c’est pas évident de savoir quoi suivre parce qu’il n’y a pas de page qui permettrait d’explorer tous les tags et de capter leur hiérarchie, ou encore de voir les articles les plus « favorisés » sur tel ou tel tag (dans l’esprit de Delicious), ou « favorisés » par celles et ceux qu’on suit uniquement. Ou encore une bête liste des « tags » les plus utilisés en ce moment.

      Quand ne on suit pas Seenthis au jour le jour, c’est compliqué de saisir les nouveaux usages qui pourrait peut-être nous intéresser.

      Merci en tout cas pour ces #seenthis_fonctionnalités, c’est vraiment super classe de capter la richesse de cet outil et sa conception.

  • C’est quoi, Seenthis ? - SeenThis
    https://seenthis.net/fran%C3%A7ais/article/c-est-quoi-seenthis
    Voici la traduction allemande. Depuis la publication de ce texte #Seenthis a évolué et il me semble qu’il faudrait le corriger un peu. C’est que je me suis d’ailleurs permis de faire dans la traduction.

    Was ist Seenthis?

    Seenthis ermöglicht ein persönliches Blog aus Kurzbeiträgen zu führen. Es dient vor allem dem Verfolgen und Ordnen von aktuellen News. Zu diesem Zweck stellt Seenthis in erster Linie Werkzeuge zum Verlinken, Zitieren und Kommentieren bereit, und ergänzt sie durch eine zweckmäßige automatische Formatierung der Texte.

    Ziel von Seenthis ist hauptsächlich das gegenseitige Empfehlen von Links als Informationsaustausch auf Augenhöhe.

    Das integrierte Forensystem ermöglicht den Teilnehmern konstruktiven Meinungsaustausch in öffentlichen Diskussionen. Das leistungsfähiges Schlagwort- und Hashtagsystem von Seenthis vereinfacht den Aufbau von Dokumenten- und Themensammlungen.

    Short-Blogging

    Seenthis basiert auf dem Konzept des „Short-Blogging“: Gebloggt werden Links und Verweise, unterstützt durch Automatismen zum einfachen Anlegen von Zitaten und zugehörigen Kommentaren.

    Das Seenthis-System beschleunigt drei grundlegende Aktionen dieses Blogging-Typs:
    — Websites verlinken,
    — aus ihnen zitieren,
    — eigene Kommentare schreiben.

    Das geschieht unmittelbar im „Textmodus“ im Eingabefenster der Beiträge.
    — eine Adresse im Format http:// wird automatisch in einen aktiven Hyperlink umgewandelt,
    — ein von An- und Abführungszeichen umschlossener Text-Absatz wird in einen Zitat-Block umgewandelt, der klar vom restlichen Text abgesetzt ist.

    Dabei stellt das System automatisch eine ordentliche Typographie sicher. Neben anderen Korrekturen führt es, wo angebracht, geschützte Leerzeichen, typographische Apostrophs und franösische Anführungszeichen in den Text ein. Zeilenumbrüche und Absatzwechsel werden ebenfalls respektiert.

    Seenthis hebt sich deutlich von Blog- und Micro-Blog-Systemen ab:

    News-Tracking und Themensammlung

    Seenthis bietet eine Reihe Automatismen, die News-Tracking und Themensammlung vereinfachen.

    –>Die #Themen

    Blogbeiträge können mit #Hashtags Themengruppen zugeordnet werden. Ein Begriff, der mit einer Raute, auch Doppelkreuz genannt, beginnt, wird zu einem Thema.

    Der Einsatz von #Hashtags auf Seenthis bietet zahlreiche fortgeschrittene Möglichkeiten:
    — sie funktionieren mit allen Buchstaben, nicht nur mit ASCII-Zeichen; insbesondere wird die Verwendung von kyrillischen und arabischen Zeichen unterstützt.
    — Die Themenbezeichnungen können Punkte, Binde- und Unterstriche enthalten, so dass Ausdrücke wie #spip-2.1.2 oder #iran_wahlen möglich sind.
    — last not least werden Themen automatisch zu hierarchischen Unterthemen auf Grundlage der Buchstaben, die ihre Bezeichnung bilden. So gehört das Thema #spip-2.1.2 zum übergeordneten Thema #spip-2, das wiederum Teil der Themengruppe #spip ist.

    Damit besteht die Möglichkeit, durch intelligentWas ist Seenthis?

    Seenthis ermöglicht ein persönliches Blog aus Kurzbeiträgen zu führen. Es dient vor allem dem Verfolgen und Ordnen von aktuellen News. Zu diesem Zweck stellt Seenthis in erster Linie Werkzeuge zum Verlinken, Zitieren und Kommentieren bereit, und ergänzt sie durch eine zweckmäßige automatische Formatierung der Texte.

    Ziel von Seenthis ist hauptsächlich das gegenseitige Empfehlen von Links als Informationsaustausch auf Augenhöhe.

    Das integrierte Forensystem ermöglicht den Teilnehmern konstruktiven Meinungsaustausch in öffentlichen Diskussionen. Das leistungsfähiges Schlagwort- und Hashtagsystem von Seenthis vereinfacht den Aufbau von Dokumenten- und Themensammlungen.

    Short-Blogging

    Seenthis basiert auf dem Konzept des „Short-Blogging“: Gebloggt werden Links und Verweise, unterstützt durch Automatismen zum einfachen Anlegen von Zitaten und zugehörigen Kommentaren.

    Das Seenthis-System beschleunigt drei grundlegende Aktionen dieses Blogging-Typs:
    — Websites verlinken,
    — aus ihnen zitieren,
    — eigene Kommentare schreiben.

    Das geschieht unmittelbar im „Textmodus“ im Eingabefenster der Beiträge.
    — eine Adresse im Format http:// wird automatisch in einen aktiven Hyperlink umgewandelt,
    — ein von An- und Abführungszeichen umschlossener Text-Absatz wird in einen Zitat-Block umgewandelt, der klar vom restlichen Text abgesetzt ist.

    Dabei stellt das System automatisch eine ordentliche Typographie sicher. Neben anderen Korrekturen führt es, wo angebracht, geschützte Leerzeichen, typographische Apostrophs und franösische Anführungszeichen in den Text ein. Zeilenumbrüche und Absatzwechsel werden ebenfalls respektiert.

    Seenthis hebt sich deutlich von Blog- und Micro-Blog-Systemen ab:

    News-Tracking und Themensammlung

    Seenthis bietet eine Reihe Automatismen, die News-Tracking und Themensammlung vereinfachen.

    –>Die #Themen

    Blogbeiträge können mit #Hashtags Themengruppen zugeordnet werden. Ein Begriff, der mit einer Raute, auch Doppelkreuz genannt, beginnt, wird zu einem Thema.

    Der Einsatz von #Hashtags auf Seenthis bietet zahlreiche fortgeschrittene Möglichkeiten:
    — sie funktionieren mit allen Buchstaben, nicht nur mit ASCII-Zeichen; insbesondere wird die Verwendung von kyrillischen und arabischen Zeichen unterstützt.
    — Die Themenbezeichnungen können Punkte, Binde- und Unterstriche enthalten, so dass Ausdrücke wie #spip-2.1.2 oder #iran_wahlen möglich sind.
    — last not least werden Themen automatisch zu hierarchischen Unterthemen auf Grundlage der Buchstaben, die ihre Bezeichnung bilden. So gehört das Thema #spip-2.1.2 zum übergeordneten Thema #spip-2, das wiederum Teil der Themengruppe #spip ist.

    Damit besteht die Möglichkeit, durch intelligenten Einsatz von #Themen eine fein strukturierte Datenbasis zu schaffen, sowie automatisch über neue Beiträge zum Thema #spip-2.1.2 benachrichtigt zu werden, indem man dem Thema #spip folgt.

    –> Hierarchische Hyperlinks
    Hyperlinks werden ebanfalls hierarchisch gegliedert. So können alle Beiträge aufgefunden werden, die eine bestimmte WWW-Seite zitieren oder auch alle Verweise auf alle verschiedenen referenzierten Seiten einer Website.

    Wie bei den Theman kann man:
    — eine einzelne Information auf einer einzelenen Seite einer Website referenzieren
    — allen Erwähnungen von Seiten einer ganzen Website folgen.

    –> Informationen folgen

    Bei Seenthis eingetragen Mitglieder stehen Abonnement-Werkzeuge zur Verfügung, um nach Inhalt gefliterte Beiträge automatisch automatisch in ihre eigene Website oder ihre Newsfeeds zu übernehmen. Die Auswahl erfogt nach
    — Autoren,
    — Themen,
    — Websites.

    Öffentliche Diskussionen

    Seenthis ergänzt jeden Beitrag um ein Forum. Diese Foren werden hervorgehoben, denn sie ermöglichen das Kommentieren und Verschlagworten der Beiträge mit Hashtags sowie öffentliche Diskussionen. Diese persönlichen Gespräche finden immer öffentlich statt.

    Linkempfehlungen unter Mitgliedern

    Alle beschriebenen Funktionen erleichtern das Empfehlen von Links und Ressourcen innerhalb der Nutzergemeinde. Das stellt die zentrale Funktion von Seenthis dar.
    en Einsatz von #Themen eine fein strukturierte Datenbasis zu schaffen, sowie automatisch über neue Beiträge zum Thema #spip-2.1.2 benachrichtigt zu werden, indem man dem Thema #spip folgt.

    –> Hierarchische Hyperlinks
    Hyperlinks werden ebanfalls hierarchisch gegliedert. So können alle Beiträge aufgefunden werden, die eine bestimmte WWW-Seite zitieren oder auch alle Verweise auf alle verschiedenen referenzierten Seiten einer Website.

    Wie bei den Theman kann man:
    — eine einzelne Information auf einer einzelenen Seite einer Website referenzieren
    — allen Erwähnungen von Seiten einer ganzen Website folgen.

    –> Informationen folgen

    Bei Seenthis eingetragen Mitglieder stehen Abonnement-Werkzeuge zur Verfügung, um nach Inhalt gefliterte Beiträge automatisch automatisch in ihre eigene Website oder ihre Newsfeeds zu übernehmen. Die Auswahl erfogt nach
    — Autoren,
    — Themen,
    — Websites.

    Öffentliche Diskussionen

    Seenthis ergänzt jeden Beitrag um ein Forum. Diese Foren werden hervorgehoben, denn sie ermöglichen das Kommentieren und Verschlagworten der Beiträge mit Hashtags sowie öffentliche Diskussionen. Diese persönlichen Gespräche finden immer öffentlich statt.

    Linkempfehlungen unter Mitgliedern

    Alle beschriebenen Funktionen erleichtern das Empfehlen von Links und Ressourcen innerhalb der Nutzergemeinde. Das stellt die zentrale Funktion von Seenthis dar.

    Est-ce que c’est possible de rajouter à Seenthis le texte allemand sous son propre URL et de l’afficher aux visiteurs utilisant un « brouteur » ou système d’exploitation allemand ?

    @fil

    • La traduction automatique n’est pas mentionnée dans le texte initial. Pourtant elle constitue un élément essentiel de Seenthis même si nous ne l’utilisons qu’exeptionnellement. J’ai donc ajouté deux phrases à propos du multilinguisme.

      Automatische Übersetzungen

      Seenthis bringt Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen zusammen. Den Austausch unter ihnen unterstützt die automatische Übersetzung der Zitate für angemeldete Mitglieder.

    • Avec le peu de droits que j’ai je ne vois que les rubriques Francais (2), Mentions (3) et Sites (1).
      On pourrait créer une traduction de l’article 3 (10. C’est quoi, Seenthis ?) dans une nouvelle rubrique Allemand/Deutsch.

      Est-ce que c#est compatible avec la structure de Seenthis ?

      Actuellement j’essaye de populariser l’approche Seenthis pour me débarasser des innombrables listes de diffusion auxquelles on m’abonne et qui font exploser ma boîte mail alors que je n’ai strictement rien à faire de la plupart des messages. Ces infos constitueraient de jolis billets Seenthis et seraint très utiles comme partie d’une archive crée avec des #hashtag . Dans ma boîte mail il me pourrissent la vie à cause de l’absence d’un formatage unique et parce que je n’ai pas le temps de les classer dans des catégories ou par des hashtag.

      P.S. Je vois que Seenthis tourne toujours sous #SPIP 2.1.29 - à quand la documentation sur comment mettre en place des instances Seenthis sous SPIP 3.n.n ? Ce serait un beau sujet pour le #SPIPoulet prochain.

  • It isn’t a highway and it doesn’t have lanes |

    http://dreamcafe.com/2017/02/27/it-isnt-a-highway-and-it-doesnt-have-lanes

    It isn’t a highway and it doesn’t have lanes

    27 February 2017 | 63 Comments

    By Steven Brust

    As long as there is class society in general and capitalism in particular there will be conflict between art and commercialism. How could their not be? In a society in which money is tied to fame and those two things combine into the official social measure of quality, any artist (in the broadest sense of the term) with a hint of self-awareness combined with the least shred of integrity has to, at some point, confront the issue.

    While there are those who write to live, many of us live to write. Commercial success means less time doing a day job that perhaps we hate, and more time for our passion. To be sure, some of us—I include myself—have, simply because of luck, never had to face the choice between writing what satisfies us, and writing what will generate income. But for many, it can be a constant and difficult choice.

    #hashtag_à_venir

  • Le FBI sur la voie de destitution du genre « Watergate », une fois Clinton élue
    http://www.argotheme.com/organecyberpresse/spip.php?article2946

    11 jours avant l’élection présidentielle du 8 novembre aux Etas-Unis, le FBI a balancé une nouvelle accusation contre la candidate, donnée gagnante d’avance. C’est un inconvénient important dans sa campagne, dès lors les mots en #Hashtag de la déclaration du directeur de la police fédérale comporte : #enquête - #FBI et #Clinton servent à déterminer de graves erreurs, passibles d’inculpations majeures. Une aubaine pour son adversaire, Donald Trump. Les nouveaux éléments démontrent on pas le manque de (...)

    Actualité, événement, opinion, intérêt général, information, scoop, primauté

    / censure, presse, journaux, dictature, expressions, liberté, journaliste, poète, poésie, livre, écrits, #diplomatie,_sécurité,_commerce,_économie_mondiale, #crise,_capitalisme,_économie,_justice,_Bourse, économie, politique, (...)

    #Actualité,événement,_opinion,_intérêt_général,_information,_scoop,_primauté #censure,_presse,_journaux,_dictature,_expressions,_liberté #_journaliste,_poète,_poésie,_livre,_écrits #économie,_politique,_arts,_corruption,_opposition,_démocratie #Obama,_USA,_Israël,_Proche-Orient,_Palestine

  • Provinz als Kulturbewahrer
    https://seenthis.net/messages/525817


    @Taxi hat einen neuen #hashtag nämlich #Provinz . Darunter findet nichts statt, worauf der Inhaber eines Abonnements bei den Berliner Philharmonikern stolz wäre, aber die netten Abartigkeiten des Lebens halten dort länger als in Berlin und anderen echten Städten. Schon mal was von #Wacken gehört, laut genug isses ja ? #Punk hat scheinbar auch einen Alterssitz in der Provinz gefunden, irgenwo musser ja hin.

    Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/mararie

    #Kultur #Philharmonie