• #Philippe_Tabarot, le nouveau ministre des #transports de fonds
    https://carfree.fr/index.php/2025/01/21/philippe-tabarot-le-nouveau-ministre-des-transports-de-fonds

    Sur Carfree France, on avait pris l’habitude de faire un petit article dès qu’un nouveau ministre des transports était nommé. A vrai dire, au vu de la valse actuelle des Lire la suite...

    #Alternatives_à_la_voiture #Fin_de_l'automobile #Transports_publics #Vélo #2000 #critique #libéralisme #mobilité #politique #sncf #trains

    • .... un jour seulement après sa nomination comme ministre des transports, le 24 décembre dernier, veille de Noël, le trafic TGV est interrompu, en Seine-et-Marne, sur l’axe Paris–Sud-Est, bloquant des centaines de passagers suite au suicide d’un conducteur. Un drame, donc, qui ne saurait remettre en question la compétence de la SNCF et de ses agents. Pourtant au fait de ces éléments, le nouveau ministre des transports Philippe Tabarot sombre dans l’indécence en déclarant : « Ça aurait pu être plus grave s’il avait souhaité faire dérailler son train. »

      #corruption #lois_anti-grève #privatisation

  • Pierre-Yves Hénin : « Le national-capitalisme autoritaire de Trump devient le modèle dominant dans le monde » | Alternatives Economiques

    https://www.alternatives-economiques.fr/pierre-yves-henin-national-capitalisme-autoritaire-de-trump-devient-l/00113464

    En 2021, les économistes Ahmet Insel et Pierre-Yves Hénin avaient avancé le concept de NaCA, acronyme de national-capitalisme autoritaire1, par opposition au capitalisme libéral. Ils faisaient le constat que, contrairement aux prédictions de Francis Fukuyama, la sortie du communisme n’avait pas entraîné l’extension des conceptions démocratiques telles qu’elles sont généralement comprises en Occident.

    Au contraire, au tournant des années 2000, un modèle de régime liant autoritarisme, nationalisme et capitalisme, initialement expérimenté à Singapour, avait été adopté, sous des modalités variées, aussi bien par la Chine de Deng, la Russie de Poutine, la Turquie d’Erdogan, le Brésil de Bolsonaro, que la Hongrie d’Orban au sein même de l’Union européenne.

    #Etats-Unis
    #libéralisme
    #démocratie
    #fucking-trump

  • Le #service_public empêché

    Fragilisé mais loin d’avoir disparu, le service public est aujourd’hui « empêché ». Plusieurs mécanismes l’entravent, le gênent, font obstacle à sa conduite et produisent confusion et insatisfaction chez les usagers, #perte_du_sens de leur mission et #souffrance_au_travail pour les agents, sentiment d’abandon et fatalisme chez les citoyens.

    D’une entreprise ou d’une administration à l’autre (au sein de La Poste, de la SNCF, d’EDF, d’hôpitaux et d’autres services publics), les mêmes processus sont à l’œuvre : la #libéralisation européenne favorise la concurrence, la #marchandisation et la #financiarisation fixent des objectifs de #rentabilité, les #privatisations bouleversent le statut des organisations qui produisent l’#intérêt_général. Cet ouvrage se penche sur les effets de ces processus sur les usagers comme sur les travailleurs. Mais même si le principal effet de ces politiques est d’entraîner une #désingularisation du service public, il n’empêche qu’il continue, malgré tout, de fonctionner.

    Un ouvrage qui fait dialoguer plusieurs disciplines : sociologie, histoire et droit, par une spécialiste reconnue de la sociologie de l’action publique et du travail.

    https://www.puf.com/le-service-public-empeche
    #travail
    #livre

  • Дело Собчака
    https://www.youtube.com/watch?v=rGv9zjrbuQw


    L’histoire de l’assassinat d’Anatoli Sobtchak
    Sous-titres et traduction automatiques.

    Anatoli Sobtchak
    https://fr.wikipedia.org/wiki/Anatoli_Sobtchak

    Delo Sobtschaka
    https://de.wikipedia.org/wiki/Delo_Sobtschaka

    Delo Sobtschaka (russisch Дело Собчака, wiss. Transliteration Delo Sobčaka; auch Delo Sobchaka, dt. Der Fall Sobtschak) ist ein russischer Dokumentarfilm von Wera Kritschewskaja über Anatoli Sobtschak (1937–2000), der auf einem Drehbuch von Xenija Sobtschak basiert und von der Regisseurin selbst gedreht wurde.

    Der Film vom Frühjahr 2018 über den ehemaligen Bürgermeister von St. Petersburg, Anatoli Sobtschak, der auch an der Ausarbeitung der russischen Verfassung beteiligt war, ist ein Film über den Vater von Xenija Sobtschak, die in dem Film eine der Hauptfiguren ist. Der Film zeigt die Geschichte des Gönners von Wladimir Putin, achtzehn Jahre nach seinem Tod. Er erzählt von der Familie Anatoli Sobtschaks, seinen Freunden und seinen Feinden. Sobtschak war ein Demokrat der ersten Welle in der Gorbatschow-Ära und der erste Bürgermeister von St. Petersburg, der ironischerweise Putin an die Macht brachte. Zu Beginn beschreibt seine Tochter den Film als einen Versuch, die Ereignisse der letzten zehn Jahre im Leben ihres Vaters zu rekonstruieren, als sie noch ein Kind war. Sie versucht, die Fragen zu beantworten, warum der pro-demokratische Aktivist Sobtschak den KGB-Offizier Wladimir Putin an die Macht brachte und warum Boris Jelzin Putin zu seinem Nachfolger wählte.[1]

    In dem Film kommen russische Spitzenpolitiker und Sicherheitsbeamte zu Wort, darunter Wladimir Putin, Dmitri Medwedew und Wiktor Solotow, der derzeitige Direktor der Nationalgarde Russlands und Mitglied des Sicherheitsrates Russlands, der viele Jahre lang der Leibwächter von Sobtschak war, ebenfalls verschiedene Mitglieder von Sobtschaks Team in Sankt Petersburg und der innere Kreis von Präsident Jelzin – zwei Leiter seiner Verwaltung und der Chef des Sicherheitsdienstes von Präsident Jelzin.[2] Im Mittelpunkt der Dreharbeiten stand ein einstündiges Gespräch zwischen Xenija Sobtschak und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.[3][4]

    In dem Film waren auch Alexei Kudrin, Anatoli Tschubais, Alexander Korschakow, Tatjana Jumaschewa, Ljudmila Narussowa, Juri Jakowlew, Igor Rydnik, Sergei Stankewitsch, Swetlana Sorokina und andere zu sehen.

    Die Webseite festagent.com beschreibt die Wirkung des Sturzes von Sobtschak mit den folgenden Worten:[5]

    „Als Sobtschak zur Emigration gezwungen wurde, war dies ein großer Sieg für den Sicherheitsapparat. Gleichzeitig beschreibt der Film die Erfahrungen, die Wladimir Putin durch seine Arbeit mit Sobtschak machte. Er konnte sehen, wohin Pressefreiheit, freie Wahlen und echte Wahldebatten führen. Er erkannte, dass diejenigen, die zum inneren Kreis gehören, zu Verrätern werden können. Die politische Erfahrung des Sturzes von Sobtschak scheint eine der wichtigsten Lektionen für Wladimir Putin gewesen zu sein, die Lektion, was man NICHT tun sollte. Es ist eine Erfahrung des Scheiterns.“

    #Russie #histoire #libéralisme

  • Diese 24-jährige Deutsche hat Elon Musk zum AfD-Fan gemacht : Ein Interview mit Naomi Seibt
    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/diese-24-jaehrige-deutsche-hat-elon-musk-zum-afd-fan-gemacht-ein-in

    Naomi Seibt ist 24 Jahre alt, in Münster geboren und arbeitet laut eigener Aussage als freie Journalistin. Vorwiegend auf der Plattform X .

    Une interview avec le vide. Ce qui frappe dans le discours de cette jeune femme sont l’absence totale d’humanité et de raisonnement analytique. Elle vend ses idés politiques sur Youtube et X comme d’autres influenceuses le font avec des produite « de beauté ».

    Voilà l’incarnation allemande de l’esprit libertaire de droite. Ces gens sont pires que les nazis historiques. Ils sont les rejetons de l’accouplement du culte du Führer avec le libéralisme fanatique. Ce mélange anti-intellectuel est toxique pour toute société humaine.

    8.1.2025 von Sophie-Marie Schulz - Naomi Seibt hat sich bei X für die AfD eingesetzt und so das Interesse von Elon Musk geweckt. Nun erklärt sie ihm Deutschland. Ein Gespräch.

    „Mein Name ist Naomi Seibt und ich wähle die AfD.“ Zehntausende Menschen lesen diesen Satz. Hunderte hinterlassen einen Kommentar. Einer von ihnen: der reichste Mann der Welt. Elon Musk. Er scheint interessiert zu sein und möchte wissen, was „denn da in Deutschland los ist?“. Wieso stellt sich eine junge deutsche Frau hinter die vom Verfassungsschutz in Teilen als rechtsextrem eingestufte AfD? Sie antwortet ihm. Erst in der Kommentarspalte, dann privat. Irgendwann schickt Musk der jungen Frau Memes. Dann wirbt der Milliardär und Tech-Unternehmer selbst für die AfD.

    2020 gab der Spiegel Naomi Seibt den Namen „Anti-Greta“, da sie den menschengemachten Klimawandel anzweifelt. Während der Corona-Pandemie fiel sie als Impfkritikerin auf, sie kritisierte die Wirkungsweise des PCR-Tests und wurde von Correctiv als Verschwörungstheoretikern bezeichnet. Andere nennen Seibt eine Rechtsextremistin. Sie weist diese Vorwürfe von sich. Fakt ist: Martin Sellner, ehemaliger Sprecher der Identitären Bewegung Österreichs, ist ein „guter Freund“ von ihr, wie sie der Berliner Zeitung berichtet. Mit Elon Musk sei sie nur über X in Kontakt.

    Ein Kontakt, der weitreichende Folgen hatte. Mittlerweile tauscht sich Elon Musk mit der AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel aus. Und das nur, weil eine 24 Jahre alte Münsteranerin den reichsten Mann der Welt über die AfD beraten hat? Ob Seibt von X oder anderen politischen Kräften Geld für ihre Arbeit erhält, ist nicht bekannt. Ein Gespräch.

    Berliner Zeitung: Frau Seibt, wenn Sie jemanden kennenlernen und gefragt werden, was Sie beruflich machen, was antworten Sie?

    Naomi Seibt: Das hängt sehr davon ab, mit wem ich mich unterhalte. Ich weiß, dass meine Arbeit und politische Haltung oft stigmatisiert wird. Ich möchte aber, dass Menschen mich als mich kennenlernen. Unvoreingenommen.

    In den Sozialen Medien und in Interviews bezeichnen Sie sich in der Regel als Aktivistin und freie Journalistin.

    Das ist richtig. Ich arbeite als freie Journalistin und Aktivistin. Auf der Plattform X spreche ich nicht nur über Überzeugungen und Philosophien, die meinen Lebensweg begleitet haben, sondern berichte auch über internationale Politik.

    Welche gesellschaftlichen und politischen Themen sind Ihnen besonders wichtig?

    Freiheit. Meinungsfreiheit. Und ich bin gegen offene Grenzen und die unkontrollierte Einwanderung von Migranten. Wenn wir ganz Afrika, Indien oder sonst irgendwas aufnehmen, verkraftet Europa das nicht. Ich finde es sehr schade, dass der Patriotismus in Deutschland untergraben wird. Wenn ich einige Menschen fragen würde, was die deutsche Kultur ausmacht, dann würden sicherlich viele sagen: „Keine Ahnung, was deutsche Kultur ist, vielleicht Lederhosen.“

    Welchem politischen Spektrum würden Sie sich zuordnen?

    Dem Libertarismus. Ich bin Libertaristin. Das kann ich ganz offen so sagen, weil ich mich schon seit 2015 damit identifiziere und immer schmunzeln muss, wenn ich in den Medien als Rechtsextremistin bezeichnet werde. Also ich persönlich sehe mich nicht so. Ich habe von Anfang an – seitdem ich in der Öffentlichkeit stehe – klargestellt, dass ich Libertaristin bin.

    Lassen Sie uns einen Schritt zurückgehen und über Ihren beruflichen Werdegang sprechen. Haben Sie jemals ein Volontariat, ein journalistisches Studium oder Praktikum absolviert?

    Nein. Nichts dergleichen.

    Wieso nicht?

    Nach der Schule war ich komplett orientierungslos und wusste nicht genau, was ich machen soll. Ich hatte so viele Träume, wollte nach Cambridge gehen und dort studieren, aber ich war komplett desillusioniert. Nach einem Bewerbungsgespräch in der zehnten Klasse habe ich mich gegen Cambridge entschieden. Das ist so eine elitäre Veranstaltung, davon möchte ich kein Teil sein. Ich möchte mich frei bilden. In der Schule habe ich an Wissenschaftswettbewerben teilgenommen, um mich von der Systemschulung befreien zu können. Mit meinem 1,0 Abitur standen mir alle Türen offen, aber ich war so durch mit dieser Systemschulung. Für sechs Monate habe ich VWL in Mannheim studiert. Das hat mich echt depressiv gemacht. Die Professoren zeigen Vorlesungsfolien von 2007 und ziehen ihre Lesungen ohne Leidenschaft durch. Nichts ist individualisiert.

    Was haben Sie dann gemacht?

    Über X habe ich Kontakt mit Leuten aufgenommen, zu denen ich aufschaue, die ich für unglaublich intelligent halte. Vor allem Wissenschaftler, Mediziner und sowas.

    Und seitdem bezeichnen Sie sich als Journalistin. Das heißt, dass sich eigentlich jeder als Journalist bezeichnen kann oder verstehe ich Sie falsch?

    Meine generelle Vorstellung von erfolgreichem Journalismus ist: Angebot und Nachfrage. Das entspricht meiner libertären oder kapitalistischen Denkweise. Was bringt es, wenn jemand eine klasse Ausbildung vorweisen kann, aber sich die Leser nicht für seine Artikel interessieren? Er hat nicht besonders viel Erfolg mit seiner Arbeit, ist dann aber trotzdem mehr wert als jemand, der keine Ausbildung hat, dafür aber Millionen Aufrufe. Dieses Prinzip verstehe ich nicht. Ich glaube, dass manche Menschen nicht für dieses Bildungssystem gemacht sind und dann wählen sie eben einen anderen Weg. Diese Menschen sollten aber auch an ihrem Erfolg gemessen werden. An ihrer Leserschaft oder Zuschauerschaft. Das finde ich viel wichtiger.

    In Beiträgen auf Ihrem X-Account schreiben Sie immer wieder: „Wir sind die Medien“. Wer ist „Wir“?

    Elon Musk hat diesen Satz geprägt und ich teile seine Meinung. Ich bin auch der Ansicht, dass nicht nur ich meinen Beitrag auf X leiste, sondern sich jeder daran beteiligen kann. Die Interaktion zwischen den X-Nutzern ist etwas Besonderes. Das gibt es bei vielen Mainstream-Medien nicht. Deswegen ist für mich jeder, der in den sozialen Medien irgendeine Art von journalistischem Beitrag leistet, ein Teil von diesem „Wir“.

    Sie haben derzeit über 350.000 Follower auf X. Seit wann nutzen Sie die Plattform?

    Früher, als X noch Twitter hieß, war ich hauptsächlich auf YouTube aktiv. Aber dort bin ich ständig gesperrt worden und meine Videos wurden als „Hassrede“ gekennzeichnet. Dabei habe ich mich nur kritisch über die Corona-Impfung geäußert. Das waren wissenschaftliche Videos, die sogar vor der Veröffentlichung von YouTube gelistet wurden. Da muss mich wohl jemand im Auge gehabt haben, denn normalerweise bekommt man eine Meldung und erst dann wird der Account gesperrt. Als Elon Musk die Plattform gekauft hat, bin ich auf X wieder aktiv geworden. Mir war klar, dass ich gegen Windmühlen – das Vorgehen von YouTube – keine Chance habe und trotzdem wollte ich etwas verändern. Also habe ich damit angefangen, mir auf X eine internationale Community aufzubauen und an Livestreams mit Nutzern aus der ganzen Welt teilgenommen.

    Auf X behandeln Sie diverse Themen. Sie bezeichnen die Ampel-Regierung als öko-marxistisch, diskutieren den Einfluss von Bill Gates auf deutsche Medien, kritisieren die europäische Migrationspolitik. Was wollen Sie damit erreichen?

    Mein Traum war immer, deutsche Politik international zu verbreiten. Durch die Sprachbarriere können sich viele Menschen, die kein Deutsch sprechen, nur bedingt informieren. Wenn Sie im Guardian etwas über die AfD lesen, dann werden dort folgende Schlagwörter stehen: „Das ist die Nazi-Partei, die rechtsextreme Partei.“ Und so weiter. Als Deutsche können wir überhaupt nicht mehr patriotisch sein oder irgendeinen Wert unserer Kultur wertschätzen, wenn wir international so verunglimpft werden. Genau das wollte und will ich ändern.

    2020 haben Sie sich mit einem Reporter vom Spiegel getroffen. Nach dem Treffen erschien ein Text mit dem Titel „Wie die Einser-Schülerin Naomi zum Postergirl der Rechten wurde“. Heute bezeichnen Sie das Magazin als die „schlimmste Propagandamaschine“ Deutschlands. Wie würden Sie reagieren, wenn der Spiegel Ihnen jetzt eine Interviewanfrage stellen würde?

    Ich würde zusagen. Die Entstehungsgeschichte des damaligen Textes ist wirklich interessant. Dieser Spiegel-Journalist war über drei Monate hinweg mehrfach bei mir zu Hause. Jedes Mal für mindestens sechs Stunden. Das war ein richtig heftiges, intensives Interview. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich alle seine Fragen beantworten werde. Und das habe ich auch gemacht.

    Gab es einen bestimmten Grund, wieso Sie zugestimmt haben?

    Ich habe es gemacht, weil ich im Spiegel abgedruckt wurde. Mir war klar, dass meine Stimme gehört wird, und wenn ich diesem Mann vollkommen offen gegenübertrete, zeige ich ihm, dass ich nicht der Nazi bin, den er in mir sieht. Zu meiner Überraschung war der Artikel für einen Spiegel-Artikel recht neutral.

    Trotzdem kritisieren Sie heute in Ihren Tweets auf X nun immer wieder den Spiegel, auch andere deutsche Leitmedien. Was stört Sie?

    Besonders bei international relevanten Themen, beispielsweise Donald Trump und Elon Musk – tauchen immer die gleichen Begriffe auf - Rechtsextremist, rechtsradikal – und inhaltlich ist auch alles identisch. Die schreiben doch alle voneinander ab und dann fragst du dich: Ist dieser Journalist wirklich frei, der das gesagt hat? Journalismus bedeutet für mich, zu recherchieren und nicht irgendwas zu bringen, was zehn andere Medien genau so berichtet haben.

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    Seit einigen Monaten wird in den deutschen Medien wieder über Sie berichtet. Sie werden aber nicht mehr als „Anti-Greta“, sondern als neurechte, manchmal auch rechtsextreme „Deutschland-Erklärerin“ bezeichnet, die mit Elon Musk Privatnachrichten auf X austauscht. Kam der Kontakt wegen Ihrer Inhalte zustande?

    Das ist eine lustige Geschichte, die im Juni 2024 ihren Anfang genommen hat. Ich habe im Kontext der Europawahlen einen Post veröffentlicht und geschrieben: „Mein Name ist Naomi Seibt und ich wähle die AfD.“ Durch Zufall ist der Post Elon Musk angezeigt worden. Der Algorithmus hat dafür gesorgt. Musk hat dann kommentiert und gefragt: „Jedes Mal, wenn ich etwas über die AfD höre, dann bekomme ich negatives Feedback und alle sagen, dass das so eine gefährliche Partei ist. Was ist denn da los?“ Das war das erste Mal, dass er mit mir interagiert hat.

    Was haben Sie dann gemacht?

    Zum ersten Mal ist jemand auf mich aufmerksam geworden, der wirklich Einfluss hat. Mir war klar, dass ich ihm erklären muss, wieso ich hinter der AfD stehe. Also habe ich angefangen, seine Fragen in Videos auf Englisch zu beantworten, die ich auf meinem X-Account veröffentlicht habe. Damals war ich die einzige Deutsche, die diese Art von Content international zur Verfügung gestellt hat. Ich hatte ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.

    Und dann haben Sie sich irgendwann in einem privaten Chat mit Elon Musk ausgetauscht?

    Ja. Er hat mir auch Memes geschickt. Er liebt Memes. Im Grunde ist er noch ein kleines Kind, aber unfassbar intelligent. Irgendwann wird er uns auf den Mars bringen.

    Haben Sie Elon Musk darauf hingewiesen, dass die AfD in Deutschland vom Verfassungsschutz als „in Teilen gesichert rechtsextrem“ eingestuft wird?

    Ich habe ihm erklärt, dass ich die AfD mehr als eine Bewegung sehe, die sehr an die Ursprünge der Deutschen Revolution im 19. Jahrhundert erinnert. Diese Menschen waren Patrioten, wollten sich aber von den territorialen Autoritäten befreien. Diese Freiheitsbewegung hat nicht mit dem Nationalsozialismus zu tun. Unter Otto von Bismarck ist dieser Liberalismus und Freiheitsdrang dann verloren gegangen. Die Menschen haben ihre Freiheit an den Staat abgegeben. Das ist meine Analyse des Ganzen.

    Die AfD ist Ihrer Meinung nach keine rechtsextreme Partei? Obwohl zahlreiche Bundesabgeordnete sie verbieten wollen?

    Ja.

    Gibt es Äußerungen von AfD-Politikern, die Sie schwierig finden oder in denen Sie nationalsozialistisches Gedankengut erkennen? Denken Sie an Alexander Gauland von der AfD. Er hat den Holocaust als „Vogelschiss in der Geschichte“ bezeichnet und für Empörung gesorgt. Der AfD werden auch deshalb antisemitische Tendenzen vorgeworfen.

    Bei manchen Zitaten denke ich mir auch: „Okay, das war jetzt ein bisschen unsensibel.“ Aber ich möchte mich persönlich nicht für den Holocaust rechtfertigen müssen. Ich habe damit nichts zu tun, meine Großeltern haben damit nichts zu tun. Meiner Meinung nach ist es auch nicht richtig, dass ganz Deutschland bis heute stigmatisiert wird. Trotzdem muss das Thema politisch behandelt und über Antisemitismus gesprochen werden. Wir lassen aber jedes Jahr tausende Islamisten in dieses Land, die schlimmsten Antisemiten. Viele Juden haben Angst vor diesen Islamisten. Das ist ein reales Thema, über das wir als Gesellschaft sprechen müssen. Und wenn in Deutschland Nazis existieren, dann verurteile ich diese Menschen ganz genauso wie ich Islamisten verurteile.

    Ihrer Meinung nach gibt es somit keine Nazis in Deutschland? In der AfD auch nicht?

    Richtige Nazis, die sehe ich persönlich jetzt nicht in der AfD. Auch Höcke ist kein Nazi. Aber ich habe auch keine persönliche Verbindung zu Höcke. Ich müsste mich mit diesen Personen, die man als „den rechten Rand der AfD“ bezeichnet, erstmal persönlich unterhalten.

    Sind Sie AfD-Mitglied?

    Nein. Ich wurde auch niemals von der AfD bezahlt.

    Gibt es einen bestimmten Grund, wieso Sie auf X für die AfD werben, obwohl Sie, wie Sie sagen, sich mit dem Personal noch näher beschäftigen müssen?

    Die AfD ist die einzige Oppositionspartei. Diese Partei repräsentiert die Menschen in Deutschland. Und der wichtigste Grund ist, dass ich die AfD von außen beeinflussen und zu einer besseren Partei machen kann. Das ist mir wichtig. Als freie Journalistin unterstützte ich die AfD, bleibe dabei aber auch immer kritisch. Ich prostituiere mich nicht für die AfD. Das würde ich niemals machen.

    Stimmen Sie bei allen Themen mit der AfD überein?

    Ich finde es nicht richtig, gar keine legale Immigration zuzulassen. Und Menschen abzuschieben, die sich über viele Jahre integriert haben, ist auch nicht richtig. Generell bin ich für die legale Immigration, das möchte ich auch so klarstellen. Trotzdem müssen wir in Deutschland ein kluges Migrationsgesetz entwickeln. Daran würde ich mich sehr gerne beteiligen. Also rein hypothetisch, wenn die AfD das Migrationsgesetz voll und ganz selbst gestalten könnte, dann würde ich gerne einen gewissen Einfluss darauf haben.

    Sie würden der AfD also gerne als Politikberaterin zur Seite stehen, ohne Studium und Arbeitserfahrung in diesem Bereich. Woher nehmen Sie dieses Selbstvertrauen und wieso sollte sich eine Partei darauf einlassen?

    Mit meiner Arbeit repräsentiere ich den Konsens der Menschen. Ich würde mit anderen hochintelligenten Personen sprechen und Kontakt zu Elon Musk suchen. Wir tauschen uns nicht regelmäßig aus. Es ist auch sehr schwer, irgendeine Art von dauerhaftem Kontakt zu etablieren.

    Würden Sie ihm eine Privatnachricht schicken?

    Ich würde ein Video veröffentlichen und fragen, wie meine Community ein Migrationsgesetz ausgestalten würde. Letztlich bin ich Demokratin und der Ansicht, dass wir in Deutschland gemeinsam entscheiden sollten. Davor sollten wir diskutieren, uns austauschen und Meinungen gegenüberstellen. Ich plane gerade auch etwas mit einem guten Freund von mir.

    Wer ist dieser Freund?

    Der Name Martin Sellner sagt Ihnen bestimmt etwas. Er ist ein guter Freund von mir. Aber beim Thema Migration stimmen wir nicht immer überein. Also habe ich ihm neulich angeboten, dass wir auf X einen Livestream starten und öffentlich diskutieren. Er findet die Idee super. Und an so einer Diskussion könnte auch ein Linker teilnehmen. Sowas finde ich spannend.

    Die Teilnahme an Livestreams und die Nutzung der Plattform sind kostenlos. Kann man mit X überhaupt Geld verdienen?

    Es gibt die Möglichkeit, ein Konto kostenpflichtig zu abonnieren. Elon Musk hat mich vor kurzem abonniert. Jetzt bekomme ich pro Monat fünf Dollar von ihm. Das ist lustig.

    Apropos Livestream. Am Donnerstag werden Elon Musk und Alice Weidel, Kanzlerkandidatin der AfD, auf X aufeinandertreffen. Sie haben angeboten, als Übersetzerin teilzunehmen. Gehen Sie davon aus, dass Alice Weidels Englisch nicht ausreicht, um der Diskussion folgen zu können?

    So meinte ich das nicht. Die beiden werden vermutlich auf Englisch sprechen und ich würde die Unterhaltung ins Deutsche übersetzen. Ich weiß, dass viele Deutsche kein Englisch sprechen und verstehen. Ich gehe aber ehrlich gesagt davon aus, dass jemand von der AfD als Dolmetscher auftritt. Das finde ich sehr schade, weil ich Alice Weidel auch vorher beraten könnte.

    Was würden Sie Alice Weidel raten?

    Ich würde ihr erklären, wie die Plattform X funktioniert, da sie noch nicht so lange auf X aktiv ist. Es ist toll, dass sie diese Plattform für sich entdeckt hat. Es ist klasse, dass sie es an die Spitze geschafft hat. Nicht, weil sie eine Quotenfrau ist, sondern wegen ihrer Kompetenz.

    Haben Sie Kontakt mit der AfD aufgenommen?

    Der Kontakt zu mir wird aus irgendeinem Grund abgeblockt, obwohl ich mich sehr bemühe. Ich würde auch niemals sagen, dass mir Alice Weidel jetzt das Rampenlicht wegnimmt, weil sie eine Diskussion mit Elon Musk führt. Das möchte ich auch öffentlich klarstellen: Ich bin unglaublich stolz auf Alice Weidel. Ich möchte nicht ihren Posten haben und auch nicht Kanzlerkandidatin der AfD werden. Auf das Gespräch zwischen Elon Musk und ihr freue ich mich sehr.

    Auf X schreiben Sie, dass Musk und Weidel in diesem Gespräch endlich „die Wahrheit über die AfD sagen werden“. Was meinen Sie damit?

    Dass endlich mit dem Stigma über die angebliche Nazi-Partei aufgeräumt wird. Außerdem finde ich es großartig, dass wir – alle Nutzer auf X – Fragen stellen dürfen.

    Was bedeutet Wahrheit für Sie und wer sagt, was wahr ist?

    Es bedarf einer gewissen Evidenz. Wenn ich in meinen Videos ein Urteil fälle, dann ist das natürlich meine Meinung. Ich versuche aber immer, beides miteinander in Einklang zu bringen. Ob Sie zu der Wahrheit, die ich evidenzbasiert erbringe, eine andere Meinung haben, ist Ihre Sache. Im Grunde nähern wir uns der Wahrheit Stück für Stück an. Es ist ein Prozess. Und wenn ich sage „Du wirst die Wahrheit auf X finden“, dann geht es darum, die Wahrheit gemeinsam zu finden. Als Community.

    Zur Person

    Naomi Seibt ist in Münster geboren und aufgewachsen. Derzeit lebt sie in Amerika.

    2020 fiel Seibt durch klimakritische Videos auf und wurde in Deutschland als „Anti-Greta“ bekannt. Seit 2024 wirbt sie in den Sozialen Medien für die AfD und steht seitdem in direktem Kontakt zu Elon Musk.

    #Allemagne #USA #libéralisme #fascisme #objectivisme #médias #politique #propagande #réseaux_sociaux #journalisme

  • #Emmanuel_Macron was the great liberal hope for France and Europe. How did it all go so wrong?

    The French president’s failures offer an object lesson in what happens when liberalism is stripped of its morality and values.

    When Emmanuel Macron was first elected in the spring of 2017, we were told that he was the future of liberal pluralism. The BBC said his victory was “a repudiation of the populist, antiestablishment wave” of that time. He was “the next leader of Europe” according to a Time Magazine cover. The Economist went one further. Its cover asked if he was Europe’s “saviour” and declared that he was mounting a revolution in democratic politics “without pike or pitchfork”.

    Seven years later, and Macron’s “peaceful”, “democratic” “revolution” is in ruins, as the president struggles to navigate a political crisis of his own making. In June, he called legislative elections that were unnecessary, lost them, and refused to concede defeat. Over the summer, France went through the second-longest period without a government in its recent history. The resulting Michel Barnier-led government was only able to survive for as long as it did thanks to a compact with the far right, before it crumbled after a vote of no confidence held on 4 December. Although Macron has now named François Bayrou as prime minister, it is unclear how this solves the fundamental problem that both the president and his agenda are widely hated in the country, and broadly opposed in the parliament.

    The balance sheet of Macronism explains his losing streak. When he took office, France’s deficit was 2.6% of GDP, in October 2024 it was at 6.2%. Who were the beneficiaries of such profligacy? They certainly aren’t public-school students and their stressed-out teachers having to work with the biggest classes in Europe. Nor are they the growing numbers of people living in “medical deserts”, where there is insufficient access to doctors or surgeons. The ultra-rich however, have done very well, with the top four fortunes in France increasing by 87% since 2020 according to Oxfam. Macronomics resembles Trussonomics in slow motion. It was a programme of unfunded tax cuts for the wealthy that the Macronists wrongly assumed would increase economic activity and therefore the tax take. According to Macron’s own economy guru, “this was not a bad strategy, but it didn’t work”.

    If his economic record undermines the narrative that Macron was the candidate of innovation and sound finances, his social and political record demonstrates that the Macron revolution was neither peaceful, nor particularly democratic, and it calls into question the labels of “liberal” and “centrist”, so often applied to the French president. Police violence has got markedly worse under Macron, with the number of bullets fired and people killed by police increasingly slightly, and the number of rubber bullets fired on crowds skyrocketing. He has also helped normalise the far right, talking up their preferred themes, using their language and passing an immigration law that Marine Le Pen hailed as an “ideological victory”.

    On top of this, he has governed in an increasingly anti-democratic manner, pushing through wildly unpopular measures using article 49.3 of the constitution to pass laws without a parliamentary vote, and trying to shut the leftwing New Popular Front (NPF) alliance out of government, despite it winning the most seats in this summer’s legislative elections. The activist Ugo Palheta writes about the process of the fascistisation of French society as parts of the media, civil service and business elite are radicalised to the right. Macron has handily helped this process along, with the far right achieving their best electoral results ever this summer.

    Recently, Macron has been fighting to try to keep the Netflix hit Emily in Paris in France. It is a fittingly absurd quest. Emily in Paris, like the summer Olympics, is a fantasy image of the France that Macron wants to rule, and intended to create. But the archetypal subject of Macron’s France is not Emily, the denizen of a startup nation inhabited exclusively by the rich and sexy, but rather more like Vanessa Langard, a yellow vest protester I met recently. Langard had been a decorator, and had to take a second job to help pay for her grandmother’s care. Langard was shot in the face and blinded by a rubber bullet at a protest in December 2018. When we spoke, she was distraught, sobbing as she described her anger at the refusal of the French state to designate her a victim of police violence, and how her mother comments that she has become more subdued since the assault.

    Vanessa’s life shows us the effects of Macronism in miniature. She was caught up in his crackdown on dissent and blinded by the increasingly militaristic weapons the state deploys against its citizens. Now 40, she is unable to work, and lives on the meagre benefits paid out to disabled people in France, one of hundreds of thousands pushed into precarity under Macron. She requires care, and so relies on an increasingly strained health system that the government wants to cut further. She is one of the 56% of French people who say life has become more difficult due to low incomes and rising costs, one of the 85% of people who fear that the next budget will negatively affect their financial situation, and one of the 77% who understand this to be the result of political decisions.

    Macron has more than two years to go until the next election, but he shows no sign of changing course. Over the summer, Libération revealed that there had been a series of secret meetings between Macronists and members of the far-right National Rally party brokered by Macron’s close adviser, Thierry Solère, helping normalise them further. Edouard Philippe, an ally of Macron and potential successor, is reported to have told Le Pen that he wants the next election to be a contest of “project against project” without “moral critique”.

    It does not bode well for liberalism that its pro-EU poster boy has become like King Lear, blinded by narcissism and wilfully handing the kingdom to a destructive force he helped create. Macron offers an object lesson in the exhaustion of liberalism. When the form and appearance of liberalism remains, but its content and values are evacuated, what remains is a hollow, brittle thing. It becomes unable to improve the lives of anyone but the wealthy, unable to respond to inconvenient facts such as disappointing election results, unable to articulate even a moral critique of the far right which seeks to usurp it, and unable politically to stop its rise. Macronism has failed.

    https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/jan/02/emmanuel-macron-liberal-france-europe
    #Macron #libéralisme #moralité #valeurs #crise_politique #macronisme #économie #riches #pauvres #violences_policières #49.3 #fascistisation #portrait #bilan #Macron_vu_de_l'étranger #échec

  • #Neutralité_carbone et #libéralisation ferroviaire : aux origines de la schizophrénie

    D’ici 2050, l’Union européenne vise la neutralité carbone. D’ici 2050, l’Union européenne vise également l’ouverture à la #concurrence dans le domaine du ferroviaire. Depuis des décennies, elle exerce une pression croissante sur l’État français pour qu’il mette à bas le #monopole de la #SNCF. Dans La révolution ratée du transport ferroviaire au XXIe siècle (Le bord de l’eau, 2024), Chloé Petat, co-rédactrice en chef du média Le temps des ruptures, analyse ce processus et met en évidence son incompatibilité avec la #transition_écologique. Extrait.

    Le #fret, levier incontournable de la transition écologique

    L’Union européenne et la France se sont fixés d’importants objectifs de réduction des gaz à effet de serre : pour la France, atteindre la neutralité carbone en 2050 avec une réduction de 37,5% de ses émissions d’ici 2030. L’Union européenne, quant à elle, avec le plan « Ajustement à l’objectif 55 » souhaite réduire de 55% ses émissions de gaz à effet de serre d’ici 2030 par rapport aux niveaux de 1990. Elle va même plus loin dans le Green Deal avec un objectif de fin des émissions nettes de gaz à effet de serre d’ici 2050. L’Union européenne souhaite devenir le « premier continent neutre pour le climat ».

    Pour ce faire, l’Union se fixe plusieurs objectifs de réduction dans un certain nombre de secteurs. Les transports, qui représentent aujourd’hui 30% des émissions de gaz à effet de serre au niveau mondial, sont forcément dans son viseur : « la #décarbonation du secteur des transports est essentielle pour atteindre les objectifs climatiques de l’Union européenne ». Parmi les différents transports, toujours au niveau national, 72% des émissions sont attribuables au transport routier, alors que le transport ferroviaire n’est responsable que de 1% des émissions totales.

    En effet, en comparaison, un #TGV émet cinquante fois moins de CO² par kilomètre que la voiture, vingt-cinq fois moins qu’en covoiturage et huit fois moins qu’en bus. Un train de fret émet dix fois moins de CO² par kilomètre que le nombre de poids lourds nécessaire pour transporter le même total de marchandises. Toutefois, les trains roulant majoritairement à l’#électricité, les émissions dépendent fortement du mix énergétique du pays et de sa décarbonation.

    Du fait de son faible impact écologique, l’Union s’est fixé comme objectif d’augmenter, voire de doubler la part modale actuelle du transport ferroviaire. Cet objectif est nécessaire pour permettre les mobilités tout en réduisant leur impact écologique. Pour autant, l’Union et la France ne se donnent pas réellement les moyens de réduire les émissions dans le secteur des transports.

    Au-delà de ses impacts climatiques, le transport routier est source de nombreuses externalités négatives dont la collectivité paie le coût : bruits, pollution, accidents routiers, embouteillages etc. Selon l’Alliance 4F, groupement qui réunit les acteurs du fret ferroviaire, sur la période 2021-2040, ces externalités coûteront entre 16 et 30 milliards d’euros. En Europe, ce coût est estimé à 987 milliards par an, dont 19% est imputable au transport de marchandises. Il faut aussi mentionner la destruction des surfaces agricoles, pour pouvoir y réaliser des infrastructures routières : le réseau ferroviaire occupe 2% des surfaces de transport, quand la route en occupe 70% au niveau européen.

    Autre élément majeur à prendre en compte : la consommation d’énergie. Nous vivons dans une société où le coût de l’énergie ne cesse d’augmenter, comme en témoignent les augmentations successives auxquelles nous faisons face depuis plusieurs années. Nous devons également, dans une perspective écologique, réduire notre dépendance aux énergies fossiles.

    Le secteur des #transports est très énergivore, surtout le transport routier : pour un kilogramme équivalent pétrole, un camion peut transporter une tonne de marchandises sur 50 kilomètres, alors que le ferroviaire peut en transporter 130. En effet, le train dispose d’une capacité de transport plus importante, et le réseau français est majoritairement électrifié. Un nouvel avantage du ferroviaire, vers lequel nous devons tendre : l’électrification des secteurs, grâce à un mix énergétique décarboné, permettrait une réduction importante de l’impact carbone, et de la dépendance aux énergies fossiles. Pour autant, il faudra paradoxalement produire davantage d’énergie : il faut donc pouvoir adopter le bon mix énergétique en réduisant la part des énergies fossiles, tout en capitalisant, augmentant à la fois la part de l’énergie nucléaire et des énergies renouvelables, en adéquation avec les besoins réels.

    Aux origines du #démantèlement

    Un autre scénario serait de réduire nos déplacements, réduisant ainsi les émissions de gaz à effet de serre liées aux transports. Cette option est utopique. Même si les déplacements des pays occidentaux se réduisaient, nous ne pourrions empêcher la mobilité croissante des autres pays du monde, notamment ceux en développement. Cela semble d’autant plus utopique au regard des prévisions démographiques : le Conseil général des Ponts et Chaussées indique qu’un Français parcourait 14 000 kilomètres par an en 2000, et 20 000 en 2050. Comment conjuguer l’augmentation de la demande de transports et nos objectifs de réduction de gaz à effet de serre ? Dans le secteur des transports, le ferroviaire est le meilleur candidat.

    Depuis les années 1950, alors qu’elle était majoritaire, la part modale du fret ferroviaire dans le total des échanges de marchandises n’a fait que baisser en France et en Europe. L’ouverture à la concurrence, effective totalement depuis 2005/2006, n’a fait qu’accentuer ce déclin, contrairement aux tendres rêveries de nos dirigeants français et européens.

    Aujourd’hui, le bilan est sans appel : c’est un fiasco et la part modale du #transport_de_marchandises par train est de 9% contre 89% pour la route.

    Pire, #Fret_SNCF est aujourd’hui accusé par la Commission européenne d’avoir bénéficié de subventions allant à l’encontre du principe de la concurrence libre et non faussée. Afin de la satisfaire, Clément Beaune a annoncé en mai 2023 la prochaine réforme de Fret SNCF1, qui va lui porter un coup de grâce et causer la banqueroute de notre entreprise nationale, synonyme également de plus de camions sur la route.

    L’Union souhaite que la part modale du fret atteigne 30% d’ici la fin de la décennie en cours : c’est effectivement ce qu’il faut viser, mais la stratégie de l’Union européenne pour y arriver est inadaptée. Il faut se rendre à l’évidence : aucune des réformes de ces vingt dernières années n’est allée dans ce sens. A commencer par l’ouverture à la concurrence du fret, bien que présentée comme une solution miracle par l’Union européenne.
    Le fret se rapproche du ravin

    La #Commission_européenne a ouvert en janvier 2023 une procédure d’examen à l’encontre de Fret SNCF. L’entreprise est accusée d’avoir bénéficié d’aides financières de l’Etat français allant à l’encontre du principe de la libre-concurrence en ne respectant pas l’article 107 du TFUE : on parle de l’annulation de la dette de l’entreprises en 2019, d’un montant d’environ 5 milliards d’euros, ou encore de sommes versées en 2019 pour permettre la recapitalisation de l’entreprise. D’autres entreprises ferroviaires, comme la DB Cargo, filiale de la DB, sont aussi dans le viseur de la Commission. Le verdict n’a, en date de mai 2024, pas encore été rendu2.

    Comment l’#Union_européenne peut-elle se donner de tels objectifs de réduction de gaz à effet de serre dans le domaine des transports, tout en lançant des enquêtes, dont les sanctions aboutissent au démantèlement du fret et à un report modal énorme vers le routier ?

    Pour faire passer la pilule à la Commission, le gouvernement en la personne de l’ancien ministre délégué des Transports, Clément Beaune, a annoncé un grand plan de refonte de Fret SNCF. Un plan qui est censé, encore une fois, rendre ses titres de noblesse à l’entreprise. Quand on analyse son contenu, on se rend compte qu’il va plutôt contribuer à pousser Fret SNCF dans le ravin, qui n’en est d’ailleurs pas très loin. Ce plan n’est rien d’autre qu’un coup de massue.

    L’idée principale est de diviser Fret SNCF en deux entités, une en charge de la gestion du trafic, l’autre de la maintenance des matériels, rassemblées dans un groupe holding (Rail Logistics Europe) mais toujours rattachées à la maison-mère SNCF. Le capital de l’entreprise serait également ouvert à des acteurs privés, bien que la proportion n’ait pas été communiquée. Pour la gestion du trafic, encore faut-il que cette société puisse se coordonner avec SNCF Réseau, responsable de l’allocation des sillons. Le plan reste flou sur la répartition exacte des missions.

    Enfin, autre élément majeur du plan : il propose de déposséder Fret SNCF de ses activités les plus importantes et rentables financièrement. Au total, 23 des lignes les plus rentables que l’entreprise exploite aujourd’hui seraient ouvertes obligatoirement à la concurrence. La nouvelle entreprise « new fret » ne pourrait pas candidater aux appels d’offres pour ces lignes pendant 10 ans. Ces flux représentent plus de 100 millions d’euros et permettent à Fret SNCF de garder aujourd’hui la tête hors de l’eau. Les employés seraient les premiers à en subir les conséquences, du fait des réduction d’emplois et des réallocations des travailleurs vers les sociétés privées.

    Comment Fret SNCF peut-il survivre à une telle réforme ? C’est tout à fait impensable, l’entreprise n’étant déjà pas viable financièrement.

    Le rapport de la commission d’enquête du Sénat publié en 2023, précédemment cité, dénonce fortement ce plan, qui n’empêchera d’ailleurs pas la Commission de prendre des mesures pénalisantes, lorsqu’elle aura rendu les conclusions de son enquête. Le souhait du gouvernement de développer la part modale du transport ferroviaire d’ici 2030 semble encore davantage un horizon inatteignable. […]

    D’autres solutions s’offrent à nous. Face au libéralisme à toute épreuve, nous devons faire preuve de pragmatisme et penser de nouvelles réformes ambitieuses, au risque de voir le secteur ferroviaire s’effondrer. Pour répondre aux grands enjeux de notre temps : la transition écologique, le désenclavement des territoires, la réduction du coût des transports pour les foyers, ou encore le respect du droit aux vacances et à l’accès aux mobilités. La France et l’Union européenne doivent changer de cap. Des solutions existent : coûteuses oui, mais ce sont des investissements à amortir sur le long terme et qui seront suivis d’effets considérables pour la collectivité en matière écologique. Ce livre propose de nombreuses solutions, qui sont à notre portée : il ne reste plus qu’à.

    Notes :

    1 Cette réforme va finalement entrer en vigueur en janvier 2025.

    2 Cette réforme va entrer en vigueur en janvier 2025 et va séparer FRET SNCF en 2 entités, et ouvrir à la concurrence 23 de ses flux les plus rentables.

    https://lvsl.fr/neutralite-carbone-et-liberalisation-ferroviaire-aux-origines-de-la-schizophren
    #train #transport_ferroviaire

    • La révolution ratée du transport ferroviaire au 21e siècle

      A l’heure du réchauffement climatique, le transport ferroviaire apparaît comme une alternative permettant de réduire considérablement les gaz à effet de serre liés aux transports et aux échanges. Pourtant, l’ouverture à la concurrence imposée par l’exécutif et Bruxelles semble contre-productive à son développement. Cela est d’autant plus étonnant au regard des objectifs stricts fixés par l’Union européenne en matière de réduction de gaz à effet de serre d’ici 2030. Au-delà de cet aspect, le transport ferroviaire pourrait avoir un impact fort sur le désenclavement des territoires, être un facilitateur des mobilités, dans un monde où les flux ne feront que s’accentuer.

      D’autres solutions s’offrent à nous. Face au libéralisme à toute épreuve, nous devons faire preuve de pragmatisme et penser de nouvelles réformes ambitieuses, au risque de voir le secteur ferroviaire s’effondrer. Pour répondre aux grands enjeux de notre temps (transition écologique, désenclavement des territoires, réduction du coût des transports pour les foyers, etc.) la France et l’Union européenne doivent changer de cap.

      https://www.editionsbdl.com/produit/la-revolution-ratee-du-transport-ferroviaire-au-21e-siecle

      #livre

  • Cyclone #Chido à #Mayotte : d’où vient l’estimation rétractée de 60 000 morts ? – Libération
    https://www.liberation.fr/checknews/cyclone-chido-a-mayotte-dou-vient-lestimation-retractee-de-60-000-morts-2

    Un reportage de Réunion la 1re a fait état d’une estimation de 60 000 morts qui « circule parmi les secouristes déployés à Mayotte ». Il a été supprimé.

    (...)

    Interrogé sur la crédibilité du chiffre cité à l’antenne, il précise que « ce sont des estimations qui circulent à Mayotte dans le monde des secouristes comme le rappelle Raphaël Khan qui a également rappelé dans son intervention la difficulté de confirmer ou d’infirmer ces chiffres dans le contexte actuel. Ce n’est pas un bilan officiel comme nous l’avons dit précédemment ».

    (...)

    Ce sont des rumeurs, et faut pas diffuser des fakenews, alors, l’estimation a été rétractée, comme on rétracte un article scientifique bidon.

    Comme d’habitude, le factchecking est utilisé à des fins politiques. Ici pour tenter de calmer les esprits face à une vérité un petit peu gênante pour un pouvoir qui prétend tout contrôler tout le temps, à coup de grenades et de gardes à vue.

    • Non, non, c’est pas réglé ! Le pestilent prolonge sa visite et promet que l’on va expulser davantage car ces gens « pèsent sur les services publics ».

      edit "Nous allons rebâtir Mayotte comme nous avons rebâti Notre-Dame de Paris" a-t-il déclaré. L’accent volontarisme frimeur dit aussi « pas de place pour les habitants ».

      Quant à penser que près d’un habitant sur 5 (parmi 320 000personnes (mal) recensées) serait DCD, cela ressemble à un point de vue secouriste militant jouant sans malice aucune et en toute bonne foi les Cassandre en annonçant un chiffre qui pourrait résulter d’une crise sanitaire s’ajoutant au cataclysme météorologique, socio et « racial ».

    • L’autre jour, Rémi Carayol (journaliste Médiapart) et Dominique Voynet étaient sur le plateau de LCP avec la chroniqueuse Myriam Encaoua (sosie de Babeth Lemoine, sans les petits fours). Je coupe souvent le son entre deux coups de zapette pour éviter la pub et sur LCP pour ne pas entendre les inepties de cette chroniqueuse. Et vu la tête de Carayol et Voynet, je sentais bien qu’il y avait comme un malaise sur le plateau. Pour conclure l’émission, Encaoua (ouah, ouah) déclare "La reconstruction est en marche" . D. Voynet avale de travers et répond : « Comment pouvez-vous dire cela, il y a à peine trois jours que le cataclysme à eu lieu et on ne sait même pas le nombre de victimes. »
      https://www.youtube.com/watch?v=8glW847dIkA

    • Je pense que c’est la nouvelle gestion du désastre : blâmer les victimes et ouvrir d’autres indignations artificielles pour pouvoir absolument ne rien faire.

      Il n’y a que @bastamag qui pose le problème en termes crus : à savoir que sur les 100 000 personnes (à la louche) qui vivent dans les bidonvilles de l’île, seul 10% est allé aux abris et que quelques jours plus tôt, la préfecture était surtout occupée à refaire une énième opération Wuambushu.

      https://seenthis.net/messages/1088967

      En gros, il manque 90 000 personnes à l’appel et il y a eu 0 appel à l’aide internationale. Les « responsables » politique n’ont pas lancé d’opération de sauvetage des survivants, ils sont trop occupés à tenter de masquer les chiffres. Les médias se sont jetés sur le faux scoop : Macron est un 💩💩 facho (whouah, la surprise) et au bout de trois jours, les Mahorais ont eu le droit à un couvre-feu, 2 bouteilles d’eau et 2 boites de conserves pour les + chanceux.

    • sur l’estimation de population à Mayotte, l’Insee défend ses calculs (janvier 2023)
      (lecture intéressante avec description du contexte des opérations de recensement)

      À Mayotte, un recensement adapté à une population aux évolutions hors normes
      https://blog.insee.fr/mayotte-recensement-adapte-a-population-hors-norme

      Au 1er janvier 2022, Mayotte compte 300 000 habitants. Ce chiffre est fondé sur le dernier recensement exhaustif mené en 2017, actualisé chaque année à partir des données d’état civil sur les naissances et les décès ainsi que par la prolongation de la tendance en matière de flux migratoires. Depuis 2021, le recensement prend à Mayotte la même forme que sur le reste du territoire français, une enquête annuelle couvrant chaque année une partie différente du territoire, avec quelques adaptations aux spécificités mahoraises. C’est au bout d’un cycle de cinq ans, en 2025, qu’on disposera des résultats complets par commune. Tout est mis en œuvre pour assurer la qualité du recensement. Avant chaque enquête, une cartographie précise permet de repérer l’ensemble des logements concernés, qu’ils soient en dur ou en tôle (bangas). Les agents recenseurs sont recrutés localement par la commune. Ils travaillent à proximité de leur domicile et se rendent dans tous les quartiers. Le respect de la confidentialité permet de recenser tous les résidents, y compris ceux en situation irrégulière. Le recensement est une opération à laquelle les Mahorais sont attachés : en témoigne le taux de réponse, supérieur en 2017 comme en 2022 à celui de la métropole. Des comparaisons avec la consommation de riz ou d’huile confortent l’estimation produite par l’Insee. Néanmoins, certains ont encore le sentiment que la population est plus nombreuse que celle mesurée par l’institut. Ce ressenti tient beaucoup aux caractéristiques du territoire, qui laissent penser qu’il est difficile d’en cerner la démographie, et sans doute à une méconnaissance des méthodes rigoureuses de recensement, destinées à prendre en compte les spécificités de l’« île hippocampe ».

    • On s’y habitue bien, en fait, a en avoir rien à foutre de la destruction de masse d’êtres humains

      Ben, en fait, les médias ont tout fait pour qu’on s’y habitue avec leur « cadrage de l’information » ? Combien de morts déjà (et parmi ces morts, combien d’enfants) à Gaza depuis le 7 octobre 2024 ?

    • Mayotte face au cyclone Chido : quand l’obsession migratoire écrase la justice climatique
      https://www.cadtm.org/Mayotte-face-au-cyclone-Chido-quand-l-obsession-migratoire-ecrase-la-justice
      https://seenthis.net/messages/1089020

      Après le passage, ce samedi 14 décembre, d’un cyclone d’une violence inédite sur l’île de Mayotte, département français d’outre-mer, les conséquences matérielles et humaines sont colossales. Comment expliquer ce désastre climatique en brandissant la carte de la migration clandestine ? #Bruno_Retailleau, (ex)-ministre de l’Intérieur français y parvient très bien en attisant le #délire_fasciste du recours aux boucs émissaires pour tout justifier, de la catastrophe climatique à la pauvreté extrême. Pour lui, ce sont les migrants en situation illégales qui expliquent les dégats causés par le passage de Chido.

      Comores : Moroni indigné après les propos de Bruno Retailleau sur le durcissement de la lutte contre l’immigration à Mayotte
      https://rfi.my/BFfP

      Toujours dans l’optique de contrer l’immigration illégale sur l’île française, le ministre démissionnaire de l’Intérieur a évoqué aussi une autre piste. « Il faudra également envisager de nouveaux moyens de lutte, notamment en utilisant un certain nombre d’outils modernes, de drones, etc. pour prévenir l’arrivée des kwassa kwassa », a-t-il déclaré en faisant allusion aux petites barques à moteur utilisées par les migrants illégaux venus des Comores pour rallier Mayotte.

      L’infâme sinistre qui sera reconduit dans ses fonctions dans le prochain gouvernement français aurait pu utiliser ces outils modernes pour retrouver les victimes. Faut croire que sa priorité est de reconstruire sur un champs de cadavres.

  • « Les Syriens ont des craintes, mais sont heureux pour la première fois depuis des décennies »

    De la Syrie nous n’avons trop souvent que des images éparses. Celles d’un régime sanguinaire en place pendant cinq décennies, qui fut longtemps un partenaire privilégié de la France ; les images des révolutions populaires de 2011 réprimées dans le sang par l’ancien pouvoir ; la destruction des plus grandes villes du pays sous les bombes de #Bachar_al-Assad et des Russes ; les images des djihadistes de l’État islamique, ceux qui ont fomenté des attentats en France depuis la ville de Raqqa, dont le groupe terroriste avait fait sa capitale.

    Depuis une semaine, nous voyons désormais d’autres clichés, ceux d’un peuple en joie d’avoir renversé le tyran. Mais aussi les portraits des nouveaux maîtres de la Syrie, biberonnés au djihadisme, et dont nous ne savons pas quoi penser.

    Et puis il y a des images manquantes, celles de ces dizaines ou centaines de milliers de fantômes, des opposant·es, des artistes, des intellectuel·les ou des manifestant·es, embastillé·es et disparu·es : des noms sur des registres, dont les familles recherchent aujourd’hui les traces dans les sous-sols des prisons du régime.

    Qui sont les nouveaux maîtres de la Syrie ? Quel peut être l’avenir du pays dans un Moyen-Orient en plein bouleversement ? Les Syriennes et les Syriens dont les proches ont été tué·es ou torturé·es par le régime connaîtront-ils un jour la vérité ? Obtiendront-ils justice ?

    Nos invité·es :

    - Sana Yazigi, créatrice du site Mémoire créative de la révolution syrienne (https://creativememory.org), autrice de Chroniques de la révolte syrienne : des lieux et des hommes, 2011-2015 (Presses de l’Ifpo) : https://www.ifporient.org/978-2-35159-746-0 ;
    - Hanane et Obeida Dabbagh, proches de disparus syriens, qui ont obtenu la condamnation à perpétuité de trois officiels de l’ex régime syrien pour complicité de crimes contre l’humanité, en mai 2024 ;
    - Ziad Majed, politiste, enseignant à l’université américaine de Paris, auteur de Syrie, la révolution orpheline et coauteur de Dans la tête de Bachar al-Assad (éditions Actes Sud) : https://www.actes-sud.fr/dans-la-tete-de-bachar-al-assad ;
    – Gilles Dorronsoro, chercheur au Centre européen de sociologie et de science politique, coauteur de Syrie. Anatomie d’une guerre civile (éditions du CNRS) : https://www.cnrseditions.fr/catalogue/relations-internationales/syrie

    https://www.youtube.com/watch?v=NWXnsQRUtyo


    #Syrie #peur #statues #prisons #système_carcéral #Assad #surveillance #torture #dictature #terreur #clientélisme #clan #solidarité_de_corps #Russie #Iran #atrocités #répression #disparus #renaissance #armes_chimiques #justice #purge #colère #poursuites_judiciaires #HTS #Tahrir_al-Sham #al-Julani #Abu_Mohammad_al-Julani #sanctions #Kurdes #Turquie #souveraineté #Israël #Etat_islamique #Golan #USA #Etats-Unis #influences_étrangères #auto-détermination #complexité #kurdes_syriens #fédéralisme #baasisme #constitution #élections #bases_américaines #milices_turques #libération #procès #crimes_contre_l'humanité #affaire_Dabbagh #prisons_syriennes #destruction_des_corps #arrestations #résistance #révolution_syrienne #impunité #amnistie #détention #charniers #massacres #prisons_secrètes #tortionnaires

    • Creative memory

      Mémoire Créative est un projet à but non lucratif qui vise à documenter, archiver et protéger les œuvres et les événements de l’#oubli, de la #négligence et du #déni. Il s’agit là d’un engagement effectué dans la volonté de témoigner de l’effervescence culturelle et artistique née de la révolution syrienne. Celui-ci s’effectue dans un contexte instable de guerre, de destruction et de remodelage du tissu social. Le projet vise à témoigner, en ces temps troubles, de la construction d’une mémoire de sa révolution ainsi que de la création d’un patrimoine et d’une nouvelle identité culturelle, sociale et politique.

      Toutes les œuvres sont documentées sur le site telles qu’elles sont mentionnées dans leurs sources originales, avec les auteurs respectifs et tous les détails adhérents, y compris les éventuelles erreurs linguistiques. Des liens présents sur notre site, actifs au moment de l’archivage des sources y correspondant, peuvent avoir été désactivés, et ce pour des raisons indépendantes de notre volonté. Nous ne sommes donc pas responsables des suppressions des sources, des modifications et des erreurs qui se produisent après l’archivage.

      https://creativememory.org/fr/archive
      #archive #mémoire #culture #art #caricatures #dessins_de_presse #art_et_politique

    • Chroniques de la #révolte syrienne : des lieux et des hommes, 2011-2015

      Ce livre est une invitation à explorer un pays qui, pris dans une spirale de #violence inouïe, est fragmenté au point d’être devenu étranger à lui-même. Il présente, sous forme documentaire, cinquante villes, villages, communes, banlieues et quartiers syriens qui se sont révoltés en 2011. Ces Chroniques reviennent sur le début du mouvement de révolte, ses vecteurs de mobilisation et ses dynamiques internes. Elles témoignent que le soulèvement initié en mars 2011 a généré une importante créativité et un monde d’initiatives et de projets sociétaux.

      https://www.ifporient.org/978-2-35159-746-0
      #livre #révolution

    • Syrie. Anatomie d’une #guerre_civile

      Voici la première étude sur la guerre civile syrienne faite à partir d’entretiens réalisés en Syrie même et dans les pays voisins.

      #2011 : des centaines de milliers de Syriens de toutes confessions et origines ethniques manifestent pacifiquement pour réclamer la démocratisation du régime. Au bout de quelques mois, la violence de la répression les contraint à prendre les armes et à organiser une contre-société avec des institutions embryonnaires et à regrouper des unités militaires improvisées au sein de l’Armée syrienne libre.

      Après 2013, cette logique inclusive et unanimiste cède progressivement devant la montée des groupes transnationaux comme le PKK et l’État islamique. L’insurrection se fragmente alors avec une polarisation croissante alimentée de l’extérieur. Les groupes les plus modérés sont marginalisés au profit de l’islam politique qui prend des formes de plus en plus radicales et de revendications ethno-nationales kurdes.

      Quels sont les effets de la guerre sur la société syrienne ? Quelles nouvelles hiérarchies communautaires et sociales résultent de la violence généralisée ? Comment les trajectoires sociales des Syriens pris dans la guerre sont-elles affectées ? Comment se structure l’économie de guerre alors que le pays est divisé entre le régime, l’insurrection, le PKK et l’État islamique ?

      Un livre unique qui combine une recherche de terrain – rare sur le confit syrien – et une réflexion théorique novatrice sur les situations de guerre civile.

      https://www.cnrseditions.fr/catalogue/relations-internationales/syrie

    • Affaire Dabbagh

      L’affaire Dabbagh est une affaire criminelle concernant la disparition forcée et la mort sous la torture de #Mazzen_Dabbagh, conseiller principal d’éducation au Lycée français de Damas, et de son fils, #Patrick_Dabbagh, étudiant. Tous deux sont des citoyens franco-syriens, arrêtés à leur domicile à Damas en 2013 par les services de renseignement, victimes de disparition forcée pendant 5 années puis déclarés mort en 2018 par les autorités syriennes.

      En 2024, trois dignitaires syriens sont reconnus coupables de complicité de crime contre l’humanité par la justice française pour l’arrestation arbitraire, la torture et la privation de la vie de Mazzen et Patrick Dabbagh.

      https://fr.wikipedia.org/wiki/Affaire_Dabbagh

  • "Le travail de mémoire est une étape fondamentale dans la reconstruction de soi."

    Renée Dickason, professeure en civilisation et histoire contemporaine à l’Université Rennes 2, porte le projet aLPHa, lauréat en février 2023 de l’appel émergence TISSAGE. Ce financement va permettre de franchir une première étape dans l’impulsion d’un projet de création de #Mémorial vivant virtuel des survivant·es de viol(ence)s, sous le patronage du Pr. Dr. #Denis_Mukwege, prix Nobel de la Paix et Docteur Honoris Causa de l’Université Rennes 2.

    Votre projet, aLPHa, est lauréat de l’appel émergence TISSAGE (https://www.univ-rennes.fr/saps-tissage). C’est le premier jalon d’un projet plus vaste de création de « Mémorial vivant virtuel des survivant·es de viol(ence)s », sous le patronage du Pr. Dr. Denis Mukwege, prix Nobel de la Paix. De quoi s’agit-il précisément ?

    Renée Dickason. Notre projet porte sur une réalité sociale lourde : les viols et les #violences faites aux femmes, aux enfants, aux vulnérables, abordés à travers les #témoignages de survivant·e·s (terme de Denis Mukwege) dans des situations de #guerres, de #conflits et de #paix.

    Face à ce problème de société prégnant, aux enjeux multiples, nous avons souhaité développer un agir collectif qui fasse société en nous concentrant sur la #libération_des_paroles, le #recueil des #mots substantialisant les #maux et la nécessaire #mise_en_mémoire de ces témoignages dans l’écriture d’une histoire singulière, plurielle et tout à la fois universelle.

    C’est dans ce cadre que nous avons déposé une réponse à l’appel à projets « émergence » de recherches participatives TISSAGE (Triptyque Science Société pour Agir Ensemble) : le projet aLPHa, qui a été retenu par le jury. Suite à la signature d’une convention bipartite, il est prévu que nous bénéficions d’un accompagnement financier d’amorçage d’un montant de 3 000 euros.

    aLPHa s’inscrit dans une dynamique globale autour de la lutte contre les #violences_genrées, en particulier celles à l’encontre des femmes, quel que soit le contexte culturel, géopolitique, social ou sociétal considéré, le phénomène étant universel.

    aLPHa a été imaginé comme un laboratoire co-partenarial d’expérimentations à ciel ouvert, qui constitue, en effet, un premier jalon, assez modeste car naissant, mais utile pour impulser un projet d’une envergure plus large qui nécessitera des financements pérennes, celui de la création progressive d’un Mémorial vivant virtuel des survivant·e·s de viol(ence)s, sous le patronage du Pr. Dr. Denis Mukwege, prix Nobel de la Paix et Docteur Honoris Causa de l’Université Rennes 2 (octobre 2022).

    Dans le cadre du projet aLPHa, nous espérons tisser des liens, recueillir des soutiens et ouvrir nos collaborations à des acteurs locaux et régionaux de la société civile, à des associations sur les droits humains et/ou qui interviennent à différents stades de la #réparation, de la #reconstruction ou de l’#accompagnement des #victimes / survivant·e·s de viol(ence)s, ou encore à des entreprises responsables et sincères, des responsables du secteur privé sur le territoire breton et des élus locaux…

    Phénomènes malheureusement universels, les violences sexuelles sont des expériences banalisées et souvent réduites au silence. Elles présentent des similarités malgré la pluralité des contextes où elles ont lieu. Dans le cadre d’aLPHa, nous allons entamer une série d’entretiens de survivant·e·s, réfugié·e·s, exilé·e·s, migrant·e·s, accompagné·e·s et suivi·e·s dans différentes structures, à Rennes. Nous allons aussi organiser, avec plusieurs membres fondateurs de notre projet, un « atelier témoignages » avec des survivant·e·s congolaises et certain·e·s de celles et ceux qui les aident et les accompagnent.

    En prolongement, et dans un autre périmètre que celui du projet aLPHa, le recueil de témoignages se fera aussi sur les lieux des exactions ou dans des zones de tension ou dans des structures de prise en soins, de formation ou de réinsertion, dans un but cathartique individuel et collectif, et avec une visée de reconstruction personnelle et/ou historique des faits. Tous ces aspects sont à l’étude avec des collègues médecins et psychologues, dont l’expertise permettra de se prémunir des risques (non souhaités, à l’évidence) de re-traumatisations des victimes.

    Colliger des témoignages de survivant·e·s déplacé·e·s dans leur pays, des survivant·e·s ayant vécu ou vivant dans des camps et/ou recueilli·e·s dans des centres d’accueil ou de réinsertion nécessite des partenariats multiples, qui vont s’engager en parallèle et dans la poursuite d’aLPHa. Nous avons, à cet égard, commencé à établir des conventions de recherche entre l’Université Rennes 2 et des centres en République Démocratique du Congo et au Kenya. Cette dimension du projet est soutenue et sera cofinancée par plusieurs laboratoires de l’Université Rennes 2 (ACE, ERIMIT, LIDILE, LP3C, Tempora).
    Pourquoi est-il important de mettre en mémoire la parole des survivant·es ? Comment cette mémorialisation se construit-elle ?

    R. D. Pour les victimes, les survivant·e·s de violences sexuelles (excision, viol, esclavage…), celles qui font face à des contextes de conflits notamment, il s’agit de chercher à s’échapper en s’engageant sur les chemins de l’exil et à s’extraire du trauma(tisme) ; ceci alors que viennent s’entretisser plusieurs trajectoires de violences et de vulnérabilités. Le poids du trauma(tisme) est alourdi par la souffrance psychique surajoutée qui découle de prises en soins parcellaires, de handicaps cumulés, ou encore du déracinement, de l’arrachement, voire de l’errance culturels… une pluralité de facteurs renforçant le silence, l’impossible communicabilité autour des expériences vécues.

    Il nous est apparu, après plusieurs échanges avec des personnes ayant subi des violences sexuelles et après plusieurs rencontres et discussions avec le Professeur Docteur Denis Mukwege, que le travail de mémoire est une étape fondamentale dans la reconstruction de soi, que ce soit de manière individuelle ou collective.

    Mettre en mémoire la #parole des survivant·e·s est donc une étape nécessaire qui s’ajoute à d’autres mécanismes et préoccupations qui caractérisent, par exemple, la #justice_transitionnelle et les initiatives déployées dans la quête d’une #vérité_réparatrice, le plus souvent essentiellement basée sur la reconnaissance des exactions, des violations des #droits_humains.

    La #mémorialisation se construit en plusieurs phases : dévoilement, collecte, partage, puis analyse des témoignages.

    Étape indispensable pour contribuer à la fabrique de l’Histoire face aux omerta multiples, la mise en mots des maux, la « re-visibilisation » d’une histoire invisibilisée, occultée, la libération d’une parole enfouie, cachée, parfois interdite, prolongent un cheminement personnel thérapeutique.

    Vous l’avez compris, une partie de notre projet global réside dans la collecte mais aussi dans la création d’« archives vivantes », où les témoignages de rescapé·e·s, de survivant·e·s (toujours en vie, et c’est un point d’importance !) auront une place centrale. Quatre mots-clés sous-tendent toutes leurs trajectoires : trauma(tisme), réparation, reconstruction, mémoire.

    La mise en mémoire, la mémorialisation des expériences vécues des victimes, survivant·e·s de violences sexuelles dans le contexte d’une histoire « en train de s’écrire » seront croisées avec le regard des chercheurs impliqués.

    En révélant leur #vérité_subjective, les victimes qui témoignent seront actives dans leur processus de reconstruction et dans la mise en récit d’une histoire à la fois intime, personnelle et commune. Livrant leur #vécu et celui de leurs semblables, ces #personnes-histoires-témoins contribueront, ipso facto, outre à reprendre #confiance en elles-mêmes, à faire évoluer les mentalités et les regards portés sur les survivant·e·s et les violences. Ceci d’autant que ces témoignages auront vocation à être accessibles, à terme, à un public élargi, à travers le Mémorial vivant virtuel des survivant·e·s de viol(ence)s.

    Pouvez-vous nous expliquer en quoi votre recherche est interdisciplinaire et participative ?

    R. D. Nous sommes un groupe d’universitaires, de psychologues et de médecins, venant de divers horizons disciplinaires et de différents secteurs. Nos travaux, par essence, interdisciplinaires (histoire et civilisation, anthropologie, littérature, psychologie, traductologie, médecine…) ont une finalité réflexive et éducative. Notre but est de contribuer à assurer la transmission, la bascule vers une dynamique collective de mise en partage et en expression des #expériences_vécues, afin de construire une #transition_sociale pleinement partagée, vertueuse et inclusive.

    Nos intérêts communs convergent autour d’objectifs à visée transformationnelle, des objectifs de responsabilité sociale et de développement durable tels qu’identifiés par l’ONU, des objectifs centrés sur le respect de la dignité et des droits humains, la lutte contre les violences genrées, la bonne santé et le bien-être, l’égalité de traitement et de prises en soins, une éducation de qualité, une paix responsable et pérenne.

    La nature de nos objets de recherche nous amène à nous pencher sur les interactions entre sciences et société et sur les interactions avec le tissu socio-économique et culturel, la société civile, tant pour essaimer les résultats de nos travaux que pour éveiller à certaines réalités troublantes et nécessitant une prise de conscience citoyenne, première étape dans la résolution des problèmes. Cette dimension participative est, d’ailleurs, centrale au projet aLPHa.

    Soucieux de faire évoluer les regards, les comportements et les mentalités relatifs aux questions complexes des violences sexuelles, conformément aux termes de la Charte des sciences et recherches participatives en France, nous sommes toujours sensibles à la possibilité d’ouvrir de nouveaux horizons réflexifs, de développer diverses formes de production de connaissances scientifiques, que ce soit par le truchement des arts ou par le relai d’espaces de paroles ponctuels et/ou de rencontres plus systématiques ou grâce à des collaborations entre la communauté scientifique et la société civile, telles que définies par l’UNESCO ou par le Comité économique et social européen.

    Autre précision, nos travaux sont régis par une charte éthique. Les données personnelles collectées nécessitent, en effet, une vigilance particulière du fait de leur caractère sensible, voire intime, afin de protéger la vie privée des survivant·e·s et de recueillir leur consentement et leur accord informé.

    Dans ce projet de recueil et de mise en lumière de témoignages de survivant·es – qui n’est pas sans évoquer le travail journalistique –, qu’est-ce que l’expertise des chercheur·ses vient apporter ?

    R. D. Question vaste et très intéressante qui soulève une réflexion complexe quant à la porosité des apports du travail des journalistes d’investigation, ici, face à celui des chercheurs toutes disciplines confondues… Outre le fait que les missions des uns et des autres évoluent, les attentes que l’on peut avoir d’un article rédigé par un journaliste diffèrent de celles que suscite la contribution d’un chercheur… le dialogue entre le journaliste et le chercheur enrichit indéniablement les débats et aide à faire avancer nos pensées… Le travail journalistique peut ainsi venir en complément de celui du chercheur et surtout aider à la diffusion des résultats.

    Au gré des registres abordés, de la maïeutique discursive mobilisée, des mots à appréhender, de la finesse des ressentis exprimés et de la nature des maux à guérir, la recherche au sens large du terme est protéiforme. Le travail journalistique permet, en somme de « prendre le pouls » des sujets porteurs de sens, investis par les chercheurs et/ou la société civile, de donner à voir et de questionner la diversité des perspectives dans la modalité du traitement des sujets.

    Pour faire simple, et de manière générale, dans ce type de problématique sanitaire, humanitaire, humaniste, sociétale, des correspondances peuvent se faire jour entre travail journalistique d’investigation et travail de recherche. Cela passe, par exemple, par des méthodes d’observation, de recueil de données, de conduite d’enquêtes... Par contre, les modalités d’analyse et de diffusion diffèrent. Sensibiliser, documenter, analyser, informer, alerter font certes partie du travail du chercheur, mais sa focale n’est pas la même que celle du journaliste. Ceci d’autant que la posture du chercheur, son approche, ne sont pas les mêmes selon le champ d’expertise. L’ampleur des dispositifs mis en œuvre est aussi à souligner car si le chercheur peut travailler seul, généralement, ses résultats sont ceux d’un travail d’équipe et le travail mené s’inscrit dans le temps long. Ce temps long de la recherche est, à l’évidence, un marqueur de nos réflexions de recherche autour de la mémorialisation.

    Dans une démarche de recueil et de mise en lumière de témoignages de survivant·e·s, victimes de trauma(tisme)s, des précautions s’imposent. Il s’agit pour nous de conduire des entretiens en équipe interdisciplinaire comprenant la présence de médecins et de psychologues. Au-delà de la transmission d’informations, d’analyses et de connaissances, les recherches, se nourrissant de croisements disciplinaires multiples, peuvent ouvrir des horizons et être vecteurs d’innovation grâce aux propositions/préconisations émergeant du travail mené.

    Enfin, le travail de recherche se nourrit de la confrontation à l’expertise d’autres chercheurs, d’autres cadres analytiques. Dans cette perspective, les échanges lors de divers types de manifestations scientifiques (séminaires, colloques...) ainsi que la mise en dialogue par écrits interposés (publication d’articles, de monographies) contribuent à nourrir le perfectionnement des outils d’analyse et à renouveler les questionnements. Un autre niveau est celui des productions à destination d’un public élargi (vulgarisation, « traduction » du travail de recherche par les journalistes) qui, par les allers-et-retours générés, viennent alimenter la réflexion sur la pertinence, la justesse de la démarche de recherche.
    Au-delà de sa dimension de recherche, votre projet ambitionne de proposer à l’avenir une formation aux survivant·es de violences. Pouvez-vous nous en dire quelques mots ?

    R. D. Notre projet global, au-delà d’aLPHa donc et en complément du Mémorial, ambitionne de proposer à l’avenir une formation aux survivant·e·s de violences, une formation à visée holistique (la perspective holistique est, d’ailleurs, au cœur du modèle Panzi

    de Denis Mukwege). Selon les financements que nous pourrons réunir, il nous semble important de donner à ces victimes, ces témoins, ces survivant·e·s, des outils pratiques pouvant les aider à évoluer dans leur parcours personnel, à différents stades, dans leur cheminement, leur reconstruction et leur permettre de se prendre en charge, de faire entendre leur voix, de co-construire leur histoire individuelle et collective, d’écrire une histoire des survivant·e·s de violences, de faire évoluer les mentalités et les comportements…

    En d’autres termes, l’idée ici est d’encourager et d’outiller les survivant·e·s, de leur donner des clés pour développer un empowerment et un leadership au féminin.

    Face à l’empire du silence, il s’agirait de leur donner la chance, que certains ont voulu briser…

    … de se relever

    … de reprendre confiance en elles/eux

    … de s’émanciper

    … de faire entendre leur voix

    … d’affirmer leur place dans la société

    … de devenir des leaders de demain

    …et ainsi pour citer Denis Mukwege, « de changer le cours de l’Histoire ».

    https://nouvelles.univ-rennes2.fr/article/travail-memoire-est-etape-fondamentale-dans-reconstruction-so
    #viols #violence #survivants #VSS

    ping @karine4 @_kg_ @cede

  • La guerre froide des libéraux
    https://laviedesidees.fr/La-guerre-froide-des-liberaux

    Le #libéralisme de guerre froide est un méconnu en France, alors que son importance théorique n’est pas négligeable : les critiques qu’il a adressées à l’Etat sont en grande partie à l’origine du néoconservatisme.

    #Philosophie #conservatisme #néo-libéralisme
    https://laviedesidees.fr/IMG/pdf/20241127_neocon.pdf

  • Chaos nach Marktliberalisierung: Finnland nimmt Taxi-Gesetzesnovelle zurück
    https://taxi-times.com/chaos-nach-marktliberalisierung-finnland-nimmt-taxi-gesetzesnovelle-zuru

    7.9.2024 von Axel Rühle - Nachdem die finnische Regierung 2018 den Taximarkt liberalisierte, entstanden mafiöse Strukturen, die auf Clankriminalität und Schutzgelderpressung hindeuten. Nun sollen die Vorschriften wieder verschärft werden.

    Als die finnische Regierung 2018 den Personenbeförderungsmarkt liberalisierte, war man zuversichtlich, dass der Markt das Taxigeschäft regeln würde. Heute herrscht Ernüchterung, da eher das Gegenteil eingetreten ist: Wie „Nordisch.info, das Online-Magazin für Nordeuropa“ berichtet, herrschen zum Teil wildwestartige Zustände. Einige Taxibetreiber haben mit krimineller Energie die Stadtgebiete aufgeteilt und bedrohen andere Taxifahrer an den Halteplätzen.

    Darüber hat „Yleisradio“, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Finnlands, die im dortigen Sprachgebrauch nur „Yle“ genannt wird, Ende letzten Jahres in einer ausführlichen, investigativ recherchierten Reportage, berichtet. Die Kernaussage: Taxifahrer beklagen, dass „Taxistände territorial und gewalttätig geworden“ seien.

    Taxifahrer aus der Hauptstadtregion erzählten Yle, dass einige Betreiber an wichtigen Halteplätzen in der ganzen Stadt ihre eigenen Warteschlangensysteme eingerichtet haben und dabei andere Fahrer bedrohen. In der Reportage wurden ausführliche Beispiele für Drohungen und Gewalt genannt und Aussagen von Betroffenen wiedergegeben, die eine Reihe von Problemen offenlegen, die auf behördlichen Kontrollverlust gegenüber mafiösen Methoden und Anzeichen von Clankriminalität hinweisen. Mehr dazu weiter unten.

    Dieses Jahr nahmen die Behörden das Taxigewerbe in den Fokus, allerdings zunächst betreffs ordnungsrechtlicher Verstöße, wie sie auch in Deutschland verbreitet sind. Bei unangekündigten Kontrollen in Helsinki Mitte April wurden insgesamt 79 Taxis kontrolliert, wobei in 30 Fällen Mängel festgestellt wurden. Die Polizei verhängte gegen 21 Fahrer Geldbußen, während 20 weitere Verkehrsstrafen in Höhe von bis zu 200 Euro zahlen mussten. Die Kontrollen wurden in Zusammenarbeit zwischen der Polizei von Helsinki, der finnischen Verkehrs- und Kommunikationsbehörde Traficom, der Steuerverwaltung und der regionalen staatlichen Verwaltungsbehörde für Südfinnland durchgeführt.

    Die Ergebnisse ähnelten denen einer ähnlichen Kontrollaktion ein knappes Jahr zuvor. Alle Fahrzeuge waren in gutem Zustand, alle Fahrer besaßen einen gültigen Führerschein. Ein Problem war lediglich die Nichteinhaltung der Pflicht, Kontakt- und Preisinformationen gut sichtbar zu präsentieren und Fahrtenbücher zu führen. Einer von vier Fahrern habe diese Sorgfaltspflicht vermissen lassen.

    Steuerbeamte erwähnten jedoch, dass es in der Taxibranche weiterhin Phänomene der „Schattenwirtschaft“ gebe. „Viele kleine Akteure sind in die Branche eingestiegen. Es wurde Inkompetenz beobachtet, ebenso wie Gleichgültigkeit gegenüber Verpflichtungen und deren Erfüllung. Fehlende Verkäufe und Schwarzarbeit sind die häufigsten Anzeichen für die Schattenwirtschaft in der Branche“, sagte Tarja Valsi, stellvertretende Direktorin der Steuerverwaltung. Valsi forderte Taxikunden auf, auf Quittungen und die darauf aufgeführten Informationen zu achten. Wenn sie keine Quittung erhalten, selbst wenn sie danach gefragt werden, sei dies normalerweise ein verräterisches Zeichen für Graumarktgeschäfte, sagte sie.

    Nun will die finnische Regierung rund sechs Jahre nach der Liberalisierung das Taxigewerbe neu regulieren. Vorschriften sollen verschärft werden, wie Yle berichtet. Zu den vorgeschlagenen Änderungen gehören strengere Hintergrundüberprüfungen der Bewerber um eine Taxilizenz, zusätzliche Ausbildungsanforderungen sowie eine klarere Preisgestaltung. Die Änderungen sind in einem Memorandum des Ministeriums für Verkehr und Kommunikation zur Verbesserung des Sektors dargelegt. In diesem Herbst werden Beamte einen Gesetzesvorschlag ausarbeiten, den die Regierung im nächsten Frühjahr dem Parlament vorlegen will.

    Finnland hatte sein Taxigewerbe im Jahr 2018 liberalisiert, was zu einer erheblichen Lockerung der Vorschriften in diesem Sektor führte. Die Hürden, um Taxis zu betreiben, wurden wesentlich niedriger. Fahrer müssen nicht mehr an einer obligatorischen Schulung teilnehmen, sondern nur noch eine Fahrprüfung ablegen, um sich zu qualifizieren. ar

    Beitragsbild: Taxi in Helsinki; Foto: Axel Rühle

    #Finnland #Helsinki #Liberalismus #Taxi

  • Une vague de désertions en Ukraine
    https://www.wsws.org/fr/articles/2024/10/09/hhkq-o09.html

    Le carnage continue, la guerre en Ukraine arrive à un stade où les hommes sont épuisés au point de déserter en nombres considérables. Cet article donne une impression des souffrances imposées aux Ukrainiens.

    Sur le plan stratégique le problème semble frapper aussi l’adversaire russe. Quand les peuples ont assez des guerres les puissants afin de pouvoir entretenir leurs conflits s’adressent à leurs semblables étrangers en situation de pouvoir fournir la chair à cannon nécessaire.

    En 1776 la couronne britannique acheta des soldats pour la guerre contre les indépendantistes américains au prince allemand Frédéric II de Hesse-Cassel qui par ce marché entra dans les annales comme symbole de l’aristocratie qui vend les enfants du pays au lieu de les nourrir et protéger. L’image de marque de sa classe en a pris un coup dans la conscience du peuple allemand.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Soldatenhandel_unter_Landgraf_Friedrich_II._von_Hessen-Kassel

    Cette histoire montre que la chair à cannon achetée a parfois tendance à s’autonomiser et à se rallier à d’autres parties. La version francaise de l’article évoque la défaite de Saratoga et les soldas de Hesse qui préférèrent rester dans le nouveau monde après la fin des hostilités en 1783 .
    https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Mercenaires_allemands_au_Canada

    Espérons pour les soldats coréens vendus par leur potentat que le destin leur réserve un sort aussi clèment que celui des milliers d’Allemands devenus américains il y a bientôt 250 ans.

    9.10.2024 - Ce reportage sur la vague croissante de désertions en Ukraine a été soumis au WSWS par des journalistes d’Assembly.org.ua. Il documente l’effondrement des lignes de front. Si les désertions individuelles ne remplacent pas le développement d’un mouvement politiquement conscient de la classe ouvrière, elles indiquent une opposition anti-guerre croissante parmi de larges masses d’Ukrainiens qui sont utilisés comme chair à canon dans la guerre par procuration impérialiste contre la Russie. Les journalistes, qui ont été contraints de rejoindre la clandestinité par le régime dictatorial de Zelensky, demandent des dons pour soutenir leur travail en cliquant sur ce lien.
    https://www.globalgiving.org/projects/mutual-aid-alert-for-east-ukraine

    Le début de l’automne en Ukraine a été marqué par une aggravation de la situation sur les lignes de front. Chaque jour, les défenses de la région de Donetsk s’effondrent davantage. Dans la région de Kharkov, les troupes russes s’approchent de la rivière Oskol. En direction de Koursk, elles ont également repris le contrôle de plusieurs localités, bien que l’armée ukrainienne continue d’attaquer à certains endroits. L’euphorie de la victoire a de nouveau cédé la place à la frustration, et là où il y a des défaites, la pression sur les « ennemis du peuple » de l’intérieur s’accroît. On ne sait pas encore qui sera désigné comme le prochain bouc émissaire. On peut seulement noter que le thème de la décomposition de l’armée de l’intérieur est partout dans les informations du pays.

    Le 11 septembre, une déclaration vidéo de Denis Yaroslavsky, deux fois candidat à la mairie de Kharkov et actuellement à la tête d’une des unités de reconnaissance des forces armées ukrainiennes, a été largement relayée et commentée dans les médias et sur les réseaux sociaux :

    Si je vous dis aujourd’hui le nombre de déserteurs SZCh [abréviation ukrainienne de désertion, en russe – SOCh], tous les grands réseaux sociaux russes se retourneront contre nous et crieront : « Regardez combien ils ont de déserteurs. » Ils ne montrent pas les leurs, nous ne pouvons pas montrer les nôtres non plus. Mais je trouve cette situation très déplorable. Nous avons déjà une maladie. Je ne dirai pas que nous en sommes déjà au quatrième stade, comme en oncologie, mais c’est certainement le deuxième, en transition vers le troisième. Et cela progresse. Dès le début, nous n’avions pas de déserteurs, parce que, par exemple, j’ai servi dans un bataillon de volontaires pendant les trois premiers mois, nous n’avons pas reçu de salaire, rien, et il y avait des dizaines de milliers de personnes comme moi. Parce qu’il y avait de la motivation. La motivation pour gagner. Maintenant, la guerre est entrée dans une phase où seuls ceux qui ne veulent pas [se battre] sont enrôlés sur le champ de bataille. Les personnes motivées sont mortes ou se sont lassées [de la guerre].

    Deux jours plus tôt, le 9 septembre, le journaliste de Kiev Volodymyr Boiko, qui sert dans la 101e brigade des forces armées ukrainiennes, s’est exprimé encore plus vivement sur cette réalité sur sa page Facebook :

    [...] J’ai dit et je redis que le nombre de déserteurs a déjà dépassé 150.000 personnes et approche les 200.000. Avec la dynamique actuelle, on peut prédire 200.000 déserteurs d’ici décembre 2024. Je tiens également à souligner que la dépénalisation effective de la désertion aura des conséquences catastrophiques pour le front dans un avenir proche. [...] Aujourd’hui, les crimes contre l’ordre établi du service militaire ne font l’objet d’aucune enquête, les déserteurs ne sont pas recherchés – c’est ce qui a conduit au fait que le problème s’est aggravé pendant 2 ans et demi et maintenant la situation est dans une impasse. Il est impossible de traduire en justice un si grand nombre de déserteurs, et il est impossible de les retrouver. C’est pourquoi le chef de l’État Andrii Yermak (que son nom soit sanctifié !) a décidé qu’il fallait capturer les gens dans les rues et les envoyer au front au lieu des déserteurs. Mais cela n’aide pas – après avoir rejoint les unités militaires, les mobilisés rentrent simplement chez eux. Si quelqu’un revient, ce ne sera que quelques personnes. Tout d’abord, c’est techniquement impossible : après l’enregistrement de la procédure pénale, le déserteur est radié des listes de personnel et il ne peut réintégrer le service que par le biais du centre territorial de recrutement, c’est-à-dire par remobilisation. Ensuite, ce n’est pas pour cette raison que le déserteur a quitté l’unité et est rentré chez lui. Une autre chose est que la désertion massive a commencé, car les gens ont compris qu’il était possible de déserter et qu’il n’y aurait aucune conséquence.

    Un chiffre similaire de plus de 100.000 personnes qui ont abandonné leurs unités a été cité le 26 septembre par l’avocat militaire et des droits de l’homme de Kharkov, Roman Likhachyov. Selon lui, certains de ces cas concernent entre 20 et 30 personnes. Le 3 octobre, le même blogueur de droite Boiko a évoqué cette histoire en analysant les raisons de la chute d’Ugledar (en ukrainien : Vuhledar ) dans le sud du Donbass :

    Ce qui se passe à Vuhledar ces derniers jours, en général, s’appelle un effondrement local du front. La retraite chaotique des restes de la 72e brigade mécanisée séparée, qui n’a toujours pas reçu l’ordre de se retirer, puis de quitter la ville dans les trois jours après des mois de défense réussie, est quelque chose contre lequel j’ai mis en garde à plusieurs reprises depuis janvier 2024. Cela ne fera qu’empirer. […] Voici, par exemple, des informations sur le dernier réapprovisionnement du personnel de la 72e brigade, avant la reddition de Vuhledar. 50 nouvelles recrues, pour la plupart âgées de 52 à 56 ans, sont arrivées dans la brigade. 30 d’entre elles ont été immédiatement envoyées dans des unités arrière et des hôpitaux, car elles n’étaient pas aptes au service en première ligne en raison de leur état de santé (car le TCR mettait en œuvre un plan de conscription et mobilisait les malades). Sur les 20 militaires restants, 16 ont déserté le deuxième jour. Ainsi, sur un contingent de 50 hommes, 4 ont été envoyés sur le terrain, et après la première rotation, ces quatre-là ont également déserté. Et une telle situation existe sur tout le front.

    Le même jour, le 3 octobre, à Voznessensk, dans la région de Nikolaïev/Mykolaïv, une centaine de soldats du 187e bataillon de la 123e brigade de défense territoriale des FAU ont organisé une protestation. Tous ont refusé d’accomplir la mission de combat et ont quitté leur unité sans autorisation au lieu de soutenir la 72e brigade. Selon eux, ils manquaient d’entraînement et d’armes pour participer aux combats. « J’ai fait appel à plusieurs reprises, même à ma section, dont j’étais responsable. J’ai demandé de fournir des PKM, des mitrailleuses. « Nous n’en avons pas, nous ne pouvons pas en fournir ». Et qu’adviendra-t-il alors du Donbass ? », a déclaré à la télévision d’État un commandant de peloton nommé Sergueï. La veille, Igor Grib, 33 ans, commandant du 186e bataillon de cette brigade, s’est tiré une balle dans la tête parce que son bataillon s’était enfui de ses positions près d’Ougledar. (Cela a conduit à la perte définitive de la ville.) Volodymyr Boiko écrit que le lieutenant-colonel s’est suicidé après la formation : « Lorsque les soldats se sont dispersés, ils ont entendu un coup de feu. » Le 4 octobre, une cérémonie d’adieu pour l’officier a eu lieu à Pervomaïsk, la ville natale du trotskiste emprisonné Bogdan Syrotiuk.

    Si cet été nous écrivions [en russe ; en anglais] que ces désertions se produisaient généralement sous forme de non-retour de l’hôpital ou de permission, maintenant les soldats partent et disparaissent directement de leurs positions, même s’il n’y a pas eu de bombardements. Un instructeur de la 59e brigade d’infanterie motorisée des FAU, qui combat près de Pokrovsk, en a parlé dans un reportage de la Deutsche Welle du 11 septembre.

    Le 15 septembre, l’une des plus grandes chaînes d’information ukrainiennes a également écrit que les statistiques officielles sur les évasions de militaires étaient une minimisation. Un capitaine des forces armées a déclaré aux journalistes :

    [...] Les SZCh et ceux qui refusent de servir sont radiés du personnel. Ils sont partis arbitrairement, ont été absents de l’unité pendant plus de dix jours. Ou ont refusé d’aller au front. La plupart des SZCh et de ceux qui refusent de combattre ne font pas l’objet de poursuites pénales, les commandants n’écrivent pas de rapports. Cela dégrade les statistiques générales du personnel et remet en question la compétence du commandant à diriger et à maintenir le moral. Par conséquent, ce contingent est discrètement radié du personnel. Il y a une autre nuance. Le fait est que si les malades, les délinquants ou ceux qui refusent de combattre ne sont pas radiés du personnel, alors selon les documents, l’unité n’a pas besoin d’être reconstituée. Et elle est considérée comme prête au combat. Mais en réalité, l’unité n’est pas prête au combat. Car plus de la moitié de ses membres sont des délinquants ou des blessés. Les délinquants ivres ou bagarreurs, ou les toxicomanes, peuvent être écartés du personnel pendant des années – personne n’en a besoin dans les unités de combat. Ils ne peuvent pas non plus être renvoyés, ce qui permet de garder les contrevenants dans les compagnies de réserve comme main-d’œuvre bon marché pour les unités. On les laisse rarement rentrer chez eux, on les garde à l’arrière, non loin de l’unité. Il n’y a pas de sécurité dans les compagnies de réserve pour le « personnel de réserve ». Si un « membre de réserve » s’échappe d’une compagnie de réserve, s’il subit plusieurs SZCh, il est d’abord déclaré recherché. Ensuite, une procédure pénale est ouverte pour désertion. Les gens s’échappent très souvent des compagnies de réserve. Mais certains d’entre eux sont arrêtés par la Police militaire et ramenés après une « rééducation » au bureau du commandant.

    Le 14 septembre, le militaire de Lviv Maxim Bugel a décrit sur Facebook comment la réticence de nos voisins de la région de Soumy (également limitrophe de la région de Koursk en Russie) à fournir des logements l’a conduit à penser à la désertion :

    […] On espérait qu’après le début des bombardements à Soumy et le départ de beaucoup de gens, ils auraient besoin d’argent pour louer des logements dans les endroits où ils s’étaient installés. Mais les planètes ne se sont pas alignées. Une annonce de l’OLX . Il y a quelques maisons, quelques appartements, mais il y a une nuance : ils ne sont loués qu’à des familles avec enfants […] Les prix ont baissé, mais les conditions ne le sont pas. Et aujourd’hui, j’ai aussi appris que dans l’un des immeubles d’habitation, dans le quartier où nous nous trouvons actuellement, ils se sont réunis et ont décidé d’autoriser ou non l’entrée des militaires dans l’immeuble. Ils ont convenu que nous sommes impurs et que nous n’avons pas de place dans leur lieu céleste. Dans l’immeuble voisin, ils ont décidé de nous laisser entrer. Il y a un désir de rassembler mes cosaques sur leur place et aussi d’organiser au moins un référendum sur le sujet « devons-nous les défendre » et si la décision n’est pas en leur faveur, de faire demi-tour et de rentrer chez nous. Il est intéressant de regarder leurs visages dans ce cas. Y aura-t-il plus de peur ou de joie qu’un peuple frère vienne à eux ?

    Plus tôt ce mois-là, un célèbre militant d’extrême droite s’était indigné du fait que les habitants d’un grand immeuble à Kharkov voulaient expulser son entrepôt de fortune afin d’éviter l’arrivée de missiles.

    L’article « Au cours du long été chaud, les soldats ukrainiens et russes ont battu des records de désertion », publié par nos soins le premier jour de l’automne, s’est avéré très opportun. (Il est disponible en russe ou en anglais.) Nous avons reçu des commentaires à ce sujet des deux côtés du front. D’après les discussions dans les chats locaux de Kharkov, voici le texte intégral dans sa version originale :

    J’ai une petite observation, plusieurs hommes qui ont été embauchés de force dans des bus, et qui n’ont pas été très critiques envers les autorités pendant tout ce temps, se consolent maintenant en pensant que ceux qui sont au sommet savent mieux qu’eux. Tant que vous êtes « libre », vos pensées restent dans le cadre des principaux courants sociaux et ont la possibilité de bouger. Dès que vous entrez dans un collectif avec des tâches définies, dans la plupart des cas, vos pensées rentrent dans le même tunnel que tout le monde. Une fois que quelqu’un a été embrigadé dans le bus et entre dans un collectif d’autres qui ont été embrigadés auparavant, mais qui sont déjà résignés à la situation, il s’adapte mentalement à eux, accepte leur point de vue, crée une zone de confort (nager à contre-courant est toujours inconfortable). Là, il est entraîné dans le sujet et commence aussi à penser que tous les autres sont des scélérats et des évadés, la motivation apparaît. Jusqu’à ce qu’il se lance dans le massacre. Il en prend conscience et souvent SOCh.

    […] Mon parrain et deux de mes connaissances décédées sont partis volontairement dès les premiers jours [de la guerre], mais quand ils sont arrivés à Kharkov, nous avons bu ensemble, personne n’a crié que j’étais un évadé, mais au contraire, [ils ont dit] qu’il n’y avait rien à faire là-bas [au front]. L’un d’eux, un volontaire, est déjà à l’étranger. Il est parti deux semaines et il est là depuis six mois déjà […]

    La moitié des [hommes vivant dans] ma cour sont SZCh, dans le district de Slobozhansky. L’essentiel est de ne pas se faire prendre, sinon personne ne s’en soucie. Nous n’avons plus de parquet militaire, les flics s’occupent des déserteurs maintenant et ils s’en fichent complètement. Au printemps, un de mes amis est arrivé dans le quartier. Il a combattu dans la région de Zaporojie. En mai, le commandant est venu le voir et lui a dit : « On nous transfère à Liptsy [l’un des endroits les plus chauds de la région de Kharkov], et ensuite tu devras décider toi-même, laisse juste ta mitrailleuse si tu décides de t’enfuir. » Eh bien, il a laissé son uniforme et est maintenant un SZCh. Ils s’en sortent tant bien que mal, comme tout le monde.

    SZCh et SOCh peuvent également être traduits dans nos langues par « Courage, Bravoure, Honneur »

    Le 9 septembre, nous avons reçu une lettre de Gorlovka, contrôlée depuis 2014 par la « République populaire de Donetsk », l’extrême droite soutenue par la Russie :

    Le plus triste, c’est que si vous commencez à dire aux gens que les soldats doivent déserter l’armée et retourner leurs armes contre ceux qui sont au pouvoir, les gens vont écarquiller les yeux et dire : « Voulez-vous que 1917 se reproduise ? De nouveau frères contre frères et que les gens aient faim ? Il vaut mieux que nous endurions, sinon la situation s’aggravera. » Nous avons des photos de ceux qui sont recherchés plaquées dans nos rues. Et des inscriptions : « Il a trahi la république, il a trahi ses camarades, il s’est trahi lui-même. » J’ai entendu dire que nous avons beaucoup de cas SOCh. Mais « beaucoup » est un concept flexible. Et leurs captures ne sont pas publiées ici.

    Parallèlement à cela, le 14 septembre, un message est apparu sur la chaîne Telegram Mobilisation DPR Live à propos des soldats mobilisés de Donetsk de l’unité militaire 78979 en direction de Koursk, se plaignant des brimades du nouveau commandant et des menaces de les envoyer sur des béquilles pour prendre d’assaut le front.

    Mon conseil : si vous voulez VIVRE, courez (ou laissez-les courir), si possible. [...] Personne, aucun organisme de défense des droits de l’homme ne vous aidera ! J’ai essayé ! Je ne me suis pas complètement remis de ma blessure, j’ai été jeté dans un hachoir à viande. Ces organismes m’ont tout simplement abandonné après que je me suis tourné vers eux pour « de l’aide ». Ils m’ont abandonné dans une unité qui voulait me détruire. Le bureau du procureur n’a pas pris la peine de s’occuper de mon cas. Je dois moi-même sauver ma « vie » de l’anarchie, de l’arbitraire, étant maintenant dans la « clandestinité » ! Ils n’ont tout simplement pas besoin de combattants estropiés après des blessures ! Ils nous détruisent – LES LEURS – ils nous achèvent ! [...] Selon le plan ? Selon le calendrier ? Oui ?

    Un lecteur au profil anonyme a commenté ci-dessous. Après que nous l’ayons contacté en privé pour lui demander des détails, il a ajouté :

    C’était à Donetsk. Oui, j’ai déserté ! Parce qu’on m’a emmené dans un hachoir à viande, après avoir été partiellement guéri, alors que mon passeport russe et mon téléphone portable ont été confisqués, ils m’ont gardé sous surveillance armée tout le temps, m’ont insulté et menacé, mais j’ai réussi à m’échapper. Plus tard, j’ai contacté le bureau du procureur, la réponse a été le silence, et ils m’ont tout simplement jeté du bureau du procureur dans une unité militaire, où ils ont voulu m’éliminer. [...] Donc je me cache. Mon avis est que personne ne vous aidera, même le bureau du procureur. Tous ces gars avec qui j’ai été emmené étaient aussi partiellement guéris [et ensuite] ils sont morts.

    Par rapport à l’aperçu du WSWS paru cet été, le rôle des désertions collectives et organisées a clairement augmenté. Il ne faut cependant pas se leurrer en pensant que nous sommes déjà dans une situation révolutionnaire. L’opinion publique ukrainienne et russe est actuellement focalisée sur les élections présidentielles aux États-Unis, et beaucoup nourrissent l’espoir erroné qu’une victoire de Trump pourrait ouvrir la voie à un règlement rapide et pacifique de la guerre. Il semble que seul l’échec de ces attentes puisse ouvrir la voie à un intérêt de masse pour une alternative révolutionnaire. Nous nous trouvons à un tournant de l’histoire.

    (Article paru en anglais le 8 octobre 2024)

    Article en relation avec https://seenthis.net/messages/1068730

    #guerre #histoire #décolonialisation #libération #Amérique #Hesse #Allemagne #Russie #Ukraine #Corée

    • l’article Hessien (soldat) - pour moi, (le) hessien, c’est d’abord des souvenirs de taupe... – de WP[fr] renvoie à celui que tu pointes https://fr.wikipedia.org/wiki/Mercenaires_allemands_au_Canada (en version pas mobile) ; il y a un article plus général, pas seulement au Canada et portant sur leur rôle des deux côtés https://fr.wikipedia.org/wiki/Rôle_des_Allemands_dans_la_révolution_américaine

      et sinon, ma référence absolue sur le sujet, est bien sûr dans Oumpah-pah, le peau-rouge avec le chevalier Franz Katzenblummerswishundwagenplaftembomm - bon, il est prussien.
      Malheureusement, je n’en trouve pas d’image sur la toile, et mes albums sont quelque part dans un carton...
      https://fr.wikipedia.org/wiki/Oumpah-Pah

    • C’est une longue et douloureuse histoire d’exploitation extrême.

      Afin de compléter l’histoire j’ai investi un peu de temps supplémentaire pour une recherché sur le net. En quelques minutes je n’ai forcément pu identifier que des sources pas toujours fiables, mais bon, que chacun vérifie leur qualité.

      Comme toujours je ne prends aucune responsabilité pour le contenu et je ne suis pas forcémemt d’accord avec le contenu ou les auteurs des citations. En principe cela va de soi, mais j’ai l’impression d’être obligé de le rappeller de temps en temps.

      J’ai remarqué que les sujets historiques allemandes sont surtout traités par des sources de droite et d’extrême droite, au moins c’est l’impression qu’on peut gagner quand on aborde les questions d’histoire par Wikipedia ( deutsch ) et les moteurs de recherche habituels. Vu le sujet j’ai entrepris une recherche en langue allemande. L’image risque de changer quand on enquête en d’autres langues.

      Albrecht Wirth, Deutsche Abenteurer, Kapitel 10
      https://www.projekt-gutenberg.org/wirth/dtabente/chap010.html

      Dagegen betrieb der Bruder Katharinas II., Friedrich August von Anhalt-Zerbst, einen blühenden Soldatenhandel. Er unterhielt in Deutschland Werbeplätze. Er selbst regierte sein Fürstentum von Basel und von Luxemburg aus; nach Anhalt selbst kam er nie. The poor Hessians , wie man sämtliche Mietlinge drüben benannte, einerlei wo sie herkamen, wurden von Washington und seinen Generälen, unter denen sich Steuben und Kalb befanden, aufgerieben. Glücklich, wer überlaufen und bei den Yankees als Soldat oder Bauer Unterschlupf finden konnte.

      Menschenalter hindurch hat jedoch die Erinnerung an die armen Hessen als verlotterte, minderwertige Menschen in Nordamerika nachgewirkt, und selbst heute noch werden sie von Deutschfeinden uns vorgehalten.

      Daß man auch in der Heimat den Vorgang keineswegs überall ruhig aufnahm, beweist die Empörung Schillers und beweist vor allem Friedrich der Große, den freilich die Engländer durch ihre Treulosigkeit 1762 zu heller Wut gereizt hatten: er verbot ein für allemal in seinen Landen Werbungen für Amerika, und er weigerte sich, durch eine Londoner Note dazu aufgefordert, anderen deutschen Kontingenten den Durchmarsch durch seine Lande zu gewähren. Es heißt, daß er durch diese Verzögerung den Sieg der Yankees verursacht oder zum mindesten erheblich dazu beigetragen habe.

      Daß dagegen die Gesinnungen des Preußenkönigs, Schillers und des schwäbischen Dichters Schubart, der wegen kränkender Bemerkungen in seiner »Chronik« von Karl Eugen jahrelang auf dem hohen Asperg eingeschlossen wurde, keineswegs allgemein verbreitet waren, das beweist ein so edler Mann wie Neidhart von Gneisenau, der damals ansbachischer Offizier war. Dieser bewarb sich nämlich geradezu darum, nach Amerika geschickt zu werden, und freute sich ganz naiv auf das Abenteuer.

      Unter dem Dutch Cattle, das nach Kanada verschifft wurde, befand sich auch Johann Gottfried Seume. Von ihm stammt der Kanadier, der Europens übertünchte Höflichkeit nicht kannte, und der Spaziergang von Syrakus. Er wollte sich von Leipzig nach Paris begeben, um dort Mathematik zu studieren, wurde aber von hessischen Werbern überfallen, nach der Festung Ziegenhain verschleppt, seiner Legitimationspapiere beraubt und in den bunten Rock gesteckt. Später machte er seinem Groll in folgenden Versen Luft:

      »Trennung, Eigennutz und Knechtschaft haben
      allen öffentlichen Sinn begraben,
      daß der Deutsche nur in Horden lebt,
      und daß dummheitstrunken diese Horden
      um die Wette sich für Fremde morden,
      daß die wildre Menschheit weint und bebt.«

      A propos de l’auteur Albrecht Wirth
      https://www.projekt-gutenberg.org/autoren/namen/wirth.html
      https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_Wirth

      Albrecht Wirth (* 8. März 1866 in Frankfurt (Main); † 26. Juni 1936 in Tittmoning/Oberbayern) war ein deutscher Historiker, Sprachforscher, Weltreisender und völkischer „Rassenforscher“.

      « Scorpio » note dans un forum internet :
      https://geschichtsforum.de/thema/juchheissa-nach-amerika-dir-deutschland-gute-nacht-soldatenhandel-de

      „Heute morgen sind 10.000 Landeskinder nach Amerika fort, die zahlen alles“. So gibt ein Bediensteter in der „Kammerdienerszene“ von „Kabale und Liebe“ der fürstlichen Mätresse Lady Milford Auskunft, als sie sich nach dem Preis eines venezianischen Diamantkolliers erkundigt. Als weitere Kronzeugen gegen den „Soldatenhandel“ sind Mirabeau ( Avis aux hessois et les autres peuples allemandes vendue par leur princes a` Angleterre, aufruf an die Hessen und die anderen deutschen Völker, die von ihren Fürsten" an England verkauft wurden und Johann Gottfried Seume zu erwähnen

      Les antisemites allemands s’intéressent à l’histoire de la vente de soldats par de nombreux principautés allemandes car les affaires financières des rois, princes et autres souverains furent souvent gérés par des financiers juifs. La fortune des Rothschild a ses origines dans cette époque.

      Bankhäuser : Mayer Amschel Rothschild, ein Alias für Geld - WELT
      https://www.welt.de/kultur/history/article109326853/Mayer-Amschel-Rothschild-ein-Alias-fuer-Geld.html

      19.9.2012 von Michael Stürmer - Zwischen Ghetto und Fürstenhof lag die Welt des alten Rothschild. Als der hessische Landgraf zu Geld gekommen war, vor allem durch den Verkauf seiner Landeskinder als Soldaten an die Briten – 1776 war die Rebellion in Nordamerika ausgebrochen gegen „George the Tyrant“ und die Steuerpolitik des Londoner Parlaments – da brauchte es klugen Rat, und der kam von Rothschild.

      Ein Teil des neuen Reichtums – die „Sternthaler“ der Brüder Grimm zeigten den Stern des hessischen Hausordens und den Kopf des Landgrafen Friedrich II. – wurde in den Park von Wilhelmshöhe, den Schlossbau und die Antikengalerie investiert.

      Aber ein anderer Teil blieb flüssig, und als 1806 die französischen Armeen mit der Tür ins Haus fielen, hatte Rothschild schon dafür gesorgt, dass ein Großteil des Silbers Fulda- und Weserabwärts ins sichere England gerettet wurde.

      Affinität zu Kunst und Mäzenatentum

      Kein anderer als Rothschild verwaltete diese Gelder, während der Landgraf, nunmehr Kurfürst ohne Land, sehr knauserig mit dem Silber umging. Nicht nur, dass er seine Geliebte kurz hielt. Er war auch nicht bereit, für die Kriegsanstrengung gegen Napoleon tief in die Tasche zu greifen. Rothschild aber mehrte das Vermögen und dachte dabei, wie das unter Banken das Geschäftsmodell nun einmal ist, auch an sich selbst. Mit dem Reichtum des Kurfürsten Wilhelm I. stieg auch sein Vermögen. Als er vor 200 Jahren starb, galt er, jedenfalls was mobilisierbaren Reichtum anlangte, als der reichste Bankier der Welt.

      Rothschild hatte das Glück des Tüchtigen, und es erwies sich als erblich. Genauso wie die Affinität zur Kunst und die Fortsetzung der jüdischen Tradition des Gebens für milde Zwecke. Aber mit dem Reichtum kommen auch öffentliche Missgunst, Neid und Hass, niemals tödlicher als mit den Nationalsozialisten. Dagegen war die Enteignung unter Frankreichs sozialistischem Präsident Mitterrand nur gehässige Episode. Das Erbe des Mayer Amschel Rothschild, anders als es den meisten Konkurrenten erging, jüdischen und nicht-jüdischen, reicht bis in die Gegenwart.

      Mayer Amschel Rothschild
      https://fr.m.wikipedia.org/wiki/Mayer_Amschel_Rothschild

      Mayer Amschel Rothschild [l’orthographe initiale Meyer Anschel ( אנשל ), étant germanisée en Mayer Amschel] (23 février 1744 à Francfort-sur-le-Main – 19 septembre 1812 à Francfort) est un financier, fondateur de la dynastie banquière des Rothschild, devenue l’une des familles les plus célèbres du monde des affaires.
      En 2005, Mayer Amschel Rothschild est classé 7e dans la « Liste des hommes d’affaires les plus influents de l’histoire » par le magazine américain Forbes, le nommant « père de la finance internationale ».

      Dans un forum de généalogie
      https://ahnen-forscher.com/forums/Genealogy-Thema/gechinger-soldaten-vom-soeldnerhandel-und-kapregiment-1787

      Der Soldatenhandel, der sich in der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg entwickelte, war vor allem für die Landesherren deutscher Klein- und Mittelstaaten ein lukratives Geschäft. Damals konnten kriegstüchtige junge Männer von Werbern gegen ein Handgeld zum Dienst als Soldaten verpflichtet werden. Einzeln oder in Truppenteilen überließen sie dann die Landesherren gegen Bezahlung für eine bestimmte Zeit ausländischen Staaten. Natürlich wurden die fremden Truppen dort eingesetzt, wo mit starken Verlusten zu rechnen war. Bekannt ist das Schicksal von 30 000 hessischen, in englischen Diensten stehenden Soldaten. Als die amerikanischen Kolonien (die heutigen USA) gegen das Mutterland England um ihre Unabhängigkeit kämpften, wurden die Hessen in Amerika für die Engländer eingesetzt. Nur knapp die Hälfte kehrte wieder zurück.

      In Württemberg wurde der Soldatenhandel seit Ende 17. Jh. praktiziert. So hatte der württembergische Herzog Karl Eugen 1757, ohne Einverständnis der Landstände, 6000 Württemberger gegen drei Millionen Gulden an Frankreich für den Kampf gegen Preußen abgetreten. Sie wurden teils mit Gewalt ausgehoben und waren kaum ausgebildet und ausgerüstet. Schon auf der ersten Etappe des Marsches zu ihrem Bestimmungsort rebellierten sie und viele desertierten. Der Herzog ließ darauf 16 Landeskinder standrechtlich erschießen.

      1771 verhandelte der Herzog mit der Englisch-Ostindischen Kompanie über den Verkauf von Soldaten. Das Geschäft zerschlug sich wegen Geldstreitigkeiten.

      Herder schrieb:

      „Sie sind in ihrer Herren Dienst so hündisch treu, sie lassen willig sich zum Mississippi und Ohiostrom, nach Kanada und nach dem Mohrenfels verkaufen. Stirbt der Sklave, streicht der Herr den Sold ein, doch die Witwe darbt, die Waisen ziehn den Pflug und hungern. Nun, das schadet nicht, der Fürst braucht einen Schatz.”

      Verhandlungen über den Verkauf von württembergischen Soldaten an die holländische Ostindien-Kompanie setzten dann 1784 ein. Im Frühjahr 1787 verließen die ersten 2000 von ihrem Herzog verkauften Württemberger die Heimat, um die überseeischen Besitzungen der Kompanie am Kap der Guten Hoffnung in Afrika zu schützen. Dieses „Kapregiment” bestand aus 2 Bataillonen mit je 1 Grenadier- und 4 Fußkompanien, dazu 1 Artilleriekompanie mit 12 Geschützen ” Am 24. Februar marschierte das erste Bataillon aus Ludwigsburg ab und machte Nachtquartier in Vaihingen (Enz). Weiter ging es über Dürrmenz, Mühlacker und Lomersheim. Nach Wilferdingen, Söllingen, Ettlingen, Iffezheim, Wintersdorf marschierte das Bataillon, 898 Mann, über den Rhein nach Fort Louis. Der weitere Weg führte über Metz, Lille nach Dünkirchen und von dort mit dem Schiff nach dem holländischen Vlissingen.”

      Das Kapregiment diente 24 Jahre. Für Nachwuchs wurde gesorgt. Karl Eugen erhielt dafür über 400.000 Gulden. 1791 landete ein Teil des Regimentes im Kapland, der andere Teil in Java. Im Laufe der 4 nächsten Jahre kamen Teile des Regimentes nach Ceylon. 1806 befand sich noch ein Bataillon auf Java. Die meisten Soldaten fanden ein unrühmliches Ende in Gefangenschaft, Krankheit und Elend. Von den insgesamt 3200 Württembergern kamen 2300 ums Leben, nur knapp 100(!) sahen die Heimat wieder.

      Aus dem Amt Heidenheim kamen insgesamt 58 Rekrutierte nach Übersee. 44 von ihnen starben auf See, am Kap von Südafrika oder in Niederländisch-Indien.

      Offiziell waren die Truppen Freiwillige. Man muss auch sehen, dass es manchen Familien und Gemeinden durch den Soldatenhandel ermöglicht wurde, sich unerwünschter Personen zu entledigen, indem man sie durch Überredung oder Zwang zur Annahme des Handgeldes veranlasste. Es war Brauch geworden, ungeratene Söhne oder schlechte Haushalter unter des Herzogs Militär zu stoßen. Die meisten Rekruten aber waren junge Leute, die man einfach zur Unterschrift gezwungen hatte. Insgeheim hatte man ganze Dörfer umstellt und die jungen Burschen von der Arbeit, aus dem Bett, sogar aus der Kirche geholt.

      Aus Gechingen waren dabei:
      Fischer, Johann Jakob *16.04.1762
      Spöhr, Jakob *25.07.1759
      Beide sind am 19.07.1791 gefallen, also schon im Jahr ihrer Ankunft am Kap.

      Da die Mannschaft des Kapregiments zeitweilig auf dem Asperg stationiert waren, schrieb der Gefangene Schubart: 22. Februar 1787:

      “Künftigen Montag geht das aufs Vorgebirg der guten Hoffnung bestimmte württembergische Regiment ab. Der Abzug wird einem Leichenkondukte gleichen, denn Eltern, Ehemänner, Liebhaber, Geschwister, Brüder, Freunde verlieren ihre Söhne, Weiber Liebchen, Brüder, Freunde – wahrscheinlich auf immer. Ich hab ein paar Klagelieder auf diese Gelegenheit verfertigt, um Trost und Mut in manches zagende Herz auszugießen. Der Zweck der Dichtkunst ist, nicht mit Geniezügen zu prahlen, sondern ihre himmlische Kraft zum Besten der Menschheit zu gebrauchen.”

      Das “Kaplied” und das Gedicht “Für den Trupp” wurden in einer Broschüre gedruckt und fanden ungeheure Verbreitung. Dazu vertonte Schubart die Verse.

      Kaplied von Christian Friedrich Daniel Schubart

      Auf, auf! Ihr Brüder und seid stark,
      der Abschiedstag ist da!
      Schwer liegt er auf der Seele, schwer!
      Wir sollen über Land und Meer
      ins heiße Afrika.

      Ein dichter Kreis von Lieben steht,
      ihr Brüder, um uns her,
      Uns knüpft so manches teure Band
      an unser deutsches Vaterland,
      drum fällt der Abschied schwer.

      Dem bieten graue Eltern noch
      zum letztenmal die Hand;
      den kosen Bruder, Schwester, Freund,
      und alles schweigt und alles weint,
      totblass von uns gewandt.

      Und wie ein Geist schlingt um den Hals
      das Liebchen sich herum:
      Willst mich verlassen, liebes Herz,
      auf ewig? Und der bittre Schmerz
      macht´s arme Liebchen stumm.

      Ist´s hart! Drum wirble du, Tambour,
      den Generalmarsch drein.
      Der Abschied macht uns sonst zu weich,
      wir weinten kleinen Kindern gleich;
      es muss geschieden sein.

      Lebt wohl, ihr Freunde! Sehn wir uns
      vielleicht zum letzten Mal;
      so denkt, nicht für die kurze Zeit,
      Freundschaft ist für die Ewigkeit,
      und Gott ist überall.

      An Deutschlands Grenze füllen wir
      mit Erde unsre Hand,
      und küssen sie, das sei der Dank,
      für deine Pflege, Speis und Trank,
      du liebes Vaterland.

      Wenn dann die Meereswoge sich
      an unsern Schiffen bricht,
      so segeln wir gelassen fort;
      denn Gott ist hier und Gott ist dort,
      und der verlässt uns nicht.

      Und ha, wenn sich der Tafelberg
      aus blauen Düften hebt,
      so strecken wir empor die Hand
      und jauchzen: Land, ihr Brüder, Land!
      Dass unser Schiff erbebt.

      Und wenn Soldat und Offizier
      gesund ans Ufer springt,
      dann jubeln wir, ihr Brüder, ha!
      Nun sind wir ja in Afrika.
      Und alles dankt und singt.

      Wir leben drauf in fernem Land
      als Deutsche brav und gut,
      und sagen soll man weit und breit,
      die Deutschen sind doch brave Leut,
      sie haben Geist und Mut.

      Und trinken auf dem Hoffnungskap
      wir seinen Götterwein,
      so denken wir, von Sehnsucht weich,
      ihr fernen Freunde, dann an euch;
      und Tränen fließen drein.

      Une chanson populaire : Juchheissa nach Amerika
      https://www.volksliederarchiv.de/juchheissa-nach-amerika

      Juchheißa nach Amerika
      dir Deutschland gute Nacht
      Ihr Hessen präsentiert´s Gewehr
      der Landgraf kommt zur Wacht

      Ade Herr Landgraf Friedrich
      du zahlst uns Schnaps und Bier
      schießt Arme Mann und Bein uns ab
      so zahlt sie England dir

      Ihr lausigen Rebellen ihr
      Gebt vor uns Hessen acht
      Juchheißa nach Amerika!
      Dir Deutschland gute Nacht

      Text und Musik: Verfasser unbekannt

      in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 333, „Verkauf hessischer Landeskinder nach Amerika“)

      Dort wird angemerkt: „Ein schön und wahrhaftiges Soldatenlied, so Anno 1775 am 19. Oktober zu Kassel auf der Parade von den abziehenden Militärs mit admiraber bonne humeur vor Ihrer Durchlaucht gesungen ward. Der Galgenhumor in diesen Versen ist den damaligen Zeitgenossen wahrscheinlich nicht zum Bewußtsein gelangt“ –

      Les troupes allemandes acceuillèrent de nombreux hommes qu’on pourrait qualifier de racaille si on oubliait les condition de vie misérables et l’absence d’éducation systématique dans les petits royaumes allemands hormis la Prusse.

      http://www.kriegsreisende.de/absolutismus/hessen.htm

      Hessen-Kassel mit seiner langen Söldnertradition verfügte über eine große Zahl an gut ausgebildeten Truppen und konnte deshalb gleich große Kontingente in Marsch setzen. Der Siebenjährige Krieg lag zwar schon einige Jahre zurück, hatte aber genug Veteranen hinterlassen, die nun ein armseliges Leben fristeten. Die Wunden waren verheilt, die Schrecken verblaßt und in Amerika warteten Sold und Beute. In vielen hessischen Familien war es wie in der Schweiz Tradition, daß immer einige Söhne ihr Glück bei den Soldaten versuchten, so daß kein Mangel an Freiwilligen herrschte. Die jungen Burschen hatten sich oft genug die Geschichten ihrer Väter und Onkel angehört und träumten von wilden Abenteuern in fernen Ländern. Zudem galten die rebellischen Kolonisten nicht als ernstzunehmende Gegner. Bei dem ganzen Unternehmen schien es sich eher um eine größere Polizeiaktion zu handeln, bei der manch einer sein Glück machen konnte. Sehr viele Freiwillige gab es auch unter den Offizieren. Diejenigen, die im Frieden nicht entlassen worden waren, waren oft zurückgestuft worden und konnten in der Regel Jahrzehnte auf eine Beförderung warten. Nur der Krieg versprach ein schnelles Avancement. Auch viele Deutsche aus anderen Staaten, Iren, Italiener und Franzosen meldeten sich. Alle hofften auf Abenteuer und Beute im sagenhaften Amerika, wie es in einem hessischen Soldatenlied deutlich zum Ausdruck kommt:

      Hessische Söldner Frisch auf, ihr Brüder, ins Gewehr,
      ’s geht nach Amerika!
      Versammelt schon ist unser Heer,
      Vivat, Viktoria!
      Das rote Gold, das rote Gold,
      das kommt man nur so hergerollt,
      da gibt’s auch, da gibt’s auch, da gibt’s auch bessern Sold!
      [...]
      Adchö, mein Hessenland, adchö!
      Jetzt kommt Amerika.
      Und unser Glück geht in die Höh’,
      Goldberge sind allda!
      Dazu, dazu in Feindesland,
      was einem fehlt, das nimmt die Hand.
      Das ist ein, das ist ein, das ist ein anderer Stand!

      Le Site à vocation pédagogique ZUM propose quelques informations basiques.
      American Revolution/Die verkauften Landeskinder
      https://unterrichten.zum.de/wiki/American_Revolution/Die_verkauften_Landeskinder

      Zwischen 1775 und 1783 erfolgten folgende Truppenlieferungen an England

      Herkunft Preis (in Pfund) Mann Tote
      Hessen-Kassel 273 257 16 992 6 500
      Braunschweig 172 696 5 723 3 015
      Hessen-Nassau 173 174 2 422 981
      Waldeck 66 444 1 225 720

      En fin de compte l’histoire est simple. Les riches et puissants profitent de la misère et de l’inculture du peuple pour s’enrichir. Pendant la phase historique avent les révolutions bourgeoises l’aristocratie avait déjà appris à considérer leurs sujets comme marchandise en temps de guerre. C’est le capitalisme qui a transformé la vie des peuples et guerre permanente.

      Quand on regarde les nombreux accidents de la route et du travail qzu s’ajoutent aux catastrophes industrielles et minières régulières on comprend que la vente et le sacrifice des êtres humains continuent encore aujourd’hui. Le marché de mercenaires n’en constitue que la partie ressentie comme scandaleuse par les bonnes âmes bourgeoises.

      #exploitation #féodalisme #capitalisme

  • Qui veut la peau des logiciels libres de caisse ?
    https://linuxfr.org/news/qui-veut-la-peau-des-logiciels-libres-de-caisse

    Dans l’objectif, certes légitime, de lutter contre la fraude à la TVA via des logiciels de caisse, l’Assemblée a voté la fin du dispositif d’« attestation individuelle » qui permettait à un éditeur ou un intégrateur de solution, d’attester de la conformité de son système. L’Assemblée impose ainsi une procédure lourde et onéreuse de certification, qui impacterait tout particulièrement les logiciels libres.

    Afin d’alerter sur ce risque important pour les écosystèmes des logiciels libres intégrant des fonctionnalités de caisse, l’April a publié un communiqué, où elle revient plus en détails sur le contexte et les enjeux, et où elle appelle à se mobiliser en vue des travaux à venir au Sénat : « Qui veut la peau des logiciels libres de caisse ? »

    Supprimer la possibilité de « l’attestation individuelle » revient à (...)

    • C’est toujours intéressant de voir que le législateur veut faire croire que la technologie résoudrait la fraude. Ils vont surtout se remplir les poches avec des certifications couteuses. Dans le forum, il est souligné que la fraude à la TVA ne dépend pas de l’outil.
      #libéralisme

    • Et quand on demande le ticket on nous donne un « document provisoire » et là on se demande comment c’est possible que « le législateur » ait obligé les entreprises (commerçants et artisans entre autres ) à s’équiper de nouvelles caisses/ balances « aux normes » qui permettent malgré tout d’éditer un « document provisoire » dont tu comprends qu’il est par essence destiné à être annulé en fin de journée !
      Faute d’avoir efficacement lutté contre la fraude fiscale l’état aura permis à l’industrie de la caisse enregistreuse et de la balance électronique de voir son chiffre d’affaire augmenter. :/

  • zu: Krieg in den Städten | Klaus Farin
    https://klausfarin.de/presse/leserinnen-echo/zu-krieg-in-den-staedten

    Rezensionen (Auswahl)

    „In ihrem erschreckenden und inzwischen zu einem modernen Klassiker gewordenen Buch ‚Krieg in den Städten‘ untersuchen die Autoren Klaus Farin und Eberhard Seidel-Pielen die These vom ‚positiven Rassismus‘. Sie besagt, dass die von der übrigen Gesellschaft abgeschriebenen Jugendlichen überfordert werden durch die plakative Entgegensetzung ‚hier gute Ausländer‘ – ‚da böse Deutsche‘ und wie verhängnisvoll und grundfalsch die Forderung von Politikern, Journalisten und Pädagogen nach einseitigem Verständnis für die fremden Nachbarn ist, ohne die gleiche Forderung an deren Adresse zu richten. Nie dort gewesen, wo sie ihn verwirklicht sehen wollen, sind die Vertreter des ‚positiven Rassismus‘ blind gegenüber dem dualen Gesicht des Problems.“

    Ralph Giordano in: Wird Deutschland wieder gefährlich? Köln 1993.

    „… ein Kultbuch, das diesen Status auch verdient.“

    Torsten Borchers in: blick nach rechts

    „Das Beste ist, dass die Meinungen und Ansichten der Jugendgangs und der Rechtsradikalen gut dargestellt sind. Beide Seiten werden positiv und negativ beurteilt. Im Gegensatz zur Boulevard-Presse, die nur negativ bewertet und dadurch die Gesellschaft gegen die Jugend aufputscht. (…) Dieses Buch erzählt auch von den Ängsten, die die Jugendlichen haben …“

    Akin Özcan (14) in: Listen

    „… ein Taschenbuch, das keine Sensationsberichte, sondern aus der intimen Kenntnis der Szene dem Leser einen Schlüssel zum Verständnis der Ereignisse liefert. Es gibt derzeit kein besseres Buch über Jugendgangs.“

    Reiner Scholz in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt

    „… ein Buch, das aneckt, das so recht in keine Schublade passen will – und das gerade deshalb so lebendig und authentisch ist. Sie lassen die Kids in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit zu Wort kommen – tun dies in einer unverbrämt jugendlichen, direkten und zupackenden Sprache. (…) Seidel-Pielen und Farin ist es gelungen, ein Buch zu schreiben, das diese Kids nicht bevormundet, das sich aber auch nicht plump mit ihnen solidarisiert. Es ist ein schnelles, ein aggressives Buch. Ein Buch, das die vertrauten Erklärungsansätze so mancher Pädagogen und Sozialarbeiter über den Haufen werfen will. Unbedingt lesenswert.“

    Karsten Binder in: Radio Bremen 4

    „In Erich Böhmes ‚Talk im Turm‘-Show heizte der Berliner Journalist Klaus Farin beim Thema Rechtsradikalismus in den neuen Ländern dem CSU-Generalsekretär Erwin Huber unlängst derart ein, dass der sich erst nach der Sendung im Fahrstuhl zu wehren begann. Jetzt ist auch ein Buch erschienen. ‚Krieg in den Städten‘ basiert auf sorgfältig geführten Interviews. Zu Wort kommen Mitglieder multikultureller Streetgangs, Skinheads, Hooligans und Autonome. Weil die beiden Journalisten ihre Gegenüber ernst nehmen, entstanden außergewöhnliche Gespräche. Wenn in der nächsten Zeit wieder Farins und Seidel-Pielens Kollegen nach Berlin einfliegen, um Jugendgangs zu belauern, haben sie hoffentlich vorher ‚Krieg in den Städten‘ gelesen.“

    TIP Berlin

    „Erstaunlicherweise können die beiden schreiben, obwohl sie Deutsche sind.“

    Roland Schöny im Österreichischen Rundfunk

    „Sie durchkämmten die Jugendmilieus, suchten die Cliquen und Gangs von Skins, Punks, Antifa-Kämpfern und marginalisierten Migranten auf. Klaus Farin und Eberhard Seidel menetekelten einen ‘Krieg in den Städten‘, indem sie Verweigerung, Verwahrlosung und Gewaltbereitschaft als gesellschaftliche Symptome eines zerbröselnden Sozialstaats beschrieben. Das war 1991 – kurz nach der Wende in der DDR und der Deutschen, der europäischen Einheit, als Reformen neoliberal begründet und organisiert wurden, wo Politik und Wirtschaft Freiheit sagten und Enthemmung meinten. Über zwanzig Jahre danach ist das einstige Kultbuch des Rotbuch-Verlages – ergänzt durch ein aktuelles Nachwort der Autoren – jetzt wiederaufgelegt worden. Es zeigt, wie hellsichtig die damaligen Analysen waren. Gut für das Buch, weniger gut für die Gesellschaft, von der es erzählt.“

    Deutschlandradio

    #Allemagne #lutte_des_classes #libéralisme #exclusion #Krieg_in_den_Städten #jeunesse

  • Debatte Milieus: Im Windschatten der Generation Golf
    https://taz.de/Debatte-Milieus/!5096923

    3.4.2012 von Eberhard Seidel - Teile der Generation 35 plus wuchs privilegiert auf und grenzt sich heute unsolidarisch nach unten ab. In ihrem Schatten gibt es aber ein zweites Milieu, das mehr Hoffnung macht.

    D er Generation 35 plus kommt in einer Gesellschaft eine besondere Rolle zu. In diesem Alter haben die Menschen ihre Restjugend hinter sich gelassen. So langsam übernehmen sie die Verantwortungsjobs und die Ersten kommen wie Vizekanzler Philipp Rösler (*1973), Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (*1977) und vorübergehend Karl-Theodor zu Guttenberg (*1971) in den Schaltzentralen der Macht an. Hinreichend Gründe also, um zu fragen: Wo kommen sie her? Und was waren die frühen, prägenden Einflüsse dieser nach 1970 Geborenen?

    Nach Ansicht von Florian Illies (*1971), dessen Buch „Generation Golf“ einem Teil dieser Alterskohorte vor gut zehn Jahren ihren Namen gab, ist diese Generation geprägt von einer materiell sorgenfreien Jugend. Sie genieße den Wohlstand, den die Eltern erarbeitet haben. Sie agiere daher im Gegensatz zur Vorgängergeneration sehr unpolitisch, bekenne sich zur eigenen Bürgerlichkeit und Spießigkeit, sei pragmatisch und erhebe den Hedonismus und das Markenbewusstsein zu einem Wert.

    Generationenerzählungen wie diese sind problematisch, da sie stets nur Teilsegmente einer Alterskohorte beleuchten. Es gibt auch andere Erzählungen.

    1989, als eine scheinbar grandiose Zukunft vor dieser Generation lag, ist nicht nur die Mauer gefallen, auch der Neoliberalismus hatte in ganz Deutschland gesiegt. Die Gewerkschaften verloren an Bedeutung, traditionelle Arbeitermilieus lösten sich auf. Dies tat 1985 auch die Band Ton Steine Scherben. Ihr „Macht kaputt, was euch kaputt macht …“ war fünfzehn Jahre lang der Soundtrack einer rebellischen, aufmüpfigen und anarchistischen Jugendkultur.

    Mit der Band und mit dem Fall der Mauer endete ein Kapitel deutscher Geschichte, die bislang zu wenig beachtet wurde. Die letzte homogen deutsche Jugendgeneration der Bundesrepublik wurde endgültig erwachsen. Für die in den 1950er und 1960er Jahren Geborenen war es keine allzu große Herausforderung, die gemeinsamen Wurzeln und ihre Identität in der deutschen Geschichte, in deutschen Familien und Traditionen zu finden.

    Für die nachwachsende Generation stellten sich hingegen neue Herausforderungen. Sie lauteten: Wie reagieren die nach 1970 Geborenen auf den Wandel durch Migration? Auf Diskriminierung und Rassismus? Auf ihre rechtliche und soziale Ungleichheit? Auf das Verschwinden der DDR, das Entstehen des neuen Deutschland? Auf welche gemeinsame Erzählung, auf welche gemeinsamen Traditionen und Werte werden sie sich einigen? Dieses bunte Mosaik der ethnischen und sozialen Herkunftsmilieus, das es so in der Geschichte Deutschlands nach 1945 noch nicht gegeben hat?

    Das Milieu der „Generation Golf“ blieb merkwürdig unberührt von all diesen Fragen. Aber außerhalb der geschützten Kinder- und Jugendzimmer der westdeutschen Mittelschicht tobte in diesen Jahren bereits ein harter Deutungs- und Verteilungskampf. Diesen Auseinandersetzungen haben wir unser Buch „Krieg in den Städten“ (1991 und 2012) gewidmet. Jugendgangs, häufig nach ethnischen Merkmalen gegründet, konkurrierten in jenen Jahren um die Dominanz in einem Viertel, einem Jugendklub oder einem Park.

    In diese Auseinandersetzungen waren vor allem die Kinder aus Einwanderer- und aus bildungsfernen Familien, aber auch aus den Familien der untergegangenen DDR verwickelt. Diese Heranwachsenden, nennen wir sie „Generation Krieg in den Städten“, waren unfähig zur Artikulation ihrer Interessen in den Jugendverbänden der Parteien, Gewerkschaften und Kirchen. Von der Erwachsenenwelt und den gesellschaftlichen Institutionen alleingelassen, stemmte sie sich mit zum Teil untauglichen, weil gewalttätigen Mitteln gegen Diskriminierung, Desintegration und sozialen Abstieg.

    Die Rebellion der Zukurzgekommenen

    „Krieg in den Städten“ – das war die bislang letzte laut vernehmbare Rebellion der Zukurzgekommenen, die letztlich nichts anderes als Teilhabe und den Einstieg in die neoliberale Konsumgesellschaft sowie gesellschaftliche Anerkennung forderten. Für den Staat und die Justiz war das ein leichter Gegner. Für viele mündete der eingeschlagene Weg in Jugendarrest und Knast. Die Mehrheit der „Generation Krieg in den Städten“ kämpft heute, zwanzig Jahre später, ums Überleben im Niedriglohnsektor.

    Auf Mitgefühl und Solidarität von den bessergestellten Angehörigen der „Generation Golf“ können diese Systemverlierer und ihre Kinder nicht unbedingt setzen. Solidarität und Einfühlungsvermögen gehören nicht zu deren Kernkompetenzen. Seit ein paar Jahren realisieren sie: Der lange sicher geglaubte (ererbte) Lebensstandard der westdeutschen Mittelschichten ist bedroht.

    Aggressiv grenzt sich dieses Milieu heute nach unten ab. Statt einer solidarischen, gemeinsamen Perspektive beschwört es eine Renaissance konservativ-bürgerlicher und bisweilen auch religiös-fundamentaler Werte. Es achtet auf Distinktion, häufig in Form kulturalistischer Islamdebatten. Es schickt seine Kinder auf (christliche) Privatschulen und strebt nach Homogenität – frei von sozialer und ethnischer Durchmischung. Ein solches Ausmaß an gewollter sozialer Segregation wie heute hat es seit Gründung der Republik noch nicht gegeben.

    Trotz dieser bedenklichen Entwicklungen gibt es keinen Anlass zum Pessimismus. Im Windschatten der saturierten „Golfer“ hat sich in der Generation 35 plus längst ein Milieu entwickelt, das nicht das Gestern der westdeutschen Provinz beweint, sondern zukunftsfähige Beiträge zu ihrem Generationenprojekt liefert, das da lautet: Wie wollen wir künftig in der entwickelten Einwanderungsgesellschaft im geeinten Deutschland in Zeiten der Globalisierung zusammenleben?

    Was sind die Themen und die Probleme? Fatih Akin (*1973), Juli Zeh (*1974), Yassin Musharbash (*1975), Jana Hensel (*1976), Bushido (*1978), Naika Foroutan (*1971), Judith Holofernes (*1976), Omid Nouripour (*1975), Hilal Sezgin (*1970), Bülent Ceylan (*1976) und viele andere gewinnen an Bedeutung. Sie belegen: Die Welt, sie bewegt sich doch. Auch in Deutschland.

    DER AUTOR

    EBERHARD SEIDEL ist Journalist und Geschäftsführer von „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“.
    Die letze homogene Generation

    #Allemagne #lutte_des_classes #libéralisme #exclusion #Krieg_in_den_Städten

  • En Argentine, la ligne diplomatique détonante du président Javier Milei
    https://www.slate.fr/story/267026/argentine-javier-milei-nouvelle-approche-relations-internationales-diplomatie-

    Le président anarcho-capitaliste argentin Milei prépare une nouvelle édition de la guerre des Malouines / Falkland et poursuit une politique sioniste radicale par rapport la guerre en Palestine.

    31.5.2024 par Léo Pierre - En s’alignant sur les États-Unis, le président ultralibéral calque sa stratégie géopolitique sur sa vision économique.

    Si les positions économiques du président argentin Javier Milei font grand bruit depuis son élection en décembre 2023, le dirigeant libertarien, qui souhaite tronçonner l’économie argentine, défend une ligne diplomatique détonante pour le continent latino-américain. Milei a rapidement annoncé son ambition de se rapprocher des États-Unis, mais également de l’Organisation du traité de l’Atlantique Nord (OTAN), dont il souhaiterait être un « partenaire global ».

    Sans en être membre à part entière, l’Argentine acterait sa volonté de coopérer à grande échelle avec les États membres de l’OTAN. Derrière ce souhait, il faut voir un moyen de s’attacher les faveurs des puissances occidentales ayant un poids déterminant dans le soutien financier à l’économie argentine, qui ne cesse de plonger dans la récession. Ce ne sont sans doute pas les nouvelles réformes entrant progressivement en vigueur qui devraient arranger la situation.

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    Aussi bien sur le plan international que sur le plan économique, Milei veut incarner un point de rupture avec ses prédécesseurs. La Chine, qui cherche à accroître son influence en Amérique du Sud, suit avec attention ce dossier. Pour Washington, ce rapprochement est une victoire. À la lumière des évènements en Ukraine et au Proche-Orient, affirmer ses positions avec un acteur important du « Sud global » constitue un point positif pour la diplomatie américaine.

    Le président argentin, lui, assume de se tourner vers les puissances occidentales, garantes d’un libéralisme dont il veut se faire l’une des figures de proue. Son récent discours contre « le socialisme rampant », au forum économique de Davos, est à comprendre dans ce plus large contexte. En somme, sa politique économique se juxtapose à sa politique internationale.
    Le tournant géopolitique de l’Argentine

    Dès son élection, Javier Milei a annoncé son intention de ne pas nouer de relations économiques avec des États qui auraient des aspirations communistes. Comprendre : la Chine ne sera pas un partenaire de premier plan. En Amérique du Sud, le Brésil et le Vénézuela doivent se sentir visés, alors même qu’ils ont des projets politiques différents. Si on peut entendre la volonté qui est la sienne, il risque néanmoins d’être difficile de rompre totalement les relations économiques avec la Chine, qui restait en 2022 le principal importateur de produits argentins, tout comme le Brésil.

    Milei conçoit les relations internationales au prisme des normes occidentales, qui ont structuré une grande partie de la diplomatie mondiale depuis la fin de la Guerre froide. Contrairement à ses prédécesseurs Alberto Fernández (2019-2023) et Cristina Kirchner (2007-2015), partisans d’une troisième voie entre proaméricanisme et diplomatie favorable à la Chine, le président argentin a décidé de trancher : sa politique étrangère sera résolument proaméricaine. La Maison-Blanche a déjà accordé son soutien économique à Buenos Aires, en lui faisant parvenir une enveloppe de 40 milliards de dollars, afin de lui permettre de se doter de F-16 américains. Le ministre de la Défense argentin, Luis Petri, a officialisé cette nouvelle à Copenhague.

    Forte de ses symboles, la diplomatie joue son jeu en Argentine. En avril dernier, la générale américaine Laura Richardson s’est rendue à Ushuaïa, en présence de Javier Milei. Chacun a martelé sa volonté de travailler avec l’autre dans un but précis : limiter l’influence chinoise dans la région. Cela se traduit par la création prochaine d’une base navale américaine en Terre de Feu. Victoire pour les États-Unis, alors que la Chine espérait construire un port dans la même région.

    Toutefois, Pékin ne semble pas avoir dit son dernier mot. Dans sa volonté manifeste d’être l’acteur incontournable du commerce maritime, la Chine espère encore pouvoir concrétiser un projet chiffré à 1,25 milliard de dollars, comprenant un port, la création d’un pôle pétrochimique et une centrale électrique.

    De son côté, Milei, en présence d’un haut responsable militaire américain, a déclaré que la construction de cette base américaine était le point de départ pour récupérer les îles Malouines, sous contrôle britannique depuis 1833. La guerre entre Argentins et Britanniques en 1982, qui s’est soldée par une défaite militaire de Buenos Aires, a marqué durablement l’opinion publique argentine. À travers cet effet d’annonce, Milei cherche à convaincre du bien-fondé de sa stratégie sur la scène internationale. En se rapprochant des États-Unis, l’Argentine sera plus encline à récupérer un territoire qui lui échappe depuis bientôt deux siècles.
    Une position pro-Israël assumée

    La guerre entre le Hamas et Israël au Proche-Orient secoue l’ensemble de la diplomatie internationale. La position observée de Milei sur le conflit en Palestine est une indication majeure du tournant pro-occidental pris par la diplomatie argentine depuis décembre 2023.

    En février 2024, en visite en Israël, Milei, lui-même juif, a annoncé sa volonté de déplacer l’ambassade argentine à Jérusalem, tout comme les États-Unis, ce qui va à l’encontre du statut de « ville internationale » imaginé par l’ONU en 1947. Déjà, pendant la campagne présidentielle, Milei s’était engagé à prendre cette décision lourde de conséquences.

    En décembre 2023, lorsque l’Argentine doit voter une résolution appelant à un cessez-le-feu entre Israël et le Hamas, le choix de s’abstenir prend tout son sens.

    Cette position pro-israélienne est un événement pour un pays d’Amérique du Sud. Historiquement, les pays latino-américains sont des États soutenant largement la lutte palestinienne, perçue comme anticoloniale. Comme l’explique Christophe Ventura, directeur de recherche à l’Institut de relations internationales et stratégiques (IRIS) et spécialiste de l’Amérique latine, « Israël et les États-Unis sont les principaux alliés de l’Argentine ».

    Forcément, en décembre 2023, lorsque l’Argentine doit voter une résolution appelant à un cessez-le-feu entre Israël et le Hamas, le choix de s’abstenir prend tout son sens. Pour celui qui cherche à développer des relations de premier plan avec les États-Unis, s’aligner sur leur position à l’égard de l’État hébreu constitue un acte d’amitié significatif, quand l’ensemble des pays d’Amérique du Sud, Brésil en tête, condamnent la riposte israélienne aux attaques du 7 octobre. Milei, lui, se fait l’anti-Lula. Très libéral et pro-occidental, il embrasse le modèle américain.

    Mais en Argentine, forte d’une communauté juive de 200.000 personnes (la plus importante d’Amérique latine), certains intellectuels juifs ne voient pas d’un bon œil l’instrumentalisation de la religion faite par le président argentin. En septembre 2023, en pleine campagne présidentielle, 3.000 d’entre eux ont signé une tribune dénonçant « l’utilisation politique du judaïsme » par Milei, rapporte El Confidencial.

    Le président argentin, derrière ses déclarations fracassantes à répétition, mène un projet politique clair. Et sa vision des relations internationales est en rupture avec celle de ses prédécesseurs. Elle passe avant tout par un alignement sur les positions états-uniennes.

    En espagnol / à propos de l’influence sioniste sur Javier Milei
    https://seenthis.net/messages/1077627

    puis ...

    En Israël, Javier Milei vante sa proximité avec la communauté juive marocaine
    https://www.jeuneafrique.com/1534599/politique/en-israel-javier-milei-vante-sa-proximite-avec-la-communaute-juive-mar

    8.2.2024 par Nina Kozlowski - Au-delà des enjeux diplomatiques, la visite du président argentin en Israël témoigne de sa grande proximité avec la communauté juive marocaine de Buenos Aires, dirigée par un rabbin qui s’occupe personnellement de la conversion au judaïsme du président.

    En visite officielle en Israël depuis mardi 6 février, le président argentin Javier Milei a reçu un accueil digne d’une rock star. Ce libertarien, campé à l’extrême droite, élu en novembre 2023, a fait prendre à l’Argentine un virage pro-États-Unis et pro-israélien, en rupture avec ses prédécesseurs sensibles à la cause palestinienne et proches du groupe des Brics.

    Fidèle à ses promesses de campagne, Milei a annoncé, dès son arrivée sur le tarmac de l’aéroport Ben Gourion de Tel-Aviv, son intention de déménager l’ambassade de son pays à Jérusalem – ce qui équivaut à reconnaître l’annexion israélienne en 1981 de l’ensemble de la ville sainte –, sans toutefois préciser le délai. Dans la foulée, le président argentin s’est recueilli devant le mur des Lamentations, où il s’est effondré en sanglots. Une émotion palpable, à mille lieux de son caractère éruptif et grossier, qui démontre que cette visite dépasse les enjeux géopolitiques et le simple coup de com’.

    Né catholique, Javier Milei n’a jamais caché son profond intérêt pour le judaïsme et a plusieurs fois évoqué sa volonté de « devenir juif », voire le premier président argentin de confession juive. Son seul obstacle ? « Si je deviens président, comment vais-je faire à Shabbat ? Vais-je me déconnecter du pays du vendredi au samedi ? Certaines questions rendraient la religion incompatible », déclarait-il au journal espagnol El Paìs en juillet 2023.

    Milei et le rabbin

    Derrière cette passion pour la religion juive, un homme : le rabbin Shimon Axel Wahnish, qui dirige l’Acilba, l’Association des juifs marocains d’Argentine basée à Buenos Aires. C’est lui qui encadre le président argentin dans son processus de conversion religieuse. Les deux hommes, qui se côtoient depuis des années, échangent quasiment quotidiennement. Avant que Milei n’accède au pouvoir, ils étudiaient la Torah jusqu’à trois heures par jour. Ce dernier considère le rabbin comme son « guide spirituel » et un « homme de confiance ». Entre autres enseignements, le religieux lui a conseillé de consulter ce texte sacré « du point de vue de l’analyse économique », explique le chef d’État argentin qui s’autoqualifie « d’anarcho-capitaliste ».

    Lors de ses apparitions publiques, le président argentin a d’ailleurs pris l’habitude de citer des passages de la Torah. Au cours de sa campagne électorale, il était également monté sur scène au son du shofar, une corne de bélier utilisée lors des célébrations de Roch Hachana, avant de se rendre au musée de l’Holocauste de Buenos Aires ou de se recueillir, à New-York, sur la tombe de Menachem Mendel Schneerson, l’ancien chef spirituel du mouvement ultra-orthodoxe Habad-Loubavitch.

    La proximité entre Javier Milei et la communauté juive marocaine de Buenos Aires pourrait-elle avoir un impact sur la relation diplomatique entre le Maroc et l’Argentine ? Depuis plusieurs décennies, le pays s’est prononcé en faveur de « l’intégrité territoriale du royaume », mais Milei pourrait-il aller plus loin en reconnaissant la « marocanité du Sahara », à l’instar du président américain Donald Trump, en décembre 2020 ? Difficile à dire, mais il y a en tout cas des similitudes entre Trump et Milei.

    En effet, « l’artisan » des accords d’Abraham et de la reconnaissance américaine du Sahara marocain n’est autre que Jared Kushner, le gendre de Donald Trump, lui-même extrêmement proche d’un rabbin marocain : le fameux Yoshiyahu Yosef Pinto. Or ce rabbin, consultant pour les puissants de ce monde à ses heures perdues et passé par la case prison en Israël pour corruption en 2015, côtoie entre autres l’homme d’affaires Patrick Drahi ou encore Eduardo Elsztain, magnat de l’immobilier en Argentine. Pendant la pandémie de Covid-19, ce dernier a même traversé l’Atlantique avec son jet privé pour passer une demi-journée avec le rabbin à Casablanca. Le monde est petit.

    Une communauté forte

    Quant à la communauté Acilba de Buenos Aires, proche de Javier Milei, celle-ci continue de cultiver ses racines marocaines. Du 8 novembre au 5 décembre 2023, elle a notamment organisé un mois de la culture judéo-marocaine dans la capitale argentine. Tandis qu’en novembre 2019, l’ensemble de la communauté juive marocaine de Buenos Aires publiait un communiqué pour « réaffirmer son attachement profond au Maroc […] leur mère patrie », ainsi qu’au « glorieux Trône alaouite ».

    Environ 200 000 citoyens de confession juive vivent en Argentine, dont 30 % sont séfarades, originaires du Maroc ou encore de l’ancien Empire ottoman. Les juifs marocains, majoritairement originaires de Tanger, Tétouan et Larache (au nord du Maroc), ont immigré en Argentine dès la fin du XIXe siècle, à la faveur de lois libérales, pour fuir des conditions de vie difficiles.

    #USA #Chine #Ukraine #Argentine #OTAN #libéralisme #fascisme #sionisme #guerre

  • Kuchensteuer-Bürokratie : EU greift beim Basar durch
    https://www.telepolis.de/features/Kuchensteuer-Buerokratie-EU-greift-beim-Basar-durch-9838530.html

    Suivant le règlement européen la vente de gateaux par les parents lors des journées de la porte ouverte des écoles (pratiquées partout en Allemagne) sera soumise au régime de la TVA afin de ne pas nuire au boulanger du coin.

    Le dogme libéral provoque une situation absurde : Quand une institution de l’état (donc moi même, citoyen et souverain) me facture une somme x pour ce quelle fait pour moi, on m’oblige à payer un impôt supplémentaire, la TVA, pour protéger une fictive entreprise privée qui en théorie pourrait remplir la même fonction.

    L’erreur de base se trouve dans l’idéologie libérale : Moi, je considère que l’entreprise privée ne devrait entrer dans le jeu que là ou moi et ma communauté ne sommes pas en mesure de réaliser un service ou la production d’un produit. Pour l’esprit anti-solidaire libéral le contraire s’impose : la solidarité et l’action commune ne sont autorisées que sous condition qu’une entreprise privée ne soit pas intéressée par l’affaire

    Bof, alors désormais on aura droit aux gateaux imposables lors des fêtes d’anniversaire des gosses à l’école. Résultat : parents d’élèves et fraudeurs, même combat.

    18.8.2024 von Christoph Jehle - EU-Mehrwertsteuerrichtlinie: Kommunen im Steuerstrudel. Sie müssen nun entscheiden, welche ihrer Dienstleistungen der Mehrwertsteuer unterliegen.

    EU-Mehrwertsteuerrichtlinie: Kommunen im Steuerstrudel. Sie müssen nun entscheiden, welche ihrer Dienstleistungen der Mehrwertsteuer unterliegen.

    Wenn sich private Mehrwertsteuer-pflichtige Wettbewerber gegen die steuerfreie Konkurrenz durch Kommunen zur Wehr setzen, muss die Europäische Union handeln.

    Die EU hat daher eine Mehrwertsteuerrichtlinie beschlossen, deren Umsetzung in nationales Recht eigentlich schon ab 2023 gelten sollte. Der verbindliche Stichtag wurde inzwischen auf Anfang 2025 verschoben, weil viele Kommunen mit der Umstellung datentechnisch überfordert waren.

    Was sich ändert

    Somit sind Kommunen, die ihre Umstellung frühzeitig realisiert haben, inzwischen in der Lage, die Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen im Wettbewerb mit Privaten zu berechnen.

    Wer sich im Rathaus eine Kopie eines Dokumentes anfertigen lässt, um sie beglaubigen zu lassen, muss für diese nach der Gesetzeskorrektur Mehrwertsteuer bezahlen, da er die Kopie ja auch in einem privaten Copyshop hätte anfertigen lassen können.

    Für die Behandlung von Leistungen einer juristischen Person des öffentlichen Rechts, zu welchen die Kommunen zählen, gelten bei der Erbringung von Leistungen auf privatrechtlicher Grundlage nun die allgemeinen Vorschriften des Umsatzsteuerrechts. Somit unterliegt die Leistungserbringung der Umsatzsteuer.

    Hoheitliche Aufgabentrennung

    Dazu zählen beispielsweise gewerbsmäßige Leistungen, wie der Verkauf von Souvenirs in einem Fremdenverkehrsamt oder Gemeindechroniken im Bürgerbüro sowie der Verkauf von Familienstammbüchern im Standesamt oder der Verkauf von Duschmarken in einer Berufsschule.

    Die neue Gesetzeslage hat zur Folge, dass die öffentliche Hand im Einzelfalle prüfen muss, welche ihrer Leistungen hoheitlich sind und damit unter eine öffentlich-rechtliche Sonderregelung fallen und welche nachhaltig Einfluss auf den Wettbewerb haben könnten.

    Zu den hoheitlichen Aufgaben zählen beispielsweise die Ausgabe von Pässen und Personalausweisen, welche die Gemeinden im Auftrag übergeordneter Behörden durchführen, welche auch die Preise dafür festlegen.
    Warum diese Mehrwertsteuer jetzt oft als Kuchensteuer bezeichnet wird

    Waren die Kommunen auch in der Vergangenheit schon im Falle ihrer Trinkwasserversorgung oder ihrer Forstbewirtschaftung von der Mehrwertsteuer betroffen, trifft sie jetzt auch Bereiche, in welchen nur wenige eine kommunale Betätigung vermuten.

    Dazu zählen die Kinderbetreuung in kommunalen Kitas und Kindergärten, die meist über 50 Prozent der jeweiligen Gemeindebudgets verschlingen, weil die Eltern nur mit deutlich unter 20 Prozent der Kosten zur Kasse gebeten werden können. Zu den kommunalen Aufgaben können jedoch auch die Freiwilligen Feuerwehren und die Schulen zählen, deren Investitionen von den Gemeinden zu tragen sind.

    In der Öffentlichkeit werden diese Ausgabenblöcke höchstens von Eltern mit kleinen oder schulpflichtigen Kindern wahrgenommen, in der Mehrheit der Bevölkerung sind sie jedoch unbekannt.

    Die Konkurrenz zum Bäcker

    Die kommunale Mehrwertesteuerpflicht ist in der Öffentlichkeit erst aufgepoppt, als sich herumgesprochen hat, dass spätestens ab kommendem Januar auch Einnahmen aus Kuchenverkäufen oder anderen Basaren, welche kommunale Bildungseinrichtungen veranstalten, der Mehrwertsteuerpflicht unterliegen. Daher der Begriff ″Kuchensteuer″.

    Der Hintergrund in diesem Fall ist, dass durch Eltern und Schüler, die für solche Feste Kuchen backen, einem Bäcker Einnahmen entgehen, weil man davon ausgeht, dass die Schüler in direkter Konkurrenz zu einem theoretisch am gleichen Ort tätigen Bäcker stehen, der dadurch benachteiligt würde, was durch die neue Gesetzgebung verhindert werden soll.

    Ein anderes Beispiel wäre, wenn z.B. Ortschroniken im Rathaus billiger verkauft würden als im Buchladen um die Ecke. Die Regelung gilt aber auch, wenn es diesen Buchladen um die Ecke gar nicht gibt.

    Beim Kuchenverkauf könnte es jetzt eine Entspannung geben und der Kuchenverkauf durch Schüler und/oder Eltern auch künftig umsatzsteuerfrei sein. Es muss dabei jedoch klar sein, dass die Schüler beziehungsweise ihre Eltern den Kuchen verkaufen, aber eben nicht die Schule selbst.

    Jörg Wojahn, der Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, lässt sich im Zusammenhang mit dem Kuchenverkauf wie folgt zitieren:

    Wenn eine Schülergruppe dreimal Kuchen verkauft, um ihre Schulparty zu finanzieren, ist das natürlich gar kein Problem. Wenn der geschäftstüchtige Schülersprecher sich aber jeden Morgen auf den Schulhof stellt und den Kuchen billiger anbietet als die Bäckerin nebenan, ist dies eine Wettbewerbsverzerrung

    Spannend wird die neue Mehrwertsteuerreglung jedoch auch bei der normalen Tätigkeit, für welche man die Dienste einer kommunalen Einrichtung gerne in Anspruch nimmt. Kommt die Feuerwehr zu Löschen eines Brandes, ist diese Tätigkeit von der Mehrwertsteuer befreit, weil das die hoheitliche Aufgabe der Feuerwehr ist.

    Wenn sie jedoch gerufen wird, weil ein Wespennest entfernt werden soll, wird nun Umsatzsteuer fällig. Denn diese Leistung könnte auch ein privates Unternehmen erbringen.
    Vereine können von der Mehrwertsteuerpflicht befreit sein

    Vereine nutzen vielfach öffentliche Veranstaltungen, um dort durch den Verkauf von Speisen und Getränken einen Teil ihrer Kosten zu refinanzieren, ohne ihr Mitgliedsbeiträge erhöhen zu müssen. Solange die Umsätze der Vereine sich dabei unter derzeit 22.000 Euro pro Jahr bewegen, sind sie von der Umsatzsteuer befreit.

    Schwieriger wird das Mehrwertsteuerproblem beispielsweise im Falle von Feuerwehrmusikkapellen, die einer Freiwilligen Feuerwehr angegliedert sind und kein eigenständiger Verein mit eigenem Vorstand sind. Weil die im Gemeindehaushalt mitlaufen, gilt diese Umsatzgrenze für sie nicht.

    Da sie mehrwertsteuerpflichtig sind, müssen sie entweder ihre Preise um den gültigen Mehrwertsteuersatz erhöhen oder auf Einnahmen verzichten, um gegenüber steuerbefreiten Vereinen mithalten zu können.

    #Union_Européenne #libéralusme #impôts, #TVA #wtf

  • Die große Migration der Millionäre
    https://www.telepolis.de/features/Die-grosse-Migration-der-Millionaere-9774932.html


    Die Reichtumsuhr für Deutschland am 29.09.2012. Foto : Bernd Schwabe in Hannover, CC BY-SA 3.0

    La migration des millionaires et milliardaires est une aubaine pour les pays d’acceuil et une petite catastrophe pour leurs pays d’origine. Cet article explique les gains et pertes des pays comcernées en première ligne. Ni l’Allemagne ni la France y sont mentionnés. Autrement les chiffres sont impressionnantes si on est ni banquier ni économiste ni riche.

    24.6.2024 von Uwe Kerkow - Viele Millionäre verlassen ihre Heimat, obwohl sie dort reich geworden sind. Wo kommen sie her, was sind ihre Motive und wo gehen sie hin? Und hat das Konsequenzen für Herkunfts- und Aufnahmeländer?

    Viele Millionäre verlassen ihre Heimat, obwohl sie dort reich geworden sind. Wo kommen sie her, was sind ihre Motive und wo gehen sie hin? Und hat das Konsequenzen für Herkunfts- und Aufnahmeländer?

    Kapitalflucht ist ein altbekanntes Problem der Weltwirtschaft. Weniger bekannt ist dagegen, dass auch viele Kapitaleigner, vulgo Millionäre, ihre Heimat verlassen, obwohl sie dort ihr Glück gemacht haben.

    Der Henley Private Wealth Migration Report 2024 zeigt, dass in diesem Jahr voraussichtlich weltweit 128.000 Millionäre ihr Heimatland verlassen werden. Damit wird der bisherige Rekord aus dem letzten Jahr von 120.000 Reichen deutlich übertroffen.

    Diese wachsende Migration von vermögenden Privatpersonen (high-net-worth individuals, HNWI) spiegelt einen Trend der breiteren Wohlstandsmigration, die durch geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheit und soziale Umwälzungen angetrieben wird.
    128.000 Reiche auf der Suche nach grüneren Gefilden

    Die auffällige Millionärsmigration hat weitreichende Folgen sowohl für die Länder, die sie verlassen, als auch für die, in die sie ziehen. Jedes Land sieht sich mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert, die sich auf die Migrationsmuster der Millionäre auswirken.

    Die zehn Länder, aus denen 2024 voraussichtlich die meisten Millionäre abwandern werden:
    1. China -15.200
    2. UK -9.500
    3. Indien -4.300
    4. Südkorea -1.200
    5. Russland -1.000
    6. Brasilien -800
    7. Südafrika -600
    8. Taiwan -400
    9. Nigeria -300
    10. Vietnam -300

    Die Abwanderung von Millionären ist auf eine Kombination von mehreren Faktoren zurückzuführen, darunter die Suche nach einem besseren Lebensstil, einer sichereren Umgebung und dem Zugang zu erstklassigen Gesundheits- und Bildungsdiensten. Wirtschaftliche und politische Stabilität sind entscheidend dafür, um vermögende Einzelpersonen im Land zu halten.
    Wirtschaftliche und politische Stabilität entscheiden

    Davonziehende Reiche sind eine wichtige Quelle für Deviseneinnahmen, da sie verständlicherweise dazu neigen, ihr Geld mitzunehmen, wenn sie in ein Land ziehen. Außerdem sind etwa 20 Prozent von ihnen Unternehmer und Firmengründer, die im Zielland möglicherweise neue Unternehmen gründen und damit Arbeitsplätze schaffen. Der Prozentsatz der Unternehmer und ihnen steigt bei den Centi-Millionären und Milliardären auf über 60 Prozent.

    Die zehn Länder, in die 2024 voraussichtlich die meisten Millionäre zuwandern werden:
    1. VAE +6.700
    2. USA +3.800
    3. Singapur +3.500
    4. Kanada +3.200
    5. Australien +2.500
    6. Italien +2.200
    7. Schweiz +1.500
    8. Griechenland +1.200
    9. Portugal +800
    10. Japan +400

    Diese Länder verzeichnen teilweise beträchtliche Nettozuflüsse von vermögenden Personen und profitieren von den wirtschaftlichen Beiträgen und der Schaffung von Arbeitsplätzen, die reiche Einzelpersonen zusätzlich einbringen. Daher betreiben eine ganze Reihe von Ländern aktive Politiken, die Millionäre und Milliardäre anlocken sollen.

    Beispiellos ist in dieser Hinsicht sicher die Vermögenspolitik der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). In weniger als fünf Jahren hat das Scheichtum einen regulatorischen Rahmen geschaffen, der Vermögenden eine Reihe von maßgeschneiderten Lösungen bietet, um ihr Geld zu schützen, zu erhalten und zu mehren. Dazu gehört vor allem der Einkommenssteuersatz von null Prozent und die entsprechenden Visa Programme. Doch auch der im Land gebotene Luxus und die verkehrstechnisch günstige Lage sind attraktiv.

    „Außergewöhnliche Beiträge zur Volkswirtschaft“

    Auch andere Länder werben um die Reichen, darunter viele südeuropäische Staaten. So hat etwa Portugal Golden Residence Permit Program aufgelegt und Griechenland ein Golden Visa-Program.

    Laut Berliner Zeitung hat Griechenland aufgrund dieses Programms allein 2023 etwa 2,5 Mrd. Euro Direktinvestitionen erhalten. In der Folge haben die immobilienpreise in Griechenland stark angezogen und die Regelung musste deutlich verschärft werden.

    Spanien verfügt über ein Residence by Investment Program und Malta bietet ein spezielles Einbürgerungsverfahren mit ständiger EU-Staatsbürgerschaft für „außergewöhnliche Leistungen und Beiträge zur Volkswirtschaft“.

    Südeuropa und Steueroasen dick im Geschäft

    Selbstverständlich bieten auch traditionelle Steueroasen, etwa in der Karibik, ähnliche Programme an. Da sind unter anderem die Citizenship by Investment Programme von Antigua und Barbuda und von Grenada, die die Reichen und ihre Familien locken sollen.

    Dass ein Land wie Indien dieses Jahr voraussichtlich einen Nettoverlust von 4.300 Millionären hinnehmen muss, ist jedoch wohl kaum auf Faktoren wie geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheit zurückzuführen. Hier dürften vor allem Fragen der Lebensqualität und auch des Umweltschutzes im Vordergrund stehen.

    „Indiens Position in der globalen Vermögensmigrationslandschaft unterstreicht die Notwendigkeit für eine Politik, die wirtschaftliche Stabilität und Wachstum begünstigt“, schreibt die indische Economic Times, und spart damit die sozialen, politischen und ökologischen Ursachen für die Migration von Millionären aus.
    Mahnendes Beispiel Großbritannien

    Aber wenn schon die Armen keine Stimme haben, ist vielleicht wenigstens der Rückzug der Reichen ein Menetekel für die betroffenen Länder, damit deren Politiker die eingeschlagenen Entwicklungspfade überdenken. Großbritannien ist das mahnende Beispiel.

    Die Abwanderung von voraussichtlich mehr als doppelt so vielen Millionären von der Insel wie aus ganz Indien muss als Alarmzeichen gelten und ist wohl vornehmlich dem Verfall der öffentlichen Institutionen im Vereinigten Königreich geschuldet.

    #mondialisation #libéralisme #nantis #migration #impôts

  • La pénurie de Ventoline vient s’ajouter aux autres ruptures de stock de médicaments, voici pourquoi
    https://www.huffingtonpost.fr/life/article/la-penurie-de-ventoline-vient-s-ajouter-aux-autres-ruptures-de-stock-

    Alors que l’ANSM assure à nos confrères que des « mesures de gestions » ont été prises, les causes de cette tension peuvent s’expliquer par le prix - trop bas pour être un marché attractif pour les laboratoires par rapport aux pays voisins - et par une hausse de la demande.

  • Verbände und Gewerkschaften warnen vor Nullrunde beim Bürgergeld
    https://www.vdk.de/presse/pressemitteilung/verbaende-und-gewerkschaften-warnen-vor-nullrunde-beim-buergergeld

    Ça y est, les liberaux préfèrent les producteurs d’armes aux pauvres concitoyens. Vole un petit peux le pauvres (qui sont nombreux) et tu gagnera beaucoup. Seulement ce petit peux c’est beaucoup pour les pauvres concernés. Les associations sociales et les syndicats exigent un recalcul des aides sociales et s’opposent à la non-augmentation proposée par le gouvernement national malgré l’inflation.

    4.6.2024 Kategorie Armut & Umverteilung

    Bündnis fordert kurzfristige Reform der Bürgergeld-Anpassung für 2025
    VdK-Präsidentin: „Die Regelsätze im Bürgergeld müssen dringend neu berechnet werden.”

    Ein Zusammenschluss aus 8 Wohlfahrts- und Sozialverbänden, Gewerkschaften und Erwerbslosengruppen hat sich mit einem Appell an den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, und die Abgeordneten im Bundestag gewandt und vor den sozialen Folgen einer Nullrunde beim Bürgergeld gewarnt.

    Das Bündnis fordert eine kurzfristige Reform der Bürgergeld-Anpassung für 2025. Ansonsten drohe Bürgergeldberechtigten ein weiterer Kaufkraftverlust, mit dem sich die Armut von Millionen Erwachsenen und Kindern weiter verschärfen würde. Konkret wird gefordert, ausgehend vom geltenden Regelsatz in Höhe von 563 Euro die aktuellen Preissteigerungen zu berücksichtigen.

    Anders als oft behauptet sei das Bürgergeld auch in den vergangenen zwei Jahren nicht zu großzügig erhöht worden, so die Verfasser des Appells. Im Gegenteil: Aktuelle Analysen zeigen, dass Bürgergeldberechtigte 2021-2023 erhebliche Kaufkraftverluste erlitten haben. Bei einer alleinstehenden Person summieren sich diese Verluste auf bis zu 1012 Euro. Erst mit der Anpassung 2024 habe es eine Trendwende gegeben, wobei die aufgelaufenen Verluste nur zu einem kleinen Teil kompensiert würden.

    Verena Bentele, Präsidentin, Sozialverband VdK Deutschland:

    „„Zwar fallen die Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Drogerieartikeln und Energie deutlich geringer aus als noch im vergangenen Jahr. Menschen, die mit dem Existenzminimum auskommen müssen, spüren sie dennoch jeden Tag. Die Nullrunde bei den Bürgergeld-Regelsätzen führt dazu, dass sich viele Menschen schlechter versorgen können. Daher müssen die Regelsätze dringend grundlegend neu berechnet werden. Der heutige Regelsatz spiegelt in keiner Weise wider, was für ein Existenzminimum notwendig wäre.”“

    Joachim Rock, Abteilungsleiter und zukünftiger Hauptgeschäftsführer des Paritätischen:

    „„Das Bürgergeld reicht schon heute nicht aus, um eine gesunde Ernährung, Mobilität und soziale Teilhabe finanzieren zu können. Die Regelsätze bestimmen die Lebensumstände von über sieben Millionen Menschen, die mit steigenden Kosten kämpfen, maßgeblich mit. Eine Nullrunde darf es deshalb nicht geben, sie widerspräche auch Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts.”“

    Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied:

    „„Wir brauchen mehr Bezahlung nach Tarif, einen höheren Mindestlohn und beim Bürgergeld auch in Zukunft mindestens einen Inflationsausgleich. Denn das Preisniveau bleibt hoch und damit bleibt das Leben teuer. Auch wenn die Preise zuletzt weniger stark gestiegen sind, kommt man mit einem kleinen Einkommen kaum über die Runden. Es ist ungerecht, Menschen das soziale Netz Bürgergeld wegzureißen.““

    Michael Groß, Vorsitzender des Präsidiums der Arbeiterwohlfahrt:

    „„Ein anständiger Inflationsausgleich für die Ärmsten in unserer Gesellschaft ist eine Frage des Anstands und muss daher selbstverständlich sein. Was derzeit fehlt, ist der Mut für eine zukunftsorientierte Politik, die zuerst Ziele für eine gerechtere Gesellschaft formuliert und im zweiten Schritt mit den dafür nötigen finanziellen Mitteln tatsächlich auch hinterlegt. Wir müssen mit einer Reform der Schuldenbremse und der Stärkung der Einnahmenseite endlich Druck aus dem Kessel nehmen und einen Sozialstaat gestalten, der wirklich keinen zurücklässt.”“

    Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik, Diakonie:

    „„Schon vor der Inflation lag der Regelsatz weit unterhalb der tatsächlichen Bedarfe. Es hat zwei Jahre gedauert, bis mit den letzten Anpassungen die Inflationsfolgen weitgehend ausgeglichen wurden. Die Kaufkraft der Regelsätze darf nicht weiter sinken. Sonst werden immer mehr Menschen in Deutschland existentiell bedroht und können sich das Lebensnotwendige einfach nicht mehr leisten. Das kann ein Sozialstaat nicht einfach hinnehmen.”“
    Pressekontakt
    Das Portraitfoto zeigt Julia Frediani.

    Telefon: 030 9210580-409 030 9210580-409 Mobil: 0175 6604730 E-Mail: j.frediani@vdk.de

    Gemeinsames Positionspapier
    Drohende Nullrunde bei den Regelsätzen abwehren – Kaufkraft erhalten. Stand : 4.6.2024
    https://www.vdk.de/assets/bundesverband/dokumente/newsletter/Positionspapier_-_Drohende_Nullrunde_bei_den_Regels%C3%A4tzen_abwehren.pdf

    #Allemagne #politique #libéralisme #social #austérité #armement #SPD #CDU #FDP

  • Électricité – Doublement du prix au mois d’août 2022 La CLCV porte plainte pour tromperie contre Ohm Énergie auprès du Procureur de la République (du 07/06/2024)
    https://www.clcv.org/communiques-de-presse/electricite-doublement-du-prix-au-mois-daout-2022-la-clcv-porte-plainte-pour-t

    La CLCV informe avoir porté plainte la semaine dernière auprès du Procureur de la République de Paris contre le fournisseur Ohm Énergie pour la hausse brutale et spectaculaire de ses prix en août 2022 et qu’elle considère comme susceptible de relever d’une pratique commerciale trompeuse.

    du 15/05/2024 :
    https://www.letelegramme.fr/economie/energie/electricite-cartons-rouges-pour-des-fournisseurs-denergie-6583847.php

    Le Médiateur de l’énergie a adressé mardi un « carton rouge » aux fournisseurs Engie, ENI, Ohm Énergie et Wekiwi pour avoir sous-évalué « délibérément » des mensualités pour « tromper les consommateurs sur le coût de leur énergie », et épingle le distributeur Enedis pour mauvais traitement des réclamations de ses clients.

    du 06/06/2024 :
    https://www.capital.fr/entreprises-marches/le-fournisseur-d-energie-ohm-est-desormais-vise-par-une-plainte-pour-tromper

    Ohm coupable d’avoir revendu un trop-plein d’électricité à prix d’or ?

    Ces pratiques datent de 2022. À l’époque, Ohm avait franchi la barre des 160 000 clients en promettant des tarifs défiant toute concurrence. Pour convaincre les futurs clients, le fournisseur s’était appuyé sur un démarchage commercial agressif, rappelle la CLCV. Sauf que les consommateurs ont reçu la douloureuse l’été suivant avec des factures augmentant jusqu’à 105% ! Le fondateur de Ohm Énergie avait alors mis en avant des prix de marché qui avaient explosé, l’obligeant à s’aligner. Si l’arrêt de certains réacteurs nucléaires et la guerre en Ukraine ont fait flamber la note, la plupart des fournisseurs avaient acheté de l’électricité en avance.
    Or certains, comme Ohm, avaient eu une stratégie inverse : multiplier les tarifs par deux, trois ou quatre pour faire fuir les clients et avoir plus de marge de manœuvre. Ainsi, l’électricité non vendue aux clients (partis) avait été ensuite revendue au prix fort sur les marchés. Comme Capital l’avait évoqué, Ohm aurait ainsi réalisé 44,3 millions d’euros de marges brutes. « Les éléments matériels à notre disposition nous amènent à estimer que tout ça avait été planifié des mois à l’avance », souligne François Carlier auprès du Parisien. Dans ce volet, la Commission de régulation de l’énergie (CRE) a mené son enquête, et selon Le Parisien, la culpabilité d’Ohm aurait été démontrée. Les ennuis pourraient ne faire que commencer…

    #énergie #électricité #dérégulation #libéralisation

    • L’information est tombée ce matin. Alors que les cours du gaz oscillent à des niveaux dix fois inférieurs au pic de la crise énergétique de l’été 2022, des millions de Français sont sur le point de voir leur facture exploser : au 1er juillet prochain (dans l’entre-deux tours de l’élection législative), le prix moyen de la facture de gaz va augmenter de 11,7 % en juillet. Encore un joli petit coup de pouce pour le Rassemblement national, qui n’en demandait pas tant.